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		<description>Fabeln - Novellen - Sagen</description>
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				<title>Stechmücken Das Holz für morgen ––– Insekten Spiritualität</title>
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				<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 05:58:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wolfgang Borchert · Schriftsteller · Kurzgeschichten Gedichte Theater · Literatur · AVENTIN Storys · Von...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/10/wolfgang-borchert-schriftsteller-kurzgeschichten-gedichte-theater-literatur-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Wolfgang Borchert · Schriftsteller · Kurzgeschichten Gedichte Theater · Literatur · AVENTIN Storys" /><figcaption>Wolfgang Borchert · Schriftsteller · Kurzgeschichten Gedichte Theater · Literatur · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Wolfgang Borchert · Schriftsteller · Kurzgeschichten Gedichte Theater · Literatur · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:279,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Borchert&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251112201451\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Borchert&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-19 21:29:24&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-23 08:50:08&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-26 14:29:38&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-02 09:03:22&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-05 16:18:24&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-14 14:55:33&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-17 15:59:52&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-20 16:14:32&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-23 19:31:24&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-27 11:27:45&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-30 15:02:07&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-03 06:41:39&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-06 13:09:20&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-10 19:56:13&quot;,&quot;http_code&quot;:404},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-14 09:17:05&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-17 12:27:39&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-20 17:18:51&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-23 21:27:09&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-27 07:43:53&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-30 08:07:52&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-30 08:07:52&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">Das Holz für morgen · Wolfgang Borchert · Liebe Verantwortung </h2>



<p>Er machte die Etagentür hinter sich zu. Er machte sie leise und ohne viel Aufhebens hinter sich zu, obgleich er sich das Leben nehmen wollte.</p>



<p>Das Leben, das er nicht verstand und in dem er nicht verstanden wurde. Er wurde nicht von denen verstanden, die er liebte. Und gerade das hielt er nicht aus, dieses Aneinandervorbeisein mit denen, die er liebte. Aber es war noch mehr da, das so groß wurde, dass es alles überwuchs, und das sich nicht wegschieben lassen wollte.</p>



<p>Das war, dass er nachts weinen konnte, ohne dass die, die er liebte, ihn hörten. Das war, dass er sah, dass seine Mutter, die er liebte, älter wurde und dass er das sah. Das war, dass er mit den anderen im Zimmer sitzen konnte, mit ihnen lachen konnte und dabei einsamer war als je. Das war, dass die anderen es nicht schießen hörten, wenn er es hörte. Dass sie das nie hören wollten. Das war dieses Aneinandervorbeisein mit denen, die er liebte, das er nicht aushielt.</p>



<p>Nun stand er im Treppenhaus und wollte zum Boden hinaufgehen und sich das Leben nehmen. Er hatte die ganze Nacht überlegt, wie er das machen wollte, und er war zu dem Entschluss gekommen, dass er vor allem auf den Boden hinaufgehen müsse, denn da wäre man allein und das war die Vorbedingung für alles andere.</p>



<p>Zum Erschießen hatte er nichts und Vergiften war ihm zu unsicher. Keine Blamage wäre größer gewesen, als dann mit Hilfe eines Arztes wieder in das Leben zurückzukommen, und die vorwurfsvollen mitleidigen Gesichter der anderen, die so voll Liebe und Angst für ihn waren, ertragen zu müssen. Und sich ertränken, das fand er zu pathetisch, und sich aus dem Fenster stürzen, das fand er zu aufgeregt.</p>



<p>Nein, das beste würde es sein, man ginge auf den Boden. Da war man allein. Da war es still. Da war alles ganz unauffällig und ohne viel Aufhebens. Und da waren vor allem die Querbalken vom Dachstuhl. Und der Wäschekorb mit der Leine.</p>



<p>Als er die Etagentür leise hinter sich zugezogen hatte, fasste er ohne zu zögern nach dem Treppengeländer und ging langsam nach oben. Das kegelförmige Glasdach über dem Treppenhaus, das von ganz feinem Maschendraht wie von Spinngewebe durchzogen war, ließ einen blassen Himmel hindurch, der hier oben dicht unter dem Dach am hellsten war.</p>



<p>Fest umfasste er das saubere hellbraune Treppengeländer und ging leise und ohne viel Aufhebens nach oben. Da entdeckte er auf dem Treppengeländer einen breiten weißen Strich, der vielleicht auch etwas gelblich sein konnte. Er blieb stehen und fühlte mit dem Finger darüber, dreimal, viermal. Dann sah er zurück.</p>



<p>Der weiße Strick ging auf dem ganzen Geländer entlang. Er beugte sich etwas vor. Ja, man konnte ihn bis tief in die dunkleren Stockwerke nach untern verfolgen. Dort wurde er ebenfalls bräunlicher, aber er blieb doch einen ganzen Farbton heller als das Holz des Geländers. Er ließ seinen Finger ein paarmal auf dem weißen Strich entlangfahren, dann sagte er plötzlich: Das hab ich ja ganz vergessen.</p>



<p>Er setzte sich auf die Treppe. Und jetzt wollte ich mir das Leben nehmen und hatte das beinahe vergessen. Dabei war ich es doch. Mit der kleinen Feile, die Karlheinz gehörte. Die habe ich in die Faust genommen und dann bin ich in vollem Tempo die Treppe runtergesaust und habe dabei die Feile tief in das weiche Geländer gedrückt. In den Kurven habe ich besonders stark gedrückt, um zu bremsen. Als ich unten war, ging über das Treppengeländer vom Boden bis zum Erdgeschoss eine tiefe, tiefe Rille. Das war ich.</p>



<p>Abends wurden alle Kinder verhört. Die beiden Mädchen unter uns, Karlheinz und ich. Und der nebenan. Die Hauswirtin sagte, das würde mindestens vierzig Mark kosten. Aber unsere Eltern wussten sofort, dass es von uns keiner gewesen war. Dazu gehörte ein ganz scharfer Gegenstand, und den hatte keiner von uns, das wussten sie genau. Außerdem verschandelte doch kein Kind das Treppengeländer in seinem eigenen Haus. Und dabei war ich es. Ich mit der kleinen spitzen Feile.</p>



<p>Als keiner von den Familien die vierzig Mark für die Reparatur des Treppengeländers bezahlen wollte, schrieb die Hauswirtin auf die nächste Mieterrechnung je Haushalt fünf Mark mehr drauf für Instandsetzungskosten des stark demolierten Treppenhauses. Für dieses Geld wurde dann gleich das ganze Treppenhaus mit Linoleum ausgelegt. Und Frau Daus bekam ihren Handschuh ersetzt, den sie sich an dem aufgesplitterten Geländer zerrissen hatte.</p>



<p>Ein Handwerker kam, hobelte die Ränder der Rille glatt und schmierte sie dann mit Kitt aus. Vom Boden bis zum Erdgeschoss. Und ich, ich war es. Und jetzt wollte ich mir das Leben nehmen und hatte das beinahe vergessen.</p>



<p>Er setzte sich auf die Treppe und nahm einen Zettel. Das mit dem Treppengeländer war ich, schrieb er da drauf. Und dann schrieb er oben darüber: An Frau Kaufmann, Hauswirtin. Er nahm das ganze Geld aus seiner Tasche, es waren zweiundzwanzig Mark, und faltete den Zettel da herum. Er steckte ihn oben in die kleine Brusttasche. Da finden sie ihn bestimmt, dachte er, da müssen sie ihn ja finden.</p>



<p>Und er vergaß ganz, dass sich keiner mehr daran erinnern würde. Er vergaß, dass es schon elf Jahre her war, das vergaß er. Er stand auf, die Stufe knarrte ein wenig. Er wollte jetzt auf den Boden gehen. Er hatte das mit dem Treppengeländer erledigt und konnte jetzt nach oben gehen. Da wollte er sich noch einmal laut sagen, dass er es nicht mehr aushielte, das Aneinandervorbeisein mit denen, die er liebte, und dann wollte er es tun. Dann würde er es tun.</p>



<p>Unten ging eine Tür. Er hörte, wie seine Mutter sagte: Und dann sag ihr, sie soll das Seifenpulver nicht vergessen. Dass sie auf keinen Fall das Seifenpulver vergisst. Sag ihr, dass der Junge extra mit dem Wagen los ist, um das Holz zu holen, damit wir morgen waschen können. Sag ihr, das wäre für Vater eine große Erleichterung, dass er nicht mehr mit dem Holzwagen los braucht und dass der Junge wieder da ist.</p>



<p>Der Junge ist extra los heute. Vater sagt, das wird Ihm Spaß machen. Das hat er die ganzen Jahre nicht tun können. Nun kann er Holz holen. Für uns. Für morgen zum Waschen. Sag ihr das, dass er extra mit dem Wagen los ist und dass sie mir nicht das Seifenpulver vergisst.</p>



<p>Er hörte eine Mädchenstimme antworten. Dann wurde die Tür zugemacht, und das Mädchen lief die Treppen hinunter. Er konnte ihre kleine rutschende Hand das ganze Treppengeländer entlang bis unten verfolgen. Dann hörte er nur ihre Beine noch. Dann war es still. Man hörte das Geräusch, das die Stille machte.</p>



<p>Er ging langsam die Treppe abwärts, langsam Stufe um Stufe abwärts. Ich muss das Holz holen, sagte er, natürlich, das hab ich ja ganz vergessen. Ich muss ja das Holz holen, für morgen. Er ging immer schneller die Treppen hinunter und ließ seine Hand dabei kurz hintereinander auf das Treppengeländer klatschen. Das Holz, sagte er, ich muss ja das Holz holen. Für uns. Für morgen.</p>



<p>Und er sprang die letzten Stufen mit großen Sätzen abwärts. Ganz oben ließ das dicke Glasdach einen blassen Himmel hindurch. Hier unten aber mussten die Lampen brennen. Jeden Tag. Alle Tage.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Holz für morgen · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Borchert" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Wolfgang Borchert</a> · Liebe Verantwortung · <a href="https://aventin.de/borchert-wolfgang-borchert/">Sammlung</a></h3>
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				<title>Stechmücken Das Holz für morgen ––– Insekten Spiritualität Spiritualität</title>
				<link>https://aventin.de/weg-und-ziel-spiritualitaet/</link>
				<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 05:47:48 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=16612</guid>
					<description><![CDATA[Buddhismus Lehre Erwachen Meister Schüler Kind · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/05/buddhismus-lehre-erwachen-meister-kind-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Buddhismus Lehre Erwachen Meister Schüler Kind · AVENTIN Storys" /><figcaption>Buddhismus Lehre Erwachen Meister Schüler Kind · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Buddhismus Lehre Erwachen Meister Schüler Kind · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:1214,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spiritualit%C3%A4t&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260128145513\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spiritualit%C3%A4t&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-23 16:41:06&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-23 16:41:06&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading" id="weg-und-ziel-spiritualitat-buddhismus-verstand-und-weisheit">Weg und Ziel &#8211; Spiritualität Buddhismus &#8211; Verstand und Weisheit  </h2>



<p class="has-medium-font-size">Der Meister sagte einst zu einem seiner Schüler, als dieser ihn ungeduldig nach dem Weg fragte:</p>



<p class="has-medium-font-size">»Nicht jeder, der den Weg gesehen hat, ist auf dem Weg gegangen, und nicht jeder, der auf dem Weg gegangen ist, hat das Ziel erreicht.« </p>



<p class="has-medium-font-size">»Gar mancher hat gehört, aber nicht gesehen, gar mancher hat gesehen, aber nicht erkannt, gar mancher hat erkannt, aber nicht gefunden.«</p>



<p class="has-medium-font-size">»Ich gebe dir einen einzigen Rat: <strong>Erhalte dir deinen Hunger und deinen Durst nach spiritueller Weisheit</strong>. Ansonsten wirst du ins gewöhnliche Leben zurückfallen und dein Verstand wird wieder völlig unspirituell werden.«</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weg und Ziel &#8211; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritualit%C3%A4t" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Spiritualität</a> <a href="https://aventin.de/tag/buddhismus/" data-type="post_tag" data-id="2875">Buddhismus</a> &#8211; Verstand und Weisheit</h2>
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				<title>Stechmücken Das Holz für morgen ––– Insekten Spiritualität</title>
				<link>https://aventin.de/stechmuecken-insekten/</link>
				<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 05:48:48 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=62354</guid>
					<description><![CDATA[Illustration von Stechmücken und weiteren Insekten.Eine detaillierte Illustration, die verschiedene Arten von Stechmücken und Insekten...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2026/01/stechmuecken-insekten-blutsauger-krankheiten-uebertragung-26.webp" class="type:primaryImage" alt="Illustration von Stechmücken und anderen Insekten" /><figcaption>Illustration von Stechmücken und weiteren Insekten.</figcaption><div class="image-description">Eine detaillierte Illustration, die verschiedene Arten von Stechmücken und Insekten zeigt, in unterschiedlichen Posen und Perspektiven dargestellt.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:1323,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stechm%C3%BCcken&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251218034602\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stechm%C3%BCcken&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-31 10:03:06&quot;,&quot;http_code&quot;:429}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-31 10:03:06&quot;,&quot;http_code&quot;:429},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">Stechmücken &#8211; Insekten &#8211; Blutsauger &#8211; Schutz &#8211; Wissen</h2>



<p>Stechmücken (Familie Culicidae) sind schlanke, zweiflügelige Insekten mit langen Beinen und einem dünnhäutigen, meist durchsichtigen Flügelpaar.</p>



<p>Sie erreichen eine Körperlänge von etwa 6–10 mm, wobei der Stechrüssel, mit dem die Weibchen Blut saugen, etwa die halbe Körperlänge ausmacht.</p>



<p>Die Männchen sind kleiner, besitzen buschigere Fühler und ernähren sich ausschließlich von Nektar und Pflanzensäften, während die Weibchen Blut saugen, um die Entwicklung ihrer Eier zu ermöglichen.</p>



<p>Stechmücken sind weltweit verbreitet und können Krankheiten übertragen.</p>



<p><strong>Kleidung und mechnischer Schutz:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Trage lange, helle und möglichst lockere Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Dunkle Kleidung zieht Mücken eher an.</li>



<li>Insektengitter an Fenstern und Türen sowie Moskitonetze über dem Bett verhindern, dass Mücken in Wohn- und Schlafräume gelangen.</li>



<li>Ein Ventilator kann Mücken fernhalten, da sie Schwierigkeiten haben, gegen den Luftstrom zu fliegen.</li>
</ul>



<p><strong>Verhalten und Umgebung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vermeide Aufenthalte im Freien während der Dämmerung und am Abend, da Mücken dann besonders aktiv sind.</li>



<li>Duschen hilft, Körpergerüche zu reduzieren, die Mücken anziehen. Verzichte auf blumige oder fruchtige Pflegeprodukte.</li>



<li>Beseitige stehendes Wasser (z. B. in Blumentopfuntersetzern oder Regentonnen), da Stechmücken ihre Eier im Wasser ablegen.</li>
</ul>



<p><strong>Chemische und natürliche Mittel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Trage Insektenschutzmittel (Repellents) auf die Haut auf. Wirkstoffe wie Icaridin, DEET oder Citriodiol machen dich für Mücken unattraktiv. Icaridin gilt als hautverträglicher, DEET als besonders wirksam.</li>
</ul>



<p>Natürliche Alternativen sind ätherische Öle wie Zitronenmelisse, Lavendel oder Zitroneneukalyptus. Diese wirken meist kürzer und müssen häufiger erneuert werden.</p>



<p>Auch Hausmittel wie das Verbrennen von Kaffeesatz oder das Aufstellen bestimmter Pflanzen (z. B. Tomaten, Katzenminze) können Mücken vertreiben.</p>



<p><strong>Zusätzliche Tipps:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Elektrische Fliegenklatschen helfen, Mücken in Innenräumen zu beseitigen.</li>



<li>Feuer und Rauch (z. B. Lagerfeuer oder Räucherspiralen) halten Mücken fern, sind aber eher für den Außenbereich geeignet.</li>
</ul>



<p>Mit all diesen Maßnahmen lässt sich das Risiko von Mückenstichen deutlich verringern.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stechm%C3%BCcken" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" title="">Stechmücken</a> &#8211; Insekten &#8211; Blutsauger &#8211; Schutz &#8211; <a href="https://aventin.de/tag/wissen/" title="Wissen">Wissen</a></h3>
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				<title>Burg Osterode und die Jungfrau</title>
				<link>https://aventin.de/burg-osterode-und-die-jungfrau/</link>
				<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 05:56:16 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=9778</guid>
					<description><![CDATA[Sagen aus Deutschland · Rhein Tal · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/12/sagen-aus-deutschland-aventin-storys-rhein-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Sagen aus Deutschland · Rhein Tal · AVENTIN Storys" /><figcaption>Sagen aus Deutschland · Rhein Tal · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Sagen aus Deutschland · Rhein Tal · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:745,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alte_Burg_(Osterode)&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251127072244\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alte_Burg_(Osterode)&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 08:55:28&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-26 10:53:19&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-29 16:27:31&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-29 16:27:31&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">Burg Osterode und die Jungfrau · Deutsche Sage </h2>



<p>Die Legende von der Burg Osterode und der weißen Jungfrau ist tief verwurzelt in der Geschichte der Region. Es wird erzählt, dass die Jungfrau, in voller Trauer um ihren verlorenen Geliebten, nachts über die Mauern der Burg schwebt und den Dorfbewohnern erscheint. Ihr Erscheinen wird oft als Vorbote von Unglück gedeutet, und viele glauben, dass sie denjenigen, die ihr begegnen, eine wichtige Botschaft überbringt. Diese Sage hat die Fantasie der Menschen seit Jahrhunderten beflügelt und macht die Burg zu einem bedeutenden kulturhistorischen Ort.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Am Abend eines Ostersonntags trug ein armer Leinweber ein Stück Leinen nach Claustal, um es zu verkaufen. </p>



<p>Da er sich dabei verspätet hatte, blieb er dort auch über Nacht. Am anderen Morgen machte er sich in aller Frühe wieder auf den Heimweg.</p>



<p>Als die Sonne aufging, war er schon weit über die Vorstadt von Osterode, die Freiheit genannt wird, hinaus und näherte sich der Söse. Da erblickte er eine weiß gekleidete Jungfrau mit einem Bund Schlüssel am Gürtel. Sie wusch sich gerade im Fluss.</p>



<p>Weil sie seinen Gruß aber so freundlich erwiderte, fasste der Weber Mut und fragte: »Ei, seid Ihr aber schon früh aufgestanden und wäscht euch am Fluss!« </p>



<p>»Ja, das mache ich an jedem Ostermorgen,« antwortete sie. »Da bleibe ich jung und schön.« </p>



<p>Der Leinweber sah, dass sie eine wunderschöne Lilie an der Brust trug. Er wunderte sich sehr darüber, weil doch zur Osterzeit noch keine Lilien blühen.</p>



<p>»Ihr habt wohl einen schönen, warmen Garten, dass es bei Euch schon Lilien gibt,« forschte der Mann weiter. </p>



<p>»Komm nur mit,« entgegnete die Jungfrau, »ich zeige ihn dir.«</p>



<p>Sie führte sodann den Leinweber zu den Trümmern der Burg Osterode. Diese nahmen sich an jenem Morgen aber gar seltsam aus. Eine eiserne Tür war plötzlich sichtbar, die der Weber noch nie bemerkt hatte, so oft er auch vorbeigekommen war und davor blühten drei prächtige Lilien.</p>



<p>Die Jungfrau pflückte eine von den Lilien und schenkte sie dem Weber. »Nimm sie mit nach Hause und verwahre sie gut,« sagte, sie. Der Weber steckte sich sodann die Blume an den Hut. Als er aber wieder aufschaute, waren Jungfrau und Tür verschwunden; die alte Burgruine sah wieder aus wie sonst auch.</p>



<p>Da machte sich der Leinweber eilends davon. Als er daheim die Lilie seiner Frau zeigte, meinte diese: »Das ist keine gewöhnliche Lilie, es ist eine goldene Blüte. Du hast die Osterjungfer gesehen.«</p>



<p>Ja, da brauchte sich der Mann nicht mehr zu wundern, dass ihm unterwegs der Hut so schwer geworden war. Nach der Kirche trug er sodann die Blume gleich zum Goldschmied. Dieser machte ganz große Augen, als der arme Mann das glänzende Ding auspackte. Er sagte: »Du, die Blume ist aus dem feinsten Gold und Silber, das ich je gesehen habe. Die ganze Stadt Osterode hat nicht Geld genug, sie dir zu bezahlen.«</p>



<p>Die Geschichte von der wundersamen Blume wurde bald im ganzen Ort bekannt, und auch dem Rat kam sie zu Ohren. Dieser ließ den Leinweber schließlich vorladen, und er musste erzählen, wie sich alles zugetragen hatte.</p>



<p>»Du musst deine Blume dem Herzog verkaufen,« meinten die Ratsherren und sie fertigten ihm ein Schreiben aus, worin der ganze Hergang der Begebenheit ausführlich und säuberlich aufgezeichnet war. Nun reiste der Leinweber ins Hoflager.</p>



<p>Der Herzog fand den größten Gefallen an der Blume. »Bezahlen kann ich dir die Lilie freilich auch nicht,« sprach er zum Leinweber, »aber ich will dir und den Deinen einen jährlichen Betrag aussetzen, dass ihr für euer ganzes Leben versorgt seid.«</p>



<p>Die Blume wurde sodann von der Herzogin nur an hohen Festtagen getragen. Der Herzog selbst aber nahm zur Erinnerung auf diese Begebenheit drei Lilien in sein Wappen mit auf; sie sind noch heute darin zu sehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Burg_(Osterode)" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Burg Osterode</a> und die weiße Jungfrau · <a href="https://aventin.de/sagen-deutsche-sagen/">Deutsche Sage</a> </h3>
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				<title>09 · Die Welt ganz mein</title>
				<link>https://aventin.de/die-welt-ganz-mein-carmina-burana/</link>
				<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 06:50:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff · Von einem...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2023/06/09-die-welt-ganz-mein-carmina-burana-carl-orff-1.webp" class="type:primaryImage" alt="09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff" /><figcaption>09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:802,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ballade&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260202040117\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ballade&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 10:51:04&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-17 16:38:01&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-24 14:25:13&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-13 17:19:55&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-21 06:21:14&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-25 00:48:22&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-29 16:27:41&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-29 16:27:41&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">09 · Die Welt ganz mein · Carmina Burana · Carl Orff · Ballade </h2>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Wäre auch die Welt ganz mein</strong></p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size">Wäre auch die Welt ganz mein<br>von dem Meer bis an den Rhein,<br>gern ließe ich sie fahren,<br>wenn die Königin von Engelland<br>läge in meinen Armen.<br>Hei!</p>



<div  aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Were diu werlt alle min</strong></p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size">Were diu werlt alle min<br>deme mere unze an den Rin,<br>des wolt ih mih darben,<br>daz diu chünegin von Engellant<br>lege an miner armen.<br>Hei!</p>



<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">09 · Die Welt ganz mein · <a href="https://aventin.de/carmina-burana/">Carmina Burana</a> · Carl Orff · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ballade" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Ballade</a></h3>
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				<title>In der Postmeisterei – Anton Tschechow</title>
				<link>https://aventin.de/in-der-postmeisterei-anton-tschechow/</link>
				<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 05:58:06 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=1000</guid>
					<description><![CDATA[Anton Tschechow · Schriftsteller Novellist Dramatiker · Russland · AVENTIN Storys · Von einem der...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2025/02/anton-tschechow-schriftsteller-novellist-dramatiker-russland-25-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Anton Tschechow · Schriftsteller Novellist Dramatiker · Russland" /><figcaption>Anton Tschechow · Schriftsteller Novellist Dramatiker · Russland · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Anton Tschechow · Schriftsteller Novellist Dramatiker · Russland · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:29,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anton_Pawlowitsch_Tschechow&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251112195925\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anton_Pawlowitsch_Tschechow&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-19 15:54:06&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-24 05:58:46&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-29 16:27:53&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-29 16:27:53&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">In der Postmeisterei · Anton Tschechow · Bestattung und Liebe </h2>



<p>Da beerdigten wir dieser Tage die junge Frau unseres alten Postmeisters Sladkoperzew. Nachdem wir sie begraben hatten, begaben wir uns nach alter Sitte in die Postmeisterei zur Kremess oder bzw. zum Leichenschmaus.</p>



<p>Als man die Pfannkuchen auf den Tisch gebracht hatte, begann der alte Witwer bitterlich zu weinen und sagte: »Die Pfannkuchen sind ebenso knusprig, wie es die Entschlafene gewesen ist, und sie sehen ebenso schön aus! Haargenau!«</p>



<p>»Jawohl«, stimmten die Trauernden zu, »Sie hatten wirklich eine Schönheit zur Frau… Es war eine Frau erster Sorte!«</p>



<p>»Ja, das war sie… Alle staunten, wenn sie sie sahen. Aber geliebt, meine Herrschaften, habe ich sie nicht ihrer Schönheit und ihrer Güte wegen. Diese zwei Eigenschaften gehören zur Natur der Frauen, und man findet sie ziemlich häufig auf Erden.«</p>



<p>»Ich liebte sie wegen einer anderen seelischen Eigenschaft… Ich liebte sie, die Entschlafene &#8211; Gott gebe ihr ewigen Frieden -, weil sie, so flink und lustig sie auch ihrem Charakter nach war, ihrem Mann die Treue hielt. Sie war mir treu, obwohl sie erst zwanzig Jahre alt war und ich schon bald an die sechzig bin! Ja, treu war sie mir, dem Alten!«</p>



<p>Der Diakon, der mit uns speiste, äußerte mit einem vielsagenden Brummen und Husten seinen Zweifel.</p>



<p>»Sie glauben das also nicht?« wandte sich der Witwer an ihn.</p>



<p>»Nicht, dass ich nicht glaubte«, sagte der Diakon verlegen. »Nur so… Junge Frauen sind heute allzu… Wie sagt man das… Rendezvous… «</p>



<p>»Sie mögen Zweifel hegen, aber ich werde es Ihnen beweisen. Ich habe ihre Treue mit verschiedenen Mitteln, sozusagen strategischer Art unterstützt-, mit einer Art von Fortifikationen. Bei meinem Verhalten und meiner Schlauheit war meine Frau überhaupt nicht imstande, mir untreu zu werden. Ich gebrauchte meine Schlauheit zum Schutz meines Ehebetts. Ich weiß Worte in der Art von Parolen. Ich sage diese Worte, und basta, dann kann ich mich ruhig schlafen legen, ruhig hinsichtlich der Treue…«</p>



<p>»Was sind denn das für Worte?«</p>



<p>»Die einfachsten. Ich verbreitete in der Stadt ein übles Gerücht. Ihnen ist dieses Gerücht sicher bekannt geworden. Ich erzählte einem jeden: &#8218;Meine Frau hat ein Verhältnis mit unserem Polizeimeister Iwan Alexejewitsch Salichwatskij&#8216;. Das genügte. Kein einziger Mann wagte es mehr, Aljona den Hof zu machen, denn er fürchtete sich vor dem Zorn des Polizeimeisters.«</p>



<p>»Wie war es denn? Kaum erblickte man sie irgendwo, und schon lief man davon, damit Salichwatskij sich nicht etwas dabei denke. Ha ha ha! Bindet man einmal mit diesem schnurrbärtigen Ölgötzen an, so hat man ja doch keine Freude davon; fünf Protokolle wird er aufsetzen betreffs der sanitären Verhältnisse. Sieht er zum Beispiel deine Katze auf der Straße, so setzt er sofort ein Protokoll auf, als treibe sich das Biest herrenlos herum!«</p>



<p>»Ihre Frau hatte also gar kein Verhältnis mit Iwan Alexejewitsch gehabt?« fragten wir gedehnt, voller Staunen.</p>



<p>»Natürlich nicht, das war nur meine Schlauheit… Ha ha… Habe ich euch Jugend nicht geschickt an der Nase herumgeführt? Das ist es ja eben.«</p>



<p>Einige Minuten verrannen in Schweigen. Wir saßen stumm da, waren gekränkt und schämten uns, dass uns dieser alte rotnasige Mann so schlau angeführt hatte.</p>



<p>»Na, Gott geb es, du wirst noch ein zweites Mal heiraten!« brummte der Diakon.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">In der Postmeisterei · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Pawlowitsch_Tschechow" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Anton Tschechow</a> · Bestattung und Liebe · <a href="https://aventin.de/category/storys/">Story</a></h3>
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			<item>
				<title>Klarstellung – Kurzgeschichte</title>
				<link>https://aventin.de/klarstellung-kurzgeschichte-von-medardo-fraile/</link>
				<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 07:13:26 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/klarstellung-kurzgeschichte-von-medardo-fraile/</guid>
					<description><![CDATA[Buch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen · AVENTIN StorysBuch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen ·...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2025/07/buch-buecher-literatur-wissen-weisheit-lesen-25-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Buch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen" /><figcaption>Buch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen · AVENTIN Storys</figcaption><div class="image-description">Buch Bücher Literatur Wissen Weisheit Lesen · AVENTIN Storys</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:1149,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spanische_Literatur&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251223020555\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spanische_Literatur&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 21:54:23&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-23 07:19:32&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-28 14:28:28&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-28 14:28:28&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading">Klarstellung · Kurzgeschichte von Medardo Fraile · Leben </h2>



<p>Wenn man von »Räubern in der Bank« redet, möchte man annehmen, dass sich ungefähr folgendes abgespielt hat:</p>



<p>Er oder Sie ging zur Bank an der Ecke, um für sich vom Bankautomaten im Inneren des Geldinstitutes Bargeld abzuheben.</p>



<p>Während des ganzen Vorgangs kamen zwei keineswegs vertrauenerweckende Gestalten herein. Einer trug eine alte Jacke mit herausgerissenem Futter, er zückte eine Pistole, ging zur Kasse und zielte auf den Kopf des Schalterbeamten.</p>



<p>»Nur einen Augenblick. Keine Bewegung. Von niemandem. Wir haben nur eine Kleinigkeit zu erledigen.«</p>



<p>Der andere hielt einen Plastikbeutel in der Hand, stieß mit seinem rechten Fuß die Tür zu den Büroräumen auf, war von innen im Nu im Kassenraum und öffnete die Tasche, um Geldscheine hineinzustopfen oder sich hineinstopfen zu lassen. Derweil rief er laut:</p>



<p>»Der Direktor! Wo ist der Direktor? Wir nehmen ihn als Geisel mit.«</p>



<p>Einer der Angestellten stotterte bleich: »Er ist zum Kaffee weggegangen.«</p>



<p>»Na schön, dann kommst du mit uns«, befahl der Eindringling dem armen Kerl, der daraufhin noch bleicher wurde.</p>



<p>Der draußen gab dem anderen im Kassenraum inzwischen ein Zeichen, und wie der Blitz waren beide aus der Bank draußen und in einem grünen Auto um die nächste Ecke verschwunden.</p>



<p>Es gab ein kurzes Aufatmen, und dann rührten sich die Leute im Schalterraum der Bank allmählich wieder. Einer der Angestellten knirschte zwischen den Zähnen hervor: »Verdammte Räuberbande, ihr werdet nicht ungeschoren davon kommen!«</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><strong>Wenn ich von »Räubern in der Bank« rede, so meine ich aber nicht das. Vielmehr will ich damit sagen, dass die Bank uns arme Kunden beraubt mit ihren hohen Gebühren und Zinsen.</strong></p>



<p><strong>Wir, die das ganze Leben lang rechnen müssen, um mit den paar Groschen, die uns zum Leben bleiben, für unseren täglichen Unterhalt sorgen zu können, sind es, die ausgeraubt werden.&nbsp;</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Klarstellung · Kurzgeschichte von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Literatur" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Medardo Fraile</a> · <a href="https://aventin.de/tag/leben/" data-type="post_tag" data-id="38">Leben</a> </h3>
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			<item>
				<title>Paracelsus – Theophrastus</title>
				<link>https://aventin.de/paracelsus/</link>
				<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 05:59:00 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=1105</guid>
					<description><![CDATA[Porträt von Theophrastus Paracelsus mit biografischer Inschrift.Das Bild zeigt ein Porträt von Theophrastus Paracelsus, einem...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2026/02/paracelsus-theophrastus-bombast-von-hohenheim-salzburg-arzt-und-heilpraktiker-26.jpg" class="type:primaryImage" alt="Theophrastus Paracelsus mit Inschrift" /><figcaption>Porträt von Theophrastus Paracelsus mit biografischer Inschrift.</figcaption><div class="image-description">Das Bild zeigt ein Porträt von Theophrastus Paracelsus, einem Arzt und Philosophen, neben einer Inschrift, die sein Leben und seine Beiträge zur Medizin beschreibt.</div></figure><div class='__iawmlf-post-loop-links'  data-iawmlf-post-links='[{&quot;id&quot;:9,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paracelsus&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260219155511\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paracelsus&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-22 05:59:25&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-28 11:03:14&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-28 11:03:14&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]'></div>
<h2 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8"><strong>Paracelsus &#8211; Theophrastus Bombast von Hohenheim &#8211; Salzburg </strong></h2>



<p class="has-medium-font-size">Er selbst nannte sich Paracelsus in Anlehnung an den Enzyklopädisten Aulus Cornelius Celsus und gilt heute als einer der Begründer der modernen Medizin.</p>



<p class="has-medium-font-size">Als Sohn eines Arztes wurde er schon früh mit der Heilkunde vertraut und trat daher bereits als Jugendlicher in die väterlichen Fußstapfen. Nach Beendigung seines Studiums in Wien und Ferrara war sein Leben von ständigem Umherziehen und Rastlosigkeit geprägt.</p>



<p class="has-medium-font-size">Dies lag wohl nicht nur in seinem Wesen begründet, sondern vor allem auch in seiner Neigung, die damaligen traditionellen Überlieferungen radikal anzugreifen und dadurch überall anzuecken.</p>



<p class="has-medium-font-size">Die alte Schulmedizin von Galenos und Avicenna lehnte er radikal ab, nur die Lehren des Empirikers Hippokrates akzeptierte er, da diese die Natur als Oberstes aller Dinge ansahen. Nach seinem Verständnis verursache die Natur die Krankheiten und stelle aber auch deren Heilmittel zur Verfügung, die in Flora und Fauna zu finden sind.</p>



<p class="has-medium-font-size">Aus heutiger Sicht propagierte er damit ein ganzheitliches Weltbild, das den Menschen als Teil des natürlichen Ganzen ansah und sämtliche Schwächen, Fehler und Krankheiten auf verschiedene Ursprünge zurückführte, die aus eigenen Fehlern heraus, durch natürliche Einflüsse oder Klima verursacht wurden.</p>



<p class="has-medium-font-size">Heilung versprach Paracelsus nur durch Änderung der Lebensführung, durch Zubereitung von Heilmitteln (Alchemie) und durch Gottvertrauen.</p>



<p class="has-medium-font-size">In seinen Schriften findet sich immer auch eine philosophisch-esoterische Sichtweise, die vom reformatorischen Geist seiner Zeit geprägt war. Aus heutiger Sicht sind vor allem seine Werke über die Chirurgie, die Wundbehandlung, die Franzosenkrankheit und Berufskrankheiten wie die der Bergleute, die es bis dato in der Art noch nicht gegeben hatte, die bedeutendsten.</p>



<p class="has-medium-font-size">Um seinen Protest gegen die damalige Schulmedizin zu unterstreichen, verfasste Paracelsus viele seiner Schriften nicht in der damaligen Gelehrtensprache Latein, sondern in Deutsch. Auch seine Vorlesungen hielt er in seiner Muttersprache.</p>



<p class="has-medium-font-size">All dies brachte ihm natürlich seitens der damaligen Gelehrten große Empörung ein. Durch sein Verhalten polarisierte er seine Zeitgenossen, deren Schilderungen über ihn vom bedeutenden Reformer bis hin zum cholerischen Alkoholiker reichen.</p>



<p class="has-medium-font-size">Paracelsus (*1493 +1541) wird sicherlich kein einfacher Mensch gewesen sein. Als er im Alter von gerade einmal 48 Jahren in Salzburg starb, war er völlig mittellos und ohne Freunde und wurde auf dem dortigen Armenfriedhof (Sebastiansfriedhof) verscharrt.</p>



<p class="has-medium-font-size">Viele Schriften von Paracelsus erschienen erst posthum, was ihn seinen eigentlichen Erfolg leider nicht mehr erleben ließ.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" title="">Paracelsus</a> &#8211; Theophrastus Bombast von Hohenheim &#8211; Salzburg &#8211; Arzt und Heilpraktiker &#8211; <a href="https://aventin.de/category/personen/" title="Personen">Person</a></h3>
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