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		<title>Thilo Frank &#8211; Künstler</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Oct 2013 13:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[doyoupictureme]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Schaukel in einem verspiegeltem Kubus, eine Lichtform die auf die Bewegungen der Betrachter reagiert oder ein Rundgang aus Holzstreben versetzt mit Mikrofonen und Lautsprechern. Thilo Frank kreiert Installationen und Skulpturen welche die menschliche Wahrnehmung auf verblüffende und spielerische Weise prüft und hinterfragt. Dabei handelt es sich um keine Kunst die betrachtet werden will, sondern Arbeiten die mit dem Besucher interagieren ihn so zu einem Teil des Gesamtwerks machen. Wer sich auf die Installationen einlässt lässt sich auf eine intime „Reise“ durch Raum und Zeit ein. Wir treffen uns in seinem Kreuzberger Atelier zum Gespräch und besuchen schließlich das nahe [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_01/" rel="attachment wp-att-591"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_01.jpg" alt="dypm_frank_01" class="aligncenter size-full wp-image-591" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Eine Schaukel in einem verspiegeltem Kubus, eine Lichtform die auf die Bewegungen der Betrachter reagiert oder ein Rundgang aus Holzstreben versetzt mit Mikrofonen und Lautsprechern. Thilo Frank kreiert Installationen und Skulpturen welche die menschliche Wahrnehmung auf verblüffende und spielerische Weise prüft und hinterfragt. Dabei handelt es sich um keine Kunst die betrachtet werden will, sondern Arbeiten die mit dem Besucher interagieren ihn so zu einem Teil des Gesamtwerks machen. Wer sich auf die Installationen einlässt lässt sich auf eine intime „Reise“ durch Raum und Zeit ein. Wir treffen uns in seinem Kreuzberger Atelier zum Gespräch und besuchen schließlich das nahe gelegene Tempelhofer Feld – eine ganz eigene Landschaftsinstallation zwischen Vergangenheit und Zukunft.</span></strong></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_02/" rel="attachment wp-att-592"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_02.jpg" alt="dypm_frank_02" class="aligncenter size-full wp-image-592" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Deine Installationen und Objekte haben mit der menschlichen Wahrnehmung von Räumen zu tun? Wie bist Du ursprünglich dazu gekommen Dich damit auseinanderzusetzen?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ein Auslöser war sicher eine der ersten Schaukelarbeiten die ich gemacht habe. Das war eine Arbeit die in einem Bunker entstanden ist. Da musste ich mich zum ersten Mal mit einem Raum auseinandersetzen, bei dem ich nicht wusste was ich machen soll. Es war unglaublich schwierig 8m unter der Erde einen Ansatz zu finden. Ich hab dann viel ausprobiert um diese physisch gefühlte Klaustrophobie umzuwandeln. Ich hab schließlich den Raum akustisch und visuell isoliert und ganz schwarz und dunkel gehalten. Es gab lediglich einen halben Fingernagel breit Licht, das in den Raum gefallen ist. Besucher konnten nur alleine in den Raum. Wenn man drin war hat es etwas gedauert, aber dann hat man ein weißes Brett gesehen und nach einem weiteren Moment zwei weiße Seile dazu. Und damit war klar dass es sich um eine Schaukel handelt, als eine Art Stütze im Raum. Und durch das was das Schaukeln physiologisch im Körper auslöst, wurde auch die Raumwahrnehmung aufgelöst. Das war der erste Anstoß wo ich gemerkt habe, dass Erlebnisse und Eindrücke die wir mitnehmen viele Sinne anregen können, und deutlicher und länger in Erinnerung bleiben.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_03/" rel="attachment wp-att-593"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_03.jpg" alt="dypm_frank_03" class="aligncenter size-full wp-image-593" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Du schaffst quasi eine Emotionale Ebene für den Betrachter der interaktiv mit einbezogen wird.</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Was mich vor allem dabei interessiert ist, das die Arbeiten immer ihre eigene kleine Geschichte kreieren, die man dann weiter trägt. Meine jüngste Arbeit die in Sharjah entstanden ist spielt zum Beispiel sehr stark mit dem Erwartungshorizont. Infinite Rock ist von außen ein schwarzer Polyeder, referenziert natürlich auf die Kaaba und deren Geschichte.Ein schwarzer Kubus kann mit Information und Religion aufgeladen werden und funktioniert wie ein Container, ein abstrakter Informationsträger als Raum. Das finde ich sehr spannend.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_04/" rel="attachment wp-att-594"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_04.jpg" alt="dypm_frank_04" class="aligncenter size-full wp-image-594" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Inwieweit planst Du bei Deinen Arbeiten die Reaktion oder Interaktion der Betrachter mit ein? Und gibt es dann wenn die Arbeit fertig ist auch überraschende Momente?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Natürlich gab es Überraschungen. Auf manches hofft man auch einfach nur und dann tritt es ein oder auch nicht. Es gab eine Arbeit, Vertikal Skip, die habe ich damals in einem Ausstellungsraum des Den Fri im Rahmen des Weltklimagipfels gezeigt, der fast 12 Meter hoch war. Es ist eine simple Drehscheibe die sich mit einem Lichtkabel bewegt. Dazu gehört noch eine Steuerung wodurch die Arbeit auf Bewegungsabläufe der Besucher reagiert wie zum Beispiel wie viele Betrachter im Raum sind, wie sie sich bewegen oder wie nahe sie der Arbeit sind. Und eigentlich dachte ich, dass bei der Eröffnung so viel los sein wird, dass die Arbeit quasi sich nicht viel verändert, sondern einfach bis zum Anschlag angeregt sein wird. Es war dann auch so dass alle Leute drum herum standen und die dreidimensionale Lichtform sich ganz nach oben aufgebaut hat. Aber dadurch dass die Apparatur einen quasi nicht sieht wenn man sich nicht bewegt und alle ganz still standen, kam die Form langsam wieder runter. Dann dachte sich wahrscheinlich der erste, „Ok, ich hab’s gesehen und gehe in den nächsten Raum“, und in dem Moment in dem er sich bewegt hat, hat die Apparatur wieder einen Ausschlag gegeben. Und da haben die Leute verstanden dass man einen Einfluss auf die Installation hat und es ist ein Dialog miteinander entstanden. Das war dann toll zu sehen wie die Leute angefangen haben mit der Arbeit zu interagieren und auszuprobieren.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_05/" rel="attachment wp-att-595"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_05.jpg" alt="dypm_frank_05" class="aligncenter size-full wp-image-595" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Deine Installation „Ekko“ in Dänemark vereint Raum, Klang sowie Licht und Schattenspiel.</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Genau, das Funktioniert eigentlich als generatives Archiv. Es gibt verschiedene nicht sichtbare Mikrofone und Lautsprecher, die in die Rahmen integriert sind. Manche reagieren sehr direkt, das heißt wenn ich am Eingang klatsche, wandert das einmal herum und kommt dann zu mir zurück. Aber es gibt auch mehrere Mikrofone die aufnehmen und das ganze durchmixen. Es gibt dann einen gemixten Soundtrack der Anwesenheit. Man könnte zum Beispiel hören wie vor drei Stunden jemand mit einem Hund durchgelaufen wäre oder eine Schulklasse von vor drei Monaten, oder zwitschernde Vögel oder auch wenn eine Zeitlang niemand da gewesen ist. Das ist jedes mal wenn ich zurück komme wieder neu und das finde ich sehr interessant. Außerdem entstehen durch die Rahmen durch die der Betrachter sich bewegt die ganze Zeit Lichtindifferenzen wodurch man immer so ein ständiges Flimmern hat und die Form von der Ferne gar nicht richtig erfassen kann. Das heißt man muss dort hin und in den Gang um erst die ganze Form zu erfassen. Das finde ich wichtig &#8211; den Betrachter in Bewegung zu versetzen.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_06/" rel="attachment wp-att-596"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_12.jpg" alt="dypm_frank_06" class="aligncenter size-full wp-image-596" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Wie nehmen die Betrachter Deine Arbeiten auf, speziell wenn sie merken das sie involviert sind und Einfluss darauf haben?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Erstaunlicherweise machen ganz viele das zu einem privaten Erlebnis, dadurch dass die Arbeiten ja auch davon leben das man den Eindruck meistens nur für sich selber gewinnt und diesen auch erst mal mit niemanden teilen kann. Wenn die Leute herauskommen wie zum Beispiel aus der Installation „The Phoenix is closer than it appears“ mit der Schaukel in dem Spiegelraum, haben sie ein positives Gefühl und oft ein Lächeln auf den Lippen, möchten aber nicht sagen was sie erlebt haben.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_07/" rel="attachment wp-att-597"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_06.jpg" alt="dypm_frank_07" class="aligncenter size-full wp-image-597" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Wie aufwendig sind Deine Installationen in der Umsetzung, gerade bei so einer Arbeit wie Ekko?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Bei Ekko gab es zunächst Skizzen über Sonnenstudien bis hin zu einem aufwendigen Modell, das gebaut wurde, was ich im Rahmen eines Wettbewerbes präsentiert habe. Dann gab es ganz viel Prototypenbau, bevor es losging mit der Anfertigung. Dabei wurde der ganze Metallbau in Berlin gemacht. Da waren dann verschiedenste Fachleute involviert. Dann gab es die Produktion vor Ort. Da waren wir ein Team von 10 bis 12 Leuten und waren über 4 Wochen in Dänemark. Aufwendig war auch, dass es eine permanente Arbeit für außen sein sollte. Da hat man dann im Winter Minus 10 Grad und Bodenfrost und muss dort gleichzeitig mit viel Technik arbeiten wie zum Beispiel einem Computer und den Mikrophonen. Und dazu kommt, dass es natürlich immer ein Prototyp ist, weil so was vorher nie gebaut wurde. Man braucht die Mithilfe vieler Spezialisten wie zum Beispiel für die Erstellung von Schraubfundamenten bis hin zu Architekten die in die Ausführungsplanung und Projektplanung involviert sind. Also alles in allem, von dem Zeitpunkt wo ich den Wettbewerb gewonnen habe, bis hin zur fertigen Umsetzung vergingen etwa 8 Monate. Eine sehr intensive Zeit.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_08/" rel="attachment wp-att-598"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_07.jpg" alt="dypm_frank_08" class="aligncenter size-full wp-image-598" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Welcher Teil bei der Entstehung Deiner Projekte ist für Dich persönlich am spannendsten?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Also ich glaube es ist tatsächlich, wie Du schon gefragt hast, am interessantesten das man während des Prozesses Sachen entdeckt, an die man nicht gedacht hat und die zufällig entstehen, obwohl man ja viel mit Visualisierungen arbeitet und plant. Aber das dann tatsächlich noch mal vor Ort mit allen Sinnen des Körpers wahrzunehmen hat eine andere Dimension.<br />
Wenn dagegen die Arbeit fertig ist gibt es die eine Minute wo ich denke super, gut gemacht. Aber die ist relativ schnell auch wieder vorbei und man denkt darüber nach was man alles hätte anders machen können (lacht).</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_09/" rel="attachment wp-att-599"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_08.jpg" alt="dypm_frank_09" class="aligncenter size-full wp-image-599" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Du arbeitest viel in Dänemark. Wie kam es dazu? Bietet Dir Dänemark besondere Möglichkeiten um Deine Projekte umzusetzen?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ich hatte damals die erste größere Sache bei der Klimakonferenz in Kopenhagen. Da Dänemark recht klein ist konnte ich relativ schnell einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangen. Und dieser Wettbewerb Vores Kunst für Ekko damals wurde auch noch für das Fernsehen aufgezeichnet. Das heißt es waren von Anfang an Kameras und Mikros dabei. Dadurch hat die ganze Sache auch ein recht breites Publikum erreicht. Dann haben sich sehr schnell viele Türen geöffnet, da Dänemark doch eine recht kleine Welt ist.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_10/" rel="attachment wp-att-600"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_09.jpg" alt="dypm_frank_10" class="aligncenter size-full wp-image-600" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Woran arbeitest Du gerade?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ich arbeite gerade an einer Abgabe für Kunst am Bau der Schiller Bibliothek in Berlin Wedding. Die bauen einen neuen Flügel. Dann gibt es eine Sache für ein Museum in Schweden. Da gibt es viel Raum zu befüllen. Da gibt es in einem Bau von Henning Larsen Architects, eine Etage mit 250 qm die ich bespielen werde. Und dann arbeite ich in Kopenhagen in einer Kirche. Die wollen das Licht komplett umgestaltet haben. Das ist aber erst fürs nächste Jahr. Und ich bin nach Dornbirn in den Kunstraum eingeladen, für 2014 oder 2015, das steht noch nicht ganz fest aber in meinem Kopf gären schon ein paar Gedanken daran.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_11/" rel="attachment wp-att-590"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_10.jpg" alt="dypm_frank_11" class="aligncenter size-full wp-image-590" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Woraus beziehst Du die Inspiration zu Deinen Ideen? Beschäftigst Du Dich mit Phänomenen die Dir selbst so im Alltag begegnet sind?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Grundlegend finde ich immer spannend, wenn man sich auf etwas einlässt was man noch nicht kennt. Das kann zum Beispiel eine Begegnung sein. Ich bin viel gereist und reise unglaublich gerne. Man gelangt dabei einfach in Situationen die, vielleicht erst im Nachhinein, dazu anregt über unsere Wahrnehmung nachzudenken. Darüber wo und wie man bestimmte Dinge abspeichert und verarbeitet. Meine Frage ist einfach was treibt uns um, was ist der Motor dafür. Das sind Situationsquellen die mich neugierig machen.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/thilo-frank-kunstler/dypm_frank_11/" rel="attachment wp-att-590"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/09/dypm_frank_11.jpg" alt="dypm_frank_11" class="aligncenter size-full wp-image-590" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Gibt es einen bestimmten Ort oder eine Gegend wo Du gerne mal eine Installation bauen würdest? Der vielleicht eine bestimmte Beschaffenheit hat mit der Du gerne spielen würdest?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Da hab ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht. Es läuft oft eher im Kontext. Ich werde an einen Ort eingeladen, schaue ihn mir an und nehme ihn dann in mir mit. Der Ort bewegt sich dann erst mal mit mir. Man verknüpft das dann mit anderen Orten und dadurch ist es eher eine Karte von verschiedenen Orten, die sich dann über eine Arbeit manifestiert. Deswegen kann ich keinen bestimmten Ort formulieren. Der Ort ist eigentlich immer in mir drin.</span></p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview</strong>.</p>
<hr />
<p>Mehr zu Thilo Franks Arbeiten findet sich unter:</p>
<p><a href="http://www.thilofrank.net//">&#8220;Thilo Frank&#8221;</a></p>
<p><blockquote></blockquote></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sarah Schoenfeld &#8211; Künstlerin</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jul 2013 11:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[doyoupictureme]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Sarah Schoenfeld hat an der Berliner Universität der Künste studiert und beschäftigt sich seit Jahren mittels Fotografie mit der eigenen Biographie und Geschichte im allgemeinen. Dabei verlässt sie gerne auch die klassischen Wege des fotografischen Prozesses und beträufelt Negative mit Drogen oder baut gefundenes, halb verrottetes Filmmaterial in Ihre Arbeiten mit ein. In Ihrer neusten Arbeit stellt sie mittels alter Kameras und speziellem Filmmaterial Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg nach, die aussehen als wären sie von Flohmärkten. Dabei entwickeln die Bilder eine filmische Narration. Was würde sich also besser anbieten, als für die Portraitaufnahmen für diesen Beitrag Filmkulissen zu nutzen? [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><strong><a href="http://www.doyoupicture.me/sarah-schoenfeld-fotokunstlerin/dypm_schoenfeld_03/" rel="attachment wp-att-540"><img class="aligncenter size-full wp-image-540" alt="dypm_schoenfeld_03" src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_03.jpg" height="570" width="860" /></a></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Sarah Schoenfeld hat an der Berliner Universität der Künste studiert und beschäftigt sich seit Jahren mittels Fotografie mit der eigenen Biographie und Geschichte im allgemeinen. Dabei verlässt sie gerne auch die klassischen Wege des fotografischen Prozesses und beträufelt Negative mit Drogen oder baut gefundenes, halb verrottetes Filmmaterial in Ihre Arbeiten mit ein. In Ihrer neusten Arbeit stellt sie mittels alter Kameras und speziellem Filmmaterial Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg nach, die aussehen als wären sie von Flohmärkten. Dabei entwickeln die Bilder eine filmische Narration. Was würde sich also besser anbieten, als für die Portraitaufnahmen für diesen Beitrag Filmkulissen zu nutzen?</span></strong></p>
<hr />
<p><img alt="dypm_schoenfeld_09" src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_09.jpg" height="570" width="860" /></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Deine Themen haben meistens mit Vergangenheit und Vergänglichkeit zu tun. Was beschäftigt Dich daran?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ich würde das so gar nicht sagen. Es geht um eine bestimmte Form von Zeitlichkeit. Die beiden Parameter die uns Menschen oder die Welt determinieren, Raum und Zeit, sind die Grundachsen die ich versuche zu begreifen. Damals, als ich gemerkt habe, dass mich das interessiert war das erst mal in Form von Geschichte. Es gab Dinge in meiner Familiengeschichte oder Landesgeschichte oder überhaupt Geschichte, die mich nicht losgelassen haben. Das waren Ereignisse, die eine bestimmte Zeitspanne von mir entfernt sind, mich aber dennoch beeinflussen. Was mich dabei obsessiv gefangen genommen hat, war der Gedanke: Wie kann ich dem möglichst nahe kommen. Deswegen bin ich an die Orte gereist und habe mir alte Kameras zugelegt weil das Wege sind, über die Vermittlung einer bestimmten Form von vergangener Realität nahezukommen. Die Realität, die es jetzt für mich hat. Als Kind habe ich zwei Kassettenrekorder nebeneinander gestellt. In einem war mein Lieblingshörspiel und im anderen eine leere Kassette mit der ich aufgenommen habe. Ich habe mir sozusagen die Möglichkeit geschaffen in das Hörspiel hineinzugehen, während der zweite Rekorder aufzeichnet. Ich wurde Teil der Geschichte. Und so ein bisschen funktionieren meine Arbeiten auch. Ich versuche, mich immer in das Bild rein zu stellen, um eine Ahnung zu bekommen was das für die Wahrnehmung bedeutet. Es geht um Aneignung.<br />
</span></p>
<hr />
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif"><a href="http://www.doyoupicture.me/sarah-schoenfeld-fotokunstlerin/dypm_schoenfeld_06/" rel="attachment wp-att-543"><img class="aligncenter size-full wp-image-543" alt="dypm_schoenfeld_06" src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_06.jpg" height="570" width="860" /></a></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">So ähnlich wie bei Deiner letzten Arbeit „All you can feel“ wo Du ein belichtetes Negativ verändert hast, in dem Du es mit halluzinogenen Substanzen versetzt hast?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ja genau. Ich hab sozusagen das Negativ „belichtet“ mit Substanzen die eigentlich im Gehirn die Wahrnehmung verändern.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/sarah-schoenfeld-fotokunstlerin/dypm_schoenfeld_05/" rel="attachment wp-att-542"><img class="aligncenter size-full wp-image-542" alt="dypm_schoenfeld_05" src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_05.jpg" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Das Ergebnis sind psychedelische Formen und Strukturen mit bunten Farbverläufen die selbst wie ein visualisierter Drogenrausch wirken. War das überraschend, oder was hattest Du Dir von dem Experiment erwartet?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ich hatte erst mal gar nichts erwartet aber gehofft. Ich fand das immer spannend abends die Negative zu beträufeln und dann morgens ins Studio zu kommen und zu sehen, was sich in der Nacht entwickelt hatte. Ich fand es geil, das sich alle Substanzen auf den Negativen so unterschiedlich verhalten und sich auch sehr charakteristisch und speziell „benehmen“.<br />
Was ich jetzt aber bei der Rezeption der Bilder beobachte, ist wahrscheinlich das spannendste an der ganzen Arbeit. Es geht ja nicht darum, dass etwas authentisch abgebildet wird. Vielmehr ist das was der Betrachter hineinliest das spannende, die Projektion. Die Walnuss hat nicht zwangsläufig mit dem Gehirn zu tun, aber man kann es so zusammenlesen wenn man will. Und das passiert offensichtlich mit den Bildern auch. So wie wenn dann jemand sagt, „ach krass, Koffein sieht so aus wie es sich anfühlt.“</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/sarah-schoenfeld-fotokunstlerin/dypm_schoenfeld_04/" rel="attachment wp-att-541"><img class="aligncenter size-full wp-image-541" alt="dypm_schoenfeld_04" src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_04.jpg" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Wieso haben Dich ausgerechnet Drogen interessiert?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ich habe mehrere Jahre im Berghain gearbeitet und war dort von vielen Menschen umgeben , die diese Substanzen genommen haben, was mich auf der einen Seite fasziniert, auf der anderen auch verschreckt hat. Wenn man aus einer Welt kommt, die nichts damit zu tun hat, ist man erst mal so ein bisschen verstört. Obwohl mir ist das von meinem Vater und seiner psychischen Erkrankung her nicht unvertraut ist, dass quasi jemand die ganze Zeit unter Medikation steht. Und die Frage, was das heißt, dass jemand eigentlich anders ist, hat mich schon als Kind beschäftigt. Auch die Frage, inwiefern eine Substanz einen Charakter oder ein Wesen verändern kann.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/sarah-schoenfeld-fotokunstlerin/dypm_schoenfeld_01/" rel="attachment wp-att-538"><img class="aligncenter size-full wp-image-538" alt="dypm_schoenfeld_01" src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_01.jpg" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Bei Kolyma, Deiner Serie in Sibirien, hast Du Filmmaterial mit eingebaut, das sozusagen auch verändert wurde. In diesem Fall durch die Zeit. Wie kam es dazu?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Durch die Zeit und den Ort. Das war wie so eine Art selbst erfüllende Prophezeiung, weil ich eigentlich schon davor die Idee hatte, Negative irgendwo hinzulegen und sozusagen mit einem Ort in irgendeiner Form zusammen zu bringen. Es geht ja immer um Interaktion und Übertragung. Kolyma war eigentlich eine ziemlich ungemütliche Gegend. Die Menschen dort waren alle sehr misstrauisch und man hatte auch die ganze Zeit das Gefühl man darf dort keine Fotos machen. Ich bin auch mehrmals als Spionin beschimpft worden. Die Siedlungen dort standen zur Hälfte leer und alles ist total verwahrlost. Hunde rennen um brennende Mülltonnen und nachts um zwei sind immer noch fünfjährige Kinder auf der Straße. Das war alles sehr seltsam dort. Aber irgendwann bei einem Spaziergang am Stadtrand habe ich einen Filmstreifen entdeckt. Und ich dachte wie toll. Dann war da aber da noch ein Filmstreifen und dort lagen auch noch welche und plötzlich war da eine riesige Grube voll mit verrosteten Filmrollen. Ich habe dann dort ein zwei Stunden verbracht und alles so ein bisschen durchgeguckt. Und am Ende waren es vor allem die Filmstreifen die im oder am Boden lagen, die mich am meisten interessiert haben.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/?attachment_id=478" rel="attachment wp-att-478"></a><img class="aligncenter size-full wp-image-539" alt="dypm_schoenfeld_02" src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_02.jpg" height="570" width="860" /></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Das Filmnegativ an sich gilt ja heute immer noch als das langlebigste Speichermedium. Man geht von mehr als hundert Jahren aus. Gleichzeitig ist es ein Speichermedium, dass sich über die Zeit verändert. Passt deswegen das Medium so perfekt für Deine Arbeiten? Weil es einerseits die Vergangenheit festhält, die Du zu ergründen versuchst und andererseits aber auch eine Veränderung dokumentiert?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Inwiefern ist ein Negativ eine Spur dessen was davor real da war? Ich hab irgendwann die Theorie entwickelt, dass sich in unserer heutigen rationalistischen Welt das magische Denken in der Fotografie fortgesetzt hat.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/sarah-schoenfeld-fotokunstlerin/dypm_schoenfeld_10/" rel="attachment wp-att-570"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_10.jpg" alt="dypm_schoenfeld_10" class="aligncenter size-full wp-image-570" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">So wie Indianer, die dachten es würde Ihnen die Seele rauben wenn sie fotografiert werden?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ja, auch interessant. Es geht aber eher um den Umstand, dass zum Beispiel Leute abgebildet sind, die nicht hier sind oder nicht mehr am Leben. Oder man ist im Kino und betrachtet jemanden der bewegt sich und erzählt etwas und ist aber eigentlich gar nicht da. Was dass mit der eigenen Vorstellung macht und wie dass kulturell verankert ist, das fand ich immer interessant. Das ist ja naturwissenschaftlich klar umrissen, aber ich finde da ist allerorten Restmagie, die mich total befallen hat, als ich angefangen habe damit zu arbeiten.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/sarah-schoenfeld-fotokunstlerin/dypm_schoenfeld_08/" rel="attachment wp-att-545"><img class="aligncenter size-full wp-image-545" alt="dypm_schoenfeld_08" src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_08.jpg" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Bei Deiner neusten Arbeit, die in Hollywood entstanden ist, geht es auch wieder um eine Art Annäherung an die Vergangenheit.</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Dabei geht es wirklich um Zauberei, um Voodoo. Da versuche ich die Vergangenheit zu behexen. Letztendlich geht es um Storytelling und Mythologie. Ich hab festgestellt, es bringt mich nicht weiter, nur an die Orte der Geschichte zu gehen, sondern es geht um die Erzählung. Das allererste was ich zum Beispiel je über den Holocaust erfahren habe war über den Film Schindlers Liste. Das ist ja absurd genug. Das hat ja was wahnsinnig schizophrenes über die eigene Geschichte durch einen importierten Film zu erfahren. Deswegen hatte ich das Bedürfnis nach Hollywood zu fahren und es mir zurückzuerobern. Re-exportieren. Ich stelle mich mit ins Bild, damit das dann auch stimmt.<br />
Die fahrenden Geschichtenerzähler haben immer ein bestimmtes Repertoire an Poesie eingesetzt. Das war auch immer allen klar. Ich war neulich auf Mallorca bei einer Fiesta. Die ganze Stadt auf den Beinen und sie re-enacten den Tag, an dem die Mallorcinen die Mauren vertrieben haben. Das ist eine Form von aktiver Geschichtsarbeit, oder besser Spiel. Und da stellt sich die Frage inwiefern Fotografie passiv macht. Zu sagen hier ist das Foto und so war das, macht das halt total zu. Das finde ich das schräge an Fotografie. Die hat sich ja mittlerweile komplett mit der Geschichtsschreibung verwoben. Deswegen ist die Geschichte um den Zweiten Weltkrieg herum auch schwarz weiß. Das kann man gar nicht anders denken, das ist doch klar. Und als dann aber in den letzten Jahren die ersten Farbfotos aus der Zeit aufgetaucht sind, hat mich das erst mal voll irritiert.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/sarah-schoenfeld-fotokunstlerin/dypm_schoenfeld_07/" rel="attachment wp-att-544"><img class="aligncenter size-full wp-image-544" alt="dypm_schoenfeld_07" src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_schoenfeld_07.jpg" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Und wie genau bist Du dem in Hollywood nachgegangen?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ich bin da hin gefahren und habe in Erinnerung an meinen Opa der im Zweiten Weltkrieg Soldat in der Wehrmacht war seine Geschichte noch mal auf amerikanischem Boden nacherzählt, in Bildern, die so aussehen, wie ich mir seine vorstellen würde. Ich hatte verschiedene alte Kameras aus den 30er Jahren dabei und habe alle möglichen Situationen und Hintergründe genutzt um das zu realisieren. Ausgangspunkt war so eine amerikanische Re-enactment Gruppe, die dem Namen nach genau die Division darstellt in der auch mein Opa war und die genau das nachspielen, worin mein Opa involviert war. Aber darüber möchte ich noch nicht zu viel verraten.</span></p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview</strong>.</p>
<hr />
<p>Mehr zu Sarah Schoenfelds Arbeiten findet sich unter:</p>
<p><a href="http://www.sarahschoenfeld.de/">&#8220;Sarah Schoenfeld&#8221;</a></p>
<p><a href="http://kunstagenten.de/Neue_Dateien/02_exhibition/exhibitions_doku/2013_exhibitions/2013_allyoucanfeel/allyoucanfeel_doku.html">&#8220;Galerie Feldbusch Wiesner&#8221;</a></p>
</div>
<p><blockquote></blockquote></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Filip Caranica &#8211; Musiker</title>
		<link>http://www.doyoupicture.me/caranic/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 13:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[doyoupictureme]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Filip Caranica studierte Komposition an der Berliner Hochschule für Musik &#8220;Hanns Eisler&#8221; und war unter anderem Preisträger beim Wettbewerb “Jugend komponiert” der Länder Berlin und Brandenburg und dem Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik. Doch sein künstlerisches Schaffen lässt sich nicht eingrenzen auf einen bestimmten Bereich. Viel mehr bewegt er sich zwischen den unterschiedlichen Medien und Spielarten der Musik und der Bildenenden Kunst. So entstehen neben seiner Konzertmusik unterschiedliche Arbeiten wie Klanginstallationen, Filmmusik, popmusikalische Arbeiten und Zeichnungen. Aktuell beschäftigt er sich mit dem Spannungsfeld zwischen musikalischer Pop- und Hochkultur. So war es auch naheliegend uns für die Portraits an [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/caranic/dypm_caranica_01/" rel="attachment wp-att-479"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/05/dypm_caranica_01.jpg" alt="dypm_caranica_01" class="aligncenter size-full wp-image-479" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong>Filip Caranica studierte Komposition an der Berliner Hochschule für Musik &#8220;Hanns Eisler&#8221; und war unter anderem Preisträger beim Wettbewerb “Jugend komponiert” der Länder Berlin und Brandenburg und dem Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik. Doch sein künstlerisches Schaffen lässt sich nicht eingrenzen auf einen bestimmten Bereich. Viel mehr bewegt er sich zwischen den unterschiedlichen Medien und Spielarten der Musik und der Bildenenden Kunst. So entstehen neben seiner Konzertmusik unterschiedliche Arbeiten wie Klanginstallationen, Filmmusik, popmusikalische Arbeiten und Zeichnungen. Aktuell beschäftigt er sich mit dem Spannungsfeld zwischen musikalischer Pop- und Hochkultur. So war es auch naheliegend uns für die Portraits an einen Ort zu begeben, der momentan in Berlin zwischen Moderne und Klassik und zwischen Dekonstruktion und Wiederaufbau steht. Dem Platz an dem einst der Palast der Republik stand und heute das Berliner Schloss neu entsteht.</strong></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/?attachment_id=480" rel="attachment wp-att-480"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/05/dypm_caranica_02.jpg" alt="dypm_caranica_02" class="aligncenter size-full wp-image-480" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong>Woran arbeitest Du gerade?</strong><strong></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ich arbeite gerade an einem Stück dass ich Akku Uhu nenne. Das ist ein Stück für ein Ensenmble klassischer Instrumente, einem Drumset und millisekunden kurzen Samples aus alltäglichem musikalischen Material, so wie es bspw. im Charts-Radio vorkommt.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/?attachment_id=481" rel="attachment wp-att-481"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/05/dypm_caranica_03.jpg" alt="dypm_caranica_03" class="aligncenter size-full wp-image-481" height="570" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Wie sehen Deine eigenen musikalischen Wurzeln aus?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ich komme eigentlich eher von der Popmusik. Begeistert hat mich vor allem Avantgarde Pop. Alles was irgendwie nicht Mainstream war. Elektronische Musik, Death Metal, Punk, Grunge, früher Trip Hop. Ich bin immer unendlich durstig nach Musik gewesen.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/?attachment_id=482" rel="attachment wp-att-482"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/05/dypm_caranica_04.jpg" alt="dypm_caranica_04" class="aligncenter size-full wp-image-482" height="570" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Wie bist Du dann zur klassischen Musik gelangt?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Das kam sozusagen aus meinem musikalischen Durst heraus. Irgendwann hatte ich die Popmusikwelt abgegrast und habe nach etwas neuem gesucht. Das hat mich zu Olivier Messiaen gebracht. Da gibt es ein frühes Werk von ihm, die Turangalîla-Sinfonie<span style="color: #000081;" color="#000081"></span>. Das ist total irre und super sinnlich und intensiv. Das war so ein bisschen die Initialzündung für mich. In der Zeit habe ich mich dann entschieden richtig einzutauchen in die Musik .</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/?attachment_id=483" rel="attachment wp-att-483"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/05/dypm_caranica_05.jpg" alt="dypm_caranica_05" class="aligncenter size-full wp-image-483" height="570" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Wie entstand die Idee beide Musikformen zu verbinden?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Eigentlich ist sie einfach aus dem Bedürfniss entstanden, aus beidem das zu nehmen, was ich schätze. Die satte, unmittelbare Klanglichkeit der Popmusik auf der einen und der strukturelle, formale Reichtum klassischer Musiktradition auf der anderen Seite. Formal gesehen sind Popmusikstücke Ein- bis Zweizellerwesen. Strophe, Refrain, vielleicht noch eine Bridge, das war&#8217;s. Sie sind eher Klangbilder. Versteht man Musik als zeitbasiertes Medium dann sind Popmusikstücke eher so etwas wie Einzelbilder oder Filmstills. Mit ihnen wird &#8211; rein musikalisch gesehen &#8211; gar nicht erst groß versucht eine Geschichte zu erzählen. Und dann ist da die klassische Musiktradition. In ihr ist es üblich, ein Klangbild auszubauen. Das wird bekanntlich soweit getrieben, dass da mitunter Formen entstehen, die abendfüllend sind. Da steht die Musik als Zeitmedium in ihrer vollen Blüte. Sie macht mit der Zeit alles was ihr so einfällt. Beide Herangehensweisen faszinieren mich. Das Problem, welches dann vor einigen Jahren auftauchte war, dass mir das Klangbild der Klassischen Musik oft zu rund und sanft war und ein Großteil der Neuen Musik zu trocken. Oftmals fehlte mir da etwas Physisches. Und was die Popmusik anbetrifft, fand ich die formale Idee des Einzelbildes in der bildenden Kunst oft viel reizvoller umgesetzt. Der Moment wo ich angefangen habe, die Musik zu machen, an der ich heute arbeite, ist der Moment an dem ich gesagt habe, das mache ich zum Thema, dieser Konflikt interessiert mich.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/caranic/dypm_caranica_06/" rel="attachment wp-att-484"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/05/dypm_caranica_06.jpg" alt="dypm_caranica_06" class="aligncenter size-full wp-image-484" height="570" width="860" /></a><br />
<strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Um was geht es in Deinem aktuellen Stück, an dem Du gerade arbeitest?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Das Stück dreht sich um meine persönliche Sicht auf die Instrumente und ihre musikkulturelle Herkunft. Dabei stelle ich das Drumset als Herzstück der Popmusik, als Rampensau dar und die klassischen Instrumente gewissermaßen als Boten klassischer Musiktradition, als eine Art perfekt koordinierter Schwarm von Agenten höherer Klangideale. Das sind natürlich bereits überspitzte Darstellungen aber das finde ich gerade reizvoll. Aus musikalischen Floskeln die für die jeweilige Seite charakteristisch sind gewinne ich dann motivisches Material. Vorallem aus seiner Dekonstruktion und dem Spiel mit seinen formalen Funktionen ergibt sich dann die Möglichkeit die ursprünglich gesetzte Heterogenität in unterschiedliche Grade von Differenz zu übersetzen. Was zunächst absurd und unpassend wirkt kann so plötzlich integriert und total schlüssig wirken und anders herum. Diese Ambivalenz gibt jedem musikalischen Moment das Potenzial tiefer Bedeutung. Daraus wird dann oft die Intensität, die ich liebe.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/?attachment_id=478" rel="attachment wp-att-478"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/05/dypm_caranica_07.jpg" alt="dypm_caranica_07" class="aligncenter size-full wp-image-478" height="570" width="860" /></a><br />
<strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Hast Du für die Umsetzung des Stücks schon Pläne? Wie stellst Du Dir das vor?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Für mich ist dieses Stück auch schon in rein musikalischer Form wie ein bewegtes Gemälde. Anders herum sind manche Bilder bspw. von Daniel Richter, Neo Rauch oder Corinne Wassmuth für mich wie fixierte Musik und als solche musikalisch interessant. Das synästhetische Potenzial welches darin liegt möchte ich nutzen und so soll es neben der Konzertversion des Stücks dann auch eine Videoversion geben. Das Stück soll dabei in einer solchen Art bebildert werden, dass der Eindruck diskursiver Ernster Musik der Notwendigkeit unmittelbaren sinnlichen Erlebens weicht.</span></p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview</strong>.</p>
</div>
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		<title>Silva Agostini &#8211; Film und Fotokünstlerin</title>
		<link>http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/</link>
		<comments>http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 14:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[doyoupictureme]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aus Albanien stammende Silva Agostini studierte Kunst in Tirana und Berlin. Neben diversen Einzelausstellungen in Berlin, nahm Silva auch an Gruppenausstellungen quer durch Europa teil. Silva experimentiert in Ihren Kurzfilmen mit dem Konzept der Zeit in dem Sie den Rhythmus und Takt alltäglicher Ereignisse aufgreift und inszeniert und ihnen dadurch eine zuweilen fast unheimliche Anmutung verleiht. Wir treffen uns in Silvas kleinem Atelier in dem sie Ihre Arbeiten plant und vorbereitet. Anschließend fahren wir zu einer abgelegen Straße am Rande Berlins, der als Drehort für einer der Filme diente. Im Hintergrund eine einförmige Neubausiedlung und nicht weit die Autobahn. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/dypm_agostini_01/" rel="attachment wp-att-512"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_01.jpg" alt="dypm_agostini_01" class="aligncenter size-full wp-image-512" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong>Die aus Albanien stammende Silva Agostini studierte Kunst in Tirana und Berlin. Neben diversen Einzelausstellungen in Berlin, nahm Silva auch an Gruppenausstellungen quer durch Europa teil. Silva experimentiert in Ihren Kurzfilmen mit dem Konzept der Zeit in dem Sie den Rhythmus und Takt alltäglicher Ereignisse aufgreift und inszeniert und ihnen dadurch eine zuweilen fast unheimliche Anmutung verleiht. Wir treffen uns in Silvas kleinem Atelier in dem sie Ihre Arbeiten plant und vorbereitet. Anschließend fahren wir zu einer abgelegen Straße am Rande Berlins, der als Drehort für einer der Filme diente. Im Hintergrund eine einförmige Neubausiedlung und nicht weit die Autobahn. Doch verengt man den Blickwinkel ein wenig könnte sich dieser Schauplatz auch im abgelegensten Nirgendwo befinden.</strong></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/dypm_agostini_02/" rel="attachment wp-att-513"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_02.jpg" alt="dypm_agostini_02" class="aligncenter size-full wp-image-513" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong>Wenn man sich Deine Fotografien und Videos ansieht, drängt sich Zeit als bestimmendes Thema auf. Was fasziniert Dich daran?</strong><strong></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Zeit ist ein wichtiger Bestandteil meiner künstlerische Arbeit, vor allem in den Videoarbeiten, die in die den letzten Jahren entstanden sind. In dieser Werkgruppe habe ich mich mit der Beobachtung von alltäglichen Situationen befasst, wobei mein Interesse deren Randerscheinungen waren. z.B. habe ich in einer Videoarbeit eine Plastik-Flacshe inszeniert, die ständig von Autos überfahren wird. Die Geräusch-Kulisse des Überfahrens vermittelt die Fahrgeschwindigkeit. Oder in einem anderen Video wird die Verdunstung einer Wasserlache gezeigt. Während des Verdunstens entfernt sich die Kamera immer mehr und offennbart so die Umgebung die letztendlich für das Verschwinden der Lache sorgt.<br />
Dieser Situationen im Alltag sind zeitgesättigt, weil sie sich außerhalb unserer primäre Wahrnehmung befinden. Diese Großzügigkeit mit der Zeit habe ich in meine Filmen und Videos beibehalten.<br />
Im ganzen aber verstehe ich die dargestellten Alltagssituationen in meinen Videoarbeiten als stille, rhythmusgebende Ereignisse im Verlauf eines Tages. Da liegt mein eigentliches Interesse. Indem sie passieren oder hervorgehoben werden entsteht ein Begegnung und das taktiert den Verlauf von einer bestimmten Zeitspanne.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/dypm_agostini_03/" rel="attachment wp-att-514"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_03.jpg" alt="dypm_agostini_03" class="aligncenter size-full wp-image-514" height="570" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Hat sich durch die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Deine eigene Wahrnehmung von Zeit verändert?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Künstlerisch beschäftige ich mich mit Konzepten in denen Zeit eine Rolle spielt. Die tägliche Arbeit ist viel praktischer ausgerichtet. Da fehlt meistens die Zeit. Ich wünschte mir ich hätte in meinem Alltag die zeitliche Ausdehnung, die ich meinen Arbeiten gebe.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/dypm_agostini_04/" rel="attachment wp-att-505"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_04.jpg" alt="dypm_agostini_04" class="aligncenter size-full wp-image-505" height="570" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Du hast in Albanien unfertige oder verlassene Orte und Gebäude fotografiert, wie zum Beispiel das Stahlgerüst einer Halle. Gewissermaßen Zeit die still steht, aber dennoch Ihre Spuren hinterlässt. Wofür stehen diese Orte für Dich?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Diese Orte stehen für mich in einer doppelten Beziehung zur Realität. Einerseits stehen sie in Relation mit dem Zeitpunkt und der Konstellation aus der heraus ich sie fotografiere. Damit erzählen sie eine bestimmte Wahrheit, die sich aus der unmittelbaren dortigen Realität kristallisiert. Anderseits aber suche ich nach Orten die neben dieser Qualität auch die örtliche, jüngste Geschichte widerspiegeln. Das ist an der von dir erwähnten Fotoarbeit zu sehen, aber ein noch eindeutigeres Beispiel ist die Fotoarbeit &#8220;Pishina&#8221;. Dort ist ein Schwimmbad im Freien zu sehen, welches verlassen ist und sich in einem heruntergekommenen Zustand befindet. Ein künstlicher Rasen führt den Weg dorthin. Hinter dem Schwimmbad befindet sich das Meer.<br />
An sich ist die ganze Szenerie fast absurd. Diese Absurdität festzuhalten ist eine Frage des richtigen Moments. Ein Moment der Zeugenschaft darstellen kann.<br />
Die Szenerie ist jedoch auch ein Bespiel für eine umfassendere Entwicklung im Land, die politischen und ökonomischen Veränderungen der letzen zwei Jahrzehnte.<br />
Auf dem Foto handelt es sich da um ein neu gebautes Schwimmbad, höchstens 5 Jahre als, das anscheinend dem Druck der neuen ökonomischen Entwicklungen nicht standhalten konnte. Eine geplatzte Traumblase.<br />
Diese Spannung die zwischen den großen Verhältnissen entsteht interessiert mich und diese Spannung finde ich oft in meinem Heimatland. Dort sind die Fronten deutlich zu spüren da die Veränderungen der letzten Jahre teilweise radikal entwurzelnd waren.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/dypm_agostini_05/" rel="attachment wp-att-506"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_05.jpg" alt="dypm_agostini_05" class="aligncenter size-full wp-image-506" height="570" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Wie sehr beeinflusst Dich Deine Heimat in Deinen Arbeiten? Gerade dadurch dass es im Ostblock diesen Wandel gab.</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Das was ich gerade beschrieben habe, ist eine gute Mischung von Elementen die mich sehr interessieren, vor allem in meiner fotografische Arbeit. Ich bin am Neuen interessiert, dem was durch Veränderung erzeugt wird. Das Neue kann auch alt aussehen oder auch ein stehen gebliebener Zustand sein. Die größte Veränderung im Albanien der jüngsten Geschichte, ist die politische Veränderung gewesen – der Wandel von einer kommunistischen Diktatur hin zur Demokratie und zur größeren Freiheit. Die Konsequenz ist ein gesellschaftlicher Wandel dessen Bewegung eine Umstrukturierung des gemeinsamen Raumes ergeben hat. Man kann dort viel lesen anhand von Architektur, Orten, Objekten, Szenerien etz. In meiner fotografischen Arbeit versuche ich das zu greifen und zu zeigen.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/dypm_agostini_06/" rel="attachment wp-att-507"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_06.jpg" alt="dypm_agostini_06" class="aligncenter size-full wp-image-507" height="570" width="860" /></a><br />
<strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Es sind kleine Momente die in Deinen Filmen eine große Wirkung entfalten. Wie das Wasser auf der Straße, das plötzlich verdunstet ohne das der Betrachter es zunächst richtig bemerkt. Ist das eine Art Dramaturgie die Du bewusst planst oder die Du einfach beobachtest und abbildest?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Der Anfang ist eine Beobachtung. Alltägliche Phänomene, die in einer bestimmten Situation, mit einer bestimmten Dauer geschehen. Dann plane, inszeniere und erzähle ich sie in dem formalen Aufbau, der sie bemerkbar macht.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/dypm_agostini_07/" rel="attachment wp-att-508"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_07.jpg" alt="dypm_agostini_07" class="aligncenter size-full wp-image-508" height="570" width="860" /></a><br />
<strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Die Orte in den Filmen sind oft karg und einfach gehalten. Welche Rolle spielen diese?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ich begegne sehr gerne Orte und Landschaften, die einen bestimmten Charakter haben. Ich finde es interessant zu beobachten, dass ein Ort zu einer Aussage kommt und für sich geschlossen bestehen kann. Das ist wann ich anfange, mich dafür zu interessieren.<br />
In meinen bisherigen Filmen ist dieser eigene Charakter sehr wichtig gewesen. Ich wähle sie sorgfältig aus und diese Orte fördern nicht nur das Geschehen, sondern sie sind für mich genauso Protagonisten; sie spielen mit.<br />
Ich möchte dass es eine Frage- Antwort-Spiel zwischen dem Geschehen, dem Ort und der Landschaft entsteht. Ein Dialog der verstehen oder ahnen lässt, dass es dort eine Geschichte gegeben hat.<br />
Als bestes Beispiel kann ich die Arbeit &#8220;Fractal Release&#8221; nehmen. Die Arbeit ist in einem alten Sport-Stadion gedreht worden, das in Albanien in die Zeit des Kommunismus gehört. Das Stadion ist größtenteils so geblieben wie es damals ausgesehen hat. Die Wohnblocks um das Stadion herum verstärken den Eindruck einer vergangenen Zeit.<br />
Die dort entstandene Videoarbeit basiert auf Protokoll- Büchern meines Großvaters. Er (selbst Athlet) hat mehr als 50 Jahre handschriftlich nationale Rekorde der Albanischen Leichtathletik notiert.<br />
In dieser Arbeit ist unter anderem ein Läufer zu sehen, der in langen Abschnitten Runden in diesem Stadion dreht. Als ich die Arbeit gemacht habe, wollte ich Ihn als eine Figur etablieren die nicht den Anschein erweckt, jemals mit dem Laufen aufzuhören. Er wird in einem gefangenen Zustand der ständigen Bewegung und Mühe dargestellt. So habe ich auch nach einem Ort gesucht, der dieses Gefühl vermittelt irgendwo in Lauf der Dinge stecken geblieben zu sein. Damit zielte ich darauf ab einen zeitlichen Stillstand zu kommunizieren, der durch Bewegung und gleichseitig durch den örtlichen Begebenheit sichtbar wird. Es war mir wichtig, dass zwischen dieser zwei Elementen ein Verbindung möglich ist: Die Bewegung des Sportlers, welcher die Zeit zur eine permanente nicht veränderbaren Zustand transformiert und der Ort der einen konservierten Zustand demonstriert.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/dypm_agostini_08/" rel="attachment wp-att-509"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_08.jpg" alt="dypm_agostini_08" class="aligncenter size-full wp-image-509" height="570" width="860" /></a><br />
<strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Wie ist Deine Herangehensweise je nach dem ob Du filmst oder fotografierst. Gibt es da Überschneidungen oder sind das völlig unterschiedliche Prozesse?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ja, letztendlich es sind unterschiedliche Prozesse. Fotografieren ist etwas was ich immer mache, vor allem wenn ich unterwegs bin. Das ist auch den Moment, indem ich am meisten mit neuen Orten in Berührung komme. Während meinen Filmen ein längerer Prozess voraus geht, der mit viel Planen verbunden ist und indem mehr Menschen involviert sind. Es ist ein kollaborativer Prozess, der im Schnittraum von mir beendet wird. Es ist wie eine Reise die mit dem ersten Funken der Idee beginnt und dann durch mehrere Stadien geht: Drehorte finden, Vorbereitung, proben, Team zusammenstellen, Dreharbeiten, Postproduktion etc etc.<br />
Während die Fotografie andererseits nicht einen Anfang und ein Ende kennt. Es ist wie ein Scanner der permanent in Arbeit ist. Fast wie der Läufer der seine Runden dreht innerhalb des alten Stadions.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/dypm_agostini_09/" rel="attachment wp-att-510"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_09.jpg" alt="dypm_agostini_09" class="aligncenter size-full wp-image-510" height="570" width="860" /></a><br />
<strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Wie entstehen die Ideen zu Deinen Arbeiten?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Es kann unterschiedlich geschehen und ich weiß nie wie und wann. Es kann auch ein Satz aus einem Buch sein, oder Begegnungen, Situationen oder ein Gespräch. Ideen können durch alles Mögliche entstehen. Es sind immer Sachen die mir auffallen und mein Neugier wecken. Dann möchte ich mehr davon wissen und der Prozess fängt an.<br />
Es ist für mich mit einer der schönsten Momente im künstlerischen Arbeiten. Es ist aufregend und der freiste Moment in dem Prozess. Genau der Moment in der meine Feststellung, oder auch die Erkenntnis zeigt dass ein neues Werk sich entwickeln kann. Es macht mich glücklich und gibt mir Perspektive.</span></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/silva-agostini-film-und-fotokunstlerin/my-beautiful-picture-57/" rel="attachment wp-att-511"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2013/07/dypm_agostini_10.jpg" alt="dypm_agostini_10" class="aligncenter size-full wp-image-511" height="570" width="860" /></a><br />
<strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Gibt es Projekte an denen Du gerade arbeitest? Was planst Du als nächstes?</span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;" face="Arial, sans-serif">Ganz oft es ist so, dass mehrere Projekte gleichzeitig laufen. Grade arbeite ich an dem abschließenden Schnitt eines neun Films. Gleichzeitig stecke ich in der Konzeption und Planung zweier weiterer Projekte. Aber mehr darüber, wenn sie fertig sind.</span></p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview</strong>.</p>
<hr />
<p>Mehr zu Silva Agostinis Arbeiten findet sich unter:</p>
<p><a href="http://www.silvaagostini.com/">&#8220;Silva Agostini&#8221;</a><br />
<a href="http://artnews.org/silvaagostini/?s=1">&#8220;Artnews&#8221;</a></p>
</div>
<p><blockquote></blockquote></p>]]></content:encoded>
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		<title>Philip Topolovac &#8211; Künstler</title>
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		<comments>http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jul 2012 18:24:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[doyoupictureme]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildhauer]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Skulpturen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Spannungsfeld zwischen autonomen Atelierhaus an der Grenze zu Kreuzberg und der aufstrebenden Mediaspree befindet sich Philip Topolovac Atelier. Ein kleiner, heller Raum in einem alten Gebäude, dass durch lange Gänge, karges Treppenhaus und freiliegende Heizungsrohre gekennzeichnet ist. Ähnlich wie Topolovac Skulpturen, mechanische Objekte, die an die Ästhetik alter Science Fiction Filme erinnern. Grob und unförmig und doch durchzogen von feinen Strukturen. Ich treffe den gebürtigen Würzburger, der unter anderem in Prag und Zagreb studiert hat, an einem kühlen Sommertag zum Gespräch über seine Arbeit, dass an keinem passenderen Ort hätte stattfinden können. Wie ist die Idee entstanden, Erdsatelliten als [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="column-last">
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-55/" rel="attachment wp-att-425"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac01.jpg" alt="" title="dypm_topolovac01" class="aligncenter size-full wp-image-425" height="570" width="860" /></a></p>
<p><strong>Im Spannungsfeld zwischen autonomen Atelierhaus an der Grenze zu Kreuzberg und der aufstrebenden Mediaspree befindet sich Philip Topolovac Atelier. Ein kleiner, heller Raum in einem alten Gebäude, dass durch lange Gänge, karges Treppenhaus und freiliegende Heizungsrohre gekennzeichnet ist. Ähnlich wie Topolovac Skulpturen, mechanische Objekte, die an die Ästhetik alter Science Fiction Filme erinnern. Grob und unförmig und doch durchzogen von feinen Strukturen. Ich treffe den gebürtigen Würzburger, der unter anderem in Prag und Zagreb studiert hat, an einem kühlen Sommertag zum Gespräch über seine Arbeit, dass an keinem passenderen Ort hätte stattfinden können.<br />
</strong></p>
<hr />
<p><strong><strong><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-10/" rel="attachment wp-att-418"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac02.jpg" alt="" title="dypm_topolovac02" class="aligncenter size-full wp-image-418" height="573" width="860" /></a></strong></strong></p>
<p><strong>Wie ist die Idee entstanden, Erdsatelliten als Plastiken nachzubauen und was fasziniert Dich daran?</strong><strong></strong></p>
<p>Die Modelle sind im Rahmen einer Einzelausstellung zum Thema Landschaft entstanden. Erdbeobachtungssatelliten sind sozusagen die ultimativen Beobachter. Sie dienen Wissenschaftlern und Militärs zur präzisen Abbildung der Erdoberfläche. Neben politischen und kommerziellen Konnotationen lassen sich die Satelliten auch in die künstlerischen Traditionen der Landschaftsdarstellung einordnen.</p>
<p><strong></strong><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-11/" rel="attachment wp-att-419"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac03.jpg" alt="" title="dypm_topolovac03" class="aligncenter size-full wp-image-419" height="568" width="860" /></a><br />
Die Satelliten haben als technologische Gebilde für mich auch eine skulpturale Qualität. Da sie im Weltraum keinerlei Schwerkraft ausgesetzt sind, basiert ihre Form auf der möglichst effizienten Anordnung der Einzelkomponenten auf einem tragenden Grundgerüst.<br />
Außerdem interessierte es mich, Objekte nachzubilden, die eigentlich verschwunden sind. Einmal in die Umlaufbahn geschossen, werden sie irgendwann nur noch als geschmolzener Klumpen auf die Erde zurückfallen.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-12/" rel="attachment wp-att-420"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac04.jpg" alt="" title="dypm_topolovac04" class="aligncenter size-full wp-image-420" height="594" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Deine Plastiken oder auch Fotografien spiegeln grobe, unförmige Objekte mit einer abstrakten Oberfläche wieder. So wirken die Erdsatelliten wie altertümliche Gebilde und nicht wie moderne Hochtechnologie. Worin liegt der Reiz, dem nachzugehen?</strong></p>
<p>Wahrscheinlich kommt es daher, daß ich ein Kind der 80er bin und sich die Ästhetik der damaligen SciFi Filme prägend auf mich ausgewirkt hat. In Alien oder Blade Runner werden Modelle von Raumschiffen und Städten als gigantische, hochkomplizierte Strukturen inszeniert. Der Sternzerstörer ist ein archaisches Bild für unermessliche, technische Komplexität. In den klassischen Science Fiction Filmen werden technologische Strukturen mit filigran durchgestalteten Oberflächen symbolisiert, die auf assymetrischen Anordnungen und Variationen geometrischer Grundkörper basieren. Ästhetische Vorbilder dafür findet man bei den Suprematisten und Futuristen. Mir gefällt die Idee, daß der Topos der „komplexen Maschine“ mit dieser Ästhetik in das kollektive Bewusstsein eingegangen ist.</p>
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-46/" rel="attachment wp-att-421"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac05.jpg" alt="" title="dypm_topolovac05" class="aligncenter size-full wp-image-421" height="573" width="860" /></a><br />
Darin wird für mich ein Verhältnis zu Technologie sichtbar, das noch heute Gültigkeit besitzt, nämlich der Eindruck, daß wir in einem undurchschaubaren System technischer Abläufe und Infrastrukturen leben. Wir brauchen die Technik, die uns permanent umgibt um überhaupt lebensfähig zu sein, auch wenn wir das oft nicht wahrnehmen, weil die Leitungen hinter Wänden verlaufen und das Innenleben der Apparate mit schönen Kunststoffhüllen umgeben ist. Wie in Terry Gilliams Brazil scheinen die komplexen Strukturen, in denen wir leben, ein Tabu zu sein.</p>
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-50/" rel="attachment wp-att-422"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac06.jpg" alt="" title="dypm_topolovac06" class="aligncenter size-full wp-image-422" height="573" width="860" /></a><br />
Mich interessiert es diesen irrationalen Aspekt in meiner Arbeit zu thematisieren. Einerseits indem ich meine Installationen und Objekte aus Wänden herauswuchern lasse und ihnen das Aussehen defekter, undefinierbarer Apparate aus einer unbekannten Parallelwelt gebe. In den Nachbauten realer technologischer Objekte, wie den Satelliten befasse ich mich hingegen mit der ästhetischen Wirkung von Formen die tatsächlich einen Zweck in unserem System erfüllen, aber dennoch eine fiktionale Anmutung haben.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-51/" rel="attachment wp-att-423"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac07.jpg" alt="" title="dypm_topolovac07" class="aligncenter size-full wp-image-423" height="573" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Neben technologischen Ungetümen, die wie Ruinen aus einer Science Fiction Welt wirken, ist Landschaft ein großer Schwerpunkt Deiner Arbeit. Würdest Du sagen dass beides in direktem Zusammenhang steht?</strong></p>
<p>Der gemeinsame Punkt dieser beiden Richtungen besteht für mich in der Beziehung, die der Betrachter dazu hat. Sowohl die Welt der Technik, als auch unsere natürliche Umgebung sind übergeordnete Zusammenhänge, denen wir mehr oder weniger ausgesetzt sind und die unser tägliches Leben durch ihre An- oder Abwesenheit beeinflussen. Im Verhältnis zu beidem liegt ein irrationaler Zug, da sie visuell mit starkem symbolischen Charakter belegt sind. Die Technologie steht für Forschritt und Aufklärung aber zugleich für Entfremdung und Hybris. Die Landschaft beinhaltet Begriffe wie Sehnsucht, Natur oder Heimat. Beide Motive sind mit Klischees verbunden und bilden gewissermaßen ideelle Gegenpole.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-54/" rel="attachment wp-att-424"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac08.jpg" alt="" title="dypm_topolovac08" class="aligncenter size-full wp-image-424" height="573" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Du hast Sandhügel fotografiert die wie Gebirgszüge wirken und geschmolzene Glasstücke ausgegraben, welche durch die Bombenangriffe im zweiten Weltkrieg entstanden sind und sie wie kleine Schmuckstücke präsentiert. Würdest Du sagen Deine Arbeiten sind eher verklärender, romantischer Natur, oder eher ironische Außeinandersetzung mit von Menschen geformten Landschaften?</strong></p>
<p>Ich denke beides ist der Fall. Romatik und Ironie sind gemeinsam, daß sie etwas mit Hilflosigkeit zu tun haben, mit Unerreichbarkeit. Im Kern interessiert mich die Frage nach der Wahrnehmung von Realitäten. Besonders in der Landschaft wird das für mich deutlich. Die Erhebung der uns zufällig umgebenden Erdformationen zur ästhetischen Kategorie.<br />
Historisch gesehen entsteht die Landschaftsmalerei in der Stadt, also an dem Punkt, wo der Mensch nicht mehr unmittelbar von der Natur abhängig ist. Das Genre hat für mich etwas mit Identität zu tun, mit der Frage nach dem was Heimat ist, was ein Ort ist usw. Im Endeffekt geht es hier in meinen Augen um Sinnprojektion. Das Aufladen mit Bedeutung. Der Berg war nie nur ein Berg, sondern Wohnort von Göttern, Geistern und Nymphen. In der Romantik ist er ein abstrakter Sehnsuchtsort, in der aufgeklärten, technologisierten Welt wird er zum Sportgerät umfunktioniert.</p>
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-56/" rel="attachment wp-att-431"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac091.jpg" alt="" title="dypm_topolovac09" class="aligncenter size-full wp-image-431" height="561" width="860" /></a><br />
Auch das faszinierende an Geschichte ist für mich, daß sie eine Projektionsfläche für alle möglichen Emotionen und Bilder darstellt. Ein immerwährender Versuch der Rekonstruktion einer Welt, die eigentlich unerreichbar geworden ist. Niemand weiß was Menschen vor 100, 200 oder 1000 Jahren gedacht und gefühlt haben. Den 2. Weltkrieg nachzuvollziehen ist für uns heute ebenfalls schwer, trotz aller Fakten und Zeitzeugen. Keiner denkt an die Wucht des Krieges, wenn er auf einer Stadtbrache grillt. In den geschmolzenen Glasobjekten wird diese Wucht vielleicht spürbar. Dennoch sind sie für mich ambivalent. Sie wie eine Mineraliensammlung oder Schmuckstücke zu präsentieren thematisiert für mich die Frage nach dem Verhältnis des Betrachters zu ihrer Entstehung.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-5/" rel="attachment wp-att-413"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac10.jpg" alt="" title="dypm_topolovac10" class="aligncenter size-full wp-image-413" height="573" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>An welchen Projekten arbeitest Du gerade? In welche Richtung möchtest Du gehen?</strong></p>
<p>In meiner aktuellen Ausstellung in der <a href="http://www.galerielaboratorio.com/umelci/philip-topolovac/">Galerie Laboratorio</a> in Prag habe ich mich mit modernistischer Architektur der 70er und 80er Jahre befasst. In der ganzen Stadt stehen diese seltsamen Luftschächte des Metrosystems herum, die von namenhaften Architekten und Designern während des Kommunismus entworfen wurden. Diese Schächte sind irgendwas zwischen Skulptur im öffentlichen Raum und Funktionsobjekt. In dem Projekt habe ich einige davon als Modelle nachgebaut und dazu einen fiktiven unterirdischen Teil ergänzt. Die entstandenen Objekte sehen wie Raumschiffe oder futuristische Architekturentwürfe aus.</p>
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-6/" rel="attachment wp-att-414"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac11.jpg" alt="" title="dypm_topolovac11" class="aligncenter size-full wp-image-414" height="573" width="860" /></a><br />
Derzeit interessiere ich mich für die Architektur der späten Nachkriegsmoderne, besonders für den sogenannten Brutalismus. Unter diesem Schlagwort werden großformatige Betonarchitekturen zusammengefasst, die in den 70er Jahren in der ganzen Welt gebaut wurden- die Klimax der internationalen Moderne sozusagen. In Berlin gibt es einige tolle Beispiele für diese Architektur. Heute sehen diese Bauten ziemlich ranzig und verwarlost aus und stellen für viele eine Art Antiarchitektur dar. Mich reizt der (gescheiterte) utopische Aspekt dieser Ästhetik: Das Projekt, die alten Städte niederzureißen und durch Autobahnen und gigantische Hochhäuser zu ersetzen- sehr viel Hybris&#8230;</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-7/" rel="attachment wp-att-415"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac12.jpg" alt="" title="dypm_topolovac12" class="aligncenter size-full wp-image-415" height="573" width="860" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Was beeinflusst oder inspiriert Dich bei Deinen Projekten?</strong></p>
<p>Wie gesagt waren die Science Fiction Filme meiner Kindheit wichtig für mich. Es geht mir aber nicht darum diese Ästhetik einfach nur zu perpetuieren. Ich versuche der Faszination, die sie auf mich ausüben auf den Grund zu gehen und mich mit den daraus ergebenden Fragestellungen zu befassen. Daher interessiere ich mich z.B. sehr für Architektur und die Organisation städtischer Strukturen aber eben auch für ein Thema wie Landschaft in der Stadt. Von einem künstlerischen Standpunkt aus interessiert mich die Frage nach dem, was wir als Realität begreifen und wie diese Realität gestaltet ist. Modelle oder Abformungen sind Medien, in denen man das Potential von Realität diskutieren und unser Verhältnis dazu thematisieren kann.</p>
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-8/" rel="attachment wp-att-416"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac13.jpg" alt="" title="dypm_topolovac13" class="aligncenter size-full wp-image-416" height="573" width="860" /></a><br />
Mich inspirieren die Utopien früherer Generationen, wie der Suprematisten, Konstruktivisten, Futuristen und der Vertreter der internationalen Moderne sowie deren Recycling in all den SciFi Klassikern. Außerdem mag ich das Konzept des specific objects, das aus dem Minimalismus stammt, also die Frage ob ein Kunstwerk ein sinnhaftes Symbol ist, oder nur einfach ein Ding sein kann, das in einem rein gegenständlichen Verhältnis zum Betrachter steht, gewissermaßen das Spannungsfeld zwischen Schein und Sein.</p>
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/philip-topolovac/my-beautiful-picture-9/" rel="attachment wp-att-417"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/07/dypm_topolovac14.jpg" alt="" title="dypm_topolovac14" class="aligncenter size-full wp-image-417" height="573" width="860" /></a></p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview</strong>.</p>
<hr />
<p>Mehr zu Philip Topolovac Arbeitenfindet sich unter:</p>
<p><a href="http://www.philip-topolovac.com/">&#8220;Philip Topolovac&#8221;</a></p>
<p><a href="http://artnews.org/philiptopolovac/?s=1">&#8220;Artnews&#8221;</a></p>
<p><a href="http://www.galerielaboratorio.com/umelci/philip-topolovac/">&#8220;Galerie Laboratorio&#8221;</a></p>
<p><a href="http://www.galerie-czarnowska.de/artist/philip-topolovac">&#8220;Galerie Czarnowska&#8221;</a></p>
</div>
<p><blockquote></blockquote></p>]]></content:encoded>
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		<title>Curtis Burz &#8211; Filmemacher &amp; Schauspieler</title>
		<link>http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/</link>
		<comments>http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 13:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[doyoupictureme]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Regisseur]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist zwar Frühling, doch die Bäume und Sträucher sind noch karg und es ist ein wolkenverhangener Tag. Außerdem weht ein wenig frühlingshafter, kalter Wind. Fast so, als hätte ein Filmregisseur dieses unfreundliche Setting bewusst inszeniert um eine gesellschaftliche Metapher zu schaffen. Thematisch sehr gut passend zum Schaffen des Regisseurs, Autors und Schauspielers Curtis Burz. Curtis war &#8211; neben dem Studium in osteuropäischer Schauspiel- und Regiemethodik &#8211; auch langjährig als Therapeut auf der akuten psychiatrischen Aufnahmestation tätig und arbeitete mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen, sowie Demenz-Erkrankten. Jetzt beschäftigt er sich filmisch mit den Abgründen unserer Gesellschaft, deren einstiger Wohlstand immer [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="column-last">
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-30/" rel="attachment wp-att-270"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_01.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n01" class="aligncenter size-full wp-image-270" height="596" width="860" /></a></p>
<p><strong>Es ist zwar Frühling, doch die Bäume und Sträucher sind noch karg und es ist ein wolkenverhangener Tag. Außerdem weht ein wenig frühlingshafter, kalter Wind. Fast so, als hätte ein Filmregisseur dieses unfreundliche Setting bewusst inszeniert um eine gesellschaftliche Metapher zu schaffen. Thematisch sehr gut passend zum Schaffen des Regisseurs, Autors und Schauspielers Curtis Burz. Curtis war &#8211; neben dem Studium in osteuropäischer Schauspiel- und Regiemethodik &#8211; auch langjährig als Therapeut auf der akuten psychiatrischen Aufnahmestation tätig und arbeitete mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen, sowie Demenz-Erkrankten. Jetzt beschäftigt er sich filmisch mit den Abgründen unserer Gesellschaft, deren einstiger Wohlstand immer mehr zu bröckeln scheint.</strong></p>
<hr />
<p><strong><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-31/" rel="attachment wp-att-271"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_021.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n02" class="aligncenter size-full wp-image-271" height="583" width="860" /></a></strong></p>
<p><strong>Was ist das erste, was Du tust, wenn Du morgens aufstehst?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich koche Kaffee und notiere meine Projektideen, die mir am Abend oder in der Nacht gekommen sind, strukturiere meinen Tag, meine Vorgehensweise. Ich bin da manchmal sehr diszipliniert.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-32/" rel="attachment wp-att-272"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_031.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n03" class="aligncenter size-full wp-image-272" height="574" width="860" /></a></p>
<p><strong>Woher beziehst Du die Ideen für Deine Filmprojekte? <strong>Gibt es einen Ort, der Dir besonders bei der kreativen Planung hilft?</strong></strong></p>
<p><strong></strong>Ganz unterschiedlich. Oft durch Gespräche, die ich führe, durch Beobachtungen oder auch Begegnungen im Alltag. Manchmal ist es ein Artikel, der mein Interesse weckt, manchmal ein Blogeintrag oder ein Kommentar. Nicht immer sind es Themen, die auch mein persönliches Leben berühren. Es gibt überall diese kleinen Geschichten, aus denen Ideen geboren werden &#8211; man muss nur hinschauen und hinhören: die Stoffe sind da. Sie liegen auf der Straße oder im Supermarkt, spielen sich beim Nachbarn ab gleich gegenüber, auf dem Sitz neben dir, in der S-Bahn. Es gibt keinen bestimmten Ort. Aber ich muss in Bewegung sein, um zu planen oder überhaupt kreativ zu sein. Wenn ich in Bewegung bin, kommen mir meist die &#8216;guten&#8217; Ideen. Ich kann mich nur schwer in ein Café setzen und den Tag planen oder meine Notizen durchgehen. Manchmal setze ich mich in die S-Bahn, fahre ein paar Station, schaue mir dabei das Publikum an, lausche ihren Gesprächen oder Handlungen, dann steige ich wieder aus. Kommunikation ist wichtig, in jeder Hinsicht. Ich suche immer den Austausch, die Auseinandersetzung, das Gespräch, die Diskussion.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-33/" rel="attachment wp-att-273"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_041.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n04" class="aligncenter size-full wp-image-273" height="584" width="860" /></a></p>
<p><strong>Was kannst Du über Deinen gerade abgeschlossenen Film erzählen?</strong></p>
<p><strong></strong><a href="http://www.facebook.com/GibMirNochEinJahr">&#8216;Gib mir noch ein Jahr&#8217;</a> ist ja der dritte Teil einer Trilogie über das Prekariat in der Bundeshauptstadt und erzählt die Geschichte eines Familienvaters, der längst durch das soziale Netz gefallen ist. Er kann kaum noch für sich oder seinen Sohn sorgen und begeht im Laufe der Handlung eine Verzweiflungstat. Wobei mich bei dieser Figur, dem Protagonisten Stephan, vor allem seine Einsamkeit interessiert hat, die einhergeht, wenn soziale Kontakte wegbrechen. Und die Frage: wie erklärst Du Deinem Kind, dass Du nichts mehr wert bist. Der Film passt ganz wunderbar in den Szene-Bezirk Prenzlauer Berg und bildet einen Kontrast zu den teilweisen hippen, jungen Familienvätern, die im Stadtbild sichtbar sind.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-34/" rel="attachment wp-att-274"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_051.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n05" class="aligncenter size-full wp-image-274" height="407" width="860" /></a></p>
<p><strong>Du spielst selbst in Deinen Filmen mit. Wie ist für den Schauspieler Curtis die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Burz und wie sieht der Regisseur den Schauspieler?</strong></p>
<p><strong></strong>Oh je, das ist eine schwierige Frage. Ich spiele nicht absichtlich in meinen Filmen mit. Im Falle von <a href="http://www.facebook.com/GibMirNochEinJahr">&#8216;Gib mir noch ein Jahr&#8217;</a> sind zwei der Schauspieler, die ich für die Rolle gecastet habe, abgesprungen. Da ich aber so schnell keinen Ersatz finden konnte, musste ich selbst spielen. Zudem Jaspar &#8211; mein Filmsohn &#8211; und ich schon vorher eine Episode zusammen gedreht hatten. Da lag es auf der Hand, weiter zu machen. Aber gefallen hat es mir nicht, neben der Regie eine tragende Rolle zu übernehmen.<br />
Gleichzeitig zu spielen und sein eigener Regisseur zu sein, war mir allerdings nicht fremd. Es war Bestandteil meiner Ausbildung beim Theaterinstitut für Schauspiel und Regie. Dort wurde ich nach der Osteuropäischen Methodik ausgebildet, wo nicht nur die Ensemble-Arbeit im Vordergrund stand, sondern auch die Fähigkeit, gleichzeitig Regie zu führen, während Du spielst. Du bist verantwortlich für deine Szene, deinen Monolog, dein Cast und deine Interpretation. Also übernimm diese Verantwortung auch gefälligst, in jeder Hinsicht.<br />
Ich muss aber auch dazu sagen, dass meine Arbeiten auch immer &#8216;Ensemble-Filme&#8217; sind: wir, das Team, achten aufeinander. Wir gestalten das Buch, das Set, die Szene mit. Wenn etwas nicht organisch ist, wird das rückgemeldet, ob von Schauspielkollegen, Kamera oder einer anderen Disziplin. Und diese Rückmeldungen nehme ich immer sehr ernst.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-35/" rel="attachment wp-att-275"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_061.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n06" class="aligncenter size-full wp-image-275" height="574" width="860" /></a></p>
<p><strong>Du hast Dich in Deinen Filmen zuletzt sehr Intensiv mit dem Thema Armut in Wohlstandsgesellschaften auseinander gesetzt. Angesichts der Occupy Bewegung und zunehmender gesellschaftlicher Unzufriedenheit scheinst du damit einen Nerv zu treffen. Bekommst Du entsprechende Resonanz? Oder triffst Du auch auf Ablehnung?</strong></p>
<p>Es kann sein, das ich da einen aktuellen Nerv treffe. Diese Unzufriedenheit ist gegenwärtig überall sichtbar. Alle sprechen über das nicht vorhandene Geld, egal wo du dich aufhältst, mit wem du sprichst. Allein im Supermarkt zeichnen sich täglich Szenen ab, die manchmal schwer auszuhalten sind. Unlängst war ich bei der Mieterberatung, um mich wegen einer Modernisierungsmaßnahme zu erkundigen. Was ich dort, im Warteraum, an zufälligen Gesprächen führte, war entsetzlich. Scheinbar sind so viele Menschen in dieser Stadt nur noch damit beschäftigt, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen, sich zu wehren und zu behaupten &#8211; gegen dreiste Mieterhöhungen, geringe Löhne, Ausbeutungen oder irgendwelchen Ärger mit der GEZ oder dem Mobilfunkanbieter.<br />
Resonanz gibt es bei den Publikumsgesprächen. Sei es bei einem Festival, wie zuletzt bei &#8216;Achtung Berlin&#8217; oder in den Programmkinos selbst, wenn unser Film läuft. Und diese Gespräche und Rückmeldungen werten alles auf, was schief gegangen ist oder schwierig umzusetzen war. Die Reaktionen des Publikums haben bisher immer gezeigt, dass es richtig war, genau diesen oder jenen Film zu machen. Ich hätte mir jedoch mehr Resonanz von den Stiftungen, Vereinen oder Organisationen gewünscht, die sich scheinbar inhaltlich mit dem Thema der &#8216;Armut&#8217; beschäftigen. Von diesen wurden unsere filmischen Beiträge bisher ignoriert, geschweige denn gefördert. Und wir haben viele Förderanträge gestellt.<br />
Eine große Vorsicht und Unsicherheit begegnet mir auch bei den Programmkinos, wo wir vorstellig werden, ob sie unser Essay <a href="http://www.facebook.com/IchHabeDirNieErzaehltWomitIchMeinGeldVerdiene">&#8216;Ich habe Dir nie erzählt, womit ich mein Geld verdiene&#8217;</a> zeigen möchten. Ohne Verleih ist es sehr schwierig, obwohl sich einige Kinos schon geöffnet haben, den Film zu zeigen. Auch über Wochen hinweg. Andere Kinos hingegen werten das Essay als einen &#8216;typischen Berlin-Film&#8217; oder ein &#8216;Hartz-4-Portrait&#8217; und haben scheinbar nicht die gleichen prekären Probleme, wie wir sie in Berlin haben. Sie sehen daher keine Möglichkeit, Zuschauer in die Vorstellung zu locken oder möchten die aufwendige Pressearbeit nicht bewältigen. Kommt es dann unerwarteter Weise dennoch zu einer einmaligen Aufführung, sind sie überrascht, wie viele Zuschauer trotzdem gekommen sind, um das Essay zu sehen.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-36/" rel="attachment wp-att-276"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_071.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n07" class="aligncenter size-full wp-image-276" height="574" width="860" /></a></p>
</div>
<div class="column-last">
<p><strong>Du hast mit vielen Menschen gesprochen die sich scheinbar in der Mitte der Gesellschaft bewegen, sich aber tatsächlich an deren Rand befinden. War es schwierig Kontakt zu den Betroffenen zu finden und wie offen waren sie Dir gegenüber?</strong></p>
<p>Es war überhaupt nicht schwierig, die Kontakte zu finden, im Gegenteil. Alle Interviewten waren sehr großzügig und offen, in dem, was sie persönlich preisgegeben haben. Jeden Tag kamen neue Kontakte dazu, neue Geschichten und Interviews. Und noch heute bin ich von dieser Offenheit bewegt und gerührt.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-37/" rel="attachment wp-att-277"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_081.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n08" class="aligncenter size-full wp-image-277" height="574" width="860" /></a></p>
<p><strong>Gab es Schicksale, die Dich besonders berührt haben?</strong></p>
<p>Jedes Schicksal berührt anders aber dennoch mit gleicher Intensität. Gerade bei den vielen Interviews für das Essay <a href="http://www.facebook.com/IchHabeDirNieErzaehltWomitIchMeinGeldVerdiene">&#8216;Ich habe Dir nie erzählt, womit ich mein Geld verdiene&#8217;</a> kamen Geschichten zum Vorschein, die ich unerträglich fand, die böse und brutal waren, die aber erzählt werden mussten. Viele Episoden, die wir für das Essay gedreht haben, haben es am Ende nicht in den Film geschafft, weil wir eine Auswahl vornehmen mussten und nur 12 Episoden zeigen konnten. Eine Episode &#8211; &#8217;12 Stufen&#8217; heißt sie &#8211; erzählt von einem Vater, der zusammen mit seinem erwachsenen Sohn Tee und Eier im Keller kocht, weil ihnen der Strom abgestellt wurde. Dies tun sie meist nachts, wenn alle im Haus schlafen und somit die Gefahr sehr niedrig ist, plötzlich vom Nachbarn erwischt zu werden, wie sie sich an der Kellersteckdose den Strom ziehen.<br />
Es kommen ja täglich neue Geschichten dazu, egal, ob das Projekt abgeschlossen ist oder nicht. Berlin bekommt viele junge europäische Neuzugänge aus Spanien, Italien oder Griechenland, die in die kreative hippe Metropole kommen und verständlicher Weise auf ein besseres Leben hoffen, einigermaßen gut bezahlte Arbeit &#8211; Berlin lockt auch durch die bekannten günstigen Lebensbedingungen. Das diese sich schleichend verändern, wird den Ansässigen nur langsam bewusst. Das wurde mir unlängst in den letzten Interviews deutlich, die ich mit jungen Griechen oder Spaniern führen durfte.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-38/" rel="attachment wp-att-278"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_091.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n09" class="aligncenter size-full wp-image-278" height="588" width="860" /></a></p>
<p><strong>Du bist bei Deinen Filmprojekten selbst finanziell sehr eingeschränkt. Wie sehr hindert Dich das in Deinem Schaffen, oder hat das auch gewisse kreative Vorzüge?</strong></p>
<p>Film ist teuer und aufwendig &#8211; auch wenn es möglich ist mit geringem Budget zu arbeiten. Es ist weniger möglich zu improvisieren, als es bei dem Dokumentarfilm möglich ist. Der kreative Vorzug ist dabei, dass Du ständig herausgefordert bist, aus Nichts irgend etwas zu gestalten, zu formen, zu inszenieren. Einerseits eine größtmögliche Freiheit, anderseits eine totale Kraftanstrengung, die ich aber nicht alleine bewältigen musste: nach einer Zeit hat man sein festes Team, auf das man zurückgreifen kann. Das ist sicher ein Vorzug, denn meine Kollegen wissen, wie ich arbeite und wie das Ergebnis am Ende aussehen könnte. Und sie wissen auch, dass es bei meinem Projekten kaum Geld gibt &#8211; was Klarheit schafft, aber auch zutiefst beschämend und aufreibend sein kann. Andreas Gockel, der Kameramann, der fast jeden meiner Filme fotografierte oder Sten Jacobs und Anna Altmann, die ich persönlich und schauspielerisch sehr schätze &#8211; ohne ihre kompetente, loyale und langjährige Mitwirkung gäbe es keinen Film. Und ich kann nur drei von unzähligen Personen nennen, die mich unterstützen und auf die ich zählen konnte und auch kann.</p>
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<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-39/" rel="attachment wp-att-279"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_102.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n10" class="aligncenter size-full wp-image-279" height="438" width="860" /></a></p>
<p><strong>Dein Film <a href="&quot;Geschichten aus der Heimat&quot;">&#8220;Geschichten aus der Heimat&#8221;</a> hat im vergangenen Jahr den Zitty-Leserjury-Preis auf dem Achtung Berlin Filmfestival gewonnen. <strong>Die Begründung der Jury war, &#8220;daß man mit no budget, dennoch inhaltlich und ästhetisch einen eindringlichen Film drehen kann, der gleichermaßen berührt und aufklärt&#8221;. </strong>Inwiefern hat das etwas für Dich und Dein weiteres Arbeiten verändert?</strong></p>
<p>&#8216;Achtung Berlin&#8217; war unglaublich wichtig für unsere letzten Filme. Ohne &#8216;Achtung Berlin&#8217; wären wir mit unserem Essay nicht in die Kinos gekommen &#8211; was überhaupt für den Dokumentarfilm noch immer nicht selbstverständlich ist. Es hat uns nicht nur mehr Aufmerksamkeit und Interesse gebracht, sondern auch Kraft und Motivation, weiterzumachen. Das Publikum war großartig während des Festivals und das Festival selbst ausgezeichnet vorbereitet und durchgeführt. Die Festivalleiter Sebastian Brose und Hajo Schäfer haben unsere Beiträge <a href="&quot;Geschichten aus der Heimat&quot;">&#8216;Geschichten aus der Heimat&#8217;</a> und <a href="http://www.facebook.com/IchHabeDirNieErzaehltWomitIchMeinGeldVerdiene">&#8216;Ich habe Dir nie erzählt, womit ich mein Geld verdiene&#8217;</a> nicht nur ausgewählt, sondern auch für den Wettbewerb nominiert. Das war schon ein Glanzstück, wenn man bedenkt, dass kein weiteres Festival das lange dokumentarische Essay zeigen wollte. ‘Achtung Berlin’ ist für uns ein sehr wichtiges Festival geworden und nun sind wir wieder mit <a href="http://www.facebook.com/GibMirNochEinJahr">‘Gib mir noch ein Jahr’</a> dabei. Dass wir mit <a href="&quot;Geschichten aus der Heimat&quot;">‘Geschichten aus der Heimat’</a> den Publikumspreis gewonnen haben, war dann ein krönender Abschluss für den Kurzfilm. Er lief ja bereits auf zahlreichen Festivals und durfte bei &#8216;Achtung Berlin&#8217; mit dem Publikumspreis ins Finale gehen. Es gab zwar kein Preisgeld, dafür jedoch den Preis des Publikums. Und den kann man nicht dotieren. Und das ist gut so.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/curtis-burz-filmemacher-schauspieler/my-beautiful-picture-40/" rel="attachment wp-att-280"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/04/dypm_curtis_111.jpg" alt="" title="dypm_curtis_n11" class="aligncenter size-full wp-image-280" height="574" width="860" /></a></p>
<p><strong>Welcher Film würde entstehen wenn Curtis Burz ein nahezu unbegrenztes Budget zur Verfügung hätte?</strong></p>
<p>In jedem Fall würde es eine viel längere und intensivere Vorbereitungszeit geben, vor allem im Bereich Drehbuch und Recherche. Es wäre mit Sicherheit ein Film, wo alle Beteiligten irgendwie für ihre Arbeit entlohnt werden würden. Allein ein kleines Honorar bewirkt manchmal Wunder und erleichtert unglaublich viel &#8211; in allen Bereichen. Inhaltlich würde mich ein großes Budget nicht verändern. Ich möchte meinen Themen treu bleiben. Es ist Luxus, thematisch das zu entwickeln, was einem begegnet, was einen berührt. Etwas filmisch zu realisieren, wofür ich nicht brenne, wäre undenkbar &#8211; selbst bei einem unbegrenztem Budget.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview.</strong></p>
<hr />
<p>Mehr zu Curtis Burz Arbeiten findet sich unter:</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/IchHabeDirNieErzaehltWomitIchMeinGeldVerdiene">&#8220;Ich habe Dir nie erzählt womit ich mein Geld verdiene&#8221;</a> auf Facebook</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/GibMirNochEinJahr">&#8220;Gib Mir Noch Ein Jahr&#8221;</a> auf Facebook</p>
<p><a href="http://achtungberlin.de/archiv/2011/programm0/made-in-berlin-brandenburg0/mittellange-filme/geschichten-aus-der-heimat/index.html">&#8220;Geschichten aus der Heimat&#8221;</a> auf achtung berlin</p>
</div>
<p><blockquote></blockquote></p>]]></content:encoded>
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		<title>Carl M. Smith &#8211; Artist &amp; Musician</title>
		<link>http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 19:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[doyoupictureme]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Maler]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>

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		<description><![CDATA[I met with Carl in his cosy apartment and studio in Prenzlauer Berg on one of the first sunny days of spring this year.  Carl has been living and working in Berlin since 2000. Before moving to Berlin, he studied art in New York. Stepping into the studio, I spot various of his works, mainly collages of different materials plus parts of his music equipment. One can tell immediately that music is an important part of his creative life &#8211; as well as being a painter.  In addition to his major solo project Casa Electro Novo, he has recently started [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-41/" rel="attachment wp-att-312"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl01.jpg" alt="" title="dypm_carl01" class="aligncenter size-full wp-image-312" height="577" width="860" /></a></strong></p>
<p><strong>I met with Carl in his cosy apartment and studio in Prenzlauer Berg on one of the first sunny days of spring this year</strong><strong>.  Carl has been living and working in Berlin since 2000. Before moving to Berlin, he studied art in New York. Stepping into the studio, I spot various of his works, mainly collages of different materials plus parts of his music equipment. One can tell immediately that music is an important part of his creative life &#8211; as well as being a painter.  In addition to his major solo project <a href="http://casaelectronovo.de/"><em>Casa Electro Novo</em></a>, he has recently started a new band project called <a href="http://www.facebook.com/the.flying.tuxedos"><em>The Flying Tuxedos</em></a>. </strong><strong>While sipping freshly brewed black tea, we chat about cycling in Poland, different ways of creating collages and the overlapping of painting and music.<br />
</strong></p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-42/" rel="attachment wp-att-313"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl02.jpg" alt="" title="dypm_carl02" class="aligncenter size-full wp-image-313" height="537" width="860" /></a></p>
<p><strong>You are both a painter and a musician, which is quite an interesting combination. What came first? Painting or playing music?</strong></p>
<p>I have always considered myself an &#8216;Artist&#8217; partly because even as a child I was busy making little books with text and drawings in them and I guess creating things comes very naturally to me. I did not actually play any instrument until I was in college and I wanted my roommate to teach me how to play the ballad &#8216;Jane Says&#8217; by <em>Jane&#8217;s addiction</em> so I could perform it for the girl I was infatuated with at the time. It turns out though that I come from a musical family and so once I had the guitar in my hand, I started picking it up very rapidly and writing my own songs almost immediately.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-43/" rel="attachment wp-att-314"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl03.jpg" alt="" title="dypm_carl03" class="aligncenter size-full wp-image-314" height="574" width="860" /></a></p>
<p><strong>Do you consider your painting and your music as separate projects or do they overlap sometimes, influencing each other?</strong></p>
<p>It is in fact my goal in life to bring the artistic disciplines that I am involved with into one line, but it has not happened yet. More often then not it&#8217;s really a paradox because I could be making some art about India but simultaneously writing electro punk music about nightlife in Berlin! There is a common thread in my work but it&#8217;s more just my way of telling a story then the kind of narratives I go after.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-44/" rel="attachment wp-att-315"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl04.jpg" alt="" title="dypm_carl04" class="aligncenter size-full wp-image-315" height="574" width="860" /></a></p>
<p><strong>You major solo project was called <a href="http://casaelectronovo.de/"><em>Casa Electro Novo</em></a> &#8211; an energetic and fun one-man-show, focussing on electronic music. You have recently started a new project, working together with a band. Where did this change come from?</strong></p>
<p>Presently I am planning a &#8216;reunion with myself&#8217; as far as <a href="http://casaelectronovo.de/"><em>Casa Electro Novo</em></a> is concerned because even after a few years break there is still interest in the project. The simple answer to your question though is that both configurations have their pluses and minuses. For example it&#8217;s great to be flying solo when it&#8217;s a fantastic gig and everybody is loving it but for those half empty club gigs on a big stage with no atmosphere, it feels nice to share it with a couple of your buddies, who you can even joke with later about how crap the gig was. Working within a band has the advantage of getting more ideas together and of course really being able to play the songs without any computers and all that kind of technical crap. However, alone I can literally write a song, program it, learn it and be ready to perform it in like one day, so that makes me a very dynamic unit on my own.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-45/" rel="attachment wp-att-316"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl05.jpg" alt="" title="dypm_carl05" class="aligncenter size-full wp-image-316" height="574" width="860" /></a></p>
<p><strong>What kind of music do you play with the new band project?</strong></p>
<p>It&#8217;s just straight up good time Rock&#8217;n Roll with some punk and reggae influences. We mostly draw on British music but me being American gives it naturally a bluesy element too. I just want it to be like the kind of music I have always enjoyed listening to.</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture/" rel="attachment wp-att-351"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl06.jpg" alt="" title="dypm_carl06" class="aligncenter size-full wp-image-351" height="560" width="860" /></a></strong></p>
<p><strong>Do you mainly paint or do you play music more often? And does that change from time to time?</strong></p>
<p>That pretty much fluctuates from week to week, depending on what is the biggest project or deadline coming up. Music is live and energetic and it must be delivered all in one moment whereas doing art is an intellectual and even spiritual endeavor that comes from a very quiet and individual space. Sometimes art is like searching in the dark for something you are not really even sure what you&#8217;re looking for. Music is an explosion where you get physical and lose yourself in the moment until suddenly it&#8217;s over and you realize all the practice paid off. In a way they do feel like they feed each other because they are the two sides of my personality, the Dionysian and the Apollonian you might say.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-47/" rel="attachment wp-att-318"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl07.jpg" alt="" title="dypm_carl07" class="aligncenter size-full wp-image-318" height="577" width="860" /></a></p>
<p><strong>Your music as well as your art always have a humouris twist &#8211; something that makes them special and stand out. You had the idea of printing objects on a glass plate so that they throw shadows once they hang on the wall. Where does that all come from?</strong></p>
<p>I guess I value humor above all things. If you are amused or laughing then you know you are in a good place. I used to make really dark art that could have been the cover for a Marilyn Manson album or something and I know a few artists still who exorcise their demons through their art. Eventually though, I consciously wanted to make my art more lighthearted and something that would give people a little shot of positive inspiration when they viewed it. As you may have noticed this is not the goal of most art you see in art galleries so it has been an up hill climb to find and keep humor in my work.</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-48/" rel="attachment wp-att-319"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl08.jpg" alt="" title="dypm_carl08" class="aligncenter size-full wp-image-319" height="574" width="860" /></a></p>
<p><strong>Which artists and types of art have inspired you and are inspiring you still?</strong></p>
<p>Oh boy, that is a long list. Let me see, maybe I can just establish some boundaries: Japanese Art, Mark Twain, The Police, Jack Kerouac, Salvador Dali, Jerry Seinfeld, Banksy, New York music from the late 70&#8217;s, Rene Magrite, De Chirico, Gorillaz, John Coltrane, George Harrison, Joseph Cornell, Monty Python, and everything in between!</p>
<hr />
<p><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-49/" rel="attachment wp-att-320"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl09.jpg" alt="" title="dypm_carl09" class="aligncenter size-full wp-image-320" height="449" width="860" /></a></p>
<p><strong>You also travel a lot. Does this help you in getting new ideas and inspiration for your projects? Or would you rather say you travel to get some distance and a new perspective on your work?</strong></p>
<p>I like to work while I am traveling because the new experiences are fresh in my mind then. Because I work with printing I can gather images or even make collages as I go and then they can later be the actual foundation for the art works without much modification. Writing songs also comes more easily when I am in that limbo state of being on trains and airplanes when you have left one pace but have not yet arrived at the next. I have some sketch books and a little drum machine with me generally and as I sit in that &#8216;in between locations place&#8217; I am free to roam about in my mind, do some straightening up in there, and then encourage the new concepts come into being. I would say all the ideas are already in there but they must be delicately uncovered, like some kind of mental archeology. At home there are always a million distractions and the feeling that I should be doing whatever it is that I am not already doing at that moment. Like if I am painting then I should be getting to the post office before it closes, and if I am at the post office then I should really be updating my website, and so forth. Because of such distractions I often work late at night when the rest of the world is sleeping (or they are at Berghain).</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-2/" rel="attachment wp-att-352"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl10.jpg" alt="" title="dypm_carl10" class="aligncenter size-full wp-image-352" height="642" width="860" /></a></strong></p>
<p><strong>You grew up in Santa Fe and lived in New York for a while. Now Berlin has become your new home. When did you come to Berlin and why?</strong></p>
<p>I moved to Berlin in 2000 but before that I visited here several times and also came here to do two art exhibitions. I lived for more than a year in Amsterdam and once did an exchange program to study art in Paris so I have been fascinated with Europe for a long time. When I was in America in the 90&#8217;s, I slowly started to think that my experiences in Europe made me feel really out of place in the USA and then I was super disappointed with the election of George &#8216;the-total-idiot-asshole&#8217; Bush, so I figured I would just come here and see what happened. Other than a few year stint to check out London I have been here ever since so I guess I must like it here.</p>
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<p><strong><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-3/" rel="attachment wp-att-353"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl11.jpg" alt="" title="dypm_carl11" class="aligncenter size-full wp-image-353" height="573" width="860" /></a></strong></p>
<p><strong>In which way is working and living in Berlin different to your life in New York?</strong></p>
<p>Nothing much, just being able to enjoy a few small things in life more here like: Time, Space, Money, Quiet, Safety, and a much, much better nightlife! But other than that they are very similar.</p>
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<p><a href="http://www.doyoupicture.me/carl-m-smith-artistmusician/my-beautiful-picture-52/" rel="attachment wp-att-323"><img src="http://www.doyoupicture.me/wp-content/uploads/2012/03/dypm_carl12.jpg" alt="" title="dypm_carl12" class="aligncenter size-full wp-image-323" height="564" width="860" /></a></p>
<p><strong>What kind of paintings are you working on at the moment?</strong></p>
<p>A series called &#8216;Rare Birds&#8217; for a group exhibition in Kiel called coincidentally &#8216;Rare Birds&#8217;. It features tropical birds like parrots and toucans painted in super bright colors in front of very sober black and white images of Berlin. The birds are symbolic of the memories I have from my recent travels in the exotic lands of India and Jamaica and these birds are presented somehow more real then the city, which in this case represents my present day to day life here in the city.</p>
<p><strong>Thank you for the interview, Carl.</strong></p>
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<p>To find out more about Carl M. Smith and his art and music projects, go to</p>
<p><a href="http://www.carlsmithart.com">Carl Smith Art</a></p>
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