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	<title>alltagsforschung.de</title>
	
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	<description>Psychologie in Beruf und Privatleben</description>
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		<title>Feldstudie – Umfeld prägt Wettbewerbsgeist</title>
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		<pubDate>Thu, 23 May 2013 06:07:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Leibbrandt]]></category>
		<category><![CDATA[Feldstudie]]></category>
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		<category><![CDATA[Konkurrenzdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Proceedings of the National Academy of Sciences]]></category>
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		<description><![CDATA[Alle Lebewesen stehen im Wettbewerb: Pflanzen konkurrieren um Wasser, Tiere um Nahrung, Menschen um Freunde oder Geld. Doch klar ist: Der eine braucht die ständige Rivalität, der andere lässt es lieber ruhiger angehen. Wie entstehen diese Unterschiede? An der Küste des brasilianischen Bundesstaates Bahia arbeiten die Männer hauptsächlich als Fischer - allerdings in verschiedenen Gebieten. Die einen angeln [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Alle Lebewesen stehen im Wettbewerb: Pflanzen konkurrieren um Wasser, Tiere um Nahrung, Menschen um Freunde oder Geld. Doch klar ist: Der eine braucht die ständige Rivalität, der andere lässt es lieber ruhiger angehen. Wie entstehen diese Unterschiede? <span id="more-14095"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Wettbewerb.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14096" alt="Wettbewerb" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Wettbewerb-300x173.jpg" width="300" height="173" /></a>An der Küste des brasilianischen Bundesstaates Bahia arbeiten die Männer hauptsächlich als Fischer - allerdings in verschiedenen Gebieten. Die einen angeln auf einem See namens Pedra do Cavalo, die anderen in der Allerheiligenbucht im Atlantik. Und diese Gegebenheiten prägen den Alltag.</p>
<p>Die Fischer auf dem See sitzen allein in kleinen Booten, gelegentlich nehmen sie ihre Familie mit. Ihre Kollegen auf dem Meer hingegen sind durch die schwierigeren Umstände auf Kooperation angewiesen. Sie nutzen größere Fischnetze und sitzen in größeren Booten, mal in Zweierteams, mal zu viert, mal zu acht. Und diese Arbeitsbedingungen beeinflussen auch den Wettbewerbsgeist.</p>
<p>Das bemerkte nun der Ökonom <a id="" href="https://sites.google.com/site/leibbrandt/" target="_blank" shape="rect">Andreas Leibbrandt</a> von der australischen Monash Universität. Für seine <a id="" href="http://www.pnas.org/content/early/2013/05/21/1300431110.abstract" target="_blank" shape="rect">Studie</a> reiste er an die Küste von Bahia und konfrontierte 289 Fischer mit einem simplen Spiel. Sie sollten einen Tennisball zehn Mal in einen drei Meter entfernten Eimer werfen.</p>
<p>Vorab hatten sie die Wahl: Sie konnten das Spiel entweder alleine durchziehen und eine Belohnung pro erfolgreichem Wurf kassieren. Oder sie entschieden sich für einen kleinen Konkurrenzkampf. Dann konnten sie pro Versuch zwar mehr gewinnen - aber nur, wenn sie besser abschnitten als ihr imaginärer Gegner. Schlugen sie sich schlechter, gingen sie leer aus.</p>
<p>Und siehe da: Die Entscheidung für oder gegen den kleinen Wettstreit war erheblich davon abhängig, wo die Männer arbeiteten. Die See-Fischer wählten zu knapp 46 Prozent den Wettkampf. Bei den Meer-Fischern war das nur zu 28 Prozent der Fall. Mehr noch: Je erfahrener die See-Fischer waren, desto eher wählten sie die Auseinandersetzung. Ihr Umfeld erhöhte demnach ihre Lust am Wettbewerb.</p>
<p>Offenbar beeinflussen die Arbeitsbedingungen das Konkurrenzdenken, resümiert Leibbrandt. In der individualistischen Gesellschaft der See-Fischer zwinge die Natur die Menschen dazu, alleine zu arbeiten. Die Folge: Sie sind deutlich kompetitiver. In der kollektivistischen Gesellschaft der Meeresfischer gilt das Gegenteil. Dort sind sie auf Zusammenarbeit angewiesen - und verlieren die Lust am Wettstreit.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Andreas Leibbrandt, Uri Gneezy und John List. Rise and fall of competitiveness in individualistic and collectivistic societies, <em>Proceedings of the National Academy of Sciences</em></p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-124351747/stock-photo-group-of-people-pulling-the-rope-in-the-sunlight.html" target="_blank">iurii</a> via Shutterstock]</p>
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		<title>Gutes Gefühl – Glück fördert die Gesundheit</title>
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		<comments>http://www.alltagsforschung.de/gutes-gefuhl-gluck-fordert-die-gesundheit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 07:47:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Bethany Kok]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Polyvagal-Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychological Science]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Porges]]></category>
		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine neue Studie zeigt: Meditation kann nicht nur die Zufriedenheit steigern und Einsamkeit lindern - von den Glücksgefühlen profitiert auch unser Herz. Sogar messbar. Jeder versteht unter Glück etwas anderes. Eine harmonische Partnerschaft hier, beruflichen Erfolg dort. Doch fernab individueller Unterschiede steht ebenso fest: Menschen sind besser dran, wenn in ihrem Herz und ihrer Seele [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Eine neue Studie zeigt: Meditation kann nicht nur die Zufriedenheit steigern und Einsamkeit lindern - von den Glücksgefühlen profitiert auch unser Herz. Sogar messbar. <span id="more-14052"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Happy-people.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14053" alt="Happy people" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Happy-people-300x198.jpg" width="300" height="198" /></a>Jeder versteht unter Glück etwas anderes. Eine harmonische Partnerschaft hier, beruflichen Erfolg dort. Doch fernab individueller Unterschiede steht ebenso fest: Menschen sind besser dran, wenn in ihrem Herz und ihrer Seele meistens die Sonne scheint.</p>
<p>Wer glücklicher und zufriedener mit sich und seinen Umständen ist, <a id="" href="http://www.alltagsforschung.de/gluckliche-menschen-leben-langer/" target="_blank" shape="rect">lebt länger</a>, ist <a id="" href="http://www.alltagsforschung.de/gluck-kommt-selten-allein-zufriedenheit-macht-erfolgreich/" target="_blank" shape="rect">beruflich erfolgreicher</a> - und <a id="" href="http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/17437190701492486#.UZHQSyu9Xew" target="_blank" shape="rect">langfristig körperlich gesünder</a>.</p>
<p>Doch mehr noch: Glück und Zufriedenheit fördern unsere Physis offenbar schon kurzfristig. So lautet das Fazit einer neuen Studie (<a id="" href="http://www.unc.edu/peplab/publications/Kok%20et%20al_psycscience_inPress.pdf" target="_blank" shape="rect">.pdf</a>) von <a id="" href="http://www.cbs.mpg.de/staff/bethkok-11831" target="_blank" shape="rect">Bethany Kok</a>, die derzeit am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig forscht.</p>
<p>Sie teilte 65 Freiwillige mit einem Durchschnittsalter von 38 in zwei Gruppen. Etwa die Hälfte besuchte sechs Wochen lang einen Kurs über "Metta", eine Art der Meditation. Dort sollen die Teilnehmer Liebe, Mitgefühl, Barmherzigkeit und Wohlwollen entwickeln - und zwar sich selbst gegenüber, aber auch für ihre Mitmenschen.</p>
<p>Einmal pro Woche half ihnen der Kursleiter in einstündigen Sitzungen dabei, zu meditieren. Außerdem bat er sie darum, das täglich zu Hause zu tun. In einem Online-Formular sollten sie eintragen, wie lange sie wirklich meditierten. Darin hielten sie zudem fest, ob sie sich glücklich fühlten und wie es um ihre sozialen Bindungen bestellt war. Oder genauer: ob sie sich von Freunden, Bekannten und Kollegen unterstützt, geschätzt und geliebt fühlten.</p>
<p>Ergebnis: Die Mitglieder der Meditationsgruppe steigerten während des Experiments ihre Glücksgefühle - aber nur dann, wenn sie ihr soziales Umfeld auch als intakter empfanden.</p>
<p>Der Einfluss der Meditation war sogar messbar. Bei der Versuchsgruppe verbesserte sich im Laufe des Versuchs auch der Wert des kardialen vagalen Tonus. Klingt mal wieder komplizierter als es ist. Daher ein kurzer Exkurs in die Anatomie.</p>
<p>Menschen besitzen zwölf Paare von Hirnnerven, die unterschiedliche Aufgaben haben. Einer davon ist der Nervus Vagus. Er sorgt unter anderem dafür, dass unsere inneren Organe funktionieren, auch das Herz. Der Vagusnerv reguliert zum Beispiel, wie stark unser Herzschlag sich mit der Atmung verändert. Grob zusammengefasst: Je höher der kardiale vagale Tonus, desto gesünder das Herz.</p>
<p>Doch das ist nicht alles. Der amerikanische Neurobiologie Stephen Porges entwickelte vor einigen Jahren die Polyvagal-Theorie. Er war davon überzeugt, dass Menschen über eine Art inneres System verfügen, das auf Kontakt und Kommunikation ausgerichtet ist. Und seitdem konnte er in mehreren Studien zeigen, dass der Nervus Vagus auf zwischenmenschliche Kontakte reagiert. Denn er empfängt auch sensorische Informationen von unseren Augen und Ohren.</p>
<p>Bislang waren Forscher davon überzeugt, dass der Tonus bei allen Menschen relativ stabil ist. Doch Bethany Kok bemerkte: Bei der Meditationsgruppe verbesserte er sich im Laufe des Experiments - aber nur dann, wenn sie sich gleichzeitig auch sozial stärker eingebunden fühlten.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die Meditation steigerte die Zufriedenheit und linderte die Einsamkeit - und davon profitierte gleichzeitig ein Nerv, der für unser Herz zuständig ist.</p>
<p>"Positive Emotionen fördern die körperliche Gesundheit", schreibt Kok. Offenbar setzen die Glücksgefühle eine Aufwärtsspirale in Gang. Je zufriedener die Probanden mit sich und ihrem Leben waren, desto eher fühlten sie sich anderen Menschen verbunden - und umso mehr stieg der vagale Tonus. Ein gesunder Geist sorgt demnach tatsächlich für einen gesunden Körper.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Bethany Kok et al (2013). How Positive Emotions Build Physical Health: Perceived Positive Social Connections Account for the Upward Spiral Between Positive Emotions and Vagal Tone. Psychological Science</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-115159207/stock-photo-silhouette-of-friends-jumping-in-sunset.html" target="_blank">Alex Emanuel Koch</a> via Shutterstock]</p>
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		<title>Flirt-Vorteil – Männer mit Gitarren kommen bei Frauen gut an</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 16:25:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Flirten]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Nicolas Guéguen]]></category>

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		<description><![CDATA["Wer Klavier spielt, hat Glück bei den Frauen", sang einst Johannes "Jopi" Heesters. Doch offenbar sind es vor allem Männer mit Gitarren, die bei Frauen gut ankommen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine neue Studie. Man nehme: Einen gutaussehenden, 20-jährigen Kerl, schicke ihn auf die Straße und lasse ihn Frauen anquatschen. Klingt seltsam, war aber [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>"Wer Klavier spielt, hat Glück bei den Frauen", sang einst Johannes "Jopi" Heesters. Doch offenbar sind es vor allem Männer mit Gitarren, die bei Frauen gut ankommen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine neue Studie. <span id="more-14036"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Gitarrenspieler.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14037" alt="Gitarrenspieler" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Gitarrenspieler-300x200.jpg" width="300" height="200" /></a>Man nehme: Einen gutaussehenden, 20-jährigen Kerl, schicke ihn auf die Straße und lasse ihn Frauen anquatschen. Klingt seltsam, war aber der Versuchsaufbau einer neuen <a href="http://pom.sagepub.com/content/early/2013/05/01/0305735613482025.abstract" target="_blank">Studie</a> des französischen Psychologen Nicolas Guéguen.</p>
<p>Sein männliches Versuchskarnickel sprach an einem sonnigen Samstagnachmittag 300 junge Frauen an. Allen gemein war: Sie waren etwa zwischen 18 und 22 und spazierten allein durch die Fußgängerzone.</p>
<p>Er ging also auf die Frauen zu, lächelte und sagte: "Hallo, mein Name ist Antoine. Ich möchte nur sagen, dass du wirklich hübsch bist. Ich muss heute Nachmittag arbeiten, aber vielleicht würdest du mir deine Telefonnummer geben? Dann würde ich dich später anrufen und wir könnten irgendwo etwas trinken gehen." Sie sehen schon: Eine harmlose, aber klassische Anmache.</p>
<p>Der Clou war allerdings: Guéguen hatte sich drei verschiedene Szenarien überlegt. Mal hielt der Mann in seinen Händen eine schwarze Akustikgitarre, mal eine schwarze Sporttasche, mal stand er mit leeren Händen da. Ob das etwas ausmachte? Unbedingt.</p>
<p>Mit Gitarre war er tatsächlich am erfolgreichsten. Dann bekam er in immerhin 31 Prozent der Fälle die Telefonnummer. Mit Sporttasche ergatterte er die Nummer nur zu 9 Prozent, ohne Utensilien zu 14 Prozent.</p>
<p>Guéguen hat dafür zwei Erklärungen. Entweder assoziieren Frauen mit einem Gitarrenspieler tatsächlich gute Genen und Fruchtbarkeit - oder sie verbinden damit womöglich Feinfühligkeit, Fleiß oder gar Intelligenz. Eigenschaften also, die bei der Partnerwahl durchaus von Vorteil sind.</p>
<p>Das Ergebnis des kuriosen Feldexperiments deckt sich zumindest mit einer anderen Studie (<a href="http://lebs.hbesj.org/index.php/lebs/article/viewFile/lebs.2012.18/60" target="_blank">.pdf</a>). Israelische Forscher um <a href="http://www.tifferet.info/" target="_blank">Sigal Tifferet</a> kreierten dafür im vergangenen Jahr zwei verschiedene Facebook-Profile. Jedes Mal war derselbe Mann zu sehen - mal mit Gitarre, mal ohne.</p>
<p>Nun schickte er 100 Studentinnen, die laut Eigenauskunft Single waren, eine Freundschaftsanfrage. Sie ahnen es schon? Richtig: Der Junge mit der Gitarre kam wesentlich besser weg. Er erhielt immerhin in 28 Prozent der Fälle eine Bestätigung oder eine Antwort - der ohne Klampfe bekam nur zu zehn Prozent positives Feedback.</p>
<p>Offenbar hatte Jopi Heesters also Recht. In seinem Lied hieß es nämlich weiter: "Weil die Herren, die Musik machen können, schnell erobern der Damen Vertrauen."</p>
<p><strong>Quellen:</strong><br />
Nicolas Guéguen, Sébastien Meineri und Jacques Fischer-Lokou (2013). Men's music ability and attractiveness to women in a real-life courtship context, Psychology of Music.</p>
<p>Sigal Tifferet, Ofir Gaziel und Yoav Baram (2012). Guitar Increases Male Facebook Attractiveness: Preliminary Support for the Sexual Selection Theory of Music. Letters on Evolutionary Behavioral Science, Band 3, Nummer 1.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-128647346/stock-photo-handsome-musician-playing-guitar.html" target="_blank">ollyy</a> via Shutterstock]</p>
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		<item>
		<title>Moralisch flexibel – Warum wir Billiglöhne akzeptieren</title>
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		<comments>http://www.alltagsforschung.de/moralisch-flexibel-warum-wir-billiglohne-akzeptieren/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 May 2013 06:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Kathleen Vohs]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Neeru Paharia]]></category>
		<category><![CDATA[Organizational Behavior and Human Decision Processes]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtfertigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rohit Deshpandé]]></category>

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		<description><![CDATA["Made in Taiwan" hier, "Assembled in China" dort - viele Klamotten oder Handys werden in Billiglohnländern produziert. Warum kaufen wir die Produkte trotzdem? Es ist schon seltsam: So richtig klasse findet dieses System der so genannten Sweatshops niemand. Das hält viele trotzdem nicht davon ab, T-Shirts für fünf Euro zu kaufen. Aber warum eigentlich nicht? Mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[
<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>"Made in Taiwan" hier, "Assembled in China" dort - viele Klamotten oder Handys werden in Billiglohnländern produziert. Warum kaufen wir die Produkte trotzdem? <span id="more-14023"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Sweatshop.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14028" alt="Sweatshop" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/Sweatshop-300x200.jpg" width="300" height="200" /></a>Es ist schon seltsam: So richtig klasse findet dieses System der so genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sweatshop" target="_blank">Sweatshops</a> niemand. Das hält viele trotzdem nicht davon ab, T-Shirts für fünf Euro zu kaufen. Aber warum eigentlich nicht?</p>
<p>Mit dieser Frage beschäftigte sich nun <a href="http://explore.georgetown.edu/people/np412/?PageTemplateID=319" target="_blank">Neeru Paharia</a> von der Business School der Georgetown Universität in einer neuen <a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0749597813000149" target="_blank">Studie</a>. Im ersten Experiment lasen 120 Studenten Informationen über einen Urlaub in der Karibik. Aber nur eine Hälfte der Freiwilligen erfuhr, dass viele Resorts ihre Angestellten schlecht bezahlten.</p>
<p>Nun sollten sich alle die Ferien in einem der dortigen Hotels vorstellen. Doch der eine Teil sollte einen gemeinsamen Urlaub mit Freunden imaginieren, der andere eine Reise der Freunde. Jetzt wollte Paharia wissen, wie die Probanden über "Sweatshops" dachten, daher konfrontierte sie sie mit vier Aussagen.</p>
<p>Darunter: "Sie sind die einzige realistische Einnahmequelle für die Menschen in Entwicklungsländern", "Ohne diese Industrie gäbe es dort gar keine wirtschaftliche Entwicklung" oder "Andernfalls wären die Produkte nicht bezahlbar". Kurzum: Paharia testete, ob die Freiwilligen Sweatshops ökonomisch rechtfertigten.</p>
<p>Und siehe da: Die Antwort war erheblich vom Urlaubsszenario abhängig. Am größten war die Zustimmung dann, wenn die Freiwilligen über eine gemeinsame Reise mit Freunden nachgedacht hatten. Waren die Freunde hingegen alleine verreist, war die Zustimmung gering.</p>
<p>Ein ähnliches Ergebnis erhielt die Forscherin in einem zweiten Experiment. Hier konfrontierte sie 137 Probanden mit Laufschuhen von Nike. Doch Gruppe A las: "Stellen Sie sich vor, die Schuhe kosteten eigentlich 175 US-Dollar, aber sie haben 75 Prozent Rabatt bekommen. Sie sind extrem zufrieden mit den Schuhen." Gruppe B sollte sich vorstellen, nur fünf Prozent Rabatt bekommen zu haben und einigermaßen zufrieden mit den Tretern zu sein.</p>
<p>Der Sinn der Sache: Bei Gruppe A erhöhte die Forscherin dadurch die Begehrlichkeit der Schuhe, bei Gruppe B hingegen nicht.</p>
<p>Dann sollten alle Freiwilligen angeben, wie glücklich sie mit den Schuhen wohl wären, wie gern sie sie besäßen und wie gut sie darin wohl aussähen. Und nun erfuhren alle, dass Nike ebenfalls auf das Sweatshop-System zurückgreife.</p>
<p>Ob das die Meinung veränderte? Jein. Die Mitglieder von Gruppe A konnten die Probanden das System eher akzeptieren - und wollten die Schuhe trotzdem gerne kaufen.</p>
<p>Offenbar treffen wir mitunter bewusst die Entscheidung, unfaire Arbeitsbedingungen zu akzeptieren. Unsere eigenen Interessen und Wünsche helfen uns dabei, das System zu rechtfertigen. Dann nämlich, wenn wir diese Schuhe oder jenes Smartphone unbedingt haben wollen. Unsere moralischen Vorstellungen sind demnach ziemlich flexibel.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Neeru Paharia, Kathleen Vohs und Rohit Deshpandé (2013). Sweatshop labor is wrong unless the shoes are cute: Cognition can both help and hurt moral motivated reasoning. Organizational Behavior and Human Decision Processes, Band 121, Seite 81-88</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-51736120/stock-photo-india-feb-textile-workers-in-a-small-factory-in-old-delh-on-february-in-delhi-india.html" target="_blank">Paul Prescott</a> via Shutterstock]</p>
<p><img class="alignright" alt="" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/275d76c3370145dd96c48c0230d8008d" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Unter Strom – Wann Zeitdruck besonders schadet</title>
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		<comments>http://www.alltagsforschung.de/unter-strom-wann-zeitdruck-besonders-schadet/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 06:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Annäherungsmotivation]]></category>
		<category><![CDATA[Marieke Roskes]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Personality and Social Psychology Bulletin]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Vermeidungsmotivation]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitdruck]]></category>

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		<description><![CDATA[Langfristig arbeitet niemand gerne unter Anspannung, doch so ein bisschen Stress braucht jeder. Aber gibt es Situationen, in denen er besonders schädlich ist? Eine neue Studie meint: Die Folgen von Zeitdruck sind vor allem von unserer Motivation abhängig. Werden Sie immer auf die letzte Minute fertig? Brauchen Sie Stress, um so richtig durchzustarten? Drücken Sie erst [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Langfristig arbeitet niemand gerne unter Anspannung, doch so ein bisschen Stress braucht jeder. Aber gibt es Situationen, in denen er besonders schädlich ist? Eine neue Studie meint: Die Folgen von Zeitdruck sind vor allem von unserer Motivation abhängig. <span id="more-13997"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Sanduhr.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13998" alt="Sanduhr" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Sanduhr-300x199.jpg" width="300" height="199" /></a>Werden Sie immer auf die letzte Minute fertig? Brauchen Sie Stress, um so richtig durchzustarten? Drücken Sie erst dann auf das geistige Gaspedal, wenn die Ziellinie schon in Sichtweite ist?</p>
<p>Okay, genug der Metaphern. Aber Fakt ist: Viele Menschen sind davon überzeugt, dass sie zumindest ohne eine Prise Zeitdruck nicht arbeiten können. Und diese Annahme ist sogar wissenschaftlich untermauert.</p>
<p>Dutzende von Experimenten konnten in den vergangenen Jahren zeigen: Der Zusammenhang zwischen Zeitdruck und Leistung verläuft etwa in Form eines umgedrehten U. Oder anders formuliert: Überhaupt kein Zeitdruck ist für unsere Leistung genauso schädlich wie zuviel davon.</p>
<p>Aber gibt es Situationen, in denen er besonders schlimm ist? Und welche Rolle spielt dabei unsere innere Einstellung? Mit diesen Fragen beschäftigte sich nun die niederländische Psychologin <a id="" href="https://sites.google.com/site/mroskes/" target="_blank" shape="rect">Marieke Roskes</a>, die inzwischen an der israelischen Ben-Gurion-Universität des Negev in Be'er Scheva arbeitet.</p>
<p>Für ihre <a href="http://psp.sagepub.com/content/early/2013/04/01/0146167213482984.abstract" target="_blank">Studie</a> konzipierte sie vier Experimente mit etwa 300 Teilnehmern. Sie sollten verschiedene Tests lösen, darunter verbale und mathematische Aufgaben. Der einen Hälfte gaukelte Roskes vor, besonders unter Zeitdruck zu stehen, die andere Hälfte konnte die Aufgaben entspannt lösen. Allerdings gab es noch einen weiteren Unterschied: Sie manipulierte die Einstellung der Probanden.</p>
<h5>Annähern oder vermeiden</h5>
<p>Ein kurzer Exkurs: Psychologen unterscheiden zwischen der Annäherungs- und der Vermeidungsmotivation. Bei Ersterer geht es darum, etwas Schönes zu erreichen oder Neues zu erschaffen. Vermeidungsmotivation hingegen bedeutet: Der Fokus liegt darauf, Fehler zu umgehen, Verluste zu vermeiden und den Status Quo beizubehalten.</p>
<p>Kurzfristig ist die Vermeidungsmotivation gar nicht so übel, denn sie kann die Konzentration erhöhen und die Wachsamkeit steigern. Aber langfristig führt sie eher zu Angst, verringert die intrinsische Motivation, senkt das Wohlbefinden und kostet mentale Kraft. Einfach deshalb, weil wir uns darauf konzentrieren, an etwas festzuhalten, nicht zu versagen, bloß keinen Fehler zu machen - und dadurch verkrampfen. Und das passiert offenbar unter Zeitdruck besonders häufig.</p>
<p>Zu diesem Ergebnis kam zumindest Marieke Roskes in allen Experimenten. Sie teilte die Freiwilligen nämlich nicht nur in eine gestresste und eine entspannte Hälfte. In den Gruppen selbst teilte sie die Teilnehmer noch mal in Annäherungs- und Vermeidungsmotivation.</p>
<p>Und das ging so: Zwar sollten alle so viele Punkte wie möglich ergattern. Doch die eine Hälfte konnte nun für jede richtige Antwort zusätzliche Punkte <em>gewinnen</em>, falsche Antworten blieben ohne Auswirkung. Die andere Hälfte allerdings konnte nur bei einer falschen Antwort Punkte <em>verlieren</em>, eine richtige Antwort war folgenlos. Sie sehen schon: Die einen waren annäherungsmotiviert, die anderen vermeidungsmotiviert.</p>
<h5>Zeitdruck schadet</h5>
<p>Und siehe da: Der Zeitdruck wirkte sich nun unterschiedlich aus. Bei der Gruppe der Vermeidungsmotivierten litt die Leistung am meisten - und zwar egal, ob die Aufgaben Kreativität oder analytisches Denken erforderten. Die Annäherungsmotivierten ließen sich vom Zeitdruck hingegen nicht sonderlich aus der Ruhe bringen. "Zeitdruck schadet der Leistungsfähigkeit am stärksten, wenn die Menschen vermeidungsmotiviert sind", sagt Roskes.</p>
<p>Das sollten auch Vorgesetzte beachten, wenn sie ihren Angestellten Fristen setzen. Immer dann, wenn die Aufgabe mit Vermeidung zu tun hat - also zum Beispiel bei der Qualitätskontrolle oder der Buchprüfung -, sollten sie ihnen mehr Zeit lassen und sie weniger unter Stress setzen.</p>
<p>"Vermeidungsmotivation ist sicher notwendig und wertvoll", sagt Roskes, "aber unter Zeitdruck sollte man von ihr absehen."</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br clear="none" />Marieke Roskes et al (2013). Time Pressure Undermines Performance More Under Avoidance Than Approach Motivation, <em>Personality and Social Psychology Bulletin</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-133652177/stock-photo-close-up-of-hourglass-clock.html" target="_blank">Dima Sobko</a> via Shutterstock]</p>
<p><img alt="" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/263a662549c946509a35ccb5b791e8b4" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Töne im Kopf – Warum wir neue Musik mögen</title>
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		<comments>http://www.alltagsforschung.de/tone-im-kopf-warum-wir-neue-musik-mogen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 07:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Blood]]></category>
		<category><![CDATA[auditorischer Kortex]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Hörzentrum]]></category>
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		<category><![CDATA[Nucleus Accumbens]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Zatorre]]></category>
		<category><![CDATA[Science]]></category>
		<category><![CDATA[Valorie Salimpoor]]></category>

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		<description><![CDATA[Egal ob bei schönen oder traurigen Anlässen - unseren Lieblingsliedern lauschen wir immer gerne. Aber warum mögen wir auch unbekannte Töne und Klänge? Und was passiert im Gehirn, wenn wir ein neues Lied hören? Die einen stehen auf Rock, die anderen auf Klassik, wieder andere auf Jazz - aber jeder mag Musik. Was für die [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Egal ob bei schönen oder traurigen Anlässen - unseren Lieblingsliedern lauschen wir immer gerne. Aber warum mögen wir auch unbekannte Töne und Klänge? Und was passiert im Gehirn, wenn wir ein neues Lied hören? <span id="more-13980"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Musik-im-Gehirn.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13981" alt="Musik im Gehirn" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Musik-im-Gehirn-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a>Die einen stehen auf Rock, die anderen auf Klassik, wieder andere auf Jazz - aber jeder mag Musik. Was für die meisten Menschen völlig normal, ist für Wissenschaftler ein interessantes Forschungsgebiet. Auch deshalb, weil Musik Emotionen auslöst. Und zwar messbar.</p>
<p>Die kanadischen Neurologen Anne Blood und Robert Zatorre untersuchten zum Beispiel für eine <a href="http://www.pnas.org/content/98/20/11818.long" target="_blank">Studie</a> im Jahr 2001 fünf Männer und fünf Frauen zwischen 20 und 30. Diese lauschten im Labor abwechselnd ihren Lieblingsliedern und neutralen Stücken. Währenddessen überwachten die Wissenschaftler ihre Herzfrequenz und Atmung.</p>
<p>Ergebnis: Bei der Lieblingsmusik war nicht nur der Puls höher und die Atmung schneller. Außerdem waren auch jene Bereiche des Gehirns aktiver, die angenehme Gefühle signalisieren.</p>
<p>Ein bemerkenswertes Ergebnis. Denn Musik ist weder für das biologische Überleben noch für die Fortpflanzung notwendig. Dennoch scheint unser Gehirn auf bestimmte Musik besonders anzuspringen. Zumindest dann, wenn wir unseren Lieblingsliedern lauschen. Aber wieso finden wir auch unbekannte Lieder schön?</p>
<p>Dieser Frage widmete sich jetzt die kanadische Neurowissenschaftlerin <a href="http://www.bic.mni.mcgill.ca/PeopleStudents/SalimpoorValorie" target="_blank">Valorie Salimpoor</a> von der McGill Universität in einer neuen <a href="http://www.sciencemag.org/content/340/6129/216.abstract" target="_blank">Untersuchung</a>. 19 Freiwilligen, neun Männer und zehn Frauen, schenkte sie zunächst zehn Dollar. Alle lauschten nun jeweils 30 Sekunden lang 60 verschiedenen Liedern - und zwar solchen, die sie noch nie zuvor gehört hatten.</p>
<p>Nun sollten die Freiwilligen angeben, wie gut ihnen ein Lied gefallen hatte, wie sie sich fühlten und wie viel Geld sie für das Lied ausgeben würden (von null bis zwei Dollar). Währenddessen lagen die Probanden in einem <a href="http://www.alltagsforschung.de/spur-im-kopf-das-gehirn-reagiert-auf-einen-handschlag/" target="_blank">fMRT</a> - eine Maschine, die dreidimensionale Bilder des Gehirns erzeugt und Informationen über dessen Aktivität liefert.</p>
<p>Und siehe da: Es gab einen Zusammenhang zwischen der Hirnaktivität und der Höhe des Einsatzes. Bei jenen Liedern, für die sie besonders viel Geld ausgaben, reagierte ihr Gehirn am stärksten - und zwar vor allem der so genannte Nucleus accumbens. Dieser sitzt in etwa hinter unserer Nase und gehört zum Belohnungssystem. Jene Hirnregion, die unter anderem auf schöne Erlebnisse wie Essen oder Sex anspringt - aber offenbar auch auf jene Töne und Klänge, die wir zum ersten Mal wahrnehmen.</p>
<p>Dabei arbeiten zwei Systeme zusammen, vermutet Salimpoor. Der auditorische Kortex, also das Hörzentrum in der Großhirnrinde, sei dafür zuständig, einzelne Töne und Klänge zu verarbeiten und zu speichern. Womöglich erkennt diese Region also einzelne Fragmente wieder, die uns früher schon mal gefallen haben. Dann wird zusätzlich der Nucleus Accumbens aktiv. Er sorgt dafür, dass uns ein Lied gefällt - und verdeutlicht obendrein, wie viel Geld wir dafür ausgeben.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Valorie Salimpoor et al (2013). Interactions Between the Nucleus Accumbens and Auditory Cortices Predict Music Reward Value. Science, Band 340, Seite 216-219</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic.mhtml?id=134082641" target="_blank">Fabio Berti</a> via Shutterstock]</p>
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		<title>Schöner Schein – Ist Narzissmus sexy?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/alltagsforschung/~3/dSZQ_OBmn5k/</link>
		<comments>http://www.alltagsforschung.de/schoner-schein-ist-narzissmus-sexy/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 08:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Anziehungskraft]]></category>
		<category><![CDATA[Attraktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt-Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Ist Narzissmus sex]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Dufner]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>

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		<description><![CDATA[Narzissten lieben vor allem sich selbst. Doch offenbar stecken sie andere damit an. Eine neue Studie resümiert: Narzissmus steigert die sexuelle Anziehungskraft. Narkissos war so schön wie stolz. Männer und Frauen begehrten die griechische Sagengestalt, doch er liebte nur sich selbst. Deshalb ließ er alle abblitzen, auch die Bergnymphe Echo und den Jüngling Ameinios. Ihm reichte [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Narzissten lieben vor allem sich selbst. Doch offenbar stecken sie andere damit an. Eine neue Studie resümiert: Narzissmus steigert die sexuelle Anziehungskraft. <span id="more-13949"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Narzissmus.png"><img class="alignright size-medium wp-image-13950" alt="Narzissmus" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Narzissmus-300x203.png" width="300" height="203" /></a>Narkissos war so schön wie stolz. Männer und Frauen begehrten die griechische Sagengestalt, doch er liebte nur sich selbst. Deshalb ließ er alle abblitzen, auch die Bergnymphe Echo und den Jüngling Ameinios. Ihm reichte Narkissos der Legende nach sogar ein Schwert, mit dem sich der Verschmähte umbrachte.</p>
<p>Die Götter bestraften Narkissos daraufhin mit einem Fluch: Er verliebte sich in sein eigenes Spiegelbild. Als er erkannte, wie aussichtslos seine Lage war, soll er sich selbst einen Dolch in die Brust gestoßen haben. So berichtete es zumindest der römische Dichter Ovid. Anderen Quellen zufolge ertrank er im Wasser, als er sich mit seinem Spiegelbild vereinigen wollte.</p>
<p>Doch egal wie Narkissos nun wirklich starb - seine Legende lebt noch heute weiter. Denn auf ihn geht nicht nur der Name einer Blume zurück, sondern auch der einer Persönlichkeitseigenschaft.</p>
<p>Unter <a id="" href="http://www.alltagsforschung.de/die-psychologie-des-narzissmus/" target="_blank" shape="rect">Narzissmus</a> verstehen Psychologen heute die Eigenart, sich selbst übermäßig großartig zu finden. Narzissten sind selbstverliebt und dürsten gleichzeitig ständig nach Anerkennung und Bewunderung - und das wirkt sich auf ihr Verhalten in sämtlichen Lebensbereichen aus, auch in Beziehungen.</p>
<p>Lange Bindungen fallen ihnen schwer, denn sie suchen ständig nach dem neuen Kick. Genau darin liegt für Evolutionspsychologen auch der Vorteil des Narzissmus. Denn die Betroffenen haben mit dieser Strategie nun mal eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich ständig fortzupflanzen.</p>
<p>Aber warum sind Narzissten mit ihren Eigenschaften zumindest kurzfristig erfolgreich? Wieso fallen andere ständig auf sie rein? Oder anders formuliert: Macht Narzissmus sexy? Mit diesen Fragen beschäftigte sich jetzt <a id="" href="http://www.psychologie.hu-berlin.de/personal/7777277" target="_blank" shape="rect">Michael Dufner</a>, Psychologe von der Berliner Humboldt-Universität, in einer neuen <a id="" href="http://psp.sagepub.com/content/early/2013/04/01/0146167213483580.abstract" target="_blank" shape="rect">Studie</a>.</p>
<p>Im ersten Experiment teilte er 117 Psychologiestudenten, 58 Männer und 59 Frauen, in drei Gruppen. Alle erhielten einen fiktiven Fragebogen, den eine andere Person zuvor ausgefüllt hatte (die Männer bekamen die Angaben einer Frau, die Frauen die Angaben eines Mannes)</p>
<p>Doch Dufner reichte jeder Gruppe eine andere Version: Der Fragebogen von Gruppe A wies sehr hohe Narzissmuswerte auf, der von Gruppe B durchschnittliche, der von Gruppe C sehr niedrige. Jetzt sollten alle Freiwilligen verschiedene Aussagen bewerten, auf einer Skala von eins (stimme überhaupt nicht zu) bis zehn (stimme voll zu).</p>
<p>1. Diese Person ist sexy.</p>
<p>2. Er/Sie wirkt auf Frauen/Männer anziehend.</p>
<p>3. Ich wäre gerne mit dieser Person befreundet.</p>
<p>4. Diese Person ist mir sympathisch.</p>
<p>Die ersten beiden Fragen erkundigten sich also eher nach der sexuellen Attraktivität der Person, die dritte und vierte fragte nach der menschlichen Sympathie.</p>
<p>Und siehe da: Gruppe A vergab bei den ersten beiden Fragen doppelt so hohe Punkte wie die Teilnehmer von Gruppe C. Bei der dritten und vierten Frage gab es zwischen den Gruppen hingegen keine signifikanten Unterschiede. Offenbar wirkte sich der Narzissmus positiv auf die sexuelle Attraktivität aus - aber nicht auf die Sympathie.</p>
<h5>Auf den Straßen von Berlin</h5>
<p>Zugegeben, hier ging es nur um eine fiktive Person. Deshalb verließ Dufner für ein weiteres Experiment sein Labor und ging für eine Feldstudie auf die Straßen von Berlin.</p>
<p>61 heterosexuelle Männer mit einem Durchschnittsalter von 25 hatten fünf Stunden Zeit, um fremde Frauen anzusprechen. Dufners Kolleginnen folgten den Männern derweil mit deren Einverständnis. Nicht nur, um die Testpersonen zu beobachten - sondern auch, um hinterher die angesprochenen Frauen zu befragen. Und siehe da: Die Narzissten waren wesentlich erfolgreicher. Sie hatten mehr Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen gesammelt. Mehr noch: Die Frauen fanden die Narzissten auch attraktiver. Aber wieso?</p>
<p>Dufner glaubt, dass Narzissten sich tatsächlich selbst attraktiver finden. Und diese Einstellung könne zu einer gewissen Kühnheit und Unverfrorenheit führen. Vorteile also, die zumindest bei der ersten Kontaktaufnahme durchaus nützlich sind.</p>
<p>Narzissten sind demnach nicht generell beliebter oder gar sympathischer. Aber zumindest in Sachen sexueller Attraktivität haben sie Vorteile. Eine Prise Narzissmus macht offenbar tatsächlich sexy.</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Michael Dufner et al (2013). Are Narcissists Sexy? Zeroing in on the Effect of Narcissism on Short-Term Mate Appeal, Personality and Social Psychology Bulletin</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-91900394/stock-photo-day-dreaming.html" target="_blank">Everett Collection</a> via Shutterstock]</p>
<p><img alt="" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/13c74ec599db46b3a9534ba9be7e7ec9" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Feldstudie – Diskriminierung im Alltag</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 13:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
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		<category><![CDATA[Diskriminierung im Alltag]]></category>
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		<category><![CDATA[Redzo Mujcic]]></category>

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		<description><![CDATA[Diskriminierung ist leider immer noch alltäglich. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt auch eine Feldstudie in Australien. Deren Fazit: Busfahrer nehmen weiße Fahrgäste doppelt so häufig ohne gültiges Ticket mit wie dunkelhäutige.  Am 1. Dezember 1955 wurde Rosa Parks berühmt. Da weigerte sich die Afroamerikanerin, ihren Sitzplatz in einem Bus im US-Bundesstaat Alabama für einen weißen Fahrgast zu [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Diskriminierung ist leider immer noch alltäglich. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt auch eine Feldstudie in Australien. Deren Fazit: Busfahrer nehmen weiße Fahrgäste doppelt so häufig ohne gültiges Ticket mit wie dunkelhäutige. <span id="more-13931"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Schwarzes-Schaf.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13932" alt="Schwarzes Schaf" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/04/Schwarzes-Schaf-209x300.jpg" width="209" height="300" /></a>Am 1. Dezember 1955 wurde Rosa Parks berühmt. Da weigerte sich die Afroamerikanerin, ihren Sitzplatz in einem Bus im US-Bundesstaat Alabama für einen weißen Fahrgast zu räumen. Der Busfahrer ließ sie daraufhin verhaften - der Anfang vom Ende der Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln, und so etwas wie der Startschuss der Bewegung um Martin Luther King.</p>
<p>Knapp 60 Jahre ist Parks' Protest nun her. Aber die Diskriminierung im Alltag ist leider weiterhin alltäglich. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest die beiden Wissenschaftler Redzo Mujcic und Paul Frijters von der Universität von Queensland in einer neuen Studie (<a href="http://ftp.iza.org/dp7300.pdf" target="_blank">.pdf</a>).</p>
<p>Für ein Feldexperiment in der australischen Stadt Brisbane gewannen sie 29 Freiwillige. Männer und Frauen, Weiße, Dunkelhäutige, Asiaten und Inder. Die bestiegen von Mai 2011 bis Juni 2012 an zufällig ausgewählten Haltestellen einen Linienbus - allerdings mit abgelaufenem Fahrausweis. Nun baten sie den Busfahrer darum, kostenlos einige Stationen mitfahren zu dürfen.</p>
<p>Der Fahrer konnte also selbst entscheiden, ob er dem Fahrgast den Gefallen tun oder sich lieber an die Regeln des Verkehrsunternehmens halten wollte. Was würde er tun? Um es kurz zu machen: Seine Reaktion war abhängig von der Hautfarbe der Passagiere.</p>
<p>Insgesamt waren die Fahrer ziemlich großzügig: In immerhin 65 Prozent aller Fälle gestatteten sie dem Gast die kostenlose Fahrt. Doch Weiße wurden zu 77 Prozent mitgenommen, Personen indischer Abstammung zu 51 Prozent. Und Schwarze nahmen die Fahrer nur zu 43 Prozent kostenlos mit.</p>
<p>Doch es gab noch einen weiteren Faktor, der die Entscheidung beeinflusste. Mal trugen die Freiwilligen nämlich schicke Bürokleidung und eine Aktentasche, mal eine Uniform der Armee. Und siehe da: In Bürokluft hatten die dunkelhäutigen Testpersonen beinahe die gleiche Erfolgsquote wie Weiße mit legerer Kleidung. Die Armeekleidung erhöhte die Erfolgschance der Schwarzen auf 77 Prozent, die der Weißen sogar auf 97 Prozent. Aber eines beobachteten die Wissenschaftler in jedem Versuchsszenario: Fahrgäste mit dunkler Hautfarbe wurden klar benachteiligt.</p>
<p>Wenig überraschend: Diese Diskriminierung wollte hinterher kaum jemand zugeben. Im Anschluss konfrontierten Mujcic und Frijters die Fahrer mit Fotos der Testpersonen. Jetzt gaben plötzlich etwa 86 Prozent an, den schwarzen Fahrgast im Zweifelsfall definitiv mitnehmen zu wollen. In der Realität waren es allerdings weniger als halb so viele.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Redzo Mujcic und Paul Frijters. Still Not Allowed on the Bus: It Matters If You're Black or White! IZA Discussion Paper No. 7300</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-15891757/stock-photo--black-sheep-in-the-middle.html" target="_blank">kormi</a> via Shutterstock]</p>
<p><img alt="" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/118801232960474194e0a1c851173515" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Buchauszug – Blick in die Ewigkeit</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/alltagsforschung/~3/Rd86fTrIBto/</link>
		<comments>http://www.alltagsforschung.de/buchauszug-blick-in-die-ewigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 08:15:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Blick in die Ewigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Buchauszug]]></category>
		<category><![CDATA[Eben Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Was passiert, wenn wir sterben? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Diesen Fragen widmet sich der Neurochirurg und Harvard-Dozent Eben Alexander in einem viel diskutierten Buch, das kürzlich auf Deutsch erschienen ist. Ein Buchauszug. Am 10. November 2008 - ich war damals 54 Jahre alt - schien mein Glück zu Ende zu gehen. Ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[
<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Was passiert, wenn wir sterben? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Diesen Fragen widmet sich der Neurochirurg und Harvard-Dozent Eben Alexander in einem viel diskutierten Buch, das kürzlich auf Deutsch erschienen ist. Ein Buchauszug. <span id="more-13900"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Cover-Dr.-Eben-Alexander-Blick_in_die_Ewigkeit300dpi.jpg"><img class="alignright" alt="Blick in die Ewigkeit" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Cover-Dr.-Eben-Alexander-Blick_in_die_Ewigkeit300dpi-189x300.jpg" width="189" height="300" /></a>Am 10. November 2008 - ich war damals 54 Jahre alt - schien mein Glück zu Ende zu gehen. Ich bekam eine seltene Krankheit und fiel sieben Tage lang ins Koma. In dieser Zeit war mein gesamter Neokortex - die Hirnrinde, also jener Teil des Gehirns, der uns zu Menschen macht - stillgelegt. Außer Betrieb. Im Prinzip nicht mehr vorhanden.</p>
<p>Wenn Ihr Gehirn nicht mehr da ist, sind auch Sie nicht mehr da. Als Neurochirurg habe ich im Laufe der Jahre viele Geschichten von Menschen gehört, die Seltsames erlebt haben, in der Regel nach einem Herzstillstand; Geschichten von Reisen durch geheimnisvolle, wunderbare Landschaften, von Gesprächen mit verstorbenen Verwandten - sogar von Begegnungen mit Gott selbst.</p>
<p>Wunderbare Sachen, keine Frage. Aber meiner Meinung nach war all das reine Fantasie.</p>
<p>Während ich im Koma lag, arbeitete mein Gehirn nicht etwa unzureichend, es arbeitete überhaupt nicht. Und ich machte Bekanntschaft mit der Realität einer Bewusstseinswelt, die völlig frei von den Beschränkungen meines physischen Gehirns existierte. Ich erlebte regelrecht einen ganzen Ansturm von Nahtoderlebnissen.</p>
<p>Als praktizierender Neurochirurg bin ich in einer überdurchschnittlich guten Position, um nicht nur die Realität zu beurteilen, sondern auch die Tragweite dessen, was mir passiert ist. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass der Tod des Körpers und des Gehirns nicht das Ende des Bewusstseins ist - dass die menschliche Erfahrung über das Grab hinausgeht. Der Ort, an den ich ging, war real.</p>
<p>Und ich war nicht allein. Jemand war ganz nah bei mir: eine schöne junge Frau. Wir schwebten gemeinsam auf einer kompliziert gemusterten Oberfläche in unbeschreiblichen, strahlenden Farben: dem Flügel eines Schmetterlings. Ohne auch nur ein Wort zu sagen, sprach sie zu mir. Die Botschaft ging durch mich hindurch wie ein Wind, und ich verstand sofort, dass sie wahr war. In eine irdische Sprache übersetzt, würde ich sagen, dass sie in etwa so lautete: "Du wirst für immer zutiefst geliebt und geschätzt." "Du hast nichts zu befürchten." "Du kannst nichts falsch machen." Zusammengefasst: Du wirst geliebt.</p>
<p>War mein Erlebnis ein primitives Stammhirn-Programm, das sich herausgebildet hatte, um letale Schmerzen und Leiden zu lindern - möglicherweise ein Relikt der "Totstell"- oder Scheintod-Strategien, die von niederen Säugetieren eingesetzt werden? Das schloss ich von vornherein aus. Es war nicht möglich, dass meine Erlebnisse, die sich auf äußerst komplexen visuellen und auditiven Ebenen abgespielt und einen hohen Grad an wahrgenommener Bedeutung gehabt hatten, das Produkt meines Reptilienhirns waren.</p>
<p>War es ein verzerrter Rückgriff auf Erinnerungen aus tieferen Teilen meines limbischen Systems, dem Teil des Gehirns, der die emotionale Wahrnehmung anregt? Wieder nein. Ohne einen funktionierenden Neokortex konnte das limbische System keine Visionen von derartiger Klarheit und Logik hervorbringen, wie ich sie gehabt hatte.</p>
<p>War mein Erlebnis vielleicht so etwas wie eine psychedelische Vision, hervorgerufen von einigen der (vielen) Medikamente, die mir verabreicht wurden? Wieder ist es so, dass alle diese Medikamente mit Rezeptoren im Neokortex zusammenwirken. Und mit einem nicht funktionierenden Neokortex hatten diese Medikamente keinen Boden, auf dem sie wirken konnten.</p>
<p>Ich weiß, dass es Menschen gibt, die versuchen werden, meine Erfahrung irgendwie zu entkräften, und viele, die sie von vornherein ablehnen, weil sie sich weigern zu glauben, dass das, was ich erlebt habe, möglicherweise "wissenschaftlich" sein könnte - dass es möglicherweise mehr sein könnte als ein verrückter Fiebertraum. Aber ich weiß es besser. Und sowohl denen zuliebe, die hier auf der Erde leben, als auch um deretwillen, die ich jenseits dieses Bereichs getroffen habe, betrachte ich - als Wissenschaftler und damit als Wahrheitssucher als auch als Arzt, der sich verpflichtet hat, Menschen zu helfen - es als meine Pflicht, möglichst viele Menschen wissen zu lassen, dass das, was ich erlebt habe, wahr, real und von atemberaubender Bedeutung ist. Nicht nur für mich, sondern für uns alle.</p>
<p><iframe img class="alignright" style="width: 120px; height: 240px;" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&amp;bc1=000000&amp;IS2=1&amp;nou=1&amp;bg1=FFFFFF&amp;fc1=000000&amp;lc1=0000FF&amp;t=httpwwwalltag-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;m=amazon&amp;f=ifr&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;asins=3778774778" height="240" width="320" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>Ich bin immer noch Wissenschaftler, ich bin immer noch Arzt, und als solcher habe ich zwei entscheidende Aufgaben: der Wahrheit die Ehre zu geben und zur Heilung beizutragen. Das bedeutet, dass ich meine Geschichte erzählen muss; die Geschichte eines Erlebnisses, von dem ich im Laufe der Zeit immer sicherer bin, dass es mir aus einem bestimmten Grund passiert ist. Nicht, weil ich irgendwie besonders bin. Es ist nur so, dass bei mir zwei Ereignisse in Einklang und Übereinstimmung aufgetreten sind, und gemeinsam brechen sie den letzten Bemühungen der reduktiven Wissenschaft das Genick, der Welt weiszumachen, die materielle Welt sei alles, was existiert, und das Bewusstsein - Ihres und meines - sei nicht das große und zentrale Mysterium des Universums.</p>
<p>Ich bin der lebende Beweis dafür.</p>
<p><strong>Über den Autor</strong><br />
Eben Alexander studierte Medizin und Chemie. 15 Jahre lang arbeitete er als außerordentlicher Professor für Chirurgie mit Spezialgebiet Neurochirurgie an der Harvard Medical School. In jenen Jahren operierte er zahllose Patienten, viele davon mit ernsten, lebensbedrohlichen Gehirnleiden.</p>
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		<title>Warten kann die Geduld erhöhen</title>
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		<comments>http://www.alltagsforschung.de/warten-kann-die-geduld-erhohen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Mar 2013 08:46:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Ayelet Fishbach]]></category>
		<category><![CDATA[Belohnung]]></category>
		<category><![CDATA[Belohnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dai Xianchi]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Geduld]]></category>
		<category><![CDATA[Warten]]></category>

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		<description><![CDATA[Je länger wir warten müssen, desto ungeduldiger werden wir - könnte man meinen. Doch laut einer neuen Studie gilt mitunter das Gegenteil: Warten kann die Geduld erhöhen. Immer dann, wenn wir zwischen einer unmittelbaren Belohnung und einer späteren wählen können, ist unsere Geduld gefragt - die Fähigkeit, auf die sprichwörtlich größere Möhre zu warten als [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Je länger wir warten müssen, desto ungeduldiger werden wir - könnte man meinen. Doch laut einer neuen Studie gilt mitunter das Gegenteil: Warten kann die Geduld erhöhen. <span id="more-13877"></span></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-13892" alt="Geduld" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/Geduld-300x219.jpg" width="300" height="219" />Immer dann, wenn wir zwischen einer unmittelbaren Belohnung und einer späteren wählen können, ist unsere Geduld gefragt - die Fähigkeit, auf die sprichwörtlich größere Möhre zu warten als sofort die kleinere vor der Nase zu verputzen.</p>
<p>Das fällt uns häufig schwer, denn es erfordert Disziplin und kostet mentale Energie. Und je länger wir warten, desto größer unsere Ungeduld. Sollte man meinen. Doch offenbar kann Warten mitunter unsere Geduld steigern. </p>
<p>So lautet zumindest das Fazit einer neuen Studie (<a id="" href="http://faculty.chicagobooth.edu/ayelet.fishbach/research/wait%20in%20press.pdf" target="_blank" shape="rect">.pdf</a>) von Dai Xianchi (Chinesische Universität Hongkong) und Ayelet Fishbach (Universität von Chicago). In einem Experiment konnten 84 Studenten an einer Lotterie teilnehmen. Allerdings mussten sie sich entscheiden, welchen Gewinn sie ergattern wollten.</p>
<p>Gruppe A lockte eine Sofort-Belohnung: Sie konnte in 3 Tagen 50 Dollar gewinnen oder in 23 Tagen 55 Dollar. Wenig überraschend: 86 Prozent der Gruppenmitglieder wählten den schnellen Gewinn.</p>
<p>Gruppe B musste länger warten: In 30 Tagen 50 Dollar oder in 50 Tagen 55 Dollar. Sie war schon etwas geduldiger: Hier wählten nur 55 Prozent die schnellere Belohnung.</p>
<p>Gruppe C sollte ebenfalls zwischen 50 Dollar in 30 Tagen oder 55 Dollar in 50 Tagen wählen. Allerdings mussten sie sich erst in 27 Tagen entscheiden. Mit anderen Worten: Durch diese Unterbrechung blieben ihnen dieselben Alternativen wie Gruppe A - in 3 Tagen 50 Dollar oder in 23 Tagen 55.</p>
<p>Nach Ablauf der Frist kontaktierten die Wissenschaftler die Mitglieder von Gruppe C erneut und fragten, was ihnen nun lieber wäre. Und siehe da: Die Wartefrist wirkte sich erheblich auf die Entscheidung aus: Nur 31 Prozent entschieden sich für die schnellere Belohnung. Aber 69 Prozent wollten warten.</p>
<p>Ein ähnliches Ergebnis beobachteten die Forscher in einem weiteren Experiment. Dort konnten 144 Studenten einen iPod-Shuffle gewinnen. Allerdings mussten sie sich entscheiden, ob sie lieber ein reguläres Modell mit einem Wert von 69,99 Dollar oder die bessere Version im Wert von 74,99 Dollar haben wollten.</p>
<p>Erneut hatten jene Teilnehmer, bei denen zwischen der Ankündigung und der Entscheidung einige Tage lagen, am meisten Geduld. Obwohl sie vor derselben Wahl standen, wollten 60 Prozent die größere Belohnung haben. Bei denen, die sofort entscheiden mussten, waren es nur etwa 25 Prozent.</p>
<p>Offenbar verringert Warten nicht zwangsläufig die Geduld, resümieren Xianchi und Fishbach: "Die Wartezeit erhöht den Wert des Gegenstandes. Und das beeinflusst die Geduld."</p>
<p>Oder anders formuliert: Wenn wir schon mal die Geduld aufgebracht haben, erscheint die größere Möhre umso verlockender. Und dann sind wir dazu bereit, auf die kleinere vor der Nase zu verzichten.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Dai Xianchi und Ayelet Fishbach. When Waiting to Choose Increases Patience. Organizational Behavior and Human Decision Processes</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-111558788/stock-photo-dog-in-expectation-of-meal.html" target="_blank">Igor Normann</a> via Shutterstock]</p>
<p><img alt="" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/0e7d5107a8a3402b89f32573ef6945f6" width="1" height="1" /></p>
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