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	<description>Reise-Magazin zum Staunen</description>
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		<title>Musikdrama unter freiem Himmel: Oper „André Chénier“ von Umberto Giordano</title>
		<link>http://admirado.de/2023/01/musikdrama-unter-freiem-himmel-oper-andre-chenier-von-umberto-giordano/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2023 17:41:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
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					<description><![CDATA[Die St. Galler Festspiele bieten ein abwechslungsreiches Programm mit einem packenden Musikdrama unter freiem Himmel, der Oper &#8222;André Chénier&#8220; von Umberto Giordano. Diese veristische Oper erzählt die tragische Geschichte des Dichters André Chénier, der während der Französischen Revolution zum Tode verurteilt wurde&#8230; Die Oper &#8222;André Chénier&#8220; von Umberto Giordano ist ein Meisterwerk des italienischen Verismo, [&#8230;]]]></description>
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<h3 class="wp-block-heading">Die St. Galler Festspiele bieten ein abwechslungsreiches Programm mit einem packenden Musikdrama unter freiem Himmel, der Oper &#8222;André Chénier&#8220; von Umberto Giordano. Diese veristische Oper erzählt die tragische Geschichte des Dichters André Chénier, der während der Französischen Revolution zum Tode verurteilt wurde&#8230;</h3>



<p class="has-drop-cap">Die Oper &#8222;André Chénier&#8220; von Umberto Giordano ist ein Meisterwerk des italienischen Verismo, einer Strömung der Oper, die sich durch Realismus und Authentizität auszeichnet. Die Oper erzählt die tragische Geschichte des Dichters André Chénier, der während der Französischen Revolution zum Tode verurteilt wurde.</p>



<p>Die Musik der Oper ist bekannt für ihre emotionale Intensität und ihre kraftvolle Ausdruckskraft. Giordano hat die Musik geschickt genutzt, um die Atmosphäre und die Emotionen der Charaktere zu untermalen. Die Musik ist sowohl melodisch als auch dramatisch, und sie geht unter die Haut.</p>



<p>Die Oper hat eine starke politische Dimension, die sich in der Darstellung der sozialen Ungleichheit und der Unterdrückung durch die Mächtigen zeigt. André Chénier, der Held der Oper, ist ein Dichter, der sich für die Freiheit und Gerechtigkeit einsetzt und gegen die Unterdrückung und Tyrannei der Revolutionäre kämpft. Sein Schicksal wird zum Symbol für den Kampf gegen Unterdrückung und für die Freiheit.</p>



<p>Die Inszenierung der Oper kann je nach Interpretation unterschiedlich ausfallen, aber die grundlegende Botschaft der Oper bleibt immer aktuell. Die Oper &#8222;André Chénier&#8220; ist eine Aufforderung zur Menschlichkeit, zur Solidarität und zur Freiheit, die auch heute noch relevant ist.</p>



<p>Insgesamt ist die Oper &#8222;André Chénier&#8220; ein beeindruckendes Musikdrama, das eine starke Botschaft vermittelt und durch seine emotionale Intensität und kraftvolle Musik begeistert. Eine Aufführung dieser Oper ist ein unvergessliches Erlebnis für jeden Opernliebhaber. Wir werden berichten!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was es noch geben wird&#8230;</h2>



<p>Neben der Oper gibt es auch ein Tanzstück in der Kathedrale und Konzerte im Stiftsbezirk, die das Programm der Festspiele ergänzen. Die Veranstaltungen finden an verschiedenen historischen Orten in St. Gallen statt und bieten den Besuchern ein einmaliges kulturelles Erlebnis.</p>



<p>Die Oper &#8222;André Chénier&#8220; ist für ihre emotionale Intensität und ihre kraftvolle Musik bekannt. Die Aufführung unter freiem Himmel auf dem Klosterhof bietet den Besuchern die Möglichkeit, in die Welt der Oper einzutauchen und die Geschichte von André Chénier auf eine einzigartige Weise zu erleben.</p>



<p>Das Tanzstück in der Kathedrale ist ein weiteres Highlight des Programms. Die beeindruckende Architektur der Kathedrale bietet eine wunderschöne Kulisse für die Tänzer und die Musik, die das Publikum in ihren Bann ziehen werden.</p>



<p>Neben diesen beiden Hauptveranstaltungen gibt es auch Konzerte im Stiftsbezirk, die eine breite Palette von musikalischen Genres abdecken. Von klassischer Musik bis hin zu Jazz und Pop ist für jeden Geschmack etwas dabei.</p>



<p>Insgesamt bieten die St. Galler Festspiele ein vielfältiges und ansprechendes Programm für alle Kulturbegeisterten. Die verschiedenen Veranstaltungen an historischen Orten machen diese Festspiele zu einem einzigartigen Erlebnis, das man nicht verpassen sollte.</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Artikelbild: Norbert Wobring/ Theater St. Gallen </em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bregenz: Pathos, Prophethische Gaben und ein gigantisch großes Blatt Papier</title>
		<link>http://admirado.de/2022/07/bregenz-pathos-prophethische-gaben-und-ein-gigantisch-grosses-blatt-papier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2022 14:06:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Bregenz]]></category>
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					<description><![CDATA[„Un bel dì, vedremo… sull&#8217;estremo confin del mare“. Auf Deutsch lautet das Libretto aus Giacomo Puccinis Oper in etwa so: „Eines schönen Tages werden wir sehen… an der äußersten Grenze des Meeres“. Ja was denn? Da hinten am Horizont, am Bodensee, nach dem Gewittersturm, Urlaubszeit. Was sehen wir dann und dort? Auf wen oder was [&#8230;]]]></description>
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<h3 class="wp-block-heading">„Un bel dì, vedremo… sull&#8217;estremo confin del mare“. Auf Deutsch lautet das Libretto aus Giacomo Puccinis Oper in etwa so: „Eines schönen Tages werden wir sehen… an der äußersten Grenze des Meeres“. Ja was denn? Da hinten am Horizont, am Bodensee, nach dem Gewittersturm, Urlaubszeit. Was sehen wir dann und dort? Auf wen oder was wartest du? Wonach sehnst du dich! Wie würdest du diese berühmte Arie fort schreiben?</h3>



<p class="has-drop-cap">Diese herzzerreißende, (un)glückliche, (un)tröstliche Liebesgeschichte <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/2665.png" alt="♥" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> einer ewig wartenden, Madame Butterly <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f98b.png" alt="🦋" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />. Unerträgliche 2 Stunden schauen Cio-Cio-San über 7000 Menschen auf dem Bodensee beim Leiden zu. Früher wollte Madame Butterfly als Geisha den Geist <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f483.png" alt="💃" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ihres Umfelds beleben. Als Künstlerin, singend und tanzend zugleich durchs Leben laufen. Und dann fliest dieser Lebenslauf <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f338.png" alt="🌸" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> so ganz anders!</p>



<p>Hier die ersten Bilder:</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="2172" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0469-scaled.jpeg" alt="" class="-2172"/><figcaption>Madame Butterfly &#8211; die Premiere fand nur in Halbzeit statt. Halbszenisch ging&#8217;s drinnen weiter&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="2171" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0463-scaled.jpeg" alt="" class="-2171"/><figcaption>Reduce to the Max&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="2170" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0458-scaled.jpeg" alt="" class="-2170"/><figcaption>Festivalzeitung</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="2169" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0455-scaled.jpeg" alt="" class="-2169"/><figcaption>Rot-weiss</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="2168" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0454-scaled.jpeg" alt="" class="-2168"/><figcaption>Beste Beschallung</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="2167" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0448-scaled.jpeg" alt="" class="-2167"/><figcaption>7.000 Menschen</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="2165" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0480-scaled.jpeg" alt="" class="-2165"/><figcaption>Schwarz-weiss</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="2164" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0442-scaled.jpeg" alt="" class="-2164"/><figcaption>Eine der ersten Vorstellungen</figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ein über 1000 m² großes Blatt Papier</h2>



<p>Unsterblich verliebt. Nicht mal ein über 1000 m² großes Blatt Papier <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f4c4.png" alt="📄" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f3d4.png" alt="🏔" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />, auf der Seebühne Bregenz nachgebildet, passt dazwischen. Diese Arie von 1904, Gründerzeit, wilhelminische Ära hierzulande, beschreibt Unendlichkeit, Sehnsucht und unser ausbaufähiges Talent, mit Veränderungen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f3a2.png" alt="🎢" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> neu umgehen zu lernen. Gezeichnet <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f468-200d-1f3a8.png" alt="👨‍🎨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> in Tusche, projiziert dreidimensional, vor großartiger Kulisse <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f3a5.png" alt="🎥" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> des Bodensees, der Insel-Stadt Lindau und dem einen oder anderen Sommergewitter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unendlichkeit, Sehnsucht und unser ausbaufähiges Talent</h2>



<p>Viel Gedonner <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f9e8.png" alt="🧨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> gibt es nicht auf der Bühne, keine Hochseilartisten, fast kein Feuerwerk, abgesehen von einem überdimensionierten Papierschiffchen, der überragenden amerikanischen Flagge <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f1fa-1f1f8.png" alt="🇺🇸" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> und ganz vielen, beeindruckenden Kostümen. Neudeutsch würde ich sagen: Reduce to the Max! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f199.png" alt="🆙" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Eine Reduktion auf das absolute Minimum. Und die kann im Übrigen trösten, in der Darstellung, den Kostümen, dem Bühnenbild.</p>



<p>Doch schaut am besten selbst! Und schreibt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/270d-1f3fb.png" alt="✍🏻" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> dieses Feuilleton <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f4ac.png" alt="💬" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> weiter. Weniger ist manchmal Meer. Diese Spielzeit oder im neuen Jahr zur zweiten Auflage. Ab nach Bregenz! </p>



<p class="has-text-align-right"><em>Artikelbilder: Jan Thomas Otte </em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Baden-Baden: Aktionsreiche Angebote gepaart mit Glamour und internationalem Flair</title>
		<link>http://admirado.de/2018/09/baden-baden-aktionsreiche-angebote-gepaart-mit-glamour-und-internationalem-flair/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2018 12:12:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden]]></category>
		<category><![CDATA[Casino]]></category>
		<category><![CDATA[Destination]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald]]></category>
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					<description><![CDATA[In Baden-Baden gibt es viel zu sehen und das liegt nicht nur an dem berühmten Spielcasino, das Gästen ein Vergnügen der Extraklasse&#160;bietet. Besucher des baden-württembergischen Kurortes vergnügen sich zudem bei zahlreichen Möglichkeiten und erleben dabei Spaß und Spannung pur&#8230; Das Spielcasino im Kurort Baden-Baden gehört zu den prunkvollsten sowie ältesten Casinos in Europa. Diese traditionsreiche [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>In Baden-Baden gibt es viel zu sehen und das liegt nicht nur an dem berühmten Spielcasino, das Gästen ein <u><a href="https://www.spielbank.com.de/spielbank-baden-baden">Vergnügen der Extraklasse</a></u>&nbsp;bietet. Besucher des baden-württembergischen Kurortes vergnügen sich zudem bei zahlreichen Möglichkeiten und erleben dabei Spaß und Spannung pur&#8230;</h3>
<p><span id="more-1497"></span></p>
<p>Das Spielcasino im Kurort Baden-Baden gehört zu den prunkvollsten sowie ältesten Casinos in Europa. Diese traditionsreiche Spielbank hat eine über 250-jährige Geschichte hinter sich. Bereits im 19. Jahrhundert gaben sich namhafte Persönlichkeiten wie Fürsten sowie Kaiser aus ganz Europa die Ehre in der Spielbank. Auch heute noch ist dieser Ort berühmt für seine prominenten Besucher. Im Casino Baden-Baden treffen sich derzeit neben internationalen Casinogästen ebenso die Reichen und Schönen beim Roulette oder einem der vielen Events.</p>
<p>In dem wunderschönen Gemäuer steht nicht lediglich das altbekannte Kesselspiel zum Spielen bereit. Besucher vergnügen sich ebenfalls beim Blackjack oder Poker sowie an einem der über 140 Slots, die in einem separaten Gebäude zur Verfügung stehen. Casinobesucher schätzen die klassische, edle Atmosphäre, die in der Spielbank herrscht. Die abwechslungsreichen musikalischen Darbietungen im Haus sind ebenso beliebt wie die Spiele. Außerdem steht Besuchern ein ausgezeichnetes Restaurant zur Verfügung, um den Aufenthalt mit einem wohlschmeckenden Mahl abzurunden.</p>
<h2>Das &#8218;Moviac&#8216; Kino in Baden-Baden bietet ein Kinoerlebnis der klassischen Art</h2>
<p>Wer in Baden-Baden Filmkunst mit Luxusausstattung erleben möchte, sollte sich einen Besuch im &#8218;Moviac&#8216; nicht entgehen lassen. Diese Schatzkiste für Filmfans ist im Herzen der Innenstadt zu finden. Das Kino, das sich im Kaiserhof befindet, gehört zu den ältesten Angeboten in Deutschland. Besuchern wird ein herrlicher Dolby Surround Sound geboten. Dabei gibt es auf den rund 50 Kinosesseln in Premiumqualität viel Platz sowie eine großzügig ausgelegte Beinfreiheit. In diesem Kino stehen nicht nur die großen Blockbuster auf dem Programm. Besuchern werden ebenfalls einige gute Filme präsentiert, die sich abseits des Mainstreams bewegen. Daneben ist für das leibliche Wohl gesorgt, da die Betreiber die Speisen und Getränke ebenso sorgsam auswählen, wie die Filmtitel.</p>
<h2>Hologate: Virtual Reality im Cineplex hautnah erfahren</h2>
<p>Die fantastische <u><a href="https://www.cineplex.de/infos/hologate-virtual-reality/2260/baden-baden/">Hologate-Spielstation</a></u>&nbsp;im Cineplex in Baden-Baden bietet spannende Multiplayer-Abenteuer in einer revolutionär neuen Realität. Hologate eröffnet eine neue Dimension, in der aufregende Fantasieabenteuer auf eine neue Art erlebt werden können. Nutzer erwartet eine Mischung aus moderner Technik mit einem Hauch von Magie der Virtual Reality. Diese Erfahrung ist mit keinem bisher bekannten Kinoerlebnis vergleichbar.</p>
<p>Bei diesem Spiel durchschreiten bis zu vier Teilnehmer ein Tor, das sie in die virtuelle Realität führt. Dahinter bestreiten sie ihren Wettkampf entweder gemeinsam im Team oder gegeneinander. Hierbei werden alle Spieler zu einem Teil einer faszinierenden Spielwelt. Wer bereit ist, sich auf dieses Abenteuer im Cineplex Baden-Baden einzulassen, kann zwischen zwei Games auswählen: Simurai für Erwachsene oder Cold Clash für Kinder und Jugendliche.</p>
<h2>Mysteriöse Fälle im &#8218;Escape the Room&#8216; in Baden-Baden</h2>
<p>&#8218;Escape the Room&#8216; ist auf der Lange Straße in Baden-Baden zu finden. Besuchern werden dort spannende Exitgames angeboten, die ein tolles Erlebnis mit Freunden, zusammen mit der Familie oder mit Kollegen garantieren. Spieler betreten gemeinsam mit ihrem Team einen mysteriös wirkenden Raum. Innerhalb von 60 Minuten lösen die Mitspieler eine knifflige Aufgabe, wobei die Zeit gegen sie läuft. Denn es gibt einige geheimnisvolle Dinge zu entdecken.</p>
<p>Zahlreiche wichtige Hinweise sowie Gegenstände müssen im Zusammenhang gedeutet werden. Bei diesem Spiel werden zwei verschiedene Missionen zur Auswahl angeboten, das ist zum einen &#8218;Crazy Poker&#8216; und zum anderen &#8218;die geheimnisvolle Galerie&#8216;. Eine Vorabbuchung für einen Aufenthalt bei &#8218;Escape the Room&#8216; wird empfohlen.</p>
<h2>Restaurants und Bars in Baden-Baden</h2>
<p><u><a href="http://admirado.de/destination/stadt/">In der Stadt</a></u>&nbsp;Baden-Baden gibt es einige interessante Restaurants und Bars. Das &#8218;Einhorn Café&#8216; in der Luisenstraße bietet leckeres Essen sowie köstlichen Wein bei netter Atmosphäre. Ebenfalls auf der Luisenstraße ist das &#8218;Leo&#8217;s Restaurant&#8216; mit einer umfangreichen Weinbar zu finden. In diesem kosmopolitischen Loungerestaurant, das mit alten Fotos bestückt wurde, wählen Gäste die Menüs auf Kreidetafeln aus.</p>
<p>Dort wird zudem ein ausgesuchtes mediterranes Angebot aus der Bioküche präsentiert. Wer in Baden-Baden überdies wohlschmeckend essen gehen und dabei eine wunderbare Atmosphäre in einer gemütlichen Einrichtung erleben möchte, wählt das Restaurant &#8218;Medici&#8216; am Augustaplatz. Im Sommer macht es Spaß, im &#8218;Medici&#8216; im Garten zu sitzen und sich inmitten der schönen Natur verwöhnen zu lassen.</p>
<h2>Fazit: ein Besuch im Kurort Baden-Baden lohnt sich</h2>
<p>Die Kurstadt Baden-Baden ist ein wunderschöner Ort, an dem einige interessante Lokale zu finden sind. Insbesondere im Casino Baden-Baden wird Besuchern der pure Luxus präsentiert. Die Spielbank bietet zusammen mit dem attraktiven Spielangebot und den abwechslungsreichen abendlichen Events einige Gelegenheiten, sich zu amüsieren. Diese Spielbank ist eine einzigartige Einrichtung, in der für jeden Geschmack etwas dabei ist. Zudem gibt es in Baden-Baden neben den klassischen Kinos auch moderne Hightech-Cinemas, in denen außergewöhnliche Möglichkeiten, sich zu vergnügen offeriert werden.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild:&nbsp;Alena Ozerova/ <a href="https://www.shutterstock.com/de/image-photo/young-woman-home-sitting-on-modern-225967027">Shutterstock</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konziljubiläum: Mut zu Crossover-Musik und künstlerischen Freiheiten</title>
		<link>http://admirado.de/2018/03/konziljubilaeum-mut-zu-crossover-musik-und-kuenstlerischen-freiheiten/</link>
					<comments>http://admirado.de/2018/03/konziljubilaeum-mut-zu-crossover-musik-und-kuenstlerischen-freiheiten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Mar 2018 13:40:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Konstanz]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen des 600jährigen Konzil-Jubiläums gibts in Konstanz eine ganze Reihe an Sonderveranstaltungen. Wir haben uns eine besondere herausgepickt, musikalischer Genuss, Querbeet. Hier unsere Eindrücke&#8230; Curse. Er kommt aus Minden, ist nur ein paar Jahre älter als ich (Ende 30), und spricht mindestens zwei verschiedene Sprachen. Die des Hip-Hop und die der Klassik, die der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Im Rahmen des 600jährigen Konzil-Jubiläums gibts in Konstanz eine ganze Reihe an Sonderveranstaltungen. Wir haben uns eine besondere herausgepickt, musikalischer Genuss, Querbeet. Hier unsere Eindrücke&#8230;</h3>
<p><span id="more-1482"></span></p>
<p>Curse. Er kommt aus Minden, ist nur ein paar Jahre älter als ich (Ende 30), und spricht mindestens zwei verschiedene Sprachen. Die des Hip-Hop und die der Klassik, die der Poesie und die der Prosa. Mal beschwingt und dann auch ganz herz-zerreißend melancholisch. Und das alles verständlich in einer Sprache, die verschiedene Generationen sprechen und verstehen.</p>
<h2>Klassik für jedermann/frau</h2>
<p>Jung &amp; Alt, weiblich wie männlich, europäisch oder asiatisch. Der Rapper namens Curse arbeitet ganz nebenbei als Coach und Buddhist, als Singer-Songwriter und Philosoph &#8211; ein musikalisches Genie, zweifelsohne. Crossover!</p>
<p>Und: Miki. Schwarzes, lockiges Haar, perlweiße Turnschuhe. Er kann nicht nur solo Violine spielen und tolle Texte schreiben, sondern auch gleich ganze Sinfonien umschreiben und ein ganz Sinfonieorchester dirigieren. Auch er, ähnlich wie Curse, gerade mal Ende 30.</p>
<p>Und dann ist da eben dieses Orchester. Das spielt nicht (nur) auf der Bühne, das Publikum separat. Nein, es spielt mitten auf der Spielfläche, wo sonst Handballer in der zweiten Bundesliga spielen. Wir sind in der Sporthalle am Schänzle, in Konstanz. Im Rahmen der „Minne meets Poetry“-Woche, Teil des 600jährigen Konziljubiläums.</p>
<blockquote><p>Mut für was Neues!</p></blockquote>
<p>Wie schon mit Max Herre, Peter Fox und Joy Denalane im Bodensee-Stadion (eigentlich gedacht fürs Eishockeyspiel). Und vor ein paar 1000 Studenten im Wald oben an der Universität mit den DJs von Moonbootica. Ob Elektro, Hipphopp oder Jazz &#8211; Die Symphoniker aus Konstanz sind sich für nichts zu schade und das ist auch gut so, haben sie doch den Auftrag, für die ganze Stadt zu spielen, mehr als „nur“ grau-melierte Zuhörer/innen, ja, die Abendkasse war schnell ausverkauft es waren etwa 1500 Leute da, Durchschnittsalter Mitte 30. Klassik, nur etwas für alte? Vergiss es, von wegen!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: Jan Thomas Otte</em></p>
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			</item>
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		<title>Amsterdam: Grachten, Cafés und ein „I AM“</title>
		<link>http://admirado.de/2017/08/amsterdam-grachten-cafes-und-ein-i-am/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2017 06:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Amsterdam]]></category>
		<category><![CDATA[Benelux]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob Amsterdam oder Hamburg, Kopenhagen oder Venedig. Städte am Wasser sind attraktiv, kommen gut an und erfreuen sich vieler Besucher. Und sie strömen in die umliegenden Kneipen, Cafés und kreativen Konzept Stores. Willkommen in Amsterdam, der Slogan ist einfach: &#8222;I am-sterdam&#8220;&#8230; Es geht um Hanf, Huren und das Heineken Bier, so sehen es zumindest Schüler [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Ob Amsterdam oder Hamburg, Kopenhagen oder Venedig. Städte am Wasser sind attraktiv, kommen gut an und erfreuen sich vieler Besucher. Und sie strömen in die umliegenden Kneipen, Cafés und kreativen Konzept Stores. Willkommen in Amsterdam, der Slogan ist einfach: &#8222;I am-sterdam&#8220;&#8230;</h3>
<p><span id="more-1447"></span></p>
<p>Es geht um Hanf, Huren und das Heineken Bier, so sehen es zumindest Schüler die auf Klassenfahrten hier herkommen, Junggesellenabschiede, darunter Briten und Deutsche und andere. Aus ganz Europa und der Welt kommen Menschen nach <a href="http://admirado.de/2014/05/reise-image-new-york-macht-dich-sexy-malle-dumm/">Amsterdam</a>, in die moderne Stadt, eine Stadt mit langer Geschichte und Tradition.</p>
<p>
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</p>
<h2>Grachtengürtel, Bahnhofsgürtel, Museenmeile</h2>
<p><figure id="attachment_1454" aria-describedby="caption-attachment-1454" style="width: 160px" class=" alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1454" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51L9d-VTLlL.jpg" alt="" width="160" height="237" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51L9d-VTLlL.jpg 337w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51L9d-VTLlL-270x400.jpg 270w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /><figcaption id="caption-attachment-1454" class="-text">Weniger ein Buch als viel mehr ein Kunstwerk. Ausgewählte, kuratierte Tipps zu &nbsp;Cafés, Restaurants und hippen Kneipen &#8211; auch Flohmärkten und Concept Stores. <a href="https://www.amazon.de/styleguide-Amsterdam-National-Geographic-Styleguide/dp/3866904657/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=0f8e53a3ca877e0f669bed17b0cba122&amp;creativeASIN=3866904657">Buch kaufen&#8230;</a></figcaption></figure></p>
<p>Da sind die Grachten, unzählige Boote fahren hin und her. Dann gibt es die Museen, Rembrandt, van Gogh, dass Anne Frank Museum, diverse Kirchen. Zu sehen gibt es in dieser Metropole jede Menge.</p>
<p><figure id="attachment_1449" aria-describedby="caption-attachment-1449" style="width: 160px" class=" alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1449" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51omjx6ECDL.jpg" alt="" width="160" height="249" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51omjx6ECDL.jpg 321w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51omjx6ECDL-257x400.jpg 257w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /><figcaption id="caption-attachment-1449" class="-text">Dumont &#8211; wie er im Buche steht. Details über diese faszinierende Stadt. Passt in jede Handtasche. <a href="https://www.amazon.de/DuMont-Reise-Taschenbuch-Reiseführer-Amsterdam-Gratis-Download/dp/3770173899/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=ce2e02d603056d4ba00c4cfba7c8546a&amp;creativeASIN=3770173899">Buch kaufen&#8230;</a></figcaption></figure></p>
<p>Wer mehr sehen will als diese touristischen Highlights, der ist mit einem guten Reiseführer bedient.</p>
<p>Die Bücher aus der Reihe DUMONT oder der Style Guide von National Geographic bieten hier interessante Einsichten.</p>
<blockquote><p>&#8222;fünf Meter unter dem Meeresspiegel&#8220;</p></blockquote>
<p><figure id="attachment_1452" aria-describedby="caption-attachment-1452" style="width: 150px" class=" alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1452" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51tiZLx-h3L.jpg" alt="" width="150" height="264" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51tiZLx-h3L.jpg 284w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51tiZLx-h3L-227x400.jpg 227w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><figcaption id="caption-attachment-1452" class="-text">Passt in die Hosentasche, sogar mit praktischer Karte. Ein paar Stadtrundgänge ebenso für das perfekte Wochenende in der Stadt am Wasser. <a href="https://www.amazon.de/MARCO-POLO-Reiseführer-Amsterdam-Insider-Tipps/dp/3829727038/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=59d6d4f90a390b18a416cd9af57d9b42&amp;creativeASIN=3829727038">Buch kaufen&#8230;</a></figcaption></figure></p>
<p>Wir stellen euch hier bald die Orte Amsterdams vor, die wir besonders gut finden. Bleibt auf dem Laufenden!</p>
<p>Mit dabei: ein Besuch bei <a href="https://www.sirhummus.nl">Sir Humus</a> im In-Viertel De Pijp, Shoppen beim Möbeldesigner <a href="https://www.moooi.com/projects/moooi-showroom-brandstore-amsterdam">Mooi</a>, ein Milchkaffee im &#8222;<a href="https://www.backtoblackcoffee.nl/en/">Back to Black</a>&#8220; und ein Absacker in einem Café vis-a-vis vom Bahnhof, einer Art Künstlerviertel, &#8222;<a href="http://deceuvel.nl/en/">De Ceurvel</a>&#8220; das auf einer Insel steht &#8211; wie der Rest des Landes, fünf Meter unter dem Meeresspiegel&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: Jan Thomas Otte</em></p>
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		<title>Südafrika: Von Kapstadt in die Karoo, entlang der „Garden Route“</title>
		<link>http://admirado.de/2017/03/suedafrika-von-kapstadt-in-die-karoo-entlang-der-garden-route/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2017 18:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Elternzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Subtropen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
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					<description><![CDATA[Südafrika, ja genau. Südafrika! Eine der beliebtesten Destinationen für Fernreisen. Besonders die Kapregion, die Winelands, die beiden Ozeane ziehen viele Menschen an. Aus aller Welt &#8211; und aus Afrika selbst. Notizen einer mehrwöchigen Reise&#8230; Abflug! Billigflieger dominieren Europa. Nicht so die Welt! Langstreckenflüge sind immer noch teuer, schnell vierstellig. So überlegen wir uns, über welche [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Südafrika, ja genau. Südafrika! Eine der beliebtesten Destinationen für Fernreisen. Besonders die Kapregion, die Winelands, die beiden Ozeane ziehen viele Menschen an. Aus aller Welt &#8211; und aus Afrika selbst. Notizen einer mehrwöchigen Reise&#8230;</h3>
<p><span id="more-1400"></span></p>
<p>Abflug! Billigflieger dominieren Europa. Nicht so die Welt! Langstreckenflüge sind immer noch teuer, schnell vierstellig. So überlegen wir uns, über welche Route wir auf die andere Seite des afrikanischen Kontinents fliegen. Über Dubai? Mehrere Stunden Aufenthalt, dazu ein weiterer Stop in Istanbul (politisch gerade etwas heikel in der Türkei). Oder Doha? Gibt es auch, sogar der günstigste Flug, ein paar Hunderte an Euros weniger&#8230;</p>
<p>Einziger Haken: 15 Stunden Aufenthalt auf der saudiarabischen Halbinsel, so lange dauert bereits die gesamte Flugzeit von Frankfurt über Johannesburg nach Kapstadt. Für diese Option haben wir uns entschieden, mit Lufthansa und &#8222;South African Airways&#8220;.</p>
<p>So geht es mit der Regenbogenflagge im Blickwinkel und am Flügel raus aufs Mittelmeer. Rüber nach Afrika! Wir fliegen über Länder wo wir lieber nicht notlanden würden: Libyen, Chad, die so genannte Demokratische Republik Kongos, und andere Schurkenstaaten.</p>
<p>Zur Zeit der Apartheid, die ist gerade mal 23 Jahre her (1994) mussten die Flieger von/nach Südafrika ein Riesenumweg machen. Einzige Möglichkeit in Afrika zwischenzulanden: die Kapverdischen Inseln, ca. 600 km vor Westafrika. In reiner Luftlinie sind es etwa 10.000 km von Köln bis Kapstadt.</p>
<p><figure id="attachment_1403" aria-describedby="caption-attachment-1403" style="width: 160px" class=" alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1403" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51MrrO7rNML.jpg" alt="" width="160" height="249" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51MrrO7rNML.jpg 321w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51MrrO7rNML-257x400.jpg 257w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /><figcaption id="caption-attachment-1403" class="-text">Hat viele Infos, dafür ziemlich dick und auch nicht ganz so günstig wie der &#8222;Marco Polo&#8220;. Lohnt sich trotzdem. <a href="https://www.amazon.de/DuMont-Reise-Handbuch-Reiseführer-Südafrika-Extra-Reisekarte/dp/3770178068/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=ede3024f45dbbf6d0ea1157baaea0214&amp;creativeASIN=3770178068">Buch kaufen&#8230;</a></figcaption></figure></p>
<p>Nur noch eine Schrecksekunde: Gepäck kam nicht, Bandstillstand – war dann aber beim Übergepäck, die Kraxe. Puh! Jetzt nur noch Mietwagen übernehmen und trotz Schlaftrunkenheit, sich in den Arm zwickend, schön brav auf der linken, rechten Seite bei 5 Spuren in eine Richtung nach <a href="http://admirado.de/2011/12/sudafrika-am-cup-der-guten-hoffnung/">Kapstadt</a> Downtown zu fahren.</p>
<p>Mit langer Anreise zum Flughafen, den ganzen Pufferzeiten beim Umsteigen mit Kindern und öffentlichen Nahverkehr (man kann ja nie wissen), sind wir sage und schreibe 30 Stunden unterwegs gewesen. Und dabei hätten wir für den Flugpreis mit geringerer Netto-Flugzeit auch nach <a href="http://admirado.de/2011/05/wellington-wind-wellen-und-der-unternehmergeist/">Neuseeland</a> fliegen können&#8230;</p>
<h2><b>Ankommen. Bloubergstrand, Bo-Kaap, Green Market und Signal Hill.</b></h2>
<p>Allzu viel habe ich von dieser Stadt nicht erwartet. Die Bilder im Prospekt (es war die Bild-Suche im Netz) sehen jetzt ehrlich gesagt nicht so verlockend aus. Betonbunker Reihe für Reihe, könnte auch eine Grossstadt in den USA sein!</p>
<p>Warum wir uns für Kapstadt als Start der Reise entschieden haben ist vor allem die Lage, umspült von zwei Ozeanen, viele Buchten, weisse Strände (und Haie), markante Berge rund um den Tafelberg &#8211; einem der 7 neuen Naturwunder, dem Löwenkopf (&#8222;Lions Head&#8220;) sowie der Teufelspitze (&#8222;Devil&#8217;s Peak&#8220;). Sieht schon schön aus, aus der Stadt in die Stadt zu gucken, dieser Blick vom Bloubergstrand.</p>
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<p>In die eine Richtung, dahinter sieht es aus wie in Miami: Bettenbunker mit teuren &#8222;Appartments mit Seeblick&#8220; (immerhin, der ist wirklich atemberaubend), darunter die Tankstelle für die spritfressenden SUV&#8217;s sowie der passende KFC-Drive-Through.</p>
<p>Dieser Stadteil ist übrigens nahezu komplett &#8222;weiß&#8220; &#8211; wie Cliffton und Camps Bay, die anderen beiden Milieus der Schönen (Ansichtssache) und Reichen, zumindest bezogen auf ihre Kreditwürdigkeit bei der Bank.</p>
<blockquote><p><b style="font-size: 1rem;">Tafelberg &#8211; über Wolken und Wellen</b></p></blockquote>
<p>Stundenlanges anstehen am Lift, trotz Online-Ticket. In der Zeit wären wir auch zu Fuß auf dem Berg gekommen, wäre aber natürlich deutlich schweißtreibende Variante gewesen.&nbsp;Wellenreiter-Watching, James Walk an der Küste nach St. James, bunte Umkleidekabinen, leckerer Fisch zum Abendessen</p>
<h2>Rund ums Kap der Guten Hoffnung</h2>
</div>
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<p><figure id="attachment_1404" aria-describedby="caption-attachment-1404" style="width: 160px" class=" alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1404" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51ag1E1OnxL.jpg" alt="" width="160" height="246" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51ag1E1OnxL.jpg 325w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51ag1E1OnxL-260x400.jpg 260w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /><figcaption id="caption-attachment-1404" class="-text">Ja, es ist DER LP. Lonely Planet, wir wir ihn kennen und lieben. Etwas für Abenteurer, für Entdecker die mehr sehen wollen vom Land und seinen Leuten. Südafrika! <a href="https://www.amazon.de/Lonely-Planet-Reiseführer-Kapstadt-Deutsch/dp/3829721978/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=e3d580e591f2b2baee7f496417a24532&amp;creativeASIN=3829721978">Buch kaufen&#8230;</a></figcaption></figure></p>
<p>Künstlermarkt in Hout Bay, Picknick am Chapmans Peak Drive (Autowerbung!), Wavewatching bei Nordhoek, Affenflucht/ Reisebus-Alarm am &#8222;Cape Point&#8220; &#8211; Pinguinkolonie am Boulders Beach, Abendessen im &#8222;Olympic Café&#8220; in Kalk Bay &#8211; Spaghetti mit &#8222;Yellow Fish&#8220; und Meeresfrüchten, Boyes Drive mit tollem Panorama über die falsche Bucht</p>
<p><figure id="attachment_1405" aria-describedby="caption-attachment-1405" style="width: 160px" class=" alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1405" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51IB8bG1l6L.jpg" alt="" width="160" height="246" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51IB8bG1l6L.jpg 325w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/51IB8bG1l6L-260x400.jpg 260w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /><figcaption id="caption-attachment-1405" class="-text">Südafrika ist riesengross. Und der LP versucht, all das in 1 Buch zusammenzufassen. Schaut in euch an, oder kauft in euch gleich <a href="https://www.amazon.de/Lonely-Reiseführer-Südafrika-Swasiland-Deutsch/dp/3829745141/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=a7c5492a91e9b4af12d8a9eae4a62866&amp;creativeASIN=3829745141">hier</a>. Über 1000 Tipps inklusive&#8230;</figcaption></figure></p>
<p><span style="font-size: 1rem;"><a href="http://rustenvrede.com">Rust en Wrede</a>: Nobiles Weingut, Nelson Mandela bestellte sich einen dieser Weine für sein Dinner bei der Verleihung des Friedensnobelpreises.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size: 1rem;"><a href="http://www.vergelegen.co.za">Vergelegen</a>: leckeres Steak, teuer angelegte Gärten, Park, Weingüter sind die Schlösser, zumindest wurde sie von über 300 Jahren so angelegt</span></p>
<blockquote>
<h2><b style="font-size: 1rem;">Weinguuuuuuuuut!</b></h2>
</blockquote>
<ol>
<li><a href="https://www.thelema.co.za/range/thelema"><span style="font-size: 1rem;">Thelema</span></a><span style="font-size: 1rem;">: Easy going! Weinbauer mit Verkostung &#8211; tolle Weißweine, nicht nur am Bodensee</span></li>
<li><span style="font-size: 1rem;"><a href="http://www.boschendal.com">Boschendal</a>: Picknick im Park, nebenan Waldbrand vor zehn Tagen gelöscht, ging bis zu Dorfschule</span></li>
<li><span style="font-size: 1rem;"><a href="https://www.la-motte.com">La Motte</a>: guter Rotwein hat einen neuen Namen! Mit allem: Weinkauf, Beratung, Verpflegung und Unterkunft, hier noch ein Heimatmuseum, Souvenirshop, Helikopterlandeplatz. Liebling: Semillon-Mix.&nbsp;</span></li>
</ol>
</div>
<h2><b>Wine &amp; Dine</b></h2>
<p><a href="https://www.fairview.co.za">Fairview</a>: Guter Wein, leckerer Käse (Bio Laden zu Hause, mal was anderes als das ganze Plastikzeugs aus dem Supermarkt), leckere Ziegenwurst!<span style="font-size: 1rem;">&nbsp;</span></p>
<p>So muss ich Afrika anfühlen, nach Willem das erste mal wo du denkst, du bist in Afrika. Zumindest das Klischee, dass immer wieder gerne in Reiseprospekten aber auch Liebesfilm im Fernsehen verbreitet wird. Diese Weite, diese Vegetation aus kleinen Büschen, dazwischen ein paar Springböcke und Antilopen, Zebras und Rebhühner.</p>
<p>Dann sind denn diese fantastischen Dünen, ein Gefühl von Sahara (ohne entführt zu werden), die tosende Brandung des indischen Ozeans, ein Duft in der Luft, atemberaubend schön diese dünnen die ihre Form jeden Tag durch die Kraft des Windes verändern. Und Wind gibt es hier am Kap jede Menge!</p>
<p><figure id="attachment_1407" aria-describedby="caption-attachment-1407" style="width: 160px" class=" alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1407" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/519rRCVv45L-2.jpg" alt="Kapstadt. Ja, Kapstadt! Eine der spannendsten Städte der Welt. Der MP versteht es, dass auf wenigen Seiten zu bündeln. Praktisch-gut, mit der Karte...." width="160" height="282" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/519rRCVv45L-2.jpg 284w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/519rRCVv45L-2-227x400.jpg 227w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /><figcaption id="caption-attachment-1407" class="-text">Kapstadt. Ja, Kapstadt! Eine der spannendsten Städte der Welt. Der MP versteht es, dass auf wenigen Seiten zu bündeln. Praktisch-gut, mit der Karte. <a href="https://www.amazon.de/MARCO-Reiseführer-Kapstadt-Wine-Lands-Garden/dp/382972795X/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=58cbaa0a8ccfc7ee4a358dd95ce5fa59&amp;creativeASIN=382972795X">Hier kaufen&#8230;.</a></figcaption></figure></p>
<p>Es ist heiß, sehr heiß. Den Strand haben wir gesehen, noch mal 14 km Piste (wir gehen zum Abend dorthin für einen Sun Downer, gute Weine aus <span class="il">Südafrika</span>gibt es bereits für wenige Euro im Supermarkt), gehen wir an den Pool, der in dem Brackwassertümpel &#8222;aufgeht&#8220; (Infinity Pool)</p>
<p>Wir fahren über den Tradow Pass, die Straße schlängelt sich den Berg hoch, und irgendwann gibt es nur noch sie, diese Straße wo der ab und zu ein paar Pick up entgegenkommen, mit zumeist weißen Farmern und Ihren (schwarzen) &#8222;Boys&#8220; auf der Ladefläche, die auf die lokalen Märkten fahren um ihre Produkte feil zu bieten: Gemüse, Obst, Eier und jede Menge Vieh. Darum geht es in der südafrikanischen Küche, jeder Menge Fleisch: Rind &#8211; Rumpsteak und boerewors (Hackfleisch mit Koriander), Lamm oder eben Strauß.</p>
<p>Und der Ort wohin wir fahren, gilt als Hotspot für die Produktion von Straußen. Ein lustiger Vogel, wie wir finden. Er ist nicht nur der größte, schwerste (bis 135 KG) und schnellste Vogel (bis 80 km/h) der Welt im Lauf-Modus, er hat auch einen interessanten Ernährungsplan: Scherben, Steine, Teile von Autoreifen, was immer in seinen Schnabel kommt. Es darf nur nicht zu grün und zu saftig sein. Was für ein genügsamer Vogel ist das denn! Wir essen sein Fleisch heute zum ersten Mal, es ist zart, von der Konsistenz nah am roten Rindfleisch, von der Leichtigkeit wiederum nah beim Chicken. Kaum Cholesterin! Sehr gesund und leicht bekömmlich..</p>
<p>Wo Weiße im Schnitt 900 € pro Monat verdienen, farbige 200€ und schwarze lediglich 100 € (die wiederum 90 % der Gesamtbevölkerung ausmachen) läuft etwas grundlegend verkehrt &#8211; trotz allem Boom in der fortschrittlichsten Volkswirtschaft des schwarzen Kontinents, Aufnahme in BRIC/S!</p>
<p>Diesen Kontrast kenne ich sonst nicht, im Vergleich zu den Kapverdischen Inseln, einer ähnlichen mich Bevölkerung wo aber viele wenig haben und damit irgendwie zurecht kommen, jeden Tag aufs Neue &#8211; statt wenige viel. So kommt es vor auf der Straße, dass ein Ferrari, BMW Kabrio oder ein klobiger, blitzeblanker Landrover einen Eselskarren überholt oder Klapperkisten von Nissan, die nicht mal eine Zulassung, geschweige denn eine Haftpflichtversicherung haben.</p>
<p><figure id="attachment_1408" aria-describedby="caption-attachment-1408" style="width: 160px" class=" alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1408" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/518e80fJWL.jpg" alt="" width="160" height="282" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/518e80fJWL.jpg 284w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2017/12/518e80fJWL-227x400.jpg 227w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /><figcaption id="caption-attachment-1408" class="-text">Südafrika &#8211; 1,2 Millionen Quadratkilometer gepackt auf 140 Seiten. Geht nicht? Gibt&#8217;s doch. MP fürs Handgepäck, die Hosentasche. <a href="https://www.amazon.de/MARCO-POLO-Reiseführer-Südafrika-Insider-Tipps/dp/3829729049/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=5fa296c36480a2c61f50941b19c7c9a0&amp;creativeASIN=3829729049">Hier kaufen&#8230;</a></figcaption></figure></p>
<p>Noch etwas zum Umgang mit Schwarzen: Wolfgang hat einen Manager angestellt, er heißt Alfred. Der Umgang ist hier klar hierarchisch, Wolfgang redet mit Alfred und Alfred redet wieder mit den Gärtnern, den Putzfrauen und der Köchin &#8211; ziemlich ruppig für europäische Ohren, aber vielleicht &#8222;muss&#8220; das hier so sein. Und in der Landwirtschaft ebenso wie in der Gastronomie weht ein anderer, direkterer und manchmal auch harscher Wind im Vergleich zur Ministerialbürokratie (und vom letzterem hat die ZAR viel)&#8230;</p>
<h2>Ab in die Wüste! Von der &#8222;Little Karoo&#8220; in die &#8222;Greater Karoo&#8220;</h2>
<p>Swartberg-Pass, Oase &#8211; manche fahren hier mit voll ausgestatteten Geländewagen hoch, wir nehmen den Toyota Corolla&#8230;</p>
<p>Die große und die kleine Wüste (Puffer zwischen dem grünen Landstrich an der Küste und den endlosen Weiten der Wüste, die mehr als ein Drittel der gesamten Republik abdeckt) haben etwas gemeinsam. Sie werden beide abgeschirmt von hohen Bergketten, die in ihrer Mitte für ein arides, trockenes und wüsstenartiges Klima sorgen.</p>
<p>Nur die Pässe dazwischen sorgen dafür, dass Touristen ebenso wie Einheimische innerhalb von wenigen Stunden Autofahrt in eine völlig andere Klimazone kommen. Normalerweise wären dafür eben so lange Stunden via Flugzeug nötig, zum Beispiel von Europa in die Sahelzone.</p>
<p>Südafrika, diese Regenbogennation ist landschaftlich ebenso vielfältig und reizvoll wie die Leute, die hier wie an anderen Orten dieser Welt auch (leider) meist nebeneinander statt miteinander leben. 13 offizielle Amtssprachen und mindestens ebenso viele Landschaften, wo du nicht genau weißt, wo du bist, wenn du aus dem Mittagsschlaf geweckt wirst: das tolle Licht in Neuseeland, aber auch die endlosen Weiten der Wälder (ja, die gibt es hier!) in Skandinavien, den Steinwüsten und der Pampa Südamerikas, den Nationalparks in den USA (Paarl-Rock als Leihgabe aus Yosemite?), ebenso aber auch der Regenwald &#8211; aus Thailand oder Tansania, irgendwas dazwischen.</p>
<h2>Weite, Wüste, Wind</h2>
<p>Das Meer ist jetzt weit weg, wir sind etwa 500 km weg von Kapstadt, etwa 300 km von der Küste des indischen Ozeans (seit De Hoop nicht mehr der Atlantik). Draußen tobt der Wind mit Windstärken von 5-7 Beaufort, das Thermometer im Schatten ist kurz davor, die 40° Marke zu knacken, immerhin: die Luftfeuchtigkeit liegt bei mehr oder weniger (wenn es das gibt): 0 %</p>
<p>Stundenlang sind wir gestern Straßen gefahren, die nur in eine Richtung zeigen: nach vorne, und sich irgendwo verlaufen am Horizont, im flimmern der Luft über der Straße, wo sich nur die LKW drin verlieren, die sich hier mit Tempomat 100 auf der Nationalstraße 1 zwischen Kapstadt und Johannesburg, der Lebensader Südafrikas, fortbewegen.</p>
<p>Hier nicht einzuschlafen und gleichzeitig immer noch ein Gefühl für die Geschwindigkeit zu behalten, ist echt eine Kunst. Ebenso, das Lenkrad fest zu halten, wenn die nächste Windhose oder der Wirbel nach einem vorbeifahrenden LKW kommt. Middle of nowhere! Mittlerer Westen, eine Landschaft wie im Winnetou Film &#8211; wenn er denn tatsächlich in den USA statt Kroatien gedreht worden wäre&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: Jan Thomas Otte</em></p>
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		<title>„Ein bisschen wie James Bond“ – Die exklusivsten Casinos der Welt</title>
		<link>http://admirado.de/2017/01/ein-bisschen-wie-james-bond-die-exklusivsten-casinos-der-welt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2017 10:48:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Casino]]></category>
		<category><![CDATA[Promis]]></category>
		<category><![CDATA[Weltreise]]></category>
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					<description><![CDATA[Glitzer, Glanz und ein bisschen Glamour. Es sind die&#160;exklusivsten Casinos der Welt. Und einige davon waren Kulisse für James-Bond-Streifen wie &#8222;Casino Royal&#8220;. Wir nehmen euch mit auf eine Reise von Spieltisch zu Spieltisch und von Kontinent zu Kontinent. Je luxuriöser, desto besser lautet hier die Devise&#8230; 1. Sun City, Nordwest-Provinz (Südafrika) &#160; Sun City gilt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Glitzer, Glanz und ein bisschen Glamour. Es sind die&nbsp;exklusivsten Casinos der Welt. Und einige davon waren Kulisse für James-Bond-Streifen wie &#8222;Casino Royal&#8220;. Wir nehmen euch mit auf eine Reise von Spieltisch zu Spieltisch und von Kontinent zu Kontinent. Je luxuriöser, desto besser lautet hier die Devise&#8230;</h3>
<p><span id="more-1378"></span></p>
<h2>1. Sun City, Nordwest-Provinz (Südafrika) &nbsp;</h2>
<p>Sun City gilt als das Las Vegas von <a href="http://admirado.de/2011/12/sudafrika-am-cup-der-guten-hoffnung/">Südafrika</a>. Der Freizeitkomplex in der Republik Südafrika umfasst fünf Drei- bis Fünfsterne-Hotels, zwei Golfplätze, einen Freizeitpark und ein Unterhaltungszentrum. Sun City liegt dabei neben dem Pilanesberg Nationalpark. Es ist bekannt für exzellente Shows, luxuriöse Hotelanlagen und noch bessere Casinos. Unter anderem haben es sich hier schon Frank Sinatra, Tina Turner und Cher gut gehen lassen.</p>
<h2>2. The Venetian Macau, Macau (China)</h2>
<p>Es gilt als das Venedig des <a href="http://admirado.de/2012/11/myanmar-burma-hoffen-aufs-erste-auto-bildung-und-eigene-coca-cola/">Asiens</a>. Im Venetian Macau können Urlauber mit echten Gondeln über den Canale Grande schippern. Die Gondolieri begeistern ihre Mitreisenden mit einem herzzerreißenden „O sole mio“, bevor der Spielspaß dann beginnt. Denn aus der Gondel gestiegen, können sich die Gäste direkt an einen der 870 Spieltische setzen und ihr Glück versuchen. Das Venetian Macau Hotel ist so groß, dass wir nicht sicher sind, ob jeder Gast wieder seinen Weg hinausfindet, der auch hineingegangen ist. Es ist übrigens doppelt so groß wie die Schwesteranlage in Las Vegas und <a href="http://www.focus.de/reisen/macau/das-sind-die-spektakulaersten-kasinohotels-in-der-glitzerstadt-venetian-macau-resort-mit-der-gondel-ins-weltgroesste-kasino_id_3444952.html">gilt als eines der größten Hotelanlagen der ganzen Welt</a>.</p>
<h2>&nbsp;3. The Venetian Las Vegas, Las Vegas (USA)</h2>
<p>Die kleine Schwester des Venetian Macau ist zwar nicht ganz so groß, kann aber sehr gut mithalten. Auch hier können die Gäste mit den Gondeln über den Canale Grande fahren und echte Venedig-Luft schnuppern. Hier kommst du in puncto Entertainment voll auf deine Kosten, denn: Die Irish Dance Show und Lord ot the Dance haben eine Truppe, die nur dort auftritt. Ein Casino zum Verlieben. Direkt gegenüber vom Venetian Las Vegas ist die renommierte Fashion Show Mall, dort könnt ihr nach Belieben Shoppen und es euch so richtig gut gehen lassen. &nbsp;</p>
<h2>4. Bellagio, Las Vegas (USA)</h2>
<p>Wenn wir schon in der Wüstenmetropole sind, dann darf natürlich das weltberühmte Bellagio Hotel nicht fehlen. Das Hotel-Resort ist bekannt für seine <a href="http://www.lasvegasreisen.com/bellagio-fountains/">bombastischen, choreographierten Wasserfontänen</a>; alle 15 Minuten findet am Wochenende ein neues Meisterwerk der Wasserkunst statt. Die Menschen bleiben in Scharen dort stehen und genießen die Kunst. Neben den Wasserfontänen ist das Bellagio auch aus dem Film „Ocean’s Eleven“ bekannt, hier räumten Brad Pitt und George Clooney den Tresorraum des Hotels leer.</p>
<h2>5. Marina Bay Sands, Singapur (Republik Singapur)</h2>
<p>Auf drei Hoteltürmen liegt ein 340 Meter langer Dachgarten, die Silhouette erinnert an ein überdimensionales Segelschiff. Auf dem obersten Stockwerk wartet ein <a href="http://www.travelbook.de/welt/Hinterm-Horizont-gehts-weiter-SO-siehts-hinterm-Infinity-Pool-aus-289214.html">gigantischer Infinity-Pool auf eifrige Sonnenanbeter</a>. So frei können sich die Besucher auch an den Spieltischen fühlen: 600 Tische und 2500 Einarmige Banditen lassen das Spielerherz aufschlagen. Mit einer super Aussicht kannst du dich ganz entspannt der magischen Casino-Stimmung hingeben.</p>
<h2>6. Casino Lisboa, Lissabon (Portugal)</h2>
<p>Direkt am Tajo liegt das Casino Lisboa, hier wird Entertainment großgeschrieben. Das Gebäude überzeugt durch seine minimalistische Architektur aus Glas und Stahl, die riesige Glasfront wird bei Nacht bunt beleuchtet und wird so zu einem echten Hingucker. Das Kneipen- und Ausgehviertel Bairro Alto ist fußläufig erreichbar. Hier treffen sich die Ausgehfreudigen, um noch etwas zusammen zu trinken oder gemeinsam zu essen.</p>
<h2>7. The Ritz Club, London (UK)</h2>
<p>Mitten im Herzen von London ist The Ritz Club zu finden. Nicht jedermann hat zu diesem exklusiven Club Zugang, nur eingetragene Mitglieder dürfen den dort angebotenen Luxus in Anspruch nehmen. Feinstes Essen, exzellente Drinks und fantastische Spiele gehören hier zur Tagesordnung. 24/7 ist das exklusive Casino für seine Mitglieder geöffnet und lädt zum gepflegten Spiel ein.</p>
<h2>8. Casino Baden, Baden (Österreich)</h2>
<p>Das Casino in Baden in <a href="http://admirado.de/2013/09/oesterreich-wipfel-taeler-baehnlein/">Österreich</a> ist ein echter Hingucker. Das prunkvolle Gebäude wurde bereits 1886 im Stile der Neurenaissance fertiggestellt, es ist eines der ältesten Casinos der Welt. Seit der Fertigstellung wurde das Gebäude ständig ausgebaut und erweitert. Das prunkvolle Casino liegt nur eine Stunde Autofahrt von der Hauptstadt Wien entfernt. Dort kannst du dann in die Oper gehen, ein Wiener Schnitzel essen oder in das legendäre Wiener Nachleben eintauchen.</p>
<h2>9. Atlantis Paradise Island Resort, Paradise Island (Bahamas)</h2>
<p>Nervenkitzel pur in dem größten Casino der Karibik: 85 Spieltische und über 700 der neusten Slotmaschinen warten hier auf gut betuchte Gäste. Neben dem Spielspaß wird einem alles geboten, was das Herz begehrt: Schwimmen mit Delfinen, ein riesiger Wasserpark, bunte Shows und ein herrlicher Sandstrand direkt vor der Tür. Auch Feinschmecker kommen hier auf ihren Geschmack, besonders beliebt ist die <a href="https://www.pokerstars.com/de/blog/2016/bahamas-reisefuhrer-essen-gehen-auf-den-bahamas-164332.shtml">Conch, eine Meeresschnecke</a>, die nur auf der Inselgruppe zu finden ist und als waschechte Delikatesse gilt. Aber probiert es am besten selbst!</p>
<h2>10. Casino de Monte Carlo, Monaco (Fürstentum Monaco)</h2>
<p>Dieses Casino ist der pure Wahnsinn, es ist Luxus par excellence. Die Spielstätte ist so abgefahren, dass dort sogar schon für einige James Bond Filme gedreht wurde. Es gilt nicht umsonst als eines der bekanntesten Casinos der Welt. Direkt am Strand gelegen, könnt ihr tagsüber am Meer die Seele baumeln lassen und euch abends am Blackjack Tisch wie ein Profizocker fühlen.</p>
<p>Es gibt viele luxuriöse und einzigartige Casinos auf dieser Welt. Verbindet euren Besuch dort doch einfach mit einem ausgiebigen Urlaub, ihr kommt garantiert erholt zurück. Und gebt euer Geld lieber für die Reise aus statt fürs Glücksspiel &#8211; im Casino kostet gucken (fast) nichts&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild:&nbsp;g-stockstudio/ <a href="http://www.shutterstock.com/pic-295907705.html">Shutterstock</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bretagne: Austern schlürfen mit Kommisar Dupin</title>
		<link>http://admirado.de/2016/08/bretagne-austern-schluerfen-mit-kommisar-dupin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2016 10:28:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Bretagne]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[Willkommen in der Bretagne! Im südlichen Finistère, im Nordwesten Frankreichs ermittelt Kommisar Dupin seinen mittlerweile 5. Fall. Wir haben einen davon unter die Lupe genommen. Und dabei die besten Austern der Welt verköstigt&#8230; Rau und wild, sturmfest und erdverwachsen, das sind nicht nur die Niedersachsen. Den Kelten wird es nachgesagt, ebenso den Bretonen. Der Wind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Willkommen in der Bretagne! Im südlichen Finistère, im Nordwesten Frankreichs ermittelt Kommisar Dupin seinen mittlerweile 5. Fall. Wir haben einen davon unter die Lupe genommen. Und dabei die besten Austern der Welt verköstigt&#8230;</h3>
<p><span id="more-1357"></span></p>
<p>Rau und wild, sturmfest und erdverwachsen, das sind nicht nur die Niedersachsen. Den Kelten wird es nachgesagt, ebenso den Bretonen. Der Wind weht kontinuierlich, drei Beaufort werden es schon sein. Die Bäume wiegen sich im Wind. Stille. Landleben. Idylle. Ein Mord? Im äußersten Nordwesten Frankreichs, so ganz anders als andere Landstriche wie etwa die <a href="http://Provence">Provence</a>.</p>
<p>Durch kleine Waldstücke geht es eine Straße hinunter an den Fluss, meine Beifahrerin wäre bereits längst umgedreht. Eine Adresse gibt es nicht, nur GPS-Koordinaten. Sie ist sich sicher, wir haben uns verfahren. Und das stimmt! Doch nur noch ein kurzes Stück weiter, noch eine Stichstraße und wir erreichen das Ende der Straße, einen langen Parkplatz.</p>
<h2>Am Ende der Welt, kurz: Finistère</h2>
<p>Ganz hier in der Nähe, da muss es passiert sein! Denken sich auch einige Touristen, welche &#8211; das blaue Buch in der Hand &#8211; auf die imaginäre Jagd machen, nach den tollen Austern, den Belons. Wir sind auf den Spuren des Krimi-Autors Jean-Luc Bannalec (Pseudonym).</p>
<p>Wie gehen einige Schritte zu Fuß und wir kommen zu einem kleinen Fischerdorf stehen, das ist genau so dasteht wie in dem Roman geschrieben, konstruierte Realität:</p>
<p><figure id="attachment_1359" aria-describedby="caption-attachment-1359" style="width: 160px" class=" alignright"><a href="https://www.amazon.de/Bretonischer-Stolz-Kommissar-Dupins-vierter/dp/3462048139/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=&amp;creativeASIN=3462048139" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1359" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2016/07/51okBP9IAzL-253x400.jpg" alt="Bretonischer Stolz - Austern-Krimi kaufen..." width="160" height="253" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2016/07/51okBP9IAzL-253x400.jpg 253w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2016/07/51okBP9IAzL.jpg 316w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1359" class="-text">Bretonischer Stolz &#8211; <a href="https://www.amazon.de/Bretonischer-Stolz-Kommissar-Dupins-vierter/dp/3462048139/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=&amp;creativeASIN=3462048139">Austern-Krimi kaufen</a>&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Mehrere weiße Häuser, ganz im Stil der Bretagne, ein Herrenhaus und zwei Austernbetriebe, ein Restaurant.</p>
<p>Wir entscheiden uns für eine Verköstigung mit einem ganzen Dutzend Austern, wir nehmen gleich zwei, Zitrone und Weißwein und Brot.</p>
<p>Und einige haben noch etwas auf dem Tisch, das blaue Buch, den Roman von Kommissar Dupin. Einem Kultur-Krimi der sich gut an einem Tag liest, im Strandkorb &#8211; der Blick von hier ist zu schön dazu. Commisario Brunetti war gestern, &#8222;Le Commissaire&#8220; ist heute.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8222;Mhh. Dieser Geschmack!&#8220; Austern sind besonders schmackhaft, nussig im Abgang. Zuvor haben wir Austern nur in Cancale gegessen, auch dieser Ort kommt vor im Buch. Der Autor des Kriminalromans kennt sich aus mit Gastronomie.</p>
<p><figure id="attachment_1389" aria-describedby="caption-attachment-1389" style="width: 160px" class=" alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="-1389" src="http://admirado.de/wp-content/uploads/2016/08/51qvuBFzfRL-265x400.jpg" alt="" width="160" height="242" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2016/08/51qvuBFzfRL-265x400.jpg 265w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2016/08/51qvuBFzfRL.jpg 331w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /><figcaption id="caption-attachment-1389" class="-text">Paris zieht an, zum Essen, Einkaufen und (Ver)lieben. <a href="https://www.amazon.de/styleguide-Paris-National-Geographic-Styleguide/dp/3866904223/ref=as_sl_pc_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=c02d64279c4c64b9bb834c0048a8cd88&amp;creativeASIN=3866904223">Style-Guide kaufen&#8230;</a></figcaption></figure></p>
<p>Und mit schönen Ausblicken, so gehen wir noch ein paar Schritte auf dem Küstenweg bis zur Mündung zum Atlantik hin. Hier ist immer etwas los, bei Flut geht der Strom ins Landesinnere, bei Ebbe fließt der Fluss wie man es gewohnt ist. Und es passiert noch mehr, doch lesen Sie am besten selbst oder kommen gleich hierher&#8230;</p>
<p>Keine Lust auf das Landleben in der Bretagne, die Strecke dorthin &#8211; immerhin über 1.200 Kilometer von Deutschland entfernt viel zu lang? Dann probier&#8217;s mit einem Citytrip nach Paris &#8211; die Hauptstadt des Designs, Styles und Flairs liegt ohnehin auf dem Weg!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: Jan Thomas Otte</em></p>
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		<title>Heidelberg: Baker Street im Dicken Turm</title>
		<link>http://admirado.de/2016/07/heidelberg-baker-street-im-dicken-turm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2016 08:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Festspiele]]></category>
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		<category><![CDATA[Heidelberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Hoch über den Dächern von Heidelberg, der Sandstein von der Sonne noch gewärmt, gibt es jede Menge zu sehen. Es sind die Heidelberger Schlossfestspiele: Kostüme aus dem 19. Jahrhundert, gespielt mit britischem Humor. Sherlock Holmes! Wir waren dabei&#8230; Es gab alles, was in einem Krimi drin sein muss: Spannung bis zur letzten Minute, naja fast&#8230; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Hoch über den Dächern von Heidelberg, der Sandstein von der Sonne noch gewärmt, gibt es jede Menge zu sehen. Es sind die Heidelberger Schlossfestspiele: Kostüme aus dem 19. Jahrhundert, gespielt mit britischem Humor. Sherlock Holmes! Wir waren dabei&#8230;</h3>
<p><span id="more-1347"></span><br />
Es gab alles, was in einem Krimi drin sein muss: Spannung bis zur letzten Minute, naja fast&#8230; Ein Bösewicht und sein Helfer, den Detektiv und seine rechte Hand und die schrullige Hausfrau, Frau Hudson. Der Detektiv hat die Welt natürlich im Griff, er kombiniert, er deduziert. Auf schlaue Art löst er den Fall, knackt jede Nuss.</p>
<p>Was so richtig beeindruckte und das Publikum begeisterte: Soundeffekte mit Kuhglocke, Girlande, Kokosnuss, Chipstüte, Elektrobass und vielen, vielen Percussionsinstrumenten. Der Hit, einen Extra-Applaus wert&#8230;</p>
<h2>Globe-Theater in Heidelberg</h2>
<p>Und das alles vor einer spektakulären Kulisse, der <a href="http://admirado.de/2009/01/heidelberg-lisa-voller-leidenschaft/">Blick auf Heidelberg</a>, der Sonnenuntergang über dem Pfälzer Wald. Die Runde im &#8222;Dicken Turm&#8220;, sie erinnert an das Globe-Theater von Shakespeare und dann ist da noch dieser Feuerwehrmann der zwischendurch einen Hausbrand löscht und dabei gechillt an seiner Zigarette zieht.</p>
<p>Zugegeben: Nicht alles passte in diesem Stück, aber es ist ein runder Abend mit der richtigen Länge eines Spielfilms. Unterhaltsam, spannend erzählt, ohne Pause.</p>
<p>Fünf Schauspieler, die zwischenzeitlich auch mal ihre Rolle wechselten, inszenierten auf einer Bühne mit ausgewählten Requisiten, einen 270° Blick auf der Bühne &#8211; bei 30 Grad im Schatten. So wurde die Atmosphäre von Baker Street Ende des 19. Jahrhundert ins 21. Jahrhundert transportiert. Sommer 1903.</p>
<p>Besonders hängenbleibt die Szene, wo der Hauptdarsteller, Sherlock Holmes sich ins Publikum setzt und die anderen Schauspieler eine Jagd durch Geister Schloss inszenieren, inklusive der damals neuen Erfindung der Hydraulikpumpe. Der Zuschauer denkt: es hat sich genau so und nicht anders zugetragen. Chapeau!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: Annemone Taake/ <a href="http://www.theaterheidelberg.de/produktion/sherlock-holmes/">Theater Heidelberg</a></em></p>
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		<title>Konstanz: Konzil und ein Kloster-Krimi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2016 12:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
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					<description><![CDATA[Konstanz, die größte Stadt am Bodensee. Hier wurde der Papst nördlich der Alpen gewählt, im Rahmen des Konzils, 600 Jahre ist es her. Zeit für Umberto Eccos Klassiker, &#8222;Name der Rose&#8220;. Wir waren bei der Premiere dabei&#8230; Zur Geschichte: William von Baskerville sucht in einer italienischen Abtei den Mörder. Oder sind es vielleicht mehrere? Zusammen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Konstanz, die größte Stadt am Bodensee. Hier wurde der Papst nördlich der Alpen gewählt, im Rahmen des Konzils, 600 Jahre ist es her. Zeit für Umberto Eccos Klassiker, &#8222;Name der Rose&#8220;. Wir waren bei der Premiere dabei&#8230;</h3>
<p><span id="more-1337"></span></p>
<p>Zur Geschichte: William von Baskerville sucht in einer italienischen Abtei den Mörder. Oder sind es vielleicht mehrere? Zusammen mit seinem jungen Adlatus Adson von Melk geht er komischen Ereignissen auf den Grund und am Ende kommt alles ganz anders als gedacht&#8230;</p>
<p>Es war die erste Vorstellung, die tatsächlich draußen stattfinden konnte. Bei Regenwetter findet die Veranstaltung im Konstanzer Münster statt. Schön strahlte die Sonne über die Dächer, es ist ja noch eine ganze Weile hält zwischen sieben und 9:00 Uhr. Dazwischen eine Pause, es gibt mittelalterliches Getränke und Essen.</p>
<p>Ehrlich gesagt, ein bisschen waren wir enttäuscht. Schließlich war der Glöckner von Notre-Dame super, die Fassade von Münster wurde bestens eingebunden, es gab Feuerwerk und viele Effekte, die das Theater sonst im Haus in dieser Form nicht bieten kann. Besucher, die weniger hohe Erwartungen hatten, haben sich einfach überraschen lassen. Und: waren zufrieden.</p>
<h2>Kirchenlatein im düsteren Mittelalter</h2>
<p>Des Stück ist so düster wie anspruchsvoll, Humor kommt vor, Latein-Kenntnisse sind von Vorteil um bei den vielen Namen nicht durcheinander zu kommen &#8211; vor lauter Morden. Der Schauspieler des William von Baskerville überragt, seine Resonanz erfüllt den ganzen Münsterplatz, er bräuchte keinen Lautsprecher.</p>
<p>Ein Genuss für die Ohren! Zusammen mit seinem Lehrling, ein Meisterwerk. Auch das Verhör der vermeintlichen Täter wirkt, bekannte Schauspieler des Theaters tragen zur Spannung bei. Da geht noch mehr!</p>
<p>Die gute Nachricht: nächstes Jahr führt das Theater Wilhelm Tell auf, Theater-Fans müssen nicht wie sonst üblich für Openair-Veranstaltungen des Konstanzer Theaters zwei sondern nur ein Jahr warten. Dank der Feierlichkeiten rund ums Konstanzer Konzil&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: Ilja Mess/ <a href="http://www.theaterkonstanz.de/tkn/veranstaltung/07082/index.html">Theater Konstanz</a></em></p>
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		<title>Camping: Draußen zu Hause</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sponsored Post]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2016 22:35:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Camping]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Outdoor]]></category>
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					<description><![CDATA[Camping? Nun, Angebote für den Sommer gibt es viele. Schon den Urlaub gebucht? Die einen übernachten lieber im Hotel, andere lieber draußen &#8211; und das völlig ohne Buchungsstress. Camping ist &#8222;in&#8220;. Fragt sich doch nur, wie sie es am Besten anstellen&#8230; Die einen schwören auf den weißen Elefanten, die großen LKWs, andere auf dem Wohnwagen und wiederum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Camping? Nun, Angebote für den Sommer gibt es viele. Schon den Urlaub gebucht? Die einen übernachten lieber im Hotel, andere lieber draußen &#8211; und das völlig ohne Buchungsstress. Camping ist &#8222;in&#8220;. Fragt sich doch nur, wie sie es am Besten anstellen&#8230;</h3>
<p><span id="more-1327"></span></p>
<p>Die einen schwören auf den weißen Elefanten, die großen LKWs, andere auf dem Wohnwagen und wiederum andere auf dem einzig wahren Hippie-Bus, einen VW. Wir haben uns umgeschaut&#8230;</p>
<p>Geben Sie es zu: Auf der Autobahn, auf dem <a href="http://admirado.de/2014/06/tipps-fuer-die-urlaubsplanung-wer-plant-wer-faehrt/">Weg in den Urlaub</a> haben Sie sich auch schon Mal aufgeregt. Meistens über vorausfahrende Wohnmobile, die mit 80 Stundenkilometern durch die Lande brettern. Aber Geschwindigkeit ist längst nicht alles! Wie wär`s mal mit (mehr) Gemütlichkeit?</p>
<p>Geht es doch ums Genießen. Wie es bereits in zahlreichen Religionen gepredigt wurde und wird: &#8222;Der Weg ist das Ziel&#8220;. Nicht mehr und nicht weniger. Fragt sich nur, wo wir im Urlaub nachts unser Haupt ablegen &#8211; eher nobel oder rustikal? Campingplätze gibt es wie Sand am Meer, auf dem Bauernhof genauso wie tatsächlich am Meeresstrand, <a href="http://www.gipfelkreuzer.de/massiv/allgemein/deutschland/">in den Bergen</a> und anderswo wo es schön ist und ein bisschen dem Alltag zu entkommen, mal runterzuschalten. Sozusagen: &#8222;Downshifting&#8220;!</p>
<h2>VW-Bus bis Wohnwagen</h2>
<p>Im VW-California können bis zu 5 Leute schlafen &#8211; im Beach 3 unten, 2 oben. Im Comfortline 2 auf dem Sofa, quasi der &#8222;Couch&#8220; &#8211; 2 oben in der &#8222;Belle Etage&#8220; und 1 Kind auf dem &#8222;Brett&#8220;, über die beiden Fahrersitze gespannt. Dagegen gibt es dagegen im Schnitt im <a href="http://www.sterckeman-wohnwagen.de/die-sterckemann-serie/starlett/470-pe">Wohnwagen 6 Schlafplätze</a>.</p>
<p>Ob nun ein Urlaub im VW-Bus, <a href="http://www.sterckeman-wohnwagen.de">Wohnwagen</a> oder sogar im sturmfesten Zelt &#8211; draußen erleben wir den Sommer einfach intensiver! Und der kann jetzt kommen. Gibt es doch bekanntlicherweise kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Für das Gefährt, mit dem Sie in den Camping-Urlaub fahren, gilt das vielleicht ebenso ;-)</p>
<p>Wir wünschen Ihnen einen tollen Sommer!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: solarseven/ <a href="http://www.shutterstock.com/pic.mhtml?id=281939390&amp;src=id">Shutterstock</a></em></p>
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		<title>Thailand : Muay Thai – Fitness im Kopf und im Kurs</title>
		<link>http://admirado.de/2015/08/thailand-muay-thai-fitness-im-kopf-und-im-kurs/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sponsored Post]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2015 07:38:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
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					<description><![CDATA[Thai-Boxing ist bekannt aus Filmen und wird hierzulande immer populärer. Körperlich nicht so aktiv? Das muss sich ändern! Kampfkünste wie das Thai-Boxing sollen helfen, selbst dann wenn Sie nicht über Monate oder Jahre trainiert haben&#8230; Einer der beliebtesten Kampfkünste die es heute als Kurs in Fitness-Studios geschafft hat, ist Muay Thai. Muay Thai, das ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Thai-Boxing ist bekannt aus Filmen und wird hierzulande immer populärer. Körperlich nicht so aktiv? Das muss sich ändern! Kampfkünste wie das Thai-Boxing sollen helfen, selbst dann wenn Sie nicht über Monate oder Jahre trainiert haben&#8230;</h3>
<p><span id="more-970"></span> Einer der beliebtesten Kampfkünste die es heute als Kurs in Fitness-Studios geschafft hat, ist <a href="http://www.suwitmuaythai.com" target="_blank">Muay Thai</a>. Muay Thai, das ist die Kunst der acht Gliedmaßen &#8211; oder Thai-Boxen, der gleiche Namen für diese Disziplin, die vor einigen Jahrhunderten in Thailand erfunden wurde. Wann genau die Thailänder damit begonnen haben, sich mit Muay Thai auseinanderzusetzen ist nicht bekannt. Klar ist aber, dass sie es benutzt haben, um Angriffe von ihren Nachbarn zu überleben.</p>
<p><a href="http://www.admirado.de/2015/08/thailand-bangkok-khao-san/">Thailänder</a> haben diese Selbstverteidigungstechnik in einen Sport Anfang des 20. Jahrhunderts &#8222;überführt&#8220;. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde der Sport zur beliebten Fitness-Aktivität, vor allem wegen der Filme. Wer will bekommt intensive Schulungen, zum Beispiel auf einem Muay Thai Trainingslager in Thailand. Das Ziel: die geistige und körperliche Gesundheit von Menschen aller Altersgruppen zu verbessern.</p>
<p>Alles, was Sie tun müssen, ist den Anweisungen des Trainers zu folgen &#8211; die Ausbildung an Suwit Muay Thai gibt es für Männer und Frauen. Ob Mann oder Frau &#8211; Thailand ist ein beliebtes Reiseziel. Und einige verbinden das mit einem Kurs!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Christian Fernandez Gamio/ Wikimedia</em></p>
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		<title>Bangkok: Khao San, Klongs und Tuk-Tuk-Konzerte</title>
		<link>http://admirado.de/2015/08/thailand-bangkok-khao-san/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2015 15:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Bangkok]]></category>
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					<description><![CDATA[Bangkok ist das Gesicht des &#8222;Tigers&#8220; Südostasiens und bietet (fast) schon westliche Infrastruktur. Zu den Traumstränden a la &#8222;The Beach&#8220; ist es eine Flugstunde, doch die Longtails fahren auch durch die Klongs durch den Smog-Overkill der Multi-Millionen-Metropole&#8230; Fast jede Reise vom Flughafen beginnt damit, die Fahrt in die Stadt zu organisieren. Wir schaffen es, aufdringliche [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Bangkok ist das Gesicht des &#8222;Tigers&#8220; Südostasiens und bietet (fast) schon westliche Infrastruktur. Zu den Traumstränden a la &#8222;The Beach&#8220; ist es eine Flugstunde, doch die Longtails fahren auch durch die Klongs durch den Smog-Overkill der Multi-Millionen-Metropole&#8230;</h3>
<p><span id="more-479"></span>Fast jede Reise vom Flughafen beginnt damit, die Fahrt in die Stadt zu organisieren. Wir schaffen es, aufdringliche Tuk-Tuk-Fahrer abzuschütteln. Erstens haben wir nach dem Flug keine Nerven für zähe Tarifverhandlungen, nur um dann doch über’s Ohr gehauen zu werden.</p>
<p>Zweitens bringt einen die Fahrt im Tuk-Tuk an den Rande einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Empfehlenswerte Alternative ist auf jeden Fall der saubere, klimatisierte und &#8211; für <em>farangs</em> (&#8222;Westler&#8220;) &#8211; günstige Skytrain.</p>
<p>Unser Hostel in Bangkok verspricht nicht schlecht: ‚Everyone leaves as a friend‘. Wir ignorieren die plumpen Parolen der <a title="Typfrage: Rucksackreise vs. Strandurlaub" href="http://www.admirado.de/2013/06/typfrage-rucksackreise-vs-strandurlaub/">Traveller</a>-Community &#8211; Kollegen vom &#8222;The Guardian&#8220; zählen es zu den besten Hostels in Südostasien.</p>
<p>Wir drehen die Klimaanlage auf.  Erstaunt stellen wir nach einem Schläfchen  fest, dass Bankoks Bewohner mit Ausnahme der Kao San Road und einigen Ausgeh-Vierteln um 21 Uhr die Gehsteige hochklappen.</p>
<h2>Super Phad Tai am Straßenstand für 1 Euro</h2>
<p>Es kostet schon einige Mühe, noch einen Straßenstand zu finden, wo wir uns auf Plastikstühlen niederlassen, um Phad Thai zu bestellen und auf unseren Urlaub anzustoßen. Genug Stadt gehabt. Air Asia sagt ‚Now everyone can fly‘.</p>
<p>Das bleibt wohl vorerst nur ein Wunsch. Fest steht jedenfalls, dass sich nicht jeder eine kleine Tüte m&amp;m’s aus dem Duty-Free Shop für umgerechnet 10 Euro leisten kann. Das ist der Preis am Flughafen, ob Don Mueang &#8211; Hotspot für Billigairliner von Air Asia bis Nok Air &#8211; oder der neu eingeweihte Suvarnabhumi (&#8222;goldenes Land&#8220;). Die beiden Flughäfen von <a title="Reise-Image: New York macht dich sexy, Malle dumm" href="http://www.admirado.de/2014/05/reise-image-new-york-macht-dich-sexy-malle-dumm/">Bangkok</a>.</p>
<p><noscript><A HREF="http://ws.amazon.de/widgets/q?rt=tf_ssw&#038;ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Famawid0f-21%2F8003%2Fcea924e8-732e-4cf0-99d7-6cedeb01caf2&#038;Operation=NoScript">Amazon.de Widgets</A></noscript>Wir fliegen über Bankok nach Krabi und kommen schließlich auf Koh Lanta an. Das Paradies kann so einfach sein: ein Luftiger Matten-Bungalow, durch den die Ozean-Briese zieht. Vor uns feiner, weißer <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Sandstrand</a> und das Meer in Türkis.</p>
<p>Über uns Palmen und Himmel. Eine Woche süßes Nichtstun. Dann noch ein bisschen Shopping in Bankong, bevor wir zurück in den deutschen Winter fliegen. Ach so, dann ist da noch was. Sagt Ihnen Thai-Boxing etwas?</p>
<h2>Thai-Boxing &#8211; im Film und auf der Straße</h2>
<p>Thai-Boxing ist bekannt aus Filmen und wird hierzulande immer populärer. Körperlich nicht so aktiv? Das muss sich ändern! Kampfkünste wie das Thai-Boxing sollen helfen, selbst dann wenn Sie nicht über Monate oder Jahre trainiert haben. Einer der beliebtesten Kampfkünste die es heute als Kurs in Fitness-Studios geschafft hat, ist Muay Thai.</p>
<p>Muay Thai, das ist die Kunst der acht Gliedmaßen &#8211; oder Thai-Boxen, der gleiche Namen für diese Disziplin, die vor einigen Jahrhunderten in Thailand erfunden wurde. Wann genau die Thailänder damit begonnen haben, sich mit Muay Thai auseinanderzusetzen ist nicht bekannt. Klar ist aber, dass sie es benutzt haben, um Angriffe von ihren Nachbarn zu überleben. Thailänder haben diese Selbstverteidigungstechnik in einen Sport Anfang des 20. Jahrhunderts &#8222;überführt&#8220;. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde der Sport zur beliebten Fitness-Aktivität, vor allem wegen der Filme.</p>
<p>Wer will bekommt intensive Schulungen, zum Beispiel auf einem Muay Thai Trainingslager in Thailand. Das Ziel: die geistige und körperliche Gesundheit von Menschen aller Altersgruppen zu verbessern. Alles, was Sie tun müssen, ist den Anweisungen des Trainers zu folgen &#8211; die Ausbildung an <a href="http://www.suwitmuaythai.com" target="_blank">Suwit Muay Thai</a> gibt es für Männer und Frauen. Ob Mann oder Frau &#8211; Thailand ist ein beliebtes Reiseziel. Und einige verbinden das mit einem Kurs!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
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		<title>Bregenzer Festspiele: Chinesische Mauer, Märchen und 1001 Tage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2015 23:12:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Bregenz]]></category>
		<category><![CDATA[Festspiele]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Reich der Mitte, dreitausend Jahre ist es her. Das Märchen von der chinesischen Prinzession Turandot liefert den Stoff, mit dem die Macher der Bregenzer Festspiele den Balanceakt wagen. Zwischen Opernfans und dem großen Zielpublikum, dass vielleicht zum ersten Mal die berühmteste Tenorarie hört. In diesem Sinne, „Nessun dorma“ und erste Ausschnitte&#8230; China ist gar [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Im Reich der Mitte, dreitausend Jahre ist es her. Das Märchen von der chinesischen Prinzession Turandot liefert den Stoff, mit dem die Macher der Bregenzer Festspiele den Balanceakt wagen. Zwischen Opernfans und dem großen Zielpublikum, dass vielleicht zum ersten Mal die berühmteste Tenorarie hört. In diesem Sinne, „Nessun dorma“ und erste Ausschnitte&#8230;</h3>
<p><span id="more-962"></span></p>
<p>China ist gar nicht so weit weg vom Bodensee. „Nessun dorma“ – keiner darf schlafen, denn bis zum Morgen muss die chinesische Prinzessin den Namen des unbekannten Prinzen erfahren haben. Calaf konnte als Erster ihre drei Rätsel lösen, doch er begehrt Turandots wahre Liebe&#8230;</p>
<p>Eine der berühmtesten Arien schrieb Giacomo Puccini in seiner letzten Oper. Die chinesische Prinzessin Turandot hat „Nessun dorma“ als Befehl für eine Nacht ausgegeben: Erfährt sie nicht bis zum Morgen den Namen des unbekannten Prinzen, muss sie dessen Liebe erwidern. Bisher hat sie sich die Männer durch einen brutalen Schwur ferngehalten:</p>
<h2>Wetterfeste Bühne &#8211; sogar bei Sturm</h2>
<p>Wer Turandot erobern möchte, muss drei Rätsel lösen. Scheitert er, verliert er seinen Kopf. Der unbekannte Prinz ist wie so viele Männer vor ihm gebannt von Turandots Erscheinung. Als Erster löst er alle drei Rätsel. Doch er wünscht sich ihre wahre Zuneigung und stellt ihr seinerseits ein Rätsel. Findet sie bis zum nächsten Morgen heraus, wie er heißt, dann ist er bereit zu sterben. Eine andere Frau, Liù, kennt den Namen, doch nimmt das Geheimnis mit in ihren ergreifenden Tod – sie hat den Prinzen zu sehr geliebt.</p>
<p>Wie der nun folgende Liebesrausch von Turandot und Calaf klingen soll, hat den Komponisten jahrelang beschäftigt. Mit den Worten seiner Textdichter war er unglücklich und skizzierte immer neue Möglichkeiten. Puccinis eigener Tod im Jahr 1924 ließ die Oper unvollendet, sein Kollege Franco Alfano komponierte auf Grundlage der Skizzen einen Schluss.</p>
<h2>Feuer bringt Eis zum Schmelzen</h2>
<p>Chinesisches Kolorit, mächtige Chorszenen und von ihren Gefühlen überwältigte Figuren bestimmen dieses Werk. Die Rätselszene wird zum musikalischen Wettkampf zwischen Sopran und Tenor. Effektgeladen und hingebungsvoll lässt Puccini seine Liebenden nach den Sternen greifen. <a href="http://www.admirado.de/2013/02/china-von-eisschnitzern-und-dahinschmelze/">China</a> &#8211; Feuer und Eis am See!</p>
<p>Mehr Infos, Programm und Tickets unter: <a href="http://bregenzerfestspiele.com/de/programm/turandot" target="_blank">http://bregenzerfestspiele.com/de/programm/turandot</a></p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Karl Forster/ Bregenzer Festspiele</em></p>
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		<title>Zürich: Stadt der Banker und Lenker</title>
		<link>http://admirado.de/2015/06/zurich-stadt-der-banker-und-lenker/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2015 15:12:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Zürich]]></category>
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					<description><![CDATA[Zürcher Banker seien oberflächlich, ihre Hotels etwas langweilig. Fast so wie dunkelgraue Anzüge – meint man. Zwischen tristem Grau am Paradeplatz, Bankzentralen und dem Blau des Züri-Sees. Über das Leben im Hotel… Zwischen Limmat, Großmünster und Universität liegt das Glück, schreibt das Merian-Magazin überZürich. Damit ist die Touristenmetrople am Fuße der Alpen gemeint, auch die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Zürcher Banker seien oberflächlich, ihre Hotels etwas langweilig. Fast so wie dunkelgraue Anzüge – meint man. Zwischen tristem Grau am Paradeplatz, Bankzentralen und dem Blau des Züri-Sees. Über das Leben im Hotel…</h3>
<p><span id="more-161"></span>Zwischen Limmat, Großmünster und Universität liegt das Glück, schreibt das Merian-Magazin überZürich. Damit ist die Touristenmetrople am Fuße der Alpen gemeint, auch die Stadt der 20.000 Studenten. Moment mal: Wo sind hier diejenigen Menschen, Macher über die gerade sehr gesprochen wird?</p>
<p>Richtig, die Banker schaffen im Bankenviertel. Sie bewegen die Kurse an der Börse, verwalten Milliarden Franken ihrer Kunden, genauer: ein Drittel des Privatvermögens weltweit. Treffpunkt Bahnhofstraße In der Bahnhofstraße geben sich bekannte Marken und Slogans die Klinke in die Hand. Von den Bankern selbst aber zeugen nur die Schlagzeilen mit ihren Fotos in den Zeitungskiosken, die vom letzten Skandal bei der Pressekonferenz.</p>
<p>Von den übrigen 99 Prozent der Anzugträger, die auf Kopfsteinpflaster zum nächsten Termin stolpern, vermag man sie nicht zu unterscheiden. Daher hilft nur ein Mittagessen in umliegenden Hotels des gehobenen Establishments…</p>
<p>Viele Manager, wenig Diplomaten Während in Genf gleich mehrere Grandhotels um zahlungskräftige Kunden buhlen, auch Diplomaten sind darunter, so ist dieser Markt in der heimlichen Hauptstadt der Schweiz recht überschaubar. Es gibt kaum welche in den Touristenverzeichnissen der Stadt. Zum Beispiel das Hyatt Parkhotel.</p>
<h2>Konservatives Gewerbe</h2>
<p>In der mittelalterlich anmutenden Altstadt in Richtung Universität wäre seine junge Konstruktion aus Beton, Glas und Stahl ziemlich deplatziert. Nicht aber im Finanzviertel und schon gar nicht, wo einmal ein Parkhaus war.</p>
<p><script type="text/javascript">(function() {if (document.readyState === 'complete') return;if (typeof EbuzzingCurrentAsyncId === 'undefined') window.EbuzzingCurrentAsyncId = 0;else EbuzzingCurrentAsyncId++;var containerId = 'buzzPlayer' + EbuzzingCurrentAsyncId;document.write('<d'+'iv id="' + containerId + '"></di'+'v>');var params = {"size" : 6};eval('window.EbuzzingScriptParams_' + containerId + ' = params;');var s = document.createElement('script');s.async = true; s.defer = true;s.src = 'http://as.ebz.io/api/inContent.htm?seedingMode=NORMAL'+String.fromCharCode(38)+'pid=536229'+String.fromCharCode(38)+'cid=389060'+String.fromCharCode(38)+'target='+containerId+'';var x = document.getElementsByTagName('script')[0];x.parentNode.insertBefore(s, x);})();</script></p>
<p>Die Stadt Zürich bleibt ihrem konservativen Gewerbe treu, ebenso wie die Banker. Keine Stuckdecke mit Schnörkeln Hochgeknöpfte Kunden, Berater von Banken oder Teilnehmer von Kongressen wie dem Davoser Weltwirtschaftsforum. Sie alle kehren hier ein und wagen doch etwas Neues.</p>
<p>Im Vergleich zu seiner traditionsreichen, fest verankerten aber auch altbekannten Konkurrenz im Stadtbild war dieser Bau des Hyatts ein Risiko. Keine Stuckdecke mit Schnörkeln überm Bett, nicht mal ein Käsefondue im Restaurant. Ein ausländischer Gast hätte dieses wohl als Erstes im Kopf, wenn er an die Schweiz denkt. Nicht den <a href="http://www.alpari.de" target="_blank">Devisenhandel</a>.</p>
<p>Der Charme der etwas anderen Grand Dame erschließt sich erst beim zweiten Hingucken. Putenbrust vorm Flachbildschirm Von Außen mutet es wie eins der sterilen Businness-Hotels an, dass einem den Aufenthalt im Format 0:8:15 so funktional wie möglich macht.</p>
<p>Das bietet auch das Hyatt Zürich an, Dinge von denen beim Heimflug nichts hängen bleibt. Etwa mit diesen Ablauf : Abends Feierabend um halb Zehn, schnell noch in die Sauna, dann das Bier an der Bar. Morgens den Seifenmix des Hauses anbrechen, der Anruf fürs Taxi an der Rezeption und ein Fax auf Hotelpapier.</p>
<p>Wo bleibt das Besondere des Geschäftsreisenden? Zugegeben keine leichte Sache für Hotelchefs mit einem anspruchsvollem wie verwöhntem Publikum, zum Beispiel Manager deren Frauen gern in HIP-Büchern blättern. “Down-Shiften” imManagement Abschalten bei einem nächtlichen Gang zum Zürichsee öffnet neue Perspektiven im hektischen Treiben der Finanzmetropole. Das Rauschen der Tram vermischt sich mit den Wellen am Ufer…</p>
<h2>Modernes Design</h2>
<p>Geschärft durch diese Pause sieht das schon anders aus. Zuvorkommende statt nervende Empfangsdamen, anders als das auch hier weniger sprachbegabte oder freundliche Reinigungspersonal — wohl auch wegen einer anderen Gehaltsklasse. Was Joseph Ackermann am Tag verdient, sammelt die Putzfrau im ganzen Jahr. Fleißig poliert sie die Designeramaturen, Spiegel und Parkett zur Perfektion. Formvollendetes Interieur statt Gewöhnlichkeit aus edlem Holz, Keramik und weißen Stoffen.</p>
<p>Natürlich nicht nur im Hyatt sondern auch bei der Konkurrenz: Ebenso kann sich die Speisekarte sehen lassen, zum Beispiel ein Wells mit leckerer Soße bei gedimmten Kunstlicht. Und auch unten in der Sauna weiß der Manager um praktische Überraschungen, der Summe kleiner Details die das Ganze ausmachen: Einen kleinen Klappkamm, der auch später noch im Kulturbeutel steckt. Die Frisur muss eben auch beim etwas anderen Haus der Fünf-Sterne-Kategorie stimmen, nach außen mindestens.</p>
<p>Das Park Hyatt Zürich liegt mitten im Finanzviertel der Stadt, nahe dem Kongresshaus, den Banken, der Altstadt, rund zehn Kilometer entfernt vom Flughafen. Zigaretten gegen den Stress, etwas Obst… Die Einkaufsmeile an der Bahnhofstraße, der Züricher See und das Nachtleben, dort wo Studenten und Manager zusammen treffen, sind in wenigen Schritten vom Hotel aus zu erreichen. Allerdings wird in der Schweiz nicht überall der Nichtraucherschutz groß geschrieben.</p>
<p>Die Gästezimmer verfügen über raumhohe Fenster, den Zürichsee kann man sich dazu denken. Beim Schlafen im King-Bett mit italienischer Bettwäsche, dem Marmorbad mit Regendusche und separater Badewanne gelingt das jedoch besser. Der Korb mit frischem Obst und Mineralwasser sorgt dafür, dass auch Manager — bezogen auf das Körpergewicht — nicht zunehmen…</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> war 24 Stunden in der Zürcher Hotelwelt unterwegs. Mit Chauffeur und R-Klasse-Mercedes vom Flughafen ging es &#8222;admirado&#8220; zu weiteren vier Sternen. Luxus, wer ihn sich leisten kann &#8230;.</p></blockquote>
<p>Hier empfehlen wir einige Reiseführer. Den Lonely Planet und die &#8222;Gebrauchsanweisung&#8220; für die Schweiz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.amazon.de/dp/3492275664/ref=as_li_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3492275664&amp;adid=1E72H4VGXQ3YHBR7JEE6&amp;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  -463" title="Gebrauchsanweisung Schweiz" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/schweiz.jpg" alt="" width="120" height="200" /></a></p>
<p>Die “<a href="https://www.amazon.de/dp/3492275664/ref=as_li_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3492275664&amp;adid=1E72H4VGXQ3YHBR7JEE6&amp;" target="_blank">Gebrauchsanweisung</a>” zur Schweiz liefert im s/w-Format die wichtigsten Infos. Nicht, was konkrete Unterkünfte oder Tourenvorschläge angeht. Die Autoren liefern alles, was man über die Schweizer Seele wissen muss. Und was der Unterschied zwischen West- und Ostschweiz über den Röstigraben hinaus ist.</p>
<p>Mit dabei manch ulkige Geschichte, zum Beispiel über die Trennung des Kantons Jura in Deutsch und Französisch&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.amazon.de/dp/3829716559/ref=as_li_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3829716559&amp;adid=0A9FXSRV8WX61BDQT4YN&amp;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  -464" title="Lonely-Planet Schweiz" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/schweiz_lonely_planet.jpg" alt="" width="120" height="200" /></a></p>
<p>Der <a href="https://www.amazon.de/dp/3829716559/ref=as_li_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3829716559&amp;adid=0A9FXSRV8WX61BDQT4YN&amp;" target="_blank">Lonely-Planet-Reiseführer</a> ergänzt die o.g. Schwäche konkreter Tips und liefert Infos, wie man in der sonst sacketeuren Schweiz seinen Geldbeutel schonen kann. Er hat jedoch in Sachen Sprache und Kultur deutlich weniger zu bieten. Interessant ist der Wandel der Interessen, Redaktion und Lesern.</p>
<p>Statt die steilste Tour mit dem Postbus hinauf zur Griesalp oberhalb des Kientals für 5 CHF wird gleich die Fahrt mit der Zahnradbahn zum Jungfraujoch empfohlen, für 135CHF..</p>
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		<title>Die Vermessung der Welt: Abenteuerlust und Meer</title>
		<link>http://admirado.de/2015/05/die-vermessung-der-welt-abenteuerlust-und-meer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2015 21:49:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Alexander von Humboldt war ständig auf Weltreise, der andere, Carl Friedrich Gauß war dagegen ein Stubenhocker. Zwei Lebenskonzepte prallen aufeinander. Nach dem Weltbestseller von Daniel Kehlmann und einer Bühnenfassung von Dirk Engler&#8230; Mit »Die Vermessung der Welt« wurde Daniel Kehlmann über Nacht zu einem der erfolgreichsten deutschen Autoren. Die Zeit schrieb über den Roman: »Eine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Alexander von Humboldt war ständig auf Weltreise, der andere, Carl Friedrich Gauß war dagegen ein Stubenhocker. Zwei Lebenskonzepte prallen aufeinander. Nach dem Weltbestseller von Daniel Kehlmann und einer Bühnenfassung von Dirk Engler&#8230;</h3>
<p><span id="more-946"></span></p>
<p>Mit »Die Vermessung der Welt« wurde Daniel Kehlmann über Nacht zu einem der erfolgreichsten deutschen Autoren. Die Zeit schrieb über den Roman: »Eine Satire auf die deutsche Klassik, ein <a href="http://www.admirado.de/2014/04/philippinen-was-geschah-wirklich-am-mayon-vulkan/">Abenteuerroman</a>, ein Abbild des Bürgertums im beginnenden 19. Jahrhundert, eine Studie über Opfer und Moral der Wissenschaft, das Portrait zweier alternder Männer, jeder auf seine Weise einsam; und ein wunderbar lesbarer Text voller gebildeter Anspielungen und Zitate und versteckter Kleinode.«</p>
<h2>Der »zweite Entdecker Amerikas«</h2>
<p>Im Zentrum stehen mit Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß zwei der bedeutendsten deutschen Gelehrten im beginnenden 19. Jahrhundert. Humboldt, der »zweite Entdecker Amerikas«, wird von den lateinamerikanischen Staaten noch heute gefeiert, weil er nicht kolonisierte, sondern das <a href="http://www.admirado.de/2014/11/dolomiten-expedition-die-heimat/">Land entdecken</a> wollte im besten Sinne eines Forschers: beschreibend, katalogisierend, bewundernd.</p>
<p>Ihm gegenüber Gauß, der Theoretiker, Mathematiker, der Misanthrop und Eigenbrötler, genialisch, scharf und sarkastisch. Kehlmann stellt diese zwei Protagonisten einander gegenüber &#8211; einer be­ständig auf Weltreise, der andere das Haus nicht verlassend. Diametraler könnten die Lebenskonzepte nicht sein, die hier aufeinanderprallen und in ihrem Kontrast dem Zuschauer eine ganze Welt eröffnen.</p>
<p><em>Veranstaltungstermine im <a href="http://www.theaterkonstanz.de/tkn/veranstaltung/06383/index.html" target="_blank">Theater Konstanz </a></em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © lja Mess</em></p>
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		<title>Madeira: Eine Woche mit dem Mietwagen</title>
		<link>http://admirado.de/2015/02/madeira-eine-woche-mit-dem-mietwagen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2015 22:04:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
		<category><![CDATA[Madeira]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
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					<description><![CDATA[Madeira zählt zu den steilsten Inseln weltweit. Die Landschaft ist großartig. Um das Wichtigste zu sehen, ist eine Woche das Minimum. Ausgangspunkt ist jeweils der Raum Funchal. Hier unser Tagebuch mit Tipps und GPS-Koordinaten&#8230; Die ersten 4 Tage werden die Küsten erkundet. Weitere 3 Tage sollte man – bei gutem Wetter &#8211; für die Berge [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Madeira zählt zu den steilsten Inseln weltweit. Die Landschaft ist großartig. Um das Wichtigste zu sehen, ist eine Woche das Minimum. Ausgangspunkt ist jeweils der Raum Funchal. Hier unser Tagebuch mit Tipps und GPS-Koordinaten&#8230;</h3>
<p><span id="more-933"></span></p>
<p>Die ersten 4 Tage werden die Küsten erkundet. Weitere 3 Tage sollte man – bei gutem Wetter &#8211; für die Berge im Inselinneren einplanen.  Kosten für Eintritte oder Parkgebühren werden extra erwähnt. Bei gutem Wetter sollte man sehr früh in die <a title="Toggenburg: Hinter den sieben Bergen" href="http://www.admirado.de/2011/12/toggenburg-hinter-den-sieben-bergen/">Berge</a> starten. Mittags ist es dann oft im Gipfelbereich bewölkt.</p>
<h2>1. Tag:  Die Südostküste</h2>
<p>Der erste Stop hoch über Meer (32,6455  -16,8708) bietet einen schönen Rückblick auf Funchal.  Weiter geht es nach <strong><span style="text-decoration: underline;">Kap Garajau</span></strong> (32,6398 -16,852), Parkplatz mit Fernblick, grandioser Landschaft und einer Christusstatue.  Der folgende Ort <strong><span style="text-decoration: underline;">Canico</span></strong> ist bei <a title="Reise-Image: New York macht dich sexy, Malle dumm" href="http://www.admirado.de/2014/05/reise-image-new-york-macht-dich-sexy-malle-dumm/">Touristen</a> sehr beliebt. Das Hotel Rocamar z. B. bietet eine großartige Lage auf Felsen überm Meer.  Die folgenden Orte <strong><span style="text-decoration: underline;">Santa Cruz</span></strong> (32,6877  -16,7911)  und <strong><span style="text-decoration: underline;">Machico</span></strong> (32,7174  -16,7643)  bieten Strände, aber tagsüber keine kostenlosen Parkplätze.  Es folgt ein schöner Mirador (32,724  -16,7585).</p>
<p>Im äußersten Osten der Insel liegt ein schöner Parkplatz (32,7442  -16,718) oberhalb der geschützten <strong><span style="text-decoration: underline;">Prainha</span></strong> (kleiner Strand).  An einem neu angelegten Ort mit Hafen vorbei geht es zum großen Parkplatz (32,7429  -16,7016). Hier endet die Straße. Nicht versäumen darf man einen längeren Weg Richtung <strong><span style="text-decoration: underline;">Ostspitze</span></strong>.</p>
<p>Er führt durch grandiose <a title="La Palma: Eine Woche auf der Ausststeiger-Insel" href="http://www.admirado.de/2014/01/la-palma-eine-woche-auf-der-ausststeiger-insel/">Landschaft</a> mit leichtem Auf und Ab. Auch ist er gut gesichert. Nach einer knappen Stunde könnte man an einem sehr schönen Ausblick umdrehen.  Lohnend ist dann noch ein kleiner Abstecher zur Nordküste (32,7492  -16,7068). Über die via rapida (Schnellstraße) zurück Richtung Funchal.</p>
<h2>2. Tag:  Die Nordostküste</h2>
<p>Fortsetzung des 1. Tages:  Der erste – östlichste &#8211; Ort an der Nordküste ist <strong><span style="text-decoration: underline;">Porto da Cruz</span></strong> (32,7726  -16,83). Es ist nicht der schönste Ort der Insel, aber  es gibt im NO einen Meerwasserpool.    Der nächste Ort <strong><span style="text-decoration: underline;">Faial</span></strong> bietet einen großartig gelegenen Rast- und Aussichtsplatz (32,7939  -16,8495) etwas über dem Meer. Man blickt auf ein geschütztes <a title="La Palma: Eine Woche auf der Ausststeiger-Insel" href="http://www.admirado.de/2014/01/la-palma-eine-woche-auf-der-ausststeiger-insel/">Meerwasserbadebecken</a> unterhalb.</p>
<p>Außerdem zum Ostkap. Die Kirche ist sehenswert.  An Santana (vgl. 6. Tag) vorbei geht es nach <strong><span style="text-decoration: underline;">Sao Jorge</span></strong> zu einer Art <strong>Schlosshotel</strong> (32,8243  -16,8853).  Ein kleiner Spaziergang bietet großartige Blicke zum Ostkap. Auch gibt es ein strohgedecktes Nurdachhaus mit sehenswerter Inneneinrichtung.</p>
<p>Weiter geht es zu einem Leuchtturm (32.8343  -16.906), den man besteigen kann. Hier sieht man das erste Mal bis Porto Moniz im Nordwesten der Insel.</p>
<p>Die Straße wird immer kurvenreicher und abenteuerlicher.  Schön ist der Blick von einem Mirador (32,8259  -16,9384) nach Westen.  Auch ein weiterer Stop (32,8275  -16,9772) vor <strong><span style="text-decoration: underline;">Ponta Delgada</span></strong> lohnt.  Die Kirche (32,8284  -16,9857)  liegt schön am <a title="Rotes Meer: Sandsturm im Tauchparadies" href="http://www.admirado.de/2011/08/rotes-meer-sandsturm-im-tauchparadies/">Meer</a>.</p>
<p>Abends lohnt ein Bummel durch das malerische <strong><span style="text-decoration: underline;">Sao Vicente</span></strong> (32,803  -17,0457).  Über den Encumeadatunnel gelangt man schnell zurück Richtung Funchal. Bei Ribeira Brava kann man die Vorräte bei Continente (32,6935  -17,0467) wieder auffüllen.  Siehe auch 3., 4. und 7. Tag.</p>
<h2>3. Tag:  Die Nordwestküste</h2>
<p>Es geht zunächst wieder nach Sao Vicente. Für 8 € kann man die lohnenden <strong><span style="text-decoration: underline;">Höhlen</span></strong> (32,7985  -17,0414)  besichtigen.</p>
<p>Die Straße ist dann bis Porto Moniz sehr gut ausgebaut. Einige Stops lohnen, so in <strong><span style="text-decoration: underline;">Seixal</span></strong> an der Hafenmole (32,8226  -17,1029). Auch in Seixal an der <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Steilküste</a> (32,8261  -17,1112). Beide Plätze bieten Badevergnügen im Meerwasser. Spitze Felsen im Meer sieht man bei Janela (32,8549  -17,1536).</p>
<p>Es folgt <strong><span style="text-decoration: underline;">Porto Moniz</span></strong>, wo es z. B. im Hafen (32,8668  -17,1651) keine Parkscheinautomaten gibt.   Man geht zu Fuß die Promenade entlang, vorbei an  kostenlosen Meerwasserschwimmbecken in den Felsen. Am Ende der Promenade folgen größere Becken mit Eintritt.</p>
<p>Nun geht es steil bergauf und kurvenreich mit schönen Rückblicken (32,8619  -17,1725).  Im äußersten NW ist eine atemberaubende Aussicht (32,8526  -17,2098) hoch über landwirtschaftlich genutzten Flächen am Meer. Man kommt nur mit der Seilbahn – preiswert &#8211; dorthin.</p>
<p>Nun geht es zum westlichsten Punkt der Insel mit Leuchtturm (32,814  -17,2626) und Ausstellung. Weiter geht es kurvenreich hoch über dem Meer. Schließlich geht es über besser ausgebaute Straßen zurück Richtung Funchal.</p>
<h2>4. Tag:  Die Südwestküste</h2>
<p>Fortsetzung:  Das erste Ziel heute ist ein Mirador (32,7709  -17,2386) mit Blick über den westlichsten Ort Paul do Mar.  Ein weiterer Mirador ist an einem Gasthaus (32,7703  -17,2346).  <strong><span style="text-decoration: underline;">Paul do Mar</span></strong> (32,755  -17,2282) ist ein uriger Ort am Meer. Sehenswerter ist jedoch <strong><span style="text-decoration: underline;">Jardim do Mar</span></strong> (32,7378  -17,2113). Idyllische Gässchen über einer lohnenden Uferpromenade (32,7355  -17,2088).</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Calheta</span></strong> ist kein sympathischer Ort – schon wegen der Parkscheinautomaten.  Allerdings gibt es geschützte <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Sandstrände</a>.  <strong><span style="text-decoration: underline;">Madalena do Mar</span></strong> (32,7013  -17,1354) hat einen schönen Parkplatz am Meer und eine kurze Promenade.  Die Weiterfahrt immer am Meer bietet dann an einem Tunnelende eine kostenlose Wagenwäsche: Langsam durch den Wasserfall hindurch fahren!</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Ponta do Sol</span></strong> ist durch die Lage inmitten von Felsen recht malerisch. In der geschützten Bucht (32,6799  -17,1052) kann man im Meer baden.  Es kann in diesen Orten aber auch recht heiß werden. Die Parkplatzsuche kann schwierig sein. Tagsüber in der Woche gebührenpflichtig.  Ein Gang zum Kap an der Ostseite des Ortes lohnt sich.</p>
<p>Der nächste Ort ist <strong><span style="text-decoration: underline;">Ribeira Brava</span></strong> (32,6689  -17,0639).  Den Sonnenuntergang erlebt man hinter den Palmen des Ortes.</p>
<p>Weiter geht es zum zweithöchsten Kap der Welt, dem <strong><span style="text-decoration: underline;">Cabo Girao</span></strong> (32,6571  -17,0047).  Auch hier wäre der <a title="Myanmar/ Burma: Hoffen aufs erste Auto, Bildung – und eigene Coca-Cola" href="http://www.admirado.de/2012/11/myanmar-burma-hoffen-aufs-erste-auto-bildung-und-eigene-coca-cola/">Sonnenuntergang</a> sehr schön. Lohnend wäre auch noch ein Mirador an einer Seilbahn mit Blick über Funchal (32,6526  -16,9925).  Schnell ist man in Camara de Lobos, siehe 8. Tag.</p>
<h2>5. Tag:  Nordwestlich von Funchal ist der Miradouro (Aussichtspunkt)<span style="text-decoration: underline;"> <strong>Pico dos Barcelos</strong> </span>(32,6591  -16,9398)  mit schönem Blick auf Funchal.</h2>
<p>Weiter geht es in die Berge zum <strong><span style="text-decoration: underline;">Eira do Serrado</span></strong> (32,7105 -16,9621) auf 1015 m Höhe.   In wenigen Minuten geht man zu einem grandiosen Miradouro mit Blick direkt nach unten und in das Bergdorf Curral das Freiras.</p>
<p>Eine neue Straße führt nun direkt zum höchsten Parkplatz der Insel auf dem <strong><span style="text-decoration: underline;">Pico de Arieiro</span> </strong>(32,7348  -16,9287)   auf 1810 m Höhe.  Von hier führt ein mehrere Stunden dauernder Weg zum höchsten Gipfel, dem Pico Ruivo auf 1862 m Höhe.  Wem das zu viel ist:  die ersten 20 Minuten zu einem Aussichtspunkt sind sehr bequem auf breiten Stufen &#8211; und gut auf beiden Seiten mit Seilen gesichert.</p>
<p>Die Weiterfahrt führt nach NO nach <strong><span style="text-decoration: underline;">Ribeiro Frio</span></strong> (32,7351  -16,8865) auf 850 m Höhe. Ein kleiner Park südöstlich der Straße ist sehenswert. Im NW führt ein ebener Levadaweg in einer halben Stunde zum großartigen Miradouro Balcoes.  Bei Faial ist man wieder in Küstennähe und gelangt über die via rapida zurück Richtung Funchal.</p>
<h2>6. Tag:  Heute steht der bequemste Anstieg auf den <strong><span style="text-decoration: underline;">Pico Ruivo</span></strong> auf dem Programm</h2>
<p>Er beginnt am Parkplatz Achada do Terxeira (32,765 -16,9211)  in 1592 m Höhe.  Auch die direkte Umgebung dieses Parkplatzes verdient Beachtung.</p>
<p>Im Bereich <strong><span style="text-decoration: underline;">Pico das Pedras</span></strong> auf 880 m Höhe lohnt sich der nächste Stop.  Ein 30minütiger Spaziergang führt zum Rhododendronpark Queimadas.</p>
<p>In <strong><span style="text-decoration: underline;">Santana</span></strong> (32,8048  -16,8822)  finden sich weitere inseltypische Strohdachhäuser.  Bei Continente – dem portugiesischen Edeka – kann man einkaufen (32,8103  -16,8841).</p>
<p>Dann geht es über einen Pass nach <strong><span style="text-decoration: underline;">Faial</span></strong>. Einen vor der Passhöhe ausgeschilderten Miradouro ignoriert man besser bei nassem Wetter: extremer Matsch bei Schlechtwetter. Oberhalb von Faial gibt es immer wieder schöne Haltepunkte.  Es folgen Faial und Porto da Cruz &#8211; vgl. 2. Tag.</p>
<h2>7. Tag:  Man fährt zunächst auf den Encumeadapass (32,7545  -17,02).</h2>
<p>Dort beginnt eine Höhenstraße nach NW.  Bei Schlechtwetter kann sie gesperrt sein. Ein leichter Weg (32,7647  -17,0821) führt nach Norden auf den Pico Ruivo do Paul (1600m hoch).  Am großen Parkplatz <strong><span style="text-decoration: underline;">Rabacal</span></strong> (32,7554  -17,1343) beginnen Wanderwege zum Riscowasserfall oder – anspruchsvoller &#8211;  zu den 25 Quellen.</p>
<p>Die Höhenstraße führt weiter nach Porto Moniz, siehe 3. Tag.</p>
<p>Zurück bis vor Funchal: Vor Sonnenuntergang hat man schöne Blicke von der Kirche Sao Martinho (32,6491  -16,9432) auf Stadt und Umgebung. Am Südhang ist schöne Vegetation. Ein schöner Blick ist auch vom Pico da Cruz (32,6441  -16,9399). Oder von der Festung an der Rua do Castelo (32,6511  -16,916).</p>
<p>Zusatztag mit langen Wegen:  Heute – in <strong><span style="text-decoration: underline;">Funchal</span></strong> &#8211; braucht man nicht unbedingt ein Auto.  Parkmöglichkeiten sind ohnehin kaum vorhanden.  Man geht von Ost nach West.</p>
<p>Beginn:  Die Kirche Santa Maria (32,6469  -16,8977) überm Meer.  Dann die schöne Festung Sao Tiago am Meer. Weiter am Meer zum Busbahnhof. Hier ist auch die Talstation der Seilbahn nach Monte (siehe nächster Tag).</p>
<p>Dann etwa 150m nach N und links in die Rue de Santa Maria mit schön bemalten Haustüren. Vor dem Bach rechts zur Markthalle. Dann nach NW zur Praca do Municipio mit Rathaus und schöner Kirche.</p>
<p>Nach S zur Kathedrale und weiter nach W auf der prachtvollen Avenida Arriaga. Nach einem Kreisel Anstieg in den Santa Catarina Park. Daran anschließend der Park im Amtssitz der Regionalregierung. Herrliche subtropische Vegetation und viele Papageienkäfige – alles kostenlos.  Dann der moderne Bau des <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/">Casinos</a>.</p>
<p>Es folgen 1,6km mit Bus oder zu Fuß an einer Autostraße, bis dann die Rua do Gorgulho links abzweigt. Diese führt an den Beginn der großartigen <strong><span style="text-decoration: underline;">Meerespromenade mit Bademöglichkeiten</span></strong>. Nach einigen km führt der Weg durch einen Tunnel. Dann auf Bretterwegen einen längeren Strand entlang. Auch im Meer kann man baden, auch parken (32,6426  -16,9553).</p>
<p>Weiter führt der schön angelegte Weg bis <strong><span style="text-decoration: underline;">Camara de Lobos</span></strong>, einem romantischen Fischerort und bunten Booten. Parkscheinautomat (32,6487  -16,975). Etwas weiter westlich kann man Festungsanlagen besteigen und sich mit Blick auf das Gabo Girao ausruhen.  Die rotweißen Linienbusse fahren zurück nach Funchal bis zum Busbahnhof. Wer es teurer haben will – es gibt auch Touristenbusse.</p>
<p>Weiterer Zusatztag:  <strong><span style="text-decoration: underline;">Monte</span></strong>!   Wer sehr viel Geld ausgeben will, fährt mit der Seilbahn nach oben, besucht den Tropischen Garten, fährt mit einer anderen Seilbahn zum Botanischen Garten und wieder zurück nach Monte, dann mit dem Korbschlitten talwärts.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weltreise: Das gehört in die Reiseapotheke</title>
		<link>http://admirado.de/2015/01/weltreise-das-gehoert-die-reiseapotheke/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 15:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Apotheke]]></category>
		<category><![CDATA[Impfungen]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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					<description><![CDATA[Fast jeder hat sie im Gepäck, fragt sich nur ob sie vollständig ist: die Reiseapotheke. Vor allem krankheitsanfällige Menschen sollten bei Urlaubsantritt dafür sorgen, dass die wichtigsten Medikamente mit auf die Reise gehen. Hier unsere Übersicht&#8230; Bei Flügen in exotische Länder ist es darüber hinaus unerlässlich, sich bereits im Vorfeld über die Region und die dort [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Fast jeder hat sie im Gepäck, fragt sich nur ob sie vollständig ist: die Reiseapotheke. Vor allem krankheitsanfällige Menschen sollten bei Urlaubsantritt dafür sorgen, dass die wichtigsten Medikamente mit auf die Reise gehen. Hier unsere Übersicht&#8230;</h3>
<p><span id="more-891"></span></p>
<p>Bei Flügen in exotische Länder ist es darüber hinaus unerlässlich, sich bereits im Vorfeld über die Region und die dort lauernden Gefahren, etwa Krankheiten oder giftige Tiere, zu informieren, um sich mithilfe medizinischer Präparate ausreichend davor schützen zu können. Über die klassische Grundausstattung der Reiseapotheke hinaus, gilt es je nach Urlaubsziel spezifische Besonderheiten zu beachten.</p>
<h2>Die solide Basis &#8211; diese Medikamente gehören in die Reiseapotheke</h2>
<ul>
<li>die vom Arzt verordneten, regelmäßig einzunehmenden Medikamente</li>
<li>Arzneien gegen individuell häufiger auftretende Problemen wie Wadenkrämpfe</li>
<li>Schmerzmittel</li>
<li>Tabletten <a href="https://www.europa-apotheek.com/buscopan-dragees-0162004.html">gegen Übelkeit, Bauchkrämpfen und andere Magen-Darm-Beschwerden</a></li>
<li>fiebersenkendes und entzündungshemmendes Medikament</li>
<li>Desinfektionsmittel</li>
<li>Wundheilsalbe</li>
<li>Pflaster und Verbandszeug</li>
<li>kühlendes Gel bei Sonnenbrand</li>
<li>Juckreiz stillendes Mittel bei Insektenstichen</li>
</ul>
<p>Exotische Ziele erfordern jedoch besondere Maßnahmen. In diesem Fall gibt der Hausarzt Auskunft, <a href="http://dgk.de/gesundheit/impfen-infektionskrankheiten/impfschutz-fuer/reisende.html">welche Impfungen für die betreffenden Länder bzw. Gebiete erforderlich sind</a>. Diese müssen auf alle Fälle durchgeführt werden!</p>
<h2>Reiseapotheke für den Urlaub in Asien und anderen tropischen Regionen</h2>
<p>Beim Aufenthalt im fernen Ausland gilt es immer zu bedenken, dass ein Erkrankter sich womöglich einige Zeit lang gar nicht in der Nähe eines Arztes oder Krankenhauses befindet bzw. sich fernab der Zivilisation womöglich nicht ausreichend verständlich machen kann. Davon abgesehen, dass es den meisten Menschen mangels Vertrauen in die fern der Heimat ansässigen Mediziner unangenehm ist, sich von diesen versorgen zu lassen. Neben der Grundausstattung sollten in den Tropen folgende Medikamente eingepackt sein:</p>
<ul>
<li>Malaria-Arznei (für Prophylaxe und Therapie)</li>
<li>Mittel zur Entkeimung des Trinkwassers</li>
<li>Notfall-Set für die Zahnbehandlung</li>
<li>Notfall-Medizin bei giftigen Tierbissen (Skorpion, Schlange, Spinne, &#8230;)</li>
<li>Breitbandantibiotikum</li>
<li>Mittel zur oralen Elektrolytzufuhr (bei erhöhtem Flüssigkeitsverlust)</li>
</ul>
<h2>Top-Ausstattung für den Urlaub in Südamerika und Mittel- und Südafrika</h2>
<p>Zur soliden Basis und den Medikamenten für die Tropenregionen gesellen sich beim Urlaub in <a title="Typfrage: Rucksackreise vs. Strandurlaub" href="http://www.admirado.de/2013/06/typfrage-rucksackreise-vs-strandurlaub/">Südamerika</a> oder Mittel- und Südafrika noch folgende Arzneien hinzu:</p>
<ul>
<li>starkes Mittel zur Insektenabwehr (Moskitonetz nicht vergessen!)</li>
<li>keimtötende Salbe (etwa bei Pilzinfektion)</li>
<li>Medikament bei Höhenfieber</li>
</ul>
<p>Das Höhenfieber, an dem Menschen ab einer Höhe von 2.500 Höhenmeter erkranken (etwa bei einem Aufenthalt in <a title="Peru: Inka-Cola, Coca-Tee und etwas Cuy" href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/">Peru</a>, wo einige interessante Orte auf bis zu 5.000 Meter über dem Meeresspiegel liegen), macht sich durch Schwindel, Ohrensausen, Seh- und Schlafstörungen bemerkbar und sollte auf alle Fälle noch vor Ort behandelt werden.</p>
<h2>Gut gerüstet für die Reise in eine Polarregion</h2>
<p>Bei einem Urlaub in polarnahe Regionen oder arktische Gefilde gehören folgende Dinge in die Reiseapotheke:</p>
<ul>
<li>Sonnenschutzmittel (auch für die Lippen!) mit extrem hohem Lichtschutzfaktor</li>
<li>Medikamente gegen Seekrankheit</li>
<li>Augentropfen bei Bindehautreizung (Sonnenbrille mit UV-Filter nicht vergessen!)</li>
<li>Mittel bei Frostbeulen</li>
</ul>
<p>Eine sinnvoll bestückte und an die <a title="Tipps für die Urlaubsplanung: Wer plant, wer fährt" href="http://www.admirado.de/2014/06/tipps-fuer-die-urlaubsplanung-wer-plant-wer-faehrt/">Urlaubsregion</a> angepasste Reiseapotheke ist, neben den eventuell notwendigen Schutzimpfungen ein Garant für einen angenehmen und sorglosen Aufenthalt in der Fremde. Denn der Inhalt kann dafür sorgen, dass der Globetrotter unbeschadet wieder nach Hause kommt bzw. unter Umständen verhindern, dass er im fernen Ausland ein Krankenhaus aufsuchen muss.</p>
<p><strong>Mit freundlicher Unterstützung von Europa Apotheek.</strong></p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © FotoHiero/ pixelio.de + Jan Thomas Otte</em></p>
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			</item>
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		<title>Chile: Revolution, Putsch und ein Geisterhaus</title>
		<link>http://admirado.de/2014/11/chile-revolution-putsch-und-ein-geisterhaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2014 23:02:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Militärdikatur in Chile war schrecklich, keine Frage. Doch sie hatte auch ihre Gründe im Vakuum, einem Ungleichgewicht zwischen Konservativen und Sozialisten die nicht miteinander reden wollten. Isabelle Allende beschreibt das eindrücklich in ihrem &#8222;Geisterhaus&#8220;, einem komplexen Familienstreit. Das Theater zum Buch, in Deutschland&#8230; Isabel Allende gehört zu den wichtigsten Gegenwartsautorinnen, nicht nur in Chile [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Militärdikatur in Chile war schrecklich, keine Frage. Doch sie hatte auch ihre Gründe im Vakuum, einem Ungleichgewicht zwischen Konservativen und Sozialisten die nicht miteinander reden wollten. Isabelle Allende beschreibt das eindrücklich in ihrem &#8222;Geisterhaus&#8220;, einem komplexen Familienstreit. Das Theater zum Buch, in Deutschland&#8230;</h3>
<p><span id="more-827"></span></p>
<p>Isabel Allende gehört zu den wichtigsten Gegenwartsautorinnen, nicht nur in <a title="Chile: Naturkino auf 4300 Kilometern Länge" href="http://www.admirado.de/2012/01/chile-naturkino-auf-4300-kilometern-lange/">Chile</a> sondern <a title="La Palma: Eine Woche auf der Ausststeiger-Insel" href="http://www.admirado.de/2014/01/la-palma-eine-woche-auf-der-ausststeiger-insel/">Lateinamerika</a> insgesamt. Ihre Romane setzen sich regelmäßig mit den großen Fragen Emanzipation, Politik und Vergangenheitsaufarbeitung auseinander. Ihr Debütroman »Das Geisterhaus« spannt einen erzählerischen Bogen über das Chile des 20. Jahrhunderts und mehrere Generationen der Familie Trueba hinweg bis in die Zeit nach dem blutigen Putsch General Pinochets.</p>
<h2>Aufstieg und Fall des Familienpatrons</h2>
<p>Die Geschichte der Familie Trueba beginnt mit der Heirat von Esteban Trueba, Emporkömmling und Landbesitzer und der hellsichtigen Clara in einer scheinbar geordneten Gesellschaft. Zusammen begründen sie eine Familie, deren persönliche Geschichte und Geschichten eng verbunden sind mit den Geschehnissen und der <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/chile-gewalt-bei-demonstrationen-13141247.html" target="_blank">politischen Gewalt in Chile</a>.</p>
<p>In flirrenden Bildern wird vom Aufstieg Estebans, der Geburt der Kinder und Enkelin, dem drohenden Zerfall der Familie und nicht zuletzt vom Schicksal einer ganzen Nation erzählt, die im blutigen Kampf der politischen Systeme versinkt. Gerade die Frauen der Familie und ihre Beziehung zum Familienpatriarchen Esteban sind dabei Spiegel einer Welt, in der geisterhafte Geschehnisse und politische Umbrüche mit unbezähmbarer Gewalt alles umwälzen.</p>
<h2>Umbruch und politische Gewalt</h2>
<p>Johanna Wehner wurde in Bonn geboren, studierte dort Philosophie und Germanistik, bevor sie an der Bayrischen Theaterakademie »August Everding« das Regiestudium aufnahm. Für ihre Inszenierung von Schimmelpfennigs »Der goldene Drache« am Staatstheater Stuttgart wurde sie 2011 von »Theater Heute« mehrfach als beste Nachwuchsregisseurin nominiert. Zuletzt leitete sie die Box des Schauspiel Frankfurt, mit der Spielzeit 2014/15 wechselt sie als Oberspielleiterin ans Theater Konstanz.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © lja Mess</em></p>
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		<item>
		<title>Worms: Verbunden mit den Urvätern auf dem alten Jüdischen Friedhof</title>
		<link>http://admirado.de/2014/11/worms-verbunden-mit-den-urvaetern-auf-dem-alten-juedischen-friedhof/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2014 07:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Worms]]></category>
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					<description><![CDATA[Der alte Jüdische Friedhof in Worms ist nicht nur der älteste in Europa, er ist auch Zeugnis deutsch jüdischer Geschichte. Wie durch ein Wunder hat dieser fast tausend Jahre alte jüdische Friedhof im Schatten des Doms alle Stürme der Jahrhunderte fast unbeschädigt überstanden. Ein Kurzbesuch anlässlich des Totengedenken zum Ewigkeitssonntag, den die Kirchen heute feiern&#8230; Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Der alte Jüdische Friedhof in Worms ist nicht nur der älteste in Europa, er ist auch Zeugnis deutsch jüdischer Geschichte. Wie durch ein Wunder hat dieser fast tausend Jahre alte jüdische Friedhof im Schatten des Doms alle Stürme der Jahrhunderte fast unbeschädigt überstanden. Ein Kurzbesuch anlässlich des Totengedenken zum Ewigkeitssonntag, den die Kirchen heute feiern&#8230;</h3>
<p><span id="more-838"></span></p>
<p>Der Friedhof überstand anders als die Synagoge die Nazizeit unzerstört. Wenn ich hier stehe und über die jahrhundertealten Gräber blicke, dann spüre ich, dass auch wir Juden hier zuhause sind.“ Stella Schindler-Siegreich ist Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Mainz. Auch Worms gehört dazu und mit ihm der jüdische Friedhof „Heiliger Sand“. Es ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof Europas.</p>
<p>Der älteste Grabstein ist der von Jakob ha-Bachur und stammt aus dem Jahr 1076. Entstanden ist der Wormser Judenfriedhof wahrscheinlich bereits 1034, als die erste Synagoge in Worms errichtet wurde. Die Juden waren damals überwiegend aus dem Süden Europas eingewandert. Damit ist der Wormser Judenfriedhof der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Europa – auch wenn Prag den gleichen Anspruch erhebt.</p>
<p>Einige weitere Grabsteine aus dem 11. Jahrhundert sind noch vorhanden. Der alte Wormser Friedhof ist auch deshalb besonders interessant, weil keine christlichen Friedhöfe mit aufrecht stehenden Grabsteinen aus romanischer Zeit erhalten sind. Nur wenige Grabplatten und Sarkophagdeckel wurden in Kirchen bewahrt.</p>
<h2>Nähe zum Wormser Dom</h2>
<p>Schindler-Siegreich ist fasziniert von der Atmosphäre dieses Platzes in der Nähe des Doms. Der Friedhof verweise nicht nur auf die lange Tradition der Juden in Europa, sondern sei auch Zeugnis der gemeinsamen deutsch-jüdischen Geschichte. Deshalb sind die Gräber entgegen dem eigentlichen Brauch nach Süden, Richtung alte Heimat, ausgerichtet. Auch zahlreiche namhafte jüdische Gelehrte sind hier begraben.</p>
<p>Denn im Mittelalter erlebte Worms eine Hochzeit jüdischer Lehre. Gleich am Anfang des Friedhofs ist ein solches Grab zu sehen. Hier ruht Rabbi Meir von Rotenburg 1293, für Juden eine überragende theologische Autorität. Auch der berühmte Mainzer Rabbiner Jakob Molin (gestorben 1427) wurde auf eigenen Wunsch in Worms beerdigt. Ihre Talmud-Kommentare sind bis heute bekannt.</p>
<h2>Besucher aus aller Welt</h2>
<p>Egal ob Mainz, Jerusalem oder New York: Juden aus der ganzen Welt kommen nach Worms und besuchen diese Gräber. Schon im späten Mittelalter gab es regelrechte Wallfahrten zu diesem Friedhof. Gleich an seinem Anfang ruht Rabbi Meir von Rotenburg 1293 – als großer Gelehrter und Märtyrer hochverehrt.</p>
<p>Auch der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber war von diesem imposanten Ort begeistert. 1933 schrieb er, hier „„mit der Asche und quer durch sie mit den Urvätern verbunden“ zu sein. Nach Buber ist auch der faszinierende Blick über den alten Teil des Friedhofs zum Dom hin benannt. Wenn er über die „schiefen, zerspellten, formlosen, richtungslosen Steine“ zur herrlichen Harmonie des Domes blickte, dann war das für ihn so als sähe er von Israel zur Kirche auf.</p>
<h2>Einheit aus der Romanik</h2>
<p>Der Dom sei, wie er ist. Der Friedhof sei, wie er ist. Aber gekündigt sei ihm nicht worden. Sowohl der Friedhof, als auch seine Mauer und der Dom stammen aus der Zeit der Romanik und bilden eine große Einheit, obwohl man sie mit Gewalt kulturell voneinander trennen wollte. Die Grabsteine ab der Zeit der Gotik zeigen die typischen Merkmale der jeweiligen Epoche.</p>
<p>Der alte Wormser Judenfriedhof war bis 1911 in Betrieb. Ende des 18. Jahrhunderts gab es keinen Platz mehr. Daher wurde beschlossen, beim Hauptfriedhof Hochheimer Höhe einen neuen jüdischen Friedhof anzulegen. Seither fanden hier kaum noch Beerdigungen statt. Die Zeit der NS-Diktatur hat der „Heilige Sand“ weitgehend unbeschadet überstanden. Stella Schindler-Siegreich geht „das Herz auf“, wenn sie die restaurierte Trauerhalle des Friedhofs betritt.</p>
<h2>Lange Tradition trotz(t) Geschichte</h2>
<p>So paradox es auch sein mag: Gerade dieser Friedhof ist ein Zeichen für die Lebendigkeit der jüdischen Gemeinde. Da die jüdische Gemeinde von Worms im Gegensatz zu fast allen anderen Judensiedlungen im 15. und 16. Jahrhundert nicht vertrieben wurde, konnten die alten Traditionen vor Ort bewahrt werden.</p>
<p>Erst die Verfolgungen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft setzten der tausendjährigen Geschichte der Juden in Worms ein Ende. Der Friedhof liegt in der Andreasstrasse nahe dem Andreastor und kann täglich zwischen acht Uhr und dem Einbruch der Dunkelheit besucht werden.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Albrecht E. Arnold/ pixelio.de + Jörg Bürgis/ Wikimedia</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dolomiten: Expedition in die Heimat</title>
		<link>http://admirado.de/2014/11/dolomiten-expedition-die-heimat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2014 22:57:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Südtirol]]></category>
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					<description><![CDATA[Abenteuer daheim? Geht. Wir stellen den Bildband »Abenteuer Dolomiten. Vom Gardasee zur Marmolata« von den Fotografen Ulla Lohmann und Sebastian Hofmann vor. Die besten Bilder aus Südtirol, vor unserer Haustür&#8230; Das Weltnaturerbe Dolomiten ist zugleich beliebtes Urlaubsziel und eines der letzten Wildnisgebiete Europas. Ulla Lohmann und Sebastian Hofmann haben sich aufgemacht, die Dolomiten jenseits beschilderter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Abenteuer daheim? Geht. Wir stellen den Bildband »Abenteuer Dolomiten. Vom Gardasee zur Marmolata« von den Fotografen Ulla Lohmann und Sebastian Hofmann vor. Die besten Bilder aus Südtirol, vor unserer Haustür&#8230;</h3>
<p><span id="more-835"></span></p>
<p>Das Weltnaturerbe Dolomiten ist zugleich beliebtes Urlaubsziel und eines der letzten Wildnisgebiete Europas. Ulla Lohmann und Sebastian Hofmann haben sich aufgemacht, die Dolomiten jenseits beschilderter Pfade zu entdecken: mit dem <a href="http://www.perpedalis.de/schaltung/mountainbike/" target="_blank">Mountainbike</a>, zu Fuß, kletternd und mit Tourenski.</p>
<p>Sie scheuen auf ihrer Expedition keine Herausforderung: kalte Nächte im Biwak, die Querung von Hochgebirgsgletschern, das Klettern über dem Abgrund an alten rostigen Haken. Da würde vielleicht auch <a title="Himalaya: Extrembergsteigerin Kaltenbrunner hoch zwei" href="http://www.gipfelkreuzer.de/himalaya-extrembergsteigerin-kaltenbrunner-hoch-zwei/">Gerlinde Kaltenbrunner </a>schwach! 200 Kilometer weit führt die beiden Autoren ihre Route vom Gardasee zur Marmolata, höchster Berg der Dolomiten. Nicht ganz so hoch wie der Ortler in Südtirol, aber mindestens genauso schön!</p>
<p><figure id="attachment_726" aria-describedby="caption-attachment-726" style="width: 160px" class=" alignright"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866904134?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3866904134&amp;linkCode=xm2&amp;tag=karrieeinsic-21" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="-726" src="http://www.gipfelkreuzer.de/wp-content/uploads/2014/11/abenteuer_dolomiten.jpg" alt="Abenteuer Dolomiten - Buch mit tollen Aufnahmen. Makro wie Pano!" width="160" height="190" /></a><figcaption id="caption-attachment-726" class="-text">Abenteuer Dolomiten &#8211; Buch mit tollen Aufnahmen. Makro wie Pano!</figcaption></figure></p>
<p>Alle 400 Höhenmeter nehmen sie sich jeweils einen Quadratmeter aus einem anderen Lebensraum vor, zum Beispiel Wiese, Wald, Fels und Schnee vor und entdecken die Schönheit der Landschaft im Detail&#8230;</p>
<h2>Über die Autoren</h2>
<p>Ulla Lohmann arbeitet als Fotografin und Dokumentarfilmerin u. a. für National Geographic, GEO, die BBC und die New York Times. Sie sucht das Abenteuer: Ob sie den höchsten Vulkan der Erde in Chile besteigt, im australischen Great Barrier Reef taucht oder in den Dolomiten klettert. Zusammen mit&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Ulla Lohmann/ Sebastian Hofmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Brasilien: WM-Titel macht Deutsche beliebter!</title>
		<link>http://admirado.de/2014/08/brasilien-wm-titel-macht-deutsche-beliebter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2014 21:59:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weltmeister]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Welt liebt Gewinner, das zeigt eine neue Studie des Reise-App Anbieters Ulmon.com. Deutschland hat bei der Weltmeisterschaft in Brasilien Geschichte geschrieben, aber wie hat sich der Titel auf unser Image ausgewirkt? Befragt wurden durch Ulmon.com 1.141 Personen in 10 Länder. Fast alle, nämlich 82 Prozent, sind sich einig: Deutschland hat den Weltmeistertitel verdient gewonnen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Welt liebt Gewinner, das zeigt eine neue Studie des Reise-App Anbieters Ulmon.com. Deutschland hat bei der Weltmeisterschaft in Brasilien Geschichte geschrieben, aber wie hat sich der Titel auf unser Image ausgewirkt?</h3>
<p><span id="more-778"></span><br />
Befragt wurden durch <a title="Reise-Image: New York macht dich sexy, Malle dumm" href="http://www.admirado.de/2014/05/reise-image-new-york-macht-dich-sexy-malle-dumm/">Ulmon.com</a> 1.141 Personen in 10 Länder. Fast alle, nämlich 82 Prozent, sind sich einig: Deutschland hat den Weltmeistertitel verdient gewonnen. Neben dem fantastischen sportlichen Erfolg sorgen der faire Auftritt der Nationalelf und der der mitgereisten Fans auch für ein positiver Imagegewinn.</p>
<p>Weltweit sind die Sympathiewerte der Deutschen um 22 Prozent gestiegen! Überaschenderweise stechen besonders die Brasilianer hervor. Trotz der 1:7 Schlappe ihrer Mannschaft geben mehr als die Hälfte der WM-Gastgeber an, Deutschland nun mehr zu mögen.</p>
<h2>Deutsche nach WM 22% beliebter</h2>
<p>Auch die Reaktion der Argentinier ist überraschend positiv. Sie sind zwar naturgemäß nicht begeistert über die Finalniederlage, immerhin 50 Prozent halten uns für verdiente Weltmeister. Und sieben Prozent finden die Deutschen sogar sympathischer als vor der WM. Allerdings sind auch 19 Prozent der Meinung, dass Deutsche unfreundlich sind. Damit stehen sie aber alleine auf weiter Flur. Insgesamt ordneten uns nur sieben Prozent diese Eigenschaft zu.</p>
<p>Die Niederländer haben vor allem die Befürchtung, dass sich Deutsche nach dem Gewinn der Trophäe arroganter als zuvor verhalten werden (31 Prozent). Unser Imagegewinn, aber auch der Imageverlust, hält sich bei den Lieblingsnachbarn aber in Grenzen.<br />
Deutschland ist übrigens mit den Niederlanden mit jeweils 14 Prozent ex aequo das beliebteste Team der Weltmeisterschaft. Dicht darauf folgt mit 12 Prozent das Überraschungsteam Costa Rica. Die Los Ticos gewannen mit ihrem kämpferischen Auftreten und dem daraus resultierenden historischen Viertelfinaleinzug viel Anerkennung.</p>
<p>Die Studie zeigt, wie der Sport ein ganzes Land prägen und den Blickwinkel der Welt positiv verändern kann. Zumindest für die nächsten vier Jahre gehört die Fußballkrone nun Deutschland. Nicht zuletzt durch das engagierte Auftreten der Nationalmannschaft werden auch die Eigenschaften der Deutschen positiv gesehen: 37 Prozent halten uns für erfolgreich, 35 Prozent für freundlich, 30 Prozent für stolz, und nur 6% für eingebildet.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: Tim Reckmann/ pixelio.de</em></p>
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		<title>Tipps für die Urlaubsplanung: Wer plant, wer fährt</title>
		<link>http://admirado.de/2014/06/tipps-fuer-die-urlaubsplanung-wer-plant-wer-faehrt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sponsored Post]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2014 16:37:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Mentalität]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaubsplanung]]></category>
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					<description><![CDATA[Mitte August, Schulferien aller Orten. Schon das Reiseziel gebucht, lieber Mittelmeer oder doch nach Norwegen? Ob Mann oder Frau, wir haben ganz unterschiedliche Vorstellungen von der schönsten Zeit des Jahres, den lang ersehnten Urlaub. Tipps für Planung&#8230; Reiseführer-App-Gründer Florian Kandler wollte wissen, wie und vor allem wo sich Frauen und Männer in der Urlaubsvorbereitung und -durchführung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Mitte August, Schulferien aller Orten. Schon das Reiseziel gebucht, lieber Mittelmeer oder doch nach Norwegen? Ob Mann oder Frau, wir haben ganz unterschiedliche Vorstellungen von der schönsten Zeit des Jahres, den lang ersehnten Urlaub. Tipps für Planung&#8230;</h3>
<p><span id="more-776"></span></p>
<p>Reiseführer-App-Gründer Florian Kandler wollte wissen, wie und vor allem wo sich Frauen und Männer in der Urlaubsvorbereitung und -durchführung voneinander unterscheiden. Dazu hat er mehr als fünfhundert Personen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Kandler erklärt: „Ziel war es, unsere Reise-App CityMaps2Go noch besser an die Bedürfnisse und Wünsche unserer 13 Millionen Kunden anzupassen.&#8220; Das Ergebnis habe alle überrascht. Die halbe Belegschaft diskutiert.</p>
<p>Bereits die Reisevorbereitung zeigt, dass unsere Ansichten beim <a title="Türkei: Zehn Gründe für einen Türkeiurlaub" href="http://www.admirado.de/2014/03/tuerkei-zehn-gruende-fuer-tuerkeiurlaub/">Auswählen des Reiseziels, zum Beispiel der Türkei</a>, bis Packen der Koffer kaum unterschiedlicher sein könnten. So glauben mehr als die Hälfte aller weiblichen Befragten, dass das Reiseziel in erster Linie von Frauen ausgesucht wird. Nur zehn Prozent sind der Meinung, dass Männer diese Entscheidung treffen. Fragt man die Herren der Schöpfung, ändern sich die Antworten schlagartig.</p>
<h2>Frauen suchen das Reiseziel aus</h2>
<p>So glaubt fast die Hälfte der männlichen Befragten, dass beide Geschlechter für die Auswahl verantwortlich sind, aber nur knapp ein Viertel ordnet diese Aufgabe eindeutig den Frauen zu. Ein Drittel von ihnen glaubt außerdem, dass sie mehr für die Reise vorbereiten und planen als Frauen.</p>
<p>Diese wiederum sind zu fast 70 Prozent der Meinung, dass die Vorbereitung ihr Metier ist. Zumindest eines ist sicher. Mehr Freude an der Reiseplanung hat die Frauenwelt auf jeden Fall. Und &#8211; davon sind sie überzeugt &#8211; auch mehr <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2014/08/talentauswahl-perlen-finden-statt-klone-casten/" target="_blank">Talent</a>.</p>
<h2>Gemeinsamer Haushalt, auch im Urlaub</h2>
<p>Wenn es um die Urlaubsbuchung geht, werden die Unterschiede noch deutlicher. Dabei ähneln sind die Zahlen zwar, jedoch wird jeweils das eigene Geschlecht als dominierend eingestuft. 60 Prozent sagen: Wir machen das! Nur 20 Prozent glauben, dass das andere Geschlecht für den Buchungsprozess verantwortlich ist.</p>
<p>Und wer kümmert sich im Urlaub um die anfallende Arbeit? Das angestaubte Rollenbild, nachdem Frauen einkaufen, aufräumen und kochen, ist zumindest bei den Männern kein Thema. 70 Prozent der männlichen Befragten sind der Meinung, dass sie sich unterwegs gleichwertig um den Haushalt kümmern.</p>
<p>Die Mehrheit der Frauen glaubt hingegen immer noch, dass die Arbeit bei ihnen hängen bleibt. Interessant: Bei den unter 40 Jährigen geht die Tendenz klar in Richtung gerechte Arbeitsteilung.</p>
<h2>Tipps für jedermann/-frau: eine sichere Anreise</h2>
<p>Ob die Anfahrt zum Flughafen oder die weite Fahrt über die Autobahn in die Berge oder ans Meer: Autofahren kostet. Der Reifenhersteller <a href="http://www.michelin.de/michelin-total-Leistung" target="_blank">Michellin</a> aus Clermont-Ferrand, seit 100 Jahren am Markt mit dem bekannten &#8222;Michellin&#8220;-Männchen, hat dazu zur Urlaubszeit ein paar Tipps herausgegeben, welche wir hier zusammenfassen:</p>
<ol>
<li><strong>&#8222;Abkürzungen&#8220; über Landstraßen bringen kaum Zeitersparnis und kosten mindestens genauso viel Geld wie das Gondeln über eine staureiche Autobahn mit zig Baustellen. </strong>Kurvenfahrten und Bremsen auf ländlichen und Bergstraßen erhöhe den Verschleiss bis auf das Fünffache, so Michellin.</li>
<li>Zwei-Drittel aller Fahrer sind beim Autofahren gestresst, da würde die Fahrt übers Land mit häufigeren Pausen entspannen &#8211; die könnte man auch noch zum Check des Reifendrucks an der nächsten Tankstelle nutzen. <strong>65% der Autofahrer sind mit falschen Druck im Gummi unterwegs, was den Reifen-Verschleiß erhöht. </strong>Selbst ein halbes Bar unter der optimalen Betankung könne die Laufzeit auf bis zu 8.000 km reduzieren.</li>
<li>Reifenwechsel nervt, vor allem solche welche das Auto nur für den Urlaub nutzen. Sie können mit der Hitze umzugehen. Aber Winterreifen nicht. Doch viele Autofahrer lassen ihre Wintergummi dran. Der Grund neben Faulheit ist der Glaube an eine höhere Sicherheit. Doch: <strong>Winterreifen brauchen im Sommer 6m länger um von 100 km/h zu stoppen.</strong></li>
<li>Rechtzeitig losfahren erlaubt nicht nur einen Puffer auf der Strasse, um trotz einer Welle roter Ampeln rechtzeitig und stressfreier ans Ziel zu kommen. Nicht der Fall? <strong>Eine sportliche Fahrweise beschleunigt ebenso das Kaufdatum der nächsten Reifen.</strong></li>
<li>Jeder von uns kann etwas zum Umweltschutz beitragen. <strong>Rund 5% der Kohlendioxid-Emissionen die wir in die Luft pusten kommt von der Reifenproduktion. </strong></li>
</ol>
<p><iframe loading="lazy" src="http://player-services.goviral-content.com/video/17543" width="640" height="386" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Kartenlesen ist (immer noch) etwas für Jungs</h2>
<p>Für die Navigation auf Reisen sind übrigens die männlichen Urlauber zuständig – das glauben sie zumindest selbst. Aber auch Frauen sind laut Studie der Ansicht, dass Männer besser <a title="Globetrotter: Freundschaft über Teiche" href="http://www.admirado.de/2012/12/globetrotter-freundschaft-uber-den-grossen-teich/">Kartenlesen</a> können und einen ausgeprägten natürlichen Orientierungssinn haben.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Jan Thomas Otte</em></p>
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		<title>Reise-Image: New York macht dich sexy, Malle dumm</title>
		<link>http://admirado.de/2014/05/reise-image-new-york-macht-dich-sexy-malle-dumm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2014 14:13:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Mallorca]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Oslo]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>
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					<description><![CDATA[Was haben Malle, New York und Rom gemeinsame? Klar, viele wollen dorthin. Meistens zum Urlauben oder für Geschäftsreisen. Wir haben ein paar Klischees dieser Destinationen für euch zusammengefasst&#8230; Mallorca ist eine Insel der Klischees und das nicht unbedingt im positiven Sinn. Zwar werden die Insel-Urlauber als humorvoll und als Partylöwen wahrgenommen, das war es aber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Was haben Malle, New York und Rom gemeinsame? Klar, viele wollen dorthin. Meistens zum Urlauben oder für Geschäftsreisen. Wir haben ein paar Klischees dieser Destinationen für euch zusammengefasst&#8230;</h3>
<p><span id="more-773"></span>Mallorca ist eine Insel der Klischees und das nicht unbedingt im positiven Sinn. Zwar werden die Insel-Urlauber als humorvoll und als Partylöwen wahrgenommen, das war es aber auch schon mit den positiven Werten. Zickig, dumm, kleinkariert und arm – das Image von Mallorca ist im Keller. Wer also demnächst eine Reise in „das 17. Bundesland Deutschlands“ plant, sollte sich zweimal überlegen, wem er davon erzählt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium -775" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2014/05/click-400x258.png" alt="Übersicht" width="400" height="258" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/05/click-400x258.png 400w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/05/click-768x497.png 768w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/05/click-1000x646.png 1000w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/05/click-700x452.png 700w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" />Für die Umfrage hat Ulmon, der Herausgeber der weltweit meist-geladenen Reiseführer-App CityMaps2Go, 327 Deutsche befragt. Gefragt wurde, wie die Teilnehmer eine Person charakterisieren würden, wenn Sie ausschließlich die Destination des Sommerurlaubs dieser Person erfahren. Verglichen wurden top Destinationen in Europa sowie New York und Bangkok.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Mallorca – kleinkariert und dumm</h2>
<p>Wie in der Übersichtsgrafik zu sehen, belegt Mallorca in einigen Kategorien den Spitzenplatz aller abgefragten Destinationen. 92,2% der Befragten schätzen Mallorca-Reisende als Partylöwen (Platz 1) sowie als humorvoll (91,3% &#8211; Platz 1) ein. 71,0% sehen sie als sexy. Jedoch bewerten die Hälfte der Befragten Mallorca-Urlauber als zickig (Platz 1); 77,2% als unintelligent (1. Platz); 60,4% als kleinkariert (1. Platz); und 82,5% als einkommensschwach (1. Platz).</p>
<p>„Dabei tut man der Insel unrecht. Mallorca hat viel mehr zu bieten als Strände, Partys und Massentourismus. Historische Städte, Kultur, Kulinarik und Sport sind die beliebtesten Highlights abseits von Ballerman &amp; Co.“, so Florian Kandler, Co-Gründer der Ulmon GmbH, der Herstellerin der Reiseführer-App „CityMaps2Go“.</p>
<p>Verglichen wurden: Amsterdam, Bangkok, Barcelona, London, Mallorca, <a title="New York: Shoppen nach der Krise" href="http://www.admirado.de/2010/12/new-york-shoppen-nach-der-krise/">New York</a>, Oslo, Paris, <a title="Vatikan: Alles von Archiv bis Popkonzert" href="http://www.admirado.de/2011/05/vatikan-unterwegs-im-auftrag-des-herrn/">Rom</a>, <a title="Traditionscafés: Wo Kafka seinen Kaffee trank" href="http://www.admirado.de/2011/09/traditionscafes-wo-kafka-seinen-kaffee-trank/">Wien</a>. Gefragt wurde nach: nett ggü. zickig; Partylöwe ggü. Mauerblümchen; sexy ggü. unattraktiv; bescheiden ggü. eitel; intelligent ggü. dümm; humorvoll ggü. ernst; weltoffen ggü. kleinkariert; reicht ggü. arm.</p>
<h2>New York – weltoffen und sexy</h2>
<p>Wer es lieber chic und elegant mag, sollte einen Flug nach New York buchen. Der Big Apple lässt dich reich (95,1% &#8211; Platz 1), weltoffen (93,8% &#8211; Platz 1) und sexy (94,3% &#8211; Platz 1) wirken. Dabei ist man in guter Gesellschaft: Rihanna, Blake Lively, Naomi Campbell und Leonardo diCaprio &#8211; sie alle wohnen in New York. Eitelkeit (89,6% &#8211; Platz 2, geschlagen nur von Paris) als Eigenschaft darf bei so viel Glamour natürlich nicht fehlen.</p>
<h2>Oslo – nett und bescheiden</h2>
<p>Das hoch im Norden gelegene Oslo ist das genaue Gegenteil der Partyinsel: Touristen, die in die Hauptstadt von Norwegen reisen sind richtige Mauerblümchen (76,1% &#8211; Platz 1). Wer in das Land der Fjorde fährt wird als nett (85,8% &#8211; Platz 3, geschlagen von Amsterdam und Barcelona) und bescheiden (65,6% &#8211; Platz 1) wahrgenommen. Dabei ist Oslo seit 2006 die teuerste Stadt der Welt. Noch vor <a title="Zürich: Stadt der Banker und Lenker" href="http://www.admirado.de/2011/05/zurich-stadt-der-banker-und-lenker/">Zürich</a> in der Schweiz.</p>
<h2>Rom – intelligent und ernst</h2>
<p>Menschen, die nach Rom reisen, verstehen keinen Spaß („ernst“, 59,3% &#8211; Platz 1). Die Touristen der ewigen Stadt haben dafür andere Qualitäten. Nicht zuletzt dank der hohen Dichte an bedeutenden Bauten und Museen werden sie als besonders intelligent (95,5%, top Platz zusammen mit Oslo) wahrgenommen. Wer also beim nächsten Meeting mit den Geschäftspartnern Eindruck schinden will, erzählt am besten von seinem Wochenendausflug in die Hauptstadt Italiens.</p>
<h2>Wien – schlau und &#8222;schiach&#8220;</h2>
<p>Auch Wien-Urlauber werden als überdurchschnittlich intelligent (81,9% &#8211; Platz 3) wahrgenommen. Es gibt aber auch schlechte Nachrichten für die architektonisch und kulturell von der k.u.k. Monarchie geprägte Hauptstadt Österreichs. Urlauber, die in die Stadt an der Donau fahren, sind unter allen Vergleichsstädten nach Oslo-Reisenden die unattraktivsten (wienerisch: „schiach“ – 42,4%, 2. Platz).</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
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		<item>
		<title>Philippinen: Was geschah wirklich am Mayon-Vulkan?</title>
		<link>http://admirado.de/2014/04/philippinen-was-geschah-wirklich-am-mayon-vulkan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2014 07:33:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Luzon]]></category>
		<category><![CDATA[Ozeanien]]></category>
		<category><![CDATA[Pazifik]]></category>
		<category><![CDATA[Philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[Vulkan]]></category>
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					<description><![CDATA[Er gilt vielen als der schönste Vulkan der Welt, der Mayon auf den Philippinen. Am 7. Mai 2013 kamen jedoch fünf Kletterer, drei Deutsche und eine Spanierin sowie ein einheimischer Bergführer beim Ausbruch des 2462 Meter hohen Vulkans auf der Insel Luzon ums Leben. Wie konnte dies passieren? Roland Hanewald hat vor Ort nachgefragt&#8230; War [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Er gilt vielen als der schönste Vulkan der Welt, der Mayon auf den Philippinen. Am 7. Mai 2013 kamen jedoch fünf Kletterer, drei Deutsche und eine Spanierin sowie ein einheimischer Bergführer beim Ausbruch des 2462 Meter hohen Vulkans auf der Insel Luzon ums Leben. Wie konnte dies passieren? Roland Hanewald hat vor Ort nachgefragt&#8230;</h3>
<p><span id="more-745"></span></p>
<p>War Drittwelt-Schlendrian am Werk oder handelte es sich um einen „Act of God“, wie höhere Gewalt so anschaulich auf Englisch heißt? Die Namen der betroffenen Touristen seien hier aus Pietätsgründen nicht genannt. Die Vierergruppe, zwei Männer und zwei Frauen, zu denen sich noch eine Österreicherin („Sabine“) gesellte, war am Morgen des 6. Mai von dem Küstenstädtchen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Malilipot" target="_blank">Malilipot</a> in den Berg gegangen.</p>
<p>Geführt wurde sie von Jerome Berin (22), Kenneth „Ken“ Jesalva (21) und Nicanor „Nick“ Mabao (18); die Träger Noel Llarena und Bonifacio Deblois waren ebenfalls mit von der Partie. Im Basecamp 1 auf ca. 900 Meter nahmen Rolly Llarena und zwei Helfer Stellung, um Mahlzeiten zu bereiten und hinterlassenes Gepäck zu bewachen.</p>
<h2>Gutes Equipment, nicht so beim Wetter</h2>
<p>Die <a href="http://www.gipfelkreuzer.de/himalaya-extrembergsteigerin-kaltenbrunner-hoch-zwei/" target="_blank">Expedition</a> war personell also gut gerüstet, und der Anstieg lief in seiner ersten Phase auch problemlos, obwohl das Wetter, ungewöhnlich für die Jahreszeit, recht wechselhaft war. Nach Erreichen von Camp 2 auf ca. 1200 Meter begann es gegen 15 Uhr ernsthaft zu regnen, und eine ungemütliche Nacht stand bevor.</p>
<p>Der Regen hörte erst um 7 Uhr am nächsten Morgen auf, und die Gruppe beschloss, auf den Aufstieg zum Krater zu verzichten, der schon gegen 3 Uhr hätte begonnen werden müssen, um rechtzeitig zurück zu sein. Stattdessen einigte man sich darauf, bis zum sogenannten Rabbit Ear vorzustoßen, einer kurios gestalteten Gesteinsformation auf ca. 1800 Meter Höhe. Von dort wurde schon bald der Rückmarsch durch einen flachen Canyon angetreten.</p>
<p><figure id="attachment_764" aria-describedby="caption-attachment-764" style="width: 120px" class=" alignleft"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3770167295?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3770167295&amp;linkCode=xm2&amp;tag=admirado-21" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="-764" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2014/04/stefan-loose-travel-handbuecher-philippinen-091182681-274x400.jpg" alt="" width="120" height="175" /></a><figcaption id="caption-attachment-764" class="-text">Was früher der &#8222;Lonely Planet&#8220; war, ist heute das Handbuch im Verlag von Stefan Loose. Kompaktes Kompendium für jede Rucksacktasche&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Da geschah es. Einer der Guides hörte es zuerst und stieß einen Warnruf aus: „Cover (Deckung)!“ Das zunächst schwache Geräusch aus Richtung des Kraters baute sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Crescendo auf. („Wie eine startende 707“, beschreibt Nick Mabao das Inferno). Gleichzeitig begann ein Aschenregen die Sicht zu verdunkeln, und die Luft roch stark nach Schwefelgasen. Dann prasselten glühendheiße Bimssteinpellets nieder, die den Steigern zum Teil schwere Verbrennungen zufügten.</p>
<h2>Vulkanausbruch mit ernsthaften Folgen</h2>
<p>Ken Jesalva zeigt eine Beinwunde vor, die zwei Monate zum Heilen brauchte, und Nick Mabaos T-Shirt geriet auf seinem Rücken ins Glimmen. Doch das Schlimmste sollte noch kommen. Die Eruption hatte große Massen von Gestein losgerissen und hoch in die Luft geschleudert. Diese Felsbrocken, von Fußball- bis PKW-Größe und vieltonnenschwer, taumelten jetzt den über 45 Grad steilen Abhang hinab und schossen wie eine Kanonade in die schreckstarre Steigergruppe.</p>
<p>Die zwei deutschen Männer, die deutsche Frau und die Spanierin wurden fast gleichzeitig mit vernichtender Wucht getroffen. Guide Jerome Berin wurde im Bemühen, der deutschen Frau noch zu helfen, ebenfalls von einem gewaltigen Trumm überrollt und war auf der Stelle tot. Ken Jesalva und die österreichische Touristin befanden sich etwas tiefer und entkamen mit leichten Verletzungen. Nachdem relative Ruhe eingekehrt war, untersuchte Nick Mabao, obwohl selbst schwer verletzt und in seiner Gehfähigkeit eingeschränkt, die reglos Daliegenden in aller Eile auf Puls und Atmung.</p>
<h2>Szenen wie im Krieg</h2>
<p>Es war nichts mehr festzustellen. Einem der deutschen Männer, berichtet er, „hingen die Eingeweide wirr heraus“. Der Plastikschutzhelm der Spanierin brannte lichterloh. Mabao leerte die zwei Liter seiner Wasserflasche darüber aus, doch der Frau war nicht mehr zu helfen. Die beiden Paare, denn um solche handelte es sich, hielten sich laut Mabao im Tod eng umschlungen, wie Liebende.</p>
<p>Die zwei Träger hatten zu Beginn des Ablaufs Deckung gefunden und waren unverletzt. Sie mussten den hart am Oberschenkel getroffenen Mabao jetzt bei seinem Abstieg stützen. Der junge Mann legte den größten Teil der Strecke auf dem Hosenboden zurück – alles andere als ein Vergnügen in dem teuflischen Gelände.</p>
<p>Doch Hilfe kam jetzt von unten, wo Rolly Llarena mit seinen zwei Assistenten eine Backup-Funktion innehielt. Guide Jesalva hatte einen Handy-Notruf abgesetzt und gleichzeitig die örtliche Bergrettung in Legaspi City verständigt, die sich jedoch zunächst einer chinesischen Gruppe von Kletterern annehmen musste, die hilferufend ebenfalls im Berg herumirrte, aber außer leichten Verletzungen von der Eruption verschont geblieben war. Die Reste der Expedition erreichten halbwegs wohlbehalten das Tal und wurden sofort hospitalisiert. Die Leichen der Erschlagenen konnten erst drei Tage später von militärischen Rettungskräften geborgen werden.</p>
<p>Wie konnte es an dem penibel auf seine seismische und eruptive Tätigkeit überwachten Vulkan Mayon zu dieser <a href="http://www.bild.de/news/ausland/vulkane/das-letzte-foto-vor-der-tragoedie-30353926.bild.html" target="_blank">Tragödie</a> kommen?</p>
<h2>Der Vulkan, ein brodelndes Pulverfass</h2>
<p>Obwohl im Ruf hoher Unberechenbarkeit stehend, kündigt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mayon" target="_blank">Mayon</a> seine unruhigen Phasen verlässlich bis zu mehrere Tage im Vorfeld an. Von ferne sichtbares Kraterglühen, starke Dampfentwicklung und schwache Erdstöße leiten in der Norm eine Eruption ein, die leicht bis gewaltig ausfallen kann. In diesem Stadium werden über alle Medien Warnungen verbreitet und bei einem unmittelbar bevorstehenden Ausbruch zu Evakuierungen der umliegenden Dörfer geschritten.</p>
<p>Dieserart konnte die Zahl der Opfer in den vergangenen Dekaden niedrig gehalten werden – wenn sich auch dickköpfige <a title="Bolivien: Rekordhalter mitten in Südamerika" href="http://www.admirado.de/2012/01/bolivien-rekordhalter-im-herzen-suedamerikas/">Bergbauern</a> immer wieder den Anordnungen widersetzten und mitunter bitter dafür zu büßen hatten.</p>
<p>Früher musste Gottvertrauen genügen. Die meisten Toten gab es am 1. Februar 1814, als in dem Dorf Cagsawa mindestens 1200 Menschen in einer brühheißen Schlammlawine starben, die meisten in der <a title="St. Gallen: Stift mit Seelenapotheke" href="http://www.admirado.de/2011/10/st-gallen-seelenapotheke-im-stift/">Kirche</a>, die sie flüchtend aufgesucht hatten. Denn der Mayon speit nicht nur „Bomben“ (Fachwort) und Magma aus. Er bedient die ganze vulkanische Klaviatur von todbringenden glühenden Gasentladungen (nuées ardentes) bis zu gewaltigen Schlammflüssen (Lahar), die alles in ihrem Pfad niederwalzen.</p>
<p><figure id="attachment_766" aria-describedby="caption-attachment-766" style="width: 120px" class=" alignleft"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3923821204?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3923821204&amp;linkCode=xm2&amp;tag=admirado-21" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="-766" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2014/04/71SZ3H9CPTL-264x400.gif" alt="Abenteuer-Buch Philippinen" width="120" height="182" /></a><figcaption id="caption-attachment-766" class="-text">Abenteuer-Buch &#8222;Philippinen&#8220; von admirado-Gastautor Roland Hanewald</figcaption></figure></p>
<p>Zur Zeit des beschriebenen Aufstiegs war der Berg ruhig, es lag keine Warnung vor. Der Veranstalter <a href="http://bicoladventure.com/" target="_blank">Bicol Adventure Tours</a> handelte durchaus umsichtig und verantwortungsvoll, als er den Weg freigab, und das Verhalten der Guides, als der Ernstfall eintrat, war vorbildlich, selbstlos, nobel sogar, wie der Tod von Jerome Berin unter Beweis stellt. (Er wollte, Gipfelpunkt der Tragik, einige Tage später heiraten).</p>
<p>Der Ernstfall war eine sogenannte phreatische Eruption &#8211; hier eine Übersicht vulkanischer Aktivität auf &#8222;<a href="https://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;t=k&amp;oe=UTF8&amp;msa=0&amp;msid=201967542705953892969.0004dc34211301be2e9b5&amp;dg=feature" target="_blank">Google Maps</a>&#8222;, ein sogenannter &#8222;Freak&#8220; im vulkanischen Geschehen, von keinerlei Vorwarnung begleitet und lediglich auf relativ kleinen Raum beschränkt. Aber das reichte. Eine Eruption der genannten Art kommt durch den Kontakt von größeren Wassermengen mit den magmatischen Innereien eines Vulkans zustande, wobei das Wasser explosionsartig verdampft und damit das 1000- bis 3000-fache seines ursprünglichen Volumens annimmt.</p>
<h2>Falsche Zeit, falscher Ort</h2>
<p>Der Vorgang ist sehr kurzfristig, aber von großer Heftigkeit, und scharfkantiges Altgestein im Kraterbereich des Vulkans wird dabei in Mengen abgesprengt. Das Kletterteam war am 7.5.13 zur falschen Zeit am falschen Ort; wenige Meter hätten schon einen Unterschied zwischen Leben und Tod bedeutet.</p>
<p>Die philippinische Behörde für Vulkanologie (Phivolcs) hat den Berg seither innerhalb eines Radius von sechs Kilometern um den Krater für Kletterer gesperrt. Chris Newhall, US-Vulkanologe von Weltruhm und eminenter Kenner des Mayon, bedauert das, denn der Berg ist in der Tat von einzigartiger Schönheit, aber sicher ist halt sicher. Niemand möchte es auf eine Wiederholung des schrecklichen Geschehens ankommen lassen. Ken Jesalva jedenfalls hat genug vom Mayon und will nie wieder auf eine Bergtour gehen. Nick Mabao sieht das lockerer. Er war längst schon wieder ein paar Mal oben, immerhin aber stets innerhalb des zugelassenen Bereichs, denn er nimmt seine Verantwortung ernst, nach wie vor.</p>
<h2>Autoreninfos</h2>
<p>Roland Hanewald, Jahrgang 1942, lebte lange Jahre auf den Philippinen, darunter in der Stadt Legaspi, wo ihm der Mayon viele Male für Bergtouren bis zum Krater diente. In seinem „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3923821204?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3923821204&amp;linkCode=xm2&amp;tag=admirado-21" target="_blank">Abenteuer Handbuch Philippinen</a>“ beschrieb er 1983 die Schönheiten des Aufstiegs, wies jedoch auch auf die damit verbundenen Risiken und Gefahren hin, denn der Mayon galt schon immer als tückisch.</p>
<p>Von einer phreatischen Eruption war jedoch noch keine Rede, denn bislang war keine dokumentiert. Viele mögen stattgefunden haben, ohne bemerkt zu werden. Glück gehabt, freut sich der Autor. Er empfiehlt Kletterlustigen dringend, vor jeder Tour mit der Phivolcs-Station (auf dem Linion Hill oberhalb des Flugplatzes von Legaspi) Rücksprache zu halten, um den Status des Berges zu erfragen. Besucher sind dort herzlich willkommen. Für Fragen zum Thema steht er per <a href="mailto:%20rhanewald@web.de" target="_blank">eMail</a> gern zur Verfügung.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © C.G. Newhall + Roland Hanewald</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Philippinen&#8220; tab2=&#8220;Mayon-Vulkan&#8220; tab3=&#8220;Geologie&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<br />
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[/two_fifth]</p>
<p>Die Philippinen sind ein Staat und <a title="Archipel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Archipel">Archipel</a> mit 7107 Inseln im westlichen <a title="Pazifischer Ozean" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pazifischer_Ozean">Pazifischen Ozean</a> und gehören zu <a title="Südostasien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdostasien">Südostasien</a>. Sie bilden den fünftgrößten <a title="Inselstaat" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inselstaat">Inselstaat</a> der Welt (nach <a title="Indonesien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indonesien">Indonesien</a>, <a title="Madagaskar" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Madagaskar">Madagaskar</a>, <a title="Papua-Neuguinea" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Papua-Neuguinea">Papua-Neuguinea</a> und <a title="Japan" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Japan">Japan</a>). Mit rund 100 Millionen Einwohnern sind die Philippinen der <a title="Liste der Staaten der Erde" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staaten_der_Erde">zwölftgrößte Staat der Welt</a>.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]</p>
<p>Der 2462 Meter hohe Mayon ist ein <a title="Vulkan" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkan">Vulkan</a> auf den <a title="Philippinen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philippinen">Philippinen</a>, etwa 330 Kilometer östlich der Hauptstadt <a title="Manila" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manila">Manila</a>. Er befindet sich in der <a class="mw-redirect" title="Bicol-Region" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bicol-Region">Bicol-Region</a> am südöstlichen Ausläufer der Hauptinsel <a class="mw-redirect" title="Luzón" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luz%C3%B3n">Luzón</a> unweit der Stadt <a title="Legazpi City" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Legazpi_City">Legazpi</a> und der Stadtgemeinde <a title="Daraga" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daraga">Daraga</a>.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]</p>
<p>Der Mayon liegt westlich des <a title="Philippinengraben" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philippinengraben">Philippinengrabens</a>, einer <a title="Subduktion" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Subduktion">Subduktionszone</a>, in der die <a title="Philippinische Platte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philippinische_Platte">philippinische</a> und die <a title="Eurasische Platte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eurasische_Platte">Eurasische Platte</a> taucht. Die oberen Hänge des aus <a title="Andesit" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andesit">andesitischer</a> <a title="Lava" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lava">Lava</a> und <a title="Pyroklastisches Sediment" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pyroklastisches_Sediment">Pyroklastika</a> aufgebauten <a title="Schichtvulkan" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schichtvulkan">Schichtvulkans</a> haben Neigungen von 35 bis 40°. Der 100 Meter tiefe <a title="Vulkankrater" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkankrater">Vulkankrater</a> hat einen Durchmesser von 500 Meter. Wegen seines nahezu perfekt geformten <a title="Kegel (Geometrie)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kegel_%28Geometrie%29">Kegels</a> wird er vielfach als der schönste Vulkan weltweit bezeichnet</p>
<p>[/tab]<br />
[/tabs]</p>
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		<item>
		<title>Zermatt: A-Promis, Berge und das Caesars</title>
		<link>http://admirado.de/2014/04/zermatt-a-promis-berge-caesars/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2014 22:44:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Wallis]]></category>
		<category><![CDATA[Zermatt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Lötschberg-Tunnel hat für die Walliser vieles leichter gemacht. War das Wallis zuvor eine Tagesreise, brauchen Reisende aus Zürich und Umgebung nur noch drei Stunden. Am Ende der Fahrt: Das Autofreie Bergstädtchen Zermatt auf rund 1.600 Metern. Unser ABC zu Zermatt: A-Promis wie Madonna, Berge wie dem Matterhorn und das Caesars, dem Salon wo beides [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Der Lötschberg-Tunnel hat für die Walliser vieles leichter gemacht. War das Wallis zuvor eine Tagesreise, brauchen Reisende aus Zürich und Umgebung nur noch drei Stunden. Am Ende der Fahrt: Das Autofreie Bergstädtchen Zermatt auf rund 1.600 Metern. Unser ABC zu Zermatt: A-Promis wie Madonna, Berge wie dem Matterhorn und das Caesars, dem Salon wo beides zusammenkommt&#8230;</h3>
<p><span id="more-601"></span><br />
Von A bis Z folglich 25 Gründe nach Zermatt zu reisen:</p>
<h3>A- A-Promis</h3>
<p>Madonna war schon hier, ebenso Kate Middleton und viele andere Stars. Im Vergleich zu den anderen Nobelskiorten wie Gstaad, <a title="St. Moritz: Kaviar, Champagner, Gemüse" href="http://www.admirado.de/2011/12/st-moritz-kaviar-champagner-gemusehandler/">St. Moritz </a>und <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2010/08/unternehmer-agenten-wandel-st-gallen-symposium/" target="_blank">Davos</a> in der Schweiz suchen sie hier so etwas wie die 2. Heimat, ohne allzu sehr dem Klischee des Jetsets zu entsprechen.</p>
<h3>B- Berge</h3>
<p>Berge satt. Im 18. Jahrhundert kamen die ersten Alpinisten, allerdings um die Berge zu untersuchen, weniger zu bewundern &#8211; war das Leben hochoben ohne Bahnverbindung, Tunnel und Leitplanken doch beschwerlicher.</p>
<h3>C &#8211; Caesars</h3>
<p>Martin Perren leitet das <a href="http://www.hotelpost.ch/home.html" target="_blank">Hotel Post</a>, auf Mundart auch &#8222;Pöschtli&#8220; genannt. Das Caesars ist seine neue Bar, neben diversen anderen Etagen von Pizza und Pasta bis Party.</p>
<h3>D &#8211; Dufourspitze</h3>
<p>Mit 4.634 Metern ist die Dufourspitze, benannt nach einem verdienten General, der höchste Berg der Schweiz. Gipfelaspiranten die statt einem Biwacksack lieber den Komfort einer der modernsten, renovierten Hütten schätzen, nächtigt in der Monte-Rosa-Hütte.</p>
<h3>E &#8211; Edelweiss</h3>
<p>Eigentlich schon fast ausgestorben, muss man schon etwas höher wandern um das Marketing-Wappen der Schweiz (neben der Flagge) in der Wildnis zu finden.</p>
<h3>F &#8211; Freiheit</h3>
<p>Das Klein Matterhorn ist der höchste, mit Lift, erreichbare Punkt in Europa und einer der höchsten, mit Lift, zugänglichen Startplätze der Welt &#8211; für Skifahrer wie Paraglider.</p>
<h3>G &#8211; Gornergrat</h3>
<p>Nach dem Jungfraujoch eines der höchstgelegenen Gebiete, um mit der Zahnradbahn vorzufahren. Zu sehen gibt es vieles, vorausgesetzt das Wetter stimmt: Monte-Rosa-Massiv, Matterhorn, Dom und Co. Und nachts kann derjenige, der im Hotel Kulm übernachtet, neben einer kleinen Sternwarte den Himmel über dem Dach des Wallis bewundern.</p>
<h3>H &#8211; Hotel Post</h3>
<p>Eines der ältesten Hotels im Ort, das Inhaber Martin Perren bereits in jungen Jahren übernommen hat. Besonders schick: Die Junior-Suite mit Blick auf den Berg der Berg, Gaskamin und avantgardistischem Chalet-Design. Doch ein reines Hotel, das mag Perren nicht führen. Seine Gäste schätzen beim Martin das gesamte Paket, morgens vom Frühstücksbuffet über den Abend &#8222;auf dem Fass&#8220;, in der Broken-Bar Discothek bis in die Federn, ohne weiten Heimweg.</p>
<h3>I &#8211; Italien</h3>
<p>Der Deutschen liebstes Reiseland liegt direkt hinterm Berg. Skifahrer mögen das, je nach Lust und Laune auch über die Pisten hinter Theodulgletscher und Testa Grigia zu wedeln.</p>
<h3>J &#8211; Jause</h3>
<p>Am besten schmeckt der Burger im Chez Vroni, einige hundert Höhenmeter oberhalb von Zermatt. Kein Vergleich zu (billigen) Fastfood-Ketten. Da kann man getrost das bereis geschmierte Butterbrot im Rucksack lassen!</p>
<h3>K &#8211; Klein-Matterhorn</h3>
<p>Noch vor der Aiguille du Midi im Mont-Blanc-Massiv die höchste Seilbahnstation der Welt. Hier als auch dort planen Architekten bereits seit längerem an Entwürfen, die bisherigen Bauklötze in futuristisch anmutende Wolkenkratzer zu verwandeln &#8211; mit Wellness-Paradies.</p>
<h3>L &#8211; Lisskamm</h3>
<p>Nichts für Spaziergänger, freilich. Aber eine Begehung dieses Kamms, eigentlich ein schmaler Grat aus Fels und (noch) ewigem Eis, zählt zu den Höhepunkten einer Bergsteigerkarriere &#8211; vis-a-vis vom Gornergrat.</p>
<h3>M &#8211; Matterhorn</h3>
<p>Der am meisten fotografierte und abgelichtete Berg aller Zeiten, auch wenn dieser Weltrekord kaum getrackt werden kann. Mit seiner exponierten, ja markanten Pyramidenform steht er, in Schokolade gegossen, in fast jedem Flughafenladen.</p>
<p><figure id="attachment_729" aria-describedby="caption-attachment-729" style="width: 185px" class=" alignleft"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3770192958?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3770192958&amp;linkCode=xm2&amp;tag=karrieeinsic-21"><img loading="lazy" decoding="async" class=" -729 " style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2014/03/dumont_schweiz.jpg" alt="Grossformatige Bilder, kurzweilige Texte. Der &quot;Dumont&quot; macht Lust auf das Land der Eidgenossen, Und das Wallis..." width="185" height="252" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/03/dumont_schweiz.jpg 308w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/03/dumont_schweiz-293x400.jpg 293w" sizes="(max-width: 185px) 100vw, 185px" /></a><figcaption id="caption-attachment-729" class="-text">Grossformatige Bilder, kurzweilige Texte. Der &#8222;Dumont&#8220; macht Lust auf das Land der Eidgenossen, Und das Wallis&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Natürlich ist die Toblerone &#8211; in weiss, schwarz und &#8222;normal&#8220; auch im Duty-Free-Shop auf dem nächsten Flug oder in der Tanke ums Eck zu haben. Ach so, das Matterhorn hat drei Namen, muss es sich den Gipfel doch mit zwei anderen Landessprachen teilen: dem italienischen Teil als Monte Cervino und der Französischen Schweiz, Le Cervin.</p>
<h3>N &#8211; Nordwand</h3>
<p>Zusammen mit dem Eiger im Berner Oberland sowie der Grandes Jorasses im benachbarten Frankreich gehört sie zu den Paradebeispielen alpiner Meisterleistungen, die Matterhon-Nordwand. Weltrekord im Speed-Bergsteigen hält bisher Ueli Steck &#8211; solo, heisst also ohne Sicherung. Und das an allen drei der großen Nordwänden der Alpen!</p>
<h3>O &#8211; Oben oben</h3>
<p>Selbst wenn es Mitte August in Zermatt ein warmer Sommertag ist, kann es hier oben, umgeben von Schnee und Eis, Temperaturen um den Gefrierpunkt geben.</p>
<h3>P &#8211; Paragliding</h3>
<p>Den Traum vom Fliegen haben viele. Eingebettet zwischen Viertausendern macht das besonders viel Spaß, vor allem bei Inversionslage, also wenn es oben am Berg dank Sonnenstrahlen wärmer ist als unten, unterhalb der Wolkendecke. Den Flugservice bietet zum Beispiel Phil bei &#8222;<a href="http://www.alpine-adventures-zermatt.com/?lang=de" target="_blank">Alpine Adventures</a>&#8220; an, auf Wunsch auch von exponierteren Startplätzen wie dem Klein-Matterhorn, oder mit einer nur zweistündigen Wanderung auf das 4.100 Meter hohe Breithorn &#8211; je nachdem was die Wetterlage zulässt.</p>
<h3>Q &#8211; Quiz</h3>
<p>Ob auf der Frankfurter Buchmesse oder in anderen Publikationen vom Schweizer Tourismus-Marketing. Häufiger taucht diese Frage auf im Preisausschreiben, zusammen mit einer Skizze: Wie heißt dieser Berg? Na klar, Matterhorn. Unter anderem.</p>
<h3>R &#8211; Radfahren</h3>
<p>Zugegeben, Zermatts Umgebung geht steil nach oben. Nichts also für Liebhaber des Hollandrads, trainiert auf Deichen an Nord- und Ostsee. Mountainbikes (wenn´s sein muss auch mit Elektro-Antrieb als <a href="http://www.perpedalis.de/mtb-e-bikes-off-the-road-vor-und-nachteile/" target="_blank">E-MTB</a>) könnten eine Alternative sein! Oder man probiert mal ein Kickbike aus, bergrunter &#8211; bergrauf helfen einer der insgesamt über fünfzig Lifte.</p>
<h3>S &#8211; Skifahren</h3>
<p>Keine Frage, Zermatt macht wie viele andere Destinationen auch sein Hauptgeschäft mit <a href="http://www.gipfelkreuzer.de/bregenzer-wald-willkommen-im-schneereich-fuer-wintersportler/" target="_blank">Wintersportlern</a>. Die Suche nach unverspurtem Pulver passionierter Freerider aber auch der Zauber des romantischen Ideals von weiss-blauen Wintergeschichten und Hüttenzauber treiben Touristen in die Hochtäler des Oberwallis. Wanderfreunde kommen aber auch im Sommer auf ihre Kosten, denn die meisten Hotels haben anders als beispielsweise St. Moritz auch im kurzen Alpensommer geöffnet. Und Skifahrer, die dazwischen nicht warten können, machen ihre Schwünge auch &#8222;unterjährig&#8220; auf dem Theodulgletscher.</p>
<h3>T &#8211; Talschluss</h3>
<p>Ende im Gelände ist für die Matterhorn-Gotthard-Bahn in Zermatt. Autos müssen bereits in St. Niklaus stehen bleiben und stattdessen auf Pferdekutschen, Fahrräder oder Elektromobile ausweichen.</p>
<h3>U &#8211; Unten angekommen</h3>
<p>Zermatt ist nicht nur ein nobler Skiort. Das Bergdorf am Fuss des Matterhorns ist der südlichste Ort des geschlossenen deutschen Sprachraumes &#8211; noch vor <a title="Südtirol: Weinreben von Welt und ein Vernatsch-Cup" href="http://www.admirado.de/2013/08/suedtirol-weinreben-von-welt-und-ein-vernatsch-cup/">Südtirol</a>.</p>
<h3>V &#8211; Viertausender</h3>
<p>Unter Hobby-Bergsteigern geltern die höchsten Berge Europas als Prestigeobjekte. An keinem Ort der Schweiz tummeln sich mehr davon als um Zermatt. Für Monte Rosa, Matterhorn oder den Dom braucht es zwar keine Expedition wie für die höchsten Gipfel auf anderen Kontinenten; Hochtouren sind es dennoch.</p>
<h3>W &#8211; Wallis</h3>
<p>Der höchste Punkt des zweisprachigen Kantons Wallis ist die Dufourspitze mit 4&#8217;634 Metern über Normalnull &#8211; sie ist der höchste Berg der Schweiz.</p>
<h3>XYZ &#8211; Zermatt Summit</h3>
<p>Kongress für  Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, Politik, von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und anderen in Führungsposition die sich für unternehmerische Verantwortung auf dem &#8222;<a href="http://www.karriere-einsichten.de/2013/06/zermatt-summit-ngos-und-das-business/" target="_blank">Zermatt Summit</a>&#8220; und ausserhalb interessieren.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Zermatt&#8220; tab2=&#8220;Geschichte&#8220; tab3=&#8220;Matterhorn&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<br />
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[/two_fifth]</p>
<p>Zermatt ist eine politische Gemeinde im Bezirk Visp des Kantons Wallis in der Schweiz. Zermatt liegt im obersten Mattertal (auch Nikolaital genannt) auf einer Höhe von zirka 1&#8217;610 m am Nordostfuss des Matterhorns und ist dank diesem sowie seinem Ski- und Wandergebiet ein bekannter Ferienort der Schweiz.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]</p>
<p>Durch den Tourismus ist Zermatt im Lauf der Zeit stark gewachsen. Obwohl das typische Bild eines Walliser Bergdorfs nur noch im Ortskern wiederzufinden ist, blieb der Ort vor grösseren Bausünden verschont. Zermatt ist autofrei. Transportaufgaben werden von Elektrofahrzeugen oder Pferdetaxen übernommen, welche mit den Fussgängern das Bild beherrschen. 124 Hotels sowie zahlreiche Gästebetten in Ferienwohnungen bieten über 17&#8217;500 Gästen Platz.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]</p>
<p>Das Matterhorn (italienisch Monte Cervino oder Cervino, französisch Mont Cervin oder Le Cervin) ist mit 4478 Metern Höhe einer der höchsten Berge der Alpen. Wegen seiner markanten Gestalt und seiner Besteigungsgeschichte ist das Matterhorn einer der bekanntesten Berge der Welt. Für die Schweiz ist es ein Wahrzeichen und die meistfotografierte Touristenattraktion.Der Berg steht in den Walliser Alpen zwischen Zermatt und Breuil-Cervinia. Ost-, Nord- und Westwand liegen auf schweizerischem, die Südwand auf italienischem Staatsgebiet.</p>
<p>[/tab]<br />
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			</item>
		<item>
		<title>Türkei: Zehn Gründe für einen Türkeiurlaub</title>
		<link>http://admirado.de/2014/03/tuerkei-zehn-gruende-fuer-tuerkeiurlaub/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sponsored Post]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2014 06:33:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Istanbul]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch-Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan macht negative Schlagzeilen, vor allem mit seinem harten Vorgehen gegen Demonstranten auf dem Taksim-Platz in Istanbul, den Korruptionsvorwürfen und der durchgeboxten Internet-Sperre. Land und Leute sind anders: &#8222;Merhaba&#8220; lautet die Begrüßung auf Türkisch. Herzlichkeit ist nur einer von vielen Gründen für einen Türkei-Urlaub. Für Unentschlossene haben wir einen Zehn-Punkte Plan zusammengestellt&#8230; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Noch-Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan macht negative Schlagzeilen, vor allem mit seinem harten Vorgehen gegen Demonstranten auf dem Taksim-Platz in Istanbul, den Korruptionsvorwürfen und der durchgeboxten Internet-Sperre. Land und Leute sind anders: &#8222;Merhaba&#8220; lautet die Begrüßung auf Türkisch. Herzlichkeit ist nur einer von vielen Gründen für einen Türkei-Urlaub. Für Unentschlossene haben wir einen Zehn-Punkte Plan zusammengestellt&#8230;</h3>
<p><span id="more-714"></span></p>
<p>1. Kaum ein Reiseland bietet eine derartige Vielfalt kultureller Ziele und Einflüsse, wie die Türkei. Grund ist die reiche und abwechslungsreiche Geschichte des Landes.</p>
<p>2. Natürlich ist <a title="Istanbul: Brücke zwischen zwei Kontinenten und ein bisschen Türkei" href="http://www.admirado.de/2012/12/istanbul-stau-um-mitternacht-brucke-zwischen-zwei-kontinenten/">Istanbul</a> mit dem Topkapi Palast oder der Hagia Sophia unangefochtenes Zentrum von Sehenswürdigkeiten. Doch die Türkei präsentiert auch außerhalb ihrer Millionen Metropole eine Fülle von Ausflugszielen.</p>
<p>3. Wer die Gastronomie der <a title="Insel-Hopping: Um den Globus radeln" href="http://www.admirado.de/2011/10/insel-hopping-mit-rad-und-schiff-den-globus-entdecken/">Türkei</a> auf Döner und Falafel reduziert, hat die türkische Küche noch nicht kennen gelernt. Gut gewürzt, oder zuckersüß, in der Türkei kommen Feinschmecker und Naschkatzen gleichermaßen voll auf ihre Kosten.</p>
<p>4. Man spricht deutsch. So einfach dieser Satz klingt, so wichtig mag er für viele Urlauber sein. Die Türkei kommt vor allem in den touristischen Gebieten diesem Wunsch gern nach.</p>
<h2>Türkischer Riviera: Bodrum oder Fethiye</h2>
<p>5. Wasserratten und Sonnenanbeter sind in einem Urlaub in der Türkei bestens aufgehoben. An der Türkischer Riviera, in Bodrum oder Fethiye erwarten sie herrliche Strände und nicht zuletzt, sauberes, kristallklares Wasser.</p>
<p>6. Das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Türkeiurlaubs stimmt und macht das Land auch und gerade für einen Familienurlaub interessant. Die Hotels und Anlagen sind kinderfreundlich, vergessen aber gleichzeitig die Ansprüche der Erwachsenen an Erholung und Unterhaltung nicht.</p>
<p>7. Die Türkei ist schnell und einfach zu erreichen. Von fast allen, deutschen Flughäfen starten regelmäßig Flieger namhafter Veranstalter und Airlines zu den vielen Reisezielen des Landes. Das macht auch die Anreise bequem, denn der Urlaubsort liegt stets in nächster Nähe.</p>
<p>8. <a href="http://www.jt.de/pauschalreisen/tuerkei" target="_blank">Ein Türkei Urlaub bietet Gästen eine Mischung aus Entspannung und Erlebnis</a>. In den großen Touristenzentren und Hotelanlagen finden sowohl Entspannungssuchende als auch Nachtschwärmer ihren persönlichen Favoriten.</p>
<p>9. Sie haben Lust auf echten, orientalischen Wellness? Dann punktet die Türkei vor allem mit dem Hamam. Ein Besuch dieses erholsamen Dampfbades ist natürlich Pflicht und bietet ein einzigartiges Wohlfühl-Programm.</p>
<p>10. Ein Tag auf einem Basar, der Duft von kräftigem Mokka und der Rauch von Wasserpfeifen, den berühmten Shishas, bringt Sie in Sekunden in die geheimnisvolle Welt des Morgenlandes. Ein Türkeiurlaub lässt Sie mit allen Sinnen erleben.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Wie man sieht, gibt es viele gute Gründe, die Türkei zu besuchen. Die Mischung aus kultureller Vielfalt, kulinarischer Rafinesse und einzigartiger Entspannungsmöglichkeiten gepaart mit einem Hauch von 1001 Nacht verspricht ein unvergessliches Urlaubserlebnis.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Ilona Laufersweiler/ pixelio.de</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>La Palma: Eine Woche auf der Ausststeiger-Insel</title>
		<link>http://admirado.de/2014/01/la-palma-eine-woche-auf-der-ausststeiger-insel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jan 2014 13:07:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
		<category><![CDATA[Kanaren]]></category>
		<category><![CDATA[La Palma]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu den weniger bekannten Inseln der Kanaren gehört La Palma. Es liegt noch immer abseits des Massentourismus. Andererseits ist die Insel nonstop von verschiedenen deutschen Flughäfen gut erreichbar. Wir berichten&#8230; Man landet auf dem Flughafen 10 km südlich der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma an der Ostküste. Nur wenige Autominuten sind es vom Flughafen in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Zu den weniger bekannten Inseln der Kanaren gehört La Palma. Es liegt noch immer abseits des Massentourismus. Andererseits ist die Insel nonstop von verschiedenen deutschen Flughäfen gut erreichbar. Wir berichten&#8230;</h3>
<p><span id="more-690"></span>Man landet auf dem Flughafen 10 km südlich der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma an der Ostküste. Nur wenige Autominuten sind es vom Flughafen in die Urlaubersiedlung Los Cancajos, die noch vor der Hauptstadt liegt. Auch wenn die – wenigen &#8211; startenden Flugzeuge laut zu hören sind: Für einen längeren Urlaub ist dieser Ort geeignet. Die Promenade auf den Felsen über dem <a title="Südafrika: Am Cup der guten Hoffnung" href="http://www.admirado.de/2011/12/sudafrika-am-cup-der-guten-hoffnung/">Meer</a> ist eine Wucht. Brecher knallen gegen die Felsen, und die solehaltige Luft kann nicht besser sein!</p>
<p>Am Nordrand von Cancajos sind zwei <a title="Bregenz: Bühne mit Riesen-Badewanne" href="http://www.admirado.de/2011/08/bregenz-buhne-und-badewanne-der-superlative/">Badebuchten</a>. Die hintere ist kleiner, und die Wellen sind nicht ganz so hoch. Will man gar keine Wellen, so gibt es zwischen den Buchten eine natürliche „Badewanne“, die aber nur bei Hochwasser genug Wasser enthält. Der Tidenhub liegt bei 2 Metern. Baden im Meer kann man auf den <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/">Kanaren</a> das ganze Jahr über.</p>
<h2>Baden im Meer das ganze Jahr bei um die 20 Grad</h2>
<p>Kälter als 22 Grad wird das <a title="Rotes Meer: Sandsturm im Tauchparadies" href="http://www.admirado.de/2011/08/rotes-meer-sandsturm-im-tauchparadies/">Meerwasser</a> nicht. Dagegen sind die Pools der Hotels im Winter sehr kalt. Badeschuhe sollte man anziehen – wegen spitzerer Steinen, kleiner Unterwasserfelsen und Seeigeln. Beim <a href="http://www.20knoten.de/vater-rhein-schwimmen-von-der-quelle-bis-zur-mundung/" target="_blank">Schwimmen</a> geben sie sogar Auftrieb.</p>
<p>Der größte Urlauberort an der Westküste ist Puerto Naos. Dort regnet es noch seltener als an der <a title="Suriname: Unscheinbarer wilder Westen" href="http://www.admirado.de/2011/07/suriname-unscheinbarer-wilder-westen/">Ostküste</a>. Und wenn, dann im Winter. Tagsüber ist es in Puerto Naos drückend heiß – auch mitten im <a title="China: Von Eisschnitzern und Dahinschmelze" href="http://www.admirado.de/2013/02/china-von-eisschnitzern-und-dahinschmelze/">Winter</a>. Die Unterwasserfelsen in den Badebuchten sind unangenehmer als in Cancajos. Da auch die Anfahrt nach Puerto Naos viel weiter ist und auch keine sehenswerte Hauptstadt in unmittelbarer Nähe liegt, kann man Puerto Naos vergessen. Andererseits ist das südlicher gelegene El Remo ein romantisches Ausflugsziel ab dem späten Nachmittag.</p>
<p><figure id="attachment_706" aria-describedby="caption-attachment-706" style="width: 156px" class=" alignleft"><a href="https://www.amazon.de/dp/3770173066?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3770173066&amp;adid=0D95BM26VYYMD1R5TQDX&amp;" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class=" -706 " style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Buch kaufen..." src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2014/01/dumont-reise-taschenbuch-reisefuehrer-la-palma-072867178.jpg" alt="" width="156" height="248" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/01/dumont-reise-taschenbuch-reisefuehrer-la-palma-072867178.jpg 800w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/01/dumont-reise-taschenbuch-reisefuehrer-la-palma-072867178-768x1225.jpg 768w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/01/dumont-reise-taschenbuch-reisefuehrer-la-palma-072867178-626x1000.jpg 626w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2014/01/dumont-reise-taschenbuch-reisefuehrer-la-palma-072867178-700x1116.jpg 700w" sizes="(max-width: 156px) 100vw, 156px" /></a><figcaption id="caption-attachment-706" class="-text">Die Kultur um Land und Leute, Flora und Fauna La Palmas kompakt zusammengefasst&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Zum Thema <a title="Insel-Hopping: Um den Globus radeln" href="http://www.admirado.de/2011/10/insel-hopping-mit-rad-und-schiff-den-globus-entdecken/">Baden</a>: Zwei weitere Strände gibt es: In Puerto Tazacorte an der Westküste und am Südrand der Hauptstadt. Beide <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Strände</a> sind durch Molen besonders geschützt und haben überhaupt keine Unterwasserfelsen.<br />
Alle anderen Bademöglichkeiten im Meer sind zu gefährlich, auch wenn es Buchten sind. Andererseits gibt es in Fajana im Nordosten der Insel mehrere wunderschöne künstliche Becken zum Schwimmen im Meerwasser. Ebenso – nicht ganz so schön – bei San Andres, einem idyllischen Dorf ebenso im Nordosten.</p>
<p>Die Hauptstadt Santa Cruz ist sehenswert, auch wenn sie von Cancajos aus nur aus Hochhäusern zu bestehen scheint. In einer Stunde kann man zu Fuß hingehen und kurz vor dem Ziel baden.<br />
Gut und günstig ist der <a href="http://canarias.arkus.net" target="_blank">Linienbusverkehr</a>. Man kann durchaus die ganze Insel an einem Tag im Bus umrunden. Das kostet 2 mal 2 Euro pro Person, mit Sammelkarte nochmals 20 % günstiger.</p>
<h2>Öffentliche Busse nach europäischem Fahrplan</h2>
<p>Sogar der Leuchtturm an der Südspitze wird bedient, nicht jedoch Fajana und auch nicht die Pass- und Gipfelstraßen.  Vom Cancajos Strand kann man auch in 15 Minuten zur Bushaltestelle nach Los Llanos oder Fuencaliente laufen: Immer aufwärts nach Westen bis zur übernächsten großen Autostraße.</p>
<p><figure id="attachment_705" aria-describedby="caption-attachment-705" style="width: 175px" class=" alignright"><a href="https://www.amazon.de/dp/376334246X?tag=admirado-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=376334246X&amp;adid=181N505HMS9KCV616WMW&amp;" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full -705 " style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Buch kaufen..." src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2014/01/376334246X.jpg" alt="" width="175" height="250" /></a><figcaption id="caption-attachment-705" class="-text">&#8230; ergänzt vom Wanderführer, der Karte und Beschreibung zu einem Mix mittelschwieriger Routen für die Hosentasche liefert.</figcaption></figure></p>
<p>Die <a title="Insel-Hopping: Um den Globus radeln" href="http://www.admirado.de/2011/10/insel-hopping-mit-rad-und-schiff-den-globus-entdecken/">Insel</a> soll die steilste der Welt sein, wenn man die Höhe des höchsten Berges durch die Fläche der Insel teilt. In der Mitte liegt der Riesenkrater Taburiente. Ein dichtes Netz von markierten <a href="http://www.senderosdelapalma.com" target="_blank">Wanderwegen</a> durchzieht die ganze Insel.</p>
<p>Der GR 131 ist der große Höhenweg, der von Puerto Naos im Westen auf dem Kraterrand über den höchsten <a href="http://www.gipfelkreuzer.de/himalaya-extrembergsteigerin-kaltenbrunner-hoch-zwei/" target="_blank">Gipfel</a> bis an die Südspitze führt. Der GR 130 führt dagegen rund um die Insel, oft sehr hoch über dem Meer, mit vielen steilen Abschnitten. Die angegebenen Tagesetappen sind aber viel zu viel für den einzelnen Tag.</p>
<p>Man sollte mehr Tage einplanen als angegeben. Im Winter kann sogar Schnee in den Hochlagen sein, dann muss man auf Wanderungen verzichten.<br />
GR 130 und 131 sind rot markiert. Daneben gibt es eine Vielzahl gelb markierter Wege, die direkt von oben nach unten führen. In der Regel ist nur Trittsicherheit, aber keine Schwindelfreiheit erforderlich. Es lohnt sich also, Bergschuhe und Wanderstöcke mit auf die <a title="Indien: Reise zu den Ex-Kopfjägern im Nordosten Indiens" href="http://www.admirado.de/2013/08/indien-reise-zu-den-ex-kopfjaegern-im-nordosten-indiens/">Reise</a> zu nehmen.</p>
<p>Unverzichtbar sind auch Sonnenhut, -creme und –brille. Vor allem muss man auch genügend Wasser und Verpflegung dabei haben, denn oben gibt es – nichts! Auch warme Kleidung für die Morgen- und Abendstunden ist sehr wichtig. Nach 18 Uhr wird es im Winter sehr schnell dunkel.</p>
<p>Der höchste Punkt der Insel ist der Roque de los Muchachos mit mehr als 2400 Metern. Man kann sogar faul mit dem Mietwagen direkt bis auf den Gipfel fahren. Sollte jedoch Schnee liegen, so muss man einige Tage warten. Der einzige „Winterdienst“ der Insel ist nun einmal, dass man die Höhenstraßen sperrt. Apropos Winter, noch ein Rückblick zu Weihnachten. Auf der Nachtbarinsel ist dort momentan noch die grösste Sandkrippe der Welt zu bestaunen, wenn auch sonst der Schnee für die gewohnte Kulisse in nördlichen Breitengraden fehlt…</p>
<p><center><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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<h2>Ideen für sieben Tage mit dem Mietwagen</h2>
<p>Das Wichtigste in sieben Tagen mit dem Mietwagen. Ein für Spanien gültiges Navigationsgerät sollte man dabei haben. Angegeben werden die Lage von Parkmöglichkeiten:</p>
<h2>1. Der Süden</h2>
<p>Die Belmacohöhle (28,57816 -17,77642) im Südosten ist sehenswert. (Eintritt). Weiter zur Südspitze nach Fuencaliente zum Vulkanmuseum (Eintritt) (28,48686 -17,84827) mit Spaziergang auf dem Kraterrand. Blick zur Nachbarinsel El Hierro. Dann Wanderung auf dem GR 131 700 Höhenmeter abwärts zur Südspitze am Leuchtturm.</p>
<p>Unterwegs den Vulkan Teneguia aus dem Jahr 1971 &#8211; rechts des Weges &#8211; besteigen. Der Leuchtturm kann besichtigt werden (Eintritt frei). Östlich liegen sehenswerte Salinen (Eintritt frei). Meersalz kann man kaufen. Weiterfahrt nach Nordwesten Richtung Los Llanos und durch den Tunnel zurück nach Cancajos.</p>
<h2>2. Der Norden</h2>
<p>An der Avenida in Santa Cruz sieht man auf der Duchfahrt links schöne Balkonhäuser im nördlichen Teil der Altstadt. Auch das deutsche Konsulat ist hier. Das Kolumbusschiff folgt. Kurzer Gang durch Puntallana (28,73969 -17,74465). Schöner Blick vom Ostkap (28,75729 -17,73580). Großartiger Mirador (28,76706 -17,75738). Bummel durch San Andres (28,79972 -17,76076). Baden in Fajana (28,84258 -17,78961).</p>
<p>Hier kann man auch seine Trinkwasserkanister kostenlos auffüllen. Deshalb keine leeren Kanister wegwerfen. Bummel durch das kühlere Barlovento (28,82839 -17,80488). Weiter hoch über der Nordküste auf zwei möglichen sehr schönen Parallelstraßen. Bei viel Zeit: La Zarza (28,80593 -17,90709) : Höhlenmalereien, Museum und Spaziergang, Eintritt. Bei Zeit Bummel durch Santo Domingo de Garafia (28,82992 -17,94559). Auf guter aber steiler Straße zum entlegensten Punkt im Nordwesten, dem „Hafen“ (28,82584 -17,96460).</p>
<p>Großartiger Blick auf die Felsen der Nord- und Westküste. Zu Fuß kann man weiter absteigen.<br />
Auf der Weiterfahrt gibt es immer wieder schöne Stops. Auch in Tijarafe (28,71071 -17,95583) und vor allem am Mirador el Time (28,66364 -17,94241). Von hier könnte man 500 Höhenmeter steil auf dem GR 131 nach Puerto Tazacorte absteigen und dort baden. Sonnenuntergang über dem Meer. Durch den Tunnel zurück nach Cancajos.</p>
<h2>3. Auf den höchsten Gipfel</h2>
<p>Koordinaten (28,7545 -17,8851). Spaziergang zu einem Mirador unterhalb. Dann Wanderung auf dem Kraterrand des Taburiente (GR 131) nach Südsüdost zum Pico de la Nieve. Eine großartige Panoramawanderung mit einigem Auf und Ab. Rechts der Krater, links in der Ferne der Teide auf Teneriffa.</p>
<p>Es ist eine lange Tageswanderung, mindestens 7 Stunden. Unterhalb des Pico de la Nieve liegt ein kleiner Wanderparkplatz (Zufahrt von der Höhenstraße). Vor Beginn der Wanderung muss klar sein, dass man dort wieder abgeholt wird. Die ganze Wanderung kann man auch halbieren: Auf halber Strecke – und nur dort – berührt der GR 131 die Höhenstraße am Mirador de los Andenes (28,76112 -17,86738).</p>
<h2>4. Der Osten</h2>
<p>Kloster Las Nieves (28,69436 -17,78250). Mirador de la Conception (28,67362 -17,77851) hoch über Santa Cruz. Drachenbäume (28,64816 -17,78801), Bummel durch Mazo (28,60536 -17,77911). Miradores (28,63214 -17,78235 und 28,6069 -17,78546).</p>
<h2>5. Mitte und Westen</h2>
<p>Der Umweg über den Pass am Refugio El Pilar (28,61421 -17,83579) lohnt wegen der schönen Landschaft. Zum Besucherzentrum (28,65428 -17,85318), Eintritt frei, Filme. Ermita (einsame Kirche) am Waldrand (28,66281 -17,84146). Bergstraße zum Cumbrecita (28,69792 -17,85649). Großartiger Blick in den Taburiente Krater und auf die höchsten Berge. 3 km schmaler Rundweg in steilem Gelände.</p>
<p>Man kann auch 1,5 km auf breiterem Weg direkt nach Westen zu einem besonders schönen Aussichtspunkt gehen. Bei der Rückfahrt vom Mirador ist rechts eine Trinkwasserquelle. Dann Bummel durch El Paso (28,65254 -17,8806). Spaziergang durch Los Llanos (28,66098 -17,91537), der größten Stadt der Insel neben Santa Cruz. Wunderbarer zentraler Platz mit uralten Bäumen, die bestens Schatten spenden.</p>
<p>Baden in Puerto Tazacorte (28,65209 -17,94494). Wer noch immer Energie hat, geht den Beginn des GR 131 den steilen Hang hinauf an Höhlenwohnungen vorbei. Die meisten sind von Aussteigern bewohnt. Abends Bummel durch Tazacorte (28,64395 -17,93386)</p>
<h2>6. Lange Höhenwanderung</h2>
<p>Im mittleren Süden auf dem GR 131 (7 Stunden). Start am Refugio El Pilar (28,61421 -17,83579) auf 1480 m Höhe. Nach Süden auf gutem Weg (Waldboden) zum Deseada Vulkan auf 1900 m Höhe. Hier lohnen sowohl der Ost- als auch der Westgipfel. Der weitere Weg nach Süden geht nur noch abwärts, ist aber lang und erfordert Trittsicherheit.</p>
<p>Den San Martin Vulkan auf 1600m Höhe sollte man unbedingt kurz ersteigen. Die Landschaft ist großartig. Ankunft in Fuencaliente de los Canarios auf 800m und zurück mit Linienbus z. B. um 18:30 Uhr.</p>
<h2>7. Santa Cruz</h2>
<p>Schön ist die Fußgängerzone parallel zum Meer mit vielen schönen Balkonhäusern. Nach wenigen 100 m ist links ein besonders schöner Innenhof mit freien Toiletten. Dann kommt der zentrale Platz mit der Kathedrale links und dem Rathaus (ayuntamiento) rechts. Ein kleines Stück weiter nordwestlich ist die Markthalle.</p>
<p>Am nördlichen Ende der Altstadt liegt ein nachgebautes Schiff von Kolumbus, der von den Kanaren aus zur Entdeckung Amerikas startete. Etwas nach Südwesten kommt man zum ruhigen Platz San Francisco mit Kloster und Museum. Auch die Altstadt oberhalb der Kathedrale ist sehenswert und ruhiger.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Jan Thomas Otte</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;La Palma&#8220; tab2=&#8220;Geografie&#8220; tab3=&#8220;Landschaft&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<script type="text/javascript">// <![CDATA[
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// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://www.snacktv.de/snacktag/snacktag.js" type="text/javascript" charset="iso-8859-1"></script><br />
[/two_fifth]La Palma liegt 417 Kilometer vor der <a title="Marokko" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marokko">südmarokkanischen</a> Küste, 1.371 Kilometer vom spanischen Festland entfernt und 86,2 Kilometer westlich der kanarischen Hauptinsel <a title="Teneriffa" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Teneriffa">Teneriffa</a> auf 28° 40′ <a title="Geografische Breite" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geografische_Breite">nördlicher Breite</a> und 17° 52′ <a title="Geografische Länge" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geografische_L%C3%A4nge">westlicher Länge</a>. Sie ist die nordwestlichste der Kanarischen Inseln und die einzige, auf der es ganzjährig natürlich fließende Gewässer gibt.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]La Palma ist die nordwestlichste der sieben großen <a title="Kanarische Inseln" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kanarische_Inseln">Kanarischen Inseln</a> im <a title="Atlantischer Ozean" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantischer_Ozean">Atlantischen Ozean</a>, die eine der siebzehn <a title="Autonome Gemeinschaften Spaniens" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autonome_Gemeinschaften_Spaniens">Autonomen Gemeinschaften</a> <a title="Spanien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spanien">Spaniens</a> bilden. La Palma hat bei einer Fläche von 708 Quadratkilometern eine Nord-Süd-Länge von 45,2 und eine West-Ost-Breite von 27,3 Kilometern. Sie ist mit einem Flächenanteil von 9,45 Prozentan der Gesamtfläche aller Kanaren die fünftgrößte Insel des Archipels. La Palma gehört zur spanischen <a title="Provinz Santa Cruz de Tenerife" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Santa_Cruz_de_Tenerife">Provinz Santa Cruz de Tenerife</a>. Hauptstadt ist <a title="Santa Cruz de La Palma" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Santa_Cruz_de_La_Palma">Santa Cruz de La Palma</a> auf der Ostseite. Auf der Westseite La Palmas befindet sich die größte Stadt der Insel, <a title="Los Llanos de Aridane" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Los_Llanos_de_Aridane">Los Llanos de Aridane</a>. Die Landessprache ist <a title="Spanische Sprache" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Sprache">Spanisch</a> mit lateinamerikanischem Einfluss.[/tab]<br />
[tab]Die Landschaft bildet ein Ensemble in Schwarz (<a title="Basalt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Basalt">Basalt</a>), Rot (<a title="Tuff" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tuff">Tuff</a>) und Grün (Vegetation) im Blau des <a title="Atlantischer Ozean" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantischer_Ozean">Atlantik</a>. Sie wird geprägt durch die Barrancos im Norden, tief eingeschnittene Schluchten, die das Wasser von den Bergen zum Meer führen, den Wäldern auf den zentralen Inselbergen und den Gebieten jüngerer vulkanischer Aktivität im Süden aus Aschefeldern, erstarrten Lavaströmen und Vulkankegeln.[/tab]<br />
[/tabs]</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Brasilien: Wetten und Gewinne zur Fussball-WM 2014</title>
		<link>http://admirado.de/2013/12/brasilien-wetten-und-gewinne-zur-fussball-wm-2014/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 23:18:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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					<description><![CDATA[Brasilien, das ist natürlich die Copacabana, der Zuckerhut und die überragende Christus-Statue über Rios Zentrum. Nächstes Jahr findet hier eines der grössten Medienereignisse statt, die Fussball-WM. Welt-Fussball-Profi Pelé rätselt, ob die  Leistungen der deutschen Mannschaft seinen eigenen Landsleuten gefährlich werden. Schnürt Pelé wieder die Fußballschuhe, um Brasilien zum Sieg zu führen? Nach 1954, 1974 und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Brasilien, das ist natürlich die Copacabana, der Zuckerhut und die überragende Christus-Statue über Rios Zentrum. Nächstes Jahr findet hier eines der grössten Medienereignisse statt, die Fussball-WM. Welt-Fussball-Profi Pelé rätselt, ob die  Leistungen der deutschen Mannschaft seinen eigenen Landsleuten gefährlich werden. Schnürt Pelé wieder die Fußballschuhe, um Brasilien zum Sieg zu führen?</h3>
<p><span id="more-681"></span></p>
<p>Nach 1954, 1974 und 1990 würde der Weltmeister-Titel der deutschen Nationalmannschaft gut stehen. Jogis Jungs bereiten sich darauf vor, wollen nicht länger &#8222;nur&#8220; der Weltmeister der Herzen oder der ewige Dritte sein sondern den Sieg, ganz oben auf das Podium, an den goldenen Pokal. Doch einer könnte dem einen Strich durch die Rechnung machen. Von Experten und Kritikern wird Pelé gemeinhin als &#8222;bester Fußballspieler aller Zeiten&#8220; bezeichnet.</p>
<p>Pelé heisst eigentlich anders: Edson Arantes do Nascimento, wie es in seiner Geburtsurkunde des Ex-Fußballprofi und Sportministers aus Brasilien steht. Der Ausnahmespieler erhielt von der FIFA die <a title="Nachhaltigkeit: Management made in Switzerland" href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/06/nachhaltigkeits-management-schweiz/">Auszeichnung</a> als Weltfußballer des 20. Jahrhunderts und wurde vom IOC zum Sportler des Jahrhunderts ernannt.</p>
<p>Mit insgesamt fünf Weltmeister-Titeln der Nationalmannschaft (1958, 1962, 1970, 1994 und 2002) ist Brasilien noch vor Deutschland mit seinen drei Titeln die erfolgreichste Fußballnation der Welt. Neben Pelé förderte der brasilianische Fußball auch andere großen Stars &#8211; darunter Arthur Friedenreich, Garrincha, Zico, Sócrates, Romário, Rivaldo, Ronaldo, Ronaldinho und Kaká.</p>
<p>Pelé gewann für Brasilien gleich drei Mal den Cup, so oft wie in Deutschland gewonnen hat. 1958, 1962 und 1970. Was sind seine Vorzüge? Zunächst seine Technik, die Schnelligkeit und Beweglichkeit: &#8222;Er war mit beiden Füßen gleichermaßen technisch begabt und traf auch mit dem Kopf&#8220;, heisst es in einer ARD-Doku. Vor allem habe er sofort und intuitiv erkennen können, wie und in welche Richtung sich der Gegenspieler bewegt. Damit habe er ein Körpergefühl entwickelt wie nur noch wenige andere Sportler.</p>
<h2>Lust auf mehr?</h2>
<p>Hier der <a href="http://www.lust-auf-mehr.de/countdown-videos/" target="_blank">Link</a> zur offiziellen Seite mit weiteren Videos.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Jörg-Michael von Heydebreck/ pixelio.de</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Österreich: Wipfel, Täler, Bähnlein</title>
		<link>http://admirado.de/2013/09/oesterreich-wipfel-taeler-baehnlein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sponsored Post]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Sep 2013 16:05:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
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		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Oesterreich]]></category>
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					<description><![CDATA[Österreich ist bekannt für seine malerischen Landschaften und idyllischen Orte. Eine unbekannte aber nicht minder atemberaubende Region findet man inmitten der Alpen, den Lungau&#8230; Die Region liegt im Bundesland Salzburg und befindet sich an den Ausläufern der Alpen auf einem Hochplateau. Die Region besticht aber nicht nur durch ihre zahlreichen Wanderrouten. Von der Marktgemeinde Tamsweg [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Österreich ist bekannt für seine malerischen Landschaften und idyllischen Orte. Eine unbekannte aber nicht minder atemberaubende Region findet man inmitten der Alpen, den Lungau&#8230;</h3>
<p><span id="more-655"></span>Die Region liegt im Bundesland Salzburg und befindet sich an den Ausläufern der Alpen auf einem Hochplateau. Die Region besticht aber nicht nur durch ihre zahlreichen Wanderrouten. Von der Marktgemeinde Tamsweg aus schlängelt sich über eine Länge von 76 km eine der ältesten Schmalspurbahnen Österreichs in Richtung Unzmarkt in der Steiermark. Die Bahnstrecke verläuft entlang des Flußes Mur und ist auch namensgebend für diese: die Murtalbahn. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut und ist seit dem in ständiger Benutzung.</p>
<h2>Eisenbahnfreunde kommen auf ihre Kosten</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besucht man die Region in den Sommermonaten, lohnt es sich einen der angebotenen Dampfbummelzüge zu besteigen und die Fahrt entlang von Steilschluchten, mystischen Wäldern und durch traditionelle Dörfer mit alten Gebäuden zu genießen. Für wagemutige wird auch eine Amateurlokfahrt angeboten. Es muss ja nicht gleich eine Wanderung sein, in der Heimat der österreichischen Extrembergsrteigern <a href="http://www.gipfelkreuzer.de/himalaya-extrembergsteigerin-kaltenbrunner-hoch-zwei/" target="_blank">Gerlinde Kaltenbrunner</a>. Und auch nicht die Fahrt mit dem <a title="Glacier-Express: Gletscherglück Zug um Zug" href="http://www.admirado.de/2011/12/glacier-express-gletscherglueck-panoramawagen/">Glacier-Express</a> in der benachbarten Schweiz.</p>
<p>Entlang der Strecke im Bahnhof Frojach-Katschtal befindet sich auch ein Museum zur Schmalspurbahn. In diesem finden sich schön restaurierte Wägen und Lokomotiven aus den Jahren 1894 bis 1970. Die Landschaft zusammen mit den raren Dampflockbahnen bietet ein ideales Fotomotiv und garantiert Erholungswert für alle <a title="Südtirol: Weinreben von Welt und ein Vernatsch-Cup" href="http://www.admirado.de/2013/08/suedtirol-weinreben-von-welt-und-ein-vernatsch-cup/">Touristen</a>.</p>
<p>Dieser Artikel enstand in freundlicher Kooperation mit <a href="http://www.goeuro.de/" target="_blank">GoEuro</a>. Das Berliner Startup will das Reisen in Europa erleichtern, indem es Transportangebote miteinander vergleicht und kombiniert.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Jan Thomas Otte</em></p>
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		<title>Indien: Reise zu den Ex-Kopfjägern im Nordosten Indiens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Aug 2013 10:58:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Himalaya]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
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					<description><![CDATA[Imphal ist die Hauptstadt von Manipur, einer der sieben Schwesterstaaten in Nordost Indien. Nordost Indien ist nur durch einen schmalen Korridor mit Ost-Indien verbunden und ist ein vergessenes Stück Land zwischen Nepal und Bangladesh&#8230; Von dort geht es nach Tamelong, einer der abgeschiedensten Gegenden in die ich jemals meinen Fuss gesetzt habe, um die ehemaligen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Imphal ist die Hauptstadt von Manipur, einer der sieben Schwesterstaaten in Nordost Indien. Nordost Indien ist nur durch einen schmalen Korridor mit Ost-Indien verbunden und ist ein vergessenes Stück Land zwischen Nepal und Bangladesh&#8230;</h3>
<p><span id="more-500"></span>Von dort geht es nach Tamelong, einer der abgeschiedensten Gegenden in die ich jemals meinen Fuss gesetzt habe, um die ehemaligen Kopfjäger aufzusuchen. Bevor die <a title="Globetrotter: Freundschaft über Teiche" href="http://www.admirado.de/2012/12/globetrotter-freundschaft-uber-den-grossen-teich/">Reise</a> startet, hört meine Expeditionsgruppe von einem Streik in der Gegend der absoluten Fahr- und Arbeitsverbot für 48 Stunden ab Mitternacht verordnet.</p>
<p>Die Stämme vor Ort kämpfen um mehr Rechte. Nach einer langen Diskussion ob wir die Reise absagen entscheiden wir frühzeitig loszufahren und vor der Geisterstunde anzukommen. Wir fahren an grünen Reisfeldern vorbei, an Büffeln und Frauen mit Fischernetzen und erreichen nach 8 langen Stunden auf schlechtester Strasse um 23.55 unseren <a title="Typfrage: Rucksackreise vs. Strandurlaub" href="http://www.admirado.de/2013/06/typfrage-rucksackreise-vs-strandurlaub/">Schlafplatz</a>.</p>
<p>Am nächsten Morgen starten wir um 6 Uhr um uns bei der Polizei zu registrieren. Nach nur wenigen Minuten kommen Männer der Student Union mit langen Stöcken und Steinen auf unser Auto zu. Unsere Sondergenehmigung ist ausreichend und die Strassenbarriere wird entfernt. Wir sind die einzigen auf der Strasse, das Dorf ist einsam und verlassen.</p>
<p>Während der Registrierung bei der Polizei diskutieren unsere lokalen Mitfahrer mit der Polizei, ob Polizeischutz benötigt wird. Während ich leise vor mich hingrüble warum das überhaupt diskutiert werden muss, wird die Entscheidung getroffen das wir uns ohne fortbewegen…</p>
<h2>Glück im Unglück</h2>
<p>Bei einem der vielen Kontrollpunkte des Militärs und der Polizeiregistrierung. Während der Fahrt lerne ich, dass es in Tamelong neben der Student Union, dem Indischen Militär, den Untergrund-Kämpfern auch die offiziell gewählte Regierung gibt. Wie einer unserer Fahrer uns bestätigt, haben wir Glück im Unglück. Die Student Union schlägt einen nur zusammen wenn sie unglücklich sind, während die Untergrund-Kämpfer einen erschiessen.</p>
<p>Während der nächsten zwei Tage besuchen wir 4 abgeschiedene Dörfer mit 70 bis 250 Familien. Ohne fliessend Wasser und Strom oder Zugang zu Bildung. Die Strassen zu diesen Dörfern sind unglaublich schlecht. Heftige Regenfälle und Bauarbeiten haben die Strassen fast unpassierbar gemacht.</p>
<h2>Die Strasse die Hölle, die Landschaft himmlisch</h2>
<p>Wir fahren für Stunden als plötzlich eine Gruppe von 5 bewaffneten Männern unseren Weg kreuzen. Wir halten an und lernen, dass sie eine abgestürzte Kuh bergen wollen, die den Hang heruntergerutscht ist. Während wir uns fragen wie die schwere Kuh transportiert werden wird, lernen wir dass der <a title="Chile: Naturkino auf 4300 Kilometern Länge" href="http://www.admirado.de/2012/01/chile-naturkino-auf-4300-kilometern-lange/">Urwald</a> alles nötige zur Verfügung stellt.</p>
<p>Nach einem langen Tag kehren wir Abends in unser Camp zurück. Dort erfahren wir, dass der 8 Monate alte Sohn unseres Fahrers gestorben ist. Wir diskutieren Möglichkeiten, unseren Fahrer sofort mit einem unserer Autos zurück zu schicken. Jedoch fehlt uns eine Sondergenehmigung der anderen 5 Stämme, die er während seiner 8 Stunden Fahr nach Imphal passieren würde. Zudem trinken die Student Unions gerne und viel, schweren sich demnach nicht um Sondergenehmigungen und finden immer Gründe für eine Prügelei.</p>
<p>Zudem finden zwischen Imphal und Dimapur, weitere 6 Stunden Fahrt, weitere Streiks statt und es gibt kein Vorwärtskommen. Wir können nichts für unseren trauernden Vater tun und bleiben in Tamenglong. Ich bin erleichtert über diese Entscheidung, denn wir hören dass in Imphal die People Celebration Army ihre Unabhängigkeit mit zwei Bombenanschlägen feiert. Über Tote oder Verletzte liegen uns keine Informationen vor.</p>
<h2>Im Dorf der ehemaligen Kopfjäger</h2>
<p>Am zweiten Tage besuchen wir 70 Familien, ehemalige Kopfjäger. Ihr Leben ist hart aber ihre Gastfreundschaft sehr gross. Um das Dorf zu erreichen nehmen wir eine noch schlechtere Strasse als am Vortag. Der enge Pfad am 500 Meter tiefen Abhang ist matschig, teils ein Flussbett und wird blockiert von Lastwagen die dicke Steine abtragen.</p>
<p>Unsere beiden Fahrer werden zusehends nervöser. An einem Punkt kommen wir nicht weiter und gehen zu Fuss weiter. Unsere <a title="Myanmar/ Burma: Hoffen aufs erste Auto, Bildung – und eigene Coca-Cola" href="http://www.admirado.de/2012/11/myanmar-burma-hoffen-aufs-erste-auto-bildung-und-eigene-coca-cola/">Fahrer</a> werden aufgefordert nachzukommen und uns abzuholen. Wie ich später höre, wurden Bedenken der Fahrer von unseren Lokalen ignoriert. Ich sehe mich eher auf der Risikoseite des Lebens. Aber die Rutschpartie auf dem Rückweg war eine extreme Erfahrung an meine Limits.</p>
<h2>Kleiner Pfad und tiefe Abhänge</h2>
<p>Arbeiter (auch Frauen) säubern den Weg für unsere Fahrer. Zwei unserer Begleiter versuchen die Strasse notdürftig zu reparieren. Am Abend sitzen wir entspannt und glücklich am Tisch und geniessen das beste Essen der Welt. Wir beginnen die Ereignisse der letzten zwei Tage zu besprechen und sind uns einige wie viel Glück uns auf dieser Fahrt begleitet hat.</p>
<p>Zuletzt erfahren wir, dass eine Woche zuvor genau an der Stelle ein Priester mit seinem Fahrer in den Abgrund gerutscht ist und nur noch tot geborgen werden konnte. Zurück in Imphal hören wir von einem Aufstand am nächsten Tag, nur ein Dorf weiter bei dem ein Untergrund-Kämpfer einen Dorfbewohner erschossen haben soll…</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Astrid Kühne</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Indien&#8220; tab2=&#8220;Himalaya&#8220; tab3=&#8220;Autorenbox&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<script type="text/javascript">// <![CDATA[
var snackTV_config = {  	tagtype: 'static',  	type: '7',  	visibleAuto: true,  	h_weight: 3,  	contentid: [],  	color: 'CC9966',  	bgcolor: 'ffffff',  	font: 'helvetica',  	search: 'indien',  	publisher: 'admirado',  	videos: '',  	mainteaser: 0,  	fallback: false,  	userwidth: 200,  	dynusetypes: '',  	dynmode: 'manual',  	playlist: 'false',  	cat: '',  	autoplay: 'false',  	layout: 'auto',  	hideitems: 'both',  	ignore: [''],  	isRTL: false,  	dovisible: false  }
// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://www.snacktv.de/snacktag/snacktag.js" type="text/javascript" charset="iso-8859-1"></script>[/two_fifth] Indien ist ein Staat in Südasien, der den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Indien ist eine Bundesrepublik, die von 28 Bundesstaaten gebildet wird und außerdem sieben bundesunmittelbare Gebiete umfasst. Indien ist ein multiethnischer Staat und mit über 1,2 Milliarden Einwohnern (2011) das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde. Indien gilt, gemessen an der Einwohnerzahl, als größte Demokratie der Welt.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]Der Himalaya bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet. Indien grenzt an Pakistan, die chinesische autonome Region Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar (Birma) und Bangladesch. Weitere Nachbarstaaten im Indischen Ozean sind Sri Lanka und die Malediven.[/tab]</p>
<p>[tab]Astrid Kühne bereist für 3 Monate während eines Volunteer Aufenthalts den Nordosten Indiens. Unter anderem führt ihre Reise in die entlegenen Berge zu den ehemaligen Kopfjägern. Eine Reise in eine andere Welt begleitet von vielen Abenteuern. Wie sagte doch einst John Irving: &#8222;If you are lucky enough to find a way of life you love, you have to find the courage to live it.&#8220;[/tab]</p>
<p>[/tabs]</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Südtirol: Weinreben von Welt und ein Vernatsch-Cup</title>
		<link>http://admirado.de/2013/08/suedtirol-weinreben-von-welt-und-ein-vernatsch-cup/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2013 06:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Oesterreich]]></category>
		<category><![CDATA[Südtirol]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>
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					<description><![CDATA[Herbst ist Erntezeit. Und die Weinberge gehören zu Südtirol wie seine Apfelplantagen. Viele Jahre wurde der Wein in Tanklastern über den Brennerpass kutschiert, wie Sangria im Eimer konsumiert. Zwischen Schlerngipfeln und Kalterer See veredeln jetzt Weinbauern den Rebensaft. Wir haben fünf freie Winzer an der Weinstrasse besucht, vom Ex-Milchmelker bis zum Biodynamiker&#8230; Es duftet nach [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Herbst ist Erntezeit. Und die Weinberge gehören zu Südtirol wie seine Apfelplantagen. Viele Jahre wurde der Wein in Tanklastern über den Brennerpass kutschiert, wie Sangria im Eimer konsumiert. Zwischen Schlerngipfeln und Kalterer See veredeln jetzt Weinbauern den Rebensaft. Wir haben fünf freie Winzer an der Weinstrasse besucht, vom Ex-Milchmelker bis zum Biodynamiker&#8230;</h3>
<p><span id="more-488"></span></p>
<p>Es duftet nach Speck und Eiche im Weinkeller von Johannes Pfeifer. Zusammen mit seiner Frau Margareth lenkt er die Geschicke vom <a href="http://www.pfannenstielhof.it" target="_blank">Pfannenstielhof</a>, beide Anfang 50. Er nimmt eine Probe Wein mit der Pipette, der neue Vernatsch wird gut, schmeckt er &#8211; mal wieder. Denn Tradition verpflichtet und zeigt in Richtung Weinberg.</p>
<p>Schon 500 Jahre wachsen hier charakterstarke Rotweine im Familienbesitz. Mit ihrem St. Magdalener Classico haben sie 2009 als erste Winzer mit einem <a href="http://www.weinkenner.de/2012/ein-alpenwein-wird-neu-verortet-suedtiroler-vernatsch-cup-2012-23424/" target="_blank">Vernatsch</a> gleich drei Gläser im Weinführer Gambero Rosso bekommen. Das freut Margareth, die promovierte Mathematikerin, ganz besonders. Beim Vertrieb der <a title="Südafrika: Am Cup der guten Hoffnung" href="http://www.admirado.de/2011/12/sudafrika-am-cup-der-guten-hoffnung/">Weine</a> helfen ihre Kinder, zum Beispiel beim Ausschenken und Kellern auf den umliegenden Weinfesten in der Bozner Region.</p>
<h2>Die Etablierten</h2>
<p><figure id="attachment_572" aria-describedby="caption-attachment-572" style="width: 120px" class=" alignleft"><a href="https://www.amazon.de/dp/3492275990/ref=as_li_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3492275990&amp;adid=0M8HA56SQK2326PCR9XS&amp;" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="   -572" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Gebrauchsanweisung für Südtirol" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2013/08/gebrauchsanweisung_suedtirol.jpg" alt="Südtirol" width="120" height="196" /></a><figcaption id="caption-attachment-572" class="-text">Geschichten für die Autofahrt über die Alpen und Messner, bevor man am Brennerpass ankommt, mit einem Fuss bereits am Gardasee&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Jemand, der sich ganz genau mit Vertrieb, BWL und Kostenrechnung auskennt ist Andreas Nicolussi-Leck vom <a href="http://www.stroblhof.it/" target="_blank">Stroblhof</a>. Der 60jährige Betriebswirt verdient sein Geld mit Weintourismus in ausgeprägter Form und ist Experte auf seinem Gebiet. Auf seinem <a title="Südafrika: Am Cup der guten Hoffnung" href="http://www.admirado.de/2011/12/sudafrika-am-cup-der-guten-hoffnung/">Weingut</a> gibt es guten Wein, klar.</p>
<p>Seinen Weinkeller hat er aber gerade erst modernisiert, mit einer Mischung aus Patinastahl und Edelglas. Oben wird derweil im hoteleigenen Restaurant leckeres Essen serviert. Das Vier-Sterne-Haus samt Spa-Bereich gelte gelegentlich als Treffpunkt der Südtiroler Society, verrät uns Nicolussi-Leck später bei der Weinprobe.</p>
<p>Society, damit kennt sich auch Michael Graf Goëss-Enzenberg vom Schloss <a href="http://www.manincor.com" target="_blank">Manincor</a> aus. Der bekannte Wetten-Dass-Moderator Thomas Gottschalk war bereits bei ihm zu Besuch, ebenso Ex-TV-Kommisar Rex, Tobias Moretti und andere Stars, die in einer der Suiten im Schloss-Anbau nächtigten. Diese und andere Anekdoten sind im hofeigenen Magazin nachzulesen. Goëss-Enzenberg redet lieber über die Qualität seiner Weine &#8211; und die sogenannte Biodynamik.</p>
<p>Der gelernte Ingenieur, Anfang 50, hat über Rudolf Steiners Lehren philosophiert &#8211; vor allem die Auswirkung von Ackerschachteltee auf seine Reben. Und diese verteilen sich auf 50 Hektar, mehr als jeder andere freie Weinbauer in Südtirol. Auf dem gräflichen Anwesen produzieren seine dreissig Mitarbeiter, in Erntezeiten können es deutlich mehr sein, komplett biodynamische Weine. Diese sind zwar alles andere als günstig, aber wer einmal auf den <a title="Provence: Spuren von Künstlern und Literaten" href="http://www.admirado.de/2011/08/provence-spuren-von-kunstlern-und-literaten/">Geschmack</a> gekommen sei, wisse dieses Investment zu schätzen, so der Graf.</p>
<p>Und mit Investments kennt sich Goëss-Enzenberg bestens aus, hat er doch erst kürzlich mehrere Millionen Euro in den Umbau seines Anwesens investiert. Die perfekte Mischung aus umliegender Natur am Kalterer See, mehrere Jahrhunderte Historie und die Moderne &#8211; aus Fliessbeton und Glas.</p>
<h2>Die Newcomer</h2>
<p><figure id="attachment_648" aria-describedby="caption-attachment-648" style="width: 120px" class=" alignright"><a href="https://www.amazon.de/dp/3770172515/ref=as_li_tf_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3770172515&amp;adid=0JTSVBAQSNGA2V6MZ6QZ&amp;" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="  -648" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2013/08/Suedtirol_Dumont.jpg" alt="Dumont zu Südtirol" width="120" height="190" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/08/Suedtirol_Dumont.jpg 316w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/08/Suedtirol_Dumont-252x400.jpg 252w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px" /></a><figcaption id="caption-attachment-648" class="-text">Dumont mit praktischer Karte, ein paar Essays und vielen Tipps zu Gastronomie und Hoteliers&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Investiert hat er auch, wir sind vom Kalterer See im Süden hinauf ins Eisacktal gefahren, zu Markus Prackwieser vom <a href="http://www.gumphof.it" target="_blank">Gumphof</a>, Mitte 30. Ein junger Winzer im <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/12/handwerk-eines-senners-alles-schweizer-kase/" target="_blank">Familienbetrieb</a>. Vor ein paar Jahren hat Prackwieser hier noch Kuheuter gemolken.</p>
<p>Das war aber mal, denn mittlerweile bekommt er für seine Weißweine viele Auszeichnungen. Für die er täglich mit seiner orangenen Vespa, Baujahr 1974 durch den Hang düst.</p>
<p>Düsen tut er auch, aber mit seinem Mountainbike und das in der wenigen Freizeit, die er als freier Weinbauer hat: Florian Brigl vom Weingut <a href="http://www.kornell.it" target="_blank">Kornell</a>, Mitte 30. GEO Saison porträtierte den ambitionierten Unternehmer jüngst in einer Reihe mit dem Titel “Wo die wilden Kerle keltern”.</p>
<p><figure id="attachment_767" aria-describedby="caption-attachment-767" style="width: 120px" class=" alignleft"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3834208086?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3834208086&amp;linkCode=xm2&amp;tag=admirado-21" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="-767" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2013/08/merian-suedtirol-286x400.jpg" alt="Hält was er verspricht: Grossformatige Fotos, flächige Reportagen. Gut recherchiert..." width="120" height="167" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/08/merian-suedtirol-286x400.jpg 286w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/08/merian-suedtirol.jpg 430w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px" /></a><figcaption id="caption-attachment-767" class="-text">Hält was er verspricht: Grossformatige Fotos, flächige Reportagen. Gut recherchiert&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Doch so wild ist er gar nicht. Einfühlsam konzentriert er sich auf seinen marktorientierten Wein, klare Linien im Label. Er verzichtet auf unnötigen Schnickschnack, beruflich wie privat.</p>
<p><a href="http://www.perpedalis.de/inselrunden-trampeln-fur-muckis-und-augen/" target="_blank">Rennrad</a> und Mountainbike stehen stets in seinem Büro hinterm Sackoständer. Wenn er mal einen Tag frei hat, radelt er bei Topform bis zum Gardasee durch die Weinberge seiner Kollegen&#8230;</p>
<p>Wein, der verkauft sich natürlich nicht nur gut im Laden sondern ist auch ein Imagefaktor für die autonome Region zwischen Alpen und Adria. Die besuchten Winzer und ihre Kollegen haben sich im Verband der Freien Weinbauern Südtirols zusammengeschlossen.</p>
<h2>Das Geschäft</h2>
<p><figure id="attachment_637" aria-describedby="caption-attachment-637" style="width: 294px" class=" alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" -637   " style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2013/01/Rosi+Andreas-Barriques-_Stroblhof-Winzer-Suedtirol.jpg" alt="Andreas Nicolussi-Leck mit seiner Frau Rosi auf Barriques (Foto: AD)" width="294" height="222" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/01/Rosi+Andreas-Barriques-_Stroblhof-Winzer-Suedtirol.jpg 1024w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/01/Rosi+Andreas-Barriques-_Stroblhof-Winzer-Suedtirol-768x576.jpg 768w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/01/Rosi+Andreas-Barriques-_Stroblhof-Winzer-Suedtirol-640x480.jpg 640w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/01/Rosi+Andreas-Barriques-_Stroblhof-Winzer-Suedtirol-400x300.jpg 400w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/01/Rosi+Andreas-Barriques-_Stroblhof-Winzer-Suedtirol-1000x750.jpg 1000w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2013/01/Rosi+Andreas-Barriques-_Stroblhof-Winzer-Suedtirol-700x525.jpg 700w" sizes="(max-width: 294px) 100vw, 294px" /><figcaption id="caption-attachment-637" class="-text">Weinkenner: Nicolussi-Leck mit Frau Rosi (Foto: Privat, Stroblhof)</figcaption></figure></p>
<p>Die Vernetzung von Wein und Tourismus liegt nahe, dem Präsidenten gefällts: &#8222;Und das vom Eisacktal, über Bozen, das Überetsch und Meran hinauf bis in den Vinschgau“, so Graf Goëss-Enzenberg. Weingutsbesichtigung und Verkostung, fast ganzjährig sind sie bei den Weinbauern möglich.</p>
<p>Jeder dritte Weinbauer in Südtirol hat sein Portfolio erweitert, vom Buschenschank über Weinbars, Wohnen am Weinhof, Bed&amp;Breakfast, Restaurants bis hin zu Weinhotels wie dem noblen, aber immer noch bodenständigen <a href="http://www.stroblhof.it/Suedtirol_Hotel_Restaurant_Weingut_Suedtirol.html" target="_blank">Stroblhof</a> unter dem Management von Andreas Nicolussi-Leck. Vom Ab-Hof-Verkauf über Kulinarik bis Übernachtung bekommt der Gast hier das Rundum-Programm, wenn er will.</p>
<p>„Wir freie Weinbauern sehen uns als direkte Weinbotschafter Südtirols&#8220;, so Goëss-Enzenberg. Auch wenn sie nur rund 300 von insgesamt über 5.000 Hektar aller Weinflächen in Südtirol bewirtschaften &#8211; etwa fünf Prozent:</p>
<p>Den Weg der Traube vom Spross bis ins Glas verfolgen sie direkt mit. Und das bei 2.700.000 Flaschen pro Jahr, macht im Schnitt rund 30.000 pro Mitglied. Und die werden meist exportiert, vor allem ins nahe EU-Ausland aber auch in die ferne, weite Welt &#8211; in über vierzig Länder.</p>
<p>Diese Zahlen beeindrucken, ersetzen aber nicht den gemütlichen Nachmittag bei Pfeifers auf dem Pfannenstielhof auf der Terasse bei Südtiroler Speck und Käse &#8211; und zwei Flaschen Vernatsch.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Südtirol&#8220; tab2=&#8220;Freie Weinbauern&#8220; tab3=&#8220;Autorenbox&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<script>// <![CDATA[
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// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://www.snacktv.de/snacktag/snacktag.js" charset="iso-8859-1"></script>[/two_fifth]Kulturell und sprachlich unterscheidet sich Südtirol vom Rest Italiens und hat hier eine Sonderrolle. Dies ist durch die jahrhundertelange Zugehörigkeit der Region zur Habsburgermonarchie bedingt. Heute ist Südtirol Teil der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino. Knapp siebzig Prozent der Bevölkerung Südtirols sind deutschsprachig, über ein Viertel hat Italienisch als Muttersprache, und zwischen vier und fünf Prozent der Landesbevölkerung, hauptsächlich im Dolomitengebiet, sprechen Ladinisch.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]Die Mitglieder der Vereinigung sind Familien-Weingüter und Eigenbau-Wein-Kellereien mit Erzeugerabfüllungen in Südtirol. Die freien Weinbauern sind keine Genossenschaft von Winzern (gemeinsame Weinvermarktung), sondern eine Vereinigung von selbstvermarktenden Winzern, d.h. der eigene Wein wird jeweils selbst verkauft. Das Ziel der Vereinigung ist es den traditionellen Weinbau und die Südtiroler Weinkultur zu fördern, sowie die selbstvermarktenden landwirtschaftlichen Weinbaubetriebe in Südtirol zu vertreten und unterstützen.[/tab]</p>
<p>[tab]Jan Thomas Otte hat Theologie studiert und weiss: Traube und Glaube hängen oft ganz nah beisammen. Und das im Wein die Wahrheit liegt, ist ein gängiges Wort. So hat er bei seiner Recherche in Südtirol fast die Zeit vergessen, die Uhr im Auto gelassen&#8230;<br />
[/tab]</p>
<p>[/tabs]</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Typfrage: Rucksackreise vs. Strandurlaub</title>
		<link>http://admirado.de/2013/06/typfrage-rucksackreise-vs-strandurlaub/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2013 14:22:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Rucksack]]></category>
		<category><![CDATA[Strand]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Draussen regnet es in Strömen, der Frühling scheint  ausgefallen. Doch der Sommer kommt, hoffentlich. Wo wollt ihr hinreisen, eher einen Pauschalurlaub am Strand oder hinein ins Rucksackabenteuer? Die wichtigsten Vor- und Nachteile hier gebündelt&#8230; Die Pauschalreise hat sich seit des Einsetzens des Touristikbooms in Europa mittlerweile zur beliebtesten Reiseart überhaupt entwickelt. Der Urlauber bekommt alles [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Draussen regnet es in Strömen, der Frühling scheint  ausgefallen. Doch der Sommer kommt, hoffentlich. Wo wollt ihr hinreisen, eher einen Pauschalurlaub am Strand oder hinein ins Rucksackabenteuer? Die wichtigsten Vor- und Nachteile hier gebündelt&#8230;</h3>
<p><span id="more-592"></span>Die Pauschalreise hat sich seit des Einsetzens des Touristikbooms in Europa mittlerweile zur beliebtesten Reiseart überhaupt entwickelt. Der Urlauber bekommt alles im Paket, vom Flug bis zum Hotelzimmer und dem Transfer vom Airport zur Unterkunft. Wenn gewünscht, dann sind sogar alle Speisen und Getränke vor Ort inklusive und vielleicht noch einige Ausflugsangebote ebenso. Alles ist bestens organisiert, eine Reiseleitung am Ziel der <a title="Globetrotter: Freundschaft über Teiche" href="http://www.admirado.de/2012/12/globetrotter-freundschaft-uber-den-grossen-teich/">Träume</a> immer verfügbar.</p>
<h2>Pauschalurlaub aus dem Katalog</h2>
<p>Das ist Sorglos-Urlaub, wie er im Buche steht. So buchen denn die meisten <a title="Friedrichshafen: Fischfang bei jedem Wetter" href="http://www.admirado.de/2011/08/friedrichshafen-fischfang-bei-jedem-wetter/">Deutschen</a> für die schönsten Wochen des Jahres ein solches Angebot und wenn es geht, dann möglichst billig. Last Minute macht es möglich, denn einige Reisen drohen als Ladenhüter in den Reisebüros zu enden und aus diesem Grund setzen die Reiseveranstalter den Preis der bereits von ihnen erworbenen Zimmerkontingente und Flüge noch einmal kräftig nach unten.</p>
<p>So sind für den Reisewilligen einige Schnäppchen möglich. Insbesondere lohnt es sich bis kurz vor Toresschluss zu warten, wenn es um Reisen in ansonsten recht hochpreisige Unterkünfte geht. So richtig billig sind Pauschalreisen also nicht und wer nur ein knappes Budget zur Verfügung hat, der muss sich nach Alternativen umschauen, wenn auch ihn das <a title="Briefing für Autoren" href="http://www.admirado.de/redaktion/briefing-fur-autoren/">Fernweh</a> packt.</p>
<h2>Alternative: Individuelles Reisen</h2>
<p>Doch nicht nur das. Viele Reisewillige mögen es einfach nicht oder nicht mehr, in den <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/">Bettenburgen</a> der Touristenzonen eingesperrt zu sein und die ewig gleiche Animation beim Abendessen über sich ergehen lassen zu müssen. Sie drängt es hinaus in die weite Welt und das möglichst hautnah am Puls des einheimischen Lebens.</p>
<p>Bei einem durchschnittlichen Pauschalurlaub sind Erlebnisse dieser Art nur bedingt möglich, denn schließlich ist das Hotelzimmer am Urlaubsort bezahlt und wer weiter weg ins Landesinnere möchte, der zahlt dann doppelt. Den Mutigen gehört die Welt und ganz so mutig muss auch ein Independent <a title="Bolivien: Rekordhalter mitten in Südamerika" href="http://www.admirado.de/2012/01/bolivien-rekordhalter-im-herzen-suedamerikas/">Traveller</a> im Zeitalter des WWW nicht sein. Mit ein wenig Findigkeit lässt sich auch ein individueller Urlaub ganz gut von zu Hause am PC planen und vorbereiten.</p>
<h2>Unabhängig, doch nicht planlos</h2>
<p>Unzählige Reiseseiten und Flugpreisvergleiche sind eine unschätzbare Hilfe beim Buchen von Flügen und Hotelzimmern. Auch bei der Weiterreise vor Ort ist der abenteuerlich gestimmte <a title="Rotes Meer: Sandsturm im Tauchparadies" href="http://www.admirado.de/2011/08/rotes-meer-sandsturm-im-tauchparadies/">Urlauber</a> nicht ganz auf sich allein gestellt, denn echte Reisefreaks stellen ihre Erfahrungen gerne anderen Gleichgesinnten zur Verfügung. So gibt es denn im Net unzählige Erfahrungsberichte über die verschiedensten Unterkünfte, Bus- und Eisenbahnverbindungen, die lokale Preisgestaltung und noch vieles mehr.</p>
<p>Ein wenig Fremdsprachenkenntnisse sind dabei trotz des allgegenwärtigen Google Übersetzers nicht von der Hand zu weisen. Dank den sich immer weiter durchsetzenden Low Coast Carriern, die viele Regionen rund um den <a title="Südafrika: Am Cup der guten Hoffnung" href="http://www.admirado.de/2011/12/sudafrika-am-cup-der-guten-hoffnung/">Globus</a> anfliegen, sind auch hier für wenige Euros schon Tickets in die weite Ferne drin, doch auch die klassischen Linienflieger haben immer Angebote im Langfrist- oder Last Minute Bereich in petto. So kann es denn losgehen in das ungebundene <a title="City-Couch-Surfing: Schlafplatz gefällig?" href="http://www.admirado.de/2011/08/city-couch-surfing-schlafplatz-gefallig/">Abenteuer</a>, das zugegebenermaßen doch ein wenig aufregender ist, als einen Pauschalurlaub zu buchen. Doch wer es einmal ausprobiert hat, der wird sicher auch im nächsten Jahr wieder rückfällig und lässt selbst die buntesten Kataloge Kataloge sein.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © SG &#8211; Fotolia.com</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Reise-Definition&#8220; tab2=&#8220;Weltreise&#8220; tab3=&#8220;Pauschalurlaub&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<script type="text/javascript">// <![CDATA[
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// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://www.snacktv.de/snacktag/snacktag.js" type="text/javascript" charset="iso-8859-1"></script>[/two_fifth]<br />
Je nach Neigung, Interessen und Bedarf gibt es eine Vielfalt von Urlaubsreisen. In erster Linie Erholungszwecken dienen etwa Bade-, Wander- und Skiurlaube, aber auch Gesundheits-, Wellness- und kulinarische Reisen. Mit aktiver Betätigung verbunden sind Sport- und Abenteuerreisen sowie für Menschen mit vorwiegend kulturellen Bedürfnissen die Studien- oder Bildungsreisen. Als besondere Ausprägungen für Letztere sind Sprach-, Städte-, Konzert- oder Opernreisen üblich. Eine Sonderform der Urlaubsreise ist eine Weltreise, bei der man im Grunde einmal die Erdkugel umrundet&#8230;<br />
[/tab]<br />
[tab]<br />
Eine Weltreise ist eine Reise, die einmal um die Welt führt, wobei in der Regel jeder Längengrad mindestens einmal überquert wird und meist auch der Äquator. Das Betreten aller Kontinente ist dabei jedoch in der Praxis eher die Ausnahme. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird oft der Begriff Weltumrundung verwendet, wenn die Reise mit einem bestimmten Fortbewegungsmittel durchgeführt wird (zum Beispiel: Schiff, Ballon, Motorrad, Fahrrad, aber auch zu Fuß). Diese Weltumrundungen haben häufig einen sportlichen beziehungsweise Wettbewerbscharakter und werden nach vorher festgelegten Regeln durchgeführt.<br />
[/tab]<br />
[tab]<br />
Eine präzise, aber nicht allgemeinverbindliche Definition enthält Art. 2 der EU-Richtlinie 90/314/EWG vom 13. Juli 1990: „Die im Voraus festgelegte Verbindung von mindestens zwei der folgenden Dienstleistungen, die zu einem Gesamtpreis verkauft oder zum Verkauf angeboten wird, wenn diese Leistung länger als 24 Stunden dauert oder eine Übernachtung einschließt: Beförderung, Unterbringung, andere touristische Dienstleistungen, die nicht Nebenleistungen von Beförderung oder Unterbringung sind und einen beträchtlichen Teil der Gesamtleistung ausmachen.“<br />
[/tab]<br />
[/tabs]</p>
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		<title>China: Von Eisschnitzern und Dahinschmelze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 09:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Harbin]]></category>
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					<description><![CDATA[In der chinesischen Millionenstadt Harbin fällt das Thermometer in den Wintermonaten konstant auf unter minus 20 Grad. Seit 1985 findet in Harbin jährlich das internationale Eis- und Schneefestival statt. Johanna Stöckl hat sich umgehört&#8230; Anstelle sich von der Kälte lahm legen zu lassen, zelebriert die Stadt die tiefen Temperaturen. Neben zahlreichen Touristen, vorwiegend aus China [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>In der chinesischen Millionenstadt Harbin fällt das Thermometer in den Wintermonaten konstant auf unter minus 20 Grad. Seit 1985 findet in Harbin jährlich das internationale Eis- und Schneefestival statt. Johanna Stöckl hat sich umgehört&#8230;</h3>
<p><span id="more-493"></span>Anstelle sich von der Kälte lahm legen zu lassen, zelebriert die Stadt die tiefen Temperaturen. Neben zahlreichen Touristen, vorwiegend aus <a title="China: 1,3 Milliarden, Menschen, Mandarin" href="http://www.admirado.de/2012/04/china-13-milliarden-menschen-mandarin/">China</a> und <a title="Arenenberg: Napoleons Quitschentchen" href="http://www.admirado.de/2011/10/schloss-arenenberg-napoleons-quitschentchen/">Russland</a>, zieht es auch Schnee- und Eisskulpturenkünstler aus aller Welt in die Hauptstadt der Mandschurei, um sich in Wettkämpfen zu messen.</p>
<p>Eisbildhauerin Patricia Leguen ist zum sechsten Mal in <a href="http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/panorama/Kunstwerke-aus-Schnee-und-Eis-article2218421.html" target="_blank">Harbin</a>. Im „Ice-Dome“ des Zhaolinpark sprach die 49-jährige Dolmetscherin aus Saksatoon/Kanada über ihre Leidenschaft, Kälte, Kürbisse, Vergänglichkeit, Bunsenbrenner und Spannungsrisse.</p>
<p><em>Sie sind zum ersten Mal in Harbin?</em></p>
<p>Ich bin quasi Stammgast und bereits das sechste Mal in Harbin. Ich komme gerne nach China und mag diesen Wettbewerb sehr. Ich kenne praktisch alle Teilnehmer persönlich. Die Weltelite trifft sich immer wieder, auf diversen Wettkämpfen und <a title="Bregenz: Bühne mit Riesen-Badewanne" href="http://www.admirado.de/2011/08/bregenz-buhne-und-badewanne-der-superlative/">Festivals</a>. Wissen Sie, wir Eiskünstler sind eine kleine, eingeschworene, internationale Familie. Dieses Jahr hatte ich das Glück eine Einladung für zwei Personen zu erhalten. So konnte ich meinen Landsmann Craig Mutch aus Vancouver mitbringen. Wir treten im Team für Kanada an.</p>
<p><em>Frauen scheinen eine Minderheit bei den Eiskünstlern zu sein. Richtig?</em></p>
<p>1999, als ich das erste Mal in Harbin antrat, war ich die einzige Frau bei diesem Wettbewerb. Ich war der Star. Mittlerweile aber gibt es eine Handvoll weiblicher Teilnehmer, auch aus China. Aber grundsätzlich sind wir Frauen immer noch stark in der Minderheit.</p>
<h2>Eis? &#8222;Mein Lieblingsmedium&#8220;</h2>
<p><em>Wie kamen Sie zur Eisbildhauerei?</em></p>
<p>Ich war schon immer ein kreativer Mensch. Bereits als Kind schnitzte ich Kürbisse. Vor circa 20 Jahren versuchte ich zum Spaß erste Skulpturen aus <a title="Ostschweiz: Ski-Langlaufen vor Abfahrt" href="http://www.admirado.de/2012/02/ostschweiz-ski-langlaufen-statt-abfahrt-mit-apres-ski/">Schnee</a> zu schaffen. Ich hörte von Wettkämpfen und dachte: „Warum nicht?“ Als ich bei meiner ersten Teilnahme, es handelte sich um nationalen Meisterschaften in <a title="Jerusalem: Heilige Hügel und Indiana Jones" href="http://www.admirado.de/2011/05/jerusalem-heilige-huegel-und-indiana-jones/">Kanada</a>, gleich den dritten Platz belegte, fing ich Feuer. Es dauerte nicht lange und ich landete beim Eis. Es ist mein Lieblingsmedium.</p>
<p><em>Haben Sie auch schon Wettbewerbe gewonnen?</em></p>
<p>Einige.</p>
<p><em>Gibt es Siegprämien?</em></p>
<p>Manchmal ja, allerdings handelt es sich dabei um sehr kleine Beträge. (Lacht) Viel mehr sammle ich Pokale, Trophäen und Medaillen.</p>
<p><em>Wie lange dauert es in der Regel bis aus einem Eisblock eine schöne Skulptur entsteht?</em></p>
<p>Die Regeln sind vorgegeben. An einem Eisblock dürfen wir im Team genau 2,5 Tage arbeiten. Im Schnee 3,5 Tage.</p>
<p><em>Wie viele Teilnehmer treten beim Eisskulpturen-Wettbewerb in Harbin an?</em></p>
<p>2013 sind 28 internationale Teams am Start. Unter anderem aus China, Russland, Japan, <a title="Myanmar/ Burma: Hoffen aufs erste Auto, Bildung – und eigene Coca-Cola" href="http://www.admirado.de/2012/11/myanmar-burma-hoffen-aufs-erste-auto-bildung-und-eigene-coca-cola/">Thailand</a>, Schweden, Litauen und USA.<br />
<em>Welche Werkzeuge verwenden Sie?</em></p>
<p>Für’s Grobe eine Kettensäge, dann natürlich diverse Schleif- und Poliergeräte, Föhn, Schnitzmesser, Bunsenbrenner oder auch Bügeleisen. Ach ja, und wir tragen einen Mundschutz gegen den groben Eisstaub. Auf Dauer kann es unangenehm werden, diesen einzuatmen.</p>
<p><em>Föhn und Bunsenbrenner? Das müssen Sie genauer erklären.</em></p>
<p>Damit bekommen wir die Oberflächen schön glatt und gleichen Unebenheiten aus. Allerdings erzeugen beide Geräte auch leicht Spannungsrisse. Ich arbeite daher nicht wirklich gerne damit. Am Besten ist immer noch, wenn die Sonne auf eine Skulptur scheint. Nach ein paar Minuten glänzt alles so wunderschön.</p>
<p><em>Ihre Eisskulptur stellt einen Raben dar. Warum gerade ein Rabe?</em></p>
<p>Der Rabe ist ein mythisches Tier bei den Haida, einem Indianervolk in Kanada, einem der 600 First Nations des Landes. Unsere Skulptur beruht auf einer berühmten kanadischen Legende, in der es einem Raben mittels Sonne und Mond gelang, das Tageslicht in die Welt zu bringen.</p>
<p><em>Ist ein guter Eiskünstler automatisch ein guter Schneekünstler?</em></p>
<p>In der Regel ja. Aber es gibt in beiden Disziplinen eine echte Weltspitze, die sich auf jeweils ein Thema konzentriert. Craig und ich werden allerdings hier in Harbin nach einem Ruhetag auch noch an der Schneeskulpturen-Meisterschaft teilnehmen.</p>
<p><em>Wer kürt den Sieger?</em></p>
<p>Eine mehrköpfige Jury, Menschen, die mit der Eis- bzw. Schneebildhauerei eng verbunden sind. Russische Eiscarver etwa, der Präsident der internationalen Eis- und Schneebildhauervereinigung aus Finnland und einige andere Fachleute aus der Szene.</p>
<p><em>Wie sehr setzt Ihnen die Kälte zu?</em></p>
<p>In Harbin stehen wir seit drei Jahren in einer Halle, dem so genannten Ice-Dome, also nicht mehr unter freiem Himmel. Es ist zwar immer noch bitterkalt, aber zumindest windstill. Ich komme mit der Kälte insgesamt gut klar, habe sogar das Gefühl, dass sie mich abhärtet und fit macht. Außerdem versinke ich in meiner Arbeit ohnehin so sehr, dass ich alles um mich herum vergesse. Auch die Kälte.</p>
<p><em>Vor dem Ice-Dome arbeiten aber auch Künstler an ihren Skulpturen.</em></p>
<p>Ja, das ist sozusagen der Nachwuchs. Es sind Schüler und Studenten aus Harbin bzw. der Mandschurei, die hier mit Lehrern anrücken und im Eiscarving unterrichtet werden. Eisschnitzen hat hier in China eine lange <a title="Istanbul: Brücke zwischen zwei Kontinenten und ein bisschen Türkei" href="http://www.admirado.de/2012/12/istanbul-stau-um-mitternacht-brucke-zwischen-zwei-kontinenten/">Tradition</a>.</p>
<p><em>Wo finden die größten Eisskulpturen-Wettbewerbe statt?</em></p>
<p>Hier in Harbin, natürlich in Sapporo, in Fairbanks, in Québec, aber auch in Belgien, Litauen, Finnland und Schweden.</p>
<p><em>Auch in Mitteleuropa?</em></p>
<p>Ich war schon oft in Norditalien. Rund um das Grödnertal blüht die Holzschnitzkunst. Das ist es zum Eis auch nicht mehr weit.</p>
<p><em>Sie betreiben einen großen Aufwand für ein vergängliches Kunstwerk.</em></p>
<p>Ach, das ist doch nicht schlimm. Mich bewegen ausschließlich künstlerisch-kreative Motive. Ich will etwas schaffen, entstehen lassen, mich mit meiner Eiskunst ausdrücken. Hier in Harbin sehe ich das eher als eine Art Performance. Die Menschen kommen scharenweise und schauen uns bei der Arbeit zu.</p>
<p>Keinesfalls. Im Gegenteil, ich freue mich darüber. Wenn man bloß die fertigen Skulpturen, also das Ergebnis sieht, urteilt man sehr schnell über gut oder weniger gut, hat aber keine Ahnung, wie viel Arbeit in jeder einzelnen Skulptur steckt. Daher arbeite ich grundsätzlich gerne vor Publikum.</p>
<p><em>Gesetzter Fall: eine Eisskulptur ist besonders gelungen. Ärgert es Sie dann nicht, dass sie „nur“ aus Eis ist?</em></p>
<p>Nein gar nicht. Früher habe ich auch mit Bronze und Stein gearbeitet. Allerdings ist das richtig harte Arbeit. Du bist wochenlang acht Stunden am Tag mit einem einzigen Objekt beschäftigt. Schnee- und Eisskulpturen hingegen fördern einen hohen Output. Ich kann richtig viel davon produzieren. Das kommt meiner Kreativität entgegen.<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/342e65f1ee7444f8b68cb0bcaede7b07" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Johanna Stöckl</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Eisfestivals&#8220; tab2=&#8220;Harbin&#8220; tab3=&#8220;Termine&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<script type="text/javascript">// <![CDATA[
var snackTV_config = {      tagtype: 'static',      type: '7',      visibleAuto: true,      h_weight: 3,      contentid: [],      color: 'CC9966',      bgcolor: 'ffffff',      font: 'helvetica',      search: 'china',      publisher: 'admirado',      videos: '',      mainteaser: 0,      fallback: false,      userwidth: 200,      dynusetypes: '',      dynmode: 'manual',      playlist: 'false',      cat: '',      autoplay: 'false',      layout: 'auto',      hideitems: 'both',      ignore: [''],      isRTL: false,      dovisible: false  }
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<script src="http://www.snacktv.de/snacktag/snacktag.js" type="text/javascript" charset="iso-8859-1"></script>[/two_fifth]Jedes Jahr im Winter, in der Regel von Anfang Januar bis Mitte Februar, findet im chinesischen Harbin das Eis- und Schnee-Festival statt. An verschiedenen Orten in der Stadt Harbin werden zum Teil sehr filigrane Eis- und Schneeskulpturen ausgestellt. Der größte Schneeskulpturenwettbewerb der Welt findet auf dem Gelände der Harbin Engineering University satt. 2012 wurde ein neuer offizieller Weltrekord aufgestellt. 52 Teams aus der ganzen Welt haben 1858 Kubikmeter Schnee für ihre Skulpturen verwendet.Der erste Preis beim &#8222;International Collegiate Snow Sculpture Contest 2012&#8220; geht an das Team der Universität Marburg.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]</p>
<p>Die Eisskulpturen-Wettbewerbe finden im Zhaolin-Park statt, das Rennen um die besten Schneeskulpturen im Landschaftsgebiet Sun Island. Die größten Skulpturen sind Nachbauten berühmter Baudenkmale. Die Skulpturen sind zum Teil mehrere Meter hoch und werden nachts von innen mehrfarbig beleuchtet. Das Festival hat sich mittlerweile zu einer echten Touristenattraktion entwickelt. Aus allen Himmelsrichtungen strömen jährlich viele Touristen zum <i>Harbiner Internationalen Eis- und Schneefest</i> und zur <i>Harbiner Eisskulpturausstellung</i> zusammen.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]<strong>China</strong><br />
Harbin, International Snow and Icefestival 28.12. bis 28.02.2013</p>
<p><strong>Japan</strong><br />
Sapporo, Snow and Icefestival 05.02 bis 11.02.2013</p>
<p><strong>Kanada</strong><br />
Québec, Winter Carnival 01.02. bis 17.02.2013<br />
Lake Louise, Ice Magic Festvial 18.01. bis 20.01.2013</p>
<p><strong>Norwegen</strong><br />
Geilo, Ice-Music-Festival 24.01. bis 27.01.2013</p>
<p><strong>Alaska</strong><br />
Fairbanks, IceAlaska 26.02. bis 31.03.2013</p>
<p><strong>Italien, Südtirol</strong><br />
Innichen, Schneeskulpturen Festival 09.01. bis 11.01.2013<br />
St. Vigil, Schneeskulpturen Festival 14.01. bis 16.01.2013</p>
<p><strong>Estland</strong><br />
Pärnu, Ice Festival 16.02. bis 24.02.2013</p>
<p><strong>Belgien</strong><br />
Brügge, Ice Magic 23.11. bis 06.01.2013</p>
<p><strong>Lettland</strong><br />
Jelgava, Ice Sculpture Festival 08.02. bis 10.02.2013[/tab][/tabs]</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2013/01/Johanna_Stoeckl.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  -495" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2013/01/Johanna_Stoeckl.jpg" alt="Johanna Stöckl" width="96" height="89" /></a>Logbuch|</strong> <a href="mailto: redaktion@admirado.de" target="_blank">Johanna Stöckl</a> empfand ihre Reise nach Harbin als unglaublich schön, spannend und inspirierend. Das jährliche Eisfestival deutet sie als Loblied auf die Vergänglichkeit&#8230;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Istanbul: Brücke zwischen zwei Kontinenten und ein bisschen Türkei</title>
		<link>http://admirado.de/2012/12/istanbul-stau-um-mitternacht-brucke-zwischen-zwei-kontinenten/</link>
					<comments>http://admirado.de/2012/12/istanbul-stau-um-mitternacht-brucke-zwischen-zwei-kontinenten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Dec 2012 19:15:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Istanbul]]></category>
		<category><![CDATA[Orient]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[Traut man den Statistiken, ist Istanbul nach Mexiko-Stadt, Peking und Shanghai die grösste Stadt der Welt. Die Metropole am Bosporus verbindet Europa mit Asien, beherbergt geschätzte 17 Millionen Menschen. Genug Stoff für eine Woche in Istanbul&#8230; Sie stinkt, staubt und lärmt. Hätte sie nicht den Bosporus, der sich Lungen-artig durch die 17-Millionen-Metropole zieht, wäre Istanbul [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Traut man den Statistiken, ist Istanbul nach Mexiko-Stadt, Peking und Shanghai die grösste Stadt der Welt. Die Metropole am Bosporus verbindet Europa mit Asien, beherbergt geschätzte 17 Millionen Menschen. Genug Stoff für eine Woche in Istanbul&#8230;</h3>
<p><span id="more-471"></span>Sie stinkt, staubt und lärmt. Hätte sie nicht den Bosporus, der sich Lungen-artig durch die 17-Millionen-Metropole zieht, wäre Istanbul kaum auszuhalten. Doch im Gehupe genervter <a title="Myanmar/ Burma: Hoffen aufs erste Auto, Bildung – und eigene Coca-Cola" href="http://www.admirado.de/2012/11/myanmar-burma-hoffen-aufs-erste-auto-bildung-und-eigene-coca-cola/">Taxifahrer</a> und Gejaule von Straßenkötern finden sich einige Oasen. Wir haben uns eine Woche umgeschaut. Willkommen in der viertgrößten Stadt der Welt. Nur Schanghai und Peking in <a title="China: 1,3 Milliarden, Menschen, Mandarin" href="http://www.admirado.de/2012/04/china-13-milliarden-menschen-mandarin/">China</a>, allen voran Mexiko-Stadt, sind grösser.</p>
<p>Wie viel Einwohner hier tatsächlich wohnen, das weiß keiner so genau. Offiziell sind es 13 Millionen, doch es werden jeden Tag noch mehr. Blicke aus dem Fenster während der Metro-Fahrt vom Attatürk-Flughafen in die Innenstadt Istanbuls zeugen davon. Illegale Bauten, illegale Bauten, ein IKEA – dazwischen wieder der Versuch, neuer, geordneter Wohnsiedlungen.</p>
<h2>Schippern übern Bosporus</h2>
<p>Früher wohnten hier die Venezianer. Zur Hochzeit vom Byzantinischen, später dem Osmanischen Reichs war <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Venedig</a> verglichen zu Konstantinopel die einzige Konkurrenz im <a title="Insel-Hopping: Um den Globus radeln" href="http://www.admirado.de/2011/10/insel-hopping-mit-rad-und-schiff-den-globus-entdecken/">Mittelmeer</a>-Raum.</p>
<p><figure id="attachment_572" aria-describedby="caption-attachment-572" style="width: 120px" class=" alignleft"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492275923?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3492275923&amp;linkCode=xm2&amp;tag=karrieeinsic-21" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="   -572" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Gebrauchsanweisung für Istanbul" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2012/12/gebrauchsanweisung_istanbul.jpg" alt="Istanbul" width="120" height="196" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2012/12/gebrauchsanweisung_istanbul.jpg 306w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2012/12/gebrauchsanweisung_istanbul-244x400.jpg 244w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px" /></a><figcaption id="caption-attachment-572" class="-text">Geschichten fürs Handgepäck, mit denen man nach den zwei, drei Stunden Flug nur noch als halber Tourist am Bosporus ankommt, mit einem Fuss bereits in Asien&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Früher Teil der Stadtbefestigung, dient der Galataturm heute als Ausflugsziel. Tagsüber gucken die Besucher auf den Bosporus, Hagia-Sophia und Blaue Moschee; Haupattraktionen Istanbuls. Abends schauen sich willige Touristen im Bahnhofsviertel wippende Nacktbäuche oder wirbelnde Derwische an.</p>
<p>Und dann wäre da noch der Topkapi-Sultans-Palast &#8211; Oasen der Ruhe im sonst so lauten Istanbul. Wem das zu wenig ist, der sollte zum Flanieren auf die Prinzeninseln schippern, kann dort sogar Meditieren in einem der letzten orthodoxen Klöster der <a title="Rotes Meer: Sandsturm im Tauchparadies" href="http://www.admirado.de/2011/08/rotes-meer-sandsturm-im-tauchparadies/">Türkei</a>. Hier haben die Istanbuler auch die Sommerfrische entdeckt.</p>
<p>In jedem Programm: Die Wanderung zum griechisch-orthodoxen Georgskloster. Vorbei an osmanischer Bäderarchitektur, ja das waren noch Zeiten mit Kaiser Wilhelm II. Heute eine Tour für Verliebte, das <a title="Insel-Hopping: Um den Globus radeln" href="http://www.admirado.de/2011/10/insel-hopping-mit-rad-und-schiff-den-globus-entdecken/">Insel-Hopping</a>.</p>
<p>Die <a href="http://www.ayasofyamuzesi.gov.tr/en/" target="_blank">Hagia Sophia</a> nicht vergessen, mit dem vielleicht schönsten Christus-Mosaik &#8211; 1937 wurde es im neu von Attatürk eingeweihten Museum wieder herausgeputzt. In Moschee-Zeiten war es verdeckt. Ein Museumsbesuch im „Modern“ darf natürlich auch nicht fehlen. Das <a href="http://www.istanbulmodern.org/en" target="_blank">Istanbul-Modern</a> wirkt auf den ersten Blick wie eine Kopie zum MoMa, dem Museum of Modern Art in New York City.</p>
<p>Auf den zweiten Blick, naja. Spannend ist aber die aktuelle Wanderaustellung: Die Geschichte des Porträts, <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2010/09/mehr-als-geld-lust-statt-lasten-des-jobs/" target="_blank">Identität</a> in Beziehungen erlebt. Gezeigt werden Schwarz-Weiss-Bilder vom Porträt Marc Chagalls über Albert Schweizer bis zur Langzeit-Aufnahme von vier Schwestern in Neuengland.</p>
<p><a title="Kenia: Schulbau mit Hindernissen" href="http://www.admirado.de/2012/06/kenia-schulbau-mit-hindernissen/">Zeit</a> ist wie ein Strang, an dem Atome aneinandergereiht sind. Diese Atome bestehen aus den Momenten, wo wir uns glücklich fühlen. So wird Aristoteles (zumindest) sinngemäß im „<a href="https://www.amazon.de/dp/3596177685/ref=as_li_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3596177685&amp;adid=10670HY6KPTFE4B66NEE&amp;" target="_blank">Museum der Unschuld</a>“ zitiert, dem Haus zum gleichnamigen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596177685?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3596177685&amp;linkCode=xm2&amp;tag=karrieeinsic-21" target="_blank">Roman</a> von Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk.</p>
<p>Und dann noch auf den Basar. Massen drängen sich rein. Ein Hauch von<a title="Traditionscafés: Wo Kafka seinen Kaffee trank" href="http://www.admirado.de/2011/09/traditionscafes-wo-kafka-seinen-kaffee-trank/"> Orient</a> wird versprochen. Doch das Angebot ist recht monoton und findet sich spätestens im dritten Laden wieder: teurer Goldschmuck, billige Markenkopien von Armani- bis Versace-Klamotten, türkische Desserts und Gewürze, Schrauben in allen Größen. Moment.</p>
<h2>Grosser Bazar</h2>
<p>Wo waren wir doch gleich stehen geblieben? Wir haben uns verlaufen. Fragt man in Istanbul jemanden nach dem Weg, so haben die türkischen Taxifahrer eins mit ihren Kollegen in <a title="Chile: Naturkino auf 4300 Kilometern Länge" href="http://www.admirado.de/2012/01/chile-naturkino-auf-4300-kilometern-lange/">Chile</a> gemeinsam.</p>
<p><figure id="attachment_768" aria-describedby="caption-attachment-768" style="width: 120px" class=" alignright"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3834206733?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3834206733&amp;linkCode=xm2&amp;tag=admirado-21" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="-768" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2012/12/merian_istanbul.jpg" alt="Viele Highlights im MERIAN, wenige Specials - trotzdem schön anzuschauen..." width="120" height="169" /></a><figcaption id="caption-attachment-768" class="-text">Viele Highlights im MERIAN, wenige Specials &#8211; trotzdem schön anzuschauen&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Sie trauen sich nicht, zuzugeben, dass sie eigentlich (auch) keine Ahnung haben. So fährt der ahnungslose Hotelgast vom <a title="Zürich: Stadt der Banker und Lenker" href="http://www.admirado.de/2011/05/zurich-stadt-der-banker-und-lenker/">Flughafen</a> mit irgendeiner Taxe in die Stadt, lässt sich entspannt auf die Rückbank plumpsen, in der Hoffnung er müsse nach dem Bezahlen nur noch Aussteigen.</p>
<p>Weit gefehlt. Die nächste Nacht wird er in seinem regulär gebuchten Bett nächtigen, davor irgendwo aufwachen. Zwar haben fast alle Taxen mittlerweile ein Navi in der Windschutzscheibe kleben, so wie das baumelnde Auge Fatimas am Rückspiegel.</p>
<p>Bedient wird es nicht, fehlt das Know-How. Auch nett zu sehen: Ein Taxi, welches sich durch die Alstadtgassen zwängt – mit einer Lady auf der Rückbank, auf ihrem I-Phone mit der Google-Maps-App fingernd.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Istanbul&#8220; tab2=&#8220;Geschichte&#8220; tab3=&#8220;Hagia Sophia&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<script>// <![CDATA[
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// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://www.snacktv.de/snacktag/snacktag.js" charset="iso-8859-1"></script>[/two_fifth]Istanbul die bevölkerungsreichste Stadt der <a title="Türkei" href="http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkei">Türkei</a> und deren Zentrum für Kultur, Handel, Finanzen und Medien. Das Stadtgebiet erstreckt sich am Nordufer des <a title="Marmarameer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marmarameer">Marmarameeres</a> auf beiden Seiten des <a title="Bosporus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bosporus">Bosporus</a>, der Meerenge zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer. Durch diese Lage sowohl im europäischen <a title="Thrakien (Landschaft)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thrakien_%28Landschaft%29">Thrakien</a> als auch im asiatischen <a title="Kleinasien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinasien">Anatolien</a> ist Istanbul die einzige Metropole der Welt, die sich auf zwei Kontinenten befindet. Das städtische Siedlungsgebiet beherbergt rund 13,7 Millionen Einwohner und nimmt damit den vierten Platz unter den <a title="Liste der Millionenstädte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Millionenst%C3%A4dte">bevölkerungsreichsten Städten der Welt</a> ein.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]Im Stadtbild der Altstadt sind immer noch die antiken Ursprünge zu entdecken. Aufgrund der zahlreichen Erdbeben, Stadtbrände und der ökonomischen Situation am Ende des Byzantinischen Reiches war schon im 15. Jahrhundert ein Großteil der Gebäude verfallen. Einige Plätze und Bauwerke sind in der Anlage oder als Ruinen bis heute erhalten. Hierzu gehören die mächtige <a title="Theodosianische Landmauer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theodosianische_Landmauer">Theodosianische Landmauer</a> und die Seemauern, das Studios-Kloster (<i>İmrahor Camii</i>), das <a title="Hippodrom (Konstantinopel)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hippodrom_%28Konstantinopel%29">Hippodrom</a> mit einem Fassungsvermögen von bis zu 100.000 Zuschauern, das Konstantinsforum mit der Konstantinssäule, die <a title="Großer Palast (Konstantinopel)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Palast_%28Konstantinopel%29">Kaiserpaläste</a> und der <a title="Porphyrogennetos-Palast" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Porphyrogennetos-Palast">Porphyrogennetos-Palast</a> (<i>Tekfur Sarayı</i>). Die meisten Gebäude sind umgenutzt und stark verändert worden. Kaum verändert wurde der <a title="Valens-Aquädukt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Valens-Aqu%C3%A4dukt">Valens-Aquädukt</a>, der auch nach 1453 die Wasserversorgung sicherstellte, die spätantike Zisterne <a title="Cisterna Basilica" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cisterna_Basilica">Cisterna Basilica</a> aus dem 6. Jahrhundert oder verschiedene Ehrensäulen, zum Beispiel der 20 m hohe <a title="Obelisk" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Obelisk">Obelisk</a> <a title="Thutmosis III." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thutmosis_III.">Thutmosis III.</a> aus <a title="Rosengranit" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rosengranit">Rosengranit</a>, der aus dem <a title="Ägypten" href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gypten">ägyptischen</a> Dorf <a title="Karnak" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karnak">Karnak</a> nach Konstantinopel gebracht und 390 n. Chr. auf der <a title="Circus Maximus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Circus_Maximus">Spina</a> des Hippodroms aufgestellt worden ist.[/tab]<br />
[tab]Die Hagia Sophia, früher <i>Sophienkirche,</i> ist eine ehemalige byzantinische <a title="Kirche (Bauwerk)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_%28Bauwerk%29">Kirche</a>, spätere <a title="Moschee" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moschee">Moschee</a> und heutiges Museum (<i>Ayasofya Camii Müzesi</i>, „Hagia-Sophia-Moschee-Museum“) in <a title="Liste der Stadtteile von Istanbul" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stadtteile_von_Istanbul#Emin.C3.B6n.C3.BC">Eminönü</a>, einem Stadtteil im europäischen Teil <a title="Istanbul" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Istanbul">Istanbuls</a>. Als Kuppelbasilika errichtet, setzte sie im 6. Jahrhundert n. Chr. neue architektonische Akzente. Die Hagia Sophia, das letzte große Bauwerk der <a title="Spätantike" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sp%C3%A4tantike">Spätantike</a>, war die Hauptkirche des <a title="Byzantinisches Reich" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Byzantinisches_Reich">Byzantinischen Reiches</a> und religiöser Mittelpunkt der <a title="Orthodoxe Kirchen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orthodoxe_Kirchen">Orthodoxie</a> und ist heute ein <a title="Wahrzeichen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrzeichen">Wahrzeichen</a> Istanbuls.[/tab]<br />
[/tabs]</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Globetrotter: Freundschaft über Teiche</title>
		<link>http://admirado.de/2012/12/globetrotter-freundschaft-uber-den-grossen-teich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabrina Kurth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Dec 2012 07:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Fernbeziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Weltweit]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Lächeln in Angelas Gesicht, wenn sie in Erinnerungen schwelgt. Freundinnen, die trotzdem alles teilten und das über Ländergrenzen, sogar Kontinente hinweg. 40 Jahre später. Und heute noch… „Als ich nach einem Jahr in England mit meinen Eltern in die USA zog, pflanzte Hilarys Vater zwei Silberpappeln. Zehn Jahre später sind wir noch einmal zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein Lächeln in Angelas Gesicht, wenn sie in Erinnerungen schwelgt. Freundinnen, die trotzdem alles teilten und das über Ländergrenzen, sogar Kontinente hinweg. 40 Jahre später. Und heute noch…</h3>
<p><span id="more-285"></span>„Als ich nach einem Jahr in England mit meinen Eltern in die USA zog, pflanzte Hilarys Vater zwei Silberpappeln. Zehn Jahre später sind wir noch einmal zu dem Haus gefahren, obwohl sie gar nicht mehr dort wohnten. Wir haben unsere Bäume gesucht. Als wir sie nicht fanden, befürchteten wir, jemand hätte sie gefällt. Dann schauten wir in den <a title="Jakobsweg: Pilgern zu sich selbst" href="http://www.admirado.de/2011/11/jakobsweg-pilgern-zu-sich-selbst/">Himmel</a>: Es waren Riesen geworden.“</p>
<p>Im Grundschuldalter zog Angela mit ihrer Familie von Deutschland nach England. Ihr Vater war Mathematikprofessor und sollte an einer englischen Universität lehren. So verschlug es die Familie nach Nottingham, im Herzen Englands, im sagenumwobenen Reich von <a href="http://www.imdb.com/title/tt0955308/" target="_blank">Robin Hood</a> und Lady Marian.</p>
<p>Dort ging Angela ein Jahr zur Schule und lernte Hilary kennen. „Hilary fand&#8217;s klasse, dass ich in die Klasse kam. Als Ausländer war ich irgendwie spannend und exotisch. Und durch sie habe ich mich schnell wohl gefühlt. Sie war einfach nett.</p>
<h2>&#8222;Englischlernen kein Problem&#8220;</h2>
<p>Wir haben uns sofort angefreundet.“ Anfangs war das allerdings gar nicht so leicht, denn Angela sprach kein Wort <a title="St. Gallen: Stift mit Seelenapotheke" href="http://www.admirado.de/2011/10/st-gallen-seelenapotheke-im-stift/">Englisch</a>. Das änderte sich schnell, denn Hilary war die perfekte Englischlehrerin. Ihre Mutter war gehörlos und deshalb sprach Hilary sehr deutlich, so dass sie von den Lippen ablesen konnte. So war das Englischlernen kein Problem.</p>
<p>Schnell konnten sie ausgelassen über Lehrer lästern, zusammen Schulaufgaben machen und jede freie Minute miteinander verbringen. Ein Summen geht über Angelas Lippen. „Ein englisches Kinderlied“, erklärt sie „Wir haben gerne zusammen gesungen. Hilarys Mutter war auch oft dabei. Sie war dann die Tuba,“ und lacht. „Es hat immer Spaß gemacht und die Lieder können heute auch meine beiden Kinder.“</p>
<p>Obwohl die Zeit, als die Freundinnen fast Tür an Tür gelebt haben sehr kurz war, sollte ihr Kontakt bis heute nicht abreißen. Ein Jahr nach Angelas Ankunft in Nottingham zog die Familie in die <a title="Wall Street: Von der Andacht bis Zocken" href="http://www.admirado.de/2011/05/wall-street-von-der-andacht-bis-zocken/">USA</a>. Vor ihrem Abschied haben sich die beiden jedoch eines geschworen:</p>
<p>Beste Freundinnen für immer zu bleiben! Damit das auch seine Gültigkeit hat, war eine Blutsbruderschaft unabdingbar; Haarsträhnen wurden ausgetauscht und deutsche und englische Münzen. Von nun an wurden Briefe und Karten geschrieben, hin und wieder auch telefoniert.</p>
<h2>&#8222;Wir waren eine Familie&#8220;</h2>
<p>Als Angela zurück nach Deutschland, kam, besuchten sich die beiden immer abwechselnd im Sommer. „Wenn wir uns sahen, mussten wir immer weinen, vor Glück. Das ist auch heute noch so. Wir erlebten unsere ganze Kindheit miteinander, obwohl wir fast 1000 km voneinander entfernt wohnen.</p>
<p>Hilarys Eltern waren dabei immer Ansprechpartner für mich. Bei Problemen haben sie mir geholfen und von Peter, Hilarys Vater, bekam ich abends immer einen Gute-Nacht-Kuss. Wir waren eine <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/10/authentizitat-und-karriere-suche-nach-dem-ich/" target="_blank">Familie</a>.“</p>
<p>Dennoch sei das nicht immer so gewesen, betont Angela. Sie wirkt ernster, fast traurig. Ende der Schulzeit verlief sich ihr gemeinsamer Weg. Hilary kümmerte sich um ihre Arbeit als Kunstlehrerin, Angela studierte Psychologie, heiratete früh und bekam Kinder. Anschließend umgekehrt: Hilary gründete eine Familie und Angela eröffnete ihre Praxis als Psychotherapeutin.</p>
<p>„Auch heute noch sind unsere Wege sehr verschieden: Ich bin immer die Weitreisende gewesen und ein Stadtmensch, Hilary blieb im ländlichen Umfeld. Sie ist Atheistin, ich Christin. Und trotzdem: Sie war immer da, wenn ich sie gebraucht habe. An allen wichtigen Punkten meines Lebens war sie präsent und umgekehrt.“</p>
<h2>Verschiedene Wege</h2>
<p>Bei ihrem Autounfall mit 11, nach der schwierigen Geburt ihrer Tochter und beim Tod einer guten Freundin. Eines der schönsten Geschenke war zu ihrer Hochzeit. Sichtlich gerührt erzählt Angela wie sehr sie sich gewünscht hatte, dass Hilary zu ihrer Hochzeit kommt.</p>
<p>Der Direktor ihrer Schule wollte ihr aber nicht frei geben, so dass Hilary enttäuscht absagen musste. Dann aber, an Angelas Hochzeitstag morgens im Standesamt, waren Hilarys Eltern da &#8211; eine Überraschung. „Die Hochzeit war zwar ohne sie und doch war sie immer bei mir.“</p>
<p>Ein Ereignis, erinnert sich Angela, habe sie jedoch sehr geschockt. Als die beiden über ihre Freundschaft sprachen, betonte Hilary, dass sie es nicht gut fände „Beste Freundinnen“ zu sein. Zuerst enttäuscht und verletzt, begann Angela allmählich zu verstehen, was Hilary damit meinte.</p>
<p>Sie hätten zwar das ’best friends’ aufgegeben, aber dadurch nichts verloren, weil sie wüssten, wie viel sie einander haben und brauchen und das halte sie zusammen. „Viele Freundschaften sind <a href="http://thema.jnbw.de/freistil/1424" target="_blank">Wegstreckengefährten</a>. Das ist schön, weil sie einen Lebensabschnitt bereichern.</p>
<h2>Grenzenlose Freundschaft</h2>
<p>Sie haben dann ein bestimmtes Bild, an dem sie festhalten. Bei Hilary und mir ist das anders. Wir kennen uns seit 40 Jahren, wir haben alle Entwicklungen miterlebt. Wir haben eine gemeinsame <a title="Jakobsweg: Pilgern zu sich selbst" href="http://www.admirado.de/2011/11/jakobsweg-pilgern-zu-sich-selbst/">Geschichte</a>, nicht nur Momentaufnahmen. Wir fragen uns nach dem wirklichen ’Wie geht’s’.“</p>
<p>Angela deutet auf ein Geschenk von Hilary zum 40. Freundschaftsjubiläum. Ein Holzengel auf dem Fensterbrett, eine kleine Tafel in der Hand: „Freunde sind wie Engel, du musst sie nicht sehen um zu wissen, dass sie da sind.“ Daneben zwei Bilder:</p>
<p>Zwei strahlende Kinder, Schulter and Schulter; einen Rahmen weiter zwei Frauen Arm in Arm, ihre Gesichter fröhlich, ihre Berührung vertraut. <img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/882a244c8c3e41d0b6e04821a2849d89" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Privat, Angela und Hilary</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Fernbeziehung&#8220; tab2=&#8220;Auswirkungen&#8220; tab3=&#8220;Gründe&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<script>// <![CDATA[
var snackTV_config = {      tagtype: 'static',      type: '7',      visibleAuto: true,      h_weight: 3,      contentid: [],      color: 'CC9966',      bgcolor: 'ffffff',      font: 'helvetica',      search: 'fernbeziehung',      publisher: 'admirado',      videos: '',      mainteaser: 0,      fallback: false,      userwidth: 200,      dynusetypes: '',      dynmode: 'manual',      playlist: 'false',      cat: '',      autoplay: 'false',      layout: 'auto',      hideitems: 'both',      ignore: [''],      isRTL: false,      dovisible: false  }
// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://www.snacktv.de/snacktag/snacktag.js" charset="iso-8859-1"></script>[/two_fifth]Die Definition des Begriffes Fernbeziehung und der häufig äquivalent genutzten Wochenendbeziehung wird in der Fachliteratur uneinheitlich gehandhabt.Der Begriff Fernbeziehung kann, ausgehend vom alltäglichen Sprachgebrauch, für eine besondere Form der <a title="Liebe" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liebe">Liebesbeziehung</a> beziehungsweise <a title="Zweierbeziehung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zweierbeziehung">Zweierbeziehung</a> verwendet werden. Fernbeziehungspaare sind Paare, die ihre Beziehungen über räumliche Distanzen hinweg führen.[/tab]<br />
[tab]</p>
<p>Bei der Fernbeziehung ergibt sich folgende Problematik: Die zur Aufrechterhaltung einer <a title="Partnerschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partnerschaft">Beziehung</a> typischen Merkmale des Austauschs von <a title="Erlebnis" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erlebnis">Erlebnissen</a>, <a title="Erfahrung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erfahrung">Erfahrungen</a> und <a title="Emotion" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emotion">Gefühlen</a> ist während der Trennungszeiten erschwert. Der Austausch muss entweder <a title="Telekommunikation" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Telekommunikation">telekommunikativ</a> oder während der gemeinsamen Zeit (im Falle der Wochenendbeziehung als einer Form der Fernbeziehung etwa am Wochenende) erfolgen. Durch die Ausbreitung des Internets und seiner globalen Kommunikationsmöglichkeiten entstehen immer mehr Fernbeziehungen, in denen die Partner so weit voneinander entfernt wohnen, dass deren gemeinsame Zeit sich auf wenige Tage pro Jahr reduziert. <a title="Chat" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chat">Chatten</a>, <a title="E-Mail" href="http://de.wikipedia.org/wiki/E-Mail">E-Mailen</a> und <a title="Telefon" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Telefon">Telefonieren</a> sowie <a title="Videokonferenz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Videokonferenz">Videotelefonieren</a> mit dem Partner zur Überbrückung der Trennungszeit werden von einigen Betroffenen als unzureichend für eine Beziehung empfunden.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]Gründe und Ursachen für Fernbeziehungen müssen getrennt betrachtet werden. Gründe können persönlich motiviert sein, z. B. aus einem Beziehungsideal heraus, oder aus der Berufs- oder Mobilitätsbiographie. Dem gegenüber stehen häufig gesellschaftliche Ursachen, wie z. B. Erwartungshaltungen von Seiten des Arbeitsmarktes. &#8222;<i>Gesellschaftliche Ursachen, die die Plattform für Entscheidungen dieser Art bilden, sind vor allem im Bildungs- und Berufssektor zu finden. Zunehmende Mobilitätsanforderungen und veränderte Berufsbiographien, welche mit der Bildungsexpansion einhergehen, sind hier als die wichtigsten zu benennen</i>&#8220; schreibt Eva-Christina Edinger in ihrer empirischen Studie über Fernbeziehungen. Als Fernbeziehungen gelten dem allgemeinen Verständnis nach keine Beziehungen, bei denen sich die Partner über kurze Zeiträume von z. B. einigen Monaten nur am Wochenende sehen.[/tab]<br />
[/tabs]</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Myanmar/ Burma: Hoffen aufs erste Auto, Bildung – und eigene Coca-Cola</title>
		<link>http://admirado.de/2012/11/myanmar-burma-hoffen-aufs-erste-auto-bildung-und-eigene-coca-cola/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2012 10:20:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Burma]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
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					<description><![CDATA[Pagoden, Klosterleben und Ochsenkarren. Das Land mit unzähligen, tausenden Pagoden zwischen Bangladesch und Laos, Thailand und Indien hat mehr zu bieten. Erst kamen die Chinesen zum Geschäftemachen, jetzt Obama zum Händeschütteln. Notizen einer 15tägigen Rundreise&#8230; Yangon. In Myanmar beginnt jede Reise für Ausländer am Flughafen, da der Landweg durch Bürgerkriege an den Grenzen des ehemaligen Burmas [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Pagoden, Klosterleben und Ochsenkarren. Das Land mit unzähligen, tausenden Pagoden zwischen Bangladesch und Laos, Thailand und Indien hat mehr zu bieten. Erst kamen die Chinesen zum Geschäftemachen, jetzt Obama zum Händeschütteln. Notizen einer 15tägigen Rundreise&#8230;</h3>
<p><span id="more-473"></span></p>
<p>Yangon. In Myanmar beginnt jede Reise für Ausländer am <a title="Rotes Meer: Sandsturm im Tauchparadies" href="http://www.admirado.de/2011/08/rotes-meer-sandsturm-im-tauchparadies/">Flughafen</a>, da der Landweg durch Bürgerkriege an den Grenzen des ehemaligen Burmas geschlossen ist. Wir werden vom Flughafen abgeholt. Wir sind diesmal für unsere Verhältnisse fast schon dekadent komfortabel unterwegs: wir haben in einem kleinen Reisebüro in Yangon eine Rundreise vorgebucht.</p>
<p>Die ersten halbwegs demokratischen Wahlen im April dieses Jahres scheinen die Neugierde auf das ‚ursprünglichste Land Asiens‘ geweckt zu haben. So sehr, dass Myanmars mickrige Tourismus-Infrastruktur kollabierte. Jedenfalls waren sämtliche angefragten Hostels ausgebucht. Da wir keine Lust hatten, die Hälfte unserer wertvollen Freizeit mit Organisation von Transport und Unterkunft zu verbringen, zahlten wir unsere Euronen pauschal an <sub>‚</sub><a href="http://www.goldentrips.com/" target="_blank">Golden Trips</a>‘, das Geld bleibt im Land, beim Hoteljungen, Putzfrau und Taxifahrer.</p>
<p>Mr. Cho kutschiert uns in einer neuen Limousine japanischen Fabrikats durch Yangon. Autos dürfen erst seit 2011 nach Myanmar importiert werden. Auf den Straßen geht es recht gesittet zu. Keine Mopeds, keine Tuk-Tuks. Mr. Cho erklärt, die seien hier auf Initiative eines mit derartigen Gefährten verunfallten Generals verboten.</p>
<h2>Bagan: kein UNESCO-Welterbe wegen Golfplatz</h2>
<p>In Yangon werden wir noch am Ende unserer Rundreise Zeit verbringen. Jetzt fliegen wir erst mal weiter nach Bagan. Eine Ebene übersät mit Ruinen. Tausende von Pagoden wurden hier errichtet, um den Weg ins Nirwana zu ebnen. Wie Zipfelmützen versunkener Riesen erheben sich die Pagoden zwischen üppigem Buschwerk.</p>
<p>Beim Betrachten des Sonnenuntergangs treffen wir 2 Studentinnen aus Singapur. Sie hielten sich für sehr mutig als sie ihre Reise nach <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/myanmar-viel-geld-fuer-burma-nur-wofuer-11965425.html" target="_blank">Myanmar</a>  buchten, weil das Land so ‘unentwickelt‘ sei, sozusagen das letzte große Abenteuer Asiens. Sie wundern sich gemeinsam mit uns, dass wir auf Horden deutscher Rentner im <a title="Jerusalem: Heilige Hügel und Indiana Jones" href="http://www.admirado.de/2011/05/jerusalem-heilige-huegel-und-indiana-jones/">Indiana-Jones-Outfit</a> treffen.</p>
<h2>Affen am Zauberfelsen &#8222;Mount Popa&#8220;</h2>
<p><figure id="attachment_600" aria-describedby="caption-attachment-600" style="width: 127px" class=" alignleft"><a href="https://www.amazon.de/dp/3492276288/ref=as_li_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3492276288&amp;adid=0MJMA8J6W0GN7HWHRKD7&amp;"><img loading="lazy" decoding="async" class=" -600 " src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2012/11/053753923-gebrauchsanweisung-fuer-burma-myanmar.jpg" alt="Gebrauchsanweisung für Burma/Myanmar" width="127" height="210" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2012/11/053753923-gebrauchsanweisung-fuer-burma-myanmar.jpg 302w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2012/11/053753923-gebrauchsanweisung-fuer-burma-myanmar-241x400.jpg 241w" sizes="(max-width: 127px) 100vw, 127px" /></a><figcaption id="caption-attachment-600" class="-text">Vom selben Autor der &#8222;Gebrauchsanweisung&#8220; für Thailand, ebenso witzig wie tiefgründig geschrieben. Kompliment an den Journalistenkollegen Martin Schacht&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Der Fahrer schaukelt uns durch Palmenhaine und Erdnussfelder zum Mount Popa. Aus urwaldartiger Vegetation ragt ein gigantischer Felsbrocken auf. Mit einem goldenen Krönchen oben drauf. Die Pagode ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte für Buddhisten. <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2010/07/buddhismus-management/" target="_blank">Buddha</a> sagt ‚Alles Leben ist Leiden‘. Müssen wir deshalb 770 Stufen barfuß über Affenkacke erklimmen?</p>
<p>Eine überdachte Treppe führt zum Berg der Erleuchtung. Gesäumt von <a title="China: 1,3 Milliarden, Menschen, Mandarin" href="http://www.admirado.de/2012/04/china-13-milliarden-menschen-mandarin/">Verkäufern</a>, die versuchen, Buddahbildchen, Coca-Cola, Perlentäschchen, Blumensträuße und anderen Klimbim an den Mann zu bringen. Makaken-Affen flitzen auf und ab. Auf den ersten Blick süß, auf den zweiten frech und ein bisschen bedrohlich. Schmächtige Männchen wischen halbherzig in der Affenkacke herum und rufen unablässig: ,Hello, donation for cleaning?‘</p>
<p>Auf dem Rückweg besuchen wir einen <a title="Chile: Naturkino auf 4300 Kilometern Länge" href="http://www.admirado.de/2012/01/chile-naturkino-auf-4300-kilometern-lange/">Bauern</a>, der uns zeigt, wie Palmschnaps und Palmzucker gemacht werden. Die Erdnussmühle zum Öl-Gewinnen wird von einem Ochsen betrieben. Seine Frau ist im 7. Monat schwanger, sie erwartet ihr erstes Kind. Ich bin natürlich neugierig, wie eine Geburt bei burmesischen Bauern abläuft. Viel gibt’s dazu nicht zu erzählen: zu Haue natürlich ohne Hebamme, ohne Arzt. Seine Mutter wird der Gebärenden beistehen, Räucherstäbchen anzünden, versuchen die Geister gnädig zu stimmen.</p>
<h2>Postkolonialer Charme, Ballons über Bagan</h2>
<p>Es ist fünf Uhr morgens. Unzählige Sterne sind an den samtenen Himmel gepinnt und noch nicht ausgeknipst. Ein Dieselmotor übertönt hämmernd das Zirpen der Zikaden. Wir werden von einem antiken Bus mit der Aufschrift ‚<a href="http://www.easternsafaris.com/balloonsoverbagan_home.html" target="_blank">Balloons over Bagan</a>‘ abgeholt. Das Gefährt rußt und holpert zu einem freien Feld irgendwo zwischen den 2200 Pagoden.</p>
<p>Während die Boys sieben Heißluftballons für die Fahrt in den Sonnenaufgang vorbereiten, bekommen wir Tee und Kekse serviert. Ein bisschen lebt das koloniale Empire in dieser Szenerie auf. Wenig später schweben wir über das verwunschene Märchenland. Langsam verziehen sich die Nebelschwaden und geben den Blick frei auf leuchtende Zuckerhütchen und das silberne Band des <a href="http://www.focus.de/reisen/abenteuer-und-reise/tid-26293/myanmar-hoffnungsschimmer-leben-auf-dem-irrawaddy_aid_772314.html" target="_blank">Irrawaddy</a>.</p>
<p>Sechs weitere Ballons sind rostrot in die Morgendämmerung gekleckst und passen farblich hervorragend zu den blassroten Pagoden. Tiefe Stille, lediglich unterbrochen vom Klacken der Kameraauslöser. Nach der Landung erwarten uns Champagner, Bananacake und Obst. Ich fühle mich unbehaglich als mir rotznäsige Kinder Postkarten und anderen Touristenramsch verkaufen wollen während mir der Champagner auf der Zunge perlt.<br />
Am Nachmittag strampeln wir auf <a title="Insel-Hopping: Um den Globus radeln" href="http://www.admirado.de/2011/10/insel-hopping-mit-rad-und-schiff-den-globus-entdecken/">Fahrrädern</a> zwischen abgelegenen Pagoden hin und her. Furchtbar heiß, aber einmalig schön.</p>
<h2>Zeitreise in zehn Stunden: 100 Jahre zurück</h2>
<p><figure id="attachment_650" aria-describedby="caption-attachment-650" style="width: 144px" class=" alignright"><a href="https://www.amazon.de/dp/3774269017/ref=as_li_tf_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3774269017&amp;adid=1TXK6EDYS6JPY75WCYMA&amp;"><img loading="lazy" decoding="async" class=" -650  " src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2012/11/merian_myanmar-burma.gif" alt="Merian zu Myanmar/ Burma" width="144" height="201" /></a><figcaption id="caption-attachment-650" class="-text">Sonst im Wettstreit mit ADAC-Reisemagazin und Dumont Bildatlas entscheidet das Reisemagazin MERIAN diese Destination für sich, in Neuauflage. Schöne Fotos, Texte &#8211; manche richtig gut, viele okay&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Zugfahrt nach Mandalay. Geschäftiges Treiben am Bahnsteig, mittendrin ein DJ-Pult. Ein schmächtiger Jüngling dreht begeistert die Lautstärke burmesischen Geschmachtes auf Maximal. Ein kleiner <a title="St. Gallen: Stift mit Seelenapotheke" href="http://www.admirado.de/2011/10/st-gallen-seelenapotheke-im-stift/">Mönch</a> in rostroter Robe, vielleicht 6 Jahre alt, pinkelt in hohem Bogen auf die Gleise und prügelt sich anschließend mit seinem noch kleineren Bruder. Samosas bruzeln im heißen Fett. Rotznäsige Kinder plärren. Omas passen auf, dass ihnen keine der unzähligen karierten Plastiktaschen, ohne die in <a title="China: 1,3 Milliarden, Menschen, Mandarin" href="http://www.admirado.de/2012/04/china-13-milliarden-menschen-mandarin/">Asien</a> scheinbar gar nichts geht, abhanden kommt.</p>
<p>Dann rumpelt der Zug aufs Gleis. Ein Vorkriegsmodell. Man richtet sich ein. Nachdem <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Proviant</a>, Gepäck und Kinder verstaut sind, setzt sich die Diesellock in Gang. Die Gleise sind in noch erbärmlicherem Zustand als die Wagons, sodass ich wiederholt befürchte, der Zug könnte entgleisen. Inzwischen haben 5 blinde Passagiere ihr Versteck verlassen: zwischen den Füßen huschen Mäuse hin und her auf der Suche nach heruntergefallenen Leckerbissen.</p>
<p>An den geöffneten Fenstern zieht das ländliche Burma vorbei. Zuckerrohrplantagen, Palmenheine, Gemüsefelder. Hier und da ein Ochsengespann oder Frauen bei der Arbeit. Verhungern muss man auf der 8-stündigen Fahrt nicht: Essensverkäufer nutzen die Stopps in <a title="Glacier-Express: Gletscherglück Zug um Zug" href="http://www.admirado.de/2011/12/glacier-express-gletscherglueck-panoramawagen/">Bahnhöfen</a>, um ‚an Bord‘ zu kommen und lautstark ihre Waren anzupreisen.</p>
<p>Angeboten werden aufgeschnittene Wassermelonen, kleine braun-weiß gescheckte Vogeleier, köstliche Samosas, gebratene Hühnerschenkel, Suppe, <a title="Peru: Inka-Cola, Coca-Tee und etwas Cuy" href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/">Reis</a>. Gegen Mittag kühlt der Fahrtwind nicht mehr. Ich wünsche mich dumpf und schläfrig möglichst schnell ans Ziel. Zugfahren in Myanmar gibt ein Gefühl für das Tempo des Landes. 200 km in 8 Stunden.</p>
<h2> Mönche bestimmen Alltagsleben</h2>
<p>Mandalay ist angeblich das religiöse Zentrum des Landes. Und furchtbar heiß. Die deutschen Rentner-Trupps sind schon vor Ort. Deshalb waren wohl die meisten Hotels ausgebucht. So haben wir das zweifelhafte Vergnügen, im neusten Hotel Myanmars zu logieren, fünf Sterne: protzig von einem chinesischen <a title="Rotes Meer: Sandsturm im Tauchparadies" href="http://www.admirado.de/2011/08/rotes-meer-sandsturm-im-tauchparadies/">Investor</a> in die Pampa geklotzt. Immerhin gibt es einen Pool und eine Idee von Bircher-Müsli zum Frühstück.</p>
<p>Zunächst zeigt uns der Fahrer die Gegend um Mandalay: in Amerupa schreiten wir über die längste Holzbrücke der Welt und besuchen Longyi-Weber, Holzschnitzer für <a title="Jakobsweg: Pilgern zu sich selbst" href="http://www.admirado.de/2011/11/jakobsweg-pilgern-zu-sich-selbst/">Tempel</a>-Dekor, Buddah-Steinmetze. Wir sehen, wie Stupas hergestellt und hölzerne Buddahs vergoldet werden. Ohne Buddhismus wären wohl 90% der emsigen Bienchen arbeitslos.</p>
<p>Danach werden wir gemeinsam mit zig anderen Touristen in einem Kloster abgesetzt, um zuzuschauen, wie die 1500 Mönche ihre einzige Mahlzeit des Tages zu sich nehmen. Heinz und Horst haben die malerisch zur Essensausgabe aufgereihten Mönche schon im Visier ihrer <a title="Wellington: Wind und Unternehmergeist" href="http://www.admirado.de/2011/05/wellington-wind-wellen-und-der-unternehmergeist/">Kamera</a>.</p>
<p>Die Videokamera baumelt auf dem Bierbauch. Sie kommt später noch zum Einsatz. Interessant wird es erst als sich der Touristentrubel gelegt hat und wir ein wenig mit 2 Mönchen plaudern können. Die beiden sind gerade zu Besuch aus Yangon. Dort haben sie die Erlaubnis ihres Abts, englisch zu lernen. Deshalb halten sie Ausschau nach <a title="Kenia: Schulbau mit Hindernissen" href="http://www.admirado.de/2012/06/kenia-schulbau-mit-hindernissen/">Touristen</a>, mit denen sie ein wenig Konversation praktizieren können.</p>
<p>Nach dem Mittagessen nehmen wir Platz an Deck eines  hölzernen Kahns, der sich durch die schlammigen Fluten des Irrawaddys stromaufwärts nach Mingun kämpfen wird. Dort sollte die größte Pagode der Welt entstehen. Hat aber nicht ganz geklappt.</p>
<p>Der größenwahnsinnige <a title="Arenenberg: Napoleons Quitschentchen" href="http://www.admirado.de/2011/10/schloss-arenenberg-napoleons-quitschentchen/">König</a> … starb, bevor sein Werk vollendet werden konnte. Danach hatte keiner mehr Lust weiterzubauen. Neben dem kolossalen Ziegel-Klotz gibt es ein wenig dörfliches Leben zu begutachten: fußballspielende Jungs, im Staub pickende Hühner und einen Ochsen, der in aller Ruhe neben dem Schild ‚English and computer classes sponsored by Förderverein‘ wiederkäut. Dann schippern wir dem Sonnenuntergang entgegen.</p>
<h2>Buddhismus und Oburma-Feeling</h2>
<p>Neuste Schlagzeile am Zeitungskiosk und in aller Munde: <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/historischer-besuch-obama-in-myanmar-begeistert-empfangen-1.1526833" target="_blank">Obama</a> kommt. Oburma!  ‚Es wird alles besser‘ liegt in der Luft. In Mandalay geht das Leben indes seinen gewohnten Gang. In der Mahammudi-Pagode wird unablässig Blattgold an den Buddha gepappt. Allerdings steht das Vorrecht, auf diese Weise Karma-Punkte zu sammeln, nur Männern zu. Frauen dürfen in respektvoller Entfernung von einigen Metern dafür beten, im nächsten Leben als Mann wiedergeboren zu werden.</p>
<p>Mönche waschen jeden Morgen das Buddha-Gesicht, deshalb glänzt es ebenso golden wie der Körper, und putzen ihm sogar die Zähne. An Wandhaken baumeln Blumengebinde, die man sich zum Gebet ausleihen kann. Es gibt eine kleine Buddhastatue für jeden Wochentag mit zugehörigem Tier, z.B. dem <a title="Peru: Inka-Cola, Coca-Tee und etwas Cuy" href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/">Meerschweinchen</a> für Freitag. Wer an einem Freitag geboren ist, schüttet Wasser über den Freitags-Buddha in der Hoffnung darauf, selbst mit Glück überschüttet oder doch zumindest bespritzt zu werden.</p>
<p>Menschen kommen und gehen. Sie legen ehrfürchtig die Handflächen aneinander und ihr Schicksal in Buddahs Hände. Am Tempelausgang hängen Plakate mit dem Konterfei von <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/filmportraet-aung-san-suu-kyis-volk-oder-familie-das-ist-die-frage-11708234.html" target="_blank">Aung San Suu Kyi</a>. Vor ein paar Jahren noch hätte die bloße Erwähnung ihres Namens einen braven Burmesen ins Gefängnis bringen können. Jetzt darf sie verehrt werden wie ein Popstar. Oder wie Buddha.</p>
<p>Danach sehen wir, wie Blattgold entsteht. Das scheint so eine Art Nirwana-Währung zu sein. Ein Streifen Gold kommt aus einer Maschine, dieser wird in Quadrate geschnitten und insgesamt fünf Stunden zwischen einem Stapel Bambusblätter platt gehauen.</p>
<p>Nach Königspalast (der im Zuge von Kämpfen zwischen Briten und Japanern 1931 abgebrannt ist und nur halbherzig wieder aufgebaut wurde) und einem Holzkloster mit beeindruckenden Schnitzereien benötigen wir dringen eine Pause vom Sightseeing. Wir essen in einer Straßenkneipe. Die Gemüsesuppe mit Shrimps soll sich später als Verhängnis erweisen, Montesumas Rache…</p>
<p>Beim Sonnenuntergang auf dem Mandalay Hill befinden wir uns wieder mitten im Reisegruppen-Gedränge. Dazwischen Mönche, die ihre Englisch-Kenntnisse im Schwätzchen mit Touristen aufpolieren möchten. Leichte Beute.</p>
<h2>Tradition: Kitsch, Kommerz und echte Werte</h2>
<p>Nach einem kurzen, holprigen Flug sind wir in Heho. Und dann am Inle-See. Der leichte Nieselregen erfrischt nach der Hitze in Mandalay. Im Longtailboot knattern wir auf den See. Je lauter der Motor, desto mehr vertreibt er die bösen Geister.</p>
<p><a title="Friedrichshafen: Fischfang bei jedem Wetter" href="http://www.admirado.de/2011/08/friedrichshafen-fischfang-bei-jedem-wetter/">Fischer</a>, die noch nicht motorisiert unterwegs sind, haben hier eine besondere Rudertechnik: mit einem Bein auf dem Boot stehend schlingen sie das andere Bein um’s Ruder. So bleiben beide Hände frei zum Fischen. Zum Teil Touri-Show, die Fischerei wird hier aber tatsächlich noch so betrieben. Wir waren vorgewarnt: der Inle-See sein eine ziemliche Touristenfalle. Nun sind wir aber eher positiv überrascht. Die uns bisher begleitenden Rentner-Reisegruppen-Trupps fehlen hier.</p>
<p>Pause erzwungen durch obligatorischen Reise-Durchfall. Wir tippen, dass die Suppe in Mandalay Schuld ist. Noch mit leichtem Grummel-Bauch, aber ungebrochener Neugierde flitzen wir abermals im Boot über den See. Wolken schmiegen sich wie Federbetten an die Shan-<a title="Toggenburg: Hinter den sieben Bergen" href="http://www.admirado.de/2011/12/toggenburg-hinter-den-sieben-bergen/">Berge</a>. In weiter Ferne zeichnen sich die Silhouetten der einbeinigen Fischer ab. Wir gleiten an Stelzensiedlungen vorbei zu einem Markt am anderen Ufer. Hier wieder das übliche Gewusel und Feilbieten der lebensnotwenigen Dinge wie Fisch, Gemüse, verschiedener Tinkturen und Pillen am Stand des Apothekers, Zigarren, Hühner- und Vogeleier und vielem mehr neben ein wenig Touristen-Nepp.</p>
<h2>Souvenirs für den Rucksack, &#8222;only in Myanmar&#8220;</h2>
<p>In den Stelzendörfern gibt es zahlreiche Silberschmiede, die wahrscheinlich alle behaupten, ihr Großvater habe das Design des hübschen kleinen Fischchens erfunden, den alle als Kettenanhänger oder Ohrring verkaufen. Aus den Fasern der Lotos-Blume werden weiche Stoffe gewebt. Und verhutzelte, alte Frauen bauen aus einem Tabak-Bananen-Honig-Reiswein-Gemisch süße Zigarren.</p>
<p>In den schwimmenden Gärten wachsen reichlich Tomaten. 3 Mal pro Jahr wird geerntet. Inzwischen unterstützt von Unmengen Pestiziden, wie wir von einem burmesischen Agrarexperten erfahren, den wir viel später bei einem Stopp des <a title="Bolivien: Rekordhalter mitten in Südamerika" href="http://www.admirado.de/2012/01/bolivien-rekordhalter-im-herzen-suedamerikas/">Nachtbus</a> nach Yangon treffen. Die Latrinen der Stelzenhäuser münden direkt in den See. Zusammen mit den Pestiziden ist dadurch das Ökosystem des Inle-Sees gefährdet. Die Hausfrauen waschen trotzdem ihre Wäsche im trüben Wasser und Kinder schwimmen mit den Fischen um die Wette.</p>
<h2>Dezibelmix aus Burmanywood und Motorenlärm</h2>
<p>Burmesen scheinen sich durch Karaoke und nahezu handlungslose Seifenopern bestens unterhalten zu fühlen. Deshalb gehören zur Grundausstattung jedes Buses ein Flatscreen und Lautsprecherboxen. Beim Stopp qualmen die Bremsen und müssen zur Kühlung mit Wasser bespritzt werden. Die Karosserie ist verrostet. Aber an der ‚<a title="Kairo: Proteste statt Pyramiden" href="http://www.admirado.de/2011/07/kairo-pyramiden-proteste-polizei/">Multimedia</a>-Anlage‘ darf keineswegs gespart werden.</p>
<p>Ankunft in Yangon um 4:30 Uhr. Eigentlich sollten wir abgeholt und zum Bus nach Kyaikhtiyo geleitet werden. Nicht, dass wir das nicht selbst können, aber der Typ vom Reisebüro hat die Tickets. Er taucht auch nach einer Stunde Wartens nicht auf. So beschließen wir, telefonisch auf uns aufmerksam zu machen.</p>
<p>Es gibt zwar das besagte Unterhaltungsprogramm im Bus, Telefonieren geht aber in Myanmar wie im vorigen Jahrhundert: am Straßenrand stehen auf wackligen Tischchen Telefone.  Man geht zu einer Telefonistin, die hauptsächlich das Telefon bewacht und nebensächlich die Verbindung herstellt. Eine Minute Gespräch kostet umgerechnet etwa 80 Cent. Schließlich überbringt der Jüngling vom Reisebüro doch noch die Tickets für die Weiterfahrt und Samosas, indische Teigtaschen, zur Entschuldigung&#8230;</p>
<h2>Fast alles in Burma ist Gold was glänzt</h2>
<p>Wir Pilgern im Strom der Gläubigen zum goldenen Felsen. Ein riesiger Block schwebt über dem Abgrund. Angeblich nur von einem Haar Buddhas gehalten. Beschwerlich ist der Weg dort hin. Einheimische dürfen kostenlos im ‚Basecamp‘ übernachten. Dort ist auch die ‚Verladestation‘. Je 42 Personen werden auf die Ladefläche eines LKWs gepackt. Die Achterbahn kurvt den Berg hoch.</p>
<p>Der Rest des Weges ist zu Fuß zurückzulegen. Am Wegrand stapeln sich die Köpfe von Ziegenböcken, umschwirrt von Fliegen, daneben diverse Kräuter und Wurzeln als Allheilmittel. In jeder Kehre des steilen Pfads schallt uns ‚Coconut or Cola?‘ entgegen. Man versucht die verschwitzten <a title="Suriname: Unscheinbarer wilder Westen" href="http://www.admirado.de/2011/07/suriname-unscheinbarer-wilder-westen/">Wanderer</a> bei Laune zu halten. Oben angekommen präsentiert sich zuerst das Panorama über den Dschungel. Ob Mogli, das Dschungelbuch spielte hier, irgendwo da hinten im Dickicht wohnt?</p>
<p>Um den goldenen Felsen tummelt sich die lustige Pilgerschar. Schulklassen formieren sich zum Gruppenbild. Muttis packen den <a title="Bolivien: Rekordhalter mitten in Südamerika" href="http://www.admirado.de/2012/01/bolivien-rekordhalter-im-herzen-suedamerikas/">Picknickkorb</a> aus. Kinder spielen Fangen. Babys greinen. Gläubige berühren ehrfurchtsvoll den Felsen (nein, sie können ihn nicht mit einem Finger den Abgrund hinunter schubsen) und die Glöckchenverkäufer machen ein gutes Geschäft.</p>
<p>In fünf Stunden schaukelt uns der Bus zurück nach Yangon. Natürlich nicht ohne Karaoke, burmesische Volksmusik. Man muss sich das ein bisschen wie Musikantenstadel vorstellen. Vielleicht sollte Karl Moik burmesisch lernen. Bei unserer Ankunft in Yangon am Nachmittag ist Obama gerade dabei, die Stadt zu verlassen. Der <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/">Verkehr</a> liegt lahm. Und unser Fahrer zeigt stolz ein Foto der Air Force 1 auf seinem Handy. Nach drei Stunden haben wir uns mit ein paar Schlenkern durch die Vorstadt-Slums zum Hotel durchgefragt.</p>
<h2>Zuguterletzt: eine Pagode, eine geht noch</h2>
<p>Inzwischen haben wir unzählige Pagoden gesehen. Die Shwedagon beeindruckt trotzdem. Allein durch ihre Ausmaße. 60000 m<sup>2</sup> umfasst das Areal. Knapp 10 Tonnen Gold wurden in die Stupa eingebaut. Verschiedene Schreine gruppieren sich drum herum. Teo vom Reisebüro begleitet uns. Er ist 28 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Hotelfachmann. Vorher war er eine Zeit lang Mönch.</p>
<p>Überhaupt scheint das Mönchsein im Buddhismus keine todernste Angelegenheit zu sein. Als ich auf den Stufen eins Seitentempels ausruhe, flirtet William mit mir. Ein 50jähriger Mönch, dessen Kinder schon erwachsen sind. Er hat beschlossen,  ein wenig mönchisches Leben könne nicht schaden. Vor allem, um im nächsten Leben nicht als Frosch oder Frau wiedergeboren zu werden. Wir lesen aus dem Reiseführer vor und Teo macht sich eifrig Notizen. In putzigem Englisch, wichtige Silben verschluckend,  will er uns seine <a title="Jerusalem: Heilige Hügel und Indiana Jones" href="http://www.admirado.de/2011/05/jerusalem-heilige-huegel-und-indiana-jones/">Religion</a> erklären.</p>
<p>Alles kann (nur) besser werden in Myanmar. Die Nobelpreisträgerin in der Opposition, wird das alte Militärregime langsam lockerer. Zeit also, dass die ersten Backpacker nach Myanmar kommen, ins frühere Burma &#8211; begleitet von jeder Menge Rentnertrupps aus Europa&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/f24bea1bbb414fdca3eb15513ca2b216" alt="" width="1" height="1" /></em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Myanmar&#8220; tab2=&#8220;Ländername&#8220; tab3=&#8220;Autorenbox&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<script type="text/javascript">// <![CDATA[
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<script src="http://www.snacktv.de/snacktag/snacktag.js" type="text/javascript" charset="iso-8859-1"></script>[/two_fifth]Myanmar grenzt im Norden und Osten an die Volksrepublik China, Laos und Thailand und im Süden an den Indischen Ozean. Das Andamanische Meer trennt Myanmar von den südwestlich gelegenen indischen Inseln der Andamanen und Nikobaren. Im Westen grenzt Myanmar an Bangladesch und die indischen Bundesstaaten Mizoram, Manipur, Nagaland und Arunachal Pradesh. Im Süden liegt die letzte unberührte Inselgruppe, der Mergui-Archipel, vor der Malaiischen Halbinsel.</p>
<p>[/tab]<br />
[tab]Eigentlich handelt es sich bei Burma und Myanmar nicht um zwei unterschiedliche Bezeichnungen. Bama [&#8218;bɐma] mit verhältnismäßig dumpfem „a“ als erstem Vokal, von dem sich die englisch ausgesprochene Schreibweise Burma (und davon in Deutschland wiederum Birma) herleitet, und Myanma sind seit jeher die Bezeichnungen für die größte Bevölkerungsgruppe der Bamar in ihrer eigenen Sprache und für ihr Land.[/tab]</p>
<p>[tab]<img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  -351" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Marion Hansberg &amp; Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/12/pass.jpg" alt="" width="52" height="52" /> <a href="mailto:hansberg@admirado.de" target="_blank">Marion Hansberg</a> und <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> haben viel über Buddhismus gelernt, schätzen die Freundlichkeit der Burmesen. Und erlebten vom Ochsenkarren aus, wie ein Autogeschäft mit Neuwagen die Sensation Myanmars ist&#8230;<br />
[/tab]</p>
<p>[/tabs]</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kenia: Schulbau mit Hindernissen</title>
		<link>http://admirado.de/2012/06/kenia-schulbau-mit-hindernissen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jun 2012 13:58:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Kimilili ist ein kleines Dorf im Zentrum Kenias, nur schwer zugänglich und für Touristen gibt es nichts zu sehen. Aber Kimilili ist eine Reise wert, sie kann Leben verändern. Astrid Kühne begleitet den Bau einer Schule…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kimilili ist ein kleines Dorf im Zentrum Kenias, nur schwer zugänglich und für Touristen gibt es nichts zu sehen. Aber Kimilili ist eine Reise wert, sie kann Leben verändern. Astrid Kühne begleitet den Bau einer Schule…</h3>
<p><span id="more-422"></span>Im Dezember 2007 führten die Neuwahlen in Kenia zu großen Unruhen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Der Protest eskalierte, fast 1.000 Menschen wurden getötet und über 600.000 (ca. 1,5% der Bevölkerung!) vertrieben.</p>
<p>Unter ihnen ein Pfarrer aus Nairobi, Reverend Wasike. Dieser hatte mit viel Mühe in Nairobi den Aufbau einer Schule für 300 Waisenkinder begonnen. Mit den Kindern im Gepäck floh er nach Kimilili und startete neu. Da er die Miete für die Lehmhütte nicht zahlen konnte, wurden die Kinder unter einem Baum unterrichtet.</p>
<p>Neben dem fehlenden Schulgebäude gab es auch keine Toiletten, keine Schulbücher, kein Essen. Aber es gab Hoffnung &#8211; Hoffnung auf ein bisschen Bildung und auf eine bessere Zukunft.</p>
<p>Im Dezember 2010 fanden Agnes und Alex in Kimilili eine Schule vor, die durch das Ministerium für Bildung kurz vor der Schließung stand. Mit der Hilfe von Spendengeldern von Freunden und Familie wurde ein Stück Land gekauft, Lehmhütten und Toiletten gebaut, Wasserzugang organisiert und ein Lunch-Programm etabliert.</p>
<p>Das Austeilen von Reis und Bohnen über Mittag ist für viele der Waisen die einzige Mahlzeit am Tag und eine riesige Motivation zur Schule zu gehen. Im Dezember 2011 flog auch ich mit Agnes und Alex für vier Wochen nach Kimilili. Die Situation war noch immer prekär – Veränderungen mussten her!</p>
<h2>Eimerweise Bohnen auf kleine Teller</h2>
<p>Das Lunch-Programm läuft organisiert ab. Die Kinder stellen sich in Reihe auf und bekommen aus den großen Eimern ihre Bohnen auf kleine Teller. Mit oder ohne Löffel setzen sie sich unter einen Busch und essen gierig auf, bringen die Teller zurück und stellen sich vor den kleinen Hahn an für ein Becher Wasser. Die Teller und Löffel werden ungewaschen an die nächsten Kinder weitergegeben und nicht selten werden so Krankheiten verbreitet.</p>
<p>300 neue Teller, Löffel und Tassen, sowie Behälter zum Abwaschen des Geschirrs führten zu einem prozessoptimierten Ablauf und zu mehr Hygiene. Neue Wasserkanister konnten schon morgens mit Wasser gefüllt werden und Situationen wie „oh &#8211; again no water and nothing to drink“ vermieden werden.</p>
<p>Aus Mangel an Lehmhütten wurden drei Klassen noch unter freiem Himmel unterrichtet. Bei 35 Grad versuchten sich die Kinder mit Pullis auf dem Kopf vor der Sonne zu schützen &#8211; aber an konzentriertes Lernen war nicht zu denken. Mit Hochdruck wurden zwei Planen zwischen Lehmhütten aufgespannt, so dass zumindest ein bisschen Schatten vorhanden ist. Es gibt auf dem Gelände nur ein paar kleine Büsche, aber keine Bäume die Schatten spenden.</p>
<p>Inzwischen konnten genug Hütten für alle Klassen gebaut werden. Die Holz- und Lehmkonstruktion hält durch die Sonne und die heftige Regenzeit nur wenige Jahre. Die Kinder, die den Lehm abbröckeln und essen (immer noch &#8211; trotz Lunch Programm!) tun ihr Restliches dazu. Die Wände sind löchrig und das Wellblechdach rostet und lässt den Regen durch.</p>
<p>Dieser weicht den Lehmboden auf und Lernen wird nicht nur erschwert, sondern oft unmöglich. Im Dezember konnten Agnes, Alex und ich den Bau eines permanenten Schulgebäudes aus Zement und Ziegelsteinen starten.</p>
<h2>1 Euro für 1m Länge, 120 cm Tiefe, 60 cm Breite</h2>
<p>Es mussten 60 „Digger“ (Bauarbeiter) koordiniert werden, die über mehrere Tage in der brühenden Hitze mit Spaten in Handarbeit das Fundament ausgegraben haben. Das beinhaltete das genaue Aufzeichnen wer an welchem Stück arbeitet und wer wie viel Geld bekommt (1 Euro für 1m Länge, 120 cm Tiefe und 60 cm Breite!) sowie die Versorgung der Arbeiter mit Essen, Getränken und Zuckerrohrstangen.</p>
<p>Letztere als Gimmick für die Erhaltung der Motivation. Die Reise nach Kimilili hat nicht nur viele Veränderungen in Kenia gebracht. Auch für mich persönlich war jede Sekunde mit den Kindern vor Ort eine Bereicherung. Zurückkommen zu PowerPoint und Excel war da nicht einfach.</p>
<p>Während der 8 Stunden Busfahrt zurück nach Nairobi haben uns Läuse zum Fressen lieb gewonnen. Die Biester sind mit nach Amsterdam und Zürich geflogen und wir waren 15 Stunden lang damit beschäftigt, uns wie wild zu kratzen und zu jucken. Kaum ging die Haustür auf, haben wir uns die Klamotten vom Leib gerissen und vor die Tür geworfen. Nach vier Wochen endlich wieder eine lange, heiße und nicht enden wollende Dusche…</p>
<p>Am nächsten Tag ging es mit dem Fahrrad zum <a title="Zürich: Stadt der Banker und Lenker" href="http://www.admirado.de/2011/05/zurich-stadt-der-banker-und-lenker/">Zürichsee</a>. Wir waren überwältigt und sprachlos über die Schönheit der Häuser, die teuren Autos, den Luxus in den Geschäften und die düsteren Blicke der Passanten. Wir wünschten uns zurück zum lauten Gelächter unserer 300 hungrigen, durstigen und dreckigen Waisenkinder.</p>
<p>Das Fundament ist inzwischen abgeschlossen. Nach der Regenzeit soll ab ca. September der Bau der 10 Klassenzimmer starten. Wir suchen dafür noch Volunteers, die den Bau managen. Willst du auch Veränderung bewirken? Melde Dich gerne bei mir! Jede Hilfe wird dringend gebraucht!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Astrid Kühne </em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  -423" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Astrid Kühne" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2012/05/Astrid_Kuehne-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto: redaktion@admirado.de" target="_blank">Astrid Kühne</a> beschreibt ihre Reise lehrreich wie kaum eine andere, nach Kenia. Statt Klassiker wie Wild-Safaris oder die Tour auf den Killmanscharo half Astrid lieber beim Bau einer Schule. In einer kleinen Stadt mit 10.000 Einwohnern. Mehr Infos zur <a href="http://www.cbsm-kimilili.org" target="_blank">Stiftung</a> im Netz&#8230;</p></blockquote>
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			</item>
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		<title>China: 1,3 Milliarden, Menschen, Mandarin</title>
		<link>http://admirado.de/2012/04/china-13-milliarden-menschen-mandarin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Denise Mueller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 15:25:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[China wandelt sich. Und damit auch so manche Klischees, die wir als Touristen mit dem Riesenland im fernen Osten verbinden. 6 Streifzüge von der Metrople Shanghai bis in die Flusstäler um Yangshuo&#8230; Erste Station: Shanghai. Wir bauen für Sie Von Chinas moderner Metropole Shanghai trägt der naive Tourist ein Bild im Herzen von sich majestätisch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>China wandelt sich. Und damit auch so manche Klischees, die wir als Touristen mit dem Riesenland im fernen Osten verbinden. 6 Streifzüge von der Metrople Shanghai bis in die Flusstäler um Yangshuo&#8230;</h3>
<h2><span id="more-389"></span>Erste Station: Shanghai. Wir bauen für Sie</h2>
<p>Von Chinas moderner <a title="Zürich: Stadt der Banker und Lenker" href="http://www.admirado.de/2011/05/zurich-stadt-der-banker-und-lenker/">Metropole</a> Shanghai trägt der naive Tourist ein Bild im Herzen von sich majestätisch in den Himmel reckenden Wolkenkratzern, deren gläserne Fassaden den Sonnenschein spiegeln. Doch was sich arrogant ins Blau erheben soll, bleibt im Grau von Smog und Nebel stecken, wirkt mickrig und gestaucht.</p>
<p>Die enttäuschende Skyline am gegenüberliegenden Huangpu-Ufer ist durchzogen von Baukränen und Absperrungen. Neben der Promenade liegenden Gebäude der französischen Konzession langweilen durch ihren immergleichen Stil, ihre braune Farbe geht konturlos über in den Baustellendreck. Shanghai ist eine <a title="St. Gallen: Stift mit Seelenapotheke" href="http://www.admirado.de/2011/10/st-gallen-seelenapotheke-im-stift/">Baustelle</a>.</p>
<p>„The Bund“, wie die Panorama-Uferpromenade heißt, ist derweil eine belebte Touristenmeile. Verkäufer stehen sich gegenseitig auf den Füßen, um Spielzeug, Schifffahrtstickets oder Fotosessions an den Mann zu bringen. In Shanghais großer Einkaufsstraße, der Nanjing Road, wuseln die Händler durch die Massen nebst Geschäften mit bunten, leuchtenden Reklamen und Schildern.</p>
<p>Am Abend geben wir Shanghai eine zweite Chance. Auf wundersame Weise wirken die <a title="Traditionscafés: Wo Kafka seinen Kaffee trank" href="http://www.admirado.de/2011/09/traditionscafes-wo-kafka-seinen-kaffee-trank/">Gebäude</a> jetzt imposant. Der Hochhausdschungel Pudong zeichnet sich leuchtend und glamourös vor dem dunklen Nachthimmel ab. Plötzlich wirkt Shanghai edel, stilvoll, modern.</p>
<p>Shanghai ist hier und da auch einfach schön. Nach einem Spaziergang im Baustellenwald entdecken wir Yu Yuan, Shanghais restaurierten Garten. Dort finden wir Schönheit und ein klein wenig Ruhe. Dass wir auf dem Rückweg durch halb Shanghai laufen müssen, um an einer Baustelle vorbeizukommen, belegt dennoch wieder die These, dass diese Stadt für ihre Besucher und Bewohner mit Vorliebe baut.</p>
<h2>Zweite Station: Sanya. Chinas Ballermann</h2>
<p>Eingehüllt in tropische Wärme zeichnen sich unsere Silhouetten vor dem Nachthimmel ab. Ein Mann und eine Frau, Hand in Hand, Sand zwischen den Zehen, Wind im Haar. Mit sanftem Rauschen gleiten die Pazifikwellen ans Ufer, umspülen schüchtern unsere Fesseln und ziehen sich wieder zurück. Sterne kann man nur vereinzelt sehen. Als wolle er zwischen ihnen ein neongrünes Netz spinnen, huscht ein Laserstrahl über den Himmel.</p>
<p>Dann und wann fliegen ein paar Feuerwerkskörper mit lautem Knall in die Luft und streuen blaues, rotes und gelbes Licht in das Bild. Das Meeresrauschen kämpft derweil an gegen die penetranten Bässe, die von den Strandbars her die Geräuschkulisse verunstalten. Musik, deren deutsches Pendant sich vielleicht am Ballermann findet.</p>
<p>Ein Vergleich, der weit trägt. Denn Sanya in der Inselprovinz Hainan ist <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2012/04/china-reise-aufbruch-weltmacht-zukunft/" target="_blank">Chinas</a> Touristenmekka. Ein Paradies für Urlauber und für Verkäufer, die ihren Ramsch verticken wollen. Die scheuen nicht einmal, ihre Kinder vorzuschicken. Wenn man&#8217;s vorher nicht kann, dann lernt man spätestens hier, einem Mädchen im rosa Kleid einen Korb zu geben.</p>
<p>Andere Touristenbelustigung wiederum lohnt sich. Dazu zählt ein Ausflug in den <a title="Suriname: Unscheinbarer wilder Westen" href="http://www.admirado.de/2011/07/suriname-unscheinbarer-wilder-westen/">Regenwald</a>. Dafür hat der Regenwaldmonopolist „Yanoda“ einen ganzen Haufen Guides in khakifarbene Overalls gesteckt und auf Urlauber abgerichtet. Die immer fröhlichen Guides können nämlich nicht nur gut erklären, worum es geht, sondern vor allem wahnsinnig gut winken: Mit der rechten Hand ein „Peace“-Zeichen formen, wild damit herumwedeln und dabei laut „Yanodaaaa“ rufen, sobald irgendein menschliches Wesen in Reichweite ist.</p>
<p>Der Hintergrund, auf dem sich dieses Disneyland-Verhalten abspielt, ist dabei durchaus bemerkenswert. Nebelverhangene, saftig grüne Hänge, perlenförmige Tropfen auf großen, grünen Blättern, Lianen, Kokospalmen und Bananenstauden: Regenwald wie aus dem Bilderbuch. Tropenromantik wird auf Hainan aber nie ohne eine Prise Merchandise serviert. Das zeigt sich vor allem in Sanyas Nachtleben.</p>
<p>Auf dem Markt ist bis in die späten Abendstunden Gewusel. Danach ziehen sich die Urlauber in Diskos und Karaokebars zurück. Am Strand fliegen viele Yuan in Form von Feuerwerk in die Luft. Mit Inbrunst lassen die Chinesen Lampions steigen, die es manchmal über den Berghang schaffen und dann aussehen wie Sterne, die aber auch manchmal in den ersten Sekunden Feuer fangen und ein paar Meter weiter zu Boden fallen. Die Traumkulisse von <a title="Südafrika: Am Cup der guten Hoffnung" href="http://www.admirado.de/2011/12/sudafrika-am-cup-der-guten-hoffnung/">Meeresrauschen</a> und Sternenhimmel gibt’s jedenfalls nie ohne wie auch immer geartete Berieselung.</p>
<h2>Dritte Station: Guilin. Flottes Stillleben</h2>
<p>Ein bisschen gespenstisch wirkt es, wie sich der Li Jiang durch die Berglandschaft schlängelt. Die Gipfel der Karstberge sind in dichten Nebel eingehüllt. Die Sonne kann sich kaum einen Weg durch den dicken Dunst bahnen. Auf dem Fluss paddeln in Zeitlupe einsame Kormoranfischer, die Wasseroberfläche nimmt davon kaum Notiz. Guilin hat eine schaurig-schöne Romantik, ist aber zugleich eine belebte, moderne Stadt, in der der Europäer längst keine Kuriosität mehr ist.</p>
<p>Die Rohrflöten-Tropfsteinhöhle ist ein Ort, an dem sich die pompöse, unheimliche Natur und der routinierte Umgang mit Touristen gleichermaßen offenbaren. Der Blick verliert sich in den Höhen der Höhle, verirrt sich zwischen den steinernen Skulpturen, die die Natur gezaubert hat. Mit touristenfreundlicher Illumination ausgestattet glitzern die Tropfsteine, die <a title="Comer See: Soap-Opera mitten im Dorf" href="http://www.admirado.de/2011/05/comer-see-cavargna-soap-opera/">Höhle</a> verwandelt sich in eine farbenprächtige Landschaft wie aus einem Gemälde. Aus der Höhle herausgetreten, erlaubt keiner der dicken Berge einen Blick auf die Stadt, man fühlt sich wie in einem Stillleben.</p>
<p>Auf den großen Hauptstraßen von Guilin geht dafür die Post ab. Zu beiden Seiten erheben sich große Einkaufsgebäude, die Reklamen bekannter Marken wie Nokia, Esprit oder KFC bleiben für kurze Momente im Augenwinkel hängen.</p>
<p>Aus der Berg-Perspektive bestätigt sich der Eindruck, den man auch von unten von Guilin gewinnt: Die Kreuzung aus modern und gespenstisch. Rundum erstreckt sich eine teils eintönige Stadt mit flachen Dächern, ein paar Mauern und Bäumen und Baustellen. Mittendrin erheben sich majestätisch einzelne Karstberge, der Li Jiang mogelt sich zwischen ihnen durch, und in der Ferne lässt sich hinter dem Dunst das famose <a title="Toggenburg: Hinter den sieben Bergen" href="http://www.admirado.de/2011/12/toggenburg-hinter-den-sieben-bergen/">Bergpanorama</a> erahnen.</p>
<h2>Vierte Station: Yangshuo. Im Abseits</h2>
<p>Die Einwohner Yangshuos nehmen ihren Status als Touristenmagnet mit Humor: „We are not mentioned in the Lonely Planet, but I&#8217;m sure it&#8217;s a good place for you“, so wirbt ein Restaurant seine Gäste. In der West Street, dem Dreh-und Angelpunkt in Yangshuo, geht es einzig darum, wer die meisten Wessis für sich gewinnen kann. Hier reihen sich Restaurants, Bars, Essstände, Souvenirläden, Tuch- und Taschenverkäufer und Tibet-Silber-Händler aneinander. Ein Sträßchen mit Flair, in dem sich die Menschen aneinander reiben und im Schlendertempo durch die Gasse schieben. Sie endet am Fluss, wo Straßenmarkt und Bootstouren auf warten.</p>
<p>Eine Fahrt auf dem Li Jiang lohnt durchaus. Mit kleinen Motorbooten im Bambusrohr-Look geht es übers flache Wasser. Auf beiden Seiten erheben sich die Karstberge, auf dem Fluss begegnet man einer Herde Wasserbüffel, die durchs Wasser schwimmt, oder ein paar Kormoranen, die ein Päuschen machen, bevor sie wieder Fischen gehen müssen.</p>
<p>Um dem Trubel Yangshuos eine Zeit lang zu entfliehen, mieten wir uns für einen Spottpreis Fahrräder und fahren ziellos raus ins Grüne. Unmittelbar hinter Yangshuos dicht befahrenen Straßen startet das Landleben. Kleine Dörfer säumen unseren Weg, bis wir uns plötzlich inmitten des Karstgebirges wiederfinden, ein leicht diesiges, aber dennoch prächtiges 360 Grad-Panorama. Die Hügel zu betrachten, ist wie Figuren aus Wolken herauszudeuten: Mal sieht ein Berg aus wie ein dickes Nashorn, mal wie ein schlafender Drache.</p>
<p>Als i-Tüpfelchen der Tour halten wir in einem der kleinen Dörfer an und essen dort zu Abend. Es ist klares Kontrastprogramm zu Yangshuo, wo man unser Geld will uns uns dafür „Western Food“ serviert. Hier essen wir eine gute chinesische Nudelsuppe, sitzen auf kleinen Holzhockern im Freien, und die Menschen freuen sich ehrlich über ihre ausländischen Gäste. Bei allem Spaß, den das Touristenstädtchen Yangshuo macht, kann es das Herz nicht so berühren wie die original chinesische Freundlichkeit.</p>
<h2>Fünfte Station: Fenghuang. Depressionen</h2>
<p>Wenn man Depression in Stein und Holz fassen kann, dann ist Fenghuang die Verwirklichung dieses Projekts. Dabei hat das Städtchen in der chinesischen Provinz Hunan eine hübsche Fassade: Kleine, filigrane Häuser im alten Stil, urige und ausgefallene Brücken; entlang der kleinen, verwinkelten Gassen säumen rote Lampions den Weg. Und doch: Der Februar liegt wie eine schwere Bürde auf der Stadt, lässt die Gassen kalt und die Hauseingänge bedrückend wirken. Der Fluss gleicht einem Jammertal, und wenn der Regen auf die Haut fällt, meint man, dass der <a title="Jakobsweg: Pilgern zu sich selbst" href="http://www.admirado.de/2011/11/jakobsweg-pilgern-zu-sich-selbst/">Himmel</a> weint.</p>
<p>Die Kälte peitscht durch in jeden Winkel der Stadt. Kein Haus, kein Restaurant, keine Bar, ja, nicht einmal das Hostel hat geschlossene Türen. Selbst auf dem Zimmer ist es nur mit mehreren Kleidungsschichten und unter der Bettdecke auszuhalten. Der Kälte ist nicht zu entkommen, sie hat jeden Ansatz von Gemütlichkeit aus der Stadt vertrieben. Auf den Wegen haben sich Dreck und Regen zu einer omnipräsenten Pampe vereint. In einer Vorstraße der Altstadt robbt ein Bettler über den Bürgersteig, in dünne Lumpen gehüllt, die Beine verkrüppelt. Diese Stadt macht, dass man sich schlecht fühlt, und gibt einem ausreichend <a title="Friedrichshafen: Fischfang bei jedem Wetter" href="http://www.admirado.de/2011/08/friedrichshafen-fischfang-bei-jedem-wetter/">Gelegenheit</a>, es auch zu sein.</p>
<p>Ein Dorf der Miao, einer Minderheit, zu dem wir einen Ausflug unternehmen, ist der Superlativ aller schlechten Dinge, die man über Fenghuang sagen kann: Die Kälte ist noch unbarmherziger, die Häuser noch schlechter isoliert. Eine Familie sitzt um ein Feuer herum, darunter Kinder und ein Baby, das man kaum erkennt, weil es so dick in Jacken eingepackt ist. Die Luft ist schlecht, weil der Qualm kaum abziehen kann und Fleisch über dem Feuer geräuchert wird. In den Gassen sammelt sich der Matsch, in manchen Ecken riecht es nach Exkrementen. Im Dorf gibt es eine Schule, die allerdings nur zwei Jahre lang unterrichtet. Danach geht kaum ein Miao-Kind aus diesem Dorf auf eine weiterführende Schule. Der Ort ist so trüb, so hoffnungslos. Die Vorführung der Miao von Tanz und Gesang zur Touristenbelustigung wirkt vor diesem Hintergrund fast zynisch.</p>
<p>Und das ist die Ironie Fenghuangs: In einer Stadt, die uns deprimiert, haben wir an einem Abend die beste Party unserer Reise. Livemusik lockt uns in eine Bar am Flussufer. Eine Horde Frauen feiert dort lautstark den „Women&#8217;s Day“, wie wir nach einigen Bemühungen in Erfahrung bringen. Nach kurzer Zeit entdecken sie unser europäisches Aussehen als Fotomotiv. Wenig später finden wir uns mitten in der Gruppe wieder, trinken Bier, bejubeln die Mutigen, die Karaoke singen, knacken Sonnenblumenkerne und tanzen. Es ist ein lustiger Abend, etwa in dem Maße lustig, wie die Stadt an sich deprimierend ist.</p>
<h2>Sechste Station: Beijing. Hauptstadt</h2>
<p><strong> In Beijing verstecken sich die Sehenswürdigkeiten hinter anderen Sehenswürdigkeiten.</strong></p>
<p>Zumindest versteckt sich der Sommerpalast. Und das ist ja immerhin eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Beijings! Es liegt wohl daran, dass wir drei Busstationen zu früh ausgestiegen sind. So verschlägt es uns erst auf einen gemütlichen Markt und anschließend in den Park der Universität, der durchaus als Sommerpalast hätte durchgehen können: Eine weitläufige Anlage, romantische Seen, hier ein üppig verziertes China-Dach und da eine Pagode.</p>
<p>Nur einen Ausgang, den gibt es nicht. In kurzen Momenten der Unachtsamkeit glaubt man sich bereits an der großen Mauer, weil eine solche den gesamten Park begrenzt und wir tapfer bis zum Eingang zurück laufen müssen, um irgendwie wieder herauszukommen. Auf der richtigen Fährte wissen wir uns, sobald sich Busse und Touristenmassen häufen. Doch zwischen all denen hindurch können wir durchaus lohnenswerte Blicke auf den Palast und die pompöse Pagode am Berghang erhaschen. Der See verliert sich im Grau, im Nebel erkennt man viele, kleine Punkte auf den vielen, kleinen Brücken: 1,3 Milliarden Chinesen, und alle an diesem Tag im Sommerpalast!</p>
<p><strong>Den Bus 919 gibt es doch!</strong></p>
<p>Um zur großen Mauer zu kommen, suchen wir den Linienbus 919. Da steht er. Aber, so heißt es, der nicht. Auch von den fünf 919-Bussen, die dahinter stehen, keiner. O-Ton eines Bus-Fähnchenhalters: „Es gibt keinen Bus 919.“ Was irgendwie eine alberne Behauptung ist angesichts der vielen Neunen und Einsen, die sich hier hinter den Windschutzscheiben tummeln.</p>
<p>Ein anderer meint, wir sollen morgen wiederkommen, noch welche sagen, wir sollen doch ihr Taxi für ein kleines Vermögen mieten, und nur eine hat einen sinnvollen Tipp: Dreihundert Meter weiter gehen. Da ist das Nest aller 919-Busse, und da finden wir auch einen, der uns zur Mauer bringt.</p>
<p><strong>Behauptung: Große Mauer gibt’s nur für große Anstrengung.</strong></p>
<p>Wir fahren also zur großen Mauer. Rechts geht es gemächlich bergauf, wer linksrum geht, verschreibt sich einer Kletterpartie. Wir gehen linksrum – und haben die Mauer für uns. Da empfiehlt der Reiseführer, nicht auf ein „Die Mauer und ich“-Erlebnis zu hoffen – wir haben eines. Wir haben Strecken zum Rennen, zum Fotografieren, zum Stehenbleiben und Durchatmen – wir haben allerdings auch Postkarten- und T-Shirt-Verkäufer für uns.</p>
<p>In den ruhigen Momenten, in denen wir unsere Dreisamkeit mit der Mauer genießen, können wir auch zur anderen Seite blicken: Bevölkert mit Menschen, die dicht voreinander und nebeneinander her laufen. Was lernen wir daraus? Die anstrengende Kletterei lohnt sich.</p>
<p><strong>Wessi bleibt Wessi bleibt Wessi.</strong></p>
<p>Dank eines spontanen und ziellosen Aussteigens aus der U-Bahn verschlägt es uns ins Botschafts-Viertel. Wo zieht es uns Wessis magisch hin? Nein, nicht zu Starbucks. Der ist gegenüber. Wir gehen zu Häagen Dazs und pfeifen uns noblen Cappuccino und jeder einen üppigen Eisbecher rein. Dass wir Wessis sind, bekommen wir außerdem während eines Souvenir-Shoppings zu spüren.</p>
<p>Denn der Wessi ist ja reich und dumm, denkt sich die Verkäuferin, bei der wir Essstäbchen kaufen wollen. Eine Packung zehn Yuan, sagt sie. Wir wollen zwei. Macht vierzig. Finde den Fehler!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Denise Müller</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full -203" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Denise Müller" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado.jpg" alt="" width="72" height="72" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado.jpg 150w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado-56x56.jpg 56w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado-50x50.jpg 50w" sizes="(max-width: 72px) 100vw, 72px" />Logbuch|</strong> <a href="mailto: mueller@admirado.de" target="_blank">Denise Müller</a> beschreibt ihre Reise als eindrucksvoll und so lehrreich wie kaum eine andere, nach China. Und trotzdem: Da ist man wochenlang unterwegs und kann doch nur einen Bruchteil des riesigen Landes sehen. Es gibt also noch viel zu entdecken im Reich der Mitte&#8230;</p></blockquote>
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			</item>
		<item>
		<title>Ostschweiz: Ski-Langlaufen vor Abfahrt</title>
		<link>http://admirado.de/2012/02/ostschweiz-ski-langlaufen-statt-abfahrt-mit-apres-ski/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 19:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
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		<category><![CDATA[Winter]]></category>
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					<description><![CDATA[Pulverschnee, hellblauer Himmel, einstellige Minusgrade. Ein bisschen wie im Märchen ist es schon, wenn das Wetter gut ist. Und die Piste zum Panorama stimmt. Zwischen Zürich und Liechtenstein gelegen, bietet das Toggenburg dazu die passenden Langlaufloipen&#8230; Eher sportlich oder gemütlich? Erstere wählen das Plateau in anspruchsvollem, coupierten Gelände. Von Alt St. Johann auf die Alp [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Pulverschnee, hellblauer Himmel, einstellige Minusgrade. Ein bisschen wie im Märchen ist es schon, wenn das Wetter gut ist. Und die Piste zum Panorama stimmt. Zwischen Zürich und Liechtenstein gelegen, bietet das Toggenburg dazu die passenden Langlaufloipen&#8230;</h3>
<p><span id="more-378"></span>Eher sportlich oder gemütlich? Erstere wählen das Plateau in anspruchsvollem, coupierten Gelände. Von Alt St. Johann auf die Alp Selamatt sind es nur 5 Minuten mit dem Lift. Andere bevorzugen lieber die Ebene, fast 20 Kilometer Loipe sind es im Tal. Klassisch-Langläufer als auch Skating-Freunde finden ihr passendes Terrain.</p>
<p>Im Gleichschritt oder doch lieber flott unterwegs? Wir waren überrascht. Statt einer größeren Gruppe Senioren, maximal Mittvierzigern, trafen wir auf der Loipe auf junge Leute. Ski-Langlauf ist nicht nur etwas für alte Hasen. Gibt es seit ein paar Jahren doch &#8222;Nordic Cruising&#8220;.</p>
<h2>Kleine Revolution des Skisports</h2>
<p>Die Skier sind kürzer, dafür weiter. Und auch Anfänger machen auf ihnen von Anfang an eine ganz passable Figur. Und gesund ist diese Form des Fortbewegens auch. Der Langlauf-Sport beansprucht 90 Prozent unserer Muskulatur. Und hat darüber hinaus den Vorteil, das man so schöne Landschaften sieht: Stille Wälder zum Beispiel.</p>
<p>Im Toggenburg finden wir laut dem Wanderführer &#8222;Schönste Loipen der Alpen&#8220; eine der feinsten Routen, nur eine Stunde mit dem Auto vom <a title="Bodensee: Bühne für Verliebte und Zerrissene" href="http://www.admirado.de/2011/07/bodensee-buhne-fur-verliebte-und-zerrissene/">Bodensee</a> entfernt, eine Stunde ist es bis ins vielbeschäftigte <a title="Zürich: Stadt der Banker und Lenker" href="http://www.admirado.de/2011/05/zurich-stadt-der-banker-und-lenker/">Zürich</a>.</p>
<p>Es ist hier alles ein bisschen gemütlicher. Extravagante Mode á la <a title="St. Moritz: Kaviar, Champagner, Gemüse" href="http://www.admirado.de/2011/12/st-moritz-kaviar-champagner-gemusehandler/">St. Moritz</a> wird man hier ebenso wenig finden wie den Aprés-Ski in den Orten, wo der <a title="Glacier-Express: Gletscherglück Zug um Zug" href="http://www.admirado.de/2011/12/glacier-express-gletscherglueck-panoramawagen/">Glacier-Express </a>hinfährt. Dafür steht der Sport im Vordergrund. Und Familien freuen sich über die Schlittelpiste, hoch mit der Standseilbahn, 4 Kilometer hinunter mit dem Schlitten&#8230;</p>
<p><noscript><A HREF="http://ws.amazon.de/widgets/q?rt=tf_ssw&#038;ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fkarrieeinsic-21%2F8003%2F2c1cfee6-d4d3-4196-b638-738db27f06a6&#038;Operation=NoScript">Amazon.de Widgets</A></noscript>Im Sommer lohnt es sich, hier zu wandern. Und zum Beispiel dem Senner Jakob Knaus, genannt &#8222;Köbi&#8220; bei seiner Arbeit im <a title="Toggenburg: Hinter den sieben Bergen" href="http://www.admirado.de/2011/12/toggenburg-hinter-den-sieben-bergen/">Toggenburg</a> zuzuschauen.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte + Toggenburg Tourismus</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> hat gelernt, dass es für den Anfang besser ist, erst ohne die Stöcke langzulaufen. Auch beim Skaten! Sieht zwar erst etwas komisch aus aber &#8222;Gut Ding will Weile haben&#8220;&#8230;</p></blockquote>
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			</item>
		<item>
		<title>Chile: Naturkino auf 4300 Kilometern Länge</title>
		<link>http://admirado.de/2012/01/chile-naturkino-auf-4300-kilometern-lange/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 08:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Antarktis]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Ozean]]></category>
		<category><![CDATA[Pazifik]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[Umspült von Meeresströmung aus der Antarktis, umweht ohne weitere Landmasse südlicher als Neuseeland. Chile überblickt als &#8222;längstes Land&#8220; mehrere Klimazonen. Klappt man die Südhalbkugel um, eine Strecke vom Nordkap bis zur Sahara. Von den Flamingo-Lagunen durch die Attacama-Wüste und das Seengebiet hin zu Pinguin-Stränden an der Magellanstraße. Nächster Stop: Antarktis&#8230; 1.1.-2.1. San Pedro de Attacama [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Umspült von Meeresströmung aus der Antarktis, umweht ohne weitere Landmasse südlicher als Neuseeland. Chile überblickt als &#8222;längstes Land&#8220; mehrere Klimazonen. Klappt man die Südhalbkugel um, eine Strecke vom Nordkap bis zur Sahara. Von den Flamingo-Lagunen durch die Attacama-Wüste und das Seengebiet hin zu Pinguin-Stränden an der Magellanstraße. Nächster Stop: Antarktis&#8230;</h3>
<p><span id="more-358"></span></p>
<p><strong>1.1.-2.1.</strong></p>
<p>San Pedro de Attacama scheint auf den ersten Blick eine Wüstenausgabe des mallorcinischen Ballermanns zu sein. Amerikanerinnen in Hotpants quetschen sich durch die staubigen Altstadtgassen. Aus den Agenturen, die Ausflüge in die Wüste offerieren, dröhnt lauter Disco-Beat.</p>
<p>Nix wie weg. Alles, was man von hier aus sehen kann, haben wir bereits im bolivianischen Teil der Wüste gesehen. Nach 3 Tagen ohne Waschen ist eine Dusche sehr willkommen. Danach fahren wir mit dem Nachtbus weiter nach Valparaíso. Vor uns liegen 26 Stunden stickige Luft, Beinwippen, um Thrombose vorzubeugen und ekelhafte Klos. We&#8217;ll survive!</p>
<p><strong>3.1.-5.1.</strong></p>
<h2>&#8222;Wer die Treppen Valparaísos gesehen hat, der hat die Welt gesehen&#8220;</h2>
<p>Sagte Chiles bekannter Dichter, Pablo Neruda. Darum muss die Welt ein stinkender Straßenköter sein. Wir hatten, ehrlich gesagt, etwas mehr <a title="Jakobsweg: Pilgern zu sich selbst" href="http://www.admirado.de/2011/11/jakobsweg-pilgern-zu-sich-selbst/" target="_blank">Europa</a> erwartet. Die Treppen meiden wir eher, weil sie von Pennern, kläffenden Kötern samt ihren Exkrementen, Urinbächlein und sonstigem Unrat besetzt sind.</p>
<p>Wir bevorzugen die steilen Straßen. Natürlich geben die bunten Wellblechhauser ein malerisches Motive ab. Auch die Acsensores laden ein zum lustigen Auf und Ab (obwohl viele inzwischen außer Betrieb sind, da eine Studie ihnen Lebensgefahr zuschrieb). Aber Valpo besteht eben nicht ausschließlich aus dieser heiteren Postkartenansicht.</p>
<p>In der Markthalle zwischen streunenden Katzen und Hunden entschließen wir uns &#8218;Marisco crudo&#8216; zu probieren. Leider fällt uns erst nachdem wir bestellt hatten ein, dass &#8218;crudo&#8216; eigentlich roh heißt. Bang warten wir auf erste Anzeichen einer Lebensmittelvergiftung. Aber es passiert: nichts.</p>
<p>Nachdem wir auch den Ausblick von Pablo Nerudas Haus genossen haben, finden wir, es ist Zeit weiterzuziehen.</p>
<p><strong>6.1.</strong></p>
<p>Nach der vorerst letzten scheußlichen Nachtbusfahrt sind wir plötzlich im Paradies. Am Eingang des Nationalparks Huerquehue führt Patricio ein Gästehaus. Die zweistöckige Holzblockhütte erinnert ein wenig an Peter Lustigs Bauwagen. In groß. Und Patricio mit seinem grauen 3-Tagebart und der runden Nickelbrille ist eine Peter Lustig Ausgabe mit Pferdeschwanz. Sogar für den doofen Nachbarn Paschulke gibt es eine Entsprechung: der Besitzer des angrenzenden Grundstücks hat unten am See einen Zaun gezogen, um seinen Besitz zu markieren. Mitten in der <a title="Schweden: Check-In rund um die Uhr" href="http://www.admirado.de/2011/08/schweden-check-in-rund-um-die-uhr/" target="_blank">Wildnis</a>. Patricio sagt: Relax.</p>
<p>Überhaupt der See: nach 10 Minuten Fußmarsch durch Urwalddickicht mit meterhohen, von Flechten überzogenen Baumstämmen, Bambuswäldchen und zig Bachquerungen über wackelige Bretter-Brücken stehen wir plötzlich an einem schmalen Sandstrand. Und stürzen uns gleich darauf ins kristallklare Wasser. Auf dem Rückweg entdecken wir die Waldsauna. Patricio hat den Bach ein wenig umgeleitet, um ein Kaltwasser-Bassin zu schaffen. Zurück auf der Terrasse des Blockhauses vertiefen wir uns wieder in unsere Romane in freudiger Erwartung des Abendessens. Der Hausherr hat Lachs angekündigt.</p>
<p><strong>7.1.</strong></p>
<p>Mit der Geräuschkulisse eines murmelnden Bachs schläft es sich gut. Deshalb stehen wir auch viel zu spät auf. Erst gegen Mittag brechen wir zu einer Wanderung im Nationalpark auf. Der Aufstieg durch urwaldartiges Gewächs wird durch mehrere Schwimmpauschen an einsamen Waldseen belohnt.</p>
<p>Nachdem die Beine gearbeitet haben gibt es nichts Entspannenderes als die Waldsauna. Zum späten Abendessen (inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, dass bei Patricio nicht vor 22.30 Uhr damit zu rechnen ist) wird das linke Bein einer Kuh aus der Nachbarschaft serviert.</p>
<p><strong>8.1.</strong></p>
<p>Heftiger Wind, grauer Himmel, Regen. Darüber regen wir uns nicht auf. Das schlechte Wetter passt, um ein bisschen in den heißen Quellen von Los Pozones zu planschen.</p>
<p>Morgen wollen wir weiter Richtung Süden durch das chilenische Seengebiet. Zufälligerweise treffen wir bei Patricio wieder auf einen linksautonomen Hausbesetzer aus Hamburg (der gleichzeitig Beamter ist) und seine chilenische Frau. Wir hatten die beiden schon in San Pedro kennengelernt. Die beiden haben ein Mietauto, wir machen 50/50. Sie werden uns ein Stück mitnehmen.</p>
<h2>Deutsche Gründerromantik von 1800</h2>
<p><strong>9.1.</strong></p>
<p>In Frutillar am Lago Llanquihue essen wir im &#8218;Bauernhaus&#8216; deutschen Streuselkuchen und dazu gibt&#8217;s eine wunderschöne, dickflüssige Schokolade. Im Seengebiet haben sich ab 1848 viele Deutsche auf Einladung der chilenischen Regierung niedergelassen. Um als Bauern das Land fruchtbar zu machen. Für Chilenen muss all das Deutsche sehr exotisch wirken. Für uns ist es eine Zeitreise in die 1950er Jahre.</p>
<p>Leider nehmen uns dicke Wolken den Blick auf den schneebedeckten Vulkan Osorno. Wir übernachten im nächsten Ort am See: Puerto Varras.</p>
<p><strong>10.1.</strong></p>
<p>Heute setzen wir über auf die Isla de Chiloé. Die Chiloten sollen ja so etwas wie die Ostfriesen Chiles zu sein&#8230;</p>
<p>Die erste Station ist Ancud, eine <a title="China: 1,3 Milliarden, Menschen, Mandarin" href="http://www.admirado.de/2012/04/china-13-milliarden-menschen-mandarin/">Hafenstadt</a> im Norden der Insel. Nach einer leckeren Fischsuppe beschließen wir jedoch, dass es uns mehr in die Natur zieht. So fahren wir weiter nach Chepu am Rande des Nationalparks. Wir kommen bei einer herzlichen Bauersfrau unter und hoffen auf besseres <a title="Friedrichshafen: Fischfang bei jedem Wetter" href="http://www.admirado.de/2011/08/friedrichshafen-fischfang-bei-jedem-wetter/">Wetter</a>.</p>
<p><strong>11.1.</strong></p>
<p>Wir werden nicht enttäuscht: strahlend blauer Himmel und Sonnenschein.</p>
<p>Früh als noch der Nebel zäh über dem Fluss klebt bringt uns der Bauer auf die andere Seite des Flusses. Dort beginnt ein matschiger Küstenweg mit wunderschönen Ausblicken. Der Pazifik tost und leuchtet smaragdgrün. Den Rahmen bilden sattgrüne Bambuswäldchen und sonstiges Busch- und Strauchwerk. Am Ende des Wegs liegt eine Insel, die bei Ebbe begehbar ist. Dort erwartet uns das Sahnehäubchen der Tour: ein kleines, feines Gruppchen von 10 Magellan-Pinguinen.</p>
<p>Leider können wir die süßen Kerlchen nicht lange dabei beobachten wie sie sich bäuchlings ins Wasser gleiten lassen. Die Flut beginnt, uns den Weg abzuschneiden. Gerade so erreichen wir trockenen Fußes das Festland.</p>
<p><strong>12.1.</strong></p>
<p>Es ist 5 Uhr. Noch glitzern die Sterne und spiegeln sich ebenso wie der Mond im Fluss. Fernando hilft uns in Gummihosen und -schuhe und gibt letzte Instruktionen fürs Paddeln im <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Kajak</a>. Dann werden wir ins Wasser geschubst. Zunächst müssen wir uns ganz schon anstrengen, um gegen die Strömung anzukommen.</p>
<h2>Erdbeben, Tsunami, aktive Vulkane</h2>
<p>Während eines Erdbebens war das Ufer und damit auch der Baumbestand um 2 Meter abgesackt. Anschließend wurde alles von Salzwasser überflutet, sodass die baume abstarben. Jetzt ragen die Überreste zahnstummelartig aus dem Wasser. In der Dämmerung legt sich Nebel auf den Fluss, dadurch wirken die Baumleichen noch gespenstiger.</p>
<p>Nur unser Paddelschlag und Vogelgezwitscher ist zu hören. Da meldet sich Fernando übers Walky-Talky mit &#8218;Here comes the sun&#8216; und wünscht &#8218;Guten morgen, Chepu&#8216;. Er ist mehr Geschäftsmann als Romantiker&#8230;</p>
<p>Da wir mit einer Chilenin reisen, die übersetzt, erfahren wir von unserer Herbergsmutter, dass Fernandos Geschäftsmethoden teilweise etwas fragwürdig sind. Beispielsweise habe er gegenüber den Autoren von Lonely Planet behauptet, außer seinen Hutten gäbe es in der Gegend keine andere Übernachtungsmöglichkeit. Deshalb findet unsere Unterkunft auch keine Erwähnung im Reiseführer.</p>
<p>Aber Fernando ist nun mal der einzige Kajak-Verleiher weit und breit. Die Paddel-Tour war auf jeden Fall schon. Am Mittag fahren wir weiter nach Castro, der Inselhauptstadt. Völlig ausgehungert suchen wir ein Café, Bistro oder Restaurant. Erfolglos. Bis wir ein Schild entdecken: &#8218;Marions Café Alemand&#8216;. Das muss gut sein.</p>
<p>Und tatsächlich bekommen wir eine leckere Zucchini-Quiche serviert. Gestärkt schauen wir uns die für Chiloé so typischen Pfahlbauten und eine <a title="Berlin: Göttliche Kraftwerke aus Bauglas" href="http://www.admirado.de/2011/12/berlin-gottliche-kraftwerke-aus-glas-und-beton/">Holzkirche</a> an.</p>
<p><strong>13.1.</strong></p>
<p>Wir nehmen den ersten Bus um 6.30 Uhr, um rechtzeitig an Bord der Navimag-Fahre zu sein. Das Schiff legt in Puerto Montt ab und wird in 4 Tagen und 3 Nächten Puerto Natales ganz im Süden Chiles erreichen. Wir sind schon sehr gespannt&#8230;</p>
<p>Ob die Fahrt ein einmaliges Erlebnis oder eher sehr, sehr langweilig wird, hängt sehr vom Wetter ab. Bei Sturm und Regen ist nämlich kaum etwas von der traumhaften Fjordlandschaft zu sehen. Als wir an Bord gehen scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Das lasst hoffen auf eine gute Reise!</p>
<p><strong>14.1.</strong></p>
<p>Und wieder herrliches südpatagonisches Sommerwetter. Wir sonnen uns an Deck, lesen, hören Musik. Während langsam schneebedeckte Vulkane, bewaldetet Berge, unbewohnte Inseln und die Zeit an uns vorbeiziehen.</p>
<h2>Kreuzfahrt auf 3. Oberdeck des Frachters</h2>
<p>Man schwätzt ein wenig mit etlichen Mitreisenden. Zwischendurch eine Partie Schach auf dem riesigen Spielfeld an Deck. Der Unterschied zum Traumschiff? Vielleicht, dass es keine Liegestühle gibt. Und der Lärm von den Dieselmotoren die Hörsinne betäubt. Man liegt auf dem sonnengewärmten Boden. Vielleicht, dass die Abendgarderobe aus Kapuzenpulli, Zip-Off-Hose und Teva-Latschen besteht.</p>
<p>Bei Dämmerung verlassen wir die sicheren Fjorde und fahren hinaus aufs offene Meer. Die Fahre schwankt und schaukelt über riesige Wogen. Um nicht kotzend über der Reling zu hangen, schlucken wir ein paar Pillchen. Rasch befördern sie uns in den Schlaf. Ohne allzu seekrank zu werden&#8230;</p>
<p><strong>15.1.</strong></p>
<p>Beim Erwachen zum Glück ruhige See. Wir fahren wieder im Fjord. Ein Wal zeigt sich. Eigentlich sehen wir nur seine Fontane. Aber immerhin. So langsam ist der blaue, wolkenlose Himmel fast schon ein wenig unheimlich. Patagonien ist ja bekannt für unberechenbares Wetter. Wir sonnen uns bei 26 Grad an Deck und freuen uns, dass der patagonische Himmel gerade gut gelaunt ist.</p>
<p>Am Nachmittag dann ein Hohepunkt der Schiffsfahrt: wir navigieren ganz nah an einen der zahlreichen Gletscher heran. Dad sonst so gemächliche, fast schläfrige Bordleben gerät kurz in Aufregung. Am Bug: posierende Passagiere vor gezückter Kamera. Auf dem Rückweg aus dem Fjord springen ein paar Delphin-Schwanzflossen vor die Linse.</p>
<h2>Gefühltes Ende der Welt im Fischerbötchen</h2>
<p>Danach ist es Zeit für ein weiteres Nickerchen auf dem Deck. Am Abend kommt nochmals Spannung auf: es gibt einen Landgang zu einem Indianerdorf. Oder sind das Eskimos? Verzeihung für die unkorrekte Ansprache. Wir wissen es nicht so genau. Wir sind in Puerto Eden. Im Umkreis von 100 km um die Siedlung gibt es keine Straße.</p>
<p>Man ist also auf Lieferungen der Navimag angewiesen. Puerto Eden ist so &#8218;am Arsch der Welt&#8216;, dass es von den Spaniern unentdeckt und die Bevölkerung vor ausrottendem Gemetzel verschont blieb. Ein wenig fühlen wir uns wie Schiffbrüchige: In Schwimmwesten gewandet steigen wir über eine Strickleiter ins <a title="China: 1,3 Milliarden, Menschen, Mandarin" href="http://www.admirado.de/2012/04/china-13-milliarden-menschen-mandarin/">Motorboot</a> um. Während die Matrosen aus dem Bauch des Schiffs Waren ausladen..</p>
<p>In Puerto Eden dirigiert man uns im Gänsemarsch uber einen Holzplankenweg. Indianerfrauen verkaufen Schilfbötchen. Und dann geht&#8217;s auch schon zurück auf die Navimag. Ein Gläschen Pisco Sour, die Sonne geht unter. Und wir in unsere Koje.</p>
<p><strong>16.1.</strong></p>
<p>Letzter Tag der Kreuzfahrt. Eigentlich dachten wir, sämtliche Hohepunkte der Route lagen schon längst hinter uns. Denkste! Die Navimag quetscht sich durch enge Passagen. Links und rechts begrenzt durch mächtige Gletscherberge. Wir schauen und staunen. Und versuchen ein kleines bisschen der prächtigen Natur mit der Kamera festzuhalten.</p>
<p>Am Abend landen wir in Puerto Natales. Zum Glück hatten wir schon ein Hostel vorgebucht. 200 Fahrpassagiere überschwemmen das sonst eher beschauliche, aufgeräumte Örtchen.</p>
<p>Nachdem wir unseren Ausflug nach El Calafate und in den Nationalpark Torres del Paine organisiert haben, gibt es im Mesita Grande eine der leckersten Pizzas überhaupt. Begossen mit ein paar Pisco Sour, Panna Cotta und Tiramisu. Es lebe die <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2012/01/ungewoehnliches-geschaeft-bananenreiferei-in-bayern/" target="_blank">Globalisierung</a>!</p>
<p><strong>17.1.</strong></p>
<p>Wir sind etwas landkrank. Ohne Wellen scheint die Umgebung trotzdem zu schaukeln. Wegen des Brandes im Nationalpark Torres del Paine sind die Wandermöglichkeiten eingeschränkt, die wenigen Refugios schnell ausgebucht. Deshalb unternehmen wir erst mal einen Ausflug über die argentinische Grenze, um den Porito Moreno Gletscher zu bestaunen.</p>
<p>Die Grenzformalitäten ziehen sich in die Lange. Zwei Beamte wechseln sich mit Stempeln ab. Nebenan steht eine Tischtennisplatte. Wahrscheinlich vertreibt man sich die Zeit mit einer Partie Ping Pong, wenn gerade mal keine Busladung Touristen abzufertigen ist. Nach drei Stunden Warten auf einen einzigen Stempel fahren wir endlich weiter nach El Calafate.</p>
<h2>Eisbruch, Waldbrand und Geschäftsinn</h2>
<p>Der Ort scheint vom Waldbrand im Nationalpark sehr zu profitieren. Viele Touristen fahren hierhin weiter, weil Torres del Paine zeitweise ganz gesperrt war und immer noch nur eingeschränkt begehbar ist. So reiben sich listige Herbergsväter die Hände und reizen preislich die Schmerzgrenze aus.</p>
<p>Außerdem zeichnet den Ort ein beständig in der Luft liegender Geruch nach gebratenem Fleisch aus. Ein Asado zu veranstalten gehört zur Lieblingsbeschäftigung der Argentinier.</p>
<p><strong>18.1.</strong></p>
<p>Einer der letzten Gletscher dieser Erde, die noch wachsen. 30-60 Meter fällt die Bruchkante in den Lago Argentino ab.</p>
<p>Zunächst fahren wir mit einem Boot nah heran und sehen, wie riesige Stücke abbrechen und mit Donnergrollen in den milchig grünen See fallen. Eine Flutwelle entsteht, die das Schiffchen schaukeln lasst. Später haben wir ausführlich Gelegenheit, das Naturkino von der Aussichtsplattform zu genießen. Den Blick beständig auf die Gletscherkante gerichtet, um kein ‘Kalben’ zu verpassen. Die Hand in der Chipstute.</p>
<p>Ein paar Regentropfen fallen. Das macht uns nichts, wir haben noch unsere peruanischen Regenponchos im <a title="Peru: Inka-Cola, Coca-Tee und etwas Cuy" href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/">Rucksack</a>. Insgesamt war uns der Gletscher 15 Stunden Busfahrt von und nach Puerto Natales wert.</p>
<p><strong>20.1.</strong></p>
<p>Bei strahlend blauem Himmel brechen wir auf in den Nationalpark Torres del Paine. Dafür braucht man entweder viel Glück oder Geduld. Gehen wir von ersterem aus&#8230; Gott sei Dank!</p>
<p>Die erste Tagesetappe führt vorbei an rauschenden Gletscherbachen, aus denen man trinken kann. Immer wieder laufen wir durch Südbuchenwalder. Die letze Stunde Aufstieg über ein Geröllfeld strapaziert die Knie. Aber die Aussicht auf die ‘Himmelstürme’, die vor einem grünen <a title="Bodensee: Bühne für Verliebte und Zerrissene" href="http://www.admirado.de/2011/07/bodensee-buhne-fur-verliebte-und-zerrissene/">See</a> aufragen, entschädigt die Anstrengung um ein Vielfaches.</p>
<p>Thomas hat sogar 2 Dosen Bier 1000 Meter hoch geschleppt. Gekühltes, malziges &#8222;Austral&#8220;, hier die Hausmarke im Bergsee: lecker! Ewig können wir nicht verweilen, wir müssen die gesamte Strecke zurückgehen und wollen nicht im Dunkeln wandern.</p>
<p><strong>21.1.</strong></p>
<p>Nach der Anstrengung von gestern ist uns eigentlich nach einem Ausruhtag zumute. Das Programm ist jedoch straff und sieht keine Pause vor. Also setzen wir unsere müden Knochen wieder in Bewegung. Der Weg zur nächsten Hütte ‘Los Cuernos’ fuhrt am Lago Nordenskjöld entlang.</p>
<p>Der Himmel ist heute bedeckt. Erst am späten Nachmittag als wir das Refugio erreichen reißt die Wolkendecke auf. Hellgrün strahlt der See, dem der berüchtigte patagonische Wind weiße Schaumkronen aufsetzt. Vier tollkühne Wanderer stürzen sich in den Bergsee. Oben über dem <a title="Glacier-Express: Gletscherglück Zug um Zug" href="http://www.admirado.de/2011/12/glacier-express-gletscherglueck-panoramawagen/">Gletscher</a> kreist ein Condor. Patagonia at its best!</p>
<p><strong>22.1.</strong></p>
<p>Heute wandern wir ins Valle del Frances. Allerdings haben wir keine Lust auf einen zehnstündigen Wandermarathon. Deshalb begnügen wir uns mit dem ersten Mirador nach drei Stunden Trödellauf. Über uns hangt der „Franzose“, ein hängender Gletscher in der Wand des Paine Grande.</p>
<h2>Windstärke 12 mit Ufo-Wolken</h2>
<p>Unter lautem Getöse brechen immer wieder Stücke ab und stürzen in die Tiefe. Klingt wie ein Gewitter! Nach Nickerchen auf warmen, von der Sonne beschienenen Felsen traben wir zurück zum Refugio&#8230;</p>
<p><strong>23.1.</strong></p>
<p>Ein bisschen froh sind wir ja schon, dass dies der letzte strapaziöse Wandertag sein wird. Mit dieser Einstellung läuft es sich einfach besser, zumindest als Kopfsache betrachtet. Das launische patagonische Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Den Wind werden wir trotzdem nicht los.</p>
<p>Wieder stiefeln wir durch diese, wir finden majestätische Natur. Und trinken aus den Gletscherbächen. Am Parkausgang sagen uns die Himmelstürme &#8218;Lebewohl&#8216;.</p>
<p><strong>24.1.</strong></p>
<p>Ausschlafen, Füße waschen, Steaks braten, so langsam an den Heimflug denken. Den Nachmittag vertrödeln wir am Stadtrand von Puerto Natales. Ein paar Jungs springen komplett in Klamotten ins seichte Wasser der Bucht. Der Straßenköter kommt mit, um Muscheln zu apportieren. Vier Teenager-Mädels zertrümmern Glasflaschen mit Steinen, wohl ein Boccia-Ersatz?</p>
<p>Am Abend können wir’s uns nicht verkneifen, noch mal ins Mesita Grande zu gehen. Wieder mit Pizza und Pisco Sour&#8230;</p>
<p><strong>25.1.</strong></p>
<p>4 Stunden Flug über die Anden, das südpatagonische Eisfeld mit allen Highlights unserer Tour: Torres del Paine, Porito Moreno. Sogar den Fitz Roy bei El Chalten sehen wir! Kaum eine Wolke am Himmel, je weiter wir zurück in den Norden Patagoniens fliegen, dessen Seen und Stratovulkane mit Schneekuppe. Die Fähre brauchte für diese Kilometer 4 Tage und 3 Nächte.</p>
<p><strong>26.1.</strong></p>
<p>Beeindruckt vom gewaltigen Fluß der Gletscher landen wir in Santiago. Eine Nacht an der Plaza de Armas (so wie der Markplatz auch schon in Cusco, <a href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/" target="_blank">Peru</a> hieß). Am nächsten Tag bei 32 Grad im Schatten (an der Südspitze waren es maximal 20) diese Highlights: Die Kathedrale, das Kunstmuseum „Bella Artes“, der Aussichtsberg „Cerro San Christobal“ mit seiner Standseilbahn und übergroßen Marienstatue – und der „Cerro San Lucia“.</p>
<p>Es sind eben die grüneren Flecken dieser 8-Millionen-Metropole, die anders als andere südamerikanischen Hauptstädte vor allem diese 3 Dinge verspricht: mehr Sicherheit, Ordnung, Disziplin. Fast schon etwas wie im südlichen <a title="Jakobsweg: Pilgern zu sich selbst" href="http://www.admirado.de/2011/11/jakobsweg-pilgern-zu-sich-selbst/">Europa</a>, so ab Rom in Richtung Neapel. In Gedanken schon längst auf dem Rückflug nach Europa. Nach 40 Tagen in <a href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/" target="_blank">Peru</a>, <a href="http://www.admirado.de/2012/01/bolivien-rekordhalter-im-herzen-suedamerikas/" target="_blank">Bolivien</a>, Chile und Argentinien…</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  -351" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Marion Hansberg &amp; Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/12/pass.jpg" alt="" width="52" height="52" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:hansberg@admirado.de" target="_blank">Marion Hansberg</a> und <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> haben bisher nur Spanisch verstanden. Nun sprechen sie es auch &#8211; ein bisschen! Unterwegs mit dem Rucksack vom Equator bis nach Feuerland. Entlang der Anden gen Sueden: Peru, Bolivien, Chile und Argentinien. Die Antarktis heben sie sich fuer ein anderes Mal auf&#8230;</p></blockquote>
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			</item>
		<item>
		<title>Bolivien: Rekordhalter mitten in Südamerika</title>
		<link>http://admirado.de/2012/01/bolivien-rekordhalter-im-herzen-suedamerikas/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 21:01:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Pazifik]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielfach als &#8222;Tibet&#8220; Südamerikas beschrieben, wartet Bolivien mit einigen Rekorden auf: Dem größten Bergsee, der höchsten Haupstadt, der weitesten Salzwüste der Welt. Im ärmsten Land des Kontinents leben auch die meisten Indigenos&#8230; 26.12. Nach einer äußerst ungemütlichen Fahrt im schwankenden, überheizten Nachtbus kommen wir in Puno an. Puno liegt am Ufer des Titicacasees. Von hier [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Vielfach als &#8222;Tibet&#8220; Südamerikas beschrieben, wartet Bolivien mit einigen Rekorden auf: Dem größten Bergsee, der höchsten Haupstadt, der weitesten Salzwüste der Welt. Im ärmsten Land des Kontinents leben auch die meisten Indigenos&#8230;</h3>
<p><span id="more-347"></span></p>
<p><strong>26.12.</strong></p>
<p>Nach einer äußerst ungemütlichen Fahrt im schwankenden, überheizten Nachtbus kommen wir in Puno an. Puno liegt am Ufer des Titicacasees. Von hier aus wollen wir auf die Isla del Sol in Bolivien. Mit der üblichen, wichtigtuerischen Stemplerei nach Copacabana, der Grenze von <a title="Peru: Inka-Cola, Coca-Tee und etwas Cuy" href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/">Peru</a> aus.</p>
<p>Von Copacabana schließlich per Boot auf die Sonneninsel, die ihrem Nahmen alle Ehre macht. Nach Dauerregen in Cusco und unterwegs endlich wieder Sonne!</p>
<p>Am Bootsanleger der Insel wartet Nicolas mit seinem Sohn Miguel. Die beiden wurden vom Hostel geschickt, um unsere Rucksäcke zu schleppen. Zuerst ist es uns ein wenig peinlich, nicht selbst unter der Last zu schwitzen. Wir sind auf 3800m Höhe, müssen aber nochmals 200m höher. Wir nehmen diese (wenn auch ungewohnte) Hilfe dankbar an.</p>
<p>Unser Hostal ecologico liegt einsam, über einer netten Bucht des Titicacasees. Der wirkt nicht nur tiefblau sondern ist es auch! Am Abend gibt es Quinoa-Suppe und Trucha, frische Forelle ohne Gräten, direkt aus dem <a title="Bodensee: Bühne für Verliebte und Zerrissene" href="http://www.admirado.de/2011/07/bodensee-buhne-fur-verliebte-und-zerrissene/">See</a>. Danach kriechen wir bei einer Außentemperatur um den Gefrierpunkt unter dicke Lamadecken.</p>
<p><strong>27.12.</strong></p>
<p>Vom I-Aaa der Esel geweckt. Nach einem leckeren Frühstück mit frisch gepressten Orangensaft starten wir zu einer Wanderung um die Insel. Der nördliche Teil ist recht karg. Hin und wieder treffen wir auf vereinzelte Schweine, aber außer Transporteseln gibt es hier keinen Verkehr. Von den paar <a title="Insel-Hopping: Um den Globus radeln" href="http://www.admirado.de/2011/10/insel-hopping-mit-rad-und-schiff-den-globus-entdecken/">Touristen</a> mal abgesehen. Richtung Süden wird der Boden immer fruchtbarer mit Kartoffel- und Maisbeeten.</p>
<h2>Schweine am Sandstrand</h2>
<p>Am schönsten sind die Blicke auf das Wasser, klar. Und das glitzert in allen erdenklichen Blauschattierungen. Es perfektioniert die ländliche Idylle, zumindest für Vorbeiziehende. Wir fotografieren genug davon. Was einen Bauer empört. Wir sollen nicht seine Schweine vor der knallblauen Seekulisse knipsen.</p>
<p>Er bleibt eher die Ausnahme unter den Insulanern. Andere, die unseren Weg kreuzen, sind ausgesprochen freundlich. Schließlich geht der Pfad steil bergab, endet in einer Bucht mit weißem <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Sandstrand</a>. Hier hat sich ein Grüppchen trommelnder, jounglierender Hippies niedergelassen. Sie teilen sich die Bucht friedlich mit drei Ferkeln.</p>
<p>Nach 8 Stunden auf und ab mit ausführlichem Mittagspicknick bei dem wir aus Versehen einen heiligen Inka-Felsen entweihten, haben wir es tatsächlich geschafft, die Insel (immerhin die größte im See) zu umrunden. Abends entscheiden wir uns fürs Touristenmenü im Dorf. Laut Reiseführer hat die Insel eine höhere Prokopfdichte an Pizzerien als <a title="Vatikan: Alles von Archiv bis Popkonzert" href="http://www.admirado.de/2011/05/vatikan-unterwegs-im-auftrag-des-herrn/">Rom</a>.</p>
<p>Ganze so fix läuft die Pizzabäckerei aber nicht. Diverse Hilfsburschen werden mehrmals ausgeschickt, um Zutaten und Kerzen aus dem nahe gelegenen Supermarkt zu besorgen. Schließlich werden wir bei Kerzenschein doch noch satt.</p>
<p><strong>28.12.</strong></p>
<p>Wir ruhen unsere müden Wanderbeine aus, lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. An der Terasse transportieren Esel Wasserkanister vorbei. Unten auf der Wiese wird ein Kaninchenstall gebaut. Indigene Kinder stochern mit Stöcken im Froschteich.</p>
<h2>Mangelware Bargeld, viel Gelassenheit</h2>
<p>Thomas kann die gemütlichen Szenen kaum genießen, weil er versucht, im einzigen Internetcafé der Insel mit einer unglaublichen langsamen Verbindungen zu ebenso unglaublich hohen Preisen Bilder zu sichern. Das dauert leider fünf ein halb Stunden. Da es auf der gesamten Insel keine Geldautomaten gibt (und wir auf dem Festland nur eine kleine Summe abheben konnten) sind wir nach der Internetaktion ganz schön knapp bei Kasse.</p>
<p>Fürs Abendessen bleiben uns 60 bolivianische Dollar, umgerechnet sechs Euro. Unser hilfsbereiter Hostelbesitzer ist bereit, dafür ein Menü mit Qinoa-Suppe, Spaghetti und Obstsalat zu servieren. Nebenbei bekommen wir noch erläutert, wie wir am sichersten nach Uyuni kommen&#8230;</p>
<p><strong>29.12.</strong></p>
<p>Schon beim Aufstehen ahnen wir, dass der Tag abenteuerlich werden könnte. Zunächst müssen wir mit den Rucksäcken im Wolkenbruch zum Bootsanleger absteigen. Zum Glück haben wir in <a href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/">Peru</a> Regenponchos gekauft.</p>
<p>Wie schon erwähnt, Bargeld ist knapp. Das Geld für die Fähre haben wir beiseite gelegt. Daher werden wir vom doppelten Preis für die Rückfahrt überrascht. Ein australisches Traveller-Pärchen rettet uns von der Insel mit zehn Bolivianos. Nach nem Euro zu fragen ist eine neue Erfahrung für uns. Später bekommt er von uns das Doppelte zurück, fast so wie Jesus und <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/01/zachaus-im-wolkenkratzer-wall-street-new-york/">Zachhäus</a> &#8211; nur anders rum&#8230;</p>
<h2>Verkehrschaos in der höchsten Metropole</h2>
<p>Nach unruhiger See. Wir steigen in den Touri-Bus nach La Paz. Die Fahrt durch den Stadtteil El Alto zeigt zweifellos, dass Touristen lieber im Zentrum ein bisschen shoppen. Aber auch der Rest der Stadt veranlasst uns, so schnell wie möglich wieder raus zu kommen. Vielleicht zu unrecht. Raus aus der 2-Millionen-<a title="New York: Shoppen nach der Krise" href="http://www.admirado.de/2010/12/new-york-shoppen-nach-der-krise/">Metropole</a> geht es mit dem (laut Marketing) besten Gefährt des Landes. Der Bus ist prima, die Straßen sind es nicht&#8230;</p>
<p>Kurz vor Uyuni und 13 Stunden Fahrt über Wüstenpiste (5% aller Straßen in Bolivien sind asphaltiert) treffen wir auf den Gegenbus, der am Vorabend im Matsch stecken geblieben ist. 10 Stunden. Die 30 Passagiere versuchten sogar, den Bus aus der Pfütze zu schieben. Widerstand zwecklos. Trinkwasser? Nun ja, wir hatten noch was.</p>
<p><strong>30.12.-1.1.</strong></p>
<p>Nachdem unser Busfahrer den Pannenbus mit Reifenwechsel und Abschleppseil gerettet hatte, kommen wir mit 2 Stunden Verspätung am Salzsee an. Auf geht es zur dreitägigen Jeep-Tour. Laut <a title="Provence: Spuren von Künstlern und Literaten" href="http://www.admirado.de/2011/08/provence-spuren-von-kunstlern-und-literaten/">Reiseführer</a> empfindet einer von fünf die Tour &#8222;once-in-a-lifetime&#8220; als Alptraum, der Rest als einmaliges, unvergesslich tolles Erlebnis.</p>
<p>Vorweg sei schon gesagt, dass es für unser Glück letzteres wurde. Das lag am zuverlässigen Jeep, dem erfahrenen, freundlichen Guide, den einfachen aber sauberen Unterkünften, der netten Gesellschaft, nicht zuletzt am Essen.</p>
<p>In vielen Reiseblogs ist von gegenteiligen Erfahrungen zu lesen. Allerdings werden die Touren vielfach zu unglaublich billigen Preisen angeboten, so dass man sich dann nicht wundern muss, wenn eine siebte Person ins Fahrzeug gestopft wird oder das Essen knapper bemessen ist, liebe Fellow-<a title="City-Couch-Surfing: Schlafplatz gefällig?" href="http://www.admirado.de/2011/08/city-couch-surfing-schlafplatz-gefallig/">Backpacker</a>!</p>
<p>Der ersten Tag auf dem weltweit größten Salzsee. In der Regenzeit fahren wir durch eine fast gespenstische Landschaft aus Blau und Weiß. Da das Wasser den Himmel spiegelt &#8211; und umgekehrt, sagt einzig die Schwerkraft, wo unten ist. Später geraten wir in ein Gewitter. Der Himmel schüttet sich aus: rechts, links, vorne, hinten zucken die Blitze. In eine mit Lithium (verwendet in Hochleistungsakkus) aufgeladene Salzkruste. Boliviens weißes <a title="Jerusalem: Heilige Hügel und Indiana Jones" href="http://www.admirado.de/2011/05/jerusalem-heilige-huegel-und-indiana-jones/">Gold</a>&#8230;</p>
<h2>Landschaft anders als gewohnt</h2>
<p>Nichts mehr zu sehen, vor allem nicht die Berge am Horizont, an denen sich unserer Fahrer orientiert. Statt GPS, Karte und Kompass. Cavino, der Fahrer, besteht diesen ersten Härtetest mit Bravour, hält an, wartet bis der Regen etwas nachlässt. Inzwischen haben wir uns auch mit den Mitfahrern angefreundet. Einem Pärchen aus La Paz und zwei Mädels aus Bolivien und Kolumbien.</p>
<p>In einem komplett aus Salz gebauten Hostal (das Wellblech-Dach ausgenommen) werden wir mit Suppe, Hühnchen, gebackenen Bananen und Kartoffeln erwartet. Am nächsten Tag fahren wir ab 6 Uhr morgens durch die <a title="Rotes Meer: Sandsturm im Tauchparadies" href="http://www.admirado.de/2011/08/rotes-meer-sandsturm-im-tauchparadies/">Wüste</a>. Wir sehen Vulkane, die sich mit roten, gelben, grauen und grünen Gestein vom knallblauen Himmel abheben.</p>
<p>Es geht vorbei an Lagunen, in denen Flamingos stolzieren und nach Plankton picken. Besonders: Die Lagune Colorado, deren Wasser durch bestimmte Algen rot gefärbt ist. Um diese Pracht sehen zu dürfen, muss man sein Eintrittsgeld im <a title="Schweden: Check-In rund um die Uhr" href="http://www.admirado.de/2011/08/schweden-check-in-rund-um-die-uhr/">Nationalpark</a> bezahlen. Warum Ausländer fünfmal mehr zahlen sollen als Bolivianer bleibt uns undurchsichtig, ebenso der eigentliche Verwendungszweck? Nun ja. Vielleicht ist es einfach zu deutsch über solcherlei Fragwürdigkeiten zu motzen&#8230;</p>
<p>Silvester verschlafen wir, da wir am Neujahrsmorgen um 4 Uhr aufstehen müssen. Nur bei Sonnenaufgang dampfen und sprudeln die Geysire auf 4700m Höhe. Danach schauen wir uns die grüne Lagune an, die von Kupfer gefärbt wird. Und nach der Laguna Verde stehen wir auch schon an der Grenze zu <a href="http://www.admirado.de/2012/01/chile-naturkino-auf-4300-kilometern-lange/" target="_blank">Chile</a>, dem kommenden Kapitel unserer Reise. Zum Glück wartet schon ein Minibus, der uns nach San Pedro in der Attacama-Wüste bringt.</p>
<p>In Chile fällt zuerst die geteerte Straße auf. Der Minibus scheint jedoch nicht sicherer zu sein als die von Bolivien oder <a href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/">Peru</a>.</p>
<p>Der Km/h-Zeiger ist schrott, der Fahrer hält sich permanent sein Handy ans Ohr, versteht nix, vergisst aber auch das immerrauschende Radio leiser zu drehen. Wir sind froh, dass die Bremsen für 3000m Gefälle vorbei am doppelt so hoch gelegenen Vulkan Likanbur funktionieren&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  -351" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Marion Hansberg &amp; Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/12/pass.jpg" alt="" width="52" height="52" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:hansberg@admirado.de" target="_blank">Marion Hansberg</a> und <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> haben bisher nur Spanisch verstanden. Nun sprechen sie es auch &#8211; ein bisschen! Unterwegs mit dem Rucksack vom Equator bis nach Feuerland. Entlang der Anden gen Süden: <a href="http://www.admirado.de/2011/12/peru-inka-cola-coca-tee-und-etwas-cuy/">Peru</a>, Bolivien, <a title="Chile: Naturkino auf 4300 Kilometern Länge" href="http://www.admirado.de/2012/01/chile-naturkino-auf-4300-kilometern-lange/">Chile</a> und Argentinien. Die Antarktis heben sie sich fuer ein anderes Mal auf&#8230;</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Peru: Inka-Cola, Coca-Tee und etwas Cuy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 23:42:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Anden]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
		<category><![CDATA[Pazifik]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Land, wo Meerschweinchen (cuy) eine Delikatesse sind. Zwischen 6.000er-Gipfeln der Anden und Niederungen des Amazonas. Dort lag auch das Reich der Inkas, von der UNESCO geadelt, heute ein Touristenmagnet&#8230; 19.12. Unser Abenteuer hat begonnen. Wir sind in Lima gelandet. Am Flug gab&#8217;s wenig auszusetzen, außer vielleicht das etwas sonderbare Essen. Thomas ist schuld: er [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Im Land, wo Meerschweinchen (<em>cuy</em>) eine Delikatesse sind. Zwischen 6.000er-Gipfeln der Anden und Niederungen des Amazonas. Dort lag auch das Reich der Inkas, von der UNESCO geadelt, heute ein Touristenmagnet&#8230;</h3>
<p><span id="more-346"></span><strong>19.12.</strong> Unser Abenteuer hat begonnen. Wir sind in Lima gelandet. Am Flug gab&#8217;s wenig auszusetzen, außer vielleicht das etwas sonderbare <a title="St. Moritz: Kaviar, Champagner, Gemüse" href="http://www.admirado.de/2011/12/st-moritz-kaviar-champagner-gemusehandler/">Essen</a>. Thomas ist schuld: er hatte bei der Flugbuchung als unsere Ernährungsvorliebe &#8218;Hindu Vegetarian&#8216; angegeben.</p>
<p>Den ersten Streit unserer Reise haben wir also schon hinter uns. Morgen fliegen wir weiter nach Cuzco auf rund 3500 m Höhe&#8230;</p>
<h2>Akklimatisieren mit Diamox&#8230;</h2>
<p><strong>20.12.</strong> Wir sind in Cuzco. Die &#8218;Ciudad imperial&#8216; liegt circa 1000 km südöstlich von Lima mitten in den Anden. Hauptsächlich beschäftigt uns das Akklimatisieren an die dünne Höhenluft und das Aneigenen von Spanisch-Grundkenntnissen.</p>
<p>Die Stadt werden wir erst morgen erkunden. Für heute war schon der Weg zum Supermarkt im wahrsten Sinne des Wortes folgendes: atemberaubend. Mit Kopfschmerzen.</p>
<p><strong>21.12.</strong> Kaum Anzeichen von Höhenkrankheit, dank Pillen und Coca-Blättern! Deshalb trauen wir uns heute auch ein wenig mehr Aktivität zu. Zuerst ein Rundgang durch die Stadt, dann zum Bahnhof für Tickets nach Machu Picchu.</p>
<p>Schließlich wagen wir uns sogar in die Markthalle. Dort gibt es komplette Schweine, aber auch Rindermäuler, diverse Innereien und gebratenen Meerschweinchen (cuy). Wir lassen das vor allem olfaktorisch auf uns wirken. Außerdem die üblichen Handelswaren: Obst, Gemüse, Kräuter, Hausrat, Bekleidung.</p>
<h2>&#8230; und jeder Menge Coca-Tee</h2>
<p>Wir stocken unseren Vorrat an Coca-Blättern für Tee und Kaugummi-Ersatz auf. Schnell wieder raus aus dem Getümmel. Am Nachmittag schauen wir uns noch eine alte Inka-Stätte oberhalb der Stadt an. Dabei werden wir klatsch-nass. Es ist eben <a title="Bolivien: Rekordhalter mitten in Südamerika" href="http://www.admirado.de/2012/01/bolivien-rekordhalter-im-herzen-suedamerikas/">Regenzeit</a>.</p>
<p><strong>23.12.</strong> Machu Picchu. Eigentlich hatten wir schon ein bisschen die Lust auf die Touristenattraktion Perus schlechthin, gar ganz Südamerikas verloren; eben weil es DIE Touristenattraktion ist. Bei unseren Streifzügen durch Cusco wurden wir an jeder Ecke mit Angeboten für den Inka-Trail genervt, Tagesausflügen zum ‘alten Berg’ .</p>
<p>Traveller und <a title="City-Couch-Surfing: Schlafplatz gefällig?" href="http://www.admirado.de/2011/08/city-couch-surfing-schlafplatz-gefallig/">Backpacker</a>wollen es anders. Wir haben uns ein Zug-Ticket am Bahnhof gekauft, vorausgesetzt man findet ihn, die günstigere Wahl.</p>
<p>Die Anfahrt ist dann allerdings etwas mühsamer, wenn man wie wir Geld und Zeit sparen will. Zuerst per &#8222;collectivo&#8220;, Toyota Highaces die als Sammeltaxi (wie fast überall um den Equator) fahren, nach Ollantaytambo.</p>
<h2>Zwischen Regenwald und Hochebene</h2>
<p>Dann weiter per Zug, da hier keine Straße mehr weitergeht. Dann noch mal per &#8222;ecologia&#8220;-Bus das letzte Stück den Berg hoch zur Anlage. Erster und letzter Eindruck: es lohnt sich doch! Vor allem, wenn sich die dichte Regenwolken-Decke öffnet, Sonnenstrahlen alle Grüntöne des Regenwaldes zum Leuchten bringen.</p>
<p>Soweit zur Szenerie der <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/">Natur</a>. Die Kultur: Es ist zwar schon beeindruckend, wie die Inka riesige Felsblöcke sorgfältig behauen haben, um sie zu akkuraten Mauen zusammenzufügen. Andererseits ist die Anlage &#8222;nur&#8220; rund 500 Jahre alt. Zu dieser Zeit wurden in Europa bereits mächtige Kathetralen gebaut&#8230;</p>
<p>Für uns hat den Reiz von Machu Picchu nicht die Inka-Stätte selbst ausgemacht, viel mehr die Lage mitten im Regenwald, umgeben von 6000m hohen <a title="Ostschweiz: Ski-Langlaufen vor Abfahrt" href="http://www.admirado.de/2012/02/ostschweiz-ski-langlaufen-statt-abfahrt-mit-apres-ski/">Schneebergen</a>.</p>
<h2>Kühle Nächte in der Regenzeit</h2>
<p><strong>25.12.</strong> Feliz Navidad! Draußen strömt der Regen. Ein bisschen schadenfroh sind wir schon, dass wir nicht 4 Tage lang den Inka-Trail gewandert sind.</p>
<p>Wir warten auf den Nachtbus nach <a href="http://www.admirado.de/2012/01/bolivien-rekordhalter-im-herzen-suedamerikas/">Bolivien</a>. Ich sehe uns ja schon nur in Unterhosen am Busterminal zurückbleibend. Die Schauergeschichten aus diversen Reiseblogs tragen nicht gerade zur Entspannung bei&#8230;</p>
<p>Bolivien ist mit das ärmste Land Südamerikas, ein krasser Widerspruch zu seinen Bodenschätzen! Wir freuen uns aber sehr auf die Isla del Sol im Titicaca-See und die Salar de Uyuni. Bald mehr davon. Auch wie die Reise danach nach <a href="http://www.admirado.de/2012/01/chile-naturkino-auf-4300-kilometern-lange/" target="_blank">Chile</a> und Argentinien weitergeht&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft  -351" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Marion Hansberg &amp; Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/12/pass.jpg" alt="" width="52" height="52" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:hansberg@admirado.de" target="_blank">Marion Hansberg</a> und <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> haben bisher nur Spanisch verstanden. Nun sprechen sie es auch &#8211; ein bisschen! Unterwegs mit dem Rucksack vom Equator bis nach Feuerland. Entlang der Anden gen Süden: Peru, <a href="http://www.admirado.de/2012/01/bolivien-rekordhalter-im-herzen-suedamerikas/">Bolivien</a>, <a title="Chile: Naturkino auf 4300 Kilometern Länge" href="http://www.admirado.de/2012/01/chile-naturkino-auf-4300-kilometern-lange/">Chile</a> und Argentinien. Die Antarktis heben sie sich fuer ein anderes Mal auf&#8230;</p></blockquote>
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			</item>
		<item>
		<title>Berlin: Göttliche Kraftwerke aus Bauglas und Beton</title>
		<link>http://admirado.de/2011/12/berlin-gottliche-kraftwerke-aus-glas-und-beton/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[City]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Oesterreich]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Kirchen wollen offen sein für alle Menschen guten Glaubens. Klar, neben Kirchturm, Glocken und Kanzelpult kommt es auf den Inhalt an. Aber das Äußerliche kann sich ebenso sehen lassen. Ein Rundgang zu Gottes neuen Häusern&#8230; Kirche soll auf das Göttliche weisen, ist heute aber mehr als nur Ort für Gottesdienst und stilles Gebet. Berliner nennen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kirchen wollen offen sein für alle Menschen guten Glaubens. Klar, neben Kirchturm, Glocken und Kanzelpult kommt es auf den Inhalt an. Aber das Äußerliche kann sich ebenso sehen lassen. Ein Rundgang zu Gottes neuen Häusern&#8230;</h3>
<p><span id="more-302"></span>Kirche soll auf das Göttliche weisen, ist heute aber mehr als nur Ort für Gottesdienst und stilles Gebet. Berliner nennen ihre Hohenzollern-Kirche „Kraftwerk Gottes“.</p>
<p>Der wuchtige Sakralbau ist ein herausragendes Beispiel expressionistischer <a title="Istanbul: Brücke zwischen zwei Kontinenten und ein bisschen Türkei" href="http://www.admirado.de/2012/12/istanbul-stau-um-mitternacht-brucke-zwischen-zwei-kontinenten/">Architektur</a>. Kirche soll neue Kraft für den Glauben geben. Andererseits erinnert der Bau äußerlich eher an ein Industriegebäude. Der kräftige Kirchturm aus Stahlbeton ist über 60 Meter hoch, läuft nach oben wie eine schlanke Nadel zusammen, um seine Größe perspektivisch zu betonen.</p>
<p>Allein sein Kreuz oben drauf misst bereits sechs Meter. Für die Stadt hat das symbolische Wirkungskraft, meint Gemeindepfarrer Harald Grün-Rath. Menschen im Krieg hätten gesagt: „Solange dieser Turm steht, kommen wir schon irgendwie durch“. Das Gebäude erscheint so eindrücklich, dass man daran bestimmte Erwartungen festmachen könnte. Auch <a title="Myanmar/ Burma: Hoffen aufs erste Auto, Bildung – und eigene Coca-Cola" href="http://www.admirado.de/2012/11/myanmar-burma-hoffen-aufs-erste-auto-bildung-und-eigene-coca-cola/">Hoffnungen</a>.</p>
<h2>Hingucker von Ferne</h2>
<p>Als Hingucker hat der Berliner Architekt Gerhard Schlotter die Hohenzollern-Kirche dezent umgestaltet, ihr neue farbenfrohe und lichtintensive Fenster verpasst. Als Baumeister hat er schon viele Kirchen umgestaltet. Für Schlotter ist ein Sakralbau etwas ganz Besonders.</p>
<p>So ähnlich wie der Reformator Martin Luther einmal dichtete: „Eine feste Burg ist unser Gott“. <a title="St. Gallen: Stift mit Seelenapotheke" href="http://www.admirado.de/2011/10/st-gallen-seelenapotheke-im-stift/">Kirche</a> hätten eben eine ganz besondere Tradition, müssten „nicht jeden modischen Schnick-Schnack mitmachen“.</p>
<p>Rund 45.000 evangelische und katholische Kirchen stehen in Deutschland. St. Engelbert ist eine katholische Kirche in <a title="Vatikan: Alles von Archiv bis Popkonzert" href="http://www.admirado.de/2011/05/vatikan-unterwegs-im-auftrag-des-herrn/">Köln</a>. Sie wurde ebenfalls in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut. Ihr Sternkuppel-Bau verwirrte die Entscheider in der Gemeinde.</p>
<p>Im Volksmund bezeichnen die Kölner diese Kirche nun gerne als „Zitronenpresse“. Kirchtürme neuen Alters bilden Trend zur Transparenz Dabei geht es nicht nur um Demographie oder die Tatsache, dass vielen Gemeinden Mitglieder weglaufen. Der Architekt schließt vom Äußeren aufs Innere. „Es wird immer wichtiger, was die Gemeinde eigentlich will“, sagt Schlotter.</p>
<h2>Trendsetter trotz Tradition</h2>
<p>Kirche von heute will kein verstaubter Hinterhof sein. Trotz des mächtigen Kirchbaus wollen Kirchen wie die am Hohenzollernplatz offen sein für die Menschen der Stadt. Kirchen spiegeln die Zeitgeschichte, in der sie entstehen. Die monumentale Holz-Glas-Konstruktion der katholischen Herz-Jesu-Kirche in <a title="City-Couch-Surfing: Schlafplatz gefällig?" href="http://www.admirado.de/2011/08/city-couch-surfing-schlafplatz-gefallig/">München</a> wurde zum Beispiel nach einem aufwendigen Wettbewerb mit über 180 Einsendungen eingeweiht.</p>
<p>Manchmal dienen die neuen Kirchen auch einem bestimmten Zweck. So erinnert die Versöhnungskirche in Berlin, ebenfalls ein Trendsetter, seit zehn Jahren an die frühere Sprengung einer Kirche am Mauerstreifen.</p>
<p>2000 fand auch die Weltausstellung in Hannover statt. Mit zwei neuen Häusern Gottes. Dem Christus-Pavillon mit seinen verschiedenen Mosaikfenstern und Sandboden. Ebenso dem „Pavillon der Hoffnung“ mit einer lebensgroßen Walfisch-Flosse auf dem Dach.</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Architektur&#8220; tab2=&#8220;Theologie&#8220; tab3=&#8220;Kirche&#8220;]<br />
[tab]Unter dem <b>Kirchenbau der Moderne</b> wird der Bau von <a title="Kirche (Bauwerk)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_%28Bauwerk%29">Kirchengebäuden</a> seit dem <a title="Erster Weltkrieg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> verstanden. Der Großteil der Kirchenbauten von ca. 1860 bis zum Ersten Weltkrieg versuchte die Neuinterpretation historischer <a title="Baustil" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Baustil">Baustile</a>, vor allem die Neugotik und die Neoromanik, aber auch der Neubarock. Erst mit den großen gesellschaftlichen Umwälzungen zu Beginn der Weimarer Republik nahm der Kirchenbau neuere Tendenzen in Liturgie und Architektur auf und begann deren Umsetzung.[/tab]<br />
[tab]Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es theologische Tendenzen in der katholischen Kirche, die Messfeier wieder mehr als Feier der Gemeinde zu verstehen. Maßgeblich an diesen Überlegungen beteiligt war der Theologe <a title="Romano Guardini" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Romano_Guardini">Romano Guardini</a>. Dazu braucht es aber eine andere Anordnung des <a title="Altar" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altar">Altars</a>, nämlich möglichst nah an der Gemeinde, wenn nicht sogar inmitten der versammelten Gemeinde. Auch in Teilen der evangelischen Kirche gab es etwa gleichzeitig ähnliche Bestrebungen, den Gottesdienst als Gemeindefeier zu interpretieren. Erste dahingehende architektonische Entwürfe stammen auf katholischer Seite von <a title="Rudolf Schwarz (Architekt)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Schwarz_%28Architekt%29">Rudolf Schwarz</a> und <a title="Dominikus Böhm" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dominikus_B%C3%B6hm">Dominikus Böhm</a>, auf evangelischer Seite von <a title="Otto Bartning" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Bartning">Otto Bartning</a>.[/tab]<br />
[tab]Zu Beginn des 21. Jahrhunderts werden in Deutschland nur noch wenige Kirchen neu errichtet. Neubauten finden vor allem noch dort statt, wo die Kirchengemeinden durch Zuzug wachsen, was sich z.B. bei mehreren neu fertig gestellten Kirchen in München, beim Neubau der Leipziger Trinitatiskirche oder auch an anderen Orten mit steigender Bevölkerung zeigt. An manchen Orten werden neue Gotteshäuser als Ersatz besonders für Kirchenbauten der 1960er und 1970er Jahre erstellt, die wegen Baumängeln oder Beschädigungen ersetzt werden müssen.[/tab]<br />
[/tabs]</p>
<p>Restaurierte Kirchen werden heute auch anderweitig genutzt. Als Disco oder Restaurant, Solarium oder Bibliothek. Teilweise auch als Moschee. Doch sakrale Architektur soll sich unterscheiden von weltlichen Gebäuden. Sie sollen Menschen auf das Göttliche hinweisen.</p>
<p>Die Vorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Bischöfin Margot Käßmann, bezeichnet Kirchtürme als „Fingerzeig Gottes“. Auch für weniger religiöse Menschen gehören Kirchturm und Glockenklang irgendwie zum Leben dazu. Freikirchen favorisieren eher das funktionale Gemeindezentrum.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: @ Jan Thomas Otte + Jorges/ Wikimedia</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> geht gerne in Kirchen. Am Schönsten findet er sie jedoch von außen, der Weg dorthin. Eines seiner Highlights steht weder in Berlin noch Hannover. Sondern als Kapelle in den Schweizer Bergen, dem romantischen &#8222;Wildkirchli&#8220;&#8230;</p></blockquote>
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		<title>Toggenburg: Hinter den sieben Bergen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 07:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Appenzell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Toggenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Hinter den sieben Bergen gibt es viel frisches Grün, fast wie auf der Modell-Eisenbahn-Platte. Dazu, fast kitschige Berg-Bauern-Häuser. Mittendrin, zwischen Liechtenstein und St. Galler Kanton käst Köbi Knaus wie eh und je. Ein Almbesuch im Toggenburg&#8230; Köbi meckert, der Kühlschrank ist kaputt. Die gelagerten Käselaibe unterm Dach dürfen nicht vergammeln. Schweiß rinnt über seine Stirnfalten, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Hinter den sieben Bergen gibt es viel frisches Grün, fast wie auf der Modell-Eisenbahn-Platte. Dazu, fast kitschige Berg-Bauern-Häuser. Mittendrin, zwischen Liechtenstein und St. Galler Kanton käst Köbi Knaus wie eh und je. Ein Almbesuch im Toggenburg&#8230;</h3>
<p><span id="more-283"></span>Köbi meckert, der Kühlschrank ist kaputt. Die gelagerten Käselaibe unterm Dach dürfen nicht vergammeln. Schweiß rinnt über seine Stirnfalten, hinein ins himmelblaue Unterhemd, das in der Jeans sitzt. 64 Jahre alt, gräuliches Haar, Sennerring im rechten Ohr, geht Jakob Knaus, genannt „Köbi“, dem nach, was er „sein liebstes Hobby“ nennt: der Sennerei.</p>
<p>Seit 50 Jahren arbeitet Knaus als Senner, hoch oben in den Schweizer Bergen. Momentan hütet er 24 Kühe, 15 Kälbchen, fünf Ziegen und sechs Schweine auf der „Trosen“-Alm. Auf 1700 Metern stehen seine drei Hütten: der Kuhstall, der Käseraum, das Chalet.</p>
<p>Eine Stunde Fußweg vom letzten Parkplatz im Toggenburger Tal, oberhalb der Baumgrenze. Die Morgensonne scheint hinüber zu den sieben Bergen auf der anderen Talseite, den Churfirsten. Ihre daumenartigen Gipfel heißen Chäserugg, Hinterrugg und Schibenstoll, Zuestoll, Brisi, Frümsel und Selun.</p>
<p>„Fast noch schöner als das Matterhorn“, schwärmt Köbi über sein Alpenpanorama. Zeit zum Ausblick genießen hat er kaum. Er hat ja alle Hände voll zu tun.</p>
<p>Der Kühlschrank läuft inzwischen wieder, Dank einer neuen Gaskartusche. Nun muss Knaus das Holzfeuer unter dem Kessel anschüren. Nicht zu warm, 32 Grad Celsius beträgt die Ideal-Temperatur zum Käsen.</p>
<p>An guten Tagen, wenn viel frisches Gras mit Blümchen wächst, liefern seine Kühe bis zu 700 Litern Milch. Heute hat der Senner 260 Liter gemolken. Ein Drittel davon wird mit der „Harfe“, einem Y-förmigem Edelstahlrahmen mit feinen Drähten, zu Käsebrocken gerührt.</p>
<h2>100 Tage, 40 Euter im Ein-Mann-Betrieb</h2>
<p>Hundert Tage arbeitet Köbi hier im Jahr auf der Alm und produziert dabei etwa 13 Tonnen Käse. Davon kann seine Familie gut leben. Das Produktsortiment der Familie Knaus: Bergkäse, Sennenkäse und „Blodderchäs“.</p>
<p>Vom hofeigenen Marketing wird dieser als besonders fettarmer aber proteinhaltiger Käse angepriesen. Seit 2000 Jahren schon rühren ihn die Senner. Anders als den Appenzeller Käse, der zwar aus den Regalen der Discounter bekannt ist, den es aber erst seit 40 Jahren als „gängiges Label“ gibt, wie Köbi erzählt.</p>
<p>Knaus Frau Rösli kümmert sich im Sommer um den Haushalt, versorgt das Bauernhaus der Familie und den hofeigenen Tante-Emma-Laden. Im Direktvertrieb kauft man den Knaus’ dort das Kilo Bergkäse für 17 Franken ab, die Ladenbesitzer im Dorf schlagen nochmals 5 Franken drauf.</p>
<p>Köbis Referenzenkunden: Die Drogerie in Wildhaus oder die Käserei Kaufmann in Mosnang. Dazu kommen ein paar Restaurants.</p>
<p>Seit 5 Jahren kann ihn seine Familie sogar mit dem lilafarbenen, Allrad-fähigen Subaru besuchen. Ein Schotterweg wurde gebaut, finanziert über die Umlage von Kuhrechten mit anderen Almen. Vorher ging’s mit Pferd und Eseln hinauf.</p>
<h2>Zwei-Drittel Wertschöpfung auf der Alm</h2>
<p>„Das Käsegeschäft ist hart, nicht nur körperlich“, weiß Köbi. Marken wie „Appenzeller“, „Emmentaler“ oder „Tilsiter“ seien nicht geschützt und brächten im Massengeschäft nur noch fünf Franken das Kilo. Für einen überzeugten Biobauern wie Knaus ein Unding.</p>
<p>Statt sich drüber zu ärgern, kümmert er sich lieber um seinen eigenen Käse: „Man will sich verbessern, ganz klar“.<br />
Der Qualitätskontrolleur kommt regelmäßig. Der hobelt in einige Laibe Käse, riecht, schmeckt und guckt, notiert. Neulich war bloß eine Blase im Schweizer Käse. Köbi ratlos: „Irgendwas stimmte nicht mit der Blasenbildung“.</p>
<p>Am Rotsteinpass, 300 Höhenmeter weiter oben, schläft die Konkurrenz nicht. Die Sennerin auf der „Schafboden“-Alm hat vor ein paar Jahren ihren alten Job als Landschaftsgärtnerin an den Nagel gehängt. Auch sie verdient nun mit dem Käse. Ein paar Ziegenmilch-Shakes für müde Wanderer kommen hinzu. Im Winter sei die neu zugezogene Kollegin aber auf der Kanareninsel La Gomera.</p>
<p>Die Ruhe des Senners könnte bald ein Ende haben. 2012 wird Köbi wohl der bekannteste Schweizer Älpler sein, durch einen Werbespot der Supermarktkette Migros.</p>
<p>Im Fernsehen wird er einen Senner spielen, der um seinen liebsten, abhanden gekommenen Käse trauert, ihn auf Umwegen aber wiederfindet. Köbi sucht noch eine Vertretung, die sich während der drei Drehtage ums Melken und Käsen kümmert. „Im Zweifelsfall müssen die eben zu mir kommen“, sagt der Hauptdarsteller.</p>
<p>Dann muss Köbi weiter. Gegen sieben Uhr abends müssen wieder rund vierzig Euter gemolken werden. Dann kommt das Abendessen. Der Senner tischt in seiner Bude auf, was mittags übrig geblieben ist.</p>
<p>Gekocht wird, was da ist, was passt, zu selbst angebauten Kartoffeln oder mitgebrachten Teigwaren. „Feierabend“ ist gegen halb neun. Bis dahin hat Köbi 15 Stunden gearbeitet. Vorausgesetzt, keine Kuh kalbt oder hat Bauchweh.<br />
Fast 500 Jahre wirtschaftet seine Familie nun schon auf der Alm Trosen, in zwanzigster Generation. Mit 14 übernahm er die Alm seines Vaters. Aufhören wird er nicht: „Vorher sterbe ich“, sagt Köbi.</p>
<p>Als Alm-Öhi, als letzter seiner Art sieht sich Senner Knaus nicht. „Meine Arbeit ist absolut kein Auslauf-Modell.“ „Es hier nicht wie bei Heidi“, sagt er und zeigt hinüber ins Nachbartal. Dort liegt Maienfeld, der Ort des mehrfach verfilmten Romans von <a href="http://gutenberg.spiegel.de/autor/562" target="_blank">Johanna Spyri</a>.</p>
<p>Wer über die Almen des Toggenburg wandern möchte, kann für 17 Euro auf der <a href="http://www.ochsenhuette.ch/oh/" target="_blank">Ochsenhütte</a> übernachten. „Massenlager“, Plumpsklo und Kuhtränke zum Waschen, Frühstück gibt es auch. Gehfaule werden mit dem Materiallift transportiert.</p>
<p>Wem das nicht so liegt, kann trotzdem mit Blick auf Köbis Alm einschlafen. Das <a href="http://www.sternen.biz/" target="_blank">Hotel Sternen</a> bietet fürs Fünffache (ca. 85€) mehr Komfort, zum Beispiel Klangliege „Tabuala Sonora“. Dafür aber auch weniger Abenteuer.</p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> schaffte es nur auf einen der sieben Churfirsten. Und hätte bei guter Sicht fast den Montblanc gesehen. Stattdessen blieb sein Blick an den Almwiesen hängen. Auch schön&#8230;</p></blockquote>
<p><strong>Lesetipp</strong></p>
<p><figure id="attachment_465" aria-describedby="caption-attachment-465" style="width: 120px" class=" alignleft"><a href="https://www.amazon.de/dp/3763341668/ref=as_li_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3763341668&amp;adid=1JPN7ERXZ4CPVBR8FMPE&amp;"><img loading="lazy" decoding="async" class="-465" title="Rother Wanderführer" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/12/glarner-land.jpg" alt="" width="120" height="170" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/12/glarner-land.jpg 456w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/12/glarner-land-280x400.jpg 280w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px" /></a><figcaption id="caption-attachment-465" class="-text">Gut beraten! Der Rother um den Walensee&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Gut zusammengefasst, von der leichten Taltour bis zur anspruchsvollen Gratquerung ist alles drin. Die Wanderkarte können Sie knicken, dieser <a href="https://www.amazon.de/dp/3763341668/ref=as_li_qf_sp_asin_til?tag=karrieeinsic-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3763341668&amp;adid=1JPN7ERXZ4CPVBR8FMPE&amp;" target="_blank">Wanderführer</a> (Rother, 2010) reicht aus. Kaufen! Einzige Haken, wie öfters bei Rother: Die &#8222;roten&#8220; Touren, mittlerer Schwierigkeitsgrad, sind eher was für Profis und ambitionierte Bergwanderer als den geneigten Spaziergänger. Und die Höhenangaben sind schematisch dargestellt, will sagen manches Auf und Ab taucht im Profil nicht auf.</p>
<p><strong>Sponsoren</strong></p>
<p>Die für diese Recherche erforderlichen zwei Übernachtungen, ein Mal auf der Hütte, ein Mal im Hotel, wurden ebenso wie die Seilbahnfahrten vom Tourismusverband <a href="http://www.toggenburg.org/de/" target="_blank">Toggenburg</a> finanziert. Vielen Dank!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
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		<title>Südafrika: Am Cup der guten Hoffnung</title>
		<link>http://admirado.de/2011/12/sudafrika-am-cup-der-guten-hoffnung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 07:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kapstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalpark]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
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					<description><![CDATA[An Kapstadts Molen flanieren, hinauf zum Tafelberg oder gleich an der Gardenroute entlang. Südafrika hat wunderschöne Seiten, zum Reisen. Aber auch zum Arbeiten. Spannende Kulturen warten, soziale Konflikte ebenso… Jobben in der Stadt: Pretoria, Johannesburg, Kapstadt Rote Ampel, Benzin-Abgase, vorbei eilende Passanten. Ein Autofahrer hat vergessen, sein Knöpfchen an der Türseite runterzudrücken. Mitten in Johannesburg, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>An Kapstadts Molen flanieren, hinauf zum Tafelberg oder gleich an der Gardenroute entlang. Südafrika hat wunderschöne Seiten, zum Reisen. Aber auch zum Arbeiten. Spannende Kulturen warten, soziale Konflikte ebenso…</h3>
<p><span id="more-303"></span>Jobben in der Stadt: Pretoria, Johannesburg, Kapstadt Rote Ampel, Benzin-Abgase, vorbei eilende Passanten. Ein Autofahrer hat vergessen, sein Knöpfchen an der Türseite runterzudrücken. Mitten in Johannesburg, am helllichten Tag. Trotzdem.</p>
<p>Ein Gangster reist seine Tür auf, gestikuliert wild mit seiner Knarre, stummelt irgendetwas auf Afrikaans. Die Ampel wird grün, der Wagen fährt weiter, ohne Besitzer. Hört sich an wie ein schlechter Tatort am Sonntagabend, ist es aber nicht. Das gehört zum <a title="Insel-Hopping: Um den Globus radeln" href="http://www.admirado.de/2011/10/insel-hopping-mit-rad-und-schiff-den-globus-entdecken/">Alltag</a>.</p>
<p>Auch als <a title="Schweden: Check-In rund um die Uhr" href="http://www.admirado.de/2011/08/schweden-check-in-rund-um-die-uhr/">Tourist</a>, wenn man nicht aufpasst oder einfach nur Pech hat. In den Häuserschluchten der City scheint die Schere zwischen Reichen und Armen besonders groß zu sein. Anders in den Villenvierteln mit blank geputzten Fassaden, vor allem in <a href="http://www.abenteuer-reisen.de/reiseziel/suedafrika/kapstadt/reportage/wohin_in_kapstadt_" target="_blank">Kapstadt</a>.</p>
<h2>Arbeitslosigkeit am Kap der Hoffnung</h2>
<p>Trotz dieser sozialen Unterschiede, verbunden mit einer hohen Kriminalität, ist Südafrika die größte Volkswirtschaft des Kontinents. Mit einem BIP von rund 4000 Euro pro-Kopf, offiziell ist jeder vierte Südafrikaner arbeitlos, die Dunkelziffer mal ausgelassen.</p>
<p>Dem Land geht es eigentlich recht gut, wirtschaftlich gesehen. Südafrika ist für ausländische Unternehmen attraktiv, viele haben hier ihre Quartiere für das gesamte, südliche Afrika. Von der Continentale über BASF oder BMW bis zu Volkswagen.</p>
<p>Es finden sich viele deutsche Unternehmen im ABC der Handelsregister: „Die gibt es hier wie Sand am <a title="Rotes Meer: Sandsturm im Tauchparadies" href="http://www.admirado.de/2011/08/rotes-meer-sandsturm-im-tauchparadies/">Meer</a>“, berichtet Peter Hühne. Schon zwei Praxissemester hat der Braunschweiger hier verbracht.</p>
<h2>Weinberge, Parks und Meeresrauschen</h2>
<p>So habe er bereits einige Deutsche kennengelernt, die über diesen Weg schon mehrere Jahre, manche sogar Jahrzehnte in Südafrika arbeiten. Entspannen auf dem Land: <a href="http://www.krugerpark.co.za/" target="_blank">Krüger-Nationalpark</a>, Stellenboschs Weinberge… Mit einer Fläche viermal so groß wie Deutschland, gibt es landschaftlich vieles mehr zu entdecken.</p>
<p>Am Besten per Geländewagen. In den Städten ist die Infrastruktur recht gut ausgebaut worden, die Fußball-Weltmeisterschaft letztes Jahr hat es gefördert . Auf langen Überlandstraßen berichten Reisende dagegen von „sehr rauhen Sitten“, Kidnapping an Schlaglöchern, beim Wechseln des Reservereifens sei keine Seltenheit, liest man so manches Warnschild.</p>
<p>Endlich ein Mal angekommen, gehören Regionen wie der Krüger Nationalpark zu den größten Touristenmagneten. Wildparks, in denen man Tiere wie Elefanten, Löwen und Giraffen, die „<a href="http://www.touring-afrika.de/suedafrika/big-five.htm" target="_blank">Big Five</a>“ in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kann.</p>
<h2>Wenn Sommer Winter wird&#8230;</h2>
<p>Das Wetter mache der <a href="http://www.kapstadt.com/reisen-touren/safari/" target="_blank">Safari</a> keinen Strich durch die Planung, einen „Winter nach deutschem Vorbild“ gebe es nicht, werben Reiseveranstalter. Lediglich zurzeit, in den Wintermonaten Juni bis August, könne es durchaus mal frisch werden, erklären die Ranger.</p>
<p>Gemeint sind Abenteuerlustige, meist Packpacker, die auf günstigeren Zeltplätzen campieren. …. oder am Meer: Brandung zweier Ozeane, <a href="http://www.gardenroute.co.za/" target="_blank">Gardenroute</a>Hat man das entsprechende Kleingeld, so lässt es sich in Südafrika gut leben, auch für längere Zeit.</p>
<p>Es gibt jede Menge Hotels und Restaurants, aus europäischer Sicht zu moderaten Preisen. Wie zuhause, gibt es auch hier Einkaufszentren mit bekannten Marken wie Armani, Tommy Hilfiger oder Ralph Lauren. Allem, was nötig oder unnötig ist um an den Promenaden zu flanieren.</p>
<h2>Gardenroute und Tsitsikamma</h2>
<p>Was es in Europa aber nicht in dieser Form gibt, verbirgt sich hinter dem schillernden Begriff der „Gardenroute“, östlich von Kapstadt. <a title="Provence: Spuren von Künstlern und Literaten" href="http://www.admirado.de/2011/08/provence-spuren-von-kunstlern-und-literaten/">Reiseführer</a> versprechen „bizarre Küsten und reißende Flüsse“. Mit dem Mietwagen ein paar Tage unterwegs, kommt man dabei an (als einsam beschriebene) <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/">Traumstrände</a>, zum Beispiel die türkisfarbene Lagune im Tsitsikamma-Nationalpark, mit Urwald im Hintergrund.</p>
<p><noscript><A HREF="http://ws.amazon.de/widgets/q?rt=tf_ssw&#038;ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fkarrieeinsic-21%2F8003%2Ffce6a2cb-1604-4f33-aca3-56f8aa853f09&#038;Operation=NoScript">Amazon.de Widgets</A></noscript>Das Beobachten von Robbenkolonien oder das abendliche Verspeisen einer Knysna-Auster darf dabei nicht fehlen, wer es sich leisten kann. Das soziale Leben verbringen Familien unterschiedlicher Hautfarbe meistens für sich, wohlhabendere Südafrikaner vielfach hinter Stacheldraht. Wer im Gesichtweiß ist, gilt nach wie vor als reich.</p>
<p>Und wer schwarz ist, meist als arm. Was die Statistik bestätigt, sieht man auch mit bloßem Auge. Es gibt kaum Kneipen oder Clubs, deren Gäste eine Art Querschnitt der Gesellschaft widerspiegeln. Erfahrungen, die jeder Südafrika-Reisende trotz wunderschöner Fotos mit Giraffen, Löwen und manchem Pinguin am „<a href="http://www.kapstadt.de/reisefuehrer/atlantikkueste/kap-der-guten-hoffnung/" target="_blank">Kap der guten Hoffnung</a>“ mit nach Hause nimmt<em>.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Marion Hansberg<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/bec12df9f2774b878b98cbf7218dfa08" alt="" width="1" height="1" /></em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> fuhr gerne beim Friedrichshafener Fischer Meichle mit, in der Saison von April bis September ist es auch wärmer! Eine Stunde vor Sonnenaufgang geht’s los, abends verlässt der Fischer den Gondelhafen&#8230;</p></blockquote>
<p><strong>Lexikon</strong></p>
<p>Neben elf offiziellenLandessprachen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Minderheitensprachen. Zum Beispiel Fanakalo, Lobedu, Phuthi oder Khoe.</p>
<p>Englisch bleibt jedoch führend, ist „lingua franca“. Fast jeder Südafrikaner besitzt englische Grundkenntnisse. Vorteil für Deutsche, die ihr Englisch aufbessern wollen: auf verschiedene Akzente achten – und diese versuchen zu verstehen…</p>
<p>Mündliche Gespräche gehören einfach dazu, privat wie beruflich. Werden Dinge aber nur ein Mal angesprochen, gehören sie in die Kategorie „Small-Talk“. Will man dann mal etwas wirklich Wichtiges sagen, so muss man sich wiederholen. Südafrikanische Kollegen wollen von der Dringlichkeit einer Sache überzeugt werden.</p>
<p>Ungewöhnlich für einen Deutschen, der gerne manchen Wunsch von seinen Lippen abgelesen haben will.Ein langer Atem hilft dabei, sich an diese Nachfrage-Mentalität zu gewöhnen.</p>
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		<title>Glacier-Express: Gletscherglück Zug um Zug</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 09:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Graubünden]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Tessin]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Zahnrad, Seilbahn und Postbus gelangen Passagiere auch in die entlegensten Orte der Schweiz. So mit der Albulalinie von Chur nach Tirano über den Berninapass. Das UNESCO-Welterbe zählt zu den steilsten Bahnstrecken der Welt… 19 Kilometer Normalspur gibt es hier. Die restlichen 384 Kilometer Gleise sind nur einen Meter breit. Das Land wirkt im Vorbeifahren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Mit Zahnrad, Seilbahn und Postbus gelangen Passagiere auch in die entlegensten Orte der Schweiz. So mit der Albulalinie von Chur nach Tirano über den Berninapass. Das UNESCO-Welterbe zählt zu den steilsten Bahnstrecken der Welt…</h3>
<p><span id="more-332"></span>19 Kilometer Normalspur gibt es hier. Die restlichen 384 Kilometer Gleise sind nur einen Meter breit. Das Land wirkt im Vorbeifahren wie eine riesige Modelleisenbahnplatte, der Fahrgast wird zur Miniaturfigur oder fühlt sich wie im Kinofilm.</p>
<p>Mit 70 Promille Steigung gehört die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/vom_glueck_ausbleibender_massen_1.4427921.html" target="_blank">Albulalinie</a> zu den steilsten Bahnstrecken weltweit. Nur in Frankreich gibt es noch etwas Steileres. Mit 50 Kilometern pro Stunde fährt die Bahn von Chur in Richtung <a href="http://www.rhb.ch/Bernina-Express.33.0.html" target="_blank">Tirano</a>, von Gletschern zu Palmen, hinter dem Berninapass nach Italien.</p>
<p>Nach 3,5 Stunden und 1500 überwundenen Höhenmetern ist man da. Endlich könnte man denken. Doch weit gefehlt. Als &#8222;langsamster Schnellzug der Welt&#8220; beschrieben, ist hier der Weg das Ziel&#8230;</p>
<p>Guido Cortesi ist 43 Jahre alt. 20 Jahre arbeitete er als Ofenbauer und Fliesenleger, dann entschied er sich für einen neuen, dritten Beruf: Zugchef. Der bietet ihm einige Vorteile: weniger körperlich anstrengende Arbeit, mehr Abwechslung als Dienstleister auf der UNESCO-Strecke mit Amerikanern, Japanern und Deutschen. „Sie sind mein Gast“, sagt Cortesi.</p>
<p>Hinzu kommt, dass seine vorherigen Jobs saisonbedingt liefen. Im <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/">Sommer</a> gab es viele Aufträge, Cortesi war kaum zuhause bei seiner Frau mit ihren drei Kindern. Im Winter dagegen genau das Gegenteil. Im letzten Winter fuhr sein neuer Arbeitgeber an 362 Tagen.</p>
<h2>Express durch meterhohen Schnee</h2>
<p>Die restlichen 3 Tage kapitulierte auch der Schneeflug des Berninaexpress vor meterhohem Neuschnee. Eingeschneite Gäste auf der <a href="http://www.graubuenden.ch/schneeschuhlaufen-schweiz.html" target="_blank">Alp Grüm</a>, auf 2000 Metern unterhalb des rund 4.000 Meter hohen Piz Bernina-Massivs wurden mit dem Hubdschrauber evakuiert.</p>
<p>Seit 10 Jahren begleitet er nun Fahrgäste von Chur bis Tirano, kontrolliert Fahrkarten und hilft bei kleineren Pannen. Kurz nach seiner Ausbildung blieb ein Zug mal im fünfkilometer langen Albulatunnel stehen. Eine halbe Stunde später kam die Ersatzlok, für Cortesis Passagiere eine gefühlte Ewigkeit.</p>
<p>Er ist einer von denjenigen 20.000 Menschen, die im Kanton noch Räteromanisch sprechen, der vierten Amtssprache in der <a title="St. Moritz: Kaviar, Champagner, Gemüse" href="http://www.admirado.de/2011/12/st-moritz-kaviar-champagner-gemusehandler/">Schweiz</a>. In der Schule lernte er zunächst Italienisch, später Deutsch.</p>
<h2>Konstruktion ohne Gerüste und Computer</h2>
<p>1889 wurde die Rhätische Bahn durch einen gebürtigen Holländer gegründet, aus einem Land kommend, wo der Deich, Kirchturm und Mülldeponie die höchsten Erhebungen sind. Computer zum Berechnen der Strecke hatte man nicht, vor allem in den Tunnels eine Herausforderung.</p>
<p>Die Bauherren verrechneten sich nur um wenige Meter. Ebenso baute man die Viadukte ohne Hilfe großer Kräne und Gerüste.</p>
<p>Gian Brüngger ist einer der Bahnfans der ersten Stunde. 45 Jahre arbeitete er bei der RhB. Bereits als Vierjähriger spielte er mit Modelleisenbahnen, sein Vater und Großvater arbeiten ebenfalls bei der Schmalspurbahn. In seinem Beruf kontrollierte der heute 66jährige Weichen in den Bahnhöfen, auf der Strecke gibt es meistens nur eine Spur.</p>
<p>Seine Frau beschwert sich, wenn er länger als zehn Minuten mit Interessierten über die Bahn plaudert. Im Ruhestand angekommen, fällt es ihm schwer, abzuschalten. Daher verbringt er viel Zeit mit dem Fahren in die Hochtäler des Engadins. Und sammelt weitere Eindrücke für das Albulabahn-Museum.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Ikiwaner/ Wikimedia, NN/ Graubünden Ferien + Jan Thomas Otte<br />
</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> würde gerne mal wieder an seiner Märklin-HO-Modelleisenbahn basteln. Vorausgesetzt, er findet dazu die Zeit: Die Brücken und Tunnels der Rhätischen Bahn würde er im Maßstab 1:87 sofort übernehmen&#8230;</p></blockquote>
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		<title>St. Moritz: Kaviar, Champagner, Gemüse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:09:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Engadin]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[St. Moritz steht für Dekadenz: Rennen mit Hunden und Pferden, Polospiel auf dem zugefrorenen See, Pelzmäntel und Pradabrillen. Das Waldhaus am See stellt sich gegen dieses Klischee, dem fast schon perversen Luxus. Ein Hausbesuch&#8230; So etwas gab es selbst im Hotel „Waldhaus am See“ noch nie: Nachts um halb drei fuhr der Postbus vor, 43 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>St. Moritz steht für Dekadenz: Rennen mit Hunden und Pferden, Polospiel auf dem zugefrorenen See, Pelzmäntel und Pradabrillen. Das Waldhaus am See stellt sich gegen dieses Klischee, dem fast schon perversen Luxus. Ein Hausbesuch&#8230;</h3>
<p><span id="more-331"></span>So etwas gab es selbst im Hotel „Waldhaus am See“ noch nie: Nachts um halb drei fuhr der Postbus vor, 43 Mitarbeiter samt Chef stiegen ein und entschwanden zum Zürcher Flughafen. Mitten in der Hochsaison verließen sie ihr ausgebuchtes Hotel auf einen 44-stündigen <a title="Privilegien: Fluch und Segen kleiner Unterschiede" href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/05/privilegien-am-arbeitsplatz-fluch-und-segen-der-kleinen-unterschiede/" target="_blank">Betriebsausflug</a>.</p>
<p>Wochen vorher hatten sie alle vom Chef die Einladung bekommen: Mit British Airways Flug 709 nach London, Übernachtung im Vier-Sterne-Hotel „Royal Horseguards“, Besuch des Musicals „<a href="http://www.spiegel.de/sptv/reportage/a-209553.html" target="_blank">Starlight Express</a>“. Für Vlado Sarevic, Bernasconis rechte Hand, war es der erste Flug seines Lebens.</p>
<p>In der Zwischenzeit leitete Leo Utelli das Waldhaus, der evangelische Pfarrer im Ort. „In Gottes Händen ist mein Hotel gut aufgehoben“, sagte ihm Bernasconi noch vor der Abreise, während er wie so oft komplizenhaft seine Augenbraunen hochzog.</p>
<p>Der Gastgeber mit dem Wohlstandsbäuchlein mag es, Vertrauen zu schenken. Und wenn es sein muss, eben auch dem Pfarrer, dem Gemüsehändler, dem Steuerberater und weiteren St. Moritzern, die freiwillig anrückten, um die Hotelgäste zu bewirten.</p>
<h2>Kreativster Kopf der Schweizer Hotellerie</h2>
<p>Die Geschichte ist elf Jahre alt und geisterte damals durch Medien in aller Welt. Spätestens seither gilt Bernasconi, geschieden, drei Söhne, als einer der findigsten, kreativsten Köpfe der Schweizer Hotellerie. Schon kurz nach seiner Ausbildung zum Koch pachtete er kleinere Zwei-Sterne-Häuser im Kanton Graubünden, 1983 übernahm er das marode „<a href="http://www.waldhaus-am-see.ch/">Waldhaus am See</a>“.</p>
<p>Ein Spekulant wollte für drei Millionen kaufen, Bernasconi bekam keinen Kredit, überredete die Besitzer zu einem langjährigen Pachtvertrag. Heute überweist der gebürtige Tessiner dem Eigentümer 750.000 Franken pro Jahr. Und beschäftigt 78 Mitarbeiter ganzjährig, meist zu übertariflichen Bezügen.</p>
<p>Obwohl ins Engadin aus Zürich eingewandert, schaffte es Bernasconi ins Amt des Vize-Bürgermeisters, später auch in den Vorstand der Kirchengemeinde. Dort wagte er es sogar, einen Pfarrer rauszuschmeißen. Bernasconi hatte ihn zu oft dabei beobachtet, wie er beim Polospiel mit der <a title="Zürich: Stadt der Banker und Lenker" href="http://www.admirado.de/2011/05/zurich-stadt-der-banker-und-lenker/">High Society</a> kokettierte und Ex-Tennisprofi Boris Becker für einige tausend Franken traute, statt sich um die Seelen der Einheimischen zu kümmern.</p>
<p>Zum Beispiel um die Einsamen, die Bernasconi alljährlich zum Weihnachtsessen ins Waldhaus einlädt. Gemeinsam mit Küchenchef Hans Bundi überlegt sich der Hotelier schon Wochen vorher das Fünf-Gänge-Menü für diesen Anlass.</p>
<h2>Nussparfait mit James Bond</h2>
<p>2011 wird es Lachsröllchen geben. Nach einer Minestrone folgen Trüffelravioli. Als Hauptgang werden die Kellner Schweinsfilet mit Dampfkartoffeln servieren. Zum Nachtisch ein Nussparfait, der Klassiker im Waldhaus. Auch <a title="Slow-Grow: Langsam aber sicher wachsen" href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/10/slow-grow-langsam-aber-sicher-wachstum/">Prominente</a> wie Roger Moore und König Gustav von Schweden haben dieses Dessert hier schon genossen.</p>
<p>Als Wein wird Bernasconi Trimmiser Blauburgunder kredenzen, einen leichten Landwein. Oder „Riserva La Scala“ aus dem Veltlin. „Er lebt, was er liebt“, sagt Martin Berthod, Kurdirektor im Ort, und nennt ihn einen „Gewinn für St. Moritz“.</p>
<p>Rund zehn Millionen Franken hat Bernasconi in den Umbau des Waldhauses investiert, von der Herberge zum mehrfach als bestes Drei-Sterne-Hotel der Schweiz gekürten Betrieb.</p>
<p>Bernasconi hat diese und andere Urkunden im Eingangsbereich eingerahmt, zwischen Whiskyflaschen und Souvenirs. Heute setzt er fünfzehn Mal so viel um wie zu Beginn seiner Tätigkeit, sechs Millionen Franken im Jahr. Eine Million davon geben Einheimische in seinem <a title="Friedrichshafen: Fischfang bei jedem Wetter" href="http://www.admirado.de/2011/08/friedrichshafen-fischfang-bei-jedem-wetter/">Restaurant</a> aus.</p>
<h2>2500 Sorten Hochprozentiges</h2>
<p>Sie schätzen die Wohnzimmer-Atmosphäre, den unverbauten Blick auf den See, die 57seitige Whiskykarte und die größte Bar mit 2500 Sorten, die er auf seinen <a title="City-Couch-Surfing: Schlafplatz gefällig?" href="http://www.admirado.de/2011/08/city-couch-surfing-schlafplatz-gefallig/">Weltreisen</a> zusammengetragen hat.</p>
<p>Auch die Gäste des Restaurants wundern sich manchmal über die dreidimensionale Afrika-Sparkasse aus Lärchenholz an der Rezeption. Vielleicht werfen sie wie die Hotelgäste ein paar Münzen hinein, um Bernasconi zu helfen, ein Versprechen zu halten, das er vor Jahren gegeben hat: Ein Franken pro Nächtigung geht an seine Stiftung in Sao Tome, einem Inselstaat am Äquator, einige hundert Kilometer vor der Küste <a href="http://www.botschaft-gabun.de/" target="_blank">Gabuns</a>.</p>
<p>Ein befreundeter Arzt, Gian Meyer, brachte ihn auf die Idee. Meyer hatte genug von der Schickeria des Jetsets und von seiner Praxis in St. Moritz. Heute behandelt er Krankheiten wie die Cholera, die während des ersten Besuchs von Bernasconi auf dem Archipel ausbrach.</p>
<p>Sechs Schulen und einige Kindergärten ließ Bernasconi in Sao Tome bauen, Schritt für Schritt, oft mit Hilfe seiner Engadiner Freunde. So baute ein örtlicher Schreiner eine besonders robuste Sitzbank für Bernasconis Stiftung. Das Modell „Zangger“, sonst auch an Häuser der Fünf-Sterne-Kategorie verkauft, steht nun in fast allen Schulen Sao Tomes.</p>
<h2>&#8222;Nicht der harte Typ&#8220;</h2>
<p>Längst macht sich Bernasconi, 57 Jahre alt, Gedanken über seine Nachfolge im Hotel „Waldhaus am See“. Sein erster Gedanke galt Vlado Sarcevic, der nur wenige Jahre nach Bernasconi ins Hotel kam und einst beim Betriebsausflug nach London erstmals in seinem Leben geflogen war. Mehrere Male sprach der Hoteldirektor mit Sarcevic über die mögliche Nachfolge, besuchte ihn sogar in dessen Heimat in <a href="http://www.bhtourism.ba/ger/" target="_blank">Bosnien-Herzegowina</a>.</p>
<p>Doch Vlado Sarcevic wollte kein Chef werden. „Ich liebe meinen Job, arbeite gerne mit Menschen“, sagt er, aber Hierarchie sei nicht seine Sache. Er sei „nicht der harte Typ“ und wolle lieber Mitarbeiter bleiben, „Vize-<a title="Traditionscafés: Wo Kafka seinen Kaffee trank" href="http://www.admirado.de/2011/09/traditionscafes-wo-kafka-seinen-kaffee-trank/">Kellner</a>“, wie er sagt, „zweite Reihe“.</p>
<p>Weshalb nun Bernasconis ältester Sohn Sandro, die Geschäfte übernehmen wird. 26 Jahre alt, hat er kürzlich sein Wirtschaftsstudium in <a title="St. Gallen: Stift mit Seelenapotheke" href="http://www.admirado.de/2011/10/st-gallen-seelenapotheke-im-stift/">St. Gallen</a> abgeschlossen. Und Vlado? Der freut sich schon auf seinen neuen Chef.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/c47ec3ca833c4a4b9d96ac3b60666117" alt="" width="1" height="1" /></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> recherchierte eine Woche rund um das &#8222;Waldhaus am See&#8220;. Gerne wäre er noch zum &#8222;White Turf&#8220; um Weihnachten geblieben, wenn vor allem reiche Russen den als mondän geltenden Kurdorf bevölkern&#8230;</p></blockquote>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
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		<title>Jakobsweg: Pilgern zu sich selbst</title>
		<link>http://admirado.de/2011/11/jakobsweg-pilgern-zu-sich-selbst/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katrin Moser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 12:53:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Jakobsweg]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Hape Kerkeling war dann mal weg. Wir sind es jetzt auch. Im wahrsten Sinne des Wortes wurde unsere Autorin Katrin Moser zum Mitläufer. Auf dem Camino de Santiago, dem Jakobsweg. Obwohl die Suche nach sich selbst, die Seele aus dem Leib zu laufen, &#8222;in&#8220; ist, halten sie alle für verrückt. Ihr Tagebuch&#8230; Gut, ich gebe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Hape Kerkeling war dann mal weg. Wir sind es jetzt auch. Im wahrsten Sinne des Wortes wurde unsere Autorin Katrin Moser zum Mitläufer. Auf dem Camino de Santiago, dem Jakobsweg. Obwohl die Suche nach sich selbst, die Seele aus dem Leib zu laufen, &#8222;in&#8220; ist, halten sie alle für verrückt. Ihr Tagebuch&#8230;</h3>
<p><span id="more-319"></span>Gut, ich gebe zu: Den wichtigsten Schritt einer solchen Pilgertour habe ich übersprungen. Die Planung. Das ist dem Umstand geschuldet, dass ich eher spontan – also mit einer knappen Woche Vorlauf – loslaufe. Und der Tatsache, dass ich nicht alleine bin, sondern mich in der vermeintlichen Sicherheit einer 40-köpfigen Gruppe befinde.</p>
<p>Auch über das Gepäck mache ich mir keine Gedanken, denn das fährt mir im Bus hinterher. Auf dem Camino werden solche Leute gerne abfällig als „Samsonite-Pilger“ betitelt. Ich denke mir, dass ich wenigstens unterwegs bin.  Zumindest ein Stück weit. Und die paar Kilometer am Tag werden ja nicht so schwer sein&#8230;</p>
<h2>Bereits seit zehn Jahren unterwegs</h2>
<p>Anneke Hugenberg ist da bereits erfahrener. Die 17-Jährige aus Vechta ist bereits zum vierten Mal dabei, sie schloss sich der Gruppe um den Holdorfer Pfarrer Michael Kenkel 2008 an.</p>
<p>„Die Gruppe“, das ist ein bunter Haufen von Menschen zwischen 14 und 50 Jahren, die seit 2001 von Garrel aus in jährlichen Etappen nach Santiago de Compostela laufen. Manche sind bereits von Anfang an dabei, andere in Unterbrechungen oder erst seit kürzerer Zeit wie Anneke – und manche sind blutige Anfänger wie ich.</p>
<p>In meiner Naivität habe ich kurzerhand meine Jogging-Schuhe eingepackt, denn Trekking-Schuhe besitze ich nicht. Um ehrlich zu sein, sind die fünf Kilometer Joggen am Abend auch die längste Strecke, die ich bis dato am Stück gelaufen bin. Anneke schielt etwas skeptisch auf meine lila Schuhe, quittiert mein „In denen kann ich kilometerweit laufen“ mit einem vorsichtigen Nicken.</p>
<p>Und erzählt mir dann von den Blasen, die sie sich im vergangenen Jahr in ihren braunen, schweren Trekking-Schuhen gelaufen hat. „Trotzdem ist das Laufen für mich eine Auszeit vom Leben“, erzählt mir Anneke während der Fahrt. „Ich bekomme dadurch einen ganz neuen Blickwinkel auf die alltäglichen Dinge.“ Ich nicke brav und denke mir, dass ich das auch bei Hape lesen kann.</p>
<p>Nach 24 Stunden Busfahrt bis Puente Fitero und den ersten 18 Kilometern Fußweg erzähle ich meiner Mutter am Telefon im Brustton der Überzeugung, wie toll alles ist. Die kalten Duschen, das Schlafen unter freiem Himmel, die leichte Druckstelle an der Ferse. Meine erste Nacht auf dem Jakobsweg ist kalt, windig und von einem ersten leisen Zweifel geprägt.</p>
<h2>Laufen, um sich selbst zu finden</h2>
<p>Der zweite Tag ist der Horror. Ich hinke und humple der Gruppe hinterher, meine Schuhe sind eindeutig nicht eingelaufen, die Blasen bilden sich bei jedem Schritt an den Fersen, den Ballen und – ganz fies – den kleinen Zehen.</p>
<p>Außerdem drückt mir der linke Schuh in die Achillessehne und das sind bei jedem Schritt höllische Schmerzen. Für die spanische Gegend aus blühenden Sonnenblumenfeldern habe ich keinen Blick übrig. Nach der Mittagspause streiche ich die Segel und fahre mit dem Bus zur Unterkunft (mit warmen Duschen, Swimmingpool und 40 Betten in einem Raum) vor. Den Rest des Tages verbringe ich in frustriertem Grübeln.</p>
<p>Heute laufe ich durch. Mich hat der Ehrgeiz gepackt. Außerdem ist mein Geburtstag. Aufgeben ist nicht. Ich ziehe die Schuhe an und bereue meine Entschlossenheit direkt. Der Tag beginnt für mich am Ende der Gruppe – hinkend, versteht sich. Anneke ist irgendwo am Anfang der Gruppe, läuft in ihrem Tempo. Wenn mich jetzt jemand fragen würde, wo ich bin, könnte ich nur „In Spanien“ antworten.</p>
<p>Der Weg zu meinen Füßen ist grobkörnig und staubig, die Sonne knallt mir auf meine alte Kappe und bei jedem Schritt verfluche ich den Tag, an dem ich Michael Kenkel überschwänglich angerufen habe. Die Stunden zerfließen zäh, immer wieder wartet ein anderer Pilger auf mich, damit ich nicht alleine bleibe. Zwischendurch überholen uns andere Pilger, schwer bepackt und den Blick fest auf den braunen Weg gerichtet. Das „Buen Camino“, der traditionelle Pilgergruß, will mir nicht so recht über die Lippen.</p>
<h2>Langsamkeit im Viertelstundentakt</h2>
<p>Ein kurzer Energieschub am späten Vormittag katapultiert mich plötzlich vom Ende an die Spitze der Gruppe, direkt neben Anneke. Die ist etwas überrascht, zieht dann mit mir mit, nur um sich nach zwei Kilometern zurückfallen zu lassen. Meine Motivation und Energie hält bis Mittag. Dann führt der Weg über eine lange Hügelkette und im Viertelstundentakt verliere ich mein Tempo.</p>
<p>Die Gruppe überholt mich wieder, weit auseinandergezogen. Es dauert fast drei Stunden und ich bin wieder da, wo ich am Morgen gestartet bin: Am Ende. Diesmal allerdings auch körperlich und geistig. Da erklimmt man einen Hügel und was wartet dahinter? Ein weiterer Hügel. Und dahinter noch ein Hügel. Und noch einer. Und noch einer. Ich habe an diesem Tag 35 Kilometer hinter mir und bin den Tränen nahe.</p>
<p>Die Augen kleben am Ende des nächsten Hügelgipfels, denn von da aus müsste man das nächste Dorf sehen. Nichts. Also weiter zum nächsten Hügel. Nichts. Noch ein Hügel weiter. Nichts. In der Ferne zieht sich eine Autobahn durch die karge Landschaft. Meine Füße, meine Beine, mein Rücken, alles tut weh. Gleichzeitig pocht die pure Verzweiflung hinter meiner Stirn. Anneke hat von diesem Punkt erzählt.</p>
<h2>„Irgendwann bist du an der Grenze&#8220;</h2>
<p>So, dass es nicht mehr weiter geht. Du heulst und willst nur noch aufhören. Du glaubst, es gibt nichts Schlimmeres auf der Welt als diesen Weg.“ Ich fand auch da, dass das verdächtig nach Hape klingt.</p>
<p>Vor mir bricht eine Pilgerin in Tränen aus. Die durchtrainierte Marathonläuferin steht am Wegesrand und ist am Ende: „Ich kann nicht mehr. Immer nur Laufen und Laufen, wir werden doch nie ankommen.“ Ihr Freund steht hilflos daneben. Wir schleppen uns gemeinsam weiter. Und dann, wie von Geisterhand, taucht das Dorf auf. Die Unterkunft. Wir sind angekommen, nach 42 Kilometern. Die Blasen an meinen Füßen sind blutunterlaufen, und so groß wie 2-Euro-Stücke. Aber ich bin angekommen. Und darum geht es doch.</p>
<p>Am nächsten Tag erreichen wir León. Anneke und ich plündern erst mal die Apotheke auf der Suche nach Blasenpflastern und Voltaren. Aber irgendwie läuft es sich nach dem Horrortrip besser. Meine Schuhe hassen mich immer noch, doch zwischenzeitlich kann ich damit leben. Mit Duschen am Rande der hygienischen Verhältnisse und Wildpinkeln im Wald auch.</p>
<p>Dann folgt das obligatorische Gruppenbild vor der Kathedrale von León und bereits am nächsten Morgen um sechs Uhr geht es weiter durch eine Gegend, die stark an Hobbingen aus dem „Herr der Ringe“ erinnert. Anneke und ich haben ein gleiches Tempo gefunden und laufen gemeinsam. Schnatternd erzählen wir uns Geschichten aus unserem Leben oder schweigen uns an.</p>
<h2>Horizonterweiterung auf 1500 Metern</h2>
<p>Manchmal trennen wir uns, nur um spätestens in der nächsten Pause wieder zusammen zu treffen. Fast mit Lichtgeschwindigkeit erreichen wir Astorga, eine mittelalterlich anmutende Stadt in Asturien. Die Umgebung des Camino wird immer karger und am Horizont zeichnet sich eine Bergkette ab.</p>
<p>Meine Blasen haben zwischenzeitlich einen blauroten Farbton angenommen, dafür tun sie nicht mehr weh. Gleiches gilt für meine Achillessehne, die auf das doppelte ihrer ursprünglichen Dicke angeschwollen ist.</p>
<p>Die Spanier finden uns Pilger übrigens toll. Ständig wird man angesprochen, versteht kein Wort, lächelt nett und bekommt Obst geschenkt. Oder Wasser. Oder sie erzählen einem einen Schwank aus ihrem Leben. Glaube ich zumindest.</p>
<p>Die letzte Etappe führt uns über den Monte Irago, den höchsten Punkt des Jakobsweges. In dichtem Nebel suchen wir uns einen Weg über den schmalen Trampelpfad am Berghang, bis wir auf 1500 Höhenmetern das Cruz de Ferro, das Eiserne Kreuz erreichen. Pilger aus aller Welt legen hier Steine ab, die sie aus ihrer Heimat mitgebracht haben, als Symbol der eigenen Lasten, die sie ablegen.</p>
<h2>Schlussspurt nach Santiago de Compostela</h2>
<p>Uns zieht es weiter, Richtung Abstieg. Leider gesellt sich zum Nebel nun ein kühler Nieselregen, der bald zum Platzregen wird und die Schieferplatten in spiegelglatte Rutschbahnen abwärts verwandelt. Ich wechsle meinen Laufpartner und steige mit Michael ab. Irgendwann kommt mir der Gedanke, dass mich noch vor einer Woche keine zehn Pferde diesen Berg hinuntergebracht hätten &#8211; zumindest nicht auf dieser losen, glitschigen Geröllhalde.Und erst später erfahre ich, dass es diese Strecke ist, auf der die meisten Pilger sterben. Dennoch laufen wir sicher, schnell und nass bis auf die Knochen dem Tal entgegen.</p>
<p>Am Horizont taucht Ponferrada auf. Unser Ziel. Der Camino tut uns einen letzten Gefallen und die Wolkendecke reißt auf. Die wenigen Kilometer bis Ponferrada laufen wir im strahlenden Sonnenschein, diesmal als großer Pulk gemeinsam. Und dann ist sie plötzlich da, die Zielgerade. Jeder Schritt wird leichter, weil man es geschafft hat. Und gleichzeitig wird alles schwerer, denn ich will nicht, dass es vorbei ist.</p>
<p>Nach 250 Kilometern in acht Tagen haben wir den Endpunkt der Etappe erreicht. Von hier starten wir nächstes Jahr in die letzte Etappe bis Santiago de Compostela.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Katrin Moser</em></p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/11/katrin_moser.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full -326" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Katrin Moser" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/11/katrin_moser.jpg" alt="" width="81" height="80" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/11/katrin_moser.jpg 116w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/11/katrin_moser-56x56.jpg 56w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/11/katrin_moser-50x50.jpg 50w" sizes="(max-width: 81px) 100vw, 81px" /></a>Logbuch|</strong> <a href="mailto: moser@admirado.de" target="_blank">Katrin Moser</a> fühlte sich am Ende ihres Pilgerns glücklich, stolz und wehmütig zugleich. Und rief erst mal ihre Mutter an. Die hört ihr eine Weile schweigend zu. Schließlich meinte sie seufzend: &#8222;Weißt du, du klingst gerade wie Hape Kerkeling.&#8220; Stimmt&#8230;</p></blockquote>
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			</item>
		<item>
		<title>St. Gallen: Stift mit Seelenapotheke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 15:55:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster]]></category>
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					<description><![CDATA[Der St.Galler Stiftsbezirk gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir haben uns in einem der ältesten Kloster der Welt mal umgeschaut &#8211; und dabei manch interessanten Plan entdeckt. Mit Schweizer Präzision&#8230; Im barocken Saal der Stiftsbibliothek herrscht eine andächtige Atmosphäre. Nur das leise Schlurfen der grossen Filzpantoffeln und gedämpftes Flüstern ist zu hören. &#8222;Seelenapotheke&#8220; steht in griechischen Lettern über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Der St.Galler Stiftsbezirk gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir haben uns in einem der ältesten Kloster der Welt mal umgeschaut &#8211; und dabei manch interessanten Plan entdeckt. Mit Schweizer Präzision&#8230;</h3>
<p><span id="more-308"></span>Im barocken Saal der Stiftsbibliothek herrscht eine andächtige Atmosphäre. Nur das leise Schlurfen der grossen Filzpantoffeln und gedämpftes Flüstern ist zu hören. &#8222;Seelenapotheke&#8220; steht in griechischen Lettern über dem Eingangsportal.</p>
<p>Seelenapotheke? Das war es, was die Erbauer in dieser reich bestückten Bibliothek sahen, deren kostbare Folianten sich in den Bücherregalen wie Arzneien in einem Apothekerschrank aneinanderreihen. Nicht den Körper sollten sie heilen, vielmehr galten sie als Balsam für die Seele.</p>
<p>Der prachtvolle, geschwungene Saal mit seinen ornamentierten Intarsienböden, den holzvertäfelten, säulengeschmückten Bücherschränken und reich stuckierten Deckengemälden ist ein barockes Gesamtkunstwerk: Hier verbinden sich Architektur, Skulptur, Malerei und Ausstattung in harmonischer Weise.</p>
<p>Die ab 1755 errichtete Rokokobibliothek ist Teil des weitläufigen St.Galler Stiftsbezirks im Herzen der Altstadt. Sie zählt zu den schönsten historischen Büchersälen der Welt. 1983 wurde die Bibliothek mit dem gesamten Stiftsbezirk in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und ist heute eine der zehn Welterbestätten der Schweiz.</p>
<p>Die UNESCO hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Naturgüter der Menschheit, die einen „aussergewöhnlichen universellen Wert&#8220; besitzen, zu erhalten. Der Stiftsbezirk von St. Gallen ist, so begründet die UNESCO ihre Entscheidung für die Aufnahme des Klosterkomplexes in die Welterbeliste, ein herausragendes Beispiel eines grossen Klosters, das vom 8. Jahrhundert bis zu seiner Auflösung 1805 eines des bedeutendsten in Europa war.</p>
<p>Die Bibliothek mit ihren kostbaren Manuskripten und die Stiftskirche verkörpern als Teil der barocken Bauphase des bemerkenswerten architektonischen Komplexes die kontinuierliche 1200-jährige Geschichte. Einst geistiges Zentrum Europas Dort, wo schon die Einsiedelei des heiligen Gallus war, gründeten Mönche im 8. Jahrhundert die Abtei.</p>
<p><strong>Urkunden über 1000 Jahre alt</strong></p>
<p>Unter dem Schutz von Kaisern, Königen und hoch gebildeten Äbten entwickelte sich das Kloster zu einem bedeutenden geistigen Zentrum des europäischen Abendlandes. Noch heute verwahrt das Stiftsarchiv gegen 900 Urkunden von Schenkungen und anderen Besitzerwerbungen, darunter Dutzende von Herrscherurkunden aus der Zeit vom 8. bis 10. Jahrhundert.</p>
<p>Die Stiftsbibliothek zählt heute rund 170&#8217;000 Bände, darunter etwa 400 irisch-keltische, karolingische und ottonische Handschriften aus der Blütezeit des Stifts vor dem Jahr 1000. Aus der Zeit der ersten Buchdrucke bis 1500 sind rund 1&#8217;000 Inkunabeln erhalten. Die älteste und eine der berühmtesten Architekturzeichnungen des Mittelalters, der St.Galler Klosterplan, und ein im Jahr 790 entstandenes lateinisch-deutsches Wörterbuch, das älteste deutschsprachige Buch überhaupt, gehören zu den kostbarsten Schätzen der Bibliothek.</p>
<p>Einzigartig ist, dass viele dieser Handschriften im St.Galler Kloster entstanden und bis zum heutigen Tag dort verblieben. Der Stiftsbezirk: Dauerbaustelle bis zur Zeit des Barock Die lange Geschichte des Klosters war geprägt von einer enormen Bautätigkeit. „Kirche auf Kirche folgte, die jede auf ihre Weise eine Spitzenleistung darstellte&#8220;, so Daniel Studer, Inventarisator der Kunstdenkmäler des Kantons St.Gallen.</p>
<p>Der jüngste Kirchenbau im Stiftsbezirk ist die barocke Stiftskirche, die zwischen 1755 und 1765 entstand. Der Baumeister der berühmten, barocken Wallfahrtskirche „Birnau&#8220; am Bodensee, der Vorarlberger Peter Thumb, schuf mit Malern, Bildhauern und Stuckateuren eine Wandpfeilerkirche, die sich im Inneren aus kunstvoll hintereinander gruppierten Zentralräumen zu einem rhythmisch schwingenden Langraum zusammensetzt.</p>
<h2>Flügelausbau nach der Reformation</h2>
<p>Die Doppeltürme der Kirchenfassade überragen weithin sichtbar den Klosterkomplex. Barock bewegt und ausgewogen gegliedert, hebt sich die sandsteinfarbige Kirchenfront von den schlichten Fassaden der Flügelbauten ab. Und heute? Die Reformation, die Klosteraufhebung 1805 und umfassende Renovierungen im 20. Jahrhundert hatten zwar bauliche und nutzungstechnische Veränderungen des Stiftsbezirks zur Folge, störten jedoch nicht das Gesamtbild der Anlage.</p>
<p>Heute gruppieren sich um den langgestreckten Klosterhof an drei Seiten Flügelbauten aus unterschiedlichen Epochen und die im Osten in den Klosterhof eingestellte barocke Stiftskirche. Auch die zentrale Bedeutung, die das Kloster immer innehatte, ist mit der gegenwärtigen Nutzung der Gebäudeteile erhalten geblieben. Im südlichen Hofflügel ist noch heute die Bischofswohnung mit der Gallus- und Hofkapelle untergebracht.</p>
<p>Der Gebäudeflügel an der östlichen Schmalseite, die Neue Pfalz, einst Residenz des Fürstabts, ist heute Sitz der St.Galler Kantonalregierung.</p>
<p style="text-align: right;"><em><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/05b35c5ffdf746699f3aac09fc7df224" alt="" width="1" height="1" />Artikelbild: © NN/ St. Gallen Tourismus</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> war beeindruckt von den vielen, säuberlich geschriebenen und sortierten Papieren. Handarbeit! Am spannendsten jedoch war der Klosterplan, die Masterfolie für andere Klöster im Abendland &#8230;.</p></blockquote>
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		<title>Insel-Hopping: Um den Globus radeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 13:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Konstanz]]></category>
		<category><![CDATA[Kroatien]]></category>
		<category><![CDATA[Radfahren]]></category>
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					<description><![CDATA[Insel-Hopping kombiniert das Erkunden von fernen Küsten und Inseln per Pedal mit dem Kreuzfahrterlebnis. Angefangen hat diese Form des Urlaubmachens in Kroatien&#8230; Peter Eich und Klaus Schenk organisierten im Sommer 1998 in der Kvarner Bucht im Auftrag und Namen des ADFC Baden-Württemberg eine Rad- und Schiffsreise. Selbst leidenschaftliche Radfahrer, entwickelten die beiden Studenten kurz darauf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Insel-Hopping kombiniert das Erkunden von fernen Küsten und Inseln per Pedal mit dem Kreuzfahrterlebnis. Angefangen hat diese Form des Urlaubmachens in Kroatien&#8230;</h3>
<p><span id="more-310"></span>Peter Eich und Klaus Schenk organisierten im Sommer 1998 in der Kvarner Bucht im Auftrag und Namen des ADFC Baden-Württemberg eine Rad- und Schiffsreise. Selbst leidenschaftliche <a title="Chiemgau: Kloster, Herbergen, Braumeister" href="http://www.admirado.de/2011/07/chiemgau-kloster-herbergen-braumeister/">Radfahrer</a>, entwickelten die beiden Studenten kurz darauf eine ganz eigene Reiseform, das Inselhüpfen mit Rad und Schiff.</p>
<p>Die Folge: Sie gründeten die Radurlaub ZeitReisen GmbH. Seit 2008 ist Klaus Schenk alleiniger Geschäftsführer. Ein Reisekonzept, das Welle machte Von anfänglich zwei <a href="http://www.reisen.de/forum/showThread/thread/1076/" target="_blank">Radkreuzfahrten</a> wuchs das Tourangebot in den vergangenen zwölf Jahren kontinuierlich an bis zu aktuell 160 Aktivkreuzfahrten pro Jahr.</p>
<p>Nach wie vor hüpft der Spezialanbieter mit seinen Urlaubsgästen am häufigsten im Mittelmeer: Ob in der griechischen Ägäis, entlang der Lykischen Küste, inmitten der kroatischen Adria vor Süddalmatien, Montenegro oder in der Dänischen Südsee. Über die Jahre wurde das Inselhüpfen-Programm immer wieder um exotische Fernreise-Ziele bereichert &#8211; etwa auf den Seychellen oder inmitten der Indonesischen Inselwelt.</p>
<h2>Vietnam im Kernprogramm</h2>
<p>Parallel zum Tourangebot sind auch die Besucherzahlen angestiegen. Mit 3.500 Passagieren war das Jahr 2010 das bislang erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Von Familien mit Kindern jeden Alters bis zum rüstigen Rentner war alles mit an Bord. Gut 40 Prozent der Gäste stammten sogar aus dem englischsprachigen Raum.</p>
<p>Das Durchschnittsalter eines Inselhüpfers liegt bei 48 Jahren. Reiseträume für Jedermann So unterschiedlich die Traumziele der Urlauber sind, so geteilt sind auch ihre Wünsche nach Entspannung oder Bewegung. Nichts müssen, alles dürfen &#8211; so lautet das Inselhüpfen-Motto. Wer also einen Bordtag dem Pedalsport an Land vorzieht, nutzt Sonne und Ruhe für eine Siesta auf dem Sonnendeck oder an einem schattigen Plätzchen auf Achtern.</p>
<p>Neben Radkreuzfahrten zählen auch Erlebniskreuzfahrten für Familien, Wander- und Foto-Kulturkreuzfahrten zum Jahresprogramm. Fast alles beim Inselhüpfen dreht sich jedoch ums Rad. Hier hat sich das Team um Klaus Schenk weiter spezialisiert. Auf ausgewiesenen Mountainbike-Kreuzfahrten in der griechischen Ägäis, der Kvarner Bucht oder auf Korsika und Sardinien kommen Off Road-Radler auf ihre Kosten.</p>
<h2> Drei Rennradtouren und ein E-Bike</h2>
<p>Dem rasant wachsenden E-Bike-Markt geschuldet, können seit Beginn 2011 auch E-Bike-Kreuzfahrten gebucht werden. Das eigens dafür konstruierte und luxuriöseste Schiff der Inselhüpfen-Flotte, die Princess Dijana, läuft im Juni 2011 vom Stapel. Gemischte Gruppen sind genauso an Bord willkommen, wie Spezialisten.</p>
<p>Alle mit demselben Ziel, nur anders erlangt: Der eine mit eingebautem Rückenwind, der andere mit purer Muskelkraft. Wie Freibeuter reisen Küstengebiete und Inselwelten werden mit dem Schiff angesteuert und per Fahrrad erobert. Mindestens ein Reiseleiter ist immer dabei.</p>
<p>Übernachtet wird an Bord der Motorsegler &#8211; entweder in einem romantischen Hafen oder einer einsamen Bucht. Jeden Tag geht es auf zu neuen, sehenswerten Zielen, die zunächst ein gutes Stück weit mit dem Fahrrad erobert werden wollen.</p>
<p>Neben Aktivität, kommen Genuss und Kultur beim Inselhüpfen nicht zu kurz. Sei es beim Besuch historischer Stätten längst vergangener Hochkulturen oder im lebendigen Gespräch mit den Inselbewohnern. Die Überfahrten zum nächsten Reiseziel lassen Raum für Entspannung und Ruhe. Die warme Brise und in den Sommermonaten eher ruhige See garantieren angenehme Passagen. „Unsere Touren bedienen viele <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/">Urlaubswünsche</a> in einer organisierten Reise, die sich dennoch einen individuellen Charakter bewahrt&#8220;, weiß Geschäftsführer Klaus Schenk.</p>
<p>See- und sattelfest unterwegs Zur Schiffsflotte gehören mehr als zwanzig nach traditionellem Vorbild neu gebaute oder teils liebevoll restaurierte Schiffstypen &#8211; vom stattlichen Dreimaster bis zur Dschunke, je nach Reise und Destination. So klingende Namen wie Adonis, Magellan, Romantica oder Princess Diana dienen Inselhüpfern als Unterkunft und Transportmittel zugleich.</p>
<h2>Großzügige Schiffsmessen</h2>
<p>Wer gerne segelt, wird bei einer Radkreuzfahrt auf der Flying Dutchman in der Dänischen Südsee auch zu Wasser sportlich gefordert. Wer Luxus auf den Mahagoni-Planken eines Dreimasters schätzt, sollte mit einer Gulet der Bahriyeli-Familie eine Radkreuzfahrt vor der türkischen Südküste buchen. Komfortable Doppelkabinen mit Dusche und WC sind bei fast allen Schiffen Standard. Sie bieten zwischen 20 und 35 Passagieren Quartier.</p>
<p>Die Schiffsmessen sind großzügig geschnitten. Dort werden Frühstück und mindestens eine warme Mahlzeit am Tag eingenommen. Ist das Wetter gut, serviert der Smutje die frisch zubereiteten, landestypischen Mahlzeiten auch an Deck. Leihräder gibt es sowohl für Mountainbike-Fans wie auch für Touren- oder Genussradler.</p>
<p>Sogar Trailerbikes und Kindersitze sowie Elektroräder sind Teil des Radfuhrparks, der von den Reiseleitern gepflegt und gewartet wird. Es sind vielfach Räder der Marke Eigenbau, die auf die Bedürfnisse der Inseltouren angepasst sind. „Fünf Millionen Radkilometer auf Inselpfaden haben zur Optimierung unserer Räder beigetragen&#8220;, erklärt Klaus Schenk.</p>
<p>Antrieb und Achse des Unternehmens &#8211; das Team Radurlaub ZeitReisen ist ein kleines Unternehmen, das aber global agiert. Ein Erfolg steht und fällt hier besonders mit den Köpfen dahinter. „Wir sind alle mit dem Herzen dabei&#8220;, sagt Catharina Flämig, erfahrene Reiseleiterin mit Schwerpunkt Griechenland und dessen Kulturstätten.</p>
<h2>Viel Neuland auf dem Globus</h2>
<p>Mehr als dreißig weitere Reiseleiter unterschiedlicher Nationalitäten zählen zum Stamm des Unternehmens. Auf den Schiffen wird deutsch und englisch gesprochen. An Land sind die Muttersprachler vor heimischen Küsten mit Sprache und Kultur der angesteuerten Reiseziele vertraut &#8211; und auch mit wertvollen Tipps zur <a title="Traditionscafés: Wo Kafka seinen Kaffee trank" href="http://www.admirado.de/2011/09/traditionscafes-wo-kafka-seinen-kaffee-trank/">Unterhaltung</a> schnell bei der Hand. Ihre Kenntnisse in Erster Hilfe und Fahrradkunde werden jährlich geschult. Entertainer-Qualitäten haben fast alle &#8211; sei es im Sattel oder abends an Bord mit der Gitarre.</p>
<p>Jedes Schiff hat eine vier bis sechsköpfige Crew, die fast unmerklich dafür sorgt, dass alles rund läuft. Mit vielen der Schiffseigner arbeitet Klaus Schenk schon seit Jahren zusammen. In <a title="Bodensee: Bühne für Verliebte und Zerrissene" href="http://www.admirado.de/2011/07/bodensee-buhne-fur-verliebte-und-zerrissene/">Konstanz</a> entwickelt man Jahr um Jahr neue Reiserouten und testet sie vor Ort, sorgt für das Marketing oder springt auch mal als Reiseleiter ein, wenn Not an Bord ist.</p>
<p style="text-align: left;">„Von diesem Engagement und Ideenreichtum lebt unser Unternehmen&#8220;, weiß Klaus Schenk und fährt fort, „denn nur so entdecken wir in jedem Jahr Neuland &#8211; mal sehen, was der Globus noch so für uns hergibt.&#8220;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © NN/ Zeitreisen Konstanz</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> plant ein Insel-Hopping in der Ägäis, irgendwo zwischen Griechenland und der Türkei. Ob er dabei das Fahrrad nimmt &#8211; oder nicht doch ein <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Kajak</a>. Mal sehen &#8230;.</p></blockquote>
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		<title>Arenenberg: Napoleons Quitschentchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 16:20:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Konstanz]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[Umbau im Prinzenflügel von Schloss Arenenberg, dem Exilsitz der Bonapartes am Bodensee. Im einstigen Badezimmer von Kaiser Louis Napoleons kam ein witziger Fund zutage: Napoleons Quitschentchen&#8230; Ein gekacheltes Tauchbecken mit kaiserlichen Insignien und die dazu gehörige technische Ausstattung ließen auf einen prächtigen Badesaal für den späteren Kaiser Napoleon III. schließen. In monatelanger Arbeit wurde das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Umbau im Prinzenflügel von Schloss Arenenberg, dem Exilsitz der Bonapartes am Bodensee. Im einstigen Badezimmer von Kaiser Louis Napoleons kam ein witziger Fund zutage: Napoleons Quitschentchen&#8230;</h3>
<p><span id="more-304"></span>Ein gekacheltes Tauchbecken mit kaiserlichen Insignien und die dazu gehörige technische Ausstattung ließen auf einen prächtigen Badesaal für den späteren Kaiser Napoleon III. schließen. In monatelanger Arbeit wurde das Bad restauriert und erstrahlt nun wieder in altem Glanz.</p>
<p>Gleichzeitig wurde das gesamte Erdgeschoss des Prinzenflügels umgebaut und empfängt Besucher des Napoleonmuseums Thurgau Schloss &amp; Park Arenenberg nun in einem großzügigen neuen Museumsshop mit Erfrischungsbereich. Im Cinema, das für Vorträge und Sonderveranstaltungen zur Verfügung steht, präsentiert das Napoleonmuseum während der Öffnungszeiten ab sofort einen Film zur Geschichte des Arenenbergs.</p>
<h2>Kaiserliches Bad-Bijou</h2>
<p>Eine original erhaltene, freigelegte und behutsam retuschierte Stuckdecke ziert das 20 Quadratmeter große Badezimmer, das nun am südlichen Ende des Flügelgebäudes zu besichtigen ist. Nach italienischen Vorbildern überzieht sie, in Blau- und Türkistönen gehalten, mit renaissancehafter Ornamentik und bunten Paradiesvögeln in den Ecken, den Raum. Seine Wände erstrahlen in moosigem Grün.</p>
<p>Die satte Farbe konnte anhand von Resten der Wandbemalung rekonstruiert werden. Die Fensternischen sind in eine gemaserte Täfelung gefasst. Der Sandsteinboden ist weitgehend original erhalten und wurde lediglich ausgebessert. Herzstück des Badezimmers ist ein drei Meter langes, 1,3 Meter breites und 1,2 Meter tiefes Tauchbecken.</p>
<p>In den Boden eingelassen und mit weiß glasierten Tonkacheln ausgelegt, erleichtert ein fünfstufiger Zugang am Fußende den Einstieg in das Kaiserbad. Das Kopfende ziert eine Kachel mit in Relief gefertigtem, gekröntem Adler, der Reste einer Vergoldung aufweist.</p>
<p>Die einstige Möblierung des Badezimmers blieb den Beständen des Napoleonmuseums erhalten und hat nun an ihren alten Platz zurückgefunden: Sessel, Nachtstuhl, Paravent, ein Spiegel sowie ein Tischchen und ein Schränkchen machen das Badezimmer zu einem wohnlichen Salon.</p>
<h2>„Hightech&#8220; der Neuzeit</h2>
<p>Die Installationen des Bades gelten als „Hightech&#8220; des beginnenden 19. Jahrhunderts. Fliessendes kaltes Quellwasser wurde aus Druckleitungen direkt von aussen in das Becken geleitet. Warmes Wasser kam aus einem Behälter über dem Heizofen im angrenzenden Raum &#8211; der ehemaligen Küche. Je ein vermutlich vergoldeter Wasserhahn regulierte den Zufluss des kalten und des warmen Wassers.</p>
<p>Einblick in diese für ihre Zeit und in dieser Form in ganz Europa höchst seltene Sanitärtechnik erhalten Besucher ausschließlich im Rahmen einer Führung. Die Besichtigung des Badezimmers selbst ist im regulären Eintrittspreis inbegriffen. Neuer Empfangsbereich im Prinzenflügel Im nördlichen, zum Park hin gelegenen Ende des Prinzenflügels empfängt ein großzügiger Museumsshop neuerdings die Besucher.</p>
<p>Im lichten, ganz in weiß gehaltenen Saal erhalten sie am Info-Tresen die Eintrittskarten sowie Informationen zum Besuch auf Schloss Arenenberg. Weiter hält die so genannte „Boutique&#8220; ein liebevoll ausgesuchtes Sortiment parat. Vom kaiserlich anmutenden Souvenir über jeweils zur Jahresausstellung passenden Accessoires bis zu kulinarischen und literarischen Mitbringseln, die auch &#8211; aber nicht nur &#8211; von einem Besuch auf Schloss Arenenberg erzählen.</p>
<h2>30.000 Bände in der Bibliothek</h2>
<p>Sitzbänke in den Fensternischen laden zur kurzen Pause bei einem Kaffee oder Erfrischungsgetränk. Im angrenzenden „Cinema&#8220;, einem Vortragssaal mit rund 50 Sitzplätzen, erzählt ein kurzer Film mit Spielszenen die Geschichte von Schloss Arenenberg.</p>
<p>Das 1906 gegründete Napoleonmuseum ist das einzige deutschsprachige Museum zur napoleonischen Geschichte. Es beschäftigt sich mit dem Zeitraum von der französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Zu diesem Zweck unterhält das Haus wertvolle Sammlungen verschiedener Genres sowie ein umfangreiches Archiv.</p>
<p>Seine ca. 30.000 Bände umfassende Forschungsbibliothek beinhaltet seltene Bücher und wird laufend vergrössert. Mit jährlich rund 50.000 Besuchern zählt das Museum darüber hinaus zu den Anziehungspunkten des Bodenseegebietes. Von besonderer Wichtigkeit sind hierbei jährlich wechselnde Sonderausstellungen, die sich grosser Beliebtheit erfreuen.</p>
<p>In den kommenden Jahren unterzieht sich das Napoleonmuseum Thurgau einem Strukturwandel: Zusätzliche Räume des ehemaligen Schlossguts Arenenberg erlauben es, aus dem bestehenden Museum ein modernes Institut zur Erforschung, Bewahrung und Präsentation der napoleonischen Geschichte zu entwickeln.</p>
<p style="text-align: left;">Die Restaurierung des durch Louis-Martin Berthault, den Fürsten Hermann von Pückler-Muskau und Kaiser Napoleon III. geprägten Landschaftsparks stellt den ersten Meilenstein auf diesem Weg dar. Gleichzeitig laufen weitere Baumaßnahmen. Aufgrund seiner Lage am <a title="Bodensee: Bühne für Verliebte und Zerrissene" href="http://www.admirado.de/2011/07/bodensee-buhne-fur-verliebte-und-zerrissene/">Bodensee</a> und seiner Geschichte versteht sich das Napoleonmuseum Thurgau als Mittler zwischen den Staaten.</p>
<p style="text-align: left;">Die Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien, England, Polen, die USA, Russland: Es gibt praktisch kein Land zu dem die Familie Bonaparte von Schloss Arenenberg aus nicht in Verbindung stand. Dieser Tradition folgend, unterhält das Napoleonmuseum umfangreiche internationale Kontakte. Das Museum wird geleitet von Museumsdirektor Dominik Gügel und seiner Stellvertreterin Christina Egli.</p>
<p style="text-align: right;"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/cde964eebd9644ba8d8d248b6c27ed0c" alt="" width="1" height="1" /><br />
<em>Artikelbilder: NN/ Napoleonmuseum Thurgau<br />
</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> radelt ab und zu am Schloss Arenenberg vorbei. Besonders schön: Der Park ums Schloss. Musste aber auch erst aus dem Dreck der Jahrhunderte ausgebuddelt werden &#8230;.</p></blockquote>
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			</item>
		<item>
		<title>Traditionscafés: Wo Kafka seinen Kaffee trank</title>
		<link>http://admirado.de/2011/09/traditionscafes-wo-kafka-seinen-kaffee-trank/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Janine Wergin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 14:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Prag]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Cafés in Wien, Prag und Berlin tragen altehrwürdige Namen: Central, Slavia oder Josty versprechen Kaffeehauskultur mit Tradition. So manche Cafés aus der Glanzzeit des Kaffeehauses um 1900 sind längst verschwunden – und nur wenige bewahren den Geist der Zeit, als das Kaffeehaus für Intellektuelle zum „zweiten Wohnzimmer“ avancierte&#8230; Am Eingang des Café Central in Wien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Viele Cafés in Wien, Prag und Berlin tragen altehrwürdige Namen: Central, Slavia oder Josty versprechen Kaffeehauskultur mit Tradition. So manche Cafés aus der Glanzzeit des Kaffeehauses um 1900 sind längst verschwunden – und nur wenige bewahren den Geist der Zeit, als das Kaffeehaus für Intellektuelle zum „zweiten Wohnzimmer“ avancierte&#8230;</h3>
<p><span id="more-293"></span>Am Eingang des Café Central in Wien sitzt der Dichter Peter Altenberg als lebensgroße Pappmachéfigur. Mit Schnurrbart, Halbglatze und Fliege scheint der Kaffeehausliterat die kommenden Gäste zu mustern, die rechte Hand schreibbereit auf einen Marmortisch gelegt.</p>
<p>Der berühmte Gast, der sich so oft im Central aufhielt, dass er es als Postadresse ausgab, verweist auf die Tradition des Ortes. Das Central gehört zu den Cafés, wo Peter Altenberg, Leo Trotzki, Sigmund Freud und andere Künstler, Politiker und Wissenschaftler vor hundert Jahren ein und aus gingen.</p>
<p>Während das Kaffeehaus heute einer von vielen öffentlichen Treffpunkten ist, war es im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert das gesellschaftliche und kulturelle Zentrum in europäischen Metropolen. Hier wurde gelesen, diskutiert, geschrieben, ein Nickerchen gemacht, Schach oder Billard gespielt und Geschäftliches erledigt.</p>
<h2>Auslage mit 250 Zeitungen im Café Central</h2>
<p>Viele Cafés in Wien, Prag und Berlin leben von ihrer legendären Tradition. So lockt auch der Ruf des Central in Wien, das sich als &#8222;berühmtestes Kaffeehaus der Welt&#8220; bezeichnet, etliche Touristen an.</p>
<p>Die runden Marmortischchen, Hänge-Lampen und hohen Fensterbögen, die um 1900 zum Aussehen gehörten und den Typus des Wiener Kaffeehauses prägten, sind hier heute noch zu finden.</p>
<p>Die Kellner tragen traditionsgemäß schwarz-weiß und servieren zahlreiche Kaffee-Spezialitäten. Nach wie vor gibt es nationale und internationale Zeitungen &#8211; zu Altenbergs Zeiten lagen sogar 250 verschiedene aus, was das Café zur Lesestube machte.</p>
<h2>Theatercafé unter Denkmalschutz</h2>
<p>Von den etwa 700 Kaffeehäusern in Wien zählen rund 100 zu den althergebrachten &#8211; darunter das vom Architekten Adolf Loos eingerichtete Künstler- und Musikercafé Museum, dessen klare, einfache Formen um 1900 für Empörung sorgten, und das Theatercafé Landtmann, dessen holzgetäfeltes Interieur unter Denkmalschutz steht.</p>
<p>Während in Wien ein Stück lokaler Kulturgeschichte weitgehend erhalten wurde, haben in anderen Metropolen nur wenige Lokale aus der Glanzzeit des Kaffeehauses überlebt.</p>
<h2>Polsterbänke und große Wandgemälde</h2>
<p>In Berlin suchen Kaffeehaus-Interessierte fast vergebens nach den Cafés, die in den Zwanziger Jahren zentraler öffentlicher Treffpunkt waren. Auch in der Hauptstadt gibt es Traditionslokale wie das Café Einstein, in deren Dependance</p>
<p>Unter den Linden sich Politiker die Klinke in die Hand geben, oder das Café Hardenberg &#8211; beliebter Studententreffpunkt in der City-West mit Polsterbänken und großen Wandgemälden. Entstanden sind diese Cafés allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg oder noch viel später.</p>
<h2>„Kaffeehaus erspart uns eine Wohnung“</h2>
<p>Bei Stadtführungen durch den Berliner Westen weisen die Guides notgedrungen mit alten Fotos auf die bekanntesten, verschwundenen Kaffeehäuser hin: das Café des Westens und das Romanische Café, beides zentrale Orte der Boheme &#8211; verewigt in Gedichten, Dramen und Prosastücken ihrer berühmten Gäste.</p>
<p>Bertolt Brecht, Richard Strauss und Christian Morgenstern kehrten dort ein. &#8222;Das Kaffeehaus erspart uns sozusagen eine Wohnung, die man nicht unbedingt haben muß, wenn man ein Kaffeehaus hat&#8220;, fasste Egon Erwin Kisch über diese Lebens- und Arbeitsstätte zusammen.</p>
<h2>Café Kranzler auf die Rotunde verkleinert</h2>
<p>Heute befindet sich an der Stelle des Romanischen Cafés nahe der Gedächtniskirche ein Einkaufszentrum. Am alten Standort des Café des Westens ist in einem Neubau das berühmte Café Kranzler untergebracht.</p>
<p>1835 vom Konditor Johann Georg Kranzler auf der Prachtstraße Unter den Linden als Treffpunkt der Oberschicht eröffnet, zog es bereits 1934 in die Räume des einstigen Café des Westens am Kurfürstendamm um.</p>
<p>Seitdem wurde es &#8211; unter anderem abrissbedingt &#8211; mehrfach geschlossen und wieder eröffnet. Vom historischen Flair ist in dem Café mit den weiß-roten Markisen, in dem Gäste wie Altbundeskanzler Helmut Kohl oder Sänger Udo Lindenberg Platz nahmen, wenig zu spüren.</p>
<p>Statt auf zwei Etagen erstreckt sich das Kaffeehaus im Neuen Kranzler Eck nur noch auf die auf Rotunde. Das Interieur wurde modernisiert, unter anderem mit geschwungenem Tresen, Stehhockern und Einbau-Deckenleuchten. Das Café mutet eher puristisch als gemütlich an.</p>
<h2>Besitzer vertrieb Künstler aus dem Josty</h2>
<p>Von den etwa 550 Kaffeehäusern, die es 1928 in Berlin gab, kehrte 2001 ein weiteres zurück: das Café Josty – Schauplatz in Erich Kästners Kinderbuch „Emil und die Detektive“ und einst beliebter Treffpunkt von Expressionisten und Vertretern der Neuen Sachlichkeit.</p>
<p>Bis auf den Namen und den Standort am Potsdamer Platz hat das neue Café Josty wenig mit dem früheren Kaffeehaus gemeinsam, in das viele Künstler 1913 übersiedelten, nachdem ein neuer Inhaber sie aus dem Café des Westens zugunsten zahlungskräftigerer Gäste vertrieben hatte.</p>
<p>Von einem Kaffee, der armen Bohémiens als „Eintrittskarte“ für einen ganztägigen Aufenthalt im Kaffeehaus diente, konnte ein Gastronom schließlich kein gewinnbringendes Geschäft erwarten.</p>
<p>Aus dem Café Josty, das zu einer gleichnamigen Konditorei gehörte, ist heute ein Restaurant mit Café geworden. Nun nehmen vor allem Touristen unter terrakottafarbenen Lichtschläuchen auf dunkelbraunen Holzstühlen ihren Kaffee ein.</p>
<p>Historisch ist allein der zum Josty gehörende prunkvolle, restaurierte Frühstückssaal des einstigen Grandhotel Esplanade, der heute als Event-Location dient.</p>
<h2>Treffpunkt der feinen Gesellschaft</h2>
<p>Auch Prag setzt auf den Glanz altehrwürdiger Namen. Die bekanntesten Traditionscafés befinden sich in der Altstadt: Slavia, Orient und Louvre. Seitdem in den 1980er Jahren in Europa das Interesse an der Kaffeehauskultur der Vorkriegszeit wieder entfachte, erlebt das Kaffeehaus in der Moldau-Stadt eine Renaissance.</p>
<p>Mehrere berühmte Kaffeehäuser öffneten wieder &#8211; so das Café Louvre, das mit einstigen Stammgästen wie Franz Kafka und Albert Einstein wirbt. Das weiträumige, mit rotem Marmor verkleidete Treppenhaus erinnert an die elegante Ausstattung des Cafés, in dem von 1902 bis 1948 die feine tschechische Gesellschaft verkehrte.</p>
<p>Nach der Wiedereröffnung 1992 blieb von mehreren Billard-Salons nur einer übrig.</p>
<h2>Neugestaltung mit Chrom und Neonlicht</h2>
<p>Das Louvre gehörte zu dem bis heute in Prag am weitesten verbreiteten Kaffeehaustyp, der mit Speisen und Getränken eher Gasthäusern entspricht und sich der böhmischen Bierkultur nähert. Dafür typisch ist auch die Verbindung mit einem Restaurant, wie beim 1884 gegründeten Café Slavia gegenüber dem Nationaltheater.</p>
<p>Der einstige Schauspieler-Treffpunkt wurde 1997 nach kurzer Schließung im Art-Deco-Stil der 30er Jahre wieder eröffnet &#8211; mit viel Chrom und Neonlicht zum Ärger der Prager, die das historische Ambiente vermissten.</p>
<h2>„Rasender Reporter“ tanzte auf dem Tisch</h2>
<p>Nahezu verschwunden ist die zweite Kaffeehausgattung aus der Glanzzeit des Prager Cafés: das Unterhaltungscafé mit Kabarett. Im Montmartre in der Kettengasse, einer der engsten Gassen der Altstadt, wird nach mehr als 60 Jahren zumindest wieder Kaffee ausgeschenkt.</p>
<p>Das einstige Nachtcafé, das mit dunklen Antikmöbeln ausgestattet ist, hat nur noch bis 23 Uhr geöffnet. An den Wänden hängen Schwarz-Weiß-Fotos der ehemaligen Gäste, etwa des &#8222;rasenden Reporters&#8220; Egon Erwin Kisch beim Tanzbein-Schwingen im Montmartre.</p>
<p>Der Kabarettist Josef Waltner, dem das Café gehörte, stand hier selbst auf der Bühne. Heute gibt es keinen Tanz und kein Kabarett mehr.</p>
<h2>Kubistisches Café mit originalgetreuem Interieur</h2>
<p>Zu den Kaffeehäusern mit besonderer Ausstattung gehört das liebevoll restaurierte Grand Café Orient im Haus Zur schwarzen Mutter Gottes, das 2005 wieder öffnete. Das Interieur wurde anhand von Zeichnungen und Fotografien rekonstruiert.</p>
<p>Von der Buffet-Bar über die grün-weiß-gestreiften Sitze bis zum Kleiderhaken gleicht alles dem kubistischen Café, das sich ab 1912 für elf Jahre im ersten Stock befand. Das Gebäude mit kubistischem Grundriss und Fassade gehört zu den wichtigsten Beispielen des tschechischen Kubismus in Architektur und Design.</p>
<p>Auch im Café im Repräsentationshaus sind die Tische und Stühle Reproduktionen der Originalausstattung.</p>
<h2>„Arconauten“-Stammtisch um Max Brod</h2>
<p>Oftmals ist aber auch in Prag von den legendären Kaffeehäusern nach der Wiedereröffnung nicht mehr geblieben als der traditionsreiche Name &#8211; so beim völlig umgestalteten Café Arco. Dort verweist lediglich ein Gemälde am Eingang darauf, dass einst der Prager Kreis deutschsprachiger Autoren um Max Brod &#8211; auch &#8222;Arconauten&#8220; genannt &#8211; hier seinen Stammtisch hatte.</p>
<p>An diesem nahmen auch Franz Kafka und Franz Werfel regelmäßig Platz. Das historische Café Arco ist noch im Prager Kafka-Museum zu sehen &#8211; auf Fotos in einer Vitrine, die passenderweise in einen Kaffeehaustisch eingelassen wurde.</p>
<h2>Lesen, zeichnen, diskutieren</h2>
<p>Im Vergleich zwischen Prag, Berlin und Wien scheint das Traditionsbewusstsein am stärksten in der österreichischen Hauptstadt ausgeprägt zu sein. In Wien blieben nicht nur deutlich mehr Traditionscafés erhalten oder wurden wiedereröffnet, hier wird auch gepflegt, was für die Glanzzeit der Kaffeehauskultur ausschlagend war:</p>
<p>Im Hawelka oder Bräunerhof sitzen Menschen über Manuskripte gebeugt, zeichnen, diskutieren oder lesen Zeitung. In der Regel vollzieht sich das abseits von Cafés wie dem Central, wo die Stadtbesucher auf der Suche nach der einstigen Kaffeehauskultur sind.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Janine Wergin</em></p>
<blockquote><p><strong>Logbuch|</strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail -294" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Janine Wergin" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/09/Janine_Wergin-150x144.jpg" alt="" width="90" height="86" /> <a href="mailto:wergin@admirado.de">Janine Wergin</a> liebt die Feuilletons und kleinen Aphorismen, die um 1900 in den europäischen Kaffeehäusern entstanden sind. Sie hat sich damit in ihrer Magisterarbeit beschäftigt und Wien und Prag auf der Suche nach den Literatencafés von damals bereist&#8230;</p></blockquote>
<p><strong>Literaturtipps</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: left;">Heise, Ulla: Kaffee und Kaffeehaus. Eine Kulturgeschichte. Hildesheim u.a. 1987.</li>
<li style="text-align: left;">Jähn, Karl-Heinz: Das Prager Kaffeehaus. Literarische Tischgesellschaften. Berlin 1988.</li>
<li style="text-align: left;">Rössner, Michael (Hrsg.): Literarische Kaffeehäuser. Kaffeehausliteraten. Wien u.a. 1999.</li>
<li style="text-align: left;">Schebera, Jürgen: Damals im Romanischen Café. Künstler und ihre Lokale im Berlin der Zwanziger Jahre. Berlin 2005.</li>
<li style="text-align: left;">Veigl, Hans: Wiener Kaffeehausführer. Wien 1989.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Schweden: Check-In rund um die Uhr</title>
		<link>http://admirado.de/2011/08/schweden-check-in-rund-um-die-uhr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Denise Mueller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 18:27:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Kanu]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
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					<description><![CDATA[Schweden entdeckt man am besten vom Kanu aus. Wald und Wiesen laden zum Zelten ein – und erlaubt ist das obendrein, dank des traditionellen Allemansrätten, des Jedermannsrechts. Doch die steigende Zahl an Kanuten und anderen Outdoor-Touristen droht die Belastungsgrenzen dieses ungeschriebenen Gesetzes zu sprengen&#8230; Von den Wellen ein wenig hin und her gewogen, glitzern kreisrunde [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Schweden entdeckt man am besten vom Kanu aus. Wald und Wiesen laden zum Zelten ein – und erlaubt ist das obendrein, dank des traditionellen Allemansrätten, des Jedermannsrechts. Doch die steigende Zahl an Kanuten und anderen Outdoor-Touristen droht die Belastungsgrenzen dieses ungeschriebenen Gesetzes zu sprengen&#8230;</h3>
<p><span id="more-278"></span>Von den Wellen ein wenig hin und her gewogen, glitzern kreisrunde Sonnentupfer auf der dunkelblauen Wasseroberfläche des Svärdlången-Sees.</p>
<p>Als das Paddel ins Wasser gleitet, zerfließen sie zu einer Seite hin, sind für einen kurzen Moment weggewischt, tauchen wieder auf und schaukeln sich in Form, ein bisschen wie Stehaufmännchen.</p>
<p>Das blaue Stechpaddel zieht derweil unter sanftem Plätschern einen Halbkreis neben dem <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Kanu</a>, und wenn es durch die Luft zurück gleitet, formen die herabfallenden Tropfen Epizykel auf der Wasseroberfläche.</p>
<h2>Mit Kanu durch die Seenlandschaft</h2>
<p>Paddeln hat etwas Meditatives, vorausgesetzt, es regnet nicht in Strömen, man hat keinen Gegenwind und keine Eile. Gegen das Wetter ist manchmal kein Kraut gewachsen, vor allem in diesem Sommer. Aber wenigstens die Eile ist dem Urlauber genommen, zumindest ist das meistens ja der Witz an Urlaub.</p>
<p>Wer mit Zelt und Kanu ausgerüstet durch Schwedens Seenlandschaft gondelt, braucht nicht auf die Uhr zu sehen: In der Natur schließt die Rezeption nicht, Check-In ist 24 Stunden möglich. Der Tag ist getaktet allein durch Sonnenauf- und –untergang, durch Pinkelpause und Hungergefühl. Und das ist ein guter Takt.</p>
<p>Die Anreise ist beliebig einfach, nicht der Gast muss das Nachtlager finden, das Nachtlager findet den Gast: Sei es dadurch, dass es von einem Felsen herablacht, sei es durch Notwendigkeit, etwa bei Platzregen.</p>
<p>Von der Wasserseite aus verraten sich hübsche Lagerplätze dadurch, dass die dichten, dunkelgrünen Baumkronen sich etwas lichten, wie bei schütter werdendem Haar. Manchmal fällt auch das Land verdächtig flach ins Wasser, sodass es zum Anlegen geradezu auffordert.</p>
<h2>Allemansrätten, ein Gewohnheitsrecht</h2>
<p>Das Einchecken an diesen Plätzen rund um die Uhr und deren fast beliebige Wahl ist möglich dank des Allemansrätten, des Jedermannsrechts: ein Gewohnheitsrecht, das es jedem erlaubt, sich frei in der Natur zu bewegen. Paddler, Wanderer, Reiter, Camper sind also allesamt Nutznießer des Allemansrätten.</p>
<p>„Wir betrachten das Jedermannsrecht oft als Kulturerbe und manchmal sogar als Nationalsymbol“, beschreibt das <a href="http://www.naturvardsverket.se/en " target="_blank">schwedische Naturschutzamt</a> das ungeschriebene Gesetz. Ursprünglich war es eine Art Lebensversicherung für Reisende, die von schlechtem Wetter oder Dunkelheit überfallen wurden, erklärt Autorin Marie-Luise Schwarz in ihrem Reiseführer „Kanuwandern in Schweden“. Das Allemansrätten habe ihnen erlaubt, auf fremden Grundstücken zu übernachten und sich von Beeren und Pilzen zu ernähren.</p>
<p>Prinzipiell gilt dieses Recht heute immer noch. „Wenn ihr wolltet, könntet ihr hier für 24 Stunden die Zelte aufschlagen“, sagt Erik Hansson, der einen Kanuverleih in <a href="http://www.tolleredskanotcenter.se" target="_blank">Tollered</a> nahe Göteborg betreibt, und zeigt auf den Rasen vor seinem Haus.</p>
<p>Der kleine Mann mit Harley Davidson-Shirt, Lederweste und ergrautem Haar, das im Nacken zu einem Pferdeschwanz gebunden ist, wirkt nicht so, als würde ihm das etwas ausmachen. Doch ganz so einfach ist es laut schwedischem Naturschutzamt nicht. Nicht mehr.</p>
<h2>Nicht stören, nicht zerstören</h2>
<p>„Es ist wichtig, das Zelt nicht in Sichtweite eines Wohnhauses oder auf landwirtschaftlich genutzten Flächen aufzuschlagen“, merkt es mit Bezug auf Lagerplätze an. „Nicht stören &#8211; nicht zerstören“, heißt der Grundsatz, den das Amt auf seiner Internetpräsenz wie ein Mantra vorbetet.</p>
<p>Aus gutem Grund: Mit der zunehmenden Zahl an Outdoor-Touristen stößt die Natur an ihre Belastungsgrenzen, wenn das Allemansrätten allzu liberal ausgelegt wird.</p>
<p>Dazu kommt ein sehr menschlicher Faktor, den Erik beschreibt: „Mittlerweile sind die Leute ein bisschen genervt, wenn dauernd Touristen auf ihren Grundstücken campen.“</p>
<h2>Alternativplan für Touristen</h2>
<p>In der Gegend um Bengtsfors in der etwas nördlicheren Region Dalsland ist die Urlauberwelle mit solcher Kraft hereingeschwappt, dass sich die Behörden etwas einfallen lassen mussten. „Ihr seid mehr als drei Leute, also könnt ihr euch nicht auf das Allemansrätten berufen“, erklärt Luise von der Touristeninformation in <a href="http://www.vastsverige.com/en/Bengtsfors" target="_blank">Bengtsfors</a>.</p>
<p>Sie zeigt auf der Karte eingezeichnete Lagerplätze, die eigens für <a title="Sardinien: Expedition im Seekajak" href="http://www.admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/">Paddler</a> und andere Outdoortouristen eingerichtet sind. Für diese Plätze kauft man eine Naturschutzkarte für 30 Kronen pro Nacht (ca. 3,25 Euro). Dafür hat man eine Feuerstelle, Feuerholz und einen Unterstand, in dem man ohne Zelt schlafen kann.</p>
<p>So entledigen sich die Schweden mit einem charmanten Schlag gleich mehrerer Probleme: Dadurch, dass es bereits Feuerstellen gibt, wird nicht überall in den Wäldern unvorsichtig gezündelt. Dadurch, dass es Feuerholz gibt, werden nicht irgendwelche gesunden Bäume von Touristenhand gefällt.</p>
<p>Dadurch, dass man die Touristen auf attraktive Lagerplätze schickt, hält man sie von Vorgärten, Äckern und geschützten Gebieten fern, sodass Anwohner und Tiere ihre Ruhe haben. Und trotzdem hat der Urlauber sein Wildnis-Vergnügen, nur mit ein wenig mehr Komfort. Eine <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/06/nachhaltigkeits-management-schweiz/" target="_blank">Win-Win-Situation</a>, könnte man sagen, wenn man will.</p>
<h2>Schnitzeljagd</h2>
<p>Die Lagerplatz-Suche wird dadurch ein bisschen zur Schnitzeljagd, weil man von der Karte her schon weiß, wo einer ist, und ihn nur noch entdecken muss. Doch die Kriterien sind die gleichen wie beim Wildzelten: lichte Kronen, flache Anlegestellen.</p>
<p>Erst beim zweiten Hinsehen verrät ein zwischen den Bäumen gut getarntes Holzdach, dass man eine Nummer auf der Karte gefunden hat.</p>
<p>Wem die Lagerplätze dennoch zu nobel vorkommen, wer sich mehr Wildnis vom <a title="Provence: Spuren von Künstlern und Literaten" href="http://www.admirado.de/2011/08/provence-spuren-von-kunstlern-und-literaten/">Urlaub</a> verspricht, dem bleibt immer noch, sich diese vom Kanu aus anzusehen.</p>
<p>Am meisten überwältigt Schwedens Landschaft sowieso als Panorama von grünen Hügeln und steilen Felsen, die sich imWasser spiegeln. Und immerhin ist Paddeln selbst ja auch eine Nutzung des Allemansrätten.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Denise Müller + Nils Brüggemann<br />
</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full -203" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Denise Müller" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado.jpg" alt="" width="72" height="72" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado.jpg 150w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado-56x56.jpg 56w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado-50x50.jpg 50w" sizes="(max-width: 72px) 100vw, 72px" />Logbuch|</strong> <a href="mailto: mueller@admirado.de" target="_blank">Denise Müller</a> wird wohl keine große Paddlerin werden. Die schwedische Traumkulisse wird sie sich aber sicher noch ein zweites Mal ansehen – dann vielleicht zu Fuß oder zu Pferd. Warum auch nicht&#8230;</p></blockquote>
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		<title>Friedrichshafen: Fischfang bei jedem Wetter</title>
		<link>http://admirado.de/2011/08/friedrichshafen-fischfang-bei-jedem-wetter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 22:02:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrichshafen]]></category>
		<category><![CDATA[Konstanz]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Gert Meichle ist es ein Traumjob, für andere eine spannende Touristenattraktion. Einen Sonnenaufgang mit Alpenkulisse erleben, sich die Seebrise ums Gesicht wehen lassen. Früh aufstehen lohnt sich, um auf dem größten deutschen Binnensee einen Fischer bei seiner Arbeit zu begleiten&#8230; Ein kalter Morgen gegen Sieben am Bodensee am Gondelhafen in Friedrichshafen. Die Sonne scheint [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Für Gert Meichle ist es ein Traumjob, für andere eine spannende Touristenattraktion. Einen Sonnenaufgang mit Alpenkulisse erleben, sich die Seebrise ums Gesicht wehen lassen. Früh aufstehen lohnt sich, um auf dem größten deutschen Binnensee einen Fischer bei seiner Arbeit zu begleiten&#8230;</h3>
<p><span id="more-272"></span>Ein kalter Morgen gegen Sieben am <a title="Bodensee: Bühne für Verliebte und Zerrissene" href="http://www.admirado.de/2011/07/bodensee-buhne-fur-verliebte-und-zerrissene/" target="_blank">Bodensee</a> am Gondelhafen in Friedrichshafen. Die Sonne scheint nur leicht durch die Wolken. Die Fischer laufen aus mit ihrem Kahn in Richtung Berge, die sich schneebedeckt am Schweizer Ufer über ein paar Nebelschwaden auftürmen.</p>
<p>Wachsam schaut Gert Meichle geradeaus, stets den Kompass im Blick, dem Kurs zu seinen Netzen und legt mit dem Gashebel die 50 PS seines Schiffs nach vorn, während sein Vater hinten auf dem offenen Deck des kleinen Kahns noch schnell eine Zigarette raucht, auf dem Fischkanister sitzend.</p>
<p>Der Wind pfeift durch die Netze, Eimer und Taue, die auf dem Deck des Fischerboots verstaut sind. Immer wieder peitschen größere Wellen über den See, manche landen im Boot. Beide Männer haben dicke, grüne Öljacken mit Gummistiefeln an, die sie vor kalten Temperaturen, Wasser, Wind und Wellen schützen.</p>
<h2>Fischkutter, eine Familientradition</h2>
<p>Etwa eine Viertelstunde dauert die holprige, nasse Überfahrt zu den am vergangenen Abend ausgelegten Netzen. „Heute ist ein guter Tag, denn morgen am Karfreitag wollen meine Kunden ganz viel frischen Fisch, auch die, die sonst keinen kaufen“, sagt Meichle optimistisch. Mit Leib und Seele ist er Fischer, anders ginge das auch gar nicht.</p>
<p>Der 49-jährige macht diesen Job in der vierten Generation und hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt. Um vom Fischen mit seiner Familie, Frau und zwei Kindern, leben zu können, hat er sich ein zweites Standbein als Schreiner aufgebaut. Für beides hat er sich zuhause Werkstätten eingerichtet.</p>
<p>Seine Frau bereitet bereits zuhause die ersten Fische zum Verkauf vor, taut vorsorglich nach einem kurzen Handyanruf Fische aus dem Kühlschrank auf, wenn das Angebot nicht reicht, an Tagen wie heute. Zeit zum Innehalten hat Meichle bei der Arbeit kaum, denn seine Frau erwartet ihn bereits zum Markt. Trotzdem genießt er die Ruhe und Stille auf dem See, die es auf dem Land nicht so gebe.</p>
<h2> 30 Kilo Fisch, früher 150 am Tag</h2>
<p>Zweimal am Tag fährt Meichle in den Sommermonaten raus, um die Netze einzuholen oder Netze auslegen. Morgens gegen halb vier vor Sonnenaufgang, abends noch mal gegen Sieben. Im Schnitt fängt er 30 Kilo Fische, früher waren das mal bis zu 150 Kilo, wo das Boot fast unterging. „Die Fische haben weniger zu fressen, sie wachsen langsamer, weil zu wenig Plankton im See ist“, sagt sein Vater Wilhelm, 71, der die besseren Zeiten noch gut kennt.</p>
<p>Meichle sieht das gelassen „Wegen der paar Fische fahre ich nur raus, weil das meine <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/04/karriere-turbo-fehlstart-werle-perfektionisten/" target="_blank">Leidenschaft</a> ist, ich das gerne tue“, sagt der bodenständige Fischer mit den großen Händen, die anpacken können. Früher, wo es noch mehr Fische gab, waren noch mehr Leute mit an Bord. Heute begleitet ihn ab und zu noch sein Vater, der ihm das Handwerk schon als junger Bursche vor 30 Jahren beigebracht hat.</p>
<p>Meichle und seine Kollegen fischen an mehreren Stellen im See, je nachdem, ob Felchen, die später geräuchert werden, Flussbarsche oder Hechte. Mit 49 Jahren gehört er zu den jüngeren Kollegen eines langsam aussterbenden Gewerbes, wegen dem Mangel an Fisch und Nachwuchs. „Das Klima auf dem See ist auch rauer geworden, wie auf dem Land“, sagt Meichle.</p>
<h2>Billig-Konkurrenz aus Vietnam</h2>
<p>Die Restaurants würden Billigfisch aus <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/essen-und-trinken/Der-Billigfisch-/story/31768484" target="_blank">Vietnam</a> importieren. Seine Stammkunden seien Privatleute auf dem Markt, die seine mühsame Handarbeit schätzen. Trotzdem ist der Beruf des Fischers weiter ein Lehrberuf, in dem man zum Fischwirt ausgebildet wird.</p>
<p>Für jeden Hauptfisch gibt es bestimmte Netze und Fangsysteme, die der Größe und den Lebensgewohnheiten der Fische angepasst sind. Meichle hat viele Netze draußen liegen, die mit Bojen befestigt sind. Allein die Schwebenetze für den Fischfang, indem sich die Felchen verfangen, sind über 400 Meter lang.</p>
<p>Was die Flussbarsche angeht, werden mehrere Bodennetze auf bis zu 150 Metern Tiefe für den Fang ausgeworfen und morgens wieder hochgezogen. Da hat Meichle alle Hände voll zu tun, über ein Kilometer Netzlänge komme da schon mal auf dem Boot zusammen.</p>
<p>Die Fischerei gehört zu dem ältesten Beruf am See und hat eine über 10.000 Jahre alte Tradition. Die heutige Fangtechnik hätten die <a href="http://www.faz.net/s/RubC369C1C69080485483CF270374650FDE/Doc~E0F300D34370147E4A8BC1124EE2A97D5~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">Mönche</a> auf der Bodensee-Insel Reichenau erfunden, sagt der Fischermann. Heute gebe es noch rund 140 Berufsfischer rund um den Bodensee, darunter auch sieben Frauen.</p>
<h2>Bürokratie gibt es auch auf dem Boot</h2>
<p>Doch die Bürokratie macht vor den Fischern des Bodensees nicht halt. Während Frauen erst seit knapp drei Jahrzehnten diesen Beruf in der <a href="http://www.faz.net/artikel/C31655/maennerdomaene-frauen-finden-nur-schwer-zugang-30160439.html" target="_blank">Männerdomäne</a> ausüben dürfen, kann der gelernte Fischermeister Meichle im Flachwasser seine Großreusen nur im badischen Bereich auslegen.</p>
<p>Was man wann fischen darf, ist genau vorgeschrieben, wie zum Beispiel die Maschenweite der Netze, die verhindern soll, dass zu kleine Fische noch vor ihrer Geschlechtsreife ins Netz gehen. Sonntags darf überhaupt nicht gefischt werden, da haben die Bodenseefische ihren Seefeiertag.</p>
<p>Heute ist nicht das beste Wetter, doch auch an schönen, sonnigen Tagen kommen hier einfach Stürme, Fönwinde oder dichter Nebel auf, die nicht vorhersehbar sind. &#8222;Viele Skipper unterschätzen den See, man muss vor ihm Respekt haben“, sagt Meichle.</p>
<p>Der See habe eine der höchsten Sterberaten bei Sporttauchern, „kalt, tief und windig“ sei er. Doch auch so manches Boot seiner Kollegen sei unbemannt von der Wasserpolizei aufgefunden worden. „Das sind dann häufig ältere Binnenfischer“, sagt er, „die es einfach nicht sein lassen konnten“. Und Schwimmwesten trage man sowieso nicht.</p>
<p>Viele <a title="Bregenz: Bühne mit Riesen-Badewanne" href="http://www.admirado.de/2011/08/bregenz-buhne-und-badewanne-der-superlative/" target="_blank">Touristen</a> freuen sich, wenn sie dem Fischer bei seiner Arbeit mal über die Schulter gucken können, bis zu zwei Personen können auf einer Fahrt mitkommen, die je nach Fanglage zwischen zwei und vier Stunden dauert. Viele würden über die besondere Stimmung auf dem See staunen, die sich im Minutentakt durch Wind, Wellen und Wolken ändern kann.</p>
<p>Bei diesem abwechslungsreichen Wetter sollte man nicht vergessen, sich sehr warm und wetterfest anzuziehen. „Schon so mancher ist mir auf dem Kahn seekrank geworden, oder hat sich einen Schnupfen geholt“, sagt der Fischer. Am Obersee.</p>
<h2>Bodenseeköche tischen Felchen auf</h2>
<p>Während der Felchenwochen drüben am Untersee probieren sich Gäste der Region vom 12. September bis 9. Oktober 2011 durch die ganze Bandbreite kreativer und klassischer Felchenrezepturen. Die Zubereitung des schmackhaften Bodensee-Fisches ist so individuell wie die Köche am Untersee, der auch als „feine Ecke&#8220; vom Bodensee gilt.</p>
<p>Der Preis für das Felchenmenü ist auf der deutschen und der Schweizer Seeseite jeweils der Gleiche. Das Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert mundet für 19,50 Euro am deutschen Ufer bzw. 33 Franken in der Schweiz.</p>
<p>Das Spektrum der Zubereitungsvarianten ist dabei unerschöpflich: Frittierte Felchenleber auf Kräutersalat, Felchen im Kartoffel- oder Sesammantel bis hin zum Hildegard-Felchenmenü mit Dinkelzutat werden serviert. Sogar ein paniertes Felchen nach Wiener Art war bereits im Angebot.</p>
<p>Die Felchen sind fangfrisch. Erst am Morgen sind sie den Untersee-Fischern in die Netze gegangen. Wer dies mit eigenen Augen sehen möchte, hat als Gast des Hotels Hirschen in Gaienhofen die Gelegenheit, den Fischer Martin Dietrich am frühen Morgen auf den See zu begleiten.</p>
<p>Nach getaner Arbeit lädt er seine Gäste zum zünftigen Fischerfrühstück mit Kaffee, Brötchen und Felchenkaviar aus dem frischen Fang. Fische und Co. stehen auch im Mittelpunkt der Ausstellung „Fisch für Kunst&#8220;, die z.B. vom 22. September bis 31. Oktober 2011 in Allensbach zu sehen ist.</p>
<p>Künstler, die in der Bodenseeregion leben, zeigen darin Werke, in denen Fische im Mittelpunkt stehen, darunter auch Fotos der skurrilen Fische im Badeanzug des Konstanzers Markus Brenner.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> fuhr gerne beim Friedrichshafener Fischer Meichle mit, in der Saison von April bis September ist es auch wärmer! Eine Stunde vor Sonnenaufgang geht’s los, abends verlässt der Fischer den Gondelhafen&#8230;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Provence: Spuren von Künstlern und Literaten</title>
		<link>http://admirado.de/2011/08/provence-spuren-von-kunstlern-und-literaten/</link>
					<comments>http://admirado.de/2011/08/provence-spuren-von-kunstlern-und-literaten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simone Janson]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 13:40:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Provence]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Provence besticht durch kulturhistorischen Reichtum, eine unvergleichliche Landschaft. Doch die Region hat noch etwas mehr zu bieten als das, schaut man genauer hin. Die Provence gehört zu den Kulturlandschaften Europas schlechthin. Nicht nur mit ihren Lavendelfeldern&#8230; Schon die Griechen gründeten hier Marseille, Europas Kulturhauptstadt 2013. Im 14. Jahrhundert kamen die Päpste in die Provence [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Provence besticht durch kulturhistorischen Reichtum, eine unvergleichliche Landschaft. Doch die Region hat noch etwas mehr zu bieten als das, schaut man genauer hin. Die Provence gehört zu den Kulturlandschaften Europas schlechthin. Nicht nur mit ihren Lavendelfeldern&#8230;</h3>
<p><span id="more-233"></span>Schon die Griechen gründeten hier Marseille, Europas Kulturhauptstadt 2013. Im 14. Jahrhundert kamen die Päpste in die Provence – und blieben für fast 70 Jahre. Noch heute zeugen davon zahlreiche Spuren, von denen der Papstpalast in Avignon nur das bekannteste Monument ist.</p>
<p>Später entdeckten die Künstler die Region als Lebensraum und Inspirationsquelle: Der berühmt- berüchtigte Marquis de Sade organisierte 1772 in seinem Château de Mazan im Vaucluse das erste Theaterfestival Frankreichs. Heute ist der einstige de-Sade-Schloss ein Vier-Sterne-Hotel.</p>
<p>1844 siedelte der Schriftsteller Alexandre Dumas die Handlung seines Romans „Der Graf von Monte Christo“ im Château d’If vor der Küste von Marseille an – und machte es damit weltberühmt. Hundert Jahre später kaufte Pablo Picasso in Ménerbes im Naturpark Luberon ein Haus und schenkte es seiner Muse und Geliebten Dora Maar – bevor er sie für eine einundzwanzigjährige verließ. Die Malerin und Fotografin starb dort 1997.</p>
<p>Heute können hier Künstler und Schriftsteller aus der ganzen Welt einige Monate im Rahmen des <a href="http://www.mfah.org/fellowships/doramaarhouse/" target="_blank">Brown Foundation Fellows Program</a> verbringen.</p>
<h2> „Schönste Dörfer Frankreichs“</h2>
<p>Auch Ménerbes, das zum Label „Schönste Dörfer Frankreichs“ gehört, wurde literarisch verewigt: Der Engländer Peter Mayle beschrieb den in seinen Büchern die Eigenheiten des Ortes und seiner Einwohner so treffend, dass er sich dort bis heute unbeliebt gemacht hat. Pikanterweise sind es jedoch gerade seine Bücher, die der Gemeinde zu Weltruhm und damit zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung verhalfen.</p>
<p>Doch die Provence bietet weitaus mehr als nur kulturelle Höhepunkte: Wer sportlich ist, kann die Region per <a title="Chiemgau: Kloster, Herbergen, Braumeister" href="http://www.admirado.de/2011/07/chiemgau-kloster-herbergen-braumeister/" target="_blank">Rad</a> erkunden. Für nicht ganz so Geübte bieten verschiedene Anbieter Elektrofahrräder zum Mieten an &#8211; wie etwa „Vélo Relax du Ventoux“ ab 35 Euro pro Tag. Auch wenn der automatische Antrieb im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig ist: Selbst wenn es bergauf geht, gleitet man entspannt dahin und kann die Landschaft genießen, statt sich schweißtreibend abzustrampeln.</p>
<h2>Frühaufsteher werden belohnt</h2>
<p>Wer die Provence von oben betrachten will, sollte eine Fahrt mit dem <a href="http://www.berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-provence-teil-1-ballon-fahren-als-lebens-philopsophie/" target="_blank">Heißluftballon</a> über der Gegend Forcalquier in den Alpes-de-Haute-Provence ins Auge fassen. Wegen der schwierigen Windverhältnisse in der Provence ist der Start nur morgens um 6 möglich.</p>
<p>Das frühe Aufstehen wird belohnt: Lautlos gleitet man über die malerischen Hügel und gewinnt so ganz neue Einblicke. Das Vergnügen ist allerdings nicht ganz billig: 205 Euro kostet die einstündige Ballonfahrt pro Person – wobei die Firma France Montgolfière auch zahlreiche Spezialtarife anbietet.</p>
<p>In Forcalquier wartet ein weiterer Höhepunkt. An der europäischen <a href="http://de.franceguide.com/reisethemen/shopping/Frankreichs-Welt-der-Dufte.html?NodeID=2302&amp;EditoID=212204" target="_blank">Universität für Düfte und Geschmäcker</a> (UESS) können Touristen ihr eigenes Parfüm kreieren. Die private Hochschule wurde ursprünglich zur Ausbildung von Parfüm-Spezialisten gegründet, hat sich aber vor einigen Jahren auch Laien göffnet, die unter professioneller Anleitung in die Kunst des Parfüm-Machens eingeweiht werden.</p>
<p>Eine gutes Näschen ist allerdings gefragt, um aus den 45 Duftrichtungen von süß bis herb die Zusammensetzung zu kreieren, die am besten zu einem passt. Der zweistündige Workshop kostet 50 Euro.</p>
<p>Unweit von Forcalquier laden das Priorat von Salagon und seine Gärten mit rund 2000 Pflanzenarten zum Entspannen ein. Ein geschichtsträchtiger Ort: Die ältesten, noch sichtbaren archäologischen Funde stammen von einer gallorömischen Villa aus dem 1. Jahrhundert, die im fünften Jahrhundert durch eine christliche Kirche samt Friedhof ersetzt wurde. Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts gehörte Salagon den Benediktinern, die daraus ein <a href="http://www.karriere-einsichten.de/redaktion/rezensionen/moench-und-manager-gott-geld-gewissen-lebenslauf/" target="_blank">Kloster</a> machten.</p>
<h2>Früher Kloster, heute Museum</h2>
<p>In der französischen Revolution säkularisiert, zwischenzeitlich als Getreidespeicher und Stall genutzt, wurde Salagon ab 1985 restauriert. Die Anlage beherbergt heute das ethnobotanische Museum der Hochprovence. Sein Ziel ist es, die historische Flora der Region zu rekonstruieren und bewahren.</p>
<p>Der Garten der Düfte beispielsweise lockt mit allerlei Aromen und ein Rundgang durch den mittelalterlichen Garten demonstriert, wie unser Flora vor der Entdeckung Amerikas ausgesehen hat. Eine Besonderheit ist der Garten mit Pflanzen der Hochprovence: Um ihn anzulegen, machte man sich das Wissen der lokalen Bevölkerung zu Nutze.</p>
<p>Doch was wäre eine Reise nach Frankreich ohne die französische Küche? Die gilt als eine der besten der Welt und ist immerhin immaterielles Weltkulturerbe der Unesco. Und gut Essen muss nicht teuer sein: Akhara Chay, ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern, serviert im Hotel Le Mas des Herbes Blanches in Joucas im Luberon ein leichtes und kreatives Vier-Gänge Menü.</p>
<p>Bonus: Im Preis von 38 Euro sind der Blick von der Terasse und ein Bad im Swimming-Pool inbgegriffen.</p>
<p>Wer nach all den kulturellen Höhepunkten und der beschaulichen Landschaft Abwechslung sucht, dem bietet sich Marseille an. Die zweitgrößte Stadt Frankreichs lockt mit Museen, Bars, Discotheken, Cafes und Einkaufstraßen. Pulsierendes Zentrum ist der Vieux de Port.</p>
<p>Die junge, hippe Nachtszene findet man hingegen eher am Cours Julien. Die Stadt zu Füßen liegt einem an der Basilika Notre-Dame-de-la-Garde, die auf einem 162m hohen Hügel thront: Der neoromanische-neobyzanthinische Kolossalbau, erbaut im 19. Jahrhundert von Napolen III., gilt als Wahrzeichen von Marseille. Der Charme eines provencalischen Fischerdörfchens mit bunt bemalten Booten und zahlreichen Restaurant empfängt einen hingegen im Vallon des Auffes.</p>
<p>Der Winzhafen mitten in der Großstadt ist nur die erste von etlichen weiteren Calanques – Kalklippen aus der letzten Eiszeit, die zwischen dem östlichen Stadtrand von Marseilles und dem nahe gelegenen Cassis zwei dutzend Buchten bilden. Die Felsenlandschaft ist ein wahres Naturparadis und lädt, falls nicht gerade durch Feuergefahr gesperrt, zum Baden und Wandern ein.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: @ Simone Janson</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail -235" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Simone Janson" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/08/SimoneJanson-150x150.png" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto: janson@admirado.de" target="_blank">Simone Janson</a> beeindruckte an der Provence die Lebensart der Menschen, die hier wohnen. Auch dann, wenn die Urlaubsgäste alle wieder zu Hause sind. Eines ihrer Highlights, eine Ballonfahrt&#8230;</p></blockquote>
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		<title>City-Couch-Surfing: Schlafplatz gefällig?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabrina Kurth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 06:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[City]]></category>
		<category><![CDATA[Couchsurfing]]></category>
		<category><![CDATA[Globetrotter]]></category>
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					<description><![CDATA[Und täglich grüßt das Murmeltier. Backpacker im Besonderen, Reiselustige im Allgemeinen, sie stehen oft vorm gleichen Problem. Man will richtig viel Abenteuer. Aber nur möglichst wenig dafür ausgeben, finanziell gesehen. Sabrina Kurth hat das für uns ausprobiert&#8230; Sicherlich, Holland oder Belgien sind auch schön. Aber wer in die Ferne möchte, läuft schnell Gefahr finanziell über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Und täglich grüßt das Murmeltier. Backpacker im Besonderen, Reiselustige im Allgemeinen, sie stehen oft vorm gleichen Problem. Man will richtig viel Abenteuer. Aber nur möglichst wenig dafür ausgeben, finanziell gesehen. Sabrina Kurth hat das für uns ausprobiert&#8230;</h3>
<p><span id="more-231"></span>Sicherlich, Holland oder Belgien sind auch schön. Aber wer in die Ferne möchte, läuft schnell Gefahr finanziell über die Stränge zu schlagen. Eine kostengünstige Art des Reisen ermöglicht „<a href="http://www.couchsurfing.org/" target="_blank">Couchsurfing</a>“.</p>
<p>Das war er also, Alex Shishler! Auf den Bildern sah er anders aus, amerikanischer irgendwie. Auch wenn ich nicht genau sagen kann, wie für mich ein typischer <a title="New York City: Sprachen, Pauken und Pokern" href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/07/new-york-city-sprachen-pauken-und-pokern/" target="_blank">Amerikaner</a> aussehen soll. Vermutlich waren es die große Sonnenbrille und das etwas rundliche Gesicht auf den Fotos, die mich zu diesem im Nachhinein sehr voreiligen Schluss gebracht haben.</p>
<p>Nun gut. Auf jeden Fall sieht er völlig anders aus, zwar mit überdimensionaler Sonnenbrille als käme er gerade vom Snowboard fahren, aber auf keinen Fall rundlich, im Gegenteil. Kaum aus der Straßenbahn ausgestiegen, kommt er mir strahlend und leicht verlegen entgegen.</p>
<p>&#8222;Hi, ich bin Alex. Sorry für die Verspätung.&#8220; Sorry-sein kannst du auch, denke ich mir, schließlich habe ich über zwei Stunden auf dich gewartet. Das sage ich dann aber nicht, schließlich will ich meinen Gast nicht schon direkt vor den Kopf stoßen. Nach dem üblichen anfänglichen Small-Talk über Studienfächer und die Lieblingsmusik sind wir auch schon bei mir zu Hause angekommen. Das Frühstück wartet schon; Die nächsten vier Frühstücke stehen auch schon im Kühlschrank bereit.</p>
<p>Alex, eigentlich Alexander, natürlich mit typisch amerikanischem &#8222;Ä&#8220; am Anfang, hat mich übers &#8222;couchsurfen&#8220; gefunden. Das ist eine Internet-Plattform, wo Menschen auf der ganzen Welt für ein paar Tage kostenlos ihre Wohnung für Besucher zu Verfügung stellen.</p>
<p>&#8222;Ist das nicht ein bisschen gefährlich einfach Hinz und Kunz bei dir übernachten zu lassen&#8220;, hatte mich meine Mutter sofort gefragt als ich ihr von meinem baldigen Gast erzählt habe. &#8222;Wird sicher lustig und was soll auch schon passieren?&#8220;, entgegnete ich ihr.</p>
<p>&#8222;Schließlich kann ich dabei auch viele interessante Menschen kennenlernen und außerdem will ich selber auch gerne mal in den Ferien von Couch zu Couch surfen.&#8220; Außerdem können über 3 Millionen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,425004,00.html" target="_blank">Couchsurfer</a>, die mittlerweile auf der Seite angemeldet sind, doch nicht falsch liegen, oder?</p>
<h2>Auf einer Tour durch Europa</h2>
<p>Jetzt war es aber sowieso zu spät mir Sorgen zu machen, immerhin ist Alex extra aus Syracuse, New York, angereist. Er studiert Landschaftsarchitektur und macht momentan eine kleine Rundreise durch Europa. In Amsterdam, Rom und Barcelona war er schon, jetzt ist Deutschland dran.</p>
<p>In fünf Tagen geht es nach München und danach nach Berlin. Wenn er es schafft, auch noch nach Polen. &#8222;Da will ich mir eigentlich nichts bestimmtes anschauen, aber ich habe gehört, dass dort das Bier so billig ist&#8220;, sagt er und lacht. Er hat ein sympathisches Lachen, sehr laut und gleichzeitig immer ein bisschen verlegen, als ob er nichts falsches sagen wolle.</p>
<p>Freiburg habe er im Studium schon sehr viel gehört. Er mache gerade eine Recherche über erneuerbare Energien und da ist Freiburg natürlich prädestiniert.</p>
<p>&#8222;The Green City&#8220;, sagt er immer, &#8222;mit neuen Konzepten in Solartechnik und Wohnungsarchitektur.&#8220; Wow, das hätte ich nie gedacht, dass man im weit entfernten Amerika etwas über das 200.000 Seelen-Städtchen lernt. Wieder ein Vorurteil, das ich über Bord werfen muss.</p>
<p>Die nächsten drei Tage als &#8222;Tour-Guide Sabrina&#8220; habe ich Alex von hier nach dort, von dort nach hier geführt. Aber das schönste waren eigentlich die Abende: endloses Karten spielen, Filme schauen oder ins Billiard Café gehen. Und das beste: stundenlange Diskussionen über unsere verschiedenen Kulturen und Lebensweisen.</p>
<p>&#8222;Ihr Deutschen seid gar nicht so steif wie ich immer gedacht habe&#8220;, ist Alex Resumée. &#8222;Das ist <a href="http://www.zeit.de/2008/26/Couchsurfing" target="_blank">Couchsurfing</a>: neue Leute kennenlernen und vor allem von ihnen lernen.&#8220; Ich glaube, Alex hätte es nicht besser zusammen fassen können.</p>
<h2>Erlebnisse mit Wiederholungsbedarf</h2>
<p>Nach fünf Tagen hieß es aber leider Abschied nehmen. &#8222;Aber nur für heute, versprochen?&#8220;, meint Alex kurz bevor er aus der Straßenbahn aussteigt. &#8222;Bald kommst du doch nach Amerika. Ich hab noch eine Couch frei&#8220;, lacht er mit in seinem typischen Alex-Lachen.</p>
<p>Stimmt, denke ich, ich wollte schon immer mal einen Road-Trip durch die Staaten machen. Warum also nicht einen kleinen Abstecher nach Syracuse einschieben. Bis dahin muss ich mich aber noch ein bisschen gedulden. Mein Fazit: Ich würde es immer wieder machen. Und das habe ich auch, insgesamt waren schon etwa zehn Couchsurfer bei mir.</p>
<p>Ich selber habe in Neuseeland den Luxus der kostenlosen Schlafgelegenheit, den tollen Abenden mit fremden und trotzdem irgendwie vertrauten Menschen und natürlich die heimische Küche genossen. Die kriegt man nämlich in keinem Restaurant, sondern nur bei Stuart und Co. im Wohnzimmer.</p>
<p>Zwar hatte ich auch schon ein paar schlechtere Erfahrungen: <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/einsamkeit-in-zeiten-des-internet-wallfahrt-mit-iphone-1.1026583-2" target="_blank">Couchsurfer</a> die einfach nicht aufgetaucht sind (und ich den extra gebackenen Kuchen alleine essen musste) oder gefühlt eine Stunde vorher abgesagt haben. Das hält mich aber nicht ab, immer wieder Leute aufzunehmen.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/Kurth_Sabrina_KE.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail -217" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Sabrina Kurth" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/Kurth_Sabrina_KE-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" /></a>Logbuch|</strong> <a href="mailto:kurth@admirado.de" target="_blank">Sabrina Kurth</a> liebt Couchsurfing. Mit ein paar Surfern hat sie immer noch Kontakt. Und natürlich freut sie sich, bald den Gegenbesuch zu machen&#8230;</p></blockquote>
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		<title>Rotes Meer: Sandsturm im Tauchparadies</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 13:59:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Meer]]></category>
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		<category><![CDATA[Tauchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein neues Touristenzentrum sollte am Roten Meer erschlossen werden. Bevor sie durchstarten können, kommt den Hotelbetreibern vor Ort die ägyptische Revolution in die Quere. Die Taucher sind zurück, die Badegäste bleiben aber aus. Eine Chance zum Gesundschrumpfen? Niklas Schenck berichtet&#8230;  Für die Zeitumstellung blieb dieses Jahr keine Zeit. „Storniert“, sagt Ashraf Defy Mohamden, der Rezeptionschef des [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein neues Touristenzentrum sollte am Roten Meer erschlossen werden. Bevor sie durchstarten können, kommt den Hotelbetreibern vor Ort die ägyptische <a title="Kairo: Proteste statt Pyramiden" href="http://www.admirado.de/2011/07/kairo-pyramiden-proteste-polizei/" target="_blank">Revolution</a> in die Quere. Die Taucher sind zurück, die Badegäste bleiben aber aus. Eine Chance zum Gesundschrumpfen? Niklas Schenck berichtet&#8230;</h3>
<p><span id="more-227"></span> Für die Zeitumstellung blieb dieses Jahr keine Zeit. „Storniert“, sagt Ashraf Defy Mohamden, der Rezeptionschef des Oasis-Hotels, der seine Gäste persönlich am Flughafen abholt.Touristen müssen ihre Uhren nach der Landung nicht mehr umstellen. Dass eine andere Stunde geschlagen hat, merken sie trotzdem schnell, auch hier in Marsa Alam, an Ägyptens südlicher Rotmeerküste.</p>
<p>„Nichts ist wie es war“, schwärmt Ashraf, dabei ist äußerlich wenig neu im Süden. Aufstände gab es hier nicht, man reiste zur Revolution nach <a title="Kairo: Proteste statt Pyramiden" href="http://www.admirado.de/2011/07/kairo-pyramiden-proteste-polizei/">Kairo</a> oder klebte an den TV-Bildschirmen. Auch nach der Revolution muss Ashraf unzählige Polizeikontrollen passieren. Doch kein Beamter verlangt mehr Sonderzahlungen von ihm, niemand schikaniert ihn. Er kann sich ganz auf seine Gäste konzentrieren, und die Vorzüge der „schönsten Region am Roten Meer“ preisen.</p>
<p>„Vor zehn Jahren gab es hier nichts außer Wüste und Militär“, sagt er und zeigt pompöse Hotelanlagen, direkt neben riesigen Bauruinen. Ashraf ist jetzt im Verkaufsmodus, alles sei gut, die Region boome, sie habe eine große Zukunft, „kein Stress, kein <a title="Wall Street: Von der Andacht bis Zocken" href="http://www.admirado.de/2011/05/wall-street-von-der-andacht-bis-zocken/">Stress</a>“. Er hat gut reden, nur wenigen Hotels geht es so gut wie dem Oasis, wo fast nur Taucher absteigen.</p>
<p>Marsa Alam, das sind 300 Kilometer Küste zwischen El Quseir im Norden und Ras Banas im Süden. Seit zehn Jahren wird Marsa Alam mit Hochdruck als drittes Touristenzentrum am Roten Meer entwickelt. Investoren wurde ein neues Sharm-El Sheik versprochen, der Ort selbst, einst ein Fischerdorf mit kaum 1000 Einwohnern, begann zu wachsen wie ein Blumenkohl. Man hoffte auf <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2010/06/demografischer-wandel-generationen-oma-opa-knowhow-transfer/" target="_blank">Pensionäre</a> aus Deutschland und England, und war gewiss: Wären die ersten erst da, würden Tausende folgen. Bis 2020 sollte Marsa Alam rund 50.000 Einwohnern Platz bieten. Mit der Revolution platzt die Illusion.</p>
<h2>Saubere Wüste, keine Touristen</h2>
<p>„Hier wird jetzt lange nichts mehr passieren“, sagt Aymen Taher. Ihm scheint das nicht allzu viel auszumachen. Taher betreibt eine kleine Tauchschule in der Tondoba-Bucht südlich von Marsa Alam. Zusammen mit seiner deutschen Frau, der Meeresbiologin Constanze Conrad, fährt er ins Zentrum. Immer wieder macht er Eingaben beim Stadtrat von Marsa Alam – für einen vernünftigen Hafenausbau, für den Riffschutz, für die Müllentsorgung. „Der Ort ist sauber geworden“, sagt er, stolz, dass er sich nicht aufs Motzen zurückgezogen hat.</p>
<p>Aber der Ort ist auch leer geworden. Kein Tourist ist zu sehen, nur Dutzende Arbeitsmigranten, die sich auf den letzten aktiven Baustellen verdingen. Ägyptens Fußballer verspielen gegen Südafrika gerade ihre letzte Chance, sich doch noch für den Afrika-Cup zu qualifizieren. Die Kaffeehäuser quellen über vor Arbeitern, die gebannt auf Bildschirme blicken. Keine Frauen sind dabei, alle sind nur hier, um Hotels und Wohnhäuser hochzuziehen. Gebäude, die nachher keiner bewohnt.</p>
<p>Ein Jahrzehnt lang beunruhigten die Bauruinen in Marsa Alam niemand. Es war normal, dass Landbesitzer ein Stockwerk in die Landschaft setzten und je nach Finanzlage weitere hinzufügten. Die Regierung hatte das Land für Niedrigstpreise verschleudert, damit Investoren die Infrastruktur bauen. Ein Dollar pro Quadratmeter, oft mehr als eine halbe Million am Stück, schnell war die komplette Küste besetzt – einzige Bedingung: baldiger Baubeginn.</p>
<p>Doch der Plan ging nicht auf, die Infrastruktur blieb Stückwerk. Jedes Hotel hat seine eigene Meerwasser-Entsalzungsanlage, erzeugt Strom mit Dieselgeneratoren. Und Abwasser? „Das meiste versickert einfach in der Wüste“, sagt Taher. Der frühere ägyptische Tourismusminister Sohair Garranah sitzt inzwischen im Gefängnis, weil er illegal Tourismuslizenzen vergab. Marsa Alam bleibt derweil eine einzige Versorgungslücke.</p>
<p>„Die Stadt verlässt sich darauf, dass wir Strom, Wasser und Abwasser entwickeln“, sagt der Ingenieur Tarek Barakat Gad. Für einen kuwaitischen Investor leitete er den Bau eines 30-Millionen-Euro-Hotels im Zentrum von Marsa Alam. 350 Zimmer, 400 Arbeitsplätze, des Bürgermeister ganzer Stolz. Bis Gad im Februar aus der Ferne der Geldhahn abgedreht wurde. „Wir haben gebaut wie verrückt, aber das wird jetzt nicht weitergehen“. Gad sitzt in der Lobby des Oriental Bay, eines riesigen Luxushotels ein paar Kilometer nördlich von Marsa Alam. Ayman Taher hat dort eine Runde zusammengetrommelt, die bereitwillig Auskunft gibt.</p>
<h2>“Vor den Wahlen kehrt keiner zurück”</h2>
<p>„Europäische Touristen glauben, Marsa Alam liege gleich neben Benghasi“, klagt ein frustrierter Hotelmanager, „dabei liegt der <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-08/vormarsch-rebellen-libyen" target="_blank">lybische Konflikt</a> näher an Italien als an uns.“ Das war immer Ägyptens Problem: Egal wo in der Region es brodelte, auch mit Ägyptenreisen wurden die Leute vorsichtiger.</p>
<p>„Sogar im Golfkrieg hatten wir Einbrüche“, sagt Walid Adel, Gastgeber in der Lobby des Oriental Bay. Als General Manager scheut er derzeit den Blick in seine Bücher. „Im Mai hatten wir fünf Prozent Auslastung, im Juni sieben“. Der Großteil seiner 190 Zimmer bleibt leer. Gerade einmal sieben Gäste hat er heute im Haus, während eine riesige Pool-Landschaft und großzügige Palmengärten mit Wasser versorgt und Lichtanlagen mit Strom gespeist sein wollen.</p>
<p>Adels Betrieb hängt vor allem von italienischen All-Inclusive-Touristen ab. „Die wurden auf die Kanaren oder in die Türkei umgebucht, vor den Wahlen kommt keiner zurück“, sagt er. Das Oriental Bay, im November eröffnet, sieht sich dem Druck großer Reiseanbieter ausgesetzt. Ein tschechischer Veranstalter gebe ihm zwei Gäste, während er im Nachbarhotel 70 Zimmer belege, sagt Adel, wegen 7 Euro Preisunterschied. „Die nutzen unsere Situation gnadenlos aus, um die Preise zu drücken“, sagt er, und fordert eine Regulierung.</p>
<p>Für die Taucher sind Hurghada und Marsa Alam jetzt wahre Paradiese.<br />
Mindestpreise für Hotelzimmer bestimmter Standards müssten her, sonst würde der Preiskampf immer mehr Hotels in den Ruin treiben. Solche Regeln aber würden das Überangebot weiter zementieren. „Wir waren vorher schon zu viele, die <a title="Bregenz: Bühne mit Riesen-Badewanne" href="http://www.admirado.de/2011/08/bregenz-buhne-und-badewanne-der-superlative/">Revolution</a> bricht uns das Genick“, gesteht Adel. „Mindestens zwölf der 57 Hotels entlang der Küste haben seit der Revolution dicht gemacht“, sagt er.</p>
<p>Laut dem Statistikamt der ägyptischen Regierung sind die Buchungen im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent zurückgegangen. Nur Unterwasserpuristen, die oft seit Jahren engen Kontakt zu ihren Tauchbasen pflegen, kommen in fast unveränderter Zahl. Sie haben solide Informationen erhalten und schnell das Vertrauen zurückgewonnen. Pauschal-Badeurlauber fehlen.</p>
<p>Die großen deutschen Charter-Anbieter Tui, Thomas Cook und Condor wollen frühestens nach den Wahlen im September ihre Flugpläne von derzeit 60 Prozent auf Normalmaß schrauben, für die nächste Saison. Langfristig rechnet Volker Böttcher, CEO von Tui, sogar mit mehr Ägyptenreisen. Der eingeleitete Demokratisierungsprozess werde „für frischen Wind und neue Urlauber“ sorgen, hofft er. In Marsa Alam könnte es dann für viele schon zu spät sein.</p>
<h2>Noch ein, zwei Monate durchhalten</h2>
<p>„Auf der Tourismusmesse ITB bot das ägyptische Tourismusministerium an, einen Fonds zu gründen, der das Flugrisiko der Veranstalter absichert“, erzählt Werner Lau, Chef eines der größten Anbieters für Tauchreisen. „Aber die winkten nur ab. Sie hatten alle ihre Flieger für die <a title="Friedrichshafen: Fischfang bei jedem Wetter" href="http://www.admirado.de/2011/08/friedrichshafen-fischfang-bei-jedem-wetter/">Saison</a> schon umgelenkt. Dem Normaltouristen ist eben egal, wo er hinfährt“.</p>
<p>Ein, zwei Monate könne er das so noch durchhalten, sagt Walid Adel. Dann werde er die Hälfte seiner 200 Mitarbeiter entlassen und einen Teil des Hotels schließen. „Als nächstes schalten wir die Klimaanlage ab, irgendwann können wir unsere Gartenlandschaft nicht mehr bewässern.“ 135.000 Pfund kostet allein die Beleuchtung jeden Monat, knapp 16.000 Euro.</p>
<p>Die ägyptische Wirtschaft treffen die Ausfälle. Zwölf Prozent des ägyptischen Bruttoinlandsprodukts stammen aus dem Fremdenverkehr, 12 bis 15 Millionen Jobs hängen an dem Sektor. „Aber wir dürfen uns nicht auf den Tourismus allein konzentrieren“, sagt Ayman Taher, zu Hause in Tondoba.</p>
<h2>Nach den Touristen kommt das Meer</h2>
<p>Die unverhoffte Atempause müsse man nutzen, um andere Wirtschaftszweige auszubauen. Den Bergbau etwa, liegt doch eine der größten Goldminen des Landes ganz in der Nähe von Marsa Alam. Auch die Fischzucht in Aquakulturen könnte Einkommen generieren. „Dann wären arme Küstenbewohner nicht mehr gezwungen, in den Riffen zu fischen“, erklärt seine Frau, die gerade von einem Tauchgang mit Delphinen zurückkehrt.</p>
<p>Nur intakte Riffe garantieren Tauchtouristen. Selten waren die Ankerplätze so leer wie dieser Tage – und so voller Leben. Haie, Delphine, Schildkröten und Dugongs, seltene Seeschweine – Marsa Alam lockt Taucher aus aller Welt. Nur manchmal sieht man plötzlich Horden von Schnorchlern über sich, die beim Abtauchen zu den Korallen herzhaft zupacken. Dann kann man diesem Landstrich nur wünschen, dass er sich nicht so boom-artig entwickelt wie geplant.</p>
<p>„Man hat nichts gelernt“, sagt Conrad. „Kommen Badetouristen in großer Zahl, gehen auch hier die Korallen kaputt“. Bisher zählen die Riffe um Marsa Alam zu den aufregendsten der Welt. „30 Prozent lebende Hartkorallen, solche Werte erreicht kein anderes Tauchgebiet der Welt“, erklärt Conrad, die eine Bestandsaufnahme für die gemeinnützige Organisation „Reef Check“ koordiniert. „Die Revolution ist der beste Riffschutz“. Seit Jahren versucht sie, mit ihrem Mann über die zerbrechliche Welt unter <a title="Chiemgau: Kloster, Herbergen, Braumeister" href="http://www.admirado.de/2011/07/chiemgau-kloster-herbergen-braumeister/">Wasser</a> aufzuklären. Derzeit beschäftigt sie vor allem das, was über Wasser geschieht.</p>
<p>„Im Prinzip wäre es gut, wenn die Hälfte der Hotels zumacht“, sagt Conrad, „dann könnten die anderen wieder akzeptable Preise verlangen.“ Wer dann noch Arbeit habe, könnte auch wieder vernünftige Löhne erwarten. „Der Umsturz wird sich langfristig auszahlen“, glaubt auch Walid Adel, der das Wohl des Oriental Bay nicht über das des Volkes stellen will. Er hofft, sein Luxushotel bis zu den Wahlen im Herbst halten zu können. Dann sollen die mächtigen Chartergesellschaften wieder Touristen bringen. „Wenn es aber nur ein paar Monate länger dauert, dann platzt hier unten die ganze <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/bundesrat_stuetzt_wirtschaft_mit_2_milliarden_franken_1.11952181.html" target="_blank">Immobilienblase</a>“, sagt er. Damit sie weiter wächst, müssten Preise und Gästezahlen stetig steigen. Vorerst aber steht Marsa Alam still.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Niklas Schenck</em></p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/08/niklas_schenck.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail -229" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Niklas Schenck" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/08/niklas_schenck-150x150.jpg" alt="" width="95" height="95" /></a>Logbuch|</strong> <a href="mailto: redaktion@admirado.de" target="_blank">Niklas Schenck</a> erfuhr bald selbst, was es bedeutet, dass auch deutsche Anbieter die ägyptischen Touristenorte vorerst noch austrocknen: Er musste die Chance auf eine zehntägige Reportagereise verstreichen lassen – weil es schlicht keine Flüge gab&#8230;</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Bregenz: Bühne mit Riesen-Badewanne</title>
		<link>http://admirado.de/2011/08/bregenz-buhne-und-badewanne-der-superlative/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 05:50:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
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					<description><![CDATA[Parkplätze gibt es kaum noch, fast 7.000 Sitzplätze sind belegt, Fotoapparate gezückt. Dann geht es los, das Spektakel. Eine Mischung aus Oper, Musical und Zirkusartisten. Und das auf dem Torso eines Toten. Die Liesbesgeschichte wird neu entfacht, die Freiheit neu gedacht. Über blau-rote Farbenspiele zu Zeiten der Französischen Revolution&#8230; André Chénier, das ist das berühmteste [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Parkplätze gibt es kaum noch, fast 7.000 Sitzplätze sind belegt, Fotoapparate gezückt. Dann geht es los, das Spektakel. Eine Mischung aus Oper, Musical und Zirkusartisten. Und das auf dem Torso eines Toten. Die Liesbesgeschichte wird neu entfacht, die Freiheit neu gedacht. Über blau-rote Farbenspiele zu Zeiten der Französischen Revolution&#8230;</h3>
<p>André Chénier, das ist das berühmteste Werk des sonst eher unbekannten, italienischen Komponisten Umberto Giordano. Es ist gleichermaßen packend, ein leidenschaftliches Liebesdrama, ein historischer Krimi.</p>
<p>Die <a title="Istanbul: Brücke zwischen zwei Kontinenten und ein bisschen Türkei" href="http://www.admirado.de/2012/12/istanbul-stau-um-mitternacht-brucke-zwischen-zwei-kontinenten/">Oper</a> rund um das Schicksals des gleichnamigen Dichters, eine historische Gestalt der Französischen Revolution, der 1794 während Robespierres Schreckensherrschaft tatsächlich seinen Kopf verlor, ist in den Sommern 2011 und 2012 auf der <a href="http://www.bregenzerfestspiele.com/de/" target="_blank">Bregenzer Seebühne</a> zu sehen.</p>
<h2>&#8222;Irren und Wirren&#8220;</h2>
<p>Frankreich im Jahr 1789. Der Adel feiert, die Bürger murren. Und zwischen allen Stühlen: der Dichter André Chénier. Geliebt von den Reichen für seine einfühlsamen Verse, im Herzen aber ein Revolutionär. Gezeichnet vor dem Hintergrund der Französischen Revolution ist André Chénier, uraufgeführt 1896 an der Mailänder Scala, ein historisches Drama von brillanter Schärfe.</p>
<p>Eine menschliche Tragödie von erschütternder Intensität; packend gleichermaßen als leidenschaftliches Liebesdrama und als historischer Krimi. Zentrale Gestalt der Oper ist der gleichnamige französische Dichter, die in den Wirren der französischen <a title="Arenenberg: Napoleons Quitschentchen" href="http://www.admirado.de/2011/10/schloss-arenenberg-napoleons-quitschentchen/">Revolution</a> vom glühenden Anhänger zum erbarmungslos Verfolgten wird und am Ende, abgestoßen von den Exzessen der Gewaltherrschaft der Jakobiner, selbst auf der Guillotine endet.</p>
<h2>Vom Anhänger zum Verfolgten</h2>
<p>Zu Beginn der Oper scheint die Welt des 18. Jahrhunderts noch in Ordnung: Die Aristokratie tanzt, und der junge Dichter André Chenier, obgleich den Idealen der neuen Revolutionsbewegung zugeneigt, verkehrt erfolgreich in den prachtvollen Salons der Familie de Coigny, in deren Tochter Maddalena er leidenschaftlich verliebt ist.</p>
<p>Doch die politische Lage ist angespannt, längst beginnt sich der Schein der Revolution am Horizont abzuzeichnen; bald wird er dem sorglosen Leben ein jähes Ende bereiten.</p>
<p>Fünf Jahre später tanzt niemand mehr. Paris zittert unter dem Regime Robespierres, die hochfliegenden Revolutionsideale Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind einer grausamen Gewaltherrschaft gewichen.</p>
<p>Carlo Gérard, einst Diener der Familie Coigny und Chéniers Widersacher um die <a title="Toggenburg: Hinter den sieben Bergen" href="http://www.admirado.de/2011/12/toggenburg-hinter-den-sieben-bergen/">Liebe</a> Maddalenas, ist zum Rädelsführer der Revolution aufgestiegen, während der Dichter wegen seiner Kritik an Robespierres Schreckensherrschaft verfolgt wird. Und so geraten Chénier und Maddalena ins Räderwerk der Geschichte, und das Einzige, was von ihrer Freiheit bleibt ist die Liebe – und mit ihr die tragische Entscheidung für den gemeinsamen Tod auf dem Schafott.</p>
<h2>&#8222;Es lebe die Revolution!&#8220;</h2>
<p>Giordanos Musik, getragen von jähzorniger Begeisterung und flammendem Überschwang der Gefühle, gipfelt in einer Hymne an die Brüderlichkeit, an die Liebe – und an die Befreiung durch den <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2012/12/kein-kaffeklatsch-immer-mehr-trauercafes-im-land/" target="_blank">Tod</a>. Giordano ließ in seine Musik historische Tänze und Märsche aus der Zeit vor der Französischen Revolution genauso einfließen wie bekannte Revolutions-Klänge, darunter das &#8222;Ça ira&#8220; und die Marseillaise. Ergreifende Arien und atemberaubende Duette verleihen der Oper ihren einzigartigen Charakter.</p>
<h2>Positives Medienecho</h2>
<p>Das ZDF Heute Journal meint: &#8222;Wenn bei Bregenz die rote Sonne im See versinkt, beginnt auf dem See das Drama um André Chénier. [&#8230;] Die Bregenzer Festspiele: Das ist nicht einfach nur Oper, das ist eine Riesenshow [&#8230;] es macht Riesenspaß sich das anzuschauen.&#8220; Und die Frankfurter Rundschau resümiert: &#8222;Das Ergebnis rechtfertigte die Stückwahl. Für dieses und das nächste Bregenzjahr dürfte der Chénier sich als eine Attraktion der Sonderklasse herumsprechen. […] Ein enormer Wurf war wieder das Bühnenbild.&#8220;</p>
<p>Der Intendant der Bregenzer Festspiele, David Pountney, sagt über das Spiel auf dem See (André Chénier), die Oper im Festspielhaus (Achterbahn) und die Konzerte des Hallé Orchestra: &#8222;In diesem Jahr haben wir den Titel &#8218;Schöpfung&#8216; genannt, weil wir natürlich die schöpferische Tat von Judith Weir feiern. Sie hat eine neue Oper geschrieben und auch Andrea Chénier selbst war ein Poet. Und in diesem Sinn sind auch die ganzen Orchesterkonzerte schöpferischen Gestalten gewidmet.&#8220;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © NN/ Bregenzer Festspiele<br />
</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> ist schon ein paar Mal an der Seebühne vorbeigefahren, dieses Jahr saß er zum ersten Mal dort, fühlte sich ein bisschen wie im Fußballstadion, bis die Oper losging. Und war ganz begeistert von derem Klangsystem&#8230;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Kairo: Proteste statt Pyramiden</title>
		<link>http://admirado.de/2011/07/kairo-pyramiden-proteste-polizei/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 06:14:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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					<description><![CDATA[Kairo im Winter, Januar 2011. Die Proteste, sie haben nichts zu tun mit dem, was man so kennt aus dem Prospekt: Pyramiden von Gizeh, eine Kreuzfahrt auf dem Nil. Geschätzt 25 Millionen Menschen leben in der Metropolregion. Und vielen Demos vor und nach dem Sturze Mubaraks. Von Christoph Borgans und Marc Röhlig&#8230; Doch im Laufe Nacht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kairo im Winter, Januar 2011. Die Proteste, sie haben nichts zu tun mit dem, was man so kennt aus dem Prospekt: Pyramiden von Gizeh, eine Kreuzfahrt auf dem Nil. Geschätzt 25 Millionen Menschen leben in der Metropolregion. Und vielen Demos vor und nach dem Sturze Mubaraks. Von Christoph Borgans und Marc Röhlig&#8230;</h3>
<p><span id="more-218"></span></p>
<p>Doch im Laufe Nacht und in den Morgenstunden kam es auf dem Tahrir-Platz zu gewaltsamen Zusammenstößen, Demonstranten mit Militär und Polizei. Beide Seiten haben viel zu verlieren. Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Militärpolizei auf dem Tahrir-Platz gab es Tote und Verletzte.</p>
<p>Das Militär begann um 2.30 Uhr, eine halbe Stunde nach der verhängten Ausgangssperre, die Demonstranten mit Warnschüssen zu vertreiben. Im Verlauf der Nacht spitzte sich die Lage weiter zu. Am Samstagmorgen sprachen die Demonstranten von vier Toten, darunter auch Kinder sowie ein Offizier des Militärs. Bis zum Nachmittag bestätigten Kairoer Ärzte drei Tote und mindestens 18 Verletzte.</p>
<p>Schon um Mitternacht meldeten Demonstranten besorgt per <a href="http://twitter.com/admiradomagazin" target="_blank">Twitter</a>, dass sich Militär und Polizei in der Nähe des Tahrir-Platzes sammeln würden. Nordöstlich vom Tahrir-Platz hatte das Militär Panzer und Mannschaftswagen aufgefahren.</p>
<p>Gegen zwei Uhr umzingelte das Militär den Platz, um die Demonstrationen aufzulösen. Die Soldaten versuchten, zu einem Zelt auf dem Tahrir-Platz vorzudringen, in dem sich einige Offiziere aufhielten.</p>
<h2>“Pflicht, Offiziere zu schützen, die ihr Leben in unsere Hände gelegt haben”</h2>
<p>Diese hatten sich im Laufe des Tages solidarisch mit den Demonstranten erklärt und einen Gerichtprozess für Mubarak gefordert. Die Demonstranten bildeten eine Menschenkette, um den Zugriff des Militärs zu verhindern. “Es ist unsere Pflicht die Offiziere zu schützen, sie haben ihr Leben in unsere Hände gelegt”, forderten junge Aktivisten auf Facebook.</p>
<p>Sechs Offizieren soll nach Angaben der Demonstranten die Flucht gelungen sein, indem sie ihre Militärkleidung gegen zivile tauschten. Weitere 15 seien wieder aufgegriffen worden, berichten Augenzeugen.</p>
<p>Die Demonstration am gestrigen Freitag war die größte seit dem Sturz von <a href="http://www.spiegel.de/thema/husni_mubarak/" target="_blank">Hosni Mubarak</a>. Mehrere Zehntausende hatten sich ab dem Freitagsgebet auf dem Tahrir-Platz versammelt und gefordert Mubarak, aber auch führende Protagonisten der alten Machtelite vor Gericht zu stellen.</p>
<p>Das Militär solle entschiedener gegen die wegen <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/05/karriere-ohne-reue-macht-und-ihre-machthaber/" target="_blank">Korruption</a>, Amtsmissbrauch und Verbrechen beschuldigten Ex-Ministern und Entscheidungsträger vorgehen. Symbolisch dafür wurde auf dem Platz in einem Schauprozess eine Mubarak-Puppe aufgeknüpft.</p>
<p>Laut Anwohnern begann das Militär ab 2.30 Uhr mit minutenlangen Maschinengewehr-Salven die Menge auseinanderzutreiben. Dabei wurden Demonstranten verletzt und getötet. In den Straßen rund um den Tahrir-Platz sammelten sich immer wieder Demonstranten in kleinen Gruppen. Militärische Einheiten zerstreuten die Ansammlungen auch hier mit Gewehrschüssen.</p>
<p>Rund eine halbe Stunde nach dem Beginn des Angriffs schlossen sich Polizeikräfte dem Militär an. Laut den Demonstranten seien diese besonders brutal vorgegangen. Es entwickelten sich Straßenschlachten, in denen Steine geworfen und einige Fahrzeuge des Militärs von wütenden Demonstranten angezündet wurden. Sie berichteten, dass sie geschlagen und beschimpft worden seien. Auch Elektroschocker sollen zum Einsatz gekommen sein.</p>
<h2>“Methoden wie am 28. Januar”</h2>
<p>“Es sind die gleichen Methoden wie am 28. Januar”, ruft ein aufgebrachter Ägypter. Damals reagierte das Mubarak-Regime auf die noch jungen Proteste ebenfalls mit Waffengewalt, am 2. Februar stiftete es Kameltreiber gar an, durch die Massen zu reiten. Auch jetzt, so argwöhnen Aktivisten auf <a href="http://twitter.com/admiradomagazin" target="_blank">Twitter</a>, sei die Gewalt-Eskalation von oben inszeniert.</p>
<p>Viele der Demonstranten, die erst nach Mitternacht zum Tahrir-Platz gekommen waren, seien bestellte Aufrührer, die dem Militär einen Vorwand zum Eingreifen bieten sollen. “Ich war bis Mitternacht am Platz, doch die Stimmung wurde mir zu seltsam: Immer mehr zwielichtige Gestalten mischten sich unter die Demonstranten”, berichtet ein Jugendlicher.</p>
<p>Der Oberste Militärrat rechtfertigte am Samstagmorgen in einem Kommuniqué, dass die Truppen seien lediglich “gegen aufrührerische Handlungen” vorgegangen seien. Die Ausgangssperre sei durchgesetzt worden, ohne dass es Opfer gab. Fotos von Christoph Borgans und Marc Röhlig:</p>
<p>Die Kämpfe dauerten an, bis sich Militär und Polizei um circa 5.30 Uhr zurückzogen. Die Stimmung auf dem Tahrir-Platz ist seitdem angespannt. Eine kleine Gruppe von rund 300 Demonstranten skandiert: “Das Volk will den Sturz des Regimes”. Das hat man auf dem Tahrir-Platz in den Wochen bis zum 11. Februar schon einmal gehört.</p>
<p>Aber der Slogan hat ein neues Ziel: Muhammad Hussein Tantawi. Der Vorsitzende des Obersten Rats der Streitkräfte, der aktuell die Amtsgeschäfte in Ägypten leitet, galt bei der Mehrheit des ägyptischen Volkes als sehr beliebt. Jetzt rufen die Demonstranten “Tantawi ist Mubarak” – sie sehen ihn als Verlängerung des alten Regimes.</p>
<p>Wer die Nacht auf dem Platz ausgeharrt hat, blieb auch bis zum nächsten Morgen. Neue Demonstranten kommen seitdem auf dem <a href="http://www.soukmagazine.de/multimedia/fotogalerie-tahrir-reloaded/" target="_blank">Tahrir-Platz</a> hinzu. Um neun Uhr befanden sich bereits rund 3000 Menschen vor Ort, die die Schäden besahen, fotografierten und diskutieren.</p>
<p>Am Nachmittag sind es bereits doppelt so viele. Sie bereiten sich auf eine weitere lange Nacht vor. Straßensperren werden aus Stacheldraht und Teilen der abgebrannten Wagen errichtet, Pässe werden an allen Zugängen zum Platz kontrolliert. Ein Demonstrant gibt sich kämpferisch: “Militär und Polizei kommt hier nicht rein!”</p>
<p>Genau das muss aber die Militärführung, will sie die Kontrolle im Land nicht aus der Hand geben. Bis zur Samstagnacht ist der Tahrir-Platz von den Demonstranten bevölkert. In Sprechchören rufen sie “Wir werden nicht müde” und “Wir bleiben die ganzen Nacht”.</p>
<p>Löst das Militär bis zum Beginn der <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1379010/" target="_blank">Ausgangssperre</a> am Sonntagmorgen zwei Uhr den Platz nicht auf, hat es Autorität und Handlungsmöglichkeiten verspielt. Gibt es ein erneutes Blutvergießen, dürfte das jedoch die Kairoer zu mehr Protest anheizen. Beide Seiten wollen nun zeigen, wer den längeren Atem hat.</p>
<p>Was viele Ägypter vielleicht ahnten, wird ihnen seit der letzten Nacht auf dem Tahrir-Platz so klar wie nie zuvor in den vergangenen zwei Monaten: Ägyptens Revolution ist noch lange nicht vorbei. Sie beginnt gerade erst.</p>
<p>Kandierte Äpfel gibt es, Revolutionstassen und -hemden, Mädchen in Absatzschuhen machen Erinnerungsfotos und Mütter führen auch kurz vor Mitternacht noch ihre Kleinkinder auf den Platz. Die Ereignisse, die Ägypten seit Wochen auf Trab hält, können auch die Ägypter selbst kaum greifen.</p>
<p style="text-align: right;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/75700ef161c74d97acb21ed9a122817f" alt="" width="1" height="1" /><em>Artikelbild: © Marc Röhlig</em></p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/07/Marc_Roehlig.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full -220" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Marc Röhlig" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/07/Marc_Roehlig.jpg" alt="" width="86" height="130" /></a>Logbuch|</strong> Für <a href="mailto: redaktion@admirado.de" target="_blank">Marc Röhlig</a> und Kollegen war es ein seltsames Gefühl, mitten im Herzen der Revolution zu stehen. Nicht wegen der Sprechchöre, den brennenden Autos oder der Blutflecken. Vielmehr noch faszinierte sie, das viele Kairoer den Tahrir-Platz als Jahrmarkt betrachteten&#8230;</p></blockquote>
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		<title>Suriname: Unscheinbarer wilder Westen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Denise Mueller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 14:02:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonie]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Suriname]]></category>
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					<description><![CDATA[Suriname, ein von Deutschland kaum wahrgenommes Land an der Nordostküste Südamerikas, hat alle Anlagen für einen florierenden Tourismus: Unberührten Regenwald, Artenvielfalt und Kolonialarchitektur in der Hauptstadt. Doch die ehemals niederländische Kolonie steht noch vor einer Reihe von eigenen Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Deren Bewältigung könnte sie stark machen für die anrollende Flutwelle westlicher [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Suriname, ein von Deutschland kaum wahrgenommes Land an der Nordostküste Südamerikas, hat alle Anlagen für einen florierenden Tourismus: Unberührten Regenwald, Artenvielfalt und Kolonialarchitektur in der Hauptstadt. Doch die ehemals niederländische Kolonie steht noch vor einer Reihe von eigenen Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Deren Bewältigung könnte sie stark machen für die anrollende Flutwelle westlicher Kultur&#8230;</h3>
<p><span id="more-202"></span>Sonntags ist Paramaribo wie ausgestorben. Die Sonne brütet über der Stadt, einzelne Bäume werfen kaum Schatten. Auf den Veranden der Holzhäuser sieht man meist nur leere Hängematten, die wenigen verbliebenen Autos stehen still. An der Waterkant, direkt am Suriname-Fluss unter geringfügigen Schutz bietenden Palmen, sitzen zwei Männer bei einem Parbo-Bier und schweigen sich an. Die Hitze lähmt alles, auch die Gespräche.</p>
<p>Die Hauptstadt des südamerikanischen Surinames wirkt an diesem Tag wie die Kulisse eines Wildwest-Films. Ihre Bewohner sind aufs Land geflüchtet, nutzen den Tag für einen Ausflug. Einzig eine Handvoll Touristen, zumeist Niederländer, wagt den Aufbruch zum Spaziergang durch die Straßen mit ihren wunderschönen <a title="Wellington: Wind und Unternehmergeist" href="http://www.admirado.de/2011/05/wellington-wind-wellen-und-der-unternehmergeist/" target="_blank">Kolonialbauten</a>, UNESCO-Weltkulturerbe, versteht sich.</p>
<h2>Kulturelles Patchwork</h2>
<p>Unter der Woche äußert sich der wilde Westen in ganz anderer Weise. Seine Erscheinungsformen sind Fast Food-Filialen und Coffee-Ketten, Kasinos und amerikanische Kinofilme, Birchermüesli und niederländischer Importkäse.</p>
<p>Dabei hätte Suriname die Einfuhr westlicher Kultur dank seiner eigenen Vielfalt gar nicht nötig. In der ehemaligen niederländischen Kolonie leben Menschen indigener, indischer, indonesischer, afrikanischer und chinesischer Abstammung und alle denkbaren Mischungen davon.</p>
<p>Dort leben Menschen christlichen und jüdischen Glaubens, Muslime, Hindus und Anhänger von Naturreligionen friedlich zusammen. In der Kaizerstraat im Herzen Paramaribos stehen Moschee und Synagoge Tür an Tür. Auf den Speisekarten der Restaurants und Imbisse findet man alles von Chop Suey über Roti bis Maniok. In Paramaribo kann man kulinarisch um die Welt reisen.</p>
<p>Die Republik Suriname, ein von Deutschland kaum wahrgenommener Fleck Erde, ist das kleinste unabhängige Land in Südamerika. Von den rund 490 000 Einwohnern wohnt mehr als die Hälfte in der Hauptstadt Paramaribo. Achtzig Prozent des Landes sind tropischer Regenwald; dort leben indigene Stämme und Maroons, die Nachfahren geflüchteter afrikanischer Sklaven. Das Gros der Bevölkerung hält sich im Küstenstreifen auf – dort sind die Straßen asphaltiert, Kinder können zur Schule gehen, junge Erwachsene zur Uni.</p>
<h2>Goldrausch gegen Indianer</h2>
<p>Leon Wijngaarde ist Arawak-Indianer und lebt mit seiner Familie in Paramaribo. Er fährt einen Jeep, sein 12 Jahre alter Sohn spricht fließend Englisch. Wijngaarde weiß, dass das Privilegien der Städter sind. Im Hinterland ist es schwieriger. Dorthin kommt man nur per Einbaumboot und mit kleinen Flugzeugen, für die die Tickets teuer sind und die nicht unbedingt dem europäischen <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/06/nachhaltigkeits-management-schweiz/" target="_blank">Bequemlichkeit</a>-Standard entsprechen.</p>
<p>Ein großes Problem der Indianer im Hinterland ist der Goldrausch. In- und ausländische Firmen, illegale Goldsucher aus dem Nachbarland Brasilien und die Maroons graben für das gut bezahlte Edelmetall den Regenwald des ressourcenreichen Landes um – zum Leidwesen der dort lebenden indigenen Stämme. Die machen sich aus Gold nichts. „Sie wissen, dass sie auf Gold schlafen, aber es interessiert sie nicht.</p>
<p>Sie wollen in Frieden mit Mutter Natur leben“, sagt Wijngaarde. Doch die Regierung hat den illegalen Einwanderern im schwer zugänglichen Dschungel und der Umweltverschmutzung durch den Goldabbau wenig entgegenzusetzen. „Im Hinterland geht es zu wie im Wilden Westen“, sagt Wijngaarde.</p>
<h2>Bewegte Geschichte</h2>
<p>Das Geschäft mit den Ressourcen Gold, Öl und Bauxit ist Surinames wirtschaftlicher Motor; macht es doch 85 Prozent des Exporterlöses aus. „Ich möchte einen gewissen Wohlstand in meinem Land sehen, denn wir haben viel gelitten“, sagt John Courtar vom Arbeitsministerium. Er spielt an auf Surinames bewegte Geschichte. Schon der französische Schriftsteller Voltaire dokumentierte in seinem „Candide“ die grausamen Umstände der Sklavenhaltung durch die Niederländer im 18. Jahrhundert.</p>
<p>Nach der Unabhängigkeit 1975 dauerte es nur fünf Jahre, bis Desiré Bouterse durch einen Militärputsch an die Macht kam. Es solle nie wieder eine parlamentarische Demokratie geben, zitierte der Spiegel den Oberstleutnant in einem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14021244.html" target="_blank">Artikel</a> vom Januar 1983.</p>
<p>1986 bis 1992 litt das Land unter einem Bürgerkrieg. 1987 wurden die demokratischen Strukturen wiederhergestellt, die Zeit Bouterses als Militärdiktator war beendet. Heute ist der unverwüstliche Bouterse demokratisch gewählter Präsident von Suriname, seine Partei erreichte 2010 eine Mehrheit.</p>
<p>Im Ausland wird diese wundersame Metamorphose argwöhnisch betrachtet. Doch viele Surinamer glauben daran. „Die Leute sagen immer, Bouterse war dies, Bouterse war das. Aber sie müssen sehen, was er jetzt ist“, gibt ein Arawak-Indianer zu bedenken. Er trägt eine Militärmütze und eine hellbraune Weste über dem nackten Oberkörper und tippt sich an den Kopf, als er sagt: „Er ist ein Mann mit eisernem Verstand“, und ein anderer mit Halbglatze bestätigt: „Er ist für diese Zeit der richtige Mann.“</p>
<h2>Präsident steht vor Gericht</h2>
<p>Dass dem Westen beim Anblick des neuen Präsidenten etwas flau im Magen ist, hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Bouterses Rolle im Zusammenhang mit den Dezembermorden von 1982 noch unklar ist. Damals kamen 15 Gegner der Militärregierung, darunter Journalisten und Anwälte, ums Leben. Sie wurden auf der Flucht erschossen – das ist zumindest die Version des Militärregimes.</p>
<p>Andere sprechen von Exekution. Surinames Häuptling muss sich derzeit vor Gericht verantworten. Die Einsetzung der zuständigen Richter obliegt als Staatsoberhaupt ihm. Ein Luxus, den er nicht ungenutzt ließ, wie <a href="http://www.rnw.nl/suriname/article/desi-bouterse-be%C3%ABdigt-twee-eigen-rechters" target="_blank">Radio Niederlande</a> im Juni berichtete.</p>
<p>Im Fort Zeelandia, neben dem Präsidentenpalast und der Kolonialarchitektur die touristische Hauptattraktion in Paramaribo, steht eine Gedenktafel mit den Namen der damals Getöteten. Ein Aufseher, der halb aus Gastfreundschaft, halb aus Langeweile Touristen durch das Fort begleitet, zeigt auf die Einschusslöcher, die in der Steinmauer zurückgeblieben sind.</p>
<p>Dann schlurft er zurück zu seinem Lehnstuhl und verlegt sich auf Small-Talk mit den Besuchern. Als ob er sicher gehen wollte, dass sie ihn auch richtig verstehen, wiederholt er jeden Satz ein zweites Mal und zieht dabei die Mundwinkel weit auseinander, sodass zwei weiße Zahnreihen zum Vorschein kommen.</p>
<p>Als er ein wenig in Fahrt gekommen ist, hält er, selbst Oktobergeborener, einen Vortrag über die Wesenszüge von Oktobergeborenen: Es seien schlaue, nette Menschen, aber wenn man sie einmal verliere, gewinne man sie nicht wieder. „Fang keinen Streit mit ihnen an“, mahnt er. Bouterses Geburtstag ist am 13. Oktober. Ob das auch für ihn gilt?</p>
<h2>Zeit mitbringen</h2>
<p>Vom Fort Zeelandia aus sind es bis zur Bushaltestelle rund zehn Minuten zu Fuß in praller Sonne. Fahrpläne gibt es nicht. Die 20-Mann-Minibusse fahren erst los, wenn sie voll sind. Das kann an einem Sonntag schon mal eine Weile dauern. Man muss Zeit mitbringen in Suriname. Die <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/" target="_blank">westliche Hektik</a> passt einfach nicht hierher. Wenn man sich drauf einlässt, ist das wunderbar erholsam.</p>
<p>BBC schreibt, Suriname habe ein großes Potential für Tourismus: Unberührter Regenwald, Artenvielfalt und Kolonialstil in der Hauptstadt. Doch John Courtar macht sich Sorgen, dass der Tourismus zu Lasten von Surinames <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2010/09/mehr-als-geld-lust-statt-lasten-des-jobs/" target="_blank">Identität</a> gehen, dass eine Welle westlicher Kultur das kleine Land fluten könnte.</p>
<p>Vielleicht ist es dafür noch zu früh, nicht einmal zwanzig Jahre nach Ende des Bürgerkriegs. Vielleicht muss sich Suriname erst einmal seinen eigenen Herausforderungen stellen, bevor es sich die des westlichen Kapitalismus aufbürdet. Vielleicht ist Surinames Demokratie noch zu jung, um den alten wilden Westen gegen einen neuen einzutauschen.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Denise Müller</em><br />
<em> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/4485f0d29bb647578ac8d2c256e20721" alt="" width="1" height="1" /></em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full -203" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Denise Müller" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado.jpg" alt="" width="72" height="72" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado.jpg 150w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado-56x56.jpg 56w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/denise_mueller_admirado-50x50.jpg 50w" sizes="(max-width: 72px) 100vw, 72px" />Logbuch|</strong> <a href="mailto: mueller@admirado.de" target="_blank">Denise Müller</a> freut sich nach ihren Reisen immer auch auf zuhause, eigentlich. Der Abschied vom paradiesischen Suriname fiel ihr allerdings ungewöhnlich schwer. Auf ihren nächsten Besuch bereitet sie sich durch einen Niederländischkurs vor&#8230;</p></blockquote>
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			</item>
		<item>
		<title>Bodensee: Bühne für Verliebte und Zerrissene</title>
		<link>http://admirado.de/2011/07/bodensee-buhne-fur-verliebte-und-zerrissene/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 18:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[Direkt am Bodensee. Bregenzer Festspiele im Kleinen, sozusagen. Einfache Worte, die jeder versteht. Witz und Charme. Und dennoch anspruchsvolles Schauspiel. Ob der Apfelbauer oder der Uni-Professor, Schweizer und Deutsche gehen im Sommer gemeinsam ins Theater. Mit Werken von Brecht, Dürrenmatt oder &#8211; wie diesen Sommer- Nestroy&#8230; Nach einem Abstecher ins Maisfeld im vergangenen Sommer kehrt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Direkt am Bodensee. Bregenzer Festspiele im Kleinen, sozusagen. Einfache Worte, die jeder versteht. Witz und Charme. Und dennoch anspruchsvolles Schauspiel. Ob der Apfelbauer oder der Uni-Professor, Schweizer und Deutsche gehen im Sommer gemeinsam ins Theater. Mit Werken von Brecht, Dürrenmatt oder &#8211; wie diesen Sommer- Nestroy&#8230;</h3>
<p><span id="more-195"></span>Nach einem Abstecher ins Maisfeld im vergangenen Sommer kehrt das See-Burgtheater 2011 auf die Seebühne im Kreuzlinger Seeburgpark zurück. Vom 14. Juli bis 11. August 2011 steht mit „Der Zerrissene&#8220; von Johann Nestroy eine Posse mit Gesang auf dem Programm.</p>
<p>Zerrissen ist der Kapitalist Herr von Lips vom Lebensüberdruss. Er hat alles, darum ist ihm nichts etwas wert. Aus schierer Langeweile beschließt er, die Nächstbeste, die ihm begegnet, zu heiraten. Die „Glückliche“ ist Madame Schleyer, die in Erwartung der Millionen sofort einwilligt.</p>
<h2>Falsche Freunde</h2>
<p>Für die Feste mit seinen Freunden hat Lips eine Seeterrasse bauen lassen. Der Schlosser Gluthammer, der das Geländer montiert, erkennt in Madame Schleyer seine ehemalige Geliebte, die er entführt glaubt. Beim folgenden Handgemenge stürzen Lips und Gluthammer mit dem losen Geländer in den <a title="Globetrotter: Freundschaft über Teiche" href="http://www.admirado.de/2012/12/globetrotter-freundschaft-uber-den-grossen-teich/">See</a>.</p>
<p>Während sich ein jeder für den Mörder des anderen hält, öffnet das Leben im bäuerlichen Unterschlupf dem gebeutelten Herrn von Lips die Augen für das einfache Glück und die gute Seele Kathi.</p>
<p>Der Stoff des 1844 geschriebenen Stückes ist immer aktuell. Der scharfe Humor, die ironischen Couplets und der Sprachwitz machen den „Zerrissenen“ zu einem der grössten Erfolge Nestroys.</p>
<p>&#8222;Theaterabende voller scharfem Humor und ironischer Lieder&#8220;, die verspricht Leopold Huber. Er ist Regisseur und Intendant des See-Burgtheaters. Nur leicht hat er das 1844 uraufgeführte Stück für seine Inszenierung bearbeitet. Denn der Stoff aus der Zeit des abgründigen Biedermeiers ist so zeitlos wie der Sprachwitz seines Dichters.</p>
<p>Gelangweilt vom Luxus, zerrissen vom Überdruss entwickelt der Kapitalist Herr von Lips auf seiner Seeterrasse eine kuriose Idee: Die erstbeste Frau, die ihm begegnet, will er ehelichen. Kaum kommt sie in Gestalt der Madame Schleyer um die Ecke, ist auch schon ein Nebenbuhler zur Stelle.</p>
<p>Schlosser Gluthammer &#8211; engagiert, um ein Geländer anzubringen &#8211; meint in der Zufallsbraut seine entführt gewähnte Verlobte zu erkennen. Beim unvermeidlichen Handgemenge zwischen den Konkurrenten stürzen beide &#8211; samt Geländer &#8211; ins Wasser. Während sich ein jeder für den Mörder des anderen hält, öffnet das Leben im bäuerlichen Unterschlupf bei seinem Pächter Krautkopf dem gebeutelten Herrn von Lips die Augen für das einfache <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/07/glucklichsein-mein-haus-mein-auto-mein-boot/" target="_blank">Glück</a> und die ehrliche Liebe.</p>
<h2>Unerträglichkeit des Seins</h2>
<p>Überdimensionale Goldbarren beherrschen zunächst die Kulisse auf der Seebühne, die einen idealen Schauplatz für die Terrasse des Kapitalisten abgibt. Zum zweiten Akt verwandeln sie sich &#8211; „umgekehrt als wie im Märchen&#8220;, wie Leopold Huber schmunzelt &#8211; in Strohballen. Die Musik kommt in diesem Jahr vom Band. Passend zur Dekadenz des Zerrissenen singt von Lips seine einsamen Monologe zur Karaoke-Maschine.</p>
<p>Verkörpert wird der Zerrissene von Florian Steiner, der letztes Jahr als etwas begriffsstutziger Hans in „Die schwarze Spinne&#8220; seine Premiere beim See-Burgtheater feierte. Astrid Keller, Mitbegründerin und Co-Leiterin des professionellen Ensembles, schlüpft in die Rolle der geldverliebten Madame Schleyer.</p>
<p>Ein Wiedersehen gibt es mit weiteren bewährten <a href="http://www.see-burgtheater.ch/index.php?task=bisher&amp;id=2011" target="_blank">See-Burgtheater</a>-Schauspielern. Erich Hufschmid mimt den Schlosser Guthammer, Werner Biermeier den Bauern Krautkopf, Simon Engeli und Bastian Stoltzenburg die zweifelhaften Freunde Wixer und Sporner.</p>
<p>Die Generalprobe war noch ins Wasser gefallen. Doch rechtzeitig zur Premiere am Donnerstag zeigte sich der Himmel über dem Kreuzlinger Seeburgpark in der schönsten Abendsonne, als das See-Burgtheater zur Posse mit Gesang an die Seebühne lud.</p>
<p>Johann Nestroys „Der Zerrissene“. Eine turbulente Komödie um den Herrn von Lips, der vom eigenen Reichtum gelangweilt mit der Liebe Glücksspiel treibt. Mit dabei, zeitpolitisch angepassten Couplets des Herrn von Lipps. Mit Gesangs- und Tanzeinlagen der geldbesessenen Madame Schleyer und der zweifelhaften Freunde Sporner und Wixer.</p>
<h2>Schadenfreude, schönste Freu(n)de</h2>
<p>Die kämpferischen Slapstickszenen mit dem Schlosser Gluthammer und dem Pächter Krautkopf oder die lakonischen Kommentare der guten Kathi. Ins Staunen versetzten der Fuhrpark der samt Fahrrad, Roller, Taxi und Postauto zwischen Bühne und Zuschauertribüne vorbeizog und der Kulissenwechsel per Traktoreinsatz auf offener Bühne.</p>
<p>Für ihre Spielfreude wurden Florian Steiner, Katharina Schenk, Astrid Keller, Erich Hufschmid, Bastian Stoltzenburg, Simon Engeli, Werner Biermeier, Ulrich Fausten und die wandelbaren Statisten am Ende frenetisch gefeiert. Jeden Sommer, von Mitte Juli bis Mitte August, bietet das See-Burgtheater mehrere Tage die Woche – wie Herr von Lips sagen würde – „den Senf für das alltägliche Rindfleisch des Lebens“.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/cd1d5159e8934420878fcf4b6b39cfcd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Mario Gaccioli</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> hat bei der Open-Air-Aufführung ein paar Mückensticke bekommen. Trotz engagiertem Mitwippen bei den Musik- und Slapstick-Einlagen. Daher ein Tipp für alle Nachahmer: Mückenschutz nicht nur mitnehmen, auch sprühen&#8230;.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Chiemgau: Kloster, Herbergen, Braumeister</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Gregor Landwehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 14:12:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Brauerei]]></category>
		<category><![CDATA[Chiemgau]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
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					<description><![CDATA[Berge, Wasser, Kirchtürme. Das der Chiemgau auch kulinarisch einiges zu bieten hat zeigt unsere Radtour. Ausgangspunkt ist das nördliche Ufer&#8230; Die Räder laufen gut, es geht vorbei an einer alten Keltenschanze, an Bauernhöfen und Wäldern. Irgendwann sieht man zum ersten mal die Alz. Der Fluss schlängel sich durch die Landschaft. Liebliche Landschaft Die Alz ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Berge, Wasser, Kirchtürme. Das der Chiemgau auch kulinarisch einiges zu bieten hat zeigt unsere Radtour. Ausgangspunkt ist das nördliche Ufer&#8230;</h3>
<p><span id="more-192"></span>Die Räder laufen gut, es geht vorbei an einer alten Keltenschanze, an Bauernhöfen und Wäldern. Irgendwann sieht man zum ersten mal die Alz. Der Fluss schlängel sich durch die Landschaft.</p>
<h2>Liebliche Landschaft</h2>
<p>Die Alz ist der Abfluss des Chiemsees und verlässt den See bei Seebruck. Hier fließt sie ruhig durch die Landschaft, im Sommer ist das Wasser relativ warm und ideal um sie mit Boten zu befahren. Das Wasser klar, die Tiefe reicht zum Reinspringen von der Autobrücke. Nur gegen die Strömung zu schwimmen, funktioniert nicht so ganz.</p>
<p>Auf dem Weg zum Kloster Baumberg begleitet uns die Alz immer wieder. Der Fluss fließt im Tal, auf dem Berg thront das Kloster. Es wurde um 1107 von Graf Berengar gegründet und um 1600 im Stile des Barock umgestaltet. Am 1755 wurde eine völlig neue Kirche im Stil des Rokoko errichtet. In diesem Zustand ist die <a title="Wall Street: Von der Andacht bis Zocken" href="http://www.admirado.de/2011/05/wall-street-von-der-andacht-bis-zocken/" target="_blank">Kirche</a> heute noch zu besichtigen. Im Jahr 1612 wurde die <a href="http://www.karriere-einsichten.de/2011/03/fasten-sinn-aschermittwoch-diaet-karneval-fasching/" target="_blank">Klosterbrauerei</a> Baumburg gegründet, sie braut bis heute.</p>
<p>Braumeister Dominik Tapper erwartet uns bereits. „Wir liefern nur im Umkreis von 40 Kilometern“, sagt er zum Konzept der Brauerei. Dazu gehört auch, dass man den Energiebedarf aus einem eigenen Wasserkraftwerk deckt.</p>
<h2>Öko-Tourismus entdeckt</h2>
<p>Neben der Qualität des Bieres hat er auch die Umweltbelange immer im Blick. „Wir müssen des gesamten Geschmack aus dem Malz erreichen“, so der Brauer. Heraus kommt ein kräftiges, würziges Bier, wie das Bio Klosterdunkel.</p>
<p>Unten im Keller, wo selbst im <a title="Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling" href="http://www.admirado.de/2011/05/teneriffa-traumen-vom-ewigen-fruhling/" target="_blank">Sommer</a> die Temperaturen angenehm kühl sind, zeigt er das „Versuchslabor“ der Brauerei. Bier, eingelagert in Holzfässern, soll nach einer Lagerzeit einen besonderen Geschmack bekommen. Ob es funktioniert? Das steht noch nicht fest, denn das Experiment ist noch nicht abgeschlossen.</p>
<p>Nach dem Mittagessen im Bräuersüberl fahren wir weiter. Den Berg vom Kloster herunter und an Wiesen vorbei. Dann eine kleine Treppe herunter und wir stehen an der Alz.</p>
<p>Eine Seilfähre bringt die Radler an das andere Ufer. „Bitte läuten“ steht auf einem roten Schild, dann kommt die Wirtin aus dem nahe gelegenen Gasthaus und bring die Radler gegen ein kleines Trinkgeld trocken über den Fluss. Von dort sind es nur noch ein paar Kilometer bis zum Ausgangspunkt der Tour.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © NN/ Bayerns Lächeln</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full -194" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Christian Gregor Landwehr" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/07/cgl.png" alt="" width="86" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:landwehr@admirado.de" target="_blank">Christian Gregor Landwehr</a> mag diese Region einfach. Der Chiemgau? Da wollte er immer schon mal hin. Mit einem E-Bikes will er bald den Chiemsee umrunden&#8230;.</p></blockquote>
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		<title>Sardinien: Expedition im Seekajak</title>
		<link>http://admirado.de/2011/05/sardinien-expedition-im-seekajak/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admirado]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2011 12:43:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Kajak]]></category>
		<category><![CDATA[Sardinien]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Steilküste des Golfo del Bue Marino auf Sardinien gilt als eine der spektakulärsten Küsten, die das Mittelmeer für Seekajak-Paddler zu bieten hat. Auf über 35 Kilometern Küstenlinie brechen rauhe Klippen senkrecht zum Meeresspiegel in die Tiefe, teilweise 300 Meter und mehr&#8230; Zu Beginn der Strecke findet man noch kleine Buchten zum Anlanden. Der überwiegende [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Steilküste des Golfo del Bue Marino auf Sardinien gilt als eine der spektakulärsten Küsten, die das Mittelmeer für Seekajak-Paddler zu bieten hat. Auf über 35 Kilometern Küstenlinie brechen rauhe Klippen senkrecht zum Meeresspiegel in die Tiefe, teilweise 300 Meter und mehr&#8230;</h3>
<p><span id="more-185"></span></p>
<p>Zu Beginn der Strecke findet man noch kleine Buchten zum Anlanden. Der überwiegende Teil jedoch ist so unwirtlich, dass es keine Möglichkeit zum Ausstieg gibt, weshalb dieser Abschnitt ausschliesslich bei gutem Wetter mit einer maximalen Windstärke von 3 bis 4 BF und auch dann nur an einem Stück durchpaddelt werden kann &#8211; und genau das war die Herausforderung unserer 14tägigen Seekajaktour entlang der Ostküste Sardiniens.</p>
<h2>Buchten und Grotten</h2>
<p>Seit Jahren paddle ich den ersten Teil der Strecke regelmässig. Die reizvolle Natur ist mir vertraut: hier lange sichelförmige Buchten mit blauen Wasser, dort vereinzelte kleine Dörfer oder Häfen zum Proviant nachkaufen. Dann die grossen Pinienhaine mit ihren schattigen Plätzen bei der Mittagsrast oder beim Biwak. Und nicht zuletzt die steinernen Kliffe, die unsere Paddelpassagen so interessant machen.</p>
<p>Das Wetter diktiert stets den Tourverlauf, das gilt auch für vertrautes Gebiet. An den beiden ersten Tagen hatten wir dieses Mal einen ablandigen Wind mit BF 5-6, weshalb wir sie in der schützenden Bucht unseres Zeltplatzes nahe Olbia verbrachten. Doch am dritten Tag legte sich der Wind und wir konnten endlich starten. Und dank unserer schnellen Boote kamen wir gut voran.</p>
<p>Von San Theodoro über Possada die Küste entlang erreichten wir in nur drei Tagen den langen Sandstrand von Orosei &#8211; Zeit für ein genüssliches, kühles Bier in &#8222;Pepes Strandbar&#8220;. Und die Vorhersage für die nächsten Tage versprach weiterhin ruhiges Wetter. Nach einer lauen Nacht am langen Sandstand und einem herrlichen Sonnenaufgang brachen wir entsprechend guter Dinge zu unserer Königsetappe auf.</p>
<p>Heute wollten wir zu den Grotten der Bucht &#8222;Cala di Luna&#8220;, ca. 20 Kilometer in der Steilküste des Golfo paddeln, die einen guten Übernachtungsplatz bietet.</p>
<p>Unser Tipp: &#8222;Grotten &#8211; Menüerlebnis à la AEX-Reisen&#8220;: dazu unterwegs in Cala Gonone ein ganzes tiefgefrorenes Huhn kaufen, währen der Kajakfahrt zum Biwakplatz (ca. 15 Kilometer) auftauen lassen. Das Huhn beim Biwak-Aufbau portionieren und während des Badens in eine Gewürz-Boullion-Sosse einlegen. Anschliessend mit grossen Knoblauchzehen spicken und bis zur Dämmerung ziehen lassen.</p>
<p>Nach einer Stunde Kochzeit bei Kerzenschein und zum Zwitschern der Fledermäuse mit einer Flasche Mirtho (traditioneller Sardischer Schnaps, 40% Alkohol) am Strand geniessen &#8211; nicht nur ausgehungert hat man noch nie etwas besseres gegessen!</p>
<p>Gesättigt und ausgeschlafen paddelten wir am nächsten Tag über die unzugängliche Steilküste Richtung Arbatax. Unterwegs erkundeten wir kleine Felsgrotten und genossen die Natur auf winzigen, nur vom Meer zugänglichen Sandständen direkt unterhalb der Felsklippen. Das Capo di Monto Santo bildet den spektakulärsten Punkt dieser Etappe: die steilen Felswände drehen 60 Grad nach Süden, eine Klippe folgt der nächsten und das Auge sieht am Horizont nur noch Felsen und Wasser.</p>
<h2>Am Ende der Welt?</h2>
<p>Das Ende der Welt scheint erreicht &#8211; ein unglaubliches Gefühl! Und ausgerechnet hier drehte der Wind auf Süd. Der Scirocco blies uns die Wellen mit Windstärke 4 ins Gesicht. Unter großer Anstrengung erreichten wir am Abend nach knapp 40 Kilometern glücklich aber erschöpft die tiefe Bucht von Arbatax. Jetzt hatten wir uns einen Tag ausspannen verdient!</p>
<p>Die nächsten Abschnitte führten uns weiter nach Süden entlang der prägnanten Küste mit bizarren Felsformationen aus rotem Porphyr, die immer wieder von ausladenden Buchten mit feinen Sandstränden und kleinen Ortschaften abgelöst wurden. Als der Scirocco nach einigen Tagen erneut an Kraft gewann, legten wir in der kleinen, nur vom Wasser zugänglichen Felsenbucht Coccorocci zwei Tage Pause ein.</p>
<p>UNSER TIPP: &#8222;Coccorocci, ein 5 Sterne Sandstrand mit Karibik-Flair&#8220;. Totale Abgeschiedenheit, Baden in der Brandung, Sonnen und einfach Nichtstun, Fischen, Fische braten auf Grillrost &#8211; Erholung für Körper und Seele.</p>
<p>Entspannt und ausgeruht paddelten wir weiter nach Porto Corallo, dem Endpunkt unserer Tour. Inmitten von zwei Meter hohen sanften Wogen, die durch den Wind der letzten Tage entstanden waren, war die letzte Etappe ein reiner Genuss. 14 wunderbare Tage auf See lagen hinter uns und nun erwartete uns eine erfrischende Süsswasser-Dusche auf dem Campingplatz, ein kühles Bier und eine traditionelle Sardische XXL-Pizza. (Ein schöner Abschluss für eine tolle Tour.)</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbild: © Ivan Walther</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full -186" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Ivan Walther" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/ivan.jpg" alt="" width="93" height="80" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:redaktion@admirado.de" target="_blank">Ivan Walther</a> paddelt seit vielen Jahren auf den Meeren. Für ihn gehört die Küste Sardiniens mit zu den schönsten Revieren in Europa. Begründung: Paddelpassagen mit einsamen Stränden und mediterraner Gelassenheit. Als nächstes steht eine Kajak Tour in Venedig auf dem Programm&#8230;</p></blockquote>
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		<title>Wall Street: Von der Andacht bis Zocken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2011 16:31:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Banker]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Wall Street]]></category>
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					<description><![CDATA[Anzugträger, Dreiteiler, Windsor-Knoten. In die Trinity Kirche gleich gegenüber der Wall Street kommen seit der Finanzkrise, Herbst 2008, dreimal so viele Besucher. Touristen ebenso. Aber zum Schnappschuss am kupfernen Bullen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Anzugträger, Dreiteiler, Windsor-Knoten. In die Trinity Kirche gleich gegenüber der Wall Street kommen seit der Finanzkrise, Herbst 2008, dreimal so viele Besucher. Touristen ebenso. Aber zum Schnappschuss am kupfernen Bullen&#8230;</h3>
<p><span id="more-124"></span>Sie suchen nach Vergebung im Zwiegespräch mit Gott. Pfarrer kümmern sich um die gescholtenen Manager. Die Glocken bimmeln an der Wall Street in Krisenzeiten genauso wie im Boom. Aber es sind nicht die bei der Börseneröffnung am Morgen. Es schallt von der Trinity Kirche, direkt gegenüber der Wall Street, zwischen hupenden Taxis und lärmenden Klimaanlagen der Wolkenkratzer. Es ist schwül am größten Handelsplatz der USA.</p>
<p>Dem entkommen christliche Manager ins kühlere Kirchenschiff und drücken sich hastig in die Kirchenbank, wie sie es vom Börsenparkett gewohnt sind. „Keine Zeit, aber Pünktlichkeit ist alles“, sagt ein gestresster Anzugträger an der Ampel und kramt in seiner Aktentasche nach dem Blackberry. Dreimal mehr Besucher kommen im Schnitt zum Beten, verglichen mit dem Vorjahr, sagt Jim Cooper, Pfarrer an der Trinity Church.</p>
<p>Sie schöpfen Vertrauen im Glauben und wollen für die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter und Kunden sensibler sein. Matthew Jinkins fällt das Runterkommen sichtlich schwer: „Ich bin froh, dass es da drüben nichts zum Spekulieren gibt“, sagt er. Das Thema Gier ist für den Banker momentan ein Tabu, denn Jinkins wurde bereits Weihnachten gekündigt. Seit Beginn der Krise haben nach Schätzungen des US-Magazins Fortune rund 200.000 Menschen im Börsengeschäft in den USA ihre Arbeit verloren, 52.000 davon allein bei der Universalbank Citigroup.</p>
<h2>Konkurrenz statt Kooperation</h2>
<p>Vor allem im mittleren Management sei der Konkurrenzkampf um Beförderungen und Boni am größten: „Wenn es dann nicht klappt, ist man gegenüber Gottes Willen offener“, erklärt der 29-Jährige das „up and down“ im Glaubensleben wie an der Börse. Ob Andachten, Glaubenskurse oder Seelsorge – Wirtschaftsblätter wie das Wall Street Journal berichten gern über Pfarrer, die sich um gescholtene Manager kümmern. Seelsorge und der Blick auf den Einzelnen sei für die New Yorker Kirchen im Moment wichtiger als Predigten. „Auch Manager sind Menschen“, sagt Pfarrer Cooper. Man teile aber die sachliche Kritik an den Wall-Street-Bankern.</p>
<p>Fehler zu beschönigen, sei nicht Sache der Kirche. Sie stehe traditionell auf der Seite der Schwachen. „Manche Kollegen werden sich ihrer Schuld, der Verantwortung, erst jetzt bewusst“, pflichtet Ex-Banker Jinkins bei. Nach der Mittagsandacht managen die Investmentbanker weiter das ihnen anvertraute Geld. Beim größten Verwalter von Privatvermögen weltweit, im Hause Blackrock, sind das rund drei Billionen Dollar Kundenvermögen. Investment-Chef Robert Doll ist ein überzeugter Christ.</p>
<p>Trotz heftiger Kurseinbrüche und Stellenabbau hat er die Krise ohne staatliche Hilfe gemeistert. Dolls Appelle in der Krise lauteten immer wieder: „Mehr Demut! Nicht auf Luftschlösser spekulieren! Ganz Manager und ganz Christ!“. Das habe er seinen Mitarbeitern auch nach der letzten Krise um den 11. September 2001 geraten, sagt er. Doll will seinen Worten Taten folgen lassen, den Bedenken seiner Mitarbeiter und Kunden im Investmentbanking besser zuzuhören. „Das Lesen der Bibel, besonders Jesus Bergpredigt, macht mich einfühlsamer“, sagt Doll.</p>
<p>Privat leitet er den Chor seiner Kirchengemeinde und unterstützt deren Neubau. Nach eigenen Angaben hat er seine Bonuszahlungen zum größten Teil dafür investiert. Im Jahr 2008 waren das laut dem US-Magazin Forbes noch 20 Millionen Dollar. Für ihn stehe der Glaube über dem Geld, sagt Doll. Doch seine Mitarbeiter müssten jeder für sich entscheiden.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> war beeindruckt von den ehrlichen Statements, die er mit seinem Mikro an der Wall Street aufnahm. Damit hatte er nicht so ganz gerechnet. Mit der allgemeinen Wohltätigkeit von Managern aber schon&#8230;.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Comer See: Soap-Opera mitten im Dorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2011 16:03:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Comer See]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Lugano]]></category>
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					<description><![CDATA[Weniger als 300 Einwohner zählt das italienische Bergdorf, Cavargna, hoch oben in den Bergen der Lombardei. Kaum jemand kennt es. Wir waren dort&#8230; Die Jungen haben das Dorf längst verlassen, Nachwuchs ist nicht in Sicht. Doch jedes Jahr findet eine Soap-Opera statt. Es bleiben die Senioren von Cavargna, die ihr Leben zwischen Tradition und Moderne [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Weniger als 300 Einwohner zählt das italienische Bergdorf, Cavargna, hoch oben in den Bergen der Lombardei. Kaum jemand kennt es. Wir waren dort&#8230;</h3>
<p><span id="more-122"></span>Die Jungen haben das Dorf längst verlassen, Nachwuchs ist nicht in Sicht. Doch jedes Jahr findet eine Soap-Opera statt. Es bleiben die Senioren von Cavargna, die ihr Leben zwischen Tradition und Moderne meistern. Läden gibt es nicht, denn sie lohnen sich nicht.</p>
<p>Die Post hat nur einmal die Woche geöffnet und Jeeps haben hier auch nur die wenigsten. Dennoch lieben die Dorfbewohner ihr Cavargna und das Leben dort. Vor allem beim jährlichen Höhepunkt, dem Fest für den Heiligen Lucio, wenn die Italiener ihre Dorf-Soap aufführen.</p>
<p>In den Fünfzigern prägten noch Steinhäuser aus Schiefer das Dorfbild Cavargnas und mehr als 800 Menschen lebten hier. Heute ist Cavargna ein Randgebiet der Lombardei, hart an der Grenze zum Tessin. 262 Menschen wurden bei der letzten Zählung ermittelt. Das war Ende 2007. Danach sind schon wieder zwei gestorben und umgezogen auf den Friedhof, den lebhaftesten, farbenfrohesten Platz von Cavargna.</p>
<h2>Friedhof buntester Platz im Dorf</h2>
<p>Die Vasen, dort auf dem Friedhof, sind mit bunten Plastikblumen gefüllt. Liebevoll gepflegt erscheinen die Parzellen rund um die Granitblöcke der Gräber. Auf dem letzten Ruheplatz. Die Bilder der Verstorbenen sind auf ihnen zu sehen. Ihre Verwandten kommen oft hierher. In Cavargna gab es im letzten Jahr keine Frau, die schwanger wurde. Mazza Fiorella, die im Rathaus das Register führt, hätte das längst bemerkt.</p>
<p>Über dem höchstgelegenen Dorf der Provinz Como thront der Pizzo di Gino, 2245 Meter hoch. Ihm entspringt der Bach Cuccio, der die Bewohner mit frischem Wasser versorgt. Früher wurde hier Strom generiert, der kommt heute aus der Leitung. Lange war das Tal von Cavargna wild und sich selbst überlassen. Die Außenwelt erreichten die Bewohner per Esel. Sie kamen mit sich allein zurecht.</p>
<p>Für Touristen sehen die Berge von Cavargna noch heute archaisch aus. In seinen Felswänden könnten Höhlenwohnungen verborgen sein. Darunter reihen sich die Nachbardörfer von Cavargna aneinander. In einer Höhe von 1000 Metern liegen sie, zwischen dem Luganer und dem Comer See, knapp unterhalb eines Gürtels aus Kiefern. Nur wenige Menschen besitzen einen Jeep. Ein paar fahren mit Kleinwagen, so billig wie möglich, um durch die engen und kurvigen Bergstraßen Italiens zu kommen.</p>
<p>Viel passiert nicht, in Cavargna. Ein alter Mann mit Stock und Hut schaut fast sehnsüchtig ins Tal hinab. Wo sie geblieben sind, die Kinder? Was waren das für Zeiten, als man noch autark lebte. Damals kamen Lehrer in den Ort, und wenn es im Winter zu stark schneite, mussten sie ein paar Wochen hier übernachten. Heute holt ein Schulbus die Kinder hinunter nach San Bartolomeo zur Grundschule, es sind zu wenige geworden.</p>
<p>Viermal am Tag kommt der Linienbus, eine Stunde dauert die Fahrt in die nächste Stadt, viele Passagiere transportiert er nicht. Die Bank macht jeden zweiten Tag für ein paar Stunden auf, die Post einmal pro Woche. Denn ihre Arbeit ist nach wenigen Stunden bereits getan. Kuriere beschweren sich, wenn sie wegen zwei Kisten Pasta die vielen Serpentinen nach Cavargna fahren müssen, weil es zu wenige Kunden gibt. Die Bar della Piazza wurde vor zwei Jahren geschlossen.</p>
<p>Wer kann, wandert ins benachbarte Tessin aus, um mehr Lohn fürs Handwerk zu bekommen. Früher war das nicht nötig, die Dorfgemeinschaft lebte autark und unterstützte sich gegenseitig. Schlosser, Schmied und Holzfäller waren genauso gefragt wie Kastanienbrotbäcker, andere konnten nähen oder Haare schneiden. Ein Erzbergwerk gab es auch, aber das war noch früher.</p>
<p>Der Herr Pfarrer fehlte natürlich auch nicht. Die Kirche mit ihrem großzügigen Gemeindehaus wirkt heute wie ein verlassenes Raumschiff. Rund dreißig Einwohner besuchen den Gottesdienst. Im Taufstein dümpelt verbrauchtes Weihwasser. Die Erinnerungen an frühere Zeiten bewahren sich die Bewohner in ihren Grabsteinen.</p>
<p>Für die Außenwelt gibt es im Dorfmuseum ein paar liebevoll bestückten Vitrinen. Lionello Bertossi, 65, hütet als letzter zugezogener Dorfbewohner das Museum. Ursprünglich kommt er aus dem schrillen Mailand. Seiner Frau zuliebe ist er vor zwei Jahren im Rentenalter auf den Berg gekommen.</p>
<h2>Schmuggler oder Zöllner</h2>
<p>Früher arbeitete Bertossi als Zollbeamter, ein paar Monate lang sogar in Cavargna. Er bewachte die Schweizer Grenze, sollte die Dorfbewohner am Schmuggeln von Reis, Kaffee und Lebensmitteln hindern. Er patroulierte am Zaun, in den seine Kollegen Glöckchen gehängt hatten, die Schmuggler verraten sollten.</p>
<p>In Uniform und mit Schießbüchse zog er los, wenn es klingelte. Doch immer nur ertappte er streunende Füchse. Die Schmuggler benutzten Zeitungspapier, um die Glöckchen zum Schweigen zu bringen. Wenn er doch einmal einen erwischte, sperrte Bertossi ihn nicht länger als zwei Tage ein. Und immer blieb das Gewehr auf seinem Rücken.</p>
<p>Ob Staatsdiener oder Schmuggler, das sei doch egal gewesen: „Wir waren arm, die waren auch arm“, sagt der Musemswärter. Schmuggel war das einzige Auskommen, das die Bewohner hatten. Und man kannte sich. Erst die Straße veränderte alles. Man konnte zu Wohlstand kommen, und wer konnte, ging weg. Über die Straße kam auch die technische Versuchung. Zuerst war das Fernsehen nur ein Nebel, ein schwaches schwarz-weißes Bild, das viel Strom von den wenigen Generatoren fraß.</p>
<p>Der Pfarrer besaß als erster ein Gerät, und wenn er fernsehen wollte, dann mussten die Menschen im Dorf für ein paar Stunden mit weniger Strom auskommen. Trotzdem legte der Herr Pfarrer Wert auf Tradition, auf die guten Sitten und Tugenden christlichen Glaubens. Immer wieder erinnerte er die Dorfbewohner daran, wie man sich selbst ernähren kann, ohne die Waren aus den Städten. Donna Franca und ihre Enkelin Die Augen von Donna Franca leuchten, wenn sie daran denkt, wie sie sich früher die Haare in Zeitungspapier wickelte, um dann mit einer heißen Schere ihre blonden Locken zu wickeln.</p>
<p>Heute muss sie einige Kilometer fahren, um sich die Haare machen zu lassen. Die 76-Jährige führt die einzige Pension im Ort, einen Stern hat die Herberge. Doch Gäste gibt es kaum. Eine Stunde vorher muss Bescheid geben, wer in Francas Restaurant essen möchte. Auf den Tisch kommt, was sie im Kühlschrank hat. Im Restaurant läuft der Fernseher. Die Tische sind leer, der kleine, rosa Stuhl und ein Bobbycar grzeugen von seltenem Kinderglück. Franca hätte gerne mehr Kinder in der Gemeinde. Doch im Dorf gibt es kaum noch Hochzeiten.</p>
<p>Die Liebe bleibt den Dorfkatzen, Hunden und Eidechsen überlassen, die sich am Brunnen sonnen. Nebenan, im Rathaus, steht Mazza Fiorella am Schalter. Sie ist verantwortlich dafür, dass die Bürokratie auch in diesem entlegenen Winkel der Lombardei funktioniert. Wenn das Büro nicht besetzt ist, kümmert sich Fiorella um ihre Theatergruppe.</p>
<h2>Straße änderte alles</h2>
<p>Ein Mal im Jahr spielen zwölf Bewohner diese Art Dorf-Soap. Ehekrisen und fremde Liebschaften sind in den Drehbüchern nicht vorgesehen. Das eigene Drama vor Augen, holt Fiorella mit ihren Stücken lieber die gute alte Zeit zurück. Ein neues Stück heißt: „Am Dorfbrunnen“. Dort begegnen sie sich und plaudern über dies und das, ganz so wie es früher war.</p>
<p>Einmal im Jahr ist es wirklich noch wie früher. Immer Mitte Juli kommen oben am Monti Marda 4000 Menschen zusammen, Einheimische und Freunde und Gäste aus der Umgebung. Das Fest ist dem Heiligen Lucio gewidmet, dem Schutzpatron der Viehhirten und der Almwirte. Er muss ein großzügiger Molker gewesen sein, der Heilige Lucio, ein Segen für die arme Bevölkerung. Auf das religiöse und kulinarische Volksfest freut sich Fiorella besonders. Auch Franca ist dann dabei, zusammen mit ihren Kindern.</p>
<p>Noch ein Stück oberhalb von Cavargna, dort, wo die Autostraße zu Ende ist, wohnen Mario Cassinelli, 60, und Rosetta Capra, 56. Abgeschieden durch hohes Gras und einen Zaun. Am Eingang hängt eine geladene Schrotflinte. Er will endlich den Fuchs erwischen, der gelegentlich seine Hühner reißt. In der Jagdsaison wandert er in den Bergen umher, um Wildschweine fürs jährliche Festessen zu jagen.</p>
<p>Nach Bellagio am Ufer des Comer Sees, wo Cassinelli ein Haus von seinen Eltern geerbt hat, fahren er und Capra nur im Winter, wenn es oben im alten Gemäuer trotz Kamin zu kalt wird. Doch zu Hause fühlen sich beide zwischen den kargen Bergen und den bunten Blumen. Ab und zu hilft Capra ihrem jungen Nachbarn oben auf der Alm. Sonst sammelt sie Gras für die Hühner, kämmt den Hund, trocknet Kräuter für Tee im Winter.</p>
<p>Cassinelli hackt Holz für den Kamin oder flickt das Dach, wenn er nicht seinem Hobby, dem Jagen, nachgeht. Seine Frau ist hier groß geworden, ging hier zur Schule. 36 Kinder waren sie damals, sagt Capra. Bei einem Rundgang durchs Dorf zwischen den grauen, nackten und leeren Häusern, rostigen und abgestumpft wirkenden Garagentoren, zwischen Backsteinbauten, offenen Baustellen und verstaubten Betonmischern sagt Museumswärter Bertossi plötzlich: „Du kannst hier nackt durchs Dorf laufen – und niemand sieht dich“.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/52fa1eb237574b4cab5d349bc074730f" alt="" width="1" height="1" /></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> war es unten am Comer See einfach zu laut, zu viel Ramba-Zamba um George Clooney &amp; Co. Deswegen fuhr er mit seiner Begleitung hinauf in die Berge, ins äußerste &#8222;Kuhkaff&#8220;. Und denkt bis heute gerne an diesen Tag zurück&#8230;</p></blockquote>
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		<title>Princeton: Elitebewusstsein mit Efeuduft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 May 2011 10:40:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Princeton]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Visum ist da, das Stipendium bewilligt, meine beiden Koffer sind gepackt.
Kann losgehen, sitze im Flieger nach Princeton. Knuspern an den Fingernägeln kann ich mir nicht verkneifen. Ein Tagebuch...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Das Visum ist da, das Stipendium bewilligt, meine beiden Koffer sind gepackt. Kann losgehen, sitze im Flieger nach Princeton. Knuspern an den Fingernägeln kann ich mir nicht verkneifen. Ein Tagebuch&#8230;</h3>
<p><span id="more-107"></span>Der Princeton-Campus ist so, wie ich ihn aus amerikanischen Collegefilmen kenne: gotische Gebäude mit Treppchen und Türmchen. Ich bin beeindruckt. Auf dem Green flanieren Studenten, das orangefarbenne Princeton-Logo gut auf ihrem Poloshirt platziert. Die erste Uni-Woche hat begonnen.</p>
<p>Ich surfe im &#8222;Blackboard&#8220;, dem Netz das Uni-Bibliothek und Seminar mit unzähligen PDF-Docs, Titeln und Teasern verbindet. Professoren stellen ihre Ordner und Materialien zum Unterricht rein. Ich soll sie lesen. Darin stehen die aktuellsten Texte, welche die Forschung zu bieten hat. Alles zu den Themen Theologie, Ökonomie und Ethik. Die Mitstudenten stöhnen. Das sei ein bisschen „too much“, sagt Jeremy Jinkins auf dem Flur im ,,Dorm‘‘. In diesem Studentenwohnheim wohne ich, teile mir das Bad mit ihnen.</p>
<p>Die Küche ist spartanisch eingerichtet, denn gegessen wird nur in der Mensa. Kostet zusammen etwa 1500 Dollar pro Monat. Das Leute-Kennenlernen ist in Princeton einfach. Eigentlich. Denn es wird viel vom „Campus &amp; Life“-Komitee dafür getan. Nur hocken viele Studis schon zu Semesterbeginn mehr hinterm Schreibtisch als draußen auf dem Campus.</p>
<p>Getroffen habe ich trotzdem einige Studis. Nicht nur beim Zähneputzen um Mitternacht. Auch vorher beim Biertrinken in den paar Kneipen oder Pfeife-Rauchen. Sie reden über vieles, locker, oberflächlich. Mein erster Eindruck: Smalltalk mit etwas Snobismus der Princetonians. Besonders beliebt: Rudern in der „Ivy-League“, Bildungs-Elite-Rankings oder die besten „Eating-Clubs“ (elitäre Verbände ähnlich wie deutsche Burschenschaften). Liebe spielt in letzeren Kategorien eine untergeordnete Rolle.</p>
<p>Das erste Heimweh ist verflogen. Ich belege vier Seminare pro Semester. Das sind zehn Stunden pro Woche. Hört sich wenig an, aber für die paar Seminare muss ich ungewohnt viel büffeln. Die Klassen in Princeton sind klein, aber der Anspruch ist groß. Keiner will sich vor den zehn, zwölf Mitstudenten und seinem Dozenten blamieren. Im Unterschied zu Heidelberg sind die Profs zwar viel lockerer und immer freundlich.</p>
<p>Zugleich fordern sie aber auch mehr Engagement, Extra-Referate zum Beispiel und gründlichste Vorbereitung. Pro Semester schreiben Geisteswissenschaftler hier etwa 150 Seiten Essays. Die Themen dürfen gerne interdisziplinär sein. Super! Zum Glück kann ich bis Mitternacht in der Bibliothek arbeiten, in einem der schicken Ledersessel. Um mein Pensum zu schaffen, stehe ich schon um vier oder fünf wieder auf. Und schreibe über den Sinn von Managergehältern nach John Rawls Gerechtigkeitstheorie. Oder über ,,Die glaubensfreundliche Firma. Berufung christlicher Unternehmer in der Wirtschaft.‘‘</p>
<h2>Im Herbst: Indian Summer</h2>
<p>Aufruhr auf dem Campus. Star-Ökonom Paul Krugmann lädt zum Sektempfang. Der kritische Wirtschaftsdenker hat den Nobelpreis bekommen. Ich lasse meine Vorlesung am Nachmittag sausen, um wie die anderen Gäste im überfüllten Auditorium Maximum zu applaudieren.</p>
<p>Heute gehen meine Kommilitonen zur Wahl. Nachts um zwei klopft jemand an meine Tür: &#8222;Obama hat jetzt 53 Prozent der Stimmen&#8220;. Die Mehrheit auf dem Campus in Princeton war für Obama. Princeton ist das konservativste Lager der Ivy League. Harvard und Yale haben liberaler gewählt.</p>
<p>Es braucht wirklich Zeit, bis man sich an die Lerngepflogenheiten hier gewöhnt. Alles muss hyperschnell gehen: Lernen, Denken, Schreiben, Reden. Ohne Rücksicht auf die Gesundheit? Fast. Meine ersten Kilos zu viel stehen auf der Waage, weil ich zu wenig Zeit habe, um Sport zu treiben.</p>
<h2>Im Winter: Ab nach New York!</h2>
<p>Wenigstens halten sich die vielen Eichhörnchen, die ich von meinem Schreibtisch aus beobachte, ausreichend in Form. Sie hüpfen stundenlang vergnügt um die Wette. Die Bäume haben schon ihre rotgelben Blätter des Indian Summers abgeworfen. Zu viel Natur? Nun ja. Princeton ist eben keine Großstadt. Wer hier herkommt, will lernen. Da kommt Ablenkung nicht so gut an.</p>
<p>Nach <a title="New York: Shoppen nach der Krise" href="http://www.admirado.de/2010/12/new-york-shoppen-nach-der-krise/">New York</a> werde ich trotzdem noch fahren. Nikolaus! Mit der &#8222;Dinky&#8220;, so nennen die Princetonians die Bahn, die eine Stunde und 15 Minuten bis Penn Station braucht, bin ich nach New York gefahren. Besonders schön finde ich den ,,Big Apple‘‘ aber nicht. Etwas laut und stinkig, auch an der schicken <a title="Wall Street: Von der Andacht bis Zocken" href="http://www.admirado.de/2011/05/wall-street-von-der-andacht-bis-zocken/">Wall Street</a>. Im Gedächtnis geblieben sind mir viel mehr Chagall-Bilder im Metropolitan Museum oder Break-Dancer im Central Park. Der Februar ist auch in New Jersey ziemlich ätzend. Grauer Himmel und immer wieder Temperaturen um minus 20 Grad.</p>
<p>Im Wohnheim schwitze ich trotz Minimalbekleidung oder friere, obwohl ich meinen dicksten Pulli anhabe. Die Klimaanlage scheint so alt zu sein wie Princeton selbst. Irritiert bin ich auch über die 24-Stunden-Beleuchtung auf dem Weg zum Bad. Wenn ich mit meinen Kommilitonen darüber spreche, bin ich schnell der Öko-Mann aus Deutschland. Für sie gilt: &#8222;Security first&#8220;.</p>
<h2>Im Frühling: Finals coming&#8230;</h2>
<p>Nun sind sechs von neun Monaten vorbei. Ich habe in dieser Zeit so viel gelesen und geschrieben wie in meinem gesamten Heidelberger Studium, immer mit Unterstützung eines Professors. Diesen ,,Advisor‘‘ konnte ich mir aussuchen. Er trifft sich regelmäßig mit mir in der Mensa, um über Gott und Geld zu reden.</p>
<p>Mir fehlt es an Schlaf, mehr als vier Stunden Bettruhe pro Nacht sind weiterhin nicht drin. Heute findet das Commencement statt, die Abschlussfeier in der Uni-Kapelle. Wir Studenten sind total aufgedreht, großer Promi-Auflauf: Ob UN-Generalsekretär oder Gattin des US-Präsidenten, in Princeton gehen sie alle ein und aus. &#8222;Keine Donald-Duck-Uni eben&#8220;, scherzt ein Besucher. Es folgt der Marsch der Absolventen durch die mit 2&#8217;000 Menschen besetzte Fest-Kathedrale.</p>
<p>Die Orgelpfeifen dröhnen. ,,Sie sind etwas ganz Besonderes‘‘, versichern die Redner den stolzen Absolventen. Ein erhebendes Gefühl am Ende der Strapazen. In Robe und Hut schreiten sie zwischen blühenden Magnolien ein letztes Mal über den Campus. Mein Examen in Heidelberg wird schlichter sein. Morgen fliege ich nach Hause. Das ist schade. Aber ich bin auch froh, wieder herunterzukommen von der hohen Geschwindigkeit, die hier herrscht.<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/8cfa698584d741e191039b94ed85dc2d" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> studierte in Princeton zwei Semester Theologie und Ethik, etwas Psychologie und Betriebswirtschaft. Am liebsten paddelte er aber unten am Lake Carnegie mit seinen Kommilitonen Kanu &#8230;.</p></blockquote>
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		<title>Jerusalem: Heilige Hügel und Indiana Jones</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 May 2011 09:23:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrabung]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie graben in Israel mit Kommilitonen aus aller Welt nach archäologischen Funden. Die Ausbeute der Studenten aus Heidelberg, Tel Aviv und anderswo ist karg...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Sie graben in Israel mit Kommilitonen aus aller Welt nach archäologischen Funden. Die Ausbeute der Studenten aus Heidelberg, Tel Aviv und anderswo ist karg&#8230;</h3>
<p><span id="more-108"></span>Statt eines Goldschatzes finden sie Knochen, Scherben, Speerspitzen. Aber die Strapazen bei 40 Grad im Schatten steht die Buddel-Gemeinde durch. Die Sonne steht hoch am Himmel über Ramat Rahel, einem Berg am alten Pilgerweg von Bethlehem nach Jerusalem. Das Thermometer zeigt 40 Grad im Schatten, der Schweiß brennt in den Wunden. &#8222;Ich glaube, da ist was&#8220;, ruft ein Student hoffnungsvoll aus Areal C1. Er legt seine Schippe beiseite und legt behutsam seinen Fund frei. Einen Tonkrug.</p>
<h2>Sandkasten der Geschichte</h2>
<p>&#8222;Wahrscheinlich aus der Perserzeit&#8220;, schätzt Nirit mit gekonntem Blick. Sie ist eine der Leiterinnen vom Team der Universität Tel Aviv. Der Fund wird ins Labor gebracht, die Arbeit geht weiter. Aber die eigentliche Frage für Außenstehende bleibt: Warum buddelt man wochenlang bei sengender Hitze in Staub, Schutt und Scherben, und das im schwelenden Nahost-Konflikt?</p>
<p>Das fragten sich bisweilen auch die Studenten, die in den Semesterferien für vier Wochen bei einer von den Universitäten Heidelberg und Tel Aviv organisierten Ausgrabung mitmachten. &#8222;Die Arbeit ist sehr anstrengend, da darf man sich nichts vormachen&#8220;, sagt eine der Studentinnen. Student Daniel pflichtet ihnen bei: &#8222;Nach den harten Strapazen weiß man, was man getan hat.&#8220;</p>
<p>Der Tag beginnt morgens um halb sechs. Erst eine rasche Zufuhr von Koffein, dann heißt es durchhalten und viel trinken. Die Arbeit ist eintönig: Graben mit Spitzhacke und Schaufel, überflüssigen Schutt auf Schubkarren verladen, das Areal mit Besen und Kehrblech für den nächsten Tag reinigen, am Nachmittag die Funde waschen. Ein bunt gemischtes Team von 57 Teilnehmern arbeitet auf dieser Ausgrabung zusammen.</p>
<p>Zu 20 Studenten aus Heidelberg kommen Kommilitonen aus Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden, aus den USA, Kanada, Argentinien und Hongkong. Die Chemie in der kleinen Buddel-Gemeinde stimmt: &#8222;Die Arbeit schweißt uns zusammen&#8220;, sagt ein Student. Statt im Zelt, wie sonst bei Ausgrabungen üblich, übernachtet die Gruppe im nahe gelegenen Kibbuzhotel.</p>
<h2>Karge Beute, viel Spaß</h2>
<p>Anders als das filmische Vorbild Indiana Jones suchen die Studenten weder nach Gold noch nach dem heiligen Gral. Die täglichen Funde sind selten spektakulär: viele Tonscherben, ein paar Knochen, Nägel und Pfeilspitzen. Auf der Anlage wurden aber antike Pools, Wassertunnel und eine Gartenanlage ausgegraben, deren Mindestalter Experten auf 2500 Jahre schätzen.</p>
<p>Im Nachbarareal hat man eine islamische Villa entdeckt, ebenfalls sehr alt und pompös. Nach Feierabend trotzen viele Archäologen ihrer Müdigkeit und fahren per Bus oder Taxi nach Jerusalem, um dort Großstadtleben zu finden oder sich die einmaligen Kulturgüter anzusehen. Über den Nahost-Konflikt wird auf der Ausgrabung nur wenig gesprochen, obwohl einige Freunde oder Bekannte der israelischen Studenten zum Militärdienst eingezogen wurden und es sogar einen Todesfall im Norden des Landes gab. Über Religion tauschen sich die Studenten dagegen ausgiebig aus.</p>
<p>Die Dozenten zehren vor allem von ihrer Leidenschaft für die Archäologie, die für sie Wissenschaft ist &#8211; aber auch Leidenschaft und ein bisschen Spielerei. Eine Freude von früher haben sich die meisten bewahrt: Archäologie kann so spielerisch wie im Sandkasten der Kindheit sein, geben viele zu. Hier wird allerdings mit der Schippe eine alte Festung freigelegt, um rekonstruieren zu können, mit welchen Backformen sie einmal gebaut wurde.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/820a04b5c3a543e0953942df544c7b06" alt="" width="1" height="1" /></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> arbeitete zwischen Zivildienst und Studium ein halbes Jahr in der Jerusalemer Altstadt. Im Hospiz gab es nicht nur frischen Pfefferminztee sondern auch regelmäßige Andachten für Pilger &#8230;</p></blockquote>
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			</item>
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		<title>Vatikan: Alles von Archiv bis Popkonzert</title>
		<link>http://admirado.de/2011/05/vatikan-unterwegs-im-auftrag-des-herrn/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 May 2011 22:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>
		<category><![CDATA[Vatikan]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wir sind Papst“, schallte es vor sechs Jahren durch den Blätterwald, nicht nur die BILD. Evangelische Studenten haben Papst Benedikt XVI. nach seiner Wahl besucht...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>„Wir sind Papst“, schallte es vor sechs Jahren durch den Blätterwald, nicht nur die BILD. Evangelische Studenten haben Papst Benedikt XVI. nach seiner Wahl besucht&#8230;</h3>
<p><span id="more-69"></span>Ein Rückblick. Mystik, Messen und Menschenmassen. Sie sorgen auch bei Nicht-Katholiken für Gänsehaut. Das bewies eine Exkursion. Um sieben Uhr morgens sind die Gassen auf dem Weg zum Petersdom noch gähnend leer. Bevor der alltägliche Touristenandrang losgeht. Auf die Sehenswürdigkeiten.</p>
<p>Die Gruppe von 15 deutschen Theologiestudierenden mit Exkursionsleiter Martin Wallraff, Professor für Kirchengeschichte in Basel, bereits auf Tour. „Einfach überwältigend“, murmeln sie, während sie das imposante Eingangsportal betreten, das vom Petersdom.</p>
<p>An den Seitenaltären werden Gottesdienste in verschiedensten Sprachen gehalten. Der Klang liturgischer Gesänge vermischt sich mit Schleiern herb duftenden Weihrauchs. So beeindruckend groß der Petersdom den Studis auch erscheinen mag, so winzig ist die Fläche seiner Fundamente.</p>
<h2>Staat: Buch der Rekorde</h2>
<p>Gerade mal einen halben Quadratkilometer ist die Vatikanstadt groß. Damit der kleinste Staat der Welt. „Wir wollen den Vatikan jenseits vom Pauschalurlaub kennenlernen“,wünscht sich Valentin Wendebourg. Er studiert in Tübingen Theologie  – dort, wo einst Joseph Ratzinger als Priester und Professor wirkte. Die Generalaudienz des Papstes weist Ähnlichkeiten mit einem Popkonzert auf Tatsächlich ist auch im Vatikan alles zu finden, was man zum Lebenneben Wein und Brot braucht.</p>
<p>Der päpstliche Supermarkt bietet dem Klerus Pasta und Pesto, die Tankstelle sorgt für den nötigen Treibstoff. Die Bank verwahrt die Finanzen und vergibt Kredite, falls trotz klingender Kassen doch einmal Bedarf sein sollte. Die Apotheke hilft den Geistlichen, wenn trotz Kontemplation der Kopf brummt.</p>
<p>„Souvenirstände lassen auch für den interessierten Studi keinen Wunsch offen“, lächelt Carsten Brall aus Wuppertal über Papst Benedikt XVI.-Devotionalien aus Papier, Plastik oder Porzellan. Ebenfalls noch immer ein Bestseller: sein Vorgänger Johannes Paul II.</p>
<h2>Aufgabe: Glauben bewahren</h2>
<p>Vorbei an Pilgerströmen auf dem Petersplatz – die Wachen der Schweizergarde im Blick – geht es für die angehenden Theologen in den Palast des Heiligen Officiums, zur Kongregation für die Glaubenslehre. „Die Aufgabe der Kongregation ist es, den katholischen Glauben zu schützen und zu fördern“, betont Priester Hans Feichtinger.</p>
<p>Lange Diskussionen gibt es dabei nicht: „Wir sind nicht dazu da, den Dialog zu führen, sondern seine Grenzen zu definieren“, erklärt Feichtinger. Und das hat sein letzter Chef, Kardinal Ratzinger häufig getan. Heute unter anderem in diesen Büchern:</p>
<p>Schließlich erhält die Kongregation täglich massenhaft Briefe und E-Mails von Gläubigen aus aller Welt – und manche Fälle sind durchaus skurril: Wie etwa der bayerische Bauer, der seinen Kühen gegen die BSE-Seuche Oblaten zum Fraß gegeben hat. Oder eine wasserstoffblondierte Nonne mit seltsamen Marienerscheinungen.</p>
<p>Ganz anders geht es beim Rat zur Förderung der Einheit der Christen zu, bei dem Priester Matthias Türk tätig ist. Hier stoßen die evangelischen Studenten auf offene Ohren: „Wir möchten einen ökumenischen Geist innerhalb der Kirche fördern, um mit den anderen Konfessionen ins Gespräch zu kommen“, sagt Türk mit einladender Geste. Auf internationaler Ebene spricht man dazu mit fast jeder Kirche.</p>
<p>Von den anglikanischen Gemeinden über freikirchliche und orthodoxe Gemeinschaften bis zum Weltbund lutherischer Kirchen. Krönenden Abschluss der Exkursion bildet ein Besuch der wöchentlichen Generalaudienz des Papstes.</p>
<h2>Konzert: Papst auf Augenhöhe</h2>
<p>Die weist durchaus Ähnlichkeiten mit einem weltlichen Popkonzert auf – die Karten im Vorverkauf gibt es allerdings kostenlos. „Da kommen schnell mal 100.000 Menschen zusammen“, weiß der Kioskbesitzer Giuseppe, dessen Laden direkt um die Ecke liegt.  Bunte Flaggen, Transparente und surrende Digitalkameras ungeduldig wartender Papstfans sorgen auf dem Petersplatz für Stadionatmosphäre.</p>
<p>Großleinwände beweisen: Auch nach der WM ist Public Viewing noch ein Event. Dann flimmern die ersten Bilder von „Benedetto“ über die Schirme, das Papamobil rollt im Schritttempo durch die Spaliere des Petersplatzes. In zwei routinierten Runden winkt der deutsche Papst den Pilgern zu und nimmt ein mittlerweile gewohntes Bad in der Menge.</p>
<p>Nach dem Abschlussgebet gibt es einen tosenden Applaus mit Sprechchören, wie man sie bereits vom Weltjugendtag in Köln und dem Bayernbesuch des Papstes kennt. 2011 kommt Benedikt XVI. ganz offiziell nach Deutschland.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> war als Pilger von seiner Reise in den Vatikan begeistert. Vom Papst gesegnet, mit Fotos ausgerüstet. Optimale Werbeträger für den Kirchekonzern, wäre er nicht auch kritisch berichtender Journalist&#8230;.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Wellington: Wind und Unternehmergeist</title>
		<link>http://admirado.de/2011/05/wellington-wind-wellen-und-der-unternehmergeist/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 May 2011 19:12:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Wellington]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr Verantwortung übernehmen, Ängste vor Ungewohntem überwinden?
Freude und Effizienz kommen bei den „Entrepreneurs“ in Wellington ganz von alleine...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Mehr Verantwortung übernehmen, Ängste vor Ungewohntem überwinden? Freude und Effizienz kommen bei den „Entrepreneurs“ in Wellington ganz von alleine&#8230;</h3>
<p><span id="more-41"></span>Im zweiten Anlauf neue Dinge wagen. Schlicht „sein Ding“ machen, die Augen für unverhoffte Chancen öffnen. Jungunternehmer Tim Norton denkt nicht weniger ans große Geld sondern den Spaß und seine sozialen Komponenten.</p>
<p>In der Krise könnte das ein entscheidender Karrierefaktor sein. Jan Thomas Otte hat dazu am anderen Ende der Welt junge Menschen getroffen, die ihren alten Job gekündigt und etwas völlig Neues anfangen haben.</p>
<p>Unternehmen heißt für die Jungs von „SiliconWelly“, auf einer Insel der Glückseligen zu leben. Für sie ist es die wichtigste Entscheidung ihres Lebens gewesen, nicht bei den ersten Wellen aufzugeben. Um das nicht als Einzelkämpfer zu erleben, haben sie ihre rund 30 Solo-Firmen unter einem Dach in einer Art Unternehmer-WG in Wellington zusammengeschlossen. Nicht jeder hat eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen. Manche sind direkt von der Schule gekommen, nach einem Praktikum hängen geblieben.</p>
<p>„Entrepreneurship“ (Unternehmertum) hat wenig zu tun mit fleißigem Studieren von Ratgebern, Bewerben um öffentliche Fördergelder, Betteln um Bankkredite oder Besuchen kostspieliger Coaching-Seminare. „Es kommt darauf an, seinen Job konkret als Berufung zu begreifen“, sagt Norton.</p>
<p>Bei den Unternehmern von SiliconWelly steckt das in den Genen. Ob Computer-Schrott-Künstler, Tättowierer oder Sandburgen-Bauer. Wie das im Einzelnen klappt, zeigt das Team von Tim Norton, stellvertretend für einen ganzen Jahrgang unternehmungslustiger „Kiwis“. Auf Risikokapital verzichten sie, weil sie frei im unternehmerischen Denken sein wollen.</p>
<p>Anders als andere Start-Up&#8217;s finanziert sich SiliconWelly ausschließlich über längerfristige Unternehmenskooperationen. „Die einen haben das Geld, wir haben die Ideen, was man damit alles machen kann“, sagt Tim. Zunehmend kämen die Kunden auch aus dem Ausland .</p>
<p>Dabei ist er mit seiner Produktpalette vom Programmieren einer Homepage bis zur Videokampagne breit aufgestellt. Die beiden wunderschönen Inseln im Süden hätten eben viel mehr zu bieten als Bungee-Jumping oder Mountainbiking, die Exporte von Schafen oder Kiwis.</p>
<h2>Kreativität und Kapitalfluss</h2>
<p>Die kreativen Köpfe im „SiliconWelly“ freuen sich an selbst gemachten Kunstwerken aus Computerschrott in ihrer Arbeits-WG gegenüber vom Kino oder einem zusammen geschaufelten Sand-Riesenfarn an der Oriental Bay vor der Haustür, der sogar in die Hauptnachrichten des Landes kam.</p>
<p>Sie können damit Geld verdienen. Ihre Freude daran teilen Sie mit aller Welt über Online-Videos, winken nach getaner Arbeit in die Kamera. Die Botschaft ihres Marketings bleibt aber immer dieselbe: „Made from New Zealand“. Sie haben Spaß an dem was sie tun und wollen damit auch manch zugeknöpften Europäer anstecken.</p>
<p>Die Jungs tragen Flip-Flsops und T-Shirt statt Lackschuhe und Kragenhemd. Ihre Kunden profitieren von diesem frischen Wind, dem „Life-Style“ den sie als Gefühl verkaufen. Hier ein paar Eindrücke:</p>
<p>Die meiste Zeit verbringt Tim mit seinen Partnern außerhalb des Büros, um neue Inspiration für Marketingprojekte zu bekommen. Ein „Funny Cat“ sei er, wie Tim das selbst gerne von sich sagt, ein fröhlicher Naturliebhaber. Am Tongario Crossing die beiden Vulkane bewundern, sich im Abel Tasman Park durchs Gebüsch ans Meer schlagen. Nicht selten sei dabei schon eine geniale Geschäftsidee gekommen, die er mit seinen Freunden dann auch umsetzt.</p>
<p>Das gemeinsame Schwitzen brachte ihn jüngst auf die Idee, eine DVD mit dem Titel „The Naked Trainer“ zu produzieren. Hintergrund war ein Denken um die Ecke. Warum gibt es keinen Fitnesstrainer, der auch mal den Frust aufgreift, wenn es mit dem asketischen Abnehmen nicht so ganz funktioniert? Am Ende wurde daraus eine Karikatur des „Fitness-Wahns“. In Neuseeland ist die Produktion eine Lachnummer, die sich gut verkaufen lässt.</p>
<h2>Menschenkenntnis und Marketingschlager</h2>
<p>Anfang 30, hat der begeisterte Mountainbikefahrer den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Mit mehr als zwanzig Kollegen teilt sich Tim die Miete im dritten Stock eines sonst eher langweilig anmutenden Geschäftshauses. Die Freude des gemeinsamen Gewinnens neuer Kunden und Finden neuer Vertriebskanäle kommt dabei für die Sunny Boys nicht zu kurz.</p>
<p>Auf nur 120 Quadratmetern haben sie sich ein kleines Imperium gebastelt. Spaß zu haben ist ausdrücklich erwünscht und gilt als das einzige Einstellungskriterium. Ähnlich wie bei einem Party-Büffet bringt jeder etwas mit. Dazu gehört zum Beispiel auch Schlagzeug spielen auf dem Flur oder Abhängen auf dem gemieteten Party-Boot in der Bucht von Wellington nach Feierabend. All das schaffe Sinn für Kreativität und den Mut, etwas Neues zu tun, erzählt Tim begeistert über sein Chaos im Büro.</p>
<p>Es fällt ihm schwer, zwischen Privatem und Beruflichem zu trennen. Barfüßig, die Matratze der letzten Nachtschicht unterm Tisch, die Zahnbürste im Bad nicht zu vergessen, sagt Tim dennoch mit ausgeschlafenen Augen: „Follow your dreams and make it happen“. Was wie die naive Lebensphilosophie eines Aussteigers klingt, scheint das Leitbild seines Business-Plans zu sein.</p>
<p>Es könnte sogar ein richtiger Exportschlager werden, träumt Tim. Manche Miesmacher, Spaßbremsen oder Meckerer in Deutschland könnten das vielleicht gebrauchen. In den USA ist ein Freund von ihm als Unternehmer bereits aktiv für SiliconWelly. Sie haben 2008 sogar den Online-Wahlkampf für Obama gemanagt. Der Server stand über 10.000 Seemeilen entfernt in der Bucht von Wellington.</p>
<h2>Wertschätzung und Wertschöpfung</h2>
<p>Verteilt über die beiden Inseln haben die jungen Unternehmer noch mehr Ideen im Kopf. Mehr als sie realisieren können, schaukeln sie sich gegenseitig in ihrer Schaffenslust hoch. Der Cash-Flow scheint wider Erwarten zu stimmen. Trotz der Krise im Ausland, mancher Konkurrenz im Inland und der letzten Stromrechnung für die ganzen Computer. „Unsere Ethik und Rentabilität der Wertschöpfungskette funktioniert“, sagt Tim.</p>
<p>Diese Reihenfolge sei ihm wichtig. Was ist die Erfolgsgeschichte des Unternehmens vom anderen Ende der Welt? Tim glaubt an soziale Unternehmen und will mit seinen Kollegen die Welt ein Stück weit besser machen. Arbeitslosigkeit habe er aus seinem Wortschatz gestrichen. Ersetzt hat er diesen Regenschirm-Begriff mit Namen neuer Unternehmen: PlanHQ, ProjectX Technology, Resonant Concepts, MarchingCubes.com, Snipesoft, Rocket Boys, Prestigious Memorabilia oder Silverstripes.</p>
<p>Eine weltweite Gallup-Umfrage an der Princeton University in den USA bestätigt, dass Glück in der Regel nichts mit Geld zu tun habe. „Im Gegenteil sind häufig solche Menschen am glücklichsten, die wenig im Portemonnaie haben“, sagt es Ökonom Angus Deaton.</p>
<p>Der Mensch lebt demnach nicht vom Brot, dem Bruttoinlandsprodukt allein. Unternehmer, die ihr Selbstwertgefühl weniger von Sozialsystemen wie finanziellem Ansehen oder Erfolg abhängig machen, sind freier in ihren Entscheidungen und deswegen glücklicher. Manche fliegen dafür bis ans Ende der Welt. Tim Norton und seine Partner haben es schon gefunden.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" /></strong><strong>Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de">Jan Thomas Otte</a> würde gerne mal am im Abel Tasman National Park der Südinsel Neuseelands paddeln gehen. Dazu blieb beim letzten Mal keine Zeit. Aber  vielleicht bei der nächsten Recherche am äußersten Ende der Welt, von Europa aus gesehen&#8230;</p></blockquote>
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		<title>Teneriffa: Träumen vom ewigen Frühling</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 May 2011 10:54:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Kanaren]]></category>
		<category><![CDATA[Teneriffa]]></category>
		<category><![CDATA[Überwintern]]></category>
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					<description><![CDATA[Teneriffa hat Charakter. Viele Deutsche reisen im Winter hierher. Vom Arzt mit Dialyse-Klinik über den Möbel-Bauer bis zur Beautyfarm ist gesorgt, 365 Tagen Sonne im Jahr…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Teneriffa hat Charakter. Viele Deutsche reisen im Winter hierher. Vom Arzt mit Dialyse-Klinik über den Möbel-Bauer bis zur Beautyfarm ist gesorgt, 365 Tagen Sonne im Jahr…</h3>
<p><span id="more-7"></span>Was tun nach der Karriere, schon Pläne für den Feierabend? Fernab von Schnee, Graupelschauer und Eis überwintern, das milde Klima genießen.</p>
<p>In der Sonne des Südens, auf den Kanaren zum Beispiel. Sanft und wild, mild und herb zugleich.</p>
<p>Ein leichteres Leben, versprechen sich viele. Als Pauschalurlauber, auf Selbstfindungs-Trip oder als Ruheständler. Wer es sich leisten kann, verbringt hier dann den Rest seines Lebens. Wer diesen Luxus nicht aufbringen kann, kommt nur über die Wintermonate auf die Kanarischen Inseln.</p>
<p>Die Flora des Archipels erinnert an einen Garten Eden: Pinien und Kastanien wachsen wie Palmen und Kakteen in der Landschaft, zinnoberrote Weihnachtssterne und andere tropischen Blumenarten blühen sogar am Straßenrand. Passatwinde bringen wohltuend feuchte Luftmassen, beleben Körper, Geist und Seele.</p>
<p>Teneriffa ist ein Kontinent im Miniaturformat, mit menschenleeren Mondlandschaften und faszinierenden Lavafeldern, subtropischen Lorbeerwäldern und Obstplantagen bis hin zum schwarzen Sandstrand an der Küste.</p>
<p>Die mit 2000 Quadratkilometern Fläche größte kanarische Insel bietet seinen Besuchern einen gekonnten Spagat zwischen Selbstfindung und Sonnengrill.</p>
<h2>Ruhestand: Vom Ruhrpott auf die Kanaren</h2>
<p>Auch Helga und Manfred aus Bochum, beide siebzig Jahre alt, schätzen die Vorzüge dieser Insel. Sie kommen schon seit 28 Jahren hierher und haben ihren schönsten Platz an der Sonne gefunden. Vom November bis März überwintert das Paar aus Bochum jedes Jahr in San Andres, einem beschaulichen Fischerstädtchen jenseits der lebendigen Großstadt Santa Cruz.</p>
<p>Helga arbeitete bis zu ihrer Pensionierung im Reisebüro und hatte sich den bunten Hochglanzprospekten aus aller Welt zum trotz auf den ersten Blick in Teneriffa verliebt: „Mich hat mein Reisefieber hier hin gezogen, ich konnte nicht einfach zu Hause rumsitzen und Däumchen drehen“.</p>
<p>Manfred hat früher als Offizier bei der Marine gearbeitet. Vom pensionierten Bundeswehrsoldat über den hängen gebliebenen Lufthansa-Pilot bis zum ehemaligen Traumschiffkapitän der ZDF-Serie: Sie alle haben hier ihr Herz verloren und fühlen sich wohl. Fußballprofi Jupp Heynckes trainierte hier einst den spanischen Erstligisten CD Teneriffa.</p>
<p>Während heute der Kinderbuchautor Janosch entspannt seine Geschichten vom kleinen Tiger und dem kleinen Bären malt.</p>
<p>Überwintern ist aber nicht nur ein Traumstunde für betuchte Prominenz.</p>
<h2>Traum von vielen: Eigenes Haus am Meer</h2>
<p>Normalbürger, die sich keine Villa am Meer leisten können, kommen per Billigflieger vom Festland herüber und mieten sich günstig in einer der privaten Fincas auf dem Land ein.</p>
<p>Helga und Manfred fahren in ihrem Winterhalbjahr konsequent mit dem grellgrünen „Titsa“-Bus durch die Gegend, ein Auto brauchen sie nicht und für die Miete einer großzügigen Wohnung ist kein Geld [3] da. Sie übernachten in einem kleinen Appartement bei Freunden in dem Städtchen San Andres, welches nördlich der lebendigen Provinzhauptstadt Santa Cruz liegt.</p>
<p>Hier im Norden wird nur privat vermietet, ihre Sachen könnten sie im Sommer dort lassen. Im Supermarkt orientieren sich die Preise am deutschen Niveau, Milchprodukte sind etwas teurer, Fisch dafür umso billiger. Auf Konsumwaren, Treibstoff und Tabakwaren gibt es auf den Kanaren keine Steuer vom Staat, das schont den Geldbeutel.</p>
<h2>Ohne Gesundheitsreform glücklich</h2>
<p>Das Bochumer Paar leidet unter der Volkskrankheit Rücken- und Gelenkschmerzen. Da ist das milde Ozeanklima genau richtig. Sie kennen einige Patienten, welche mit Multipel-Sklerose und Osteoporose, Rheuma und Asthma hierher kommen.</p>
<p>Über mangelnde medizinische Versorgung beklagt man sich nicht, es gebe genug deutsche Ärzte und Therapeuten. Fernab des Debakels um die deutsche Gesundheitsreform machen sie sich ein schönes Leben.</p>
<p>Sogar ein deutschsprachiges Altersheim befindet sich auf der Insel. Das Pflegepersonal sei dort viel entspannter als zu Hause in Deutschland, der Service scheint zu stimmen.</p>
<h2>Deutsche Dienstleistungen auf den Kanaren</h2>
<p>Vermissen muss man auf Teneriffa nichts. Im Wochenblatt, der deutschsprachigen Zeitung für den Archipel, wird massiv für deutsche Dienstleistungen aller Art geworben, das Gelbe vom Ei versprochen. Alles soll schneller, freundlicher und vor allem günstiger als zu Hause sein.</p>
<p>Vom Arzt und der Dialyseklinik, über den Makler und das Möbelhaus bis zur Beautyfarm scheint hier alles vorhanden zu sein, was man zum Leben im Alter so braucht. Sogar ein deutsches Bestattungsunternehmen hat sich hier niedergelassen. In Los Gigantes leben mehrere Hundert Briten, welche die Statistik noch vor Deutschland mit mehreren Millionen Besuchern pro Jahr anführen. Mit eigenen Läden, Restaurants und Bars haben sie es sich hier häuslich gemacht.</p>
<p>Die deutschen Langzeiturlauber, welche sich weder eine Villa am Meer noch ein einsames Bauernhaus in den Bergen leisten könne, ziehen eher die Mischung in den Touristenzentren Las Americas und Los Christianos vor. Im sonnensicheren Süden werden immer noch zahlreiche Bettenburgen und Bausünden des Massentourismus in die Höhe gezogen.</p>
<p>Die beiden Naturliebhaber Helga und Manfred kennen die Insel wie ihre eigene Westentasche, entdecken aber auf zahlreichen ausgedehnten Wanderungen immer noch neue Winkel. Kürzlich waren sie bei Taganana, einem Geheimtipp für Lungenkranke.</p>
<p>Eine schroffe Felsküste, schwarzer Sandstrand und extrem starke Brandung sorgen für eine beeindruckende Kulisse. Ursprünglich in Bochum zu Hause inhalieren sie hier statt Verkehrsgestank den gesunden Wasserdunst, welcher das ganze Jahr trotz Trockenheit den Berghängen frisches Grün beschert.</p>
<p>Nach einem fangfrischen und besonders leckeren Fischgericht in der „Casa Pesa“ beobachten die Senioren aus sicherer Entfernung die akrobatischen Künste von Wellenreitern: „Das waren damals noch Zeiten, als wir jung und dynamisch waren“, seufzt Helga.</p>
<h2>Langzeiturlauber und Residenten</h2>
<p>Helga und Manfred sind ein agiles Paar geblieben, sie genießen ihren Ruhestand in vollen Zügen, gehen wandern, schwimmen und halten nebenbei ihr Gehirn mit einem Sprachkurs fit.</p>
<p>Viele Senioren würden hier jedoch nochmals mit neuen Liebschaften, Verjüngungskuren und Spielcasinos ihre Pubertät ausleben wollen weiß der deutsche Inselpfarrer Wilfried Heitland, welcher acht Jahre lang in Norddeutschland Pastor war.</p>
<p>Seine Aufgaben seien hier nicht viel anders als in Bielefeld: Eine „Dorfkirche“, welche sich in einer bunten Konstellation von Langzeiturlaubern und Residenten zusammensetzt und gleichzeitig den Treffpunkt für alle Deutschen auf der Insel bildet.</p>
<p>„Der Traum vom ewigen Frühling verwirklicht sich nicht immer so romantisch, wie man ihnen gerne hätte“, mahnt Heitland seine Gottesdienstbesucher. Schon so manche Beziehung wäre in die Brüche gegangen, weil das Wohnen auf engerem Raum eben auch Reibeflächen provoziert: „Viele Ältere merken nach einigen Jahren trotz kosmetischer Verjüngungskur, Unterhaltung und dem einen oder anderen Flirt, dass die Jugend eben doch vergänglich ist, Körper und Seele nicht mehr jeden modernen Trend mitmachen.“</p>
<p>Nach vielen glücklichen Jahren auf der Insel hätten manche Gäste auch wieder Sehnsucht nach Deutschland, nach der Familie, den alten Freunden und sogar dem Wetter zu Hause, weiß der Pfarrer von seinen Sonnenemigranten: „Irgendwann nervt das hier, kaum Wolken, nur blauer Himmel und keinen richtigen Frühling, weder Herbst noch Winter.”</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" /></strong><strong>Logbuch|</strong> <a href="mailto: otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> will bei seinem nächsten Aufenthalt auf Teneriffa die Mascaschlucht bei Los Gigantes bis zum Ende durchwandern. Beim letzten Mal war das Bootstaxi schon wieder weg. Zu viele Blumen geknipst&#8230;</p></blockquote>
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		<title>New York: Shoppen nach der Krise</title>
		<link>http://admirado.de/2010/12/new-york-shoppen-nach-der-krise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 17:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Shopping]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[Finanzkrise war gestern, Fifth Avenue heute. In New York geht man eben shoppen - statt sich um die Weltwirtschaft zu sorgen.  Von der Krise ist in New York City nicht viel zu sehen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Finanzkrise war gestern, Fifth Avenue heute. In New York geht man eben shoppen &#8211; statt sich um die Weltwirtschaft zu sorgen.  Von der Krise ist in New York City nicht viel zu sehen&#8230;</h3>
<p><span id="more-123"></span>Kaufhäuser, Luxusboutiquen. Die New Yorker, Einheimische und Touristen zeigen sich konsumfreudig wie eh und je. So zum Beispiel am Rockefeller Center. Der stählerne Konsumtempel mit 70 Stockwerken wurde in den 30er-Jahren gebaut, der damaligen Weltwirtschaftskrise zum Trotz.</p>
<p>Die heutige Finanzkrise, sie sei fast so schlimm wie 1929, sagen die beiden Rentner Alexander Clayton und Joy Bollinger. Beide hoffen sie auf den Präsidenten Obama, der &#8222;alles wieder in Ordnung“ bringt, wie sie sagen.  Auf der Fifth Avenue sieht es aus wie jedes Jahr, die Shoppingmeile sich in einen kilometerlangen Glitzerboulevard wandelt.</p>
<p>Juweliere wie Tiffany und Harry Winston haben die teuersten Stücke in ihren Auslagen dekoriert; das Kaufhaus Bergdorf Goodman hat seine riesigen Schaufenster in ein Winter-Wunderland verwandelt. Und das Luxus-Kaufhaus Sak&#8217;s Fifth Avenue hat sich mit dem Kristallhersteller Swarovski zusammengetan, um seine berühmten &#8222;Holiday Displays&#8220;, wie die geschmückten Schaufenster genannt werden, auch in diesem Jahr für New Yorker Kunden und Touristen zum Funkeln zu bringen.</p>
<p>&#8222;In diesen schweren Zeiten ist es besonders wichtig, die Zeit vorm Fest zum Ereignis zu machen&#8220;, kommentiert eine Sprecherin von Bergdorf Goodman die aufwändigen Dekorationen, über deren Budget sich die Kaufhäuser in Schweigen hüllen. In diesem Jahr will jeder dritte US-Amerikaner weniger Geld für Geschenke ausgeben, hat das Institut Gallup errechnet.</p>
<h2>Krise auf Kreditkarte</h2>
<p>Da kann ein wenig mehr Glitzer als sonst sicher nicht schaden. Einige wenige Amerikaner zeigen sich von der Finanzkrise dennoch unbeeindruckt: Knapp zehn Prozent der US-Bürger haben vor, in den umsatzstärksten Wochen des Jahres sogar mehr Geld in den Geschäften zu lassen als im vergangenen Jahr. Schließlich sei die Krise ja noch nicht wirklich angekommen, meint Melissa Rusert, eine Mittvierzigerin im Pelzmantel in einem Laden an der Fifth Avenue.</p>
<p>Hier posieren halbnackte Models, der Bass der Musik dröhnt ins Ohr, und Schwaden eines gerade beworbenen Parfums betäuben die Nase. Hat die Krise die New Yorker etwa noch nicht erreicht? Melissa Rusert schaut in Richtung <a title="Wall Street: Von der Andacht bis Zocken" href="http://www.admirado.de/2011/05/wall-street-von-der-andacht-bis-zocken/">Wall Street</a>. Sie weiß aus den Nachrichten, dass auch im neuen Jahr viele Menschen ihre Jobs verlieren werden. Im Freundeskreis gebe es auch einige, die sich mit ihren Kreditkarten haushoch verschuldet hätten.</p>
<p>Aber es gehe schon irgendwie, sagt sie. Viele Amerikaner bemühen sich um Gelassenheit; sie wollen sich nicht verrückt machen lassen. Die beiden Princeton-Studenten Matthew Pigman und Katherine Klingman formulieren es so: &#8222;Wenn wir alle weitermachen wie bisher und kaufen, kaufen, kaufen – dann ist das doch gar kein großes Problem.“ Den Konsum weiter ankurbeln – das hatte der scheidende Präsident George W. Bush den Amerikanern auch nach dem 11. September 2001 geraten: Die Wirtschaft lebe eben vom Konsum des Einzelnen.</p>
<p>Die beiden Studenten wollen sich mit ihren Kreditkarten aber trotzdem zurückhalten, um nach Weihnachten kein dickes Minus auf dem Konto zu haben. Allgemein ist auf den Straßen der gebeutelten Finanzmetropole aber viel Gelassenheit zu spüren. Und das, obwohl eine Umfrage der University of Michigan gerade ergab, dass ein Drittel der amerikanischen Verbraucher stärker denn je um ihren Arbeitsplatz bangt. Ein Passant findet das alles nicht so schlimm: Man wechsle hier doch sowieso alle fünf Jahre den Arbeitgeber.</p>
<p>Eine Verkäuferin auf der Fifth Avenue hält es es ebenso gut für möglich, dass der Konsum im Dezember noch steige, weil viele Menschen sich &#8222;wenigstens in diesem Jahr noch das tolle neue Parfum gönnen&#8220; wollten. Auf der anderen Straßenseite leuchten die Schaufenster des Luxus-Juweliers Tiffany. Analysten hoffen jetzt auf den gehobenen Mittelstand, Menschen wie Melissa Rusert, die sich teuren Schmuck ab 2.000 Dollar aufwärts leisten können.</p>
<h2>Luxus und Dekadenz</h2>
<p>Sie wissen, dass der Zusammenbruch der großen Banken und Wall-Street-Unternehmen die <a title="Wall Street: Von der Andacht bis Zocken" href="http://www.admirado.de/2011/05/wall-street-von-der-andacht-bis-zocken/">New Yorker</a> Luxusbranche besonders hart trifft. Die Unternehmen hatten an den Millionen-Bonuszahlungen der Banker bislang prächtig verdient. Zwischen den Boutiquen von Designermarken wie Gucci und Versace und dem Juwelier Bulgari betteln Obdachlose auf den Treppenstufen der St. Patrick&#8217;s Cathedral.</p>
<p>Am unteren und am oberen Ende der Gesellschaft werde die Finanzkrise am stärksten sichtbar, sagt der New Yorker Pfarrer Mark Hostetter. In seiner Seelsorge-Sprechstunde in der First Presbyterian Church geben sich entlassene Manager und Obdachlose zurzeit die Klinke in die Hand. Im New Yorker Umland hat der Einzelhandels-Gigant Wal-Mart unterdessen eine Woche früher mit dem Weihnachtsgeschäft begonnen.</p>
<p>Wal-Mart wirbt mit Mengenrabatten auf Spielzeug und Urlaubsreisen, buchbar im Internet. Mit Spiel und Spaß soll es trotz der Krise nicht vorbei sein, wünscht sich ein Händler auf einem Werbeplakat am Highway nach New York City. Die Autobahn ist verstopft wie immer. Der Konsum rollt weiter.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong> <a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> mag das kunterbunte New York mit Leuten aus über 200 Ländern&#8230;</p></blockquote>
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			</item>
		<item>
		<title>Palästina: (K)ein bisschen Frieden</title>
		<link>http://admirado.de/2010/01/palastinensische-gebiete-kein-bisschen-frieden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 07:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Land]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Orient]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
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					<description><![CDATA[Man liebt sich, oder hasst sich. Diesen Eindruck bekommen viele Besucher im Westjordanland und Gazastreifen. Wir haben dazu mit Studenten in Ramallah gesprochen. Und gedämpfte Hoffnung auf Frieden gefunden&#8230; Sumaya Farhat-Naser bietet an der Birzeit Universität bei Ramallah Anti-Aggressionsseminare für ihre Studenten. Auch wenn es zunächst befremdlich klingt: Frieden gelingt. Die Wut im Bauch, Sumaya [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Man liebt sich, oder hasst sich. Diesen Eindruck bekommen viele Besucher im Westjordanland und Gazastreifen. Wir haben dazu mit Studenten in Ramallah gesprochen. Und gedämpfte Hoffnung auf Frieden gefunden&#8230;</h3>
<p><span id="more-301"></span>Sumaya Farhat-Naser bietet an der Birzeit Universität bei Ramallah Anti-Aggressionsseminare für ihre Studenten. Auch wenn es zunächst befremdlich klingt: Frieden gelingt. Die Wut im Bauch, Sumaya Farhat-Naser will sie heute in diesem Seminarraum mit Hoffnung bekämpfen.</p>
<p>Der Gedanke an „die Bösen“ und an deren Fehler soll verdrängt werden. Dass es auch jeder bei sich selbst zulässt, „das ist harte Arbeit“, gibt die Dozentin zum Abschluss zu. Es ist die Peitsche. Das Zuckerbrot muss dann wohl die Vision vom Miteinander sein. Im Seminarraum fallen auch jetzt keine Widerworte.</p>
<h2>&#8222;Wut-Weg-Seminare&#8220;</h2>
<p>Und das ist ein gutes Zeichen, die Wut-Weg-Seminare ausgerechnet für angehende Akademiker zu organisieren. Westbank, Pulverfässer, Friedens-Wünsche Die Dozentin hat ihre Gründe: „Die Mehrheit der palästinensischen Jugend, egal ob an der Uni oder auf dem Fußballplatz, hat die Hoffnung auf Frieden verloren – das muss sich ändern.“</p>
<p>Farhat-Naser wurde selbst im Westjordanland geboren, in Birzeit, dem Städten zu Fuße des Universitätscampus. Die Christin besuchte ein deutsches Internat nahe Betlehem und promovierte in Biologie an der Universität Hamburg. Heute zählt Farhat-Naser zu den einflussreichsten Akademikern des Landes; mit ihren Texten und Äußerungen über den Nahost-Konflikt will sie ihren Beitrag zum Frieden leisten.</p>
<p>„Wie sollen wir die andere Seite verstehen lernen?“ Und nun also die Anti-Aggressionsseminare. Eine Option, laut Farhat-Naser, wieder das Gleichgewicht im Nahost-Konflikt zu finden, zu verstehen, wer auf israelischer und palästinensischer Seite warum zur Gewalt neigt.</p>
<h2>Grenzkontrollen, nervig wie notwendig</h2>
<p>Gerade Männer hätten Schwierigkeiten, ihre Wut richtig auszudrücken – „sie laufen dann Gefahr in ihrem Hass zu kollabieren und eine Dummheit zu tun“. Da müsse eine Bremse rein, schließt die Dozentin. Die Mauer und die Grenzkontrollen zermürben die palästinensische Jugend.</p>
<p>Die Wut lohnt jedoch nicht, meint Sumaya Farhat-Naser, Dozentin an der Uni Birzeit – und fordert in ihren Seminaren ein Umdenken. Vor allem gegen Propaganda im Internet. Verständnis für Konflikte, Offene Kommunikation, Mediation Und die Bremse heißt Verständnis: „Uns ist bewusst, dass wir trotz der katastrophalen Lage nur unter Berücksichtigung der israelischen Bedürfnisse einen Frieden erlangen können“, sagt Farhat-Naser.</p>
<p>Problem der Eskalation des Konfliktes sei jedoch eine „Entmenschlichung“ der realen Lage, welche Friedensbemühungen auf beiden Seiten beinahe unmöglich macht. Kein Jugendlicher wüsste wirklich, wie das Leben eines Gleichaltrigen auf der anderen Seite der Mauer aussieht.</p>
<p>Israel und Palästina liegen nah beisammen, aber eine Mauer dazwischen Private Treffen zwischen jüdischen und palästinensischen jungen Leuten haben aufgrund politischer Sackgassen nur noch Seltenheitswert. Und doch sei Frieden im Kleinen möglich.</p>
<h2>Hoffnung für den Frieden</h2>
<p>Die Runde im Seminarraum bleibt stumm. Hier und da wird genickt, eine junge Frau fragt: „Wie sollen wir die andere Seite verstehen lernen, wenn uns schon als Kind beigebracht wurde, dass sie die Bösen sind?“ Der junge Erwachsene aus Israel, er wird hier als Grenzsoldat, als Mauerbauer, als Siedler betrachtet.</p>
<p>Dass er auch nur Student, nur Konzertgänger, vielleicht Facebook-Freund sein kann – diese Idee kommt nur schwer in die Köpfe. Wut wegen Hass, Hoffnung für den Frieden Sumaya Farhat-Naser versucht es dennoch weiter. „Wir müssen aber unsere eigenen Fehler erkennen“, sagt sie, jegliche Art von Terroranschlägen müsse gestoppt werden.</p>
<p>Ohne einen sicheren Waffenstillstand werde es keine erfolgreichen Friedensgespräche geben können. Doch sind die erst mal in Reichweite, dann dürfe man von einer souveränen Regierung in Palästina träumen, einer von Israel unabhängigen. Das hat sie auch bei Seminaren als Fellow in den USA gelernt.</p>
<p>Frieden ist harte Arbeit: Die Menschenrechtlerin Sumaya Farhat-Naser bietet an der Birzeit Universität Anti-Aggressionskurse für palästinensische Studenten. Bildung fördern statt Vorurteile fordern Sie sitzt in einem Seminarraum der Birzeit Universität.</p>
<p>Sie verwirrt die Studenten mit strengem Blick und mildem Lächeln. Sie bietet hier Zuckerbrot und Peitsche. Die Reihe palästinensischer Studenten antwortet mit Schweigen, angestrengt schauen sie nach vorne zu der Dozentin. “Wir wissen um unsere Fehler”, sagt Farhat-Naser.</p>
<p>Keiner der jungen Kerle traut sich ein Widerwort. Es geht um Sprengstoff-Gürtel und Steinewerfen, um die Fehler einer frustrierten palästinensischen Jugend. Es geht um die Mauer im Land und um die Wut im Bauch.</p>
<blockquote><p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail -105 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Jan Thomas Otte" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2011/05/thomas-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" />Logbuch|</strong><a href="mailto:otte@admirado.de" target="_blank">Jan Thomas Otte</a> lebte insgesamt ein halbes Jahr in der Altstadt von Jerusalem, war öfters in der West Bank unterwegs &#8211; darunter Ramallah, Hebron und Nablus&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
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		<title>Heidelberg: Lisa voller Leidenschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Thomas Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 07:00:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Alles auf As! Und zwar in drei Akten mit kräftigen Klängen und Farben, dramatischen Charakteren und Szenen, welche das Publikum in den Bann ziehen. Ein Besuch im Heidelberger Stadttheater&#8230; Mit viel Beifall wurde einer Premiere des Opernkrimis von Peter I. Tschaikowsky „Pique Dame“ in der Städtischen Bühne Heidelberg bedacht. Auch wenn der Ausgang des Werkes bereits [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Alles auf As! Und zwar in drei Akten mit kräftigen Klängen und Farben, dramatischen Charakteren und Szenen, welche das Publikum in den Bann ziehen. Ein Besuch im Heidelberger Stadttheater&#8230;</h3>
<p><span id="more-299"></span>Mit viel Beifall wurde einer Premiere des Opernkrimis von Peter I. Tschaikowsky „Pique Dame“ in der Städtischen Bühne Heidelberg bedacht. Auch wenn der Ausgang des Werkes bereits im Voraus zu erahnen ist. Hermann (Michael Putsch), ein bettelarmer, skrupelloser und nach Gewinn dürstender Offizier, liebt Lisa voller Leidenschaft (Gergana Geleva); ein „Mündel“ der geheimnisvollen Gräfin (Carolyn Frank).</p>
<p>Diese soll angeblich das Geheimnis von drei Spielkarten wahren, welche im Spiel immer Glück bringen sollen. Bisher haben nur zwei Männer davon erfahren. Nerven-Krankheit, Adel und Gier Der alten Gräfin, welche zunehmend an Psychosen zu leiden scheint, wurde aber auch prophezeit, dass eine dritte Offenbarung den sicheren Tod bringen werde.</p>
<p>Hermann ist ungeheuerlich fasziniert von diesen drei Karten, die ihn immer mehr in ihren Bahn ziehen. Nicht nur seine Gier plagt ihn, sondern auch seine scheinbar hoffnungslose Liebe zu Lisa, welche mit dem Oberganoven aus seiner Bande, dem Fürsten Jeletzki (Aaron Judisch) vermählt werden soll.</p>
<h2>Mysteriöses vom Grafen</h2>
<p>Das Schicksal nimmt seinen Lauf und die Gräfin muss wegen der mysteriösen Prophezeiung sterben. Zwischen Wahnvorstellungen und Schuldgefühlen schwankend erscheint Hermann im Traum noch ein Mal die Gräfin, welche ihm nun endlich das Geheimnis um die drei Karten preisgibt.</p>
<p>Drei, Sieben und Ass. Er kann nicht von seiner Sucht nach Reichtum ablassen, die Gier nach dem schnellen Geld ist doch stärker. Alle Versuche Lisas, ihren Geliebten von seinem Kurs der Selbstentfremdung abzubringen, scheitern kläglich. Drei Mal geht der wahnsinnige Offizier im Spiel mit den Konkurrenten aufs Ganze und setzt alles auf eine Karte.</p>
<p>Doch die letzte Karte ist die „Pique Dame“. Der Abend wird durch die hervorragenden Stimmen von Michael Putsch und Gergana Geleva geprägt, indem sie das Publikum sowohl mit dramatischer Ausdruckstärke als auch sanften Klängen begeistern können. Gleiches gilt für die anderen Charaktere, welche übrigens durchgehend von Sängern gespielt wurden.</p>
<h2>&#8222;Herz in Heidelberg verloren&#8230;&#8220;</h2>
<p>Dem Philharmonischen Orchester mit Volker Christ am Pult und dem Opernchor des Theaters Heidelberg unter der Leitung von Tarmo Vaask gelingt es, die auf der Bühne ausgedrückte Leidenschaft passend zu unterstreichen.</p>
<p><figure id="attachment_956" aria-describedby="caption-attachment-956" style="width: 200px" class=" alignright"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3770193555?creativeASIN=3770193555&amp;linkCode=w00&amp;linkId=2IE2OOY6HVZ66IM6&amp;ref_=as_sl_pc_qf_sp_asin_til&amp;tag=karrieeinsic-21" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="-956" src="http://www.admirado.de/wp-content/uploads/2009/01/Heidelberg-295x400.jpg" alt="Bilder aus dem Odenwald und Heidelberg? Das sind mehr als Wald und Wiesen, wie der neue DUMONT zeigt. Reinschauen lohnt sich!" width="200" height="271" srcset="http://admirado.de/wp-content/uploads/2009/01/Heidelberg-295x400.jpg 295w, http://admirado.de/wp-content/uploads/2009/01/Heidelberg.jpg 478w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-956" class="-text">Bilder aus dem Odenwald und Heidelberg? Das sind mehr als Wald und Wiesen, wie der neue DUMONT zeigt. Reinschauen lohnt sich!</figcaption></figure></p>
<p>Tschaikowskys vorletzte Oper wurde zu Lebzeiten (1840-1893) sein größter künstlerischer Erfolg und ist noch heute fest im Repertoire vieler Opernhäuser vertreten. „Pique Dame“ wurde 1890 in St. Petersburg uraufgeführt und ist in ihrer Handlung auf die gleichnamige Novelle des Schriftstellers Alexander Puschkin im Jahre 1834, Begründer der russischen Literatursprache, zurückzuführen.</p>
<p>„Wie im Bereich des Physischen zwei Körper nicht ein und denselben Raum einnehmen können. Gierige Gedanken, Geld und Gewinne So können auch zwei fixe Ideen in der Gedankenwelt eines Menschen nicht zusammen existieren“, analysierte Puschkin. Drei, Sieben, Ass gingen Hermann nicht mehr aus dem Kopf.</p>
<h2>Dekoration  in der Altstadt</h2>
<p>Tschaikowski soll während der Fertigstellung seiner Oper in Florenz zum Schluss vor lauter Mitleid mit dem armen Hermann bitterlich geweint haben. Er konnte den Ort seines Aufenthaltes nicht länger ertragen und reiste am nächsten Tag nach Rom.</p>
<p>Ganz anders als die Anderen So erging es dem betagten Herrn in der zweiten Reihe, der eine gute Stunde vor sich hin döste – sich aber zum Ende noch an jede Szene erinnern konnte und die „sehr beeindruckende Bühnendekoration“ mit lobenden Worten hervorhob.</p>
<p>Und da wäre noch der Blechbläser, der nicht sonderlich viele Einsätze im gesamten Werk zu meistern hatte und deshalb mit der Rückwand des Orchestergrabens als Kopfkissen Vorlieb nahm. <img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/1650435ffd7a4cdea1b4672b43c6c064" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Artikelbilder: © Jan Thomas Otte</em></p>
<p>[divider]Service[/divider]</p>
<p>[tabs tab1=&#8220;Heidelberg&#8220; tab2=&#8220;Geschichte&#8220; tab3=&#8220;Schloss&#8220;]<br />
[tab][two_fifth]<script type="text/javascript">// <![CDATA[
var snackTV_config = {  	tagtype: 'static',  	type: '7',  	visibleAuto: true,  	h_weight: 3,  	contentid: [],  	color: 'CC9966',  	bgcolor: 'ffffff',  	font: 'helvetica',  	search: 'heidelberg',  	publisher: 'admirado',  	videos: '',  	mainteaser: 0,  	fallback: false,  	userwidth: 200,  	dynusetypes: '',  	dynmode: 'manual',  	playlist: 'false',  	cat: '',  	autoplay: 'false',  	layout: 'auto',  	hideitems: 'both',  	ignore: [''],  	isRTL: false,  	dovisible: false  }
// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://www.snacktv.de/snacktag/snacktag.js" type="text/javascript" charset="iso-8859-1"></script>[/two_fifth]Heidelberg ist eine Großstadt in Baden-Württemberg im Südwesten Deutschlands, unweit der Mündung des Neckars in den Rhein.</p>
<p>Die ehemalige kurpfälzische Residenzstadt ist bekannt für ihre Schlossruine oberhalb von Fluss und Altstadt sowie die Ruprecht-Karls-Universität, die älteste Hochschule auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Sie zieht Wissenschaftler und Touristen aus aller Welt an.<br />
[/tab]<br />
[tab]Mit über 149.000 Einwohnern ist Heidelberg die fünftgrößte Stadt des Bundeslandes. Sie ist Stadtkreis und zugleich Sitz des umliegenden Rhein-Neckar-Kreises. Das dicht besiedelte Gebiet, in dem Heidelberg gemeinsam mit Mannheim und Ludwigshafen liegt, wird als Metropolregion Rhein-Neckar bezeichnet. Das unversehrte Heidelberg zog nach dem Zweiten Weltkrieg viele ausgebombte und vertriebene Deutsche an. Heidelberg wurde Teil der amerikanischen Besatzungszone und Standort hoher Kommandostellen der US-Armee und später auch der NATO. Dafür enteigneten die amerikanischen Behörden Immobilien, was zunächst für Unmut sorgte. Bis 2013 war die Stadt Sitz des NATO-Landhauptquartiers Mitteleuropa.[/tab]<br />
[tab]Martin Luthers reformatorische Ideen hatten sich schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Südwestdeutschland verbreitet. Unter Kurfürst Ottheinrich (1556–1559) wurde in der Kurpfalz schließlich die Reformation eingeführt. Nach dem Übergang zum Calvinismus zog Heidelberg Studenten und Wissenschaftler aus ganz Westeuropa an und galt nach Leiden als drittes Genf. So erschien 1563 in Heidelberg der Heidelberger Katechismus und 1572 die erste deutsche Gesamtübersetzung der Institutio Christianae Religionis, dem Hauptwerk von Johannes Calvin. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde in Heidelberg eine Vielzahl prächtiger Renaissancebauten errichtet, die – abgesehen vom Haus zum Ritter – im Pfälzer Erbfolgekrieg allesamt zerstört wurden. Auch das Schloss wurde damals wesentlich erweitert und von der mittelalterlichen Burg zu einer neuzeitlichen Residenz umgestaltet.[/tab]<br />
[/tabs]</p>
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