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	<title>Philosophie EntGrenzen - Die Wissenschaft der Wissenschaften</title>
	
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	<description>Philosophie ist die Wissenschaft des Entgrenzens, denn als Wissenschaft der Wissenschaften ist sie universal</description>
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		<title>Wie der Mensch am Menschen leidet – Zum Verständnis der Freiheit in uns</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Entgrenzen/~3/EjAahoM6Hr8/</link>
		<comments>http://www.entgrenzen.de/2013/05/wie-der-mensch-am-menschen-leidet-zum-verstandnis-der-freiheit-in-uns/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 06:56:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ans seine Geliebte schreibt der Philosoph Laslo Puljanov 1903 folgende Zeilen über Freiheit: &#8220;Ach Sie! Und schon reden Sie mit mir so wirres Zeug. Sie sagen: Ich könnte Sie nicht überzeugen, da Sie nur in ihrer Freiheit ihre Liebe und Leidenschaften finden. Was aber wenn all ihre Leidenschaften nur Momente einer unheilvollen Wirkungskette sind? Keine Poesie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><a class="thickbox" rel="1048" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3APortrait_of_old_man.jpg" title="Andreĭ Osipovich Karelin [Public domain], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c9/Portrait_of_old_man.jpg/256px-Portrait_of_old_man.jpg" alt="Portrait of old man" width="256" height="379" /></a><p class="wp-caption-text">Public domain, via Wikimedia Commons</p></div>Ans seine Geliebte schreibt der <strong>Philosoph </strong>Laslo Puljanov 1903 folgende Zeilen über Freiheit:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ach Sie! Und schon reden Sie mit mir so wirres Zeug. Sie sagen: Ich könnte Sie nicht überzeugen, da Sie nur in ihrer Freiheit ihre Liebe und Leidenschaften finden. Was aber wenn all ihre Leidenschaften nur Momente einer unheilvollen Wirkungskette sind? Keine Poesie, daher schauen Sie auf mich. Seitdem sie mich verlassen haben, steht in mir nun diese Flammenwand aus Gefühlen, die einer nicht durchschreiten kann &#8211; nicht zu mir selbst und nicht zu Anderen. Ich kann mich mit keinem Gedanken länger als eine Minute von mir oder Ihnen ablenken&#8230; der ewig gleiche Gedanke brennt immer wieder, wieder und wieder. Nichts kann es in mir vertauschen, die Karten in mir neu mischen, nochmal auf den Moment zurück drehen, in dem alles anders sein würde. Sie sehen ich kann mir und meinen Gedanken nicht entkommen, weil ich es so sehr wollte. So sehr ich es wünschte, die Leidenschaften in mir sind eine fremde Wirkung von mir&#8230; ein Wille, den ich selbst nicht wollen kann, der in mir brennt.</p>
<p>Ach, und diese ganzen Worte, die wie flüssiger Kitsch aus mir heraustropfen, so viele Zeilen&#8230; Wie viel Selbsterforschung können wir uns noch leisten, wenn wir vielleicht nicht mehr sind als ein Etwas, das mit höchster Präzision letztlich das ist, was es gewesen sein wird? Ein willenloser Wille. Freiheit, wie könnte einer daran glauben, wenn alles in seinem Leben sich so geschlossen aneinander fügt, dass sein Leben auch jemand anders hätte gelebt haben können? Ach aber ich kann ihnen aus merkwürdig moralischen Gründen dieses vermeintliche Ding der Freiheit nur lassen. Ein Hoch daher auf die tiefste Verdrängung in mir. Aber lassen sich mich fragen: Ist diese Verdrängung meine Freiheit? Nein, ich bin Sklave von selbst erwählter Moral und daher Vollendung des Menschen. Der letzte Mensch ist sein Leiden am Guten. Das Gute lebt krank und gebrechlich.&#8221;<span id="more-1048"></span></p></blockquote>
<p>Wie hier so tat sich der doppelte Boden der Freiheit vielen <strong>Philosophen</strong> als Abgrund auf. Freiheit als die Wahl nicht der eigenen Stärke zu entsprechen, anders zu wählen, gegen die eigenen Wünsche, dieses war so gnadenlos an das Gute gekoppelt. Daher war Freiheit immer ein Zwang gegen sich selbst. Tatsächlich die Freiheit des Einen muss der Zwang des Anderen sein. Wie anders sollte der Eine seine Freiheit erhalten, wenn er den anderen zu seiner egoistischen Freiheit nicht zwingen würde? Umgekehrt muss die Freiheit des Anderen der Zwang des Einen sein? Dieses macht den Begriff Freiheit kompliziert. Wir sind der Zwang als die Freiheit des anderen und als Freiheit sind wir der Zwang des Anderen.</p>
<p>Hier keimt verständlicherweise ein Einwand: Doch wenn dann zwei sich liebten, wäre es Freiheit, wenn beide nur das täten, was sie wollten? Vielleicht ist auch dies keine Erlösung, denn sind sie beide nicht nur  Zwang der Gesellschaft, ihnen ihre Liebe zuzugestehen. Der egoistische Familienbetrieb war daher in der französischen Revolution nicht gern gesehen und viele Philosophen gestatten sich die Gedanken, den Eltern ihre Kinder zu nehmen, um diese für den Staat zu erziehen. Letztlich laufen alle Fäden auf den absolut Anderen zu und vielleicht ist unsere Freiheit nur eine Marionette eingesponnen in diesen Fäden des Anderen, der wir nicht sind. Kierkegaard nannte diesen absolut Anderen &#8220;Gott&#8221;, andere &#8220;Verzweiflung&#8221;.</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><a class="thickbox" rel="1048" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ANietzsche187a.jpg" title="By F. Hartmann [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/1b/Nietzsche187a.jpg/256px-Nietzsche187a.jpg" alt="Nietzsche187a" width="256" height="347" /></a><p class="wp-caption-text">By F. Hartmann Public domain or Public domain, via Wikimedia Commons</p></div>Auch Nietzsche erkannte die Sklaven der Freiheit, jene, welche mit ihren Werten den Untergang der unreflektiert Starken erzwangen. Sie zwangen ihre Werte den Raubvögeln auf. Diese Sklaven der Freiheit verachteten den Raubvogel wie Schafe. Seine Stärke stand in der Kritik und der Stärkere gab nach. Nach Nietzsche war diese Entdeckung von Freiheit Ursprung unserer Gesellschaft. Und so verachtete Europa bald die blonde Bestie, den Herrscher aus Instinkt. Dieses Raubtier war wie der Blitz untrennbar vom Licht und herrschte nur im Angesicht seiner Instinkte und seiner Stärke. Zwischen Instinkt und Welt war keine Seele wie ein dünnes Jungfernhäutchen gespannt und so auch die Moral noch nicht geboren (vgl. Nietzsche: <em>Genealogie der Moral, Essay I, 13)</em>. Das Raubtier, der Raubvogel, die blonde Bestie handelte nur gemäß seiner Stärke. Die Reflexion der Sklaven, dass er, der Starke, doch der Böse sei, bedeutete dem Starken nichts. Im Sein der Macht war kein Zwang und keine Freiheit, höchstens Adel und Reinheit.</p>
<p>Nur wo die Menschen den Blitz denkend vom Licht schieden, wo sich ein Subjekt und Prädikat auftaten, dort konnte ein Subjekt auch anders handeln. Mit der Sprache und ihrer teilenden Kraft, dort spaltete die Gesellschaft den Instinkt der blonden Bestie von der blonden Bestie. Der Starke als Subjekt musste nicht mehr als Starker handeln, nicht mehr kriegen, er wurde zahm. Die domestizierte Bestie war  gezügelt in einer Gesellschaft, die an Freiheit glaubte. Die Bestie kehrte sich nach innen und entdeckte den letzten Rest seiner Instinkte: Eine bissige Seele, sich selbstzerfleischend war der Mensch geboren.  Seele, dieses alte, deutsche Wasserwort, verweist auf diesen unreinen Seelengrund. Dort am Seelengrund aber konnte nur ein menschliches, bissiges Gewissen liegen. Die Seele wurde so das Leiden der Menschheit.</p>
<p>Wie kann der Philosoph also den Moment seiner Freiheit durchdringen, wenn er ihm stets nur in Gewissensbissen vermittelt sein kann? Der Gewissensbiss sagt: Wir sollen anders handeln als unsere Stärke. Die Schwäche verlangt von den Starken sich zu zügeln, doch die Schwachen müssen keine Kräfte zügeln und verlangen Moral, die sie nicht leben. Der Starke ist auch in noch in seiner Moral stärker als der Schwache.</p>
<p>Sind wir aber nicht nur gezügelte und domestizierte Liebhaber, Träger von Leidenschaften, die nun das Schlechte in uns sind? Es ist eine Pein Seelengründe im Selbst zu entdecken, die nur das Schlechte für den Anderen sein können. Wir sind konstant dieses Schlechte und verlangen Heilung. Dieser Seelengrund ist im Trüben, im tiefsten Abgrund verborgen und vielleicht undurchschaubar. Eine Schöpfung ohne Schöpfung, ein Leiden am Sein, eine Wunde für den Arzt, eine Wunde für die Demokratie, die sie einst riss, um sie schließlich zu behandeln. Dieser Seelengrund ist das Mitleid mit den Menschen, eine unheilbare Wunde. Dies ist der Seelengrund, der uns zum Handeln nach Gründen suchen lässt, die auch die Schwachen verstehen, nach Gründen um endlich uns zu entkommen.</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 478px"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c8/Nietzsche_Olde_07.JPG/780px-Nietzsche_Olde_07.JPG" alt="File:Nietzsche Olde 07.JPG" width="468" height="359" /><p class="wp-caption-text">Leiden Am Menschen (Public Domain)</p></div>
<p>Hieran leitet sich die Frage: Woher nehmen wir die Gründe? Hat die Welt Gründe oder ist sie nicht eher was sie ist, wobei der Grund sich aus den Tiefen des &#8220;Seelegewässers&#8221; hervorzaubert? Hier ist sie verborgen die Doppel-Natur des Menschen zwischen freiem Zwang und zwanghafter Freiheit, zwischen Grund geben und Grund finden. Es ist sein Leiden an der Liebe zum Schwachen. Der Starke begründet nicht, eigentlich. Doch der Starke ist der, der am stärksten an der Moral leidet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe der Artikel hat ein paar Perspektiven auf die Frage der Freiheit eröffnet. Wenn euch für mehr solcher Texte interessiert dann added mich doch bitte bei <a href="https://plus.google.com/116405039805107744336/posts" target="_blank">Google+</a>, abonniert mich per <a href="http://feedburner.google.com/fb/a/mailverify">E-mail</a> oder tretet der <a href="https://www.facebook.com/pages/Entgrenzen-Philosophie-angewandt-auf-alles/171405029589860" target="_blank">Facebookgruppe</a> oben rechts bei. Ein RSS-<a href="http://feeds.feedburner.com/entgrenzen">Feed</a>  ist natürlich auch vorhanden sowie eine “gewaltig interessante” <a title="Learning is life" href="http://pinterest.com/fibonaccie/philosophy-thinking-thought-itself/" target="_blank">Pinterestwall zum Thema &#8220;Philosophie&#8221;</a>. Ansonsten könnt ihr mich gerne anschreiben, wenn ihr mal gemeinsame Projekte im Sinn habt.</p>
<p>Norman Schultz</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="shr-publisher-1048"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2013%2F05%2Fwie-der-mensch-am-menschen-leidet-zum-verstandnis-der-freiheit-in-uns%2F' data-shr_title='Wie+der+Mensch+am+Menschen+leidet+-+Zum+Verst%C3%A4ndnis+der+Freiheit+in+uns'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2013%2F05%2Fwie-der-mensch-am-menschen-leidet-zum-verstandnis-der-freiheit-in-uns%2F' data-shr_title='Wie+der+Mensch+am+Menschen+leidet+-+Zum+Verst%C3%A4ndnis+der+Freiheit+in+uns'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Iron Man 3, warum es in der Zukunft keine Kampfanzüge, sondern Drohnen gibt</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 06:49:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie Roboter]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Roboter]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich hat sich die Zukunftsvision vom edlen Ritter in mechanischer Superrüstung überlebt. Die Gegenwart zeigt uns bereits, dass moderne Kriege wohl eher Drohnen fechten werden, als dass Menschen sich mit Exoskeletten durch tödliche Kriegsgebiete wagen. Star Craft, World of Warcraft oder Battlefield werden dabei in dieser Weise Realität und die Koreaner als führende Gaming-Nation wohl die führende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="1583" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AIron_Man_statue_(3748522364).jpg" title="By Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America (Iron Man statue  Uploaded by maybeMaybeMaybe) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/31/Iron_Man_statue_%283748522364%29.jpg/512px-Iron_Man_statue_%283748522364%29.jpg" alt="Iron Man statue (3748522364)" width="512" height="341" /></a><p class="wp-caption-text">Mann aus Blech - harte Schale mit instabilem Kern, By Gage Skidmore from Peoria, CC-BY-SA-2.0, via Wikimedia Commons</p></div>
<p style="text-align: left;">Eigentlich hat sich die Zukunftsvision vom edlen Ritter in mechanischer Superrüstung überlebt. Die Gegenwart zeigt uns bereits, dass moderne Kriege wohl eher Drohnen fechten werden, als dass Menschen sich mit Exoskeletten durch tödliche Kriegsgebiete wagen. Star Craft, World of Warcraft oder Battlefield werden dabei in dieser Weise Realität und die Koreaner als führende Gaming-Nation wohl die führende Drohnennation. Das neue Battlefield setzt hier Maßstäbe im Hinblick auf Realitätstreue. So ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis Gaming-Industrie und Drohnenindustrie kostengünstig verschmelzen. Mein Mitbewohner, Graduate Student in Carnegie Mellon, designed daher auch schon regelmäßig Spiele für das Militär.<span id="more-1583"></span></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/U8HVQXkeU8U" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Extrapolieren wir den Trend zur Drohne, so wird wohl auch der Mars eher von ferngesteuerten Maschinen als von Menschen in eisernen Käfigen besiedelt werden. In Zukunft geht es weniger darum menschliches Milieu herzustellen, als Technik zu errichten, die sich weitgehend der menschlichen Gebeine entledigt. Während Technik also den Anteil an menschlichen Elementen verringert und sich damit zur externen Naturkraft wandelt, sind Menschen dabei ihr Fleisch durch Technik zu ersetzen. Schauen wir uns die überindividualisierte Mode des Ganzkörpertatoos an, blicken wir auf den generellen Trend zur abstrusen Ohrläppchenverformung, picken wir uns hier die Extreme heraus, so mag es nur eine Frage der Zeit sein bis Menschen nicht mehr ihre Gebeine als Idealform des Körpers erachten. Was der Bodybuilder noch als Mutation in &#8220;natürlichen&#8221; Grenzen oder das Busenwunder im Rahmen der &#8220;&#8216;Ästhetik&#8221; betreibt, führt schließlich zu einer Transformation in das gegenständlich Äußere. Vielleicht werden Menschen in Zukunft Roboter, Autos, Giganten oder Häuser sein wollen und nicht nur Barbies oder Zombies wie Michael Jackson. Nun Formen dieser Extrapolation werden wir erleben, denn der Mensch besitzt eine offene Natur, die sich durch Arbeit an sich selbst auszeichnet. Die Evolution hat mit dem Mechanismus über sich selbst zu lernen ein Bewusstsein bekommen und der Mensch verabschiedet sich von einer Technik, die die Selbstständigkeit als Quelle der Effizienz entdeckt.</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="1583" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AIron_Man_3.jpg" title="By Elfilosofico (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/14/Iron_Man_3.jpg" alt="Iron Man 3" width="512" height="279" /></a><p class="wp-caption-text">By Elfilosofico, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons</p></div>Doch was hat dies mit Iron Man zu tun? Nun Iron Man ist eine Zukunftsikone, die wohl in dieser Weise eher nicht Realität werden wird. Der Film zeigt bereits, wie Tony Stark sich eine ganze Armee von computergesteuerten Iron Männern erschafft, die als Drohnen gegen genetische modifizierte Übermenschen antreten. Die Gefahr ist gebannt, wenn der Krieg von zu Hause aus an der heimischen Konsole gespielt wird. Damit nimmt der Film das eigentliche Ende seiner Zukunftsvision vor weg. Iron Man kann mit dem wirklichen Fortschritt der Technik nicht mehr mithalten. Der Anzug wirkt daher eher wie ein Sarg und Menschen gehören nicht mehr in Kriege.</p>
<p>Kriege zielen daher zunehmend auf die Ausschaltung der gegnerischen Waffen als auf die vollständige Eliminierung des feindlichen Lebensmilieus. Atombomben sind daher nur noch Suizidwaffen. Die Zukunft sei ein Krieg der Maschinen.</p>
<p>Doch Hollywood vollzieht diese Dekonstruktion nicht wissentlich, es ist eher ein Faux Pas, dass sich tiefere Reflexion einstellt. Während also Iron Man 3 überall als intelligenzstimulierendes Actionkino angepriesen wird, so habe ich genau hier meine Zweifel. Auch wenn ich durchaus die Unterhaltung genießen kann, die Rekonstruktion des tiefgründigen Tony Starks geht deutlich schief. Iron Man 3 ist Spaß im Sinne unserer Machtphantasien, hat aber mit einer intelligenten Verarbeitung der Zukunft des Krieges wenig zu tun.</p>
<p>Woran leidet Tony Stark in Teil 3 aber? Nun er leidet an der Entfremdung des Menschen in seiner Technik, die als zweite Natur wie eine fremdartige Welle diesen Menschen umringt. Der Schutzwall aus Technik hat uns umzingelt und zugleich ist es eine zweite Natur, die den zunehmenden Kontrollverlust andeutet. Der Roboter ist hier der Übermensch, der aus Perspektive des Menschen den Menschen nur verachten kann. Der Mensch umringt sich mit Technik, um sich vom Menschen zu schützen und so ist der Roboter Ausdruck unserer Insuffizienz. Die letzte Kränkung des Menschen besteht daher im Vergleich zu unserer Schöpfung, die funktionale Einheit glänzenden Metalls, das besser ist als wir. Die menschliche Psyche hinter der genialen Erfindung als Resultat des gesamtmenschlichen Schaffens ist der Haufen Schrott, den die evolutionäre Geschichte hinterlässt. Der Mensch als Homo Faber, als Mechaniker, banalisiert sich selbst. Kurz Iron Man bricht den Menschen in sich.</p>
<p><strong>Mein Problem mit dem Film</strong></p>
<p>Tony Stark, der Mann aus Blech, Iron Man, ist also zurückkehrt und zerbricht an seiner Minderwertigkeit, denn der Blechmann mit der harten Schale sucht ein Herz aus Fleisch und Blut, den weichen Kern. Nachdem Iron Man zuvor mit seinen Superheldenbuddies, den Avengers, die Erde von Außerirdischen Invasoren befreite (die im Übrigen auch noch nicht so recht etwas von Drohnen gehört haben, sondern Außerirdische aus außerirdischem Fleisch schicken), verbleibt Toni, der nun keine Superkräfte hat und schon überhaupt kein Gott wie Thor ist, mit  posttraumatischen Belastungsstörung zurück. Das Problem am Film: Dies erscheint nur wenig glaubhaft, denn wenn die Depression aus kurzen Panikattacken und einer Traumsequenz vom dunklen Loch einer anderen Dimension besteht, dann stellt ein jeder von uns fest, dass er schon durch tiefere Krisen gegangen ist und das, obwohl wir noch nicht die Welt gerettet haben. Dabei versprach der Trailer einen tiefgründigen Film, der das Abenteuer Iron Man tatsächlich zerstören würde.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/I-JXqQR_FKk" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Der Film ist leider nicht das vielfach versprochene Meisterwerk der Dekonstruktion. Hollywood vermasselt das ja regelmäßig und der Trailer ist wie so oft nur die Vision von einem guten Film. So wie Spider-Man niemals so wirklich böse war und &#8220;The Dark Knight&#8221; alias Batman schon eher die Parodie von einer gebrochener Seele verkörperte, so ist auch Tony Stark, nicht mehr als die Phantasie eines Hobbypsychologen. Das heißt: Der Mann hat&#8217;s schwer, warum auch immer, aber wenn er sich zusammenreißt, geht das schon!</p>
<p>Anstatt also wirklich Dekonstruktion seines Stars zu betreiben, wie es noch bei Watchmen gelang, so opfert Hollywood den Ansatz zur kulturellen Selbstbefriedigung einer menschlichen Gattung. Die Handlung ist daher eigentlich nur eine mit Special-Effects aufgepeppte Bud-Spencer-Haudrauf-Action und auch so oberflächlich sich Hollywood von der Philosophie verabschiedet, so oberflächlich gerät auch jedes Detail hinsichtlich der Charaktere und der Geschichte. Wir zählen diese mal auf:</p>
<p>1. Eine posttraumatische Belastungsstörung ist eine schwere psychische Störung, die in der Regel kein kleines Klugscheißerkind nach zwei halbherzigen Gesprächen zerschlägt. Ein kleiner Junge wird als vielversprechender Mechaniker uns Zuschauern präsentiert, aber er ist dann wohl eher ein Erbauungspsychologe mit Superkräften. Nun, es ist nicht zuviel verraten, wenn wir sagen, dass Tony Stark sich mittels Nachwuchsfreud erholt (wie einst Batman im allerübelsten Gefängnis der Welt, wo die Insassen aussahen wie wohlgenährte Schweine im Stall, sich von einem Wirbelsäulenbruch durch drei Liegestütze heilte und seine Angst schließlich besiegte, indem er sie, so wie es jeder Vater seinem Sohn erklärt, akzeptierte). Nun die Beziehung zu einem kleinen Jungen ist schlicht unglaubwürdig.</p>
<p>2. Die Darstellung der posttraumatischen Belastungsstörung gerät schlichtweg zu kurz. In Hollywood glaubt man, dass einmal Hyperventilieren plus Alptraumsequenz auch dem Zuschauer den Angstschweiß auf der Stirn gefrieren lassen. In den Comics thematisierte man noch Starks Alkoholsucht, dafür ist aber keine Zeit, wenn Robert Downey Jr. als die komödiantische Symbiose aus Bud Spencer und Terence Hill, die Welt retten muss. Lösbar wäre dies sicherlich gewesen, wenn die Geschichte über mehrere Monate hinweg erzählt worden wäre.</p>
<p>3. Ebenso irrelevant wie die psychische Störung sind daher auch die Nebencharaktere zu denen Stark Bindungen aufbaut wie ich zu meinen Topfpflanzen. Nicht dass wir uns nur über die ewigmatte Paltrow als Pepper langweilen, die dazu moralisch verurteilend wie Marge Simpson auf der Stelle tritt, sondern gar der Bösewicht ist an Banalität und Irrationalität kaum zu überbieten. Mal zur Erklärung: Ein Bösewicht wird nicht dadurch böse, dass er jeden dahergelaufenen Hundewelpen von der Straße kickt oder Meerschweinchen anzündet. Ein Bösewicht hat ein klares Ziel, dem er alle anderen, menschlichen Rechte und Werte dank Ideologie unterordnet. Das kann unter Umständen auch sexuelle Befriedigung sein. Meinetwegen kann das eindeutig Böse auch verwischen und er kann ein Mittelding zwischen Gut und Böse sein. Eigentlich ist mir das gleich, aber es braucht einen Bösewicht, der irgendwie verstehbar ist und nicht einfach nur mal eben auftritt, Geld ohne Ende verschleudert, aus unerfindlichen Gründen Stark nicht tötet, wenn er die Gelegenheit dazu hat und generell irgendwie gänzlich unbedeutend für den Plott wäre, müsste er nicht die Actionraketen für den finalen Kampf zünden. Da hätte man sich die Story auch gleich sparen können und den Film im Stile eines Boxkampfes aufziehen können.</p>
<p>4. Was bei Avengers noch funktionierte, war die Dynamik, die sich zwischen den Hauptcharakteren entfaltete. Im Gegensatz zu Iron Man 3 hatte Stark nämlich Ernst zunehmende Egobolzen an seiner Seite sowie einen halbwegs charismatischen Gegenspieler. Einziges Highlight in diesem Film ist daher tatsächlich Robert Downey Jr. als Iron Man, der mit seinem Humor aber auch allein wie ein Mario Bart zwei Stunden auf der Bühne rumtänzelt und man sich fragt, ob er denn wirklich eine Freundin hat beziehungsweise wirklich an einer postraumatischen Belastungsstörung leidet .</p>
<p>5. Daher nochmal: Pepper Potts als gewohnt blasse Gwyneth Paltrow (oder umgekehrt?) hat zwar Querelen mit dem Mann ihrer nicht nachvollziehbaren Träume, allerdings sehe ich keine Beziehung, die in dem Film glaubhaft verkörpert werden würde. Pepper Potts ist nicht mal als Trophy-Weibchen ernst zu nehmen. Es ist gänzlich unklar, wann die beiden das letzte mal Sex hatten.</p>
<p>Seit dem grandios unterschätzten Superheldenabgesang &#8220;Watchmen&#8221; wissen wir, dass Männer in Rüstung eigentlich eher mit inneren Ängsten und Minderwertigkeitskomplexen kämpfen (Anmerkung: Jaja, wir wissen&#8217;s der Comic war tausend mal besser, wobei ich fragen muss, welchen anderen Superheldenfilm dieses Formats es denn gibt?) Nun Tony Stark soll das auch darstellen, aber kann als Egomane einfach nicht in die Selbstverzweiflung übergehen. Die Zweideutigkeit des Charakters ist gänzlich misslungen, weil Hollywood ihm einfach kein Umfeld dafür einräumte. Um aber den Charakter Stark&#8217;s dann doch von seinen vierzig Fetisch-anzügen zu trennen, muss Stark schließlich in einen Baumarkt und wie McGyver Spielzeug basteln, mit dem er eine selten dämliche Security Armee ausschaltet. Faith in Stark restored.</p>
<p>Hollywood sollte sich wieder mehr trauen. In den 70er Jahren etablierte das amerikanische Kind in der Krise den Antihelden. Auch eine vollkommen zerborstene Existenz nimmt uns noch mit und seit Sartre&#8217;s Analysen im Ekel wissen wir, dass die Geschichte von ihrem Ende her erzählt wird. Wir sehen einen Mann, die Straße hinaufgehen und gleich, ob er gut oder böse ist, wir wissen: Das dort, das ist der Held. Der Typ wird nicht einfach sterben, denn sonst wäre ja alles vorbei und der Typ wird einfach mal ein Abenteuer erleben, deswegen wäre es schön, wenn der Typ echt ist und in einem echten Umfeld lebt, indem es tatsächliche moralische Dilemma gibt.</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 522px">,<a class="thickbox" rel="1583" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABrightly_lit_STS-135_on_launch_pad_39a.jpg" title="By Bill Ingalls [Public domain], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/34/Brightly_lit_STS-135_on_launch_pad_39a.jpg/512px-Brightly_lit_STS-135_on_launch_pad_39a.jpg" alt="Brightly lit STS-135 on launch pad 39a" width="512" height="341" /></a><p class="wp-caption-text">Das eigentümliche der Menschheit ist es, über sich hinaus zu wollen. Wir sollten eher über ein Bewusstsein mit den Maschinen nachdenken als über den Egozentrierten Herrsche der Alls By Bill Ingalls [Public domain</p></div>Nun ungeachtet dieser noch unspezifischen Kritik muss ich anmerken, dass sich die generellen Kritiken überschlagen. Ein gutes Marketing lässt den durchschnittlichen Film wie ein Meisterwerk der Gegenwart erscheinen. Derweil versumpfen Filme wie &#8220;Watchmen&#8221; in der Kritik, weil sie angeblich nicht dem Comic entsprechen. Ich spreche nicht dafür, dass ein Film mehr Philosophie enthalten müsste, diese kommt von allein, wenn die Charaktere nicht so plump gezeichnet wären und mit so unverständlichen Hindernissen hantieren würden. Weil der Film aber tatsächlich spannend ist, kann ich diesem im Vergleich zu anderen Filmen eine 8 von 10 geben, was ein B wäre und meine Studenten wieder zum Direktor treiben würde, weil ich angeblich zu streng bewerten würde.</p>
<p>Ich hoffe der Artikel hat ein paar Perspektiven auf den Film erweitert, sicherlich könnte ich es mehr ausarbeiten. Wenn es euch dennoch gefällt dann added mich doch bitte bei <a href="https://plus.google.com/116405039805107744336/posts" target="_blank">Google+</a>, abonniert mich per <a href="http://feedburner.google.com/fb/a/mailverify">E-mail</a> oder tretet der <a href="https://www.facebook.com/pages/Entgrenzen-Philosophie-angewandt-auf-alles/171405029589860" target="_blank">Facebookgruppe</a> oben rechts bei. Ein RSS-<a href="http://feeds.feedburner.com/entgrenzen">Feed</a>  ist natürlich auch vorhanden sowie eine “gewaltig interessante” <a title="Learning is life" href="http://pinterest.com/fibonaccie/technology-in-my-heart/" target="_blank">Pinterestwall zum Thema Technik</a> sowie zum Thema <a href="http://pinterest.com/fibonaccie/future-my-life-happened-in-the-future/" target="_blank">Science-Fiction</a>. Ansonsten könnt ihr mich gerne anschreiben, wenn ihr mal gemeinsame Projekte im Sinn habt.</p>
<p>Norman Schultz</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="shr-publisher-1583"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2013%2F05%2Firon-man-3-warum-es-in-der-zukunft-keine-kampfanzuge-sondern-drohnen-gibt-2%2F' data-shr_title='Iron+Man+3%2C+warum+es+in+der+Zukunft+keine+Kampfanz%C3%BCge%2C+sondern+Drohnen+gibt'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2013%2F05%2Firon-man-3-warum-es-in-der-zukunft-keine-kampfanzuge-sondern-drohnen-gibt-2%2F' data-shr_title='Iron+Man+3%2C+warum+es+in+der+Zukunft+keine+Kampfanz%C3%BCge%2C+sondern+Drohnen+gibt'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Solaris, Planet der Berechnung – Überlegungen zur Bewusstseinsverschmelzung</title>
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		<comments>http://www.entgrenzen.de/2013/03/solaris-planet-der-berechnung-uberlegungen-zur-bewusstseinsverschmelzung-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 21:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet sei also ein großes Gehirn, das letztlich dem Planeten sein Bewusstsein geben soll. Hier lassen sich schwerlich Science-Fiction-Ideen generieren, die dann tatsächlich auch publikumswirksam inszeniert werden. Mal ehrlich, wenn zwei riesige Planeten, ausgestattet mit jeweils einem Bewusstsein, wie zwei riesige Gehirne um andere Sonnensysteme kämpfen, dann fehlt dem Zuschauer doch irgendwie der emotionale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="wp-caption aligncenter" style="width: 676px"><a class="thickbox" rel="1517" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASolaris.jpg" title="By Dominique Signoret ([1]) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/12/Solaris.jpg" alt="Solaris" width="666" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">Solaris, Planet der Berechnung: By Dominique Signoret, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons</p></div>
<p style="text-align: justify;">Das Internet sei also ein großes Gehirn, das letztlich dem Planeten sein Bewusstsein geben soll. Hier lassen sich schwerlich Science-Fiction-Ideen generieren, die dann tatsächlich auch publikumswirksam inszeniert werden. Mal ehrlich, wenn zwei riesige Planeten, ausgestattet mit jeweils einem Bewusstsein, wie zwei riesige Gehirne um andere Sonnensysteme kämpfen, dann fehlt dem Zuschauer doch irgendwie der emotionale Held oder würden wir einen Planeten als Helden bejubeln?<span id="more-1517"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Doch die Sache stimmt nicht ganz, denn Stanislav Lem unternahm den Versuch, einem Planeten eine andere Form des Bewusstseins zu unterstellen. In seinem Buch &#8220;Solaris&#8221; überzieht eine unidentifizierbare Masse einen gesamten Planeten und scheint dessen Planetenbahn zu stabilisieren. Zugleich stürzt es Generationen an Wissenschaftler in Verzweiflung. Warum? Weil alle Identifikationsversuche des Meeresplaneten beständig in die Irre führten. &#8220;Solaris&#8221; einst Prestigeforschugnsobjekt lies alle Hypothesen unbestätigt und im Sande verlaufen. Das Objekt der Faszination kostete derweil bereits Tausende von Wissenschaftler das Leben. Der Planet imitierte und produzierte Formen, die in ihrer geometrischen Brillanz nur von einem Verstand geschaffen worden sein können. Horizontgroße Gebilde, höhlenartig in sich selbst verschlungen, schön. Ein unvorhersehbarer Kollaps dieser &#8220;Höhlen&#8221; kostete jedoch eine ganze Generation von Wissenschaftlern das Leben, während diese in diesen Höhlen die Formen studierten. Der Planet begrub sie in sich selbst. Da jeder Erklärungsversuch schließlich scheitert stellt der Planet somit die Rolle jedes enthusiastischen Wissenschaftlers auf die Probe. Damit ist der Planet &#8220;Solaris&#8221; eine Parabel für die Unidentifizierbarkeit des Universums, das ebenfalls in seinen Grenzen keinen Forschungsgegenstand darstellen kann.Solaris, der Planet der Berechnung, war also in undefinierbarer Weise lebendig, aber nicht identifizierbar (ein Thema in vielen Büchern Lems). Verschiedene, verzweifelte Theorien rankten sich um den Riesen, wobei eine dieser Theorien besagte, dass der Planet einst eine menschenartige Rasse beherbergte. Diese Menschen allerdings entschieden sich, so die Theorie, in das Wesen der Berechnung überzugehen und seit dieser Zeit ist der Planet schlichtes Berechnen. Seine einzige Kunst besteht darin, Formen zu imitieren.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="1517" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASymmetriad_2.jpg" title="By Dominique Signoret ([1]) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/db/Symmetriad_2.jpg/512px-Symmetriad_2.jpg" alt="Symmetriad 2" width="512" height="512" /></a><p class="wp-caption-text">Alles für das Exoskelett By Nevit Dilmen CC-BY-SA-3.0, Wikimedia </p></div>
<p style="text-align: justify;">Die philosophisch deutlich abgespeckte Variante von Solaris drehte der Regisseur Steven Soderbergh. Im Gegensatz zum Buch greift der Film allerdings nicht die philosophischen Hauptpunkte des Buches auf, sondern konzentriert sich auf die Liebesgeschichte eines angereisten Wissenschaftlers, der eine rätselhafte Selbstmordserie untersuchen soll. Solaris längst nicht mehr das Prestigeforschungsobjekt beherbergt in einer Raumstation nur noch wenige Wissenschaftler, die alle allerdings verrückt geworden sind. Eines Nachts dann erscheint die bereits verstorbene Frau des angereisten Wissenschaftlers.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Liebesbeziehung aber kann ohne den Hintergrund von Solaris vom Zuschauer nicht verstanden. Zu dem denkerischen Unvermögen Soderbergs blieb auch Lem daher nur ein vernichtender Kommentar übrig:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">„Blödsinn! Absoluter Blödsinn. Alles Interessante an meinem Roman bezog sich auf das Verhältnis der Menschen zu diesem Ozean als einer nicht-humanoiden Intelligenz – nicht auf irgendwelche zwischenmenschlichen Liebesgeschichten.“</p>
<p style="text-align: justify;"><cite>– Stanisław Lem im Interview mit Patrick Großmann: Galore, Nr. 17</cite><sup id="cite_ref-1"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Solaris_(2002)#cite_note-1">[1]</a></sup></p>
</blockquote>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/pIwifEbsdpU?rel=0" frameborder="0" width="640" height="480"></iframe></p>
<p>Den russischen Film &#8220;Solaris&#8221; muss ich noch sehen.<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrei_Arsenjewitsch_Tarkowski"> Tarkowski</a> als Regisseur begreift wohl eher den philosophischen Anspruch. Solaris ist eine Auseinandersetzung mit dem Nihilismus sowie mit dem Ballast des Menschen, er selbst, der selbst in der Ferne der Galaxis noch immer nicht die Reise zu sich selbst angetreten hat.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/1Tob56MebI8?rel=0" frameborder="0" width="853" height="480"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Wie Solaris nun bereits das umfassende Bewusstsein eines Planeten umfasst, so soll das Internetbewusstsein uns zu dieser umspannenden Singularität des gemeinsamen Wissens bringen. Eine Art Berechnungswissen, das vielleicht das Tor zur größeren Wirklichkeit aufstoßen soll. Bei genauerem Überlegen aber zeigt sich, dass die Vernetzung der Gehirne keinesfalls die Schranke des Bewusstseins überwindet, sondern schlichtweg ein größeres Bewusstsein, vielleicht intelligenteres Bewusstsein bringt. Im Gedankenexperiment wird dies klarer: Auch, wenn sich hunderte von Augen vernetzen, so werden sie beispielsweise einen wahrgenommen Gegenstand nicht in seinem Wesen erfassen, sondern, um in der Sprache der Phänomenologen zu antworten, immer noch nur Aspektivität verstehen. Der Stuhl beispielsweise könnte zwar aus mehreren Richtungen zu einem sinnlich komplexeren Objekt ergänzt werden, doch zwar ergänzt sich die Perspektive durch weitere Ansichten, aber der ganze Gegenstand bleibt schlicht abgeschattet von unserer Erfahrung. Nur ein unendliches Reich der Sinne, ein Gott, der allgegenwärtig und überzeitlich wäre, könnte die Gesamtheit eines Objekts und damit seine Wirklichkeit mit einem Schlag erfassen und verstehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade diese Problematik der Aspektivität hatte Kant zu seiner maßgeblichen Unterscheidung zwischen Ding-An-Sich (also unter anderem dem Ding, wie es wirklich ist) und dem Phänomen veranlasst. Erfahrungsgegenstände können demnach nicht von unserer Weise der Erfahrung unterschieden werden. Aus diesem Grund würde es auch keinen Sinn ergeben, von einer Welt zu sprechen, die sich hinter den Sinnen verbirgt. Die Hinterwelt der Sinne ist schlichtweg ein Gedankenreich, das für Kant nur als Notwendigkeit unserer Erfahrung stets durch das Denken erzeugt wird, das aber in seiner physikalischen Existenz nicht bestätigt werden kann. Das Phänomen können wir daher nur in seiner Seitenartigkeit verstehen, das heißt eine vollständige Erfassung, was in Kants Worten eine intellektuelle Anschauung wäre, ist nicht möglich. Der Wesenskern, das heißt die Wirklichkeit bleibt abgeschattet. Mit diesen Einsichten legte Kant schließlich den Grundstein für eine Wissenschaft des endlichen Wissens gelegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleichsam aber leugne ich hier nicht, dass eine erhöhte Aspektivität Wissenszuwachs bedeutet. Die Vernetzung der Sinne hat lohnenswerte Synergien, auch wenn wir den wirklichen Gegenstandes niemals vollständig kennen können, sondern ihn nur induktiv ableiten. Was bringt es uns daher also letztlich die Erde in ein globales Gedächtnis zu erweitern? Eine erhöhte Gleichzeitigkeit der Informationen erzeugt neue Qualitäten. Vor allem unsere Praktiken werden verbessern sich und effizienter kritisiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Kann aber eine solche Vernetzung der Gehirne tatsächlich ein anderes Bewusstsein hervorbringen? Mir erscheint, dass selbst für ein umfassenderes Bewusstsein die Mechanismen des Wünschens und Leidens, Hoffens, Erfüllens und Versagens mindestens ebenso groß wie für einen Menschen sein müssen. Vielleicht ist für das vergrößerte Bewusstsein eines vernetzten Planeten das Leid gar umso größer, da Planeten allein im Weltall nur ein Bewusstsein haben können, während Menschen sich ihre Schicksale wie Seelenteile teilen. Die metaphysische Einsamkeit ohne geteiltes Leid könnte um so heftiger geraten und unter der Macht der Berechnung könnte die ewige Wiederkehr des Gleichen, das Verstehen des unabwendbaren Nicht-wissens umso schmerzhafter werden, wenn kein Ich mehr am Du werden darf.</p>
<p style="text-align: justify;">Wissenschaftler aber aus angeblich kindlicher Neugier getrieben und dem Wunsch unser Leben zu verbessern, arbeiten dennoch an dem verständlichen Wunsch unser Bewusstsein zu vergrößern. So haben Wissenschaftler nun also die Gehirne von zwei Ratten verlinkt. Derselbe Forscher, der schon mit äußerst invasiven Eingriffen einen Affen einen Roboterarm steuern lassen hat, während der Affe in den USA vegetierte und der Roboterarm in Japan etwas ergriff, dieser Wissenschaftler hat nun eine Ratte einer anderen Ratte wieder über zwei Kontinente hinweg ins Gehirn funken lassen. Für einen guten Zweck natürlich:</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Much of Dr. Nicolelis’s work is directed toward creating a full exoskeleton that a paralyzed person could operate with brain signals. Although this experiment is not directly related, he said, it helps refine the ability to read and translate brain signals, an important part of all prosthetic devices connected to the brain, and an area in which brain science is making great advances.&#8221; (<a title="Gehirne verlinken" href="http://www.nytimes.com/2013/03/01/science/new-research-suggests-two-rat-brains-can-be-linked.html?_r=0" target="_blank">Artikel der New York Times</a>)</p>
<div class="mceTemp">
<dl class="wp-caption alignleft" style="width: 118px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a class="thickbox" rel="1517" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASkeleton_walk04.gif" title="By Nevit Dilmen [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons" ><img class=" " src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c2/Skeleton_walk04.gif" alt="Skeleton walk04" width="108" height="243" /></a>By Nevit Dilmen CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons</dt>
</dl>
<p style="text-align: justify;">Demnach geht es also darum, komplette Exoskelette zu entwickeln, was immerhin für einige Querschnittsgelähmte, aber auch besonders für das Militär von Interesse sein dürfte. Nein, den Sinn derartiger Apparaturen muss ich hier nicht bezweifeln. Eigentliches Ziel der Forschung sei es allerdings auch, so ebengenannter Artikel, eine Verschmelzung verschiedener Gehirne in einem Computer zu erreichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Soso. Problem ist nur, dass das Experiment deutlich weniger spektakulär ist, als es diese vage Hoffnung andeutet:</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Then, as the encoder responded to the light appearing over one lever or the other, its pattern of brain activity was sent to a computer, which simplified the pattern for transmission to the decoder rat. The signal received by the decoder was not the same as the stimulation it had previously received in training, Dr. Nicolelis said. Seven out of 10 times, the decoder rat pressed the right lever.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Wir sehen also, dass vor allem eine künstliche Verlinkung über ein Kommunikationsmittel erfolgte. In diesem Sinne könnten wir schließlich auch unser Kommunikationsmedium &#8220;Internet&#8221; nutzen, um einer anderen Ratte in einer anderen Galaxis ein paar Signale zu funken, damit sie einen Schalter umlegt. Während daher Neurowissenschaftler wie &#8220;Ron D. Frostig, a neuroscientist at the University of California, Irvine&#8221; applaudieren “I think it’s an amazing paper.”, sehen es Neurowissenschaftler wie <a title="verlinkte Gehirne" href="http://www.neurobio.pitt.edu/faculty/schwartz.htm" target="_blank">Andrew B. Schwartz</a> aus Pittsburgh schlicht anders:</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;He described the work as “very simplistic” and pointed out that the rat receiving the signal pushed the right lever only 7 out of 10 times and would have done so 5 out of 10 times by chance.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Wir können wohl kaum davon sprechen, dass sich Gehirne haben verschmelzen lassen, wenn schlicht ein Mechanismus, Reize auslöst, die nicht einmal mit Genauigkeit erfolgen. Von einem geteilten Bewusstsein, wie es das angebliche Ziel ist, können wir daher nicht sprechen. Momentan ist somit wohl eher eine Reise zur nächsten Galaxis wahrscheinlich, als dass wir das nächste Gehirn im Bewusstsein erreichen. Die angeblich notwendigen Experimente an den Ratten entpuppen sich daher schlicht als elaborierte Quälerei einer pubertären Wissenschaft, die nach erster kosmischer Aufmerksamkeit giert. Der Umgang mit den Tieren verrät, dass noch wenig der kosmischen Reife vorhanden ist, wenn Wissenschaftler sich empathisch nicht mit dem Bewusstsein der Ratten verbinden können, die sinnlos für derlei invasive, unbedeutende Eingriffe geopfert werden. Es ist wohl auch hier zu bemerken, dass mit einem Zuwachs an Perspektiven und erhöhter Intelligenz noch kein Zuwachs in der Vernunft zu verzeichnen ist.</p>
</div>
<div class="shr-publisher-1517"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2013%2F03%2Fsolaris-planet-der-berechnung-uberlegungen-zur-bewusstseinsverschmelzung-2%2F' data-shr_title='Solaris%2C+Planet+der+Berechnung+-+%C3%9Cberlegungen+zur+Bewusstseinsverschmelzung'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2013%2F03%2Fsolaris-planet-der-berechnung-uberlegungen-zur-bewusstseinsverschmelzung-2%2F' data-shr_title='Solaris%2C+Planet+der+Berechnung+-+%C3%9Cberlegungen+zur+Bewusstseinsverschmelzung'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Der Meisterdenker des Systems – Einführung in das Hegel-System</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2012 09:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Hegel, ein platter, geistloser, ekelhaft-widerlicher, unwissender Scharlatan, der, mit beispielloser Frechheit, Aberwitz und Unsinn zusammenschmierte, welche von seinen feilen Anhängern als unsterbliche Weisheit ausposaunt und von Dummköpfen richtig dafür genommen wurden&#8230;hat den Verderb einer ganzen gelehrten Generation zur Folge. (Zitat Wikiquote entnommen) [...] Jedoch die größte Frechheit im Auftischen baaren Unsinns, im Zusammenschmieren sinnleerer, rasender Wortgeflechte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="wp-caption alignleft" style="width: 313px"><img title="Der berittene Weltgeist zu Pferde - Hegel dachte, dass einige Persönlichkeiten das Zeitgeschehen in sich zusammenführen. Bild via wikicommons (gemeinfrei)" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/22/Hegel-and-Napoleon-in-Jena-1806.jpg?uselang=de" alt="" width="303" height="354" /><p class="wp-caption-text">Der berittene Weltgeist zu Pferde - Hegel dachte, dass einige Persönlichkeiten das Zeitgeschehen in sich zusammenführen. Bild via wikicommons (gemeinfrei)</p></div>
<p>&#8220;Hegel, ein platter, geistloser, ekelhaft-widerlicher, unwissender Scharlatan, der, mit beispielloser Frechheit, Aberwitz und Unsinn zusammenschmierte, welche von seinen feilen Anhängern als unsterbliche Weisheit ausposaunt und von Dummköpfen richtig dafür genommen wurden&#8230;hat den Verderb einer ganzen gelehrten Generation zur Folge. (Zitat Wikiquote entnommen) [...] Jedoch die größte Frechheit im Auftischen baaren Unsinns, im Zusammenschmieren sinnleerer, rasender Wortgeflechte, wie man sie bis dahin nur in Tollhäusern vernommen hatte, trat endlich im Hegel auf und wurde das Werkzeug der plumpesten allgemeinen Mystifikation, die je gewesen, mit einem Erfolg, welcher der Nachwelt fabelhaft erscheint und ein Denkmal Deutscher Niaserie bleiben wird.&#8221; - <em><a title="Arthur Schopenhauer" href="http://de.wikiquote.org/wiki/Arthur_Schopenhauer">Arthur Schopenhauer</a>, Die Welt als Wille und Vorstellung, Band 1, Anhang </em><em><a title="Philosophie Hegel" href="http://de.wikiquote.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel" target="_blank">Schopenhauer über den Philosophen Hegel</a></em></p>
<p>Hegels Philosophie fand breite Anwendung in vielen geschichtsphilosophischen Bereichen und inspirierte die moderne Staatendiskussion. Hegels Einfluss auf die Geschichte war gewaltig, verhallte aber mit dem Zusammenbruch der Systemphilosophien. Im fruchtbarsten Alter raffte es den deutschen Meisterphilosophen, der in die Reihe Aristoteles, Platon und Kant gehörte, dahin. Wie ein Zentralgestirn war seine Masse so groß, dass noch Jahrzehnte und ein Jahrhundert später, die neuen Wortgefechte unter der Gravitationskraft seines Denkens zirkulierten. Weil Hegel also so eine Kraft entfaltete, scheiterte Schopenhauer kläglich als er seine Vorlesungen parallel zu denen Hegels ansetzte. Die Studenten blieben bei dem Manne, den kaum jemand verstand.<span id="more-1464"></span></p>
<div><em>&#8220;eine philosophische Hanswurstiade&#8221;.., &#8220;ein Zusammenschmierender sinnloser&#8221;&#8230;&#8221;der Unsinn geschmiert hat wie kein anderer je vor ihm&#8221;,&#8230;&#8221;dieser Absurditätenlehrer&#8221; mit seiner Bierwirtsphysiognomie&#8221;&#8230;, &#8220;hat dreißig Jahre lang in Deutschland für den größten Philosophen gelten können&#8221;. (<a title="Schopenhauer über Hegel" href="http://www.uni-mainz.de/FB/Philosophie_Paedagogik/agas/content/HA/hegel/bio.html" target="_blank">Auch hier Schopenhauer über Hegel</a>)</em></div>
<p>Die Nachwehen des Hegelschen Denkens machten sich bald schon in Deutschland bemerkbar. Nachdem die Naturwissenschaften, deren Wesen Hegel erklären wollte, sich gegenüber den Adel als Autorität behaupten konnten und auch die Theologie ihre Einflussbereiche verlor, kamen die ersten Forscher und erklärten die Welt reduktionistisch. Demnach würde doch das Verhältnis von Nieren und Urin dem Verhältnis von Gehirn und Gedanken entsprechen (vgl. <a title="Materialismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Materialismusstreit#cite_note-1" target="_blank">Vogt Wikipedia</a>). Einer der größten Streits entfachte sich in der Welt der Gelehrten, so dass Otto Liebmann schließlich verlangte, dass all diese &#8220;Dilletanten&#8221; in den &#8220;Knast&#8221; müssten (vgl. Schäfer, A..: Biopolitik des Wissens: Hans Henny Jahnns literarisches Archiv des Menschen: 1996:200). Liebmann selbst Neokantianer brachte Kant zurück in die Debatte und Hegel geriet in Vergessenheit.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="1464" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AR136_HST_2009-12-15.jpg" title="By NASA, ESA, and F. Paresce (INAF-IASF, Bologna, Italy), R. O'Connell (University of Virginia, Charlottesville), and the Wide Field Camera 3 Science Oversight Committee (HubbleSite.org) [Public domain], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a6/R136_HST_2009-12-15.jpg/512px-R136_HST_2009-12-15.jpg" alt="R136 HST 2009-12-15" width="512" height="523" /></a><p class="wp-caption-text">Mit Natur meinen wir das Ganze unserer Umgebung By NASA, ESA, and F. Paresce (INAF-IASF, Bologna, Italy), R. O&#39;Connell (University of Virginia, Charlottesville), and the Wide Field Camera 3 Science Oversight Committee (HubbleSite.org) Public domain</p></div>
<p style="text-align: left;">Erst die Amerikaner, geschult durch den Pragmatismus, der auch dem Deutschen Idealismus entsprang, entdeckten den unverständlichen Staatsphilosophen wieder. Seine Erkenntnistheorie lieferte ein Grundmodell, um Realität auf einer pragmatischen Ebene zu rechtfertigen und so auch um eine Theorie der Sprache zu zimmern. Sellars, McDowell und Brandom gelten hier wohl als die Hauptvertreter. Nun komme ich also auch wieder zu dem Philosophen Hegel zurück.</p>
<p>Im nächsten Semester werde ich mich mit folgenden Fragen beschäftigen:</p>
<p>- Ist Gott eine Illusion?</p>
<p>- Was ist Natur?</p>
<p>- Was sind die fundamentalen Bewusstseinsakte, wenn wir uns mit der Welt auseinandersetzen?</p>
<p><a class="thickbox" rel="1464" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AR136_HST_2009-12-15.jpg" title="By NASA, ESA, and F. Paresce (INAF-IASF, Bologna, Italy), R. O'Connell (University of Virginia, Charlottesville), and the Wide Field Camera 3 Science Oversight Committee (HubbleSite.org) [Public domain], via Wikimedia Commons" ><br />
</a>Für die zweite Frage werde ich Hegel studieren. Dabei geht es vor allem, um sein System. Es ist doch bezeichnend, dass wir die Natur nicht indexikalisch herausdeuten können. Vielleicht zeigen wir mit dem Finger auf Grashalme, Bäume, Wälder oder Biotope. Was wir allerdings im Ganzen bezeichnen, ist uns zumeist gänzlich unklar. Die Verwendung des Begriffs &#8220;Natur&#8221; aber hat eine Beziehung zu uns, was wir hinter diesem Begriff und mit diesem Begriff als Natur bezeichnen wollen, verbirgt sich hinter unserem Erkennen. Wir weisen hinaus in eine Welt außerhalb von uns.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="1464" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALaser_Towards_Milky_Ways_Centre.jpg" title="By ESO/Yuri Beletsky (ybialets at eso.org) (http://www.eso.org/public/images/potw1036a/) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b8/Laser_Towards_Milky_Ways_Centre.jpg/512px-Laser_Towards_Milky_Ways_Centre.jpg" alt="Laser Towards Milky Ways Centre" width="512" height="465" /></a><p class="wp-caption-text">Wir beurteilen das Ganze aus unserer Perspektive By ESO/Yuri Beletsky (ybialets at eso.org) (http://www.eso.org/public/images/potw1036a/) CC-BY-3.0</p></div><a class="thickbox" rel="1464" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALaser_Towards_Milky_Ways_Centre.jpg" title="By ESO/Yuri Beletsky (ybialets at eso.org) (http://www.eso.org/public/images/potw1036a/) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons" ><br />
</a>Ich weiß, der gemeine Verstand glaubt sich im Reich der Objekte zu wissen. Aber diesen Positivismus teilen Physiker, die sich ja mit diesen Objekten erklärend auseinandersetzen wollen, längst nicht mehr. So schrieb mir zum Beispiel Alexander Thikonov, Experimentalphysiker:</p>
<p>&#8220;Although most of scientists do not reflect about this, they still act as scientist according to the &#8220;common mode of contemporary scientist operation&#8221;. Positivists views are mostly over, scientists don&#8217;t even think about the &#8220;reality&#8221;. They deal with the experimental observations and theories (which could be multiple to describe the same set of facts). Scientists describe the experimental observations, they don&#8217;t speculate about &#8220;essence of reality&#8221;.&#8221;</p>
<p>Wissenschaftler haben sich ganz dem Begriff der Materialität abgewandt. So fand auch der Materialismus sein Ende. Die Hypothese, dass Gedanken und Gehirn die gleiche Relation wie Nieren und Urin haben würde, stellte sich als metaphysisch heraus. Die Aussage war eher einem Technikoptimismus geschuldet als wahrhafter Erkenntnis. Wie es Alexander beschreibt, der Positivismus ist fast vorbei und nur noch ein paar Sachbuchautoren für den ungebildeten Markt verdienen damit ihre Brötchen.</p>
<p><div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="1464" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ANusfjord_road%2C_2010_09.jpg" title="By Ximonic, Simo Räsänen (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/31/Nusfjord_road%2C_2010_09.jpg/512px-Nusfjord_road%2C_2010_09.jpg" alt="Nusfjord road, 2010 09" width="512" height="209" /></a><p class="wp-caption-text">Wege zurück zur Natur By Ximonic, Simo Räsänen (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)</p></div>
<p style="text-align: left;"><a class="thickbox" rel="1464" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALaser_Towards_Milky_Ways_Centre.jpg" title="By ESO/Yuri Beletsky (ybialets at eso.org) (http://www.eso.org/public/images/potw1036a/) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons" ><br />
</a><a class="thickbox" rel="1464" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ANusfjord_road%2C_2010_09.jpg" title="By Ximonic, Simo Räsänen (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons" ><br />
</a>Worüber reden wir also, wenn wir über die Natur reden? Nun wir reden über ein System, ein Zusammenkommen unserer Begriffe und wie wir sie verwenden. Die Aufeinanderbezogenheit all unserer Begriffe bringt letztlich die Erkenntnis einer größeren Welt. Im System erkennen wir einen Horizont, der größer ist als alle Horizonte, die wir bisher sahen. Was aber ist ein System?</p>
<p>Es ist sehr fragwürdig, ob Hegel tatsächlich ein System hatte, oder ob er nicht nur eine historische Analyse unseres bisher erreichten Wissens darlegte, das sich in der Systematik, unter der Wissen bisher möglich war, entfaltete. Demnach wäre ein System, die Reflexion unserer bisherigen Wissensaneignung, was allerdings diesen Prozess nicht verabsolutiert, ihn aber als bisher bekannten erforscht.</p>
<p>Ähnlich ist es auch zu erklären, dass die Mathematiker schließlich vom euklidischen System, das die Grundlage einer objektiven Geometrie bedeuten sollte, ablassen konnten, und sich einem relativistischen Programm unter Analyse verschiedener Voraussetzungen widmeten. All unsere Erkenntnis ist relativ. Sie ist Erkenntnis in der Art wie wir Dinge auf einander beziehen, aber allein absolut dadurch, dass wir sie vollziehen. Keine Erkenntnis reicht über sich selbst hinaus.</p>
<p>Die <a title="Hegel System" href="http://www.hegel-system.de/" target="_blank">Website &#8220;Hegel-System&#8221;</a> geht hier anders zu Werke. Nach Einsicht der Autoren sah Hegel die Philosophie als exakte Wissenschaft an (nach Aussage von Alexander betreiben ja selbst die Experimentalphysiker keine exakte Wissenschaft mehr). Gemäß der Systeminterpretation haben die Wissenschaftler also den ungeheuren Systemapparat in einer pyramidalen Struktur entziffert. Das Ganze beginnt bei dem System der Wissenschaften, dass sich in Logik, Natur und Geist unterteilt, von hier aus können wir uns durch die pyramidale Entfaltung der Welt hindurchklicken, wobei jedes Phänomen schließlich in dieser Pyramide ihren Platz finden soll. Gleichwohl ich die absolute Interpretation nicht teile, so hat die pyramidale Struktur einiges an Erkenntniswert und ist unbedingt jedem zu empfehlen, der sich mit Hegel systematisch auseinandersetzen möchte. Die Begriffshierarchien werden hier entschlüsselt und der Gliederbau einer bis in unser Jahrhundert überlegenen Philosophie verdeutlicht.</p>
<p>Wer sich darüber hinaus noch für eine vereinfachte Einführung interessiert, dem sei zum Einstieg noch eine besonders, <a title="Hegel" href="http://www.hegel-system.de/de/WDR5_hoerspiel.mp3" target="_blank">gute Radiosendung auf WDR empfohlen</a>.</p>
<p>Soviel Hegel zur Einführung</p>
<p>Norman Schultz</p>
<div class="shr-publisher-1464"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F12%2Fder-meisterdenker-des-systems-einfuhrung-in-das-hegel-system%2F' data-shr_title='Der+Meisterdenker+des+Systems+-+Einf%C3%BChrung+in+das+Hegel-System'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F12%2Fder-meisterdenker-des-systems-einfuhrung-in-das-hegel-system%2F' data-shr_title='Der+Meisterdenker+des+Systems+-+Einf%C3%BChrung+in+das+Hegel-System'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die Homöopathielüge – Ein Kommentar zur gegenwärtigen Diskussion</title>
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		<comments>http://www.entgrenzen.de/2012/12/die-homoopathieluge-ein-kommentar-von-mir-zur-gegenwartigen-diskussion/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Dec 2012 07:14:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei den Skeptikern findet sich nun ein interessantes Interview zur Homöopathielüge. In diesem Interview geht es darum, wie wenig die wissenschaftlichen Studien Anhänger der Homöopathie überzeugen und im Gegenteil einzelne nicht reproduzierbare Studien als Gegennachweis missbraucht werden. In der oberflächlichen Mediendiskussion höre es sich daher für den Laien so an, als würde die eine Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><a class="thickbox" rel="1466" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AGreatfighthomeopathy.jpg" title="By Wikidudeman (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons" ><img class=" " src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ad/Greatfighthomeopathy.jpg" alt="Greatfighthomeopathy" width="256" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Den Kampf mit traditionellen Systemen weiß die Homöopathie als Kampf zwischen David und Goliat zu instrumentaliseren By Wikidudeman (Own work) Public domain</p></div>Bei den Skeptikern findet sich nun ein interessantes <a title="Skeptiker Interview" href="http://blog.gwup.net/2012/12/23/die-homoopathie-luge-interview-mit-dr-christian-weymayr/" target="_blank">Interview zur Homöopathielüge</a>. In diesem Interview geht es darum, wie wenig die wissenschaftlichen Studien Anhänger der Homöopathie überzeugen und im Gegenteil einzelne nicht reproduzierbare Studien als Gegennachweis missbraucht werden. In der oberflächlichen Mediendiskussion höre es sich daher für den Laien so an, als würde die eine Seite schlichtweg eine Interpretation geben, die sich von der anderen Seite unterscheidet. Um dieses Problem einer jeden Demokratie zu umgehen, schlägt der Autor daher eine in meinen Augen autoritäre Lösung vor. Demnach müssten wir unsere objektiven Naturgesetze nehmen und unvereinbare Theorien schlichtweg ausschließen. Es wäre demnach nicht erlaubt Homöopathie zu testen, da sie schlichtweg nicht mit unserem objektiven wissenschaftlichen System vereinbar wäre. Ich halte diese Argumentation für fatal, da sie einen Rückfall in einen logischen Positivismus bedeutet, der Naturgesetze als objektiv erfahrbar formuliert. Der Autor befindet sich hier in dem Glauben, dass die pragmatische Reinterpretation unserer Naturgesetze als nicht letztgültig objektiv ausweisbar ausschließt, dass wir Wissen haben können. Dies ist eine fehlerhafte Perspektive auf den Wissensbegriff und seine Gegenvorschlag entspricht auch nicht einem skeptischen Programm. Dieses habe ich in einem Kommentar dazu verdeutlich, den ich hier in einer weiteren Bearbeitung darstellen möchte</p>
<p>&#8220;Ich stimme dem Artikel auf breiter Basis zu. Interessant empfand ich die Tatsache, dass es wohl vereinzelte Studien gibt, die Homöopathie in ein gutes Licht stellen. Dies, so wie ich es verstehe, werde dann von den Vertretern der Homöopathie missbraucht.<span id="more-1466"></span></p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="1466" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AIndia_-_Varanasi_pharmacy_-_0835.jpg" title="By Jorge Royan (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b5/India_-_Varanasi_pharmacy_-_0835.jpg/512px-India_-_Varanasi_pharmacy_-_0835.jpg" alt="India - Varanasi pharmacy - 0835" width="512" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">Konditionierung auf Medikamente, dies machen &quot;sanfte&quot; Mütter mit Homöopathie By Jorge Royan (Own work) CC-BY-SA-3.0</p></div>Nun verstehe ich es allerdings auch so, dass eine Fachdebatte klären würde, dass diese Einzelnachweise wertlos im großen Ganzen seien. Die Schlussfolgerung des Interviews nun aber bestimmte Verfahren die mit unseren “objektiven” Werten nicht übereinstimmen, auszuschließen, halte ich außerhalb unserer skeptischen Grundhaltung. Der Artikel macht glauben, dass wenn wir die Naturgesetze als objektiv unausweisbar hielten (so wie etwa die euklidische Geometrie, oder meinetwegen Phänomene wie “Kraft”), dann in purer Subjektivität und im Geisterglauben verkommen würden. Für die Pragmatiker allerdings, die sich doch gleich auch immer als Skeptiker verstehen heißt es, nur weil wir letztgültig objektive Maßstäbe ablehnen, ist relatives Wissen nicht unmöglich. Es fehlt zwar letzte Sicherheit aber relativ zu Erreichten lassen sich Beschreibungen anfertigen. Ich nehme ein simples Beispiel, um einfach analogisch zu demonstrieren, was ich meine. Schach: Wir spielen verschiedene Eröffnungssysteme. Momentan können wir allerdings nicht beurteilen, welche von den gegenwärtig akzeptierten Eröffnungsystemen näher an einer endgültigen Wahrheit dran ist, das heißt, welches System notwendig zum Sieg von Weiß oder Schwarz führt. Es kann sein, dass alle Eröffnungssysteme, die wir momentan spielen, gänzlich falsch sind. Dennoch bewehren sich Schacheröffnung nach statistischen Kriterien und gleichwohl nicht letztgültig objektiv, akzeptieren wir dies als Wissen (als vorläufiges und stets revidierbares Wissen). Es wäre nun vollkommen falsch neue Eröffnungsideen auszuschließen, weil sie mit den von uns (angeblich “objektiven”) Gesetzen des Schachs nicht übereinstimmen würden.</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><a class="thickbox" rel="1466" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AExternal_beam_radiotherapy_retinoblastoma_nci-vol-1924-300.jpg" title="By Unknown photographer/artist [Public domain], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/59/External_beam_radiotherapy_retinoblastoma_nci-vol-1924-300.jpg/256px-External_beam_radiotherapy_retinoblastoma_nci-vol-1924-300.jpg" alt="External beam radiotherapy retinoblastoma nci-vol-1924-300" width="256" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">In der Tat, die kalte Apparatenmedizin wirkt abschreckend im Vergleich zu Zuckerkügelchen By Unknown photographer/artist Public domain</p></div>Ähnliches gilt für all das, was wir als Wissen bezeichnen. Gesetze sind Fallbeschreibungen, die auf Induktionen beruhen. Daher verstehe ich nicht ganz, wie wir die normativen Kriterien einer positivistisch verstandenen Wissenschaft (wobei viele Physikerkreise, die ich kenne den Positivismus nicht notwendig vertreten) rechtfertigen können. Selbst der Artikel wird nicht müde zu betonen, das Naturgesetze nicht empirisch deduktiv bewiesen werden können. Sie werden nach den Möglichkeiten unseres endlichen Wissens induktiv abgeleitet. Ein reduktionistischer Positivismus zumindest wäre nicht mehr skeptisch und es klingt für mich eher so, dass die Errungenschaften unserer pragmatischen Wissenschaft zugunsten eines “naiven” Materialismus aufgegeben werden sollen. Die Entscheidung jedenfalls generell keine Studien zur Homöopathie durchzuführen (obwohl ja mittlerweile nun schon zur Genüge diese Experimente gemacht wurden), ja das niemals welche hätten durchgeführt werden sollen, erscheint mir zunächst suspekt und ich habe die Argumentation nicht verstanden. Offenbar setzt der Autor wenig skeptisch unsere induktiv abgeleiteten Naturgesetzmäßigkeiten als ewig gültige Gesetze. An die Stelle eines Geisterglaubens würde damit nur ein anderer Glauben treten, der wenngleich doch wenigstens auf Induktionen gewonnen und an unserem gegenwärtigen endlichen Wissen gewonnen, eben auch unsicher wäre.</p>
<p>Der Grund warum ich nicht an Homöopathie glaube, sind die zahllosen Diskussionen der Studien, auch in diesem Forum. Mir erscheint es nicht richtig, auf eine Medizin zu vertrauen, die sich an den Standards unseres gegenwärtigen Wissens nicht messen kann.</p>
<p>Womöglich verstehe ich den Artikel nicht richtig, aber glauben sie wirklich, dass eine Nichtdurchführung von Studien dazu führen würde, dass Homöopathen nicht mehr an Homöopathie glauben? Stattdessen sollen wir die Welt so darstellen als wüssten wir ihre objektiven Gesetze? Ich versuche es nachzuvollziehen. Doch ganz ehrlich wenn jemand valide Studien durchführt, zu einem Mittel, dass sich mit gegenwärtiger Physik oder Medizin nicht vereinbaren lässt, dieses Mittel sich aber durch die Studien als wirksam erweist, dann müssen wir unsere vorläufig formulierten (angeblich objektiven) Naturgesetze ändern und ich dachte dies wäre der Gang unserer bisherigen Wissenschaften gewesen.</p>
<p>Vielleicht lese ich die Ablehnung von Studien zu absolut hier und verstehe aus dem Artikel nicht ganz nach welchen Kriterien wir potentielle Neuerungen ausschließen wollen.&#8221;</p>
<p>Norman Schultz</p>
<div class="shr-publisher-1466"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F12%2Fdie-homoopathieluge-ein-kommentar-von-mir-zur-gegenwartigen-diskussion%2F' data-shr_title='Die+Hom%C3%B6opathiel%C3%BCge+-+Ein+Kommentar+zur+gegenw%C3%A4rtigen+Diskussion'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F12%2Fdie-homoopathieluge-ein-kommentar-von-mir-zur-gegenwartigen-diskussion%2F' data-shr_title='Die+Hom%C3%B6opathiel%C3%BCge+-+Ein+Kommentar+zur+gegenw%C3%A4rtigen+Diskussion'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Er weiß, ob du böse warst! Ein Weihnachtspost und ein paar Geschenkideen.</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2012 23:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Falls ihr noch keine Geschenke für mich habt, habe ich mal eine kleine Liste Der &#8220;Gulfstream fliegt mit 0,85 Mach, fliegt also nahe der Schallmauer, außerdem ist der Rolls Royce Motor besonders leise. Ihr könnt hier mit Kreditkarte bezahlen: Privatjet Der Anmachspruch &#8220;Darf ich ihnen eine Insel schenken&#8221; kommt immer gut an. Eine Insel kommt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="wp-caption alignleft" style="width: 219px"><a class="thickbox" rel="1454" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3b/Santa_Clause_Has_Gone_To_War_-_NARA_-_533870.jpg" ><img class=" " title="Er weiß, ob du böse warst" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3b/Santa_Clause_Has_Gone_To_War_-_NARA_-_533870.jpg" alt="" width="209" height="280" /></a><p class="wp-caption-text">Seid vorsichtig (Bild: Public Domain, via wikipedia)</p></div>
<p>Falls ihr noch keine Geschenke für mich habt, habe ich mal eine kleine Liste</p>
<ul>
<li>Der &#8220;Gulfstream fliegt mit 0,85 Mach, fliegt also nahe der Schallmauer, außerdem ist der Rolls Royce Motor besonders leise. Ihr könnt hier mit Kreditkarte bezahlen: <a title="Privatjet" href="http://thebillionaireshop.com/products/gulfstream-g650" target="_blank">Privatjet</a></li>
<li>Der Anmachspruch &#8220;Darf ich ihnen eine Insel schenken&#8221; kommt immer gut an. Eine Insel kommt immer gut an und erfreut sich allseitiger Beliebtheit. Es kann kein besseres Geschenk zu Weihnachten geben. Diese gibt es nun auch im Sonderangebot: <a title="eine eigene Insel" href="http://thebillionaireshop.com/products/bahamas-private-island" target="_blank">Eine eigene Insel.<span id="more-1454"></span></a></li>
<li>
<p><div class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a style="text-align: center;" title="Hong Kong Sonnenuntergang von Norman Schultz bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/57936333@N07/8285850247/"><img src="http://farm9.staticflickr.com/8498/8285850247_d6de9ba147_z.jpg" alt="Hong Kong Sonnenuntergang" width="640" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Auf zur eigenen Insel</p></div></li>
<li>Wenn nun euer Geiz nicht so viel hergibt, freue ich mich auch über ein <a title="Wohnmobil" href="http://thebillionaireshop.com/products/marchi-mobile-elemment-viva" target="_blank">kleines Wohnmobil</a>.</li>
<li>All das gibt es also im <a title="Milliadäre" href="http://thebillionaireshop.com/products/marchi-mobile-elemment-viva" target="_blank">Milliadärsshop</a>.  Wenn eure Eltern aber zu geizig sind, dann denkt daran, dass Weihnachten das Fest der Liebe sein soll (was immer das auch heißen soll). Zumeist besteht Weihnachten eher aus Zwang und Geschenkdruck. Kinder müssen ohnehin ihre Artigkeit beweisen.</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Er weiß, ob du böse warst.</strong></span></p>
<p>Weihnachten ist schon ein Druckmittel für Kinder. Da machen wir ihnen wochenlang Angst und dann kommt ein großer Mann mit Bekleidungsfetisch um die Ecke, vor dem sich die Kinder vor Angst fast in die Hosen machen. Am Ende stellt sich dann heraus, dass der Psycho natürlich ganz lieb war und entlohnt mit Geschenken. Die Kinder sind dann natürlich hin und weg und reproduzieren die Sagen vom positiven Druck. Wir wollen so gerne unsere Regeln erzwingen. Regeln aber haben ihre Gültigkeit nicht, weil wir sie durchsetzen, sondern weil sie in der selbstverpflichtend sein sollen. Nur die Vernunft kann den Regeln Sinn geben und daher müssen wir sie auch mit Vernunft ins Spiel bringen.</p>
<p>Der Film Rare-Exports, sicher ohne diesen tieferen Sinn, zeigt, was Weihnachten im Grund seiner Herkunft bedeutet. Es kommt einmal mehr aus unserer Geschichte der Gewalt und wir sollten diese Gewalt nicht auf einem anderen Level reproduzieren:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/2pH9IyqTk1E" frameborder="0" width="640" height="360"></iframe></p>
<p>Der deutsche Trailer bringt es noch besser auf den Punkt:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Ill4VPqKaDY" frameborder="0" width="640" height="360"></iframe></p>
<p>Weihnachten sollte auch ohne psychische Gewalt stattfinden und wir sollten verhindern, dass der Weihnachtsmann den Kindern Angst macht. Der Coca-Cola-Weihnachtsstil macht ohnehin schon genug Angst. Hier ein paar Bilder mit einem<a title="Weihnachtsmannbilder" href="http://www.neatorama.com/halloween/2012/12/22/16-of-the-Scariest-Santa-Pictures-Ever/" target="_blank"> grausamen Weihnachtsmann</a>.</p>
<p>Die sich nun nicht abschrecken lassen, denen wünsche ich Frohe Weihnachten</p>
<p>Norman.</p>
<div class="shr-publisher-1454"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F12%2Fer-weis-ob-du-bose-warst-ein-weihnachtspost%2F' data-shr_title='Er+wei%C3%9F%2C+ob+du+b%C3%B6se+warst%21+Ein+Weihnachtspost+und+ein+paar+Geschenkideen.'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F12%2Fer-weis-ob-du-bose-warst-ein-weihnachtspost%2F' data-shr_title='Er+wei%C3%9F%2C+ob+du+b%C3%B6se+warst%21+Ein+Weihnachtspost+und+ein+paar+Geschenkideen.'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Weihnachtsferien und wie ich im Schach besser werden will</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 07:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Universitätsphilosophie hat mich niemals eingenommen. Nun hat der neuere Aufbau, die Leistungskontrollen zusätzlich ihren Wert gemindert. Auch der angehende Elitarismus hat mich immer von der Sache abgelenkt. Einführungen in die Philosophie waren dann ungefähr so als hätte ich zwei Wochen nichts getrunken und würde dann noch freiwillig in die Wüste gehen. Philosophie, das sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Die Universitätsphilosophie hat mich niemals eingenommen. Nun hat der neuere Aufbau, die Leistungskontrollen zusätzlich ihren Wert gemindert. Auch der angehende Elitarismus hat mich immer von der Sache abgelenkt. Einführungen in die Philosophie waren dann ungefähr so als hätte ich zwei Wochen nichts getrunken und würde dann noch freiwillig in die Wüste gehen. Philosophie, das sind karge Mondlandschaften, in denen nicht viel passiert. Obwohl die folgende Einführung sehr technisch beginnt, ist es doch eine der besseren:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/tZiUSdIzJCc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Die Vorlesungen sind ganz in Ordnung und zur Einführung sicher geeignet. Ich würde mir mehr Kritik wünschen. Mir fehlt in der Philosophie die Passion des Denkens. Ein Grund warum sich Sloterdijk bald nicht mehr einen Philosophen nannte, sondern einen Denker. Das Aufwerfen von Rätseln, die Welt in ihrer Struktur ständig aufgelöst und gelöst in neuere Rätsel; dies sollte der Fortgang der Disziplin sein. Mit der Zeit wird einer in der akademischen Wüstenmondlandschaft ganz nüchtern und geht wie ein ausgemergelter Asket in die anderen Disziplinen.<span id="more-1422"></span></p>
<p>Dennoch es sind Weihnachtsferien und das heißt aufatmen. Einatmen, um dann auszuatmen. Ein paar eigene Dinge stehen daher an. Die Welt und die Frage nach dem wirklichen Lernen kommen in den Sinn. Ich lerne nichts mehr in der Philosophie, sondern wiederhole nur noch, die ständige Text-Exegese. Zumindest kann ich nicht mehr abschätzen, welche Fortschritte ich mache. Ich habe allerdings nicht mehr das Gefühl, dass mir Studenten voraus wären und auch die Professoren drehen sich in ihren Kreisen. Für das Lernen habe ich nun mit Schach begonnen. Dort gibt es noch einige Fortschritte, die sich eindeutig messen lassen. Mein näheres Ziel ist es eine Wertzahl von 2000 zu erreichen, die ich in Pittsburgh bereits besitze, allerdings entspricht dies einer zufälligen Berechnung und nicht meiner Spielstärke. Ich werde also in Zukunft systematischer an das Spiel herangehen, um die Wertzahl selbst auch zu rechtfertigen. Nach meinem Doktorstudium ist mein Ziel dann eine nationale Meisternorm zu erreichen. Während der Doktorarbeit ist dafür noch nicht der &#8220;Spielraum&#8221; gegeben.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1434" title="s" src="http://www.entgrenzen.de/wp-content/uploads/2012/12/s.jpg" alt="" width="548" height="328" /></p>
<p style="text-align: left;">Was ich nun erfahren habe: Für eine konsequente Entwicklung unserer Leistungen ist ein Monitoring erforderlich. Worin ich in der Regel schlecht bin. Tim Ferriss und andere Blogs verweisen darauf und ich werde in Zukunft darüber auf meinem anderen Blog &#8220;<a title="Bewusstes Lernen" href="http://www.bewusstes-lernen.de" target="_blank">Bewusstes Lernen</a>&#8221; berichten.</p>
<p style="text-align: left;"><a title="Schach" href="http://chess.com" target="_blank">Chess.com</a> gibt uns also die Möglichkeit, unsere Fortschritte einem Monitoring zu unterziehen. So hat Chess.com beispielsweise ein Monitoring für Taktik. Taktik-aufgaben im Akkord. Wenn ich mich konzentriere, erreiche ich dort eine gute 1900-1950. Am Abend sinke ich dann ab. Insgesamt aber hat diese Methode einen entscheidenden Vorteil als im Buch zu studieren. Chess.com dokumentiert meine Fortschritte und zeigt, in welchen Bereichen ich Schwächen habe. Diese Methode fehlt für viele Bereiche .</p>
<p style="text-align: left;">Im Übrigen kann ich meine Wertzahl auch vergleichen. Im Bereich einer Wertzahl von 1850-1950 bin ich unter den besten 3500 Spielern von 90.000 Mitgliedern. Damit gehöre ich zu den besten fünf Prozent. Da nun aber sicher viele mal nur aus Neugier reingeschaut haben, können wir diese Zahl vielleicht auf die Hälfte von Nutzern reduzieren. Ich schätze mich selbst dennoch zu den besten 15 Prozent. An Duquesne bin ich womöglich bin ich selbst der zweitstärkste Spieler meiner Universität, was aber nicht viel zählt.</p>
<p style="text-align: left;">Um die nationale Meisternorm anzupeilen, müsste ich wohl im taktischen Bereich eine 2200 erreichen und ebenso im Wertzahlbereich. Das wird sehr schwer werden, aber ich wäre sehr froh, wenn ich dies erreichen könnte und es ist gut, Dinge mit einem Ziel zu spielen.</p>
<p><a class="thickbox" rel="1422" href="http://www.entgrenzen.de/wp-content/uploads/2012/12/Percentil1.jpg" ><img class="alignleft size-full wp-image-1436" title="Percentil" src="http://www.entgrenzen.de/wp-content/uploads/2012/12/Percentil1.jpg" alt="" width="587" height="295" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich werde über dieses Monitoring demnächst mehr auf meinem Blog &#8220;<a title="Bewusstes Lernen." href="http://bewusstes-lernen.de" target="_blank">Bewusstes Lernen</a>&#8221; weiterberichten. Ich entwickle für mich selbst mehr Methoden eines Monitoring. Schreibe mehr mit und muss meine Dokumentation deutlich verbessern. Da kommt mir allerdings immer wieder meine Unordnung dazwischen. Zwei Wochen Weihnachtsferien sollten reichen, um auszumisten.</p>
<p>Norman.</p>
<p>P.S. Der Chess.com Zugang kostet mich sieben Dollar im Monat, für ein konsequentes Monitoring in diesem Bereich ganz gut und günstiger als ein Lehrer. Über ein ähnliches Programm zur Intelligenzsteigerung, nämlich Lumosity, habe ich auch auf meinem anderen Blog &#8220;<a title="Lumosity" href="http://www.bewusstes-lernen.de/intelligenzsteigerung-mit-lumosity-ein-programm-fur-den-alltag-um-schlauer-zu-werden/" target="_blank">Bewusstes Lernen</a>&#8221; berichtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="shr-publisher-1422"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F12%2Fweihnachtsferien-und-wie-ich-im-schach-besser-werden-will%2F' data-shr_title='Weihnachtsferien+und+wie+ich+im+Schach+besser+werden+will'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F12%2Fweihnachtsferien-und-wie-ich-im-schach-besser-werden-will%2F' data-shr_title='Weihnachtsferien+und+wie+ich+im+Schach+besser+werden+will'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Wie deutsche Professoren über ihre Studenten denken</title>
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		<comments>http://www.entgrenzen.de/2012/10/wie-deutsche-professoren-uber-ihre-studenten-denken/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2012 07:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den Pop-Philosophen Sloterdijk lästert die Fachwelt gerne. Aus dem Mondzentrum der Philosophie werden dann astronomische Tritte nach unten verteilt. Mit rigoroser Wissenschaft habe der Pöbelkönig aus Karlsruhe nämlich wenig zu tun und so kann nur die strahlende Stringenz des Philosophenadels wie ein überirdisches Gericht ein gerechtes Urteil sprechen. Als würde die Universitätsphilosophie, wo sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><a class="thickbox" rel="1415" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAuguste_Rodin_-_Grubleren_2005-02.jpg" title="Hansjorn [Public domain, Public domain, GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/37/Auguste_Rodin_-_Grubleren_2005-02.jpg/256px-Auguste_Rodin_-_Grubleren_2005-02.jpg" alt="Auguste Rodin - Grubleren 2005-02" width="256" height="330" /></a><p class="wp-caption-text">Hansjorn [Public domain, Public domain, GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) via Wikimedia Commons</p></div>Über den Pop-Philosophen Sloterdijk lästert die Fachwelt gerne. Aus dem Mondzentrum der Philosophie werden dann astronomische Tritte nach unten verteilt. Mit rigoroser Wissenschaft habe der Pöbelkönig aus Karlsruhe nämlich wenig zu tun und so kann nur die strahlende Stringenz des Philosophenadels wie ein überirdisches Gericht ein gerechtes Urteil sprechen. Als würde die Universitätsphilosophie, wo sich Philosophen gerne selbst aussuchen und in die Ämter klüngeln, sich tatsächlich um ernsthafte Hypothesen kümmern. Dort wo die Philosophie ihre Aufgaben nicht definieren kann, da lobt der Professor nun doch gerne, was ihm ohnehin gefällt. Die Universitätsphilosophie basiert auf einem perfiden Sozialdarwinismus. Dies fängt schon bei den Studenten an und das werden wir sogleich auch am Professor Strasser sehen, der die angebliche Blödheit von Sloterdijk vor allem durch blöde Studenten erklärt. Professoren geht es nämlich zumeist nicht um Bildung, das heißt die Frage, was die Studenten schließlich wirklich lernen, sondern darum, wer am Ende durch Leistungsverfahren ausgesiebt wird. Wer bleibe also übrig von den &#8220;strohdummen Studenten&#8221;, wie sie Kollege Straßer gerne bezeichnet?</p>
<p>Der Sozialdarwinismus setzt sich fort in den Professorengilden, die sich selbst gerne gegenseitig zitieren und sich dann eben auch gegenseitig schätzen. Wer bleibt übrig? Genau die Herren, die in den Duktus des Geben und Nehmens von Gründen irgendwie nicht passen und die sind dann natürlich Wanderhuren der Medien. Die Auslese der Professoren erfolgt nach starren und oberflächlichen Maximen eines Professorenknigges. Diese Philosophie gibt es schon seitdem die Deutsche Universität ihre Geisteswissenschaften in die Welt gehoben hat. Die angeblichen Think-Tanks, die schwerbewaffnet mit Argumenten wie Panzern in die Schlachten ziehen, sind dann eher doch Menschen, die sich kaum verstehen und wie eingebedildete Gockel durch die Flure huschen. Ich behaupte allen Ernstes die Philosophie verpasst die Chance überhaupt den Gegenstand darzulegen, den sie erklären will. Hätten die deutschen analytischen, antiken, phänomenologischen oder auch idealistischen Professoren einmal auch die andere Seite des Rheins studiert, wären sie den Argumenten des Historismus einmal gefolgt, dann wären die Problemlandschaften einer eben französischen Tradition auch nicht so weltfremd. Ob nämlich überhaupt etwas anderes als Pragmatismus möglich ist, das heißt strenge Philosophie, ist meines Erachtens immer noch eine der großen Fragen. Stattdessen sind die Philosophen sobald sie untereinander sind ganz höflich geworden und eher der Stich mit dem Messer von hinten entscheidet, wer letztlich in die Behörde seinen Schreibtisch mit schlechten Familienfotos und Büsten von Klassikern schmücken darf.<span id="more-1415"></span></p>
<p>Die Elite zieht ihre Konsequenz, wenn die Studenten dann vornherein als dumm gelten. Seit <a title="Lehrer Schüler" href="http://www.alltagsforschung.de/konnen-gonnen-wie-stereotype-unsere-leistung-beeinflussen/" target="_blank">1963 nach den Experimenten von Rosenthal</a> ist jedoch klar, dass vor allem Lehrer, die von ihren schlechten Schülern das Schlechteste erwarten, auch tatsächlich mit schlechten Schülern belohnt werden. Schlechte Studenten wem schlechte Studenten gebühren. Die Gleichung ist ganz einfach, Professoren, die über immer dümmere Studenten schimpfen, fehlt die Einsicht, dass sie eben nur den Spiegel im Lernenden vorgehalten bekommen. Wer es nicht schafft, seine Studenten zu bilden, der korrigiert sich am Ende selbst ohne es zu merken. Wenn ein Professor einem lebendigen Studenten, tatsächlich eine Fehlleistung attestieren muss, dann attestiert er diese vor allem sich selbst, nur dass der Professor leider als unkündbar gilt. Der Adlige räumt ja auch selten freiwillig den Thron und so bestätigt sich der deutsche Philosophieprofessor über immer mehr dumme Studenten.</p>
<p>Aber kommen wir zum Punkt: Der <a title="Sloterdijk" href="http://diepresse.com/home/science/743221/Meisterdenker-eine-Erregung" target="_blank">Professor Strasser hat im Feuilleton</a> einiges über Sloterdijk, Zizek und Precht zu verkünden, wobei ich den Ausführungen über Precht beinahe zustimmen möchte, anstatt aber mit Argumenten zu arbeiten, müssen vor allem seine dummen Studenten herhalten.</p>
<p>Für Professor Strasser ist so also der &#8220;Begriffsbombastiker&#8221; aus Karlsruhe nicht mehr als ein romantisch-verblödeter Student, der noch glaubt in der Philosophie sei eine Lebensweise angesprochen. Der Universitätsprofessor hier begklagt sich aber erstmal über seine Beamtenkarriere. 200 niederdrückende Arbeiten von Studenten müssten noch von seinem Beamtenschreibtisch wegkorrigiert werden. Eine Last, die einem Nettogehalt von mindesten 4000 Euro im Monat natürlich nicht aufgebürdet werden dürfte, schließlich muss der Mann ernsthaft forschen. Die armen deutschen Beamtenprofessoren, die sich über unkreative Bachelorstudenten beschweren, würden in Amerika wahrscheinlich am ersten Tag an einem Herzinfarkt sterben. 200 Essays korrigieren, das ist in einem Monat keine Seltenheit. Glaubt der Professor dann vielleicht, dass ich mich tatsächlich darüber freue, Arbeiten korrigieren zu dürfen?</p>
<p>Im Artikel heißt es dann in üblicher Beamtenstimmung klagend über Sloterdijk:</p>
<blockquote><p>&#8220;Einer, der sich über Tausende von Seiten mit Begriffen aufdonnert, hinter denen nichts steckt als immerfort er selbst, Mister Bombastik, ein übergewichtiger Mensch mit einem pompösen Kopf, aus dem zwei listige Äuglein kynisch hervorlugen, während ihm die Haare strähnig herunterhängen: ein cool verschmuddeltes Restzitat der Neunzehnachtundsechziger.&#8221;</p></blockquote>
<p>Lesen wir hier schon ein Argument? Aus gleichen Gründen könnten wir schon dazu aufrufen, Merkel nicht zu wählen. Es ist bezeichnend, dass der Kritiker Mr.Bombastik sogleich bei der Körperlichkeit packt. Der Professor lästert aber auch sogleich über seine Studenten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Da läuft mir eine meiner legasthenischen Dissertantinnen über den Weg – meinen Kreuzweg hin zu meinen 200 unerledigten Klausuren – bloß, um mich mit einer begeisterten Suada über Slavoj Žižek zu nerven.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sehr schön, die Studenten sind natürlich gleichsam der angehäufte Unfug der Gesellschaft. Professoren und &#8220;Kollegen&#8221; hier, die sich über ihre dämlichen Studenten beklagen, kenne ich zuhauf und es wundert mich nicht, dass sie eben die schlechten Studenten haben und ich die Guten. Weil nun aber alle doof sind, so gelangt der Professor auch zu der Einsicht, dass &#8220;der Erfolg meines begriffsbombastischen „Kollegen“ ein Irrtum seiner Leser sein muss&#8221;. Diese leiden nämlich an einer Bildungskrankheit und verwechseln die doch ernste Philosophie mit den Komödien der Hofnarren und so ist für den Professor auch klar, wer eigentlich den Unfug kauft:</p>
<p>&#8220;Ach ja, es gibt diese ganze Mischpoche einer beim langen Marsch durch die dekonstruktivistischen Seminare unserer sinnlos gewordenen Geistes- und Kulturwissenschaften total verblödeten Intelligenz, die sich gern selbst Sachen sagen hört, die ihr krass subversiv vorkommen – zum Beispiel, dass Stalin (nach Lacan, Deleuze, Irigaray etc. pp.) ein multischizoider Teddybär war –, während das total verkommene Herrenreiterfeuilleton dem Edelschmierantentum applaudierend die Steigbügel hält.&#8221;</p>
<p>Das Siebeverfahren hat dem Professor wohl zugesetzt und weil jener Professor nun auch noch als graue Eminenz im Busfahreranzug von Elke Heidenreich bezeichnet wurde, so kann er sich schlussendlich nur an seinen Studenten rächen:</p>
<p><strong>&#8220;</strong>Mir reicht&#8217;s. Ich nehme mir die Arbeit jener strohdummen Person noch einmal vor. Mag der Meisterphilosoph der höheren Dummheit seine Freiheit realisieren, indem er mit Ideen, die er nicht hat, glänzt, so realisieren wir, die Busfahrerphilosophen, unsere eigene, indem wir den Rotstift, den wir haben, zücken und dekretieren: „Nicht genügend!“</p>
<p>Bei derartiger Beamtenwillkür frage ich mich, ob Schüler, die von ihren Lehrern schlechtes denken, am Ende tatsächlich auch mit schlechten Lehrern belohnt werden. Derartige Professoren brauchen wir jedenfalls nicht und ich glaube, es wird viele geben, die Herr Professor Strasser bitten möchten, seinen Platz für ehrliche, wache Geister wie Sloterdijk zu räumen. Ich gehöre dazu.</p>
<p>Norman Schultz</p>
<div class="shr-publisher-1415"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F10%2Fwie-deutsche-professoren-uber-ihre-studenten-denken%2F' data-shr_title='Wie+deutsche+Professoren+%C3%BCber+ihre+Studenten+denken'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F10%2Fwie-deutsche-professoren-uber-ihre-studenten-denken%2F' data-shr_title='Wie+deutsche+Professoren+%C3%BCber+ihre+Studenten+denken'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Philosophie Live – Zwischenbericht von den Mondlandschaften in Pittsburgh</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 04:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine zweitausendjährige Geschichte verdient wohl auch einen Live-Ticker zum aktuellen Stand in der ehrwürdigen Wissenschaft: Universitäten sind Talentlosigkeitsschmieden, in denen noble Professoren ihre Studenten solange foltern, bis diese bereit sind die Mater an anderen fortzusetzen. Alles geschieht heute klinisch rein in Anzügen. Nicht mehr die Folterkammer sichert den Glauben an das System, sondern das Klassenzimmer. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="wp-caption alignleft" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="90" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AOuthouse_moon.jpg" title="By r b from san mateo, ca, USA (Outhouse) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons" ><img title="Der Mond ist aufgegangen (By r b from san mateo, ca, USA (Outhouse) CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0) via Wikimedia Commons" src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/08/Outhouse_moon.jpg/512px-Outhouse_moon.jpg" alt="Der Mond ist aufgegangen (By r b from san mateo, ca, USA (Outhouse) CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0) via Wikimedia Commons" width="512" height="340" /></a><p class="wp-caption-text">Live - Der Mond ist aufgegangen (By r b from san mateo, ca, USA (Outhouse) CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0) via Wikimedia Commons</p></div>Eine zweitausendjährige Geschichte verdient wohl auch einen Live-Ticker zum aktuellen Stand in der ehrwürdigen Wissenschaft: Universitäten sind Talentlosigkeitsschmieden, in denen noble Professoren ihre Studenten solange foltern, bis diese bereit sind die Mater an anderen fortzusetzen. Alles geschieht heute klinisch rein in Anzügen. Nicht mehr die Folterkammer sichert den Glauben an das System, sondern das Klassenzimmer.</p>
<p>Da die Philosophie kaum Methoden besitzt Hypothesen zu prüfen, ist alles methodische Besteck allenfalls Zeichen von Zivilisation, ohne praktische Belange in der Philosophie. Eher sind wir ungeübt darin und pieksen uns gegenseitig an spitzen Gabeln. Daher zeigt man gerne sein Besteck, doch isst lieber mit den Händen, um sich nicht selbst zu verletzen. Der Barbarismus hat sich daher gerade an seiner Wurzel überlebt. Philosophen haben immer noch keine Methode, um die Methode zu beweisen und verlieren sich daher in Machtspielen. (Bareknucklefight)</p>
<p>Elitarismus versteckt sich dabei hinter pathetischem Ernst. Die meisten Philosophen leben auf Friedhöfen und schreiten von Denkmal zu Denkmal, dann stellen sie sich vor, wie Philosophen damals über Friedhöfe gegangen sind und an noch größere Philosophen dachten. Damals war sowie so alles besser, denn sie wussten noch, was das Sein war. Heute wissen wir das nicht mehr.<span id="more-90"></span></p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="90" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3A1707_Homann_and_Doppelmayr_Map_of_the_Moon_-_Geographicus_-_TabulaSelenographicaMoon-doppelmayr-1707.jpg" title="von http://www.geographicus.com/mm5/cartographers/doppelmayr.txt [Public domain], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9d/1707_Homann_and_Doppelmayr_Map_of_the_Moon_-_Geographicus_-_TabulaSelenographicaMoon-doppelmayr-1707.jpg/512px-1707_Homann_and_Doppelmayr_Map_of_the_Moon_-_Geographicus_-_TabulaSelenographicaMoon-doppelmayr-1707.jpg" alt="1707 Homann and Doppelmayr Map of the Moon - Geographicus - TabulaSelenographicaMoon-doppelmayr-1707" width="512" height="431" /></a><p class="wp-caption-text">In diesen Landschaften ist alle Welt langsamer von http://www.geographicus.com/mm5/cartographers/doppelmayr.txt Public domain, via Wikimedia Commons</p></div>
<p style="text-align: left;">Natürlich gibt es noch eine andere Philosophie. Die Philosophen, die dann den Bezug zur Tradition verlieren und nur noch in der Gegenwart vom Problembewusstsein leben. Diese glauben alle Gedanken an einem inneren Rechenschieber auf vorausgesetzte Realität zu beziehen und schon würden wir einer langersehnten besseren Welt entgegenrechnen.</p>
<p style="text-align: left;">Die Frage ist eher, wie sich die Philosophie noch in ihre Rolle als Wissenschaft des Staunens erarbeiten könnte. Zugleich spreche ich nicht von den größeren Philosophen, sondern von den Landschaften der Passion. Die Passion Rechtzuhaben gehört in eine Zunft, die sich immer schon als Stellvertreter der Wahrheit feierten. Mit pastoralem Ehrgeiz sind sie zu den endlichen Geistern gestiegen, um ihnen ihr Leben zu erklären. Dennoch konnten Philosophen niemals mehr als Bettler werden. Der Philosoph ist angewiesen auf das Wohlwollen der Gesellschaft.</p>
<p>In Pittsburgh wird nur vorgetragen. Die Amerikaner, die sich als Erfinder des interaktiven Klassenzimmers rühmen, bestechen nur durch den Zwang zum schreibenden Studenten. Zehn Essays für einen Bachelorstudenten in 15 Wochen plus Abschluss- und Midtermexamen sind nicht selten (das für einen Kurs neben anderen 4). Ansonsten werden die Bücher hier nur so durchgerockt, wobei kaum Zeit zum Atmen bleibt und viele Differenzierungen auf der Strecke bleiben. Philosophie ist hier eine hektische Veranstaltung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a class="thickbox" rel="90" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAstronomer.moon.jpg" title="See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/3c/Astronomer.moon.jpg/512px-Astronomer.moon.jpg" alt="Astronomer.moon" width="512" height="543" /></a><p class="wp-caption-text">Die Planetenbahnen der Logik (Attribution: See page for author Public domain, via Wikimedia Commons</p></div>Kein Wunder also, dass ich heute ein &#8220;angenehmes&#8221; Gespräch mit einem republikanischen Anwalt hatte, der mir erklärte, warum wir Guantanamo brauchen. Er würde mich ja irgendwo verstehen: Schließlich war er auch mal jung. Ich antworte, dass es sehr viel ältere Menschen als ihn gebe, die es wohl schafften jünger als er zu bleiben. Kant wäre ein Beispiel, der Königsberger hatte aber, wie ich hinzufügte, in seinem Stadtgefängnis niemals so viel Erfahrung wie er. Das Universalisierungsgebot für moralische Ansprüche halte ich als haltbar, das aber wurde nicht verstanden.</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 266px">, from Wikimedia Commons&#8221;]<a class="thickbox" rel="90" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AOneSmallStep.jpg" title="By Rickyjames at en.wikipedia [Public domain], from Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b0/OneSmallStep.jpg" alt="OneSmallStep" width="256" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">By Rickyjames at en.wikipedia [Public domain</p></div>
<p style="text-align: left;">Geld zirkuliert und die Reichen bereisen die Welt, um sich als Pragmatiker auszuzeichnen. Alles in hektischer Langeweile und Sinnlosigkeit. Der Reichtum hat noch nie die Gerechtigkeit, sondern nur die Selbstgerechtigkeit vermehrt.</p>
<p style="text-align: left;">Ansonsten bin ich Zeitfahrer, der die Zeit mit Gedanken jagt. Anstatt sie zu erfassen, spüre ich nur den Zeitdruck im Kopf. Ich möchte daher auf meine wenige Online-Aktivität verweisen. Bei Pinterest habe ich ein Board zur Philosophie angelegt. Interessanter mag aber mein Board zum Leben eines Gentleman sein: <a href="http://pinterest.com/fibonaccie/the-life-of-a-gentleman/">http://pinterest.com/fibonaccie/the-life-of-a-gentleman/</a>. Das sind Träume. Ach und ja Träume sind der Grund, warum wir die Realität nicht mögen. Vom Boden der Realität steigen sie wie Ballons in die Lüfte und wir wissen nie, ob die Erde eines Tages vielleicht doch mit abhebt.</p>
<p style="text-align: left;">Soviel zum Stand der Philosophie live aus Pittsburgh</p>
<p style="text-align: left;">Norman Schultz, Phd. News</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="shr-publisher-90"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F10%2Fphilosophie-live-zwischenbericht-von-den-mondlandschaften-in-pittsburgh%2F' data-shr_title='Philosophie+Live+-+Zwischenbericht+von+den+Mondlandschaften+in+Pittsburgh'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F10%2Fphilosophie-live-zwischenbericht-von-den-mondlandschaften-in-pittsburgh%2F' data-shr_title='Philosophie+Live+-+Zwischenbericht+von+den+Mondlandschaften+in+Pittsburgh'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Grenzen der Menschheit (Links)</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Sep 2012 03:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fibonaccie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grenzen der Menschheit]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeit rückt fort und ich studiere hier in Pittsburgh (Foucault, Phänomenologie, Brandom und Kant) so für meinen Doktortitel vor mich hin. Die Kurse haben ein gewaltiges Lesepensum und da Englisch nicht meine erste Sprache ist, lese ich deutlich langsamer als meine Konkurrenten (ja Philosophie ist hier schon ein harter Wettbewerb). Ich habe eine Klasse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Die Zeit rückt fort und ich studiere hier in Pittsburgh (Foucault, Phänomenologie, Brandom und Kant) so für meinen Doktortitel vor mich hin. Die Kurse haben ein gewaltiges Lesepensum und da Englisch nicht meine erste Sprache ist, lese ich deutlich langsamer als meine Konkurrenten (ja Philosophie ist hier schon ein harter Wettbewerb). Ich habe eine Klasse dreimal die Woche, die ich unterrichten soll, aber vorher werde ich merkwürdig unterwiesen, worüber ich noch schreiben muss. Die Zeit rück fort und darüber hinaus habe ich wenig Zeit. Dennoch will ich hier mal wieder eine kleine Linkliste mit sehenswerten Links zu den Grenzen des menschlichen Könnens zusammenstellen.</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><a class="thickbox" rel="1342" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFritz_Beinke_Die_Schulschw%C3%A4nzer.jpg" title="By Fritz Beinke (1842-1906) (Dorotheum) [Public domain], via Wikimedia Commons" ><img src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/ee/Fritz_Beinke_Die_Schulschw%C3%A4nzer.jpg/256px-Fritz_Beinke_Die_Schulschw%C3%A4nzer.jpg" alt="Fritz Beinke Die Schulschwänzer" width="256" height="347" /></a><p class="wp-caption-text">Befreiung von der Schule By Fritz Beinke (1842-1906) (Dorotheum) Public domain, via Wikimedia Commons</p></div>Natürlich aber verweise ich zuerst wieder auf meinen, neuen Blog. Dort geht es auch um Grenzerweiterungen, allerdings auf einem deutlichen praktischeren Level: Solltet ihr euch zum Beispiel <a title="Zahlen bis auf 100 Stellen nach dem Komma merken" href="http://www.bewusstes-lernen.de/pi-auf-100-stellen-lernen-einen-palast-bauen-und-eine-landkarte-der-erinnerung-anlegen-die-loci-methode/" target="_blank">bis zu 100-stellige Zahlen</a> merken wollen oder eine Technik haben, mit der ihr euch einen Fundus an Geschichtsdaten aufbauen könnt, den ihr nicht mehr so schnell vergesst, so präsentiere ich euch dort eine Technik genau dafür. Grob gesagt geht es darum, sich eine Route zu legen und dort mittels einer Verschlüsselungstechnik Bilder abzulegen. Das ganze ist einfacher als ihr denkt und die Grenzen sind mit Kreativität um ein vielfaches erweiterbar. Ebenso habe ich begonnen einen Palast zu bauen und ein Königreich zu errichten, was das bedeutet? Am besten ihr schaut mal in den Artikel rein.</p>
<p>Darüberhinaus habe ich mich <a title="Wir hassen Schule" href="http://www.bewusstes-lernen.de/der-lehrende-sadist-und-sein-schuler-der-masochist-meine-schulerfahrungen-und-die-forderung-nach-philosophie-als-zentraler-grose-in-unserer-bildung/" target="_blank">mit meiner Schulzeit</a> auseinandergesetzt. Ich war damals besonders gut darin, diese schlecht zu absolvieren und blieb schließlich aus Blödheit einmal wie Kaugummi an der Schulbank kleben. Ich schlage in diesem Artikel außerdem vor, Philosophie als erste Wissenschaft schon in der Schule und zwar von der Grundschule an zu unterrichten, allerdings geht es mir hier weniger um den ethischen Bereich, sondern um die erkenntnistheoretischen Gründe. Die genaueren Gründe dafür lege ich in dem Artikel dar.</p>
<p>Ich habe außerdem noch die neue Sendung von <a title="Prechts neue Sendung &quot;Precht&quot;" href="http://www.bewusstes-lernen.de/precht-und-der-skandal-schule-verblodung-war-schon-immer-blod/" target="_blank">Richard David Precht unter die Lupe </a>genommen und muss sagen, dass er und der Hirnforscher Hüther versagt haben, mal ein neues Konzept von Schule wirklich zu diskutieren. Erstens referieren sie kaum auf Fakten, was ihre Thesen schwammig und allgemein macht und zweitens ist auch von geisteswissenschaftlicher Dialekt (was noch rechtfertigbar wäre) nichts zu spüren. Sie schieben sich eigentlich nur Parolen über den Tisch, die letzten Endes die Schule derart schlecht machen, dass wir glauben sollten, wir wären alle in der Schule verblödet. Aber schaut selbst.<span id="more-1342"></span></p>
<p>Kommen wir nun allerdings endlich zu den Entgrenzungsleistungen innerhalb der menschlichen Natur:</p>
<p>Es scheint, es wäre ein weltweites Mem: Überall klettern Kinder auf Sofas, um der Lavahölle zu entgehen; überall versuchen Kinder nicht auf Striche der Gehwege zu latschen. Das folgende Video hat die ganze Kreativität unserer kleinen, philosophischen Alltagsbeschäftigungen gesammelt. Die kleinen Übungen machen den Prokrastinationsmeister. Ich allerdings denke, dass diese Techniken noch viel mehr unser Gehirn trainieren und wir dieses ständig machen sollten.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/1AJpKt6UP08" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Ich selbst versuche immer zu schnipsen, wenn die Toastmaschine das Brot röstet. Im selben Moment sollte dann der Toast aus dem Toaster springen. Außerdem bringe ich ungern Sachen zum Papierkorb, sondern werfe sie. Eine Studentin schrieb mir in ihrem Essay über sich selbst, dass sie es mag Pickel auszudrücken, das gehört dann allerdings nicht mehr in den Rahmen kreativer Leistungen, die ich so kenne.</p>
<p>&#8220;The devils staircase&#8221; von Franz Liszt ist mit unaufhaltsamer Spannungssteigerung komponiert, so dass es letztlich keinen Ausweg aus der Harmonie gibt. Jaja, ich weiß Musik muss nicht schön sein, in diesem Fall fasziniert sie.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/1ZTaiDHqs5s" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Von den Videos &#8220;People are Awesome&#8221; gibt es immer mehr. Youtube macht es möglich, dass endlich außergewöhnliche Leistungen berichtet und schnell verbreitet werden. Don`s Version ist einerseits eine der spektakulärsten Zusammenstellungen auf der anderen Seite auch eines der hochwertigsten Videos. Die Musik ist übrigens auch Awesome und ist eine meiner Favouriten (Dubstep)!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/EEu42L0ufBY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Wenn nun die kleinen Alltagsaufgaben wie anfangs erwähnt zur extensiven Freizeitbeschäftigung werden, dann kommt so etwas wie unglaubliches Billiard dabei heraus:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/BiZF6o-AU64" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Entsprechend zum Pool hier noch der<a title="Pool" href="http://geekpalast.com/der-etwas-andere-pool" target="_blank"> neue Pool</a> von meinem, neuen Haus in Pittsburgh.</p>
<p>Eine hochqualitative Variante von People Are Awesome ist auch hier zu sehen, wieder unterlegt mit Dubstep, dem Internetsound der letzten Jahre:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/EJb9F7msaqY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Auch empfehlenswert ist der Film &#8220;Idiocracy&#8221;. Ich will nicht zu viel spoilen (heißt vorwegnehmen), deswegen lest nur weiter, wenn ihr unschlüssig seid, ob ihr den Film schauen sollt: Ein Soldat wird in einen Kälteschlaf versetzt und erwacht erst wieder in der Zukunft. Weil aber intelligente Menschen wesentlich weniger Kinder bekommen, ist die Zukunft eine Gesellschaft von Debilen. Wirklich lustig und komplett auf Youtube zu sehen. Hier mal der Trailer:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/nseyKfQX0ZI" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Wer noch einen Soundtrack für den Tag braucht oder wem einfach nur langweilig ist, der kann Darth Vader 10 Stunden beim Atmen zuhören:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Bc1Zc4qsTQk" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>Eine Grenzleistung aus dem malerischen Bereich ist hier zu sehen. Haltet den Anfang durch, es lohnt sich.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Ozc6t4KwEko" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Ich hätte übrigens nicht gedacht, dass <a title="Barcelona von oben" href="http://www.theinspiration.com/2012/03/eixamplea-district-of-barcelona/" target="_blank">Barcelona so strukturiert</a> von oben aussieht. Sieht aus als hätte jemand bei der Planung mit einem größeren Rubiks Cube gespielt. Hier seht ihr wie wir Kleingeister darin Weltrekorde aufstellen (blind):</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/mCyYPimImyM" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>An und für sich ist es nicht schwer einen Würfel zu lösen. Wer aber gerne besonders schnell den Würfel lösen möchte, so gibt es noch das Video: &#8220;How to become a Speedcuber&#8221;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/ad2NdgoAg8I" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>So viel also von den Links, die sich bei mir angesammelt haben. Wenn es euch gefallen hat, dann könnt ihr ja den Link teilen, twitter oder vielleicht sogar den Blog abonnieren. Bis dann Norman.</p>
<div class="shr-publisher-1342"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='button_count' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F09%2Fgrenzen-der-menschheit-links%2F' data-shr_title='Grenzen+der+Menschheit+%28Links%29'></a><a class='shareaholic-googleplusone' data-shr_size='medium' data-shr_count='true' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.entgrenzen.de%2F2012%2F09%2Fgrenzen-der-menschheit-links%2F' data-shr_title='Grenzen+der+Menschheit+%28Links%29'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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