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      <title>bn-frauen</title>
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      <pubDate>Thu, 01 Oct 2015 22:44:53 +0000</pubDate>
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      <item>
         <title>Veranstaltungshinweis: 26-09-2015 Black Queer Music</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/veranstaltungshinweis-26-09-2015-black-queer-music/</link>
         <description>+++++ save the date +++++ Wir freuen uns wahnsinnig, vor dem Semesterstart unserer Vorlesungsreihe auf diese tolle Veranstaltung aufmerksam machen zu dürfen! +++++ save the date +++++ Vortrag + Diskussion am 26.9. ab 18 Uhr Interventionsebenen &amp;#038; Wirkfelder Schwarzer Queerer Musik Le1f, Mykki Blanco, Msoke, Zebra Katz, Titica, Bessie Smith, Tracy Chapman, Angel Haze, Josephine [&amp;#8230;]</description>
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         <pubDate>Fri, 18 Sep 2015 16:39:40 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>+++++ save the date +++++<br />
Wir freuen uns wahnsinnig, vor dem Semesterstart unserer Vorlesungsreihe auf diese tolle Veranstaltung aufmerksam machen zu dürfen!<br />
+++++ save the date +++++</p>
<p>Vortrag + Diskussion am 26.9. ab 18 Uhr</p>
<p><strong>Interventionsebenen &#038; Wirkfelder Schwarzer Queerer Musik<br />
</strong><br />
Le1f, Mykki Blanco, Msoke, Zebra Katz, Titica, Bessie Smith, Tracy Chapman, Angel Haze, Josephine Baker, Frank Ocean, Cakes da Killa, Shirlette Ammons, Alif, Amplify Dot, Y-Love&#8230;</p>
<p>Welche Schwarze queere Musik gibt es? Wie wird sie wahrgenommen? Was spiegelt sie wider? Welche Erfahrungswerte sind darin enthalten? Welche Einfluss hat Schwarze queere Musik auf die queeren Communities? Welche auf die Mainstream-Gesellschaft?</p>
<p>Ana Melina Morr de Perez hat verschiedene Schwarze queere Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen interviewt und präsentiert und analysiert Musik, Meinungen und Machtstrukturen.</p>
<p>Ana Melina Morr de Perez ist queer, cis, fat, pan, black, latin@, neurodivers, Studentin der Kulturwissenschaften und Gender Studies, Aktivistin und multimediale Bloggerin auf <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://schwarzrund.wordpress.com">schwarzrund.wordpress.com</a> und schreibt ihren ersten Roman, für den es eine <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://www.indiegogo.com/projects/schwarzer-frost#/story">Crowdfunding-Kampagne</a> gibt.</p>
<p>Eintritt nach Spende (4€ gewünscht)</p>
<p>Ort: Centro Sociale<br />
Sternstraße 2<br />
Das Centro ist barrierefrei ebenerdig erreichbar und verfügt über eine barrierefreie Toilette.</p>
<p>In Kooperation mit der AG Queer Studies der Universität Hamburg</p>
<p>Gefördert durch die <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.hms-stiftung.de/content/sites/hms-home.php">hannchen mehrzweck-stiftung</a> (hms) und die Gemeinsame Kommission Gender &#038; Diversity der Hamburger Hochschulen.</p>
<p>Flyer zum <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://isdonline.de/wp-content/uploads/2015/09/BlackQueerMusic.pdf">Download</a>. (.pdf)<br />
Link zum <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://www.facebook.com/events/1131819463499723/">FB-Event</a><br />
Link zum <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.centrosociale.de/2015-09-26/interventionsebenen-und-wirkfelder-schwarzer-queerer-musik">Centro Sociale</a></p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=3406&amp;md5=ac3a5d6dbf616dd572ff08093787b9e8"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-white.png" alt="Flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Wenn unser starker Arm es will…? Einige Gedanken zu Widersprüchen und Solidaritäten im Feld bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/unbezahlte_sorgearbeit/</link>
         <description>In diesem Jahr haben die Tarifauseinandersetzung in den Sozial- und Erziehungsdiensten, der Streik im Berliner Charité-Krankenhaus, aber auch eher unbemerkte Konflikte, wie die Auseinandersetzungen um einen besseren Tarifvertrag der Hamburger Assistenz Genossenschaft (HAG), gezeigt, dass sich Arbeitsk&amp;#228;mpfe im Care-Bereich entwickeln, die die Krise sozialer Reproduktion in den Blick nehmen. Diese Arbeitsk&amp;#228;mpfe fordern bessere Arbeitsbedingungen und die Anerkennung von Care-T&amp;#228;tigkeiten als notwendige und qualifizierte Arbeit. Dies m&amp;#246;chte ich zum Anlass nehmen, um &amp;#252;ber widerspr&amp;#252;chliche Interessen und solidarische Praxen im Feld un-/bezahlter Sorgearbeit nachzudenken. Den Ausgangspunkt meiner &amp;#220;berlegungen bildet dabei der feministische Anspruch, unbezahlte Haus- und Familienarbeit auch im Falle von Streikauseinandersetzungen nicht auszublenden oder unsichtbar zu machen. Gleichzeitig steht f&amp;#252;r mich eine solidarische Bezugnahme auf Arbeitsk&amp;#228;mpfe im schlecht entlohnten Care-Bereich au&amp;#223;er Frage.</description>
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         <pubDate>Mon, 14 Sep 2015 11:20:24 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>In diesem Jahr haben die Tarifauseinandersetzung in den Sozial- und Erziehungsdiensten, der Streik im Berliner Charité-Krankenhaus, aber auch eher unbemerkte Konflikte, wie die Auseinandersetzungen um einen besseren Tarifvertrag der Hamburger Assistenz Genossenschaft (HAG), gezeigt, dass sich Arbeitsk&#228;mpfe im Care-Bereich entwickeln, die die Krise sozialer Reproduktion in den Blick nehmen. Diese Arbeitsk&#228;mpfe fordern bessere Arbeitsbedingungen und die Anerkennung von Care-T&#228;tigkeiten als notwendige und qualifizierte Arbeit. Dies m&#246;chte ich zum Anlass nehmen, um &#252;ber widerspr&#252;chliche Interessen und solidarische Praxen im Feld un-/bezahlter Sorgearbeit nachzudenken. Den Ausgangspunkt meiner &#220;berlegungen bildet dabei der feministische Anspruch, unbezahlte Haus- und Familienarbeit auch im Falle von Streikauseinandersetzungen nicht auszublenden oder unsichtbar zu machen. Gleichzeitig steht f&#252;r mich eine solidarische Bezugnahme auf Arbeitsk&#228;mpfe im schlecht entlohnten Care-Bereich au&#223;er Frage. </strong></p>
<p>Mit der <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://www.soziale-berufe-aufwerten.de/">„Aufwerten jetzt!“-Kampagne</a> wollten die Mitarbeiter*innen der Sozial- und Erziehungsdienste in diesem Jahr der Abwertung „traditioneller Frauenberufe“ etwas entgegensetzen. Sie streikten f&#252;r eine Anerkennung ihrer hohen Qualifikationen und eine bessere Entlohnung. W&#228;hrend die Berichterstattung &#252;ber diesen sogenannten „Kita-Streik“ im Fr&#252;hsommer zun&#228;chst sehr positiv ausfiel, wurde die anf&#228;nglich gro&#223;e Solidarit&#228;t, je l&#228;nger der Streik dauerte, br&#252;chiger und schlug in der medialen Berichterstattung zusehends um. Nach mehreren Streikwochen wurde ein Schlichtungsverfahren angestrengt, dessen Ergebnis jedoch von der &#252;berw&#228;ltigenden Mehrheit der ver.di-Mitglieder als unzumutbar abgelehnt wurde. Nach dem Scheitern der 8. Verhandlungsrunde im August scheint nun die Wiederaufnahme der Streiks im Herbst wahrscheinlich. Deren Ausgangslage ist allerdings nicht einfacher geworden, da im Herbst die Eingew&#246;hnungsphase von Kita-Kindern stattfindet und die Bedingungen f&#252;r elterliche Solidarit&#228;t noch prek&#228;rer werden l&#228;sst. Aus diesem Anlass m&#246;chte ich &#252;ber die Bedingungen solidarischer Praxen im Feld bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit nachdenken.</p>
<h2><b>&#220;ber widerstreitende Interessen…</b></h2>
<p>Mariarosa Dalla Costa hat einmal formuliert, dass wir noch nie einen Generalstreik erlebt haben. Denn stets lief die – vornehmlich von Frauen* geleistete und aus der &#246;ffentlichen Wahrnehmung verdr&#228;ngte – Reproduktionsarbeit weiter.</p>
<p>„<em>No strike has ever been a general strike</em>. When half the working population is at home in the kitchens, while the others are on strike, <em>it’s not a general strike</em>.” (<a rel="nofollow" target="_blank" href="https://caringlabor.wordpress.com/2010/10/20/mariarosa-dalla-costa-a-general-strike/">Dalla Costa</a>)</p>
<p>Gegenw&#228;rtig f&#252;hren wir in Deutschland sicherlich keine Diskussion um einen Generalstreik und doch k&#246;nnen uns diese Gedanken von Dalla Costa etwas mitgeben. Wenn wir ihre Aussage im Hinterkopf behalten und erneut den Streik in den Sozial- und Erziehungsdiensten betrachten, m&#252;ssen wir hier feststellen – bestreikt wurde die Lohnarbeit, w&#228;hrend die Care-L&#252;cken, die im „Kita-Streik“ aufgerissen sind, zumeist durch unbezahlte Reproduktionsarbeit wieder aufgefangen wurden. Das stellt uns vor die schwierige Situation, Solidarit&#228;ten zu entwickeln, auszubauen und zu erhalten, obwohl sich die kurzfristigen Interessen widersprechen k&#246;nnen. Diese Problematik ist auch &#252;ber den „Kita-Streik“ hinaus von gro&#223;er Bedeutung, denn es ist in vielen Care-Bereichen nur schwer m&#246;glich, die Arbeit einfach nicht zu machen.</p>
<p>Sicherlich handelt es sich bei diesem Argument um ein Argument mit T&#252;cken, da der Hinweis auf Abh&#228;ngigkeit, Bed&#252;rftigkeit und Verantwortlichkeit als moralisches Druckmittel eine lange Tradition in der Absicherung weiblicher Sorget&#228;tigkeiten hat. Die Subjektivierung zur  „Arbeit aus Liebe“ – die in sich bereits Geschenk und Lohn darstellt, w&#228;hrend ihre Verweigerung Frauen* zu unmoralischen Subjekten stempelt – macht(e) Arbeitsk&#228;mpfe schwer (Duden 2009). Andererseits zeichnet sich aber Sorgearbeit f&#252;r Kinder oder andere Care-Receiver oft tats&#228;chlich durch Abh&#228;ngigkeiten aus, sodass sie nicht oder zumindest nicht ohne Einbu&#223;en in deren Lebensqualit&#228;t unterlassen oder auf einen anderen Zeitpunkt verschoben werden kann. Dies zu verschweigen f&#252;hrt lediglich zur Ausblendung derjenigen, welche im Zweifel unbezahlt einspringen, und wird auch denjenigen nicht gerecht, welche auf Unterst&#252;tzung angewiesen sind. Die skizzierte Abh&#228;ngigkeit gilt sicherlich nicht f&#252;r alle Care-T&#228;tigkeiten im selben Ma&#223;e, muss aber in unseren &#220;berlegungen zu (Arbeits-)K&#228;mpfen im Care-Bereich und ihren Auswirkungen im unbezahlten Sorgebereich bedacht werden.</p>
<p>W&#228;hrend zun&#228;chst breite Unterst&#252;tzung und Verst&#228;ndnis die Berichterstattung zum „Kita-Streik“ pr&#228;gten, verschoben sich die medialen Darstellungen nach und nach hin zu unertr&#228;glichen Belastungen der Eltern und verantwortungslosen Erzieher*innen. Die Verantwortlichkeit von Arbeitgeberseite und Politik f&#252;r die Fortdauer des Streiks fiel hingegen zunehmend unter den Tisch. Gleichzeitig war es den Kita-Besch&#228;ftigten nicht m&#246;glich, finanziellen Druck auf die Tr&#228;ger auszu&#252;ben, da diese im Streik sogar Ausgaben einsparten. Und dennoch stellt „Streik“ eines der (symbolisch) schlagkr&#228;ftigsten Mittel im Arbeitskampf dar.</p>
<p>F&#252;r eine solidarische Politik ist es daher keine Option, derartigen Arbeitsk&#228;mpfen die Unterst&#252;tzung zu entziehen. Doch wie k&#246;nnen solidarische Praxen aussehen, wenn sowohl die bezahlte, als auch die unbezahlte Arbeit im Blick behalten werden soll? Wie gehen wir damit um, wenn beispielsweise der wichtige und berechtigte Arbeitskampf der Erzieher*innen eventuell gerade die ohnehin oftmals prek&#228;ren Berufspositionen und Lebensarrangement junger Frauen* unter Druck setzt? Um dar&#252;ber weiter nachzudenken, m&#246;chte ich zwei kleine Beispiele aus Hamburg vorstellen.<b></b></p>
<h2><b>…  und solidarische Praxen</b></h2>
<p>Im Juni wurde auf dem Treffen des Hamburger Teils vom bundesweiten Care Revolution Netzwerk &#252;ber die Tarifauseinandersetzungen in den Sozial- und Erziehungsdiensten sowie m&#246;gliche Unterst&#252;tzungsformen diskutiert. In der Frage von Unterst&#252;tzungsm&#246;glichkeiten stand der Netzwerkknoten vor der Schwierigkeit, dass die eigenen freien Kapazit&#228;ten als gering eingesch&#228;tzt wurden. Dies zeigt auch, dass Organisierung und wechselseitige solidarische Praxen im Care-Bereich vor der Herausforderung stehen, mit prek&#228;ren und ersch&#246;pfenden Arbeits- und Lebensbedingungen umzugehen. Als Netzwerk selber Kinderbetreuungen im Streik bereitzustellen, erschien kaum m&#246;glich. Dies machte auch die Problematik von hohen Belastungen und Vereinzelung erneut bewusst, die im Hamburger Netzwerk bereits fr&#252;her diskutiert wurde. Trotzdem sollte der Streik unterst&#252;tzt werden. Pragmatisch wurde sich dazu entschieden, eine <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://care-revolution.org/aktuelles/hamburger-netzwerk-soli-erklaerung">Soli-Erkl&#228;rung</a> zu ver&#246;ffentlichen. Es erschien wichtig, den sogenannten „Kita-Streik“ in einen gr&#246;&#223;eren Zusammenhang zu stellen und die gesellschaftliche Ebene und politische Gestaltbarkeit von Care-Arbeit zu thematisieren. Damit sollte die Blickverengung der Presseberichterstattung auf einen Konflikt zwischen Erzieher*innen und Eltern aufgebrochen und vielmehr die gemeinsame Perspektive auf eine an Bed&#252;rfnissen ausgerichteten &#214;konomie gelenkt werden. Diese Intervention stellte sich zwar gegen die Form der medialen Berichterstattung, blieb jedoch auf einer rein diskursiven Ebene.</p>
<p>F&#252;r eine breitere Diskussion solidarischer Praxen ist daher auch die kleine Hamburger Initiative „<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://solidarischeeltern.blogsport.eu/">Eltern in Solidarit&#228;t</a>“ interessant. Im Juni haben sich hier einige Eltern – nur teilweise selbst vom Streik betroffen – zusammengefunden, um ebenfalls den Streik zu unterst&#252;tzen. Die „Eltern in Solidarit&#228;t“ wollten allerdings nicht nur diskursiv intervenieren, sondern auch praktische Solidarit&#228;t organisieren. So haben sie sich auch gegr&#252;ndet, um als solidarische Praxis im Streik die Betreuung von Kindern selbst zu organisieren bzw. auch anderen zu erleichtern. Sie griffen damit die weitverbreitete Praxis der gegenseitigen Eltern-Unterst&#252;tzung auf und stellten diese in einen solidarischen Zusammenhang. Da kurz nach dem ersten Treffen das Schlichtungsverfahren einberufen wurde, beschr&#228;nkte sich die nachfolgende Arbeit vorerst auf Soli-Erkl&#228;rungen und die Bereitstellung praktischen Wissens f&#252;r eine m&#246;gliche kommende Streikphase. So stehen auf der Internetseite beispielsweise ein Formular zur Kostenr&#252;ckerstattung der Kita-Geb&#252;hren und Tipps zur Organisation selbstverwalteter Kinderbetreuung zum Download bereit. Zu den Treffen und solidarischen Praxen werden alle aufgerufen – nicht nur Eltern. In beiden F&#228;llen ging es demnach auch um die Ausweitung der Unterst&#252;tzer*innen des Streiks &#252;ber die unmittelbar Betroffenen hinaus. Aktuell ist die Initiative sehr klein und &#252;berschaubar. Trotzdem zeigt sich an ihr, dass sich in Konfliktsituationen auch Praxen entwickeln k&#246;nnen, welche Denkhorizonte erweitern oder alltagspraktische Unterst&#252;tzung verbessern k&#246;nnen.</p>
<p>Wie auch in den Diskussionen des Care Revolution Netzwerks fand auch in der Ver&#246;ffentlichung der „Eltern in Solidarit&#228;t“ die Belastungssituation betroffener Eltern ihren Raum. Darin sehe ich einen ersten Ausgangspunkt f&#252;r gemeinsame Politiken: So erscheint es mir als St&#228;rke, wenn eigene Belastungen an den gegenw&#228;rtigen Verh&#228;ltnissen – aber auch im Streik – formuliert werden k&#246;nnen, ohne deshalb unsolidarisch zu agieren. Vielmehr bedarf es kritischer Analysen und einer Kultur des Zuh&#246;rens, welche erm&#246;glicht &#252;ber eigene Erfahrungen und Verletzungen in den aktuellen Verh&#228;ltnissen zu sprechen; nicht um diese gegeneinander auszuspielen, sondern um gemeinsam solidarische Politiken und Praxen zu entwickeln.</p>
<h2>Literatur:</h2>
<p>Duden, Barbara (2009): Arbeit aus Liebe – Liebe als Arbeit. Ein R&#252;ckblick, in: Olympe. Feministische Arbeitshefte zur Politik, Heft Nr. 30, S. 16-26</p>]]></content:encoded>
         <category>Interventionen</category>
      </item>
      <item>
         <title>Eltern ABC #5: E wie Erste Worte</title>
         <link>http://missy-magazine.de/2015/09/11/eltern-abc-5-e-wie-erste-worte/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=eltern-abc-5-e-wie-erste-worte</link>
         <description>Ale Dumbsky, Gründer des Hamburger Labels Buback Tonträger und vor langer Zeit mal Schlagzeuger der Goldenen Zitronen, zu E wie erste Worte. Seine Kinder Elvis und Leni sind zwölf und acht Jahre alt.</description>
         <guid isPermaLink="false">http://missy-magazine.de/?p=30736</guid>
         <pubDate>Fri, 11 Sep 2015 12:51:13 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<h2>Ale Dumbsky, Gründer des Hamburger Labels Buback Tonträger und vor langer Zeit mal Schlagzeuger der Goldenen Zitronen, zu E wie erste Worte. Seine Kinder Elvis und Leni sind zwölf und acht Jahre alt.</h2>
<div id="attachment_30737" style="width:444px;" class="wp-caption aligncenter"><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://missy-magazine.de/wp-content/uploads/2015/08/Bildschirmfoto-2015-08-03-um-14.56.55-e1438606681243.png"><img class=" wp-image-30737" src="http://missy-magazine.de/wp-content/uploads/2015/08/Bildschirmfoto-2015-08-03-um-14.56.55-e1438606681243.png" alt="Illustration: Sarah Pickering" width="434" height="389"/></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Sarah Pickering</p></div>
<p>Mit Kindern ändert sich einiges grundlegend: der Tagesablauf, die Schlafgewohnheiten, das Ausgehverhalten. Und bei nicht wenigen Eltern leider auch die Sprache. Wenn für ein Kind ein Auto vorläufig Tutut, ein Vogel bis auf weiteres Piep und ein Hund erst mal Wau heißt, so ist die Gleichung Geräusch = Name völlig in Ordnung. Was aber, wenn für erwachsene Menschen aus einem banalen Spielplatz plötzlich der »Spieli« wird, ein regulärer Schnuller sich in einen »Schnulli« verwandelt? Und vor allem: Woher kommt das Bedürfnis, sich in der Sprachentwicklung freiwillig ein paar Level zurückfallen zu lassen? Ist es der Wunsch von Mama oder Papa, mit dem Nachwuchs auf verbaler Augenhöhe zu kommunizieren? Oder ein sentimentaler Rückfall in eigene selige Kindertage? Keine Ahnung, ich finde es allerdings immer wieder bemerkenswert, wenn sich die erwachsene Person, mit der ich eben noch an der Schaukel die Wartezeiten bei KinderärztInnen verglichen habe, kaum dass sie sich dem Nachwuchs zuwendet, in einen Wauzi-Schnullibulli verwandelt. Ich halte es hier mit dem kinderlosen Karl Lagerfeld: Kinder wollen und sollen ernst genommen werden! Deshalb rede ich mit ihnen wie mit Erwachsenen. In Sachen Wortschatzerweiterung sorgt bei uns, neben gründlichem Raphören, die gute alte Alliteration immer für feinstes Amüsement: Wir setzen uns an einen Tisch mit drei Stühlen und eilig erreicht Ella eine Etage entsetzlich echt aussehender, ekliger Elfenohren eines erschreckend eintönigen Eimsbüttelers Einkaufszentrums (Eduard Engel erbaute es eifrig).</p>
<h3>Von Ale Dumbsky</h3>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Mike Laufenberg: Heteronormativität im Neoliberalismus.</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/mike-laufenberg-heteronormativitat-im-neoliberalismus/</link>
         <description>Vortrag vom 20.05.2015 von Dr. Mike Laufenberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, TU Berlin, Mitglied der Gruppe &quot;kitchen politics. Queerfeministische Interventionen&quot;.

Braucht der Kapitalismus Heteronormativität?
Nicht unbedingt, aber sie hat sich für die Entfaltung und Aufrechterhaltung kapitalistischer Verhältnisse als sehr nützlich erwiesen. Feminist_innen und lesbischwule Intellektuelle neigten daher lange dazu, diese Frage eindeutig zu bejahen. Der marxistische Feminismus der 1970er Jahre betonte, dass kapitalistische Gesellschaften nicht nur der Produktion von Lohnarbeiter_innen bedürfen, sondern darüber hinaus auf bestimmte Typen von Familie, Sexualität und Zweigeschlechtlichkeit angewiesen seien. Heterosexualität wurde hierbei als soziales Machtverhältnis kritisiert, das ein System der vergeschlechtlichten Arbeitsteilung aufrecht erhält, welches die Arbeit von Frauen sozial und ökonomisch abwertet. Doch seit den 1970er Jahren hat sich in den kapitalistischen Ländern des ,Westens' viel verändert. Mit den Produktionsverhältnissen haben sich auch die  Familienverhältnisse flexibilisiert; in den Großstädten weicht die Kleinfamilie Single-Haushalten, Wohngemeinschaften und ‚Homo-Ehen‘. Das patriarchale männliche Ernährermodell scheint obsolet; Gender Mainstreaming und Diversity Management setzen weibliches Arbeitsvermögen und die Ressourcen von Schwulen und Lesben heute gewinnbringend in Wert. Die Frage lautet heute: Braucht der neoliberale Kapitalismus noch Heteronormativität? Der Vortrag gibt einige Antworten und zeigt, warum eine queere Kritik der Heterosexualität immer auch Kritik des Kapitalismus sein muss.</description>
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         <pubDate>Fri, 14 Aug 2015 18:29:13 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heteronormativität im Neoliberalismus. Queerfeministische Perspektiven auf Kapitalismus und Krise</strong></p>
<p>Vortrag vom 20.05.2015 von <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.zifg.tu-berlin.de/menue/team/mike_laufenberg/">Dr. Mike Laufenberg</a>, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, TU Berlin, Mitglied der Gruppe &#8220;kitchen politics. Queerfeministische Interventionen&#8221;.</p>
<p>Braucht der Kapitalismus Heteronormativität?<br />
Nicht unbedingt, aber sie hat sich für die Entfaltung und Aufrechterhaltung kapitalistischer Verhältnisse als sehr nützlich erwiesen. Feminist_innen und lesbischwule Intellektuelle neigten daher lange dazu, diese Frage eindeutig zu bejahen. Der marxistische Feminismus der 1970er Jahre betonte, dass kapitalistische Gesellschaften nicht nur der Produktion von Lohnarbeiter_innen bedürfen, sondern darüber hinaus auf bestimmte Typen von Familie, Sexualität und Zweigeschlechtlichkeit angewiesen seien. Heterosexualität wurde hierbei als soziales Machtverhältnis kritisiert, das ein System der vergeschlechtlichten Arbeitsteilung aufrecht erhält, welches die Arbeit von Frauen sozial und ökonomisch abwertet. Doch seit den 1970er Jahren hat sich in den kapitalistischen Ländern des ,Westens&#8217; viel verändert. Mit den Produktionsverhältnissen haben sich auch die  Familienverhältnisse flexibilisiert; in den Großstädten weicht die Kleinfamilie Single-Haushalten, Wohngemeinschaften und ‚Homo-Ehen‘. Das patriarchale männliche Ernährermodell scheint obsolet; Gender Mainstreaming und Diversity Management setzen weibliches Arbeitsvermögen und die Ressourcen von Schwulen und Lesben heute gewinnbringend in Wert. Die Frage lautet heute: Braucht der neoliberale Kapitalismus noch Heteronormativität? Der Vortrag gibt einige Antworten und zeigt, warum eine queere Kritik der Heterosexualität immer auch Kritik des Kapitalismus sein muss.</p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Vortragseinladung 08-07-2015: Domestizierte Roboter als Antwort auf die Care-Krise?</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-08-07-2015-domestizierte-roboter-als-antwort-auf-die-care-krise/</link>
         <description>Dipl.-Soz. Pat Treusch Domestizierte Roboter als Antwort auf die Care-Krise? Mittwoch 08.07.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&amp;#8220;Wiwi Bunker&amp;#8221;) Pat Treusch ist Diplom-Soziologin und promoviert am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin mit dem Projekt &amp;#8220;Eine dialogische Reise durch das Feld der Companion Robots &amp;#038; Co&amp;#8221;. Hier das Abstract zum [&amp;#8230;]</description>
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         <pubDate>Tue, 07 Jul 2015 21:07:41 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Dipl.-Soz. Pat Treusch<br />
Domestizierte Roboter als Antwort auf die Care-Krise?<br />
<strong> Mittwoch 08.07.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;)</strong></p>
<p>Pat Treusch ist Diplom-Soziologin und promoviert am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin mit dem Projekt &#8220;Eine dialogische Reise durch das Feld der Companion Robots &#038; Co&#8221;.</p>
<p>Hier das Abstract zum Vortrag:</p>
<blockquote><p>Der Roboter als menschenähnlicher* Akteur* der Zukunft, beispielsweise in Privat­haushalten, ist ein Phänomen breiter medialer Aufmerksamkeit. Doch was genau macht diese Maschine aus, die in den Alltag Einzug halten soll?</p>
<p>Um dieser Frage nachzugehen, habe ich ein Labor aktueller Robotikforschung besucht. Dort untersuchte ich vor allem die performativen Aushandlungen, welche darüber stattfinden, was menschlich und was menschenähnlich ist beziehungsweise sein soll. Dabei ging es mir darum, machtvolle Grenz/neu/ziehungen zwischen Mensch und Maschine, Labor und Küche sowie Subjekt und Objekt aufzuspüren.</p>
<p>Diese Aushandlungen bringen ‚domestizierte’ Roboter hervor, welche zur Antwort auf gesellschaftliche Problemdiskurse – etwa die der ‚Care-Krise’ – zu avancieren schei­nen.<br />
In meinem Vortrag werde ich konkrete Einblicke in das von mir untersuchte Küchen-Robotiklabor geben. Anhand jener möchte ich diskutieren, wie dort ein zukünftiger* Akteur* in ihrem_seinem Einsatzfeld – der Küche – und mit ihren_seinen Aufgaben der (Für-)Sorge hergestellt und transformiert wird. Welche Möglichkeiten der queer-femi­nistischen und posthumanistischen Kritik an hegemonialen Vorstellungen eines Alltags mit solchen Robotern gibt es?</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=3363&amp;md5=005e1bc66eb531dbe5cb6d932b80c0f9"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-white.png" alt="Flattr this!"/></a></p></blockquote>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Vortragseinladung 01-07-2015: Verhandlung? Sicher!</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-01-07-2015-verhandlung-sicher/</link>
         <description>M.A. Andrea Rick &amp;#038; Magister_ Joke Janssen Verhandlung? Sicher! &amp;#8211; Oder: 17 verschiedene Arten, Tee zu servieren Mittwoch 01.07.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&amp;#8220;Wiwi Bunker&amp;#8221;) M.A. Andrea Rick ist freie Kulturwissenschaftlerin und war schon zweimal bei uns mit spannenden und intersektionalen Analysen zur Serie &amp;#8220;Glee&amp;#8221; (Glee I und Glee II) Magister_ Joke [&amp;#8230;]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://agqueerstudies.de/?p=3352</guid>
         <pubDate>Mon, 29 Jun 2015 15:06:38 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>M.A. Andrea Rick &#038; Magister_ Joke Janssen<br />
Verhandlung? Sicher! &#8211; Oder: 17 verschiedene Arten, Tee zu servieren<br />
<strong> Mittwoch 01.07.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;)</strong></p>
<p>M.A. Andrea Rick ist freie Kulturwissenschaftlerin und war schon zweimal bei uns mit spannenden und intersektionalen Analysen zur Serie &#8220;Glee&#8221; (<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-2013-05-29-glee/">Glee I</a> und <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-2014-06-18-glee-teil-2/">Glee II</a>)<br />
Magister_ Joke Janssen ist AutorKünstlerAktivist_ und hat in unserer Reihe schon tolle queere oder nicht-heteronormative <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-2014-01-08-queere-kinderbucher/">Kinderbücher</a> vorgestellt, war außerdem mit den &#8220;<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-2012-07-11-die-polyphonen-knabenchorschwuchteln/">Polyphonen Knabenchorschwuchteln</a>&#8221; und mit spannenden Thesen aus der eigenen <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-2012-11-21-cochlea-implantat/">Magisterarbeit</a> da.</p>
<p>Ihren gemeinsamen Vortrag haben sie so angekündigt:</p>
<blockquote><p>Am Anfang ist der Raum.<br />
Butch/Femme : Dynamik : Arbeit : Identität : Subkultur : Begehren : Gender : Label : Verhandlung.<br />
Tanzen : Posen : Intimität : Show : Training : Körper : Scheitern : Tradition : Dynamik : Verhandlung.<br />
BDSM : Konsens : Risiko : Dynamik : Sicherheit : Training : Neugier : Scheitern : Subkultur : Verhandlung.<br />
Am Ende ist der Tee kalt.</p></blockquote>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=3352&amp;md5=197a2e9aca276a0c981c8bad4e3129fe"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-white.png" alt="Flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Vortragseinladung 24-06-2015: Alltäglicher Sexismus und Widerstand</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-24-06-2015-alltaglicher-sexismus-und-widerstand/</link>
         <description>M.A. Julia Brilling Alltäglicher Sexismus und Widerstand Mittwoch 24.06.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&amp;#8220;Wiwi Bunker&amp;#8221;) Julia Brilling leitet HollaBack!Berlin als Teil der weltweiten HollaBack! Familie. Einer Austausch- und Informationsplattform auf der Erfahrungen mit alltäglichem Sexismus in all seinen Ausprägungen bekannt gemacht werden können. Hier das Abstract zum Vortrag: Unter Street Harassment versteht [&amp;#8230;]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://agqueerstudies.de/?p=3343</guid>
         <pubDate>Tue, 23 Jun 2015 13:18:39 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>M.A. Julia Brilling<br />
Alltäglicher Sexismus und Widerstand<br />
<strong> Mittwoch 24.06.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;)</strong></p>
<p>Julia Brilling leitet <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://berlin.ihollaback.org/">HollaBack!Berlin</a> als Teil der weltweiten HollaBack! Familie. Einer Austausch- und Informationsplattform auf der Erfahrungen mit alltäglichem Sexismus in all seinen Ausprägungen bekannt gemacht werden können. </p>
<p>Hier das Abstract zum Vortrag:</p>
<blockquote><p>Unter Street Harassment versteht mensch sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum, das heißt auf offener Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Ähnlichem, und sie reicht von aufdringlichen Blicken, ungewollten sexuellen und beleidigenden Kommen­taren, Hinterherpfeifen, Hupen bis hin zum Bedrängen, Grapschen und so weiter. Die Unsicherheit, die bei den Betroffenen von Street Harassment entsteht, ist gewollt, denn sie soll den Menschen, gegen die sie sich richtet, ein Gefühl von permanentem Zweifel über das Aussehen des eigenen Körpers oder aber über die eigene Sicherheit vermit­teln.</p>
<p>Der Vortrag untersucht das Phänomen alltäglicher Belästigungen in öffentlichen Räu­men anhand einiger Beispiele aus den Medien und verknüpft Formen alltäglicher Belästigungen mit Fragen von Körpernormen, Geschlechtsstereotypen, Machtfragen und stellt die weltweite HollaBack! Bewegung vor.<br />
Wir stellen auch einige Holla::Heroes vor, die Strategien entwickelt haben, um sich gegen Street Harassment zur Wehr zu setzen.</p></blockquote>
<p>Am darauffolgenden Donnerstag, den <strong>25.06. ab 14 Uhr </strong> findet außerdem noch ein Workshop mit Julia Brilling statt:<br />
<strong>take back the streets!<br />
CHALKWALK – (Re)Claim Hamburg<br />
</strong>Die Ankündigung dazu ist auch auf unserem <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/programm/programm/">Blog</a> zu finden.</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=3343&amp;md5=84b405029bad5d8528e5196ed79d7f38"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-white.png" alt="Flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Vortragseinladung 17-06-2015: Einvernehmliche Nichtmonogamie zwischen Anspruch und Wirklichkeit</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-17-06-2015-einvernehmliche-nichtmonogamie-zwischen-anspruch-und-wirklichkeit/</link>
         <description>Dipl.-Soz. Gesa Mayer Einvernehmliche Nichtmonogamie zwischen Anspruch und Wirklichkeit Mittwoch 17.06.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&amp;#8220;Wiwi Bunker&amp;#8221;) Gesa Mayer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg am Department für Soziale Arbeit. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Inklusion, Soziologie des Begehrens, Mononormativität &amp;#038; Nichtmonogamie sowie Qualitative Sozialforschung. Im Rahmen ihrer Promotion [&amp;#8230;]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://agqueerstudies.de/?p=3339</guid>
         <pubDate>Mon, 15 Jun 2015 16:11:10 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Dipl.-Soz. Gesa Mayer<br />
Einvernehmliche Nichtmonogamie zwischen Anspruch und Wirklichkeit<br />
<strong> Mittwoch 17.06.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;)</strong></p>
<p>Gesa Mayer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg am Department für Soziale Arbeit. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Inklusion, Soziologie des Begehrens, Mononormativität &#038; Nichtmonogamie sowie Qualitative Sozialforschung. Im Rahmen ihrer Promotion forscht Gesa Mayer zu der Frage, warum und wie Menschen als Paare, in offenen und/oder Mehrfachbeziehungen leben – und was (nicht-)monogame intime Beziehungen mit gesellschaftlichen Diskursen, Normen und Machtverhältnissen zu tun haben.</p>
<p>Hier das Abstract zum Vortrag:</p>
<blockquote><p>Konzepte einvernehmlicher Nichtmonogamie, darunter auch die derzeit vielbeachtete Polyamory, stehen für die Möglichkeit, Liebesbeziehungen, emotionale Nähe und/oder sexuelle Kontakte mit mehr als je einem anderen Menschen zu leben – und zwar mit dem Wissen und Einverständnis der beteiligten Personen. Statt der mono-normativen Logik von exklusiver Zweisamkeit oder heimlichem Fremdgehen zu folgen und herr­schende Beziehungsnormen unreflektiert zu übernehmen, schaffen kommunikative Offenheit, Aushandlungen und Absprachen einen erweiterten Spielraum dafür, Intimität und Beziehungen ausgehend von den Wünschen der Beteiligten verantwortungs­bewusst zu gestalten.</p>
<p>In der Praxis allerdings stößt das Ideal informierter, freiwilliger, allseitiger Zustimmung zur Nichtmonogamie häufig dort an Grenzen, wo beziehungsinterne Machtverhältnisse und soziale Statusunterschiede ein konsensorientiertes Verhandeln auf Augenhöhe erschweren. Und selbst unter weitgehend Gleichberechtigten ist es im Alltag manch­mal schwierig, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und allen Ansprüchen gerecht zu werden. Wird Einvernehmlichkeit darüber hinaus als vertragsähnliche Einigung zwischen autonomen Subjekten (miss)verstanden, die sich stets selbst durchschauen und ihre Gefühle „auf Knopfdruck“ den getroffenen Entscheidungen anpassen können, geraten neben der Wirkmächtigkeit normativer gesellschaftlicher Diskurse und Machtverhältnisse leicht auch die affektiven, weniger kalkulierbaren Facetten zwischenmenschlicher Beziehungen aus dem Blick.</p>
<p>Anhand von Interviews mit Menschen, die in offenen Beziehungen und polyamoren Konstellationen leben, schildert der Vortrag einige Prinzipien, Praktiken, Potenziale und Problematiken der Herstellung nichtmonogamen Einvernehmens.</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=3339&amp;md5=8a39deb619af85de057267817391f073"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-white.png" alt="Flattr this!"/></a></p></blockquote>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Vortragseinladung 03-06-2015: „Gender Trouble“ im Abendland?</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-03-06-2015-gender-trouble-im-abendland/</link>
         <description>Dr. Jasmin Siri „Gender Trouble“ im Abendland? Eine soziologische Betrachtung der Grenzen und Paradoxien konservativer Protestbewegungen Mittwoch 03.06.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&amp;#8220;Wiwi Bunker&amp;#8221;) Jasmin Siri ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Ihre Schwerpunkte sind politische Soziologie, soziologische Theorie und Gender Studies. Sie hat zusammen mit Imke [&amp;#8230;]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://agqueerstudies.de/?p=3333</guid>
         <pubDate>Mon, 01 Jun 2015 14:52:35 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Jasmin Siri<br />
„Gender Trouble“ im Abendland? Eine soziologische Betrachtung der Grenzen und Paradoxien konservativer Protestbewegungen<br />
<strong> Mittwoch 03.06.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;)</strong></p>
<p>Jasmin Siri ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Ihre Schwerpunkte sind politische Soziologie, soziologische Theorie und Gender Studies. Sie hat zusammen mit Imke Schmincke 2013 das Buch &#8220;NSU-Terror. Ermittlungen am rechten Abgrund. Ereignis, Kontexte, Diskurse&#8221; heraus gebracht. </p>
<p>Bei uns wird Jasmin Siri zu folgenden Inhalten sprechen:</p>
<blockquote><p>Das Feld konservativer und rechtsnationaler Politik ist aktuell stark in Bewegung. Bereits ab Mitte der 1980er Jahre ließen sich in Europa zunächst Parteigründungen, begonnen mit den deutschen Republikanern und dem französischen Front Nationale, und inzwischen auch eine europäische Protestbewegung beobachten, die sich dem Protest gegen Gleichstellungspolitiken und ihrer öffentlichen Thematisierung im angeb­lichen „Mainstream“ der medialen Öffentlichkeit widmen.</p>
<p>Diese Gruppen kritisieren unter anderem eine übergreifende Political Correctness und die Dekonstruktion der heteronormativen Geschlechterordnung durch moderne Fami­lienpolitik und Wissenschaft, den Verlust traditionaler Bindungen und ethnisch begrün­deter Vergemeinschaftung. Über das „Querschnittsthema“ Gender und Common-Sense-Argumente wird versucht, Anschlussfähigkeiten bis in bürgerliche und sozial-demokratische Milieus hinein zu generieren. Zugleich lassen sich Allianzen und publi­zistische Koordinationen mit der extremen Rechten und radikalen Christen beobach­ten.</p>
<p>Vielfach scheint in der Beschreibung dieser vielgestaltigen und komplexen Lage die richtige Begrifflichkeit zu fehlen. Handelt es sich um Fundamentalismus? Um eine „neue Rechte“? Um letzte Zuckungen der Unaufgeklärten? Um Rechtspopulismus oder Rechtsextremismus? Oder einfach nur um einen etwas lauteren Konservatismus, der in CDU und CSU keine Heimat mehr findet? Diesen Fragen will sich der Vortrag anhand eines theoretisch-soziologischen Vorschlages und Beispielen aus der Empirie nähern. Es soll gezeigt werden, dass und wie moderner konservativer Protest sich an inneren Widersprüchen abarbeitet und die Konsequenzen dieser Lage für das konser­vative Feld diskutieren.</p></blockquote>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=3333&amp;md5=204fb617619c2b7e2085c602d55ded0e"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-white.png" alt="Flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Vortragseinladung 2015-05-20: Heteronormativität im Neoliberalismus</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-2015-05-20-heteronormativitat-im-neoliberalismus/</link>
         <description>Dr. Mike Laufenberg Heteronormativität im Neoliberalismus. Queerfeministische Perspektiven auf Kapitalismus und Krise Mittwoch 20.05.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&amp;#8220;Wiwi Bunker&amp;#8221;) Mike Laufenberg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) an der TU Berlin. Er ist Teil des Herausgeber_innenkollektivs &amp;#8220;Kitchen Politics – Queerfeministische Interventionen&amp;#8221;, das bereits drei Bücher veröffentlicht [&amp;#8230;]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://agqueerstudies.de/?p=3321</guid>
         <pubDate>Mon, 18 May 2015 19:00:27 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Mike Laufenberg<br />
Heteronormativität im Neoliberalismus. Queerfeministische Perspektiven auf Kapitalismus und Krise<br />
<strong> Mittwoch 20.05.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;)</strong></p>
<p>Mike Laufenberg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) an der TU Berlin. Er ist Teil des <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.edition-assemblage.de/kitchen-politics/">Herausgeber_innenkollektivs &#8220;Kitchen Politics</a> – Queerfeministische Interventionen&#8221;, das bereits drei Bücher veröffentlicht hat. 2014 erschien seine Monographie &#8220;Sexualität und Biomacht. Vom Sicherheitsdispositiv zur Politik der Sorge&#8221;.</p>
<p>Hier das Abstract zum Vortrag:</p>
<blockquote><p>Braucht der Kapitalismus Heteronormativität?<br />
Nicht unbedingt, aber sie hat sich für die Entfaltung und Aufrechterhaltung kapita­listischer Verhältnisse als sehr nützlich erwiesen. Feminist_innen und lesbischwule Intellektuelle neigten daher lange dazu, diese Frage eindeutig zu bejahen. Der marxistische Feminismus der 1970er Jahre betonte, dass kapitalistische Gesellschaf­ten nicht nur der Produktion von Lohnarbeiter_innen bedürfen, sondern darüber hinaus auf bestimmte Typen von Familie, Sexualität und Zweigeschlechtlichkeit angewiesen seien. Heterosexualität wurde hierbei als soziales Machtverhältnis kritisiert, das ein System der vergeschlechtlichten Arbeitsteilung aufrecht erhält, welches die Arbeit von Frauen sozial und ökonomisch abwertet. Doch seit den 1970er Jahren hat sich in den kapitalistischen Ländern des ,Westens&#8217; viel verändert. Mit den Produktionsverhältnis­sen haben sich auch die Familienverhältnisse flexibilisiert; in den Großstädten weicht die Kleinfamilie Single-Haushalten, Wohngemeinschaften und ‚Homo-Ehen‘. Das patriarchale männliche Ernährermodell scheint obsolet; Gender Mainstreaming und Diversity Management setzen weibliches Arbeitsvermögen und die Ressourcen von Schwulen und Lesben heute gewinnbringend in Wert. Die Frage lautet heute: Braucht der neoliberale Kapitalismus noch Heteronormativität? Der Vortrag gibt einige Antwor­ten und zeigt, warum eine queere Kritik der Heterosexualität immer auch Kritik des Kapitalismus sein muss.</p></blockquote>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=3321&amp;md5=3d28bc92e07d0a63ea8c8e8230227961"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-white.png" alt="Flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Kathrin Schrader: Care Revolution</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/kathrin-schrader-care-revolution/</link>
         <description>Von Prof. Dr. Kathrin Schrader,  Professorin für Menschen in prekären Lebenslagen in der Sozialen Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. 

Care Revolution ist eine politische Aktivität, die konsequent die Verwirklichung menschlicher Lebensbedürfnisse ins Zentrum stellt und den ökonomischen Lehren vom Primat der Wachstumsraten, Profitsicherung und Gewinnmaximierung eine Absage erteilt. Im Mittelpunkt steht ein würdevolles Leben für alle Menschen. Jegliche Formen von Abwertung und Ausbeutung werden abgelehnt. In meinem Vortrag werde ich den Kontext und die Entstehung der Idee Care Revolution herleiten und politische Perspektiven diskutieren.</description>
         <guid isPermaLink="false"></guid>
         <pubDate>Fri, 15 May 2015 08:34:01 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Care Revolution: Menschenwürde statt Humankapital</strong></p>
<p>Vortrag vom 14.01.2015 von <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://www.frankfurt-university.de/fachbereiche/fb4/kontaktfb4/professorinnen/kathrin-schrader.html">Prof. Dr. Kathrin Schrader</a>, Professorin für Menschen in prekären Lebenslagen in der Sozialen Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. </p>
<p>Care Revolution ist eine politische Aktivität, die konsequent die Verwirklichung menschlicher Lebensbedürfnisse ins Zentrum stellt und den ökonomischen Lehren vom Primat der Wachstumsraten, Profitsicherung und Gewinnmaximierung eine Absage erteilt. Im Mittelpunkt steht ein würdevolles Leben für alle Menschen. Jegliche Formen von Abwertung und Ausbeutung werden abgelehnt. In meinem Vortrag werde ich den Kontext und die Entstehung der Idee Care Revolution herleiten und politische Perspektiven diskutieren.</p>
<p>Der Pocast steht ist unter einer <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons-Lizenz (BY-NC-ND 2.0)</a> lizenziert.</p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>In eigener Sache: Podcast</title>
         <link>http://agqueerstudies.de/in-eigener-sache-podcast/</link>
         <description>Wie ihr bemerkt habt, sind seit einigen Monaten keine neuen Episoden unseres Podcasts mehr erschienen. Wir werden das Projekt ab sofort wieder aufnehmen. Zur Vorbereitung haben wir auf das Podcast Publishing System Podlove umgestellt und auch die alten Folgen in das neue System übertragen. Falls ihr Probleme mit dem Podcast, dem Webplayer oder dem Feed [&amp;#8230;]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://agqueerstudies.de/?p=3306</guid>
         <pubDate>Thu, 14 May 2015 10:07:57 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Wie ihr bemerkt habt, sind seit einigen Monaten keine neuen Episoden unseres Podcasts mehr erschienen. Wir werden das Projekt ab sofort wieder aufnehmen. Zur Vorbereitung haben wir auf das Podcast Publishing System <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://podlove.org">Podlove</a> umgestellt und auch die alten Folgen in das neue System übertragen. Falls ihr Probleme mit dem Podcast, dem Webplayer oder dem Feed bemerkt, seid so gut und gebt sie uns durch, z.B. hier in den Kommentaren. </p>

 
 

<p>Unser Podcast hat jetzt einen neuen <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/feed/mp3">RSS-Feed</a>, über den ihr die Folgen abonnieren könnt. So bekommt ihr die neuen Folgen direkt auf eueren Computer, MP3-Player oder euer Smartphone. Für alle, die uns bereits abonniert haben, haben wir eine Weiterleitung eingerichtet. </p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=3306&amp;md5=6b84adabfef5404acad895e99d205e84"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-white.png" alt="Flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Queer Science and Technology Studies – Technik- und Wissenschaftsforschung ‘queer‘ betreiben</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/queersts/</link>
         <description>Wir, die wissenschaftliche Arbeitsgruppe Queer STS, besch&amp;#228;ftigen uns mit Science, Technology and Society Studies (STS) aus queerer Perspektive. Gerade weil mit ‚queer‘ und ‚Queerness‘ vielf&amp;#228;ltige Definitionen und Konnotationen verbunden sind, wollen wir unser wissenschaftliches Verst&amp;#228;ndnis davon beschreiben, das wir aber gleichzeitig auch inh&amp;#228;rent politisch begreifen ...</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.feministisches-institut.de/?p=2263</guid>
         <pubDate>Sun, 10 May 2015 09:51:16 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>Wir, die wissenschaftliche Arbeitsgruppe Queer STS, besch&#228;ftigen uns mit Science, Technology and Society Studies (STS) aus queerer Perspektive. Gerade weil mit ‚queer‘ und ‚Queerness‘ vielf&#228;ltige Definitionen und Konnotationen verbunden sind, wollen wir unser wissenschaftliches Verst&#228;ndnis davon beschreiben, das wir aber gleichzeitig auch inh&#228;rent politisch begreifen.</strong></p>
<p>Im urspr&#252;nglichen Sinn bezieht sich die wissenschaftliche Verwendung des Begriffs ‚queer‘ unter anderem auf die Kritik an heteronormativen Wertvorstellungen, an hegemonialen Konzepten einer bin&#228;ren, dichotomen Geschlechterordnung, einer eindeutigen Identit&#228;tspolitik, biologistischen wie essentialistischen Identit&#228;tszuschreibungen, Sexualit&#228;ts- und Geschlechternormen, sowie an Institutionen und Denkformen, die hierarchisieren, determinieren und ausgrenzen.</p>
<p>‚Queerness‘ umfasst in unserem Verst&#228;ndnis jedoch nicht ausschlie&#223;lich Sexualit&#228;t und in diesem Zusammenhang Geschlecht, sondern, wie Nina Degele schreibt, „kommt es doch gerade darauf an, die Queer Studies geschlechtertheoretisch abzufedern und die Gender Studies auf queerende Weise zu betreiben. Damit ist gemeint, sie auf ihre unhinterfragten und nicht reflektierten Naturalisierungen und Ausschlussmechanismen hin zu &#252;berpr&#252;fen“ (2008, S. 11). Aus unserer Positionierung im Feld der queeren <em>Science, Technology and Society Studies</em> ist eine ‚queerende´ Forschungspraxis und Denkweise zentral. Diese beziehen wir auf Normierungen und normierende Systeme in Wissenschaft und Technologieentwicklung, in ihren Organisationen und Politiken als unseren Untersuchungsgegenstand.</p>
<p>Forschung im Bereich Queer STS bedeutet, eine kritische, (selbst-)reflektierende und relativierende Haltung einzunehmen, einerseits gegen&#252;ber bereits bestehender, vor allem hegemonialer Forschungspraxen, inhaltlicher Vorannahmen und Interpretationen wie auch methodologischer Vorgangsweisen. Andererseits stellen wir den Anspruch, eine queere Position auch im Rahmen unserer eigenen Forschung umzusetzen, in der eine permanente &#220;berpr&#252;fung und Korrektur des eigenen Weltbilds und der eigenen Wertvorstellungen, die in die Wissensproduktion einflie&#223;en und damit auch die eigene Forschung beeinflussen, unabdingbar sind. Queere STS-Forschung kann also auch verstanden werden als eine (Forschungs-)Praxis des st&#228;ndigen Hinterfragens im Sinne einer Dekonstruktion von Kategorisierungen (vgl. Butler, 1991), um deren dauerhaften Verfestigung – und somit der Annahme, sie seien ‚von Natur&#8217; gegeben – in der Wissenschaft und in der Gesellschaft entgegen zu steuern.</p>
<p>Aus unserer Perspektive zeichnet sich queere Wissenschafts- und Technikforschung &#252;ber verschiedene Zug&#228;nge aus:</p>
<p>Neben (1) queerer Kritik an empirischer Wissenschaft (vgl. Schmitz &amp; H&#246;ppner, 2014) und (2) Forschung, die sich &#252;ber die Queerness der forschenden Person(en) (vgl. Heckert, 2010), (3) die Queerness des Betrachtungsgegenstands (Leibetseder, 2012) und/oder (4) die Queerness der Methodologie als ‚queer‘ definiert, kann (5) besonders in transdisziplin&#228;ren Forschungsprojekten auch queere Interventionsforschung betrieben werden (vgl. Hofst&#228;tter &amp; Thaler, 2014). Diese verschiedenen Zug&#228;nge k&#246;nnen auch flie&#223;end ineinander &#252;bergehen (vgl. Boellstorff, 2010).</p>
<p>Zur Veranschaulichung folgen einige konkrete Beispiele:</p>
<p><strong>Queer-kritische Technik- und Wissenschaftsforschung</strong></p>
<p>Queer-kritische Technik- und Wissenschaftsforschung nimmt in den Blick, inwieweit alltagsweltliche Annahmen, die oft instabil und zuweilen widerspr&#252;chlich sind, die Produktion wissenschaftlichen Wissens beeinflussen und somit gesellschaftliche Normen und Zuschreibungen und damit auch Machtverh&#228;ltnisse verfestigen. Ein bereits bekanntes, jedoch besonders augenscheinliches Beispiel, ist das fehlerbehaftete Postulat eines ‚nat&#252;rlichen‘ Intelligenzunterschieds zwischen ‚M&#228;nnern‘ und ‚Frauen‘, welches dazu genutzt wird, um unter anderem die geringe Anzahl von Frauen* in F&#252;hrungspositionen zu erkl&#228;ren. Eine ausf&#252;hrliche Diskussion hierzu findet sich in unserem Artikel <em>Geschlechterwissen in der Hirnforschung: Ein queerer Blick aus den Science and Technology Studies</em> (AG Queer STS, 2013).</p>
<p><strong>Queere Betrachtung des Forschungsgegenstandes</strong></p>
<p>Eine queere Betrachtung des Forschungsgegenstandes wird z.B. durch das ‚Queeren´ von Stichproben eingenommen, mit dem prim&#228;ren Ziel hegemoniale Sichtweisen aufzubrechen und unterschiedliche Positionen zu inkludieren. Im Forschungsprojekt <em>BuildtoSatisfy</em> wurde beispielsweise f&#252;r eine &#214;ffnung des Expert*innenbegriffs pl&#228;diert, welcher unmittelbar Einfluss auf die Datensammlung im Projekt, aber auch die Sichtweise der teilnehmenden Akteur*innen nimmt. Konkret ging es darum, Expert*innen f&#252;r das Facility Management von B&#252;rogeb&#228;uden abseits enger Ausrichtungen auf Haustechnik und/oder &#252;bergeordneten Management-Stellen zu definieren. Die Erweiterung der Stichprobe durch Einbeziehung des Putzpersonals, das einen allt&#228;glichen Erfahrungsbezug zum B&#252;rogeb&#228;ude hat, werden Frauen*, Menschen nicht-&#246;sterreichischer Herkunft, Personen mit geringem Gehalt etc. in eine sonst eher hegemonial (m&#228;nnliche*) Expert*innenrunde inkludiert. Diese Intervention wirkt unserem Verst&#228;ndnis nach auf zwei Ebenen: auf Ebene der Wissenschaft durch eine Erweiterung der Forschungsergebnisse und Bewusstmachung bei den beteiligten Forscher*innen, und auf Ebene der beteiligten Akteur*innen durch eine Wirkung auf die bestehende Hierarchie durch die Forschungspraxis selbst.</p>
<p><strong>Queerness der Methodologie</strong></p>
<p>Beim ‚Queeren‘ der Methodologie besteht die Herausforderung besonders darin, dass die v&#246;llige Dekonstruktion von Kategorisierungen in der empirischen Forschung nicht unbedingt immer zielf&#252;hrend ist, beispielsweise ist quantitative Forschung ohne Kategorien undenkbar. Die durch die Bildung von Gruppen erzeugten Realit&#228;ten und gleichzeitig produzierten Ausschlussmechanismen erweisen sich jedoch als problematisch. Es stellt sich demzufolge die Frage, ob quantitative Forschung &#252;berhaupt queer sein kann.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich bestehen zwei M&#246;glichkeiten, mit Kategorien wie Gender, Sexualit&#228;t etc. quantitativ umzugehen: Sie entweder wegzulassen (dies erfordert vor dem Hintergrund der Produktion eines ‚blinden Flecks‘ allerdings eine reflektierte Begr&#252;ndung), oder sie, auf die Gefahr hin zu einer Stereotypien-perpetuierenden Forschung beizutragen, zu operationalisieren. Wir wollen dies am Beispiel der Kategorie Geschlecht verdeutlichen.</p>
<p>Eine M&#246;glichkeit ,Geschlecht‘ als nicht-bin&#228;re Kategorie abzufragen, wurde im bereits genannten Forschungsprojekt <em>BuildtoSatisfy</em> als kleine bewusstseinsschaffende Intervention getestet, indem neben den beiden M&#246;glichkeiten ‚weiblich´ und ‚m&#228;nnlich´ eine dritte, offene Kategorie zur Auswahl angeboten wurde (Wicher 2014). Eine weitere M&#246;glichkeit stellt die Konstruktion eines Intersexualit&#228;tskontinuums dar (angelehnt an Fausto-Sterling, 1988), die betreffenden Menschen verorten sich entlang einer langen Linie zwischen den (fiktiven) Extremauspr&#228;gungen ‚m&#228;nnlich´ und ‚weiblich´ demnach selbst. Idealerweise werden diese Einordnungen als moment- und befindlichkeitsabh&#228;ngig sowie durch innere und &#228;u&#223;ere Vorg&#228;nge beeinflusst – also als fluid – begriffen. Die Vor-Benennung der beiden Extrempole in ‚m&#228;nnlich´ und ‚weiblich´ (Normsetzung), sowie die Eindimensionalit&#228;t des Kontinuums erweisen sich dabei als Schw&#228;che des Modells. Trotz dessen bieten die beiden Varianten f&#252;r Menschen, die sich nicht unter entweder ‚weiblich´ oder ‚m&#228;nnlich´ aufgehoben f&#252;hlen, die M&#246;glichkeit, sich wiederzufinden. Unsere bevorzugte Methode des Queerens orientiert sich allerdings an der Empfehlung, die Frage nach dem Geschlecht (sei es f&#252;r wissenschaftliche Frageb&#246;gen, Marktforschung oder auch Webseiten-Profile) mit einer offenen Antwortkategorie zu versehen und die Antworten, falls n&#246;tig, erst anschlie&#223;end zu clustern.</p>
<p>Wir vertreten somit den Standpunkt, dass auch quantitative Forschung – durch eine erneute Dekonstruktion von ‚nat&#252;rlichen‘ Kategorien – wenigstens teilweise queer sein kann, wenn die gebildeten Kategorien hegemoniale Zuordnungen hinterfragen und umst&#252;rzen und somit auf Machverh&#228;ltnisse aufmerksam machen.</p>
<p><strong>Queere Interventionsforschung</strong></p>
<p>Ein Beispiel queerer Interventionsforschung stellt das vom Zukunftsfonds Steiermark gef&#246;rderteProjekt transFAIRmation (Hofst&#228;tter 2014, Hofst&#228;tter &amp; Berger 2014) dar. Das transdisziplin&#228;re und partizipative Bildungsforschungsprojekt ging den Forschungsfragen nach, ob durch IT-gest&#252;tzte, transformative Medienarbeit gesellschaftskritische, technologische sowie Gerechtigkeits-Kompetenzen (vgl. u.a. Thaler 2014) vermittelt und so die Partizipation an einem politischen Diskurs &#252;ber Popkultur erm&#246;glicht werden kann. Unter dem Begriff ‚Fairness´, der mehr dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entspricht und zug&#228;nglicher ist als ‚Queerness´, ‚Social Justice´ oder ‚Intersektionalit&#228;t´, wurden die Themen Geschlecht und Sexualit&#228;t, Behinderung sowie ethnische und sozio-&#246;konomische Zugeh&#246;rigkeit anhand zweier popul&#228;rer Fernsehserien aufgegriffen und bearbeitet.</p>
<p>Gemeinsam mit insgesamt 52 beteiligten Sch&#252;ler*innen wurde Filmmaterial ausgew&#228;hlter Episoden hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit (‚Fairness‘) analysiert, Szenen von Ungerechtigkeit und Diskriminierung herausgearbeitet und im n&#228;chsten Schritt transformativ so bearbeitet, dass diese Situationen aufgel&#246;st und heteronormative Setzungen ‚ge-queer-t´ wurden. Dieses Beispiel basiert auf Prinzipien des Political Remix Videos (z.B. Dhaenens 2012), worin Machtstrukturen hinterfragt, Stereotypen dekonstruiert, dominante Medienbotschaften in Frage gestellt und deren queeres Potenzial diskutiert werden.</p>
<p>Gleichzeitig werden durch transdisziplin&#228;re Forschungsans&#228;tze auch bewusst Interaktionen mit den Beteiligten des Forschungsprozesses als Bewusstseinsbildungs- und Vermittlungsschritte eingesetzt und z.B. Momente der Irritation genutzt, um Lernprozesse in Gang zu setzen und bewusst Interventionen vorzunehmen. Diese Art der queeren Wissenschafts- und Technikforschung will &#252;ber akademische Wirksamkeit hinaus sozial und nachhaltig wirksam sein, d.h. sich an ihrem Social Impact messen lassen.</p>
<p>Neben einer reflektierenden Haltung beziehen sich queere Science, Technology &amp; Society Studies also kritisch auf eine gesellschaftliche Wirklichkeit, in der nicht allen Menschen die gleichen Rechte, M&#246;glichkeiten, Partizipationschancen und Ressourcenzug&#228;nge zukommen. Ziel unserer Analysen ist es daher, die zum Teil verdeckten Normen und Werte, Machtverteilungen und Ausgrenzungsmechanismen zu entlarven, zu beleuchten und damit in ihrer Wirkung zu schw&#228;chen. Letztlich besteht unser Anliegen darin, einen barrierefreien Zugang zur Mitgestaltung von Wissenschaft und Technologie f&#252;r alle Menschen zu erm&#246;glichen.</p>
<p><strong>Referenzen</strong></p>
<p>AG Queer STS. (2013). Geschlechterwissen in der Hirnforschung: Ein queerer Blick aus den Science and Technology Studies. Freiburger Zeitschrift f&#252;r Geschlechterstudien, 19: 67–84.</p>
<p>Boellstorf, Tom 2010. (2010) Queer Techne: TwoTheses on Methodologyand Queer Studies In: Browne, K. and Nash, C.,eds. Queering Methods and Methodologies: Queer Theory and Social Science Methods. Ashgate, London, S. 215-230.</p>
<p>Butler, Judith (1991): Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt/M.: Surkamp.</p>
<p>Degele, Nina (2008): Gender/Queer Studies. Paderborn: W. Fink.</p>
<p>Dhaenens, Frederik (2012). Queer cuttings on YouTube: Re-editing soap operas as a form offan-produced queer resistance. In: European Journal of Cultural Studies. 15 (4), pp. 442-456.</p>
<p>Fausto-Sterling, Anne (1988): Gefangene des Geschlechts? Was biologische Theorien &#252;ber Mann und Frau sagen. M&#252;nchen: Piper.</p>
<p>Heckert, Jamie 2010. (2010) Intimacy with Strangers/Intimicay with Self: Queer Experiences of Social Research In: Browne, K. and Nash, C., eds. Queering Methods and Methodologies: Queer Theory and Social Science Methods. Ashgate, London, S. 215-230.</p>
<p>Hofst&#228;tter, Birgit (2014). Video remix and political participation: A concept for critical media education. In: Thomas Berger and G&#252;nter Getzinger (Hrsg.). Proceedings of the STS Conference Graz 2014, 5-6 May 2014, Graz. Online: <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.ifz.aau.at/Media/Dateien/Downloads-IFZ/IAS-STS/IAS-STS-Conference/STS-Conference-2014/Bodies-Technologies-Gender/Hofstaetter_paper">http://www.ifz.aau.at/Media/Dateien/Downloads-IFZ/IAS-STS/IAS-STS-Conference/STS-Conference-2014/Bodies-Technologies-Gender/Hofstaetter_paper</a> [11.09.2014] ISSN: 2304-4233.</p>
<p>Hofst&#228;tter, Birgit und Berger, Thomas (Hg. 2014). transFAIRmation &#8211; Reflexive und transformative Medienarbeit in der Schule zum Thema Fairness. Graz: IFZ Eigenverlag. Download: <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.ifz.aau.at/Media/Dateien/Downloads-IFZ/Frauen-und-Technik/transFAIRmation/transFAIRmation-Publikation_final">http://www.ifz.aau.at/Media/Dateien/Downloads-IFZ/Frauen-und-Technik/transFAIRmation/transFAIRmation-Publikation_final</a>[01.12.2014].</p>
<p>Hofst&#228;tter, Birgit und Thaler, Anita (2014). Medienpartizipation ist politische Partizipation: &#8216;Neue&#8217; Medien als Herausforderung und Gewinn f&#252;r eine zeitgem&#228;&#223;e Medien- und Technikbildung. In: Hofst&#228;tter, Birgit &amp; Berger, Thomas (Hg. 2014). transFAIRmation &#8211; Reflexive und transformative Medienarbeit in der Schule zum Thema Fairness. Graz: IFZ Eigenverlag. Download: <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.sts.aau.at/layout/set/print/Media/Dateien/Downloads-IFZ/Frauen-und-Technik/transFAIRmation/transFAIRmation-Publikation_final">http://www.sts.aau.at/layout/set/print/Media/Dateien/Downloads-IFZ/Frauen-und-Technik/transFAIRmation/transFAIRmation-Publikation_final</a> [01.12.2014].</p>
<p>Leibetseder, Doris (2012). Queer Tracks. Subversive Strategies in Rock and Pop Music. Farnham/Burlington, Ashgate.</p>
<p>Schmitz, Sigrid und H&#246;ppner, Grit (Hg. 2014). Gendered Neurocultures. Feminist and Queer Perspectives on Current Brain Discourses. In: Band 2 der aktuellen Reihe &#8220;challenge GENDER. Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung&#8221;. Zaglossus: Wien.</p>
<p>Thaler, Anita (2014). Informelles Lernen in der technologischen Zivilisation. IFZ Electronic WorkingPapers IFZ-EWP 3-2014. ISSN 2077-3102. Online: <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.sts.aau.at/Media/Dateien/Downloads-IFZ/Publikationen/Electronic-Working-Papers/EWP-3-2014_Habil-Thaler">http://www.sts.aau.at/Media/Dateien/Downloads-IFZ/Publikationen/Electronic-Working-Papers/EWP-3-2014_Habil-Thaler</a> [06.08.2014].</p>
<p>Wicher, Magdalena (2014). Satisfying the Users – Zur Komplexit&#228;t der Zufriedenheit der Nutzer*innen in gr&#252;nen B&#252;rogeb&#228;uden. Unver&#246;ffentlichte Diplomarbeit, Universit&#228;t Graz.</p>]]></content:encoded>
         <category>Technologie</category>
      </item>
      <item>
         <title>Frauenrevolution in Rojava – und hier?</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/rojava/</link>
         <description>„Vielleicht ist dies das erste Mal in der Geschichte, dass Frauen eine solch aktive Rolle in der Organisierung einer Revolution gespielt haben. Sie k&amp;#228;mpfen an der Front, fungieren in Kommandopositionen und nehmen an der Produktion teil. Es gibt keinen Ort in Rojava, an dem keine Frauen zu sehen sind. Sie sind &amp;#252;berall und ein Teil von allem.“ Dies schreiben Anja Flach u.a. in dem neu erschienenen Buch „Revolution in Rojava. Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo“. Auch die Mainstream-Medien richten seit Ende 2014 ihre Aufmerksamkeit auf diese Frauen, die eine wesentliche Rolle spielen in den demokratischen Aufbr&amp;#252;chen im n&amp;#246;rdlichen Syrien. Was hei&amp;#223;t das eigentlich f&amp;#252;r uns und hier?...</description>
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         <pubDate>Sun, 12 Apr 2015 08:15:26 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>„Vielleicht ist dies das erste Mal in der Geschichte, dass Frauen eine solch aktive Rolle in der Organisierung einer Revolution gespielt haben. Sie k&#228;mpfen an der Front, fungieren in Kommandopositionen und nehmen an der Produktion teil. Es gibt keinen Ort in Rojava, an dem keine Frauen zu sehen sind. Sie sind &#252;berall und ein Teil von allem.“ Dies schreiben Anja Flach u.a. in dem neu erschienenen Buch „Revolution in Rojava. Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo“. Auch die Mainstream-Medien richten seit Ende 2014 ihre Aufmerksamkeit auf diese Frauen, die eine wesentliche Rolle spielen in den demokratischen Aufbr&#252;chen im n&#246;rdlichen Syrien. Was hei&#223;t das eigentlich f&#252;r uns und hier?</strong></p>
<p><strong>Die Geschichte der Gegenwart – Anf&#228;nge der Frauenorganisierung</strong></p>
<p>Als es am 19.7.2012 gelingt, die letzten Reste der maroden Staatsregierung Assads aus Rojava (Nordsyrien) zu vertreiben, kann die Bev&#246;lkerung auf viele Jahre Erfahrung politischer Organisierung zur&#252;ckgreifen. Das gilt gerade auch f&#252;r die Frauen. Schon in den 1980er und 1990er Jahren beteiligten sich tausende Frauen an der sogenannten Volksarbeit der kurdischen Befreiungsbewegung, bei der die Mitarbeiterinnen von Haus zu Haus gehen, jede einzelne Frau besuchen und in die Arbeit einbinden. Und auch damals fanden schon regelm&#228;&#223;ig Bildungsarbeiten und Frauenversammlungen statt.</p>
<p>Rojava wird heute von der dort lebenden Bev&#246;lkerung im Sinne der „Demokratischen Autonomie“ selbst verwaltet. Das Konzept basiert auf den Ideen Abdullah &#214;calans, die er in den vergangenen 15 Jahren in seinen Gef&#228;ngnisschriften ver&#246;ffentlichte. Es wurde von der kurdischen Bewegung aufgegriffen, intensiv diskutiert und schlie&#223;lich 2005 als neues Paradigma ausgerufen. Seinen Kern bilden R&#228;testrukturen, in denen sich die Gesellschaft von unten nach oben organisiert. Frauen sind sowohl in allen gemischten Einheiten dieser Organisierung als auch parallel dazu autonom organisiert.</p>
<p>Teil dieser Selbstverwaltung ist ein gro&#223;es Netzwerk an Bildungseinrichtungen. „Denn es geht nicht darum, die Regierung zu wechseln, sondern die Geisteshaltung der Bev&#246;lkerung zu &#228;ndern, die Revolution in die Gesellschaft zu tragen“, zitiert Janet Biehl einen Aktivisten aus der R&#228;testruktur. Alle, die in den Strukturen aktiv mitarbeiten, nehmen an den w&#246;chentlich stattfindenden Bildungsveranstaltungen teil. Inhaltlich geht es um die Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen politischen Arbeit und die Aneignung von Wissen &#252;ber z.B. Geschichte, Frauenbefreiung, politisches Weltgeschehen und die Demokratische Autonomie. Dar&#252;ber hinaus werden Denk- und Analyseformen des HERRschenden Wissensregimes zu &#252;berwinden versucht. Es wird ganzheitliches Denken und Begreifen der Geschichte und der revolution&#228;ren Prozesse gelernt. „Es wird nicht der Augenblick, sondern die Geschichte, nicht das Individuum, sondern die Gesellschaft analysiert.“ (Abdullah &#214;calan auf dem Parteikongress der PKK 1986)</p>
<p>Auch in den Frauenakademien geht es neben Auseinandersetzungen &#252;ber Sexismus und Frauengeschichte nicht um klassische Wissensvermittlung. Die Teilnehmerinnen sollen sich selber als Subjekte verstehen lernen und dar&#252;ber die Kraft entwickeln, zu diskutieren und Dinge aufzubauen.</p>
<p><strong>Freie Gedanken und Freier Wille – das Konzept der Frauenbefreiung</strong></p>
<p><strong></strong>Autonome Frauenorganisierung, egal ob in Rojava oder hier in der BRD, er&#246;ffnet Frauen Frei- und dadurch Lernr&#228;ume, in denen sie einen eigenen Willen entwickeln sowie Bewusstsein und eigene St&#228;rke entdecken k&#246;nnen. Dar&#252;ber hinaus haben Frauen in Rojava durch die autonomen Frauenstrukturen auf allen Ebenen der gesellschaftlichen Organisierung – sei es in R&#228;testrukturen, Frauenakademien, Frauenkooperativen im Bereich der &#214;konomie oder in autonomen Selbstverteidigungseinheiten – den Raum, &#252;ber sich selber zu entscheiden. Ihre Organisierung wirkt in den Rest der Gesellschaft. Abgesehen von ersten Schritten im Wandel des patriarchalen Geistes aller, gibt es institutionelle Errungenschaften, wie zum Beispiel die 40-prozentige Geschlechterquote, die in den gemischten R&#228;ten und allen anderen institutionellen Organisationen eingehalten werden muss. Ebenso werden alle Strukturen mit einer Doppelspitze, d.h. einem Mann und einer Frau, besetzt. Aber erk&#228;mpft wurde vor allem, dass Gewalt gegen Frauen gesellschaftlich ge&#228;chtet wird. Sie wird &#246;ffentlich gemacht durch die Frauenzentren und -r&#228;te und notfalls auch mit Hilfe der <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.kurdistan-report.de/index.php/archiv/2014/175/178-der-konsens-ist-entscheidend">gerichtlichen Instanzen</a> verfolgt.</p>
<p>Dadurch, dass ein Gro&#223;teil der Haushalte in den R&#228;testrukturen mitarbeitet, ist auch die Situation jeder Familie, ihr Alltagsleben in den R&#228;ten pr&#228;sent und l&#228;sst Gewalt gegen Frauen und Kinder kaum im Verborgenen. Auch wenn Gewalt nicht g&#228;nzlich aus dem Leben verbannt werden konnte, so wird dennoch im Vergleich zu fr&#252;her viel Gewalt verhindert, durch den hohen Status der Frauen und der Frauenbefreiung und eine &#214;ffentlichkeit, in der die Gesellschaft ihren Alltag miteinander lebt und organisiert.</p>
<p>Und auch hier wiederum spielen viele lange Jahre der Auseinandersetzung eine gro&#223;e Rolle, bis sich das Bewusstsein daf&#252;r durchsetzte, dass die Freiheit einer Gesellschaft untrennbar mit der Freiheit der Frauen verbunden ist. Bereits 1987 begannen die Diskussionen um patriarchale Unterdr&#252;ckung und Frauenbefreiung und es gab erste Ans&#228;tze von <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.ceni-kurdistan.com/index.php/de/dosien/summary/3-dosien/43-fokus-1">Frauenorganisierung innerhalb der PKK</a>. Diese entwickelten sich weiter &#252;ber die Bildung autonomer Frauenverteidigungseinheiten im Jahr 1993. Am 8. M&#228;rz 1998 wurden mit der Frauenbefreiungsideologie die Grundprinzipien der sozialen Revolution durch Frauen im Rahmen von f&#252;nf Prinzipien festgelegt. Dazu geh&#246;rt das Prinzip freier Gedanken und des freien Willens, d.h. der Notwendigkeit, sich unserer Pr&#228;gung durch das patriarchale System bewusst zu werden und eigene Gedanken und einen eigenen Willen entwickeln zu lernen.</p>
<p><strong>Solidarit&#228;t mit den k&#228;mpfenden Frauen in Rojava hei&#223;t: Organisierung hier!</strong></p>
<p>Solidarit&#228;t hat viele Gesichter. Erforderlich ist sie gerade dringend vor Ort in materieller Form, um die Not der Fl&#252;chtlinge in dieser Region zu lindern und die Versorgungslage in Rojava, die durch das wirtschaftliche und politische Embargo von Seiten der T&#252;rkei und des Nordiraks katastrophal ist, zu verbessern. Ebenso braucht es die Schaffung einer &#214;ffentlichkeit, die eine internationale Anerkennung von Rojava und den dortigen demokratischen Aufbr&#252;chen voranbringt und auch die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung hier, durch das PKK-Verbot, stoppt.<br />
Und Solidarit&#228;t hei&#223;t ebenso, hier in der BRD etwas aufzubauen, was gesellschaftliche Umbr&#252;che anst&#246;&#223;t. Dass unsere Lage als Frauen hier misslich ist, d.h. unsere Gesellschaft noch immer patriarchal strukturiert ist, machte u.a. der <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://fra.europa.eu/de/publication/2014/gewalt-gegen-frauen-eine-eu-weite-erhebung-ergebnisse-auf-einen-blick">Bericht &#252;ber Gewalt gegen Frauen in der EU 2014</a> einmal mehr sichtbar. Anstelle einer kraftvollen Frauenbewegung sind seit den 1990 Jahren wenig sichtbare feministische Organisierungen getreten. Der Individualismus hat sich durchgesetzt. Wir leben vereinzelt und so sehen unsere K&#228;mpfe auch &#252;berwiegend aus. Insbesondere junge Frauen wissen heute nicht mehr, was ihre Betroffenheitslage sein soll, weil von offizieller Seite die Doktrin der Gleichstellung herrscht. Es bedarf neuer Aufbr&#252;che, die die Frauenbefreiung nicht einem System &#252;berlassen, das von kapitalistischer Verwertungslogik dominiert wird. So wurden von Frauen erk&#228;mpfte Errungenschaften wie z.B. autonome Frauenh&#228;user staatlich vereinnahmt und damit von ihren politischen emanzipatorischen Anspr&#252;chen auf eine soziale Funktion reduziert.</p>
<p>Ausgangspunkt k&#246;nnen &#220;berlegungen dazu sein, was das Konzept der Frauenbefreiung der kurdischen Bewegung f&#252;r unsere Situation bedeuten oder wie die Demokratische Autonomie f&#252;r unsere Realit&#228;t &#252;bersetzt werden k&#246;nnte.</p>
<p>Eine Gruppe Internationalistinnen machte sich 2010 auf den Weg in die Kandil-Berge nach S&#252;dkurdistan, um dort von den Guerilla-K&#228;mpferinnen der PKK mehr &#252;ber ihre Organisierung und Ideologie zu erfahren. In dem Buch „Widerstand und gelebte Utopien“ ver&#246;ffentlichten sie zahlreiche der dort gemachten Interviews und beschreiben in ihrem Fazit, was sie als Anregungen f&#252;r feministische K&#228;mpfe hier mit auf den Weg nahmen. Organisierung und Selbstverteidigung waren Aspekte darin. Ja, viele von Frauenbewegungen erk&#228;mpfte Errungenschaften sind verloren gegangen, weil wir nicht in der Lage waren, sie zu verteidigen. Verteidigung bedeutet Kollektivit&#228;t und braucht Organisierung. Organisierung wiederum bedarf einer Utopie, die beschreibt, was das Ziel der K&#228;mpfe sein sollte und einen Ma&#223;stab, an dem wir &#252;berpr&#252;fen, ob wir mit unserer jeweiligen Praxis noch auf dem richtigen Weg sind.</p>
<p>Lasst uns autonome Frauen*orte schaffen, an denen wir zusammenkommen, uns gemeinsam bilden, die Situation hier verstehen und Utopien und Strategien f&#252;r unsere K&#228;mpfe entwickeln k&#246;nnen – f&#252;r ein freieres Leben. Lasst uns lernen von anderen k&#228;mpfenden Bewegungen und hier einen Prozess ins Rollen bringen, um wieder zu einer kraftvollen Frauen*bewegung zu werden!</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>Biehl, Janet: Revolution&#228;re Bildung. <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.biehlonbookchin.com/revolutionary-education/">http://www.biehlonbookchin.com/revolutionary-education/</a><br />
Flach, Anja; Ayboga, Ercan; Knapp, Michael: Revolution in Rojava. Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo. VSA-Verlag, 2015.<br />
Herausgeberinnenkollektiv: Widerstand und gelebte Utopien. Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konf&#246;deralismus in Kurdistan. Mezopotamien Verlag, 2012.<br />
&#214;calan, Abdullah: Befreiung des Lebens. Die Revolution der Frau. Mezopotamien Verlag, 2013.</p>]]></content:encoded>
         <category>Interventionen</category>
      </item>
      <item>
         <title>„So genau wollten wir das gar nicht wissen“ – Geschlecht, Schuld und Abwehr in der Berichterstattung über Beate Zschäpe</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/zschaepe/</link>
         <description>Im Zentrum der Berichterstattung &amp;#252;ber den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) stand immer wieder Beate Zsch&amp;#228;pe: Ihr Aussehen, ihr Kleidungsstil und ihre Vorlieben f&amp;#252;r Katzen sowie Spekulationen &amp;#252;ber ihr Liebesleben, &amp;#252;ber ihr Verh&amp;#228;ltnis zu Mundlos und B&amp;#246;hnhardt und ihr gemeinsames Alltagsleben im „Untergrund“ schienen dabei jedoch interessanter zu sein als Fragen nach ihrer politischen Sozialisation und ihrer Funktion im NSU. Aber wie kam es dazu? Eine Funktion der vergeschlechtlichten Berichterstattung &amp;#252;ber Zsch&amp;#228;pe ist, mehrheitsgesellschaftliche rassistische Strukturen zu dethematisieren, innerhalb derer der NSU hat handeln k&amp;#246;nnen. Eine mehrheitsgesellschaftliche (Mit-)Schuld kann abgewehrt, die eigentlichen Taten und das Leid der Betroffenen in den Hintergrund ger&amp;#252;ckt werden. Und dieser Mechanismus hat historische Vorl&amp;#228;ufer...</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.feministisches-institut.de/?p=2095</guid>
         <pubDate>Tue, 10 Mar 2015 10:31:45 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>Im Zentrum der Berichterstattung &#252;ber den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) stand immer wieder Beate Zsch&#228;pe: Ihr Aussehen, ihr Kleidungsstil und ihre Vorlieben f&#252;r Katzen sowie Spekulationen &#252;ber ihr Liebesleben, &#252;ber ihr Verh&#228;ltnis zu Mundlos und B&#246;hnhardt und ihr gemeinsames Alltagsleben im „Untergrund“ schienen dabei jedoch interessanter zu sein als Fragen nach ihrer politischen Sozialisation und ihrer Funktion im NSU. Aber wie kam es dazu? Eine Funktion der vergeschlechtlichten Berichterstattung &#252;ber Zsch&#228;pe ist, mehrheitsgesellschaftliche rassistische Strukturen zu dethematisieren, innerhalb derer der NSU hat handeln k&#246;nnen. Eine mehrheitsgesellschaftliche (Mit-)Schuld kann abgewehrt, die eigentlichen Taten und das Leid der Betroffenen in den Hintergrund ger&#252;ckt werden. Und dieser Mechanismus hat historische Vorl&#228;ufer.</strong></p>
<p>Am 20. Januar 2015 haben im NSU-Prozess erstmals &#220;berlebende des Nagelbombenanschlags in K&#246;ln ausgesagt, bei dem im Juni 2004 22 Menschen teils schwer verletzt wurden. Der Zeuge Sandro D. bezeichnete den Anschlag als einen Wendepunkt in seinem Leben und durch seine Ausf&#252;hrungen wird deutlich: Wirklich alles hat sich ge&#228;ndert. Durch die Detonation und die N&#228;gel und Splitter, die seinen K&#246;rper durchbohrten, hat er bis heute bleibende k&#246;rperliche Einschr&#228;nkungen. Seine berufliche Laufbahn wurde abrupt beendet. Und auch die psychische Belastung wiegt bis heute schwer und beeintr&#228;chtigt seine Lebensqualit&#228;t enorm. Aber nicht nur das Attentat selbst hat sein Leben ver&#228;ndert. Die Ermittlungen, bei denen zuerst die Betroffenen verd&#228;chtigt wurden, vergr&#246;&#223;erten das Leid. Sandro D. war zusammen mit seinem Freund Melih K. &#252;ber die Keupstra&#223;e geschlendert, als die Bombe explodierte. Dar&#252;ber, ob sein Freund &#252;berhaupt den Anschlag &#252;berlebt hatte, wurde Sandro D. aufgrund der polizeilichen Ermittlungen gegen die Beiden zuerst im Unklaren gelassen.</p>
<p>Obwohl bspw. Melih K. bei den polizeilichen Aussagen direkt und schl&#252;ssig argumentierte, dass es bei dem Attentat einen extrem rechten Hintergrund gegeben haben m&#252;sse, gingen die Ermittlungsbeh&#246;rden rassistischen Klischees nach und schafften es dadurch nicht, die wirklichen T&#228;terInnen zu ermitteln. Erst mit der Selbstenttarnung des NSU im November 2011 wurde nach und nach bekannt, dass die Betroffenen recht hatten: Ein neonazistisches Netzwerk hatte &#252;ber mehr als ein Jahrzehnt aus rassistischen Gr&#252;nden Anschl&#228;ge ver&#252;bt und gezielt Menschen ermordet.</p>
<p>Aber auch dann: Kein Skandal. Kein Aufschrei. Kein Bruch. W&#228;hrend bspw. in Frankreich aufgrund der Charlie-Hebdo-Morde mehrere Millionen Menschen auf die Stra&#223;e gingen, wurden die Taten des NSU in Deutschland immer wieder dethematisiert. Und anstatt dass sich die Presse empathisch den Betroffenen bzw. ihren Angeh&#246;rigen zuwendete, anstatt dass versucht wurde sie in der Bew&#228;ltigung des verursachten Leids zu unterst&#252;tzen, wurden sie weiterhin rassistisch diffamiert und der Fokus der Berichterstattung auf die T&#228;terInnen verschoben. Bevorzugt auf Zsch&#228;pe – und bevorzugt auf ihr Liebesleben, ihre Sexualit&#228;t, ihr Aussehen, ihre Weiblichkeit.</p>
<p>Was die Berichterstattung &#252;ber Zsch&#228;pe aus Genderperspektive angeht, gibt es v.a. zwei Darstellungsweisen: eine d&#228;monisierende und eine bagatellisierende. D.h. entweder wird Zsch&#228;pe als besonders schlimm, absonderlich und absto&#223;end dargestellt, so dass ihre Person und ihre Taten als nicht nachvollziehbar erscheinen. Oder sie und ihre Taten werden verharmlost, indem sie bspw. als unpolitische Mitl&#228;uferin dargestellt wird, die &#252;ber die (vermeintlichen oder realen) Liebesbeziehungen zu Mundlos und B&#246;hnhardt definiert wird. Bei beiden Darstellungsweisen gibt es einen besonderen Bezug auf Zsch&#228;pes Weiblichkeit.</p>
<p>Pr&#228;gnante Beispiele f&#252;r d&#228;monisierende Darstellungsweisen finden sich u.a. in der Bild-Zeitung zum Prozessauftakt. Auf dem Titelblatt bspw. ist ein Foto von Zsch&#228;pe zu sehen, auf dem sie vor schwarzem Hintergrund die Arme verschr&#228;nkt und den Mund zusammenkneift. Links neben dem Bild steht der Schriftzug „Der Teufel hat sich schick gemacht“. Hier wird Zsch&#228;pe also direkt als „Teufel“ bezeichnet und dies in Verbindung gebracht mit einer vergeschlechtlichten Beschreibung von ihrem Auftreten („schick“) und ihrem Aussehen (durch das Foto). In dem Titel wird also auf Zsch&#228;pes Weiblichkeit Bezug genommen, sie wird aber nicht als „normale“ Frau dargestellt, sondern als Teufel.</p>
<p>Durch d&#228;monisierende Darstellungsweisen, in denen Zsch&#228;pes Weiblichkeit und Sexualit&#228;t als nicht der Norm entsprechend dargestellt werden, wird eine Distanzierung von Zsch&#228;pe erm&#246;glicht und damit verbunden kann eine Entlastung der eigenen Position stattfinden. Hierzu ein Beispiel aus einem Artikel von Bild.de, in dem im Juli 2013 &#252;ber Aussagen von ehemaligen Nachbarinnen von Zsch&#228;pe vor Gericht berichtet wurde:</p>
<p><em>„Nachbarin Monika M. (64) sagte aus, man habe Zsch&#228;pe wegen einer blinkenden roten Leuchte im Fenster f&#252;r eine Prostituierte gehalten: &#8216;Wir dachten, das hei&#223;t – einer ist fertig, der n&#228;chste kann kommen.&#8217; (&#8230;) Gerede gab es auch &#252;ber die zwei M&#228;nner, die mit Zsch&#228;pe im Haus lebten. Zsch&#228;pe gaukelte den Nachbarn vor, es handele sich um ihren Freund und dessen Bruder. Monika M. sagt: &#8216;Wir haben es mehr oder weniger geglaubt. So genau wollten wir das gar nicht wissen.&#8217;“ (<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.bild.de/news/inland/nsu/nsu-terror-prozess-zschaepe-31590178.bild.html">Quelle</a>) </em></p>
<p>Mit dieser Erz&#228;hlung wird verdeutlicht, dass die Person und das Verhalten Zsch&#228;pes f&#252;r anr&#252;chig, nicht „normal“ und moralisch (auch in Bezug auf Vorstellungen von weiblicher Sexualit&#228;t) verwerflich gehalten werden. Dadurch kann die eigene Person und Haltung als moralisch integer dargestellt werden. Durch den Bezug auf Zsch&#228;pes Weiblichkeit und Sexualit&#228;t wird also erm&#246;glicht, sich von ihr abzugrenzen.</p>
<p>Anders ist es bei den bagatellisierenden Darstellungsweisen von Zsch&#228;pe. Hier wird sie entsprechend den Vorstellungen hegemonialer Weiblichkeit dargestellt: als ganz „normale“ Frau, die sich nichts zuschulden hat kommen lassen au&#223;er sich in die falsche (m&#228;nnliche) Gesellschaft begeben zu haben. So wird sie (v.a. zu Beginn der Berichterstattung) als irrelevant f&#252;r den NSU und seine Taten dargestellt und u.a. dadurch unsichtbar gemacht, dass sie als (Mit-) T&#228;terin nicht genannt wird. Oder – wenn sie genannt wird – ausschlie&#223;lich als unpolitische Mitl&#228;uferin dargestellt wird. Dabei wird sie oft in Abh&#228;ngigkeit zu B&#246;hnhardt und Mundlos charakterisiert, z.B. in einem Artikel aus der S&#252;ddeutschen Zeitung vom November 2011:</p>
<p><em>„Alle, die ihn kannten und mit denen man heute spricht, sind sich sicher: In dieser Dreierbande muss Uwe Mundlos der Chef gewesen sein. Beate Zsch&#228;pe, zwei Jahre j&#252;nger als Mundlos, sei ein &#8216;liebes M&#228;del&#8217; gewesen und ein paar Jahre seine Freundin. In der Jugendwerkstatt habe sie gearbeitet und dort wahrscheinlich Uwe B&#246;hnhardt kennengelernt, wiederum zwei Jahre j&#252;nger als sie selbst, mit dem sie dann zusammen war“</em></p>
<p>Zsch&#228;pe wird also nicht als eigenst&#228;ndig handelnde, politisch &#252;berzeugte Neonazistin dargestellt, sondern durch ihre (vermeintlichen oder realen) Beziehungen zu den m&#228;nnlichen Mitt&#228;tern charakterisiert. Durch die Bezeichnung „liebes M&#228;del“ wird Zsch&#228;pe klar verkindlicht, verharmlost und nicht als ernstzunehmende Akteurin des NSU dargestellt.<br />
Im Gegensatz zu Mundlos, B&#246;hnhardt und den m&#228;nnlichen Angeklagten im NSU-Prozess wird Zsch&#228;pes politische &#220;berzeugung nicht benannt. Bei ihr wird in der Berichterstattung stattdessen verst&#228;rkt auf ihre Sexualit&#228;t, ihre Weiblichkeit Bezug genommen, ihr wird die h&#228;usliche, weiblich konnotierte Sph&#228;re zugewiesen.</p>
<p>Es klang bereits an: Beide Darstellungsweisen erm&#246;glichen denselben Effekt. Durch die d&#228;monisierenden Darstellungsweisen kann Zsch&#228;pe als au&#223;erhalb der Gesellschaft gedacht werden. Sie wird aus dem wei&#223;en, deutschen Kollektiv ausgeschlossen. Durch ihren Ausschluss kann sich die deutsche Mehrheitsgesellschaft selbst als unschuldig, als nicht rassistisch, nicht (extrem) rechts konstruieren. Eine Auseinandersetzung mit ihren Taten kann verhindert werden – und damit eine Auseinandersetzung mit der eigenen Involviertheit, den mehrheitsgesellschaftlichen rassistischen Strukturen, innerhalb derer Zsch&#228;pe gehandelt hat.<br />
Die bagatellisierenden Darstellungsweisen erm&#246;glichen denselben Effekt, jedoch &#252;ber einen anderen Mechanismus. Da Zsch&#228;pe als unpolitisch und weitestgehend unschuldig dargestellt wird, entf&#228;llt die Notwendigkeit, Fragen nach ihrer Funktion im NSU und ihren Taten nachzugehen. Dadurch kann sich die Mehrheitsgesellschaft auf die Seite der Unschuld stellen und muss sich nicht mit mehrheitsgesellschaftlichen rassistischen Strukturen auseinandersetzen.</p>
<p>Diese Effekte – Fragen nach einer eigenen (Mit-)Schuld abzuwehren – werden durch die Vergeschlechtlichung der Berichterstattung erm&#246;glicht.</p>
<p>Interessanterweise gab es beides – die vergeschlechtlichte Form der Berichterstattung und die damit verbundenen M&#246;glichkeiten, sich nicht mit der eigenen, mehrheitsgesellschaftlichen Beteiligung zu besch&#228;ftigen – bereits im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus. Nach 1945 wurden die nationalsozialistischen T&#228;terinnen, die vor Gericht gestellt wurden, in den Medien ebenfalls entweder d&#228;monisiert oder bagatellisiert. Diese Darstellungsweisen waren wie bei Zsch&#228;pe stark vergeschlechtlicht. Damals erm&#246;glichten diese Darstellungsweisen, dass die Verstrickungen der T&#228;terInnen und Mitl&#228;uferInnen in den Nationalsozialismus und seine Verbrechen nicht aufgearbeitet werden mussten (vgl. bspw. Kretzer 2002). Diese Umgangsweise mit dem Nationalsozialismus beschr&#228;nkte sich nicht auf die direkte Nachkriegszeit, d.h. auf die T&#228;terInnen und Mitl&#228;uferInnen der ersten Generation. Sie wurde in die n&#228;chsten Generationen weitergegeben und ist auch heute noch wirkm&#228;chtig (vgl. Lohl 2010).</p>
<p>Aus diesem Zusammenhang ergibt sich eine m&#246;gliche Antwort auf die Frage, wie die vergeschlechtlichte Berichterstattung &#252;ber Zsch&#228;pe zu erkl&#228;ren sein k&#246;nnte: Dadurch, dass der Nationalsozialismus in Deutschland immer noch nicht aufgearbeitet wurde, gibt es auch heute noch eine Neigung dazu, Schuld in Bezug auf faschistische Taten abzuwehren. Und dadurch ist es naheliegend, Zsch&#228;pe so darzustellen wie die angeklagten, nationalsozialistischen T&#228;terinnen dargestellt wurden: d&#228;monisierend oder bagatellisierend. Denn beide vergeschlechtlichten Darstellungsweisen erm&#246;glichen, die eigene Position zu entlasten, und genau die rassistischen Strukturen in Deutschland unbenannt und unangetastet zu lassen, die den NSU erm&#246;glicht haben: Diese Strukturen, die das Leid verursacht haben, von denen die &#220;berlebenden des Nagelbombenanschlags in der Keupstra&#223;e im Prozess berichtet haben. Und die keinen Aufschrei ausl&#246;sten und es bis heute nicht tun.</p>
<p><strong>Literatur und Quellen:</strong></p>
<p>Kretzer, Anette. 2002. „&#8217;His or her special job&#8217;. Die Repr&#228;sentation von NS-Verbrecherinnen im ersten Hamburger Ravensbr&#252;ck-Prozess und im westdeutschen T&#228;terschaftsdiskurs“, in: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (Hg.). Entgrenzte Gewalt: T&#228;terinnen und T&#228;ter im Nationalsozialismus. Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland. Heft 7. Bremen: Edition Temmen, S. 134-150.</p>
<p>Lohl, Jan. 2010. Gef&#252;hlserbschaft und Rechtsextremismus. Eine sozialpsychologische Studie zur Generationengeschichte des Nationalsozialismus. Gie&#223;en: Psychosozial-Verlag.</p>
<p>o.A. 2013d. „Der Teufel hat sich schick gemacht“, in: Bild-Zeitung (Berlin-Brandenburg) vom 7.5.2013, S. 1.</p>
<p>Wiegand, Ralf. 2011. „Gruppenbild mit M&#246;rder“, in: S&#252;ddeutsche Zeitung vom 18.11.2011, S. 3.</p>]]></content:encoded>
         <category>Gewalt</category>
      </item>
      <item>
         <title>Queere Kinderbücher – Strategien, dem Anderen Raum zu geben</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/queere-kinderbuecher/</link>
         <description>Als seit einigen Jahren praktizierender Vorleser_ von Kinderb&amp;#252;chern verzweifle ich regelm&amp;#228;&amp;#223;ig: Viele Kinderb&amp;#252;cher sind voller Vorurteile und vermitteln diskriminierende und ausschlie&amp;#223;ende Welt- und Identit&amp;#228;tsbilder. Erz&amp;#228;hlungen sind &amp;#252;berproportional aus der Perspektive wei&amp;#223;er Jungen geschrieben, zentrieren ein Zwei-Eltern-Kernfamilienmodell oder sind beil&amp;#228;ufig fett- oder femininit&amp;#228;tsfeindlich. Das ist nicht nur schade, sondern sch&amp;#228;digend, weil Kinder aus diesen B&amp;#252;chern f&amp;#252;r ihr Leben lernen und viele Kinder aus ihnen vor allem lernen m&amp;#252;ssen, dass sie als starke und vielschichtige Protagonist_innen nicht vorkommen. Ich suche deshalb nach B&amp;#252;chern, in denen andere Strategien verfolgt werden: In denen Horizonte erweitert statt begrenzt werden, mit Mehrdeutigkeiten gespielt und Dominanzkultur entnormalisiert wird. Entsprechende Kinderb&amp;#252;cher lassen sich unter Schlagworten wie alternativ, vorurteils- oder diskriminierungssensibel finden. In diesem Text geht es um queere Kinderliteratur...</description>
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         <pubDate>Mon, 16 Feb 2015 20:07:56 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>Als seit einigen Jahren praktizierender Vorleser_ von Kinderb&#252;chern verzweifle ich regelm&#228;&#223;ig: Viele Kinderb&#252;cher sind voller Vorurteile und vermitteln diskriminierende und ausschlie&#223;ende Welt- und Identit&#228;tsbilder. Erz&#228;hlungen sind &#252;berproportional aus der Perspektive wei&#223;er Jungen geschrieben, zentrieren ein Zwei-Eltern-Kernfamilienmodell oder sind beil&#228;ufig fett- oder femininit&#228;tsfeindlich. Das ist nicht nur schade, sondern sch&#228;digend, weil Kinder aus diesen B&#252;chern f&#252;r ihr Leben lernen und viele Kinder aus ihnen vor allem lernen m&#252;ssen, dass sie als starke und vielschichtige Protagonist_innen nicht vorkommen. Ich suche deshalb nach B&#252;chern, in denen andere Strategien verfolgt werden: In denen Horizonte erweitert statt begrenzt werden, mit Mehrdeutigkeiten gespielt und Dominanzkultur entnormalisiert wird. Entsprechende Kinderb&#252;cher lassen sich unter Schlagworten wie alternativ, vorurteils- oder diskriminierungssensibel finden. In diesem Text geht es um queere Kinderliteratur.</strong></p>
<p><strong>Zun&#228;chst: Was ist gemeint, wenn hier queer steht?</strong><br />
Unter queer finden sich verschiedene und durchaus auch widerspr&#252;chliche Bedeutungen und Praxen. In den Queer Studies und ihnen nahe stehenden queerpolitischen Handlungen und Interventionen wird queer h&#228;ufig als Verunsicherung und Destabilisierung herrschender Normen verstanden. Hier geht es darum, Dichotomien und allt&#228;gliche Normalit&#228;ten zu hinterfragen, sie zu st&#246;ren und manchmal Alternativen zu ihnen zu entwickeln. Wenn hier intersektional gearbeitet wird, werden dabei nicht nur die Aspekte Geschlecht, Sexualit&#228;t und Begehren einbezogen, sondern auch ihre Verkn&#252;pfungen mit und das Ineinandergreifen von diversen anderen Machtverh&#228;ltnissen wie beispielsweise Ethnisierung. Gleichzeitig umfasst queer auch vielgestaltige und &#252;berhaupt nicht einheitliche K&#228;mpfe um Identit&#228;ten und gesellschaftliche Teilhabe einer sich stetig wandelnden Gruppe von Personen, die sich vor allem durch ihr begehrendes und sexuelles Handeln und ihre vergeschlechtlichten Identit&#228;ten abseits heteronormativer, monogamer Zweigeschlechtlichkeit positionieren.<br />
Queere Kinderliteratur umfasst genau diesen Bogen unterschiedlicher Auslegungen von queer und pr&#228;sentiert diverse Familien- und Lebensverh&#228;ltnisse aus einem LGBT-Spektrum, aber auch Versuche, mehrere Machtverh&#228;ltnisse zu thematisieren oder machtvolle Ausschl&#252;sse produzierende Normen zu dekonstruieren. In queeren Kinderb&#252;chern k&#246;nnen deshalb unterschiedliche Strategien verfolgt werden, um abseits des Hegemonialen zu erz&#228;hlen. Ich stelle nun ein paar dieser Strategien vor und nenne f&#252;r Interessierte einige dazu passende Buchtitel. Deren Zusammenfassung unter dem Label queer ist meine Bezeichnung und bedeutet nicht, dass die Autor_innen ihre B&#252;cher selbst so nennen w&#252;rden.<br />
<strong><br />
Repr&#228;sentation marginalisierter Identit&#228;ten</strong><br />
Die Repr&#228;sentation sonst wenig erw&#228;hnter Identit&#228;ten ist wohl die verbreitetste Strategie queerer Kinderb&#252;cher. Hier finden sich Geschichten, in denen schwule (Luzie Libero und der s&#252;&#223;e Onkel), lesbische (Du geh&#246;rst dazu) oder trans* (Wie Lotta geboren wurde) Bezugspersonen vorkommen oder auch B&#252;cher, in denen Kinder oder Jugendliche von der (imaginierten) Norm abweichende Gender leben (Unsa Haus; Hexenblut).<br />
H&#228;ufig finden sich Repr&#228;sentationen nicht-heterosexueller Familienverh&#228;ltnisse oder gender-nonkonformer Kinder in B&#252;chern, die Vielfalt zum Thema haben und in denen versucht wird, m&#246;glichst viele verschiedene Identit&#228;ten und Familienformen darzustellen. Die Heterogenit&#228;t, die diese B&#252;cher aufmachen k&#246;nnen, bedingt gleichzeitig, dass der Inhalt meist auf der deskriptiven Ebene bleibt, die Leser_innen also vor allem visuelle Differenzen pr&#228;sentiert bekommen. Eine Ausnahme stellt Unsa Haus aus dem NoNo Verlag dar. In der Geschichte geht es um Kinder mit diversen gesellschaftlichen Hintergr&#252;nden und gleichzeitig um ihre Interessen, Alltagssorgen und Zukunftsphantasien.<br />
Nicht selten wird zur Repr&#228;sentation nicht-heterosexueller Begehrensformen auf „homosexuelle“ Tier-Charaktere zur&#252;ckgegriffen (Hallo, wer bist denn du?). W&#228;hrend die Darstellung von Tieren sicherlich einerseits ein Mittel ist, Homosexualit&#228;t mehrheitskonformer im Kinderbuch einzuf&#252;hren, bleibt andererseits die damit verbundene Naturalisierung und Universalisierung gesellschaftlicher Sexualit&#228;ts-, Begehrens- und Beziehungskonstrukte fragw&#252;rdig. Da au&#223;erdem Beziehungskonzepte nicht erkl&#228;rt, sondern nur &#252;ber kurze Einblicke in Lebensverh&#228;ltnisse meist visuell (zwei Personen mit gleichem oder nicht gleichem Geschlecht leben zusammen) repr&#228;sentiert werden, kann resultierend daraus eine Verhandlung von Bisexualit&#228;t/Pansexualit&#228;t nicht stattfinden.<br />
<strong><br />
Umdeutungen und Alternativen</strong><br />
Sprache konstruiert machtvoll Realit&#228;t und ist gerade in der Benennung von Differenzen oder vermeintlichen Nat&#252;rlichkeiten h&#228;ufig gewaltvoll. Dem begegnen Autor_innen queerer Kinderb&#252;cher mit Interventionen in hegemoniales Sprechen durch Versuche der Umdeutung, Neubelegung oder Infragestellung. In Wie Lotta geboren wurde hei&#223;t es:</p>
<p>Ein Baby w&#228;chst bei Menschen im Bauch.<br />
Da gibt es eine gem&#252;tliche Babyh&#246;hle,<br />
die hei&#223;t Uterus. Manche Leute sagen auch<br />
Geb&#228;rmutter dazu.</p>
<p>Strategisch wird hier eine nicht an unterschiedliche Gender gekn&#252;pfte Bezeichnung („Babyh&#246;hle“) gefunden, die den Begriff Geb&#228;rmutter ersetzen kann. Gleichzeitig wird der – an sich weit verbreitete – hegemoniale und meist nicht hinterfragte Gebrauch des deutlich gegenderten Wortes Geb&#228;rmutter unterwandert, denn die Autor_innen vermitteln, dass nur „[m]anche Leute“ diese Bezeichnung benutzen und er&#246;ffnen damit einen Raum mehrerer gleichwertig nebeneinander stehender W&#246;rter.<br />
Auch verschiedene normative Konzepte werden in queeren Kinderb&#252;chern hinterfragt und reformuliert. In Tanja Abous Raumschiff Cosinus wird das Konzept der Familie umgedeutet und die M&#246;glichkeit eingef&#252;hrt, Wahlfamilien zu bilden. Lilly Axster und Christine Aebi brechen wiederum mit dem Konzept Aufkl&#228;rungsbuch, indem sie in DAS machen? davon absehen, genauer auf menschliche Reproduktionsverfahren einzugehen. W&#228;hrend Aufkl&#228;rungsb&#252;cher sonst h&#228;ufig Vorreiter_innen der Normalisierung von Heteronormativit&#228;t sind, entzieht sich DAS machen? dieser Logik und f&#246;rdert viel mehr die Neugierde der Leser_innen, sich den eigenen Fragen zu Sexualit&#228;ten zu widmen. So werden hegemoniale Konzepte nicht gefestigt und es kann genug Imaginationsraum f&#252;r alternatives und queeres Wissen entstehen.<br />
<strong><br />
Queere Experimente</strong><br />
Spannend wird es insbesondere, wenn Kinderbuchautor_innen Experimente wagen. Da es im Bereich queerer Kinderb&#252;cher nach wie vor wenig Vorlagen gibt, sind Versuche, queere Theorien/Praxen/Politiken im Kinderbuch umzusetzen, Experimente in sich, deren Umsetzungserfolg h&#228;ufig erst im Nachhinein und im gr&#246;&#223;eren Kontext eingesch&#228;tzt werden kann. Tanja Abou verzichtet beispielsweise in Raumschiff Cosinus auf die Vergabe von Pronomen und die vergeschlechtlichte Zuordnung der Protagonist_innen. Da in der deutschen Sprache die maskuline Form aber nach wie vor privilegiert wird und dar&#252;ber hinaus Charaktere gew&#228;hlt wurden, die in manchen F&#228;llen eine maskuline Genderung n&#228;her legen als eine feminine (z.B. Bordcomputer und Cpt_Cosmo), funktioniert dieses Experiment nicht ohne Weiteres. Gleichzeitig ist Raumschiff Cosinus mit der Strategie der Nicht-Vergeschlechtlichung eine Seltenheit auf dem Kinderbuchmarkt und bietet die M&#246;glichkeit, anhand von konkretem Material genauer &#252;ber die Verwendung von Pronomen und die visuelle Darstellung von nicht gegenderten Charakteren nachzudenken.</p>
<p><strong>Dekonstruktionen</strong><br />
Dekonstruktionen hegemonialen Wissens im Kinderbuch sind mit der besonderen Schwierigkeit verbunden, komplexe theoretische Anspr&#252;che in einer f&#252;r Kinder und Jugendliche ansprechenden und verst&#228;ndlichen Weise zu kommunizieren. F&#252;r Autor_innen bedeutet dies meist eine Gratwanderung zwischen st&#228;rkenden Identit&#228;tsrepr&#228;sentationen und dekonstruierenden Infragestellungen des Gewohnten. In DAS machen? gelingt diese VerUneindeutigung durch die Spannungen und Widerspr&#252;chlichkeiten erzeugende Mischung der Text- und Bildebenen. Text und Illustrationen werden hier genutzt, um eine ganz kinderbuchuntypische Komplexit&#228;t zu entwerfen. Sie er&#246;ffnen – mal in Abstimmung miteinander, mal unabh&#228;ngig voneinander und mal sich aneinander reibend – Imaginationsr&#228;ume, in denen das normalerweise Perverse, Verworfene oder nicht Gesagte denkbar wird, ohne explizit ausgesprochen und damit wiederum festgelegt zu werden. So sind in einem Abschnitt &#252;ber die m&#246;glichen Bedeutungen von Sexualit&#228;t kindliche &#220;berlegungen auf der Textebene mit teilweise queeren, perversen Sexpraxen auf der Bildebene vermischt: So wird die &#220;berlegung der Kinder, ob BHs und Unterhosen bei der Sexualit&#228;t eine Rolle spielten, illustriert mit einer Leine, auf der Kleidungsst&#252;cke h&#228;ngen. Die Kleidungsst&#252;cke – von Feinrippunterhose &#252;ber Katzenmaske zum Nietenhalsband – lassen ein Phantasieren &#252;ber Sex zu, das weder vom Text noch von der Illustration in Bahnen gelenkt wird. Die in DAS machen? ineinandergreifenden diversen Schichten und Deutungsm&#246;glichkeiten entziehen sich so einem Gelesen- und Verstandenwerden auf den ersten Blick und erm&#246;glichen gerade damit ein Feld vielfacher vorstellbarer Lesarten.<br />
<strong><br />
Weiterlesen!</strong><br />
Die vorgestellten Strategien sind h&#228;ufig nicht so trennscharf wie hier beschrieben; in unterschiedlichen B&#252;chern finden sich &#220;berschneidungen und Verkn&#252;pfungen mehrerer der genannten Methoden. Gemeinsam ist allen hier vorgestellten B&#252;chern, dass sie einen Raum f&#252;r das Andere, vielleicht Queere er&#246;ffnen und Geschichten erz&#228;hlen, die sonst nicht erz&#228;hlt werden. Weiterlesen lohnt sich!<br />
<strong><br />
Erw&#228;hnte Kinder- und Jugendliteratur</strong><br />
Abou, Tanja (2011): Raumschiff Cosinus. Der Bordcomputer hat die Schnauze voll. NoNo Verlag, Berlin.<br />
Axster, Lilly; Christine Aebi (2014): DAS machen? Projektwoche Sexualerziehung in der Klasse 4c. 2. &#252;berarbeitete Auflage. deA Verlag, Wien.<br />
B&#246;ttger, Ben; Rita Macedo u.a. (2013): Unsa Haus und andere Geschichten. 3. &#252;berarbeitete Auflage. NoNo Verlag, Berlin.<br />
Hoffmann, Mary (2010): Du geh&#246;rst dazu. Das gro&#223;e Buch der Familien. Sauerl&#228;nder, Mannheim.<br />
Lindenbaum, Pija (2007): Luzie Libero und der s&#252;&#223;e Onkel. Beltz, Weinheim.<br />
L&#246;tzerich, Suskas (2014): Hexenblut. Luftschacht, Wien.<br />
Schmitz-Weicht, Cai; Ka Schmitz (2013): Wie Lotta geboren wurde. 2. Auflage. Atelier 9 3/4, Berlin.<br />
Schmitz-Weicht, Cai; Ka Schmitz: Hallo, wer bist denn du? Atelier 9 3/4, Berlin.</p>]]></content:encoded>
         <category>Bildung</category>
      </item>
      <item>
         <title>Statement zur aktuellen Diskussion um Sexarbeit vom AK Reproduktion und dem Feministische Institut Hamburg</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/statement-zur-aktuellen-diskussion-um-sexarbeit-vom-ak-reproduktion-und-dem-feministische-institut-hamburg/</link>
         <description>Aktuell wird im Bundestag &amp;#252;ber die Novellierung des 2002 verabschiedeten Prostitutionsgesetzes beraten. In der &amp;#246;ffentlichen Diskussion darum wird h&amp;#228;ufig ein generelles Verbot von Sexarbeit gefordert – von Seiten der Regierungsparteien, aber auch von links-feministischen Kreisen. Letztere erhoffen sich davon unter anderem eine Schw&amp;#228;chung patriarchaler Verh&amp;#228;ltnisse. Statt gesellschaftliche Strukturen in den Blick zu nehmen und herrschende [...]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.feministisches-institut.de/?p=2054</guid>
         <pubDate>Tue, 20 Jan 2015 18:38:43 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>Aktuell wird im Bundestag &#252;ber die Novellierung des 2002 verabschiedeten Prostitutionsgesetzes beraten. In der &#246;ffentlichen Diskussion darum wird h&#228;ufig ein generelles Verbot von Sexarbeit gefordert – von Seiten der Regierungsparteien, aber auch von links-feministischen Kreisen. Letztere erhoffen sich davon unter anderem eine Schw&#228;chung patriarchaler Verh&#228;ltnisse. Statt gesellschaftliche Strukturen in den Blick zu nehmen und herrschende Geschlechterverh&#228;ltnisse anzugreifen, w&#252;rde ein Prostitutionsverbot jedoch in erster Linie die Situation vieler Frauen in der Sexarbeit verschlechtern. Zudem w&#252;rden feministische Erfolge – z.B. ein selbstbewusstes Ringen um anst&#228;ndige Arbeitsverh&#228;ltnisse und Gesundheitsschutz &#8211; untergraben. Es handelt sich bei der Forderung um ein generelles Verbot von Sexarbeit also um Symbolpolitik, die au&#223;erdem wertkonservative Vorstellungen von Sexualit&#228;t bef&#246;rdert. Diese Debatte und die mit ins Feld getragenen Argumente  gehen uns alle an. Der Arbeitskreis Reproduktion und das Feministische Institut Hamburg halten es vor diesem Hintergrund f&#252;r dringend notwendig, der Diskussion andere Argumente entgegenzusetzen.</p>
<p></strong></p>
<p>Sexarbeit galt jahrhundertelang als sittenwidrig. Sexarbeiter_innen wurden und werden ins gesellschaftliche Abseits gedr&#228;ngt, verfolgt, vergewaltigt und f&#252;r ihren Job umgebracht. Auch in der BRD hatten sie kaum Rechte. Das hat sich erst 2002 durch das von der rot-gr&#252;nen Bundesregierung verabschiedete Prostitutionsgesetz (ProstG) etwas verbessert. Seitdem sind die Vereinbarungen zwischen Prostituierten und ihren Kund_innenen nicht l&#228;nger sittenwidrig und folglich zivilrechtlich wirksam. Das bedeutet unter anderem, dass Sexarbeiter_innen nun nicht gezahlten Lohn einklagen k&#246;nnen. Auch andere Benachteiligungen wie der Ausschluss aus der Sozialversicherung wurden aufgehoben. Das war ein kleiner-gro&#223;er Fortschritt in Deutschland, vergleicht man die Situation von Sexarbeiter_innen in anderen europ&#228;ischen L&#228;ndern.<br />
Doch die Debatte um Sexarbeit hat neue Fahrt aufgenommen. Seit 2012 gibt daf&#252;r die Arbeitsaufnahme der EU- Koordinatorin gegen den Menschenhandel Anlass sowie der 2005 ver&#246;ffentlichte EU-Aktionsplan zur Bek&#228;mpfung und Verh&#252;tung des Menschenhandels, der in allen europ&#228;ischen Staaten umgesetzt werden muss. Das Verschleppen und Einsperren von Menschen ist zweifelsohne schwere Gewalt, diese zu bek&#228;mpfen ist ein wichtiges Anliegen. Leider sind viele der vorgeschlagenen Ma&#223;nahmen gegen Menschenhandel jedoch unglaubw&#252;rdig, da sie sich nicht auf alle Branchen (Landwirtschaft, Fleischindustrie, Pflege usw.) beziehen und erst recht nicht auf Aufkl&#228;rung und Beratung im Sinne der Betroffenen setzen. Unter dem Deckmantel der Bek&#228;mpfung von Menschenhandel versuchen stattdessen konservative Kr&#228;fte nicht nur die Rechte von Sexarbeiter_innen wieder einzuschr&#228;nken, sondern auch feministische Errungenschaften zunichte zu machen. Im Namen eines vermeintlichen Schutzes der betroffenen Frauen werden diskriminierende polizeiliche Kontrollma&#223;nahmen legitimiert und einer Stigmatisierung von Prostitution weiter Vorschub geleistet. All das ist Teil eines reaktion&#228;ren Backlashs, der jahrzehntelang erk&#228;mpfte Rechte zur&#252;ckdr&#228;ngen soll.</p>
<p><strong>Nur gesicherte Rechte sch&#252;tzen Sexarbeiter_innen vor Ausbeutung</strong><br />
Menschen und besonders Frauen, die in der Sexarbeit t&#228;tig sind, wird nicht durch Repression geholfen, sondern durch einen Ausbau ihrer Rechte. Jenseits der M&#246;glichkeit, ihren Lohn gerichtlich einzuklagen und Vertr&#228;ge abzuschlie&#223;en, geh&#246;rt dazu auch, dass sie nun in die Kranken-, Renten-, Arbeitslosenversicherung einzahlen k&#246;nnen und damit sozial abgesichert sind. Dar&#252;ber hinaus w&#228;re es f&#252;r Sexarbeiter_innen wichtig, berufliche Beratungen, Fort- und Weiterbildungen in Anspruch nehmen zu k&#246;nnen, wie beispielsweise Einstiegsberatungen, Sprachkurse, berufsbegleitende Supervisionsangebote und Weiterbildungen, um sich im Arbeitsfeld der Sexarbeit zu professionalisieren. Zentral f&#252;r Migrant_innen w&#228;re au&#223;erdem ein sicherer Aufenthaltsstatus in Deutschland. Sexarbeiter_innen, die Rechte haben und diese kennen, k&#246;nnen sich besser vor Druck und Gewalt in ihrer beruflichen T&#228;tigkeit sch&#252;tzen.<br />
Die Kriminalisierung und Stigmatisierung von Sexarbeit, die nicht zuletzt durch Feminist_innen wie Alice Schwarzer vorangetrieben werden, schaden den Sexarbeiter_innen. Denn der Diskurs unterschl&#228;gt, dass viele Frauen Sexarbeit als T&#228;tigkeitsfeld f&#252;r sich frei gew&#228;hlt haben. F&#252;r sie wird es schwieriger, offen als Sexarbeiter_innen aufzutreten und selbstbewusst f&#252;r die eigenen (Arbeits)Rechte einzustehen. Ihnen wird zudem die eigene Entscheidungsfreiheit abgesprochen. Sicherlich gilt die Freiwilligkeit nicht f&#252;r jede einzelne Sexarbeiter_in, auch das w&#228;re eine verk&#252;rzte Erz&#228;hlung; doch selbst f&#252;r diejenigen, die durch strukturelle Zw&#228;nge und/oder direkte Gewalt dazu gebracht wurden, Sexarbeit zu verrichten, w&#252;rde die Situation durch den Abbau eines gesetzlichen Rahmens sicher nicht besser. Sie werden weiter ins gesellschaftliche Abseits gedr&#228;ngt und sind in dieser Lage versch&#228;rft Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung ausgeliefert. Ginge es den Prostitutions-Verbot-Bef&#252;rworter_innen tats&#228;chlich um Selbstbestimmung, faire Arbeitsbedingungen und globale Gerechtigkeit, sollten au&#223;erdem auch andere Bereiche in die sogenannte Debatte um Prostitution einbezogen werden: Eine Menge Jobs sind unangenehm, risikoreich oder ausbeuterisch und werden von marginalisierten Menschen – h&#228;ufig Migrant_innen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus – verrichtet. Beispiele sind in der Landwirtschaft, in der Fleischindustrie, im Pflege- oder Hausarbeitsbereich zu finden. Es geht darum, Menschen in diesen Situationen strukturell zu unterst&#252;tzen und mit Rechten auszustatten, anstatt einen Berufszweig symbolisch platt zu machen.</p>
<p><strong>Die heile Welt b&#252;rgerlicher Moral lebt von der Konstruktion der „Hure“</strong><br />
Das „Hurenstigma“ dient dazu, Frauen in „Heilige“ und „Huren“ zu teilen und das Bild einer vermeintlich heilen Welt der  Kleinfamilien mit „guten M&#252;ttern und V&#228;tern“ unangetastet zu lassen. Druck, Macht, Zwang und sexualisierte Gewalt werden ideologisch in das Milieu der Prostitution verschoben. Dieses Bild entspricht nicht der Realit&#228;t, denn die meisten F&#228;lle von sexualisierter Gewalt finden im Privatbereich statt und werden nicht von „Fremden“ ver&#252;bt, sondern nach wie vor von Bekannten, Ehem&#228;nnern und V&#228;tern. Dies ist nicht zuletzt durch die Zweite Frauenbewegung umfassend belegt.<br />
Mit vielen prostitutionsfeindlichen Feminist_innen teilen wir das Anliegen, patriarchale Gewalt zu bek&#228;mpfen. Wir glauben jedoch nicht, dass ein Kampf gegen die m&#228;nnliche Hegemonie durch eine Abschaffung von Sexarbeit m&#246;glich ist. Der Kampf gegen patriarchalen Zwang und sexualisierte Gewalt muss in allen gesellschaftlichen Bereichen stattfinden: in Familie, Arbeitsverh&#228;ltnissen, Erziehung etc. Das „Hurenstigma“ und die Kriminalisierung von Sexarbeit unterst&#252;tzen diesen Kampf nicht, sondern erschweren ihn. Frauen, die vermeintlich gerettet werden sollen, werden faktisch zu Opfern gemacht, wenn ihnen keine andere Wahl bleibt, als in illegalisierten Verh&#228;ltnissen zu leben und zu arbeiten. Wir brauchen an dieser Stelle keine Verbote, sondern Strukturvorschl&#228;ge, die den Einen sozial und rechtlich abgesicherte Sexarbeit und den Anderen eine andere ebenfalls gesicherte Arbeit erm&#246;glichen.<br />
Das Bild der „Hure“ entspringt der patriarchalen Ideologie. Es ist deshalb notwendig, das Stigma der Prostitution anzugreifen und endlich anzuerkennen, dass Sexarbeit Arbeit und Care-Arbeit ist.  </p>
<p><strong>F&#252;r die Care-Revolution!</strong><br />
Deshalb sollte f&#252;r eine emanzipatorische Politik sowohl der Ausbau von Rechten, als auch der Abbau der Stigmatisierung an oberster Stelle stehen. Der AK Reproduktion und das Feministische Institut Hamburg sind gemeinsam mit Sexarbeiter_innen im Netzwerk Care Revolution organisiert. In einer Resolution, mit der die Gr&#252;ndung des Netzwerks beschlossen wurde, haben wir neben Bereichen wie Gesundheit, Pflege, Assistenz, Erziehung, Bildung, Wohnen oder Haushaltsarbeit auch Sexarbeit als Feld sozialer Reproduktion benannt. Alle diese Bereiche unsichtbarer und abgewerteter Arbeit gilt es gesellschaftlich anzuerkennen. Solche Bereiche also, die essentiell f&#252;r ein gutes Leben sind und doch heute verst&#228;rkt unter Druck geraten. Dem stellen wir uns entgegen: F&#252;r ein gutes Leben f&#252;r alle! F&#252;r eine Care Revolution!</p>
<p>Dieses Statement wurde im Winter 2014 vom Ak Reproduktion und dem Feministischen Institut Hamburg verfasst. Wer dieses Statement unterzeichnen m&#246;chte, wende sich an: ak-reproduktion[at]gmx[.]de. </p>]]></content:encoded>
         <category>Arbeit</category>
      </item>
      <item>
         <title>Männer in der Sozialen Arbeit – Mehr Männer in die Soziale Arbeit?</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/manner-in-der-sozialen-arbeit-mehr-manner-in-die-soziale-arbeit/</link>
         <description>Aus feministischer Perspektive kam und kommt das Geschlechterthema in der Sozialen Arbeit in dem Tenor daher, die vorhandene Geschlechterordnung mit dem Benachteiligungsblick kritisch zu durchleuchten, mit dem Ziel, das weibliche Geschlecht und seine Positionierung sichtbar und angemessen zu w&amp;#252;rdigen und Benachteiligungsverh&amp;#228;ltnisse zu skandalisieren. Die Frage nach den M&amp;#228;nnern (als Subjekten) in der Sozialen Arbeit kann diese Perspektive komplettieren und m&amp;#246;glicherweise auch dazu beitragen, einige neue Impulse zum Themenbereich: Care-Arbeit und Geschlecht zu setzten. Eine entsprechende Gelegenheit bietet die Diskussion um M&amp;#228;nner in Kitas.</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.feministisches-institut.de/?p=2037</guid>
         <pubDate>Wed, 10 Dec 2014 13:50:04 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>Aus feministischer Perspektive kam und kommt das Geschlechterthema in der Sozialen Arbeit in dem Tenor daher, die vorhandene Geschlechterordnung mit dem Benachteiligungsblick kritisch zu durchleuchten, mit dem Ziel, das weibliche Geschlecht und seine Positionierung sichtbar und angemessen zu w&#252;rdigen und Benachteiligungsverh&#228;ltnisse zu skandalisieren. Die Frage nach den M&#228;nnern (als Subjekten) in der Sozialen Arbeit kann diese Perspektive komplettieren und m&#246;glicherweise auch dazu beitragen, einige neue Impulse zum Themenbereich: Care-Arbeit und Geschlecht zu setzten. Eine entsprechende Gelegenheit bietet die Diskussion um M&#228;nner in Kitas.</strong></p>
<p>Das Thema „Frauen in der Sozialen Arbeit“ wird uns heutzutage nur ein leichtes G&#228;hnen und eventuell noch einen h&#246;flichen Gesichtsausdruck entlocken. Nicht nur sind wir bestens informiert &#252;ber die traditionell verankerte Weiblichkeit des Personals in sozialen Berufen. Erwerbst&#228;tige Frauen machten dort 2007 83% aus, also eine Zahl, die ungef&#228;hr doppelt so hoch lag wie ihr Anteil an der Erwerbst&#228;tigkeit insgesamt. Sondern wir wissen auch um die eindeutigen geschlechtlichen Konnotierungen der Sozialen Arbeit. Darauf weisen in der Wissenschaft verwendete Schlagzeilen wie z.B. „Soziale Arbeit als weibliche Profession“, „M&#252;tterlichkeit als Beruf“, „Sozialarbeiterinnen – eine Mehrheit, die sich wie eine Minderheit verh&#228;lt“, „Soziale Arbeit als Vergesellschaftung weiblicher Hausarbeit“ hin. Die geschlechtliche Performance ist sonnenklar, die Angerufenen sind stets Frauen.</p>
<p>Mit Beginn der Zweiten Frauenbewegung begann die Beforschung und Aufdeckung der Geschlechterordnung in der Sozialen Arbeit:</p>
<ul>
<li>Es wurde deutlich, dass die Angebote der Jugendarbeit mehrheitlich auf Jungen ausgerichtet waren;</li>
<li>m&#228;nnliche T&#228;terschaft im Kontext sexueller Gewalt wurde nachgewiesen und angeprangert;</li>
<li>der proportional extrem geringe Frauenanteil in Leitungspositionen wurde aufgezeigt;</li>
<li>unterschiedliche Formen von Abweichungen m&#228;nnlicher und weiblicher Klientel und deren sehr unterschiedliche Wahrnehmung und Bewertung wurden ans Licht gebracht;</li>
<li>den typischen Frauen- und M&#228;nnerdom&#228;nen in der Profession und in sozialer Praxis (Elementarbereich contra Knastarbeit und Streetwork, Beziehungsarbeit contra Management des Sozialen) wurde Beachtung geschenkt</li>
<li>die Verhandlung der Geschlechterthematik klassischerweise als „Sonder-“ oder „Extrathema“ in Studium und Fortbildungen wurde infrage gestellt.</li>
</ul>
<p>Inzwischen haben wir es mit einer neuen Geschlechterdebatte in Bezug auf die Fachkr&#228;fte zu tun: 2010/2011 erregte die vom zust&#228;ndigen Bundesministerium aufgelegte und vom Europ&#228;ischen Sozialfonds weitgehend finanzierte Kampagne „MEHR M&#228;nner in Kitas“ einiges Aufsehen und bef&#246;rderte kontroverse Debatten &#252;ber die Geschlechterordnung in der Sozialen Arbeit. Die extreme Randstellung von m&#228;nnlichen Professionellen in diesem Praxisfeld (2,5% Fachkr&#228;fte und 5,7% Leitung) mag zu gro&#223;en Teilen dem doing gender-Regime geschuldet sein, dass n&#228;mlich Kindererziehung (ebenso wie Altenpflege) derart als typische weibliche Arbeit gilt, dass M&#228;nner als Erzieher (und Pfleger) sich doppelt gar dreifach stigmatisiert empfinden/bzw. interpretiert werden durch: unattraktive Arbeitsbedingungen /geringe Entlohnung/niedriger Status plus „unm&#228;nnliche“ Arbeitsinhalte.</p>
<p>Demnach w&#228;ren M&#228;nner schon allein durch ihre N&#228;he zur weiblich konnotierten Sorge- und Erziehungsarbeit vom Ideal der hegemonialen M&#228;nnlichkeit weit entfernt (Weichei, Sozialfuzzi, Schwuli&#8230;), somit abgewertet und m&#252;ssten deshalb ihr Mann-Sein besonders unter Beweis stellen. Untersuchungen zum Elementarbereich und zur Altenpflege zeigen in der Tat, dass M&#228;nner in diesen Feldern die Differenz zu ihren Kolleginnen betonen, ihre spezielle Brauchbarkeit als Mann herausstellen und dass die Kolleginnen die M&#228;nner gerne auf geschlechtstypische T&#228;tigkeiten festlegen (Hausmeister, Kraftarbeit, Bolzen&#8230;).</p>
<p>Exakt an diesem Punkt setzt die mediale/politische/fachliche Debatte zum Thema: „M&#228;nner in Kitas“ an: Ihren Ausgang nahm sie als Reaktion auf die Rede von den Jungen als Modernisierungsverlierern, wie die Pisa-Studie es formuliert hatte. Die argumentative Grundfigur sieht etwa so aus: Jungen sind heutzutage per se, ohne dass auf Differenzierungen wie ethnische und soziale Hintergr&#252;nde eingegangen w&#252;rde, Modernisierungsverlierer. Sie sind es deshalb, weil: Erstens bislang alle sozial- und bildungsp&#228;dagogisch relevanten Ressourcen in die M&#228;dchenf&#246;rderung gesteckt wurden. M&#228;dchen haben inzwischen aufgeholt und gewonnen, Jungen blieben auf der Strecke und wurden zu Verlierern (um sp&#228;ter in der Negativmasse des „Fachkr&#228;ftemangels“ wieder aufzutauchen).<br />
Und zweitens: Es mangelt den Jungen an Unterst&#252;tzung, insbesondere wird ihnen zu wenig Gerechtigkeit und Wertsch&#228;tzung von Erwachsenenseite entgegengebracht. Die Botschaft Wir sollen die Jungen mehr annehmen, Jungs sind einfach so, sie sind laut und r&#252;pelhaft.<br />
Drittens: Die f&#252;r einen gelingenden Identit&#228;tserwerb n&#246;tigen erwachsenen (Vorbild)M&#228;nner fehlen/sie sind abwesend. Die die Jungs umgebenden/umsorgenden anwesenden Frauen (in der Familie, im Elementarbereich, in der Grundschule) k&#246;nnen dieses Defizit nicht kompensieren, gewisserma&#223;en qua Natur nicht, weil sie eben Frauen sind.</p>
<p>Damit f&#252;hrt dieser Jungendiskurs den klassischen Geschlechterdualismus fort/ja dramatisiert ihn sogar aufs Neue.<br />
Der Diskurs hat vom feministischen „Benachteiligungsdiskurs“ gelernt und dreht ihn um: Er wertet die anwesenden Frauen als nicht hilfreiches Geschlecht ab und die abwesenden M&#228;nner als potenzielle Retter auf. Und: Er ist wirkm&#228;chtig, weil er politische Schwerpunkte setzt, Ressourcen verteilt und Meinungen produziert, wie z.B. das Modellprogramm „MEHR M&#228;nner in Kitas“ zeigt.</p>
<p>Es sollte mittel- und l&#228;ngerfristig dazu beitragen, das Ziel von 20% m&#228;nnlichen Erziehern (die „kritische Masse“) in Kitas zu erreichen.<br />
Eine zum Modellprogramm parallel erstellte Studie zur Situation von M&#228;nnern in Kitas und der Ausbildung zum Erzieher fokussierte Barrieren und H&#252;rden, die einer Steigerung des M&#228;nneranteils im Wege stehen und die weit &#252;ber das Kita-Arbeitsfeld hinaus prototypisch f&#252;r die Geschlechterordnung in sozialen Berufen sind und auch generell Auskunft geben &#252;ber das gesellschaftliche Image von care-work insgesamt.</p>
<ul>
<li>Die Entlohnung und gesellschaftliche Anerkennung des Erzieherberufes sind nicht leistungsentsprechend.</li>
<li>Die Aufstiegs- und Berufschancen sind gering.</li>
<li>Das veraltete Berufsbild (spielen, Fortsetzung der m&#252;tterlichen Betreuungsarbeit) l&#228;sst den Beruf unattraktiv erscheinen.</li>
<li>Es bestehen immer noch Vorbehalte gegen&#252;ber m&#228;nnlichen Erziehern in Kitas ).</li>
<li>Eine als dominant wahrgenommene „weibliche Kultur“ l&#246;st bei m&#228;nnlichen Erziehern Deplatzierungseffekte aus.</li>
<li>Tr&#228;ger und Leitungen verfolgen keine wirklich ernsthaften Strategien zur Erh&#246;hung des M&#228;nneranteils, da sie nach wie vor von deren mangelndem Interesse ausgehen.</li>
<li>Die Politik nimmt sich des Themas nicht (zu wenig) an, es fehlt ein wirklicher politischer Wille an Ver&#228;nderung.</li>
</ul>
<p>Daraus folgern die Autor_innen der Studie einige Handlungsempfehlungen:</p>
<ul>
<li>Aufstiegs- und Berufsschancen m&#252;ssen verbessert werden.</li>
<li>Entlohnung und gesellschaftliche Anerkennung m&#252;ssen steigen.</li>
<li>Ausbildungsrahmenbedingungen m&#252;ssen sich verbessern.</li>
<li>Die Berufszug&#228;nge f&#252;r m&#228;nnliche Quereinsteiger und Umschulungsinteressierte m&#252;ssen sich verbessern.</li>
<li>Kitatr&#228;ger und -leitungen m&#252;ssen politisch und &#246;ffentlichkeitswirksam unterst&#252;tzt werden.</li>
<li>Das professionelle Profil des Erzieherberufes muss sich in der allt&#228;glichen Arbeit und auch in der Au&#223;endarstellung sch&#228;rfen.</li>
<li>M&#228;nner, die bereits im Berufsfeld sind, m&#252;ssen in der Au&#223;endarstellung sichtbar werden.</li>
</ul>
<p>Vier Aspekte sind nun bemerkenswert:<br />
<strong>Erstens:</strong> Der gr&#246;&#223;te Teil dieser Handlungsempfehlungen gilt f&#252;r beide Geschlechter in der Profession und muss im Interesse einer gesellschaftlichen und materiellen Aufwertung professioneller Care-Arbeit f&#252;r Beide ins Feld gef&#252;hrt werden. Aber Fakt ist: Sie kommen auf den Tisch im Kontext des Anliegens, M&#228;nner besonders zu f&#246;rdern, um die verlorenen Jungs zu retten (oder salopp ausgedr&#252;ckt: Das schw&#228;chelnde Konstrukt der hegemonialen M&#228;nnlichkeit zu st&#252;tzen und gleicherma&#223;en auch die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu sichern).</p>
<p><strong>Zweitens:</strong> Geht es um die Erh&#246;hung des M&#228;nneranteils, dann k&#246;nnen die Anspr&#252;che an eine wissenschaftlich basierte Qualifizierung, an den fachlichen Anspruch der Profession, schon mal ins Hintertreffen geraten (siehe die laxen Vorgaben f&#252;r Quereinsteiger, Umsch&#252;ler, &#8230;).</p>
<p><strong>Drittens:</strong> Wenn man die Folgerungen dieser Untersuchung mit den Zielen des Modellprogramms vergleicht, dann f&#228;llt doch auf, wie nahezu ausschlie&#223;lich eine symbolische Politik von der politisch verantwortlichen Stelle betrieben wird. Strukturell und materiell orientierte Perspektiven, wie sie immerhin in der Untersuchung genannt werden, fehlen in der politischen Programmatik fast g&#228;nzlich.</p>
<p><strong>Und viertens:</strong> Diese Debatte spielt auf dem Feld der fr&#252;hkindlichen Erziehung, das in den letzten zehn Jahren eine enorme bildungspolitische Aufwertung erfahren hat (vergleiche die Kampagne „Auf den Anfang kommt es an“ sowie die zunehmende Zahl von Bachelor-Studieng&#228;ngen “Fr&#252;hkindliche Bildung und Erziehung“). Kitas sind mittlerweile als Bildungseinrichtungen anerkannt. Eine vergleichbare politisch und medial gef&#252;hrte Debatte um z.B. „Mehr M&#228;nner in der Pflege von alten und kranken Menschen“ gibt es nicht!</p>
<p>So stellen sich abschlie&#223;end vier Fragen, die sich &#8211; aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven gespeist &#8211; auf das Verh&#228;ltnis von Geschlecht, Macht und Arbeit am Sozialen beziehen und dringend der weiteren Bearbeitung harren:</p>
<ol>
<li>K&#246;nnen, wollen und sollen wir: eine Aufwertung der „weiblich konnotierten“ Sozialen Arbeit durch „mehr M&#228;nner“ erhoffen? Und infolge einer drastische Erh&#246;hung des M&#228;nneranteils mehr gesellschaftliche Anerkennung von Care-Arbeit &#252;berhaupt erwarten?</li>
<li>Und wird damit eine Ent-Geschlechtlichung dieser Arbeit erreicht, gelingt also eine andere, neue Bewertung der Arbeit am Sozialen und damit auch eine Neuverteilung ehemals weiblich bzw. m&#228;nnlich konnotierter Arbeit auf beide Geschlechter?</li>
<li>Geht das alles: durch bessere Bezahlung? Oder durch gezielte M&#228;nnerf&#246;rderung, M&#228;nnerquoten? Oder mithilfe attraktiverer Arbeitsplatzgestaltung und Arbeitsplatzbeschreibungen?</li>
<li>Oder: F&#252;hrt die Forderung nach „Mehr M&#228;nnern“ letztlich zu einer intraberuflichen Geschlechtersegregation nach traditionellem Muster und schlimmstenfalls zur Verdr&#228;ngung der Frauen aus einer ihrer wenigen beruflichen und von ihnen profilierten Dom&#228;nen und sollte deshalb energisch bek&#228;mpft werden?</li>
</ol>]]></content:encoded>
         <category>Sozialpolitik</category>
      </item>
      <item>
         <title>Vernetzung für die Care Revolution. Bericht vom ersten Netzwerktreffen</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/netzwerktreffen/</link>
         <description>Nachdem sich im M&amp;#228;rz 2014 ca. 500 Menschen, die in verschiedenen Feldern sozialer Reproduktion politisch aktiv sind, in Berlin zur Aktionskonferenz Care Revolution getroffen hatten, fand am 1.11. das erste Netzwerktreffen statt. Es kamen knapp 50 Teilnehmer_innen, u.a. aus queer-feministischen Gruppen, linken Studierenden-Gruppen, aus der Interventionistischen Linken, Attac, aus FrauenLesben-Gruppen, Initiativen f&amp;#252;r das Bedingungslose Grundeinkommen, Gewerkschaften und Kirchen sowie Besch&amp;#228;ftigte aus Pflege, Assistenz und Sozialer Arbeit, Eltern, pflegende Angeh&amp;#246;rige, K&amp;#252;nstler_innen und interessierte Einzelpersonen...</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.feministisches-institut.de/?p=2030</guid>
         <pubDate>Wed, 12 Nov 2014 12:00:19 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>Nachdem sich im M&#228;rz 2014 ca. 500 Menschen, die in verschiedenen Feldern sozialer Reproduktion politisch aktiv sind, in Berlin zur Aktionskonferenz Care Revolution getroffen hatten, fand am 1.11. das erste Netzwerktreffen statt. Es kamen knapp 50 Teilnehmer_innen, u.a. aus queer-feministischen Gruppen, linken Studierenden-Gruppen, aus der Interventionistischen Linken, Attac, aus FrauenLesben-Gruppen, Initiativen f&#252;r das Bedingungslose Grundeinkommen, Gewerkschaften und Kirchen sowie Besch&#228;ftigte aus Pflege, Assistenz und Sozialer Arbeit, Eltern, pflegende Angeh&#246;rige, K&#252;nstler_innen und interessierte Einzelpersonen.</strong></p>
<p>Im Wesentlichen ging es bei dem Treffen um die Frage, wie das Netzwerk politisch arbeiten kann. Diskutiert wurde in World Cafés und Plenen u.a.: Wo sehen wir uns in der Care Revolution, was ist mein Beitrag? Wie werden wir sichtbar und einflussreicher, wie k&#246;nnen regionale Netzwerke funktionieren? Wie lassen sich die Interessen von Betroffenen, Erwerbst&#228;tigen und Aktivist_innen besser verbinden? Wie k&#246;nnen Aktions- und Interventionsformen aussehen?</p>
<p>Zum Einstieg stellte Gabriele Winker verschiedene Schritte auf dem Weg zur Care Revolution vor. Klares Ziel sei eine solidarische Gesellschaft. Dies erfordere grundlegende politische Transformationsstrategien. Vernetzung der bestehenden Gruppen, die bereits im Bereich Care k&#228;mpfen, stelle hierbei – neben dem Kampf um individuelle Absicherung und dem Ausbau sozialer Infrastrukturen – einen ersten wichtigen Schritt dar (ausf&#252;hrlicher lassen sich diese Schritte in dem n&#228;chstes Jahr bei Transcript erscheinenden Buch nachlesen).</p>
<p>In einigen St&#228;dten gibt es bereits erste Versuche, solche Netzwerke auf lokaler Ebene aufzubauen. In <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://care-revolution.site36.net/freiburg/">Freiburg </a>trifft sich seit Juli eine Gruppe, die sich derzeit am Beispiel des kommunalen Gesundheitswesen mit M&#246;glichkeiten auseinandersetzt, &#246;ffentlichkeitswirksame Aktivit&#228;ten, Veranstaltungen oder eine Dokumentation der Notlagen Sorgearbeitender in der Stadt durchzuf&#252;hren. Gleichzeitig plant die Gruppe in Freiburg eine Veranstaltung zum 8. M&#228;rz, auf der sie auf die Bedeutung von Sorgearbeit im Neoliberalismus hinweisen und weitere politische Handlungsschritte diskutieren m&#246;chte. In <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://care-revolution.site36.net/berlin-brandenburg/">Berlin/Brandenburg</a> organisiert der AK Reproduktion Berlin regelm&#228;&#223;ige Treffen, mit dem Ziel die regionale Vernetzung voranzubringen und gemeinsame Themen und Ziele auszuloten. Au&#223;erdem gab es eine Beteiligung an den Protesten gegen den 1000-Kreuze-Marsch. Auch in <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://care-revolution.site36.net/lokales-netzwerk-hamburg/">Hamburg</a> kamen im August Interessierte zu einem ersten Treffen zusammen, um &#252;ber die M&#246;glichkeiten, W&#252;nsche und Bed&#252;rfnisse einer Vernetzung zu diskutieren. Hier wurden u.a. die Anliegen formuliert, die Unsichtbarkeit von Care-T&#228;tigkeiten aufzubrechen, Tabuthemen (z.B. Demenz) zu behandeln, Formen zu finden, sich gegenseitig bei K&#228;mpfen, Demonstrationen oder Aktionen zu unterst&#252;tzen. Zudem haben bereits dieses Jahr am 1. Mai in verschiedenen St&#228;dten Aktionen unter dem Motto „Tag der unsichtbaren Arbeit“ stattgefunden. Beim Vernetzungstreffen in Frankfurt wurde deutlich, dass auch in anderen St&#228;dten Interesse an lokalen Netzwerken besteht.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus wurden verschiedene Ideen f&#252;r gemeinsame Aktionen und weiterf&#252;hrende Perspektiven diskutiert. So ist in Frankfurt im Rahmen des Blockupy-Festivals eine Arbeitsgruppe zu „<a rel="nofollow" target="_blank" href="https://blockupy.org/festival2014/arbeitsgruppen/">K&#228;mpfen um die soziale Infrastruktur in Europa</a>“ geplant. N&#228;chstes Jahr sollen in vielen St&#228;dten Aktionen zum 8. M&#228;rz und zum 1. Mai stattfinden. In Berlin wird es am 8. M&#228;rz eine gro&#223;e Demo zum <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.frauenkampftag2014.de/">Frauen*kampftag</a> geben, auf der auch Care-Themen eine Rolle spielen sollen. F&#252;r Aktionen zum „Tag der unsichtbaren Arbeit“ am 1. Mai 2015 wurden erste Ideen gesammelt. Teilnehmer_innen aus verschiedenen St&#228;dten haben Aktionen an diesem Tag angek&#252;ndigt, so dass die Anliegen der Care Revolution an unterschiedlichen Orten sichtbar werden. Au&#223;erdem stehen beispielsweise im Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste im n&#228;chsten Jahr Tarifverhandlungen an, die vom Netzwerk Care Revolution begleitet und unterst&#252;tzt werden sollen. Im Zusammenhang mit den Tarifverhandlungen plant ver.di in Tarifgemeinschaft mit der GEW u.a. eine Aufwertungskampagne der Berufsbilder. Die Rosa Luxemburg Stiftung plant zusammen mit dem Netzwerk Care Revolution, der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Aktiven von ver.di und einzelnen Sozialverb&#228;nden eine Strategiekonferenz zu Sorge- und Pflegearbeit, die an die Aktionskonferenz ankn&#252;pfen soll. Auch zu den im Bundestag anstehenden Entscheidungen zum Thema Pflege k&#246;nnte mobilisiert werden. Neben Verbindungen zu den Forderungen nach Bedingungslosem Grundeinkommen sind auch Vernetzungen mit den K&#228;mpfen um Wohnen und Stadt denkbar. Au&#223;erdem entstanden Ideen wie „Agitprop vor gro&#223;en Pflegeinrichtungen“. Auch k&#246;nnte noch st&#228;rker als bisher auf aktuelle K&#228;mpfe Bezug genommen werden, z.B. streikten in Hamburg zwei Tage vor dem Frankfurter Treffen <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Grosse-Demo-fuer-mehr-Erzieher-an-Kitas,kitademo126.html">4000 Erzieher_innen und Eltern f&#252;r mehr Personal in Kitas</a>.</p>
<p>Es gibt also viele Ideen und Ans&#228;tze f&#252;r Aktionen und Protest. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass Raum f&#252;r inhaltliche Auseinandersetzungen zur Verf&#252;gung stehen muss. Nach wie vor ist der Begriff „Care“ – vor allem im Kontrast zu „Reproduktionsarbeit“ – Ausgangspunkt f&#252;r kritische Diskussionen, und die Frage offen, was wir jeweils meinen, wenn wir von „Care“ sprechen. Genauso wichtig sind die Verweise darauf, Geschlechterverh&#228;ltnisse, unbezahlte Care-Arbeit und feministische Perspektiven nicht aus dem Blick zu verlieren. Einigkeit bestand auch darin, dass es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, sich gegenseitig zuzuh&#246;ren, auch um der Unterschiedlichkeit der Problemlagen, Interessen und Bed&#252;rfnisse gerecht zu werden. Und nicht zuletzt bleibt es unerl&#228;sslich, immer wieder auf die selbst produzierten Ausschl&#252;sse zu achten. Ein Vorschlag war deshalb, Gruppen und Personen, denen es nicht m&#246;glich ist zu kommen, z.B. weil sie zeitlich so stark in Pflege oder Betreuung eingebunden sind, &#252;ber ein Pat_innensystem in das Netzwerk zu integrieren. Auch wurde festgehalten, dass Einzelpersonen, auch ohne Gruppe oder Verband im R&#252;cken, Teil des Netzwerks werden k&#246;nnen.</p>
<p>All diese Themen bleiben Herausforderungen. Dennoch k&#246;nnen gerade die inhaltliche Breite und Vielfalt der Ansatzpunkte f&#252;r Aktionen die St&#228;rke f&#252;r ein Netzwerk Care Revolution sein.</p>
<p>siehe auch <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://care-revolution.site36.net/netzwerktreffen/">http://care-revolution.site36.net/netzwerktreffen/</a></p>]]></content:encoded>
         <category>Interventionen</category>
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         <title>LandFrauenverband Hamburg e.V. - Ortsverein Ochsenwerder</title>
         <link>http://www.landfrauenverband-hamburg.de/pages/ortsvereine-lfv-hamburg/ov-ochsenwerder.php</link>
         <description>Zu unserem 1951 gegründeten Ortsverein gehören die drei Hamburger Stadtteile Ochsenwerder, Tatenberg und Spadenland. Sie liegen in den Hamburger Marschlanden im Bezirk Bergedorf und werden einerseits von Dove- und Gose-Elbe und andererseits von Norder- und Hauptelbe begrenzt. Zusammen leben hier 3267 Menschen auf einer Fläche von 20,6 km² (Stand 31.12.2010). Die drei Orte sind Bestandteil der Vier- und Marschlande, die auch als „Garten Hamburgs“ bezeichnet werden. Das Kirchspiel Ochsenwerder wird noch heute durch seinen landwirtschaftlichen Charakter geprägt. Vorherrschend ist der traditionelle Gemüseanbau, der durch die Blumenzucht ergänzt wurde. Einige Betriebe haben auf Bioproduktion umgestellt.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:37:49 +0000</pubDate>
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         <title>LandFrauenverband Hamburg e.V. - Ortsverein Neuland</title>
         <link>http://www.landfrauenverband-hamburg.de/pages/ortsvereine-lfv-hamburg/ov-neuland.php</link>
         <description>Neuland liegt mit einer Fläche von 10 km² südlich der Elbe. Es grenzt im Norden an Wilhelmsburg, im Osten an den Landkreis Harburg, im Süden an Gut Moor und im Westen an Harburg und hat ca. 1.400 Einwohner. Die Geschichte des Ortes reicht zurück bis ins 13. Jahrhundert. 1296 verlieh Herzog Otto II verschiedene Rechte und Privilegien an Siedler, die das östlich von Harburg gelegene Marschland kultivierten. Im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 wurde Neuland in die Stadt Hamburg eingegliedert und gehört zum Stadtbezirk Harburg. 1938 wurde durch den Bau der „Reichsautobahn“ das Gesicht des Ortes verändert. Heute hat Neuland zwei unterschiedliche Gesichter: auf der einen Seite Industriegebiet und Autobahn, auf der anderen Seite bäuerliche Vergangenheit. Zwei Gegensätze in einem Stadtteil. Nachdem in den 70er Jahren die Ländereien einiger Neuländer Bauern von der Stadt aufgekauft wurden und die Außendeichsflächen nicht mehr genutzt werden dürfen, ist die Landwirtschaft völlig zum Erliegen gekommen.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:34:17 +0000</pubDate>
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         <title>LandFrauenverband Hamburg e.V. - Ortsverein Moorwerder</title>
         <link>http://www.landfrauenverband-hamburg.de/pages/ortsvereine-lfv-hamburg/ov-moorwerder.php</link>
         <description>Moorwerder ist landwirtschaftlich geprägt. Die Pferdezucht hat Tradition und im Süden haben sich landwirtschaftliche Betriebe auf Gemüseanbau spezialisiert. Hier findet man in mitten der Großstadt noch Schafherden und alte Bauernhäuser entlang der Elbdeiche. Der südliche Elbverlauf ist gleichzeitig die Landesgrenze zu Niedersachsen.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:28:13 +0000</pubDate>
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         <title>LandFrauenverband Hamburg e.V. - Ortsverein Neuenfelde</title>
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         <description>Im Hamburger Teil des Alten Landes, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Europas sind wir zu Hause. Rund 280 Frauen zwischen Anfang 20 und Ende 80 aus den Stadtteilen Cranz, Finkenwerder, Francop, Neuenfelde und Rübke bilden den 50 Jahre alten Ortsverein der Neuenfelder Landfrauen. Zwischen Erdbeeren, Kirschen, Him-, Johannis-, Stachel-, Heidel- und Brombeeren, Pflaumen, Zwetschen, Äpfeln und Birnen, die zum größten Teil aber nicht ausschließlich unseren Tagesablauf bestimmen, sind wir ein bunt gemischter, fröhlicher Verein mit einem recht jungen Vorstandsteam, der es gut versteht sich weiterzubilden, tolle und lehrreiche Ausflüge zu unternehmen, interessante Fortbildungen anbietet und auch mal schön feiern kann.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:25:44 +0000</pubDate>
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         <title>LandFrauenverband Hamburg e.V. - Ortsverein Marmstorf</title>
         <link>http://www.landfrauenverband-hamburg.de/pages/ortsvereine-lfv-hamburg/ov-marmstorf.php</link>
         <description>Marmstorf ist die Mischung aus dörflichem Charakter und Citynähe, die wir Landfrauen so schätzen. Die Chance, in dreißig Minuten am Hamburger Hauptbahnhof auszusteigen, oder mit den Kindern beim Laternenumzug durch das alte Marmstorf mit seinen Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflaster-Straßen zu laufen, ist schon etwas besonderes. Man kann herrlich durch den Harburger Stadtpark spazieren, der an Marmstorf grenzt.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:23:25 +0000</pubDate>
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         <title>LandFrauenverband Hamburg e.V. - Ortsverein Elbdörfer</title>
         <link>http://www.landfrauenverband-hamburg.de/pages/ortsvereine-lfv-hamburg/ov-elbdoerfer.php</link>
         <description>Auf Anregung der Lehrerinnen der Haus- und landwirtschaftlichen Berufsschule in Blankenese fanden sich im Februar 1950 die Landfrauen von Osdorf und Umgebung erstmalig zusammen, um über einen Zusammenschluß zu beraten. So wurde am 06.03.1950 der Osdorfer Landfrauenverein gegründet. Seit 1995 ist Meike Behrmann die erste Vorsitzende. 58 Frauen aller Generationen und unterschiedlichster Berufe gehören dem Verein an.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:21:57 +0000</pubDate>
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         <title>LandFrauenverband Hamburg e.V. - Ortsverein Curslack-Neuengamme</title>
         <link>http://www.landfrauenverband-hamburg.de/pages/ortsvereine-lfv-hamburg/ov-curslack-neuengamme.php</link>
         <description>Der Ortsverein Curslack-Neuengamme wurde am 04. Februar 1949 als erster Ortsverein des LandFrauenverbandes Hamburg e.V. von Frau Imgard Pietsch gegründet. Curslack und Neuengamme sind zwei von vier Hamburger Stadtteilen, die zusammen mit Kirchwerder und Altengamme die Vierlande bilden. Sie liegen im Bezirk Hamburg-Bergedorf und sind südöstlichster Punkt von Hamburg.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:18:14 +0000</pubDate>
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         <title>LandFrauenverband Hamburg e.V. - Ortsverein Altenwerder-Moorburg</title>
         <link>http://www.landfrauenverband-hamburg.de/pages/ortsvereine-lfv-hamburg/ov-altenwerder-moorburg.php</link>
         <description>Als unser Verein vor 50 Jahren gegründet wurde, waren Altenwerder und Moorburg zwei Ortschaften mit überwiegend dörflicher und bäuerlicher Struktur. In Altenwerder erinnert nur noch die St. Gertrud Kirche an das alte Dorf, und auch Moorburg ist von der Hafenerweiterung bedroht. In Moorburg wohnt man an der Großstadt Hamburg aber das dörfliche Ambiente ist geblieben. Dies hat eine Vielzahl von Neubürgern angezogen. Viele junge Familien, kreative Bürger und die traditionellen Veranstaltungen zeigen ein intaktes Dorfleben.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:16:42 +0000</pubDate>
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         <title>Landfrauenverein Billwerder-Boberg</title>
         <link>http://www.lfv-billwerder-boberg.de/</link>
         <description>Der Landfrauenverein Billwerder wurde am 14.07.1949 gegründet und nennt sich, nach dem Eintritt von 20 Boberger Landfrauen, seit 2005 „Landfrauenverein Billwerder-Boberg“. Entsprechend der langjährigen Geschichte, setzt sich der Verein dafür ein, alte Werte wiederzuentdecken, diese weiterzugeben, sich mit Themen der Zeit auseinanderzusetzen und Gemeinsamkeiten von Jung und Alt zu fördern. Die Veranstaltungen werden für unterschiedliche Altersgruppen angeboten.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:13:28 +0000</pubDate>
      </item>
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         <title>LandFrauenverband Hamburg e.V. - Ortsverein Altengamme</title>
         <link>http://www.landfrauenverband-hamburg.de/pages/ortsvereine-lfv-hamburg/ov-altengamme.php</link>
         <description>Altengamme, die östlichste Ortschaft der Vierlande (auch Hamburgs). Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1188 als &quot;Gamma&quot;, später (1237) hieß es &quot;antiqua gamma&quot;. 1420 erlangten Hamburg und Lübeck die gemeinsame Herrschaft über das Dorf. Von 1556 an wird Altengamme zusammen mit Curslack, Kirchwerder und Neuengamme als die Vierlande bezeichnet. Seit 1868 gehört Altengamme zum Hamburger Landgebiet und seit 1874 zur Landherrenschaft Bergedorf. 1938 erfolgte durch das Groß-Hamburg-Gesetz die Eingemeindung nach Hamburg. Die hohen Deiche, die großen Bauernhäuser, die von Gräben durchzogenen Wiesen und Felder und nicht zuletzt die vorbei fließende Elbe haben die Landschaft geprägt. Es gibt da die längst wieder aufgegebene Marschbahn, die uns ihren Bahndamm hinterließ. Ebenso den alte Hafen, der jetzt ein Badesee ist, oder die Mühle ohne Flügel, das Naturschutzgebiet Borghorster Elblandschaft und das durch einen Deichbruch entstandene Borghorster Brack.</description>
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         <pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:06:51 +0000</pubDate>
      </item>
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         <title>Wie lange brauchen wir noch Genderwissenschaften?</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/wie-lange-brauchen-wir-noch-genderwissenschaften/</link>
         <description>Genderwissenschaften sind immer wieder Gegenstand nicht nur von fundierter und damit legitimer Kritik, sondern viel h&amp;#228;ufiger auch Zielscheibe von ideologisch motivierten Vorurteilen, Pauschalisierung und Polemiken, die sich gern auch als Satire tarnen. Es scheint, als k&amp;#246;nne die Gesellschaft nur schwer akzeptieren, dass die von ihr favorisierten Verhaltensweisen nicht deshalb problemlos akzeptiert werden, weil sie so [...]</description>
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         <pubDate>Sun, 07 Sep 2014 20:12:54 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>Genderwissenschaften sind immer wieder Gegenstand  nicht nur von fundierter und damit legitimer Kritik, sondern viel h&#228;ufiger auch Zielscheibe von ideologisch motivierten Vorurteilen, Pauschalisierung und Polemiken, die sich gern auch als Satire tarnen. Es scheint, als k&#246;nne die Gesellschaft nur schwer akzeptieren, dass die von ihr favorisierten Verhaltensweisen nicht deshalb problemlos akzeptiert werden, weil sie so nat&#252;rlich sind, sondern weil sie die Mehrheit zelebriert und protegiert. Anl&#228;sslich eines Jubil&#228;ums bot sich die Gelegenheit, mal wieder die Lanze f&#252;r eine Wissenschaft zu brechen, die solche Gewissheiten mit neuen Ans&#228;tzen und Ideen in Frage stellt.</p>
<p></strong><br />
Wie es sich f&#252;r einen guten sozialwissenschaftlich inspirierten Text geh&#246;rt, beginne ich mit meiner Positionierung, um dem Leser zu verdeutlichen, wer  ich bin und f&#252;r wen ich in diesem Text spreche. Ich bin ein 49-j&#228;hriger mutma&#223;lich heterosexueller wei&#223;er mitteleurop&#228;ischer Mann und damit ein Vertreter der hegemonialen M&#228;nnlichkeit und spreche als bekennender Ingenieur f&#252;r die Technokraten in der Mehrheitsgesellschaft. Die Positionsbestimmung m&#246;chte ich mit einem Zitat aus einem Diskussionsbeitrag  zu einem Text beim Feministischen Institut unterlegen:<br />
„Ah – einmal auf den Namen des Autors geklickt und schon bin ich kl&#252;ger. ,Wiegand Grafe hat Konstruktionstechnik/Maschinenbau studiert und arbeitet als angestellter Ingenieur.‘ Erstaunlich, wer so Alles f&#252;r ein “Feministisches Institut” schreiben darf&#8230;”<br />
Ich bin allerdings auch das Produkt einer 20-j&#228;hrigen genderorientierter Erziehungsarbeit, die mir in meinem Arbeitsumfeld zumindest die Zuschreibung „gender-sensibler Macho“ eingetragen hat. Als solcher wurde ich von einem Kollegen, der Soziologie studiert und auch erfolgreich abgeschlossen hat und inzwischen aber als freier Programmierer arbeitet, mit der These konfrontiert, dass er w&#228;hrend seines Studiums die &#220;berzeugung gewonnen habe, dass die Genderwissenschaft die &#252;berfl&#252;ssigste aller Sozialwissenschaften sei, weil ihre Themen rein politischer Natur sind  und  keinerlei wissenschaftliche Relevanz haben. Das gelte zwar im Allgemeinen f&#252;r alle qualitativen Ans&#228;tze in der Sozialforschung, aber f&#252;r die Genderwissenschaft im Besonderen. Hier soll im Auftrag der feministischen Politik nach Gr&#252;nden gesucht werden, um die real existierenden, biologisch determinierten Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu negieren und alle M&#228;nner zu „Frauenverstehern“ zu machen.<br />
Ich denke ab und zu sollte man sich mit einer solchen These, die ja von vielen geteilt wird, auseinandersetzen, denn mein Kollege steht mit dieser Ansicht ja nicht allein. Auch der bekannte Journalist und Autor Harald Martenstein (ZEIT und Tagesspiegel) nutzt immer wieder die demagogische Finte, sich eine These auszudenken und diese anderen unterzuschieben, um dann gegen dieselbe zu polemisieren. Wenn er sich einer seiner journalistischen Obsessionen hingibt, wider die Gendertheorie  zu k&#228;mpfen, klingt das wie folgt:<br />
„Genderforscher glauben, dass &#8220;M&#228;nner&#8221; und &#8220;Frauen&#8221; nicht eine Idee der Natur sind, sondern eine Art Konvention, ungef&#228;hr wie die Mode oder der Herrentag. Klar, einige Leute haben einen Penis, andere spazieren mit einer Vagina durchs Leben. Das l&#228;sst sich wohl nicht wegdiskutieren. Aber abgesehen davon sind wir gleich, besser gesagt, wir k&#246;nnten gleich sein, wenn die Gesellschaft uns lie&#223;e.“ [1]<br />
Oder<br />
„Die Gender-Theorie besagt, dass naturbedingte Verhaltensunterschiede zwischen M&#228;nnern und Frauen oder Jungen und M&#228;dchen in Wirklichkeit nicht existieren. Das wird alles von der Gesellschaft gemacht. Wenn Jungen und M&#228;dchen gleich erzogen und gleich behandelt werden, kommt am Ende das Gleiche heraus.“ [2]<br />
Martenstein ergeht sich dazu in Schnurren und Anekd&#246;tchen, die zeigen, wie aberwitzig eine solche Idee sei und warum sie deshalb in der Praxis immer wieder scheitert. Er vergisst dabei nur, dass Genderforscher_innen  &#8211; anders  als offensichtlich renommierte  Journalisten &#8211; differenziert denken m&#252;ssen und sehr wohl zwischen den Geschlechtsorganen der biologischen Gattung Menschen (sex) und  den gesellschaftlichen Zuschreibungen an die Mitglieder einer sozialen Gemeinschaft (gender) unterscheiden k&#246;nnen. Sie verzweifeln in der Regel nicht an der Aufgabe, zu zeigen, dass man den Wunsch nach rosa Kleidern und das Interesse an Baumaschinen sehr gut in Gesellschaft und Kultur verorten kann, ohne dazu das biologische Geschlecht an ideologisch begr&#252;ndeten Kausalit&#228;tsketten heranziehen zu m&#252;ssen.<br />
Die mir bekannten  Genderwissenschaftler_innen sind intellektuell nicht damit &#252;berfordert, zu verstehen, dass es einen signifikanten Unterschied zwischen gleich und gleichberechtigt sein, gibt. Es m&#252;ssen nicht alle gleich sein, um die gleichen Rechte und Chancen zu haben. Sie haben verstanden, dass die Genderfrage immer eine Machtfrage und kein naturwissenschaftliches Problem ist. Ausgestattet mit diesem Wissen haben sie keine Schwierigkeiten damit, theoretischen Ans&#228;tzen auf Basis praktischer bzw. empirische Erkenntnisse zu entwickeln, also Wissenschaft zu betreiben und gleichzeitig gesellschaftliche Diskurse  anzusto&#223;en und politische Forderungen zu stellen. Ein Problem sehen nur diejenigen darin, die etwas zu verlieren haben, weil sie nicht mehr aus einer besseren Startposition heraus jedes Rennen gewinnen, sondern pl&#246;tzlich feststellen, dass ihre „nat&#252;rliche“ &#220;berlegenheit doch nicht biologisch begr&#252;ndet ist.  Haben alle die gleichen Voraussetzungen, kann man verlieren, auch wenn man sich angestrengt hat. Dann wittern die Vertreter der hegemonialen M&#228;nnlichkeit pl&#246;tzlich Ungerechtigkeit und Schiebung. Getrieben von Versagens&#228;ngsten st&#252;rzen sie sich mit Begeisterung auf die schlechten Texte und die zweifelhaften Aktivit&#228;ten der Genderzunft, statt sich souver&#228;n mit den besten Ideen dieses Fachgebietes auseinanderzusetzen. Nat&#252;rlich gibt es auch in den Genderwissenschaften Dilettantismus, Unvernunft und Orthodoxie, &#252;berfl&#252;ssige Texte, albernen Aktionismus und schlechte Lehrveranstaltungen, wie in jedem anderen Fach auch.  Daraus jedoch den Sinn und die Relevanz des Fachgebietes abzuleiten, zeugt nicht von Redlichkeit in der Auseinandersetzung. Es w&#228;re ebenso wohlfeil, wenn wir die Wortbeitr&#228;ge in Bild oder Neue Revue als das Wesen des Journalismus betrachten oder die Software in den Leergutautomaten als Gradmesser f&#252;r die Leistungsf&#228;higkeit der IT-Branche heranz&#246;gen.  Es gibt offensichtlich noch viel zu tun f&#252;r die Genderwissenschaften,  wenn Soziologen die trotz  erfolgreichem Masterabschluss die politische Dimension der Genderfrage als Beweis daf&#252;r heranziehen, das der Ursprung der Genderwissenschaften nur ein normierender Feminismus sein kann oder in einem renommierten Wochenblatt, das explizit Intellektuelle als Zielgruppe anspricht, bisher keine Lektor_in oder verantwortliche Redakteur_in  Herrn Martenstein darauf hingewiesen hat, dass eine Satire bzw. Polemik, die ihre Pointe auf Unwissenheit  aufbaut, nicht nur das Ziel verfehlt, sondern auch ihren Urheber ins L&#228;cherliche zieht.<br />
Im Gegensatz zu diesen beiden M&#228;nnern, die es sich im geistigen Herrenzimmer kommod gemacht haben, gehen die von mir bewunderten  „Genderforscher_innen“ vor die T&#252;r und suchen auch dort nach Erkenntnis, wo es unbequem und manchmal auch unangenehm ist.  Aber sie geben sich nicht damit zufrieden, Wissen zu erwerben, sondern engagieren sich zum Beispiel professionell aber unentgeltlich f&#252;r eine Einrichtung, in der  drogenabh&#228;ngige, sich prostituierende Frauen eine Schutzraum finden k&#246;nnen, da in ihrer Lebensrealit&#228;t die genderspezifische Machtasymmetrie kein intellektuelles Bonmont sondern bedrohliche Realit&#228;t ist. Aber auch dort bleiben die Besten unter den Genderaktivistinnen nicht stehen und sehen in den Frauen nur die Opfer, sondern suchen nach Mitteln und Wegen f&#252;r ihre Selbsterm&#228;chtigung  und k&#228;mpfen gleichzeitig gegen die Ausgrenzung von transsexuellen Prostituierten in der Einrichtung. Das ist politisch und intellektuell keine angenehme Position und in ihrer Komplexit&#228;t so weit von der simplen Gleichmacherei entfernt, welche die Ignorant_innen in der Gendertheorie vermuten, dass es unter der W&#252;rde dieser Wissenschaftler_innen w&#228;re, die Relevanz ihres Forschungsgebietes zu begr&#252;nden und  die Berechtigung zu verteidigen. Erst wenn zuk&#252;nftig auch die Kinder und Enkel_innen der heutigen Genderver&#228;chter_innen sich morgens entscheiden eine rosa Schleife ins Haar zu stecken, damit ihnen beim Bedienen der Baumaschinen diese nicht ins Gesicht fallen und niemand mehr darin ein unnat&#252;rliches Verhalten bzw. den Anlass zur Sorge sieht, kann die Frage,  ob wir  Genderwissenschaften noch brauchen, erneut gestellt werden.</p>
<p><strong>Literatur</strong><br />
[1] Martenstein, Harald (2013) „Schlecht, schlechter, Geschlecht“. http://www.zeit.de/2013/24/ genderforschung-kulturelle-unterschiede. Abgerufen am 09.08.2014.<br />
[2] Martenstein, Harald (2008) „Das soziale Geschlecht“. http://www.zeit.de/2008/09/Martenstein-09. Abgerufen am 09.08.2014.</p>]]></content:encoded>
         <category>Feministische Theorien</category>
      </item>
      <item>
         <title>Alternative für Deutschland – Homofeindlich, Heterosexistisch und Antifeministisch</title>
         <link>http://www.feministisches-institut.de/afd/</link>
         <description>W&amp;#228;hrend die 'Alternative f&amp;#252;r Deutschland' (AfD) bei der vergangenen Bundestagswahl knapp an der F&amp;#252;nf-Prozent-H&amp;#252;rde scheiterte, hat sie nun mit einem Stimmanteil von sieben Prozent den Sprung in das Europaparlament klar geschafft. Ob die innerlich zerrissene AfD damit eine Stabilisierung erf&amp;#228;hrt und sich einen festen Platz in der Parteienlandschaft sichern kann, wird sich zeigen...</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.feministisches-institut.de/?p=1968</guid>
         <pubDate>Mon, 30 Jun 2014 08:52:15 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>W&#228;hrend die &#8216;Alternative f&#252;r Deutschland&#8217; (AfD) bei der vergangenen Bundestagswahl knapp an der F&#252;nf-Prozent-H&#252;rde scheiterte, hat sie nun mit einem Stimmanteil von sieben Prozent den Sprung in das Europaparlament klar geschafft. Ob die innerlich zerrissene AfD damit eine Stabilisierung erf&#228;hrt und sich einen festen Platz in der Parteienlandschaft sichern kann, wird sich zeigen.</strong></p>
<p>Die zun&#228;chst weitgehend als liberal-technokratische und monothematische Anti-Euro-Partei wahrgenommene AfD verf&#252;gt nach wie vor &#252;ber kein Parteiprogramm. Nichtsdestotrotz hat eine inhaltliche Entwicklung der Partei stattgefunden, mit der sie sich als rechte marktradikale und nationalkonservative Partei zwischen den konservativen Volksparteien CDU/CSU und den neonazistischen Kr&#228;ften von NPD und der Partei „die Rechte“ positioniert hat. Das Ausbleiben eines Einzuges in den Bundestag 2013 hat diese Entwicklung noch versch&#228;rft und f&#252;r rechtspopulistische, nationalchauvinistische und rassistische Rethoriken deutlich Raum geschaffen. Diese Tendenz zeigt sich auch in den familien- und geschlechterpolitischen Positionen in der AfD.</p>
<p>Einen Testballon startete Parteigr&#252;nder und -chef Bernd Lucke bereits im Februar auf dem Parteitag des Hessischen Landesverbandes, auf dem er forderte „Die AfD soll sich mehr mit Familienpolitik befassen.“ Mit Bezug auf den sich wenige Tage zuvor als schwul geouteten Ex-Fu&#223;baller Thomas Hitzlsperger erkl&#228;rte Lucke, dass dessen Schritt nur dann mutig gewesen w&#228;re, wenn er ihn &#8220;verbunden h&#228;tte mit einem Bekenntnis dazu, dass Ehe und Familie f&#252;r unsere Gesellschaft konstitutiv sind“. Homosexualit&#228;t ist offensichtlich nur als erkl&#228;rte Ausnahme akzeptierbar. Mit der These eines „Selbstverwirklichungswillen, der auf Kosten des Kinderwunsches geht“ bedient er ein g&#228;ngiges homofeindliches und letztlich auch v&#246;lkisch-rassistisches Bild: Homosexuelle Menschen w&#252;rden f&#252;r ein vermeintliches Aussterben des Volkes durch Kindermangel die Schuld tragen. Applaus erntete Lucke f&#252;r diese Position nicht nur von den Delegierten des Parteitags, sondern auch von diversen Facebook-Anh&#228;ngerInnen der Partei. Interner Widerspruch blieb hingegen &#246;ffentlich aus.</p>
<p>Die frischgebackene AfD-Europaparlamentarierin Beatrix von Storch, Protagonistin des erzkonservativen Vereins &#8220;Zivile Koalition&#8221;, wurde indessen noch deutlicher; sie konstatiert eine angebliche Bedrohung der Familie als &#8220;Keimzelle der Nation&#8221; durch eine m&#228;chtige, mediendominierende &#8220;Homolobby&#8221;. Die homofeindliche Sto&#223;richtung der geforderten Familienpolitik ist deutlich. Von Storch spricht sich explizit und vehement gegen die &#8220;Akzeptanz sexueller Vielfalt&#8221; als Leitprinzipien des Schulunterrichts und die Besch&#228;ftigung der Sch&#252;lerInnen mit verschiedenen Formen der Sexualit&#228;t aus &#8211; wie im Bildungsplan 2015 f&#252;r Baden-W&#252;rttemberg vorgesehen war. Hierbei befindet sie sich ganz auf Parteilinie. Nicht nur, dass die AfD eine &#8220;eklatante Missachtung der Elternrechte&#8221; heraufbeschwor, sie rief zudem dazu auf, die Petition gegen dieses Vorhaben zu unterschreiben, deren Titel &#8220;Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens&#8221; kaum populistischer h&#228;tte sein k&#246;nnen. AfD-PolitikerInnen waren ma&#223;geblich an den Mobilisierungen f&#252;r entsprechende Demonstrationen beteiligt und hielten dort selbst Redebeitr&#228;ge mit entsprechendem Einschlag.. Homofeindlich m&#246;chte die AfD selbstverst&#228;ndlich nicht genannt werden. Man sei lediglich &#8220;besorgt&#8221; um das &#8220;Seelenheil unschuldiger Kinder&#8221;.</p>
<p>In ihrem Europawahlprogramm formuliert die AfD trotz Luckes Forderung keine umfassende familienpolitische Position, sondern lehnt lediglich eine &#8220;Gleichstellungspolitik nach EU-Vorgaben&#8221; ab. Man wolle statt dessen eine &#8220;Gleichberechtigung der Geschlechter unter Anerkennung ihrer unterschiedlichen Identit&#228;ten, sozialen Rollen und Lebenssituationen&#8221; &#8211; eine Forderung nach angeblicher Gleichberechtigung also, die vor allem einer heterosexistischen Festschreibung und Naturalisierung vermeintlich gegebener Identit&#228;ten und Rollen dient. Zum zentralen Feindbild in diesem Kontext wird Gender-Mainstreaming aufgebaut, das die AfD als durch die EU aufgezwungene Ma&#223;nahme zur Aufl&#246;sung von Geschlechteridentit&#228;ten versteht. So fordert sie auf ihrer Internetseite den Stopp des allgemeinen &#8220;Gender-Wahn&#8221;, denn Unterschiede zwischen M&#228;nnern und Frauen seien sowohl biologisch determiniert als auch existenziell f&#252;r den Fortbestand der &#8220;Keimzelle Familie&#8221;. Diese ist klar definiert: ein heterosexuelles, christliches Ehepaar mit 2+ x Kindern. Andere Formen des Zusammenlebens sind f&#252;r die AfD entgegen jeder gesellschaftlichen Realit&#228;t undenkbar. Die Kleinfamilie sowie die bipolare Geschlechterordnung, auf der sie basiert, werden naturalisiert und als &#252;berlebensnotwendig dargestellt, weil die Gesellschaft und der Fortbestand eben dieser auf einem angeblich unverr&#252;ckbaren Prinzip beruhe.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund setzt sich die AfD f&#252;r eine Einstellung staatlicher F&#246;rderungen f&#252;r Projekte im Bereich der Gender-Forschung ein, die eben diese vermeintlich nat&#252;rlichen Wahrheiten in Frage stellen. Eine treibende Kraft in diesem Kontext ist auch hier Beatrix von Storch, die im Gender-Mainstreaming eine von oben (meint: UN, EU, Bundesebene) oktroyierte &#8220;moralische Umerziehungsma&#223;nahme&#8221; zu erkennen meint. Ganz im Sinnne ihrer ultra-konservativen und antifeministischen Haltung bietet sie auf der von ihr betriebenen Internetplattform &#8220;FreieWelt.net&#8221; u.a. fundamentalen AbtreibungsgegnerInnen eine &#246;ffentliche Plattform.Zudem m&#252;sse davon ausgegangen werden, dass die AfD, angesichts ihrer guten Vernetzungen und bundesweiten politischen Strukturen, eine „katalytische Funktion“ f&#252;r gr&#246;&#223;ere antifeministische Demonstationen wie beispielweise den „M&#228;rschen f&#252;r das Leben“ einnehmen k&#246;nne &#8212; wie der Soziologe Andreas Kemper in seiner aktuellen Expertise „Keimzelle der Nation? Familien- und geschlechterpolitische Positionen der AfD“ (2014) konstatiert.</p>
<p>Im Vorfeld der Europawahl hat sich insbesondere die Jugendorganisation der AfD, die Junge Alternative (JA), offensiv mit antifeministischen Positionen hervorgetan. Im Rahmen einer im M&#228;rz initiierten Fotoaktion unter dem Label &#8220;Warum ich keine Feministin bin&#8221; wurden junge AfD-Anh&#228;ngerInnen zu Selbstportraits mit entsprechenden Schildern aufgefordert. Der Verband, erkl&#228;rte die Junge Alternative, wolle Gesicht zeigen gegen &#8220;verstaubte linke Ideologien&#8221;; schlie&#223;lich st&#252;nden sie f&#252;r &#8220;Vernunft statt Ideologie&#8221;. Die Resonanz seitens der AfD-Jugend war gro&#223;, ihre Statements deuten hingegen kaum auf eine Auseinandersetzung mit Feminismen hin. So erkl&#228;rt eine junge Frau, dass sie keine Feministin sei, weil sie sich gerne mal die T&#252;r aufhalten lasse und auch beim An- und Ausziehen ihrer scheinbar komplizierten Jacke nehme sie gerne m&#228;nnliche Hilfe an. Eine andere scheint hingegen Sorge um den Verlust ihrer &#8220;Weiblichkeit&#8221; zu haben und erkl&#228;rt deshalb: &#8220;Ich bin keine Feministin, weil Gleichberechtigung nicht bedeuten soll, dass Frauen sein m&#252;ssen wie M&#228;nner (au&#223;erdem bin ich Fan von Arno Gruen!)&#8221;.</p>
<p>Homofeindlichkeit, Heterosexismus und Antifeminismus fungierten im Wahlkampf auch als Teil jenes konservativen Kitts, der die unterschiedlichen Fraktionen und Generationen in der Partei ideologisch und emotional zusammenf&#252;hren und als Element eines vermeintlichen Kampfes gegen imaginierte &#8220;linke Ideologien&#8221; das B&#252;ndnis von rechtspopulistischem Mob und rechter, marktradikaler Elite stabilisieren sollte.</p>
<p>Die AfD befindet sich noch immer in einem Entwicklungsprozess, es handelt sich bei allen dargestellten Positionen um Momentaufnahmen. Dass diese jedoch auch an der Basis weit verbreitet sind, verdeutlichen zahlreiche Postings von AfD-Anh&#228;ngerInnen und SympathisantInnen in einschl&#228;gigen sozialen Netzwerken.</p>
<p>Mit dem angek&#252;ndigten Austritt zentraler ProtagonistInnen des liberalen Parteifl&#252;gels ist jedoch nicht davon auszugehen, dass homofeindliche, heterosexistische und antifeministische Positionen in n&#228;chster Zeit intern st&#228;rkere GegnerInnenschaft zu erwarten haben.</p>
<p>Die Gefahr, die von der AfD ausgeht, liegt vor allem in ihrem Potential, eine Verschiebung des gesamtgesellschaftlichen Diskurses nach rechts zu bef&#246;rdern. Das wird ihr umso leichter gelingen, je st&#228;rker sie als b&#252;rgerlich-liberale, sachverst&#228;ndige Alternative zu den etablierten Parteien wahrgenommen wird. Diese Inszenierung gilt es zu hintertreiben. Es wird zentral sein, die AfD immer wieder als die Partei zu markieren, die sie im Kern ist. Gleichzeitig zeigt sich in der Strategie-Debatte, dass es an &#252;berzeugenden Konzepten zum Umgang mit einem Konservativismus an der Schnittstelle zur extremen Rechten fehlt. Diese L&#252;cke gilt es in den n&#228;chsten Monaten zu schlie&#223;en.</p>]]></content:encoded>
         <category>Gewalt</category>
      </item>
      <item>
         <title>Kein Festival 2014</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2014/04/25/madchen-rocken-barmbek-findet-2014-nicht-statt/</link>
         <description>Mädchen Rocken Barmbek findet 2014 nicht statt!</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.maedchenrockenbarmbek.de/?p=352</guid>
         <pubDate>Fri, 25 Apr 2014 07:26:34 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Mädchen Rocken Barmbek </strong></h1>
<h1><strong>findet 2014 nicht statt!</strong></h1>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
      </item>
      <item>
         <title>MÄDCHEN ROCKEN BARMBEK 2014</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2013/08/26/madchen-rocken-barmbek-2014/</link>
         <description>Mädchenbands und Musikerinnen gesucht &amp;#8211; Bewerbt Euch bis zum 24.02.2014 Jetzt ist Eure musikalische Power gefragt! Zeigt Hamburg, was in Euch steckt! Seid am Samstag, den 26.04.2014 auf Kampnagel live dabei, wenn es zum 9. Mal heißt: Mädchen Rocken Barmbek Wer kann sich bewerben: Alle Mädchenbands und Musikerinnen, die aus Hamburg und Norddeutschland kommen zwischen [...]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.maedchenrockenbarmbek.de/?p=341</guid>
         <pubDate>Mon, 26 Aug 2013 15:53:24 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align:center;"><span style="color:#800000;">Mädchenbands und Musikerinnen gesucht &#8211; Bewerbt Euch bis zum 24.02.2014<br />
</span></h1>
<p style="text-align:center;">
<h3 style="text-align:center;">Jetzt ist Eure musikalische Power gefragt!</h3>
<h3 style="text-align:center;">Zeigt Hamburg, was in Euch steckt!</h3>
<p>Seid am Samstag, den 26.04.2014 auf Kampnagel live dabei, wenn es zum 9. Mal heißt: <strong>Mädchen Rocken Barmbek</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Wer kann sich bewerben:</strong></p>
<p>Alle Mädchenbands und Musikerinnen, die</p>
<ul>
<li> aus Hamburg und Norddeutschland kommen</li>
<li>zwischen 10 und 25 Jahren alt sind</li>
<li>mindestens 3 Songs spielen können</li>
</ul>
<p>Das Festival ist offen für alle Musikstile!</p>
<p><strong>So bewerbt Ihr Euch:</strong></p>
<p>Schickt Eure Bewerbung mit Demo-CD, Infos und ggf. Bandfotos per Post oder E-Mail an:<br />
Lass&#8217; 1000 Steine rollen / Trockendock<br />
Gabi Liske<br />
Elsastraße 41<br />
22083 Hamburg<br />
E-Mail gabi.liske@trockendock-hamburg.de<br />
Mehr Infos unter 040/ 27 38 77</p>
<p><strong>Bewerbungsschluss ist Montag, der 24.02.2014</strong></p>
<p><strong>Warum Ihr unbedingt mitmachen solltet:</strong></p>
<ul>
<li>Ihr spielt auf Kampnagel vor einem großen Publikum!</li>
<li>Ihr lernt andere Mädchenbands kennen!</li>
<li>Ihr trefft und bekommt Tipps von Profi-Musikerinnen!</li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Also legt gleich los, gründet eine Band oder trommelt Eure Bandmitglieder zusammen und fangt an zu proben! </strong></p>
<p><strong>Wir freuen uns auf Euch!!!</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Das war Mädchen Rocken Barmbek 2012:</p>
<p><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/SeUREOEAXnk"></iframe></p>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
      </item>
      <item>
         <title>Mädchenband Festival 2012</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2012/12/28/madchenband-festival-2012/</link>
         <description>Das war Mädchen Rocken Barmbek zum achten Mal:</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.maedchenrockenbarmbek.de/?p=277</guid>
         <pubDate>Fri, 28 Dec 2012 22:35:05 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Das war Mädchen Rocken Barmbek zum achten Mal:<br />
</p>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
      </item>
      <item>
         <title>Das war ein tolles Festival!</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2012/10/14/das-war-ein-tolles-festival/</link>
         <description>Über das Mädchenband Festival berichtete der Medienpartner Tide. Die Redaktion Schnappfisch sendete diesen Beitrag&amp;#8230; &amp;#8230; und diesen Beitrag:</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.maedchenrockenbarmbek.de/?p=241</guid>
         <pubDate>Sun, 14 Oct 2012 17:47:47 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Über das Mädchenband Festival berichtete der Medienpartner <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.tidenet.de">Tide</a>. Die Redaktion Schnappfisch sendete diesen Beitrag&#8230;<br />
</p> 
<p>&#8230; und diesen Beitrag:<br />
</p>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
      </item>
      <item>
         <title>Am 22. September ist es wieder soweit!</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2012/08/03/am-22-september-ist-es-wieder-soweit/</link>
         <description>Zum achten Mal lädt Mädchen Rocken Barmbek junge Mädchenbands und Musikerinnen ein, auf der Kampnagel-Bühne kräftig von sich hören zu lassen. Das Mädchenbandfestival bietet jungen Musikerinnen erste Live-Erfahrungen, nützliche Vernetzung, neues Publikum und den gemeinsamen musikalischen Ausnahmezustand. Mit Popsongs sind in diesem Jahr die vier Mädels von GIRL’S GROOVE dabei; die Schwestern SALLY UND SARAH [...]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.maedchenrockenbarmbek.de/?p=239</guid>
         <pubDate>Fri, 03 Aug 2012 10:56:46 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Zum achten Mal lädt Mädchen Rocken Barmbek junge Mädchenbands und Musikerinnen ein, auf der Kampnagel-Bühne kräftig von sich hören zu lassen. Das Mädchenbandfestival bietet jungen Musikerinnen erste Live-Erfahrungen, nützliche Vernetzung, neues Publikum und den gemeinsamen musikalischen Ausnahmezustand. Mit Popsongs sind in diesem Jahr die vier Mädels von GIRL’S GROOVE dabei; die Schwestern SALLY UND SARAH MCDONNELL mit irischen Wurzeln vertreten Sensitive Folk, die zwei Sängerinnen von DOUBLE KISS spielen Pop, RnB und Reggaeton. LITTLE MISS.TAKE spielen zu dritt humorvolle aber schamlose Akustik, die sechs blutjungen DELIGHTS singen Popsongs und Gospels. Zum Schluss heizt die vierköpfige Rockband THE NOSTRILS den Club kräftig ein. Feedback geben den jungen Talenten auch in diesem Jahr wieder Profi-Musikerinnen.</p>
<p><strong>Mädchen Rocken Barmbek, Samstag, 22. September 2012, 18 Uhr </strong><br />
Kampnagel (Jarrestr. 20, 22303 HH)<br />
ALKOHOL- und DROGENFREIE  VERANSTALTUNG<br />
Eintritt: 7 €/ ermäßigt 5 €, Karten an der Abendkasse oder unter Tel. 040 &#8211; 270 949 49</p>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
      </item>
      <item>
         <title>Auflösung</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2012/07/der-akademikerinnenbund-hamburg-e.html</link>
         <author>AO</author>
         <guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-30293143.post-197774761278377638</guid>
         <pubDate>Wed, 18 Jul 2012 17:35:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Bewerbt euch jetzt! Seid live dabei!</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2012/04/09/bewerbt-euch-jetzt-seid-live-dabei/</link>
         <description>Alle Mädchenbands und Musikerinnen aus Hamburg und Norddeutschland, die zwischen 10 und 25 Jahren alt sind, und mindestens drei Stücke drauf haben, können sich jetzt zum 8. Hamburger Mädchenband Festival am 22. September 2012 bewerben. Schickt bis zum 4. Juni 2012 eure Bewerbung mit Demo-CD, Infos und Bandfoto per Post oder E.-Mail an: Lass&amp;#8217; 1000 [...]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.maedchenrockenbarmbek.de/?p=236</guid>
         <pubDate>Mon, 09 Apr 2012 20:19:40 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Alle Mädchenbands und Musikerinnen aus Hamburg und Norddeutschland, die zwischen 10 und 25 Jahren alt sind, und mindestens drei Stücke drauf haben, können sich jetzt zum 8. Hamburger Mädchenband Festival am 22. September 2012 bewerben.<br />
Schickt bis zum 4. Juni 2012 eure Bewerbung mit Demo-CD, Infos und Bandfoto per Post oder E.-Mail an:<br />
Lass&#8217; 1000 Steine rollen/Trockendock, Gabi Liske, Elsastraße 41, 22083 Hamburg, gabi.liske(at)trockendock-hamburg.de. Mehr Infos unter: 040-27 38 77</p>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
      </item>
      <item>
         <title>Februar 2012: russische Malerinnen</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2012/01/februar-2012-russische-malerinnen.html</link>
         <author>AO</author>
         <guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-30293143.post-542026597429925242</guid>
         <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 01:26:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Live on stage 2011:</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2012/01/09/live-on-stage-2011/</link>
         <description>Tief Türkis (Pop), Pina Morgenstern (Singer-/Songwriterin), The Nostrils (Rock), Olga Lai (Beatbox und Rap), ABC´s! (Jerk), Female Buckness (Krump), Sarang Cartus (Singer-/Songwriterin), NIX (Deutschrock)</description>
         <guid isPermaLink="false">http://www.maedchenrockenbarmbek.de/?p=230</guid>
         <pubDate>Mon, 09 Jan 2012 21:29:29 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Tief Türkis (Pop), Pina Morgenstern (Singer-/Songwriterin), The Nostrils (Rock), Olga Lai (Beatbox und Rap), ABC´s! (Jerk), Female Buckness (Krump), Sarang Cartus (Singer-/Songwriterin), NIX (Deutschrock)</p>
<p></p>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
      </item>
      <item>
         <title>Januar 2012: foodwatch</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/12/januar-2012-foodwatch.html</link>
         <author>AO</author>
         <guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-30293143.post-1804230544386015542</guid>
         <pubDate>Sat, 10 Dec 2011 00:57:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>November 2011: Adventstreffen</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/10/november-2011-adventstreffen.html</link>
         <author>AO</author>
         <guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-30293143.post-6394934666512907089</guid>
         <pubDate>Sun, 23 Oct 2011 12:59:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>September 2011: HafenCity</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/09/september-2011-hafencity.html</link>
         <author>AO</author>
         <guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-30293143.post-6378003439266483374</guid>
         <pubDate>Sat, 03 Sep 2011 23:49:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>August 2011: Sommertreffen</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/07/august-2011-sommertreffen.html</link>
         <author>AO</author>
         <guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-30293143.post-4448444136682892670</guid>
         <pubDate>Sun, 03 Jul 2011 16:40:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Juni 2001: Frauenmuseen</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/06/juni-2001-frauenmuseen.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Mon, 13 Jun 2011 01:17:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>7. Mai ab 18 Uhr auf Kampnagel: Mädchen Rocken Barmbek!!!</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2011/05/04/7-mai-ab-18-uhr-auf-kampnagel-madchen-rocken-barmbek/</link>
         <description>Kommenden Samstag ist es soweit: Mädchen Rocken Barmbek auf Kampnagel, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg, 18 Uhr. Eintritt: 7 €, erm. 5 €, Tickets unter 040 &amp;#8211; 270 949 49. On stage: Tief Türkis (Pop) Reinhören: Pina Morgenstern (Singer-/Songwriterin) The Nostrils (Rock) Olga Lai (Beatbox und Rap) Sarang Cartus (Singer-/Songwriterin) Reinhören: NIX (Deutschrock) On the top: [...]</description>
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         <pubDate>Wed, 04 May 2011 07:06:00 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Kommenden Samstag ist es soweit: Mädchen Rocken Barmbek auf Kampnagel, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg, 18 Uhr. Eintritt: 7 €, erm. 5 €, Tickets unter 040 &#8211; 270 949 49.</p>
<p><strong>On stage:</strong></p>
<p>Tief Türkis (Pop)</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.maedchenrockenbarmbek.de/wp-content/uploads/2011/05/aktuell-29.04.2011-Interview-Pina-Morgenstern-mit-Musik.mp3">Reinhören: Pina Morgenstern (Singer-/Songwriterin)</a></p>
<p>The Nostrils (Rock)</p>
<p>Olga Lai (Beatbox und Rap)</p>
<p>Sarang Cartus (Singer-/Songwriterin)</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.maedchenrockenbarmbek.de/wp-content/uploads/2011/05/aktuell-27.04.2011-M&#xe4;dchen-Rocken-Barmbek-NIX.mp3">Reinhören: NIX (Deutschrock)</a></p>
<p>On the top: Dance</p>
<p>ABC´s! (Jerk)</p>
<p>Female Buckness (Krump)</p>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
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      </item>
      <item>
         <title>Mai 2011: FILIA</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/05/mai-2011-filia.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sun, 01 May 2011 23:22:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>April 2011: Umwelt-Hauptstadt</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/04/april-2011-umwelt-hauptstadt.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sat, 02 Apr 2011 22:12:00 +0000</pubDate>
      </item>
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         <title>Am 7. Mai ab 18 Uhr: Nix wie hin…</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2011/03/15/am-7-mai-ab-18-uhr-nix-wie-hin/</link>
         <description>Von Tief Türkis bis NIX: Das 7. Hamburger Mädchenband Festival am 7. Mai bringt erneut Vielfalt für die Ohren! Dieses Jahr stehen bei Mädchen Rocken Barmbek Musikerinnen zwischen 12 und 25 Jahren auf der Kampnagelbühne: die Singer-/Songwriterinnen Pina Morgenstern und Sarang Cartus, die Rockbands The Nostrils und NIX, die Popsängerinnen von Tief Türkis sowie die [...]</description>
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         <pubDate>Tue, 15 Mar 2011 09:34:28 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Von <strong>Tief Türkis</strong> bis <strong>NIX</strong>: Das 7. Hamburger Mädchenband Festival am 7. Mai bringt erneut Vielfalt für die Ohren! Dieses Jahr stehen bei <strong>Mädchen Rocken Barmbek</strong> Musikerinnen zwischen 12 und 25 Jahren auf der Kampnagelbühne: die Singer-/Songwriterinnen <strong>Pina Morgenstern</strong> und <strong>Sarang Cartus</strong>, die Rockbands <strong>The Nostrils</strong> und <strong>NIX</strong>, die Popsängerinnen von <strong>Tief Türkis</strong> sowie die Beatboxerin und Rapperin <strong>Olga Lai</strong>. On the top gibt’s mit <strong>ABC’s</strong> Jerk- und mit <strong>Female Buckness</strong> Krump-Dance. Alles klar – oder: Gefällt mir! Also nix wie hin am 7. Mai um 18 Uhr zu Mädchen Rocken Barmbek auf Kampnagel.</p>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
      </item>
      <item>
         <title>WomensVoices</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/03/womensvoices.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Mon, 14 Mar 2011 14:51:00 +0000</pubDate>
      </item>
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         <title>Frauentag2011</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/02/frauentag2011.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sun, 27 Feb 2011 14:08:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Februar 2011: Familiengericht</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2011/01/februar-2011-familiengericht.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sun, 30 Jan 2011 15:07:00 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Live on stage 2010</title>
         <link>http://www.maedchenrockenbarmbek.de/2011/01/16/live-on-stage-2010/</link>
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         <pubDate>Sun, 16 Jan 2011 14:36:32 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/zrQ04NREOS4?fs=1&amp;hl=de_DE"></iframe></p>]]></content:encoded>
         <category>Allgemein</category>
      </item>
      <item>
         <title>Januar 2011: TechnikDuo</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2010/12/januar-2011-technikduo.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sun, 12 Dec 2010 22:20:00 +0000</pubDate>
      </item>
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         <title>Programm 2011</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2010/12/programm-2011.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sun, 12 Dec 2010 19:03:00 +0000</pubDate>
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         <title>November 2010: Malerei</title>
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         <author>AO</author>
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         <pubDate>Thu, 21 Oct 2010 23:21:00 +0000</pubDate>
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         <title>Oktober 2010: Mittelalter</title>
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         <author>AO</author>
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         <pubDate>Fri, 15 Oct 2010 00:45:00 +0000</pubDate>
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         <title>September 2010: NDR</title>
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         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sun, 29 Aug 2010 18:34:00 +0000</pubDate>
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      <item>
         <title>August 2010: Sommertreffen</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2010/08/august-2010-sommertreffen.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sun, 08 Aug 2010 23:13:00 +0000</pubDate>
      </item>
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         <title>Juni 2010: Frauenforschung</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2010/06/juni-2010-frauenforschung.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Wed, 09 Jun 2010 01:01:00 +0000</pubDate>
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         <title>Mai 2010: Introversion</title>
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         <author>AO</author>
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         <pubDate>Mon, 03 May 2010 01:48:00 +0000</pubDate>
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         <title>April 2010: Manon</title>
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         <author>AO</author>
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         <pubDate>Mon, 05 Apr 2010 15:20:00 +0000</pubDate>
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         <title>Februar 2010: Gegen den Strom</title>
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         <author>AO</author>
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         <pubDate>Mon, 25 Jan 2010 22:48:00 +0000</pubDate>
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         <title>Januar 2010: Die fremde Braut</title>
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         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sat, 16 Jan 2010 01:11:00 +0000</pubDate>
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      <item>
         <title>Programm 2010</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2010/01/programm-2010.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Sat, 16 Jan 2010 00:00:00 +0000</pubDate>
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         <title>November 2009: Hartz IV</title>
         <link>http://abh-ev.blogspot.com/2009/11/november-2009-hartz-iv.html</link>
         <author>AO</author>
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         <pubDate>Mon, 02 Nov 2009 18:29:00 +0000</pubDate>
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