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	<title>UPLOAD Themenschwerpunkt "Das Buch der Zukunft"</title>
	
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		<title>Fortsetzung folgt…</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 06:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach 32 Beiträgen in fünf Wochen und bislang über 7.000 Seitenabrufen hat der erste UPLOAD-Themenschwerpunkt „Das Buch der Zukunft“ seine Startphase inzwischen abgeschlossen. Eigentlich war er sogar nur auf vier Wochen angelegt, aber ich hatte ihn spontan eine Woche verlängert, weil wir noch so viel interessantes Material hatten. Die Schlagzahl an neuen Artikeln verringert sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_327" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/10/101003-lesen.jpg"><img class="size-full wp-image-327" title="101003-lesen" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/10/101003-lesen.jpg" alt="" width="500" height="367" /></a><p class="wp-caption-text">„I wonder what&#39;s going to happen exciting to-day?“ said Piglet.</p></div>
<p>Nach 32 Beiträgen in fünf Wochen und bislang über 7.000 Seitenabrufen hat der erste UPLOAD-Themenschwerpunkt „Das Buch der Zukunft“ seine Startphase inzwischen abgeschlossen. Eigentlich war er sogar nur auf vier Wochen angelegt, aber ich hatte ihn spontan eine Woche verlängert, weil wir noch so viel interessantes Material hatten. Die Schlagzahl an neuen Artikeln verringert sich jetzt, denn schließlich ist das alles ein Freizeitprojekt und in dieser Form nicht auf Dauer zu schaffen. Da aber das Thema „Buch der Zukunft“ nicht hier und heute endet, endet auch der Themenschwerpunkt „Buch der Zukunft“ nicht. Es lohnt sich also dranzubleiben und entweder <a href="http://feeds.feedburner.com/buch-zukunft">den RSS-Feed zu abonnieren</a>, <a href="http://twitter.com/uploadmag">@uploadmag auf Twitter zu folgen</a> oder sich <a href="http://www.facebook.com/uploadmag">die UPLOAD-News und -Linktipps auf Facebook in den Stream zu holen</a>. Denn es wird weiterhin gelegentlich neue Beiträge geben. Wenn du dich beteiligen möchtest, dann schick mir gern eine Mail an jan@upload-magazin.de.</p>
<p><span id="more-324"></span></p>
<p>Bedanken möchte ich mich bei allen Mitstreitern, die dieses experimentelle Projekt mit Ideen und Artikeln unterstützt haben. <a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/die-autoren/">Alle Autoren seht ihr auf dieser Seite.</a> Außerdem wird es für ein Jahr einen Sponsor für den Themenschwerpunkt und für den <a href="http://upload-magazin.de/selfpublishing-guide/">Selfpublishing Guide</a> von Sebastian Schürmanns geben. Das bleibt dann auch die einzige Reklame auf diesen beiden Projekten. Von den Einnahmen wird zwar keiner reich, aber sie sind eine schöne Unterstützung. Und es zeigt sich, dass die Idee der Themenschwerpunkte und Specials vielleicht wie erhofft funktioniert.</p>
<p>Eher symbolisch ist übrigens der Beitrag, der über <a href="http://flattr.com">flattr</a> bislang hereingekommen ist &#8211; unter 10 Euro stehen hier in der Bilanz. Ich habe mich entschlossen, das Geld in flattr umzuschichten und wieder auf andere Blogs zu verteilen. Die flattr-Buttons lasse ich drin, weil ich das Projekt unterstützenswert finde und auf diese Weise meinen Beitrag dazu leisten möchte, dass es einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wird.</p>
<p>Eine andere interessante Info: Gemeinsam mit <a href="http://www.bookfabrik.de">Bookfabrik</a> ist eine Buch-Version des Themenschwerpunkts in Arbeit, die dann zeigen soll, wie man aus einem Blog ein Buch generieren kann. Das Buch ist bereits im Druck und demnächst zum Preis von 19,90 Euro erhältlich. Ich halte euch dazu auf dem Laufenden.</p>
<p>Und zum Schluss erwähnt: Es ist daran gedacht, weitere solche Themenschwerpunkte auf die Beine zu stellen. Einer ist auch schon konkret in der Planung. Hier wird es aber voraussichtlich frühestens im nächsten Jahr etwas Neues zu berichten geben.</p>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=324&amp;md5=10e0d26c8e4a8197de0268f6e53c836e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/SRsLxnC9YwY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Studenten entwerfen fünf Visionen für das Buch von morgen</title>
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		<comments>http://upload-magazin.de/buch-zukunft/udk-berlin-309/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 06:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[An der Universität der Künste Berlin versuchen Studenten der New Media Studio Class das Buch „neu zu denken“. Herausgekommen sind fünf unterschiedliche Visionen von Büchern, die zwar noch als Bücher erkennbar sind, aber dennoch teils weit darüber hinaus gehen. Der Hintergrund laut Selbstbeschreibung: In diesem Projekt werden die digitalen Möglichkeiten untersucht, das Buch als Medium neu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An der <a href="www.udk-berlin.de?PHPSESSID=illclqlmu1qpa0e3iht9l0m4a6">Universität der Künste Berlin</a> versuchen Studenten der New Media Studio Class <a href="http://dasbuchneudenken.tumblr.com/">das Buch „neu zu denken“</a>. Herausgekommen sind fünf unterschiedliche Visionen von Büchern, die zwar noch als Bücher erkennbar sind, aber dennoch teils weit darüber hinaus gehen.</p>
<p>Der Hintergrund laut Selbstbeschreibung:</p>
<blockquote><p>In diesem Projekt werden die digitalen Möglichkeiten untersucht, das Buch als Medium neu zu denken. Wir untersuchen und experimentieren mit den Möglichkeiten das Buch durch visuelle Codes mit digitalen Inhalten zu verlinken; mit Methoden der Augmented Reality die zweidimensionale Schnittstelle Buch durch dreidimensionale, bewegten Darstellungen zu überlagern; durch neue Werkzeuge, wie Stifte mit Kamera neue Interaktionen zu nutzen; durch Produktionstechiken wie Lasercut das Buch als Objekt neu zu modellieren; durch neue Druckverfahren, wie Print on demand personalisierte Bücher auch in kleinen Auflagen zu ermöglichen, usw.</p>
<p>Gerade der Bereich der Wissens- und Lernmittel ist ein Bereich, der sich für die Untersuchung von neuen experimentellen Anwendungen anbietet. Das Vermitteln von Wissen ist ein komplexer Prozess, der visuelle Modelle, erklärende Texte, auditive Unterstützung, animierte, flexible und interaktive Prozesse und mehr benötigt.</p></blockquote>
<p><span id="more-309"></span></p>
<h3>1: Digitaler Buchumschlag</h3>
<p>Projekt von:Stefanie Kolb, Karolina Leczkowksi</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="306" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/kEsuM1gNEOM?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" src="http://www.youtube.com/v/kEsuM1gNEOM?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Eine digitaler Buchumschlag/Hülle ermöglicht je nach eingeschobenen Buch unterschiedliche Anwendungen. Er dient sowohl als Kommunikations- und Interaktionsmedium im Klassenverband, als auch zur Darstellung und Interaktion mit konkreten Lehrinhalten. Als Anwendung für das Fach Chemie wird ein Periodensystem gezeigt, das neben der klassischen Anordnung, sich je nach Kippbewegung des Buches neu ordnet (z.B. nach Gewicht des Element) und somit weitere Eigenschaften der Elemente spielerisch erlebbar macht.</p>
<h3>2: Mathematik sichtbar/hörbar machen</h3>
<p>Projekt von:Daniel Dalforo</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="400" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/in8xcSIpGT4?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="400" src="http://www.youtube.com/v/in8xcSIpGT4?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Abstrakte mathematische Formeln werden übersetzt ins Visuelle und Auditive, z.B. kann eine Formel durch Farben, Formen, Klänge erfahrbar gemacht und veränderbar werden. Ändere ich die Formel, ändert sich das Bild, ändere ich das Bild, ändert sich die Formel. Ziel soll es sein, die Erfahrung möglichst intuitiv und haptisch zu machen nur durch die Bewegung des Buches (Kippen, Drehen) und das Auf- und Zuklappen.</p>
<h3>3: Origami</h3>
<p>Projekt von:Wanja Tosseli</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="306" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8iukeAtm85g?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" src="http://www.youtube.com/v/8iukeAtm85g?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-origami-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-321" title="100915-origami-2" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-origami-2.jpg" alt="" width="500" height="345" /></a></p>
<p>Es gibt eine Richtung in der Mathematik, die die Origamikunst nutzt, um mathematische/geometrische Gesetze anzuwenden und zu verdeutlichen. Diese Methode wurde weiterentwickelt zu einem interaktiven Origami in Form eines faltbaren, elektronischen Papiers. Das Papier, das mit leitender Farbe bedruckt ist, wird per USB an den Computer angeschlossen.</p>
<h3>4: Experimentelles Periodensystem</h3>
<p>Projekt von: Dominik Wagner und Timo Sudmann</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="400" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/hC-wW_5chV0?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="400" src="http://www.youtube.com/v/hC-wW_5chV0?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-perioden-1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-322" title="100915-perioden-1" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-perioden-1.jpg" alt="" width="500" height="422" /></a></p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-perioden-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-323" title="100915-perioden-2" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-perioden-2.jpg" alt="" width="500" height="343" /></a></p>
<p>Das Projekt nutzt die Möglichkeiten der <a href="http://upload-magazin.de/blog/5089-augmented-reality/">Augmented Reality</a> das Periodensystem interaktiv erfahrbar zu machen und virtuelle Experimente durchführen zu können. So lassen sich virtuelle Experimente durchführen, die nur durch da Buch gesteuert werden, oder durch dem Buch beigefügte Aufkleber Alltagsgegenstände zu einem interaktiven Chemiekasten umnutzen.</p>
<h3>5: Ein neues E-Book</h3>
<p>Projekt von:Mirko Wannemacher</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="306" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gy-wFadh9EA?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" src="http://www.youtube.com/v/gy-wFadh9EA?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-ebook-1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-317" title="100915-ebook-1" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-ebook-1.jpg" alt="" width="500" height="457" /></a></p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-ebook-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-318" title="100915-ebook-2" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-ebook-2.jpg" alt="" width="500" height="464" /></a></p>
<p>Der Student entwickelt ein eigenes neues Lernmedium, das auf bestimmte bereits existiernde Medien aufsetzt und diese neu kombiniert &#8211; ein Gegenentwurf zu iPad und Co. Dabei geht es ihm hauptsächlich um neue Interaktionsformen (z.B. interaktive &#8220;touchbare&#8221; Buchseiten).</p>
<ul>
<li><a href="http://dasbuchneudenken.tumblr.com/">Mehr Informationen auf dieser Website zu „Das Buch neu denken“&#8230;</a></li>
</ul>
<p><em>Vielen Dank an Prof. Kora Kimpel vom Institut für Zeitbasierte Medien für die Zuarbeit.</em></p>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=309&amp;md5=c90ec93d812b7eaa61e15c3930cab080" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/PoerzMVC_T8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Schlagwort Enriched Media – Enhance your E-Book</title>
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		<comments>http://upload-magazin.de/buch-zukunft/enriched-media-enhanced-e-book-303/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicolai Eckerlein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[custimization]]></category>
		<category><![CDATA[Enriched Media]]></category>
		<category><![CDATA[interaktiv]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
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		<category><![CDATA[Wired Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bedeutet Enriched Media? Der Begriff Enriched Media meint zum einen, reinen Fließtext um multimediale und interaktive Inhalte zu erweitern, zum anderen die Struktur eines Buches an sich zu verändern – mittels der Möglichkeiten, die das digitale Medium (egal ob PC, Smartphone, E-Reader oder Tablet) bietet. In diesem Beitrag möchte ich Möglichkeiten (und Noch-Nicht-Möglichkeiten respektive [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_306" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-ereader.jpg"><img class="size-full wp-image-306" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-ereader.jpg" alt="" width="500" height="457" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: spacejunkie / photocase.com </p></div>
<p><strong>Was bedeutet Enriched Media?</strong></p>
<p>Der Begriff Enriched Media meint zum einen, reinen Fließtext um multimediale und interaktive Inhalte zu erweitern, zum anderen die Struktur eines Buches an sich zu verändern – mittels der Möglichkeiten, die das digitale Medium (egal ob PC, Smartphone, E-Reader oder Tablet) bietet.</p>
<p>In diesem Beitrag möchte ich Möglichkeiten (und Noch-Nicht-Möglichkeiten respektive Visionen) aufzeigen, die Herstellern zur Verfügung stehen, um ihre E-Books von einer „digitalen Print-Ausgabe“ zu einer neuen Leseerfahrung upzugraden.</p>
<p><span id="more-303"></span></p>
<h3>1. Das Inhaltsverzeichnis (Image Map)</h3>
<p>Ein Inhaltsverzeichnis erfüllt zum einen die Funktion, einzelne Textstellen schnell auffindbar zu machen, zum anderen bildet es in einer Übersicht die Struktur eines größeren Werkes ab. Klassischerweise wird das im Print-Buch mit einem linearen Text bzw. einer Tabelle gemacht.</p>
<p>Beim E-Book gibt es hier eine zweite Möglichkeit: eine verweissensitive Image Map (zu Deutsch: ein Bild, in das man hineinklicken kann und abhängig vom Bereich zu einer bestimmten Seite im Buch verlinkt wird).</p>
<p>Sinn macht diese Umsetzung z.B. bei vielen Fantasy-Titeln, deren Print-Ausgaben ja häufig schon mit einer Karte der Welt, in der der jeweilige Roman spielt,  ausgestattet sind. Da in solchen Büchern oft eine „Heldenreise“ erzählt wird, kann man sich mithilfe der Image Map einen schnellen Überblick über die Handlung verschaffen und mit einem Klick direkt in das gewünschte Kapitel springen.<br />
Außerdem lässt sich diese Karte mit Zusatzinformationen, die man sonst in einem Glossar o.ä. unterbringen würde, anreichern, was die Erfahrung einer konsistenten Welt, in der die Handlung spielt, besser abbildet als eine reine Text-Liste mit Begriffen.</p>
<div id="attachment_304" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-landvermesser-tv.jpg"><img class="size-full wp-image-304" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-landvermesser-tv.jpg" alt="" width="500" height="330" /></a><p class="wp-caption-text">landvermesser.tv zeigt, wie man Geschichte und Google Map miteinander verbinden kann.</p></div>
<p>Bei Belletristik-Titeln, die in der wirklichen Welt spielen, kann man das Ganze auch mit einem Kartendienst (z.B. Google Maps) verknüpfen, damit der Leser die Möglichkeit hat, direkt die Orte zu besuchen, an denen die Geschichte spielt. (Eine sehr gelungene Umsetzung dieser Idee sieht man auf <a href="http://www.landvermesser.tv/">www.landvermesser.tv</a>.) Unterstützt das Lesegerät darüber hinaus Lokalisierung (mittels GPS), lassen sich sogar leserindividuelle Routen zum Ort der Handlung ermitteln.</p>
<h3>2. Der Kapitelanfang</h3>
<p>Ein Kapitelanfang dient dazu, dem Leser einen Überblick zu verschaffen, ihn zum Text hinzuführen. Neben der unter 1. eingeführten Idee von einer verweissensitiven Grafik als Inhaltsverzeichnis, die natürlich nicht nur beim Gesamtwerk, sondern auch beim Einzelkapitel Verwendung finden kann, möchte ich hier zwei weitere Möglichkeiten aufzeigen, wie man ein Kapitel einleiten kann.</p>
<p>Zum einen das vor allem in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=iwarp-58UFo">Vooks</a> verwendete Prinzip des Einführungsvideos, zum anderen die z.B. im Konzept für das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=wwFbwHaP5tE">Magazin „Wired“</a> gezeigte Übergangsanimation.</p>
<p><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/wwFbwHaP5tE?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/wwFbwHaP5tE?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="306"></embed></object></p>
<p>Hier steht der Hersteller vor folgenden Entscheidungen:</p>
<p><em>Wozu dient das Video/die Animation?</em></p>
<ul>
<li>zur Überleitung zwischen zwei Kapiteln</li>
<li>zur Einführung in die Handlung nach einem klaren Schnitt bzw. Kapitelende</li>
<li>zur Erzeugung einer bestimmten Stimmung beim Leser</li>
</ul>
<p>und</p>
<p><em>Was zeige ich?</em></p>
<ul>
<li>reine Hintergrundbilder, die den Ort des Geschehens vorstellen</li>
<li>einen Teil des Plots, an den der Text danach anschließt</li>
<li>einen Teil des Plots, unabhängig vom Text, der sich daran anschließt</li>
<li>einen Teil des Plots, den ich später im Text wiederhole</li>
<li>oder mache ich innerhalb der Videos einen Meta-Plot auf, z.B. der Erzähler sitzt am Lagerfeuer und erzählt eine Geschichte</li>
</ul>
<p>Und eine dritte, nicht zu vernachlässigende Frage:<em> Nehme ich dem Leser damit die Möglichkeit zum Kopf-Kino oder ermögliche ich ihm ein neuartiges Leserlebnis?</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<h3>3. Musik &amp; Sound</h3>
<p>Wenn ich von Musik &amp; Sound rede, meine ich nicht das Bundeling von Text und Hörbuch. Dass diese Möglichkeit besteht, ist, denke ich, offensichtlich. Gerade bei Devices wie dem iPod, die standardmäßig mit Kopfhörern ausgestattet sind, weil sie auch als MP3-Player verwendet werden, macht es Sinn, dem Leser/Hörer die Möglichkeit zu geben, fließend zwischen den beiden Rezeptionsformen zu wechseln.</p>
<p>Nein, wovon ich rede, ist die Verquickung von Text und Audio zu <em>einer</em> Rezeptionsform, sodass der Audio-Kanal eine zusätzliche Erzählebene bildet, statt „nur“ den Text zu spiegeln.</p>
<p>Ein Beispiel aus der Praxis ist hier Anthony Zuikers E-Book-App „<a href="http://www.level26.com/">Level 26</a>“. Dort wird auf das Tap zum Seitenumblättern ein dumpfer, hallender Ton gelegt, der mit jedem Umblättern eine bedrohliche, beklemmende Stimmung aufbaut. Je weiter man im Leseprozess fortschreitet, desto mehr erhöht sich die Spannung, die Lesegeschwindigkeit, durch die schneller abgespielten Töne entsteht wiederum eine Spannungskurve, etc. pp.</p>
<p>Würden hier verschiedene Geräusche verwendet, könnte man sich spannende Kompositionen überlegen, etwa bis hin zu einem vollkommen überraschenden Schrei, wenn der erste Zeuge am Tatort die Leiche bemerkt.</p>
<p>Wenn man es diffiziler gestalten möchte, kann man auch einzelne Textbereiche auszeichnen, bei deren Berührung abhängig vom Inhalt ein bestimmter Sound abgespielt wird, z.B. das Klingeln eines Telefons, das Ticken einer Uhr, Straßenverkehr oder das interaktive Abrufen eines Anrufbeantworters.</p>
<p>Gegen eine interaktive Geräuschkulisse erscheint eine permanente Untermalung des Textes mit einer stimmungsfördernden Hintergrundmusik respektive Geräuschen trivial, für viele Textsorten, gerade bei Reihentiteln, wäre sie jedoch vermutlich vollkommen ausreichend.</p>
<h3>4. Sensorik</h3>
<p><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="306"></embed></object></p>
<p>Spätestens mit „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=gew68Qj5kxw">Alice for iPad</a>“ ist sichtbar geworden, dass ein digital erfahrbarer Text nicht nur auf das Tip und Tap seiner Leser reagieren kann. Die Interaktion zwischen Text und Leser kann über alle Sensoren, die ein Lesegerät besitzen kann, vonstatten gehen. Ob sich die Animation bewegt, je nach dem, wie man sein Device dreht und wendet, zusätzliche Info-Texte angezeigt werden, wenn man sich beim Lesen eines historischen Romans am Ort des Geschehens oder in seiner Nähe befindet (GPS-Sensor) oder man über Mikro in die Rolle des Protagonisten schlüpft und mit einer anderen Figur kommuniziert – der Fantasie (und der Realität) sind hier kaum Grenzen gesetzt.</p>
<h3>5. Personalisierbare Charaktere</h3>
<div id="attachment_305" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-marvel-superhero.jpg"><img class="size-full wp-image-305" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-marvel-superhero.jpg" alt="" width="500" height="359" /></a><p class="wp-caption-text">„Create Your Own Superhero“ auf Marvel.com</p></div>
<p>Ein wichtiges Prinzip des so genannten Web 2.0 ist die „customization“, die individuelle Anpassung von Inhalten an die Bedürfnisse des Nutzers.</p>
<p>Wirft man das mit der Kulturtechnik „Profilerstellung“, die tagtäglich in den sozialen Netzwerken stattfindet, in einen Topf, ergibt sich eine interessante Frage: Was wäre, wenn man dem Leser Kontrolle über Aussehen, Verhalten und Identität seines Protagonisten geben würde?</p>
<p>Dazu müsste man zu Beginn des Buches einen Charaktergenerator (ein einfaches Beispiel dafür: <a href="http://marvel.com/create_your_own_superhero">Marvel: Create your Own Superhero</a>) einbinden und anhand der dort generierten Information später im Text unterschiedliche Textbausteine anbieten, die von der Wahl des Lesers beeinflusst sind – sodass, wenn der Leser dem Protagonisten blaue Haare gegeben hat, er dann z.B. im Verlauf der Geschichte von einem anderen Charakter auf seine „abgefahrene, moderne Frisur“ angesprochen wird.</p>
<p>Ob ein solches Feature als „Spielerei“ oder als ernstzunehmende textgestalterische Möglichkeit zu beurteilen ist, das, denke ich, kann und muss man den Autoren respektive den Verlagen überlassen, gerade im Kinder- und Jugendbuch oder bei All-Agern halte ich es jedoch für eine spannende Sache, mit der man digitalen Mehrwert kreieren kann. Projekte wie <a href="http://www.meegenius.com/">MeeGenius</a> zeigen, wie ein solches Konzept im ersten Schritt aussehen kann.</p>
<h3>6. Infotexte</h3>
<p>Infotexte und Register in Romanen trifft man überall da, wo der Autor in Welten vordringt, mit denen der Leser wenig vertraut ist, weil sie entweder in einer vergangenen Zeit spielen (historischer Roman) oder an Orten, die gänzlich der Fantasie des Autors entsprungen sind (Phantastische Literatur). Strukturell sind sie entweder zu Beginn des Buches oder an seinem Ende verortet. Inhaltlich enthalten sie im Printbuch, unabhängig vom Status des Leseprozesses, immer dieselbe Information. Diese Eigenschaften bergen zwei große Nachteile, die sich im elektronischen Buch wunderbar beseitigen lassen: Die Tatsache, das sie Fakten vorwegnehmen, die dem Leser erst später im Buch offenbar werden (sollen) und somit negativen Einfluss auf die Spannungskurve nehmen, lässt sich durch kontextsensitiven, dynamische Inhalt der Infotexte verhindern.</p>
<p>Dazu benötigt allerdings die Lesesoftware eine Möglichkeit, den Leseprozess mitzutracken, um festzustellen, welche Information eingeblendet werden soll. Zum anderen wird die Kontinuität des Leseflusses durch Vor- und Zurückblättern immer wieder unterbrochen und dadurch die Immersionswirkung verringert. Wenn man Infotexte einblendet, ohne einen Blättereffekt auszulösen, z.B. dadurch, dass eine zweite Text-Ebene über der ersten erscheint („Sprechblase“) oder sich vom Rand des Displays in die Mitte bewegt, wird der Lesefluss nicht unterbrochen. Noch immersiver wird das Ganze, wenn man es mit einer semantisch intelligent gestalteten Animation verbindet und so in den Lesefluss integriert.</p>
<h3>7. Das Kapitelende</h3>
<p>Last but not least: Die Bausteine im Text, deren Aufgaben Zusammenfassung, Rekapitulation und Überleitung zum nächsten Kapitel lauten.</p>
<p>Gedanken zur Gestaltung der Überleitungsfunktion habe ich ja schon unter Kapitelanfang ausgeführt.</p>
<p>Zusammenfassung und Rekapitulation: Hier wird’s interessant, besonders bei zwei Textsorten. Zum einen die, bei denen es um das Lösen eines Problems durch den Protagonisten geht (Detektivgeschichten, Krimis, z.B. „<a title="Liebe bis in den Tod (Cornelsen Verlag)" href="http://www.textunes.de/WebObjects/textunes.woa/1/ebook/Christian_Baumgarten,99/Liebe_bis_in_den_Tod_-_LernKrimi_fuer_iPad,683.html">Liebe bis in den Tod (Cornelsen</a>“), dessen Nachdenkprozess der Leser aktiv mitverfolgt, zum anderen die belletristischen Texte, die einen Anspruch haben, Wissen zu vermitteln (z.B. fremdsprachige Lektüren).</p>
<p>Gemein haben beide, dass am Ende jedes Kapitels Fragen an den Leser gestellt werden, die ihn dazu auffordern, den Text zu rekapitulieren und weiterzudenken (z.B.: Welcher der Verdächtigen hat kein Alibi?).</p>
<p>Wo im Printbuch komplizierte Verfahren (Lösungsregister, auf den Kopf gestellte Antworten, Zusatztools wie Lesefolien) angewendet werden müssen, um die Verbindung zwischen Frage und Lösung herzustellen, lässt sich das Ganze im E-Book zum einen relativ einfach umsetzen, zum anderen weitaus innovativer gestalten (z.B. Lösungen, die sich mittels einer Animation aus einzelnen Buchstaben zusammensetzen, oder ein animierter Umschlag, der sich öffnet und die Lösung preisgibt …)</p>
<h3>Über den Autor</h3>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-nicolai-eckerlein.jpg"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100915-nicolai-eckerlein.jpg" alt="" title="100915-nicolai-eckerlein" width="200" height="216" class="alignleft size-full wp-image-316" /></a>Nicolai Eckerlein arbeitet bei der eBook Plattform <a href="http://www.textunes.de">textunes</a> und ist dort an der Umsetzung von Enriched Media-Projekten beteiligt.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erschien ursprünglich im </em><a href="http://textunes.wordpress.com/2010/05/06/7-ways-to-enhance-your-ebook-belletristik/"><em>textunes-Blog</em></a><em>.</em></p>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=303&amp;md5=917780099a9954071304731d7d707f15" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/pPbayvN5X9g" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Facebook-Tipp: Erweiterte Funktionen des Like-Buttons für die Buchwerbung nutzen</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 06:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leander Wattig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon öfter habe ich auf Annette Schwindt hingewiesen, weil sie PR-Expertin, Facebook-Profi und Autorin ist. Auch dank dieser Kombination zeigt sie immer wieder clevere Wege auf, wie man Facebook für das Promoten einzelner Bücher nutzen kann. Diesmal geht es um den Like-Button. Und der kann einige Tricks, die nicht jeder kennt. So bemerkte ich vor kurzem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-314" title="100914-facebook-like" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like.jpg" alt="" width="500" height="366" /></a></p>
<p>Schon öfter habe ich auf <a href="https://www.xing.com/profile/Annette_Schwindt">Annette Schwindt</a> hingewiesen, weil sie PR-Expertin, Facebook-Profi und Autorin ist. Auch dank dieser Kombination zeigt sie immer wieder clevere Wege auf, wie man Facebook für das Promoten einzelner Bücher nutzen kann. Diesmal geht es um den Like-Button. Und der kann einige Tricks, die nicht jeder kennt.</p>
<p><span id="more-308"></span></p>
<p>So bemerkte ich vor kurzem auf der Seite von Annette Schwindts Buch „<a href="http://www.schwindt-pr.com/facebookbuch.html">Das Facebook-Buch</a>“, dass dort folgender Text unter dem inzwischen auf vielen Websites zu findenden <a href="http://developers.facebook.com/docs/reference/plugins/like">Facebook-Like-Button</a> zu lesen ist:</p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like-1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-310" title="100914-facebook-like-1" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like-1.jpg" alt="" width="500" height="156" /></a></p>
<p>Da ich das Buch gut finde, habe ich auf „Gefällt mir“ gedrückt. Da der Text mich neugierig gemacht hatte, schaute ich nun <a href="http://www.facebook.com/leanderwattig?v=info">im Info-Reiter meiner Profilseite</a> nach und siehe da – das Facebook-Buch erschien unter den Seiten, die mir gefallen. Ein Unterschied war aber zu bemerken. Im Gegensatz zu anderen Fällen, führt der Link nicht zu einer Facebook-„Fan“-Seite, sondern direkt zu der URL der Website:</p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-311" title="100914-facebook-like-2" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like-2.jpg" alt="" width="500" height="249" /></a></p>
<p>Das ist also der Clou: Es lässt sich mittlerweile der Facebook-Like-Knopf so einbauen und konfigurieren, dass er nicht wie bisher üblich nur zu einer Erwähnung im (Pinnwand-)Newsstream führt, sondern dass er als „Gefällt-mir“-Element in dem Profil der Nutzer so angezeigt wird, wie es sonst nur bei klassischen Facebook-Seiten der Fall ist. Dennoch führt dieser „Gefällt-mir“-Link zu einer eigenen URL und nicht zu einer Facebook-Seite. Dennoch sind die so angelegten „Likes“ wie klassische Facebook-Seiten auch <a href="http://www.facebook.com/search/?flt=1&amp;q=das%20facebook-buch&amp;o=65">über die Facebook-Suche auffindbar</a> und man kann sich darüber sogar anzeigen lassen, wer das Buch mag:</p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like-3.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-312" title="100914-facebook-like-3" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like-3.jpg" alt="" width="500" height="260" /></a></p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like-4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-313" title="100914-facebook-like-4" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100914-facebook-like-4.jpg" alt="" width="500" height="352" /></a></p>
<p>Noch dazu kann man diese „Fans“ nun separat mit Nachrichten versorgen … Wie all das konkret umgesetzt werden kann, hat Annette Schwindt praktischerweise zusammen mit <a href="http://www.deinweb.org/">Alexander Schestag</a> in einem hilfreichen Tutorial erklärt, das in PDF-Form frei heruntergeladen werden kann:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.schwindt-pr.com/likebutton.pdf">Erweiterte Funktionen des Like-Buttons von Facebook nutzen</a> (PDF, 400 KB)</li>
</ul>
<p>Wenn man es nicht selbst ausprobiert hat, klingt das alles vielleicht etwas abstrakt – auch der Nutzen. Dieser ist aber konkret gegeben und potenziell ziemlich beträchtlich für all jene, die eine hohe Sichtbarkeit für Bücher schaffen wollen. Das können Autoren ebenso wie Verlage sein. Von daher kann ich allen nur empfehlen, sich die Sache mal genauer anzuschauen.</p>
<h3>Über den Autor</h3>
<p>Als freier Berater unterstützt Leander Wattig führende Medienunternehmen bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen im Internet. Daneben bloggt der Diplom-Buchhandelswirt unter <a href="http://www.leanderwattig.de/">leanderwattig.de</a> seit 2008 über Medientrends und war 2009/10 als Lehrbeauftragter an der HTWK Leipzig tätig. Zudem hat er 2009 die Initiative „<a href="http://www.wasmitbuechern.de/">Ich mach was mit Büchern</a>“ für eine stärkere Vernetzung der Buchbranche ins Leben gerufen.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf „<a href="http://wasmitbuechern.de/index.php/2010/08/15/annette-schwindt-zeigt-wie-autoren-und-verlage-facebook-fur-die-buchwerbung-noch-besser-nutzen-konnen/">Ich mach was mit Büchern</a>“.</em></p>
<p><a href="http://flattr.com" target="_blank">
<img src="http://api.flattr.com/button/button-static-50x60.png" alt="Flattr this" title="Flattr this" border="0" /></a><br />
<a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/was-ist-flattr/">Was ist Flattr?</a></p>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=308&amp;md5=63bd9d26d3da8515b094822336f8af9a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/LAgaKkcPrzs" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>5 Fragen an… Ralf Biesemeier, readbox</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 06:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen des Themenschwerpunkts befragen wir interessante Buch-Startups und -Dienste aus dem deutschsprachigen Raum und stellen sie kurz vor. In diesem Fall antwortet Ralf Biesemeier, Mitgründer von readbox. Er meint im Interview mit UPLOAD: „Das Internet &#8211; und insbesondere digitale Inhalte wie E-Books &#8211; bieten fantastische Möglichkeiten, denn hier spielt Größe und Budget nicht eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_302" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-readbox-team.jpg"><img class="size-full wp-image-302" title="100913-readbox-team" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-readbox-team.jpg" alt="" width="500" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">Das readbox-Gründungsteam mit Ralf Biesemeier, Patrick Pommerenke, Torsten Husemann (v.l.n.r.). Auf dem Bild fehlt Marcus Straßer, der den Großteil der Software entwickelt hat.</p></div>
<p>Im Rahmen des Themenschwerpunkts befragen wir interessante Buch-Startups und -Dienste aus dem deutschsprachigen Raum und stellen sie kurz vor. In diesem Fall antwortet Ralf Biesemeier, Mitgründer von <a href="http://www.readbox.net">readbox</a>. Er meint im Interview mit UPLOAD: „Das Internet &#8211; und insbesondere digitale Inhalte wie E-Books &#8211; bieten fantastische Möglichkeiten, denn hier spielt Größe und Budget nicht eine solch große Rolle.“ Daraus abgeleitet sagt er mit Blick auf die kommenden Jahre: „Es wird noch mehr Veröffentlichungen geben, mit Sicherheit auch mehr Veröffentlichungen, die ohne Verlage stattfinden.“</p>
<p><span id="more-297"></span></p>
<p><strong>Was sind die wichtigsten Eckdaten, die man von eurem Projekt kennen sollte, um sich ein Bild davon zu machen?</strong></p>
<p>Wir haben readbox Anfang 2008 gegründet, ein Jahr später sind wir mit einer Verkaufs- und Vermarktungsplattform für Bücher unabhängiger Verlage und Autoren live gegangen (unter <a href="http://www.readbox.net">www.readbox.net</a>). Der Anspruch war damals wie heute, die Möglichkeiten, die das Internet speziell im Bereich der Digitalisierung und der Vermarktung digitaler Inhalte bietet, für Verlage und Autoren nutzbar zu machen. Dabei hatten wir von Anfang an insbesondere auch die kleineren und unabhängigen Verlage im Blick, die es schon im stationären Handel sehr schwer haben, überhaupt in die Regale zu kommen.</p>
<p>Heute ist readbox vor allem ein technologischer Dienstleister, wenn man das so bezeichnen will. Unser eigener Shop ist immer noch ein wichtiger Bestandteil, aber inzwischen hat sich daraus mehr entwickelt &#8211; wir decken für Verlage und Autoren heute die gesamte Wertschöpfungskette ab, speziell im Bereich E-Books &#8211; von der Herstellung über die Vermarktung und die Auslieferung an momentan insgesamt über 200 Online-Shops und Plattformen.</p>
<p><strong>Beschreibe einmal die Grundidee. Was genau finde ich bei Euch?</strong></p>
<p>Als wir mit readbox anfingen, war das Thema E-Book eigentlich noch gar keins. Es gab keinen Kindle und kein iPad, das iPhone war brandneu und mobipocket war neben den pdb-Formaten für E-Reader (kennt das noch jemand?) das verbreitetste Format. EPUB war damals noch gar nicht wirklich auf der Agenda. Wir haben dennoch von Anfang an auf das Medium E-Book gesetzt. Auf unserer Plattform soll es alle angebotenen Titel in allen möglichen Formaten geben &#8211; als Print, E-Book (in allen wichtigen Formaten) und, wenn möglich, auch als Hörbuch. Und es geht vor allem um Bücher von Verlagen, die man bei Weltbild, Thalia oder der Mayerschen Buchhandlung eben nicht unbedingt findet. Um es mal so zu sagen: Auf readbox.net soll der Besucher Bücher finden, von denen er vielleicht gar nicht wusste, dass er sie sucht.</p>
<p>Wir haben as dem „Multi-Format“-Anspruch heraus eine eigene Technologie entwickelt, die aus pdf-Daten viele verschiedene E-Book-Formate herstellen kann &#8211; wie gesagt, EPUBs oder andere Formate konnte uns damals kein Verlag (und erst recht kein Autor) liefern. Die ist dann im Laufe der Zeit so gut geworden, dass wir irgendwann entschieden haben, das auch als eigenes „Produkt“ zu vermarkten.</p>
<p>So haben wir uns von dem zunächst sehr auf Exklusivität getrimmten Anspruch unserer eigenen Plattform wegbewegt und sorgen heute dafür, dass Verlage und Autoren (a) E-Books in allen wichtigen Formaten in (b) möglichst vielen Shops verkaufen können, ohne dabei (c) selbst das Know-how aufbauen zu müssen oder (d) viel Geld in die Hand nehmen zu müssen. Die eigene Plattform spielt dabei nach wie vor eine große Rolle, ist aber heute „nur“ ein Puzzleteil im Gesamtkonzept.</p>
<p>Unser Motto dabei: „Keine Panik“ &#8211; alles was wir brauchen, ist eine pdf-Datei und die bibliografischen Angaben zum Titel. Um den Rest kümmern wir uns. Wir stellen (in einem Schritt und zu einem Preis) E-Books in heute sechs verschiedenen Formaten her und sorgen dann dafür, dass die E-Books bei über 200 Händlern und auf allen wichtigen Lesegeräten verfügbar sind &#8211; inkl. iPad und Kindle.</p>
<div id="attachment_301" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-readbox-screen.jpg"><img class="size-full wp-image-301" title="100913-readbox-screen" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-readbox-screen.jpg" alt="" width="500" height="348" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot der readbox-Website</p></div>
<p><strong>Wie kam es zu dieser Idee?</strong></p>
<p>Wir haben damals, als das Thema „Web 2.0“ in Mode kam, gesehen, dass im Internet viel mit Musik und Video passiert. An der Buchbranche ging das Thema aber irgendwie komplett vorbei. Gleichzeitig haben wir die Situation, dass der Großteil der Verlage und ihrer Programme (die meist nicht schlechter sind, als das, was wir auf den Bestsellerlisten sehen) im klassischen Handel nur wenig oder gar nicht stattfinden. Einem kleinen Verlag bleibt der Zugang zum breiten Publikum über die klassischen Wege (hier vor allem die Handelsketten und die PR-Maschinerie) verwehrt. Dabei geht die Vielfalt verloren &#8211; was an den Bestsellerlisten gut zu sehen ist: Dort finden sich zumeist die immer gleichen, großen Namen oder Variationen von Themen, die schon mal erfolgreich waren. Aus wirtschaftlicher Sicht völlig verständlich (auch Verlage sind Wirtschaftsunternehmen), aber kulturell gesehen sehr schade.</p>
<p>Das Internet &#8211; und insbesondere digitale Inhalte wie E-Books &#8211; bieten hier fantastische Möglichkeiten, denn hier spielt Größe und Budget nicht eine solch große Rolle. Die Startvoraussetzungen für den Zugang zum Leser sind hier prinzipiell „gleicher“ und gerechter verteilt. Es ist hier einfacher und mit (wesentlich) weniger finanziellen Mitteln möglich, Reichweite zu generieren &#8211; mehr Regale zu füllen, wenn man so will. Und dabei wollen wir Verlagen und Autoren helfen. Um im damaligen „Web 2.0“-Vokabular zu bleiben: Unsere Zielgruppe ist vor allem der „Long Tail“.</p>
<p><strong>Was interessiert Euch gerade am Bereich „digitales Publizieren“?</strong></p>
<p>Keiner der Gründer und keiner im Team kommt originär aus der Verlagswelt oder der Buchbranche im weitesten Sinne. Wir sind Technologie-Junkies und haben alle vorher (und teilweise auch noch nebenbei) im Bereich Software- und Hardwareentwicklung gearbeitet. Mit diesem Know-how zu helfen, den dringend notwendigen Wandel möglichst erfolgreich zu gestalten, ist enorm spannend. Wir stehen nach wie vor erst am Anfang der Entwicklung (insbesondere in Deutschland, andere Regionen sind da schon einen Schritt weiter) und es motiviert uns alle enorm, unseren (kleinen) Teil beizutragen wie (hoffentlich) etwas Großes entsteht.</p>
<p>Auf eine einfache Formel gebracht ist es für mich ganz persönlich auch das beste zweier Welten: Ich liebe Technologie und bin ein echter „Gadget“-Fan (meine Frau kann nicht nachvollziehen, wie man immer jedes neue „Spielzeug“ haben muss): Gleichzeitig habe ich die Verlagswelt lieben gelernt. Ich hab hier schon so viele tolle Menschen kennengelernt. Hat mit digitalem Publizieren gar nichts zu tun, macht aber enorm Spaß <img src='http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Schau mal in die Glaskugel und verrate uns: Wie wird sich die Landschaft fürs Publizieren in den nächsten 10 Jahren verändern?</strong></p>
<p>Puh, 10 Jahre ist eine lange Zeit. Ich denke, es wird sich schon in den kommenden zwei bis drei Jahren einges grundlegend verändern &#8211; viele Veränderungen sind ja heute schon deutlich sichtbar: Die Bedeutung des digitalen Buchs wird weiter zunehmen &#8211; Lesegeräte werden günstiger und besser und damit endlich zu einem massentauglichen Produkt. Es wird noch mehr Veröffentlichungen geben, mit Sicherheit auch mehr Veröffentlichungen, die ohne Verlage stattfinden, denn der Zugang zum Leser ist durch das Internet nicht mehr nur Verlagen vorbehalten. Der Gesamtmarkt wird davon profitieren, wenn auch die Verkaufszahlen pro Titel sicher sinken werden (eine Entwicklung, die in der Musikindustrie ja genau so zu sehen ist).</p>
<p>Verlage werden weiter existieren und einen wichtigen Teil der Wertschöpfungskette einnehmen, wenn sie sich weiter auf ihre Kompetenzen fokussieren, aber gleichzeitig lernen, das E-Book nicht nur als „Abfallprodukt“ des gedruckten Buches zu sehen. Multimedia-E-Books, wie sie bei Apple und Amazon heute schon möglich sind, werden die Denke „E-Book als eigenständiges Produkt“ sicher weiter forcieren.</p>
<p>Oh &#8211; und vielleicht werden wir innerhalb der kommenden 10 Jahre auch eine Anpassung der Mehrwertsteuer bei E-Books sehen. Warum Bücher mit 7 Prozent, E-Books aber mit 19 Prozent besteuert werden, will mir nach wie vor nicht so recht klar werden. Aber vielleicht sind 10 Jahre dafür auch zu wenig Zeit &#8230; <img src='http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_298" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-readbox-ipad-1.jpg"><img class="size-full wp-image-298" title="100913-readbox-ipad-1" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-readbox-ipad-1.jpg" alt="" width="500" height="389" /></a><p class="wp-caption-text">Beispiel eines E-Books fürs iPad inklusive Ton und Bild.</p></div>
<div id="attachment_299" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-readbox-ipad-2.jpg"><img class="size-full wp-image-299" title="100913-readbox-ipad-2" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100913-readbox-ipad-2.jpg" alt="" width="500" height="376" /></a><p class="wp-caption-text">Ein weiteres Beispiel eines E-Books auf dem iPad.</p></div>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=297&amp;md5=161d6474a29e4eabd4fbe37933604bf5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/D92a2H54abE" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Mehr Kanäle, mehr Formate: Herausforderung Medienvertrieb</title>
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		<comments>http://upload-magazin.de/buch-zukunft/herausforderung-medienvertrieb-101/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 06:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ehrhardt F. Heinold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Verlage und Buchhandlungen müssen sich in einem mehrmedialen Markt vertrieblich neu aufstellen, intern Technik und Abläufe optimieren, extern neue Dienstleister und Partner suchen, und sich vor allem mit ihren Kunden neu bzw. noch mehr vernetzen. Früher war die Welt für Verlage auch nicht einfacher, aber überschaubarer – denn es gab „nur“ gedruckte, später auch elektronische, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_295" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100907-ymbol-buchhandel.jpg"><img class="size-full wp-image-295" title="100907-ymbol-buchhandel" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100907-ymbol-buchhandel.jpg" alt="" width="500" height="325" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: jameek / photocase.com</p></div>
<p><span>Verlage und Buchhandlungen müssen sich in einem mehrmedialen Markt vertrieblich neu aufstellen, intern Technik und Abläufe optimieren, extern neue Dienstleister und Partner suchen, und sich vor allem mit ihren Kunden neu bzw. noch mehr vernetzen. Früher war die Welt für Verlage auch nicht einfacher, aber überschaubarer – denn es gab „nur“ gedruckte, später auch elektronische, aber dennoch physische Produkte. Diese wurden entweder über den Handel, den Versandhandel oder direkt vertrieben. Auch das war schon eine Herausforderung. Doch mit dem Aufkommen des Internet ist der Vertrieb von Verlagsprodukten noch komplexer geworden.</span></p>
<p><span><span id="more-101"></span></span></p>
<ol>
<li><span>Verlage müssen immer mehr Vertriebskanäle bedienen: Onlineshops, Downloadportale, Contentpartner – die Zahl der potentiellen Verkaufsmöglichkeiten ist schon kaum mehr überschaubar, wächst weiter und wird immer vielfältiger (z.B. internationaler).</span></li>
<li><span>Verlage müssen all diese Kanäle mit Metadatenversorgen; der <a href="http://www.editeur.org/15/Previous-Releases/"><span>ONIX-Standard</span></a> ist zwar sehr hilfreich, aber (leider noch) kein Allheilmittel, da viele Plattformen eigene Anforderungen an die Datenlieferung stellen.</span></li>
<li><span>Beim Vertrieb digitaler Produkte müssen auch die Produktdateien selbst geliefert werden – auch hierfür gibt es noch kaum Standards, jedes Portal hat eigene Vorschriften – selbst die Anlieferungsvorschriften vonPDF- oder Audio-Dateien variieren von Portal zu Portal.</span></li>
<li><span>Die Verkaufskonditionen unterscheiden sich ebenfalls von Portal zu Portal (wie beim stationären Buchhandel ja auch), mit einigen kann verhandelt werden, andere (wie z.B. der <a href="http://www.apple.com/legal/itunes/de/terms.html#APPS"><span>App Store</span></a> von Apple) bieten lediglich Standardkonditionen.</span></li>
<li><span>Die Abrechnung (intern, aber auch extern gegenüber Autoren und anderen Rechteinhabern) wird ebenfalls komplexer, zumal wenn nicht mehr ganze Bücher, sondern einzelne Teile (wie z.B. Kapitel, siehe <a href="http://www.ciando.com/ebook/bid-6131-projektmanagement-mit-excel/kapitel/"><span>Ciando</span></a>), Datenbankzugriffe (wie beim <a href="http://www2.nwb.de/portal/content/ir/beitraege/beitrag_1010928.aspx"><span>nwb-Modulsystem</span></a>) oder zeitlich befristete Zugriffe (wie bei <a href="http://www.buchmarkt.de/content/41080-de-gruyter-kooperiert-mit-deepdyve.htm"><span>de Gruyter und Deepdyve</span></a>) vermarktet werden.</span></li>
</ol>
<p><span>All dies hat zur neuen Herausforderung einer „digitalen Verlagsauslieferung“ geführt, der sich immer mehr Auslieferer und andere Dienstleister aktiv stellen (z.B. KNV durch die Akquisition der <a href="http://www.zentrale-medien.de/php/verlagsauslieferung.php?sub=1"><span>Zentrale Medien</span></a> oder die <a href="http://www.buchreport.de/www.klopotek.de/mmo/priv/61214-WEB.pdf"><span>VVA</span></a>). Verlage müssen sich fragen: Welche Leistungen wollen sie selbst erbringen, welche wollen sie an Dienstleister outsourcen? Die Dienstleister müssen sich fragen: Wie weit soll ihre Leistung reichen, wollen sie nur eine „reine“ Datenauslieferung bieten, oder auch eigene Vertriebsaktivitäten anbieten?</span></p>
<h3>Vermarktung: Wie die Verkaufskanäle koordinieren?</h3>
<p><span>Doch nicht nur die technische Fragen werden komplexer, sondern auch die Vermarktungsfragen – schließlich muss ein Verlag die verschiedenen Verkaufskanäle miteinander koordinieren. Schon der E-Commerce hat die Verlage für den Direktvertrieb geöffnet, bei der digitalen Distribution wird diese Frage noch drängender. Vor allem für den Buchhandel (wie übrigens auch für <a href="http://www.b-i-t-online.de/archiv/2005-01/fach1.htm"><span>Bibliotheken</span></a>) stellt sich die Frage, wie er sich in einer mehrmedialen Welt positioniert: Wird er noch mehr auf Nonbooks setzen (wie die <a href="http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/0/0/0/die-umsaetze-der-vergangenheit-sind-unerreichbar.htm"><span>Hugendubel-Gruppe</span></a>), wird er zum Medienhandel (siehe die <a href="http://www.boersenblatt.net/342216/"><span>Pilotprojekte der Thalia-Gruppe</span></a>), der so am Verkauf von E-Medien partizipieren kann, oder zum Informationsberater und Fachinformationsprovider (wie das <a href="http://www.schweitzer-online.de/IconParc/webmed.exe/key=287194180127108482190892156117347O01/nav_state=2074_2091/StoreFront/content/documentPage.ipm/document=d7836"><span>Schweizter Sortiment</span></a>)? Der (<a href="http://www.buchmarkt.de/content/42136-juergen-kuehnert-zur-preisbindung-frueher-und-heute-in-der-praxis-oftmals-eigeninteressen-untergeordnet.htm"><span>trotz Preisbindung</span></a>) fortschreitende <a href="http://www.buchmarkt.de/wiki/Strukturwandel"><span>Strukturwandel im Buchhandel</span></a>, von der Konzentration über die Spezialisierung bis hin zur Ausrichtung auf einen eher schmalen Mainstream (Stichwort „Familienbuchhandel“), betrifft alle Verlage.</span></p>
<h3><span>Neue, mächtige Händler fürs digitale Buch</span></h3>
<p><span>Alle Marktteilnehmer müssen sich zudem mit ganz neuen Mitspielern auseinandersetzen. Downloadportale, vor allem jene für die Smart-Phone-Shops, schieben sich als immer größere und mächtigere Händler zwischen Verlage und ihre Kunden. Die Fahne des Buchhandels hält nur noch das Branchenportal <span><a href="http://info.libreka.de/index.php?article_id=60">Libreka</a> hoch</span>. Was schon beim Versandhändler Amazon sichtbar war, findet hier seine konsequente Fortsetzung: Wer den Kundenkontakt hat, bestimmt die Konditionen. Wie wichtig wird für Verlage (und auch Buchhändler) der direkte bzw. noch direktere Kundenkontakt?</span></p>
<p><span>Aus all dem wird klar: Verlage und Buchhandlungen müssen sich in einem mehrmedialen Markt auch vertrieblich neu aufstellen, intern Technik und Abläufe optimieren, extern neue Dienstleister und Partner suchen, und sich vor allem mit ihren Kunden neu bzw. noch mehr vernetzen.</span></p>
<h3>Über den Autor</h3>
<p>Ehrhardt F. Heinold ist Geschäftsführer der <a href="http://www.hspartner.de/">Heinold, Spiller &amp; Partner Unternehmensberatung GmbH</a>. Seine Fachgebiete sind unter anderem Internet-Strategie, Content Management und Cross Media Publishing. <a href="http://publishing-business.blogspot.com/">In seinem Blog</a> kommentiert er aktuelle Entwicklungen im Publishing-Business.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erschien ursprünglich im </em><a href="http://publishing-business.blogspot.com/2010/04/mehr-kanale-mehr-formate.html"><em>Blog zum Publishing-Business</em></a><em>.</em></p>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=101&amp;md5=906064afbd6503be1d1eb2d65677e676" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/UmHuc07IuNM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>5 Fragen an… Gunnar Siewert, BookRix</title>
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		<comments>http://upload-magazin.de/buch-zukunft/gunnar-siewert-bookrix-275/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 06:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen des Themenschwerpunkts befragen wir interessante Buch-Startups und -Dienste aus dem deutschsprachigen Raum und stellen sie kurz vor. In diesem Fall antwortet Gunnar Siewert, Geschäftsführer und Gründer von BookRix, einer Community für Autoren und ihre Leser. Im UPLOAD-Interview stellt er fest: „Das Buch ist das letzte der großen wichtigen Medien, dem der endgültige Sprung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_291" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-bookrix.jpg"><img class="size-full wp-image-291" title="100905-bookrix" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-bookrix.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">Die Startseite von BookRix.</p></div>
<p>Im Rahmen des Themenschwerpunkts befragen wir interessante Buch-Startups und -Dienste aus dem deutschsprachigen Raum und stellen sie kurz vor. In diesem Fall antwortet Gunnar Siewert, Geschäftsführer und Gründer von <a href="http://www.bookrix.de/">BookRix</a>, einer Community für Autoren und ihre Leser.</p>
<p>Im UPLOAD-Interview stellt er fest: „Das Buch ist das letzte der großen wichtigen Medien, dem der endgültige Sprung ins digitale Zeitalter erst noch bevorsteht.“ Das Spannendste an den aktuellen Umbrüchen ist aus seiner Sicht „die Demokratisierung der Buchbranche durch das Internet“, die den Buchmarkt in den nächsten Jahren noch sehr verändern wird. „So wie man heute in den Musikcharts Künstler findet, die ihre ersten Fans über das Internet erreicht haben, werden in Zukunft viele Autoren in den Bestseller-Listen präsent sein, die ihre Karriere in einer Buch-Community wie BookRix und nicht bei einem Verlag begonnen haben.“</p>
<p><span id="more-275"></span></p>
<p><strong>1. Was sind die wichtigsten Eckdaten, die man von eurem Projekt kennen sollte, um sich ein Bild davon zu machen?</strong></p>
<p>BookRix ist eine Community, die Autoren und Leser zusammenbringt – also etwas für jeden, der sich für Bücher, lesen, das Schreiben an sich und Networking interessiert. Man kann eigene E-Books veröffentlichen, lesen, diskutieren und netzwerken.</p>
<p>Seit dem Launch der Seite im Mai 2008 ist die Anzahl der auf BookRix veröffentlichten Bücher mittlerweile auf über 40.000 angewachsen. Die deutschsprachige Community zählt aktuell 55.000 registrierte Nutzer, die internationale, englischsprachige Seite 113.000. Die Anzahl der potenziellen Leser auf BookRix ist jedoch noch weitaus höher. Schließlich registriert sich nicht jeder Besucher der Seite, was zum online lesen unserer E-Books auch nicht nötig ist.</p>
<p><strong>2. Beschreibe einmal die Grundidee. Was genau finde ich bei euch?</strong></p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-gunnar-siewert.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-292" title="100905-gunnar-siewert" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-gunnar-siewert.jpg" alt="" width="218" height="273" /></a>Die Grundidee war es, eine Art MySpace für Autoren zu schaffen, also eine Website auf der sie ihre eigenen Texte als E-Book veröffentlichen, neue Leser erreichen und die eigenen Texte promoten können. Das ist uns aber nicht genug. Vielmehr wollen wir für Autoren eine Art Sprungbrett in die „echte“ Buchwelt sein und sie bei diesem Schritt aktiv unterstützen. Wir kooperieren z.B. eng mit Verlagen und bringen sie mit vielversprechenden BookRix-Autoren zusammen. Erst jetzt gerade hat einer unserer Nachwuchsautoren seinen Vertrag bei einem wirklich großen und namhaften Verlag unterschrieben.</p>
<p>Auf BookRix kann jeder sein E-Book kostenlos veröffentlichen und den anderen Usern zum online Lesen oder auch zum Downloaden anbieten. Dem Autor bleibt dabei überlassen, ob er das komplette Werk mit der Community teilt, oder lediglich eine Leseprobe, um seine Buchverkäufe anzukurbeln. Es dreht sich bei BookRix aber nicht alles um Autoren.</p>
<p>Die Leser sind ein mindestens genauso wichtiger Bestandteil der Community. Ohne sie würde schließlich niemand die online veröffentlichten Werke lesen. Das ist auch unser Vorteil gegenüber anderen Angeboten im Internet, bei denen Autoren ihre Werke lediglich hochladen oder zum Kauf anbieten können: Wir haben eine aktive Community mit zehntausenden Lesern! Es findet ein lebendiger Austausch statt, in Gruppen und Foren vernetzen sich Autoren, Leser, Verlage und andere Buchinteressierte. Die Community ist oft wichtiger Teil des Entstehungsprozesses eines Buches. Viele Autoren beziehen das Feedback anderer Nutzer z.B. aktiv in die Weiterentwicklung ihrer Story oder Charaktere mit ein.</p>
<p>Im nächsten Schritt werden wir unseren Autoren natürlich auch die Möglichkeit bieten, ihre Bücher auf unserer Seite zum Verkauf anzubieten. Die Bücher können dann sowohl in gedruckter Form (Print on Demand), als auch als E-Book angeboten werden. Hier wird das Feedback und die Nachfrage von Seiten der Community-Mitglieder entscheidend sein, welche Bücher erfolgreich sein werden und welche nicht. Diese neuen Services sind für Anfang 2011 geplant.</p>
<p><strong>3. Wie kam es zu dieser Idee?</strong></p>
<p>Meine Frau Heike hat sich 2007 den lang gehegten Wunsch erfüllt, ein eigenes Kinderbuch zu schreiben. Einige Verlage befanden das Buch zwar für gut, veröffentlichen wollte es jedoch niemand. Wir haben uns gefragt, wie man das Buch selber promoten könnte, um erste Leser zu finden und basierend auf deren Feedback abzuwägen, ob sich das Risiko einer Veröffentlichung im Eigenverlag lohnen würde. Da ich ursprünglich aus der Musikbranche komme, habe ich im Internet nach einer Seite gesucht, auf der man seine Bücher veröffentlichen und promoten kann, so wie es Musiker mit ihren Werken auf MySpace machen. Als wir nach längerer Recherche feststellen mussten, dass eine derartige Community für Bücher überhaupt nicht existiert, war die Grundidee auch schon geboren.</p>
<p><strong>4. Was interessiert euch gerade am Bereich &#8220;digitales Publizieren&#8221;?</strong></p>
<p>Egal ob Fotos, Videos oder Musik &#8211; das alles wird heute vorwiegend in digitaler Form produziert, vertrieben und konsumiert. Das Buch ist das letzte der großen wichtigen Medien, dem der endgültige Sprung ins digitale Zeitalter erst noch bevorsteht. Es ist jeden Tag aufs Neue interessant und spannend, Teil dieser Entwicklung zu sein. Für das geschriebene Wort ist es immerhin die einschneidendste Umwälzung seit Erfindung des Buchdrucks. Es wird zwar noch etwas dauern, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis das klassische Buch zum Liebhaberstück wird (wie auch mit LPs und CDs geschehen) und sich das E-Book bzw. das digitale Lesen, in welcher Form auch immer, durchsetzt. Das Spannendste an dieser Entwicklung ist aber etwas ganz anderes: die Demokratisierung der Buchbranche durch das Internet.</p>
<p><strong>5. Schau mal in deine Glaskugel und verrate uns: Wie wird sich die </strong><strong>Landschaft fürs Publizieren in den nächsten 10 Jahren verändern?</strong></p>
<p>Der Buchmarkt wird sich aufgrund des erwähnten Demokratisierungsprozesses sehr schnell verändern. Heutzutage können Autoren dank des Internets selber Leser erreichen, sich mit ihnen vernetzen, ihre Bücher in Eigenregie digital oder via Print-On-Demand publizieren und promoten. Das alles war früher nur mit einem Verlag möglich. Der Autor ist schon heute viel unabhängiger von Verlagen, und diese Entwicklung wird sich in Zukunft noch verstärken. So wie man heute in den Musikcharts Künstler findet, die ihre ersten Fans über das Internet erreicht haben, werden in Zukunft viele Autoren in den Bestseller-Listen präsent sein, die ihre Karriere in einer Buch-Community wie BookRix und nicht bei einem Verlag begonnen haben.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bookrix.de/">Zur Website von BookRix&#8230;</a></li>
</ul>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=275&amp;md5=b6c8db3e3253a06f8a063b6104f41978" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/gh--5h-atZM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>„Kopierschutz“: Basiswissen DRM bei E-Books</title>
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		<comments>http://upload-magazin.de/buch-zukunft/drm-286/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 06:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schwenke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn sich das bei Apple heruntergeladene E-Book nicht auf dem heimischen Rechner öffnen lässt oder Amazon die elektronische Ausgabe von George Orwells „1984“ über Nacht vom Lesegeräten der Nutzer entfernen lässt, dann verdanken wir es der „Digital Rights Management“-Technik, kurz DRM (siehe Wikipedia: DRM, digitale Rechteverwaltung). So ist es nicht verwunderlich, dass viele Nutzer DRM ironisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_287" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-ebook-symbol.jpg"><img class="size-full wp-image-287" title="100905-ebook-symbol" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-ebook-symbol.jpg" alt="" width="500" height="343" /></a><p class="wp-caption-text">E-Books bringen neue Möglichkeiten, aber aus Sicht der Verlage auch neue Gefahren. Mit DRM wollen sie dem begegnen - und lösen damit vielleicht genau aus, was sie verhindern wollen. Foto: © Claudio Bravo - Fotolia.com</p></div>
<p>Wenn sich das bei Apple heruntergeladene E-Book nicht auf dem heimischen Rechner öffnen lässt oder Amazon die elektronische Ausgabe von George Orwells „1984“ über Nacht vom Lesegeräten der Nutzer entfernen lässt, dann verdanken wir es der „Digital Rights Management“-Technik, kurz DRM (siehe Wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung">DRM</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung">digitale Rechteverwaltung</a>). So ist es nicht verwunderlich, dass viele Nutzer DRM ironisch mit „Digital Restriction Management“, also „Verwaltung digitaler Schranken“ übersetzen <a href="http://drm.info/de">und es kategorisch ablehnen</a>.</p>
<p>Ob dieser Meinung zuzustimmen ist und man deswegen keine DRM-geschützten E-Books kaufen sollte, muss jeder für sich entscheiden. Der Zweck dieses Artikels ist, über DRM aufzuklären und bei dieser Entscheidung zu helfen.</p>
<p>Darin wird erklärt</p>
<ul>
<li>was DRM bedeutet und wie es entstanden ist,</li>
<li>dass es unterschiedliche Arten von DRM gibt</li>
<li>und welche Nachteile oder gar Vorteile diese mit sich bringen.</li>
</ul>
<p><span id="more-286"></span></p>
<h3>Was bedeutet DRM?</h3>
<p>Beim „Digital Rights Management“ geht es darum, die Urheberrechte an einem geschützten Werk, zum Beispiel einem E-Book, mit Einsatz von technischen Mitteln zu verwalten. Um diese Definition zu verstehen, müssen wir schauen, welche Rechte an einem E-Book bestehen und warum sie verwaltet werden müssen.</p>
<h4>Das E-Book – „Nur“ ein Bündel an Rechten</h4>
<p>In der prädigitalen Ära machte sich keiner Gedanken darüber, was man alles für Rechte mit einem Buch erwarb. Es war einem lediglich klar Eigentümer des Buches geworden zu sein. <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__903.html">Eigentum</a> bedeutet, mit einer Sache tun und lassen zu können was man will und so fühlten sich die Bucheigentümer auch in der Beziehung zu ihren Büchern. Doch schon damals war diese Ansicht falsch, auch wenn diese Fehlvorstellung noch wirkungslos blieb.</p>
<p>Man durfte zwar mit dem Buch als Bündel an Papier tun und lassen, was man wollte, aber nicht mit dem Inhalt darin. Diesen durften wir nur begrenzt nutzen, sprich: Wir hatten nur einige Rechte an dem Inhalt erworben. Wir konnten unsere Kopie lesen, verleihen oder weiter verkaufen. Aber wir durften sie nicht nachdrucken oder einen Film aus dem Inhalt erstellen.</p>
<p>All diese Rechte nennt man Urheberrechte und <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/BJNR012730965.html#BJNR012730965BJNG000801377">sie sind im Urheberrechtsgesetz geregelt</a>. Wer ein Buch schreibt, der erwirbt diese Rechte automatisch für die Lebensdauer und <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__64.html">70 Jahre danach</a>. Er (oder wer die Rechte vom Autor erwirbt) kann dann entscheiden, wie viele Rechte er für wie viel Geld verkaufen möchte. So wird die einfache Kopie in Buchform für ein paar Euro verkauft, dagegen das Recht, aus dem Inhalt einen Film zu machen, für ein paar Millionen.</p>
<p>Mit dem E-Book hat sich nur eines verändert: Das Papier ist entfallen. Das heißt, man erwirbt nur noch einige Rechte an dem Inhalt. Und warum diese „kleine“ Änderung zum Einsatz von DRM führte, erklärt der nächste Abschnitt. Er zeigt, warum plötzlich die Fehlvorstellung mit einem Buch tun und lassen zu können was man will, von Bedeutung wurde.</p>
<h3>Wie Papier durch DRM ersetzt wurde</h3>
<p>Wie wir oben gesehen haben, entscheidet der Urheber (oder der Verlag, der im Regelfall die Nutzungsrechte am Inhalt vom Autor erwirbt) darüber, wie viel Geld er für welche Nutzung seines Inhalts verlangt. So verlangt er nur ein paar Euro für eine Kopie des Buches, weil er weiß, dass es noch tausende von potenziellen Lesern gibt, die das Buch auch noch kaufen werden. Dagegen wird es wahrscheinlich nur einen Film auf dessen Grundlage geben, was einen viel höheren Preis rechtfertigt.</p>
<p>Das galt jedoch nur solange es sich nicht lohnte, ein Buch zu kopieren, um es den Nachbarn zu schenken oder tausenden von Unbekannten in Übersee. Man kann sagen, der Schutz der Urheberrechte am Inhalt wurde durch praktische Hürden wie Kopier- und Versandkosten übernommen. Das ist bei einem E-Book anders. Es reichen wenige Mausklicks, um ein E-Book durch eine Tauschbörse mit unzähligen Nutzern zu teilen. Und wer weiterhin dachte, auch mit einem „E-Book“ tun und lassen zu können was er will, der nutzte die Befreiung vom Papier, um das Buch auf illegalem Weg zu verbreiten.</p>
<p>Daher überlegten sich die Rechteinhaber, wie sie die Bindung des Inhaltes an das Papier durch eine andere Hürde ersetzen könnten. Wohlgemerkt, man kann schon hier Kritik üben und sich fragen, warum nicht vorwiegend an die Anpassung an die neue Welt durch Multimediainhalte, Empfehlungsfunktionen oder Aufbau digitaler Buchbörsen gedacht wurde. Aber wie schon bei der Musik- oder Videoindustrie stand der Wunsch, alte Zustände zu bewahren, an erster Stelle.</p>
<p>Letztendlich war das Ergebnis dieser Überlegungen die Schranken des Papiers durch technische Schranken zu ersetzen. Wie diese neuen Beschränkungen aussehen und welche auf uns in der Zukunft zukommen, werden die nächsten Abschnitte zeigen.</p>
<h3>DRM als Mittel zur Durchsetzung von Rechten</h3>
<p>Wie anfangs gesagt, ist DRM nur eine Beschreibung für verschiedene Arten von Technik, um Rechte zu verwalten. Die wohl am häufigsten eingesetzten DRM-Techniken zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Willen der Rechteinhaber durch Beschränkung der Nutzungsmöglichkeiten direkt durchsetzen. Man spricht hier auch vom „Digital Rights Enforcement“, also Technik zur „Durchsetzung digitaler Rechte“. Im Volksmund spricht man vereinfacht vom „Kopierschutz“.</p>
<p>Das Besondere an dieser Durchsetzung von Rechten ist, dass dabei keine Gerichte bemüht werden müssen. Verbietet man einem Nutzer, ein E-Book zu kopieren und er macht es trotzdem, dann muss man ihn verklagen, damit er es lässt. Aber dank DRM kann er das E-Book schlichtweg nicht kopieren. Und damit dieser DRM-Schutz selbst nicht ausgehebelt wird, hat der Gesetzgeber unterstützend ein Verbot eingeführt, DRM-Techniken zu umgehen, <a href="http://www.gesetze.juris.de/urhg/__108b.html">und dies sogar teilweise unter Strafe gestellt</a>. Insgesamt ist ein solcher DRM-Schutz vergleichbar mit dem, den die Kopierkosten bei einem Papierbuch boten. Doch DRM kann mehr als Papier und weckte so neue Begehrlichkeiten.</p>
<p>Man stelle sich vor, ein Verlag verkauft ein Buch und verbietet es den Lesern, Teile davon für Freunde zu kopieren, es zu verleihen oder weiter zu verkaufen. Würde der Verlag dieses Verbot vor Gericht durchsetzen wollen, müsste er sich anhören, <a href="http://www.gesetze.juris.de/urhg/__53.html">dass das Gesetz es erlaubt, das Buch zu verleihen, zu verkaufen oder daraus Kopien für Freunde zu erstellen</a>.</p>
<p>Veröffentlicht der Verlag das Buch jedoch als E-Book, dann kann er unter Zuhilfenahme von Technik unterbinden, dass man per „Kopieren &amp; Einfügen“ Teile des Textes kopiert, die Datei ausdruckt oder kann bestimmen, dass es nur an einem bestimmten Gerät gelesen werden kann.</p>
<p>Dabei sind die Möglichkeiten, die Nutzung einzuschränken, so vielfältig, dass jeder sich vor dem Kauf eines E-Books informieren sollte, was er alles damit tun darf und ob ihm die beschränkten Rechte, die er erwirbt, den Preis wert sind.</p>
<p>Ein Beispiel, wie weit die Nutzerkontrolle gehen kann, hat der E-Book-Anbieter Amazon gezeigt, <a href="http://www.nytimes.com/2009/07/18/technology/companies/18amazon.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss">als er ironischerweise George Orwells Kritik an totaler Kontrolle „1984“ von den Lesegeräten seiner Kunden  löschen ließ</a>, weil es nachträglich aufgefallen ist, dass die nötigen Rechte für den Buchvertrieb fehlten.</p>
<p>Dieses Beispiel ließ die Nutzer Sturm laufen, weil sie diese Entmündigung als persönliche Beleidigung verstanden. Doch ist es nur eines von Argumenten gegen DRM. Und jeder, der sich eine Meinung über DRM bilden möchte, sollte diese Argumente kennen.</p>
<h3>Die Kritik am DRM</h3>
<p>Das obige Amazon-Beispiel zeigt die gegensätzlichen Fronten zwischen den Nutzern und den Rechteinhabern. Die letzteren finden es nur gerecht, ein Mittel in der Hand zu haben, um ihre Rechte optimal kontrollieren zu können.</p>
<p>Die Nutzer dagegen fühlen sich kontrolliert und bevormundet, ohne dass dies wirtschaftlich gerechtfertigt ist und bringen <a href="http://www.teleread.com/publishersdrm.htm">folgende Argumente gegen das DRM</a> vor:</p>
<ul>
<li>Die ehrlichen und loyalen Nutzer werden durch die Schranken wie potenzielle Rechtsbrecher behandelt.</li>
<li>Wer nicht ehrlich ist, den hält auch DRM nicht vor Rechtsbruch zurück, denn jeder technische Schutz wurde bisher geknackt und in Tauschbörsen eingestellt.</li>
<li>DRM verleitet die Nutzer geradezu illegale Kopien zu nutzen. <a href="http://boersenblatt.net/382350/template/">Denn es macht die Nutzung von E-Books so umständlich</a>, dass es oft einfacher ist, sich eine illegale Version zu besorgen, bei welcher der DRM-Schutz entfernt worden ist.</li>
<li>Die DRM-Restriktionen spiegeln sich nicht in den E-Book-Preisen wieder. Ein gebundenes Buch kostet den Verlag ein Vielfaches mehr in der Herstellung und trotzdem kann es vom Käufer verliehen oder weiter verkauft werden. Ein E-Book, bei dem die Nutzung im Vergleich zum Papierbuch eingeschränkt ist, kostet jedoch trotz dieser großen Unterschiede im Vergleich oft kaum weniger als die gebundene Ausgabe.</li>
<li>Das Nutzungsverhalten der Leser kann genau protokolliert werden, wenn DRM-Systeme Kontakt mit Servern des Anbieters herstellen.</li>
</ul>
<p>Die Musikindustrie hat auf das DRM gesetzt und in den „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-copyright#Anti-copyright_groups_and_scholars">Copyright Wars</a>“ versucht, Rechtsverstöße durch Nutzer gerichtlich zu verfolgen. Doch nach zahlreichen Meinungen führte letztendlich nicht der Kampf gegen die Nutzer zur <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Umsatz-mit-legalen-Musikdownloads-waechst-um-25-Prozent-749721.html">Steigerung der Musikabsätze</a>, sondern ein komfortableres und auch mitunter <a href="http://www.zdnet.de/news/lebensart_lifestyle_digital_apple_und_amazon_bieten_kuenftig_drm_freie_musik_an_story-39001025-39154566-1.htm">DRM-freies Online-Musikangebot</a>. Warum sollte man bei den E-Books die gleichen Fehler machen, statt aus ihnen zu lernen?</p>
<p>Aufgrund dieser Argumente verlangen die Gegner zumindest statt auf „Digital Rights Enforcement“ als eine „harte“ Art von DRM, lieber auf ein „weiches“ DRM zu setzen.</p>
<h3>Das „weiche DRM“ schützt mit psychologischen Hürden</h3>
<p>Wir wissen, dass Techniken zur Durchsetzung von Rechten durch Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten von E-Books nur eine Unterart von DRM und heftiger Kritik ausgesetzt sind. In diese angespannte Lage scheint das zunehmende eingesetzte „weiche“ DRM (auch „DRM-light“, „soft DRM“ oder „psychologisches DRM“ genannt) etwas Entspannung hineinzubringen.</p>
<p>Diese Art des DRM setzt zwar auch technische Mittel ein, aber nicht um technische, sondern eher um psychologische Hürden aufzustellen. So soll ein ehrlicher Leser bei der Nutzung seines E-Books technisch nicht eingeschränkt werden. Statt mit Zugangsbeschränkungen oder Kopierschutz wird das E-Book entweder mit einer Signatur, den persönlichen Daten des Nutzers oder beidem verbunden.</p>
<p>Bei einer Signatur wird ähnlich einem Wasserzeichen auf einem Bild ein nicht sichtbares Muster in den Text des Buches hineincodiert. Der Nutzer kann das Buch ohne Schranken verleihen oder weiter verkaufen, muss aber damit rechnen, <a href="http://boersenblatt.net/329788">dass es zu ihm zurückverfolgbar sein wird</a>, wenn er es zum Beispiel in einer Tauschbörse einstellt.</p>
<p>Die Frage ist, ob diese Wasserzeichen hinreichend abschreckend sind. Denn aus juristischer Sicht ist es nicht ausreichend, ein E-Book in einer Tauschbörse zum Käufer zurück zu verfolgen, um ihm nachzuweisen, dass er es dort eingestellt hat. Das könnte genauso gut jemand sein, dem er es verliehen hat.</p>
<p>Die andere Methode versieht das E-Book mit persönlichen Daten. So zum Beispiel mit Kreditkartendaten oder anderen persönlichen Informationen, welche sichtbar oder unsichtbar in die Datei geschrieben werden. Diese Methode geht davon aus, dass der Käufer zwar keine Probleme haben wird, sein Exemplar an enge Freunde zu verleihen oder zu verkaufen, aber davon abgehalten wird, das E-Book in Tauschbörsen einzustellen. Doch je nachdem wie viel Wert man den eigenen persönlichen Daten beimisst, kann diese Methode zwar anders aber ebenso belastend wie eine Nutzungsbeschränkung gesehen werden.</p>
<p>Ob sich das weiche DRM durchsetzen wird und in welcher Form, ist bei dieser relativ neuen Herangehensweise noch nicht abzusehen. Es ist aber zu begrüßen, wenn die Rechteinhaber sich kompromissbereit zeigen, auch wenn ihnen dies durch den Widerstand der Nutzer gegen die härtere Art von DRM aufgezwungen worden sein mag.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Die massive Nutzung von DRM war eine Reaktion der Rechteinhaber auf die Möglichkeiten der Nutzer, Daten verlustfrei zu kopieren und sie durch die Netze verbreiten zu können. Mit den Nutzungsbeschränkungen werden Käufern elektronische Fesseln angelegt, die den Komfort bei der Nutzung von E-Books erheblich senken. Der breite Widerstand der Nutzer gegen DRM wird begleitet durch die von der Musikindustrie vorgelebte Erkenntnis, dass eine Verbesserung des Angebotes und Anpassung an den digitalen Markt wirtschaftlich erfolgsversprechender ist als technische Restriktionen. Das führt dazu, dass Anbieter zunehmend  auf „weiche“ DRM-Maßnahmen, wie zum Beispiel digitale Wasserzeichen, setzen oder auf DRM ganz verzichten.</p>
<p>Und damit sehen wir, dass man DRM differenzierter würdigen und weder die Nutzer als potenzielle Rechtsbrecher noch die Rechteinhaber als reine Ausbeuter betrachten sollte. Beide Gruppen vertreten nachvollziehbare Interessen. Daher ist es wünschenswert, dass sie sich annähern und die eine Seite auf einen technischen Overkill verzichtet und die andere auf illegale Nutzung von E-Books.</p>
<p>Wo genau die Mitte liegt und wann eine DRM-Maßnahme vom Kauf abhalten sollte, muss letztendlich jeder Käufer für sich selbst beurteilen. Wichtig ist, sich zu informieren, welche DRM-Art eingesetzt wird und ob es vielleicht DRM-freie Alternativen bei anderen Anbietern oder gegen einen geringen Aufpreis gibt. Denn so nimmt jeder von uns Einfluss darauf, ob und welche Art von DRM in der Zukunft eingesetzt wird.</p>
<h3>Hinweise zum Weiterlesen</h3>
<p>Dieser Text verzichtet bewusst auf die Nennung einzelner DRM-Maßnahmen und all ihrer technischer Spezifikationen, um einen einfachen Einstieg in die Materie zu bieten. Wer mehr über DRM-Methoden erfahren und tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem werden folgende Seiten empfohlen:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung">Wikipedia: „Digitale Rechteverwaltung“</a></li>
<li><a href="http://www.kcoyle.net/drm_basics.pdf">„The Technology of Rights: Digital Rights Management“ von Karen Coyle (PDF)</a></li>
<li><a href="http://thevarsity.ca/articles/23855">„How to Destroy the Book“ von Cory Doctorow</a></li>
<li><a href="http://bibliothekarisch.de/blog/2010/05/26/drm-fuer-e-books-risiken-und-nebenwirkungen-des-elektronischen-lesens-2/">„DRM für E-Books – Risiken und Nebenwirkungen des elektronischen Lesens“ bei Bibliothekarisch.de</a></li>
<li><a href="http://bibliothekarisch.de/blog/2009/04/04/e-books-die-staerkung-der-autoren-und-schwaechung-der-verlage/">„E-Books – die Stärkung der Autoren und die Schwächung der Verlage?“ bei Bibliothekarisch.de</a></li>
<li><a href="http://www.derfisch.de/node/233">„eBook Reader und der DRM Wahnsinn“ bei DerFisch.de</a></li>
<li><a href="http://www.irights.info/index.php?q=node/837">Die Zukunft von DRM bei irights.info</a></li>
</ul>
<h3>Über den Autor</h3>
<p>Thomas Schwenke LL.M. (Auckland), Dipl.-FinWirt (FH) ist Partner der Kanzlei SCHWENKE &amp; DRAMBURG in Berlin und berät Unternehmen rund um Marketing, Social Media und IT-Recht. Als passionierter Onlinerechtler bloggt er unter <a href="http://spreerecht.de">spreerecht.de</a> und hält Workshops und Vorträge zu diesen Themen.</p>
<ul>
<li><a href="http://twitter.com/thsch">@thsch auf Twitter</a></li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Thomas_Schwenke2">XING-Profil von Thomas Schwenke</a></li>
</ul>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=286&amp;md5=312ff4ef61ec0312a3ee47efa56cc7a8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/ZeZuqHdcjnw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn sich Inhalte verselbständigen: Hyperdistribution</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 12:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ehrhardt F. Heinold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Single Source, Multi Channel – jetzt „Hyperdistribution“: Die Distribution von Content wird für Verlage immer komplexer. Vor allem die wachsenden Möglichkeiten, mit Kunden über Social Media-Plattformen zu kommunizieren, erfordern neue Denk- und Arbeitsweisen in Verlagen. Verlage haben sich in drei Schritten in die digitale Medienwelt bewegt: Das erste Ziel vieler Verlage war das Single Source [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_285" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-hyperdistribution.jpg"><img class="size-full wp-image-285" title="100905-hyperdistribution" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-hyperdistribution.jpg" alt="" width="500" height="351" /></a><p class="wp-caption-text">© Stefan Rajewski - Fotolia.com</p></div>
<p>Single Source, Multi Channel – jetzt „Hyperdistribution“: Die Distribution von Content wird für Verlage immer komplexer. Vor allem die wachsenden Möglichkeiten, mit Kunden über Social Media-Plattformen zu kommunizieren, erfordern neue Denk- und Arbeitsweisen in Verlagen.</p>
<p><span id="more-105"></span></p>
<p>Verlage haben sich in drei Schritten in die digitale Medienwelt bewegt:</p>
<ol>
<li>Das erste Ziel vieler Verlage war das <strong>Single Source Publishing</strong>, also das Publizieren gleicher Inhalte in verschiedenen Medien. Zwar wurden auch hier schon kanalspezifische Anpassungen gemacht (etwa für eine Internetausgabe), aber der zentrale Gedanke lautete: Ein Inhalt, alle Medien. Dieses Konzept hat sich im Lauf der Jahre bewährt und gilt für viele Medieninhalte noch immer als eine der zukunftssicheren Publikationsmodelle.</li>
<li>Jedoch wurde schnell klar, dass der Single Source-Ansatz nicht der alleine selig machende Weg sein kann. Als eines der ersten Medienhäuser hat der Spiegel Verlag das verstanden – und mit Hilfe der <strong>Multi Channel-Strategie</strong> seine Medienmarke Spiegel crossmedial aufgebaut und dabei die Erfahrung gemacht: Zeitschrift, Internetangebot, TV-Formate – in jedem Medienkanal unterschieden sich Inhalte und Arbeitsweise fundamental, selbst wenn einzelne Artikel oder Themen in unterschiedlichen Medien wiederverwendet werden können.</li>
<li>Durch Social Media wurden wiederum neue Möglichkeiten geschaffen – denn hier können Inhalte nicht mehr nur auf eigenen Plattformen publiziert werden, sondern auf Kanälen der Social-Media-Welt. Eine fragmentierte Landschaft, die Echtzeitkommunikation erwartet und in der der „User Generated Content“ eine zentrale Rolle spielt. <strong>Hyperdistribution </strong>stellt neue Anforderungen, deren Dimensionen Verlage erst zu ahnen beginnen. Und wieder zeigt sich: Bisherige Inhalte und Arbeitsweisen reichen nicht mehr aus, um in einer vernetzten Kommunikationswelt zu bestehen.</li>
</ol>
<h3>Hyperdistribution – eine Definition aus journalistischer Sicht</h3>
<p>Eine anschauliche Definition aus der Perspektive journalistischer Inhalte gibt das <a href="http://netzwertig.com/2009/09/08/hyperdistribution-wie-inhalte-durch-das-netz-reisen/">netzwertig-Blog</a>:</p>
<blockquote><p>„Im Rahmen der Debatte um die Zukunft des Journalismus fällt immer öfter der Begriff ‚<a href="http://www.buzzmachine.com/2009/08/25/hyperdistribution/"><span>Hyperdistribution</span></a>’ (alternativ auch <a href="http://netzwertig.com/2008/06/05/superdistribution-lastfm-will-omnipraesent-werden/"><span>Superdistribution</span></a>). Dieser bezeichnet ein Konzept, bei dem Inhalte über möglichst viele Kanäle des Internets verbreitet werden. Hyperdistribution ist das Gegenstück zur Exklusivität, bei der Content lediglich über eine kontrollierte Quelle (z.B. ein Printmagazin oder einen kostenpflichtigen Internetdienst) zugänglich gemacht wird. Das Ziel von Hyperdistribution ist es, durch eine radikale Erhöhung der Reichweite die direkten und indirekten Möglichkeiten zur Monetarisierung von journalistischen Inhalten zu verbessern (Werbung, E-Commerce etc.) und damit ggf. auch wegbrechende Einnahmen aus dem Printgeschäft auszugleichen.“</p></blockquote>
<p>Auch wenn ich den Gegensatz zwischen Hyperdistribution und Paid Content nicht teile – der Grundgedanke dieser Definition ist richtig: Eine möglichst breite Distribution von Inhalten und eine damit einher gehende Vernetzung mit den Lesern schafft neue Dimensionen von Reichweite. Der dahinter stehende Grundsatz ist denkbar einfach: Gehe dahin, wo Dein Leser/Nutzer schon ist. Die große Kunst besteht darin, die Nutzer auf verlagseigene Angebote zu holen und daraus ein Geschäft zu entwickeln. Social-Media-Plattformen lösen in Teilen schon Suchmaschinen als zentrale Trafficlieferanten für Webseiten ab, weil immer mehr Menschen Links aus ihren Netzwerken folgen statt zu googeln. Eine wirkungsvolle Hyperdistribution wird so auch für Medienmarken zur Pflicht.</p>
<h3>Voraussetzungen</h3>
<p>Erfolgreiche Hyperdistribution hat fünf Voraussetzungen:</p>
<p>Erstens muss es medienspezifischen <strong>Content</strong> geben. Klassische Verlagsinhalte eignen sich oft nicht dafür, sondern für jedes Hypermedium wie Facebook, Twitter, ein Blog oder eine Community müssen diese eigens erstellt werden.</p>
<p>Diese Inhalte sollten zweitens in die <strong>Publikations- und Marketingstrategie</strong> des Verlages integriert werden. Wer twittert mit welchem Ziel und welchen Botschaften? Was leistet ein Facebook-Profil für die Produktvermarktung oder das Branding einer Medienmarke? Diese Fragen sollten zu Beginn einer Hyperdistribution-Strategie behandelt werden.</p>
<p>Um diese Inhalte möglichst schnell zu publizieren, aber auch, um sie zu archivieren, braucht es drittens eine entsprechende <strong>technische Infrastruktur</strong> und darauf angepasste Workflows: Es sollte nicht vorkommen, dass Mitarbeiter twittern, ohne dass diese Inhalte im Nachhinein zentral recherchierbar sind. Je mehr Kanäle bedient werden, desto unübersichtlicher wird das Szenario. Deshalb sollte ein CMS auch hier den Prozess steuern und die Inhaltedistribution zusammenhalten. Zu dieser Infrastruktur gehört auch ein effektives Monitoring, durch das sich die Aktivitäten komfortabel überwachen lassen.</p>
<p>Das alles funktioniert nur, wenn <strong>Mitarbeiter</strong> diese Inhalte erstellen und publizieren. Dazu benötigen sie nicht nur eine deutliche Affinität zu Social Media, sondern vor allem auch zeitliche Kapazitäten und Kompetenzen: Wer schnell auf einen Facebook-Kommentar antworten muss, kann nicht Stunden oder gar Tage auf die Freigabe durch die Unternehmenspressestelle warten.</p>
<p>Und damit wären wir bei der fünften und nach meiner Meinung wichtigsten Voraussetzung: der <strong>Unternehmenskultur</strong>. Hyperdistribution und damit einhergehend die Nutzung von Social Media verlangt eine offene und transparente Unternehmenskultur. Twitternde Mitarbeiter benötigen Vertrauen, gleichzeitig tragen sie eine hohe Verantwortung, denn sie geben dem Verlag ein Gesicht. Kontrolle und hierarchische Strukturen werden sich mittelfristig nicht mit einer Hyperdistribution-Strategie vereinbaren lassen.</p>
<h3>Über den Autor</h3>
<p>Ehrhardt F. Heinold ist Geschäftsführer der <a href="http://www.hspartner.de/">Heinold, Spiller &amp; Partner Unternehmensberatung GmbH</a>. Seine Fachgebiete sind unter anderem Internet-Strategie, Content Management und Cross Media Publishing. <a href="http://publishing-business.blogspot.com/">In seinem Blog</a> kommentiert er aktuelle Entwicklungen im Publishing-Business.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erschien ursprünglich im </em><a href="http://publishing-business.blogspot.com/2010/07/content-auf-allen-kanalen.html"><em>Blog zum Publishing-Business</em></a><em>.</em></p>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=105&amp;md5=50ddef57b38e1d3a17dcc2503727c64b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/2YbE4ldLmX0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Interview: O’Reilly – ein Verlag im Wandel. Zahlen, Fakten, Ausblicke</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 06:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die sich wandelnde Landschaft kann einen Fachverlag wie O&#8217;Reilly nicht kalt lassen. Im Gegenteil: Wer frühzeitig den neuen Trend erkennt, profitiert am Ende sogar. Die deutsche O&#8217;Reilly-Lektoratsleiterin Ariane Hesse hat mir ausführlich Fragen zur Zukunft der Verlage generell, zum Wandel der Arbeitsabläufe und auch zu schwierigen Themen wie dem digitalen Rechtemanagement DRM beantwortet. Wie ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_283" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-oreilly-ebook-bundle.jpg"><img class="size-full wp-image-283" title="100905-oreilly-ebook-bundle" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-oreilly-ebook-bundle.jpg" alt="" width="500" height="291" /></a><p class="wp-caption-text">Mit seinen E-Books-Bundles feiert die amerikanische Zentrale des O&#39;Reilly-Verlags große Erfolge.</p></div>
<p>Die sich wandelnde Landschaft kann einen Fachverlag wie O&#8217;Reilly nicht kalt lassen. Im Gegenteil: Wer frühzeitig den neuen Trend erkennt, profitiert am Ende sogar. Die deutsche O&#8217;Reilly-Lektoratsleiterin Ariane Hesse hat mir ausführlich Fragen zur Zukunft der Verlage generell, zum Wandel der Arbeitsabläufe und auch zu schwierigen Themen wie dem digitalen Rechtemanagement DRM beantwortet. Wie ich finde, hält das Interview auf sehr spannende Weise polaroidartig einen Moment dieser Revolution fest, die gerade um uns herum passiert.</p>
<p>Besonders interessant sind die konkreten Zahlen. Nur ein Beispiel: O&#8217;Reilly verkauft in den USA bereits drei Mal mehr E-Book-Bundles als gedruckte Bücher. Sehr lesenswert auch die Eiinblicke in aktuelle Projekt des Verlags. Und nicht zuletzt die Frage: Wie könnte es eigentlich aussehen, das Fachbuch der Zukunft. Dabei stellt Ariane Hesse bei aller Begeisterung für die neuen Möglichkeiten auch fest: „Bevor man zu sehr ins Wunderland abdriftet, muss man sich wohl immer die Frage stellen, welche „Features“ wirklich nützlich sind, wofür ein Leser zu zahlen bereit ist und welche Investitionen für einen Verlag damit gerechtfertigt sind.“</p>
<p><span id="more-253"></span></p>
<p><strong>1. Die Menge der verfügbaren Informationen im Web nimmt ständig zu und jeder kann heute im Prinzip auf eigene Faust Inhalte publizieren. Wie positioniert Ihr Euch als Verlag da gegenüber Lesern und Autoren? Zugespitzt gefragt: Werden Verlage nicht überflüssig?</strong></p>
<p>Ich fürchte, die Antwort wird jetzt etwas länger ausfallen. <img src='http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Inhalte digital oder per Print on Demand (POD) über das Internet zu vertreiben, ist für jedermann machbar, stimmt. Aber damit allein hat man ja noch nicht zwangsläufig optimal und erfolgreich publiziert. Ob der <a href="http://upload-magazin.de/selfpublishing-guide/">Selbstverlag</a> die richtige Option ist, hängt davon ab, was man erreichen möchte, welches Know-how (Verlegen, technische Fragen) man mitbringt und wieviel Zeit man erübrigen kann. Verlage haben sich über lange Zeit in verschiedenen Aufgabenbereichen Wissen angeeignet, mit dem sie einen Autor unterstützen bzw. für Leser überzeugende Produkte entwickeln können.</p>
<p>Beispielsweise die Lektoratsarbeit: Nicht jeder Experte schreibt automatisch gute Texte.</p>
<p>Bei O&#8217;Reilly hat ein Autor in seinem Lektor eine Art Sparringspartner, der ihn von der Idee bis zum fertigen Produkt begleitet. Autoren profitieren außerdem vom verlegerischen Wissen und der Produktentwicklung eines Verlags: Wie muss eine Kompaktreferenz organisiert sein, wie sieht das optimale moderne IT-Lehrbuch aus? Diese Fragen der Vermittlung und Didaktik gelten bei digitalen Texten genauso wie bei Print-Büchern. Diese Konzepte müssen wir jetzt, wo das Fachbuch zum modernen E-Book wird, weiterentwickeln.</p>
<p>Oder die Produktion: Inzwischen benutzen viele ihr iPhone, Android Smartphone, ein iPad oder einen E-Book-Reader, um Informationen nachzuschlagen und zu lesen. Moderne Produktion sollte das berücksichtigen und die Inhalte in möglichst vielen verschiedenen Formaten oder beispielsweise als App bereitstellen. Das ist durchaus anspruchsvoll.</p>
<p>Der Vertrieb: Inhalte digital oder per POD selbst zu vertreiben, bedeutet nicht automatisch, eine befriedigende Reichweite zu erzielen. Von unseren amerikanischen Kollegen wissen wir: Will man seine potenziellen Leser überall, also über die verschiedensten Plattformen und maßgeblichen Anbieter erreichen, erfordert das gerade in einem entwickelten E-Book-Markt professionelle Vertriebsarbeit: Man muss Kontakte herstellen, Verträge aushandeln, Workflows etablieren etc.</p>
<p>Die Vermarktung oder das Heuhaufen-Problem: Auf der letzten O&#8217;Reilly-Publishing-Konferenz „<a href="http://www.toccon.com/toc2010">Tools of Change</a>“ sprach Tim O&#8217;Reilly vom „haystack problem“. Gerade durch die schier unüberschaubare Masse des digitalen Informationsangebots, können Verlage mit einem klaren Profil und einem guten Ruf Autoren dabei unterstützen, sichtbar zu sein, von ihren Lesern gefunden zu werden. Bestimmte Communities gerade auch über Twitter und andere Social-Media-Aktivitäten anzusprechen, hat sich dabei für uns in den letzten Jahren sehr bewährt.</p>
<p><strong>2. Ihr seid als klassischer Print-Verlag groß geworden, O&#8217;Reilly ist heute aber auch stark im digitalen Bereich engagiert. Welche Rolle spielen E-Books aktuell für Euch? Kannst du da Zahlen nennen? Und wie unterscheiden sich die USA und Deutschland?</strong></p>
<p>Wenn du sagst, O&#8217;Reilly ist als klassischer Print-Verlag groß geworden, dann trifft das auf unser deutsches Verlagsbüro in Köln mit knapp 20 Mitarbeitern zu. In den USA war und ist das anders. Tim O&#8217;Reilly hat die amerikanische Firma von Anfang an eher als „Information Provider“ und weniger als reinen Verlag gesehen. Die Amerikaner haben genauso Konferenzen veranstaltet oder die erste kommerzielle Website überhaupt programmiert, wie Bücher veröffentlicht. Sie haben also schon immer mit verschiedensten Informationsangeboten experimentiert. Das erklärt sicherlich auch, warum sie sich mit inzwischen 270 Mitarbeitern so konsequent mit den Möglichkeiten des E-Publishing auseinandersetzen.</p>
<p>Zu den Zahlen: Für unseren Verlag hier in Deutschland sind die E-Book-Umsätze derzeit marginal, absolut nicht relevant. Aber unser Markt ist ja auch bei weitem noch nicht so entwickelt wie in den USA und unser E-Book-Angebot noch im Aufbau. Mein US-Kollege Adam Witwer, Director of Content and Publishing Operations bei O&#8217;Reilly Media, erwähnte neulich, dass über <a href="http://oreilly.com">oreilly.com</a> inzwischen stetig drei Mal mehr E-Book-Bundles verkauft werden als gedruckte Bücher. E-Book-Bundle meint hier das Angebot von momentan vier gängigen Dateiformaten für verschiedene Geräte. Natürlich ist oreilly.com nur ein Vertriebskanal der amerikanischen Firma und sicher ist oreilly.com für IT-Interessierte nicht irgendein Online-Shop. Und trotzdem: 3:1 ist bemerkenswert.</p>
<p>Über alle Kanäle haben die amerikanischen Kollegen 2009 ihren E-Book-Umsatz um mehr als 100 Prozent gegenüber Vorjahr gesteigert und auch in diesem Jahr lassen beispielsweise die Erfolge des „Ebook Deal of the Day“ für 9,99 US-Dollar beachtliche Steigerungen des E-Book-Gesamtumsatzes erwarten.</p>
<p>Eins zu eins lassen sich solche Erwartungen allerdings nicht auf unseren Markt übertragen. Die amerikanischen Kollegen können ihre englischsprachigen Produkte schließlich einem weltweiten Kundenkreis anbieten. Die größten Umsatzsteigerungen verzeichnen sie übrigens im außeramerikanischen Markt.</p>
<div id="attachment_284" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-oreilly-koeln.jpg"><img class="size-full wp-image-284" title="100905-oreilly-koeln" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-oreilly-koeln.jpg" alt="" width="500" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Blick in die Kölner O&#39;Reilly-Büros.</p></div>
<p><strong>3. Was glaubt ihr, wie sich das Verhältnis print/digital in den nächsten fünf bis zehn Jahren entwickeln wird?</strong></p>
<p>Wir glauben, dass die Erfahrungen der Amerikaner mit gewissen Einschränkungen (deutschsprachige Produkte haben eine kleinere Zielgruppe) durchaus auf unseren Markt zu übertragen sind. Im Fachbuch werden digitale Informationsangebote sehr bald deutlich an Bedeutung gewinnen. Ob Smartphone, E-Book-Reader oder Tablet PCs, die Geräte sind schon jetzt da. Was momentan noch fehlt, ist die kritische Masse an digitalen Produkten und Angeboten (da sind wir Verlage gefragt) und es fehlen meines Erachtens Online-Shops oder Verkaufsplattformen, die gezielt und mit gutem Service (Suche, Vorschau, redaktionell aufbereitete Buchtipps etc.) ein Fachpublikum ansprechen. Bei einer großen Plattform wie <a href="http://www.libri.de">libri.de</a> etwa spielt das Fachbuch derzeit eine völlig untergeordnete Rolle. Wir freuen uns natürlich, wenn Buchändler wie Lehmanns sich hier stärker engagieren wollen, wie Bernd Sommerfeld hier auf UPLOAD in seinem <a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/08/sommerfeld-leser-30.pdf">PDF zum Leser 3.0</a> geschrieben hat.</p>
<p>Eine gute Quelle, um die Akzeptanz und Verbreitung von E-Books in den USA zu verfolgen, sind sicherlich auch die <a href="http://www.idpf.org/doc_library/industrystats.htm">Statistiken des International Digital Publishing Forum</a>.</p>
<p><strong>4. Ein Hemmschuh digitaler Bücher sind die vielen Formate. Wie geht ihr damit um und worauf setzt ihr?</strong></p>
<p>Ich sprach schon die E-Book-Bundles der amerikanischen Kollegen an. Zu einem Bundle gehören dort momentan die vier populären Formate: PDF, EPUB (<em>das</em> Format für mobile Geräte), Mobi (das proprietäre Format für den Kindle) und inzwischen auch APK für Android Smartphones. Der Leser soll die digitalen Inhalte unkompliziert und komfortabel auf dem Gerät seiner Wahl lesen können.</p>
<p>Für uns in Deutschland spielt das Mobi-Format keine große Rolle. Amazons Kindle, aber auch Amazon-E-Books können ja nur über Amazon USA bezogen werden. Das deutschsprachige Angebot ist entsprechend eingeschränkt. Wir klammern dieses Format daher erstmal aus.</p>
<p>Im Kölner Büro arbeiten wir gerade an Bundles ausgewählter deutschsprachiger O&#8217;Reilly Titel, die PDFs und EPUBs enthalten. EPUB ist aus unserer Sicht ein wichtiges Format, weil sich bei EPUBs der Textfluss der Displaygröße anpasst. EPUBs sind so für mobile Geräte besonders geeignet. Außerdem ist EPUB ein offener Standard und basiert auf etablierten Web-Technologien wie XHTML und CSS. EPUBs können von etlichen E-Book-Leseprogrammen auf ganz unterschiedlichen Geräten gelesen werden. Die Chancen stehen gut, dass sich EPUB als eine Art Industriestandard in diesem Bereich etabliert. Es fällt übrigens auf, dass in der Computerbuchbranche fast alle Verlage PDFs ihrer gedruckten Titel anbieten, aber keine EPUBs. Das hat produktionstechnische Gründe, aber dazu später.</p>
<p><strong>5. Ein anderes schwieriges Thema ist das digitale Rechtemanagement (DRM). Wie steht ihr dazu?</strong></p>
<p>Als Verlag leben wir davon, dass wir mit unseren Autoren Informationsangebote erarbeiten und sie verkaufen. Und DRM – Digital Rights Management &#8211; soll die geistige Leistung der Kreativen schützen. Soweit die Theorie. In der Praxis schränkt DRM die Nutzung von E-Books drastisch ein. Es darf unserer Meinung nicht sein, dass ich ein käuflich erworbenes E-Book, beispielsweise mit einem Adobe-DRM, auf meinem Sony-Reader, nicht aber meinem iPad lesen kann. Wir halten das für unzumutbar. E-Books müssen nachhaltig und auf verschiedenen Geräten genutzt werden können. Wir setzen darauf, dass Leser bereit sind, ein Produkt legal zu erwerben, wenn der Preis fair ist und sich der Kaufvorgang möglichst unkompliziert gestaltet.</p>
<p>O&#8217;Reillys Bestseller-Autor David Pogue (<a href="http://www.oreilly.de/mm/">Missing Manuals</a>) war ausgesprochen besorgt, als O&#8217;Reilly Media 2009 vorschlug, ein DRM-freies PDF von einem seiner Bestseller zu verkaufen. Pogue ließ sich auf das Experiment ein und stellte im Nachhinein fest, <a href="http://toc.oreilly.com/2009/12/david-pogue-revisits-drm-question-and-ebooks.html">dass ein Umsatz-Einbruch nicht festzustellen war</a>.</p>
<p>Er stellte außerdem ernüchtert fest, dass auch seine DRM-geschützten Titel problemlos illegal im Netz zu bekommen waren. Die Entscheidung für DRM hatte also gerade die Kunden bestraft bzw. in ihrer E-Book-Nutzung eingeschränkt, die sein Buch gekauft hatten. Für ihn ein wichtiges Argument, auf DRM zu verzichten.</p>
<p><strong>6. Stichwort Buchpreisbindung. Ist das für euch eigentlich ein Vorteil oder ein Nachteil? Welches Modell würdet Ihr euch wünschen?</strong></p>
<p>Der Börsenverein fordert derzeit die Durchsetzung der Buchpreisbindung auch für digitale Produkte, die Buchcharakter haben. Die Buchpreisbindung für E-Books führt dazu, dass für denselben Inhalt in verschiedenen E-Book-Formaten immer derselbe Preis angesetzt werden muss. Experimente wie ein „Print-Buch + E-Book-Bundle“ zum Preis X und ein „Print-Buch-only“ zu einem anderen Preis oder Testangebote wie das „E-Book des Tages“ zu einem Sonderpreis sind so nicht möglich.</p>
<p>Auch ist es aus unserer Sicht ganz klar, dass etwa für iPhone Book Apps, die über den App Store vertrieben werden, ein niedrigerer Preis als für ein PDF angesetzt werden sollte. Momentan kosten PDFs von IT-Titeln meistens etwa 20 Prozent weniger als das Printbuch – durch die Druckkostenersparnis. Das Preisgefüge im App Store sieht durch die vielen kostenlosen und niedrigpreisigen Apps einfach anders aus.</p>
<p>Mit größeren Freiheiten bei der Preisgestaltung könnten wir experimentieren, einiges über diese neuen Vertriebswege lernen und unseren Lesern attraktivere Produkte – etwa in Form von Print + E-Book-Bundles anbieten.</p>
<p><strong>7. Digitales Publizieren heißt bei alldem ja nicht nur neue Verbreitungswege, sondern auch neue Darstellungsformen und eine neue Art, wie Bücher entstehen können. Womit experimentiert ihr und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?</strong></p>
<p>Genau, Publishing konsequenter als „E-“Publishing zu denken, kann auch heißen, dass sich die Rollen der Beteiligten verändern &#8211; beispielsweise, dass die Arbeit am Manuskript öffentlicher und interaktiver wird. Im Web ist das ja längst üblich.</p>
<p><a href="http://oreilly.com/roughcuts/">O&#8217;Reillys Rough Cuts Service</a> erprobt diesen Ansatz mit ausgewählten Titeln. Bei den Rough Cuts erhält der Leser Zugang zu einem Manuskript, bevor es veröffentlicht wird &#8211; in der Regel sind zwei bis sechs Monate vorher. Diese frühe Verfügbarkeit ist natürlich besonders bei aktuellen Themen interessant. Der Leser kann außerdem aktiv die Gestaltung des Manuskripts beeinflussen: Er kann Vorschläge machen, Errata melden oder Textstellen kommentieren.</p>
<p>Während das Manuskript eines Print-Buchs in der Zusammenarbeit von Autor, Lektor und technischen Gutachtern ziemlich abgeschottet entsteht, ist hier schon sehr früh die Zielgruppe beteiligt. Eine „Webisierung“ der Arbeitsweise, die dem Produkt mit Sicherheit gut tut.</p>
<p><strong>8. Und wie wirkt sich das auf euren Produktionsworkflow aus, wenn die Print-Version nur noch eine von vielen ist?</strong></p>
<p>Wie unsere amerikanischen Kollegen werden wir unsere Produktion schrittweise auf DocBook XML umstellen (Ausnahmen bleiben aufwändig gestaltete Titel). DocBook wird schon seit Anfang der 90er Jahre als semantische Markup-Sprache im Bereich der technischen Dokumentation eingesetzt. Dieses semantische Markup ist entscheidend, wenn man nicht nur ein PDF für den Drucker braucht, sondern auch andere Formate, zum Beispiel EPUBs, erzeugen möchte. Unsere Texte sind im Unterschied zu Belletristik-Fließtexten ganz schön kompliziert – denkt man beispielsweise an all die Elemente, die in einem Programmier-Buch vorkommen (Code mit Einrückungen, Links etc.). Sie müssen in allen Ausgabeformen korrekt dargestellt werden.</p>
<p>DocBook XML-basierte Produktion bedeutet, dass sich der gesamte Produktionsworkflow ändert. Bislang haben Autoren bei uns häufig in OpenOffice.org oder Word geschrieben, der Satz fand dann extern mithilfe professioneller Satzprogramme wie FrameMaker oder InDesign statt. Produziert man in DocBook, arbeiten alle Beteiligten vom Übersetzer/Autor über die Korrektureingabe bis zu der Phase, die man traditionell Satz nennt, in DocBook. Um beispielsweise ein druckreifes PDF mit dem exakten Layout einer Buchreihe zu erzeugen, verwenden wir öffentlich zugängliche DocBook XSL Stylesheets und O&#8217;Reilly-interne Anpassungen. Die Möglichkeiten sind faszinierend, aber die gesamte Arbeitsweise ändert sich und wir müssen uns in Köln entsprechendes Know-how aneignen. Das kostet Zeit, auch wenn wir vom Know-how der US-Kollegen profitieren. Wir testen diese Arbeitsweise gerade an ausgewählten Pilotprojekten.</p>
<p><strong>9. Wenn du dir ein &#8220;Buch der Zukunft&#8221; vorstellst: Was hast du dann vor Augen?</strong></p>
<p>Eine sehr interessante Frage! Es gibt ja schon jetzt viele Ansätze, die beeindruckend zeigen, wie sehr sich Book Apps von dem, was wir heute unter Buch (Darstellung von komplexeren Inhalten in Textform) verstehen, unterscheiden können. Beispielsweise Augmented Reality-Projekte (vgl. z.B. <a href="http://site.layar.com/download/layar/">http://site.layar.com/download/layar/</a>): GPS-Daten meines Smartphones, Kamera und Kompass werden eingesetzt, um im Display Text- und Bildelementen einer zweiten Realität anzuzeigen, wenn ich mich mit einer bestimmten Blickrichtung an einem bestimmten Punkt befinde. Bei einer Reiseführer Book App können das vielleicht Textinfos oder historische Ansichten einer Sehenswürdigkeit. Die amerikanischen Kollegen haben Geodaten übrigens bei ihrer App „The Geek Atlas Companion“ genutzt. Oder es fallen einem die opulenten Animationen der bekannten iPad App „Alice in Wonderland“  ein, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gew68Qj5kxw">die man hier in einem YouTube-Video bewundern kann</a>. Gerade bei diesem Beispiel kann man sich aber schon fragen, ob das, „was geht“, immer einen echten Mehrwert darstellt.</p>
<p>Wenn ich die O&#8217;Reilly-Brille aufsetze, frage ich mich, welche Erweiterungen des Mediums Buch – man spricht häufig vom „Enhanced“ oder „Enriched“ E-Book &#8211; für unsere Darstellungsziele und Zielgruppen wirklich nützlich sind. Anstatt also zu sagen, wir müssen Video ins Buch einbauen, sollten wir uns wohl besser fragen, welche Medienmöglichkeiten können welche Aspekte des Lesens und Lernens unterstützen. Konkreter:</p>
<p>So unspektakulär es sich erstmal anhört: Wir denken, dass es für unsere Leser am nützlichsten ist, wenn wir möglichst bald möglichst konsequent die Vorzüge der Digitalisierung und „Webisierung“ von Textangeboten nutzen. Die Verlinkung mit ausgewählten externen Informationsangeboten ist ein absolutes „must have“. Ebenfalls ein großer Gewinn: Dynamischer Publizieren als bei herkömmlichen Print-Titeln, also die Inhalte häufiger zu aktualisieren und zu korrigieren.</p>
<p>Webisierung kann, wie schon erwähnt, über das Produkt hinaus die Rollen der Beteiligten und verändern: Der Leser begleitet aktiv den Schreibprozess des Autors. Es kann sich eine Community um ein Buch herum bilden &#8211; Leser tauschen sich mit dem Autor und untereinander aus. Auf der letzten <a href="http://www.toccon.com/toc2010">TOC</a>, einer Publishing-Konferenz von O&#8217;Reilly Media, umschrieb Arianna Huffington (<a href="http://www.huffingtonpost.com/">Huffington Post</a>) diese soziale Dimension mit dem Slogan Bücher seien „Conversation Starters“.</p>
<p>Natürlich ist es auch eine viel versprechende Option, nicht-textliche Medienformate wie Audio/Video zu integrieren. Wir wissen durch die Beschäftigung mit dem <a href="http://www.oreilly.de/headfirst/">„von-Kopf-bis-Fuß“-Konzept</a>, dass Lernen am besten funktioniert, wenn ein Leser immer wieder aus dem Lesetrott herausgerissen wird: durch Amüsantes, Verblüffendes, grafische Elemente und nette Beispielszenarien, die er selbst durchdenkt und durchexerziert. Ein modernes Lehrbuch kann hier durch kurze Videoclips oder interaktive Übungen den Leser sicherlich noch viel besser aktivieren.</p>
<p>Bevor man zu sehr ins Wunderland abdriftet, muss man sich wohl immer die Frage stellen, welche „Features“ wirklich nützlich sind, wofür ein Leser zu zahlen bereit ist und welche Investitionen für einen Verlag damit gerechtfertigt sind. Tim O&#8217;Reilly hat auf der erwähnten TOC Verlagen deshalb auch geraten, nicht gleich die ambitioniertesten Projekte anzugehen, sondern jetzt die zu realisieren, durch die man meisten über die Märkte lernt, die gerade entstehen.</p>
<h3>Über Ariane Hesse</h3>
<p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-ariane-hesse.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-282" title="100905-ariane-hesse" src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/files/2010/09/100905-ariane-hesse.jpg" alt="" width="211" height="238" /></a>Ariane Hesse hat Germanistik, Anglizistik und Publizistik studiert. Nach 5 Jahren Computerbuch-Lektorat arbeitet sie seit 1998 bei O&#8217;Reilly. Als Lektoratsleiterin plant und produziert sie mit einem Team von vier Lektoren und zwei Herstellerinnen das deutschsprachige Programm des IT-Fachbuchverlags O&#8217;Reilly in Köln.</p>
 <p><a href="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/?flattrss_redirect&amp;id=253&amp;md5=edceb831b035ce2d97e6093cfa89b963" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://upload-magazin.de/buch-zukunft/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/buch-zukunft/~4/4OQ-lTXzAO4" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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