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	<description>Eine endlose Geschichte, die hier erzählt werden soll.</description>
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		<title>Wohlfühlen in der Fremde</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 21:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebt]]></category>

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		<description><![CDATA[Unbekannter Ort, mir bisher unbekannte oder nur entfernt bekannte Menschen, eigentlich eine Situation die ich bisher in meinem Leben, wenn möglich, vermieden habe oder lange gebraucht habe, um mich dort wohl zu fühlen. Heute ist dies anders gewesen. Ich bin bei der Lesung von Benjamin Steins Buch „Replay“ gewesen. Es fand in der Theaterbar Zentrale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unbekannter Ort, mir bisher unbekannte oder nur entfernt bekannte Menschen, eigentlich eine Situation die ich bisher in meinem Leben, wenn möglich, vermieden habe oder lange gebraucht habe, um mich dort wohl zu fühlen. Heute ist dies anders gewesen.</p>
<p>Ich bin bei der Lesung von <a href="http://www.turmsegler.net/">Benjamin Steins</a> Buch „Replay“ gewesen. Es fand in der <a href="http://www.thalia-theater.de/">Theaterbar Zentrale im Thalia-Theater</a> statt. Ein eher dunkler Ort, nur wenig Tageslicht kommt durch trotzdem große Fenster. Dunkle Orte mochte ich in der Vergangenheit nicht, ich konnte sie nicht wirklich überblicken. Nicht alles sehen. Dies machte mir mehr Angst als dass mich die Möglichkeit in der Dunkelheit zu verstecken angenehm war. So auch heute aber nur kurz.</p>
<p>Benjamin Stein erkannte mich bereits beim Betreten des Gebäudes auf dem Bürgersteig. So ein Moment, wo ich für die Erfindung sozialer Netzwerke dankbar bin, sonst hätte er nie gewusst wer ich bin. Die Unterhaltung mit ihm, nahm mir die restliche Angst für den Abend.</p>
<p>Die Lesung war sehr angenehm, auch die Fragen von dem Moderator Matthias Göritz gefielen mir, boten sie doch Stein die Möglichkeit sein Buch zu erklären. Die vorgelesenen Stellen des Buches, der Beginn und die Szenen in der Gallerie, bieten einen m.E. guten Einblick in das Buch ohne zu viel vom Ende des Buches zu verraten.</p>
<p>Nach der Lesung bin ich geblieben und kam mit einer Sitznachbarin ins Gespräch, ich erinnere mich noch an die Lesung 2010 in der Zentralbibliothek in Hamburg, wo ich nach dem mein Buch signiert wurde schnell wieder verschwunden bin. Die Idee zu bleiben kam mir damals gar nicht, heute war es völlig anders. Ich war entspannt, genoss die Unterhaltung mit der Frau, wo ich mich nur ärgere nicht nach dem Namen gefragt zu haben. Ich erzählte ihr von „Corpus Delicti“, einem dystopischen Roman von Juli Zeh und von „Cairo“ von G. Willow Wilson. Zum Schluss habe ich gar nicht gemerkt wie schnell die Zeit vergangen ist und als ich wieder auf der Straße vor dem Thalia-Theater stand, merkte ich, dass mein Zug nach Winsen gerade abgefahren ist. Ein Gedanke der mich vor einer Weile noch beunruhigt hätte. Heute nicht.</p>
<p>Ich habe mich bei Benjamin Stein verabschiedet und bin Richtung Bahnhof gegangen. In einem Kiosk bin ich unvermutet in eine Diskussion über das Halbfinale der Champions League geraten. Mein Smartphone teilte mir mit, dass Real gegen Bayern gerade 2:0 führt, darauf wechselte das Gespräch zum gestrigen Spiel zwischen Barcelona und Chelsea, wo Barcelona zunächst auch 2:0 führte und trotzdem verlor. Dies Gespräch setzte sich in der S3 bis Veddel fort. In Harburg stieg ich, wieder alleine, um in den Metronom nach Winsen.</p>
<p>Mit zufriedenen Gedanken und einer signierten Ausgabe von „Replay“ in der Hand kehrte ich in meine Wohnung zurück.</p>
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		<title>Urheberrecht, die 1337.</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 12:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Urheberrechte, wie auch Patente, sind Monopole auf Zeit. Diese Monopole verursachen für die Gesellschaft Kosten. Zum Beispiel durch höhere Preise oder durch eine eingeschränkte Verfügbarkeit. Sie führen jedoch auch zu gesellschaftlichen Einnahmen, z.B. wenn das Monopol Anreize dafür schafft weiter kreativ oder erfinderisch tätig zu sein oder andere dazu bewegt selbst kreativ oder erfinderisch zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Urheberrechte, wie auch Patente, sind Monopole auf Zeit. Diese Monopole verursachen für die Gesellschaft Kosten. Zum Beispiel durch höhere Preise oder durch eine eingeschränkte Verfügbarkeit. Sie führen jedoch auch zu gesellschaftlichen Einnahmen, z.B. wenn das Monopol Anreize dafür schafft weiter kreativ oder erfinderisch tätig zu sein oder andere dazu bewegt selbst kreativ oder erfinderisch zu werden. Die Frage, die in zu beantworten ist, wie lang muss dieses Monopol für die Urheber gelten, um zum einen die erwähnten Anreize zu schaffen und auf der anderen Seite die gesellschaftlichen Kosten niedrig zu halten.</p>
<p>Zweites Problem ist, viele Werke basieren auf anderen Werken, sind von ihnen inspiriert oder zitieren großzügig aus ihnen. Sie stellen dabei ein neues Werk dar. Sie sind nach Schumpeter der erste Schritt zu eigenen Werken. Somit müsste ein Urheberrecht diese Kreativität genauso schützen, eben um Anreize zu schaffen, weiterhin kreativ zu sein. Schöne Beispiele dafür sind Filme wie „Star Wars“ oder „Iron Sky“, dessen Vorläufer „Star Wreck in the Pirkining“ ein Zitat von „Star Trek“ und „Babylon 5“ ist, doch ohne diesen Film hätte es „Iron Sky“ wahrscheinlich nie gegeben.</p>
<p>Das dritte Feld in der Debatte sind die Nutzer_innen. Heute steckt allein in der Nutzung von geschützten Werken eine Kopie, es geht gar nicht mehr anders. Auch führt das kaum regulierte Monopol zu einem Marktversagen, weil die Nutzer_innen dieses Monopol durch Filesharing zu niedrigen Kosten unterwandern können. Und dies ist, zumindest aus ökonomischer Sicht, sogar die richtige Entscheidung. So muss das Monopol neu reguliert werden, um es den Nutzern einfach zu machen, das Urheberrecht zu beachten. So ist es für viele Nutzer_innen wenig verständlich, wieso Werke auf bestimmte Regionen beschränkt werden oder, dass die Preise für digitale Inhalte so hoch angesetzt werden, dass ihre Nutzung kaum Vorteile gegenüber Filesharing-Angeboten hat. Im Gegenteil, es scheint zurzeit so, dass Filesharing nicht nur preiswerter, sondern auch wesentlich einfacher zu bedienen ist und eine größere Auswahl bietet.</p>
<p>Diese Fragen und Probleme müssen politisch und ökonomisch gelöst werden.</p>
<p><strong>Update: </strong>Wieso Filesharing die ökonomisch richtige Antwort auf das Monopol ist, hat Michael Seemann in seinem Blog ausführlich <a href="http://mspr0.de/?p=2939">beschrieben</a>.</p>
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		<title>Die Suche nach den Käufern</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 01:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich hat sich nichts geändert. Die Märkte funktionieren immer noch so wie sie von Ökonomen mal beschrieben worden sind, als es Dinge wie das Internet oder überhaupt elektrische Kommunikation noch nicht gab. Und trotzdem geht es vielen Bereich nicht gut, viele Branchen leiden unter den neuen Kommunikationsmitteln, weil sie sich auf ihren Märkten ausgeruht haben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hat sich nichts geändert. Die Märkte funktionieren immer noch so wie sie von Ökonomen mal beschrieben worden sind, als es Dinge wie das Internet oder überhaupt elektrische Kommunikation noch nicht gab. Und trotzdem geht es vielen Bereich nicht gut, viele Branchen leiden unter den neuen Kommunikationsmitteln, weil sie sich auf ihren Märkten ausgeruht haben. Sie haben sich eingerichtet, sie haben sich eingerichtet auf ein bestimmtes Kundenverhalten.</p>
<p>Vor dem Internet gab es eine große Gruppe, die die CDs oder Platten gekauft haben und eine sehr kleine Gruppe die sich mit kopierten Kassetten zufrieden gegeben hat. Und selbst bei denen gingen die Labels nicht leer aus, sie bekamen einen Abgabe auf Leermedien. Das Internet veränderte dies, nun war es möglich Musik beliebig oft zu vervielfältigen und einer großen Gruppe von Menschen kostengünstig zu Verfügung zu stellen. Dies hat den Markt eigentlich nicht verändert, es hat aber die Nachfrageseite verändert, es gab nun einen wesentlich besser informierten Käufer.</p>
<p>Statt nun diesen Käufer mit dem zu beliefern was er haben wollte, nahmen die Sache einen anderen Weg. Dienste wie Napster oder AllofMP3 wurden verklagt und am Ende geschlossen. Statt sich also auf die neuen Marktbedingungen einzustellen, wird so getan als sei der Markt wie er schon immer gewesen ist. Mit fatalen Folgen, den Unternehmen, die sich nicht auf neue Marktanforderungen einstellen können, werden über kurz oder lang vom Markt verschwinden. Ob dies nun Kodak, Schlecker oder EMI ist.</p>
<p>Der Fehler, der meiner Meinung nach, von den Plattenfirmen begangen wurde ist einfach erklärt. Sie haben geglaubt, sie müssten alle die heute sich ihre Musik aus P2P-Netzwerken herunterladen dafür gewinnen für Musik zu bezahlen. Und sie haben geglaubt, dass alle die sich aus P2P-Netzwerken Musik herunterladen diese gekauft hätten, wäre wir noch ohne Internet und ohne P2P-Netzwerke. Beide Annahmen sind falsch und naiv. Falsch, weil es unmöglich ist, alle davon zu überzeugen Geld für eine Sache auszugeben, dies es kostenlos gibt. Und naiv, weil es vorher eben auch Leute gegeben hat, die kein Geld für Musik ausgegeben haben.</p>
<p>Was folgt jetzt daraus? Geht jetzt die Musikindustrie Pleite, weil niemand mehr bereit sein wird Geld für Musik auszugeben? Eben nicht. Die Aufgabe ist es jetzt, herauszufinden, wofür die Leute bereit sind Geld auszugeben. Es gilt diese Menschen zu finden. Und ihnen dann genau das zu verkaufen, was sie haben wollen, zu möglichst dem Preis den sie bereit sind dafür zu bezahlen. Dabei unterscheidet sich das Konzept nicht von dem, was vor dem Internet und vor den P2P-Netzwerken galt. Auch damals musste der Käufer für das Werk gefunden werden. Nur die Ansprüche des Käufers haben sich verändert.</p>
<p>Dieser Text ist auf Musik gemünzt aber er gilt für jede Art von Kulturprodukt. Ob Bücher, ob Filme oder eben Musik. Ein zentraler Punkt ist hier die Verfügbarkeit von Werken. Die Bereitschaft auf etwas zu warten sinkt. So hat eine Studie über die P2P-Nutzung für aktuelle Kinofilme ergeben, dass die Nutzung von P2P-Netzen vor allem in solchen Märkten Auswirkungen zeigen, wo der Film erst sehr viel später in den Kinos veröffentlicht wurde. Auch die Erwartungen an das Erlebnis sind heute anders. So soll es heute viel mehr Konzerte und Liveshows geben, also Erlebnisse die nicht kopierbar sind, die sich nicht kostenlos ins Netz stellen lassen.</p>
<p>Der Preis ist relativ, jeder hat hier andere Vorstellungen, doch meiner Vermutung nach werden nicht viel bereit sein den gleichen Preis für ein E-Book wie für ein gedrucktes Buch zu bezahlen. Dabei spielen die Kosten für das eine oder andere keine Rolle, es spielt einzig und allein eine Rolle, was der Kunde bereit ist dafür zu bezahlen. Wenn niemand bereit ist ein E-Book für zehn Euro zu kaufen aber einer bereit wäre es für fünf Euro zu kaufen, würde der Verlag bei dem niedrigeren Preis eben doch Geld einnehmen. Sehr vereinfacht aber ich hoffe es wird klar, worauf ich hinaus möchte. Ein niedrigerer Preis führt zu einer höheren Nachfrage.</p>
<p>So bleibt am Schluss halt nur die Erkenntnis, dass die Nachfrageseite auf dem Markt sich sehr verändert hat. Sie hat andere Ansprüche, andere Prioritäten und andere Bedürfnisse. Daran muss sich die Angebotsseite anpassen. Dies wird sich durch kein Gesetz, kein Vertrag verändern lassen. Meine Empfehlung ist es, dass Labels, Verlage, Filmstudios und all die anderen beginnen, sich wieder auf das zu konzentrieren, was sie können, nämlich Käufer für ihre Werke zu finden und ihnen diese Werke zu verkaufen. Dies hat, meiner Meinung nach mehr Chancen auf Erfolg als Menschen hinterher zu laufen, die dies nie tun werden.</p>
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		<title>Kony und wir</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 14:32:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was braucht man, um ein Thema für Menschen wirklich interessant zu machen? So interessant, dass sie es sofort weitererzählen, teilen und/oder engagieren wollen. Neben einer einfachen, im Sinne von einfach zu verstehenden, Geschichte vor allem viele unbekannte Elemente die bloß stören könnten wären sie bekannt. Über Uganda weiß ich, und wahrscheinlich bin ich da nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was braucht man, um ein Thema für Menschen wirklich interessant zu machen? So interessant, dass sie es sofort weitererzählen, teilen und/oder engagieren wollen. Neben einer einfachen, im Sinne von einfach zu verstehenden, Geschichte vor allem viele unbekannte Elemente die bloß stören könnten wären sie bekannt. Über Uganda weiß ich, und wahrscheinlich bin ich da nicht der einzige, eher wenig. Ich habe schon einmal etwas von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lord%E2%80%99s_Resistance_Army">Lord&#8217;s Resistance Army</a> gehört und auch über homophobe Politik, die von ihr und anderen Gruppen in Uganda ausgeht. Nun kommt ein Video aus Amerika und erzählt mir etwas von entführten Kindern, die dann von der LRA zu Soldaten ausgebildet wurden. Wie, wenn nicht mit Betroffenheit und Wut sollte ich reagieren? Ich bin schließlich ein aufgeklärter Europäer und finde solche Dinge einfach nur barbarisch.</p>
<p>Hier liegt aus meiner Sicht das Problem. Wir, als Europäer, werfen den US-Amerikaner_innen gerne vor, ihre Welt würde an Atlantik und Pazifik enden. Doch in Wirklichkeit sind wir nicht viel besser, bei uns ist es das Mittelmeer. Über den Rest blicken wir von oben herab, wir glauben uns sofort eine richtige und wahre Meinung, über die Situation die wir unmöglich komplett überblicken können, zu haben. Egal, wie viel wir über die Geschichte wissen oder vielmehr nicht wissen.</p>
<p>Dies ist eine zutiefst kolonialistische  Sichtweise Europas auf seine einstige Kolonie. Sie ist von der Überzeugung geprägt, Afrika bzw. die Bevölkerungen der afrikanischen Staaten könnten ihre Probleme nicht alleine lösen. Diese Sichtweise durchzieht bereits die Entwicklungshilfe Europas und sie durchzieht auch die Arbeit vieler Wohltätigkeitsorganisationen in Afrika.</p>
<p>So ist es kein Wunder, dass das Video von der amerikanischen Organisation „Invisible Children“ millionenfach weitergeleitet wird, während die Stimmen von lokalen Journalisten_innen und Aktivisten_innen kaum Verbreitung finden. Bei Boing Boing hat sich Xeni Jardin immerhin mal die Mühe gemacht und einige <a href="http://boingboing.net/2012/03/08/african-voices-respond-to-hype.html">Stimmen aufzuzeichnen</a>. Wie z.B. dieses Video von der ugandischen Journalistin <a href="https://twitter.com/#!/Rosebellk">Rosebell Kagumire</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/KLVY5jBnD-E" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Es ist nicht das Problem, dass sich jetzt viele Menschen mit Uganda beschäftigen, es ist aber ein Problem, dass sie dies einseitig tun. Sie scheinen etwas lösen zu wollen, was sie nicht lösen können. So sollten wir als Europäer aufhören Schlussfolgerungen über afrikanische Konflikte zu ziehen, die wir nicht verstehen. Vor allem sollten wir keine Schlussfolgerungen aus einer kolonialistischen Perspektive ziehen, doch genau das tun wir regelmäßig.</p>
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		<title>Die PPP-Verschwörung</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 16:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich bei der taz einen Artikel über sog. Public-Private-Partnerships gelesen. In der Theorie ein Weg, wie der Staat das Wissen und Erfahrung der Privatwirtschaft für bestimmte Aufgaben nutzen kann, um sie besser oder zumindest effizienter erledigen zu können. In der Praxis ist es ein guter Weg für die Privatwirtschaft risikolos öffentliche Aufträge zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich bei der <a title="Staatslobbyismus (taz)" href="http://taz.de/Staatslobbyismus/!86563/">taz</a> einen Artikel über sog. Public-Private-Partnerships gelesen. In der Theorie ein Weg, wie der Staat das Wissen und Erfahrung der Privatwirtschaft für bestimmte Aufgaben nutzen kann, um sie besser oder zumindest effizienter erledigen zu können. In der Praxis ist es ein guter Weg für die Privatwirtschaft risikolos öffentliche Aufträge zu erhalten. Risikolos, weil die öffentliche Hand dieses meist übernimmt und die Details eher unter das Geschäftsgeheimnis des Unternehmens fallen und nicht einmal dem Parlament offen stehen.</p>
<p>Was diese PPP-Geschäfte zu einer Verschwörung machen lassen ist, dass der Staat und die Wirtschaft in Unternehmen, wie z.B. in der von der taz erwähnten ÖPP Deutschland AG, gemeinsame Sache machen. Der Staat berät Kommunen, Länder und den Bund wie solche Verträge abwickeln soll, doch die Wirtschaft sitzt hier gleich mit am Tisch. So entstehen komplexe Verträge, die niemand wirklich sehen darf und niemand wirklich mehr versteht, jedenfalls auf staatlicher Seite. So steigt der „Festpreis“ für die Elbphilharmonie seit Jahre an, so musste der Staat für die weitere Absicherung der Baustelle auf der A1 bezahlen, weil dies angeblich nicht im Vertrag festgeschrieben worden ist.</p>
<p>Weiterer Punkt ist, die taz vermute, dass bedingt durch die Schuldenbremse für Bund und Länder PPP-Projekte häufiger werden, sie könnte bald zu einzigen Möglichkeit werden große Investitionen zu tätigen, weil sich der Staat dieser Möglichkeit selbst beraubt hat. Am Anfang stand eine Ideologie, eine Ideologie, die sich als solche nicht verstand, sie behauptete jedoch, dass der Staat unfähig sein, und nur die Privatwirtschaft wirklich effizient sein könnte. Danach wurden staatliche Schulden als das Grundübel überhaupt bekämpft.</p>
<p>Dass jede Wirtschaftseinheit, ob staatlich oder privat, Schulden aufnimmt und braucht, um zu funktionieren, wurde einfach beiseite geschoben. Der Staat dürfe keine Schulden aufnehmen, weil … Ja wieso eigentlich, offiziell wird von der Generationengerechtigkeit gesprochen. Wir dürften nicht eine Belastung für die nachfolgenden Generationen sein. Doch dies ist Ideologie.</p>
<p>Eine Investition ist nicht für die Ewigkeit, doch grundsätzlich für einen langen Zeitraum gedacht. Je länger desto besser. Berlin hat heute ein gut ausgebautes Netz aus U- und S-Bahn. Für dieses Netz wurden Kredite aufgenommen, um es zu bauen. Wäre dies nicht möglich gewesen, wäre das Netz heute wesentlich kleiner und an anderer Stelle hätte Berlin jetzt ein großes Verkehrsproblem. So müssen wir endlich davon weg, Staatsschulden als etwas schlechtes zu sehen und wir müssen von der Ideologie weg, dass der Staat nicht effizient arbeiten kann. Stattdessen muss das öffentliche Handeln für den Bürger sichtbar werden. Geheimhaltung des Staates darf es nicht mehr geben. Dazu gehören auch Verträge mit der Privatwirtschaft.</p>
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		<title>Wie ich schreiben lernte</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 23:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebt]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Erinnerungen an meine Grundschulzeit verblassen mit zunehmenden Alter. Dies ist wahrscheinlich eine kluge Einrichtung, so muss ich mich irgendwann nicht mehr an viel aus dieser Zeit erinnern und habe das Gefühl sie überwunden zu haben. An diesem Wochenende jedoch, habe ich mich sehr genau daran erinnert, wie ich damals schreiben lernen musste. Wie meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Erinnerungen an meine Grundschulzeit verblassen mit zunehmenden Alter. Dies ist wahrscheinlich eine kluge Einrichtung, so muss ich mich irgendwann nicht mehr an viel aus dieser Zeit erinnern und habe das Gefühl sie überwunden zu haben.</p>
<p>An diesem Wochenende jedoch, habe ich mich sehr genau daran erinnert, wie ich damals schreiben lernen musste. Wie meine damalige Grundschullehrerin der 1. und 2. Klasse dies gemacht hat und auch welche Gefühle mich dabei heute nicht in Ruhe lassen.</p>
<p>Es began, wie es wohl beginnen musste, mit dem lernen der Buchstaben und Zeichen, immer wieder musste ich diese Aufmalen. Ich sehe vor mir mein Schulheft seitenweise mit dem Buchstaben A beschrieben oder Zeilen mit abwechselt die Buchstaben J und I. Wichtig schien nicht nur, dass die Bögen der lateinischen Ausgangsschrift richtig, sondern auch, dass sie schön waren.</p>
<p>Der nächste Schritt war für mich der aus meiner heutigen Sicht fatale. Wörter schreiben lernen, Silbentrennung lernen. Das heißt, weniger lernen als pauken stand auf dem Programm. Regelmäßig erhielt wir als Hausaufgabe einen A4-Bogen mit einer langen Liste von zusammenhanglosen Wörtern. Diese sollten wir dann einmal selbst aufschreiben und einmal in Silben getrennt. Was wir sonst mit diesen Wörtern gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Einzig und allein diese stupide Arbeit ist mir im Gedächtnis geblieben.</p>
<p>Zweite Maßnahme zum erlernen des Schreibens, waren tägliche Diktate. Ich, der nur sehr langsam schrieb hatte große Schwierigkeiten zu folgen. Zudem war meine Rechtschreibung noch schlechter als heute. Die Entscheidung wie etwas  oder ob es groß oder klein geschrieben werden sollte, brauchte bei mir zu viel Zeit. So machte ich bei diesen Diktaten viele Fehler, zu viele Fehler in den Augen meiner Lehrerin. Heute weiß, dass sie mir dafür regelmäßig eine schlechte Bewertung ins Klassenbuch eingetragen hat und auch wenig Hoffnung sah, dass ich es überhaupt noch einmal lernen werde.</p>
<p>Heute denke über Spätfolgen dieses Lernens nach. Darüber, dass ich große Probleme habe, Gedanken und Gefühle zu Papier bzw. auf die Tastatur zu bringen. Dass der eigentlich kreative Akt des Schreibens mir wie eine große Last vorkommt und ich mich regelmäßig überwinden muss. Dass ich bei Klausuren, wo ich unter Druck und schnell schreiben muss und versage, während ich bei mündlichen Klausuren gut abgeschnitten habe. All das ist für mich eine frustrierende Feststellung. Wie sehr sich ein Erlebnis in der Kindheit, welches nun über 20 Jahre zurückliegt im Laufe der Zeit verfestigt zu haben scheint.</p>
<p>Heute stelle ich mir die Frage, wie ich es überwinden kann. Wie bekomme ich es hin, dass ich diese Blockade, die mich davon abhält etwas zu schreiben, überwunden? Während ich dies hier schreibe, habe ich viele gute Ideen, viele inhaltliche Punkte, die ich hier gerne niedergeschrieben hätte. Es gebe vielmehr über dieses Thema, was ich eigentlich unbedingt loswerden wollte und immer noch will. Doch es hat den Weg vom Kopf in die Tastatur nicht geschafft. Irgendwo in der Mitte blieben sie stecken. Und ich kann sie danach nicht mehr wieder finden. Es geht hier nicht, um eine Formulierung, die scheinen viele zu vergessen, wenn sie beginnen einen Text zu schreiben Es geht, um einen inhaltlichen Punkt, um etwas, was ausdrücken wollte aber nicht konnte. So fühlen sich viele Texte von mir unvollständig an. Auch weil ich weiß, dass ich hätte mehr schreiben können.</p>
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		<title>Emotionen diskutieren gern</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 02:37:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich diskutiere gerne und auch gern lange. Interessante Diskussionen halten mich wach und ich fühle mich wohl dabei. Vor allem haben Diskussionen und Debatten für mich den Vorteil zwar Ideen in den Raum werfen zu können, doch sich erst einmal nicht um die Umsetzung und die damit verbunden Probleme auseinandersetzen zu müssen. Nicht, dass ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich diskutiere gerne und auch gern lange. Interessante Diskussionen halten mich wach und ich fühle mich wohl dabei. Vor allem haben Diskussionen und Debatten für mich den Vorteil zwar Ideen in den Raum werfen zu können, doch sich erst einmal nicht um die Umsetzung und die damit verbunden Probleme auseinandersetzen zu müssen. Nicht, dass ich das nicht könnte, doch es ist etwas, was mir nicht ganz geheuer ist. Emotional geht es natürlich auch zu, ich gehöre leider nicht zu jenen Menschen, die ihre Emotionen in einem solchen Moment zurückhalten können, auch wenn es mir unangenehm sein mag sie vor anderen Menschen zu zeigen.</p>
<p>Heute durfte ich die Emotionen von anderen erleben und die sind mir sehr unangenehm, dass ich deren Argument fast im Eiltempo als sinn- und ziellos bezeichne und sie dann einfach ignoriere. Ich war auf einer Diskussionsrunde über die Energiewende nach Fukushima. Auf dem Podium waren Männer von Greenpeace, dem BDEW, dem Wuppertal-Institut und Vattenfall. Alle sprachen sehr ruhig und konzentriert um die gestellten Fragen herum. Hin und wieder blitzte ein Hoffnungsschimmer auf, doch am Ende war ich für mich persönlich kaum einen Schritt weiter gekommen.</p>
<p>Es waren nicht diese Männer auf dem Podium, sondern das Publikum. Allesamt oder zumindest ein Großteil von ihnen waren Aktive und Idealisten_innen, die sich gegen dieses oder jenes Projekt wehren und dieses mit einem starken Willen, der mich an dogmatische Sozialisten_innen erinnert, tun. So war eine Gruppe anwesend, die sich gegen die geplante Fernwärmetrasse vom Kohlekraftwerk Moorburg nach Altona wehren. Viel schlimmer erlebte ich jedoch, wie versucht wurde, die Debatte um den Klimaschutz mit anderen Debatten zu vermischen. Es wurde von moralischen und ethischen Dingen gesprochen und natürlich auch über die Verteilung zwischen Arm und Reich. Natürlich darf die Verteilungsfrage gestellt werden und natürlich kann sie ein Teil dieser Debatte sein aber letztlich ist sie Teil jeder Debatte, die Verteilungsfrage existierte lange vor der Debatte um den Klimawandel und hat mit diesem wenig zu tun. Sie ist meiner Meinung nach eine Scheindebatte, die vom eigentlichen Problem ablenken kann.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich um die Debatte über den westlichen Lebensstandard. Er wurde und wird häufig als Ursache für den Klimawandel herangezogen, doch ist dies nur die halbe Wahrheit. Es ist ja nicht, wofür die Energie benutzt, sondern wie sie erzeugt wird was den Klimawandel ausgelöst hat. So ist es eben unsinnig pauschal hohen Energieverbrauch zu bestrafen, wie es in der Diskussion ankling, sondern den Verbrauch bestimmter Energien, z.B. fossiler Energien, zu verteuern, damit hier ein Umdenken einsetzt. Die Nutzung fossiler Energien ist für das Klima problematisch, unabhängig davon, wer sie nutzt.</p>
<p>So gilt für mich, dass der Klimaschutz keine sozialen Probleme wird lösen können. Es zu versuchen, wird den Klimaschutz komplexer machen und es wird schwieriger sein ihn zu implementieren. Und das ohne zu wissen, ob es überhaupt funktioniert oder ob sich nicht soziale und klimapolitische Maßnahmen gegenseitig aufheben und am Ende sogar alles noch viel schlimmer ist als vorher.</p>
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		<title>Vom nicht lesen wollen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 23:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebt]]></category>

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		<description><![CDATA[In regelmäßigen, manchmal auch unregelmäßigen, Abständen wird jemand dabei erwischt, wie er seine wirklichen Ansichten über bestimmte Gruppen äußert. Sei es, dass es antisemitische Sprüche sind oder rassistische Ansichten. Natürlich sind ihm diese nur versehentlich rausgerutscht und er hat in Wirklichkeit nichts gegen die angesprochene Gruppe und überhaupt, seine besten Freunde würde ja zu dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In regelmäßigen, manchmal auch unregelmäßigen, Abständen wird jemand dabei erwischt, wie er seine wirklichen Ansichten über bestimmte Gruppen äußert. Sei es, dass es antisemitische Sprüche sind oder rassistische Ansichten. Natürlich sind ihm diese nur versehentlich rausgerutscht und er hat in Wirklichkeit nichts gegen die angesprochene Gruppe und überhaupt, seine besten Freunde würde ja zu dieser Gruppe gehören und daher wäre er völlig unschuldig. Ja, dies kommt einem sehr bekannt vor, alles schon einmal gehört, alles schon einmal gesehen. Wobei es auch mehrmals gewesen sein muss.</p>
<p>Doch frage ich mich immer, ob so etwas überhaupt stimmen kann. Selten passiert ein solcher „Patzer“ in einer freien Rede. Meist sind es, lange im voraus, geschriebene Reden oder (vor)geschriebene Kommentare. Wie kann es hier zu solchen Bemerkungen kommen, wenn sie nicht beabsichtigt gewesen sind? Wie?</p>
<p>Nein, ich muss davon ausgehen, dass solche Bemerkungen oder Kommentare so gemeint sind, wie sie vorgetragen werden. Jemand hat sie geschrieben, jemand hat sich darüber Gedanken gemacht, was er aussagen, was er an den Hörer oder Leser bringen wollte. Und wenn jemand antisemitische oder rassistische Bilder oder Aussagen in seinen Texten benutzt und diese weder danach als solche bezeichnet noch negiert, sondern sie als seine Überzeugung übernimmt, dann muss ich davon ausgehen, dass dies seine Überzeugen sind.</p>
<p>Oft spricht der Erwischte nach dem er ertappt wurde von der sog. „Antisemitismuskeule“. Doch was meint er damit eigentlich? Sie wollen damit meiner Meinung nach vor allem eines ausdrücken, auf Antisemitismus bei Ihnen hinzuweisen ist schlimmer als der Antisemitismus selbst und man würde sie verfolgen und natürlich ihnen die Meinungfreiheit beschneiden. An dieser Reaktion ist eines beruhigend, man merkt ihnen an, dass es ihnen peinlich ist und genau das muss es sein. Solange es für jemanden peinlich ist, des Antisemitismus beschuldigt zu werden, solange man sich herausreden muss, solange es gesellschaftlich nicht akzeptiert wird, eine solche Meinung zu äußern, befinden wir uns noch auf der richtigen Seite. Wir sind also noch nicht an der Klippe und schon gar im Fall.</p>
<p>Leider trifft dies nicht auf alle rassistische Äußerungen zu, vielfach bleiben sie ohne Widerspruche und werden gesellschaftlich akzeptiert. Sei es die vielen antigriechischen Schlagzeilen der „Bild“ in den letzten Monaten oder islamophoben Sprüche, die mittlerweile aus allen politischen Richtungen kommen und mir große Sorgen bereiten. Es ist richtig, dass es nicht dasselbe ist, wenn zwei das Gleiche tun, doch sollten es die gleichen Folgen haben. Ich will keinen Rassismus, Antisemitismus oder Islamophobie im öffentlich-rechtlichen Radio oder im Parlament hören und nein, dass ist kein Anschlag auf die Meinungsfreiheit. Die sichert nur die Freiheit seine Meinung zu äußern, sie sichert aber niemanden dafür Redezeit im Parlament oder Radio. Es ist notwendig, auf den Rassimus, auf den Antisemitismus und die Islamophobie von öffentlichen Personen hinzuweisen und sie dazu zu bringen von der öffentlichen Bühne zu verschwinden. Der Gesellschaft, wird so gezeigt, dass solche Überzeugungen hier keinen Platz haben, kein Podium und kein Forum.</p>
<p>Ich habe daher wenig Mitleid mit denjenigen, die deshalb zurücktreten, deshalb ihre Sendung verlieren und deshalb die öffentliche Bühne verlassen müssen.</p>
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		<title>Von E-Books und Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 15:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Google+ wurde über die Aussage von Amazon diskutiert, dass Kindle-Besitzer sehr vielmehr Bücher kaufen/lesen als vorher. Ich halte diese Diskussion für nutzlos und habe mich daher weniger mit der Frage als viel mehr mit den urheberrechtlichen Bremsen des E-Book-Marktes beschäftigt. Hier noch mal mein Kommentar in voller Länge. Es ist m.E. die völlig falsche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auf Google+ wurde über die Aussage von Amazon <a href="https://plus.google.com/107223467325602754395/posts/JLpvmrWuHHm">diskutiert</a>, dass Kindle-Besitzer sehr vielmehr Bücher kaufen/lesen als vorher. Ich halte diese Diskussion für nutzlos und habe mich daher weniger mit der Frage als viel mehr mit den urheberrechtlichen Bremsen des E-Book-Marktes beschäftigt. Hier noch mal mein Kommentar in voller Länge.</em></p>
<p>Es ist m.E. die völlig falsche Diskussion. Es ist nicht so wichtig, wie viele Bücher ein Leser liest, sondern was er/sie bereit ist dafür zu bezahlen. Ich merke, dass ich nicht bereit bin so viel für ein E-Book zu bezahlen wie für ein gedrucktes Buch.</p>
<p>Und hier kommen wir zum eigentlichen Problem, die Verlage lassen zu viele Marktnischen offen, sie können dies tun, weil sie ein Urheberrecht beschützt. Es ist ein Monopol, welches dem Autor nur bedingt aber dem Verlag viel nützt. Der Verlag kann ein Buch zu seinem (hohen) Preis verkaufen und den Autor für lange Zeit an sich binden und dem Leser bleibt nur die Wahl zwischen kaufen oder liegen lassen, woanders kaufen bringt nichts.</p>
<p>Als es noch kein Urheberrecht gab, war das Problem ein anderes. Die Verlage mussten schnell sein, offene Marktnischen zu lassen bedeutete, dass ein anderer das Buch einfach genau in diesem Markt herausgeben würde. So erschienen Bücher zeitgleich in verschiedenen Versionen und zu verschiedenen Preisen. Diese Preisdiskriminierung war der einzige Weg für die Verlage ihre Gewinne zu maximieren. Und die Autoren? Die waren sehr gefragt, weil sich mit einem einzelnen Buch nicht viel verdienen lies, mussten die Verlagen viel mehr an Büchern herausgeben. Autoren konnten so sogar höhere Preise erzielen. Sie konnten sich die Verlage aussuchen. Ja, auch die Art der Bücher war anders. Es waren vor allem Ratgeber, praktische Bücher, technische Bücher, etc. pp. Weniger die große Literatur oder die großen Werke.</p>
<p>So, wann und wo soll das gewesen sein? Ja, Deutschland, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wenn es damals einen Kindle gegeben hätte, hätte sich niemand dafür interessiert, wie viele fürs Kindle ein Buch kaufen würden. Wichtig war es nur, diesen Markt nicht den &#8220;Nachdruckern&#8221; zu überlassen, sondern dort mit konkurrenzfähigen Preisen vertreten zu sein.</p>
<p>Natürlich ist es für mich einfach darüber zu schreiben, ich verdiene mit Büchern nicht meinen Lebensunterhalt. Ich werde dies wohl auch nie. Aber für mich als Volkswirt sind solche Fragen hochinteressant und die Tatsache, dass viele Autoren immer noch glauben, dass Urheberrecht sei für sie geschaffen worden amüsiert mich sehr. Meiner Meinung nach wurde das Urheberrecht geschaffen, um die Verlage zu stärken, ihnen die Möglichkeit zu geben, mit weniger Büchern mehr Geld zu verdienen. Ich weiß allerdings auch, dass Ereignisse von vor 170 Jahre meist nur schwer übertragbar sind, doch interessant ist die damalige Situation schon, gerade in Hinblick darauf, wie sich der E-Book-Markt in Deutschland zurzeit entwickelt und wer hier bremst.</p>
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		<title>Angst vor der Zukunft (2)</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 22:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zurzeit habe ich eine große Angst, was aus mir in der Zukunft wird. Meine Zukunft ist alles andere als klar. Sie ist nicht einmal ein Nebel, sie liegt für mich einfach nur im Dunkeln. Ich weiß, dies ist für viele Menschen so, doch mich versetzt dieses „Dunkel“ nicht in Freude vor einer neuen Entdeckung, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zurzeit habe ich eine große Angst, was aus mir in der Zukunft wird. Meine Zukunft ist alles andere als klar. Sie ist nicht einmal ein Nebel, sie liegt für mich einfach nur im Dunkeln.</p>
<p>Ich weiß, dies ist für viele Menschen so, doch mich versetzt dieses „Dunkel“ nicht in Freude vor einer neuen Entdeckung, sondern in eine tiefe Angst. Diese Angst sitzt bei mir so tief, dass ich mich kaum traue mich zu bewegen. Stattdessen flüchte ich mich in eine Welt, in der ich diese Probleme nicht habe.</p>
<p>Für mich hängt diese Angst sehr mit meiner Angst aus <a href="http://www.bohnomat.de/angst-vor-ablehnung/">Teil 1</a> zusammen, denn ich traue mich ja nicht einmal meine Zukunftsvorstellungen zu äußern, weil ich befürchte nicht ernst genommen zu werden, mir zu hohe Ziele gesetzt zu haben oder was auch immer.</p>
<p>So sitze ich ich hier wie versteinert und habe das Gefühl mich kaum jemanden anvertrauen zu können. Deshalb muss ich es jetzt allen erzählen.</p>
<p>Und falls noch jemand eine Organisation oder Verband im Bereich erneuerbare Energien oder ÖPNV/SPNV kennt die einen Volkswirten suchen, bitte melden!</p>
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