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		<description>Fabeln - Novellen - Sagen</description>
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				<title>Bassano del Grappa</title>
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				<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 06:52:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bassano del Grappa an der Brenta: Ponte Vecchio und der Bezug zu Napoleon Bonaparte prägen...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2026/05/bassano-del-grappa-venetien-italien-26.avif" class="type:primaryImage" alt="Blick auf Bassano del Grappa in Venetien, mit Ponte Vecchio über die Brenta und einer Einblendung zu Napoleon Bonaparte sowie den Bergen des Monte Grappa." /><figcaption>Bassano del Grappa an der Brenta: Ponte Vecchio und der Bezug zu Napoleon Bonaparte prägen die Erinnerung an die Geschichte.</figcaption><div class="image-description">Bassano del Grappa in Venetien an der Brenta, mit Ponte Vecchio, Bergen des Monte Grappa im Hintergrund und Lesetafel zu Napoleon Bonaparte im historischen Kontext.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Bassano del Grappa &#8211; Venetien Italien</h2>
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<p class="wp-block-paragraph">Bassano del Grappa ist eine der geschichtsträchtigsten Städte Venetiens, gelegen am Fuß des Monte Grappa und am Fluss Brenta. Ihre Wurzeln reichen bis in die Antike zurück; unter venezianischer Herrschaft entwickelte sie sich über Jahrhunderte zu einem wichtigen Handels- und Handwerksort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entstehung und frühe Geschichte:<br></strong>Die Gegend um Bassano war schon in keltischer und römischer Zeit besiedelt. In der Römerzeit wurde der Ort durch Verkehrswege und eine Brücke über die Brenta begünstigt, was ihm früh wirtschaftliche Bedeutung gab. Im Mittelalter wechselte Bassano mehrfach die Herrschaft, bevor die Stadt unter den Einfluss der mächtigen Familie Ezzelini kam.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Venezianische Zeit:<br></strong>Die venezianische Herrschaft begann Anfang des 15. Jahrhunderts und dauerte bis zum Ende der Republik Venedig 1797, also rund 360 Jahre. In dieser Phase wurde Bassano in die Wirtschafts- und Kulturwelt der Serenissima eingebunden und erlebte einen langen Zeitraum relativer Stabilität und Entwicklung. Aus dieser Zeit stammen viele der Prägungen, die man heute noch in Stadtbild und Architektur erkennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stadtbild und Bauwerke:<br></strong>Besonders charakteristisch sind die Stadtmauern und Befestigungen sowie das historische Zentrum mit dem Ponte Vecchio, der berühmten Holzbrücke über die Brenta. Die Brücke wird auch Ponte degli Alpini genannt und wurde nach wiederholten Zerstörungen immer wieder nach Palladios Vorbild aufgebaut. Auch das Rathaus von 1405 steht für den venezianischen Stil, der in Bassano deutlich sichtbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Napoleon Bonaparte:<br></strong>Napoleon war 1796 in der Region aktiv, und auch Bassano spielte in seinen italienischen Feldzügen eine Rolle. Die bekannte Schlacht von Bassano soll im Februar 1797 stattgefunden haben. Der französische Sieg in dieser Schlacht war Teil von Napoleons Vormarsch in Norditalien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lied und Brauchtum:<br></strong>Das Lied „Sul Ponte di Bassano“ ist eng mit der Stadt und besonders mit der Brücke verbunden. Es gehört zu den bekanntesten italienischen Volks- und Alpini-Liedern und trägt viel zur romantischen Wahrnehmung Bassanos bei, vor allem durch das Motiv der Brücke als Ort von Abschied und Erinnerung. Das Lied ist heute ein fester Teil der lokalen Identität und Tradition.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Grappa und Brennereien:<br></strong>Bassano ist eng mit der Herstellung von Grappa verbunden und gilt als eine Art geistige Heimat dieses Destillats. Die Brennereien der Region haben die Stadt weit über Venetien hinaus bekannt gemacht. Der Name „Bassano del Grappa“ verweist ausdrücklich auf diese Tradition und auf den Monte Grappa.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Umbenennung 1928:<br></strong>Die Stadt wurde 1928 von &#8222;Bassano&#8220; offiziell in &#8222;Bassano del Grappa&#8220; umbenannt. Damit wollte man sowohl die Bedeutung des Monte Grappa als Symbol des Ersten Weltkriegs als auch die lokale Grappa-Tradition hervorheben. Der neue Name verband also Landschaft, Geschichte und Wirtschaft in einem einzigen Stadtbild.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Porzellan und Gewerbe:<br></strong>Neben Textilien, Eisen- und Messerwaren spielt auch Keramik und Porzellan in der Region eine große Rolle. Bassano und sein Umland gelten als ein Zentrum handwerklicher Produktion, wozu auch feine keramische Erzeugnisse gehörten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man den Ort &#8222;Bassano&#8220; in einem Satz zusammenfassen will, dann als Stadt, in der sich römische Ursprünge, venezianische Pracht, napoleonische Kriegszeit und lebendige Handwerkstradition bis heute überlagern.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bassano_del_Grappa" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Bassano del Grappa</a> &#8211; Venetien Italien &#8211; <a href="https://aventin.de/category/orte/" data-type="category" data-id="2737">Ort</a></h3>
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				<title>Heilende Kraft der Tugend</title>
				<link>https://aventin.de/heilende-kraft-der-tugend/</link>
				<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 06:51:36 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=62340</guid>
					<description><![CDATA[Theravada - Buddhistische Zeremonie mit Almosenschale und Buddha-Statue.Theravada - Eine Almosenschale, eine betende Person und...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2025/04/theravada-buddhismus-pali-siddhartha-gautama-buddha-25-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Theravada - Almosenschale, betende Person und Buddha-Statue in einer buddhistischen Zeremonie." /><figcaption>Theravada - Buddhistische Zeremonie mit Almosenschale und Buddha-Statue.</figcaption><div class="image-description">Theravada - Eine Almosenschale, eine betende Person und eine Buddha-Statue während einer buddhistischen Zeremonie. Die Elemente sind klar und deutlich sichtbar.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Heilende Kraft der Tugend · Buddhismus · Thanissaro Bhikkhu</h2>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Buddha war wie ein Arzt, der die spirituellen Krankheiten des Menschengeschlechts behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Übungsweg, den er lehrte, war wie ein Heilverfahren für kranke Herzen und Hirne. Dieses Verständnis des Buddha und seiner Lehren reicht zurück bis zu den frühesten Texten, und ist dennoch immer noch sehr aktuell. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Buddhistische Meditationspraktiken werden oft als eine Art Therapie angepriesen, und nicht wenige Psychotherapeuten raten heutzutage ihren Patienten, als Bestandteil ihrer Behandlung die Meditation zu erproben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele kommen jedoch nach einer Reihe von Jahren, in der sie Meditation als Therapie geschult und ausgeübt haben, zu der Ansicht, dass Meditation alleine nicht ausreicht. Aus meiner eigenen Erfahrung als Lehrer weiß ich, dass westliche Meditierende dazu neigen, mit einer gewissen Verbissenheit und mangelndem Selbstwertgefühl behaftet zu sein. Ihre Psyche ist durch die moderne Zivilisation so verletzt, dass ihnen die Belastbarkeit und Ausdauer fehlen, die man braucht, bevor innere Sammlung und Einsichtsübungen wahrhaft therapeutisch wirken können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Lehrer haben dieses Problem ebenfalls erkannt und viele von ihnen kamen im Ergebnis zu dem Schluss, dass der buddhistische Weg für unsere besonderen Bedürfnisse nicht ausreicht. Um dieses Defizit auszugleichen, haben sie mit verschiedenen Ergänzungen zur Meditationspraxis experimentiert, und sie unter anderem mit Mythologie, Poesie, Psychotherapie, sozialem Engagement, Saunapraktiken, Trauerritualen und sogar mit Trommelschlagen kombiniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg des Buddha besteht nicht nur aus Achtsamkeit, innerer Sammlung und Einsichtsübungen, sondern auch aus Verhaltensübungen, ausgehend von den fünf Tugendregeln. Tatsächlich stellen die Tugendübungen die ersten Schritte auf dem Heilsweg dar. Es gibt im Westen eine Neigung dazu, die fünf Tugendregeln als Sonntagsschulregeln abzutun, die auf kulturellen Normen basieren, die in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr anwendbar sind, aber damit verkennt man, welche Rolle der Buddha ihnen zugedacht hat: sie sind Teil eines Behandlungsplans für verletzte Psychen. Insbesondere sollen sie zwei Krankheiten heilen, die hinter einem niedrigen Selbstwertgefühl stecken: Reumütiges Bedauern und Verleugnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn unsere Handlungen nicht bestimmten Verhaltensnormen entsprechen, dann reagieren wir entweder, indem wir die Handlungen bereuen und bedauern, oder indem wir eine von zwei Formen der Verleugnung praktizieren, nämlich entweder indem wir verleugnen, dass die Handlungen wirklich stattgefunden haben, oder indem wir ableugnen, dass die Beurteilungsmaßstäbe wirklich Gültigkeit besitzen. Diese Reaktionen sind Wunden am Körper unserer Psyche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reumütiges Bedauern ist eine offene Wunde, die beim Berühren schmerzt, und Verleugnen ist wie verhärtetes, verzogenes Narbengewebe um eine schmerzhafte Stelle. Wenn der Geist derart verwundet ist, kann er sich nicht entspannt im Jetzt niederlassen, denn er stellt fest, dass er entweder auf offenem, ungeschütztem Fleisch oder auf verhärteten Knoten aufsitzt. Selbst wenn man ihn zwingt, im Jetzt zu bleiben, geht das nur auf angespannte, verdrehte und unvollkommene Weise, und daher bleiben in aller Regel auch seine Einsichten ebenso verdreht und unvollkommen. Nur wenn der Geist frei von Wunden und Narben ist, kann man erwarten, dass er sich entspannt und frei im Jetzt niederlassen und zu unverzerrten Einsichten kommen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier setzen die fünf Tugendregeln an: sie sind darauf angelegt, diese Wunden und Narben zu heilen. Aus der Einhaltung einer Anzahl von praktikablen, eindeutigen, menschengerechten und anerkennenswerten Verhaltensmaßstäben erwächst ein gesundes Selbstwertgefühl. Die fünf Tugendregeln sind so ausgestaltet, dass sie uns genau solch einen Satz von Verhaltensmaßstäben liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Praktikabel:</strong> Die mit den Tugendregeln gesetzten Maßstäbe sind einfach &#8212; kein absichtliches Töten, Stehlen, unerlaubter Sex, Lügen oder Einnahme von Rauschmitteln. Es ist vollkommen möglich, gemäß diesen Maßstäben zu leben. Nicht immer leicht oder angenehm, aber immer möglich. Ich habe Versuche gesehen, die Tugendregeln in Maßstäbe umzusetzen, die erhabener oder edler klingen &#8212; im Fall der zweiten Regel, zum Beispiel, dass sie keinen Missbrauch der Ressourcen unseres Planeten bedeute &#8212; aber sogar die Leute, welche die Tugendregeln derart umformulieren, geben zu, dass es unmöglich ist, ihnen so gerecht zu werden. Jeder, der schon einmal mit psychisch geschädigten Personen zu tun hatte, weiß, dass der Schaden sehr oft daher rührt, dass jene Personen mit Verhaltensmaßstäben konfrontiert wurden, denen sie unmöglich gerecht werden konnten. Wenn man den Leuten Maßstäbe setzt, die zwar etwas Mühe und Aufmerksamkeit erfordern, aber die man durchaus einhalten kann, so hebt sich ihr Selbstwertgefühl dramatisch, wenn sie entdecken, dass sie tatsächlich in der Lage sind, jene Maßstäbe einzuhalten. Daraufhin können sie sich anspruchsvolleren Aufgaben mit Selbstvertrauen stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eindeutig:</strong> Die Tugendregeln enthalten kein Wenn und kein Aber. Das bedeutet, sie geben eine sehr klare Anleitung, ohne Raum für Geschwafel oder weniger-als-ehrliche Rationalisierungen. Entweder entspricht eine Handlung den Tugendregeln, oder sie tut es nicht. Wiederum ist es sehr heilsam, solchen Maßstäben gerecht zu werden. Jeder, der selber Kinder aufgezogen hat, weiß, dass sie sich zwar über harte und klare Regeln beschweren mögen, sie sich aber tatsächlich damit sicherer fühlen als mit Regeln, die vage ausgedrückt und ständig nachverhandelbar sind. Eindeutige Regeln lassen es nicht zu, dass unausgesprochene Nebenabsichten sich durch die Hintertür des Geistes einschleichen. Wenn die Tugendregel gegen das Töten es zum Beispiel erlauben würde, Lebewesen zu töten, wenn ihre Anwesenheit Unbehagen verursacht, würde das die eigene Befindlichkeit über das Mitgefühl mit allem Lebenden stellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigene Befindlichkeit wäre der unausgesprochene Maßstab &#8212; und wie wir alle wissen, stellen unausgesprochene Maßstäbe riesige Gebiete an fruchtbarem Mutterboden für das Wachsen von Heuchelei und Ableugnung bereit. Wenn man dagegen bei den Maßstäben der Tugendregeln bleibt, dann gewährleistet man damit, wie der Buddha sagt, unbegrenzten Schutz für das Leben aller Wesen. Es gibt dann keine Bedingungen, wie unangenehm diese auch sein mögen, unter denen man das Leben irgendeines lebendigen Wesens nehmen würde. In Bezug auf die anderen Tugendregeln gewährt man unbegrenzten Schutz für ihren Besitz und ihr Sexualleben, sowie unbegrenzte Wahrhaftigkeit und Achtsamkeit bei der Kommunikation mit ihnen. Wenn man merkt, dass man sich in solchen Dingen auf sich selbst verlassen kann, dann erfährt man eine unbestreitbar gesunde Steigerung seines Selbstwertgefühls.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Menschengerecht:</strong> Die Tugendregeln werden sowohl der sie einhaltenden Person als Mensch gerecht, als auch den Personen, die von der Handlung desjenigen oder derjenigen betroffen sind. Wenn man sie einhält, bringt man sich in Einklang mit der Karmalehre, die besagt, dass die wichtigsten Kräfte, die unser Erleben von der Welt formen, die aus unseren Absichten herrührenden Gedanken, Worte und Taten sind, auf die im jetzigen Augenblick unsere Wahl fällt. Das heißt, man ist nicht unbedeutend. Jedes Mal, wenn man eine Wahl trifft &#8212; zuhause, bei der Arbeit, beim Spiel &#8212; übt man seinen Einfluss bei der ständig vor sich gehenden Gestaltung der Welt aus. Gleichzeitig erlaubt es einem dieses Prinzip, sich selbst in Begriffen zu messen, die vollständig dem eigenen Einfluss unterliegen: die absichtlich ausgeführten Handlungen des gegenwärtigen Zeitpunkts. Anders gesagt, zwingen sie einen nicht, sich in Bezug auf Aussehen, Stärke, Intelligenz, Finanzkraft oder irgend welchen anderen Kriterien zu messen, die weniger von dem gegenwärtigen Karma abhängen als von Karma aus der Vergangenheit. Außerdem bauen sie nicht auf Schuldgefühlen auf oder dem Zwang, vergangene Verfehlungen beklagen zu müssen. Stattdessen lenken sie die Aufmerksamkeit auf die jederzeit neu vorhandene Möglichkeit, hier und jetzt seinen Maßstäben gerecht zu werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man mit Leuten zusammenlebt, welche die Tugendregeln einhalten, dann erfährt man, dass es im Umgang mit ihnen keinen Grund zu Misstrauen oder Furcht gibt. Sie betrachten das Glücksstreben ihres Gegenübers als dem eigenen ebenbürtig. Ihr Wert als Individuum hängt nicht von Umständen ab, in denen sie Gewinner oder Verlierer sein müssen. Wenn sie von der Entwicklung von Güte und Achtsamkeit bei ihrer Meditation sprechen, dann spiegelt sich das in ihrem Handeln wieder. Auf diese Weise bringen die Tugendregeln nicht nur gesunde Individuen hervor, sondern auch eine gesunde Gesellschaft &#8212; eine Gesellschaft, in der Selbstwertgefühl und gegenseitige Achtung nicht im Widerstreit stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anerkennenswert:</strong> Wenn man einen Satz von Maßstäben übernimmt, dann ist es wichtig, zu wissen, wessen Maßstäbe dies sind und woher sie kommen, denn im Ergebnis schließt man sich dieser Gruppe an, sucht nach ihrer Anerkennung, und übernimmt ihre Kriterien für Richtig und Falsch. In diesem Fall kann man sich eigentlich keine bessere Gruppe zum Anschluss wünschen: den Buddha und seine hochherzigen Nachfolger. Die fünf Tugendregeln werden »die Maßstäbe, die den Hochherzigen gefallen« genannt. Aus dem, was uns die Texte über diese Hochherzigen sagen, sind das keine Leute, die einen Maßstab nur deshalb anerkennen, weil er gerade populär ist. Sie haben ihr Leben vollständig auf die Erkenntnis dessen gerichtet, was zum wahren Glück führt, und haben es zum Beispiel selber erfahren, dass jede Art von Lüge krankhaft ist, und dass jeder Sex außerhalb einer stabilen, verantwortungsvollen Beziehung bei jeder Geschwindigkeit gefährlich ist. Andere Leute mögen es nicht anerkennen, wenn man nach den fünf Tugendregeln lebt, aber Hochherzige tun es, und ihre Anerkennung ist mehr wert als von irgend jemand sonst auf der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Umgebung:</strong> Nun gibt es viele Leute, für die es ein schwacher Trost ist, einer solchen abstrakten Gruppe beizutreten, besonders wenn sie noch keinen der Hochherzigen persönlich getroffen haben. Es ist schwierig, gutherzig und großzügig zu sein, wenn die uns unmittelbar umgebende Gesellschaft offen über solche Eigenschaften lacht und stattdessen Dinge wie ausschweifende Sexualität oder halsabschneiderisches Geschäftsgebaren schätzt. An dieser Stelle können buddhistische Gemeinschaften ansetzen. Es wäre sehr förderlich, wenn buddhistische Gruppen sich offen von dem amoralischen Tenor in unserer Kultur distanzieren würden und auf freundliche Weise darauf hinweisen würden, dass sie auf Herzlichkeit und Beherrschung bei ihren Mitgliedern Wert legen. Dadurch würden sie eine gesunde Umgebung für die vollständige Übernahme des vom Buddha stammenden Behandlungsplans schaffen: die Ausübung von innerer Sammlung und weiser Einsicht in einem auf tauglichem Handeln aufgebauten Leben. Wo wir eine solche Umgebung haben, stellen wir fest, dass wir keine Mythen oder Fantasiegeschichten zur Unterstützung brauchen, denn man stützt sich auf die Realität eines recht gelebten Lebens. Man kann die Maßstäbe betrachten, nach denen man lebt, und dann entspannt ein- und ausatmen &#8212; nicht wie eine Blume oder ein Gebirge, sondern als das, was man ist: ein erwachsenes, verantwortungsvolles menschliches Wesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Heilende Kraft der Tugend · <a href="https://aventin.de/tag/buddhismus/" title="Buddhismus">Buddhismus</a> · Thanissaro Bhikkhu · <a href="https://zugangzureinsicht.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" title="">Zugang zur Einsicht</a> </h3>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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				<title>Der Clown und die Menschen</title>
				<link>https://aventin.de/der-clown-und-die-menschen-parabel/</link>
				<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 07:05:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Clown Komiker Artist Narr Bajazzo Commedia dell’arte Harlekin Hanswurst · AVENTIN Storys · Von einem...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/12/clown-komiker-artist-narr-bajazzo-commedia-dell-arte-harlekin-hanswurst-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Clown Komiker Artist Narr Bajazzo Commedia dell’arte Harlekin Hanswurst · AVENTIN Storys" /><figcaption>Clown Komiker Artist Narr Bajazzo Commedia dell’arte Harlekin Hanswurst · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Clown Komiker Artist Narr Bajazzo Commedia dell’arte Harlekin Hanswurst · AVENTIN Storys · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Der Clown und die Menschen · Parabel · Glaubwürdigkeit </h2>
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<p class="wp-block-paragraph">Im Zelt eines kleinen Zirkus, der sich am Rand eines Marktes niedergelassen hatte, brach urplötzlich Feuer aus und schon stand es in Flammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zirkusdirektor wandte sich sofort an alle Darsteller, die bereits für die kommende Vorstellung beziehungsweise ihre Nummer entsprechend hergerichtet waren, das Feuer an Ort und Stelle zu löschen und auch vom Ort die Feuerwehr zu holen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da rannte der Clown in den Ort um Hilfe zu holen. Das Feuer konnte nämlich nicht nur alle Zirkuszelte zerstören, sondern auch für den ganzen Ort gefährlich werden, da es Hochsommer war und Felder und Wiesen gänzlich ausgetrocknet waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der angemalte Clown rannte also voll geschminkt Hals über Kopf auf den Marktplatz des Ortes und rief allen Menschen zu, zum Zirkus zu kommen und zu helfen, das Feuer zu löschen. Er rief mit lauter Stimme, die Feuerwehr zu holen um das Schlimmste zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Menschen auf dem Marktplatz aber freuten sich über diesen besonderen Auftritt, lachten und applaudierten dem Clown zu diesem augenscheinlich besonderen neuen Trick, Kunden zur Vorstellung zu locken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der Clown feststellte, dass ihm niemand glaubte, fing er an zu weinen und rief noch verzweifelter nach Unterstützung das Feuer zu löschen und versicherte mit allen Worten, die ihm einfielen, dass es jetzt keine Vorstellung gäbe, sondern nicht nur der Zirkus, auch der Ort in tödlicher Gefahr schwebe, würde das Feuer nicht sofort gelöscht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da fingen die umstehenden Leute noch mehr zum Johlen an, so sehr gefiel ihnen dieser Auftritt. Nur einer schaute in die Richtung des Festplatzes und merkte, dass Feuer und Rauch sich dem Ort rasant näherten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch ehe die Menschenmenge zur Besinnung gekommen war, standen auch schon die ersten Häuser am Ortsrand in Flammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">Der <a href="https://aventin.de/tag/clown/">Clown</a> und die Menschen · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Parabel_(Sprache)" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Parabel</a> · Glaubwürdigkeit</h3>
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				<title>Die drei Töchter – Märchen</title>
				<link>https://aventin.de/die-drei-toechter-maerchen/</link>
				<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 06:52:03 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=1295</guid>
					<description><![CDATA[Ein magisches Haus auf einem Hügel bei Nacht, umgeben von Natur, mit leuchtendem Mond und...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/09/tag-nacht-berg-haus-sonne-mond-sterne-haus-schloss-landschaft-24-1.jpg" class="type:primaryImage" alt="Himmel über einem mystischen Haus bei Nacht" /><figcaption>Ein magisches Haus auf einem Hügel bei Nacht, umgeben von Natur, mit leuchtendem Mond und Sternen, symbolisiert spirituelle Geschichten und Träume.</figcaption><div class="image-description">Das Bild zeigt ein märchenhaftes Haus auf einem Hügel, umgeben von üppigen Bäumen und Natur, unter einem klaren Nachthimmel mit Mond und Sternen. Es vermittelt eine Atmosphäre von Ruhe, Spiritualität und Fantasie, passend zum Thema "Als ich ein Kind war" und Mirra Alfassa.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Die drei Töchter · Märchen Litauen · Sonne Mond und Wind </h2>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:769,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Litauen&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260209165346\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Litauen&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 09:26:51&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-23 06:54:46&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-23 06:54:46&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>


<p class="wp-block-paragraph">Ein Mann und seine Frau hatten drei Töchter. Eines Tages ging der Mann hinaus auf die Felder, um zu pflügen. Da bewölkte es sich und es wurde bitter kalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann sprach: »Wenn die Sonne hervor käme und mich wärmte, ich gäbe ihr dafür meine älteste Tochter!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da trat sogleich die Sonne aus den Wolken hervor und wärmte ihn. Als seine älteste Tochter kam und ihm das Mittagessen brachte, sagte der Vater: »Ich habe dich der Sonne versprochen.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Gut, Väterchen, wenn du mich der Sonne versprochen hast, dann heirate ich sie.« Sogleich kam die Sonne herab und holte das Mädchen zu sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Mann vom Pflügen heimkam, fragt ihn die Frau: »Und wo ist die Tochter?« Er sagt: »Ich habe sie mit der Sonne verheiratet.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alsdann fuhr der Mann in den Wald, um Holz zu schlagen. Er schlug den ganzen Tag, doch ehe er alles auf den Wagen geladen hatte, war es schon so dunkel geworden, dass er das Beil in seiner Hand nicht mehr sehen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er sagt: »Wenn doch wenigstens der liebe Mond zu leuchten anfinge, ich würde ihm meine jüngere Tochter geben!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sogleich begann der Mond zu leuchten, und es wurde fast so hell wie am Tag. Gerade zu der Zeit kam auch die mittlere Tochter zum Vater &#8211; sie hatte Pilze gesucht, hatte sich verirrt und so verspätet. »Na«, sagt der Vater, »ich habe dich dem Mond versprochen, mein Kind.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Gut, Väterchen, wenn du mich dem Mond versprochen hast, so heirate ich ihn.« Und sogleich kam der liebe Mond herab und holte das Mädchen zu sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und als der Mann heimkam, fragte ihn wieder seine Frau: »Wo ist denn nur die Tochter, dass sie gar nicht nach Hause kommt?« Er sagt: »Ich habe sie mit dem Mond verheiratet.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als im Sommer die Heumahd anstand ging der Mann das Gras mähen. Doch es war solch eine Hitze, dass er die Sense nicht mehr in der Hand halten konnte!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er sagt: »Wenn nur der Wind wehen möchte, dann wäre es kühler; ich würde ihm die jüngste Tochter dafür versprechen!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und augenblicklich begann der Wind zu wehen, und schon ist es ihm angenehm kühl. Zur selben Stunde kommt seine jüngste Tochter und bringt ihm das Mittagessen. »Ich habe dich dem Wind versprochen, mein Kind.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Wenn du mich dem Wind versprochen hast, so will ich ihn heiraten.« Und sogleich kam der Wind und holte sie zu sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Mann heimgekommen war, fragte ihn seine Frau: »Wo ist denn die Tochter?« Er sagte nur: »Ich habe sie mit dem Wind verheiratet.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Na gut! Alle drei Töchter hatte er nun verheiratet. Es vergingen ein paar Wochen und er hatte Sehnsucht nach seiner ältesten Tochter. So ging er die Sonne, seinen Schwiegersohn, besuchen. Und als er dort kam, war es schon Abend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sagte die Sonne zu seiner Tochter: »Rühre Mehl ein und backe deinem Vater Pfannkuchen!« Da antwortete die Tochter: »Es ist Abend, wie kann ich jetzt im Ofen Feuer machen!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die Sonne erwiderte: »Wir brauchen kein Feuer, ich backe sie. Fülle mir nur den Teig auf den Kopf!« Da füllte sie den Teig auf den Kopf der Sonne, und buk so die Pfannkuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Vater lange genug zu Gast gewesen war, machte er sich wieder auf den Heimweg. Und als er zu Hause ankam, war es schon Abend. Da sagt er zu seiner Frau: »Rühre Mehl ein, wir wollen Pfannkuchen backen!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Was dir jetzt in der Nacht einfällt! Wir haben weder Feuer noch sonst etwas.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Wir brauchen kein Feuer, ich kann sie so backen«, sagt er, »fülle mir den Teig auf den Kopf!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da schüttete das Weib ihm den Teig auf den Kopf, dass dem Greis alles verklebte: die Haare, die Ohren, die Augen und sein Mund! Sein Haar und sein Gesicht waren so verfilzt und verschmiert, dass er sich drei Tage lang im Badhaus sauber waschen musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einigen Tagen bekam er Sehnsucht nach der zweiten Tochter. Er ging zum Mond und zu seiner jüngeren Tochter. Als er dort ankam, war bereits der Abend angebrochen und es war dunkel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sagt der Mond, sein zweiter Schwiegersohn, zu seiner Frau: »Geh in den Erdkeller und hole deinem Vater Honigmet!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die Tochter antwortete: »Wie kann ich in den Erdkeller gehen, da es schon so dunkel ist!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Das macht nichts, ich werde dir leuchten.« Der Mond legte seinen Finger auf den Zaun und schon konnte sie im Keller sehen wie am Tag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Vater dort nach Herzenslust zu Gast gewesen war, kehrte er wieder nach Hause zurück. Er sagte zu seiner Frau: »Geh in den Erdkeller und hole mir Honigmet!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Bist du verrückt? Wie kann ich in den Keller gehen, wo es doch schon dunkel ist!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er antwortete: »Ich werde dir leuchten.« Die Frau ging hinaus zum Erdkeller. Dann legte er seinen Finger auf den Zaun und wollte ihn so zum Leuchten bringen. Doch seine Frau war in tiefem Dunkel. Deswegen fiel sie auch hin, als sie die Leiter hinab stieg, und sich verletzte. Ganz blutig kam sie wieder zurück und fluchte auf ihren Mann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es vergingen wieder einige Tage, da bekam der Mann Sehnsucht nach seiner jüngsten Tochter. Er ging und ging. Als er beim Wind ankam, war es noch hell. Dort angekommen nahm der Wind und seine Tochter ihn herzlich auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später sagte der Wind: »Nimm den Pelz, wir wollen noch ein wenig auf dem Wasser spazieren fahren.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Wir werden ertrinken!«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Wo denkst du hin?« sagte der Wind, »bringe nur den Pelz! In der Stube ist es heiß, wir fahren wenigstens ein bisschen auf dem Wasser umher.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie warfen also den Pelz in den Fluss, sprangen darauf und der Wind blies etwas &#8211; so fuhren sie los wie in einem Boot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das Alte wieder nach Hause kam sagte er zu seiner Frau: »Nimm den Pelz! In der Stube ist es warm, wir gehen ein bisschen auf dem Fluss spazieren fahren.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Was redest du da? Bist du jetzt schon ganz von Sinnen? Wir werden ertrinken!« sagte die Frau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Du wirst nicht ertrinken! Ich habe gesehen, wie mein Schwiegersohn auf einem Pelz Boot gefahren ist.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da nahmen sie den Pelz, brachten ihn hin und warfen ihn auf das Wasser des Flusses. Dann sprangen beide auf den Pelz, um spazieren zu fahren. Der Pelz ging unter, und von den beiden wurde niemals mehr etwas gesehen!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">Die drei Töchter · <a href="https://aventin.de/category/maerchen/">Märchen</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Litauen" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Litauen</a> · <span data-wikipedia-preview="" data-wp-title="Sonne" data-wp-lang="de" class="wmf-wp-with-preview">Sonne</span> <span data-wikipedia-preview="" data-wp-title="Mond" data-wp-lang="de" class="wmf-wp-with-preview">Mond</span> und <span data-wikipedia-preview="" data-wp-title="Wind" data-wp-lang="de" class="wmf-wp-with-preview">Wind</span> </h3>
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			<item>
				<title>Der Kondor und das Lama</title>
				<link>https://aventin.de/der-kondor-und-das-lama/</link>
				<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 06:40:53 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=64148</guid>
					<description><![CDATA[Kuntur und Q’ara verbinden die Anden mit einer Fabel aus Südamerika.Links fliegt ein Kondor mit...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2026/06/der-kondor-und-das-lama-fabel-aus-sudamerika-anden-2026.jpg" class="type:primaryImage" alt="Ein Kondor fliegt vor dunklem Hintergrund, daneben zeigt eine Karte Südamerikas und eine Andenszene mit Lama und Reisenden." /><figcaption>Kuntur und Q’ara verbinden die Anden mit einer Fabel aus Südamerika.</figcaption><div class="image-description">Links fliegt ein Kondor mit ausgebreiteten Schwingen, in der Mitte ist die Karte von Südamerika zu sehen, rechts eine Andenszene mit Lama, Reisenden und Bergdorf unter warmem Licht.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Der Kondor und das Lama &#8211; Fabel aus Südamerika</h2>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:1353,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anden&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260622064110\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anden&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-22 07:14:39&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-22 07:14:39&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>


<p class="wp-block-paragraph">In den hohen, windgepeitschten Bergen der Anden, wo die Wolken die schneebedeckten Gipfel küssen, lebte einst ein prächtiger Kondor namens Kuntur. Mit seinen riesigen Schwingen konnte er höher fliegen als jedes andere Wesen. Von dort oben blickte er auf die Welt herab und rief: „Ich bin der König der Lüfte! Alles unter mir gehört mir. Die Menschen verehren mich, die Berge fürchten mich!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht weit von seinem Horst, auf einer kargen Hochebene, lebte ein ruhiges Lama namens Q’ara. Es war kein besonders schönes oder starkes Lama – sein Fell war vom Wind zerzaust, und es trug geduldig schwere Lasten für die Menschen des Dorfes. Q’ara kannte jeden Pfad zwischen den Felsen, wusste, wo die besten Kräuter wuchsen und wann ein Sturm kam. Es sprach wenig, aber wenn es sprach, hörten die anderen Tiere zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines Tages zog ein gewaltiger Sturm auf. Dunkle Wolken ballten sich zusammen, Blitze zuckten, und eisiger Wind heulte durch die Schluchten. Kuntur lachte nur. „Ein Sturm? Für mich ist das nur ein Spiel!“ Er schwang sich in die Lüfte, um über den Wolken zu tanzen und allen zu zeigen, wie mächtig er war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch der Sturm war stärker als erwartet. Die Winde packten Kuntur, warfen ihn hin und her und drückten ihn schließlich gegen einen scharfen Felsen. Mit gebrochenem Flügel stürzte er in eine enge Schlucht, wo er hilflos liegen blieb. Der Regen prasselte auf ihn nieder, und die Kälte kroch in seine Knochen. Von oben sah er nur graue Wolken. Niemand hörte seine Rufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Q’ara, das Lama, war gerade mit einer Karawane unterwegs gewesen. Als der Sturm losbrach, hatte es die Menschen sicher in eine Höhle geführt. Nun suchte es nach verlorenem Gepäck und hörte das schwache Krächzen des Kondors.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Langsam und vorsichtig kletterte Q’ara in die Schlucht hinunter. „Großer Kuntur“, sagte es ruhig, „bist du zu hoch geflogen und hast den Boden vergessen? Die Berge lehren uns doch Demut!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kuntur wollte zuerst zornig schnappen, doch der Schmerz und die Erschöpfung waren zu groß. Q’ara half ihm, sich aufzurichten, brachte ihm frische Kräuter und schützte ihn mit seinem eigenen Körper vor dem Wind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tagelang pflegte das Lama den verletzten Kondor, bis der Sturm vorüberzog und Kunturs Flügel langsam heilte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Kuntur endlich wieder fliegen konnte, stieg er nicht gleich so hoch wie früher. Er kreiste tief über der Hochebene und rief die anderen Tiere zusammen. „Ich habe geglaubt, Höhe allein mache einen König“, gestand er. „Doch ohne die Weisheit des Bodens und die Hilfe der Kleinen wäre ich verloren gewesen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von da an flog Kuntur nicht mehr nur, um zu prahlen. Er brachte Nachrichten aus fernen Tälern zu den Dörfern, warnte vor Gefahren und teilte seine Sicht der Welt mit allen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Q’ara? Es blieb bescheiden wie immer, trug weiter seine Lasten und lächelte still, wenn der große Kondor abends neben ihm auf dem Felsen saß.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Moral der Geschichte:<br></strong>Wer nur in den Höhen schwebt, verliert leicht den Blick für das Wesentliche. Wahre Größe entsteht, wenn Stolz und Demut, Himmel und Erde zusammenfinden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Kondor und das Lama &#8211; <a href="https://aventin.de/tag/fabel/" data-type="post_tag" data-id="51">Fabel</a> aus Südamerika &#8211; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anden" data-type="link" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Anden" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Anden</a> </h3>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<item>
				<title>Frieden und Krieg</title>
				<link>https://aventin.de/frieden-und-krieg-hermann-hesse/</link>
				<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 11:34:00 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/?p=43953</guid>
					<description><![CDATA[Frieden · AVENTIN Storys · Freundschaft und Freiheit · Pace · Peace · Leben ·...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/04/frieden-aventin-storys-04-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Frieden · AVENTIN Storys · Freundschaft und Freiheit · Pace · Peace · Leben" /><figcaption>Frieden · AVENTIN Storys · Freundschaft und Freiheit · Pace · Peace · Leben · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Frieden · AVENTIN Storys · Freundschaft und Freiheit · Pace · Peace · Leben · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Frieden und Krieg · Hermann Hesse · Gewinn und Verlust</h2>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:90,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_Hesse&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20260215121242\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_Hesse&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-19 17:01:33&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-24 14:14:09&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-01 01:21:01&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-05 21:53:49&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-18 09:21:33&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-24 01:04:10&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-30 13:38:11&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-05 23:24:35&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-09 21:28:59&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-14 16:41:46&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-18 01:11:35&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-22 02:33:06&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-25 08:34:03&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-04-28 17:24:55&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-03 08:39:34&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-07 05:26:58&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-12 06:05:46&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-19 15:55:18&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-22 18:04:49&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-26 05:30:34&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-29 08:38:30&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-03 04:54:54&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-06 14:31:38&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-09 14:33:37&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-14 07:44:34&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-17 07:51:26&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-20 14:28:00&quot;,&quot;http_code&quot;:429},{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-23 20:22:30&quot;,&quot;http_code&quot;:200}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-23 20:22:30&quot;,&quot;http_code&quot;:200},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>


<p class="wp-block-paragraph">Ukraine greift russische Ölraffinerie in Westsibirien an (Juni 2026). Selenskyj hat einen Angriff auf eine mehr als 2000 Kilometer entfernte Ölraffinerie in Russland bestätigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es nicht bald zu einer Einigung kommt, wird es einen neuen Weltkrieg geben. Die Ukraine ist offensichtlich nicht gewillt, einer Einigung zuzustimmen &#8211; und die Wirtschaft im Westen ebenfalls nicht. Na dann …</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Frieden ist weder ein paradiesischer Urzustand noch eine Form durch Übereinkunft geregelten Zusammenlebens &#8230; Friede ist ein Ideal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist etwas unsäglich Kompliziertes, Labiles, Bedrohtes &#8230; ein Hauch genügt, um ihn zu zerstören. Dass auch nur zwei Mensch, die aufeinander angewiesen sind, in wahrem Frieden miteinander leben, ist seltener und schwieriger als jede andere ethische oder intellektuelle Leistung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krieg war immer, seit wir von den Geschicken der Menschen wissen, und es waren keine Gründe für den Glauben da, er sei nun abgeschafft. Es war lediglich die Gewohnheit langen Friedens, die uns das vortäuschte &#8230; Krieg wird noch lange sein, er wird vielleicht immer sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch ist die Überwindung des Krieges nach wie vor unser edelstes Ziel und die letzte Konsequenz abendländisch-christlicher Gesittung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Forscher, der das Mittel gegen eine Seuche sucht, wird seine Arbeit nicht wegwerfen, wenn eine neue Epidemie ihn überrascht. Noch viel weniger wird »Friede auf Erden« und Freundschaft unter den Menschen, die eines guten Willens sind, jemals aufhören, unser höchstes Ideal zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Krieg kommt nicht aus dem blauen Himmel herab, er muss gleich jeder anderen menschlichen Unternehmung vorbereitet werden, er bedarf der Pflege und Mitwirkung vieler, um möglich und wirklich zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gewünscht aber, vorbereitet und suggeriert wird er durch die Menschen und Mächte, denen er Vorteil bringt. Er bringt ihnen entweder direkten baren Geldgewinn wie der Rüstungsindustrie, oder er bringt ihnen Gewinn an Geltung, Achtung und Macht wie etwa den stellenlosen Generälen und Obersten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kriege werden gemacht von Leuten, denen das Leben anderer gleichgültig ist. Sie machen ihre Kriege mit der Habe, dem Blut und Leben anderer, und was wir dazu denken und dabei leiden, ist ihnen einerlei.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://aventin.de/tag/frieden/">Frieden</a> und Krieg · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Hesse" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Hermann Hesse</a> · <a href="https://aventin.de/tag/gewinn/">Gewinn</a> und <a href="https://aventin.de/tag/verlust/">Verlust</a> </h3>
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			<item>
				<title>Aktiver Frieden · Axel Eggebrecht</title>
				<link>https://aventin.de/aktiver-frieden-axel-eggebrecht/</link>
				<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 06:47:13 +0000</pubDate>
								<dc:creator><![CDATA[Ave]]></dc:creator>				<guid isPermaLink="false">https://aventin.de/aktiver-frieden-axel-eggebrecht/</guid>
					<description><![CDATA[Frieden · AVENTIN Storys · Freundschaft und Freiheit · Pace · Peace · Leben ·...]]></description>

				<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://aventin.de/wp-content/uploads/2024/04/frieden-aventin-storys-04-24-1.webp" class="type:primaryImage" alt="Frieden · AVENTIN Storys · Freundschaft und Freiheit · Pace · Peace · Leben" /><figcaption>Frieden · AVENTIN Storys · Freundschaft und Freiheit · Pace · Peace · Leben · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</figcaption><div class="image-description">Frieden · AVENTIN Storys · Freundschaft und Freiheit · Pace · Peace · Leben · Von einem der sich aufmachte Weisheit zu finden.</div></figure>
<h2 class="wp-block-heading">Aktiver Frieden ·&nbsp;Axel Eggebrecht · Journalist und Schriftsteller</h2>
<span hidden class="__iawmlf-post-loop-links" data-iawmlf-links="[{&quot;id&quot;:1131,&quot;href&quot;:&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Axel_Eggebrecht&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;https:\/\/web-wp.archive.org\/web\/20251223045702\/https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Axel_Eggebrecht&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;checks&quot;:[{&quot;date&quot;:&quot;2026-02-20 21:33:09&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-18 18:29:45&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-03-26 17:34:31&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-05-31 11:05:09&quot;,&quot;http_code&quot;:200},{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-20 06:47:38&quot;,&quot;http_code&quot;:429}],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:{&quot;date&quot;:&quot;2026-06-20 06:47:38&quot;,&quot;http_code&quot;:429},&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]"></span>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Friede muss erkämpft werden:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichts wird uns Menschen geschenkt. Alles müssen wir strebend und kämpfend erringen, auch das Natürlichste. Selbst den Frieden, Ja, ihn erst recht, obwohl ein Verlangen danach uns eingeboren ist; obwohl er das Selbstverständliche zu sein scheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Friede muss erkämpft werden. Diese bittere dialektische Wahrheit haben fünftausend Jahre Geschichte uns unabweislich gelehrt. Und noch vor einigen Jahrzehnten wurden sie uns schmerzhafter denn je eingebleut und eingebrannt. Der Friede muss erkämpft werden.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Friede kann errungen werden:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">»Immer gab es Krieg; also wird es ihn auch immer geben!« So flüstern die Verzagten. So murmeln die Lauen. So klagen die Mattherzigen. So seufzen die Ängstlichen. So reden die Bequemen daher. So rufen die Handfesten. So brüllen die plumpen Gewalttäter. Und so klügeln die Kundigen. So beweisen zum Schein die überklugen Betrachter, die Geschichtsmystiker, die Experten und die ewig Gestrigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie irren! Alle! Goethe antwortet ihnen: »Was ist gestern? Gestern ist nichts!« Der Friede kann errungen werden.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Ewigen Frieden:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer einen allgemeinen und dauernden Frieden, den »Ewigen Frieden« Immanuel Kants, für unerreichbar hält, der hätte einst auch sagen müssen: Sklaverei wird immer sein! (Und sie ist abgeschafft, trotz verspäteten Rückfällen.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Folter ist unentbehrlich! (Doch sie ist heute verpönt, wie sich gegenüber manchen Rückschlägen erweist.) Wer den Frieden für eine Utopie hält, der hätte einst behaupten müssen (und das ist auch behauptet worden!): Seuchen sind gottgewollt und ewig. Immer wird im Kindbett die Hälfte aller Geborenen zugrunde gehen. Bis ans Ende aller Tage werden Pest, Cholera, Lepra, Malaria und Tuberkulose uns in ihren Krallen halten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber alle diese Übel sind bekämpft, gemindert, auf einen Bruchteil ihrer Wirkung eingeschränkt worden. Manche sind schon fast von der Erde verschwunden. Wenn sie noch nicht völlig ausgerottet wurden, dann nur deshalb: weil ihre Reste im Schatten des einen, des schlimmsten Übels weiter gedeihen – des Kriegs!</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist der Krieg wirklich der Vater aller Dinge?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber halt! Heißt es nicht: »Der Krieg ist der Vater aller Dinge?« Das ist ein Wort des altgriechischen Denkers Heraklit. Kaum ein Zitat wird so gern, so oft, so unbekümmert gebraucht. Und es ist doch nichts als eine Verdrehung, eine bösartige Missdeutung, eine infame Lüge. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Heraklit meinte nämlich den Krieg der Geister. Den Streit der Meinungen. Den fruchtbaren Gegensatz, aus welchem Neues entspringt, Entwicklung, Besserung, Fortschritt. Also genau das Gegenteil von dem, was die ewig gestrigen Verfechter des Kriegs behaupten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heraklit hat auch gesagt: »Alles fließt!« Das heißt: wir streben voran. Nichts ist uns Menschen unabänderlich. Wir wollen weiter kommen!</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gibt es einen frisch-fröhlichen Krieg?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ganz und gar nichts mit dem sogenannten frisch-fröhlichen Krieg, der alles belebt, anfacht und befeuert. Ein kluger Mann hat einmal gefragt, weshalb wir eigentlich immer vom frisch-fröhlichen Krieg sprächen – und nie von einer frisch-fröhlichen Cholera-Epidemie. Er hat recht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg ist die letzte, die größte und die schlimmste aller Seuchen. Er muss ausgetilgt werden, gleich allen anderen Epidemien.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Krieg – natürlich und selbstverständlich?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum aber erscheint den meisten der Krieg immer noch so natürlich, so selbstverständlich? Aus zwei Gründen, glaube ich. Einmal ist der Krieg so entsetzlich bequem. Die meisten Menschen haben ein träges Herz. Es ist für sie leichter zu töten, als zu erschaffen. Im Krieg wird alles Planen und Wirken unnötig. Es ist in doppeltem Sinn so grauenhaft einfach, sich »fallen zu lassen«. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt, dass es dem machtlosen einzelnen Menschen auf unklare Art schmeichelt, wenn er sich dunklen Mächten zum Fraß vorgeworfen fühlt. Da spielt irgendein Erbteil aus weit vergangenen Vorzeiten mit. Ein abergläubiger, selbstvernichtender Spuk. Aber die Gespenster sterben, eines nach dem anderen. Weshalb nicht endlich auch dieses?</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Krieg – ein Element der Aktivität?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum zweiten wird der Krieg als das Element der Aktivität, des Muts und der Jugend bezeichnet. Aber gerade dies ist eine schreckliche Täuschung, nicht unähnlich jener, die jahrtausendelang annahm, die Sonne drehe sich um die Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau bedacht ist der Krieg nämlich nicht ein Ergebnis des Muts, sondern der allgemeinen Feigheit. Denn es ist passiv, verzichtend und greisenhaft, das Leben gering zu achten und es leichtfertig aufzugeben. Wer lebend für das große, das herrliche, das einmalige Leben wirkt, ist ein Kämpfer. Wer es aufgibt, wer unnütz stirbt oder lässlich tötet, ist ein Verräter.</p>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Nicht der »Pazifist« ist ein Schwächling: der »Bellezist«, der Kriegsgläubige ist es!</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Kampf für den Frieden:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gilt, den Kampf für den Frieden als die wichtigste und edelste Aufgabe der Menschheit zu erkennen. Und: danach zu handeln!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen den Frieden endlich in einem neuen, tätigen, aktiven Sinn auffassen. Nicht der Krieg – der Friede ist der natürliche Zustand. Ewiger Friede ist kein blutloses Hirngespinst, kein blasser Traum; sondern ein gegenständliches Ziel, zum Greifen nahe, wenn wir nur wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Forderung der Moral, jede Lehre der Ethik kann ihre Erfüllung nur im Frieden erhoffen. Und zwar nicht in jenem lässigen, zeitweisen und zufälligen Frieden, den wir bis heute so nennen. Nicht in den angstvollen Zwischenzeiten zwischen Kriegen. Sondern im erkämpften, dauernden, ewigen Frieden. Erst wenn er herrscht, werden wir erfahren, was er vermag.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Mensch wird besser werden:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch ist nicht gut, wie wir Illusionisten noch nach dem Ersten Weltkrieg glaubten. Aber es ist ihm eingeboren, besser werden zu wollen. Das ist das Geheimnis der Geschichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Ordnung in der Welt hat dieses Streben zur Voraussetzung. Sie bändigt den Egoismus des einzelnen, gewiss oft auch durch Furcht, tiefer aber noch durch Hoffnung. Durch die Hoffnung nämlich, dass die anarchische Gier nach Macht und Genuss sich dem hohen allgemeinen Sinn und Ziel unterordne: dem Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher wird es zur Pflicht jedes einzelnen, für den Frieden zu wirken. Er kann dafür sogar viel mehr tun, als alle Verbände, Bewegungen und Parteien zusammen. Er vermag es, darin höchste Klugheit und höchsten Mut zu beweisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der stürmische Tatendrang der Jugend findet hier seine schönsten Abenteuer. Die Kraft reifer Frauen und Männer wird hier ihre stolzesten Siege erringen. Die weise Erfahrung der Alten wird sich mit ihnen vereinen im glorreichen Kampf gegen den Tod und für das Leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wehrt sich nicht jedermann gegen Krankheit? Sucht nicht jeder, Unfällen zu entgehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg aber ist die schlimmste Krankheit und der furchtbarste Unfall, der uns treffen kann, in einem. Sollte das uralte Heldengeschlecht der Menschheit nicht endlich auch mit diesem Ur-Feind, diesem Lindwurm fertig werden, der uns den Weg zu höherer Vollendung versperrt?</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die ganze Welt ist unsere Heimat:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Süß und ehrenvoll sei es, für das Vaterland zu sterben. So sagten einst die Römer. Dann wurde die halbe Welt ihr Vaterland. Heute ist die ganze Welt unsere Heimat. Noch ist uns das nur halb bewusst. Aber einmal, bald schon, wird jeder ganz davon durchdrungen sein und wissen: Süß und ehrenvoll ist es, für das tätige Dasein auf diesem Stern, unserem großen Heimatland, zu wirken und zu leben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aktiver <a href="https://aventin.de/tag/frieden/" data-type="post_tag" data-id="3101">Frieden</a> · <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Eggebrecht" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Axel Eggebrecht</a> · Journalist und <span data-wikipedia-preview="" data-wp-title="Schriftsteller" data-wp-lang="de" class="wmf-wp-with-preview">Schriftsteller</span> </h3>



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				<title>Die Legende vom Meister Zhang Guolao</title>
				<link>https://aventin.de/die-legende-vom-meister-zhang-guolao/</link>
				<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 06:34:47 +0000</pubDate>
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<h2 class="wp-block-heading">Die Legende vom Meister Zhang Guolao &#8211; Daoismus &#8211; China</h2>
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<p class="wp-block-paragraph">Zhang Guolao ist in der chinesischen Daoismus-Tradition einer der Acht Unsterblichen: kein historisch klar fassbarer „Weiser“ im modernen Sinn, sondern eine legendäre Figur, die als Eremit, Magier und Lehrgestalt verehrt wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bekannteste Erzählung verbindet ihn mit einem wundersamen Esel, auf dem er verkehrt herum ritt. Die Geschichte machte ihn zum Sinnbild für eine Sichtweise, die die gewöhnliche Weltordnung bewusst infrage stellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Legende:</strong><br>Die überlieferte Legende erzählt, dass Zhang Guolao auf dem Weg zu einem Markt in einem Tempel eine duftende Kräutermahlzeit vorfand, und diese mit seinem Esel teilte. Wie durch ein Wunder soll er danach unsterblich geworden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In anderen Erzählungen erscheint er als exzentrischer Wanderer, der auf einem weißen Esel riesige Strecken zurück legen und das Tier später wieder zusammenfalten konnte, was seine übernatürliche Natur unterstreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tradition besagt auch, dass er immer rückwärts auf dem Esel ritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist symbolisch gemeint: Nicht blind immer „vorwärts“ im Sinne von Ehrgeiz, Karriere und äußerem Erfolg zu gehen, sondern die Richtung des gewöhnlichen Denkens zu hinterfragen. Das Bild kann auch ausdrücken, dass das, was wie Fortschritt aussieht, manchmal auch geistig eher ein Abweichen vom Wesentlichen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Symbolische Lehre:</strong><br>Zhang Guolao wird als jemand verstanden, der Illusionen durchschaut und die Menschen vor Oberflächlichkeit warnt. In den Erzählungen kritisiert er Gewinnstreben, Ruhmsucht, Begierden und die Verstrickung in äußere Dinge, weil sie den Menschen vom „ursprünglichen Selbst“ entfernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit steht Zhang Guolao für daoistische Gelassenheit, Einfachheit und eine Haltung, die hinter die Fassade der Dinge blickt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lehre:<br></strong>Aus seinem Wesen lässt sich lernen, nicht jedes gesellschaftliche Ideal von Erfolg automatisch für Wahrheit zu halten. Sein Verhalten erinnert daran, immer etwas Distanz zu schaffen, innerlich frei zu bleiben und sich nicht von Status, Eitelkeit oder Dauerbeschleunigung bestimmen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die rückwärts gerichtete Pose kann als Einladung gelesen werden, immer die eigene Richtung zu prüfen: Gehe ich wirklich zu dem, was mir wichtig ist, oder nur dem nach, was von außen glänzt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit:</strong><br>Zhang Guolao ist vor allem eine daoistische Symbolfigur für Unabhängigkeit vom äußeren Schein, geistige Wachheit und die Kritik an falschen Prioritäten. Die Geschichte vom rückwärts reitenden Esel ist weniger eine Kuriosität als eine bildhafte Warnung: Man kann äußerlich vorankommen ohne innerlich vom Wesentlichen wegzudriften?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Legende vom Meister Zhang Guolao &#8211; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Daoismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" title="">Daoismus</a> &#8211; <a href="https://aventin.de/tag/china/" title="China">China</a></h3>
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