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&lt;br /&gt;
Okay, bevor wir jetzt alle in Tränen ausbrechen, so schnell war es dann auch wieder nicht vorbei! :)&lt;br /&gt;
Da gab es doch noch eine letzte Station auf unserer großen, abenteuerlichen Reise durchs bunte Land, und diese trug den Namen Mumbai!&lt;br /&gt;
Der Abschied am Morgen DES Tages, der uns wieder nach Hause bringen sollte, lief eher etwas stürmisch als tränenreich ab, also keinen Grund jetzt sentimental zu werden.&lt;br /&gt;
Wir kamen gerade einmal 20 Minuten vor Abflug am Flughafen in Nagpur an, ja ist ja klar, &quot;Indian Time&quot; eben.&lt;br /&gt;
Nachdem uns Bibi und Philipp am Eingang entlassen hatten, tauchte auch gleich schon die erste Überraschung auf, mein Koffer wurde eingezogen mit der Frage: &quot;Any Powder inside?&quot;, die ich nur freundlich mit &quot;Rangoli Powder&quot; beantwortet, was ich unbedingt mitnehmen wollte um damit im Frühling ein Rangoli vor unser Haus zu malen.&lt;br /&gt;
Ich öffnete also den Koffer, kramte diesen noch einmal komplett um und zog dann irgendwann die Rangoli Farbe heraus, für ein deutsches, weißes Mädchen wie mich, gab es natürlich überhaupt keine Probleme dieses mitführen zu dürfen.&lt;br /&gt;
Mit einem Lächeln entschuldigte sich der nette Mann für die Umstände, die er mir bereitet hatte und entließ mich zum Einchecken, was wir wirklich auch dringend erledigen mussten.&lt;br /&gt;
Der anschließende Flug verlief reibungslos, wir alle wunderten uns, wie schon auf dem Hinflug, dass der Captain bereits nach einer halben Stunde die Anschnallzeichen einblenden ließ und die Durchsage zur bevorstehenden Landung machte.&lt;br /&gt;
Mumbai war für uns aus weiter Ferne schon erkennbar, denn das Erste, was man auf einem Flug über die Stadt erkennen kann ist der größte Slum Asiens, direkt neben dem Flughafen.&lt;br /&gt;
Auf der Hinreise hatte ich diesen als allererstes gesehen und war absolut verstört in den nächsten Flieger gestiegen mit dem Bild im Kopf, das so also Indien aussieht.&lt;br /&gt;
Heute, vier Wochen später, weiß ich, das Indien eben sowohl die eine als auch die andere Seite hat und ich war mir diesmal ganz sicher, dass hinter dem Dreck und Gestank des Slums eine wunderschöne und bunte Stadt auf uns warten würde.&lt;br /&gt;
Meine Hoffnungen sollten nicht enttäuscht werden. Als wir aus dem Flughafengebäude heraustraten, strahlte uns eine heiße Mittagssonne ins Gesicht, der Flughafen war von Palmen gesäumt und zwischen den vielen Menschen erspähten wir Maria und Philipp, die Kinder der Kuruvillas, die wir seit nun mehr drei Wochen nicht gesehen hatten.&lt;br /&gt;
Als wären wir die ältesten und dicksten Freunde vielen wir uns alle lachend in die Arme und waren einfach nur voller Vorfreude auf den uns bevorstehenden Tag mit den Beiden.&lt;br /&gt;
Im Auto ging es zunächst auf einer einstündigen Fahrt durch die Stadt, dabei sahen wir die unterschiedlichsten Menschen auf den Straßen, viel mehr Weiße auf einmal als man sich in Indien erträumen ließe, Paare, die an der Promenade saßen und ganz öffentlich Zärtlichkeiten austauschten und Inderinnen in kurzen Shorts.&lt;br /&gt;
&quot;Mumbai ist eben eine Großstadt, hier ist alles möglich&quot; lautete Marias Kommentar zu unseren verwunderten Gesichtern.&lt;br /&gt;
Doch, so langsam verstehe ich wirklich den Unterschied zwischen den kleinen, traditionellen und großen, boomenden Städten.&lt;br /&gt;
Auch wenn Nagpur größer als jede deutsche Großstadt ist, ist sie für indische Verhältnisse eben doch nur ein Städtchen.&lt;br /&gt;
Und als wir am Gateway of Mumbai angekommen waren, dem Platz überhaupt, wurde uns die Dimension dieser Stadt wohl auch zum ersten Mal so richtig bewusst.&lt;br /&gt;
Riesige Luxushotels säumten den Platz, große Autos wurden von Tiefgarage zu Tiefgarage gefahren und das geschäftige Treiben war unglaublich mitreißend, dass wir uns direkt auf in den Strom machten um uns in unser letztes Shoppingvergnügen auf einem der vielen Märkte hier stürzten.&lt;br /&gt;
Fast schon verzweifelt wurden die letzten Rupien für ein paar Kissenbezüge, Schmuck und kleine Mitbringsel ausgegeben.&lt;br /&gt;
Es machte, wie immer, einfach nur riesigen Spaß durch die bunte Vielfalt zu schlendern und die vielen Eindrücke auf sich wirken zu lassen.&lt;br /&gt;
Nach einem kleinen Lunch gingen wir zur wunderschönen Promenade und sahen endlich unser geliebtes Meer.&lt;br /&gt;
Mit frisch gepresstem Mangosaft, welcher der süßeste war, den ich jemals irgendwo getrunken hatte und dabei ist noch nicht einmal Mangosaison... ließen wir uns auf der Mauer zwischen den vielen Paaren nieder.&lt;br /&gt;
Die Sonne brannte heiß, aber wir genossen die wahrscheinlich letzte große Hitze und beobachteten die auslaufenden Schiffe auf ihrem Weg in die unendliche Weite des Meeres.&lt;br /&gt;
Es blieb nicht viel Zeit und ein Tag ist definitiv zu kurz um so eine interessante Stadt, wie Mumbai es ohne Frage ist, zu entdecken.&lt;br /&gt;
Doch mit Maria und David als Reiseführer, sozusagen waschechten Mumbaianern sahen wir viele großartige Orte, tolle Gartenanlagen und einen Aussichtspunkt von dem aus man auf die ganze Stadt sehen konnte.&lt;br /&gt;
Ehe wir uns versahen, verschwand die Sonne schon langsam hinter dem Meer, was für uns den Rückweg zum Flughafen bedeutete.&lt;br /&gt;
Wir alle waren furchtbar müde und hatten eigentlich nicht wirklich eine Ahnung, wie wir jetzt noch die ganze Nacht auf den Beinen bleiben sollten.&lt;br /&gt;
Wir fuhren an der einzigen Kuh vorbei, die ich hier in Mumbai erspähen konnte und sicherlich auch die letzte, die ich auf irgendeiner Straße erst einmal sehen sollte, an den Paaren auf der Promenade und dem größten Slum Asiens über dem ein großes Plakat mit der Aufschrift &quot; Reisen sie nach Dubai zum Wintershopping&quot; aufgehängt war.&lt;br /&gt;
Wie paradox dieses Land doch ist.&lt;br /&gt;
Und eh wir uns versahen standen wir mit unseren Koffern vor dem Flughafen und nun wurde auch mir zum ersten Mal klar, wie bald nun alles zu Ende sein würde.&lt;br /&gt;
David und Maria drückten uns jeweils einen Kuss auf die Wange, dann verschwanden sie im Getümmel, Hand in Hand und mit lächelnden Gesichtern...&lt;br /&gt;
In diesem Moment ging uns wohl allen ein anderer Gedanke durch den Kopf, Vivi für ihren Teil, war sicherlich erst einmal einfach nur traurig, ihrem geliebten Indien auf Wiedersehen sagen zu müssen und auch Christina schien etwas wehmütig, Amelie war immer noch voller Vorfreude auf zu Hause und sah diesen schönen letzten Tag einfach als einen gelungenen Abschluss und ich, ja ich, sah mich zunächst einmal bald wieder in dem von mir so verhassten Flugzeug sitzen und das für die nächsten neun Stunden, mich erfasste auf einmal auch eine Welle der Traurigkeit und das hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten, denn bisher überwog auch für mich die Freude auf zu Hause...&lt;br /&gt;
Doch, so schnell geht es eben, dass man sich an die Menschen und die Umstände gewöhnt, sie lieben lernt und nur schweren Herzens wieder gehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin nicht gerade der Mensch für die großen, theatralischen Schlussworte, ebenso wenig wie ich für`s &quot;Auf Wiedersehen&quot; sagen gemacht bin und deshalb ende ich hier ganz einfach mit einem Danke!&lt;br /&gt;
Danke für die Zeit, für die Erfahrung, die ich nirgendwo sonst hätte machen können, für die Menschen, die uns begegnet sind und uns auf unserem ganzen Weg begleitet haben, Danke für die Unterstützung aus unserm zu Hause, für die langen Skypekonferenzen, die oft Tränen getrocknet und Lächeln gezaubert haben, Danke an unsere Sponsoren, ohne die dieses große Abenteuer niemals möglich gewesen wäre, danke an unsere Lehrer, die sich in langen Prozeduren extra Klausuren für uns ausgedacht haben um uns für unsere Reise vom Schulstress weitgehend zu befreien und danke an euch drei, Vivi, Christina und Amelie, dafür, dass wir so eine tolle Gruppe waren, in der Einer für den Anderen da war und die so herrlich bunt gemischt war, dass jeder Charakter unabdingbar gewesen ist.&lt;br /&gt;
Ich bin wirklich sehr, sehr dankbar und ich habe mir vorgenommen, es jeden Tag auf Neue zu sein, für all das, was ich habe, was ich sehen durfte und noch sehen werde.&lt;br /&gt;
Vielleicht sollten wir alle ein bisschen öfter Danke sagen.&lt;br /&gt;
Und damit, möchte ich enden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Maxi&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/mumbai.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEha430ptOERgbVHkEcsKGhKaI8rd5rBRsk-VaA0bJ8eN9UBvh6OkluJoMDk9HBF3JsGdc_v2DvewX1SSW7UCy9N26dmt41rTvG-twRgWarcbkLEQ2eflfHeQIfyLOp6uKjbrW7ZWhQqtyM/s72-c/IMG_0102.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-7216036047170889942</guid><pubDate>Fri, 24 Jan 2014 19:02:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-02-10T13:30:47.273+01:00</atom:updated><title>मेहंदी</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
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Einen besseren letzten Tag in Nagpur hätte man sich wohl kaum wünschen können. Und ich habe&amp;nbsp;es tatsächlich die meiste Zeit geschafft, zu verdrägen, dass es eben dieser ist: der letzte. Und nun sitze ich mitten in der Nacht auf dem Bett, und obwohl ich eigentlich dringend schlafen müsste, höre ich die Indien-Playlist und verfasse noch einen letzten&amp;nbsp;Blogeintrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So normal der Tag begann, so unnormal endete er. Er begann mit einem Schulbesuch:&amp;nbsp;10 Uhr wurden wir von Maxis Gastvater abgeholt und durch viele&amp;nbsp;fremde Gegenden (die vier Wochen&amp;nbsp;haben also noch nicht einmal gereicht, um Nagpur vollständig kennenzulernen) zu einer Schule gebracht, an welcher Maxis Gastmutter Deutsch unterrichtet. Mal wieder begegneten wir dort tausenden von Gesichtern, die uns mit Staunen betrachteten. Auf einer&amp;nbsp;ziemlich großen Bühne sitzend, tanzte man&amp;nbsp;mal wieder&amp;nbsp;für uns (man muss sagen,&amp;nbsp;die Jungs überraschten uns mit ihrem Können)&amp;nbsp;und hieß uns Willkommen, anschließend gab es die übliche &lt;i&gt;interaction time&lt;/i&gt;, in welcher man uns Fragen stellte - und zwar zur abwechslung mal alles auf Deutsch! Die Konversationen waren zwar dementsprechend vielseitig, aber es war trotzdem ein schönes Gefühl. Und statt dem anschließenden Tea gab es indischen Kaffee - zu unserer aller Freude, denn ich liebe zwar den indischen Tee, aber den Kaffee mindestens genauso, und den haben wir erst viel zu selten bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im NCCI warteten bereits zwei Mädchen mit Henna-Farbe auf uns. Unser Lunch war demzufolge ziemlich hektisch -&amp;nbsp;umso ruhiger dann allerdings das viele Warten, während wir uns von den beneidenswert talentierten Mädchen&amp;nbsp;Hennas machen lassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als wir&amp;nbsp;die Farbe an der&amp;nbsp;Sonne trocknen ließen,&amp;nbsp;machten wir noch ein paar tolle Bekanntschaften mit Volleyballspielern aus Nordindien, die wir sowohl von ihrem Aussehen als auch&amp;nbsp;ihrer Sprache her zuerst eher China als&amp;nbsp;Indien zugeordnet hätten.&amp;nbsp;Das Kofferpacken verschob sich also um weitere zwei Stunden nach hinten - wofür ich gar nicht so undankbar war, denn alles, was damit zu tun hat, dass ich Indien bald verlassen muss, verschiebe ich gerne so weit wie möglich nach hinten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glücklicherweise kamen Bibi und Philip ziemlich viel später als sie angekündigt hatten, sonst hätte ich das Packen wohl kaum geschafft. Und in demselben weißen Minibus, mit dem Philip mich am allerersten Tag hier vom Flughafen ins NCCI gefahren hat, sind wir noch ein letztes Mal durch Nagpurs Nachtleben gefahren und haben ein paar Kiosks besucht, uns dann in ein Café gesetzt, in dem wir die süßesten Milchshakes und Kaffegetränke und den schokoladigsten Schokoladenkuchen meines Lebens zu uns genommen und noch einmal unsere Erlebnisse in Indien ausgewertet haben. Und zum Schluss&amp;nbsp;haben wir am Straßenrand noch eine ganze Menge Obst für unser letztes indisches Frühstück gekauft, unser &lt;i&gt;letztes indisches Frühstück. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
(Welches schon in fünf Stunden sein wird, die wir&amp;nbsp;nicht damit verbringen sollten, daran zu denken, dass wir schon morgen mein neues Lieblingsland verlassen werden - und wer weiß, wann ich jemals wiederkomme.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: left;&quot;&gt;
&lt;i&gt;Vivi &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;i&gt;&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/blog-post_24.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhZwD6lWcAKZRLAkCdqzfokyex1i2z7eSuk5FAe31QOQ7w-Eeimyy8_RSk1YXp0fZzHCkiyMUH5L2-YFx1fo9VVRnegB5KtvKgrfbnI06lCXTk6e99SGyrFCQpXNxFxGItGvfXXHvhUpSw/s72-c/IMG_0078.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-1524759870256069371</guid><pubDate>Thu, 23 Jan 2014 15:03:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-24T16:08:25.489+01:00</atom:updated><title>Zurück in der Stadt</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
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&lt;br /&gt;
Auch wenn ich jetzt schon für heute,&amp;nbsp;den Freitag, spoilere: Es ist unfassbar schwer mit noch nicht ganz durchgetrockneten&amp;nbsp;Henna-Tatoos an Händen und Füßen einen Blogpost zu verfassen. &lt;br /&gt;
Allgemein ist es schwer, Zeit für das Schreiben jetzt in den letzten Tagen zu finden, da sich die Ereignisse überschlagen und kaum eine freie Minute bleibt. Deswegen komme ich auch erst heute dazu, über den gestrigen Tag zu berichten. Ich bitte darum einen bündigen Statusbericht zu entschuldigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früh und noch dunkel&amp;nbsp;war es mal wieder, als wir Kalmeshwar endgültig den Rücken zukehrten. Es war so früh und keiner von uns war wirklich so wach, um zu realisieren, dass wir nun die Schule und die Kinder, die Kindermädchen, die Lehrer, Bijesh Achen und nicht zuletzt unseren liebgewonnen Abhish(r)ek hinter uns ließen und das alles wahrscheinlich nie, beziehungsweise in naher Zukunft ersteinmal, wiedersehen würden. Wahrscheinlich war das besser so, denn Abschiede sind immer eine schwierige Sache. Ein letztes Mal also fuhren wir durch das erwachenende Dorf und&amp;nbsp;über die Landstraßen, mit Hunden, Kühen, Schulkindern auf ihrem Weg&amp;nbsp;und beteten Menschen&amp;nbsp;an den Straßenrändern in Richtung indische &lt;em&gt;Klein&lt;/em&gt;stadt.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Zurück in unsere NCCI-Unterkunft zu kommen ist immer ein bisschen wie Nachhausekommen, da es unsere erste Unterkunft hier in Indien war, und wir dorthin immer gerne zurückkamen.&lt;br /&gt;
Auf unserer Tagesagenda stand heute nur eines: Shoppen mit Rucha!&lt;br /&gt;
11:30 Uhr kam sie uns abholen und wir stürzten uns prompt in das Menschengetümmel der Innenstadt. Wir begannen mit Food-Shopping im &lt;em&gt;Haldiram&#39;s&lt;/em&gt;. Ein wahrer Tempel des kulinarischen Genusses. In Vitrinen ist alles über und über mit diversen süßen Köstlichkeiten gefüllt und es ist kein Problem, sich einfach von vorne nach hinten durch zu probieren. Empfehlung für alle Indien-Reisenden: Auf jeden Fall Zeit für einen Haldiram&#39;s Shop nehmen und vorher nicht frühstücken.&lt;br /&gt;
Danach hieß es Schuhe, Kurtas, Oberteile, Schals, Schmuck und diverses anderes Zeug erwerben, an dem man einfach nicht vorbei gehen kann, wenn man schon mal in Indien ist.&lt;br /&gt;
Dabei war es immer ein ganz neues Einkaufserlebniss, je nach dem ob wir in einer Mall (exakt wie eine&amp;nbsp;uns aus der westlichen Welt bekannte), in einem Straßenladen oder auf dem Markt waren.&lt;br /&gt;
Zu viel sollte allerdings nicht verraten werden, was wir da so erstanden haben, denn wir möchten euch die Spannung auf unsere indischen&amp;nbsp;Errungenschaften (noch) nicht nehmen. Ihr seht es ja bald in echt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abends gab es dann leckeres Essen in einem Straßenrestaurant mit unserer lieben Rucha. Wir kamen erst spät wieder zurück ins NCCI und fingen schon mal an, unsere Koffer zu packen.&lt;br /&gt;
Damit werde ich jetzt auch weitermachen, damit dann alles gepackt ist&amp;nbsp;und belasse den Blogeintrag über unseren erfolgreichen Einkaufstag damit so kurz. Bis bald in Deutschland!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Amelie&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/zuruck-in-der-stadt.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhX3iwEO0nrJLkXuejFi_nNRZo3RrtpVolVkraZlRqsvNRxrXPv1VnmGO2RI2XOQQ6dylZx_Y8NtuhJcpwS5tCTUvUTLnPpDeRe2T49oGKmHe4OUV2LM8nJAeLNTYU-XyCBPFxZlQK-L6I/s72-c/IMG_9779.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-6784141430397615040</guid><pubDate>Wed, 22 Jan 2014 03:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-23T06:34:08.865+01:00</atom:updated><title>Blumen im Staub</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div align=&quot;CENTER&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;
&lt;em&gt;Aber wie so oft schliefen wir nicht, sondern
redeten noch lange. Darüber, wie glücklich wir hier sind, und wie
glücklich wir darüber sind, diese Entscheidung getroffen zu haben,
hierher zu kommen, und darüber, wie wir die Spinnen loswerden.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div align=&quot;CENTER&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&lt;em&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;Diese Sätze habe ich an unserem ersten Tag hier in Kalmeshwar
geschrieben. Nichts daran hat sich geändert, ich bin noch immer
genauso glücklich wie vor drei Wochen, es gibt nichts, absolut
nichts, was mich diese Entscheidung bereuen lassen könnte -&amp;nbsp;nicht
einmal ansatzweise. Und was die Spinnen angeht: Die sind neben den
Fröschen und Schlangen wohl mittlerweile wortwörtlich unser
kleinstes Problem.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp; Dies ist der erste Text, der mir wirklich schwer fällt.
Immer fasste sich alles wie von selbst in Worte, die Ereignisse,
Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. Aber jetzt, wenn unsere Zeit hier
in Indien langsam zur Neige geht... Wo fängt man an, wenn alles
gerade endet? 
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp; Heute war ein schwerer Tag. Heute war der Tag des Abschieds
- Abschied von Kalmeshwar, von den Kindern, die wir doch gerade erst
kennengelernt haben, von Father Bijesh,&amp;nbsp;der Competition-Time,
den Küchenfrauen und Lehrern. Wir haben immer gesagt, diese
Zeitspanne der vier Wochen sei perfekt, nicht zu kurz, nicht zu lang,
doch je mehr Zeit vergeht, desto bewusster wird mir, dass sie sehr
wohl zu kurz ist. Viel zu kurz. Wir haben Indien noch nicht einmal
ansatzweise begriffen. Nicht, dass&amp;nbsp;ich diese Illusion jemals
gehabt hätte - Indien verstehen zu&amp;nbsp;können, das ist
wahrscheinlich nicht einmal den Indern vorbehalten. Wir können also
nichts weiter&amp;nbsp;als erleben und genießen. Und das tun wir, Tag
für Tag aufs Neue, und es gibt immer wieder etwas, das uns
begeistert und fasziniert. Aber auch für die Arbeit mit den Kindern
ist die Zeit viel zu kurz.&amp;nbsp;Wir lernen sie und ihre Stärken und
Schwächen immer besser kennen, so gibt es in unserer Klasse ein
Mädchen, das besonders gut zählen kann, und einen
hyperaktiven&amp;nbsp;Jungen, der immer mit Leib und Seele mitsingt. Erst
jetzt, in der letzten Woche, hat Simon, der kleine taubstumme Junge,
von ganz allein&amp;nbsp;nach meiner Hand gegriffen, als ich neben ihm
saß.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp; Am ersten Tag, als wir hier in Kalmeshwar ankamen, waren
wir froh über&amp;nbsp;das Lächeln der Kinder, jetzt sind wir Teil
davon.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Und von all dem hieß es heute Abschied nehmen. Heute Morgen aßen
wir unser letztes Frühstück hier in Kalmeshwar, wir fuhren ein
letztes Mal mit dem gelben Schulbus zur Pioneer School, wir sahen die
Kinder und Lehrer dort zum letzten Mal. Sie hatten etwas Besonderes für uns vorbereitet. Wir wurden aufs Dach geführt, auf dem die Kinder in bunten Kleidern auf uns warteten. Und nicht nur sie, auch der Schulleiter und mehrere andere Personen, unter anderem sogar ein Reporter. Die Kinder tanzten uns in weißen Kleidern, die wohl jedes kleine Mädchen neidisch gemacht hätten (und wenn wir ehrlich sind, auch uns), einen indischen Tanz vor, und dann sollten wir, nachdem&amp;nbsp;die noch kleineren einen weiteren Tanz aufgeführt hatten, mittanzen. Ich muss sagen, Indien bringt mich dazu, eine Menge&amp;nbsp;Dinge zu tun, die ich sonst&amp;nbsp;eher nicht freiwillig getan hätte;&amp;nbsp;Eiskalt duschen, kochen, Sport machen, tanzen, ich&amp;nbsp;betone&lt;em&gt; tanzen.&lt;/em&gt; Wobei es wohl niemanden auf der Welt gibt, der einen besseren Hüftschwung hat als der kleine Junge rechts im Bild.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Nach ein&amp;nbsp;paar weiteren Snacks und einem Foto für die Zeitung fuhren wir wieder zurück zur Prerana School. Auch dort gab es einen&lt;em&gt; Farewell&lt;/em&gt; für uns, und wieder tanzten die Kinder, auch hier tanzten wir (und ich habe ganz genau gesehen, wie uns der Lehrer ausgelacht hat), wir sangen für die Kleinen und sie schenkten uns ein Plakat, auf dem sie alle unterschrieben haben. Es ist nicht zu fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist. Wie kann es sein, dass wir all diese Kinder schon wieder verlassen müssen? &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Zum Tea gab es heute für uns Panipuri, weil die Küchenfrauen gehört hatten, dass wir die Wasserbälle mögen, und Schokoladenkuchen, danach zeigten uns zwei der Frauen eine indische Kunst, genannt Rangoli. Dabei streut man buntes Pulver in Mustern auf den Boden, erst zieht man mit weiß die Linien, dann füllt man die Flächen mit Farben. Nachdem wir es erst einmal mit &quot;ausmalen&quot; probiert hatten, gestalteten wir letztendlich unsere ganz eigenen Rangoli. &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Nach dem Dinner trafen wir uns zum letzten Mal mit Father Bijesh, und ich muss sagen, er ist eine unglaublich inspirierende Person. &quot;There is always hope&quot;, das hat er gesagt, er, der das Christsein lebt, er, dem&amp;nbsp;es das Leben so schwer gemacht hat&amp;nbsp;Er&amp;nbsp;scheint zum Geschichten erzählen geboren zu sein. Wir saßen dort in dem Bewusstsein, dass das wahrscheinlich das letzte Mal sein wird, und hörten ihm mit einem Kloß im Hals zu.&amp;nbsp;Er hat eine wirklich ergreifend traurige Lebensgeschichte, und nicht nur er, auch beinahe alle anderen, die hier arbeiten. Sie alle kommen aus armen Familien, haben kranke Familienmitglieder und kein Geld, sie alle sind hier, weil sie die Kinder lieben und ihnen diese Arbeit über alles geht. Das ist das Lebensgefühl, das an Indien so bewundernswert ist. Das und so viel mehr.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Auch in dieser Nacht schlief ich noch lange nicht, wach gehalten von den Gedanken, die mir nach dem Gespräch mit Father Bijesh unweigerlich im Kopf herumschwirren. Und mir wird bewusst, dass mir Father Bijesh, all die anderen, die ich hier getroffen habe, und Indien etwas gegeben haben, das mit keinem Geld der Erde zu kaufen ist. &lt;em&gt;Hope&lt;/em&gt;.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;
&lt;em&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;em&gt;Christina&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;




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Das erstaunlichste an Indien sind wirklich die Menschen und zwar immer wieder und jeden Tag aufs Neue.&lt;/div&gt;
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Das sie gerne Fotos machen und Bilder bei Facebook hochladen wissen wir ja nun schon aber, dass uns wirklich jeden Tag ein neues und noch extremeres Ausmaß des Ganzen erwarten würde, hätten wir uns nicht vorstellen können.&lt;/div&gt;
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Doch Indien ist mit seinen tausend Facetten und Gesichtern immer wieder für Überraschungen gut und so sollte auch dieser Tag wieder voll davon sein.&lt;/div&gt;
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Nachdem wir an der Pioneer English Medium School wieder ein bisschen getanzt hatten, worüber wir nun mittlerweile selbst nur noch lachen können, weil wir für Außenstehe unglaublich komisch aussehen müssen, stand ein erneutes School Visiting des örtlichen&amp;nbsp;Science Colleges auf den Plan.&lt;/div&gt;
&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
Na super, Naturwissenschaften sind natürlich unser Fachgebiet, weshalb wir auch unglaublich begeistert waren von den ganzen Chemielaboratorien, die übrigens den gleichen penedranten Gestank versprühen wie in Deutschland und den Beamern, die es tatsächlich auch schon in indische Klassenzimmer geschafft haben.&lt;/div&gt;
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Noch mehr beigeistert waren allerdings die Studenten des Colleges und zwar von uns.&lt;/div&gt;
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Nun ja, für ihre Gastfreundlichkeit sind sie bei uns nun bereits bekannt auch für die Samosa und Kata Meeta Snacks natürlich nicht ohne einen Chai Tea und auch für die vielen Fragen über Hitler, die wir auch durchaus gerne beantworten.&lt;/div&gt;
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Als dann aber nach der Interaction mit den Studenten, bei der mehr gesungen wurde als alles andere, von uns natürlich die typischen deutschen Weihnachtslieder und auf unsere Wunsch von den Studenten Gandi Baat, unser neues Lieblingslied( Hörprobe: siehe Youtube Verlinkung oben), auf einmal alle Studenten in einem Riesenpulk auf uns zustürzten waren wir schon etwas überfordet.&lt;/div&gt;
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Auf einmal bildete sich um jede von uns ein Kreis von schreienden Fans.&lt;/div&gt;
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Natürlich kamen auch wieder die typischen Fragen nach dem Facebooknamen, der E-Mail Adresse und so weiter, doch auch diese waren noch steigerbar.&lt;/div&gt;
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Auf einmal hielten mir ein paar Jungs ihre Arme hin und drückten mir einen Stift in die Hand, dem einem sollte ich ein Autogramm drauf schreiben, dem anderen meine Handynummer.&lt;/div&gt;
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Zum Glück bin ich inzwischen darin geübt zu sagen, dass ich weder Handy noch Laptop besitze und Niemand in Deutschland Facebook benutzt.&lt;/div&gt;
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Man weiß&amp;nbsp;auch nie so genau, wie man mit diesen Situationen umgehen soll, einmal muss man einfach nur darüber lachen, dass man behandelt wird wie ein Star und das nur, weil man aus dem gelobten Westen kommt, weiße Haut und blaue Augen hat und dann&amp;nbsp;und so ist es eigentlich die meiste Zeit ist man einfach&amp;nbsp;nur genervt von den vielen Menschen, die einen begaffen, als wäre man dem All entsprungen und pausenlos Fotos machen will.&lt;/div&gt;
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Nachdem man uns dann zum Hundertsten Mal erzählte, wie wunderschön wir und vor allem unsere Augen wären verließen wir&amp;nbsp;das College und kamen erneut mit kleiner Verpätung zum Lunch.&lt;/div&gt;
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Nach dem Essen bereiteten Amelie und ich unsere letzte richtige Stunde mit unserer Klasse an der Prerana School vor, ich teilte ein Lebkuchenherz in viele kleine Stücke, der Geruch war so intensiev und erinnerte uns an das weihnachtliche zu Hause, das wir nun schon vor so langer Zeit verlassen hatten. Heute würden wir den Schülern ein bisschen über Deutschland erzählen.&lt;/div&gt;
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Die Idee kam sehr gut an, alle sahen sich gespannt unsere Fotos an und lauschten vor allem den vielen Erzählungen über den Schnee in unserem zu Hause.&lt;/div&gt;
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Die Kinder freuten sich über die Lebkuchenstücke, als hätte wir ihnen einen Klumpen Gold in die Hand gedrückt. Und Amelie und ich sind jedes Mal so glücklich darüber mit so wenig eine so große Freude bereiten zu können.&lt;/div&gt;
&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
Die Stunde verging wie immer unglaublich schnell und am Ende fehlte nur noch ein Abschlussfotos mit unseren neuen kleinen Freunden, dich ich jetzt schon unglaublich vermisse und an die ich noch sehr oft zurück denken werde.&lt;/div&gt;
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Auch für die anschließende Spielstunde stand eine kleine Besonderheit auf dem Plan.&lt;/div&gt;
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Christina und ich besorgten Farbe und ein paar weiße Blätter Papier, viel mehr braucht es nicht um diese Kinder glücklich zu machen.&lt;/div&gt;
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Nacheinander holten wir sie aus der Halle, in der Amelie und Vivi derweil Topfschlagen spielten, und bestrichen ihre Hände mit&amp;nbsp;bunter Farbe. Daran fanden nicht nur die Kinder gefallen auch Christina und ich mussten zugeben, dass wir uns hier schon einen kleinen Kindertraum erfüllten, einfach mal so mit der bloßen Hand in einen Farbtopf zu greifen und damit rummatschen.&lt;/div&gt;
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Am Ende hatten wir ein großes Plakat mit vielen kleinen und großen kunterbunten Patschehändchen geschaffen, dass gleich in der Schule aufgehangen wurde auch als eine Art kleines Abschiedsgeschenk dienen sollte.&lt;/div&gt;
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Schon verrückt, ich habe das Gefühl, als wären wir gerade gestern hier angekommen und nun reden wir schon wieder von Abschied.&lt;/div&gt;
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Besonders beeindruckend ist für mich allerdings die Tatsache, wie schnell ich mich an die kleinen Racker hier gewöhnt und viele von ihnen in mein Herz geschlossen habe.&lt;/div&gt;
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Den Nachmittag verbrachten wir auf unserem geliebten Dach, über welches&amp;nbsp;zwischendurch noch ein Paar Kapuzieneräffchen in den Sonnenuntergang sprangen, denen wir lächelnd nachsahen.&lt;/div&gt;
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Ich beendete mein inzwischen drittes Warli, auch noch so eine Sache, die ich in Deutschland auf jeden Fall weiterführen werde.&lt;/div&gt;
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Pater Bijesh lud uns am Abend zum Dinner ein. Es gab das von Amelie und mir hochgelobte Hühnchen, natürlich spiceless, aber am Ende immer noch scharf genug um uns die Tränen in die Augen zu treiben.&lt;/div&gt;
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Mittlwerweile können wir über fast all diese Dinge lachen, so sehr haben wir uns an sie gewöhnt, sogar irgendwie an die Frösche auf der Toilette.&lt;/div&gt;
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Amelie und ich verbrachten noch einen schönen Abend in unserem kleinen Zimmer, unter unserem Moskitonetz, unter dem wir schlafen, wie kleine indische Prinzessinen&amp;nbsp;hinter einem Vorhang aus Gold und Seide, der sich schützend vor allen herunterfallenden Eidechsen jede Nacht aufs neue über uns legt.&lt;/div&gt;
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Dabei hörten wir die großen Bollywoodklassiker (darunter natürlich auch Gandi Baat), die ich inzwischen so sehr liebe, dass sich meine Mitmenschen schon einmal darauf gefasst machen können, diese bald öfter aus meinem Zimmer erklingen zu hören&amp;nbsp;(und Bollywood hört man in jeder möglichen Form aber auf gar keinen Fall und niemals leise!)&lt;/div&gt;
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Unter leuchtenden Sternen und mit dem fernen Grillenzirpsen schliefen wir ruhig ein.&lt;/div&gt;
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&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;em&gt;Maxi&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/gandi-baat.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhkcqtQNFV1HYYhNbRjaHeWKx5ZU5AYoQJtANv-NLhGGJgIfGm6PT__Evj_rj1hR86BWEVJtDWWZOfvTLilm7_8PANlh1Ls7a2ytr5OoeG_UBZiES9VZ4u2p3R4B9fZ6o0Zp2UMhYtURko/s72-c/8gb+2+022.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-3467734560051367733</guid><pubDate>Mon, 20 Jan 2014 15:37:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-23T06:45:03.614+01:00</atom:updated><title>Von Innen</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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Entschuldigung, dass die Blogeinträge momentan oft verzögert kommen - wir haben mit etlichen Stromausfällen zu kämpfen,&amp;nbsp;zum Teil&amp;nbsp;gibt es&amp;nbsp;mehr als zehn Stunden&amp;nbsp;lang keinen Strom...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein letztes Mal fuhren wir in der Frühe mit dem großen weißen Auto und dem immernoch außerordentlich schweigsamen&amp;nbsp;Fahrer&amp;nbsp;nach Kalmeshwar. Und nach dem üblichen zweiten Schlaf dort folgte das zweite Frühstück - zu dem wir natürlich (ehrlich gesagt nicht ganz unabsichtlich) wie üblich zu spät kamen. Als wir anschließend&amp;nbsp;im Zimmer unsere Taschen gepackt hatten, mussten wir feststellen, dass Abishek die Zeitschrift, mit der wir&amp;nbsp;ihn beim Frühstück gesehen hatten, wohl heimlich aus unserem Zimmer stibitzt hatte. Und als Christina und ich das den anderen verkündeten, hieß es: &quot;Jetzt wissen wir auch, wer unsere ganzen Süßigkeiten gegessen hat.&quot; Ganz zu schweigen von der Überschwemmung im Bad, nachdem er unsere Toilette verwendet hatte...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plan für heute sah eine ganz normale Schulbesichtigung in den Vormittagsstunden vor.&amp;nbsp;Die fiel dann&amp;nbsp;allerdings anders aus als wir erwarteten... Das Auto war entgegen unserer Erwartungen schon ziemlich gefüllt, weshalb wir wieder zu viert gequetscht auf der Rückbank saßen. Als laut die Filmmusik von R...Rajkumar angemacht wurde, sangen wir lautstark mit - so &lt;em&gt;anders&lt;/em&gt; der Film doch war, die Musik ist ein echter Ohrwurm und macht unendlich gute Laune, so dass wir sogar schon überlegen die Pforte-Discos zu reformieren... &lt;br /&gt;
Unser erster Halt war dann schonmal nicht die Schule, sondern das Haus von irgendeinem Onkel des Direktors der Schule, die wir besichtigen...? Dort nahmen wir jedenfalls unser drittes Frühstück zu uns, und eine&amp;nbsp;Antwort auf die&amp;nbsp;Frage, warum wir dort waren, bekamen wir, als wir weitergefahren sind - mit nun drei statt zwei Personen im Kofferraum. Warum wir uns allerdings so lange &lt;em&gt;im&lt;/em&gt; Haus aufgehalten haben, wird wohl immer ein Rätsel bleiben.&lt;br /&gt;
Unser nächster Halt war zwar die Schule, doch sie sah&amp;nbsp;etwas anders aus als erwartet, nämlich genauso wie die Schule, wo wir normalerweise unterrichten. Abgesehen davon, dass&amp;nbsp;sie ebenfalls &quot;Pioneer School&quot; hieß,&amp;nbsp;die Schüler genauso alt waren und&amp;nbsp;die gleiche Schuluniform trugen,&lt;br /&gt;
war&amp;nbsp;alles noch ein bisschen kleiner (weshalb ich für meinen Teil auch etwas überrascht war, dass das schon die Schule ist, ich hatte eher mit noch einem Wohnhaus gerechnet...). Wir wussten nicht so recht, was wir eigentlich machen sollten dort, also landeten wir nach nicht allzulanger Zeit wieder auf Stühlen beim Rektor und kamen zu unserem vierten Frühstück. &lt;br /&gt;
Es folgte eine Einladung in die Wohnung unter der Schule, wer genau da allerdings gewohnt hat und wieso wir da waren, blieb mir wieder&amp;nbsp;ein Rätsel, da keiner dort wirklich ein Wort mit uns geredet hat. Wir bekamen dort jedenfalls unsere dritte Schicht Pulver auf der Stirn (wie man das eben hier als Willkommen bekommt...).&lt;br /&gt;
Eine etwas andere Schule von direkt gegenüber&amp;nbsp;sahen wir dennoch - nicht mehr als das, denn es handelte sich um eine Marathi-Schule, heißt, die Kinder lernen Englisch als dritte Sprache und nicht als erste. Die Kommunikation war dementsprechend ziemlich genau einfach nicht vorhanden. &lt;br /&gt;
Spätestens an diesem Punkt rechneten wir damit, zurückgebracht zu werden - stattdessen hatte man derweil in dem Haus&amp;nbsp;unter der Schule&amp;nbsp;Tee für uns gemacht - zu den vier Frühstücken gesellte sich also im Magen auch noch der vierte Tee an diesem Morgen. Ich fragte mich, als wir dann letztendlich doch irgendwann ins Auto stiegen, wie ich gleich noch Mittagessen hinunterbekommen sollte.&lt;br /&gt;
Ich wusste ja nicht, dass unser Weg noch nicht zurück zur Prerana School führte (wo wir längst hätten hinfahren müssen, denn man wartet ja dort ab&amp;nbsp;13 Uhr&amp;nbsp;auf uns), sondern in ein weites Gebiet mit lauter Luxus-Häuschen, &lt;em&gt;wirklich&lt;/em&gt; Luxushäuschen. So mit Pool im Garten und englischem Rasen und überaus moderner Innenausstattung. Mal wieder haben wir uns gefragt, was wir da eigentlich sollen, denn nicht, dass da jemand gewohnt hat - nein, das ist einfach nur ein &lt;em&gt;farmhouse project&lt;/em&gt;. Was jetzt so direkt&amp;nbsp;eigentlich nicht nach Indien&amp;nbsp;aussieht und dort auch irgendwie fehl am Platze ist.&amp;nbsp;Und abgesehen von Schauen und einem Glas Wasser serviert bekommen (unser neuntes? zehntes? was weiß ich, ich habe nicht mitgezählt) haben wir dort auch nichts weiter gemacht, man wollte uns also allem Anschein nach einfach nur dieses tolle Projekt präsentieren, uns - den reichen Europäern.&lt;br /&gt;
Als wir erneut ins Auto stiegen, begann ich daran zu zweifeln, ob wir nicht doch noch vielleicht zehn andere Halts machen bevor wir Prerana erreichen, doch wir fuhren tatsächlich direkt dahin und kamen nur ganze fünfundfünfzig Minuten zu spät zum Lunch.&lt;br /&gt;
Ich muss sagen, dass mir der&amp;nbsp;Ausflug trotzdem ganz gut gefallen hat&amp;nbsp;- wir haben zwar nicht so&amp;nbsp;viel Neues gesehen (außer die zwei Meter lange schwarze Schlange, die sich in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit durchs Gras geschlängelt hat - wir haben sie (zum Glück) nur vom Auto aus beobachtet, aber in Prerana wurde uns auch schon mitgeteilt, dass wir nachts möglichst nicht rausgehen sollten, weil es hier giftige Schlangen gibt... beruhiged, muss ich sagen) aber je mehr man sieht, desto mehr weiß man einzuschätzen, was normal ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Lunch stand natürlich noch unberührt da als wir kamen - fünf Minuten, bevor der Unterricht begann. Nicht, dass ich Lunch gebraucht hätte, aber es ist ja schon etwas unhöflich, wenn so lange auf einen gewartet wurde und man dann nichts isst... also hab ich nochmal gegessen. Und so mussten nicht nur die Küchenfrauen, sondern auch die Lehrer auf uns warten, denn zum Unterricht kamen wir folglich auch zu spät. Der Unterricht selber war aber extrem&amp;nbsp;toll heute: Christina und ich haben mit den Kindern &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Himmel_oder_H%C3%B6lle&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Himmel und Hölle&lt;/a&gt; gefaltet - ja, das hat eine ganze Unterrichtsstunde gedauert, wir mussten oftmals jedem Kind einzeln helfen, aber am Ende hatte jeder ein (mehr oder weniger ordentliches) Himmel und Hölle in der Hand und freute sich darüber. Und wir konnten sogar auch noch etwas lernen, denn der Lehrer, mit dem wir uns immer mehr anfreunden,&amp;nbsp;ging&amp;nbsp;ebenfalls im Falten auf und bastelte noch eine andere Skulptur, an der auch wir unseren Spaß hatten... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Competition Time wurde heute wieder mit Topfschlagen gefüllt - und es traf auf noch mehr Begeisterung als beim ersten Mal, denn es waren unter den Töpfen nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Spielsachen zu finden. Und die Lehrer haben mal wieder ihre Schüler ganz schön veralbert - wenn man sie mit einer Plastik-Eidechse herumrennen und Kinder damit erschrecken oder den Topf mit dem Fuß wegschieben sieht,&amp;nbsp;fragt man sich sowieso, wer eigentlich erwachsener ist... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bibi kam bald nach dem üblichen Tea, um uns beim &lt;em&gt;house visiting &lt;/em&gt;zu begleiten. Jeder Gruppe werden an einem Tag der Reise&amp;nbsp;ein paar Dorfhäuser von Schülern der Prerana School gezeigt, damit sie einen Eindruck bekommen, wie man hier im Dorf lebt. &lt;br /&gt;
Das erste der drei Häuser sah so aus, wie wir auch schon die meisten Häuser hier erlebt hatten: ziemlich dunkel und nicht gerade vielseitig gestaltet, mit einem durchgehend laufenden Fernseher und einer immer offen stehenden Tür... wir sahen hier nur ein Zimmer, aber den Rest des Hauses konnte man sich vorstellen, diese Art waren wir gewohnt. Es war eines der reicheren Familien.&lt;br /&gt;
Das nächste Haus sah schon ganz anders aus: zwei winzige&amp;nbsp;Räume, keine Fenster, keine Möbel außer ein kleines Regal und ein Bett, die anderen drei Personen in diesem Haushalt müssen auf dem Boden schlafen. Die Wände aus Lehm, der Boden&amp;nbsp;aus Kuhdung (der mit Wasser zu einer Pampe gemixt wurde und dann getrocknet ist - glücklicherweise geruchlos) aber dennoch sehr sauber gehalten (ich war auch wirklich überrascht,&amp;nbsp;wie ordentlich es&amp;nbsp;in den Häusern ist - laut Bibi im Gegensatz zu den Häusern in Slums), und das Dach aus Stöcken und nicht gerade ordentlich angeordneten Ziegeln - also alles andere als dicht, sodass sie während der Regenzeit eine Plane darüber legen müssen. Und die Türen so klein und niedrig, dass ich zuerst nicht glauben konnte, dass das ein Hauseingang sein sollte. &lt;br /&gt;
Das dritte Haus sah ähnlich wie das zweite aus, mit dem Unterschied, dass in den zwei winzigen Räumen &lt;em&gt;zehn&lt;/em&gt; Menschen wohnen. Und dass trotz aller Schlichtheit ein laufender Fernseher in der Ecke stand, der da so zwischen den Lehmwänden gar nicht ins Bild passte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschenmassen empfingen uns auf der kleinen Straße vor dem Haus, als wir wieder hinauskamen - keiner sprach mit uns (wie auch, in den Dörfern spricht man so gut wie kein Englisch)&amp;nbsp;aber man starrte, machte Fotos und rannte dem Auto hinterher, mit dem wir wegfuhren. Es stört mich mehr und mehr, dass&amp;nbsp;einem&amp;nbsp;als Weißer automatisch schon so viel&amp;nbsp;Aufmerksamkeit geschenkt wird.&amp;nbsp;Ich hatte mir die Häuser&amp;nbsp;nicht wirklich anders vorgestellt als&amp;nbsp;sie waren, aber es ist trotzdem immer noch etwas anderes, wenn es nicht länger nur eine Vorstellung von etwas bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christina und ich haben uns fest vorgenommen, die letzten Tage zu genießen ohne daran zu denken, wie wenige es nur noch sind. Denn der Gedanke daran macht uns so unglaublich traurig - nicht, dass wir uns nicht auch darauf freuen, wieder nach Hause zu kommen, aber wir wissen einfach, wie sehr uns das alles hier fehlen wird. Vier Wochen sind doch viel weniger als wir dachten,&amp;nbsp;am liebsten würden&amp;nbsp;wir viel länger hier bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vivi&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/von-innen.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgxONE5WiWsOjbhHS4engvYbLqqigu0kFXWmXU7uW8Ds9WiGr_Dg3IMjmdjCiEH-pNPP1irDxEmpKX2CiCnlPWGFqy7p2V2xu0esfDQwa1OiWspqgoNn7kmEJEJ7APdru6VjU0D3aINtHc/s72-c/IMG_8816.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-1203213753979262128</guid><pubDate>Sun, 19 Jan 2014 15:14:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-20T16:15:28.872+01:00</atom:updated><title>Ein Märchen über das Reisen</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
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Hundegebell und ein Kinderstimmchen verkündeten heute morgen meinen neuen Tag und leiteten somit den letzten Sonntag in Indien ein. Nachdem ich gestern wieder einmal wirklich spät ins Bett gekommen war, Gastfamilien können immer gar nicht genug Gesellschaft des Gastes genießen und essen auch furchtbar spät in der Nacht noch &quot;Dinner&quot;, weswegen die Abende immer sehr lang werden,&amp;nbsp;schlief ich dementsprechend lange an diesem Morgen.&lt;br /&gt;
Meine Gastschwester Gauri begrüßte mich mit einem süßen &quot;Guten Morgen&quot;, sie hat immerhin ein Jahr Deutsch gelernt, und ihr Cousin, den sie aber&amp;nbsp;Bruder nennt,&amp;nbsp;der kleine Bruder meines Gastbruders (na verwirrt?), Devanche, rannte wieder einmal wie von der Tarantal gestochen mit einem Superman-Schlafanzug durch die Etage. &lt;br /&gt;
Mit den Familienverhältnissen in Indien verhält es sich ungefähr so übersichtlich wie mit den Göttern des Hinduismus. Irgendwie sind alle irgendwie miteinander verwandt, &lt;em&gt;oder&lt;/em&gt; zumindest verschwägert &lt;em&gt;oder &lt;/em&gt;haben anderweitig was miteinander zu tun. Die Bruder-,Schwester-,Tante-,Onkel-,Cousinbeziehungen sind dann doch schwer nachzuvollziehen und werden richtig interessant, wenn man dann auch noch väterliche und mütterliche Seite aus allen Generation und von allen Ehepartnern aller Geschwistern dazu betrachtet.&amp;nbsp;So habe ich aufgehört durch die Verwandschaftsbeziehungen durchsteigen zu wollen und es am gestrigen Abend einfach so hingenommen, dass die Menschen in dem Wohnzimmer irgendwie alle mehr oder weniger miteinander verwandt sind oder eben auch nicht. Meine Gastmutter Aruna hatte am Nachmittag des Samstags&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;ein paar Anrufe getätigt und schwupps: Am Abend war das sehr großzügige und modern eingerichtete Haus der Familie mit Verwandten und Freunden (oder eben weiteren Verwandten)&amp;nbsp;gefüllt und es wurde zusammen gesungen, Gitarre gespielt, gegessen und gelacht und das ganze bis spät in die Nacht. (Der Reim war ungewollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Handlung meines Tages war es mal wieder richtig schön heiß zu duschen, mit - ich betone - fließend-heißem Wasser. Also so wie zu Hause. Vielleicht fragt ihr euch jetzt warum solche Erlebnisse&amp;nbsp;wie eine heiße Dusche&amp;nbsp;erwähnenswert sind in einem Reisebericht, und diese Frage kann ich euch kurz und bündig gleich beantworten: Es&amp;nbsp;handelt sich um&amp;nbsp;einen Indien-Reisebericht. &lt;br /&gt;
Wir alle stellen immer und immer wieder fest, wie plötzlich die einfachsten und selbstverständlichsten Dinge besonders werden und man doch sich über die simpelsten Dinge des Lebens wieder freuen lernt. Wir befinden uns ja nun im &lt;em&gt;Final Countdown&lt;/em&gt;, was unsere Zeit hier in Indien angeht und um ehrlich zu sein, fiebert man langsam schon seinem Zuhause und den gewohnten Umständen entgegen. Ich habe mir hier nach Indien nur ein Buch mit gebracht, und wie das Schicksal es wollte, hätte ich kein schöneres und passenderes Buch für die Zeit hier mitnehmen können. Es handelt sich um &quot;Der Alchimist&quot; von Paulo Coelho und die meisten werden davon schon gehört haben, oder es vielleicht sogar selbst gelesen haben, denn es war ein ganz schöner Erfolg auf der ganzen Welt. Das Buch ist ein Märchen über das Reisen, wobei die Reise das Symbol für einen persönlichen Lebensweg eines Menschen ist. Und da auch wir uns auf einer Reise befinden, die&amp;nbsp;gewiss in irgendeiner Form&amp;nbsp;unseren persönlichen Lebensweg geprägt hat, prägt und noch prägen wird, werde ich die Worte des alten Königs nie vergessen, der sagt:&lt;br /&gt;
&quot;&lt;em&gt;Das sind die Kräfte, die uns schlecht erscheinen, aber in Wirklichkeit helfen sie dir, deinen persönlichen Lebensplan zu erfüllen. Sie entwickeln deinen Geist und deinen Willen, denn es gibt eine große Wahrheit auf diesem Planeten: Wer immer du bist oder was immer du tust, wenn du aus tiefster Seele etwas willst, dann wurde dieser Wunsch aus der Weltenseele geboren. Das ist dann deine Aufgabe auf Erden.&quot; &lt;/em&gt;So nahmen wir aus allen Steinen, die uns im Wege lagen, doch etwas mit und sind auch an unseren Zweifeln gewachsen und an Grenzen gestoßen.&amp;nbsp;Aber wir leben&amp;nbsp;hier einen Wunsch,&amp;nbsp;und wir lernen, dass&amp;nbsp;der Weg und das Weitergehen&amp;nbsp;wichtiger wird, als der ursprüngliche, nicht definierte, bloße Wunschgedanke. Wobei das ganze natürlich weiter über das Abfinden mit ungewohnten Sanitärverhältnissen hinaus geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gastbruder Aditya klopfte irgendwann an der Tür mit den Worten dass das Frühstück nun so weit sei und damit wurde meine heiße Dusche - Gott sei Dank - unterbrochen, sonst hätte ich das Badezimmer wohl nie wieder verlassen. Das Frühstück, beziehungsweise mittlerweile die Brunch-Auswahl, hätte mal wieder alle anderen Mahlzeiten des Tages ersetzen können, aber von den indischen Essgewohn-und eigenheiten hatten wir es ja bereits des öfteren. &lt;br /&gt;
Meine Gastfamilie, oder besser gesagt mein Gastbruder, meine Gastschwester und der Fahrer der Familie zeigten mir Nagpur heute aus einer trockeneren Perspektive: Wir besuchten das Napur Central Museum. &lt;br /&gt;
Dort konnte ich eine Reihe Präparate von ausgestopften, exotischen Tieren betrachten, die, keine Sorge liebe Tierfreunde, aus sowieso toten Tieren erstellt wurden. In Indien seien Tiere sehr wichtig und man würde nie mutwillig Tiere für solche Zwecke umbringen und Jagen sei auch verboten, versicherte mir Aditya mehrmals. So trocken im Museum stehend&amp;nbsp;war weder frühes Aufstehen, noch Geduld von mir verlangt, weswegen ich zur Fauna gleich einen besseren Bezug fand, als Beispielsweise bei der Bird-Watching-Tour letzte Woche. Nach der Tierabteilung, kam eine Abteilung mit hinduistischen Kunstschätzen vergangenger Zeitepochen&amp;nbsp;und ich fühlte mich an den vorangegangen Familienabend erinnert, als mir meine Gastgeschwister versuchten zu jeder Skulptur und Statur die Gottheit mit ihren Reincarnationen, ihrer Zuständigkeit und ihren Familienverhältnissen mit den anderen Göttern nahe zu bringen. &lt;br /&gt;
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich hier in Maharashtra reicht, die Figur von Ganesha aus dem indischen Restaurant von neben an wieder zu erkennen. Schon dann sind die meisten Indern von so viel Kulturverständnis eines Weißen freudig überrascht. &lt;br /&gt;
Vertieft in indische Religions- und Kulturgeschichte merkte ich gar nicht, wie eine Frau auf mich zu kam und meinen Arm hochriss. Ich erschreckte mich ganz schön&amp;nbsp;und war wie gelähmt als sie anfing meinen Arm zu betrachten. Aber es passierte nichts schlimmes: Alles was sie wollte war mein Henna-Tatoo zu betrachten und meinem Gastbrudern dann zu sagen, dass eben dieses schön sei und mir stehe. (Wobei sich mir immernoch die Frage gestellt, wie eine Inderin von einem Henna-Tatoo fasziniert sein kann. Immerhin trägt mindestens&amp;nbsp;jede zweite Frau hier relativ regelmäßig ein solches Tatoo an Armen und Beinen.) &lt;br /&gt;
Auch Kunst war in diesem Museum zu finden und ich fand ein fast expressionistisch anmaßendes Werk eines indischen Künstlers der 20er Jahre, der die Monsunzerstörung in Mumbai dargestellt hatte. Inwieweit beeinflusst&amp;nbsp;oder unabhängig von damalig aktuellen&amp;nbsp;europäischen Kunstströmungen kann ich nicht zwar nicht sagen, aber es war interessant zu sehen, dass Zerstörung und Verwüstung, sei sie auch auf unterschiedliche Weise in verschiedenen&amp;nbsp;Teilen der Erde&amp;nbsp;geschehen, einen gemeinsamen Weg fand, auf Papier ausgedrückt zu werden.&lt;br /&gt;
Nach dem Museum zeigten mir meine Gastgeschwister das Hohe Gericht von Nagpur, das war wirklich ein tolles Erlebnis, da ich selten in Indien so eine saubere und gepflegte Anlage gesehen habe. Das Gerichtsgebäude ist wirklich riesig; es stammt aus der britischen Besatzungszeit.&lt;br /&gt;
Fotos konnte ich allerdings keine davon machen, denn die indische Polizei hat es nicht so mit Besuchern in Regierungsbereichen.&lt;br /&gt;
Auf die saubere, grüne Anlage des Gerichts folgend, ging es dann wieder in die Fülle und in den Staub der Innenstadt. Wie man auch auf dem Foto sieht, ist die Innenstadt wirklich genau so bunt und überfüllt, wie man sich das so vorstellt. Ein Freund meines Gastbruders hat dort ein südindisches Restaurant und natürlich konnten wir es uns nicht nehmen dort mit &lt;em&gt;Masala Dosa&lt;/em&gt; erstmal ordentlich zu lunchen. Essen ist in Indien immer eine gute Idee. Zu meinem Erstaunen ist die Freundschaft zwischen Inhaber und meinem Gastbruder anscheinend so gut, dass wir auch nicht einmal etwas bezahlen mussten. Was für ein Freundschaftsdienst!&lt;br /&gt;
Satt gegessen und&amp;nbsp;satt gesehen an der Fülle der Innenstadt, den vielen Menschen, den unübersichtlichen Straßen war danach mein sehnlichster Wunsch, ersteinmal wieder etwas Ruhe zu haben. Und gleich nach dem Essen ist &lt;em&gt;Having rest &lt;/em&gt;die zweitbeste Idee, die man in Indien haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachmittag und Abend&amp;nbsp;endete&amp;nbsp;für mich dann mit Spielen mit Devanche, Tee trinken&amp;nbsp;(wie eigentlich immer in Indien) und schließlich mit dem&amp;nbsp;Zurückkommen in unsere NCCI&amp;nbsp;Unterkunft und dem Wiedersehen der drei anderen. Wie immer gab es viel zu erzählen von dem&amp;nbsp;letzten Wochenende im Land&amp;nbsp;der Farben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Amelie&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/ein-marchen-uber-das-reisen.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiTN9hDAAg5pcjnzU2eTdf9X15FFdJfRfhVfLPGbPsUzdSsCHQ_siG-7CK_J1tH6H2e_PqCJqahRL7ML3UL_AL6QHrGnomsRSGNJZqsxknphyphenhyphenm9EqkwXw-FoN2VCQiqofHnjzaKrQhDnP0/s72-c/IMG_9781.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-7018910726868388835</guid><pubDate>Sat, 18 Jan 2014 07:39:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-19T17:34:17.292+01:00</atom:updated><title>Stadt der Geister</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
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Eine halbe Stunde nach Mitternacht wurde ich von einem Lichtblitz geweckt. Mein erster Gedanke, noch im Halbschlaf, war: &lt;em&gt;Wer macht denn jetzt auch noch im Dunkeln Fotos von uns? &lt;/em&gt;Als dann aber der Donner folgte, war ich sofort hellwach. Vivi auch. Ein Gewitter in Indien! Wir saßen in unseren Betten und lauschten dem Unwetter, das draußen tobte, das Zimmer immer wieder erhellt durch die Blitze, die durch das Dunkel zuckten. Und dann kam der Regen. Und er kam genau so, wie wir es uns immer vorgestellt hatten; Wie eine Wasserwand, die sich auf die Umgebung ergoss. So klang es jedenfalls. Aber weil wir unseren ersten und wahrscheinlich einzigen indischen Regen &lt;em&gt;erleben&lt;/em&gt; wollten, zogen wir unsere Schuhe an und entriegelten so leise wie möglich (und das ist ganz schön schwierig) die Tür. Die Nacht war von den Laternen erhellt, die vereinzelt am Wegesrand stehen, ein graues gespenstisches&amp;nbsp;Dämmerlicht lag über dem Boden und hing zwischen den Bäumen.&amp;nbsp;Die Luft war mild und roch nach feuchter Erde und nach Regen. Im Licht der Laternen fiel der Regen in silbernen Fäden und einzelne Hagelkörner sahen aus wie merkwürdige umherschwirrende Insekten.&lt;br /&gt;
Zuerst streckten wir nur den Arm aus, der in Sekundenschnelle komplett nass war.&lt;em&gt; Hätte ich mal besser den Ärmel hochgekrempelt&lt;/em&gt;, dachte ich noch, als meine Lippen bereits die Worte &quot;Rennst du einmal mit mir nach da drüben und wieder zurück?&quot; formten. Und Vivi wäre nicht Vivi, wenn sie nicht ja gesagt hätte. So kam es, dass wir uns&amp;nbsp;mitten in der Nacht vom Regen förmlich die Haare waschen ließen (war auch nötig), lachten wie kleine Kinder und uns immer wieder daran erinnern mussten, dass der Rest des Hauses schläft und wir&amp;nbsp;möglichst nicht alle mit unserer albernen Euphorie aufwecken sollten. Einen Moment später standen wir auch schon wieder im Hauseingang,&amp;nbsp;genossen die&amp;nbsp;Einfachheit&amp;nbsp;des Augenblicks, der eine derartige Zufriedenheit in uns auszulösen vermochte, und die Wassertropfen, die&amp;nbsp;von unseren Haaren auf unsere Schultern tropften.&amp;nbsp;Im Bett angekommen, konnten wir noch&amp;nbsp;immer nicht aufhören zu kichern, selbst, als der Strom zum gefühlten tausendsten Male ausfiel. Das Kichern hörte dann langsam auf, als ein lauter, durchdringender Ton anschwoll, der irgendwo zwischen&amp;nbsp;nervigen Frauenstimmen in&amp;nbsp;anstrengenden Tonlagen und der Arie der Königin der&amp;nbsp;Nacht rangierte. Und er wollte nicht aufhören. Dabei hatten wir uns noch&amp;nbsp;Sorgen gemacht, die anderen mit unserer Albernheit im Regen aufzuwecken... Einige Sekunden später hörten wir auch schon, wie die Tür von Maxi und Amelie entriegelt wurde und stiegen selbst aus den Betten, um sie auf dem Flur zu treffen. Seltsamerweise schien das Geräusch&amp;nbsp;keinen außer uns&amp;nbsp;zu stören, denn&amp;nbsp;niemand sonst ließ sich blicken, um der Ursache des Geräusches auf den Grund zu gehen, die&amp;nbsp;wir,&amp;nbsp;nach einer kurzen Suche, in einem kleinen weißen Kasten zwischen&amp;nbsp;Spinnenweben und Farbtöpfen unter der Treppe fanden. Amelie&amp;nbsp;legte kurzerhand einen Schalter um, und der Ton&amp;nbsp;verklang. Wir gingen wieder in unsere Betten, Vivi und ich&amp;nbsp;nicht gerade beruhigt, denn die Erleichterung, dass der Ton aufgehört hatte, konnte&amp;nbsp;uns nicht&amp;nbsp;darüber hinwegtrösten, dass es einen Grund gegeben haben musste, dass er ausgelöst wurde. Wir&amp;nbsp;ergingen uns in Gesprächen über indische Alarmanlagen und deren Funktionsfähgkeit&amp;nbsp;und, als der Nachbarshund dann&amp;nbsp;auch noch zu bellen anfing, über&amp;nbsp;Einbrecher, die den Stromausfall womöglich auch&amp;nbsp;noch absichtlich herbeigeführt hatten. Wir lagen&amp;nbsp;nebeneinander in unseren Betten, starrten an die Decke und lauschten den Geräuschen der Nacht, die sich neben dem Hundegebell normalerweise aus dem Quaken der Frösche (die sich offensichtlich nicht alle in unserem Bad&amp;nbsp;häuslich eingerichtet haben) und dem&amp;nbsp;Rattern der Züge zusammensetzen. Als dann langsam der Regen wieder einsetzte und der Hund aufhörte zu bellen, schlief ich&amp;nbsp;langsam wieder ein. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Nein, tat ich&amp;nbsp;nicht, denn gerade, als ich dachte, ich hätte meine Ruhe, setzte der Hund mit scheinbar doppelter Lautstärke wieder ein und dass auch noch ein Tier vor unserem Fenster hin und her lief, machte die Sache auch nicht besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 5.55 Uhr klingelte der Wecker nach der bis jetzt wohl durchwachsensten Nacht in Indien. Da der Strom immer noch nicht wieder da war, mussten wir unsere Sachen im Dunkeln bzw. mit Handylicht, das ungefähr der Leuchtkraft eines&amp;nbsp;altersschwachen Glühwürmchens gleichkommt, zusammensuchen. Wir blieben gleich im Schlafanzug, denn im NCCI würden wir sofort wieder ins Bett gehen. Dort angekommen, schliefen wir also noch zweieinhalb Stunden, dann genossen wir eine kalte Dusche aus dem Schlauch an der Wand (der Regen war nicht ganz so sauber, wie wir es gern gehabt hätten) und ein Frühstück bestehend aus Nutellabrot und Schokoladenkuchen, den uns&amp;nbsp;Rucha mitgebracht hatte.&amp;nbsp;Dann stiegen wir&amp;nbsp;ins Auto und&amp;nbsp;fuhren zur Hillfort Public School, einer in einem Gebäude angessenen Schule, das uns den Atem nahm. Ein Pförtner (!) öffnete uns die Tür und wir trafen sogleich auf eine Menge Kinder, die auf dem Schulhof den Tanz übten, den sie uns später vorführen wollten. Nach einem kurzen Rundgang durch die Schule, die&amp;nbsp;mit den großen Fenstern und Glaswänden äußerst&amp;nbsp;europäisch und modern&amp;nbsp;erschien (sogar einen Computerraum&amp;nbsp;besaß die Schule), wurden wir nach unten in die Eingangshalle geleitet, in der schon alle Kinder versammelt und&amp;nbsp;ihnen gegenüber vier Stühle für uns bereitgestellt waren. Es ist nicht das erste Mal, dass wir uns fühlen wie in einer Talkshow... Nach einigen Fragen&amp;nbsp;(Was ist nationales Essen, nationales Tier, nationaler Sport usw.) sangen wir die Nationalhymne Deutschlands, um anschließend die Indiens zu hören. Dann gingen wir&amp;nbsp;nach draußen auf den Schulhof und genossen die drei Tänze, die die Kinder uns vorführten. Nach&amp;nbsp;dem obligatorischen Teetrinken mit der Schulleiterin&amp;nbsp;fuhren wir mit Rucha&amp;nbsp;zum City Market,&amp;nbsp;mal wieder, um zu shoppen und die bunten Farben zu genießen. Dann wurde es auch wieder Zeit,&amp;nbsp;zurück&amp;nbsp;zum NCCI zu fahren, um pünktlich für die Gastfamilien dort zu sein. Doch&amp;nbsp;wir hätten uns gar nicht beeilen müssen, denn drei der&amp;nbsp;vier Gastfamilien kamen mal wieder beinahe eine Stunde später als geplant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Abend mit meiner Gastfamilie&amp;nbsp;artete zu einem regelrechten Sightseeing-Marathon aus,&amp;nbsp;neben einigen Tempeln und Kirchen sah ich außerdem ein kleines Museumsdorf, das aus&amp;nbsp;Hütten&amp;nbsp;verschiedenster indischer Stammesvölker bestand. Außer mir und meinem Gastvater/Gastbruder/Gastonkel/Gastwasauchimmer Anup&amp;nbsp;(nein, ich habe die Verwandtschaftsverhältnisse immer&amp;nbsp;noch nicht durchschaut, und die Tatsache, dass sich alle mit &lt;em&gt;brother&lt;/em&gt;&amp;nbsp;ansprechen, macht es auch nicht gerade einfach) und einer Hundefamilie, die uns auf&amp;nbsp;Schritt und Tritt verfolgte,&amp;nbsp;war niemand da. Langsam ging die Sonne unter und wir wanderten zwischen den leeren bunten Hütten umher, die ohne jegliches Licht dalagen wie Höhlen. Der Platz, der,&amp;nbsp;wie mir Anup erklärte, als Versammlungsstätte für interkulturellen Austausch genutzt wurde, lag vollkommen&amp;nbsp;verlassen da, überall Müll, die einzigen Anzeichen für Leben das Trappeln der Hundepfoten auf dem kalten Gestein und das Krächzen der Papageien in den Baumwipfeln. Einige Skulpturen von Elephanten und Pferden aus schwarz angemaltem&amp;nbsp;Metall ragten in die graue Luft empor und ich fühlte mich wie in einer Geisterstadt oder&amp;nbsp;wie auf einem ausgestorbenen Vergnügungspark, der einst von Kinderlachen und Popcornduft erfüllt war und jetzt nur noch vom Heulen des Windes und dem Geraschel der Blätter. Beinahe war ich froh, das Gelände verlassen zu dürfen.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Die Tour ging weiter. &lt;em&gt;Freemasons&#39; Hall&lt;/em&gt;, stand in abblätternden blauen Buchstaben auf dem Tor, das wir nun passierten. Während ich noch darüber nachdachte, ob das tatsächlich das war, das ich glaubte, erhob sich vor mir auch schon ein beeindruckendes rotes Backsteingebäude, auf dem ein großes Symbol prangte: Winkel und Zirkel. Und damit hatte sich meine Frage von selbst beantwortet. Ich konnte es nicht glauben. Auch hier war niemand zu sehen, und Anup spazierte kurzerhand auf das Haus zu, die Tür stand offen, innen unterhielten sich zwei Männer. Nach einem kurzen Gespräch auf Marathi fand ich mich auch schon im ersten Stock wieder, der Mann, der sich offensichtlich&amp;nbsp;erboten hatte, uns herumzuführen, betätigte den Lichtschalter und ich war in einer vollkommen anderen Welt. Schon wieder. Vor mir lag ein Raum mit Reihen von Holzstühlen an den Wänden, davon drei besonders große und aufwändig&amp;nbsp;geschnitzte wohl für den Meister der Loge und seine Aufseher, alten Urkunden und Plaketten sowie mehreren Tafeln, auf denen die Vorsitzenden aufgeführt waren, beginnend bei dem Jahr 1835. Die Decke war blau gestrichen und über&amp;nbsp;und über&amp;nbsp;mit Sternen verziert, in der Mitte hing statt eines Kronleuchters ein großes goldenes &lt;em&gt;G&lt;/em&gt; (steht für Geometrie). Der Boden, schwarzweißes Schachbrettmuster, an einigen Stellen bereits aufgesprungen und mit Rissen, die sich wie Spinnenweben von Fliese zu Fliese zogen und über das G ausbreiteten, das auch&amp;nbsp;in den Boden eingearbeitet war, komplettierte das Bild. Und diesmal war ich mir sicher, in einem Geisterhaus zu sein, mit Gestalten, die in den Räumen umherstreifen und zwischen den Stühlen stehen und verhallenen Stimmen, die immer&amp;nbsp;noch in der Luft zu schweben schienen, nichts weiter als ein&amp;nbsp;Echo aus der Vergangenheit &amp;nbsp;Die einzigen Anzeichen, die mir sagten, dass ich nicht aus Versehen eine Zeitreise gemacht hatte, waren die Ventilatoren an der Decke. Und der Mann, der sogar Englisch sprach, wenn auch mit wirklich starkem indischen Akzent, erklärte mir, dass&amp;nbsp;das Haus als&lt;em&gt; bhut bangla &lt;/em&gt;bezeichnet wird, Geisterhaus, denn tagsüber ist der Ort verlassen und nachts, wenn sich die Freimaurer zu den Versammlungen treffen,&amp;nbsp;erwacht das Gebäude zum Leben.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Mittlerweile war es komplett dunkel,&amp;nbsp;langsam wurde es auch kalt, und unser letzter Besuch galt einem Eisenbahnmuseum. Es gibt wahrscheinlich nur ein Bild, das wir Deutschen mit Indien und Zügen verbinden, und das ist das von Gandhi, der aus dem Zug geworfen wurde, weil er Inder war. Das Museum war ein alter Bahnhof, einige Loks waren ausgestellt, mehrere davon &lt;em&gt;made in Germany.&lt;/em&gt; Die Inder freuen sich immer besonders, wenn sie uns Deutschen etwas aus unserem Heimatland zeigen konnten, auch bei meinem letzten&amp;nbsp;Besuch einer Reisfabrik durfte ich eine deutsche Reissortiermaschine bewundern (wirklich, &lt;em&gt;wirklich&lt;/em&gt; spannend.) und, natürlich ganz nach indischer Manier, auch ein Foto von mir und der Maschine machen lassen.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;Dann ging es zum Haus meiner Gastfamilie, und ich wurde prompt eingeladen, mit der Nachbarsfamilie ins Kino zu gehen. &lt;em&gt;Ist der auf Englisch&lt;/em&gt;?, war meine erste Frage, die bejaht wurde, und da&amp;nbsp;zwei&amp;nbsp;kleine Kinder zur Familie gehörten,&amp;nbsp;hatte ich absolut nichts einzuwenden und freute mich auf einen Film ohne Gewalt, Blut und&amp;nbsp;Schlägereien. Kurz darauf saß ich dann zwischen der Mutter und ihrer schätzungsweise sieben Jahre alten Tochter und starrte auf die Leinwand, auf der der König gerade damit beschäftigt&amp;nbsp;war,&amp;nbsp;seinen Gegner&amp;nbsp;zu köpfen. &lt;em&gt;Na toll&lt;/em&gt;. HERCULES ist nicht gerade ein Film für die ganze Familie, wenn auch schon etwas näher dran als R...Rajkumar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indien ist also nicht nur ein buntes, pulsierendes Land,&amp;nbsp;denn unter der Oberfläche liegt etwas altes, modriges, etwas vergilbtes, das&amp;nbsp;nur darauf wartet, Geschichten zu erzählen, doch diese Stimme ist zu&amp;nbsp;leise und unscheinbar, um&amp;nbsp;unter dem unablässigen&amp;nbsp;Hupen und dem schweren Duft der Gewürze wahrgenommen zu werden.&amp;nbsp;Unter dem roten Pulver und den Blumenketten ist noch viel&amp;nbsp;mehr, etwas, das man nicht immer sieht, weil es sich verflüchtigt, sobald man die Buchseiten aufschlägt.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Christina&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/stadt-der-geister.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgkUI2XMSmTo44EFBUX2V3Yz2mUwrtdmJsCnhSU-EFzY1H72C0QBrXHD3DuLoR3wtqSLW-unyE6CVa0mmFz5AphQ16vsZ4zmoFu5IzYYmL8vN3qNKU2DIlrNwOiwAd5xQ1XqO4ZcmXvozA/s72-c/IMG_9747.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-6413511725676447276</guid><pubDate>Fri, 17 Jan 2014 17:40:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-17T18:43:56.767+01:00</atom:updated><title>Toleranz und Miteinander</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgzeO34fVCqxQlVhjXeMjsGM4sBjr50zw5z2wuO8a2DEXTwXUG0241saXZewhllnI5BYdzGVSjdY5JKxJdZIHHWcTBG_Ug_cKW-aknqixCbsvnvaK_HB_b-xhu73HXaHTwOZ0D1g2cVkSc/s1600/IMG_9667.JPG&quot; height=&quot;426&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;em&gt;16.01.2013&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Unser Donnerstag begann wie die meisten
Tage in Kalmeshwar, lange Schlafen, frühstücken, wobei mir jedes
Mal auffällt, wie mobil kleine indische Kinder schon morgens sind
und wie ruhig es dagegen im Pforte Speisesaal zugeht und
anschließenden Stunden in der Pioneer School und dem
Nachmittagsunterricht hier in Prerana.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Da dieser Tag, relativ ruhig und
„gewöhnlich“ verlief und ich nicht so recht wusste, was ich
darüber hätte schreiben können schlug mir Christina vor, ebenso
wie sie eine Liste mit Dingen, die ich an Deutschland vermisse
aufzustellen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich entschied mich allerdings gegen
diesen Vorschlag, denn, um ganz ehrlich zu sein, würde diese in
meinem Fall wohl viel zu lang ausfallen.&lt;/div&gt;
So beschloss ich einfach über zwei
Tage zu schreiben und über den darauf folgenden Freitag lässt sich
auf jeden Fall viel berichten...&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;
*&lt;/div&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;
﻿&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;
&lt;em&gt;17.01.2013&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ebenso wie der Donnerstag Morgen
gestaltete sich auch der Freitag Morgen recht routiniert, mit dem
einzigen Unterschied, dass Vivi und ich heute das große Vergnügen
hatten, die kleinen Racker alleine zu bändigen, stundenlang Humu
Humu zu tanzen und uns dabei völlig zum Clown zu machen;) während
Amelie und Christina auserwählt waren an der St.Thomas Orthodox
Seminary School, die als Ausbildungsstätte für heranwachsende
Priester fungiert, zu unterrichten.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich glaube, dass sie es wirklich
genossen haben, einmal mit Menschen Englisch zu reden und somit auf
einer guten Grundlage unterrichten zu können.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Die Zeit bis zum Lunch verbrachten wir
dann also damit Fotos von den heranwachsenden Patern und Priestern
anzusehen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Der heutige Nachmittagsunterricht war
einmal wieder ein voller Erfolg für Amelie und mich. Mittlerweile
genieße ich die Arbeit mit den behinderten Kindern so sehr, denn sie
sind unglaublich aufmerksam und diszipliniert und jedes Lachen, dass
sie dir schenken ist so unglaublich ehrlich und herzlich, dass man
sie einfach gern haben muss.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Manchmal würde ich sie gerne besser
verstehen können, wenn sie Späße machen und auf einmal anfangen zu
lachen und wir einfach keine Ahnung haben warum.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich habe jeden einzelnen in mein Herz
geschlossen und bin unglaublich dankbar dafür, dass man etwas
hinterlassen kann und auch hinterlassen wird, mit unserer Arbeit, die
wir hier täglich verrichten. Es ist ein unglaublich gutes Gefühl,
diese Kinder glücklich zu sehen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Der Unterricht vergeht am Nachmittag
dementsprechend immer unglaublich schnell.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Wir begaben uns nach der kleinen
Spielstunde mit den Kindern in die St.Thomas Orthodox Seminary
School, an der Amelie und Christina schon am Morgen gewesen waren um
mit den Studenten dort ein bisschen Badminton zu spielen, wir hofften
alle inständig, dass aus dem geplanten Sport und Spiel eher ein
bisschen Interaction werden würde, bei der wir nicht so viel herum
springen müssten.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Doch vor jeglicher sportlichen
Aktivität musste erst einmal der obligatorische Tee getrunken
werden, wir bekamen diesen in einer großen Halle, die mich sehr an
unseren Speisesaal in Pforte erinnerte serviert und diesmal eine ganz
besondere Spezialität, die mir aus den vielen Thailandurlauben schon
sehr vertraut war, dazu.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Frittierte Bananen, ich konnte es kaum
glauben, sie schmeckten ebenso süß und knusprig wie in meiner
Erinnerung und ich hatte so etwas nun schon seit sieben Jahren nicht
mehr gegessen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ihr könnt euch daher sicher meine
Begeisterung vorstellen, die so groß war, dass ich mir gleich noch
ein paar von diesen süßen Dingern beim Vorbeigehen in die Tasche
steckte.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Doch nun zum eigentlichen Teil, dem
Badminton spielen, wozu ich sagen muss, es kam wirklich dazu, wenn
auch nicht lange, aber Christina und ich waren tapfer und spielten
mit den überaus talentierten Jungs ein bisschen Badminton.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Sicherlich haben sie uns nach zehn
Minuten auch nicht gefragt, ob wir vielleicht lieber einem
„richtigen“ Match zusehen wollten, weil wir irgendwie nicht gut
gespielt hätten oder so, nein nein, ich glaube, sie wollten uns
einfach nur zeigen, was sie drauf haben, richtige Jungs eben ;)&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Kurz darauf viel uns sofort die
orthodoxe Kirche des Geländes auf, die wirklich einmal an eine
richtige Kirche, wie wir sie in Deutschland kennen erinnerte. Pater
Cherrien, ein ebnso unglaublich freundlicher Mensch, wie alle Pater,
die wir bisher kennen lernen durften führte uns in die Kirche hinein
und obwohl es in dieser ebenso stark nach Räucherstäbchen, wie in
sämtlichen Tempeln hier, roch, war die Atmosphäre doch eine ganz
andere, diese Kirche strahlte Bescheidenheit und Einfachheit aus,
ebenso, wie es die Studenten hier leben und vorgelebt bekommen.&lt;/div&gt;
Ich mochte diesen Ort sowieso
unglaublich gerne, überall gab es saubere Grünanlagen und wie
überall in Indien, sobald es ein paar grüne Bäume gibt, ist die
Luft, die man atmet gleich viel besser!&lt;br /&gt;
Wir setzten uns auf die Stufen vor der
Kirche und unterhielten uns noch lange mit Pater Cherrien, dabei ist
mir ein Gedanke von ihm ganz besonders im Gedächtnis geblieben: „
Die Leute, bezeichnen euch als Weiße und warum?, weil eure Haut weiß
ist und uns, uns bezeichnen die Leute als Asiaten, dabei haben wir
doch alle eine Nase, einen Mund und zwei Augen. Mit der Religion ist
es genau das Gleiche, jede Religion spricht von Liebe und Hoffnung
und so hat jede Religion ihr Berechtigung, eben wie jeder Mensch das
Recht hat gleichgestellt neben einem anderen zu leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Selbst auf dem Rückweg zur Prerana
School unterhielten wir uns noch viel mit Pater Cherrien, als wir die
Auffahrt hinauf liefen kam uns Bibi schon aufgeregt entgegen, wir
sollten uns jetzt beeilen, denn für heute stand Tempel Visiting auf
dem Plan.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Wir sprangen also von einer Attraktion
zur nächsten, auf der Autofahrt redete Bibi mal wieder mehr als alle
anderen, aber, wir sind ja schon daran gewöhnt ;) 
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Als wir den Tepel dann erreicht hatten,
waren wir wieder umgeben von heiligen Kühen, Straßenhunden und
Räucherstäbchen, wie immer wurden wir zur Attraktion und jeder
machte ein Foto von uns, aber auch das lassen wir uns mittlerweile
gerne gefallen.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieser Tag verging wieder wie im
Flug und wenn man überlegt, dass uns nun schon das letzte Wochenende
bei unseren Gastfamilien bevorsteht fragt man sich eine im Leben wohl
sehr oft gestellte Frage: „Wo ist nur die ganze Zeit hin?“ 
&lt;br /&gt;
Das werden wir uns sicherlich noch oft
fragen, auch wenn wir uns schon längst wieder auf deutschem Boden
befinden.&lt;br /&gt;
Es gilt also, die Zeit, die uns hier
noch bleibt zu genießen und ich denke, dass uns das auch immer
leichter fällt.&lt;br /&gt;
Ich wünsche euch allen einen
wunderschönen Abend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Maxi&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
&lt;em&gt;P.S.&lt;/em&gt; Wie ihr vielleicht schon gesehen
habt, klappt das Hochladen unserer Fotos endlich! Wir werden nun Stück für Stück jeden Post (je nach Möglichkeit der Internetanbindung) mit Fotos auffüllen. Klickt euch also
noch einmal fleißig durch alle Posts und seid gespannt auf die
vielen tollen Bilder, die euch dort erwarten! ;)&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/16.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgzeO34fVCqxQlVhjXeMjsGM4sBjr50zw5z2wuO8a2DEXTwXUG0241saXZewhllnI5BYdzGVSjdY5JKxJdZIHHWcTBG_Ug_cKW-aknqixCbsvnvaK_HB_b-xhu73HXaHTwOZ0D1g2cVkSc/s72-c/IMG_9667.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-4773719059873189796</guid><pubDate>Wed, 15 Jan 2014 15:15:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-17T12:51:30.290+01:00</atom:updated><title>Humu Humu Nuku Nuku Apua&#39;a</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEh6IJ3ZR88RmkJUH-wBVGmhCJHm1H9dv1fc4L3-B1vbMk6NLQsFMWjvxeSsn0vaM8ReDaXSKgAaIo5rGx6AIXrHIY_Uf2VPMsy0Ingf7JIoHuviwFx5qjNY5O9fThIxzu3nItcoZxExphQ/s1600/IMG_8712.JPG&quot; height=&quot;426&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjmx2Z0lki_vC4APTIr4RQqIT1vFfeUBnrSEHrJfuidgw4AZgrhu1wNVLq-XGYbopcRAJV0_jMlJ4ZRcDtnz-nSv_gbHOx7UO66xLHH9tpumqvy8C5bQOPchXXpl8GLKgxvzu5TEbgW1EY/s1600/IMG_8789.JPG&quot; height=&quot;426&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgTvJHI4YSIkY21MEI9d_ORCJRspbHXW_nd_MYyPKIIJ3v5yXzrPs-UqyAFBmEjauujIvc0h3dOnZ6VCc_nzhJkbqW-XjX8hv-YZrDJmfKhTdVxpJ_c3O26hrLhpOge0dJDcA36OTMH55s/s1600/IMG_8788.JPG&quot; height=&quot;426&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhk-csylnu-ULlqFdoRxGm9yuHDXh_tVq4jykID-5Ssw0TQTyVJ9HgOMEubZEJN8x1pKgsWe4zk-1OHjmfpqBXsua9typ1Y6B7pdG6NEgVeG64AAolgqhd6WscMI__r8UG2MWiOL0u8Tfs/s1600/IMG_8791.JPG&quot; height=&quot;426&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
Da mein letzter Blogeintrag in der Länge etwas ausgeartet ist, habe ich beschlossen, mich diesmal etwas&amp;nbsp;kürzer zu fassen. Ich selbst hätte schließlich keine Lust (und auch keine Zeit) mir jeden Tag so einen Roman anzutun...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer verbrachten wir den Vormittag in der Pioneer-School, heute mal zu viert vorne an der Tafel.&amp;nbsp;Als alle Schüler in einem Raum zusammengebracht, die Stühle beiseitegeräumt (Tische gab es in dem Raum nicht) und die Boxen mit Maxis iPod verbunden waren, ging es los: Tanzen! Und zwar zu einem Lied aus unserer aller Lieblingsfilm: High School Musical! (siehe Überschrift...)&amp;nbsp;Zum Glück konnten wir den Text so gut auswendig (wie sich das für Lieblingslieder eben so gehört), denn das machte es uns einfacher, die unglaublich anspruchsvolle Choreographie (die wir uns spontan vor der ganzen Schülerschaft ausgedacht haben - ich glaube, so ein bisschen hat man das auch gemerkt, obwohl wir uns größte Mühe gegeben haben) beizubringen. Und zu diesem Anlass haben wir ihnen auch noch englische und deutsche Vokabeln rund um Hawaii beigebracht... die Unterrichtsstunde war also&amp;nbsp;fast ganz normal. Außer dass es echt ein bisschen peinlich war, was wir da vorne zusammengehampelt haben. Naja, wir hatten unseren Spaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Prerana fiel uns heute nochmals besonders auf, was für Facebook-Menschen (die meisten) Inder sind: nicht nur vor dem Unterricht, sondern auch im Unterricht fanden wir mal wieder neue Bilder von uns dort (die natürlich ganz selbstverständlich hochgeladen werden, und zwar in unabschätzbaren Massen), denn der Lehrer fand die Bilder, als er im Unterricht mal wieder mit seinem riesigen weißen Smartphone sein Facebook gecheckt hat, und verbrachte daraufhin die nächsten fünf Minuten damit, sie uns zu zeigen. In der restlichen Zeit gingen wir dann nochmal Tiere, Früchte und Farben durch und lernten das ABC - zusammen mit dem coolen englischen&amp;nbsp;Song dazu. Und auch in der Competition-Time&amp;nbsp;spielten wir ein neues &quot;Spiel&quot;, welches auf große Begeisterung traf: &lt;em&gt;Honkitonki eieiei&lt;/em&gt; - ganz tolle Sache. Und&amp;nbsp;mit ein bisschen &lt;em&gt;Feuer, Wasser, Sturm&lt;/em&gt; ging die Zeit doch recht schnell um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tea bekamen wir Hilfe von einer der Küchenfrauen beim Sari-Anziehen -&amp;nbsp;eine wahre Herausforderug, zumindest für uns. Und mit Laptop und Verlängerunskabel gings dann aufs Dach von Father Bijesh. Voller Vorfreude warteten wir darauf, dass das grüne Online-Zeichen des Skypeaccounts&amp;nbsp;in Pforte&amp;nbsp;erscheint. Nach der sehr kurzen Test-Videokonferenz gestern, bei der wir erst nach einer Stunde Warten einen Anruf bekamen,&amp;nbsp;wo&amp;nbsp;wir immerhin die Anderen hören, jedoch niemanden sehen konnten, waren wir froh, dass heute&amp;nbsp;alles so relativ reibungslos funktioniert hat. Und als die Konferenz vorbei war kam ich nicht umhin, ein&amp;nbsp;wenig Heimweh zu verspüren. Da wünscht man sich dann doch&amp;nbsp;ein kleines bisschen&amp;nbsp;zurück nach Deutschland und sehnt sich nach Gesprächen ohne Tausende von Kilometern Entfernung und ohne Bildschirme und (nicht funktionierende) Kameras dazwischen.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vivi&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/humu-humu-nuku-nuku-apuaa.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEh6IJ3ZR88RmkJUH-wBVGmhCJHm1H9dv1fc4L3-B1vbMk6NLQsFMWjvxeSsn0vaM8ReDaXSKgAaIo5rGx6AIXrHIY_Uf2VPMsy0Ingf7JIoHuviwFx5qjNY5O9fThIxzu3nItcoZxExphQ/s72-c/IMG_8712.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>3</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-5026355028396736709</guid><pubDate>Tue, 14 Jan 2014 14:33:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-17T11:06:05.894+01:00</atom:updated><title>दराचें उंड सरिस </title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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Der Schulalltag wurde für uns heute unterbrochen, denn wie alle Kinder, hatten auch wir frei. Es ist ziemlich komisch mal in der Lehrer-Position zu sein und in die Schule zu gehen, aber mit &quot;Good Morning Teacher!&quot; begrüßt zu werden. Die Macht sei mit uns. &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Heute war ganz Indien in Feierlaune und schon am Morgen wurden wir von lauter Musik, Menschenstimmen, Kinderlachen und Sonnenstrahlen geweckt.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Heute ist nämlich ein Feiertag, der sich sowohl auf dem hinduistischen&amp;nbsp;Uttarayan Kite&amp;nbsp;Festival, als auch auf dem muslimischen Milad un-Nabi Fest begründet, und somit der ganze Tag im ganzen Land&amp;nbsp;die Legitimation zum&amp;nbsp;freien Tag&amp;nbsp;für alle bekommt.&amp;nbsp; &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Gestern bereits hatte Mina, die Principial der Pioneer School, an der wir vormittags unterrichten, uns verraten, dass wir den hinduistischen Feiertag zusammen mit ihr und ihrer Familie begehen würden und wir freuten und natürlich sehr über ihre Einladung und über die Möglichkeit, Religion und Kultur hautnah erleben zu können.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;Der Tag startete also ganz entspannt mit einem langen Frühstück, bei dem Bibi, eine unserer Betreuerinnen hier, wieder einmal mehr redete als alle anderen und uns 1000 Mal erklärte, wie sollten doch bitte &lt;em&gt;exakt&lt;/em&gt; 11 Uhr vor dem Tor stehen und auf den Wagen warten, der uns dann zu Mina bringen solle. Nach ihren ausführlichen und eindringlichen Erläuterungen war auch sie sich dann irgendwann&amp;nbsp;wohl sicher, dass wir das &lt;em&gt;exakt&lt;/em&gt; endlich verstanden hatten, und ließ uns in Kalmeshwar zurück.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Also standen wir dann &lt;em&gt;exakt&lt;/em&gt;, man betone erneut&amp;nbsp;&lt;em&gt;exakt&lt;/em&gt;, vor dem Tor der Prerana School und was dann der Situation zur exakten Vollendung fehlte, waren nicht wir, denn wir waren ja exakt erschienen, sondern der Wagen, der uns abholen sollte. Wenigstens waren wir ganz nach deutscher Manier, dann doch exakt zum Treffpunkt erschienen. &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Nach 20 Minuten wurde uns der Spaß dann doch zu unspaßig und wir riefen Bibi an und fragten nach inwieweit die Definitionen von &quot;exakt&quot; in verschiedenen Kulturkreisen zu unterscheiden seien. Es stellte sich daraufhin heraus, dass da wohl ein Missverständnis oder ein anderes Kommunikationsproblem zugrunde gelegen hatte. Also konnten wir, wenn auch nicht ganz so exakt&amp;nbsp;wie gedacht, in Richtung Mina starten.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Und das Willkommen geheißen werden in Indien, ist so mit das Schönste an allem. Es geht weit über einen feuchten Händedruck&amp;nbsp;verbunden mit einem&amp;nbsp;&quot;Nice to meet you&quot; oder &quot;It&#39;s a pleasure&quot; hinaus, da Inder ihre Freude nicht nur trocken verkünden, sondern sie mit ganzem Herzen zeigen. &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
So stand vor dem Haus auf dem Boden&amp;nbsp;mit leuchtenen Farben &lt;em&gt;WELCOME &lt;/em&gt;geschrieben und die Buchstaben waren&amp;nbsp;mit Blumenmustern umrankt. Vor dem Eintreten in das Haus wurden unsere Füße mit Wasser gewaschen, wir bekamen gelbfarbene Blumenranken umgehangen und einen Punkt (für die Experten das Fachwort: Bindi) mit roter und gelber Farbe auf die Stirn gemalt. Erst nach diesen Ritualen durften wir das Haus betreten und uns wurde die ganze Familie vorgestellt. Wobei Verwandtschaftsbeziehungen in Indien immer so ein tricky Thema für sich sind und man nicht so hinter herkommt, wer jetzt wessen Kind und Ehemann ist, wer Geschwistern sind oder nur Cousins und wer davon nur Bediensteter in der Familie ist. Deswegen dauert das immer seine Zeit, bis man die Orientierung in einer indischen Gastfamilie wiederfindet. &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Da Inder gerne&amp;nbsp;essen, und noch lieber viel-essen, wurden uns natürlich als ersten Handlungsakt ein paar Snacks gereicht. Doch so wie bei dem Wort &lt;em&gt;exakt&lt;/em&gt;, geht auch die Definition von &lt;em&gt;Snack&lt;/em&gt; in verschiedenen Kulturkreisen weit auseinander: Wir bekamen einen Teller mit Samosa, einer&amp;nbsp;Chilischote,&amp;nbsp;Farsan und Vapours serviert. Für die kulinarisch interessierteren unter uns dazu eine kurze Erläuterung: Samosa sind Teigtaschen mit eher südindischem Ursprung, die mit einer aus&amp;nbsp;gestampften Kartoffeln, Gewürzen, Gemüse und Kräutern bestehenden Masse gefüllt sind. Diese Teigtaschen werden hier auch oft zum Frühstück gegessen und da wir gut mit zwei dieses reichhaltigen Gerichts versorgt waren, war damit unser Mittagessen eigentlich schon vollendet. Natürlich konnte das nicht alles gewesen sein, wir sind ja schließlich Gäste, und dazu noch Gäste in Indien. Das Snacken ging mit Farsan und Vapours weiter. Bei beidem handelt es sich um Knabberzeug, wie ein Deutscher es vom Fußballabend kennt, bloß dass die Würzung doch sehr exotisch und wirklich lecker war, weswegen wir beschlossen haben, ein Tüte &lt;em&gt;Kattha Mattha&lt;/em&gt; (praktisch eine Knabbermischung), neben leckerem Grünen Tee mit Zitrone, auf jeden Fall mit nach Deutschland zu bringen. Die Chilischote war dann so ein anderer Spaß und wurde uns schon mit dem Wortlaut wir sollten das eher nicht essen, da es doch sehr spicy wäre, gereicht. Vivi dachte sich in diesem Fall wohl YOLO (in der Jugendsprache verbreitete Abkürzung für&amp;nbsp; engl. &quot;You only live once&quot; = Man lebt nur einmal), oder vielleicht auch andersherum, vom hinduistischen Verständnis gedacht, &quot;Ich hab ja noch ein nächstes Leben!&quot; und biss doch tatsächlich in die Schote hinein. &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Zur Verwunderung aller und Bewunderung meinerseits weilt sie noch unter uns und ist immer noch so gut gelaunt wie immer. &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Nach unserem ausgiebigen Brunch verlagerte die gesamte Gesellschaft das Geschehen nach oben auf das Dach des Hauses und der eigentliche Inhalt des Festes, das Drachen steigen lassen, wurde begonnen. So stiegen wir in eine bunte Parallelwelt hinauf, die Sonne lies die Farben und die Dächer des Dorfes leuchten und strahlen und der blaue Himmel bildete den perfekten Hintergrund für die bunten Drachen. Nicht nur wir waren auf das Dach des Hauses gestiegen, sondern von allen Dächern winkten uns Kindern und Familien zu, die ebenfalls Drachen steigen ließen. So ist die Schnur der Drachen so beschaffen, dass ohne weiteres eine andere Schnur zerschnitten werden kann, was den ganzen Spaß noch um einiges spannender macht! Wir lachten viel, und auch mal wieder viel für die ganzen Fotos, die so alle von und mit uns haben wollten: Die Attraktion des Fremden war mal wieder groß. Trotz der tausend Bilder, die von uns gemacht worden, genossen wir den Vormittag unglaublich und waren schon fast ein wenig traurig als uns der Fahrer für den Lunch in der Prerana School wieder abholte. &lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
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Aber auch nach dem Lunch wartete ein nächster Programmpunkt auf uns: Village-Shopping. Mit zwei der Mädchen, die sich hier um die Kinder und die ganzen Internatsachen kümmern, hieß es auf in das Sari-Getümmel. Beim Betreten des Geschäftes mussten wir unsere Schuhe ausziehen und man merkte auch schnell wieso: Der ganze Laden war mit einem matrazenartigem Teppich ausgelegt, auf welchem man dann sitzen und zuschauen konnte wenn die bunten Sari-Stoffe ausgebreitet wurden. &lt;br /&gt;
Es war überwältigend die hohen Regale voll an verschiedensten Stoffen mit diversen Mustern und Stickereien zu sehen und die Sari-Schau begann.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
Der Verkäufer fing an Stück für Stück bunte, glitzernde Stoffe aus dem Regal zu ziehen und vor uns auszubreiten. Dann blieb uns allerdings die Qual der Wahl: Welcher Sari ist nun der Schönste? Welcher passt zu mir? Warum kann ich nicht alle nehmen?&lt;br /&gt;
Es war fast wie bei einer Brautkleidsuche: Alle saßen bequem auf dem weichen Boden, Stoffe lagen herum und eine Verkäuferin schwebte um&amp;nbsp;das einzige Mädchen, das stand und den Sari anprobieren sollte, herum. Schließlich begann dann die Diskussion über das Aussehen des Stoffes, die Farbe, das Muster und das Zusammenspiel mit Augenfarbe, Hautfarbe und Haarfarbe. Bedenken der den-Sari-Tragenden wurden geäußert und bei nicht einstimmiger positiver Bewertung wurden die hohen Regale weiter nach dem perfekten Stoff durchsucht.&lt;br /&gt;
Lasst euch gesagt sein, liebe Mädchen da draußen, ich habe Stoffe gesehen, die meine tiefsten Kleinkind-Prinzessinnen-Träume wieder geweckt haben und das Schlimmste daran war, sich schließlich für einen Sari entscheiden zu müssen.&lt;br /&gt;
Das Dorf, in das wir nun erstmals zentrumsnah eindrungen, erinnerte mich an Dörfer aus Märchenbüchern. Man sah alte Reisig- und Lehmhütten, unbefestigte Straßen und Kühe und andere Tiere&amp;nbsp;mitten auf den Straßen liegen. Teilweise ein fast mittelalterlicher Anblick. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Menschen im Dorf noch mehr starrten, als die in der Stadt, wobei ich eigentlich dachte das sei schon nicht mehr zu toppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserem erfolgreichen Sari-Einkauf wartete wieder die Prerana School auf uns, und die Aussicht auf einen ganz normalen Mittwoch, ohne Drachen steigen lassen und Sari-Shopping-Tour. Auch in Indien gibt es also ein Arbeitsleben. Schade eigentlich.&lt;/div&gt;
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&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;
&lt;em&gt;Amelie&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
_&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-size: x-small;&quot;&gt;&lt;em&gt;Anmerkung der Autorin&lt;/em&gt;: Die Überschrift heute mal in Hindi-Schrift, aber deutsche Wörter: &quot;Bunte Drachen und Saris&quot;&amp;nbsp;Angaben ohne Gewähr. Google ist da nicht&amp;nbsp;immer ganz zu trauen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/blog-post.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhaPRKKDcUQ5TONf1ZVjkdDi0o7w2yADVupbWtkN90b7PZbfuuYz6LtuGJAK2sO63BhFrnH_vsz0PJuJY0MTIFka4eH5hJa0SvGAYJ_j6ImwCatRIPjcI9u9qB4NCriERlXCsuiv1fn4yA/s72-c/IMG_9488.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-7109516346601893529</guid><pubDate>Mon, 13 Jan 2014 04:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-19T19:34:43.149+01:00</atom:updated><title>Der Mond am Himmel</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgt9X4iXxRfjbjo13ufNGGlPk9vIDfMmO_Z6feKHdLHaN-SB8DMLVoSuRBWagtU1btwkCtJ-5UkYYGrwVAoIxxH72-7dTq67rzjdBAWK8KtCHWweWvTFUNrykIPwW1ivvXZ5nrbRy15-OY/s1600/IMG_8871.JPG&quot; height=&quot;426&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
Und wir blicken auf einen weiteren Tag in Kalmeshwar zurück, der ziemlich seltsam anfing und ziemlich gut endete. Wir wurden wieder am frühen Morgen&amp;nbsp;mit dem&amp;nbsp;Bus vom NCCI abgeholt, konnten uns hier dann&amp;nbsp;noch ein bisschen ausruhen und&amp;nbsp;verschliefen prompt die Hälfte des&amp;nbsp;Frühstücks.&amp;nbsp;Der Unterricht lief heute etwas anders als sonst, zum einen waren die Kinder nicht halb so aufnahmebereit wie die letzten Male, sie verloren schnell die Konzentration und redeten miteinander. Da half weder unser Englisch noch das&amp;nbsp;Marathi der Lehrer.&amp;nbsp;Vivi und ich versuchten zwei Minuten lang, sie mit bösem&amp;nbsp;Blick anzustarren und somit autoritäre Überlegenheit auszuüben, doch auch davon ließen sich die Kinder nicht beeindrucken, das führte wohl eher dazu, dass sie uns&amp;nbsp;als völlig irre&amp;nbsp;abstempelten. Aber wer&amp;nbsp;würde das nicht tun, bei den ganzen Activity-Songs, die wir singen... Ein weiterer Grund, warum wir den heutigen Morgen nicht gerade als erfolgreich bezeichnen würden, war ein kleiner Junge in der vorletzten Reihe, der unseren Unterricht offenbar so schrecklich fand, dass er sich übergeben musste (den Er-fand-den-Unterricht-zum-Kotzen-Witz erspare ich mir). Aber was für Autoritäten wären wir, wenn wir das Problem nicht beheben würden? Wir holten also einen Erwachsenen. In solchen Fällen ist man ganz froh, dass man sich auf dem a) &lt;em&gt;wir sind doch noch Kinder&lt;/em&gt; und b)&lt;em&gt;&amp;nbsp;wir würden ihn ja gern fragen, was passiert ist, aber wir können leider kein Marathi&lt;/em&gt; ausruhen kann.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Am Nachmittag lief der Unterricht wieder richtig gut, sodass wir uns unserer Fähigkeiten als Lehrer überzeugen konnten, die, da sind wir uns alle einig, wirklich &lt;em&gt;ganz&lt;/em&gt; ausgezeichnet sind, auch wenn der kleine Junge vielleicht anderer Meinung war. Im Unterricht mit den behinderten Kindern wurden Vivi und ich jedoch vor ein ganz anderes Problem gestellt: Wie malt man eine Kiwi&amp;nbsp;an die Tafel, ohne dass sie aussieht wie ein Ei, ein&amp;nbsp;missglückter Kreis oder&amp;nbsp;eine Mango? Gar nicht, wie wir feststellen mussten, also haben wir mehr oder weniger geschickt von den Früchtenamen abgelenkt und mit dem Zählen weitergemacht, das die Kinder mittlerweile bis zur Einhundert beherrschen. Oder sagen wir, sie haben schon einmal bis zur Einhundert wiederholt, was wir gezählt haben. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; In der Spielestunde haben wir eine abgewandelte Version von&lt;em&gt; Der Plumpssack geht um &lt;/em&gt;gespielt, wiederum sehr amüsant für uns, denn die Kinder rennen nicht immer um die Wette, sondern warten aufeinander oder lassen ihre Gegner vor. Am meisten hat uns wieder einmal Abhishek zum Lachen gebracht, der nicht rannte, sondern ganz gemächlich in Zeitlupe joggte, als wäre er zu alt für Kinderspiele.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Den Abend verbrachten wir wieder gemeinsam mit Father Bijesh, seinem Sohn und auch Bibi und wir redeten lange über Deutschland, die Religionen, Hilfe für Bedürftige und Umweltschutz dort.&lt;br /&gt;
Wir freundeten uns noch mehr mit Abhishek an, der nun in den engen Kreis der Menschen aufgenommen wurde, die befugt sind, mich Tina zu nennen, da der Name Christina zu&amp;nbsp;lang und zu schwierig für ihn ist.&amp;nbsp;Wir würden nur allzu gern wissen, was er sagt, wenn er gedankenverloren vor sich hin murmelt, mit dem Kopf wackelnd und den Händen gestikulierend wie ein Professor, der einem unsichtbaren Publikum die Geheimnisse der Menschheit offenbart, die uns verschlossen bleiben. Wir sind einfach nur unglaublich froh,&amp;nbsp;dass er&amp;nbsp;und so viele andere Kinder die Möglichkeit haben, hier zu sein, und dass sein Vater sich so rührend um ihn sorgt, so stapelt er beispielsweise jeden Abend aufs Neue&amp;nbsp;die Zeitungen ordentlich, damit Abhishek sie am nächsten Morgen wieder durcheinanderbringen kann, wie er es so gern tut. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; So schön es hier auch ist, besonders zwei Dinge fehlen mir wirklich sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich an Deutschland vermisse:&lt;br /&gt;
1) Musik&lt;br /&gt;
Ich hatte zwar nie etwas gegen Musik mit indischen&amp;nbsp;Einflüssen (und ja, ich meine die Beatles), und ich habe auch jetzt nichts gegen indische Musik,&amp;nbsp;solange sie nur im Autoradio gespielt wird (und nicht etwa als zweistündige Dauerbeschallung&amp;nbsp;bei einem Konzert). Während der Fahrt durch die staubigbunten Straßen Nagpurs gibt es nichts, was besser passen und die Atmosphäre noch perfekter machen könnte. Doch vor allem in der Zeit, die Vivi und ich zusammen verbringen und nicht viel mehr&amp;nbsp;als die Ohrwürmer haben, die wir aus Europa mitgebracht haben -&amp;nbsp;vier an der Zahl, und keinen davon&amp;nbsp;sollte man unbedingt singen müssen -, und eine große Handvoll Kanons (die zweistimmig jedoch nicht besonders eindrucksvoll sind und schon gar nicht den Chor ersetzen) dann wünsche ich mir nichts sehnlicher als funktionierendes Youtube. Neben Essen und Schlafen wird Musik hören eines der ersten Dinge sein, die ich machen werde, wenn ich wieder zu Hause bin. Wie froh wäre ich über Musik ohne&amp;nbsp;nervige Frauenstimmen in anstrengenden Tonlagen. Ich hätte nicht gedacht, dass man längst nicht mehr existierende Bands so&amp;nbsp;vermissen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Stille&lt;br /&gt;
Und ich spreche nicht von dem unaufhörlichen Hupen der Autos, denn das ist zusammen mit der restlichen Geräuschkulisse Indiens längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Ich meine die permanenten Fragen der Inder, die sich ständig wiederholen. Sämtliche Mitglieder meiner Gastfamilie (und das sind viele) fragen mich im Minutentakt, ob ich hungrig bin, was ich essen will - ungeachtet meiner Antwort auf Frage Nummer eins -, ob ich Spaß habe (egal, was wir gerade tun, selbst, wenn wir mit dem Auto an einer Tankstelle stehen), ob alles in Ordnung ist, weil ich nicht zu allem etwas zu sagen habe - das ist nämlich undenkbar! Ich bin den Indern offenbar zu still, sie befürchten gleich, dass ich sterbenskrank bin oder sie nicht mag, nur weil ich nicht mit Smalltalktalent gesegnet bin und ununterbrochen über das Wetter oder die schöne Aussicht philosophieren kann. Nicht nur die kleinen Kinder an der Schule bezweifeln meinen Geisteszustand, auch die Erwachsenen, von denen einer mich einmal mit einem Blick bedachte, der wohl aus einer Mischung aus Zweifel, Sorge und Ungläubigkeit bestand, und doch allen Ernstes fragte: &quot;Ist das eigentlich normal?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des weiteren wären da natürlich noch&lt;br /&gt;
3) Bäder ohne Insektenkolonien&lt;br /&gt;
4) Betten ohne Insektenkolonien&lt;br /&gt;
5) sämtliche andere Möbelstücke ohne Insektenkolonien&lt;br /&gt;
6) Essen ohne Chili&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich an Indien liebe:&lt;br /&gt;
Abgesehen von 1)-6) absolut &lt;em&gt;alles&lt;/em&gt;. Ich liebe die Farben und die Geräusche und die Lichter und die Sonne am Morgen und wenn sie untergeht und die Tatsache, dass die Mondsichel hier nach oben gerichtet ist und nicht seitlich. Ich liebe die Atmosphäre, die Stimmung, die Lebensweise, die Weihrauchtempel, die Gelassenheit, die Blumengirlanden, die meditative Ruhe, die über allem zu liegen scheint, selbst über der lauten Hektik des Verkehrs. Ich liebe die Art, wie die Marktverkäufer ihr Obst in Pyramiden übereinander schichten und das bunte Pulver in kleinen Gefäßen, die sich auf jedem Stand stapeln. Ich liebe den Wind, der immer wieder neue Gerüche mit sich bringt und alles Belastende mit sich zu nehmen scheint&amp;nbsp;und ich liebe die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit und dass ich gelernt habe, alles das zu schätzen zu wissen, was ich habe, von der Flasche Ketchup bis zu dem eigenen Zimmer. Ich liebe die Schönheit der Stadt, die sich gleichermaßen aus Müll und Lärm und Wärme und Gewürzen&amp;nbsp;und bunten Früchten zusammensetzt wie ein Mosaik mit unergründlichem Muster. Und ich liebe das Granatapfelrot und das Smaragdgrün und das Meerblau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebte schon immer die Geschichten über ferne fremde Länder und ich liebe es, dass wir jetzt selbst eine dieser Geschichten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Christina&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/der-mond-am-himmel.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgt9X4iXxRfjbjo13ufNGGlPk9vIDfMmO_Z6feKHdLHaN-SB8DMLVoSuRBWagtU1btwkCtJ-5UkYYGrwVAoIxxH72-7dTq67rzjdBAWK8KtCHWweWvTFUNrykIPwW1ivvXZ5nrbRy15-OY/s72-c/IMG_8871.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-1619754422954392792</guid><pubDate>Sun, 12 Jan 2014 11:55:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-13T12:56:17.918+01:00</atom:updated><title>Ein Teil vom Ganzen werden </title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Jedes Erwachen in meiner Gastfamilie
verspricht einen guten Morgen, wenn die leisen Schritte des
Familienlieblings Muffin, einem goldener Retriever, vor meiner
Zimmertür zu hören sind und das Wasser im Teekessel leise beginnt
zu pfeifen, schlage ich die Augen auf und habe unglaublich große
Lust aufzustehen und dem Tag zu begegnen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Und auch als ich diesen Morgen aufstand
und aus dem Zimmer ging, kam mir meine Gastmutter mit einem breiten
Grinsen auf dem Gesicht entgegen und reichte mir eine kleine Tasse
Chai Tea (natürlich,&lt;em&gt; Tea at first&lt;/em&gt;)&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Frühstücken muss ich übrigens und zu
meinem großen Glück kein indisches Frühstück, alias Reis oder
Kartoffelmatsch mit scharfer Soße, nein, ich bekomme frisches Toast
und Eier, extra für mich zubereitet und eben dies macht das
Frühstück somit zu einer meiner Lieblingsmahlzeiten!&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Nach Beenden des Essens, was wirklich
viel Zeit in Anspruch nimmt, da am Tisch in der Küche nur vier
Stühle sind und die Familie aus&amp;nbsp;sieben Familienmitgliedern besteht und
deshalb in Etappen gegessen wird, während die Frauen ganz zum
Schluss dran sind, da sie stets für das Servieren des Essens
verantwortlich sind, ging ich mit meinen Gastschwestern ein wenig die
Gegend erkunden.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
In der Siedlung, dich nicht weit vom
National Airport entfernt ist, gibt es unglaublich viele kleine
Tempel, die oft gar nicht als solche zu erkennen sind, da sie oft wie
ganz normale Häuser aussehen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Betritt man diese aber, ist es jedes
Mal, wie in einen Traum aus tausendundeiner Nacht einzutauchen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Der Raum ist vom dichten Nebel der
Räucherstäbchen eingehüllt, auf dem Boden liegen Kokosnussschalen
die man Ganesha, dem Elefantengott, der Früchte über alles liebt,
geopfert hat und der Glanz, der von den bunten Götterfiguren
ausgeht, lässt selbst die schlichtesten Tempel wie kleine Paläste
aussehen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich bin immer wieder begeistert von
dieser Atmosphäre. 
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Als wir von unserem kleinen Spaziergang
zurück kamen, warteten meine Gastmutter und mein Gastvater bereits
auf mich, so oft wie ich davon spreche, dass ich die Frauen in ihren
bunten Gewändern unvergleichlich schön finde, ist es gar kein
Wunder, dass sie einen kleinen Shoppingausflug für mich geplant
hatten.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich war voller Vorfreude als wir durch
die Straßen fuhren und der Altstadt von Nagpur immer näher kamen,
an jeder Ecke ein kleiner Stand mit bunten Tüchern, goldenem
Schmuck, aufgebrachten Händlern und hin und wieder eine Kuh, die das
ganze bunte Treiben misstrauisch musterte.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Es war unglaublich toll, dass meine
Gasteltern ausgerechnet den Ort des ursprünglichen Handelns
ausgesucht hatten und mich nicht in irgendeine Mall schleppten, die
man wohl irgendwie überall auf der Welt findet.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Nein, ich war, sobald ich aus dem Auto
stieg ein Teil der bunten Menge. Meine Gastmutter nahm mich an der
Hand, da um mich herum nur Menschen waren, Menschen und Motorräder
und hin und wieder ein Auto, obwohl die Straßen eigentlich viel zu
klein für ein solches waren und alles lief und fuhr kreuz und quer
und dazwischen Schreie, Hupen und weinende Kinder auf den Armen ihrer
Mütter.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich ließ mich sofort von dem bunten
Treiben mitreißen und lief einfach mit dem Strom, es war genau das,
was ich mir von Indien vorgestellt hatte und weit ab von Kalmeshwars
Einöde und der kleinen, ruhigen Oase, die NCCI für uns darstellte
spürte ich zum ersten Mal das indische Leben überall um mich herum.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Gleich der erste Laden den wir
betraten, ließ mich aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Frauen saßen um einen Haufen bunt
funkelnder Stoffe herum und feilschten um die sowieso schon niedrigen
Preise.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Wohin man sah war es bunt und leuchtend
und viel zu viel als dass ich mich wirklich für etwas hätte
entscheiden können.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Zum Glück hatte ich bereits eine
Leggins erworben, eine Grasgrüne und so als wäre sie für mich
bestimmt, strahlte mich aus einem großen, bunten Haufen eine
strahlende korallenfarbene Kurta an.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Sie war schon ohne das Anprobieren
sofort gekauft.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Meine erste indische „Tracht“ ist
also eine Kurta mit Leggins, dabei könnt ihr euch eine Art große
Tunika vorstellen, die man über eine hautenge Leggins zieht, vor
allem für die jungen Frauen hier stellt das die alltägliche
Kleidung dar.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich schlenderte noch durch einige
weitere Geschäfte, kaufte ein paar Bindis, probierte ein paar
Bananen von einem kleinen Obststand und als ich mir eine Kokosnuss
bestellen wollte, traf ich auch noch auf Deutsche, die ebenfalls
soziale Arbeit in einem umliegenden Dorf allerdings für elf Monate
ausführten.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Meine Gasteltern luden sie ebenfalls
auf eine Kokosnuss ein und so saßen wir alle gemütlich an der
Straße schlürften Kokosnussmilch und ich erfuhr, dass eine der
Freiwilligen aus Halle kommt und eine gute Freundin hat, die
ehemalige Pfortenserin ist.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ja hätte mich auch gewundert, wenn ich
unserer Spezies oder wenigsten welchen, die von uns gehört haben mal
nicht begegnet wäre.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Mittlerweile war es 15.00 Uhr und seit
dem Frühstück hatte ich nichts gegessen, was mich tatsächlich dazu
veranlasste den Lunch nicht einfach nur zu essen, nein ich schlang.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Dabei musste mir wohl entfallen sein,
wie scharf indisches Essen sein kann und so bekam ich den vollen
Nachgeschmack der Chilischoten mit dem letzten Bissen zu spüren und
oh mein Gott, ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie etwas
derartiges gegessen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich musste wohl einen Feuerball
verschlungen haben, der nun auch noch veranlasste, dass sich
sämtliche meiner Tränendrüsen öffneten und ich die Schärfe raus
heulte.&lt;/div&gt;
Meine Gastmutter verzog zu erst ein
wenig den Mund und begann dann lauthals zu lachen.&lt;br /&gt;

&lt;br /&gt;
Nach dem Essen folgte wie immer eine
Rest, die ich allerdings nicht wirklich mit ausruhen verbrachte
sondern damit in meine Kurta zu schlüpfen und mich stundenlang im
Spiegel zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Dazu sei gesagt, dass wirklich niemand
in einem indischen Gewand schöner aussieht als eine Inderin, doch,
es ist schon unglaublich, wie diese Farben einen plötzlich viel
bunter werden lassen. Sie füllen einen mit Leben, das bisher nur um
uns herum existiert hat.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Plötzlich wird man Stück für Stück
und mit jedem Armreif mehr ein Teil davon.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Mit diesem wunderbaren Gefühl ging ich
als es draußen schon dunkel geworden war ( doch, müsst ihr euch das
indische Dunkel ganz anders vorstellen, als das in Deutschland, der
Himmel leuchtet trotzdem die ganze Zeit ein bisschen rosa, sodass der
Mond und die Sterne nie ganz klar zu sehen sind.) erneut mit meinen
Gasteltern in die Stadt, wir setzten uns in ein kleines Cafe am
Straßenrand und ich aß eine weitere wirklich tolle Spezialität
„Faluda“, was als indische Eiscreme bezeichnet wird, mit Eis hat
das zwar nicht viel zu tun, da Faluda aus süßen Nudeln, einer sehr
dickflüssigen und sehr süßen Kokosnusssoße und ein bisschen
Eiskonfekt besteht. 
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich mochte das unglaublich gerne!&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Damit ließen wir den Abend und mein
wunderschönes Wochenende bei meiner Gastfamilie ruhig ausklingen,
ich musste mich nicht von ihnen verabschieden, denn zu meinem großen
Glück werde ich auch das letzte Wochenende mit ihnen verbringen.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Während ich immer besser darin&amp;nbsp;werde, mir
meinen eigenen Weg durch die Menschen zu suchen, empfinde ich die
vielen Blicke, die mir zugeworfen werden plötzlich wie eine
Einladung zu einem netten Gespräch.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Vielleicht braucht es wirklich diese
Zeit hier in Indien um den Rätseln und Eigenarten dieses Landes auf
den Grund zu gehen.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Als ich im NCCI dann auf Amelie,
Christina und Vivi traf feierten wir noch ein bisschen unser
Bergfest, jaja, ihr habt richtig gehört, heute in zwei Wochen werden
wir hoffentlich wohl behalten in der Heimat landen und von unseren
Familien in den Arm genommen werden.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
So sehr ich mich auch auf diesen Moment
freue, habe ich doch schon jetzt eines ganz sicher gelernt, wir alle
haben Bilder von Dingen, Menschen oder eben auch Ländern, mancher
würde diese Bilder vielleicht auch als Vorurteile bezeichnen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Auch ich hatte mein wunderschönes Bild
vom bunten Indien, großen Märkten und strahlenden Palästen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Die Wahrheit ist allerdings eine ganz
andere.&lt;/div&gt;
Bilder müssen zerstört werden um
nicht länger einfach nur Bilder zu sein.&lt;br /&gt;

Für mich, gab es viele zerstörte
Bilder in der letzten Zeit und auch Bilder von denen ich ganz genau
wusste, dass sie hier existieren, hätte ich mir doch niemals so real
vorgestellt, dazu gehören die bunten Märkte, die ich an diesem
Wochenende gesehen habe ebenso wie die bettelnden Frauen aus dem
Slum, die ihre nackten Kinder auf dem Arm tragen und auf den Straßen
an jeder Autoscheibe um Geld betteln.&lt;br /&gt;

&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Mir hatte jeder gesagt, dass mich
Indien schocken wird und das hat es auch schon oft genug getan doch
wenn man sich auf die Suche nach den Träumen macht, die man mit
Indien einmal verbunden hat, dann entdeckt man die paradiesischen
Bilder an jeder möglichen Straßenecke.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Es ist und bleibt ein Land der
Gegensätze und wer den Mut aufbringt genauer hinzusehen, wird hinter
so viel Schmutz und Armut auch auf so viele schöne und bunte Farben
treffen und allein dafür hat sich die Reise schon gelohnt.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Maxi&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/ein-teil-vom-ganzen-werden.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-6515654283996223766</guid><pubDate>Sat, 11 Jan 2014 17:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-31T16:17:18.925+01:00</atom:updated><title>Frische Luft</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich wachte bestimmt fünf Mal auf und
schlief wieder ein, bis Christina es dann so zehn Minuten nach um 5
endlich schaffte, mich aus dem Bett zu holen. In Windeseile machte
ich mich fertig und packte die wichtigsten Sachen zusammen, denn
Rucha (die Deutschlehrerin, die uns ein bisschen Hindi unterrichtet
hat) wollte uns “around five“ abholen zu einer “bird watching
tour“. Heute war  sie aber sogar für indische Verhältnisse ganz
schön spät dran, so dass wir alle (trotz verspäteten Aufstehens)
noch eine ganze Weile warten mussten.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Rucha kam kurz nach um 6 an und hatte
in ihrem Auto noch zwei andere Männer bei sich. Wir fragten uns
schon, wie wir wohl alle in das kleine Auto passen sollen, als Rucha
uns mitteilte, dass wir noch auf ein anderes Auto warten (nicht
gerade zu unserer Freude, denn das Stehen fiel uns in unserem müden
Zustand schwer und wir hatten ja schließlich schon eine halbe
Ewigkeit gewartet...). In diesem saßen allerdings auch schon einige
Menschen, als es etwa fünf Minuten später kam. Wir verteilten uns
etwas, aber sonderlich viel Platz war trotzdem nicht... So kam es,
dass wir 6.15 Uhr zu viert auf eine Rückbank gequetscht im Auto
saßen. Und noch bevor wir Nagpur verlassen hatten, war ich wieder
eingeschlafen.&lt;/div&gt;
&lt;div align=&quot;LEFT&quot; style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Als
ich aufwachte, war ich in einer anderen Welt: Ich sah aus dem Fenster
und sah vor uns das weiße Auto der anderen, das wie unser Auto auch
auf einer langen geraden Straße stand, die mitten durch eine
unendlich weite, verlassene Landschaft führte. Ein paar der Männer
waren schon ausgestiegen und hatten ihre riesigen Kameras mit den
Teleobjektiven und ihre schweren schwarzen Fernrohre gezückt und
zeigten aufgeregt in eine Richtung. Sie hatten in der Ferne eine sehr
seltene Spezies von Antilopen
entdeckt und deuteten nun auch uns auszusteigen um sie sehen und
ihnen folgen zu können.  Als sich die Tür öffnete und mir die
kühle Luft ins Gesicht schlug war ich sofort hellwach – die Luft
war so &lt;i&gt;frisch&lt;/i&gt; hier! Genüsslich atmete ich tief durch, ich
hatte schon ausgeblendet, wie schlecht die Luft überall in Indien
ist (selbst in Nagpur, der Stadt, die als „green City“ und
„schönste Stadt Indiens“ bezeichnet wird), doch jetzt, da der
Vergleich dazu, wie die Luft sein &lt;i&gt;könnte&lt;/i&gt;, wieder hergestellt
war, fiel es mir wieder auf. Die Antilopen waren weggerannt, also
machten wir uns auf den Weg, um sie wiederzufinden. Wir entfernten
uns von der Straße und begaben uns in die Natur - so eine
zauberhafte Landschaft habe ich noch nie zuvor in meinem Leben
gesehen. Es war nicht wirklich so, wie ich es mir in Indien
vorgestellt hätte – da war kein dichter Regenwald mit tausend
bunten Pflanzen und Bäumen bis zum Himmel, es waren nur einige
ziemlich niedrige Bäume da in relativ großem Abstand, und die
Farben beschränkten sich auf ein bisschen grün, ein bisschen Braun
und auf dem Boden orangefarbenes Gras, das dort so dünn und in
Massen wie Haare auf dem Boden wächst. Aber die Formen der Bäume
sahen aus wie gemalt, und da waren so viele wunderschöne kleine
fremde Pflanzen, und es sah einfach traumhaft aus, wie der
Morgennebel über dem Land hing und mit jedem Meter mehr Entfernung
die Farbe aus allem nahm. Die Erde sah nicht sonderlich trocken aus,
aber an manchen Stellen war sie aufgesprungen und man sah lange tiefe
Risse im Boden, fast wie in einer Vulkanlandschaft. Es war einfach
wunderbar, nach so langer Zeit wieder einmal friedliche Stille und
wirklich frische Luft genießen zu können. Die Antilopen sahen wir
nicht nochmal (allgemein sahen wir nicht so viele Vögel und fremde
Tiere wie sie gehofft hatten), aber das machte überhaupt nichts,
denn allein die Landschaft genießen zu können machte mich
überglücklich. Abgesehen davon sahen wir noch einen &lt;i&gt;serpent
eagle&lt;/i&gt; und  &lt;i&gt;green
beeeater&lt;/i&gt; und in der
Ferne noch ein paar andere Tiere. Unser Trip war aber hier noch nicht
beendet: es ging weiter zu dem nahe gelegenen &lt;i&gt;Paradgaon
lake&lt;/i&gt; in der Nähe
von Umred. Und wieder stockte uns allen der Atem beim Anblick dieses
großen ruhigen Sees, der da so malerisch mit den Nebelschwaden und
einem langen hohen Steg mitten im Nirgendwo lag. Auf der anderen
Seite des Sees sahen wir einen Ibis und Pfauen (das sind neben Tigern
die Nationaltiere Indiens), und bei unserer Wanderung um den See
entlang (die sich als ganz schöne Herausforderung entpuppte, denn
der Boden bestand aus Schlamm und Steinen, die zu klein waren, um &lt;i&gt;auf&lt;/i&gt;
ihnen zu laufen, aber dennoch groß genug, um regelmäßig darüber
zu stolpern) sahen wir ganz viele Affen frei zwischen den Bäumen
umherhüpfen (für uns eine richtige Attraktion, für Inder das
Normalste auf der Welt). Ich nahm mir vor, auf dem Rückweg wach zu
bleiben und zu beobachten, wie diese wunderschöne Landschaft sich in
Stadtleben verwandelt. Und zwanzig Minuten hielt ich auch durch und
freute mich zusammen mit den Anderen über die indische Musik, die
wir im Auto hörten, die restlichen fünfzig Minuten verwendete ich
dann doch zum Schlafen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Unser Frühstück nahmen wir diesmal in
einem Restaurant (naja, einem &lt;i&gt;indischen&lt;/i&gt; Restaurant...) ein,
zusammen mit der ganzen Truppe die auch beim “bird watching“ mit
dabei war. Wie die Inder eben so sind, sah das Frühstück eher wie
Mittagessen aus: Masala Dosa und Plain Uttapam (ich habe mir die
Namen der Gerichte aufgeschrieben, aber ich weiß schon jetzt nicht
mehr was was war... es gab aus jeden Fall irgendein Dal und
Cocosnusschutney und ein riesiges herzhaftes Crepe mit einer
Kartoffel-Gemüse-Füllung uns so etwas Griesbreiähnliches mit
Erbsen und Möhren darin... klingt komisch, hat aber eigentlich ganz
gut geschmeckt). Und dort kamen wir sogar (endlich!) zu unserem
ersten Lassi in Indien – natürlich ganz schön süß,(typisch
Indien), aber es hat uns allen so gut geschmeckt, dass wir gleich
noch eins für den Weg mitgenommen haben.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Als wir uns, zurück im NCCI, von Rucha
verabschiedeten, meinte diese, dass sie uns wahrscheinlich gegen halb
eins abholen wird – zum Shoppen! Bis dahin haben wir uns die Zeit
mit Schlafen, Taschen packen und Essen verbracht.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Kurz nach um Eins kam dann nicht Rucha,
sondern Philip, welcher uns in dem guten alten gewohnten weißen
Minibus zu einer Art Indoor-Markt fuhr, wo wir Rucha trafen. Total
überfordert und sinnüberflutet standen wir da zwischen Massen an
goldenem Schmuck, übermäßig verzierten Schuhen und den buntesten
Stoffen. Diese erste Shoppingmöglichkeit löste eine schon fast
peinliche Euphorie bei uns aus (wenn man sich &lt;i&gt;so sehr&lt;/i&gt; darüber
freut, etwas kaufen zu können, dann ist das ja schon etwas
komisch...) und wir hörten nicht auf, uns durch den Schmuck zu wühlen
und Dinge anzuprobieren, bis wir dringend zurück zum NCCI mussten, um
von unseren Gastfamilien abgeholt werden zu können.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Dieser 10-Minuten-Weg wurde zu meiner
ersten Fahrt mit einem Rickshaw - das sind die Taxen in Indien:
kleine gelb-schwarze dreirädrige Fahrzeuge mit einem Sitzplatz für
den Fahrer und einer Rückbank (die wahrscheinlich mehr für zwei als
für vier Personen gedacht war, aber gut, wir haben hier schon
gelernt, sich mit zu wenig Platz zu arrangieren). Und ein Dach und
eine Fensterscheibe vorn haben diese Dinger auch, aber so etwas wie
Türen... darauf kann man ja verzichten. 
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Gastfamilie holte mich so gegen
halb 4 ab – mit einem Auto, welches innen mit cremeweißem weichem
Flauschstoff verkleidet war. So etwas gibt es in Indien also auch. Es
schien erst so, als würde ich es mit 3 Personen zu tun haben, so wie
letztes Wochenende auch (ich bin die Einzige, die wohl &lt;i&gt;drei&lt;/i&gt;
verschiedene Gastfamilien haben wird): eine Mutter, ein Vater und
eine dreizehnjährige Tochter. Rucha hatte schon so etwas angedeutet,
dass wir Nachbarn sein werden und dass sie meine Familie gut kennt
und so, aber ich hatte das alles nicht so hundertprozentig
verstanden... Als ich dann jedenfalls bei ihnen Zuhause ankam, bekam
ich so nach und nach mit, dass diese ganzen umliegenden Häuser alle
zu einer Familie gehören, Rucha irgendeine Tante von meiner
Gastschwester ist und tausend Tanten und Onkels und Großeltern und
Cousinen hier noch wohnen. Man geht also immer so von Wohnung zu
Wohnung und quatscht miteinander und teilt sich gemeinsame riesige
Dachterrassen (auf denen unendlich viele exotische Pflanzen wachsen
und man sich wie im Paradies fühlt!) und Höfe, in denen Guavenbäume
wachsen. Und so kam es, dass ich auch Ruchas Heim kennenlernte und
ihre Mutter traf (und ihren Mann, aber der war ja bei der Tour am
Morgen schon mit dabei) und ihre Hochzeitsfotos sah. Einige Cousinen
traf ich auch, sie gehen alle zur Modern School (wo wir einmal waren,
und so schwer begeistert waren... wie man sieht, sind das hier alles
nicht gerade die ärmsten) und hatten mich schon gesehen und von mir
gehört. Meine Gastschwester hatte mich auch bei meinem Ausflug zu
einer “indian classical dance“-Show mit meiner Gastfamilie von
letzter Woche gesehen, die Schwester der Tänzerin ist ihre beste
Freundin... Ein bisschen komisch habe ich mich schon gefühlt, als
sie mir so ausführlich erzählt hat, von woher sie mich schon
überall kennt und dass ihre ganzen Klassenkameraden von mir erzählt
haben, und ich sie gefühlt zum ersten Mal gesehen hab... Es tut mir
immer leid, wenn ich mich nicht an Menschen erinnern kann, die sich
an mich erinnern können - aber es sehen hier für mich schon
irgendwie alle gleich aus, so wie für die Inder sicherlich auch
weiße Menschen gleich aussehen.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Meine Gastfamilie brachte mich  in das
Büro des Vaters – er ist der Chef eines Unternehmens, das Designs
von Verpackungen und Werbeplakaten entwirft. Mir wurde tausendmal
erzählt, dass deutsche Druckmaschinen die besten sind, und dass sie
nur deutsche Druckmaschinen verwenden und dass Deutschland eine sehr
große Druckmaschinenindustrie hat. Aber ich fand es echt spannend,
einmal zu sehen, wie dort gearbeitet wird. Und so kam ich auch zu dem
Vergnügen, einen indischen Fahrstuhl kennenzulernen... es fiel mir
schwer, dem zu vertrauen, in Indien benutze ich dann doch lieber
wieder Treppen. Gleich im Anschluss besuchten wir noch einen
hinduistischen Tempel, dieser Ort war ebenfalls echt wunderschön,
und erstaunlich ruhig und sauber dafür, dass er so mitten in der
Stadt zwischen all dem Lärm und Dreck steht.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Nach dem Dinner sind wir noch so etwa
um&amp;nbsp;22 Uhr&amp;nbsp;Eisessen gegangen, meine Gastschwester schon im Schlafanzug,
aber das schien niemanden zu stören... Das fand ich echt cool, denn
auch wenn ich schon total überfüllt von allem Essen und allen
übermäßig süßen Süßigkeiten war – ein Eis geht immer noch
rein! Und ich habe noch nie so nussiges und leckeres Mandeleis
gegessen wie an diesem Abend.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Grundsätzlich fand ich es echt schön
in meiner neuen Gastfamilie, auch wenn ich mich jedes Wochenende neu
zurechtfinden muss, so lerne ich wenigstens mehr Menschen kennen als
die Anderen! (es gibt doch an Allem etwas positives) Und hinsichtlich
der Tatsache, dass alle in dieser Familie sehr musikalisch sind und
mir die verschiedensten Instrumente gezeigt und mich darauf spielen
lassen haben, habe ich mich hier irgendwie wie Zuhause gefühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Vivi&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/ich-wachte-bestimmt-funf-mal-auf.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjDq6RKHzbHNenWzLaVmfR2CIGDQQNoqx4UnXavS9iL5UjfIMWDLd7X5NQqh3bN5AVgqLN4I3T1X3eL8uOKR4PV5me8TnXbrnj2gluS7vgm_wG6QzCbuk94p2MNQTzA3etGw9ssU6-KmVA/s72-c/IMG_9022.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-7399031527142704594</guid><pubDate>Fri, 10 Jan 2014 06:52:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-17T15:26:59.050+01:00</atom:updated><title>ASHRAM OBSERVANCES</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
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Heute hieß für uns: Es geht wieder zurück ins &lt;em&gt;Big City Life. &lt;/em&gt;Ein Wagen holte uns in Kalmeshwar ab, und die Atmosphäre an diesem Morgen&amp;nbsp;war gar nicht richtig zu beschreiben. Ich war unfassbar froh, wieder etwas mehr auf den Beinen zu sein, mein Fieber war über Nacht gesunken, und konnte deswegen sogar die relativ frühe Stunde (halbwegs)&amp;nbsp;billigen. Das Ruckeln des Autos verbunden mit der Beleuchtung des anbrechenden Tages, war unfassbar monoton und&amp;nbsp;spannend zugleich. Der Himmel war rosafarben gefärbt, alles war in einen märchenhaften Schleier gehüllt. Es schien, als habe&amp;nbsp;das Land über Nacht den ganzen Dreck und Staub vergessen und schwebte nun noch in der Dämmerung zwischen der meditativen Stille der Nacht und&amp;nbsp; der Aufregung des Treiben, des Lärms und des Staubs&amp;nbsp;des kommenden Tages.&amp;nbsp;Der Morgen war so friedlich und schön, dass ich sogar fast die&amp;nbsp;vielen Gläubigen verstehen konnte, die zum Gebet und zur Meditation das Bett bereits vor Tagesanbruch verlassen hatten um am Wegesrand und in freier Natur in aller Stille und Besonnenheit den Tag zu beginnen.&lt;br /&gt;
Wäre es nach uns gegangen, hätte diese Fahrt noch ewig so weiter gehen können. Wir, als stille Beobachter und Zuhörer, nicht gezwungen zu reagieren, sondern in der wundervollen Lage alles einfach wirken zu lassen. Aber der Tag kam zurück, der Lärm und das Treiben auf den Straßen ebenso und wir damit auch an unser vorläufiges Ziel, das Haus von Bibi und Philip.&lt;br /&gt;
Dort bekamen wir ein zweites Frühstück, dass wir erst zaghaft und dann mit zunehmender Begeisterung zu uns nahmen. Philip hatte Käse-Tomaten-Sandwiches gemacht. Das bedeutete, weder Dal und Reis,&amp;nbsp;noch Curry- und Kardamonvegetables, Chapati und Chai. Also fast ein Stück Heimat im fernen Indien. &lt;br /&gt;
Dort trafen wir erneut auf Rob, oder auch Robert, der Professor für Engeneering aus dem kalten Pennsylvania, und erfuhren, dass er uns auf unseren Trip heute ebenfalls begleiten würde. Wir&amp;nbsp;brachen also mit Philip, Robert und einem Fahrer im Gepäck nach &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Sevagram&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sevagram&lt;/a&gt;&amp;nbsp;auf. &lt;br /&gt;
Sevagram ist ein Lebens- und Schaffensort Mahatma Gandhis, der das damalige Dorf&amp;nbsp;Shegaon mit seinen Gedanken und seinem Wesen beeinflusste und entwickelte und auch namensgebend für Sevagram (= ein Ort des Gebens und Dienens) war. Die Hüttenanlage die Gandhi dort baute und bauen ließ wurde nur aus Material der Gegend geschaffen und nur von ortsansässigen Arbeitern, das waren seine Bedingungen. Es war ein Ort, an dem jeder Zuflucht finden konnte und er und seine Frau mit vielen weiteren in Einfachheit und Bescheidenheit lebten. So kamen zu ihm die reichsten Geschäftsmänner, ebenso wie sozialverstoßene Lebrakranke und lebten dort zusammen&amp;nbsp;an einem Ort. &lt;br /&gt;
Dass Gandhi als Nationalheld gefeiert ist und einem auch&amp;nbsp;auf den Rupienscheinen allgegenwärtig hier in Indien ist, wurde nach und nach nachvollziehbarer: Er hatte nicht nur für eine friedfertige Loslösung der englischen Besatzung gekämpft, sondern er hatte auch die tiefsitzende Gesellschaftsstruktur der Kasten mit seiner Lebensphilosophie des Gebens außer Kraft gesetzt, ohne das Wesen des Hinduismus anzukratzen. So eine friedvolle, bescheidene und fast schon asketische Wirkung hatte dieser religiöse Ort auf uns. Es heißt, wer einmal so ein &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ashram&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ashram&lt;/a&gt; besucht hat, dem sollen danach die Regeln dieses Ortes, die Regeln des Lebens bewusst geworden sein. Die Tugenden des Zusammenslebens dort&amp;nbsp;sind &lt;em&gt;Truth&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Non-Violence&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Chastity&lt;/em&gt;&amp;nbsp;(=Keuschheit, aber auch Reinheit, Schlichheit.&amp;nbsp;Hierbei wird nicht klar, ob es sich der Hauptaugenmerk auf die sexuelle&amp;nbsp;Enthaltsamkeit oder&amp;nbsp;die&amp;nbsp;eines&amp;nbsp;Leben im Überfluss&amp;nbsp;bezieht)&amp;nbsp;&lt;em&gt;Non-Possession&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Non-Stealing&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Bread-Labour&lt;/em&gt; (man muss für sein eigenes Essen, hier Symbol Brot, selber sorgen), &lt;em&gt;Control of Palate&lt;/em&gt; (Genussverhalten kontrollieren), &lt;em&gt;Fearlessness&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Equality of Religions&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;The Law of Neighbourhood&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Removal of Untouchability&lt;/em&gt;. Aber im Größeren betrachtet, sind&amp;nbsp;das natürlich Gandhis Tugenden des gesamten Lebens. &lt;br /&gt;
Es war schon spannend zu sehen, was für eine Stille und Friedlichkeit ein Ort doch im immer überfüllten Indien ausstrahlen kann. Am liebsten wäre ich dort aber alleine gewesen, denn die Wirkung der schönen Anlage&amp;nbsp;wurde dadurch vermindert, das ständig Inder kamen und uns direkt um ein Foto baten oder auch uns ganz unauffällig verfolgten um ein Foto ohne Fragen zu erhaschen.&amp;nbsp;Robert kam ins Gespräch mit zwei sehr netten, jungen Indern und natürlich ließ er es nicht aus&amp;nbsp;für seine Uni und das Ingeneurwesen zu werben. Es ist immer dieses befremdliche Gefühl, wenn jeder einen&amp;nbsp;anstarrt da, das erst verschwindet, wenn man mit den Menschen ins Gespräch kommt und sie&amp;nbsp;sich an unseren Anblick gewöhnen. Trotzdem ist es jedesmal aufs neue seltsam und schwer nachzuvollziehen, wenn fremde Menschen einem so viel Aufmerksamkeit schenken und die&amp;nbsp;fremde, ungetümliche Hautfarbe wichtiger wird, als das eigentliche Heiligtum der eigenen Religion.&amp;nbsp;Auch mit der kleinen, alten Frau, die dort lebt&amp;nbsp;und die Regeln des Ashrams nicht nur selber einhält, sondern auch allen Besuchern nahe bringt, machten wir ein Foto und beim Durchklicken der Bilder auf meiner Kamera, fiel mir mal wieder auf, wie klein die&amp;nbsp;meisten Menschen hier sind und wie riesig wir dagegen wirken.&amp;nbsp;Die Frau&amp;nbsp;wusste sehr viel mehr als nur die Ashram Observances uns nahe zu bringen und führte uns durch die nun zum Museum gewordenene Welt von Mahatma Gandhi.&lt;br /&gt;
Nachdem fast alle mit einem Foto abgefunden waren, konnte es dann auch für uns weitergehen, in das nahegelegende Gandhimuseum und einen Schritt weiter in Richtung Lunch, denn die lange Autofahrt und das Lächeln für die vielen Bilder hatten uns hungrig gemacht.&lt;br /&gt;
Gespeist wurde dann das erste Mal in einem richtigen indischen Restaurant, auf dem Boden sitzend und mit den Fingern essend. Für meinen entzündeten Hals war vieles zu scharf und brannte ganz schrecklich, aber generell gewöhnen wir alle uns nun mehr und mehr an die indische Schärfe. Auch wenn wir die Feststellung machen mussten: Wenn das Essen so scharf ist, dann schmeckt man nur noch die Schärfe und nichts anderes, was wirklich schade ist. (Glaube ich.)&lt;br /&gt;
Wie bei den Indern sehr verbreitet und gern gelebt bekamen wir nach unserer Rückkehr in Nagpur ersteinmal&lt;em&gt; rest-time&lt;/em&gt;. Mit dieser vielen gewonnen Zeit bildet sich damit ein Kontrastprogramm zu Pforte und manchmal mache ich die Erfahrung, dass ich fast verlernt habe nichts zu tun, auch wenn ich es mir in Deutschland oft wünsche. &lt;br /&gt;
Unser Abend war dann wieder&amp;nbsp;gefüllt an interkulturellem Austausch und diese Stunden machen uns hier eigentlich mit am meisten Freude. Wir besuchten die Alliance School of Languages und wo könnte sich ein S-ie wohler fühlen, als auf einer Sprachschule? &lt;br /&gt;
Das schöne an den Sprachschülern dort war, dass sie, im Gegensatz zu unseren Schülern in Kalmeshwar, fähig waren Deutschland einzuordnen, Englisch und sogar ein bisschen Deutsch zu sprechen und echtes Interesse an uns und der fremden Kultur zu haben schienen. So wurde ich nach berühmten deutschen Schriftstellern gefragt und konnte von Goethe und Schiller berichten, und machte die wunderbare Erfahrung, dass mein Gegenüber sogar schon mal von Goethe gehört hatte. (Hierbei sei bemerkt, dass ich bis dato keinen Einzigen indischen Literat kannte und nur beschämt zuhören und lernen konnte. Dafür ist jetzt mein Horizont in diese Richtung geweitet, und ich weiß dass Kalidasa, der auch Goethe beeinflusste, wie ich lernte, ebenso wie Amaru und der Philosoph Shankara darauf warten von mir gelesen zu werden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie jeder Besuch in jeder Schule beginnt oder endet, bekamen wir abschließend Chai und Kekse serviert und versanken im Gespräch mit einem Sprachlehrer, der 4 Jahre in Leipzig gelebt hatte und merkten gar nicht wie die Zeit verging und auch dieser erlebnissreiche Freitag seinen Ausklang fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Amelie&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/ashram-observances.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgrFeTjMFUagMP-rM4khveregN4atYTlAkPsoUd-GaBQqegWahNzjVHZGLLmYoywMu5ap-0hXdEvDeOMe8oyiPQMokcRs1xVSXuniBcFRCfRGI8th4CKC1tUhZGiBF0lu8o44i_ch18wJs/s72-c/IMG_8912.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-7791491960580922514</guid><pubDate>Thu, 09 Jan 2014 11:49:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-10T12:54:49.929+01:00</atom:updated><title>Ketchup</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
Unser Tag hier in der Prerana-School beginnt mit dem Frühstück um neun. Normalerweise stehen Vivi und ich 9:05 Uhr auf, rechnen nach, wie spät es momentan in Deutschland ist (halb fünf in der Nacht), machen uns fertig und sind nur zehn Minuten zu spät. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Dann geht es los zur Schule,&amp;nbsp;an der wir den Kleinen&amp;nbsp;Unterricht geben&amp;nbsp;(wir haben unser Liederrepertoire mit &quot;Ein Lied von mir&quot; schon auf ganze drei Werke ausgeweitet), ihnen Zählen beibringen und Körperteile sowie Früchtenamen und was uns sonst noch so einfällt, um sie eineinhalb Stunden lang beschäftigen zu können. Singen erscheint uns als ein gutes Mittel dafür, zudem es den Kindern sichtlich Spaß macht. Sie schenken uns nach dem Tee mit der Rektorin immer eine Blume, wie es hier in Indien Brauch ist; eine Gabe der Schüler an die Lehrer.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Heute ist Amelie nicht mit uns gekommen, denn sie ist schon seit&amp;nbsp;Anfang der Reise&amp;nbsp;ein wenig krank und hat daher geschlafen, um sich auszuruhen. Doch wir dachten an sie, besonders Maxi, die die Vorschulkinder nun ganz allein bezwingen musste. Während des Tees bekamen wir gleich eine Einladung, an einer weiteren Schule zu unterrichten, und sie ist gerade mal einhundertfünfzig Kilometer entfernt.&amp;nbsp;Wenn wir dorthin fahren, dann werden wir&amp;nbsp;mit blinden und taubstummen Kindern zu tun haben. Mal sehen, was Bibi zu der ganzen Sache zu sagen hat, wenn sie ja sagt, dann haben wir ein weiteres großes Abenteuer vor uns. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Die nächste Überraschung erwartete uns beim Lunch: &lt;em&gt;Ketchup!&lt;/em&gt;&amp;nbsp;Das&amp;nbsp;gefiel uns&amp;nbsp;wohl besser, als wir uns eingestehen wollten, schließlich sind wir nicht in Indien, um Ketchup zu essen. Aber es war so gut, einmal etwas anderes zu schmecken als Dal. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Der Unterricht mit den behinderten Klassen läuft auch wirklich gut, leider mussten Vivi und ich (wie sie schon erwähnte) unsere Klasse mit dem Lieblingslehrer abgeben. Wir bringen ihnen gerade das Zählen von eins bis vierzig mit Hilfe von bunten Luftballons bei. Heute haben wir mit ihnen außerdem&amp;nbsp;rote Äpfel gemalt, oder jedenfalls war das unser Plan, denn die Ergebnisse fielen ziemlich&amp;nbsp;interessant aus. Aber was den Kindern Spaß macht, macht uns auch Spaß. Und dem Lehrer offensichtlich auch, denn der hat dann Zeit, auf seinem Plastikstuhl zu sitzen und mit seinem Smartphone zu spielen. Hier sind überhaupt alle ständig&amp;nbsp;mit ihren Handys beschäftigt, die auch immer auf laut gestellt sind. Und klingelt das&amp;nbsp;Telephon, dann gehen sie ran, egal, ob sie sich gerade mit jemandem unterhalten oder am Essenstisch sitzen. Dann spricht man eben mit zwei Leuten gleichzeitig oder mit vollem Mund. Und die Anzahl an nervtötenden Klingeltönen ist schier überwältigend.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Dann war Competition-Zeit, und wir spielten diesmal ausnahmsweise nicht &lt;em&gt;Let me see your funky chicken!, &lt;/em&gt;sondern Topfschlagen, und das beinahe eine geschlagene Stunde lang. Die Kinder waren begeistert, sie saßen in einem großen Kreis auf dem Boden und immer wieder meldete sich ein Kind freiwillig, um nach dem Topf und dem Bonbon darunter zu suchen. Wir haben den Verdacht, dass sie sich gegenseitig auf Marathi die Richtung zugerufen haben, in die sie krabbeln müssen, außerdem wedelten sie wild mit den Armen, um den Kindern zu zeigen, wo der Topf stand, die Tatsache vergessend, dass deren Augen verbunden waren. Und auch die Lehrer waren so eingenommen und fasziniert, dass sie ebenfalls gestikulierten, um den Kindern zu helfen. Jedes Mal, wenn ein Topf gefunden wurde, wurde wild mit dem Löffel darauf herumgeschlagen, oft griffen&amp;nbsp;die Kinder&amp;nbsp;schon nach dem Bonbon, ohne das Tuch von ihren Augen genommen zu haben, so voller Aufregung und Freude, die noch durch den aufbrausenden Applaus der anderen gesteigert wurde. Nach einer Stunde, einer Zeit, während derer deutsche Kinder schon längst die Lust verloren hätten, spielten wir noch das Spiel, bei dem die Kinder die Luftballons zum Platzen bringen müssen, die Vivi und ich seit zwei Tagen für&amp;nbsp;den Unterricht verwenden. Und dass sie seit zwei Tagen aufgeblasen sind, hat man auch gemerkt, denn sie waren praktisch unkaputtbar. Nach gefühlten zehn Minuten wurden wir dann doch nervös: Konnten wir es verantworten, den Kindern eine scheinbar unlösbare Aufgabe zu geben, Luftballons, die einfach nicht platzen wollten, sondern sich nur verformten, wenn sich die Kleinen daraufsetzen oder darauf herumsprangen? Das Problem wurde jedoch mit dem Knall gelöst, der das Zerplatzen des ersten Luftballons ankündigte und&amp;nbsp;einen wahren Sturm an Applaus auslöste. Zudem war das Ganze wirklich äußerst amüsant anzusehen,&amp;nbsp;ebenso die Reaktionen der Lehrer, wenn sich wieder einmal ein Junge auf einen Ballon stürzte, der dann unter seinem Körper hinwegflutschte. Trotz der zähen und widerspenstigen Luftballons waren wir pünktlich zum Gebet der Kinder fertig.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Nach dem Tea gingen Maxi, Vivi und ich nach draußen und machten ein paar Meditationsübungen (ganz, wie es sich für&amp;nbsp;Indien gehört, nur ein paar weniger), erst auf der Straße, dann auf dem Hausdach von Father Bijesh. Dort saßen wir noch lange, unterhielten uns und sahen der Sonne beim untergehen zu. Selbst die Sonne hier ist anders, sie scheint wie durch ein Tuch, gedämpft, so als würden ihre Strahlen den Erdboden eigentlich nie&amp;nbsp;erreichen.&amp;nbsp;Nebenbei freundeten wir uns noch mit ein paar Leuten auf dem benachbarten Hausdach an, die uns euphorisch zuwinkten. Und wir winkten zurück. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Am Abend waren wir noch einmal bei Father Bijesh, eigentlich, um wieder Deutschunterricht zu geben, doch&amp;nbsp;statt Father Bijesh und seinem Sohn Abhishek&amp;nbsp;trafen wir außerdem noch Bibi,&amp;nbsp;Philip und dessen Freund Robert aus Pennsylvania&amp;nbsp;an, der in Indien zu Besuch war.&amp;nbsp;Während wir&amp;nbsp;uns abwechselnd&amp;nbsp;mit Bibi, Robert und Abhishek (die Unterhaltung mit ihm beschränkte sich auf: &quot;Train?&quot; &quot;Train!&quot; &quot;Train.&quot;, denn Abhishek mag Züge,&amp;nbsp;und die&amp;nbsp;Wiederholung der Wörter auf Marathi, die er uns wissentlich&amp;nbsp;nickend zuwarf, auch wenn wir ihn natürlich nicht verstehen,&amp;nbsp;aber ihm scheint es zu gefallen, wenn wir mit ihm reden) unterhielten, freuten wir uns innerlich darüber, nicht mehr die einzigen Weißen auf dem Gelände zu sein und wieder Hindiakzentfreies Englisch hören zu können. Danach verbrachte ich lange Zeit bei Amelie und wir unterhielten uns wahrscheinlich mehr als in den beiden Pfortejahren zusammen, die wir nun schon gemeinsam auf eine Schule gehen. Das ist ebenfalls eine Seite, die ich an Indien so&amp;nbsp;schön&amp;nbsp;finde: Es schweißt zusammen, die Erinnerungen an einen Monat in einem gänzlich wunderbaren fernen bunten Land verbinden uns, wie Pforte es nicht vermag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns jetzt mit den Fröschen im Bad angefreundet. Außer dann, wenn sie nicht dort sind, wo sie sein sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Christina&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/ketchup.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-4953499504195705146</guid><pubDate>Wed, 08 Jan 2014 07:32:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-17T15:06:13.700+01:00</atom:updated><title>Kleine weiße Blumen</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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Jeder Morgen hier in Kalmeshwar
erinnert mich immer wieder an einen dieser Ferientage, die man früher
als kleines Kind auf dem Bauernhof verbrachte, der Hahn kräht um
fünf das erste Mal und danach im Stundentakt, meistens bin ich schon
viel früher wach als Amelie neben mir und erspähe durch die dicken
Baumwollvorhänge die ersten Sonnenstrahlen.&lt;br /&gt;
Dann denke ich oft über mein
wahrscheinlich bis jetzt größtes Abenteuer, Indien, nach.&lt;br /&gt;
Ich muss zugeben, dass diese Gedanken
nicht immer die besten sind und hier für mich auch schon oft in
Tränen endeten.&lt;br /&gt;
Ich habe mir sicher vieles einfacher
vorgestell,t als es jetzt ist, aber eben heute an diesem Morgen habe
ich mich dazu entschlossen, nicht länger zu jammern und den
Sonnenschein vor dem Fenster endlich auch in mein Herz zu lassen.&lt;br /&gt;
Und so ergab es sich, dass ich trotz
ein paar weniger Momente, in denen ich mir sehr verloren vorkam und
die hier in Indien nun einmal auch dazu gehören, mich immer wieder
aufrappelte und versuchte bei der Arbeit mit den Kindern mein Bestes
zu geben.&lt;br /&gt;
Ich kann nur sagen, diese Bemühungen
haben sich einmal wieder gelohnt, denn vor allem die Arbeit mit den
behinderten Kindern wird mir von Tag zu Tag wichtiger.&lt;br /&gt;
Es ist nicht immer ganz einfach, ihre
ständigen Versuche, sich uns zu nähern, hinzunehmen und nicht als
störend zu empfinden, sich immer und immer wieder anfassen und zu
irgendwelchen Spielen mitziehen zu lassen, aber unser Arbeit hier
trägt auch von Tag zu Tag mehr Früchte.&lt;br /&gt;
So sind vor allem Amelie und ich
unglaublich überrascht, wie diszipliniert unser Klasse an der
Prerana Special School ist und wie viel sie von den Dingen behalten,
die wir unterrichten.&lt;br /&gt;
Am Schönsten ist es aber zu sehen, wie
wunderschön Kinder lachen können und sich freuen, wenn sie mal
keiner anschreit oder ausschimpft, weil sie etwas langsamer sind als
Andere, so wie es die Lehrer hier leider oft tun, sondern sich für
sie Zeit nimmt, sie lobt und mit ihnen singt und so machen wir es uns
jeden Tag zur Aufgabe diese zwei Stunden mit ihnen so interessant und
abwechslungsreich wie nur möglich zu gestalten, und es gelingt!&lt;br /&gt;
Diesen Tag machten aber nicht nur die
Kinder zu etwas ganz Besonderem, denn zum Lunch bekamen wir hohen
Besuch von einigen orthodoxen Patern der Umgebung, die für uns und
die Kinder ein ganz besonderen Buffet anrichten ließen, es gab sogar
Ananas, frische, indische Ananas, was für ein herrlicher Genuss.&lt;br /&gt;
Vor allem, weil ich mich hier so sehr
auf die Mangos gefreut hatte und ich dann leider feststellen musste,
dass gerade keine Mangozeit ist und ich deshalb wohl eher erst einmal
auf frische, süße Mango verzichten muss.&lt;br /&gt;
Doch zurück zum Lunch, bei welchem wir
plötzlich begannen, den Patern einige deutsche Sätze beizubringen
und diese uns dafür sogar freundlicherweise erklärten was genau wir
da gerade auf unseren Tellern hatten und was wir lieber nicht
probieren sollten, weil es für uns arme kleine europäische Mädchen
zu scharf sein würde.&lt;br /&gt;
Nett gemeint, aber natürlich kosteten
wir doch alles und zumindest ich für meinen Teil habe mich
inzwischen sehr gut an die Schärfe gewöhnt und nehme jede kleine
Abwechslung im doch sehr einseitigen indischen Essen gerne entgegen.&lt;br /&gt;
Vor allem das „mit den Händen essen“
macht mir unglaublich viel Spaß :)&lt;br /&gt;
Zwar gibt es gerade keine Mangos zu
vernaschen, dafür blühen in Indien aber zu jeder Zeit alle
möglichen Blumen.&lt;br /&gt;
Und diese wunderbare Tatsache wurde
heute von uns dazu genutzt, der Besitzerin unseres kleinen Kiosks
neben der Schule einen kleinen Besuch abzustatten und sie darum zu
biiten, uns Blumen in die Haare zu flechten (wir hörten, dass das eines
ihrer Spezialgebiete sei).&lt;br /&gt;
Sie versteht zwar kein Wort Englisch,
ist aber eine herzensgute Frau und willigte sofort ein.&lt;br /&gt;
Wir pflückten von ihrem Jasminstrauch,
 in Indien blüht so etwas in jedem Garten, die reifen,
weißen Blüten ab und sahen ihr dann einfach nur eine halbe Stunde
lang dabei zu, wie sie die Blüten zu einer langen Kette zusammenknotete.&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ihr müsst wissen, dass in Indien die
Zeit eine völlig neue Bedeutung bekommt und man auf einmal so viel
mehr Zeit zu haben scheint, dass man als gestresster Deutscher, der
es gewohnt ist, jeden Tag nur von A nach B zu rennen, erst einmal gar
nicht weiß, was man damit anfangen soll.&lt;/div&gt;
Doch inzwischen genießen wir diese
Ruhe und haben gelernt uns einfach nur hinzusetzten, zuzusehen,
einzuatmen und den Dingen ihren Lauf zu lassen...&lt;br /&gt;
Spontanität gehört zur indischen
Mentalität ebenso dazu, und so wurden wir am Abend ganz spontan in
das Haus von Father Bijesch eingeladen, um ihm und Bibi ein bisschen Deutsch
beizubringen.&lt;br /&gt;
Ich merkte einmal wieder, wie viel Spaß
das machte, seine eigene Muttersprache so auseinander zu nehmen, dass
sie auch für Nichtmuttersprachler verständlich wird und wie sehr
ich mir wünschen würde, hier wirklich Deutsch und nicht Englisch
unterrichten zu können.&lt;br /&gt;
Aber nun ja, so ist auch dies eine der
zahlreichen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.&lt;br /&gt;
Ich bin unglaublich gespannt auf die
nächsten Tage und hoffe, dass sie uns nur Gutes bringen werden,
ebenso sehr, wie ich hoffe, dass sie euch auf der anderen Seite der
Welt nur Gutes bringen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Maxi&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/kleine-weie-blumen.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgbifc3d8HTnhVXlYLE-hirPERiBt1Yk70bih9-tzQ1qCXTEUR5OKWMsl7JmsbwNWQYMBUuRYNQA1SEZgXnoCXRZh-vum95G2aCCo7pjdKbvuzdJUjxfdTTQRoUV5F2iBJo9YQKUK3noeY/s72-c/IMG_8718.JPG" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-5324286458125372530</guid><pubDate>Tue, 07 Jan 2014 21:57:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-08T08:21:11.359+01:00</atom:updated><title>Eins, Zwei, Drei...</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;Wieder ging es um 10 Uhr (SIT –
Standard indian time, also &lt;i&gt;etwa&lt;/i&gt; um 10) in die Schule zu den
kleinen Kindern um zu unterrichten. Maxi und Amelie übernahmen die
ganz Kleinen, während ich mich mit Christina um die 5-6jährigen
kümmerte – man brachte die drei „älteren“ Klassen in einem
Raum zusammen, damit wir sie alle gemeinsam unterrichten können.
Aber deshalb mussten wir erst einmal alle auf das gleiche Level
bringen, denn einigen hatten wir gestern schon ein paar Körperteile
auf Deutsch beigebracht. Nachdem sie auch die Zahlen von 1-10
kennengelernt hatten, haben sich die Kinder wieder auf ihre drei
Räume verteilt um das neu gelernte zu notieren – Christina blieb
bei denen, die noch nicht schreiben können und unterrichtete weiter
nur mündlich (und mit Händen und Füßen), während ich bis zum Ende der Stunde damit beschäftigt
war, zu schauen, ob alles richtig abgeschrieben wurde, und zu
korrigieren. Da fühlt man sich schon echt komisch, wenn man so total
wie eine Lehrerin gesehen wird, wo man doch selbst eigentlich noch in
die Schule geht... Aber es macht unheimlich viel Spaß zu
unterrichten, vor allem, weil die Kinder so motiviert und
interessiert sind! Nach dem üblichen Tee mit der Schulleiterin
fuhren wir in dem kleinen gelben Schulbus mit den vergitterten
Fenstern wieder über Huckelstraßen zurück zur Prerana School.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;Christina und ich hatten dort heute das
Vergnügen mit einer anderen Klasse, die aber ebenso offen für
unsere Lehrmethoden war wie die Kinder gestern. Als wir mit ihnen
gezählt haben und dann allen zehn Schülern eine kleine weiße Blume
(die wie alle Blumen hier so wunderbar und intensiv geduftet hat!)
auf den Tisch gelegt haben und dabei bis zehn gezählt haben, haben
sie in die Hände geklatscht und sich gefreut. Ich liebe diese Arbeit
hier; ich liebe es immer wieder vor der Herausforderung zu stehen,
Kindern etwas beibringen zu müssen ohne ihre Sprache zu sprechen;
ich liebe es, sie nach und nach kennenzulernen mit ihren Schwächen
und Stärken (manch einer kann eben besonders gut zählen und
übernimmt dann unsere Rolle als „Vorsprecher“, manch anderer
kann eben gut singen und die Bewegungen dazu koordinieren) und ich
liebe es, wenn sie gar nicht mehr aufhören
wollen, das langweiligste Lied der Welt zu singen (head, shoulders,
knees and toes), weil es ihnen so viel Spaß macht. Und auch wir
werden mit jedem Tag schlauer, zum Beispiel lernen wir, dass wir
nicht zwischendurch „ähm“ sagen dürfen, weil sie das ebenso wie
alle anderen Wörter mit nachsprechen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;Am schwierigsten finden wir alle wohl
immer, eine Stunde lang Spiele mit den Kindern zu spielen – heute
mussten wir nur eine halbe Stunde gestalten, weil die Lehrer hier uns
gezeigt haben, was sie hier sonst so für Spiele mit den Kindern
spielen, aber schon das schöpfte unser ganzes Repertoire aus. Da
werden wir wohl doch zu Google greifen und uns ein paar neue
Kinderspiele aneignen... 
&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;Zum ersten Mal hatte mir das
Mittagessen hier so ziemlich gar nicht geschmeckt – aber es gab zum
Tea praktisch nochmal Mittag –  gebratene Nudeln! Als besonderes
Ereignis wurde mir aufgetragen, das in den Blog zu schreiben, Nudeln
haben wir nämlich noch nie bekommen. Wir haben sie aufgegessen –
und das muss was heißen, denn es kommt so gut wie &lt;i&gt;nie&lt;/i&gt; vor,
dass wir etwas &lt;i&gt;auf&lt;/i&gt;essen (man macht uns ja auch immer ganz
schön viel...)!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;Am Abend haben wir sogar endlich die
versprochenen SIM-Karten bekommen – etwas später als eigentlich
gesagt, aber immerhin. Nach einiger Zeit (es gab natürlich wieder
irgendwelche Problemchen, weshalb es nicht gerade schnell ging), die
wir in dem Kiosk nebenan verbrachten um Guthaben aufzuladen (ich habe
keine Ahnung, was genau die da gemacht haben, aber auf jeden Fall hat
es anders funktioniert als in Deutschland, denn die Besitzerin des
Kiosks brauchte nichts außer ihr Handy... In Indien überrascht mich
nichts mehr.) sind sie jetzt nutzbar – ehrlich gesagt wissen wir
nur nicht so hundertprozentig, wofür eigentlich... 
&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;In Gedanken waren wir oft bei unseren
Klassenkameraden auf der anderen Seite der Welt, die heute ihren
ersten Schultag nach den Ferien haben – und freuten uns darüber,
dass wir weder so früh aufstehen, noch so lange herum sitzen müssen
wie sie, aber freuten uns auch darauf, sie alle irgendwann&amp;nbsp;wiederzusehen und in
einer Umgebung mit weniger Spinnen und ohne ungewöhnliche Frösche
im Bad zu sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;color: #666666;&quot;&gt;&lt;em&gt;Vivi&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/wieder-ging-es-um-10-uhr-sit-standard.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-3946092830863657408</guid><pubDate>Mon, 06 Jan 2014 13:16:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-02-10T13:24:40.427+01:00</atom:updated><title>Wo Kapuzineraffen und Tamarindbäume die Straßen säumen</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;table align=&quot;center&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; class=&quot;tr-caption-container&quot; style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;&quot;&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjN06VOzm0f4s3ycnoZF7UdeYwU00b3eoy5bB31TLYBtIEi3dJUu5eEjO-ky5IGqNSWkfzDru6ICH_TGl9W2gSw10lFYDgpHTWWYHgZGCRebwnfJSshjNP0Rnvt4-Atdy57Tl4fjEmKRUg/s1600/IMG_8745.jpg&quot; height=&quot;426&quot; style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;tr-caption&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;em&gt;Diesen jungen Mann haben wir am Kiosk vor unserer Schule&amp;nbsp;getroffen, er wohnt im Dorf. Seine ausdrucksstarken Augen haben uns fasziniert&lt;/em&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Tag um 6 Uhr startet, ist auf jeden Fall damit zu rechnen, dass ich nicht sonderlich&amp;nbsp;gut gelaunt bin. Aber manchmal gibt es Momente, die sogar ein müdes Wesen und einen zu früh begonnen Tag wieder wett machen, und auch heute gab es diese schönen Momente mit unseren Kindern hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als heute der Wecker klingelte, war mein erster Gedanke (gleich nach: &quot;Oh nein, bitte lass mich das Weckerklingeln träumen...&quot;): &quot;Jetzt ist es also schon eine Woche?&quot; &lt;br /&gt;
Und ja, richtig gehört, eine Woche sind wir jetzt hier und entdecken nicht nur ein fremdes Land, sonder lernen auch persönliche Grenzen kennen und überwinden. &lt;br /&gt;
Mein eindeutig zu früh klingelnder Wecker kündete die Rückkehr nach Kalmeshwar an, nachdem wir alle ein wirklich aufregendes und schönes Wochenende in unseren Gastfamilien erlebt hatten. Um punkt 6:45 Uhr, man sollte hierbei unterstreichen, dass auch 6:45 Uhr angekündigt war und wir somit das erste Mal Pünktlichkeit in Indien erlebten, wartete ein netter Fahrer des Seminarys auf uns und mit unserem Gepäck ging es zurück zu der Prerana School, wo wir nun die nächsten Wochen die meiste Zeit&amp;nbsp;leben und arbeiten&amp;nbsp;werden. Auf dem Weg machten wir einen Abstecher zum Bahnhof, der Railway Station in Nagpur, die wir ja bereits besichtigt haben,&amp;nbsp;um Father Bijesh von dort abzuholen und mit nach Kalmeshwar zu nehmen. &lt;br /&gt;
Father Bijesh war über das Wochenende nach Mumbai verreist, um an einer Konferenz von Lehrern und Stiftern von Schulen für geistig Behinderte teilzunehmen. Ihr müsst wissen, eine 11 Stunden Zugfahrt, wie hier diese von Mumbai nach Nagpur,&amp;nbsp;ist nämlich für Indien gar nicht erst eine Distanz, deswegen sprach er von einem Kurztripp, mit einer insgesamt&amp;nbsp;&lt;em&gt;nur&amp;nbsp;&lt;/em&gt;22 Stunden kurzen Zugfahrt.&lt;br /&gt;
Am Anfang hatten wir&amp;nbsp;die Herumgefahrerei&amp;nbsp;mit dem Auto immer alle sehr genossen, weil es ein unbeschriebliches Gefühl war, so viel neues zu sehen und die Eindrücke einfach still, mit großen Augen, auf sich wirken zu lassen. Aber das ändert sich nun langsam: Heute war es nicht mehr so schön unbeschwert, kein Entdecken mit Kinderaugen und so fast ohne inhaltlichen Hintergrund, denn langsam lernen wir alles besser kennen und auch einzuordnen. Wenn man durch die Dörfer fährt und heruntergekommene Hütten sieht, war es am Anfang noch ein&amp;nbsp;malerisches Bild, durch große Tamarind-Bäume und frei herumspringende Kapuzineräffchen fast märchenhaft wirkend. Alles schien so exotisch und wir fühlten uns wie in eine Reisedokumentation&amp;nbsp;versetzt, so unfassbar anders war alles. Aber nun wissen wir mehr und&amp;nbsp;mehr was es bedeutet hier in dieser Reisedokumentation wirklich&amp;nbsp;zu &lt;em&gt;leben, &lt;/em&gt;und auch hier haben wir schon große Unterschiede erlebt. Man findet Dörfer mit dem Lebensstandard des europäischen Mittelalters, kontrastiert zu protzigen modernen Bauten in der Stadt. Mit meiner Familie, einer sehr wohlhabenden Brahmanenfamilie,&amp;nbsp;besuchte ich den Surabardi Club, eine Hotelanlage der Extraklasse. Es scheint fast unreal, wenn man durch&amp;nbsp;das Dorf Surabardi fährt und dann in der künstlich bewässerten grünen Oase des Hotels aussteigt. Noch unwirklicher ist es, die Ferienhäuser und Hotelzimmer zu sehen, mit Whirlpool und Regenwalddusche in jedem Badezimmer, wenn andere nicht einmal warmes, geschweige denn sauberes Wasser haben. So bestätigte sich erneut, wie groß der Rahmen der Möglichkeiten ist, Indien&amp;nbsp;mit&amp;nbsp;seinen tausenden Gesichtern&amp;nbsp;kennenzulernen und zu entdecken, und&amp;nbsp;dabei sei erwähnt, ein noch härterer Kontrast, der&amp;nbsp;Slumbesuch, steht uns noch bevor. &lt;br /&gt;
Father Bijesh und wir wurden also bereits im Hellen, aber meiner Meinung nach wirklich&amp;nbsp;trotzdem immernoch viel&amp;nbsp;zu&amp;nbsp;früh, nach Kalmeshwar gebracht, wo man uns die Möglichkeit bot uns bis Schulbeginn noch auszuruhen. Mit diesem Moment, der Rückkehr zur Prerana School und dem Wochenbeginn,&amp;nbsp;startete also erstmals eine richtige Routine für uns, eine Regelmäßigkeit und die wirkliche Arbeit. &lt;br /&gt;
So gegen 10 Uhr wurden wir von einem Mini-Schoolbus abgeholt und zur Millennium School, einer ganz normalen Dorfschule, gebracht um dort zu unterrichten. Wir waren darauf eingestellt dort auf 11 bis 13 Jährige anzutreffen, Englisch sprechend und bereit ein paar Grundlagen der deutschen Sprache vermittelt zu bekommen; diese Vorstellung änderte sich allerdings rasch nach der Ankunft, denn uns blickten viele große braune Teddyaugen neugierig an, als wir die kleine Schule betraten. Bei dieser Schule handelt es sich mehr um eine Vorschule, als um alles andere und die Kinder sind zwischen 3 und 6 Jahre alt. Jetzt war Improvisationstalent gefragt, wie bereits so oft hier in Indien. Es war klar, dass wir unsere Pläne nun etwas umwerfen mussten. Jeder bekam eine Klasse zugeteilt und das Unterrichten begann. Erstaunlicherweise glänzte meine Klasse mit guten Kenntnissen des englischen Alphabets und sie erkannten sogar meine Zeichenversuche für zum Beispiel &quot;&lt;em&gt;T for Tiger&quot;,&lt;/em&gt; wo ich wirklich alle meine bescheidenen Kenntnisse der exotischen Fauna zusammenkratzen musste. Auch die Körperteile waren spielerisch schnell abrufbar, indem&amp;nbsp;ich immer eine Bewegung oder Aktivität des dementsprechenden Körperteils mit dem Sagen des englischen Wortes verband. So winkten mir&amp;nbsp;zum Schluss&amp;nbsp;viele kleine Hände entgegen, als ich sagte: &quot;Show me your hands&quot;&lt;br /&gt;
Die Zeit verging recht rasch, allerdings müssen wir unseren Lehrplan nun etwas überarbeiten, da wir, wie gesagt, mit Kindern gerechnet hatten, die schreiben können und ganze englische Sätze bereits verstehen.&amp;nbsp;Aber eins habe ich hier gelernt: Kleine Kinder sind auf der ganzen Welt unfassbar niedlich.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjBZY6qpUocUxUsM9T_TE5HxkUYHEhANiHfZkRVbLw5UbH0HToFtL4awFY-IT-6WKjAfYBhDFWv4olcqn3V7Q1iimWIyVEVpzgVTgcaAGPE4o7rf-F66FGvrHPONUSfh4FAvtGVIXAp4dQ/s1600/16gb2+074.jpg&quot; height=&quot;426&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;table align=&quot;center&quot; cellpadding=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; class=&quot;tr-caption-container&quot; style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;&quot;&gt;&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEiwM6lhj_euZ6LN4RZ8ZTrxIncvKEjPly_CTBSEpaiuhopEfU33nAInslxIPQQpoh8SKTw5O6J3hqUaXHYdAle2POYs1rhStNlRXux65nGLb-bVgkZfeQTrvZo2j5CbZJ7XPT-9epDmtJs/s1600/IMG_8797.jpg&quot; height=&quot;426&quot; style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto;&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;tr-caption&quot; style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;(1) Sonne und Kraft tanken / (2) am Anfang noch sehr skeptisch mit den großen weißen Mädchen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
Als Nachmittagsprogramm war nun die Prerana School wieder an der Reihe, die geistig behinderten Kinder warteten auf uns. Maxi und ich übernahmen dieses Mal zusammen die älteren und schneller lernenden Kinder und unterrichten auch hier Englisch, dieses Mal übernahmen sie sich auch das Tafelbild der Körperteile in ihr Heft und fertigten eine Zeichnung eines menschlichen Körpers an.&lt;br /&gt;
Ich bin sehr gespannt, wie viele sich morgen noch an die neuen&amp;nbsp;englischen Vokabeln und die&amp;nbsp;kleinen deutschen Grußformeln&amp;nbsp;&quot;Hallo&quot;&amp;nbsp;und &quot;Tschüss&quot; erinnern werden.&lt;br /&gt;
Damit war der theoretische Teil des Unterrichts beendet und alle versammelten sich auf dem Hof um Spiele zu spielen.&amp;nbsp;Diese Spielestunde sollten wir&amp;nbsp;gestalten und&amp;nbsp;wir&amp;nbsp;packten aus unserem Repertoire&amp;nbsp;Enegizer wie &lt;em&gt;Let me see your funky chicken&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;All I want is a big fat pony&lt;/em&gt;, Lieder wie&amp;nbsp;den Früchtekanon und &lt;em&gt;Head, shoulders, knees and&amp;nbsp;toes&lt;/em&gt; aus und erfanden ein neues Balldurchreichspiel spontan aus dem FF. Uns machte dabei die Hitze mehr zu schaffen als den Kindern und wir waren am fertigsten von allen von der ganzen Spielerei.&amp;nbsp;Unsere Anwesenheit und unser Programm scheint allen&amp;nbsp;Kindern aber wirklich Spaß gemacht zu haben und das ist hierbei auf jeden Fall das schönste Gefühl und macht sogar das frühe Aufstehen und das Brüten in der Hitze wieder gut und den Tag trotz allem&amp;nbsp;sehr lohnenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind jetzt auf jeden Fall auf die Interaktion mit den Kindern in den folgenden Tag gespannt und ebenso auf das Gefühl einer Lebensroutine hier in Indien, weg von einem Touristendasein, das nun sicher kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Amelie&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/wo-kapuzineraffen-und-tamarindbaume-die.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjN06VOzm0f4s3ycnoZF7UdeYwU00b3eoy5bB31TLYBtIEi3dJUu5eEjO-ky5IGqNSWkfzDru6ICH_TGl9W2gSw10lFYDgpHTWWYHgZGCRebwnfJSshjNP0Rnvt4-Atdy57Tl4fjEmKRUg/s72-c/IMG_8745.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>3</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-8789405743437107261</guid><pubDate>Sun, 05 Jan 2014 07:31:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-06T09:04:43.083+01:00</atom:updated><title>Von Chilipulver und goldenen Armreifen</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
Ich für meinen Teil habe heute bis halb zehn geschlafen, zusammen
mit dem sechsjährigen Sohn meiner Gastschwester in einem Bett. Aber
den Schlaf brauchte ich auch, nach einem ohrenbetäubend lauten und
ebenso buntem Konzert von Bollywoodstar Sonu Nigam und nächtlichem
Mangoeisessen auf den Straßen Nagpurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Ich wohne in einer ziemlich großen Familie, deren
Verwandtschaftsverhältnisse mir noch recht schleierhaft bleiben
(aber das muss nichts heißen, denn ich habe nicht einmal alle ihrer
Namen verstanden),&amp;nbsp;in einem verhältnismäßig kleinen Haus mit
einer überdimensionalen Anzahl an Sofas. Leider sprechen nur meine
beiden Gastschwestern und ein anderes Mädchen Englisch, und auch das
nur brüchig, bei den anderen Familienmitgliedern heißt es für
mich: lächeln und nicken bzw. Kopfwackeln. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Nachdem ich einigermaßen wach war, hat mir meine
Gastschwester gezeigt, wie man indisch kocht, wobei mein Beitrag in
der ganzen Sache darin bestand, mit dem Löffel das Gemüse (das
selbst in unzermatschtem Zustand undefinierbar ist) im Topf
umzurühren. Und drei Löffel Chilipulver dazuzukippen. Danach habe
ich Chapatiteig ausgerollt, und ich muss sagen, das ist nicht ganz so
einfach, wie es klingt, jedenfalls nicht, wenn man kreisrunde Formen
rollen will. Dass meine Brote nicht besonders rund wurden, machte
aber nichts, da sie dafür auf offener Flamme perfekt aufgingen,
genauso, wie sie sollen. Meine Gastschwester nannte mich
&quot;Chapati-Master&quot; (das heißt aber nicht, dass ich zurück
in Deutschland freiwillig eine Pfanne in die Hand nehmen werde,
obwohl meine Kochkenntnisse Gemüsematsch sogar noch zulassen
würden). 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Der Höhepunkt des Tages war die Hindu-Hochzeit, zu der
mich meine Gastfamilie mitgenommen hat. Ausgerüstet mit Sari,
unzähligen klimpernden, gläsernen Armreifen, goldenen Ohrringen und
Bindi (und beinahe schwarz angemalten Augenbrauen, roten Lippen und
rosa Lidschatten, aber das hätte ich mir gern erspart), fuhren wir
so lange mit dem Auto, bis wir die Parade erreichten, die sich durch
die ganze Straße&amp;nbsp;zog. Ich würde gern sagen, dass ich mich
daran gewöhnt habe, von allen angestarrt zu werden, aber das wäre
leider gelogen, denn daran gewöhnt man sich wohl&amp;nbsp;nie.&amp;nbsp;Obwohl
mir mein Sari schon außergewöhnlich prachtvoll&amp;nbsp;erschien,
verschlug mir der Anblick der golden und silbern glitzernden Kleider
in allen erdenklichen Farben dann doch die Sprache.&amp;nbsp;Ich kam aus
dem Staunen nicht mehr heraus: Ungewohnt laute Stimmen und Lachen,
übertönt von Armreifgeklimper und dem allgegenwärtigen Hupen der
Autos und Scooter, Schmuck aus Edelsteinen und Glas, Stoffe mit
feinen Mustern oder so dünn wie ein Lufthauch, all das eingehüllt
in eine Wolke aufgewirbelten Staubes und dem&amp;nbsp;Licht der
allmählich untergehenden Sonne.&amp;nbsp;Wieder wurde ich allen
vorgestellt, aber es war so unglaublich laut, dass ich auch auf
Englisch kein Wort verstanden hätte, da eine&amp;nbsp;Band auf Trompeten
und Hörnern die Feier unaufhörlich begleitete. Die Männer tanzten
ausgelassen, die Frauen hielten sich eher zurück, bewegten ihre Arme
und Hände auf eine derart elegante Art und Weise, die uns &amp;nbsp;Europäern
wohl&amp;nbsp;immer verschlossen bleiben wird. Ich wurde in den Tanz
einbezogen, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sie
sich auf Marathi über mich und meine unbeholfenen Bewegungen lustig
gemacht haben. Während die Gemeinschaft also die Musik genoss und
unentwegt Feuerwerkskörper in den Himmel schoss und künstlichen
Schnee in den Massen verteilte, thronte der Bräutigam auf einem
weißen Pferd zwischen den feiernden Menschen. Irgendwann hatte die
Prozession dann den Platz erreicht, in dem die eigentliche Hochzeit
stattfinden sollte, und auch ich war erleichtert, endlich angekommen
zu sein, denn in einem Sari zu tanzen (bzw. so zu tun) ist nicht ganz
so lustig, wie es klingt, und indische Musik&amp;nbsp;strapaziert das
westliche Gehör doch sehr. Es erscheint mir zudem wie ein Wunder,
dass niemand von dem Pferd des Bräutigams zertrampelt wurde. Durch
einen schmalen,&amp;nbsp;von Tüchern verhangenen&amp;nbsp;Gang betrat ich
dann die Wiese, auf deren einer Seite sich die Bühne befand, auf der
später die Zeremonien stattfinden sollten, auf der anderen Seite,
oder besser gesagt, auf den anderen drei Seiten, war das Essen
aufgereiht. Lange, schmale Tische mit prunkvoll verzierten Schalen,
Töpfen, Gläsern und Bechern mit allen möglichen Nahrungsmitteln.
Leider sollten wir nur bis sechs Uhr abends in den Gastfamilien
bleiben und uns dann alle wieder im NCCI treffen, daher blieb mir
nicht viel Zeit auf der Hochzeit. In aller Eile wurde ich also noch
den Familien des zukünftigen Ehepaars vorgestellt, außerdem durfte
ich die Braut bewundern, die wohl wirklich die schönste und
glücklichste Frau des Abends war. Einige Minuten, bevor wir gehen
mussten, wurde die erste von unzähligen brennenden Laternen in den
Nachthimmel entlassen, und ich war für einen Moment gefesselt von
der Magie des Abends, von dem flackernden Kerzenlicht, das im Dunkel
schwebte, von dem zuckrigen Duft der Süßigkeiten und dem
Stimmengewirr der Hochzeitsgäste. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Wieder im Haus meiner Gastfamilie, musste ich mich in
Minutenschnelle umziehen, um zum NCCI zurückgefahren zu werden, und
wir waren auch nur knapp zwei Stunden zu spät, aber das ist
scheinbar ganz normal hier in Indien. Den Tag beendeten wir mit einem
langen Gespräch, in dem wir unsere Gastfamilien miteinander
verglichen und unsere Erfahrungen austauschten. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&amp;nbsp;Zwei Dinge an diesem Wochenende waren&amp;nbsp;wirklich
schade, a)&amp;nbsp;dass ich kein Marathi und Hindi&amp;nbsp;kann, denn ich
würde gern wissen, worüber sich die Inder unterhalten, während ich
unbeteiligt danebenstehe und nichts tue&amp;nbsp;, und b) dass ich keinen
Nagellackentferner besitze, um mich von den roten Nägeln zu
befreien. Alles in allem waren die beiden Tage mit meiner
Gastfamilie&amp;nbsp;aber ein voller Erfolg, ich habe die Küche nicht
abgebrannt, ich wurde nicht von einem Pferd totgetrampelt und mein
Trommelfell ist trotz indischem Hollywoodstar und Hochzeitsfeuerwerk
noch intakt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Christina&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/ich-fur-meinen-teil-habe-heute-bis-halb.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-7229106912192792658</guid><pubDate>Sat, 04 Jan 2014 04:33:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-01-06T09:27:12.474+01:00</atom:updated><title>In ein neues Zuhause</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Der Wecker riss uns viel zu früh aus
dem Schlaf, ihr müsst wissen, halb fünf ist in Indien eigentlich
eine unchristliche Zeit, außer natürlich um ein bisschen Yoga zu
machen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Und als wir die Prerana School in
Kalmeschwar verließen und total übermüdet den Pick Up stiegen,
sahen wir eben hier und da die ein oder andere Gruppe von Menschen,
die sich an den Straßenrand gesetzt hatten um ein bisschen zu
meditieren.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Was für ein wunderbares Bild, in der
sich im Morgenrot verlierenden Kälte der Nacht.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Nach einer halben Stunde Fahrt kamen
wir in unserem geliebten NCCI Gebäude, in dem wir auch die ersten
drei Tage verbracht hatten an. 
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Es war alles so, wie es sein sollte,
der schwere Blütenduft lag in der Luft und wir spürten alle das
erste Mal Vertrautheit, im großen, unbekannten Indien, dieser Ort
war hier zu unserem zu Hause geworden, er hatte die ersten Tränen
getrocknet, die ersten Blogeinträge waren dort entstanden und die
ersten Pläne geschmiedet wurden, für all die Sachen, von denen wir
jetzt schon wussten, dass wir sie kaufen mussten, bevor wir zurück
flogen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Viel zu schnell würden wir diesen Ort
wieder verlassen, mit diesem Gedanke schliefen wir als wir angekommen
waren für die nächsten zwei Stunden erst einmal ein um dann gesund,
fit und munter in den neuen Tag zu starten.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Dieser begann mit einem flüchtigen
Frühstück, doch Essen und Hunger hat in Indien keine wirklich große
Bedeutung für uns ( das genießen wir lieber, wenn wir wieder zu
Hause sind) und einer anschließenden langen Fahrt durch die
chaotischen Straßen Nagpurs zu einer der besten Schulen, der ganzen
Stadt, der Centerpoint School.&lt;br /&gt;
Diese Schule beeindruckte uns nicht nur
wegen ihrer unglaublichen Dimension und der Moderne, die diese
verkörperte sondern vor Allem diese wunderbaren Kinder hatten es uns
angetan.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Nachdem uns die Direktorin, jaa ganz
richtig gehört, wir sprechen von einer Direktorin, die im Übrigen
mehr Durchsetzungsvermögen und Stärke als so mancher Mann hier
verkörperte, mit wunderbaren Lemon Tee begrüßt hatte, besuchten
wir eine Klasse mit 13-14 jährigen Schülern darin, die nicht nur
einfach viel besser Englisch als wir alle zusammen sprachen sondern
auch so unglaublich aufmerksam und interessiert unseren Erzählungen
über Deutschland lauschten, dass wir bald umgeben von staunenden
Gesichtern aus dem Fragen beantworten gar nicht mehr herauskamen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Wir besuchten noch weitere Klassen,
einige Mädchen führten einen sehr traditionellen Tanz, den man
Bharatnatyam nennt, für uns auf, wir lauschten Gesängen, der Kinder
und dem Tabla Klang, der typischen „Indian Drums“.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Die Zeit verging wie im Flug und jedes
einzelner dieser Kinder schien so glücklich über unseren Besuch und
nahm alles mit einer solchen Begeisterung auf, dass auf der Stelle
sämtliche deutsche Lehrer dort geblieben wären.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Wir fuhren in der Mittagszeit zurück
zum Office um unseren gewohnten Lunch einzunehmen, Rice and
Vegetables, like every day :)&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Doch erneut waren unsere Gedanken
weniger beim Essen, als bei den Gasteltern, die wir heute zum ersten
Mal treffen sollten und bei denen wir die nächstn Wochenenden
jeweils von Samstag zu Sonntag schlafen sollten und somit das
typische Leben einer hinduistischen Familie mit erleben und selbst
leben sollten.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Meine Gastmutter kam gegen halb vier
und ich war somit die Vorletzte, die abgeholt wurde.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ab hier endet ein bisschen unsere
gemeinsame Geschichte zu viert, denn ab diesem Moment sollten wir
Vier das erste Mal getrennt voneinander in Indien einen Nachmittag
und eine Nacht verbringen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich kann euch nur von meinen
Erfahrungen berichten und muss euch sagen, diese sind einfach
großartig.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Meine Gastmutter kam mich mit einem
Roller abholen, nun, wie ja schon oft geschrieben wurde, herrscht
hier ein einziges Chaos auf der Straße und bisher hatte ich die
ganzen Fahrer auf ihren Rollern immer nur neben den viel mächtigeren
Autos gesehen und nicht darum beneidet, dass sie sich ständig an
diesen mächtigen Riesen vorbei drängeln mussten.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Nun sollte ich also selbst auf einem
dieser Roller sitzen und anfänglich war ich ein wenig verängstigt,
vor allem wegen der ganzen Blicke, die mir wieder einmal zugeworfen
werden würden, wenn ich jetzt so ganz offensichtlich durch die
Straßen fuhr.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Als stünden mir diese Bedenken aufs
Gesicht geschrieben, band mir meine Gastmutter ein Tuch um den Kopf,
sodass ich vollständig verhüllt war und dann ging es auch schon
los.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie
sehr ich diese Fahrt genoss, so ganz versteckt wurde ich fast ein
Teil der Menge ohne äußere auffallende Merkmale , die mich von
dieser unterschieden.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Wir fuhren schnell und waren bald im
Haus meiner Gastfamilie, wo mich, die beiden Töchter und der Mann
meiner Gastmutter, sowie deren Vater und deren Schwester mit Mann 
die alle zusammen unter einem Dach leben, freundlich empfingen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich sprach sehr viel mit den Töchtern
und es tut mir wirklich gut, die ganze Zeit Englisch sprechen zu
müssen, auch, wenn das hier alle besser können als ich.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Nach einer kleinen Ruhepause, Rest,
ist, wie mir scheint, das Lieblingswort eines jeden Inders, fuhren
wir mit dem Auto in die Stadt und ich ahnte ja noch nicht, was mich
dort erwarten sollte.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Zunächst fuhren wir zu einem kleinen
Restaurant und ich aß Pane Pure (Wasserbälle), die hier ein
Spezialität sind, ihr müsst euch eine Art Blätterteig vorstellen,
in den man Kartoffelbrei mit ganz viel Chili stopft und danach in
zwei verschiedene, ein süßes und ein scharfes Wasser taucht.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich habe zumindest hier in Indien noch
nie so etwas leckeres gegessen, wenn auch sehr scharf, aber wirklich
lecker.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Mein kulinarischer Gang durch Nagpur
sollte nicht so schnell zu Ende gehen, denn wir besuchten noch
zahlreiche Bäckereien der Stadt und es gab die besten Süßigkeiten
und die meisten, die ich je auf einmal gesehen hatte.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich kostete alles.  
&lt;br /&gt;
Am Abend war ich totmüde und schlief
das wahrscheinlich erste Mal hier wirklich schnell ein, vor meinem
Fenster sprangen die Affen in den Bäumen hin und her und irgendwo in
der Ferne hörte ich pausenlos, die wahrscheinlich völlig
überfüllten Züge heulend durch die Nacht fahren.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;em&gt;Maxi&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/der-wecker-riss-uns-viel-zu-fruh-ausdem.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-1644219116918722744</guid><pubDate>Fri, 03 Jan 2014 09:35:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-02-10T12:22:01.800+01:00</atom:updated><title>Tiefenentspannung in Prerana</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhoxfOvFP4RhHwyYnxe7694lxcHGcl3rEFb5IAM7XUUXG1hT-VhRsftVPG27nRsNDqQtX_XPIarxZCQs5x8G2uf-jzOOrod4eAFvzeYM14HL7U6brgiAR7HzZWAA_gevk4yQpSQwA7vm-E/s1600/16gb2+132.jpg&quot; height=&quot;426&quot; width=&quot;640&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
Unser erster vollständiger Tag in der
Prerana School war sehr entspannt, vielleicht sogar etwas &lt;i&gt;zu&lt;/i&gt;
entspannt. Nach dem Frühstück um 9Uhr hatten wir frei bis zum Lunch
um 13Uhr, dann sollten wir eigentlich eine Unterrichtsstunde geben
(nur eine, weil die zweite Stunde für Spiele genutzt werden sollte)
aber man entschied dann spontan, (so wie das in Indien eben ist) den
ganzen Nachmittag dafür zu nutzen. Also hatten wir wieder frei bis
zum Chai Latte trinken, und dann wieder frei bis zum Abendbrot um
20Uhr. Danach hatten wir natürlich wieder frei. Kurz: unser Tag
bestand aus Essen und Freizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Bibi war gestern Abend wieder nach
Nagpur gefahren, um ihre Tochter richtig zu verabschieden (die sie
jetzt länger nicht sehen wird als wir) und kam erst gegen Abend
zurück – wir empfingen sie mit Erleichterung, denn es ist ein
schönes Gefühl, endlich wieder jemanden zu haben, dessen Sprache
man versteht und der für uns übersetzen kann.&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Wir finden hier wirklich wenig
Menschen, die Englisch sprechen können. Wie uns schon angekündigt
wurde: in den Dörfern spricht man meist nur Hindi und die lokale
Sprache, also in unserem Fall Marathi. Weder mit den Lehrern noch mit
den Kindern können wir wirklich kommunizieren– am Nachmittag waren
wir eine ganze Weile draußen, um mit ihnen zu spielen, aber die
Hindi-Stunden haben uns deprimierenderweise nicht allzu viel
gebracht; jedes Mal, wenn wir mal einen Satz zu sprechen versuchen,
werden wir nicht verstanden – unsere Aussprache muss furchtbar
sein! Wir sind etwas unschlüssig, ob wir lieber Englisch oder gar
nicht reden sollen, aber wie uns auch Bibi sagte: Was man sagt ist
eigentlich egal, solange man es mit dem Herzen tut. Und es stimmt
auch – wir brauchen keine Worte, die Kinder freuen sich auch schon,
wenn man sie nur anlächelt oder ihre Hand nimmt, wenn sie sie uns
hinhalten. Und dieses Gefühl ist so wunderbar, zu sehen wie sie
lachen und sich an solchen kleinen Dingen erfreuen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Eine Weile haben wir auch bei
Kinderspielen wie Luftballons zerplatzen, Süßigkeiten aufsammeln
oder an einer Leine hängendes Zwieback ohne Hände essen zugeschaut, (viel komplizierter können die Spiele nicht sein)
und es ist einfach so schön anzusehen, wie viel Spaß den Kindern
diese Spiele machen. Es ist wunderbar, dass es diese Schule hier
gibt, ich denke, die Kinder haben unendlich viel Glück hier sein zu
können. 
&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Ich habe den Tag sehr genossen, denn
ich habe zum ersten mal seit Ewigkeiten das Gefühl gehabt, nichts zu
tun zu haben. Das ist genau das, was ich jetzt einmal gebraucht habe
– Tiefenentspannung. Aber dennoch hoffen wir alle, dass wir in den
restlichen drei Wochen etwas mehr erleben werden als heute – die
Anfangszeit war ja sehr vielversprechend, aber ein bisschen skeptisch
schauen wir schon auf den Zeitplan (den wir nebenbei bemerkt heute
das erste Mal zu Gesicht bekommen haben), denn er sieht irgendwie so
mehr oder weniger für jeden Tag das gleiche vor... Doch morgen
warten erst einmal wieder Abenteuer auf uns, denn wir werden nun doch
jeder allein in eine Gastfamilie gehen.
&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
Nach fast einer Woche habe ich das
Gefühl, hier total hinzugehören. Man hat sich schon an so viel
gewöhnt: der indische Akzent in dem Englisch; die Art, wie alle immer
mit ihrem Kopf wackeln, wenn sie reden (das ist irgendwie weder Nicken
noch Kopfschütteln, es ist einfach so ein indisches Ding, und wir alle beginnen schon es uns
anzugewöhnen...), die vielen Gerüche (gute und schlechte, aber in
jedem Fall immer sehr intensive), wie es aussieht auf den Straßen
und wie die Leute fahren und auch die Anderen beginnen nun das
indische Essen zu vertragen, so dass wir immer mutiger werden&amp;nbsp;und immer öfter
alles probieren.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;
&lt;em&gt;Vivi&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/tiefenentspannung-in-prerana.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhpjM9g2ZfJE5DeEyORsJUwvaxQl3tNnCjzoMdczp-jPAnQx6-Bd-7JlT8Jx73Uh3weAcMmF7_7T8atutt4YCmcC0zDRRW4Ik1nsE1rzqjLKuN7xEGBqTPghp_Mjwrwe7vKHrOji0nUYRA/s72-c/16gb2+001.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-3773284937279823572</guid><pubDate>Thu, 02 Jan 2014 07:23:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-02-10T12:45:33.028+01:00</atom:updated><title>Have faith, hope and charity</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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Für uns hieß es heute: Auf nach Kalmeshwar! Nach einer letzten Warli-Stunde - weg von Papier und Bleistift, heute malten wir mit schwarzer und weißer Farbe auf Dosen aus Holz&amp;nbsp;-, verabschiedeten wir uns vom NCCI und allem, was dazugehört, und stiegen in einen Bus Richtung Prerana-School, wo wir in den nächsten Wochen die meiste Zeit verbringen werden. Nach einer etwa einstündigen Fahrt, während derer wir gefühlte fünfzehn Lastwagen gestreift&amp;nbsp;sowie drei Fußgänger beinahe&amp;nbsp;überfahren hätten&amp;nbsp;(aber lassen wir das Thema Verkehr, das war wahrscheinlich schon beim ersten Mal für euch längst&amp;nbsp;nicht so&amp;nbsp;interessant wie es für uns ist), kamen wir auf dem Gelände der Prerana-School an, und man kann sagen, dass es beinahe genauso schön ist wie das NCCI. Staub und Blumen&amp;nbsp;vermischen sich mit Sonnenlicht und Müll zu einer&amp;nbsp;unwirklichen Atmosphäre, die wir immer noch nicht&amp;nbsp;greifen können.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Schon blickten uns aus den Fenstern Kindergesichter entgegen, aber bevor wir sie kennenlernten, hatten wir ein kurzes Gespräch mit dem Mann, der diese Schule für geistig behinderte Kinder eröffnete, um ihnen eine Chance für die Zukunft zu bieten: Father Bijesh, der selbst einen Sohn hat, der geistig behindert ist&amp;nbsp;(seinetwegen hat Bijesh die Schule ins Leben gerufen). Nach einem kurzen Rundgang und dem Lunch - bestehend aus Reis, Fladenbrot, Reis, Dal, Reis, Gemüse (nennt sich Lady&#39;s Finger, wir haben noch nicht ganz rausgefunden, was es damit auf sich hat), Reis und noch mehr undefinierbarem Gemüse -, haben wir am Unterricht der Kinder teilgenommen. Hier&amp;nbsp;gibt es drei Klassen mit unterschiedlich vielen Kindern, das jüngste ist fünf, das älteste vierundzwanzig.&amp;nbsp;Wir teilten uns&amp;nbsp;in zwei Gruppen,&amp;nbsp;Amelie und Maxi gingen in eine Klasse und Vivi und ich in eine&amp;nbsp;andere. Da der Lehrer noch nicht da war, sollten wir selbst schon etwas Unterricht geben, nur leider waren wir darauf nicht besonders gut vorbereitet. Offiziell fängt unsere Arbeit hier nämlich&amp;nbsp;erst morgen an, heute sollten wir nur beobachten, um uns darauf einzustellen, auf welchem Stand die Kinder sind. So taten&amp;nbsp;Vivi und ich das, was M-ies am besten können: Singen. Was kann besser sein, als englische Begriffe mit einer Melodie und Bewegungsabläufen zu kombinieren? Für eine Viertelstunde taten Vivi und ich also nichts anderes, als &lt;em&gt;Head, Shoulders, Knees and Toes, Knees and Toes&lt;/em&gt; zu singen, die Begriffe zu wiederholen, wieder zu singen. Und die Kinder machten mit, manche lernten schnell, manche weniger,&amp;nbsp;und schienen trotzdem alle&amp;nbsp;Spaß zu haben. Dass die Koordination nicht immer funktionierte und man statt&amp;nbsp;den Mund die Ohren berührte, kam natürlich auch öfter vor, aber damit sind ja selbst manche in unserem Alter in Pforte überfordert. Als der Lehrer schließlich kam, mussten wir feststellen, dass er kein Englisch kann. Wir versuchten, uns mit ihm zu verständigen, aber irgendwann ging er einfach und holte Bibi als Vermittlerin. Wir sind eben auf dem Dorf und nicht mehr länger in der Stadt, wo Englisch, wenn auch nur gebrochenes, normal ist. Hier können wir von Glück reden, dass Father Bijesh sehr gut Englisch spricht. Also haben wir einfach ein weiteres Lied mit den Kindern gesungen, den Früchtekanon (natürlich nicht als Kanon), der sich als etwas problematischer herausstellte. Nach dem Unterricht waren Outdoor-Spiele geplant, die Kinder rannten, hüpften, hatten Spaß und spielten ein Spiel, bei dem sie Wasser von einem Gefäß ins andere transportieren mussten, und wir vier saßen mittendrin, umschwärmt von Kinderlachen und fröhlichen Stimmen.&amp;nbsp;Anfangs hatte ich Angst davor, nicht zu wissen, wie wir&amp;nbsp;mit den Kindern umgehen sollen,&amp;nbsp;die es so viel schwerer haben als wir. Aber als wir dort saßen, Fotos machten und sahen, wie zufrieden die Kleinen sind, realisierten wir, dass&amp;nbsp;sie&amp;nbsp;sich keinesfalls von der Gesellschaft ausgestoßen&amp;nbsp;und allein fühlen, sondern einfach&amp;nbsp;nur glückliche kleine Kinder sind, erfüllt von der Gemeinschaft und dem Lachen, das sie sich alle miteinander teilen und das scheinbar nie endet. Diese Erkenntnis hat den Tag unglaublich schön gemacht und uns sämtliche anfängliche Unsicherheit genommen, denn&amp;nbsp;es scheint nichts zu geben, das man falsch machen kann.&amp;nbsp;Die Kinder sind begeistert von uns -&amp;nbsp;besonders aber von Amelies Kamera -&amp;nbsp;und sie lieben es, wenn wir ihre Hände streicheln&amp;nbsp;oder Fotos von&amp;nbsp;ihnen machen, und wir lieben es,&amp;nbsp;dass die Kinder anfangen herumzuhüpfen, wenn sie aufgeregt sind. Besonders gern haben sie es, wenn wir sie an den Händen halten und mit ihnen&amp;nbsp;gemeinsam herumhüpfen.&amp;nbsp;Da wir&amp;nbsp;ihnen keine Spiele erklären konnten, haben wir einfach kurzerhand Laurenzia mit ihnen getanzt, und dass die Kinder kein Wort verstanden haben, war&amp;nbsp;egal, denn darum ging es ja auch nicht. Es ging um die Musik, ihre Hände in unseren und das leise Kinderlachen, das&amp;nbsp;einem von ihnen immer wieder entschlüpfte. Und außerdem konnten wir so unauffällig nur bis Donnerstag tanzen, da keiner das Lied kannte. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Anschließend zogen wir uns erst einmal in unsere Zimmer zurück (Die sind übrigens von der Decke bis zum Boden ganz in Rosa gestrichen, in dem Zimmer von Vivi und mir hängt außerdem&amp;nbsp;ein äußerst geschmackvolles&amp;nbsp;Poster mit weißen galoppierenden Pferden vor einem Sonnenuntergang mit der Aufschrift &lt;em&gt;Have faith, hope and charity. That&#39;s the way to live successfully&lt;/em&gt;. Diese Poster sind hier überall im Haus verteilt, aber ich finde, wir haben das allerbeste), sprühten uns zum tausendsten Mal mit Moskitoschutz ein, denn die sind hier überall, und wurden dann von Bibi abgeholt, die uns&amp;nbsp;den nahegelegenen Kiosk zeigte. Ein Kiosk - das heißt für uns Essen ohne Reis oder undefinierbaren Gemüsematsch. Wir bestellten gleich noch etwas zu trinken und entdeckten die leckerste Süßigkeit der Welt: Son papadi. Sieht ein bisschen aus wie in Quader gepresste Katzenstreu, schmeckt aber unglaublich gut, vor allem&amp;nbsp;als eins der wenigen Dinge, die wir hier vertragen, wobei wir uns langsam an das Essen gewöhnen.&amp;nbsp;Auf die&amp;nbsp;Frage hin, was&amp;nbsp;son papadi genau sei,&amp;nbsp;übersetzte Bibi uns: Blumen mit Zucker. Also die ideale Süßigkeit für uns.&amp;nbsp;Die Kioskbesitzerin versprach uns gleich, dass wir in den nächsten Tagen noch einmal bei ihr vorbeikommen können und sie uns dann typische indische Frisuren machen wird. Jeder,&amp;nbsp;mit dem wir bis jetzt zu tun hatten,&amp;nbsp;ist so unglaublich freundlich und entgegenkommend, wahrscheinlich haben sie alle diese Pferdeposter mit&amp;nbsp;Lebensweisheiten in ihren Zimmern hängen. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Kurz darauf waren wir wieder bei Father Bijesh zu Tee und Essen eingeladen, obwohl eine Mahlzeit zwischen Lunch und Dinner eigentlich nicht üblich ist. Für Vivi und mich wurde sogar extra vegetarisch gekocht, leider ist auch deren &quot;nicht scharf&quot; für uns beinahe unerträglich. Aber wir sind ja hier in Indien, um indisch zu essen und nicht Pizza, auch wenn die bereits am zweiten Tag äußerst willkommen war. Die Freizeit bis zum Dinner verbrachten wir mit Skype und unserem Blog. Wir unterhielten uns beim Essen lange mit Father Bijesh über Religion in Indien. Was folgte, war eine weitere Einladung zu ihm nach Hause gleich nach dem Dinner. Dort zeigten wir ihm unsere Familienfotos aus der Powerpointpräsentation, die wir vorbereitet hatten, er fragte viel nach und war besonders fasziniert von den Bildern mit Schnee. &lt;br /&gt;
&amp;nbsp; Abends fielen wir in unsere Betten - die wir in der Mitte des Raumes zusammengeschoben hatten, damit wir nicht bei den Insekten an der Wand schlafen müssen -, aber wie so oft schliefen wir nicht, sondern redeten noch lange. Darüber, wie glücklich wir hier sind, und wie glücklich wir darüber sind, diese Entscheidung getroffen zu haben, hierher zu kommen, und darüber, wie wir die Spinnen loswerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir versuchen übrigens, das Bilderproblem zu lösen, indem wir ein Kabel kaufen, können aber nichts versprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Christina&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/fur-uns-hie-es-heute-auf-nach.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjd9a7qu8TM8JeO1CVX1kICHS9liC6pwbSaPY8MzRXx78dBvpVWzk00B-u6dmTEA54-oSfeuI5mAaP823BWof3949KNv-rRtmcz6mFNTWHFkEqvQIgbowHoOE5n6lcmnmAS6gmnaDUA6lI/s72-c/16gb2+059.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-5132889621406723212</guid><pubDate>Wed, 01 Jan 2014 09:55:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-02-10T12:36:34.833+01:00</atom:updated><title>muskurate raho</title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
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Um die Farben und die Vielfalt, die Impressionen und das Wesen dieses Landes auch nur ansatzweise vermitteln zu können, reichen eigentlich fast&amp;nbsp;keine Worte. Indien ist ein Land der Farben und des Lichts und wir würden wirklich gerne Fotos mit euch teilen, damit ihr&amp;nbsp;ansatzweise nachempfinden könnt, was hier täglich auf uns wirkt. Die Fotos, die wir hier machen, zeigen eindrucksvolle Menschen mit bunten Gewändern, indische Fülle, verträumte Landschaften, malerische Farben, aber auch ein allgegenwärtiges grau und ein&amp;nbsp;Szenario der Unterschiede.&lt;br /&gt;
Leider funktioniert der Karten-Slot des Laptops, den die Weltklasse uns gestellt hat, nicht, weswegen wir&amp;nbsp;aus Indien nur Texte nach Deutschland übermitteln können. Aber natürlich werden wir versuchen, so bald wie möglich, vielleicht&amp;nbsp;erst wenn wir wieder in Deutschland sind,&amp;nbsp;jeden Blogeintrag mit Bildern aufzufüllen. Nun ist also zuerst eure Imagination gefragt, aber freut euch auf wirklich schöne und eindrucksvolle&amp;nbsp;Bilder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind nun den dritten Tag hier, gestern feierten wir Silvester mit den Kuruvillas in einer so familiären, herzlichen Atmosphäre, das wir das Gefühl hatten wir kennen uns schon ewig und sind schon eine Ewigkeit in Indien. So schweben wir zwischen einem &quot;Wie schnell vergeht bitte die Zeit?&quot; und &quot;Was? Erst 3 Tage?&quot;.&lt;br /&gt;
Die Nacht verbrachten wir besser als die vorherige nach der Silvesterfeierei, aber auch noch nicht optimal. Unsere Körper und unser Biorhythmus brauchen ihre Zeit sich an alles zu gewöhnen, den Jetlag zu überwinden und in den neuen Tagesrhythmus hineinzukommen.&lt;br /&gt;
Frühstück gab es wie immer um 9 Uhr (natürlich Ortszeit) und danach ging es weiter mit unserem Warli-Kurs. Die Warli Malerei macht wirklich Spaß und hat fast eine entspannende Wirkung; zurück in Deutschland werde ich dem Bildungsministerium Warli Art als Alternative zum Matheunterricht vorschlagen. Zum Wohlbefinden der Schüler. &lt;br /&gt;
Danach hatten wir wieder eine Hindi-Stunde mit Ridhja, die wir spontan nach draußen in die Sonne verlegten.&amp;nbsp;(Lasst euch sagen, so ein &quot;Winter&quot; in Indien lässt sich aushalten)&amp;nbsp;Nun können&amp;nbsp;wir ein paar Worte und Floskeln auf Hindi sagen, manches sogar in Hindi schreiben. Mein Favorit: &quot;&lt;em&gt;muskurate raho&quot;,&lt;/em&gt; was so viel bedeutet wie &quot;Hör nicht auf zu lächeln&quot;. Ein guter Leitspruch für die kommenden Abenteuer. Danach holte uns Philip ab, damit wir dem zuständigen Polizeioffizier vorsgestellt werden konnten. Das war etwas gruselig ehrlich gesagt, denn man fühlt sich schon wie ein Schwerverbrecher und potentieller Terrorist, wenn einen so viele Polizisten auf einmal&amp;nbsp;anstarren. &lt;br /&gt;
Aber dann wäre das auch geklärt. Danach holte uns Ridhja wieder ab, um mit uns zum Nagpurer Bahnhof zu fahren um mal etwas indisches Großstadtleben zu schnuppern.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;separator&quot; style=&quot;clear: both; text-align: center;&quot;&gt;
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Zum Ersten sei gesagt, dass ich noch nie so viele unvorsichtige Autofahrer&amp;nbsp;auf einmal gesehen hab. Die Inder haben irgendwie ihr eigenes Regelwerk im Straßenverkehr. Erste Regel: Es gibt keine Regeln. Und falls doch, sind diese zu missachten. Aber auf eine wundersame Weise funktioniert es einfach. Zum Zweiten fühlt man sich nach einer gewisser Zeit so alleine zwischen all diesen Menschen, obwohl man ja eigentlich nicht alleine ist. Aber alle Leute, wirklich alle Menschenmassen starren uns an, als hätten sie noch nie einen weißen Menschen gesehen, und manche haben das wahrscheinlich auch nicht. Sobald wir mit Indern in Kontakt treten, kommt uns ganz viel Herzlichkeit, Freundlichkeit und Wärme entgegen, aber wenn Menschen einfach nur starren, fühlt man sich irgendwann sehr einsam und wünscht sich, sich auch in der Anonymität eines indischen&amp;nbsp;Äußeren verstecken zu können.&lt;br /&gt;
Zu dem Bahnhof sei gesagt: &lt;em&gt;Läuft bei denen&lt;/em&gt;. Der Bahnhof ist sehr groß, gefüllt mit Menschen, dreckig wie man es aus der Stadt gewohnt ist. Uns begegneten Unterschiede von modern gekleideten Menschen mit Smartphones, zu traditionellen Frauen mit Saaris, die Körbe auf ihrem Kopf trugen, wie man es aus dem Dschungelbuch kennt. Ebenso machten wir Bekanntschaft mit Bettelkindern, die wie kleine Geister mit traurigen Mienen um uns herum schwirrten und nicht ablassen wollten. Das war wirklich keine schöne Erfahrung, weil es einem fast das Herz zerreißt sie abzuschütteln, aber man andererseits auch weiß, dass man ihnen explizit mit dem Geld nicht helfen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausklang fanden diese Erlebnisse mit dem Besuch eines Bollywood-Films namens &quot;Rajkumar&quot; mit unseren lieben Gastgebern Bibi, Maria&amp;nbsp;und Philip. Ich weiß nicht inwieweit wir selber Schuld waren, dass wir danach schockiert das Kino wieder verließen, einfach nur, weil wir falsche Erwartungen hatten. Bollywood - das bedeutete bisher für uns nur bunte Farben, indische Musik, tanzen, tanzen, tanzen, Shan Khan in jedem Film unerlässlich, wie eine kitschige Liebesgeschichte.&lt;br /&gt;
Rajkumar allerdings war eine Mischung aus Comedy-Quatsch, Actionfilm a la &quot;Wir zeigen mal alles was die Jungs vom Special Effects-Team können&quot; und eine Liebesgeschichte, die Rosamunde Pilcher nicht hätte dramatischer und inhaltsloser schreiben können. Also kurz um, uns gefiel der Film wirklich nicht besonders. Die Gewalt, die gezeigt wurde, war&amp;nbsp; so ausführlich und schrecklich, dass man irgendwann nach 2 Stunden (der Spaß dauerte insgesamt 3 Stunden) einfach nur noch resignierend&amp;nbsp;in seinem Kinosessel saß und sich die Ohren zuhielt,&amp;nbsp;denn es war so furchtbar laut in diesem Kino, dass jeder Special-Effect Sound wie ein Stich durch das Trommelfell ging. Die Inder um uns herum zelebrierten den Film und ihre Helden aber trotzdem und nur wir vier Mädchen saßen mit fassungslosen Gesichtern verloren dazwischen.&lt;br /&gt;
Aber auch das war eine Erfahrung in jedem Fall, die uns immerhin Bollywoods wahres Gesicht zeigte, wenn auch leider ohne Shan Khan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem Tag der interessanten und teilweise nachdenklich machenden Erlebnisse, verarbeiteten wir alles, wie immer, zu viert im Gespräch in der Wohnstube unserer NCCI Unterkunft und in diesem Momenten ist es doch&amp;nbsp;wirklich besonders schön als Team ein Land wie Indien zu entdecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Amelie&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/muskurate-raho.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjNNyl3QdJ0RnEqmgP6w_n8by3Mu-1h3qU5Pku6ASqSjbkjnGtcOBeRW7bBm0_X7aNWTpkE4W4dmxm_ry_qbgLCGv9h165xwfSzmvJ-8ARzI4zY9RYwWh1KE7TE3tl80HIitgIzG24dSws/s72-c/16gb+168.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-8635026091833653389.post-8650644616233708367</guid><pubDate>Tue, 31 Dec 2013 21:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2014-02-10T12:29:43.888+01:00</atom:updated><title>HAPPY NEW YEAR </title><description>&lt;div dir=&quot;ltr&quot; style=&quot;text-align: left;&quot; trbidi=&quot;on&quot;&gt;
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Es gibt diese Nächte, in denen man sich fragt warum Müdigkeit
eigentlich nicht zu Schlaf verhilft.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Aus einer dieser Nächte erwachten wir oder, sollte ich besser
sagen einer dieser Nächte beendeten wir heute morgen 8.30 Uhr um uns
unter eine eiskalte Dusche (also Schlauch an der Wand) zu stellen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Dazu sollte auf jeden Fall noch einmal erwähnt sein, dass in
Indien gerade Winter ist, für unsere Verhältnisse natürlich immer
noch warm aber irgendwie hätten wir uns doch alle ein bisschen mehr
über warmes Wasser gefreut.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Nun, sei es drum, nach einem kleinen Frühstück bekamen wir
Besuch von einer Warli Künstlerin, sie zeigte uns in der darauf
folgenden Zeit die Grundlagen dieser Kunst.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Warli ist eine Art (nun ja, in Deutschland würde man vielleicht
von Höhlenmalerei sprechen) indische Stammeskunst, bei der aus
einfachen Strichen bestehende Menschen, Pflanzen sowie Häuser an die
Wände gemalt werden. Zu besonderen Anlässen wird diese Kunst auch
heute noch an die Wände in indische Haushalten angebracht.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Natürlich fühlte ich mich zwischen den ganzen künstlerisch
begabten Menschen im Raum ein wenig verloren. Trotzdem war das Ganze
eine Erfahrung Wert.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Kurz darauf bekamen wir erneut Besuch von einem Professor eines
örtlichen Colleges, der uns eine Menge über die indische Politik,
Religion und Traditionen erzählte, dabei fällt mir einmal wieder
auf, wie sehr ein Inder davon ausgeht, dass wir weder das Land Indien
geografisch einordnen können, noch sonst irgendwelche
Vorinformationen dazu haben („Mahatma Gandhi, you have ever heard
about him?“)&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Ich persönlich konnte der ganzen Sache nicht so gut folgen, mir
für meinen Teil, hatte die gestrige Hochzeit den Magen verdorben und
ich spürte nun die Auswirkungen davon. Kurz gesagt, mir war ganz
schön übel, weshalb ich die anschließende Pause auch dazu nutzte
einfach nur den versäumten Schlaf nachzuholen, dabei verschlief ich
auch den anschließenden Lunch, wofür unser Gastvater Philipp zum
Glück Verständnis zeigte, wie für eigentlich alles, auch, dass wir
im Moment kein indisches Essen mehr sehen können (außer natürlich
Vivi, der die Schärfe anscheinend gar nichts anhaben kann.)&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Wir verbrachten also die restliche Zeit vor allem damit unsere
kleinen Wehwehchen auszukurieren, zum Glück, denn nach ein bisschen
Schlaf und Ruhe waren wir auch alle wieder in der Lage in Philipps
Auto zu steigen und eine weitere aufregende Fahrt durch die Stadt zu
erleben.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Diesmal hielten wir an einem buddhistischen Tempel, dort wurden
wir allerdings sofort zur Hauptattraktion umfunktioniert. Jeder
wollte ein Foto mit uns machen und so blieben wir eben geduldig
stehen und lächelten in viele verschiedene Kameras mit völlig
fremden Menschen im Arm.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Unser Gastbruder fand das eher belustigend, wie ziemlich viele
Dinge, die wir sagen oder tun aber er ist ein lieber Kerl und ebenso
wie seine Schwester Maria und den Rest der Kuruvillas haben wir ihn
jetzt schon fest in unser Herz geschlossen. David und Maria fahren
morgen zurück nach Mumbai, da ab morgen in Indien die Ferienzeit
vorbei ist und die Beiden wieder studieren gehen, wir treffen sie
dort leider erst am Tag unserer Abreise wieder, weshalb für den
heutigen Abend eine kleine Happy New Year Party bei den Kuruvillas
geplant war.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Überhaupt ist in der ganzen Stadt doch hier und da
Neujahrsstimmung angesagt, in den örtlichen Clubs stehen Partys an
und Maria erzählte uns, dass es durchaus ein paar Familien gibt, die
ein kleines Feuerwerk veranstalten. Als wir uns an einem See
niederließen, bekamen wir etwas von der Partystimmung mit und ein
bisschen fühlte es sich an, wie in Deutschland zu sein, mit seine
Freunden auf dem Weg zu irgendeiner Silvesterparty beschwingt durch
die Straßen zu gehen um sich am Ende des Abends weinend und dankbar
in den Armen zu liegen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Denn, auch wenn für die meisten Hindus ein anderer Kalender gilt,
bezieht sich dieser doch eigentlich mehr auf die zahlreichen
religiösen Festivitäten und Rituale, morgen beginnt für alle
Inder, ebenso, wie für uns das neue Jahr mit dem ersten Tag im
Januar.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Uns zu liebe wurde dieses also auch mit einer kleinen Feier
eingeleitet. Es gab Pizza, echte Pizza, ohne indische Gewürze
schmeckte diese so schön nach zu Hause...&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Unser Jahreswechsel erfolgte also mit dem typischen Countdown,
zehn Sekunden vor 24.00. Uhr, sogar auf deutsch.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Wir stießen mit einem hausgemachtem indischen Wein, der viel
süßer ist, als alle Weine, die wir in Deutschland so kennen, an,
umarmten uns und wünschten uns A HAPPY NEW YEAR!&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Wesentlich unspektakulärer und vor allem leiser als in
Deutschland, war dies für uns alle wohl eine ganz andere Art
Silvester zu feiern.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Wir schliefen noch lange nicht ein und in Gedanken begingen wir
das neue deutsche Jahr zur deutschen Zeit, als es bei uns schon halb
fünf in der Nacht war, mit euch daheim gemeinsam.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
Möge es uns allen Glück bringen und uns vor allem am Ende gesund
und glücklich wieder nach Hause bringen.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;
&lt;em&gt;Maxi&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description><link>http://pfortegoesindia.blogspot.com/2014/01/happy-new-year.html</link><author>noreply@blogger.com (Johanna und Christina)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhPCKfFK9BY9g1inAYV8MI4RXira-o5yvGXMhWG6wZUZGRuo-a8w3rkbdMPAdNxJrx8TWeUqZkAK275Fz_xkY8JYprnpTB3Rap5EZuh40QBWAj-9EEpKMtbY4Ymk28YJ23zOUArzFUDg0o/s72-c/16gb+298.jpg" height="72" width="72"/><thr:total>1</thr:total></item></channel></rss>