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		<description>Fabeln - Novellen - Sagen</description>
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				<title>Der Samurai – Parabel</title>
				<link>https://aventin.de/der-samurai-parabel/</link>
				<pubDate>Tue, 27 Oct 2026 07:28:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Samurai Krieger Japan Diener Soldat Kämpfer Recht Gerechtigkeit · AVENTIN Storys · Von einem der...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.sirv.com/WP_aventin.de/2024/10/samurai-krieger-japan-diener-soldat-kaempfer-recht-gerechtigkeit-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Samurai Krieger Japan Diener Soldat Kämpfer Recht Gerechtigkeit · AVENTIN Storys" /><figcaption>Samurai Krieger Japan Diener Soldat Kämpfer Recht Gerechtigkeit · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Samurai Krieger Japan Diener Soldat Kämpfer Recht Gerechtigkeit · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Der Samurai · Parabel aus Japan · Mönch und Lehre</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer, wild und hart aussehender Samurai in voller Rüstung ging einmal zu einem kleinen Mönch um ihn etwas zu fragen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Mönch«, sagte er in einem <a href="https://aventin.de/musik-der-insel-naturtoene/">Ton</a>, der sofortigen Gehorsam gewohnt ist, »lehre mich etwas über Himmel und Hölle!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mönch sah langsam zu dem mächtigen Krieger auf und entgegnete mit voller Verachtung:</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Dich etwas über Himmel und Hölle lehren? Überhaupt nichts kann ich dich lehren. Du bist schmutzig und Du stinkst. Überdies ist deine Klinge rostig. Du bist nur eine Schande für die Klasse der Samurais. Geh mir aus den Augen. Ich kann dich nicht ertragen!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Samurai wurde daraufhin mehr als wütend. Er zitterte am ganzen Leib, wurde rot im Gesicht und war zudem sprachlos vor lauter Wut. Dann zog er sein Schwert, hob es in die Höhe und wollte damit den Mönch unmittelbar töten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Das ist die Hölle«, entgegnete ihm der Mönch mit sanfter Stimme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Samurai war überwältigt. Das Mitgefühl und die Ergebenheit dieses kleinen Mannes, der sein Leben offensichtlich dazu hergab, ihm diese Lehre zu geben und ihm die Hölle zu zeigen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Langsam senkte der Samurai sein Schwert, nun erfüllt von Demut, Dankbarkeit und innerem Frieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Und das ist der Himmel«, entgegnete ihm der Mönch ein weiteres Mal.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samurai" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Samurai</a> · <a href="https://aventin.de/tag/parabel">Parabel</a> aus <span class="wmf-wp-with-preview" data-wikipedia-preview="" data-wp-title="Japan" data-wp-lang="de">Japan</span> · Mönch und Lehre</h3>
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				<title>Des Esels Schatten</title>
				<link>https://aventin.de/des-esels-schatten/</link>
				<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 07:18:35 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=66256</guid>
					<description><![CDATA[Esel Weide Wiese Donkey · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.sirv.com/WP_aventin.de/2026/05/esel-weide-wiese-donkey-24.jpg" class="type:primaryImage" alt="Esel Weide Wiese Donkey · AVENTIN Storys" /><figcaption>Esel Weide Wiese Donkey · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Esel Weide Wiese Donkey · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><h2>Des Esels Schatten &#8211; Fabel von Sophokles</h2>
<p>Des Esels Schatten: Als erster, so sagt man, habe Demosthenes diese Wendung gebraucht, als er eine Verteidigungsrede zugunsten eines Mannes hielt, der Verbrechen angeklagt wurde, und sehen musste, wie die Zuhörer viel Lärm machten.</p>
<p>Demosthenes bat deshalb um ein mehr Aufmerksamkeit und fing an, folgende Geschichte zu erzählen.</p>
<p>»Ein Mann, der nach Megara reiste, mietete sich einen Esel. Als es unterwegs sehr heiß wurde, wollte er sich unter dem Schatten des Esels ein wenig erholen; denn es war weder Baum noch Strauch in der Nähe zu finden. Der Eseltreiber jedoch hinderte ihn daran und sagte, er habe ihm nur den Esel und nicht dessen Schatten vermietet. Darüber kam es zwischen den beiden zu einer heftigen Auseinandersetzung.«</p>
<p>Da nun Demosthenes bei seiner Erzählung feststellte, dass die Athener mit Aufmerksamkeit und Freude dieser Geschichte zuhörten und auf den Fortgang gespannt waren, tadelte er sie und sagte: »Über den Schatten eines Esels könnt ihr nicht genug erfahren. Wenn es aber um Leben und Tod eines Menschen geht, dann wollt ihr einfach nicht zuhören!«</p>
<h3>Des Esels Schatten &#8211; <a href="https://aventin.de/category/fabeln/">Fabel</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sophokles" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Sophokles</a> &#8211; <a href="https://aventin.de/tag/griechenland/">Griechenland</a></h3>
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				<title>Zur Weltgeschichte </title>
				<link>https://aventin.de/zur-weltgeschichte-hermann-hesse/</link>
				<pubDate>Sat, 24 Oct 2026 06:03:40 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/zur-weltgeschichte-hermann-hesse/</guid>
					<description><![CDATA[Hermann Hesse · Schriftsteller Bild Gemälde · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.sirv.com/WP_aventin.de/2026/05/hermann-hesse-schriftsteller-bild-gemaelde-24.jpg" class="type:primaryImage" alt="Hermann Hesse · Schriftsteller Bild Gemälde · AVENTIN Storys" /><figcaption>Hermann Hesse · Schriftsteller Bild Gemälde · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Hermann Hesse · Schriftsteller Bild Gemälde · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Zur Weltgeschichte · Hermann Hesse · Gedanken · Essay</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sehen die Weltgeschichte, das heißt die Geschichte unseres Weltalters, in hypertrophischen Staaten-Gebilden und sinnlosen Materialschlachten vergehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sehen sie in der Ausrottung unzähliger Tier- und Pflanzenarten, dem Dahinwelken des Schönen und Wohltuenden im Bild der Städte und Länder, im Gestank der Fabriken, dem Erkranken der Gewässer, und nicht minder im Erkranken und Hinwelken der Sprachen, der Werte, der Worte, der Denk- und Glaubenssysteme dahin siechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dass diesem still und rasch sich beschleunigenden Zerfall eine blendende Hochentwicklung der technischen Intelligenz und Leistung gegenübersteht, dass wir uns von der Zentrifuge unseres mechanisierten Daseins bereits in den Weltraum schleudern lassen können, das scheint mehr den Massen als den Denkenden ein Trost zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Europa sitzen wir auf den schönen Trümmern unserer abendländischen Kultur vermutlich als eine der letzten Generationen. Was in Asien und Afrika sich, zum großen Teil durch unsere eigene Schuld, angestaut hat und wie ein Bergrutsch oder eine Völkerwanderung gegen uns unterwegs ist, davor wird nichts uns retten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschlands Stellung in der Welt sehe ich rein psychologisch an und interessiere mich namentlich mit einem gewissen Grauen für die fabelhafte deutsche Fähigkeit zur »Verdrängung« und zum gläubigen Hinnehmen ideologischer Ideen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Fähigkeit, aus dem Unsinnigsten und Furchtbarsten eine Religion zu machen, ist bei uns sehr groß.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Heutzutage muss man schon dankbar sein, wenn der Mitmensch einem nicht einfach im Namen seiner Weltanschauung und zur Neuordnung Europas das Leben oder das Portemonnaie wegnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten <a href="https://aventin.de/handorakel-wissenschaft-und-mut/">Menschen</a> haben ja gar keine persönlichen Gesinnungen mehr, sondern nur noch die ihrer Kaste. Sowohl Kapitalisten wie Sozialisten oder andere sind zu 99 Prozent Anhänger von Meinungen, zu deren Nachprüfung ihr eigener Geist nicht ausreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lehne Programme und fertig formulierte »Gesinnungen« nur deshalb ab, weil sie die Menschen unendlich verarmen und verdummen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich sehe nur noch mit Erstaunen, nicht mehr mit eigentlichem Verstehen-Wollen, zu, wie sich die kindischsten, ja viehischsten politischen Triebe als »Weltanschauungen« etc. präsentieren, ja die Gebärden von Religionen annehmen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Systeme haben mit dem Marxistischen Sozialismus gemein, dass sie die Menschen für nahezu unbegrenzt politisierbar halten, was sie nicht sind. Die Kämpfe der heutigen Welt halte ich größtenteils für eine Folge dieses Irrtums.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zur Weltgeschichte · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Hesse" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Hermann Hesse</a> · <a href="https://aventin.de/tag/gedanke/">Gedanken</a> · Essay</h3>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:90,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_Hesse&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260215121242\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_Hesse&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-18 20:25:28&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-24 03:17:21&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-27 12:20:55&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-27T12:20:55+00:00&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>]]></content:encoded>
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			<item>
				<title>Der Kiewer Rus – Legende und Geschichte</title>
				<link>https://aventin.de/der-kiewer-rus-legende-und-geschichte/</link>
				<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 07:12:49 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=49882</guid>
					<description><![CDATA[Kiewer Rus · Legende und Geschichte · Gesetze Europa · AVENTIN Storys · Von einem...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.sirv.com/WP_aventin.de/2024/09/kiewer-rus-legende-und-geschichte-gesetze-europa-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Kiewer Rus · Legende und Geschichte · Gesetze Europa · AVENTIN Storys" /><figcaption>Kiewer Rus · Legende und Geschichte · Gesetze Europa · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Kiewer Rus · Legende und Geschichte · Gesetze Europa · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Der Kiewer Rus · Legende und Geschichte · Europa</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kiewer Rus war vom 9. bis 13. Jahrhundert ein mittelalterlicher ostslawischer Herrschaftsverband mit Kiew als Zentrum. </p>
<p>Die Kiewer Rus entstand im 9. Jahrhundert, als skandinavische Krieger- und Händlereliten, die Rurikiden, Herrschaftsstrukturen über ostslawische und andere Bevölkerungsgruppen aufbauten. Ihr Kerngebiet lag zwar um Kiew, das Reich aber reichte zeitweise von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und umfasste baltische, finno-ugrische und turksprachige Gruppen.</p>
<p>Die skandinavischen Eliten stellten keinen modernen Nationalstaat dar. Es gab weder Ukrainer, Russen noch Belarusser im heutigen nationalen Sinne. Die Eliten prägten nur die ostslawische Sprache, die orthodoxe Christianisierung, Rechts- und Herrschaftstraditionen sowie Erinnerungskulturen.</p>
<p>Historisch korrekt ist aber, dass Russland, die Ukraine und Belarus alle Erben der Kiewer Rus sind, nur auf unterschiedliche Weise.</p>
<p><strong>Das Erbe:</strong><br />&#8211; Ukraine: Kiew betont politisches und kulturelles Zentrum der Rus gewesen zu sein, was aber nur zum Teil stimmt.<br />&#8211; Russland: Über Wladimir-Susdal und Nowgorod, das zum Moskauer Großfürstentum führte, sieht sich Russland als direkten Nachfolger.<br />&#8211; Belarus: Das Land bezieht sich auf die Rus, insbesondere auf westliche bzw. nordwestliche Gebiete, die später im Großfürstentum Litauen aufgingen.</p>
<p>Die Ukraine hat somit nur einen geografischen Anspruch, weil Kiew einmal ein Zentrum der Kiewer Rus war. Russland hat dagegen eine sehr lange staatliche Traditionslinie über Moskau. Man sollte sich dabei auch immer wieder in Erinnerung rufen, dass es skandinavische Krieger- und Händlereliten waren (Rurikiden) &#8211; und keine Russen, Ukrainer oder Belarussen.</p>
<p><strong>Der Konflikt:</strong><br />Der Konflikt entstand, weil Teile der <a href="https://aventin.de/zur-weltgeschichte-hermann-hesse/">Geschichte</a> zur Legitimation heutiger Machtansprüche verwendet wurden. In alten Erzählung bilden Russen, Ukrainer und Belarusser ein „altrussisches Volk“, aus dem später die drei Zweige hervorgingen.</p>
<p>Die wissenschaftliche Antwort ist wesentlich klarer als die politische: Die Kiewer Rus war eine gemeinsame, vielschichtige Vorgeschichte – nicht der exklusive Gründungsstaat eines einzigen Landes. Erst die späteren Entwicklungen, Teilungen, Migrationen, Imperien und nationalen Bewegungen führten zu den modernen Nationen Russland, Ukraine und Belarus.</p>



<h3><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kiewer_Rus" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Der Kiewer Rus</a> · <a href="https://aventin.de/category/legenden/">Legende</a> und Geschichte · <span class="wmf-wp-with-preview" data-wikipedia-preview="" data-wp-title="Europa" data-wp-lang="de">Europa</span></h3>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:979,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kiewer_Rus&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260220161407\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kiewer_Rus&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-22 15:06:36&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-22T15:06:36+00:00&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>]]></content:encoded>
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			<item>
				<title>Das Gesetz des Ärgerns – Kurt Tepperwein</title>
				<link>https://aventin.de/das-gesetz-des-aergerns-kurt-tepperwein/</link>
				<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 07:53:24 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=65865</guid>
					<description><![CDATA[Ein Mensch betrachtet eine beeindruckende, leuchtende Explosion am Himmel, die das Gesetz der Polarität im...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.sirv.com/WP_aventin.de/2025/12/geistige-gesetze-c2b7-prinzipien-c2b7-ursache-und-wirkung-25.webp" class="type:primaryImage" alt="Ein Mensch steht auf einem Felsen und blickt auf eine mystische, leuchtende Explosion am Himmel, die das Gesetz der Polarität symbolisiert." /><figcaption>Ein Mensch betrachtet eine beeindruckende, leuchtende Explosion am Himmel, die das Gesetz der Polarität im Kontext von Kurt Tepperwein illustriert.</figcaption><div class="image-description">Das Bild zeigt eine einzelne Person, die auf einem Felsen am Meer steht und eine große, leuchtende Explosion am Himmel beobachtet. Die Explosion ist von dunklen Wolken umgeben und symbolisiert das Gesetz der Polarität, das im Zusammenhang mit spirituellen und philosophischen Konzepten steht.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Das Gesetz des Ärgerns &#8211; Kurt Tepperwein &#8211; Grundlegendes Prinzip</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurt Tepperwein behandelt das „Gesetz des Ärgerns“ in »Die Geistigen Gesetze« nicht als eigenständiges Naturgesetz, sondern als eine alltägliche, vom Leben inszenierte Prüfung – vergleichbar mit dem Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ –, die uns zeigen soll, dass Ärger eine selbstgewählte, sinnlose Reaktion ist, die wir verlernen müssen, um bewusst und im Einklang mit den geistigen Gesetzen zu leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was Tepperwein unter dem „Gesetz des Ärgerns“ versteht<br />Tepperwein beschreibt das Leben oft als ein Spiel, das nach festen Regeln – den Geistigen Gesetzen – abläuft. In diesem Zusammenhang führt er das Bild „Das Leben spielt oft: ›Mensch ärgere dich nicht‹“ ein:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Typische Situationen sind etwa: Schlüssel verlieren, Ticket vergessen, Dinge laufen nicht wie geplant.</li>



<li>Solche Momente dienen dazu, zu prüfen, „ob ich im richtigen Bewusstsein bin“.</li>



<li>Das Leben „führt mich in Versuchung, damit ich mich noch besser ausrichte und wirklich bewusst lebe“.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Daraus ergibt sich sein Kernpunkt: Ärger ist keine äußere Macht, die mich trifft, sondern eine innere Reaktion, die ich selbst wähle – und die ich auch lassen kann. Tepperwein schreibt pointiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Nichts und Niemand kann mich ärgern, das kann nur ich selbst, und nur ich selbst kann es lassen.“</li>



<li>„Ein HOMO SAPIENS, der sich ärgert, ist ein Widerspruch in sich.“</li>



<li>„Ich erkenne: … ärgern nicht hilft, die Aufgabe zu lösen. Es ist sogar sinnlos, stört mein Sein.“</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das „Gesetz des Ärgerns“ ist also im Tepperwein’schen Sinn weniger ein metaphysisches Gesetz wie Resonanz oder Ursache–Wirkung, sondern eine praktische Lebensregel: Solange ich mich ärgere, bin ich nicht im Einklang mit den geistigen Gesetzen und handle unbewusst; sobald ich das Ärgern lasse, beginne ich, bewusst und gesetzmäßig zu leben.<br />Voraussetzungen: Was gegeben sein muss, damit das „Gesetz“ wirkt</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Tepperweins Darstellung lassen sich folgende Voraussetzungen ableiten:<br />Anerkennung des Lebens als sinnvolles Spiel nach Regeln</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Leben wird als „Spiel“ verstanden, das „ohne Kenntnisse der Geistigen Gesetze nicht erfolgreich gespielt werden kann“.</li>



<li>Die Bereitschaft, das eigene Leben nicht primär als Kampf, sondern als Lern- und Entwicklungsspiel zu sehen, ist Grundvoraussetzung.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Bewusstsein, dass Situationen Botschaften sind</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Jede unangenehme Situation ist „immer richtig und wichtig, um mir zu helfen, einen Schritt zu mir selbst zu tun“.</li>



<li>Das setzt voraus, dass ich bereit bin, in Problemen nicht nur Störung, sondern eine „Aufgabe des Lebens“ zu sehen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Einsicht: Ärger ist selbstgewählt und ineffektiv</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Voraussetzung ist die Erkenntnis: „ärgern nicht hilft, die Aufgabe zu lösen. Es ist sogar sinnlos, stört mein Sein“.</li>



<li>Dazu gehört die Einsicht: „Nichts und Niemand kann mich ärgern, das kann nur ich selbst“.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wille zur inneren Arbeit und zum „Weg nach innen“</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Tepperwein betont: „Auto fahren kann ich erst, wenn ich eingestiegen bin, wenn ich den Weg nach innen gegangen bin.“</li>



<li>Das „Gesetz des Ärgerns“ setzt also eine grundsätzliche Orientierung auf Selbstverantwortung und innere <a href="https://aventin.de/zur-weltgeschichte-hermann-hesse/">Entwicklung</a> voraus.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ziele, die im Leben zu verfolgen sind (im Kontext des Ärgerns)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tepperwein verbindet das Thema Ärger mit übergeordneten Lebenszielen, die in »Die Geistigen Gesetze« durchgängig erscheinen:<br />Bewusstes Leben im Einklang mit den Geistigen Gesetzen</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ziel ist es, „mich SELBST im Einklang mit den Geistigen Gesetzen zu verhalten, die gesammelten Erkenntnisse praktisch zu leben“.</li>



<li>Ärger zu verlernen ist ein konkreter Schritt auf diesem Weg.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Evolution des Bewusstseins: vom Ego zum wahren Selbst</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der allgemeine Sinn des Lebens ist „Evolution, das heißt Ent-Wicklung, damit Ent-Faltung möglich wird, die zur Erfüllung führt“.</li>



<li>Konkret: „vom Instinkt über das Ego zum Wahren Selbst – und damit zu Gott“.</li>



<li>Ärger ist ein Ego-Muster; sein Loslassen dient der Entwicklung zum „Wahren Selbst“.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Leben als Gewinner / Leben in Leichtigkeit</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Tepperwein spricht vom „Leben als Gewinner“ und davon, dass das Leben zum „Spiel“ und „Vergnügen“ wird, wenn ich die Regeln beherrsche.</li>



<li>Ziel ist ein Leben in „Harmonie, Gesundheit und Freude“, das nur „im Einklang mit den Geistigen Gesetzen“ möglich ist.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Lernen aus Erfahrungen – Sinn des Lebens als Erkenntnisgewinn</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Der einzige Sinn des Lebens ist es, Erfahrungen zu machen, aus denen Erkenntnisse werden“.</li>



<li>Ärger-Situationen sind demnach Lernfelder: Sie bieten die Chance, zu erkennen, dass Ärger nicht hilft, und diese Erkenntnis in verändertes Sein zu überführen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Im Inhaltsverzeichnis von »Die Geistigen Gesetze« findet sich explizit der Hinweis: „Ein wichtiger Schritt ist, das Ärgern zu verlernen“ im Kontext des „Gesetzes des Denkens“ und des Wegs „vom Positiven Denken zum positiven Leben“. Das zeigt: Das „Nicht-mehr-Ärgern“ ist für Tepperwein ein praktischer Meilenstein auf dem Weg zu einem positiv gelebten, gesetzeskonformen Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Philosophische Betrachtung des „Gesetzes des Ärgerns“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Philosophisch lässt sich Tepperweins Ansatz zum Ärgern auf mehreren Ebenen einordnen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Stoische Grundfigur: Ärger liegt in meiner Macht</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Tepperweins Kernaussage – „Nichts und Niemand kann mich ärgern, das kann nur ich selbst“ – entspricht stark der stoischen Lehre, dass nicht die Dinge selbst uns beunruhigen, sondern unsere Urteile darüber.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie bei Epiktet oder Marc Aurel wird Ärger als eine innere Zustimmung zu einer Bewertung verstanden, die ich auch verweigern kann.</li>



<li>Tepperwein überführt dies in eine spirituell-esoterische Sprache („Bewusstsein“, „Wahres Selbst“), behält aber die stoische Grundstruktur: Verantwortung für die eigene emotionale Reaktion.</li>
</ul>



<ol class="wp-block-list" start="2">
<li>Idealismus und Bewusstseinsphilosophie<br />Tepperwein arbeitet mit einem idealistischen Weltbild:</li>
</ol>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Leben ist das allumfassende Bewusstsein, das alles Sein durchdringt und erfüllt.“</li>



<li>Die äußere Welt ist Ausdruck innerer Zustände; Probleme sind „Botschaften“ des Lebens an mein Bewusstsein.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das „Gesetz des Ärgerns“ ist damit Teil einer bewussteinszentrierten Ontologie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ärger entsteht, wenn ich mich als getrenntes Ego erlebe, dem etwas „von außen“ geschieht.</li>



<li>Die philosophische Aufgabe ist die Aufhebung dieser scheinbaren Trennung: „Sobald die scheinbare Trennung vom Ganzen von mir aufgehoben wird, erwache ich wieder zum Bewusstsein meiner Selbst.“</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Sicht ist Ärger ein Symptom von Unwissenheit über die wahre Natur des Selbst und der Wirklichkeit.</p>



<ol class="wp-block-list" start="3">
<li>Teleologie: Das Leben als sinnvolles Lernsystem<br />Tepperwein versteht das Leben teleologisch: Es hat einen Sinn und eine Richtung (Evolution, Entfaltung des Wahren Selbst).</li>
</ol>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unangenehme Ereignisse sind keine sinnlosen Störungen, sondern „Aufgaben des Lebens“, die mich weiterbringen sollen.</li>



<li>Das „Gesetz des Ärgerns“ ist damit eingebettet in eine Sinnstruktur: Das Leben „prüft“ mich, um mich zur Entwicklung zu zwingen, wenn ich blockiere.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Philosophisch entspricht das einer optimistischen Theodizee-ähnlichen Haltung: Auch scheinbar negative Erfahrungen dienen letztlich dem Guten (hier: der eigenen Evolution).</p>



<ol class="wp-block-list" start="4">
<li>Ethik der Selbstverantwortung und des Nicht-Reagierens<br />Auf der ethischen Ebene formuliert Tepperwein eine Haltung der radikalen Selbstverantwortung:</li>
</ol>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich bin nicht Opfer äußerer Umstände, sondern Schöpfer meiner inneren Haltung.</li>



<li>Die ethische Aufgabe besteht darin, nicht mehr automatisch zu reagieren (Ärger), sondern bewusst zu antworten oder die Situation als Lernchance zu nutzen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das hat Parallelen zu östlichen Lehren (z. B. Nicht-Reagieren, Gleichmut) und zu modernen psychologischen Ansätzen der Selbstregulation, wird bei Tepperwein aber spirituell als „im Einklang mit den Geistigen Gesetzen leben“ gedeutet.</p>



<ol class="wp-block-list" start="5">
<li>Kritisch-philosophische Einordnung<br />Aus philosophischer Sicht lassen sich auch Spannungsfelder benennen:</li>
</ol>



<ul class="wp-block-list">
<li>Normativer Anspruch: Tepperwein setzt voraus, dass ein Leben ohne Ärger und im Einklang mit den „Geistigen Gesetzen“ erstrebenswert ist. Das ist eine wertende, nicht neutral begründete Prämisse.</li>



<li>Individualisierung von Leid: Die Betonung, dass „nur ich selbst mich ärgern kann“, kann dazu führen, dass strukturelle Ungerechtigkeiten oder reale Verletzungen in ihrer Bedeutung relativiert werden.</li>



<li>Metaphysische Voraussetzungen: Das ganze Modell ruht auf Annahmen (allumfassendes Bewusstsein, Sinn des Lebens als Evolution des Selbst, Wiedergeburt/Karma etc.), die philosophisch kontrovers sind, aber bei Tepperwein als gegeben behandelt werden.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz zusammengefasst<br />Gesetz des Ärgerns (Tepperwein): Das Leben inszeniert alltägliche Störungen wie ein Spiel „Mensch ärgere dich nicht“, um zu prüfen, ob ich bewusst lebe; Ärger ist eine selbstgewählte, sinnlose Reaktion, die ich verlernen muss.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Voraussetzungen: Leben als sinnvolles Spiel begreifen; Situationen als Botschaften deuten; erkennen, dass Ärger selbstgewählt und ineffektiv ist; Wille zur inneren Arbeit und Selbstverantwortung.</li>



<li>Ziele: Bewusstes Leben im Einklang mit den Geistigen Gesetzen; Entwicklung vom Ego zum wahren Selbst; Leben in Leichtigkeit und als „Gewinner“; Lernen aus Erfahrungen als Sinn des Lebens.</li>



<li>Philosophisch: Stoische Verantwortung für die eigene Bewertung, idealistische Bewusstseinsontologie, teleologisches Weltbild (Leben als Lernsystem), Ethik der Selbstverantwortung und des Nicht-Reagierens – eingebettet in eine esoterisch-spirituelle Metaphysik.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Das Gesetz des Ärgerns &#8211; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Tepperwein" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Kurt Tepperwein</a> &#8211; <a href="https://aventin.de/tag/die-geistigen-gesetze/" data-type="post_tag" data-id="14923">Die Geistigen Gesetze</a></h3>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;</p>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:4,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurt_Tepperwein&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251112124225\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurt_Tepperwein&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-12 16:10:34&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-16 16:20:59&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-22 07:53:56&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-22T07:53:56+00:00&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>]]></content:encoded>
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			<item>
				<title>Die Brücke – Franz Kafka</title>
				<link>https://aventin.de/die-bruecke-franz-kafka/</link>
				<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 12:38:06 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=52342</guid>
					<description><![CDATA[Franz Kafka · Schriftsteller · Prag · Literatur · AVENTIN Storys · Von einem der...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.sirv.com/WP_aventin.de/2024/07/franz-kafka-schriftsteller-prag-literatur-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Franz Kafka · Schriftsteller · Prag · Literatur · AVENTIN Storys" /><figcaption>Franz Kafka · Schriftsteller · Prag · Literatur · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Franz Kafka · Schriftsteller · Prag · Literatur · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Die Brücke &#8211; Franz Kafka &#8211; Story</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war steif und kalt, ich war eine Brücke, über einem Abgrund lag ich. Diesseits waren die Fußspitzen, jenseits die Hände eingebohrt, in bröckelndem Lehm habe ich mich festgebissen. Die Schöße meines Rockes wehten zu meinen Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Tiefe lärmte der eisige Forellenbach. Kein Tourist verirrte sich zu dieser unwegsamen Höhe, die Brücke war in den Karten noch nicht eingezeichnet. – So lag ich und wartete; ich musste warten. Ohne einzustürzen kann keine einmal errichtete Brücke aufhören, Brücke zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal gegen Abend war es – war es der erste, war es der tausendste, ich weiß nicht, – meine <a href="https://aventin.de/das-gesetz-des-aergerns-kurt-tepperwein/">Gedanken</a> gingen immer in einem Wirrwarr und immer in der Runde. Gegen Abend im Sommer, dunkler rauschte der Bach, da hörte ich den Schritt eines Mannes! Zu mir, zu mir. – Strecke dich, Brücke, setze dich in Stand, geländerloser Balken, halte den dir Anvertrauten. Die Unsicherheit seines Schrittes gleiche unmerklich aus, schwankt er aber, dann gib dich zu erkennen und wie ein Berggott schleudere ihn ins Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kam, mit der Eisenspitze seines Stockes beklopfte er mich, dann hob er mit ihr meine Rockschöße und ordnete sie auf mir. In mein buschiges Haar fuhr er mit der Spitze und ließ sie, wahrscheinlich wild umherblickend, lange drin liegen. Dann aber – gerade träumte ich ihm nach über Berg und Tal – sprang er mit beiden Füßen mir mitten auf den Leib.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erschauerte in wildem Schmerz, gänzlich unwissend. Wer war es? Ein Kind? Ein Traum? Ein Wegelagerer? Ein Selbstmörder? Ein Versucher? Ein Vernichter? Und ich drehte mich um, ihn zu sehen. – Brücke dreht sich um! Ich war noch nicht umgedreht, da stürzte ich schon, ich stürzte, und schon war ich zerrissen und aufgespießt von den zugespitzten Kieseln, die mich immer so friedlich aus dem rasenden Wasser angestarrt hatten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Brücke &#8211; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Kafka" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Franz Kafka</a> &#8211; <a href="https://aventin.de/tag/story/" data-type="post_tag" data-id="27">Story</a></h3>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:98,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Kafka&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251218053857\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Kafka&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-15 10:31:06&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-21 12:39:43&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-26 21:33:53&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-26T21:33:53+00:00&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>]]></content:encoded>
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			<item>
				<title>Entwicklung der Menschheit</title>
				<link>https://aventin.de/entwicklung-der-menschheit-erich-kaestner/</link>
				<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 07:51:40 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/entwicklung-der-menschheit-erich-kaestner/</guid>
					<description><![CDATA[Erich Kästner Schriftsteller Publizist Drehbuchautor Kabarettdichter Autor · AVENTIN Storys · Von einem der sich...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.sirv.com/WP_aventin.de/2024/11/erich-kaestner-schriftsteller-publizist-drehbuchautor-kabarettdichter-autor-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Erich Kästner Schriftsteller Publizist Drehbuchautor Kabarettdichter Autor · AVENTIN Storys" /><figcaption>Erich Kästner Schriftsteller Publizist Drehbuchautor Kabarettdichter Autor · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Erich Kästner Schriftsteller Publizist Drehbuchautor Kabarettdichter Autor · AVENTIN Storys</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Entwicklung der Menschheit · Erich Kästner · Gedicht</h2>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,<br />behaart und mit böser Visage.<br />Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt<br />und die <a href="https://aventin.de/zur-weltgeschichte-hermann-hesse/">Welt</a> asphaltiert und aufgestockt,<br />bis zur 30. Etage.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Da saßen sie nun den Flöhen entflohn<br />in zentralgeheizten Räumen.<br />Da sitzen sie nun am PC oder Telefon<br />wie seinerzeit auf den Bäumen.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Sie hören weit. Sie sehen fern.<br />Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.<br />Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.<br />Die Erde ist ein gebildeter Stern<br />mit sehr viel Wasserspülung.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Sie schicken Nachrichten an jedes Ohr.<br />Sie jagen und züchten Mikroben.<br />Sie versehn die Natur mit allem Komfort.<br />Sie fliegen steil in den Himmel empor<br />und bleiben zwei Wochen oben.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Was ihre Verdauung übrig lässt,<br />das verarbeiten sie zu Watte.<br />Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.<br />Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,<br />dass Cäsar Plattfüße hatte.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">So haben sie mit dem Kopf und dem Mund<br />den Fortschritt der Menschheit geschaffen.<br />Doch davon mal abgesehen und<br />bei Licht betrachtet, sind sie im Grund<br />noch immer die alten Affen.</p>



<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center"><a href="https://aventin.de/tag/entwicklung/">Entwicklung</a> der Menschheit · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_K%C3%A4stner" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Erich Kästner</a> · Gedicht</h3>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:181,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erich_K%C3%A4stner&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260201235159\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erich_K%C3%A4stner&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-19 19:43:11&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-21 13:10:50&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-24 17:06:32&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-24T17:06:32+00:00&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>]]></content:encoded>
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			<item>
				<title>Vom reichen alten Mann</title>
				<link>https://aventin.de/vom-reichen-alten-mann/</link>
				<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 05:44:53 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=16335</guid>
					<description><![CDATA[Aventin Storys zeigt die Geschichten afrikanischer Menschen in Europa, ihre Kultur, Herausforderungen und Integration.Das Bild...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.sirv.com/WP_aventin.de/2025/09/afrika-frau-mann-modern-tradition-person-25.webp" class="type:primaryImage" alt="Porträt eines afrikanischen Mannes und einer afrikanischen Frau, die kulturelle Kleidung und Brillen tragen, symbolisiert kulturelle Vielfalt und Migration." /><figcaption>Aventin Storys zeigt die Geschichten afrikanischer Menschen in Europa, ihre Kultur, Herausforderungen und Integration.</figcaption><div class="image-description">Das Bild zeigt eine afrikanische Frau mit traditioneller Kleidung und Schmuck sowie einen afrikanischen Mann mit Brille, die beide die kulturelle Vielfalt und Migration nach Europa repräsentieren.</div></figure>




<h2>Vom reichen alten Mann &#8211; Afrika &#8211; Legende</h2>
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein alter Mann war sehr reich. Er hatte sieben Söhne, kaufte für jeden Land und verteilte es unter sie als Erbe. Der älteste Sohn war sehr schlau. Sie waren alle sorgfältig erzogen und in guten Verhältnissen aufgewachsen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ihr Vater schlachtete täglich und schmauste, lud alle seine Nachbarn voller Großzügigkeit ein. Wenn seine Freunde zu ihm sagten: »Höre auf, verschwende nicht Dein Geld, bewahre es für Deine Kinder«, dann antwortete er ihnen: »Lasst sie auf ihr eigenes Glück vertrauen und mich auf meines. Ich habe jedem Land gegeben, und überdies habe ich für sie mein Gold vergraben, das in dem Land eines von ihnen auftauchen wird.«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Tod zögert nicht, und so starb auch er. Die Kinder begruben ihren Vater; aber sie warteten ungeduldig auf den 40. Tag, um den Willen ihres Vaters zu hören und das Geld zu verteilen. Der 40. Tag kam heran und das Testament wurde eröffnet. Es erklärte: »Damit es für meine Kinder sei, habe ich das Gold in dem Land eines von ihnen vergraben. Auch auf Pergament niedergelegt in der Kiste habe ich Geld für sie bereitgestellt.«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Als sie die Kiste eilends öffneten, fand sich auch richtig ein Stück Pergament mit einer Inschrift. Diese Inschrift besagte: »Behaltet einen kühlen Kopf und warme Füße. Das vermache ich meinen Kindern.« Ein Mensch, der die Meinung dieser Inschrift begriff, fehlte jedoch.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Schließlich erklärte sie ein Student ohne Renommee. Er sprach: »›Behaltet einen kühlen Kopf‹ meint, dass die Krankheit tötet, die in den Kopf eindringt; und die Bedeutung von ›Haltet Eure Füße warm‹ ist, dass Krankheit, die in die Füße eindringt, lahm macht.«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das Volk staunte über ihn. Die Söhne waren jedoch sehr verärgert; denn sie waren habgierig gewesen und hatten gedacht, viel Gold in der Kiste zu finden. Der älteste Sohn begriff jedoch den Plan seines Vaters. Sie sprachen nun: »Auf, lasst uns graben«, und fingen an, an allen vermuteten Plätzen zu graben, indem sie sprachen: »Was sollen wir nun tun, lasst uns in einer der Ländereien graben, denn er sprach: ›Ich habe Gold für sie in den Ländereien meines Sohnes vergraben.‹«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Als sie in einer der Ländereien nichts fanden, gruben sie schließlich das Land der sieben Brüder um, aber Gold fanden sie nicht. Sie wurden sehr zornig, insbesondere waren sie zornig über ihre Müdigkeit nach der Arbeit. Die sechs Brüder, abgesehen von dem Ältesten, berieten sich untereinander und sprachen: »Was sollen wir nun hier machen? Warum sollen wir hier bleiben?«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der älteste Sohn jedoch war gescheit und verstand den Sinn und den Plan von »Behaltet einen kühlen Kopf und warme Füße« und »Ich habe Gold für meine Kinder in einer ihrer Ländereien vergraben«. Aber als sie gruben, dachte er: »Wenn ich nicht mitmache, werden sie etwas anderes denken, schließe ich mich ihnen also an.«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nachdem er in seinem Herzen sein Verhalten überdacht hatte, setzte er sich. Die sieben Brüder erwogen genau ihre Möglichkeiten und entschlossen sich, sich als Knechte bei entsprechenden Herren zu verdingen, um ihren Lebensunterhalt zu gewinnen. Sie machten sich also auf und zogen von dannen und verdingten sich, um Mittel für ihren Lebensunterhalt zu erhalten.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Älteste jedoch, weil er klug war und die Absicht seines Vaters genau erkannte und die Fruchtbarkeit des umgegrabenen Bodens sah, wartete einige Zeit, um zu säen. Er säte Gerste, die üppig aufschoss. Weil alle seine Brüder ihre Ländereien verlassen hatten, verpachtete er das Land. Das Korn füllte im Überfluss mehrere Scheunen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Er wiederholte es und vergrößerte das von ihm bestellte Land. Er sprach: »Das ist die Absicht meines Vaters, als er sagte, dass er Gold in unserem Land vergraben habe.« Es war wie im Sprichwort: »Wer Korn hat, ist gut daran; wer hingegen Gold hat, ist ruhelos.« Seine Tätigkeit machte ihn sehr reich, und er wurde der erste aller Landwirte, und man kam und sprach zu ihm: »Leihe mir Saat!«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Sein Ansehen verbreitete sich überall im Land, und er wurde sehr reich. Der Vater hatte seine Söhne auf großem Fuß erzogen, und sie verstanden nicht zu arbeiten. In welches Haus sie auch eintraten, der Herr sprach, nachdem er ihr Auftreten und ihr Benehmen gesehen hatte: »Wahrlich, dieser Knabe wird für wichtige Angelegenheiten dienen können.«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Aber wenn er sie zur Arbeit aufforderte oder einen Auftrag erteilte, wussten sie nicht, wie sie dies anstellen sollten. Nun wurde ihnen gesagt, was für rohe, schlecht erzogene <a href="https://aventin.de/gesinnung-und-diktatur-hermann-hesse/">Menschen</a> sie seien, die man ohrfeigen solle. So wurden sie geschlagen und zogen von Land zu Land, ohne dass sie irgendeine Arbeit fanden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Sie erlebten Plagen, die sie vorher nie gekannt hatten, und waren stets müde. So berieten sie sich erneut miteinander und sprachen: »Was wird für uns am besten sein? Wenn wir hier und dort umherwandern, finden wir nichts für uns Geeignetes. Als Hoffnung haben wir nur unseren Bruder. Wir werden zu ihm gehen und ihm erzählen, was uns zustieß.«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Sie brachen auf und begaben sich zu ihrem Bruder. Als sie halb nackt und hungrig und in erbarmungswürdigem Zustand bei ihrem Bruder eintrafen, fragte er sie, indem er sprach: »Was seid Ihr für Leute, was wollt Ihr?«</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Als sie ihm erzählten, wer sie waren, war er überaus erstaunt, gab ihnen Essen und Trinken und kleidete sie neu ein. Dann führte er jeden von ihnen zu seinem entsprechenden Land. Dann umarmte er sie und gab bekannt, dass er der älteste Bruder sei und sie entsprechend den Gesetzen und Verordnungen des Landes lebten.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Sie aber ähnelten ihrem Bruder durch dessen Hilfe völlig in seiner Absicht und Arbeit. Daher waren sie nach einiger Zeit fast so reich wie ihr ältester Bruder. Da sie Unglück erfahren hatten, ließen sie Leichtfertigkeit und Faulheit nicht in ihre Lebensart eindringen, und sie begannen reicher zu werden, und ihre Nachbarn und die Menschen der Gegend ehrten und achteten sie.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Ratschläge und Essen zu Ehren der Heiligen an ihren Tagen waren bei den sieben die gleichen, und die Leute sprachen über die Geschicklichkeit und den Plan des Vaters. So war es!</p>



<h3>Vom reichen alten Mann &#8211; Afrika &#8211; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopien" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Äthiopien</a> &#8211; <a href="https://aventin.de/category/legenden/">Legende</a></h3>



<div class="wp-block-spacer"  aria-hidden="true"> </div>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:1220,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84thiopien&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260112075231\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%84thiopien&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-23 16:51:19&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-22 00:53:10&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-10-22T00:53:10+00:00&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>]]></content:encoded>
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