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	<description>Psychologie in Beruf und Privatleben</description>
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		<title>Gute Einstellung – Optimisten leben länger</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 07:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ist das sprichwörtliche Glas für Sie eher halb voll oder halb leer? Diese Frage gilt nicht nur als Indiz für eine unsere Lebenseinstellung. Eine neue Studie beweist: Die Antwort sagt auch etwas über unsere Lebensdauer aus - Optimisten leben länger. Kurze Frage: Wie würden Sie heute Ihre Gesundheit bewerten? Folgende Optionen haben Sie: Exzellent, ziemlich [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Ist das sprichwörtliche Glas für Sie eher halb voll oder halb leer? Diese Frage gilt nicht nur als Indiz für eine unsere Lebenseinstellung. Eine neue Studie beweist: Die Antwort sagt auch etwas über unsere Lebensdauer aus - Optimisten leben länger. <span id="more-11215"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/smiley.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-9609" title="smiley" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/smiley-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Kurze Frage: Wie würden Sie heute Ihre Gesundheit bewerten? Folgende Optionen haben Sie: Exzellent, ziemlich gut, gut, eher schlecht, sehr schlecht oder "weiß nicht". Auch wenn es sich vielleicht seltsam liest, aber die Antwort auf diese Frage verrät mehr als Ihren momentanen Gemüts- und Gesundheitszustand - sie sagt auch etwas über Ihre Lebensdauer aus.</p>
<p>Das legt zumindest eine neue Studie (<a href="http://www.plosone.org/article/fetchObjectAttachment.action?uri=info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0030795&amp;representation=PDF" target="_blank">.pdf</a>) nahe, die gestern im Wissenschaftsmagazin "PLoS One" erschienen ist. Forscher um Matthias Bopp vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich recherchierten dafür das Schicksal von mehr als 8200 Schweizern aus, die von 1977 bis 1979 an einer umfangreichen Umfrage teilgenommen und dabei mehrere Fragen beantwortet hatten - zum einen oben erwähnte nach ihrem derzeitigen Gesundheitszustand. Zum anderen hatten sie Angaben gemacht zu ihrem Geschlecht, ihrer Heimat, ihrem Beziehungsstatus und ihrem Lebensstil, etwa ob sie viel, wenig oder gar nicht rauchten.</p>
<p>Bopp und Co. konnten das Schicksal von knapp 93 Prozent der Befragten recherchieren. Wenig sensationell: Manche waren bereits gestorben, andere lebten noch. Viel überraschender jedoch: Es gab einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Antwort auf die Frage nach dem derzeitigen Gesundheitszustand und der Überlebenswahrscheinlichkeit.</p>
<p>Männer, die ihre eigene Gesundheit mit "sehr schlecht" bewertet hatten, waren im Vergleich zu jenen, denen es "blendend" ging, bereits mit drei Mal höherer Wahrscheinlichkeit gestorben! Bei den Frauen mit "sehr schlechter" Gesundheit war das Sterberisiko im Vergleich zu jenen mit "sehr guter" 1,9-mal so hoch. Männer und Frauen mit "schlechter" Gesundheit hatten immerhin ein um 90 Prozent höheres Sterberisiko. Wie Sie in den Bildern sehen können, nahm das Risiko von der optimistischsten zur pessimistischsten Einschätzung kontinuierlich zu: Personen mit "sehr guter" Gesundheit hatten bessere Überlebenschancen als solche mit "guter" Gesundheit, letztere bessere als solche mit "mittelmäßiger".</p>
<div id="attachment_11219" class="wp-caption alignleft" style="width: 238px"><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Männer.png"><img class="size-medium wp-image-11219 " title="Männer" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Männer-285x300.png" alt="Männer" width="228" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Männer</p></div>
<div id="attachment_11220" class="wp-caption alignright" style="width: 240px"><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Frauen.png"><img class="size-medium wp-image-11220 " title="Frauen" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Frauen-287x300.png" alt="Frauen" width="230" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Frauen</p></div>
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<p>Mehr noch: Selbst unter Berücksichtigung von Risikofaktoren wie Rauchen, chronischen Krankheiten oder hohem Blutdruck blieb der Zusammenhang zwischen selbsteingeschätzter Gesundheit und Sterberisiko bestehen.</p>
<p>Wer seine Gesundheit als sehr gut einschätze, dem sei auch daran gelegen, sie zu Gesundheit fördern und zu erhalten, folgern die Wissenschaftler. Und dazu gehören offenbar auch eine optimistische Lebenseinstellung. Oder auch: der Glaube daran, dass das Glas stehts noch halbvoll ist.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Matthias Bopp, Julia Braun, Felix Gutzwiller, David Faeh (2012). Health Risk or Resource? Gradual and Independent Association between Self-Rated Health and Mortality Persists Over 30 Years. In: PLoS One, Band 7, Ausgabe 2</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/salty_soul/4690978242/" target="_blank">Jason Hargrove</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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		<title>Das Beste kommt zum Schluss – Darum schmeckt der letzte Bissen so gut</title>
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		<comments>http://www.alltagsforschung.de/das-beste-kommt-zum-schluss-darum-schmeckt-der-letzte-bissen-so-gut/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 09:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bewahren Sie sich das Beste gerne bis zum Schluss auf? Kein Wunder. Laut einer neuen Studie sind Erlebnisse umso intensiver, wenn wir wissen, dass sie nicht wiederkommen. Als Kind war ich ein Riesen-Fan der Fernsehserie "Alf". Ich fand den Humor und die Schlagfertigkeit des braunhaarigen Außerirdischen einfach großartig. Nichtsdestotrotz hatte Alf einige seltsame Angewohnheiten: Seine [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Bewahren Sie sich das Beste gerne bis zum Schluss auf? Kein Wunder. Laut einer neuen Studie sind Erlebnisse umso intensiver, wenn wir wissen, dass sie nicht wiederkommen. <span id="more-11201"></span></p>
<p>Als Kind war ich ein Riesen-Fan der Fernsehserie "Alf". Ich fand den Humor und die Schlagfertigkeit des braunhaarigen Außerirdischen einfach großartig. Nichtsdestotrotz hatte Alf einige seltsame Angewohnheiten: Seine Leibspeise waren Katzen, und der größte Liebesbeweis in einer Partnerschaft bestand für ihn darin, sich gegenseitig in die Suppe zu spucken und Bauchnabelflusen miteinander zu tauschen.</p>
<p>Doch es gab noch etwas, das den Außerirdischen von Erdenbürgern unterschied: Die Bewohner seines Planeten Melmac wussten auf den Tag genau, wann sie sterben würden.</p>
<p>Ich weiß noch genau, dass ich damals lange darüber nachgedacht habe, ob ich meinen Todestag gerne wissen würde, und ob diese Gewissheit mehr Vor- oder Nachteile hätte. Würde man bewusster leben? Erlebnisse stärken schätzen, Menschen besser behandeln? Oder vor allem seinen Todestag herbeizittern?</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Ende.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11202" title="Ende" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Ende-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Tatsache ist: Von Abschieden geht eine enorme Faszination aus. Das zeigt sich nicht nur bei den ganz großen Lebensfragen, sondern auch in völlig banalen Alltagssituationen. Man denke nur an die letzte Seite eines guten Buchs oder den letzten Urlaubstag am Strand.</p>
<p>Schon frühere Studien konnten zeigen: Die Gewissheit, dass etwas zu Ende geht und niemals wiederkommt, verändert unsere Einstellung ganz erheblich. Erinnert man Schüler an das nahende Ende ihrer Schulzeit, wissen sie die Schule plötzlich mehr zu schätzen. Wer über einen Umzug nachdenkt, dem bedeuten Freunde auf einmal wesentlich mehr.</p>
<p>Mehr noch: Der Schlussakt kann sogar unser Geschmacksempfinden manipulieren. Das beweist eine neue Studie (<a href="http://www.sitemaker.umich.edu/eob/files/obrienellsworth_inpress_.pdf" target="_blank">.pdf</a>) von <a href="http://www.lsa.umich.edu/psych/people/directory/profiles/?id=obrieneh" target="_blank">Ed O'Brien</a> und <a href="http://web.law.umich.edu/_facultybiopage/facultybiopagenew.asp?ID=137" target="_blank">Phoebe Ellsworth</a> von der Universität von Michigan. 52 Studenten sollten darin fünf Pralinen probieren, mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen: Vollmilch, Zartbitter, Sahne, Karamel und Mandel. Allerdings wurden die Probanden in zwei Gruppen unterteilt: Gruppe A erfuhr vor der fünften Praline, dass dies die letzte sei, die sie probieren würden. Gruppe B wusste das nicht.</p>
<p>Die Probanden sollten jede Schokolade auf einer Skala von 0 (pfui) bis 10 (lecker) bewerten, ihre Lieblingssorte auswählen und sagen, wie sie das Experiment insgesamt empfunden hatten. Und dabei zeigte sich: Das Wissen um die letzte Schokolade hatte enormen Einfluss auf die Bewertung. Zum einen gaben die Mitglieder von Gruppe A der fünften und letzten Schokolade eine Durchschnittsnote von 8,2 - Gruppe B bewertete sie nur mit 6,3 Punkten. Bei den anderen vier Sorten unterschieden sich die Noten so gut wie gar nicht. Zum anderen sagten 62 Prozent in Gruppe A, dass die fünfte Sorte ihre Lieblingssorte gewesen sei - bei Gruppe B waren es nur 22 Prozent. Und auch das Gesamtexperiment gefiel den Probanden von Gruppe A besser.</p>
<p>"Ein und dasselbe Erlebnis erleben wir intensiver, wenn wir wissen, dass es nicht wiederkommt", resümiert O'Brien. Er nennt dieses Phänomen "positivity bias". Vereinfacht gesagt: Wer sich bewusst ist, dass etwas bald vorbei ist, der will den letzten Moment erst recht genießen - um dadurch gewissermaßen sein persönliches Happy End zu erleben.</p>
<p>Apropos Happy End: Ein solches war meinem Kindheitsheld Alf leider nicht vergönnt. Beim Versuch, sich von seinen Freunden per Raumschiff abholen zu lassen, wurde er von den Behörden entdeckt und umzingelt. Das fand ich damals völlig bescheuert - vielleicht auch deshalb, weil mir nicht klar war, dass es die allerletzte Folge sein würde.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Ed O'Brien und Phoebe C. Ellsworth (2012). Saving the last for best: A positivity bias for end experiences. In: Psychological Science, Band 23, Nummer 2, Seite 163-165.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/vizzzual-dot-com/2746476995/" target="_blank">viZZZual.com</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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<a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/EtUmpqIaeKvk4__8eFYPfi3OhXI/1/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/EtUmpqIaeKvk4__8eFYPfi3OhXI/1/di" border="0" ismap="true"></img></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/alltagsforschung/~4/RLHPmN77OuI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Blick in die Zukunft – Warum wir unseren Gefühlen trauen sollten</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 10:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine neue Studie kommt zu einem faszinierenden Ergebnis: Wer hohes Vertrauen in seine Gefühle hat, kann die Zukunft präziser vorhersagen als jemand, der seinen Gefühlen nicht traut - egal ob es um Politik, Finanzen, Sport oder das Wetter geht. Wann ist die Kälte endlich vorbei? Wie wird der kommende Sommer? Und wer gewinnt die nächsten [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Eine neue Studie kommt zu einem faszinierenden Ergebnis: Wer hohes Vertrauen in seine Gefühle hat, kann die Zukunft präziser vorhersagen als jemand, der seinen Gefühlen nicht traut - egal ob es um Politik, Finanzen, Sport oder das Wetter geht. <span id="more-11171"></span></p>
<p>Wann ist die Kälte endlich vorbei? Wie wird der kommende Sommer? Und wer gewinnt die nächsten US-Präsidentschaftswahlen? So unterschiedlich diese Fragen sind - eines haben sie gemeinsam: Noch kann sie niemand mit 100-prozentiger Sicherheit beantworten. Die Zukunft hat leider die Angewohnheit, schwer vorhersehbar zu sein.</p>
<p>Einerseits ist das ja auch gut. Seien wir ehrlich: Viele Situationen würden ihren Reiz verlieren, wenn wir den Ausgang schon genau wüssten. Ein Rendezvous wäre nur noch halb so spannend, Fußballspiele auch, Aktiengeschäfte sowieso. Andererseits würden wir die Spannung manchmal liebend gerne gegen Gewissheit eintauschen. Und deshalb geht von der Fähigkeit, in die Zukunft zu blicken, immer noch eine enorme Faszination aus.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Glaskugel.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11175" title="Glaskugel" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Glaskugel-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" /></a>Mittlerweile jedoch hat sich das Feld der Propheten enorm professionalisiert. Meteorologen wollen das Wetter vorhersagen, Analysten die Börsenkurse, Meinungsforscher die Wahlen. Meist greifen sie dafür auf statistische Modelle oder Umfragen zurück. Solche Methoden stehen Otto Normalverbraucher natürlich nicht zur Verfügung. Aber ist das überhaupt notwendig? Oder anders gefragt: Gibt es eine Methode, seine eigene Vorhersagekraft zu stärken? Ja, behaupten zumindest drei US-Forscher um <a href="http://www.columbia.edu/~tdp4/" target="_blank">Michel Tuan Pham</a>, Marketingprofessor an der Columbia Universität, in einer neuen noch unveröffentlichten Studie (<a href="http://www.columbia.edu/~tdp4/Pham-Lee-Stephen-JCR2012.pdf" target="_blank">.pdf</a>).</p>
<h5>Aus dem Bauch heraus</h5>
<p>Inzwischen wissen Psychologen, dass wir uns bei Einschätzungen und Entscheidungen vor allem von unseren Gefühlen leiten lassen - etwa wenn wir etwas kaufen, unser Leben einschätzen oder ein bestimmtes Risiko bewerten sollen. Manchmal sind solche Entscheidungen aus dem Bauch heraus gut, manchmal nicht. Pham und Co. haben herausgefunden: Unsere Emotionen spielen nicht nur bei solchen Alltagsentscheidungen eine Rolle - sondern auch, wenn wir die Zukunft vorhersagen sollen. Mehr noch: Bestimmte Gefühle tragen dazu bei, unseren Blick in die Glaskugel zu schärfen.</p>
<p>In acht Experimenten sollten insgesamt 1288 Personen verschiedene Situationen prognostizieren. Mal wurden 229 Personen sechs Monate vor der eigentlichen Entscheidung gefragt, ob die Demokraten in den USA eher Hillary Clinton oder Barack Obama für die Präsidentschaftswahlen nominieren würden. Mal sollten 171 Personen vier Tage vorher den Erfolg verschiedener Kinofilme vorhersagen. In anderen Versuchen ging es um das Wetter, die US-Börsenkurse oder die College-Footballmeisterschaft.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Vorhersagen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11178" title="Vorhersagen" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Vorhersagen-300x175.jpg" alt="" width="300" height="175" /></a>Im linken Bild sehen Sie die Ergebnisse. Die blauen Säulen zeigen den Anteil richtiger Prognosen von Gruppe A, die roten diejenigen von Gruppe B. Fällt Ihnen etwas auf? Gruppe A schlug sich in allen Versuchen besser - mal nur geringfügig, mal ganz erheblich. Rechnet man alle Versuche zusammen, waren die Vorhersagen von Gruppe A um mehr als 50 Prozent genauer als die Prognosen von Gruppe B.</p>
<p>Waren die Teilnehmer von Gruppe A Verwandte von Nostradamus? Hatten Sie übernatürliche Fähigkeiten? Waren Sie Hobby-Hellseher? Nichts dergleichen. Die Erklärung für die genaueren Prognosen der einen Gruppe ist so simpel wie faszinierend.</p>
<h5>Kleine Manipulation, große Wirkung</h5>
<p>Bevor alle Probanden ihre Tipps abgaben, teilten Pham und Co. sie in zwei Gruppen ein. Den Mitgliedern von Gruppe A wurde mitgeteilt: "Bitte erinnern Sie sich an <em>zwei</em> Situationen, in denen Sie Ihren Gefühlen vertraut haben - und das im Nachhinein goldrichtig war." Bei Gruppe B hingegen hieß es: "Bitte erinnern Sie sich an <em>zehn</em> Situationen, in denen Sie Ihren Gefühlen zu Recht vertraut haben."</p>
<p>Der Clou an der Sache: Den meisten Menschen fallen sofort zwei solcher Erlebnisse ein. Die Konsequenz: Unterbewusst gehen sie davon aus, dass sie ihrem Gefühl trauen können. Aber an zehn gute Bauchentscheidungen erinnert sich spontan kaum jemand - und so denkt er: Meinen Gefühlen kann ich nicht trauen. Diese kleine, aber feine Manipulation wirkte sich erheblich auf die Prognosen aus: Wer seinen Gefühlen traute, traf präzisere Vorhersagen als jemand, der seinem Instinkt skeptisch gegenüberstand.</p>
<p>Pham nennt dieses Phänomen "emotional oracle effect", was so viel heißt wie "emotionaler Orakel-Effekt". Demnach können unsere Gefühle offenbar dazu beitragen, bessere Vorhersagen zu treffen: "Emotionen sind mehr als subjektive und unvollständige Informationen", sagt Pham, "sondern sie umfassen all unser bewusstes und unbewusstes Wissen." Daten und Fakten einerseits, aber auch Erfahrungen und Erlebnisse andererseits.</p>
<p>"Die Zukunft muss gar nicht so schwer zu entziffern sein", resümiert Pham, "wenn wir lernen, unseren Gefühlen zu trauen."</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Michel Tuan Pham, Leonard Lee und Andrew T. Stephen. Feeling the Future: The Emotional Oracle Effect. In: Journal Of Consumer Research, Band 39, Oktober 2012.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/golo/954565/" target="_blank">golo</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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		<title>Time is money – Warum uns die Zeit-ist-Geld-Einstellung unglücklich macht</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 18:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
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		<category><![CDATA[Journal of Experimental Social Psychology]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie nutzen Sie Ihre knappe Freizeit? Versuchen Sie, die Zeit zu genießen und zu entspannen? Oder können Sie auch im Privatleben nicht richtig abschalten? Laut einer neuen Studie könnte das viel mit Ihrer Einstellung zu tun haben. "Denkt immer daran: Zeit ist Geld", schrieb bereits im Jahr 1784 Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA, [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wie nutzen Sie Ihre knappe Freizeit? Versuchen Sie, die Zeit zu genießen und zu entspannen? Oder können Sie auch im Privatleben nicht richtig abschalten? Laut einer neuen Studie könnte das viel mit Ihrer Einstellung zu tun haben. <span id="more-11157"></span></p>
<p>"Denkt immer daran: Zeit ist Geld", schrieb bereits im Jahr 1784 Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA, in seinem Werk "Ratschläge für junge Kaufleute". Der Satz ist bereits über 200 Jahre alt, doch von seiner Gültigkeit hat er nichts verloren. Ganz im Gegenteil.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/uhr.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11158" title="uhr" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/uhr-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Viele Menschen haben das Gefühl, immer stärker unter Stress zu stehen und immer weniger Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu haben. Freunde, Partner, Hobbys, solche Sachen. Und so versuchen sie krampfhaft, ihren Tag möglichst sinnvoll zu planen, um ihre knappe Zeit auch im Privatleben optimal zu nutzen. Bloß keine Zeit verschwenden. Immer den Blick auf die Uhr richten. Zeit ist Geld!</p>
<p>Die Wahrheit ist jedoch: Langfristig machen Sie sich damit garantiert unglücklich. So lautet das Fazit einer neuen Studie (<a href="http://www.rotman.utoronto.ca/facbios/file/DeVoe%20and%20House,%20JESP.pdf" target="_blank">.pdf</a>) von Sanford DeVoe, Professor an der kanadischen Rotman School of Management, und seinem Doktoranden Julian House.</p>
<p>In einem Experiment fragten sie zunächst 53 Studenten, wie glücklich und zufrieden sie generell mit ihrem Leben waren. Dann ließen sie sie zehn Minuten im Internet herumsurfen. Die Probanden konnten diese Zeit entweder bei Facebook verbringen, Nachrichten lesen, chatten oder spielen. Im Anschluss sollten alle in einem Fragebogen einen kurzen Blick in die Zukunft werfen: Sie sollten prognostizieren, mit welcher wöchentlichen und jährlichen Arbeitszeit sie in ihrem ersten Job rechneten und was sie dort wohl brutto in etwa verdienen würden.</p>
<p>Nun teilten die Wissenschaftler die Teilnehmer in zwei Gruppen. Die eine Hälfte sollte ausrechnen, mit welchem Stundenlohn sie auf der Grundlage ihrer Annahmen rechneten. Die andere Hälfte konnte sich diese Kalkulation sparen. Zu guter Letzt fragten DeVoe und House alle Probanden erneut, wie glücklich sie gerade waren. Und siehe da: Wer seinen Stundenlohn hatte ausrechnen müssen, der war nun nicht glücklicher als vorher - alle anderen hingegen schon. "Wer an den ökonomischen Wert von Zeit erinnert wurde, bei dem verloren die zehn Minuten Faulenzen erheblich an Reiz", resümiert DeVoe. Und dadurch stieg ihr Glücksgefühl auch nicht an.</p>
<p>In den beiden folgenden Experimenten war das Resultat dasselbe. Mehr noch: Hier fanden die Forscher eine mögliche Erklärung für ihre Erkenntnisse. In einem Versuch lauschten die Freiwilligen beispielsweise einer Opernarie. Doch wieder konnten jene Probanden, die zuvor Zeit mit Geld in Verbindung gebracht hatten, die Musik weniger genießen. Sie waren regelrecht ungeduldig und warteten darauf, wann das Stück endlich vorüber sei - und dadurch empfanden sie keinen Genuss mehr.</p>
<p>DeVoe: "Die Zeit-ist-Geld-Einstellung führt dazu, dass die Menschen den wirtschaftlichen Wert der Zeit maximieren wollen - und dadurch ignorieren sie die nicht-messbaren Vorteile jener Erfahrungen, die ihnen eigentlich Spaß bereiten." Wer so denkt, der befürchtet ständig, Zeit vermeintlich zu "verschwenden", und macht sich letztlich selber unglücklich. "Wer Zeit als monetäres Gut sieht, der wird blind für die schönen Dinge des Lebens", warnt DeVoe.</p>
<p>Ein Allheilmittel hat er zwar auch nicht parat. Aber manchmal kann es ja schon helfen, sich diese Gefahr bewusst zu machen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Sanford E. DeVoe, Julian House. Time, money, and happiness: How does putting a price on time affect our ability to smell the roses? In: Journal of Experimental Social Psychology (in press).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/59937401@N07/5856575099/" target="_blank">Images_of_Money</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
<p style="text-align: right;">
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		<title>Lange unterschätzt – Die Erfolgsgeschichte von Tom Brady</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 15:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[New England Patriots]]></category>
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		<category><![CDATA[Tom Brady]]></category>

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		<description><![CDATA[Im diesjährigen Super Bowl, dem Endspiel der US-Footballliga NFL, treffen die New York Giants auf die New England Patriots um ihren Star-Quarterback Tom Brady. Aus dessen Erfolgsgeschichte lässt sich einiges lernen - auch für Nicht-Sportler. Vor Beginn jeder Saison verpflichten US-Sportteams die talentiertesten Nachwuchsspieler in einer Art Casting, auch "Draft" genannt. Man muss sich das [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Im diesjährigen Super Bowl, dem Endspiel der US-Footballliga NFL, treffen die New York Giants auf die New England Patriots um ihren Star-Quarterback Tom Brady. Aus dessen Erfolgsgeschichte lässt sich einiges lernen - auch für Nicht-Sportler. <span id="more-11135"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Tom-Brady-.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11137" title="Tom Brady" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Tom-Brady--255x300.jpg" alt="" width="255" height="300" /></a>Vor Beginn jeder Saison verpflichten US-Sportteams die talentiertesten Nachwuchsspieler in einer Art Casting, auch "Draft" genannt. Man muss sich das vorstellen wie auf einem Markt: Vertreter aller Teams kommen zusammen und wählen abwechselnd die hoffnungsvollsten Talente. Vorher haben sie bereits Hunderte von ihnen beobachtet und deren Leistungsdaten systematisch ausgewertet. Wie groß und schwer die Spieler sind, wie schnell sie sprinten, wie weit sie springen, wie viele Gewichte sie stemmen können.</p>
<p>Ganze Heerscharen von Analysten versuchen sich damit an der Quadratur des Kreises: Sie wollen prognostizieren, wie erfolgreich ein Spieler als Profi sein wird. Das Prozedere gleicht dem Blick in die Glaskugel, doch mithilfe aller Daten und Fakten wollen die Teams die Fehlerwahrscheinlichkeit minimieren.</p>
<p>Die Draft im Jahr 2000 beweist im Nachhinein zwei Dinge: Zum einen kann selbst das ausgefeilteste System nicht jedes Talent erkennen - und zum anderen kommt es für Erfolg nicht nur auf nackte Zahlen an. Sondern vor allem darauf, wie viel Herz und Selbstbewusstsein man mitbringt.</p>
<p>Im Laufe der Verlosung pickten sich verschiedene Teams für die Position des Quarterbacks, also des Spielmachers, zunächst sechs College-Abgänger heraus. Deren Namen: Chad Pennington, Giovanni Carmazzi, Chris Redman, Tee Martin, Marc Bulger und Spergon Wynn. Die werden Ihnen vermutlich nichts sagen, und das liegt sicher auch daran, dass von diesen sechs niemand mehr Profi-Sportler ist. Als siebter Quarterback wurde damals, in der sechsten Runde, an 199. Stelle, ein gewisser Tom Brady gewählt - und der gilt heute als einer der besten Quarterbacks aller Zeiten.</p>
<p>"Er sah aus, als hätte er noch nie ein Fitnessstudio von innen gesehen", erinnert sich ein ehemaliger Trainer. Brady sei einer der langsamsten Quarterbacks gewesen, sein Wurfarm sei nicht besonders herausragend gewesen - und, wenn man ehrlich sei, habe sich Brady damals nicht viel besser angestellt als ein Schüler. Ein anderer Experte bestätigt, dass es in 40 Jahren NFL-Geschichte keinen langsameren Quarterback gegeben habe.</p>
<p>Und so war es eher Zufall, dass ihn die New England Patriots kurz vor Ende der Veranstaltung noch unter Vertrag nahmen - zunächst als dritten Ersatz-Quarterback. Doch Bradys Selbstbewusstsein schien darunter nicht zu leiden. Offenbar ahnte er, dass seine Zeit noch kommen würde. "Da kam plötzlich diese Bohnenstange auf mich zu", erinnert sich der Milliardär Robert Kraft, Besitzer der New England Patriots, "und stellte sich bei mir vor. Ich sagte zu ihm: 'Ich kenne Dich, wir haben dich doch in der sechsten Runde gedraftet.' Was dann passierte, werde ich nie vergessen. Tom schaute mir lange und tief in die Augen, dann sagte er: 'Das stimmt. Und ich bin die beste Entscheidung, die Ihr Verein jemals getroffen hat.'" Er sollte Recht behalten.</p>
<p>Ein Jahr später verletzte sich der Stamm-Quarterback, Brady sprang ein - und gab seinen Stammplatz nie wieder her. Seitdem hat er mit den New England Patriots drei Super Bowls gewonnen, heute Nacht hat er die Chance auf Sieg Nummer vier. Schon jetzt gilt er als einer der besten Quarterbacks aller Zeiten - der bestbezahlte ist er bereits. Im September 2010 verlängerte er seinen Vertrag bei den Patriots um weitere vier Jahre - insgesamt kann er in dieser Zeit 72 Millionen US-Dollar verdienen. Beruflich läuft es bei ihm ziemlich rund. Auch privat könnte es schlechter laufen: Brady ist seit knapp drei Jahren mit dem brasilianischen Supermodel Gisele Bündchen verheiratet.</p>
<p>Der US-Sportsender ESPN hat die Geschichte von Brady und den sechs vor ihm gedrafteten Quarterbacks vor kurzem verfilmt. Hier der erste Teil der wirklich sehenswerten Dokumentation "The Brady Six" (die restlichen Folgen sehen Sie <a href="http://www.youtube.com/playlist?list=PL2A30DAF419AA2237" target="_blank">hier</a>), die vor allem eines zeigt: Es kommt nicht darauf an, was andere einem zutrauen - sondern was man daraus macht.</p>
<p><object style="height: 390px; width: 540px;" width="540" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/npBKRuctmVs?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed style="height: 390px; width: 540px;" width="540" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/npBKRuctmVs?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Nachtrag vom 6.2.2012: Schöner Mist. Ich habe gestern Tom Brady die Daumen gedrückt - leider vergeblich. Das Super-Bowl-Finale ging <a href="http://www.nfl.com/superbowl/story/09000d5d826b086a/article/history-denied-belichick-brady-stymied-by-giants-yet-again?module=HP11_headline_stack" target="_blank">knapp verloren</a>.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Tom_Brady_2011.JPG" target="_blank">Wikimedia Commons</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en" target="_blank">cc-by-sa</a>]</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Lebenslektionen von Bronnie Ware – Was Menschen im Sterben bereuen</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 16:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Top Five Regrets of the Dying]]></category>

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		<description><![CDATA[Angeblich bereuen wir im Leben nur die Dinge, die wir nicht getan haben. Stimmt nicht ganz, sagt Bronnie Ware. Die australische Krankenschwester betreute jahrelang todkranke Menschen. Ihre Erfahrungen hat Ware in einem Buch festgehalten - dessen Lektionen jedem von uns zu denken geben sollten. Der Titel von Wares Buch lautet "Top Five Regrets of the Dying", [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Angeblich bereuen wir im Leben nur die Dinge, die wir nicht getan haben. Stimmt nicht ganz, sagt Bronnie Ware. Die australische Krankenschwester betreute jahrelang todkranke Menschen. Ihre Erfahrungen hat Ware in einem Buch festgehalten - dessen Lektionen jedem von uns zu denken geben sollten.<span id="more-11109"></span></p>
<p>Der Titel von Wares <a href="http://www.amazon.co.uk/Top-Five-Regrets-Dying-Transformed/dp/145250234X/ref=ntt_at_ep_edition_1_1" target="_blank">Buch</a> lautet "Top Five Regrets of the Dying", was frei übersetzt so viel heißt wie "Die fünf Dinge, die Todkranke am häufigsten bereuen". Ein Thema, mit dem sich Bronnie Ware gut auskennt - denn sie arbeitete jahrelang auf der Palliativstation eines Krankenhauses. Bei der Palliativmedizin geht es nicht mehr darum, Menschen zu heilen, denn dafür ist ihre Krankheit zu schwer. Es geht vielmehr darum, ihnen einen möglichst angenehmen Tod zu ermöglichen. Und dafür war Bronnie Ware da.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/zugabfahrt.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11121" title="zugabfahrt" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/zugabfahrt-300x230.jpg" alt="" width="300" height="230" /></a>Aber nicht nur. Denn offenbar kam Ware ihren Patienten emotional sehr nah - zumindest so nah, dass sie ihr anvertrauten, was sie im Leben noch gerne erlebt hätten. "Wenn man die Patienten fragte, ob sie irgendetwas bereuten oder lieber anders gemacht hätten", sagt Ware, "dann nannten sie immer und immer wieder dieselben Dinge."</p>
<p>Hier die fünf meist genannten Aussagen:</p>
<h6><strong>1. "Ich hätte gerne den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben - und mich nicht von den Erwartungen anderer leiten lassen."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Diese Aussage hörte ich am häufigsten. Wer realisiert, dass sein Leben bald vorbei ist und nüchtern zurückblickt, der merkt erst, wie viele Träume unerfüllt geblieben sind. Die meisten Menschen hatten sich nicht mal die Hälfte all ihrer Träume erfüllt - und jetzt mussten sie sterben, im Bewusstsein, dass es an Entscheidungen lag, die sie getroffen oder gescheut hatten. Wer gesund ist, genießt gleichzeitig eine enorme Freiheit. Leider merken die meisten Menschen das erst, wenn die Gesundheit weg ist."</p>
<h6><strong>2. "Ich hätte nicht so hart arbeiten dürfen."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Das sagte jeder meiner männlichen Patienten. Durch ihre Arbeit hatten sie die Jugend ihrer Kinder verpasst und die Gesellschaft ihres Partners - und nun bereuten sie, der Tretmühle des Berufslebens so viel Lebenszeit gewidmet zu haben."</p>
<h6><strong>3. "Ich hätte den Mut haben sollen, meine Gefühle auszudrücken."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Viele Patienten unterdrückten ihre Gefühle, um es sich mit ihren Mitmenschen nicht zu verscherzen. Deshalb entschieden sie sich dazu, ein mittelmäßiges Leben zu führen - und wurden nie zu dem, was sie hätten sein können. Viele wurden dadurch so verbittert, dass sie krank wurden."</p>
<h6><strong>4. "Ich hätte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben sollen."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Erst auf dem Sterbebett erinnerten sie sich an den Wert alter Freundschaften - und dann waren diese Freunde häufig nicht mehr zu erreichen. Viele waren so beschäftigt mit ihrem eigenen Leben, dass sie alte Freunde im Laufe der Jahre aus den Augen verloren hatten - und das tat ihnen jetzt unendlich leid. Wer im Sterben liegt, vermisst seine Freunde."</p>
<h6><strong>5. "Ich hätte mir mehr Glück und Zufriedenheit gönnen sollen."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Dass Glück und Zufriedenheit eine Entscheidung sind, bemerkten sie erst in ihren letzten Wochen. Viele hatten ihre festen Angewohnheiten und Eigenschaften.  Die vermeintlich gewohnte und bequeme Umgebung hatte sich auf ihren Körper und ihre Seele ausgewirkt. Dabei hatten sie schlicht und einfach Angst vor Veränderung. Deshalb gaukelten sie sich und anderen vor, glücklich und zufrieden zu sein - obwohl sie in Wahrheit gerne mal wieder gelacht hätten und gerne albern gewesen wären."</p>
<p>Züge kommen immer wieder neue, doch vom Leben gibt es nur das eine. Was würden Sie bereuen?</p>
<p style="text-align: right;">[via <a href="http://www.guardian.co.uk/lifeandstyle/2012/feb/01/top-five-regrets-of-the-dying" target="_blank">Guardian</a>]</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/emdot/2418168/" target="_blank">emdot</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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		<title>Unter Druck – Stress senkt den IQ</title>
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		<comments>http://www.alltagsforschung.de/unter-druck-stress-senkt-den-iq/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 09:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Feedback]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenzquotient]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenztest]]></category>
		<category><![CDATA[IQ]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophical Transactions of the Royal Society]]></category>
		<category><![CDATA[Read Montague]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum etwas ist so umstritten wie der Intelligenzquotient (IQ). Eine neue Studie wird dazu beitragen, am IQ-Mythos noch weiter zu rütteln - denn laut US-Forschern sinkt der IQ bei Druck und Stress ganz erheblich. Feedback ist wichtig. Es steigert die Motivation, und wer über ein gewisses Können verfügt, der will vor allem wissen, was er [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Kaum etwas ist so umstritten wie der Intelligenzquotient (IQ). Eine neue Studie wird dazu beitragen, am IQ-Mythos noch weiter zu rütteln - denn laut US-Forschern sinkt der IQ bei Druck und Stress ganz erheblich. <span id="more-11091"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/warum-feedback-wichtig-ist/" target="_blank">Feedback ist wichtig</a>. Es <a href="http://www.alltagsforschung.de/schnelles-feedback-steigert-die-motivation/" target="_blank">steigert die Motivation</a>, und wer über ein gewisses Können verfügt, der will vor allem wissen, <a href="http://www.alltagsforschung.de/wer-nicht-fragt-bleibt-dumm-experten-brauchen-negatives-feedback/" target="_blank">was er falsch macht</a>. Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, müssen wir uns ständig selbst hinterfragen - und dürfen den Vergleich mit anderen nicht scheuen.</p>
<p>Intelligenztests sind umstritten. Gemessen wird überwiegend verbales und mathematisches Verständnis, am Ende wird aus den Punkten ein Intelligenzquotient (IQ) gebildet. Der soll den Unterschied ausdrücken zwischen Talent (150 Punkte) und Trantüte (70 Punkte).</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-11092" title="konferenztisch" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/konferenztisch-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />Diese Einteilung ist schon heikel genug - vor allem, weil viele immer noch glauben, mithilfe des IQ die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Menschen vorhersagen zu können. Nach dem Motto: Wer weit weniger als 100 Punkte erreicht, kann sich die Karriere schon mal abschminken. Solche Vereinfachungen sind so eindimensional wie falsch. Auch deshalb, weil der Wert des IQs mitunter extrem schwankt - und zwar dann, wenn wir während des IQ-Tests unmittelbares Feedback erhalten und uns mit anderen vergleichen müssen.</p>
<p>Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe um den renommierten US- Neurowissenschaftler <a href="http://research.vtc.vt.edu/employees/read-montague/" target="_blank">Read Montague</a> von der Universität Virginia Tech in einer neuen Studie (<a href="http://rstb.royalsocietypublishing.org/content/367/1589/704.full.pdf+html" target="_blank">.pdf</a>). 70 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 25 nahmen dafür an standardisierten IQ-Tests teil - und zwar jeweils in Fünfergruppen. Zunächst wurden sie einander vorgestellt, dann setzten sie sich gemeinsam in einen Raum und beantworteten die Fragen mit Stift und Papier.</p>
<p>Nach einer kurzen Pause nahmen alle Teilnehmer Platz an einem Computer. Wieder beantworteten sie die Fragen eines IQ-Tests. Mit zwei entscheidenden Unterschieden: Zum einen gaben sie ihre Antworten zeitgleich ab - und zum anderen erhielten sie unmittelbare Rückmeldung darüber, wie sie sich im Vergleich zu den vier anderen Gruppenmitgliedern geschlagen hatten. Denn nach jeder Frage sahen sie auf dem Monitor ihren Rang unter den fünf Gruppenmitgliedern, außerdem wurde ihnen die Platzierung eines anderen Mitglieds zusätzlich angezeigt. Mal landeten sie weit vorne, mal weiter hinten.</p>
<p>Danach verglichen Montague und Co. die Ergebnisse jener Probanden, die im ersten Durchgang einen ähnlich hohen IQ gehabt hatten. Und siehe da: Das direkte Feedback beim zweiten Test schadete der Leistung. Im Schnitt schrumpfte ihr IQ von etwa 126 um knapp 17 Punkte!</p>
<p>"In Kleingruppen sinkt die geistige Leistungsfähigkeit", sagt Montague, "erst recht, wenn man glaubt, schlechter zu sein als die anderen." Offenbar erhöhen kleine, intime Gruppen den sozialen Druck. Man ist nicht anonym, jeder bemerkt die Leistung des anderen, es entsteht eine unbewusste Hackordnung. Mit der Konsequenz, dass Stress und Einschüchterung buchstäblich aufs Gemüt schlagen. Doch die Studie liefert auch eine versöhnliche Erkenntnis. Sie beweist, dass der Intelligenzquotient ein äußerst wackeliges Konstrukt ist. Offenbar ist seine Höhe immer auch von der jeweiligen Situation ab, in der wir den Test absolviert haben.</p>
<p>Umso vorsichtiger sollten wir mit dem Begriff Intelligenz umgehen. Offenbar ist sie weniger eine stabile, gleichbleibende und vererbbare Eigenschaft, sondern immer auch eine Momentaufnahme. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Kenneth T. Kishida, Dongni Yang, Karen Hunter Quartz, Steven R. Quartz und P. Read Montague (2012). Implicit signals in small group settings and their impact on the expression of cognitive capacity and associated brain responses. In: Philosophical Transactions of the Royal Society B, Band 367, Seite 704-716.</p>
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<a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zV1cqGR5sYs-dSSdWiRxyE4NLIo/1/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zV1cqGR5sYs-dSSdWiRxyE4NLIo/1/di" border="0" ismap="true"></img></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/alltagsforschung/~4/rYH34YnA0Hw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Der Halo-Effekt – Warum wir Fair-Trade-Produkte für gesünder halten</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/alltagsforschung/~3/8QZZA6qiLFI/</link>
		<comments>http://www.alltagsforschung.de/der-halo-effekt-warum-wir-fair-trade-produkte-fur-gesunder-halten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 10:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Dominique Muller]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Lee Thorndike]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Psychological and Personality Science]]></category>
		<category><![CDATA[Solomon Asch]]></category>

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		<description><![CDATA[Essen Sie gerne Schokolade? Kaufen Sie gerne Produkte aus fairem Handel? Und wollen Sie sich gesund ernähren? Dann seien Sie gewarnt: Laut einer neuen Studie halten wir Fair-Trade-Produkte automatisch für gesünder - sogar Schokolade. Nehmen wir mal an, Sie sehen auf der Straße eine extrem dicke Person - halten Sie diese Person für fleißig, klug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Essen Sie gerne Schokolade? Kaufen Sie gerne Produkte aus fairem Handel? Und wollen Sie sich gesund ernähren? Dann seien Sie gewarnt: Laut einer neuen Studie halten wir Fair-Trade-Produkte automatisch für gesünder - sogar Schokolade. <span id="more-11071"></span></p>
<p>Nehmen wir mal an, Sie sehen auf der Straße eine extrem dicke Person - halten Sie diese Person für fleißig, klug und diszipliniert? Oder glauben Sie, dass sie maßlos, faul, willensschwach oder gar dumm ist? Wen halten Sie für klüger: den Schüler mit runder Nickelbrille oder den mit Kontaktlinsen? Sind Blondinen eher schlau oder dumm?</p>
<p>Okay, genug der rhetorischen Fragen, die Antworten scheinen mehr als einleuchtend. Und das liegt am so genannten Halo-Effekt. Entdeckt wurde das Phänomen im 19. Jahrhundert vom US-Verhaltensforscher Edward Lee Thorndike. Und so funktioniert es: Einzelne Eigenschaften einer Person wirken auf uns so dominant, dass sie einen überstrahlenden Gesamteindruck erzeugen. Daher auch der Name, denn "Halo" steht im Englischen für "Heiligenschein".</p>
<p>Verschiedene Wissenschaftler konnten den Effekt in den vergangenen Jahrzehnten nachweisen. Der legendäre Psychologe Solomon Asch las seinen Probanden in einer <a href="http://psycnet.apa.org/index.cfm?fa=search.displayRecord&amp;uid=1946-04654-001" target="_blank">Studie</a> im Jahr 1946 beispielsweise verschiedene Charaktereigenschaft einer Person vor. Wurde diese als warmherzig beschrieben, hielten die Testpersonen sie gleichzeitig auch für großzügig, gutmütig und gesellig.</p>
<p>Aber auch bei der Ernährung spielt der Halo-Effekt eine Rolle - allerdings mitunter eher eine unrühmliche. So halten wir das Essen der Sandwich-Kette Subway gesünder als das von McDonald's - und stopften im Endeffekt mehr Kalorien in uns hinein. Wie sehr der Halo-Effekt unsere Ernährung beeinflussen kann, zeigt jetzt eine neue Studie (<a href="http://sitemaker.umich.edu/norbert.schwarz/files/12_spps_schuldt_et_al_fair_trade.pdf" target="_blank">.pdf</a>) von Psychologen um <a href="http://sitemaker.umich.edu/jschuldt/home" target="_blank">Jonathon Schuldt</a> von der Universität von Michigan. Die Essenz: Schon der Anblick eines Fair-Trade-Labels kann dazu führen, dass wir uns ungesünder ernähren.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/schokolade.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11080" title="schokolade" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/schokolade-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>In zwei Experimenten konfrontierte Schuldt 248 Probanden mit verschiedenen Sorten Schokolade. Vorher hatte er die Verpackungen jedoch manipuliert. Die eine gaukelte den Teilnehmern vor, dass die Schokolade aus fairem Handel stamme. Das Unternehmen zahle den Kakaobauern in Afrika überdurchschnittlich hohe Löhne, kümmere sich um deren Gesundheitsversorgung, spende viel für wohltätige Zwecke und kämpfe gegen Kinderarbeit.</p>
<p>Die andere Verpackung verkündete das genaue Gegenteil. Die Schokofirma sei bekannt für ihre ruppigen Methoden, miesen Löhne und lege sich regelmäßig mit Menschenrechtsgruppen an, weil sie Kinderarbeit fördere. Die Konsequenz: Den Teilnehmern verging buchstäblich der Appetit.</p>
<p>Denn nun sollten sie einschätzen, wie viel Kalorien beide Sorten hätten. Und siehe da: Der Fair-Trade-Schokolade billigten sie am wenigsten Kalorien zu. Nach dem Motto: Wenn das Naschzeug schon unter so menschlichen Bedingungen entstanden ist, dann kann sie unmöglich schlecht sein. Ganz anders war das Resultat bei der Schokolade des miesen Unternehmens: Hier gingen die Teilnehmer von einer wesentlich höheren Kalorienzahl aus.</p>
<p>Mehr noch: Je wichtiger den Probanden ethisches Verhalten war, desto eher glaubten sie bei der Fair-Trade-Schokolade an eine geringere Kalorienzahl - und an eine umso höhere beim unethischen Konkurrenten. Außerdem empfahlen sie die fair gehandelte Schokolade auch wesentlich öfter weiter.</p>
<p>Der Halo-Effekt ist einer dieser <a href="http://www.amazon.de/Ich-denke-also-spinn-ich/dp/3423248734/ref=pd_sim_b_2" target="_blank">psychologischen Effekte</a>, die unser Verhalten immer und überall beeinflussen. Es kann schon helfen, sich deren Wirkung bewusst zu machen. Ob uns das wirklich weiterhilft, ist natürlich eine ganz andere Frage - versuchen Sie das mal jemandem zu erklären, der Lust auf Schokolade hat.</p>
<p><strong>P.S.: </strong>Hier finden Sie meinen Beitrag zu zehn Fakten zur <a href="http://www.alltagsforschung.de/happa-happa-10-psychologische-fakten-uber-essen/" target="_blank">Psychologie des Essens</a>.</p>
<p><strong style="text-align: right;">Quelle:<br />
</strong>Jonathon P. Schuldt, Dominique Muller and Norbert Schwarz (2012). The ''Fair Trade'' Effect: Health Halos From Social Ethics Claims. In: Social Psychological and Personality Science.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/johnloo/606739059/" target="_blank">John Loo</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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		<title>Im Zwiespalt – Warum fallen leichte Entscheidungen schwer?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/alltagsforschung/~3/fosE0QlBi4U/</link>
		<comments>http://www.alltagsforschung.de/im-zwiespalt-warum-fallen-leichte-entscheidungen-schwer/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Aner Sela]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Pöppel]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Jonah Berger]]></category>
		<category><![CDATA[Journal of Consumer Research]]></category>

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		<description><![CDATA["Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten", wusste schon der deutsche Dichter Friedrich Schiller. Leider halten wir uns im Alltag selten daran. Wieso fallen uns selbst leichte Entscheidungen so schwer? Zwei US-Wissenschaftler wissen warum. Die Welt ist furchtbar komplex. Pro Tag treffen wir etwa 20.000 Entscheidungen, hat der Hirnforscher Ernst Pöppel mal ausgerechnet. Zugegeben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>"Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten", wusste schon der deutsche Dichter Friedrich Schiller. Leider halten wir uns im Alltag selten daran. Wieso fallen uns selbst leichte Entscheidungen so schwer? Zwei US-Wissenschaftler wissen warum. <span id="more-11035"></span></p>
<p>Die Welt ist furchtbar komplex. Pro Tag treffen wir etwa 20.000 Entscheidungen, hat der Hirnforscher Ernst Pöppel mal ausgerechnet. Zugegeben, die meisten davon sind eher banal: Lieber die Zahnbürste mit weichen oder harten Borsten? Im Urlaub besser an den Strand oder in die Berge? Die Wände eher tapezieren oder nur streichen? Genau genommen wird die Antwort auf solche Fragen unser Leben nicht nachhaltig verändern. Demnach erscheint es eigentlich logisch, dass wir uns nur bei Entscheidungen mit größerer Tragweite stärker den Kopf zerbrechen - um möglichst richtig zu handeln. Und wenn wir uns mal festgelegt haben, sind die Auswirkungen durchaus positiv, denn Psychologen wissen: <a href="http://www.alltagsforschung.de/trau-dich-entscheidungen-machen-glucklich/" target="_blank">Entscheidungen machen glücklich</a>.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/grübeln.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11036" title="grübeln" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/grübeln-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Dennoch fallen uns auch leichte Entscheidungen schwer - zumindest empfinden wir es so. Wir erstellen Pro- und Contra-Listen, wägen Vor- und Nachteile ab, befragen Freunde und Verwandte - mit negativen Folgen, denn <a href="http://www.alltagsforschung.de/ja-nein-jein-%E2%80%93-grubeln-macht-unglucklich/" target="_blank">Grübeln macht unglücklich</a>. Aber warum tun wir uns mit banalen Entscheidungen so schwer? Eine Frage, auf die die beiden US-Wissenschaftler Aner Sela (Universität von Florida) und Jonah Berger (Wharton Business School) eine Antwort gefunden haben.</p>
<h4>Im Zwiespalt</h4>
<p>In einer noch unveröffentlichten Studie (<a href="http://marketing.wharton.upenn.edu/documents/research/Decision_Quicksand.pdf" target="_blank">.pdf</a>), die im August im "Journal of Consumer Research" erscheinen wird, stellten sie Hunderte von Probanden in insgesamt vier Experimenten vor verschiedene Optionen. In einem sollten 106 Personen mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren zwischen zwei Aufgaben wählen. Doch vorab wurden sie in zwei Gruppen geteilt. Die einen gingen davon aus, dass sie ihren Entschluss nicht mehr rückgängig machen konnten. Den anderen wurde mitgeteilt, dass sie ihre Entscheidung noch mal revidieren durften.</p>
<p>Die zwei Aufgaben unterschieden sich im Schwierigkeitsgrad. Bei der komplizierten Aufgabe mussten sie sich eine von vier Möglichkeiten aussuchen. Keine der vier war wirklich besser als die anderen, jede hatte ihre Vor- und Nachteile. Bei der einfachen Aufgabe mussten sich die Teilnehmer lediglich zwischen zwei Optionen entscheiden. Entweder sie verdienten mit einer lustigen, fünf Minuten währenden Aufgabe drei Dollar Stundenlohn - oder sie bekamen für 15 Minuten Langeweile nur 1,50 Dollar pro Stunde. Kein Wunder: Alle entschieden sich für die erste Aufgabe.</p>
<p>Doch viel interessanter war, wie lange die Probanden brauchten: Entscheidend war nicht die Aufgabe an sich - sondern ob die Teilnehmer davon ausgingen, dass sie ihre Wahl noch mal revidieren konnten. Wenn sie davon ausgingen, dass sie sich noch mal umentscheiden durften, brauchten sie doppelt so lange - obwohl der Unterschied zwischen den Optionen nicht allzu groß war. Mit anderen Worten: Die Entscheidung war von geringer Bedeutung - dennoch haderten die Probanden umso länger mit sich.</p>
<p>In den weiteren Versuchen war es ähnlich. In einem Experiment sollten sich 264 Freiwillige einen Flug aussuchen. Die eine Hälfte bekam die Aufgabenstellung in großen und gut leserlichen Buchstaben serviert. Bei der anderen Hälfte war die Aufgabe in kleiner, schwer lesbarer Schrift gehalten. Wenig überraschend: Letztere brauchten zwar länger, weil sie zuerst die Buchstaben entziffern mussten. Doch diese kleine Hürde legte gewissermaßen den geistigen Schalter um: Selbst wenn ihnen klar war, dass die Entscheidung im Grunde unwichtig war, benötigten sie nun etwa 50 Prozent länger.</p>
<p>Dafür verantwortlich ist laut Sela und Berger eine Art Verzerrung: Wir erwarten, dass eine Entscheidung im Grunde unwichtig sein wird, doch plötzlich sehen wir uns mit verschiedenen Optionen konfrontiert. Doch anstatt schnell zu entscheiden, verwechseln wir die Wahlmöglichkeiten und Informationsflut mit Wichtigkeit. Und dadurch entschließt sich unser Gehirn gewissermaßen dazu, einer Entscheidung viel Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen - obwohl das streng genommen gar nicht notwendig ist. Die Konsequenz: Aus der gedanklichen Mücke wird der sprichwörtliche Elefant.</p>
<h5>Drei Methoden für schnellere Entscheidungen:</h5>
<p><strong>1. Ein Zeitlimit setzen.</strong> ("In fünf Minuten werde ich mich entschieden haben.")</p>
<p><strong>2. Die Entscheidung delegieren.</strong> Das ist zumindest bei banalen Angelegenheiten machbar.</p>
<p><strong>3. Eine Auszeit nehmen. </strong>Dadurch verhindern wir, uns in Details zu verlieren. Sonst sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr - aber genau das ist für eine gute Entscheidung nie verkehrt.</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Aner Sela, Jonah Berger (2012). Decision Quicksand: How Trivial Choices Suck Us In. Journal Of Consumer Research, Band 39.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/striatic/2144933705/" target="_blank">striatic</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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		<title>Falsche Folien – Was bringen Powerpoint-Präsentationen?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/alltagsforschung/~3/u5pUey8y_C0/</link>
		<comments>http://www.alltagsforschung.de/falsche-folien-was-bringen-powerpoint-prasentationen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 10:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Aaron Buchko]]></category>
		<category><![CDATA[Computers in Human Behavior]]></category>
		<category><![CDATA[Death by Powerpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Merkfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Powerpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Zuhörer]]></category>

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		<description><![CDATA[Schätzungen zufolge werden täglich 30 Millionen Präsentationen mit Powerpoint erstellt. Dadurch sollen die Zuhörer die Inhalte leichter verarbeiten und verinnerlichen. Eine neue Studie warnt: Längst nicht immer wird dieses Ziel erreicht. Im Jahr 1984 präsentierten die Softwareingenieure Dennis Austin und Thomas Rudkin ein neues Programm für den Apple Macintosh namens "Presenter". Schon drei Jahre später verschwand [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Schätzungen zufolge werden täglich 30 Millionen Präsentationen mit Powerpoint erstellt. Dadurch sollen die Zuhörer die Inhalte leichter verarbeiten und verinnerlichen. Eine neue Studie warnt: Längst nicht immer wird dieses Ziel erreicht. <span id="more-11016"></span></p>
<p>Im Jahr 1984 präsentierten die Softwareingenieure Dennis Austin und Thomas Rudkin ein neues Programm für den Apple Macintosh namens "Presenter". Schon drei Jahre später verschwand der Name wieder. 1987 wurde Austins und Rudkins Unternehmen "Forethought" von Microsoft gekauft und das Programm umbenannt - in "Powerpoint". Seitdem hat sich die Software nicht nur auf Millionen von Rechnern weltweit breit gemacht, sondern auch in Konferenzräumen und Vorlesungssälen. Kaum ein Unternehmensberater oder Uniprofessor kommt noch ohne das Programm aus.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/präsentation.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11027" title="präsentation" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/präsentation-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Doch jedes enorm erfolgreiche Produkt spaltet auch immer die Geister, und da macht Powerpoint keinen Unterschied. Die einen halten es vereinfacht gesagt für die Pest, da es komplexe Zusammenhänge zu einfach und womöglich falsch darstellt, und dem Zuhörer dadurch letztlich mehr schadet als nützt. Death by Powerpoint eben. Die Befürworter hingegen schätzen, dass der Lernprozess durch die kreative und spielerische Präsentation erleichtert wird. Die Frage ist: Wer hat Recht?</p>
<p>Dieser Frage widmeten sich US-Wissenschaftler um den Managementprofessor <a href="http://www.bradley.edu/academic/departments/bma/faculty/profile.dot?id=113265" target="_blank">Aaron Buchko</a> von der Bradley Universität in Illinois in einer <a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0747563211002603" target="_blank">Studie</a>, die in der kommenden Ausgaben des Fachmagazins "Computers in Human Behavior" erscheinen wird. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Das Präsentationsprogramm kann der Merkfähigkeit der Zuhörer durchaus schaden - dann nämlich, wenn die Folien nur aus bunten Bildchen und Graphiken bestehen.</p>
<h4>Drei Predigten</h4>
<p>Für seine Feldstudie gewann Buchko 84 Mitglieder einer Kirchengemeinde. 34 Männer und 50 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 52 lauschten von September bis Dezember 2009 verschiedenen Predigten des Pastors - allerdings in drei unterschiedlichen Versionen. Die eine Gruppe sah während der Predigt einige Schlüsselbegriffe und Phrasen auf Powerpoint-Folien. Die zweite Gruppe erblickte währenddessen entsprechende Bilder oder Fotos, die die Botschaft des Predigers unterstützten. Die dritte Gruppe sah beides - sowohl Bilder, Fotos und Zeichnungen als auch Wörter und Schlüsselbegriffe.</p>
<p>Einige Tage später wollte Buchko testen, was den Zuhörern von den Predigten im Kopf geblieben war und stellte ihnen verschiedene Fragen. Einerseits sollten sie sich an den genauen Inhalt der Folien erinnern, andererseits an die generelle Aussage der Präsentation sowie der gesamten Predigt. Und siehe da: Die Form der Präsentation wirkte sich erheblich auf die Merkfähigkeit aus.</p>
<p>Am besten erinnerten sich die Teilnehmer, wenn sie während der Predigt einige Schlüsselbegriffe in verbaler Form auf den Folien gesehen hatten, die Kombination aus Wörter und Bildern lag auf Platz zwei. Am schlechtesten konnten sie sich erinnern, wenn ausschließlich Bilder auf den Folien zu sehen waren - und zwar sowohl im Hinblick auf die konkreten Inhalte der Folien wie auch die generelle Aussage der Predigt. Damit widerlegt die Studie die Annahme, dass Powerpoint-Präsentationen unbedingt graphische Elemente enthalten müssen.</p>
<p>Doch auch generell zieht Aaron Buchko die Sinnhaftigkeit solcher Folien in Frage. Denn eine Kontrollgruppe lauschte den Predigten ohne den Einsatz von Powerpoint - und sie konnten sich genauso viel merken wie die Testpersonen.</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Aaron A. Buchko, Kathleen J. Buchko, Joseph M. Meyer (2012). Is there power in PowerPoint? A field test of the efficacy of PowerPoint on memory and recall of religious sermons. In: Computers in Human Behavior, Ausgabe 28, Seite 688–695.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/rzganoza/4045460073/" target="_blank">Renato Ganoza</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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