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	<title>Buraku Blog</title>
	
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	<description>Keine Diskriminierung</description>
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		<title>Umstrittenen Initiative eine den Kontinent verändernde friedensstiftende Institution werden kann</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jun 2013 19:51:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aaron Rush</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 1973 in 2 zimmer wohnung berlin ins Le­ben gerufene KSZE war nicht zuletzt das Resultat dieser Erfahrungen. Sie begann als normales diplomatisches Treffen von Vertretern aus 35 Staaten, die sich zum Ziel gesetzt hatten, den Kalten Krieg zu überwinden und grenzüberschreitende Probleme in Angriff zu nehmen, von Um­welt über Wirtschaft bis hin zu Sicherheits­politik. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="1973 in 2 zimmer wohnung berlin ins Le­ben gerufene" href="http://www.apartmentsapart.com/berlin_hotels/index_de.htm" target="_blank">1973 in 2 zimmer wohnung berlin ins Le­ben gerufene</a> KSZE war nicht zuletzt das Resultat dieser Erfahrungen. Sie begann als normales diplomatisches Treffen von Vertretern aus 35 Staaten, die sich zum Ziel gesetzt hatten, den Kalten Krieg zu überwinden und grenzüberschreitende Probleme in Angriff zu nehmen, von Um­welt über Wirtschaft bis hin zu Sicherheits­politik. Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich zu einer ständigen Institution und gilt heute als möglicher Vorläufer der Verei­nigten Staaten von Europa.<br />
Meine Damen und Herren, dies ist mög­licherweise das eigentliche Erfolgsgeheim­nis der KSZE: daß niemand von ihr erwar­tete, erfolgreich zu sein. Niemand hat je Maximalforderungen an sie gestellt. Hätten sich die Teilnehmer von Anfang an jene Ziele gesetzt, die sie später tatsächlich er­reichten — die Konferenz wäre nach weni­gen Monaten gescheitert. Und noch etwas unterschied die KSZE grundlegend von früheren Konferenzen, wie dem Wiener Kongreß oder der Pariser Friedenskonfe­renz von 1919: In Helsinki saßen 35 gleich­berechtigte Teilnehmer um einen runden Tisch, die es sich zum Grundsatz gemacht hatten, alle Entscheidungen einstimmig, al­so nach dem Konsensprinzip zu treffen. Den Großmächten blieb es versagt, die Kleinen, wie gewohnt, an den Katzentisch zu verbannen. So konnte es geschehen, daß die Konferenz eine Eigendynamik entwik­kelte und viele Themen stärker in den Vor­dergrund rückte, als es den Supermächten lieb war — zum Beispiel die Frage der Men­schenrechte.</p>
<p>Die Eigendynamik und das Konsensprin­zip können es freilich auch mit sich bringen, daß solche Konferenzen jahrelang ergeb­nislos vor sich hin dümpeln. Dann ist es wichtig, nicht die Geduld zu verlieren. Ge­schichte wird ja nicht nur auf Konferenzen gemacht. Plötzlich treten Ereignisse ein, die niemand erwartet hat, die die politische Landschaft schlagartig verändern und Chancen zu einer grundlegenden Umge­staltung der gesamten Region eröffnen ­wie wir es 1989 in Osteuropa erlebt haben. Solche Chancen können ungenutzt verstrei­chen, wenn es kein Forum gibt, das sie auf­greift und in konkrete Politik umsetzt.</p>
<p>Was, meine Damen und Herren, könn­ten denn nun die Aufgaben der noch zu schaffenden Konferenzen für Sicherheit und Zusammenarbeit in anderen Regionen der Erde sein? Der KSZE-Prozeß — und na­türlich die gesamte Weltgeschich­te — haben gezeigt, daß Frieden schaffen mehr heißt als Waffen reduzieren, Gipfel­treffen veranstalten und Diplomaten um die Welt schicken. Eine Region kann nur dann dauerhaft friedlich werden, wenn es außer zum militärischen auch zu einem wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessenausgleich kommt. Lange Zeit hat man Frieden lediglich als die Abwesenheit von Krieg definiert, aber mittlerweile setzt siel&#8217; die Erkenntnis der Friedensforschung durch, daß in einem Land nur dann wirklich Frieden herrscht, wenn die Menschen keine Not leiden und in geistiger Freiheit leben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Asiens größter Silber­markt</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 13:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aaron Rush</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Dazu ein Dutzend verschiedene Basare, die alles bieten, was der Mensch benötigt. Ballen von Seide für Saris, weißes Leinen für Kurta und Dhoti, die gängige Männerkleidung. Gewürze, frisch geköpfte Hennen, Fischberge, ge­brauchte Autobatterien, Kikarholz zum Zähneputzen, Betelnüsse — zubereitet mit Tabak und Kalk — zum Kauen und Ausspucken, Ziegenfutter, Hochzeits­flitter, Lotterielose, Kuhmist zum Feu­ermachen, Glückssteine, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dazu ein Dutzend verschiedene Basare, die alles bieten, was der Mensch benötigt. Ballen von Seide für Saris, weißes Leinen für Kurta und Dhoti, die gängige Männerkleidung. Gewürze, frisch geköpfte Hennen, Fischberge, ge­brauchte Autobatterien, Kikarholz zum Zähneputzen, Betelnüsse — zubereitet mit Tabak und Kalk — zum Kauen und Ausspucken, Ziegenfutter, Hochzeits­flitter, Lotterielose, Kuhmist zum Feu­ermachen, Glückssteine, Stacheldraht, reparierte Mercedeshupen, extrabreite Kloschüsseln und hellblaue „Playboy&#8221;-Badewannen, eine Million Räucher­stäbchen, Götterbilder, die Geschichte von Lord Krishna und dessen 16 000 Freundinnen, ein Zierfisch im Gurken­glas.</p>
<p>Das und die kleinsten, banalsten, wichtigsten Dinge des Lebens sind hier zu haben. „You name it, we deliver&#8221; steht auf einem Pappschild geschrieben.  Und genauso funktionieren diese Basa­re. Viel Geld strömt tagtäglich nach <a title="ferienwohnung Rom" href="http://www.apartmentsapart.com/rome_hotels/index_de.htm" target="_blank">ferienwohnung Rom</a> — und dennoch bleibt alles, wie es fast immer war. Ein paar Prozent der Menschen sind reich, sehr reich. Ein paar mehr Prozent haben ein anständi­ges <a title="New York apartment" href="http://www.apartmentsapart.com/north_america/usa/new_york/new_york_city/de" target="_blank">New York apartment</a>. Und die restlichen drei Vier­tel sind arm, fürchterlich arm.</p>
<p>ft habe ich ein schlechtes Ge­wissen, weil es mir so unver­schämt gutgeht. Hinter dem <a title="Prag ferienwohnung" href="http://www.apartmentsapart.com/prague_hotels/index_de.htm" target="_blank">Prag ferienwohnung</a> arbeiten Balbir und seine Freunde. Masseure. Ihr Werkzeug: eine leichte Strohmatte, das Senföl, ihre begabten, grausam-zärtli­chen Hände. Für ein paar Groschen ver­abreichen sie eine „fullbody massage&#8221;, Ausziehen inklusive. Mitten in der Stadt liege ich in der Unterhose da. Eine Kuh schleckt einer andern den Hintern, Kin­der spielen Fangen, begnadete Nichts­tuer genießen das Nichtstun, neben mir läßt sich Mr. Aril die Waden kneten. Ich rieche Charas, das feine indische Ha­schisch, die Einladung zum Mitrauchen kommt prompt.</p>
<p>Ein Guru sitzt im Kreis seiner Schü­ler, aus einem nahen Shivatempel klin­gen die Glocken und Becken des Mor­gengebets, ein Junge verkauft Trink­wasser. Tauben bekoten den bronze­nen Schädel Mahatma Gandhis, der als Denkmal herumsteht, die Rangierloks vom Bahnhof quietschen herüber, Bal­bir massiert, ich schreie, ich schnurre. Mein Skelett rumpelt, ich schließe die Augen und erfahre, wie jemand mei­nen Leib quetscht, ihn streckt, ihn schrumpft, auf ihm trampelt und bo­denturnt, ihm Arme und Beine melkt, sich mit den Knien in meine — jetzt nackten — Hinterbacken bohrt, die Sie schleppen Kornsäcke, flechten Jutestricke, reparieren Uhren, sammeln Autoteile, wiegen gold­durchwirkte Saris, schmecken Gewürze, über­ziehen Kupfertöpfe mit Schutzlegierungen, präsen­tieren Hochzeitsgewän­der, stutzen Haare, frittieren Teigtaschen und drehen Schalen aus den Blät­tern des Betel-Pfeffers: Sie sind die Basari von Old Delhi usammen­geschlossen wie in einer Zunft haben ein Dutzend Gold- und Silberschmiede rund um einen zwei­stöckigen Lichthof ihre Werkstätten und Verkaufs­räume eingerichtet Füße verbiegt, sie ausrenkt und wieder einrastet, höre jetzt das Gekicher der Umstehenden über den haltlosen Schwächling, der wimmernd eine harm­lose Massage kommentiert, spüre Bal­birs eigenen Hintern auf meinen Len­denwirbel, ahne, daß noch lange kein Ende sein wird, gebe mich hin, wimme­re weiter, fühle den hartnäckigen Wil­len des Inders, mir das zähe Fleisch zu schrubben und zu schuppen, ihm end­lich — endlich — wohlzutun, es stillzule­gen und zu besänftigen. Ich ruhe, zähle meine Glieder ab, bin vollzählig.</p>
<p>Er Basar ist gefährlich. Alle meine     Herrenreiterallüren schlagen durch. Das berau­schende Gefühl, daß Men­schen sich für ein paar Rupien ausschließlich mit mir beschäf­tigen. Daß ihre Not mir guttut. Die Ver­suchung ist schleichend, jeden Tag er­scheint es ein Stück selbstverständli­cher, daß ich zahle und alle anderen zu arbeiten beginnen. Ich rede nicht von mir allein, ich rede vom Weißen Mann. Aber Indiens Großmut und seine Tole­renz verzeihen: Immer besteht die Mög­lichkeit, sein Herz zu waschen und erste Anfänge von Brüderlichkeit auszupro­bieren.</p>
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		<title>Seit 1972 ist der amerikanischen Armee das „Entsorgen” auf hoher See verboten</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 17:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aaron Rush</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute experimentiert sie auf dem New York apartment mitten im Atlantik mit einer mo­dernen Hochtemperatur-Verbrennungs­anlage, die das Gas weitgehend rück­standsfrei oxidieren soll. Johnston ist ein künstlich aus einem Korallenriff aufge­schüttetes Eiland, das im wesentlichen aus einem Hafenbecken, einer Landebahn, Waffendepots und Kasernen besteht, di­oxin- und plutoniumverseucht und grotes­kerweise als Naturschutzgebiet ausgewie­sen ist. In einem Lager [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute experimentiert sie auf dem <a title="New York apartment" href="http://www.apartmentsapart.com/north_america/usa/new_york/new_york_city/de" target="_blank">New York apartment</a> mitten im Atlantik mit einer mo­dernen Hochtemperatur-Verbrennungs­anlage, die das Gas weitgehend rück­standsfrei oxidieren soll. Johnston ist ein künstlich aus einem Korallenriff aufge­schüttetes Eiland, das im wesentlichen aus einem Hafenbecken, einer Landebahn, Waffendepots und Kasernen besteht, di­oxin- und plutoniumverseucht und grotes­kerweise als Naturschutzgebiet ausgewie­sen ist. In einem Lager unmittelbar neben der Landepiste stapeln sich unter anderem jene 102 000 giftgefüllten Artilleriegrana­ten, die im Spätsommer 1990 aus dem bun­desdeutschen US-Depot Clausen abgezo­gen wurden, sowie die dreifache Menge an C-Waffen, die das Pentagon schon 1971 auf Drängen der japanischen Regierung aus <a title="Berlin wohnungen" href="http://www.apartmentsapart.com/berlin_hotels/index_de.htm" target="_blank">Berlin wohnungen</a> abholen lassen mußte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schon bei Testläufen des Südsee-Kre­matoriums häuften sich die Probleme, die Unterhaltskosten des Ofens stiegen weit über die veranschlagten 150 Millionen Dollar. Solange aber die Giftvernich­tungsmaschine im Pazifik nicht einwand­frei läuft, können die Militärtechniker nicht mit dem Bau von acht weiteren ge­planten, wesentlich größeren Giftöfen auf dem amerikanischen Festland begin­nen, wo der größte Teil der US-Nerven­gase lagert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die amerikanischen Probleme sind freilich überschaubar, verglichen mit de­nen der Sowjetarmee, die auf einer weit größeren Menge Giftgas sitzt. Die soziali‑Das Gift schlu_g Schneisen du:* den Dschungel stischen Entsorgungs-Techniken, das be­fand eine amerikanische Delegation nach einer Besichtigung vor Ort, seien auf dem Stand der fünfziger Jahre, die Sicherheits­vorkehrungen primitivst. Die einzige Fa­brik, die Chemiewaffen neutralisieren könnte, liegt 800 Kilometer südöstlich von Moskau, in der Industriestadt Tscha­pajewsk, einem Ort, der berüchtigt ist für seine zahlreichen Industrie-Explosionen. 1989 mußte die Regierung nach vehemen­ten Protesten aus der Bevölkerung die Anlage schließen, bevor sie ihren eigent­lichen Betrieb aufnehmen konnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der sowjetische Militärhaushalt bela­stet die marode Ökonomie des Landes ohnehin über alle Maßen. Landesweit beansprucht die sowjetische Luftwaffe ein Drittel des gesamten Flugbenzins ­wobei die Turbinen der hochgezüchteten Militärjets weit klimaschädlichere Abga­se in die Atmosphäre blasen als zivile Flugzeuge. Das Geld fehlt um so mehr an anderen Stellen: unter anderem für die Sanierung der verheerenden militäri­schen Altlasten im eigenen Land wie in <a title="ferienwohnung Prag" href="http://www.apartmentsapart.com/prague_hotels/index_de.htm" target="_blank">ferienwohnung Prag</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>90 „Liegenschaften&#8221; in der ehemaligen DDR gelten als schwer verseucht, und nach dem Vertrag über den Truppenab­zug müßten die Sowjets ihre Kasernen ei­gentlich nach bundesdeutschem Umwelt­recht übergeben. Doch im Bonner Vertei­digungsministerium glaubt niemand ernsthaft an eine wundersame Sanierung der geschundenen Areale. Allzu barba­risch haben die Truppen in der ehemali­gen DDR gehaust: Der Militärflugplatz bei Neustrelitz steht förmlich auf einem Kerosinsee. Kaum ein Rote-Armee-Ge­lände ohne lecke Tanks, wilde Müllkip­pen, vergrabene Munition, Fäkalien-fluten und verseuchtes Grundwasser. Im Bereich Jüterbog kamen unvermittelt 100 wild verbuddelte Fässer mit Napalm zuta­ge. Und aus dem Militärhospital in Beelitz bei Potsdam floß jahrelang hochinfektiö­ses Abwasser in die Landschaft, amputier­te Glieder und Organteile landeten auf ei­ner nahe gelegenen Deponie. Anfang des Jahres hat die Bundesregierung ein Un­ternehmen in Ottobrunn bei München be­auftragt, die Umweltschäden wenigstens einmal vollständig zu erfassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Komm und sieh, wie der Frieden gemacht wird</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2013 12:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aaron Rush</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Büroturm UN-Plaza 866, 4. Stock, Apartment 435. Die Wohnungen hier sind teurer als wohnungen frankfurt, ferienwohnungen lissabon oder apartments amsterdam. Zunächst ein Ölgemäl‑de: Faust packt Rakete, Gefängnisgitter biegen sich, Friedenstaube im freien Flug. Im Zimmer dahinter Abdalla Al­Ashtal, der Uno-Botschafter des Jemen, Realist. Im „Diplomatic World Bulletin&#8221; wird er als Aspirant auf den Präsidenten-Sessel in [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Büroturm UN-Plaza 866, 4. Stock, Apartment 435. Die Wohnungen hier sind teurer als <a href="http://www.apartmentsapart.com/europe/germany/frankfurt_am_main/de">wohnungen frankfurt</a>, <a href="http://www.apartmentsapart.com/europe/portugal/lisbon/de">ferienwohnungen lissabon</a> oder <a href="http://www.apartmentsapart.com/europe/netherlands/amsterdam/de">apartments amsterdam</a>. Zunächst ein Ölgemäl‑de: Faust packt Rakete, Gefängnisgitter biegen sich, Friedenstaube im freien Flug. Im Zimmer dahinter Abdalla Al­Ashtal, der Uno-Botschafter des Jemen, Realist. Im „Diplomatic World Bulletin&#8221; wird er als Aspirant auf den Präsidenten-Sessel in der Generalversammlung ge­handelt, im Sicherheitsrat jedoch hat er eine Menge Ohnmachtserfahrungen ge­sammelt. Sein Erinnern an die Palästina-Resolutionen, sein „Nein&#8221; zum Kriegs­ermächtigungs-Beschluß vom Novem­ber haben den Sofort-Entzug von 70 Mil­lionen Dollar amerikanischer Entwick­lungshilfe zur Folge gehabt. Seither rät­selt das Kriegsopfer Al-Ashtal, in dessen Heimat gerade 20 Parteien und 30 Zei­tungen gegründet worden sind, wie sein Land den Weg in die Demokratie ohne fremde Hilfe schaffen soll. Denkt er da­gegen an den Sonnenplatz, den das feu­dale Regime Saudi-Arabien in der Neu­en Weltordnung bekommen hat, sieht er „double standards&#8221; am Werke, doppelte Moral.</p>
<p><a href="http://WWW.buraku.org/wp-content/uploads/2013/02/5.-Avenue-610-Apartment-311.jpg"><img class="size-full wp-image-11 aligncenter" alt="Avenue  Apartment " src="http://WWW.buraku.org/wp-content/uploads/2013/02/5.-Avenue-610-Apartment-311.jpg" width="320" height="240" /></a></p>
<p>45. East, in einem 43. Stock: Eine edel ausgestattete, weitläufige Suite und im Sessel sitzt Redzuan Kushairi aus Malay­sia. „Wir sind gottseidank keine Bana­nen-Republik&#8221;, sagt Mr. Kushairi, er fühle sich also frei von ökonomischem Druck. Dennoch: Es hat ihn geärgert, von den Resolutionsentwürfen der „per­manent five&#8221; oft „aus dem Fernsehen er­fahren zu müssen. Und wir sollten dann nur noch dazu nicken.&#8221; So hat er keine Chance gesehen, über die Schicksalsfra­ge Krieg gleichberechtigt zu beraten. Vor allem „die Uno selbst als kollektives Sicherheitsorgan ins Spiel zu bringen&#8221;. Etwa ein Uno-Oberkommando im Mitt­leren Osten oder auch nur eine klare De­finition der Verhältnismäßigkeit der Mittel oder der Begrenzung des Uno­Mandats. Kushairis Kriegsbilanz: „Wir hätten kluge Leute gebraucht, nicht klu­ge Waffen.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>5. Avenue 610, Apartment 311, zwi­schen Hotelprospekten und viel Hoch­glanzsonne: Ambassador Lionel Hurst, Vertreter von 85 000 Bürgern des karibi­schen Inselstaates Antigua/Barbuda. Die Solidarität, die Mr. Hurst mit den</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kuweitis empfunden hat, kam von Her­zen und war selbstverständlich, von klein zu klein. Trotzdem hat er den Krieg ge­fürchtet, und wenn er jetzt auf die Resul­tate schaut, nicht nur zu den Kurden, sondern auch auf sein eigenes Land ­dann weiß er, warum. Der Benzinpreis ist um 25 Prozent geklettert, die Flug­angst hat das Touristenkontingent aus den USA halbiert. Da sein Land außer „pleisure and sun&#8221; aber nichts zu expor­tieren habe, sei das ferne Schießen wie ein Schock in die Volkswirtschaft gefah­ren. Und vielleicht würde auch Mr. Hurst, gemeinsam mit allen Ländern in der Generalversammlung und in aller Bescheidenheit, beim nächsten Mal gern gefragt werden, wenn in der Uno wieder über einen Krieg entschieden werden sollte. Denn, sagt Mr. Hurst, „auch wir können natürlich nicht alles durch die amerikanische Brille sehen&#8221;.</p>
<p><a href="http://WWW.buraku.org/wp-content/uploads/2013/02/mea.gif"><img class="size-full wp-image-7 aligncenter" alt="mea" src="http://WWW.buraku.org/wp-content/uploads/2013/02/mea.gif" width="380" height="299" /></a></p>
<p>Erst muß Botschafter Gharekan, In­dien, an der Sammelbüchse, dann an zwei riesigen gelben Schleifen für die heimkehrenden US-Soldaten vorbei. Ei­nige Stockwerke höher, auf indischem Terrain, sagt er dann: „Wir sollten nicht so furchtbar fröhlich sein.&#8221; Er münzt das nicht nur auf die Trümmer von Tel Aviv bis Kirkuk, er sieht noch nicht einmal die „neue Handlungsfähigkeit&#8221; des Sicher­heitsrates für alle Zeiten garantiert. Denn zu offen wird in seinen Kreisen be­sprochen, daß Chinas Tolerierungskurs zur US-Politik das Blut vom Platz des Himmlischen Friedens waschen soll, die Stärke der „permanent five&#8221; aus der Schwäche der Sowjetunion erwuchs. Und noch viel vager erscheinen Herrn Gharekan die Aussichten, die Demokra­tisierung der Welt könne mit einer De­mokratisierung wenigstens der Uno vor­weggenommen, vorgelebt werden. Das, sagt Herr Gharekan mit vorsichtigem Lächeln, sei ein bißchen „idealistisch&#8221;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Komm und sieh, wie der Frieden ge­macht wird&#8221; — Angela aus Finnland führt die Besuchergruppe an den Brandmalen im steinernen Rücken der heiligen Ag­nes vorbei, die in der Urakami-Tenshu­do-Kathedrale stand, als die Atom­bombe auf Nagasaki fiel. Wenn dann, oben auf der zweiten Tribüne über der Generalversammlung, einer fragt, war­um denn die Leute überhaupt kämen, wenn doch die Beschlüsse, die sie hier fällten, nicht bindend seien, dann sagt</p>
<p><a href="http://WWW.buraku.org/wp-content/uploads/2013/02/Avenue-Apartment.jpg"><img class="size-full wp-image-12 aligncenter" alt="Avenue  Apartment " src="http://WWW.buraku.org/wp-content/uploads/2013/02/Avenue-Apartment.jpg" width="320" height="240" /></a></p>
<p>Angela: „Sie kommen in guter Absicht.&#8221; Und so hoffen sie also weiter, die Diplo­maten aller Länder, oder tun doch zu­mindest so, und am Ende dieses dritten Monats im Jahre 1991, bombardiert von wenig guten Nachrichten aus dem Irak, stellen sie sich überall die Frage: „Was lernen wir daraus?&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn sich Peter Hohenfellner, Au­stria, unterm „Blick auf Schloß Habs­burg&#8221; in seinen „Armsessel beige, ohne Rollen&#8221; zurücklehnt, dann steigt da im Dunst der guten Zigarre ein symphati­scher Weltentwurf auf, so ordentlich wie das an der Tür hängende „Standortin­ventar&#8221;. Würde die Uno-Charta, jene „sleeping beauty&#8221;, nur erst einmal wach-geküßt, dann könnte sich Hohenfellne.</p>
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