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	<title>Digitale Notizen</title>
	
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		<title>Private Kopien, pauschale Abgaben</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 10:09:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Webevangelist Thomas Pfeiffer widmet sich der Idee der &#8220;Internet-Leer-Abgabe&#8221;, die Sascha Knöchel analog zur Leermedienabgabe für Tonträger entwickelt hat. In dem Clip und im zugehörigen Blog-Text stellt er dar, dass eine solche Pauschale durchaus funktionieren könnte: Weitere Digitale Notizen zum ThemaInitivative gegen LeistungsschutzrechtWer macht eigentlich die Gesetze?Die Moral vom Filesharing]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Webevangelist <a href="http://webevangelisten.de/was-ist-eine-internet-leer-abgabe/" target="_blank">Thomas Pfeiffer</a> widmet sich der Idee der &#8220;Internet-Leer-Abgabe&#8221;, die <a href="http://knoechelverzeichnis.blogspot.de/2012/05/mogliche-umsetzung-einer-pauschalabgabe.html" target="_blank">Sascha Knöchel</a> analog zur Leermedienabgabe für Tonträger entwickelt hat. In dem <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&#038;v=UqufGjQC8oQ#!" target="_blank">Clip</a> und im zugehörigen Blog-Text stellt er dar, dass eine solche Pauschale durchaus funktionieren könnte:</p>
<p><center></p>
<p><iframe width="440" height="253" src="http://www.youtube.com/embed/UqufGjQC8oQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p></center></p>
<h3>Weitere Digitale Notizen zum Thema</h3><ul class="related_post"><li><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/initivative-gegen-leistungsschutzrecht/" title="Initivative gegen Leistungsschutzrecht">Initivative gegen Leistungsschutzrecht</a></li><li><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/wer-macht-eigentlich-die-gesetze/" title="Wer macht eigentlich die Gesetze?">Wer macht eigentlich die Gesetze?</a></li><li><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/die-moral-vom-filesharing/" title="Die Moral vom Filesharing">Die Moral vom Filesharing</a></li></ul><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/dirkvongehlen/~4/51mx3cVxiZM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Kulturtechniken aus dem Web ins TV bringen: Richard Gutjahr über die rundshow</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 16:13:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der kommenden Woche startet das Bayerische Fernsehen ein Experiment: die Rundshow. Die Macher beschreiben das Format als Plattform nicht als Sendung &#8211; auch wenn sie vier Wochen lang abends live im Fernsehen ausgestrahlt wird. Die Rundshow soll nicht nur sprachlich an die Haupt-Nachrichtensendung des BR erinnern, sie leiht sich von deren Nachtausgabe auch den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der kommenden Woche startet das Bayerische Fernsehen ein Experiment: die Rundshow. Die <a href="http://rundshow.gutjahr.biz/uber-dieses-blog/" target="_blank">Macher</a> beschreiben das Format als Plattform nicht als Sendung &#8211; auch wenn sie vier Wochen lang abends live im Fernsehen ausgestrahlt wird.  Die Rundshow soll nicht nur sprachlich an die Haupt-Nachrichtensendung des BR erinnern, sie leiht sich von deren Nachtausgabe auch den Moderator aus. <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/mussen-wir-jetzt-alle-telefonieren/">Richard Gutjahr</a> präsentiert vier Wochen lang diese besondere Form der Spätnachrichten im Bayerischen Fernsehen &#8211; mit prominenter und eben bewusst nicht prominenter Unterstützung: Sascha Lobo macht mit, aber vor allem die Zuschauer.</p>
<p><center><iframe width="440" height="253" src="http://www.youtube.com/embed/NCwEkHj-sDw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>Weil Richard Gutjahr (mit dem ich persönlich bekannt bin) die Kommunikation mit dem <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/Tag/aktiver-rezipient/">aktiven Rezipienten</a> zum zentralen Punkt im Konzept der Sendung erhoben hat (und genau dies eines der zentralen Themen dieses Blogs ist), habe ich ihm ein paar Fragen zum Thema <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/Tag/community-management/">Community-Management</a> und Dialog im Fernsehen gestellt.</p>
<p><strong><em>Seit Jahren wird von Interaktivität in der Medienproduktion gesprochen. Für die Rundshow setzt Ihr das jetzt tatsächlich live um. Wie ist die technische Situation, die man vorfindet, wenn man Zuschauer in Echtzeit in eine Sendung einbinden will?</em></strong><br />
Man fängt quasi bei Null an. Wir beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind hervorragend aufgestellt, wenn es um das Produzieren von Inhalten und das Senden dieser Inhalte geht. Unsere Rückkanäle hingegen liegen noch weitestgehend brach. Außer dem Zuschauertelefon und der Möglichkeit, uns einen Brief oder eine Mail zu schicken, gibt es da nicht viel. Wir müssen da noch gewaltig nachlegen, denn unser Publikum heute ist ein anderes, als das Publikum vor noch zehn Jahren. </p>
<p><em><strong>Warum gibt es da bisher kaum Systeme, die der viel beschworenen Interaktivität helfen?</strong></em><br />
Massenmedien waren bis Ende des 20. Jahrhunderts nur auf eine one-to-many-Kommunikation hin ausgerichtet. Das heißt, diejenigen, die die Druckerpressen, die Vertriebstrukturen und die Sendemasten respektive Sendefrequenzen kontrolliert haben, haben die Konversation bestimmt. Das Internet ändert die Spielregeln. Als wir die Idee zur rundshow hatten, haben wir festgestellt, dass das meiste, was für uns in Blogs und in Sozialen Netzwerken völlig normal ist, im Fernsehen noch nicht geht: spontanes &#8220;Liken&#8221;, Kommentieren, Teilen, Einbinden etc. Wir wollten einen Teil dieser Kulturtechniken aus dem Web ins Fernsehen bringen. Umgekehrt wollen wir unsere journalistische Kompetenz und Glaubwürdigkeit, die wir als Öffentlich-Rechtliche besitzen, zurück ins Web spiegeln.</p>
<p><em><strong>Für die Rundshow habt Ihr <a href="http://rundshow.gutjahr.biz/2012/05/moge-die-app-mit-euch-sein/" target="_blank">eine App</a> programmiert, um mit dem Zuschauer in Kontakt treten zu können. Welche Möglichkeiten nutzt Ihr darüberhinaus?</strong></em><br />
Der Plan ist, soviel Technik auszuprobieren, wie es innerhalb von vier Programmwochen Sinn macht. Sehr gespannt bin ich beispielsweise auch auf unser Second-Screen-Angebot, das man parallel zur Fernsehsendung nutzen kann. Dort lassen sich alle Unterhaltungen über die Show, sei es auf Twitter, Facebook oder eben alle Interaktionen über unsere App einsehen. Sprich: man hat nicht nur einen direkten Draht zu uns ins Studio sondern auch zu anderen Zuschauern. Ich bin gespannt, ob wir dadurch die eine oder andere zusätzliche Diskussion anstoßen können.</p>
<p><center><a href="http://www.dirkvongehlen.de/wp-content/2012/05/schalte.jpg"><img src="http://www.dirkvongehlen.de/wp-content/2012/05/schalte-300x199.jpg" alt="" title="schalte" width="300" height="199" class="aligncenter size-medium wp-image-11824" /></a><br />
Moderator Richard Gutjahr gemeinsam mit dem comoderierenden Netzreporter Daniel Fiene. </p>
<p></center></p>
<p><em><strong>Welche technische Hürden muss man überwinden, um Facebook- und Twitter-Kommentare tatsächlich in Echtzeit in eine Sendung im TV einzubinden?</strong></em><br />
Man muss viele, viele Hürden überwinden. Nimm zum Beispiel die Applaus-Funktion unserer App. Die Zeitverzögerung vom Drücken der Like-Taste bis zum Signal ins Studio hatte bis vor wenigen Wochen noch fünf Sekunden betragen. Fünf Sekunden! Das ist zu lange, um diese Funktion sinnvoll in der Liveshow zu nutzen. Stell Dir vor, Du machst einen Witz und erst 5 Sekunden später setzt der Applaus bei uns im Studio ein. Unbrauchbar. Unseren Programmierern ist es dann aber gelungen, die Reaktionszeit vom Tastendruck auf der App bis zum Signal im Studio auf durchschnittlich 1,5 Sekunden zu verkürzen. Damit lässt sich arbeiten.</p>
<p><em><strong>Neben der technischen Herausforderung steckt ja auch eine kulturelle Frage in der Zuschauerbeteiligung. DIe Debatte um Trolle und schlechte Beiträge ist allgegenwärtig. Wie löst ihr dieses Thema?</strong></em><br />
Wir haben für jeden einzelnen Kanal, also Twitter, Facebook, App, Mail, Skype, Google Hangout und Telefon je einen Redakteur, der die eingehenden Kommentare, Bilder und Videos beobachtet. Es gibt auch ein paar technische Vorkehrungen, zum Beispiel bei der App, dass uns niemand mit Mehrfachabstimmungen die Umfrageergebnisse verfälscht oder gar mit Dauerapplaus unsere Server außer Gefecht setzt. </p>
<p><em><strong>Das klingt &#8211; technisch &#8211; ein wenig nach <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/journalisten-im-dialog-interview-mit-dieter-kassel/">Call-in-Sendung</a> im Radio. Habt Ihr Euch dort Erfahrungen abschauen können?</strong></em><br />
Ich bin ein großer Fan von Call-in-Sendungen im Radio. Fernsehen ist das kontrollierteste Medium von allen. Überschminkte Moderatoren lesen Texte, die sie oft noch nicht mal selbst geschrieben haben, vom Prompter ab. Wenn es uns gelingen sollte, ein wenig mehr Authentizität und Spontanität vom Radio zurück ins Fernsehen zu bringen, denke ich, ist allein das schon den Versuch wert.<br />
<center><br />
<a href="http://www.dirkvongehlen.de/wp-content/2012/05/studio.jpg"><img src="http://www.dirkvongehlen.de/wp-content/2012/05/studio-300x198.jpg" alt="" title="studio" width="300" height="198" class="aligncenter size-medium wp-image-11827" /></a><br />
Blick hinter die Kulisse: das rundshow-Studio in Freimann während einer Probe</p>
<p></center></p>
<p><em><strong>Braucht man für eine derartige Form der Zuschauerbeteiligung neue oder andere Journalisten? Worauf achtet Ihr bei der Mitarbeiterauswahl?</strong></em><br />
Da legst Du den Finger auf einen wunden Punkt. Wir hatten anfangs tatsächlich Probleme, unsere Social-Network-Positionen alle zu besetzen. Es gibt nicht viele Leute, die wissen, worauf es bei Twitter ankommt oder wie man einen Google Hangout moderiert. Das sind Fähigkeiten, die noch nicht besonders ausgeprägt sind in unseren Redaktionen. </p>
<h6>
Fakten zur Rundshow:<br />
<a href="http://www.dirkvongehlen.de/wp-content/2012/05/Rundshow-Logo.jpg"><img src="http://www.dirkvongehlen.de/wp-content/2012/05/Rundshow-Logo-150x150.jpg" alt="" title="Rundshow Logo" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-11816" /></a></p>
<p>Am <strong>Montag 14. Mai</strong> läuft die erste Folge der Sendung. Vier Wochen lang von Montag bis Donnerstag um <strong>23.15 Uhr</strong> wird Richard Gutjahr gemeinsam mit einem Co-Moderator (Sascha Lobo, Daniel Fiene, Sandra Rieß u.a.) und mit seinen Zuschauern das Tagesgeschehen aufarbeiten.<br />
(Fotos: <a href="http://www.vietmeierfoto.de/" target="_blank">Mathias Vietmeier</a>, weitere Bilder auf <a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10150865105669674.431031.715249673&#038;type=1" target="_blank">Facebook</a>)<br />
</h6>
<p><em><strong><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/go-and-do-something-else/">Peter Horrocks</a> von der BBC hat vor einer Weile gesagt, Journalisten kämen nicht umhin, die Folgen Ihres Publizierens nachzuhalten und darauf zu reagieren. Gilt das in Zukunft auch für Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland? Also: Müssen wir jetzt alle twittern?</strong></em><br />
Ja, ich denke das müssen wir in der Tat. Wir Journalisten betonen ja gerne, dass es ohne uns nicht ginge, dass nur wir durch unsere Recherche Informationen zutage fördern, selektieren und einordnen können. Wie aber wollen wir das tun, wenn wir uns weiterhin so beharrlich weigern, die wechselseitigen Mechanismen des (Social) Webs zu lernen? Twitter ist für mich ein wichtiges Recherchetool, ein Kulturtechnik, ein Informationsnetzwerk, wertvoller als jede Nachrichtenagentur. Wer sich mit damit nicht ernsthaft befasst, wird das freilich nie begreifen.</p>
<p><em><strong>Das nächste große Ding in Sachen Fernsehen scheint jetzt &#8220;Social TV&#8221; zu sein. Wie stehst du zu diesem Schlagwort?</strong></em><br />
Gespalten. Ich habe den Verdacht, Buzz-Words wie Crossmedia, Social Media oder jetzt eben Social TV werden allein dazu erfunden, um wieder ein Thema für die nächste Medienkonferenz zu haben. Ich gehöre zu den Leuten, die Dinge lieber ausprobieren, als nur darüber zu reden. Ob unser Projekt die Antwort darauf ist, was das Fernsehen der Zukunft ausmacht, kann ich nicht sagen. Was ich sagen kann, ist, dass wir zumindest schon mal die richtigen Fragen kennen, um das Medium Fernsehen weiterzudenken. Welche digitale Sau dann nächstes Jahr durch das mediale Dorf getrieben wird, kann ich beim besten Willen nicht sagen. </p>
<h3>Weitere Digitale Notizen zum Thema</h3><ul class="related_post"><li><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/wie-die-new-york-times-twitter-und-facebook-nutzt/" title="Wie die New York Times Twitter und Facebook nutzt">Wie die New York Times Twitter und Facebook nutzt</a></li><li><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/britische-twitter-streitkultur/" title="Britische Twitter-Streitkultur">Britische Twitter-Streitkultur</a></li><li><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/alle-redakteure-sind-social-media-redakteure/" title="Alle Redakteure sind Social-Media-Redakteure">Alle Redakteure sind Social-Media-Redakteure</a></li></ul><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/dirkvongehlen/~4/QGo4ZOJ2LQI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fight for your right to copy</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 16:46:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das da ist der Song Shake Your Rump vom Album Paul&#8217;s Boutique der Beastie Boys. Seit Freitag klingt diese Musik anders als zuvor. Rap ist ab heute nur noch halb so groß. Fuck. schrieb Nilz Bokelberg in seinem Nachruf auf Adam Yauch alias MCA von den Beastie Boys und benannte eine für mich nachvollziehbare Trauer: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><iframe width="440" height="253" src="http://www.youtube.com/embed/K03SY_P0SRc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>Das da ist der Song <a href="http://www.youtube.com/watch?v=K03SY_P0SRc" target="_blank">Shake Your Rump</a> vom Album <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Paul's_Boutique" target="_blank">Paul&#8217;s Boutique</a> der <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/Tag/beastie-boys/">Beastie Boys</a>. Seit Freitag klingt diese Musik anders als zuvor. </p>
<blockquote><p>Rap ist ab heute nur noch halb so groß. Fuck.
</p></blockquote>
<p>schrieb <a href="http://www.qlod.org/weltfrieden/" target="_blank">Nilz Bokelberg</a> in seinem Nachruf auf Adam Yauch alias MCA von den Beastie Boys und benannte eine für mich nachvollziehbare Trauer: </p>
<blockquote><p>Ich werde die Beastie Boys nie wieder live sehen. Sie werden nie wieder eine neue Platte machen. Die Welt ist so viel ärmer ohne die kompromisslose Kreativität dieses wahnwitzigen Trios. Ich vermisse jedes Lied, das sie nicht mehr schreiben konnten.
</p></blockquote>
<p>Es gibt aber offenbar noch mehr zu vermissen, wenn man dem folgt, was Matthew Yglesias im <a href="http://www.slate.com/articles/business/moneybox/2012/05/adam_yauch_and_paul_s_boutique_how_dumb_court_decisions_have_made_it_nearly_impossible_for_artists_to_sample_the_way_the_beastie_boys_did.single.html" target="_blank">Slate</a>-Magazin schreibt. Er lobt zunächst den kreativen Charakter des Beastie-Boys-Sampling und stellt dann fest:</p>
<blockquote><p>The sampling gave Paul’s Boutique a sound that remains almost as distinctive today as it was when it was released in 1989. Perhaps the main reason—and certainly the saddest reason—that it still sounds distinctive is that a rapidly shifting legal and economic landscape made it essentially impossible to repeat.
</p></blockquote>
<p>Er beschreibt einen Umgang mit Sampling und Referenzkultur, der Malcolm Gladwell bereits 2004 am Beispiel der Beastie Boys nachgegangen war. In <a href="http://www.gladwell.com/2004/2004_11_25_a_borrowed.html" target="_blank">Gladwells Text</a> gibt es die schöne Szene wie sich der Musikwissenschaftler ans Klavier setzt, um den Diebstahl eines Samples zu besprechen:</p>
<blockquote><p>The chief expert witness for the Beastie Boys in the &#8220;Choir&#8221; case was Lawrence Ferrara, who is a professor of music at New York University, and when I asked him to explain the court&#8217;s ruling he walked over to the piano in the corner of his office and played those three notes: C, D-flat, C. &#8220;That&#8217;s it!&#8221; he shouted. &#8220;There ain&#8217;t nothing else! That&#8217;s what was used. You know what this is? It&#8217;s no more than a mordent, a turn. It&#8217;s been done thousands upon thousands of times. No one can say they own that.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dabei ging es übrigens um die Töne, die in diesem wunderschönen <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/film/sesamstrase-trifft-auf-beastie-boys/" target="_blank">Clip</a> vermeintlich von Grobi gespielt werden:<br />
<center><br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/26570444" width="500" height="375" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe><br />
</center></p>
<h6>
<p><a href="http://www.dirkvongehlen.de/wp-content/2012/05/beastieboys.jpg"><img src="http://www.dirkvongehlen.de/wp-content/2012/05/beastieboys.jpg" alt="" title="beastieboys" width="136" height="163" class="aligncenter size-full wp-image-11778" /></a></p>
</h6>
<p>In Zeiten von <a href="http://www.newyorker.com/online/blogs/sashafrerejones/2012/05/adam-yauch-mca-beastie-boys.html" target="_blank">persönlichen Nachrufen</a> ist es vielleicht angemessen, an eines meiner prägenden Beastie Boys-Erlebnisse zu erinnern. Es hängt eng mit der im Titel zitierten Forderung zusammen, die im November 2004 auf einem Wired-Cover las, das ich mir samt Heft in New York am Flughafen kaufte. Nicht dass ich ständig Wired-Ausgaben in New York kaufe, aber diese ist mir aus doppeltem Grund in Erinnerung geblieben (nicht nur weil es meine einzige JFK-Ausgabe blieb): <a href="http://www.wired.com/wired/archive/12.11/sample.html" target="_blank">Hier</a> machten sich die Beastie Boys zu Fürsprechern für <a href="http://de.creativecommons.org/" target="_blank">Creative Commons</a> &#8211; im Jahr 2004. Dem Heft lag eine CD (sic!) bei, die die Redaktion mit den Worten umschrieb: <strong>&#8220;copyrighted for the 21st century&#8221;</strong></p>
<p><b>Aktualisierung:</b> <a href="http://www.crackajack.de/2012/05/08/beastie-boys-sued-for-samping-on-pauls-boutique/" target="_blank">Nerdcore</a> weist darauf hin, dass exakt einen Tag von dem Tod MCAs die &#8220;Tuf America Records&#8221; die Beastie Boys wegen eines Samples u.a. aus Paul&#8217;s Boutique verklagt hat</p>
<h3>Weitere Digitale Notizen zum Thema</h3><ul class="related_post"><li><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/initivative-gegen-leistungsschutzrecht/" title="Initivative gegen Leistungsschutzrecht">Initivative gegen Leistungsschutzrecht</a></li><li><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/wer-macht-eigentlich-die-gesetze/" title="Wer macht eigentlich die Gesetze?">Wer macht eigentlich die Gesetze?</a></li><li><a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/die-moral-vom-filesharing/" title="Die Moral vom Filesharing">Die Moral vom Filesharing</a></li></ul><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/dirkvongehlen/~4/jtP6aO1efTA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Twitter, Hitler und die Transparenz</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 18:26:43 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[piraten]]></category>
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		<category><![CDATA[twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die so genannte Frühkritik der FAZ im Netz mit dem Titel Ein Stück in vier Akten wurde heute selber zu einer Art Schauspiel zum Thema Kommunikation in Zeiten digitaler Transparenz &#8211; und das kam so: Johannes Ponader, seit einer Woche politischer Geschäftsführer der Piraten, der es am Sonntag als barfüßiger Gast in der Rolle des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die so genannte Frühkritik der FAZ im Netz mit dem Titel <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/faz-net-fruehkritik-guenther-jauch-ein-stueck-in-vier-akten-11742405.html" target="_blank">Ein Stück in vier Akten</a> wurde heute selber zu einer Art Schauspiel zum Thema <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/Tag/aktiver-rezipient/"> Kommunikation</a> in Zeiten digitaler Transparenz &#8211; und das kam so:</p>
<p><center><br />
<iframe width="440" height="253" src="http://www.youtube.com/embed/u5aP2WWVToc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
</center></p>
<p><a href="https://twitter.com/#!/JohannesPonader" target="_blank">Johannes Ponader</a>, seit einer Woche politischer Geschäftsführer der <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/Tag/piraten/">Piraten</a>, der es am Sonntag als barfüßiger Gast in der Rolle des bunten Vogels in der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=u5aP2WWVToc" target="_blank">Jauch</a>-Runde zu <a href="http://www.bild.de/politik/inland/guenther-jauch/talk-show-sandalen-pirat-bei-jauch-24026690.bild.html" target="_blank">einiger Berühmtheit brachte</a>, hat mit seinem Auftritt offenbar auch FAZ-Autor <a href="https://twitter.com/#!/luebberding" target="_blank">Frank Lübberding</a>  verwirrt. Jedenfalls hielt dieser es für angemessen, den &#8220;Gesellschaftskünstler&#8221; Ponader mit einem anderen &#8220;Gesellschaftskünstler&#8221; zu vergleichen, der aus einem Wiener Männer-Asyl den Weg in die Politik suchte.</p>
<p>Da der Vergleich im FAZ-Text nicht mehr enthalten ist, hier ein Tweet, der die Parallele dokumentiert:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-in-reply-to="199429816922021888" lang="de"><p>@<a href="https://twitter.com/zeitrafferin">zeitrafferin</a> @<a href="https://twitter.com/flueke">flueke</a> ratöng! <a href="http://t.co/FA76pArE" title="http://twitter.com/PickiHH/status/199430218954440704/photo/1">twitter.com/PickiHH/status…</a></p>
<p>&mdash; Tina Pickhardt (@PickiHH) <a href="https://twitter.com/PickiHH/status/199430218954440704" data-datetime="2012-05-07T09:27:24+00:00">Mai 7, 2012</a></p></blockquote>
<p>Ponader war damit aus nachvollziehbaren Gründen nicht einverstanden. Er wandte sich fragend an FAZ-Herausgeber <a href="https://twitter.com/#!/fr_schirrmacher" target="_blank">Frank Schirrmacher</a> , der seit ein paar Wochen auf Twitter aktiv ist &#8230;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Sehr geehrter @<a href="https://twitter.com/fr_schirrmacher">fr_schirrmacher</a>, ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie eine solche Geschmacklosigkeit in ihrer Zeitung auch nur zehn &#8230;</p>
<p>&mdash; Johannes Ponader (@JohannesPonader) <a href="https://twitter.com/JohannesPonader/status/199417886119440385" data-datetime="2012-05-07T08:38:23+00:00">Mai 7, 2012</a></p></blockquote>
<p>&#8230; und dann bewies, wozu die von den Piraten gepriesene Transparenz gut ist: zum Beispiel um Fehler einzugestehen. Er schrieb:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>@<a href="https://twitter.com/JohannesPonader">JohannesPonader</a> Habs jetzt gesehen. Ich entschuldige mich bei Ihnen. Die FAZ wird es auch gleich online tun.</p>
<p>&mdash; frankschirrmacher (@fr_schirrmacher) <a href="https://twitter.com/fr_schirrmacher/status/199425282304786432" data-datetime="2012-05-07T09:07:47+00:00">Mai 7, 2012</a></p></blockquote>
<p><script src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Der so angesprochene Ponader akzeptierte die Entschuldigung für die „unangemessene historische Anspielung“ wie die Online-Redaktion der FAZ den nach dem Schirrmacher-Tweet gelöschten Hitler-Vergleich nannte. Er ging sogar noch weiter und lobte Schirrmachers schnelle Reaktion als Beispiel für andere Politiker, die lernen wollen wie man mit Hilfe von <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/Tag/twitter/">Twitter</a> kommuniziert.</p>
<p>Der Autor selber ging etwas anders mit der kurzen Debatte um. Er schrieb:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-in-reply-to="199431126492790784" lang="de"><p>@<a href="https://twitter.com/DetlefGuertler">DetlefGuertler</a> @<a href="https://twitter.com/coduck">coduck</a> Nur zur Klarstellung: Es ging nicht um Gleichsetzung, sondern um Milieubeschreibung. Darüber darf jeder nachdenken.</p>
<p>&mdash; f.luebberding (@luebberding) <a href="https://twitter.com/luebberding/status/199432297399848961" data-datetime="2012-05-07T09:35:39+00:00">Mai 7, 2012</a></p></blockquote>
<p><script src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Auch die Leser der Frühkritik auf faz.net lies man vergleichweise ratlos zurück. Sie erfuhren lediglich von einer„unangemessenen historischen Anspielung“, die aber nicht näher ausgeführt wurde. Um sie im Original zu lesen, müssen sie auf <a href="http://pastebin.com/4RHVzFs8" target="_blank">Pastebin.com</a> gehen, wo jemand den Text in seiner ursprünglichen Versionen veröffentlcht hat.</p>
<p><b>Aktualisierung</b> In den Kommentaren wird darauf hingewiesen, dass der Autor der Frühkritik sehr wohl zum Thema diskutiert &#8211; allerdings nicht bei der FAZ, sondern auf <a href="http://www.wiesaussieht.de/2012/05/07/wiedergangerei/" target="_blank">wiesaussieht.de</a>; und auch hier in den Kommentaren.</p>
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