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	<title>bayer04blog</title>
	
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	<description>Analysen und Meinung rund um Bayer 04 Leverkusen</description>
	<lastBuildDate>Wed, 22 Feb 2012 10:38:55 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Für alle Völleristi</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 13:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Völler]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein treuer Leser dieses Blogs startete gestern das Tumblr-Blog „Rudi Völler über…“. Wir sprachen ein wenig darüber, ich gab ihm ein paar Tipps und schlussendlich bat er mich, ihn etwas zu promoten. Mache ich als bekennender Völleristi natürlich gerne. Schaut also ab und zu auf www.rudivoellerueber.tumblr.com und weil die URL so lang ist, solltet ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://rudivoellerueber.tumblr.com/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-2368" title="rvü" src="http://www.bayer04blog.de/wp-content/uploads/2012/02/rvü.jpg" alt="" width="540" height="451" /></a></p>
<p>Ein treuer Leser dieses Blogs startete gestern das Tumblr-Blog „Rudi Völler über…“. Wir sprachen ein wenig darüber, ich gab ihm ein paar Tipps und schlussendlich bat er mich, ihn etwas zu promoten. Mache ich als bekennender Völleristi natürlich gerne.</p>
<p>Schaut also ab und zu auf <a href="http://www.rudivoellerueber.tumblr.com">www.rudivoellerueber.tumblr.com</a> und weil die URL so lang ist, solltet ihr am besten gleich den RSS-Feed abonnieren. Ich glaube, das könnte eine ganz nette Sache werden und Rudi Völler ist ja wahrlich niemand, der sich mit starken Meinungen in der Öffentlichkeit zurückhält.</p>
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		<title>Mo(nu)mentaufnahme</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 12:29:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[Momentaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Fußball kann manchmal so einfach sein. Leverkusen traf am Samstagmittag auf einen auf dem Papier unterlegenen Gegner, trifft in der 25. Minute zum 1:0 und bringt die Führung in die Pause. Nach Wiederanpfiff kommt man etwas schleppend in Fahrt und kassiert den Gegentreffer, doch die Spieler beweisen Geduld, ziehen für 15 oder 20 Minuten das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fußball kann manchmal so einfach sein. Leverkusen traf am Samstagmittag auf einen auf dem Papier unterlegenen Gegner, trifft in der 25. Minute zum 1:0 und bringt die Führung in die Pause. Nach Wiederanpfiff kommt man etwas schleppend in Fahrt und kassiert den Gegentreffer, doch die Spieler beweisen Geduld, ziehen für 15 oder 20 Minuten das Tempo wieder an, erzielen drei Tore zwischen der 60. und 70. Minute und schicken die Gäste mit einer 4:1-Niederlage nach Hause.</p>
<p>Doch ganz so einfach ist das in und um Leverkusen derzeit nicht. Ein hoher Sieg gegen einen Abstiegskandidaten macht nicht wett, was seit Monaten um Robin Dutt geschieht. Der Trainer gab vor und nach dem Spiel die üblichen Floskeln ab, die sich aber alle um einen zentralen Satz zu drehen scheinen: „Es kommt immer auf die Wahrnehmung an“, sagte Robin Dutt am gestrigen Tage und deutete auf die Partie gegen Barcelona an. Als die Katalanen über 70% Ballbesitz hatten, sprach man von Spielkontrolle. Macht Bayer gegen Augsburg ähnliches, ist das ein Spiel ohne Ideen und ohne Zug zum Tor.</p>
<p>Jenes mit der Wahrnehmung lässt sich beliebig weiterdrehen. André Schürrle sagt nach dem Spiel, dass man natürlich auf dem Feld mitbekomme, was auf den Fanrängen los sei. Pfiffe und Anti-Stimmungsgesänge würden einen sehr wohl beeinflussen und vielleicht auch etwas hemmen. Die negative Bild, dass die Medienwelt inzwischen von Bayer Leverkusen abbildet, tut ihr übriges. Da drängt sich doch eine Frage auf: Bringen äußere Vorkommnisse die Unruhe in den Mannschaftskreis oder sind es, wie seit vielen Wochen von Kritikern propagiert, die Unruhen in der Mannschaft, die nach Außen und auf das Spielfeld dringen. Schaut man aktuell auf die 180 Minuten gegen Barcelona und Augsburg, sah man eine Mannschaft, die ihrem Trainer folgt und von der kolportierten Grüppchenbildung war nichts mehr übrig. Man kann und darf durchaus der Meinung sein, dass es zwischen Dutt und Teilen der Mannschaft in dieser Saison nicht sonderlich gut lief, dass beide Parteien ihre Fehler gemacht haben und Dutt ein Hauptverantwortlicher ist, doch man sollte ebenso anerkennen, dass das Gebilde jetzt zu funktionieren scheint. Nicht unbedingt spielerisch, dort ist weiterhin viel Luft nach oben, aber mannschaftlich. Es steht wieder ein Team auf dem Feld, das gemeinsam am trainervorgegebenen Strang zieht. Negative Stimmung gegen den Trainer, egal ob von der Fankurve oder der Pressetribüne, treibt nur unnötig da einen Keil rein, wo eigentlich kein Platz mehr vorhanden ist.</p>
<p>Keinen Platz mehr könnte es auch bald für Simon Rolfes geben. Es ist zwar deutlich zu früh dafür, ihn vollends abzuschreiben, doch sein Spielertyp ist in Dutts Stück für Stück etabliertem 4-1-4-1-System nicht mehr gefragt. Stefan Reinartz kümmert sich als Mann vor der Abwehrkette inzwischen vorbildlich um die defensive „Drecksarbeit“ und davor agieren vier Mittelfeldspieler, die ein am Ball spielerisches Potential haben, dass man von Rolfes selten bis nie sah. Vom Typ her könnte der ehemalige Nationalspieler am ehesten den Rang von Lars Bender ablaufen, doch am 22-jährigen, und da scheinen sich mal ausnahmsweise alle einig zu sein, gibt es derzeit kein vorbei.</p>
<p>Es gäbe nach diesem Spiel noch viele kleine Dinge zu thematisieren, doch macht das Sinn? Schlussendlich stellt sich in letzter Zeit nach jedem Wochenende die gleiche Frage: War das nun ein Ausrutscher oder zeigt es den wahren Stand, auf dem Bayer Leverkusen derzeit ist? Ist es ein Beleg für die Übergangssaison oder ein ausgestellten Armutszeugnis für Robin Dutt? Sind es Spieler, die nicht mehr können oder nicht mehr wollen? Geht es wirklich nur kurzfristig aufwärts, aber langfristig abwärts?</p>
<p>Wichtig ist, welche Schlüsse das Team daraus zieht und nicht, welche Meinung der Herr XY vertritt, der letztendlich keinen Einfluss hat. Doch sollte mich jemand nach meiner Meinung fragen, so würde ich ihm antworten, dass ich an diesen 90 Minuten so viel Spaß hatte wie schon lange nicht mehr. Da waren wieder Kombinationen, da war wieder eine Spielfreude. Es hat mir schlicht Spaß gemacht, 90 Minuten auf einen grünen Rasen zu schauen und darauf kommt mir es schlussendlich an.</p>
<p>Doch das alles ist, wie schon eingangs gesagt, nur eine Frage der eigenen Wahrnehmung und die sollte man manchmal einfach nicht höher setzen als sie eigentlich ist.</p>
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		<title>Rudi Völler über… Rudi Völler (Video, 26min)</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 13:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Führungsetage]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Völler]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der gestrigen Recherche stieß ich auf dieses Videointerview von &#8220;Deutsche Welle&#8221;, entstanden Mitte November 2011. Rudi Völler äußert sich nicht zu Ballack, er verteidigt nicht Robin Dutt und auch um die Schiedsrichter geht es ihm nicht. Also eigentlich schon, aber vielmehr erfahren wir etwas über sein Leben. Seine fußballerischen Anfänge in Hanau, seine größten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der gestrigen Recherche stieß ich auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KKkaFNTP9PI">dieses Videointerview von &#8220;Deutsche Welle&#8221;</a>, entstanden Mitte November 2011. Rudi Völler äußert sich nicht zu Ballack, er verteidigt nicht Robin Dutt und auch um die Schiedsrichter geht es ihm nicht. Also eigentlich schon, aber vielmehr erfahren wir etwas über sein Leben. Seine fußballerischen Anfänge in Hanau, seine größten Momente, seine wichtigsten Leitfiguren und Vorbilder. Seine unzähligen Spiderman-Comics werden ebenso thematisiert wie seine gesammelten Erfahrungen in einer amerikanischen Kaserne. Das ist erfrischend anders.</p>
<p><object width="540" height="304"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KKkaFNTP9PI?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/KKkaFNTP9PI?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="304" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Sollte die Einbindung aus welchen Gründen auch immer nicht funktionieren: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KKkaFNTP9PI">DIREKTLINK</a>.</p>
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		<title>O-Ton (2) – Versprochen ist versprochen!</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 08:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hattrick1904</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Dutt]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn alle Mosaiksteinchen dabei sind, dann wird das eine richtig gute Mannschaft.&#8221; Robin Dutt auf der PK nach dem Spiel gegen Barcelona.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Wenn alle Mosaiksteinchen dabei sind, dann wird das eine richtig gute Mannschaft.&#8221;</em></p>
<p>Robin Dutt auf der PK nach dem Spiel gegen Barcelona.</p>
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		<title>Who the fuck is Barcelona?</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 21:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fanny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Michal Kadlec]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserem Block wurde gestern Abend ein etwas merkwürdiger Gesang angestimmt. Er bestand nur aus zwei Zeilen: Who the fuck is Barcelona, mehrfach wiederholt, und Barcelona, we fuck you. Es war lustig und peinlich zugleich, und ich hab nur gehofft, dass es so leise gesungen wird, dass die Barca-Spieler es nicht hören, geschweige denn verstehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">In unserem Block wurde gestern Abend ein etwas merkwürdiger Gesang angestimmt. Er bestand nur aus zwei Zeilen: <em>Who the fuck is Barcelona</em>, mehrfach wiederholt, und <em>Barcelona, we fuck you</em>. Es war lustig und peinlich zugleich, und ich hab nur gehofft, dass es so leise gesungen wird, dass die Barca-Spieler es nicht hören, geschweige denn verstehen.</p>
<p style="text-align: justify">Auf eine befremdliche Weise lustig waren auch die Pfiffe in den ersten ca. 20 Minuten des Spiels, jedes Mal, wenn Barcelona am Ball war. Besonders die gellenden Pfiffe in Richtung Messi fand ich schlichtweg absurd. Ich bezeichne mich doch auch nicht als Musikliebhaber und pfeife dann auf &#8216;nem Konzert die Beatles oder Queen oder Johnny Cash aus!</p>
<p style="text-align: justify">Während einige Verwirrte pfiffen, hatte ich in der Anfangsphase des Spiels das Gefühl nicht atmen zu können, so groß war die Angst zu jeder Sekunde ein Gegentor zu bekommen. Ich hab mich kaum getraut mich zu bewegen, wollte aus Aberglaube aber auch nicht aufhören zu singen und zu supporten. Da man solch eine Anspannung aber nicht über 90 Minuten aushalten kann, sorgt der Körper irgendwann dafür, dass man sich dran gewöhnt und es folglich als weniger schlimm empfindet. Oder Lionel Messi sorgt einfach dafür, dass es 1:0 für Barcelona steht.<br />
Diese Anspannung ist übrigens vergleichbar mit meiner Flugangst und dem Gefühl, das ich habe, wenn ich im Flieger sitze. Nur dass es da nach dem Absturz nicht mehr weitergeht.</p>
<p style="text-align: justify">Auch wenn ich mir gewünscht hatte, das 0:0 zumindest in die Halbzeit zu retten, lief bis zu diesem Zeitpunkt schon alles besser, als ich zu hoffen gewagt hatte. Dass Barcelona uns in jeder Hinsicht spielerisch und taktisch überlegen sein würde, war doch klar! Meine Mama, ihres Zeichens Leverkusen-Fan, so wie mein Bruder und Vater auch, und ebenfalls gestern Abend im Stadion, hat in ihrer ihr eigenen wundervollen Art das Spiel wie folgt zusammengefasst:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify"><em>And the game, though the reports are critical, was better than anticipated&#8230; I was actually quite scared that Leverkusen would concede early goals and be hopelessly outclassed! But they tried hard, and if they train as hard as they tried, then perhaps they really might get somewhere in a year or two. But they desperately need a striker as reliable as Ulf Kirsten!</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Ich habe keinen der vielen Spielberichte gelesen, aber den ein oder anderen Auszug via Twitter aufgeschnappt, und mir drängt sich das Gefühl auf, dass da Menschen über das Spiel schreiben, die das derzeitige Leverkusen gar nicht kennen. Menschen, die vor der gestrigen Partie schon sehr lange keine Bayer-Begegnung gesehen haben. Im Kontext der letzten Wochen und Monate betrachtet, ist Leverkusen gerade gestern <em>nicht</em> „blutleer“ aufgetreten. Es ist richtig, dass wir in der ersten Halbzeit keinen Fußball gespielt, sondern nur blind verteidigt haben, aber während ich diese Zeilen schreibe wird Arsenal gerade 4:0 von Milan vermöbelt. Es hätte auch ganz anders kommen können gestern.</p>
<p style="text-align: justify">Das Glücksgefühl beim 1:1 war unbeschreiblich. Wir sind über Sitzreihen geklettert und getaumelt (diese blöden Sitzschalen, die die bei der EL und CL immer einbauen, sind nur im Weg!) und ich hab erst hinterher gemerkt, dass mein linker Fuß wehtat, ohne zu wissen warum genau. Ich stand plötzlich zwei Reihen höher und 5 Meter weiter links als noch wenige Sekunden zuvor und wusste nicht, wie ich da hingekommen war. Die Gesichtsausdrücke meiner Freunde und der anderen Fans um mich rum gaben mir zu verstehen, dass sie gerade dasselbe fühlen wie ich. Ich dachte wirklich, ich müsse jeden Moment in Tränen ausbrechen.<br />
Es war das heftigste „Fußball-Gefühl“ an das ich mich erinnern kann, noch heftiger als das Glücksgefühl bei Friedrichs 2:1 gegen Chelsea in der 90. Minute des CL-Vorrundenspiels. Ich erinnere mich an einige ähnlich wahnsinnige Champions League Abende, damals vor acht, neun, zehn Jahren, aber da ist eher der unfassbar spannende, dramatische Spielverlauf hängengeblieben, und kein derartiges Gefühl des überschäumenden, aus einem raussprudelnden Glücks.</p>
<p style="text-align: justify">Und das ist, was ich aus diesem Spiel mitnehme. Keine Trikottauschaktionen, ob peinlich oder nicht; nicht, dass wir schlecht gespielt haben; noch nicht mal, dass wir verloren haben. Nur das Gefühl bei Kadlecs Tor, die Sekunden unmittelbar danach, und die drei Minuten bis zu Sánchez‘ 1:2.</p>
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		<title>Lernen auf höchstem Niveau!</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 09:33:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hattrick1904</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>

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		<description><![CDATA[Was soll man zu dem Spiel gegen Barcelona bloß sagen? Soll man über die Angst der ersten Halbzeit sprechen? Über die vergebenen Chancen zum erneuten Ausgleich durch Castro und Kies? Soll man die Werkself – mal wieder – für gescheitert erklären? Oder soll man darüber sprechen, dass die Mannschaft willig ist, neue taktische Systeme umzusetzen? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was soll man zu dem Spiel gegen Barcelona bloß sagen? Soll man über die Angst der ersten Halbzeit sprechen? Über die vergebenen Chancen zum erneuten Ausgleich durch Castro und Kies? Soll man die Werkself – mal wieder – für gescheitert erklären? Oder soll man darüber sprechen, dass die Mannschaft willig ist, neue taktische Systeme umzusetzen? Dass sie bereit und in der Lage ist ein System im Spiel zu verändern beziehungsweise anders zu interpretieren? Dass Spieler während der 90 Minuten Positionen wechseln und die neue Rolle auch spielen können?</p>
<p>Ich finde, das Spiel gestern war Lernen auf höchstem Niveau.</p>
<p>Es war klar, dass man sich gegen eine der besten Mannschaften der Welt erst einmal ganz auf die Defensive und mögliche Nadelstiche konzentrieren würde. Für letztere war allerdings der Ball, so er mal in die Reihen unserer Mannschaft fand, viel zu schnell wieder weg. Aber diese Fahrigkeit und Unkonzentriertheit in der Offensive begleitet uns ja bisher treu durch die Saison. Warum sollte es also gegen Barcelona anders sein? </p>
<p>Dass es jedoch auch anders geht, zeigte sich in der zweiten Halbzeit. Als die Werkself sich den Ausgleich verdiente. Und sich nach der erneuten Führung Barcas weiterhin großartige Chancen erspielte (!), die man auf diesem Niveau aber eben auch nutzen muss, wenn man in der CL was reißen will. Dafür reicht es derzeit bei uns jedoch (noch) nicht. Und Abseits hin oder her beim dritten Tor von Barcelona: Die Präzision im Zusammenspiel von Alves und Messi in höchster Geschwindigkeit ist eine Klasse für sich. Das war schlichtweg unglaublich. </p>
<p>Hätte ich aktuell drei Wünsche frei, wären das:</p>
<p>1. Ein großgewachsener wendiger und schneller Innenverteidiger.<br />
2. Ein Renato Augusto, der sich auch für Bundesligaspiele gegen Augsburg zu begeisternden Leistungen aufraffen kann.<br />
3. Eine Kapitän auf dem Feld, der die Mannschaft durch Leistung führt.</p>
<p>Und dann soll der Dutt ruhig mal machen. </p>
<p>In drei Wochen geht es für die Mannschaft nach Camp Nou. Dort gibt es für die Spieler noch mal zwei Trikots von Messi und jede Menge Erfahrung zu gewinnen. Dazwischen liegen drei Ligaspiele. Zwei Siege und einen Unentschieden wären schön. Aber meine drei Wünsche sind ja leider schon weg. </p>
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		<title>Borussia Dortmund – Bayer 04 Leverkusen 1:0</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 21:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fanny</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>
		<category><![CDATA[Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Karim Bellarabi]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Ballack]]></category>
		<category><![CDATA[Ömer Toprak]]></category>
		<category><![CDATA[Renato Augusto]]></category>
		<category><![CDATA[Saison 11/12]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Kießling]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Spiel war vor allem eins: Langweilig. Dass ich das mal über diese Begegnung sagen würde, hätte ich auch nicht für möglich gehalten, war doch das Spiel gegen Dortmund immer ein Topspiel für mich, auch in Zeiten, in denen der BVB nicht gerade amtierender deutscher Meister ist. Heute war’s langweilig, weil der BVB langweilig war. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Das Spiel war vor allem eins: Langweilig. Dass ich das mal über diese Begegnung sagen würde, hätte ich auch nicht für möglich gehalten, war doch das Spiel gegen Dortmund immer ein Topspiel für mich, auch in Zeiten, in denen der BVB nicht gerade amtierender deutscher Meister ist.</p>
<p style="text-align: justify">Heute war’s langweilig, weil der BVB langweilig war. Was eigentlich unsere große Chance gewesen wäre, hat letztlich nur aufgezeigt, <em>wie</em> gering die Torgefahr ist, die derzeit von Kießling und Schürrle ausgeht. In der 75. Minute wechselte Dutt Bellarabi ein, doch auch mit drei Stürmern kam der Bayer in Halbzeit 2 auf nicht eine Torchance, null.<br />
Hier hätte ich mir einen Startelfeinsatz oder zumindest die Einwechslung von Michael Ballack gewünscht. Nach dem kurios verletzten Eren Derdiyok (glaubt jemand diese Zahnputzbecher-Geschichte?) ist er derjenige, dem ich aktuell am ehesten einen Treffer zutraue. Ich bin gespannt, ob die Verantwortlichen Ballacks systematische Bank-Bestrafung tatsächlich bis zum Ende der Saison durchziehen werden.</p>
<p style="text-align: justify">Insgesamt wirkte die erste Halbzeit sehr ausgeglichen, auch wenn (negativ) auffiel, dass unser Konzept gegen Dortmund unstrukturiertes Mauern mit vier bis sieben Mann zu sein schien. Und trotz Mauerns klafften wie immer Lücken in unserer Defensive und trotz Lücken in unserer Defensive gelang dem BVB offensiv nichts – bis auf die eine Aktion von Shinji Kagawa kurz vor der Pause, 45. Minute, 1:0, scheiße ey! Aber es war kein schlechtes Tor, und Kagawas flinke, wendige Spielweise ist schön anzusehen.</p>
<p style="text-align: justify">In der zweiten Halbzeit passierte <span style="text-decoration: line-through">nichts</span> wenig, Großkreutz kam einmal wenige Meter vor dem Tor völlig frei zum Abschluss, aber Leno rettete das 1:0. In der 80. Minute gab es eine Szene, die man mit viel Phantasie zu einer spielentscheidenden konstruieren könnte – Bellarabi und der für Kapitän Rolfes eingewechselte Renato Augusto leiteten einen vielversprechenden Angriff ein, der jedoch durch eine von Kießlings notorisch verunglückten Ballannahmen ein jähes Ende fand. Das hätte das 1:1 sein können. Vielleicht. War’s aber nicht und so gab‘s viel Ballack in Mütze und Leibchen in Großaufnahme und ein paar Dortmunder Dauergesänge.</p>
<p style="text-align: justify">Für das Champions League Achtelfinale gegen Barca wünsche ich mir eine Rückkehr von Toprak in der Innenverteidigung. Trotz aller Kritik habe ich zudem in der ersten Halbzeit einige sehr gute Standards von Castro gesehen, die er am Dienstag gerne in der Form wiederholen darf.</p>
<p style="text-align: justify">Merkwürdig, wie man vor so einem Spiel mit dem Schlimmsten rechnet und dann – wider besseres Wissen – unzufrieden mit einem 1:0 ist.</p>
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		<title>Brot und Tippspiele</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 15:41:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bayer 04]]></category>
		<category><![CDATA[Lars Bender]]></category>
		<category><![CDATA[Laufleistung]]></category>
		<category><![CDATA[Tippspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar geht es langsam bergauf mit Bayer Leverkusen, doch in Zeiten, in denen manche Fans die Grenzen ihrer Leidensfähigkeit erreichen, braucht das Volk Ablenkung. Deswegen veranstaltet der bayer04blog gleich zwei Tippspiele! Eines verfolgt einen durchaus positiven und das andere einen eher negativen Aspekt. Mitmachen darf jeder und Abgabeschluss ist der Anpfiff zum Spiel gegen Dortmund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar geht es langsam bergauf mit Bayer Leverkusen, doch in Zeiten, in denen manche Fans <a href="http://catenaccio.de/?p=8154">die Grenzen ihrer Leidensfähigkeit</a> erreichen, braucht das Volk Ablenkung. Deswegen veranstaltet der bayer04blog gleich zwei Tippspiele! Eines verfolgt einen durchaus positiven und das andere einen eher negativen Aspekt. <span style="text-decoration: underline;">Mitmachen darf jeder</span> und Abgabeschluss ist der Anpfiff zum Spiel gegen Dortmund am kommenden Samstag. Auch danach sind Tipps zwar noch gerne gesehen, aber sie nehmen dann außer Konkurrenz teil. <span style="text-decoration: underline;">Schreibt eure Schätzungen einfach in die Kommentare</span>, schickt sie mir per Twitter oder eMail. Ihr könnt mir auch eine Postkarte schicken. Hauptsache der Tipp erreicht mich. Zu gewinnen gibt es auch etwas, doch dazu weiter unten mehr. Erst einmal:</p>
<h3><strong>Tippspiel Nr. 1</strong></h3>
<p>Während Bayer Leverkusen in der Champions League ein Spiel nach dem anderen drehte und sich so den Einzug ins Achtelfinale sicherte, gibt man in der Bundesliga gefühlt jede Führung irgendwann wieder her. Bestes Beispiel ist die Partie vom Wochenende. Zweimal geht man in Führung (11. und 47. Minute) und zweimal kassierte man den Ausgleich (23. und 89.). Doch wie oft passiert uns das wirklich? Neben dem Spiel gegen Stuttgart und dem verdrängten Pokal-Debakel gegen Dresden kommen noch fünf weitere Spiele in Frage:</p>
<p>8. Spieltag – Führung in der 14. Minute, Ausgleich 59. Minute – am Ende gibt es einen 3:1-Sieg.</p>
<p>9. Spieltag – Führung in der 20. Minute, Ausgleich 65. Minute – 2:2 Unentschieden</p>
<p>14. Spieltag – Führung in der 79. Minute, Ausgleich 82. Minute – 3:3 Unentschieden</p>
<p>Besonders hart traf es einem am 12. sowie am 18. Spieltag. Gegen Hamburg geht man mit zwei Toren in Führung (5. und 20. Minute) und kassiert dann zwei Gegentore zum Unentschieden (33. und 57.). Ähnlich verlief es zum Rückrundenstart gegen Mainz: Erst zwei Tore in der 10. und der 35. Spielminute, doch innerhalb von drei Minuten schlägt der Gegner zweimal zu (50. und 53.). Wenigstens traf Lars Bender noch zum 3:2 Sieg.</p>
<p>Insgesamt sind das, sollte ich nichts vergessen haben, <strong>242 Minuten</strong>, die Leverkusen in Führung lag, aber jeweils noch einen Ausgleich hinnehmen musste. Viel? Wenig? Ich weiß es nicht, aber <strong>wie viele Minuten werden es zum Saisonende sein?</strong> Gebt eure Schätzungen ab!</p>
<h3><strong>Tippspiel Nr. 2</strong></h3>
<p>Im zweiten Tippspiel geht es schon um einen deutlich erfreulicheren Aspekt.</p>
<p><a href="http://www.bayer04blog.de/wp-content/uploads/2012/02/Benders-Laufleistung.png"><img class="size-full wp-image-2293 alignright" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="Benders Laufleistung" src="http://www.bayer04blog.de/wp-content/uploads/2012/02/Benders-Laufleistung.png" alt="" width="281" height="482" /></a></p>
<p>Wie schon hinlänglich bekannt gehört Lars Bender zu den lauffreudigsten Spielern der Bundesliga. In Zahlen sieht das so aus:</p>
<p>Lars Bender stand bisher in jedem Bundesligaspiel in der Startelf. In seinen 16 Einsätzen, in denen er nicht ausgewechselt wurde, war er 14-mal der Akteur mit der höchsten Laufleistung im Spiel. Nach 20 Spielen kommt er auf eine durchschnittliche Distanz von 12,12 km in durchschnittlichen 85,8 Minuten pro Spiel. Er legt damit in 60 Sekunden rund 141 Meter zurück.* Diese Zahlen sind absolut beeindruckend und Bender läuft sich mit jedem Kilometer weiter in die Herzen der Fans. Hinter den Kulissen sind die Verantwortlichen angeblich schon daran, diese Leistung entsprechend zu honorieren. Der noch bis 2014 laufende Vertrag soll verlängert werden. Ein oder zwei Jahre länger, aber hauptsächlich soll es eine Gehaltsaufstockung geben, um möglichen Interessenten schon frühzeitig klar zu machen, dass ein Werben wenig Sinn hat. Ob Lars Bender darauf einsteigt, bleibt abzuwarten, doch das soll uns hier und heute alles nicht beschäftigen. Wichtiger ist die Frage:</p>
<p><strong>Wie viele Kilometer wird Lars Bender am Ende dieser Bundesligasaison auf dem Buckel haben?</strong> Aktuell sind es <strong>242,39 km</strong>.</p>
<h4><strong>Was gibt es zu gewinnen?</strong></h4>
<p>Tippspielsieger Nr. 1 bekommt einen Eimer Ruhm, Tippspielsieger Nr. 2 einen Eimer randvoll mit Ehre. Sollte es dazu kommen, dass einer beide Eimer gewinnt, dann lasse ich mir etwas einfallen. Versprochen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Kleingedrucktes: Grundlage bieten mir die Daten von bundesliga.de und sollte ich mir irgendwo vertan oder verrechnet haben, so tut es mir Leid.</p>
<p>*Usain Bolt benötigte 2009 in Manchester 14,35 Sekunden für 150 Meter.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Übersicht aller Tipps:</strong></p>
<p>Alex: 359 Minuten, 427 km</p>
<p>Christine: 360 Minuten, 404,00 km</p>
<p>Ela: 406 Minuten, 416 km</p>
<p>Eric: 417 Minuten, 395 km</p>
<p>Escardos: 423 Minuten, 408 km</p>
<p>Jarne: 290 Minuten, 350 km</p>
<p>Kai: 400 Minuten, 410 km</p>
<p>Klaus: 401 Minuten, 415 km</p>
<p>loeffler: 397 Minuten, 408,37 km</p>
<p>mcfire: 387 Minuten, 382 km</p>
<p>MK: 487 Minuten, 376,82 km</p>
<p>Schnix25: 444 Minuten, 444 km</p>
<p>Stefan (bayer04blog): 411 Minuten, 412,06 km</p>
<p>Yohn: 352 Minuten, 422 km</p>
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		<title>Der Anfang vom Neuanfang?</title>
		<link>http://www.bayer04blog.de/2275-der-anfang-vom-neuanfang/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 16:51:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[Defensive]]></category>
		<category><![CDATA[Offensive]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Dutt]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Reinartz]]></category>
		<category><![CDATA[Vedran Corluka]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Spiel: Die Partie war über weite Strecken müde und kam nicht richtig in Gang. Beide Teams versuchten mit einstudierten Angriffen immer wieder für Belebung und Tempo zu sorgen, doch entweder scheiterte man an der fehlenden Abstimmung, an individuellen Fehlern oder laschem. Die am Ende gerecht verteilten Punkte helfen keiner Mannschaft wirklich weiter. Stuttgart steckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Spiel:</strong></p>
<p>Die Partie war über weite Strecken müde und kam nicht richtig in Gang. Beide Teams versuchten mit einstudierten Angriffen immer wieder für Belebung und Tempo zu sorgen, doch entweder scheiterte man an der fehlenden Abstimmung, an individuellen Fehlern oder laschem. Die am Ende gerecht verteilten Punkte helfen keiner Mannschaft wirklich weiter. Stuttgart steckt tief im Niemandsland der Tabelle mit nur fünf Punkten Abstand zum möglichen Abstieg und Leverkusen kann sich langsam von den Champions League Millionen verabschieden.</p>
<p><strong>Die Werkself:</strong></p>
<p>Es geht aufwärts und das in vielerlei Hinsicht. Die Defensive ist stabiler, das Spiel wird ansehnlicher sowie moderner und langsam kristallisiert sich heraus, wer Dutts Vorgaben gewachsen ist und wer nicht. Arbeiten wir das einmal Punkt für Punkt ab:</p>
<p style="padding-left: 30px;">- Personell hat sich in der hintersten Reihe nicht viel getan. Schwaab und Friedrich als inzwischen etabliertes Innenverteidigerduo, daneben Kadlec und <strong>Neuzugang Corluka</strong>. Der für ein halbes Jahr ausgeliehene Kroate soll uns eine Gebühr von rund 500.000 Euro kosten und sollten man die Kaufoption ziehen, müssten wir angeblich über 5 Mio. € an die Spurs überweisen. Ob er das Geld wert ist, muss man jetzt noch nicht wissen. Was man in seinen ersten 90 Minuten sah, war aber überzeugend. Offensiv gut und gefährlich, defensiv dafür eher schwimmend. Dass er spielerisch noch nicht voll integriert ist, merkte man am deutlichsten an seinem Stellungsspiel. Manch böser Fehler unterlief ihm, die er dann überhastet versuchte auszugleichen und es dabei teils noch schlimmer machte. Doch das sollte sich legen, umso länger er mit der Mannschaft trainiert und wieder zu mehr Wettkampfpraxis kommt. Ich bin guter Dinge, dass wir in ihm den Rechtsverteidiger gefunden haben, damit Castro endlich beruhigt im Mittelfeld eingesetzt werden kann. Zumindest bis Saisonende.</p>
<p style="padding-left: 30px;">- Viel wichtiger für die neu gefundene Stabilität in der Abwehr ist aber ein anderer: <strong>Stefan Reinartz</strong> (81% erfolgreiche Pässe, 65% gewonnene Zweikämpfe und eine Laufleistung von über 12 Kilometer) fand sich in einer ganz neuen Position wieder. Robin Dutt installierte den 23-jährigen exakt zwischen den Fronten. Er war, im klassischen Sinne (der unter Heynckes propagiert wurde), weder Innenverteidiger noch „Sechser“. Er hatte die Freiheit dort zu sein, wo er gebraucht wird. Das heißt er drängte nach vorne und machte Druck auf ballführende und anspielbare Gegner, wenn die eigenen Offensivleute sich nicht schnell genug zurückzogen, er wich bei Bedarf auf die Flügel aus und nahm durch seine zentrale Position vor allem den Druck von den Innenverteidigern. Es scheint, Dutt gab ihm die Rolle, die wie für Reinartz geschneidert ist. 90 Minuten sind zwar wahrlich zu wenig, um Lobgesänge anzustimmen, doch schaut man auf das Anforderungsprofil, so passt eines zu einem. Im Gegensatz zu einem zentral-defensiven Mittelfeldspieler wie Bender oder Castro fehlen ihm die Fähigkeiten, das Offensivspiel zu gestalten. Ballbehandlung, Übersicht und die Fähigkeit Pässe richtig zu timen gehen ihm ab, dafür ist er zweikampfstark, besitzt ein gutes Stellungsspiel und er weiß, wann er Lücken aufreißen darf und wann nicht. Theoretisch, und das habe ich in der letzten Saison schon öfters angesprochen, sollte er einen guten Innenverteidiger abgeben. Dass er aber dort, aus welchen Gründen auch immer, nicht die Leistung aufbringt, die man von ihm gewohnt ist, ist inzwischen hinlänglich bekannt. An dieser Stelle muss man Dutt ein Kompliment machen. Der Zug war nicht ohne Risiko, doch so hat der Trainer einen guten Spieler mit einer geeigneten Position vereinigt und gleichzeitig ein Teil der Last von unserer schwächelnde Innenverteidigung genommen.</p>
<p>„Der olle Blogger kann mir ja viel erzählen, aber zwei Gegentore sind zwei Gegentore. Von ‚stabiler Defensive‘ sehe ich da nichts.“</p>
<p>Richtig, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Man muss sich vom Gedanken verabschieden, dass man mit ein paar kleinen Veränderungen gleich große Ergebnisse erzielt. Das würde voraussetzen, dass der Defensivverbund unter irgendeiner Voraussetzung zufriedenstellend funktioniert. Das tat er aber in jüngster Vergangenheit nicht. Weder unter Heynckes noch in den Phasen unter Dutt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>-</strong> Unser <strong>Offensivbereich</strong> macht gerade eine ähnliche Wandlung durch. Unter Jupp Heynckes gab es ein festes System, meist das 4-5-1, mit festen Position und festen Vorgaben. War anfangs gut und erfolgreich, mit Dauer der Saison aber immer durchschaubarer. Schon damals entgegnete man mir in den Kommentaren, dass im modernen Fußball das mit diesen Systemen doch alles lockerer sei. Man würde individuell auf Spielsituationen reagieren und nicht alles strickt nach Plan A abarbeiten. Absolut richtig und Dutt versucht wohl langsam dies auch dem Team beizubringen. Man kann nun darüber munkeln, ob sich Dutt gerade jetzt so offensichtlich diesem Thema annimmt, wo es immer deutlicher wird, dass wir eine Übergangssaison erleben oder ob dieser Schritt schon von langer Hand geplant war. Fakt ist: Die klassische Rollenverteilung ist weg. Besonders deutlich zu sehen bei Bender und Schürrle. Beide bewegen sich mehr oder weniger frei auf dem Feld (Schürrle in erster Reihe hinter Kießling, Bender in zweiter Reihe) und schaffen so Überzahlsituationen in Ballnähe. Vereinfacht gesagt: Es heißt nicht „Schürrle links, Bender Mitte, Castro rechts“, sondern „alle zum Ball und immer Druck ausüben.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">Trotz dieser gefühlten Freiheit, die natürlich weiterhin strengen taktischen Vorgaben folgt, verlagerte sich das Leverkusener Offensivspiel fast komplett auf die rechte Seite. Zufall? Ich sage „nein“, zumindest in diesen 90 Minuten. Während wir auf der rechten Seite die spielstarken Corluka und besonders Castro haben, gingen links Kadlec und Rolfes zu werke. Letzerer schien etwas überfordert mit der „Positionsfreiheit“. Er agierte irgendwo zwischen seiner Sechser-Position, die ihm zum Nationalspieler machte und der Flügelseite von ehemals Schürrle. Kadlec war ihm dabei keine große Hilfe. Dessen gesamtes Offensivfeuerwerk besteht aus schnellen Antritten und einer gelegentlichen Flanke. Für mich ist der Tscheche die nächste personelle Baustelle, nachdem man endlich Castro ins Mittelfeld beförderte.</p>
<p>Es waren zwar nur 90 Minuten und das Niveau war nicht sehr hoch, doch ich meine gesehen zu haben, dass Dutt taktisch konsequenter geworden ist und die Mannschaft auf einen guten Weg führt. Vielleicht irre ich mich aber auch und in den nächsten zwei Spielen agiert wieder die Hinrundenelf, weil Dutt sich nicht zwischen Fisch und Fleisch entscheiden kann.</p>
<p>Apropos… was da in Stuttgart zurzeit läuft, sieht mir verdächtig nach einem typischen Rückrunden-Labbadia aus. Ich wünsche allen VfB-Fans viel Durchhaltevermögen.</p>
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		<title>Seine letzte Chance</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 15:21:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mannschaftskader]]></category>
		<category><![CDATA[Comeback]]></category>
		<category><![CDATA[Renato Augusto]]></category>

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		<description><![CDATA[Holger Broich musste ihn bremsen, so sehr brennte sein wertvollster Dauerpatient auf sein Comeback. Renato Augusto will es wieder allen zeigen. Besser gesagt: Er muss. Es könnte sein letzter Bühnenauftrifft in der BayArena sein. Umstrukturierungen stehen beim Verpassen der Champions League an und Angebote soll es besonders aus seiner Heimat geben. Er ist einer der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Holger Broich musste ihn bremsen, so sehr brennte sein wertvollster Dauerpatient auf sein Comeback. Renato Augusto will es wieder allen zeigen. Besser gesagt: Er muss. Es könnte sein letzter Bühnenauftrifft in der BayArena sein. Umstrukturierungen stehen beim Verpassen der Champions League an und Angebote soll es besonders aus seiner Heimat geben.</em></p>
<p>Er ist einer der besten Straßenfußballer in der Bundesliga, er ist ein Gewinn für jede Mannschaft, er kann den Ausschlag geben, er ist ein brasilianisches Juwel. Wörter und Sätze, die  immer mit Blick auf Leverkusens Nummer 10 fallen. Taten, die den Vorankündigungen gerecht werden, sind aber rar gesät. Starke Phasen in seiner Debütsaison und eine richtig gute Rückrunde in der letzten Saison. Dazwischen vergebliche Versuche irgendwo anzuknüpfen.</p>
<p>Wenn der so gar nicht windige Brasilianer bald wieder den Platz betritt, wird er die personifizierte Sehnsucht verkörpern. In Zeiten, in denen Leverkusens Fußball zunehmend unansehnlicher wird, wünscht man sich Lichtblicke. Einen schönen Lupfer über den Torwart, ein feines Dribblings, einen schnieken Doppelpass durch das Abwehrzentrum. Natürlich ist so etwas völlig trivial, gibt es wahrlich wichtigere Themen und Baustellen. Beim Autoren <a href="http://www.bayer04blog.de/2263-das-ende-der-komfortzone/">Hattrick wird die Komfortzone abgerissen</a>, Holzhäuser möchte das Team neu ausrichten und Dutt sieht seinen Weg vor lauter Stolpersteinen nicht. Doch das alles bremst nicht den Wunsch nach schönem Fußball. Bevor ich erkannte, wie großartig es sein kann, Vereinsfan zu sein, war ich nämlich Fan des Fußballs. Nach der Schule ging es auf den Rasen und um sich selbst zu pushen, kleidete man sich Namen großer Helden. Manchmal wurden Szenen aus dem am Vortag übertragenen Länderspiel nachgeahmt, manchmal gelang einem einfach ein Geniestreich, der noch eine ganze Weile in den Köpfen hängen blieb. Es interessierte nicht, ob die Abwehrkette auch schön hoch stand, falls es überhaupt eine Abwehr gab und es war egal, was die Großen von unserer angeblich stümperhaften Ballbehandlung hielten. Wir spielten Fußball. Aus Freude und ohne den Zwang die Erwartungen von irgendwelchen Fans zu erfüllen.</p>
<p>Mit der Rückkehr von Renato wünscht man sich auch ein wenig diese kleinen Dinge zurück. Man möchte unbeschwerten Fußball, weit weg von dem Mediengetöse und den ständigen Diskussionen um Personalien, die nur in Anfeindungen enden. Doch der Brasilianer mag zwar vieles sein, aber sicher nicht unbeschwert. Als Außenstehenden wie mich frägt man sich, wieso seine Schultern nicht schon auf dem Boden schleifen. Bezahlt soll er sich machen, Zauberfußball bieten, sich endlich auch taktisch einreihen, den ganzen Offensivapparat beleben und irgendwelche Kinderwünsche von verblendeten Bloggern erfüllen. Was Renato Augusto möchte, das scheint niemand zu fragen.</p>
<p>Wer sich aber nach seinem Befinden erkundigt, erhält professionelle Statements, präsentiert von einem Gesichtsausdruck der nur nach einem zu schreien scheint:  Sehnsucht. Sehnsucht nach einem kongenialen Partner wie Arturo Vidal es war, Sehnsucht nach echten Erfolgserlebnissen und, wie so viele, Sehnsucht nach Brasilien. Dort stand er mit beiden Füßen im Leben, wenngleich von Problemen verschiedenster Art getrieben. In Deutschland sei das anders. Alles und jeder kümmert sich um ihn und fällt er auf dem Weg, die vielen Erwartungen zu erfüllen hin, so wird er getragen.</p>
<p>Renato Augusto, so viel steht außer Frage, wird noch einmal alles für ein gelungenes Comeback geben. Vielleicht gewinnt er den Kampf gegen sich und die anderen, vielleicht auch nicht. Doch wenn es so weit ist, sollten wir ihn einfach spielen lassen. Verklärt romantisch und ohne alles zu thematisieren oder hinterfragen. Einfach spielen.</p>
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