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	<description>DRK-Mitarbeiter berichten von ihren Einsätzen</description>
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		<title>Kirgistan: Unter der Lupe – was ist ein Frühwarnprotokoll?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marina Schröder-Heidtmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 08:21:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es um die vorausschauende humanitäre Hilfe geht, ist immer wieder die Rede von sogenannten Frühwarnprotokollen. Doch was hat es mit dem „frühen Warnen” auf sich und welche Dinge werden darin protokolliert? Im Zuge des Forecast-based-Financing-Projekts in Kirgistan, das das DRK mit finanzieller Förderung der Deutsche Bank Stiftung unterstützt, sind gleich zwei Frühwarnprotokolle entstanden. Ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-9050 size-full" title="Kirgisische Kinder" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_kirgistan-kinder-haende-hoch-lachen.jpg" alt="Kirgisische Kinder heben ihre Hände in die Luft" width="1920" height="640" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_kirgistan-kinder-haende-hoch-lachen.jpg 1920w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_kirgistan-kinder-haende-hoch-lachen-300x100.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_kirgistan-kinder-haende-hoch-lachen-1024x341.jpg 1024w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_kirgistan-kinder-haende-hoch-lachen-768x256.jpg 768w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_kirgistan-kinder-haende-hoch-lachen-1536x512.jpg 1536w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_kirgistan-kinder-haende-hoch-lachen-723x241.jpg 723w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p><strong>Wenn es um die vorausschauende humanitäre Hilfe geht, ist immer wieder die Rede von sogenannten Frühwarnprotokollen. Doch was hat es mit dem „frühen Warnen” auf sich und welche Dinge werden darin protokolliert? Im Zuge des Forecast-based-Financing-Projekts in Kirgistan, das das DRK mit finanzieller Förderung der Deutsche Bank Stiftung unterstützt, sind gleich zwei Frühwarnprotokolle entstanden. Ein Einblick am Beispiel des </strong>„<strong>Hitzewellen-Protokolls“, dem Frühwarnprotokoll für Hitzewellen.</strong></p>
<h2>„Abschlussarbeit“ für eine neue Ära humanitärer Hilfe</h2>
<figure id="attachment_8824" aria-describedby="caption-attachment-8824" style="width: 299px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-8824" title="Shavkat Abdujabarov" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/03/bb-kirgistan-projektleiter-shavkat-abdujabarov.jpg" alt="Hat geholfen ein Frühwarnprotokoll in Kirgistan zu entwickeln: Shavkat Abdujabarov" width="299" height="199" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/03/bb-kirgistan-projektleiter-shavkat-abdujabarov.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/03/bb-kirgistan-projektleiter-shavkat-abdujabarov-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/03/bb-kirgistan-projektleiter-shavkat-abdujabarov-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 299px) 100vw, 299px" /><figcaption id="caption-attachment-8824" class="wp-caption-text">Ist inzwischen Experte rund um die vorausschauende humanitäre Hilfe: Shavkat Abdujabarov.</figcaption></figure>
<p>Ein Frühwarnprotokoll zu entwickeln, ist ein Schlüsselschritt, um in einem Land die vorausschauende humanitäre Hilfe einzuführen, weiß Shavkat Abdujabarov, Koordinator des FbF-Projekts von DRK und Kirgisischem Roten Halbmond. Es bedeutet Hilfe, die anläuft, bevor eine Katastrophe wie eine schwere Hitzewelle passiert ist – nicht erst währenddessen oder danach. Als internationaler Mitarbeiter nutzt er natürlich den englischen Fachbegriff „Early Action Protocol“ oder „EAP“, ganz wie bei der vorausschauenden humanitären Hilfe: Forecast-based Financing (FbF).</p>
<p>Unter Shavkat Abdujabarovs genauen Augen sind im Projekt zwei Frühwarnprotokolle entstanden – eines für Kältewellen und eines für Hitzewellen. Beide sind in den allerletzten Zügen vor ihrer offiziellen Bestätigung und Veröffentlichung, das Frühwarnprotokoll für Hitzewellen mit leichtem zeitlichen Vorsprung.</p>
<p>Vergleichbar ist ein Frühwarnprotokoll mit einer großen Abschlussarbeit in Studium oder Ausbildung. Alle wichtigen Erkenntnisse sind darin zusammengetragen. Schon vor und während des Projekts haben die Beteiligten dafür Daten gesammelt, untersucht und geforscht, entwickelt und geplant. Ist es fertig, läutet das Frühwarnprotokoll eine neue Phase der Katastrophenhilfe und -vorsorge in einem Land ein, ganz so wie die bestandene Abschlussarbeit für Studierende eine neue Ära im Berufsleben bedeutet.</p>
<figure id="attachment_9051" aria-describedby="caption-attachment-9051" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-9051 size-full" title="Sonne über den Bergen" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-abendsonne.jpg" alt="Sonne über den Bergen in Kirgistan" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-abendsonne.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-abendsonne-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-abendsonne-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-9051" class="wp-caption-text">Eine neue Ära humanitärer Hilfe: Durch das bestätigte Frühwarnprotokoll für Hitzewellen in Kirgistan erhalten die am meisten gefährdeten Menschen künftig Unterstützung, noch bevor die stärkste Hitze einsetzt.</figcaption></figure>
<h2>Die frühe Warnung oder: Wer wird gewarnt und wovor?</h2>
<p>Auf welche Naturgefahr sich ein Frühwarnprotokoll bezieht, steht schon sehr früh fest. So haben das DRK und der Kirgisische Rote Halbmond im Vorfeld des FbF-Projekts in Kirgistan gemeinsam mit dem Klimazentrum der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften genau untersucht, ob die vorausschauende humanitäre Hilfe in Kirgistan überhaupt anwendbar und für welche Naturgefahren der Nutzen für die betroffenen Menschen am größten ist.</p>
<p>„Neben der Analyse relevanter Dokumente wie Katastrophenrisikoprofilen oder Rechtsvorschriften haben wir mit mehr als 125 Vertreterinnen und Vertretern diverser Interessensgruppen gesprochen“, erinnert sich Shavkat Abdujabarov. „Sie waren in verschiedenen Regierungsebenen tätig, hatten Hintergründe in Technik, Wirtschaft und Wissenschaft, in der humanitären Hilfe und der Zivilgesellschaft.“ Die Erkenntnisse daraus legten deutlich nahe, das Hauptaugenmerk des Projekts auf Hitze- und Kältewellen zu legen.</p>
<p>Doch wer wird durch ein Frühwarnprotokoll eigentlich gewarnt oder geschützt? Mit welchen Maßnahmen? Und ab welcher Warnstufe? Antworten auf diese Fragen gibt ein Blick in das Dokument …</p>
<figure id="attachment_9052" aria-describedby="caption-attachment-9052" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/EAP_Titel_Schatten.png"><img loading="lazy" class="wp-image-9052" title="Titel des Dokuments" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/EAP_Titel_Schatten.png" alt="Titelblatt vom Frühwarnprotokoll für Hitzewellen in Kirgistan" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/EAP_Titel_Schatten.png 1309w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/EAP_Titel_Schatten-300x200.png 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/EAP_Titel_Schatten-1024x683.png 1024w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/EAP_Titel_Schatten-768x512.png 768w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/EAP_Titel_Schatten-723x482.png 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/EAP_Titel_Schatten-258x172.png 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9052" class="wp-caption-text">Ein zunächst unscheinbares Dokument mit großer Kraft: das Frühwarnprotokoll für Hitzewellen in Kirgistan – hier das Titelblatt.</figcaption></figure>
<h2>Das Protokoll oder: Was ist darin protokolliert?</h2>
<p>Ziel des Projekts ist es, der am meisten gefährdeten Bevölkerung frühzeitig zu helfen. Dem entsprechend ist im Frühwarnprotokoll festgelegt, wer diese Menschen sein sollen: neben 4.000 Familien, die unter der Armutsgrenze leben, sind dies 600 ältere Menschen in Pflegeheimen, 700 Kinder und Jugendliche in Waisenhäusern sowie 1.300 Kinder mit Behinderungen in Waisenhäusern und Internaten. Indirekt begünstigt werden – etwa durch Wissenszuwachs rund um den Schutz vor Hitze oder Erste Hilfe – rund 1,5 Millionen Menschen im ganzen Land.</p>
<p>Neun konkrete Maßnahmen sollen den Betroffenen im Ernstfall helfen, darunter Informationskampagnen mit Erste-Hilfe-Kursen und Animationsvideos, die Installation von Klimaanlagen sowie die Verteilung von Hygiene-Kits, Lebensmittelpaketen und Hüten. Doch bis diese Hilfe die Menschen erreicht, ist einiges zu tun. Deshalb sind im 59 Seiten umfassenden Frühwarnprotokoll für Hitzewellen in Kirgistan auch folgende Fragen beantwortet:</p>
<ul>
<li>Ab welcher Temperatur ist von einer Hitzewelle die Rede, wann wird Hilfe eingeleitet?<br />
Welche Regionen und Städte sind am stärksten von Hitzewellen bedroht (Zielgebiete)?<br />
Wie werden die Zielgruppen ausgewählt?<br />
Welche Risiken werden adressiert und mit welchem Ziel?<br />
Wie setzt sich das Budget für die Aktivierung des Protokolls und die Durchführung der Hilfsmaßnahmen zusammen?<br />
Welche Institutionen und Partner sind am Prozess beteiligt?<br />
Wer muss wann zu welchen Themen informiert bzw. tätig werden?</li>
<li></li>
</ul>
<figure id="attachment_9054" aria-describedby="caption-attachment-9054" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-9054 size-full" title="Befragungen" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-projektbesuch-gespraech-jazgul.jpg" alt="Kirgisin im Gespräch mit einem Mitatbeiter des Roten Halbmonds" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-projektbesuch-gespraech-jazgul.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-projektbesuch-gespraech-jazgul-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-projektbesuch-gespraech-jazgul-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-9054" class="wp-caption-text">Um wirksame Hilfsmaßnahmen festzulegen, haben Rothalbmond-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Betroffene zu ihren Nöten und Bedürfnissen im Falle von Hitzewellen befragt.</figcaption></figure>
<h2>So entsteht ein Frühwarnprotokoll</h2>
<p>Die Entwicklung eines Frühwarnprotokolls dauert unterschiedlich lange, je nachdem wie verfügbar die verschiedenen Daten – zum Beispiel meteorologische Daten oder Informationen zu den Auswirkungen von Wetterextremen – sind, unter anderem aber auch welches Personal zur Verfügung steht. „Das Frühwarnprotokoll für Hitzewellen zu entwickeln, hat in Kirgistan fast zwei Jahre gedauert“, berichtet der Projektkoordinator. „Mit der Entwicklung waren bei uns drei Personen befasst, darunter eine ständige Beraterin des Nationalen Hydrometeorologischen Dienstes. Zusätzlich waren in verschiedenen Phasen weitere Fachleute etwa vom Klimazentrum der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung beteiligt.“</p>
<figure id="attachment_9055" aria-describedby="caption-attachment-9055" style="width: 299px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-9055" title="Projektbesuch" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-projektbesuch-drk-dorf.jpg" alt="Rotkreuz- und Rothalbmond-Mitarbeiter laufen auf einer Dorfstraße" width="299" height="199" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-projektbesuch-drk-dorf.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-projektbesuch-drk-dorf-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-projektbesuch-drk-dorf-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 299px) 100vw, 299px" /><figcaption id="caption-attachment-9055" class="wp-caption-text">Besuch in einem Dorf der Region Naryn: Es ist wichtig, die Projektregionen gut zu kennen.</figcaption></figure>
<p>Bis zum fertigen Protokoll ist es ein intensiver Prozess. So wurden die Hilfsmaßnahmen im Sommer 2019 und 2020 beispielsweise getestet, um Schwächen auszumachen und Abläufe sowie die Hilfsmaßnahmen verbessern zu können. Die Erkenntnisse daraus sind bereits in das Frühwarnprotokoll eingearbeitet, sodass es von Shavkat Abdujabarov an die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften geschickt wurde. Dort wird es derzeit von Expertinnen und Experten auf Herz und Nieren geprüft, um mit Kommentaren wieder zurück zum Kirgisischen Roten Halbmond zu kommen.</p>
<p>Ist es dann wieder überarbeitet, kann es von der Internationalen Föderation offiziell bestätigt und zum Einsatz freigegeben werden. Das ist wichtig, weil künftig nur mit anerkanntem Frühwarnprotokoll finanzielle Mittel für die frühen Hilfsmaßnahmen bereitstehen können.</p>
<figure id="attachment_9056" aria-describedby="caption-attachment-9056" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-9056 size-full" title="Rothalbmond-Jacke" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-rothalbmondjacke.jpg" alt="Jacke eines Rothalbmond-Helfers" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-rothalbmondjacke.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-rothalbmondjacke-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/ab_kirgistan-rothalbmondjacke-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-9056" class="wp-caption-text">Auch wenn das Frühwarnprotokoll für Hitzewellen in Kirgistan von der Internationalen Föderation offiziell bestätigt wurde, ist es wichtig, Hilfsprozess und -maßnahmen immer wieder kritisch zu prüfen, um den gefährdeten Menschen weiterhin effektiv helfen zu können.</figcaption></figure>
<h2>Sicherheit für Hilfsempfänger und Helfende</h2>
<p>Shavkat Abdujabarov ist zufrieden, dass sowohl das Frühwarnprotokoll für Hitzewellen als auch das Protokoll für Kältewellen kurz vor der Bestätigung sind. Ein Durchbruch für ganz Zentralasien, wo es bisher keine vorausschauende humanitäre Hilfe gab. „Wir haben großes Glück, einen so einzigartigen Förderer wie die Deutsche Bank Stiftung zu haben, die es uns ermöglicht hat, das FbF-Projekt in Kirgistan – und Tadschikistan – durchzuführen und innerhalb unseres Projekts alle Phasen zur Einrichtung des FbF-Mechanismus zu durchlaufen“, sagt der Projektkoordinator. Dazu gehört eben auch die Entwicklung der Frühwarnprotokolle, die nicht nur gefährdeten Menschen, sondern auch Helfenden mehr Sicherheit geben.</p>
<p><strong>Dieser Beitrag gehört zu unserer Serie „Ein Projekt – viele Geschichten”. <a title="" href="https://blog.drk.de/?s=Kirgistan-Serie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Finden Sie hier weitere Folgen der Serie</a></strong><strong>.</strong></p>
<p>» <a title="" href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/asien/zentralasien-katastrophenvorsorge-durch-wettervorhersagen/">Erfahren Sie mehr über das FbF-Projekt.</a></p>
<p>» <a title="" href="https://www.forecast-based-financing.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lernen Sie mehr über das Forecast-based Financing kennen.</a></p>
<p>Fotos: K. Puche/DRK, N. Chynalieva/DRK</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Besuchen Sie auch unsere Multimediaseite zum Projekt in Kirgistan:</h3>
<p><iframe loading="lazy" src="https://creator.hosted-pageflow.com/teasers/ein-projekt-viele-geschichten-fbf-in-kirgistan" width="723" height="482" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Beirut: Ein Jahr nach der Explosion — Fotostory</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2021 14:27:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Am 4. August 2020 um ca. 18:07 Uhr erschüttert eine gewaltige Explosion die libanesische Hauptstadt Beirut. Durch die Wucht und die Druckwelle wurden der Hafen zerstört und umliegende Gebiete schwer beschädigt. Etwa 6.000 Menschen wurden verletzt und mindestens 200 Personen getötet. 300.000 Menschen verloren durch die Katastrophe ihr Obdach. Mehrere Krankenhäuser der Stadt wurden teils [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" class="alignleft wp-image-9020 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_Beirut_Explosion.jpg" alt="Mitarbeitende des Libanesischen Roten Kreuzes. Copyright: Libanesisches Rotes Kreuz" width="1920" height="550" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_Beirut_Explosion.jpg 1920w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_Beirut_Explosion-300x86.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_Beirut_Explosion-1024x293.jpg 1024w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_Beirut_Explosion-768x220.jpg 768w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_Beirut_Explosion-1536x440.jpg 1536w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/header_Beirut_Explosion-723x207.jpg 723w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><br />
<strong>Am 4. August 2020 um ca. 18:07 Uhr erschüttert eine gewaltige Explosion die libanesische Hauptstadt Beirut. Durch die Wucht und die Druckwelle wurden der Hafen zerstört und umliegende Gebiete schwer beschädigt. Etwa 6.000 Menschen wurden verletzt und mindestens 200 Personen getötet. 300.000 Menschen verloren durch die Katastrophe ihr Obdach. Mehrere Krankenhäuser der Stadt wurden teils stark beschädigt.</strong></p>
<figure id="attachment_9010" aria-describedby="caption-attachment-9010" style="width: 292px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-9010 size-medium" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-20-polaroid-292x300.jpg" alt="Rauchwolke über dem Beiruter Hafen" width="292" height="300" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-20-polaroid-292x300.jpg 292w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-20-polaroid.jpg 399w" sizes="(max-width: 292px) 100vw, 292px" /><figcaption id="caption-attachment-9010" class="wp-caption-text">Der Augenblick der Explosion am Beiruter Hafen. Foto: Oana Bara/DRK</figcaption></figure>
<p>Das Libanesische Rote Kreuz (LRK) hat unmittelbar nach der Explosion alle Einsatzkräfte des landesweiten Rettungsdienstes alarmiert. Insgesamt waren 75 Ambulanzen und 375 Rettungskräfte aus dem ganzen Land pausenlos im Einsatz. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) arbeitet bei seinem Hilfseinsatz eng mit dem LRK zusammen.</p>
<figure id="attachment_8998" aria-describedby="caption-attachment-8998" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-8998 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-02.jpg" alt="" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-02.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-02-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-02-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8998" class="wp-caption-text">Vor den Trümmern des Hafens steht ein Rotkreuzmitarbeiter. Foto: Libanesisches Rotes Kreuz</figcaption></figure>
<p>Die Katastrophe trifft das Land schwer. Die COVID-19-Pandemie, und dazu eine Finanz- und Wirtschaftskrise haben bereits sämtliche Strukturen des Landes stark geschwächt. Für die vielen Betroffenen ist die Explosion auf verschiedenen Ebenen ein schrecklicher Schicksalsschlag.</p>
<figure id="attachment_8997" aria-describedby="caption-attachment-8997" style="width: 723px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-8997" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-01.jpg" alt="Schreckliche Zerstörung am Hafen von Beirut" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-01.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-01-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-01-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8997" class="wp-caption-text">Schreckliche Zerstörung am Hafen von Beirut. Foto: Libanesisches Rotes Kreuz</figcaption></figure>
<p>Viele haben ihre Liebsten verloren, andere sind verletzt oder haben ihr Zuhause verloren. Die zerstörten Wohnungen können aufgrund der steigenden Preise für Material, wie Holz, Aluminium und Glas – und den Wertverlust der libanesischen Lira – nicht sofort wiederaufgebaut werden.</p>
<figure id="attachment_9006" aria-describedby="caption-attachment-9006" style="width: 723px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" class="wp-image-9006 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-13.jpg" alt="Hilfsgüter des DRK werden am Flughafen Schönefeld verladen" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-13.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-13-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-13-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-9006" class="wp-caption-text">Abflug eines DRK-Hilfsfluges mit dringend benötigten Hilfsgütern nach Beirut vom Flughafen Berlin-Schönefeld. Foto: Gerd Breloer/DRK</figcaption></figure>
<p>Das DRK ist seit vielen Jahren vor Ort aktiv und steht in engem Austausch mit seinem langjährigen Partner, dem Libanesischen Roten Kreuz. Ein Hilfsflug mit 43 Tonnen Hilfsgütern wurde vier Tage nach der Explosion nach Beirut entsendet. Insgesamt hat das Auswärtige Amt den DRK-Hilfsflug mit mehr als 1,5 Millionen Euro unterstützt. Die 43 Tonnen Hilfsgüter entsprechen in etwa der Ladung von sechs großen LKWs mit Anhänger.</p>
<figure id="attachment_9005" aria-describedby="caption-attachment-9005" style="width: 723px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-9005" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-12.jpg" alt="Hilfgüter für die libanesische Bevölkerung" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-12.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-12-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-12-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-9005" class="wp-caption-text">Foto: Gero Breloer/DRK</figcaption></figure>
<p>Mit an Bord waren: Erste-Hilfe-Sets, Verbandsmaterialien, Decken, Werkzeuge für den Aufbau von Notunterkünften, Küchenutensilien, Hygienepakete, Medizinische Hilfsgüter, Covid-19-Schutzausstattung.</p>
<figure id="attachment_9026" aria-describedby="caption-attachment-9026" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-9026 size-medium" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/spenden-flyout-libanon-300x260.jpg" alt="" width="300" height="260" /><figcaption id="caption-attachment-9026" class="wp-caption-text">Es werden Hilfsgüter für die libanesische Bevölkerung, aber auch für aus Syrien in den Libanon Geflüchtete verteilt.</figcaption></figure>
<p>Noch am selben Tag trifft der Hilfsflug in Beirut ein und wird von Botschafter Andreas Kindl in Empfang genommen. Direkt wird das Hilfsmaterial gelagert und an die Verteilstellen ausgeliefert, damit es so schnell wie möglich bei der betroffenen Bevölkerung ankommt.</p>
<figure id="attachment_9000" aria-describedby="caption-attachment-9000" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-9000 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-06.jpg" alt="Die Mitarbeitenden des Deutschen und Libanesischen Roten Kreuzes" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-06.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-06-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-06-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-9000" class="wp-caption-text">Mitarbeitende des Deutschen und Libanesischen Roten Kreuzes und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Foto: Libanesisches Rotes Kreuz</figcaption></figure>
<p>Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung arbeitet nach der Explosion in Beirut Hand in Hand und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Notfalloperation des Libanesischen Roten Kreuzes. Im ersten Monat nach der Explosion konnte das LRK so mehr als 51.000 Menschen mit Hilfsgütern erreichen.</p>
<p><img loading="lazy" class="alignleft size-full wp-image-8999" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-03.jpg" alt="Außenminister Heiko Maas überreicht einen Scheck" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-03.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-03-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/08/Libanon-Beirut-Explosion-03-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /></p>
<p>Außenminister Heiko Maas überreicht am 12.08.2020 einen Scheck in Höhe von 1 Million Euro an das Libanesische Rote Kreuz für die humanitäre Hilfe nach der verheerenden Explosion.</p>
<figure id="attachment_8728" aria-describedby="caption-attachment-8728" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-8728 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/02/Libanon_Familie2_Freiwillige.jpg" alt="Empfängerin von Bargeldhilfe und Helferin des Libanesischen Roten Kreuzes" width="723" height="500" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/02/Libanon_Familie2_Freiwillige.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/02/Libanon_Familie2_Freiwillige-300x207.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8728" class="wp-caption-text">Foto: Schweizerisches Rotes Kreuz</figcaption></figure>
<p>Die Hilfe aus Deutschland erreicht die Betroffenen auf vielen Wegen. Mit finanzieller Hilfe des Auswärtigen Amtes arbeiten das DRK und das LRK zusammen, um die Menschen auch mit Bargeldhilfe zu erreichen. Ein wichtiges Projekt, welches den Betroffenen ein Stück Eigenbestimmung zurückgibt. Das Libanesische Rote Kreuz unterstützt insgesamt 9.800 Haushalte, ca. 1.000 davon mit deutscher Hilfe, die von der Explosion betroffen sind, mit 300 US-Dollar, umgerechnet ca. 250 Euro im Monat über einen Zeitraum von 7 Monaten. Auch Rania erhält die Bargeldhilfe und ist dafür sehr dankbar. „Mit der Bargeldhilfe des Roten Kreuzes kann ich Medikamente kaufen. Auch Lebensmittel und Kleider für die Kinder brauchen wir dringend“. (Siehe Blogbeitrag: <a title="Libanon: &quot;Jeder überlebt nur noch&quot;" href="https://blog.drk.de/libanon-mittlerweile-der-punkt-erreicht-wo-niemand-mehr-etwas-hat/">Libanon: &#8222;Jeder überlebt nur noch.&#8220;</a></p>
<figure id="attachment_8745" aria-describedby="caption-attachment-8745" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-8745 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/02/Libanon-Beirut-Rotkreuzmitarbeiterin.jpg" alt="Mitarbeitende des Libanesischen Roten Kreuzes" width="723" height="475" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/02/Libanon-Beirut-Rotkreuzmitarbeiterin.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/02/Libanon-Beirut-Rotkreuzmitarbeiterin-300x197.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8745" class="wp-caption-text">Foto: Libanesisches Rotes Kreuz</figcaption></figure>
<p>Pamela Saab ist 23 und arbeitet als Community Engagement and Accountability Officer im Katastrophenmanagement-Team des LRK. Sie ist schon seit 2018 beim Libanesischen Roten Kreuz. Nach dem Unglück war es ihre Aufgabe, die LRK-Hotline aufzusetzen, um die völlig überlastete Ambulanz-Hotline zu entlasten. Sechs Monate nach der Explosion schilderte sie uns ihre Eindrücke:<br />
„Zwei Wochen lang haben wir nur gearbeitet, im Schock. Wir hatten keine Zeit darüber nachzudenken was passiert ist. Oder hätte passieren können. Das sind die Gedanken, die kommen, wenn man wieder ein wenig mehr Zeit hat. Was wäre passiert, wenn ich nicht nach Hause gefahren wäre, wenn ich im Office oder bei einem meiner Freunde im Zentrum Beiruts gewesen wäre. In meinem Büro an meinem Arbeitsplatz ist das Fenster auf den Schreibtisch geschleudert worden. All diese Dinge, die einem heute noch durch den Kopf gehen. Wir sehen immer noch überall die Zerstörung, Menschen fragen einen auf der Straße nach Medikamenten, die sie hier in den Apotheken nicht mehr bekommen. Die Explosion hat die Bedürfnisse auf allen Ebenen um ein Vielfaches vergrößert. Wir haben schon in einer Krise gelebt – 50 % der libanesischen Bevölkerung lebt mittlerweile unter der Armutsgrenze – und die Explosion hat das nur noch verschlimmert. Jetzt müssen sich die Menschen nicht nur Gedanken machen, wie sie Essen besorgen, sondern auch, wie sie ihr Zuhause wiederaufbauen können“.</p>
<p>» <a title="" href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/nahost/explosion-im-libanon-rotes-kreuz-im-einsatz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lesen Sie mehr über die DRK-Hilfe für Beirut ein Jahr nach der Explosion.</a></p>
<p>» <a title="" href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/nahost/libanon-2020/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lesen Sie mehr über die langjährige DRK-Hilfe im Libanon.</a></p>
<p>» <a title="" href="https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/jahrestag-der-explosion-in-beirut-am-4-august-drk-kein-ende-der-schweren-krise-im-libanon-in-sicht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lesen Sie unsere Pressemitteilung zu &#8222;Jahrestag der Explosion in Beirut&#8220;.</a></p>
<p>» <a title="" href="https://www.drk.de/corona-nothilfe-weltweit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erfahren Sie mehr über unsere weltweite Hilfe rund um das Coronavirus.</a></p>
<p><em>Fotos: DRK/Libanesisches Rotes Kreuz</em></p>
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		<title>Myanmar: Einsatz in schwieriger Zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[wispler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 15:19:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Orte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Freiwilligen des Myanmarischen Roten Kreuzes (MRCS) sind angesichts der unsicheren Lage und der Corona-Pandemie besonders gefordert, um Verletzten und anderen Menschen in Not zu helfen. Zwei von ihnen berichten hier von ihren Einsätzen und Erfahrungen. “Diese Zeiten sind nicht normal, aber ich bin auf meine Einsätze vorbereitet”, sagt Hein Latt Naing, 30 Jahre alt und seit 15 Jahren als Freiwilliger beim [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b><img loading="lazy" class="aligncenter wp-image-8953" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/slider_Freiwillige_helfen_in_Myanmar-300x86.jpg" alt="" width="1900" height="544" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/slider_Freiwillige_helfen_in_Myanmar-300x86.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/slider_Freiwillige_helfen_in_Myanmar-1024x293.jpg 1024w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/slider_Freiwillige_helfen_in_Myanmar-768x220.jpg 768w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/slider_Freiwillige_helfen_in_Myanmar-1536x440.jpg 1536w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/slider_Freiwillige_helfen_in_Myanmar-723x207.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/slider_Freiwillige_helfen_in_Myanmar.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1900px) 100vw, 1900px" />Die Freiwilligen des Myanmarischen Roten Kreuzes (MRCS) sind angesichts der unsicheren Lage und der Corona-Pandemie besonders gefordert, um Verletzten und anderen Menschen in Not zu helfen. Zwei von ihnen berichten hier von ihren Einsätzen und Erfahrungen.</b></p>
<p>“Diese Zeiten sind nicht normal, aber ich bin auf meine Einsätze vorbereitet”, sagt Hein Latt Naing, 30 Jahre alt und seit 15 Jahren als Freiwilliger beim Myanmarischen Roten Kreuz in Thingangyun in der Metropole Yangon.</p>
<p>Vor Februar 2021 arbeitete er als stellvertretender Leiter eines Covid-19-Quarantäne-Stützpunkts in seiner Gemeinde. Er half dabei, Menschen, die unter Quarantäne standen, zu versorgen und zu testen, und er sorgte auch für die Reinigung und Desinfektion dieser Stationen.</p>
<p><img loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-8970" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Myanmar_Freiwillige_versorgen_Verwundete_723.jpg" alt="" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Myanmar_Freiwillige_versorgen_Verwundete_723.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Myanmar_Freiwillige_versorgen_Verwundete_723-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Myanmar_Freiwillige_versorgen_Verwundete_723-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" />Seit Beginn der Unruhen in Myanmar Anfang Februar  kam es immer wieder zu Demonstrationen. Ende März weiteten sich die Unruhen, die in den Städten Yangon und Mandalay begannen, auf Städte und Dörfer im ganzen Land aus.</p>
<p>&#8222;Als die Proteste begannen, eröffneten wir drei Erste-Hilfe-Stationen, um jedem zu helfen, der in Not war&#8220;, erklärt Naing. &#8222;Damals hatten wir nicht so viel zu tun und behandelten hauptsächlich Menschen mit Kreislaufproblemen sowie kleinere Verletzungen von Motorradunfällen.&#8220;</p>
<h2>Rettung per Motorrad</h2>
<figure id="attachment_8965" aria-describedby="caption-attachment-8965" style="width: 299px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-8965 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Motorrad_Myanmar_299.jpg" alt="Rettung per Motorrad" width="299" height="499" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Motorrad_Myanmar_299.jpg 299w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Motorrad_Myanmar_299-180x300.jpg 180w" sizes="(max-width: 299px) 100vw, 299px" /><figcaption id="caption-attachment-8965" class="wp-caption-text">Krankentransport mit dem Motorrad</figcaption></figure>
<p>Seit dem Ausbruch von gewalttätigen Auseinandersetzungen im März ist der humanitäre Bedarf vor Ort immens gestiegen. Die politisch angespannte Lage hat Auswirkungen auf das gesamte öffentliche Leben, und eben auch auf die Arbeit der Ersthelfenden.</p>
<p>&#8222;Die Straßen um unseren Bezirk waren blockiert, und der Krankenwagen war mit einem anderen Fall beschäftigt, also zog ich meine Rotkreuz-Uniform an, nahm meinen Ausweis und ging hinaus, um zu helfen&#8220;, sagte Naing. &#8222;Einer der Männer, die ich in dieser Nacht antraf, war schwer verwundet. Ich, hob ich ihn auf mein Motorrad und band seinen Oberkörper mit einem Longyi (Stück Stoff) an meinen Körper, und wir fuhren zum Krankenhaus. Ein Arzt aus unserer Station hatte ihm eine Infusion gelegt, die ich an einem Bambusstab hielt, während ich schnell durch die dunklen Straßen fuhr. In dieser Nacht habe ich das Leben dieses Mannes gerettet&#8220;.</p>
<h2>Unübersichtliche Lage</h2>
<figure id="attachment_8969" aria-describedby="caption-attachment-8969" style="width: 299px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-8969 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Frau_Myanmar_299.jpg" alt="Freiwillige Rotkreuzheferin" width="299" height="263" /><figcaption id="caption-attachment-8969" class="wp-caption-text">Die 41-jährige Lay schildert die unübersichtliche Lage.</figcaption></figure>
<p>Nach den Ereignissen im Februar verbreiteten sich Wochen später Falschmeldungen, die die Neutralität der Freiwilligen des Roten Kreuzes anzweifelten. Daraufhin kam es zu Angriffen auf Rotkreuzhelfer.</p>
<p>Die 41-jährige Lay Lay Khat, eine erfahrene ältere Rotkreuz-Freiwillige aus Mon Sate, war dabei: &#8222;Unser Leben stand auf dem Spiel. Die größte Herausforderung für uns ist, dass alle Seiten verstehen, dass das Rote Kreuz immer neutral ist. An diesem Tag musste ich den Gemeindeleitern sehr vorsichtig erklären, wer wir sind, um die Situation zu entschärfen.&#8220;</p>
<p>Am selben Tag kam es zu einem weiteren Einsatz. Lay Lay Khats Team eilte zur Einsatzstelle und versuchte Verletzte zu evakuieren. &#8222;Ich schnappte mir die Fahne des Roten Kreuzes, um zu zeigen, wer wir sind. Wir haben allein an diesem Tag mindestens 30 Verwundete medizinisch erstversorgt&#8220;, erzählt sie.</p>
<p><img loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-8977" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Hilfsgueter-Myanmar_723.jpg" alt="" width="723" height="477" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Hilfsgueter-Myanmar_723.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Hilfsgueter-Myanmar_723-300x198.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" />Die Rotkreuz-Freiwilligen haben auch Lebensmittel, Decken, Moskitonetze und Hygieneartikel verteilt an Menschen, die vertrieben oder deren Häuser zerstört wurden.</p>
<h2>Immer schwierigere Bedingungen im ganzen Land</h2>
<p>Die Situation in Myanmar wird seit Februar 2021 für die Menschen immer schwieriger. Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist stetig gestiegen, während sich die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen weiter verschlechtern. Krankenhäuser und das öffentliche Gesundheitswesen funktionieren kaum noch, und das Bankenwesen, der Transport und die Versorgungsketten von Lebensmitteln, anderen Waren und Dienstleistungen sind stark gestört.</p>
<figure id="attachment_8976" aria-describedby="caption-attachment-8976" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-8976 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Freiwillige_verteilen_in_Myanmar_723.jpg" alt="" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Freiwillige_verteilen_in_Myanmar_723.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Freiwillige_verteilen_in_Myanmar_723-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Freiwillige_verteilen_in_Myanmar_723-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8976" class="wp-caption-text">Öl und Reis für eine Familie, die in der derzeitigen Krise auf die Hilfe des Myanmarischen Roten Kreuzes angewiesen ist.</figcaption></figure>
<p>Die medizinische Notfallversorgung und die Gesundheitsdienste in den Krankenhäusern, einschließlich der Versorgung von Müttern und Neugeborenen, sind extrem eingeschränkt. Freiwillige des Myanmarischen Roten Kreuzeswurden in allen Regionen des Landes zusammen mit 143 Krankenwagen mobilisiert, um Hilfebedürftige zu unterstützen.</p>
<p>Mehr als 2.000 Freiwillige des Roten Kreuzes betrieben rund 400 Erste-Hilfe-Posten, um in den drei Monaten rund 3.000 Menschen zu versorgen. Die Erste-Hilfe-Teams haben außerdem Hunderte Menschen in Krankenhäuser transportiert und dabei auch eine Reihe von größeren und kleineren Verletzungen, einschließlich Schusswunden, behandelt.</p>
<p>In Gebieten, in denen die lokale Bevölkerung keinen Zugang zu medizinischen Einrichtungen hat, hat das Myanmarische Rote Kreuz Erste-Hilfe-Posten und Gemeindekliniken in seinen Zweigstellen eingerichtet, in denen freiwillige Ärzte und medizinisches Personal die medizinische Grundversorgung sicherstellen. Die Erste-Hilfe-Teams des Myanmarischen Roten Kreuzes haben bei der Überweisung von rund 600 Patienten zur weiteren Behandlung in Krankenhäusern oder medizinischen Zentren geholfen und außerdem 64 schwangeren Frauen und Neugeborenen geholfen, eine Notfallbehandlung zu erhalten.</p>
<h2>Medizinisches Personal wird in Myanmar zur Zielscheibe</h2>
<p>Seit Anfang Februar 2021 gab es 158 gemeldete Angriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die laut der Weltgesundheitsorganisation zu 11 Todesfällen und 51 Verletzungen führten.</p>
<p><img loading="lazy" class="aligncenter wp-image-8985" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Freiwillige_helfen_in_Myanmar-550.jpg" alt="" width="723" height="542" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Freiwillige_helfen_in_Myanmar-550.jpg 733w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Freiwillige_helfen_in_Myanmar-550-300x225.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/07/Freiwillige_helfen_in_Myanmar-550-723x542.jpg 723w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" />&#8222;Viele der humanitären Organisationen können sich jetzt nicht mehr so frei bewegen&#8220;, erklärt Hein Latt Naing. &#8222;Das Rote Kreuz ist eine der wenigen Organisationen, die diese Dienste anbieten können. Ich engagiere mich, weil ich stolz darauf bin, Mitglied des Roten Kreuzes zu sein. Ich möchte den Menschen einfach nach besten Kräften helfen. Es gibt eine Hotline-Nummer, unter der die Leute von unserem Gemeindebüro aus einen Krankenwagen anfordern können&#8220;, sagt Naing. &#8222;Dieser bringt die Patienten kostenlos ins Krankenhaus. Wir arbeiten Tag und Nacht und kehren manchmal erst um 3.00 Uhr morgens ins Büro zurück.&#8220;</p>
<p><em>Text und Fotos: <a href="https://ifrc.exposure.co/working-on-the-frontlines" target="_blank" rel="noopener">Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC)</a></em></p>
<hr />
<p>Was macht das Deutsche Rote Kreuz in Myanmar:</p>
<blockquote><p>Das DRK unterstützt das Myanmarische Rote Kreuz bei der Durchführung von Rettungs- und Erste-Hilfe-Maßnahmen in den Regionen Yangon und Kachin.</p>
<p>Erste Hilfe ist einer der Schwerpunkte des DRK in Myanmar. Dabei geht es darum, die Kapazität von MRCS durch Erste-Hilfe-Leitlinien, Trainingsmaterial und Aktionspläne zu stärken.</p>
<p>Derzeit werden diese Grundlagen auf nationaler Ebene durch regionale und lokale Aktivitäten praktisch umgesetzt: Grundlagentrainings in Erster Hilfe für Mitarbeitende, Freiwillige, Gemeinden und lokale Multiplikatoren, außerdem Erste Hilfe-Trainings mit Schwerpunkten auf Traumata oder psychosoziale Unterstützung im Zusammenhang mit Covid-19</p>
<p>Außerdem wurden mit Unterstützung des DRK 1.500 Erste-Hilfe-Pakete sowie 5.000 Infobroschüren verteilt und 80 Freiwillige im Umgang mit Massenanfällen von Verletzten geschult.</p>
<p>Zusätzlich unterstützt das DRK mobile Erste-Hilfe-Stationen, Ambulanzen und persönliche Schutzausrüstung für Mitarbeiter und Freiwillige.</p>
<p>Sobald die Schulen wieder geöffnet sind, werden dortige Erste-Hilfe-Aktivitäten wieder aufgenommen, um Schülerinnen und Schüler als künftige Wissensträger und potenzielle Ersthelfer auszubilden.</p></blockquote>
<p>&gt;&gt; Unsere aktuelle Pressemitteilung zu Myanmar: <a title="" href="https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/unruhen-humanitaere-lage-in-myanmar-verschlechtert-sich-drk-hilft/" target="_blank" rel="noopener">https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/unruhen-humanitaere-lage-in-myanmar-verschlechtert-sich-drk-hilft/</a></p>
<p>&gt;&gt; <a title="" href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/asien/myanmar/" target="_blank" rel="noopener">Zu den Projekten des DRK in Myanmar</a></p>
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		<title>Kirgistan: „Ich bin stolz, am Projekt teilzunehmen“</title>
		<link>https://blog.drk.de/kirgisische-wetterexpertin-ueber-fbf-projekt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marina Schröder-Heidtmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2021 15:25:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Makhbuba Kasymova, leitende Meteorologin des Nationalen Hydrometeorologischen Dienstes in Kirgistan, arbeitet eng mit dem Team des Forecast-based-Financing-Projekts zusammen, das das DRK gemeinsam mit dem Kirgisischen Roten Halbmond und mit finanzieller Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung im Land durchführt. Die kirgisische Wetterexpertin berät das Team, hat selbst aber auch eine Menge dazugelernt. Fundierte Erfahrung und neue [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" class="alignnone wp-image-8933 size-full" title="Makhbuba Kasymova" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/buehne-kirgistan-makhbuba-wetterkarten-pc.jpg" alt="Kirgisische Wetterexpertin an Bildschirmen mit Wetterkarten" width="723" height="241" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/buehne-kirgistan-makhbuba-wetterkarten-pc.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/buehne-kirgistan-makhbuba-wetterkarten-pc-300x100.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /></p>
<p><strong>Makhbuba Kasymova, leitende Meteorologin des Nationalen Hydrometeorologischen Dienstes in Kirgistan, arbeitet eng mit dem Team des Forecast-based-Financing-Projekts zusammen, das das DRK gemeinsam mit dem Kirgisischen Roten Halbmond und mit finanzieller Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung im Land durchführt. Die kirgisische Wetterexpertin berät das Team, hat selbst aber auch eine Menge dazugelernt.</strong></p>
<h2>Fundierte Erfahrung und neue Erkenntnisse</h2>
<figure id="attachment_8937" aria-describedby="caption-attachment-8937" style="width: 299px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-8937" title="Projektbeteiligte" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-makhbuba-und-shavkat.jpg" alt="DRK-Mitarbeiter und Meteorologin vor Plakat" width="299" height="199" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-makhbuba-und-shavkat.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-makhbuba-und-shavkat-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-makhbuba-und-shavkat-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 299px) 100vw, 299px" /><figcaption id="caption-attachment-8937" class="wp-caption-text">Haben gemeinsam Erfolge erzielt: Shavkat Abdujabarov, Koordinator des FbF-Projekts, und Makhbuba Kasymova</figcaption></figure>
<p>Ohne umfangreiches Wissen um die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der verfügbaren Wettervorhersagen im Land wäre das DRK-Projekt zur vorausschauenden humanitären Hilfe in Kirgistan kaum denkbar. Schließlich braucht es, um gefährdeten Menschen bei drohenden Wetterextremen frühzeitig helfen zu können, belastbare und genaue Wettervorhersagen, die auf schwere Hitze- und Kältewellen hinweisen – indem sie etwa das Erreichen kritischer Temperatur- oder Luftdruckwerte anzeigen. Deshalb spielen Makhbuba Kasymova und ihr Team für die vorausschauende humanitäre Hilfe in ihrem Heimatland eine wichtige Rolle. Seit Beginn des Projekts Anfang 2019 wirken sie daran mit und arbeiten eng mit Partnern wie dem Klimazentrum der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zusammen.</p>
<p>Gemeinsam haben sie viel erreicht, doch in ihrem Fazit nach zweieinhalb Jahren Arbeit erzählt die bescheidene Expertin nicht etwa zuerst von den Errungenschaften des Projekts. Sie sagt, was sie gelernt hat: „Ich habe mein Wissen über Naturgefahren in anderen Ländern vertieft; auch darüber, welche Aktivitäten helfen, um ihre Folgen abzuschwächen. Durch die Teilnahme an Foren und Workshops wurde mir noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass Warnungen genau sind und rechtzeitig kommuniziert werden – insbesondere, wenn es darum geht, gefährdete Menschen zu schützen.“</p>
<figure id="attachment_8935" aria-describedby="caption-attachment-8935" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-8935 size-full" title="Das Team" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-makhbuba-kolleginam-pc.jpg" alt="Kirgisische Wetterexpertin mit Kollegin vor Bildschirmen mit Wetterkarten" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-makhbuba-kolleginam-pc.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-makhbuba-kolleginam-pc-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-makhbuba-kolleginam-pc-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8935" class="wp-caption-text">Die kirgisische Wetterexpertin und ihr Team haben daran mitgewirkt, Frühwarnprotokolle zu entwickeln, in denen festgehalten wird, was bei drohenden Hitze- und Kältewellen zu tun ist.</figcaption></figure>
<h2>Lokale Eigenheiten machen einen Unterschied</h2>
<p>Im Zuge des Projekts hat sich Makhbuba Kasymova intensiv mit der vorausschauenden humanitären Hilfe (Forecast-based Financing) beschäftigt, vor allem rund um Hitze- und Kältewellen. „Es war sehr aufschlussreich, sich mit den Definitionen dieser gefährlichen Phänomene auseinanderzusetzen und verschiedene Ansätze kennenzulernen, wie man diese vorab erkennen kann. Die Analyse unserer Daten zeigte, dass die von uns verwendeten Trigger neu berechnet werden müssen.“ Trigger sind Auslöser bzw. Schwellenwerte, die ein kritisches Risiko für ein bestimmtes Wetterextrem anzeigen, sie können zum Beispiel auf der Temperatur oder dem Luftdruck basieren. Und Makhbuba Kasymova hat festgestellt, dass sich etwa ein bestimmter Lufttemperaturwert nicht als einheitlicher Trigger für alle Regionen und Bezirke Kirgistans eignet.</p>
<figure id="attachment_8939" aria-describedby="caption-attachment-8939" style="width: 299px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-8939" title="Bergkette in Kirgistan" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-bergkette_schneee.jpg" alt="Blick auf Gletscher bedeckte Bergkette in Kirgistan" width="299" height="199" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-bergkette_schneee.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-bergkette_schneee-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-bergkette_schneee-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 299px) 100vw, 299px" /><figcaption id="caption-attachment-8939" class="wp-caption-text">In den verschiedenen Regionen Kirgistans gibt es große Temperaturschwankungen. Die bisher tiefste gemessene Temperatur wurde im Suusamir-Gebirgstal mit -50 °C dokumentiert.</figcaption></figure>
<p>Die komplizierte Orographie (Spezialgebiet innerhalb der Geowissenschaften) – also Faktoren wie Höhenstrukturen, die Beschaffenheit der Bodenoberfläche oder die Fließverhältnisse von Gewässern – des Landes habe einen großen Einfluss auf die Klimabedingungen, und damit auch darauf, ab wann bestimmte Temperaturextreme für die Bevölkerung katastrophale Auswirkungen haben können. Deshalb sei es notwendig, immer die lokalen klimatischen Bedingungen sowie auch Daten zu Vulnerabilität und geographischen Gegebenheiten einer Region zu berücksichtigen, wenn Schwellenwerte entwickelt werden, betont die Wetterexpertin.</p>
<h2>Fruchtbare internationale Zusammenarbeit</h2>
<p>Makhbuba Kasymova erinnert sich an den Beginn des Projekts: „Es gab keinen Ansatz, wie Trigger für Hitzewellen zu berechnen sind. Wir haben ein paar Ansätze kennengelernt, aber für die klimatischen Bedingungen in Kirgistan waren sie nicht geeignet.“ FbF ist für extremes Wetter entwickelt, also für Hitze, die für die Bevölkerung schwerwiegende Auswirkungen hat. Als grober Maßstab gilt, dass Schwellenwerte für Extremwetter einer Intensität entwickelt werden, die im Schnitt alle fünf Jahre erreicht wird. Insbesondere für die dafür notwendige Berechnung der Hitzewellenhäufigkeit fehlten Makhuba Kasymova und ihrem Team Ansätze und Daten. Deshalb hat das Team sich an andere Fachleute gewandt: „Der Projektleiter, Expertinnen und Experten aus Ländern wie Vietnam, der Mongolei und Bangladesch haben ihre Erfahrungen bei der Einführung vorausschauender humanitärer Hilfe mit uns geteilt, etwa für die Definition der Trigger bzw. Schwellenwerte.“ Makhbuba Kasymova weiß diese Zusammenarbeit zu schätzen.</p>
<figure id="attachment_8940" aria-describedby="caption-attachment-8940" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-8940 size-full" title="Großmutter mit Enkelin" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-baby-mit-oma.jpg" alt="lächelnde kirgisische Seniorin mit Baby auf dem Arm" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-baby-mit-oma.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-baby-mit-oma-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/06/ab-kirgistan-baby-mit-oma-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8940" class="wp-caption-text">Regelmäßig gefährden Wetterextreme in Kirgistan Menschenleben und Existenzgrundlagen. Dank des Projekts sollen gefährdete Familien frühzeitig Hilfe erhalten, um sich schützen zu können, etwa in Form existenzieller Güter wie Brennstoffe oder Nahrung.</figcaption></figure>
<p>„Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch das Klimazentrum der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, vor allem für die unbezahlbare Hilfe von Dr. Juan Bazo, dem klimawissenschaftlichen Berater des Klimazentrums, aber auch für die nützlichen Ratschläge und Kommentare der anderen Experten und Expertinnen.“ Die Meteorologin ist sich sicher, dass die gewonnenen Erkenntnisse weiterhin wertvoll sein werden.</p>
<h2>Menschliches Leid lindern</h2>
<p>Für Dienstreisen fährt Makhbuba Kasymova regelmäßig in verschiedene Regionen Kirgistans. Sie weiß, wie die Menschen in den Dörfern versuchen, ihr Leben unter schwierigen Bedingungen bei ständig drohenden Naturgefahren zu meistern und die Auswirkungen der Gefahren zu überwinden. Deshalb ist sie stolz, am FbF-Projekt teilzunehmen.</p>
<figure id="attachment_8185" aria-describedby="caption-attachment-8185" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-8185 size-full" title="Makhbuba Kasymova" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/06/bb_kirgistan-fbf-makhuba-buero.jpg" alt="Kirgisische Wetterexpertin arbeitet in ihrem Büro" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/06/bb_kirgistan-fbf-makhuba-buero.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/06/bb_kirgistan-fbf-makhuba-buero-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/06/bb_kirgistan-fbf-makhuba-buero-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8185" class="wp-caption-text">„Ich habe viele wissenschaftliche Artikel über Hitze- und Kältewellen sowie ihre Auswirkungen auf den Menschen studiert”, sagt Makhbuba Kasymova.</figcaption></figure>
<p>„Ich habe nützliche Erkenntnisse gewonnen, die helfen können, die Vorlaufzeit für die Hilfsmaßnahmen zu optimieren und die Folgen von extremen Wetterereignissen abzumildern.“ Damit wird die Wetterexpertin ein Stück weit zu einer humanitären Akteurin. Sie bringt es auf den Punkt: „Das Projekt gibt mir die Gelegenheit, einen kleinen Beitrag zu leisten, um menschliches Leid zu verringern.“</p>
<p><strong>Dieser Beitrag gehört zu unserer Serie „Ein Projekt – viele Geschichten”. <a title="" href="https://blog.drk.de/?s=Kirgistan-Serie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Finden Sie hier weitere Folgen der Serie</a></strong><strong>.</strong></p>
<p>» <a title="" href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/asien/zentralasien-katastrophenvorsorge-durch-wettervorhersagen/">Erfahren Sie mehr über das FbF-Projekt.</a></p>
<p>» <a title="" href="https://www.forecast-based-financing.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lernen Sie mehr über das Forecast-based Financing kennen.</a></p>
<p>Fotos: S. Abdujabarov/DRK, N. Chynalieva/DRK, K. Puche/DRK</p>
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		<title>Uganda: Würde und Sicherheit während der Menstruation</title>
		<link>https://blog.drk.de/uganda-wuerde-und-sicherheit-waehrend-der-menstruation/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marina Schröder-Heidtmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 May 2021 12:23:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der hygienische Umgang mit ihrer Menstruation war für viele Frauen und Mädchen in der ugandischen Flüchtlingssiedlung Palorinya eine enorme Herausforderung. Im Zuge des Wasser-, Sanitär- und Hygieneprojekts, welches das Ugandische und Deutsche Rote Kreuz aktuell durchführen, haben Schülerinnen Menstruationskits erhalten und können so an allen Tagen in Würde die Schule besuchen. Eine Rückschau anlässlich des Internationalen Tages [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blog.drk.de/uganda-wuerde-und-sicherheit-waehrend-der-menstruation/">Uganda: Würde und Sicherheit während der Menstruation</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blog.drk.de">DRK Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-8921" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-mit-freundin.jpg" alt="zwei ugandische Schülerinnen lachen zusammen" width="723" height="241" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-mit-freundin.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-mit-freundin-300x100.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /></p>
<p><strong><span class="TextRun SCXW243942584 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW243942584 BCX0">Der hygienische Umgang mit ihrer Menstruation war für viele Frauen und Mädchen in der ugandischen Flüchtlingssiedlung </span></span><span class="TextRun SCXW243942584 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="SpellingError SCXW243942584 BCX0">Palorinya</span></span><span class="TextRun SCXW243942584 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW243942584 BCX0"> eine enorme Herausforderung. Im Zuge des Wasser-, Sanitär- und Hygieneprojekts, welches das Ugandische und Deutsche Rote Kreuz aktuell durchführen, haben Schülerinnen Menstruationskits erhalten und können so an allen Tagen in Würde die Schule besuchen. Eine Rückschau anlässlich des Internationalen Tages der Menstruationshygiene am 28. Mai.</span></span><span class="EOP SCXW243942584 BCX0" data-ccp-props="{&quot;335559739&quot;:240}"> </span></strong></p>
<h2>Spott, Ausfalltage und Schulabbrüche durch fehlende Hygieneprodukte</h2>
<figure id="attachment_8900" aria-describedby="caption-attachment-8900" style="width: 299px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-8900" title="Lehrerin Gune Sylivia" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-gune-sylivia-im-interview.jpg" alt="Eine ugandische Lehrerin im Interview" width="299" height="199" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-gune-sylivia-im-interview.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-gune-sylivia-im-interview-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-gune-sylivia-im-interview-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 299px) 100vw, 299px" /><figcaption id="caption-attachment-8900" class="wp-caption-text"><span class="TextRun SCXW188641504 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="SpellingError SCXW188641504 BCX0">Gune</span></span><span class="TextRun SCXW188641504 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW188641504 BCX0"> </span></span><span class="TextRun SCXW188641504 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="SpellingError SCXW188641504 BCX0">Sylivia</span></span><span class="TextRun SCXW188641504 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW188641504 BCX0"> ist als Lehrerin </span></span><span class="TextRun SCXW188641504 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW188641504 BCX0">speziell darin geschult worden, Hygiene- und Aufklärungsarbeit zu leisten</span></span><span class="TextRun SCXW188641504 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW188641504 BCX0"> </span></span><span class="TextRun SCXW188641504 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW188641504 BCX0">und klärt </span></span><span class="TextRun SCXW188641504 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW188641504 BCX0">Fragen der weiblichen Reproduktionsgesundheit an ihrer Schule.</span></span></figcaption></figure>
<p><span class="TextRun SCXW53258418 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW53258418 BCX0">Rund 7.800 Frauen in der </span></span><span class="TextRun SCXW53258418 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="SpellingError SCXW53258418 BCX0">Palorinya</span></span><span class="TextRun SCXW53258418 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW53258418 BCX0">-Flüchtlingssiedlung, darunter 2.221 Schülerinnen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, </span></span><span class="TextRun SCXW53258418 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun CommentStart SCXW53258418 BCX0">hatten</span></span><span class="TextRun SCXW53258418 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW53258418 BCX0"> Schwierigkeiten, während ihrer Periode saubere und angemessene Hygieneartikel zu bekommen. Häufig nutzen sie schmutzige Wäsche, Papier und andere unhygienische Materialien, die sie gesundheitlichen Risiken wie Harnwegsinfektionen aussetzen. Auch ihre Kleidung wird immer wieder in Mitleidenschaft gezogen, was sie demütigt und zum Spott ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler macht.</span></span><span class="EOP SCXW53258418 BCX0" data-ccp-props="{&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<figure id="attachment_8898" aria-describedby="caption-attachment-8898" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-8898" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-mit-hygieneset.jpg" alt="Ugandische Jugendliche mit Rotkreuz-Eimer" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-mit-hygieneset.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-mit-hygieneset-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-mit-hygieneset-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8898" class="wp-caption-text">Die Schülerin Fatuma Kiyang mit einem Menstruationshygiene-Set, das wiederverwendbare Binden aber z.B. auch Waschmittel enthält.</figcaption></figure>
<p><span class="TextRun SCXW37729746 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW37729746 BCX0">60 Prozent der Mädchen verpassen so jeden Monat bis zu drei Schultage und kämpfen mit dadurch beeinträchtigten Schulleistungen. Fünf Prozent der Schülerinnen brachen die Schule sogar ab. Oft werden die Mädchen dann früh verheiratet und schwanger, berichtet </span></span><span class="TextRun SCXW37729746 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="SpellingError SCXW37729746 BCX0">Gune</span></span><span class="TextRun SCXW37729746 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW37729746 BCX0"> </span></span><span class="TextRun SCXW37729746 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="SpellingError SCXW37729746 BCX0">Sylivia</span></span><span class="TextRun SCXW37729746 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW37729746 BCX0">, Lehrerin an der </span></span><span class="TextRun SCXW37729746 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="SpellingError SCXW37729746 BCX0">Idiwa</span></span><span class="TextRun SCXW37729746 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW37729746 BCX0"> Senior </span></span><span class="TextRun SCXW37729746 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="SpellingError SCXW37729746 BCX0">Secondary</span></span><span class="TextRun SCXW37729746 BCX0" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW37729746 BCX0"> School, und betont, dass sich dies auf die körperliche und geistige Gesundheit der Mädchen auswirke. </span></span><span class="EOP SCXW37729746 BCX0" data-ccp-props="{&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<h2 aria-level="1">Hygienekits für fast 1.500 Schülerinnen</h2>
<p><span data-contrast="auto">Um diese Probleme anzugehen, beschaffte das Projektteam im Juni 2020 1.458 Menstruationshygiene-Sets. Die Sets, deren Anschaffung eine Zusatzfinanzierung durch das Schweizerische Rote Kreuz möglich gemacht hat, wurden im Oktober und November 2020 in sieben Schulen an 1.458 Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren verteilt. Sie sollen den Mädchen helfen, ihre Menstruationshygiene und damit ihre Gesundheit zu verbessern. Die praktischen </span><span data-ccp-props="{&quot;335559739&quot;:240}">10-Liter-Eimer enthalten wiederverwendbare Binden, Wäscheklammern, Wäscheleine, Unterwäsche, Seife, Waschmittel und ein Handtuch.</span></p>
<figure id="attachment_8904" aria-describedby="caption-attachment-8904" style="width: 723px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="wp-image-8904 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-projektmitarbeiterin.jpg" alt="Rotkreuzmitarbeiterin in Uganda vor einer Kamera" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-projektmitarbeiterin.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-projektmitarbeiterin-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-projektmitarbeiterin-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8904" class="wp-caption-text">Die Projektdelegierte des DRK Nabeela Sikander spricht mit dem Kommunikationsteam des Ugandischen Roten Kreuzes über die koordinierte Hilfe des Ugandischen, Schweizerischen und Deutschen Roten Kreuzes in den Flüchtlingssiedlungen im Nordwesten Ugandas, wo vor allem Menschen aus dem Südsudan seit Jahren Zuflucht gefunden haben.</figcaption></figure>
<h2 aria-level="1">Fatuma hat ein Menstruationshygiene-Set erhalten</h2>
<p>Die 17-jährige Fatuma Kiyang ist aus dem Südsudan geflüchtet und lebt im Dorf A der Palorinya-Flüchtlingssiedlung. Sie ist nicht nur eine von 500 Schülerinnen der Idiwa Senior Secondary School, sondern gehört auch zu den 251 Heranwachsenden, die ein Menstruationshygiene-Set erhalten haben. Weil die Sets nicht ausreichten, um alle Schülerinnen mit Bedarf zu versorgen, wurde Fatuma von der Lehrerin und der Schulleiterin als eine der bedürftigsten Schülerinnen der Schule ausgewählt. Fatuma kommt aus einer armen Familie, die es sich nicht leisten konnte, Damenbinden zu kaufen – diese kosten rund 3.500 Uganda-Schilling pro Packung und Monat (ca. 0,81 Euro, Stand: 12. Mai 2021). Durch den Aufstand im Südsudan und die Flucht hat die Familie alle Einkommensquellen verloren. Während ihre Familie Mühe hat, für die Schulgebühren aufzukommen, litt Fatuma unter  dem Mangel an Hygieneartikeln, sodass sie dem Unterricht schließlich jeden Monat drei bis vier Tage fernblieb.</p>
<h2>„Aus Angst, ausgelacht zu werden, habe ich mich versteckt“</h2>
<figure id="attachment_8899" aria-describedby="caption-attachment-8899" style="width: 723px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-8899" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-unterricht.jpg" alt="Ugandische Schülerin im Unterricht" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-unterricht.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-unterricht-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-fatuma-unterricht-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8899" class="wp-caption-text">„Jetzt bin ich sehr glücklich. Ich kann regelmäßig und ohne Sorgen die Schule besuchen, auch wenn ich meine Periode habe“, sagt Fatuma Kiyang.</figcaption></figure>
<p>Fatuma erinnert sich: „Bevor ich das Hygiene-Set erhalten habe, benutzte ich schmutzige Stücke aus altem Stoff. Meistens lief meine Periode durch und begann unangenehm zu riechen. Aus Angst, ausgelacht zu werden, habe ich mich vor anderen versteckt. Meine Situation war schlimm. Das änderte sich, als das Ugandische Rote Kreuz mit der guten Nachricht in meine Schule kam, Monatshygiene-Sets an Mädchen zu verteilen. Ich befürchtete, nicht ausgewählt zu werden, weil man uns sagte, dass nur wenige Personen die Sets erhalten konnten. Deshalb habe ich immer wieder gebetet, dass die Lehrkräfte mich auswählen. Ich war so aufgeregt, als mein Name vor der Klasse genannt wurde und ich eine der Schülerinnen war, die von den Sets profitieren sollten. Ich erzählte meiner Mutter gleich davon. Als die Hygiene-Sets verteilt wurden, nahm ich meines sehr aufgeregt mit nach Hause. Vielen Dank an das Rote Kreuz für die Unterstützung! Es gibt so viele Mädchen da draußen, die leiden, ich wünschte, sie könnten auch ein Set bekommen, so wie ich.“</p>
<h2>„Ich bin stolz und froh, nun die Schule regelmäßig besuchen zu  können</h2>
<figure id="attachment_8916" aria-describedby="caption-attachment-8916" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-8916 size-medium" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/Fatuma_Uganda_Hygiene-300x190.jpg" alt="Zwei Mädchen in Uganda" width="300" height="190" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/Fatuma_Uganda_Hygiene-300x190.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/Fatuma_Uganda_Hygiene.jpg 723w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-8916" class="wp-caption-text">Die Schulfreundinnen können unbeschwert zur Schule gehen.</figcaption></figure>
<p>Die 17-Jährige macht deutlich, wie sich ihr Leben verändert hat: „Jetzt bin ich sehr glücklich. Ich kann regelmäßig und ohne Sorgen die Schule besuchen, auch wenn ich meine Periode habe. Ich konzentriere mich, achte darauf, was die Lehrkräfte sagen, und ich nehme aktiv am Unterricht teil. Das Menstruations­hygiene-Set hat mir geholfen, mein Selbstvertrauen zu stärken. Ich wasche meine benutzten Binden oft und bade regelmäßig, wenn ich meine Periode habe. Der unangenehme Geruch entsteht nun nicht mehr. Ich bin dem Roten Kreuz so dankbar. Das Hygiene-Set hat dazu beigetragen, dass ich in der Schule bleiben kann. Ich habe keine Angst mehr, die Schule zu verpassen, weil es mir an Monatsbinden fehlt. Und ich bin stolz, weil meine persönliche Würde durch das Menstruationshygiene-Kit wiederhergestellt wurde.“</p>
<h2>Ohne Fehlzeiten haben sich Fatumas Leistungen verbessert</h2>
<figure id="attachment_8901" aria-describedby="caption-attachment-8901" style="width: 723px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-8901" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-gune-sylivia-im-unterricht.jpg" alt="Portrait einer ugandischen Lehrerin vor der Tafel" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-gune-sylivia-im-unterricht.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-gune-sylivia-im-unterricht-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-gune-sylivia-im-unterricht-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8901" class="wp-caption-text">Lehrerin Gune Sylivia verfolgt den Werdegang aller Mädchen, die an ihrer Schule Menstruationshygiene-Sets erhalten haben.</figcaption></figure>
<p>Auch Gune Sylivia ist zufrieden. Die leitende und dafür speziell ausgebildete Lehrerin ist für alle Fragen rund um weibliche reproduktive Gesundheit zuständig. Sie hat die Entwicklung aller Mädchen verfolgt, die an ihrer Schule Menstruationshygiene-Sets erhalten haben: „Ich habe beobachtet, dass sich Fatumas Anwesenheit – und die der anderen Mädchen – im Vergleich zu vorher verbessert hat. Ihre Leistungen bei den Zwischenprüfungen im März 2021 haben sich gegenüber dem letzten Jahr deutlich entwickelt.“ Die erfahrene Lehrerin ist sich sicher, dass das Menstruationshygiene-Set einen sehr großen Einfluss auf all dies hat. „Ich wünschte nur, dass auch andere Mädchen, die noch kein Set bekommen haben, eines erhalten, um ihnen das Leben zu erleichtern“, sagt sie.</p>
<figure id="attachment_8903" aria-describedby="caption-attachment-8903" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-8903 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-handwascheinrichtung-freiwillige.jpg" alt="Ugandische Rotkreuzlerin lächelt neben Handwaschanlage" width="723" height="482" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-handwascheinrichtung-freiwillige.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-handwascheinrichtung-freiwillige-300x200.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/bb_uganda-hygiene-handwascheinrichtung-freiwillige-258x172.jpg 258w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8903" class="wp-caption-text">Handwascheinrichtungen und Händewaschen können große Wirkung haben.</figcaption></figure>
<p><em>Text/Fotos: Nabeela Sikander (DRK)/Ugandisches Rotes Kreuz</em></p>
<p>» <a href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/uganda/">Erfahren Sie mehr über die DRK-Hilfe in Uganda.</a></p>
<p>» <a href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/afrika/uganda-wasser-und-hygiene-fuer-gefluechtete/">Lesen Sie mehr über dieses Projekt</a></p>
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		<title>Philippinen: Daten, die Leben retten können &#8211; Freiwillige helfen bei der Erstellung von Karten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[wispler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 May 2021 16:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophenvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[FbF]]></category>
		<category><![CDATA[Kartografieren]]></category>
		<category><![CDATA[Missing Maps]]></category>
		<category><![CDATA[Philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhersagebasierte Katastrophenvorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Philippinen sind oft von verheerenden Naturkatastrophen betroffen. Taifune und Überschwemmungen bedrohen Existenzen. Dank der Missing-Maps-Initiative arbeiten Ehrenamtliche in Deutschland und auf den Philippinen gemeinsam an besseren Frühwarn- und Katastrophenschutzmaßnahmen. Vom heimischen Laptop aus kartografieren wir hier bei uns anhand von Satellitenbildern die bedrohten Stadtteile auf den Philippinen. Und dort in Asien, z.B. in der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_8870" aria-describedby="caption-attachment-8870" style="width: 1900px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="wp-image-8870 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/PHL_Missing_Maps_Startseite.jpg" alt="Freiwillige unterwegs auf den Philippinen" width="1900" height="640" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/PHL_Missing_Maps_Startseite.jpg 1900w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/PHL_Missing_Maps_Startseite-300x101.jpg 300w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/PHL_Missing_Maps_Startseite-1024x345.jpg 1024w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/PHL_Missing_Maps_Startseite-768x259.jpg 768w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/PHL_Missing_Maps_Startseite-1536x517.jpg 1536w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/PHL_Missing_Maps_Startseite-723x244.jpg 723w" sizes="(max-width: 1900px) 100vw, 1900px" /><figcaption id="caption-attachment-8870" class="wp-caption-text">Die Freiwilligen des Philippinischen Roten Kreuzes sind unterwegs, um möglichst viele wichtige Details für Evakuierungsmaßnahmen zu erfassen.</figcaption></figure>
<p><strong>Die Philippinen sind oft von verheerenden Naturkatastrophen betroffen. Taifune und Überschwemmungen bedrohen Existenzen. Dank der Missing-Maps-Initiative arbeiten Ehrenamtliche in Deutschland und auf den Philippinen gemeinsam an besseren Frühwarn- und Katastrophenschutzmaßnahmen. Vom heimischen Laptop aus kartografieren wir hier bei uns anhand von Satellitenbildern die bedrohten Stadtteile auf den Philippinen. Und dort in Asien, z.B. in der Stadt Butuan, waren junge Freiwillige des Philippinischen Roten Kreuzes unterwegs, um weitere Informationen zu erfassen. Die so gemeinsam erfassten Daten könnten schon bald Leben retten.</strong></p>
<h2>Hintergrund: Vorausschauende Humanitäre Hilfe braucht gute Daten</h2>
<figure id="attachment_8879" aria-describedby="caption-attachment-8879" style="width: 299px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="post-polaroid wp-image-8879 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/Missing-Maps-Polaroid.jpg" alt="Foto: Mann vor einem Laptop" width="299" height="228" /><figcaption id="caption-attachment-8879" class="wp-caption-text">Ehrenamt per Laptop: Kartografieren am eigenen Rechner</figcaption></figure>
<p>Das DRK unterstützt derzeit das Philippinische Rote Kreuz in einem Projekt zur vorausschauenden Humanitären Hilfe (Forecast-based Financing) zu Überflutungen. Daten spielen dabei eine wichtige Rolle, unter anderem auch wenn es um die Festlegung der nötigen Maßnahmen geht. Eine der ausgewählten Maßnahmen, die im Frühwarnprotokoll festgelegt wurde, sieht die temporäre Umsiedlung kleiner Geschäfte im urbanen Raum vor. Dies sichert zum einen die Lebensgrundlage der Ladenbesitzer*innen, zum anderen hilft es auch dabei, einen potentiellen Zusammenbruch des Marktes während einer Überflutung abzuwenden.</p>
<p><a title="" href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/missing-maps/" target="_blank" rel="noopener">Missing Maps</a> ist ein Projekt mehrerer Organisationen. Da nicht überall auf der Welt gutes Kartenmaterial vorhanden und verfügbar ist, hat sich Missing Maps der Aufgabe verschrieben, mittels der Open-Source Plattform OpenStreetMap, die Gebiete der Erde zu kartieren, schon bevor sich eine Katastrophe ereignet. Missing Maps findet daher auch Anwendung in der vorausschauenden Humanitären Hilfe. Seit 2014 haben fast <strong>100.000 Freiwillige </strong>im Rahmen von Missing Maps schon über <strong>45 Millionen Gebäude </strong>und mehr als<strong> 1 Millionen Kilometer Straße</strong> erfasst. Gegründet wurde es 2014 vom Amerikanischen Roten Kreuz, dem Britischen Roten Kreuz, von Ärzte ohne Grenzen und dem Humanitarian OpenStreetMap Team. Mittlerweile umfasst das Projekt 18 Organisationen, und das DRK ist seit 2019 Mitglied.</p>
<p>Das DRK führt regelmäßig sogenannte Mapathons durch, in denen die Freiwilligen das Kartieren erlernen und dabei auch mehr über die internationale Arbeit des DRKs erfahren. Katharina Lorenz, Fachreferentin für Geoinformatik und Betreuerin des Missing-Maps-Projektes beim DRK sagt: „Mapathons sind eine tolle Möglichkeit, den Austausch zwischen der nationalen und internationalen Arbeit des DRK anzuregen. Alle Leute können sich bei Missing Maps in der internationalen Arbeit des DRK engagieren und das ganz von zu Hause aus, ohne dabei eine spezialisierte Ausbildung haben zu müssen. Dies ist eine neue Form um im Ehrenamt aktiv zu werden und wird sehr positiv und mit großem Interesse von den Freiwilligen aufgenommen.“</p>
<h2>Besseres Kartenmaterial für gefährdete urbane Gebiete</h2>
<p>Das hier beschriebene Projekt umfasst vier Gebiete, die der Gefahr von Überflutungen ausgesetzt sind. In jedem befinden sich dichtbesiedelte Gemeinden. Um die Datengrundlage zu verbessern, wurde in einer der Städte, Butuan City, mittels Missing Maps eine Kartierungskampagne durchgeführt.</p>
<figure id="attachment_8878" aria-describedby="caption-attachment-8878" style="width: 723px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" class="wp-image-8878 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/Missing-Maps-Mapathon_Deutschland.jpg" alt="" width="723" height="550" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/Missing-Maps-Mapathon_Deutschland.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2021/05/Missing-Maps-Mapathon_Deutschland-300x228.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8878" class="wp-caption-text">Mapathon beim DRK &#8211; noch vor der Pandemie.</figcaption></figure>
<p>Über einen Rahmen von vier Monaten wurde Butuan City so von mehr als 450 Freiwilligen kartiert, die der Karte mehr als 60.000 Gebäude hinzufügten. So entstand eine detaillierte Karte der Gebäudebebauungen in der Stadt, die dann in einem zweiten Schritt vor Ort weiterverarbeitet wurde.</p>
<h2>Vor Ort werden die Daten überprüft und präzisiert</h2>
<figure id="attachment_8875" aria-describedby="caption-attachment-8875" style="width: 723px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="wp-image-8875 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/12/Missing-Maps-Philippinen-freiwillige.jpg" alt="Freiwillige unterwegs auf den Philippinen" width="723" height="594" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/12/Missing-Maps-Philippinen-freiwillige.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/12/Missing-Maps-Philippinen-freiwillige-300x246.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8875" class="wp-caption-text">Durch Befragungen und per Handy werden die Daten vor Ort weiter präzisiert.</figcaption></figure>
<p>Im zweiten Schritt von Missing Maps fügen lokale Freiwillige dieser Grundlagenkarte, die im ersten Schritt erstanden ist, kontextspezifische Informationen hinzu. Informationen, die hier erhoben werden, unterscheiden sich von Projekt zu Projekt und können zum Beispiel Gebäudearten, -eigenschaften, Straßennamen und -beschaffenheit umfassen, denn den Objekten in OpenStreetMap kann eine Vielzahl von Eigenschaften hinzugefügt werden, mittels eines sogenanntes Schlüssel-und-Werte-Prinzips.</p>
<figure id="attachment_8876" aria-describedby="caption-attachment-8876" style="width: 723px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" class="wp-image-8876 size-full" src="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/12/PHL-Missing-Maps-Kartografieren.jpg" alt="Freiwillige auf den Philippinen bei einer Schulung" width="723" height="544" srcset="https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/12/PHL-Missing-Maps-Kartografieren.jpg 723w, https://blog.drk.de/wp-content/uploads/2020/12/PHL-Missing-Maps-Kartografieren-300x226.jpg 300w" sizes="(max-width: 723px) 100vw, 723px" /><figcaption id="caption-attachment-8876" class="wp-caption-text">Freiwillige bei der Schulung im Umgang mit OpenStreetMap, verschiedenen Online-Kartierungswerkzeugen und der mobilen Datenerfassung.</figcaption></figure>
<p>Um diese Datenerhebung durchzuführen, nahmen 15 Freiwillige des Philippinischen Roten Kreuzes von Agusan del Norte im Oktober 2020 an einem zweitägigen Lehrgang teil, bei dem eine Schulung im Umgang mit OpenStreetMap, verschiedenen Online-Kartierungswerkzeugen und der mobilen Datenerfassung im Vordergrund stand.</p>
<p>Diese neu erlernten Kenntnisse wandten die Freiwilligen dann an. Sie erfassten mittels eines Online-Fragebogens, der auf Mobiltelefonen zur Verfügung stand, in sieben der am meisten von Fluten betroffenen Barangays (kleinste Verwaltungseinheit in den Philippinen) Informationen zu kleinen Geschäften. Insgesamt wurden über 650 Befragungen in Butuan City durchgeführt, die anschließend analysiert wurden, um die Geschäfte zu identifizieren, die innerhalb der ersten 24 Stunden bis zwei Tage nach einer Aktivierung des Frühwarnprotokolls temporär umgesiedelt werden sollen. Allgemeine Informationen, wie die Beschaffenheit der Häuser, wurden in OpenStreetMap eingepflegt. Sensible Informationen verblieben in einer eigenen Datenbank.</p>
<h2>Daten für humanitäre Organisationen, die eines Tages Leben retten können</h2>
<p>Im dritten Schritt stehen diese öffentlichen Informationen nun humanitären Organisationen zur Verfügung, um Maßnahmen im Bereich der Katastrophenvorsorge zu treffen. In diesem Fall kann das Philippinische Rote Kreuz die OpenStreetMap-Daten in Verbindung mit den Informationen in der eigenen Datenbank einsetzen, um im Falle einer Aktivierung des Frühwarnprotokolls schnell und effizient von Fluten betroffene Geschäfte zu evakuieren.</p>
<p>Anfang 2021 wurden die Lehrgänge in zwei weiteren Städten wiederholt, um anschließend auch dort Datenerhebungen zu Geschäften durchzuführen. So konnte Schritt für Schritt die Datengrundlage verbessert werden, die den Akteuren im Falle einer Aktivierung nun zur Verfügung steht.</p>
<h3><strong>Zum Video:</strong></h3>
<p>John Louie Fabila, Fachberater für vorausschauende humanitäre Hilfe im Bereich Gefahr und Risiko-Informationen und Experte für Geoinformationssysteme, sendet eine Botschaft an die freiwilligen Kartierer*innen in Deutschland. John Louie Fabila unterstützte das FbF-Projekt auf den Philippinen von Februar 2019 bis Februar 2021 und war unter anderem auch für das Training der Freiwilligen vor Ort im Bereich der mobilen Datenerfassung verantwortlich.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Missing Maps auf den Philippinen - Botschaft an die freiwilligen Kartierer*innen in Deutschland" width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/HS9BiujT7SU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Text und Fotos: Katharina Lorenz, Stefan Scholz, Philippinisches Rotes Kreuz</p>
<p>&gt; Mehr zur <a href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/wo-wir-helfen/asien/philippinen/">Arbeit des DRK auf den Philippinen</a></p>
<p>&gt; Mehr zu <a title="" href="https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/missing-maps/" target="_blank" rel="noopener">Missing Maps</a></p>
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