<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>DritteWelt.de</title>
	<atom:link href="https://drittewelt.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://drittewelt.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 04 Jun 2026 07:04:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://drittewelt.de/wp-content/uploads/2024/03/cropped-Dritte-Welt-Fav-1-32x32.png</url>
	<title>DritteWelt.de</title>
	<link>https://drittewelt.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ratgeber gibt Tipps gegen Scham im Pflegealltag</title>
		<link>https://drittewelt.de/magazin/ratgeber-gibt-tipps-gegen-scham-im-pflegealltag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nima]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 07:04:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3150</guid>

					<description><![CDATA[Scham spielt im Zusammenhang mit Pflege und Pflegebedürftigkeit oft eine größere Rolle, als offen ausgesprochen wird. Für die Betroffenen kann dieses Gefühl sehr belastend sein. Wer sich schämt, möchte einer Situation häufig entkommen, reagiert sprachlos oder fühlt sich wie blockiert. In manchen Fällen führt Scham sogar dazu, dass notwendige Hilfe abgelehnt wird. Solche Gefühle können ... <a title="Ratgeber gibt Tipps gegen Scham im Pflegealltag" class="read-more" href="https://drittewelt.de/magazin/ratgeber-gibt-tipps-gegen-scham-im-pflegealltag/" aria-label="Mehr zu Ratgeber gibt Tipps gegen Scham im Pflegealltag">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="209" data-end="586">Scham spielt im Zusammenhang mit Pflege und Pflegebedürftigkeit oft eine größere Rolle, als offen ausgesprochen wird. Für die Betroffenen kann dieses Gefühl sehr belastend sein. Wer sich schämt, möchte einer Situation häufig entkommen, reagiert sprachlos oder fühlt sich wie blockiert. In manchen Fällen führt Scham sogar dazu, dass notwendige Hilfe abgelehnt wird.</p>
<p data-start="588" data-end="980">Solche Gefühle können entstehen, wenn Menschen sich missverstanden, bloßgestellt oder ertappt fühlen. Auch Ablehnung, mangelnde Anerkennung oder Geringschätzung durch andere können Scham auslösen. Dabei sind Schamgrenzen sehr individuell. Gerade im Pflegealltag gibt es viele Situationen, die sowohl bei pflegebedürftigen Menschen als auch bei pflegenden Angehörigen Scham hervorrufen können.</p>
<p data-start="982" data-end="1434">Pflegebedürftige Menschen erleben Scham häufig dann, wenn sie nicht mehr selbstbestimmt handeln können, auf Unterstützung angewiesen sind oder sich als Belastung für andere empfinden. Besonders sensibel wird es, wenn Hilfe im Intimbereich nötig wird, etwa bei der Körperpflege oder beim Toilettengang. Viele Betroffene schämen sich außerdem für körperliche oder geistige Veränderungen wie Inkontinenz, Gebrechlichkeit oder ein nachlassendes Gedächtnis.</p>
<p data-start="1436" data-end="1766">Aber auch pflegende Angehörige kennen solche Gefühle. Sie können sich schämen, weil sie in sehr intime Situationen eingebunden sind, bestimmte Aufgaben nur ungern übernehmen oder sich mit der Pflege insgesamt überfordert fühlen. Manche empfinden zusätzlich Druck, weil sie glauben, den Erwartungen anderer nicht gerecht zu werden.</p>
<p data-start="1768" data-end="2269">Wenn Schamgefühle häufig auftreten oder lange anhalten, beeinträchtigen sie das Wohlbefinden und die Lebensfreude. Die Folgen können Rückzug, Einsamkeit und zusätzliche Spannungen in der Beziehung sein. Der Pflegealltag wird dadurch oft deutlich erschwert. In manchen Fällen kann das sogar dazu führen, dass die häusliche Pflege an ihre Grenzen stößt. Zugleich hat Scham auch eine wichtige Schutzfunktion, weil sie hilft, das eigene Verhalten zu regulieren und Grenzen im Umgang miteinander zu achten.</p>
<p data-start="2271" data-end="2318"><strong data-start="2271" data-end="2318">Wie ein schamsensibler Umgang gelingen kann</strong></p>
<p data-start="2320" data-end="2594">Ganz vermeiden lässt sich Scham in der Pflege meist nicht. Dennoch gibt es Möglichkeiten, solchen Situationen vorzubeugen oder besser mit ihnen umzugehen. Das Zentrum für Qualität in der Pflege hat dazu den Ratgeber „Scham – Praxistipps für den Pflegealltag“ veröffentlicht.</p>
<p data-start="2596" data-end="3082">Daniela Sulmann, Geschäftsleiterin und Pflegeexpertin beim ZQP sowie Mitautorin des Ratgebers, erklärt, dass es wichtig sei, Schamgefühle und persönliche Schamgrenzen sowohl bei sich selbst als auch beim Gegenüber wahrzunehmen. Ein offenes Gespräch darüber, was genau das Gefühl auslöst, könne entlastend wirken und das gegenseitige Verständnis stärken. Dazu gehöre auch, die Grenzen der anderen Person zu respektieren, selbst wenn man die Situation selbst nicht als peinlich empfindet.</p>
<p data-start="3084" data-end="3317">Außerdem empfiehlt das ZQP, klare Absprachen für die Pflege zu treffen. Dazu zählt, gemeinsam festzulegen, wer welche Aufgaben übernimmt, wie diese ablaufen sollen und bei welchen Tätigkeiten Unterstützung tatsächlich gewünscht wird.</p>
<p data-start="3319" data-end="3373"><strong data-start="3319" data-end="3373">Selbstständigkeit stärken und Grenzen ernst nehmen</strong></p>
<p data-start="3375" data-end="3603">Pflegebedürftige Menschen sollten grundsätzlich dabei unterstützt werden, so viele Handlungen wie möglich selbst auszuführen. Das kann helfen, schambesetzte Situationen zu vermeiden, und stärkt gleichzeitig das Selbstwertgefühl.</p>
<p data-start="3605" data-end="4172">Ebenso wichtig ist es für pflegende Angehörige, auf die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu achten und das eigene Selbstwertgefühl zu stärken. Wenn Scham zu einer dauerhaften Belastung wird, kann es sinnvoll sein, frühzeitig psychologische oder pflegerische Beratung in Anspruch zu nehmen. Daniela Sulmann weist darauf hin, dass bei stark belastenden Gefühlen und deutlichen Auswirkungen auf Alltag und Beziehung auch eine Veränderung der Pflegesituation in Betracht gezogen werden sollte. Dazu könne etwa die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst gehören.</p>
<p data-start="4174" data-end="4276" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Der Ratgeber des ZQP steht ab sofort kostenlos zum Download auf dem Portal der Stiftung zur Verfügung.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von </em>Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege<em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">/Veröffentlicht am 02.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme zum Selbstbestimmungsgesetz wirbt für sachliche Debatte</title>
		<link>https://drittewelt.de/magazin/stellungnahme-zum-selbstbestimmungsgesetz-wirbt-fuer-sachliche-debatte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nima]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 07:01:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3147</guid>

					<description><![CDATA[Wer sich öffentlich zur Transgeschlechtlichkeit äußert, bewegt sich schnell in einem stark polarisierten Umfeld. Besonders seit dem Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes im Jahr 2024, das eine vereinfachte Änderung des Geschlechtseintrags ermöglicht, wird das Thema oft ideologisch aufgeladen diskutiert. Eine neue Stellungnahme der Giordano-Bruno-Stiftung will dem nun eine sachlichere Perspektive entgegensetzen. Hintergrund ist die geplante externe Evaluation ... <a title="Stellungnahme zum Selbstbestimmungsgesetz wirbt für sachliche Debatte" class="read-more" href="https://drittewelt.de/magazin/stellungnahme-zum-selbstbestimmungsgesetz-wirbt-fuer-sachliche-debatte/" aria-label="Mehr zu Stellungnahme zum Selbstbestimmungsgesetz wirbt für sachliche Debatte">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="253" data-end="685">Wer sich öffentlich zur Transgeschlechtlichkeit äußert, bewegt sich schnell in einem stark polarisierten Umfeld. Besonders seit dem Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes im Jahr 2024, das eine vereinfachte Änderung des Geschlechtseintrags ermöglicht, wird das Thema oft ideologisch aufgeladen diskutiert. Eine neue Stellungnahme der Giordano-Bruno-Stiftung will dem nun eine sachlichere Perspektive entgegensetzen.</p>
<p data-start="687" data-end="1175">Hintergrund ist die geplante externe Evaluation des Selbstbestimmungsgesetzes durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Um diesen Prozess zu begleiten, hat ein interdisziplinäres Autorenteam der Stiftung eine eigene Analyse vorgelegt. Darin werden juristische, soziale und ökonomische Fragen behandelt. Zugleich betont der Text, dass Transgeschlechtlichkeit nicht als bloßes soziales Konstrukt jenseits biologischer Grundlagen verstanden werden könne.</p>
<p data-start="1177" data-end="1224"><strong data-start="1177" data-end="1224">Was mit biologischem Geschlecht gemeint ist</strong></p>
<p data-start="1226" data-end="1938">Ein zentraler Streitpunkt der vergangenen Jahre war die Frage, was unter biologischem Geschlecht zu verstehen ist. Nach Auffassung der Stiftung beruhen viele Kontroversen auf verkürzten Annahmen. Einerseits gebe es auf der Ebene der Keimzellen einen klaren Unterschied zwischen männlich und weiblich, also zwischen Organismen, die Samenzellen oder Eizellen produzieren. Andererseits zeige sich auf der Ebene des äußeren Erscheinungsbildes eine große Vielfalt, die von eindeutig weiblich bis eindeutig männlich reiche und auch androgyn wirkende Ausprägungen einschließe. Gerade bei trans Personen könne deshalb ein männlicher Gametentyp mit einem deutlich weiblichen Erscheinungsbild verbunden sein und umgekehrt.</p>
<p data-start="1940" data-end="2402">Die Stellungnahme kommt zu dem Schluss, dass die Frage nach dem biologischen Geschlecht unterschiedlich beantwortet werden kann, je nachdem, ob man auf Keimzellen oder auf den Phänotyp blickt. Deshalb sei die oft verwendete Gegenüberstellung von biologischem und sozialem Geschlecht irreführend. Denn auch das äußere Erscheinungsbild gehöre im Alltag wesentlich zum Geschlecht eines Menschen. In diesem Sinn sei auch Transgeschlechtlichkeit biologisch begründet.</p>
<p data-start="2404" data-end="2861">Zwar habe es in der Geschichte schon immer Menschen gegeben, die als Männer oder Frauen lebten, obwohl dies nicht ihrem Gametengeschlecht entsprach. Durch die heutigen medizinischen Möglichkeiten sei es jedoch einfacher geworden, jene körperlichen Merkmale zu verändern, die für die Selbst- und Fremdwahrnehmung besonders wichtig sind. Deshalb könnten trans Männer und trans Frauen heute phänotypisch häufig nicht mehr von cis Personen unterschieden werden.</p>
<p data-start="2863" data-end="2905"><strong data-start="2863" data-end="2905">Rückblick auf das Transsexuellengesetz</strong></p>
<p data-start="2907" data-end="3340">Die Stellungnahme blickt auch auf das frühere Transsexuellengesetz aus dem Jahr 1981 zurück. Dieses habe zwar erstmals eine Änderung des Geschlechtseintrags oder des Vornamens ermöglicht, die Hürden dafür seien aber sehr hoch gewesen. Für die sogenannte große Lösung seien nicht nur hohe Kosten und Zwangsgutachten erforderlich gewesen, sondern auch Sterilisationen, operative Eingriffe und in manchen Fällen sogar Zwangsscheidungen.</p>
<p data-start="3342" data-end="3924">Nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren dienten diese hohen Hürden nicht dem Schutz legitimer Interessen Dritter, sondern spiegelten vor allem christlich-konservative Moralvorstellungen wider. Ziel sei es auch gewesen, den Anschein einer rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu vermeiden. Aus Sicht des Autorenteams sei das Transsexuellengesetz deshalb trotz einzelner fortschrittlicher Elemente zu einer Fehlentwicklung geworden, weil der Staat religiösen Ehevorstellungen mehr Gewicht beigemessen habe als dem Recht auf körperliche Selbstbestimmung.</p>
<p data-start="3926" data-end="4409">Auch das Bundesverfassungsgericht habe im Laufe der Jahre mehrere Bestandteile des Gesetzes aufgehoben oder ausgesetzt. So seien 2008 das Eheverbot und 2011 die Pflicht zur Sterilisation sowie operative Eingriffe weggefallen. Mit der Einführung der Ehe für alle im Jahr 2017 sei schließlich auch der frühere Schutzgedanke eines christlich geprägten Ehemodells entfallen. Trotzdem blieb das Gesetz noch mehrere Jahre bestehen, bevor es 2024 vom Selbstbestimmungsgesetz abgelöst wurde.</p>
<p data-start="4411" data-end="4458"><strong data-start="4411" data-end="4458">Das Selbstbestimmungsgesetz als Fortschritt</strong></p>
<p data-start="4460" data-end="4933">Nach Einschätzung der Stellungnahme erfüllt das Selbstbestimmungsgesetz grundlegende Anforderungen an eine rationale, evidenzbasierte und weltanschaulich neutrale Gesetzgebung. Es bedeute einen deutlichen rechtspolitischen Fortschritt, weil es das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen stärke und zugleich ein Begutachtungssystem beende, das nachweislich keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn gebracht habe, dafür aber massiv in das Leben der Betroffenen eingegriffen habe.</p>
<p data-start="4935" data-end="5280">Zugleich, so das Autorenteam, berücksichtige das Gesetz auch die Selbstbestimmungsrechte Dritter in jenen Bereichen, in denen eine Änderung des Namens oder Geschlechtseintrags direkte praktische Auswirkungen haben kann. Anders als das frühere Transsexuellengesetz enthält das Selbstbestimmungsgesetz einen ausdrücklichen Bezug auf das Hausrecht.</p>
<p data-start="5282" data-end="5791">So könne etwa ein Saunabetreiber festlegen, dass für den Zutritt die primären Geschlechtsmerkmale maßgeblich seien. In einem solchen Fall spielten weder der Personenstand noch das Gametengeschlecht die entscheidende Rolle, sondern die im jeweiligen Nutzungskontext relevanten körperlichen Merkmale. Auch Veranstalter sportlicher Wettbewerbe könnten weiterhin eigene Regeln definieren, um faire Teilnahmebedingungen zu sichern. Maßgeblich könnten dort beispielsweise Hormonwerte oder Chromosomenkriterien sein.</p>
<p data-start="5793" data-end="6430">Ähnlich differenziert bewertet die Stellungnahme die Situation in Frauenhäusern. Es könne legitim sein, trans Frauen, die äußerlich stark männlich wirken, den Zugang zu verwehren, um traumatisierten Frauen einen geschützten Raum zu erhalten. Bei trans Frauen mit deutlich weiblichem Erscheinungsbild werde sich diese Frage oft gar nicht stellen, wenn sie nicht als trans erkannt würden. Daraus folge, dass allen Seiten ein gewisses Maß an Ambiguitätstoleranz abverlangt werde. Neu sei diese Konfliktlage jedoch nicht, da es auch schon vor dem Selbstbestimmungsgesetz trans Frauen mit ganz unterschiedlichem Erscheinungsbild gegeben habe.</p>
<p data-start="6432" data-end="6481"><strong data-start="6432" data-end="6481">Missbrauchsdebatten und politische Zuspitzung</strong></p>
<p data-start="6483" data-end="7146">Dass das Gesetz wie jedes andere auch missbraucht werden könne, wird in der Stellungnahme nicht bestritten. Als Beispiel wird der Fall Marla-Svenja Liebich genannt. Nach Auffassung des Autorenteams zielte diese Änderung des Geschlechtseintrags jedoch vor allem darauf ab, das Gesetz politisch lächerlich zu machen. Jenseits medialer Schlagzeilen sei fraglich, ob dies tatsächlich gelungen sei. Ohne medizinische Veränderung des Erscheinungsbildes bleibe der Zugang zu bestimmten Schutz- oder Intimräumen auch unter dem Selbstbestimmungsgesetz nicht automatisch eröffnet. Auch bei der Unterbringung im Strafvollzug seien weiterhin Einzelfallentscheidungen möglich.</p>
<p data-start="7148" data-end="7637">Insgesamt kritisiert die Stiftung, dass die öffentliche Debatte über das Selbstbestimmungsgesetz stark von ideologischen Vorannahmen geprägt gewesen sei. Statt die rechtlichen Probleme und praktischen Mängel des früheren Transsexuellengesetzes ernsthaft zu diskutieren, habe sich der Streit häufig an hypothetischen Missbrauchsszenarien oder theoretischen Kulturkampfthemen entzündet. Dabei werde übersehen, dass das neue Gesetz vor allem entwürdigende und nutzlose Verfahren beendet habe.</p>
<p data-start="7639" data-end="8179">Wer eine Rückkehr zu einem gutachterbasierten Verfahren fordere, entscheide sich nach Auffassung der Autorinnen und Autoren dafür, weiterhin Zeit, Geld und öffentliche Ressourcen in Verfahren ohne Erkenntnisgewinn zu stecken. Gleichzeitig würden dadurch die Würde der Betroffenen verletzt und Gerichte, Gutachter sowie Verwaltung unnötig belastet. Eine Verteidigung des Selbstbestimmungsgesetzes sei deshalb nicht nur ein Beitrag zur offenen Gesellschaft, sondern auch ein Plädoyer für wissenschaftsorientiertes und evidenzbasiertes Denken.</p>
<p data-start="8181" data-end="8656" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Am Ende ordnet die Stellungnahme die Debatte als Teil eines größeren kulturellen Konflikts ein. Obwohl das Thema nur vergleichsweise wenige Menschen direkt betreffe, habe sich daran ein symbolischer Streit entzündet, der weit über die konkrete Gesetzgebung hinausreiche. Gerade deshalb will die Giordano-Bruno-Stiftung mit ihrer Stellungnahme nach eigener Aussage zu mehr Differenzierung beitragen und Pauschalisierungen sowie moralischen Verurteilungen etwas entgegensetzen.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Giordano Bruno Stiftung/Veröffentlicht am 28.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kinderreport 2026 fordert gerechtere Bildungschancen</title>
		<link>https://drittewelt.de/bildung/kinderreport-2026-fordert-gerechtere-bildungschancen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nima]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 08:06:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3143</guid>

					<description><![CDATA[Große Teile der Bevölkerung in Deutschland fordern mehr staatliche Investitionen und weitreichende Reformen im Bildungssystem, um insbesondere Kindern aus armen oder sozial benachteiligten Verhältnissen bessere Bildungschancen zu ermöglichen. Das geht aus einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Kinderreport 2026 hervor. Sowohl Erwachsene als auch befragte Kinder und Jugendliche sprechen sich unter ... <a title="Kinderreport 2026 fordert gerechtere Bildungschancen" class="read-more" href="https://drittewelt.de/bildung/kinderreport-2026-fordert-gerechtere-bildungschancen/" aria-label="Mehr zu Kinderreport 2026 fordert gerechtere Bildungschancen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="231" data-end="861">Große Teile der Bevölkerung in Deutschland fordern mehr staatliche Investitionen und weitreichende Reformen im Bildungssystem, um insbesondere Kindern aus armen oder sozial benachteiligten Verhältnissen bessere Bildungschancen zu ermöglichen. Das geht aus einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Kinderreport 2026 hervor. Sowohl Erwachsene als auch befragte Kinder und Jugendliche sprechen sich unter anderem für einheitliche Bildungsstandards in ganz Deutschland, kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Schule und mehr qualifiziertes Personal in Kitas und Schulen aus.</p>
<p data-start="863" data-end="1223">Vorgestellt wurde der Kinderreport 2026 in Berlin von der Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes, Anja Siegesmund, Bundesbildungsministerin Karin Prien und dem Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass viele Menschen in Deutschland mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem erwarten.</p>
<p data-start="1225" data-end="1898">Ein zentrales Anliegen ist die Forderung nach gleichen Bildungsbedingungen in allen Bundesländern. Außerdem sprechen sich viele dafür aus, Bildung von der Kita bis zur Schule grundsätzlich kostenfrei zu gestalten. Dazu gehören auch Lern- und Unterrichtsmaterialien. Ebenso wichtig ist vielen Befragten zusätzliches und qualifiziertes Personal in Schulen und Kitas, damit pädagogische Fachkräfte stärker von organisatorischen Aufgaben entlastet werden. Auch die engere Zusammenarbeit von Kitas, Schulen und Jugendarbeit wird von vielen als wichtig angesehen. Hinzu kommt die Forderung, geflüchteten Kindern möglichst schnell und verbindlich Zugang zur Schule zu ermöglichen.</p>
<p data-start="1900" data-end="2894">Anja Siegesmund betonte, dass Bildungs- und Teilhabechancen in Deutschland weiterhin stark von sozialer Herkunft, Wohnort oder Aufenthaltsstatus abhingen. Diese Ungleichheiten widersprächen dem Recht jedes Kindes auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung und auf bestmögliche Entwicklung. Bildung sei der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und für faire berufliche Perspektiven. Deshalb brauche es entschlossenes politisches Handeln auf allen Ebenen. Aus ihrer Sicht beginnt ein chancengerechtes Bildungssystem bereits in der frühkindlichen Bildung und setzt sich in der Schule fort. Zusätzlich seien im Zuge des Ganztagsausbaus erhebliche Investitionen in Gebäude, Ausstattung und multiprofessionelle Teams notwendig. Darüber hinaus machte sie deutlich, dass Bildung nicht am Schultor ende. Auch außerschulische Bildung und offene Kinder- und Jugendarbeit seien unverzichtbar, um Teilhabe zu ermöglichen, soziale Benachteiligung auszugleichen und demokratische Kompetenzen zu stärken.</p>
<p data-start="2896" data-end="3604">Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien unterstrich, dass Bildung für fast alle großen Herausforderungen des Landes von zentraler Bedeutung sei. Bildungsgerechtigkeit sei deshalb eine entscheidende Zukunftsfrage. Ob Kinder ihre Talente entfalten und später Verantwortung übernehmen könnten, dürfe nicht von Herkunft, Einkommen oder sozialem Umfeld abhängen. Nach ihren Worten investiert die Bundesregierung gezielt in frühe Bildung, in Sprachförderung, in Ganztagsbetreuung und mit dem Startchancen-Programm besonders in Schulen in schwierigen Lagen. Ziel sei ein Bildungssystem, das Talente fördere und gerade den Kindern bessere Chancen eröffne, die besonders auf Unterstützung angewiesen seien.</p>
<p data-start="3606" data-end="3657"><strong data-start="3606" data-end="3657">Große Zustimmung für Reformen im Bildungssystem</strong></p>
<p data-start="3659" data-end="4487">Bei den erwachsenen Befragten halten 93 Prozent mehr zusätzliches und qualifiziertes Personal an Schulen und Kitas für wichtig oder sehr wichtig. 91 Prozent sprechen sich für einheitliche Bildungsstandards und -bedingungen in ganz Deutschland aus. 90 Prozent befürworten kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Schule einschließlich der Lernmittel. Eine engere Zusammenarbeit der verschiedenen Bildungseinrichtungen wird von 88 Prozent als wichtig angesehen. 84 Prozent sprechen sich für eine stärkere finanzielle Förderung von Schulen mit vielen sozial benachteiligten Kindern aus. 80 Prozent halten einen schnellen und verpflichtenden Schulzugang für geflüchtete Kinder für wichtig. Weniger häufig, aber immer noch mehrheitlich, wird längeres gemeinsames Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Leistungsniveaus befürwortet.</p>
<p data-start="4489" data-end="5147">Auch Kinder und Jugendliche setzen klare Schwerpunkte. 88 Prozent finden es besonders wichtig, dass Kitas, Schulen und Schulmaterialien für alle kostenlos sind. 87 Prozent sprechen sich für ähnliche Regeln an allen Schulen in Deutschland aus, damit alle Kinder die gleichen Chancen haben. 78 Prozent befürworten einen schnellen Schulzugang für geflüchtete Kinder. 72 Prozent wünschen sich eine stärkere Zusammenarbeit von Schulen, Kitas und anderen Angeboten für Kinder. 69 Prozent halten mehr Erwachsene an Schulen für wichtig, damit Lehrkräfte mehr Zeit für Unterricht haben. 61 Prozent sprechen sich für mehr Geld für Schulen mit vielen armen Kindern aus.</p>
<p data-start="5149" data-end="5220"><strong data-start="5149" data-end="5220">Direkte Unterstützung für benachteiligte Kinder wird klar gefordert</strong></p>
<p data-start="5222" data-end="5819">Als wichtigste Maßnahme zur direkten Unterstützung sozial benachteiligter Kinder im Schulalltag nennen Erwachsene vor allem verbindliche Lern- und Sprachförderangebote. 94 Prozent halten sie für wichtig oder sehr wichtig. Auch Unterstützungsangebote für Familien in belasteten Lebenslagen stoßen mit 91 Prozent auf große Zustimmung. 87 Prozent halten flächendeckende Schulsozialarbeit und psychosoziale Beratung für wichtig. Der Ausbau von Ganztagsangeboten wird von 82 Prozent unterstützt. Individuellere Formen der Leistungsbewertung jenseits klassischer Noten werden von 70 Prozent befürwortet.</p>
<p data-start="5821" data-end="6326">Bei den Kindern und Jugendlichen stehen ebenfalls Lern- und Sprachförderangebote ganz oben. 88 Prozent halten sie für wichtig. 86 Prozent sprechen sich für Unterstützungsangebote für Familien in schwierigen Lebenslagen aus. 81 Prozent wünschen sich mehr Ansprechpersonen in der Schule, etwa durch Schulsozialarbeit. 74 Prozent finden es wichtig, dass Leistungen nicht nur mit Noten bewertet werden. 71 Prozent sehen mehr Ganztagsangebote zum Lernen, Spielen und Ausprobieren als wichtige Unterstützung an.</p>
<p data-start="6328" data-end="6392"><strong data-start="6328" data-end="6392">Demokratiebildung und Mitbestimmung spielen eine große Rolle</strong></p>
<p data-start="6394" data-end="6884">Auch die Förderung von Mitbestimmung, Teilhabe und demokratischem Lernen wird von vielen als zentral angesehen. Unter den Erwachsenen halten 88 Prozent eine verbindliche Demokratiebildung in Schulen für wichtig. 78 Prozent wünschen sich mehr projektbasierten Unterricht mit Bezug zum sozialen Umfeld. 67 Prozent sprechen sich für verbindliche Mitbestimmungsmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern im Schulalltag aus. Für mehr Mitbestimmung bereits in Kitas zeigen sich 40 Prozent offen.</p>
<p data-start="6886" data-end="7375">Unter den Kindern und Jugendlichen ist die Zustimmung noch größer. 94 Prozent finden es wichtig, in der Schule zu lernen, wie Demokratie funktioniert und wie man fair miteinander umgeht. 88 Prozent möchten, dass Schülerinnen und Schüler bei Regeln oder Projekten regelmäßig mitentscheiden können. 70 Prozent wünschen sich mehr Projekte mit Partnern außerhalb der Schule, etwa aus Vereinen oder der Nachbarschaft. 41 Prozent halten Mitbestimmungsmöglichkeiten schon in der Kita für wichtig.</p>
<p data-start="7377" data-end="7413"><strong data-start="7377" data-end="7413">Grundlage des Kinderreports 2026</strong></p>
<p data-start="7415" data-end="7890">Für den Kinderreport 2026 wurden im Januar 2026 zwei repräsentative Online-Befragungen durchgeführt. Befragt wurden 1.006 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren sowie 1.002 Erwachsene ab 18 Jahren. Die Fragen wurden beiden Gruppen inhaltlich gleich gestellt, für Kinder und Jugendliche aber sprachlich an die Altersgruppe angepasst. Die Ergebnisse sind mit einer Fehlertoleranz von plus/minus drei Prozentpunkten auf die jeweilige Gesamtbevölkerung übertragbar.</p>
<p data-start="7892" data-end="8072" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Der vollständige Kinderreport 2026, die Fragen und Ergebnisse der Umfragen sowie eine Zusammenfassung können auf der Website des Deutschen Kinderhilfswerkes heruntergeladen werden.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von </em>Deutsches Kinderhilfswerk e.V.<em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">/Veröffentlicht am 26.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bildung als Ausweg aus Armut: Was Schulbesuch wirklich verändert</title>
		<link>https://drittewelt.de/bildung/bildung-als-ausweg-aus-armut-was-schulbesuch-wirklich-veraendert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dritte Welt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 12:37:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3137</guid>

					<description><![CDATA[Armut wird oft zuerst mit fehlendem Geld verbunden. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell, dass sie weit mehr umfasst als leere Haushaltskassen. Armut bedeutet häufig auch, keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser zu haben, medizinische Hilfe zu spät zu erreichen, keine verlässliche Arbeit zu finden und kaum Möglichkeiten zu besitzen, das eigene Leben selbstbestimmt zu ... <a title="Bildung als Ausweg aus Armut: Was Schulbesuch wirklich verändert" class="read-more" href="https://drittewelt.de/bildung/bildung-als-ausweg-aus-armut-was-schulbesuch-wirklich-veraendert/" aria-label="Mehr zu Bildung als Ausweg aus Armut: Was Schulbesuch wirklich verändert">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Armut wird oft zuerst mit fehlendem Geld verbunden. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell, dass sie weit mehr umfasst als leere Haushaltskassen. Armut bedeutet häufig auch, keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser zu haben, medizinische Hilfe zu spät zu erreichen, keine verlässliche Arbeit zu finden und kaum Möglichkeiten zu besitzen, das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten. Besonders deutlich zeigt sich das beim Thema Bildung. Denn ein Kind, das nicht zur Schule gehen kann, verliert nicht nur Unterrichtsstunden. Es verliert Chancen, Sicherheit, Selbstvertrauen und oft auch die Aussicht auf ein anderes Leben.</p>
<p>Schulbesuch verändert deshalb mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Lesen, Schreiben und Rechnen sind nur der Anfang. Wer zur Schule geht, lernt, Informationen einzuordnen, eigene Entscheidungen zu treffen und sich in einer Gemeinschaft zu bewegen. Bildung öffnet Türen zu Ausbildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Sie kann verhindern, dass Armut von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Genau deshalb gilt sie seit Jahrzehnten als einer der wirksamsten Wege, um Menschen langfristig bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen.</p>
<p>Gleichzeitig ist Bildung kein einfacher Schalter, der Armut automatisch beendet. Ein Schulgebäude allein genügt nicht. Kinder müssen sicher dorthin gelangen können, Lehrkräfte müssen ausgebildet sein, Familien brauchen genug Einkommen, damit Kinder nicht arbeiten müssen, und Mädchen dürfen nicht durch frühe Heirat oder traditionelle Erwartungen vom Lernen abgehalten werden. Schulbesuch wirkt dort am stärksten, wo er verlässlich, bezahlbar, sicher und hochwertig ist. Dann wird aus Unterricht weit mehr als ein Stundenplan: Er wird zu einem Werkzeug, mit dem Menschen Zukunft gestalten können.</p>
<h2>Warum Armut Bildung verhindert</h2>
<p>In vielen armen Regionen der Welt beginnt das Problem schon lange vor dem Klassenzimmer. Manche Kinder wohnen so weit von der nächsten Schule entfernt, dass der tägliche Weg mehrere Stunden dauert. Andere Familien können Schulgebühren, Uniformen, Hefte oder Prüfungsgebühren nicht bezahlen. Selbst wenn der Unterricht offiziell kostenlos ist, entstehen oft Nebenkosten, die für arme Haushalte zu hoch sind. Dazu kommt, dass viele Kinder zu Hause gebraucht werden. Sie holen Wasser, kümmern sich um jüngere Geschwister, helfen auf Feldern oder tragen mit kleinen Jobs zum Einkommen der Familie bei.</p>
<p>Für Eltern, die jeden Tag ums Überleben kämpfen, ist Schulbildung manchmal ein Versprechen, das zu weit entfernt wirkt. Der Nutzen zeigt sich vielleicht erst in Jahren, während der Verzicht auf die Arbeitskraft eines Kindes sofort spürbar ist. Gerade in ländlichen Gebieten kann diese Entscheidung hart sein. Wer kaum genug zu essen hat, muss kurzfristig denken. Bildung konkurriert dann mit Grundbedürfnissen wie Nahrung, Kleidung und medizinischer Versorgung.</p>
<p>Auch Krisen verschärfen die Lage. Dürren, Überschwemmungen, bewaffnete Konflikte oder steigende Lebensmittelpreise führen dazu, dass Familien ihre Kinder aus der Schule nehmen. Mädchen sind davon besonders häufig betroffen. Sie übernehmen Hausarbeit, werden früher verheiratet oder bleiben zu Hause, weil der Schulweg als unsicher gilt. So entsteht ein Kreislauf: Armut verhindert Bildung, fehlende Bildung erhöht wiederum das Risiko, dauerhaft arm zu bleiben.</p>
<h2>Was Schulbesuch im Alltag verändert</h2>
<p>Der Besuch einer Schule verändert den Alltag eines Kindes grundlegend. Er schafft Struktur, regelmäßige Kontakte außerhalb der Familie und einen Ort, an dem Talente sichtbar werden können. Besonders für Kinder aus sehr armen Haushalten kann Schule ein Schutzraum sein. Dort erhalten sie manchmal nicht nur Unterricht, sondern auch Mahlzeiten, medizinische Untersuchungen oder Zugang zu sauberem Wasser. Eine Schulmahlzeit kann darüber entscheiden, ob ein Kind konzentriert lernen kann und ob Eltern den Schulbesuch unterstützen.</p>
<p>Lesen und Schreiben eröffnen dabei ganz praktische Möglichkeiten. Wer lesen kann, versteht Medikamentenhinweise, Verträge, Warnungen, Behördenbriefe oder Anleitungen für landwirtschaftliche Geräte. Wer rechnen kann, erkennt faire Preise, kann Einnahmen besser planen und Schulden vermeiden. Diese Fähigkeiten wirken im Alltag unscheinbar, verändern aber die Position eines Menschen grundlegend. Aus Abhängigkeit kann mehr Selbstständigkeit entstehen.</p>
<p>Schule stärkt auch das Selbstvertrauen. Kinder, die erleben, dass sie Aufgaben lösen, Prüfungen bestehen und von Lehrkräften ernst genommen werden, entwickeln eher den Mut, eigene Ziele zu verfolgen. Das gilt besonders für Mädchen, denen in manchen Gesellschaften früh vermittelt wird, dass ihre Zukunft vor allem im Haushalt liegt. Bildung kann hier Denkweisen verschieben, ohne Traditionen pauschal abzuwerten. Sie zeigt, dass Mädchen Ärztinnen, Lehrerinnen, Unternehmerinnen oder Gemeinderätinnen werden können und dass ihr Wissen der ganzen Gemeinschaft hilft.</p>
<h2>Bildung und Einkommen: Der lange Weg zu besserer Arbeit</h2>
<p>Einer der wichtigsten Gründe für den engen Zusammenhang zwischen Bildung und Armutsbekämpfung ist die Aussicht auf bessere Arbeit. Menschen mit Schulabschluss haben meist größere Chancen, eine Ausbildung zu beginnen, eine formelle Beschäftigung zu finden oder ein eigenes kleines Unternehmen aufzubauen. Sie können sich leichter auf veränderte Arbeitsmärkte einstellen und sind weniger abhängig von schlecht bezahlten Tätigkeiten ohne Absicherung.</p>
<p>Das bedeutet nicht, dass jedes Kind mit Schulabschluss automatisch einen sicheren Arbeitsplatz erhält. In vielen Ländern fehlen Jobs, Betriebe, Verkehrswege und stabile politische Verhältnisse. Trotzdem erhöht Bildung die Möglichkeiten deutlich. Wer rechnen, schreiben und kommunizieren kann, hat bessere Voraussetzungen, Waren zu verkaufen, Preise zu vergleichen, Anträge zu stellen oder neue Techniken zu nutzen. Auch in der Landwirtschaft kann Schulbildung helfen, etwa beim Umgang mit Wetterinformationen, Saatgut, Lagerung oder Marktdaten.</p>
<p><a href="https://www.afrikarundreise.com/aethiopien/" target="_blank" rel="noopener">In Äthiopien</a> etwa zeigt sich in vielen ländlichen Gegenden, wie eng Schulbesuch, Landwirtschaft und Zukunftschancen miteinander verknüpft sind, weil Kinder aus Bauernfamilien durch Bildung nicht nur bessere Berufsaussichten erhalten, sondern später auch neues Wissen in ihre Dörfer zurückbringen können. Das kann vom verbesserten Anbau über den sorgfältigeren Umgang mit Wasser bis hin zur Gründung kleiner lokaler Betriebe reichen. So wirkt Bildung nicht nur auf einzelne Lebensläufe, sondern auch auf ganze Gemeinden.</p>
<h2>Warum Mädchenbildung besonders viel verändert</h2>
<p>Wenn Mädchen zur Schule gehen, verändert sich häufig mehr als nur ihr persönlicher Lebensweg. Gebildete Frauen heiraten im Durchschnitt später, bekommen oft weniger Kinder und können informiertere Entscheidungen über Gesundheit, Ernährung und Familienplanung treffen. Ihre Kinder haben wiederum bessere Chancen, selbst eine Schule zu besuchen. Dadurch kann Bildung über Generationen hinweg wirken.</p>
<p>Besonders stark zeigt sich das bei der Gesundheit. Mütter, die lesen können und Zugang zu Wissen hatten, erkennen Krankheitssymptome früher, nutzen eher medizinische Angebote und achten stärker auf Hygiene, Impfungen und ausgewogene Ernährung. Das kann die Überlebenschancen von Kindern deutlich verbessern. Bildung wird damit zu einem indirekten Gesundheitsprogramm, das weit über Klassenzimmer hinausreicht.</p>
<p>Auch wirtschaftlich bringt Mädchenbildung große Veränderungen. Frauen mit Schulbildung können eigenes Einkommen erzielen, Geld verwalten und sich stärker an Entscheidungen in Familie und Gemeinde beteiligen. Wo Mädchen lernen dürfen, verschieben sich häufig auch gesellschaftliche Erwartungen. Die Frage lautet dann nicht mehr nur, ob ein Mädchen heiratet, sondern auch, welchen Beruf es ergreifen, welches Wissen es weitergeben und welche Stimme es in der Gemeinschaft haben kann.</p>
<h2>Schule als Schutz vor Ausbeutung und früher Heirat</h2>
<p>Bildung kann Kinder vor Ausbeutung schützen. Ein Kind, das regelmäßig zur Schule geht, ist weniger leicht unsichtbar. Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie lokale Bildungsprogramme können aufmerksam werden, wenn ein Kind plötzlich fehlt, krank wirkt oder unter Druck steht. Schule schafft damit soziale Kontrolle im besten Sinn: Sie macht Kinder sichtbarer und stärkt ihre Rechte.</p>
<p>Besonders bei früher Heirat spielt Schulbesuch eine wichtige Schutzfunktion. Mädchen, die länger in der Schule bleiben, heiraten häufig später. Das gibt ihnen mehr Zeit, körperlich und seelisch erwachsen zu werden, Wissen aufzubauen und eigene Vorstellungen vom Leben zu entwickeln. Frühe Heirat dagegen beendet oft den Bildungsweg, erhöht gesundheitliche Risiken bei Schwangerschaften und verfestigt finanzielle Abhängigkeit.</p>
<p>Auch Kinderarbeit lässt sich durch Bildung zurückdrängen, wenn Schulen gut erreichbar sind und Familien Unterstützung erhalten. Entscheidend ist, dass Unterricht nicht als zusätzliche Last erscheint, sondern als echte Chance. Dazu gehören flexible Lösungen in Regionen, in denen Kinder saisonal in der Landwirtschaft helfen, ebenso wie Schulmahlzeiten oder Unterstützung bei Lernmaterialien. Nur wenn Schule im Alltag armer Familien realistisch bleibt, kann sie dauerhaft besucht werden.</p>
<h2>Gute Bildung braucht mehr als Klassenzimmer</h2>
<p>Ein Schulgebäude ist wichtig, aber noch keine Garantie für Lernen. Viele Kinder sitzen in überfüllten Klassen, teilen sich wenige Bücher oder werden von Lehrkräften unterrichtet, die selbst kaum Unterstützung erhalten. Mancherorts fehlen Toiletten, was besonders Mädchen während der Menstruation vom Schulbesuch abhält. Wo es keine sicheren Räume, keine geschulten Lehrkräfte und keine Unterrichtsmaterialien gibt, bleibt der Lernerfolg begrenzt.</p>
<p>Gute Bildung braucht deshalb ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, verständliche Lehrpläne, ausreichend Lernmaterial und eine Umgebung, in der Kinder ohne Angst lernen können. Unterricht muss zur Lebenswirklichkeit passen. In ländlichen Regionen kann es sinnvoll sein, praktische Themen wie Landwirtschaft, Gesundheit, Wasser, Hygiene oder lokale Märkte einzubeziehen. So wird Bildung greifbar und verliert den Eindruck, etwas Fremdes zu sein, das mit dem Alltag wenig zu tun hat.</p>
<p>Auch Sprache spielt eine große Rolle. Kinder lernen besser, wenn sie am Anfang in einer Sprache unterrichtet werden, die sie verstehen. Wird Unterricht sofort in einer Amtssprache oder Fremdsprache erteilt, die zu Hause nicht gesprochen wird, entstehen große Hürden. Mehrsprachige Bildungsansätze können helfen, Wissen zugänglicher zu machen und gleichzeitig den späteren Übergang in nationale oder internationale Sprachen zu erleichtern.</p>
<h2>Wie Bildung ganze Gemeinschaften stärkt</h2>
<p>Der Nutzen von Schulbildung endet nicht beim einzelnen Kind. Eine Gemeinde mit gut ausgebildeten Menschen kann Probleme besser lösen. Sie kann lokale Verwaltung kontrollieren, Gesundheitskampagnen verstehen, neue Einkommensquellen entwickeln und sich stärker politisch beteiligen. Bildung stärkt damit auch demokratische Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.</p>
<p>Wenn junge Menschen lesen, schreiben und argumentieren können, sind sie eher in der Lage, Missstände anzusprechen. Sie können sich über Rechte informieren, Anträge stellen, Genossenschaften gründen oder an lokalen Entscheidungen teilnehmen. Bildung schafft dadurch nicht automatisch Gerechtigkeit, aber sie gibt Menschen Werkzeuge, um Ungerechtigkeit weniger wehrlos hinzunehmen.</p>
<p>In Regionen, die stark von Klimawandel, Armut oder Konflikten betroffen sind, kann Bildung außerdem Widerstandskraft schaffen. Wer Zugang zu Wissen hat, kann Risiken besser einschätzen, neue Anbaumethoden ausprobieren, Gesundheitsinformationen weitergeben oder kleine Unternehmen an veränderte Bedingungen anpassen. So wird Bildung zu einer stillen Kraft, die Gemeinschaften stabiler macht.</p>
<h2>Was internationale Hilfe leisten kann</h2>
<p>Internationale Hilfsprogramme können viel bewirken, wenn sie langfristig angelegt sind und eng mit lokalen Gemeinschaften arbeiten. Besonders wirksam sind Ansätze, die nicht nur Schulen bauen, sondern auch Lehrkräfte ausbilden, Mädchen fördern, Schulmahlzeiten ermöglichen und Eltern einbeziehen. Bildung darf nicht von außen übergestülpt werden. Sie muss vor Ort getragen werden, sonst bleibt sie brüchig.</p>
<p>Wichtig ist auch, dass Programme Krisen mitdenken. Wenn Dürren, Konflikte oder Fluchtbewegungen auftreten, brechen Bildungswege schnell ab. Mobile Schulen, provisorische Lernräume in Flüchtlingslagern, psychosoziale Unterstützung und Nachholunterricht können verhindern, dass Kinder dauerhaft den Anschluss verlieren. Gerade in Krisenzeiten ist Schule mehr als Unterricht. Sie gibt Kindern Normalität, Schutz und ein Stück Alltag zurück.</p>
<p>Gleichzeitig muss Hilfe ehrlich bleiben. Nicht jedes Projekt hält, was es verspricht. Kurzfristige Kampagnen können Aufmerksamkeit schaffen, lösen aber selten tiefe Probleme. Bildung braucht Geduld, verlässliche Finanzierung, gute Planung und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen. Besonders wichtig ist, lokale Lehrkräfte, Eltern und Jugendliche ernst zu nehmen. Sie wissen meist am besten, warum Kinder fernbleiben und welche Lösungen wirklich funktionieren könnten.</p>
<h2>Fazit: Bildung beendet Armut nicht allein, aber sie verändert die Richtung</h2>
<p>Bildung ist kein Wundermittel, das Armut über Nacht verschwinden lässt. Wer zur Schule geht, braucht trotzdem sichere Lebensbedingungen, medizinische Versorgung, Frieden, faire Arbeitsmöglichkeiten und eine Gesellschaft, die Chancen nicht nur verspricht, sondern auch zulässt. Doch ohne Bildung bleiben viele dieser Türen verschlossen. Schulbesuch verändert, wie Menschen denken, handeln, arbeiten und für sich selbst eintreten können.</p>
<p>Der Wert von Bildung liegt nicht nur im späteren Einkommen. Er zeigt sich im Alltag: in einer Mutter, die eine Medikamentenpackung lesen kann; in einem Jugendlichen, der Preise berechnet und ein kleines Geschäft aufbaut; in einem Mädchen, das später heiratet, weil sie eigene Pläne entwickelt; in einer Dorfgemeinschaft, die Wasserprojekte besser organisiert; in Kindern, die lernen, dass ihre Herkunft nicht zwangsläufig ihre Zukunft festlegt.</p>
<p>Gerade deshalb ist Schulbesuch einer der stärksten Wege aus Armut. Er unterbricht alte Muster, stärkt Selbstvertrauen und schafft neue Möglichkeiten für kommende Generationen. Wo Kinder lernen dürfen, entsteht Hoffnung nicht als leeres Versprechen, sondern als konkrete Fähigkeit: Zusammenhänge verstehen, Entscheidungen treffen, für Rechte eintreten und das eigene Leben Schritt für Schritt verändern. Bildung nimmt Armut nicht sofort ihre Härte, aber sie nimmt ihr einen Teil ihrer Macht. Genau darin liegt ihre große Kraft.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Menschenhandel: Institut sieht Fortschritte im Gesetzentwurf</title>
		<link>https://drittewelt.de/magazin/menschenhandel-institut-sieht-fortschritte-im-gesetzentwurf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nima]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 13:48:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3133</guid>

					<description><![CDATA[Zum vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Stärkung der strafrechtlichen Verfolgung von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung hat sich das Deutsche Institut für Menschenrechte grundsätzlich positiv geäußert. Nach Einschätzung von Naile Tanis, Leiterin der Berichterstattungsstelle Menschenhandel, enthält der Entwurf wichtige Verbesserungen für die Strafverfolgung und für den Schutz betroffener Menschen. Insgesamt wertet das Institut die geplanten Änderungen ... <a title="Menschenhandel: Institut sieht Fortschritte im Gesetzentwurf" class="read-more" href="https://drittewelt.de/magazin/menschenhandel-institut-sieht-fortschritte-im-gesetzentwurf/" aria-label="Mehr zu Menschenhandel: Institut sieht Fortschritte im Gesetzentwurf">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="248" data-end="763">Zum vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Stärkung der strafrechtlichen Verfolgung von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung hat sich das Deutsche Institut für Menschenrechte grundsätzlich positiv geäußert. Nach Einschätzung von Naile Tanis, Leiterin der Berichterstattungsstelle Menschenhandel, enthält der Entwurf wichtige Verbesserungen für die Strafverfolgung und für den Schutz betroffener Menschen. Insgesamt wertet das Institut die geplanten Änderungen als deutlichen Fortschritt.</p>
<p data-start="765" data-end="1437">Besonders positiv beurteilt das Institut die Neuordnung der Straftatbestände zu Menschenhandel und sexueller Ausbeutung im Strafgesetzbuch sowie deren vereinfachte Ausgestaltung. Bislang galten diese Delikte als schwer nachweisbar. Als wichtigen Schritt hebt Tanis hervor, dass das bisherige Kriterium des Ausnutzens einer Zwangslage durch das Merkmal der schutzbedürftigen Lage ersetzt werden soll. Auch der Verzicht auf das bisherige Merkmal des rücksichtslosen Gewinnstrebens wird ausdrücklich begrüßt. Nach Auffassung des Instituts tragen diese Änderungen dazu bei, dass Gerichte künftig stärker die gesamte Lebenssituation der Betroffenen in den Blick nehmen müssen.</p>
<p data-start="1439" data-end="1921">Eine besondere Bedeutung misst das Institut dem sogenannten Non-Punishment-Prinzip bei. Dieses soll sicherstellen, dass Betroffene von Menschenhandel nicht für Straftaten belangt werden, die sie aufgrund ihrer Lage als Opfer begangen haben. Der Gesetzentwurf schafft dafür erstmals eine spezielle Regelung für Betroffene von Menschenhandel und Ausbeutung. Zugleich hält das Institut es für dringend notwendig, die bisher vorgesehene Kann-Regelung in eine Soll-Regelung umzuwandeln.</p>
<p data-start="1923" data-end="2365">Kritisch bewertet das Deutsche Institut für Menschenrechte dagegen, dass das Aufenthaltsrecht aus menschenrechtlicher Sicht nicht ausreichend verbessert werde. Nach Einschätzung des Instituts führt das dazu, dass nicht alle Betroffenen ihre Rechte auf eine Bedenk- und Stabilisierungsfrist oder auf Sozialleistungen wirksam geltend machen können. Für das weitere Gesetzgebungsverfahren sieht das Institut deshalb klaren Nachbesserungsbedarf.</p>
<p data-start="2367" data-end="2773" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Die Berichterstattungsstelle Menschenhandel wurde von der Bundesregierung beim Deutschen Institut für Menschenrechte angesiedelt. Sie ist damit beauftragt, über die Umsetzung der Europaratskonvention gegen Menschenhandel und der EU-Richtlinie gegen Menschenhandel zu berichten. Die vierjährige Aufbauphase der Stelle wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Deutsches Institut für Menschenrechte/Veröffentlicht am 27.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wirkungsbericht: Ganzheitliche Hilfe bekämpft Hunger wirksam</title>
		<link>https://drittewelt.de/dritte-welt/wirkungsbericht-ganzheitliche-hilfe-bekaempft-hunger-wirksam/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nima]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 06:50:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3130</guid>

					<description><![CDATA[Kriege, wirtschaftliche Unsicherheiten und drohende Kürzungen prägen derzeit viele Debatten in Deutschland. Die Welthungerhilfe setzt dem eine andere Perspektive entgegen und zeigt mit ihrem neuen Wirkungsbericht, dass sich Hunger und Armut nachhaltig verringern lassen. Der Bericht macht deutlich, welche Ansätze langfristig besonders wirksam sind und warum ganzheitliche Maßnahmen dabei eine zentrale Rolle spielen. Grundlage der ... <a title="Wirkungsbericht: Ganzheitliche Hilfe bekämpft Hunger wirksam" class="read-more" href="https://drittewelt.de/dritte-welt/wirkungsbericht-ganzheitliche-hilfe-bekaempft-hunger-wirksam/" aria-label="Mehr zu Wirkungsbericht: Ganzheitliche Hilfe bekämpft Hunger wirksam">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="qMYqUG_convSearchResultHighlightRoot">
<div class="" data-turn-id-container="request-69ca229e-f5ec-8384-9e38-5e7e62f1d59b-0" data-is-intersecting="true">
<section class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none has-data-writing-block:pointer-events-none [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto R6Vx5W_threadScrollVars scroll-mb-[calc(var(--scroll-root-safe-area-inset-bottom,0px)+var(--thread-response-height))] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" data-turn-id="request-69ca229e-f5ec-8384-9e38-5e7e62f1d59b-0" data-turn-id-container="request-69ca229e-f5ec-8384-9e38-5e7e62f1d59b-0" data-testid="conversation-turn-64" data-scroll-anchor="false" data-turn="assistant">
<div class="text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-xs,calc(var(--spacing)*4))] @w-sm/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-sm,calc(var(--spacing)*6))] @w-lg/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-lg,calc(var(--spacing)*16))] px-(--thread-content-margin)">
<div class="[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn">
<div class="flex max-w-full flex-col gap-4 grow">
<div class="min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal outline-none keyboard-focused:focus-ring [.text-message+&amp;]:mt-1" dir="auto" tabindex="0" data-message-author-role="assistant" data-message-id="9701988e-fe95-4bdf-8c71-397dbc6bf696" data-message-model-slug="gpt-5-4-thinking" data-turn-start-message="true">
<div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden">
<div class="markdown prose dark:prose-invert wrap-break-word w-full light markdown-new-styling">
<p data-start="259" data-end="1084">Kriege, wirtschaftliche Unsicherheiten und drohende Kürzungen prägen derzeit viele Debatten in Deutschland. Die Welthungerhilfe setzt dem eine andere Perspektive entgegen und zeigt mit ihrem neuen Wirkungsbericht, dass sich Hunger und Armut nachhaltig verringern lassen. Der Bericht macht deutlich, welche Ansätze langfristig besonders wirksam sind und warum ganzheitliche Maßnahmen dabei eine zentrale Rolle spielen. Grundlage der Analyse sind 188 Projekte in 30 Ländern, die zwischen 2022 und 2024 abgeschlossen wurden. Dafür wurden nach Umfragen, Gruppengesprächen und Einzelinterviews insgesamt 316 quantitative Datensätze sowie 79 qualitative Auswertungen herangezogen. Insgesamt erreichte die Welthungerhilfe in diesem Zeitraum rund 32 Millionen Menschen in 37 Ländern.</p>
<p data-start="1086" data-end="1663">Die Programmvorständin der Welthungerhilfe, Bettina Iseli, machte deutlich, dass es gerade in Zeiten wachsender Skepsis gegenüber internationaler Zusammenarbeit belastbare Nachweise dafür brauche, dass Entwicklungsarbeit tatsächlich Wirkung zeige. Hunger lasse sich nicht mit einzelnen Maßnahmen beenden. Entscheidend seien belastbare lokale Strukturen, die auch in Krisenzeiten tragfähig blieben. Dort, wo Gemeinden eigene Lösungen entwickelten und Frauen stärker beteiligt würden, verändere sich deutlich mehr als nur die Ernährungslage.</p>
<p data-start="1665" data-end="2598">Ein Beispiel dafür ist das Programm „Nutrition Smart CommUNITY“, das mit 829 Dorfgemeinschaften in Afrika und Asien umgesetzt wird. Dort werden Ernährung, Landwirtschaft, Gesundheit und Hygiene in einem gemeinsamen Ansatz gegen Hunger verknüpft. Zusammen mit den Gemeinden entstehen Lösungen, die Wissen fördern, Eigenverantwortung stärken und langfristig tragen sollen. Nach Einschätzung der Welthungerhilfe liegt die besondere Stärke dieses Modells gerade im Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen. In den beteiligten Gemeinden verbesserten sich nicht nur Ernährung und Gesundheitsversorgung. Auch der Schulbesuch, das gemeinschaftliche Verantwortungsgefühl und die Beteiligung von Frauen an Entscheidungen nahmen zu. Viele Menschen, die an dem Projekt beteiligt waren, geben ihr Wissen inzwischen selbst weiter und tragen so dazu bei, dass Veränderungen vor Ort dauerhaft verankert werden.</p>
<p data-start="2600" data-end="3303">Die Ergebnisse des Wirkungsberichts zeigen nach Angaben der Organisation deutliche Fortschritte. Der Anteil der Frauen mit ausgewogenerer Ernährung stieg von 13 auf 40 Prozent und hat sich damit nahezu verdreifacht. Fast 130 Prozent mehr Familien erhielten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem konnten 56 Prozent der Familien ihr Einkommen erhöhen. Im Durchschnitt waren Familien fast zwei Monate länger ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgt, was einem Plus von 23 Prozent entspricht. Besonders wirksam waren laut Bericht Programme, die mehrere Bereiche miteinander verbinden, darunter Landwirtschaft, Ernährung, Bildung, Wasser und wirtschaftliche Entwicklung.</p>
<p data-start="3305" data-end="3689">Gleichzeitig benennt der Bericht auch die Grenzen solcher Arbeit. Konflikte, Klimakrisen und wirtschaftliche Instabilität gefährden in vielen Regionen erreichte Fortschritte. Gerade deshalb setzt die Welthungerhilfe nach eigenen Angaben auf langfristige Partnerschaften und widerstandsfähige lokale Systeme anstelle kurzfristiger Einzelmaßnahmen.</p>
<p data-start="3691" data-end="4343">Bettina Iseli betonte zudem, dass nicht nur untersucht werde, ob Projekte Wirkung entfalten, sondern auch, warum sie dies tun. Der neue Wirkungsbericht verknüpfe Projektdaten mit Gesprächen und Analysen vor Ort und mache so sichtbar, welche Ansätze selbst unter schwierigen Bedingungen langfristige Veränderungen ermöglichen. Wirkung dürfe nicht mit dem Ende eines Projekts aufhören, sondern müsse in den Strukturen fortbestehen, die Wandel dauerhaft tragen, etwa in Märkten, Gemeinden und Institutionen. Dafür brauche es Zeit, verlässliche Partnerschaften und die Bereitschaft, Entwicklung ganzheitlich zu denken.</p>
<p data-start="4345" data-end="4619" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Der Bericht dient zugleich als strategische Grundlage für die künftige Arbeit der Welthungerhilfe. Projekte sollen künftig noch stärker auf langfristige Wirkung, lokale Widerstandskraft und systemische Veränderungen ausgerichtet werden.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
</div>
</div>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von </em>Deutsche Welthungerhilfe e.V.<em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">/Veröffentlicht am 20.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Help verstärkt Ebola-Hilfe im Ostkongo</title>
		<link>https://drittewelt.de/gesundheit/help-verstaerkt-ebola-hilfe-im-ostkongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nima]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 07:22:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3126</guid>

					<description><![CDATA[Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo weitet die internationale Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe ihre Unterstützung in der Region Nord-Kivu aus. Dort fehle es den Menschen derzeit vor allem an sauberem Trinkwasser und an ausreichenden Mengen an Desinfektionsmitteln wie Chlor. Nach Angaben von Help ist die Situation äußerst angespannt. Landesweit seien bereits ... <a title="Help verstärkt Ebola-Hilfe im Ostkongo" class="read-more" href="https://drittewelt.de/gesundheit/help-verstaerkt-ebola-hilfe-im-ostkongo/" aria-label="Mehr zu Help verstärkt Ebola-Hilfe im Ostkongo">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="qMYqUG_convSearchResultHighlightRoot">
<div class="" data-turn-id-container="request-69ca229e-f5ec-8384-9e38-5e7e62f1d59b-3" data-is-intersecting="true">
<section class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none has-data-writing-block:pointer-events-none [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto R6Vx5W_threadScrollVars scroll-mb-[calc(var(--scroll-root-safe-area-inset-bottom,0px)+var(--thread-response-height))] scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" data-turn-id="request-69ca229e-f5ec-8384-9e38-5e7e62f1d59b-3" data-turn-id-container="request-69ca229e-f5ec-8384-9e38-5e7e62f1d59b-3" data-testid="conversation-turn-44" data-scroll-anchor="false" data-turn="assistant">
<div class="text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-xs,calc(var(--spacing)*4))] @w-sm/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-sm,calc(var(--spacing)*6))] @w-lg/main:[--thread-content-margin:var(--thread-content-margin-lg,calc(var(--spacing)*16))] px-(--thread-content-margin)">
<div class="[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn">
<div class="flex max-w-full flex-col gap-4 grow">
<div class="min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal outline-none keyboard-focused:focus-ring [.text-message+&amp;]:mt-1" dir="auto" tabindex="0" data-message-author-role="assistant" data-message-id="b8d231be-7a5e-4053-be18-651ef91c25ea" data-message-model-slug="gpt-5-4-thinking" data-turn-start-message="true">
<div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden">
<div class="markdown prose dark:prose-invert wrap-break-word w-full light markdown-new-styling">
<p data-start="209" data-end="534">Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo weitet die internationale Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe ihre Unterstützung in der Region Nord-Kivu aus. Dort fehle es den Menschen derzeit vor allem an sauberem Trinkwasser und an ausreichenden Mengen an Desinfektionsmitteln wie Chlor.</p>
<p data-start="536" data-end="867">Nach Angaben von Help ist die Situation äußerst angespannt. Landesweit seien bereits mehr als 400 Ebola-Fälle registriert worden. Infolge dessen sei der Gesundheitsnotstand ausgerufen und die Grenze zwischen Gisenyi in Ruanda und Goma im Kongo geschlossen worden. Die Menschen in der Region lebten in großer Unsicherheit und Angst.</p>
<p data-start="869" data-end="1310">Um eine weitere Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, unterstützt Help nach eigenen Angaben Präventionsmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen, Krankenhäusern und Vertriebenencamps. Dazu gehören unter anderem die Herstellung und Verteilung von Flüssigchlor zur Desinfektion sowie Schulungen für Gesundheits- und Gemeindepersonal. Gleichzeitig weist die Organisation darauf hin, dass der Bedarf die vorhandenen Kapazitäten deutlich übersteige.</p>
<p data-start="1312" data-end="1627">Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Rund 15 Millionen Menschen sind dort auf humanitäre Hilfe angewiesen. Help betont, dass das Gesundheitssystem im Land bereits jetzt stark überlastet sei und viele Menschen auf medizinische Angebote lokaler Hilfsorganisationen angewiesen seien.</p>
<p data-start="1629" data-end="1978">Da Ebola hoch ansteckend ist, wächst nach Einschätzung der Hilfsorganisation das Risiko einer unkontrollierten Ausbreitung zusätzlich durch Fluchtbewegungen innerhalb des Landes. Um eine weitere Eskalation zu verhindern, seien deshalb dringend zusätzliche finanzielle Mittel notwendig. Help warnt, dass entschlossenes Handeln jetzt entscheidend sei.</p>
<p data-start="1980" data-end="2253" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Die Organisation ist bereits seit vielen Jahren in der Demokratischen Republik Kongo aktiv. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation UGEAFI arbeitet Help daran, die Gesundheitsversorgung in Nord-Kivu im Osten des Landes zu stärken und gleichzeitig Nothilfe zu leisten.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
</div>
</div>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von </em>Help &#8211; Hilfe zur Selbsthilfe e.V.<em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">/Veröffentlicht am 19.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DUH startet Handysammlung für mehr Ressourcenschutz</title>
		<link>https://drittewelt.de/nachhaltigkeit/duh-startet-handysammlung-fuer-mehr-ressourcenschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nima]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 09:14:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3123</guid>

					<description><![CDATA[In Deutschland liegen rund 167 Millionen alte Handys ungenutzt in Schubladen. Viele dieser Geräte funktionieren noch und enthalten zugleich wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer. Anlässlich des deutschen Earth Overshoot Day am 10. Mai startet die Deutsche Umwelthilfe deshalb die bundesweite Aktion „Handys für die Umwelt“. Ziel der Sammlung ist es, Elektroschrott zu vermeiden, ... <a title="DUH startet Handysammlung für mehr Ressourcenschutz" class="read-more" href="https://drittewelt.de/nachhaltigkeit/duh-startet-handysammlung-fuer-mehr-ressourcenschutz/" aria-label="Mehr zu DUH startet Handysammlung für mehr Ressourcenschutz">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="239" data-end="924">In Deutschland liegen rund 167 Millionen alte Handys ungenutzt in Schubladen. Viele dieser Geräte funktionieren noch und enthalten zugleich wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer. Anlässlich des deutschen Earth Overshoot Day am 10. Mai startet die Deutsche Umwelthilfe deshalb die bundesweite Aktion „Handys für die Umwelt“. Ziel der Sammlung ist es, Elektroschrott zu vermeiden, Rohstoffe zurück in den Kreislauf zu bringen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der Handlungsdruck ist hoch, denn der Tag, an dem in Deutschland die jährlich verfügbaren natürlichen und nachwachsenden Ressourcen rechnerisch aufgebraucht sind, rückt immer weiter nach vorne.</p>
<p data-start="926" data-end="1433">Jedes Jahr werden in Deutschland rund 20 Millionen Smartphones verkauft. Für ihre Herstellung werden große Mengen an Rohstoffen benötigt. Umgerechnet sind das unter anderem etwa 340 Kilogramm Gold, 4.200 Kilogramm Neodym und 132.000 Kilogramm Kupfer. Aus Sicht der Umweltbilanz lohnt sich daher vor allem eine möglichst lange Nutzung der Geräte. Bereits ein wiederaufbereitetes Smartphone spart nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe rund 14 Kilogramm Ressourcen und 58 Kilogramm Treibhausgasemissionen ein.</p>
<p data-start="1435" data-end="2070">Die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, Barbara Metz, machte deutlich, dass der immer früher eintretende Erdüberlastungstag zeige, wie sorglos in Deutschland mit Ressourcen umgegangen werde. Es sei aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar, dass Millionen alter Handys ungenutzt in Schubladen lägen, obwohl sie entweder weiterverwendet oder recycelt werden könnten. Gerade weil Handys wichtige Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer oder Platin enthielten, müsse dieser Verschwendung entgegengewirkt werden. Je mehr Menschen, Kommunen und Unternehmen sich an der Sammlung beteiligten, desto größer sei der Nutzen für die Umwelt.</p>
<p data-start="2072" data-end="2639">Ab sofort können sich Privatpersonen, Kommunen und weitere Sammelpartner an der Aktion beteiligen. Die eingesammelten Geräte werden entweder für eine weitere Nutzung aufbereitet oder fachgerecht recycelt. Gemeinsam mit dem Partner Jurec-IT bietet die Deutsche Umwelthilfe sowohl Verbraucherinnen und Verbrauchern als auch Unternehmen eine sichere und umweltgerechte Sammlung alter Geräte an. Dazu gehört auch eine zertifizierte Löschung der gespeicherten Daten. Ein Teil der Erlöse aus der Sammlung fließt in Natur- und Umweltschutzprojekte der Deutschen Umwelthilfe.</p>
<p data-start="2641" data-end="3374">Der Geschäftsführer von Jurec-IT, Matthias Juchum, erklärte, dass die gemeinsame Aktion mit der Deutschen Umwelthilfe und dem eigenen Fachwissen bei Datenlöschung und umweltfreundlicher Gerätebehandlung dazu beitragen solle, die Sammlung gebrauchter Handys, Smartphones und Tablets in Deutschland deutlich auszubauen. Vielen Verbraucherinnen, Verbrauchern und Unternehmen falle die Abgabe alter Geräte schwer, weil sie sich um ihre persönlichen Daten sorgten. Genau an diesem Punkt wolle man mit hoher Transparenz und strengen Sicherheitsstandards ansetzen. Durch Standards von DEKRA und BSI bei der Datenvernichtung solle das Vertrauen gestärkt werden, damit möglichst viele Altgeräte in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden.</p>
<p data-start="3376" data-end="3980">Für die Teilnahme gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Verbraucherinnen und Verbraucher können einzelne Handys direkt per Post einsenden oder selbst Sammelpartner werden. Über die Aktionsseite „Handys für die Umwelt“ lässt sich eine Sammelstelle registrieren. Nach der Anmeldung wird kostenlos eine Sammelbox bereitgestellt, die etwa in Geschäften, Schulen oder Vereinen aufgestellt werden kann. Für Kommunen und stark frequentierte Standorte stehen außerdem große Sammeltonnen für bis zu 500 Geräte zur Verfügung. Sobald mindestens 40 Geräte zusammenkommen, werden die Sammelboxen kostenlos abgeholt.</p>
<p data-start="3982" data-end="4319" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Die gespendeten Handys werden zunächst darauf geprüft, ob sie wiederverwendet werden können. Anschließend werden persönliche Daten professionell und vollständig gelöscht. Geräte, die nicht mehr nutzbar sind, werden umweltgerecht recycelt. Dabei werden verwertbare Rohstoffe zurückgewonnen und enthaltene Schadstoffe fachgerecht entsorgt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von </em>Deutsche Umwelthilfe e.V.<em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">/Veröffentlicht am 07.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deutscher Kita-Preis 2026: 30 Nominierte stehen fest</title>
		<link>https://drittewelt.de/bildung/deutscher-kita-preis-2026-30-nominierte-stehen-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nima]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 07:15:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3119</guid>

					<description><![CDATA[Beim Deutschen Kita-Preis 2026 sind deutschlandweit 15 Kitas und 15 lokale Bündnisse eine Runde weiter. Aus rund 620 Bewerbungen haben Fachleute der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, des Berliner Kita-Instituts für Qualitätsentwicklung sowie von Welt:Stadt:Quartier – Institut für Bildung, Forschung und Entwicklung insgesamt 30 Nominierte ausgewählt. Eva Wingerter-Knoke, Programmleiterin des Deutschen Kita-Preises, hob hervor, dass erneut ... <a title="Deutscher Kita-Preis 2026: 30 Nominierte stehen fest" class="read-more" href="https://drittewelt.de/bildung/deutscher-kita-preis-2026-30-nominierte-stehen-fest/" aria-label="Mehr zu Deutscher Kita-Preis 2026: 30 Nominierte stehen fest">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="223" data-end="590">Beim Deutschen Kita-Preis 2026 sind deutschlandweit 15 Kitas und 15 lokale Bündnisse eine Runde weiter. Aus rund 620 Bewerbungen haben Fachleute der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, des Berliner Kita-Instituts für Qualitätsentwicklung sowie von Welt:Stadt:Quartier – Institut für Bildung, Forschung und Entwicklung insgesamt 30 Nominierte ausgewählt.</p>
<p data-start="592" data-end="1047">Eva Wingerter-Knoke, Programmleiterin des Deutschen Kita-Preises, hob hervor, dass erneut zahlreiche beeindruckende Bewerbungen eingegangen seien. Besonders überzeugt hätten die Vielfalt und das große Engagement, mit denen gute Qualität in der frühen Bildung umgesetzt werde. Die nominierten Einrichtungen und Bündnisse setzten mit ihren Konzepten und Arbeitsweisen wichtige Impulse und orientierten sich eng an den aktuellen Lebensrealitäten von Kindern.</p>
<p data-start="1049" data-end="1190">Eine vollständige Übersicht aller nominierten Kitas und Bündnisse nach Bundesländern ist auf der Website des Deutschen Kita-Preises abrufbar.</p>
<p data-start="1192" data-end="1231"><strong data-start="1192" data-end="1231">So geht das Auswahlverfahren weiter</strong></p>
<p data-start="1233" data-end="1721">In den kommenden Wochen wird die Arbeit der Nominierten noch eingehender geprüft. Grundlage dafür sind ergänzende Bewerbungsunterlagen und digitale Interviews, mit deren Hilfe sich die Fachleute ein fundiertes Bild von der pädagogischen Qualität machen. Bis Ende Juni werden jeweils acht Finalisten in den Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ bestimmt. Im November entscheidet dann eine Jury über die Preisträger des Deutschen Kita-Preises 2026.</p>
<p data-start="1723" data-end="1762"><strong data-start="1723" data-end="1762">Wofür der Deutsche Kita-Preis steht</strong></p>
<p data-start="1764" data-end="2255">Die Auszeichnung wird seit 2018 gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie weiteren Partnern vergeben. Gewürdigt werden Kitas und Netzwerke, die die Bedürfnisse und Interessen von Kindern in den Mittelpunkt stellen. Ebenso wichtig ist, dass Kinder, Familien und Mitarbeitende einbezogen werden und die Arbeit gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Sozialraum fortlaufend weiterentwickelt wird.</p>
<p data-start="2257" data-end="2565">Der Deutsche Kita-Preis ist mit insgesamt 110.000 Euro ausgestattet. Die Erstplatzierten erhalten jeweils 25.000 Euro. Für die zweiten und dritten Plätze sind Preisgelder in Höhe von 15.000 Euro beziehungsweise 10.000 Euro vorgesehen. Alle weiteren Finalisten bekommen einen Anerkennungspreis von 1.000 Euro.</p>
<p data-start="2567" data-end="2694">Ausführliche Informationen zum Deutschen Kita-Preis und zum Auswahlverfahren sind online auf der offiziellen Website verfügbar.</p>
<p data-start="2696" data-end="2729"><strong data-start="2696" data-end="2729">Über den Deutschen Kita-Preis</strong></p>
<p data-start="2731" data-end="3066">Der Deutsche Kita-Preis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Partner sind außerdem der Deutsche Gewerkschaftsbund, die DFL Stiftung, die Marke ELTERN, die Heinz und Heide Dürr Stiftung sowie die Soziallotterie freiheit+.</p>
<p data-start="3068" data-end="3323">Mit der Auszeichnung sollen Impulse für Qualität in der frühkindlichen Bildung gesetzt werden. Gleichzeitig würdigt der Preis den Einsatz der Menschen, die in Kitas und lokalen Bündnissen jeden Tag dazu beitragen, dass gute Qualität in der Praxis gelingt.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH/Veröffentlicht am 28.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reform der Jugendhilfe: Kritik an den aktuellen Plänen</title>
		<link>https://drittewelt.de/dritte-welt/reform-der-jugendhilfe-kritik-an-den-aktuellen-plaenen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nima]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 07:03:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://drittewelt.de/?p=3116</guid>

					<description><![CDATA[Die angestrebte Reform der Kinder- und Jugendhilfe verfolgt aus Sicht des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. wichtige Ziele, sei mit den derzeit vorliegenden Entwürfen jedoch nicht in der gewünschten Weise umsetzbar. Darauf habe Christof Schaefers, im bpa-Präsidium für die Kinder- und Jugendhilfe zuständig, im Rahmen der Anhörung im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen ... <a title="Reform der Jugendhilfe: Kritik an den aktuellen Plänen" class="read-more" href="https://drittewelt.de/dritte-welt/reform-der-jugendhilfe-kritik-an-den-aktuellen-plaenen/" aria-label="Mehr zu Reform der Jugendhilfe: Kritik an den aktuellen Plänen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="66" data-end="514">Die angestrebte Reform der Kinder- und Jugendhilfe verfolgt aus Sicht des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. wichtige Ziele, sei mit den derzeit vorliegenden Entwürfen jedoch nicht in der gewünschten Weise umsetzbar. Darauf habe Christof Schaefers, im bpa-Präsidium für die Kinder- und Jugendhilfe zuständig, im Rahmen der Anhörung im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hingewiesen.</p>
<p data-start="516" data-end="1017">Er habe betont, dass es grundsätzlich sinnvoll sei, Leistungen für junge Menschen mit und ohne Behinderungen im SGB VIII zusammenzuführen. Allerdings bestehe die Gefahr, dass die inklusive Jugendhilfe unter dem bestehenden finanziellen Druck nicht fachgerecht weiterentwickelt werde. Statt einer inhaltlich tragfähigen und notwendigen Reform drohe eine bloße Reduzierung von Leistungen, die vor allem zulasten von gefährdeten jungen Menschen sowie Kindern und Jugendlichen mit Behinderung gehen könne.</p>
<p data-start="1019" data-end="1714">Zugleich werde im Kanzleramt gemeinsam mit Kommunen und Ländern über Maßnahmen beraten, mit denen Teilhabe und Leistungsangebote deutlich eingeschränkt werden könnten, um Ausgaben zu senken. Nach Einschätzung von Schaefers würden mit den aktuellen Plänen bereits erste Weichen in diese Richtung gestellt. So könnten individuelle Rechtsansprüche beschnitten werden, während die angespannte finanzielle Situation der Kommunen künftig stärker gewichtet werde als der tatsächliche Unterstützungsbedarf eines Kindes. Besonders betroffen wäre demnach das Angebot der Schulbegleitung, das in den vergangenen Jahren mit großem Aufwand ausgebaut worden sei und nun erheblich beeinträchtigt werden könnte.</p>
<p data-start="1716" data-end="2179">Aus Sicht des Verbandes sei deshalb eine grundlegende Überarbeitung der Reformvorhaben notwendig, damit die Interessen der betroffenen Kinder und Jugendlichen gewahrt bleiben. Benachteiligungen privater Träger müssten vollständig gestrichen werden. Darüber hinaus seien Korrekturen bei den vorgesehenen Regelungen zur Schulbegleitung erforderlich. Ebenso müsse das ambulante Vertragsrecht so gestaltet werden, dass eine Schiedsstellenfähigkeit sichergestellt sei.</p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von bpa &#8211; Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V./Veröffentlicht am 27.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
