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		<title>Vogelperspektive</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Nov 2012 18:43:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Die GoPro ist eine beliebte Actionkamera. Sie ist klein, leicht und liefert im neueren Modell HD-Aufnahmen, die man auf vielen Extremsportvideos bestaunen kann.</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Die GoPro ist eine beliebte Actionkamera. Sie ist klein, leicht und liefert im neueren Modell HD-Aufnahmen, die man auf vielen Extremsportvideos bestaunen kann.</p>
<p>Wie das so ist, hat alles immer zwei Seiten. Die Kompaktheit und das geringe Gewicht ermöglichen, diese Kamera überallhin mitzunehmen &#8211; was den potentiellen Nutzerkreis aber auch vergrößert. In diesem Video hat der stolze Besitzer dieser 250€ teuren Actionkamera das Nachsehen, als eine Möwe sich das Gerät mal näher anschauen möchte.</p>
<p><iframe width="620" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/rIu5B3Fsstg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Leider muss ich euch enttäuschen. So sehr man es sich auch wünscht &#8211; dieser Clip riecht einfach zu sehr nach einer viralen Kampagne. Wie sonst könnte man die viel beworbene &#8220;Vogelperspektive&#8221; besser veranschaulichen? Außerdem scheint der Macher des Videos, der Slowene Lukas Karasek, alles andere als unbegabt im Bereich der Videobearbeitung sein, was ein Blick in seinen Zauberkasten auf YouTube verrät.</p>
<p>Wo ist eigentlich mein Handy? Ich könnte schwören, dass es gerade noch neben mir auf der Fensterbank lag&#8230;?!</p>
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		<title>Unterricht: Mit Störungen umgehen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 23:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Handy]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Lehrer sein ist manchmal nicht einfach. Das sagen zumindest die Lehrer. Der größte Stressfaktor für Wissensvermittler sind laut einer nie gemachten Studie &#8220;Störungen&#8221; im Unterricht. Diese Störungen können alle möglichen Ursachen haben &#8211; meistens kommen sie jedoch von den Schülern&#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lehrer sein ist manchmal nicht einfach. Das sagen zumindest die Lehrer. Der größte Stressfaktor für Wissensvermittler sind laut einer nie gemachten Studie &#8220;Störungen&#8221; im Unterricht. Diese Störungen können alle möglichen Ursachen haben &#8211; meistens kommen sie jedoch von den Schülern oder Studenten. Dabei ist es egal, ob man an eine Grundschule oder Hochschule schaut: Erheblich für Störungen ist die Klassen- oder Kursgröße und der &#8220;Anstand&#8221; der Teilnehmer.</p>
<p>Dass man während des Unterrichts nicht aufspringt und rumschreit oder sich nackt auszieht scheint allgemeiner Konsens im Bereich &#8220;Anstand&#8221; zu sein. In vielen anderen Dingen gehen allerdings die Vorstellungen von Unterrichtenden und Unterrichteten auseinander. Waren früher vor allem private Unterhaltungen, Kaugummikauen und piepende Digitaluhren ein rotes Tuch für Dozenten, so sind es heute vor allem Handys, die den Unterrichtsablauf nachhaltig stören. Der Umgang mit solchen Störungen mag vielseitig sein, dürfte aber im Endeffekt mit Don Quijotes berühmtem Kampf gegen Windmühlen verglichen werden können.</p>
<p>Dementsprechend greifen die Dozenten zu drastischeren Maßnahmen, die ihren Ursprung in der &#8220;Zero-Tolerance&#8221;-Politik des früheren New Yorker Bürgermeisters Giuliani haben könnte. Keine Toleranz gegenüber Störungen der öffentlichen Ordnung. Eine gewisse Komik ist trotz oder gerade wegen der übertriebenen Maßnahmen nicht von der Hand zu weisen.</p>
<p>Bloß nicht aus dem Konzept bringen lassen heißt es in China:<br />
<iframe width="620" height="465" src="http://www.youtube.com/embed/q9cbM18bTj4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ein Lehrer aus Brasilien hat genug vom klingelnden Handy und greift zur naheliegendsten Lösung:<br />
<iframe width="620" height="465" src="http://www.youtube.com/embed/NOSPDRSFzno" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch in Spanien scheinen Störungen unwillkommen zu sein, vor allem wenn der Störenfried schon letztes Semester vorgewarnt wurde:<br />
<iframe width="620" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/YBB7qnXmQAs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Was ist das Schlimmste am Älterwerden?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 00:55:49 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Im Rahmen unseres Interviewprojektes stellen wir Menschen Fragen. Eine dieser Fragen ist &#8220;Was ist das Schlimmste am Älterwerden?&#8221;. Eine Künstlerin aus Korea antwortete darauf:</p>
<blockquote><p>
&#8220;Als ich Kind war, hatte ich keine Angst, etwas Neues anzufangen. Aber jetzt bin ich</p></blockquote><p>&#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen unseres Interviewprojektes stellen wir Menschen Fragen. Eine dieser Fragen ist &#8220;Was ist das Schlimmste am Älterwerden?&#8221;. Eine Künstlerin aus Korea antwortete darauf:</p>
<blockquote><p>
&#8220;Als ich Kind war, hatte ich keine Angst, etwas Neues anzufangen. Aber jetzt bin ich 29 und empfinde Angst davor, zu experimentieren oder etwas Neues zu versuchen. Das frustriert mich.&#8221;</p></blockquote>
<p>Könnt ihr das nachvollziehen? Was ist eure Angst bezüglich des Älterwerdens?</p>
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		<title>Musikfestival: Midi Peking</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Nov 2012 18:03:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.midimidi.cn/html/midimusic/">Midi Modern Music Festival</a> in Peking ist mit 80.000 Besuchern das mittlerweile größte Rockfestival Chinas. Es wird von der <a href="http://www.midischool.com.cn/introduce_E.htm">Beijing School of Music</a> veranstaltet und existiert seit 1997. Zu Beginn fand das Festival noch auf dem Gelände&#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.midimidi.cn/html/midimusic/">Midi Modern Music Festival</a> in Peking ist mit 80.000 Besuchern das mittlerweile größte Rockfestival Chinas. Es wird von der <a href="http://www.midischool.com.cn/introduce_E.htm">Beijing School of Music</a> veranstaltet und existiert seit 1997. Zu Beginn fand das Festival noch auf dem Gelände der Hochschule statt, doch es wurde immer größer und zog 2006 in den Haidan Park um.</p>
<p><iframe width="640" height="480" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="https://maps.google.de/?ie=UTF8&amp;t=m&amp;ll=39.985637,116.286292&amp;spn=0.015783,0.027466&amp;z=15&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="https://maps.google.de/?ie=UTF8&amp;t=m&amp;ll=39.985637,116.286292&amp;spn=0.015783,0.027466&amp;z=15&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Größere Kartenansicht</a></small></p>
<p>Im Jahr 2003 spielte das erste Mal ein ausländischer Act auf dem Festival, und zwar die japanische Band Brahman. Sie wurde von einigen Zuschauern angegriffen und mit Gegenständen beworfen. Mittlerweile hat das Festival 5 Bühnen mit insgesamt über 100 Bands, davon 18 ausländische wie Alev, Monokino, Yokohama Music Association, The Wombats, The Mayflies, Crimea, Kava Kava, The Soundtrack of Our Lives sowie Dave Stewart von Eurythmics.</p>
<p>Normalerweise findet das Festival jährlich vom 1. bis 3. Mai statt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>What was her name?</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 02:24:59 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>What was her name? Eine Antwort auf diese Frage bleibt der Song schuldig. Hätte man sich ja denken können, schließlich geht es um kein munteres Kennenlernspiel. Aber auch, wenn der Song die Antwort auf eine solch brennende Frage nicht gibt, so macht er mit seinen wummernden Bässen, den verzerrten Stimmen und dunklen Tönen zumindest eins unmissverständlich klar: Ich bin Electroclash, ich bin Industrial, ich bin Acid! </p>
<p>Mag jemand den Track in seinem Erscheinungsjahr 2004 zunächst nicht als massentauglich abgetan haben, so hat er beim Lesen der Namen auf dem Cover nochmal genauer hingehören müssen: Die hochkarätige Kooperation besteht aus dem britischen Techno-DJ Dave Clarke und dem münchner Kunstkollektiv Chicks on Speed. Je nach Musikgeschmack und Subkulturzugehörigkeit kann man mit diesen Namen durchaus etwas anfangen.</p>
<p>Dave Clarke war schon Anfang der Neunziger ziemlich aktiv, wenn nicht sogar der in Großbritannien Aktivste, im Bereich Technoproduktion. 1992 gründete er mit seiner Frau das Label Magnetic North; seit 2001 erscheinen seine Platten jedoch beim britischen Label Skint. Seine Remixe großer Bands sind berühmt, als Resident DJ in weltbekannten Clubs in Großbritannien, Belgien und Spanien gewann er weiter an Ansehen.</p>
<blockquote><p>&#8220;I may be established but I&#8217;ll never be establishment.&#8221; sagte Clarke 2005.</p></blockquote>
<div id="attachment_3457" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-3457" title="chicks on speed" src="http://www.denkfabriq.de/wp-content/uploads/2012/10/370315657_6add22a1fa_z.jpg" alt="" width="640" height="397" /><p class="wp-caption-text">Foto veröffentlicht von eric.nyc (Flickr) unter einer CC-Lizenz</p></div>
<p>Die Chicks on Speed sind demgegenüber nicht nur auf Musik gebürstet, sondern beschäftigen sich mit allem möglichen Kunstkram. Die damaligen Kunststudentinnen Kiki Moorse (München), Melissa Logan (New York) und Alex Murray-Leslie (Australien) zu Beginn Ihrer Zusammenarbeit als Performance-Künstler auf, wandten sich dann aber zunehmend der Musik zu. Bald schon machten Sie sich u.a. durch Kooperationen mit DJ Hell einen Namen. Dass die Chicks aber immer noch mehr als &#8220;nur&#8221; Musikerinnen sind, zeigen sie i Ausstellungen, Video- und Performancekunst wie auch Design. Doch nun zurück zur Ausgangsfrage:</p>
<blockquote><p>&#8220;She&#8217;s in parties. What was her name? She&#8217;s in parties. Can she play the game?&#8221;</p></blockquote>
<p>Seht selbst:</p>
<p><iframe width="640" height="480" src="http://www.youtube.com/embed/Ht6_-_txEBg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Von diesem Track gibt es einen LFO Remix. Etwas schneller &amp; elektronischer.</p>
<p><iframe width="640" height="480" src="http://www.youtube.com/embed/RCzIxsaysRA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Quellen &amp; Weiterlesen:</em></p>
<ul>
<li>Wunderbarer Artikel über die <a href="http://www.laut.de/Chicks-On-Speed">Chicks on Speed</a> bei laut.de</li>
<li>Biografie und viele Infos über die Chicks on Speed bei <a href="http://www.allmusic.com/artist/mn0000110501">allmusic</a>.</li>
<li><a href="http://www.chicksonspeed.com/">Chicks on Speed Homepage</a>.</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chicks_on_Speed">Chicks on Speed</a> in der deutschen Wikipedia.</li>
<li><a href="http://www.daveclarke.com/">Dave Clarke</a>&#8216;s Homepage.</li>
<li>Dave Clarke in der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dave_Clarke_%28techno_DJ%29#cite_note-Bio-9">englischen</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dave_Clarke">deutschen</a> Wikipedia.</li>
</ul>
<p>Titelfoto veröffentlicht von Philippe Leroyer (Flickr) unter einer CC-Lizenz.</p>
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		<title>Kurzfilm: Online Now</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 18:29:59 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war neulich nach Längerem mal wieder auf der Kurzfilmplattform <a href="http://www.vimeo.com" target="_blank"><em>Vimeo</em></a> unterwegs. Wie auf allen Online-Plattformen ist das Angebot überwältigend groß. Den Film &#8220;Online Now&#8221; spielte ich  eigentlich nur ab, weil er so viele <em>Likes</em> hatte. Das Thema <em>Mensch und Internet</em> ist immerhin ausgelutschter als ein fast fertiggelutschtes Bonbon.  Aber über 1700 anerkennende Klicks konnten ja nicht Unrecht haben. Der Schwarm zeigt einem, was gut ist im Netz.</p>
<p>Und so war es dann auch. Zwischen unzähligen geöffneten Tabs schaffte es der Film, meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen. Er ist einfach gut gemacht. Die Geschichte dreht sich mal wieder um uns &#8211; uns Menschen und unser Ego bzw. die Verlängerung des menschlichen Egos in der virtuellen Welt. Der Cyberspace nimmt immer mehr Raum im sozialen Leben der Menschen ein.</p>
<p>Dies wird einem schon nach den ersten 30 Sekunden des Films absolut bewusst. Das erschreckende ist: Fast jeder von uns hat schon eine Situation erlebt, in der er schweigsam mit Freunden in einem Raum saß und auf irgendwelchen Tasten oder Touchscreens rumtippte. Vielleicht kichert ihr dabei auch manchmal albern und findet das ganz normal, weil das alle machen. Vielleicht stehlt ihr euch ja regelmäßig trotz der Anwesenheit anderer in die Parallelwelt Internet. Vielleicht tut ihr das ja gerade jetzt? Schaut euch um: Ist eine andere Person im Raum? Und ja: Mitbewohner oder Partner zählen auch!</p>
<p>Aber die Menschen werden durch das Internet ja nicht unsozialer &#8211; ganz im Gegenteil! Es gab bei Weitem unsozialere Erfindungen als das Internet. Das Fernsehen beispielsweise ist der Kommunikationskiller überhaupt. Im sozialen Web kommuniziert man zwar nicht mit den Anwesenden, aber zumindest mit <em>irgendwem</em>. Beim Fernsehen ist man passiver Konsument, fernab von jeglicher Interaktion geschweige denn Kommunikation. Als in den USA einmal einen ganzen Abend lang flächendeckend der Strom ausfiel, wussten die Menschen nichts mehr mit sich anzufangen. Sie mussten sich plötzlich miteinander beschäftigen. Das <em>miteinander beschäftigen</em> nahmen einige vielleicht allzu wörtlich &#8211; jedenfalls wurde neun Monate später ein deutlicher Anstieg der Geburtenraten in dieser Region registriert. So ist es halt, wenn man Menschen sich selbst überlässt. Sie werden wieder menschlicher.</p>
<p>Sechs von zehn nordrhein-westfälischen Schulkindern gaben an, dass der Unterschied zwischen der <em>Zivilisation</em> und dem <em>Urmensch</em> unter anderem das Fehlen des Fernsehers bei Letzterem ist. Für sich genommen ist das nicht falsch&#8230;</p>
<p>Zurück zum Internet: Ich frage mich, ob Menschen jemals so viel Zeit mit sozialer Interaktion verbracht haben wie heute. Diese Interaktion findet eben nur woanders statt &#8211; also nicht zwischen Menschen, die sich gegenübersitzen, sondern zwischen Menschen an weit entfernten Orten, in <em>Echtzeit</em> oder auch <em>zeitversetzt</em>.</p>
<p><a href="http://www.pocketjakes.com" target="_blank"><em>Pocket Jakes</em></a> (Produktion) hat zusammen mit <a href="http://www.dop.ca" target="_blank"><em>Pasha Patriki</em></a> (Kamera), Miami Nights 1984 (Soundtrack) und <a href="http://www.tattersallsound.com" target="_blank"><em>Tattersall Sound &amp; Picture</em></a> (Vertonung) ganze Arbeit geleistet. Der knapp zwölf Minuten lange Streifen hat eine erstaunliche Qualität, und zwar nicht nur weil größtenteils die Kamera Red One zum Einsatz kam. Die FilmemacherInnen verstehen ihr Handwerk! Die Schlussszene wurde mit einer Red Epic gedreht. Die Webcam-Perspektive sieht man aus einem iphone 4s.</p>
<p>Besonders mag ich an dem Film die ineinander übergehenden Szenen, die vielen verschiedenen Charaktere und Situationen. Mir wurde klar, in welchem Ausmaß die menschliche Gegenwart eigentlich ins Netz verlagert wird. Das Internet mutiert nicht nur zum Gehirn der Menschheit sondern auch zu ihrem Schauplatz und ihrer Lebensrealität. Inmitten dieses ganzen &#8220;Online-seins&#8221; führt uns der Film vor allem eins vor Augen: Unsere Menschlichkeit.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/42857970?portrait=0" width="600" height="338" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
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		<title>Afrobeat: Afrodisco</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jul 2012 23:29:58 +0000</pubDate>
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<p>Die Band &#8220;Orgone&#8221; aus Los Angeles besteht bereits seit Jahren. Aus gewissem Hang zum Spirituellen gaben sie sich diesen Namen, der &#8220;natürliche Kreativität&#8221; oder auch &#8220;universelle Lebenskraft&#8221; oder &#8220;kosmische Energie&#8221; bedeutet. Es ist ihnen wichtig, das Beste aus ihren&#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="100%" height="250" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F21023&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=ff7700"></iframe></p>
<p>Die Band &#8220;Orgone&#8221; aus Los Angeles besteht bereits seit Jahren. Aus gewissem Hang zum Spirituellen gaben sie sich diesen Namen, der &#8220;natürliche Kreativität&#8221; oder auch &#8220;universelle Lebenskraft&#8221; oder &#8220;kosmische Energie&#8221; bedeutet. Es ist ihnen wichtig, das Beste aus ihren individuellen musikalischen Talenten zu machen und diese wiederum in ein gutes Zusammenspiel einfließen zu lassen. Als ich mir ihre 5 aktuellen Tracks anhörte, hat mich diese Symbiose aus Afrobeat und Funk, aber auch moderneren Elementen, völlig eingenommen. Orgone hat einein eigenen Sound, den ihr euch in einer ruhigen Minute auf dem Sofa &#8211; oder besser noch in der Hängematte &#8211; gönnen solltet.</p>
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		<title>Fat Tax: Dänemarks Kampf gegen das Übergewicht</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 11:37:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: left;">Dänemark scheint seine Probleme nicht nur besprechen, sondern auch lösen zu wollen. Nachdem eine Studie der OECD den Dänen bescheinigte, dass ihre Lebenserwartung unter dem OECD-Durchschnitt von 79 Jahren lag, wurden Maßnahmen getroffen. In einem Paket, dessen ehrgeiziges&#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Dänemark scheint seine Probleme nicht nur besprechen, sondern auch lösen zu wollen. Nachdem eine Studie der OECD den Dänen bescheinigte, dass ihre Lebenserwartung unter dem OECD-Durchschnitt von 79 Jahren lag, wurden Maßnahmen getroffen. In einem Paket, dessen ehrgeiziges Ziel die &#8220;Verbesserung der Lebenserwartung&#8221; war, verabschiedete das dänische Parlament im März 2011 mit großer Mehrheit unter anderem die Einführung einer FAT TAX: Einer Steuer auf fettreiche Lebensmittel. So werden nun Lebensmittel, die mehr als 2,3% gesättigte Fettsäuren enthalten, mit einer zusätzlichen Steuer belegt. Darunter fallen einige industriell hergestellte Nahrungsmittel und auch Butter, Milch, Käse, Fleisch, Öl, Pizza usw. Immerhin 2,15€ werden pro Kilogramm Fett in einem Produkt aufgeschlagen.<span id="more-2778"></span></p>
<p>Für viele Produzenten solcher Nahrungsmittel ist es nicht nur ein finanzieller, sondern auch ein bürokratischer Albtraum. Für die Menschen dürfte es jedoch auf lange Sicht ein Gewinn sein. Auch wenn in Dänemark kurz vor Einführung der neuen Steuer Hamsterkäufe von fettreichen Lebensmitteln stattgefunden haben, wird diese Steuer ihre Lenkungsfunktion bald entfalten und den Konsum fettreicher Nahrung verringern. Langfristig dürfte dieser steuerliche Kampf gegen das Übergewicht nicht nur Geld in die Staatskasse spülen, sondern auch das Gesundheitssystem entlasten.</p>
<p>Einige Wissenschaftler kritisieren, gesättigte Fette seien das falsche Ziel dieses steuerlichen Gesundheitswahns. &#8220;Salz, Zucker und raffinierte Kohlenhydrate&#8221; seien die eigentlich gefährlichen Stoffe. Diese Argumentation übersieht jedoch, dass an einem bestimmten Punkt angesetzt werden muss, wenn man das Konsumverhalten der Menschen hin zu guten und gesunden Lebensmitteln lenken möchte. Aufklärungskampagnen und Ernährungsberatungen, beispielsweise in Schulen, könnten ein weiterer Schritt in die eingeschlagene Richtung sein.</p>
<p>&#8220;Höhere Steuern auf Zucker, Fett und Tabak sind wichtige Schritte hin zu einer Steigerung der Lebenserwartung in Dänemark&#8221; sagte Gesundheitsminister Axel Jakob Nielsen bei der Einführung dieser Idee im Jahr 2009. &#8220;Gesättigte Fette können Herzkrankheiten und Krebs zur Folge haben.&#8221; sagte er weiter.</p>
<p>Auch Ungarn verabschiedete im September 2011 eine als &#8220;Hamburger-Gesetz&#8221; bekannt gewordene Regelung, die erhöhte Steuern auf  Nahrungsmittel wie Limonade, Backwaren, Salzgebäck und Aromen vorschreibt.</p>
<p>Man darf gespannt sein, ob das erklärte Ziel, die durchschnittliche Lebenserwartung in Dänemark in den nächsten 10 Jahren um drei Jahre zu steigern, erreicht wird. In Deutschland wird das sicherlich nicht geschehen.</p>
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		<title>Kurzfilm: Kein Zutritt</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 23:42:04 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Franck, Hugo und Philippe wollen auf eine Party. Schnell gehen sie noch in einen Kiosk, um etwas zu trinken zu kaufen &#8211; schließlich wollen sie nicht mit leeren Händen aufkreuzen. Wer feiert überhaupt und was wird gefeiert? Das ist erstmal nicht so wichtig. Wichtig ist, dass sicher viele Frauen da sind; ist doch klar, wenn 3 Mädels feiern! Konzentrieren müssen sich die Jungs nun darauf, möglichst als gute Bekannte aufzutreten. Nicht auszudenken, wenn sie abgewiesen würden!</p>
<p>Ein schöner Kurzfilm von ARTE France aus dem Jahr 2011.<span id="more-2774"></span></p>
<p><object id="playerArte" width="450" height="303" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="src" value="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;lang=de&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Fkein%5Fzutritt%2D6646598%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;admin=false&amp;mode=prod&amp;videoId=6646598&amp;autoPlay=true&amp;localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;embed=true&amp;autoPlay=false" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="pluginspage" value="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" /><embed id="playerArte" width="450" height="303" type="application/x-shockwave-flash" src="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;lang=de&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Fkein%5Fzutritt%2D6646598%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;admin=false&amp;mode=prod&amp;videoId=6646598&amp;autoPlay=true&amp;localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;embed=true&amp;autoPlay=false" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" quality="high" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" /></object></p>
<p>In seinen 14 Minuten zeigt er, dass eine Party nicht immer nur ausgelassene Stimmung bedeuten muss. Eine Party ist vielmehr ein Gefühl und Gefühle können sich plötzlich ändern. Schließlich sind sie absolut stimmungsabhängig. Dies erfährt Franck am eigenen Leib, als er plötzlich keinen Bock mehr auf das ganze Theater hat. Als er kurz mit einem Freund in den Hausflur geht, um sich zu unterhalten, entwickelt sich eine Situation, in der sich Gewalt mit Hilflosigkeit und Ohnmacht mischt. Als ein anderer Partygast im Hausflur übel zusammengeschlagen wird, knallen die anderen Partygäste die Tür zu &#8211; wohl in der Hoffnung, dass nichts passiert, wenn man es nur nicht sieht. Franck versucht panisch, wieder in die Wohnung hineinzukommen, doch die Tür bleibt verschlossen, auch als er selbst beinah zum Opfer wird. Man tut so, als ginge einen das alles nichts an, als habe man nichts damit zu tun. Das alte Thema des &#8220;Wegschauens&#8221; wird hier neu und authentisch nacherzählt.</p>
<p>Als die Schläger verschwunden sind und ein gebrochener Mann wimmernd im Hausflur liegt, öffnet sich die Tür plötzlich wieder. Musik dringt in den Flur, der Geruch von Parfum, Alkohol und Zigaretten. Einige Partygäste sind betroffen, als sie das Opfer sehen. Es mag dieselbe Betroffenheit sein, die man in Europa empfindet, wenn man ein verhungerndes Kind in der dritten Welt sieht oder einen Obdachlosen vor einem Juweliergeschäft in der Innenstadt. Dann wirft man vielleicht einen Euro hin oder spendet etwas Geld &#8211; oder auch nicht, denn es sei ja ohnehin nicht sicher, ob es auch wirklich dort ankommt. Eine schlechte Welt ist das!</p>
<p>So wird auch das Opfer der Gewalt zurück auf die Party geholt und auf einen Stuhl gesetzt. Einige sind pflichtbewusst empört. Franck jedenfalls hat die Schnauze voll. Er will nach Hause &#8211; trotz der hübschen Mädels, seiner Kumpels mit einer Flasche Gin und der ausgelassenen Stimmung zu den Ragga-Beats. Er möchte einfach nur weg, weg von diesem Unechten, weg von dieser Ignoranz. Weg, wie manchmal so viele von uns.</p>
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		<title>Europatag</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 21:24:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Der 9. Mai ist Europatag! Im Allgemeinen wird diesem Tag jedoch wenig Beachtung geschenkt. In den Medien dient er allenfalls als lässiger Aufhänger, als Anmoderation für die nächste Pointe im Radio. Er scheint sich einzureihen irgendwo zwischen dem Weltspartag und&#8230;</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der 9. Mai ist Europatag! Im Allgemeinen wird diesem Tag jedoch wenig Beachtung geschenkt. In den Medien dient er allenfalls als lässiger Aufhänger, als Anmoderation für die nächste Pointe im Radio. Er scheint sich einzureihen irgendwo zwischen dem Weltspartag und No-Pants-Day. Eine solch geringe Beachtung hat dieser Tag nicht verdient, macht er uns doch auf diesen so wertvollen Prozess der Europäischen Einigung aufmerksam. Eine Errungenschaft, die wir feiern sollten &#8211; und zwar gebührend!</p>
<p>Dies fand auch der Verfasser des folgenden Briefes. Danke!</p>
<p><em>&#8220;Sehr geehrte Herren,<span id="more-2770"></span></em></p>
<p><em>wie Sie wissen, liegt es mir grundsätzlich fern, Wünsche konventioneller Art auszusprechen oder per elektronischem Postverkehr die Aufmerksamkeit auf vermeintlich &#8220;Wichtiges&#8221; zu lenken. Allerdings gibt es Ausnahmen. Deshalb wünsche ich Euch allen einen </em></p>
<p><em>schönen EUROPATAG!</em></p>
<p><em>Heute, am 9. Mai, begehen wir den Europatag, der leider, zu meinem großen Mißfallen, noch immer nicht zum nationalen Feiertag erklärt wurde. Auch in den Medien findet der Europatag kaum Beachtung.</em></p>
<p><em>Eingedenk unserer Väter, Großväter und Urgroßväter, mögen wir uns glücklich schätzen, dass heute vor 62 Jahren zwei Männer (Jean Monnet und Robert Schuman) mit der sog. Schuman-Erklärung eine Entwicklung in Gang gesetzt haben, die ein weiteres und wiederholtes gegenseitiges Abschlachten zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bis heute vermieden hat. Dies sollte mindestens einmal jährlich in Erinnerung gerufen und gewürdigt werden. Das gilt umso mehr, wenn sich die allgemeine Aufmerksamkeit momentan auf die materiellen </em></p>
<p><em>Teilaspekte der europäischen Integration beschränkt.</em></p>
<p><em>Möge der Friede auch weiterhin mit uns sein.&#8221;</em></p>
<p>Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. In diesem Sinne. Einen SCHÖNENEUROPATAG!<em><br />
</em></p>
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