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	<title>Berufebilder by Simone Janson » Berufsbild</title>
	
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	<description>Führendes Blog für Bildung &amp; neues Arbeiten, Teil von Business &amp; More mit 14 Mio Visits/Monat</description>
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		<title>Erfahrungsbericht Berufseinstieg für Geisteswissenschaftler: Zeitarbeit – Chance oder Risiko?</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 08:37:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marie-Luise Kehl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung & Recruiting]]></category>
		<category><![CDATA[Berufswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Quereinsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Berufseinstieg als Geisteswissenschaftler war auch f&#252;r mich nicht einfach &#8211; und das, obwohl ich bereits vor dem Studium eine Ausbildung absolviert und auch Auslandserfahrung in Paris verbracht habe. Momentan mache ich Erfahrungen mit Zeitarbeit, die ich zur Zeit eher &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/jobsuche-bewerbung/bewerbung-recruiting/erfahrungsbericht-berufseinstieg-fuer-geisteswissenschaftler-zeitarbeit-chance-oder-risiko/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Berufseinstieg als Geisteswissenschaftler war auch f&uuml;r mich nicht einfach &#8211; und das, obwohl ich bereits vor dem Studium eine Ausbildung absolviert und auch Auslandserfahrung in Paris verbracht habe. Momentan mache ich Erfahrungen mit Zeitarbeit, die ich zur Zeit eher als Chance denn als Risiko wahrnehmen. Wie seht Ihr Zeitarbeit? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9567" title="paris" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/05/paris-640x426.jpg" alt="paris" width="640" height="425" /></p>
<p><!--more--></p>
<p>Ich Kultur- und Medienwissenschaften mit Schwerpunkt Anglistik, Romanistik &amp; Niederlandistik studiert und w&auml;hrend des Studiums auch ein Jahr an der Sorbonne in Paris studiert.</p>
<p>Vor meinem geisteswissenschaftlichen Studium habe ich ein zweij&auml;hriges TV-Volontariat absolviert. W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Studiums arbeitete ich ein Jahr als PR-Fachkraft in Br&uuml;ssel. Dort sammelte ich wichtige Erfahrungen in der internationalen Pressearbeit f&uuml;r die Diplomatie und im Event Management.</p>
<h3>Verk&auml;ufer-Job statt Perspektive</h3>
<p>Au&szlig;erdem erwarb ich umfassende Kenntnisse des Web Content Managements und konnte meine Mehrsprachigkeit effizient ausbauen und vertiefen. Demnach schuf ich mir bereits w&auml;hrend des Studiums ein &#8220;Profil&#8221; mit entsprechender Perspektive hinsichtlich internationaler PR&#8230;.Zumindest dachte ich das damals.</p>
<p>Die Realit&auml;t sah anders aus: Ich arbeitete als Verk&auml;uferin und meine Bewerbungen blieben meist unbeantwortet. Mein Eindruck ist, dass Personaler eher auf die Berufserfahrungen achten, die nach dem Studienabschluss auf dem CV stehen, w&auml;hrend die Vorigen -bewusst oder unbewusst- abgewertet werden.</p>
<h3>Zeitarbeit: Chance auf dem zweiten Arbeitsmarkt</h3>
<p>Pers&ouml;nliche Vorstellungsgespr&auml;che ergaben sich fast ausschlie&szlig;lich aufgrund meines pers&ouml;nlichen Netzwerkes. Vielleicht ist das aber auch ein branchentypisches Problem, das heutzutage viele Absolventen mit PR-Berufswunsch in &#8220;Dauerpraktika-Schleifen&#8221; katapultiert?</p>
<p>Mein Gl&uuml;ck ist es, dass ich auf dem zweiten Arbeitsmarkt &#8211; als sogenannte Zeitarbeitnehmerin &#8211; die Chance bekomme, mich wieder in meinem Bereich zu beweisen und weitere Erfahrungen in spannenden Projekten zu erwerben. Perspektivisch m&ouml;chte ich jedoch als freie Autorin und Redakteurin ein zweites Standbein entwickeln.</p>
<h3>Geisteswissenschaftler &amp; Perfektionismus</h3>
<p>Ich habe w&auml;hrend meiner Karriere oft festgestellt. dass gerade Geisteswissenschaflter zum Perfektionismus, zum Wunsch alles besonders richtig und besonders korrekt machen zu wollen, neigen. M&ouml;glich, dass uns dieser an der Hochschule regelrecht anerzogen wird.</p>
<p>Einen &#8220;gesunden&#8221; Perfektionismus, verfeinert mit der entsprechenden Prise Humor und einer nicht zu verachtenden Portion Selbstbewusstsein, halte ich f&uuml;r unersetzlich. Aber wo dieser seine Grenze zum krank machenden Extrem hat, vermag ich aufgrund der gegenw&auml;rtigen Arbeitsmarktsituation nicht zu verorten.</p>
<h3>Wie seht Ihr das?</h3>
<p>Wie seht Ihr die Chancen, aber auch die Risiken von Zeitarbeit? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?</p>
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		<title>Serie – Berufs- &amp; Lebensbilder weltweit: Starkoch in Neuseeland Tl. 2 – “Love your food!”</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 06:47:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[interkulturelle-Zusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der mehrfach ausgezeichnete neuseel&#228;ndische Spitzenkoch Mark Sycamore, der zur Zeit im Hotel de Brett, Auckland, arbeitet verr&#228;t im Interview sein Erfolgsgeheimnis: Ein Gespr&#228;ch &#252;ber die eigenen Qualit&#228;tsanspr&#252;che, die Liebe zu gutem Essen und dar&#252;ber, wie man dem Druck und dem &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/starkoch-in-neuseeland-love-your-food/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der mehrfach ausgezeichnete neuseel&auml;ndische Spitzenkoch Mark Sycamore, der zur Zeit im <a href="http://www.hoteldebrett.com/">Hotel de Brett</a>, Auckland, arbeitet verr&auml;t im Interview sein Erfolgsgeheimnis: Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die eigenen Qualit&auml;tsanspr&uuml;che, die Liebe zu gutem Essen und dar&uuml;ber, wie man dem Druck und dem Stress in der K&uuml;che standh&auml;lt.</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9526" title="mark-sycamore1" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/05/mark-sycamore1.jpg" alt="mark-sycamore1" width="640" height="433" /></p>
<p><!--more--></p>
<h3>Qualit&auml;t &amp; gesundes Essen: Love your Food!</h3>
<p>Nicht nur internationale Einfl&uuml;sse und das Spielen mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sind ein Merkmal von Marks Essen. Auch Qualit&auml;t, Nat&uuml;rlichkeit und gesundes Essen ist ein Aspekt, der in Marks K&uuml;che eine gro&szlig;e Rolle spielt:</p>
<p>Er arbeitet nur mit frischen Zutaten der Saison. „Viele Leute geben 20 Dollar aus f&uuml;r eine gro&szlig;e Portion schlechtes Essen. F&uuml;r das gleiche Geld kann man aber auch weniger, daf&uuml;r aber qualitativ hochwertiges Essen bekommen“, lautet seine Devise und bringt es auf den Punkt: „Love your food!“</p>
<h3>Glutenfrei statt Br&ouml;tchen</h3>
<p>Das ist etwas, das mir besonders beim Fr&uuml;hst&uuml;ck auff&auml;llt: Auf den ersten Blick wirkt es etwas unscheinbar, es fehlen beispielsweise Br&ouml;tchen, Wurst und Eier. Aber bei n&auml;herem Hinsehen hat Mark ganz bewusst auf diese ungesunden Zutaten verzichtet:</p>
<p>Stattdessen gibt es glutenfreies Brot, fettarme Milch, M&uuml;sli und Marmelade, beides selbstgemacht, zuckerarme Muffins, nur frisches Obst und frisch gepressten Orangen-Saft.</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9527" title="kitchen-restaurant-auckland" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/05/kitchen-restaurant-auckland.jpg" alt="kitchen-restaurant-auckland" width="640" height="434" /></p>
<h3>Stress aushalten, weil er liebt was er tut!</h3>
<p>Das klingt nach einem tollen Job und tats&auml;chlich wirkt Mark ausgesprochen zufrieden. Ja, sagt er gem&auml;hlich, er liebe was er tut – und das merke man ihm wohl auch an: „Ich arbeite 12 Stunden am Tag, 60 Stunden in der Woche, die meiste Zeit stehe ich – das kann man nicht machen, wenn man es nicht mag!“</p>
<p>Dennoch sei die K&uuml;che kein entspannter Ort, ehr ein „Crazy Place“, ein verr&uuml;ckter Ort, an dem man st&auml;ndig unter Druck stehe. „Unser Team besteht nur aus vier Leuten, eine kleine K&uuml;che also, aber an manchen Abenden kochen wir f&uuml;r bis zu 70 Leuten. Da muss jeder Handgriff sitzen“, berichtet er.</p>
<h3>Mark &uuml;ber die Schulter schauen</h3>
<p>Dass die K&uuml;che offen in das Restaurant integriert ist, die Leute ihm also beim Essen zusehen k&ouml;nnen, st&ouml;rt ihn hingegen nicht. „Ich koche zuerst f&uuml;r mich selbst, so dass es meinen Qualit&auml;tsanspr&uuml;chen gen&uuml;gt, und dann f&uuml;r die G&auml;ste. Wenn die Gl&uuml;cklich sind, bin ich zufrieden.“</p>
<p>Wer Mark beim Kochen &uuml;ber die Schulter schauen will, kann sich dieses Video anschauen:</p>
<div class="vidembed"><iframe title="YouTube video player" width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/jQBIv7C029Q#"></iframe></div>
<div class="authorbox"><strong>Sponsor:</strong> Die Recherche zu diesem Beitrag wurde unterst&uuml;tzt durch <a href="http://travelessence.de/">TravelEssence</a>, die die Reisekosten nach und in Neuseeland sowie die Unterbringung bezahlt haben.</div>
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		<title>Serie – Berufs- &amp; Lebensbilder weltweit: Starkoch in Neuseeland Tl. 1 – Multikulti in der Küche</title>
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		<comments>http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/starkoch-in-neuseeland-multikulti-in-der-kueche/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 06:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[interkulturelle-Zusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Mark Sycamore wurde als einer von Neuseelands besten K&#246;chen mehrfach ausgezeichnet. Wie hat er das geschafft? Im ersten Teil des Gespr&#228;chs erz&#228;hlt er von seinem Werdegang, seinen Reisen und die internationale Kochkultur am anderen Ende der Welt. Ausgewandert von der &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/starkoch-in-neuseeland-multikulti-in-der-kueche/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mark Sycamore wurde als einer von Neuseelands besten K&ouml;chen mehrfach ausgezeichnet. Wie hat er das geschafft? Im ersten Teil des Gespr&auml;chs erz&auml;hlt er von seinem Werdegang, seinen Reisen und die internationale Kochkultur am anderen Ende der Welt.</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9528" title="mark-sycamore2" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/05/mark-sycamore2-640x480.jpg" alt="mark-sycamore2" width="640" height="480" /><br />
<!--more--></p>
<h3>Ausgewandert von der Insel auf die Insel</h3>
<p>Er wirkt ruhig und freundlich, fast schon sch&uuml;chtern, als ich mich mit ihm zum Interview in seinem Kitchen Restaurant im <a href="http://www.hoteldebrett.com/">Hotel de Brett</a> in Aucklands Innenstadt treffe. In der Bibliothek nebenan hat gerade der Pre-Dinner-Umtrunk begonnen, bei dem sich die G&auml;ste besser kennenlernen k&ouml;nnen, w&auml;hrend mir Mark seine Lebensgeschichte erz&auml;hlt.</p>
<p>Urspr&uuml;nglich stammt er aus Halstead im englischen Essex. Schon mit 10 stand f&uuml;r Mark fest, dass er Koch werden will: Die gro&szlig;e Schwester, 7 Jahre &auml;lter als er, hatte es ihm vorgemacht. Mit 15 hatte er seinen ersten Teilzeitjob in der Gastronomie. Mit 18 beendete er die Schule und wanderte mit seiner Familie nach Neuseeland aus.</p>
<h3>Koch im zweitbesten Hotelrestaurant der Welt</h3>
<p>Dort absolvierte er eine Kochlehre und arbeitete an verschiedenen Orten. Bald fing er an, an Kochwettbewerben teilzunehmen und sich dadurch einen guten Ruf zu erarbeiten. 2004 begann er in der Blanket Bay Lodge, das von Condé Nast als zweitbestes Hotelrestaurant der Welt ausgezeichnet wurde. 2006 wurde Mark Koch des Jahres in Neuseeland.</p>
<p>2008 wurde Mark zum Chefkoch bef&ouml;rdert. 2010 verbrachte er im Rahmen eines Austauschprogamms einige Monate in einem Hotel in Honkong. Danach reiste er vier Monate lang durch Vietnam, Cambodia, Thailand, Malaisia, bevor er ins Hotel de Brett wechselte. Sein Kitchen Restaurant war 2011 unter den Finalisten f&uuml;r Neuseelands Restaurant of the Year.</p>
<p>Sponsor: Die Recherche zu diesem Beitrag wurde unterst&uuml;tzt durch TravelEssence, die die Reisekosten nach und in Neuseeland sowie die Unterbringung bezahlt haben.</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9530" title="hotel-de-brett" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/05/hotel-de-brett-640x480.jpg" alt="hotel-de-brett" width="640" height="480" /></p>
<h3>Multikulti in der K&uuml;che</h3>
<p>Die asiatische K&uuml;che habe er immer geliebt, sagt er, und auf seinen Reisen sehr viel ausprobiert. In seine eigenen Kreationen spielt asiatische Kochkunst jedoch kaum eine Rolle. Vielmehr bezeichnet Mark seine K&uuml;che als klassisch englisch mit franz&ouml;sischen Einfluss. Sehr tradtionell eben. Aber, f&uuml;gt er verschmitzt hinzu, das sei ja das Gute an Neuseeland:</p>
<p>„Das Land hat eigentlich keine eigene Esskultur, hier kommen Einfl&uuml;sse aus der ganzen Welt zusammen. Und daher k&ouml;nnen wir mit den verschiedenen Geschm&auml;ckern v&ouml;llig frei experimentieren – was f&uuml;r ein Gl&uuml;ck!“</p>
<p>Wer in Europa zum Beispiel italienisch Essen gehe, erwarte auch klassische italienische K&uuml;che, sagt Mark. In Neuseeland aber sei es keinesfalls un&uuml;blich, dass sich zu dem italienischen Essen auch franz&ouml;sische, thail&auml;ndische und vietnamesische Einfl&uuml;sse gesellen. „Das ist eben echtes Multikulti,“ lacht der sympathische Koch.</p>
<div class="authorbox"><strong>Sponsor:</strong> Die Recherche zu diesem Beitrag wurde unterst&uuml;tzt durch <a href="http://travelessence.de/">TravelEssence</a>, die die Reisekosten nach und in Neuseeland sowie die Unterbringung bezahlt haben.</div>
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		<item>
		<title>Leben &amp; Arbeiten in den Niederlanden – 2/2: Der kleine Kultur-Unterschied</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 06:13:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Mattern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen-&-Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Kollegen]]></category>
		<category><![CDATA[Privates-im-Job]]></category>
		<category><![CDATA[Teilzeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/04/amsterdam-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Die Niederlande gelten als liberales, modernes und verregnetes Land, in dem man weite Str&#228;nde, pittoreske Grachten und freundliche Einwohner findet. Doch stimmen Klischee und Wirklichkeit &#252;berein? Teil 2 meines Erfahrungsberichtes. Auch wenn man denken sollte, dass aufgrund der geographischen N&#228;he &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/leben-arbeiten-in-den-niederlanden-der-kleine-kultur-unterschied/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/04/amsterdam-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Die Niederlande gelten als liberales, modernes und verregnetes Land, in dem man weite Str&auml;nde, pittoreske Grachten und freundliche Einwohner findet. Doch stimmen Klischee und Wirklichkeit &uuml;berein? Teil 2 meines Erfahrungsberichtes.</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9401" title="amsterdam" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/04/amsterdam-640x428.jpg" alt="amsterdam" width="640" height="428" /><br />
<!--more--><br />
Auch wenn man denken sollte, dass aufgrund der geographischen N&auml;he zwischen dem kleinen Nachbarstaat und Deutschland keine gro&szlig;en Unterschiede bestehen, findet man dann doch erstaunlich viele Differenzen in Kultur und dem t&auml;glichem Leben und so auch in der Arbeitswelt.</p>
<h3>M&uuml;ndliche Kommunikation &amp; Sprachnuancen</h3>
<p>Es sind es vor allem die kleinen Dinge, die diesen Unterschied ausmachen. Das kann zum Beispiel die Tatsache sein, dass Befehle oft in Frageform gegeben werden: “Kannst du&#8230;”, “K&ouml;nntest du bitte&#8230;”. Oder, dass die Niederl&auml;nder eher m&uuml;ndlich orientiert sind, w&auml;hrend Deutsche alles immer gerne schriftlich festgesetzt haben wollen.</p>
<p>Gerade um die feinen Nuancen zu verstehen, hilft es Niederl&auml;ndisch zu k&ouml;nnen. Wer in den Niederlanden Arbeit sucht, sollte unabh&auml;ngig davon, ob er die Sprache in seiner Funktion braucht, unbedingt Niederl&auml;ndisch lernen.</p>
<p>Obwohl die meisten Niederl&auml;nder exzellentes Englisch und auch oft Deutsch sprechen, hilft es die niederl&auml;ndische Sprache zu beherrschen, sei es in beruflicher Hinsicht oder um sich einen Freundeskreis aufzubauen.</p>
<h3>Teilzeitarbeiten &amp; Selbst&auml;ndigkeit</h3>
<p>Ein gro&szlig;es Plus ist aber auch die M&ouml;glichkeiten in Teilzeit zu arbeiten. Gerade viele niederl&auml;ndische Frauen entscheiden sich f&uuml;r diese Variante. Es ist bei jungen Menschen auch durchaus &uuml;blich, dass M&auml;nner und Frauen beide weniger arbeiten, um sich um die Kinder k&uuml;mmern zu k&ouml;nnen. Auch f&uuml;r die M&auml;nner ist so eine Elternzeit kein Problem und gesellschaftlich anerkannt.</p>
<p>Positiv ist auch, dass man sehr einfach und unkompliziert freiberuflich arbeiten und sich selbst&auml;ndig machen kann. Der ganze Verwaltungsapparat ist relativ &uuml;berschaubar und findet teilweise online statt. Au&szlig;erdem werden Deutschen, als EU-B&uuml;rger, keine b&uuml;rokratischen H&uuml;rden gestellt.</p>
<h3>Kleine Faktoren, gro&szlig;e Kulturunterschiede</h3>
<p>Es sind also vor allem kleine Faktoren, die im Arbeits- und im Alltagsleben den Unterschied machen. Da diese aber in einer lockeren und freundlichen Umgebung stattfinden, ist es leicht sich darauf einzustellen.</p>
<p>Wer sich daf&uuml;r entscheidet in den Niederlanden zu arbeiten, muss sich allerdings auf die gr&ouml;&szlig;ten Unterschiede im Privatleben und Lebensstil einstellen. Und auch hier sind es die kleinen und feinen Unterschiede, die einem erst auffallen, wenn man vor Ort ist und die das Leben und Arbeiten in einem anderen Land erst recht interessant machen.</p>
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		<item>
		<title>Leben &amp; Arbeiten in den Niederlanden – 1/2: Working Dutch</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 05:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Mattern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Freundlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Knigge-&-Höflichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kollegen]]></category>
		<category><![CDATA[Privates-im-Job]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/04/nl-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Ob mit den Freunden in Amsterdam oder mit der Familie nach Holland an Meer, f&#252;r viele sind die Niederlande ein beliebtes Urlaubsziel. Aber dann gibt es auch die Deutschen, die bleiben wollen und sich f&#252;r ein Leben und Arbeit in &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/leben-arbeiten-in-den-niederlanden-working-dutch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/04/nl-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Ob mit den Freunden in Amsterdam oder mit der Familie nach Holland an Meer, f&uuml;r viele sind die Niederlande ein beliebtes Urlaubsziel. Aber dann gibt es auch die Deutschen, die bleiben wollen und sich f&uuml;r ein Leben und Arbeit in den Niederlanden entscheiden. So wie ich. Ein Erfahrungsbericht.</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9399" title="nl" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/04/nl.jpg" alt="nl" width="640" height="427" /><br />
<!--more--></p>
<p>Derzeit leben laut der deutschen Handelskammer 71.350 Deutsche, davon 25.000 Studenten, in den Niederlanden.Einige unter ihnen wurden von der Firma versetzt, andere sind dem niederl&auml;ndischen Partner nachgezogen und wieder andere bleiben aus ganz pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden.</p>
<p>Doch was die Deutschen au&szlig;erdem in die Niederlande lockt, sind die positiven Arbeitsbedingungen des Nachbarstaats.</p>
<h3>Working Dutch</h3>
<p>Ein gro&szlig;er Pluspunkt sind die flachen Hierarchien. In den Niederlanden findet Arbeit wesentlich informeller statt, als in Deutschland. Das kann schon damit beginnen, dass einem w&auml;hrend eines Vorstellungsgespr&auml;chs das “Du” angeboten wird.</p>
<p>In den Niederlanden ist es n&auml;mlich &uuml;blich, dass sich alle in einem Betrieb duzen, von der Sekret&auml;rin bis zum Chef. Auch der Titel “Doktor”, gilt in den Niederlanden nur f&uuml;r &Auml;rzte.</p>
<h3>Locker, aber distanziert</h3>
<p>Dieser lockere Umgang bedeutet aber nicht, dass man mit den geduzten Personen ein pers&ouml;nliches Verh&auml;ltnis hat. Man tauscht sich zwar locker &uuml;ber Familie, Urlaube und Wochenenden aus, aber w&auml;hrend viele Deutsche das als Freundschaftseinladung verstehen, hei&szlig;t das in den Niederlanden nicht dasselbe:</p>
<p>Auch wenn der Umgangston extrem freundlich ist, kann die Beziehung noch stets auf gesch&auml;ftlicher Ebene bleiben. Andersherum k&ouml;nnen Niederl&auml;nder zur&uuml;ckhaltende Deutsche die eher Abstand halten, als distanziert wahrnehmen. Dennoch, dass Deutsche, die schon Jahre miteinander zusammenarbeiten, sich immer noch mit “Herr” und “Frau” ansprechen, ist in den Niederlanden unvorstellbar.</p>
<h3>Kollegen kennenlernen: Pflicht!</h3>
<p>Durch diesen lockeren Umgang wird eine entsprechende Arbeitsatmosph&auml;re erzeugt, auf die in den Niederlanden sehr viel Wert gelegt wird. Dazu tragen auch die w&ouml;chentlichen “Borrels” bei. Auf einem Borrel versammeln sich die Angestellten, meistens in einer Bar oder einem Café, und trinken zusammen ein Bier; dazu werden frittierte Snacks gereicht. D</p>
<p>Diese Borrels finden oft freitags nach Feierabend statt und sind eine gute Gelegenheit die Kollegen besser kennenzulernen und sich ungezwungen auszutauschen.<br />
So sind es auch die Soft-Skills der Angestellten, die in den Niederlanden einen hohen Stellenwert einnehmen, w&auml;hrend in Deutschland das Fachwissen noch an erster Stelle steht.</p>
<h3>“Let’s talk it out”</h3>
<p>In den Niederlanden ist es auch &uuml;blich, dass Mitarbeiter viel mehr in innerbetriebliche Entscheidungsfindungsprozesse einbezogen werden. Das hat zur Folge, dass sehr viele Besprechungen “vergaderingen” stattfinden. In diesen wird versucht einen Konsens zu erzielen oder einen Kompromiss auszuhandeln.</p>
<p>Diese Besprechungen k&ouml;nnen manchmal ziemlich lang dauern, aber daf&uuml;r wird auch jeder mit einbezogen. Das mag am Anfang etwas befremdlich sein, da man, auch au&szlig;erhalb des eigenes Fachgebiets, nach der Meinung gefragt wird: Jeder wird mit einbezogen.</p>
<h3>Entscheidungen gemeinsam finden!</h3>
<p>Das hat aber zur Folge, dass eine Entscheidung gemeinsam gefunden und so von allen getragen wird. Nat&uuml;rlich kommt es darauf an, um welche Art von Entscheidungen und um welchen Betrieb es geht. Autorit&auml;re Chefs, die gerne das alleinige Sagen haben, gibt es nat&uuml;rlich auch, wie in allen L&auml;ndern der Welt.</p>
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		<item>
		<title>Erfolgreich als Social Entepreneur – Teil 2: Wie gründet und organisiert man ein nachhaltiges Tourismus-Unternehmen?</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 10:16:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/travelessenceteam-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Wer als Unternehmer eigene Ideen verwirklichen will, hat es schwer: Investoren und Banken lassen sich oft nur schwer &#252;berzeugen, wenn man etwas grundlegend Neues plant. Am Ende bleibt oft nur, sich selbst durchzuboxen. Wie die Gr&#252;nder von TravelEssence. W&#228;hrend der &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/erfolgreich-als-social-entepreneur-teil-2-wie-gruendet-und-organisiert-man-ein-nachhaltiges-tourismus-unternehmen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/travelessenceteam-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Wer als Unternehmer eigene Ideen verwirklichen will, hat es schwer: Investoren und Banken lassen sich oft nur schwer &uuml;berzeugen, wenn man etwas grundlegend Neues plant. Am Ende bleibt oft nur, sich selbst durchzuboxen. Wie die Gr&uuml;nder von <a href="http://www.travelessence.de/">TravelEssence</a>.</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9367" title="Martin-Klug" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/martin-klug-640x480.jpg" alt="Martin-Klug" width="640" height="480" /><br />
<!--more-->W&auml;hrend der ITB in Berlin erz&auml;hlte mir Martin Klug, Sponsor f&uuml;r meine Recherche-Reise nach Neuseeland, die Gr&uuml;ndungs-Geschichte seines Reiseunternehmens, die beinahe gescheitert w&auml;re.</p>
<p>Denn Klug und sein Compagnon Andrew Morten brauchten f&uuml;r die Umsetzung ihrer Idee, kleine umweltvertr&auml;gliche Tourismus-Projekte in Neueseeland und Australien zu f&ouml;rdern, ein vern&uuml;nftiges Datenbanksystem – und eine Finanzierung daf&uuml;r. Und das war das Problem!</p>
<h3>Die Investoren winkten ab</h3>
<p>„100.000 bis 200.000 Euro pro Jahr hatten wir kalkuliert. Aber die potentiellen Investoren sagten einfach &#8216;Viel Gl&uuml;ck Jungs&#8217; – und wir waren auf uns allein gestellt. Auch das mit dem Bankkredit klappte nicht: „Wenn es darum geht, in eine neue Idee zu investieren, ist Holland keinesfalls besser als Deutschland,“ erinnert sich Klug.</p>
<p>Also schraubten die beiden ihre Anspr&uuml;che herunter, &uuml;berlegten, was sie nur dringend brauchen, investierten ca. 15.000 Euro aus ihrem Ersparten in eine Datenbankprogrammierung und legten los.</p>
<h3>Die Kunden erwarteten etwas komplett anderes</h3>
<p>Viel schwieriger, sagt Klug, sei es gewesen die Anfangszeit zu &uuml;berbr&uuml;cken. „Man kann keinen schnellen Erfolg erwarten – haben wir nat&uuml;rlich trotzdem, MBA-Studenten eben“, grinst er selbstironisch. Das erste Jahr mussten die beiden komplett aus der eigenen Tasche finanzieren, bis sich die Idee allm&auml;hlich etablierte.</p>
<p>Das sei auch deshalb so schwer gewesen, weil potentielle Kunden etwas komplett anderes erwartet haben: „Die Niederlande sind ein klassischer Markt f&uuml;r Wohnmobilreisen – und wir hatten uns in den Kopf gesetzt, die gerade nicht anzubieten“, erkl&auml;rt der Reiseunternehmer das waghalsige Unterfangen.</p>
<h3>Bed and Breakfasts, Maori und Wiederaufforstung statt CO2-Schleuder</h3>
<p>Und er nennt Gr&uuml;nde f&uuml;r die ungew&ouml;hnliche Idee: „Denn Wohnmobile sind nicht nur eine riesige CO2-Schleuder, sie verhindern auch, dass man Land und Leute kennenlernt, weil man ja die ganze Zeit f&uuml;r sich unterwegs ist.“</p>
<p>„Anfangs kamen daher fast nur Anfragen f&uuml;r Wohnmobilreisen, weil die potentiellen Kunden das eben kannten. Und wir mussten eine Menge Leute &uuml;berzeugen, dass sie die spannenderen Geschichten zu erz&auml;hlen haben, wenn sie per Mietwagen unterwegs sind, in kleinen Cottages und Bed and Breakfasts &uuml;bernachten, einen Tag mit Maori verbringen und im Dschungel B&auml;ume pflanzen“, so der Unternehmer, der im Te Urewera Nationalpark auf der neuseel&auml;ndischen Nordinsel auch <a href="http://www.restorerainforest.com">ein eigenes Wiederaufforstungsprojekt</a> gestartet hat.</p>
<h3>&#8220;Wir machen das so wie wir wollen!&#8221;</h3>
<p>Zwischenzeitlich, berichtet Klug, seien die beiden kurz davor gewesen, aufzugeben: „Wir dachten, keiner will haben, was wir anbieten. Aus Frust haben wir zwischenzeitlich sogar angefangen, Wohnmobilreisen zu verkaufen.“</p>
<p>Aber mit der Zeit h&auml;tte sich ein gewisser Fatalismus eingestellt: „Wir wollten das entweder auf unsere Art machen – oder gar nicht. Denn wie will ich jemandem etwas verkaufen, von dem ich selbst nicht &uuml;berzeugt bin?“.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-9368" title="TravelEssenceTeam" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/travelessenceteam.jpg" alt="TravelEssenceTeam" width="640" height="480" /></p>
<h3>Expansion, die neue Fragen aufwirft</h3>
<p>Irgendwann hatten die Kunden verstanden, worum es den Unternehmern ging – und dann lief es, wie Klug sagt. Heute hat TravelEssence sechs Mitarbeiter, 2010 expandierte das Unternehmen auch nach Deutschland.</p>
<p>Das Wachstum wirft allerdings neue Fragen auf: „Eigene Ideen entwickeln und nach vorne bringen ist toll. Aber nat&uuml;rlich muss man sich dann auch um Dinge k&uuml;mmern, auf die man vielleicht nicht so Lust hat – Lohnbuchhaltung zum Beispiel“, philopsophiert Klug.</p>
<h3>Der goldene Mittelweg zum gesunden Wachstum</h3>
<p>Die Angst vor der Tretm&uuml;hle ist ihm immer noch anzumerken. Doch gleichzeitig wei&szlig; er, dass ein gewisses Wachstum notwendig ist, um kleine, nachhaltige Tourismus-Projekte, die sonst im Massentourismus untergehen w&uuml;rden, &uuml;berhaupt wirtschaftlich tragbar zu machen.</p>
<p>Die ber&uuml;hmte Suche nach dem goldenen Mittelweg eben: „Es geht um ein gesundes Wachstum, nicht um ein zwanghaftes Gieren nach mehr,“ macht Klug die Unterschiede deutlich.</p>
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		<title>Erfolgreich als Social Entrepreneur – Teil 1: Vom Unternehmensberater zum nachhaltigen Reise-Unternehmer</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 11:52:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Master]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Work-Life-Balance]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2009/03/martin-klug-neuseeland-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Mit dem BWL-Abschluss in der Tasche und einem gut bezahlten Job w&#228;hnen sich viele am Ende ihrer Tr&#228;ume. Nicht so Martin Klug: Er wollte etwas Sinnvolles tun und gr&#252;ndete mehr zuf&#228;llig ein Reise-Unternehmen f&#252;r nachhaltigen Tourismus in Neuseeland und Australien. &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/erfolgreich-als-social-entrepreneur-teil-1-vom-unternehmensberater-zum-nachhaltigen-reise-unternehmer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2009/03/martin-klug-neuseeland-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Mit dem BWL-Abschluss in der Tasche und einem gut bezahlten Job w&auml;hnen sich viele am Ende ihrer Tr&auml;ume. Nicht so Martin Klug: Er wollte etwas Sinnvolles tun und gr&uuml;ndete mehr zuf&auml;llig ein Reise-Unternehmen f&uuml;r nachhaltigen Tourismus in Neuseeland und Australien.</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9346" title="Martin-Klug-Neuseeland" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2009/03/martin-klug-neuseeland-640x425.jpg" alt="Martin-Klug-Neuseeland" width="640" height="421" /><br />
<!--more--></p>
<p>Martin Klug erz&auml;hlte mir seine Geschichte w&auml;hrend der ITB in Berlin – sein Unternehmen <a href="http://travelessence.de/">TravelEssence</a> ist Sponsor f&uuml;r meine in K&uuml;rze stattfindende Recherche-Reise nach Neuseeland.</p>
<p>Dabei hatte Klug mit der Tourismus-Branche anfangs eigentlich gar nichs am Hut, sondern ganz klassisch BWL in W&uuml;rzburg studiert – „das Studium f&uuml;r Leute, die nicht wissen, was sie machen sollen“, wie er grinsend bekennt.</p>
<h3>Unternehmensberater aus Spa&szlig; am Herumreisen</h3>
<p>W&auml;hrend des Studiums jobbte er als Produktionsassistent bei eine regionalen TV-Sender und beim bayrischem Rundfunk. Zwar merkte er schnell, dass die Berufsaussichten im Journalismus eher schlecht sind, doch das Herumreisen und das Leben im Hotel brachten ihn auf den Geschmack.</p>
<p>Daher heuerte er direkt nach dem Studium bei einer Unternehmensberatung an. Das war im Oktober 2001, kurz nach dem 11. September.</p>
<h3>Zur richtigen Zeit am richtigen Ort</h3>
<p>„150 junge Berater wurden damals eingestellt“, berichtet Klug „Und keiner hatte etwas zu tun f&uuml;r uns, wir sa&szlig;en einfach nur herum.“ Tats&auml;chlich wurden am Ende der Probezeit fast alle wieder entlassen: Als einer von wenigen blieb Klug.</p>
<p>„Ich hatte einfach Gl&uuml;ck, zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Leute im Unternehmen zu treffen und dadurch an einem gro&szlig;en und wichtigen Projekt mitarbeiten zu k&ouml;nnen“, berichtet er verschmitzt.</p>
<h3>Am Ziel der W&uuml;nsche oder in der Tretm&uuml;hle?</h3>
<p>Damals w&auml;hnte er sich am Ziel seiner W&uuml;nsche: „Ich dachte, das w&auml;re es jetzt. Ich war jung, verdiente viel Geld und einen interessanten Job.“ Aber bald kamen die ersten Zweifel: „Man f&uuml;hrt einfach Auftr&auml;ge aus, ob man dahinter steht oder nicht.</p>
<p>Und viele &auml;ltere Kollegen arbeiteten wie in einer Tretm&uuml;hle nur noch die Projekte ab und wissen nicht, wie sie da ausbrechen sollen – das hat mir Angst gemacht“, berichtet Klug.</p>
<h3>MBA als Neuanfang</h3>
<p>Er wollte etwas Neues machen. Und so sagte er 2005 „ja“, als ihm seine Firma die M&ouml;glichkeit bot, einen MBA zu machen. Ganz bewusst, sagt er, habe er den Porsche und die Riesenwohnung in M&uuml;nchen gegen eine Studentenbude getauscht: „Ich hatte einfach Sorge, dass ich nicht mehr zur&uuml;ck kann, wenn ich mich erst einmal an einen gewissen Lebensstandard gew&ouml;hnt habe.“</p>
<p>Seine Wahl viel auf das holl&auml;ndische Utrecht als Studienort – weil er mit seiner Bewerbung sp&auml;t dran war und die Top-Business-Schools schon ausgebucht waren.</p>
<h3>Notl&ouml;sung als Gl&uuml;cksfall</h3>
<p>Die „Notl&ouml;sung“ stellte sich aber bald als Gl&uuml;cksfall heraus: Der geb&uuml;rtige Franke lernte hier nicht nur seine sp&auml;tere Ehefrau, sondern bei einem Kneipenabend auch seinen Gesch&auml;ftspartner, den Neuseel&auml;nder Andrew Morten (unten im Bild) kennen.</p>
<p>Der arbeitete zu der Zeit als Projektmanager f&uuml;r einen Reiseveranstalter, der klassische Bus- und Wohnmobiltouren sowie Luxusunterk&uuml;nfte in Neuseeland und Australien anbot. Und war unzufrieden mit seinem Job und dem Massentourismus von der Stange.</p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-9347" title="Andrew-Morten-Neuseeland" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2009/03/andrew-morten-neuseeland.jpg" alt="Andrew-Morten-Neuseeland" width="640" height="426" /></p>
<h3>Die Idee: Ma&szlig;geschneiderte Projekte statt Massentourismus von der Stange</h3>
<p>Denn nach Mortens Meinung h&auml;tten Touristen so gar keine M&ouml;glichkeit, Land und Leute kennenzulernen. Das m&uuml;sse man viel besser machen, mit kleinen, flexiblen Projekten, Maori, Cottages und Bed &amp; Breakfasts. Klug, der bis zu diesem Zeitpunkt jemals weder in Australien noch in Neuseeland gewesen war, fand die Idee gut.</p>
<p>Fortan war Morten der kreative Kopf des Unternehmens und Klug derjenige, der die verr&uuml;ckten Ideen auf ihre Durchf&uuml;hrbarkeit hin &uuml;berpr&uuml;fte. Zum Beispiel, indem er hinterfragte, warum bislang niemand so etwas bisher umgesetzt hatte.</p>
<h3>Individualreisen als Marktl&uuml;cke &#8211; lohnt sich das?</h3>
<p>Die L&ouml;sung war schnell gefunden: „F&uuml;r gro&szlig;e Reiseveranstalter lohnen sich kleine Hotels, die nur zwei bis drei Zimmer anbieten, oft nicht. Und es ist f&uuml;r deren Buchungssystem schlicht einfacher, Standard-Luxusreisen zusammenzustellen als Individualreisen mit st&auml;ndig wechselnden Komponenten“, erkl&auml;rt der Jungunternehmer.</p>
<p>„Kleine Reiseveranstalter sind dagegen mit Elan bei der Sache, haben auch kleine Anbieter im Angebot – aber sie arbeiten oft unsystematisch und brauchen zu lange, um entsprechende Reisen zusammenzustellen.“ In diese L&uuml;cke wollten die beiden sto&szlig;en, als sie 2006 TravelEssence gr&uuml;ndeten.</p>
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		<title>Vom Wirtschaftswissenschaftler zum Karatelehrer – Teil 2: Auf der Suche nach Wahrheit &amp; innerer Stille</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 08:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Entspannung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/malte-loos1-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Eine Elite-Ausbildung, ein guter Job, ein Top-Gehalt &#8211; und dennoch ist da eine st&#228;ndige innere Unzufriedenheit &#8211; eine innere Stimme, die einem immer wieder sagt, dass es so nicht weitergeht. Und die einen schlie&#223;lich dazu bringt, das Ruder ganz herumzurei&#223;en. &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/vom-wirtschaftswissenschaftler-zum-karatelehrer-teil-2-auf-der-suche-nach-wahrheit-innerer-stille/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/malte-loos1-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Eine Elite-Ausbildung, ein guter Job, ein Top-Gehalt &#8211; und dennoch ist da eine st&auml;ndige innere Unzufriedenheit &#8211; eine innere Stimme, die einem immer wieder sagt, dass es so nicht weitergeht. Und die einen schlie&szlig;lich dazu bringt, das Ruder ganz herumzurei&szlig;en. &Uuml;ber Malte Loos brach dieser Zustand 2003 herein, an einem Sonntagnachmittag in seinem New Yorker B&uuml;ro.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-9226" title="malte-loos" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/malte-loos1-620x453.jpg" alt="malte-loos" width="640" height="453" /><br />
<!--more--><br />
Dort arbeitete er in einem Finanz-Start-up, hatte das Angebot f&uuml;r 175.000 US-Dollar im Jahr in einem Investment Fond zu arbeiten, Einstiegsgehalt. Doch genau an diesem Nachmittag brach es aus ihm heraus. Er sagt heute: „Da war klar, dass ich keine Kraft mehr hatte, das weiterzumachen.“</p>
<h3>Die Wahrheit finden &#8211; durch Rippenbr&uuml;che und Niederlagen</h3>
<p>Unterst&uuml;tzt hatte diesen Ausbruch auch der Umstand, dass Loos bereits in seinem ersten Jahr am MIT, das war 1996, mit Karate begonnen hatte. Ein Kommilitone hatte gefragt, ob er nicht mal mitkommen wolle, als Ausgleich zur Schreibtischarbeit.</p>
<p>Schon aus seiner ersten G&uuml;rtelpr&uuml;fung kam er mit zwei Rippenbr&uuml;chen. &Uuml;berhaupt waren die Einheiten eine Tortur. Doch nicht nur das. „Ich konnte auch aus den Niederlagen, aus dem Zusammengeschlagen werden von dem Gegner etwas herausziehen“, erz&auml;hlt Malte Loos r&uuml;ckblickend. „Jedes Training f&uuml;hlte sich irgendwie wahr an.“</p>
<h3>Hart, aber gut!</h3>
<p>Seine universit&auml;re Karriere gab er damals zwar noch nicht auf, doch Karate wurde immer mehr zu seinem bestimmenden Lebensinhalt.</p>
<p>Er trainierte, gab irgendwann selbst Unterricht und organisierte f&uuml;r seinen Karatemeister, Kazumi Tabata, dessen Organisation. 2004 entlie&szlig; dieser Loos mit der Begr&uuml;ndung, er solle nun seinen eigenen Weg geht, eine eigene Schule aufmachen. Loos sagt: „Das war hart, aber gut.“</p>
<h3>Berlin wurde zum Lebensmittelpunkt</h3>
<p>2005 landete Malte Loos nach drei Jahren Abwesenheit wieder in Deutschland – sein altes Leben immer noch nicht ganz hinter sich lassen k&ouml;nnend. Ein Freund verschaffte ihm einen Job an der Universit&auml;t Kiel, vier Tage die Woche. Doch Loos‘ Lebensmittelpunkt wurde Berlin.</p>
<p>Dort erhielt er eine einmalige Chance, den Grundstock f&uuml;r die Zukunft zu legen: Der Bundestag suchte einen neuen Karatelehrer, Malte Loos wurde es. Von da ab trainierte er dort mit den Angestellten und einigen Abgeordneten – Unternehmenssport sozusagen.</p>
<h3>Vom Unternehmenssport zur eigenen Schule</h3>
<p>Er gab auch Qi Gong-Kurse im Bundesministerium der Finanzen und im Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.</p>
<p>2010 gr&uuml;ndete Malte Loos seine ganz eigene Schule, die der <a href="http://www.innere-stille.net/">Inneren Stille</a>. Dort bietet er nicht nur Karate-Kurse f&uuml;r jedes Level an – er selbst ist Inhaber des dritten Dan – sondern auch &Uuml;bungen zur stillen Kontemplation.</p>
<h3>Jeder muss selbst seinen Weg finden</h3>
<p>Heute sagt Malte Loos von sich, dass er viel ausgeglichener, ruhiger geworden sei. Fr&uuml;her sei er um ein wesentliches Mehr aggressiver gewesen. Und um ein Vielfaches ungl&uuml;cklicher. Au&szlig;erdem l&auml;sst er seine Sch&uuml;ler – ganz untypisch f&uuml;r Karatelehrer in Deutschland, jedoch &auml;hnlich dem Stil seines Lehrers – selbst ihren Weg finden.</p>
<p>Er beschreibt sich als einen unfertigen Menschen und vermeidet es, &uuml;ber den Sinn seiner Trainingsanweisungen zu reden. Seine Sch&uuml;ler sind aufgefordert, deren Sinn individuell und durch Selbstbeobachtung zu finden.</p>
<p><strong>Foto: <a title="http://www.kameradist-wagner.de/" href="http://www.kameradist-wagner.de/" rel="nofollow" target="_blank">www.kameradist-wagner.de</a></strong></p>
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		<item>
		<title>Vom Wirtschaftswissenschaftler zum Karatelehrer – Teil 1: Freiheit finden in sich selbst!</title>
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		<comments>http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/vom-wirtschaftswissenschaftler-zum-karatelehrer-teil-1-freiheit-finden-in-sich-selbst/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 13:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/vom-wirtschaftswissenschaftler-zum-karatelehrer-teil-1-freiheit-finden-in-sich-selbst/</guid>
		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/malte-loos-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />„Ichi! Ni! San! Yon shi! Go! Roku! Nana shichi! Hachi! Kyu ku! Ju!“ Laut z&#228;hlt Malte Loos immer wieder, mal auf Japanisch, mal auf Deutsch, von eins bis zehn. Vor ihm stehen etwa 14 Frauen und M&#228;nner, die meisten zwischen &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/vom-wirtschaftswissenschaftler-zum-karatelehrer-teil-1-freiheit-finden-in-sich-selbst/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/malte-loos-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>„Ichi! Ni! San! Yon shi! Go! Roku! Nana shichi! Hachi! Kyu ku! Ju!“ Laut z&auml;hlt Malte Loos immer wieder, mal auf Japanisch, mal auf Deutsch, von eins bis zehn. Vor ihm stehen etwa 14 Frauen und M&auml;nner, die meisten zwischen 30 und 40 Jahren alt, und folgen seinen Anweisungen. Seine Sch&uuml;ler lernen bei ihm Karate!</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-9221" title="malte-loos" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2012/03/malte-loos-620x478.jpg" alt="" width="640" height="478" /></p>
<p><!--more-->In seiner <a href="www.innere-stille.net">Karateschule</a> &uuml;ben sie Tritte und Blocks, Schl&auml;ge und Spr&uuml;nge. Und sie versuchen, sich innerlich fallen zu lassen. Malte Loos w&uuml;nscht sich beim Ausharren in bestimmten St&auml;nden von ihnen: „Lasst euch fallen, zittert alles in den Boden, macht euch frei!“ Er meint das Freiheit finden in sich selbst.</p>
<h3>Der Weg zur inneren Wahrheit und Stille</h3>
<p>Auf dem Weg in die Freiheit befindet sich auch Malte Loos beziehungsweise auf dem Weg hin zu einem Zustand innerer Wahrheit und Stille, wie er selbst sagt. Lange Zeit verfolgte er jedoch einen anderen Lebensentwurf. Er dachte, sein Gl&uuml;ck best&uuml;nde aus seiner begonnen wissenschaftlichen Karriere, aus wirtschaftlichem und finanziellem Erfolg.</p>
<p>Dies erwies sich aber als eine Fehleinsch&auml;tzung. Aggressivit&auml;t und ein aufbrausender Charakter bestimmten noch vor zehn Jahren sein Leben. Dieses Verhalten plus das Gef&uuml;hl, insgesamt das Falsche zu tun, wurden schlie&szlig;lich so stark, dass er es mit sich selbst nicht mehr aushielt.</p>
<h3>Leben, wie das Umfeld es will</h3>
<p>Er brach die bereits fortgeschrittene Laufbahn ab, durchlief Zeiten innerer &Auml;ngste und Unsicherheiten – immerhin standen pl&ouml;tzlich existentielle Fragen im Raum: Wie soll ich weiterleben, wie meinen Lebensunterhalt verdienen, was machen?</p>
<p>Klar war ihm nur, dass er sich bis dahin etwas vorgemacht hatte, gelebt hatte, wie es sich sein Umfeld gew&uuml;nscht und vorgestellt hatte, wie er vielleicht selbst gerne gewesen w&auml;re. Aber nicht ist.</p>
<h3>Studium in der Kaderschmiede zuk&uuml;nftiger Eliten</h3>
<p>Nach dem Abitur leistete Malte Loos seinen Wehrdienst ab, studierte Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Mathematik an den Universit&auml;ten des Saarlands und in Bonn, machte 1994 sein Diplom, absolvierte ein Masterprogramm an der London School of Economics and Political Science.</p>
<p>Schlie&szlig;lich landete er als Doktorand am Massachusetts Institut of Technology (MIT) in Boston – einer der Kaderschmieden k&uuml;nftiger Wirtschaftseliten.</p>
<h3>Ein geradliniges Leben aus Zahlen, Daten und Fakten</h3>
<p>Sein Leben bestand aus Zahlen, Daten und Fakten, aus mathematischen Formeln, die nicht abstrakt und formal genug sein konnten. Und h&auml;tte sich Malte Loos auf dieses Geflecht logischen Denkens weiterhin verlassen k&ouml;nnen, sein Leben w&auml;re bestimmt gradlinig weiterverlaufen.</p>
<p>Er w&auml;re zu einem Paradebeispiel avanciert, h&auml;tte einen Lebenslauf par excellence pr&auml;sentieren k&ouml;nnen, einen wie ihn Unternehmen gerne nachkommenden Generationen pr&auml;sentieren.</p>
<h3>Top-Job, aber die innere Stimme zweifelt</h3>
<p>Die meisten seiner ehemaligen Kommilitonen haben heute Lehrst&uuml;hle inne oder besetzen gutbezahlte F&uuml;hrungssessel in Unternehmensberatungen und Industriekonzernen. Und auch Loos bearbeitete sein erstes Projekt bei JP Morgan im Bereich Finance Research.</p>
<p>Doch da ist das „H&auml;tte“. H&auml;tte deshalb, weil sich in dem Umfeld eines solch rationalen Lebens, in dem es vor allem um oberfl&auml;chliche Umst&auml;nde, Zust&auml;nde und Entwicklungen geht, bei manchen Menschen entweder schleichend anpirschend, bei anderen mit Blitz und Donner aufziehend, eine innere Stimme meldet, die all das, was man bisher getan hat, anzweifelt.</p>
<p><strong>Foto: <a href="http://www.kameradist-wagner.de/" class="autohyperlink" title="http://www.kameradist-wagner.de/" target="_blank" rel="nofollow">www.kameradist-wagner.de/</a></strong></p>
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		<title>Serie – ungewöhnliche Berufsbilder in Berlin: Der Politiker</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 16:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz notiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Hauke Stiewe wird 1971 in Bremen geboren. Nach der Schule arbeitet er eineinhalb Jahre als Decksmann auf einem Binnenschiff. 1990 geht er nach Berlin. Er engagiert sich in der Hausbesetzerszene, betreibt Kneipen und Clubs. Mitte der 90er Jahre gr&#252;ndet er &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/serie-ungewoehnliche-berufsbilder-in-berlin-der-politiker/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hauke Stiewe wird 1971 in Bremen geboren. Nach der Schule arbeitet er eineinhalb Jahre als Decksmann auf einem Binnenschiff. 1990 geht er nach Berlin. Er engagiert sich in der Hausbesetzerszene, betreibt Kneipen und Clubs. Mitte der 90er Jahre gr&uuml;ndet er die erste Kleinpartei. Er ist Inhaber des Clubs “Lovelite” in Friedrichshain und stellvertretender Vorsitzender der Bergpartei. Stiewe geh&ouml;rt zu den Leuten, die die auf der Oberbaumbr&uuml;cke stattfindende “Wasserschlacht” zwischen Friedrichshain und Kreuzberg erfunden haben.</p>
<div class="vidembed"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29083723"  width="640" height="360"></iframe></div>
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		<item>
		<title>Serie – ungewöhnliche Berufsbilder in Berlin: Die Countrysängerin</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 07:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz notiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Laura Bean wird 1982 in Louisville/Kentucky geboren. Sie und ihre drei Schwestern wachsen in einer Musikerfamilie auf. Schon fr&#252;h bringt ihr der Gro&#223;vater Klavierspielen bei. Sie studiert Geographie und Geologie. 2003 geht sie nach Heidelberg. Geplant ist ein Austauschsemester, es &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/serie-ungewoehnliche-berufsbilder-in-berlin-die-countrysaengerin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laura Bean wird 1982 in Louisville/Kentucky geboren. Sie und ihre drei Schwestern wachsen in einer Musikerfamilie auf. Schon fr&uuml;h bringt ihr der Gro&szlig;vater Klavierspielen bei. Sie studiert Geographie und Geologie. 2003 geht sie nach Heidelberg. Geplant ist ein Austauschsemester, es wird ein Daueraufenthalt. 2007 zieht sie nach Berlin und f&auml;ngt mit der Stra&szlig;enmusik an. Sp&auml;ter spielt sie ein zeitlang mit den Runaway Brides. Wenn sie nicht in Kneipen musiziert, arbeitet sie an der Platte, die sie herausbringen m&ouml;chte, oder veranstaltet mit ihrer neuen Band Konzerte.</p>
<div class="vidembed"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/31594455"  width="640" height="360"></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Serie – ungewöhnliche Berufsbilder in Berlin: Die blinde Erzieherin</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 09:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz notiert]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Behinderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch Mediadigital, das Blog meiner Kollegin Ulrike Langer, bin ich auf diese einzigartige Multimedia-Reportage berlinfolgen.de gesto&#223;en, die das Produktionsstudio2470media.com in Zusammenarbeit mit der TAZ produziert hat. Vorgestellt werdn in Slideshow-Form au&#223;erge&#246;hnliche Berufs- und Lebensbilder in Berlin. Wirklich eine tolle Idee, &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/serie-ungewoehnliche-berufsbilder-in-berlin-die-blinde-erzieherin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch <a href="http://medialdigital.de/">Mediadigital</a>, das Blog meiner Kollegin Ulrike Langer, bin ich auf diese einzigartige Multimedia-Reportage <a href="http://www.berlinfolgen.de">berlinfolgen.de</a> gesto&szlig;en, die das Produktionsstudio<a href="http://www.2470media.com">2470media.com</a> in Zusammenarbeit mit der TAZ produziert hat. Vorgestellt werdn in Slideshow-Form au&szlig;erge&ouml;hnliche Berufs- und Lebensbilder in Berlin. Wirklich eine tolle Idee, die ich hier im Blog in losen Abst&auml;nden hier im Blog pr&auml;sentieren m&ouml;chte. Den Anfang macht die Geschichte &uuml;ber die blinde Erzieherin Silja Korn, die 1966 in Berlin geboren wurde und von klein auf eine starke Sehschw&auml;che. Mit 12 verliert sie durch einen Autounfall ganz das Augenlicht. Nach der Blindenschule absolviert sie eine Ausbildung zur Erzieherin und erk&auml;mpft als erste Blinde die staatliche Anerkennung. Korn arbeitet heute als Sprecherzieherin in einer Kita in Berlin Tempelhof.</p>
<div class="vidembed"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/23956579"  width="640" height="360"></iframe></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Serie – Berufs- &amp; Lebensbilder weltweit: Ohne Führerschein in der kanadischen Wildnis</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/beruf-suchen/~3/741x-01sJNw/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 15:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile-Life]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/11/jennifer-santos-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />In einer aktuellen Studie progonstiziert das Zukunftsinstitut, dass das Kulturmodell Massenmotorisierung sich dem Ende zuneigt. Denn der Pkw – einst Inbegriff von Freiheit und Individual-Beweglichkeit – st&#246;&#223;t zunehmend an seine Grenzen. Wie aber sehen die Alternativen aus? In Deutschland, vor &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-ohne-fuehrerschein-in-der-kanadischen-wildnis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/11/jennifer-santos-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>In einer <a href="http://www.beruf-suchen.de/existenzgruendung/ideen-boerse/trends-im-marketing/akstudie-zur-zukunft-der-mobilitaet-2030/">aktuellen Studie</a> progonstiziert das Zukunftsinstitut, dass das Kulturmodell Massenmotorisierung sich dem Ende zuneigt. Denn der  Pkw – einst Inbegriff von Freiheit und Individual-Beweglichkeit – st&ouml;&szlig;t zunehmend an seine Grenzen. Wie aber sehen die Alternativen aus? In Deutschland, vor allem in den Gro&szlig;st&auml;dten, ja eigentlich ganz gut. In anderen L&auml;ndern eher nicht. Dennoch gibt es auch da Menschen, die ohne F&uuml;hrerschein leben.</p>
<p><a href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-ohne-fuehrerschein-in-der-kanadischen-wildnis/attachment/jennifer-santos/" rel="attachment wp-att-8670"><img class="aligncenter size-large wp-image-8670" title="Jennifer-Santos" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/11/jennifer-santos-620x720.jpg" alt="" width="640" height="720" /></a><br />
<!--more--><br />
In Kanada traf ich Jennifer Santos. Die Mitt-Drei&szlig;igerin ist Director of Public Relations &amp; Brand Strategy at <a href="http://www.crmr.com/">Canadian Rocky Mountain Resorts </a>und hat keinen F&uuml;hrerschein. Sie lebt und arbeitet in Calgary, ist jedoch oft auch zwischen den einzelnen Standorten ihres Unternehmens unterwegs, die zum Teil in der kanadische Wildnis liegen (siehe Bild unten). Wie managt sie ihr Leben ohne Auto?</p>
<h3>Zu alt f&uuml;r den F&uuml;hrerschein</h3>
<p>Jennifer kommt urspr&uuml;nglich aus Toronto. &#8220;Die wenigsten haben dort ein Auto. Daher sah ich auch nie einen Grund, F&uuml;hrerschein zu machen.&#8221; Nach dem Studium aber bekam sie einen Job in Britsh Columbia &#8211; und stellte &uuml;berrascht fest: &#8220;Hier kommt keiner ohne Auto aus!&#8221;</p>
<p>Was nun? Jennifer entschied sich dagegen, den F&uuml;hrerschein noch zu machen: &#8220;Eigentlich f&uuml;hlte ich mich zu alt dazu und habe es gelassen,&#8221; erkl&auml;rte sie. &#8220;Die meisten jungen Leute, die hier arbeiten, haben auch kein Auto. Man arrangiert sich irgendwie, au&szlig;erdem gibt es einen Shuttle-Bus zum Flughafen, den kann man rufen.&#8221;</p>
<p><a href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-ohne-fuehrerschein-in-der-kanadischen-wildnis/attachment/ell-exterior3/" rel="attachment wp-att-8671"><img class="aligncenter size-full wp-image-8671" title="ell-exterior3" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/11/ell-exterior3.jpg" alt="" width="640" height="412" /></a></p>
<h3>Alternativen zum Autofahren</h3>
<p>Nat&uuml;rlich, gibt sie zu, sei sie immer darauf angewiesen, abgeholt zu werden. Aber das f&uuml;hrerscheinlose Dasein hat auch seine Vorteile: &#8220;Ich gehe viel mehr zu Fu&szlig; als Leute, die ein Auto haben!&#8221; &Uuml;brigens habe ich in Kanada auch den f&uuml;hrerscheinlosen Travel-Blogger Jools Stone getroffen, der konsequenterweise ein <a href="http://www.trainsonthebrain.com/">Zugreise-Blog</a> betreibt.</p>
<p>Tats&auml;chlich sind &ouml;ffentliche Verkehrsmittel in Kanada eher schlecht ausgebaut. In den gro&szlig;en St&auml;dten gibt es sie nat&uuml;rlich, danaeben gibt es &Uuml;berlandbusse. Und nat&uuml;rlich Flugzeuge, die in einem Land dieser Gr&ouml;&szlig;e das vergleichsweise praktischste Verkehrsmittel darstellen. Der Zugverkehr ist vergleichsweise schlecht ausgebaut.</p>
<h3>Zugfahren &#8211; in Kanada eher ungew&ouml;hnlich</h3>
<p>Wie es um das Verh&auml;ltnis Zugverkehr &#8211; Autoverkehr in Kanada bestellt ist, n&auml;mlich alles auf der Stra&szlig;e, wenig auf den Schienen, zeigt auch ein Blick von CN-Tower in Toronto:<br />
<a href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-ohne-fuehrerschein-in-der-kanadischen-wildnis/attachment/verkehr-toronto/" rel="attachment wp-att-8672"><img class="aligncenter size-large wp-image-8672" title="Verkehr-Toronto" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/11/verkehr-toronto-620x465.jpg" alt="" width="640" height="465" /></a></p>
<p>Wie Paradox die Benutzung von Autos in Kanada &uuml;brigens sein kann, zeigt das Beispiel der nordkanadischen Stadt <a href="http://www.churchill.ca/">Churchill</a>, bekannt f&uuml;r ihren Polar-B&auml;ren-Tourismus: In die Stadt f&uuml;hren keine Stra&szlig;en. Dennoch hat jeder Bewohner dort ein Auto &#8211; die Autos wurden mit den Z&uuml;gen in die Stadt gebracht.</p>
<div class="authorbox"><strong>Sponsor: </strong>Die Recherche zu diesem Beitrag wurde erm&ouml;glicht durch die <a href="http://corporate.canada.travel/ctc-cct">Canadian Tourism Commission</a>, die Reisekosten und Unterkunft bezahlt haben. Danke!</div>
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		<item>
		<title>Deskmag-Gründer Carsten Foertsch im Interview über seine Erfahrung mit der Bürokratie: “Arschtritt für Unternehmen aus jungen Wirtschaftszweigen!”</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/beruf-suchen/~3/WVTVsrpX6Fk/</link>
		<comments>http://www.beruf-suchen.de/interviews/deskmag-gruender-carsten-foertsch-im-interview-ueber-seine-erfahrung-mit-der-buerokratie-arschtritt-fuer-unternehmen-aus-jungen-wirtschaftszweigen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 11:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Frisch Gegründet]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsplatz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.beruf-suchen.de/interviews/deskmag-gruender-carsten-foertsch-im-interview-ueber-seine-erfahrung-mit-der-buerokratie-arschtritt-fuer-unternehmen-aus-jungen-wirtschaftszweigen/</guid>
		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/03/carsten-300x3001-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Carsten Foertsch hat gerade Deskmag gegr&#252;ndet, ein Magazin &#252;ber neue Arbeitsr&#228;ume, wie sie aussehen, wie sie funktionieren, wie sie verbessert werden k&#246;nnen und wie wir in ihnen arbeiten. Im Interview spricht er &#252;ber die b&#252;rokratischen H&#252;rden, die Existenzgr&#252;ndern in Deutschland &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/interviews/deskmag-gruender-carsten-foertsch-im-interview-ueber-seine-erfahrung-mit-der-buerokratie-arschtritt-fuer-unternehmen-aus-jungen-wirtschaftszweigen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/03/carsten-300x3001-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Carsten Foertsch hat gerade <a href="http://www.deskmag.com/">Deskmag</a> gegr&uuml;ndet, ein Magazin &uuml;ber neue Arbeitsr&auml;ume, wie sie aussehen, wie sie funktionieren, wie sie verbessert werden k&ouml;nnen und wie wir in ihnen arbeiten. Im Interview spricht er &uuml;ber die b&uuml;rokratischen H&uuml;rden, die Existenzgr&uuml;ndern in Deutschland in den Weg gestellt werden. Das Interview entstand <a title="Meine Replik auf den Artikel zur Gr&uuml;ndungsf&ouml;rderung in ZEIT-ONLINE: Innovations-Bremse Deutschland" href="http://www.beruf-suchen.de/existenzgruendung/gesellschaft-innovation-medien/unternehmens-innovationskultur/meine-replik-auf-den-artikel-zur-gruendungsfoerderung-in-zeit-online-innovations-bremse-deutschland/">aus meiner Replik auf einen ZEIT-ONLINE-Beitrag</a>.<br />
<!--more--><em></em></p>
<p><a href="http://berufebilder.de/interviews/deskmag-gruender-carsten-foertsch-im-interview-ueber-seine-erfahrung-mit-der-buerokratie-arschtritt-fuer-unternehmen-aus-jungen-wirtschaftszweigen/attachment/carsten-300x300-2/" rel="attachment wp-att-8658"><img class="aligncenter size-full wp-image-8658" title="carsten-300x300" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/03/carsten-300x3001.jpg" alt="" width="640" height="225" /></a><em></em></p>
<p><em>Carsten Foertsch studierte Politikwissenschaften, Soziologie und Geographie in Berlin und machte 2006 sein Diplom. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Institut f&uuml;r sozialwissenschaftliche Studien mit Fokus auf Stadt- und Regionalentwicklung sowie Arbeitsmarkt. Mitte 2010 gr&uuml;ndete er mit Joel Alas <a href="http://www.deskwanted.com/">Deskwanted</a>, ein Suchsystem f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze und das Magazin Deskmag.<br />
</em></p>
<h4>Wo liegen die gr&ouml;&szlig;ten Hindernisse f&uuml;r Existenzgr&uuml;nder in deutschen Verwaltungen?</h4>
<p>Ein besonderes Problem gerade in deutschen Verwaltungen und deren privatrechtlichen Sub-Unternehmen ist das Alter ihrer Besch&auml;ftigten, das deutlich &uuml;ber dem Durchschnitt der erwerbsf&auml;higen Bev&ouml;lkerung liegt. Gerade in Berlin werden junge Leute werden kaum eingestellt. Weniger als 2,5% der Leute, die in den Berliner Verwaltungen arbeiten, sind 30 Jahre oder j&uuml;nger.</p>
<h4>Worin besteht das Problem f&uuml;r Gr&uuml;nder?</h4>
<p>In den &ouml;ffentlichen Verwaltungen und Banken arbeiten daher zunehmend Leute, die kaum &uuml;ber aktuelle Fachkenntnisse verf&uuml;gen. Gerade Unternehmungen in neuen Wirtschaftsbereichen der Kreativindustrie haben es dadurch schwer. Die Besch&auml;ftigten in den Verwaltungen kennen sich kaum aus mit neuen Technologien.</p>
<h4>Eine <a href="http://www.berufebilder.de/existenzgruendung/frisch-gegruendet/steuern/werden-deutschlands-aemter-dank-social-media-buergerfreundlicher-buerokratie-2-0/"> Studie </a> zeigt doch, dass man in den Verwaltungen dennoch z.B. auf Social Media Anwendungen setzt!</h4>
<p>Die Nutzung von Social Media garantiert nicht automatisch einen Wissenstransfer. Social Media ist, wenn Sender und Empf&auml;nger aufeinander eingehen, der Sender also auch zum Empf&auml;nger wird und umgekehrt. Erst diese Interaktion macht Social Media sozial.</p>
<p>Und sinnvoll wird es erst, wenn die Ergebnisse dieser Kommunikation die Arbeit in den Verwaltungen positiv beeinflussen. Das sehe ich bei den meisten Verwaltungen bisher nicht. In der Regel ist es nur ein zus&auml;tzlicher Ein-Richtungs-Kanal. Au&szlig;erdem ersetzt ihre Nutzung in keinem Fall den pers&ouml;nlichen Kontakt zu jungen Kollegen, die in den Verwaltungen fehlen.</p>
<h4>Sicher auch eine Geldfrage&#8230;</h4>
<p>H&auml;ufig werden die Social Media Aktivit&auml;ten wie viele andere Arbeiten auch zunehmend von Fremdfirmen ausgef&uuml;hrt. Das senkt die Kosten, b&uuml;ndelt Informationen. Aber letztlich funktioniert es wie im Spiel der stillen Post, die Nachricht am Anfang ist nicht die am Ende, vor allem nicht, wenn die Leute in den Verwaltungen nicht die Kenntnisse besitzen, das Wissen dieser Auftragsarbeiten richtig zu bewerten. Da helfen ihnen auch die besten externen Auftragsarbeiten nichts.</p>
<p>Die Berliner Verwaltung ist ein Extrembeispiel. Der Senat steht mit dem Abbau der Schulden vor einem verst&auml;ndlich gro&szlig;en Problem. Durch einen der Schl&uuml;sse, die ihr er daraus zog, dem praktisch jahrelangen Einstellungsstopp erhalten die Berliner Verwaltungen jedoch keinen frischen Input an internem Expertenwissen und verlieren daher seit Mitte der 90er den Anschluss an die wirtschaftlichen, technischen und bildungsrelevanten Neuerungen. Dazu <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-verwaltung-kopflastig-und-ueberaltert/4278268.html" rel="nofollow">mehr im Tagesspiegel</a>.</p>
<h4>Man f&ouml;rdert also nicht, was man nicht kennt?</h4>
<p>Genau: L&auml;nger bestehende Wirtschaftszweige werden durchaus unterst&uuml;tzt. Gerade im Beispiel Kreativbereich offenbart sich der Unterschied zwischen Mode, einem Jahrtausende alten Gewerbe und Unternehmungen, die ihre Einkommen ausschlie&szlig;lich &uuml;ber ihr Wissen in neuen Wirtschaftszweigen beziehen.</p>
<p>Mode wird gef&ouml;rdert &#8211; siehe Fashion Week und Bread &amp; Butter. Vielleicht noch Sachen, die mit Kunst oder klassischen Medien zu tun haben, wenn sie an die Kunsthalle oder mittlerweile gescheiterte Fernsehsender denken. Auch die neu geplante Landesbibliothek geh&ouml;rt dazu. Von neuen Nutzungskonzepten fehlt jede Spur. Ein altes Konzept in neuen R&auml;umen.</p>
<h4>Haben Sie bessere Ideen?</h4>
<p>Ja. Warum k&ouml;nnen Leute heute, eigene Werke &uuml;ber die Bibliothek nicht kostenlos zur Ausleihe freigeben und von den registrierten Nutzern bewerten lassen? Warum &uuml;berlassen Bibliotheken ihre Kernkompetenz bei neuen Medien Google oder Apple, wenn sie es gegen eine Mitgliedsgeb&uuml;hr unabh&auml;ngiger und themengerechter katalogisieren k&ouml;nnten?</p>
<p>Was ich meine, die Verwaltung f&ouml;rdert nicht einmal intern neue Konzepte und Ideen. Da k&ouml;nnen sie sich ausrechnen, wie schwer es f&uuml;r Existenzgr&uuml;nder ist, wenn sie mit neuen Ideen von au&szlig;en kommen.</p>
<h4>Das klingt ein wenig frustriert…</h4>
<p>Nein, ich will gar nicht die einzelne Wirtschaftszweige gegeneinander ausspielen. Im Gegenteil. Wenn es nicht um einzelne Unternehmen oder Gr&uuml;nder sondern um Branchentreffen geht, unterst&uuml;tzt der Senat sie sogar recht unkompliziert mit kleinen Summen, so eine Art kleinen Zuschuss f&uuml;r tempor&auml;r selbst organisierte Hilfe zur Selbsthilfe. Daf&uuml;r helfen die Leute von Projekt Zukunft oder Berlin Partner schnell weiter.</p>
<p>Was der Senat durch seine interne einseitige Personalpolitik bewirkt, ist leider trotzdem eine Riesenverschwendung von &ouml;konomischen Potenzial. Wenn ihm die Leute aus den Bereichen schon fehlen, k&ouml;nnte er mehr Leute aus der Verwaltung zumindest f&uuml;r einzelne Branchentreffen &ouml;fter freistellen, um ihr Verst&auml;ndnis f&uuml;r neue Wirtschaftsbereiche zu st&auml;rken. Das w&auml;re auch ein neues Verst&auml;ndnis von Wirtschaftsf&ouml;rderung. Die Verwaltung sollte nicht mehr warten, bis die Leute zu ihnen kommen. Sie sollte auch selbst &ouml;fter aktiv den Kontakt suchen.</p>
<h4>Im Interview hat <a href="http://www.berufebilder.de/existenzgruendung/frisch-gegruendet/finanzierung-konzept-strategie/interview-mit-christoph-lang-von-berlin-partner-ueber-die-foerderung-von-unternehmen-und-den-it-standort-berlin-wir-haben-in-vier-jahren-21-224-neue-arbeitsplaetze-geschaffen/"> Christoph Lang von Berlin Partner </a> auf die Unterstz&uuml;tzung der Investitionsbank Berlin verwiesen…</h4>
<p>Ja, die Investitionsbank wirbt &uuml;berall mit mit Krediten f&uuml;r Start-ups. Sie tut es jedoch eher f&uuml;r das Image des Standortes Berlins. Die Realit&auml;t sieht anders aus. Aber wenn es nur das w&auml;re…</p>
<h4>Was denn noch?</h4>
<p>Die meisten Unternehmen aus jungen Wirtschaftszweigen erhalten nicht nur keine Unterst&uuml;tzung, sie verschwenden auch ihre kostbare Zeit f&uuml;r die Beantragung von Unterst&uuml;tzung, die aus Ahnungslosigkeit ohne ernsthafte Bearbeitung abgelehnt werden. Es betrifft gerade die einfachen Programme der IBB.</p>
<p>Mit Mikrokrediten von zehn- oder zwanzig Tausend Euro k&ouml;nnen in Berlin schon viele Leute was drehen, um auf den eigenen F&uuml;&szlig;en zu stehen. Gerade aus dem Kreativbereich, wo die meisten als Selbstst&auml;ndige oder Kleinunternehmer starten. F&uuml;r die Beurteilung fehlt der IBB jedoch die Kompetenz. Restaurants und Gas-Wasser-Sanit&auml;r sind kein Problem, aber alles, was sie noch nicht kennen, wo sie keine Expertise bisher aufbauten, wird nicht gef&ouml;rdert.</p>
<h4>Na immerhin kann man es versuchen&#8230;</h4>
<p>Die Zeit f&uuml;r die gescheiterten Antr&auml;ge fehlt den Antragstellern sp&auml;ter beim Aufbau ihres Unternehmens. Sie erhalten also das Gegenteil von Unterst&uuml;tzung, n&auml;mlich einen Arschtritt und den Verlust darin investierter Zeit, der sich schnell zu einem Wettbewerbsnachteil entwickeln kann.</p>
<p>Es w&auml;re ehrlicher und f&uuml;r jeden einfacher, wenn sie vorher sagen, nach welchen Richtlinien sie Unternehmen f&ouml;rdern. Sie sollte auf Transparenz setzen als auf irref&uuml;hrendes PR Bla Bla.</p>
<h4>Vielleicht muss man der Verwaltung dieses Problem erkl&auml;ren…</h4>
<p>Seit fast 15 Jahren praktiziert die Berliner Verwaltung dieses Vorgehen, ohne aus ihren Fehlern zu lernen. Ein sch&ouml;nes Beispiel fand ich zuf&auml;llig <a href="http://netz-erfolge.de/catalog/item189.html"> in einem Text &uuml;ber das Internet-Unternehmen Zanox </a> .  Dort hei&szlig;t es:</p>
<blockquote><p>Bereits 1997 entwickeln die Studenten der Wirtschaftsinformatik das vision&auml;re Projekt Inab (eine Abk&uuml;rzung f&uuml;r „Internetadressbuch“), eine Website zum Speichern und Verwalten von Lesezeichen. Mit ihrer Diplomarbeit beteiligen sie sich an einem Business Plan-Wettbewerb des Berliner Existenzgr&uuml;nderforums, der Sparkasse und dem Stern, doch sind sie offensichtlich mit diesem Projekt ihrer Zeit voraus. Die Jury k&ouml;nnen die jungen Unternehmer jedenfalls nicht von ihrem vision&auml;ren Gesch&auml;ftsmodell &uuml;berzeugen: Sie unterliegen beim Wettbewerb einem Berliner „Schnittchen-Bring-Service“.</p></blockquote>
<h4>Und heute sind Social Bookmarking-Dienste der Renner… Wie kann so etwas passieren?</h4>
<p>Ich denke, sie sind eher die Ausnahme. Beim Businessplan Wettbewerb der IBB gewann letztes Jahr im Bereich Service eine Fahrradwaschanlage, ein Kinderbetreuungsdienst, eine Textilpflege, ein Online-Konzertbewertungsportal und Online-Generationsprojekt. Da ging es nicht mal um einen Kreditantrag, f&uuml;r den man sich nackt ausziehen muss und mehr Leute auf der Strecke bleiben.</p>
<p>Ich m&ouml;chte nicht falsch verstanden werden, es sind alles tolle Sachen dabei, aber so etwas h&auml;tte die IBB schon vor zehn Jahren auszeichnen k&ouml;nnen. Nicht ein wirklich komplett neues Ding dabei – bei so vielen Bewerbungen. Und nun stellen Sie sich vor, sie m&ouml;chten vor diesem Hintergrund Geld bei der IBB beantragen.</p>
<h4>Was passiert dann?</h4>
<p>Eine Ablehnung bei den Mikrokrediten erfolgt in der Regel, wenn innerhalb von sechs bis neun Monaten kein operativer Gewinn erzielt werden kann, mit dem Kreditraten bezahlt werden. Das gilt betrifft viele Online-Unternehmen, die sie sich erstmal einen Namen machen und Traffic erzielen m&uuml;ssen, um Geld zu verdienen.</p>
<p>Das dauert in der Regel mindestens ein, zwei Jahre. Ein besonderes F&ouml;rderungsprogramm mit Kleinkrediten bieten sie dennoch nicht an. Twitter erzielte erst f&uuml;nf Jahre nach Bestehen Gewinne. Google ben&ouml;tigte drei Jahre daf&uuml;r. Und mit Kleinunternehmen entstehen viel mehr Jobs als mit Gro&szlig;unternehmen. Da w&uuml;rden sich spezielle Mikrokredite wirklich lohnen, die darauf mehr R&uuml;cksicht nehmen. Die aktuellen Mikrokrediten sind aber auch nur ein Produkt der Zeit, in dem der kurzfristige Erfolg mehr z&auml;hlt als die langfristige Perspektive.</p>
<h4>Wie sieht das bei Euch aus?</h4>
<p>Wir verdienen mit unserem Magazin derzeit auch noch nichts, wir starteten mit dem Deskmag erst richtig im Oktober letzten Jahres. Unser Einkommen beziehen wir derzeit aus individuell angefertigten Marktanalysen. Allgemeine Zusammenfassungen stellen wir allen Interessierten kostenlos auf dem Deskmag bereit.</p>
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		<title>Berufs- und Lebensbilder weltweit: Ausgewandert nach Kanada</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 14:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Auslands-Aufenthalt]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachen]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/11/daniel-schmitz-e1320934176133-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Auswandern ist in den Medien ja ein gro&#223;es Trendthema &#8211; der nach Texas ausgewanderte Hamburger Konny Reimann wurde gar zur Werbeikone. Zeit, auch hier im Blog mal zu fragen, wie es deutschen Auswanderern so geht: Im ost-kanadischen St. Andrews By-the-Sea &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/berufs-und-lebensbilder-weltweit-ausgewandert-nach-kanada/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/11/daniel-schmitz-e1320934176133-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Auswandern ist in den Medien ja ein gro&szlig;es Trendthema &#8211; der nach Texas ausgewanderte Hamburger Konny Reimann wurde <a href="http://www.auswanderer-blog.de/auswanderer-konny-reimann-wirbt-fuer-milchreis/">gar zur Werbeikone.</a> Zeit, auch hier im Blog mal zu fragen, wie es deutschen Auswanderern so geht: Im ost-kanadischen St. Andrews By-the-Sea traf ich Daniel Schmitz aus Koblenz, der mit seinen Eltern vor drei Jahren hierher kam. Eine Reportage.<br />
<a href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/berufs-und-lebensbilder-weltweit-ausgewandert-nach-kanada/attachment/daniel-schmitz/" rel="attachment wp-att-8638"><img class="aligncenter size-large wp-image-8638" title="daniel-schmitz" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/11/daniel-schmitz-e1320934215495-620x826.jpg" alt="daniel-schmitz" width="640" height="826" /></a><a href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/berufs-und-lebensbilder-weltweit-ausgewandert-nach-kanada/attachment/daniel-schmitz/" rel="attachment wp-att-8638"><br />
</a><br />
<!--more--><br />
Daniel tr&auml;gt einen Schottenrock und k&uuml;mmert sich als Belman im Fairmont Algonquin Hotelin St. Andrews, New Brunswick um das Wohl der G&auml;ste und deren Gep&auml;ck.</p>
<p>Eine durchaus verantwortungsvolle Aufgabe, bei der es eben nicht nur darum geht, das Gep&auml;ck zu verstauen oder die T&uuml;r aufzuhalten, sondern auch um all die kleinen und gro&szlig;en Aufgaben, die so im Hotel anfallen: Einparken, Saubermachen, Rezeption sowie ein- und auschecken.</p>
<h3>Traditon, aber locker!</h3>
<p>Vor allem aber geht es auch ums Repr&auml;sentieren. Sein ungew&ouml;hnliches Beinkleid ist folgerichtig Teil seiner Arbeitsuniform, wie er mir erz&auml;hlt. Sie soll an das schottische St. Andrews erinnern. Auf solche Traditionen legt man in Kanada wert.</p>
<p>Abgesehen davon geht es in Kanada aber in vielen Dingen lockerer zu als in Deutschland, wie der Neunzehnj&auml;hrige berichtet: &#8220;Die Leute sind gerade hier im Osten sehr gelassen und sehr nett &#8211; und l&auml;ngst nicht so exakt wie in Deutschland. Selbst die Lehrer in der Schule kommen mal zu sp&auml;t.&#8221;</p>
<h3>Einfach mal was Neues</h3>
<p>In Deutschland hingegen, gerade im Rheinland, habe ihn das konservative Denken oft gest&ouml;rt. Daher war er gleich begeistert, als seine Eltern beschlossen, nach Kanada auszuwandern. &#8220;Wir wollten einfach mal was anderes&#8221;, sagt Daniel.</p>
<p>Der Vater hatte sich schon zuvor einen Job als LKW-Faher gesucht, die Mutter fand einen Job in einer Pflanzenfabrik. Beide hatten eine Arbeitserlaubnis, Daniel reiste mit einem Sch&uuml;lervisum ein &#8211; und brachte erstmal die Schule zu ende. Mittlerweile ist er Permanent Resident.</p>
<h3> Schule: Nachholbedarf in Englisch</h3>
<p>Das sei viel Arbeit gewesen: &#8220;Die lasen hier gerade Shakespeare im Original, als ich mit meinem Schulenglisch aus Deutschland ankam, das war nat&uuml;rlich hart. Aber ich habe es geschafft, ohne eine Klasse wiederholen zu m&uuml;ssen,&#8221; sagt der junge Einwanderer voller stolz. Allerdings gibt er zu, dass der Schulunterricht in Kanada auch weniger anspruchsvoll sei als in Deutschland.</p>
<p>Bei der Jobsuche haben ihm dann vor allem seine Sprachkenntnisse geholfen: &#8220;Hier steigen viele Gesch&auml;fstleute und auch deutsche Touristen ab, da ist es gut, dass ich deutsch kann.&#8221; Franz&ouml;sisch,in Kanada zweite Landessprache, spricht er allerdings nicht. &#8220;Das will ich noch lernen &#8211; aber es ist relativ schwer.&#8221;</p>
<h3>Kanadier sind ihm lieber</h3>
<p>In New Brunswick, aber auch in Nova Scotia und in Ontario gibt es relativ gro&szlig;e deutsche Communities, wie Daniel mir erz&auml;hlt. Aber mit denen hat er nichts zu tun. Die meiste Zeit verbringt er mit Kollegen. Mit zwei von ihnen wohnt er auch im Hotel zusammen &#8211; f&uuml;r 3 Dollar am Tag.</p>
<p>Gibt es etwas das ihm nicht gef&auml;llt? Daniel &uuml;berlegt einen Augenblick: &#8220;Die gro&szlig;en Distanzen sind gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig: Es ist deswegen ziemlich schwer herumzukommen. Und&#8230; das Essen.&#8221;</p>
<h3>Das Essen ist schlecht</h3>
<p>Was ist am kanadischen Essen so schlecht? &#8220;Es gibt war riesige Portionen aber doch nicht so gut wie in Deutschland. Ziemlich viel Fast-Food. Und leider gew&ouml;hnt man sich auch schnell daran&#8221;, f&uuml;gt Daniel bedauernd hinzu.</p>
<p>Seine Perspektive f&uuml;r die Zukunft: Momentan gef&auml;llt ihm sein Job sehr gut. &#8221; Es ist abwechslungsreich und man trifft viele Leute,&#8221; sagt Daniel. Vielleicht will er aber sp&auml;ter mal aufs Hotelfach-College gehen und im Management arbeiten. &#8220;Mal sehen&#8221; sagt er und grinst.</p>
<div class="authorbox"><strong>Sponsor: </strong>Die Recherche zu diesem Beitrag wurde erm&ouml;glicht durch die <a href="http://corporate.canada.travel/ctc-cct">Canadian Tourism Commission</a>, die Reisekosten und Unterkunft bezahlt haben. Danke!</div>
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		<item>
		<title>Der Whale Watcher von New Brunswick (Kanada) – 2/2: Quereinstieg als Lebensphilopsophie</title>
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		<comments>http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/der-whale-watcher-von-new-brunswick-kanada-22-quereinstieg-als-lebensphilopsophie/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 09:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Berufswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Quereinsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Traumjob]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/dave-welch-e1319794824968-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Den sicheren Job bei einer Regierungsbeh&#246;rde aufzugeben, um etwas so abenteuerliches wie Wale Watching, deutsch Walbeobachtung, mit einem fragilen Motor-Schlauchboot zu machen: F&#252;r viele Deutsche undenkbar. An Kanadas Ostk&#252;ste, in St. Andrews by the Sea, hat David Welch damit seinen &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/der-whale-watcher-von-new-brunswick-kanada-22-quereinstieg-als-lebensphilopsophie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/dave-welch-e1319794824968-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Den sicheren Job bei einer Regierungsbeh&ouml;rde aufzugeben, um etwas so abenteuerliches wie Wale Watching, deutsch Walbeobachtung, mit einem fragilen Motor-Schlauchboot zu machen: F&uuml;r viele Deutsche undenkbar. An Kanadas Ostk&uuml;ste, in St. Andrews by the Sea, hat David Welch damit seinen Traumjob gefunden.<br />
<a rel="attachment wp-att-8223" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/der-whale-watcher-von-new-brunswick-kanada-22-quereinstieg-als-lebensphilopsophie/attachment/dave-welch/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8223" title="dave-welch" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/dave-welch-e1319794824968-423x565.jpg" alt="dave-welch" width="640" height="756" /></a><br />
<!--more--></p>
<p>Eine formale Ausbildung f&uuml;r seinen Job hat Dave nicht: Er hat sich sein Wissen teils angelesen, teils durch Beobachtung und Erfahrung gelernt. Das aber ziemlich gut: Bei der Vorbesprechung kann er uns Details aus dem Leben der Wale berichten, dass man denken k&ouml;nnte, er sei Meeresbiologe.</p>
<h3>Noch keiner ging &uuml;ber Bord!</h3>
<p>Und auch das Bedienen seines Zodiac-Schlauchboots beherrscht Dave, als h&auml;tte er nie etwas anderes gemacht. Kritikern h&auml;lt er trocken entgegen: &#8220;Bis jetzt ist noch kein Tourist jemals &uuml;ber Bord gegangen.&#8221;</p>
<p>Dabei hatte Dave Urspr&uuml;nglich hat er eine Ausbildung in Mediamanagement gemacht da auch gearbeitet. Sp&auml;ter hat es ihn in die Verwaltungsorganisation der kanadischen Regierung in der Hauptstadt Ottowa verschlagen.</p>
<p>Als er 1995 einen Whale Watcher mit Zodiac-Schlauchboot in British Columbia an der kanadischen Westk&uuml;ste traf, sattelte er kurzerhand um und gr&uuml;ndet sein Unternehmen <a href="http://www.fundytiderunners.com/" class="autohyperlink" title="http://www.fundytiderunners.com/" target="_blank" rel="nofollow">www.fundytiderunners.com/</a></p>
<p><img class="picasa" src="http://lh4.ggpht.com/-rRnkdrZqq70/To9QxMgUs7I/AAAAAAAABIw/4jnWI6x2hBU/s565/IMG_6619.JPG" alt="" width="640" height="424" /></p>
<h3>Neu anzufangen, wird immer wichtiger</h3>
<p>Der Kollege aus BC habe ihm damals sehr geholfen, als Dave ihm erz&auml;hlte, er wolle seine Idee auf der anderen Landesseite kopieren: „Ich war ja keine Konkurrenz – da hat er mir alles erkl&auml;rt.“ Dennoch sei das alles „ein Haufen Arbeit“ gewesen. Die aber hat sich gelohnt: Bis heute ist Dave der einzige, der an der Ostk&uuml;ste Wal-Beobachtung mit einem Zodiac-Schlauchboot anbietet.</p>
<p>Dabei ist die F&auml;higkeit, alle paar Jahre einen neuen Beruf anzufangen, f&uuml;r den Kanadier kein Manko sondern eine wichtige und notwendige F&auml;higkeit: „Ich habe in meinem Leben schon so einige Berufe ausprobiert, ich bin ja schon &uuml;ber 50“, sagt er und ist &uuml;berzeugt: „Einen Beruf sein ganzes Leben lang zu machen, das ging vielleicht f&uuml;r unsere Eltern. Aber heute klappt das doch gar nicht mehr.“</p>
<div class="authorbox"><strong>Sponsor: </strong>Die Recherche zu diesem Beitrag wurde erm&ouml;glicht durch die <a href="http://corporate.canada.travel/ctc-cct">Canadian Tourism Commission</a>, die Reisekosten und Unterkunft bezahlt haben. Danke!</div>
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		<item>
		<title>Der Whale Watcher von New Brunswick (Kanada) – 1/2: Flexibilät als Business-Strategie</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 11:06:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenbörse & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Traumjob]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/zodiac-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Die Gezeiten in der Bay of Fundy in der kanadischen New Brunswick haben den h&#246;chsten Hub weltweit und sind unberechenbar &#8211; ungef&#228;hr so wie die Gesch&#228;fts-Strategie von David Welch: Fundy Tide Runners hei&#223;t sein Unternehmen, mit dem er Whale Watching &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/existenzgruendung/ideen-boerse/der-whale-watcher-von-new-brunswick-kanada-12-flexibilaet-als-business-strategie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/zodiac-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Die Gezeiten in der <a href="http://www.bayoffundytourism.com/">Bay of Fundy</a> in der kanadischen New Brunswick haben den h&ouml;chsten Hub weltweit und sind unberechenbar &#8211; ungef&auml;hr so wie die Gesch&auml;fts-Strategie von David Welch: <a href="http://www.fundytiderunners.com/">Fundy Tide Runners</a> hei&szlig;t sein Unternehmen, mit dem er Whale Watching f&uuml;r Touristen anbietet. Und der Name ist Programm!</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8218" href="http://berufebilder.de/existenzgruendung/ideen-boerse/der-whale-watcher-von-new-brunswick-kanada-12-flexibilaet-als-business-strategie/attachment/zodiac/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8218" title="zodiac" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/zodiac-565x423.jpg" alt="david welch" width="640" height="423" /></a></p>
<p><!--more-->Irgendwie hatte ich mir Whale Watching ruhig und beschaulich, ja vielleicht sogar ein wenig meditativ im Einklang mit der Natur vorgestellt. Aber weit gefehlt:</p>
<h3>Eine abenteurliches Business-Modell?</h3>
<p>Auf einem Zodiac-Schlauchboot im Nebel mit 12 Knoten &uuml;bers Wasser zu heitzen, auf der Jagd nach dem n&auml;chsten Wal, der irgendwo in den Gew&auml;ssern vor <a href="http://www.townofstandrews.ca/">St. Andrews by-the-Sea</a> auftaucht, um zu atmen, ist ziemlich abenteuerlich – und passt damit perfekt zu Dave.</p>
<p>Denn sein Business-Modell ist selbst die reinste Walbeobachtung: „Mutter Natur ist eine launische Gebieterin. Und sie hat eine Million Tricks auf Lager. Du kannst nur in der Theorie vermuten, was die Wale als n&auml;chstes tun – sicher sein kannst du nicht.&#8221;</p>
<p><img class="picasa" src="http://lh3.ggpht.com/-a4O3ky8lxQE/Tqk5NDTVoEI/AAAAAAAABJ8/E6zatHDFep0/s565/whale-watching.jpg" alt="" width="640" height="384" /></p>
<h3>Die Perfekte Einstellung f&uuml;r Unternehmer</h3>
<p>Was er da beschreibt, klingt wie die perfekte Lebenseinstellung f&uuml;r einen Unternehmer: Klar kann man sich jede Menge Wissen aneignene und allerlei Strategien aust&uuml;fteln. Wirklich sicher sein, was passiert, kann man nicht, weil der Markt unberechenbar ist.&#8221;</p>
<p>Dave macht daher daher das, was sowohl als Whale Watcher als auch als Unternehmer das Beste ist: Er reagiert Flexibel. Zum Beispiel in dem er mit seinem Zociac blitzschnell an eine andere Stelle rast, wenn dort &uuml;ber Funk ein Wal gemeldet wird.</p>
<h3>Flexibilit&auml;t als Wettbewerbsvorteil</h3>
<p>In dieser Wendigkeit sieht Dave seinen gro&szlig;en Vorteil &#8211; in jeder Beziehung: Es gibt in St. Andrews noch weitere Anbieter f&uuml;r Walbeobachtung – u.a. mit Katameranen und Fischerbooten. Doch Dave, so sagt er, kann mit seinem Zodiac-Schlauchboot viel schneller auf Unvorhergesehenes reagieren.</p>
<p>U.a. auch, weil er daf&uuml;r kaum Ausgaben hat: „F&uuml;r einen Katameran etwa braucht man eine Besatzung, den Zodiac kann ich alleine steuern. Das kostet mich also wenig!“ erkl&auml;rt er sein Business-Konzept.</p>
<p><img class="picasa" src="http://lh5.ggpht.com/-11b5WZbgdc4/Tqk3yvHB7nI/AAAAAAAABJU/Cw_L4g4Jixw/s565/minke_boat.jpg" alt="" width="640" height="301" /></p>
<h3>Gr&uuml;ndung aus dem Bauch heraus</h3>
<p>Bevor Dave 1995 sein Unternehmen gr&uuml;ndete, hat er einen guten Job bei der Regierung in der Hauptstadt Ottawa. Dann aber sah er in British Columbia in Kanadas Westen einen Whale Watcher mit einem schnellen und wendigen Zodiac-Schlauchboot und dachte spontan: „Thats me – das will ich auch!“</p>
<p>Dave gibt zu, dass ihn an der Idee vor allem das Boot anget&ouml;rnt hat. In nur wenigen Stunden hatte er sich aus dem Bauch heraus entschlossen, seinen Job in Ottawa hinzuschmei&szlig;en. F&uuml;nf Tage sp&auml;ter hat er gek&uuml;ndigt. Ohne Business-Plan und doppelten Boden.</p>
<h3>No Risk, no Fun!</h3>
<p>Auch der Unternehmensstandort war schnell gefunden: St. Andrews by the Sea war der Geburtsort von Daves Vater, viele Kontakte seien daher vorhanden gewesen. Seitdem tut Dave, was ihm Spa&szlig; macht: Er heizt mit einem Zodiac &uuml;bers Wasser. Und das ziemlich erfolgreich: Mehrere Preise hat er bislang gewonnen.</p>
<p>Im Zweiten Teil des Artikels geht um Davids Lebensweg, seine Ausbildung und den Quereinstieg ins Whale Watching!</p>
<div class="authorbox"><strong>Sponsor: </strong>Die Recherche zu diesem Beitrag wurde erm&ouml;glicht durch die <a href="http://corporate.canada.travel/ctc-cct">Canadian Tourism Commission</a>, die Reisekosten und Unterkunft bezahlt haben. Danke!</div>
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		<title>Wie man die Krise als Chance nutzt: Vom Investment-Banker zum Travel-Blogger</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 11:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Auslands-Aufenthalt]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Traumjob]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/keith-jenkins-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Die Geschichte von Keith Jenkins k&#246;nnte ein Sinnbild sein f&#252;r die aktuelle Situation, in der die Finanzkrise gesellschaftliche Ver&#228;nderungen hervorbringt. Denn Keith war 10 Jahre lang Investment-Banker &#8211; bis er beschloss, seinen Tr&#228;umen und Leidenschaften zu folgen und aus der &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/wie-man-die-krise-als-chance-nutzt-vom-investment-banker-zum-travel-blogger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/keith-jenkins-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Die Geschichte von Keith Jenkins k&ouml;nnte ein Sinnbild sein f&uuml;r die aktuelle Situation, in der die Finanzkrise <a href="http://www.berufebilder.de/existenzgruendung/gesellschaft-medien/digitale-gesellschaft/wenn-mensche-eine-situation-nicht-mehr-hinnehemen-wollen-occupy-erreicht-deutschland/">gesellschaftliche Ver&auml;nderungen</a> hervorbringt. Denn Keith war 10 Jahre lang Investment-Banker &#8211; bis er beschloss, seinen Tr&auml;umen und Leidenschaften zu folgen und aus der Krise eine Chance zu machen.<br />
<a rel="attachment wp-att-8166" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/wie-man-die-krise-als-chance-nutzt-vom-investment-banker-zum-travel-blogger/attachment/keith-jenkins/"><img class="aligncenter size-full wp-image-8166" title="Keith-Jenkins" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/keith-jenkins.jpg" alt="" width="640" height="754" /></a><br />
<!--more--><br />
Dabei ist Keith alles andere als ein vertr&auml;umter Spinner: Als ich ihn im September 2011 auf der <a href="http://www.media.gomediacanada.com/">GoMedia-Konferenz</a> im kanadischen Edmonton, auf die wir beide eingeladen waren, traf, wirkte er auf mich durchaus wie jemand, der wei&szlig; was er will, der Ziele hat &#8211; und der wei&szlig; wie er sie verwirklicht.</p>
<h3>Job aufgeben f&uuml;r Weltreise</h3>
<p>Und dennoch hat Keith 2008 etwas gemacht, f&uuml;r das ihn viele Leute f&uuml;r verr&uuml;ckt erkl&auml;ren w&uuml;rden: Er hat seinen sicheren und vor allem hervorragend bezahlten Job aufgegeben, um um die Welt zu reisen.</p>
<p>2009 hat er seine Erfahrungen und Beweggr&uuml;nde dazu ziemlich ehrlich in dem neunseitigen E-Book <a href="http://velvetescape.com/2009/11/travelations-the-trip-that-opened-my-eyes/">Travelations: the trip that opened my eyes</a> ver&ouml;ffentlicht, das man kostenlos im Internet nachlesen kann (und es ist wirklich lesesnwert!)</p>
<h3>Der Job ver&auml;ndert den Menschen</h3>
<p>Darin beschreibt er, wie die Arbeit als Investment-Banker bei einer niederl&auml;ndischen Bank sein Leben, aber auch ihn als Mensch allm&auml;hlich ver&auml;ndert hatte, wie er selbst nur noch im Auto-Pilot lief als guter &#8220;corporate citizen&#8221;. Und wie ihn das schnellebige Bankengesch&auml;ft allm&auml;hlich erm&uuml;dete.</p>
<p>Dann wurde sein Arbeitgeber von einem Konsorzium &uuml;bernommen: Ein einschneidendes Erlebnis f&uuml;r ihn, denn auch wenn man ihm einen Job anbot, war alles, wof&uuml;r er jahrelang gearbeitet hatte, auf einmal weg.</p>
<h3>Pl&ouml;tzlich frei &#8211; und nun?</h3>
<p>Nach einigen Monaten, in denen Keith nach au&szlig;en den guten Banker gab und in seinem Inneren dar&uuml;ber nachdachte, alles hinzuschmei&szlig;en, folgte schlie&szlig;lich die K&uuml;ndigung. Das war, so schreibt Keith der einfachere Teil. Nur mit der pl&ouml;tzlichen Freiheit habe er Schwierigkeiten gehabt:</p>
<blockquote><p>Imagine the feeling: your future is wide open, it’s all in your own hands to make something of it, and you have absolutely no clue where to start</p></blockquote>
<h3>Ich finde schon wieder einen Job</h3>
<p>Keith machte daher erstmal eine Pause &#8211; und eine Weltreise, f&uuml;r die er bisher nie Zeit gehabt hatte: Er kaufte sich ein luxir&ouml;ses Round-the-World-Ticket, buchte ein paar Touren und Hotels im Voraus und schaute was passiert.</p>
<p>Ums Geld oder das, was nach seiner R&uuml;ckkehr passieren w&uuml;rde, machte er sich erstmal keine Sorgen &#8211; denn das hatte er bislang ja immer gehabt. Zudem bekam er in den ersten zwei monaten seiner f&uuml;nfmonatigen Weltreise fast t&auml;glich Jobangebote f&uuml;r Banken in Frankfurt, Z&uuml;rich, London oder Amsterdam. Eines davon w&uuml;rde er nach seiner R&uuml;ckkehr schon annehmen.</p>
<h3>Das Ziel: Selbstfindung!</h3>
<p>Sein Ziel war erstmal ein anderes: Sich selbst wiederzufinden:</p>
<blockquote><p>First of all, I wanted to ‘re-discover’myself through self-reflection. What has made me the person I am today?What makes me happy? What am I passionate about? These were some of thequestions I pondered on over the course of the next five months.</p></blockquote>
<h3>Das Karriere-Ende</h3>
<p>Und dann kam der Lehman-Crash im Herbst 2008. Keith war gerade auf einer Yacht im Great Barrierer-Riff, als er davon h&ouml;rte. Praktisch sofort h&ouml;rten die Jobangebote auf. Und Keith begann, sich Sorgen um seine Zukunft zu machen. Aber zuerst wollte er seine Reise genie&szlig;en:</p>
<blockquote><p>It slowly began to sink in that mycareer in banking was probably over. That terrified me because I didn’t havean inkling of what else I could do. It was a new challenge but one I wasdetermined to postpone until after my trip.</p></blockquote>
<h3>Erfahrungen &amp; Inspiration</h3>
<p>In den folgenden Monaten machte Keith allerlei Erfahrungen: Er lernte, zu meditieren und seine &Auml;ngste vor H&ouml;he und Haien zu bek&auml;mpfen, indem er sich mit seinen &Auml;ngsten direkt konfrontierte. Er traf inspirierende Leute. Und er lernte, alleine zu Reisen, was ihm besondere F&auml;higkeiten abverlangte:</p>
<blockquote><p>New things were learned every day. Travelling alone, I became very self-sufficient. I organised my transportation, accommodation, and tours; plannedmy budget; learned to keep an eye on my expenditures and cut down when Ineeded to; and became better at time management. I started to appreciate andapply talents and skills which I previously took for granted, and enjoyed thisnew awareness. When I felt pleased about achieving a certain goal or gaininga new insight, I gave myself a pat on the back by treating myself to a deliciousmeal or a divine bottle of wine! Every day was a priceless lesson.</p></blockquote>
<h3>Die richtige Einstellung reicht nicht</h3>
<p>Nach allerlei positiven Erfahrungen kehrte Keith schlie&szlig;lich im mitten im Winter nach Amsterdam zur&uuml;ck. Er war gl&uuml;cklich, selbtsbewusst und voller Zuversicht, bald wieder erfolgreich arbeiten zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Doch Optimismus und die richtige Einstellung reichten nicht: Keith fand keinen neuen Job. Er hatte keine Ahnung, was er stattdessen tun sollte. Und allm&auml;hlich wurde er depressiv. Die Welt war eine andere geworden.</p>
<h3>Was will ich wirklich?</h3>
<p>Aber auch Keith hatte sich ver&auml;ndert. Eine neuerliche Reise zu seiner Familie nach Malaysia half ihm wieder auf die F&uuml;&szlig;e. Und er &uuml;berlegte sich: Was ich will ich wirklich? Wo liegen meine Leidenschaften und meine F&auml;higkeiten?</p>
<blockquote><p>I asked myself five questions: What are my passions? What career experience did Ihave? What am I good at? How much money would I need to earn to becomfortable? Did I want to start out on my own or work at a company?</p></blockquote>
<h3>Neue Karriere als Blogger</h3>
<p>Seine Antwort war das <a href="http://velvetescape.com/">Reise-Blog Velvet Escape</a>, das bald darauf startete und das es ihm erlaubte, seine beiden Leidenschaften, Reisen und Schreiben zu vereinen. Doch Keith hat sich, so erz&auml;hlt er mir in Kanada, von Anfang an auch einen Business-Plan zurechtgelegt, wie er, zum Beispiel durch Werbung oder Sponsoring, damit Geld verdienen k&ouml;nnte.</p>
<p>Von nun an schrieb er Vollzeit &uuml;ber seine Reise-Erfahrungen. Er stellte fest, das Improvisationsverm&ouml;gen beim Bloggen zu den wichtigsten F&auml;higkeiten geh&ouml;rt. Aber er sch&auml;tzt auch einfach sehr die M&ouml;glichkeit, mit vollem Einsatz und ganzem Herzen bei der Sache zu sein, die ihm Gef&auml;llt.</p>
<p>Und genau diese Energie ist es m.E. auch, die ihn so erfolgreich macht. Weiterhin viel Gl&uuml;ck!</p>
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		<title>Berufs- &amp; Lebensbilder weltweit: Wie der Town-Crying-Weltmeister von Kingston den kanadischen Finanzminister begeistert</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 08:25:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Rhetorik-Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/town-crier-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Chris Whyman ist amtierender Weltmeister. Und zwar im Town Crying, zu deutsch Stadtausrufen. Wenn er loslegt, muss sogar der kanadische Finanzminister Jim Flaherty (rechts im Video mit Anzug und Puppe) lachen. Ein Bericht &#252;ber eine ungew&#246;hnliche Karriere. Wichtige Aufgabe Denn &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/berufs-lebensbilder-weltweit-wie-der-town-crying-weltmeister-von-kingston-den-kanadischen-finanzminister-begeistert/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/town-crier-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Chris Whyman ist amtierender Weltmeister. Und zwar im Town Crying, zu  deutsch Stadtausrufen. Wenn er loslegt, muss sogar der kanadische  Finanzminister Jim Flaherty (rechts im Video mit Anzug und Puppe)  lachen. Ein Bericht &uuml;ber eine ungew&ouml;hnliche Karriere.<br />
<div class="vidembed"><iframe title="YouTube video player" width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/kuJcsgxMWqY"></iframe></div><br />
<!--more--></p>
<h3>Wichtige Aufgabe</h3>
<p>Denn auch wenn das ganze auf den ersten Blick eher wie Show f&uuml;r Touristen anmutet: Chris will seine T&auml;tigkeit durchaus als ernstzunehmenden Job verstanden wissen. Town Crier waren bis ins 20. Jahrhundert hinein <a rel="nofollow" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Town_crier">wichtige Leute</a>, die Nachrichten ausriefen, bevor es Zeitungen gab.</p>
<p>Denn l&auml;ngst nicht jeder konnte lesen und schreiben. Die Town Crier, zu deutsch Stadtausrufer, hatten daher seit dem Mittelalter die Aufgabe, auf M&auml;rkten und &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen Nachrichten m&uuml;ndlich unters Volk zu bringen.<br />
<a rel="attachment wp-att-8140" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/berufs-lebensbilder-weltweit-wie-der-town-crying-weltmeister-von-kingston-den-kanadischen-finanzminister-begeistert/attachment/town-crier/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8140" title="town-crier" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/town-crier-565x423.jpg" alt="" width="640" height="423" /></a></p>
<h3>Wie Social Media</h3>
<p>Ein bisschen wie eine fr&uuml;he Form von Social Media, wo Nachrichten ja auch eher wie auf einem Marktplatz herausgerufen werden. Und die Geschichte wiederholt sich, wenn heute die Internetkommunikation den Zeitungen Konkurrenz macht &#8211; wie damals die Towncrier durch Zeitungen ersetzt wurden.</p>
<p>Auch Chris hat seine Karriere als Town Crier praktisch auf einem Markt begonnen. Jahre sp&auml;ter brachte ihm die urspr&uuml;ngliche Nebent&auml;tigkeit einen Vollzeit-Job als Manager des Besucher-Services im <a href="http://tourism.kingstoncanada.com/en/">Tourismus-B&uuml;ro von Kingston</a> ein.</p>
<h3>Vom Geographie-Studenten zum Town Crier</h3>
<p>Dabei hatte der sympathische f&uuml;nfzigj&auml;hrige urspr&uuml;nglich Geographie studiert &#8211; und zwar an der bekannten <a href="http://www.queensu.ca/">Queen&#8217;s University in Kingston</a>, die die &auml;ltesten akademischen Grade in Kanada vergibt. Doch nach dem Studium fand er keinen Job und machte sich mit einem kleinen Fotoladen selbst&auml;ndig.</p>
<p>1984 wurde er von der H&auml;ndlervereinigung in Kingston gebeten, am Markttagen &ouml;ffentliche Ank&uuml;ndigungen zu machen. 1991 beschloss er praktisch &uuml;ber Nacht an einem Wettbewerb f&uuml;r Town Crying zu Anlass des zweihundersten Geburtstag der kanadischen Provinz Ontario teilzunehmen &#8211; und gewann. Es folgten weitere nationale und internationale Wettbewerbe. 2005 schlie&szlig;lich bot ihm das Tourismusb&uuml;ro seinen heutigen Job an.</p>
<p><img class="picasa" src="http://lh5.ggpht.com/-jvhE1eQpHxw/To9P0RisIMI/AAAAAAAABIw/_WObXCiOcmU/s565/IMG_8235.JPG" alt="" width="640" height="424" /></p>
<h5 style="text-align: left;"><strong>Die 1841 gegr&uuml;ndete Queen&#8217;s Universit&auml;t geh&ouml;rt zu den &auml;ltestesten Hochschulen Kanadas. Charakteristisch ist die neugotische Kalkstein-Architektur.</strong></h5>
<h3>Wie trifft man den kanadischen Finanzminister?</h3>
<p>Und der hat es in sich: Fortan pr&auml;sentierte er seine Heimatstadt weltweit und unternahm u.a. Reisen nach Australien, Belgien,  England, Irland und nat&uuml;rlich innerhalb Kanadas und der USA. Bei den Abschluss-Zeromonien an der Queen&#8217;s-University verliest er die Proklamation, die die Studenten wiederholen m&uuml;ssen.</p>
<p>Und er trifft Leute wie den Finanzminister Jim Flaherty, der an jenem 29. September 2011 f&uuml;r eine <a href="http://kingstontours.ca/">Benefizveranstaltung zu Ehren des ersten, aus Kingston stammenden kanadischen Premierministers John A. Macdonald</a> angereist war (So erkl&auml;rt sich &uuml;brigens auch die Puppe auf dem Arm des Ministers, die Macdonald darstellet).</p>
<h3>Weltmeisterschaft entlang des Weltkulturerbes Rideau-Kanal</h3>
<p>Zweimal, 2004 und 2010, gewann Chris das Lord  Mayor of Chester&#8217;s World Town Crier Tournament. 2012 wird er diese Weltmeisterschaft nun selbst in Kingston und Ottawa ausrichten: Die 60 bis 90 besten Towncrier weltweit werden im Juli 2012 gegeneinander antreten.Wobei die Jury eine Vorauswahl trifft. Wer als Stadtausrufer (oder auch nur so) mitmachen will, kann sich direkt <a href="http://livework.kingstoncanada.com/en/aboutus/ChrisWhyman.asp">bei Chris bewerben</a>.</p>
<p>Das ganze findet vier Tage lang in Kingston statt und f&uuml;r einen Tag entlang des <a href="http://www.rideauheritageroute.ca/en/">historischen Rideau-Kanals</a>, der Weltkulturerbe der UNESCO ist, bevor es dann in die kanadische Hauptstadt Ottawa geht. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kingston_%28Ontario%29">Verbindung Kingston-Ottawa</a> ist kein Zufall: 1841 trat hier das erste kanadische Parlament zusammen. Bis 1844 war Kingston die erste Hauptstadt des Landes.</p>
<h5><img class="picasa" src="http://lh6.ggpht.com/-dqUg1Mn4GxI/To9Pmp8cDbI/AAAAAAAABIw/mtMuiLH-77Y/s565/IMG_8105.JPG" alt="" width="640" height="425" /><br />
Der Great Rideau Waterway verbindet die Hauptstadt Ottawa am Ottawa-Fluss mit der Stadt Kingston am Ontariosee. Der 202 km lange Kanal wurde 1832 er&ouml;ffnet und ist die &auml;lteste ununterbrochen benutzte k&uuml;nstliche Wasserstra&szlig;e in Nordamerika. Damit Schiffe ihn benutzen k&ouml;nnen, m&uuml;ssen die Schleusenw&auml;rter noch selbst Hand anlegen.</h5>
<h3>Kanadische Geschichte ganz locker pr&auml;sentiert</h3>
<p>Kanadische Geschichte ist in Kingston also durchaus lebendig.Wobei die Leute schon ein wenig bl&ouml;d schauen, wenn mich Chris in seiner Town-Crier-Uniform im Auto durch die Gegend f&auml;hrt, damit ich nochmal schnell ein paar Fotos von der Uni machen kann <img src='http://www.beruf-suchen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das sympathische an Chris ist, dass er trotz seine repr&auml;sentativen Pflichten, die irgendwie sehr an das britische Mutterland erinnern, so ganz nat&uuml;rlich bleibt und sich selbst auch nicht so wichtig nimmt:</p>
<p>&#8220;Er hat nachher noch zwei Auftritte&#8221; erz&auml;hlt er mir ganz locker in seinem Lieblingspub, der  <a href="http://www.kingstonbrewing.ca/">Kingston Brewing Company</a> (ganz traditionell nat&uuml;rlich &#8220;Canada&#8217;s oldest wine-producing pub&#8221;). Dazwischen k&ouml;nne er mich gerne zum Bahnhof bringen. Und vergisst dabei zu erw&auml;hnen, dass es sich bei dem Termin um den kanadischen Finanzminister handelt.</p>
<div class="authorbox"><strong>Sponsor: </strong>Die Recherche zu diesem Beitrag wurde erm&ouml;glicht durch die <a href="http://corporate.canada.travel/ctc-cct">Canadian Tourism Commission</a>, die Reisekosten und Unterkunft bezahlt haben. Danke!</div>
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		<item>
		<title>Wie der SIFE-World Cup sozial-ökologisches Unternehmertum belohnt: Deutsches Team interdisziplinär &amp; interkulturell erfolgreich</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 09:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenbörse & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskräfte-&-Management]]></category>
		<category><![CDATA[interkulturelle-Zusammenarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/sife_world_team_regensburg-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Dass Ethik und Wirtschaft Hand in Hand gehen, wird in Zeiten von Bankenkrise und Globalisierung zunehmend wichtiger. Dennoch fungiert Nachhaltigkeit oftmals nur als hohle Phrasen, als Denkm&#228;ntelchen f&#252;r Profitdenken. Muss nicht sein, findet die Non-Profit Organisation SIFE &#8211; und pr&#228;miert &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/existenzgruendung/ideen-boerse/wie-der-sife-world-cup-sozial-oekologisches-unternehmertum-belohnt-deutsches-team-interdisziplinaer-interkulturell-erfolgreich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/sife_world_team_regensburg-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p><a href="http://berufebilder.de/existenzgruendung/ideen-boerse/geschaeftsideen/wie-der-sife-world-cup-sozial-oekologisches-unternehmertum-belohnt-deutsches-team-interdisziplinaer-interkulturell-erfolgreich/attachment/sife_world_team_regensburg/" rel="attachment wp-att-8134"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8134" title="SIFE_World_Team_Regensburg" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/sife_world_team_regensburg-565x376.jpg" alt="SIFE_World_Team_Regensburg" width="640" height="376" /></a></p>
<p>Dass Ethik und Wirtschaft Hand in Hand gehen, wird in Zeiten von Bankenkrise und Globalisierung zunehmend wichtiger. Dennoch fungiert Nachhaltigkeit oftmals nur als hohle Phrasen, als Denkm&auml;ntelchen f&uuml;r Profitdenken. Muss nicht sein, findet die Non-Profit Organisation SIFE &#8211; und pr&auml;miert bei einem j&auml;hrlichen World Cup nachhaltige studentische Wirtschaftsprojekte. Gestern hat erstmals ein deutsches Team gewonnen!<br />
<!--more--></p>
<p>1975 wurde SIFE als Non-Profit Organisation in den USA gegr&uuml;ndet, heute engagieren sich hier weltweit rund 48.000 Studierende an 1.500 Hochschulen in 38 L&auml;ndern. Zentrale Veranstaltungen sind die j&auml;hrlich stattfindenden Landeswettbewerbe und der <a href="http://www.sife.org/worldcup/">World Cup</a>, an dem die jeweiligen Gewinnerteams der nationalen Wettbewerbe teilnehmen.</p>
<h3>Unternehmen mit Sozial-&Ouml;kologischen Fragestellungen</h3>
<p>Im Wettbewerb stehen dabei unternehmerische Projekte mit sozial-&ouml;kologischen Fragestellungen. Ziel ist es dabei, nachhaltig wirtschaftlichen Nutzen f&uuml;r andere zu schaffen. Dazu arbeiten die SIFE-Studierenden mit betriebswirtschaftlichen Methoden:</p>
<p>Sie identifizieren Herausforderungen und Ziele, analysieren Rahmenbedingungen, entwickeln Konzepte f&uuml;r den Wissenstransfer und schaffen so langfristig Unabh&auml;ngigkeit f&uuml;r diejenigen, die von den Projekten profitieren.</p>
<p>Der studentische Nachwuchs lernt auf diese Weise in der Praxis, was verantwortungsvolle F&uuml;hrung bedeutet. Die Initiative will damit wirtschaftliches Nachhaltiges Denken f&ouml;rdern und so die Welt ein wenig besser machen.</p>
<h3>Interdisziplin&auml;r &amp; Interkulturell zum Erfolg</h3>
<p>Am 12. Oktober 2011 hat nun erstmals in der Geschichte von SIFE ein europ&auml;isches Team gewonnen &#8211; und zwar das der Universit&auml;t Regensburg. Es besteht aus 50 Studierende aus zehn verschiedenen akademischen Disziplinen und neun Nationen (26 Mitgliedern von ihnen waren in Kuala Lumpur dabei).</p>
<p>Teamleiter sind die angehenden Betriebswirte, Josef Plank (25) und Hans-Georg Mann (26). Die Jury bestand aus rund 50 internationalen Managern. Aber was wurde denn nun eigentlich pr&auml;miert? Ein Blick auf die Sieger-Ideen:</p>
<h3>Microleasing in Bulgarien</h3>
<p>In Bulgarien f&ouml;rderte das SIFE-Team der Uni Regensburg bulgarische Kleinunternehmer wie Schreiner oder die Betreiber kleiner Lebensmittell&auml;den, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckten. Dazu hielt das SIFE-Team in Bulgarien zun&auml;chst Workshops zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen vor insgesamt 300 Teilnehmern ab – vier der Regensburger Teammitglieder stammen aus Bulgarien.</p>
<p>Aus diesen Veranstaltungen entstand ein n&auml;herer Kontakt zu etwa 25 Kleinunternehmern. Schnell wurde klar, dass hier ein gro&szlig;er Bedarf an Maschinen und B&uuml;roequipment wie Druckern, Rechnern und Mobiltelefonen bestand.</p>
<p>Deshalb beschaffte das Team &uuml;ber 90 abgeschriebene, noch funktionsf&auml;hige Maschinen von deutschen Unternehmen, transportierte sie nach Bulgarien und verleaste sie an die Kleinunternehmer. In einem dritten Schritt erhielten diese Einzelcoachings. Einer der Unternehmer, ein Schreiner, betreibt jetzt einen Online-Shop und verkauft seine Produkte auch nach Deutschland.</p>
<h3>Elektrifizierung &amp; Bildung f&uuml;r Roma in Rum&auml;nien</h3>
<p>In dem „Integration ON“ genannten Projekt ging es um die Integration der Bewohner von Roma-Siedlungen in der N&auml;he von Rosia in Rum&auml;nien. Die dortigen Bewohner (rund 200 Haushalte) waren ausgegrenzt, die Kinder ohne Bildungschancen.</p>
<p>Ein Grund&uuml;bel war die fehlende Elektrizit&auml;t in den Siedlungen, die aus dunklen Lehmh&uuml;tten bestehen – Kinder konnten dort keine Schulaufgaben machen, Heimunternehmer nur wenige Stunden am Tag arbeiten. Das SIFE-Team aus Regensburg erarbeitete dazu eine Solarl&ouml;sung, die die Siedlungen vom Anschluss an das Stromnetz unabh&auml;ngig machten. Dazu f&uuml;hrten die SIFErs Gespr&auml;che mit deutschen Solarunternehmen. Es fanden sich Partner, um 30 Solarl&ouml;sungen f&uuml;r einzelne H&auml;user zu sponsern.</p>
<p>Die Anlagen wurden von Deutschland nach Rum&auml;nien transportiert – ebenso wie weiteres Equipment (Lampen, Telefone). Das SIFE –Team forderte gezielt den Zugang der Romakinder zur Bildung – und erm&ouml;glichte zum Beispiel zehn von ihnen den Besuch einer weiterf&uuml;hrenden Schule, indem sie in Deutschland Sponsoren organisierte, die die Kosten f&uuml;r den Bus und Lernmaterial &uuml;bernehmen.</p>
<h3>Spende dein Pfand</h3>
<p>Das dritte Projekt nahm seinen Anfang in Regensburg: Dort war den SIFE-Studierenden Ende 2010 aufgefallen, dass auf dem Campus sehr viele Pfandflaschen einfach in den M&uuml;ll wanderten. Das Team beschaffte knallgelbe Container, die nun &uuml;berall auf dem Unigel&auml;nde aufgestellt sind.</p>
<p>Die Initiative hat aber nicht nur aus &ouml;kologischer Sicht positive Wirkungen: F&uuml;r das Leeren und Sortieren der Flaschen sind abwechselnd vier psychisch Kranke zust&auml;ndig, die f&uuml;r diese Arbeit bezahlt werden. Sie w&uuml;rden sonst nur schwer sinnvolle, bezahlte Besch&auml;ftigung finden.</p>
<p>Das Modell haben 2011 schon sechs andere SIFE-Teams in Deutschland &uuml;bernommen: Hamburg, Berlin, L&uuml;neburg, Mannheim, Hohenheim und Bochum. Langfristig soll das „Spende dein Pfand“ genannte Projekt als erstes „ONE SIFE“-Projekt in Deutschland an den &uuml;ber 40 Hochschulen pr&auml;sent sein, an denen es derzeit SIFE gibt.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Abgesehen davon, dass es mich wundert, dass das Projekt &#8220;Spende dein Pfand&#8221; in Berlin adaptiert wurde, wo man froh sein kann, wenn einem Keiner die Pfandflasche aus der Hand reist (dummer Witz am Rande!), finde ich die Idee wirklich toll.</p>
<p>M&ouml;glich sind solche Projekte nat&uuml;rlich nur durch das Sponsoring internationaler Unternehmen. Bleibt zu hoffen, dass die Studierenden ihre nachhaltigen Erfahrungen auch sp&auml;ter im Berufs- und F&uuml;hrungsalltag zum Einsatz bringen k&ouml;nnen</p>
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		<title>Berufs- &amp; Lebensbilder weltweit: Als Freier Künstler in Berlin</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 11:58:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Berufswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/carola-ruemperer-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Kunst ist eine unsichere Existenzgrundlage. Nicht umsonst spricht man auch von der brotlosen Kunst. Aber Kunst kommt auch von K&#246;nnen: Jemand, der es schafft, von seiner Kunst zu leben, muss besonders gut sein, ein besonderer Meister. Vielleicht deshalb gilt vielen &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-als-freier-kuenstler-in-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/carola-ruemperer-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Kunst ist eine unsichere Existenzgrundlage. Nicht umsonst spricht man auch von der brotlosen Kunst. Aber Kunst kommt auch von K&ouml;nnen: Jemand, der es schafft, von seiner Kunst zu leben, muss besonders gut sein, ein besonderer Meister. Vielleicht deshalb gilt vielen Kunst als besonder erstrebenswerter Beruf: Man will sich, allen Unkenrufen zum Trotz, beweisen, dass man es geschafft hat, von der Kunst zu leben. Aber wie macht man das eigentlich?</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8129" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-als-freier-kuenstler-in-berlin/attachment/carola-ruemperer/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8129" title="Carola-R&uuml;mperer" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/10/carola-ruemperer-565x423.jpg" alt="Carola-R&uuml;mperer" width="640" height="423" /></a><br />
<!--more-->Eines muss <a href="http://www.carola-ruemper.eu/">Carola R&uuml;mperer</a> gleich am Anfang klarstellen: Als K&uuml;nstler ist man h&ouml;chstens zu 50 Prozent der Zeit kreativ. Die andere Zeit geht f&uuml;r Networking und administrative T&auml;tigkeiten drauf. R&uuml;mper arbeitet als bildende  K&uuml;nstlerin im eigenen Atelier in Berlin-Marzahn.</p>
<h3>Das Studium bereitet nicht auf den Beruf vor</h3>
<p>Aber einfach, das gibt  sie zu, war der Weg nicht. Vor allem das Kunststudium, das sie in  Osnabr&uuml;ck und Enschede absolvierte, habe sie nur unzureichend auf die  selbstst&auml;ndige Berufst&auml;tigkeit als K&uuml;nstlerin vorbereitet: &#8221;</p>
<p>Im  Studium habe ich vor allem Kunststile und -techniken gelernt. Mir war  aber nicht klar, dass ich sp&auml;ter selbstst&auml;ndig arbeiten werde und was  das bedeutet – etwa, mich mit Versicherungen, Rechts- und Steuerfragen  auseinanderzusetzen. Oder dass ich mich selbst vermarkten und daher auf  Leute zugehen muss,&#8221; beklagt  Carola die Vers&auml;umnisse ihrer Ausbildung.</p>
<h3>Recht, Steuern, Marketing</h3>
<p>Nach dem Studium suchte sie  sich daher zun&auml;chst einen Steuerberater und trat der Gewerkschaft ver.di  bei. Die bieten Mitgliedern Rechtsberatung und -schutz, <abbr title="unter anderem" lang="de">u.a.</abbr>,  wenn es um die Mitgliedschaft in der g&uuml;nstigen  K&uuml;nstlersozialversicherung oder Fragen der Rentenversicherung geht.  Weitaus schwieriger fand es Carola, sich als K&uuml;nstlerin am Markt zu  etablieren.</p>
<p>&#8220;Das Wichtigste als K&uuml;nstler ist, aufzufallen  und sich von anderen abzuheben, denn die Konkurrenz ist gro&szlig;. Das  funktioniert, indem man sich ein eigenes Profil schafft, sich immer  wieder auf Stipendien bewirbt, Ausstellungen macht, Kataloge drucken  l&auml;sst, Kontakte kn&uuml;pft und eigene Projekte ins Leben ruft. Das ist  nat&uuml;rlich alles sehr aufw&auml;ndig, kostet Zeit, Geld – und es kann viele  Jahre dauern, bis man damit Erfolg hat.&#8221;</p>
<h3>Das Internet vereinfacht vieles</h3>
<p>Am Anfang wusste Carola auch gar nicht, wie sie  anfangen sollte. Rat suchte sie daher zun&auml;chst in K&uuml;nstler-Zeitschriften  wie &#8220;Atelier&#8221;. Heute mit dem Internet ist es einfacher: Der  Bundesverband Bildender K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler <abbr title="eingetragener Verein" lang="de">e.V.</abbr> und der Verband der Gemeinschaften der K&uuml;nstlerinnen und Kunstf&ouml;rderer <abbr title="eingetragener Verein" lang="de">e.V.</abbr> etwa stellen auf ihren Websites  Informationen &uuml;ber Wettbewerbe, Ausschreibungen und aktuelle  Veranstaltungen sowie zahlreiche Kontaktadressen zur Verf&uuml;gung.</p>
<p>Eine  andere M&ouml;glichkeit, sich zu informieren und auszutauschen, bieten  Soziale Netzwerke wie Xing oder Facebook,  die Carola allerdings zu unspezifisch findet. Viel wichtiger sind f&uuml;r  die Berliner K&uuml;nstlerin die Kontakte vor Ort, etwa zu potenziellen  Sponsoren, Kommunalpolitkern oder Stiftungen, die &uuml;ber die n&auml;chste  Projektfinanzierung entscheiden.</p>
<h3>Alleinstellungsmerkmale schaffen</h3>
<p>Aber auch der Kontakt zu anderen K&uuml;nstlern, mit  denen sich Carola kreativ austauschen kann, ist wichtig. Ihr Atelier  betreibt Carola daher gemeinsam mit einer Fotografin. Ihr k&uuml;nstlerisches  Alleinstellungsmerkmal sind die &#8220;R&uuml;mperiens&#8221;, Fabelwesen mit schwarzer  Haut, welche die K&uuml;nstlerin seit ihrer Kindheit in der norddeutschen  Tiefebene kennt und nun nachbildet.</p>
<p>Eine Idee, die ihr bereits zu  zahlreichen Stipendien, <abbr title="unter anderem" lang="de">u.a.</abbr> in &Auml;gypten und Russland, verhalf. Und auch das derzeitige Atelier in  Berlin-Marzahn hat sie im Rahmen eines F&ouml;rderprogramms bekommen. Wer einen Blick auf ihre Kunst werfen will: Carola R&uuml;mperer hat hier einen kleinen Katalog im PDF-Format zusammengestellt: <a rel="attachment wp-att-8128" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-als-freier-kuenstler-in-berlin/attachment/carola-ruemper_luxus-der-artenvielfalt-2011/">Carola R&uuml;mper_Luxus der Artenvielfalt 2011</a></p>
<h3>Langwierige B&uuml;rokratie</h3>
<p>Damit so etwas klappt, sind allerdings  langwierige Bewerbungsprozesse notwendig, denn die staatlichen und  kommunalen Mittel sind gerade in Berlin sehr knapp: Daher muss Carola  f&uuml;r manche Antr&auml;ge regelrechte Finanzierungspl&auml;ne schreiben.</p>
<p>Derzeit  bereitet sie gerade einen Katalog vor, dessen Druck zwar durch das  Kulturamt gef&ouml;rdert wird; um Kosten zu sparen, wird Carola ihn aber  selbst layouten – das bedeutet, dass sie sich auch in Softwareprogramme  wie Photoshop einarbeiten musste.</p>
<h3>Aufr&auml;umen mit falschen Vorstellungen</h3>
<p>&#8220;Die echte Arbeit als K&uuml;nstlerin – kreativ im Atelier –  nimmt am Ende nur maximal 50 Prozent des Berufsalltages ein. Der Rest  der Zeit geht f&uuml;r B&uuml;rokratie, Computerarbeit, Sponsorensuche, das  Organisieren von Projekten und die Pflege von Kontakten drauf,&#8221;</p>
<p>r&auml;umt  Carola R&uuml;mper mit falschen Vorstellungen auf. Auch wenn Carola nach wie  vor sicher ist, in der Kunst ihren Traumberuf gefunden zu haben, r&auml;t  sie jungen Menschen mit k&uuml;nstlerischen Ambitionen, ihren Berufswunsch  noch einmal genau zu &uuml;berpr&uuml;fen.</p>
<h3>Existenzminimum oder abgesicherte Existenz?</h3>
<p>&#8220;Als K&uuml;nstler lebt man  sehr oft nahe am Existenzminimum. Daher sollte man sich fr&uuml;hzeitig  &uuml;berlegen, wie man sich finanziell absichert. Und auch &uuml;ber  Familienplanung und Altersvorsorge sollte man sich rechtzeitig Gedanken  machen.</p>
<p>Gerade weil sich die eigenen Interessen im Laufe des Lebens oft  noch mal &auml;ndern, kann es Sinn haben, sich nach Alternativen in &auml;hnlichen  Berufen umzusehen, die vielleicht besser bezahlt werden.&#8221;</p>
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		<title>Serie – Berufs- &amp; Lebensbilder weltweit: Unternehmer einen Sommer lang</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 09:21:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenbörse & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/bar-gruender2-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Eigentlich studiert Mikelis Bulmanis aus der lettischen Hauptstadt Riga Ingenieurwissenschaften. Weil er sich im Sommer sinnvoll auf sein MBA-Studium vorbereiten wolltem hat er am Ostseestrand von Jurmala eine kleine Bar er&#246;ffnet. „Jeder hat gute Ideen – man muss sie nur &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/existenzgruendung/ideen-boerse/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-unternehmer-einen-sommer-lang/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/bar-gruender2-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Eigentlich studiert Mikelis Bulmanis aus der lettischen Hauptstadt Riga Ingenieurwissenschaften.   Weil er sich im Sommer sinnvoll auf sein MBA-Studium vorbereiten wolltem hat er am Ostseestrand von Jurmala eine kleine Bar er&ouml;ffnet. „Jeder hat gute Ideen – man muss sie nur umsetzen“ ist sein optimisches Motto.<br />
<a rel="attachment wp-att-8100" href="http://berufebilder.de/existenzgruendung/ideen-boerse/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-unternehmer-einen-sommer-lang/attachment/bar-gruender-2/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8100" title="bar-gruender Riga" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/bar-gruender2-565x423.jpg" alt="bar-<br />
gruender Riga" width="640" height="423" /></a><br />
<!--more--><br />
Vieles wirkt ein wenig improvisiert, Aber genau das macht den Charme dieser kleinen Bar aus: Drei Tische mit Sonnnenschirmen, ein Plastikpalme und ein paar Meter weiter ein Dixiklo, ein paar Snacks, Kepap ohne Brot.</p>
<p>W&auml;hrenddessen fungiert Barmann Bulmanis kreativ als seine eigene Werbetafel: Atlaide, 10 Prozent Preisnachlas, hat er sich mit roten Lettern auf die nackte Brust geschrieben.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7649" href="http://berufebilder.de/existenzgruendung/ideen-boerse/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-unternehmer-einen-sommer-lang/attachment/bar-gaeste/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7649" title="bar-g&auml;ste" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/bar-gaeste-565x423.jpg" alt="" width="640" height="423" /></a></p>
<h3>Mit viel Enthusiamsmus</h3>
<p>An Enthusiasmus mangelt es den Betreibern jedenfalls nicht: Bulmanis hat das kleine Unternehmen zusammen mit seinen Freunden Anete Cirule und Vladimirs Ribuikovs im Juli 2011 gestartet.</p>
<p>Das Grundst&uuml;ck, <a href="http://maps.google.com/maps?hl=de&amp;client=ubuntu&amp;hs=402&amp;channel=fs&amp;q=maps+56.964503,23.705167&amp;gs_sm=e&amp;gs_upl=5608l5608l0l5921l1l1l0l0l0l0l202l202l2-1l1l0&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&amp;biw=1668&amp;bih=811&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;tab=wl">das am Strand ungef&auml;hr hier liegt</a>, haben die drei von Stadt gepachtet, die Bar selbst haben sie aus einem gemieteten Baucontainer selbst gebaut &#8211; und m&uuml;ssen diesen auch wieder unversehrt zur&uuml;ck geben.</p>
<h3>Einsame Lage als Standortvorteil?</h3>
<p>Die einsame Lage, gut vier Kilometer vom Stadtkern von Jumala entfernt, sieht Bulmanis als Vorteil: „Es gibt keine Konkurrenz“. Und er bedauert, dass die Presse erst zum Ende der Saison kommt. „Am Anfang w&auml;re f&uuml;rs Gesch&auml;ft besser gewesen.“</p>
<p>Auch wenn Bulmanis den Erfolg seines Unternehmens positiv beurteilt: Einfach war es sicher nicht, gerade in einem Land mit eher unbest&auml;ndigen Sommerwetter eine Strandbar in Leben zu rufen und den Bedarf zum Beispiel an Getr&auml;nken stets richtig zu kalkulieren.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7565" href="http://berufebilder.de/?attachment_id=7565"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7565" title="Strandbar" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/dsc_2713-565x375.jpg" alt="" width="640" height="375" /></a></p>
<h3>Kampf mit der B&uuml;rokratie</h3>
<p>Vier Monate haben die drei daher von der Idee zur Umsetzung gebraucht – inklusive Businessplan, Kalkulation und dem Abschlie&szlig;en diverser Vertr&auml;ge. Die gr&ouml;&szlig;te H&uuml;rde war jedoch die B&uuml;rokratie in der Statdverwaltung von Jumala: „Es war wirklich schwierig, alle notwendigen Unterschriften zu bekommen. Dadurch haben wir viel Zeit verloren.“</p>
<p>Trotz des Aufwandes wird die kleine Strandbar vermutlich nur f&uuml;r einen Sommer existieren. Denn Mikelis Bulmanis, der in Riga und Coventry, England, Bauingenieurwissenschaften studierte, wird im Herbst ein Masterstudium an einer Businiss-School in Madrid beginnen.</p>
<h3>In Zukunft lieber Bauingenieur</h3>
<p>„Ich habe im Studium z.B. auch im Qualit&auml;tsmanagement gearbeitet, dabei aber gemerkt: Etwas zu gestalten, kreative Prozesse liegen mir mehr.“ In Zukunft will er von dem Bauboom in Lettland profitieren und Geb&auml;ude bauen wie schon sein Gro&szlig;vater, der einst von Lettland nach Venezuela auswanderte.</p>
<h3>Unternehmergeist in den Genen</h3>
<p><a rel="attachment wp-att-7648" href="http://berufebilder.de/existenzgruendung/ideen-boerse/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-unternehmer-einen-sommer-lang/attachment/dsc_2697/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7648" title="Bulmanis" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/dsc_2697-565x375.jpg" alt="" width="640" height="375" /></a></p>
<p>&Uuml;berhaupt liegt dem 22j&auml;hrigen Unternehmer- und Pioniergeist im Blut:  Seine Mutter Laura Bulmane und sein Vater Nikolajs Sigurds Bulmanis kehrten vor 17 Jahren aus Kanada nach Lettland, die Heimat, ihrer Eltern zur&uuml;ck:</p>
<p>Das sei wie im Wilden Westen gewesen, habe aber auch viele Gestaltungsm&ouml;glichkeiten geboten erz&auml;hlen sie heute von ihren Erfahrungen in der jungen Republik. Allerdings mussten auch sie feststellen, dass die M&uuml;hlen der B&uuml;rokratie sehr langsam mahlen.</p>
<div class="authorbox"><strong>Sponsor:</strong> Dieser Recherche vor Ort zu diesem Beitrag wurde erm&ouml;glicht durch <a href="http://www.airbaltic.com/">airBaltic</a>, die den Flug und die Unterkunft in Riga bezahlt haben.</div>
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		<title>Mit Kreativität, Unternehmergeist &amp; Persönlichkeit: Agloves – von der guten Idee zur Erfolgsgeschichte</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 10:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenbörse & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wirklich herausragende, innovative Ideen entstehen seltener aus komplexen, strategischen &#220;berlegungen, sondern meist dann, wenn jemand mehr oder minder zuf&#228;llig einen Bedarf, also die Marktl&#252;cke, entdeckt: So war es auch bei den Agloves, den Handschuhen f&#252;r Touchscreens. <a href="http://www.beruf-suchen.de/existenzgruendung/ideen-boerse/mit-kreativitaet-unternehmergeist-persoenlichkeit-agloves-von-der-guten-idee-zur-erfolgsgeschichte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/agloves1-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Wirklich herausragende, innovative Ideen entstehen seltener aus   komplexen, strategischen &Uuml;berlegungen, sondern meist dann, wenn jemand   mehr oder minder zuf&auml;llig einen Bedarf, also die Marktl&uuml;cke, entdeckt:   So war es auch bei den Agloves, den Handschuhen f&uuml;r Touchscreens.<br />
<div class="vidembed"><iframe title="YouTube video player" width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/VtQSOdGGxw4"></iframe></div><br />
<!--more--></p>
<p>1. Januar 2010 und Schneesturm &uuml;ber Washington D.C.: Die heute 23j&auml;hrige Jean Spencer wollte einen Blick auf ihre E-Mails auf ihrem iPhone werfen &#8211; aber das ging mit ihren Handschuhen nicht. Und sie hatte nur eine Wahl: Entweder sich schnell der w&auml;rmendenen &Uuml;berzieher zu entledigen &#8211; oder alle Nachrichten verlieren.</p>
<h3>Wo ein Wille, da ein Weg!</h3>
<p>Denn Problem mit normalen Handschuhen ist: Touchpads reagieren nur auf die Elektrizit&auml;t der  menschlichen Finger. Aber durch Handschuhe flie&szlig;t keine Elektrizit&auml;t  mehr zum Touchpad.</p>
<p>Jean aber dachte sich: Wenn Menschen in der Lage sind, iPhones zu erfinden, dann muss es auch eine M&ouml;glichkeit geben, diese auch mit Handschuhen zu nutzen. Und Sie begann, gemeinsam mit ihrer Mutter Jennifer Spencer verschiedene Materialien zu testen.</p>
<h3>In Deutschland w&auml;ren sie ausgelacht worden</h3>
<p><a rel="attachment wp-att-7618" href="http://berufebilder.de/existenzgruendung/ideen-boerse/mit-kreativitaet-unternehmergeist-persoenlichkeit-agloves-von-der-guten-idee-zur-erfolgsgeschichte/attachment/imag0076/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7618" title="IMAG0076" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/imag0076-565x943.jpg" alt="" width="640" height="943" /></a></p>
<p>In Deutschland h&auml;tte man die beiden Texanerinnen vermutlich ausgelacht: Denn sie hatten keinerlei Erfahrung in der Textilbranche. Klassische Quereinsteige also &#8211; aber mit viel Unternehmergeist: Mutter Jennifer, 52, hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und bei zahlreichen Start-ups mitgewirk.</p>
<p>Tochter Jean hat einen Bachelor in Journalismus und arbeitete vor der Erfindung der Agloves beim renommierten Wall-Street-Journal. Und die beiden stellten fest: Silber ist das Material, dass die Elektrizit&auml;t der Finger am besten weiterleitet. Silber wirkt zudem wie ein nat&uuml;rlicher Thermoregulator.</p>
<h3>Von der Idee zur Markf&uuml;hrerschaft</h3>
<p>Ein gutes dreiviertel Jahr werkelten die beiden an ihrem Produkt bis zur Markteinf&uuml;hrung im September 2010. Ca. 70.000 Handschuhe wurden seitdem verkauft, <a href="http://www.agloves.com">Agloves</a> ist offizieller Ausr&uuml;ster der amerikanischen Ski-Nationalmanschaft. Jetzt, ein Jahr sp&auml;ter, sollen die Agloves auch in der EU vertrieben werden.</p>
<p>Der Name setzt sich zusammen aus dem chemischen Element Silber (Argentum) und dem englischen Wort f&uuml;r Handschuhe, Gloves. Das Internet und die Suchmaschinenenoptimierung ist dabei der wichtigste Baustein im Vertriebsnetz, wie mir Jean mir auf der IFA erkl&auml;rt: Wer Touchscreene Gloves oder &auml;hnliche Suchbegriffe eingibt, findet automatisch die Agloves auf Platz 1 bei Google.<br />
<a rel="attachment wp-att-7565" href="http://berufebilder.de/?attachment_id=7565"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7565" title="agloves" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/agloves-565x596.jpg" alt="" width="640" height="596" /></a></p>
<h3>Innovation kraft Pers&ouml;nlichkeit</h3>
<p>Ob sie keine Angst hat, dass ihnen jemand die Idee stehlen oder Konkurrenz machen k&ouml;nnte? Jean winkt locker ab: &#8220;Wir haben ein Patent angemeldet. Au&szlig;erdem ist unser Handschuh der einzige, mit dem man alle 10 Finger auf dem Touchpad benutzen kann, nicht nur zwei&#8230; und sieht er nicht stylisch aus?&#8221; fragt sie mich mit spitzb&uuml;bischem Lachen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7619" href="http://berufebilder.de/existenzgruendung/ideen-boerse/mit-kreativitaet-unternehmergeist-persoenlichkeit-agloves-von-der-guten-idee-zur-erfolgsgeschichte/attachment/about-us-photos/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7619" title="about-us-photos" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/about-us-photos-565x199.jpg" alt="" width="640" height="199" /></a></p>
<p>Genau daran zeigt sich, dass der Erfolg eines Unternehmens auch stark von der Unternehmerpers&ouml;nlichkeit abh&auml;ngt: Jean und Jennifer sind einfach sympathisch, cool, selbstwusst, aktiv und mutig &#8211; und damit &uuml;berzeugen Sie auch ihre Kunden, so das Agloves unabh&auml;ngig von gro&szlig;en Konzernen zu einer Erfolgsgeschichte werden konnte.</p>
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		<item>
		<title>Serie – Berufs- &amp; Lebensbilder weltweit: Flugbegleiter – Traumjob nicht nur für Frauen?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 15:29:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen-&-Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Soft-Skills]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/gatis-stanga1-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Steward oder Stewardess, offiziell als Flugbegleiter bezeichnet, ist f&#252;r viele ein Traumjob &#8211; und zwar l&#228;ngst nicht mehr nur f&#252;r Frauen. Doch die Auswahlkriterien sind hart und der Job noch h&#228;rter. Einer, der den Job seit mehr als 5 Jahren &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-flugbegleiter-traumjob-nicht-nur-fuer-frauen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/gatis-stanga1-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p>Steward oder Stewardess, offiziell als Flugbegleiter bezeichnet, ist f&uuml;r viele ein Traumjob &#8211; und zwar l&auml;ngst nicht mehr nur f&uuml;r Frauen. Doch die Auswahlkriterien sind  hart und der Job noch h&auml;rter. Einer, der den Job seit mehr als 5 Jahren macht, erz&auml;hlt, wie das so ist.<br />
<a rel="attachment wp-att-7602" href="http://berufebilder.de/?attachment_id=7602"><a rel="attachment wp-att-8103" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-flugbegleiter-traumjob-nicht-nur-fuer-frauen/attachment/gatis-stanga/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8103" title="gatis-stanga" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/gatis-stanga1-565x423.jpg" alt="" width="640" height="423" /></a><br />
</a><br />
<!--more-->&#8220;Ein Frauenjob?&#8221; Gatis Stanga, 26, aus Lettland, blickt mich verst&auml;ndnislos an, als ihn Frage, warum den einen Beruf aus&uuml;bt, den man gew&ouml;hnlich eher Frauen zuschreibt:.&#8221;Flugbegleiter ist kein typischer Frauenjob, das ist f&uuml;r M&auml;nner ganz normal!&#8221; sagt er.</p>
<h3>Ein normaler Job f&uuml;r M&auml;nner?</h3>
<p>Das macht er auch daran fest, dass die Flugg&auml;ste ganz normal auf ihn reagieren. &#8220;Mein Chef hat in den 80ern angefangen, da war das vielleicht noch au&szlig;ergew&ouml;hnlich &#8211; aber heute?&#8221;</p>
<p>Immerhin 30 Prozent der Flugbegleiter bei airBaltic, wo Gatis arbeitet, sind M&auml;nner. Da kann es schon mal passieren, dass in einem Flugzeug nur m&auml;nnlich Crewmitglieder sind. &#8220;Da fragen dann manche schon irritiert nach den Stewardessen&#8221; gibt Gatis zu.</p>
<h3>Stress und k&ouml;rperliche Belastung</h3>
<p>Zudem sei der Job sehr stressig, eine gute Gesundheit und psychologische F&auml;higkeiten seien notwendig, um z.B. mit herumrennenden Kindern oder Passagieren mit Flugangs fertig zu werden. Und manches sei regelrechte Schwerstarbeit: &#8220;Schieben Sie mal die 100 kg-Trolleys durch die Gegend, das ist eigentlich gar nichts f&uuml;r Frauen!&#8221;</p>
<p>Besonders anstrengend findet Gatis aber die Nachtfl&uuml;ge, auf denen sich die Crewmitglieder beim Schlafen abwechseln: &#8220;Es ist nicht leicht, wenn man schlafen will und nicht darf,&#8221; sagt Gatis. Schwierig seien aber auch die Charterfl&uuml;ge: &#8220;Da glauben die Kunden, sie haben das bezahlt und bekommen alles, was sie wollen!&#8221;</p>
<p>Wie sieht es mit Beziehungen aus, will ich wissen. &#8220;Es ist nicht leicht&#8221;, sagt Gatis. &#8220;Aber m&ouml;glich. Wenn man will.&#8221; Der Partner oder die Partnerin aber m&uuml;sse den Job verstehen. Denn oft arbeiten Flugbegleiter bis drei oder vier Uhr nachts oder sind einige Tage gar nicht zu Hause.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7603" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-flugbegleiter-traumjob-nicht-nur-fuer-frauen/attachment/gatis/"><img class="aligncenter size-full wp-image-7603" title="Gatis" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/gatis.jpg" alt="" width="640" height="850" /></a></p>
<h3>Interkulturell und abwechslungsreich</h3>
<p>Genau diese Abwechslung aber ist es, die Gatis an seinem Job so liebt: Verschiedene L&auml;nder, Kulturen und Sprachen. Gatis selbst spricht neben seiner Muttersprache lettisch auch englisch und russisch.</p>
<p>Doch es gibt Gegenden, in denen ihm das nichts n&uuml;tzt, f&uuml;gt er grinsend hinzu: &#8220;Wenn wir nach Usbekistan fliegen zum Beispiel. Da ist alles ganz anders und es bleibt einem nichts anderes &uuml;brig, als H&auml;nde und F&uuml;&szlig;e zur Verst&auml;ndigung einzusetzen!&#8221;</p>
<h3>Traumjob Flugbegleiter?</h3>
<p>Dennoch war Flugbegleiter f&uuml;r Gatis nicht der Job, von dem er sein Leben lang getr&auml;umt hatte: Bis zu seinem Ausbildungsbeginn war er kein einziges mal geflogen. Aber der Job reizte ihn: Mit Anfang 20 hatte er zun&auml;chst im Telemarketing gearbeitet.</p>
<p>Doch nach einem Jahr war ihm das zu langweilig: &#8220;Immer nur im B&uuml;ro sitzen, das ist f&uuml;r mich wie ein K&auml;fig&#8221; erz&auml;hlt er. &#8220;Ich bin ein kommunikativer Mensch und wollte mit Menschen zu tun haben!&#8221; Daher war Gatis gleich begeistert, als ihm Freunde von einer Ausbildung zu Flugbegleiter erz&auml;hlten.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7607" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-flugbegleiter-traumjob-nicht-nur-fuer-frauen/attachment/air-baltic/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7607" title="air baltic" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/air-baltic-565x423.jpg" alt="" width="640" height="423" /></a></p>
<h3>Wie l&auml;uft die Ausbildung ab?</h3>
<p>Gatis bewarb sich bei airBaltic und absolvierte die dreimonatige Ausbildung im Trainingszentrum in Riga, wo das Innere von Flugzeugen orginalgetreu nachgebaut wurde und auch Notf&auml;lle trainiert werden. Selbst Schwimmtraining und eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer geh&ouml;ren dazu!</p>
<p>Nach zwei Monaten &#8220;an Land&#8221; durfte Gatis zum ersten mal in einer Passagiermaschine mitfliegen, dann folgte die Pr&uuml;fung. Jetzt arbeitet er seit mittlerweile 5 Jahren f&uuml;r airBaltic und hat es mittlerweile zum Supervisor geschafft.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7604" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-flugbegleiter-traumjob-nicht-nur-fuer-frauen/attachment/trainingscenter1/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7604" title="trainingscenter1" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/trainingscenter1-565x423.jpg" alt="" width="640" height="423" /></a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-7605" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-flugbegleiter-traumjob-nicht-nur-fuer-frauen/attachment/trainingscenter2/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7605" title="trainingscenter2" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/trainingscenter2-565x423.jpg" alt="" width="640" height="423" /></a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-7606" href="http://berufebilder.de/berufseinstieg/serie-berufs-lebensbilder-weltweit-flugbegleiter-traumjob-nicht-nur-fuer-frauen/attachment/trainingscenter3/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7606" title="trainingscenter3" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/09/trainingscenter3-565x423.jpg" alt="" width="640" height="423" /></a></p>
<h3>Vom Flugbegleiter zum Piloten?</h3>
<p>Welche Ziele hat er f&uuml;r die Zukunft, frage ich. Vielleicht Pilot werden? &#8220;Ach, das ist Quatsch&#8221;, lacht Gatis, &#8220;Dass Leute denken, sie k&ouml;nnten vom Flugbegleiter zum Piloten werden. Das ist eine vollkommen andere T&auml;tigkeit, die ganz andere F&auml;higkeiten erfordert!&#8221;</p>
<p>Zudem sei eine Pilotenausbildung sehr teuer: &#8220;In Lettland gibt es keine Piloten-Ausbildung. Die muss man sich selbst privat finanzieren. Und weil das Wetter in Lettland so schlecht ist, es f&uuml;r eine Flugausbildung aber gutes Wetter braucht, muss man daf&uuml;r zum Teil auch in Ausland!&#8221;</p>
<p>Immerhin: Gatis hat tats&auml;chlich auch versucht, einen privaten Flugschein zu machen. Aber dabei hat er gemerkt: &#8220;Das ist nichts f&uuml;r mich. Im Cockpit sitzen, das ist wieder wie im B&uuml;ro. Ich habe lieber mit Menschen zu tun!&#8221;</p>
<div class="authorbox"><strong>Sponsor:</strong> Das Gespr&auml;ch mit Gatis Stanga sowie der Besuch im Trainingszentrum in Riga wurde erm&ouml;glicht durch <a href="http://www.airbaltic.com/">airBaltic</a>, die den Flug und die Unterkunft bezahlt haben.</div>
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		<title>Serie Zukunftsbranche Handwerk Teil 10: Wie man sich als Schneider erfolgreich selbständig macht</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 09:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Janson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
		<category><![CDATA[Life-Style]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/08/schneider1-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" />Immer mehr Kunden w&#252;nschen sich nicht nur zu besonderen Anl&#228;ssen wie Hochzeiten, Opernb&#228;llen oder Kommunionsfeiern individuelle Kleidung mit besonderem Pfiff, die nicht jeder an der Stange kaufen kann. Andere Kunden legen besonderen Wert auf Qualit&#228;t oder eine &#246;kologische Verarbeitung der &#8230; <a href="http://www.beruf-suchen.de/berufseinstieg/serie-zukunftsbranche-handwerk-teil-10-wie-man-sich-als-schneider-erfolgreich-selbstaendig-macht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img align="left" src="http://berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/08/schneider1-120x120.jpg" alt="" width="120" height="120" /><p><a rel="attachment wp-att-7565" href="http://www.berufebilder.de/?attachment_id=7565"><a rel="attachment wp-att-8104" href="http://www.berufebilder.de/berufseinstieg/serie-zukunftsbranche-handwerk-teil-10-wie-man-sich-als-schneider-erfolgreich-selbstaendig-macht/attachment/schneider/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8104" title="schneider" src="http://www.berufebilder.de/wp-content/uploads/2011/08/schneider1-565x502.jpg" alt="schneider" width="640" height="502" /></a><br />
</a></p>
<p>Immer mehr Kunden w&uuml;nschen sich nicht nur zu besonderen Anl&auml;ssen wie Hochzeiten, Opernb&auml;llen oder Kommunionsfeiern individuelle Kleidung mit besonderem Pfiff, die nicht jeder an der Stange kaufen kann. Andere Kunden legen besonderen Wert auf Qualit&auml;t oder eine &ouml;kologische Verarbeitung der Kleidung ohne Schadstoffe. Schneider ist daher ein Beruf mit Zukunft!<br />
<!--more--></p>
<h3>Ma&szlig;fertigung als Trend</h3>
<p>Bei der Firma Dolzer ist ein indivdueller Ma&szlig;anzug schon ab 235 Euro zu haben. Der Grund: Dolzer kombiniert die Vorteile individueller Kundenw&uuml;nsche und maschineller Fertigung. Letztere senkt die Arbeitszeit von 60 auf wenige Stunden und reduziert so den Preis auf etwa ein Zehntel.</p>
<p>Im Onlineshop k&ouml;nnen Kunden dar&uuml;ber hinaus individuelle Hemden, Blusen  und Accessoires ganz bequem von zu Hause aus bestellen, ohne in eine der 14 Filialen kommen zu m&uuml;ssen. Dazu m&uuml;ssen sie nur einmal vermessen worden sein oder k&ouml;nnen selbst Ma&szlig; nehmen.</p>
<h3>Individuelle Konfektion</h3>
<p>Auch gro&szlig;e Firmen wie Peek &amp; Cloppenburg setzen auf individualisierte Konfektion. Im Gegensatz zu den Spezialisten vermessen die Handelsketten Kunden per Laserstrahl in eigenen Kabinen. In beiden F&auml;llen gelangen die Daten elektronisch zu den N&auml;hereien, wo Kost&uuml;me und Anz&uuml;ge in vier bis sechs Wochen entstehen.</p>
<h3>M&auml;nnerlifestyle im Internet als Marktnische</h3>
<p>Noch immer sind M&auml;nner unter Marketing-Gesichtspunkten eine unterbewertete Spezies. Herrenausstatter.de erwirtschaftet mittlerweile Ums&auml;tze im zweistelligen Millionenbereich. Die Idee bestand darin, exklusive M&auml;nnermode online zu verkaufen.</p>
<p>Um die Herrenmode herum hat die M&uuml;nchner Unternehmerin Renata de Pauli. mittlerweile ein ganzes E-Commerce-Universum geschaffen. Damenausstatter.de und Socken.de folgten recht bald sowie die Themenshops Golfers Outfit, Bugatti und Burlington.</p>
<h3>Lifestyle statt Mode</h3>
<p>Mit einem coolen Online-Auftritt geht hingegen Gro&szlig;britanniens Modeikone Paul Smith unter PaulSmith.co.uk ins Rennen um den neuen Mann. One-Stop-Shopping hei&szlig;t die Devise: M&auml;nner (und auch Frauen) bekommen alles, was zu den sch&ouml;nen Dingen des Lebens geh&ouml;rt:</p>
<p>Paul Smith ist unter anderem eine Musik-Download-Kooperation mit <a href="http://4radio.com" class="autohyperlink" title="http://4radio.com" target="_blank" rel="nofollow">4radio.com</a> eingegangen, Fotoausstellungen, lassen sich online anschauen, mehrere Blogs engagieren sich vor allem in m&auml;nnlicher Lifestyle-Beratung. Au&szlig;erdem l&auml;sst sich auf der preisgekr&ouml;nten Seite vom Hemd bis zur m&auml;nnlichen Handtasche alles bequem shoppen.</p>
<h3>Voraussetzungen, Aus- und Weiterbildung</h3>
<p>Schneider ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO), daher ist die Berufsbezeichnung gesetzlich gesch&uuml;tzt. Die Ausbildung zum Ma&szlig;schneider dauert drei Jahre. Grunds&auml;tzlich wird &#8211; wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen &#8211; f&uuml;r die Ausbildung zum Schneider keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.</p>
<p>Neben der h&auml;ufig anzutreffenden Ausbildung zum Ma&szlig;schneider f&uuml;r Damen oder Herren gibt es auch die Ausbildung zum Modeschneider, zum Musterschneider oder zum &Auml;nderungsschneider.<br />
Wer sich als Schneider selbstst&auml;ndig machen, kann das, im Gegensatz zum B&auml;cker oder Tischler, auch ohne Meisterbrief und gegebenenfalls sogar ohne Gesellenpr&uuml;fung tun, da Schneider laut Anlage B1 der Handwerksordnung ein zulassungfreies Handwerk ist.</p>
<h3>Meister</h3>
<p>Wer dennoch seinen Meister machen will: Damen- und Herrenschneidermeister ist eine berufliche Weiterbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Die Meisterpr&uuml;fung in diesem zulassungsfreien Handwerk ist bundesweit einheitlich geregelt.</p>
<p>Die Handwerksorganisationen und andere Bildungseinrichtungen bieten Vorbereitungskurse auf die Meisterpr&uuml;fung an (Vollzeit ca. 10-12 Monate). F&uuml;r die Zulassung zur Meisterpr&uuml;fung ist die Teilnahme an den Vorbereitungslehrg&auml;ngen jedoch nicht verpflichtend. Weitere Informationen dazu unter www.handwerkskammer.de. F&uuml;r einen solchen Vorbereitung k&ouml;nnen Sie sich durch das so genannte Meister-BAf&ouml;G (<a href="http://www.meister-bafoeg.info" class="autohyperlink" title="http://www.meister-bafoeg.info" target="_blank" rel="nofollow">www.meister-bafoeg.info</a>) f&ouml;rdern lassen.</p>
<h3>Existenzgr&uuml;ndung in K&uuml;rze</h3>
<p>Die Existenzgr&uuml;ndung als Schneider beginnt in der Regel mit der Eintragung in das Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke F&uuml;r die Eintragung m&uuml;ssen Sie pers&ouml;nlich erscheinen und eine Geb&uuml;hr bezahlen. Mit der Best&auml;tigung &uuml;ber die Eintragung kann dann beim Gewerbeamt der Gemeinde die Gewerbeanmeldung erfolgen. Das Gewerbeamt informiert wiederum das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft. F&uuml;r die zulassungsfreien Handwerke, zu denen Schneider geh&ouml;rt (Anlage B1 der Handwerksordnung) besteht keine gesetzliche Rentenversicherungspflicht.</p>
<p>Mit der Eintragung in das Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke werden Sie Mitglied in Ihrer zust&auml;ndigen Handwerkskammer. An die m&uuml;ssen Sie zun&auml;chst sehr geringe Beitr&auml;ge bezahlen, allerdings auch nur dann, wenn die Ertr&auml;ge &uuml;ber bestimmten Grenzen liegen.</p>
<h3>Formalit&auml;ten</h3>
<p>Gr&uuml;nder, die erstmals ihr Gewerbe angemeldet haben, sind f&uuml;r das Jahr der Anmeldung von Beitr&auml;gen zur Handwerkskammer befreit. F&uuml;r das zweite und dritte Jahr m&uuml;ssen sie nur die H&auml;lfte des Grundbeitrags bezahlen und keinen Zusatzbeitrag, f&uuml;r das vierte Jahr sind sie noch von der Entrichtung des Zusatzbeitrags befreit, wenn es sich um nat&uuml;rliche Personen (keine Personen- oder Kapitalgesellschaften) handelt und der der Jahresgewinn nicht &uuml;ber 25.000 liegt Euro.</p>
<p>Gewerbetreibende, die nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 der Handwerksordnung im Zeitraum von bis zu drei Monaten erlernbare T&auml;tigkeiten aus&uuml;ben, geh&ouml;ren entweder der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer an. Sie sind, unabh&auml;ngig davon, welcher Kammer sie angeh&ouml;ren, vom Beitrag vollst&auml;ndig freigestellt, wenn ihr Gewerbeertrag nicht &uuml;ber 5.200 Euro im Jahr liegt.</p>
<h3>Chancen</h3>
<p>Da keine Meisterpflicht besteht, sind die Markteintrittsbarrieren auch f&uuml;r Konkurrenten im Schneiderhandwerk niedriger als z.B. bei B&auml;ckern oder Tischlern. In aktuellen Umfragen der Handwerkskammern zeigt sich, dass die wenigsten Neugr&uuml;nder ohne Meisterbrief in den zulassungsfreien Handwerken von ihrer Selbst&auml;ndigkeit tats&auml;chlich leben k&ouml;nnen.</p>
<p>Oftmals beweist n&auml;mlich die Praxis, dass die Bezeichnung &#8220;Meisterbetrieb&#8221; bei vielen Kunden nach wie vor gro&szlig;e Bedeutung hat. Gerade Gr&uuml;nder ohne Meisterbrief sollten daher m&ouml;glichst mit ganz speziellen Leistungen oder einem bereits existierenden Kundenstamm in die Selbst&auml;ndigkeit starten.</p>
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