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	<description>Ein Watchblog für deutsche Medien</description>
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		<title>Friedrich zu Gast bei der AfD, KI-Regeln, Trickreiche Jugendliche</title>
		<link>https://bildblog.de/153708/friedrich-zu-gast-bei-der-afd-ki-regeln-trickreiche-jugendliche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 06:54:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. Mit der AfD über Demokratie sprechen (taz.de, Matthias Meisner) Der Verleger Holger Friedrich werde beim dieses Wochenende stattfinden &#8220;Demokratiekongress&#8221; der AfD auftreten. Friedrich beteuere, die AfD nicht zu unterstützen, doch nähmen Beobachter ihm dies angesichts einer Artikelserie gegen die Brandmauer in seiner &#8220;Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung&#8221; (&#8220;OAZ&#8221;) kaum ab. Bei der im Februar gestarteten &#8220;OAZ&#8221; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://taz.de/OAZ-Verleger-Holger-Friedrich/!6190024/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Mit der AfD über Demokratie sprechen</strong></a><br />
<em>(taz.de, Matthias Meisner)</em><br />
Der Verleger Holger Friedrich werde beim dieses Wochenende stattfinden &#8220;Demokratiekongress&#8221; der AfD auftreten. Friedrich beteuere, die AfD nicht zu unterstützen, doch nähmen Beobachter ihm dies angesichts einer Artikelserie gegen die Brandmauer in seiner &#8220;Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung&#8221; (&#8220;OAZ&#8221;) kaum ab. Bei der im Februar gestarteten &#8220;OAZ&#8221; würden sich derweil die Probleme häufen: Ein Großteil der Inhalte stamme aus der &#8220;Berliner Zeitung&#8221;, der erste Chefredakteur sei bereits nach vier Wochen gegangen und die Auflage schwach.</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/ulmen-spiegel-angriffspunkte-deepfake-ueberzeug-urteil" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Über­zeugt die Ent­schei­dung Ulmen vs. Spiegel?</strong></a><br />
<em>(lto.de, Felix W. Zimmermann)</em><br />
Felix W. Zimmermann bezeichnet die Entscheidung des hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg im Fall Ulmen gegen &#8220;Spiegel&#8221; salomonisch, aber juristisch angreifbar. Dass der &#8220;Spiegel&#8221; keinen Deepfake-Video-Verdacht mehr erwecken dürfe, sei zwar nachvollziehbar, weil der Artikel Fall und Deepfake-Debatte eng verwoben habe. Die scharfe Trennung des Gerichts zwischen Deepfake-Fotos und -Videos wirke jedoch überdifferenziert und lebensfremd. Zimmermann erklärt auch, in welchen Punkten Ulmen weiter prozessieren könnte.</p>
<p><a href="https://www.digitalpolitik.de/wem-gehort-die-offentlichkeit/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Wem gehört die Öffentlichkeit</strong></a><br />
<em>(digitalpolitik.de, Markus Beckedahl)</em><br />
In seiner medienpolitischen Keynote bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg warnt Markus Beckedahl davor, dass die Kontrolle über die digitale Öffentlichkeit bei wenigen US-Konzernen und deren Eigentümern liege. Reichweite sei für Redaktionen heute nur noch &#8220;gemietet&#8221;. Die bestehenden Regeln wie der Medienstaatsvertrag und der Digital Services Act trügen in der Praxis kaum. Beckedahl fordert deshalb eine unabhängige europäische Digitalbehörde sowie einen geförderten Aufbau offener, öffentlich finanzierter Infrastruktur wie das Fediverse.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://netzwerkrecherche.org/blog/vor-ort-sein-tipps-fuer-lokaljournalistinnen/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Weg vom Schreibtisch zu den Menschen vor Ort: Diese Tipps haben Lokaljournalist:innen</strong></a><br />
<em>(netzwerkrecherche.org, Maria-​Mercedes Hering)</em><br />
Maria-​Mercedes Hering fasst die Ergebnisse eines Webinars zusammen, bei dem 18 Lokaljournalistinnen und -journalisten darüber diskutiert hätten, wie sie wieder näher an die Menschen vor Ort kommen. Benjamin Brumm habe von den Aktivitäten des &#8220;Südkurier&#8221; berichtet, Anna Niere die Veranstaltungen und Crowd-Recherchen des Online-Mediums &#8220;RUMS&#8221; aus Münster vorgestellt. Empfohlen würden etwa, das Publikum an sonst verschlossene Orte wie große Baustellen mitzunehmen oder mit Pop-up-Redaktionen kurzzeitig in Innenstädte und Stadtviertel zu gehen.</p>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/ki-im-journalismus-welche-regeln-brauchen-wir-100.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Welche Regeln brauchen wir?</strong></a><br />
<em>(deutschlandfunk.de, Mike Herbstreuth, Audio: 30:40 Minuten)</em><br />
Die Technik ist längst in den Redaktionen angekommen, aber die Regeln dafür fehlen noch: Was darf Künstliche Intelligenz im Journalismus? Was muss der Mensch verantworten? Und wo beginnt die Täuschung des Publikums? Über diese Grundsatzfragen diskutieren im Deutschlandfunk (DLF) Christina Elmer (TU Dortmund), Jana Ballweber (KNA) und Jens Becker (DLF-Onlineredaktion).</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/australien-studie-zeigt-wie-jugendliche-das-social-media-verbot-austricksen-a-16caab97-661c-48af-ab27-577ab3b832e1" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Studie zeigt, wie australische Jugendliche das Social-Media-Verbot austricksen</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Eine im &#8220;British Medical Journal&#8221; veröffentlichte Studie zeige, dass Australiens flächendeckendes Social-Media-Verbot für Personen unter 16 Jahren bislang kaum Wirkung auf das Nutzungsverhalten habe. Die Forschenden hätten über 400 junge Nutzerinnen und Nutzer kurz vor und drei Monate nach Inkrafttreten des Verbots befragt. Bei den 12- bis 13-Jährigen habe sich fast nichts geändert. Minderjährige würden das Verbot umgehen, indem sie Fake-Accounts anlegen, auf Ältere registrierte Konten nutzen oder per VPN zugreifen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alternativen zum Verbot, Gefälschte Nachrichtenartikel, Lektorat und KI</title>
		<link>https://bildblog.de/153697/alternativen-zum-verbot-gefaelschte-nachrichtenartikel-lektorat-und-ki/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 06:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. Expert*innen-Kommission schlägt Alternativen zum Social-Media-Verbot vor (netzpolitik.org, Chris Köver) Die vom Familienministerium einberufene Kommission &#8220;Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt&#8221; habe ihre Empfehlungen vorgestellt. Statt eines pauschalen Verbots nach australischem Vorbild, schlage sie zwei Alternativen vor: entweder eine Mindestaltersgrenze von 13 Jahren mit wirksamer Altersprüfung und abgestuften Schutzstandards oder Plattform-Beschränkungen je nach Risiko. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://netzpolitik.org/2026/jugendschutz-empfehlungen-expertinnen-kommission-schlaegt-alternativen-zum-social-media-verbot-vor/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Expert*innen-Kommission schlägt Alternativen zum Social-Media-Verbot vor</strong></a><br />
<em>(netzpolitik.org, Chris Köver)</em><br />
Die vom Familienministerium einberufene Kommission &#8220;Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt&#8221; habe ihre Empfehlungen vorgestellt. Statt eines pauschalen Verbots nach australischem Vorbild, schlage sie zwei Alternativen vor: entweder eine Mindestaltersgrenze von 13 Jahren mit wirksamer Altersprüfung und abgestuften Schutzstandards oder Plattform-Beschränkungen je nach Risiko. Chris Köver warnt, dass verlässliche Alterskontrollen letztlich eine Identifizierung aller Nutzerinnen und Nutzer erfordern und so Anonymität und Grundrechte im Netz gefährden würden.<br />
Weiterer Hörtipp in eigener Sache: Bei radioeins <a href="https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/wissen_denken_meinen/lorenz-meyer-social-media-kinder.html" target="_blank">kommentiert der &#8220;6-vor-9&#8221;-Kurator</a>: &#8220;Die Grenze ab 13 ist schnell beschlossen. Aber den Türsteher, der jeden kontrolliert und sich trotzdem niemanden merkt, den muss erst noch jemand erfinden.&#8221; (radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 3:56 Minuten)</p>
<p><a href="https://gadmo.eu/gadmo-investigation/falsche-promis-echtes-geld-die-ueblen-maschen-des-krypto-betrugs/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Falsche Promis, echtes Geld: Die üblen Maschen des Krypto-Betrugs</strong></a><br />
<em>(gadmo.eu)</em><br />
Eine millionenschwere Betrugsmaschinerie locke Kleinanlegerinnen und -anleger über gefälschte Nachrichtenartikel und KI-Deepfakes mit Prominenten wie FPÖ-Politiker Herbert Kickl oder ORF-Moderator Armin Wolf zu unseriösem Krypto-Trading. Per Callcenter würden die Opfer dann unter Druck gesetzt, bis ihr Geld weg sei. Ende April 2026 habe die österreichische Justiz mit albanischen Behörden ein solches Netzwerk zerschlagen, das europaweit einen Schaden in Höhe von mindestens 50 Millionen Euro verursacht habe.</p>
<p><a href="https://www.boersenblatt.net/home/lektorenverband-gibt-empfehlungen-zum-ki-einsatz-427807" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Lektorenverband gibt Empfehlungen zum KI-Einsatz</strong></a><br />
<em>(boersenblatt.net)</em><br />
Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren empfiehlt seinen rund 1.300 Mitgliedern Grundsätze für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Lektorinnen und Lektoren sollten eigenverantwortlich und transparent über den KI-Einsatz entscheiden, dabei Datenschutz und Urheberrecht beachten und KI-Ergebnisse niemals ungeprüft übernehmen. Die Technik habe ihre Grenzen: KI sei nicht kreativ, reproduziere Bekanntes und Klischees, könne halluzinieren und habe kein Einfühlungsvermögen.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.derstandard.at/story/3000000328578/medienministerium-unterstuetzt-schutz-von-journalistinnen-mit-100000-euro-pro-jahr" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Medienministerium unterstützt Schutz von Journalistinnen mit 100.000 Euro pro Jahr</strong></a><br />
<em>(derstandard.at, Harald Fidler)</em><br />
Das österreichische Medienministerium kündige eine neue &#8220;Kontaktstelle&#8221; an, die Journalistinnen und Journalisten in Sicherheits- und Rechtsfragen berate, schule und Angriffe systematisch dokumentiere. Ein Schwerpunkt liege auf geschlechtsspezifischen Bedrohungen gegen Frauen. Gefördert werde die Stelle über die Qualitäts-Journalismus-Förderung mit einer Anschubfinanzierung sowie mit jährlich 100.000 Euro, um die sich geeignete Organisationen ab 2027 bewerben könnten.</p>
<p><a href="https://www.dfjv.de/leistungen/publikationen/magazin/finfluencer-finanztipps-zwischen-medien-wettbewerbs-und-kapitalmarktrecht" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Finfluencer &#8211; zwischen Medien-, Wettbewerbs- und Kapitalmarktrecht</strong></a><br />
<em>(dfjv.de, Birgit Groschwitz-Fiebig)</em><br />
Birgit Groschwitz-Fiebig erkärt, welchen rechtlichen Grenzen &#8220;Finfluencer&#8221; unterlägen, also Personen, die in Sozialen Medien Finanztipps geben. Sie würden sich zwischen Finanzjournalismus, Anlageberatung und Werbung bewegen und müssten presse-, wettbewerbs- und kapitalmarktrechtliche Vorgaben beachten, etwa die klare Kennzeichnung von Werbung und das Verbot der Marktmanipulation. Laut einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesanstalt_f%C3%BCr_Finanzdienstleistungsaufsicht" target="_blank">Bafin</a>-Leitfaden seien allgemeine Finanzinformationen meist zulässig, konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aber womöglich eine zulassungspflichtige Anlageberatung.</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/106952/auch_instagram_will_verstaerkt_auf_den_grossen_bildschirm/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Auch Instagram will verstärkt auf den großen Bildschirm</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Uwe Mantel)</em><br />
Angeregt vom Erfolg YouTubes auf dem Fernseher baue der Social-Media-Konzern Meta sein Angebot &#8220;Instagram for TV&#8221; weiter aus und bringe es etwa in den USA auf Samsung-Smart-TVs. Da die App oft gemeinsam genutzt werde, solle sich das Übertragen von Reels vom Smartphone auf den Fernseher vereinfachen. Weil Fernseher auf horizontale Videos ausgelegt seien, richte Instagram zudem einen eigenen Bereich für solche Formate ein und wolle mit längeren, seriellen und Live-Inhalten experimentieren.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bundestag vs. &#8220;Compact&#8221;, Ulmen-Urteil, China lässt sich loben</title>
		<link>https://bildblog.de/153689/bundestag-vs-compact-ulmen-urteil-china-laesst-sich-loben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 06:54:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. Bundestag leitet Bußgeldverfahren gegen &#8220;Compact&#8221; ein (taz.de) Die Bundestagsverwaltung habe ein Bußgeldverfahren gegen das vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Magazin &#8220;Compact&#8221; eingeleitet. Der Vorwurf laute, dass &#8220;Compact&#8221; mit seiner Veranstaltungsreihe &#8220;Die blaue Welle rollt&#8221; für die AfD geworben habe, obwohl die Partei dies schriftlich untersagt habe. Chefredakteur Jürgen Elsässer bestreite dies und spreche von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://taz.de/Unerlaubte-AfD-Werbung/!6189895/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Bundestag leitet Bußgeldverfahren gegen &#8220;Compact&#8221; ein</strong></a><br />
<em>(taz.de)</em><br />
Die Bundestagsverwaltung habe ein Bußgeldverfahren gegen das vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Magazin &#8220;Compact&#8221; eingeleitet. Der Vorwurf laute, dass &#8220;Compact&#8221; mit seiner Veranstaltungsreihe &#8220;Die blaue Welle rollt&#8221; für die AfD geworben habe, obwohl die Partei dies schriftlich untersagt habe. Chefredakteur Jürgen Elsässer bestreite dies und spreche von Eigenwerbung sowie von einem Kampf für die Pressefreiheit, man werde Widerspruch einlegen. Erst im vergangenen Juni habe &#8220;Compact&#8221; vor dem Bundesverwaltungsgericht ein Verbot durch das Innenministerium abwenden können.</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-hamburg-7w7226-ulmen-fernandes-doch-kein-deepfake-verdacht-spiegel" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Deep­fa­ke­video-Ver­dacht im Spiegel gegen­über Chris­tian Ulmen ist rechts­widrig</strong></a><br />
<em>(lto.de)</em><br />
Das Oberlandesgericht Hamburg habe entschieden, dass der &#8220;Spiegel&#8221; nicht den Verdacht erwecken dürfe, der Schauspieler Christian Ulmen habe Deepfake-Videos seiner Ex-Frau Collien Fernandes hergestellt oder verbreitet. Damit habe Ulmens Beschwerde gegen eine Entscheidung des Landgerichts teilweise Erfolg gehabt. Die Berichterstattung über Vorwürfe, Ulmen habe Gewalt gegen Fernandes ausgeübt, bleibe dagegen gerechtfertigt.<br />
Weiterer Lesetipp: Die Entscheidung aus Sicht des &#8220;Spiegel&#8221;: <a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/collien-fernandes-olg-hamburg-spiegel-darf-weiter-ueber-virtuelle-vergewaltigung-berichten-a-28c4ad10-19b6-41f1-baba-edc3b3e6ddd7" target="_blank">Der SPIEGEL darf weiter über »virtuelle Vergewaltigung« von Collien Fernandes berichten</a>.</p>
<p><a href="https://de.ejo-online.eu/internationales/schwarz-gemalt-deutschland-als-krisenland-bei-der-russischen-nachrichtenagentur-tass" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Schwarz gemalt: Deutschland als &#8220;Krisenland&#8221; bei der russischen Nachrichtenagentur TASS</strong></a><br />
<em>(de.ejo-online.eu, Swetlana Mikhailowa)</em><br />
Swetlana Mikhailowa hat untersucht, wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TASS" target="_blank">die russische Staatsagentur TASS</a> über Deutschland berichtet. Die Agentur wähle vor allem Themen, die Krise, Konflikt und Skandal betonen, und gebe kritischen Stimmen viel Raum. Typisch sei ein Echo-Muster: Auf Meldungen über Entscheidungen der Bundesregierung würden häufig Beiträge folgen, in denen AfD oder BSW diesen Kurs als Fehler darstellen würden, wodurch das Regierungshandeln delegitimiert werde. So erscheine Deutschland als Land innerer Spannungen und außenpolitischer Abhängigkeit.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://urheber.info/diskurs/klage-gegen-presse-monitor-abgewiesen" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Klage gegen Presse-Monitor abgewiesen</strong></a><br />
<em>(urheber.info)</em><br />
Das Landgericht Berlin habe eine Klage des Online-Magazins &#8220;Medieninsider&#8221; gegen die Presse-Monitor GmbH (PMG) in den wesentlichen Punkten abgewiesen, wie die PMG mitteile. &#8220;Medieninsider&#8221; habe dem Pressespiegel-Anbieter vorgeworfen, mehr als 300 seiner Artikel unerlaubt in Pressespiegel aufzunehmen und dafür Lizenzgebühren abzurechnen. Das Gericht folge dagegen der Auffassung der PMG. Deren Inkassotätigkeit für die Verwertungsgesellschaft VG Wort sei keine Urheberrechtsverletzung.</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/youtube-einigt-sich-mit-16-jaehrigem-aussergerichtlich-a-f613b07d-bcab-49a2-9323-d78b64d829b7" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. YouTube einigt sich mit 16-Jährigem außergerichtlich</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Die Google-Tochter YouTube habe sich außergerichtlich mit einem 16-jährigen Kläger aus Florida geeinigt, der der Plattform vorgeworfen habe, seiner psychischen Gesundheit geschadet zu haben. Der Junge habe als Kind mit der Nutzung Sozialer Medien begonnen und nach eigenen Angaben unter Suchtverhalten, Schlafstörungen, Depressionen und Angstzuständen gelitten. Die ursprünglich auch gegen Instagram, Snapchat und TikTok gerichtete Klage sei Teil einer großen Klagewelle in den USA gegen Social-Media-Konzerne.</p>
<p><a href="https://cemas.io/blog/china-influencer-propaganda/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. China lässt sich loben: Wenn Influencer:innen das Image polieren</strong></a><br />
<em>(cemas.io, Lea Frühwirth)</em><br />
Lea Frühwirth analysiert, wie auffällig viele Travel-Influencerinnen und -Influencer China und besonders die Region Xinjiang als florierendes Reiseziel inszenieren, obwohl diese international vor allem für die Menschenrechtsverbrechen an den Uiguren bekannt sei. Das sei kein Zufall, sondern Teil der Strategie &#8220;Telling China&#8217;s Story well&#8221;, mit der die Kommunistische Partei das internationale China-Bild positiv prägen wolle.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>KI-Firmen kaufen Antiquariate leer, Alte &#8220;Bild&#8221;-Meldungen, RTL-Saison</title>
		<link>https://bildblog.de/153678/ki-firmen-kaufen-antiquariate-leer-alte-bild-meldungen-rtl-saison/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 06:54:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. KI-Firmen kaufen Antiquariate leer &#8211; und vernichten die Bücher (srf.ch, Sven Ahnert) KI-Unternehmen würden mutmaßlich europäische Antiquariate leerkaufen, die Bücher als Trainingsdaten einscannen und danach wegwerfen. Ein kanadisches Unternehmen namens Zoom Books habe palettenweise vergriffene Sachbücher und Romane geordert, gezielt je ein Exemplar pro Titel. Dahinter stehe vermutlich ein Konstrukt aus dem US-Urheberrecht: Wer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/jagd-auf-alte-buecher-ki-firmen-kaufen-antiquariate-leer-und-vernichten-die-buecher" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. KI-Firmen kaufen Antiquariate leer &#8211; und vernichten die Bücher</strong></a><br />
<em>(srf.ch, Sven Ahnert)</em><br />
KI-Unternehmen würden mutmaßlich europäische Antiquariate leerkaufen, die Bücher als Trainingsdaten einscannen und danach wegwerfen. Ein kanadisches Unternehmen namens Zoom Books habe palettenweise vergriffene Sachbücher und Romane geordert, gezielt je ein Exemplar pro Titel. Dahinter stehe vermutlich ein Konstrukt aus dem US-Urheberrecht: Wer Bücher physisch besitze und nach dem Scannen vernichte, könne sich auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fair_Use" target="_blank">das Fair-Use-Prinzip</a> berufen. Gedruckte Bücher seien begehrt, weil die frei zugänglichen Onlinetexte für das Training weitgehend ausgeschöpft seien.</p>
<p><a href="https://www.zdfheute.de/panorama/faktencheck-hitzewelle-klimawandel-bild-zeitung-100.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Nein, alte &#8220;Bild&#8221;-Meldungen widerlegen nicht den Klimawandel</strong></a><br />
<em>(zdfheute.de, Oliver Klein)</em><br />
In den Sozialen Medien würden tausendfach geteilte alte &#8220;Bild&#8221;-Schlagzeilen auftauchen, die mit Hitzemeldungen von 1957 und 1975 den Klimawandel infrage stellen sollen. Die Schlagzeilen seien zwar echt, ihre Verwendung aber irreführend: Die &#8220;56 Grad&#8221; von 1957 seien im Inneren eines Uhrgehäuses gemessen worden, die &#8220;40 Grad&#8221; von 1975 nur eine Prognose gewesen, die damals nirgends erreicht worden sei. Oliver Kleins Fazit: &#8220;Meldungen über einzelne Hitzewellen in den 50er- oder 70er-Jahren beweisen nicht, dass das Klima in Deutschland damals bereits ähnlich heiß war wie heute. Der Trend, dass die Temperaturen in Deutschland und der ganzen Welt ansteigen, ist hingegen gut belegt.&#8221;</p>
<p><a href="https://taz.de/KI-und-Journalismus/!6189613/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Endlich ich!</strong></a><br />
<em>(taz.de, Adrian Lobe)</em><br />
Adrian Lobe argumentiert in seinem Kommentar, KI könne pseudoobjektive Diskurssimulation gut, und genau deshalb müsse der Journalismus persönlicher werden. Anlass seien die KI-generierten Texte des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt in der &#8220;FAZ&#8221; und des Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner in der &#8220;Welt am Sonntag&#8221;. Faktenlastige Standardware wie Agenturmeldungen und Länderporträts könne die Maschine übernehmen. Was KI jedoch nicht könne: eigene Eindrücke sammeln und Stimmungen einfangen.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://netzwerkrecherche.org/blog/seed37/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. SEED-​Newsletter Nr. 37</strong></a><br />
<em>(netzwerkrecherche.org)</em><br />
Thomas Schnedler warnt im Editorial des &#8220;SEED&#8221;-Newsletters des Netzwerk Recherche davor, dass der Lokaljournalismus auf dem Land immer schwächer werde. Anlass sei eine Bilderstrecke im AfD-Blatt &#8220;Blauer Mut&#8221;, das der Thüringer Gratiszeitung &#8220;Bürgerzeit aktuell&#8221; beiliege. Zwei Bilder würden dasselbe Freibad zeigen: &#8220;früher&#8221; friedlich, &#8220;heute&#8221; voller Müll und Gewalt mit Menschen, die wie das AfD-Bild von Migranten aussähen. Die Bilder seien offenbar von einer Künstlichen Intelligenz erzeugt, ohne dass darauf hingewiesen werde. Solche kostenlosen Anzeigenblätter sprängen dort ein, wo es kaum noch echte Lokalzeitungen gebe, und könnten so rechte Botschaften unauffällig verbreiten. Das Netzwerk Recherche fordere deshalb, guten Lokaljournalismus zu stärken.</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/magazin/106847/wer_weiss_wie_wann_was_mit_raab_am_besten_funktioniert/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Wer weiß wie wann was mit Raab am besten funktioniert?</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Timo Niemeier)</em><br />
In seiner Bilanz zur RTL-Saison 2025/26 stellt Timo Niemeier fest, dass der Versuch einer wöchentlichen Stefan-Raab-Show auch im zweiten Jahr gescheitert sei. Die Sport-Strategie mit 2. Fußball-Bundesliga und NFL bringe nur überschaubare Reichweiten, während Länderspiele und Einzelevents wie die Basketball-EM erfolgreich gewesen seien. Die eigentliche Stärke des Senders liege in Dauerbrennern wie &#8220;Ich bin ein Star&#8221;, &#8220;Wer wird Millionär?&#8221; und &#8220;Let&#8217;s Dance&#8221;, die ihre Marktanteile stabil gehalten hätten.</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-koeln-6u11425-kaulitz-co-regisseur-fernsehpreis-urheber" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Co-Regis­­seur von &#8220;Kau­­litz &#038; Kau­­litz&#8221; muss genannt werden</strong></a><br />
<em>(lto.de)</em><br />
Das Oberlandesgericht Köln habe entschieden, dass Pablo Ben Yakov, einer von drei Regisseuren der Netflix-Serie &#8220;Kaulitz &#038; Kaulitz&#8221;, als Co-Regisseur im Nominierungstext des Deutschen Fernsehpreises genannt werden müsse. Der Preis habe 2025 die zweite Staffel der Serie ausgezeichnet, im Text aber nur Annika Blendl und Michael Schmitt als &#8220;Regie-Duo&#8221; geführt, was den falschen Eindruck erweckt habe, Ben Yakov sei nicht beteiligt gewesen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Michelmann frei, ZDF prüft Sanktionsklauseln, Bachmann-Preis</title>
		<link>https://bildblog.de/153662/michelmann-frei-zdf-prueft-sanktionsklauseln-bachmann-preis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 06:54:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. In Syrien festgehaltene Eva Maria Michelmann ist frei (wdr.de, Alexa Schulz) Die Kölner Journalistin Eva Maria Michelmann sei nach WDR-Informationen frei und am Freitag in Deutschland gelandet. Seit über drei Jahren habe sie als registrierte Journalistin im kurdischen Autonomiegebiet Nordsyriens gearbeitet. Im Januar 2026 sei sie dann beim Einmarsch von Truppen der syrischen Übergangsregierung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www1.wdr.de/nrw/koeln/eva-maria-michelmann-freilassung-in-syrien-100.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. In Syrien festgehaltene Eva Maria Michelmann ist frei</strong></a><br />
<em>(wdr.de, Alexa Schulz)</em><br />
Die Kölner Journalistin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Maria_Michelmann" target="_blank">Eva Maria Michelmann</a> sei nach WDR-Informationen frei und am Freitag in Deutschland gelandet. Seit über drei Jahren habe sie als registrierte Journalistin im kurdischen Autonomiegebiet Nordsyriens gearbeitet. Im Januar 2026 sei sie dann beim Einmarsch von Truppen der syrischen Übergangsregierung in Raqqa ohne Angabe von Gründen festgenommen worden. Michelmanns Bruder habe von Folter durch Elektroschocks und einem sehr schlechten Zustand berichtet. Gelungen sei die Freilassung schließlich durch die Bemühungen des deutschen Konsulats und, so der Bruder, durch öffentlichen Druck.</p>
<p><a href="https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6160f5f48e838e14/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Wo beginnt der KI-Betrug im Journalismus? Die Casdorff-Döpfner-FAZ-Debatte</strong></a><br />
<em>(ardsounds.de, Jonathan Schulenburg, Audio: 21:54 Minuten)</em><br />
Anlässlich der Debatte um Künstliche Intelligenz im Journalismus diskutieren Medienethikerin Jessica Heesen und &#8220;Tagesspiegel&#8221;-Chefredakteur Christian Tretbar bei &#8220;BR24 Medien&#8221; darüber, wann der Einsatz von KI erlaubt ist und wann eben nicht: &#8220;Wo beginnt der KI-Betrug im Journalismus? Und braucht es eine KI-Kennzeichnung oder sind wir einfach zu naiv und es passiert eh schon überall?&#8221;<br />
Weiterer Lesetipp: In der &#8220;taz&#8221; <a href="https://taz.de/KI-im-Journalismus/!6185296/" target="_blank">schreibt Anne Fromm</a>: &#8220;Die Frage, welche Rolle KI in den Medien spielt, ist also nicht nur eine technologische, sondern auch eine wirtschaftliche. Leistet die Maschine bald schneller und billiger das, was heute teure Re­dak­teu­r:in­nen leisten?&#8221; Und ebenfalls lesenswert: <a href="https://taz.de/KI-Erkennungssoftware/!6185273/" target="_blank">Die Grenzen der Detektoren</a>: &#8220;Für die Erkennung KI-generierter Texte werden zunehmend Programme wie &#8216;Pangram&#8217; eingesetzt. Doch wie verlässlich sind diese Detektoren überhaupt?&#8221; (taz.de, Raoul Spada)</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/106913/zdf_prueft_sanktionsklauseln_in_vertraegen_nach_kritik/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. ZDF prüft Sanktionsklauseln in Verträgen nach Kritik</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Timo Niemeier)</em><br />
Das ZDF habe eine Überprüfung von Vertragsklauseln angekündigt, mit denen es Mitwirkende an Sendungen verpflichte, nicht mit Personen auf Sanktionslisten von EU, UN und USA zusammenzuarbeiten. Vor allem der Bezug auf die US-Sanktionen habe Kritik ausgelöst. Beobachter würden um die Unabhängigkeit der Berichterstattung fürchten. Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/European_Center_for_Constitutional_and_Human_Rights" target="_blank">ECCHR</a> habe <a href="https://www.ecchr.eu/pressemitteilung/zdf-darf-us-sanktionslisten-nicht-uebernehmen/" target="_blank">eine Rücknahme der Regelung gefordert</a>.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://netzpolitik.org/2026/10-jahre-funk-reichweite-auf-big-tech-plattformen-ist-nicht-mehr-genug/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Reichweite auf Big-Tech-Plattformen ist nicht mehr genug</strong></a><br />
<em>(netzpolitik.org, Leonhard Dobusch)</em><br />
Zum zehnten Geburtstag des ARD/ZDF-Jugendangebots <a href="https://www.funk.net" target="_blank">&#8220;Funk&#8221;</a> zieht Leonhard Dobusch eine positive Bilanz. Das Experiment, ohne linearen Sender direkt auf kommerziellen Plattformen für junge Zielgruppen zu publizieren, sei geglückt. &#8220;Funk&#8221; erreiche einen Großteil der 14- bis 29-Jährigen. Reichweite auf Big-Tech-Plattformen allein genüge aber nicht mehr, so Dobusch. Nötig seien mehr wiederkehrende Live-Formate, eigene tagesaktuelle Nachrichtenangebote sowie mehr Engegement jenseits der kommerziellen Drittplattformen.</p>
<p><a href="https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/recherche-wird-zur-superkraft-108219" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Recherche wird zur Superkraft</strong></a><br />
<em>(verdi.de, Bärbel Röben)</em><br />
Bärbel Röben berichtet von der Jahreskonferenz des Netzwerk Recherche (NR), die beim NDR in Hamburg mit über 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattgefunden habe. Der NR-Vorsitzende Daniel Drepper habe vor autoritären Angriffen auf den Journalismus gewarnt, sich für Deutschland aber optimistisch gezeigt. Ein Rückblick habe den Wandel der investigativen Recherche vom männlich geprägten Gegeneinander hin zu kollegialer Teamarbeit nachgezeichnet. Die investigative Recherche könne nicht durch KI ersetzt werden.</p>
<p><a href="https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:a7ee78ffd6425f75/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Das Verhör der Ingeborg Bachmann</strong></a><br />
<em>(ardsounds.de, Barbara Kaufmann, Audio: 55:57 Minuten)</em><br />
Der Ingeborg-Bachmann-Preis gilt als eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschen Sprachraum. Er wurde von der Stadt Klagenfurt im Gedenken an die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann gestiftet. &#8220;In einer dreitägigen Lese-Veranstaltung treten vorausgewählte Bewerber nacheinander an und tragen etwa 25 Minuten lang bislang unveröffentlichte Prosatexte oder Ausschnitte vor&#8221;, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ingeborg-Bachmann-Preis" target="_blank">schreibt die Wikipedia</a> zum Bachmann-Preis. Bei SWR Kultur widmet sich Barbara Kaufmann in einem Audioessay den Hintergründen und der Entstehungsgeschichte der Veranstaltung: &#8220;Ingeborg Bachmann war Schriftstellerin, aber sie wurde zu einer Marke und einem Preis. Die Bachmann. Die große Tochter der Stadt Klagenfurt. Wer hat ihr dieses Image verpasst?&#8221;</p>
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		<title>KW 25/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende</title>
		<link>https://bildblog.de/153650/kw-2526-hoer-und-gucktipps-zum-wochenende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 08:12:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[Hurra, Wochenende &#8211; und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung! *** 1. Wie berechtigt ist die Empörung? (deutschlandfunk.de, Stephan Beuting, Audio: 39:19 Minuten) Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hurra, Wochenende &#8211; und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!</em></p>
<p align="center">***</p>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/cosmo-radio-soll-abgeschaltet-werden-wie-berechtigt-ist-die-empoerung-100.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Wie berechtigt ist die Empörung?</strong></a><br />
<em>(deutschlandfunk.de, Stephan Beuting, Audio: 39:19 Minuten)</em><br />
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts &#8220;Nach Redaktionsschluss&#8221; geht es um die Frage, ob die Empörung über das Ende des WDR-Radiosenders <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cosmo_(Radiosender)" target="_blank">Cosmo</a> berechtigt ist. Es diskutieren DLF-Hörer Philipp Seehausen, Elena Kountidou von <a href="https://www.neuemedienmacher.de" target="_blank">den Neuen Deutschen Medienmacher*innen</a> und Schiwa Schlei, Programmchefin von 1Live und Cosmo.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=rEW-pUObqZk" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Die Wahrheit über Pamela Reif</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Klengan, Video: 23:23 Minuten)</em><br />
Der YouTuber Klengan beschäftigt sich mit dem geschäftlichen Aufstieg der deutschen Fitness-Influencerin <a href="https://www.youtube.com/@PamelaRf1" target="_blank">Pamela Reif</a> zu einer globalen Unternehmerin. Im Fokus steht dabei Reifs hierzulande kaum bekanntes Imperium in China, wo sie mittlerweile über 70 Millionen Followerinnen und Follower auf Plattformen wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bilibili" target="_blank">Bilibili</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sina_Weibo" target="_blank">Weibo</a> begeistere. Es gehe dabei um die Kunst des &#8220;Culture Marketing&#8221;: Durch das Erlernen der Sprache, die Nutzung chinesischer Popmusik und die Anpassung an lokale Sehgewohnheiten habe Pamela Reif eine immense Reichweite aufbauen können.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=OtXhbCrzONY" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. StreitClub #18 &#8220;Medienkrise&#8221; mit Tilo Jung &#038; Anne Hähnig</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Nicole Deitelhoff &#038; Michel Friedman, Video: 2:13:37 Stunden)</em><br />
In der Podiumsdiskussion des &#8220;Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt&#8221; streiten Anne Hähnig (&#8220;Die Zeit&#8221;) und Tilo Jung (&#8220;Jung &#038; Naiv&#8221;) über den Zustand des Journalismus, moderiert von Nicole Deitelhoff, Michel Friedman sowie einer Schülerin und einem Schüler. Für Hähnig handele es sich vor allem um einen Strukturwandel. Das Medienvertrauen sei stabil, und der klassische Qualitätsjournalismus mit Recherche, Quellenprüfung und dem Ringen um Objektivität bleibe tragfähig. Jung dagegen sieht ein inhaltliches Versagen bei großen Themen wie Klima, Gaza und Ungleichheit. Er versteht Journalismus durchaus als Aktivismus für Wahrheit und Demokratie.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://thisismedianow.podigee.io/180-verbindung-vertrauen-und-einfluss-der-ki-die-ersten-lokalmedientage" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Verbindung, Vertrauen und Einfluss der KI &#8211; die ersten Lokalmedientage</strong></a><br />
<em>(thisismedianow.podigee.io, Lukas Schöne, Audio: 15:18 Minuten)</em><br />
Die Sonderfolge von &#8220;This is Media Now&#8221; blickt auf die ersten Lokalmedientage in Nürnberg. Im Zentrum steht die Frage, wie lokale Medien Nähe und Vertrauen zum Publikum aufbauen können. Als größte Herausforderung gelte die Künstliche Intelligenz: Menschen würden Antworten zunehmend bei Chatbots suchen, der Traffic der Medienhäuser breche ein, zugleich zeichne sich gerade bei Jüngeren eine digitale Müdigkeit ab. Dagegen könnten lokale Medien mit Echtheit und Ansprechbarkeit punkten.</p>
<p><a href="https://uebermedien.de/118250/was-macht-journalismus-im-ki-zeitalter-noch-aus/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Was macht Journalismus im KI-Zeitalter noch aus?</strong></a><br />
<em>(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 24:56 Minuten)</em><br />
Holger Klein unterhält sich im &#8220;Übermedien&#8221;-Podcast mit Techjournalist und KI-Spezialist Georg Schmalzried über die &#8220;Grenze zwischen legitimem und verwerflichem Einsatz von KI-Tools im Journalismus&#8221;: &#8220;Was macht Journalismus eigentlich im KI-Zeitalter noch aus? Reicht es, eigene Recherchen oder Gedanken in ein Sprachmodell einzugeben? Oder ist so etwas wie direkte Autorenschaft ein zwingendes Kriterium journalistischen Arbeitens?&#8221;</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/episode/0FIIhDI4wtZkIV2MebVsP8" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Mikrofon, Emotion, Gänsehaut: Die Kunst des Stadionsprechers</strong></a><br />
<em>(spotify.com, Christian Jakubetz, Audio: 23:02 Minuten)</em><br />
Im Gespräch mit Christian Jakubetz erzählt Peter Schnettler von seinem Beruf als Stadionsprecher. Seit fast 30 Jahren begleite er die Heimspiele des Eishockeyteams Straubing Tigers am Mikrofon. Es gehe dabei um die Kunst, ein Publikum zu begeistern und Stimmung zu steuern, ohne sie zu erzwingen, und darum, professionell zu bleiben, während man selbst mitfiebere. Schnettler blickt zudem auf seinen Weg zurück, der ihn vom Fanclub-Gründer über die Fachzeitschrift &#8220;Eishockey News&#8221; bis zum Stadionsprecher in der Deutschen Eishockey Liga geführt habe.</p>
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		<title>&#8220;Digital News Report&#8221;, Fahrraddemo gegen &#8220;Apollo News&#8221;, DW-Kürzungen</title>
		<link>https://bildblog.de/153639/digital-news-report-fahrraddemo-gegen-apollo-news-dw-kuerzungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 06:54:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. 8 Learnings aus dem Reuters Digital News Report 2026 (socialmediawatchblog.de, Martin Fehrensen) Martin Fehrensen ordnet den &#8220;Digital News Report 2026&#8221; (weltweit, deutsch) des Reuters Institute ein und hebt hervor, wie sehr Deutschland vom globalen Trend abweiche: Das Vertrauen in Nachrichten bleibe stabil und lineares Fernsehen ungewöhnlich stark. KI-Chatbots und News-Creator würden als Nachrichtenquelle kaum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.socialmediawatchblog.de/8-beobachtungen-aus-dem-reuters-digital-news-report-2026/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. 8 Learnings aus dem Reuters Digital News Report 2026</strong></a><br />
<em>(socialmediawatchblog.de, Martin Fehrensen)</em><br />
Martin Fehrensen ordnet den &#8220;Digital News Report 2026&#8221; (<a href="https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/digital-news-report/2026" target="_blank">weltweit</a>, <a href="https://leibniz-hbi.de/hbi-news/aktuelles/nachrichtennutzung-ueber-soziale-medien-steigt/" target="_blank">deutsch</a>) des Reuters Institute ein und hebt hervor, wie sehr Deutschland vom globalen Trend abweiche: Das Vertrauen in Nachrichten bleibe stabil und lineares Fernsehen ungewöhnlich stark. KI-Chatbots und News-Creator würden als Nachrichtenquelle kaum eine Rolle spielen. Weltweit seien Soziale Medien dagegen erstmals zur wichtigsten Nachrichtenquelle geworden.</p>
<p><a href="https://taz.de/Fahrraddemo-gegen-Apollo-News/!6187735/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Umgezogenes Problem</strong></a><br />
<em>(taz.de, Erik Peter)</em><br />
Wie Erik Peter in der &#8220;taz&#8221; berichtet, sei das neurechte Portal &#8220;Apollo News&#8221; nach Berlin-Kreuzberg gezogen, wo bereits Julian Reichelts &#8220;Nius&#8221; sitze. Dagegen wollen antifaschistische Initiativen um das Bündnis &#8220;Apollo Nö&#8221; am Samstag mit einer Fahrraddemo protestieren. Die Demo solle über &#8220;Apollo News&#8221; aufklären, das sich der Themenfelder der Neuen Rechten bediene und in Ergänzung zu &#8220;Nius&#8221; ein jüngeres, wirtschaftslibertäres Publikum ansprechen wolle.</p>
<p><a href="https://www.lto.de/karriere/im-job/stories/detail/interview-josephine-ballon-juristin-hateaid-hass-gewalt-internet" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. &#8220;Mei­nungs­f­rei­heit heißt nicht, dass ich wahllos Men­schen mundtot machen darf&#8221;</strong></a><br />
<em>(lto.de, Hanna E. Weißer)</em><br />
Bei &#8220;Legal Tribune Online&#8221; erklärt Josephine Ballon, Co-Geschäftsführerin der Organisation <a href="https://hateaid.org" target="_blank">HateAid</a>, warum sich Betroffenenrechte gegen digitale Gewalt so schwer durchsetzen lassen. Meldungen würden bei den Plattformen oft versanden. Die rechtliche Durchsetzung sei zudem teuer und langwierig. Schnelles Löschen sei trotzdem wichtig: Mehr als die Hälfte der Internetnutzerinnen und -nutzer traue sich aus Angst vor digitaler Gewalt nicht mehr, politisch Stellung zu beziehen.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/106899/dwverwaltungsrat_warnt_vor_weiterer_etatkuerzung/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. DW-Verwaltungsrat warnt vor weiterer Etat-Kürzung</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Uwe Mantel)</em><br />
Nachdem die Bundesregierung den Etat der Deutschen Welle (DW) für 2026 kurzfristig um zehn Millionen Euro gekürzt habe, befürchte der DW-Verwaltungsrat für 2027 einen weiteren Einschnitt. Zusammen mit Sparmaßnahmen von 2024 müsse die DW binnen drei Jahren rund ein Zehntel ihrer Ausgaben streichen, vor allem bei Personal und Investitionen. Das gefährde den gesetzlichen Auftrag, so der Verwaltungsratsvorsitzende Achim Dercks.</p>
<p><a href="https://wiesoweshalbwarum.podigee.io/46-neue-episode" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Hanna Reifgerst und Anne Schultka (Akademie für Kindermedien)</strong></a><br />
<em>(wiesoweshalbwarum, Thomas Hartmann, Audio: 1:42:36 Stunden)</em><br />
Hanna Reifgerst und Anne Schultka übernehmen ab diesem Sommer gemeinsam die Studienleitung der <a href="https://akademie-kindermedien.de" target="_blank">Akademie für Kindermedien</a> (AKM). Im Gespräch mit Kindermedien-Podcaster Thomas Hartmann geht es um die Pläne der beiden, um Kriterien für hochwertige Kindermedien und um die Frage, warum das AKM-Angebot unverzichtbar sei.</p>
<p><a href="https://www.fr.de/meinung/stuttgartisierung-abgeschlossen-fischer-verlag-zieht-von-frankfurt-nach-berlin-94355642.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Mit dem Wegzug des S.-Fischer-Verlags wird Frankfurt endgültig zur Provinz</strong></a><br />
<em>(fr.de, Leo Fischer)</em><br />
In seiner satirischen Kolumne nimmt Leo Fischer, Autor und früherer &#8220;Titanic&#8221;-Chefredakteur, den Umzug <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/S._Fischer_Verlag" target="_blank">des S. Fischer Verlags</a> von Frankfurt am Main nach Berlin zum Anlass für eine Abrechnung mit der Kulturpolitik der Stadt. Der Verlag von Stefan Zweig, Thomas Mann und Franz Kafka ziehe wie zuvor Suhrkamp in die Hauptstadt. Mit beißendem Spott hält Fischer Frankfurt vor, sich seiner Kulturszene zu schämen und sich auf Fußball, Apfelwein und Grüne Soße zu reduzieren.</p>
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		<title>Selbst schuld, &#8220;Fatales Signal&#8221;, Essenz der Fotografie</title>
		<link>https://bildblog.de/153627/selbst-schuld-fatales-signal-essenz-der-fotografie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 06:54:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=153627</guid>

					<description><![CDATA[1. Selbst schuld (taz.de, Ambros Waibel) Ambros Waibel kommentiert die jüngsten Entwicklungen im Journalismus: Der geschriebene Journalismus sei an seiner Verdrängbarkeit durch Künstliche Intelligenz selbst schuld, weil er ohnehin von Phrasen und vorhersehbaren Mustern lebe, die eine KI mühelos nachbilde. Bestand habe nur, wer Selbstgesehenes berichte, echte Neuigkeiten liefere oder Fakten essayistisch verknüpfe. Das aber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://taz.de/KI-und-Journalismus/!6188122/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Selbst schuld</strong></a><br />
<em>(taz.de, Ambros Waibel)</em><br />
Ambros Waibel kommentiert die jüngsten Entwicklungen im Journalismus: Der geschriebene Journalismus sei an seiner Verdrängbarkeit durch Künstliche Intelligenz selbst schuld, weil er ohnehin von Phrasen und vorhersehbaren Mustern lebe, die eine KI mühelos nachbilde. Bestand habe nur, wer Selbstgesehenes berichte, echte Neuigkeiten liefere oder Fakten essayistisch verknüpfe. Das aber sei teuer und müsse exklusiv vermarktet werden. Die Antworten lägen am Ende nicht in der Technik, sondern bei den Menschen, die sich fragen müssten, welchen Journalismus sie wollen.<br />
Weitere Lesetipps: <a href="https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/ki-verdacht-und-fehler-holtzbrinck-verdient-mit-schrottbuch-über-colonia-dignidad/ar-AA25RI34" target="_blank">KI-Verdacht und Fehler: Holtzbrinck verdient mit Schrottbuch über &#8220;Colonia Dignidad&#8221;</a> (msn.com/faz.net) und <a href="https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/dju-legt-5-punkte-fuer-ki-einsatz-vor-108157" target="_blank">dju legt 5 Punkte für KI-Einsatz vor</a> (verdi.de).</p>
<p><a href="https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/794/fatales-signal-10951.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. &#8220;Fatales Signal&#8221;</strong></a><br />
<em>(kontextwochenzeitung.de)</em><br />
&#8220;Kontext&#8221; habe sich bei einer Recherche auf einen Informanten gestützt, dessen Identität die Redaktion bewusst geheim halte. Vor Gericht hätte sie nun beweisen sollen, dass die Information echt ist. Dafür hätte sie die Quelle preisgeben müssen. Weil das &#8220;Kontext&#8221;-Team das verweigert habe, um den Informanten zu schützen, habe es den Prozess verloren. Der Bundesgerichtshof habe ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt bestätigt. Günter Wallraff, Reporter ohne Grenzen, Verdi und der Deutsche Journalisten-Verband würden warnen, dass damit der Quellenschutz in Gefahr gerate, eine der wichtigsten Grundlagen des investigativen Journalismus.</p>
<p><a href="https://netzpolitik.org/2026/soziale-netzwerke-warum-w-social-mehr-kalter-kaffee-als-heisser-scheiss-ist/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Warum W Social mehr kalter Kaffee als heißer Scheiß ist</strong></a><br />
<em>(netzpolitik.org, Markus Reuter)</em><br />
Markus Reuter kritisiert den Start des schwedischen Netzwerks W Social, das sich als europäische Twitter-Alternative inszeniere, mit Datenhosting in Europa und Ausweispflicht ab 18 Jahren. Damit werde Identifizierungspflichten und Alterskontrollen Vorschub geleistet. Außerdem bleibe unklar, warum ein profitorientiertes Start-up mit geschlossenem Code es besser machen solle als die quelloffenen Mastodon, Bluesky und Eurosky.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/interviews/106842/mdrprogrammdirektor_es_gibt_kein_ranking_im_schmerz/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. MDR-Programmdirektor: &#8220;Es gibt kein Ranking im Schmerz&#8221;</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Timo Niemeier)</em><br />
Im Interview spricht der seit April zurückgekehrte MDR-Programmdirektor Boris Lochthofen über die jüngsten Sparmaßnahmen des öffentlich-rechtlichen Senders. Der MDR leide stärker als andere ARD-Häuser unter der ausgebliebenen Beitragsanpassung und einem demografisch schrumpfenden Sendegebiet. Deshalb pausiere man &#8220;Tatort&#8221; und &#8220;Polizeiruf 110&#8221; für drei Jahre, gebe das &#8220;Mittagsmagazin&#8221; an den NDR ab und stelle &#8220;MDR um 2&#8221; ein. Diese Einschnitte wären laut Lochthofen vermeidbar gewesen, hätten die Länder die von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kommission_zur_Ermittlung_des_Finanzbedarfs_der_Rundfunkanstalten" target="_blank">der KEF</a> empfohlene Beitragserhöhung zum 1. Januar 2025 umgesetzt.</p>
<p><a href="https://www.dfjv.de/leistungen/publikationen/magazin/interview-fotomagazin-chefredakteur-damian-zimmermann" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. &#8220;Die Essenz der Fotografie ist auch Melancholie&#8221;</strong></a><br />
<em>(dfjv.de, Ralf Falbe)</em><br />
Damian Zimmermann, seit 2024 Redaktionsleiter des &#8220;fotoMAGAZIN&#8221;, spricht im Interview über die Lage der professionellen Fotografie und des Fotojournalismus. Das 1949 gegründete Heft richte sich an ambitionierte Amateure, Einsteiger und Profis und könne gegen die frei zugänglichen Inhalte im Internet nur mit Qualität und Tiefe bestehen. Angehenden Fotografinnen und Fotografen rät Zimmermann, weniger auf die Technik zu achten und vor allem das Sehen zu schulen.</p>
<p><a href="https://freienpodcast.letscast.fm/episode/kulturjournalismus-kann-man-damit-eigentlich-geld-verdienen" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Kulturjournalismus &#8211; kann man damit eigentlich Geld verdienen?</strong></a><br />
<em>(freienpodcast.letscast.fm, Geraldine Friedrich &#038; Françoise Hauser, Audio: 20:54 Minuten)</em><br />
Im &#8220;Freien-Podcast&#8221; von Geraldine Friedrich und Françoise Hauser geht es um die Frage, ob man im Kulturjournalismus heutzutage finanziell überhaupt noch bestehen kann: &#8220;Wir haben uns mit dem Musikjournalisten Georg Rudiger unterhalten, wie er sich positioniert und arbeitet &#8211; und welche Tipps er Einsteigern mitgeben kann.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ZDF gibt Unterlassungserklärung ab, Falschbehauptung, Palantir-Klage</title>
		<link>https://bildblog.de/153615/zdf-gibt-unterlassungserklaerung-ab-falschbehauptung-palantir-klage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 06:54:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. ZDF gibt Unterlassungserklärung ab und kürzt Anmoderation (dwdl.de, Timo Niemeier) Das ZDF habe eine von Elon Musk über eine deutsche Anwaltskanzlei geforderte Unterlassungserklärung abgegeben und eine Passage der Sendung &#8220;ZDFheute live&#8221; vom 12. Juni aus der Mediathek entfernt. Die Moderatorin habe in ihrer Anmoderation behauptet, Musk habe zur &#8220;Jagd auf Migranten&#8221; aufgerufen. Tatsächlich habe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/106857/zdf_gibt_unterlassungserklaerung_ab_und_kuerzt_anmoderation/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. ZDF gibt Unterlassungserklärung ab und kürzt Anmoderation</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Timo Niemeier)</em><br />
Das ZDF habe eine von Elon Musk über eine deutsche Anwaltskanzlei geforderte <a href="https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/zdf-statement-zu-zdfheute-live-vom-12-juni-2026" target="_blank">Unterlassungserklärung abgegeben</a> und eine Passage der Sendung &#8220;ZDFheute live&#8221; vom 12. Juni aus der Mediathek entfernt. Die Moderatorin habe in ihrer Anmoderation behauptet, Musk habe zur &#8220;Jagd auf Migranten&#8221; aufgerufen. Tatsächlich habe Musk einen Beitrag des britischen Rechtsextremisten Tommy Robinson geteilt und zu Protest aufgerufen, nicht aber zu Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten. Das ZDF habe eingeräumt, die Formulierung sei &#8220;unpräzise und dadurch missverständlich&#8221; gewesen.</p>
<p><a href="https://correctiv.org/in-eigener-sache/2026/06/15/einstweilige-verfuegung-gegen-die-welt-gericht-untersagt-falschbehauptung/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Einstweilige Verfügung gegen DIE WELT: Gericht untersagt Falschbehauptung</strong></a><br />
<em>(correctiv.org)</em><br />
Das Landgericht Hamburg habe eine einstweilige Verfügung zugunsten von &#8220;Correctiv&#8221; gegen die Axel Springer Deutschland GmbH erlassen, teilt &#8220;Correctiv&#8221; in eigener Sache mit. Dabei gehe es um einen &#8220;Welt&#8221;-Kommentar von Andreas Rosenfelder, in dem dieser behauptet habe, &#8220;Correctiv&#8221; hätte sich für eine Recherche mit der Bundesregierung und dem Verfassungsschutz abgestimmt. Das Gericht habe die weitere Verbreitung dieser falschen Behauptung untersagt.</p>
<p><a href="https://netzpolitik.org/2026/schweiz-die-republik-setzt-sich-gegen-palantir-durch/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. &#8220;Die Republik&#8221; setzt sich gegen Palantir durch</strong></a><br />
<em>(netzpolitik.org, Constanze Kurz)</em><br />
Constanze Kurz berichtet, dass das Handelsgericht des Kantons Zürich bei 22 von 23 Gegendarstellungsforderungen des US-Konzerns Palantir zugunsten des Schweizer Onlinemagazins &#8220;Die Republik&#8221; entschieden habe. Anlass sei eine Recherche der &#8220;Republik&#8221; zusammen mit dem WAV-Recherchekollektiv über Palantirs jahrelanges Lobbying bei Schweizer Behörden, in der auch eine interne Bewertung des Schweizer Militärs offengelegt worden sei. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://de.ejo-online.eu/forschung/globale-netzwerke-kooperative-forschung-erfahrungen-des-erich-brost-instituts-fuer-internationalen-journalismus" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Globale Netzwerke, kooperative Forschung: Erfahrungen des Erich-Brost-Instituts für internationalen Journalismus</strong></a><br />
<em>(de.ejo-online.eu, Susanne Fengler &#038; Michel Leroy &#038; Dominik Speck &#038; Merle Van Berkum &#038; Richard Brandt)</em><br />
Ein Autorenteam des <a href="https://brost.org" target="_blank">Erich-Brost-Instituts</a> für internationalen Journalismus an der TU Dortmund reflektiert über mehrere transnationale Forschungs- und Ausbildungsprojekte, darunter vergleichende Studien zur Medienverantwortlichkeit in 44 Ländern und zur Migrationsberichterstattung in Europa und Afrika. Zentrale Herausforderungen seien Asymmetrien bei Ressourcen, Sprache und epistemischer Autorität sowie die Gefahr, westliche Perspektiven zu universalisieren.</p>
<p><a href="https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/neue-aufgaben-im-community-management-108119" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Neue Aufgaben im Community-Management</strong></a><br />
<em>(verdi.de, Bärbel Röben)</em><br />
Bärbel Röben beschreibt die wachsenden Anforderungen an das Community-Management in Medienhäusern. Die &#8220;Neuen deutschen Medienmacher*innen&#8221; (&#8220;NdM&#8221;) kritisieren, dass die Arbeit der Community-Managerinnen und -Manager in vielen Redaktionen nicht als vollwertiger journalistischer Beruf anerkannt werde, obwohl die Teams täglich Tausende Kommentare sichten und Hass sowie Desinformation herausfiltern müssten. Laut Interviews mit Community-Redaktionen stammen 74 Prozent der Hasskommentare von rechten Akteurinnen und Akteuren. Die &#8220;NdM&#8221; fordern unter anderem, Community-Management als Teil der publizistischen Verantwortung zu betrachten.</p>
<p><a href="https://www.derstandard.at/story/3000000327442/orfat-soll-von-oesterreichs-medien-gemeinsam-betrieben-werden-schlagen-raiffeisen-und-industrie-vor" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. ORF.at soll von Österreichs Medien gemeinsam betrieben werden, schlagen Raiffeisen und Industrie vor</strong></a><br />
<em>(derstandard.at, Harald Fidler)</em><br />
Harald Fidler berichtet über ein Strategiepapier von Raiffeisen und Industriellenvereinigung, laut dem die bislang öffentlich-rechtliche Nachrichtenseite ORF.at in eine eigenständige Gesellschaft ausgegliedert und zu einer gemeinsamen Plattform österreichischer Medien gemacht werden solle. Als Vorbild diene die genossenschaftlich organisierte Nachrichtenagentur APA. Private Medieninhalte könnten auf der reichweitenstarken Seite präsentiert und dort oder auf den eigenen Angeboten vermarktet werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Lösung KI-Checker?, Trafficfresser, Satire scheitert an Söder</title>
		<link>https://bildblog.de/153608/loesung-ki-checker-trafficfresser-satire-scheitert-an-soeder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 06:54:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. KI-Checker sind auch nicht die Lösung (taz.de, Ann-Kathrin Leclere) Ann-Kathrin Leclere kommentiert den Fall des &#8220;Tagesspiegel&#8221;-Autors Stephan-Andreas Casdorff, der für mehrere Meinungsbeiträge Künstliche Intelligenz verwendet habe. Wenn Journalistinnen und Journalisten ihre Texte von einer Maschine generieren lassen, würden sie sich selbst abschaffen, so Leclere. Die Leserschaft verlasse sich darauf, Beiträge selbst denkender Menschen zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://taz.de/Kuenstliche-Intelligenz-im-Journalismus/!6186985/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. KI-Checker sind auch nicht die Lösung</strong></a><br />
<em>(taz.de, Ann-Kathrin Leclere)</em><br />
Ann-Kathrin Leclere kommentiert den Fall des &#8220;Tagesspiegel&#8221;-Autors Stephan-Andreas Casdorff, der für mehrere Meinungsbeiträge Künstliche Intelligenz verwendet habe. Wenn Journalistinnen und Journalisten ihre Texte von einer Maschine generieren lassen, würden sie sich selbst abschaffen, so Leclere. Die Leserschaft verlasse sich darauf, Beiträge selbst denkender Menschen zu lesen. Der vom &#8220;Tagesspiegel&#8221; angekündigten Überprüfung von Texten auf KI-Gehalt erteilt Leclere eine Absage: &#8220;Das, was viele heute für typische KI-Sprache halten, stammt oft aus menschlichen Texten, mit denen die Systeme trainiert wurden. Gleichzeitig werden die Modelle immer besser. Ein Wettlauf zwischen künstlicher Textgenerierung und Erkennungssoftware wird das Problem nicht lösen.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.zeit.de/digital/internet/2026-06/karsten-wildberger-ki-reden-gastbeitrag-cdu-gxe" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. FAS nimmt Gastbeitrag von Digitalminister offline</strong></a><br />
<em>(zeit.de)</em><br />
Nach einer Recherche der &#8220;Zeit&#8221; (<a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-06/karsten-wildberger-bundesdigitalminister-reden-ki-generierung" target="_blank">nur mit Abo lesbar</a>), laut der Bundesdigitalminister Karsten Wildberger mehrere Reden und Texte großenteils von einer KI habe schreiben lassen, habe die &#8220;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&#8221; einen Gastbeitrag von Wildberger offline genommen. Zuvor habe bereits das &#8220;Handelsblatt&#8221; einen Beitrag depubliziert und ihn nach Prüfung mit einem KI-Hinweis <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/ki-in-eigener-sache/100232861.html" target="_blank">wieder veröffentlicht</a>. Das Digitalministerium habe den KI-Einsatz verteidigt.</p>
<p><a href="https://www.computerbase.de/artikel/apps/ki-suche-kostentreiber-wie-google-preis-nachrichten.97714/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Google AI Overview: Erst frisst die KI den Traffic, dann zahlen die Leser für News</strong></a><br />
<em>(computerbase.de, Andreas Frischholz)</em><br />
Andreas Frischholz analysiert, wie Googles KI-Suche den Medienmarkt umpflügt: Da der &#8220;AI Overview&#8221; zum Standard werde, verlören die Verlage Reichweite und Werbeeinnahmen. Sie müssten diese Entwicklung durch Paywalls und steigende Abo-Preise ausgleichen. Der Markt werde sich in hochwertige Bezahlinhalte und KI-gestützte Massenabfertigung teilen, prophezeit Frischholz: &#8220;Viele Webseiten werden sich aufgrund des ökonomischen Drucks in den nächsten Jahren anpassen müssen &#8211; oder sie verschwinden.&#8221;</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/grossbritannien-will-social-media-verbot-fuer-kinder-und-jugendliche-unter-16-a-df486b7f-652f-4c54-9e4b-9216de17a763" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Großbritannien will Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Der britische Premierminister Keir Starmer habe in London ein Verbot Sozialer Netzwerke für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren angekündigt. Soziale Medien würden Kinder unglücklich machen, so seine Begründung. Großbritannien folge damit Australien, das im Dezember 2025 ein solches Verbot eingeführt habe. Auch Frankreich, Spanien, Griechenland, Norwegen und Österreich hätten entsprechende Schritte angekündigt. Kritiker führen an, dass ein Verbot sich über VPN-Dienste oder gefälschte Geburtsdaten leicht umgehen lasse, und die Auswirkungen einer Altersgrenze kaum erforscht seien.</p>
<p><a href="https://www.rnd.de/panorama/wie-influencer-das-kaufverhalten-von-kindern-und-jugendlichen-beeinflussen-B2RPFO7H6BA4JHZVJS5COQJKSM.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Influencer treiben Online-Käufe bei Jugendlichen in die Höhe</strong></a><br />
<em>(rnd.de)</em><br />
Einer Mediensucht-Sonderanalyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (<a href="https://caas.content.dak.de/caas/v1/media/220156/data/20f3eed24562222ff1d1e016760a49aa/260615-download-studie-mediensuchtstudie-online-shopping.pdf" target="_blank">PDF</a>) zufolge beeinflussen Social-Media-Werbung und Influencer-Empfehlungen das Kaufverhalten von Kindern und Jugendlichen erheblich. Kaufentscheidungen entstünden oft aus dem Zusammenspiel von Orientierung an Influencern und algorithmisch beeinflussten Impulsen, erläutert Studienleiterin Kerstin Paschke. Junge Menschen seien dafür entwicklungsbedingt besonders empfänglich.</p>
<p><a href="https://setup-punchline.de/markus-soeder-fabian-koester-satire-probleme/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Hihi, Söder</strong></a><br />
<em>(setup-punchline.de, Bernhard Hiergeist)</em><br />
Bernhard Hiergeist schreibt, dass die deutsche Satire ausgerechnet an Markus Söder scheitere, obwohl der CSU-Chef die perfekte Zielscheibe abgebe. Satirikerinnen und Satiriker wie der &#8220;heute-show&#8221;-Reporter Fabian Köster hätten Söder erst zur Witz- und später zur Kultfigur gemacht und damit gerade das normalisiert, was eigentlich ihr Angriffsziel gewesen sei. Hinter den Auftritten des bayerischen Ministerpräsidenten gebe es kein &#8220;wahres Ich&#8221; mehr. Ähnlich einem Stand-up-Comedian sei die Performance selbst die Realität. Kösters Suche nach dem &#8220;echten Söder&#8221; laufe daher ins Leere.</p>
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