<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?><!--Generated by Site-Server v@build.version@ (http://www.squarespace.com) on Fri, 31 Jul 2026 14:33:24 GMT
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feministische Kritik kaltzustellen: Er macht sie zur Privatsache. Plötzlich 
sind Geschlechterungleichheiten kein gesellschaftliches Problem mehr. Alles 
ist nur noch das, was du ganz individuell wählst.]]></description><content:encoded><![CDATA[<p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Der Neoliberalismus nutzt einen fast schon brillanten Trick, um feministische Kritik kaltzustellen: Er macht sie zur Privatsache. Plötzlich sind Geschlechterungleichheiten kein gesellschaftliches Problem mehr. Alles ist nur noch das, was du ganz individuell wählst. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Was wir früher als strukturelle Nachteile und Zwang kritisierten, verkauft man uns heute als „freie Wahl“ der einzelnen Frau.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Schönheits-OPs: </strong></h2><h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Freie Wahl oder erzwungene Anpassung?</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true">Schauen wir auf die Schönheitsindustrie. Ein Markt, der allein in Deutschland jährlich Hunderte Millionen Euro umsetzt – und bei dem <strong>ca. 90 % der Patienten weiblich</strong> sind (3). </p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch heute wird das unter den Scheffel der Individualisierung und damit Selbstbestimmung gestellt. Wenn eine Frau sich „freiwillig“ die Nase verkleinern, die Lippen aufspritzen oder die Brüste vergrößern will, dann ist das ihre Sache. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Ihr Körper, ihre Regeln. Punkt.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Klingt progressiv. Ist es aber nicht.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Natürlich gibt es Frauen, die solche Eingriffe als echtes Empowerment erleben und sich danach stärker fühlen. Das spreche ich niemandem ab. Doch <strong>diese Logik blendet komplett aus, warum wir bestimmte Körper überhaupt so massiv unter Druck setzen</strong>. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Sie fragt nicht, warum Frauen praktisch gezwungen sind, „jung“ und „attraktiv“ auszusehen, um überhaupt Karriere zu machen. Sie fragt nicht, warum Falten bei Männern Charakter zeigen, bei Frauen aber als Makel gelten, den sie beheben müssen.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/4obO913"><strong><u>Die Erschöpfung der Frauen</u></strong></a><a href="https://amzn.to/4obO913">:</a> (#Affiliate-Link/Anzeige) Wider die weibliche Verfügbarkeit | »Eine Kampfschrift im besten Sinn.« Süddeutsche Zeitung</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Mehr als patriachalische Strukturen</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true">Stattdessen tun wir so, als würden Frauen selbstbestimmt handeln. Die Wirtschaft verkauft uns das als Befreiung: „Du tust das nur für dich.“ Wer anmerkt, wie radikal der Markt hier zugreift, stört die schöne Geschichte.</p>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3885066483?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Feministische Theorien zur Einführung" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/31iE5p02gSL._SL500_.jpg" alt="Feministische Theorien zur Einführung"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3885066483?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Feministische Theorien zur Einführung" target="_blank">Feministische Theorien zur Einführung</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3150144493?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Die Geschichte der Frauenbewegung: Karl, Michaela - die Entwicklung von Feminismus, Genderthemen und Gleichberechtigung - 14449 - Aktual. und erw. Ausgabe 2023 (Reclams Universal-Bibliothek)" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41pExxtp22L._SL500_.jpg" alt="Die Geschichte der Frauenbewegung: Karl, Michaela - die Entwicklung von Feminismus, Genderthemen und Gleichberechtigung - 14449 - Aktual. und erw. Ausgabe 2023 (Reclams Universal-Bibliothek)"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3150144493?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Die Geschichte der Frauenbewegung: Karl, Michaela - die Entwicklung von Feminismus, Genderthemen und Gleichberechtigung - 14449 - Aktual. und erw. Ausgabe 2023 (Reclams Universal-Bibliothek)" target="_blank">Die Geschichte der Frauenbewegung: Karl, Michaela - die Entwicklung von Feminismus, Genderthemen und Gleichberechtigung - 14449 - Aktual. und erw. Ausgabe 2023 (Reclams Universal-Bibliothek)</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
    
  
  <p data-rte-preserve-empty="true">Denn wir haben es längst nicht mehr nur mit alten patriarchalen Normen zu tun. Der Postfeminismus nutzt den <strong>männlichen Blick</strong> (Male Gaze) nicht bloß stumpf weiter – er <strong>ökonomisiert</strong> ihn (kommodifizierter / kapitalistischer Male Gaze). Er transformiert Schönheit in einen knallharten ökonomischen Imperativ. </p><p data-rte-preserve-empty="true">“<em>Vielleicht kennst du diese einfache Situation: Du kommst ungeschminkt zur Schule oder Uni, während du normalerweise geschminkt bist. Wurdest du dann schon einmal darauf hingewiesen, dass du krank aussiehst?&nbsp;</em>” (Vita Corio)</p><p data-rte-preserve-empty="true">Der weibliche Körper wird zum „<span data-text-attribute-id="3c24163f-35dc-478f-8406-69bd8d25e037" class="sqsrte-text-highlight">Körper-Kapital</span>“, das Frauen auf dem Arbeitsmarkt und im Privatleben gewinnbringend managen, optimieren und in das sie investieren müssen.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Schönheits-OPs oder das figurfreundliche Sportprogramm sind damit selten eine freie Wahl – sie sind oft der verzweifelte Versuch (Selbsttechnologien), den <strong>eigenen Marktwert zu sichern</strong> und im kapitalistischen Verwertungskurs überhaupt anschlussfähig zu bleiben.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/402pFNs"><strong><u>Simone Weil: Philosophin der Freiheit</u></strong></a> (#Affiliate-Link/Anzeige)</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Hier zeigt sich die hässliche Fratze des „<strong>Marktfeminismus</strong>“: ein Zerrbild der Emanzipation, das Befreiung mit ökonomischem Erfolg und Marktgängigkeit verwechselt.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4mlNJU5"><strong>Intersektionaler Feminismus</strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Schwarzer und weißer Feminismus im Patriarchat: Wie feministische Bewegungen zusammenwirken - Ein Grundlagenbuch</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Definition: Postfeminismus</h2>


  










  
  <p data-rte-preserve-empty="true">Der Begriff klingt so, als sei die Zeit des Feminismus vorbei. Genau das ist aber nicht unbedingt gemeint. In der <strong>Wissenschaft wird der Begriff ganz unterschiedlich verwendet.</strong> Seit den 1980er-Jahren haben sich vor allem 3 Bedeutungen herausgebildet. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Welche Bedeutung zutrifft, hängt vom jeweiligen <strong>Zusammenhang</strong> ab. Deshalb muss immer genau geprüft werden, welche Vorstellungen von Gleichberechtigung, Weiblichkeit und Selbstbestimmung vermittelt werden. Die entscheidende Frage lautet nicht nur, ob eine Darstellung modern oder emanzipiert wirkt. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Wichtig ist: Stärkt sie tatsächlich die Selbstbestimmung – oder entstehen nur neue Formen von Druck und Anpassung?</p>


  












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          <span class="accordion-item__title">Postfeminismus als theoretische Weiterentwicklung</span>
          
            
              
                
                
              
            
          
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          <p data-rte-preserve-empty="true">Der Feminismus setzte sich mit Denkrichtungen wie der Postmoderne, dem Poststrukturalismus und dem Postkolonialismus auseinander.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Dabei geriet die Vorstellung eines einheitlichen Feminismus in die Kritik. Frühere Theorien gingen teilweise davon aus, dass alle Frauen ähnliche Erfahrungen machten und dieselben politischen Interessen hätten. Schwarze Feministinnen sowie Feministinnen aus dem Globalen Süden widersprachen dieser Sichtweise.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Ihr zentraler Einwand: <strong>Weiße Frauen aus westlichen Gesellschaften können nicht automatisch für alle Frauen sprechen.</strong> Denn Geschlecht wirkt nie isoliert. Erfahrungen werden auch durch Rassismus, soziale Herkunft, Kolonialgeschichte, sexuelle Orientierung, Behinderung oder Religion geprägt.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Ein differenzierter Feminismus fragt deshalb nicht nur: Was erleben Frauen?</p><p data-rte-preserve-empty="true">Sondern auch: Welche Frauen sind gemeint – und wer wird möglicherweise übersehen?</p><p data-rte-preserve-empty="true">Auch große Begriffe wie „Patriarchat“ wurden kritisch geprüft. Damit ist ein gesellschaftliches System gemeint, in dem Männer strukturell mehr Macht und Vorteile besitzen. Die Kritik besagt nicht, dass patriarchale Strukturen grundsätzlich nicht existieren. Sie fragt vielmehr, ob sie überall gleich funktionieren und von allen Frauen auf dieselbe Weise erlebt werden.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Postfeminismus steht in diesem Verständnis für einen <strong>selbstkritischeren Feminismus</strong>. Er erkennt Unterschiede an, hinterfragt die eigenen Grundannahmen und prüft, wer bisher zu wenig berücksichtigt wurde.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Allerdings bleibt diese Bedeutung des Begriffs in der Praxis unscharf. Nur wenige Wissenschaftlerinnen bezeichnen sich selbst als „Postfeministinnen“. Deshalb ist fraglich, ob es sich tatsächlich um eine eigenständige theoretische oder politische Richtung handelt.</p>
        
      

      
        
      

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          <span class="accordion-item__title">Postfeminismus als neue Phase</span>
          
            
              
                
                
              
            
          
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          <p data-rte-preserve-empty="true">Die zweite Perspektive versteht Postfeminismus als <strong>historische Weiterentwicklung des Feminismus</strong>.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Feministische Bewegungen werden häufig in Wellen eingeteilt. Die erste Welle kämpfte unter anderem für das Wahlrecht. Die zweite Welle konzentrierte sich stärker auf Familie, Arbeit, Sexualität und gesellschaftliche Macht. Danach entstanden weitere Bewegungen mit neuen Themen und Strategien.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Postfeminismus wird in diesem Modell als Phase nach dem Höhepunkt der zweiten Welle verstanden – etwa ab der Mitte der 1980er-Jahre. Der Feminismus soll nun moderner, individueller und weniger konfrontativ erscheinen. Teilweise wird er als „mädchenhaft“, „sexy“ oder besonders medientauglich dargestellt.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Man könnte sagen: Postfeminismus präsentiert sich als <strong>neues Update des Feminismus</strong>.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Damit wird die Vorstellung zurückgewiesen, nur der Feminismus der zweiten Welle sei politisch ernst zu nehmen. Stattdessen gilt Feminismus als beweglich und veränderbar. Neue Generationen dürfen neue Themen, Ausdrucksformen und politische Methoden entwickeln.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch auch diese Erklärung hat einen Haken: Wenn jede feministische Idee seit Mitte der 1980er-Jahre automatisch postfeministisch ist, wird der Begriff sehr ungenau. Dann ist kaum noch klar, worin der besondere Unterschied zu späteren feministischen Bewegungen liegt.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Warum sollte man also von Postfeminismus sprechen und nicht einfach von der dritten oder vierten Welle? Diese Frage wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass sich nur wenige Menschen ausdrücklich als postfeministisch bezeichnen.</p>
        
      

      
        
      

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          <span class="accordion-item__title">Postfeminismus als antifeministischer Backlash</span>
          
            
              
                
                
              
            
          
        </button>
      </h4>
      
        
          <p data-rte-preserve-empty="true">Gemeint ist eine gesellschaftliche Gegenreaktion auf feministische Erfolge. Sobald feministische Bewegungen mehr Rechte und Sichtbarkeit erreichen, entstehen häufig Kräfte, die diese Veränderungen zurückdrängen wollen. <strong>Dabei wird der Feminismus selbst zum Problem erklärt.</strong> Frauen sollen etwa glauben, ihre persönlichen oder sozialen Schwierigkeiten seien eine Folge der Emanzipation.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Typische Behauptungen lauten dann:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true">Frauen fänden wegen des Feminismus keinen passenden Partner.</p></li></ul><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true">Beruflicher Erfolg mache Frauen einsam.</p></li></ul><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true">Emanzipierte Frauen seien unglücklich.</p></li></ul><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true">Feminismus zerstöre traditionelle Beziehungen und Familien.</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true">Solche Vorstellungen arbeiten oft mit stereotypen Figuren, zum Beispiel mit der „unglücklichen Jungfer“ oder der „verbissenen Karrierefrau“. Medien und Populärkultur können diese Bilder verbreiten, indem sie Feminismus als übertrieben, unattraktiv oder lebensfremd darstellen.</p>
        
      

      
        
      

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</ul>





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                <img data-stretch="false" data-image="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6fb0d97b-7e8b-48c3-a28d-712630f990d2/8.png" data-image-dimensions="540x540" data-image-focal-point="0.5,0.5" alt="" data-load="false" elementtiming="system-image-block" data-sqsp-image-classic-block-image src="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6fb0d97b-7e8b-48c3-a28d-712630f990d2/8.png?format=1000w" width="540" height="540" sizes="(max-width: 640px) 100vw, (max-width: 767px) 100vw, 100vw" onload="this.classList.add(&quot;loaded&quot;)" srcset="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6fb0d97b-7e8b-48c3-a28d-712630f990d2/8.png?format=100w 100w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6fb0d97b-7e8b-48c3-a28d-712630f990d2/8.png?format=300w 300w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6fb0d97b-7e8b-48c3-a28d-712630f990d2/8.png?format=500w 500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6fb0d97b-7e8b-48c3-a28d-712630f990d2/8.png?format=750w 750w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6fb0d97b-7e8b-48c3-a28d-712630f990d2/8.png?format=1000w 1000w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6fb0d97b-7e8b-48c3-a28d-712630f990d2/8.png?format=1500w 1500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6fb0d97b-7e8b-48c3-a28d-712630f990d2/8.png?format=2500w 2500w" loading="lazy" decoding="async" data-loader="sqs">

            
          
        
          
        

        
      
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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Was ist Postfeminismus?</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true">Rosalind Gill (1) schlägt vor, Postfeminismus <strong>nicht als klar abgrenzbare Phase</strong> zu verstehen („erst Feminismus, dann Postfeminismus“), sondern als eine <strong>Sensibilität</strong>, die sich durch Medien, Popkultur und Alltagsdiskurse zieht. Sie identifiziert <span data-text-attribute-id="d3e1f9b3-3c3a-48d1-86ca-c22610701934" class="sqsrte-text-highlight">typische Merkmale</span> dieser postfeministischen Sensibilität:</p><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Extremer Individualismus</strong>: Frauen werden als komplett autonome Einzelwesen inszeniert, losgelöst von sozialer Klasse, Rassismus, Heteronormativität oder Care-Strukturen. </p><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Körperfixierung und Überwachung:</strong> Weiblichkeit wird primär über den Körper definiert – der Körper soll kontrolliert, optimiert, diszipliniert werden.&nbsp;Gerade die Überwachung von Frauen zeigt sich an vielen Beispielen auf Social Media und mündet in einem „System der Blicke“: Frauen bewerten andere Frauen ständig (unbewusst).</p><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Dauer-Selbstoptimierung</strong>: Das eigene Ich wird zum Projekt ohne Ende: schöner, schlanker, produktiver, gesünder, resilienter etc.</p><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Empowerment-Rhetorik</strong>: Jede Entscheidung wird in die Sprache von Freiheit und Empowerment gekleidet, egal, wie stark sie an alte Rollenbilder anschließt.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Entpolitisierung von Ungleichheit</strong>: Strukturelle Machtverhältnisse verschwinden aus dem Bild. Was bleibt, ist die einzelne „Choice“ der einzelnen Frau.&nbsp;</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true">Post-Anti-Feminismus</h3><p data-rte-preserve-empty="true">Postfeminismus ist <strong>nicht einfach „nur“ Antifeminismus</strong>. Er bedient sich feministischer Errungenschaften – etwa der Idee weiblicher Handlungsfähigkeit – und dreht sie so, dass sie perfekt zu neoliberalen Marktlogiken passen.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Eine Darstellung kann beispielsweise Selbstbestimmung, berufliche Unabhängigkeit und sexuelle Freiheit feiern. Gleichzeitig legt sie Frauen aber weiterhin darauf fest, jung, attraktiv, begehrenswert und möglichst erfolgreich in allen Lebensbereichen zu sein. So entsteht ein widersprüchliches Bild: Frauen gelten offiziell als frei und gleichberechtigt. Gleichzeitig wächst der Druck, alles gleichzeitig leisten zu müssen – Karriere, Beziehung, Familie, gutes Aussehen und persönliche Selbstoptimierung. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Oder zugespitzt: </p><p data-rte-preserve-empty="true">Der Feminismus hat Frauen Subjektstatus erkämpft. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Der Neoliberalismus macht aus diesem Subjekt ein „Ich-AG“-Projekt (neoliberale Subjektivierung).</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/4og4ySb"><strong><u>Die Geschichte der Frauenbewegung</u></strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) die Entwicklung von Feminismus, Genderthemen und Gleichberechtigung</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Sich selbst perfektionieren: </strong></h2><h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Ausbeuten, was sich wie Freiheit anfühlt</strong></h3>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3960603290?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Queere Theorien zur Einführung" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/318aNghZvCL._SL500_.jpg" alt="Queere Theorien zur Einführung"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3960603290?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Queere Theorien zur Einführung" target="_blank">Queere Theorien zur Einführung</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3110651718?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Einführung in die Gender Studies: 2. Auflage (De Gruyter Studium)" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/417s2VWIDKL._SL500_.jpg" alt="Einführung in die Gender Studies: 2. Auflage (De Gruyter Studium)"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3110651718?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Einführung in die Gender Studies: 2. Auflage (De Gruyter Studium)" target="_blank">Einführung in die Gender Studies: 2. Auflage (De Gruyter Studium)</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  <p data-rte-preserve-empty="true">Ähnlich läuft es, wenn Frauen sich ständig selbst äußerlich und innerlich verbessern sollen. Sei stark, erfolgreich, begehrt, gesund, produktiv und dabei optimistisch, resilient, gerecht, sanft. Brechen Frauen unter diesem Druck zusammen, sagt fast niemand: „<em>Dieses System zerstört Menschen.“ </em></p><p data-rte-preserve-empty="true">Stattdessen heißt es: Du musst besser auf dich achten&nbsp;– grenze dich selbstbestimmt ab&nbsp;– mach mehr Yoga&nbsp;– plane deine Zeit klüger.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Fakt ist: Frauen leisten in Deutschland pro Tag im Schnitt fast 44 % mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer (Quelle: <a target="_blank" href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_073_63991.h">Destatis</a>). Diese reale <strong>Dauerlast</strong> aus Lohnarbeit, Kinderbetreuung und ständiger Erreichbarkeit verwandelt unsere „Gesellschaft“ geschickt in eine Aufgabe, die du ganz allein managen musst. Die erschöpfte Frau leidet scheinbar nicht unter einem System – sie hat sich einfach „nicht gut organisiert“.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/47gYX7Y"><strong>Feminismus</strong></a> (#Affiliate-Link/Anzeige) – Basiswissen Politik/Geschichte/Ökonomie</p><p data-rte-preserve-empty="true">Das ist schlichtweg eine <strong>Psychologisierung struktureller Missstände</strong>. Anstatt das kapitalistische System anzuklagen, das Care-Arbeit entwertet, wird das Problem in ein privates, psychisches Defizit (mangelnde Resilienz, Autoaggression, Selbstwertprobleme) umgedeutet. Mehr erfahren » <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/mankeeping"><u>Mankeeping</u></a></p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Und das Perfideste daran? Es klappt!</p><p data-rte-preserve-empty="true">Frauen, die erfolgreich sind – ob jetzt in der Berufswelt oder in der Psychotherapie&nbsp;– werden als Beweis dafür herangezogen. Sie werden zu Vorbildern, zu Inspirationen. Nicht als Zeichen struktureller Veränderung, sondern als Beweis, dass alles möglich ist, wenn man sich nur genug anstrengt (<em>Pseudo-Agency)</em>.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Die <strong>Millionen von Frauen, die nicht (gesellschaftskonform) erfolgreich sind</strong>, verschwinden aus diesem Narrativ. Sie werden zu Versagerinnen, zu Frauen, die sich nicht genug angestrengt haben, die nicht emanzipiert genug sind, die sich nicht ausreichend abgrenzen, die zu sensibel sind.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Simone Weil: <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/3IbTdlw"><strong><u>Über die Ursachen von Freiheit und gesellschaftlicher Unterdrückung</u></strong></a> (#Affiliate-Link/Anzeige)</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Die intersektionale Blindheit</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Besonders problematisch ist, dass dieser Marktfeminismus <strong>intersektionale Realitäten</strong> ignoriert. Der Feminismus, der sich auf <span data-text-attribute-id="ed30a839-8074-4013-a859-01fb51ebd71c" class="sqsrte-text-highlight">erfolgreiche, bürgerliche, gebildete, weiße Frauen </span>konzentriert, ist kein Feminismus. Er ist eine <strong>Klassenideologie </strong>(Meritokratie). Vgl. <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/soziale-umwelt-gesundheit"><u>Soziale Umwelt (Exposom) &amp; Gesundheit</u></a> – arm in der Kindheit, krank im Alter</p><p data-rte-preserve-empty="true">Eine Frau mit Migrationshintergrund, eine Frau mit Behinderung, eine Frau in Armut – sie kann sich nicht einfach „reinhängen“ und erfolgreich werden. Sie kann sich auch nicht einfach von gesellschaftlichen Zwängen befreien, denn strukturelle Hürden sind nun mal kein Sprachspiel, sondern täglich erlebte Realität. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Susan Sontag: <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/3GxDNYi"><strong><u>Das Leiden anderer betrachten</u></strong></a> (#Affiliate-Link/Anzeige)</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1033841926"><strong><u>Im Dickicht der Intersektionalität</u></strong></a> (#Affiliate-Link/Anzeige)</p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch im Marktfeminismus verschwinden diese Frauen komplett von der Bildfläche. Sie passen nicht ins <strong>Narrativ der individuellen Ermächtigung</strong>, wie es in bildungsbürgerlichen Wohnzimmern verbreitet wird.</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>„Sie wollte das doch so“: </strong></p><h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Toxische Lagen kleinreden</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Diese Logik greift nicht nur, wenn wir über Work-Life-Balance sprechen. Sie wird brandgefährlich, wenn es um Gewalt oder miese Arbeitsverhältnisse geht. Stecken Frauen in prekären Jobs oder toxischen Beziehungen fest, erklären wir ihre Lage blitzschnell zu ihrer eigenen Schuld bzw. Wahl: „Sie hätte ja gehen können.“</p><p data-rte-preserve-empty="true">Dass Frauen oft wirtschaftlich abhängig sind, Angst haben oder schlicht keine Alternativen sehen, reden wir systematisch klein. Wir <strong>deuten strukturelle Zwangslagen in persönliche Fehler um</strong>.  Vgl. <a target="_blank" href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/sexuelle-belaestigung">Ab wann ist es sexuelle Belästigung?</a></p>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3426303159?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit | »Eine Kampfschrift im besten Sinn.« Süddeutsche Zeitung" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41uxEaz24+L._SL500_.jpg" alt="Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit | »Eine Kampfschrift im besten Sinn.« Süddeutsche Zeitung"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3426303159?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit | »Eine Kampfschrift im besten Sinn.« Süddeutsche Zeitung" target="_blank">Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit | »Eine Kampfschrift im besten Sinn.« Süddeutsche Zeitung</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
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  <p data-rte-preserve-empty="true">Der Blick richtet sich weg von der Gesellschaft und voll auf die einzelne Frau – als wäre sie die einzige Variable in einem hochkomplexen Machtgefüge.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch nicht nur äußere Regeln disziplinieren Frauen. Die Anforderungen von Markt und Patriarchat werden zu einem <strong>Teil der eigenen Identität</strong>. Frauen <em>wollen</em> das, was von ihnen verlangt wird – oder glauben es zumindest. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Das trifft auf mich persönlich genauso zu, wie auf jede andere Frau.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch feministische Kritik, die sagt: „<em>Moment mal, vielleicht willst du das gar nicht ‚einfach so‘, sondern weil du massiv unter Druck stehst</em>“, wird in diesem Setting sofort als Angriff auf die Autonomie der Frau gelesen.</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Der gesellschaftliche und politische Trick: </p><h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Wie uns die „Wahlfreiheit“ wehrlos macht</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true">Wenn alles „Wahlfreiheit“ ist, darfst du scheinbar nichts mehr kritisieren. Wer benennt, dass Strukturen uns zwingen, landet sofort in der Ecke der Querulanten. Du bevormundest andere Frauen, heißt es dann.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Das ist <strong>paradox</strong>: </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Der Feminismus kämpfte jahrzehntelang dafür, dass wir Frauen als Menschen sehen, die selbst handeln – nicht als Objekte.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Jetzt wendet man genau das gegen uns. Es heißt: Wenn du sagst, dass Schönheits-OPs, extreme Diäten oder Tradwife-Trends von Machtverhältnissen geprägt sind, beleidigst du die Frauen, die „das frei wählen“. Du objektivierst Frauen, weil du sie nach oberflächlichen Kriterien beurteilst.</p><p data-rte-preserve-empty="true">In Wahrheit passiert exakt das Gegenteil: <strong>Wer Strukturen offenlegt, nimmt Frauen ernst. </strong>Nicht nur als Einzelkämpferinnen, sondern als Teil einer Gesellschaft, die sie formt und begrenzt.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/45aLWvh"><strong><u>Brüchige Wahrheit:</u></strong></a> (#Affiliate-Link/Anzeige) Zur Auflösung von Gewissheiten in demokratischen Gesellschaften</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Warum es fatal ist, wenn wir Ungerechtigkeiten privatisieren</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Es ist verheerend, wenn wir strukturelle Hürden als puren Lifestyle abtun. Und zwar aus mehreren Gründen:</p>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3100022033?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Psychopolitik: Neoliberalismus und die neuen Machttechniken" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/316W2w-fbvL._SL500_.jpg" alt="Psychopolitik: Neoliberalismus und die neuen Machttechniken"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3100022033?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Psychopolitik: Neoliberalismus und die neuen Machttechniken" target="_blank">Psychopolitik: Neoliberalismus und die neuen Machttechniken</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3499012995?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf: Eine neue Kapitalismuskritik" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41vAxS2dOyL._SL500_.jpg" alt="Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf: Eine neue Kapitalismuskritik"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3499012995?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf: Eine neue Kapitalismuskritik" target="_blank">Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf: Eine neue Kapitalismuskritik</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  <ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Wir leugnen die Realität.</strong> Lohnlücke, Care-Last, Schönheitsdruck – das sind Dinge, die wir empirisch messen können. Wenn wir sie behandeln, als wären es reine Fragen des persönlichen Geschmacks, verdrängen wir blanke Fakten.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Wir beschuldigen die Falschen.</strong> Statt die Verhältnisse anzugreifen, kritisieren wir die Frauen, die darunter leiden: die Frau mit den OPs, die erschöpfte Mutter, die nörgelnde Feministin. So machen wir aus Machtkritik einfach individuelle Beschuldigung oder Selbstbeschuldigung.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Wir blockieren, dass sich politisch etwas ändert.</strong> Wenn alles davon abhängt, wie du dich individuell entscheidest, benötigen wir keine neuen Gesetze und müssen keine Ressourcen umverteilen. Wir fordern einfach nur, dass du „bessere Entscheidungen“ triffst. Ein Hoch auf den radikalen Individualismus!</p></li></ul>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Was bleibt vom Feminismus?</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Was ist vom kritischen Feminismus noch übrig geblieben? Der Feminismus, der Macht hinterfragte, der Strukturen kritisierte, der nach Solidarität rief?</p><p data-rte-preserve-empty="true">Er ist zur Ratgeber-Literatur geworden. Er ist zu Podcasts, Coachings und einer privatisierten Psychotherapie geworden.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Das ist nicht Befreiung. Und auch keine klassische Versklavung, denn Sklaven spüren wenigstens ihre Ketten. <strong>Der Neoliberalismus funktioniert perverser</strong>: Er diszipliniert nicht von außen, sondern kolonisiert das Subjekt von innen.&nbsp;Die moderne Frau beutet sich selbst aus und feiert es als ultimativen Akt der Selbstbestimmung.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small"><a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/3GG4nyF"><strong><u>Verletzungspotenziale</u></strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Kritische Studien zur Vulnerabilität im Neoliberalismus</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Fazit: </strong>Recht auf Wut verteidigen</h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Feminismus heißt: Wir dürfen Strukturen benennen und kritisieren</p><p data-rte-preserve-empty="true">Die gesellschaftlichen Normen flüstern: „Reg dich nicht auf. Jede macht halt ihr Ding.“ Doch diese Gelassenheit ist extrem gefährlich. Sie erstickt <strong>Konflikte, die wir dringend austragen müssen</strong>.</p>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3709981751?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Patriarchale Belastungsstörung: Geschlecht, Klasse und Psyche" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/414jfJtNurL._SL500_.jpg" alt="Patriarchale Belastungsstörung: Geschlecht, Klasse und Psyche"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3709981751?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Patriarchale Belastungsstörung: Geschlecht, Klasse und Psyche" target="_blank">Patriarchale Belastungsstörung: Geschlecht, Klasse und Psyche</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3899656873?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Die verborgenen Mechanismen der Macht (Schriften zu Politik &amp; Kultur)" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41X40BXE-qL._SL500_.jpg" alt="Die verborgenen Mechanismen der Macht (Schriften zu Politik &amp; Kultur)"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3899656873?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Die verborgenen Mechanismen der Macht (Schriften zu Politik &amp; Kultur)" target="_blank">Die verborgenen Mechanismen der Macht (Schriften zu Politik &amp; Kultur)</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
    
  
  <p data-rte-preserve-empty="true">Es bedeutet nicht, dass wir bevormunden, wenn wir Rollenbilder, Schönheitsnormen oder den Selfcare-Boom kritisch hinterfragen. Wir versuchen lediglich <span data-text-attribute-id="3f093f0b-f8e5-4375-af9e-bb8998373b57" class="sqsrte-text-highlight">sichtbar zu machen, was man unsichtbar machen will:</span> Hinter dem, was wir individuell wählen, steht immer auch ein kollektiver Einfluss. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Das ist keine Verneinung des freien Willens, sondern eine Analyse dessen, was jeden „individuellen Willen“ beeinflusst. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Die entscheidende Frage lautet nie: „Wie entscheiden sich Frauen?“ Sondern: „<strong>Unter welchen Bedingungen <em>können</em> sie wählen – und wem nützt das wirklich?</strong>“</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4fqjXvN"><strong>Top Girls</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Feminismus und der Aufstieg des neoliberalen Geschlechterregimes (Geschlecht und Gesellschaft, Band 67)</p>


  










  



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  <p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small"><strong>Quellen:</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">1) Rosalind Gill: Die Widersprüche verstehen. (Anti-)Feminismus, Postfeminismus, Neoliberalismus. Übersetzung aus dem Englischen: Peter Beyer, Bonn, apuz</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">2) Emilia Meise: Neoliberalismus und Postfeminismus: Die Unterminierung des kritischen Ansatzes, in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 12.06.2023</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">3) Lukian Ahrens: Immer mehr Schönheitseingriffe: So normal sind Botox-Behandlungen (WDR)</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">4) Vita Corio: Male Gaze: Wieso wir die Welt mit einem männlichen Blick betrachten</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4hqUIvE"><strong>Kritische Diskursanalyse</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Vom Postfeminismus zur Dekonstruktion</p>]]></content:encoded><media:content height="1500" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1784448484550-MU675GS29XHG6HM0C3BF/post-feminismus.jpg?format=1500w" width="1000"><media:title type="plain">Willkommen im Postfeminismus - Marktlogik &amp; Individualisierung</media:title></media:content></item><item><title>Diego Armando Maradona</title><dc:creator>Dr. phil. Josef Bordat</dc:creator><pubDate>Sat, 25 Jul 2026 05:54:52 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/maradona</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69d8f2e79df67667bbb47e98</guid><description><![CDATA[11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball 
interessiert – Teil 10: Diego Armando Maradona. Die Zehn war seine 
Rückennummer, die mit ihm zur Legende wurde. In der argentinischen 
Nationalmannschaft wird sie nur noch ungern vergeben, und dann allenfalls 
an legitime Nachfolger wie Lionel Messi;]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert – Teil 10</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Natürlich ist er die Nr. 10 in dieser Serie: Diego Armando Maradona. Die Zehn war seine Rückennummer, die mit ihm zur Legende wurde. In der argentinischen Nationalmannschaft wird sie nur noch ungern vergeben, und dann allenfalls an legitime Nachfolger wie Lionel Messi; bei Maradonas Club Boca Juniors gar nicht mehr.</p>


  










  


  
    <img src="https://vg07.met.vgwort.de/na/64b389cf93de42ceaa4f6a5bdbfe591a" width="1" height="1" alt="">
  
  

















































  

    
  
    

      

      
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                <img data-stretch="false" data-image="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827648232-JGQ9WYRLV2UBDZ88PGUG/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg" data-image-dimensions="1406x2500" data-image-focal-point="0.45032229384307626,0.6560820102512814" alt="" data-load="false" elementtiming="system-image-block" data-sqsp-image-classic-block-image src="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827648232-JGQ9WYRLV2UBDZ88PGUG/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg?format=1000w" width="1406" height="2500" sizes="(max-width: 640px) 100vw, (max-width: 767px) 100vw, 100vw" onload="this.classList.add(&quot;loaded&quot;)" srcset="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827648232-JGQ9WYRLV2UBDZ88PGUG/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg?format=100w 100w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827648232-JGQ9WYRLV2UBDZ88PGUG/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg?format=300w 300w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827648232-JGQ9WYRLV2UBDZ88PGUG/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg?format=500w 500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827648232-JGQ9WYRLV2UBDZ88PGUG/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg?format=750w 750w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827648232-JGQ9WYRLV2UBDZ88PGUG/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg?format=1000w 1000w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827648232-JGQ9WYRLV2UBDZ88PGUG/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg?format=1500w 1500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827648232-JGQ9WYRLV2UBDZ88PGUG/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg?format=2500w 2500w" loading="lazy" decoding="async" data-loader="sqs">

            
          
        
          
        

        
      
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  <p data-rte-preserve-empty="true">Kaum ein Spieler polarisierte derart wie der kleine, dicke Junge aus der Megametropole Buenos Aires, der zum Größten wurde. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Zumindest für die Argentinier und die Neapolitaner – Maradona spielte von 1984 bis 1991, also in seinen besten Profi-Jahren, bei der Società Sportiva Calcio Napoli, SSC Neapel. </p><p data-rte-preserve-empty="true">In der Stadt im Schatten des Vesuv gibt es in den Devotionalienläden neben Krippenfiguren und Madonnenstatuen auch Ikonen von Maradona mit Heiligenschein.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Diego Maradona - <a target="_blank" href="https://amzn.to/4efN2e8"><strong>Ein Leben zwischen Himmel und Hölle</strong></a><strong> </strong>(#Ad/Affiliate-Link)</p><p data-rte-preserve-empty="true">„Diego Armando Maradona“, so schrieb 1993 Hans Blickensdörfer, „ist, wenn wir’s genau nehmen, sowohl ein Vergötterter als auch ein Verdammter des Spiels.“ So genau sollten wir es nehmen, wenn wir uns dem Mann annähern wollen, der eine ganze Mannschaft ersetzt, gemessen an seinen Erfolgen, aber vor allem an seinen Skandalen und Eskapaden.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Maradonas Leben ist die tragische Geschichte </h2><p data-rte-preserve-empty="true">eines Menschen, der auf der Suche nach sich selbst immer wieder neue Wege entdeckt, nicht immer die besten. So, wie das bei jedem anderen Menschen auch der Fall ist. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Nur, dass die Suche Maradonas in den Medien stattfindet. Daran ist Maradona selbst nicht ganz unschuldig, denn er suchte nicht nur seine Identität, sondern immer auch die laufende Kamera. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Er inszenierte sich als Argentiniens Idol, hatte seine eigene Show – La noche del Diez, „Die Nacht der Zehn“, in Anspielung auf seine Rückennummer.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4mo7kEj"><strong>Der göttliche Maradona</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) 60 unglaubliche Geschichten über Diego Armando Maradona</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Der Mann mit dem Namen eines Modedesigners spielte jahrelang Doppelpass mit dem Schicksal. Junge Argentinier kennen den Spieler und Trainer Maradona nicht aus dem Sportteil, sondern aus „Vermischtes“. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Weil eine detaillierte Darstellung Hochschulabschlüsse in Jura, Psychologie und Lateinamerikanistik verlangte, die ich allesamt nicht vorweisen kann, bleibe ich bei den sportlichen Höhepunkten: 1977 wird Maradona mit 16 Jahren Nationalspieler. Nicht auf den Seychellen, sondern in Argentinien, dem Land, das im Jahr darauf Weltmeister werden sollte – ohne den Jungstar. </p><p data-rte-preserve-empty="true">1982 zeigt sich Maradona noch ziemlich überfordert, wird im Spiel gegen den Erzrivalen Brasilien vom Platz gestellt. Vier Jahre später ist er dann auf dem Zenit seiner sportlichen Karriere angelangt und wird in Mexiko – mit Gottes Hilfe – Weltmeister und infolgedessen mit Ehrungen überhäuft – die wohl bedeutendste: „Weltsportler des Jahres“. 1990 erreicht er immerhin noch einmal ein WM-Endspiel, kann aber keine Akzente mehr setzen. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Die Hand Gottes: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4eesUsP"><strong>Diego Armando Maradonas Leben als Graphic Novel</strong></a><strong> </strong>(#Ad/Affiliate-Link)</p><p data-rte-preserve-empty="true">Er verabschiedet sich tränenreich aus Rom, um kurz darauf in die Droge abzustürzen. 1994 nimmt er zum vierten Mal an einer Weltmeisterschaft teil, wird aber nach dem zweiten Spiel wegen Dopings vom Turnier ausgeschlossen. In seinem Heimatverein Boca Juniors findet er schließlich noch einmal die Geborgenheit, die er in seiner Sucht sucht. An seinem 37. Geburtstag beendet Maradona 1997 seine Karriere als Fußballprofi.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Nach der aktiven Zeit tut Maradona das, was Fußballstars nach ihrer aktiven Zeit tun: in der Zeitung Kolumnen schreiben, im Fernsehen das Geschehen auf dem Rasen kommentieren. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Den Menschen daheim gefiel es, wenn er in seiner Sendung über die seit Anfang der 1990er Jahre viel erfolgreicheren Brasilianer herzog, über Romario, Ronaldo und Ronaldinho lästerte. Für viele Argentinier ist „El Diego“ ein Heiliger, für einige sogar mehr. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Diego Maradona: <a href="https://amzn.to/4ssns9g"><strong>In den Farben des Südens</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link)</p><p data-rte-preserve-empty="true">Seine Kirche, die „Iglesia Maradoniana“, deren etwa 40.000 Anhänger an Maradonas Geburtstag „Weihnachten“ feiern, ist zwar im Wesentlichen eine Parodie auf den Medien-Hype um Maradona, doch so ganz aus der Luft gegriffen ist das Phänomen der devoten Verehrung nicht: In Maradona berühren sich die Sphären des südamerikanischen Selbstverständnisses – tiefe Religiosität, fanatische Fußballbegeisterung und ein ausgeprägter Patriotismus.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Die Verehrung seiner Landsleute tut Maradona in dieser Zeit nicht wirklich gut, weil sie ihm zu verstehen gibt, dass es mit ihm so, wie es ist, gut ist. War es aber nicht. Maradona war ein schwerkranker Mann im Wechselbad von Manie und Depression. Zwischen seinen exzentrischen Auftritten geht er einen Leidensweg: Entzug, Rückfall, Entzug, Rückfall. Maradonas Leben ist ein einziges Schicksalsspiel. 2004 merkten selbst die größten Fans, dass etwas mit ihrem Idol nicht stimmt. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Maradona wird mit Herzproblemen in eine Klinik eingeliefert, ringt tagelang mit dem Tod. Er scheint sich danach gefangen zu haben. Irgendwie.</p><p data-rte-preserve-empty="true">2006 ist ein gutes Jahr für Maradona. Der Film „Maradona – La mano de Dios“ kommt in die Kinos und bei der WM in Deutschland mimt er an der Seite seiner Tochter den lustigen Schlachtenbummler und präsentiert sich bei abnehmendem Gewicht zunehmend fit. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4dH3OTq"><strong>Ein Tribut an Diego Maradona</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Der Bildband, Sonderausgabe</p><p data-rte-preserve-empty="true">Der argentinische Patient offenbarte ganz ungewohnte Reife, indem er eingestand, dass er drogensüchtig war, ist und immer bleiben wird. Der Fußball, so Maradona, sei für ihn so etwas wie eine Dauertherapie.</p><p data-rte-preserve-empty="true">2008 erhält er zum Geburtstag einen neuen Therapieplatz: die Trainerbank der argentinischen Nationalmannschaft. Im Ansehen der Argentinier steht dieses Amt knapp unter dem des Papstes und weit über dem des Staatspräsidenten. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Und die Skepsis war etwa so groß wie der Erwartungsdruck: Drei Viertel der Teilnehmer einer Online-Befragung der argentinischen Zeitung „Clarín“ war „nicht zufrieden“ mit der Wahl des Verbandes. Immerhin schaffte Maradona mit der Albiceleste die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010, was zum Zeitpunkt der Amtsübernahme alles andere als sicher war. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch nach der verheerenden 0:4 Niederlage im WM-Viertelfinale gegen Deutschland und massiver Kritik an seinem Führungsstil wurde Maradona am 27. Juli 2010 entlassen.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Es folgten einige Kurzeinsätze als Vereinstrainer, unter anderem in Dubai beim dortigen Spitzenclub Al-Wasl, in Mexiko, wo er einen Zweitligisten trainierte, und schließlich in seiner Heimat Argentinien. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Am 25. November 2020 verstarb Maradona im Alter von nur 60 Jahren. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Die Hand Gottes in der Hand Gottes. </p><p data-rte-preserve-empty="true">So was schafft nur er: Diego Armando Maradona.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/421p4fm"><strong>Als Maradona 80.000 lockte</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Die DDR-Klubs im Europapokal</p>]]></content:encoded><media:content height="2500" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827733816-6Q8YDTZO95KJF3GRL6JE/unsplash-image-Ph0Aa13k5-c.jpg?format=1500w" width="1406"><media:title type="plain">Diego Armando Maradona</media:title></media:content></item><item><title>Mankeeping: 5 typische Missverständnisse</title><dc:creator>Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin)</dc:creator><pubDate>Wed, 22 Jul 2026 05:14:36 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/mankeeping</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:6a48bea5cb800060fa655a2a</guid><description><![CDATA[Der Begriff „Mankeeping“ sorgt gerade für ordentlich Gegenwind: Von 
„Karen-Wohlfühl-Bubble“ über „Psycho-Kontrolle“ bis „Doppelmoral“. Schaut 
man genauer hin, verraten viele dieser Einwände aber vor allem eines: wie 
wenig wir über unsichtbare Beziehungsarbeit sprechen – und wie schnell 
Frauen abgewertet werden, sobald sie diese Arbeit benennen.]]></description><content:encoded><![CDATA[<p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Der Begriff „Mankeeping“ sorgt gerade für ordentlich Gegenwind: Von „Karen-Wohlfühl-Bubble“ über „Psycho-Kontrolle“ bis „Doppelmoral“. Schaut man genauer hin, verraten viele dieser Einwände aber vor allem eines: wie wenig wir über unsichtbare Beziehungsarbeit sprechen – und wie schnell Frauen abgewertet werden, sobald sie diese Arbeit benennen.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Mehr erfahren » <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/post-feminismus"><u>Postfeminismus</u></a> – Marktlogik &amp; Individualität</p>


  










  


  
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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Was bedeutet Mankeeping?</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Mankeeping meint ein Muster: Frauen übernehmen unbewusst die mentale Arbeit für ihren männlichen Partner, während der Mann passiv bleibt.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Mankeeping beschreibt die<strong> emotionale und soziale Arbeit</strong>, mit der Frauen das seelische Wohlbefinden ihres Partners stabilisieren. Dazu gehört weit mehr als „zuhören“. Die Partnerin ist Geliebte, Therapeutin, Sekretärin und beste Freundin in einer Person. Das ist die konsequente Fortsetzung von <em>Emotional Labor</em> im Privaten: Die Partnerin reguliert nicht nur den Haushalt, sondern auch das emotionale Klima.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Viel davon läuft im Hintergrund, wird nicht benannt und deshalb auch nicht als Arbeit erkannt. Genau hier setzt der Begriff an: Er verpasst dieser <strong>unsichtbaren Verantwortung </strong>einen Namen.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <strong>Unter Wert</strong>: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4aACDY4"><strong>Warum Care-Arbeit seit Jahrhunderten nicht zählt</strong></a> (#Affiliate-Link/Anzeige)</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Mankeeping als soziales Phänomen</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true">Geprägt wurde „Mankeeping“ von der Psychologin <em>Angelica Puzio Ferrara</em> (Clayman Institute for Gender Research, Stanford University). Sie versteht Mankeeping als <strong>Nebenwirkung einer langfristigen Entwicklung</strong>: Männer verlieren im Laufe ihres Lebens nach und nach ihre engen Freundschaften. Übrig bleibt oft nur die Paarbeziehung als seelischer Anker.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Mehr erfahren » <a target="_blank" href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/gesellschaft-depression-ursachen">Depression: gesellschaftliche Ursachen</a> &amp; Determinanten</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Vom Kinkeeping zum „Mankeeping“</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Der Begriff lehnt sich an ein älteres Konzept aus der Soziologie an: Seit den 1980er Jahren beschreibt die <strong>Familienforschung</strong> mit Kinkeeping die Arbeit, mit der in vielen Familien vorwiegend Frauen das Sozialgefüge zusammenhalten: Sie rufen an, erinnern an Geburtstage, organisieren Treffen, pflegen das familiäre Gedächtnis, kümmern sich um Haushalt und Kindererziehung usw.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Mankeeping überträgt diese Beobachtung auf die Paarbeziehung. Dabei steht das Phänomen in einem Zusammenhang mit Care-Arbeit und Mental Load. Die <strong>Bindungsarbeit</strong>, die früher über eine ganze Familie verteilt war, konzentriert sich nun auf das seelische Gleichgewicht eines einzelnen Mannes. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das Konzept ist der unsichtbare Teil des <strong>Gender Care Gap</strong>: Während wir die Stunden im Haushalt messen können, bleibt das emotionale Auffangen unbezahlt und unsichtbar.</p>


  









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<ul data-should-allow-multiple-open-items="false" data-accordion-icon-placement="right" data-is-last-divider-visible="true" data-is-expanded-first-item="false" data-is-divider-enabled="true" data-accordion-title-alignment="left" class="accordion-items-container" data-is-first-divider-visible="true" data-accordion-description-alignment="left" data-accordion-description-placement="left"
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          <span class="accordion-item__title">Care-Arbeit (Fürsorgearbeit)</span>
          
            
              
                
                
              
            
          
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          <p data-rte-preserve-empty="true">Das ist der <strong>praktische Überbegriff</strong>. Darunter fällt jede Form der unbezahlten und bezahlten Fürsorge. Sie umfasst alle Tätigkeiten, die den Alltag am Laufen halten – also Kochen, Putzen, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder emotionale Zuwendung. </p>
        
      

      
        
      

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          <span class="accordion-item__title">Mental Load (Die mentale Last)</span>
          
            
              
                
                
              
            
          
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          <p data-rte-preserve-empty="true">Das ist die <strong>organisatorische Denkarbeit</strong> im Hintergrund, die unsichtbar bleibt. Es ist die ständige gedankliche To-do-Liste: Wer braucht neue Schuhe? Haben wir noch Milch? Wann ist die nächste Vorsorgeuntersuchung? Mental Load ist der Teil der Care-Arbeit, der im Kopf stattfindet.</p>
        
      

      
        
      

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          <span class="accordion-item__title">Mankeeping (Das Management des Partners)</span>
          
            
              
                
                
              
            
          
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      </h4>
      
        
          <p data-rte-preserve-empty="true">Dieser Begriff beschreibt eine spezifische, ungleiche <strong>Beziehungsdynamik</strong>. Er kommt dann ins Spiel, wenn eine Frau in der Partnerschaft nicht nur den eigenen Mental Load trägt, sondern auch noch die Verantwortung für ihren Partner mit übernimmt. Es bedeutet, den Mann wie ein weiteres (großes) Kind zu „managen“ – ihn also ständig an Aufgaben zu erinnern, sie ihm zu erklären oder sie im Zweifel doch selbst zu machen, weil er sie nicht verlässlich ausführt.</p>
        
      

      
        
      

    </li>
  
</ul>






  
  <p class="sqsrte-small">» <a href="https://amzn.to/3QB00Kn" target="_blank"><strong>Die Familie abschaffen</strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Wie wir Care-Arbeit und Verwandtschaft neu erfinden</p>


  









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  <h2><strong>Wenn Liebe zur Einbahnstraße wird</strong></h2><p class="">Eine Paarbeziehung ist natürlich ein Ort gegenseitiger Unterstützung. Problematisch wird es, wenn diese Unterstützung einseitig wird: Wenn eine Person dauerhaft reguliert, tröstet, plant und auffängt – und die andere sich vor allem stützen lässt. Die Folgen sind absehbar:</p><ul data-rte-list="default"><li><p class=""><strong>Für die Frau</strong></p><p class="">Sie gerät in Mehrfachbelastung als Geliebte, Haushälterin und Therapeutin. Auf Dauer zerrt das an der erotischen Spannung und an der eigenen Kraft. Viele beschreiben Erschöpfung, leisen Groll, das Gefühl, immer „die Starke“ sein zu müssen, und selbst kaum gehalten zu werden.</p></li></ul><ul data-rte-list="default"><li><p class=""><strong>Für den Mann</strong></p><p class="">Seine emotionale Abhängigkeit von einer einzigen Person wächst. Gerät die Beziehung in eine Krise oder geht sie auseinander, steht er ohne Netzwerk da. Trennung wird damit nicht nur schmerzhaft, sondern existenziell bedrohlich.</p></li></ul><p class="">Mehr erfahren » <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/vereinsamung" target="_blank">Was Einsamkeit mit Menschen macht</a> und » <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/einsamkeitsfaehig" target="_blank">Einsamkeitsfähigkeit</a></p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Beziehungsfrust bei Frauen</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Eine aktuelle Untersuchung in der Fachzeitschrift „Psychology of Men &amp; Masculinities“ zeigt, wie <strong>belastend diese Dynamik für Frauen ist</strong>: Immer mehr von ihnen entscheiden sich lieber für das Alleinsein als für den Zustand permanenter emotionaler Überforderung.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">Heinrich Böll Stiftung » <a target="_blank" href="https://amzn.to/4yjCmD8"><strong>Ökonomie der Fürsorge</strong>:</a> (#Affiliate-Link/Anzeige) Warum wir Wohlstand, Gesundheit und Arbeit neu denken müssen.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Auch der Psychotherapeut (HPK) Manfred Heiber schreibt: „<em>Ein besonders einschneidender Effekt zeigt sich bei Frauen über 50: Viele von ihnen haben nach jahrzehntelangen Mankeeping-Erfahrungen schlicht keine Lust mehr auf eine neue Partnerschaft. Sie haben so viel Energie in die emotionale Betreuung ihrer Partner investiert, dass der Gedanke an eine neue Beziehung eher Erschöpfung als Vorfreude auslöst.</em>” (4)</p>


  









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  <h2><strong>Kein individuelles Versagen</strong></h2><p class="">Mankeeping lässt sich leicht als persönliches Drama erzählen: hier der überforderte Mann, dort die ausgenutzte Frau. Oder hier der hart arbeitende Ehemann, dort die ewig nörgelnde Gattin. </p><p class="">Diese Lesart greift jedoch zu kurz. </p><p class="">Die schrumpfenden Freundesnetze von Männern sind kein Zufall und <strong>kein Einzelfall, sondern ein Muster</strong>, das von Arbeitswelt, Mobilität und tradierten Rollenbildern mitgeprägt wird. Paare bringen diese Muster mit in ihre Beziehung, lange bevor sie sich kennengelernt haben.</p>


  









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  <h3>Nicht nur die Einsamkeit der Männer ist ein Problem, sondern auch die Überlastung der Frauen, die diese Einsamkeit ausgleichen.</h3><p class="">Beides muss zusammengedacht werden. Erst wenn emotionale Versorgung nicht mehr stillschweigend an eine Person delegiert wird, sondern auf mehreren Schultern liegt, haben Beziehungen eine Chance, wirklich auf Augenhöhe und gleichberechtigt zu sein.</p><p class="">Mankeeping liefert dafür keinen endgültigen Befund, aber einen <strong>Begriff, um anzufangen</strong>: zu sehen, zu benennen und gemeinsam neu zu verteilen, was lange unsichtbar geblieben ist.</p><p class="sqsrte-small">» <a href="https://amzn.to/4wnbkZs" target="_blank"><strong>Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin!</strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Endlich aufhören, sich für die Gefühle anderer verantwortlich zu fühlen</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>5 + 1 </strong></p><h2 data-rte-preserve-empty="true">typische Missverständnisse zum „Mankeeping“</h2>


  










  



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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Kontrolle vs. Fürsorge</strong></h3><h4 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Warum emotionale Beziehungsarbeit kein Machtspiel ist</strong></h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">1. „Das ist keine Arbeit, das ist Psycho-Kontrolle.“</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">In vielen Kommentaren zum Thema taucht die gleiche <strong>Unterstellung</strong> auf: Frauen würden ihr Umfeld nach ihren Vorstellungen formen – von der Wohnung über die Familie bis zum Freundeskreis – und diese „Formung“ dann als unbezahlte Arbeit verkaufen. Die Botschaft: Wer von „emotionaler Arbeit“ redet, will in Wahrheit nur Macht.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class=""><strong>Das verfehlt den Punkt. </strong>Mankeeping beschreibt nicht, dass eine Frau ihren Partner nach ihrem Ideal umbaut. Es beschreibt, dass sie:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">seine Stimmungen wahrnimmt, oft bevor er sie selbst benennen kann, und darauf eingeht</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Krisen früh bemerkt und Gespräche anstößt</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Freundschaften, Familienkontakte, Termine und sozialen Kitt mitorganisiert</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">die erste und häufig einzige Person ist, bei der er über Druck, Angst, Scham spricht</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das kann kontrollierend eingesetzt werden – klar. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Aber in den meisten Beziehungen ist es vor allem eines: eine <strong>Mischung aus Sorge, Loyalität und erlernter Zuständigkeit</strong>. Wer das pauschal als „Psycho-Kontrolle“ abtut, verwechselt toxische Muster mit ganz alltäglicher Beziehungsarbeit – und macht damit diese wichtige Arbeit unsichtbar.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4eYM6cW"><strong>Who Cares!</strong></a>(#Affiliate-Link/Anzeige) Von der Freiheit, Frau zu sein | Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Autonomie aller Frauen</p>


  










  



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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Punktuelle Hilfe vs. Dauerverantwortung</strong></h3><h4 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Warum ein Gefallen noch lange kein Mankeeping ersetzt</strong></h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">2. „Männer machen doch auch emotionale Arbeit.“</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Ein beliebtes Gegenargument: Auch Männer würden sich um den Gemütszustand ihrer Partnerin kümmern. Im O-Ton: „Happy Wife, Happy Life“ – klingt nach gelebter Fürsorge. Aber zwischen „Ich tue etwas, damit es keinen Stress gibt“ und „Ich trage dauerhaft die emotionale Verantwortung für dich“ liegt ein <strong>großer Unterschied</strong>.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Mankeeping fokussiert auf genau diese Dauerverantwortung:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Wer bemerkt Spannungen und spricht sie an? Wer initiiert Gespräche über Probleme?</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Wer hält das soziale Netzwerk der Beziehung am Laufen? Wer organisiert und führt Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten durch?</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Wer managt Familienfeiern, Geburtstage, Treffen mit Freundinnen und Freunden?</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Es geht nicht darum, dass Männer gar nichts tun. Es geht darum, dass sich bestimmte Aufgaben wie von selbst bei einer Person sammeln – und das ist oft nicht der Mann. Wer dann „aber wir kümmern uns doch auch“ ruft, ohne sich diese Verteilung anzuschauen, blendet die Schieflage aus.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Teilweise steckt hinter der männlichen Passivität keine böse Absicht, sondern schlicht <em>Weaponized Incompetence –</em> also eine gelernte Unfähigkeit, die die Aufgaben automatisch wieder bei der Frau parkt.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/447A6kv"><strong>Care Revolution</strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Schritte in eine solidarische Gesellschaft </p>


  










  



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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Klischee vs. echte Überlastung</strong></h3><h4 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Warum Frauen am emotionalen Nadelöhr zerbrechen</strong></h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">3. „Männer sind lösungsorientiert, Frauen wollen nur reden“</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Dieses Klischee ist richtig <strong>altbacken</strong>: Männer seien nun mal pragmatisch, Frauen bräuchten mehr Gespräche. Damit wird Mankeeping in eine Frage persönlicher Vorlieben umgedeutet – als ginge es nur darum, wer wie gern kommuniziert. Tatsächlich geht es um etwas anderes:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Viele Männer haben im Laufe des Lebens kaum enge Freundschaften, in denen sie über Verletzlichkeit sprechen können.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Die Partnerin wird dann zum emotionalen Nadelöhr: Alles, was an Unsicherheit, Druck, Versagensangst da ist, landet bei ihr.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Parallel dazu hält sie häufig auch noch das soziale und familiäre Umfeld zusammen.</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das ist keine Frage von „reden“ versus „lösen wollen“. Das ist eine Frage von: Wem wird dieser Aufwand ganz automatisch zugemutet? Und wer fängt wen auf, wenn diese Räume fehlen?</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/44dnecv"><strong>Frau Sein / Frei Sein</strong></a><strong>:</strong> (#Affiliate-Link/Anzeige) Über Frauenrechte, Gleichberechtigung und (un-)bezahlte Care-Arbeit</p>


  










  



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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Täter-Opfer-Umkehr (Grenzen setzen vs. Partnerhass)</strong></h3><h4 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Warum die Benennung von Überlastung nichts mit Bashing zu tun hat</strong></h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">4. „Frauen sind garstig und undankbar“</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Auffällig ist, wie oft Frauen, die über Mankeeping schreiben, als „garstig“, „egoistisch“ oder „selbstgerecht“ bezeichnet werden. Allein das Benennen einer Überlastung wird als <strong>Charakterfehler</strong> gelesen. Damit passiert zweierlei:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Die konkrete Erfahrung („Ich bin erschöpft, ich trage zu viel“) wird entwertet.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Die strukturelle Ebene („Warum ist das eigentlich so verteilt?“) wird gar nicht erst betreten.</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Wer Mankeeping anspricht, wirft Männern nicht pauschal vor, „defekt“ zu sein. Es geht darum, ein <strong>Muster zu beschreiben, das beide Geschlechter mittragen</strong>: Männer, die zu wenig tragfähige Bindungen außerhalb der Partnerschaft haben oder zu wenig Verantwortung für sich selbst übernehmen – und Frauen, die diesen Mangel ausgleichen. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Dass das auf Dauer für viele nicht mehr geht, darf man sagen, ohne zur gemeinen Partnerhasserin zu werden.</p>


  










  



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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Einzelleistung vs. Dauerlast</strong></h3><h4 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Ständige Mehrarbeit laugt schleichend aus</strong></h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">5. „Ein geplanter Geburtstag – das soll jetzt schon ‚Arbeit‘ sein?“</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Ein weiterer Klassiker ist das Kleinreden: „Mein Gott, sie organisiert mal einen Geburtstag – wie schlimm kann das sein?“ Hier wird das Thema auf eine einzelne Handlung reduziert. Der Punkt ist aber nicht: „Ein Geburtstag.“</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Der Punkt ist <strong>die Summe</strong>, die über die Jahre erschöpft. Einmal den Urlaub planen ist keine Überlastung. Einmal an den Termin mit seinen Eltern zu erinnern, überlastet auch niemanden (und wenn doch, dann steckt mehr dahinter).</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Aber: Wenn eine Person dauerhaft all das im Blick haben muss, weil sonst nichts passiert, dann kostet das Kraft und Ausdauer – ist also kognitive, emotionale und soziale Arbeit. Sie braucht Zeit, Energie und Aufmerksamkeit – und sie ist <strong>fast immer nur dann sichtbar, wenn sie ausfällt.</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Genau diese Unsichtbarkeit macht Mankeeping zum Thema: nicht, weil sich eine Frau zu fein wäre, einen Kuchen zu backen, sondern weil es daraus ein Dauerzustand geworden ist, der auszehrt.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4eYMesW"><strong>Equal Care</strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Über Fürsorge und Demokratie, Fürsorge und Gesellschaft</p>


  










  



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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Einziges Ventil vs. sicheres Netz</strong></h3><h4 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Warum Männer eigene Ressourcen brauchen</strong></h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">6) „Frauen kann man es nie recht machen.”</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Ein Missverständnis, das besonders <strong>perfide</strong> ist, geht so: Jahre- und jahrzehntelang wird Männern gesagt, sie müssten sich mehr öffnen, Gefühle zeigen, ehrlich über Sorgen sprechen. Wenn sie es dann tun, heißt es plötzlich: Mankeeping – schon wieder ist der Mann das Problem!</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Diese Verdrehung verwechselt 2 Ebenen:</p><ol data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Niemand sagt, es sei schlecht, dass Männer Gefühle zeigen und über Belastungen sprechen.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Doch es ist ein objektives Problem, wenn genau eine Person dauerhaft die gesamte emotionale Verarbeitung übernehmen soll. </p></li></ol><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Mankeeping kritisiert nicht, dass Männer reden. <strong>Es kritisiert, dass sie dafür oft nur einen einzigen Ort nutzen: die Paarbeziehung</strong>; sie kaum Netze aus Freundschaften oder anderen Vertrauenspersonen haben; ihre Partnerin damit zur dauerhaften Haupttherapeutin wird – ob sie will oder nicht.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Wenn diese Konstellation benannt wird, klingt das für manche Männer anscheinend wie ein Ruf zurück zum Schweigen. Tatsächlich fordert der Begriff Mankeeping das Gegenteil: mehr Menschen, mehr Räume, mehr geteilte Verantwortung. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Niemand will Männer klein machen. Es geht vielmehr darum, dass sie endlich ein emotionales Sicherheitsnetz knüpfen, das sie wirklich trägt – weil sie genau das brauchen. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/44vIb2J"><strong>Arbeit – Care – Grundeinkommen</strong></a> (kritik &amp; utopie) Arbeit ist nicht nur ein Job – sie gestaltet Gesellschaft und Natur</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Fazit: Worum es bei Mankeeping geht</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Mankeeping ist keine Anklageschrift gegen Männer und kein Freifahrtschein für Frauen, sich nicht mehr zu kümmern. Der Begriff macht sichtbar, was sonst im Schatten läuft:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">dass viele Männer mit ihren Gefühlen bei nur einer einzigen Person landen.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">dass viele Frauen diese Rolle lange selbstverständlich übernehmen – bis sie nicht mehr können.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">dass beide Seiten in einem System stecken, das zu enge Männlichkeits- und Weiblichkeitsbilder vorgibt.</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Darüber zu sprechen, ist kein Ego-Trip von männerhassenden Feministinnen. Es ist <strong>ein Versuch, Verantwortung fairer zu verteilen</strong>, damit Nähe nicht zur Einbahnstraße wird.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Evtl. interessant für dich&nbsp;» <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/post-feminismus"><u>Postfeminismus</u></a> – Marktlogik &amp; Individualität</p>


  










  



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  <p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small"><strong>Quellen:</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">1) Dr. Stemper: Mankeeping: Wenn die Partnerin zur einzigen Vertrauten wird&nbsp;<br>2) Frauen*Streik AT: Neue Studien zu Mankeeping (eine feministische Intervention wider die Ungleichheit)<br>3) A. Ferrara, D. P. Vegara: Theorizing mankeeping: The male friendship recession and women’s associated labor as a structural component of gender inequality. (Studie)<br>4) Manfred Heiber: Was ist Mankeeping – und wie können Paare wieder ins Gleichgewicht finden?</p>]]></content:encoded><media:content height="1500" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/6ff0e59a-02b9-4314-a6e5-04d309f5074c/mankeeping-5-missverstaendnisse.jpg?format=1500w" width="1000"><media:title type="plain">Mankeeping: 5 typische Missverständnisse</media:title></media:content></item><item><title>Andreas Biermann</title><dc:creator>Dr. phil. Josef Bordat</dc:creator><pubDate>Sat, 18 Jul 2026 05:54:35 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/biermann</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69d8f2ea2c56a123029414c0</guid><description><![CDATA[11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball 
interessiert – Teil 9: Berufsfußballer sind moderne Helden, die von ihren 
Vereinen gut bezahlt und von den Fans gebührend gefeiert werden. Für ihre 
Tätigkeit interessieren sich Millionen. Dass es unter den jungen 
Strahlemännern auch solche gibt, die depressiv sind, scheint eigentlich 
undenkbar]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert – Teil 9</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Berufsfußballer sind moderne Helden, die von ihren Vereinen gut bezahlt und von den Fans gebührend gefeiert werden. Sie führen ein erfülltes Leben jenseits finanzieller Sorgen und inmitten eines wohlgesonnenen sozialen Umfelds. Sie reisen durch die Welt, lernen viele Länder und noch mehr Menschen kennen. Für ihre Tätigkeit interessieren sich Millionen. Was will man mehr?</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Biermann: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4mtfR9k"><strong>Rote Karte Depression</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Das Ende einer Karriere im Profifußball</p>


  










  


  
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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Sebastian Deisler</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Dass es unter den jungen Strahlemännern auch solche gibt, die depressiv sind, scheint eigentlich undenkbar. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Das Thema <a target="_blank" href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/depressionen">Depression</a> als Krankheit, an der auch Fußballprofis leiden können, kam mit <strong>Sebastian Deisler</strong> in die Öffentlichkeit. </p><h3 data-rte-preserve-empty="true">Deisler gilt Anfang des dritten Milleniums als eines der größten Talente im deutschen Fußball. </h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Rosentritt: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4vDn8Yi"><strong>Sebastian Deisler: Zurück ins Leben</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link) - Die Geschichte eines Fußballspielers</p><p data-rte-preserve-empty="true">Der FC Bayern nimmt ihn unter Vertrag. Deisler spielt für die Nationalmannschaft. Er ist Anfang 20. Eine Bilderbuchkarriere scheint vorgezeichnet. Doch immer öfter kommt es zu Auszeiten, die weder Verletzungen noch Formschwächen geschuldet sind. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Sondern seiner Depression, einer tückischen Krankheit, gegen die kein Eisspray, keine Spritze und keine OP bei Müller-Wohlfahrt helfen. Für eine langfristige Therapie ist im schnelllebigen Fußballgeschäft keine Zeit. </p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Depressionen unter Fußballern</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Deisler beendet seine Karriere – mit 26. Seine Erfahrungen schreibt <strong>Michael Rosentritt</strong> in der lesenswerten Biographie „<a target="_blank" href="https://amzn.to/4vDn8Yi"><strong>Zurück ins Leben – Die Geschichte eines Fußballspielers</strong></a>“ (#Ad/Affiliate-Link) nieder.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Robert Enke</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Besonders hart traf die Fans die Nachricht vom Suizid des Nationaltorwarts <strong>Robert Enke</strong> im November 2009. Keiner hatte geahnt, wie tief die Abgründe seiner Seele wirklich waren, er selbst ließ sich nichts anmerken.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4c50GzA"><strong>Robert Enke und Babak Rafati</strong></a>. (#Ad/Affiliate-Link) Die Folgen psychischer Belastungen im Profifußball</p><p data-rte-preserve-empty="true">In „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ schildert Peter Handke das Schicksal des aus seinen Lebensbezügen herausgerissenen Fußballtorwarts <strong>Josef Bloch</strong>. Handke bedient sich der Torwartallegorik, um dem rastlos umherreisenden Protagonisten die Erkenntnis zu ermöglichen, dass nicht in der Bewegung, sondern in der Ruhe die Kraft liegt: Der Torwart, der stehen bleibt, fängt den Ball.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Fußballtorwart Robert Enke hat sich bewegt, hat sich bewegen lassen, war beunruhigt, hatte Depressionen, litt unter Versagensängsten. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/3OkxXxn"><strong>Podcast über Robert Enke</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link) vom Norddeutsche Rundfunk</p><p data-rte-preserve-empty="true">Und hat davon geschwiegen. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Der Öffentlichkeit wurde das Seelenleben Enkes erst durch seinen Suizid heute vor einem Jahr bekannt. Größer als die Angst vor dem Versagen war nur die Angst, dass jemand sie bemerken könnte. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Als Nationalspieler in einer WM-Saison ist man nicht depressiv und ängstlich. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Basta.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Reng: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4sqxPdE"><strong>Robert Enke: Ein allzu kurzes Leben</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link) Fußball-Biografie</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Andreas Biermann</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Ein besonders tragischer Fall ist der des Berliners Andreas Biermann, einige Jahre für den FC St. Pauli in der 2. Bundesliga als Profi aktiv, sonst bei Vereinen in den oberen Amateurligen. Anders als Enke <strong>spricht Biermann offen von der Krankheit</strong>, anders als Deisler kann er sie nicht besiegen. Am 18. Juli 2014 – Deutschland war soeben Fußballweltmeister geworden – tötet sich Andreas Biermann selbst.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Andreas Biermann hatte zuvor in einem offenen Umgang mit der Krankheit ihre Überwindung gesucht. Biermann schreibt ein Buch, zusammen mit dem Journalisten Rainer Schäfer, Titel: „<a target="_blank" href="https://amzn.to/4mtfR9k"><strong>Rote Karte Depression</strong></a>“ (#Ad/Affiliate-Link).</p><p data-rte-preserve-empty="true">Der ist durchaus doppeldeutig: </p><p data-rte-preserve-empty="true">Depression gehört die Rote Karte gezeigt und: Depressionen sind im Fußball schlecht angesehen. Biermanns Erfahrungen mit seinem öffentlichen Bekenntnis zur tückischen Krankheit sind alles andere als positiv gewesen. </p><p data-rte-preserve-empty="true">2010 sagt Biermann in einem Interview, er rate betroffenen Fußballprofis von einem <em>Outing</em> ab.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Depression – Die Krankheit trifft viele. </h2><p data-rte-preserve-empty="true">Warum sollte sie nicht auch Fußballer treffen? </p><p data-rte-preserve-empty="true">Versagensangst. Auch sie trifft viele. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Beileibe nicht nur Berufsfußballer. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Jeder von uns muss sich die Frage stellen, welchen Stellenwert Erfolg und Anerkennung haben und wodurch letztere erfahren wird. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Welche Rolle spielt der Beruf, welche Familie und Freunde? </p><p data-rte-preserve-empty="true">Was hält einen noch, wenn man den Job verliert? </p><p data-rte-preserve-empty="true">Fragen zwischen Haben und Sein. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Sebastian Deisler, Robert Enke und Andreas Biermann mahnen unsere Leistungsgesellschaft.</p>]]></content:encoded><media:content height="1000" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775827271962-U0WGYZFI6H4G6UW7GMMF/unsplash-image-FtKkmHI69tg.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Andreas Biermann</media:title></media:content></item><item><title>Aggressionen in Alltag und Beruf</title><category>Psychotherapie</category><dc:creator>Dr. phil. Michael Mehrgardt</dc:creator><pubDate>Sat, 11 Jul 2026 06:00:53 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/aggressionen-im-beruf</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:6a3170f0a89dfa38661ca45c</guid><description><![CDATA[3 wichtige Strategien gegen Aggression und Gewalt

Bedrohung, Aggressionen und Gewalt gegenüber Helfern, im privaten Umfeld 
und im Beruf: Überall nehmen Rücksichtslosigkeiten, Aggressionen, Gewalt 
und Destruktivität zu, während zugleich Mitgefühl und Hilfsbereitschaft 
abnehmen.

Neben gesellschaftlichen Ursachen spielen auch Unachtsamkeiten und Fehler 
in der Kommunikation eine große Rolle - ich zeige dir, wie du dich 
verhalten kannst, um die Wahrscheinlichkeit von Aggressionen zu minimieren.]]></description><content:encoded><![CDATA[<img src="https://vg08.met.vgwort.de/na/ba0d49823aba465996d2d7371c86a477" width="1" height="1" alt="">
  
  







  
  <h2 data-rte-preserve-empty="true">3 wichtige Strategien gegen Aggression und Gewalt</h2>


  









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                <p class=""><strong>Die Lunte wird kürzer</strong></p>
              

              
                <p class="">Warum werden die Menschen immer wütender? <br>Woher kommt dieser Hass?<br>Fehlen uns Empathie und Mitgefühl?<br>Kümmern wir uns nur noch um uns selbst?<br><strong>Was können wir dagegen tun?</strong> </p><p class="sqsrte-small"><em>Bild: Canva/ MM</em></p>
              

              

            
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  <p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Bevor du erfährst, wie du Gewalt und Aggression vorbeugen kannst, folge kurz meinen Ausführungen über die HIntergründe.</p><h3 data-rte-preserve-empty="true"><span class="sqsrte-text-color--custom">Gewalt in Familie, Alltag, Beruf</span></h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Aggressionen, Wut und Gewalt nehmen zu. Das bekommst du im Beruf zu spüren, zB als Lehrerin, Feuerwehrmann, Notärztin, Verwaltungsmitarbeiter oder als Polizistin. Auch Ehrenamtler, zB aus Telefon- und Krankenhaus-Seelsorge, klagen darüber, dass die Lunte immer kürzer wird.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Gewalttaten im privaten Umfeld steigen an: Immer mehr Frauen werden misshandelt oder gar getötet, immer mehr Kinder Opfer von sexueller Gewalt. Die Täter werden rücksichtloser und brutaler, die Anlässe für Gewalt immer banaler. <br>Schon Kinder werden zu Schlägern und Mördern. Zeugen von Unfällen, Gewalttaten oder sexuellem Missbrauch schauen einfach weg.</p>


  









&nbsp;
  
  <h3 data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1781625072874_363064">Ursachen und gesellschaftliche Faktoren</h3>


  









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              <img data-stretch="false" data-image="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1e8e7823-d922-4f94-8bdd-525b76dbda2f/25-03-Boxsack-Canva-MM.jpg" data-image-dimensions="1080x1350" data-image-focal-point="0.5,0.5" alt="" data-load="false" elementtiming="system-image-block" data-sqsp-image-classic-block-image src="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1e8e7823-d922-4f94-8bdd-525b76dbda2f/25-03-Boxsack-Canva-MM.jpg?format=1000w" width="1080" height="1350" sizes="(max-width: 640px) 100vw, (max-width: 767px) 100vw, 100vw" onload="this.classList.add(&quot;loaded&quot;)" srcset="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1e8e7823-d922-4f94-8bdd-525b76dbda2f/25-03-Boxsack-Canva-MM.jpg?format=100w 100w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1e8e7823-d922-4f94-8bdd-525b76dbda2f/25-03-Boxsack-Canva-MM.jpg?format=300w 300w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1e8e7823-d922-4f94-8bdd-525b76dbda2f/25-03-Boxsack-Canva-MM.jpg?format=500w 500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1e8e7823-d922-4f94-8bdd-525b76dbda2f/25-03-Boxsack-Canva-MM.jpg?format=750w 750w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1e8e7823-d922-4f94-8bdd-525b76dbda2f/25-03-Boxsack-Canva-MM.jpg?format=1000w 1000w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1e8e7823-d922-4f94-8bdd-525b76dbda2f/25-03-Boxsack-Canva-MM.jpg?format=1500w 1500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1e8e7823-d922-4f94-8bdd-525b76dbda2f/25-03-Boxsack-Canva-MM.jpg?format=2500w 2500w" loading="lazy" decoding="async" data-loader="sqs">

              
            
          
            
          

        

        
          
          <figcaption data-width-ratio class="image-card-wrapper">
            

              
                <p class=""><strong>Ohnmacht und Frust machen wütend …</strong></p>
              

              
                <p class=""><br>… und man möchte nur noch draufhauen!</p><p class="">Armut, Ungerechtigkeit und Chancenlosigkeit verursachen Ohnmacht, Wut und Gleichgültigkeit. Die Einkommens- und Vermögens-Schere klafft immer weiter auseinander. Ein Drittel der Bevölkerung ist kaum in der Lage, an einem würdigen kulturellen und sozialen Leben teilzuhaben.</p><p class="sqsrte-small"><em>Bild: Canva/ MM</em></p>
              

              

            
          </figcaption>
        

      </figure>

    

  



  
  <p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Zugleich verzetteln sich Parteien und Politiker in gegenseitigen Schuldzuweisungen und Streitereien. <br></p><h3 data-rte-preserve-empty="true">3 Thesen</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Ich will zu diesen wichtigen Ursachen weitere Faktoren ins Feld führen, die ansonsten keine Beachtung finden - und manches davon wird dich sicherlich überraschen.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Meine Beobachtungen dazu stelle ich dir hier in diesen 3 Thesen vor:</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">1. These: Wut tut gut!</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Aggressionen, Wut und Gewalt sind nicht nur eine Art „Unfall“, sondern sie sind mit der Natur des Menschen verwoben. Um das zu verstehen, schauen wir uns einmal an, welche <em>positiven</em> Seiten sie haben. Die positiven Aspekte der Gewalt sind so offensichtlich, dass sie gerne übersehen werden. Ich behaupte also:</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>Gewalt ist Suche und Sucht nach …</strong></p><ol data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Intimität + Nähe</strong><br>(statt zunehmender Abschottung vom Anderen + sozialer Kälte)</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Wirksamkeit + Macht</strong><br>(statt steigender Ohnmacht + Selbstunwirksamkeits-Erleben)</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Intensität + Lebendigkeit + Sich-Fühlen</strong><br>(statt Depression + Langeweile)</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Zugehörigkeit + Identität</strong><br>(statt Orientierungslosigkeit + Einsamkeit).</p></li></ol>


  









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  <h4 data-rte-preserve-empty="true"><span class="sqsrte-text-color--custom">2. These: Die Gesellschaft ächtet Aggression, statt sie zu trainieren!</span></h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpLast">Überrascht dich diese These? </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>Wohin mit der Wut??</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpLast">Dann frage dich doch einmal: Wo kann man, wenn man mal so richtig wütend ist, seine Aggressionen loswerden? Man muss sie runterschlucken, oder? Die Faust in der Tasche machen, tief durchatmen und dann wieder vernünftig, sprich: normal sein! <br>Was meinst du: Ist die Wut dann einfach weg? Sind Adrenalin, Blutdruck, Herzrasen, Muskeltonus einfach irgendwie im Boden versickert? </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>“Haarwäsche” mit Moralin</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpLast">In den meisten Kindergärten darf man kein „Kriegsspielzeug“ mitbringen. Einen Stock spielerisch als Waffe zu verwenden und „PENG!“ zu schreien, das wird dort nicht gerne gesehen. Wenn das Kind dies doch einmal tut, kriegt es seinen Kopf mit einer Handvoll Moral gewaschen.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Und wenn der Hinterbliebene bei der Beerdigung auf die Verstorbene schimpft, weil sie ihn alleingelassen hat, wird er sanft aus der Kirche geleitet, und allen ist es peinlich.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>Weil das Böse nicht sein darf, gibt’s es auch nicht … </strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Gewaltfreie Kommunikation, Ich- statt Du-Botschaften und immer schön <em>direkt, spezifisch und situativ</em> zu dem Anderen reden? Ganz ehrlich? Mich macht das wahnsinnig!! <br>Und es reicht auch nicht, Aggression einfach um<em>gehen</em>, umwandeln oder wegdefinieren zu wollen! Unter der Oberfläche brodelt es nämlich weiter und sucht Ventile. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>… und wenn doch, schlucke es gefälligst herunter!</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Oder, man lernt, all dies Böse von der Welt fern zu halten und schön brav nur gegen sich selbst zu richten. Dann ist die Gesellschaft zufrieden – und man selbst verabschiedet sich in die Depression …</p><p data-rte-preserve-empty="true">Warum “Schlucken” depressiv macht und was du dagegen tun kannst, findest du unter dem Stichwort <br><a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-auswege-depressionen#3">Retroflexion</a>: was wir uns selbst so alles antun</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>Was wir brauchen …</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">… sind <strong>Aggressionsräume</strong>. Das sind Orte, wo wir Wut, Ärger, Frust und Aggression loswerden können, wo wir lernen können, all diese negativen Gefühle zu <strong>äußern</strong>. Und genau das heißt ja <em>Äußern:</em> von innen ins <em>Außen </em>verlagern. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>Innere Schlachtfelder:</strong> Es macht krank, diese ganzen negativen Energien in sich zu behalten, sie dort zu bunkern, zu unterdrücken, zu deckeln. Es macht krank, wenn wir in uns Schlachtfelder errichten, auf denen wir uns selbst bekämpfen. Wir müssen lernen, diese Schlachtfelder dorthin zu exportieren, wohin sie gehören: nach außen!</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>Aber Vorsicht!</strong> Dazu brauchen wir kompetente Anleitung, Ermutigung, Regeln und Kontrolle. Dazu findest du mehr an anderer Stelle unter dem Stichwort <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-wegweiser#aggression">Aggression</a>. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Wie ihr mit eurer Wut und eurer Aggression in <strong>Beziehungen </strong>umgehen könnt, habe ich ebenfalls genau beschrieben, siehe hier: <br><a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-paartherapie#Wut">Aggressions-Rituale</a>.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>Regel:</strong><br>Kümmert euch <strong>zuerst </strong>darum, eure Aggressionen loszuwerden. Und erst <strong>danach</strong>, wenn ihr alles - in nicht-destruktiver Weise (!) - herausgelassen habt, dann – und erst dann! – wendet euch der Konfliktlösung zu, zB mittels <em>Gewaltfreier Kommunikation, Ich-Botschaften</em> und anderen Methoden.</p>


  









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  <h4 data-rte-preserve-empty="true"><br>3. These: Wir sind ein Volk von Aberern …</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>… und <em>das</em> kann einen so richtig auf die Palme bringen!</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Wenn du dich selbst kritisch befragst oder – was vermutlich leichter ist – anderen Leuten zuhörst, wirst du vielleicht meine Beobachtungen bestätigen: Sehr oft stellen wir der Äußerung eines Menschen eine <em>Gegen</em>-Position in den Weg, statt ihm zuerst einmal Fragen zu stellen, ihn sein Erleben schildern zu lassen, mitfühlend zu sein oder ihn zu bestätigen. </p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>Diese Art von Kommunikation nenne ich <em>Abern</em>. </strong></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Übrigens: Das <em>Aber</em> kann man oft auch dann hören, wenn es gar nicht ausgesprochen wird!</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>„Aber“</em> zu sagen, bedeutet, dass man den Anderen mit seiner Äußerung nicht gelten lässt, dass man ihn berichtigt, konfrontiert, ihn beschämt, abwertet, dass man Macht oder Drohung ins Spiel bringt, ihm Regeln oder Moral vorhält, dass man Auswege oder Lösungen versperrt. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>Beispiele, die du vermutlich kennst</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ich nenne jetzt einige typische Sätze oder Satzanfänge – mit <em>ausgesprochenem </em>oder <em>unausgesprochenem Aber</em>: Wie wirken sie auf dich, wenn du sie zu hören bekommst?</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Aber das stimmt doch gar nicht!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Wenn du </em>das<em> tust, …!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Das ist doch irrational!&nbsp;</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Aber was wäre, wenn alle so reagieren würden ...!? </em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Das geht doch nicht, weil …!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Aber jetzt komm doch erstmal runter! </em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Aber erstmal müssten Sie …!&nbsp;</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Sie sind doch eine erwachsene Person!? </em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Jeder weiß doch, dass …!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Sie müssen doch einsehen, dass …! </em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Sie sind so emotional! </em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Sie sollten sich schämen! &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><em>Das ist unlogisch!</em></p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Kannst du dir vorstellen, wie du dich nach solchen Äußerungen fühlst und wie du reagieren würdest? Ärger dürfte insbesondere dann in dir aufbrausen, wenn du auf Hilfe, Mitgefühl oder Bestätigung gehofft hast und nun eine solche „Abfuhr“ erhältst.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">3 Strategien zur Vorbeugung</h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph"><strong>Prinzipien</strong><br>Ich will dir hier nicht einzelne günstige Sätze oder Antworten vorstellen, mit denen du aggressive Reaktionen anderer verhindern oder auflösen kannst. Hilfreicher finde ich, <em>Prinzipien </em>zu benennen, mit denen du herausfinden kannst, ob eine konkrete Verhaltensweise günstig ist oder nicht. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph"><strong>Nonverbale Kommunikation</strong><br>Beachte dabei, dass natürlich Betonung, Gestik und Mimik auch „ein Wörtchen“ mitzureden haben. Mit entsprechender Betonung – und gewissen „Füll-Wörtern“ wie zB „<em>eigentlich</em>“, „<em>auch mal</em>“ – kriegst du auch noch den empathischsten Satz in einen Waffengang umgewandelt! </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph"><strong>Kontext</strong><br>Und klar, der Kontext spielt auch noch eine wesentliche Rolle. Vermeide es bspw, den Satz <em>„Ich höre Stimmen!“</em> im Beisein eines Psychiaters auszusprechen!!</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Hier die 3 Prinzipien:</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">Das 1.&nbsp;Prinzip: <em>Miteinander </em>statt Konfrontation! </h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>Metaphern</strong><br>Um Aggression oder Gewalt deines Gegenübers von vornherein zu vermeiden oder abzuschwächen, könnten diese beiden Bilder oder Metaphern hilfreich sein: </p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong><em>Judo: </em></strong><em>Beim Judo kämpfst du nicht </em>gegen<em> die Energie des Gewaltbereiten, sondern </em>benutzt <em>sie in deinem Sinne. </em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong><em>Durchgehendes Pferd: </em></strong><em>Hast du schon einmal auf einem Pferd gesessen, das vor Schreck oder Panik durchgeht? Dann weißt du, dass du es auch mit aller Kraft nicht stoppen kannst. Was aber möglich ist: Du kannst es </em>dirigieren<em>, damit es nicht in einen Abgrund läuft.</em></p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>Anwendung</strong><br>Konkret kannst du folgendes tun, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass dein Gegenüber ausrastet:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>physisch:</em></strong><em> Du gehst aus der „Schusslinie“, wenn du zB Beleidigungen oder  Drohungen erlebst. Dazu stellst du dich in einem Winkel von 0 - 45 Grad </em>neben <em>den Anderen. <br>(In einer bedrohlichen Situation bringst du dich aber in Sicherheit, ok?!) </em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Gestik &amp; Mimik:</em></strong><em> Statt deine Handflächen abwehrend nach außen zu drehen, öffnest du deine Hände zu der Person hin. </em><br><em>Du nimmst „weichen“ Blickkontakt auf, du starrst sie nicht an. Schaue zwischendurch immer mal woanders hin, damit sie sich nicht kontrolliert fühlt. Wenn du sie die ganze Zeit anguckst, sieht das so aus, als würdest du sie nicht aus den Augen lassen. </em><br><em>Entsprechend mache „weiche“ Bewegungen. Harte, plötzliche, ausgreifende Gesten könnte der Andere als Bedrohung erleben.</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Diktion &amp; Sprache:</em></strong><em> Niemand zwingt dich, einseitige oder falsche Bemerkungen des Anderen zu korrigieren. Wenn du ihm entgegnest: “Aber das stimmt doch gar nicht!”, dann “aberst” du - siehe oben - und agierst konfrontativ.</em><br><em>Stattdessen kannst du etwas logisch oder moralisch Falsches ruhig mal so stehenlassen, statt sofort </em>dagegen<em>zuhalten. Wenn er oder sie zB sagt, alles in Deutschland sei Scheiße, musst du das nicht richtigstellen. Du könntest sagen: „Ok, das denke ich auch manchmal. – Was genau hat Sie so frustriert?“<br>Verwende „weiche“ Formulierungen wie zB: „Sie sind aufgebracht!“ statt: „Sie sind aber (!) aggressiv!“  - Oder statt: “Na, da haben Sie sich ja gründlich verarschen lassen!” solltest du eher so etwas sagen wie: “Da waren Sie vielleicht etwas zu gutmütig, oder?”</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Infragestellung:</em></strong><em> Wenn du „Warum“-Fragen (oder Weshalb, Wieso, Wozu …) stellst, klingt das für dein Gegenüber wahrscheinlich zweifelnd, beschuldigend oder konfrontierend, zB: “Warum haben Sie das denn bloß gemacht?” Der Andere hört möglicherweise so etwas heraus wie: “Na, da sind Sie ja auch selbst schuld!” und fühlt sich beschämt oder gedemütigt.</em><br><em>Du könntest stattdessen „Wie“- oder „Was“-Fragen stellen, zB.</em> “Wie<em> hast du das erlebt? </em>Was<em> hast du dann gemacht? </em>Wie<em> geht’s dir damit? </em>Wie<em> interpretierst du das? </em>Was<em> hättest du jetzt gerne?”</em></p></li></ul>


  









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  <h4 data-rte-preserve-empty="true">Das 2.&nbsp;Prinzip: Würdigung &amp; Gemeinsamkeiten </h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpLast">Menschen wollen sich gesehen und gehört fühlen. Menschen brauchen Anerkennung, Würdigung und – ja – auch Zustimmung. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpLast">Vielleicht kennst du das auch: Du berichtest deiner Ärztin von deinen Beschwerden, und sie sagt unmittelbar: „<em>Dann müssen Sie eben X tun!</em>“ Auch wenn sie Recht haben mag – zunächst braucht man ein Signal, dass man gehört und ernst genommen wird. Die Reaktion „<em>Dann müssen Sie eben X tun!</em>“ kommt bei mir oft so an, als würde man mich für blöd halten – es fehlt nur noch am Ende ein: „<em>… Dummerchen!“ -</em> vielleicht auch noch mit so einer wohlmeinenden Gutmütigkeit in der Stimme …  </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpLast">Stattdessen könntest du wie folgt reagieren:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Ernst nehmen: </strong>Du nimmst die Wut oder Kränkung ernst und sagst bspw.: <br><em>Ok, das hat dich also richtig sauer gemacht!?</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Erzählen lassen:</strong> Du forderst die Person auf zu erzählen, was genau sie so wütend, hilflos, ängstlich, traurig etc. macht.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Affirmationen geben:</strong> Du gibst dem Gegenüber Bestätigung, zB: <br><em>Das ist dein Gefühl, das ist ok! </em><br><em>Das verstehe ich! Da wäre ich auch sauer!</em><br><em>Sie haben sicherlich einen guten Grund für Ihre heftige Reaktion!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Interesse zeigen:</strong> Du stellst weitere Fragen zur Situation und dazu, wie der Andere diese interpretiert hat.&nbsp; </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Sich einbringen:</strong> Du könntest über eigene ähnliche Erlebnisse berichten – aber bitte nur kurz, weil es ja nicht um dich geht! </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Ein <em>Wir </em>erzeugen:</strong> Du kannst auch Gemeinsamkeiten <em>herstellen</em> – das nennt man <em>Konfluenz</em>. Das bedeutet, kurz gesagt, dass die Grenze zwischen dir und dem Anderen durchlässig wird. Wenn er zB heftig atmet, kannst du ruhig atmen und ihn damit etwas besänftigen. Du kannst dich vorsichtig an seine Gestik und Mimik anpassen, du kannst einige seiner Worte aufgreifen. <br>Aber mach das nicht zu stark, damit er sich nicht auf den Arm genommen fühlt!</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Aggressionen ermöglichen:</strong> Und schließlich kannst du deinem Gegenüber Raum für seine Aggressionen geben, so dass er diese mal so richtig rauslassen kann. <br>Das ist nur dann zu empfehlen, wenn du einige Regeln einhältst: Dazu schaue dir unbedingt meine Anleitungen an, sonst könnte es schief gehen. Die findest du zB unter dem Stichwort <em>Retroflexion</em> bei <em>Depressionen</em>: <br><a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/retroflexion">https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/retroflexion</a></p></li></ul>


  









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  <h4 data-rte-preserve-empty="true"><br>Das 3.&nbsp;Prinzip: Lösungen</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Wenn du jetzt eine gute Atmosphäre zwischen dir und dem Anderen hast schaffen können, kann es sinnvoll sein, über Lösungen und Auswege – oder auch über Hindernisse, die im Weg stehen – zu sprechen. </p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Aber bitte: Haue deinem Gegenüber jetzt nicht deine <strong>Rat-<em>Schläge</em></strong>und <strong>Vor-<em>Schläge</em></strong>um die Ohren! </p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Vielmehr kannst du Folgendes tun:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Angebote machen:</strong> Du erfragst mögliche Auswege oder bietest deine Lösungs-Ideen vorsichtig an.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Scham abbauen:</strong> Wichtig ist, dass die Person ihr Gesicht wahren kann! Ermögliche ihr einen würdigen Rückzug! </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Redundanz zulassen:</strong> Höre dir ggf nochmals ihre Erklärungen an. Wenn sie sehr heftig reagiert hat, möchte sie sich vielleicht rechtfertigen und entschuldigen. Verstelle ihr den Ausweg nicht! Beachte, dass oft mehrere Wiederholungen (<em>Redundanz</em>) nötig sind, um sich bestätigt zu fühlen! </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Auswege eröffnen:</strong> Zeige Möglichkeiten auf, wenn dein Gegenüber sich irgendwie festgefahren hat. Unterlasse es, mögliche Auswege mit Regeln, Drohungen, Nötigungen oder Beschämungen zu verstellen! </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Verbindlich sein:</strong> Triff konkrete Vereinbarungen mit dem Anderen, damit er einen konkreten und gangbaren Weg aus seinem Problem sieht. Versichere ihm, dass deine Tür weiterhin offen bleibt! </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Über </em>das Gespräch sprechen:</strong> Am Ende ist oft ein gemeinsamer Rückblick, eine Abschlussbewertung hilfreich. Dieses Sprechen-<em>Über </em>nennt man <em>Metakommunikation</em>. Das heißt, ihr sprecht kurz <em>über</em> das Gespräch, zB: <br><em>Das war gut, dass wir gesprochen haben!</em><br><em>Geht’s dir/ Ihnen jetzt besser?</em><br><em>Wie gut, dass wir zusammen die Kurve gekriegt haben, oder?</em></p></li></ul>


  









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interessiert – Teil 8: Alfredo Stéfano Di Stéfano Laulhé ist ein 
außergewöhnlicher Vertreter seiner Zunft. Bei der FIFA-Wahl zum „Spieler 
des Jahrhunderts“ belegte er den vierten Platz. Franz Beckenbauer (in der 
Liste auf Platz drei) nannte ihn mal den „komplettesten Spieler“.]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert – Teil 8</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Alfredo Stéfano Di Stéfano Laulhé ist ein außergewöhnlicher Vertreter seiner Zunft. Bei der FIFA-Wahl zum „Spieler des Jahrhunderts“ belegte er den vierten Platz. Franz Beckenbauer (in der Liste auf Platz drei) nannte ihn mal den „komplettesten Spieler“.</p>


  










  


  
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  <p data-rte-preserve-empty="true">Komplett außergewöhnlich war die Posse um seinen Wechsel nach Spanien Anno 1953: </p><p data-rte-preserve-empty="true">Real Madrid und der FC Barcelona stritten sich um die Dienste des Argentiniers, der schon mit beiden Vereinen handelseinig war. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Letztlich setzte sich der Hauptstadtclub unter bis heute nicht vollständig aufgeklärten Umständen im Transferpoker durch. Ein halbes Jahrhundert später ging eine ähnliche Auseinandersetzung um einen Profi aus Südamerika zugunsten von Barça aus: Neymar wechselte 2013 zu Messi, Xavi &amp; Co., nachdem auch Real Madrid großes Interesse signalisiert hatte.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">Hawkey: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4t5BGhq"><strong>Di Stéfano</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link) englische Ausgabe</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Bei Real Madrid bildete Di Stefano mit dem Ungarn Ferenc Puskás ein geniales Sturmduo, das den Mythos vom „Weißen Ballett“ begründete. Zwischen 1956 und 1960 gewann Di Stefano fünfmal hintereinander den Europapokal der Landesmeister (heute: Champions League). Insgesamt wurde er achtmal spanischer Meister. 1957 und 1959 war Di Stefano Europas Fußballer des Jahres.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Länderspiele absolvierte er – auch das ist einzigartig – für drei Nationen: für seine Heimat Argentinien (6), für Kolumbien (4), das Land, in dem er Anfang der 1950er lebte, und für seine Wahlheimat Spanien (31), in der er nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn (1966) noch lange als Trainer wirkte (u.a. bei Real Madrid, aber auch beim FC Valencia). Im Jahr 2000 wurde Di Stefano Ehrenpräsident von Real Madrid, 2008 Ehrenpräsident der UEFA.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Ein letztes ist ebenfalls außergewöhnlich: Di Stefano nahm nie an einer Weltmeisterschaft teil, obwohl er als einer der besten Fußballer aller Zeiten gilt. Und das, obwohl er nicht aus einem fußballerischen Zwergstaat stammt wie seine Schicksalsgenossen Ryan Giggs (Wales), George Best (Nordirland) und George Weah (Liberia). Vielleicht der Preis für sein unstetes Leben zwischen Südamerika und Europa, das ihn zu einem der ersten Fußball-Migranten gemacht hat. 1958 in Schweden war Spanien nicht qualifiziert (Argentinien hingegen schon), 1962 in Chile war zwar Spanien dabei, nicht aber Di Stefano, der verletzungsbedingt ausfiel.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4dLXUk1"><strong>The Wit and Wisdom of Alfredo Di Stéfano</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link), English Edition, kindle Ausgabe</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Fußball ist eine Kunst </h2><p data-rte-preserve-empty="true">– das war das Motto Di Stefanos, der aufgrund von Haarpracht und Spielweise schon als junges Talent bei River Plate Buenos Aires seinen Spitznamen verliehen bekam: <em>La Saeta Rubia</em>, zu deutsch: „Der blonde Pfeil“. Es wäre schön, wenn die Botschaft vom Fußball als Kunstform in den Köpfen und Herzen der Protagonisten bliebe und als kleine Hommage an den großen Ballkünstler auch öfter sichtbar wäre.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Alfredo Di Stefano verstarb 2014 im Alter von 88 Jahren in Madrid. Was blieb, sind seine Erfolge, die eng mit der spanischen Hauptstadt verbunden sind. Darauf angesprochen meinte Di Stefano mal, er sei Stürmer gewesen und eine der Pflichten eines Stürmers sei es nun mal, Tore zu erzielen – das sei alles. 216 waren es in 282 Spielen für Real Madrid. Pflicht erfüllt.</p>]]></content:encoded><media:content height="844" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775826470326-E86OGHHD8DWM4FQNK940/unsplash-image-GCwmoJYNXno.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Alfredo Di Stefano</media:title></media:content></item><item><title>Ab wann ist es sexuelle Belästigung? | Erfahrung</title><category>Philosophie</category><dc:creator>Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin)</dc:creator><pubDate>Mon, 06 Jul 2026 05:27:30 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/sexuelle-belaestigung</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:6a478e90247eb95001435375</guid><description><![CDATA[Belästigung lauert nicht nur nachts im dunklen Park. Wenn Männer Frauen 
bedrängen, passiert das oft mitten am helllichten Tag, direkt unter Leuten. 
Doch statt laut zu werden, schweigen wir meistens. Nicht, weil wir nicht 
wütend sind. Sondern weil wir an uns selbst zweifeln: Reagiere ich gerade 
völlig über – oder ist das hier sexuelle Belästigung?]]></description><content:encoded><![CDATA[<p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Belästigung lauert nicht nur nachts im dunklen Park. Wenn Männer Frauen bedrängen, passiert das oft mitten am helllichten Tag, direkt unter Leuten. Doch statt laut zu werden, schweigen wir meistens. Weil wir an uns selbst zweifeln: Reagiere ich gerade völlig über – oder werde ich hier belästigt?</p>


  










  


  
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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Grenz-überschreitung im öffentlichen Raum</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Der Bus ist eigentlich nichts Besonderes. Er gehört zum Alltag, wie Zähneputzen. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Ich kenne die Strecke, die Haltestellen, die Uhrzeiten, die Umgebung. Ich steige ein, setze mich, Kopfhörer drin, Tasche auf dem Sitz neben mir&nbsp;– das alles bildet mein privates Biotop aus Sicherheit im öffentlichen Raum.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch da ist dieser Mann.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Seit vielen Monaten <strong>drängt er sich auf</strong>, wenn ich ihm begegne. An der Haltestelle geht er jedes Mal ganz nahe an mir vorbei, fast als würde er mich streifen wollen. Dann stellt er sich neben mich. Und jedes Mal der gleiche Satz: „<em>War der Bus schon da?</em>“ Wie eine kaputte Schallplatte. Er will keine Antwort, er will <strong>meine Aufmerksamkeit erzwingen</strong>.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Ich gebe ihm nie eine Reaktion. Keine einzige. Bisher fahre ich am besten damit, wenn ich ihn konsequent ignoriere, Abstand suche und dabei ein todernstes Gesicht mache.&nbsp;</p>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/B09PFKLPV1?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="PTBS Arbeitsbuch: Ein Tagebuch zum Ausfüllen und Ankreuzen, zur Selbsthilfe und Unterstützung einer Trauma Therapie mit Flashbacks oder Dissoziationen für PTBS Betroffene." target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41Eo7k80ctL._SL500_.jpg" alt="PTBS Arbeitsbuch: Ein Tagebuch zum Ausfüllen und Ankreuzen, zur Selbsthilfe und Unterstützung einer Trauma Therapie mit Flashbacks oder Dissoziationen für PTBS Betroffene."><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/B09PFKLPV1?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="PTBS Arbeitsbuch: Ein Tagebuch zum Ausfüllen und Ankreuzen, zur Selbsthilfe und Unterstützung einer Trauma Therapie mit Flashbacks oder Dissoziationen für PTBS Betroffene." target="_blank">PTBS Arbeitsbuch: Ein Tagebuch zum Ausfüllen und Ankreuzen, zur Selbsthilfe und Unterstützung einer Trauma Therapie mit Flashbacks oder Dissoziationen für PTBS Betroffene.</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3608400575?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Bewegen statt Erstarren!: Das Praxisbuch für DBT-Körperskills" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41LSnS3BylL._SL500_.jpg" alt="Bewegen statt Erstarren!: Das Praxisbuch für DBT-Körperskills"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3608400575?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Bewegen statt Erstarren!: Das Praxisbuch für DBT-Körperskills" target="_blank">Bewegen statt Erstarren!: Das Praxisbuch für DBT-Körperskills</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  <p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Doch seit einiger Zeit</strong> setzt er sich im Bus absichtlich in meine Nähe. Aus den Augenwinkeln nehme ich wahr, wie er mich immer wieder mustert. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Allein dieses Begutachten macht etwas mit mir. Das sind Blicke, die mich auffressen, ohne mich zu berühren. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Mehr erfahren » <a target="_blank" href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/angst-vor-blicken">Der Blick des Anderen</a> (nach Sartre) und » <a target="_blank" href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/leiblichkeit">Leiblichkeit</a>: Körper haben, Leib sein</p><p data-rte-preserve-empty="true">Mein Körper reagiert zuverlässig: Bauchmuskeln und Schultern spannen sich an, mein Herz schlägt schneller. Ich zwinge mich, auf mein Handy zu blicken. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Er soll nicht merken, dass ich ihn bemerke. Sonst interpretiert er das als Einladung. Ich erlebe so etwas schließlich nicht zum ersten Mal. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Offensichtliches Desinteresse funktioniert.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Jedenfalls meistens.</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>3 Warnsignale für Belästigung</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true">Belästigung oder sexuelle Belästigung fangen viel früher an, als viele denken – <span data-text-attribute-id="58f0f654-a9ae-4422-a7c2-36979f9194e1" class="sqsrte-text-highlight">nicht erst bei „handfesten“ Übergriffen</span>. Wir sprechen von Belästigung, wenn jemand deine Grenzen wiederholt missachtet, obwohl du deutlich zeigst, dass du das ablehnst. <strong>Typische Merkmale im Alltag</strong> sind:&nbsp;</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Aufgedrängte physische Nähe:</strong> Die Person drängt sich in deinen körperlichen Raum (persönliche Distanzzone), obwohl mehr als genug Platz ist.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Ignorierte Signale:</strong> Sie spricht dich permanent an, obwohl du schweigst, wegschaust oder deutlich abwehrst.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Fixierung:</strong> Sie verfolgt dich mit Blicken oder Schritten.</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true">Evtl. auch interessant für dich » <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-grenzverletzungen">Grenzüberschreitungen in der Psychotherapie</a></p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Wo Belästigung beginnt</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Das letzte Mal kippte es.</p><p data-rte-preserve-empty="true">​Ich stehe wieder an der Haltestelle. Zehn andere Menschen warten mit mir auf den Bus. Ich tippe auf meinem Handy, da geht plötzlich jemand so nah an mir vorbei, dass er mich beinahe berührt. Ich blicke verärgert auf, erkenne ihn und trete einige Schritte beiseite, um Distanz zu gewinnen.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Allein sein Glotzen lässt eine Blockade in mir wachsen. Er macht mich zum <strong>Objekt</strong> – ohne auch nur einen Finger zu rühren.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Und wieder beginnt das Spiel: Er quatscht mich von der Seite an. Ich ignoriere, gehe auf Abstand. Mein Gesicht und meine Körpersprache zeigen eiskalte Ablehnung. Meine Gedanken rattern: <em>Muss ich etwas sagen, damit er mich in Ruhe lässt? Sind meine Signale nicht klar genug?</em></p><p data-rte-preserve-empty="true">Als der Bus hält, steige ich bewusst hinten ein, weit weg von ihm. Dort sitzen schon ein paar andere Fahrgäste. Ich suche mir schnell einen Fensterplatz. Meine Tasche blockiert den Sitz neben mir als <strong>sichtbare Barriere</strong>. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Ich atme kurz auf.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Und erschrecke. Plötzlich kommt der Mann direkt auf mich zu. Überall sind freie Plätze. Er tut lautstark so, als würde er telefonieren, schiebt sich wie zufällig auf den Sitz neben mich und drängt meine Tasche beiseite.&nbsp;&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Mein Raum schrumpft auf ein Nichts</strong>: rechts die kalte Fensterscheibe, an die ich mich presse, links er – viel zu nah.&nbsp;Jetzt kriecht Ekel in mir hoch. Mein Fluchtweg ist versperrt, ich sitze in der Falle. Immer noch erschrocken, drehe ich mich weg und konzentriere mich auf mein Handy, zeige meine Kopfhörer, überlege fieberhaft, was ich jetzt tun soll. </p>


  










  


  
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  <p data-rte-preserve-empty="true">Er spricht mich wieder an. Doch ich schweige eisern.&nbsp;Ich will ihm nicht die geringste Aufmerksamkeit geben, denn das ist ja sein Ziel. <em>Oder reagiere ich hier über? Ist MEIN Verhalten falsch, weil ich nicht sofort laut “Nein” schreie?</em></p><p data-rte-preserve-empty="true">Plötzlich rumpelt sein Bein „zufällig“ gegen meines. Nicht flüchtig oder sanft, sondern so fest, dass ich es bemerken soll, um ihn anzusehen.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Ich höre, wie er sich lachend entschuldigt, doch mir kommt nur ein abfälliges Zischen über die Lippen. Ich ziehe die Schulter abweisend hoch, klammere mich weiter an meine Tasche und drücke mich noch fester gegen das Glasfenster.</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Belästigend vs. strafbar – Unterscheidung:</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true">Es gibt Verhalten, das <strong>klar belästigend ist, sich bedrohlich anfühlt und psychisch belastet</strong> – so wie in meinem Bus-Beispiel mit aufgedrängter Nähe, Fixierung und „zufälligen“ Berührungen. Nicht jedes dieser Verhaltensmuster ist automatisch strafrechtlich verfolgbar, aber:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true">Es handelt sich trotzdem um einen Übergriff, wenn nonverbale Signale übergangen werden</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">Du darfst jederzeit Grenzen setzen</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">Du hast das Recht, jetzt Unterstützung zu holen</p></li></ul>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Kein Freeze, sondern strukturelle Blockade</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Von außen sitze ich ruhig da, starre aufs Smartphone und höre Musik. Doch in mir tobt ein Krieg. Meine Gedanken brüllen:&nbsp;</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Steh auf!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Sag was!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Schieb ihn weg!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Bitte die anderen Fahrgäste um Hilfe!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Schrei laut: Lassen Sie mich in Ruhe!</em></p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true">Doch ich tue nichts.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Nicht, weil mein Körper gelähmt ist, ich erlebe hier kein Trauma-Freeze (der Begriff wird viel zu inflationär für normale Blockaden genutzt), ich fühle mich nicht in Lebensgefahr und ich kann mich bewegen. Aber Kopf und Gefühle feuern aus allen Rohren. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Ich <strong>rechne blitzschnell jede (soziale) Konsequenz durch</strong> und weiß am Ende nicht, was ich tun soll. <em>Was, wenn ich mich täusche? Was, wenn die anderen Fahrgäste sich gegen mich wenden und ihn verteidigen? Was, wenn er aggressiv wird? </em></p><p data-rte-preserve-empty="true">Während mein Kopf verzweifelt nach dem richtigen Ausweg sucht, klebe ich auf diesem verdammten Sitz fest. Er sagt immer wieder etwas, und schaut mich fest an. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Nach unendlichen 10 Minuten muss ich aussteigen. Da platzt der Knoten. Ich stehe auf, er starrt mich nur an und fragt irgendwas. Erst als ich scharf erwidere: „<em>Ich muss jetzt aussteigen!“,</em> macht er Platz. Nachdem ich an ihm vorbei bin, schaffe ich es, meinen Satz herauszubringen: „<em>Und hören Sie endlich auf, mich anzusprechen</em>!“&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Mit rasendem Herzen steige ich aus. <em>Hat er es kapiert? Haben die anderen Leute im Bus es gehört?</em> Keine Ahnung. Ich weiß nur: Zuvor empfand ich diesen Mann als sehr unangenehm, jetzt fühle ich mich massiv bedrängt und in Gefahr.</p><p data-rte-preserve-empty="true">In mir brennt es lichterloh. Seinetwegen und wegen all der alten Wunden, die er gnadenlos aufreißt. </p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Psychische Folgen</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Die Situation und das <strong>Gefühl der Bedrängnis und Gefangenschaft</strong> beschäftigen mich ab diesem Zeitpunkt über viele Wochen. Mental spiele ich immer wieder passende Reaktionen durch.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Meine Nächte werden zur Qual. Ich träume nicht direkt von ihm, aber Bildfetzen und <strong>diffuse Unruhe</strong> jagen mich. (Vgl. <a target="_blank" href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/depression-bilder-im-kopf">Intrusionen bei Depressionen</a>) Etwas Bedrohliches kriecht in mir hoch. Ich wache mit flauem Magen auf und habe als Erstes seine Gestalt im Kopf. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Unheimlich, dunkel und viel größer, als er in Wirklichkeit ist. Sofort bin ich wieder gefangen im Bus, eingeklemmt zwischen ihm und der Fensterscheibe. Meine Gedanken rasen: <em>Was, wenn er das nächste Mal wieder an der Haltestelle steht? Was, wenn ich wieder so blockiert bin? Was denken die Leute, wenn ich ihn anschreie? Was, wenn die Leute mir nicht helfen? Was, wenn er mich nicht in Ruhe lässt?</em></p><p data-rte-preserve-empty="true">Im Geist entstehen Katastrophen, die nicht passiert sind und niemals passieren müssen. Ja, hier meldet sich meine PTBS … aber nicht nur sie.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Beatrice Frasl: <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1063663763"><strong><u>Patriarchale Belastungsstörung</u></strong></a>. (#Affiliate-Link/Anzeige), Geschlecht, Klasse und Psyche</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Schlimmer sind diese elendigen Scham- und Schuldgefühle:&nbsp;</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Warum hast du nicht schon an der Haltestelle reagiert? Ist doch klar, dass sowas passiert, wenn du deine Grenzen nicht klar und verbal verteidigst.</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Du hättest doch nur laut etwas sagen müssen!&nbsp;Selbst schuld.</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Warum hast du nicht sofort reagiert und dich umgesetzt?&nbsp;Wäre doch ganz einfach gewesen.</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Wieso stresst dich das so? Ist doch alles harmlos.</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Vielleicht hast du das völlig missverstanden und klagst einen Unschuldigen an!</em></p></li></ul>


  









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    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3426303159?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit | »Eine Kampfschrift im besten Sinn.« Süddeutsche Zeitung" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41uxEaz24+L._SL500_.jpg" alt="Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit | »Eine Kampfschrift im besten Sinn.« Süddeutsche Zeitung"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3426303159?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit | »Eine Kampfschrift im besten Sinn.« Süddeutsche Zeitung" target="_blank">Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit | »Eine Kampfschrift im besten Sinn.« Süddeutsche Zeitung</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3150207827?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Feminismus. 100 Seiten: Wie Frauen, FLINTA*, LGBTQ in aller Welt für ihre Rechte kämpfen (Reclam 100 Seiten)" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41izbYok3HL._SL500_.jpg" alt="Feminismus. 100 Seiten: Wie Frauen, FLINTA*, LGBTQ in aller Welt für ihre Rechte kämpfen (Reclam 100 Seiten)"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3150207827?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Feminismus. 100 Seiten: Wie Frauen, FLINTA*, LGBTQ in aller Welt für ihre Rechte kämpfen (Reclam 100 Seiten)" target="_blank">Feminismus. 100 Seiten: Wie Frauen, FLINTA*, LGBTQ in aller Welt für ihre Rechte kämpfen (Reclam 100 Seiten)</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Woher kommen internalisierte Schuld &amp; Scham?</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Diese Stimme kenne ich gut. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Viele Therapeuten würden an dieser Stelle individualisieren und pathologisieren – also alles nur in mir suchen: Diese Stimme kommt bestimmt von deiner Familie, früheren Erfahrungen, ist ein Täter-Introjekt, Selbst-Aggression, Insuffizienzgefühle usw.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Aber dann erklärt mir bitte, warum es so vielen Frauen genauso geht – auch denen, die keine „Vorgeschichte“ mit Gewalt oder Missbrauch haben, nicht unter psychischen Problemen leiden, nicht mit Minderwertigkeitsgefühlen kämpfen. <strong>Wie kann es sein, dass die allermeisten von uns (gesunde wie auch kranke) in solchen Situationen schweigen</strong> und sich anschließend selbst hinterfragen, statt das Verhalten des anderen?</p><p data-rte-preserve-empty="true">Evtl. interessant für dich » <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/mankeeping"><u>Mankeeping</u></a></p><p data-rte-preserve-empty="true">Die innere Stimme, die alles kleinredet, klingt verdächtig nach Kommentaren, die alle Frauen überall hören – in Medien, Familie, Freundeskreisen, überhaupt in der <strong>Gesellschaft</strong>. Viele übernehmen Schuld, weil sie gesellschaftliche Vorstellungen von „richtiger Weiblichkeit“ und „richtigem Verhalten“ verinnerlicht haben (angepasst, freundlich, nicht „übertreiben“, nicht hysterisch wirken).&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Mehr erfahren » <a target="_blank" href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/toxische-weiblichkeit">toxische Weiblichkeit</a>: überholte Rollenbilder und ihre Wirkung</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Warum Frauen so häufig schweigen</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Schweigen ist i.&nbsp;d.&nbsp;R. eine Schutzreaktion. Viele Betroffene berichten von Scham, Angst, Unsicherheit und dem Gefühl von Kontrollverlust; hinzu kommt ein <strong>realistisches Abwägen</strong>: Wer glaubt, dass die eigene Beschwerde keine Konsequenzen hat, dass man ausgelacht wird oder die Situation eskaliert, schweigt eher. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Das ist besonders plausibel, wenn Täter sozial überlegen sind, wenn der Übergriff im Alltag passiert oder wenn man auf Hilfe aus dem Umfeld nicht vertraut. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Der <strong>zentrale Perspektivwechsel</strong> lautet: Nicht die Betroffenen haben versäumt, ihre Grenzen zu zeigen, sondern das Umfeld und die sozialen Normen machen es den Tätern zu leicht.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Victim Blaming ist, wenn andere dein Erleben kleinreden</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Die gesellschaftliche Stimme ist sehr überzeugend. Insbesondere, weil sie starke Verbündete hat. Als ich einer Freundin vor ein paar Wochen erzählte, dass ich mich von diesem Typ bedrängt fühle, fiel ein Satz, der unfassbar viel über unsere Gesellschaft aussagt: <em>„Das passiert dir aber oft mit diesen komischen Typen.</em>“</p><p data-rte-preserve-empty="true">Fehlt nur noch: Hattest du einen kurzen Rock an? Vielleicht bist du selbst schuld, weil du diese Art von Männern unterbewusst anziehst?</p><p data-rte-preserve-empty="true">Es stimmt, ich werde immer wieder mal angesprochen. Von völlig normalen wie auch seltsamen Typen. Das macht mir aber in der Regel keine Angst. Und in den allermeisten Fällen rückt mir keiner unangenehm auf die Pelle und übergeht meine Signale.</p><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Ist das also nur meine Angst oder PTBS? Sehe ich Gespenster? </em></p><p data-rte-preserve-empty="true">Nein. Meine Geschichte erklärt, warum ich stärker blockiert bin als andere. Sie erklärt, warum die Situation, Ängste in mir auslöst, die mich über lange Zeit nicht mehr loslassen.<strong> Aber sie erfindet nicht</strong>, dass mich der Mann pausenlos anquatscht. Mich anstarrt, mich im Bus verfolgt. Sie erfindet nicht, dass er mir zu nahekommt und meine Grenzen einreißt.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Der Satz meiner Freundin ist fast schon übergriffiger als der Typ selbst. Denn er nährt die <strong>falschen Selbstzweifel</strong>. Plötzlich ist nicht der Mann das Problem, sondern ich! Meine Wahrnehmung, mein Körper, meine Geschichte.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Und irgendwo dazwischen versuche ich, mir selbst zu glauben.</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Doch die Fakten zeigen klar: Mein Erlebnis ist <strong>kein Einzelfall</strong>. Es gehört zum Alltag vieler Frauen.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Wie verbreitet ist sexuelle Belästigung in Deutschland?</strong></h2><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true">60 % der Frauen (mehr als <strong>jede 2. Frau</strong>!) erleben ab ihrem 15. Lebensjahr sexuelle Belästigungen. (1)&nbsp;</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">73 % begegnen Tätern direkt im öffentlichen Raum – an Haltestellen, auf Straßen, auf der Arbeit etc. (2)&nbsp;</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">Gleichzeitig zeigen Betroffene über 80 % dieser Vorfälle nie an. Sie schweigen, weil sie fürchten, dass <strong>niemand ihnen glaubt</strong> oder die Polizei <strong>nichts unternimmt</strong> (3).</p></li></ul>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Kontrolle zurückholen</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Erster Schritt</strong>: Ich fresse das nicht in mich hinein, sondern weihe meine Familie ein. Mein Mann und mein Schwiegervater fassen sofort den Plan, beim nächsten Mal mit mir an dieser Bushaltestelle zu stehen.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Genau diese praktische Hilfe brauche ich! Keine Belehrungen darüber, ich solle doch mal Grenzen ziehen (wer das zu mir sagt, kennt mich ohnehin schlecht!), sondern Menschen, die sich neben mich stellen und dem Typen glasklar sagen, dass es reicht. </p><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Zweiter Schritt</strong>: Nur, wenn andere eingreifen, rettet mich das nicht, sobald innerlich alle Alarmglocken schrillen. Ich musste mir selbst wieder mal die Gewissheit erarbeiten, dass ich nicht übertrieben fühle und reagiere. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Darum schreibe ich das hier. Ich banne die Szene aus meinem Kopf aufs Papier. Ich seziere, was vorgefallen ist, und gewinne wieder Abstand. Dieser Mann reißt meine persönlichen Grenzen ein – also nehme ich die Geschichte ab jetzt selbst in die Hand und erobere mir <strong>meinen Raum</strong> zurück.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Fazit: Belästigung braucht keine Übergriffe</strong></h2><p data-rte-preserve-empty="true">Das reicht aber noch nicht, es braucht einen <strong>dritten Schritt</strong>, damit ich mit dem Vorfall abschließen kann: Ich muss selbst aktiv werden. Ich möchte nicht, dass andere das Problem für mich lösen, solange ich meine Stimme nicht selbst erhoben habe. Schließlich bin ich oft genug alleine unterwegs.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Das nächste Mal bin ich vorbereitet. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Ich werde laut sein.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Noch viel wichtiger: Selbst wenn ich es nicht auf Anhieb schaffen sollte, verbal und körperlich meine Grenzen zu verteidigen, ist nicht meine Reaktion das Problem, sondern das Verhalten dieses Mannes.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Mehr erfahren » <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/post-feminismus"><u>Postfeminismus</u></a> – Marktlogik &amp; Individualität</p>


  










  



  <hr />
  
    
    



  


  
  <p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small"><strong>Quellen</strong>:</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">1) Europäische Agentur für Grundrechte (FRA): „Gewalt gegen Frauen“<br>2) Plan International. 2021 „Sicher in der Stadt?“&nbsp;<br>3) Bundeskriminalamt (BKA).&nbsp;<br>4) Studie „LeSuBiA“ (Februar 2026)&nbsp;<br>5) Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Warum der Schutz vor sexueller Belästigung im AGG verbessert werden muss (2026-02)</p>]]></content:encoded><media:content height="360" isDefault="true" medium="image" type="image/png" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/d7aaf981-348a-490e-b355-2f9b9cfb7612/Ab-wann-sexuelle-belaestigung.png?format=1500w" width="480"><media:title type="plain">Ab wann ist es sexuelle Belästigung? | Erfahrung</media:title></media:content></item><item><title>Paulo Moacyr Barbosa Nascimento</title><dc:creator>Dr. phil. Josef Bordat</dc:creator><pubDate>Sun, 05 Jul 2026 05:52:27 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/barbosa-nascimento</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69d8f2885afc6468a5edbbbc</guid><description><![CDATA[11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball 
interessiert – Teil 7: So wie ein einziger Schuss einen Spieler für immer 
zum Volkshelden machen kann, so kann ein einziger Schuss des Gegners einen 
Spieler für immer zum Buhmann stempeln, wenn er denn Torwart ist und jenen 
Schuss nicht parieren kann. So wie Paulo Moacyr Barbosa Nascimento.]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert – Teil 7:</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">So wie ein einziger Schuss einen Spieler für immer zum Volkshelden machen kann, so kann ein einziger Schuss des Gegners einen Spieler für immer zum Buhmann stempeln, wenn er denn Torwart ist und jenen Schuss nicht parieren kann. So wie Paulo Moacyr Barbosa Nascimento.</p>


  










  


  
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  <p data-rte-preserve-empty="true">Der Schuss kommt am 16. Juli 1950 auf sein Tor, kurz vor dem Abpfiff. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Es ist das 2:1, der Siegtreffer für den Gegner. Und es ist nicht irgendein Spiel, sondern eines der größten Spiele aller Zeiten, das letzte und entscheidende Spiel der Finalrunde bei der Weltmeisterschaft 1950 im (alten) Maracanã-Stadion vor 173.850 Zuschauern – die meisten in der WM-Geschichte. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Gastgeber Brasilien gegen Uruguay. Uruguay gewinnt, wird zum zweiten Mal Weltmeister. Brasilien muss noch acht Jahre auf den ersten Titel warten.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Es war eine nationale Tragödie</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Ähnlich vielleicht wie das 1:7 im Halbfinale 2014 gegen Deutschland, den späteren Weltmeister. Aber eigentlich noch schlimmer, denn damals hatte Brasilien noch keine WM gewonnen, heute immerhin schon fünf an der Zahl. Egal, was passiert, man bleibt die Nummer eins der Welt, das war die Ausgangslage 2014. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Im Jahre 1950 war die Sehnsucht nach dem ersten Titel indes groß.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Trotz der insgesamt zehn Gegentore im Halbfinale und im Spiel um Platz 3 (das 0:3 gegen die Niederlande verloren ging) bei der Heim-WM 2014, können sich Abwehr und Torwart der aktuellen Generation überall sehen lassen. Anders Barbosa. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Ihm hat man das eine Tor nie verziehen, das sicherlich nicht unhaltbar war. Er stirbt im Jahre 2000 – mit seinen Landsleuten unversöhnt.</p>


  









&nbsp;
  
  <p data-rte-preserve-empty="true">Kurz vor seinem Tod sagte er in einem Interview: „In Brasilien sieht das Gesetz 30 Jahre Haft für einen Mord vor. Es ist weit mehr als diese Zeit seit dem Finale von 1950 vergangen, und ich fühle mich noch immer eingekerkert, die Menschen sehen in mir immer noch den Schuldigen für unsere Niederlage“.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Wer ein solch schweres Schicksal zu tragen hat, wird für die Kunst interessant. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Es gibt einen Kurzfilm der brasilianischen Regisseure Ana Luiza Azevedo und Jorge Furtado aus dem Jahre 1988 über den Unglückskeeper, der auch in dem Roman <em>Brasyl</em> von Ian McDonald (2007) eine tragende Rolle spielt. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Barbosas tragische Lebensgeschichte ist auch Thema des Romans <em>Die letzte Parade von Moacyr Barbosa</em> von Darwin Pastorin (2005). </p><p data-rte-preserve-empty="true">Später Ruhm für den Verachteten.</p>]]></content:encoded><media:content height="2250" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775826091482-RYOGD0357JV4BMIQGVUK/unsplash-image-Bwf3_ja1hy0.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Paulo Moacyr Barbosa Nascimento</media:title></media:content></item><item><title>Selbstoptimierung - oder Selbstausbeutung?</title><category>Psychotherapie</category><dc:creator>Dr. phil. Michael Mehrgardt</dc:creator><pubDate>Sat, 04 Jul 2026 06:00:24 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/selbstoptimierung-oder-selbstausbeutung</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:6a2fa8a6f99b21027d60a6e9</guid><description><![CDATA[Viele Menschen haben Angst, nicht ok zu sein. Sie beginnen, sich mit 
anderen zu vergleichen, bis sie schließlich merken, dass etwas mit ihnen 
nicht stimmt. Auf social media erfahren sie dann, dass es anderen ähnlich 
geht und dass ihr Leiden einen Namen hat, sprich: dass es dafür eine 
Diagnose gibt. Aber Vorsicht! Auf diese Weise werden immer mehr normale 
Phänomene pathologisiert, und es entstehen immer neue Krankheiten - diesen 
Vorgang nennt man Looping.]]></description><content:encoded><![CDATA[<img src="https://vg06.met.vgwort.de/na/11958354a9fb4151a8f307d5088284f9" width="1" height="1" alt="">
  
  







  
  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Wenn du nicht “passt“, brauchst du eine Diagnose!</h2>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true">… oder lieber nicht?</h3>


  




















































  

    

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          <figcaption data-width-ratio class="image-card-wrapper">
            

              
                <p class=""><strong><em>Ich bin ok - ich bin nicht ok - ich bin ok - ich bin nicht ok - ich bin …</em></strong></p>
              

              
                <p class="">Hast du auch den Eindruck, dass du irgendwie nicht richtig bist? Vergleichst du dich mit anderen? Suchst du auf social media nach Antworten? Und hast du jetzt endlich die passende Diagnose gefunden, die alles erklärt? – Aber Vorsicht: </p><p class=""><strong>Du zahlst einen Preis dafür!</strong> <br></p>
              

              

            
          </figcaption>
        

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  <p data-rte-preserve-empty="true"><strong>In den sozialen Medien</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true">gibt es unendlich viele Personen, die angeblich genau wissen, was dir gut tut. Sie geben dir Anleitungen, wie du selbstbewusst, attraktiv, beliebt und erfolgreich sein kannst - Du musst einfach nur:</p><p data-rte-preserve-empty="true"><em>abnehmen, täglich trainieren, deine Lippen aufspritzen und Fett absaugen lassen, stündlich auf deine Wangenknochen einschlagen (damit sie stärker hervortreten!), Proteine futtern, richtiges Englisch lernen, Shots trinken, positiv denken …</em></p><p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Glaube mir: Das ist eine Falle!</strong></p><p data-rte-preserve-empty="true">Folge mir für einen Moment und finde eine bessere Alternative!</p>


  









&nbsp;
  
  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><br><span class="sqsrte-text-color--custom">Was sagt die Philosophie?</span></h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Der südkoreanisch-deutsche Philosoph<strong> Byung-Chul Han </strong>schreibt, dass in unserer heutigen Gesellschaft nur noch Effizienz und Vermarktungszwang eines Jeden zähle. <br>Folgen seien Sinnleere, Müdigkeit und Depression. Unter dem Deckmantel der Erzählungen von <em>Freiheit</em> und <em>Individualismus</em> verwandle sich die kapitalistische Ausbeutung der Arbeitenden zunehmend in eine scheinbar freiwillige Selbstausbeutung, die sich als <em>Selbstoptimierung</em> tarnt.<br><br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><h3 data-rte-preserve-empty="true">Warum bin ich, wie ich bin?</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Immer wieder stellst du fest, dass du im Vergleich zu anderen Menschen nicht richtig funktionierst, dass dir alles viel schwerer fällt! Was anderen leicht von der Hand zu gehen scheint, ist für dich unendlich anstrengend. <br>Die Vergleiche mit anderen nehmen zu und fallen immer negativer aus: Schließlich merkst du, dass du nicht ok bist, dass du nicht der Norm entsprichst.</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>Du gerätst in eine Spirale der Selbstabwertung! Du suchst Hilfe!</strong><br><br class="ProseMirror-trailingBreak"></p></blockquote><h3 data-rte-preserve-empty="true">Social Media hilft – hilft Social Media??</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">All deine vermeintlichen Mängel und Unzulänglichkeiten erzeugen großes Leid und ungeheuren Druck in dir. Also fängst du an, bei Google, Tiktok &amp; Co nach Posts von Leuten zu suchen, denen es genauso geht wie dir. Du stößt auf Erfahrungsberichte, in denen du dich wiederfindest – und schließlich taucht ein Begriff auf, der deinem ganzen Leiden einen Namen gibt. <br><br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><h3 data-rte-preserve-empty="true">Du findest eine passende Diagnose <br class="ProseMirror-trailingBreak"></h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Das passt ja genau auf mich</em>, denkst du! Du beginnst dich zu fragen, ob du vielleicht auch unter ADHS, hochfunktionaler Angst/ Depression oder Hochsensibilität leidest! Sofort fühlst du dich entlastet, endlich kannst du dir und anderen dein Versagen und dein Sosein erklären! Du bist rehabilitiert: Du kannst ja überhaupt nichts dafür! <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Also weißt du jetzt, dass dein Leiden einen Namen hat!</em></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Außerdem gibt es andere Leute mit genau denselben Symptomen. Es sind gar nicht so wenige. Leute, die genauso sind wie du. <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Also bist du nicht allein!</em></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Und diese Leute kennen sich aus. Sie haben Erfahrungen, von denen du lernen kannst. Sie wissen, welche Wege in der Sackgassen enden und welche erfolgversprechend sind.</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Also gibt es Hoffnung.</em><br><br class="ProseMirror-trailingBreak"></p></blockquote><h3 data-rte-preserve-empty="true">Die Diagnose hat 2 Seiten</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Aber irgendwann merkst du, dass das ganze zwei Seiten hat. Es gibt auch einen Haken, du zahlst einen Preis für deine neue Zugehörigkeit und Hoffnung. Sicherlich: Einerseits spürst du vielleicht eine große <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>Entlastung:</strong><br>Du weißt jetzt: <em>Es ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Ich kann mich jetzt akzeptieren, wie ich bin. Ich kann nichts dafür, wie ich bin!</em></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Andererseits erlebst du zunehmend auch die andere Seite der Medaille, eine</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>Stigmatisierung:</strong><br>Du erlebst auch den mitleidigen Blick, das Naserümpfen oder die Ungläubigkeit anderer. Du weißt jetzt ebenso: <em>Ich muss einen Preis dafür zahlen: Ich habe jetzt eine Diagnose, die besagt: Ich bin nicht normgerecht! </em><br><em>Also bin ich offenbar schlechter, schwächer, weniger wert und leistungsfähig als andere!</em><br><em>Also bin ich kein vollwertiges Mitglied unserer Gesellschaft!</em><br><br class="ProseMirror-trailingBreak"></p></li></ul><h3 data-rte-preserve-empty="true"><em>Loopings</em>* rollen auf uns zu</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small"><em>* Vgl.: Padberg, Thorsten, 2025: Die Macht der Diagnosen. Looping-Effekte und die Folgen für die Psychopathologie. Psychotherapeutenjournal, 1, 4-11.</em></p><h4 data-rte-preserve-empty="true"><em>Loopings </em>sind eine Art soziale „Ansteckung“</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Es sind selbstbestätigende Rückkopplungs-Schleifen. Sie führen dazu, dass vormals normale Verhaltens- und Erlebensweisen nunmehr als krankheitswertig bezeichnet werden und dass sogar ganz neue Krankheitsbilder entstehen. Diese erweiterten Krankheitskategorien können auf unterschiedliche Weise zustande kommen, und zwar durch <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Interaktion zwischen Betroffenen, zB in social media-Posts: <strong><em>Looping I</em></strong></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Interaktion zwischen Therapeutinnen untereinander: <strong><em>Looping II</em></strong></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Interaktion zwischen Betroffenen und Therapeuten: <strong><em>Looping III</em></strong></p></li></ul><h4 data-rte-preserve-empty="true"><br>Neue Normen und Bewertungs-Maßstäbe entstehen</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Infolge dieser “Ansteckungen” bei digitalen und analogen Treffen von Leuten, zwischen Fachleuten im kollegialen Austausch oder in den therapeutischen und ärztlichen Praxen werden ganz neue Krankheitsbilder und Diagnose-Kriterien generiert. Man unterscheidet zwischen horizontalen und vertikalen Loopings:</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>a)&nbsp; Horizontale Loopings</strong><br>bezeichnen einen Vorgang, der in Studien von Nicolas Haslam* als <em>concept creep</em> bezeichnet wird.</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small"><em>*Haslam, Nicolas, 2016: Concept creep: Psychology’s expanding concepts of harm and pathology. Psychological Inquiry, 27 (1), 1-17.</em></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Das bedeutet, dass sich Klassifikations-Kataloge psychiatrischer Erkrankungen (wie DSM oder ICD-11) immer neue menschliche Phänomene als krankheitswertig “einverleiben” und in spätere Ausgaben aufnehmen, die zuvor nicht als Krankheiten galten, zB: <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Schlafstörungen, Substanzmissbrauch, Verhaltenssüchte, Bulimie, Tourette oder Anorgasmie, ADHS, amotivationales Syndrom („Null Bock“)</em></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph"><strong>b) Vertikale Loopings </strong><br>liegen dann vor, wenn immer leichtere Symptom-Ausprägungen oder zuvor als normale Lebenskrisen angesehene Zustände als krankheitswertig definiert werden, zB:</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph"><em>Früher galt Trauer mit einer Dauer von über 2 Jahren als pathologisch, heute reichen schon etwas mehr als 2 Wochen, um von einer Erkrankung zu sprechen.</em></p></blockquote><h4 data-rte-preserve-empty="true">Das sind die Folgen</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Statt dich gegen soziale und pathologische (Selbst-) Bewertungen und Optimierungszwänge zur Wehr zu setzen, bezeichnest du dich selbst als nicht der Norm entsprechend und schreibst dein fehlerhaftes Sosein fest.<br><br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><h3 data-rte-preserve-empty="true">Lösungen</h3><h4 data-rte-preserve-empty="true">Selbstaffirmation statt Selbstoptimierung!</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Diese Selbstoptimierungs-Strategien scheitern nahezu immer: <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Entweder </em>man schafft die selbstauferlegte Optimierung nicht - und fühlt sich schlecht. <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Oder </em>man hat das Ziel tatsächlich erreicht - die Lippen sind dicker, der Bauch dünner, die Falten gestrafft, die Wangenknochen exotischer - und fühlt sich noch schlechter! <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>Erklärung: </strong>Die Optimierung solcher Attribute bringt für Selbstbewusstsein, Selbstzufriedenheit und Selbstsicherheit gar nichts! Sobald nämlich ein Attribut verbessert wurde, drängt sich die nächste Unperfektheit in den Vordergrund. <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><strong>Wirklich nachhaltig</strong> - und auch viel beeindruckender - ist es, wenn ein Mensch lernt, sein Sosein zu akzeptieren und zu lieben; denn lieben kann man nur, was man nicht verändern will, wie der folgende Text nahelegt: <br class="ProseMirror-trailingBreak"></p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Lerne, die Welt zu erkennen. Lerne, dich zu erkennen. Und dann lerne, dass du nur erkennen kannst, was du liebst.<br>Lerne, die Welt zu verändern. Lerne, dich zu verändern. Und dann lerne, dass du nur verändern kannst, was du gar nicht verändern willst.<br>Was du gar nicht verändern willst, ist das, was du liebst. (MM)</em></p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><br><strong>Verborgene Stärken:</strong> Manchmal entdeckt man sogar, dass “hinter” dem vermeintlichen Defizit eine wahre Stärke verborgen war, die sich dem Betreffenden erst jetzt, da er sich so mag, wie er ist, zeigt.</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Beispiel I: </em><br><em>Wenn du im Vergleich zu anderen viel schlechter Texte auswendig lernen kannst - und dich mangelhaft fühlst -, entdeckst du vielleicht, dass dein Geist viel lieber “spielen” will, als Vorgegebenes wiederzugeben: Entwerfen, kreativ Sein, Verbindungen Herstellen - dies alles kriegst du möglicherweise deshalb so gut hin, weil dein Geist “ein guter Tänzer” ist.</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Beispiel II: </em><br><em>Du reagierst sehr empfindlich auf andere und bist schnell verunsichert. Möglicherweise hältst du dies für ein Symptom irgendeiner Störung. Dann aber entdeckst du, dass deine Emfpindlichkeit kein </em>Symptom <em>für eine Krankheit ist, sondern ein </em>Signal <em>dafür, dass der andere uneindeutige oder gar paradoxe Botschaften sendet - und bist jetzt in der Lage, dich dagegen zu wehren (vgl.: </em><a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/depressionen-und-imbots"><em>Imbots und Depressionen</em></a><em>).</em></p></li></ul><h4 data-rte-preserve-empty="true">Was du stattdessen für dich tun kannst</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Du kannst dich zB fragen, welche erlernten oder “geschluckten” Überzeugungen dafür verantwortlich sind, dass du mit dir so unzufrieden bist:</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph"><strong>a)&nbsp; Introjekte: </strong>Lerne, deine Introjekte (verinnerlichte Normen, Gebote, Verbote, Regeln, Glaubenssätze …) kennen. Lerne, sie zu hinterfragen. Verabschiede dich von denjenigen, die dich krank machen! </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Dazu kannst du dir anschauen, was ich über <strong><em>Introjekte </em></strong>veröffentlicht habe: <br><a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-auswege-depressionen#2">https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-auswege-depressionen#2</a></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph"><strong>b) Selbstunzufriedenheit:</strong> Lerne, dass deine Selbstoptimierungen auf deiner Unzufriedenheit mit dir selbst beruhen. Lerne zu erkennen, dass deine Optimierungsversuche Selbstabwertungen und letztlich Selbstverletzungen sind. Lerne, den “Spieß”, den du gegen dich selbst richtest, (wieder) nach außen zu wenden!</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph">Schaue dir also meine Beiträge über <strong><em>Retroflexionen </em></strong>an und lerne zu erkennen, was wir uns selbst so alles antun: <br><a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-auswege-depressionen#3">https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-auswege-depressionen#3</a></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraph"><strong>c)&nbsp;Psychotherapie:</strong> Leider ist die heutige Psychotherapie dabei keine große Hilfe, weil sie nämlich den Blick ebenfalls eher auf die Fehlerhaftigkeit der Hilfesuchenden richtet und gesellschaftliche Bedingungen aus dem Blick verliert! Unter dem Titel <em>Die vergessene Gesellschaft</em> kannst du mehr über meine <strong>Kritik an der heutigen Psychotherapie</strong> erfahren: <br><a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-sackgassen#kritik4">https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-sackgassen#kritik4</a></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><br><em>War mein Beitrag für dich hilfreich? Dann würde ich mich freuen, wenn du ihn</em></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>* likest</em></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>* teilst</em></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>* kommentierst</em></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>* meinen Kanal abonnierst.</em></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Danke!</em></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal is-empty"><br><br><br><br></p>]]></content:encoded><media:content height="424" isDefault="true" medium="image" type="image/png" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1740838649626-LM2ZSXDSHVJYGSVUPOZG/23-10-21aMindrFrei.png?format=1500w" width="424"><media:title type="plain">Selbstoptimierung - oder Selbstausbeutung?</media:title></media:content></item><item><title>Kann jeder mit KI gute Texte schreiben?</title><category>Philosophie</category><dc:creator>Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin)</dc:creator><pubDate>Wed, 01 Jul 2026 05:57:21 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/kann-jeder-mit-ki-schreiben</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69da0cee35751f0597b6b1b0</guid><description><![CDATA[Können jetzt alle „gute“ Texte mit KI schreiben? Wenn du unter „schreiben“ 
so etwas wie „produzieren“ verstehst, dann lautet die Antwort: Ja. Wenn du 
damit meinst, ob jede:r gute, hochwertige Inhalte mit Mehrwert kreieren 
kann: Nein. Denn das entscheidet immer noch dein Kopf!]]></description><content:encoded><![CDATA[<p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Können jetzt alle „gute“ Texte mit KI schreiben? Wenn du unter „schreiben“ so etwas wie „produzieren“ verstehst, dann lautet die Antwort: Ja. Wenn du damit meinst, ob jede:r gute, hochwertige Inhalte mit Mehrwert kreieren kann: Nein. Denn das entscheidet immer noch dein Kopf!</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small"><em>Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem SEO Philosophie-Blog www.loewentext-seo.de/blog</em></p>


  










  


  
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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">KI erstellt Content, aber keine Qualität</h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="">KI-Tools spucken per Klick Texte aus, für die du früher Stunden gebraucht hättest. Grammatik sitzt, die Sätze fließen, das Ganze liest sich vermeintlich „professionell“.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Und trotzdem merkst du beim Lesen: Da fehlt was – da ist nichts drin.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Kein Gedanke, der hängen bleibt.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Kein Satz, der überrascht.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Kein wirklicher Mehrwert.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Genau hier liegt der Haken bei KI-generierten Texten: Eine Künstliche Intelligenz ist nicht darauf trainiert, „genial“ zu schreiben, sondern „wahrscheinlich“. Sie berechnet das nächste passende Wort und <strong>landet damit zwangsläufig im Mittelmaß.</strong></p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Seelenlose KI-Texte sind der Standard</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Ohne dein <strong>Urteilsvermögen</strong> und ohne dein eigenes Textgefühl bekommst du Texte, die formal okay sind, aber geistig leer. Ein hübsch verpacktes Nichts.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Das Mittelmaß-Paradoxon</h2><h3 data-rte-preserve-empty="true">Warum KI nicht aus sich heraus glänzt</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="">KI ist auf Durchschnitt trainiert. Das ist wichtig, um ein akzeptables Text-Niveau zu erhalten. Doch Durchschnitt ist per Definition nicht herausragend, nicht besonders und nicht einzigartig. </p>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3946130410?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Das Ich zwischen Du und Es: Zwischenmenschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/31glUNDHHnL._SL500_.jpg" alt="Das Ich zwischen Du und Es: Zwischenmenschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3946130410?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Das Ich zwischen Du und Es: Zwischenmenschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung" target="_blank">Das Ich zwischen Du und Es: Zwischenmenschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3837654222?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Digitalisierung als Distributivkraft: Über das Neue am digitalen Kapitalismus (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/4157LgD409L._SL500_.jpg" alt="Digitalisierung als Distributivkraft: Über das Neue am digitalen Kapitalismus (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3837654222?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Digitalisierung als Distributivkraft: Über das Neue am digitalen Kapitalismus (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)" target="_blank">Digitalisierung als Distributivkraft: Über das Neue am digitalen Kapitalismus (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  <p data-rte-preserve-empty="true" class="is-empty">Wer den <strong>Output der KI nicht kritisch hinterfragt</strong>, bekommt das Mittel. Leute ohne Schreibkompetenzen akzeptieren einfach, was die KI liefert. Sie merken oft gar nicht, dass das Argument schwach ist oder die Formulierung nicht passt. Und sie übernehmen ungefiltert und unbewusst Floskeln, leere Phrasen und Allgemeinplätze, die sowieso keiner mehr lesen will.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das fühlt sich für dich als Autor vielleicht produktiv an („<em>Wow, schon 1.500 Wörter!</em>“), ist aber nur Content-Rauschen und ein Zeitfresser. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Talentierte Copywriter und gute Texter, Schreiberinnen, Autoren erkennen sofort, wo der Text fad, beliebig oder unlogisch wird. Um einen KI-Text auf ein <strong>menschliches Level</strong> zu heben, müssen Strukturen verändert, Passagen umsortiert, Aussagen stilistisch geschärft, Fülltexte gestrichen und konkrete Beispiele eingefügt werden. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Am besten mit <em>Erfahrungen, Haltung und Stil</em>. </p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><strong>Der Mensch als Wissens- und Qualitätsfaktor</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Im Klartext: Die KI liefert dir das Rohmaterial. Doch du als Texter <strong>bzw. als Mensch entscheidest</strong>, ob daraus ein billiger Kunststoffstuhl wird oder ein echtes Designerstück.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775898609996_31576">Prompting ist Schreibkunst</h2><p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775898609996_31575" class="">Viele Marketer oder Laien denken, mit dem einfachen Satz: „<em>Schreib mir einen perfekten SEO-Text über XY</em>“ erscheine magisch ein origineller Text auf dem Bildschirm. Die <strong>bittere Wahrheit</strong> ist allerdings: So läuft das nicht und so hat es auch noch nie funktioniert. </p><p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775898609996_31574" class="">Ein guter Prompt ist selbst ein gehöriges Stück <strong>Denk- und Schreibarbeit</strong>. Als professioneller Schreiberling oder Autorin musst du:</p><ul data-rte-list="default" id="yui_3_17_2_1_1775898609996_31517"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class=""><strong>Kontext</strong> klären (Wer liest das? Welches Problem hat diese Person? Was soll sie nach dem Lesen wissen, fühlen oder tun?)</p></li><li id="yui_3_17_2_1_1775898609996_31516"><p data-rte-preserve-empty="true" class=""><strong>Tonalität</strong> festlegen (locker, provokant, sachlich, empathisch? Fachpublikum oder Einsteiger? Du-Ansprache oder Sie-Ansprache?)</p></li><li id="yui_3_17_2_1_1775898609996_31523"><p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775898609996_31577" class=""><strong>Struktur</strong> vorgeben (Welche Fragen muss der Text beantworten? Wo ist der Spannungsbogen? Welche Argumente gehören an den Anfang, welche ans Ende?)</p></li></ul>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3825263525?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Radikaler Digitaler Humanismus: Eine Philosophie für die digitale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/412Fqc102XL._SL500_.jpg" alt="Radikaler Digitaler Humanismus: Eine Philosophie für die digitale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3825263525?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Radikaler Digitaler Humanismus: Eine Philosophie für die digitale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts" target="_blank">Radikaler Digitaler Humanismus: Eine Philosophie für die digitale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3451389150?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Kritik der digitalen Vernunft: Warum Humanität der Maßstab sein muss" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/51KGV7WnmtL._SL500_.jpg" alt="Kritik der digitalen Vernunft: Warum Humanität der Maßstab sein muss"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3451389150?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Kritik der digitalen Vernunft: Warum Humanität der Maßstab sein muss" target="_blank">Kritik der digitalen Vernunft: Warum Humanität der Maßstab sein muss</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  <p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das alles ist nichts anderes als klassisches Texten – nur, dass du es hier vor dem Schreiben machst, nicht währenddessen. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Ohne Schreibgefühl klingt dein Prompt vage. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Die KI rät dann fröhlich herum und du wunderst dich über beliebige, austauschbare Texte. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Mit Schreibgefühl formulierst du <strong>präzise</strong>. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Du grenzt ein, schärfst, gibst Beispiele und Gegenbeispiele. Und dann liefert die gleiche KI deutlich mehr Substanz!</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">KI ist dein Praktikant, kein Hirn-Ersatz</h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Der Fehler liegt in der Logik. Die KI ist wie ein fleißiger, unermüdlicher Praktikant: </p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Er schreibt in 5 Minuten 10 Varianten einer Einleitung.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Er fasst lange Fachartikel in Stichpunkten zusammen.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Er strukturiert dein chaotisches Brainstorming in klare Abschnitte.</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Aber: Dein Praktikant hat <strong>keine Kompetenz im selbständigen, kreativen Denken</strong>. Er hat keine eigene Meinung, keine Lebenserfahrung und keinerlei Intuition. Gibst du ihm keine klaren Anweisungen, erfüllt er nur die wichtigste Pflicht: nach Vorschrift zu arbeiten. Und wenn du seine Ergebnisse nicht prüfst, riskierst du Fehler, Banalitäten und Phrasen-Friedhöfe in deiner Kommunikation.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/3UIhgeR"><strong><u>Digitalisierung als Transformation?</u></strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Perspektiven aus Ethik, Philosophie und Theologie (Digitalitätsforschung / Digitality Research)</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775897839368_11383">Autoren-Rollen verändern sich</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Früher warst du der Produzent, der mit dem weißen Blatt kämpft. Heute bist du die Kuratorin, die sich mit viel zu viel mittelmäßigen Inhalten herumschlagen muss. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Gute Schreiberlinge sind heute vor allem hervorragende <strong>Text-Kuratoren</strong>: Sie wählen aus, streichen radikal und schärfen, bis der Text knallt.</p>


  









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    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3426301474?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Digitale Ethik: Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/417ZEEnkzUL._SL500_.jpg" alt="Digitale Ethik: Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3426301474?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Digitale Ethik: Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert" target="_blank">Digitale Ethik: Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3751805265?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Infokratie: Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Fröhliche Wissenschaft)" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41ARjG1Hm6L._SL500_.jpg" alt="Infokratie: Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Fröhliche Wissenschaft)"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3751805265?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Infokratie: Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Fröhliche Wissenschaft)" target="_blank">Infokratie: Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Fröhliche Wissenschaft)</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Mehrwert ist menschlich</h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Mehrwert entsteht dort, wo ein Text:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">ein echtes Problem konkret löst,</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">eine neue Perspektive öffnet,</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">einen Gedanken klarer formuliert usw.</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="">KI kann dir dabei helfen, schneller zu formulieren. Aber sie weiß nicht, welche Erfahrung aus deinem Alltag wirklich relevant ist. Sie war nicht in deinen Meetings, hat keine Kundinnen und Kunden gesehen sowie keine Fehler gemacht, aus denen du gelernt hast. </p>


  










  



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  <p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775897839368_53816" class="sqsrte-large">Das bedeutet: Fachwissen, Haltung und punktgenauer Mehrwert kommen von dir. Die KI bringt Geschwindigkeit und Form. <strong>Du bringst Inhalt und Relevanz.</strong></p>


  










  



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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Fazit: Muss man gut schreiben können, um mit KI gute Texte zu erstellen?</h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Wenn du „gut“ definierst als „Qualität mit echtem Mehrwert“&nbsp;– dann lautet die Antwort: Ja, du brauchst nach wie vor <strong>klare Gedanken, Sprachgefühl</strong> und ein <strong>Verständnis</strong> für deine Leserschaft. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Nicht jeder muss und kann ein literarisches Genie sein – aber du musst unterscheiden können zwischen Floskel und Aussage; erkennen, wann ein Text hohl ist; wissen, wie man komplexe Dinge verständlich erklärt. </p><ol data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Die KI senkt die Hürde für akzeptable Texte massiv. </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Doch die Hürde für <strong>exzellente Texte bleibt hoch</strong>. </p></li></ol><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Und genau darin liegt die Chance: Wer Schreiben (inklusive Denken) beherrscht, wird mit KI nicht überflüssig, sondern <strong>gefährlich gut</strong>!</p>


  










  



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  <p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Nida-Rümelin: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4c4ab1N"><strong>Digitaler Humanismus</strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Nide-Rümelin: <a target="_blank" href="https://amzn.to/47Tr1Oz"><strong>Was kann und darf Künstliche Intelligenz?</strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Ein Plädoyer für Digitalen Humanismus | ChatGPT, Metaverse und die Folgen</p>]]></content:encoded><media:content height="668" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/f3bf8d95-dcaa-4623-b2d3-eb607ad9c2ec/Kann+jeder+mit+KI+gute+Texte+schreiben%3F.jpg?format=1500w" width="643"><media:title type="plain">Kann jeder mit KI gute Texte schreiben?</media:title></media:content></item><item><title>Depressionen, Imbots und Sich-Wegmachen</title><category>Psychotherapie</category><dc:creator>Dr. phil. Michael Mehrgardt</dc:creator><pubDate>Sat, 27 Jun 2026 06:00:08 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/depressionen-und-imbots</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:6a2ebcd4ba8bd24e63c34283</guid><description><![CDATA[Wie Depressive “sich wegmachen” - und was Imbots sind

Imbots bedeutet Implizite Botschaften. Sie spielen in der Entstehung 
besonders hartnäckiger Depressionen eine bedeutende Rolle. Was das ist und 
auf welche Weise Menschen daran depressiv erkranken können, erfährst du in 
diesem Beitrag.

Natürlich zeige ich dir auch Wege auf, die dich aus diesem Dilemma 
herausführen können.]]></description><content:encoded><![CDATA[<img src="https://vg09.met.vgwort.de/na/18e8832a71554830a9f6e5fb2dca530e" width="1" height="1" alt="">
  
  







  
  <h3 data-rte-preserve-empty="true">Weißt du, was <span class="sqsrte-text-color--custom"><strong><em>Imbots</em></strong></span> sind?</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Imbots</em> ist ein Kunstwort und bedeutet: <strong><em>Im</em></strong><em>plizite </em><strong><em>Bot</em></strong><em>schaften</em>. Sie spielen in der Entstehung besonders hartnäckiger Depressionen eine bedeutende Rolle.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Was das ist und auf welche Weise Menschen daran depressiv erkranken können, erfährst du in diesem Beitrag.</p><h3 data-rte-preserve-empty="true">Wer ist betroffen?</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Vorwiegend Frauen scheinen betroffen zu sein. Sie kommen in einem Alter zwischen 20 und 45 Jahren in meine Praxis. Gemeinsam sind ihnen folgende Merkmale:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst">Alle leiden an einer hartnäckigen und andauernden depressiven Störung, die in unterschiedlichen Schweregraden auftreten kann.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpLast">In der Anamnese findet sich nichts „Greifbares“: keine traumatischen Erlebnisse, keine „broken home“-Kindheit, keine Armut, keine besonderen Belastungen.</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Bevor ich erkläre, was <em>Imbots</em> sind, schildere ich weitere typische …</p><h3 data-rte-preserve-empty="true">Symptome</h3><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><span class="sqsrte-text-color--darkAccent"><strong>Kraftlosigkeit:</strong></span> Die Patientinnen fühlen sich nach bestimmten sozialen Kontakten auf einmal niedergeschlagen und kraftlos, obwohl eigentlich alles ok oder sogar schön gewesen sein soll. <br></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><strong>Familie:</strong> Ganz besonders schlecht geht es ihnen bei und nach Treffen mit ihrer Kindheits-Familie. <br></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><strong>Schuldgefühle:</strong> Sie fühlen sich oft schuldig, weil sie doch „überhaupt keinen Grund haben“, sich so zu fühlen. Andere haben in ihren Augen „wirklich schlimme Sachen erlebt und einen richtigen Grund, krank zu sein“. Viele von ihnen empfinden sich als undankbar, weil sie doch “eigentlich ein gutes Zuhause hatten”. Sie haben ein schlechtes Gewissen, weil sie oft aggressive Gefühle und böse Gedanken gegenüber ihren Eltern und Geschwistern haben.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><strong>“Watte im Kopf”: </strong>Sie berichten auffallend häufig von einem Zustand, den ich als <em>Dementoren</em>-Syndrom bezeichne, ähnlich den Dementoren in den Harry-Potter-Büchern, die den Betroffenen alles Leben heraussaugen, so dass nichts als die leere Hülle übrigbleibt. Die Patientinnen werden plötzlich müde, haben Nebel, Milchglas oder Dunst vor Augen. Alles ist unscharf, verschwommen, dämmerig, weit weg und unwirklich. Manche berichten von Schwindel, „Watte im Kopf“ oder innerer Leere. Sie können sich dann plötzlich nicht mehr konzentrieren, können nicht mehr klar denken. Ihre Kräfte und ihre Klarheit versickern im Boden oder „fließen aus ihnen heraus“.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><strong>Vergessen: </strong>Auffallend ist auch, dass sich die Patientinnen oft nicht mehr erinnern, was genau bei diesen Begegnungen vorgefallen ist. Auch die Erinnerungen an die Kindheit sind blass oder bruchstückhaft.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><strong>Die „Halbwertszeit“</strong> bei Familienkontakten beträgt oft nur wenige Sekunden oder Minuten. (Halbwertszeit ist die Zeitspanne, innerhalb derer die Hälfte aller familiendynamischen Muster, Rollen, Verhaltensweisen, Gedanken, Befindlichkeiten aktiviert wird.)</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpLast"><strong>“Nichts Schlimmes erlebt!”</strong> Auch im Therapieverlauf findet sich nichts „Gravierendes“, was die Symptomatik erklären könnte. Oft scheint es in der Behandlung nicht so richtig weiterzugehen. <br></p></li></ul><h3 data-rte-preserve-empty="true"><em>Imbots</em></h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">… nenne ich die Gebilde eines Kommunikationsstils, der von außen betrachtet relativ harmlos wirkt, der jedoch massive Schäden bei den Kindern und Jugendlichen anrichten kann, die einem solchen Kommunikationsumfeld ausgeliefert sind.</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Das Kunstwort <em>Imbot</em> ist abgeleitet von dem Ausdruck <strong><em>Im</em></strong><em>plizite </em><strong><em>Bot</em></strong><em>schaften</em>.</p></blockquote><h4 data-rte-preserve-empty="true">Exkurs: Bateson, Watzlawick &amp; Co.</h4>


  




















































  

    

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          <figcaption data-width-ratio class="image-card-wrapper">
            

              
                <p class=""><strong>Kommunikation und ihre Folgen</strong></p>
              

              
                <p class="">Alle, die es genau wissen wollen, sollten sich die Klassiker der Kommunikationsforschung anschauen, z. B.:</p><ul data-rte-list="default"><li><p class="">Watzlawick, Beavin &amp; Jackson (1969): Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. Hans Huber: Bern. (Neue Auflagen verfügbar.)</p></li><li><p class="">Bateson, Jackson, Laing und andere (1969): Schizophrenie und Familie. Suhrkamp: Frankfurt am Main. (Neue Auflagen verfügbar.)</p></li></ul><p class="sqsrte-small"><em>Bild: Canva/ MM</em></p>
              

              

            
          </figcaption>
        

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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><br>Kommunikation ist mehr als nur das Wort</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Wie die meisten wissen, enthält eine vollständige Botschaft nicht nur die des gesprochenen Wortes, sondern weitere Aspekte, nämlich zB </p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Appell </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Beziehungsaussage </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">emotionale Botschaft.</p></li></ul><h4 data-rte-preserve-empty="true">Einige Beispiele</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Wenn der Vater bspw beim Frühstück sagt </p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Die Sonne scheint.</em></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">ist dies zwar grammatisch ein vollständiger Satz, aber um eine vollständige Botschaft zu sein, fehlen noch wichtige Informationen. <br>Diese werden uA durch <em>Gestik, Mimik, Sprachmelodie </em>und auch durch den <em>Kontext </em>ausgedrückt. ZB könnte die eigentliche Botschaft dann lauten:</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Jens, du kannst jetzt den Rasen mähen!</em><br><em>Lasst uns an den Strand fahren!</em><br><em>Ich freue mich!</em><br><em>Ich bin genervt, weil ihr Kinder sicher wieder an den Handys daddeln wollt, statt rauszugehen!</em><br><em>Ich liebe euch!</em></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Wenn Kommunikation funktioniert, machen die sogenannten nonverbalen Anteile der Aussage klar, was der Vater meint, fühlt und will. Und wenn es dem Empfänger der Botschaft nicht klar ist, kann er gefahrlos nachfragen. Auch Kritik und Widerspruch sind erlaubt, ohne dass es in Eskalation, Krise oder tagelangem Schweigen endet.  </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Dann einigt man sich vielleicht auf etwas völlig anderes, zB einen gemeinsamen Serienguck-Vormittag bei geschlossenen Jalousien …</p><h3 data-rte-preserve-empty="true"><em>Imbots</em> als Sperrgebiet</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">In manchen Familien können oder dürfen <em>Imbots</em> nicht erfragt und diskutiert werden. Dann können sie einen richtig krank machen!</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Manchmal liegt es einfach daran, dass es keine emotionale Kommunikations-Kultur gibt. Oder eine solche wird – wegen strikter Leistungsorientierung – von vornherein abgewehrt. Es kann auch damit zu tun haben, dass unausgesprochene brisante Themen im Raum stehen, deren Sichtbarmachung eine reale oder vermeintliche Katastrophe nach sich ziehen würde. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ein virales <em>Imbot</em> stellt Verbotsschilder auf, wertet den anderen ab, verteilt Schuld, enthält doppeldeutige oder gar widersprüchliche Anteile. Ein <em>Imbot</em> gibt unausgesprochen zB folgende Messages:</p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Tabu</em></strong><br><em>Diese Message darf von niemandem ausgesprochen werden!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Leugnung</em></strong><br><em>Deine Wahrnehmungen und Gedanken stimmen nicht!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Mythos</em></strong><br><em>Man muss immer etwas Sinnvolles tun! </em><br><em>Der Andere ist wichtiger als du selbst! </em><br><em>Wir Hansens sind etwas Besonderes, sind besser als andere! </em>Dh auch:<em> Wir müssen immer besser sein! </em><br><em>Unsere Familie war immer schon konservativ. </em><br><em>Wir sind nicht so für das Handwerkliche!</em><br><em>Dein Großvater war kein Nazi.</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Abwertung und Beschuldigung</em></strong><br><em>(und Erniedrigung, Bloßstellung, Demütigung …), zB: </em><br><em>Du bist nichts wert! </em><br><em>Du kannst nichts! </em><br><em>Du bist schuld! </em><br><em>Wieder mal hast du versagt! </em><br><em>Du bist undankbar! </em><br><em>Guckt alle her, mein Sohn ist ein Loser! </em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Ambivalenz</em></strong><br><em>Ich liebe und ich hasse dich! </em><br><em>Ich neide dir dein gutes Aussehen! </em><br><em>Ich missgönne dir den Erfolg! </em><br><em>Du solltest gar nicht leben! </em><br><em>Du bist ein Unfall! Wenn es dich doch bloß nicht gäbe!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Paradoxie</em></strong><br>Manche Botschaften sind in sich widersprüchlich, zB: <br>(verbal:) <em>Komm zu mir!</em> (zugleich Gestik, mittels abwehrender Hand:) <em>Geh weg!</em><br><em>Wenn du mich wirklich liebst, lässt du mich in Ruhe! </em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Konfluenz bzw Konfluenzforderungen</em></strong><br>Der gestalttherapeutische Begriff <em>Konfluenz </em>beschreibt das Verschwimmen von Grenzen, zB zwischen zwei Personen. Dann besteht die (unausgesprochene) Forderung, dass zB die Tochter genauso zu sein hat wie der Vater: erfolgreich, begabt, überall und immer die Beste. Oft wird dies durch ein vereinnahmendes <em>Wir </em>zum Ausdruck gebracht: <br><em>Wir Sinuweits …! </em><br>Oder die Konfluenzforderung besteht in einer Rollenfestschreibung. Die Mutter sagt bspw ständig Sätze wie: <br><em>Du bist so wichtig für mich! </em><br><em>Gut, dass ich dich habe! </em><br><em>Du bist ja schon so erwachsen!</em><br>Solche Sätze könnten zB die Forderung enthalten, sich nicht gegen die Pflicht, den kranken Vater zu pflegen, zur Wehr zu setzen. </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong><em>Außenreaktionen</em></strong><br>Andere Menschen bewirken zusätzliche Verunsicherung und Selbstzweifel, wenn sie sagen: <br><em>Ich verstehe dich nicht, deine Eltern sind doch unheimlich nett!!</em><br>Oder der beste Freund meint: <em>Deine Eltern hätte ich auch gerne!</em></p></li></ul>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1781447894827_672694">Die Reaktion auf Imbots ist <em>Sich-Wegmachen</em>!</h2>


  









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          <figcaption data-width-ratio class="image-card-wrapper">
            

              
                <p class=""><strong>Einfach nicht mehr da sein …!</strong></p>
              

              
                <p class="">Auf solche Imbots kann das Kind weder richtig reagieren noch kann es <em>nicht</em> reagieren! Es sitzt in der (Beziehungs-) Falle. Die einzige Möglichkeit, sich diesem toxischen Beziehungsmuster zu entziehen, ist das „Aus-dem-Felde-Gehen“. Weil das Kind jedoch existenziell von den Eltern abhängig ist (und weil es sie ja auch liebt!), versucht es, auf die einzige Art, die ihm möglich ist, aus dem Felde zu gehen: <em>Es macht sich weg!</em></p><p class="sqsrte-small"><em>Bild: Canva/ MM</em></p>
              

              

            
          </figcaption>
        

      </figure>

    

  



  
  <p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Genau das ist die Funktion der genannten Symptome: mental einfach nicht mehr anwesend sein! In schlimmen Fällen „flieht“ der junge Mensch in die Psychiatrie, und zwar mittels schweren Depressionen, psychotischen Symptomen, Selbstverletzungen oder Suizidversuchen.</p><h2 data-rte-preserve-empty="true">Was dagegen helfen kann</h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Das Typische und Gemeine ist: Was ursprünglich dem Selbstschutz der kindlichen oder jugendlichen Seele diente, macht es in der Therapie schwer, diesen Mechanismen auf die Spur zu kommen! Denn dieses <em>Sich-Wegmachen</em> bedeutet ja auch, dass die Betroffenen überhaupt nicht bewusst wahrnehmen, was in diesen kritischen Kontakten abläuft.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Sie nehmen also <em>Imbots</em> nicht <em>bewusst</em> wahr – aber sie <em>nehmen</em> sie wahr! Sie nehmen sie sogar auf eine äußerst sensible Weise wahr! Der Beweis dafür sind die Symptome, diese Eintrübung der kognitiven Funktionen. Und genau das ist der beste Ansatzpunkt für die Therapie:</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large"><strong>Verwandle die Symptome in <em>Signale</em>!</strong></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Wann immer die Patientin diese Symptome des <em>Sich-Wegmachens</em> aufweist, hat sie mit großer Wahrscheinlichkeit zuvor einen Kontakt zu jemandem gehabt, der <em>Imbots</em> produzierte. <br>In aller Regel passiert dies bei <em>nahestehenden</em> oder <em>bedeutsamen</em> Personen, also Leuten, zu denen ein emotionales oder ein Abhängigkeits-Verhältnis besteht. Dieser Zusammenhang scheint mir eine Gesetzmäßigkeit zu sein, auch wenn die Patientin typischerweise der Meinung ist, da sei gar nichts gewesen …</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">Folgende therapeutische Schritte sind jetzt nötig</h4><ol data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpFirst"><strong>Den “Täter” dingfest machen!</strong><br>In der Sitzung wird jedes Auftreten der Symptomatik darauf untersucht, welche Interaktion kurz zuvor stattgefunden hat. Die Therapeutin darf darauf vertrauen, <em>dass</em> solche <em>Imbots</em> auftauchen, auch wenn sie sich zunächst nur nonverbal, zwischen den Zeilen oder in „kleinen“ Signal-Wörtern zeigen, zB: <br><em>- </em>Ich<em> war doch früher ihre beste Freundin!<br>- Ich verstehe nicht, wie er das vergessen konnte!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><strong>Das Symptom zum Signal machen!</strong><br>Die Patientin lernt, das <em>Sich-Wegmachen</em> nicht mehr als <em>Symptom</em>, sondern als hilfreiches <em>Signal</em> zu betrachten. Wichtig ist, die diesbezügliche erhöhte Sensibilität nicht als pathologisch, sondern als adäquate, dem Überleben dienende Coping-Strategie zu werten. Sie lernt ferner, dass das <em>Sich-Wegmachen</em> oft einer depressiven Verschlechterung vorausgeht.</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><strong>Kleine Schritte machen!</strong><br>Sie lernt in sehr kleinen (!) Schritten folgende Strategien: </p></li></ol><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><em>Selbst-Affirmation: </em>Meine Reaktionen sind gesund, angemessen und hilfreich!</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><em>Selbstschutz:</em> Sie lernt, sich zu schützen, aus dem Felde zu gehen (was früher nicht möglich war!), zB: <br><em>Ich merke gerade, wie müde ich bin. Ich brauche eine Pause!</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpMiddle"><em>Nachfragen:</em> Sie lernt, beim Sender der Botschaft nachzufragen, zB: <br><em>Meinst du damit …?, „Willst du mir damit sagen, dass …?</em></p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoListParagraphCxSpLast"><em>Konfrontation:</em> Sie lernt, den Spieß umzudrehen (s. Kasten), zB: <br><em>Dein letzter Satz fühlt sich nicht gut für mich an!</em><br><em>Das verletzt mich!</em></p></li></ul>


  




















































  

    

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          <figcaption data-width-ratio class="image-card-wrapper">
            

              
                <p class=""><strong>Dreh den Spieß einfach um!</strong></p>
              

              
                <p class="">Depressive Menschen richten “den Spieß” immerzu gegen sich selbst. Wichtig ist es, zu lernen, diesen Spieß wieder nach außen zu wenden!</p><p class="">Hier findest du mehr darüber:</p><p class=""><a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/mehrgardt-auswege-depressionen#3"><strong>De-Retroflexion</strong></a></p><p class="sqsrte-small"><em>Bild: Jannik Degner</em></p>
              

              

            
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  <h3 data-rte-preserve-empty="true"><br>Weitere Methoden </h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Dabei können Theorien und Methoden aus verschiedenen Selbstwahrnehmungs-, Selbstsicherheits-, Kommunikations- oder Konfliktbewältigungs-Trainings angewendet werden. </p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Die Betonung liegt hier aber weniger auf dem Aufbau dieser Skills, sondern eher auf deren Erlaubnis und Angemessenheit.</p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>Viel Erfolg!</em></p>]]></content:encoded><media:content height="424" isDefault="true" medium="image" type="image/png" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1740838649626-LM2ZSXDSHVJYGSVUPOZG/23-10-21aMindrFrei.png?format=1500w" width="424"><media:title type="plain">Depressionen, Imbots und Sich-Wegmachen</media:title></media:content></item><item><title>Edson Arantes do Nascimento</title><dc:creator>Dr. phil. Josef Bordat</dc:creator><pubDate>Sat, 27 Jun 2026 05:01:53 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/nascimento</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69d8e6a75a0c556e7aa2f718</guid><description><![CDATA[11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball 
interessiert – Teil 6: Edson Arantes do Nascimento ist der mit Sicherheit 
bekannteste Fußballspieler. Die meisten werden ihn allerdings nur unter 
seinem Künstlernamen kennen: „Pelé“. Pelé spielte 112 mal für Brasilien und 
nahm für sein Land an vier Weltmeisterschaften teil.]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert – Teil 6</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Edson Arantes do Nascimento ist der mit Sicherheit bekannteste Fußballspieler. Die meisten werden ihn allerdings nur unter seinem Künstlernamen kennen: „Pelé“. Pelé spielte 112 Mal für Brasilien und nahm für sein Land an vier Weltmeisterschaften teil; </p>


  










  


  
    <img src="https://vg07.met.vgwort.de/na/f5acefa6fbb148989a8c8e1a27e87d09" width="1" height="1" alt="">
  
  

















































  

    
  
    

      

      
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                <img data-stretch="false" data-image="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825399979-8QGHYK3P698TFQFFAW96/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg" data-image-dimensions="2500x1667" data-image-focal-point="0.5,0.5" alt="" data-load="false" elementtiming="system-image-block" data-sqsp-image-classic-block-image src="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825399979-8QGHYK3P698TFQFFAW96/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg?format=1000w" width="2500" height="1667" sizes="(max-width: 640px) 100vw, (max-width: 767px) 100vw, 100vw" onload="this.classList.add(&quot;loaded&quot;)" srcset="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825399979-8QGHYK3P698TFQFFAW96/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg?format=100w 100w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825399979-8QGHYK3P698TFQFFAW96/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg?format=300w 300w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825399979-8QGHYK3P698TFQFFAW96/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg?format=500w 500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825399979-8QGHYK3P698TFQFFAW96/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg?format=750w 750w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825399979-8QGHYK3P698TFQFFAW96/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg?format=1000w 1000w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825399979-8QGHYK3P698TFQFFAW96/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg?format=1500w 1500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825399979-8QGHYK3P698TFQFFAW96/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg?format=2500w 2500w" loading="lazy" decoding="async" data-loader="sqs">

            
          
        
          
        

        
      
        </figure>
      

    
  


  



  
  <p data-rte-preserve-empty="true">Dreimal gewann er den Titel (1958, 1962, 1970). Pelé ist damit der erfolgreichste Fußballer aller Zeiten. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Viele halten ihn für den Größten, einige für den Allergrößten.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Dabei lebt Pelé ein im Grunde typisch brasilianisches Fußballerleben: Der Aufstieg vom Kind aus ärmlichen Verhältnissen zum Weltstar, das Leid des filigranen Technikers angesichts rauer Sitten auf dem Rasen, die Treue zur Heimat und eine immer wieder offen zu Tage tretende Religiosität. Kaum ein Unterschied zu Ronaldo, Neymar und Co.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/47T4T6Q"><strong>Pelé: Die Biografie</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link) – » Abenteuer &amp; Wissen CD: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4ckrWJi"><strong>Pelé: König aller Fußballer</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link)</p>


  









&nbsp;
  
  <p data-rte-preserve-empty="true">Unterschiede zu den heutigen Stars vom Zuckerhut zeigen sich auch außerhalb des Platzes allenfalls quantitativ, nicht qualitativ. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Den Weltbürgerstatus, den die UNO dem Brasilianer am 27. September 1977 verlieh, erwarb sich Pelé nicht nur für die sportlichen Erfolge, sondern vor allem aufgrund seiner Vorbildfunktion und für sein bemerkenswertes soziales Engagement. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Auch die jetzige Generation lässt sich nicht lumpen – fast jeder brasilianische Nationalspieler hat sein Straßenkinderprojekt. Was bei ihnen zählt, ist eben nicht nur auf dem Platz.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Fehring: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4cARKC6"><strong>Pele – Der Traum eines jeden Jungen</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link)</p>


  









&nbsp;
  
  <p data-rte-preserve-empty="true">So ist es dann doch wohl der überragende Erfolg, der Pelé heraushebt. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Und seine Treue zum Herkunftsverein. 18 Jahre blieb er bei seinem Club Santos und wechselte erst 1975 zu Cosmos New York, wo er 1977 seine Laufbahn beendete. </p><p data-rte-preserve-empty="true">In 1363 Spielen schoss Pelé insgesamt 1278 Tore. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Am 22. Dezember 2022 verstarb Edson Arantes do Nascimento in São Paulo, der Heimat des FC Santos.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4vjirTj"><strong>Pele: Mein Leben</strong></a><strong> </strong>(#Ad/Affiliate-Link) – » <a target="_blank" href="https://amzn.to/3Q6n0jC"><strong>Ein Tribut an Pelé</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Eine Biografie in Bildern</p>]]></content:encoded><media:content height="1000" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825490344-4FYIKVCB8CAIO2O8PNMO/unsplash-image-4fdiRip2VV8.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Edson Arantes do Nascimento</media:title></media:content></item><item><title>Reinhard „Stan“ Libuda</title><dc:creator>Dr. phil. Josef Bordat</dc:creator><pubDate>Sat, 20 Jun 2026 05:59:58 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/libuda</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69d8e63bab45bf355e1c1d76</guid><description><![CDATA[11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball 
interessiert – Teil 5: Es gibt nur wenige Fußballer, die auch jenseits des 
Stadions als „legendär“ gelten können. Einer von ihnen ist Reinhard „Stan“ 
Libuda. Mit dem Ball war er Weltklasse, ohne Ball hingegen stand er im 
Abseits.]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert – <strong>Teil 5</strong></h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Es gibt nur wenige Fußballer, die auch jenseits des Stadions als „legendär“ gelten können. Einer von ihnen ist Reinhard „Stan“ Libuda. Den Spitznamen „Stan“ erhielt er wegen seiner Position auf dem Spielfeld und wegen seiner Dribbelstärke in Anspielung auf den großen englischen Rechtsaußen Stanley Matthews. Libudas Kennzeichnen war aber eigentlich ein anderes: Mit dem Ball war er Weltklasse, ohne Ball hingegen stand er im Abseits.</p>


  










  


  
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  <p data-rte-preserve-empty="true">Der begnadete Rechtsaußen hat mit seinen Dribbelkünsten das Ruhrgebiet in Gänze hinter sich gebracht. Libuda zählt nämlich zu den wenigen Spielern, die sowohl für den FC Schalke 04 als auch für Borussia Dortmund aktiv waren. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Die längste Zeit spielte er für die Königsblauen, den größten Erfolg jedoch konnte Libuda mit dem BVB feiern: den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger im Jahr 1966. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Im Endspiel gegen den FC Liverpool erzielt Libuda das unvergessene Siegtor. Für Deutschland spielte Libuda u.a. bei der Weltmeisterschaft 1970. Auch im „Jahrhunderspiel“, dem Halbfinale gegen Italien (3:4 n.V.) kam er zum Einsatz.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» SpielRaum <a target="_blank" href="https://amzn.to/4c3Wu31"><strong>T-Shirt Reinhard Stan Libuda</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link)</p><p data-rte-preserve-empty="true">Trotz seiner enormen Popularität hatte Libuda nach seiner 1976 beendeten Karriere <strong>kein leichtes Leben</strong>. Er schlug sich mit Anlernjobs durch. Reinhard Libuda erkrankte Anfang der 1990er an Kehlkopfkrebs. Er starb 1996 an einem Schlaganfall. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Reinhard Libuda wurde 52 Jahre alt. Heute erinnert eine Straße an der Veltins-Arena in Gelsenkirchen an den auf dem Spielfeld mit fairen Mitteln kaum zu stoppenden Rechtsaußen: den „Stan-Libuda-Weg“.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Wendelmann: An Gott kommt keiner vorbei - außer Reinhard Libuda: <a target="_blank" href="https://amzn.to/47T4EZu"><strong>Erinnerungen an einen Fußballkünstler</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link) – Wir in Nordrhein-Westfalen </p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true">Bekannt ist eine Anekdote aus den 1960er Jahren</h3><p data-rte-preserve-empty="true">Als der evangelikale Prediger Werner Heukelbach im Ruhrgebiet seine Veranstaltungen durch Plakate mit dem Slogan „An Jesus kommt keiner vorbei“ ankündigte, setzten Libuda-Fans darunter: „außer Stan Libuda“. „Keiner kommt an Gott vorbei – außer Stan Libuda“ ist auf Schalke seither ein geflügeltes Wort. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Das Musical zum 100. Geburtstag des Kult-Vereins im Jahre 2004 heißt in Erinnerung an Libuda „nullvier – Keiner kommt an Gott vorbei“. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Über sein bewegtes Leben gibt es zudem zahlreiche Abhandlungen. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Und zwei Biographien in Buchform: </p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true"><em>Thilo Thielkes</em> „<a target="_blank" href="https://amzn.to/4tyRf10"><strong>An Gott kommt keiner vorbei. Das Leben des Reinhard ‚Stan‘ Libuda</strong></a>“ (#Ad/Affiliate-Link) </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">und <em>Norbert Kozickis</em> „<a target="_blank" href="https://amzn.to/41qBX2A"><strong>Reinhard ‚Stan‘ Libuda – Eine Fußball-Biografie</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link): Ein einfacher Junge aussem Kohlenpott...(2007).</p></li></ul>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true">Reinhard Libuda wäre der Rummel um seine Person wohl sehr suspekt. </h3><p data-rte-preserve-empty="true">Er war ein ganz Ruhiger. Wer heute im Netz nach flotten Sprüchen von ihm sucht, findet nicht viel. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Zudem galt er als äußerst sensibel und litt während der WM 1970 in Mexiko unter Heimweh. „<em>Hätte Libuda nur die physische Robustheit besessen, er wäre ein absoluter Weltstar geworden. So bleibt er ein bisweilen atemberaubender Fußballer, dem ein böses Schicksal so gut wie nichts für den Lebenskampf mit auf den Weg gegeben hatte</em>“, schrieb die Süddeutsche Zeitung in einem Nachwort. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch selbst das böseste Schicksal lässt niemanden tiefer fallen als in die Hand Gottes, und jeder Lebenskampf endet in der Geborgenheit des Barmherzigen, dort, wo jeder zu verweilen willkommen ist. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Auch Stan Libuda.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4dAWR6h"><strong>Helden für einen Sommer</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Die Geschichte der besten Schalker Mannschaft aller Zeiten</p>]]></content:encoded><media:content height="1000" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775825094872-FA0EDI62D8UZNQUQ2S1S/unsplash-image-SpDDMa7Nt5s.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Reinhard „Stan“ Libuda</media:title></media:content></item><item><title>Philosophische Fragen für Kinder – Beispiele &amp; Methoden der Kinderphilosophie</title><category>Philosophie</category><dc:creator>Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin)</dc:creator><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 06:34:00 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/kinder-philosophie</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:685037b24e13e01fcb748757</guid><description><![CDATA[Speziell für Kinder gibt es in der philosophischen Tradition 5 Methoden, 
die sich hervorragend auf die Anforderungen Heranwachsender anpassen 
lassen.]]></description><content:encoded><![CDATA[<p class="sqsrte-large">Speziell für Kinder gibt es in der philosophischen Tradition 5 Methoden, die sich hervorragend auf die Anforderungen Heranwachsender anpassen lassen.</p>


  










  


  
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                <p class="">Zum 1. Teil: <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/philosophieren-mit-kindern" target="_blank">Philosophieren mit Kindern</a> – Staunen, Sinnfragen &amp; Bedeutung</p><p class="sqsrte-small"><em>Dieser Artikel erschien im Rahmen meiner Arbeit bei der Kinder- und Jugendhilfsorganisation </em><a href="https://www.lebensbruecke.de/" target="_blank"><em>Deutsche Lebensbrücke</em></a></p>
              

              

            
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  <h2><strong>Moderne Kinderphilosophie</strong></h2><p class="">Kinder stellen Fragen, die uns Erwachsenen oft seltsam erscheinen. Und wir oft auch nicht so einfach beantworten können. Eine dieser typischen Kinderfragen ist zum Beispiel: “<em>Wo wohnen die Gefühle?</em>” oder “<em>Kann mein Teddy mein Freund sein?</em>” </p><p class="">Was für uns vielleicht irritierend klingt, ist für Kinder völlig weder ungewöhnlich noch irrational, sondern schlichtweg ein <strong>Versuch, sich Welt, Mensch und Sinn</strong> zu erschließen.&nbsp;» <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/gefuehle" target="_blank">Was sind Gefühle? (Phänomenologie)</a></p><p class="sqsrte-small"><a href="https://amzn.to/4nQ394p" target="_blank"><span><strong>Philosophieren mit Kindern</strong></span></a> (#Affiliate-Link/Anzeige), Eine Einführung in Theorie und Praxis</p>


  









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  <h3><strong>Gemeinsam Antworten suchen</strong></h3><p class="">Philosophieren können Sie mit einem Kind allein im Dialog oder direkt mit einer ganzen Kindergruppe. Von Bedeutung ist, dass es um eine gemeinsame Antwortsuche geht, in der <strong>respektvoll und wertschätzend</strong> Gedanken ausgetauscht werden.&nbsp;Es geht nicht um ein Gegeneinander und auch nicht um einen Wettstreit. Es geht allein um Gemeinsamkeit und die Freude am Gedankenspiel. » <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/was-ist-philosophieren" target="_blank">Was ist philosophieren?</a></p>


  









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  <h2>5 Beispiele &amp; Methoden beim Philosophieren mit Kindern</h2><p class="">Für die Antwortsuche von Kindern hat <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/philosophie" target="_blank">die Philosophie</a> 5 Grundmethoden entwickelt:</p><ol data-rte-list="default"><li><p class="">Die <strong>phänomenologische</strong> Methode</p></li><li><p class="">Die <strong>hermeneutische</strong> Methode</p></li><li><p class="">Die <strong>analytische</strong> Methode</p></li><li><p class="">Die <strong>dialektische</strong> Methode</p></li><li><p class="">Die <strong>spekulative</strong> Methode</p></li></ol>


  









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  <p class="sqsrte-large"><a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/phaenomenologie" target="_blank">“Was ist Phänomenologie?” einfach erklärt</a></p><h2>1. Die phänomenologische Methode <br>(nach Husserl)</h2><h3><strong>Ausgangspunkt: Wahrnehmung und Beschreibung</strong></h3><p class="">Der Philosoph <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/husserl" target="_blank">Edmund Husserl</a> (1859-1938) ist Begründer der <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/phaenomenologisch" target="_blank">philosophischen Phänomenologie</a>, die heute weitreichenden Einfluss in den Geisteswissenschaften genießt. Husserls Motto: „<strong>Zurück zu den Sachen selbst</strong>“. </p><p class="">Anstatt unsere Wahrnehmung als bloßen Schein abzutun, war er überzeugt, dass die sinnliche Erfahrung und Wahrnehmung von Gegenständen die unmittelbare menschliche Erfahrung ausmacht.&nbsp;Das ist eine perfekte Ausgangslage, um mit Kindern und Jugendlichen zu philosophieren. Schließlich begann die Philosophie nicht gleich mit abstrakten Gedankengängen, sondern mit dem Greifbaren und Mehrdimensionalen. </p><p class="">Genau im Konkreten und sinnlich Wahrnehmbaren liegt die Stärke dieser Philosophie-Methode.&nbsp;Das Ziel: die <strong>Beobachtungs- und Wahrnehmungsfähigkeit</strong> von Kindern zu fördern.&nbsp;» <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/bild-vom-kind"><span>Das Bild vom Kind – Was ist ein Kind? </span></a></p>


  










  



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  <h3><strong>Beispiel zur phänomenologischen Methode mit Kindern</strong></h3><p class="">Wählen Sie einen Gegenstand, eine Person, eine Situation oder eine Verhaltensweise, die untersucht werden soll. </p><p class="">Die Kinder können das Objekt oder die Sachlage zunächst mit allen <strong>Sinnen</strong> ertasten, begreifen, untersuchen und dann beschreiben. </p><p class="">Erst in einem 3. Schritt wird der Reflexionsprozess eingeleitet.&nbsp;</p><p class="">Vgl. <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/die-phaenomenologie" target="_blank">Phänomenologische Perspektiven</a></p>


  










  
    
  
  <h4><span class="sqsrte-text-color--darkAccent"><strong>Bsp: Was heißt Natur?</strong>&nbsp;</span></h4><ul data-rte-list="default"><li><p class="">Nutzen Sie verschiedene Naturmaterialien (Blätter, Tannenzapfen, Stück Holz) zur Veranschaulichung</p></li><li><p class="">Lassen Sie die Kinder den Untersuchungsgegenstand mit allen Sinnen untersuchen. Die Kids dürfen tasten, schmecken, sehen, riechen und hören.</p></li><li><p class="">Jetzt kommt die <strong>Beschreibungsphase</strong>: Inspirieren Sie die Kinder, die Gegenstände nach Formen, Farben und Beschaffenheit zu beschreiben.&nbsp;</p></li><li><p class=""><strong>Reflexionsphase</strong>: Jetzt können die Kinder darüber philosophieren, warum das Objekt/die Sache zur Natur gehört bzw. als natürlich verstanden werden kann.</p></li></ul>


  










  



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  <h2>2) Die hermeneutische Methode <br>(nach Gadamer)</h2><h3><strong>Ausgangspunkt: Gedanken und Symbole verstehen</strong></h3><p class="">Die Hermeneutik ist die philosophische Wissenschaft vom Verstehen und Begreifen. Und zwar von allem Möglichen, insbesondere Texte, Kunstwerke, Musik, Taten oder Aussagen. Aus Tradition zielt die hermeneutische Methode auf die <strong>Deutung von Texten</strong> ab.&nbsp;Auf die Kunst der Textdeutung können Kinder bereits in der 1. Klasse eingehen. Natürlich werden hierbei keine schwierigen Original-Texte von Philosophen genutzt, sondern sorgsam ausgewählte Texte, die anschaulich und verständlich formuliert sind.</p>


  










  



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  <h3><strong>Beispiel zur hermeneutischen Methode in der Kinderphilosophie</strong></h3><p class="">Ein Text, der gerne mit kleineren Kindern untersucht wird, ist „Mit anderen mitfühlen“ von dem englischen Philosophen David <strong>Hume</strong> (1711-1776). </p><p class="">Hier geht es um Empathie und Mitgefühl für andere Menschen. Für dieses Vorgehen hat der amerikanische Philosoph <em>Matthew Lipman</em> eine Methode entworfen. </p><p class="">Lipman ist überzeugt, Kindern werde durch geführte Fragen das Verständnis von Texten vereinfacht.</p>


  










  
  <h4><span class="sqsrte-text-color--darkAccent"><strong>Beispiel: Was ist Mitgefühl? – Patnerinterview</strong></span></h4><ul data-rte-list="default"><li><p class="">Die Schüler lesen einen Text und stellen sich gegenseitig Fragen.</p></li><li><p class="">Der oder die Fragenstellende schreibt die Antworten in Stichworten auf ein Blatt Papier. Ebenso verfährt der Partner oder die Partnerin.</p></li><li><p class="">Auf diese Weise wird der Text in seinen Kernpunkten analysiert.</p></li><li><p class="">&nbsp;Die beiden Schüler im Partnerinterview urteilen selbst, ob die Antworten passen oder nicht.&nbsp;</p></li><li><p class="">Die Partnerarbeit kann dann zusammen mit der Klasse besprochen werden.</p></li></ul>


  










  



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  <h2>3) Die analytische Methode <br>(nach Platon)</h2><h3><strong>Ausgangslage: Begriffe klären und argumentieren</strong></h3><p class="">Die philosophische Begriffsanalyse ist ein Klassiker und wurde uns vom griechischen Philosophen Platon (ca. 428/27–348/47 v.Chr.) überliefert. Immer wieder ließ er seinen weisen Lehrer Sokrates in verschiedenen Schriftstücken mit Schülern über Begrifflichkeiten diskutieren.&nbsp;Einmalig ist <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/sokrates-zitate" target="_blank">Sokrates</a> Fragetechnik durch ihre Konzentration auf Begriffsklärungen und Argumentationsstränge.&nbsp;</p>


  










  



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  <h3><strong>Beispiel zur analytischen Methode der Begriffsanalyse</strong></h3><p class="">Ziel ist es, abstrakte Begriffe (Glück, Gerechtigkeit, Freundschaft, Natur) die in Sinnfragen eine wesentliche Rolle spielen, in ihrer <strong>Bedeutung</strong> zu ergründen. </p><p class="">Am besten gelingt dass durch die Untersuchung von Wortfeldern</p><ul data-rte-list="default"><li><p class="">Lassen Sie die Kinder ein Objekt oder ein Erlebnis auf ein Stück Papier malen oder zeichnen. Das Objekt oder Erlebnis soll mit dem untersuchten Begriff in Beziehung stehen. Zum Beispiel, was die Kinder mit Freundschaft verbinden.</p></li><li><p class="">Wenn alle fertig sind, werden die Zeichnungen&nbsp; in einen Kreis gelegt – am besten so angeordnet, dass sich die Form einer Blume ergibt. Natürlich können mehrere Blumen entstehen..</p></li><li><p class="">Die Mitte der <strong>Begriffsblume</strong> ziert schließlich ein Symbol für Freundschaft (zum Beispiel die Gesichter zweier Kinder oder ein Freundschaftsarmband). Sie können auch einfach nur das Wort “Freunde” in einen Kreis einzeichnen und das Blatt in die Mitte legen.</p></li><li><p class="">Die Zeichnungen der Kinder sollen die Blütenblätter darstellen, welche um die Mitte der Begriffsblume liegen. Ziel ist es, zu verdeutlichen, dass ein Begriff durch andere Begriffe beschreibbar ist.</p></li></ul>


  









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  <h4><strong>Bsp: Argumentation &amp; Begründen</strong></h4><p class="">Mindestens genauso wichtig wie die Begriffsanalyse, ist die Argumentation in der Philosophie mit Kindern. Hat ein Kind eine Meinung, sollte es angehalten werden, diese zu begründen. Dabei wird in der Regel zwischen <strong>empirischen und nichtempirischen Argumenten</strong> unterschieden. Nichtempirische Argumente sind das Hauptinstrument der Philosophie.&nbsp;</p><ol data-rte-list="default"><li><p class="">Empirische Gründe sind <strong>Tatsachen-Informationen</strong>, die nachgeprüft werden können</p><p class=""><em>Bsp: „Ich bin zu spät in den Unterricht gekommen, weil der Schulbus Verspätung hatte“</em></p></li><li><p class="">Bei der 2. Argumentationsform handelt es sich um sogenannte <strong>Verstehensargumente</strong>, die das Verständnis einer Handlung bzw. eines Urteils „verbessern“ sollen. </p><p class=""><em>Beispiel: „Menschen benötigen Freunde, weil sie in Notlagen nicht gern allein sind.“</em>&nbsp;</p></li></ol>


  










  



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  <h2>4) Die dialektische Methode <br>(nach Sokrates)</h2><h3><strong>Das sokratisches Gespräch</strong></h3><p class="">Die dialektische Methode wird auf den griechischen Philosophen Sokrates (ca. 470–399 v.Chr.) zurückgeführt. Mit gezielten Fragetechniken brachte er seine Gesprächspartner zum Nachdenken. Sokrates Anliegen war es, die bloße Meinung (doxa) zu als <strong>ungesichertes Schein-Wissen</strong> zu erkennen und zum überprüften Wissen zu gelangen. Wenn von Wissen im Zusammenhang mit der sokratischen Methode die Rede ist, dann geht es nicht um ein absolutes Wissen im Sinne einer letzten, unumstößlichen Gewissheit.&nbsp;» I<a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/ich-weiss-dass-ich-nichts-weiss" target="_blank">ch weiß, dass ich nicht weiß</a>.</p><p class="">Daher endeten viele Gespräche des Sokrates in der sogenannten Aporie: Der <strong>Ausgang bleibt offen</strong>. Stattdessen eröffnet sich den Gesprächspartnern ein Feld an möglichen Lösungen, Ansätzen und Denkfiguren. Auf den Punkt gebracht: so ein vieldeutiger und moralischer Begriff wie Gerechtigkeit lässt sich nicht endgültig definieren. Dagegen können <strong>mehrere Aspekte</strong> zum Vorschein kommen, wie gesetzliche Gleichheit, materielle Grundversorgung etc. » <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/sokratischer-dialog" target="_blank">Sokratischer Dialog</a></p>


  









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  <h3><strong>3 Merkmale des sokratischen Gesprächs</strong></h3><p class="">Für das Philosophieren mit Kindern sind vor allem drei Merkmale der klassischen sokratischen Gesprächsmethode wichtig:&nbsp;</p><ol data-rte-list="default"><li><p class="">der Ausgangspunkt von <strong>lebensweltlichen</strong> Erfahrungen&nbsp;</p></li><li><p class="">das Miteinander-Denken&nbsp;</p></li><li><p class="">die Vorläufigkeit möglicher Antworten</p></li></ol><p class="">Die Empathiefähigkeit, das „Sich-hineinversetzen in andere“ ist die notwendige <strong>Bedingung</strong> für sokratische Gespräche mit Kindern, gegenseitige Akzeptanz &amp; Wertschätzung ist der notwendige Startpunkt.&nbsp;» <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/zwischenmenschlichkeit" target="_blank">Zwischenmenschlichkeit</a></p>


  










  
    
  
  <h4><span class="sqsrte-text-color--darkAccent"><strong>Bsp: Blitzlicht</strong></span></h4><ul data-rte-list="default"><li><p class="">Lassen Sie die Kinder zu einer Sinnfrage brainstormen. Zum Beispiel: „Können Kuscheltiere Freunde sein?“ </p></li><li><p class="">Jedes Kind darf sagen, was ihm bei der Frage durch den Kopf geht.</p></li><li><p class="">Das geht auch schriftlich: Kopf auf ein Blatt Papier zeichnen, für alle Kinder kopieren und austeilen. In den Kopf wird nun ein Gegenstand oder Stichwort gemalt, das zur Frage passt.&nbsp;</p></li><li><p class="">Anschließend können die Blitzlichter in einen Kreis gelegt werden und sollen Gespräche anregen.&nbsp;</p></li></ul>


  










  



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  <h2>5) Die spekulative Methode in der Kinderphilosophie</h2><h3><strong>Gedankenexperimente durchführen</strong></h3><p class="">Beim Philosophieren spielen nicht nur Argumente und Logik eine Rolle, sondern auch <strong>Fantasie und Imaginationskraft</strong>. Gedankenexperimente sind darum eine beliebte Denkfigur in der Philosophie. </p>


  










  
    
  
  <p class="">Dabei wird ein Gedanke von der Wirklichkeit auf eine fiktive Situation oder Realität übertragen. </p><p class="">Zum Beispiel: “<em>Wie wäre eine Welt ohne Tiere?</em>” Natürlich können auch Gedankenexperimente schriftlich oder mündlich initiiert werden – eben so, wie es die Situation erfordert.</p>


  










  
    
  
  <h3><strong>Bsp: Gedankenexperiment</strong></h3><p class="">Gedankenexperimente lassen sich durch ihre Form charakterisieren. Sie werden oft folgendermaßen formuliert:&nbsp;</p><ul data-rte-list="default"><li><p class="">„Was wäre, wenn (nicht)...”</p></li><li><p class="">“Stellt euch mal vor…“&nbsp;</p></li><li><p class="">konkrete Beispielfrage: „Was wäre, wenn Tiere die gleichen Rechte wie Menschen hätten?“&nbsp;</p></li></ul>


  










  



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  <h2><span class="sqsrte-text-color--darkAccent"><strong>Fazit:</strong> Methoden in der Philosophie für Kinder</span></h2><p class="">Die 5 Grundmethoden des Philosophierens mit Kindern sind nicht zufällig gewählt, sondern eine <strong>spezielle Technik</strong> für Heranwachsende, tiefer in die Welt der Gedanken, Vorstellungen und Bedeutungen einzusteigen.&nbsp;</p><p class="">» Zum 1. Teil: <a href="https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/philosophieren-mit-kindern" target="_blank">Philosophieren mit Kindern</a> – Staunen, Sinnfragen &amp; Bedeutung</p>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3662661810?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen: Grundlagen – Methoden – Praxis (Philosophische Bildung in Schule und Hochschule)" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/51nqD8FhfVL._SL500_.jpg" alt="Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen: Grundlagen – Methoden – Praxis (Philosophische Bildung in Schule und Hochschule)"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3662661810?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen: Grundlagen – Methoden – Praxis (Philosophische Bildung in Schule und Hochschule)" target="_blank">Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen: Grundlagen – Methoden – Praxis (Philosophische Bildung in Schule und Hochschule)</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/B07S1ZJMNC?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Handbuch Philosophie der Kindheit" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41TL60BDF6L._SL500_.jpg" alt="Handbuch Philosophie der Kindheit"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/B07S1ZJMNC?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Handbuch Philosophie der Kindheit" target="_blank">Handbuch Philosophie der Kindheit</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  



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  <p class="sqsrte-small"><strong>Quellen:</strong></p><p class="sqsrte-small">1) Universität Hamburg<br>2) » Barbara Brüning: <a href="https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1035028047"><span><strong>Philosophieren mit Kindern</strong></span></a> (#Affiliate-Link/Anzeige), Eine Einführung in Theorie und Praxis&nbsp;<br>3) Martin Textor: Kita-Handbuch<br>4) Philosophisch-Politische Akademie (PPA) e.V. Bonn&nbsp;<br>5) Institute for the Advancement of Philosophy for Children (IAPC)<br>6) ICPIC The International Council of Philosophical Inquiry with Children<br>7) Institut für Kinderphilosophie in Österreich<br>8) » Hofmann: <a href="https://amzn.to/3G06a13"><span><strong>Wozu eigentlich Philosophie?</strong></span></a> (#Affiliate-Link/Anzeige): Was ist der Geist? Bin ich wach oder träume ich? Woher weiß ich, was du denkst? Eine Einführung in die Philosophie für Kinder ab 10 Jahren<br>9) » <a href="https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1065343550"><span><strong>Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen </strong></span></a>(#Affiliate-Link/Anzeige), Grundlagen – Methoden – Praxis&nbsp;<br>10) » <a href="https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1053134754"><span><strong>Handbuch: Philosophie der Kindheit</strong></span></a> (#Affiliate-Link/Anzeige)&nbsp;</p>]]></content:encoded><media:content height="1868" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1755332770144-QIZ3I9TE4VIVX8WY0646/unsplash-image-JZ51o_-UOY8.jpg?format=1500w" width="1246"><media:title type="plain">Philosophische Fragen für Kinder – Beispiele &amp; Methoden der Kinderphilosophie</media:title></media:content></item><item><title>Walther Bensemann </title><dc:creator>Dr. phil. Josef Bordat</dc:creator><pubDate>Sat, 13 Jun 2026 05:53:31 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/bensemann</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69d8e4b9e76ae66c62188eb0</guid><description><![CDATA[11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball 
interessiert – Teil 4: Er ist sicherlich der schlechteste der elf Spieler 
dieser kleinen Serie. Als aktiver Fußballer galt er in seiner Jugend als 
nur wenig talentiert. Außerdem als viel zu langsam und – etwas zu dick.]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert – Teil 4</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Er ist sicherlich der schlechteste der elf Spieler dieser kleinen Serie. Als aktiver Fußballer galt er in seiner Jugend als nur wenig talentiert. Außerdem als viel zu langsam und – etwas zu dick. Nein, nein, es geht nicht um Diego Maradona – der kommt demnächst noch zu seiner Ehre. Es geht um Walther Bensemann. Als recht erfolgloser Spieler ist er hier auch vielmehr als Organisator und Publizist interessant, als Fußball-Funktionär und Edel-Experte, als Spielmacher einer ganzen Nation. Oder, kurz gesagt: Als größter Fan aller Zeiten.</p>


  










  


  
    <img src="https://vg07.met.vgwort.de/na/c17527f76e14447fb8e831d7076dae9a" width="1" height="1" alt="">
  
  

















































  

    
  
    

      

      
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                <img data-stretch="false" data-image="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822278527-K6LV1Y3EHJUDNMUZTZIE/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg" data-image-dimensions="1667x2500" data-image-focal-point="0.5,0.5" alt="" data-load="false" elementtiming="system-image-block" data-sqsp-image-classic-block-image src="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822278527-K6LV1Y3EHJUDNMUZTZIE/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg?format=1000w" width="1667" height="2500" sizes="(max-width: 640px) 100vw, (max-width: 767px) 100vw, 100vw" onload="this.classList.add(&quot;loaded&quot;)" srcset="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822278527-K6LV1Y3EHJUDNMUZTZIE/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg?format=100w 100w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822278527-K6LV1Y3EHJUDNMUZTZIE/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg?format=300w 300w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822278527-K6LV1Y3EHJUDNMUZTZIE/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg?format=500w 500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822278527-K6LV1Y3EHJUDNMUZTZIE/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg?format=750w 750w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822278527-K6LV1Y3EHJUDNMUZTZIE/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg?format=1000w 1000w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822278527-K6LV1Y3EHJUDNMUZTZIE/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg?format=1500w 1500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822278527-K6LV1Y3EHJUDNMUZTZIE/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg?format=2500w 2500w" loading="lazy" decoding="async" data-loader="sqs">

            
          
        
          
        

        
      
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  <p data-rte-preserve-empty="true">1873 geboren, ist der junge Bensemann wie besessen von dem in Deutschland als „englische Krankheit“ verpönten Fußball. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Hierzulande hat das Ende des 18. Jahrhunderts entstandene und 1807 von Friedrich Ludwig Jahn institutionell begründete Turnen eine überragende Bedeutung in der Leibeserziehung.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Fußball gilt dagegen als „Sport“ (ein Gegensatz zum Turnen – noch heute erkennbar an Vereinen mit TSV im Namen: Turn- und Sportverein), manchem gar als „Fußlümmelei“ und „sinnloses Getrete“. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Fußballspiele werden regelmäßig gestört – nicht durch alkoholisierte englische Hooligans, sondern durch aufrechte preußische Bürger.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Beyer: <a target="_blank" href="https://amzn.to/3NZKsyt"><strong>Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Das Leben des Walther Bensemann. Ein biografischer Roman</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Walther Bensemann ist mutig genug (und „fußballverrückt im besten Sinne“, wie Horst Hrubesch sagen würde), um dennoch mehrere Fußballvereine zu gründen – unter anderem die Vorläufer der heutigen Großclubs Eintracht Frankfurt, Karlsruher SC und Bayern München.</p><p data-rte-preserve-empty="true">1899 organisiert er die ersten beiden Länderspiele einer deutschen Mannschaft gegen England. Auf einem Bolzplatz in Berlin verliert die den englischen Profis in allen Belangen unterlegene Bensemannschaft am 23. und 24. November 1899 mit 2:13 und 2:10. Eine Blamage. Beziehungsweise gleich zwei.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Walther Bensemann: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4vp2fj8"><strong>Kosmopolit des Fußballs</strong></a>, (#Ad/Affiliate-Link) Gründer des „Kicker“ (Jüdische Miniaturen: Herausgegeben von Hermann Simon)</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Und dennoch der Durchbruch</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Bensemann und seine Mitstreiter gründen wenige Wochen später, am 28. Januar 1900, heute vor 126 Jahren, den Deutschen Fußball Bund. Dass dieser einmal zu den größten und erfolgreichsten Sportfachverbänden der Welt gehören würde, war im Winter 1899/1900 alles andere als klar. Bensemann wollte lediglich seinem Sport in Deutschland zum Durchbruch verhelfen, ohne für den DFB große politische Ansprüche zu erheben, denn: „Sport veredelt den Charakter, Politik verdirbt ihn“. So Bensemann.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Darauf folgte 1920 der zweite Teil seines Lebenswerks: die Gründung der Sportzeitung „Kicker“. Darin berichtet Bensemann höchstselbst von den Großereignissen seiner Zeit, dem Olympischen Fußballturnier in Paris (1924) oder der zweiten Fußballweltmeisterschaft in Italien (1934). Noch heute ist der „Kicker“ <em>die</em> Fußballzeitschrift schlechthin.</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Am 12. November 1934 stirbt Walther Bensemann – zwanzig Jahre vor dem ersten großen Erfolg seines DFB bei der Weltmeisterschaft 1954, die Deutschland bekanntlich gewann. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Nach Bensemanns Tod erscheint in seinem „Kicker“ (mittlerweile von den Nazis in „Amtliches Organ des Reichsfachamtes Fußball im NS-Reichsbund für Leibesübungen“ umbenannt) ein einziger Satz als Nachruf. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Ansonsten wird der im Schweizer Exil verstorbene Bensemann in seiner Heimat totgeschwiegen. Walther Bensemann war Jude.</p>]]></content:encoded><media:content height="2250" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775822326441-BJ7E39SIHAPUDSLWITWL/unsplash-image-sZr3YTMvQgs.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Walther Bensemann</media:title></media:content></item><item><title>Horst Szymaniak </title><dc:creator>Dr. phil. Josef Bordat</dc:creator><pubDate>Sat, 06 Jun 2026 05:44:10 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/szymaniak</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69d8e287bb552b4ef821b715</guid><description><![CDATA[11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball 
interessiert: Teil 3: Lange vor dem ersten Tatort aus Duisburg (1981) hatte 
das Ruhrgebiet seinen „Schimmi“. Mit Vornamen hieß er ebenfalls Horst, wie 
der von Götz George verkörperte Kriminalkommissar Horst Schimanski. Ich 
meine Horst Szymaniak.]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert: Teil 3</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Lange vor dem ersten Tatort aus Duisburg (1981) hatte das Ruhrgebiet seinen „Schimmi“. Mit Vornamen hieß er ebenfalls Horst, wie der von Götz George verkörperte Kriminalkommissar Horst Schimanski. Ich meine Horst Szymaniak, dessen regionale (und später auch nationale) Beliebtheit die Macher des Duisburger Tatorts inspirierte, den Helden des Kriminalspiels ganz ähnlich zu nennen.</p>


  










  


  
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                <img data-stretch="false" data-image="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821791100-MZR2AWVC5ML5J1B427ZE/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg" data-image-dimensions="2500x2500" data-image-focal-point="0.5,0.5" alt="" data-load="false" elementtiming="system-image-block" data-sqsp-image-classic-block-image src="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821791100-MZR2AWVC5ML5J1B427ZE/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg?format=1000w" width="2500" height="2500" sizes="(max-width: 640px) 100vw, (max-width: 767px) 100vw, 100vw" onload="this.classList.add(&quot;loaded&quot;)" srcset="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821791100-MZR2AWVC5ML5J1B427ZE/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg?format=100w 100w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821791100-MZR2AWVC5ML5J1B427ZE/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg?format=300w 300w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821791100-MZR2AWVC5ML5J1B427ZE/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg?format=500w 500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821791100-MZR2AWVC5ML5J1B427ZE/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg?format=750w 750w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821791100-MZR2AWVC5ML5J1B427ZE/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg?format=1000w 1000w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821791100-MZR2AWVC5ML5J1B427ZE/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg?format=1500w 1500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821791100-MZR2AWVC5ML5J1B427ZE/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg?format=2500w 2500w" loading="lazy" decoding="async" data-loader="sqs">

            
          
        
          
        

        
      
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  <p data-rte-preserve-empty="true">Und tatsächlich haben Horst Szymaniak und Horst Schimanski einiges gemein: </p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true">Eine klare, oft derbe Sprache, </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">die Attitüde des ehrlichen Malochers, </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">die große Sympathie für die Belange des „kleinen Mannes“, </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">das ungehobelte Aus-dem-Rahmen-Fallen, </p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">die gesunde Skepsis gegenüber Macht und Schicki-Micki.</p></li></ul><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/3OixUCm"><strong>Horst Szymaniak: Eine Wuppertaler Fußball-Legende</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link)</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Der 1934 geborene Szymaniak spielte anderthalb Jahrzehnte in verschiedenen europäischen Ligen und den USA, absolvierte 43 Länderspiele, darunter zehn bei den Weltmeisterschaften 1958 und 1962, und holte doch nur einen einzigen Titel (und auch den nur als Reservist): den Europapokal der Landesmeister (1964 mit Inter Mailand). Dennoch gewann er mit seinem unkonventionellen Instinkfußball die Herzen der Fans.</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775821498422_6406">Und mit seiner unbeugsamen Bergarbeiterhaltung. </h3><p data-rte-preserve-empty="true">Als er 1958 vor dem WM-Halbfinale gegen den Gastgeber Schweden bei der Begrüßung der deutschen Mannschaft durch König Gustav VI. Adolf den Blick nicht demütig senkte, sondern dem Monarchen beim Handschlag fest in die Augen sah und sich dafür später rechtfertigen musste, zitierte er eine alte Bergmannsregel: „Kein Kniefall, auch nicht vor gekrönten Häuptern“. Ins „All-Star-Team“ der Weltmeisterschaft, die Titelverteidiger Deutschland als Vierter beendete, kam Szymaniak trotzdem – als einziger Deutscher.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Überhaupt: Szymaniaks flotte Sprüche. </h2><p data-rte-preserve-empty="true">Zu Franz Beckenbauer, mit dem er bei der Nationalmannschaft sein Zimmer teilte, soll er gesagt haben: „Wir sind die letzten Helden des 20. Jahrhunderts; nach uns kommen nur noch Spieler aus Kunststoff“. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Auf seinen manchmal übermäßigen Alkoholkonsum angesprochen, meinte „Schimmi“ lapidar: „Ein Pilsken gibt ’nen flachen Schuss“.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Horst Szymaniak, der „aufrechte Kerl“ (Uwe Seeler) einer deutschen Fußballergeneration, der ein ganz großer Titel verwehrt blieb, starb 2009 – wegen seiner großzügigen Art und ungeschickter Geschäftsabschlüsse ziemlich verarmt, obwohl er einer der ersten deutschen „Italien-Legionäre“ war. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Ausgerechnet Szymaniak. Vom Deutschen Fußball-Bund wurde er lange Zeit ignoriert und geriet so im offiziellen Fußballdeutschland weitgehend in Vergessenheit. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Vielleicht, weil dort in der Zwischenzeit zu viele Funktionäre aus Kunststoff tätig geworden sind.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Die <a target="_blank" href="https://amzn.to/4vo12IY"><strong>deutsche Fußball-Illustrierte</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link) - Jahrgang 1959; Nr. 6: Horst Szymaniak.</p>]]></content:encoded><media:content height="1500" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821859713-CHLAEA3XS6BHNBWC1C8K/unsplash-image-f_QG9Y8VWX4.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Horst Szymaniak</media:title></media:content></item><item><title>Frau K. - Verletzungen in der Psychotherapie  </title><category>Psychotherapie</category><dc:creator>Dr. phil. Michael Mehrgardt</dc:creator><pubDate>Wed, 03 Jun 2026 06:00:07 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/frau-k-verletzungen-in-der-psychotherapie</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:6a1d80c739722178e6796cda</guid><description><![CDATA[Verletzungen und Grenzüberschreitungen in der Therapie

Frau K. beschreibt, wie ihr Therapeut immer mehr seines Privatlebens in die 
Behandlung einfließen lässt. Am Ende ist für die Patientin kein Raum mehr - 
und ihr Selbstbewusstsein liegt mal wieder in Scherben.

Solche Schilderungen sind leider kein Einzelfall!
Wir Psychotherapeut*innen sollten uns dies zu Herzen nehmen.]]></description><content:encoded><![CDATA[<img src="https://vg07.met.vgwort.de/na/d47c69dd517947c5b688f2ebf4f96c9e" width="1" height="1" alt="">
  
  







  
  
<p data-rte-preserve-empty="true">Diesen Bericht schickte mir Frau K. Ende Mai 2026. Vorab schreibt sie:</p><p data-rte-preserve-empty="true"><em>“Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, meine Erfahrung mit meinem EX-Psychotherapeuten aufzuschreiben. Vielleicht ist es zu etwas nütze ...”</em></p><p data-rte-preserve-empty="true">Sehr häufig erheben die Betroffenen <em>nicht </em>ihre Stimme. Viele behalten Verletzungen und Grenzüberschreitungen für sich: aus Loyalität, aus Scham, aus Angst vor Vergeltung?</p><p data-rte-preserve-empty="true">Frau K. meldet sich nach längerem Zögern jetzt zu Wort:</p><p data-rte-preserve-empty="true"></p>
<h2 data-rte-preserve-empty="true">Von warmherzig zu kaltschnäuzig </h2><h4 data-rte-preserve-empty="true"><br>Ein “pflegeleichter” Mensch</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ich gehöre zu den Mimosen in einer Rüstung, soll heißen meine Selbstkontrolle arbeitet nicht auf Stand by, sie läuft als Dauerprogramm.<br>Was mich sehr beliebt sein lässt für jeden Müll, den andere Menschen unbedingt jemandem erzählen müssen.&nbsp;<br>Auch Aufgaben überträgt man mir super gerne denn&nbsp;“Nein!” ist in meinem Wörterbuch leider fast nicht vorkommend.<br>Was mir die alleinige Pflege meiner Eltern und die meiner Schwiegermutter einbrachte, bis ich selbst nur noch ein Häufchen Elend war.&nbsp;<br>Denn auch meine eigene Familie würde ich jetzt nicht gerade als pflegeleicht beschreiben.<br>Es ist super, jemanden wie mich zu haben, den man nach getaner Arbeit kritisieren kann. Man hätte das ja alles ganz anders und viel besser gemacht.<br>Naja, am Ende war ich am Ende …</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">Selbstwert-Scherben</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Selbstwert als Scherben in der Gosse und Selbstbewusstsein nur noch ein gelegentliches Aufflackern eines fast erstorbenes Feuers.<br>Aber bevor ich mein Klingelschild abschrauben würde, wollte ich doch noch versuchen jemanden zu finden, der mich lehrt, wieder gerade zu gehen.<br>So viel zur Ausgangslage …</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">Endlich Therapie!</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ich habe auch jemanden gefunden, privat bezahlt und es lief gut … allerdings gemäß den Vorgaben für Therapeuten sehr unorthodox ...<br><br><em>„Wäre es O.K., wenn wir Du sagen, dann spricht es sich doch viel besser?“</em></p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ich hätte fast alles abgenickt, zumal ich keine Ahnung hatte, wie eine Therapie normalerweise läuft.<br>Ich habe Hausaufgaben bekommen und ganz folgsam gemacht.<br>Und wenn Stunde war, hat er sehr freundlich erklärt, warum und wieso, und dass in seiner Familie … ich weiß jetzt Dinge, die behalte ich lieber für mich ...<br>Mir ging es aber besser und nach etlichen Wochen hatte ich meinen Humor wieder.<br>Und begann mich, ab und zu so ähnlich wie „gut“ zu fühlen.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Diese eine Stunde in der Woche war meine Krafttankstelle.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Er gab die perfekte Blaupause für einen großen Bruder ab, mein Vertrauen war grenzenlos.&nbsp;Meine eigenen Brüder hätte ich sofort eingetauscht, zu ihnen verweigere ich jeden Kontakt.</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">Die Freundin des Therapeuten als “Co.”</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Bis seine Freundin bei ihm einzog. Erst habe ich mich sehr für ihn gefreut. aber dann tauchte sie im Behandlungsraum auf. Oder er lief rüber in die Küche zum Schmusen während unserer, <em>meiner </em>Stunde!&nbsp;<br>Ich fühlte mich damit unwohl auch weil ich Probleme habe, jemand mir Fremdem als Zuhörer zu haben.<br>Wir wechselten die Sprache von Deutsch auf Englisch, das wir beide sehr gut sprechen, da kam sie herein, als ich gerade mal alleine war, und meinte sie spräche auch gut englisch.</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">So viel zu: <em>Sie hört doch nichts ...</em></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Die Frau zeigte das Feingefühl einer Dachlatte und gleich viel Verständnis, was wir da eigentlich machen.&nbsp;Wir haben die Sprache doch nicht aus Jux und Dollerei gewechselt?</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">Das “Krisengespräch”</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ich sagte, ich wolle nicht mehr kommen, er lachte mich aus, ich sei noch nicht so weit.<br>Ich bot eine andere Zeit an, auch einen anderen Tag, damit die beiden mehr Zeit für einander haben würden. Das lehnte er ab.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ich fühlte mich nicht mehr wohl und sagte es auch.<br>Von da an war er kalt wie eine Hundeschnauze und von seinem freundschaftlichen Ton blieb nichts mehr übrig.&nbsp;Von: <br><em>Du bist mir wichtig, hier ist ein sicherer Ort, du kannst dich 100% auf mich verlassen</em>! zu: <br>- vor den Kopf gestoßen zu werden, <br>- angelogen zu werden und <br>- angetrunken angerufen zu werden, während seine Freundin im Hintergrund mit Geschirr hantierte.&nbsp;<br>Wie konnte er sich in so eine Situation bringen?</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">Das Ende mit Schrecken</h4><p data-rte-preserve-empty="true">In unserer letzten Stunde sprang er auf, sein Stuhl kippte um, er brüllte, lief um den Tisch und drückte mich mit seinem Unterarm in meinem Nacken mit dem Kopf auf die Tischplatte.&nbsp;<br>Fragte mich etwas, ich antwortete. Seine Freundin war, angelockt durch den Krach, Zeuge der Szene.<br>Er ließ nach ein paar Sekunden, die mir ewig erschienen, los, ging zurück um den Tisch, hob den Stuhl auf, ging zu seiner Freundin, sprach mit ihr etwas, das ich nicht verstand, und kam zurück.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ich packte währenddessen sehr beherrscht meine Sachen zusammen, stand auf, rückte meinen Stuhl zurück an den Tisch, schaute ihm direkt in die Augen, sagte:&nbsp;</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal"><em>"Ich vertraue dir nicht mehr!"</em></p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Und ging. Vermutlich weiß wie eine Wand, aber völlig ruhig.&nbsp;Ich musste auf dem Weg nachhause anhalten, weil ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt, aber es ging vorbei.</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">… und wieder Scherben!</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Selbstwert als Scherben zurück in der Gosse und mein gerade wieder angezündetes Selbstbewusstsein mit einem Eimer kaltem Wasser gelöscht.&nbsp;</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">16 Monate gute Arbeit in ein paar Wochen in die Tonne getreten.</p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Von beerdigtem Vertrauen in Psychotherapeuten will ich gar nicht erst reden.<br>Das war vielleicht nicht das Schlimmste, das mir in meinem Leben passiert ist, aber es hat mich über zwei Jahre gekostet, mir einen neuen Therapeuten zu suchen.<br>Und dem habe ich vor Aufregung und Stress vor der ersten Stunde erst einmal in den Vorgarten erbrochen.</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">Angst, Schuld, Scham</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Haben wir uns danach noch mal gesehen? Ja, ich habe dort noch etwas abgeholt.<br>Hat er sich entschuldigt? Nein. Er fragte, ob ich Angst vor ihm hatte, als der Stuhl umkippte, ich sagte “Nein”.&nbsp;<br>Ob ich mit Angst das Haus verlassen habe, auch da sagte ich “Nein”.&nbsp;<br>Warum sollte ich Angst haben, wenn auf der anderen Seite eines Tisches ein Stuhl umkippt?&nbsp;<br>Warum soll ich Angst haben, wenn ich das Haus verlassen kann? Er stand ja nicht in der Tür.<br>Wer die richtigen Fragen stellt, bekommt die Antworten, die er hören will.&nbsp;<br>Was er nicht fragte, war, ob ich Angst vor ihm hatte, als er mich von hinten mit seinem Arm auf die Tischplatte drückte.&nbsp;</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ja, ich hatte Angst vor ihm, in dem Moment.&nbsp;</p></blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Was mich mehr irritiert, ist, dass er sich nicht entschuldigen kann. Das hätte mir die letzten Jahre vieles erleichtert.&nbsp;<br>Das ist aber so ein Dr.-Ding. Die nehmen wohl jeden Morgen noch vor dem Frühstück ihre Unfehlbarkeitspille ein. Nicht alle, aber doch viele.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Ein gestandener Mann mit einen IQ von 130, auf den er so stolz ist, hat nach 16 Monaten guter Arbeit seinen Verstand komplett auf 0 gedreht.<br>Es langt nicht, dass man ihn hat, man muss ihn auch benutzen!&nbsp;Aber, nein, ich habe ihn nicht gemeldet; denn auch Psychotherapeuten sind nur Menschen.&nbsp;<br>Wenn man sich in seinem Alter noch mal verliebt, drehen die Hormone auf. Nicht weniger als bei einem pickeligen 15 Jährigen.<br>Und was macht man dann? Man wartet, bis sie 19 sind und wieder bei Verstand.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Nach über 40 Jahren Ehe weiß ich, dass die meisten Dinge des Lebens sich mit der Zeit ändern. Wenn er Glück hat, bleibt nach seinem Höhenflug mehr als ein Kater übrig.</p><blockquote><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Wenn nicht, dann wird er sich in Grund und Boden schämen müssen. </p></blockquote><h4 data-rte-preserve-empty="true">Besserung - <em>trotz </em>Therapie!</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Mich hat es gelehrt, dass ich am Ende viel stärker bin, als ich je dachte.&nbsp;<br>Und mein eigentliches Problem beackere ich mit jemand Neuem, der mich siezt!</p><h4 data-rte-preserve-empty="true">Nachlese</h4><p data-rte-preserve-empty="true" class="MsoNormal">Ich nahm, was ich abholen wollte, er breitete seine Arme aus, um mich zum Abschied zu drücken. Ich habe sie ignoriert.&nbsp;<br>Irgend jemand hat ihm zu der gleichen Zeit eine Scheibe seines Autos eingeschlagen. Ich war es nicht!&nbsp;<br>Fand es aber interessant, zu wissen, dass wohl noch jemand nicht so ganz zufrieden mit dem Verhalten des Psychotherapeuten war ...<br>Rache als eine Reaktion auf eine Kränkung? Sie macht sie aber nicht ungeschehen.<br><br>Er bekommt von mir leere Postkarten geschickt.&nbsp;<br>Auch wenn außer der Adresse nichts darauf geschrieben steht, sagen sie doch etwas …&nbsp;<br>Ich habe es nicht vergessen. Und du wirst es auch nicht vergessen.&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">Jemand nannte es „Rache mit Klasse!“&nbsp;</p><p data-rte-preserve-empty="true">P.U.K.</p>
<p data-rte-preserve-empty="true"><strong>Schlussbemerkungen von MM:</strong></p><ul data-rte-list="default"><li><p data-rte-preserve-empty="true">Ja, solche Dinge geschehen auch bei Richtlinien-Psychotherapeut*innen!</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">Nein, wir dürfen uns nicht herausreden mit der Bemerkung, dass die Schilderungen der Patientin doch subjektiv seien! (Was denn sonst!?)</p></li><li><p data-rte-preserve-empty="true">Ja, solche Erfahrungsberichte sollten uns unter die Haut gehen!</p></li></ul>]]></content:encoded><media:content height="424" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1704304317064-UX0KAT12ES4KEG1CRR2Z/24-01-03-c-MindrFrei.jpg?format=1500w" width="424"><media:title type="plain">Frau K. - Verletzungen in der Psychotherapie</media:title></media:content></item><item><title>Arthur Wharton</title><category>Philosophie</category><dc:creator>Dr. phil. Josef Bordat</dc:creator><pubDate>Sat, 30 May 2026 06:23:49 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/wharton</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69d8ddc26567262e1d97015e</guid><description><![CDATA[11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball 
interessiert – Teil 2: Der Sport in den deutschen, französischen, 
belgischen und englischen Kolonien Afrikas hat sowohl bei der ideologischen 
Stützung imperialer Interessen als auch bei der Vorbereitung und Begleitung 
konkreter kolonialadministrativer Maßnahmen eine bedeutende Rolle gespielt.]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert – Teil 2</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Der Sport in den deutschen, französischen, belgischen und englischen Kolonien Afrikas hat sowohl bei der ideologischen Stützung imperialer Interessen als auch bei der Vorbereitung und Begleitung konkreter kolonialadministrativer Maßnahmen eine bedeutende Rolle gespielt. Die Vermittlung von „westlichen“ Werten und Lebensformen fand im Sport besonderen Ausdruck. </p>


  










  


  
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  <p data-rte-preserve-empty="true">Die entstehenden Vereine übernahmen rasch eine gesellschaftliche Führungsrolle, sorgten einerseits für Integration, andererseits für vertiefte Rassentrennung, abhängig von der jeweiligen Sportart. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Während sich die Weißen aus der Oberschicht der Kolonialverwaltung Mannschaftsspielen wie Rugby oder Cricket widmeten bzw. Individualsportarten wie Tennis oder Leichtathletik betrieben, war der Fußball der Sport des „kleinen“, in der Kolonialgesellschaft: schwarzen Mannes.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Phil Vasili: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4vp23As"><strong>The First Black Footballer</strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Arthur Wharton 1865-1930: An Absence of Memory (Cass Series: Sport in the Global Society, 11, Band 11)</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Das erste Fußballspiel auf afrikanischem Boden</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Das erste Fußballspiel auf afrikanischem Boden fand am 26. November 1866 in Natal (Südafrika) statt. Es spielten Einheimische gegen Offiziere der englischen Garnison; das Ergebnis ist unbekannt. Der erste Fußballverein wurde 1879 in Pietermaritzburg gegündet („Pietermaritzburg-Country“). </p><p data-rte-preserve-empty="true">Bald darauf folgten weitere Vereinsgründungen („Natal-Wasps“, „Durban-Alpha“, etc.), so dass im Jahre 1892 die Gründung der „Football-Association of South Africa“ möglich war. </p><p data-rte-preserve-empty="true">1897 war als erste ausländische Mannschaft das Londoner Team der „Corinthians“ zu Gast und 1906 tourte eine südafrikanische Mannschaft auf Einladung des argentinischen Verbandes durch Südamerika – mit Erfolg: 11 von 12 Partien wurden gewonnen.</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true">Das große Talent vieler Schwarzer für das Fußballspiel war eine echte Entdeckung. </h3><p data-rte-preserve-empty="true">Einige Spieler versuchten gar, als Profis in England ihr Glück. Bereits 1889 bekam der erste Afrikaner in England einen Profivertrag: Arthur Wharton.</p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch „Othello“, wie der Profi nach literarischem Vorbild genannt wurde, hatte trotz seines sportlichen Talents wenig Glück auf der Insel. Der sowohl als Torwart als auch als Feldspieler eingesetzte Wharton galt dort als Kuriosität, diente der Belustigung der Zuschauer, starb schließlich verarmt und wurde schnell vergessen.</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Auch wenn die Zeit der „Exoten“ im europäischen Fußball vorbei ist und heute fast jede Profimannschaft Europas Schwarzafrikaner oder deren Nachfahren in den eigene Reihen hat, knüpft die aktuelle Situation im Kontext des dubiosen Geschäfts der Spielervermittlung ziemlich nahtlos an den Kolonialismus an. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Freilich wurden die „Scouting“-Methoden professionalisiert, doch das Streben nach dem Profiglück treibt auch heute viele junge Afrikaner in die Hände fragwürdiger Gestalten, mit dem Ergebnis, dass viele von ihnen so enden wie Arthur Wharton.</p>]]></content:encoded><media:content height="1000" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775821134424-NK0TC3H2BLL4BGM2NGDG/unsplash-image-10D_1gUt65U.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Arthur Wharton</media:title></media:content></item><item><title>Wenn KI mit KI-Texten gefüttert wird – der digitale Rinderwahn</title><category>Philosophie</category><dc:creator>Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin)</dc:creator><pubDate>Tue, 26 May 2026 06:53:15 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/digitaler-rinderwahn</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69943a881d03d0174901adcd</guid><description><![CDATA[Was passiert, wenn KI nicht mehr mit frischen, menschgemachten Texten 
trainiert wird, sondern immer mehr mit Content, den andere KIs produziert 
haben? Klingt erst mal nach einem cleveren Spartrick, ist aber eine 
Katastrophe für alle.]]></description><content:encoded><![CDATA[<p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Was passiert, wenn KI nicht mehr mit frischen, menschgemachten Texten trainiert wird, sondern immer mehr mit Content, den andere KIs produziert haben? Klingt erst mal nach einem cleveren Spartrick, ist aber eine Katastrophe für alle.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small"><em>Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem SEO Philosophie Blog am 28.09.2025</em></p>


  










  


  
    <img src="https://vg06.met.vgwort.de/na/c229aebe2a924128a7cef3c6204b28ae" width="1" height="1" alt="">
  
  

















































  

    
  
    

      

      
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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Saturn verschlingt seine Kinder</h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Forscherinnen und Forscher von der Stanford University und Rice University haben herausgefunden, dass KI-Modelle eine Art „<strong>digitale Krankheit</strong>“ entwickeln können, wenn sie zu viele <span data-text-attribute-id="223ec8d1-0288-4c26-94f6-97e4692d9bf1" class="sqsrte-text-highlight">KI-generierte Texte als Trainingsmaterial</span> bekommen. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Sie nennen das Ganze <em>Model Autophagy Disorder (MAD)</em> (tlws. auch Habsburg AI oder digitaler Rinderwahnsinn) – übersetzt so etwas wie „selbstverzehrende Störung“. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4cBkdHP"><strong>Atlas der KI</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Die materielle Wahrheit hinter den neuen Datenimperien</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Der <strong>Grund</strong>: KI-Modelle lernen aus Mustern und Wahrscheinlichkeiten. Wenn sie aber nur noch auf KI-Texte zurückgreifen, verstärken sich mehr und mehr <strong>dieselben Muster, Fehler und Eigenheiten</strong>. Die Vielfalt und die kleinen Unregelmäßigkeiten, die menschliche Texte so lebendig und authentisch machen, gehen abhanden. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das Ergebnis: Die KI wird immer schlechter, produziert schludrige, ungenaue oder sinnlose Texte.</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_54817">Model Autophagy Disorder (MAD)</h3><h4 data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_54816">Hat ein bisschen was von Rinderwahn …</h4><p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_54815" class="">Die Forscher ziehen eine ernste <strong>Analogie</strong> zum Rinderwahn (BSE): Ähnlich „frisst“ die KI ihre eigenen Texte, bis das System krank wird. Nur wird mit “krankem Content” das ganze Internet beeinflusst.</p>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3946130410?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Das Ich zwischen Du und Es: Zwischenmenschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/31glUNDHHnL._SL500_.jpg" alt="Das Ich zwischen Du und Es: Zwischenmenschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3946130410?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Das Ich zwischen Du und Es: Zwischenmenschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung" target="_blank">Das Ich zwischen Du und Es: Zwischenmenschliche Beziehungen im Zeitalter der Digitalisierung</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3837654222?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Digitalisierung als Distributivkraft: Über das Neue am digitalen Kapitalismus (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/4157LgD409L._SL500_.jpg" alt="Digitalisierung als Distributivkraft: Über das Neue am digitalen Kapitalismus (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3837654222?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Digitalisierung als Distributivkraft: Über das Neue am digitalen Kapitalismus (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)" target="_blank">Digitalisierung als Distributivkraft: Über das Neue am digitalen Kapitalismus (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  
<p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_54814" class="">Das Internet ist mittlerweile voll mit KI-Texten. Blogs, Nachrichten, Social-Media-Posts – immer mehr Inhalte entstehen mithilfe von KI-Tools. Wenn zukünftige KI-Modelle nur noch auf solche Texte zurückgreifen, verschlechtert sich ihre Qualität. Das bedeutet weniger hilfreiche, weniger kreative und weniger glaubwürdige Inhalte <strong>für uns alle</strong>.</p><p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_54968" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/4tJshMH"><strong>QualityLand</strong></a> (#Ad/Affiliate-Link) Roman | Eine satirische Dystopie und Gesellschaftskritik</p>
<p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_33116" class="">Um zu verstehen, warum das Füttern von KI mit KI-Texten problematisch ist, müssen wir uns anschauen, wie KI-Modelle lernen. Sie werden mit riesigen Datenmengen trainiert. Diese bestehen aus Texten, Bildern, Videos und anderen Inhalten, die meist aus dem Internet stammen. Die KI analysiert diese Daten, erkennt Muster und lernt, wie Sprache funktioniert.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Wenn diese Trainingsdaten vielfältig und „echt“ sind, lernt die KI, flexibel und kreativ zu sein. Doch wenn die Daten immer ähnlicher werden – etwa weil sie hauptsächlich aus KI-generierten Texten bestehen –, lernt die KI nur noch eine begrenzte Anzahl von Mustern. Sie wird quasi „betriebsblind“ und verliert die Fähigkeit, neue, originelle Inhalte zu erzeugen.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" href="https://amzn.to/3ObRD6M"><strong>Filter Bubble</strong></a>: (#Ad/Affiliate-Link) Wie wir im Internet entmündigt werden</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true">Die Folgen: haufenweise miese KI-Texte</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Schon 2023 zeigten erste Studien, dass die Qualität von KI-generierten Texten abnimmt, wenn die Modelle zu stark auf KI-Daten zurückgreifen. Ein Beispiel: Die Programmierfähigkeiten von ChatGPT haben im Laufe des Jahres 2022 deutlich nachgelassen (vgl. Studie der Stanford University). </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das liegt vermutlich daran, dass die Trainingsdaten zunehmend KI-generierte Codes enthalten, die Fehler oder schlechte Muster verstärken.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das Problem ist also nicht nur theoretisch, sondern hat schon <strong>jetzt praktische Auswirkungen</strong>. Wenn KI-Modelle schlechter werden, leidet die Qualität der Inhalte im Internet – und damit auch unser digitales Leseerlebnis.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/4fkM4Mb"><strong><u>Radikaler Digitaler Humanismus</u></strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Eine Philosophie für die digitale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts</p>


  









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  <h4>Warum Filter und digitale Wasserzeichen nicht helfen</h4><p class="">Eine naheliegende Lösung wäre, KI-generierte Texte mit digitalen Wasserzeichen zu versehen oder Filter einzusetzen, die solche Inhalte erkennen. Leider sind diese Methoden bisher nicht zuverlässig genug.</p><p class="">Das bedeutet, dass KI-Unternehmen und Forscherinnen und Forscher es immer schwerer haben, reine, menschgemachte Daten zu sammeln. Die Gefahr steigt, dass KI-Modelle immer mehr auf KI-Daten (synthetische Daten) angewiesen sind – und damit in die „digitale Autophagie“ rutschen.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Was bedeutet das für die Zukunft der Künstlichen Intelligenz?</h2>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3451389150?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Kritik der digitalen Vernunft: Warum Humanität der Maßstab sein muss" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/51KGV7WnmtL._SL500_.jpg" alt="Kritik der digitalen Vernunft: Warum Humanität der Maßstab sein muss"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3451389150?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Kritik der digitalen Vernunft: Warum Humanität der Maßstab sein muss" target="_blank">Kritik der digitalen Vernunft: Warum Humanität der Maßstab sein muss</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3957574765?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Philosophie der Maschine" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/61QIkRRfy3L._SL500_.jpg" alt="Philosophie der Maschine"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3957574765?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Philosophie der Maschine" target="_blank">Philosophie der Maschine</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  <p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_60633" class="">Die Forscherinnen und Forscher warnen, dass ohne genügend frische, menschgemachte Daten zukünftige KI-Modelle zwangsläufig an Qualität verlieren werden. Das könnte zu einer <strong>Abwärtsspirale</strong> führen: Schlechtere KI-Texte führen zu schlechteren Trainingsdaten, was wiederum zu noch schlechteren Modellen führt.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das wäre fatal, denn KI wird in immer mehr Bereichen eingesetzt: von der Medizin über die Wissenschaft bis hin zur Medienproduktion. Wenn die KI-Qualität sinkt, leiden auch diese Bereiche – und wir alle bekommen weniger verlässliche und hilfreiche Informationen.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» <a target="_blank" class="in-cell-link" href="https://amzn.to/451RRTE"><strong><u>Digitale Ethik</u></strong></a>: (#Affiliate-Link/Anzeige) Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true">Was kann man dagegen tun?</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Die Lösung ist eigentlich simpel, aber nicht unbedingt easy: <span data-text-attribute-id="113b2b6f-9a6a-42d9-a72b-31a77c60f7b9" class="sqsrte-text-highlight">Mehr echte, menschgemachte Inhalte</span>! Menschen müssen weiterhin kreativ schreiben, forschen und kommunizieren. Nur so bleibt die Datenbasis vielfältig und hochwertig.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Außerdem könnten <strong>neue Geschäftsmodelle</strong> entstehen, bei denen Autorinnen und Autoren für ihre Texte bezahlt werden, damit KI-Modelle mit diesen Inhalten trainiert werden können. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Das wäre eine faire Win-win-Situation: Die KI bekommt frische Daten, und die Menschen verdienen Geld mit ihrer Kreativität. Bislang sieht es aber nicht danach aus, als würden <strong>Urheberrechte</strong> irgendwie honoriert werden, im Gegenteil, keiner der Big Player hat Skrupel, fremde Texte und Daten zu klauen.</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_82577" class="sqsrte-large">KI-Betreiber haben ein großes Problem: </p><h2 data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_82576">Daten werden knapp</h2><p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_82575" class="">Die Entwicklungssprünge bei neuen Sprachmodellen werden kürzer, die Verbesserungen weniger dramatisch – und ein Hauptgrund dafür ist: Den KI-Firmen gehen die frischen, hochwertigen Daten aus.</p><p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_82574" class="">Als OpenAI im Mai 2023 GPT-4 vorstellte, war das noch ein echter Knaller. Das Modell konnte komplexe Fragen beantworten, sauberen Programmiercode schreiben und mathematische Probleme lösen – alles auf einem neuen Level. </p>


  










  


  
    <html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3426301474?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Digitale Ethik: Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/417ZEEnkzUL._SL500_.jpg" alt="Digitale Ethik: Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3426301474?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Digitale Ethik: Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert" target="_blank">Digitale Ethik: Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
<html><head><meta charset="utf-8"/></head><body>  <a class="paapi5-pa-product-image-link" href="https://www.amazon.de/dp/3751805265?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Infokratie: Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Fröhliche Wissenschaft)" target="_blank"></a><img class="paapi5-pa-product-image-source" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41ARjG1Hm6L._SL500_.jpg" alt="Infokratie: Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Fröhliche Wissenschaft)"><a class="paap5-pa-product-title-link" href="https://www.amazon.de/dp/3751805265?tag=ink1-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1" title="Infokratie: Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Fröhliche Wissenschaft)" target="_blank">Infokratie: Digitalisierung und die Krise der Demokratie (Fröhliche Wissenschaft)</a><span class="paapi5-pa-product-list-price-value"></span><span class="icon-prime-all"></span> </body></html> 
  
  







  
  
<p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_82623" class="">Doch das nächste Modell, das intern „Orion“ genannt wird, zeigt schon jetzt, dass der Fortschritt ins Stocken gerät. Laut Insiderberichten bringt es zwar viele kleine Verbesserungen, doch im Vergleich zu GPT-4 sind die Sprünge eher marginal. Sogar bei der Programmierung, einem der Paradefähigkeiten von GPT-4, ist Orion nicht spürbar besser – teilweise sogar etwas schlechter.</p>
<p data-rte-preserve-empty="true" id="yui_3_17_2_1_1775895740173_72134" class="">Nicht nur OpenAI kämpft mit diesem Phänomen. Auch andere große Player wie Google mit Gemini stoßen an eine „<em>massive Wand des abnehmenden Ertrags</em>“. Trotz mehr Training und größerer Modelle geht nicht mehr viel voran. Das Training erreicht ein Plateau.</p>


  









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  <h3>Warum fehlen die Daten?</h3><p class="">KI-Modelle brauchen Unmengen an Trainingsdaten – Texte, Bilder, Videos, die sie analysieren und aus denen sie lernen. Doch die <strong>klassischen Quellen sind praktisch erschöpft</strong>. Datensätze aus dem Internet, Fachpublikationen, Community-Plattformen und Archive sind weitgehend ausgereizt. </p><p class="">Zwar kommen täglich neue Inhalte hinzu, und einige Unternehmen kaufen sich Zugang zu exklusiven Archiven, doch das reicht nicht mehr aus, um große Fortschritte zu erzielen.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Fazit: Nix geht ohne den Menschen</h2><p data-rte-preserve-empty="true" class="">KI ist ein mächtiges Werkzeug, aber sie kann nur so gut sein wie die Daten, mit denen sie gefüttert wird. Wenn wir zulassen, dass KI-Modelle sich nur noch selbst zitieren und replizieren, ist eine Abwärtsspirale garantiert. </p><p data-rte-preserve-empty="true" class="">Gleichzeitig ist klar, dass hier politisch unbedingt nachgebessert werden muss, damit die Menschen hinter dem Content in Zukunft fair bezahlt werden.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Pörksen: <a target="_blank" href="https://amzn.to/4sXZNP8"><strong>Die große Gereiztheit: Wege aus der kollektiven Erregung</strong></a><strong> </strong>(#Ad/Affiliate-Link)</p>


  










  



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  <p class="sqsrte-small"><strong>Quellen</strong><br>1) Michael Förtsch: Trainingsdaten werden knapp: Droht das Ende der rasanten KI-Fortschritte? (1E9 Community)<br>2) Nicht Kuhl: Wie KI-Modelle an "Rinderwahnsinn" zugrunde gehen können (Der Standard)<br>3) Studie: Self-Consuming Generative Models Go MAD (<a href="https://arxiv.org/pdf/2307.01850" target="_blank">PDF online</a>)</p>]]></content:encoded><media:content height="863" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775896794364-XH174LT2G8K1Q2S4FW02/unsplash-image-waDAyTyGqXM.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Wenn KI mit KI-Texten gefüttert wird – der digitale Rinderwahn</media:title></media:content><enclosure length="26428126" type="application/pdf" url="https://arxiv.org/pdf/2307.01850"/><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:subtitle>Was passiert, wenn KI nicht mehr mit frischen, menschgemachten Texten trainiert wird, sondern immer mehr mit Content, den andere KIs produziert haben? Klingt erst mal nach einem cleveren Spartrick, ist aber eine Katastrophe für alle.</itunes:subtitle><itunes:summary>Was passiert, wenn KI nicht mehr mit frischen, menschgemachten Texten trainiert wird, sondern immer mehr mit Content, den andere KIs produziert haben? Klingt erst mal nach einem cleveren Spartrick, ist aber eine Katastrophe für alle.</itunes:summary><itunes:keywords>Philosophie</itunes:keywords></item><item><title>Arthur Friedenreich</title><category>Philosophie</category><dc:creator>Dr. phil. Josef Bordat</dc:creator><pubDate>Thu, 21 May 2026 06:16:57 +0000</pubDate><link>https://www.die-inkognito-philosophin.de/blog/friedenreich</link><guid isPermaLink="false">5f26f247cb729c57bdf69edc:5f26f3ca510a750ec73011dd:69d8dc254a9d0216e36bcde3</guid><description><![CDATA[11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball 
interessiert – Teil 1: Wir schreiben das Jahr 1919. Europa sucht nach dem 
Ersten Weltkrieg den Neuanfang, die Welt im Völkerbund eine rechtliche 
Gestalt friedlicher internationaler Beziehungen. Das „kurze 20. 
Jahrhundert“ (1919-1989) hatte begonnen.]]></description><content:encoded><![CDATA[<h3 data-rte-preserve-empty="true">11 Fußballer, die man kennen sollte, auch, wenn man sich nicht für Fußball interessiert – Teil 1</h3><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-large">Wir schreiben das Jahr 1919. Europa sucht nach dem Ersten Weltkrieg den Neuanfang, die Welt im Völkerbund eine rechtliche Gestalt friedlicher internationaler Beziehungen. Das Schloss Versailles vor den Toren Paris‘ spielt in beiden Fällen eine Rolle: Im Januar wurde dort der Friedensvertrag unterzeichnet, im April die Völkerbundsatzung angenommen. Das „kurze 20. Jahrhundert“ (1919-1989) hatte begonnen.</p>


  










  


  
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                <img data-stretch="false" data-image="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820529710-I0XDKMESE2ZDX0Q7SROF/Arthur+Friedenreich+%E2%80%93+11+Fu%C3%9Fballer%2C+die+man+kennen+sollte%2C+auch%2C+wenn+man+sich+nicht+f%C3%BCr+Fu%C3%9Fball+interessiert.jpg" data-image-dimensions="2500x1667" data-image-focal-point="0.5,0.5" alt="" data-load="false" elementtiming="system-image-block" data-sqsp-image-classic-block-image src="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820529710-I0XDKMESE2ZDX0Q7SROF/Arthur+Friedenreich+%E2%80%93+11+Fu%C3%9Fballer%2C+die+man+kennen+sollte%2C+auch%2C+wenn+man+sich+nicht+f%C3%BCr+Fu%C3%9Fball+interessiert.jpg?format=1000w" width="2500" height="1667" sizes="(max-width: 640px) 100vw, (max-width: 767px) 100vw, 100vw" onload="this.classList.add(&quot;loaded&quot;)" srcset="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820529710-I0XDKMESE2ZDX0Q7SROF/Arthur+Friedenreich+%E2%80%93+11+Fu%C3%9Fballer%2C+die+man+kennen+sollte%2C+auch%2C+wenn+man+sich+nicht+f%C3%BCr+Fu%C3%9Fball+interessiert.jpg?format=100w 100w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820529710-I0XDKMESE2ZDX0Q7SROF/Arthur+Friedenreich+%E2%80%93+11+Fu%C3%9Fballer%2C+die+man+kennen+sollte%2C+auch%2C+wenn+man+sich+nicht+f%C3%BCr+Fu%C3%9Fball+interessiert.jpg?format=300w 300w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820529710-I0XDKMESE2ZDX0Q7SROF/Arthur+Friedenreich+%E2%80%93+11+Fu%C3%9Fballer%2C+die+man+kennen+sollte%2C+auch%2C+wenn+man+sich+nicht+f%C3%BCr+Fu%C3%9Fball+interessiert.jpg?format=500w 500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820529710-I0XDKMESE2ZDX0Q7SROF/Arthur+Friedenreich+%E2%80%93+11+Fu%C3%9Fballer%2C+die+man+kennen+sollte%2C+auch%2C+wenn+man+sich+nicht+f%C3%BCr+Fu%C3%9Fball+interessiert.jpg?format=750w 750w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820529710-I0XDKMESE2ZDX0Q7SROF/Arthur+Friedenreich+%E2%80%93+11+Fu%C3%9Fballer%2C+die+man+kennen+sollte%2C+auch%2C+wenn+man+sich+nicht+f%C3%BCr+Fu%C3%9Fball+interessiert.jpg?format=1000w 1000w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820529710-I0XDKMESE2ZDX0Q7SROF/Arthur+Friedenreich+%E2%80%93+11+Fu%C3%9Fballer%2C+die+man+kennen+sollte%2C+auch%2C+wenn+man+sich+nicht+f%C3%BCr+Fu%C3%9Fball+interessiert.jpg?format=1500w 1500w, https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820529710-I0XDKMESE2ZDX0Q7SROF/Arthur+Friedenreich+%E2%80%93+11+Fu%C3%9Fballer%2C+die+man+kennen+sollte%2C+auch%2C+wenn+man+sich+nicht+f%C3%BCr+Fu%C3%9Fball+interessiert.jpg?format=2500w 2500w" loading="lazy" decoding="async" data-loader="sqs">

            
          
        
          
        

        
      
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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">In Brasilien wird 1919 Fußball gespielt</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Die dritte Copa América – das älteste immer noch ausgetragene Nationenturnier – findet statt. Im Entscheidungsspiel stehen sich Brasilien und Uruguay gegenüber. Brasilien gewinnt 1:0 nach Verlängerung. Der Torschütze in der 150. und letzten Minute der vierten 15-minütigen Verlängerung – quasi der Mario Götze Brasiliens – ist ein gewisser <strong>Arthur Friedenreich</strong>.</p>


  









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  <h3 data-rte-preserve-empty="true">Dieses Tor hat ihn unsterblich gemacht. </h3><p data-rte-preserve-empty="true">Zumindest in Brasilien, das dadurch seinen ersten von acht Titeln bei der Südamerikameisterschaft gewann. Hierzulande ist Arthur Friedenreich praktisch unbekannt. Es wird Zeit, das zu ändern. Denn Friedenreich ist Jahrzehnte vor Pelé der König des Spiels – und wie dieser ist Friedenreich dunkelhäutig. Vor allem aber ein Torjäger, der selbst Pelé, Messi und Cristiano Ronaldo in den Schatten stellt: In 1239 Spielen soll er laut FIFA-Statistik 1329 Tore erzielt haben – ein einsamer Rekord.</p><p data-rte-preserve-empty="true" class="sqsrte-small">» Martin Curi: <a target="_blank" href="https://amzn.to/47VWH5Q"><strong>Friedenreich: Das vergessene Fußballgenie</strong></a><strong> </strong>(#Affiliate-Link/Anzeige)</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Der Sohn eines deutschen Auswanderers und einer Afro-Amerikanerin kam 1892 in São Paulo zur Welt und hat zunächst einen schier übermächtigen Gegner auszuschalten: den Rassismus. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Fußball ist in Brasilien zu dieser Zeit das Spiel der Weißen. Bis 1909 darf Friedenreich keinem Club beitreten, danach spielt er für die von Deutschstämmigen gegründete Mannschaft SC Germânia São Paulo (eine Hommage an den SC Germania Hamburg). </p><p data-rte-preserve-empty="true">Doch auch dann hat es der technisch versierte Stürmer schwer: </p><p data-rte-preserve-empty="true">Fouls gegen ihn werden oft nicht geahndet, Demütigungen sind an der Spieltagesordnung. So soll er regelmäßig genötigt worden sein, <strong>sich die Haut mit Mehl zu weißen</strong>. Zudem glättete er sich die krausen Haare oder spielte mit einem Haarnetz.</p>


  









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  <h2 data-rte-preserve-empty="true">Seiner großen Karriere tat das aber keinen Abbruch</h2><p data-rte-preserve-empty="true">Nur an einer Weltmeisterschaft konnte der <em>Pé de Ouro</em> („Goldfuß“) nicht teilnehmen – 1930 waren nach Verbandsquerelen keine Spieler aus São Paulo im Kader der Seleção (die prompt in der Vorrunde ausschied), 1934 war Friedenreich schon zu alt. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Heute undenkbar, damals völlig normal: Nach der Zeit auf dem Fußballplatz und einer kurzen Trainertätigkeit begann für den Top-Torjäger das Arbeitsleben in einer Brauerei. Am 6. September 1969 starb Arthur Friedenreich in seiner Heimatstadt São Paulo – einsam und verarmt. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Und von der Fußballwelt vergessen, obgleich diese ihm die Körpertäuschung (mit der Friedenreich den Fouls seiner Gegner auswich) und den Effetschuss verdankt (und mit diesem auch die „Bananenflanke“ – Manni Kaltz auf Horst Hrubesch, Fachleute erinnern sich).</p>


  









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  <p data-rte-preserve-empty="true">Die Fußballwelt hatte sich in den 50 Jahren seit Friedenreichs großem Triumph bei der Copa América sehr gewandelt. Weitere gut 50 Jahre später ist die Kommerzialisierung noch einmal vorangeschritten. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Dass Spieler von der Klasse eines Arthur Friedenreich nach ihrer Karriere einer gewöhnlichen Arbeit nachgehen müssen, ist heute eher selten der Fall. Nur eines ist dem Fußball erhalten geblieben: der Rassismus. </p><p data-rte-preserve-empty="true">Nicht so offen wie vor 100 Jahren, aber doch immer noch so eklatant, dass die UEFA die Stars der Champions League seit Jahren für jenes <em>Nein zum Rassismus</em> werben lässt, das eigentlich selbstverständlich sein sollte.</p>]]></content:encoded><media:content height="1000" isDefault="true" medium="image" type="image/jpeg" url="https://images.squarespace-cdn.com/content/v1/5f26f247cb729c57bdf69edc/1775820573566-JM3B0DA42MZ48AU567DJ/unsplash-image-SEXCSKfMYWc.jpg?format=1500w" width="1500"><media:title type="plain">Arthur Friedenreich</media:title></media:content></item></channel></rss>