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		<title>AVENTIN</title>
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		<description>Fabeln - Novellen - Sagen</description>
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				<title>Stechmücken – Insekten</title>
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				<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 05:48:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Illustration von Stechmücken und weiteren Insekten.Eine detaillierte Illustration, die verschiedene Arten von Stechmücken und Insekten...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2026/01/stechmuecken-insekten-blutsauger-krankheiten-uebertragung-26.webp" class="type:primaryImage" alt="Illustration von Stechmücken und anderen Insekten" /><figcaption>Illustration von Stechmücken und weiteren Insekten.</figcaption><div class="image-description">Eine detaillierte Illustration, die verschiedene Arten von Stechmücken und Insekten zeigt, in unterschiedlichen Posen und Perspektiven dargestellt.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:1323,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stechm%C3%BCcken&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251218034602\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stechm%C3%BCcken&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-31 10:03:06&quot;,&quot;http_code&quot;:429}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-31 10:03:06&quot;,&quot;http_code&quot;:429},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">Stechmücken &#8211; Insekten &#8211; Blutsauger &#8211; Schutz &#8211; Wissen</h2>



<p>Stechmücken (Familie Culicidae) sind schlanke, zweiflügelige Insekten mit langen Beinen und einem dünnhäutigen, meist durchsichtigen Flügelpaar.</p>



<p>Sie erreichen eine Körperlänge von etwa 6–10 mm, wobei der Stechrüssel, mit dem die Weibchen Blut saugen, etwa die halbe Körperlänge ausmacht.</p>



<p>Die Männchen sind kleiner, besitzen buschigere Fühler und ernähren sich ausschließlich von Nektar und Pflanzensäften, während die Weibchen Blut saugen, um die Entwicklung ihrer Eier zu ermöglichen.</p>



<p>Stechmücken sind weltweit verbreitet und können Krankheiten übertragen.</p>



<p><strong>Kleidung und mechnischer Schutz:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Trage lange, helle und möglichst lockere Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Dunkle Kleidung zieht Mücken eher an.</li>



<li>Insektengitter an Fenstern und Türen sowie Moskitonetze über dem Bett verhindern, dass Mücken in Wohn- und Schlafräume gelangen.</li>



<li>Ein Ventilator kann Mücken fernhalten, da sie Schwierigkeiten haben, gegen den Luftstrom zu fliegen.</li>
</ul>



<p><strong>Verhalten und Umgebung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vermeide Aufenthalte im Freien während der Dämmerung und am Abend, da Mücken dann besonders aktiv sind.</li>



<li>Duschen hilft, Körpergerüche zu reduzieren, die Mücken anziehen. Verzichte auf blumige oder fruchtige Pflegeprodukte.</li>



<li>Beseitige stehendes Wasser (z. B. in Blumentopfuntersetzern oder Regentonnen), da Stechmücken ihre Eier im Wasser ablegen.</li>
</ul>



<p><strong>Chemische und natürliche Mittel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Trage Insektenschutzmittel (Repellents) auf die Haut auf. Wirkstoffe wie Icaridin, DEET oder Citriodiol machen dich für Mücken unattraktiv. Icaridin gilt als hautverträglicher, DEET als besonders wirksam.</li>
</ul>



<p>Natürliche Alternativen sind ätherische Öle wie Zitronenmelisse, Lavendel oder Zitroneneukalyptus. Diese wirken meist kürzer und müssen häufiger erneuert werden.</p>



<p>Auch Hausmittel wie das Verbrennen von Kaffeesatz oder das Aufstellen bestimmter Pflanzen (z. B. Tomaten, Katzenminze) können Mücken vertreiben.</p>



<p><strong>Zusätzliche Tipps:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Elektrische Fliegenklatschen helfen, Mücken in Innenräumen zu beseitigen.</li>



<li>Feuer und Rauch (z. B. Lagerfeuer oder Räucherspiralen) halten Mücken fern, sind aber eher für den Außenbereich geeignet.</li>
</ul>



<p>Mit all diesen Maßnahmen lässt sich das Risiko von Mückenstichen deutlich verringern.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stechm%C3%BCcken" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" title="">Stechmücken</a> &#8211; Insekten &#8211; Blutsauger &#8211; Schutz &#8211; <a href="https://aventin.de/tag/wissen/" title="Wissen">Wissen</a></h3>
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			<item>
				<title>Burg Osterode und die Jungfrau</title>
				<link>https://aventin.de/burg-osterode-und-die-jungfrau/</link>
				<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 05:56:16 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=9778</guid>
					<description><![CDATA[Sagen aus Deutschland · Rhein Tal · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/12/sagen-aus-deutschland-aventin-storys-rhein-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Sagen aus Deutschland · Rhein Tal · AVENTIN Storys" /><figcaption>Sagen aus Deutschland · Rhein Tal · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Sagen aus Deutschland · Rhein Tal · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:745,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alte_Burg_(Osterode)&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251127072244\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alte_Burg_(Osterode)&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 08:55:28&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-26 10:53:19&quot;,&quot;http_code&quot;:429}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-26 10:53:19&quot;,&quot;http_code&quot;:429},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">Burg Osterode und die Jungfrau · Deutsche Sage </h2>



<p>Die Legende von der Burg Osterode und der weißen Jungfrau ist tief verwurzelt in der Geschichte der Region. Es wird erzählt, dass die Jungfrau, in voller Trauer um ihren verlorenen Geliebten, nachts über die Mauern der Burg schwebt und den Dorfbewohnern erscheint. Ihr Erscheinen wird oft als Vorbote von Unglück gedeutet, und viele glauben, dass sie denjenigen, die ihr begegnen, eine wichtige Botschaft überbringt. Diese Sage hat die Fantasie der Menschen seit Jahrhunderten beflügelt und macht die Burg zu einem bedeutenden kulturhistorischen Ort.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Am Abend eines Ostersonntags trug ein armer Leinweber ein Stück Leinen nach Claustal, um es zu verkaufen. </p>



<p>Da er sich dabei verspätet hatte, blieb er dort auch über Nacht. Am anderen Morgen machte er sich in aller Frühe wieder auf den Heimweg.</p>



<p>Als die Sonne aufging, war er schon weit über die Vorstadt von Osterode, die Freiheit genannt wird, hinaus und näherte sich der Söse. Da erblickte er eine weiß gekleidete Jungfrau mit einem Bund Schlüssel am Gürtel. Sie wusch sich gerade im Fluss.</p>



<p>Weil sie seinen Gruß aber so freundlich erwiderte, fasste der Weber Mut und fragte: »Ei, seid Ihr aber schon früh aufgestanden und wäscht euch am Fluss!« </p>



<p>»Ja, das mache ich an jedem Ostermorgen,« antwortete sie. »Da bleibe ich jung und schön.« </p>



<p>Der Leinweber sah, dass sie eine wunderschöne Lilie an der Brust trug. Er wunderte sich sehr darüber, weil doch zur Osterzeit noch keine Lilien blühen.</p>



<p>»Ihr habt wohl einen schönen, warmen Garten, dass es bei Euch schon Lilien gibt,« forschte der Mann weiter. </p>



<p>»Komm nur mit,« entgegnete die Jungfrau, »ich zeige ihn dir.«</p>



<p>Sie führte sodann den Leinweber zu den Trümmern der Burg Osterode. Diese nahmen sich an jenem Morgen aber gar seltsam aus. Eine eiserne Tür war plötzlich sichtbar, die der Weber noch nie bemerkt hatte, so oft er auch vorbeigekommen war und davor blühten drei prächtige Lilien.</p>



<p>Die Jungfrau pflückte eine von den Lilien und schenkte sie dem Weber. »Nimm sie mit nach Hause und verwahre sie gut,« sagte, sie. Der Weber steckte sich sodann die Blume an den Hut. Als er aber wieder aufschaute, waren Jungfrau und Tür verschwunden; die alte Burgruine sah wieder aus wie sonst auch.</p>



<p>Da machte sich der Leinweber eilends davon. Als er daheim die Lilie seiner Frau zeigte, meinte diese: »Das ist keine gewöhnliche Lilie, es ist eine goldene Blüte. Du hast die Osterjungfer gesehen.«</p>



<p>Ja, da brauchte sich der Mann nicht mehr zu wundern, dass ihm unterwegs der Hut so schwer geworden war. Nach der Kirche trug er sodann die Blume gleich zum Goldschmied. Dieser machte ganz große Augen, als der arme Mann das glänzende Ding auspackte. Er sagte: »Du, die Blume ist aus dem feinsten Gold und Silber, das ich je gesehen habe. Die ganze Stadt Osterode hat nicht Geld genug, sie dir zu bezahlen.«</p>



<p>Die Geschichte von der wundersamen Blume wurde bald im ganzen Ort bekannt, und auch dem Rat kam sie zu Ohren. Dieser ließ den Leinweber schließlich vorladen, und er musste erzählen, wie sich alles zugetragen hatte.</p>



<p>»Du musst deine Blume dem Herzog verkaufen,« meinten die Ratsherren und sie fertigten ihm ein Schreiben aus, worin der ganze Hergang der Begebenheit ausführlich und säuberlich aufgezeichnet war. Nun reiste der Leinweber ins Hoflager.</p>



<p>Der Herzog fand den größten Gefallen an der Blume. »Bezahlen kann ich dir die Lilie freilich auch nicht,« sprach er zum Leinweber, »aber ich will dir und den Deinen einen jährlichen Betrag aussetzen, dass ihr für euer ganzes Leben versorgt seid.«</p>



<p>Die Blume wurde sodann von der Herzogin nur an hohen Festtagen getragen. Der Herzog selbst aber nahm zur Erinnerung auf diese Begebenheit drei Lilien in sein Wappen mit auf; sie sind noch heute darin zu sehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Burg_(Osterode)" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Burg Osterode</a> und die weiße Jungfrau · <a href="https://aventin.de/sagen-deutsche-sagen/">Deutsche Sage</a> </h3>
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			<item>
				<title>09 · Die Welt ganz mein</title>
				<link>https://aventin.de/die-welt-ganz-mein-carmina-burana/</link>
				<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 06:50:09 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=1212</guid>
					<description><![CDATA[09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff · Von einem...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2023/06/09-die-welt-ganz-mein-carmina-burana-carl-orff-1.webp" class="type:primaryImage" alt="09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff" /><figcaption>09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:802,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ballade&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260202040117\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ballade&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 10:51:04&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-17 16:38:01&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-24 14:25:13&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-13 17:19:55&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-21 06:21:14&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-25 00:48:22&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-25 00:48:22&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff · Ballade </h2>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Wäre auch die Welt ganz mein</strong></p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size">Wäre auch die Welt ganz mein<br>von dem Meer bis an den Rhein,<br>gern ließe ich sie fahren,<br>wenn die Königin von Engelland<br>läge in meinen Armen.<br>Hei!</p>



<div  aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Were diu werlt alle min</strong></p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size">Were diu werlt alle min<br>deme mere unze an den Rin,<br>des wolt ih mih darben,<br>daz diu chünegin von Engellant<br>lege an miner armen.<br>Hei!</p>



<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">09 · Die Welt ganz mein · <a href="https://aventin.de/carmina-burana/">Carmina Burana</a> · Carl Orff · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ballade" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Ballade</a></h3>
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			<item>
				<title>In der Postmeisterei – Anton Tschechow</title>
				<link>https://aventin.de/in-der-postmeisterei-anton-tschechow/</link>
				<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 05:58:06 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=1000</guid>
					<description><![CDATA[Anton Tschechow · Schriftsteller Novellist Dramatiker · Russland · AVENTIN Storys · Von einem der...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2025/02/anton-tschechow-schriftsteller-novellist-dramatiker-russland-25-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Anton Tschechow · Schriftsteller Novellist Dramatiker · Russland" /><figcaption>Anton Tschechow · Schriftsteller Novellist Dramatiker · Russland · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Anton Tschechow · Schriftsteller Novellist Dramatiker · Russland · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:29,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anton_Pawlowitsch_Tschechow&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251112195925\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anton_Pawlowitsch_Tschechow&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-19 15:54:06&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-24 05:58:46&quot;,&quot;http_code&quot;:429}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-24 05:58:46&quot;,&quot;http_code&quot;:429},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">In der Postmeisterei · Anton Tschechow · Bestattung und Liebe </h2>



<p>Da beerdigten wir dieser Tage die junge Frau unseres alten Postmeisters Sladkoperzew. Nachdem wir sie begraben hatten, begaben wir uns nach alter Sitte in die Postmeisterei zur Kremess oder bzw. zum Leichenschmaus.</p>



<p>Als man die Pfannkuchen auf den Tisch gebracht hatte, begann der alte Witwer bitterlich zu weinen und sagte: »Die Pfannkuchen sind ebenso knusprig, wie es die Entschlafene gewesen ist, und sie sehen ebenso schön aus! Haargenau!«</p>



<p>»Jawohl«, stimmten die Trauernden zu, »Sie hatten wirklich eine Schönheit zur Frau… Es war eine Frau erster Sorte!«</p>



<p>»Ja, das war sie… Alle staunten, wenn sie sie sahen. Aber geliebt, meine Herrschaften, habe ich sie nicht ihrer Schönheit und ihrer Güte wegen. Diese zwei Eigenschaften gehören zur Natur der Frauen, und man findet sie ziemlich häufig auf Erden.«</p>



<p>»Ich liebte sie wegen einer anderen seelischen Eigenschaft… Ich liebte sie, die Entschlafene &#8211; Gott gebe ihr ewigen Frieden -, weil sie, so flink und lustig sie auch ihrem Charakter nach war, ihrem Mann die Treue hielt. Sie war mir treu, obwohl sie erst zwanzig Jahre alt war und ich schon bald an die sechzig bin! Ja, treu war sie mir, dem Alten!«</p>



<p>Der Diakon, der mit uns speiste, äußerte mit einem vielsagenden Brummen und Husten seinen Zweifel.</p>



<p>»Sie glauben das also nicht?« wandte sich der Witwer an ihn.</p>



<p>»Nicht, dass ich nicht glaubte«, sagte der Diakon verlegen. »Nur so… Junge Frauen sind heute allzu… Wie sagt man das… Rendezvous… «</p>



<p>»Sie mögen Zweifel hegen, aber ich werde es Ihnen beweisen. Ich habe ihre Treue mit verschiedenen Mitteln, sozusagen strategischer Art unterstützt-, mit einer Art von Fortifikationen. Bei meinem Verhalten und meiner Schlauheit war meine Frau überhaupt nicht imstande, mir untreu zu werden. Ich gebrauchte meine Schlauheit zum Schutz meines Ehebetts. Ich weiß Worte in der Art von Parolen. Ich sage diese Worte, und basta, dann kann ich mich ruhig schlafen legen, ruhig hinsichtlich der Treue…«</p>



<p>»Was sind denn das für Worte?«</p>



<p>»Die einfachsten. Ich verbreitete in der Stadt ein übles Gerücht. Ihnen ist dieses Gerücht sicher bekannt geworden. Ich erzählte einem jeden: &#8218;Meine Frau hat ein Verhältnis mit unserem Polizeimeister Iwan Alexejewitsch Salichwatskij&#8216;. Das genügte. Kein einziger Mann wagte es mehr, Aljona den Hof zu machen, denn er fürchtete sich vor dem Zorn des Polizeimeisters.«</p>



<p>»Wie war es denn? Kaum erblickte man sie irgendwo, und schon lief man davon, damit Salichwatskij sich nicht etwas dabei denke. Ha ha ha! Bindet man einmal mit diesem schnurrbärtigen Ölgötzen an, so hat man ja doch keine Freude davon; fünf Protokolle wird er aufsetzen betreffs der sanitären Verhältnisse. Sieht er zum Beispiel deine Katze auf der Straße, so setzt er sofort ein Protokoll auf, als treibe sich das Biest herrenlos herum!«</p>



<p>»Ihre Frau hatte also gar kein Verhältnis mit Iwan Alexejewitsch gehabt?« fragten wir gedehnt, voller Staunen.</p>



<p>»Natürlich nicht, das war nur meine Schlauheit… Ha ha… Habe ich euch Jugend nicht geschickt an der Nase herumgeführt? Das ist es ja eben.«</p>



<p>Einige Minuten verrannen in Schweigen. Wir saßen stumm da, waren gekränkt und schämten uns, dass uns dieser alte rotnasige Mann so schlau angeführt hatte.</p>



<p>»Na, Gott geb es, du wirst noch ein zweites Mal heiraten!« brummte der Diakon.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">In der Postmeisterei · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Pawlowitsch_Tschechow" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Anton Tschechow</a> · Bestattung und Liebe · <a href="https://aventin.de/category/storys/">Story</a></h3>
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			<item>
				<title>Klarstellung – Kurzgeschichte</title>
				<link>https://aventin.de/klarstellung-kurzgeschichte-von-medardo-fraile/</link>
				<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 07:13:26 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/klarstellung-kurzgeschichte-von-medardo-fraile/</guid>
					<description><![CDATA[Buch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen · AVENTIN StorysBuch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen ·...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2025/07/buch-buecher-literatur-wissen-weisheit-lesen-25-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Buch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen" /><figcaption>Buch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen · AVENTIN Storys</figcaption><div class="image-description">Buch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen · AVENTIN Storys</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:1149,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spanische_Literatur&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251223020555\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spanische_Literatur&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 21:54:23&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-23 07:19:32&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-23 07:19:32&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">Klarstellung · Kurzgeschichte von Medardo Fraile · Leben </h2>



<p>Wenn man von »Räubern in der Bank« redet, möchte man annehmen, dass sich ungefähr folgendes abgespielt hat:</p>



<p>Er oder Sie ging zur Bank an der Ecke, um für sich vom Bankautomaten im Inneren des Geldinstitutes Bargeld abzuheben.</p>



<p>Während des ganzen Vorgangs kamen zwei keineswegs vertrauenerweckende Gestalten herein. Einer trug eine alte Jacke mit herausgerissenem Futter, er zückte eine Pistole, ging zur Kasse und zielte auf den Kopf des Schalterbeamten.</p>



<p>»Nur einen Augenblick. Keine Bewegung. Von niemandem. Wir haben nur eine Kleinigkeit zu erledigen.«</p>



<p>Der andere hielt einen Plastikbeutel in der Hand, stieß mit seinem rechten Fuß die Tür zu den Büroräumen auf, war von innen im Nu im Kassenraum und öffnete die Tasche, um Geldscheine hineinzustopfen oder sich hineinstopfen zu lassen. Derweil rief er laut:</p>



<p>»Der Direktor! Wo ist der Direktor? Wir nehmen ihn als Geisel mit.«</p>



<p>Einer der Angestellten stotterte bleich: »Er ist zum Kaffee weggegangen.«</p>



<p>»Na schön, dann kommst du mit uns«, befahl der Eindringling dem armen Kerl, der daraufhin noch bleicher wurde.</p>



<p>Der draußen gab dem anderen im Kassenraum inzwischen ein Zeichen, und wie der Blitz waren beide aus der Bank draußen und in einem grünen Auto um die nächste Ecke verschwunden.</p>



<p>Es gab ein kurzes Aufatmen, und dann rührten sich die Leute im Schalterraum der Bank allmählich wieder. Einer der Angestellten knirschte zwischen den Zähnen hervor: »Verdammte Räuberbande, ihr werdet nicht ungeschoren davon kommen!«</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><strong>Wenn ich von »Räubern in der Bank« rede, so meine ich aber nicht das. Vielmehr will ich damit sagen, dass die Bank uns arme Kunden beraubt mit ihren hohen Gebühren und Zinsen.</strong></p>



<p><strong>Wir, die das ganze Leben lang rechnen müssen, um mit den paar Groschen, die uns zum Leben bleiben, für unseren täglichen Unterhalt sorgen zu können, sind es, die ausgeraubt werden.&nbsp;</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Klarstellung · Kurzgeschichte von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Literatur" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Medardo Fraile</a> · <a href="https://aventin.de/tag/leben/" data-type="post_tag" data-id="38">Leben</a> </h3>
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			<item>
				<title>Paracelsus – Theophrastus</title>
				<link>https://aventin.de/paracelsus/</link>
				<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 05:59:00 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2026/02/paracelsus-theophrastus-bombast-von-hohenheim-salzburg-arzt-und-heilpraktiker-26.jpg" class="type:primaryImage" alt="Theophrastus Paracelsus mit Inschrift" /><figcaption>Porträt von Theophrastus Paracelsus mit biografischer Inschrift.</figcaption><div class="image-description">Das Bild zeigt ein Porträt von Theophrastus Paracelsus, einem Arzt und Philosophen, neben einer Inschrift, die sein Leben und seine Beiträge zur Medizin beschreibt.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:9,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paracelsus&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260219155511\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paracelsus&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-22 05:59:25&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-28 11:03:14&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-28 11:03:14&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8"><strong>Paracelsus &#8211; Theophrastus Bombast von Hohenheim &#8211; Salzburg </strong></h2>



<p class="has-medium-font-size">Er selbst nannte sich Paracelsus in Anlehnung an den Enzyklopädisten Aulus Cornelius Celsus und gilt heute als einer der Begründer der modernen Medizin.</p>



<p class="has-medium-font-size">Als Sohn eines Arztes wurde er schon früh mit der Heilkunde vertraut und trat daher bereits als Jugendlicher in die väterlichen Fußstapfen. Nach Beendigung seines Studiums in Wien und Ferrara war sein Leben von ständigem Umherziehen und Rastlosigkeit geprägt.</p>



<p class="has-medium-font-size">Dies lag wohl nicht nur in seinem Wesen begründet, sondern vor allem auch in seiner Neigung, die damaligen traditionellen Überlieferungen radikal anzugreifen und dadurch überall anzuecken.</p>



<p class="has-medium-font-size">Die alte Schulmedizin von Galenos und Avicenna lehnte er radikal ab, nur die Lehren des Empirikers Hippokrates akzeptierte er, da diese die Natur als Oberstes aller Dinge ansahen. Nach seinem Verständnis verursache die Natur die Krankheiten und stelle aber auch deren Heilmittel zur Verfügung, die in Flora und Fauna zu finden sind.</p>



<p class="has-medium-font-size">Aus heutiger Sicht propagierte er damit ein ganzheitliches Weltbild, das den Menschen als Teil des natürlichen Ganzen ansah und sämtliche Schwächen, Fehler und Krankheiten auf verschiedene Ursprünge zurückführte, die aus eigenen Fehlern heraus, durch natürliche Einflüsse oder Klima verursacht wurden.</p>



<p class="has-medium-font-size">Heilung versprach Paracelsus nur durch Änderung der Lebensführung, durch Zubereitung von Heilmitteln (Alchemie) und durch Gottvertrauen.</p>



<p class="has-medium-font-size">In seinen Schriften findet sich immer auch eine philosophisch-esoterische Sichtweise, die vom reformatorischen Geist seiner Zeit geprägt war. Aus heutiger Sicht sind vor allem seine Werke über die Chirurgie, die Wundbehandlung, die Franzosenkrankheit und Berufskrankheiten wie die der Bergleute, die es bis dato in der Art noch nicht gegeben hatte, die bedeutendsten.</p>



<p class="has-medium-font-size">Um seinen Protest gegen die damalige Schulmedizin zu unterstreichen, verfasste Paracelsus viele seiner Schriften nicht in der damaligen Gelehrtensprache Latein, sondern in Deutsch. Auch seine Vorlesungen hielt er in seiner Muttersprache.</p>



<p class="has-medium-font-size">All dies brachte ihm natürlich seitens der damaligen Gelehrten große Empörung ein. Durch sein Verhalten polarisierte er seine Zeitgenossen, deren Schilderungen über ihn vom bedeutenden Reformer bis hin zum cholerischen Alkoholiker reichen.</p>



<p class="has-medium-font-size">Paracelsus (*1493 +1541) wird sicherlich kein einfacher Mensch gewesen sein. Als er im Alter von gerade einmal 48 Jahren in Salzburg starb, war er völlig mittellos und ohne Freunde und wurde auf dem dortigen Armenfriedhof (Sebastiansfriedhof) verscharrt.</p>



<p class="has-medium-font-size">Viele Schriften von Paracelsus erschienen erst posthum, was ihn seinen eigentlichen Erfolg leider nicht mehr erleben ließ.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" title="">Paracelsus</a> &#8211; Theophrastus Bombast von Hohenheim &#8211; Salzburg &#8211; Arzt und Heilpraktiker &#8211; <a href="https://aventin.de/category/personen/" title="Personen">Person</a></h3>
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				<title>Elidyr – Märchen aus Wales</title>
				<link>https://aventin.de/elidyr-maerchen-aus-wales/</link>
				<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 07:20:43 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=992</guid>
					<description><![CDATA[Märchen · AVENTIN Storys · Erzählungen · aventin.de · Von einem der sich aufmachte Weisheit...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/04/maerchen-aventin-storys-erzaehlungen-x-04-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Märchen · AVENTIN Storys · Erzählungen · aventin.de" /><figcaption>Märchen · AVENTIN Storys · Erzählungen · aventin.de · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Märchen · AVENTIN Storys · Erzählungen · aventin.de · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:767,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wales&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260206162931\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wales&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 09:26:47&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-18 07:13:37&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-21 07:21:26&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-21 07:21:26&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Elidyr · Märchen aus Wales · Vertrauen </strong></h2>



<p>Vor achthundert Jahren lebte am Ufer des Flusses Neath im südlichen Wales ein zwölfjähriger Junge mit Namen Elidyr. </p>



<p>Seine Mutter hoffte, er werde einmal Priester werden. Also gab sie ihn zu einem strengen Lehrer, der ihm Wissen beibringen sollte.</p>



<p>Der Lehrer fand nichts dabei, den armen Jungen so lange zu prügeln, bis er rote Striemen und blaue Flecken hatte, und eines Tages, als Elidyr wieder einmal seine Aufgaben nicht gemacht hatte, rannte er fort, den Fluss hinab und versteckte sich in einer Höhle in der Uferböschung. Dort blieb er zwei Tage.</p>



<p>Am ersten Tag sagte er zu sich: »Lieber habe ich Hunger, als dass ich mich prügeln lasse.«</p>



<p>Am zweiten Tag sagte er: »Ich glaube, es ist immer noch besser zu hungern, als sich verprügeln zu lassen.«</p>



<p>Am dritte Tag war es soweit, dass er gerade sagen wollte: »Jetzt würde ich mich lieber prügeln lassen, als weiter hungern zu müssen.«</p>



<p>Er war schon entschlossen, zu seinem Lehrer zurückzukehren, als zwei kleine Männer in die Höhle kamen. Sie trugen Körbe mit Beeren bei sich und Krüge voll Milch, stellten sie vor Elidyr hin und sprachen: »Wir sind der Meinung, es ist weder sehr angenehm, Hunger zu haben, noch geschlagen zu werden.«</p>



<p>Der Junge hielt das für die vernünftigste Äußerung, die ihm je zu Ohren gekommen war, und gierig machte er sich daran, zu essen und zu trinken. </p>



<p>»Wir haben dich gern«, sagten die kleinen Männer und schauten zu, wie er sich den Mund abwischte, »und wenn du mitkommst, werden wir dich in ein Land führen, wo es recht hübsch ist, wo man immer spielt und seinen Spaß hat.«</p>



<p>Das schien Elidyr weit verlockender, als wieder seinem strengen Lehrer unter die Augen treten zu müssen, und ohne Furcht und Zögern folgte er den kleinen Männern auf einem zerklüfteten Pfad, der tiefer und tiefer in die Höhle hineinführte, bis sie endlich ein schönes Land erreichten, in dem es Bäume und blühende Sträucher, Flüsse und saftige Wiesen gab.</p>



<p>Es unterschied sich von der oberirdischen Welt nur dadurch, dass dort die Sonne und der Mond nicht schienen. Deshalb war es bei Tag grau und blass und in der Nacht pechschwarz.</p>



<p>Die beiden kleinen Männer mit ihren leeren Körben und Krügen führten Elidyr vor ihren König, eine stattliche Gestalt, was sein Gesicht und seine Kleidung anging, aber nur einen Spannen groß und trotzdem immer noch viel größer als die meisten seiner Untertanen. Er stellte Elidyr viele Fragen über sein Leben in der oberen Welt und versprach dann, er werde ihn so behandeln wie seinen eigenen Sohn.</p>



<p>»Es steht dir frei, zu spielen«, sagte der König, »aber trotzdem musst du auch etwas lernen. Wie schon der alte König Salomo sagte: Obwohl die Wurzeln der Gelehrsamkeit bitter schmecken, sind doch die Früchte süß. Und wenn das Lernen einem Prinzen wohl ansteht, so ist es auch gut für einen Priester.«</p>



<p>Das alles schien Elidyr recht vernünftig, und er versprach, das Lernen nicht zu vergessen. Für ein ganzes Jahr blieb Elidyr in der Anderswelt bei dem Feenvolk der kleinen Menschen, lernte und spielte mit einem Sohn des Königs Ball.</p>



<p>Obwohl die Feen klein waren, waren sie doch schöner als irgendein Mensch, den der Junge zuvor zu Gesicht bekommen hatte. Sie hatten auch Pferde und Windhunde und andere nützliche Tiere, wie wir sie auf der Erde haben, alle aber ihnen an Größe angepasst.</p>



<p>Sie aßen nie Fisch oder Fleisch, sondern nur Milch, die sie mit Safran und süß schmeckenden Kräutern zu Speisen verarbeiteten. Vor allem aber waren sie freundlich und hielten nichts so hoch in Ehren wie Wahrhaftigkeit und Ergebenheit.</p>



<p>»Guter Glaube ist unser Fels«, sagte der König häufig zu Elidyr, »möge er auch für dich der Fels sein.«</p>



<p>Während des einen Jahres kehrte der Junge häufig in unser Leben zurück, manchmal auf dem Pfad, den er beim ersten Mal gegangen war, manchmal auch auf einem längeren, tiefer führenden Weg. </p>



<p>Zuerst begleiteten ihn die beiden kleinen Männer, die ihm die Beeren und die Milch gebracht hatten, aber bald hatten die Feen solches Vertrauen zu ihm, dass sie ihn auch ganz allein gehen ließen.</p>



<p>Er gab sich dann seiner Mutter zu erkennen, deren Freude keine Grenze kannte, und als er sie öfter besuchen kam, erzählte er ihr alles, was er über die Anderswelt wusste.</p>



<p>»Und selbst die Teller und die Tassen sind aus Gold?« fragte sie ihn erstaunt.</p>



<p>»Das stimmt«, antwortete er, »und sogar der Ball, den wir werfen, wenn ich mit dem Sohn des Königs spiele, ist aus massivem Gold.«</p>



<p>Als sie das hörte, schoss es der Mutter durch den Kopf, welch großartige Sache es doch für eine arme, schwer arbeitende Witwe wäre, einen solchen Ball aus purem Gold zu besitzen.</p>



<p>»Sohn«, sprach sie, »du liebst doch deine Mutter?«<br>»Was für eine Frage!«<br>»Dann tue mir einen Gefallen.«<br>»Freilich«, sprach er.</p>



<p>Aber als er dann hörte, dass sie sich den goldenen Ball wünschte, wurde er traurig. Trotzdem versprach er ihr, den Ball zu bringen, denn Gold schien es dort unten in solcher Hülle und Fülle zu geben, dass niemand besonders darauf achtete.</p>



<p>Als er nun das nächste Mal mit dem Sohn des Königs spielte, stahl er den Ball und machte sich auf dem Pfad durch die Höhle in unsere Welt davon. Zuerst lief er, zum Schluss rannte er, denn er hörte hinter sich die Schritte einer Maus, die als ein grauer Schatten hinter ihm drein kam.</p>



<p>Ehe er ans Tageslicht kam, war ihm klar, dass er verfolgt wurde. Es war auch keine Maus. Es waren seine beiden ehemaligen Freunde, die kleinen Männer, und mit ihren dünnen Vogelstimmen riefen sie, er solle den goldenen Ball zurückgeben.</p>



<p>Obwohl sie doch so klein waren, kamen sie ihm immer näher, und als er auf der Schwelle vor dem Haus seiner Mutter stolperte und hinfiel, nahmen sie den goldenen Ball an sich, der ihm aus der Hand gefallen war.</p>



<p>»Bitte«, rief er, »ich habe das doch nur für meine Mutter getan. Das müsst ihr doch verstehen. Es ist nur menschlich.«<br>»Wir meinen«, erwiderten sie, »es ist besser, weder treulos noch menschlich zu sein.« Und als er sich wieder aufgerappelt hatte, ließen sie ihn voller Verachtung zurück.<br>»Nehmt mich mit«, rief er, »verzeiht mir, bitte, verzeiht mir!«</p>



<p>Aber sie wandten nicht einmal den Kopf, und er schämte sich so sehr, dass seine Tränen ihm den Blick trübten, und die kleinen Männer verschwanden vor seinen Wimpern.</p>



<p>Für ein Jahr ging er Tag für Tag zum Fluss und suchte die Höhle und den zerklüfteten Pfad, der in die Anderswelt hinabführte, konnte ihn aber nicht mehr finden. »Was für ein Elend«, rief er, »was für ein Elend«, und hämmerte mit seinen Fäusten auf den Boden der Uferböschung.</p>



<p>Doch die Zeit heilt alle Wunden, so auch seine Schrammen. Er kehrte schließlich zu seinem Lehrer zurück, lernte und wurde nach Jahren ein Priester, der sich Bruder Eliodorus nannte. Er erzählte vielen Menschen von seinem Ausflug in die Anderswelt, bis er ein alter Mann wurde, mit einem weißen Haarkranz auf dem Kopf.</p>



<p>Und was seine Zuhörer am meisten beeindruckte, war, dass er bis zum Ende seiner Tage die Geschichte nie erzählen konnte, ohne eine Träne zu vergießen, weil er das Vertrauen seiner Freunde, der Feen, missbraucht hatte.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">Elidyr · <a href="https://aventin.de/category/maerchen/">Märchen</a> aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wales" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Wales</a> · <a href="https://aventin.de/tag/vertrauen/" data-type="post_tag" data-id="3153">Vertrauen</a></h3>
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				<title>Fisch und Schildkröte</title>
				<link>https://aventin.de/fisch-und-schildkroete/</link>
				<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 05:55:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Schildkröte Turtle Kriechtier Eierlegend Reptilien · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/07/schildkroete-turtle-kriechtier-reptilien-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Schildkröte Turtle Kriechtier Eierlegend Reptilien · AVENTIN Storys" /><figcaption>Schildkröte Turtle Kriechtier Eierlegend Reptilien · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Schildkröte Turtle Kriechtier Eierlegend Reptilien · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:894,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asien&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260209165156\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asien&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 13:30:28&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-06 23:45:51&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-20 05:55:41&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-23 08:07:50&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-26 12:59:37&quot;,&quot;http_code&quot;:429}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-26 12:59:37&quot;,&quot;http_code&quot;:429},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">Fisch und Schildkröte &#8211; Fabel aus Asien &#8211; Wissen und Weisheit</h2>



<p>Ein Fisch und eine Schildkröte waren enge Freunde. Der Fisch hatte sein ganzes Leben in einem See verbracht, während die amphibische Schildkröte sowohl das Land als auch den See kannte.</p>



<p>Eines Tages kehrte die Schildkröte, nach einem längeren Spaziergang an Land, in den See zurück. Sie erzählte dem Fisch, wie wohltuend es war, an Land zu spazieren, zwischen offenen Feldern zu sein und eine angenehme Brise zu spüren.</p>



<p>Der Fisch hörte eine Weile verwirrt zu und dache bei sich: &#8222;Was ist Gehen?&#8220;, &#8222;Was ist trockenes Land?&#8220;, &#8222;Wie kann es Glück ohne Wasser geben? Ganz gewiss, das kann nur den Tod bedeuten!&#8220;</p>



<p>Der Fisch wurde immer unruhiger und unterbrach schließlich die Schildkröte, um eine nähere Erklärung zu erhalten. Die Schildkröte verwendete dabei viele Erd-Begriffe. Als der Fisch dann mit Wasser-Begriffen nachfragte, konnte die Schildkröte diese nur zurückweisen.</p>



<p>Die Schildkröte konnte schließlich keine passenden Vergleiche liefern. Der Fisch schloss schließlich aus der Geschichte, dass die Schildkröte nicht die Wahrheit sagt und und einfach nur lügt. Die Geschichte konnte seiner Meinung nach einfach nicht wahr sein. Trockenes Land gibt es nicht und auch keine Felder und angenehme Brisen, Glück gibt es nur im Wasser.</p>



<p>Die Schildkröte sprach zwar von etwas, das sehr wohl existiert, aber all dies lag jenseits des Wissens des Fisches. Und da der Fisch in seinem Leben noch nie an Land gewesen war, konnte all dies auch nicht verstehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fisch und Schildkröte &#8211; <a href="https://aventin.de/category/fabeln/" data-type="category" data-id="2640">Fabel</a> aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asien" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Asien</a> &#8211; Wissen und Weisheit</h3>
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