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	<title>bayer04blog</title>
	
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	<description>Analysen und Meinung rund um Bayer 04 Leverkusen</description>
	<lastBuildDate>Sun, 13 May 2012 09:36:25 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Brot und Tippspiele – Die Auflösung</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 09:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>
		<category><![CDATA[Tippspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Saison ist beendet und damit auch unser kleines Tippspiel. Ohne große Umschweife kommen wir gleich zu den Gewinnern: Tippspiel Nr. 1: Beim ersten Tipp ging es darum zu erraten wie viele Minuten bei Bayer Leverkusen zwischen dem eigenen Führungstreffer und dem Ausgleichstreffer (sollte es einen geben) liegen. Es waren insgesamt 364 Minuten. Christine gewinnt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Saison ist beendet und damit auch <strong><a href="http://www.bayer04blog.de/2286-brot-und-tippspiele/">unser kleines Tippspiel</a></strong>. Ohne große Umschweife kommen wir gleich zu den Gewinnern:</p>
<p><strong>Tippspiel Nr. 1:</strong></p>
<p>Beim ersten Tipp ging es darum zu erraten wie viele Minuten bei Bayer Leverkusen zwischen dem eigenen Führungstreffer und dem Ausgleichstreffer (sollte es einen geben) liegen. Es waren insgesamt <strong>364 Minuten</strong>.</p>
<p><strong>Christine</strong> gewinnt damit die erste Runde. Ihr Tipp waren 360 Minuten.</p>
<p><strong>Tippspiel Nr. 2:</strong></p>
<p>Hier musste die Laufdistanz von Lars Bender erraten werden. Als das Tippspiel startete (nach dem 20. Spieltag) kam er schon auf insgesamt 242 Kilometer. Hochgerechnet hätte er locker die 400-Marke geknackt, doch Bender verletzte sich und fiel wochenlang aus. Somit kam er in seinen 28 Bundesligaeinsätzen auf <strong>337,73 km</strong>. Da sind durchschnittlich 12,06 km in rund 85 Minuten pro Einsatz. Absolute Spitzenwerte.</p>
<p>In dieser Runde hat <strong>Jarne</strong> gewonnen. Sein Tipp mit 350 Kilometer war der niedrigste von allen und er hat sich bei einer Differenz von 12,27  nur um ein Spiel verschätzt.</p>
<p>Ich gratuliere beiden Gewinnern und bedanke mich bei allen Teilnehmern. Christine gewinnt, wie versprochen, einen Eimer Ruhm und Jarne einen Eimer randvoll mit Ehre. Der große Hauptpreis bleibt damit unangetastet. Diesen hätte es nur gegeben, wenn ein Kandidat beide Eimer gewinnt. Vielleicht schafft es einer im nächsten Jahr.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wir brauchen dringend neue Lügen</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 12:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[Danke!]]></category>
		<category><![CDATA[Eren Derdiyok]]></category>
		<category><![CDATA[Kaderplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Saisonfazit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der gestrige 1:4 Sieg in Nürnberg war kein versöhnlicher Abschluss wie es vielerorts geschrieben steht, hat man mit der Saison doch schon abgeschlossen als feststand, dass es in fast ausnahmslos allen Bereichen Rückschritte gab. Trainerarbeit, Kaderpolitik, spielerische Überzeugung. Der fünfte Platz täuscht nicht über eine unter dem Strich katastrophale Saison hinweg, weil man nichts von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der gestrige 1:4 Sieg in Nürnberg war kein versöhnlicher Abschluss wie es vielerorts geschrieben steht, hat man mit der Saison doch schon abgeschlossen als feststand, dass es in fast ausnahmslos allen Bereichen Rückschritte gab. Trainerarbeit, Kaderpolitik, spielerische Überzeugung. Der fünfte Platz täuscht nicht über eine unter dem Strich katastrophale Saison hinweg, weil man nichts von dem erreichte, was man sich zu Saisonbeginn vornahm. Dieses Fazit ist nicht neu, es steckt schon lange in den Köpfen der Fans und Beobachter.</p>
<p>Vor zwei Wochen schrieb Hattrick hier, dass er eine gewisse Ruhe, die rund um Bayer Leverkusen herrschte, sehr genießt. Das tat ich auch und ich bewahre sie mir. Wenn Meinungsträger Luhukay oder Büskens in das frei werdende Traineramt schreiben, dann ist es mir egal. Wenn für Unsummen das Stadiondach umgebaut werden muss, passt es einfach nur in das Bild einer Saison, die man lieber vergisst anstatt sich in ein paar Jahren daran zu erinnern wie schlecht es damals um den Klub stand. Das Einzige, das in mir noch eine sichtbare Reaktion hervorbrachte, war der Wechsel von Eren Derdiyok nach Hoffenheim. Und das nicht, weil ich glaube, dass er so viel besser als Kießling ist. Es ist der Umstand, dass eine solch wichtige Entscheidung mal wieder ohne den Trainer gefällt wurde. Hat man denn gar nichts aus der letzten Saison gelernt? Ja, man muss Geld freimachen, um den Kader neu zu strukturieren und ja, dass Angebot aus Hoffenheim mag ganz gut gewesen sein und ja, Eren hat wahrscheinlich keinen Bock mehr auf einen Zweikampf mit Kießling, der, wie wir alle wissen, eigentlich gar keiner ist und ja, er hat zu oft zu wenig Leistungsbereitschaft gezeigt. Doch diese Entscheidung hätte man doch auch noch in ein paar Wochen fällen können und vielleicht hätte da der neue Trainer gesagt: „Rudi, Michael, der Eren ist genau der Stürmertyp, den ich brauche.“ Vielleicht sagt er auch, dass er lieber ein 4-6-0 spielen lässt und deswegen gar keinen klassischen Stürmer braucht. Es geht mir hierbei einfach um das Prinzip.</p>
<p>Doch das kann mir eigentlich gleich sein, ich bin schließlich ein freier Mann. Wenn mir etwas nicht passt, dann ändere ich es und kann ich es nicht ändern, dann befasse ich mich halt nicht mehr damit. Und genau das ist passiert.  Im Bezug auf Bayer Leverkusen habe ich mir inzwischen eine ziemliche „Ist mir doch egal“-Haltung verpasst und plötzlich meine ich einige der 4000 Dauerkarten-Zurückgeber zu verstehen. In einer Zeit, in der man überall teilnehmen darf und einem das Gefühl gegeben wird, Dinge mitbestimmen und beeinflussen zu können, wird ein nach außen eher antiquiert geführter Verein wie Bayer 04 auf einmal uninteressant.</p>
<p>Doch ich mag den Fußball und Bayer Leverkusen natürlich ganz besonders. Mir gefällt wie dort mit dem Millionengeschäft umgegangen wird.  Dort hört man kein verlogenes „Wir haben die geilsten Fans der Welt“ und es wird kein Hehl daraus gemacht, dass die Bundesliga in erster Linie ein großes Geschäft und dann ein Sport im eigentlichen, im Schulhof-Sinne ist. Ich mag es, dass man versucht sich zur besten Adresse für junge, deutsche Spieler zu etablieren, dass die GmbH mit ruhiger Hand geführt wird und kein Chaos ausbricht wie auf der anderen Rheinseite.</p>
<p>Wenn im Spätsommer der erste Spieltag beginnt, möchte ich wieder dahin zurück. Bayer soll mir den neuen Trainer als große Lösung verkaufen, mir erklären, warum wir immer noch eine Top-Adresse sind und warum diese Saison eine gute werden wird. Völler soll Meinungsmachern wie ich einer bin als Quatschkopf bezeichnen und aufzeigen, wie die Dinge wirklich laufen. Doch dann sollte man sich daran halten, nach diesen Versprechungen den Weg gehen und nicht wieder davon abkommen. Denn eines ist sicher: Keinen Saisonstart werde ich kritischer betrachten als den folgenden.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Damit verabschiede ich mich dann entsprechend auch in die Sommerpause. Das obligatorische Saisonfazit mit Einzelkritiken und so weiter spare ich mir. In, ich glaube, weit über 50 Blogartikeln habe ich alles gesagt. Vielmehr möchte ich mich bei allen bedanken. Bei jedem Leser, egal ob regelmäßig oder sporadisch und bei jedem Kommentar, egal ob anstrengend oder positiv belustigend. Ein Dank an alle, die uns empfohlen, verlinkten und uns auf Anfrage weiterhalfen. Ein besonderer Dank gilt natürlich Fanny und Hattrick1904.</p>
<p>Das war alles irgendwie nicht immer leicht, aber ich gelobe, wie jedes Jahr, das nächste Saison natürlich alles besser wird.</p>
<p>Apropos nächste Saison: Ja, ich habe da so ein paar Überlegungen am Start, was so alles neu oder besser werden könnte. Da wäre einerseits ein neues Design und andererseits könnte es sein, dass der bayer04blog auch bald nebenbei in leicht anderer Form monatlich erscheint, aber das ist alles noch sehr vage und keinesfalls ausgereift. Wichtig ist, dass die Zeit und die Lust wieder zurückkommen, denn aktuell ist bei mir persönlich die Luft komplett raus. Aber genau dafür ist die Sommerpause ja auch da. Es erscheint vielleicht hier und da mal ein neuer Artikel, das Tippspiel muss noch aufgelöst werden und irgendwann steht ein Trainer da. Das lassen wir natürlich nicht unkommentiert.</p>
<p><strong>Ich wünsche euch damit allen eine schöne Pause vom Bundesligafußball und kann mich nur nochmals bedanken. Was und wen wir (und dabei schließe ich jeden Leser ein, auch dich) so alles erreicht haben, ist rückblickend einfach nur toll. Danke.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Michael Ballack und die Liebe</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 17:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fanny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>
		<category><![CDATA[Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[Fans]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover 96]]></category>
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		<category><![CDATA[Saison 11/12]]></category>
		<category><![CDATA[Vedran Corluka]]></category>

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		<description><![CDATA[Das war sie also, die Saison 2011/12. Ach nein, nächste Woche geht’s noch nach Nürnberg. Egal. Diese Saison habe ich mich ein wenig von meinem Verein entfremdet und das gestrige Spiel gegen Hannover 96 hat nicht unbedingt zur Verbesserung dieser Situation beigetragen. Der anschließende Abschied von Michael Ballack und René Adler dagegen ein wenig. Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Das war sie also, die Saison 2011/12. Ach nein, nächste Woche geht’s noch nach Nürnberg. Egal.<br />
Diese Saison habe ich mich ein wenig von meinem Verein entfremdet und das gestrige Spiel gegen Hannover 96 hat nicht unbedingt zur Verbesserung dieser Situation beigetragen. Der anschließende Abschied von Michael Ballack und René Adler dagegen ein wenig.</p>
<p style="text-align: justify">Vor dem Anpfiff gab es zunächst die Standardverabschiedung mit <em>Thank You for Being a Friend</em> und Blumenstrauß von Wolfgang Holzhäuser und Rudi Völler. Franky und Paffi von der Fanbetreuung übergaben Ballack und Adler ein T-Shirt mit Widmungen der Fans.</p>
<p style="text-align: justify">Das Spiel selbst war ereignisarm und streckenweise sogar einschläfernd. Bernd Leno stand fast die komplette erste Halbzeit beschäftigungslos in seinem Kasten herum und auch vor dem Tor von Ron-Robert Zieler gab es nur wenige Highlights. So ging es dann auch 0:0 in die Pause und nach Wiederanpfiff wurden die Hannoveraner stärker. Meine Sitznachbarn – ich hatte gestern ausnahmsweise den D-Block aufgesucht, um das Spiel von der ersten Reihe aus zu verfolgen – rechneten schon mit dem Führungstreffer von 96; es hätte gepasst, zur Situation, zu uns.<br />
Doch glücklicherweise setzte sich Stefan Kießling in der 75. Minute überraschend gegen Pogatetz durch und schoss den 1:0 Siegtreffer und uns auf Platz 5 – so überraschend übrigens, dass ich es verpasst habe, weil ich gerade auf mein Handy schaute.</p>
<p style="text-align: justify">Ballack war inzwischen auch eingewechselt worden, von dem sah ich aber wenig. In der ersten Halbzeit hatte ich verstärkt Vedran Corluka beobachtet, der zwar nichts herausragendes leistete, mir aber von seiner Physis und/oder Präsenz auf dem Platz sehr gut gefällt – wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob „Präsenz“ vielleicht schon zu viel des Lobes ist. Leider musste er in der zweiten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden.<br />
Da hatte ich dann das Vergnügen Michael Ortega aus der Nähe zu beobachten, der in der 70. Minute für Barnetta eingewechselt wurde. Ortega strahlt derzeit als einziger diese Spielfreude und den Spielwitz aus, den früher, na gut, nicht immer alle 11 Einzelspieler besaßen, aber die uns doch als Mannschaft stets charakterisierten und auszeichneten. Schnelles, technisch sauberes Spiel auf hohem Niveau, das begeistert – das haben wir diese Saison vermissen lassen, aber Ortega verbreitet die leise Hoffnung, dass wir wieder das alte Leverkusen werden können, solange wir noch/wieder in der Lage sind Spieler wie ihn finden und ihnen ein sportliches und außersportliches Umfeld zu bieten, um sie auch langfristig an den Verein zu binden.</p>
<p style="text-align: justify">Ich bin froh, wenn nächsten Samstag um ca. 17:20 Uhr die Saison vorbei ist, die mit dem Pokalaus in der ersten Runde gegen Dresden, zumal nach einer 3:0 Führung!, nicht schlechter hätte starten können.<br />
Wenn ich von Entfremdung spreche, meine ich im Übrigen nicht das Kündigen der Dauerkarte aufgrund des ausbleibenden Erfolgs meiner Mannschaft wie es anscheinend ganze 4.000 Fans getan haben, sondern ein emotionales auf Distanz gehen, schlicht auch um mich nicht mehr ärgern zu müssen. Die vielen nicht gewonnenen Spiele waren mir tatsächlich irgendwann egal, ich habe die Saison schon recht früh in der Rückrunde abgeschrieben. Auch weil ich nicht Europa League spielen möchte. Ich hatte vor Saisonbeginn große Hoffnungen in Robin Dutt gesetzt, hatte – natürlich! – auch wieder gehofft, diese Saison endlich einmal Deutscher Meister zu werden. Da ist ein 5. Platz und die direkte Qualifikation für die Europa League, ein Turnier, dem jeglicher Reiz abgeht, kein Trost, und auch keine Kompensation für die vielen Querelen und das Drama um Ballack, Dutt und Holzhäuser. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Text.</p>
<p style="text-align: justify">Die Verabschiedung von Michael Ballack und René Adler von den Fans hat den symbolischen Strich drunter gesetzt und mich mit der Saison 2011/12 versöhnt, auch wenn der Anlass ein trauriger war. Ballack hat das Wort ergriffen und ein paar Sätze zum C-Block gesagt. Er wisse, dass es keine leichte Saison gewesen sei, auch für uns Fans nicht, aber dass es gerade dann wichtig sei, immer zur Mannschaft zu stehen. Pfiffe und Trainerbeschimpfungen unter der Gürtellinie aus dem C-Block sind auch so etwas, was ich nächste Saison nicht nochmal erleben möchte.</p>
<p style="text-align: justify">Michael Ballack und René Adler drehten eine Ehrenrunde durchs Stadion, begleitet von <em>You’ll Never Walk Alone</em> – die Songauswahl in Leverkusen ist cheesy und nicht sehr einfallsreich – und ich hatte den dicksten Kloß im Hals seit.. der Verabschiedung von Bernd Schneider im Mai 2009 wohl.<br />
Neben mir saß gestern ein ca. 12-jähriges Mädchen auf den Schultern ihres Vaters und hielt ein selbstgemaltes „Mach’s gut, Micha“-Schild hoch. Ich konnte sie nicht anschauen, sie sah aus, als würde sie jeden Moment in Tränen ausbrechen, und jedes Mal, wenn ich doch rüber sah, musste ich anfangen zu heulen. Als Ballack sich damals zum ersten Mal aus Leverkusen verabschiedet hat, um zum FC Bayern München zu gehen, war ich nur ein wenig älter als sie. Der gestrige Abschied hat einen schönen Bogen gespannt von meinen Anfängen als Leverkusen-Fan bis heute, und mir nochmal gezeigt wie sehr ich diesen Verein liebe. Ich wünsche Michael Ballack und René Adler alles Gute und bin dankbar für alles, was sie für unseren Verein geleistet haben. Und nächste Saison werden wir dann wirklich Deutscher Meister!</p>
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		<title>Stille genießen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 10:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hattrick1904</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>
		<category><![CDATA[Spieltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Ach, ist das grad schön ruhig bei Bayer04. Fast traut man sich gar nicht, die andächtige Stille durch Blogbeiträge zu stören. Sogar ein Michael Ballack kann im Aktuellen Sportstudio auftreten, ohne dass hinterher ein medialer Sturm der Entrüstung durchs Land fegt. Woran das mit der Stille wohl liegen mag? An der Mannschaft wohl kaum. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, ist das grad schön ruhig bei Bayer04. Fast traut man sich gar nicht, die andächtige Stille durch Blogbeiträge zu stören. Sogar ein Michael Ballack kann im Aktuellen Sportstudio auftreten, ohne dass hinterher ein medialer Sturm der Entrüstung durchs Land fegt. Woran das mit der Stille wohl liegen mag? An der Mannschaft wohl kaum. Die Spieler bewegen sich nämlich noch immer über den Platz, als hätten sie vor einem Monat das erste Mal in ihrem Leben einen Fußball gesehen. Aber da es die Hoffenheimer schafften, vor dem Tor noch hilfloser zu agieren als die geliebte Werkself, reichten am Ende halt zwei schöne Einzelleistungen, um das Minimalsaisonziel internationales Geschäft dann wohl doch irgendwie zu erreichen.* </p>
<p>Während große Mannschaften bereits feiern oder wichtige Saisonziele wie internationale oder DFB-Pokale noch realisiert werden können, schleppt sich die Werkself gen Ziel und guckt mal wieder nur von hinten zu, wenn es um die Wurst geht. So viel steht jedoch fest: Die große Befreiung der Mannschaft ob der Trainerentlassung ist ausgeblieben und Hyypiä und Lewandowski sind keine Wunderheiler/-trainer. Man darf daher auf die Lösung der sportlichen Leitung in der Trainerfrage gespannt sein. Leicht wird es für den neuen Mann nicht. Vorbereitungen in EM-Jahren verlaufen in der Regel ja besonders holprig. Stefan Reinartz gab unter der Woche in einem Interview mit der RP schon mal folgendes Anforderungsprofil heraus:</p>
<p>„Wir brauchen einen Trainer, der durchgreift. Der auf der einen Seite sehr nah dran ist an der Mannschaft, der aber auf der anderen Seite auch knallhart Disziplin durchpeitscht. Das ist Jupp Heynckes sehr gut gelungen. Man hat das bei ihm, glaube ich, in der Öffentlichkeit nie so gesehen. Aber er konnte intern auch anders.“ </p>
<p>*Als gebrannter Bayer04-Fan weiß man natürlich, dass zehn Tore und sechs Punkte-Vorsprung in zwei Spielen sehr wohl aufzuholen sind, wenn es sich bei der einzuholenden Mannschaft um Bayer04 handelt. Aber das sollten wir den Bremern besser nicht erzählen.  </p>
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		<title>Problemzone Spielerkader</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 15:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mannschaftskader]]></category>
		<category><![CDATA[Kaderplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Transferpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem über weite Strecken langweiligen und zum Schluss doch noch hektischen Spiel gegen Hertha BSC gewann man auch im dritten Einsatz des neuen Trainerduos keine sonderlich neuen Erkenntnisse. Man setzt an Dutts eingeschlagenen Weg an, garniert ihn mit ein paar eigenen Ideen, doch am Ende bleibt die Mittelmäßigkeit. Die Hoffnung, in den letzten drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem über weite Strecken langweiligen und zum Schluss doch noch hektischen Spiel gegen Hertha BSC gewann man auch im dritten Einsatz des neuen Trainerduos keine sonderlich neuen Erkenntnisse. Man setzt an Dutts eingeschlagenen Weg an, garniert ihn mit ein paar eigenen Ideen, doch am Ende bleibt die Mittelmäßigkeit.</p>
<p>Die Hoffnung, in den letzten drei Spielen der Saison würde sich daran noch etwas ändern, schürt man wahrscheinlich vergebens. Es ist längst bekannt, dass die Probleme tiefer sitzen. Wolfgang Holzhäuser spricht von einer Mannschaft, die über ihrem Zenit ist und wo im Sommer die neue Ausrichtung forciert werden soll. Doch wie soll der auch von Völler angekündigte Umbruch aussehen? Wie radikal wird und kann eingegriffen werden? Bayer Leverkusen spielt diesbezüglich nicht mit offenen Karten, auch weil sie wahrscheinlich selbst noch nicht wissen, wer geht, wen man nicht los wird und auf welchen Positionen es überhaupt entsprechenden Ersatz gibt.</p>
<p>Wir stochern alle noch etwas im Trüben und zurück bleibt die Hoffnung, dass im Sommer irgendwie alles etwas besser wird. Doch was muss dafür passieren? Ich thematisiere mal einige Problemzonen, wissentlich, dass ich keine Ahnung habe, welche Möglichkeiten wir zur Bekämpfung <em>wirklich</em> haben.</p>
<p>Ganz unabhängig davon, wer schlussendlich auf dem Platz steht und wie gut er als Einzelspieler, Ballartist oder Zweikämpfer ist, muss die <strong>„mentale Stärke“</strong> wieder ihren Einzug finden. Die Mannschaft hat als Mannschaft immer wieder damit zu kämpfen, Spielsituationen richtig anzugehen. Zu oft gibt man Spiele schon auf und verpasst somit den Anschlusstreffer oder kassiert wie so oft in dieser Saison noch den Ausgleich. Die Mannschaft muss sich wieder selbst pushen (können) und in zerfahrenen Situationen an einem Strang ziehen.</p>
<p>Wie man das, was ich versuche hier zu beschreiben, angeht? Keine Ahnung, doch mein Gespür sagt mir, es braucht wieder Spielführer auf dem Platz. Keinen altmodischen Platzhirsch und von den lauten Wortführern haben wir eigentlich auch genug. Nein, es braucht jemanden, der spielerisch wieder die Mannschaft nach vorne peitschen kann. Ein Renato Augusto hat zum Beispiel das Problem, dass er sein bestes Spiel nur betreiben kann, wenn alles um ihn herum stimmt. Ähnlich verhält es sich mit Schürrle oder Castro. Sie benötigen das richtige Umfeld, um ihrem Spiel den Stempel aufzudrücken. Anders war das (und ja, ich weiß, dass das Thema nervt) mit Arturo Vidal. Ein Spieler, der nicht viel besser am Ball war wie Renato oder Castro, aber einer, der immer sein Potential abrufen konnte, die Mannschaft mitriss und den Glauben an die eigene Stärke aufrecht erhielt. Da gab es keine Schultern, die am Boden hingen, sondern es ging mit breiter Brust voran. Manchmal zwar so breit, dass es einen verheerenden Hackentrick im eigenen Strafraum gab, doch den verzeiht man ihn gerne. <strong>Michael Ortega</strong> hat in seinen letzten zwei Spielen so ein bisschen daran erinnert. Ein feiner Techniker, der aus dem Nichts das Tempo anziehen kann, sich selbst mit einem Doppelpass freispielt und somit für Alarm sorgen kann.</p>
<p>Um beim Abgang von Vidal zu bleiben: Das zentrale Mittelfeld ist weiterhin unsere Problemzone mit dem größten Niveauverfall im Vergleich zu den letzten zwei Jahren. Ein Spieler, dem man zutraute in die chilenischen Fußstapfen zu treten, war und ist weiterhin <strong>Gonzalo Castro</strong>. Doch zahlreiche Verletzungen der Mitspieler ließen den Deutschen immer wieder rotieren. Er selbst wirft sich seine inkonstante Leistungen vor, vergisst aber nicht zu betonen, dass er ja eigentlich ein „Sechser“ sei. Mein Vermutung: Castro wird konstant gute Leistungen bringen, wenn er im nächsten Jahr endlich mal konstant im Mittelfeld spielt.</p>
<p>Neben ihm wird <strong>Lars Bender</strong> gesetzt sein. Der junge Nationalspieler spielte sich mit seiner großen Einsatzbereitschaft in die Herzen der Fans und in das eines jeden Trainers. Seine bisher einzige ausgemachte Schwäche ist die Beweglichkeit am Ball. Etwas hüftsteif, etwas holprig. Das kommt aber nicht weiter schwer zum Tragen, sollten seine Mitspieler entsprechend aktiv in der Spielgestaltung sein. Wichtig dafür wäre vor allem eine funktionierende und aufeinander abgestimmte <strong>Offensivreihe</strong>. Potential dafür ist in der Mannschaft genug, doch das Trainerteam muss es schaffen, dies konsequent auf den Platz zu übertragen. Gegen einen verletzungsanfälligen Renato können sie nicht sehr viel ausrichten, aber wenn dann auch noch Sam und Barnetta dazustoßen und ein Schürrle sich monatelang völlig außer Form Spiel für Spiel beweisen muss, in einem Gebilde, dass ihm im Gegensatz zu Mainz überhaupt nicht auf den Leib geschneidert ist, wird es so unansehnlich wie über weite Strecken dieser Saison.</p>
<p>Der wichtigste Faktor wäre wahrscheinlich diesbezüglich, dass man einfach die Erwartungen stark nach unten schraubt. Du kannst von diesem Spielermaterial nicht erwarten, dass es Woche für Woche Topleistungen abliefert. Dafür fehlt es an gewachsenen Strukturen und eingespielten Spielsystemen. Das benötigt Zeit und besonders ein gutes, passendes Trainerteam. Doch auch dies ist zum aktuellen Zeitpunkt nur eine weitere Baustelle.</p>
<p>Ebenso wie der komplette <strong>Defensivapparat</strong>. Während Kießling und das offensive Mittelfeld noch meistens recht akkurat gegen den Ball spielen, gleicht besonders unserer Abwehrkette oft in ihren Aktionen blockierten Nachwuchsspielern. Was Kadlec defensiv teilweise veranstaltet, möchte ich lieber nicht thematisieren. Oczipka mag der vielleicht nicht der bessere, aber der eindeutig stabilere Spieler sein. Darauf lässt sich viel besser aufbauen als auf tschechische Harakiri-Aktionen. Auf der Gegenseite braucht es unbedingt eine Neuverpflichtung. Corluka ist das vermutlich viele Geld nicht wert, Castro gehört <del>verdammtnochmal</del> ins Mittelfeld, Schwaab in die Innenverteidigung und da Costa allein bringt dir in einer langen Saison nicht nur Sonnenschein.</p>
<p>Sehr viel Geduld und Nerven wird die<strong> Innenverteidigung</strong> kosten. Spätestens nachdem man das mit Schürrle gesehen hat, ist man mit den Vorschusslorbeeren bei Wollscheid vorsichtig. Toprak und Schwaab plagen die gleichen Probleme wie 80% des kleinen Kaders: Potential vorhanden, konstante Leistungen aber nicht. Toprak und Schwaab spielen sich an guten Tagen in die deutsche Nationalmannschaft, wenn sich der eine nicht für die türkische entschieden hätte, doch an schlechten ist das gerade noch Mittelmaß.</p>
<p>Hinzu kommen noch zwei grundsätzliche Probleme. Das eine ist die <strong>Fitness</strong>. Das Team sollte in der Lage sein, auch noch in der 70. Minute für Druck zu sorgen und das ist nur mit intensiver Laufarbeit möglich. Der andere Punkt ist die <strong>konsequente Kadergestaltung</strong>. Dieser muss wieder aus einem Guss sein. Wenn Spieler B Spieler A ersetzt, sollte das kaum spürbar sein. Doch wenn bei uns Derdiyok für Kießling kommt, ist das ein Wechsel wie Tag und Nacht. Nicht, weil der eine viel besser ist, sondern weil es grundverschiedene Spielertypen sind. Das lässt sich in unserem aktuellen Kader auf viele Positionen übertragen.</p>
<p>Es wird im Sommer höchste Zeit das Fußballspiel auf die aktuelle Generation umzustellen und nicht auf bröselnde Säulen wie Rolfes oder Kießling zu bauen. Diese Spieler sind keinesfalls zu schlecht, aber sie tragen keine neue Mannschaft mehr. Das müssen nun andere übernehmen. Gleichzeitig muss der kleine Kader mit neuen, aggressiven und willigen Spielern bestückt werden. Das wird bei der aktuellen Lage sehr schwer zu realisieren sein, doch es führt kein Weg vorbei. So eine Neugestaltung garantiert keinesfalls den Erfolg und viele Klubs sind daran gescheitert bevor es richtig losging, doch wenn wir uns die Möglichkeit aufrecht erhalten wollen, in einigen Jahren wieder nach ganz oben greifen zu können, dann bleibt uns jetzt keine Zeit für Kompromisse. Der harte Schnitt muss her, ohne großes Wenn und Aber. Sonst wird die kommende Saison eine ähnlich verlorene und wir stehen in einem Jahr an derselben Stelle.</p>
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		<title>Schmucklos</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 07:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hattrick1904</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein 3:1 gegen Kaiserslautern ist natürlich okay. Meine Freude darüber hält sich in Grenzen. Das Spiel war nicht wirklich berauschend und erinnerte an zwei Boxer, die ohne Deckung gegeneinander antreten. Jeder darf einmal auf den anderen draufhauen so fest er kann und wer zuerst umfällt, hat verloren. Am Ende hatten wir das größere Stehvermögen. Von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein 3:1 gegen Kaiserslautern ist natürlich okay. Meine Freude darüber hält sich in Grenzen. Das Spiel war nicht wirklich berauschend und erinnerte an zwei Boxer, die ohne Deckung gegeneinander antreten. Jeder darf einmal auf den anderen draufhauen so fest er kann und wer zuerst umfällt, hat verloren. Am Ende hatten wir das größere Stehvermögen. Von der größeren Disziplin und Struktur, von der unser Kapitän neuerdings so gerne spricht, habe ich – vor allem in Halbzeit eins – (noch) nicht so viel gesehen. </p>
<p>In den Medien genießt das neue Trainer-Duo trotz der durchwachsenen Leistungen Kredit, was wohl vor allem daran liegt, dass es für diese Konstellation noch keine Schublade (Konzepttrainer, Feuerwehrmann, Motivations-Guru) gibt und an die beiden auch keinerlei Erwartungen gesteckt werden. Sogar einen Weltklassespieler wie Michael Ballack dürfen Hyypiä und Lewandowski unter dem Hinweis auf altersbedingte längere Regeneration draußen lassen, ohne dass dies als despektierlich ausgelegt wird. Hurra!</p>
<p>Von der sichtbar gestiegenen Einsatzbereitschaft unseres Kapitäns Simon Rolfes darf jeder halten, was er will. Seine Einsatzbereitschaft vor TV-Mikrofonen ist ebenfalls sichtbar gestiegen. Stil kann man halt nicht lernen. Den hat man, oder nicht. </p>
<p>Die Saison trudelt aus. Viel wird bei uns wohl nicht mehr passieren. Mir persönlich geht ja die EL-Qualifikation am Allerwertesten vorbei. Der Frust darüber, wie dämlich die erneute CL-Quali hergeschenkt wurde, sitzt dafür zu tief. Das einzig Interessante in den letzten Spieltagen wird sein, wie sich junge Spieler wie Ortega oder Oczipka oder Yesil machen, wenn sie von den Trainern Minuten bekommen. Renato Augustos gerissene Muskelfaser könnte ja den einen oder anderen aufs Feld spülen.</p>
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		<title>Gleich geblieben und doch ganz anders</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[bodenständig]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lewandowski]]></category>

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		<description><![CDATA[Als sich nach dem Spiel in Hamburg Sascha Lewandowski auf seinen Stuhl im Presseraum setzte und das Wort an sich nahm, ruhig, sachlich und irgendwie glaubwürdig davon sprach, dass die Mannschaft in der ersten Halbzeit das Spiel gut annahm, dann verdient ausglich, aber am Ende mit dem einen Punkt sehr zufrieden sein kann, versprühte das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als sich nach dem Spiel in Hamburg Sascha Lewandowski auf seinen Stuhl im Presseraum setzte und das Wort an sich nahm, ruhig, sachlich und irgendwie glaubwürdig davon sprach, dass die Mannschaft in der ersten Halbzeit das Spiel gut annahm, dann verdient ausglich, aber am Ende mit dem einen Punkt sehr zufrieden sein kann, versprühte das eine Bodenständigkeit, die Bayer Leverkusen einerseits verlor, aber andererseits in dieser und vielleicht auch in der letzten Saison nie wirklich erreichte.</p>
<p>Sascha Lewandowski sprach von Kampfbereitschaft, Power und Wille. Mit einer ruhigen Stimme, ohne Überheblichkeit, ohne belehrenden Unterton, ohne irgendwelche Positionen zwischen ihm und den Zuhörer abzustecken. Keine tiefergehenden Erklärung, keine Versprechungen für die Zukunft, sondern eine einfache Schilderung des Zustandes seines Teams während den 90 Minuten gegen den Hamburger SV.</p>
<p>Und das waren trostlose, fast arme 90 Minuten. Von beiden Mannschaften. Der HSV traf durch einen Elfmeter, Leverkusens Ausgleich war ein Zufallsprodukt nach einer Ecke. Bei einem keinesfalls großartig, sondern eher solide aufspielenden Renato Augusto kommen 96% der Pässe an und gleichzeitig gewinnt er über 70% seiner Zweikämpfe. Die Hamburger Gegenwehr war gering bis nicht vorhanden. Dass dann über 90 Minuten maximal eine Handvoll ernstzunehmender Chancen entstehen, offenbart den Zustand der Offensivabteilung. Das fängt in der Abwehr mit faden, ohne Mumm gespielten Pässen an und hört vorne, sollte jemand zum Sprint ansetzen, bei unkoordinierten Laufwegen auf.</p>
<p>Doch Trainer Lewandowski scheint trotzdem nicht unzufrieden zu sein. Weil er vielleicht die Mannschaft in einer Verfassung übernahm, die nicht mehr zulässt und weil er vielleicht ein bodenständiger Realist ist. Es ist ihm vielleicht auch klar, dass sein Vorgänger Robin Dutt nicht das Problem war, sondern <em>nur</em> daran scheiterte. Dementsprechend sinnig erscheinen die Entscheidungen, die das neue Trainerduo vor dem Spiel beschlossen.</p>
<p>Stefan Reinartz bekam seine Position als helfender Saubermann vor der Viererkette wieder, ein Kniff, den Dutt damals erfolgreich installierte, aus unerfindlichen Gründen aber wieder davon abkam. Vorne blieb es beim ewig ackernden Stefan Kießling, der von Schürrle und Renato Augusto beflügelt werden sollte. In der Abwehr tat sich mit Castro, Toprak, Friedrich und Kadlec das verletzungsbedingte Notaufgebot auf. Einzig im zentralen Mittelfeld gab es die schon fast angekündigte Überraschung: Michael Ballack stand in der Startelf. Ob er nun wieder durfte, wollte oder es ein Zufallsprodukt war, bleibt vorerst ungeklärt.</p>
<p>Es war das gleiche Bayer Leverkusen wie unter Dutt, sowohl auf dem Papier wie auf dem Platz. Das soll keinesfalls eine böswillige Unterstellung sein, das neue Trainerduo kann in dieser kurzen Zeit zu wenig bewirken und gleichzeitig wäre es arg fahrlässig, so kurz vor Ende alles halbwegs Einstudierte über den Haufen zu werfen. Einzig der Kapitän Simon Rolfes schien aktiv, lauffreudig und willensstark wie selten. Doch unterstellen möchte ich da natürlich auch keinesfalls etwas.</p>
<p>In zwei Tagen, am Mittwoch, kommt der nächste Abstiegskandidat aus Kaiserslautern in die BayArena. Vielleicht sieht dann die Fußballwelt schon wieder anders aus. Doch falls nicht, fänd ich dies nicht einmal sonderlich schlimm. Irgendwie gefällt mir das neue, bodenständige Leverkusen um Hyypiä und Lewandowski, wo Probleme nicht ständig rauf und runter thematisiert werden. Es ist eine gewisse Ruhe eingekehrt und das tut mir ganz persönlich, als Fan und ständiger Beobachter, gerade richtig gut. Da ist ein Unentschieden auch einfach mal ein Unentschieden und kein Forderung nach Änderungen in der Personal- oder Vereinsstruktur.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Statistiken, die die Welt nicht braucht</title>
		<link>http://www.bayer04blog.de/2477-statistiken-die-die-welt-nicht-braucht/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 13:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute: Grundlage: Tabellenplatz des Gegners Spiele Punkte Punkte pro Spiel 1 15 13 0,87 2 18 21 1,17 3 14 16 1,14 4 14 21 1,50 5 20 30 1,50 6 14 21 1,50 7 12 20 1,67 8 16 27 1,69 9 21 45 2,14 10 18 26 1,44 11 7 13 1,86 12 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute:</strong></p>
<p><a href="http://www.bayer04blog.de/wp-content/uploads/2012/04/Statistik-Tabellenplatz.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2478" title="Statistik - Tabellenplatz" src="http://www.bayer04blog.de/wp-content/uploads/2012/04/Statistik-Tabellenplatz.png" alt="" width="926" height="711" /></a></p>
<p><strong>Grundlage:</strong></p>
<table width="367" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<colgroup>
<col width="96" />
<col span="2" width="80" />
<col width="111" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;" width="96" height="20"><strong>Tabellenplatz des Gegners</strong></td>
<td style="text-align: center;" width="80"><strong>Spiele</strong></td>
<td style="text-align: center;" width="80"><strong>Punkte</strong></td>
<td style="text-align: center;" width="111"><strong>Punkte pro Spiel</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">1</td>
<td style="text-align: center;" align="right">15</td>
<td style="text-align: center;" align="right">13</td>
<td style="text-align: center;" align="right">0,87</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">2</td>
<td style="text-align: center;" align="right">18</td>
<td style="text-align: center;" align="right">21</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,17</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">3</td>
<td style="text-align: center;" align="right">14</td>
<td style="text-align: center;" align="right">16</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,14</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">4</td>
<td style="text-align: center;" align="right">14</td>
<td style="text-align: center;" align="right">21</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,50</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">5</td>
<td style="text-align: center;" align="right">20</td>
<td style="text-align: center;" align="right">30</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,50</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">6</td>
<td style="text-align: center;" align="right">14</td>
<td style="text-align: center;" align="right">21</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,50</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">7</td>
<td style="text-align: center;" align="right">12</td>
<td style="text-align: center;" align="right">20</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,67</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">8</td>
<td style="text-align: center;" align="right">16</td>
<td style="text-align: center;" align="right">27</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,69</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">9</td>
<td style="text-align: center;" align="right">21</td>
<td style="text-align: center;" align="right">45</td>
<td style="text-align: center;" align="right">2,14</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">10</td>
<td style="text-align: center;" align="right">18</td>
<td style="text-align: center;" align="right">26</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,44</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">11</td>
<td style="text-align: center;" align="right">7</td>
<td style="text-align: center;" align="right">13</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,86</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">12</td>
<td style="text-align: center;" align="right">18</td>
<td style="text-align: center;" align="right">22</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,22</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">13</td>
<td style="text-align: center;" align="right">18</td>
<td style="text-align: center;" align="right">32</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,78</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">14</td>
<td style="text-align: center;" align="right">16</td>
<td style="text-align: center;" align="right">27</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,69</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">15</td>
<td style="text-align: center;" align="right">13</td>
<td style="text-align: center;" align="right">22</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,69</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">16</td>
<td style="text-align: center;" align="right">24</td>
<td style="text-align: center;" align="right">56</td>
<td style="text-align: center;" align="right">2,33</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">17</td>
<td style="text-align: center;" align="right">18</td>
<td style="text-align: center;" align="right">33</td>
<td style="text-align: center;" align="right">1,83</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" align="right" height="20">18</td>
<td style="text-align: center;" align="right">15</td>
<td style="text-align: center;" align="right">30</td>
<td style="text-align: center;" align="right">2,00</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/bayer04blog?a=keRiNduvo0o:nD2GF7_LEDc:D7DqB2pKExk"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/bayer04blog?i=keRiNduvo0o:nD2GF7_LEDc:D7DqB2pKExk" border="0"></img></a>
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		</item>
		<item>
		<title>Liveblog: Der Tag danach</title>
		<link>http://www.bayer04blog.de/2460-liveblog-der-tag-danach/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 09:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>

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		<description><![CDATA[Leverkusen ist mal wieder im Mittelpunkt des allgemeinen Fußballinteresses. Seit Robin Dutt seinen überzeugenden Drei-Minuten-Monolog auf der Pressekonferenz hielt, wird mit ihm, dem Verein und seinen Spielern abgerechnet. Es wird viel geschrieben. Mal gutes, mal interessantes, mal belangloses. Ich könnte meine Senftube nun auch noch ausdrücken, aber das mache ich das ganze Jahr über schon. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leverkusen ist mal wieder im Mittelpunkt des allgemeinen Fußballinteresses. Seit Robin Dutt seinen überzeugenden Drei-Minuten-Monolog auf der Pressekonferenz hielt, wird mit ihm, dem Verein und seinen Spielern abgerechnet. Es wird viel geschrieben. Mal gutes, mal interessantes, mal belangloses. Ich könnte meine Senftube nun auch noch ausdrücken, aber das mache ich das ganze Jahr über schon. Ich nehme diese geballte Medienresonanz einfach mal zum Anlass, um Geschriebenes zu verlinken, Kommentare abzugeben und sich etwas zurückzulehnen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Wichtig:</strong></span> Da auch dieser Liveblog wieder schwer improvisiert ist, müsst ihr selbst euren Browser aktualisieren, um die neusten Updates zu sehen. Die Auswahl der zitierten oder verlinkten Texte ist keinesfalls vollständig und soll es auch überhaupt nicht sein.</p>
<p><strong>[15:46] </strong>Das soll es dann auch gewesen sein. Gestern die Entlassung, heute das deutschlandweite Nachtreten und morgen das erste Training unter Hyypiä und Lewandowski. Ich wünsche dem neuen Trainerduo nur das Beste und hoffe, dass bald wieder etwas Ruhe einkehrt.</p>
<p><strong>[15:20]</strong> <a href="http://spielverlagerung.de">Spielverlagerung.de</a> schreibt heute, dass die Beziehung Dutt-Bayer schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt war. Mit dem Wechsel von Heynckes auf Dutt änderten die Verantwortlichen zwar die Spielphilosophie, ein dementsprechender Wechsel des Spielermaterials blieb aber aus.</p>
<blockquote><p>Somit waren Spieler, die von Bayer sehr gut bezahlt wurden und jahrelang ihren Job erfüllt hatten, unter Dutt nicht mehr so sehr gefragt, was natürlich für einige Unzufriedenheit unter diesen Spielern führte, worin viele die Ursache von Dutts „Erfolglosigkeit“ sehen. [...] Diese Ablehnung gegenüber neuen Ideen ist wahrscheinlich damit zu begründen, dass diese für die Wortführer langfristig das Ende in Leverkusen bedeutet hätten, und man zudem nicht mit den langwierigen Fehleranalysen Dutts klarkam, die es in dem Maße unter Heynckes nicht gegeben hatte.</p></blockquote>
<p>und:</p>
<blockquote><p>Unter Heynckes war Leverkusen eine disziplinierte, kompakte Mannschaft mit viel Geduld im Aufbauspiel, die sich auf die Klasse einzelner Akteure verließ und viele knappe Siege einfuhr. [...] Kurzum, man spielte eine den körperlichen und spielerischen Möglichkeiten des Kaders angemessene Taktik.</p>
<p>Robin Dutt dagegen hatte einen anderen Ansatz für Bayer, und versuchte vom ersten Tag an das Team auf Ballbesitzfußball und Kombinationsspiel umzustellen. Was dabei wohl nicht thematisiert wurde zwischen Trainer und Verantwortlichen, war das Problem, dass Dutt noch immer mit dem beinahe identischen Kader, der eine komplett andere Spielweise gewöhnt war, arbeiten musste.</p></blockquote>
<p>Die Analyse ist treffend und richtig, schiebt die Schuld bei der angegebenen Argumentation meiner Meinung nach zu weit von Robin Dutt weg. Völler hatte einmal durchblitzen lassen, dass das Transferbudget zwar keine großen Verpflichtungen (Vidal-Ersatz etc.) zuließe, aber noch etwas im Topf sei. Dutt hingegen forderte nur die feste Verpflichtung von Bernd Leno und stellte sonst keine großen Ansprüche.</p>
<p><strong><a href="http://spielverlagerung.de/2012/04/02/dutt-in-leverkusen-das-grose-missverstandnis/?utm_source=twitterfeed&amp;utm_medium=twitter">Lesen!</a></strong></p>
<p><strong>[14:55] </strong>Richard Leipold ist auf <a href="http://www.faz.net">faz.net</a> der Meinung, dass der Stolperstein der etwas schön geredete Blick auf eigentlich offensichtliche Probleme war.</p>
<blockquote><p>Das Management hatte sich lange gegen diesen Schritt gesträubt, obwohl Dutt nie richtig in Leverkusen angekommen ist. Der Trainer machte sich früh Gegner, ließ sich auf einen Streit mit Michael Ballack und auch Kapitän Simon Rolfes ein, auf Machtkämpfe, die sich auf Dauer nur gewinnen lassen, falls man Erfolg hat. Im Laufe der Saison traten immer wieder Zeichen des Misserfolges zutage. Wenn Dutt in der öffentlichen Wahrnehmung „auf der Kippe“ stand, halfen ihm gute Spiele</p></blockquote>
<p>Gleichzeitig deutet der Autor einen zentralen Satz von Wolfgang Holzhäuser (&#8220;Es ist mir noch nie so schwer gefallen, einem Trainer zu sagen, dass wir ihn freistellen müssen. Die ganze Aktion trifft mich menschlich sehr.&#8221;) als ein Eingeständnis der eigenen Arbeit:</p>
<blockquote><p>Die Vorgesetzten hat das in der Hoffnung gestärkt, nach langem Suchen vielleicht doch den Trainer gefunden zu haben, der Bayer zu sportlichem Glanz verhilft und den Klub aus der dauerhaften Diskrepanz zwischen Aufwand und (sportlichem) Ertrag befreit. Holzhäuser war es mehr als unangenehm, Dutt erklären zu müssen, was sich schon länger abgezeichnet hatte.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/rheinische-fussballkrise-raus-und-rein-11704653.html">Lesen.</a></strong></p>
<p><strong>[13:01] </strong><a href="https://twitter.com/#!/TorstenWieland">Thorsten Wieland</a> empfahl mir einen Artikel von <a href="http://www.derwesten.de">derwesten.de</a>. Dort geht man besonders mit Völler hart ins Gericht:</p>
<blockquote><p>bei Rudi Völler verhindern wohl nur seine immense Popularität und die Tatsache, dass er das einzige unverwechselbare Leverkusener Gesicht ist, die Diskussion darüber, ob er als Sportdirektor mit Leverkusen wirklich erreicht hat, was drin war.</p>
<p>Viel ist Völler und Wolfgang Holzhäuser dann auch zu Dutts Entlassung öffentlich nicht eingefallen. Ein Wort der Vereinsbosse zur eigenen Verantwortung? Oder darüber, wie schäbig sich große Teile der Anhänger am Samstag dem Trainer gegenüber mit ihren Sprechchören verhalten haben? Leider komplette Fehlanzeige.</p>
<p>Größe hat an diesem Tag nur der ungeliebte Trainer bewiesen.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://www.derwesten.de/sport/ein-abgang-voller-klasse-id6519670.html">Quelle</a></strong></p>
<p>Ganz so einfach ist das dann aber auch nicht. Holzhäuser zeigte sich durchaus selbstkritisch, besonders bei der Kommunikation bestimmter Thematiken. Und Rudi Völler lenkte sofort ein, dass die Spieler nun kein Alibi mehr hätten und deutete damit erneut an, dass im Sommer der Kader ordentlich aufgeräumt werden könnte. Das ist indirekt ein Zugeständnis. Ein echtes Bekenntnis wird man aber von einem wie Völler nicht hören. Es braucht schließlich noch wenigstens einen starken Mann im Verein.</p>
<p><strong>[12:50] </strong><a href="http://www.spox.com">Spox.com</a> würdigt Sami Hyypiä als &#8220;Mutter aller Interimslösungen&#8221;, vergisst dabei aber im Gegensatz zu vielen Kollegen nicht, dass Partner Lewandowski alles andere als ein unbeschriebenes Blatt ist:</p>
<blockquote><p>Im Gegensatz zu Hyypiä war Lewandowski keine illustre Profi-Karriere vergönnt, dafür gehört er seit mehreren Jahren zu den besten Jugendtrainern Deutschland. 2007 wechselte er von Bochum zur U 19 von Bayer und weist seitdem einen imposanten Schnitt von 2,2 Punkten pro Spiel auf. In den ersten vier Saisons lag Leverkusens A-Jugend in der Abschlusstabelle der Bundesliga West nie schlechter als auf Rang drei, zweimal zog sie sogar in das Endspiel der deutschen Meisterschaft ein.</p></blockquote>
<p>Dazu werden noch eine Namen zur Nachfolge in den Topf geworfen. Rutten, Schuster, Doll, Wörns (ja, der Wörns), Tuchel, Hecking und noch ein paar mehr. Treffender wird es dafür wieder am Ende der insgesamt fünf Seiten:</p>
<blockquote><p>Es war nur ein Nebensatz bei Robins Dutts Abschiedspressekonferenz. Doch es war ein Nebensatz, der aufhorchen ließ. Explizit bedankte sich der Ex-Trainer bei den &#8220;jungen Spielern&#8221; im Kader, &#8220;die die Stange gehalten und Gas gegeben haben&#8221;.</p>
<p>Die Aussage dient als weiterer Beleg für das Offensichtliche: Leverkusens Mannschaft ist in zwei Lager gespalten. Hier die Talente, dort die Erfahrenen.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1204/Artikel/bayer-leverkusen-sami-hyypiae-sascha-lewandowski-ralf-rangnick-zukunft,seite=5.html">Ruhig mal durchblättern.</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>[12:22] </strong>Die Printausgabe der Stuttgarter Zeitung titelt &#8220;Die Bayer-Spieler verlieren ihr Alibi&#8221;. Daniel Theweleit nimmt darunter Robin Dutt in Schutz und zeigt Verständnis. Eher geht es ihm um die Vereinsführung an. Mal subtiler:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir mussten diesen Schritt gehen, weil das Minimalziel, die Qualifikation für die Europa League, in Gefahr ist&#8221;, sagte Holzhäuser, und daher sei es unerlässlich, die Grundstimmung zu verbessern. In den vergangenen Wochen habe es eine &#8220;relativ hohe Kündigungsrate im Dauerkartenbereich&#8221; gegeben. Bayer hat Angst, dass die Leute sich abwenden.</p></blockquote>
<p>Mal deutlicher:</p>
<blockquote><p>Die Leverkusener Chefs haben auch ihren Anteil an der Entwicklung. Sie haben Dutt ein Team mit dem Problemfall Michael Ballack übergeben, zu hohe Erwartungen geschürt, die Qualität der Abwehrspieler überschätzt und dem Trainer den Auftrag erteilt, die Spieler aus ihrer Bequemlichkeit herauszuholen.</p></blockquote>
<p>War Robin Dutt also zum Scheitern verurteilt? Diese Meinung haben zumindest viele Fans und Beobachter.</p>
<p><strong>[11:56] </strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/robin-dutts-entlassung-in-leverkusen-und-die-fankurve-schunkelt-zum-abschied-1.1323904">Andreas Burkert</a> schildert die Situation um Robin Dutt ohne groß zu urteilen, dafür aber mit viel Fingerspitzengefühl.</p>
<blockquote><p>Dann stand Dutt auf, er hatte seinen Schlüsselbund in der Hand und verließ den Saal durch eine Seitentür zum Aufzug. Zurück blieben Rudi Völler, Wolfgang Holzhäuser und die Tür. Durch diese trat eine Minute später der Nachfolger herein: Sami Hyypiä, der neue Teamchef.</p>
<p>Es menschelte also am Ende dieser komplizierten Beziehung ein wenig. Und doch bleibt nach dem wohl nur interimistischen Wechsel auf Hyypiä, den früheren Bayer-04-Innenverteidiger und aktuellen Co-Trainer der finnischen Nationalelf, das Bild eines heillos zerrütteten Verhältnisses zurück. Gegen seine Freiburger Freunde verlor Dutt, das realisierte er selbst, endgültig den Zugang zum Team, zu dessen Spiel und dem Publikum.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/robin-dutts-entlassung-in-leverkusen-und-die-fankurve-schunkelt-zum-abschied-1.1323904">Lesen.</a></strong></p>
<p><strong>[11:23]</strong> <a href="http://twitter.com/#!/kluettermann">Stefan Klüttermann</a>, der Bayer Leverkusen das ganze Jahr über begleitet und Situationen stets gut einzuschätzen vermag, rechnet auf<a href="http://www.rp-online.de"> RP-Online</a> ab:</p>
<blockquote><p>Dutt sagte zwar, man habe ihn auf mündige Spieler vorbereitet, allein die Handhabe der Rolfes&#8217;, Ballacks und Balitschs gelang ihm nicht. Die Mannschaft, die Heynckes regelrecht geliebt hatte, begegnete Dutt mit Skepsis – mal mehr, mal weniger offensichtlich. Die unzähligen Interna, die im Verlauf der Hinrunde aus dem Team in die Medien gelangten, zeichneten das Bild einer Zusammenarbeit, in der so ziemlich alles im Argen lag. Dies zu leugnen, war nur ein Reflex der Beteiligten. Einer ohne Überzeugung.</p></blockquote>
<p>Bei Klüttermann ist die direkte Kritik an Dutt auch einen indirekte Kritik an der Vereinsführung. Die haben gewusst, wen sie mit Dutt verpflichten und welches Bild sie nach der Verpflichtung nach außen abgaben. <strong><a href="http://www.rp-online.de/bergisches-land/leverkusen/bayer-04/daran-ist-robin-dutt-gescheitert-1.2777768">Lesen!</a></strong></p>
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		<title>Lieber die Nutella auf dem Brot als einen Pokal in der Vitrine</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 17:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hattrick1904</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mannschaftskader]]></category>
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		<description><![CDATA[Selten war ich so traurig über meinen Verein, wie heute. Es tut mir leid, aber wie sich die Mannschaft in den letzten Wochen präsentiert hat, ist einfach nur ein peinlich. Im Nachhinein wirkt es so, als habe man sich für das Spiel gegen Barcelona nochmal einspielen wollen und holt drei Siege am Stück, um dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selten war ich so traurig über meinen Verein, wie heute. Es tut mir leid, aber wie sich die Mannschaft in den letzten Wochen präsentiert hat, ist einfach nur ein peinlich. Im Nachhinein wirkt es so, als habe man sich für das Spiel gegen Barcelona nochmal einspielen wollen und holt drei Siege am Stück, um dann nach der Rückspielklatsche gegen die Katalanen die Saison endgültig abzuschenken und den Trainer wegzumobben.</p>
<p>Fassungslos stand ich beim Spiel gegen Freiburg in der fünften Minute vorm Fernseher. Da passten sich unsere Abwehrspieler bereits drei, viermal die Bälle zu, bedrängt von Freiburgern und ich fragte mich, wann denn jetzt mal endlich einer aus dem Mittelfeld ins Bild gelaufen kommt, um sich als Anspielstation anzubieten, denn wenn der Ball jetzt verloren wird, dann wird es gefährlich. Kam aber keiner gelaufen. Keine Ahnung, was es für die Jungs am Mittelkreis Spannendes zu erledigen gab, aber mit Fußball hatte es nichts zu tun.</p>
<p>Der beste Treppenwitz ist ja der, dass uns ausgerechnet an diesem Spieltag sogar noch der VfB Stuttgart in der Tabelle überholt hat. Der Verein mit dem schönen Bruno auf der Bank. Der bei uns auch auf die Fresse bekommen hat. Die meisten Spieler müssten ihn noch kennen. Sind ja lange genug dabei. Jetzt ist mal wieder ein Trainer weg. Der dritte Trainer in Folge, der wegen atmosphärischen Störungen mit dem Kader geht. Denn Heynckes und das Ballack-Problem sind auch als eine solche zu werten. Und deshalb wird auch nicht alles gut, weil Dutt nun weg ist.</p>
<p>Dutt hat Fehler gemacht. Aber er hat an sich gearbeitet – jedenfalls wirkte es so nach außen. Zumindest hat er seine Fehler öffentlich zugegeben. Was nicht jedem Akteur aus der Mannschaft gelungen ist. Ja, die Mannschaft hatte einen Trainer, der vielleicht kein bequemer Trainer ist. Der die Mannschaft gefordert und in Teilen vielleicht sogar überfordert hat. Aber die Mannschaft hatte ja auch einen Kapitän. Auf Tauchstation. Oder Vizekapitäne. Von denen hat man ebenfalls nichts gehört. Gerade von denen, die seit ewigen Zeiten bei Bayer sind, kam über die gesamte Saison wenig bis nichts.</p>
<p>Klarer Fall. Es gibt einen Riss in dieser Mannschaft. Es gibt die Willigen und es gibt die Bequemen. Diejenigen, die, wenn ihnen der Trainer nicht passt, auf dem Feld die Leistung verweigern. Mobber. Ich bin sicher, dass wenn für die Mehrheit der Mannschaft eine Zusammenarbeit mit Dutt nicht mehr möglich gewesen wäre, es der Mannschaft auch anders gelungen wäre, Völler und Holzhäuser zu überzeugen, aufzuhören.</p>
<p>Der Riss, der durch die Mannschaft geht, denn wird es auch weiterhin geben. Wenn der nächste Trainer den Mobbern nicht passt, werden sie wieder über den Platz traben. Den Ball lässig zum Gegner köpfen. Sich nicht für den Mitspieler den Arsch aufreißen. Sorry, aber von denen, die für Bayer04 spielen, hat keiner was gewonnen. Kein Titel, nichts. Keiner von denen, hat auch nur ansatzweise das Recht für sich irgendwelche Meriten oder Privilegien zu beanspruchen. Weil keiner etwas gewonnen hat. Und wenn ein Spieler sagt: Wir sind aber letzte Saison Vizemeister geworden, dann kann er gleich gehen. Weil eine Vizemeisterschaft zwar nicht schlimm ist. Aber es ist kein Titel. Und deswegen kein Grund sich zurück zu lehnen, zufrieden zu sein oder zu glauben, dass man über Fußball nichts mehr lernen kann. Schon gar nicht von so einem komischen Trainer.</p>
<p>Ich will keine Spieler mehr in meinem Verein, die über zweite Plätze zufrieden sind oder die nicht in der Lage sind, auch mal unbequemere Wege zu gehen. Robin Dutt hat sich heute mit Würde und erhobenen Hauptes verabschiedet. Einige Spieler sollten es ihm gleich tun, aber sie können nicht. Weil sie Probleme lieber aussitzen. Weil sie keine Verantwortung übernehmen. Weil sie ihr Gesicht schon längst verloren haben.</p>
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