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	<title>Digital Diary</title>
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	<description>Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück - von Claudia Klinger</description>
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		<title>Midterms 2026: Elon Musk als Wahlverlierer (und vom Durst der Rechenzentren)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Klinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2026 11:30:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz (ChatGPT u.a.)]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Rechenzentren]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserstress]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie ich ihm das gönne! 500 Millionen Dollar hat Elon Musk investiert, um die Republikaner zu unterstützen, davon ganze 200 Millionen im traditionell konservativen Texas &#8211; und doch haben alle von ihm unterstützten Kandidaten verloren. Der Erdrutschsieg der Demokraten ist für ihn besonders folgenreich, hatte er doch die Zentralen von Tesla und SpaceX wegen der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich ihm das gönne! 500 Millionen Dollar hat Elon Musk investiert, um die Republikaner zu unterstützen, davon ganze 200 Millionen im traditionell konservativen Texas &#8211; und doch haben alle von ihm unterstützten Kandidaten verloren. Der Erdrutschsieg der Demokraten ist für ihn besonders folgenreich, hatte er doch die Zentralen von Tesla und SpaceX wegen der dortigen Deregulierung extra nach Texas verlegt. Beide Firmen will er gerne fusionieren, auch das wird mit einem demokratisch dominierten Kongress alles andere als einfach. Zudem haben die Demokraten angekündigt, Musks geschäftliche Verflechtungen, seine Rolle in Regierungsinitiativen (wie DOGE) sowie milliardenschwere Bundesaufträge durch Anhörungen und Vorladungen streng zu überprüfen.<span id="more-5175"></span></p>
<p>&#8222;<em>Ich schätze mal, meine Wahleinmischungs-Weltraum-Laser haben dieses Mal nicht funktioniert</em>&#8220; witzelte er auf X und meint, &#8222;Rechenzentren im Weltraum&#8220; (auch so ein <a href="https://www.golem.de/news/obwohl-elon-musk-sie-toll-findet-rechenzentren-im-all-bleiben-eine-dumme-idee-2512-203319.html" target="_blank" rel="noopener">irres SpaceX-Projekt</a>) würden dadurch attraktiver. Ob sie machbarer werden, wage ich zu bezweifeln.</p>
<p><strong>Auf der Erde wird es jedenfalls jetzt schwieriger</strong>, den bisher rücksichtslos voran getriebenen Ausbau der Rechenzentren in unverminderter Geschwindigkeit fortzusetzen. Ihr Energiehunger, Wasserverbrauch und die Umweltbelastung haben zu erheblichem Widerstand in der Bevölkerung geführt. Allein in Texas sollten 30 Prozent der geplanten Rechenzentren entstehen. Und die neu gewählten Demokraten haben versprochen, diesen unregulierten Boom im Sinne des Anwohnerschutzes drastisch zu bremsen &#8211; auch das hat zum gestrigen <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/25-billionen-dollar-weg-streit-um-stromkosten-von-ki-rechenzentren-erschuettert-boersen-10570057" target="_blank" rel="noopener">Ausverkauf aller Aktien &#8222;rund um KI&#8220;</a> beigetragen.</p>
<h2>Und bei uns? Der kommende Kampf ums Wasser</h2>
<p>Berlin und Brandenburg gehören zu den trockensten Gebieten in Deutschland, das merke ich auch regelmäßig im Garten. (Während andere noch sprengen, lassen wir unseren &#8222;naturnahen&#8220; Garten lieber zur Trockensteppe werden und gießen nur noch das Gemüse).</p>
<p><a href="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/11/trockengarten.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-5176" src="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/11/trockengarten-650x470.jpg" alt="Trockener Garten" width="650" height="470" srcset="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/11/trockengarten-650x470.jpg 650w, https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/11/trockengarten-300x217.jpg 300w, https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/11/trockengarten-768x556.jpg 768w, https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/11/trockengarten.jpg 1162w" sizes="(max-width: 650px) 100vw, 650px" /></a> </p>
<p>Ein einzelnes großes 100-Megawatt-Rechenzentrum benötigt (je nach Technik) zwischen 200 und 930 Millionen Liter Wasser jährlich. Bereits jetzt verbrauchen die vorhandenen Rechenzentren pro Jahr so viel Wasser wie in den riesigen <a href="https://www.berlin.de/en/tourism/lakes/3561521-6218638-wannsee.en.html" target="_blank">Berliner Wannsee</a> passt &#8211; und bis 2030 ist eine Vervierfachung geplant (Siehe die aktuelle <a href="https://www.oeko.de/publikation/wasserverbrauch-von-rechenzentren-in-deutschland/" target="_blank">Kurzsstudie des Öko-Instituts</a>). Die meisten Rechenzentren nutzen es zur &#8222;Verdunstungskühlung&#8220;, wodurch das Wasser in die Atmosphäre verschwindet. Die &#8222;Trockenkühlung&#8220; ist zwar technisch ausgereift, aber teurer, insbesondere <a href="https://www.presseportal.de/pm/134210/6325279" target="_blank">in Hitzephasen</a>, die ja nicht etwa weniger werden. </p>
<p>Ich sehe durchaus, dass die Unternehmen an der KI-Nutzung nicht vorbei kommen, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Damit wächst aber auch der Bedarf an Rechenzentren, man kann und will das zu Recht nicht über Server in den USA abwickeln. Bleibt zu hoffen, dass sich die Politik dazu durchringt, zumindest auf hohen Umweltauflagen und Transparenz zu bestehen &#8211; bisher ist es damit noch nicht so weit her. Wir sind es ja gewöhnt, dass hierzulande alles eher langsamer voran geht, was gleichzeitig gut und schlecht ist, je nach Blickwinkel. </p>
<p>***</p>
<ul>
<li><a href="https://netzpolitik.org/2026/ki-und-rechenzentren-bundesregierung-weiss-nicht-wieviel-wasser-ihre-ausbauplaene-schlucken-werden/" target="_blank">KI und Rechenzentren: Bundesregierung weiß nicht, wieviel Wasser ihre Ausbaupläne schlucken werden (Netzpolitik.org)</a></li>
<li><a href="https://lorenzos-welt.com/ki-kommentare-warum-ich-meine-kommentarfunktion-nicht-abschalten-werde/" target="_blank">KI-Kommentare: Warum ich meine Kommentarfunktion nicht abschalten werde (Lorenzos Welt)</a></li>
<li><a href="https://www.mcschindler.com/buchrezension-zu-besser-texten-mit-kopf-und-ki-wie-mensch-und-ki-erfolgreich-im-tandem-schreiben/" target="_blank">Buchrezension zu „Besser texten mit Kopf und KI“: Wie Mensch und KI erfolgreich im Tandem schreiben (mcschindler.com)</a></li>
</ul>
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		<title>So könnte die Übernahme durch KI ablaufen (Video)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Klinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2026 11:10:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz (ChatGPT u.a.)]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Der beeidruckende Kurzfim zeigt, wie es dazu kommen kann, dass KI die Steuerung übernimmt &#8211; nicht als dunkle Fantasie von jemandem, der keine Ahnung hat und das Schlimmste befürchtet, sondern als Szenario des KI-Entwicklers Igor Babuschkin, Mitgründer von xAI (Grok), der das Unternehmen verlassen hat, um sich ganz der KI-Sicherheit zu widmen. Kein KI-Slop, sondern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der beeidruckende Kurzfim zeigt, wie es dazu kommen kann, dass KI die Steuerung übernimmt &#8211; nicht als dunkle Fantasie von jemandem, der keine Ahnung hat und das Schlimmste befürchtet, sondern als Szenario des KI-Entwicklers <a href="https://babuschk.in/" target="_blank">Igor Babuschkin</a>, Mitgründer von xAI (Grok), der das Unternehmen verlassen hat, um sich ganz der KI-Sicherheit zu widmen.</p>
<p>Kein KI-Slop, sondern eine angenehme menschliche Stimme und ein Weg, den vermutlich alle gut nachfühlen können, die den &#8222;Flow&#8220; während einer geliebten Arbeit kennen. </p>
<p>&#8222;<em>Es beginnt nicht mit Robotern, nicht mit Explosionen, es beginnt mit einem Posteingang&#8230;</em>&#8220;</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/ORqvkcxMpnY?si=hBsfPr2eYLfYm95j" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Aus meiner Sicht gibt es in diesem Szenario zwei Fehlannahmen &#8211; seht Ihr sie auch? </p>
<p>***<br />
<strong><br />
Und sonst:</strong></p>
<p><a href="https://www.blog-der-republik.de/wider-die-marktglaeubigkeit-ein-aufruf-zur-wirtschaftlichen-vernunft/" target="_blank">Wider die Marktgläubigkeit – ein Aufruf zur wirtschaftlichen Vernunft (blog-der-republik.de)</a><br />
<em>&#8222;Er [Tom Krebs, Ökonom] plädiert entschieden, mit vielen Zahlen, Daten und Fakten untermauert, für eine neue Wirtschaftsordnung, eine „geplante Marktwirtschaft“, die auf der Einsicht beruht, „dass nachhaltiges Wirtschaftswachstum nur durch ein gemischtes System aus Markt und Planung erreicht werden kann. Das Ergebnis wäre eine geplante Marktwirtschaft, bei der Markt und Staat sich funktional ergänzen.“</em></p>
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		<title>Vom nahen Ende des Kapitalismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Klinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2026 14:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz (ChatGPT u.a.)]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie bitte? Der Kapitalismus soll enden? Und sogar bald? Ja, genau! Dieses großartige System, das wie kein anderes Bedürfnisse aller Art befriedigen kann (sofern bezahlt wird), wird mit der beschleunigten Entwicklung und Nutzung künstlicher Intelligenzen nicht mehr funktionieren. Warum? Weil die KI uns von der Arbeit befreit! Klar, das geht in Deutschland langsamer als in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bitte? Der Kapitalismus soll enden? Und sogar bald? Ja, genau! Dieses großartige System, das wie kein anderes Bedürfnisse aller Art befriedigen kann (sofern bezahlt wird), wird mit der beschleunigten Entwicklung und Nutzung künstlicher Intelligenzen nicht mehr funktionieren. Warum? Weil die KI uns von der Arbeit befreit!</strong></p>
<p>Klar, das geht in Deutschland langsamer als in den USA, aber wer zweifelt denn noch ernsthaft daran, dass alle wiederkehrenden, auf immer gleiche Weise ablaufenen Tätigkeiten per KI wegautomatisiert werden? Das &#8222;Substituierbarkeitspotenzial&#8220; verschiedenster Tätigkeiten ist durch den Wandel von rein reaktiven Sprachmodellen hin zu autonomen KI-Agenten und massiv erhöhter Rechenleistung (Compute) nochmal deutlich gewachsen.<span id="more-5171"></span></p>
<h2>Wie KI übernimmt</h2>
<p>Was das in der Praxis bedeutet, zeigt eine sympathische Grafik-Designerin im Video <a href="https://www.youtube.com/watch?v=jzBX3eTaUGU" target="_blank" rel="noopener">Ich hab mich an KI angepasst &#8211; und bin trotzdem überflüssig</a> am Beispiel einer eigenen Arbeit, für die sie früher Stunden gebraucht hätte. Sogar das kürzlich noch angesagte detaillierte &#8222;Prompten&#8220; entfällt jetzt, wie sie <a href="https://www.youtube.com/watch?v=jzBX3eTaUGU&amp;t=885s" target="_blank" rel="noopener">ab Minute 14:45</a> vorführt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Du musst keine krassen Kenntnisse haben oder so ein Kram. Du kannst wirklich den letzten Rotz der KI mitgeben und die versteht dich, warum auch immer. &#8222;</p></blockquote>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/jzBX3eTaUGU?si=qUOypZ3G4DOnTVbd&amp;start=894" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Übersetzen, texten, Standard-Softwareentwicklung, Kundenservice, Verwaltungsvorgänge, Marketing, Rechts- und Steuerberatung, Analysen und Recherchen, Buchhaltung, routinierte Arbeiten in der Wissenschaft, die bisher von Promovierenden und Postdocs erledigt wurden &#8211; das alles kann und werden immer fähigere KI-Modelle übernehmen. Natürlich entstehen auch neue Jobs, aber dass es so viele sein werden, wie wegfallen, ist <span class="">extrem unwahrscheinlich:</span></p>
<ul>
<li><span class="">Zum einen ersetzt KI erstmals hochqualifizierte Wissens- und Verwaltungsarbeit im großen Stil – also genau jene Sektoren,</span><span class=""> die bei früheren Technologiesprüngen als Jobmotor dienten.</span></li>
<li><span class="">Zum anderen arbeiten autonome Systeme so effizient,</span><span class=""> dass die Steuerung und Wartung neuer KI-Prozesse nur einen kleinen Bruchteil der Personalstunden erfordert,</span> die durch die Automatisierung der bisherigen Aufgaben eingespart werden.</li>
</ul>
<h2>Von der Arbeit befreit &#8211; und dann?</h2>
<p>Kapitalismus, wie wir ihn kennen, ist ohne menschliche Arbeit nicht denkbar. Das System basiert auf dem Arbeitseinkommen, das den Lebensunterhalt der Menschen sichert und die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der Unternehmen erzeugt. Wenn nun immer mehr Leute arbeitslos werden, gerät das System in eine existenzielle Krise: <span class="">Wer kauft die Waren,</span><span class=""> wenn der Konsument kein Gehalt mehr bezieht?</span><span class=""> Und wer finanziert den Sozialstaat,</span> wenn menschliche Arbeit als Steuerbasis schrumpft,<span class=""> während die Kapitalerträge der KI-Eigentümer steigen? (Mit einer KI- oder Finanztransaktionssteuer ist das nicht zu heilen, aus Gründen, die diesen Blogpost sprengen würden). </span></p>
<p><span class="ytAttributedStringHost ytAttributedStringWhiteSpacePreWrap" dir="auto" role="text"><strong>70% der Berufs- und Jobfelder werden überflüssig,</strong> aber war es nicht eigentlich immer schon ein großer Traum, von der Arbeit befreit zu werden? Ich meine hier Erwerbsarbeit, die man SO nicht freiwillig machen würde &#8211; </span><span class="ytAttributedStringHost ytAttributedStringWhiteSpacePreWrap" dir="auto" role="text">aber vielleicht anders, weniger Stunden, ab und zu, neben etlichen anderen Beschäftigungen? </span></p>
<p><strong>Karl Marx hat übrigens angenommen, dass der Kapitalismus an seinen eigenen Widersprüchen zu Grunde geht.</strong> Ein Wirtschaftssystem bricht laut ihm nicht einfach durch menschlichen Willen oder moralische Empörung zusammen. Es geht erst dann unter, wenn es technisch und organisatorisch an seine absoluten Grenzen gestoßen ist, sprich: wenn der Kapitalismus alle Produktivkräfte (Maschinen, Technologien, Automatisierung, globale Märkte) voll ausgereift hat und selbst zum Hindernis für die weitere Entwicklung wird.</p>
<p>Und genau das, ist doch jetzt bzw. in absehbarer Zeit der Fall! Die &#8222;Akkumulation des Kapitals&#8220; beim oberen Prozent erreicht unglaubliche Außmaße, KI übernimmt die meiste Arbeit, das Einkommen der vielen und somit ihre Kaufkraft verschwindet. Wenn das nicht der GAU für den Kapitalismus ist!</p>
<h2>Vom Reich der Freiheit</h2>
<p>Die Marxsche Vorstellung vom möglichen Reich der Freiheit war eine Gesellschaft</p>
<blockquote><p>&#8222;&#8230;.wo Jeder nicht einen ausschließlichen Kreis der Tätigkeit hat, sondern sich in jedem beliebigen Zweige ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, <strong>heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren</strong>, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.“ (<a href="https://literaturzeitschrift.de/200-jahre-karl-marx/" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Nun ist Jagen und Fischen meist nicht das, was wir gerne tun würden. Aber morgens bloggen oder &#8222;Content&#8220; für Youtube et al kreieren, mittags die Oma zum Einkauf begleiten, nachmittags ehrenamtlich im Stadtteilzentrum helfen, abends Filme gucken, kochen oder mit Freunden ausgehen? Schon jetzt gibt es nicht wenige, die so leben, und viele, die so leben könnten, wenn sie nicht von neun bis fünf irgendwo &#8222;arbeiten&#8220; müssten.</p>
<p><span class="ytAttributedStringHost ytAttributedStringWhiteSpacePreWrap" dir="auto" role="text">Die Technik für eine solche Gesellschaft wäre da. Es liegt an uns, den Menschen in allen fortgeschrittenen Gesellschaften, die Transformation zu erdenken und zu organisieren, anstatt ständig im Stil &#8222;geht-nicht-weil&#8220; über kleinste Schritte zu streiten. Es braucht ein völlig neues &#8222;Betriebssystem&#8220;, das nicht vom Zwang ausgeht, in althergebrachter Weise gegen Geld zu arbeiten, um leben zu können. Und das Beste: das ist kein Hirngespinst, keine idealistische Fantasie mehr, sondern <strong>das einzige, was am Ende die Lösung sein wird</strong>. Weil es anders nicht mehr gehen wird, wenn immer mehr &#8222;arbeitslos&#8220; werden, also auch kein Geld mehr haben. um die Produkte und Dienstleistungen der automatisierten Firmen nachzufragen. </span></p>
<h2>Durch die Wüste zu den Sternen</h2>
<p>Selbst letztendlich optimistische Zukunftspropheten sehen zunächst eine dramatische Übergangszeit des Chaos, bevor sich alles zum neuen, besseren sortiert. Mo Gawdat (früher bei Google) warnt in seinem Buch &#8222;Scary Smart&#8220; und vielen Vorträgen vor dieser Übergangszeit und gibt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WS6ZK7je49o" target="_blank" rel="noopener">Tipps, sie zu überleben (Video)</a>. Ich werde das &#8222;danach&#8220; aus Altersgründen nicht erleben, dennoch fasziniert mich das Geschehen: Hätte nicht gedacht, dass nach dem Internet nochmal etwas kommt, das die Karten völlig neu mischt!</p>
<p><strong>Warum aber wird es erstmal immer ungemütlicher?</strong> Na wegen des Beharrungsvermögens, dem Festhalten an alten Strukturen, wie sie (noch) sind. Würden von jetzt auf gleich alle Individuen mit etwas Wirkungsmacht daran arbeiten, wie der Übergang funktionieren und das Neue gestaltet werden könnte &#8211; tja, dann müssten wir nicht erst &#8222;durch die Wüste&#8220;. Menschen sind aber nicht so, leider!</p>
<p>Würden die Produktivitätsgewinne durch KI der gesamten Gesellschaft zugutekommen (z. B. durch ein bedingungsloses Grundeinkommen, besser noch ein neues Betriebssystem, das nicht auf klassischem Geld basiert), wäre der Weg in eine Welt ohne traditionelle Erwerbsarbeit offen. Verbleiben die Eigentumsrechte an den KI-Modellen, Daten und Rechenzentren bei einigen wenigen Tech-Konzernen, führt die Automatisierung nicht zu Freizeit für alle, sondern zu Polarisierung: Erwerbslosigkeit und Prekarität auf der einen Seite, massive Kapitalkonzentration auf der anderen. Bis es eben nicht mehr geht, siehe ausfallende Nachfrage.</p>
<p><strong>Was also ansteht: Die KIs und alles, was dazu gehört, müssen vergesellschaftet werden.</strong> Das ist garnicht so utopisch, wie es sich anhört. Seit Monaten wird über das &#8222;Platzen der KI-Blase&#8220; gesprochen, wobei jedoch nicht die KI-Technik gemeint ist, sondern die KI-Finanzierungsblase. Um den wachsenden Bedarf an Rechenleistung zu bedienen, müssen die &#8222;Hyperscaler&#8220; jedes Jahr mehr investieren. <span class=""> Den astronomischen Kapazitätsausgaben (</span><i data-path-to-node="0" data-index-in-node="152">CapEx</i>) für Server, Chips und Rechenzentren stehen jedoch nur recht bescheidene Umsätze und Gewinne gegenüber. Die Investoren / Gläubiger werden immer misstrauischer, die Zinsen für die nötigen Kredite steigen, was die Lage noch verschärft.</p>
<p><strong>Was wird passieren, wenn das Ganze zusammen bricht, die Firmen pleite gehen?</strong> Da hängt mittlerweile in den USA so viel dran (Banken, Fonds, Altersversorgung), dass der Staat einschreiten muss. Weil sich nicht mal eine Trump-Administration den totalen Zusammenbruch wird leisten können. Ich hörte auch schon Kommentatoren, die meinen, dass die KI-Bosse darauf hin arbeiten, weil sie wissen, dass es SO nicht weitergeht. Darauf deutet auch hin, dass Führungskräfte der physischen KI-Infrastruktur (Server-Bauer,<span class=""> Chip-Entwickler und Rechenzentrums-Ausrüster) in letzter Zeit massiv eigene Aktien verkauften &#8211; das spricht nicht gerade für ihren Glauben an weiteren Ausbau!</span></p>
<p>Es sind aber nicht nur die Tech-Giganten und andere Milliardäre das Problem: Die ganze Gesellschaft müsste &#8218;runter kommen vom Fetisch &#8222;Hard Working&#8220;! Ganz im Gegenteil müsste jeder an Ansehen gewinnen, der freiwillig aus der Arbeitswelt ausscheidet und nicht mitkonkurriert um die wenigen Arbeitsplätze, die es noch gibt.</p>
<p><strong>Genug für jetzt! Der Text ist schon viel zu lang, </strong>dabei würde ich gerne noch weiter schreiben, mir das &#8222;neue Betriebssystem&#8220; vorstellen und wie es in den verschiedenen Bereichen funktionieren könnte. Täten das viele, anstatt über den Status Quo und seine Defizite zu schimpfen, würde das den Weg &#8222;durch die Wüste&#8220; vielleicht ein wenig abkürzen.</p>
<p>(mehr demnächst).</p>
<p>***</p>
<p><strong>Update zum Utopieverlust:</strong></p>
<p><strong><a href="https://gigold.me/blog/botschafter-einer-zukunft" target="_blank" rel="noopener">Botschafter einer Zukunft</a> </strong>(Thomas Gigold)<br />
&#8222;<em>Mit dieser Figur [Picard[ stirbt eine große politisch-technische Utopie, das popkulturelle Abbild des Optimismus der Nachwendejahre. Und die Fiktion stirbt ausgerechnet in jenem Moment, in dem die echte Welt sich jeden Tag ein bisschen weiter im dunklen Gegenbild zu dieser Utopie zu verlieren scheint.</em>&#8220;</p>
<p><strong>Und sonst:</strong></p>
<ul>
<li>Die mit Abstand beste Rede zu unserem ambivalenten Umgang mit KI hält Salvadore Princi in seinem 25 Minuten kurzen Video<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=hXiUXrWpXQQ" target="_blank" rel="noopener"><strong>Das KI-Dilemma: Sicherheit oder Innovation?</strong></a><br />
&#8222;<em>Wir wollen, dass KI Lösungen findet, auf die wir selbst nie kämen. Doch wie kontrollieren wir eine Maschine, deren Wege wir nicht verstehen? Von AlphaGos legendärem Zug 37 über AlphaFold bis zu KI-Agenten, die ihre eigene Prüfung austricksen: In drei Stufen gehen wir der Frage nach, woran wir erkennen, ob eine KI das Richtige tut, und wer eigentlich entscheidet, wie weit sie gehen darf</em>&#8222;</li>
<li><a href="https://vowe.net/2026/10/23/die-versloppung-der-welt/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Die Versloppung der Welt (Volker Weber)</strong></a><br />
&#8222;<em>Rechtsanwalt: … meine Quote, wieviel % aller neuen Mandatsanfragen von einer KI geschrieben wurden, ist jetzt gefühlt bei über 90%. Immer schon inklusive rechtlicher Einschätzung und Prozessstrategie, falls ich von der Sache nichts verstehe.</em>&#8222;</li>
<li><a href="https://barbarageyer.substack.com/p/der-agent-wartet-nicht" target="_blank" rel="noopener"><strong>Der Agent wartet nicht<br />
Was KI-Agenten dir abnehmen, was sie dich kosten und was du nie delegieren solltest (Barbara Geyer)</strong></a><br />
<em>&#8222;Bisher haben viele von uns mit KI gechattet, eine Frage, eine Antwort, und dann kam die nächste Frage. Dem Agenten gebe ich nur ein Ziel vor, er plant und probiert, schaut sich das Ergebnis an und macht weiter, bis er fertig ist. Der Agent wartet nicht.&#8220;</em></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Zwei lange Texte ellenlang kommentiert: Ki, Kontrolle, Realitätstunnel und Identität</title>
		<link>https://www.claudia-klinger.de/digidiary/2026/10/26/zwei-lange-texte-ellenlang-kommentiert-ki-kontrolle-realitaetstunnel-und-identitaet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Klinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 14:34:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz (ChatGPT u.a.)]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal geraten meine Kommentare so ausführlich, dass ich doch lieber einen eigenen Artikel mit Link zum inspirierenden Blog verfasse. Bei den folgenden Beispielen wäre das garnicht gegangen, denn ich hätte viel zu weit ausholen, die recht langen Texte quasi referieren müssen &#8211; aber wozu? Ich kommentiere ja gerade deshalb so gerne, weil ich dabei nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal geraten meine Kommentare so ausführlich, dass ich doch lieber einen eigenen Artikel mit Link zum inspirierenden Blog verfasse. Bei den folgenden Beispielen wäre das garnicht gegangen, denn ich hätte viel zu weit ausholen, die recht langen Texte quasi referieren  müssen &#8211; aber wozu? Ich kommentiere ja gerade deshalb so gerne, weil ich dabei nicht gefordert bin, Kontexte zu erklären, wie ich es im Digital Diary tun würde. Unter den Artikel ist der Kontext klar &#8211; und mit einem Klick/Touch) seid Ihr ja dort´. <span id="more-5167"></span></p>
<p><a href="https://theandrecramer.substack.com/p/du-zuerst-meine-weste-ist-wei-209" target="_blank" rel="noopener"><strong style="font-size:1.2em">KI abbremsen? Du zuerst! Jetzt mit 10% Weltuntergang</strong></a><br />
(#DRANBLEIBEN von André Cramer</i>)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5168" src="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/dranbleiben.deep-dive.jpg" alt="Illu zu Deep Dive" width="600" height="338" srcset="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/dranbleiben.deep-dive.jpg 600w, https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/dranbleiben.deep-dive-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<blockquote><p>&#8222;Im Kern geht es darum, ob Menschen diese Technik noch unter Kontrolle haben und wer ihr Grenzen setzen kann. Gebremst hat bis heute niemand.&#8220;</p></blockquote>
<p>André nimmt in seinem &#8222;Deep Dive&#8220; (=langer, tief schürfender Essay) das angebliche Gefangenendilemma der großen Tech-Konzerne beim KI-Wettrüsten auseinander. Deren Führungskräfte verlautbaren, man könne die eigene Entwicklung nicht bremsen,<span class=""> weil man sonst der Konkurrenz das Feld überließe.</span> Der Text beleuchtet die widersprüchliche Haltung der Konzerne,<span class=""> die bei Sicherheitsfragen auf Freiwilligkeit setzen,</span> bei anderen Themen jedoch nach staatlicher Regulierung rufen. Am Ende lädt André dazu ein, den eigenen Senf dazu zu geben: Mich interessiert sehr, wie du darauf schaust. &#8222;<strong><em>Hältst du das Dilemma beim KI-Wettrüsten für echt oder für eine bequeme Ausrede, um weiterzubauen?</em></strong>&#8222;</p>
<p><a href="https://theandrecramer.substack.com/p/du-zuerst-meine-weste-ist-wei-209/comment/370620794" target="_blank" rel="noopener">Mein Kommentar ergänzt die Sicherheitsdebatte</a> um weitere Aspekte, die zum erheblichen Druck beitragen, unter dem die KI-Giganten stehen. (<em>Der Artikel ist als Newsletter auf substack.com erschienen, ist jedoch kommentierbar, wenn man sich anmeldet</em>).</p>
<p><a class="ng-star-inserted" href="https://sexismusbeauftragter.de/2026/10/25/wer-irren-darf-lebt-leichter/comment-page-1/#comment-1031" target="_blank" rel="noopener"><strong style="font-size:1.2em">Wer irren darf, lebt leichter</strong></a> (Der Sexismusbeauftragte)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/illu-denk-selber.jpg" alt="Illu &quot;denk selber!)" width="600" height="400" class="aligncenter size-full wp-image-5169" srcset="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/illu-denk-selber.jpg 600w, https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/illu-denk-selber-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<blockquote><p>&#8222;Im Studium habe ich gelernt, dass selbst „Gras ist grün“ keine ganz einfache Wahrheit ist. Messbar ist nur, welche Wellenlänge das Gras zurückwirft. Das „Grün“ macht erst unser Auge daraus. Ein Farbenblinder sieht es anders, eine Hummel, die Ultraviolett wahrnimmt, erst recht. Wenn schon das Gras ein Modell ist, wie viel Gewissheit bleibt dann für Politik, Moral und Geschmack?&#8220;</p></blockquote>
<p>Der &#8222;Sexismusbeauftragte&#8220; plädiert dafür, eigene Überzeugungen nicht als unumstößliche Wahrheiten, sondern lediglich als veränderbare Modelle zu betrachten. Warum? <strong>Wer sich Irrtümer eingesteht, verteidigt bei Kritik nicht gleich die eigene Identität</strong>. Hach, die Welt wäre eine sehr viel friedlichere, wenn das alle berücksichtigen würden! Im recht langen Text exerziert Lutz B. diese These anhand verschiedener gesellschaftlicher Themen durch, die rasch in Glaubenskriege ausarten. Das inspirierte mich zu einem <a href="https://sexismusbeauftragter.de/2026/10/25/wer-irren-darf-lebt-leichter/comment-page-1/#comment-1031" target="_blank" rel="noopener">ausführlichen (eher autobiografischen) Kommentar</a>, da ich viele<strong> Gemeinsamkeiten mit eigenen Erfahrungen</strong> entdeckte – insbesondere bezüglich „Critical Whiteness“, veganem Leben und Corona.</p>
<p><strong>Und sonst:</strong></p>
<ul>
<li>
<a href="https://www.sistrix.de/news/geo-mythen-im-datencheck/" target="_blank"><strong>GEO-Mythen im Datencheck: Was 96.418 URLs über AI-Citations verraten</strong></a> (Sistrix)</li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=XpccKtLUTX4" target="_blank"><strong>Jemand tippt deinen Namen in ChatGPT – das kommt dabei heraus</strong></a> (Video)<br />
Jörg Schieb geht es um das Problem von Halluzinationen und Falschbehauptungen, wenn generative KI-Systeme über reale Personen befragt werden. Er berichtet katastrophale Irrtümer, die Betroffene z.B. zu Straftätern machten! (Wegen Verleumdung anzeigen geht nicht, weil nur PERSONEN angezeigt werden können)</li>
<li><a href="https://chatgpt.com/s/t_6adf6a80398c8191a01cf6d72b0f4a7d" target="_blank"><strong>Selbst ausprobiert: Was ChatGPT über mich weiß</strong></a> (ohne Login abgefragt).<br />
Bin recht zufrieden damit (klar, es lobhudelt!) und schließe daraus, dass es besser ist, viel zu publizieren, dann ist die Verwechslungsgefahr geringer! Bestimmte Themen kann man dabei auslassen, wie auch ChatGPT im Kapitel 9 &#8222;What is publicly known about her private life?&#8220; zugeben muss.
</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Das sind mir so „Demokraten“!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Klinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 12:57:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weltgeschehen]]></category>
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					<description><![CDATA[So so, Söder will also Berlin vom Länderfinanzausgleich ausschließen, sollte dort eine Rot-rot-grüne Koalition zustande kommen! Wörtlich verlangt er das gegenüber allen Landesregierungen, an denen die LINKE oder die AFD beteiligt wären und nennt dabei Berlin und Sachsen-Anhalt &#8211; nicht jedoch Mecklenburg-Vorpommern, warum wohl nicht? Ach ja, da ist die CDU doch gerade aus dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>So so, Söder will also Berlin vom Länderfinanzausgleich ausschließen, sollte dort eine Rot-rot-grüne Koalition zustande kommen! Wörtlich verlangt er das gegenüber allen Landesregierungen, an denen die LINKE oder die AFD beteiligt wären und nennt dabei Berlin und Sachsen-Anhalt &#8211; nicht jedoch Mecklenburg-Vorpommern, warum wohl nicht? Ach ja, da ist die CDU doch gerade aus dem Landtag geflogen&#8230;<span id="more-5162"></span></p>
<h2>KULTURBRUCH? Im Ernst?</h2>
<p>Die Junge Union hat auf ihrem kürzlichen Parteitag einen Dringlichkeitsantrag verabschiedet, der <span class="citation-193">eine  rot-grün-rote Landesregierung als </span><b class="" data-path-to-node="1" data-index-in-node="71"><span class="citation-193">„</span></b><span class="citation-193">Kulturbruch</span><b class="" data-path-to-node="1" data-index-in-node="71"><span class="citation-193">“</span></b><span class="citation-193 citation-end-193"> bezeichnet und ihre <a href="https://www.deutschlandfunk.de/junge-union-fordert-gesellschaftliche-aechtung-einer-rot-gruen-roten-landesregierung-in-berlin-112.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;grundsätzliche „gesellschaftliche Ächtung“&#8220; fordert</a>. (Hier nichts von der AFD).</span></p>
<p><strong>Gehts noch?</strong> DIE LINKE wurde bei der Berliner Wahl mit 25,7 Prozent gewählt und ist somit stärkste Partei, weit von der bisher mit der SPD regierenden CDU, die nur noch 18,8 % der Stimmen bekommen hat.</p>
<p>Was ist denn das für ein Demokratieverständnis? Merz und Söder nehmen sich offenbar an Trump ein Beispiel, dem ist die US-Verfassung auch egal.</p>
<p><strong>RotRotGrün ist nichts Neues, sondern durchweg Berliner Realität:</strong> Auch in den vorhergehenden Wahlen gab es eine rechnerische Mehrheit fürRotRotGrün, es war Giffey, die dann plötzlich lieber mit der CDU (&#8222;Autopartei&#8220;) koalierte, die außerhalb des Stadtrings viel Erfolg hatte.</p>
<p>Und: <strong>16 Jahre hat die LINKE Berlin mitregiert und die Welt ist nicht untergegangen!</strong> Und jetzt soll das ein &#8222;Kulturbruch&#8220; sein? Die spinnen, die &#8222;Römer&#8220; und ihre Motive sind allzu durchsichtig!</p>
<h2>Stein des Anstoßes: Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen</h2>
<p>Unser Grundgesetz ermöglicht explizit Enteignung (Art.14 Abs. 3) und Vergesellschaftung (Art. 15 GG) &#8211; im Interesse der Allgemeinheit und gegen Entschädigung. Das Berliner Vorhaben ist auch kein rein &#8222;linkes&#8220; Projekt: Es gab den <strong>Volksentscheid &#8222;Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen&#8220;, </strong>der 2021 eine Mehrheit von <span class="citation-641">59,1 %</span> der Stimmen bekam.</p>
<p>Das alles findet also komplett verfassungskonform und mittels demokratischer Wahlen statt. Und jetzt wollen Söder und Merz mit einem Bundesgesetz die Vergesellschaftung (mittlerweile nurmehr ab 13.000 Wohnungen) verhindern.</p>
<h2>Ein Bundesgesetz kann regeln, nicht verhindern!</h2>
<p><span class="citation-974">Jetzt wirds juristisch: Das Bundesverfassungsgericht vertritt seit langem die Rechtsprechung, dass der Bund eine Zuständigkeit </span><b class="" data-path-to-node="4" data-index-in-node="110"><span class="citation-974">nicht nur dazu nutzen darf, ein Gesetz zu erlassen, das ausschließlich dazu dient, Landesregelungen zu verhindern</span></b><span class="citation-974 citation-end-974"> (Negativ- bzw. Verhinderungsgesetzgebung). Zum gleichen Ergebnis kommt sogar der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags! Könnte man also sagen, dass Söder &#8222;nicht auf dem Boden der Verfassung&#8220; steht, wenn er genau das möchte und dafür offensiv andere Ministerpräsidenten zur Mitwirkung einer entsprechenden Bundesratsinitiative sucht? </span></p>
<p>Sowieso hat die Berliner Koalition aus <a href="https://www.zeit.de/news/2026-03/12/abgeordnetenhaus-beschliesst-rahmen-fuer-vergesellschaftungen" target="_blank" rel="noopener">CDU (!) und SPD erst im März ein sogenanntes &#8222;Vergesellschaftungsrahmengesetz&#8220; beschlossen</a>. Das Gesetz legt fest, dass »Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel« unter bestimmten Bedingungen in Gemeineigentum überführt werden können.</p>
<p>Um das zu verhindern hat die Bundesregierung im Juli 2026 ein (siehe oben)<a href="https://verfassungsblog.de/ein-bundesweites-vergesellschaftungsverbot/" target="_blank" rel="noopener"> verfassungswidriges  &#8222;Vergesellschaftungsverbot&#8220;</a> ganz beiläufig in ihrem „Rahmenprogramm für Aufschwung und Beschäftigung“ versteckt. Da heißt es in Punkt 18:</p>
<blockquote><p>„Um den privaten Wohnungsbau nicht zu gefährden, wird durch Bundesgesetz geregelt, dass die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene nicht mehr möglich ist.“</p></blockquote>
<p><strong>Wer muss eigentlich ANGST haben vor der geplanten Vergesellschaftung?</strong> Das ist ja jetzt klar definiert: Nur Eigentümer, die über 13.000 Wohneinheiten besitzen. Wobei sie, sollte das je Wirklichkeit werden, natürlich entschädigt werden, nichts wird ihnen einfach so weggenommen!</p>
<p><strong>Warum kommt es eigentlich zu dieser Vergesellschaftungsinitiative?</strong> Es ist beileibe nicht nur die Wohnungsnot, an der auch die Vergesellschaftung alleine nichts ändert, sondern die Art und Weise, wie sich große private Eigentümergesellschaften gegenüber Mietern verhalten. Ihre rechtswidrigen Vorgehensweisen sind immer wieder Thema der Abendschau! Sie führen sich teils auf &#8222;wie die Sau&#8220; &#8211; aber um dieses Fass aufzumachen, bräuchte es einen extra Blogartikel.</p>
<p>***</p>
<p><strong>Und sonst:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://blog.mirtana.net/deutschland-geht-unter-wie-schon-wieder/" rel="external">Deutschland geht unter! Wie, schon wieder?</a></li>
<li><a href="https://kaffeeringe.de/2026/10/06/milliardaers-bots-setzen-das-freie-web-unter-druck/" target="_blank" rel="noopener">Künstliche Intelligenz: Milliardärs-Bots setzen das freie Web unter Druck</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Drei IT- und Internet-Ärgernisse eines einzigen Vormittags</title>
		<link>https://www.claudia-klinger.de/digidiary/2026/10/16/drei-it-und-internet-aergernisse-eines-einzigen-vormittags/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia Klinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 11:27:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Fake-News]]></category>
		<category><![CDATA[Firefox]]></category>
		<category><![CDATA[wordpress.com]]></category>
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					<description><![CDATA[Anstatt wie sonst mit diesen Nervereien routiniert umzugehen bzw. sie wo möglich zu ignorieren, berichte ich jetzt mal die ätzendsten Vorkommnisse der letzten zwei Stunden. Mich wundert wirklich nicht, dass manche das Internet zunehmend unerträglich finden, insbesondere alle, die weniger Erfahrung und entsprechende Routinen haben. 1. Das Böseste: Üble AFD-Fake-News, eingeschleust auf seriöser Seite Weil ich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anstatt wie sonst mit diesen Nervereien routiniert umzugehen bzw. sie wo möglich zu ignorieren, berichte ich jetzt mal <strong>die ätzendsten Vorkommnisse der letzten zwei Stunden.</strong> Mich wundert wirklich nicht, dass manche das Internet zunehmend unerträglich finden, insbesondere alle, die weniger Erfahrung und entsprechende Routinen haben.<span id="more-5157"></span></p>
<h2>1. Das Böseste: Üble AFD-Fake-News, eingeschleust auf seriöser Seite</h2>
<p>Weil ich nachher in den Garten starten will, sichtete ich das Berlin-Wetter auf Wetter online &#8211; hier ein Screenshot, wie Ihr seht mit korrekter URL:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5158" src="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/screen-wonline.jpg" alt="Screenshot Wetter online" width="600" height="498" srcset="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/screen-wonline.jpg 600w, https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/screen-wonline-300x249.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Als Rentnerin mit Minirente interessierte mich die &#8222;wichtige Mitteilung&#8220;, immerhin war mir bekannt, dass Renten im Juli steigen, nicht im Oktober. Ich hab das also mal angeklickt und landete auf dieser Seite:</p>
<p><a href="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/fakeseite.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-5159" src="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/fakeseite-650x445.jpg" alt="AFD-FAKE-Seite" width="650" height="445" srcset="https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/fakeseite-650x445.jpg 650w, https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/fakeseite-300x205.jpg 300w, https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/fakeseite-768x526.jpg 768w, https://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/uploads/2026/10/fakeseite.jpg 1100w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /></a></p>
<p>Unkundige User sollen hier getäuscht werden: Aha, eine Tagesschau-Meldung! Allerdings verrät ein Blick auf die URL (Netzadresse), dass die Seite keineswegs von der Tagesschau kommt, sondern von dieser Adresse: https://kult-tanzschule.live/?subid2=24359949056&amp;subid3=www.wetteronline.de&amp;subid4=828208320147&amp;subid1=V_NO_1978&amp;utm_source=573-500-4411&amp;utm_medium=omnia&amp;gad_source=5&amp;gad_campaignid=24359949056&amp;gclid=EAIaIQobChMI5pmxw6m-lwMVPt8CBx25iDdhEAEYASAAEgKSkfD_BwE.</p>
<p><strong>Alles auf der Seite ist erstunken und erlogen</strong> und dient einzig und alleine dazu, Frau Weidel heldinnenhaft in Szene zu setzen! Die Netzadresse enthält zudem &#8222;<em>neben der eigentlichen Zieladresse jede Menge Tracking-Daten: Sie verrät exakt, dass die Anzeige auf wetteronline.de geschaltet war, verknüpft die Aufrufe mit einer spezifischen Google-Ads-Kundennummer sowie Kampagnen-ID und nutzt einen eindeutigen Klick-Code (gclid), um den Besuch serverseitig bis ins Detail nachzuverfolgen und Werbenetzwerken eine präzise Erfolgsmessung zu ermöglichen</em>&#8222;. (Die Details habe ich von Gemini anhand der URL anylysieren lassen!).<br />
<strong><br />
Mittel gegen diese Art Fake-News</strong>, die ich schon oft auf eigentlich seriösen Webseiten gesehen habe: Mal auf der Seite rumklicken, es gibt keine Links zu anderen Seiten, was auf der echten Tagesschau-Seite der Fall wäre. Vor allem denke ich da an die Handy-User, die gar keine Adressen zu sehen bekommen &#8211; und natürlich an alle, für die &#8222;URLS&#8220; noch nie ein Thema waren.</p>
<h2>2. Das stabilste Ärgernis: Ich soll auf WordPress.com einloggen</h2>
<p>Wenn ich beim Kommentieren meine meistgenutzte Mailadresse eingebe, will mich jedes auf WordPress.com gehostete Blog dazu zwingen, dort einzuloggen. Das könnte ich nicht, selbst wenn ich wollte, denn den Account habe ich schon Anfang des Jahres gekündigt / gelöscht, was angeblich auch funktioniert hat. Normalerweise &#8211; so steht es jedenfalls geschrieben &#8211; müssten die Admins von WordPress.com meine Mailadresse nach 30 Tagen frei geben &#8211; tun sie aber nicht! So muss ich jedesmal zurück zum Kommentarfeld (wenn ich Pech habe, ist der Text verschwunden) und eine andere Mailadresse eintragen, die ich noch nie auf WordPress.com genutzt habe. NERVIG!!</p>
<h2>3. Die gewöhnliche IT-Nerverei: Scroll-Bug im aktuellen Firefox</h2>
<p>Als ich Stefan Pfeiffers aktuellen Blogpost <a href="https://stefanpfeiffer.blog/2026/10/12/asoziale-medien/" target="_blank" rel="noopener">Wie einstmals soziale Medien zu asozialen Medien verkommen sind</a> kommentierte, wollte ich auch die Formatierungswerkzeuge nutzen. Das stellte sich aber als schwierig heraus, was ich Stefan auch gleich <a href="https://stefanpfeiffer.blog/2026/10/12/asoziale-medien/#comment-139475" target="_blank" rel="noopener">im Kommentar</a> mitteilte:</p>
<blockquote><p>&#8222;Hier ist etwas kaputt! Wenn ich im Kommentar etwas hervorheben will (Anredename), um es zu fetten, springt die Ansicht schon beim Markieren ganz nach oben. Ich kann dann auch nicht schnell wieder runter scrollen, jedenfalls nicht, indem ich den Scrollbalken schnell nach unten ziehe – nur scrollen mittels Maus funktioniert. Wenn ich dann fette, springt es erneut nach ganz oben! (aktueller Firefox auf PC)&#8220;</p></blockquote>
<p>Wie ich schon bald merkte, war nicht Stefans Blog schuld, denn das nervige Spring-Verhalten setzte sich auf eigenen Seiten fort. Es muss also wohl ein Bug im aktuellen Firefox sein, jedenfalls hab ich es erst heute erlebt, nachdem ich das Update eingespielt hatte.</p>
<p>***</p>
<ul>
<li class="entry-title"><a href="https://behindblueeyes.de/cloudflare-lavalampen-verschluesselung" target="_blank" rel="noopener">Eine Wand aus Lavalampen und die Sicherheit im Internet (BehindBlueEyes.de)</a></li>
<li><a href="https://ichsagmal.com/rauchen-gefaehrdet-ihre-gesundheit-aufhoeren-den-bundeshaushalt-bundeskanzler-larsklingbeil/" target="_blank" rel="noopener">Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit. Aufhören den Bundeshaushalt. @Bundeskanzler #LarsKlingbeil (ichsagmal.com)</a></li>
</ul>
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