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	<title>BILDblog</title>
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	<description>Ein Watchblog für deutsche Medien</description>
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		<title>Der &#8220;Emma&#8221; reicht es, KI-Glätte, Podcasts zur Schicksalswahl</title>
		<link>https://bildblog.de/155052/der-emma-reicht-es-ki-glaette-podcasts-zur-schicksalswahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 06:54:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. Warum &#8220;Emma&#8221; dem Feminismus zuletzt mehr schadete als nutzte (taz.de, Carolina Schwarz) Dass Alice Schwarzer ihr feministisches Magazin &#8220;Emma&#8221; nach fünfzig Jahren im Dezember einstellt, sei eine gute Nachricht, findet Carolina Schwarz in der &#8220;taz&#8221;: &#8220;Sollte es einen nicht bestürzen, wenn in Zeiten eines reaktionären Backflashs und einer zunehmenden Faschisierung ein feministisches Magazin eingestellt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://taz.de/Warum-die-Zeitschrift-Emma-dem-Feminismus-zuletzt-mehr-schadete-als-nutzte/!6223119/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Warum &#8220;Emma&#8221; dem Feminismus zuletzt mehr schadete als nutzte</strong></a><br />
<em>(taz.de, Carolina Schwarz)</em><br />
Dass Alice Schwarzer ihr feministisches Magazin &#8220;Emma&#8221; nach fünfzig Jahren <a href="https://www.emma.de/artikel/pressemitteilung-emma-geht-342849" target="_blank">im Dezember einstellt</a>, sei eine gute Nachricht, findet Carolina Schwarz in der &#8220;taz&#8221;: &#8220;Sollte es einen nicht bestürzen, wenn in Zeiten eines reaktionären Backflashs und einer zunehmenden Faschisierung ein feministisches Magazin eingestellt wird? Eigentlich ja, doch die Emma hat der feministischen Bewegung gerade in den letzten Jahren mehr geschadet als genutzt. Und das liegt an ihrer Chefin Alice Schwarzer.&#8221;<br />
Zusätzlicher Hörtipp in eigener Sache: Bei radioeins <a href="https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/wissen_denken_meinen/lorenz-meyer-ende-zeitschrift-emma-alice-schwarzer.html" target="_blank">kommentiert der &#8220;6-vor-9&#8221;-Kurator</a>: &#8220;Heft und Herausgeberin waren fünfzig Jahre lang dasselbe. &#8216;Emma&#8217; wurde gegründet, damit Frauen eine eigene Stimme haben. Aber am Ende hat das Heft genau eine Stimme, die zählt.&#8221;  (radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 4:18 Minuten) </p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/108291/man_muss_die_alle_verklagen_jochen_wegner_rechnet_mit_kifirmen_ab/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. &#8220;Man muss die alle verklagen&#8221;: Wegner rechnet mit KI-Firmen ab</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Thomas Lückerath)</em><br />
Medienhäuser müssten KI-Anbieter wegen des unberechtigten Abgreifens journalistischer Inhalte konsequent verklagen, habe &#8220;Zeit&#8221;-Chefredakteur Jochen Wegner beim Mediengipfel der Medientage München gefordert. Gleichzeitig warne er davor, sich rein auf juristische und technische Abwehr zu beschränken. In den Redaktionen herrsche bezüglich eigener KI-Werkzeuge und -Recherchehilfen eine produktive Aufbruchstimmung. Für BR-Intendantin Katja Wildermuth ständen bei der Zusammenarbeit mit Plattformen vier Kernprinzipien im Fokus: Autorisierung, Genauigkeit, Quellenzuordnung und Auffindbarkeit verlässlicher Inhalte. Medienforscherin Alexandra Borchardt habe in der Runde darauf hingewiesen, dass von Lizenzverträgen mit Tech-Konzernen bislang fast nur Großverlage profitieren würden.</p>
<p> <a href="https://www.journalist.de/meinung/meinungen-detail/kommunikation-geht-nur-mit-menschen/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Kommunikation geht nur mit Menschen</strong></a><br />
<em>(journalist.de, Felix Rieger)</em><br />
Wenn Kommunikationsarbeit vollständig durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden könne, habe sie ohnehin wenig getaugt, schreibt Felix Rieger vom KI-Kompetenzzentrum Medien. KI eigne sich zur internen Entlastung, beispielsweise bei Datenanalysen oder Quellensichtungen. Bei öffentlicher Kommunikation gehe durch die Orientierung der KI an statistischen Wahrscheinlichkeiten jedoch der individuelle Fingerabdruck verloren. Das Publikum reagiere auf erkennbare algorithmische Glätte zu Recht mit Misstrauen. Rieger wünscht sich daher mehr Mut zum unperfekten, aber echten Text.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://mmm.verdi.de/medienpolitik/zdf-mehr-barrierefreiheit-dank-ki-110253" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. ZDF: Mehr Barrierefreiheit dank KI</strong></a><br />
<em>(verdi.de, Volker Nünning)</em><br />
Mit dem Entwicklungsplan &#8220;Access 2028&#8221; wolle das ZDF seine barrierefreien Angebote über alle Ausspielwege hinweg deutlich ausbauen und setze dabei verstärkt auf Künstliche Intelligenz. Vor allem bei der Untertitelung im Streaming-Portal und bei Event-Livestreams soll KI für eine rasche Abdeckung sorgen. Im Bereich der Audiodeskription nutze der öffentlich-rechtliche Sender für Formate wie &#8220;Terra X&#8221; bereits KI-optimierte Stimmen, lasse die Hörtexte aber weiterhin von Menschen verfassen. Zudem teste die Tochterfirma ZDF Sparks Werkzeuge für <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Einfache_Sprache" target="_blank">Einfache Sprache</a> per Knopfdruck, und für die Deutsche Gebärdensprache werde die Entwicklung eines Avatars geprüft.</p>
<p><a href="https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/812/zulasten-des-volkes-11171.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. &#8220;Zulasten des Volkes&#8221;</strong></a><br />
<em>(kontextwochenzeitung.de)</em><br />
Die redaktionelle Zentralisierung sowie die optische Vereinheitlichung der zur Neuen Pressegesellschaft Ulm gehörenden Regionalzeitungen stoße auf scharfe Kritik aus Journalismus, Kultur und Politik, berichtet die Wochenzeitung &#8220;Kontext&#8221;. Uwe Vorkötter, früherer Chefredakteur der &#8220;Stuttgarter Zeitung&#8221;, beklagt den Verlust des publizistischen Profils seines ehemaligen Blattes. Das Kulturschaffenden-Ehepaar Sigrid Klausmann und Walter Sittler warnt vor dem Entstehen einer inhaltlichen Einfalt. SPD-Landtagsfraktionschef Sascha Binder fordert angesichts drohender Zeitungswüsten eine aktive Medienpolitik des Landes Baden-Württemberg. Und Kommunalpolitiker Hannes Rockenbauch bemängelt, dass durch den Rückzug kritischer Berichterstattung aus den Rathäusern der Resonanzraum für sachorientierte Lokalpolitik verloren gehe.</p>
<p><a href="https://omr.com/de/daily/podcast-us-midterms" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. &#8220;Amerikas Schicksalswahl&#8221;: Diese Podcasts erklären euch, was bei den US-Midterms auf dem Spiel steht</strong></a><br />
<em>(omr.com, Tim Sohr)</em><br />
Knapp zwei Wochen vor den US-Zwischenwahlen stehe die Politik von Präsident Donald Trump vor einem entscheidenden Stimmungstest, heißt es in einer Übersicht mit empfehlenswerten Audioformaten über &#8220;Amerikas Schicksalswahl&#8221;. Neben Podcasts von Brancheninsidern wie &#8220;The Rest Is Politics US&#8221; oder &#8220;Pod Save America&#8221; böten journalistische Analysen wie &#8220;OK, America?&#8221; der &#8220;Zeit&#8221;, &#8220;The Political Scene&#8221; des &#8220;New Yorker&#8221; sowie historische Einordnungen des Deutschlandfunks (&#8220;Amerika verstehen&#8221;) vielfältige Zugänge zu den politischen Spannungen in den Vereinigten Staaten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nahostberichterstattung, &#8220;Zeit&#8221;-Aufnahmen im Tresor</title>
		<link>https://bildblog.de/155062/nahostberichterstattung-zeit-aufnahmen-im-tresor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 06:54:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. „Man stößt als Jour­na­lis­t:in schnell an Grenzen“ (taz.de, Martin Niewendick) Eine Mehrheit der Medienschaffenden nehme bei der Berichterstattung über den Nahostkonflikt eine gestiegene Bedrohungslage wahr, berichtet die Kommunikationswissenschaftlerin Carola Richter von der Freien Universität Berlin. Einer nicht-repräsentativen Umfrage unter 179 Journalistinnen und Journalisten zufolge verspüre ein Drittel der Befragten ein Bedürfnis nach Selbstzensur. Über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://taz.de/Nahostberichterstattung-in-Deutschland/!6223095/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. „Man stößt als Jour­na­lis­t:in schnell an Grenzen“</strong></a><br />
<em>(taz.de, Martin Niewendick)</em><br />
Eine Mehrheit der Medienschaffenden nehme bei der Berichterstattung über den Nahostkonflikt eine gestiegene Bedrohungslage wahr, berichtet die Kommunikationswissenschaftlerin Carola Richter von der Freien Universität Berlin.  Einer nicht-repräsentativen Umfrage unter 179 Journalistinnen und Journalisten zufolge verspüre ein Drittel der Befragten ein Bedürfnis nach Selbstzensur. Über 40 Prozent berichteten von Online-Diffamierungen oder Drohungen, mehr als 20 Prozent hätten Ausgrenzung innerhalb des eigenen Mediums erlebt. Vor allem mit israelkritischen Positionen ecke man in Redaktionen eher an.</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/block-prozess-lg-laesst-aufnahmen-vorerst-unangetastet-in-tresor-pressefreiheit?r=rss" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Sicher­ge­s­tellte Zeit-Auf­nahmen bleiben ver­sie­gelt im Tresor</strong></a><br />
<em>(lto.de, Jakob Hoffmann)</em><br />
Das Landgericht Hamburg habe angeordnet, die bei der Durchsuchung der &#8220;Zeit&#8221;-Redaktion sichergestellten rund 160 Stunden Rohaufnahmen bis zur Entscheidung über die Beschwerden unangetastet zu lassen, berichtet Legal Tribune Online (LTO). Zur Begründung heiße es, das öffentliche Interesse an einer sofortigen Auswertung wiege nicht schwerer als die bedrohte Pressefreiheit, zumal den Betroffenen durch ein vorzeitiges Abhören schwere Nachteile drohten. Bis zur Entscheidung über eine mögliche Abhilfe oder ein Votum des Hanseatischen Oberlandesgerichts verbleibe das Tonmaterial damit unter Verschluss.</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/108306/socialmediaverbot_ich_bin_von_dieser_radikalen_position_abgerueckt/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Social-Media-Verbot? &#8220;Ich bin von dieser radikalen Position abgerückt&#8221;</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Simon Pycha)</em><br />
In der Diskussion um gesetzliche Altersbeschränkungen für soziale Netzwerke zeichne sich eine Annäherung zwischen Befürwortenden und Kritikern ab, berichtet Simon Pycha von den Medientagen München. Medizinethikerin Alena Buyx und Content-Creator Fabian Grischkat seien beide von ihren ursprünglich radikalen Positionen abgerückt: Ein pauschales Plattformverbot greife zu kurz, riskiere das Ausweichen auf unregulierte Kanäle und beschneide die digitale Selbstbestimmung sowie Informationszugänge junger Menschen.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.digitalpolitik.de/25-milliarden-dollar-strafe-fur-mark-zuckerberg/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. 25 Milliarden Dollar Strafe für Mark Zuckerberg</strong></a><br />
<em>(digitalpolitik.de, Markus Beckedahl)</em><br />
Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico habe den Meta-Konzern zu einer Strafe von 25 Milliarden Dollar verurteilt. Während die Mehrheit der US-Bundesstaaten zuvor einem Vergleich zugestimmt habe, habe New Mexico seine Klage wegen unzureichenden Datenschutzes und der Begünstigung von Desinformation weiterverfolgt. Im Prozess hätten unter anderem Mark Zuckerberg und die frühere Vizechefin Sheryl Sandberg aussagen müssen. Eine Jury habe dabei den Großteil ihrer öffentlichen Angaben als vorsätzlich irreführend bewertet. Meta habe bereits Berufung angekündigt und das Urteil als unzumutbar kritisiert.</p>
<p><a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/pressemitteilungen/4320/bnd-uberwachung-rsf-bedauert-zuruckweisung-seiner-beschwerde-durch-den-egmr" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. BND-Überwachung: RSF bedauert Zurückweisung seiner Beschwerde durch den EGMR</strong></a><br />
<em>(reporter-ohne-grenzen.de)</em><br />
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) habe Beschwerden der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) und des Medienanwalts Niko Härting gegen die strategische Telekommunikationsüberwachung des Bundesnachrichtendienstes für unzulässig erklärt, teilt RSF in einer Pressemitteilung mit. RSF-Geschäftsführer Christian Mihr bezeichne den Beschluss als enttäuschend für den Quellenschutz. Er appelliere an den Bundestag, im Zuge der anstehenden Gesetzesreform wirksamere Kontrollmechanismen zu schaffen.</p>
<p><a href="https://mmm.verdi.de/arbeit-recht/auch-faktenchecker-streichen-stellen-110261" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Auch Faktenchecker streichen Stellen</strong></a><br />
<em>(verdi.de, David Bieber)</em><br />
Trotz großer Aufmerksamkeit und journalistischer Auszeichnungen für seine Enthüllungen baue das gemeinnützige Recherchezentrum Correctiv Personalstellen im unteren zweistelligen Bereich ab, berichtet das ver.di-Magazin &#8220;M – Menschen Machen Medien&#8221;. Betroffen seien die Redaktion, der Bewegtbildbereich sowie das Faktencheck-Team. Begründet werde der Schritt mit Sparzwängen und einer organisatorischen Umstrukturierung. Zudem sehe sich das spendenfinanzierte Medienhaus mit Kritik an seinen Arbeitsbedingungen und einer Bezahlung unterhalb des Branchentarifs konfrontiert.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ulf Poschardt, Österreichisches Medienpaket, Karla Kolumna</title>
		<link>https://bildblog.de/155040/ulf-poschardt-oesterreichisches-medienpaket-karla-kolumna/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 06:54:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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					<description><![CDATA[1. Wie Ulf Poschardt den rechten Rand anschlussfähig macht (belltower.news) Der frühere &#8220;Welt&#8221;-Chefredakteur Ulf Poschardt fungiere als publizistischer Brückenkopf, der völkische Denkfiguren für ein bürgerliches Publikum anschlussfähig formuliere, analysiert die Redaktion von &#8220;Belltower.News&#8221;. Obwohl er sich selbst als Eichmaß der Mitte inszeniere, bediene Poschardt zentrale Motive der extremen Rechten. Er folge mit seiner Vorgehensweise dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.belltower.news/der-mann-in-der-mitte-wie-ulf-poschardt-den-rechten-rand-anschlussfaehig-macht-167309/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Wie Ulf Poschardt den rechten Rand anschlussfähig macht</strong></a><br />
<em>(belltower.news)</em><br />
Der frühere &#8220;Welt&#8221;-Chefredakteur Ulf Poschardt fungiere als publizistischer Brückenkopf, der völkische Denkfiguren für ein bürgerliches Publikum anschlussfähig formuliere, analysiert die Redaktion von &#8220;Belltower.News&#8221;. Obwohl er sich selbst als Eichmaß der Mitte inszeniere, bediene Poschardt zentrale Motive der extremen Rechten. Er folge mit seiner Vorgehensweise dem strategischen Muster der US-amerikanischen Rechten.</p>
<p><a href="https://taz.de/Medien-in-Oesterreich/!6222991/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. 101 Millionen Euro für Zeitungen in der Krise</strong></a><br />
<em>(taz.de, Florian Bayer)</em><br />
Die österreichische Bundesregierung habe ein Medienpaket beschlossen, das 2027 und 2028 jeweils 50,5 Millionen Euro für kriselnde Verlage bereitstelle, berichtet Florian Bayer in der &#8220;taz&#8221;. Gefördert werden sollen die Zeitungszustellung sowie der digitale Wandel. Zudem seien Schutzmaßnahmen gegen missbräuchliche Klagen (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/SLAPP" target="_blank">SLAPPs</a>) vorgesehen. Medienminister Andreas Babler (SPÖ) habe durchgesetzt, dass Gratisblätter wie &#8220;Heute&#8221; oder &#8220;oe24&#8221; von der Zustellförderung ausgeschlossen bleiben.</p>
<p><a href="https://mmm.verdi.de/medienpolitik/programmreform-im-dlf-freie-wehren-sich-110215" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Programmreform im DLF: Freie wehren sich</strong></a><br />
<em>(verdi.de)</em><br />
Freie Journalistinnen und Journalisten des Deutschlandfunks wehren sich in einem Brief an die Senderleitung gegen drohende Beschäftigungseinbußen im Zuge der bevorstehenden Programmreform, meldet die Gewerkschaft Verdi. Zahlreiche Medienschaffende hätten sogenannte Einschränkungsmitteilungen erhalten, die auf eine spürbare Reduzierung ihres Arbeitsvolumens hindeuten würden. Gewerkschaftsvorstand Christoph Schmitz-Dethlefsen kritisiere, dass der öffentlich-rechtliche Sender den Betroffenen rund eineinhalb Monate vor dem Start des neuen Programmschemas keine klaren Perspektiven aufzeige.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/108275/verlegerverbaende_laufen_sturm_gegen_crawlingklausel_von_meta/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Verleger-Verbände laufen Sturm gegen Crawling-Klausel von Meta</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Uwe Mantel)</em><br />
Wie &#8220;DWDL&#8221; berichtet, laufen die Verlegerverbände BDZV und MVFP gegen geplante Änderungen der Geschäftsbedingungen von Meta Sturm. Der Tech-Konzern wolle sich ab Ende Oktober das Recht einräumen lassen, vollständige Websites und Archive verlinkter Anbieter automatisiert zu crawlen, zu speichern und für eigene kommerzielle Produkte auszuwerten. Die Verbände werten das Vorgehen als missbräuchliche Koppelung und klaren Verstoß gegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_%C3%BCber_digitale_M%C3%A4rkte" target="_blank">den Digital Markets Act</a>. Die EU-Kommission müsse umgehend einschreiten und die Klausel stoppen, bevor durch das automatisierte Erfassen der Inhalte irreversible Tatsachen geschaffen werden.</p>
<p><a href="https://laeuft-programmschau.podigee.io/88-88-klimajournalismus-jetzt-live-vom-b-future-festival" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Klimajournalismus jetzt!</strong></a><br />
<em>(laeuft-programmschau.podigee.io, Lars Gräßer &#038; Aycha Riffi, Audio: 30:16 Minuten)</em><br />
Sarah Brasack vom &#8220;Kölner Stadt-Anzeiger&#8221; und Norman Schumann von der Initiative &#8220;Klima vor Acht&#8221; haben auf dem &#8220;b° future festival&#8221; über das Thema Klimajournalismus und mögliche Lösungswege gesprochen. So habe Schumann nach vergeblichen Vorstößen für eine feste Klimasendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Kooperation mit RTL etabliert. Der &#8220;Kölner Stadt-Anzeiger&#8221; wiederum habe die Initiative &#8220;Bäume für Köln&#8221; ins Leben gerufen.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=AkAWYoqss28" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Die Erfinderin von Bibi Blocksberg erzählt ihre Geschichte</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Susan Link, Video: 19:41 Minuten)</em><br />
In der WDR-Talksendung &#8220;Kölner Treff&#8221; hat Autorin Elfie Donnelly über die Entstehung ihrer Kultfiguren &#8220;Benjamin Blümchen&#8221; und &#8220;Bibi Blocksberg&#8221; sowie über ihren persönlichen Werdegang gesprochen. Der SFB-Kinderfunk habe das Manuskript seinerzeit als zu albern für das damalige Programm abgelehnt. Erst durch einen privaten Produzenten und unübliche Fernsehwerbung sei die Reihe zum Millionenerfolg geworden. Die Figur der Karla Kolumna gehe dabei auf die damalige SFB-Redakteurin Karla Krause von Fumetti zurück. Nach einem Schreib-Burnout Mitte der 1980er-Jahre habe Donnelly die Rechte zunächst komplett verkauft; sie profitiere aber dank des Bestseller-Paragrafen im Urheberrecht von 2001 wieder von den Erlösen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meta vs. &#8220;No Kings&#8221;, Journalistisches Start-up, Linkes Wirtschaftsmagazin</title>
		<link>https://bildblog.de/155026/meta-vs-no-kings-journalistisches-start-up-linkes-wirtschaftsmagazin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 06:54:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=155026</guid>

					<description><![CDATA[1. Meta sperrte »No Kings«-Account auf Instagram (spiegel.de) Der Tech-Konzern Meta habe um Entschuldigung dafür gebeten, den Instagram-Account der US-Protestbewegung &#8220;No Kings&#8221; am Wochenende vorübergehend offline genommen zu haben. Die Sperre sei durch automatisierte Schutzsysteme ausgelöst worden, da ein sprunghafter Aktivitätsanstieg fälschlicherweise wie Bot-Verkehr gewirkt habe, habe ein Unternehmenssprecher erklärt. Die Initiative habe im Vorfeld [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-meta-entschuldigt-sich-fuer-sperrung-von-no-kings-instagram-account-a-c8078aa0-5e96-460d-81b7-58e85c9e1437" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Meta sperrte »No Kings«-Account auf Instagram</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Der Tech-Konzern Meta habe um Entschuldigung dafür gebeten, den Instagram-Account <a href="https://www.instagram.com/nokingscoalition" target="_blank">der US-Protestbewegung &#8220;No Kings&#8221;</a> am Wochenende vorübergehend offline genommen zu haben. Die Sperre sei durch automatisierte Schutzsysteme ausgelöst worden, da ein sprunghafter Aktivitätsanstieg fälschlicherweise wie Bot-Verkehr gewirkt habe, habe ein Unternehmenssprecher erklärt. Die Initiative habe im Vorfeld der Zwischenwahlen landesweit zu Tausenden Kundgebungen gegen die Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump mobilisiert. Die Organisatoren hätten die Erklärung von Meta als unzureichend zurückgewiesen. Beiträge zur Bewegung sowie zu Hinweisen zur Stimmabgabe seien auf Meta-Plattformen gedrosselt worden.</p>
<p><a href="https://correctiv.org/aktuelles/russland-ukraine-2/2026/10/19/propaganda-trotz-sanktionen-taetigkeit-zweier-russischer-korrespondenten-wirft-fragen-auf/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Propaganda trotz Sanktionen: Tätigkeit zweier russischer Korrespondenten wirft Fragen auf</strong></a><br />
<em>(correctiv.org, Alexej Hock)</em><br />
Die Tätigkeit zweier in Berlin lebender russischer Staatsbürger für den sanktionierten Telegram-Kanal &#8220;Rybar&#8221; sowie für die ebenfalls mit EU-Sanktionen belegte National Media Group werfe erhebliche Rechtsfragen auf, berichtet &#8220;Correctiv&#8221;. Die beiden Männer, die offiziell seit Jahren für das russische Medium &#8220;Iswestija&#8221; akkreditiert seien, seien bei Dreharbeiten für den militärischen Propaganda-Kanal in Prag aufgeflogen. Laut Fachjuristen bedeute bereits das Bereitstellen journalistischer Arbeitsleistung für sanktionierte Entitäten einen strafbaren Sanktionsverstoß.</p>
<p><a href="https://www.media-lab.de/de/blog/nachrichtenmuede-wie-audio-news-junge-leute-erreichen-wollen/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Nachrichtenmüde? Wie Audio-News junge Leute erreichen wollen</strong></a><br />
<em>(media-lab.de, Alina Meyer)</em><br />
Knapp 80 Prozent der 18- bis 24-Jährigen würden Nachrichten zumindest zeitweise aus Selbstschutz vor Überforderung und Negativität meiden, schreibt Medienforscherin Alina Meyer im Blog des Media Lab Bayern. Um dieser zunehmenden &#8220;News Avoidance&#8221; entgegenzuwirken, böten Audio-Formate und Podcasts großes Potenzial für öffentlich-rechtliche Redaktionen. Aus Interviews mit Programmverantwortlichen leitet Meyer konkrete Empfehlungen ab: Redaktionen sollten die Lebensrealität junger Menschen stärker in der Themenauswahl verankern, konstruktive Ansätze zur Stärkung der Selbstwirksamkeit nutzen und Feedbackkanäle etablieren.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:c6f9c6165b461961/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. tbd &#038; die Medientage München: Wer erfindet den Journalismus neu?</strong></a><br />
<em>(ardsounds.de, Marie Müller, Audio: 27:34 Minuten)</em><br />
Das journalistische Start-up <a href="https://tbd.land" target="_blank">&#8220;tbd&#8221;</a> wolle verloren gegangenes Vertrauen in den Journalismus durch gezielten Publikumsdialog und persönliche Begegnungen vor Ort wieder aufbauen, berichtet der Podcast &#8220;BR24 Medien&#8221;. Im Gespräch mit Marie Müller bilanzieren Mitgründerin Ann-Kathrin Hipp, einst beim &#8220;Tagesspiegel&#8221;-&#8220;Checkpoint&#8221;, und Medienforscherin Alexandra Borchardt vom Reuters Institute die ersten Erfahrungen einer Deutschlandtour. &#8220;tbd&#8221; kritisiere etablierte Redaktionen dafür, sich zu sehr von der Lebensrealität der Menschen entfernt zu haben und Kritik reflexhaft abzuwehren.</p>
<p><a href="https://taz.de/Wirtschaftsmagazin-Surplus/!6218194/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Im Aufschwung</strong></a><br />
<em>(taz.de, Anastasia Zejneli)</em><br />
Das linke Wirtschaftsmagazin <a href="https://www.surplusmagazin.de" target="_blank">&#8220;Surplus&#8221;</a> verzeichne anderthalb Jahre nach seiner Gründung eine Auflage von 12.000 Exemplaren und ein Jahreswachstum von rund 70 Prozent, berichtet die &#8220;taz&#8221; nach einem Redaktionsbesuch. Das im Berliner Brumaire Verlag erscheinende Blatt setze auf einen pluralen, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Keynesianismus" target="_blank">keynesianisch</a> geprägten Blick auf Wirtschaftspolitik und wolle ein Gegengewicht zu marktliberal dominierten Leitmedien bilden. Getragen werde das Projekt von bekannten Stimmen aus Forschung und Publizistik wie Maurice Höfgen, Isabella Weber und Adam Tooze. Für sechs von zehn Abonnentinnen beziehungsweise Abonnenten sei es das erste Wirtschaftsmagazin überhaupt. Gründer Lukas Scholle plane bereits eine internationale Expansion mit einer englischsprachigen Ausgabe.</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/telegeschichten/108239/denkzettel_fuer_leo_kirch_wie_sat1_mit_ran_um_2015_scheiterte/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Denkzettel für Leo Kirch: Wie Sat.1 mit &#8220;ran&#8221; um 20:15 scheiterte</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Christian Richter)</em><br />
Immer wieder interessant: Christian Richters Blick in die &#8220;Telegeschichte(n)&#8221;. Diesmal geht es um einen &#8220;Denkzettel für Leo Kirch&#8221;: Um mehr Abos für den Bezahlsender Premiere World zu verkaufen, habe Sat.1 seine Bundesliga-Zusammenfassungen im Sommer 2001 in die Hauptsendezeit verlegt, also auf einen späteren Zeitpunkt als bisher. So sollte die Attraktivität der kostenpflichtigen Liveübertragungen der Bundesliga-Spiele im Programm von Premiere World gesteigert werden. Der Schritt habe jedoch zu einem Quotenabsturz der Fußballsendung &#8220;ran&#8221; geführt. Nach heftigen Protesten von Fans, Vereinen und Politik habe Sat.1 bereits nach wenigen Wochen eingelenkt und die Sendung wieder in den Vorabend zurückgeholt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mediale Faschisierung, Unlösbare Plattformfrage, &#8220;Unter Druck&#8221;</title>
		<link>https://bildblog.de/155003/mediale-faschisierung-unloesbare-plattformfrage-unter-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 06:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=155003</guid>

					<description><![CDATA[1. Selbstzensur, Druck und Anfeindungen: Neue Studie bestätigt Warnsignale (reporter-ohne-grenzen.de) Zwei Drittel der befragten Journalistinnen und Journalisten sähen die Pressefreiheit bei der Berichterstattung über Israel und Palästina seit dem 7. Oktober 2023 verschlechtert. Das geht aus der von Reporter ohne Grenzen unterstützten Studie &#8220;Unter Druck&#8221; der Freien Universität Berlin hervor. Rund 35 Prozent der Befragten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/blog/4317/selbstzensur-druck-und-anfeindungen-neue-studie-bestatigt-warnsignale" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Selbstzensur, Druck und Anfeindungen: Neue Studie bestätigt Warnsignale</strong></a><br />
<em>(reporter-ohne-grenzen.de)</em><br />
Zwei Drittel der befragten Journalistinnen und Journalisten sähen die Pressefreiheit bei der Berichterstattung über Israel und Palästina seit dem 7. Oktober 2023 verschlechtert. Das geht aus der von Reporter ohne Grenzen unterstützten <a href="https://www.polsoz.fu-berlin.de/kommwiss/institut/cemil/Nahost.html" target="_blank">Studie &#8220;Unter Druck&#8221;</a> der Freien Universität Berlin hervor. Rund 35 Prozent der Befragten würden demnach ein Bedürfnis nach Selbstzensur spüren. Unter freien Medienschaffenden liege der Wert sogar bei 52 Prozent. Als Hauptursachen hätten die Befragten neben öffentlichem Druck vor allem Konflikte innerhalb der Redaktionen sowie die Sorge vor beruflichen Nachteilen genannt.</p>
<p><a href="https://correctiv.org/aktuelles/politik-2/2026/10/16/datenleak-nius-gewann-waehrend-kampagne-gegen-brosius-gersdorf-neue-abonnenten/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Datenleak: Nius gewann während Kampagne gegen Brosius-Gersdorf neue Abonnenten</strong></a><br />
<em>(correctiv.org, Max Bernhard &#038; Dominik Lenze)</em><br />
Das rechtspopulistische Portal &#8220;Nius&#8221; habe von seiner massiven Berichterstattung gegen die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf im Sommer 2025 direkt profitiert, berichtet &#8220;Correctiv&#8221; unter Berufung auf Informationen aus einem Datenleck. Das Medium von Ex-&#8220;Bild&#8221;-Chefredakteur Julian Reichelt habe die Rechtswissenschaftlerin in rund 50 Beiträgen unter anderem als &#8220;Richterin des Grauens&#8221;, &#8220;linksradikale Aktivistin&#8221; und &#8220;radikale Feministin&#8221; diffamiert und so deren Wahl zur Verfassungsrichterin torpediert. Interne Daten würden belegen, dass die Abonnentenzahl von &#8220;Nius&#8221; in diesem Zeitraum um rund 2.700 Neuzugänge gestiegen sei. Fachleute sähen darin ein typisches Vorgehen rechter Alternativmedien.</p>
<p><a href="https://www.socialmediawatchblog.de/coworking-im-braunen-sumpf-warum-sich-die-plattform-frage-nicht-moralisch-losen-lasst/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Coworking im braunen Sumpf: Warum sich die Plattform-Frage nicht moralisch lösen lässt</strong></a><br />
<em>(socialmediawatchblog.de, Martin Fehrensen)</em><br />
Die Rückkehr prominenter US-Tech-Blogger wie Casey Newton und John Gruber zu X (vormals Twitter) offenbare ein grundlegendes Dilemma, analysiert Martin Fehrensen im &#8220;Social Media Watchblog&#8221;: Plattform-Monopole würden sich nicht durch individuellen Konsumverzicht brechen lassen. Sein Fazit: &#8220;Solange wir als Gesellschaft keine echte Interoperabilität erzwingen (Stichwort: Social Graph mitnehmen), politisch dafür sorgen, Kartellrecht durchzusetzen und offene Infrastrukturen wie Eurosky nicht ernsthaft finanzieren, bleiben wir alle Gefangene zwischen zwei schlechten Optionen: Relevanzverlust im sauberen Exil oder Kollaboration mit der Broligarchie.&#8221;</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://netzpolitik.org/2026/interview-simon-strick-faschisierung-ist-ein-medialer-prozess/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. &#8220;Faschisierung ist ein medialer Prozess&#8221;</strong></a><br />
<em>(netzpolitik.org, Daniel Leisegang)</em><br />
Faschisierung sei kein fernes Schreckensszenario, sondern ein fortwährender medialer und gesellschaftlicher Normalisierungsprozess, argumentiert Kulturwissenschaftler Simon Strick anlässlich seines neuen Buches &#8220;Faschisierung. Fluchtlinie des Digitalen&#8221;. Heutige Plattformen würden maximale Zuspitzung und Reaktionslust belohnen, wodurch Memes und sprachliche Codes von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/4chan" target="_blank">&#8220;4chan&#8221;</a> und rechten Gegenöffentlichkeiten bis in die Spitzenpolitik und ins Kanzleramt eingesickert seien. Solche memetischen Operationen würden nicht der bloßen Unterhaltung dienen, sondern Abwertungs- und Vernichtungsfantasien transportieren, die eine sich selbst antreibende Radikalisierung erzeugen.</p>
<p><a href="https://taz.de/Oeffentlich-Rechtliche-werden-rechter/!6218164/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Die Medienmänner für die neue Medienwelt</strong></a><br />
<em>(taz.de, Yasemin Said)</em><br />
Neubesetzungen beim ZDF wie Florian Schroeder mit dessen neuer Late-Night-Show oder Wyn Matthiesen als Moderator beim Jugendformat &#8220;13 Fragen&#8221; seien Symptome einer Medienlandschaft, die sich dem gesellschaftlichen Rechtsruck passiv anpasse, kritisiert Yasemin Said in ihrer Kolumne in der &#8220;taz&#8221;. Schroeder betreibe eine Form von Satire, die nach unten trete und laut internem Konzeptpapier gezielt Grüne, Linke und NGOs ins Visier nehmen solle; Matthiesen wiederum biete in Debattenformaten Stimmen von &#8220;Nius&#8221; oder &#8220;Junge Freiheit&#8221; eine Bühne. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bilde damit kein Bollwerk gegen rechte Strömungen, sondern legitimiere reaktionäre Narrative und verschaffe konservativen bis extrem rechten Positionen zusätzliche Sendezeit.</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/werbung-fuer-illegales-gluecksspiel-capital-bra" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Capital Bra soll 250.000 Euro Zwangs­geld zahlen</strong></a><br />
<em>(lto.de)</em><br />
Der Rapper Capital Bra sei im Streit mit der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) vor dem Verwaltungsgericht Berlin im Eilverfahren gescheitert. Das Gericht habe es abgelehnt, die Vollstreckung eines Zwangsgeldes über 250.000 Euro auszusetzen. Die GGL werfe dem Musiker vor, trotz eines behördlichen Verbots weiterhin unerlaubte Online-Glücksspiele per Livestream übertragen, Werbebanner geschaltet und eine Vergleichsseite für illegale Angebote betrieben zu haben. Capital Bras Anwalt habe Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht angekündigt.</p>
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		<title>KW 42/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende</title>
		<link>https://bildblog.de/154991/kw-4226-hoer-und-gucktipps-zum-wochenende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 09:04:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=154991</guid>

					<description><![CDATA[Hurra, Wochenende &#8211; und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung! *** 1. Wie BILD und AfD einen Mob aufhetzten &#8211; Der Fall Marko M. (youtube.com, Mats Schönauer, Video: 32:52 Minuten) Anhand des Falls des [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hurra, Wochenende &#8211; und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!</em></p>
<p align="center">***</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9OTxOJYdPaY" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Wie BILD und AfD einen Mob aufhetzten &#8211; Der Fall Marko M.</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Mats Schönauer, Video: 32:52 Minuten)</em><br />
Anhand des Falls des abgelehnten Asylbewerbers Marko M. zeichnet Mats Schönauer die Mechanismen einer schmutzigen Kampagne nach: Die &#8220;Bild&#8221;-Redaktion habe mit zahlreichen Titelseiten und Online-Berichten gegen M.s Vater mobilgemacht und unzureichend verpixelte Fotos sowie vertrauliche Asylakten publiziert. Das Oberlandesgericht Köln habe zentrale Bezeichnungen der Berichterstattung wie &#8220;Stütze-Schmarotzer&#8221; oder Vorwürfe, man habe sich &#8220;hochgekindert&#8221;, mittlerweile als rechtswidrig untersagt.<br />
Transparenzhinweis: Mats Schönauer ist ehemaliger Leiter des BILDblog und Co-Autor des BILDblog-Buchs <a href="https://www.kiwi-verlag.de/buch/moritz-tschermak-mats-schoenauer-ohne-ruecksicht-auf-verluste-9783462053548" target="_blank">&#8220;Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet&#8221;</a>.</p>
<p><a href="https://nahostnahdran.simplecast.com/episodes/warum-73-prozent-der-deutschen-der-nahost-berichterstattung-missvertrauen-talk-mit-der-medienkritikerin-nadia-zabouraa" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Warum 73 Prozent der Deutschen der Nahost-Berichterstattung missvertrauen: Talk mit der Medienkritikerin Nadia Zaboura</strong></a><br />
<em>(nahostnahdran.simplecast.com, Karim El-Gawhary, Audio: 1:06:43 Stunden)</em><br />
Laut <a href="https://medienvertrauen.uni-mainz.de" target="_blank">der &#8220;Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen&#8221;</a> würden lediglich 27 Prozent der Menschen in Deutschland der Berichterstattung über den Nahostkonflikt vertrauen. Im Gespräch mit Nahost-Korrespondent Karim El-Gawhary analysiert Medienkritikerin Nadia Zaboura die Ursachen für diesen Tiefstwert: Eine verkürzte historische Einordnung, passive Formulierungen, Euphemismen sowie eine unkritische Übernahme von Material des israelischen Militärs würden das Bild verzerren und Asymmetrien glätten.</p>
<p><a href="https://uebermedien.de/121691/wie-sehr-muss-man-fuer-themen-aus-dem-kongo-in-deutschen-redaktionen-kaempfen/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Wie sehr muss man für Themen aus dem Kongo in deutschen Redaktionen kämpfen?</strong></a><br />
<em>(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 30:01 Minuten)</em><br />
In der neuesten Ausgabe von &#8220;Holger ruft&#8221; hat sich &#8220;Übermedien&#8221;-Podcaster Holger Klein mit der freien Reporterin und Buchautorin Judith Rapp zusammentelefoniert: &#8220;Über welche Geschichten aus dem Kongo würde Judith Raupp gerne öfter schreiben? Setzen Medien zu selten eigene Auslandsthemen? Und warum sollten sich deutsche Leser eigentlich für das weit entfernte Kongo interessieren?&#8221;</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://thisismedianow.podigee.io/187-verbieten-ist-verboten-was-gegen-ein-social-media-verbot-spricht-und-wie-bessere-debatten-gehen-mit-dirk-von-gehlen" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. &#8220;Verbieten ist verboten!&#8221; Was gegen ein Social-Media-Verbot spricht und wie bessere Debatten gehen (mit Dirk von Gehlen)</strong></a><br />
<em>(thisismedianow.podigee.io, Lukas Schöne, Audio: 52:46 Minuten)</em><br />
Ein staatliches Social-Media-Verbot für Minderjährige sei reine Augenwischerei und kontraproduktiv, argumentiert &#8220;SZ&#8221;-Thinktank-Leiter Dirk von Gehlen im Vorfeld der Medientage München im Podcast der Veranstalter. Wissenschaftlich lasse sich nicht belegen, dass Verbote das Wohlbefinden steigern. Stattdessen würden Alterskontrollen gefährliche Zensurinfrastrukturen schaffen, Jugendliche entmündigen und deren Informations- und Teilhaberechte beschneiden.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=I87E0cV367I" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Anwalt Christian Schertz über Moral, seine Grenzen, Christian Ulmen, Jan Böhmermann</strong></a><br />
<em>(youtube.com, Matze Hielscher, Video: 3:22:21 Stunden)</em><br />
Im Interview bei &#8220;Hotel Matze&#8221; verteidigt Medienanwalt Christian Schertz seine Rolle als konsequenter Interessenvertreter im Persönlichkeitsrecht. Den Vorwurf, ein &#8220;Täteranwalt&#8221; zu sein, weist er entschieden zurück: In einem funktionierenden Rechtsstaat habe jeder Beschuldigte Anspruch auf rechtlichen Beistand, zumal voreilige Verdachtsberichterstattung Betroffene medial mitunter irreparabel stigmatisiere. Zudem beklagt Schertz eine wachsende gesellschaftliche Gnadenlosigkeit und kritisiert Regelungslücken im Presserecht, etwa den mangelnden Schutz von Opfern in kommerziellen True-Crime-Formaten.</p>
<p><a href="https://www.bonjourno.de/episodes/ostdeutschland" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Ideen für Ostdeutschland in den Medien</strong></a><br />
<em>(bonjourno.de, Olivia Samnick, Audio: 46:28 Minuten)</em><br />
In der medialen Berichterstattung über Ostdeutschland dominiere nach wie vor ein einseitiges, von Klischees wie &#8220;Jammer-Ossis&#8221; oder Rechtsextremismus geprägtes Bild, heißt es im Podcast &#8220;Bonjourno&#8221;. Oft würden ostdeutsche Stimmen lediglich anlässlich von Wahlen oder historischen Jahrestagen abgefragt. Eine kontinuierliche und differenzierte Begleitung in überregionalen Medien fehle größtenteils. Im Gespräch mit der Journalistin Nhi Le und dem Journalisten Don Pablo Mulemba widmet sich &#8220;Bonjourno&#8221;-Host Olivia Samnick der Frage, welche Geschichten jenseits polarisierender Schlagzeilen übersehen werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medien-Debatte um Linke, Schrittmacher, Panterpreis</title>
		<link>https://bildblog.de/154971/medien-debatte-um-linke-schrittmacher-panterpreis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 06:54:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=154971</guid>

					<description><![CDATA[1. Linke und Antisemitismus: Zwischen Medienkampagne und berechtigter Kritik (ndr.de, Konstanze Nastarowitz, Video: 54:46 Minuten) Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin drehe sich die Berichterstattung vor allem um das Verhältnis der Partei zum Antisemitismus. Im NDR-Videopodcast &#8220;Zapp &#8211; Flugmodus&#8221; kritisiert Dina Riese, Leiterin des &#8220;taz&#8221;-Inlandsressorts, dass die mediale Auseinandersetzung in eine Schieflage geraten sei: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/antisemitismusdebatte-in-der-berliner-linkspartei,zapp-430.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Linke und Antisemitismus: Zwischen Medienkampagne und berechtigter Kritik</strong></a><br />
<em>(ndr.de, Konstanze Nastarowitz, Video: 54:46 Minuten)</em><br />
Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin drehe sich die Berichterstattung vor allem um das Verhältnis der Partei zum Antisemitismus. Im NDR-Videopodcast &#8220;Zapp &#8211; Flugmodus&#8221; kritisiert Dina Riese, Leiterin des &#8220;taz&#8221;-Inlandsressorts, dass die mediale Auseinandersetzung in eine Schieflage geraten sei: Konservative Medien und Blätter wie &#8220;Bild&#8221; und &#8220;Welt&#8221; würden mit drastischen Schlagzeilen den Eindruck eines bevorstehenden Systemsturzes schüren. Jüdische Stimmen würden oft bloß als politische Kronzeugen missbraucht.</p>
<p><a href="https://www.deutschlandfunk.de/linke-und-antisemitismus-wie-objektiv-war-die-berichterstattung-100.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Linke und Antisemitismus &#8211; Wie objektiv war die Berichterstattung?</strong></a><br />
<em>(deutschlandfunk.de, Sascha Wandhöfer, Audio: 42:18 Minuten)</em><br />
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts &#8220;Nach Redaktionsschluss&#8221; geht es, ähnlich wie bei &#8220;Zapp&#8221;, um die Frage, ob die Berichterstattung über die Linkspartei und die Antisemitismusvorwürfe eine politische Schlagseite haben. Es diskutieren DLF-Hörer Stefan Herwig, Dirk-Oliver Heckmann vom Deutschlandfunk und Antisemitismusforscher Mathias Berek.</p>
<p><a href="https://uebermedien.de/121290/die-welt-ist-gar-nicht-so-komplex-wir-haben-nur-den-eindruck/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. &#8220;Die Welt ist gar nicht so komplex, wir haben nur den Eindruck&#8221;</strong></a><br />
<em>(uebermedien.de, Annika Schneider, Audio: 56:11 Minuten)</em><br />
Als Host müsse man sich das Vertrauen des Publikums erst verdienen, sagt Doku-Podcaster Khesrau Behroz (unter anderem &#8220;Cui bono: WTF happened to Ken Jebsen?&#8221;) im &#8220;Übermedien&#8221;-Podcast &#8220;Nice &#038; Nötig&#8221;. Journalismus erreiche deutlich mehr Menschen, wenn er auf moralischen Furor und übertriebene Dramatisierung verzichtet. Behroz, der investigative Stoffe mit seiner Produktionsfirma Undone regelmäßig in Kooperation mit der ARD umsetzt, plädiert für erzählerische Zurückhaltung.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://mmm.verdi.de/beruf/schrittmacher-fuer-den-lokaljournalismus-109635" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Schrittmacher für den Lokaljournalismus</strong></a><br />
<em>(verdi.de, Bärbel Röben)</em><br />
Mit Fellowship-Programmen und Einzelfallberatung wolle das Netzwerk Recherche Journalistinnen und Journalisten den Rücken bei aufwendigen Recherchen vor Ort stärken. Wie Projektleiterin Maria-Mercedes Hering im Verdi-Magazin &#8220;M&#8221; berichtet, fehle es in vielen Redaktionen durch den enormen Zeit- und Veröffentlichungsdruck an Raum für kollegialen Austausch und tiefgehende Prüfungen. Dass sich Hartnäckigkeit auszahlt, würden erfolgreiche Recherchen geförderter Fellows zeigen.</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/108208/zdf_weist_vorwuerfe_von_sebastian_lege_zurueck/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. ZDF weist Vorwürfe von Sebastian Lege zurück</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Alexander Krei)</em><br />
Vor seinem angekündigten Wechsel zu RTL habe TV-Koch und Lebensmittelexperte Sebastian Lege deutliche Kritik an seinem bisherigen Haussender ZDF geübt. In einem Podcast habe er beklagt, dass das Thema Lebensmitteltricks erschöpft sei und der öffentlich-rechtliche Sender Vorschläge für neue Formate wiederholt abgelehnt habe. Zudem sei von ihm verlangt worden, fachlich fragwürdig zu überspitzen. Das ZDF habe Leges Vorwürfe zurückgewiesen und betont, das Format über 13 Jahre hinweg kontinuierlich weiterentwickelt zu haben.</p>
<p><a href="https://taz.de/taz-panterpreis-2026/!6220940/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Hingucken, wo andere wegschauen</strong></a><br />
<em>(taz.de, Ole Schulz)</em><br />
Unter dem Motto &#8220;Unabhängig, kritisch, resilient: Medien von unten&#8221; habe die &#8220;taz&#8221;-Panterstiftung zivilgesellschaftliche Medieninitiativen ausgezeichnet. Den Publikumspreis habe <a href="https://radiocorax.de/" target="_blank">das nichtkommerzielle Lokalradio CORAX</a> aus Halle erhalten, dem die AfD im Falle einer Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt die Fördermittel streichen wolle. Mit dem Jurypreis werde <a href="https://derlichtblick.online/" target="_blank">&#8220;der lichtblick&#8221;</a> geehrt, die seit 1968 aus der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel heraus erscheinende, bundesweit einzige unzensierte Gefangenenzeitung. Beide Auszeichnungen seien mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Hier geht es zur Videoaufzeichnung der Preisverleihung: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_5NDNvOxLcg" target="_blank">Auszeichnung für &#8220;Medien von unten&#8221; &#8211; taz panterpreis-Verleihung 2026</a> ( youtube.com, Video: 1:48:19 Stunden).</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Herausgabe nicht freiwillig, Erdoğan kapert Sender, KI-Debatte</title>
		<link>https://bildblog.de/154955/herausgabe-nicht-freiwillig-erdogan-kapert-sender-ki-debatte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 06:54:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=154955</guid>

					<description><![CDATA[1. &#8220;Zeit&#8221;-Chef: Tonaufnahmen zu Block-Prozess nicht freiwillig herausgegeben (n-tv.de) Die Darstellung des Hamburger Landgerichts, eine Redakteurin habe rund 80 Stunden Tonaufnahmen zum Block-Prozess freiwillig ausgehändigt, sei grotesk, widerspreche &#8220;Zeit&#8221;-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Die Redaktion sei massiv unter Druck gesetzt worden. Man habe mit der Übergabe lediglich eine Durchsuchung abwenden und die Beschlagnahme weiteren Materials verhindern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.n-tv.de/panorama/Block-Prozess-Zeit-Chef-bestreitet-freiwillige-Herausgabe-von-Tonaufnahmen-id31413876.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. &#8220;Zeit&#8221;-Chef: Tonaufnahmen zu Block-Prozess nicht freiwillig herausgegeben</strong></a><br />
<em>(n-tv.de)</em><br />
Die Darstellung des Hamburger Landgerichts, eine Redakteurin habe rund 80 Stunden Tonaufnahmen zum Block-Prozess freiwillig ausgehändigt, sei grotesk, widerspreche &#8220;Zeit&#8221;-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Die Redaktion sei massiv unter Druck gesetzt worden. Man habe mit der Übergabe lediglich eine Durchsuchung abwenden und die Beschlagnahme weiteren Materials verhindern wollen. An einen vergleichbaren Übergriff könne er sich in seiner Amtszeit nicht erinnern.<br />
Weiterer Lesetipp: Auch <a href="https://hamburg.t-online.de/region/hamburg/id_101481648/hamburg-zeit-journalistin-widerspricht-gericht-im-fall-block.html" target="_blank">die betroffene Redakteurin widerspricht dem Landgericht</a>: &#8220;Die &#8216;Zeit&#8217;-Journalistin Anne Kunze hat der Darstellung des Hamburger Landgerichts zur Herausgabe von Tonaufnahmen aus ihrer Recherche zum Fall Christina Block widersprochen. Von einer freiwilligen Übergabe könne keine Rede sein&#8221;. (t-online.de)</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/eckpunkte-kinderschutz-jugendschutz-soziale-medien-bundesregierung" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Wie Kinder vor Social-Media-Gefahren geschützt werden sollen</strong></a><br />
<em>(lto.de)</em><br />
Noch vor Inkrafttreten geplanter EU-Vorgaben wolle die Bundesregierung eigene Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Sozialen Netzwerken umsetzen. Ein vom Kabinett beschlossenes Eckpunktepapier sehe ein Nutzungsverbot für Personen unter 13 Jahren auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat vor. Ausgenommen seien lediglich kindgerechte Angebote. Für 13- bis 18-Jährige seien abgestufte Nutzungslimits und elterlich beaufsichtigte Konten geplant. Die Bundesregierung begründe den Vorstoß mit gravierenden Folgen für Psyche, Schulleistungen und Lesekompetenz sowie mit Risiken durch Cyber-<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Grooming_(P%C3%A4dokriminalit%C3%A4t)" target="_blank">Grooming</a> und Mobbing.</p>
<p><a href="https://taz.de/Erdogan-kapert-Halk-TV/!6221634/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Ab jetzt nur noch Propaganda der türkischen Regierung</strong></a><br />
<em>(taz.de)</em><br />
Im Zuge einer Razzia im Morgengrauen hätten türkische Polizeikräfte das Gebäude des oppositionsnahen Fernsehsenders Halk TV gestürmt. Die Justiz habe den Sender unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt und die Beschlagnahmung von Unternehmen des Senderchefs Cafer Mahiroğlu angeordnet. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft ermittle wegen mutmaßlicher Bestechung, Ausschreibungsbetrugs und Geldwäsche. Mahiroğlu habe die Anschuldigungen als haltlos zurückgewiesen und der Regierung von Recep Tayyip Erdoğan vorgeworfen, die Justiz als Waffe zu missbrauchen.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://www.journalist.de/meinung/meinungen-detail/beziehungsstatus-ungeklaert/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. Beziehungsstatus: ungeklärt</strong></a><br />
<em>(journalist.de, Christian Meier &#038; Stephan Weichert)</em><br />
Die Debatte über Künstliche Intelligenz im Journalismus kreise um die falschen Fragen, kritisieren Medienjournalist Christian Meier und Medienwissenschaftler Stephan Weichert. Ein krampfhaftes &#8220;menschliches Reinheitsgebot&#8221; helfe bei der Vertrauenskrise nicht weiter. Menschliche Autorenschaft sei spätestens seit der Relotius-Affäre kein Garant für Wahrhaftigkeit. Die maßgebliche Trennlinie verlaufe nicht zwischen Mensch und Maschine, sondern zwischen verantwortungsvollem und verantwortungslosem Handeln.</p>
<p><a href="https://mmm.verdi.de/medienwirtschaft/streamingdienste-brauchen-standards-109607" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Streamingdienste brauchen Standards</strong></a><br />
<em>(verdi.de)</em><br />
Die Gewerkschaft Verdi fordert gesetzliche Vorgaben für globale Streamingdienste, um faire Arbeitsbedingungen und soziale Nachhaltigkeit bei Film- und Serienproduktionen abzusichern. Beim <a href="https://dip.bundestag.de/vorgang/gesetz-zur-f%C3%B6rderung-europ%C3%A4ischer-audiovisueller-werke-durch-eine-investitionsverpflichtung-f%C3%BCr/335466" target="_blank">Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz</a> fehle bislang ein Hebel für Tarifbindung und Altersvorsorge, kritisiert Christoph Schmitz-Dethlefsen, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand. Die Gewerkschaft schlägt vor, dass Produktionskosten bei Einhaltung von Tarif- und Umweltstandards mit einem höheren Faktor auf die geforderte Reinvestitionsquote angerechnet werden sollen. Verdi habe dazu eine Stellungnahme (<a href="https://www.bundestag.de/resource/blob/1224128/Stellungnahme-Matthias-von-Fintel.pdf" target="_blank">PDF</a>) eingebracht.</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/108201/netflix_kuendigt_streichung_von_rund_1000_stellen_an/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. Netflix kündigt Streichung von rund 1.000 Stellen an</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Alexander Krei)</em><br />
Der Streaming-Marktführer Netflix wolle weltweit rund sechs Prozent seiner Belegschaft abbauen. Medienberichten zufolge seien davon rund 1.000 Arbeitsplätze betroffen, vor allem in den Bereichen Produkt, Technik, Recht und Personal. Die Co-CEOs würden den Schritt intern mit nötiger Disziplin und strategischen Neupriorisierungen begründen, um Ressourcen für zukunftsträchtige Wachstumsfelder wie Sport-Liveübertragungen, Gaming und Video-Podcasts freizumachen.</p>
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		<item>
		<title>Gefährlicher Beschluss, Burdas Vergangenheit, Vertrauenskrise</title>
		<link>https://bildblog.de/154935/gefaehrlicher-beschluss-burdas-vergangenheit-vertrauenskrise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 06:54:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=154935</guid>

					<description><![CDATA[1. Dieser Beschluss gefährdet die Arbeit von Jour­na­listen (lto.de, Markus Sehl) Das Landgericht Hamburg habe die Durchsuchungbeschlüsse für die &#8220;Zeit&#8221;-Redaktion sowie die Privatwohnung einer Redakteurin damit verteidigt, dass keine Enttarnung von Informanten gedroht habe. Diese Argumentation greife jedoch gefährlich zu kurz, kommentiert Markus Sehl: Der verfassungsrechtliche Schutz der Pressefreiheit gelte nicht bloß der Anonymität, sondern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.lto.de/recht/meinung/m/durchsuchung-zeit-redaktion-wohnung-beschluss-gefaehrdet-die-pressearbeit-pressefreiheit" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. Dieser Beschluss gefährdet die Arbeit von Jour­na­listen</strong></a><br />
<em>(lto.de, Markus Sehl)</em><br />
Das Landgericht Hamburg habe <a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/block-prozess-durchsuchung-zeit-redaktion-tochter-podcast-aufnahme-pressefreiheit-quellenschutz" target="_blank">die Durchsuchungbeschlüsse für die &#8220;Zeit&#8221;-Redaktion</a> sowie die Privatwohnung einer Redakteurin damit verteidigt, dass keine Enttarnung von Informanten gedroht habe. Diese Argumentation greife jedoch gefährlich zu kurz, kommentiert Markus Sehl: Der verfassungsrechtliche Schutz der Pressefreiheit gelte nicht bloß der Anonymität, sondern der journalistischen Recherchearbeit insgesamt, einschließlich vertraulicher Vorgespräche, Outtakes und Kontextnotizen in dem rund 80 Stunden umfassenden, nun sichergestellten Tonmaterial zum <a href="https://www.zeit.de/serie/house-of-block" target="_blank">Doku-Podcast &#8220;House of Block&#8221;</a>.<br />
Weitere Lesetipps: In der &#8220;taz&#8221; kommentiert Ann-Kathrin Leclere: <a href="https://taz.de/Beschlagnahmtes-Material-bei-Die-Zeit/!6221211/" target="_blank">Albtraum für die Pressefreiheit</a>. Und der &#8220;Spiegel&#8221; berichtet: <a href="https://www.spiegel.de/panorama/justiz/beschlagnahmung-bei-der-zeit-chefredakteur-giovanni-di-lorenzo-fuehlte-sich-unter-druck-gesetzt-a-ccb204ee-7de4-45c2-83cf-209cdc75b677" target="_blank">&#8220;Zeit&#8221;-Chefredakteur widerspricht Darstellung des Hamburger Landgerichts</a>: &#8220;Die Herausgabe von Mitschnitten zum Fall Block sei nicht freiwillig geschehen, sagt Giovanni di Lorenzo. Seine Redaktion sei unter Druck gesetzt worden.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.kontextwochenzeitung.de/zeitgeschehen/811/die-entscheidende-frage-11160.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. Die entscheidende Frage</strong></a><br />
<em>(kontextwochenzeitung.de, Thomas Schuler)</em><br />
Verleger Franz Burda habe sich nach 1945 stets als widerwilliger Käufer inszeniert, der einer jüdischen Familie durch die Übernahme ihrer Mannheimer Großdruckerei das Schlimmste erspart habe. Historiker widersprächen dieser Darstellung nun deutlich. Die Erzählung vom barmherzigen Retter sei erst bei der Rechtfertigung vor den Alliierten entstanden. Der Historiker Norbert Frei stufe Burda nicht bloß als Mitläufer, sondern <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arisierung" target="_blank">beim Thema &#8220;Arisierung&#8221;</a> klar als Täter ein.</p>
<p><a href="https://www.spiegel.de/ausland/spionage-russland-japanischer-journalist-wegen-recherchen-auf-kurilen-festgenommen-a-19596101-0bd1-4be7-9797-44def526985d" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. Russland nimmt japanischen Journalisten wegen angeblicher Spionage fest</strong></a><br />
<em>(spiegel.de)</em><br />
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB habe einen Reporter der japanischen Tageszeitung &#8220;Hokkaidō Shimbun&#8221; unter dem Vorwurf der Spionage festgenommen. Der Journalist sei bei Sachalin verhaftet und nach Moskau überstellt worden, wo ein Gericht zwei Monate Untersuchungshaft verhängt habe. Die russischen Behörden würfen ihm vor, Informationen über Bewohner <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kurilen" target="_blank">der Kurilen-Inseln</a> gesammelt zu haben, die im Ukraine-Krieg an der Front kämpfen.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://taz.de/Journalistin-ueber-Nachrichtenkompetenz/!6218877/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. &#8220;Vielen jungen Menschen fehlt das Vertrauen in die Medien&#8221;</strong></a><br />
<em>(taz.de, Antonia David)</em><br />
Vielen jungen Menschen fehle das Vertrauen in etablierte Medien, sagt Journalistin Lena Marie Haring im Interview mit der &#8220;taz&#8221;. In Workshops <a href="https://www.usethenews.de/" target="_blank">der Initiative &#8220;UseTheNews&#8221;</a> vermittele sie Jugendlichen Methoden zum Erkennen von Desinformation. Zwar würden viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer KI-generierte Bilder und Falschmeldungen erstaunlich treffsicher durchschauen. Der nachhaltige Weg zu mehr Medienkompetenz führe jedoch nicht über Social-Media-Kampagnen, sondern über den direkten Dialog.</p>
<p><a href="https://www.derstandard.at/story/3000000343890/die-presse-und-kurier-kuerzen-personal" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. &#8220;Die Presse&#8221; und &#8220;Kurier&#8221; kürzen Personal</strong></a><br />
<em>(derstandard.at, Harald Fidler)</em><br />
Die Krise der österreichischen Printmedien verschärfe sich weiter. Die Tageszeitung &#8220;Die Presse&#8221; habe beim Arbeitsmarktservice Kündigungen für 16 Beschäftigte angemeldet. Damit solle der Personalstand auf rund 180 Beschäftigte sinken. Das Blatt habe &#8220;laufende Maßnahmen zur Kostendämpfung&#8221; bestätigt. Auch beim Konkurrenten &#8220;Kurier&#8221; habe es in den vergangenen Wochen erneut Kündigungen gegeben. Ein politischer Streit in der Regierung über die Einbeziehung von Gratiszeitungen blockiere weiterhin das geforderte Medienförderpaket samt Zustellförderung.</p>
<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/108183/ard_und_zdf_sparen_bei_den_nachrichten_um_9_uhr/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. ARD und ZDF sparen bei den Nachrichten um 9 Uhr</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Timo Niemeier)</em><br />
Nach dem gemeinsamen &#8220;Morgenmagazin&#8221; senden ARD und ZDF auch um 9 Uhr künftig nicht mehr parallel zwei eigenständige Nachrichtenausgaben. Wie &#8220;DWDL&#8221; berichtet, liefert seit Anfang Oktober der jeweils für das &#8220;Moma&#8221; zuständige Sender auch die anschließende 9-Uhr-Sendung für beide Kanäle gleichzeitig. Die öffentlich-rechtlichen Sender würden den Schritt mit Synergieeffekten und Kosteneinsparungen begründen. Die freiwerdenden Mittel sollen in den Ausbau der digitalen Nachrichtenangebote auf tagesschau.de und ZDFheute.de fließen.</p>
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		<title>&#8220;Zeit&#8221;-Durchsuchung angedroht, Einreise verweigert, Urban im Zorn</title>
		<link>https://bildblog.de/154921/zeit-durchsuchung-angedroht-einreise-verweigert-urban-im-zorn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 06:54:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bildblog.de/?p=154921</guid>

					<description><![CDATA[1. &#8220;Zeit&#8221; wehrt sich gegen angedrohte Redaktionsdurchsuchung (dwdl.de, Timo Niemeier) Wegen des Doku-Podcasts &#8220;House of Block&#8221; über den Fall der Steakhaus-Erbin Christina Block hätten Staatsanwaltschaft und LKA Hamburg Geschäftsräume der &#8220;Zeit&#8221; aufgesucht. Den Redaktionsmitgliedern sei dabei mit einer Durchsuchung gedroht worden. Die Ermittler hätten Tonaufnahmen und angebliche Verträge mit der 15-jährigen Tochter Blocks beschlagnahmen wollen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.dwdl.de/nachrichten/108177/zeit_wehrt_sich_gegen_angedrohte_redaktionsdurchsuchung/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>1. &#8220;Zeit&#8221; wehrt sich gegen angedrohte Redaktionsdurchsuchung</strong></a><br />
<em>(dwdl.de, Timo Niemeier)</em><br />
Wegen <a href="https://www.zeit.de/serie/house-of-block" target="_blank">des Doku-Podcasts &#8220;House of Block&#8221;</a> über den Fall der Steakhaus-Erbin Christina Block hätten Staatsanwaltschaft und LKA Hamburg Geschäftsräume der &#8220;Zeit&#8221; aufgesucht. Den Redaktionsmitgliedern sei dabei mit einer Durchsuchung gedroht worden. Die Ermittler hätten Tonaufnahmen und angebliche Verträge mit der 15-jährigen Tochter Blocks beschlagnahmen wollen, die im Podcast erstmals öffentlich spreche. Die &#8220;Zeit&#8221;-Chefredakteure Giovanni di Lorenzo und Jochen Wegner hätten die Tonspuren zwar versiegelt übergeben, jedoch sofort Beschwerde eingelegt. Sie sähen in dem Vorgehen einen unverhältnismäßigen Angriff auf Pressefreiheit und Quellenschutz.<br />
Weitere Lesetipps: Die <a href="https://www.zeit.de/hamburg/2026-10/durchsuchung-redaktion-staatsanwaltschaft-lka-hamburg" target="_blank">Berichterstattung der &#8220;Zeit&#8221;-Redaktion</a> in eigener Sache sowie <a href="https://www.zeit-verlagsgruppe.de/pressemitteilung/die-zeit-verurteilt-angedrohte-durchsuchung-der-redaktion-und-wird-dagegen-rechtlich-vorgehen/" target="_blank">die Pressemitteilung</a> der &#8220;Zeit&#8221;-Verlagsgruppe.</p>
<p><a href="https://mmm.verdi.de/beruf/dju-fordert-verlaesslichen-quellenschutz-109557" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>2. dju will verlässlichen Quellenschutz</strong></a><br />
<em>(verdi.de)</em><br />
Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in Verdi kritisiert einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Ausweitung der Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes und des Verfassungsschutzes. Besonders problematisch sei eine Schutzlücke: Werde nicht die Redaktion selbst, sondern der Informant beziehungsweise die Informantin ins Visier genommen, greife die Abwägungsklausel nicht, wodurch Quellen beiläufig enttarnt werden könnten. Für Recherchen zu Terror, Extremismus oder Spionage sei das verheerend.</p>
<p><a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/pressemitteilungen/4315/taz-journalistin-von-israelischer-regierung-an-einreise-gehindert" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>3. taz-Journalistin von israelischer Regierung an Einreise gehindert</strong></a><br />
<em>(reporter-ohne-grenzen.de)</em><br />
Die israelische Regierung habe der &#8220;taz&#8221;-Journalistin Serena Bilanceri die Einreise verweigert. Die Behörden hätten sich dabei offenbar auf den Vorwurf berufen, Bilanceri habe zu einem Boykott Israels aufgerufen. Eine Gesetzesverschärfung erlaube die Abweisung von Personen wegen unliebsamer öffentlicher Äußerungen. Die Organisation Reporter ohne Grenzen verurteilt den Vorgang als Angriff auf die Pressefreiheit. Wer Berichterstattung an politische Loyalität knüpfe, gefährde unabhängigen Journalismus.<br />
Weiterer Lesetipp: Die <a href="https://taz.de/In-eigener-Sache/!6220895/" target="_blank">Berichterstattung der &#8220;taz&#8221;-Redaktion</a> in eigener Sache.</p>
<p><a class="noline" href="/bildblog-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="81" src="/wp-content/bildblogunterstuetzen.png" alt="Bildblog unterstuetzen" /></a></p>
<p><a href="https://de.ejo-online.eu/forschung/flood-the-zone-wie-tagesschau-de-auf-trumps-informationsflut-reagiert" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>4. &#8220;Flood the zone&#8221;? Wie tagesschau.de auf Trumps Informationsflut reagiert</strong></a><br />
<em>(de.ejo-online.eu, Flórián Gombos &#038; Katinka Böhm &#038; Paulina Bermúdez)</em><br />
Mit der Taktik &#8220;Flood the zone with shit&#8221; würden Donald Trump und dessen Umfeld seit Jahren versuchen, Medien durch eine Dauerschleife aus Provokationen und Dekreten gezielt zu überfordern. Eine vergleichende Inhaltsanalyse der TU Dortmund habe nun untersucht, wie tagesschau.de in den ersten vier Wochen nach Trumps Amtsantritten 2017 und 2025 über den US-Präsidenten berichtet hat. Das Ergebnis: Entgegen der Annahme sei der Anteil der Trump-Artikel keineswegs explodiert, sondern habe jeweils bei exakt 18 Prozent des Gesamtaufkommens gelegen.</p>
<p><a href="https://www.rnd.de/medien/unertraeglicher-ton-warum-esc-legende-peter-urban-beim-ndr-ploetzlich-hinwirft-EKYIOU6TBBBAZKJGZSMETEXFDE.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>5. Aus nach 52 Jahren: Radiolegende Peter Urban verlässt NDR 2 im Zorn</strong></a><br />
<em>(rnd.de, Imre Grimm)</em><br />
Nach 52 Jahren am Mikrofon beende Moderator Peter Urban seine wöchentliche Show auf NDR 2. Hintergrund des überraschenden Abschieds sei ein Streit mit dem öffentlich-rechtlichen Sender über die Weiterverbreitung des Podcasts &#8220;Urban Pop&#8221;. Urban störe sich daran, dass die Episoden über offene RSS-Feeds auch auf kommerziellen oder fragwürdigen Drittseiten landen würden, die seinen ethischen Grundsätzen widersprächen. Der NDR verteidige das Vorgehen. Die Bereitstellung per offenem RSS-Feed sei im Podcast-Bereich absolut marktüblich und diene dem Auftrag, möglichst viele Hörerinnen und Hörer zu erreichen.</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/justiz/j/gerichte-auf-instagram-oeffentlichkeitsarbeit-justiz-tiktok" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>6. &#8220;Authen­ti­sche Ein­blicke ent­stehen nicht allein am Sch­reib­tisch&#8221;</strong></a><br />
<em>(lto.de, Pauline Dittrich)</em><br />
Immer mehr deutsche Amts-, Land- und Fachgerichte würden mit eigenen Instagram-Accounts in die Sozialen Medien vorstoßen. Wie eine Recherche von &#8220;Legal Tribune Online&#8221; zeigt, würden die meisten Justizbehörden die aufwendige Videoproduktion ohne zusätzliche Stellen oder Freistellungen stemmen, rein im Nebenamt. Die Bundesgerichte würden sich noch scheuen, doch auf den unteren Ebenen zöge man eine positive Bilanz. Der direkte Draht baue Vorurteile ab, stärke die Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und erreiche jüngere Zielgruppen jenseits trockener Pressemitteilungen.</p>
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