<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
  <channel>
    <title>Andreas Spiegler | Blog</title>
    <link>https://andreas-spiegler.de/blog</link>
    <atom:link href="https://andreas-spiegler.de/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/>
    <lastBuildDate>Wed, 20 May 2026 21:57:03 +0200</lastBuildDate>
        <description>Ein Produktkomplize schreibt übers Stolpern mit Schluckauf.</description>
        <image>
      <url>https://andreas-spiegler.de/assets/images/favicon-192x192.png</url>
      <title>Andreas Spiegler | Blog</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog</link>
    </image>
        <item>
      <title>Bugonia</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/bugonia</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/bugonia</guid>
      <pubDate>Wed, 20 May 2026 17:00:00 +0200</pubDate>
      <description><![CDATA[<figure><a href="https://www.youtube.com/watch?v=bd_5HcTujfc"></a></figure><p>Teddy ist Hobbyimker, Lagerarbeiter und überzeugt: Die Chefin des Pharmariesen Auxolith ist ein Alien aus der Andromeda-Galaxie. Also entführt er sie in seinen Keller. Es folgt ein psychologisches Duell. Kühl, absurd, böse komisch.&nbsp;<a href="https://www.moviepilot.de/movies/bugonia" target="_blank">Bugonia</a>&nbsp;ist Yorgos Lanthimos' fünfte Zusammenarbeit mit Emma Stone. Man weiß nie ganz, wer hier verrückt ist und wer Recht hat. Darunter eine Prise Gesellschaftskritik: Pharmakonzerne, Bienensterben, Verschwörungsdenken. Wer sind hier eigentlich die bösen Aliens?</p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Anti-Dystopia</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/anti-dystopia</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/anti-dystopia</guid>
      <pubDate>Sun, 26 Apr 2026 18:15:00 +0200</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>&#8594; <a href="https://futureslens.johanneskleske.com/p/anti-dystopia">Anti-Dystopia (futureslens.johanneskleske.com)</a></p><p>Wir wissen so viel. Verstehen die Klimakrise. Sehen Demokratien zerbrechen. Brauchen nicht noch mehr Analysen. Aber einen ersten Schritt. Doch dieser bleibt aus. Es ist ohnehin zu spät. Und was soll ich schon verändern können? Das Ergebnis: Rückzug und Resignation. </p><p>Johannes Kleske beschreibt in <a href="https://futureslens.substack.com/p/anti-dystopia">Anti-Dystopia</a>, dass weder Optimismus noch Pessimismus wirklich weiterhelfen. Utopien lässt Menschen die Augen verdrehen. Dystopien lassen uns die Augen verschließen. Beide gehen davon aus, dass die Zukunft feststeht. Die Anti-Dystopie ist ein dritter Weg. Die Realität einer Krise annehmen und trotzdem was machen. Auch wenn es nicht perfekt ist. Auch wenn es nicht sicher ist. Auch wenn es nicht garantiert ist. Denn ohne Handlung gibt es keine Veränderung. </p><p><a href="https://garden.johanneskleske.com/anti-dystopia">Anti-Dystopie</a> fordert uns auf, Verantwortung zu übernehmen. Und trotz Unsicherheiten für Gerechtigkeit und Gemeinschaft einzutreten. Kleine Schritte. Damit sich etwas bewegt. </p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Tipps von Paartherapeuten</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/tipps-von-paartherapeuten</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/tipps-von-paartherapeuten</guid>
      <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 10:05:00 +0200</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>&#8594; <a href="https://www.zeit.de/zeit-magazin/2025/19/paartherapie-tipps-beziehung-liebe-partner/komplettansicht">&quot;Küsst euch lieb und küsst euch wild&quot; (zeit.de)</a></p><p>Was bleibt, wenn der Alltag alles verschluckt? Wenn Paare sich aus den Augen verlieren. „Dann küsst euch lieb und küsst euch wild“. So einer der Tipps im <a href="https://www.zeit.de/zeit-magazin/2025/19/paartherapie-tipps-beziehung-liebe-partner/komplettansicht" target="_blank">ZEIT Magazin</a>. Kommt der Partner nach Hause, dann lass alles liegen. Tägliche Spaziergänge. Umarmungen. Am besten nackt. Kleine Rituale. Kleine Momente. Humor und Neugierde. Miteinander. Füreinander.</p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Hallo Kirby &#128075;</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/kirby</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/kirby</guid>
      <pubDate>Fri, 10 Apr 2026 04:55:00 +0200</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>Am 13. Februar 2000 ging meine erste Webseite online. Es war eine Mischung aus persönlicher Webseite und digitaler Schülerzeitung. Gebaut in einem WYSIWYG-Editor (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/NetObjects_Fusion">NetObjects Fusion</a>), der auf einer Heft-CD klebte. Gehostet bei <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tripod_(web_hosting)">Tripod</a>.</p><p>Seitdem sind viele Jahre vergangen. Ich wechselte zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PHP-Nuke">PHP-Nuke</a>, zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PostNuke">PostNuke</a> und auf ein eigenes PHP-CMS. Weiter zu Wordpress. Mittlerweile wurde <a href="https://all-inkl.com/">ALL-INKL</a> der Hoster. Und blieb es bis heute. Irgendwann kam <a href="https://andreasspiegler.tumblr.com/">Tumblr</a>. Dann wieder Wordpress. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich Inhalte kopierte und am Design bastelte. Hier ein Plug-In. Da eine Erweiterung. Und es wurde immer komplexer und umfangreicher. Dabei verlor ich immer mehr die Lust am Schreiben. Will doch einfach Gedanken loswerden und interessante Dinge teilen. </p><p>Verfolge seit langer Zeit, wie Blogs verschwinden. Mein <a href="https://readwise.io/read">RSS-Reader</a> vermisst viele private Blogger:innen. Aber es gibt noch Menschen wie <a href="https://matthiasott.com/">Matthias</a>, die für eigene Blogs kämpfen. Und als <a href="https://wirres.net/">Felix</a> und <a href="https://marcel.io/">Marcel</a> auf <a href="https://getkirby.com/">Kirby</a> wechselten, war die alte Neugier wieder geweckt. Einige Nachtschichten später, habe ich nun meine komplette Tumblr- und Wordpress-Vergangenheit umgezogen. Längst vergessene Inhalte von Flickr, Twitter, Facebook und Instagram werden schrittweise folgen. </p><p>Endlich wieder ein simples, aber sehr flexibles CMS. Der <a href="https://getkirby.com/docs/guide/quickstart">Guide</a> macht den Wechsel einfach. Alles liegt in Dateien und kann über die bevorzugte Entwicklungsumgebung angepasst werden (bei mir ist es aktuell <a href="https://antigravity.google/">Antigravity</a> mit Claude Code). Meine Experimente lassen sich über git jederzeit zurücksetzen. Der Blog ist eine eigene ActivityPub-Instance und Reaktionen im Fediverse werden innerhalb der Artikeln angezeigt. Ziel: <a href="https://savesocial.eu/de/">Das Internet zurückerobern</a> 🚀</p><p>Ich hab meine eigene Staging-Umgebung und überhaupt hab ich lange nicht mehr so viel Spaß mit den verfügbaren <a href="https://plugins.getkirby.com/">Plug-Ins</a> und den eigenen Anpassungen gehabt.</p><p>Momentan nutze ich Kirby 5 mit :</p><ul><li><a href="https://plugins.getkirby.com/pechente/admin-bar" target="_blank">Admin Bar</a>, um schnell aus dem Frontend ins Backend zu springen</li><li><a href="https://plugins.getkirby.com/bnomei/feed" target="_blank">Feed and Sitemap</a>, damit Inhalte leicht auffindbar sind</li><li><a href="https://plugins.getkirby.com/fabianmichael/markdown-field" target="_blank">Markdown Field</a>, denn Markdown nutze ich sowieso überall</li><li><a href="https://plugins.getkirby.com/mzur/uniform" target="_blank">Uniform</a>, für Kontaktanfragen</li><li><a href="https://plugins.getkirby.com/medienbaecker/alter" target="_blank">Alter</a>, um Alt-Texte für Bilder zu generieren</li><li><a href="https://plugins.getkirby.com/sylvainjule/embed" target="_blank">Embed</a>, um fremde Inhalte sauber einzubinden</li><li><a href="https://plugins.getkirby.com/distantnative/retour" target="_blank">Retour</a>, um fehlerhafte Aufrufe schnell zu entdecken</li><li><a href="https://plugins.getkirby.com/sylvainjule/matomo" target="_blank">Matomo</a>, damit ich Statistiken ohne Cookies sammeln kann</li><li><a href="https://plugins.getkirby.com/mauricerenck/og-image" target="_blank">OG Image</a>, um automatisch Vorschaubilder zu generieren</li><li><a href="https://plugins.getkirby.com/mauricerenck/indieconnector" target="_blank">IndieConnector</a>, damit ich Webmentions mitbekomme und Inhalte im Fediverse landen</li></ul><p>Es gibt bestimmt noch einige Dinge, die nicht richtig funktionieren oder Links, die im Nirgendwo landen. Aber das muss so und wird schrittweise behoben. Mal schauen, was ich in den kommenden Monaten noch ausprobieren werde. Ob es mir wieder leichter fällt zu bloggen. Die Vorfreude ist jedenfalls groß. Rechtzeitig zur <a href="https://re-publica.com/de">re:publica</a> ✌️</p><p>Und wenn ich doch mal wieder zu lange nichts schreibe, findet sich vielleicht ein spannender Blog in meiner kleinen Blogroll: </p><p><a href="https://boschblog.de/">André Krüger</a>, <a href="https://www.blogbleistift.de/">Anna-Lena König</a>, <a href="https://www.christoph-koch.net/leblog/">Christoph Koch</a>, <a href="https://christowski.de/blog/">Christoph Rauscher</a>, <a href="https://www.dirkvongehlen.de/">Dirk von Gehlen</a>, <a href="https://neonwilderness.net/">Dominik Kurcsics</a>, <a href="http://mevme.com/lizblog/">Elisabeth Rank</a>, <a href="https://mokita.de/blog/">Fabian Neidhardt</a>, <a href="https://fragmente.me/">Fragmente</a>, <a href="https://fragmente.me/">Frau Fragmente</a>, <a href="https://www.derjo.de/">Johannes Pfeifer</a>, <a href="https://kessel.tv/">Kessel.tv</a>, <a href="https://2-blog.net/">Luca Hammer</a>, <a href="https://marcel.io/">Marcel Wichmann</a>, <a href="https://matthiasott.com/">Matthias Ott</a>, <a href="https://push.michaelschieben.com/">Michael Schieben</a>, <a href="https://mspr0.de/">Michael Seemann</a>, <a href="https://olereissmann.com/blog/">Ole Reissmann</a>, <a href="https://www.petra-wille.com/blog">Petra Wille</a>, <a href="https://raul.de/blog/">Rául Krauthausen</a>, <a href="https://www.metacheles.de/">Sascha Pallenberg</a>, <a href="https://eay.cc/">Stefan Grund</a> 🤗</p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Feindbild Frau</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/feindbild-frau</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/feindbild-frau</guid>
      <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 18:45:00 +0200</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>Martin schreibt seit über dreizehn Jahren das <a href="https://www.socialmediawatchblog.de/">Social Media Watchblog</a>. Wöchentlich ordnet er ein, wie sich die digitalen Öffentlichkeit verändert. Seit heute auch auf <a href="https://www.youtube.com/@martinfehrensen">YouTube</a>. Mit Ingrid Brodnig spricht er über ihr neues Buch <a href="https://www.brandstaetterverlag.com/buch/feindbild-frau/">Feindbild Frau</a>. Denn Frauen werden im analogen und digitalen Raum systematisch angegriffen. Rechte Netzwerke fahren Kampagnen gegen Frauen in der Öffentlichkeit. Eine Strategie der 1.000 Nadelstiche. Oft mit harten Folgen. Frauen verlassen Diskurse und Plattformen belohnen die Hetzjagd mit Reichweite, solange die Interaktionen stimmen.</p><p>Wir müssen laut werden. Laut bleiben. Und wir müssen uns wehren. Frauen dürfen nicht verstummen.  </p><figure><a href="https://www.youtube.com/watch?v=KccL3fepoDs"></a></figure>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Fragmente ✨ Frühling 2026</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/fragmente-fruehling-2026</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/fragmente-fruehling-2026</guid>
      <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 16:35:00 +0200</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>Seit 26 Jahren schreibe ich in dieses Internet. Über Dinge, die mir passieren. Dinge, die ich spannend finde. Dinge, die mich traurig machen. Und irgendwann wurde daraus Arbeit. Wurde daraus Druck und Verpflichtung. Früher war da Neugierde. Hab einfach losgelegt. Ohne Plan. Ohne Angst vor Bewertung. Heute läuft da eine Stimme mit: Passt es zur Positionierung? Interessiert das überhaupt jemanden? Hab zig Fragmente, die ich nur für mich schreibe. Oder für die KI, die mitliest und Fragen stellt. Zusammenhänge sucht.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=YmTNxGwdnIo" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gavin Strange</a>&nbsp;nennt sich einen Stümper. Er fängt Dinge an, bricht ab oder perfektioniert sie. Hat einfach Spaß. Ich wäre gerne öfter wieder Gavin. Möchte einfach machen. Nicht bei jedem Satz über den Nutzen nachdenken. Will Gedanken teilen. Zwischenstände greifbar machen. Und den Lärm im Kopf wieder schrittweise ordnen.</p>
<p>Less Thinkering. More Tinkering. Nur wo? Das aktuelle Setup fühlt sich nicht mehr gut an.</p><figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/fragmente-fruehling-2026/8d35676b85-1774877460/IMG_0614.jpg" alt="Dämmernder Himmel in Grün- und Rosatönen über beleuchteten Hausdächern und dunklen Baumsilhouetten bei Sonnenuntergang."><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/fragmente-fruehling-2026/07d8fc94b6-1774877460/IMG_0814-1.jpg" alt="Eine Frau und ein Kind sitzen von hinten fotografiert auf einem großen Stein an der Küste und blicken auf das neblige Meer mit Bojen und Horizont."><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/fragmente-fruehling-2026/a353097ce9-1774877460/IMG_0652-1.jpg" alt="Blick über ein schwarzes Geländer auf eine weite, flache Landschaft mit trockenen Gräsern und vereinzelten Bäumen bei Sonnenuntergang. Der Himmel ist bewölkt und wirft warme, goldene Lichter über die Szenerie."></figure><p><strong>Worüber habe ich geschrieben? Was habe ich gelernt?</strong></p><ul class="">
<li>„Natürlich haben wir eine Strategie. Wir wollen die Welt besser machen. Und dabei Geld verdienen.“ So oder so ähnlich steht es in einem Dokument. Irgendwo in der Dateiablage. Eine schöne Präsentation, einmal vorgestellt, seitdem nie wieder geöffnet. Keine Zeit. Mussten ja Dinge entwickeln. Dabei hilft eine gute Produktstrategie genau hier: bewusste Entscheidungen treffen. Nicht ins Leere bauen. Für den Medienbaukasten <a href="https://www.neuemedien.org/lernpfade/lernpfade/so-entwickelst-du-ein-produkt-das-echte-probleme-lst" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NeueMedien.org</a> habe ich fünf Einstiegsfragen und das Product Field als möglichen Rahmen vorgestellt. Ein Startpunkt für eine fortlaufende Tätigkeit. Übersetzen. Wiederholen. Aushalten, dass nicht alle sofort verstehen. Loslassen, was weh tut. Ausprobieren und stolpern. Denn Alignment ist Beziehungsarbeit.</li>
</ul><p>Ich teile meine Gedanken (un)regelmäßig in meinem <a href="https://andreas-spiegler.de/blog" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blog</a>. Berufliche Gedanken landen auf <a href="https://www.linkedin.com/in/andreasspiegler/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LinkedIn</a>. Eindrücke aus meinem Alltag auf <a href="https://www.instagram.com/andreasspiegler/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Instagram</a> oder <a href="https://eimsbuettel.social/@andreasspiegler" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mastodon</a>.</p>
<p><strong>Welche Fragmente sind sonst so übrig geblieben?</strong></p><ul class="">
<li>Inmitten einer Demonstration. Frauen, die schreien. Die sich an den Händen halten. Ich spüre Wut, Schmerz, Enttäuschung. Tage später ein Kanzler, der die Schuld woanders sucht. Das ist keine Ausnahme. Das ist System. Tara-Louise Wittwer taucht in <a href="https://www.goodreads.com/book/show/231274354-nemesis-t-chter" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nemesis' Töchter</a> 3000 Jahre tief in diese Geschichte ein: all die Frauen, die Stärke zeigten und dafür belächelt, verurteilt, dämonisiert wurden. Ihre Wut bleibt. Und Männer schauen weg. Wollen keine Gleichberechtigung. Echte Männer fühlen sich erst gesehen, wenn alles um sie zerfällt. Doch irgendwann ist Schluss mit Gefühle schlucken. Dann nehmen sie hoffentlich ihr Herz in die Hand. <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2BJjVCZBrXvmfiwBfUhrZV?si=8c37d48b90af4e8f" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OK KID</a></li>



<li>Maja ist neun Jahre alt, als ihr Vater ihre Mutter tötet. Mit einem Schlag verliert sie ihre Familie, ihr Zuhause, jede Sicherheit. In „<a href="https://www.goodreads.com/book/show/231278624-da-wo-ich-dich-sehen-kann" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Da, wo ich dich sehen kann</a>" erzählt Jasmin Schreiber von dem, was danach kommt. Wie Frauen weiterexistieren, wenn das Unfassbare passiert ist. Durch Teleskope auf das Universum schauen, wenn die Erde unerträglich wird. Intensiv. Schmerzhaft. Von unbeschreiblicher Zärtlichkeit.</li>



<li>Fakten haben es nicht leicht. <a href="https://www.youtube.com/@FunFacts" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fun Facts</a> hilft nach. Ein neues Nachrichtenformat von Marc-Uwe Kling und über 100 anderen Schauspielerinnen, Satiriker und Aktivistinnen. Ehrenamtlich, ohne Sender, ohne Konzern. Ein tägliches Format, recherchiert von Correctiv. Humor und Haltung statt Hetze und Hass. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=rhwRPOYhCdY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jens Spahn</a> hat 6,6 Milliarden Steuergelder versenkt – und niemand ist verantwortlich. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LW1rEW9LxMU" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CDU und AfD</a> patrouillieren gemeinsam am Bahnhof – und niemand nennt es, was es ist. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=aWMQXi6J5Bo" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kommunen</a> könnten gerettet werden – aber das wäre ja Umverteilung.</li>



<li>Liebe als bewusster Akt. Eine Entscheidung, die täglich getroffen wird. So geht es laut dem Psychoanalytiker Erich Fromm nicht ums Finden der einen richtigen Person. Trotzdem werden Menschen bewertet, optimiert, sortiert. Auf der Suche nach dem „<a href="https://philosophybreak.com/articles/erich-fromm-on-why-love-is-not-about-finding-the-one/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">besten Deal</a>“. Liebe wird aber nicht gefunden. Sie stößt uns nicht zu. Wer lieben will, muss üben. Das bedeutet Respekt, Geduld und Konzentration. Verantwortung übernehmen und fürsorglich sein. Nicht nur für das Gegenüber, sondern auch für sich selbst. Liebe ist kein Schicksal, sondern eine Fähigkeit.</li>



<li>Hab mich oft gefragt, ob ich zu breit aufgestellt bin. Zu viele Interessen, zu wenig Tiefe. Schon im Studium gab es diese Diskussion: Generalist oder Spezialist? <a href="https://every.to/chain-of-thought/why-generalists-own-the-future" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dan Shipper</a> sieht das anders. Dort, wo Muster unklar sind, glänzen Generalisten. Sie kombinieren, stellen Fragen, bringen Menschen zusammen. Und KI verstärkt das: Grundlagenwissen reicht, um sich schnell in neue Bereiche einzuarbeiten, um dann passende Tools und Experten hinzuziehen. Tut gut, in diesen schnellen Zeiten ein Gefühl von Zuversicht zu entwickeln. Neben dem ständigen Gefühl der Überforderung. Probiere neue Tools aus. Lerne. Experimentiere. Bleibe relevant. Aber eigentlich ist es eine Sucht nach Belohnung. Nach dem Prompt, der alles löst. <a href="https://every.to/working-overtime/ai-was-supposed-to-free-my-time-it-consumed-it" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Katie Parrott</a> schreibt, dass unvorhersehbare KI-Antworten Dopamin ausschütten wie ein Spielautomat. Sie nennt es FOBO – Fear of Becoming Obsolete. Jedes nicht ausprobierte Tool fühlt sich für mich an wie eine Woche Rückstand. KI als Flaschengeist. Ist immer da. Wartet. Bereit für einen Wunsch mehr. Wäre manchmal gern entspannter: „You’re doing enough“.</li>



<li>Bis 2030 hat jeder Mensch in der westlichen Welt einen digitalen Doppelgänger. Dieser verbraucht so viel Wasser wie der eigene Körper zum Überleben. Das ✨ vor jedem KI-Feature ist kein neutrales Symbol. Es ist ein Narrativ: GenAI ist Magie. Jede Designentscheidung ein Manifest für die Zukunft. So beschreibt es <a href="https://www.youtube.com/watch?v=SGSMl8BZBBQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thorsten Jonas</a>. GenAI produziert immer das Wahrscheinlichste – nie Exzellenz. Ein Fenster in die Vergangenheit. Nicht in die Zukunft.</li>



<li>Zwei Urlaube. Zwei Geschwindigkeiten. Auf einem <a href="https://www.bauernhof-fehmarn.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bauernhof</a>: neugierige Augen, Ponyreiten, Verstecken spielen, Trampolin, Tischtennis, Waffeln, Wettrennen. Zum ersten Mal zu dritt. Alles gleichzeitig, alles aufregend. In Dänemark: Vorfreude auf Sauna und Whirlpool. Dann keine Heizung und kalte Zimmer. Planänderung. <a href="https://www.hvidbjergstrand.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hotel am Meer</a>. Spazieren am Strand. Hand in Hand. Kapuze ins Gesicht gezogen. Beide Urlaube waren schön. Aber auf ganz unterschiedliche Weise.</li>



<li>Molly hat Krebs im vierten Stadium. Der Anfang vom Ende. Eine Sehnsucht nach Höhepunkten. Jetzt, wo alle Sicherheiten wegbrechen. Sie probiert sich aus. Irgendwo zwischen Dating-Apps, Kinks und echter Nähe. Die Serie „<a href="https://www.moviepilot.de/serie/dying-for-sex" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dying for Sex</a>“ balanciert zwischen schwarzem Humor und tiefer Melancholie. Sie stellt Fragen nach Lust, Autonomie und Freundschaft. Teilweise verstörend. Oft tief berührend.</li>



<li>Kamasutra. Reformer Pilates im Bett. Bisschen Erotik. Bisschen Scham. Und <a href="https://krautreporter.de/leben-und-lieben/5813-kamasutra-ist-feministisch-leider-hat-es-ein-brite-falsch-ubersetzt?shared=b3f55e81-507b-4082-a451-abc34b7570c9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">falsch übersetzt</a>. Ursprünglich feierte es weibliche Lust, Selbstbestimmung und das Recht auf gegenseitige Freude. Die westliche Übersetzung hat diese Botschaft verschüttet und Frauen auf die Rolle der passiven Empfängerin reduziert. Im Original steht: Sex ist Verhandlung, Gespräch, Respekt. Weibliche Lust ist ein Recht. Keine Option. Das Kamasutra ist ein feministischen Leitfaden für Konsens. Kein schmutziges Buch.</li>



<li>Fragen, die einem nachts nicht schlafen lassen. PJ Vogt erforscht sie. Warum verschwinden Socken in der Waschmaschine? Wie funktioniert das Internet wirklich? Und warum komme ich nicht ins Berghain? <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/search-engine/id1614253637" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Search Engine</a> beleuchtet in jeder Episode ein Alltags-Rätsel. Mit viel Liebe für Skript und Musik. Vogt geht absurd weit, um selbst lächerliche Fragen zu klären. Das macht Spaß.</li>
</ul><p>Habt einen schönen Frühling ☀️</p>
<!--more-->]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>FOBO – Fear of Becoming Obsolete</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/fobo</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/fobo</guid>
      <pubDate>Tue, 17 Mar 2026 11:35:00 +0100</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>&#8594; <a href="https://every.to/working-overtime/ai-was-supposed-to-free-my-time-it-consumed-it">AI Was Supposed to Free My Time. It Consumed It. (every.to)</a></p><p>OpenClaw ausprobiert. Claude Code mit Obsidian verbunden. Tools zum Transkribieren und Zusammenfassen von Podcasts gebaut. Stunden und Stunden. Und vor dem Einschlafen nochmal aufgesprungen, weil da noch eine Idee war, die ich unbedingt angehen musste.<br><br>Immer wieder der gleiche Gedanke: Ich lerne. Ich experimentiere. Ich bleibe relevant.<br><br>Aber eigentlich ist es eine Sucht nach Belohnung. Nach dem Prompt, der alles löst. Katie Parrott von <a href="https://www.linkedin.com/company/everyinc/"><strong>Every Inc.</strong></a> schreibt, dass unvorhersehbare KI-Antworten Dopamin ausschütten wie ein Spielautomat. Sie nennt es FOBO – Fear of Becoming Obsolete. Jedes nicht ausprobierte Tool fühlt sich für mich an wie eine Woche Rückstand.<br><br>KI als Flaschengeist. Ist immer da. Wartet. Bereit für einen Wunsch mehr. „Why close the laptop when the next prompt might solve the problem you've been stuck on for weeks?“<br><br>Wäre manchmal gern entspannter.<br> „You’re doing enough“</p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Mein Blog feiert Geburtstag</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/blog-geburtstag-2026</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/blog-geburtstag-2026</guid>
      <pubDate>Fri, 13 Feb 2026 10:00:00 +0100</pubDate>
      <description><![CDATA[<figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/blog-geburtstag-2026/1b45f7faa2-1775648630/1770927831139.jpg" alt="Meine alter Webseite. Eine Mischung aus Blog und Portfolio. Im Jahr 2005. Fast wie heute."><figcaption>andreas-spiegler.de im Jahr 2005</figcaption></figure><p>Seit 26 Jahren schreibe ich in dieses Internet. Hab mit 12 Jahren begonnen. Eine digitale Schülerzeitung. Dann ein persönliches Tagebuch. Eigenes HTML und CSS auf Tripod. Das erste eigene kleine CMS in PHP. So viele Redesigns. So viele erste Schritte. In einem Kinderzimmer. Röhrenmonitor und Medion-Computer.   Ich mag das Internet. Für seine stillen Ecken. Für die vielen Menschen, die im Alltag nicht auffallen. Aber in Blogs ihre Leidenschaften teilen. Freue mich über jeden neuen Post im Feedreader, der mich diese schwer beschreibbare Form der Nähe spüren lässt. Zu Menschen, die ich oft noch nie getroffen habe. Denen ich aber seit Jahren digital folge. Und freue mich noch mehr über Menschen, denen ich begegnete und die ich bis heute begleiten darf.   </p><p>Auf dich, kleiner Blog 🫶  </p><p>Der Screenshot stammt aus dem Dezember 2005.  Die Sehnsucht nach Sommer ist geblieben...</p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Rückblick. 2025.</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/rueckblick-2025</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/rueckblick-2025</guid>
      <pubDate>Thu, 01 Jan 2026 11:35:00 +0100</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>Hab das Jahr voller <a href="https://andreas-spiegler.de/blog/rueckblick-2024">Mut</a> begonnen. Wollte neugierig sein. Mich trauen. <a href="https://andreas-spiegler.de/blog/page/2/">Laut</a> sein und trotzdem <a href="https://andreas-spiegler.de/2025/05/02/fragmente-zuhoeren/">zuhören</a>. Und dann kam alles. Ein Neuanfang. Offenheit, Mitgefühl und Nähe. Da war so viel Liebe. So viel Verletzlichkeit in ruhigen Momenten. Während es draußen weiterhin laut um uns war. Viele erste Schritte. Erste Konturen und Strukturen. Beobachten und Stolpern. Zwei Menschen in meinem Leben, die so vieles so anders erleben lassen. Ein neuer Blick auf Altbekanntes.</p><p>Ein Jahr voller Bewegung. Voller erster Male. Hingabe ist keine Schwäche. Loslassen kein Aufgeben. Hab Grenzen gewahrt. Die eigenen und die fremden. Wieder ein bisschen mehr zu mir gefunden. Und wieder ein bisschen von mir verloren. Leider noch immer ganz schön müde. Wenn auch selbstbestimmter. Leider noch immer ganz schön überfordert. Wenn auch selbstbewusster darin, was ich aushalten kann. Und was nicht. </p><figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/rueckblick-2025/8f097d33cd-1775320608/IMG_7020_VSCO.jpg" alt="Ein wunderschönes Haus in Eimsbüttel. Es ist Frühling."><figcaption>Ach... du schönes Hamburg</figcaption></figure><p>Meine Grenzen werden täglich getestet. Ein verurteilter Straftäter dreht weiter am Rad, macht Zölle zu Waffen und entmachtet Institutionen. Tech-Milliardäre knien vor ihm nieder, während sie Desinformation als Meinungsfreiheit verkaufen. KI wiederholt alte Muster. Diskriminierung wird automatisiert, Ungleichheit skaliert, Kontrolle zentralisiert. Hybride Kriegsführung und wachsende Wissenschaftsfeindlichkeit. Überall Extremismus und Schwarz-Weiß. Klimaschutz bleibt ein Lippenbekenntnis. Investitionen werden umgewidmet. Planungshorizont bis zur nächsten Wahl. Möchte weiterhin in keinem Land leben, wo eine rechtspopulistische Partei unentwegt Ängste schürt und Nazis zum Stadtbild gehören. Wo alle drei Tage eine Frau durch ihren (Ex-)Partner getötet wird. Häusliche Gewalt verharmlost als „Beziehungsdrama“. Frauenhäuser unterfinanziert. Care-Arbeit unsichtbar. Junge Menschen leiden. Therapieplätze fehlen. Hab keinen Bock auf konservative Rollenbilder. Fordere <a href="https://weact.campact.de/petitions/femizide-in-deutschland-stoppen">Femicide Watch</a>, <a href="https://weact.campact.de/petitions/afd-will-uns-zerstoren-lasst-das-nicht-zu">den Schutz der Demokratieförderung</a>, <a href="https://innn.it/afdverbot">die Prüfung eines AfD-Verbots</a>, <a href="https://weact.campact.de/petitions/save-social-soziale-netzwerke-als-demokratische-kraft-retten">offene Standards im Netz</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3A1OmeLz-2c">Männerlimit statt Frauenquote</a>. Achja, und das Ende des Patriarchats. Wird Zeit.</p><figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/rueckblick-2025/290c577e6b-1775320608/IMG_7165_VSCO.jpg" alt="Ein alter Bunker am Strand von Dänemark. Blauer Himmel. Sonnenschein."><figcaption>Bunker in Dänemark</figcaption></figure><p>Drei Jahre Selbstständigkeit. Drei Jahre <a href="https://andreas-spiegler.de/">Produktmensch</a> und <a href="https://andreas-spiegler.de/coaching/">Komplize</a>. Mag die Vielfalt dieser Rollen. Die Freiheiten im Alltag. Habe meine Ausbildung zum systemisch-psychologischen Coach abgeschlossen und bin <a href="https://www.mhfa-ersthelfer.de/de/ersthelferin/erwachsene/">Mental Health Ersthelfer</a> geworden. Wurde Teil des <a href="https://www.neuesamt.org/">Neuen Amt Altones (NAA)</a> und sitze unregelmäßig im <a href="https://zuh%C3%B6r-kiosk.de/">Zuhör-Kiosk Emilienstraße</a> – denn „wer andere versucht zu verstehen, versteht sich selber besser“. Veröffentlichte Artikel über <a href="https://www.neuemedien.org/lernpfade/lernpfade/so-entwickelst-du-ein-produkt-das-echte-probleme-lst">Produktstrategie für neue Medienorganisationen</a> und Modelle aus <a href="https://andreas-spiegler.de/2025/09/15/produktmanagement-psychoanalyse/">Psychoanalyse</a> und <a href="https://andreas-spiegler.de/2025/09/24/produktmanagement-systemisch-psychologische-beratung/">systemischer Beratung</a> im Produktmanagement. Habe meine Webseite komplett überarbeitet und eine Marke angemeldet. War auf der <a href="https://republica.de/">re:publica</a>, dem <a href="https://german-creative-economy-summit.de/">German Creative Ecnomomy Summit</a>, der <a href="https://productatheart.com/">Product at Heart</a> und dem <a href="https://www.waterkant.sh/">Waterkant Festival</a>. Besuchte Meetups und Offsites. So viele Gespräche. Schön und erschöpfend. Sehne mich nach einer Auszeit. Und nach einem festen Platz außerhalb des Home-Office.</p><figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/rueckblick-2025/70c5bb598e-1775320608/IMG_7896_VSCO.jpg" alt="Die Küste Albaniens. Blauer Himmel. Sandwege zum Strand."><figcaption>Schwitzend in Albanien</figcaption></figure><p>So viele schöne Momente mit Menschen. Auf Spielplätzen, in Küchen oder auf Konzerten. Hand in Hand. Arm in Arm. Mit dem Rad durch die Straßen, mit dem Alpaka durch den Wald. Zweimal <a href="https://www.instagram.com/p/DJ8nb5Msi7X/">Dänemark</a>. Einmal <a href="https://www.instagram.com/p/DNaiSs0MFg9/">Albanien</a>. Die Füße tief im Sand vergraben. Sonne im Gesicht. Herzstolpern. Gespräche bis in die Nacht, stilles Weinen im Theater, Drachenfliegen am Strand. Neugierige Kinderaugen. Schaukeln und Buddeln. Bin erblondet und spielte eine neue Autoimmunerkrankung frei. Hab die eigene Wohnung bunt gestrichen und eine fremde Wohnung renoviert. Kochabende und Kletterkurse. Muskelkater vom Grinsen. Augenringe vom Tanzen. Viel weniger Zeit mit mir alleine verbracht. Viel weniger geschrieben. Und trotzdem wenig vermisst.</p><figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/rueckblick-2025/b696c29606-1775320608/IMG_0043.jpg" alt="Dänemark. Fenster gekippt. Blick auf Ferienhäuser und den Deich. Urlaub."><figcaption>Fenster auf. Durchzug.</figcaption></figure><p>Glaubt man Spotify, so liegt mein musikalisches Alter bei 21 Jahren. War lange nicht mehr auf so vielen Konzerten. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Dtn7Q8I-Wyg">RAUM27</a> spielten kleine Hymnen und laute Liebeslieder. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=buVoXZAE6ts">Dendemann</a> schleuderte mich in die Vergangenheit. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ORi-ofxkvRs">Niklas Paschburg</a> entführte mich an Küsten und in Wälder. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=skYKA_LBQc0">Provinz</a> ließ mich Walzer auf der Trabrennbahn tanzen. Und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=oNCn-yq1nG8">Fabian Römer</a> brachte mich zum Grinsen und Weinen. Melodien, die mich durch den Tag tragen. Lausche der Wut von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=PD-uRFa2qkE">Sofia Isella</a> und der Energie von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iGbeZNqklic">Doechii</a>. Meine Musik wird kritischer. Lauter. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=PDzSyHB1vz0">Apsilon</a> versinkt im Grau. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Z7vf4mSsIk0">Paula Hartmann und Berq</a> im Gegenteil von Liebe. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=zE7pbV9J39c">Fatoni</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=f-KGdTa7JSg">Edgar Wasser</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=H5NHe2P8tNA">Juse Ju</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=lnsf4b69JbI&amp;list=RDlnsf4b69JbI&amp;start_radio=1">K.I.Z</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MJEgsRgP_Xk">SSIO</a> lenkten mich immer wieder ab. Insgesamt 301 Stunden mit <a href="https://open.spotify.com/playlist/20UMfQZYgJtZ82sZcOGN5P?si=813ea22ba8454f75">Grinsen im Gesicht</a>.</p>
<p>Weniger Musik gehört. Und noch weniger Podcasts. Freue mich über jede Folge <a href="https://baywatch-berlin.podigee.io/">Baywatch Berlin</a> und <a href="https://podcast-ufo.fail/">Podcast Ufo</a>. Die Geschichten von <a href="https://www.searchengine.show/">Search Engine</a> beeindrucken mich. Lerne viel über Beziehungen im NDR-Podcast <a href="https://www.ardaudiothek.de/sendung/die-paartherapie/urn:ard:show:259d60da6ee877ee/">Die Paartherapie</a> und über Psychologie beim <a href="https://psy-cast.org/">Rätsel des Unbewussten</a>. <a href="https://lagedernation.org/">Die Lage der Nation</a> ordnet mir weiterhin Politik und Weltgeschehen ein, während mich <a href="https://jung-naiv.podigee.io/">Jung &amp; Naiv</a> in spannende Gespräche abtauchen lässt.</p>
<p>Auch der Fernseher blieb oft schwarz und mein <a href="https://cineville.de/de-DE">Kinoabo</a> endete. <a href="https://www.moviepilot.de/movies/better-man">Better Man</a> hat mir das Leben von Robbie Williams eindrucksvoll gezeigt. <a href="https://www.moviepilot.de/serie/pluribus">Pluribus</a> ist die tollste Neuentdeckung und <a href="https://www.moviepilot.de/serie/dexter-resurrection">Dexter</a> endlich wieder zurück. <a href="https://www.moviepilot.de/serie/adolescence">Adolescence</a> schnürte mir die Kehle zu und die letzte Staffel <a href="https://www.moviepilot.de/serie/stranger-things">Stranger Things</a> ist ein düsteres Feuerwerk.</p>
<p>Verdammt gute <a href="https://www.goodreads.com/user/year_in_books/2025/65458673">Bücher</a> gelesen. Ein Weg, mich mit Themen zu beschäftigen. Mitgefühl zu entwickeln. Haltung und Perspektivwechsel. <a href="https://www.goodreads.com/book/show/210448793-die-sch-nste-version">Die schönste Version</a> erzählt vom Druck, den Frauen ertragen müssen. Über sexualisierte Gewalt und die Unfähigkeit, sich zu wehren. <a href="https://www.goodreads.com/book/show/231278624-da-wo-ich-dich-sehen-kann">Da, wo ich dich sehen kann</a> schließt an und beschreibt die Hilflosigkeit nach Feminiziden. Lässt mich die Wut und Verzweiflung spüren. <a href="https://www.goodreads.com/book/show/219531573-endlosschleifentage">Endlosschleifentage</a> begleitet Abschiede. Eine liebevolle Erzählung über Trauern und Neuanfangen. Und <a href="https://www.goodreads.com/book/show/221040062-mama-bitte-lern-deutsch">»Mama, bitte lern Deutsch«</a> ist ein Tagebuch über versuchte Integration. Humorvoll, aber ohne Kitsch. Ehrlich, aber ohne Selbstmitleid. Will im nächsten Jahr mehr leichte Geschichten lesen. Und gleichzeitig frage ich mich, ob ich mir das überhaupt erlauben darf.</p><figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/rueckblick-2025/8aeabfbb0f-1775320608/IMG_7878_VSCO.jpg" alt="Sonne und Meer. Ein bunter Sonnenschirm."><figcaption>Sonne im Gesicht. Grinsen im Gesicht.</figcaption></figure><p>Ich bin zufrieden. Müde, aber zufrieden. Hab so viele kleine Schritte gemacht. Hab mich getraut. Mich fallen gelassen. Und Menschen aufgefangen. Blicke in glänzende Augen. Spüre eine Hand in meiner Hand. Spüre Vorfreude auf das nächste Jahr. Auf Ausflüge. Auf Momente ohne Plan. Auf Bewegung und Stillstand.</p>
<p>Da sind <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5-mlkthe8vg">Dinge, die ich nicht mehr ändern kann</a>.<br>Aber da sind auch so viele neue Dinge hinzugekommen.</p>
<!--more-->]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Hab das Jahr voller Mut begonnen. Wollte neugierig sein. Mich trauen. Laut sein</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte</guid>
      <pubDate>Thu, 01 Jan 2026 02:51:00 +0100</pubDate>
      <description><![CDATA[<figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/e9e3df962d-1774961488/18443746612101537.jpg" alt="Historisches Backsteingebäude mit Uhr, umrahmt von blühenden Bäumen, von unten in den blauen Himmel fotografiert. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/4deca4ae99-1774961488/17865680976540561.jpg" alt="Weitläufige Parkwiese im Sommer mit großen Bäumen, Menschen ruhen im Schatten bei strahlendem Sonnenschein. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/f991d5285f-1774961488/18081554345173130.jpg" alt="Sonnenuntergang am Strand durch Dünengras hindurch fotografiert, goldenes Licht spiegelt sich auf dem ruhigen Meer. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/8da276bda2-1774961488/18110728282719676.jpg" alt="Flacher Betonbunker im weißen Dünensand unter strahlend blauem Himmel. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/bc598c707e-1774961488/17869898559506639.jpg" alt="Cappuccino mit Milchschaummuster, Apfelkuchen mit Sahne und ein E-Reader auf einem Holztisch. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/ec37178c9c-1774961488/18316721773247857.jpg" alt="Selfie eines jungen Mannes mit blondem Haar in schwarzem T-Shirt, Wohnzimmer im Hintergrund. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/f1f3235e4b-1774961488/18087317585106617.jpg" alt="Bühne des Hamburger Kultursommers mit leuchtenden Scheinwerfern bei Abenddämmerung. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/d1a26c6c6a-1774961488/17957793330032192.jpg" alt="Blick auf die historische Altstadt Berats in Albanien am Fluss, Häuser am bewaldeten Berghang bei Sonnenuntergang. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/f3c6ae4442-1774961488/18048981464465790.jpg" alt="Sonnenuntergang über einer albanischen Meeresbucht, trockene Wildblumen im Vordergrund, Dunst über dem Wasser. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/66e9457382-1774961488/17873229420395699.jpg" alt="Bunter gestreifter Sonnenschirm neben einer Felswand am Strand, von unten in den strahlend blauen Himmel fotografiert. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/05e835e71f-1774961488/18118830814573272.jpg" alt="Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz bei Dämmerung, von unten in den blauen Himmel fotografiert. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/a983b6c903-1774961488/18089932798819007.jpg" alt="Hamburger Alster mit Stadtsilhouette und Fernsehturm bei dramatischem Sonnenuntergang. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-hab-das-jahr-voller-mut-begonnen-wollte/cbc09583c5-1774961488/18051217346422131.jpg" alt="Blick durch ein geöffnetes Fenster auf dänische Ferienhäuser in Dünenlandschaft bei Sonnenuntergang. (KI-generiert)"></figure><p>Hab das Jahr voller Mut begonnen. Wollte neugierig sein. Mich trauen. Laut sein und trotzdem zuhören. Und dann kam alles. Ein Neuanfang. Offenheit, Mitgefühl und Nähe. Da war so viel Liebe. So viel Verletzlichkeit in ruhigen Momenten. Während es draußen weiterhin laut um uns war. Viele erste Schritte. Erste Konturen und Strukturen. Beobachten und Stolpern. Zwei Menschen in meinem Leben, die so vieles so anders erleben lassen. Ein neuer Blick auf Altbekanntes.</p>
<p>Da sind Dinge, die ich nicht mehr ändern kann.<br>
Aber da sind auch so viele neue Dinge hinzugekommen.</p>
<p>💛</p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Drei Jahre Selbstständigkeit</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/drei-jahre-selbststandigkeit</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/drei-jahre-selbststandigkeit</guid>
      <pubDate>Mon, 01 Dec 2025 09:50:00 +0100</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>Drei Jahre Selbstständigkeit. Zwei Jahre Ausbildung. Ein zusätzliches Angebot.  In meinen Projekten als Produktmensch merke ich immer wieder: Es geht nicht nur um Strategien und Roadmaps. Discovery und Delivery.  Menschen arbeiten mit Menschen. Menschen arbeiten an sich. Kommen an Wendepunkte. Erleben Unsicherheiten. Oft fehlt der Raum zum Hinschauen und Erkunden.  Als Komplize gebe ich diesen Raum. Höre zu und stelle Fragen.  Neugierig, zugewandt und auf Augenhöhe. Keine Masterclass, kein Retreat und keine fertige Lösung. Sondern systemisch-psychologisches Coaching für Produktmenschen mit Verantwortung, im Umbruch oder am Anfang.  Melde dich gerne, wenn du einen Komplizen suchst. Heute bin ich jedoch nicht mehr erreichbar. Werde meinen Geburtstag feiern. Und meine Selbstständigkeit. 🥳  Mit Kakao und Kaiserschmarrn.</p><figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/drei-jahre-selbststandigkeit/18f216057e-1775649003/kinderbild.jpg" alt="Ein Kinderbild von mir. Strahlend mit Kopfhörern auf einem Sofa. Meine Schwester klettert im Hintergrund."></figure><p>Du suchst einen Komplizen? <a href="https://andreas-spiegler.de/coaching">https://andreas-spiegler.de/coaching</a></p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Mein Buch feiert Geburtstag</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/mein-buch-feiert-geburtstag</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/mein-buch-feiert-geburtstag</guid>
      <pubDate>Tue, 11 Nov 2025 13:00:00 +0100</pubDate>
      <description><![CDATA[<figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/mein-buch-feiert-geburtstag/9afe3b1753-1775648875/einweggedanken-buch.webp" alt="Das Cover meines Buches Einweggedanken."></figure><p>Mein kleines Buch feiert Geburtstag 🎉<br><br>Was mit ein paar Zeilen in den Communities von NEON und <a href="https://www.linkedin.com/safety/go/?url=http%3A%2F%2Fjetzt%2Ede&amp;urlhash=Dc0h&amp;mt=U6-Yx92bL3aPPbwdEA1LZROlGsrpScP4NYjGZ8cxX15uNYN8USy-Mqtq63jQk0UOrAZW0luxqQGzUG4k_g-0hTx0DiQju3Ma6jweZv1KVQWH0LCwI517dXoE&amp;isSdui=true" target="_blank">jetzt.de</a> begann, wurde mein Ventil: Schreiben. Es hilft mir, zu verstehen, was in mir vorgeht. Was mich berührt.&nbsp;Dann sind meine Sätze wie ein Schatten – sie zeigen mir meine eigenen Grenzen auf und schenken mir ein Versteck.<br><br>Irgendwann gab es beide Orte nicht mehr und ich habe meine Beobachtungen auf&nbsp;Tumblr&nbsp;geteilt. Habe aus diesen Satzstücken ganze Geschichten gebaut. Jene nannte ich Einweggedanken. Gefühle in Schockstarre, die sich vielleicht morgen ganz anders anfühlen.<br><br>So sehr ich dieses Kapitel brauchte, so oft dachte ich über einen richtigen Abschluss nach. Ein Buch, das ich ein für alle mal ins Regal stellen kann.<br><br>Meine Lieblingsgeschichten und ein paar Satzfetzen, die am Ende übrig bleiben.<br><br>Danke liebe <a href="https://www.linkedin.com/in/nadine-pfeifer-38134577/">Nadine Pfeifer</a> und lieber <a href="https://www.linkedin.com/in/jopfeifer/">Johannes Pfeifer</a> für das Design und Layout. Diese Seiten bedeuten mir so viel. Haben Dinge angestoßen, die mich nun täglich zum Strahlen bringen. ❤️</p><p>Das Buch kannst du hier bestellen: <a href="https://www.stories-hamburg.de/shop/article/49109755/andreas_spiegler_einweggedanken.html">https://www.stories-hamburg.de/shop/article/49109755/andreas_spiegler_einweggedanken.html</a><br><br>Alle Autoreneinnahmen werden vollständig an die&nbsp;Stiftung Deutsche Depressionshilfe&nbsp;gespendet.</p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Fragmente &#127810; Herbst 2025</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/fragmente-herbst-2025</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/fragmente-herbst-2025</guid>
      <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 17:05:00 +0200</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>Bunte Blätter in der Kapuze. Die ersten Kastanien und das vielleicht letzte Open-Air-Konzert. Ich mag den Herbst. Seine Farben und Gemütlichkeit. Ich verfluche den Herbst. Seine Dunkelheit und Kälte. Hab die letzten Wochen zu sehr genossen. Spaghetti-Eis und Radtouren. Den Ausflug in den Tierpark. Lernen und Stolpern durch Berlin. Drachenfliegen in Dänemark. Mit dem Alpaka durch den Wald. Kinderlachen, Schaukeln, Buddeln.</p><p>Hab nicht nur meine Wohnung bunt gestrichen, sondern auch meine <a href="https://andreas-spiegler.de/">Webseite</a>. 25 Jahre online. Sitze nicht mehr im Kinderzimmer, dafür immer noch stolz vor dem Bildschirm. Blättere durch hunderte <a href="https://andreas-spiegler.de/blog/">Blogeinträge</a>. Mag dieses öffentliche Tagebuch nur zu sehr. Will wieder mehr über einzelne Themen schreiben. Unregelmäßig, dafür ausführlicher. Der <a href="https://andreasspiegler.substack.com/">Newsletter</a> wird zukünftig alle drei Monate erscheinen. Fragmente sammeln und einordnen.</p><p>Freue mich auf Kletterkurse, Kochabende und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=zjQ9RfZDgM4&amp;list=RDzjQ9RfZDgM4&amp;start_radio=1">Fabian Römer</a>. Auf Kerzen, Ausflüge, die ersten Kekse. Und auf Spaziergänge mit dicker Jacke, Kakao und breitem Grinsen. </p><figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/fragmente-herbst-2025/3a5f44c9ad-1759701600/IMG_7731.jpg" alt="Ein Bühnendach mit der Aufschrift &quot;HAMBURGER KULTURSOMMER&quot; und einer Reihe von gelb leuchtenden quadratischen Lichtern darunter vor blauem Himmel."><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/fragmente-herbst-2025/4704d9e2f7-1759701600/IMG_8008.jpg" alt="Ein einzelner Baum mit dichtem grünem Laubwerk steht in einer weiten, rötlich-braunen Heideландschaft unter blauem Himmel mit weißen Wolken."><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/fragmente-herbst-2025/93cbee250b-1759701600/IMG_8066.jpg" alt="Modernes Loft-Wohnzimmer mit großem Sprossenfenster, braunem Ledersofa, schwarzer Pendelleuchte und minimalistischer Einrichtung, durchflutet von Tageslicht."><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/fragmente-herbst-2025/7e9e3bda8e-1759701600/IMG_0043.jpg" alt="Ein offenes schwarzes Fenster mit Blick auf ein weißes Haus mit Veranda, umgeben von grünen Feldern und Wiesen unter blauem Himmel."><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/fragmente-herbst-2025/52e2538412-1759701600/IMG_7767_VSCO.jpg" alt="Bergabhängend gelegene Stadt mit historischen Häusern in Braun- und Ockertönen am Ufer eines grünen Flusses, dahinter bewaldete Hügel mit Sendeturm."></figure><p><strong>Worüber habe ich geschrieben?</strong></p><ul class="">
<li>Es passiert so viel um uns herum. Es passiert so viel in uns. Wir fühlen uns erschöpft. Müde vom Optimieren und Reagieren. Überforderung an so vielen Stellen. Wie kann <a href="https://andreas-spiegler.de/2025/09/15/produktmanagement-psychoanalyse/">Psychoanalyse</a> dabei helfen, wieder Stimmigkeit zu finden? Und welche Modelle lassen sich auch im Produktmanagement aufgreifen?</li>



<li>Wir reden ständig. Geben ungefragt Tipps. Hören nur selten aufmerksam zu. Bleiben lieber an der Oberfläche. Schade. Sind wir doch alle Teile von komplexen, eingespielten Systemen. Wie wertvoll Perspektivwechsel sind, lernte ich in meiner <a href="https://andreas-spiegler.de/2025/09/24/produktmanagement-systemisch-psychologische-beratung/">systemisch-psychologischen Ausbildung</a>.</li>
</ul><p>Ich teile meine Gedanken regelmäßig in meinem <a href="https://andreas-spiegler.de/blog">Blog</a>. Berufliche Gedanken landen auf <a href="https://www.linkedin.com/in/andreasspiegler/">LinkedIn</a>. Eindrücke aus meinem Alltag auf <a href="https://www.instagram.com/andreasspiegler/">Instagram</a> oder <a href="https://eimsbuettel.social/@andreasspiegler">Mastodon</a>.</p>
<p><strong>Welche Fragmente sind sonst so übrig geblieben?</strong></p><ul class="">
<li>Während ich über Wochen im Studium meine Skripte auswendig gelernt habe oder noch heute für Ausbildungen auf Multiple Choice Tests lerne, verschlingt Künstliche Intelligenz in Bruchteilen einer Sekunde das Wissen der Welt. <a href="https://every.to/thesis/knowledge-work-is-dying-here-s-what-comes-next">Joe Hudson</a> glaubt, dass sich nun der Fokus von jenem Wissen auf Weisheit verschiebt. Fähigkeiten, die nur schwer imitiert werden können. Wie emotionale Klarheit durch die bewusste Wahrnehmung von Gefühlen bei sich und anderen. Oder Urteilsvermögen aufbauend auf persönlichen Erfahrungen und einem Selbstmitgefühl. Verbindung und Sicherheit. Empathie, Verletzbarkeit und psychologische Sicherheit. <a href="https://every.to/chain-of-thought/the-knowledge-economy-is-over-welcome-to-the-allocation-economy">Dan Shipper</a> stimmt zu und sieht Fähigkeiten wie Intuition, Kreativität und das Gespür für Qualität als zukünftig unverzichtbar.</li>



<li>War viel unterwegs. Auf Veranstaltungen und Konferenzen wie der <a href="https://productatheart.com/">Product at Heart</a> und dem <a href="https://www.waterkant.sh/">Waterkant Festival</a>. Mag die ersten Momente, wenn der Blick über das Gelände wandert. Bekannten Gesichter. Große Umarmungen. Vorfreude auf das Programm. Notizen und Bilder von klugen Sätzen. Aber auch bekannte Phrasen, Hinweise auf das eigene Buch oder beliebiges Netzwerken. Künstliche Intelligenz. Automatisierung. Skalierung. Bingo. Mich überraschen die Menschen, die nicht aus meiner Branche sind. Die ganz anders auf das schauen, was ich jeden Tag mache. Sehne mich nach mehr Überraschung und weniger Selbstvermarktung. Möchte Dinge lernen, die ich davor nicht auf dem Schirm hatte. Vielleicht muss ich auf andere Konferenzen gehen. Denn irgendwie ist da eine Müdigkeit. Die war da früher nicht. Und soll da auch nicht bleiben.</li>



<li>Liebe ist ein Begriff, den ich selten bei der Arbeit verwenden würde. Ein Artikel von <a href="https://blog.thedarkhorse.de/new-work/new-leadership/whats-love-got-to-do-with-it-fuehren-mit-liebe/">Torben Lohmüller</a> sieht nicht den Pathos, sondern ein Prinzip. Liebe als Bedingung jedes gelingenden Miteinanders. Sie schafft einen Raum, der Veränderungen zulässt. Vertrauen und Verbindung. Gegenseitiges Anerkennen. Keine Vorschrift. Kein Micro-Management. Was in einem System passiert (Arbeit) geschieht im Inneren, verborgen, jedem Zugriff entzogen. Führung wird zur Frage, wie viel Vertrauen ich wagen kann. Ob ich bereit bin, Kontrolle loszulassen. Keine Methode heilt die Beziehung. Aber vielleicht wertschätzendes Zuhören?</li>



<li>Mit 37 noch mal beim <a href="https://www.zeit.de/z2x/index">Z2X Ideenfestival</a> reingeschlichen. Verbinde viele schöne Erfahrungen mit dieser Veranstaltung. Aufrüttelnde Impulse zu Beginn. Die Ehrlichkeit der Teilnehmenden und das Gefühl, das es besser geht. Auf einem ehemaligen Friedhof treffen sich Menschen zwischen 20 und 29 Jahren. Entstehen in Sessions, Workshops und Talks neue Perspektiven zu Klimawandel, Gerechtigkeit und Digitalisierung. Die Teilnehmenden bewerben sich mit konkreten Ideen oder Initiativen - oder auch einfach mit dem Wunsch zu lernen und sich zu vernetzen. Dankbar für die Einladung und geweckten Erinnerungen.</li>



<li>Auf ein Date mit Themen. Rausfinden, welche Themen interessant sind. <a href="https://sarahschauer.substack.com/p/how-to-start-to-researching-as-a">Sarah Schauer</a> beschreibt Recherche als Hobby. Nicht für die Arbeit, sondern aus Neugier. Du nimmst ein Thema mit nach Hause. Wikipedia ist der erste Kaffee. YouTube das erste Abendessen. Manchmal wird daraus eine Beziehung, manchmal bleibt es bei einem netten Abend. Aber immer lernst du etwas über dich selbst. Welche Fragen du stellst, wenn niemand zuschaut. Ich gehe neuerdings öfter auf Dates mit Themen. Gestern war ich mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karen_Horney">Karen Horney</a> unterwegs. Mal schauen, wer als Nächstes drankommt.</li>



<li>Kristallklares Meer, versteckte Buchten und Berge, die direkt ins Wasser fallen. Mein Arm um deine Hüften. Gespräche am Wasser. Die Natur überwältigend, rau und großzügig. Gleichzeitig war da ein Gefühl von großer Zerrissenheit. Verstörend waren die Waldbrände im Süden des Landes. Der laute, rücksichtslose Straßenverkehr und das Gefühl, dass Gleichberechtigung in manchen Bereichen noch viel Arbeit vor sich hat. Parallel habe ich <a href="https://www.goodreads.com/book/show/60688235-frei?ac=1">Frei</a> von Lea Ypi gelesen. Sie beschreibt darin ihre Kindheit im zerfallenden kommunistischen Regime Albaniens und den chaotischen Übergang in eine neue Welt, in der die ersehnte Freiheit sich als komplex und widersprüchlich entpuppt. Hab mich immer wieder in Ypis Erzählung gefunden: die überwältigende Natur und die große Gastfreundschaft auf der einen Seite und die spürbaren Reibungen einer Gesellschaft im Umbruch auf der anderen.</li>



<li>Vanessa war vier, Philipp fünf. Geschwister auf Zeit. Bis die Pflegefamilie sie zurück ins Heim bringt. „<a href="https://www.ardmediathek.de/serie/kurzzeitschwester/staffel-1/Y3JpZDovL25kci5kZS80Njcz/1">Kurzzeitschwester</a>" erzählt von Philipps Suche nach seiner verlorenen Schwester. Nach zwanzig Jahren des Schweigens. Die Doku hat in mir eine Zerrissenheit ausgelöst. Wann gehört man zu einer Familie? Was bedeutet es, ein Kind zu pflegen? Und dann gehen zu lassen? Generationstrauma, Schuld, Versagensängste. Tabus, die eine Familie jahrelang stillschweigend trägt. Bewegend und schwer auszuhalten.</li>



<li>Stromrechnungen übersetzen, bevor man rechnen kann. Tahsim Durgun ist Dolmetscher. Er vermittelt beim Arzt und auf Ämtern. Hilft seinen jesidisch-kurdischen Eltern, die das Träumen aufgegeben haben. Damit ihre Kinder irgendwann in Deutschland glücklich werden. „<a href="https://www.goodreads.com/book/show/221040062-mama-bitte-lern-deutsch">Mama, bitte lern Deutsch</a>“ erzählt von Integration. Dem Versuch davon. Humorvoll, aber ohne Kitsch. Ehrlich, aber ohne Selbstmitleid. Eine Anklage und eine Versöhnung. Aber vor allem eine Liebeserklärung an seine Mutter.</li>
</ul><p>Habt einen schönen Herbst. 🍂</p>
<!--more-->]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Schon wieder schön. &#127465;&#127472;</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/instagram-schon-wieder-schn</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/instagram-schon-wieder-schn</guid>
      <pubDate>Sun, 05 Oct 2025 11:04:00 +0200</pubDate>
      <description><![CDATA[<figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-schon-wieder-schn/f02d97dba5-1774961488/18342267136202162.jpg" alt="Blick durch ein geöffnetes Fenster mit Vorhang auf dänische Ferienhäuser in Dünenlandschaft bei Sonnenuntergang. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-schon-wieder-schn/c98e30ab38-1774961488/18293011783281679.jpg" alt="Eine Robbe liegt auf einer dunklen Metallplattform über dem Meer bei bewölktem Abendhimmel. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-schon-wieder-schn/9f234192f4-1774961488/17943873057048291.jpg" alt="Breiter Sandstrand bei Ebbe mit glitzernden Wasserspuren, dramatische Wolkenformation gegen strahlendes Sonnenlicht. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-schon-wieder-schn/3c5ece2b40-1774961488/18531096913045598.jpg" alt="Ruhiger Binnensee mit Schilf am Ufer und Baumreihe in der dänischen Natur unter blauem Himmel. (KI-generiert)"><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/instagram-schon-wieder-schn/7a470bde00-1774961488/18133556314458021.jpg" alt="Lächelnder Mann mit grau-silbernem Haar und Sonnenbrille sitzt am Strand in heller Jacke. (KI-generiert)"></figure><p>Schon wieder schön. 🇩🇰</p>]]></description>
    </item>
        <item>
      <title>Produktmanagement &#129309; Systemisch-psychologische Beratung</title>
      <link>https://andreas-spiegler.de/blog/produktmanagement-systemisch-psychologische-beratung</link>
      <guid>https://andreas-spiegler.de/blog/produktmanagement-systemisch-psychologische-beratung</guid>
      <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 15:20:00 +0200</pubDate>
      <description><![CDATA[<p>Wir reden ständig. Erzählen von unseren Erfahrungen. Teilen ungefragt unsere Meinung und geben Tipps, wie alles besser sein könnte. Bleiben an der Oberfläche. Weil es einfacher ist. Ursache und Wirkung. Problem und Lösung.</p>
<p>In dieser zweiteiligen Serie schreibe ich über meine Veränderung. Über das Verstehen von Mustern und Anpassen der eigenen Haltung. <a href="https://andreas-spiegler.de/2025/09/15/produktmanagement-psychoanalyse/">Psychoanalyse</a> brachte mir Zugewandtheit und Ruhe. Empfinde mich als interessierter. Möchte aber noch besser verstehen, was in Menschen und Teams passiert. Unbewusste Muster und Übertragungen aufdecken. Einen Perspektivwechsel anstoßen, der nicht direkt Lösungen in den Vordergrund stellt. Verständnis statt Handlungszwang.</p>
<p>Muss verstehen, wie sich Situationen begleiten lassen. Bessere Fragen stellen. Den Raum halten. Durchatmen – was in der schnelllebigen Produktentwicklung selten passiert. Dort werden Prozesse optimiert, Ideen skaliert. Beziehungen lassen sich aber nicht beliebig skalieren. Wir sind Teil komplexer Systeme. Regeln verbinden uns miteinander. Grenzen schaffen Hierarchien. Erwartungen prägen Verhalten.</p>
<p>Systemisch-psychologisches Coaching hilft als Form gleichberechtigter Zusammenarbeit. Es erweitert Perspektiven. Macht Umstände greifbarer. Akzeptiert jede Persönlichkeit als einzigartig.</p><h2>Coaching? Puh.</h2>
<p>Der Begriff Coaching schreckte mich ab. LinkedIn wird dazu beigetragen haben. Postkartensprüche und ein fehlender Standard. Meine <a href="https://andreas-spiegler.de/2025/09/15/produktmanagement-psychoanalyse/">Therapie</a> hat mir gelehrt, dass Veränderung Zeit braucht. Und ein Studium der Psychologie. Und tausende Stunden an Praxis. Bis Freunde von ihrem Coach erzählten. Ich war skeptisch. Und doch neugierig.</p>
<p>Mit den Wochen veränderte sich ihr Umgang miteinander. Zugewandter. Rücksichtsvoller. Sie schwärmten von den Terminen. Waren interessierter. Aneinander. An mir. Irgendwann begannen sie eine Ausbildung. Blieben in ihren alten Jobs. Wurden keine Business Coaches. Keine Masterclass und auch kein Retreat.</p>
<p>Ich wollte das auch. Wollte verstehen, wie Beziehungen funktionieren. Welche Werkzeuge Systeme besprechbar machen. Also begann ich eine Ausbildung am <a href="https://www.systemloesungen-hisl.de/">Hamburger Institut für systemische Lösungen</a>.</p><h2>Systemisch-psychologische Beratung.</h2>
<p>Die systemisch-psychologische Lehre geht davon aus, dass Menschen in Beziehungen leben. In Systemen. Familie. Beruf. Freundeskreis. Probleme sind nie isoliert. Sie entstehen dazwischen. In den Wechselwirkungen.</p>
<p>Ziel ist es, die Komplexität der realen Welt zu verstehen. Sichtbar zu machen. Gemeinsam vorhandene Ressourcen zu identifizieren und Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten, um Lösungen zu finden. Dabei arbeiten Coach und Klient:in zusammen.</p>
<p>Als Coach verantworte ich den Prozess. Halte den Raum und das Ziel im Blick. Neutrale Position. Angstfrei. Auf Augenhöhe. Dazu stelle ich vor allem Fragen. Zirkuläre Fragen, die dazu anregen, die Perspektive zu wechseln und dabei Muster zu erkennen. Es geht nicht um das „Warum?“ – dafür um „Was funktioniert?“, „Wie?“ und „Womit?“</p>
<p>Die systemisch-psychologische Beratung hat Grenzen. Sie ist keine Behandlung im medizinischen Sinne. Keine Diagnosen. Keine Heilungsversprechen. Es geht um Gestaltungskompetenz. Um Wahlfreiheit. Um eigene Ressourcen. Selbstklärung statt Fremdbestimmung.</p><h2>Menschen und Beziehungen.</h2>
<p>Meine Therapie fragte nach dem Warum. Vergangenheit. Ursachen. Die systemische Ausbildung verändert meinen Blick. Auf die Gegenwart. Im Zentrum steht die Idee des Konstruktivismus: Es gibt nicht die eine Wahrheit. Jeder konstruiert seine Wirklichkeit. Das verunsicherte mich. Wird mir doch überall gesagt, was stimmt. Welches Lager richtig ist. Freund oder Feind. Lässt man jedoch unterschiedliche Ansichten zu, schafft dies einen Möglichkeitsraum.</p>
<p>In diesem Raum sind wir keine Einzelkämpfer. Wir stehen in Wechselwirkung.Alles wirkt auf andere. Und umgekehrt. Keine linearen Ketten. Sondern Kreisläufe. Rückkopplungen. Nicht der Sender bestimmt die Wirkung einer Botschaft. Sondern der Empfänger. Was ich sage und was ankommt, sind zwei völlig verschiedene Dinge.&nbsp;</p>
<p>Diese Erkenntnis verändert meine Art der Zusammenarbeit.Statt Lösungen zu kennen: Perspektiven wechseln. Statt Fehler suchen: Neugierig sein. Auf Unterschiede. Auf Wahrnehmungen. Nicht Experte. Sondern Komplize.</p>
<p>Denn oft hat alles eine Bedeutung. Jedes Verhalten hat einen verborgenen Sinn oder einen Nutzen für das System. Jedes Element folgt einem „Wofür?“. Dieses Wofür erfüllt eine wichtige Funktion, denn es beschreibt das Ziel und deckt die Logik eines Systems auf.&nbsp;</p>
<p>Beispiel: Ein Produktteam ignoriert User Research. Obwohl es gute Gründe gibt, sie einzubinden. Die gewohnte Frage nach dem „Warum?" sucht Ursachen. Schuld. Fehler. Führt zu Rechtfertigungen. Oder Anklagen. „Wofür?" sucht die Funktion in der Gegenwart. Das Ignorieren der Unterstützung ist das Symptom. Vielleicht schützt sich das System aber vor Überforderung, Kontrollverlust und dem Verlust des Expertenstatus.</p>
<p>Unser Ziel könnte sein, dieses Wofür zu erkunden, statt das Problem schnell weg machen zu wollen. Verstehen statt lösen. Nicht Perfektion, sondern gemeinsames Verständnis entwickeln. Vermitteln und gemeinsames Erkunden.</p>
<p>Drei Modelle zum bewussten Erkunden möchte ich mit euch teilen:</p><h3>Das Innere Team</h3>
<p>Fast alle Teamkonflikte oder Innovationsstaus sind keine Fehler von Einzelnen, sondern das Ergebnis eingespielter Interaktionsmuster. Ähnlich verhält es sich mit unseren inneren Konflikten: Oft fühlen wir uns zerrissen, weil verschiedene innere Anteile in uns streiten. Das Modell des <a href="https://www.schulz-von-thun.de/die-modelle/das-innere-team">„Inneren Teams“</a> macht diese Dynamik sichtbar.</p>
<p>Beispiel: Ihr wollt eine große Produktentscheidung treffen. Die „innovative Visionärin“ jubelt. Der „sicherheitsorientierte Analyst" warnt vor Risiken. Der „Harmoniebedürftige" scheut den Konflikt mit der Entwicklung. Diese inneren Stimmen blockieren.</p>
<p>Das Modell hilft uns, Zerrissenheit zu verstehen. Unterschiedliche Stimmen wertzuschätzen und zu moderieren. Unsere Aufgabe ist es dann, diese verschiedenen Anteile wie ein guter Teamkapitän zu einer gemeinsamen, tragfähigen Entscheidung zu führen.</p><h3>Der Teufelskreis</h3>
<p>Wenn im Team etwas schiefläuft, suchen wir oft instinktiv nach einem Schuldigen. Die systemische Sichtweise schlägt eine andere Perspektive vor: Was, wenn das Problem gar nicht bei einer Person liegt, sondern im Muster dazwischen? Genau hier setzt das Modell der <a href="https://www.schulz-von-thun.de/modelle/das-teufelskreis-modell">„Teufelskreise“</a> an.</p>
<p>Beispiel: Das Sales-Team fühlt sich vom Produktteam ignoriert und übt deshalb immer mehr Druck aus, um endlich gehört zu werden. Das Produktteam fühlt sich von diesem Druck überfallen, empfindet die Forderungen als unrealistisch und zieht sich noch weiter zurück. Das wiederum frustriert das Sales-Team, das den Druck weiter erhöht. Niemand ist „schuld“ – beide Seiten stecken in einem Muster fest, das die Situation Runde für Runde verschlimmert.</p>
<p>Das Teufelskreis-Modell hilft uns im Produktmanagement, diese unsichtbaren Dynamiken zu visualisieren. Statt uns zu fragen „Wer hat angefangen?“, können wir die gesamte Schleife visualisieren. Allein das Erkennen des gemeinsamen Kreislaufs entlastet. Nimmt die persönliche Schuld aus dem Konflikt. Es kann geziehlt nach einem Ausstieg gesucht werden. Meist durch kleine Kommunikations-Änderungen.</p><h3>Werte und Entwicklungsquadrat</h3>
<p>Manchmal entstehen Probleme nicht aus Schwächen. Sondern aus übertriebenen Stärken. Das <a href="https://www.schulz-von-thun.de/die-modelle/das-werte-und-entwicklungsquadrat">„Werte- und Entwicklungsquadrat“</a> macht das sichtbar. Jeder positive Wert hat eine dunkle Seite. Eine entwertende Übertreibung.</p>
<p>Beispiel: Ein Team legt großen Wert auf Schnelligkeit (ein positiver Wert). Wird diese Schnelligkeit aber übertrieben, schlägt sie in Flüchtigkeit um (die Übertreibung). Der positive Gegenpol zur Schnelligkeit ist die Sorgfalt. Wird diese aber übertrieben, führt sie zu lähmendem Perfektionismus. Der Konflikt im Team ist oft nicht Schnelligkeit vs. Sorgfalt, sondern Flüchtigkeit vs. Perfektionismus.</p>
<p>Das Werte- und Entwicklungsquadrat veranschaulicht Wertediskussionen im Team. Es hilft zu erkennen, dass oft nicht zwei gegensätzliche Positionen aufeinanderprallen, sondern dass beide Seiten eine positive Absicht haben. Das Quadrat verwandelt einen „Entweder-Oder“-Konflikt in eine konstruktive „Sowohl-Als-Auch“-Entwicklung.</p><figure><img src="https://andreas-spiegler.de/media/pages/blog/produktmanagement-systemisch-psychologische-beratung/d40e1b3151-1775322685/systemischelehre-sharing-image.png" alt="Eine Illustration, die innere Anteile visualisiert. Ein Mensch. Verschiedene Perspektiven."></figure><p>Diese drei Werkzeuge teilen grundlegende Gemeinsamkeiten. Keine schnellen Lösungen. Eher Kompasse. Helfen beim Fokus-Wechsel. Weg von Schuldfrage. Hin zur Mustererkennung. Machen unsichtbare Dynamiken sichtbar. Im Inneren Team und im echten Team. Dieses Verstehen ist die Voraussetzung, um aus festgefahrenen Kreisläufen auszusteigen. Für bewusste, konstruktive Schritte.</p><h3>Fazit: Menschen für Menschen.</h3>
<p>Ihr versteht nun vielleicht, warum ich meine <a href="https://andreas-spiegler.de/2025/09/15/produktmanagement-psychoanalyse/">Psychoanalyse</a> und die systemisch-psychologische Ausbildung als so wertvoll betrachte. Wie sie mich verändert haben. Und meine Arbeit beeinflussen.</p>
<p>Ich sehe mich viel seltener als Experte oder Berater. Ich verstehe mich als Komplize. Zugewandt Neugierig. Auf Augenhöhe.</p>
<p>Als Produktmenschen können wir einiges ausprobieren:</p><ol class="">
<li>Die Macht unbewusster Muster. Nicht nur zuhören, was Nutzer:innen sagen, sondern aufmerksam beobachten, was sie tun. Und im Team akzeptieren, dass eine Diskussion oft ein Symptom für einen tieferen Konflikt ist. Zum Beispiel um Anerkennung oder Sicherheit.</li>



<li>Den Raum halten, statt ihn mit Lösungen zu fluten. Als Produktmenschen stehen wir unter konstantem Druck, Antworten zu liefern. Eine zugewandte Haltung ermöglicht uns, die Unsicherheit im Problemraum länger auszuhalten. Dem Team Zeit für echtes Verständnis zu geben und nicht auf die erstbeste Lösungsidee anzuspringen.</li>



<li>Beziehungen als das eigentliche Betriebssystem sehen. Unsere wichtigste Aufgabe ist nicht das Managen von Backlogs, sondern das Gestalten von Kommunikation.</li>



<li>Akzeptieren, dass es nicht die eine Wahrheit gibt. Unsere Aufgabe ist nicht, den einen „richtigen“ Weg zu finden, sondern die verschiedenen Wahrheiten zu einer gemeinsamen Strategie zu integrieren.</li>



<li>In Kreisläufen denken, nicht in geraden Linien. Ein Problem ist kein isoliertes Ereignis, sondern oft das Ergebnis eines eingespielten Prozesses. Ein Feature-Wunsch ist Teil eines größeren Nutzungskontextes.</li>



<li>Neugierig auf Wechselwirkungen sein. „Was passiert hier gerade zwischen uns? Welches Muster erzeugen wir gemeinsam?“ Das verlagert den Fokus von der Person auf die Dynamik und eröffnet konstruktive Lösungswege.</li>
</ol><p>Ich habe das Gefühl, unsere Branche konzentriert sich zu sehr auf technische Entwicklungen, betriebswirtschaftliche Dynamiken und den nächsten großen Trend. Wir optimieren Prozesse, implementieren Tools und analysieren Daten. Wir beschäftigen uns mit Technologie.&nbsp;</p>
<p>Aber setze ich mich mit den Erkenntnissen der letzten Jahre auseinander und versuche die Beobachtungen in meinem Umfeld zu verstehen, so werde ich immer überzeugter: Wir müssen uns wieder mehr mit den Menschen und ihren Verhaltensmustern beschäftigen.</p>
<p>Damit wir den Kern nicht aus den Augen verlieren: Menschen entwickeln Produkte für Menschen. Das braucht einen Blick unter die Oberfläche, das Aushalten von Unsicherheit, das ehrliche Interesse an den Mustern hinter dem Verhalten.</p>
<p>Es geht nicht darum, dass wir jetzt alle zu Therapeut:innen werden. Oder Coaches. Es geht mir darum, in unserer Arbeit zugewandter zu sein. Nachsichtiger. Am Ende vielleicht einfach nur menschlicher. Die besten Produkte entstehen nicht aus besten Prozessen. Sondern aus tiefstem Verständnis für Menschen. Das geht nur mit ehrlicher Neugier. Und Offenheit fürs Stolpern.</p>
<p></p>]]></description>
    </item>
      </channel>
</rss>
