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	<title>alltagsforschung.de</title>
	
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	<description>Psychologie in Beruf und Privatleben</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 17:15:42 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die Lebenslektionen von Bronnie Ware – Was Menschen im Sterben bereuen</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 16:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angeblich bereuen wir im Leben nur die Dinge, die wir nicht getan haben. Stimmt nicht ganz, sagt Bronnie Ware. Die australische Krankenschwester betreute jahrelang todkranke Menschen. Ihre Erfahrungen hat Ware in einem Buch festgehalten - dessen Lektionen jedem von uns zu denken geben sollten. Der Titel von Wares Buch lautet "Top Five Regrets of the Dying", [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Angeblich bereuen wir im Leben nur die Dinge, die wir nicht getan haben. Stimmt nicht ganz, sagt Bronnie Ware. Die australische Krankenschwester betreute jahrelang todkranke Menschen. Ihre Erfahrungen hat Ware in einem Buch festgehalten - dessen Lektionen jedem von uns zu denken geben sollten.<span id="more-11109"></span></p>
<p>Der Titel von Wares <a href="http://www.amazon.co.uk/Top-Five-Regrets-Dying-Transformed/dp/145250234X/ref=ntt_at_ep_edition_1_1" target="_blank">Buch</a> lautet "Top Five Regrets of the Dying", was frei übersetzt so viel heißt wie "Die fünf Dinge, die Todkranke am häufigsten bereuen". Ein Thema, mit dem sich Bronnie Ware gut auskennt - denn sie arbeitete jahrelang auf der Palliativstation eines Krankenhauses. Bei der Palliativmedizin geht es nicht mehr darum, Menschen zu heilen, denn dafür ist ihre Krankheit zu schwer. Es geht vielmehr darum, ihnen einen möglichst angenehmen Tod zu ermöglichen. Und dafür war Bronnie Ware da.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/zugabfahrt.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11121" title="zugabfahrt" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/zugabfahrt-300x230.jpg" alt="" width="300" height="230" /></a>Aber nicht nur. Denn offenbar kam Ware ihren Patienten emotional sehr nah - zumindest so nah, dass sie ihr anvertrauten, was sie im Leben noch gerne erlebt hätten. "Wenn man die Patienten fragte, ob sie irgendetwas bereuten oder lieber anders gemacht hätten", sagt Ware, "dann nannten sie immer und immer wieder dieselben Dinge."</p>
<p>Hier die fünf meist genannten Aussagen:</p>
<h6><strong>1. "Ich hätte gerne den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben - und mich nicht von den Erwartungen anderer leiten lassen."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Diese Aussage hörte ich am häufigsten. Wer realisiert, dass sein Leben bald vorbei ist und nüchtern zurückblickt, der merkt erst, wie viele Träume unerfüllt geblieben sind. Die meisten Menschen hatten sich nicht mal die Hälfte all ihrer Träume erfüllt - und jetzt mussten sie sterben, im Bewusstsein, dass es an Entscheidungen lag, die sie getroffen oder gescheut hatten. Wer gesund ist, genießt gleichzeitig eine enorme Freiheit. Leider merken die meisten Menschen das erst, wenn die Gesundheit weg ist."</p>
<h6><strong>2. "Ich hätte nicht so hart arbeiten dürfen."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Das sagte jeder meiner männlichen Patienten. Durch ihre Arbeit hatten sie die Jugend ihrer Kinder verpasst und die Gesellschaft ihres Partners - und nun bereuten sie, der Tretmühle des Berufslebens so viel Lebenszeit gewidmet zu haben."</p>
<h6><strong>3. "Ich hätte den Mut haben sollen, meine Gefühle auszudrücken."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Viele Patienten unterdrückten ihre Gefühle, um es sich mit ihren Mitmenschen nicht zu verscherzen. Deshalb entschieden sie sich dazu, ein mittelmäßiges Leben zu führen - und wurden nie zu dem, was sie hätten sein können. Viele wurden dadurch so verbittert, dass sie krank wurden."</p>
<h6><strong>4. "Ich hätte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben sollen."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Erst auf dem Sterbebett erinnerten sie sich an den Wert alter Freundschaften - und dann waren diese Freunde häufig nicht mehr zu erreichen. Viele waren so beschäftigt mit ihrem eigenen Leben, dass sie alte Freunde im Laufe der Jahre aus den Augen verloren hatten - und das tat ihnen jetzt unendlich leid. Wer im Sterben liegt, vermisst seine Freunde."</p>
<h6><strong>5. "Ich hätte mir mehr Glück und Zufriedenheit gönnen sollen."</strong></h6>
<p><strong></strong>Ware: "Dass Glück und Zufriedenheit eine Entscheidung sind, bemerkten sie erst in ihren letzten Wochen. Viele hatten ihre festen Angewohnheiten und Eigenschaften.  Die vermeintlich gewohnte und bequeme Umgebung hatte sich auf ihren Körper und ihre Seele ausgewirkt. Dabei hatten sie schlicht und einfach Angst vor Veränderung. Deshalb gaukelten sie sich und anderen vor, glücklich und zufrieden zu sein - obwohl sie in Wahrheit gerne mal wieder gelacht hätten und gerne albern gewesen wären."</p>
<p>Züge kommen immer wieder neue, doch vom Leben gibt es nur das eine. Was würden Sie bereuen?</p>
<p style="text-align: right;">[via <a href="http://www.guardian.co.uk/lifeandstyle/2012/feb/01/top-five-regrets-of-the-dying" target="_blank">Guardian</a>]</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/emdot/2418168/" target="_blank">emdot</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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		<title>Unter Druck – Stress senkt den IQ</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 09:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf & Karriere]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophical Transactions of the Royal Society]]></category>
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		<description><![CDATA[Kaum etwas ist so umstritten wie der Intelligenzquotient (IQ). Eine neue Studie wird dazu beitragen, am IQ-Mythos noch weiter zu rütteln - denn laut US-Forschern sinkt der IQ bei Druck und Stress ganz erheblich. Feedback ist wichtig. Es steigert die Motivation, und wer über ein gewisses Können verfügt, der will vor allem wissen, was er [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Kaum etwas ist so umstritten wie der Intelligenzquotient (IQ). Eine neue Studie wird dazu beitragen, am IQ-Mythos noch weiter zu rütteln - denn laut US-Forschern sinkt der IQ bei Druck und Stress ganz erheblich. <span id="more-11091"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/warum-feedback-wichtig-ist/" target="_blank">Feedback ist wichtig</a>. Es <a href="http://www.alltagsforschung.de/schnelles-feedback-steigert-die-motivation/" target="_blank">steigert die Motivation</a>, und wer über ein gewisses Können verfügt, der will vor allem wissen, <a href="http://www.alltagsforschung.de/wer-nicht-fragt-bleibt-dumm-experten-brauchen-negatives-feedback/" target="_blank">was er falsch macht</a>. Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, müssen wir uns ständig selbst hinterfragen - und dürfen den Vergleich mit anderen nicht scheuen.</p>
<p>Intelligenztests sind umstritten. Gemessen wird überwiegend verbales und mathematisches Verständnis, am Ende wird aus den Punkten ein Intelligenzquotient (IQ) gebildet. Der soll den Unterschied ausdrücken zwischen Talent (150 Punkte) und Trantüte (70 Punkte).</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-11092" title="konferenztisch" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/konferenztisch-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />Diese Einteilung ist schon heikel genug - vor allem, weil viele immer noch glauben, mithilfe des IQ die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Menschen vorhersagen zu können. Nach dem Motto: Wer weit weniger als 100 Punkte erreicht, kann sich die Karriere schon mal abschminken. Solche Vereinfachungen sind so eindimensional wie falsch. Auch deshalb, weil der Wert des IQs mitunter extrem schwankt - und zwar dann, wenn wir während des IQ-Tests unmittelbares Feedback erhalten und uns mit anderen vergleichen müssen.</p>
<p>Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe um den renommierten US- Neurowissenschaftler <a href="http://research.vtc.vt.edu/employees/read-montague/" target="_blank">Read Montague</a> von der Universität Virginia Tech in einer neuen Studie (<a href="http://rstb.royalsocietypublishing.org/content/367/1589/704.full.pdf+html" target="_blank">.pdf</a>). 70 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 25 nahmen dafür an standardisierten IQ-Tests teil - und zwar jeweils in Fünfergruppen. Zunächst wurden sie einander vorgestellt, dann setzten sie sich gemeinsam in einen Raum und beantworteten die Fragen mit Stift und Papier.</p>
<p>Nach einer kurzen Pause nahmen alle Teilnehmer Platz an einem Computer. Wieder beantworteten sie die Fragen eines IQ-Tests. Mit zwei entscheidenden Unterschieden: Zum einen gaben sie ihre Antworten zeitgleich ab - und zum anderen erhielten sie unmittelbare Rückmeldung darüber, wie sie sich im Vergleich zu den vier anderen Gruppenmitgliedern geschlagen hatten. Denn nach jeder Frage sahen sie auf dem Monitor ihren Rang unter den fünf Gruppenmitgliedern, außerdem wurde ihnen die Platzierung eines anderen Mitglieds zusätzlich angezeigt. Mal landeten sie weit vorne, mal weiter hinten.</p>
<p>Danach verglichen Montague und Co. die Ergebnisse jener Probanden, die im ersten Durchgang einen ähnlich hohen IQ gehabt hatten. Und siehe da: Das direkte Feedback beim zweiten Test schadete der Leistung. Im Schnitt schrumpfte ihr IQ von etwa 126 um knapp 17 Punkte!</p>
<p>"In Kleingruppen sinkt die geistige Leistungsfähigkeit", sagt Montague, "erst recht, wenn man glaubt, schlechter zu sein als die anderen." Offenbar erhöhen kleine, intime Gruppen den sozialen Druck. Man ist nicht anonym, jeder bemerkt die Leistung des anderen, es entsteht eine unbewusste Hackordnung. Mit der Konsequenz, dass Stress und Einschüchterung buchstäblich aufs Gemüt schlagen. Doch die Studie liefert auch eine versöhnliche Erkenntnis. Sie beweist, dass der Intelligenzquotient ein äußerst wackeliges Konstrukt ist. Offenbar ist seine Höhe immer auch von der jeweiligen Situation ab, in der wir den Test absolviert haben.</p>
<p>Umso vorsichtiger sollten wir mit dem Begriff Intelligenz umgehen. Offenbar ist sie weniger eine stabile, gleichbleibende und vererbbare Eigenschaft, sondern immer auch eine Momentaufnahme. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.</p>
<p><strong>Quelle:</strong><br />
Kenneth T. Kishida, Dongni Yang, Karen Hunter Quartz, Steven R. Quartz und P. Read Montague (2012). Implicit signals in small group settings and their impact on the expression of cognitive capacity and associated brain responses. In: Philosophical Transactions of the Royal Society B, Band 367, Seite 704-716.</p>
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<a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zV1cqGR5sYs-dSSdWiRxyE4NLIo/1/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zV1cqGR5sYs-dSSdWiRxyE4NLIo/1/di" border="0" ismap="true"></img></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/alltagsforschung/~4/rYH34YnA0Hw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Der Halo-Effekt – Warum wir Fair-Trade-Produkte für gesünder halten</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 10:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Essen Sie gerne Schokolade? Kaufen Sie gerne Produkte aus fairem Handel? Und wollen Sie sich gesund ernähren? Dann seien Sie gewarnt: Laut einer neuen Studie halten wir Fair-Trade-Produkte automatisch für gesünder - sogar Schokolade. Nehmen wir mal an, Sie sehen auf der Straße eine extrem dicke Person - halten Sie diese Person für fleißig, klug [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Essen Sie gerne Schokolade? Kaufen Sie gerne Produkte aus fairem Handel? Und wollen Sie sich gesund ernähren? Dann seien Sie gewarnt: Laut einer neuen Studie halten wir Fair-Trade-Produkte automatisch für gesünder - sogar Schokolade. <span id="more-11071"></span></p>
<p>Nehmen wir mal an, Sie sehen auf der Straße eine extrem dicke Person - halten Sie diese Person für fleißig, klug und diszipliniert? Oder glauben Sie, dass sie maßlos, faul, willensschwach oder gar dumm ist? Wen halten Sie für klüger: den Schüler mit runder Nickelbrille oder den mit Kontaktlinsen? Sind Blondinen eher schlau oder dumm?</p>
<p>Okay, genug der rhetorischen Fragen, die Antworten scheinen mehr als einleuchtend. Und das liegt am so genannten Halo-Effekt. Entdeckt wurde das Phänomen im 19. Jahrhundert vom US-Verhaltensforscher Edward Lee Thorndike. Und so funktioniert es: Einzelne Eigenschaften einer Person wirken auf uns so dominant, dass sie einen überstrahlenden Gesamteindruck erzeugen. Daher auch der Name, denn "Halo" steht im Englischen für "Heiligenschein".</p>
<p>Verschiedene Wissenschaftler konnten den Effekt in den vergangenen Jahrzehnten nachweisen. Der legendäre Psychologe Solomon Asch las seinen Probanden in einer <a href="http://psycnet.apa.org/index.cfm?fa=search.displayRecord&amp;uid=1946-04654-001" target="_blank">Studie</a> im Jahr 1946 beispielsweise verschiedene Charaktereigenschaft einer Person vor. Wurde diese als warmherzig beschrieben, hielten die Testpersonen sie gleichzeitig auch für großzügig, gutmütig und gesellig.</p>
<p>Aber auch bei der Ernährung spielt der Halo-Effekt eine Rolle - allerdings mitunter eher eine unrühmliche. So halten wir das Essen der Sandwich-Kette Subway gesünder als das von McDonald's - und stopften im Endeffekt mehr Kalorien in uns hinein. Wie sehr der Halo-Effekt unsere Ernährung beeinflussen kann, zeigt jetzt eine neue Studie (<a href="http://sitemaker.umich.edu/norbert.schwarz/files/12_spps_schuldt_et_al_fair_trade.pdf" target="_blank">.pdf</a>) von Psychologen um <a href="http://sitemaker.umich.edu/jschuldt/home" target="_blank">Jonathon Schuldt</a> von der Universität von Michigan. Die Essenz: Schon der Anblick eines Fair-Trade-Labels kann dazu führen, dass wir uns ungesünder ernähren.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/schokolade.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11080" title="schokolade" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/schokolade-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>In zwei Experimenten konfrontierte Schuldt 248 Probanden mit verschiedenen Sorten Schokolade. Vorher hatte er die Verpackungen jedoch manipuliert. Die eine gaukelte den Teilnehmern vor, dass die Schokolade aus fairem Handel stamme. Das Unternehmen zahle den Kakaobauern in Afrika überdurchschnittlich hohe Löhne, kümmere sich um deren Gesundheitsversorgung, spende viel für wohltätige Zwecke und kämpfe gegen Kinderarbeit.</p>
<p>Die andere Verpackung verkündete das genaue Gegenteil. Die Schokofirma sei bekannt für ihre ruppigen Methoden, miesen Löhne und lege sich regelmäßig mit Menschenrechtsgruppen an, weil sie Kinderarbeit fördere. Die Konsequenz: Den Teilnehmern verging buchstäblich der Appetit.</p>
<p>Denn nun sollten sie einschätzen, wie viel Kalorien beide Sorten hätten. Und siehe da: Der Fair-Trade-Schokolade billigten sie am wenigsten Kalorien zu. Nach dem Motto: Wenn das Naschzeug schon unter so menschlichen Bedingungen entstanden ist, dann kann sie unmöglich schlecht sein. Ganz anders war das Resultat bei der Schokolade des miesen Unternehmens: Hier gingen die Teilnehmer von einer wesentlich höheren Kalorienzahl aus.</p>
<p>Mehr noch: Je wichtiger den Probanden ethisches Verhalten war, desto eher glaubten sie bei der Fair-Trade-Schokolade an eine geringere Kalorienzahl - und an eine umso höhere beim unethischen Konkurrenten. Außerdem empfahlen sie die fair gehandelte Schokolade auch wesentlich öfter weiter.</p>
<p>Der Halo-Effekt ist einer dieser <a href="http://www.amazon.de/Ich-denke-also-spinn-ich/dp/3423248734/ref=pd_sim_b_2" target="_blank">psychologischen Effekte</a>, die unser Verhalten immer und überall beeinflussen. Es kann schon helfen, sich deren Wirkung bewusst zu machen. Ob uns das wirklich weiterhilft, ist natürlich eine ganz andere Frage - versuchen Sie das mal jemandem zu erklären, der Lust auf Schokolade hat.</p>
<p><strong>P.S.: </strong>Hier finden Sie meinen Beitrag zu zehn Fakten zur <a href="http://www.alltagsforschung.de/happa-happa-10-psychologische-fakten-uber-essen/" target="_blank">Psychologie des Essens</a>.</p>
<p><strong style="text-align: right;">Quelle:<br />
</strong>Jonathon P. Schuldt, Dominique Muller and Norbert Schwarz (2012). The ''Fair Trade'' Effect: Health Halos From Social Ethics Claims. In: Social Psychological and Personality Science.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/johnloo/606739059/" target="_blank">John Loo</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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		<title>Im Zwiespalt – Warum fallen leichte Entscheidungen schwer?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/alltagsforschung/~3/fosE0QlBi4U/</link>
		<comments>http://www.alltagsforschung.de/im-zwiespalt-warum-fallen-leichte-entscheidungen-schwer/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Aner Sela]]></category>
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		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Jonah Berger]]></category>
		<category><![CDATA[Journal of Consumer Research]]></category>

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		<description><![CDATA["Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten", wusste schon der deutsche Dichter Friedrich Schiller. Leider halten wir uns im Alltag selten daran. Wieso fallen uns selbst leichte Entscheidungen so schwer? Zwei US-Wissenschaftler wissen warum. Die Welt ist furchtbar komplex. Pro Tag treffen wir etwa 20.000 Entscheidungen, hat der Hirnforscher Ernst Pöppel mal ausgerechnet. Zugegeben, [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>"Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten", wusste schon der deutsche Dichter Friedrich Schiller. Leider halten wir uns im Alltag selten daran. Wieso fallen uns selbst leichte Entscheidungen so schwer? Zwei US-Wissenschaftler wissen warum. <span id="more-11035"></span></p>
<p>Die Welt ist furchtbar komplex. Pro Tag treffen wir etwa 20.000 Entscheidungen, hat der Hirnforscher Ernst Pöppel mal ausgerechnet. Zugegeben, die meisten davon sind eher banal: Lieber die Zahnbürste mit weichen oder harten Borsten? Im Urlaub besser an den Strand oder in die Berge? Die Wände eher tapezieren oder nur streichen? Genau genommen wird die Antwort auf solche Fragen unser Leben nicht nachhaltig verändern. Demnach erscheint es eigentlich logisch, dass wir uns nur bei Entscheidungen mit größerer Tragweite stärker den Kopf zerbrechen - um möglichst richtig zu handeln. Und wenn wir uns mal festgelegt haben, sind die Auswirkungen durchaus positiv, denn Psychologen wissen: <a href="http://www.alltagsforschung.de/trau-dich-entscheidungen-machen-glucklich/" target="_blank">Entscheidungen machen glücklich</a>.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/grübeln.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11036" title="grübeln" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/grübeln-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Dennoch fallen uns auch leichte Entscheidungen schwer - zumindest empfinden wir es so. Wir erstellen Pro- und Contra-Listen, wägen Vor- und Nachteile ab, befragen Freunde und Verwandte - mit negativen Folgen, denn <a href="http://www.alltagsforschung.de/ja-nein-jein-%E2%80%93-grubeln-macht-unglucklich/" target="_blank">Grübeln macht unglücklich</a>. Aber warum tun wir uns mit banalen Entscheidungen so schwer? Eine Frage, auf die die beiden US-Wissenschaftler Aner Sela (Universität von Florida) und Jonah Berger (Wharton Business School) eine Antwort gefunden haben.</p>
<h4>Im Zwiespalt</h4>
<p>In einer noch unveröffentlichten Studie (<a href="http://marketing.wharton.upenn.edu/documents/research/Decision_Quicksand.pdf" target="_blank">.pdf</a>), die im August im "Journal of Consumer Research" erscheinen wird, stellten sie Hunderte von Probanden in insgesamt vier Experimenten vor verschiedene Optionen. In einem sollten 106 Personen mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren zwischen zwei Aufgaben wählen. Doch vorab wurden sie in zwei Gruppen geteilt. Die einen gingen davon aus, dass sie ihren Entschluss nicht mehr rückgängig machen konnten. Den anderen wurde mitgeteilt, dass sie ihre Entscheidung noch mal revidieren durften.</p>
<p>Die zwei Aufgaben unterschieden sich im Schwierigkeitsgrad. Bei der komplizierten Aufgabe mussten sie sich eine von vier Möglichkeiten aussuchen. Keine der vier war wirklich besser als die anderen, jede hatte ihre Vor- und Nachteile. Bei der einfachen Aufgabe mussten sich die Teilnehmer lediglich zwischen zwei Optionen entscheiden. Entweder sie verdienten mit einer lustigen, fünf Minuten währenden Aufgabe drei Dollar Stundenlohn - oder sie bekamen für 15 Minuten Langeweile nur 1,50 Dollar pro Stunde. Kein Wunder: Alle entschieden sich für die erste Aufgabe.</p>
<p>Doch viel interessanter war, wie lange die Probanden brauchten: Entscheidend war nicht die Aufgabe an sich - sondern ob die Teilnehmer davon ausgingen, dass sie ihre Wahl noch mal revidieren konnten. Wenn sie davon ausgingen, dass sie sich noch mal umentscheiden durften, brauchten sie doppelt so lange - obwohl der Unterschied zwischen den Optionen nicht allzu groß war. Mit anderen Worten: Die Entscheidung war von geringer Bedeutung - dennoch haderten die Probanden umso länger mit sich.</p>
<p>In den weiteren Versuchen war es ähnlich. In einem Experiment sollten sich 264 Freiwillige einen Flug aussuchen. Die eine Hälfte bekam die Aufgabenstellung in großen und gut leserlichen Buchstaben serviert. Bei der anderen Hälfte war die Aufgabe in kleiner, schwer lesbarer Schrift gehalten. Wenig überraschend: Letztere brauchten zwar länger, weil sie zuerst die Buchstaben entziffern mussten. Doch diese kleine Hürde legte gewissermaßen den geistigen Schalter um: Selbst wenn ihnen klar war, dass die Entscheidung im Grunde unwichtig war, benötigten sie nun etwa 50 Prozent länger.</p>
<p>Dafür verantwortlich ist laut Sela und Berger eine Art Verzerrung: Wir erwarten, dass eine Entscheidung im Grunde unwichtig sein wird, doch plötzlich sehen wir uns mit verschiedenen Optionen konfrontiert. Doch anstatt schnell zu entscheiden, verwechseln wir die Wahlmöglichkeiten und Informationsflut mit Wichtigkeit. Und dadurch entschließt sich unser Gehirn gewissermaßen dazu, einer Entscheidung viel Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen - obwohl das streng genommen gar nicht notwendig ist. Die Konsequenz: Aus der gedanklichen Mücke wird der sprichwörtliche Elefant.</p>
<h5>Drei Methoden für schnellere Entscheidungen:</h5>
<p><strong>1. Ein Zeitlimit setzen.</strong> ("In fünf Minuten werde ich mich entschieden haben.")</p>
<p><strong>2. Die Entscheidung delegieren.</strong> Das ist zumindest bei banalen Angelegenheiten machbar.</p>
<p><strong>3. Eine Auszeit nehmen. </strong>Dadurch verhindern wir, uns in Details zu verlieren. Sonst sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr - aber genau das ist für eine gute Entscheidung nie verkehrt.</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Aner Sela, Jonah Berger (2012). Decision Quicksand: How Trivial Choices Suck Us In. Journal Of Consumer Research, Band 39.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/striatic/2144933705/" target="_blank">striatic</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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		<title>Falsche Folien – Was bringen Powerpoint-Präsentationen?</title>
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		<comments>http://www.alltagsforschung.de/falsche-folien-was-bringen-powerpoint-prasentationen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 10:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Aaron Buchko]]></category>
		<category><![CDATA[Computers in Human Behavior]]></category>
		<category><![CDATA[Death by Powerpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
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		<description><![CDATA[Schätzungen zufolge werden täglich 30 Millionen Präsentationen mit Powerpoint erstellt. Dadurch sollen die Zuhörer die Inhalte leichter verarbeiten und verinnerlichen. Eine neue Studie warnt: Längst nicht immer wird dieses Ziel erreicht. Im Jahr 1984 präsentierten die Softwareingenieure Dennis Austin und Thomas Rudkin ein neues Programm für den Apple Macintosh namens "Presenter". Schon drei Jahre später verschwand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Schätzungen zufolge werden täglich 30 Millionen Präsentationen mit Powerpoint erstellt. Dadurch sollen die Zuhörer die Inhalte leichter verarbeiten und verinnerlichen. Eine neue Studie warnt: Längst nicht immer wird dieses Ziel erreicht. <span id="more-11016"></span></p>
<p>Im Jahr 1984 präsentierten die Softwareingenieure Dennis Austin und Thomas Rudkin ein neues Programm für den Apple Macintosh namens "Presenter". Schon drei Jahre später verschwand der Name wieder. 1987 wurde Austins und Rudkins Unternehmen "Forethought" von Microsoft gekauft und das Programm umbenannt - in "Powerpoint". Seitdem hat sich die Software nicht nur auf Millionen von Rechnern weltweit breit gemacht, sondern auch in Konferenzräumen und Vorlesungssälen. Kaum ein Unternehmensberater oder Uniprofessor kommt noch ohne das Programm aus.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/präsentation.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11027" title="präsentation" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/präsentation-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Doch jedes enorm erfolgreiche Produkt spaltet auch immer die Geister, und da macht Powerpoint keinen Unterschied. Die einen halten es vereinfacht gesagt für die Pest, da es komplexe Zusammenhänge zu einfach und womöglich falsch darstellt, und dem Zuhörer dadurch letztlich mehr schadet als nützt. Death by Powerpoint eben. Die Befürworter hingegen schätzen, dass der Lernprozess durch die kreative und spielerische Präsentation erleichtert wird. Die Frage ist: Wer hat Recht?</p>
<p>Dieser Frage widmeten sich US-Wissenschaftler um den Managementprofessor <a href="http://www.bradley.edu/academic/departments/bma/faculty/profile.dot?id=113265" target="_blank">Aaron Buchko</a> von der Bradley Universität in Illinois in einer <a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0747563211002603" target="_blank">Studie</a>, die in der kommenden Ausgaben des Fachmagazins "Computers in Human Behavior" erscheinen wird. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Das Präsentationsprogramm kann der Merkfähigkeit der Zuhörer durchaus schaden - dann nämlich, wenn die Folien nur aus bunten Bildchen und Graphiken bestehen.</p>
<h4>Drei Predigten</h4>
<p>Für seine Feldstudie gewann Buchko 84 Mitglieder einer Kirchengemeinde. 34 Männer und 50 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 52 lauschten von September bis Dezember 2009 verschiedenen Predigten des Pastors - allerdings in drei unterschiedlichen Versionen. Die eine Gruppe sah während der Predigt einige Schlüsselbegriffe und Phrasen auf Powerpoint-Folien. Die zweite Gruppe erblickte währenddessen entsprechende Bilder oder Fotos, die die Botschaft des Predigers unterstützten. Die dritte Gruppe sah beides - sowohl Bilder, Fotos und Zeichnungen als auch Wörter und Schlüsselbegriffe.</p>
<p>Einige Tage später wollte Buchko testen, was den Zuhörern von den Predigten im Kopf geblieben war und stellte ihnen verschiedene Fragen. Einerseits sollten sie sich an den genauen Inhalt der Folien erinnern, andererseits an die generelle Aussage der Präsentation sowie der gesamten Predigt. Und siehe da: Die Form der Präsentation wirkte sich erheblich auf die Merkfähigkeit aus.</p>
<p>Am besten erinnerten sich die Teilnehmer, wenn sie während der Predigt einige Schlüsselbegriffe in verbaler Form auf den Folien gesehen hatten, die Kombination aus Wörter und Bildern lag auf Platz zwei. Am schlechtesten konnten sie sich erinnern, wenn ausschließlich Bilder auf den Folien zu sehen waren - und zwar sowohl im Hinblick auf die konkreten Inhalte der Folien wie auch die generelle Aussage der Predigt. Damit widerlegt die Studie die Annahme, dass Powerpoint-Präsentationen unbedingt graphische Elemente enthalten müssen.</p>
<p>Doch auch generell zieht Aaron Buchko die Sinnhaftigkeit solcher Folien in Frage. Denn eine Kontrollgruppe lauschte den Predigten ohne den Einsatz von Powerpoint - und sie konnten sich genauso viel merken wie die Testpersonen.</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Aaron A. Buchko, Kathleen J. Buchko, Joseph M. Meyer (2012). Is there power in PowerPoint? A field test of the efficacy of PowerPoint on memory and recall of religious sermons. In: Computers in Human Behavior, Ausgabe 28, Seite 688–695.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/rzganoza/4045460073/" target="_blank">Renato Ganoza</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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<a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/CYOyW6EIMZ6ErGzUJdJc-1j7wO0/1/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/CYOyW6EIMZ6ErGzUJdJc-1j7wO0/1/di" border="0" ismap="true"></img></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/alltagsforschung/~4/u5pUey8y_C0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Gut angelegt – Warum wir unser Geld für Erlebnisse ausgeben sollten</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 08:45:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[counterfactual thinking]]></category>
		<category><![CDATA[Emily Rosenzweig]]></category>
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		<description><![CDATA[Folgende Situation: Sie müssen sich entscheiden – entweder Sie geben Geld für ein besonderes Erlebnis aus oder für einen Gegenstand. Für Beides reicht Ihr Geld nicht. Was sollten Sie tun? Emily Rosenzweig stand vor einer schwierigen Entscheidung. Eigentlich wollte die Psychologin und Doktorandin der US-Hochschule Cornell mit ihrem Mann in Urlaub fahren, Mexiko sollte es [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Folgende Situation: Sie müssen sich entscheiden – entweder Sie geben Geld für ein besonderes Erlebnis aus oder für einen Gegenstand. Für Beides reicht Ihr Geld nicht. Was sollten Sie tun? <span id="more-10951"></span></p>
<p><a href="http://cornellpsych.org/sasi/people.php?view=grad&amp;person_id=18" target="_blank">Emily Rosenzweig</a> stand vor einer schwierigen Entscheidung. Eigentlich wollte die Psychologin und Doktorandin der US-Hochschule Cornell mit ihrem Mann in Urlaub fahren, Mexiko sollte es werden. Doch als sie die Preise für die Reise sah, erschrak sie kurz. Denn gleichzeitig wollten die beiden gerne eine neue Küchenzeile kaufen. Die war schon mehr als 30 Jahre alt, rostete langsam, der Gasherd funktionierte auch nicht mehr einwandfrei. Wie sollte Rosenzweig sich entscheiden? Ferien oder Küche, Erlebnis oder Gegenstand?</p>
<p>Vor solchen Entweder-oder-Fragen stehen viele von uns irgendwann. Psychologen kennen die Antwort: Sie würden Ihnen zum Urlaub raten – und zwar aus mehreren Gründen.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/P1080105.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10952" title="Osorno" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/P1080105-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Zum einen gewöhnen wir uns schneller an Gegenstände. Die Küchenzeile wird irgendwann Teil unseres Alltags, doch die Erinnerung an den Urlaub – falls er denn schön war –, bereitet uns noch lange Freude. Zum anderen neigen Menschen dazu, sich ständig <a href="http://www.alltagsforschung.de/suche-nach-schonheit-warum-wir-uns-mit-anderen-vergleichen/" target="_blank">mit anderen zu vergleichen</a> - nicht nur im Bezug auf ihr Äußeres, sondern auch auf ihre Besitztümer. Und dabei können wir nur verlieren. Denn es wird immer jemanden geben, der vielleicht eine schönere Küche, ein schöneres Haus oder ein schöneres Auto hat.</p>
<p>Doch Emily Rosenzweig hat in einer noch unveröffentlichten <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21843013 " target="_blank">Studie</a> einen weiteren Grund dafür gefunden, warum wir unser Geld eher für Erlebnisse als für Konsumgüter ausgeben sollten: Letztere führen nämlich zu mehr Reue.</p>
<p>In insgesamt fünf Experimenten befragte sie Hunderte von Studenten nach ihren Erfahrungen mit bestimmten Anschaffungen. Vor allem wollte Rosenzweig wissen, ob die Freiwilligen jemals bereut hätten, etwas gekauft zu haben – und ob sie bereut hätten, etwas nicht gekauft zu haben. Und dabei kam heraus: Die Probanden ärgerten sich im Nachhinein meist über materielle Anschaffungen. Anders war es bei Erlebnissen: Hier bereuten die Studenten, etwas nicht gekauft zu haben.</p>
<h4>Was wäre wenn</h4>
<p>Der psychologische Mechanismus von Reue ist das so genannte kontrafaktische Denken (<em>counterfactual thinking</em>). Vereinfacht gesagt neigen Menschen dazu, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, und dadurch dem Alltag zu entfliehen. Typisch für diese Denkweise sind die "Was wäre wenn"-Fragen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder imaginieren wir, alles könnte besser sein als die Realität. Etwa: "Wäre ich in ein anderes Hotel gefahren, wäre der Urlaub schöner gewesen." Oder aber wir stellen uns vor, dass alles noch hätte schlimmer kommen können. Motto: "Das Hotel nebenan wäre sicher schlimmer gewesen."</p>
<p>Fakt ist auch: Materielle Anschaffungen führen viel eher dazu, dass wir uns in ein geistiges Schlaraffenland hineinversetzen. Beispiel: "Dieses Auto wäre eigentlich schöner gewesen" oder "Die Küche hätte uns bestimmt besser gefallen". Und dadurch sinnieren wir, ob wir uns beim Kauf dieses oder jenes Produkts wirklich richtig entschieden haben – und eben dieses <a href="http://www.alltagsforschung.de/ja-nein-jein-%E2%80%93-grubeln-macht-unglucklich" target="_blank">Grübeln macht unglücklich</a>. Bei Erlebnissen ist das Gegenteil der Fall – einfach deshalb, weil sie nicht so austauschbar sind wie Produkte und Gegenstände. "Erfahrungen sind einzigartiger als materielle Besitztümer", sagt Rosenzweig, "weil es für sie kaum gleichwertigen Ersatz gibt."</p>
<p>Deshalb entschied sich die Wissenschaftlerin auch für den Mexiko-Urlaub. Eine neue Küche hat sie immer noch nicht gekauft, aber das findet sie halb so schlimm – denn die alte tut's immerhin noch.</p>
<p>Man bereut eben nur die Dinge, die man nicht getan hat.</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Emily Rosenzweig, Thomas Gilovich. Buyer's remorse or missed opportunity? Differential regrets for material and experiential purchases. In: Journal of Personality and Social Psychology (2012), Band 102, Nummer 2, Seite 215-223.</p>
<p><strong>P.S.:<br />
</strong>Das Foto stammt aus meinem privaten Urlaubsarchiv und zeigt den chilenischen Vulkan Osorno - einer der schönsten Orte, die ich jemals gesehen habe.</p>
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		<title>Interview mit Stephan Grünewald – “Kunden suchen Sinnlichkeit”</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 12:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für den Kölner Konsumpsychologen Stephan Grünewald kommt der Niedergang der Drogeriemarktkette Schlecker nicht überraschend – vor allem weibliche Kunde hätte die Atmosphäre in den Filialen abgeschreckt. Herr Grünewald, kaufen Sie bei Schlecker ein? Grünewald: Nein. Wieso nicht? Ich mag die Läden einfach nicht. Die Gänge sind sehr eng, man muss sich häufig bücken, um Produkte [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Für den Kölner Konsumpsychologen Stephan Grünewald kommt der Niedergang der Drogeriemarktkette Schlecker nicht überraschend – vor allem weibliche Kunde hätte die Atmosphäre in den Filialen abgeschreckt. <span id="more-10964"></span></p>
<div id="attachment_10965" class="wp-caption alignright" style="width: 227px"><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Stephan-Grünewald.jpg"><img class="size-medium wp-image-10965" title="Stephan Grünewald" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Stephan-Grünewald-217x300.jpg" alt="" width="217" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Grünewald, 51, ist Psychologe und Gründer des Marktforschungsinstituts Rheingold. 2006 schrieb er den Bestseller &quot;Deutschland auf der Couch&quot;.</p></div>
<p><strong>Herr Grünewald, kaufen Sie bei Schlecker ein?<br />
</strong>Grünewald: Nein.</p>
<p><strong>Wieso nicht?<br />
</strong>Ich mag die Läden einfach nicht. Die Gänge sind sehr eng, man muss sich häufig bücken, um Produkte herauszufischen, das Licht könnte auch heller sein. Da gehe ich lieber zur Konkurrenz, da fühle ich mich wohler.</p>
<p><strong>Liegt der Niedergang der Marke also nur an der Innenarchitektur der Filialen?<br />
</strong>Das ist sicher ein Grund, aber nicht der wichtigste. Wir haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Studien erstellt und die Probanden gefragt, wie sie zu Schlecker stehen – und dabei kam deutlich zum Vorschein, dass die Marke ein massives Imageproblem hat.</p>
<p><strong>Warum stand Schlecker bei den Verbrauchern denn so schlecht da? Es gibt doch auch andere Unternehmen, die durch Negativschlagzeilen aufgefallen sind.<br />
</strong>Die gibt es, aber gerade im Bereich der Drogeriemärkte ist der Wohlfühlfaktor wichtig. Wer dort einkauft, dem geht es nicht ausschließlich um Schnäppchen. Der Kunde geht nicht nur dorthin, weil er beispielsweise Produkte zum Putzen braucht, sondern er sucht Inspiration, Sinnlichkeit und Wellness-Momente. Vor allem Frauen wollen sich beim Einkauf als Mensch erleben, der auch verführerische Seiten hat, und sie wollen Gleichgesinnte in der Filiale treffen.</p>
<p><strong>Bei H&amp;M ist den Konsumenten doch meist auch völlig egal, unter welchen Bedingungen die Produkte entstanden sind. Wieso nicht bei Schlecker?<br />
</strong>Das kann man nicht vergleichen. Bei H&amp;M findet man die neueste Mode und auch trendaffine Kunden. Bei Schlecker hatte man mitunter das Gefühl, in eine Schicksals-Gemeinschaft von Menschen einzutauchen, die unbedingt auf den Preis achten müssen.</p>
<p><strong>Wobei es in den Filialen vieler Lebensmittel-Discounter ja auch nicht gerade einladend aussieht.<br />
</strong>Das stimmt, aber das ist in dieser Branche auch sekundär. Nehmen wir das Beispiel Aldi: Das Unternehmen hat es geschafft, das Karge und Spartanische zu einer Tugend zu erklären und sich somit übergreifend an alle gesellschaftlichen Schichten zu wenden. Denn Aldi reduzierte für alle Einkäufer die Komplexität. Die seelische Kostenersparnis, seinen Einkauf in 20 Minuten erledigt zu haben, war ebenso wichtig wie die ökonomische Kostenersparnis. Die reduzierte Einrichtung war und ist bei Aldi Programm.</p>
<p><strong>Bei Drogeriemärkten jedoch nicht.<br />
</strong>Genau – wobei Schlecker sicher auch darunter zu leiden hatte, dass die direkten Konkurrenten dm und Rossmann hier völlig anders zu Werke gingen und den Wunsch vieler Menschen nach moralischen Werten in Krisenzeiten bedienten. Von dem Werbespruch "Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein" kann man halten, was man will – aber Tatsache ist, dass die Kunden das glauben. Zumal es von der dm-Unternehmensspitze um Götz Werner ja auch vorgelebt wird.</p>
<p><strong>Hätte Schlecker sein Image überhaupt noch verbessern können?<br />
</strong>Ich glaube schon, dass die neue Unternehmensspitze sehr motiviert war, das Ruder herumzureißen. Aber letztendlich war es wohl auch eine Frage des Geldes.</p>
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		<title>Der Fall des Francesco Schettino – Warum versagen wir?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/alltagsforschung/~3/JoiUv5XR58c/</link>
		<comments>http://www.alltagsforschung.de/der-fall-des-francesco-schettino-warum-versagen-wir/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf & Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Costa Concordia]]></category>
		<category><![CDATA[Distraction Theory]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
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		<description><![CDATA[Der tragische Unfall der "Costa Concordia" ist vermutlich auf den Kapitän zurückzuführen, der zu allem Überfluss die Passagiere im Stich ließ - Versagen auf ganzer Linie. Wahr ist auch: Jeder versagt manchmal. Die Frage ist nur: Warum? Noch immer sind die genauen Umstände des Schiffsunglücks vor der italienischen Insel Giglio unklar. Doch schon jetzt deutet sich [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Der tragische Unfall der "Costa Concordia" ist vermutlich auf den Kapitän zurückzuführen, der zu allem Überfluss die Passagiere im Stich ließ - Versagen auf ganzer Linie. Wahr ist auch: Jeder versagt manchmal. Die Frage ist nur: Warum? <span id="more-10925"></span></p>
<p>Noch immer sind die genauen Umstände des Schiffsunglücks vor der italienischen Insel Giglio unklar. Doch schon jetzt deutet sich an, dass der Kapitän der "Costa Concordia" sich während des Untergangs, untertrieben formuliert, nicht unbedingt vorbildlich verhalten hat. Medienberichten zufolge saß Francesco Schettino bereits in einem Rettungsboot, während Tausende von Passagieren noch um ihr Leben kämpften - der denkbar größte Fehler, den ein Kapitän machen kann. "Capitano dilettante", <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,809862,00.html" target="_blank">witzelt "Spiegel Online"</a>, für "Bild" ist Schettino der <a href="http://www.bild.de/news/ausland/news-ausland/richterin-liess-kapitaen-gehen-22147320.bild.html?wtmc=fb.off.share" target="_blank">"Lügen-Kapitän"</a>.</p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/versagen.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10928" title="versagen" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/versagen-273x300.jpg" alt="" width="273" height="300" /></a>"Er hat nicht nur eine Menge idiotischer Entscheidungen getroffen", sagt der Buchautor und Schiffsexperte John Maxtone-Graham <a href="http://life.salon.com/2012/01/18/the_captain_who_wouldnt_go_down_with_the_ship/" target="_blank">in einem Interview</a>, "dass er das Schiff auch noch viel früher verlassen hat als viele Passagiere und Crew-Mitglieder, ist wirklich unfassbar."</p>
<p>Einerseits stimmt das natürlich. Jeder Kapitän hat nicht nur die Verantwortung für sein Schiff, sondern auch für Besatzung und Passagiere. Das prominenteste Beispiel ist Edward John Smith, Kapitän der "Titanic". Er blieb bis zum bitteren Ende an Bord, seine Leiche wurde nie gefunden. Andererseits ist Schettinos Verhalten nicht völlig unerklärlich - und zwar aus zwei Gründen.</p>
<p>Zum einen ist der Überlebensinstinkt einer unserer stärksten Antreiber. Wenn wir unser Leben bedroht sehen, rüsten wir uns zum Kampf oder ergreifen automatisch die Flucht - so wie Schettino. Zum anderen aber - und das soll das Verhalten des Kapitäns in keinster Weise rechtfertigen -, steckt in jedem von uns ein kleiner Schettino.</p>
<p>Tatsache ist: Beinahe jeder versagt früher oder später einmal - auch wenn die Konsequenzen meist harmloser sind als bei Schiffskapitänen. Schüler leiden unter Prüfungsangst, Studenten fallen durch die Aufnahmeprüfung, Fußballer schießen im entscheidenden Moment neben das Tor, ein Musiker vergisst die Noten, ein Redner seinen Text. So unterschiedlich die Situationen und Folgen auch sein mögen, eines haben sie gemeinsam: Im entscheidenden Moment war der Druck zu hoch.</p>
<p>Klar, ein bisschen Lampenfieber schadet nie. Doch wenn dieses Gefühl überhand nimmt, wirkt sich das negativ auf die Leistung aus. US-Psychologen bezeichnen das als "choking under pressure". Choking heißt wörtlich übersetzt eigentlich "würgen", bedeutet hier aber soviel wie "unter dem Druck zusammenbrechen". Wohlgemerkt: Es geht nicht um eine schlechte Leistung, sondern um Totalversagen. Aber warum passiert uns das überhaupt? Und wie können wir solche Blackouts vermeiden?</p>
<h4>Zwei Erklärungen</h4>
<p>Eine der führenden Expertinnen der Versagensforschung ist <a href="http://psychology.uchicago.edu/people/faculty/sbeilock.shtml" target="_blank">Sian Beilock</a>, Professorin an der Universität von Chicago und Autorin <a href="http://www.amazon.de/Choke-Secrets-Brain-Reveal-Getting/dp/1416596186/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1326980266&amp;sr=8-1" target="_blank">des Buchs "Choke"</a>. Sie und andere Wissenschaftler führen menschliches Versagen auf zwei Theorien zurück. Die Vertreter der "Distraction Theory" gehen davon aus, dass wir uns in einer extremen Drucksituation auf die falschen Dinge konzentrieren. Wir denken eher an die Situation und ihre Konsequenzen, anstatt uns auf unsere Aufgaben zu fokussieren. Kurzum: Wir werden unaufmerksam. Studien zufolge gilt das aber vor allem bei hohen intellektuellen Herausforderungen, weniger bei Routineaufgaben.</p>
<p>Die Anhänger der <em>"</em>skill-focus theory" sind anderer Ansicht. Sie meinen: Der Druck führt dazu, dass wir uns <em>zu sehr</em> auf die notwendigen Schritte konzentrieren. Wir wollen es unbedingt richtig machen und verkrampfen. "Paralyse durch Analyse", sagt Sian Beilock dazu. Dies gilt ihr zufolge vor allem bei anspruchsvollen, aber automatisierten Tätigkeiten. Die Folge: Etwas, das wir eigentlich im Schlaf beherrschen, fällt uns plötzlich schwer.</p>
<p>Und das führt uns wieder zum Schiffskapitän Francesco Schettino. Auch er wusste genau, wie er sich während des Unglücks zu verhalten hatte - und machte doch alles falsch. Teilweise aus Überlebensinstinkt, teilweise weil er mit dem Druck nicht klar kam. Doch es gibt noch eine dritte Erklärung.</p>
<p>Im vergangenen Jahr fand Sian Beilock mit ihrer Doktorandin Marci DeCaro in einer <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21574739" target="_blank">Studie</a> heraus, dass die Umgebung eine entscheidende Rolle dabei spielt, ob jemand zum Helden oder zum Versager wird - zumindest bei vermeintlichen Routineaufgaben. Das Totalversagen wird demnach umso wahrscheinlicher, je mehr Menschen währenddessen anwesend sind und die Leistung mitbekommen. Und das war bei Schettino und den etwa 4000 Passagieren definitiv der Fall.</p>
<p>Wie man das Versagen vermeidet? Die Antwort ist ziemlich trivial: üben, üben, üben. "Die beste Methode für mehr Stressresistenz und gegen Totalversagen ist es, genau solche Situationen immer und immer wieder zu proben", sagt Beilock. Das machten Profi-Sportler im Training genauso - um für den ernsten Wettkampf, das entscheidende Spiel oder Duell gerüstet zu sein.</p>
<p>Für die Passagiere der "Costa Concordia" kommt diese Erkenntnis leider zu spät.</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Marci S. DeCaro, Robin D. Thomas, Neil B. Albert, Sian L. Beilock (2011). Choking under pressure: multiple routes to skill failure. In: Journal of Experimental Psychology: General. Ausgabe 140, Nummer 3, Seite 390–406.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/nimbupani/2407313614/" target="_blank">nimbu</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
<p style="text-align: right;"><strong id="yui_3_4_0_3_1326979286447_1025"><a href="http://www.flickr.com/photos/nimbupani/"><br />
</a></strong></p>
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		<title>Klatsch und Tratsch – Warum lästern wir so gerne?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 09:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Dacher Keltner]]></category>
		<category><![CDATA[Gossip]]></category>
		<category><![CDATA[Journal of Personality and Social Psychology]]></category>
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		<category><![CDATA[Matthew Feinberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele Menschen lästern gerne über andere. Aber warum eigentlich? Eine neue Studie liefert drei Gründe: Wir fühlen uns danach besser, solidarisieren uns mit anderen und fördern die gesellschaftliche Harmonie. Klatsch und Tratsch haben nicht den allerbesten Ruf. "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", heißt es in der Bibel - und das schließt heimliche [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Viele Menschen lästern gerne über andere. Aber warum eigentlich? Eine neue Studie liefert drei Gründe: Wir fühlen uns danach besser, solidarisieren uns mit anderen und fördern die gesellschaftliche Harmonie. <span id="more-10907"></span></p>
<p>Klatsch und Tratsch haben nicht den allerbesten Ruf. "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", heißt es in der Bibel - und das schließt heimliche Lästereien eigentlich aus. Auch die Klatschpresse genießt ein zweifelhaftes Ansehen, mit all ihren Geschichten aus der Privat- und Intimsphäre der Stars. Doch weder religiöse Gebote noch das Schmuddelimage der Boulevardpresse ändern etwas daran, dass viele von uns gerne über andere Menschen herziehen, die just in den Moment natürlich nicht anwesend sind – und dass wir uns gerne über die neuen Eskapaden von Hollywood-Sternchen austauschen. Klassisches Lästern eben. Egal ob über Bekannte, Kollegen oder Stars.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-10908" title="tratschen" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/tratschen-300x165.jpg" alt="" width="300" height="165" />Doch Klatsch und Tratsch erfüllen noch mehr Funktionen, als bloß unsere Sensationslust zu befriedigen oder die Neugierde zu stillen. Zahlreiche Wissenschaftler haben sich in den vergangenen Jahrzehnten mit der Psychologie des Lästerns beschäftigt. Vereinfacht gesagt lautet ihre Erkenntnis: Ohne Lästern kann eine Gesellschaft nicht funktionieren – und der Einzelne nicht leben.</p>
<p>Der südafrikanische Soziologe Max Gluckman resümierte bereits in den Sechzigerjahren, dass Klatsch ein sozialer Klebstoff ist, der Gruppen zusammenhält. Die Menschen tauschen sich über gemeinsame Normen und Werte aus. Wer die ignoriert, wird isoliert. Ausgrenzen verbindet eben – und sorgt letztendlich für mehr Solidarität und Zusammenhalt. Mehr noch: Die Allgegenwärtigkeit von "Gossip" kann sogar ein Klima schaffen, in dem sich mieses Verhalten nicht mehr lohnt – weil es sofort weiterverbreitet wird und zu sozialer Ächtung führt.</p>
<p>Wie stark das Bedürfnis ist, durch Lästern gesellschaftliche Harmonie zu fördern, zeigt jetzt eine Studie (<a href="http://willer.berkeley.edu/FeinbergWillerStellarKeltner_2012.pdf" target="_blank">.pdf</a>), die in der neuen Ausgabe des "Journal of Personality and Social Psychology" erschienen ist. Im ersten Versuch verbanden Psychologen um <a href="https://sites.google.com/site/matthewfeinbergpsychology" target="_blank">Matthew Feinberg</a> von der Stanford Universität 52 Studenten mit einen Herzfrequenzmonitor, der ihren Puls aufzeichnete. Nun beobachteten die Probanden zwei Personen bei einem Spiel. Nach wenigen Minuten wurde allerdings deutlich, dass einer der beiden Spieler pfuschte, um mehr Punkte zu sammeln - und das ging nicht spurlos an den Beobachtern vorbei. Während sie den Betrüger sahen, stieg nämlich ihr Puls.</p>
<p>Nach einigen Minuten unterbrach Feinberg das Spiel und gab dem einen Teil der Probanden die Gelegenheit, den vermeintlich benachteiligten Spielern eine handgeschriebene Notiz zukommen lassen. Diese Gelegenheit nahmen fast alle Studenten wahr: Sie warnten die Person vor ihrem betrügerischen Spielpartner. Und siehe da: Der Puls sank wieder.</p>
<p>In zwei weiteren Versuchen war das Resultat ähnlich: Wer die negativen Eigenschaften einer Person bei einem Dritten anprangern konnte, der nutzte die Chance auch - und fühlte sich gleich besser. In einem der Experimente nahmen viele Teilnehmer sogar finanzielle Einbußen auf sich, nur um die Läster-Nachricht schreiben zu dürfen. "Wenn wir unmoralisches Verhalten beobachten, wächst unser Frust", sagt Ko-Autor Robb Willer, "wenn wir diese Information weiterreichen können, fühlen wir uns besser."</p>
<p>Das klingt theoretisch prima - funktioniert aber praktisch nicht immer. Wer jemanden wirklich ausnutzen will, wird sich auch nicht davon abhalten lassen, dadurch womöglich zum Ziel von Klatsch und Tratsch zu werden. Aber dennoch zeigt auch diese Studie, dass Lästern durchaus positive Aspekte hat - und liefert eine weitere Erklärung dafür, warum wir es so gerne tun: weil wir uns danach erstens besser fühlen, uns zweitens mit anderen solidarisieren und drittens die gesellschaftliche Harmonie fördern.</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Matthew Feinberg, Robb Willer, Dacher Keltner (2012). Flustered and faithful: Embarrassment as a signal of prosociality. In: Journal of Personality and Social Psychology, Ausgabe 102, Nummer 1, Seite 81-97.</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/nenzen/3949508569/" target="_blank">nenzen</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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		<title>Big Spender – Frauenmangel macht Männer spendabel</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 14:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Rettig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatleben]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<description><![CDATA[Schöne Frauen können Männern kräftig den Kopf verdrehen. Auch durch ihre Abwesenheit: Herrscht ein Mangel an Frauen, geben Männer einer neuen Studie zufolge nämlich mehr Geld aus - und machen mehr Schulden. Macon und Columbus, zwei Städte im US-Bundesstaat Georgia, liegen etwa 160 Kilometer voneinander entfernt. Zwar hat Columbus etwa 100.000 Einwohner mehr, aber ansonsten [...]]]></description>
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<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://www.alltagsforschung.de/vorsicht-falle-5-fakten-uber-schone-frauen/" target="_blank">Schöne Frauen</a> können Männern kräftig den Kopf verdrehen. Auch durch ihre Abwesenheit: Herrscht ein Mangel an Frauen, geben Männer einer neuen Studie zufolge nämlich mehr Geld aus - und <a href="http://www.alltagsforschung.de/arm-aber-sexy-%E2%80%93-warum-wir-schulden-machen/" target="_blank">machen mehr Schulden</a>. <span id="more-10889"></span></p>
<p><a href="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/großzügigkeit.jpeg"><img class="alignright size-medium wp-image-10871" title="großzügigkeit" src="http://www.alltagsforschung.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/großzügigkeit-300x277.jpg" alt="" width="300" height="277" /></a>Macon und Columbus, zwei Städte im US-Bundesstaat Georgia, liegen etwa 160 Kilometer voneinander entfernt. Zwar hat Columbus etwa 100.000 Einwohner mehr, aber ansonsten sind sich die Städte in vielen Belangen ähnlich, politisch und ökonomisch gesehen. Das Medianeinkommen der Männer liegt in beiden Städten bei etwa 24.000 Dollar, das der Frauen bei etwa 23.000. Und doch gibt es einen entscheidenden Unterschied: Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung ist in Columbus fast drei Mal höher als in Macon. Zufall? Mitnichten.</p>
<p>Das behauptet zumindest ein Forscherteam um <a href="http://www.carlsonschool.umn.edu/faculty-research/faculty.aspx?x500=vladasg" target="_blank">Vladas Griskevicius</a>, Marketingprofessor an der Universität von Minnesota. Zusammen mit einigen Kollegen hat er in einer neuen Studie (<a href="http://www.psych.ucsb.edu/research/cep/papers/Griskevicius_etal_inpress_FinancialConsequencesJPSP.pdf" target="_blank">.pdf</a>) eine Erklärung gefunden, die auf den ersten Blick ziemlich, nun ja: abenteuerlich klingt. Eine Ursache für die höhere Verschuldung in Columbus sei nämlich - ein Mangel an Frauen. Aber der Reihe nach.</p>
<p>In Macon kamen im Jahr 2009 auf jede Frau etwa 0,8 Single-Männer, in Columbus hingegen gab es pro Frau 1,2 männliche Singles gab. Mit anderen Worten: In Columbus gab es einen Überschuss an alleinstehenden Männern, in Macon war es genau umgekehrt. Glaubt man der Studie von Griskevicius und seinen Kollegen, dann wirkt sich dieses Missverhältnis auch auf die Spendierfreude aus.</p>
<h4>Kurioser Zusammenhang</h4>
<p>Zu diesem Resultat gelangten die Wissenschaftler in vier unterschiedlichen Untersuchungen. Im ersten Versuch berechneten sie von 120 amerikanischen Städten einerseits die Relation zwischen Single-Männern und Single-Frauen (Anmerkung für <span style="color: #000000;"><del>Klugscheißer</del></span> Experten: Wissenschaftler sprechen lieber vom "operationellen Geschlechterverhältnis", oder auch <em>operational sex ratio</em>).</p>
<p>Andererseits besorgten sie sich Daten über die Anzahl von Kreditkarten, die jeder Bewohner der Städte im Schnitt besaß, sowie über die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung. Und dabei bemerkten sie einen Zusammenhang: Je deutlicher die Männer in der Überzahl waren, desto mehr Kreditkarten besaßen die Einwohner – und desto mehr Schulden hatten sie auch.</p>
<p>Zugegeben, dabei handelt es sich dabei erstmal nur um einen kuriosen Zusammenhang (Korrelation), keine Ursache-Wirkungs-Beziehung (Kausalität). Will sagen: Der Mangel an Frauen muss nicht der alleinige Grund dafür sein, warum sich die Menschen stärker verschulden. Deshalb konzipierten die Forscher um Griskevicius weitere Versuche, diesmal im Labor.</p>
<p>Dabei gaukelten sie den Probanden durch Fotos oder Zeitungsartikel drei unterschiedliche Situationen vor: Die einen gingen davon aus, dass Frauen in der Bevölkerung eindeutig in der Überzahl waren, die anderen glaubten an eine Überzahl von Männern. Die dritten rechneten mit einem ausgeglichenen Verhältnis. Nun sollten alle Teilnehmer verschiedene Entscheidungen treffen, die ihnen stets zwei Alternativen boten: Entweder eine kleine finanzielle Belohnung am morgigen Tag oder eine größere Belohnung in 33 Tagen. Und siehe da: Die Männer reagierten völlig unterschiedlich.</p>
<h4>Schnelle Belohnung</h4>
<p>Glaubten sie daran, dass sie in der Überzahl waren, entschieden sie sich wesentlich häufiger für die schnelle, aber geringere Belohnung. Ein ähnliches Resultat erhielten die Wissenschaftler in einem Folgeexperiment. Bei Frauenmangel waren die männlichen Probanden eher dazu bereit, via Kreditkarte Schulden anzuhäufen, außerdem wollten sie 42 Prozent weniger Geld für die Zukunft sparen als der Rest der Freiwilligen. Die weiblichen Teilnehmerinnen ließen sich von den unterschiedlichen Bevölkerungsstrukturen hingegen kaum beeinflussen.</p>
<p>Offenbar sorgt Frauenmangel beim männlichen Geschlecht für erhöhte Spendierfreude - oder, böse formuliert, finanzielle Disziplinlosigkeit. Hauptsache Geld ausgeben - so dachten die Männer offenbar.</p>
<p>Vladas Griskevicius erklärt sich das Ergebnis mit evolutionärem Verhalten. Auch im Tierreich sei es zu beobachten, dass männliche Wesen sich bei akutem Frauenmangel völlig anders verhalten: Vereinfacht gesagt legen sie sich bei der Partnersuche mehr ins Zeug. Der Hintergrund ist ziemlich einleuchtend: Gibt es mehr Männlein als Weiblein, müssen sie sich gegen viele Konkurrenten durchsetzen - denn es ist nunmal nicht für jeden Topf ein Deckel vorhanden.</p>
<p>Auch Menschen reagierten demnach auf akuten Frauenmangel: "Das Geschlechterverhältnis beeinflusst ökonomisches Verhalten und die Psychologie finanzieller Entscheidungen", sagt Griskevicius. Männer geben bei Frauenmangel demnach mehr Geld aus, um damit die Frauen auf ihre Seite zu ziehen. Ob diese Strategie allerdings von Erfolg gekrönt ist, steht natürlich wieder auf einem ganz anderen Blatt.</p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Vladas Griskevicius et al (2012). The financial consequences of too many men: Sex ratio effects on saving, borrowing, and spending. In: Journal of Personality and Social Psychology, Band 102, Nummer 1, Seite 69-80.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;">[Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/teddydelivery/4038287669/" target="_blank">Teddy Delivery</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" target="_blank">cc-by</a>]</p>
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