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	<title>Bildwerk3 - Fotografie - Fotografen</title>
	
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	<description>Onlinemagazin für Fotografie und Fotografen</description>
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		<title>Der Weißabgleich im RAW Konverter</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 10:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik - Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Workflow]]></category>
		<category><![CDATA[RAW]]></category>
		<category><![CDATA[Weißabgleich]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiß oder Grauabgleich? Wir haben im Beitrag gestern vom Weißabgleich gesprochen aber auch von geeichten Graukarten. Macht man nun einen Weiß- oder einen Grauabgleich? Zurück zu unserer Frage: Was ist Weiß? Wie ist Weiß in der digitalen Welt definiert? Was ist Schwarz und was ist Grau?
Weiß im RGB Farbmodell ist RGB 8-bit (255,255,255) oder in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weiß oder Grauabgleich? Wir <a href="http://www.bildwerk3.de/2009/11/09/der-professionelle-weisabgleich/" title="Weissabgleich – Teil1" class="liinternal">haben im Beitrag gestern</a> vom Weißabgleich gesprochen aber auch von geeichten Graukarten. Macht man nun einen Weiß- oder einen Grauabgleich? Zurück zu unserer Frage: Was ist Weiß? Wie ist Weiß in der digitalen Welt definiert? Was ist Schwarz und was ist Grau?</p>
<p>Weiß im RGB Farbmodell ist RGB 8-bit (255,255,255) oder in Prozenten wie zum Beispiel Adobe Lightroom die RGB Werte anzeigt (100,100,100), Schwarz ist RGB (0,0,0). <strong>Und Grau?</strong> Grau ist jede „Farbe“, die zwischen Weiß und Schwarz liegt für die folgendes gilt: R=G=B. Damit sind alle Farben gleich gewichtet und wir erreichen eine Farbneutralität. Grau ist also: RGB (1-254, 1-254, 1-254) für jeweils R=G=B – Weiß und Schwarz sind eigentlich nur Sonderfälle von Grau.</p>
<p>In der Realität wird ein weißes Blatt Papier in einem richtig belichteten Bild (fast) nie die Werte RGB(255,255,255) haben sondern deutlich dunkler RGB(228,228,228) sein. Damit machen wir eigentlich immer einen Grauabgleich und keinen Weißabgleich.</p>
<p>Die Verwendung einer Graukarte birgt zwei weitere Vorteile:</p>
<p>1.	Grau reflektiert weniger sogenannte „Störfarben“. Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Bild in einem Raum machen, in dem eine von 4 Wänden rot gestrichen ist. Das vorhandene Licht wird von der roten Wand beeinflusst. Dieses soll auch in unsere Messung mit eingehen, aber sicherlich nicht in dem Maße, indem eine rote Reflektion auf einem weißen Blatt es darstellen würde. Halten Sie mal ein weißes Blatt oder eine Graukarte neben einen farbigen Gegenstand und versuchen sie eine Reflektion zu erzeugen. Sie werden sehen, dass die Farbreflektion auf der Graukarte wesentlich geringer ausfällt als auf dem weißen Blatt. </p>
<p>2.	Mit dem Weißabgleich wollen wir ja die Farbbalance im ganzen Bild, d.h. für alle RGB Werte von (0-255) herstellen. Was dürfte jetzt genauer sein und sich besser auf all diese Werte übertragen lassen? Eine Messung der Farbbalance (des Weißabgleichs) bei Helligkeitswerten von ca. 220-240 (weißes Blatt) oder bei Werten von 120-160 (durchschnittliche Graukarte)? Bei der Graukarte ist der Maximalabstand der zwischen Messwert und den zu korrigierenden Werten liegt wesentlich kleiner. Damit lassen sich die Ergebnisse der Messung deutlich besser auf den gesamten Tonwertumfang des Bildes übertragen.</p>
<p><strong>Was passiert beim Weißabgleich  im RAW Konverter</strong></p>
<p>Wenn ich eine Graukarte bei der Aufnahme ins Bild gestellt habe, kann ich einen exakten Weißabgleich bei der Bearbeitung im RAW Konverter durchführen und diesen per Synchronisation, Rezept oder Anpassung anwenden und auf mehrere Bilder, die unter gleichen Bedingungen aufgenommen wurden übertragen.</p>
<p>In meinem Workflow mache ich im Regelfall 1-3 Bilder bei denen ich die Graukarte als Referenz für den Weißabgleich im Bild habe und nehme Sie dann für die eigentlichen Aufnahmen wieder heraus.</p>
<p>Bei der Verarbeitung am Computer wähle ich in Adobe Lightroom im „Entwickeln Modul“ (funktioniert analog dazu in Aperture, Capture One, dem Photoshop ACR Modul, Canon’s DPP oder Nikon’s Capture NX bzw. in jedem anderen RAW Konverter)  die Pipette aus und deute mit der Pipette auf die Graukarte. Dabei sehe ich Werte von RGB(75.0, 73.7, 70.8) jeweils in Prozent(%). In diesem Fall ist Rot am stärksten und Blau am schwächsten vertreten. Das Bild ist also zu „warm“.</p>
<p>Um eine perfekte Farbbalance R=G=B zu erzielen, klickt man mit der Pipette auf die Graukarte und sieht, dass sich die Werte und die Farbbalance des Bildes nach dem Klick verschoben haben. Lightroom hat sich auf uns „verlassen“ und dabei unter der Prämisse gearbeitet: „Der Anwender wird wissen was er tut und einen „korrekten“ bzw. kalibrierten Weiß/Graupunkt anklicken“. Aufgrund dieses Klicks setzt Lightroom, soweit möglich, die drei RGB Farben des angeklickten Punktes gleich und wir erhalten hier mit (73.3, 73.4 und 73.5) eine fast exaktes Grau auf der kalibrierten Graukarte – so wie es sein sollte.  <strong>Analog zu diesen gemessenen Farbverschiebungen auf der Graukarte verschiebt Lightroom alle anderen Farben im Bild analog zu den gemessenen Ergebnissen und der durch die falsche Erkennung der Farbtemperatur aufgetretene Farbstich ist perfekt korrigiert.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3890" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/BW3-WB-Pipette.jpg" alt="BW3-WB-Pipette" width="445" height="490" /></p>
<p>Hieraus erklärt sich auch, warum ich eine geeichte Graukarte benötige und mit einer „in freier Wildbahn“ vorkommenden weißen oder grauen Fläche keine exakten Ergebnisse erziele. Ich benötige einen Referenzwert bei dem ich <em>sicher</em> weiß, das dessen Grauwert exakt R=G=B entspricht. Bei einem weißen Blatt Papier kann ich mir nicht sicher sein, da hier häufig optische Aufheller, bzw. Farbzusätze verwendet werden. Genauso bei der weißen Wand eines Raumes, da Maler oft etwas gelb beimischen um die Räume nicht so kalt wirken zu lassen. (Analog gilt das für Stoffe, Tische, Asphalt etc.) Das heißt nur mit einem <em>Grauabgleichswerkzeug</em> von guter Qualität kann ich sicher sein, dass ich einen technischen Weißabgleich perfekt durchführen kann.</p>
<p>Ein häufiger Fehler ist die Versuchung in Situationen, in denen man keine Graukarte verwendet hat, mit der Pipette einen grauen oder weißen Punkt im Bild zu suchen (zum Beispiel im Boden oder an einer Wand), bei dem alle 3 RGB Werte bereits gleich sind und darauf zu klicken. Was würde passieren? Gar nichts. Da wir darüber hinaus auch nicht wissen ob der verwendete Punkt neutral ist, ist diese Vorgehen sinnlos.</p>
<p>Die Verwendung eines beliebigen grauen oder weißen Punktes für den Weißabgleich im Bild, kann jedoch als „Trial and Error“ gute Resultate bringen. Man muss sich nur im Klaren sein, dass man hier vielleicht einen schönen und ansprechenden Weißabgleich bekommt, der für 95% aller Anwendungsfälle perfekt sein kann,  jedoch keinen exakten.</p>
<div id="attachment_3891" class="wp-caption alignnone" style="width: 377px"><img class="size-full wp-image-3891" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/BW3-WB-VorherNachher.jpg" alt="Vorher – Nachher. Einmal mit AWB und einmal mit Pipette und Graukarte. Das untere Bild zeigt den technisch exakten Weißabgleich." width="367" height="490" /><p class="wp-caption-text">Vorher – Nachher. Einmal mit AWB und einmal mit Pipette und Graukarte. Das untere Bild zeigt den technisch exakten Weißabgleich.</p></div>
<p><strong>Weißabgleich für einen Sonnenuntergang oder der technische und der künstlerische Weißabgleich</strong></p>
<p>Muss ich nun für jedes Bild eine Graukarte verwenden? Nein, sicher nicht. Ich unterscheide zwischen einem technischen und einem künstlerischen Weißabgleich. Der technische  Weißabgleich ist der exakte Ausgleich beziehungsweise das setzen von R=G=B. Stellen wir uns mal vor, wir halten eine Graukarte bzw. ein weißes Blatt Papier in einen Sonnenuntergang. Das weiße Blatt Papier wird einen extremen Orangestich haben. Wenn ich diesen Orangestich neutralisiere bekomme ich zwar ein technisch perfektes aber ein grauenvoll aussehendes Bild, das mit dem <em>gewünschten</em> Ergebnis nichts mehr gemein hat.</p>
<p>Bei den meisten Bildern kann ich als Photograph frei entscheiden welchen Weißabgleich ich einstelle, dass heisst ich kann ihn im Gegenzug auch „verstellen“ um ein besseres, künstlerisches Ergebnis zu erzielen. Bei den meisten Motiven habe ich die künstlerische Freiheit das zu tun und sollte diese Möglichkeit auch nutzen. So habe ich zum Beispiel bei dem Bild unten, das um ca. 17:30 Uhr auf Mallorca entstand und im Original einen warmen Farbton aufweist, durch eine einfache Änderung des Weißabgleichs die Nachmittagsstimmung in eine kühle Morgenstimmung verwandelt, die mir bei diesem Bild einfach besser gefallen hat.</p>
<div id="attachment_3892" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3892" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/BW3-WB-KuenstTech.jpg" alt="AWB, wie Aufnahme: 3650K – Künstlerische WB: 2900K" width="490" height="368" /><p class="wp-caption-text">AWB, wie Aufnahme: 3650K –Künstlerische WB: 2900K</p></div>
<p>In der Produktfotografie brauche ich jedoch einen technischen Weißabgleich um sicherzustellen, dass das Rot des Autos, des Schals oder des Pullovers auch exakt dem Rot entspricht das ich bekomme. Um dieses sicherzustellen muss ich neben einem durchgängigen Farbmanagement auch einen technisch perfekten Weißabgleich durchführen – in diesem Fall bin ich auf die Verwendung einer kalibrierten Weißabgleichslösung angewiesen.</p>
<p><em>Im nächsten Artikel werde ich kurz einige ausgewählte Produkte vorstellen mit denen man den technischen Weißabgleich durchführen kann und meine Erfahrungen damit schildern.</em></p>
<div id="attachment_3862" class="wp-caption alignnone" style="width: 201px"><a href="http://www.xvm.de" ><img class="size-full wp-image-3862" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/xvm.gif" alt="xvm" width="191" height="75" /></a><p class="wp-caption-text">Frank Werner ist Gründer und Lead digital Consultant von eXtreme visual media</p></div>
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		<title>Der professionelle Weißabgleich</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 09:27:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Werner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frank Werner ist Gründer und Lead digital Consultant von eXtreme visual media
Da es mich bei vielen Fotografen überrascht hat, dass der Weißabgleich zwar den meisten bekannt ist und oft auch angewandt wird, dass aber nur wenige verstehen bzw. erklären können was dabei passiert, habe ich als erstes Thema zum digitalen Workflow den professionellen Weißabgleich gewählt.
Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3862" class="wp-caption alignleft" style="width: 201px"><a href="http://www.xvm.de" ><img class="size-full wp-image-3862" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/xvm.gif" alt="xvm" width="191" height="75" /></a><p class="wp-caption-text">Frank Werner ist Gründer und Lead digital Consultant von <strong>eXtreme visual media</strong></p></div>
<p>Da es mich bei vielen Fotografen überrascht hat, dass der <em>Weißabgleich</em> zwar den meisten bekannt ist und oft auch angewandt wird, dass aber nur wenige verstehen bzw. erklären können was dabei passiert, habe ich als erstes Thema zum digitalen Workflow den professionellen Weißabgleich gewählt.</p>
<p>Auf der letzten Photokina habe ich für den <em>dpunkt</em> Verlag einen Vortrag zum Thema <em>Speed RAW</em> gehalten. Ich war etwas nervös, da ein Vortrag auf der <em>Photokina</em> immer wieder etwas Besonderes ist. Auch wusste ich nicht genau, wie es um die Vorkenntnisse meiner Workshop-Besucher bestellt war. Eine erste Fragerunde, die mir einen Eindruck von den Vorkenntnissen der Besucher geben sollte, ergab, dass ca. 90% aller Teilnehmer bereits in RAW fotografieren und sich ca. 80% selber als fortgeschritten bis sehr fortgeschritten einstuften.</p>
<p>Ich begann meinen Vortrag mit Aufnahmevoraussetzungen für den Speed RAW Workflow und habe hierfür zu Demonstrationszwecken eine kalibrierte Graukarte von <em>WhiBal </em>verwendet. Umso mehr war ich überrascht über die zahlreichen Fragen die aus der Verwendung dieser Karte entstanden. Den meisten war der Weißabgleich an sich zwar bekannt, allerdings hatten sich viele mit den verschiedenen praktischen Anwendungen im RAW Konverter, mit den Hintergründen, dem wieso und warum,  auch nach Jahren der RAW Fotografie noch nicht beschäftigt. Dieses Hintergrundwissen und Verständnis soll dieser kleine Workshop jetzt schaffen.</p>
<p><strong>Was ist Weiß?</strong></p>
<p>Für die Farbbalance eines Bildes, das heißt für die Vermeidung eines Farbstiches ist es wichtig, dass Weiß als Weiß wie wir es verstehen dargestellt wird. Die ersten Fragen die wir uns hier stellen müssen sind: Was ist eigentlich Weiß, hat Weiß eine Farbe und wie ist Weiß technisch definiert? </p>
<p>Wenn Sie sich mit dem Weißabgleich noch nicht so gut auskennen, machen Sie doch einfach mal eine kurze Übung. Nehmen Sie ein „weißes“ Blatt Schreibmaschinenpapier und halten es tagsüber einmal ans Fenster und einmal vor eine Glühlampe in einem Raum. Sie werden sehen, dass das „Weiß“ des Papiers einmal bläulichweiß und einmal gelblichweiß erscheint. In diesem Fall ist das Weiß des Papiers eine Reflexivfarbe und es erhält seine Tönung bzw. Farbe durch die Farbtemperatur des von Ihm reflektierten Lichtes.</p>
<p><strong>Die Farbtemperatur</strong></p>
<p>Die Farbtemperatur definiert die „Farbe“ des Lichts das sich von gelblich Weiß nach bläulich Weiß bei Farbtemperaturen von 2200 – 10000°K bewegt. Die technische Definition der Farbtemperatur basiert auf einem idealen schwarzen Körper, dem sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rper" title="plankscher Strahler" rel="nofollow" class="liwikipedia">plankschen Strahler</a>.</p>
<p>Für die praktische Anwendung, physikalisch nicht ganz korrekt,  stellen wir uns einen Metallwürfel vor, der nicht schmelzen kann. Erhitzt man diesen Metallwürfel auf eine bestimmte Temperatur, gemessen in Grad Kelvin, strahlt der Würfel, je höher er erhitzt wird, erst rötlich-gelbes Licht bis hin zu bläulichem Licht aus. Denken wir an Metall, das in einem Hochofen erhitzt wird, wissen wir, dass dieses Metall je nach Erhitzungsgrad rötlich (2000°K), gelblich (3500°K oder fast „weiß“ (5000°K – z.B. elektrische Lichtbogenschweißung) wirkt.</p>
<p>Die Flamme eines Schweißgerätes ist zum Beispiel schon so heiß, dass sie bläuliches Licht emittiert. Dieser Vergleich beschreibt bildlich den Übergang von niedrigen zu hohen Farbtemperaturen und von gelblichem zu bläulichem Weiß.</p>
<p><strong>Der Weißabgleich (oder Grauabgleich? ) in der Kamera</strong></p>
<p>Unser Ziel in der Fotografie ist es &#8211; im Regelfall &#8211; Farbe korrekt darzustellen. Um nun Weiß als Weiß darstellen zu können muss die Kamera bei der Aufnahme erkennen, welche Farbtemperatur das Umgebungslicht hat und ihre Farbbalance daran anpassen. Tageslicht besitzt z.B. eine Farbtemperatur von 5200-5600K, Kunstlicht liegt je nach Lichtquelle zwischen 2400-3800K. In der Analogfotografie hatte man für die Anpassung nur wenige Möglichkeiten. Man konnte je nach verwendeter Lichtquelle, Kunstlicht oder Tageslichtfilm einsetzen, der für die jeweilige Farbtemperatur optimiert war.</p>
<p>In der Digitalfotografie arbeiten wir meistens mit dem automatischen Weißabgleich und überlassen es der Kamera die Farbbalance des Bildes an die Farbtemperatur des Lichtes anzupassen. Alternativ dazu können wir mit den Voreinstellungen der Kamera (meistens von ca. 2800K – Glühbirne, 3800K – Leuchtstoffröhre, 5600K Tageslicht bis hin zu 7500K Schatten) arbeiten. Bei beiden Methoden müssen wir uns aber auf Faktoren verlassen die wir nicht einschätzen können. Entweder auf das Funktionieren der Automatik oder alternativ auf unsere Einschätzung des Lichts.</p>
<p>Darüber hinaus lassen die Voreinstellungen der meisten Kameras nur sehr grobe Einstellungen zu. Viele modernere Kameras unterstützen inzwischen die Einstellung  von <em>Grad Kelvin</em> in 50°K oder 100°K Schritten, doch auch hier bleibt das Problem bestehen, dass wir einschätzen müssen, welche Farbe das Umgebungslicht hat. Alternativ hierzu kann man einen sehr teuren Belichtungsmesser (ordentliche Geräte ab ca. 900 Euro, gute ab ca. 2.000 Euro), der die Farbtemperatur-Messung unterstützt, verwenden. Wir sind aber auch hier auf die Messgenauigkeit des Gerätes angewiesen und dürfen uns vor allem keine Fehlbedienung erlauben.</p>
<p><strong>Manueller Weisabgleich</strong></p>
<p>Die beste Möglichkeit ist der manuelle Weißabgleich, den ich in der Kamera mit Hilfe eines weißen Blattes Papier oder einer Graukarte durchführen kann. Dieser ist jedoch recht aufwendig, da ich hierzu ein Bild aufnehmen und in der Kamera als Referenzwert abspeichern muss. Weiterhin muss der manuelle Weißabgleich erneut durchgeführt werden, sobald sich die Lichtsituation ändert. Ein Beispiel: Wenn es bewölkt ist und sich Wolken vor die Sonne schieben, müsste ich direkt einen neuen manuellen Weißabgleich durchführen. Deswegen ist der manuelle Weißabgleich im Studio recht praktisch, in anderen Situationen jedoch nur mit Vorsicht zu verwenden.</p>
<p>Einer der bekannteren Vorteile des RAW Formats ist es, dass der Weißabgleich jederzeit nachträglich an meinem Computer durchgeführt werden kann. Damit erledigen sich die meisten der oben angesprochenen Problemstellungen wie: Verlasse ich mich auf meine Automatik? Schätze bzw. messe ich bei der Aufnahme? Führe ich einen manuellen Weißabgleich durch, der bei sich ändernden Lichtverhältnissen sofort obsolet wird? Nein. Die Aufnahme wird im RAW Format erstellt, und bei Aufnahmen, bei denen eine exakte Reproduktion der Lichtverhältnisse benötigt wird, wird eine geeichte Graukarte oder ein anderes äquivalentes Werkzeug wie z.B. ein Weißabgleichsfilter oder –würfel als Referenz verwendet.</p>
<p><em>Titel des nächsten Beitrages: Was passiert beim Weißabgleich im RAW Konverter &#8211; mit einem zusätzlichen Absatz über den technischen- bzw. den künstlerischen Weißabgleich.</p>
<p>Wer bis zu diesem Punkt Fragen hat, kann sie gern über die Kommentarfunktion stellen.</em></p>
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		<title>Digitaler Workflow auf Bildwerk3</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 16:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik - Equipment]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Workflow]]></category>

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		<description><![CDATA[In monatlicher Folge werde ich hier bei Bildwerk3 Themen des digitalen Workflows und der digitalen Technik behandeln. Ich werde dabei mit wechselnden Schwerpunkten verschiedene Themen wie RAW Workflow, Photoshop, Lightroom, HDRI und so weiter präsentieren. Mit der Zeit wird so Schritt für Schritt ein umfassender professioneller digitaler Workflow entstehen. Thema ab Montag: Weißabgleich.
Mein Name ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3862" style="padding: 0px;" title="xvm" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/xvm.gif" alt="xvm" width="191" height="75" />In monatlicher Folge werde ich hier bei Bildwerk3 Themen des digitalen Workflows und der digitalen Technik behandeln. Ich werde dabei mit wechselnden Schwerpunkten verschiedene Themen wie RAW Workflow, Photoshop, Lightroom, HDRI und so weiter präsentieren. Mit der Zeit wird so Schritt für Schritt ein umfassender professioneller digitaler Workflow entstehen. <em>Thema ab Montag: Weißabgleich</em>.</p>
<p>Mein Name ist Frank Werner und ich bin Gründer und Lead digital Consultant der Firma <em>eXtreme visual media</em> (<a href="http://www.xvm.de/" class="liexternal">http://www.xvm.de</a>). Als studierter Wirtschaftsinformatiker und Fotograf der während des Studiums eine zusätzliche Trainerausbildung absolvierte, arbeitete ich anschließend 7 Jahre als Projektleiter in einer großen deutschen Bank im Bereich neue Medien. Mit meiner Firma <em>xvm</em> biete ich seit dem Jahr 2001 Workshops, Firmenschulungen, Unternehmensberatung,  Projektbetreuung und -leitung im <em>digital Imaging Bereich</em> für engagierte Amateure, professionelle Fotografen, Studios, Bildagenturen und Firmen an.</p>
<p><strong>eXtreme visual media</strong></p>
<p>Mit <em>eXtreme visual media</em> helfe ich beim Aufbau eines optimalen digitalen Arbeitsablaufs zu Themen wie professioneller digitaler RAW Workflow, Photoshop, Lightroom, Aperture, Capture One, DxO,  Farbmanagement, Bildverwaltung und -archivierung, Hard- / Softwareausstattung, Equipmentberatung und vieles mehr &#8230;</p>
<p><em>xvm</em> ist von Herstellern und Händlern unabhängig und kann daher in jeder Situation optimal beraten. Zu den Kunden von <em>xvm</em> gehören zum Beispiel Swarovski, Lufthansa, Mamiya, die Stadt München, professionelle Fotohändler und viele Amateur- und Profifotografen – eine ausführliche Referenzliste auf der Firmenwebseite.</p>
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		<title>Workflow, Portfolio &amp; Sexappeal</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 15:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogposts]]></category>

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		<description><![CDATA[Die nächste Woche hat es in sich: Ganz besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Frank Werner von eXtreme visual media – kurz xvm. Die Zielgruppe von xvm sind engagierte Amateure, professionelle Fotografen, Bild- oder andere Agenturen kurz alle, für die digital Imaging an irgendeiner Stelle von Bedeutung ist. Ich habe Frank Werner als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die nächste Woche hat es in sich: Ganz besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Frank Werner von <a href="http://www.xvm.de/" title="eXtrme visual media" class="liexternal"><em>eXtreme visual media</em></a> – kurz <em>xvm</em>. Die Zielgruppe von <em>xvm</em> sind engagierte Amateure, professionelle Fotografen, Bild- oder andere Agenturen kurz alle, für die <em>digital Imaging</em> an irgendeiner Stelle von Bedeutung ist. Ich habe Frank Werner als Gastautor für eine langfristige Artikelreihe <em>Digitaler Workflow</em> gewinnen können – und gleich am Montag geht es los mit dem Thema <em>Weißabgleich</em>. Und das hat es bekanntlich in sich ..</p>
<p>Außerdem gibt es in der nächsten Woche ein Interview mit Dieter Degler – wir wollen vom Chef erfahren, was es Neues gibt bei <a href="http://seenby.de/" title="seen.by" class="liexternal"><em>seen.by international fineart</em></a>. Dazu wird es eine kleine Verlosaktion geben bei der einige von Euch die Qualität der Druck-Produkte von <em>seen.by</em> testen dürfen. Es geht dabei um richtig große Drucke &#8230;</p>
<p>Bei <em>seen.by</em> habe ich die <a href="http://www.mariasimonphotography.com/" title="Fotografin Maria Simon" class="liexternal">Fotografin Maria Simon</a> getroffen, mich für ihr Portfolio begeistert und sie eingeladen ihre sinnlich aufgeladenen, professionell in Szene gesetzten Motive bei Bildwerk3 zu zeigen. Heute ein erster Eindruck, in der nächsten Woche mehr:</p>
<div id="attachment_3843" class="wp-caption alignleft" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3843" title="maria_simon" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/maria_simon.jpg" alt="© Maria Simon" width="490" height="328" /><p class="wp-caption-text">© Maria Simon</p></div>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/YEnwNyWPxCc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Für eine Fotografen-Karriere beim stern: Bildsprache und Thema</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/bildwerk3/~3/BPFvC3wCKoA/</link>
		<comments>http://www.bildwerk3.de/2009/11/04/fur-eine-fotografen-karriere-beim-stern-bildsprache-und-thema/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 10:38:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theorie - Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Fotojournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Fotograf beim stern zu sein oder für den stern zu arbeiten ist für viele Nachwuchsfotoreporter ein Traumziel. Hoffnung macht Andreas Trampe, Bildchef beim stern indem er für wirklich tolle Bilder immer einen Platz in einer der wichtigen deutschsprachigen Magazine sieht. Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere als Fotograf oder als Fotografin sei eine excellente Bildsprache und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3833" style="padding: 0px;" title="stern" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/stern.gif" alt="stern" width="192" height="75" />Fotograf beim <em>stern</em> zu sein oder für den <em>stern</em> zu arbeiten ist für viele Nachwuchsfotoreporter ein Traumziel. Hoffnung macht Andreas Trampe, Bildchef beim <em>stern</em> indem er für wirklich tolle Bilder immer einen Platz in einer der wichtigen deutschsprachigen Magazine sieht. Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere als Fotograf oder als Fotografin sei eine excellente Bildsprache und eine thematische Festlegung.</p>
<p>Mehr zu diesem und zu anderen Themen in unserem Interview mit Andreas Trampe :</p>
<p><strong>Marko Radloff/Bildwerk3: Kann ich beim <em>stern</em> noch etwas werden, wenn ich als Fotograf ein sauber beschriftetes Papierbild vorbei bringe?</strong><br />
<em>Andreas Trampe/stern:</em> Sie  können beim <em>stern</em> grundsätzlich etwas werden, wenn Sie tolle Bilder vorbei bringen, bzw. schicken. Egal ob diese auf Papier, Festplatte oder Glas-Negativ sind. Tolle Bilder scannen wir gerne – kein Problem. Und nicht so tolle Bilder brauchen wir weder auf Papier noch auf Festplatte <img src='http://www.bildwerk3.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Wie sind Sie Bildchef beim <em>stern</em> geworden? Wo hat Ihre Karriere ihre angefangen?</strong><br />
Ich bin 1996 Stellvertreter, des damaligen Ressortleiter der stern-Bildredaktion Volker Lensch, geworden. Seit 1999 führen wir das Ressort als „so genannte Doppelspitze“ gemeinsam. Von 1991 bis 1996 war ich Fotochef bei Bild am Sonntag, davor habe ich als freier Fotograf gearbeitet. Mein Berufseinstieg begann 1982 mit einem Volontariat in einer Presseagentur.</p>
<p><strong>Ist das richtig: Sie bekommen am Tag über unterschiedliche Kanäle zwischen 15.000 bis 18.000 Bilddateien zur Ansicht und müssen daraus geeignetes Material auswählen?</strong><br />
Ja, wir haben gestern (29.10.2007) 17.648 Bilder bekommen und vorgestern 21.488 Bilder. Am Wochenende ist es ruhiger, so waren es vergangenen Samstag (24.10.09) nur 11.576 Bilder.<br />
<strong><br />
Ich habe irgendwo gelesen, dass lediglich 0,03 Prozent der beim <em>stern</em> eingereichten Bilder für eine Veröffentlichung verwendet werden. Diese Zahl stammt von Ihnen und sie stammt aus dem Jahr 2007. Was hat sich in der Zwischenzeit getan?</strong><br />
Wir drucken pro Ausgabe ca. 220 Bilder, bei einem wöchentlichen Bildeingang von ca. 100.000 Bildern sind dass ungefähr 0,22 Prozent.</p>
<p><strong>Welche Anforderungen stellen die veränderten technischen Möglichkeiten an den Beruf des Bildredakteurs?</strong><br />
Bildredakteure müssen technisch versiert sein, die Arbeit am Computer muss „ihnen liegen“ und im besten Fall Spaß bringen. Das Geschäft ist sehr schnell und transparent geworden. Bildmaterial von Fotografen und Agenturen wird „just in Time“ beschafft, Aufträge dank Mail und Internet  global vergeben.</p>
<p><strong>Wie viel Prozent der beim <em>stern</em> veröffentlichten Fotos sind direkt beauftragt, wie viel Prozent werden über Agenturen eingekauft?</strong><br />
Ca. 40 – 50 Prozent aller gedruckten Fotos entstammen Aufträgen, der Rest wird von Agenturen eingekauft.</p>
<p><strong>Haben Sie irgendwann in der letzten Zeit einmal Schwierigkeiten gehabt, einen Beitrag ausreichend zu bebildern?</strong><br />
Nein. Ausreichende Bebilderung gelingt eigentlich immer, die Frage ist eher  ob die dabei erreichte  Qualität gut, sehr gut oder okay ist.</p>
<p><strong>Vor zwanzig Jahren gab es beim <em>stern</em> noch zwanzig fest angestellte Fotografen, heute – bis auf zwei Ausnahmen – niemanden mehr. Aus Ihrer Sicht eine bedauerliche Entwicklung?</strong><br />
Nein, eine zwangsläufige Entwicklung in Zeiten immer  stärkerer Spezialisierung. Wenn wir früher einen Sportfotografen für eine Geschichte gebucht haben, so buchen wir heute einen Fußballfotografen, eine Woche später für eine weitere Sportgeschichte einen anderen Kollegen der sich auf  „Segeln“ spezialisiert hat. Oder für eine Geschichte in Brasilien einen Kollegen, der portugiesisch spricht und sich vor Ort gut auskennt. Heute ist das alles kein Problem mehr, dass sind Anforderungen, die sich mit einem  „fest angestelltes Team“ kaum noch abbilden lassen.</p>
<p>Heute  gibt es im übrigen weltweit überall gute bis sehr gute Fotografen,  anders als früher.</p>
<p><strong>Was empfehlen Sie Nachwuchsfotoreportern, um heute Beachtung zu finden? Sind es besondere Themen oder ist es eine eindrucksvolle Bildsprache?</strong><br />
Ein eindeutiges Profil, dass aus exzellenter Bildsprache und möglichst einem Themenschwerpunkt besteht, so dass er /sie für bestimmte Inhalte/Bildsprache steht und somit für Agenturen, Zeitungen und Zeitschriften verlässlich einzuordnen ist.</p>
<p><strong>In welcher besonderen Verantwortung im Hinblick auf die Authentizität von Fotografie stehen Fotoreporter Ihrer Ansicht nach heute?</strong><br />
Im Zeitalter digitaler Fotografie und Photoshop ist die Glaubwürdigkeit an Fotografen und ihre Bilder ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Fotografen sollten sich dieser Verantwortung extrem bewusst sein, einmal beim Schummeln oder Manipulation erwischt bedeutet meist das „ Aus für die Karriere.“</p>
<div id="attachment_3821" class="wp-caption alignnone" style="width: 156px"><img class="size-full wp-image-3821" title="Andreas Trampe, Leiter Bildredaktion beim stern " src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/trampe.jpg" alt="Andreas Trampe, Leiter Bildredaktion beim stern " width="146" height="216" /><p class="wp-caption-text">Andreas Trampe, Leiter Bildredaktion beim stern </p></div>
<p><strong>Vielen Dank für dieses Interview.</strong></p>
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		<title>Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung präsentiert Abschlussarbeiten</title>
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		<comments>http://www.bildwerk3.de/2009/11/03/ostkreuzschule-fur-fotografie-und-gestaltung-prasentiert-abschlussarbeiten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 06:42:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung - Event]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie & Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Pinnwand]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Absolventen des dritten Jahrgangs der Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung zeigen vom 8. bis zum 22. November 2009 ihre Abschlussarbeiten. Die Vernissage findet in dieser Woche am Samstag, den 7. November 2009, um 20 Uhr in der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule an der Auguststraße 11–13 in Berlin-Mitte statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.bildwerk3.de/wp-content/plugins/simple-post-thumbnails/timthumb.php?src=/wp-content/thumbnails/3798.jpg&amp;w=295&amp;h=150&amp;zc=1&amp;ft=jpg' alt='post thumbnail' /></p>
<p>Die Absolventen des dritten Jahrgangs der <em>Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung</em> zeigen vom 8. bis zum 22. November 2009 ihre Abschlussarbeiten. Die Vernissage findet in dieser Woche am Samstag, den 7. November 2009, um 20 Uhr in der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule an der Auguststraße 11–13 in Berlin-Mitte statt.</p>
<p>Ein Jahr lang haben <a href="http://www.24fotografen.de/" title="24 Fotografen" class="liexternal">24 Fotografen und Fotografinnen</a> in den Klassen von Prof. Ute Mahler und Robert Lyons an ihren Abschlussthemen gearbeitet, die sie nun für zwei Wochen an diesem besonderen Ort präsentieren werden.</p>
<p>Im Juni 2009 hatten wir hier bei Bildwerk3 ein Interview mit Thomas Sandberg – Dozent und Schulleiter der <em>Ostkreuzschule</em>. Wir haben unter anderem über die Ausrichtung der <em>Ostkreusschule</em> zwischen Studium und Berufsausbildung und auch über das Thema Studiengebühren gesprochen. (<a href="http://www.bildwerk3.de/2009/06/02/fotografie-lernen-in-einer-schule-des-sehens/" title="Ostkreuzschule auf Bildwerk3" class="liinternal">In einer Schule des Sehens</a>) </p>
<p><strong>Die 24 Absolventen des Jahrgangs 2009 der Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung</strong><br />
Nico Duvinage<br />
Alexander Fischbacher<br />
Leander-Rukumbira Graf<br />
Daniel Harders<br />
Felicitas Hollmig<br />
Erik Irmer<br />
Susanne Jakubzik<br />
Lars Kiss<br />
Nele Kollecker<br />
Mara von Kummer<br />
Alexander Labrentz<br />
Inga Alice Lauenroth<br />
Stephanie Leisten<br />
Jessica Lennan<br />
Philip Leutert<br />
Philipp Maubach<br />
Marina Reuscher<br />
Rebecca Sampson<br />
Sophie Schwarz<br />
Julia Sonntag<br />
Timo Stammberger<br />
Judith Stenneken<br />
David Wittenburg<br />
André Wunstorf</p>
<div id="attachment_3803" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3803" title="alexander_labrentz" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/alexander_labrentz.jpg" alt="© Alexander Labrentz" width="490" height="327" /><p class="wp-caption-text">© Alexander Labrentz</p></div>
<div id="attachment_3804" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3804" title="felicitas_hollmig" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/felicitas_hollmig.jpg" alt="© Felicitas Hollmig" width="490" height="396" /><p class="wp-caption-text">© Felicitas Hollmig</p></div>
<div id="attachment_3805" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3805" title="fudith_stenneken" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/11/fudith_stenneken.jpg" alt="© Fudith Stenneken" width="490" height="394" /><p class="wp-caption-text">© Fudith Stenneken</p></div>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/C0vCXK5hVEA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fotografen bitte nachsitzen</title>
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		<comments>http://www.bildwerk3.de/2009/11/02/fotografen-bitte-nachsitzen-in-der-volkshochschule/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 04:28:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogposts]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Tip hat Annette Leyssner vom Tagesspiegel (Ausgabe 01.11.09), denn wer fit ist in Photoshop und Co., der verdient gleich mehr. Die passenden Kurse gibt&#8217;s in der Volkshochschule, so jedenfalls erfahren wir in diesem Beitrag.
Der Experte für Aus- und Weiterbildung bei der Deutschen Gesellschaft für Photographie darf im gleichen Beitrag druckfähige Dateien als innovativ verkaufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Tip hat Annette Leyssner vom Tagesspiegel (Ausgabe 01.11.09), denn wer fit ist in Photoshop und Co., der verdient gleich mehr. Die passenden Kurse gibt&#8217;s in der Volkshochschule, so jedenfalls erfahren wir in <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/karriere/art292,2937129" class="liexternal">diesem Beitrag</a>.</p>
<p>Der Experte für Aus- und Weiterbildung bei der Deutschen Gesellschaft für Photographie darf im gleichen Beitrag <em>druckfähige Dateien</em> als innovativ verkaufen und wer&#8217;s künstlerisch mag, der geht zum Lette Verein, denn dort können &#8220;in Abendkursen &#8230; zum Beispiel Kenntnisse über Schwarz-Weiß-Fotografie vertieft werden.&#8221;</p>
<p>Krisenzeiten sind auch für Fotografen Weiterbildungszeiten – fragt sich nur wer die richtigen Kurse anbietet. Bessere Ideen?</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/eVJTCXS1hOY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Überraschung? Überraschung!</title>
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		<comments>http://www.bildwerk3.de/2009/10/30/uberraschung-uberraschung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 20:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogposts]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kataloge zur Ausstellung von Harald Schmitt sind da und die Gewinner aus der Verlosaktion zum Interview mit dem stern-Fotografen dürfen sich freuen: die Prachtexemplare – handsigniert und umfangreicher und schwerer als ich sie mir vorgestellt hatte – gehen in der nächsten Woche mit der Post raus. Zur Erinnerung: gewonnen haben Timo Vogt von randbild.de [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kataloge zur Ausstellung von Harald Schmitt sind da und die Gewinner aus der Verlosaktion zum <a href="http://www.bildwerk3.de/2009/09/29/stern-fotograf-harald-schmitt-wer-will-der-schafft-es-auch-heute-noch/" title="Interview Harald Schmitt" class="liinternal">Interview mit dem <em>stern</em>-Fotografen</a> dürfen sich freuen: die Prachtexemplare – handsigniert und umfangreicher und schwerer als ich sie mir vorgestellt hatte – gehen in der nächsten Woche mit der Post raus. Zur Erinnerung: gewonnen haben Timo Vogt von <a href="http://www.randbild.de/" class="liexternal">randbild.de</a> , Boris Ott vom <a href="http://www.augschburger.de/" class="liexternal">BoBlog</a> und aba von den <a href="http://www.dosenfischer.de/" class="liexternal">Dosenfischern</a>.</p>
<p>In der <span style="text-decoration: line-through;">übernächsten</span> nächsten Woche wird es hier bei Bildwerk3 ein Interview mit Andreas Trampe geben. Trampe ist Bildchef beim <em>stern</em> und wir werden von ihm erfahren wieviele Bilder so täglich in der Bildredaktion auflaufen.</p>
<p><strong>Wer schätzt die ungefähre Anzahl vom 27.10.2009 und kommt dicht genug heran?</strong> Derjenige bekommt eine Bildwerk3-Überraschung &#8230; Kleine Hilfestellung: es sind mehr als einhundert. Gesucht ist also eine Zahl – viel Spaß beim Raten.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/FNfkFCxi2cg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Überlegung – Planung – Umsetzung. Wie ein Thema Fotografie wird</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/bildwerk3/~3/2b_dWwNG71E/</link>
		<comments>http://www.bildwerk3.de/2009/10/29/uberlegung-%e2%80%93-planung-%e2%80%93-umsetzung-wie-ein-thema-fotografie-wird/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 14:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie - Fotografen]]></category>
		<category><![CDATA[PortfolioPin]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[How to make]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bildwerk3.de/?p=3762</guid>
		<description><![CDATA[Jede Aufnahme ist im Vorfeld ausgiebig geplant worden. Am Anfang stand eine schon recht konkrete Bildidee, parallel dazu suchte ich die passende Location und Modelle ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.bildwerk3.de/wp-content/plugins/simple-post-thumbnails/timthumb.php?src=/wp-content/thumbnails/3762.jpg&amp;w=295&amp;h=150&amp;zc=1&amp;ft=jpg' alt='post thumbnail' /></p>
<p><em>Dieser Beitrag ist die Fortsetzung eines Artikels, der an dieser Stelle vor zwei Tagen erschienen ist: der <a href="http://www.mielek.com/" title="Fotograf Markus Mielek" class="liexternal">Fotograf Markus Mielek</a> berichtet über die Entstehung seiner Diplomarbeit im Fach Fotografie. (<a href="http://www.bildwerk3.de/2009/10/27/uberlegung-planung-umsetzung-wie-ein-thema-fotografie-wird/" title="Fotograf Markus Mielek (Teil1)" class="liinternal">Teil1 lesen</a>)</em></p>
<div id="attachment_3764" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3764" title="mielek_kokon04" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/mielek_kokon04.jpg" alt="aus 'Kokon' © Markus Mielek" width="490" height="326" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Kokon&#39; © Markus Mielek</p></div>
<p><strong>Teil2: Planung und Umsetzung</strong></p>
<p>Jede Aufnahme ist im Vorfeld ausgiebig geplant worden. Am Anfang stand eine schon recht konkrete Bildidee, parallel dazu suchte ich die passende Location und Modelle, die sich sowohl aus dem Freundeskreis, aber auch aus Modelagenturen rekrutierten.</p>
<p>Die Locations habe ich alle im Umfeld von Dortmund gefunden. Mitunter war es nicht einfach, Zugang zu den Wunschlocations zu bekommen. Ab und an musste leider eine Wunschlocation ausfallen, bei manchen Glücksfällen ergaben sich Möglichkeiten, über die ich vorher nicht zu denken wagte.  </p>
<p>Sind Modelle und Location gefunden, wurde ein passender Aufnahmetermin gefunden. Zu dem habe ich dann noch mindestens einen Assistenten und eine Visagistin organisiert. Auf der Mehrzahl der Motive sind die Modelle geschminkt, auch wenn das auf den ersten Blick nicht auffällt. Für mich ist es besonders wichtig, weil es einfach besser auf Fotos ausschaut und man hat eine Person, die beim Shooting speziell auf Haare und Makeup achtet, so das man die Augen frei hat für andere Dinge.</p>
<p>Kleidung ist auch ein wichtiger Punkt zu den Inszenierungen. Sie sollte das Foto unterstreichen, aber nicht von der Aussage ablenken. Dezent sollte sie sein. Zumeist besprach ich meine Vorstellungen mit dem Modell, welches dann entsprechende Kleidung aus dem eigenen Bestand mitbrachte, oder ich lieh einiges in Geschäften aus. Wichtig war für mich, das genug Alternativen am Tag des Shootings vorhanden waren so das ich mich auch noch vor Ort umentscheiden konnte.</p>
<p>Gleichzeitig ist das nötige technische Equipment für das Shooting zu organisieren. Obwohl ich eine Blitzanlage besitze, waren meist doch noch mehr Lampen als vorhanden nötig, ab und an kamen bestimmte Lichtformer hinzu.</p>
<p>On Location hatte ich meist nie mehr als drei Stunden zur Verfügung, um das Set auszuleuchten, die Modelle zu schminken, entsprechend im Bild zu positionieren und alle Aufnahmen nebst Varianten zu shooten. Dieses enge Zeitfenster für die sehr techniklastige Umsetzung setzt eine akribische Planung voraus. Vor Ort ist meist nicht genug Zeit um verschiedene Beleuchtungen auszuprobieren.</p>
<p><strong>Aufnahme und Technik</strong></p>
<p>Allen Aufnahmen geht voran, daß ich ein möglich authentisches Licht erhalten wollte. Ich überlegte mir, wie das Licht in den Räumen oder auf der Location tatsächlich aussehen konnte und versuchte nun, mit Blitzlicht dieses Licht zu imitieren. Im Normalfall wurde das Modell mit Blitzlicht ausgeleuchtet. Viele Aufnahmen bestehen allerdings aus einer Mischung zwischen dem von mir gesetzten Blitzlicht und dem vor Ort gegebenen Licht, welches ich durch eine Langzeitbelichtung nach dem Model-Shooting aufnahm.</p>
<p>Wichtig für die Aufnahmen war es, die Technik der Montage vorher auszuprobieren, um zu wissen, worauf es ankommt. So ist es unheimlich schwer, ein Modell mit dunklen Haaren vor dem dunklen Hintergrund freizustellen, um besser verschiedenen Elemente in die Bilder montieren zu können. Sicher, ich hätte alle Modelle auch im Studio fotografieren und anschließend in die Bilder einsetzen können, aber ich wollte es so real wie nur eben möglich umsetzen.</p>
<div id="attachment_3772" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3772" title="mielek_kokon07" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/mielek_kokon07.jpg" alt="aus 'Kokon' © Markus Mielek" width="490" height="326" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Kokon&#39; © Markus Mielek</p></div>
<p>Der Fotograf sollte sich also bereits vor der Umsetzung überlegen, welche Elemente er für das spätere Bild benötigt und wie er idealerweise vor Ort arbeiten sollte, damit die spätere Montage einfach von der Hand geht.</p>
<p>Als Beispiel habe ich mal die Aufnahme mit der alten Dame in der Betonlandschaft herausgepickt. Anhand dieses Bildes möchte ich den kompletten Aufbau erklären:</p>
<p>Das Bild besteht eigentlich aus zwei Belichtungen. Eine geblitzte mit Modell und eine Langzeitbelichtung für die Location. Technisch ist es nahezu unmöglich, beides in einer Belichtung zu realisieren, da für die Langzeitbelichtung eine Belichtungszeit von 8 Sekunden nötig war. Durch den Blitz könnte man das Modell zwar einigermaßen scharf aufnehmen, aber in den Umrisskanten der Figur würde man stets erkennen können, dass die Person in der Zeit noch leicht gewackelt hat. Und eine kürzere Belichtungszeit kommt leider auch nicht als alleinige Lösung in Frage, da ansonsten der gesamte Bildhintergrund schwarz wird. Und da das Bild aus beiden Elementen besteht, bleibt nur noch die Möglichkeit der Montage.</p>
<p>Das Motiv mit dem Modell wurde mit zwei Lampen ausgeleuchtet. Die Softbox ist links klar zu erkennen, die zweite Lampe ist in dem Eingang versteckt und sorgt für das gesamte Licht aus dem Eingangsbereich. Wenn man sich diese Belichtung und die Langzeitbelichtung anschaut, erkennt man, das dass von mir gesetzte Licht das vorherrschende Neonlicht aus dem Eingang recht gut imitiert. Die Softbox wurde so gesetzt, das dass Modell noch eine dunkle Aussenkante hat. Das Licht aus dem Eingang wurde tendenziell heller als das andere Licht gesetzt, damit es das Modell stärker akzentuiert. Die Softbox wirkt sozusagen ein wenig als Geisterlicht und als Aufhellung, damit das Gesicht des Modells nicht in Schwärze versinkt. So wirken beide Lichtquellen gut aufeinander abgestimmt.</p>
<p>Vor Ort wurden verschiedene leichte Variationen der Belichtung ausprobiert, bis schließlich die gesamte Serie in dieser Einstellung fotografiert wurde. Das Modell bewegte sich mal zum Eingang hin, mal von ihm weg. Es gibt auch noch eine Variante mit einem Rolltor.</p>
<div id="attachment_3768" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3768" title="mielek_kokon05" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/mielek_kokon05.jpg" alt="Aufnahme mit Lichtquelle und Modell" width="490" height="326" /><p class="wp-caption-text">Aufnahme mit Lichtquelle und Modell</p></div>
<div id="attachment_3769" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3769" title="mielek_kokon06" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/mielek_kokon06.jpg" alt="Langzeitbelichtung mit der gleichen Kameraposition" width="490" height="326" /><p class="wp-caption-text">Langzeitbelichtung mit der gleichen Kameraposition</p></div>
<p><strong>Postproduction</strong></p>
<p>Einen nicht unerheblichen Anteil der Arbeit machte die Postproduction aus. Die einzelnen Bildelemente mussten stimmig zusammengebracht werden. Die fertige Montage wurde dann noch an partiell aufgehellt oder abgedunkelt.</p>
<p>Die Entscheidung zu diesem Foto fiel letztendlich am digitalen Leuchtkasten in Lightroom wo ich meine Bildauswahl und RAW-Entwicklung zu tätigen pflege. In Lightroom wählte ich also die passende Modell-Aufnahme und die dazugehörige Langzeitbelichtung (auch hier gab es verschiedene Varianten).</p>
<p>Am Rechner wurden dann beide Aufnahmen übereinander gelegt und zunächst das Stativ mit dem schönen Stempel- und noch besseren Reparatur-Werkzeug in Photoshop heraus retuschiert. Anschließend wurden die Ebenen passend zueinander radiert so das beide Aufnahmen zusammenschmolzen. An dieser Stelle hilft wunderbar ein Grafiktablett und eine sehr weiche Pinselspitze, die vielleicht sogar noch mit minimierter Deckkraft arbeitet, um extrem feine Übergänge zu schaffen. Gerade Linien wie am Tor kann man besser mit Pfaden oder dem guten Polygonenlasso freistellen.</p>
<p>Als Resultat erhält man ein gut zusammengeschnittenes Bild. Da meine Arbeit von der Dunkelheit lebt, habe ich die Aufnahme noch weiter bearbeitet. Ich akzentuierte mit Lichtern und Schatten stärkere Kontraste, formte kleine Schattenhöfe, ließ kleine Details verschwinden. Hierzu verwendete ich die Ebenenmasken, da ich somit Änderungen wieder zurücknehmen oder verändern konnte bis mir das Endresultat zusagte.</p>
<div id="attachment_3716" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3716" title="mielek_kokon01" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/mielek_kokon01.jpg" alt="Das Modell wurde von zwei Lampen beleuchtet ... ein technisches Problem gab es bei dieser Location: Es gab keine Stromanschlüsse, daher musste ich auf akkubetriebene Blitze ausweichen – die leider auch nicht ewig halten. © Markus Mielek" width="490" height="326" /><p class="wp-caption-text">das fertige Motiv © Markus Mielek</p></div>
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		<title>Kunst contra Kommerz: PHOTONEWS Nummer elf 2009</title>
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		<comments>http://www.bildwerk3.de/2009/10/28/kunst-contra-kommerz-photonews-nummer-elf-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 17:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Photonews]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir gefallen die Bilder von Stefanie Schneider und ich gehe gern zu LUMAS – in Berlin, in Hamburg oder anderswo. Beide – Stefanie Schneider und LUMAS – haben sich nun im Streit getrennt. Dazu muss man wissen, die Bilder von Stefanie Schneider waren eine der bestverkauften Kollektionen der Editionsgalerie.
Das es dabei um Geld geht und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir gefallen die Bilder von Stefanie Schneider und ich gehe gern zu LUMAS – in Berlin, in Hamburg oder anderswo. Beide – Stefanie Schneider und LUMAS – haben sich nun im Streit getrennt. Dazu muss man wissen, die Bilder von Stefanie Schneider waren eine der bestverkauften Kollektionen der Editionsgalerie.</p>
<p>Das es dabei um Geld geht und um Nutzungsrechte, um die Vereinnahmung von Künstlern durch geschäftstüchtige Galeristen und um die Pflicht derselben ein Geschäft erfolgreich zu führen, all das wird man annehmen dürfen.</p>
<p>Mehr zu den Hintergründen dieser sehr zeitgemäßen Geschichte: in der aktuellen Ausgabe von <a href="http://www.photonews.de/" title="PHOTONEWS" class="liexternal">PHOTONEWS</a> – zu finden in jeder gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung. Zu Wort kommen Stefanie Schneider selbst und Marc Ullrich, Vorstand Avenso AG/ LUMAS.</p>
<div id="attachment_3755" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3755" title="schneider_lumas" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/schneider_lumas.gif" alt="Wer nach Stefanie Schneider sucht, landet zuerst bei LUMAS und dort etwas unsanft: auf einer Fehlerseite." width="490" height="202" /><p class="wp-caption-text">Wer nach Stefanie Schneider sucht, landet zuerst bei LUMAS und dort etwas unsanft: auf einer Fehlerseite.</p></div>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/HOkAv-RRrO0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Überlegung – Planung – Umsetzung. Wie ein Thema Fotografie wird</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/bildwerk3/~3/0l_YBoDyKXc/</link>
		<comments>http://www.bildwerk3.de/2009/10/27/uberlegung-planung-umsetzung-wie-ein-thema-fotografie-wird/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 11:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie - Fotografen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[How to make]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein selbstgewähltes Thema fotografisch umsetzen: Wahrscheinlich die erste, komplexere Herausforderung für jeden Fotografen! Im folgenden Beitrag – der in zwei Teilen heute und am Donnerstag erscheint – schildert Markus Mielek seine Herangehensweise – von der Wahl des Themas bis zur Postproduction.
Anhand ausgewählter Bildbeispiele wird Mielek den Prozess zum fertigen Motiv erläutern.
aus &#39;Kokon&#39; © Markus Mielek
Teil1: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein selbstgewähltes Thema fotografisch umsetzen: Wahrscheinlich die erste, komplexere Herausforderung für jeden Fotografen! Im folgenden Beitrag – der in zwei Teilen heute und am Donnerstag erscheint – schildert <a href="http://www.mielek.com/" title="Fotograf Markus Mielek" class="liexternal">Markus Mielek</a> seine Herangehensweise – von der Wahl des Themas bis zur Postproduction.</em></p>
<p><em>Anhand ausgewählter Bildbeispiele wird Mielek den Prozess zum fertigen Motiv erläutern.</em></p>
<div id="attachment_3734" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3734" title="mielek_kokon03" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/mielek_kokon03.jpg" alt="aus 'Kokon' © Markus Mielek" width="490" height="326" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Kokon&#39; © Markus Mielek</p></div>
<p><strong>Teil1: Überlegungen und Planungen</strong></p>
<p>Meine Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Einsamkeit und Isolation in der Großstadt. Die Charaktere befinden sich in einem Kokon, suchen sich ihren Freiraum, kapseln sich ab – oder werden von der Gesellschaft ausgeschlossen.</p>
<p>Einen Großteil der Diplomarbeit machten in meinem Fall die Konzeption und die Planung aus. Die erste Hürde besteht bereits in der Findung eines geeigneten Themas. Im Prinzip kann man alles umsetzen, was man sich vorstellen kann. Nun muss man aus der Unzahl an Möglichkeiten ein Thema herauspicken. Bewährt hat es sich, zu schauen, wo die eigenen Schwerpunkte und Interessen liegen. In meinem Fall stand sehr früh fest, daß sich mein Projekt mit Menschen auseinandersetzen und einen sozialen Hintergrund haben soll. </p>
<p>Ziel war es, ein gesellschaftliches Thema oder Problem in einer ansprechenden Bildsprache umzusetzen. Der tatsächlichen Umsetzung geht eine Recherche des Marktes voraus. Sehr verfänglich wäre es, wenn man ein bereits in letzter Zeit von einem anderen Künstler bearbeitetes Thema wieder aufgreift. Es sei denn, man bringt etwas Neues ein – oder setzt das Thema komplett anders um.</p>
<p>Ursprünglich sah mein Konzept ganz anders aus, als ich es letztendlich umgesetzt habe. Es fanden im Laufe der Bearbeitungszeit von etwa einem halben Jahr immer wieder Wandlungen und Wechsel statt. Am Anfang stand die Idee, filmähnliche Szenen umzusetzen, doch fehlte denen der rote inhaltliche Faden.</p>
<p>Der zweite Ansatz sah vor, eine Auseinandersetzung mit den Lebenswelten alter Menschen zu fotografieren. Doch auch dieser Ansatz musste leider wieder verändert werden, da es unheimlich schwierig war, genug ältere Modelle für das Projekt zu finden. Professionelle Best-Ager aus Agenturen sind leider für eine Diplomarbeit nahezu unbezahlbar und im privaten Umfeld waren nicht genug zu finden.</p>
<p>Der dritte Ansatz sollte sich nun endgültig wieder mit Nachtinszenierungen beschäftigen, in dem auch alte Menschen vorkommen. Einsamkeit in der Großstadt ist das Thema der Arbeit, mit dem Titel „Kokon“</p>
<p><strong>Digital oder analog</strong></p>
<p>So gerne ich Kokon auch auf Filmmaterial umgesetzt hätte, die digitale Fotografie hat in Hinsicht auf mein Projekt einen unleugbaren Vorteil: Ich kann Langzeitbelichtungen, Blitzaufnahmen, unterschiedliche Farbtemperaturen und Teilelemente in der Arbeit ohne lästiges scannen von Negativen oder Dias realisieren.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt ist der Kostenfaktor: Ich hätte Unmengen an Filmmaterial belichten müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Für andere, technisch einfachere Projekte hätte sich die Arbeit auf Film sicherlich gelohnt, für mein Projekt musste ich mich leider anders entscheiden.</p>
<div id="attachment_3716" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3716" title="mielek_kokon01" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/mielek_kokon01.jpg" alt="Das Modell wurde von zwei Lampen beleuchtet ... ein technisches Problem gab es bei dieser Location: Es gab keine Stromanschlüsse, daher musste ich auf akkubetriebene Blitze ausweichen – die leider auch nicht ewig halten. © Markus Mielek" width="490" height="326" /><p class="wp-caption-text">Das Modell wurde von zwei Lampen beleuchtet ... ein technisches Problem gab es bei dieser Location: Es gab keine Stromanschlüsse, daher musste ich auf akkubetriebene Blitze ausweichen – die leider auch nicht ewig halten. © Markus Mielek</p></div>
<p><strong>Alte Dame in öder urbaner Landschaft</strong> Das Modell wurde von zwei Lampen beleuchtet. Eine war in dem Eingang versteckt und sorgt für den Lichtschein, der aus dem Gebäude nach draußen dringt. Die zweite Lampe war links neben dem Modell positioniert, so daß auf der einen Seite die Schatten aufgehellt wurden, zum anderen aber immer noch ein dunkler Saum an der Seite bleibt. Diese Lampe war mit einer Softbox versehen.</p>
<p>Nachdem das Modell fotografiert wurde, ging eine Lampe auf Wanderschaft und beleuchtet verschiedene Teile der Location. So stammt das Licht auf der Hauswand ebenso von einem Blitz. Das Licht im Hintergrund war vor Ort installiert und wurde durch eine Langzeitbelichtung am Rechner einmontiert.</p>
<div id="attachment_3728" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3728" title="mielek_kokon02" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/mielek_kokon02.jpg" alt="Auch wenn die Aufnahme recht simpel erscheint, war die Umsetzung eine wahre Materialschlacht ... © Markus Mielek" width="490" height="326" /><p class="wp-caption-text">Auch wenn die Aufnahme recht simpel erscheint, war die Umsetzung eine wahre Materialschlacht ... © Markus Mielek</p></div>
<p><strong>Kino</strong> Auch wenn die Aufnahme recht simpel erscheint, war die Umsetzung eine wahre Materialschlacht. Vier Blitze waren im Einsatz. Bis auf die kleinen Lampen an der Decke, die durch eine nachträgliche Langzeitbelichtung hineinkopiert wurden, sind alle anderen Lichtquellen im Bild Blitzlicht. Eine Lampe mit einem sogenannten Globe sorgte für ein weiches Raumlicht, während eine Softbox für die Beleuchtung des Models verwendet wurde. Die Lichtflecke auf dem Vorhang und auf der rechten Wandseite sind durch einzelne Spots entstanden.</p>
<p>Ein technisches Problem gab es bei dieser Location: Es gab keine Stromanschlüsse, daher musste ich auf akkubetriebene Blitze ausweichen (die leider auch nicht ewig halten). Alternative wäre ein guter Stromgenerator gewesen.</p>
<p><em>Teil2: <strong>Planung und Umsetzung</strong> erscheint am Donnerstag</em></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/0l_YBoDyKXc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Für junge Fotografen sind freie Arbeiten sehr wichtig</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/bildwerk3/~3/n-2PPEPYHkg/</link>
		<comments>http://www.bildwerk3.de/2009/10/22/fur-junge-fotografen-sind-freie-arbeiten-sehr-wichtig/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 19:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theorie - Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Den richtigen Start als Fotograf hinzulegen ist nicht ganz einfach. Wer schon einmal darüber nachgedacht hat zur Unterstützung eine private Schule zu besuchen, bekommt im folgenden Interview Gelegenheit, sich über die Neue Schule für Fotografie in Berlin zu informieren. Ich habe mit Marc Volk gesprochen – er ist Dozent an dieser Schule und Lehrer für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den richtigen Start als Fotograf hinzulegen ist nicht ganz einfach. Wer schon einmal darüber nachgedacht hat zur Unterstützung eine private Schule zu besuchen, bekommt im folgenden Interview Gelegenheit, sich über die <em>Neue Schule für Fotografie</em> in Berlin zu informieren. Ich habe mit Marc Volk gesprochen – er ist Dozent an dieser Schule und Lehrer für diejenigen Absolventen, die in diesem Jahr die Schule verlassen. Mit zwei Absolventen gab es bereits Wort- und Bild-Beiträge hier bei Bildwerk3 – <a href="http://www.bildwerk3.de/2009/10/15/fotografieren-ist-wie-traumen-mit-sehr-offenen-augen/" title="Kathrin Holighaus" class="liinternal">Kathrin Holighaus</a> und <a href="http://www.bildwerk3.de/2009/10/19/vom-tod-erzahlt-der-fotograf-patrik-budenz/" title="Patrik Budenz" class="liinternal">Patrik Budenz</a>.</p>
<p>Wer Fragen hat zur <em>Neuen Schule für Fotografie</em> oder zum Fach Fotografie überhaupt, sollte sich nicht scheuen, sie hier via Kommentar zu stellen. Ganz sicher haben wir Gelegenheit, Antworten zu geben &#8230;</p>
<div id="attachment_3699" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3699" title="open09" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/open09.jpg" alt="Eröffnung der Abschlussausstellung OPEN der Neuen Schule für Fotografie 2009 © Fiona Krakenbürger" width="490" height="314" /><p class="wp-caption-text">Eröffnung der Abschlussausstellung OPEN der Neuen Schule für Fotografie 2009 © Fiona Krakenbürger</p></div>
<p><strong>Marko Radloff/Bildwerk3: Was ist die <em>Neue Schule</em> für Fotografie in Berlin ihrem Selbstverständnis nach?</strong><br />
<em>Marc Volk:</em> Die <em>Neue Schule</em> ist eine <a href="http://www.neue-schule-berlin.com/" title="Neue Schule für Fotografie" class="liexternal">private Schule für Fotografie</a>. Wir sehen unsere Aufgabe darin, den Studierenden genügend praktisches und theoretisches Wissen in ihrer dreijährigen Ausbildungszeit zu vermitteln, so dass sie anschließend eine Chance haben, als Fotografen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sei es im Bereich der Print- und Onlinemedien, in der Mode/Werbung oder auf dem Kunstmarkt. </p>
<p><strong>Gibt es Berührungspunkte sowohl zur klassischen Fotografenausbildung als auch zum Hochschulstudium?</strong><br />
Die Ausbildung bei uns lässt sich eher mit dem Hochschulstudium vergleichen, da wir neben der Vermittlung der Technik einen Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit der Fotografiegeschichte und zeitgenössischen Positionen der Fotografie legen. Technik ist bei  uns nur Mittel zum Zweck und wir ermuntern unsere Studierenden häufig, gegen herkömmliche Sehgewohnheiten zu verstoßen, wenn es der Steigerung des Ausdrucks dient.</p>
<p>Im Gegensatz zum Hochschulstudium bieten wir kein Kurssystem an. Das hat den Vorteil, dass dadurch der Klassenverband mitunter stärker ausgeprägt ist als es meist an Universitäten oder Fachhochschulen der Fall ist.</p>
<p><strong>Welche technischen Möglichkeiten bietet die Neue Schule für Fotografie? Gibt es noch eine Dunkelkammer, in der S/W-Filme entwickelt und Abzüge gemacht werden können?</strong><br />
Wir haben unsere Werkstätten in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich ausgebaut und verfügen mittlerweile über zwei sehr gut ausgestattete S/W Dunkelkammern mit 8 -10 Plätzen, und einen modernen Computerraum mit Beamer, Scanner und Drucker. Darüber hinaus befindet sich in unseren Räumen ein Farblabor, das von <a href="http://www.ulrich-hagel-labor.de/" title="Ulrich Hagel Labor" class="liexternal">Uli Hagel</a> betrieben und von uns auch genutzt wird.</p>
<p>Im Grundstudium werden fast alle Aufgaben analog gelöst. Das fängt mit dem Bau einer Lochkamera an, schließt selbstverständlich die klassische Filmentwicklung ein und geht bis zur Ausarbeitung hochwertiger Barytabzüge. Wir halten diese Vorgehensweise für sinnvoll, um bei den Studierenden ein Verständnis für die grundsätzliche Funktionsweise von Fotografie zu wecken, die ja bei der Digitalfotografie teilweise nur simuliert wird.</p>
<p><strong>Welchen Vorteil bietet der Standort Berlin? Warum nicht München oder Hamburg?</strong><br />
Berlin is the place to be! Das sehen unsere Studierenden offensichtlich auch so, weshalb wir uns nicht über einen Bewerbermangel beklagen können. Noch immer ziehen viele junge, auch viele internationale Künstler und Kunstinteressierte wegen der vergleichsweise günstigen Lebenshaltungskosten nach Berlin, auch wenn in den Innenstadtbezirken die Preise mittlerweile angezogen haben.</p>
<p>Außerdem gibt es hier im Gegensatz zu Leipzig, Essen oder Dortmund keine ernst zu nehmende staatliche Konkurrenz und die anderen Privatschulen haben in der Ausbildung deutlich andere Schwerpunkte gesetzt.</p>
<p><strong>Der Schwerpunkt an der Neuen Schule für Fotografie ist die Autorenfotografie. Welche Perspektiven eröffnen sich jungen Menschen mit einer Ausbildung und wie realistisch sind diese Perspektiven?</strong><br />
Meine eigene Erfahrung zeigt mir, dass es als selbständiger Fotograf heutzutage unerlässlich ist, neben den Aufträgen auch eigene Projekte zu verfolgen, um damit auf sich und seine Themen aufmerksam zu machen. Letztendlich ist es doch fast immer die Mappe, die darüber entscheidet, ob ein Fotograf bestimmte Aufträge bekommt oder nicht.</p>
<p>Unsere Studierenden haben drei Jahre Zeit, sich mit unterschiedlichen Aufgaben aus allen Bereichen der Fotografie zu beschäftigen und so ihre fotografischen Stärken und Vorlieben kennen zu lernen, sowie ihre Sinne zu schärfen. Am Ende des Studiums sollten neben der großen Abschlussarbeit auch eine unverwechselbare Mappe und Website stehen, die den engagierten Studierenden den Eintritt ins Berufsleben ermöglicht. Die Resonanz auf die diesjährige Ausstellung unserer Absolventen (www.open09.de) zeigt, dass dieses Konzept aufgeht.</p>
<p><strong>In einer Umfrage bei Bildwerk3 hat die Mehrheit sich dafür ausgesprochen, dass der beste Weg ins Fotografenbusiness über die Praxis geht – Learning by Doing und Assistenzen. Was sagen Sie dazu?</strong><br />
Neben einem Fotografiestudium ist die Assistenz bei einem renommierten Fotografen sicherlich sehr empfehlenswert, vor allem wenn es sich um die Bereiche Mode und Werbung handelt.</p>
<p>Allerdings ist das Angebot an guten Assistentenjobs sehr beschränkt und ich warne sehr davor, sich in schlecht bezahlten Praktika ausnutzen zu lassen, ohne seine eigene Arbeit vorantreiben zu können.</p>
<p><strong>Was sollten Studentinnen und Studenten, die sich an der Neuen Schule für Fotografie bewerben, für Voraussetzungen mitbringen? Ist die Einstellung, die Haltung zur Fotografie wichtiger als eine perfekte Mappe?</strong><br />
Ja, die Haltung ist natürlich wichtiger, zumal ich gar nicht weiß, was eine „perfekte Mappe“ sein soll. Das Interesse an einer thematischen Auseinandersetzung mit Fotografie sollte in der Mappe aber auf jeden Fall erkennbar sein.</p>
<p>Bei den Aufnahmegesprächen versuchen wir herauszufinden, wie ernsthaft sich ein Bewerber mit Fotografie beschäftigt. Der ideale Bewerber bringt viel Neugier, Lust auf Bilder und erste eigene fotografische Erfahrungen mit. Eine gewisse Bereitschaft zur Reflektion der eigenen Positionen halten wir allerdings auch für unabdingbar, weil sich sonst schwer über Bilder kommunizieren lässt.</p>
<p><strong>Bewerbungsschluss für das Sommersemester 2010 ist der 25. Januar. In welcher Form bereiten sich Studentinnen und Studenten am besten auf ihre Bewerbung vor? Wurden schon einmal Studenten wegen mangelnder Eignung nicht zum Studium zugelassen?</strong><br />
Am besten gefallen uns Mappen, in denen ein Bewerber versucht, seinen persönlichen Zugang zur Fotografie und seine inhaltlichen Interessen zu vermitteln. Deshalb ist es meistens besser, sich nur mit den Arbeiten zu bewerben, die einem wirklich wichtig sind, anstatt zu versuchen, alle Sparten der Fotografie abzudecken und dabei Klischees zu reproduzieren.</p>
<p>Die Bewerberzahlen schwanken zwar, aber wir sind bisher sehr gut damit gefahren, nur ca. ein Drittel der Interessenten aufzunehmen. Diese Auslese ist allein schon deshalb wichtig, um auf einem gewissen intellektuellen Niveau unterrichten zu können.</p>
<p><strong>Bleibt genug Zeit – während des Studiums – sich seinen Lebensunterhalt mit Bildbearbeitung zu verdienen?</strong><br />
Ja, aber manche verdienen ihr Geld auch als Theaterfotografen, Grafiker oder Kellner. Die Stundenpläne werden zu Anfang des Semesters erstellt und sehen in der Regel einen dreitägigen Blockunterricht im Zweiwochenrhythmus vor. Dazu kommt noch mindestens ebenso viel Zeit, die für das Lösen der Aufgaben und die Benutzung der Werkstätten eingeplant werden sollte, aber die meisten unserer Studierenden können Arbeit und Studium ganz gut kombinieren.</p>
<p><strong>Was sind Ihre Erfahrungen: Welchen Fehler machen junge Fotografen beim Berufsstart immer wieder?</strong><br />
Viele sind zu ungeduldig und haben auf dem Markt zu wenig recherchiert, bevor sie sich mit ihrer halbgaren Mappe irgendwo bewerben. Sie übersehen dabei, dass sie unter Umständen keine zweite Chance bekommen. Außerdem kann ich gar nicht häufig genug darauf hinweisen, dass zu einer Karriere als Fotograf auch immer die Primärtugenden Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Kommunikationsbereitschaft gehören.</p>
<p>Wir versuchen natürlich, unsere Studierenden vor diesen Fehlern zu schützen und nutzen auch unsere Kontakte, um Empfehlungen auszusprechen und den Studierenden so den Einstieg ins Fotografenleben zu erleichtern.</p>
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		<title>Stellenanzeige: Fotograf (m/w) Quelle</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 12:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogposts]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Recherche nach &#8216;Quelle&#8217; und &#8216;Fotograf&#8217; hat die unten stehende Anzeige als Ergebnis gebracht. Eine Bewerbung für dieses Ausbildungsangebot scheint nach Lage der Dinge aussichtslos. Da ist niemand mehr, der Ausbildungsverträge unterschreiben kann &#8230;
Den abschließenden Satz nehme ich mal als schönes Zitat heraus – der taugt einfach zu gut als Ausbildungsanreiz für nachwachsende Fotografengenerationen:
&#8220;Im Anschluss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Recherche nach &#8216;Quelle&#8217; und &#8216;Fotograf&#8217; hat die unten stehende Anzeige als Ergebnis gebracht. Eine Bewerbung für <a href="http://www.quelle.com/de/karriere/ihr-einstieg-bei-uns/schueler/ausbildungsberufe/fotograf.html" title="Fotograf bei Quelle" class="liexternal">dieses Ausbildungsangebot</a> scheint nach Lage der Dinge aussichtslos. Da ist niemand mehr, der Ausbildungsverträge unterschreiben kann &#8230;</p>
<p>Den abschließenden Satz nehme ich mal als <em>schönes Zitat</em> heraus – der taugt einfach <em>zu gut</em> als Ausbildungsanreiz für nachwachsende Fotografengenerationen:</p>
<p><strong>&#8220;Im Anschluss können Sie als Fotograf mit Ihren schönen Fotos immer wieder von Neuem begeistern.</strong>&#8221; (Quelle: Quelle)</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3671" title="quelle_fotograf" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/quelle_fotograf.gif" alt="quelle_fotograf" width="490" height="389" /></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/G24aU4yzbY8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fotokünstler können sich mit ihrem Fotobuch-Dummy bewerben</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 14:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung - Event]]></category>
		<category><![CDATA[Fotobuch]]></category>
		<category><![CDATA[Pinnwand]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab dem 1. November 2009 ist die Einreichung von Fotobuch-Dummies  für den getPublished Award 2010 und die Anmeldung zu Dummy-Sichtungen bei den  FOTOBUCHTAGEN 2010 (4.- 6. Juni) möglich. Eine Jury wählt vor Festivalbeginn die 10 besten Dummies unter allen Einsendungen aus. Während der Dauer der FOTOBUCHTAGE 2010 werden diese in einer Ausstellung präsentiert.
Nicht Experten oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab dem 1. November 2009 ist die Einreichung von Fotobuch-Dummies  für den <em>getPublished Award 2010</em> und die Anmeldung zu Dummy-Sichtungen bei den  FOTOBUCHTAGEN 2010 (4.- 6. Juni) möglich. Eine Jury wählt vor Festivalbeginn die 10 besten Dummies unter allen Einsendungen aus. Während der Dauer der FOTOBUCHTAGE 2010 werden diese in einer Ausstellung präsentiert.</p>
<p>Nicht Experten oder Verleger entscheiden, sondern das Publikum darf seinen Favoriten wählen. Mit dem Erwerb des Eintritts-Tickets erhält jeder Besucher der FOTOBUCHTAGE 2010 einen Vote-Code. Mehrfachwahlen oder Ortsvorteile sind somit ausgeschlossen. Der Preisträger wird am Sonntag Nachmittag, 6. Juni 2010, bekannt gegeben. Dem Künstler des besten Dummies wird die Produktion eines Fotobuches im Gesamtwert von bis zu 25.000 € ermöglicht.</p>
<p>Verlags-Pate für den getPublished Award 2010 ist der Verlag Seltmann+Söhne. Das fertige Buch und der gesamte Produktionsablauf des Siegertitels werden jeweils im folgenden Jahr, in diesem Fall auf den FOTOBUCHTAGEN 2011, präsentiert.  Die internationale Jury besteht aus Vertretern von Fotobuch- und Publishing Experten.</p>
<p><strong>Bewerbungsschluss: 10. Mai 2010, Teilnahmegebühr: 18 € </strong></p>
<p>Unabhängig von der Ausschreibung zum Award, kann man sich für Dummy-Sichtungen anmelden. Eine internationale Experten-Jury aus dem Bereich Fotobuch-Publishing berät die Fotografen, die ein Fotobuch planen, vor Ort. (Kosten 80 €). Das Anmeldeformular für den <em>getPublished Award 2010</em> und die  Dummy-Sichtungen finden Sie auf der Website der FOTOBUCHTAGE 2010 unter: <a href="http://www.fotobuch-tage.de " title="Fotobuchtage 2010" class="liexternal">www.fotobuch-tage.de </a></p>
<p>Die FOTOBUCHTAGE 2010 sollen Fachleuten, interessierten Laien, Bücher- und Kunstliebhabern eine Plattform bieten, sich intensiv über das Medium Fotobuch auszutauschen. Von Vorträgen, Booksignings und Dummysichtungen, einer Fotobuchauktion- und Messe sowie dem getPublished Award 2010 dreht sich vom 4.- 6. Juni 2010 in Hamburg alles um das <strong>Thema Fotobuch</strong>.</p>
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		<title>Vom Tod erzählt. Der Fotograf Patrik Budenz</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 08:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie - Fotografen]]></category>
		<category><![CDATA[PortfolioPin]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Ende steht der Tod. So unausweichlich, so unerbittlich, dass wir uns angewöhnt haben davon zu schweigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.bildwerk3.de/wp-content/plugins/simple-post-thumbnails/timthumb.php?src=/wp-content/thumbnails/3638.jpg&amp;w=295&amp;h=150&amp;zc=1&amp;ft=jpg' alt='post thumbnail' /></p>
<p>Am Ende steht der Tod. So unausweichlich, so unerbittlich, dass wir uns angewöhnt haben davon zu schweigen. Der Fotograf Patrik Budenz ist einen anderen Weg gegangen &#8211; er hat die Konfrontation mit diesem Thema gesucht und Bilder von dort mitgebracht, wo keiner gern hinschaut. Als Ergebnis sehen wir zwei eindrucksvolle fotografische Serien -  &#8216;Post Mortem&#8217; und &#8217;search for evidence&#8217; (Spurensuche) &#8211; die mit bildnerischer Kraft das ungeheuerlich Normale erzählen. (alle Bilder zu den Serien &#8211; auf der <a href="http://grauwerk.de/" title="Fotograf Patrik Budenz" class="liexternal">Seite von Patrik Budenz</a>)</p>
<p>Patrik Budenz hat an der <em>Neuen Schule für Fotografie</em> in Berlin studiert und präsentiert mit &#8216;Post Mortem&#8217; seine Abschlussarbeit. Ich habe mit Patrik  Budenz über die Motive zu dieser ungewöhnlichen Arbeit, über sein Studium und über seine Zukunftspläne gesprochen und auch erfahren, wie man in so verschlossene Bereiche als Fotograf vordringt &#8230;</p>
<div id="attachment_3640" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3640" title="budenz_post_mortem01" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/budenz_post_mortem01.jpg" alt="aus 'post mortem' © Patrik Budenz" width="490" height="368" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Post Mortem&#39; © Patrik Budenz</p></div>
<p><strong>Marko Radloff/Bildwerk3: Ihre Serie &#8216;Post Mortem&#8217; berührt ein Thema, mit dem sich normale Menschen nur sehr ungern beschäftigen &#8211; dem Thema Tod. Haben Sie nicht Furcht, mit Ihrer Arbeit Grenzen zu überschreiten, hinter die sie nicht mehr zurück können?</strong><br />
<em>Patrik Budenz: </em>Ob meine Bilder Grenzen überschreiten, kann nur jeder Betrachter für sich selbst entscheiden. Letztendlich sind diese Grenzen individuell gesetzt, oft sogar willkürlich und unreflektiert. Die einzige Grenze, die ich für mich selbst überschritten habe, ist die eigene Angst vor der Auseinandersetzung mit diesem Thema. Natürlich beschäftigt sich niemand gerne mit dem Tod, denn es gibt dabei keine positiven Aspekte. Tod bedeutet immer Schmerz und Verlust. </p>
<p>Dennoch kommt jeder früher oder später mit dem Tod in Kontakt. Trotzdem wird das Thema Tod in unserer gegenwärtigen Gesellschaft weitgehend verdrängt. Das war aber nicht immer so: Historisch betrachtet hat diese Tabuisierung des Todes erst im 20. Jahrhundert stattgefunden hat. Noch im 19. Jahrhundert war der Umgang mit dem Tod deutlich unbefangener. Hier hat also unsere vermeintlich aufgeklärte Gesellschaft einen Rückschritt gemacht.</p>
<div id="attachment_3641" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3641" title="budenz_post_mortem02" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/budenz_post_mortem02.jpg" alt="aus 'post mortem' © Patrik Budenz" width="490" height="368" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Post Mortem&#39; © Patrik Budenz</p></div>
<p>Aber scheinbar sind immer mehr Menschen bereit, sich auf dieses Thema wieder einzulassen. Sobald ich diese Arbeit erwähne, ist die Neugier sehr groß. Die überwiegend positive Resonanz auf die Arbeit empfinde ich als Bestätigung dafür, dass man sich diesem Thema nicht verschliessen sollte. Wichtig ist für mich dabei, dass ich durch die intensive Beschäftigung mit diesem Thema nicht die Sensibilität dafür verliere, da ich weder schockieren noch eine Sensationsgeilheit befriedigen möchte.</p>
<p><strong>Schon in Ihrer Serie &#8217;search for evidence&#8217; (Spurensuche) waren Leichen zu sehen. Was fasziniert Sie so sehr an diesem Thema?</strong><br />
Faszination ist eigentlich der falsche Begriff. Mein Antrieb beim Fotografieren ist eher die Neugier, oder wenn mich ein Thema so beschäftigt, dass ich für mich Antworten finden möchte.</p>
<p>So entstand die Motivation für die Serie &#8217;search for evidence&#8217; (Spurensuche) beim Zappen durch die Fernsehkanäle. Dort begegnet man ja fast jeden Abend Rechtsmedizinern oder forensischen Ermittlern. Dabei werden oft typische Klischees bedient: Rechtsmediziner sind kauzige Typen, die in halb abgedunkelten Räumen tagelang den toten Körper untersuchen. Oder die Untersuchungsräume sind nachtclub-artig in farbigen Neon beleuchtet und mit aberwitzigen Hightech-Geräten ausgestattet, die in kürzester Zeit die Todesursache quasi automatisch ermitteln.</p>
<div id="attachment_3642" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3642" title="bundenz_search_for01" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/bundenz_search_for01.jpg" alt="aus 'search for evidence' © Patrik Budenz" width="490" height="368" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;search for evidence&#39; © Patrik Budenz</p></div>
<p>Natürlich muss sich in diesen TV-Serien die Realität der Dramaturgie unterordnen. Daher wollte ich herausfinden, was Rechtsmedizin tatsächlich ist. Dementsprechend liegt der Fokus der Serie auch auf den Medizinern und ihrem Beruf, nicht auf den Toten. Da sich aber ein beträchtlicher Teil der Tätigkeit der Rechtsmediziner mit dem toten Körper befasst, sind diese auch in den Bildern zu sehen.</p>
<p>Durch der Arbeit an &#8217;search for evidence&#8217; (Spurensuche) wurde ich auch ganz allgemein mit dem Thema Tod konfrontiert, was auch darüber hinaus weiter beschäftigt hat. Infolgedessen bin ich anschliessend in der Serie &#8216;Post Mortem&#8217; der Frage nachgegangen, was eigentlich mit dem toten Körper geschieht, nachdem ein Mensch verstorben ist. Gleichzeitig ist daraus aber auch eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Tod geworden.</p>
<p><strong>Ganz praktisch: Wie haben Sie es geschafft, in diese Bereiche vorzudringen? Was hat Ihnen die Türen geöffnet: beim Bestatter, im  Krematorium, bei der Gerichtsmedizin?</strong><br />
Den ersten Zugang &#8211; zur Rechtsmedizin &#8211; hatte ich ja bereits für die Arbeit &#8217;search for evidence&#8217; (Spurensuche) erhalten. Man kommt natürlich nicht so ohne Weiteres in einen solchen Bereich hinein. D.h. ich musste Überzeugungsarbeit leisten. Hierbei hat mir sicher eine sehr intensive Vorbereitung geholfen, die alle möglichen Aspekte berücksichtigt hat &#8211; ethische, rechtliche, medizinische und natürlich auch fotografische und persönliche.</p>
<p>Darüber hinaus bin ich sehr offen mit meinen Bildern auf die Mitarbeiter der Institutionen zugegangen und habe schon ab den ersten Tagen vorläufige Ergebnisse präsentiert. Jeder konnte die Entstehung der Arbeit mitverfolgen, und so ist ein Vertrauensverhältnis entstanden, wodurch sich aus den ursprünglich vereinbarten fünf Terminen eine Zusammenarbeit von nunmehr zwei Jahren entwickelt hat. In dieser Zeit sind auch die Kontakte entstanden, die mir auch die Aufnahmen für &#8216;Post Mortem&#8217; ermöglicht haben.</p>
<div id="attachment_3643" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3643" title="bundenz_search_for02" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/bundenz_search_for02.jpg" alt="aus 'search for evidence' © Patrik Budenz" width="490" height="368" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;search for evidence&#39; © Patrik Budenz</p></div>
<p><strong>Sie haben Anfang der Neunziger Jahre Wirtschaftsinformatik studiert. Wirkt sich dieses Studium auf Ihre jetzige Arbeitsweise aus? Haben Sie eine Affinität zur Technik im Allgemeinen?</strong><br />
Das Studium der Wirtschaftsinformatik war bei weitem nicht so technisch orientiert, wie es die Informatiker-Klischees vermitteln. Dennoch &#8220;spiele&#8221; ich durchaus gerne mit Technik. Die Fotografie ist nun einmal ein sehr technischer Prozess. Ob die Kamera bei der Aufnahme oder der Rechner/Drucker bzw. Vergrößerer bei der Ausarbeitung der Prints &#8211; es geht nicht ohne entsprechende technische Kenntnisse.</p>
<p>Beim Erstellen der Bilder möchte ich mich aber einzig auf das Thema und den Moment konzentrieren. Je intuitiver ich meine Werkzeuge beherrsche, desto mehr tritt dann auch die Technik in den Hintergrund. Das ist aber nur möglich, wenn man sich auch intensiv damit auseinander gesetzt hat.</p>
<p><strong>Wie gefällt Ihnen Berlin?</strong><br />
Ich bin vor drei Jahren nach Berlin gekommen und habe mich vom ersten Moment an wohl gefühlt. Die Stadt hat ein ganz eigenes Flair, das ich so bisher an keinem anderen Ort gefunden habe.</p>
<p><strong>Sie haben an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin studiert. Haben Sie was gelernt?</strong><br />
Diese Frage müssten eigentlich meine Dozenten beantworten <img src='http://www.bildwerk3.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Als Quereinsteiger habe ich mich schon vor dem Studium an der Neuen Schule mit der Fotografie beschäftigt. Meines Erachtens ist aber das größte Manko der Amateurfotografie, dass es meist nur um das Einzelbild und dabei vor allem um formale oder technische Aspekte geht. Inhalte sind dabei oft nicht zu finden. Doch gerade in dem, was die Fotografie erzählen kann, sehe ich ihre Kraft.</p>
<p>Meine Motivation für dieses Studium war daher, dass ich ein Gefühl dafür entwickle, wie man ein Thema mit fotografischen Mitteln angemessen darstellen kann. Ich denke schon, dass sich diesbezüglich mein Umgang mit der Fotografie sehr verändert hat &#8211; vor drei Jahren hätte ich die &#8216;Post Mortem&#8217; Serie sicher nicht erstellen können. Einen großen Anteil daran haben meine Dozenten Eva Betram und Marc Volk, die sich ebenfalls über einen langen Zeitraum meinen unbequemen Bildern auseinandersetzen mussten, ohne sich diesen entziehen zu können.</p>
<div id="attachment_3644" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3644" title="budenz_post_mortem03" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/budenz_post_mortem03.jpg" alt="aus 'post mortem' © Patrik Budenz" width="490" height="368" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Post Mortem&#39; © Patrik Budenz</p></div>
<p><strong>Welche Sorte Fotograf möchten Sie sein? Wie stellen Sie sich Ihre ganz persönliche Berufswirklichkeit vor?</strong><br />
Ein Freund und Kollege meinte: &#8220;einer, der nicht zurückschreckt, der nachfragt&#8221; &#8211; das gefällt mir. In eine bestimmte fotografische Kategorie möchte ich mich aber nicht einordnen. Das empfinde ich als Einengung auf die angesprochenen willkürlich gesetzten Grenzen. Es gibt viele Dinge, die ich für erzählenswert halte. Ich möchte mir daher die Freiheit erhalten, meine Themen so darzustellen, wie sie mir angemessen erscheinen.</p>
<p>Auch wenn ich, wie die meisten, Miete und Essen bezahlen muss, hoffe ich, dass ich auch in Zukunft weiter die Möglichkeit habe, mich mit den Themen zu beschäftigen, die mich persönlich bewegen. Dennoch sehe ich keinen Grund, mich unnötig unter Druck zu setzen und bleibe offen für alles, was noch auf mich zukommt.</p>
<div id="attachment_3650" class="wp-caption alignnone" style="width: 378px"><img class="size-full wp-image-3650" title="budenz_post_mortem04" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/budenz_post_mortem04.jpg" alt="aus 'post mortem' © Patrik Budenz" width="368" height="490" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Post Mortem&#39; © Patrik Budenz</p></div>
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		<title>Glamour und mehr – Berlin Now</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 03:49:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Druckerei auf meinen Tisch: Welt am Sonntag-Autorin Dagmar von Taube hat fotografische Positionen zu Berlin zusammengetragen und in einem prächtigen Band veröffentlicht – gefühlte fünf Kilo, Leinenumschlag und jede Menge Fotografien der Berliner Society von heute und von einst. Weswegen man über den Titel auch zuerst stolpert: Berlin Now ist mehr als nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Druckerei auf meinen Tisch: <em>Welt am Sonntag</em>-Autorin Dagmar von Taube hat fotografische Positionen zu Berlin zusammengetragen und in einem prächtigen Band veröffentlicht – gefühlte fünf Kilo, Leinenumschlag und jede Menge Fotografien der Berliner Society von heute und von einst. Weswegen man über den Titel auch zuerst stolpert: <em>Berlin Now</em> ist mehr als nur ein Abbild der Gegenwart – man findet Gesichter und Orte der Stadt die <em>sind</em> und andere die <em>waren</em> einmal wichtig.</p>
<div id="attachment_3625" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3625" title="berlin_now_muehe" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/berlin_now_muehe.jpg" alt="Berliner Gesellschaft? Antonio Puri Purini (m.), italienischer Botschafter von 2005 bis 2009. © Andreas Mühe" width="490" height="381" /><p class="wp-caption-text">Berliner Gesellschaft? Antonio Puri Purini (m.), italienischer Botschafter von 2005 bis 2009. © Andreas Mühe</p></div>
<p>Eindrucksvoll ist die Liste der Fotografen: Neben längst bekannten Lichtbildnern wie Helmut Newton, Elliot Erwitt oder Robert Lebeck bestechen die Portraits von <a href="http://www.andreasmuehe.com/" title="Andreas Mühe" class="liexternal">Andreas Mühe</a> und <a href="http://www.oliver-mark.com/" title="Oliver Mark" class="liexternal">Oliver Mark</a> besonders.</p>
<p>Es ist das Kaleidoskopische das diesen Band besonders reizvoll macht und gleichzeitig auch sein größtes Problem ist: es wird viel gezeigt und prächtig aufgetragen aber das Verbindende fehlt – vielleicht weil Berlin selbst noch nicht verbunden ist. Nur manchmal schimmert der Charakter der Stadt durch – in den weniger aufwendig gemachten Bildern, in den zufällig entstandenen Straßenszenen – und in den Gesichtern, die es wirklich nur in Berlin gibt: so in den Szenen von der Loveparade von <a href="http://www.daniel-biskup.de/" title="Daniel Biskup" class="liexternal">Daniel Biskup</a>, überhaupt sehr in allen Fotografien von Biskup &#8230;</p>
<p><em>Berlin Now</em> ist ein schönes Geschenk für diejenigen mit Faible für&#8217;s moderne fotografische Portrait – weniger für diejenigen, die auf der Suche nach der Hauptstadt sind.</p>
<p>In Zusammenarbeit mit der Fotogalerie Camera Work (Berlin) und einem Vorwort von Imre Kertész &#8230; 264 Seiten, Hardcover mit Umschlag, über 300 Color- und SW-Fotografien, der Text in English und in Deutsch.</p>
<p>Preis und mehr – Affiliate-Link (Amazon): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832793534?ie=UTF8&amp;tag=ostjob-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3832793534" title="Berlin Now" class="liexternal">Berlin Now</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/FN4ukkEHkmw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fotografieren ist wie träumen mit sehr offenen Augen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 12:26:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie - Fotografen]]></category>
		<category><![CDATA[PortfolioPin]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie & Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografin]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Menschen, zu deren Glück gehört es, sich in phantastischen Rollen wiederzufinden. Kathrin Holighaus hat einige von ihnen ausfindig gemacht und fotografiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.bildwerk3.de/wp-content/plugins/simple-post-thumbnails/timthumb.php?src=/wp-content/thumbnails/3586.jpg&amp;w=295&amp;h=150&amp;zc=1&amp;ft=jpg' alt='post thumbnail' /></p>
<p>Es gibt Menschen, zu deren Glück gehört es, sich in phantastischen Rollen wiederzufinden. Kathrin Holighaus hat einige von ihnen ausfindig gemacht und in <a href="http://www.open09.de/open09/kathrin_holighaus" title="Kathrin Holighaus" class="liexternal">privater Umgebung fotografiert</a>. Die Bilder wirken auf den ersten und auch auf den zweiten Blick seltsam verstörend. Erst allmählich beginnt man die Dinge auseinander zu halten und bei längerem Hinschauen weiß man Wirklichkeit und Phantastik auseinander zu halten. Dieses Sujet ist ein sehr gut überlegtes und sehr dankbares fotografisches Thema.</p>
<p>Kathrin Holighaus hat an der <em>Neuen Schule für Fotografie</em> in Berlin studiert. Ihre Arbeit <em>Parallelwelten</em> und die Arbeiten der anderen Absolventen 2009 sind bis zum 25. Oktober in Berlin zu sehen. (<a href="http://www.open09.de/" class="liexternal">hier</a>)</p>
<p>Ich habe mit Kathrin Holighaus über Berlin, übers Studium und über diese Projekt gesprochen.</p>
<div id="attachment_3595" class="wp-caption alignnone" style="width: 337px"><img class="size-full wp-image-3595" title="holighaus01_uli" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/holighaus01_uli.jpg" alt="© Kathrin Holighaus" width="327" height="490" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Parallelwelten&#39; © Kathrin Holighaus</p></div>
<p><strong>Marko Radloff/Bildwerk3: Wie gefällt Ihnen Berlin?</strong><br />
<em>Kathrin Holighaus:</em> Ich liebe Berlin, die Stadt ist zu meiner neuen Heimat geworden, hier möchte ich bleiben. Berlin ist eine inspirierende Stadt, die große kreative Spielräume bietet und immer irgendwie in Bewegung ist. </p>
<p><strong>Sie haben an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin studiert. Was haben Sie gelernt?</strong><br />
Eine ganze Menge. Das Studium war eine einzigartige Möglichkeit, mich selbst auszuprobieren und unter den vielen Möglichkeiten der Fotografie einen eigenen Weg auszuloten. Es gibt so viele unterschiedliche Seh- und Sichtweisen und die größte Herausforderung war der Lernprozess, den eigenen fotografischen Standpunkt zu entwickeln und zu vertreten, auch wenn dieser nicht immer auf positive Resonanz stößt.</p>
<p>Die <em>Neue Schule für Fotografie</em> setzt einen Schwerpunkt auf Autoren- und künstlerische Fotografie und ich habe auch erst während des Studiums begonnen, künstlerisch-konzeptionell zu arbeiten.</p>
<p><strong>Glauben Sie, dass Fotografie das Richtig für Sie ist?</strong><br />
Auf jeden Fall. Ich bin seit 1995 als Kommunikationsfachfrau und Mediendesignerin tätig, ein Bereich in dem das Medium Fotografie ja auch eine sehr wichtige Funktion hat.</p>
<p>Selbst angefangen zu fotografieren habe ich aber erst im Jahr 2003. An der Fotografie gefällt mir, dass ich so unmittelbar in Interaktion mit meiner Umwelt trete. Die Kamera schärft meinen Blick und fokussiert meine Wahrnehmung, gleichzeitig ist der Akt des Fotografierens aber auch so etwas wie Träumen mit offenen Augen.</p>
<p><strong>Spielen Ihre Modelle was sie wirklich sein wollen oder sind dies zufällige Arrangements?</strong><br />
Die abgebildeten Personen sind Live-Rollenspieler oder Re-Enactors, die regelmäßig in ihrer Freizeit in ihre zweite Identität schlüpfen. Im Gegensatz zu Online-Rollenspielern stellen sie die Fantasiefigur tatsächlich physisch dar.</p>
<div id="attachment_3596" class="wp-caption alignnone" style="width: 337px"><img class="size-full wp-image-3596" title="holighaus02_karim" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/holighaus02_karim.jpg" alt="© Kathrin Holighaus" width="327" height="490" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Parallelwelten&#39; © Kathrin Holighaus</p></div>
<p>Großen Wert wird auch auf das Ambiente im Spiel gelegt, welches zum Beispiel über mehrere Tage in einer Burgruine stattfinden kann &#8211; es ist vergleichbar mit improvisiertem Theater, nur ohne Zuschauer. Wen oder was sie darstellen, suchen sich die Spieler selbst aus, einige verfügen auch über mehrere Kostüme für dieselbe oder unterschiedliche Rollen.</p>
<p><strong>Ganz praktisch: Wo sind die Fotografien entstanden?</strong><br />
Die Fotos sind alle in den jeweiligen Wohnungen der Spieler entstanden. Es war meine Absicht, dass sich beide Welten der abgebildeten Person in einem Foto überlagern um damit beide Identitäten gleichzeitig zu zeigen.</p>
<p>Der private Wohnraum verrät dem Betrachter ja auf indirekte Weise viel über die reale Persönlichkeit hinter dem Kostüm. Da ich selbst keine Live-Rollenspieler kannte, habe ich für das Projekt gezielt in Internetforen und durch Herumfragen im Bekanntenkreis nach Freiwilligen gesucht, die sich von mir in ihrer Wohnung fotografieren lassen würden.<br />
<strong><br />
Die Vorstellung jemand völlig anderes zu sein: Wieviel davon steckt in Ihnen selbst?</strong><br />
Ich glaube ein bisschen davon steckt in jedem. Wer bin ich und wenn ja wie viele – die Frage nach der eigenen Identität ist etwas Grundlegendes. Verschiedene Rollen im Leben haben wir auch alle – berufliche und private.</p>
<p>Verpflichtungen und Rollenzwänge, denen man ja meist weder bewusst noch freiwillig ausgesetzt ist, können schon die Fantasie von einem anderen Leben in einer anderen Welt beflügeln. Ich selbst habe noch nie Rollenspiele ausprobiert, ich bin eher jemand der versucht, seine Wünsche und Träume in die Realität umzusetzen.</p>
<div id="attachment_3597" class="wp-caption alignnone" style="width: 337px"><img class="size-full wp-image-3597" title="holighaus03_joerg" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/holighaus03_joerg.jpg" alt="© Kathrin Holighaus" width="327" height="490" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Parallelwelten&#39; © Kathrin Holighaus</p></div>
<p><strong>Welche Ausrüstung hatten Sie zur Verfügung?</strong><br />
Ich habe mit meiner Canon EOS 20D fotografiert. Auf Lichttechnik habe ich bewusst verzichtet, da ich die Atmosphäre der privaten Wohnräume nicht durch eigene Inszenierungen verändern wollte.</p>
<p><strong>Welche Art Fotografie möchten Sie gern machen?</strong><br />
Ich würde mich da nicht starr festlegen wollen. Für die nächste Zukunft habe ich weitere künstlerische Projekte geplant. Aber ich sehe auch Möglichkeiten in der kommerziellen Fotografie, zum Beispiel bin ich bereits als Bühnenfotografin (Oper) tätig. Fest steht, dass ich eher im Bereich People und Editorial zu Hause bin als in der Sach- oder Architekturfotografie.</p>
<div id="attachment_3598" class="wp-caption alignnone" style="width: 337px"><img class="size-full wp-image-3598" title="holighaus04_claus" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/holighaus04_claus.jpg" alt="© Kathrin Holighaus" width="327" height="490" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Parallelwelten&#39; © Kathrin Holighaus</p></div>
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		<title>Ich bin jung, dynamisch und arbeite seit 12 Jahren mit Kameras</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 13:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogposts]]></category>

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		<description><![CDATA[Sagt jedenfalls Raphael von Büren in seiner Selbsteinschätzung und er will sich damit für eine Reise in die Karibik ins Gespräch bringen. Hintergrund ist der aktuelle Voting-Spass THE ISLAND JOB bei dem ein talentierter Fotograf für eine Südseereise gesucht wird – eine Art Verreisen + Event 2.0 bei dem die Gewinner gleichzeitig die Materiallieferanten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sagt jedenfalls Raphael von Büren in seiner Selbsteinschätzung und er will sich damit für eine Reise in die Karibik ins Gespräch bringen. Hintergrund ist der aktuelle Voting-Spass <a href="http://www.the-island-job.ch/" title="THE ISLAND JOB" class="liexternal">THE ISLAND JOB</a> bei dem ein <em>talentierter</em> Fotograf für eine Südseereise gesucht wird – eine Art Verreisen + Event 2.0 bei dem die Gewinner gleichzeitig die Materiallieferanten und die Organisatoren sind und das Material via <em>Social Networks</em> an die <em>Online Community</em> weitergereicht und bewertet wird &#8211; und in der nächsten Marketingkampagne des <em>Auftraggebers</em> Verwendung findet. Das Material, das sind Musik, Videos – und Fotografien. </p>
<p>Gesucht also wird ein talentierter Fotograf der diese <span><em>kreative</em> Reise begleitet und dokumentiert. Berufserfahrung ist nicht erforderlich.</span></p>
<p>Ein ordentlicher Auftrag an einen Fotografen sieht anders aus, werden manche sagen und sich fragen wo das noch hinführen soll. Da macht sich eine Art undurchsichtige, aber dennoch interessengeleitete Spass-Pop-Naturalienwirtschaft breit, wo nicht klar ist, wer da eigentlich an welcher Stelle von profitiert.</p>
<p>Kleiner Trost: teilnehmen, jedenfalls für dieses Mal, dürfen nur Schweizer.</p>
<p><a href="http://www.the-island-job.ch/" ><img class="alignnone size-full wp-image-3573" title="die_insel" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/die_insel.gif" alt="die_insel" width="490" height="270" /></a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/8OPbLHp-Oog" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Madonna unverhüllt: Gelegenheit für einen Fotografen – vor 30 Jahren</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 13:57:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie - Fotografen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Pinnwand]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute: Eines der auf www.haz.de am meisten angeschauten Videos ist der Bericht über eine Fotoausstellung in Istanbul: der Fotograf Martin Schreiber hat vor dreißig Jahren (1979)
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute: Eines der auf www.haz.de am meisten angeschauten Videos ist der Bericht über eine Fotoausstellung in Istanbul: der Fotograf Martin Schreiber hat vor dreißig Jahren (1979) die kurz vor ihrem Aufstieg stehende Pop-Icone Madonna fotografiert – nackt, während eines Shootings für Studenten.</p>
<p>Madonna hat damals für ihren Job als Aktmodell lediglich 30 Dollar Gage erhalten und Schreiber ist nicht zuletzt durch diese Fotografien ein sehr bekannter Fotograf geworden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3561" title="huellenlos_in_istanbul" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/huellenlos_in_istanbul.jpg" alt="huellenlos_in_istanbul" width="490" height="442" /></p>
<p><a href="http://www.haz.de/Mediathek/Videos?bcpid=1896788706&amp;bclid=1704115725&amp;bctid=44632154001&amp;refer=rightboxb" title="Madonna unverhüllt - Movie" target="_blank" class="liexternal">Den Film bei www.haz.de anschauen</a></p>
<p><a href="http://martinhmschreiber.com/madonna_photo/index.html" class="liexternal">Die Fotografien von <em>Madonna</em> auf den Seiten von Martin H.M Schreiber</a></p>
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		<item>
		<title>Neue Schule für Fotografie Berlin – Absolventen zeigen ihre Abschlussarbeiten</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 12:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marko Radloff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theorie - Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[aus &#39;Post Mortem&#39; © Patrik Budenz
In Berlin gibt es die Neue Schule für Fotografie schon seit einigen Jahren. Jetzt zeigen 16 angehende Fotografinnen und Fotografen der Abgangsklassen von Eva Bertram und Marc Volk ihre Schlussarbeiten – unter dem Programmtitel OPEN09. 
Die Neue Schule für Fotografie ist eine private, staatlich nicht anerkannte Schule, in der Fotografen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3610" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img class="size-full wp-image-3610" title="post_mortem" src="http://www.bildwerk3.de/wp-content/uploads/2009/10/post_mortem.jpg" alt="aus 'Post Mortem' © Patrik Budenz" width="490" height="368" /><p class="wp-caption-text">aus &#39;Post Mortem&#39; © Patrik Budenz</p></div>
<p>In Berlin gibt es die <a href="http://www.neue-schule-berlin.com/" title="Neue Schule für Fotografie" class="liexternal">Neue Schule für Fotografie</a> schon seit einigen Jahren. Jetzt zeigen 16 angehende Fotografinnen und Fotografen der Abgangsklassen von Eva Bertram und Marc Volk ihre Schlussarbeiten – unter dem Programmtitel <a href="http://www.open09.de/" class="liexternal">OPEN09</a>. </p>
<p>Die <em>Neue Schule für Fotografie</em> ist eine private, staatlich nicht anerkannte Schule, in der Fotografen ihr Handwerkszeug lernen können. Die reguläre Studienzeit beträgt 3 Jahre bestehend aus sechs Semestern, wobei 1 Semester fünf Unterrichtsmonate hat. Ein Monat in jedem Semester ist unterrichts- und auch gebührenfrei. Je nach Klassenstufe kostet der Unterricht zwischen 270 und 320 Euro – pro Monat.</p>
<p>Semesterbeginn ist jeweils am 01.04. und 01.10. eines Jahres. Interessierte können sich jetzt bis zum 25.01.2010 für den Einstieg im Sommersemester 2010 bewerben. Das Bewerbungsgespräch und die bei dieser Gelegenheit mitgebrachten Arbeitsproben entscheiden dann über eine Zulassung.</p>
<p>Die nun gezeigten Arbeiten belegen das breite Spektrum fotografischer Möglichkeiten einerseits und den spielerischen Umgang mit den Gestaltungsmitteln der Fotografie andererseits. Ein bisschen studentisch wirken alle präsentierten Arbeiten – inspirierend auf jeden Fall, aber auch unfertig. Die Austellung läuft bis zum 25.Oktober – in Berlin, in der Spandauer Straße 2.</p>
<p>(mit zwei Schülern des Abschlussjahrgangs der Neuen Schule für Fotografie in Berlin – und vielleicht auch mit Eva Bertram oder Marc Volk – wird es auf Bildwerk3 einen Beitrag geben – in den nächsten Tagen)</p>
<table class="event" border="0">
<tbody>
<tr>
<th colspan="2">OPEN</th>
</tr>
<tr>
<td class="hl"><strong>Veranstalter:</strong></td>
<td class="hl">Neue Schule für Fotografie Berlin<br />
Abschlussklasse 2009</td>
</tr>
<tr>
<td class="dk"><strong>Fotografen:</strong></td>
<td class="dk">Sascha Bachmann, Ulrike Brückner, Patrik Budenz, Mercedes Debeyne, Inessa Dolinskaia, Lena Guimont, Markus Hahn, Holger Hertling, Kathrin Holighaus, Michael Kahl, Ulrike Lachmann, Emanuele Lami, Eckart Pscheidl-Jeschke, Judith Schenk, Danika Vöneky, Frank Walter</td>
</tr>
<tr>
<td class="hl"><strong>Laufzeit:</strong></td>
<td class="hl">10.-25. Oktober 2009</td>
</tr>
<tr>
<td class="dk"><strong>Ausstellungsort:</strong></td>
<td class="dk">Spandauer Straße 2<br />
10178 Berlin</td>
</tr>
<tr>
<td class="hl"><strong>Link: </strong></td>
<td class="hl"><a href="http://www.open09.de/" rel="nofollow" class="liexternal">www.open09.de</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/bildwerk3/~4/YNyHUGp-fhw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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	</channel>
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