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		<title>Marken: Nicht nur grün, auch Bio soll es sein!</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 21:14:26 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Immer mehr Verbaucher sind bereit, mehr Geld für Produkte auszugeben, wenn diese mit dem Label „Bio“ versehen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine in der vergangenen Woche von der Berliner Strategie-Agentur Diffferent veröffentlichte Studie. Interessant ist dabei, dass für viele Käufer nicht nur das Ziel einer gesunden Ernährung im Vordergrund steht, sondern auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2010%2F02%2F28%2Fmarken-nicht-nur-grun-auch-bio-soll-es-sein%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2010%2F02%2F28%2Fmarken-nicht-nur-grun-auch-bio-soll-es-sein%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Immer mehr Verbaucher sind bereit, mehr Geld für Produkte auszugeben, wenn diese mit dem Label „Bio“ versehen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine in der vergangenen Woche von der Berliner <a href="http://www.diffferent.de/">Strategie-Agentur Diffferent</a> veröffentlichte <a href="http://www.presseportal.de/pm/50007/1565390/diffferent_gmbh">Studie</a>. Interessant ist dabei, dass für viele Käufer nicht nur das Ziel einer gesunden Ernährung im Vordergrund steht, sondern auch die Intention, mit einem Griff zum Bio-Produkt einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. </p>
<p><center><img src="http://farm4.static.flickr.com/3015/2935410519_413f05432f_o.jpg" width="350" height=““ alt="Grünes Blatt"><br />
<font size=1>(Bildquelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/36179943@N00/2935410519/">Stephen S Cavrich</a>)</font></center></p>
<p><b>Mehr Geld für Bio-Produkte</b></p>
<p>Der Studie zufolge sind 81 Prozent der Befragten bereit,  mehr Geld für ein Produkt auszugeben, wenn dies unter Bio-Kriterien hergestellt wurde. Im Durchschnitt sind Produkte mit dem Label „Bio“ den Verbrauchern sogar 18 Prozent mehr wert. Auch wenn dabei Verbands- und Handelsmarken aus Supermärkten und Discountern in der Gunst der Konsumenten deutlich vor den Einzelmarken (Ausnahme: Bionade) und Naturkostläden liegen, zeigt die Studie, dass es für Marken immer wichtiger wird, sich einen „grünen“ bzw. Bio-Anstrich zu verpassen.</p>
<p>Dies wird auch durch die ebenfalls in der vergangenen Woche veröffentlichten <a href="http://www.bluejax.net/2010/02/22/trusted-brands-2010-grun-ist-trumpf/">Ergebnisse der Studie Trusted-Brands 2010</a> unterstützt. Demnach bewerten Verbraucher Marken umso vertrauenswürdiger, je mehr diese Marken das Image von ökologischem Engagement pflegen. Nimmt man die Ergebnisse der beiden Studien zusammen, bedeutet dies nichts anderes, als dass jene Marken, die sich glaubhaft als „Grüne Marke“ positionieren können, von den Verbrauchern dafür nicht nur mit größerem Vertrauen belohnt werden, sondern gleichzeitig auch tendenziell höhere Einnahmen versprechen. Anders ausgedrückt: Der Wert einer Marke kann durch einen grünen Anstrich teilweise deutlich erhöht werden!</p>
<p><b>McDonald`s macht`s richtig und wird grün</b></p>
<p>In diesem Zusammenhang muss ich die ganze Zeit schon an eine Meldung denken, die Ende vergangenen Jahres für Aufsehen sorgte: Mc Donalds ändert in Deutschland sein Corporate Design und ersetzt das etablierte Rot im Logo durch die Farbe Grün. Auch wenn Mc Donald`s (meiner Meinung nach aus strategischen Gründen) <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,676852,00.html">mittlerweile betont</a>, die neue Farbgestaltung weniger aus Bekenntnis zum Umweltschutz, als vielmehr aus ästhetischen Gründen voranzutreiben, scheinen nicht zuletzt die Ergebnisse der beiden zitierten Studien genau das Gegenteil nahe zu legen. Und Mc onald`s scheint damit mal wieder das richtige Näschen zu haben. Dazu aber demnächst mehr!</p>
<p>bluejax aka PorNoKratie<br />
Berlin, den 28. Februar 2010 </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Trusted Brands 2010: Grün ist Trumpf!</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 22:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Brandmarketing]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Über die Stärken von Marken hat Gabriele Fischer, Chefredakteurin von brand eins,  einmal gesagt: &#8220;Marken [...] sind zäher und hartleibiger, als man es in dieser immer flüchtiger werdenden Welt vermuten möchte.&#8221; Dass dieser Satz in Zeiten der Wirtschaftskrise mehr denn je Bestand hat, zeigen die Ergebnisse  der  Studie „European Trusted [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2010%2F02%2F22%2Ftrusted-brands-2010-grun-ist-trumpf%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2010%2F02%2F22%2Ftrusted-brands-2010-grun-ist-trumpf%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Über die Stärken von Marken hat Gabriele Fischer, Chefredakteurin von <a title="Brand Eins" href="http://www.brandeins.de/" target="_blank">brand eins</a>,  einmal gesagt: &#8220;Marken [...] sind zäher und hartleibiger, als man es in dieser immer flüchtiger werdenden Welt vermuten möchte.&#8221; Dass dieser Satz in Zeiten der Wirtschaftskrise mehr denn je Bestand hat, zeigen die Ergebnisse  der  Studie „European Trusted Brands“, die das Magazin Reader`s Digest heute veröffentlicht hat.</p>
<p>Die nach eigenen Angaben größte Verbraucherstudie Europas zeigt erneut wie wichtig die Punkte Vertrauen und Tradition bei der Bewertung von Marken sind. So landeten Unternehmen wie T-Online oder Google auf den hintersten Plätzen und dürfen sich als vertrauensunwürdigste Marken Europas bezeichnen. Diese negative Einstufung durch die Verbraucher dürfte in erster Linie auf ein gestiegenes Misstrauen zurückzuführen sein, fallen beide Unternehmen doch regelmäßig durch öffentliche Diskussionen um fehlende Transparenz und mangelnde  Datensicherheit auf. </p>
<p><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/uploads/2010/02/logo_trusted_brand_phixr-2.jpg" alt="Trusted Brands 2010" /></p>
<p><b>Grüne Marken wirken besonders vertrauensvoll</b></p>
<p>Interessant ist, dass die Verbraucher Marken tendentiell positiver bewerten, je mehr diese es schaffen, sich   glaubhaft  als „Grüne Marke“ zu positionieren. Somit ist nicht zuletzt das Image des ökologischen Engagements ausschlaggebend dafür, dass Marken wie Sparkasse, Aral, Miele, Frosch und Persil in ihren jeweiligen Produktkategorien als vertrauenswürdigste Marke bewertet wurden. Die weiteren Kriterien, die in die Beurteilung eingeflossen sind waren: Qualität der Produkte, Verhältnis von Preis und Gegenwart, eindeutiges Image sowie Kenntnis der Kundenbedürfnisse.</p>
<p>&#8220;Der Markt belohnt Unternehmen, die gezielt in Markenführung investieren und sich dabei an den Verbraucherbedürfnissen orientieren&#8221;, kommentiert Anett Groch, Anzeigendirektorin von Reader&#8217;s Digest Deutschland, die Ergebnisse der Studie. </p>
<p><b>Eine glaubwürdige Social-Media-Strategie als Marketing-Instrument<</b></p>
<p>Die Ergebnisse der Studie sind übrigens auch interessant im Rahmen der Social-Media-Aktivitäten von Unternehmen. Denn im Grunde genommen können Soziale Medien als zunehmend wichtiger werdendes Marketings-Instrument verstanden werden, das insbesondere dazu geeignet ist – neben Aufmerksamkeit und Reichweite &#8211; Reputation und damit nicht zuletzt ein bestimmtes Image aufzubauen. Wer es also schafft, sich im Social Web – ob als Person, Unternehmen, Institution oder als Marke &#8211; mit einem ehrlichen, transparenten und langfristig angelegten Auftritt zu präsentieren, hat eine gute Möglichkeit, nachhaltiges Vertrauen beim Konsumenten aufzubauen. </p>
<p><b>Die vertrauenswürdigsten Marken in Deutschland im Überblick:</b></p>
<p>Automobile: Volkswagen<br />
Banken: Sparkasse<br />
Bekleidung: C&#038;A<br />
Benzin: Aral<br />
Computer: Fujitsu Siemens<br />
Dekorative Kosmetik: Yves Rocher<br />
Duftprodukte/Parfum: Yves Rocher<br />
Erfrischungsgetränke: Coca-Cola<br />
Erkältungsmittel: Wick<br />
Fotogeräte: Canon<br />
Frühstückscerealien: Kellogg&#8217;s<br />
Haarpflege: Schwarzkopf<br />
Handelsunternehmen: Aldi<br />
Haushalts-/Küchengeräte: Miele<br />
Haushaltsreiniger: Frosch<br />
Hautpflege: Nivea<br />
Internetunternehmen: T-Online<br />
Kaffee/Tee: Tchibo<br />
Kreditkarten: Visa<br />
Milchprodukte: Müllermilch<br />
Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone<br />
Mobiltelefone: Nokia<br />
Nahrungsmittel: Maggi<br />
Reiseveranstalter: TUI<br />
Schmerzmittel: Aspirin<br />
Schuhe: Rieker<br />
Sekt: Rotkäppchen Sekt<br />
Spirituosen: Asbach<br />
Süßigkeiten: Haribo<br />
Versicherungen: Allianz<br />
Vitamine: Abtei<br />
Waschmittel: Persil<br />
Zahnpasta/Mundpflege: Odol</p>
<p><b>Die Marken mit dem besten Ruf in Sachen Umweltschutz:</b></p>
<p>Automobile: Toyota<br />
Banken: Sparkasse<br />
Benzin: Aral<br />
Fast Food: McDonalds<br />
Fluglinien: Lufthansa<br />
Handelsunternehmen: Edeka<br />
Haushaltsbatterien: Varta<br />
Haushalts-/Küchengeräte: Miele<br />
Haushaltsreiniger: Frosch<br />
Waschmittel: Persil</p>
<p>bluejax aka PorNoKratie<br />
Berlin, den 22. Januar 2010 </p>
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		<title>Konferenz: Social Media Worldforum – Shaping the World of Social Media</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2010/02/05/konferenz-social-media-worldforum-%e2%80%93-shaping-the-world-of-social-media/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 17:27:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Im Rahmen der Social Media Series wird am 15. und 16. März 2010  in London das so genannte „Social Media World-Forum (Europe) 2010“ stattfinden. Hierbei handelt es sich um das nach eigenen Angaben „führende Social Media Event“ Europas mit verschiedenen Konferenzen, Vorträgen und Workshops rund um das Thema Social Media.
   [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2010%2F02%2F05%2Fkonferenz-social-media-worldforum-%25e2%2580%2593-shaping-the-world-of-social-media%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2010%2F02%2F05%2Fkonferenz-social-media-worldforum-%25e2%2580%2593-shaping-the-world-of-social-media%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Im Rahmen der <a href="http://www.socialmediaseries.net/">Social Media Series</a> wird am 15. und 16. März 2010  in London das so genannte „<a href="http://www.socialmedia-forum.com/">Social Media World-Forum (Europe) 2010</a>“ stattfinden. Hierbei handelt es sich um das nach eigenen Angaben „führende Social Media Event“ Europas mit verschiedenen Konferenzen, Vorträgen und Workshops rund um das Thema Social Media.</p>
<p><center><a href="http://www.enterprisesocialmedia.net" >   <img   src="http://www.enterprisesocialmedia.net/images/stories/banners/partnerbuttons/supporting-enterprise-250.gif" alt="Enterprise Media Forum" border="0"/></a></center><br />
</p>
<h1>2 Tage – 5 Konferenzen</h1>
<p>Insgesamt umfasst das World-Forum fünf unterschiedliche Konferenzen: <a href="http://www.socialmedia-forum.com">Social Media Forum</a>, <a href="http://www.enterprisesocialmedia.net">Enterprise Social Media</a>, <a href="http://www.social-tv.net">Social TV</a>, <a href="http://www.mobilesocial-networking.com">Mobile Social Media</a> sowie den <a href="http://www.cloudcomputingcongress.com">Cloud Computing Congress</a>.</p>
<p>Das Programm (<a href="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/agendac.pdf">PDF</a>) liest sich sehr vielfältig und durchaus interessant. So geht es in der ersten Session im Social Media Forum darum einen Blick auf den Status Quo der Sozialen Medien sowie auf die weltweiten Entwicklungen der unterschiedlichen Social-Media-Märkte in den vergangenen 12 Monate zu werfen. In diesem Zusammenhang wird Trevor Johnson, Head of Strategy von Facebook auch auf die strategische Rolle von Facebook und Facebook-Connect für die zukünftige Weiterentwicklung von Social Media eingehen. </p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/Facebook75.jpg" alt="Trevor Johnson"><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/CompanyLogos/Facebook.jpg" alt="Facebook Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></center></p>
<p>Vielversprechend klingt auch das Panel mit Allison Wightman (Head of Marketing Systems von Virgin Atlantic Airways), Sienne Velt (Social and Mobile Commerce Developement Manager von M&#038;S Direct) sowie Igor Beuger (Gründer von SocialMedia8) bei dem es um die Frage gehen wird, welche entscheidende Rolle den Sozialen Medien zu Teil wird, was den weltweiten Wandel der Medien und des sozialen Engagements anbelangt.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/Allison_Wighman_Virgin_Atlantic_75x61.jpg" alt="Allison Wighman"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/virgin_atlantic_logo.jpg" alt="Virgin Atlantic Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<h1>Social Media Campaigning</h1>
<p>Die zweite Session steht unter der Überschrift „Evaluierung von Social Media Kampagnen“. Muhammad Karim, Senior Brand Manager von Mars wird einen Vortrag zum Thema Monitoring und Erfolgsmessung von Social-Media-Kampagnen halten. Dabei soll es insbesondere um die Frage gehen, inwiefern die starke Einbindung von Konsumenten durch Social Media zum Erfolg der eigenen Marke beitragen kann und wie man als solche strategisch am besten zum so genannten Return of Investment (Kapitalrendite, ROI) kommt.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/Muhammad_Karim_Senior_Brand_Manager_Mars.jpg" alt="Muhammad Karim"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/images/Mars.jpg" alt="Mars"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p>Überhaupt scheint das Thema Social Media als strategisches Marketing-Instrument für Brands ein zentrales Thema des Social-Media-World-Forums zu sein. So setzt sich auch David Henry, Vice President of Digital Marketing Europe von Monster Worldwide mit der Frage auseinander, wie man es schafft mit Hilfe von Social Media und Communities Konsumenten und Kunden dauerhaft an die eigene Marke zu binden und im besten Falle als Botschafter zu gewinnen. </p>
<h1>Social-Media-Strategien</h1>
<p>Die zweite Session schließt mit einem weiteren Panel zum Thema „Integration von Social Media in traditionelle Marketing-Strategien“. Auch hier wird eine interessante und vielversprechende Panel-Zusammensetzung angekündigt: Mark Watts-Jones, Head of Developement and Innovation von Orange UK; Dr. Thomas Wingenter, Head of Social Media der Lufthansa AG; Lisa Mane, Head of Social Media von COI; Mike Gamoroff, Besitzer und MD von Gamoroff sowie Will McInnes, Managing Director von NixoMcInnes.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/Mark_Watt_Jones_Orange.jpg" alt="Mark Watt Jones"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/CompanyLogos/ornage.jpg" alt="Orange Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p>Und auch in Session Nummer drei wird der eingeschlagene Weg der Konferenz kontinuierlich weiterverfolgt, das Thema: „Markenbildung durch den Einsatz von Social Media“. In einem ersten Vortrag wird sich Lucas Herscovici, Global Head of Digital and Innocation von Stella Artois &#038; Beck`s, dem Thema „Wie man Social Media für globale Initiativen einsetzen kann“ widmen und auf einige digitalen Strategien und Initiativen eingehen.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/Lucas_Herscovici_Becks_75x61.jpg" alt="Lucas Herscovici"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/CompanyLogos/BecksLogo-copy.jpg" alt="Beck`s Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p>Anschließend steht die Rolle von Social Networks im Mittelpunkt der Betrachtung und die Frage, inwieweit man durch Soziale Netzwerke im Internet eine dauerhafte Markenbindung bei den Konsumenten sicherstellen kann. Hierfür soll ein umfassender Blick auf die Instrumente und Technologien geworfen werden und wie diese in der richtigen Kombination miteinander sowie angereichert durch spezifische Nutzer-Informationen zum bestmöglichen Ergebnis für die Markenbindung eingesetzt werden können.</p>
<h1>Social Media &#038; Networks 4 Brands</h1>
<p>Auch Session Nummer drei schließt mit einem Panel, diesmal unter der Überschrift „Praktische Tipps zur Entwicklung eines eigenen Sozialen Netzwerkes“ um die eigene Marke zu fördern. Als Teilnehmer ist bisher lediglich Martine Edgell, CRM Spezialistin von Mercedes Benz bestätigt.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/Martine_Edgell_Mercedes.jpg" alt="Martine Edgell"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/Mercedes_Benz.jpg" alt="Mercedes Benz Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p>Session vier setzt sich zum Abschluss des ersten Konferenz-Tages mit dem Thema „Nischen-Netzwerke, Spiele und Applikationen“ auseinander. Als erstes steht ein weiteres Panel auf dem Programm: „Monetarisierung von Social Games und virtuelle Währungen“. Ein weiteres sehr interessantes Thema, das 2010 und in den folgenden Jahren sicherlich weiter an Relevanz gewinnen wird. Wie sieht der Markt für virtuelle Güter und Dienstleistungen aus und welche Potentiale liegen in virtuellen Währungen und Social Games?! Als Teilnehmer stehen Michael Caselli, Redakteur der Online Casino News sowie Adam Caplan, Vice President Virtual Currency von Adknowledge fest.</p>
<p>Tag eins des Social Media Worldforums schließt mit einem erneutem Panel, bei dem es um die aktuellen Neuerungen und Entwicklungen von Applikationen geht und wie durch deren Einsatz neue Zielgruppen und Nutzer erreicht werden können. Bestätigte Panel-Teilnehmer: Neal Sato, CTO von mixi sowie Fred McIntyre, Vice President Product von CBS Interactive.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/Neal_Sato_Mixi.jpg" alt="Neal Sato"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/images/Mixi75.jpg" alt="Mixi Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<h1>Monetarisierung von Social Media</h1>
<p>Der zweite Tag beginnt nach einer Keynote von Stephan Panier, Global Head von Bebo, mit der ersten Session bei der es um Werbung und Monetarisierungsmöglichkeiten von und in Sozialen Netzwerken geht. Michael Smith, Deputy Director of Interactive Services von COI, wird sich dabei mit der Frage auseinandersetzen, inwiefern Werber Soziale Netzwerke in ihrer Marketing-Strategie einbetten können. Nach einem weiteren Vortrag zum Thema „Monetarisierung von Social Media und Social Networks“ folgt ein Panel mit Ericky Chopra, Digital Marketing Manager von Speedo International Limited; Nick Halstead, CEO von TweetMeme; Jason Baker, Head of CRM and Digital Media von Ikea UK sowie Oli Newton, Head of Emerging Platforms bei i-Level. Dabei wird es um ein Benchmarking von Werbemöglichkeiten in Sozialen Netzwerken gehen.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/Michael_Smith_COI.jpg" alt="Michael Schmith"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/CompanyLogos/COI.jpg" alt="COI Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/Nick_Halstead_TweetMeme.jpg" alt="Nick Halstead"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/CompanyLogos/Tweetmeme.jpg" alt="TweetMeme Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/Jason_BakerIkea.jpg" alt="Jason Baker"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/CompanyLogos/Ikea.jpg" alt="IKEA Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<h1>Social Media vs. PR &#038; Journalismus</h1>
<p>Session Nummer zwei klingt auf den ersten Blick für mich nach meinem persönlichem Highlight des Social Media Worldforums. Der Grund dafür ist meine Diplomarbeit, an der ich gerade sitze und die sich mit dem Zusammenspiel von Public Relations und Journalismus auseinandersetzt und untersuchen soll, inwiefern sich das Zusammenspiel der beiden Bereiche durch Soziale Medien verändert hat bzw, potentiell verändern kann (Arbeitstitel: Sozialmediale Intereffikation). Das Thema der Session lautet „Social Media und PR“.</p>
<div style="width:425px;text-align:left" id="__ss_2154225"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/PorNoKratie/sozialmediale-intereffikation-vorstellung-thema-diplomarbeit" title="Sozialmediale Intereffikation (Vorstellung Thema Diplomarbeit)">Sozialmediale Intereffikation (Vorstellung Thema Diplomarbeit)</a><object style="margin:0px" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=kolloquium-1finale-version-091007093902-phpapp02&#038;stripped_title=sozialmediale-intereffikation-vorstellung-thema-diplomarbeit" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=kolloquium-1finale-version-091007093902-phpapp02&#038;stripped_title=sozialmediale-intereffikation-vorstellung-thema-diplomarbeit" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="font-size:11px;font-family:tahoma,arial;height:26px;padding-top:2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/PorNoKratie">PorNoKratie</a>.</div>
</div>
<p>Der erste Vortrag widmet sich Twitter und setzt sich mit der Frage auseinander, wie PR-Agenturen auf den enormen Erfolg des Microblogging-Dienstes sowie die damit verbundenen Folgen reagieren. Der Redner für diesen Vortrag steht ebenso wenig fest, wie für den darauf Folgenden, der sich mit der Zukunft von Zeitungen im Zeitalter des Internets auseinandersetzt und beleuchten soll, was wir im angebrochenen neuen Jahrzehnt unter „Medien“ überhaupt verstehen.</p>
<p>Das anschließende Panel geht der Frage nach, welche Rolle der Public Relations bei der Entwicklung und Erkennung von Trends zu Teil kommt. Teilnehmer sind Celina Maguire, Consumer Director bei Gorkana; Mark Scmid, Communications Director von Talk Talk; Kerryn Dinsdale, Senior PR Manager bei Barclaycard; Laila Takeh, Online Manager der British Heart Foundation; Christian Schultz, Head of Communications bei Mattel (EMEA) sowie Kristin Wadge, Director bei Metrica.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/Mark_Schmid_TALK_TALK_75x61.jpg" alt="Mark Schmid"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/TalktalkLogoSmall.jpg" alt="Talk Talk Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/Christian_Schultz_Mattel_75x61.jpg" alt="Christian Schultz"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/MattelLogoSmall.jpg" alt="Mattel Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<h1>B2B Social Networks</h1>
<p>Die darauf folgende Session Nummer drei widmet sich den Business-Netzwerken (B2B) und Social Media in der Geschäftswelt und in der Politik. Das erste Panel mit Peter Crosby, COO Europe bei Viadeo und Dr. Helmut Becker, dem CCO von Xing geht der Frage nach, wie Social Media bei Unternehmen zum Durchbruch verholfen werden kann und wie Unternehmen durch den Einsatz von Business-Netzwerken profitieren können. Darüber hinaus setzt sich das Panel auch mit dem Bereich Selbstmarketing auseinander und wie Arbeitnehmer selbst sich durch den Einsatz von Sozialen Medien zu einer wertvollen Marke entwickeln können.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/Peter_viadeo.jpg" alt="Peter Crosby"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/images/Viadeo75.jpg" alt="Viadeo Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/HelmutBecker_COO_XING.jpg" alt="Helmut Becker"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/Xing.jpg" alt="XING Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p> Nach einem Vortrag von Sam Barratt, Head of Media bei Oxfam, bei dem es um die Vermarktung von gemeinnützigen Projekten in Sozialen Netzwerken geht, widmet sich ein weiteres Panel der Frage ob und wie effektiv Social Media Instrumente sein können, um (dauerhafte) politische Veränderungen herbeizuführen. Als Teilnehmer bestätigt sind Mathew Fraser, Senior Fellow bei INSEAD und Co-Autor von „Throwing Sheep in the Boardroom; Craig Elder, Online Communities Editor bei Conservative Campaign HQ; Alex Alken, Head of Communication bei Westminster City Council; Kerry McCarthey, Labour MP von Ost-Bristol und Sprecherin für New Media Communications sowie Mark Jones, Online und Social Media Redakteur von Thomson Reuters.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/SpeakerPics/McCARTHY_Kerry_75x61.jpg" alt="Kerry McCarthy"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/CompanyLogos/Labour_Party_Logo_75x42.jpg" alt="Labour Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<h1>Die Zukunft von Social Media</h1>
<p>Das Social Media Worldforum 2010 in London schließt am zweiten Tag mit der vierten Session, die sich mit der Zukunft der Sozialen Medien auseinandersetzen wird. Justin Kerr, Vorsitzender von Justin.tv wird sich mit dem Einfluss von Sozialen Medien auf das herkömmliche Fernsehen im  Speziellen sowie auf das Rezeptionsverhalten von Inhalten im Allgemeinen beschäftigen. </p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/Justin_Kan_JustinTV_75x61.jpg" alt="Justin Kerr <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/justintv-web.gif" alt="Justin.tv Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p>Anschließend geht Alex Miller, Head of Social Media bei i-Level, der Frage nach, ob die Nutzung von Virtuellen Welten ähnliche Potentiale bereithalten, wie Soziale Medien und ob und wie diese beiden Bereiche miteinander vereint werden könnten. Im abschließenden Panel diskutieren Markus Berger-de Leon, CEO der VZ-Netzwerke; Lorenz Bogaert, CEO von Netlog sowie Angel Gambino, Vice President Business Developement von Sonico darüber, wie Social Networks in fünf Jahren aussehen werden.</p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/Lorenz_BogaertNetlog.jpg" alt="Lorenz Bogaert"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/SNWF2010/images/Netlog.jpg" alt="Netlog Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p><center><img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/Markus_StudiV2_75x61.jpg" alt="Markus Berger-de Leon"> <img src="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/StudiVZ.jpg" alt="StudiVZ Logo"> (Bild © socialmedia-forum.com)</center></p>
<p>Die genauen Inhalte des zweitägigen <a href="http://www.socialmedia-forum.com">Social Media Forums</a> sowie den jeweils eintägigen Konferenzen <a href="http://www.enterprisesocialmedia.net">Enterprise Social Media</a>, <a href="http://www.social-tv.net">Social TV</a>, <a href="http://www.mobilesocial-networking.com">Mobile Social Media</a> sowie den <a href="http://www.cloudcomputingcongress.com">Cloud Computing Congress</a> könnt ihr dem offiziellen Programm-Plan entnehmen (<a href="http://www.socialmedia-forum.com/images/stories/agendac.pdf">PDF</a>).</p>
<p>bluejax aka PorNoKratie<br />
Berlin, den 05. Februar 2010 </p>
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		<title>Wenn ich ein Buch schreiben würde…</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 00:12:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jan.rechlitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Was würde ich wohl für ein Buch schreiben, wenn ich ein Schriftsteller wäre? Diese Frage habe ich mir eigentlich mein Leben lang immer wieder gestellt. Wovon würde es handeln, dieses „eine“ Buch; dieses Buch, das es wirklich wert sein soll, soviel Zeit, Aufmerksamkeit und Mühe zu erhalten, nur damit es entstehen kann. Aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2010%2F01%2F28%2Fwenn-ich-ein-buch-schreiben-wurde%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2010%2F01%2F28%2Fwenn-ich-ein-buch-schreiben-wurde%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Was würde ich wohl für ein Buch schreiben, wenn ich ein Schriftsteller wäre? Diese Frage habe ich mir eigentlich mein Leben lang immer wieder gestellt. Wovon würde es handeln, dieses „eine“ Buch; dieses Buch, das es wirklich wert sein soll, soviel Zeit, Aufmerksamkeit und Mühe zu erhalten, nur damit es entstehen kann. Aus dem Nichts geformt. Ein Buch, dass die Menschheit niemals vermisst hätte, wenn es nicht erschienen wäre und das die Menschheit wohl auch dann nicht kennen würde, wenn es geschrieben würde. Aber darum würde es mir auch nicht gehen, ich würde das Buch nicht schreiben aus dem Grund, damit es die Menschheit liest und nicht vergisst, so wie ich mein Leben auch nicht lebe, damit die Menschen mich wahrnehmen und nicht vergessen. </p>
<p>Vielmehr wäre es ein Buch, das sich nur an einige wenige Menschen richten würde; Menschen, die nicht danach gieren, das eine große Buch in den Händen zu halten, dass von so vielen Freunden und Bekannten empfohlen wurde. Es wäre ein Buch, das verstaubt und versteckt in irgendeinem vergessenen Bücherregal stehen würde, bis es von einer Person zufällig entdeckt wird. Es wäre eines dieser geheimnisvollen Bücher, die keiner kennt, aber welches diejenigen, die es lesen und verstehen, lieben würden. </p>
<p><center><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/mimbo2.2/images/wennicheinbuchschreibenwuer.jpg" alt="Wenn ich ein Buch schreiben würde" /></center></p>
<p>Ein Buch, das eine Geschichte erzählt; eine Geschichte ohne Helden; ohne vorhersehbare Geschehnisse und ohne absehbare Wendungen; ein Buch das weder Drama wäre, noch Komödie, weder Krimi, noch Slapstick; ein Buch, das nicht gemacht ist für ein großes Publikum, die Masse, die es erstickt und zerreisst. Es wäre ein Buch, das nichts besonderes ist und sich gerade dadurch von all den anderen Millionen von Büchern unterscheiden würde, nämlich weil es nicht geschrieben wurde, damit es hervorsticht oder jemanden überzeugt. Es wäre schlichtweg nicht viel mehr als es ist: Nämlich ein einfaches Buch, das nicht viel mehr tut als eine Geschichte zu erzählen!</p>
<p>Wenn ich dieses Buch schreiben würde, ich würde wohl hingehen und die Geschichte in eine andere Welt verlagern. Nicht aus dem Grund, weil diese unsere Welt nicht schön wäre und die Geschichte so nicht auch in der realen Welt spielen könnte. Aber es wäre eine Geschichte und Geschichten sollen etwas erzählen; etwas, was nicht immer logisch sein muss und nicht immer realistisch. So wie das richtige Leben, das auch nicht immer logisch ist; oder realistisch. Aber muss denn ein Buch, welches eine Geschichte erzählen soll, zwangsweise immer in der Welt spielen, in der wir ohnehin schon leben? </p>
<p>Das Leben beinhaltet sowieso schon genug kurioser Geschichten, mein Buch aber würde nicht eine weitere dieser alltäglichen Geschichten erzählen. Das würde meinem Buch nur den Reiz nehmen, es wäre vorhersehbar. Und vorhersehbare Dinge und Ereignisse – das ist auch im realen Leben nicht viel anders – sind ermüdend und langweilig. Mein Buch sollte aber nicht ermüdend sein und auch nicht langweilig. Es sollte den Leser vielmehr mit auf eine Reise nehmen; eine Reise, die bunt ist und abwechslungsreich; spannend und herausfordernd; eine Reise, die fasziniert und funkelt und voller Abenteuer steckt. Eine Geschichte also, die doch wäre wie das Leben, das wir leben. Aber anders als beim Leben sollte der Leser dadurch, dass er in eine neue und ferne Welt entführt würde, die Dinge auf einmal sehen wie sie wirklich sind. Der Leser würde erkennen, was er sieht und glauben, was er zu erkennen meint. </p>
<p>Wahrscheinlich wäre die Reise gesäumt von vielen unvorhergesehenen Herausforderungen. Ich würde viele Hürden und Hindernisse einarbeiten, denn Reisen erhalten erst durch das Bewältigen von Problemen und Aufgaben etwas Einmaliges. Meine Reise sollte etwas ganz besonderes sein, ein Abenteuer, das den Leser fesseln würde, so dass er sich in dem Buch verliert. Eine Geschichte, die die Phantasie anregt. Es gäbe knifflige Rätsel, die es zu lösen gälte; Labyrinthe, deren Ausgang gefunden werden, Monster die besiegt werden müssten; es gäbe auf Schritt und Tritt neue Hindernisse, die den vermeintlich leichten Weg, versperren, Herausforderungen, die von den Figuren alles abverlangen würden. </p>
<p>Meine Reise wäre die Suche nach einem bestimmten Ziel, vielleicht ein Schatz. Ein Schatz, der nicht dadurch wertvoll wäre, weil irgendjemand seinen Wert in Gold bemisst. Vielmehr wäre es ein Schatz, der umso mehr an Wert gewinnen würde, je länger und je schwieriger die Reise wird. So wie ein Stück Kohlenstoff erst dann für viele wirklich wertvoll und bezaubernd wird, wenn dieses Stück richtig geschliffen und ins Licht gehalten wird, so würde mein Schatz an Wert gewinnen, je länger und je steiniger die Reise dort hin führen würde. Nur wenn die Figuren all die Rätsel gelöst, die Labyrinthe durchschritten, die Monster besiegt und die Hindernisse aus dem Weg geräumt hätten, erst dann dürften sie den Schatz, der gerade durch all diese Herausforderungen seinen wahren Wert gewonnen hätte, der ihn letztlich erst zu einem Schatz werden ließ, in ihre Arme schließen.</p>
<p>Die Figuren meines Buches, das die Geschichte von einer abenteuerlichen Reise auf der Suche nach einem Schatz erzählen würde, wären anders als in anderen Büchern. Meine Figuren wären keine Helden, sie hätten keine Superkräfte, keine übersinnlichen Fähigkeiten und auch keine besonderen Begabungen. Meine Figuren müssten nicht glatt und angepasst sein, auch nicht brav oder übermäßig intelligent. Die Figuren müssten nicht von jedem auf den ersten Blick geliebt werden, sie dürften ruhig Macken und auch Kanten haben. Sie wären nicht übermäßig stark in ihrem Erscheinen, nicht laut in ihrem Auftreten und auch nicht perfekt in ihrer Persönlichkeit. Sie dürften Fehler machen und unbequem sein, dürften Schwächen haben und auch zwischendurch mal verlieren. Aber meine Figuren wären ehrlich und offen, man könnte ihnen vertrauen; sie hätten Geduld und Verständnis. Nein, meine Figuren sollten keine Helden sein, sondern stattdessen ganz normal. Sie wären fehlbar aber fair. Sie wären so wie wir und dennoch wären sie gleichzeitig irgendwie anders.</p>
<p>Vielleicht würde ich nicht mal Menschen nehmen für meine Figuren, das wäre wieder viel zu einfach für solch eine Geschichte. Und wir wissen ja alle, dass einfache Dinge auf Dauer immer langweilig sind und nur selten befriedigend. Nein, vielleicht wären meine Figuren viel eher Tiere. Wer weiß, vielleicht würde ich mich ja für eine Katze entscheiden; eine eigensinnige Katze, die ich auf eine lange und abenteuerliche Reise auf der Suche nach einem Schatz schicken würde. </p>
<p>Aber vielleicht würde ich es auch gar nicht schreiben, dieses eine Buch mit der besonderen Gesichte von einer eigensinnigen Katze, die sich auf eine abenteuerliche und lange Reise machen würde um einen besonderen Schatz, der mit jeder Herausforderung an Wert gewinnt. Vielleicht wäre es so, dass  diese Geschichte sowieso keiner lesen würde, geschweige denn glauben. Denn wer mag denn schon Geschichten von Problemen und Hürden; von langen und schweren Reisen; von Figuren die Schwächen haben, Fehler begehen und die keine Helden sind? Wer mag schon Konfrontationen und Auseinandersetzungen mit Hindernissen und Herausforderungen? Möchten die Leser nicht vielmehr, dass alles immer und durchgehend perfekt ist und auch einfach; dass die Reise leicht, bequem und kurz, die Helden stark und unfehlbar und der Schatz in Gold bemessen ist?</p>
<p>Nun ja, wer weiß, vielleicht werde ich es schreiben das eine, das besondere Buch. Vielleicht werdet ihr niemals davon hören, weil kein Mensch davon spricht. Aber wenn es so sein soll, dann wird die Geschichte euch finden. Und wenn ihr euch nicht abschrecken lasst, von der steinigen Reise und meinen nicht ganz perfekten Figuren, dann habt ihr am Ende vielleicht das Glück der Wenigen, die gemeinsam mit einer liebenswerten Katze einen einmaligen und besonderen Schatz finden dürfen. Das einzige was ihr benötigt ist etwas Geduld und das nötige Vertrauen!</p>
<p>bluejax aka PorNoKratie<br />
Berlin, den 28. Januar 2010</p>
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		<item>
		<title>Qualität war gestern – Spiegel-Online und die Räumung der Brunnenstraße 183</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 00:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>
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		<category><![CDATA[Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Welt Online]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Die Berliner Polizei hat mit 600 Beamten ein als besetztes Haus geltendes Gebäude in der Berliner Brunnenstraße 183 geräumt, um letztlich 23 Personen vorläufig festzunehmen. Spiegel-Online hat dazu ein Video veröffentlicht, wie es die Springer-Presse in den 1968ern nicht hätte besser publizieren können!

Es war einmal der Spiegel

Es war einmal ein Magazin, dass in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F11%2F27%2Fqualitat-war-gestern-spiegel-online-und-die-raumung-der-brunnenstrase-183%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F11%2F27%2Fqualitat-war-gestern-spiegel-online-und-die-raumung-der-brunnenstrase-183%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Die Berliner Polizei hat mit 600 Beamten ein als besetztes Haus geltendes Gebäude in der Berliner Brunnenstraße 183 geräumt, um letztlich 23 Personen vorläufig festzunehmen. Spiegel-Online hat dazu ein Video veröffentlicht, wie es die Springer-Presse in den 1968ern nicht hätte besser publizieren können!</p>
<p><span id="more-385"></span></p>
<h1>Es war einmal der Spiegel</h1>
<p><center><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/mimbo2.2/images/spon183.jpg" alt="Spiegel-Online vs. Brunnenstraße 183" /></center></p>
<p>Es war einmal ein Magazin, dass in der BRD die Fahnen des Qualitätsjournalismus hoch gehalten hatte; ein Magazin, das als Leitmedium die öffentliche Meinungsbildung abseits des Springer-Imperiums bestimmte; ein Magazin, das in der deutschen Presselandschaft für Objektivität, Qualität, Pressefreiheit stand; ein Magazin, das „im Zweifelsfalle links“ (Augstein) angesiedelt war.</p>
<p>Und dann irgendwann kam Stefan Aust. Unter Aust als Chefredakteur wurde aus dem ehemals eher linken Qualitätsmagazin ein liberales Blättchen, das inhaltlich oftmals am neoliberalen Rand fischte und ein immer boulevardeskeres Bild annahm.</p>
<h1>Die Aus(t)-Zeit</h1>
<p>Bereits im März 2006 erschien bei Bluejax.net der Artikel „<a href=" http://www.bluejax.net/2006/03/13/%e2%80%9eder-spriegel%e2%80%9c-%e2%80%93spiegel-goes-springer/">Der Spriegel – Spiegel goes Springer</a>“, in dem ich mich etwas ausführlicher mit dem Wandel des Spiegels hin zum Nachrichtenmagazin mit neoliberalem Anstrich auseinandergesetzt hatte. Nicht nur alleine die politische Neuorientierung des Spiegel, sondern insbesondere die augenscheinlich immer weiter abnehmende Qualität der journalistischen Berichterstattung (Stichwort: Aust`s Windmühlen) brachte mich schließlich dazu, seinerzeit mein jahrelanges Abonnement des Magazins zu kündigen.</p>
<p>Spätestens seit Aust scheint der Spiegel in einer Identitätskrise zu stecken und wer dachte, dass diese nach dem Abgang des egozentrischen Chefredakteurs schnell beendet sein würde, dürfte inzwischen festgestellt haben, dass sich manche Gewohnheiten doch nicht so leicht wieder abstreifen lassen.</p>
<p>Viel schlimmer noch als das Print-Magazin, hat es jedoch dessen Onlineableger <a href=" http://www.spiegel.de">Spiegel-Online</a> getroffen. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen unterscheidet die weitreichenstärkste Nachrichtenseite im deutschsprachigen Internet oftmals nur sehr wenig von den Angeboten des Springer-Konzerns. Ganz im Gegenteil, ab und wann kann ich mich sogar nicht gegen das Gefühl wehren, dass selbst <a href=" http://www.welt.de ">Welt Online</a> des Öfteren  ausgewogener berichtet, als es bei Spiegel-Online der Fall ist.</p>
<h1>Das wirre SpOn-Video</h1>
<p>Nun wurde bei Spiegel-Online <a href=" http://www.spiegel.de/video/video-1033464.html ">ein Spiegel-TV-Video veröffentlicht</a>, welches sich bestens in das oben beschriebene Bild von Spiegel und Spiegel-Online einordnet. Hintergrund ist eine Aktion der Berliner Polizei, die am 24. November 2009 mit nicht weniger als 600 (!!!) Beamten ein Gebäude in der Berliner Brunnenstraße 183 geräumt hatte. Das Haus galt seit Jahren als friedlich besetzt von linksalternativen Gruppierungen. Im Gebäude war auch der Umsonstladen beheimatet, ein Projekt, in dem Gegenstände statt geldlich erworben durch Tausch den Besitzer wechselten. Bei der Räumung, bei der es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen ist, wurden letztlich 23 (!!!) Personen festgenommen.</p>
<p>Spiegel-Online  (bzw. <strong>Spiegel-TV = Stefan Aust!</strong>) veröffentlichte seinerzeit <a href=" http://www.spiegel.de/video/video-1033464.html ">ein Video</a> mit folgendem Inhalt:</p>
<blockquote><p>
Titel: <strong>Linke Gewalt</strong>: Besetztes Haus geräumt</p>
<p>In Berlin-Mitte hat <strong>der linksautonome Spuk</strong> ein Ende – zumindest vorläufig. 600 Beamte der Polizei und das SEK haben am Nachmittag ein seit Monaten besetztes Haus geräumt. Der Besitzer – ein Arzt aus Passauer – hatte seit Monaten <strong>vergeblich Miete gefordert</strong>. Ursprünglich hatte er dort ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt geplant. Die Besetzer haben das allerdings sehr <strong>eigenwillig interpretiert</strong>. Bereits im Sommer signalisierten sie, dass sie das Haus auf keinen Fall freiwillig räumen räumen. <strong>Nun endlich</strong> haben die zuständigen Behörden reagiert.</p>
<p><i>[00:30 Schnitt: War der vorangegangene Text mit Bildern von der „Räumung“ der Brunnenstraße hinterlegt, kommen jetzt auf einmal Bilder von den Krawallen des ersten Mai]</i></p>
<p><strong>Linksradikale Gewalt</strong> gehört in Berlin inzwischen zum <strong>traurigen Alltag</strong>. Mehr als 280 Autos wurden in diesem Jahr bereits in Brand gesteckt. Die Täter wollen so den <strong>Zuzug wohlhabender Bürger verhindern</strong>. Oftmals wird ihr Verhalten von <strong>linksorientierten Lokalpolitikern gedeckt</strong>. Für die Täter <strong>möglicherweise</strong> eine Art Freibrief.</p>
<p><i>[00:49 Schnitt: Es folgt eine Aussage von Claudia Schmid vom Verfassungsschutz Berlin]</i></p>
<p>„Wir haben ja sogar Äußerungen aus dem politischen Raum wo quasi so etwas gerechtfertigt wird und entschuldigt wird, weil ja bestimmte Taten gegen den Krieg und gegen den Militarismus sind. Das ist gefährlich und kann den Tätern das Gefühl geben, dass man hinter ihnen steht.“</p>
<p><i>[01:08 Schnitt: Es folgen wieder Aufnahmen von der Räumung der Brunnenstraße 183]</i></p>
<p>Wie so oft besteht <strong>zu befürchten</strong>, dass die Räumung vom Nachmittag weitere Gewalt nach sich zieht. In Berlin soll es nach Angaben des Verfassungsschutz 2000 <strong>gewaltbereite Autonome</strong> geben.
</p></blockquote>
<h1>Journalistische Qualität á la SpOn</h1>
<p>Chapeau Spiegel-Online! Wäre die Räumung der Brunnenstraße 183 Ende der 1960er abgelaufen, ein Video der damaligen Springer-Presse wäre inhaltlich wohl nicht viel anders aufbereitet gewesen! Ohne direkten roten Faden werden in dem eine Minute und 21 Sekunden langem Video diverse Themen miteinander vermischt, ohne dass die unmittelbaren Zusammenhänge für den Rezipienten deutlich erkennbar wären.</p>
<p>Interessant, dass dabei lediglich in den ersten 30 Sekunden auf die eigentliche Nachricht, nämlich die Räumung des Hauses, eingegangen wird. Die restliche Zeit des Beitrages beschäftigt sich mit linksextremistischer Gewalt, der auf den ersten Blick mit der Räumung selbst nicht wirklich in direktem Zusammenhang zu bringen ist – zumindest macht der Beitrag diesen Zusammenhang nicht wirklich deutlich.</p>
<h1>Die Macht der Bilder</h1>
<p>Schaut man sich die gezeigten Bilder genauer an, sieht man eine recht unspektakuläre Räumung. Es werden lediglich Polizei-Transporter gezeigt oder Polizisten, die ganz gemütlich in das geräumte Haus gehen. Zum Glück für die Medien haben sich wenigstens zwei maskierte Männer auf das Dach des Gebäudes gestellt und eine Antifa-Fahne geschwenkt – immerhin. Um die Sensationsgier dann allerdings doch noch zu stillen, so scheint es, wurde etwas im Archiv gekramt und voila: Steinewerfer, Festnahmen und brennende Autos – geht doch, spektakuläre Bilder extra für Spiegel-Online!</p>
<p>Auch die Wertungen innerhalb des Textes sind sehr interessant. Schon der Titel versucht einen direkten Zusammenhang zwischen linksextremistischer Gewalt und der Räumung des Gebäudes herzustellen. Der Rest des Beitrages schließlich ist gespickt mit Wertungen („Spuk“, „eigenwillig“ „endlich“, „traurig“), Annahmen („möglicherweise“, „zu befürchten“) sowie dem Versuch, „linksorientierte Lokalpolitiker“ irgendwie noch in die Kritik mit einzubauen. Ein bisschen erinnert mich der Beitrag an <a href=" http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief-an-die-betreffende-redaktion-und-deutsche-medien-%E2%80%93-kritik-an-marietta-slomka-vom-heute-journal/ ">meinen Offenen Brief</a>, den ich in einer ähnlichen Sache an die Redaktion des heute Journal geschrieben (und übrigens auch <a href=" http://www.bluejax.net/2007/09/23/reaktion-carsten-thurau-beantwortet-%E2%80%9Eoffenen-brief%E2%80%9C-an-die-zdf-heute-journal-redaktion/ ">eine Antwort</a> darauf vom Südamerika-Korrespondenten des ZDF, Carsten Thurau, erhalten) hatte.</p>
<h1>Medienjournalismus, kein politisches Statement!</h1>
<p>Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte hier keine politische Richtung verteidigen oder vertreten, darum geht es mir in diesem Artikel beileibe nicht. Es geht hier darum, wie sich ein angebliches Qualitätsmagazin journalistisch mit einer Nachricht auseinandersetzt und diese an den Rezipienten vermittelt. Das Selbstbild des Journalismus sieht vor, dass dieser mit seiner Arbeit einzig der Öffentlichkeit verpflichtet ist, die wiederum eine möglichst objektive Berichterstattung von ihm erwartet, um den Meinungsbildungsprozess zu fördern!</p>
<p>Interessant übrigens auch ein Blick in die „richtige“ Springerpresse: So <a href=" http://www.bild.de/BILD/regional/berlin/aktuell/2009/11/25/chaoten-haus/von-polizei-geraeumt.html ">titelte Bild.de</a> etwa sehr plakativ „Nach Bild-Berichten handeln endlich die Behörden &#8211; Polizei räumt Chaoten-Haus“:</p>
<blockquote><p>
Drei Jahre lang sahen die Behörden <strong>untätig</strong> zu. Gestern griff die Polizei <strong>endlich</strong> durch. 600 Beamte stürmten das besetzte Haus in der Brunnenstraße 183, räumten das <strong>linke Terror-Nest</strong>.
</p></blockquote>
<p>Interessant dahingehend die <a href=" http://www.welt.de/politik/article5317738/600-Polizisten-raeumen-besetztes-Haus-in-Berlin.html ">Meldung von Welt-Online</a> mit dem Titel „Linksalternatives Wohnprojekt – 600 Polizisten räumen besetztes Haus in Berlin“. In dem Artikel wird sich relativ (!) objektiv mit den Geschehnissen auseinandergesetzt, was sich schon mit der in der Überschrift gewählten Formulierung „linksalternativ“ (Zum Vergleich: Spiegel-Online spricht durchgängig von Linksextremismus und linker Gewalt) andeutet. Und anders auch als Spiegel-Online, das sich total auf die nicht unmittelbar mit der Räumung in Zusammenhang stehenden Krawalle des ersten Mais einschießt, geht man bei Welt-Online wenigstens ansatzweise etwas auf die Hintergründe der Räumungsgeschichte und in zwei Sätzen auch auf den Umsonstladen ein.</p>
<p>Nicht ganz uninteressant was die Darstellung von Ereignissen angeht ist in diesem Zusammenhang auch <a href=" http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/krawalle118.html ">ein Beitrag</a>, den das NDR-Medienmagazin Zapp vor einigen Wochen unter dem Titel „Krawalle &#8211; Der Kampf der Öffentlichkeit“ ausgestrahlt hatte. </p>
<h1>Intereffikation: Woher die Nachricht kommt</h1>
<p>Zapp hat die Hamburger Schanzenkrawall 2009 zum Anlass genommen, um sich mal etwas näher anzuschauen, wie etwaige Ereignisse in den Medien dargestellt werden. Wer produziert den Content; woher kommen die Bilder; wovon ist es abhängig, wie ein Ereignis in der Öffentlichkeit bewertet wird. Die Macht der Bilder, wer hat die Deutungshoheit?! </p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-X3f96XS0kg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/-X3f96XS0kg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p>bluejax aka PorNoKratie<br />
Berlin, den 27. November 2009</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.bluejax.net/2006/03/13/%e2%80%9eder-spriegel%e2%80%9c-%e2%80%93spiegel-goes-springer/<br />
http://www.spiegel.de<br />
http://www.welt.de<br />
http://www.spiegel.de/video/video-1033464.html<br />
http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief-an-die-betreffende-redaktion-und-deutsche-medien-%E2%80%93-kritik-an-marietta-slomka-vom-heute-journal/<br />
http://www.bluejax.net/2007/09/23/reaktion-carsten-thurau-beantwortet-%E2%80%9Eoffenen-brief%E2%80%9C-an-die-zdf-heute-journal-redaktion/<br />
http://www.bild.de/BILD/regional/berlin/aktuell/2009/11/25/chaoten-haus/von-polizei-geraeumt.html<br />
http://www.welt.de/politik/article5317738/600-Polizisten-raeumen-besetztes-Haus-in-Berlin.html<br />
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/krawalle118.html<br />
http://www.youtube.com/watch?v=-X3f96XS0kg</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bluejax.net/2009/11/27/qualitat-war-gestern-spiegel-online-und-die-raumung-der-brunnenstrase-183/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Imagekampagne „Studieren in Fernost“ gestartet: Warum ich mich aus Überzeugung für das Studieren in Ostdeutschland einsetze!</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2009/03/28/imagekampagne-%e2%80%9estudieren-in-fernost%e2%80%9c-gestartet-warum-ich-mich-aus-uberzeugung-fur-das-studieren-in-ostdeutschland-einsetze/</link>
		<comments>http://www.bluejax.net/2009/03/28/imagekampagne-%e2%80%9estudieren-in-fernost%e2%80%9c-gestartet-warum-ich-mich-aus-uberzeugung-fur-das-studieren-in-ostdeutschland-einsetze/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 16:02:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Erfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Fernost]]></category>
		<category><![CDATA[Ilmenau]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Studieren]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[TU Ilmenau]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 20 Jahre nachdem die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland gefallen ist, startet die „Hochschulinitiative Neue Bundesländer“ die Image-Kampagne „Studieren in Fernost“, um westdeutschen SchülerInnen  die Vorzüge des Studierens in Ostdeutschlands näher zu bringen.


Hintergrund von „Studieren in Fernost“ ist der „Hochschulpakt 2020“ zwischen Bund und Ländern der die neuen Bundesländer verpflichtet, vermehrt Studienanfänger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F03%2F28%2Fimagekampagne-%25e2%2580%259estudieren-in-fernost%25e2%2580%259c-gestartet-warum-ich-mich-aus-uberzeugung-fur-das-studieren-in-ostdeutschland-einsetze%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F03%2F28%2Fimagekampagne-%25e2%2580%259estudieren-in-fernost%25e2%2580%259c-gestartet-warum-ich-mich-aus-uberzeugung-fur-das-studieren-in-ostdeutschland-einsetze%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 20 Jahre nachdem die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland gefallen ist, startet die „<a href=" http://www.hochschulinitiative.de/">Hochschulinitiative Neue Bundesländer</a>“ die Image-Kampagne „<a href=" http://www.studieren-in-fernost.de/">Studieren in Fernost</a>“, um westdeutschen SchülerInnen  die Vorzüge des Studierens in Ostdeutschlands näher zu bringen.<br />
<span id="more-373"></span></p>
<p><a href=" http://www.studieren-in-fernost.de/"><center><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/mimbo2.2/images/studiereninfernost.jpg" alt="Studieren in Fernost" /></center></a></p>
<p>Hintergrund von „<a href=" http://www.studieren-in-fernost.de/">Studieren in Fernost</a>“ ist der „Hochschulpakt 2020“ zwischen Bund und Ländern der die neuen Bundesländer verpflichtet, vermehrt Studienanfänger aus dem Westen zu gewinnen. Die Kultusministerien der ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben deswegen nun „Studieren in Fernost“ gestartet, eine Kampagne, die das Image von Ostdeutschland als ganzes sowie der dortigen Universitäten und Hochschulen im Speziellen im Westen verbessern soll.</p>
<p><script type="text/javascript" src="http://de.sevenload.com/pl/IOJeEj0/500x314"></script>
<p>Link: <a href="http://de.sevenload.com/sendungen/Studieren-in-Fernost/folgen/IOJeEj0-Der-Fernost-Trailer-Studieren-in-Ostdeutschland"><img src="http://static.sevenload.com/img/sevenload.png" width="66" height="10" alt="Der Fernost-Trailer: Studieren in Ostdeutschland" /></a></p>
<h1>Mauern und Zäune endgültig einreißen!</h1>
<p>Eigentlich müsste man meinen, dass 20 Jahre nach der Wiedervereinigung die Mauer auch in den Köpfen der deutschen Bevölkerung gefallen sein müsste. Das mag sie vielleicht zum größten Teil auch sein. Und dennoch ist sie nicht verschwunden, nicht einmal bei der Generation, anno 1989 noch nicht einmal geboren war.</p>
<p>Die HIS-Hochschulstudie <a href=" http://www.hochschulkampagne.de/dateien/HIS-Studienanfaenger-Hochschulwahl-und-bewertung.pdf">[PDF]</a> hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und bei Studienanfängern in den alten und neuen Bundesländern untersucht welche Gründe der Hochschulwahl und Bewertungen der Hochschulregionen West- und Ostdeutschland ausschlaggebend sind. Hier ergab sich interessanterweise, dass von den Studienanfängern des Wintersemesters 2006/2007 96 Prozent in ihrer jeweiligen Region in Westdeutschland blieben, wohingegen 22 Prozent der ostdeutschen Studienanfängern für ihr Studium vom Osten in den Westen zogen.</p>
<p>Im Resümee der HIS-Studie heißt es dann auch:</p>
<blockquote><p>
Während von den deutschen Studienanfängern mit Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung in<br />
den alten Ländern der ganz überwiegende Anteil zur Studienaufnahme in Westdeutschland verbleibt<br />
und nur ein marginaler Anteil an eine Hochschule in den neuen Länder geht, ist die<br />
„Verbleibsquote“ bei den Studienanfängern mit in den neuen Ländern erworbener Hochschulreife<br />
erheblich kleiner; von ihnen schreibt sich gegenwärtig ein gutes Fünftel an einer in den alten<br />
Ländern gelegenen Hochschule ein.<br />
<font size=1>(Quelle: HIS, <a href=" http://www.hochschulkampagne.de/dateien/HIS-Studienanfaenger-Hochschulwahl-und-bewertung.pdf">PDF</a>)</font>
</p></blockquote>
<p>Über die Gründe heißt es interessanterweise:</p>
<blockquote><p>
Ein erhebliches Problem stellt die Tatsache dar, dass die Wahrnehmung der Hochschulregionen<br />
von allen Studienanfängern – besonders aber von der „Zielgruppe“ der sesshaften Studienanfänger<br />
aus den alten Ländern – von bestimmten studienfernen Aspekten dominiert werden.<br />
Zugleich werden studienbezogene Vor- und Nachteile als mögliche Korrektive generell nur<br />
schwach perzipiert. Beides setzt Ostdeutschland „von vornherein“ in einen Nachteil. Die im Gegensatz<br />
zu Westdeutschland mit der Hochschulregion Ostdeutschland assozierte fehlende geografisch-<br />
mentale Heimatnähe, das weitgehend fehlende gute Image der Hochschulen sowie die<br />
als nur gering unterstellte Attraktivität seiner Hochschulorte stellen erhebliche Hürden bei den<br />
(politisch erwünschten) Überlegungen zur Hochschulwahl unter vermehrtem Einschluss Ostdeutschlands<br />
dar. Die stärkere Einbeziehung und Abwägung direkt studienbezogener, hochschulinterner<br />
Merkmale ostdeutscher Hochschulen werden mangels Vorhandenseins entsprechender<br />
Wahrnehmungen auf diese Weise blockiert.<br />
[…]<br />
<strong>langfristig wird man hier aber ohne eine entsprechende Marketing- und Imagekampagne<br />
nicht auskommen.</strong><br />
<font size=1>(Quelle: HIS, <a href=" http://www.hochschulkampagne.de/dateien/HIS-Studienanfaenger-Hochschulwahl-und-bewertung.pdf">PDF</a>)</font>
</p></blockquote>
<h1>Meine persönliche Verbundenheit mit dem Osten</h1>
<p>Ich selber hatte noch nie irgendwelche Vorbehalte gegenüber Ostdeutschland. Das liegt wohl auch darin begründet, dass ich als Kind noch vor dem Mauerfall fast jedes Jahr für mehrere Wochen in der damaligen DDR auf Besuch war. Die Eltern, Geschwister und deren Anhang meines Großvaters leben und lebten in der Nähe von Dresden. Für uns Kinder war das immer ein riesen großes Abenteuer, das schon an der Grenze mit dem totalen Auseinandernehmen unseres Autos begann. Den Westteil von Berlin habe ich erst 1990, nach dem Fall der Mauer kennengelernt, in den 1980ern war ich als Westdeutscher ausschließlich in Ostberlin zugegen (wo ich übrigens heute auch <a href=" http://www.bluejax.net/2009/03/06/protest-gegen-thor-steinar-laden-in-berlin-friedrichshain-mein-kiez-will-keine-nazis/">in Berlin-Friedrichshain lebe</a>).</p>
<p>Dann die Care-Pakete, die wir monatlich in der Familie zusammenstellten und an unsere Verwandtschaft in den Osten schickten (wo sie übrigens fast nie vollständig ankamen). Obwohl ich als die Wiedervereinigung statt fand mit Jahrgang 1982 noch sehr jung war, so verfüge ich noch heute über viele Erinnerungen über die DDR und das, obwohl ich im Westen aufgewachsen bin. Ich bin wirklich froh über diese Erfahrungen, die nicht jeder machen durfte. Dies führte dazu, dass ich in der Schulzeit regelmäßig vor der Klasse von meinen Erlebnissen und Erinnerungen dieser Zeit erzählen und referieren durfte – ich war in meiner Klasse der einzige mit Ost-Erfahrung.</p>
<h1>Mein Studium an der TU Ilmenau</h1>
<p>Vielleicht lag es an meinem beschriebenen familiären Hintergrund, dass ich auch bei meiner Studienwahl von Anfang an die Universitäten und Hochschulen als Optionen in Betracht zog. Natürlich war ich im ersten Moment, als ich dann nach der Zusage der TU Ilmenau in Ilmenau stand etwas irritiert, hatte ich doch – aus dem kleinen Städtchen Rottenburg bei Tübingen in Baden-Württemberg kommend, mit den ganz großen Städten Deutschlands geliebäugelt. Aber auf meiner eigenen Liste, auf der ich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Universitäten rein fachlich betrachtet ausgewertet hatte, lag die TU Ilmenau mit dem Studiengang „Angewandte Medienwissenschaft“ zusammen mit der Uni Trier unangefochten auf Position Eins. Zwischen diesen beiden Unis stehend, entschied ich mich schließlich für Ilmenau, zu Recht, wie sich später rausstellen durfte!</p>
<p>Vier Jahre lang Leben in Thüringen, davon zwei Jahre in Erfurt und zwei Jahre in Ilmenau, haben mich dann auch sehr geprägt. Insbesondere das Studium an der TU Ilmenau stellte sich als goldrichtige Entscheidung heraus. Nicht nur, dass sich aufgrund der (relativ) kleinen Uni und dem kleinen Städtchen zwischen den Studierenden, Dozenten und Professoren von Beginn an eine sehr enge freundschaftliche Beziehung aufbaute, die in Großstädten so wohl nicht möglich gewesen wäre, sondern auch im Fachlichen Bereich. Volle Hörsäle kenne ich nur vom Hören-Sagen, stattdessen hatten wir unsere kleinen Seminargruppen, die nicht selten aus zehn bis maximal 20 Studenten zusammengesetzt waren.</p>
<h1>Vorbild Ilmenau</h1>
<p>Was die technische Ausstattung, die Gebäude und Räumlichkeiten anging, so herrschen an der TU Ilmenau Top-Zustände. Ich erinnere mich gerne an eine Situation vor zwei Jahren zurück. Damals waren wir gerade in dem großen Fernsehstudio der TU zugange, wo wir für ein Seminar eine kleine TV-Serie produzierten, als drei Studenten einer anderen Universität kamen und begannen, das Studio und unsere Arbeit zu filmen und Interviews durchzuführen. Es war damals die Zeit, in der landesweit über das Thema Studiengebühren debattiert wurde. Wie sich herausstellte, waren die drei besagten Studenten von einer Initiative, die sich für Studiengebühren einsetzte und zeigen wollte, was damit alles möglich sein könnte. Allerdings: An der TU Ilmenau, wie auch an allen anderen staatlichen Hochschulen in Thüringen und ganz Ostdeutschland gibt es bis heute keine Studiengebühren!</p>
<p>Nun also startet die „Hochschulintitiative Neue Bundesländer“ die Imagekampagne „Studieren in Ostdeutschland“, um die Vorzüge und Vorteile, die sich an ostdeutschen Universitäten und Hochschulen finden, aktiv an Studieninteressierte im Westen Deutschlands zu kommunizieren. Dass diese Vorteile dort nämlich noch immer nicht populär aufgenommen wurden, kann ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen. Wie oft wurde ich in den vergangenen Jahren komisch angeschaut, wenn ich erzählte, dass ich in Ostdeutschland studiere. Meine Freunde und Bekannten sind – abgesehen von den vielen Daheimgebliebenen &#8211; lieber an Unis in Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein gegangen, als sich aktiv mit dem Gedanken eines Studiums in Thüringen oder Sachsen auseinanderzusetzen. Das Argument mit der Entfernung war dabei das am öftesten vorgebrachte, auch wenn das nur selten zu überzeugen wusste.</p>
<h1>Uni-Rankings ohne Effekt</h1>
<p>Man schaue sich doch nur mal <a href=" http://www.che-ranking.de">die Hochschul-Rankings</a> an, da liegen kleine ostdeutsche Hochschulen oftmals in der Spitzengruppe und werden dennoch gerne gemieden. „Die Welt“ <a href=" http://www.welt.de/finanzen/karriere/article3342977/Ostdeutsche-Unis-sind-moderner-als-westdeutsche.html">weiß</a> gar: „Ostdeutsche Unis sind moderner als westdeutsche“! Eins sehr gutes Beispiel, das ich immer wieder gerne bringe, bezieht sich auf mein Fachgebiet. An der TU Ilmenau gibt es den Studiengang “Angewandte Medienwissenschaft”: Top Aubildung, super Ausstattung, kleine Seminargruppen, sehr großer Praxisbezug, moderne Gebäude, enge vertrautheit mit Dozenten und Professoren. Der Studiengang liegt zusammen mit Medienwissenschaft an der Uni Erfurt im absoluten Spitzenfeld beim <a href=" http://www.che-ranking.de">Che-Uni-Ranking</a> im Bereich “Medien- / Kommunikat.-Wissenschaft, Journalistik”.</p>
<p>Und, werden die beiden Unis nun überlaufen von westdeutschen Studienanfängern? Mitnichten. Stattdessen quillt die Kölner Uni, die im selben Ranking am Ende des Feldes dümpelt über vor Studenten und kann sich vor Studienbewerbern nicht retten. Dazu der Umstand, dass an den beiden Thüringer Unis keine Studiengebühren gezahlt werden müssen, in Köln schon (von den zusätzlich anfallenden Semesterbeiträgen sowie den Lebenshaltungskosten ganz zu schweigen). Unter diesen Umständen ist es für mich unverständlich und nicht nachvollziehbar, wieso dennoch eine überwältigende Mehrheit der Studienanfänger die Uni Köln der Uni Erfurt bzw. der TU Ilmenau vorzieht, wenn es um den Bereich “Medien- / Kommunikat.-Wissenschaft, Journalistik” geht!</p>
<h1>Informationsvermittlung benötigt Aufmerksamkeit</h1>
<p>Doch wenn weder die Qualität, noch die geringeren Kosten für Mieten und Lebenshaltung als Argumentation ausreichen, scheint das Problem im Image begründet zu sein. Und Imageprobleme lassen sich nun mal am besten und effektivsten mit einer entsprechenden Imagekampagne beheben, die mit Vorurteilen und falschen Eindrücken aufräumt; die erst einmal Aufmerksamkeit generiert und daran anschließend mit Information Aufklärungsarbeit betreibt.</p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/VyLNn9dnov8&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/VyLNn9dnov8&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<p>Und damit sind wir wieder zurück bei „<a href=" http://www.studieren-in-fernost.de/">Studieren in Fernost</a>“, jener Imagekampagne, die initiiert von der <a href=" http://www.hochschulinitiative.de/">Hochschulinitiative Neue Bundesländer</a> von <a href=" http://s-f.com/">Scholz&#038;Friends</a> und <a href=" http://aperto.de/ ">Aperto</a> in Zusammenarbeit mit <a href=" http://www.schuelervz.net/ ">schülerVZ</a> konzipiert und durchgeführt wird.</p>
<h1>Mut zu neuen Wegen!</h1>
<p>Sicherlich werden nicht wenige die Aufmachung der Kampagne kritisieren, die allein schon mit dem Namen „Fernost“ provoziert und mit der schrill-trashigen Aufmachung nochmals einen drauf setzt. Der Name ist ein ironischer Bezug auf den beschriebenen Eindruck vieler Westdeutschen, die Ostdeutschland sehr weit entfernt wägen, obgleich die neuen Bundesländer oftmals näher vor der Haustüre liegen, als so manch altes Bundesland. Das am japanischen Werbestil orientierte Design mit den beiden Asiaten und Gesichtern der Kampagne „Gang &#038; Dong“ setzt dem Ganzen noch eine gehörige Schippe drauf. Nun kann man darüber streiten, ob diese Form des Auftretens richtig und angemessen ist, angesichts des ernsthaften Hintergrundes.</p>
<p>Man muss allerdings bedenken, an wen sich diese Kampagne, die auf fünf Jahre angelegt ist, richtet. Es sind in erster Linie westdeutsche Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Gedanken eines Studiums auseinandersetzen und die mit „Studieren in Fernost“ auf die Möglichkeit des Studiums in Ostdeutschland aufmerksam gemacht werden und sich im Anschluss daran aktiv damit auseinandersetzen sollen. Außerdem werden alle 44 staatlichen Hochschulen der neuen Bundesländer aktiv in die Kampagne mit eingebunden!</p>
<h1>Was ist Fernost?!</h1>
<p>Im April wird deswegen eine von der Multimedia-Agentur <a href=" http://blog.aperto.de/ ">Aperto</a> konzipierte Hochschulstudiensuchmaschine veröffentlicht, welche Studieninteressierten auf spielerische und unterhaltsame Weise bei der Studienrichtungs- und Studienortsuche behilflich sein soll. Diese auf flashbasierende Suchmaschine erscheint in Videoform, legt den Fokus auf die Hochschulen in den Neuen Bundesländern – die übrigens alle aktiv mit an der Kampagne beteiligt sind &#8211; und wird neben der Integration auf der offiziellen Webseite <a href=" http://www.studieren-in-fernost.de/">www.studieren-in-fernost.de</a> auch im SchülerVZ integriert werden, wo sich ein überwältigender Teil der anvisierten Zielgruppe befindet! </p>
<p>Gleichzeitig werden mehrere von Scholz&#038;Friends konzipierte Filme erscheinen, die jeweils eine der ostdeutschen Hochschulen vorstellen werden. Auch hier stehen die beiden Protagonisten Gang&#038;Dong im Mittelpunkt. Zusätzlich erscheinen mehrere begleitende Informationsangebote, die den Studieninteressierten weiterführende Informationen zu den verschiedenen ostdeutschen Universitäten und Hochschulen liefern. Studieren in Fernost verknüpft also ein aufmerksamkeitserregendes Auftreten mit allerlei Hintergrundinformationen und hofft somit den Nerv bei westdeutschen Studieninteressierten zu treffen, den bisher im Internet und in der Öffentlichkeit vorhandene trockene Informationen scheinbar nicht zu vermögen zu scheinen.</p>
<h1>Warum ich Fernost aktiv unterstütze</h1>
<p>Wer <a href=" http://www.bluejax.net/ ">Bluejax.net</a> und <a href=" https://www.xing.com/profile/JanM_Rechlitz ">mich</a> kennt, der weiß, dass ich ein sehr prinzipientreuer Mensch bin, der seine Ideale hat, diesen treu ist und der sich Instrumentalisierungen versucht zu verzagen. Wieso aber gebe ich meinen Namen und meine Reputation für diese Kampagne her, die in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich noch <a href=" http://www.studieren-in-fernost.de/willkommen-im-osten/ ">für viel</a> heftige <a href=" http://www.studieren-in-fernost.de/nah-dran-an-fernost/ ">Kritik und Diskussionen</a> sorgen wird. Na ja, wer den vorliegenden Artikel aufmerksam gelesen hat, der wird zumindest schon einmal meinen persönlichen Bezug zum Thema festgestellt haben. Darüberhinaus  bin ich ein Mensch, der sehr viel Wert auf Gerechtigkeit legt. Und ich habe das (subjektive?!) Empfinden, dass die ostdeutschen Bundesländer in der Wahrnehmung einer großen Mehrheit der Westdeutschen viel zu schlecht angesehen werden. </p>
<p>Um mit offenen Karten zu spielen kommt natürlich hinzu, dass ich als Aperto-Mitarbeiter aktiv am Projektmanagement von Studieren in Fernost beteiligt bin, dies ist allerdings für mich nur zweitrangig, der größte Grund meiner Unterstützung ist ganz klar in den oben beschriebenen Überzeugungen und persönlichen Verbindungen mit Ostdeutschland begründet. </p>
<h1>Der Seeding-Diplomand</h1>
<p>Übrigens, und das sei wirklich nur ganz nebenbei erwähnt, werde ich wohl auch einen Teil meiner Diplomarbeit mit Studieren in Fernost verknüpfen. Hintergrund ist hier, dass sich die Arbeit, die ich bei der Multimedia-Agentur Aperto schreibe, mit dem Thema „Seeding“, also dem gezielten Platzieren und Streuen von Informationen und Botschaften im Internet, auseinandersetzen wird. Ein wirklich spannendes Thema, das auch sehr viel mit der Nutzung und Funktionalität des Internets als Kommunikationsmedium und Sozialem Netzwerk zu tun hat und auch die Einbeziehung von zielgruppenrelevanten Elementen untersucht. Um dies zu analysieren, bietet sich unter anderem natürlich auch die Imagekampagne Studieren in Fernost an, die sich ja vornehmlich auf das Internet konzentriert und die von einer kleinen Seedingkampagne begleitet wird.</p>
<p>Aber wie schon einige Zeilen weiter oben erläutert, sind all diese Hintergründe zwar wichtig, um meinen Artikel und mein aktives Handeln im Rahmen von Studieren in Fernost richtig einordnen zu können, aber nicht der ausschlaggebende Punkt. Dieser ist &#8211; ganz ehrlich und ganz einfach – in meinem ideellen Bestreben begründet, westdeutschen Bürgerinnen und Bürgern den wahren Osten Deutschlands zu zeigen: Hochschullandschaften, so bunt und blühend zugleich!</p>
<p>bluejax<br />
Berlin, den 28. März 2009</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.hochschulinitiative.de/<br />
http://www.studieren-in-fernost.de/<br />
http://www.hochschulkampagne.de/dateien/HIS-Studienanfaenger-Hochschulwahl-und-bewertung.pdf<br />
http://www.bluejax.net/2009/03/06/protest-gegen-thor-steinar-laden-in-berlin-friedrichshain-mein-kiez-will-keine-nazis/<br />
http://www.che-ranking.de<br />
http://www.welt.de/finanzen/karriere/article3342977/Ostdeutsche-Unis-sind-moderner-als-westdeutsche.html<br />
http://s-f.com/<br />
http://aperto.de/<br />
http://www.schuelervz.net/<br />
http://blog.aperto.de/<br />
http://www.bluejax.net/<br />
https://www.xing.com/profile/JanM_Rechlitz<br />
http://www.studieren-in-fernost.de/willkommen-im-osten/<br />
http://www.studieren-in-fernost.de/nah-dran-an-fernost/</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>(M)ein Kiez brennt: Ausschreitungen in Friedrichshain (Berlin)</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2009/03/14/mein-kiez-brennt-ausschreitungen-in-friedrichshain/</link>
		<comments>http://www.bluejax.net/2009/03/14/mein-kiez-brennt-ausschreitungen-in-friedrichshain/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 21:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschreitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Autonome]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrichshain]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/?p=360</guid>
		<description><![CDATA[ 	 UPDATE In Friedrichshain liefern sich in diesen Stunden Autonome und Polizeikräfte ein Katz-und-Maus-Spiel. Ich war gegen 18 Uhr zufällig am Frankfurter Tor unterwegs, als Unmengen Polizei aufzog und wenige Augenblicke  später auf einen Demonstrationszug der heutigen Freiraum-Demo traf. Einige Minuten lang herrschte unübersichtliches Chaos.

Freiraumdemo Höhe Revaler Straße

Zeugenaussage Schädelbasisbruch

Aufeinandertreffen Mob vs. Polizist

Eigentlich wollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F03%2F14%2Fmein-kiez-brennt-ausschreitungen-in-friedrichshain%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F03%2F14%2Fmein-kiez-brennt-ausschreitungen-in-friedrichshain%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 UPDATE In Friedrichshain liefern sich in diesen Stunden Autonome und Polizeikräfte ein Katz-und-Maus-Spiel. Ich war gegen 18 Uhr zufällig am Frankfurter Tor unterwegs, als Unmengen Polizei aufzog und wenige Augenblicke  später auf einen Demonstrationszug der heutigen Freiraum-Demo traf. Einige Minuten lang herrschte unübersichtliches Chaos.<br />
<span id="more-360"></span></p>
<h1>Freiraumdemo Höhe Revaler Straße</h1>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/x9gv0veRYeI&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/x9gv0veRYeI&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<h1>Zeugenaussage Schädelbasisbruch</h1>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/M-RcQNOPosM&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/M-RcQNOPosM&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<h1>Aufeinandertreffen Mob vs. Polizist</h1>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/P82VSoz3XzQ&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/P82VSoz3XzQ&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Eigentlich wollte ich heute Abend nur rüber zum Alexanderplatz fahren. Weil ich mich für die Lage am Thor-Steinar-Laden interessierte, entschied ich mich, die U5 zu nutzen. Als ich mich dann auf der Höhe des Shops zwischen Bersarin-Platz und Frankfurter Tor befand, erwartete mich ein merkwürdiges Bild: Vor dem Tromsø -Shop waren einige Polizeiwägen postiert, an der Frankfurter Allee fuhr ein Polizeibus nach dem anderen auf. Es war offensichtlich, dass sich etwas zusammenbraute.</p>
<h1>Polizeiauflauf trifft auf Autonome</h1>
<p>Ich unterhielt mich kurz mit einem türkischen Ladenbesitzer, gegenüber des Thor-Steinar-Ladens, der mir erzählte, dass einige Demonstranten unterwegs seien und er damit rechne, dass der Protestzug in wenigen Minuten am Ort eintreffen werde. Als ich dann auf Höhe des U-Bahnhof Frankfurter Tor eintraf, zogen von allen Seiten immer mehr Polizeibusse, Wasserwerfer und Polizeitruppen auf. Ich unterhielt mich an der Ecke Petersburger Straße / Frankfurter Allee mit dem dortigen Café-Betreiber über die Lage, als plötzlich aus der Warschauer Straße ein lauter und schneller Demonstrationszug von geschätzten 200 in schwarz gekleideten Autonomen aufzog.</p>
<p>Der Café-Betreibe schob mich schnell in sein Café und verschloss alle Türen hinter uns. Die darauffolgenden Minuten herrschte ein unüberschaubares Chaos. Polizei und Autonome lieferten sich einige Auseinandersetzungen, der gesamte Platz vor dem Frankfurter Tor war auf einmal übersät mit den Farben Schwarz und Grün. Zwischenzeitlich kreiste mindestens ein Polizeihubschrauber über dem Kiez.</p>
<h1>Live-Berichterstattung über SMS &#038; Twitter</h1>
<p>Die Zeit im Café verbrachte ich damit, die Lage davor zu beobachten und mich mit zwei Griechen aus Athen zu unterhalten, die mir von den dortigen Ausschreitungen des vergangenen Jahres berichteten. Gleichzeitig dokumentierte ich die Ereignisse per SMS und sendete sie an einen guten Freund, der alle Informationen anschließend per Twitter im Internet veröffentlichte.</p>
<blockquote><p>
via @<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">pornokrati</a>e (per sms) &#8211; Frankfurter Tor brennt! Alles voll mit Polizei und Autonomen die sich gegenseitig jagen! #Wasserwerfer #Berlin<br />
via @<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">pornokratie</a> (per sms) lage am frankfurter tor entspannt sich etwas. die autonomen haben sich irgendwo im kiez verschanzt<br />
via @<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">pornokratie</a> (per sms) &#8230; wo sie von der polizei gejagt werden. wirkt dennoch wie die ruhe vorm sturm #berlin #demo<br />
via @<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">pornokratie</a> (per sms) sollten autonome&#038;polizei zum frankfurter tor zurückkommen, wirds gefährlich, hier liegen ganz viele<br />
via @<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">pornokratie</a> (per sms) &#8230;rausgerissene steine rum! aber alles noch ruhig, hubschrauber kreist überm kiez<br />
via @<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">pornokratie</a> (per sms) &#8230; bersarinplatz is umzingelt von polizeibussen&#038;wasserwerfern, hubschrauber darüber. dennoch, alles ruhig grad</p>
<p><font size=1>(Quelle: <a href=" http://twitter.com/moritzotto ">Twitter.com/moritzotto</a>)</font></p>
</blockquote>
<h1>Pflastersteine und Wasserwerfer</h1>
<p>Es dauerte einige Zeit, dann stürmten die Autonomen die Frankfurter Allee hinunter, gefolgt von der Polizei. In den folgenden zwei Stunden zogen dann nach und nach immer mehr Polizeibusse ab und verteilten sich über den gesamten Friedrichshainer Kiez. Rausgerissene Pflastersteine und eine immer noch relativ große Anzahl von Polizeikräften am Frankfurter Tor zeugten von den vorangegangenen Auseinandersetzungen. Der Thor-Steinar-Laden war immer noch flankiert von mehreren Polizeibussen.</p>
<p>Der  gesamte Kreisverkehr am Bersarin-Platz, den ich anschließend gen Norden überquerte, war ebenfalls voller Polizeibusse und Wasserwerfer. Und auch auf der Höhe der Landsberger Allee fuhr ein Blaulicht-Wagen nach dem anderen auf. Die Polizei schien sich weiter über ganz Friedrichshain zu zerstreuen.</p>
<h1>United We Stay – Freiraum-Demo</h1>
<p>Wie ich aus weiteren Gesprächen mit Passanten und ehemaligen Teilnehmer entnehmen konnte, handelte es sich bei den Autonomen scheinbar um eine Splittergruppe der vorangegangenen Freiraum-Demo gegen die Gentrifizierung (an der ich aufgrund privater Gründe kurzfristig leider nicht teilnehmen konnte) der Berliner Innenstadt.</p>
<p>In Anbetracht der aktuell aufgeheizten Stimmung rund um den Thor-Steinar-Laden, die Gentrifizierung sowie den heutigen Mega-Aufmarsch der Berliner Polizei, ist nicht ausgeschlossen, dass in Friedrichshain eine heiße Nacht bevor steht!</p>
<p>bluejax<br />
Berlin, den 14. März 2009</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://twitter.com/PorNoKratie<br />
http://twitter.com/moritzotto</p>
<h1>UPDATE (Samstag, 14. März 2009, 23.30 Uhr)</h1>
<p><a href=" http://de.indymedia.org/2009/03/244145.shtml">Bei Indymedia</a> ist von einer großen Anzahl randalierter Autos in der Warschauer Straße sowie von einem auf den Kopf gelegten Polizei-Wagen am Frankfurter Tor die Rede, was von <a href=" http://www.tagesspiegel.de/berlin/Hausbesetzer-Freiraeume-Demonstration;art270,2751767">mehreren</a> <a href=" http://www.tagesspiegel.de/berlin/Demonstrationen-NPD-Lankwitz;art270,2751864">Medienberichten</a> <a href=" http://www.ad-hoc-news.de/zweite-uebersicht-neu-randale-hausbesetzer--/de/Politik/20107475">bestätigt</a> wird!</p>
<p><center><img src="http://media.de.indymedia.org/images/2009/03/244157.jpg" /></center><br />
<font size=1>(Bildquelle: <a href=" http://media.de.indymedia.org/images/2009/03/244157.jpg">Indymedia</a>)</font></p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://de.indymedia.org/2009/03/244145.shtml<br />
http://media.de.indymedia.org/images/2009/03/244157.jpg<br />
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Hausbesetzer-Freiraeume-Demonstration;art270,2751767<br />
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Demonstrationen-NPD-Lankwitz;art270,2751864<br />
http://www.ad-hoc-news.de/zweite-uebersicht-neu-randale-hausbesetzer&#8211;/de/Politik/20107475</p>
<p><u>Bildquelle:</u><br />
http://media.de.indymedia.org/images/2009/03/244157.jpg</p>
<h1>UPDATE 2 (Sonntag, 15. März 2009, 17.30 Uhr)</h1>
<blockquote><p>
<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">@PorNoKratie</a> Video vermittelt Eindruck von Situation in der Revaler Str. kurz vor der Eskalation der gestrigen Freiraum-Demo in Berlin <a href=" http://www.youtube.com/watch?v=x9gv0veRYeI">http://is.gd/nrm4</a><br />
<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">@PorNoKratie</a> Am Rande d gestrigen Demo in Berlin wurde Passant von Polizisten schwer verletzt. Video enthält Zeugenaussagen zum Vorfall <a href=" http://www.youtube.com/watch?v=M-RcQNOPosM">http://is.gd/nrnY</a><br />
<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">@PorNoKratie</a> Polizei-Bericht zur gestrigen Freiraum-Demo: <a href=" http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/122870/index.html">http://is.gd/nrg0</a> &#8220;D erhobenen Vorwürfe angebl Polizeigewalt weist d Berliner Polizei zurück&#8221;<br />
<a href=" http://twitter.com/PorNoKratie ">@PorNoKratie</a> &#8220;übliche Versuch,Polizei zum Aggressor zu erklärn,um Gewalttaten v Demoteilnehmern als gerechtfertigt erscheinen zu lassn&#8221; <a href=" http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/122870/index.html">http://is.gd/nrg0</a></p>
<p><font size=1>(Quelle: Twitter.com/PorNoKratie)</font>
</p></blockquote>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://twitter.com/PorNoKratie<br />
http://www.youtube.com/watch?v=x9gv0veRYeI<br />
http://www.youtube.com/watch?v=x9gv0veRYeI<br />
http://www.youtube.com/watch?v=M-RcQNOPosM<br />
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/122870/index.html</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bluejax.net/2009/03/14/mein-kiez-brennt-ausschreitungen-in-friedrichshain/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Protest gegen Thor-Steinar-Laden in Berlin-Friedrichshain: (M)ein Kiez will keine Nazis!</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2009/03/06/protest-gegen-thor-steinar-laden-in-berlin-friedrichshain-mein-kiez-will-keine-nazis/</link>
		<comments>http://www.bluejax.net/2009/03/06/protest-gegen-thor-steinar-laden-in-berlin-friedrichshain-mein-kiez-will-keine-nazis/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 13:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus/ Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Thor-Steinar]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Die BewohnerInnen des Berliner Stadtteils Friedrichshain sind in Aufruhr. Grund ist ein neu eröffneter Laden, der mitten im links-alternativen Kiez Klamotten der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor-Steinar vertreibt. Und das ausgerechnet an einem Ort, wo zu NS-Zeiten Antifaschisten gefoltert und ermordet wurden!


Schock-Nachricht: Nazi-Laden auf dem Kiez
Die Nachricht schlug vor genau einer Woche ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F03%2F06%2Fprotest-gegen-thor-steinar-laden-in-berlin-friedrichshain-mein-kiez-will-keine-nazis%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F03%2F06%2Fprotest-gegen-thor-steinar-laden-in-berlin-friedrichshain-mein-kiez-will-keine-nazis%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Die BewohnerInnen des Berliner Stadtteils Friedrichshain sind in Aufruhr. Grund ist ein neu eröffneter Laden, der mitten im links-alternativen Kiez Klamotten der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor-Steinar vertreibt. Und das ausgerechnet an einem Ort, wo zu NS-Zeiten Antifaschisten gefoltert und ermordet wurden!<br />
<span id="more-354"></span><br />
<center><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/mimbo2.2/images/ts-fhain.jpg" alt="Thor Steinar Friedrichshain" /></center></p>
<h1>Schock-Nachricht: Nazi-Laden auf dem Kiez</h1>
<p>Die Nachricht schlug vor genau einer Woche ein wie eine Bombe: In der Petersburger Straße sollte bereits am darauffolgenden Tag ein Thor-Steinar-Laden eröffnet werden. Angeführt von den Grünen und der <a href=" http://www.antifa-fh.de.vu/">Friedrichshainer AntiFa</a> blieben nur wenige Stunden, um möglichst viele Menschen dagegen zu mobilisieren. Trotz dieses kurzen Zeitfensters gelang es am vergangenen Samstagmorgen um 09.30 Uhr geschätzte 200 bis 250 Menschen auf die Straße vor die <a href=" http://maps.google.de/maps?source=ig&#038;hl=de&#038;rlz=&#038;q=Petersburger+Stra%C3%9Fe+94,+berlin&#038;lr=&#038;um=1&#038;ie=UTF-8&#038;split=0&#038;gl=de&#038;ei=WiSxSbm2EZqY0AWUs5GYAQ&#038;sa=X&#038;oi=geocode_result&#038;resnum=1&#038;ct=title">Petersburger Straße 94</a> zu bekommen, um gemeinsam gegen das bei Neonazis beliebte Modelabel Thor-Steinar zu demonstrieren.</p>
<p>Seither ist Friedrichshain in heller Aufregung. Am vergangenen Mittwoch lud die „<a href=" http://gegenrechts.wordpress.com/ ">Initiative gegen Rechts Friedrichshain</a>“ alle Bürgerinnen und Bürger zum offenen Treffen in den <a href=" http://www.ubi-mieterladen.de/ ">Mieterladen</a> in der Kreutzigerstraße, um gemeinsam über das weitere Vorgehen zu diskutieren.</p>
<h1>Samstag: Demo GEGEN Thor-Steinar</h1>
<p>Ergebnis sind verschiedene Veranstaltungen in den kommenden Wochen, die mit einer großen <a href=" http://de.indymedia.org/2009/03/243184.shtml ">Demonstration</a> am morgigen <strong>Samstag, den 07. März 2009</strong> beginnen wird. Ab <strong>14.00 Uhr</strong> wird es einen Protestzug von der Höhe <strong>Warschauer Straße Ecke Revaler Straße</strong> geben, der bis zum Thor-Steinar-Laden in der Petersburger Straße führen soll. Es wird mit einer regen Beteiligung gerechnet.</p>
<p>Tromsø nennt sich der kleine schier unscheinbare Laden, der die Protestwelle ausgelöst hat und dessen Namen von einer <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Tromso ">kleinen Stadt</a> im Norden Norwegens abstammt. Der Laden verkauft Kleidung der Marke <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Thor_Steinar ">Thor-Steinar</a>, die sich in erster Linie bei Rechtsextremen äußerster Beliebtheit erfreut. Das alte Logo von Thor-Steinar wurde vor einigen Jahren nach Paragraf 86a des Strafgesetzbuches  wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verboten. Doch auch mit einem neuen Markenlogo ist Thor-Steinar weiterhin tief in der rechtsextremen Szene verwurzelt. Der Brandenburger Verfassungsschutz <a href=" http://www.verfassungsschutz.brandenburg.de/cms/detail.php/bb2.c.423435.de ">schreibt</a> hierzu:</p>
<h1>Der Verfassungsschutz über Thor-Steinar</h1>
<blockquote><p>
Bekleidungsstücke von „Thor Steinar&#8221; bedienen in Farbgebung und Schriftzügen eine als völkisch verstandene Symbolik. Die gotischen Lettern werden von der Kundschaft mit dem NS-Regime in Verbindung gebracht. Inhaltlich nehmen die Schriftzüge Bezug auf vorchristlichen Germanen-Kult und eine glorifizierende Sicht der Wehrmacht.<br />
[…]<br />
Dieses Spiel mit mehr oder weniger verhohlenen Andeutungen an der Grenze zur Strafbarkeit ist charakteristisch für das Sortiment der Firma. Rechtsextremisten fühlen sich davon angesprochen. Sie bezeichnen die Firma in Internet-Diskussionsforen als „zur Bewegung gehörig&#8221;. Die Bekleidung werde „nicht ohne Grund getragen&#8221;.<br />
<font size=>(Quelle: <a href=" http://www.verfassungsschutz.brandenburg.de/cms/detail.php/bb2.c.423435.de "> verfassungsschutz.brandenburg.de </a>)</font>
</p></blockquote>
<p>Wer die volle Bedeutung der Friedrichshainer Auseinandersetzung mit den Rechtsextremen rund um Thor-Steinar verstehen möchte, der muss sich mit der Vergangenheit des Berliner Stadtteils etwas auseinandersetzen. Diese ist unter anderem geprägt von linken Protesten, Demonstrationen und Straßenschlachten.</p>
<h1>Friedrichshain: Links-Alternative Geschichte</h1>
<p>Der Berliner <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Friedrichshain ">Stadtteil Friedrichshain</a> (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg) gilt als links-alternativ geprägtes Szenevirtel im Osten der deutschen Hauptstadt. Am 16. Juni 1953 waren es Bauarbeiter an der Stalinallee (später Karl-Marx –Allee, heute Frankfurter Allee) die mit Arbeitsniederlegungen einen Protestmarsch auslösten, der am darauffolgenden Tag derartige Ausmaße annahm, dass die Verantwortlichen aus Sowjetunion und DDR sich zur Ausrufung des Kriegsrechts veranlasst sahen und den Aufstand brutal und blutig niederschlugen. Der Volksaufstand des <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/17._Juni_1953 ">17. Juni 1953</a> ist fester Bestandteil der Deutschen Geschichte.</p>
<p>Als einer der „massivsten Polizeieinsätzen Berlins in der Nachkriegszeit“ (<a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4umung_der_Mainzer_Stra%C3%9Fe ">Wikipedia</a>) gilt die Räumung der Mainzer Straße am 14. November 1990. Nach dem Zusammenbruch des DDR-Regimes nutzen viele Anhänger der Berliner linken Szene den großen Leerstand in Friedrichshain und führten unzählige Hausbesetzungen durch. Ein Schwerpunkt lag hier in der <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Mainzer_Stra%C3%9Fe_(Berlin-Friedrichshain) ">Mainzer Straße</a>. Abermals war es die Frankfurter Allee wo sich am 12. November der Widerstand gegen die Räumung der Besetzten Häuser in Form einer Demonstration formierte. In den folgenden Tagen uferte der Protest schnell in Straßenkämpfen zwischen Polizei und Besetzern aus. Unter dem Einsatz von Hubschrauber, Tränengas und Schusswaffen stürmten schließlich mehr als 4.000 Polizisten in der Nacht zum 14. November die Mainzer Straße, die von etwa 500 Autonomen mit Steinen und Molotowcocktails verteidigt wurde.</p>
<h1>Naziverbechen im Keglerheim</h1>
<p>Doch Friedrichshain war nicht erst seit Bestehen der DDR ein Brennpunkt der Linken. Bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren galt der Berliner Bezirk als „<a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Friedrichshain ">Hochburg der Sozialdemokraten und Kommunisten</a>“. Als die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, kam es insbesondere in Friedrichshain immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen mit den Truppen der SA. Als in Folge dessen das SA-Mitglied Horst Wessel getötet wurde, eskalierte die Lage: Die Faschisten rächten sich mit blutigen Übergriffen und Morden gegen die politischen Gegner. In den Jahren zwischen 1933 und 1945 trug der Bezirk den Namen Horst-Wessel-Stadt.</p>
<p>Zentrum dieser faschistischen Verbrechen gegen die politisch Andersdenkenden in Friedrichshain war zu jener Zeit das Lokal „Keglerheim“, wo Antifaschisten gefoltert, misshandelt und ermordet wurden. Der „Friedrichshainer Geschichtsverein Hans Kohlhase e.V.“ schreibt in der <a href=" http://www.friedrichshainer-geschichtsverein.de/montklamott.html ">22. Ausgabe (2006)</a> seiner Zeitschrift „mont Klamott“:</p>
<blockquote><p>
In Friedrichshain gab es sieben SA-Sturmlokale. Das zentrale SA-Lokal „Keglerheim“ in der Petersburger Straße Nr. 86 […] war eine besonders berüchtigte Stätte der Gewalt, ind er viele Fridrichshainer und Lichtenberger Arbeiterfunktionäre, RFB- und Reichsbannermänner misshandelt wurden. […] Seit dem 16. Dezember 1929 fanden immer montags Mitgliederversammlungen […] der NSDAP statt.<br />
<font size=1>(Quelle: <a href=" http://www.friedrichshainer-geschichtsverein.de/montklamott.html ">friedrichshainer-geschichtsverein.de</a>)</font>
</p></blockquote>
<h1>Die Geschichte mit Füßen treten</h1>
<p>Die Petersburger Straße Nr. 86 wurde später zur Bersarinstraße 94 und nach einer erneuten Umbenennung zur Petersburger Straße Nr. 94. Wer nun genau aufgepasst hat, bei dem wird es nun „Klick“ gemacht haben“. Genau, der besagte Tromsø-Laden, der die bei den Neonazis beliebte Marke Thor-Steinar verkauft befindet sich genau an jenem Ort, wo zu Zeiten der Nationalsozialisten Friedrichshainer Antifaschisten und Andersdenkende gefoltert und ermordet wurden. Das ist keine Ironie, das ein Affront an der Geschichte!</p>
<p>Es ist davon auszugehen, dass Thor-Steinar den Ort nicht ohne all das Hintergrundwissen ausgewählt hat. Hinzu kommt, dass in direkter Nachbarschaft viele von Immigranten geführte Läden, im angrenzenden Nebengebäude der Verband für interkulturelle Arbeit, das afrikanische Samariterwerk, eine afrikanisch-ökumenische Kirche, ein chilenischer Kulturverein sowie wenige Meter gegenüber mit der <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Rigaer_Stra%C3%9Fe">Rigaer Straße</a>, eine weitere Hochburg der linken Hausbesetzerszene, angesidelt sind. Es kann als gezielte Provokation verstanden werden, dass ausgerechnet an diesem Ort, der Petersburger Straße 94, ein Thor-Steinar-Laden eröffnet wurde. Das Gefahrenpotential durch die durch den Laden angelockten gewaltbereiten Rechtsextremisten scheint unkalkulierbar!</p>
<h1>Petersburger Straße unter Hochbewachung</h1>
<p>Ein bizarres Bild spielt sich aktuell in der Petersburger Straße ab. Das Teilstück zwischen Bersarinplatz und Frankfurter Allee wird von drei Mannschaftsbussen der Polizei flankiert. Darin und auf der Straße etliche Polizisten. Am Nachbargebäude des Thor-Steinar-Ladens haben die BewohnerInnen große Transparente angebracht, auf denen sie ihren Unmut gegen den Kleiderladen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zum Ausdruck bringen. Die Fensterfront des Tromsø ist zerstört, weil vor wenigen Tagen erste Steine gegen das Gebäude geworfen wurden. Um das Gebäude herum verteilt liegen bereits rot-weiße Absperrgitter für die morgige Demonstration.</p>
<p>Die Immobilie Petersburger Straße 94 gehört übrigens nach Recherchen der Berliner Zeitung der SF-Immobilienfonds-Gruppe. Deren Rechtsanwalt teilte mit, dass den Eigentümern im Vorfeld nicht bekannt gewesen sei, dass der Mieter beabsichtige Thor-Steinar-Klamotten zu verkaufen. Man sei „bestürzt“ und werde „alle rechtlichen Maßnahmen ausschöpfen um den Verkauf von Thor-Steinar-Kleidung in dem Objekt zu unterbinden“ (Quelle: Berliner Zeitung 05. März 2009).</p>
<h1>Auseinandersetzung mit Thor-Steinar</h1>
<p>Wer sich näher mit der Marke Thor-Steinar und deren Verwurzelung in der rechtsextremen Szene auseinandersetzen möchte, dem sei das Dokument „Investigate Thor Steinar – Die kritische Auseinandersetzung mit einer umstrittenen Marke“ empfohlen, die von der Recherchegruppe <a href=" http://investigatethorsteinar.blogsport.de/ ">Investigate Thor Steinar</a> herausgegeben wurde [<a href=" http://investigatethorsteinar.blogsport.de/images/investigate_thor_steinar_2_web.pdf">PDF</a>].</p>
<p>Weitere Informationen über die Auseinandersetzung rund um den Thor-Steinar-Laden in Berlin-Friedrichshain werden in den kommenden Tagen auf <a href=" http://www.bluejax.net/">Bluejax.net</a> sowie auf <a href=" http://twitter.com/pornokratie">Twitter.com/PorNoKratie</a> veröffentlicht!</p>
<p><iframe width="500" height="500" frameborder="0" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://search.twitter.com/search?q=ts-fhain "></iframe></p>
<p>bluejax<br />
Berlin, den 06. März 2009</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.antifa-fh.de.vu/<br />
http://maps.google.de/maps?source=ig&#038;hl=de&#038;rlz=&#038;q=Petersburger+Stra%C3%9Fe+94,+berlin&#038;lr=&#038;um=1&#038;ie=UTF-<br />
8&#038;split=0&#038;gl=de&#038;ei=WiSxSbm2EZqY0AWUs5GYAQ&#038;sa=X&#038;oi=geocode_result&#038;resnum=1&#038;ct=title<br />
http://gegenrechts.wordpress.com/<br />
http://www.ubi-mieterladen.de/<br />
http://de.indymedia.org/2009/03/243184.shtml<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Tromso<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Thor_Steinar<br />
http://www.verfassungsschutz.brandenburg.de/cms/detail.php/bb2.c.423435.de<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Friedrichshain<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/17._Juni_1953<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4umung_der_Mainzer_Stra%C3%9Fe<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Mainzer_Stra%C3%9Fe_(Berlin-Friedrichshain)<br />
http://www.friedrichshainer-geschichtsverein.de/montklamott.html<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Rigaer_Stra%C3%9Fe<br />
http://investigatethorsteinar.blogsport.de/<br />
http://investigatethorsteinar.blogsport.de/images/investigate_thor_steinar_2_web.pdf<br />
http://www.bluejax.net/<br />
http://twitter.com/pornokratie<br />
http://search.twitter.com/search?q=ts-fhain</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Breaking-News: Neubesetzung in Erfurt</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2009/02/21/breaking-news-neubesetzung-in-erfurt/</link>
		<comments>http://www.bluejax.net/2009/02/21/breaking-news-neubesetzung-in-erfurt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 11:51:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Besetztes Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Erfurt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bluejax.net/2009/02/21/breaking-news-neubesetzung-in-erfurt/</guid>
		<description><![CDATA[ 	 UPDATE Heute Vormittag erreichten mich erste Informationen aus Erfurt, nach denen heute Morgen in der Thüringer Landeshauptstadt ein neues Haus besetzt wurde. Die Aktion wurde und wird von den BesetzerInnen des ehemaligen Topf &#038; Söhne-Geländes (aka „Besetztes Haus Erfurt“) durchgeführt. Inzwischen ist die Polizei angerückt und versucht das Gelände zu räumen. Mehr Infos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F02%2F21%2Fbreaking-news-neubesetzung-in-erfurt%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F02%2F21%2Fbreaking-news-neubesetzung-in-erfurt%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 UPDATE Heute Vormittag erreichten mich erste Informationen aus Erfurt, nach denen heute Morgen in der Thüringer Landeshauptstadt ein neues Haus besetzt wurde. Die Aktion wurde und wird von den BesetzerInnen des ehemaligen <a href=" http://topf.squat.net/">Topf &#038; Söhne-Geländes (aka „Besetztes Haus Erfurt“)</a> durchgeführt. Inzwischen ist die Polizei angerückt und versucht das Gelände zu räumen. Mehr Infos im Laufe des Tages!<br />
<span id="more-342"></span></p>
<p><center><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/mimbo2.2/images/neubesetzunginerfurt.jpg" alt="Neubesetzung in Erfurt (Hohenwindenstraße 18)" /></center></p>
<h1> Hohenwindenstraße 18 in Erfurt besetzt</h1>
<p>Bei der Neubesetzung handelt es sich um das Gelände an der Hohenwindenstraße 18 im Norden Erfurts. Wie den Bildern aus <a href=" http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=hohenwindenstra%C3%9Fe,+erfurt&#038;sll=50.641873,11.470451&#038;sspn=0.52253,1.150818&#038;ie=UTF8&#038;ll=51.007831,11.02388&#038;spn=0.000623,0.001743&#038;t=h&#038;z=20">Google Maps</a> und <a href=" http://maps.live.de/LiveSearch.LocalLive?cp=51.00816167490831~11.024086681788873&#038;scene=10859119&#038;style=b&#038;lvl=1&#038;dir=0&#038;tilt=-90&#038;alt=-1000">Microsoft Virtual Earth</a> zu entnehmen ist, handelt es sich um ein baufälliges Gebäude in unmittelbarer Nähe zu den Bahnlinien am Erfurter Nordbahnhof.</p>
<p><iframe width="400" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=hohenwindenstra%C3%9Fe,+erfurt&amp;sll=50.641873,11.470451&amp;sspn=0.52253,1.150818&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;s=AARTsJrDcoayw5kghWIfFrLLjOwqTy9rng&amp;ll=51.011487,11.031389&amp;spn=0.018901,0.034332&amp;z=14&amp;iwloc=addr&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=hohenwindenstra%C3%9Fe,+erfurt&amp;sll=50.641873,11.470451&amp;sspn=0.52253,1.150818&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;ll=51.011487,11.031389&amp;spn=0.018901,0.034332&amp;z=14&amp;iwloc=addr" style="color:#0000FF;text-align:left">Größere Kartenansicht</a></small></p>
<p>In der <a href=" http://topf.squat.net/texte/pressemitteilungen/pe_09_02_21.html">offiziellen Pressemitteilung</a> des Besetzten Hauses auf dem ehemaligen Topf&#038;Söhne-Gelände heißt es dazu:</p>
<h1>Offizielle Pressemitteilung zur Neubesetzung</h1>
<blockquote><p>
<strong>Neues Gelände besetzt!</strong><br />
&#8220;Dieses Gelände ist besetzt&#8221; steht seit dem Morgen des 21.02.2009 auf einem Transparent in der Hohenwindenstraße 18 zu lesen. Die Besetzer_innen des ehemaligen Topf &#038; Söhne- Geländes haben sich auf der Suche nach einem geeigneten Alternativobjekt für das Objekt in der Hohenwindenstraße entschieden. &#8220;Das neue besetzte Areal bietet genug Platz für unsere verschiedenen Projekte und wir sind optimistisch, dass Objekt Stück für Stück instand setzen zu können.&#8221;, sagte eine Sprecher_in der Besetzer_innengruppe. Für den Abend des 21.02.2009 ist eine Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Wozu sind Freiräume notwendig?&#8221; und &#8220;Was können wir von der Stadt erwarten?&#8221; geplant. Anschließend soll die Neubesetzung und Neueröffnung eines sozial-politisch-kulturellen Zentrums in Erfurt mit einer Party gefeiert werden. Eine Sprecherin: &#8220;Zu der heutigen Veranstaltung und für die nächsten Tage laden wir alle Leute ein, die Interesse an einem solchen Projekt haben, die uns unterstützen oder einfach nur mit uns reden wollen.&#8221; In dem neuen Projekt soll wie auf dem ehemaligen Topf &#038; Söhne- Gelände Wohnraum entstehen, Ort und Zeit für Politik sein und kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Auch wenn der Abriss des historischen Topf &#038; Söhne-Geländes für die Besetzer_innen weiterhin zu kritisieren ist. &#8220;Wir werden das ehemalige Topf &#038; Söhne- Gelände komplett verlassen, wenn die Besetzung des neuen Objekts geduldet wird. Uns liegt die Weiterführung unseres Projekts am Herzen, nicht die Konfrontation mit etwaigen Eigentümern.&#8221;, so eine Sprecherin. &#8220;Das neu besetzte Gelände liegt seit mehreren Jahren brach, so dass einer sinnvollen Nutzung nichts im Wege stehen sollte.&#8221;</p>
<p>die BesetzerInnen eines Teils des ehemaligen Topf &#038; Söhne Geländes
</p></blockquote>
<h1>Besetztes Haus Erfurt – Topf &#038; Söhne-Gelände</h1>
<p>Weitere Hintergründe rund um den Konflikt um das Besetzte Haus auf dem ehemaligen Topf &#038; Söhne- Geländes findet ihr in dem Bluejax.net-Artikel „<a href=" http://www.bluejax.net/2009/01/10/solidaritat-mit-dem-besetzten-haus-in-erfurt-%E2%80%93-gegen-das-vergessen-der-ns-verbrechen/">Solidarität mit dem Besetzten Haus in Erfurt</a> – Gegen das Vergessen der NS-Verbrechen“ nachlesen.</p>
<p><center><img src=" http://www.bluejax.net/wp-content/myfotos/bilder/besetzteshaus.jpg" border="0"/></center></p>
<p><a href=" http://haendeweg.blogsport.de/2009/02/21/breaking-news/">Verschiedene Quellen</a> berichten inzwischen von <a href=" http://de.indymedia.org/2009/02/242428.shtml">Räumungsaktionen der Erfurter Polizei</a>. Demzufolge sei diese mittlerweile mit einer Hundertschaft herangerückt und versuche das besetzte Gelände zu räumen. Ein Polizeihubschrauber soll im Einsatz sein. Mehrere Pressevertreter und Kamerateams seien vor Ort.</p>
<h1>Weitere Informationen folgen!</h1>
<p>Sobald mir weitere Informationen zur Neubesetzung in Erfurt vorliegen, werde ich diese am Ende dieses Artikels anfügen. Darüberhinaus empfehle ich euch einen regelmäßigen Blick in die Tweets <a href=" http://twitter.com/pornokratie ">meines persönlichen Twitter-Accounts @PorNoKratie</a>, wo ich ebenfalls über die Neubesetzung berichten werde!</p>
<p>bluejax<br />
Berlin, den 21. Februar 2009</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://topf.squat.net/<br />
http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=hohenwindenstra%C3%9Fe,+erfurt&#038;sll=50.641873,11.470451&#038;sspn=0.52253,1.150818&#038;ie=UTF8&#038;ll=51.007831,11.02388&#038;spn=0.000623,0.001743&#038;t=h&#038;z=20<br />
http://maps.live.de/LiveSearch.LocalLive?cp=51.00816167490831~11.024086681788873&#038;scene=10859119&#038;style=b&#038;lvl=1&#038;dir=0&#038;tilt=-90&#038;alt=-1000<br />
http://topf.squat.net/texte/pressemitteilungen/pe_09_02_21.html<br />
http://www.bluejax.net/2009/01/10/solidaritat-mit-dem-besetzten-haus-in-erfurt-%E2%80%93-gegen-das-vergessen-der-ns-verbrechen/<br />
http://haendeweg.blogsport.de/2009/02/21/breaking-news/<br />
http://de.indymedia.org/2009/02/242428.shtml<br />
http://twitter.com/pornokratie</p>
<h1>UPDATE 14.35 Uhr – Aktuelle Lage vor Ort</h1>
<p>Gerade eben haben mich die BesetzerInnen direkt vom Gelände der Hohenwindenstraße 18 in Erfurt angerufen und über die momentane Situation informiert. Die aktuelle Lage dort ist ruhig und relativ entspannt. Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich der Eigentümer des Geländes der Chef eines Erfurter Recyclingunternehmens in dem besetzten Gebäude, um mit den Verantwortlichen BesetzerInnen zu verhandeln.</p>
<p>Die Polizei hat derweil das komplette Gelände umstellt und abgeschottet, so dass niemand von dem Gelände heraus, geschweige denn hinein kommt. Die aktuelle Stimmung wurde mir als ruhig und „relativ entspannt“ geschildert. Allerdings könne sich dies je nach Ergebnis der Verhandlungen mit den Eigentümern sowie der Reaktion von Seiten der Polizei schnell kurzfristig ändern!</p>
<p>Anreisenden empfehlen die Besetzerinnen am Erfurter Nordbahnhof auszusteigen und von dort zum Gelände zu kommen. Die Veranstaltungen heute Abend sollen auf jeden Fall stattfinden, ob auf dem alten Gelände bei Topf&#038;Söhne oder dem neuen an der Hohenwinderstraße 18 wird sich erst im Verlauf des Abends entscheiden.</p>
<p>Zum Ende des Telefonates wurden die BesetzerInnen übrigens gerade mit frischem Essen und Getränken versorgt!</p>
<p>Weitere Informationen sowie Fotos und eventuell auch Videoaufnahmen werden folgen!</p>
<p><iframe width="500" height="500" frameborder="0" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://search.twitter.com/search?q=neubesetzung+erfurt"></iframe></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nazi-Musik auch bei Blip.fm umfangreich vertreten!</title>
		<link>http://www.bluejax.net/2009/02/16/nazi-musik-auch-bei-blipfm-umfangreich-vertreten/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 21:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bluejax</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktueller Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Nachdem ich heute Abend durch einen Blogeintrag von Zweipunktnull auf den Artikel „Online-Community Last.fm: Brauner Musikantenstadl“ bei stern.de gestoßen bin, in welchem über Neonazi-Musik bei Last.fm berichtet wird, habe ich mir die momentan von mir stark genutzte Musik-Community Blip.fm, diesbezüglich etwas näher angeschaut. Was ich dabei entdecken musste, ließ mich dann doch sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F02%2F16%2Fnazi-musik-auch-bei-blipfm-umfangreich-vertreten%2F"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.bluejax.net%2F2009%2F02%2F16%2Fnazi-musik-auch-bei-blipfm-umfangreich-vertreten%2F" height="61" width="51" /></a></div><p> 	 Nachdem ich heute Abend durch einen <a href=" http://www.zweipunktnull.org/blog/2009/02/15/lastfm-das-braune-fest-der-volksmusik/">Blogeintrag</a> von Zweipunktnull auf den Artikel „<a href=" http://www.stern.de/computer-technik/internet/:Online-Community-Last.fm-Brauner-Musikantenstadl/651561.html">Online-Community Last.fm: Brauner Musikantenstadl</a>“ bei stern.de gestoßen bin, in welchem über Neonazi-Musik bei Last.fm berichtet wird, habe ich mir die momentan von mir stark genutzte Musik-Community <a href=" http://blog.blip.fm">Blip.fm</a>, diesbezüglich etwas näher angeschaut. Was ich dabei <a href=" http://twitter.com/pornokratie">entdecken</a> musste, ließ mich dann doch sehr erschauern: Jede Menge Neonazi-Musik, für jedermann frei zugänglich! Nachfolgend  ein kleiner Auszug meiner Recherchen!<br />
<span id="more-335"></span></p>
<p><center><img src="http://www.bluejax.net/wp-content/themes/mimbo2.2/images/blipfm.gif" alt="Nazi-Musik bei Blip.fm" /></center></p>
<h1>Neonazi-Musik: Landser </h1>
<p><a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Landser_(Band)">Landser</a> ist eine der bekanntesten Bands aus dem Neonazi-Milieu. Die Musiker, die sich mit Parolen wie „Deutschland muss arisch werden!“ oder „Rassenmischung ist Völkermord“ in deutschen Neonazi-Kreisen einen Namen machte wurde 2005 vom Bundesgerichtshof als erste Musikband zur kriminellen Vereinigung erklärt. Auf CD`s wie „Das Reich kommt wieder“ (indiziert), „Deutsche Wut“ (indiziert) oder „Ran an den Feind“ (indiziert) wurde aggresiv und absolut extrem gegen Ausländer und Juden gehetzt. Landser ist mit einem umfangreichen Songangebot bei Blip.fm vertreten („Rassenkrieg“, „Über Leichen“, „Lenker der Schlachten“, „Nordland“, „Jägermeister“, „Volk ans Gewehr“, „Ian Stuart“, „Freiheit“, „Sturmführer“, „Ran an den Feind“,…).</p>
<h1>Neonazi-Musik: Zillertaler Türkenjäger </h1>
<p><a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Zillertaler_T%C3%BCrkenj%C3%A4ger">Zillertaler Türkenjäger</a>, nannte sich eine Band, die Mitte der 1990er Jahre für Aufsehen sorgte. Ihre CD „12 Doitsche Stimmungshits“ wurde 1997/1998 wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB) und offenkundig nationalistischen, antisemitischen und ausländerfeindlichen Texten beschlagnahmt, landete auf dem Index und wurde schließlich bundesweit eingezogen.  Auf dieser CD enthalten ist der Song „Das Reich, Das Reich“, das sich auch im aktuellen Musikarchiv von Blip.fm wiederfindet!</p>
<h1>Neonazi-Musik: Daniel Eggers </h1>
<p>Der 2001 verstorbene neonazionalistische Liedermacher <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Eggers">Daniel Eggers</a> stand der NPD nahe und trat auch im Rahmen derer Wahlkampfveranstaltungen auf. Seine CD`s tragen Namen wie „Wollt ihr den totalen Sieg?“, „Ruhm unserer Heimat“ oder „Mein letzter Gruss, gilt dem Führer“. Noch um ein weites rechtsextremistischer waren seinerzeit die Nebenprojekte des Musikers, wie etwa „Arisches Blut“ (Das Vermächtnis des Führers, 150% deutsch, Ein Führer), „Endlösung“ (Unter dem Hakenkreuz) oder „Weisser Arischer Widerstand“ (Nur vom Feinsten, indiziert). Im Archiv von Blip.fm finden sich Songs wie „Bomber über Dresden“ (Daniel Eggers), „Heldenehrung“ oder „Mein Kamerad“ (Arisches Blut).</p>
<h1>Neonazi-Musik: Frank Rennicke </h1>
<p>Mit <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Rennicke">Frank Rennicke</a> ist ein weiterer rechtsextremistischer Liedermacher auf Blip.fm vertreten. Rennicke gehörte der rechtsextremistischen <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Wiking-Jugend ">Wiking-Jugend</a> an, bevor diese 1994 verboten wurde und ist seither Mitglied in der NPD. Heutzutage betätigt sich der Musiker an führender Stelle bei dem <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_Schulhof-CD ">Projekt Schulhof-CD</a>, in dessen Rahmen die NPD auf Schulhöfen CD´s mit rechtsextremistischen Inhalten verteilt. Blip.fm bietet Songs wie „Die neue Internationale“ oder „Wenn die Rosen noch blüh&#8217;n im November“.</p>
<h1>Neonazi-Musik: Oidoxie </h1>
<p><a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Oidoxie">Oidoxie</a> nennt sich eine einschlägig bekannte Neonazi-Band aus Dortmund. Ihre CD`s tragen Namen wie „Kann denn Glatze Sünde sein?“, „Schwarze Zukunft“ (indiziert) oder „Weiß &#038; Rein“. Die Bandmitglieder werden dem Spektrum der <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Kameradschaften">Freien Kameradschaften</a> zugeordnet und pflegen enge Kontakte zu <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Blood_and_Honour">Blood and Honour</a>. Im Musikarchiv von Blip.fm finden sich sowohl Songs von Oidoxie („Sprengt die Ketten“, „Zerstörter Traum“), wie auch vom Bandableger Weisse Wölfe („Ruhm und Ehre“).</p>
<p>So, dieser kurze Auszug soll es dann auch schon gewesen sein. Ich habe wirklich keine Lust hier auf alle rechtsextremistischen Interpreten – und glaubt mir, es gibt noch viele mehr &#8211; einzugehen, die auf Blip.fm vertreten sind und ihnen damit weitere Aufmerksamkeit zuteil kommen zu lassen. Ihr könnt mir glauben, dass mir beim Durchhören der rechtsextremistischen Texte und Parolen der obigen Songs sowie vieler weiterer schon richtig schlecht geworden ist.  </p>
<p>Die obige Liste werde ich zeitnah auch den Verantwortlichen von Blip.fm zukommen lassen. Auch wenn es sich um kein deutsches Angebot handelt, so bin ich doch sehr verwundert, dass man bei Blip.fm scheinbar keinerlei Filter gegen den Upload solch einschlägig bekannter Bands wie den genannten eingerichtet hat. Dennoch gehe ich davon aus, dass man bei Blip.fm kein Interesse an der aktiven Verbreitung von rechtsextremistischer Musik im Internet hat und hoffe deswegen, dass man die neonazistische Musikpropaganda aus dem Blip.fm-Archiv entfernen wird!</p>
<p>bluejax<br />
Berlin, den 16. Februar 2009</p>
<p><u>Quellen und Links:</u><br />
http://www.zweipunktnull.org/blog/2009/02/15/lastfm-das-braune-fest-der-volksmusik/<br />
http://www.stern.de/computer-technik/internet/:Online-Community-Last.fm-Brauner-Musikantenstadl/651561.html<br />
http://blog.blip.fm<br />
http://twitter.com/pornokratie<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Landser_(Band)<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Eggers<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Rennicke<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiking-Jugend<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_Schulhof-CD<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Oidoxie<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Kameradschaften<br />
http://de.wikipedia.org/wiki/Blood_and_Honour</p>
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