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	<title>Eure Welt &#8211; 2-Blog</title>
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	<description>Luca Hammer bloggt über Social Media Analyse, Netzwerkvisualisierung und sonstige Dinge, die ihn beschäftigen.</description>
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		<title>Heimserver kaputt</title>
		<link>https://2-blog.net/2025/12/17/heimserver-kaputt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 20:26:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern Nacht ist die Caching-SSD in meinem Heimserver kaputt gegangen. Deshalb ist meine Mastodon-Instanz gerade offline. Ich muss die nächsten Tage schauen, ob es reicht die SSD auszutauschen oder ob da andere Dinge zu tun sind. Gut, dass dieser Blog auf einem anderen Server läuft, sodass ich euch Bescheid geben kann.]]></description>
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<p>Gestern Nacht ist die Caching-SSD in meinem Heimserver kaputt gegangen. Deshalb ist meine Mastodon-Instanz gerade offline. Ich muss die nächsten Tage schauen, ob es reicht die SSD auszutauschen oder ob da andere Dinge zu tun sind.</p>



<p>Gut, dass dieser Blog auf einem anderen Server läuft, sodass ich euch Bescheid geben kann.</p>
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		<title>Jetzt auch im Fediverse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2022 12:46:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ihr Mastodon oder ähnliches nutzt, könnt ihr diesen Blog abonnieren, indem ihr nach @luca sucht. Wenn ihr gerade dabei seid, gerne @luca@det.social folgen und mich in den Kommentaren oder als Reply wissen lassen, warum ihr die Instanz gewählt habt, auf der ihr gerade seid. Im englischen Blog unter lucahammer.com habe ich kurz über die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn ihr Mastodon oder ähnliches nutzt, könnt ihr diesen Blog abonnieren, indem ihr nach <a rel="mention" class="u-url mention" href="https://2-blog.net/author/luca/">@luca</a> sucht. Wenn ihr gerade dabei seid, gerne <a href="https://det.social/@luca">@luca@det.social</a> folgen und mich in den Kommentaren oder als Reply wissen lassen, warum ihr die Instanz gewählt habt, auf der ihr gerade seid. </p>



<p>Im englischen Blog unter <a href="https://lucahammer.com/2022/05/08/joining-the-fediverse-with-wordpress">lucahammer.com</a> habe ich kurz über die Technik geschrieben.</p>



<p></p>
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		<title>Jahresendfragebogen zu 2021</title>
		<link>https://2-blog.net/2021/12/31/jahresendfragebogen-zu-2021/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2021 21:10:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich dachte, ich hätte diesen Fragebogen irgendwann schon einmal gemacht. Im Archiv habe ich jedoch nichts gefunden. Möglicherweise habe ich ihn mehrmals angefangen, aber hatte bei so vielen Fragen keine zufriedenstellende Antwort, dass ich es wieder gelassen habe. Aber als ich ihn bei Christian und Sylvia gelesen habe, wollte ich es nochmals probieren. Wohl gefühlt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich dachte, ich hätte diesen Fragebogen irgendwann schon einmal gemacht. Im Archiv habe ich jedoch nichts gefunden. Möglicherweise habe ich ihn mehrmals angefangen, aber hatte bei so vielen Fragen keine zufriedenstellende Antwort, dass ich es wieder gelassen habe. Aber als ich ihn bei <a href="https://hmbl.blog/31-12-2021-jahresendfragebogen-der/">Christian</a> und <a href="https://serotonic.de/2021-12-31-das-jahr-2021-im-rueckblick/">Sylvia</a> gelesen habe, wollte ich es nochmals probieren.</p>



<p><strong>Wohl gefühlt oder krank gewesen?</strong><br>Ja. Das Wegfallen von Präsenzveranstaltungen aller Art hat mein Wohlbefinden eher gesteigert, das Wissen, dass es vielen anderen Menschen nicht so geht und ihnen die Kontaktreduktion schwer fällt, hat mich wiederum belastet. An Covid-19 erkrankt, dank Impfung nur ein paar Tage flach gelegen, Geruchssinn ist immer noch nicht vollständig zurück, was mich fast täglich stört. Eine wichtige Diagnostik findet in einer Woche statt. Hat aber nichts mit 2021 zu tun.</p>



<p><strong>Haare länger oder kürzer?</strong><br>Ja. Weniger Friseurbesuche führten zu längeren Haaren dazwischen und kürzeren Haaren beim Schneiden, damit es möglichst lange nicht stört. Gelernt, dass ich es sehr befreiend finde, wenn die Haare abkommen. Nicht nur das Gefühl selbst, sondern auch was damit zusammenhängt. Etwa weniger Shampoo und kürzere Trocknungszeiten. </p>



<p><strong>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</strong><br>Nein. Aber erfahren, dass ich gewisse Farben nicht besonders gut unterscheiden kann. Ich glaube rot und noch etwas, aber ich erinnere mich gerade nicht.</p>



<p><strong>Träume gelebt? Wünsche erfüllt?</strong><br>Bin noch auf der Suche.</p>



<p><strong>Mehr bewegt oder weniger?</strong><br>Gefühlt mehr, aber ich bin mir nicht sicher.</p>



<p><strong>Die aufregendste Unternehmung?</strong><br>Eine Anstellung annehmen. So mit Vollzeit und Weisungsbindung.</p>



<p><strong>Die teuerste Anschaffung?</strong><br>Der neue Fernseher. Nach zehn Jahren.</p>



<p><strong>Das leckerste Essen?</strong><br>Weißkäse mit Gemüse im Ofen gebacken mit Nudeln.</p>



<p><strong>Buch des Jahres?</strong><br>Flüsterwald. Die einzigen Bücher, die ich derzeit vollständig lese, lese ich vor.</p>



<p><strong>Serie des Jahres?</strong><br>The Expanse.</p>



<p><strong>Film des Jahres?</strong><br>Fällt mir keiner ein.</p>



<p><strong>Das beste Lied?</strong><br><a href="https://www.youtube.com/watch?v=FEooe-k2as8">Der letzte Song </a>von Kummer feat. Fred Rabe und Rundfunktanzorchester Ehrenfeld.</p>



<p><strong>Das beste Album?</strong><br><a href="https://aufewigwinter.bandcamp.com/album/gargoyle">Gargoyle</a> von Haxan.</p>



<p><strong>Das schönste Konzert/Musical/Theater?</strong><br>Nein.</p>



<p><strong>Die meiste Zeit verbracht mit …?</strong><br>Partnerin und Kind.</p>



<p><strong>Die schönste Zeit verbracht mit …?</strong><br>Partnerin und Kind.</p>



<p><strong>Vorherrschendes Gefühl?</strong><br>Ruhe und Anspannung.</p>



<p><strong>Dieses Jahr zum ersten Mal getan?</strong><br>Das ganze Jahr für die gleiche Organisation gearbeitet.</p>



<p><strong>Dieses Jahr nach langer Zeit wieder getan?</strong><br>Gebloggt. Okay, ein bis zwei Beiträge hier oder dort gab es auch die letzten Jahre. Aber trotzdem ist es nach langer Zeit wieder.</p>



<p><strong>3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?</strong><br>An Covid-19 erkranken, Stress, Leiden anderer Menschen. </p>



<p><strong>Die wichtigste Sache, von der ich jemanden (oder mich jemand) überzeugen wollte?</strong><br>Dass ich das mit der Arbeit einmal probieren sollte.</p>



<p><strong>Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?</strong><br>Der Termin. Für mich selbst.</p>



<p><strong>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</strong><br>Das Geschenk des Kindes an sich selbst.</p>



<p><strong>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?</strong><br>Liebe.</p>



<p><strong>Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?</strong><br>Liebe.</p>



<p><strong>Und was war sonst noch?</strong><br>Ja.</p>



<p><strong>Dieses Jahr war mit einem Wort …?</strong><br>Erkenntnisreich.<br></p>
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		<title>DECT-Telefone über Gigaset GO Box 100 mit Deutsche Glasfaser SIP nutzen</title>
		<link>https://2-blog.net/2021/11/01/dect-telefone-ueber-gigaset-go-box-100-mit-deutsche-glasfaser-sip-nutzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Nov 2021 18:06:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Achtung: Dieser Bericht ist nicht zufriedenstellend, aber ich möchte teilen, was ich gemacht, was funktioniert hat und was nicht. Vielleicht hat jemand Tipps, um es besser zu machen oder es hilft bei der Entscheidung bei ähnlichen Problemen. Früher: fritzbox und analoge Handsets Bisher war hier immer eine fritzbox für Internet und Telefonie zuständig. Das funktionierte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Achtung: Dieser Bericht ist nicht zufriedenstellend, aber ich möchte teilen, was ich gemacht, was funktioniert hat und was nicht. Vielleicht hat jemand Tipps, um es besser zu machen oder es hilft bei der Entscheidung bei ähnlichen Problemen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Früher: fritzbox und analoge Handsets</h2>



<p>Bisher war hier immer eine fritzbox für Internet und Telefonie zuständig. Das funktionierte ziemlich gut, aber mit der Umstellung auf Glasfaser, wollte ich etwas neues ausprobieren. Etwa einen <a href="https://2-blog.net/2021/04/24/zwei-internetanschluesse-gleichzeitig-nutzen/">redundanten Internetanschluss.</a> </p>



<p>Um Telefonie habe ich mich bisher wenig gekümmert. Im Haus liegen Drähte für drei Anschlüsse. Am Ende wurde nur einer der Drähte genutzt. Dort hing ein Gigaset A400 A mit integriertem Anrufbeantworter. Zwei weitere DECT-Telefone (A415 und noch ein älteres) haben die fritzbox als Basis genutzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Plan: USG und Gigaset GO Box 100 und analoge Handsets</h2>



<p>Als Router nutze ich nun ein Unifi Security Gateway, die Telefonfunktion muss deshalb ein anderes Gerät übernehmen. Meine Recherche ergab zwei Optionen. Neue Mobilteile (Handsets), die per WLAN verbunden werden und direkt VOIP/SIP können oder eine Basis, die es kann. Wir telefonieren wenig. VOIP-Mobilteile sind teuer, haben kurze Akkulaufzeiten und sind aufwändig zu konfigurieren. Daher habe ich mich für eine VOIP-Basis entschieden. Die Gigaset GO Box 100 gab es für 30€ (Achtung es gibt auch eine Gigaset Box 100 ohne GO, die ist eine analoge Basis und daher hier nicht geeignet) und sie erfüllte auf den ersten Blick alle meine Anforderungen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Einrichten der Gigaset GO Box 100</h2>



<p>Die Gigaset GO Box 100 ist leider stark unterdokumentiert. Aber das grundsätzliche Einrichten ist unkompliziert.</p>



<ol class="wp-block-list"><li>GO Box an Strom und LAN anschließen</li><li><a href="https://www.gigaset-config.com/">https://www.gigaset-config.com/</a> aufrufen und GO Box auswählen (<a href="https://twitter.com/niklascodes/status/1384909976313946113">magic erklärt</a>)</li><li>Mit 0000 einloggen und Assistenten zum Einrichten nutzen.</li></ol>



<p>Und jetzt nochmal im Detail. Unter Einstellungen Telefonie wählen und dort Verbindungen. Dann bei IP1 rechts auf &#8222;Bearbeiten&#8220; klicken. In der nächsten Ansicht mittig &#8222;Konfigurationsassistent starten&#8220; wählen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="960" height="508" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.42.54-960x508.png" alt="" class="wp-image-3783" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.42.54-960x508.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.42.54-340x180.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.42.54-768x407.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.42.54-1536x813.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.42.54.png 2048w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption>Auf der ersten Seite des Assistenten steht die allgemeine Erklärung. Links &#8222;Weiter&#8220;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="960" height="507" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.05-960x507.png" alt="" class="wp-image-3784" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.05-960x507.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.05-340x180.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.05-768x406.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.05-1536x812.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.05.png 2006w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption>Deutschland auswählen und unten in der Mitte &#8222;Weiter&#8220;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="960" height="503" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.23-960x503.png" alt="" class="wp-image-3785" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.23-960x503.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.23-340x178.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.23-768x403.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.23-1536x805.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.43.23.png 2010w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption>Dann kann man auch schon als Anbieter &#8222;Deutsche Glasfaser&#8220; auswählen. Wird allerdings als &#8222;Dt. Glasfaser&#8220; abgekürzt, weshalb ich es beim ersten Mal übersehen habe.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="507" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.44.32-960x507.png" alt="" class="wp-image-3786" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.44.32-960x507.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.44.32-340x180.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.44.32-768x406.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.44.32-1536x811.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.44.32.png 1996w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption>In der nächsten Ansicht die Zugangsdaten eingeben. Eigentlich sollten sie auch im Web-Portal von Deutsche Glasfaser sein, ich habe sie dort jedoch nicht gefunden. Da sie auch per Post geschickt wurden, war es aber kein Problem. Die Rufnummer darf nur mit Ortsvorwahl, nicht mit Landesvorwahl (0049) eingegeben werden.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="500" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.45.08-960x500.png" alt="" class="wp-image-3787" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.45.08-960x500.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.45.08-340x177.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.45.08-768x400.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.45.08-1536x800.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.45.08.png 2028w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption>Dann dauert es kurz, während die Verbindung getestet wird. Einfach warten.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="535" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.50.52-960x535.png" alt="" class="wp-image-3788" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.50.52-960x535.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.50.52-340x189.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.50.52-768x428.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.50.52-1536x856.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.50.52.png 2036w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption>Die Erfolgsmeldung gibt es als Alert-Box. Das ist keine Fehlermeldung. Die wird allerdings gleich ausgegeben. Einfach auf OK drücken.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="503" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.07-960x503.png" alt="" class="wp-image-3789" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.07-960x503.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.07-340x178.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.07-768x402.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.07-1536x804.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.07.png 1998w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption>Schließlich noch angeben, dass über diese VOIP-Verbindung abgehende Gespräche laufen. Mit dem Anrufbeantworter habe ich mich nicht beschäftigt, da ich ihn nicht nutze. <a href="https://www.deutsche-glasfaser.de/fileadmin/content/pdf/downloads/produkte_und_preise/DGhome_leistungsmerkmale_sprachdienste.pdf">Anleitung der Deutschen Glasfaser</a>.</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Mobilteile an der GO Box anmelden</h3>



<p>Je nach Mobilteil funktioniert es etwas anders. Ihr müsst aber Basis (in dem Fall GO Box) und Mobilteil in den Anmelde-Modus schalten.</p>



<p>Beim A400 ist das in den Einstellungen -> Mobilteil -> Mobilteil anmelden.</p>



<p>Bei der GO Box könnt ihr entweder den blau leuchtenden Knopf an der Vorderseite des Geräts drücken oder über das Web-Interface zu Einstellungen -> Geräte-Management -> Sonstiges gehen und dort auf der rechten Seite &#8222;Anmeldung starten&#8220; wählen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="611" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.41-960x611.png" alt="" class="wp-image-3791" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.41-960x611.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.41-340x216.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.41-768x488.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.41-1536x977.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-11.51.41.png 2044w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Nummern den Mobilteilen zuweisen</h3>



<p>Schließlich müsst ihr noch angeben, welche Nummer welches Mobilteil klingeln lässt. Das funktioniert im Web-Interface der GO Box unter Einstellungen -> Telefonie -> Nummernzuweisung. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="761" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-18.40.39-960x761.png" alt="" class="wp-image-3792" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-18.40.39-960x761.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-18.40.39-340x269.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-18.40.39-768x609.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-18.40.39-1536x1217.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/11/Screenshot-2021-11-01-at-18.40.39.png 1994w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption>Für jedes Mobilteil (INT X) kann eine Nummer für abgehende Gespräche und beliebig viele für eingehende Gespräche angegeben werden. </figcaption></figure>



<p><strong>Fertig.</strong> Nun ist die Gigaset GO Box 100 und die Mobilteile grundsätzlich eingerichtet. Man kann angerufen werden und selbst anrufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">GO Box bietet nur Grundfunktionalität mit alten Geräten</h2>



<p>Die GO Box hat einen integrierten Anrufbeantworter. Ich habe jedoch nicht herausgefunden, wie ich diesen aktivieren und abrufen kann. Alle Anleitungen verweisen auf das Menü der Mobilteile. Meine Mobilteile haben diese Einstellungen jedoch nicht und ich vermute, es liegt an ihrem Alter. Sie werden in der <a href="https://www.gigaset.com/de_de/cms/service/kompatibilitaet/produkte.htm#product1=922">Gigaset-Kompatibilitätsliste</a> gar nicht geführt. Ich gehe daher davon aus, dass DECT-Geräte von anderen Anbietern die gleiche Grundfunktionalität bieten.</p>



<p>Den Anrufbeantworter nutze ich nicht, weshalb mir das egal ist. Tatsächlich ärgerlich sind die fehlenden Anrufslisten. Mir war nicht klar, dass diese von der Basis bereitgestellt werden und nicht von den jeweiligen Mobilteilen. Aktuell sehe ich nicht, wenn ich Anrufe verpasst habe. Als Workaround kann man die GO Box mit der Gigaset Elements nutzen. Einem Online-Service mit App, der dann verpasste Anrufe am Handy anzeigen kann. Allerdings ist das einerseits umständlich, nicht besonders datensparsam und schließelich wird nicht einmal angezeigt welche Rufnummer angerufen wurde, sondern nur welche Nummer angerufen hat.</p>



<p>Auch hat die GO Box kein zentrales Telefonbuch. Man kann sie zwar mit einem Online-Telefonbuch verbinden, aber keine Nummern in der GO Box verwalten. Somit muss dies auf jedem Mobilteil einzeln passieren. Das ist nicht schlimm, aber etwas unpraktisch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Die Gigaset GO Box ist etwas umständlich zu bedienen, aber ist eine günstige Option, um ältere Telefone weiterhin zu nutzen statt sie wegzuwerfen. Mit der Deutschen Glasfaser aber auch anderen SIP-Anbietern arbeitet sie problemlos zusammen. Sobald es jedoch über die absoluten Grundfunktionen hinausgeht, wird es schwierig.</p>



<p>Und das nächste Mal machen wir uns darüber Gedanken, welchen Nutzen Telefongeräte zuhause haben, die über das Internet funktionieren, während ich den ganzen Tag mit einem Handy in der Tasche herumlaufe, das sowohl die gleiche SIP-Funktionalität besitzt als auch über eine Telefonverbindung, auf die ich Festnetznummer weiterleiten könnte. Und darüber hinaus mehr Funktionen und Komfort bietet.</p>
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		<title>Stummschalten statt Entfreunden: Integrierte Entnetzung auf Social Media Plattformen</title>
		<link>https://2-blog.net/2021/09/29/stummschalten-statt-entfreunden-integrierte-entnetzung-auf-social-media-plattformen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2021 06:51:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Text entstand im Rahmen des Seminars „Netzwerkkulturen“ bei Sebastian Gießmann an der Universität Siegen. In der Apokalypse der Netzwerke gerät somit die für Netzwerke eigentlich nicht denkbare Existenzform entnetzter Einheiten in den Fokus, also das, was nach dem Durchschneiden des sozialen Bandes »überlebt«. Urs Stäheli in Soziologie der Entnetzung (2021) Beziehungen zwischen Menschen sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Dieser Text entstand im Rahmen des Seminars „Netzwerkkulturen“ bei <a href="https://netzeundnetzwerke.de/" data-type="URL" data-id="https://netzeundnetzwerke.de/">Sebastian Gießmann</a> an der Universität Siegen. </em></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>In der Apokalypse der Netzwerke gerät somit die für Netzwerke eigentlich nicht denkbare Existenzform entnetzter Einheiten in den Fokus, also das, was nach dem Durchschneiden des sozialen Bandes »überlebt«.</p><cite>Urs Stäheli in Soziologie der Entnetzung (2021)</cite></blockquote>



<p></p>



<p>Beziehungen zwischen Menschen sind zu komplex, um sie als ein binäres verbunden oder nicht verbunden abzubilden. Dies haben Social Media Plattformen lange Zeit vernachlässigt, weshalb es zu Brüchen in der Vernetzung kam, wenn Personen Plattformen aus Überforderung komplett verlassen haben. Durch Entnetzungs-Funktionen halten die Plattformen das Netzwerk intakt, indem Nutzer:innen Verbindungen lockern können ohne sie lösen zu müssen.</p>



<p>Es gibt drei Unterschiede zwischen Beziehungen und ihrer digitalen Abbildung, die Entnetzung unumgänglich machen. Entnetzung als ein Auflösen von Verbindungen ohne dass der Knoten verloren geht. Der erste Grund ist die Vielschichtigkeit von Personen, der zweite, die zwischenmenschliche Dynamik und der dritte, das Verblassen von Beziehungen.</p>



<p>Menschen nehmen in unterschiedlichen Kontexten unterschiedliche Rollen ein und diese Rollen können sich widersprechen und trotzdem wahrhaftig sein. Social Media reduziert alle Kontexte auf eine Ebene und zwingt die Personen entweder ihre Vielseitigkeit und Widersprüchlichkeit offen zu zeigen oder sich für eine Facette zu entscheiden, die sie als primäre Identität in der Öffentlichkeit aufführen. Das Gegenüber hat keine Wahlmöglichkeit mehr. Social Media wird zu einem durchgehenden Schulterblick bei allen Interessen, Meinungen und Aktivitäten der teilenden Person. Mit einer Person, die man nur auf der Arbeit kennt, versteht man sich möglicherweise auch wunderbar beim Laufen gehen. Aber man möchte möglicherweise keine Einblicke in ihr Liebesleben, den Konflikt mit den Nachbarn oder umfassende Ausführungen über ihre Hausbibliothek. Auf einer Social Media Plattform stehe ich dann vor der Entscheidung, ob ich mit der Person weiter verbunden sein möchte oder nicht. Gäbe es nur diesen Aspekt, könnte ich abwägen, ob der Nutzen der Inhalte, die mich interessieren, der empfundenen Belästigung durch die, die mich nicht interessieren, überwiegen. Beziehungen sind jedoch keine kalten Berechnungen.</p>



<p>Beziehungen haben zwischenmenschliche Dynamiken, die verhindern, dass Verbindungen jederzeit beendet oder begonnen werden können. Auf bi-direktionalen Plattformen wie Facebook, wo beide Seiten die Beziehung bestätigen müssen, fällt dies stärker auf, als auf mono-direktionalen Plattformen wie Twitter, wo Beziehungen auch einseitig bestehen können. Da die Aufkündigung der Beziehung auf beiden Plattformen sichtbar sind, kann es zu auch auf beiden zu unerwünschten Folgen kommen, die eine Person davon abhalten eine Beziehung aufzukündigen, obwohl die geteilten Inhalten eher zu Aufregung statt zu Freude führen. Die Beziehung zu einem Familienmitglied oder jemanden aus dem Freundeskreis auf einer Social Media Plattform aufzukündigen, kann zu einer Aufkündigung der gesamten Beziehung durch die andere Seite führen. Selbst wenn man erklärt, dass der Grund lediglich ein Teil der Inhalte sind, die die Person teilt und für die man sich nicht interessiert. Das Entfolgen von Personen auf Twitter führt immer wieder zu öffentlichen Unmutsbekundungen (twitter.com/search?q=warum%20hat%20entfolgt). Ein plausibler Grund das bewusste Entfolgen abzustreiten ist der @UnfollowBugBot, der behauptet, dass Twitter manchmal Accounts selbständig entfolgt. Nutzt man ihn aus Ausrede, muss man dem Account anschließend wieder folgen. Auch das Trennen von Verbindungen auf Xing kann dazu führen, dass man angerufen wird und sich erklären muss (twitter.com/monogonet/status/1437363410895785986). Solche unangenehmen Folgen führen dazu, dass Menschen Beziehungen auf Social Media Plattformen aufrecht erhalten, obwohl sie es nicht mehr möchten. Die Nutzung der Plattform wird damit immer anstrengender bis zu dem Punkt, wo man sich dazu entscheidet die Plattform gar nicht mehr zu nutzen. Dann muss man nicht das Entfernen einzelner Verbindungen erklären, sondern kann die Plattform als Ganzes als unpassend beschreiben.&nbsp;</p>



<p>Der dritte Unterschied ist das Verblassen von Beziehungen. Beziehungen zwischen Menschen sind fragil. Wenn sie nicht immer wieder durch Austausch wie etwa Treffen, Geschenke oder Nachrichten erneuert werden, verblassen sie. “Sich aus den Augen verlieren”, ist der umgangssprachliche Ausdruck dafür. Social Media Plattformen kennen dieses Verblassen nicht. Eine Verbindung, die dort geschlossen wird, bleibt bestehen bis sie aktiv aufgekündigt wird. Das hat zur Folge, dass sich mit fortschreitender Zeit immer immer mehr Kontakte ansammeln. Kontakte, die man ohne der Plattform längst vergessen hätte. Das ist kein negativer Aspekt in sich. In manchen Fällen freuen sich Menschen, wenn sie so lange in Kontakt sein können ohne ständig Energie in die Beziehung zu investieren. Zugleich führt diese Anhäufung von Kontakten dazu, dass das Verhältnis von Inhalten, an denen man interessiert ist, zu denen, an denen man nicht interessiert ist, immer schlechter wird. Vor allem in der Kombination, dass Interessen von Menschen nicht gleich bleiben. Wenn der einzige Schnittpunkt ein gemeinsames Hobby ist und dieses wegfällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Interesse an den Inhalten ebenfalls wegfällt. Vergleicht es mit einem Verein oder Gruppe, die gemeinsam das Hobby betreibt, bedeutet der Austritt einer Person, dass der Kontakt zu dieser Person, wenn es keine weiteren Überschneidungen gibt, dass die Beziehung zu ihr langsam verblasst. Ein Vorgang, den man zwar aufhalten kann, indem man die Beziehung pflegt, tut man es aber nicht, passiert es. Auf der Social Media Plattform ist es umgekehrt. Die Beziehung muss aktiv entfernt werden. Das erfordert negative Beziehungsarbeit; Sich gegen anstatt sich nicht für Menschen zu entscheiden.&nbsp;</p>



<p>Es gibt noch keine gefestigten Praktiken, um mit diesen Problemen umzugehen. Anil Dash hat einen Ansatz gewählt, der die individuelle Entscheidung gegen Personen verhindert, indem er <a href="https://anildash.com/2018/07/13/unfollowing-everybody/">einmal pro Jahr allen Accounts entfolgt</a>. Somit kann er sich immer wieder für Personen entscheiden. Zugleich verliert er alle spannenden Accounts, die er über Jahre sorgfältig ausgewählt hat. Was bleibt sind die Accounts, die ihm in Erinnerung geblieben sind. Der Rest ist verblasst. Mein <a href="https://twitter.com/luca/status/1335704798235136000">eigener Ansatz</a> ist der Versuch den Follows nicht zu viel Gewicht zu geben, ihnen folgen, wenn sie interessant wirken und entfolgen, wenn sie sich als nicht passend herausstellen. Als Grund für das <a href="https://twitter.com/luca/status/36518430983061504">Entfolgen kann schon ein Tweet ausreichen</a>. Die Praxis ist, aufgrund der sozialen Dynamiken, meist schwieriger. Dennoch entfolge ich Accounts von Menschen, die ich schätze, aber deren Inhalte nicht zu mir passen.</p>



<p>Inzwischen bieten die Social Media Plattformen Funktionen an, um zu verhindern, dass Menschen die Plattform komplett verlassen oder regelmäßig alle ihre Kontakte zu löschen. Am wichtigsten sind das Stummschalten von Begriffen und Personen.</p>



<p>Bei Twitter gab es schon früh Drittanbieter-Apps, die den Nutzer:innen mehr Kontrolle über ihren Feed gegeben haben. Tweetdeck, welches von Twitter übernommen wurde, <a href="https://blog.twitter.com/en_us/a/2010/a-monster-update-for-your-desktop">führte bereits 2010 die Möglichkeit ein, Begriffe und Accounts aus dem Feed zu filtern</a>. Diese Funktionen waren jedoch auf die jeweilige App begrenzt und funktionierten wie ein lokaler Filter in einem Mail-Programm. Twitter als Plattform führte erst 2016 die <a href="https://twitter.com/Twitter/status/705137009308766208">Möglichkeit ein, Begriffe stummzuschalten</a>. Einige Monate später wurde die Funktion erweitert, sodass auch die <a href="https://twitter.com/TwitterSafety/status/798571375065632768">Benachrichtigungen gefiltert</a> werden konnten. Facebook hat 2018 ebenfalls eine <a href="https://about.fb.com/news/2018/06/keyword-snooze-a-new-way-to-help-control-your-news-feed/">Snooze-Funktion eingeführt</a>, mit der Begriffe für 30 Tage stummgeschalten werden können. Allerdings wurde die Funktion Anfang 2021 wieder entfernt. Seitdem ist es nur noch mit Browser-Plugins möglich Beiträge mit bestimmten Begriffen nicht mehr im Feed zu haben. Das begriffbasierte Stummschalten hat den Vorteil, dass man mit einer Einstellung unerwünschte Inhalte von allen Kontakten verstecken kann. Etwa eine Sportart oder Serie. Zugleich ist es äußerst ungenau. Während auf Twitter viele Nutzer:innen Hashtags nutzen, um ihre Beiträge zu kategorisieren und sich diese einfach stummschalten lassen, sind Hashtags bei Facebook weniger verbreitet. Damit sind umfangreiche Begriffslisten notwendig, um Themen vollständig zu entfernen. Weiters steigt mit dem Umfang der Liste das Risiko erwünschte Inhalte ebenfalls zu verstecken. So haben Nutzer:innen, die verhindern wollten Game of Thrones Spoiler zu lesen und deshalb ‘GoT’ stummgeschalten haben, alle englischen Tweets mit ‘got’ aus ihrem Feed entfernt haben. Auch kann es sein, dass man Inhalte einer bestimmten Partei nicht sehen möchte, aber Tweets über diese Partei.</p>



<p>Die zweite Funktion ist das Stummschalten von Accounts. Twitter hat es im Mai 2014 <a href="https://blog.twitter.com/en_us/a/2014/another-way-to-edit-your-twitter-experience-with-mute">eingeführt</a> und ermöglicht es Accounts weiterhin zu folgen ohne ihre Inhalte zu sehen. Die Accounts können nicht sehen, ob man ihnen folgt und alle Inhalte angezeigt bekommt oder folgt und keine Inhalte angezeigt bekommt. Diese Funktion verhindert negative Folgen aufgrund von sozialen Dynamiken.</p>



<p>Facebook führte eine <a href="https://about.fb.com/news/2014/11/news-feed-fyi-more-ways-to-control-what-you-see-in-your-news-feed/">ähnliche Funktion ein paar Monate sp</a>äter ein. Die Beziehung zwischen Accounts wurde aufgeteilt in Befreunden und Folgen. Statt mit einem Account befreundet zu sein oder nicht, konnte man befreundet sein und ihm folgen, befreundet sein und ihm nicht folgen und ihm nur folgen, falls der Account diese Option aktiviert hat. </p>



<p>Einige Jahre später, 2017, hat Facebook das <a href="https://about.fb.com/news/2017/12/news-feed-fyi-snooze/">Entfolgen weiter verfeinert</a>. Seitdem ist es möglich Accounts temporär zu entfolgen. Diese Funktion ist noch sanfter und entsprechend die Hürde geringer, sie zu nutzen. Zugleich stellt sie den Ursprungszustand von alleine wieder her, als würde sich das Netzwerk selbst reparieren. Wenn der Grund für das Entfolgen weiter besteht, führt es zu erneuter Irritation und erhöht die Gefahr, dass die Person die Plattform komplett verlässt.</p>



<p>Es handelt sich um Funktionen des Entnetzens, die verhindern sollen, dass Nutzer:innen die Plattform verlassen. Aber sie sind unvollständig und fehlerhaft. Das Stummschalten von Begriffen hilft gegen unerwünschte Inhalte, aber sie ist einerseits aufwändig und andererseits anfällig für das Verstecken erwünschter Inhalte. Das Stummschalten von Personen reduziert das Problem der sozialen Dynamik. Beiden ist gemein, dass sie den Nutzer:innen eine Aktion abverlangen.</p>
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		<title>Zwei Internetanschlüsse gleichzeitig nutzen</title>
		<link>https://2-blog.net/2021/04/24/zwei-internetanschluesse-gleichzeitig-nutzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Apr 2021 19:27:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit einer Woche habe ich einen Glasfaseranschluss von der Deutschen Glasfaser. Dazu wird es irgendwann einen eigenen Beitrag geben. Parallel dazu nutze ich weiterhin einen Kabelanschluss von Unitymedia/Vodafone. In diesem Beitrag möchte ich festhalten, wie mein Setup aktuell aussieht und was es zu beachten gibt. Kurzversion: Ich setze ein USG (Unifi Security Gateway) als Router [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Seit einer Woche habe ich einen Glasfaseranschluss von der Deutschen Glasfaser. Dazu wird es irgendwann einen eigenen Beitrag geben. Parallel dazu nutze ich weiterhin einen Kabelanschluss von Unitymedia/Vodafone. In diesem Beitrag möchte ich festhalten, wie mein Setup aktuell aussieht und was es zu beachten gibt.</p>



<p>Kurzversion: Ich setze ein USG (Unifi Security Gateway) als Router an. Am WAN-Port (eth0) hängt das NT (Network Termination) des Glasfaseranschlusses, an LAN 1 (eth1) mein Switch mit allen Geräten im Heimnetzwerk und an LAN 2 (eth2) die Fritzbox des Kabelanschlusses, die sich im Bridge-Modus befindet. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Unifi USG als solider und günstiger Dual-WAN-Router</h2>



<p>Zwei Feature waren mir wichtig. Die Möglichkeit zwei Internetanschlüsse zu nutzen, damit ich mich nicht ärgern muss, wenn einer ausfällt, und VLANs, damit ich mehr und weniger vertrauenswürdige Geräte im Netzwerk voneinander trennen kann. Da ich bereits zwei APs (Access Points) und einen Switch von Unifi nutze, mit denen ich größtenteils zufrieden bin, habe ich mich dazu entschieden auch beim Router ein Unifi-Gerät zu nehmen. Ansonsten würde ich mir die TP-Link ER605 und ER7206 anschauen. Beide mit Omada-Controller. Oder etwas mit pfSense. </p>



<p>Das USG ist schon schon seit über sechs Jahren auf dem Markt. Inzwischen gibt es neuere und stärkere Modelle wie etwa das USG Pro oder Unifi Dreammachine. Aber diese sind wesentlich teurer ohne mir relevante Vorteile zu bieten. Ohne zusätzlichen Sicherheitsfeatures (IDS/IPS) schafft das USG Gigabit. Mit IDS/IPS nur noch 85 Mbit/s. Das USG Pro (ca. 250€) aber auch nur 250 Mbit/s. Das USG-XG würde Gigabit schaffen, aber auch 2k€ kosten. UDM (UniFi Dream Machine) schafft 850 Mbit/s, kostet um die 300€. UDM Pro 3,5 Gbit/s für 400€. Meine Überlegung war, dass ich IDS/IPS nicht zwingend brauche und die Unifi-Implementierung nicht transparent ist. Wäre das entscheidend, würde ich direkt Richtung pfSense schauen. Also habe ich mich für das USG um 100€ entschieden. </p>



<p>Eine Alternative von Ubiquiti wäre der baugleiche Edgerouter Lite, der jedoch nicht über den Unifi-Controller verwaltet werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ersteinrichtung USG</h2>



<p>Die Ersteinrichtung des USG war etwas umständlicher als ich es mir gewünscht habe, weil ich es in mein bestehendes System integriert habe. Zuerst einen Computer direkt mit dem USG verbinden und Grundeinstellungen vornehmen, anschließend an das Netzwerk anschließen. Gegebenenfalls Geräte neustarten oder IPs erneuern lassen. Wenn das USG im Controller adopted wurde, kann der Rest darüber erledigt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deutsche Glasfaser anschließen</h2>



<p>Bei der Deutschen Glasfaser muss darf man keinen Router mitbestellen, sondern muss kundeneigenen Router als Option wählen. Ich hatte zuerst eine Fritzbox mitbestellt, weil ich dachte, ich könnte diese hinter dem USG betreiben, damit es sich um die Telefonie kümmert. Das funktioniert jedoch nicht. Deshalb ging die Fritzbox unausgepackt zurück und mein Anschluss wurde umgestellt. Anschließend konnte ich das USG via Ethernet an das NT anschließen. Für Telefonie nutze ich nun eine Gigaset Go Box 100.</p>



<p>Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das erste WAN-Interface bereits eingestellt war. Viel anzupassen gibt es jedoch nicht. Das wichtigste ist IPv6 Connection auf DHCPv6 und Prefix Delegation Size von 56. <s>(Bei mir gibt es noch Probleme mit IPv6, wo DG dran ist. Sollte sich hier noch etwas ändern, werde ich den Beitrag aktualisieren.)</s> Update 2021-05-13: IPv6 funktioniert nun auch. Das Problem war das USG. Damit ich über die Deutsche Glasfaser eine IPv6 bekomme, musste ich IPv6 für Vodafone deaktivieren. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="573" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-960x573.png" alt="" class="wp-image-3753" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-960x573.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-340x203.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-303x182.png 303w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-768x458.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-1536x917.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik.png 2014w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Vodafone anschließen</h2>



<p>Ich habe einen Vodafone Business Anschluss. Wenn ich richtig recherchiert habe, gibt es nur bei diesen den Bridge-Modus in der Fritzbox, über den ein dort angeschlossener Router eine eigene öffentliche IPv4 bekommt. Da der zweite Anschluss lediglich als Failover dient, sollte egal sein. Ich weiß es jedoch nicht. </p>



<p>Unter Internet &gt; Zugangsart &gt; Bridge-Anschlüsse habe ich LAN 2 als Bridge geschalten und diesen vie Ethernetkabel an das USG gehängt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="470" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-1-960x470.png" alt="" class="wp-image-3754" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-1-960x470.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-1-340x166.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-1-768x376.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-1-1536x752.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-1-2048x1002.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>



<p>Im USG ein weiteres Netzwerk hinzugefügt. Im alten Interface muss man es als Purpose WAN und Network Group WAN 2 definieren. Auch hier wieder DHCPv6 extra aktiviert, als Prefix Delegation Size allerdings 59 statt 56, weil es sonst nicht funktioniert. Je nachdem wie man seine Firewall konfiguriert hat, sollte man IPv6 beim failover deaktiviert lassen, damit man nicht unabsichtlich Löcher ins Sicherheitskonzept sticht.</p>



<p>Als Load Balancing habe ich Failover only gewählt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="655" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-2-960x655.png" alt="" class="wp-image-3755" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-2-960x655.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-2-340x232.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-2-768x524.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-2-1536x1049.png 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-2.png 1727w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ports einstellen</h2>



<p>Schließlich muss man noch im Unifi Controller unter Devices &gt; USG &gt; Ports einstellen, welcher Port wofür zuständig ist. WAN und LAN 1 sind normalerweise bereits korrekt gesetzt, muss nur noch LAN 2 / WAN 2 als WAN 2 eingestellt werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="598" height="730" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-3.png" alt="" class="wp-image-3756" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-3.png 598w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-3-340x415.png 340w" sizes="auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px" /></figure>



<p>Wenn alles eingestellt ist, warten bis das Provisioning abgeschlossen ist. Dauert beim USG leider ein paar Minuten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Funktionalität testen</h2>



<p>Im Unifi Controller wieder bei Devices &gt; USG unter Overview schauen, ob beide WAN Interfaces eine IP bekommen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="598" height="971" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-5.png" alt="" class="wp-image-3758" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-5.png 598w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-5-340x552.png 340w" sizes="auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px" /></figure>



<p>Außerdem kann man via SSH mit dem Befehl <code>show load-balance watchdog</code> schauen, ob das Load Balancing korrekt läuft. Bei eth0 und eth2 sollte &#8222;status: Running&#8220; stehen. Wenn das passt, könnt ihr testweise die primäre Verbindung unterbrechen. Ich habe das durch einen Neustart des NT gemacht. Ethernetkabel entfernen geht aber auch. Nach ein paar Sekunden sollte das USG auf die failover-Verbindung wechseln. In meinem Fall hat das auch während einem Geschwindigkeitstest funktioniert. Der ist zwar kurzfristig eingebrochen, hat sich dann aber wieder erholt. Halt auf das Niveau der Backup-Verbindung.</p>



<p>Bei mir gab es erst ein Problem mit dem Kabelanschluss. Obwohl eine IP da war, war der Status &#8222;Waiting on recovery&#8220;. Dies ließ sich durch einen Neustart der Fritzbox beheben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="825" height="528" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-7.png" alt="" class="wp-image-3760" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-7.png 825w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-7-340x218.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-7-768x492.png 768w" sizes="auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px" /></figure>



<p>Im neuen Controller Interface habe ich es noch nicht gefunden, aber im alten Interface sieht man unter Alerts wenn gewechselt wurde. Im Screenshot sieht man, wie um 6:14 die primäre Verbindung (eth0) inaktiv wurde und sofort eth2 eingesprungen ist. Drei Minuten später um 6:17 war die primäre Verbindung wieder da (active) und die sekundäre versetze sich in Bereitschaft (failover). </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="314" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-8-960x314.png" alt="" class="wp-image-3761" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-8-960x314.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-8-340x111.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-8-768x251.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/04/grafik-8.png 962w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Failover oder Weighted Load Balancing</h2>



<p>Neben dem von mir gewählten Failover kann man die sekundäre Verbindung auch als Weighted Load Balancing einsetzen. Dann sollte ein Teil des Traffics (je nach Einstellung in %) über die sekundäre Verbindung laufen. In meinem Test hat das aber lediglich zu höheren Latenzen und keinem Geschwindigkeitsgewinn geführt. Ob das an der großen Unterschiede bei der Geschwindigkeit der Verbindungen lag oder es andere Gründe gab, weiß ich nicht. War mir allerdings auch nicht wichtig, weshalb ich mich nicht weiter damit beschäftigt habe. Angeblich gibt es auch Anwendungen, die es nicht mögen, wenn sich die Verbindung zwischendurch ändert. </p>



<p>Mir ist es wichtig, dass es so wenig Ausfälle wie möglich gibt und dafür passt Failover.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Als ich eine wöchentliche Kolumne in einer Tageszeitung als E-Book las</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2021 16:40:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor elf Jahren habe ich für 43 Tage auf Social Media Plattformen verzichtet. Mein Fazit war, dass es möglich ist, aber mich nicht glücklicher macht. Heuer (so sagt man zum aktuellen Jahr in Österreich) verzichte ich auf mein Handy im Bett. Angeblich schläft man dann besser. Wie es mir damit gegangen sein wird, schreibe ich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor elf Jahren habe ich <a href="https://2-blog.net/2010/03/31/43-tage-ohne-social-web/">für 43 Tage auf Social Media Plattformen verzichtet</a>. Mein Fazit war, dass es möglich ist, aber mich nicht glücklicher macht. Heuer (so sagt man zum aktuellen Jahr in Österreich) verzichte ich auf mein Handy im Bett. Angeblich schläft man dann besser. Wie es mir damit gegangen sein wird, schreibe ich hoffentlich in einem Monat auf. </p>



<p>Die ersten Tage ließ ich meine Gedanken schweifen bevor ich versuchte zu schlafen. Das wurde mir bald zu langweilig. Dann las ich in einem Buch. Aber nachts ist es meist dunkel, weshalb man zum Lesen Licht braucht. Das Licht wiederum hindert andere Menschen im Bett am Schlafen. Deshalb musste eine andere Lösung her. Vor vier Jahren haben wir einen Kindle Paperwhite gekauft (einen E-Book-Reader, kurz E-Reader). Ursprünglich um auf Reisen weniger schwere Bücher im Gepäck zu haben. Tatsächlich wurde er aber nur zweimal eingesetzt, weil man E-Books auch wunderbar am Handy lesen kann und dann gar kein zusätzliches Geräte mitnehmen muss. Aber jetzt erschien er mir als Ausweg aus meiner Zwickmühle, dass ich noch Inhalte konsumieren wollte, aber weder auf das Handy (weil Verzicht), noch auf Bücher (weil zu hell) zurückgreifen konnte.</p>



<p>Nachdem ich den E-Reader in einem Korb neben dem Sofa wiedergefunden hatte, lud ich ihn auf. Er hat noch einen Micro-USB-Anschluss, weshalb ich erst ein Kabel aus der Kabelkiste holen musste. Die Geräte, die wir regelmäßig laden, haben inzwischen alle USB-C oder Lightning-Anschlüsse (das proprietäre Format von Apple). Nach dem Laden führte ich noch ein Software-Update durch. Ohne, dass es notwendig gewesen wäre. Aber ich dachte mir, dass es dann vielleicht tolle neue Funktionen gibt. Das Einzige, das mir auffiel, war der Browser. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es den nicht schon zuvor gab, aber ich ihn noch nie gesehen hatte.</p>



<p>Der nächste Abend kam und ging mit dem E-Reader ins Bett. Was ich lesen wollte, hatte ich noch nicht entschieden. Der E-Reader zeigte mir Bücher an, die ich vor Jahren begonnen hatte und an welcher exakten Stelle ich damals aufgehört hatte. Allerdings konnte ich mich weder an die Bücher erinnern noch an die Stelle. Besonders interessant erschienen sie mir auch nicht. Etwa ein Monat zuvor hatte ich für 14,69€ ein Humble Book Bundle <strong>‚</strong>Math for Programmers‘ gekauft. 16 E-Books, von denen ich noch in kein einziges reingeschaut habe. Aber es gab die Option alle E-Books mit einem Klick an ein Kindle-Gerät zu schicken. Das habe ich getan. Aber schon nach den ersten Seiten von ‚Machine Learning in Action‘ hatte ich keine Lust mehr.</p>



<p>Auf der Startseite des E-Readers kann man E-Books direkt von Amazon kaufen. Wahrscheinlich da ich in der Vergangenheit mehrere Werke von Kathrin Passig gekauft (und positiv bewertet) habe, wurden mir weitere E-Books von ihr angezeigt. Eines weckte mein Interesse besonders. ‚<a href="https://www.amazon.de/gp/product/B08V4WZGTR">Je Türknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020</a>‘. Es wurde 2021-01-26 veröffentlicht, ich kaufte es 2021-02-28 um 2,99€.</p>



<p>Das E-Book besteht aus allen 52 Kolumnentexte von Kathrin Passig, die 2020 bei der Frankfurter Rundschau veröffentlicht wurden. Ich finde eigentlich alles großartig, was Kathrin Passig schreibt und macht. Allerdings bekomme ich nicht alles mit. Ich weiß, dass sie Kolumnen schreibt und wann immer ich über eine stolpere, lese ich sie. Oder packe sie zumindest in Pocket (ein Art Speicher, wo man Text ablegt, die man später lesen möchte, aber in der Regel nicht dazu kommt). Für welche Publikationen sie arbeitet, habe ich bisher nicht mitbekommen und auch nicht recherchiert. Sie selbst hat auch nur <a href="https://twitter.com/search?q=from%3Akathrinpassig%20fr.de&amp;src=typed_query&amp;f=live">zwei Kolumnen auf Twitter verlinkt</a>, wo ich den Großteil meiner Inhalte entdecke. Und selbst wenn ich es gewusst hätte, wäre es unwahrscheinlich gewesen, dass ich die FR abonniert hätte. Weder die gedruckte Ausgabe um 53,95€/Monat (ich habe keine Print-Abos), noch die digitale Ausgabe um 34,95€/Monat. <a href="https://www.fr.de/thema/kolumne-update-sti1281121/">Einzelne Texte der Kolumne</a> gibt es auch auf Website, dort kostenlos. Wenn ich richtig gezählt habe 18 der 52 Stück. Um sie dort lesen zu können, müsste man allerdings ein entsprechendes Endgerät haben. Ich verzichte jedoch gerade auf meines und wollte natürlich alle lesen. 3€ ist ein Preis, den ich gerne zahlte, ohne überhaupt zu recherchieren, ob es Alternativen gibt. Soweit ich weiß gibt es die nicht. Allerdings habe ich lediglich im Nachhinein bei Blendle (eine Plattform, wo man einzelne Beiträge aus Publikationen kaufen kann) geschaut, ob es dort Texte von Kathrin Passig gibt. Fand jedoch keine. Auf der <a href="http://kathrin.passig.de/texte.html">Website von Kathrin Passig gibt es einen Bereich Texte</a>, wo es das E-Book zum kostenlosen Download gibt. Oder zum Kauf über Google Play.</p>



<p>Ich lag also in meinem Bett, kaufte mit einem Klick das E-Book und freute mich, dass ich es direkt lesen konnte. Der Vorteil eines integrierten Systems. Auch freute ich mich, dass ich die Helligkeit des E-Readers so weit runterstellen konnte, dass sie niemanden beim Schlafen störte. Stufe 4 bei mittlerer Schriftgröße, Stufe 1 bei großer Schrift. Im Vorwort erklärt Kathrin Passig kurz den Kontext der Kolumne und dass sie nicht nachträglich überarbeitet wurden. Ich glaube, dass die meisten Inhalte nicht in einer solchen gesammelten Veröffentlichung gut funktionieren würden. Aber die Kolumne lässt sich wunderbar im Nachhinein lesen. Es gibt zwar manchmal Bezüge auf aktuelle Geschehnisse (Corona, Veranstaltungen), aber das schadet der Lesefreude kein bisschen. Nur manchmal ist man etwas enttäuscht, dass man an erwähnten Veranstaltungen nicht teilnehmen kann. Meist gibt es jedoch ähnliche oder es handelt sich um jährliche Veranstaltungen wodurch es wieder klappt. Lediglich wenn die Pandemie überwunden ist und die Veranstalter_innen vergessen wie das Internet funktioniert, könnte es passieren, dass die Enttäuschung größer ist und man sehnsüchtig zurückblickt. Natürlich nur bei diesen Teilaspekten.</p>



<p>Die nächsten Tage las ich vor dem Schlafengehen fünf bis zehn Texte der Kolumne. Der Vorteil einer Kolumne, die ursprünglich im Print erschien ist die gleichbleibende Länge. Somit ist es leicht abzuschätzen, ob sich noch eine komplette ausgeht oder ob man dann abbrechen muss. Auch freute ich mich jedes Mal am Ende eines Textes, dass ich nicht eine Woche warten musste, sondern direkt den nächsten lesen konnte. Natürlich gibt es inhaltlich stärkere und schwächere Texte, aber über die kann man einfach schweigen (siehe Kolumne #27).</p>



<p>Ich gehöre zu den Menschen, denen es sehr schwer fällt direkt in Büchern zu markieren. Nicht weil ich Sorge habe, es dann nicht weitergeben zu können, sondern was ist, wenn ich etwas markiere, was ich später nicht mehr gut finde. Oder versehentlich die falsche Zeile markiere. Das wäre dann für immer sichtbar. Das ist irrational, hält mich aber dennoch davon ab, in Büchern zu markieren und Notizen zu machen. Bei E-Books ist das anders. Dort markiere ich alles, was mir gefällt und schreibe Notizen dazu (ohne beschränkten Platz!; im E-Reader aber eher umständlich), wenn ich einen Gedanken habe, den ich festhalten möchte. Und das Beste: Es gibt eine Übersicht all meiner Markierungen, sodass ich hier ganz einfach meine liebsten Stellen teilen kann.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="720" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/03/PXL_20210304_151209737-960x720.jpg" alt="Bild eines Kindle E-Reader mit dem geöffneten Fenster zum Export von  Notizen. Rechts unten auf dem Gerät liegt eine metallische Scheibe." class="wp-image-3739" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/03/PXL_20210304_151209737-960x720.jpg 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/03/PXL_20210304_151209737-340x255.jpg 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/03/PXL_20210304_151209737-768x576.jpg 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/03/PXL_20210304_151209737-1536x1152.jpg 1536w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2021/03/PXL_20210304_151209737-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption>Wusstet ihr, dass man die Hintergrundbeleuchtung des Kindle Paperwhite normalerweise nicht abschalten kann? Zum Glück gibt es den Trick den Screensaver zu deaktivieren indem man ~ds in das Suchfeld eingibt. Wenn man dann einen Magnet in die rechte, untere Ecke legt, schaltet sich die Beleuchtung aus, aber der E-Reader bleibt weiterhin benutzbar. Habe ich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=QIhnWP3gusk">in diesem Video</a> gelernt.</figcaption></figure>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Schon ein einziger falsch positiver Treffer kann im Alltag dazu führen, dass die ungerecht behandelte Person in Zukunft die Ladenkette meidet, in der sie des Ladendiebstahls verdächtigt wurde.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #3: Marillen, Mirallen, Morullen<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 142</cite></blockquote>



<p>Über die Schwierigkeit von Moderation auf Social Media Plattform. Habe ich mir markiert, weil ich mich genau über dieses Problem, die Wut, die durch als ungerecht empfundene Moderation entzündet wird und wie man ihr begegnen könnte. Wir basteln an einem System, wo man einerseits generisch erklärt bekommt, warum man geblockt/gebannt wurde und andererseits Einspruch erheben kann. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Man ist einer Person seinerzeit gefolgt, weil man sie in diesem Moment sympathisch oder ihre Themen interessant fand. Im Laufe der Jahre hat sie sich verändert, und es ist unwahrscheinlich, dass diese Veränderung genau in der Richtung passiert ist, die man als Publikum gutheißt.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #4: Früher warst du lustiger!<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 174</cite></blockquote>



<p>Über die ständige Veränderung und wie man damit umgehen kann. Es muss nicht immer Entfolgen sein.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Diese Bereitschaft, das Unvollkommene hinzunehmen, ist nicht nur als Überbrückung wichtig. Sie gehört so sehr zu  Digitalisierungsvorgängen wie der Hauskatzenhintern vor die Laptopkamera.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #16: Digitale Dilettanten<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 603</cite></blockquote>



<p>Warum es wichtig ist Dinge zu tun bevor man sie kann. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Und doch gilt das Ergebnis als Handarbeit und individuelles Produkt.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #17: Texte und Textilien<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 635</cite></blockquote>



<p>Es reicht wenn der letzte Arbeitsschritt, etwa das Zusammennähen einer Maske, per Hand passiert, damit das gesamte Produkt als Handarbeit bezeichnet wird, obwohl die meisten Schritte maschinell erfolgt sind.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Aus der Perspektive der Schreibenden heißt das, dass ein heute veröffentlichtes Fragment für andere nützlicher ist als der durchdachteste Text, der nur im eigenen Kopf existiert oder erst in zwei Jahren erscheinen wird. Oder gar nicht, weil man sich vorgenommen hat, das Thema eines Tages umfassend abzuhandeln, wozu es niemals kommt.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #18: Beuteltiere-Theorie der digitalen Texte<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 682</cite></blockquote>



<p>Ein Gedanke, den ich sehr häufig bei <a href="https://hmbl.blog/">Christian Fischer</a> lese und den ich immer wieder verbreitungswürdig finde. Gerade am Wochenende habe ich ein Problem gelöst, weil jemand in einem Forum seine bisherigen Schritte geteilt hat, um ein ähnliches Problem zu lösen. Auch wenn es nicht die vollständige Lösung war, konnte ich sie mir aufgrund dieser Fragmente erarbeiten und meine restlichen Schritte teilen, sodass sie wieder andere weiter bringen. Oder mich selbst, wenn ich in ein paar Monaten wieder vor dem gleichen Problem stehe.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Die geschilderten Probleme zu ignorieren hieße, diese Freunde persönlich zu enttäuschen und ist damit eine unattraktivere Option als früher.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #25: Doomscrolling<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 960</cite></blockquote>



<p>Wenn Konflikte in die Timeline getragen werden, die man bisher nicht mitbekommen oder ignoriert hat.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Es ist nicht leicht, dabei die Grenze zwischen Schonung der eigenen Kräfte und Verdrängung aller unangenehmem Nachrichten richtig zu ziehen.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #26: Doomscrolling 2<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 984</cite></blockquote>



<p>Aufbauend auf #25. Man kann sich nicht mit allem zugleich beschäftigen, man kann aber auch nicht alles ignorieren.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Beim Schreiben von Kolumnen und Essays betreibt man schließlich keine Wissenschaft, sondern wringt aus einer anekdotischen Datenbasis Thesen heraus, so gut es geht.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #28: Reale Regale<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1052</cite></blockquote>



<p>Ich liebe Selbstreflexion und diese Beschreibung von Kolumnen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Hätte ich gar nichts aufgeschrieben, wäre ich heute überzeugt, von Anfang an Bescheid gewusst zu haben.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #28: Reale Regale<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1054</cite></blockquote>



<p>Ein Gedanke, der immer wieder auftaucht. Dass man falsche Einschätzungen schnell vergisst, wenn man sie nicht aufschreibt. Man wird erinnert, wie oft man falsch liegt. Und trotzdem trifft man keine besseren Einschätzungen. Weiß es aber zumindest.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Wer das Bedürfnis hat, seinen Abschied in großen Textmengen zu erklären, in dessen Leben spielt die jeweilige Gruppe oder Plattform noch eine wichtige Rolle. Das macht es schwerer, dann auch wirklich ohne sie zurechtzukommen</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #33: Je Türknall, desto wiederkomm<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1249</cite></blockquote>



<p>Diese Erklärung funktioniert auch noch, wenn Personen nicht mehr zurückkommen. Nur wenn die Gruppe/Plattform wichtig ist, wird man sich ausführlich erklären. Oder überhaupt erklären.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Auch echte Menschen schreiben manchmal sehr einfallslose Rezensionen.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #36: Beste Kolumne!!!<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1354</cite></blockquote>



<p>Erinnerte mich an einen Satz, den ich gerne über Bots sage: Es ist schwierig den Text einer betrunkenen Person von dem eines Computers zu unterscheiden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Und die Unterscheidung zwischen kompetenter Beratung und Eigennutz ist im Einzelhandel genauso schwer wie im Netz.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #36: Beste Kolumne!!!<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1357</cite></blockquote>



<p>Um an gute Beratung im Einzelhandel zu kommen, muss ich mich gut genug auskennen, um Kompetenz zu erkennen und das Gegenüber muss erkennen, dass ich diese Kompetenzerkennungskompetenz besitze. Und natürlich muss die oder der Einzelhändler_in in dem Bereich kompetenter sein als ich, in dem ich Beratung brauche.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Diese zweifelhaften Gestalten mit ihren merkwürdigen Pseudonymen galten als potenzielle Verbrecher.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #37: Post-Privacy-Luxus<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1385</cite></blockquote>



<p>Ich frage mich, ob klapperbaer aus Hamburg noch Playstation spielt. Irgendwo müsste ich noch einem Mailadresse haben. Nostalgie.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ich neige nicht zu Angst und Sorge, habe keinen Arbeitsplatz, an dem man mich aufsuchen kann, keine Kinder, die man bedrohen, keinen einzelnen Arbeitgeber, über den man mich unter Druck setzen könnte.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #37: Post-Privacy-Luxus<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1396</cite></blockquote>



<p>Wenn man nur wenig Angriffsfläche hat, postet es sich unbeschwerter. Achtung: Das Zitat ist keine vollständige Position. Im Text wird relativiert, dass es dennoch genügen Möglichkeiten gibt das Leben von jemanden mehr als unangenehm zu machen. Auch ohne Kindern und festem Arbeitgeber.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>“Wenn ich es nicht tue, wer denn dann? Nur so erfahren doch die anderen, dass Luxusyachten existieren!”</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #37: Post-Privacy-Luxus<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1409</cite></blockquote>



<p>Die Pointe. Funktioniert nur in Kombination mit dem Einleitung des Textes. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Richtlinien sind kein Zauberspruch, man muss schon Ressourcen in deren Umsetzung investieren.</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #43: Hemd und Haltung<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1616</cite></blockquote>



<p>Ich habe mich in den letzten Jahren viel mit Richtlinien befasst und finde das eine sehr treffende Zusammenfassung. Auch ein Grund warum Twitter es im Vergleich zum größeren Facebook schwerer hat. Schaut man in die Netz-DG Offenlegungen sieht man, dass Twitter obwohl es kleiner ist, mehr Meldungen bekommt, zugleich aber weniger Leute für die Moderation hat.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ich entsperre mein Telefon einmal am Tag, morgens nach dem Aufwachen. In den nächsten 14 Stunden brauche ich es ja</p><cite>Kathrin Passig, Kolumne #44: Wolkenguck-Time<br>Je Türenknall, desto wiederkomm: Alle Kolumnen 2020, Position 1657</cite></blockquote>



<p>&lt;3 | Damit sind wir auch wieder beim Beginn meines Textes. </p>



<p>Und jetzt hole ich mir <a href="https://www.amazon.de/Strom-Vorurteil-weitgehend-unkritische-Kolumnen-ebook/dp/B083JF48YM/">alle Kolumnen von 2019</a>, sowie die <a href="https://www.amazon.de/dp/B088NNGJWL">gemeinsamen mit Holm Friebe von 2004 bis 2010</a>, damit ich auch die nächsten Handy-freien Abende interessante Inhalte konsumieren kann. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Warum ist meine Internetrechnung teurer geworden?</title>
		<link>https://2-blog.net/2020/12/17/warum-ist-meine-internetrechnung-teurer-geworden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 17:53:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich einen Beitrag auf Facebook schreiben, aber dass der Newsletter-Anbieter nun einen Reader anbietet, hat mich erinnert, dass ich das genausogut verbloggen kann. Bloggen ist Abfall. Deshalb liebe ich es. Entweder es geht darum Dinge niederzuschreiben, die sowieso passiert sind, oder es geht um den Prozess sich mit etwas auseinanderzusetzen und dabei wird [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eigentlich wollte ich einen Beitrag auf Facebook schreiben, aber <a href="https://twitter.com/stormgrass/status/1339247457755144197">dass der Newsletter-Anbieter nun einen Reader anbietet</a>, hat mich erinnert, dass ich das genausogut verbloggen kann. <a href="https://2-blog.net/2011/11/28/bloggen-ist-abfall/">Bloggen ist Abfall</a>. Deshalb liebe ich es. Entweder es geht darum Dinge niederzuschreiben, die sowieso passiert sind, oder es geht um den Prozess sich mit etwas auseinanderzusetzen und dabei wird es niedergeschrieben. In diesem Beitrag ist es das erstere.</p>



<p>Meine Internetrechnung (und Telefon, aber das ist unwichtig) ist letzten Monat von 43€ auf 70€ gestiegen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="419" src="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2020/12/grafik-960x419.png" alt="" class="wp-image-3718" srcset="https://2-blog.net/wp-content/uploads/2020/12/grafik-960x419.png 960w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2020/12/grafik-340x148.png 340w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2020/12/grafik-768x335.png 768w, https://2-blog.net/wp-content/uploads/2020/12/grafik.png 1171w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>



<p>Es handelt sich um einen Unitymedia Business Office Internet &amp; Phone 200 Tarif. Grundsätzlich unspektakulär. Ich kann mich aber noch gut erinnern, als ich ihn abgeschlossen habe. Es wäre kein Lockangebot sondern würde über die gesamte Vertragslaufzeit günstig sein. Warum ist er trotzdem signifikant teurer geworden? Ich habe die Rechnungen verglichen und konnte keinen Grund erkennen. War es doch ein Lockangebot? Also Hotline angerufen. </p>



<p>Die Lösung ist einfach wie ärgerlich. Der günstige Tarif galt über die gesamte Vertragslaufzeit. Aber diese ist abgelaufen. Und was passiert dann? Es wird automatisch ein Jahr drangehängt, aber zum regulären Tarif.</p>



<p>Mir wurde ein neuer Tarif angeboten. Gleicher Preis wie bisher, aber etwas mehr Leistung (300/30). Aber zwei Jahre Mindestvertragslaufzeit. Möchte ich nicht. Einjährige Tarife hätten sie nicht. Überhaupt nicht. Mist. Man könnte mir einen Tarif mit der gleichen Leistung wie jetzt für 30€ pro Monat anbieten. Auch zwei Jahre. Habe dem Mitarbeiter gesagt, dass ich kurz rechnen muss und ihn weggelegt.</p>



<p>Durch die automatische Verlängerung bin ich noch mindestens 10 Monate gebunden. Jeweils 70€. Macht gesamt 700€. Bei 30€ über 24 Monate komme ich auf 720€. Dafür 14 Monate länger Internet. Grundsätzlich gäbe es da nicht viel zu überlegen. Aber im Ort wird gerade Glasfaser ausgebaut. Seit knapp einem Jahr. Und die Leitung liegt schon bis zum Haus. Angeblich werden die ersten Häuser noch im Dezember angeschlossen. Bis zu 12 Monate ist der Glasfaseranschluss kostenlos, wenn man noch in einem anderen Vertrag steckt. Ansonsten kostet er im ersten Jahr 25€ pro Monat, danach teurer. Aber es gibt zahlreiche Berichte, dass die Glasfaserleitung gerade zu Beginn nicht besonders zuverlässig ist. Da ich den Anschluss auch für die Arbeit brauche, schont eine Backupleitung die Nerven. Die 700€ sind sowieso weg. Also kann ich noch 20€ hinterherwerfen. Ist das schon Sunken Cost Fallacy? Jedenfalls habe ich das Telefoniegerät wieder genommen und gesagt, dass ich das Angebot annehme.</p>



<p>Hätte es eine bessere Option gegeben? Am besten wäre es gewesen, wenn ich zu Beginn des Glasfaserausbaus den Tarif gewechselt hätte, sodass der Vertrag in einem Jahr ausläuft, aber der Preis günstiger geblieben wäre. Oder ich hätte mich rechtzeitig vor fünf Monaten um die Kündigung kümmern müssen und auf einen monatlichen Tarif umsteigen. Das wäre aber mit einem gewissen Verwaltungsaufwand und Stress verbunden gewesen, auf den ich keine Lust habe. </p>



<p>Das Hauptproblem war, dass ich nicht bedacht habe, dass der Vertrag bei einer automatischen Verlängerung teurer wird. Aber das kann ich nicht ändern. Die 14 zusätzlichen Monate Backupleitung verbessern die Situation zumindest ein bisschen.</p>
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		<title>Ich kandidiere</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2020 15:40:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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<p>Vor knapp zehn Jahren bin ich nach Altenbeken gezogen. Zu Beginn habe ich mich nicht besonders für die Gemeinde interessiert. Ich bin hergezogen, weil sich mein Studium in Wien dem Ende zuneigte und wir uns entschieden haben, dass zwei Jahre Fernbeziehung genug sind. Inzwischen habe ich den Ort lieb gewonnen. Umgeben von schönen Wäldern, die von Wanderwegen durchzogen sind. Dreimal so viel Windenergie wird erzeugt, als der Ort selbst nutzt. Es gibt eine nette Buchhandlung und alle anderen Geschäfte, die man zum Überleben braucht. Am Bahnhof halten zahlreiche Züge, inklusive ICE, sodass man unkompliziert in zahlreiche andere Städte kommt.</p>



<p>Nach einiger Zeit habe ich begonnen, mich dafür zu interessieren, was im Ort los ist. Ich habe eine Info-Website und Facebookpage erstellt, Bürgerversammlungen und Infoabende besucht. Irgendwann die Facebookgruppe übernommen, als sie keinen Admin mehr hatte. So wurde der Bürgermeister auf mich aufmerksam und hat mich zu einem Gespräch eingeladen. Ich erfuhr einige Dinge über die Politik in der Gemeinde und er forderte mich auf, mich politisch zu engagieren. Gerne in seiner Partei oder einer anderen. Das schmeichelte mich. Aber damals war ich noch nicht bereit.</p>



<p>Letztes Jahr wurde ich von der SPD angesprochen. Ein weiteres Gespräch über Kommunalpolitik und die Einladung dort mitzumachen. Während es einige inhaltliche Überschneidungen gab, entschied ich mich am Ende dagegen. Auch aus Zeitgründen.</p>



<p>Über einen Kontakt nahm ich an einem öffentlichen Treffen des Ortsverbands BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN teil. Ich kam mit den Leuten gut klar und freute mich, mehr mitzubekommen, was im Ort politisch passiert.</p>



<p>Im Herbst finden Kommunalwahlen statt. Ich habe mich entschieden als Parteiloser für die Liste des Ortsverbands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu kandidieren. Bei der Mitgliederversammlung habe ich mich für den Wahlbezirk, in dem ich wohne, aufstellen lassen und wurde gewählt. Nun muss ich nur noch bei der Wahl mehr Stimmen bekommen als die Kandidat_innen der anderen Parteien in diesem Wahlbezirk und schon sitze ich im Gemeinderat.</p>



<p>Warum auf der Liste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN?<br>Weil ich Umwelt und Soziales für die wichtigsten Themen der nächsten Jahre für die Gemeinde halte und weil es die einzige Liste mit abwechselnd Frauen und Männern auf der Reserveliste ist.</p>



<p>Warum parteilos?<br>Weil ich den Ortsverband, dessen Positionen und Personen unterstütze, aber nicht die Partei. <br>Weil ich eine gewisse Distanz zu allen Parteien auf Bundesebene sinnvoll für meine Arbeit halte. </p>
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		<title>Fakes auf Twitter und der Schaden, den sie verursachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Hammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2019 18:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eure Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf Twitter gibt es ständig Fakes. Also Accounts, die behaupten jemand anders zu sein, als sie tatsächlich sind. Dabei handelt es sich nicht um ein Twitter-Phänomen. Nicht einmal ein Internet-Phänomen. Offline ist es meist einfacher anderen etwas vorzumachen, weil es keine ad-hoc Möglichkeit gibt sich frühere Aussagen der Person anzuschauen. Aber darüber möchte ich nicht [&#8230;]]]></description>
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<p>Auf Twitter gibt es ständig Fakes. Also Accounts, die behaupten jemand anders zu sein, als sie tatsächlich sind. Dabei handelt es sich nicht um ein Twitter-Phänomen. Nicht einmal ein Internet-Phänomen. Offline ist es meist einfacher anderen etwas vorzumachen, weil es keine ad-hoc Möglichkeit gibt sich frühere Aussagen der Person anzuschauen. Aber darüber möchte ich nicht schreiben. Ausnahmsweise auch nicht über Fakes, die zu politischen Zwecken eingesetzt werden. Mir geht es um Fakes, die sich es in erster Linie Aufmerksamkeit erschwindeln.</p>



<p>Auslöser für diesen Beitrag ist ein konkreter Fall, den ich als Beispiel nutzen werde. Der Account war etwa ein halbes Jahr auf Twitter, bevor er sich gelöscht hat. Zu Beginn war es nur ein Schicksalsschlag, über den sehr offen getwittert wurde. Mit der Zeit häuften sich die einschneidenden Erlebnisse bis selbst langzeitige Follower zu zweifeln begannen. Am Ende lag die angebliche Accountinhaberin im Koma und ihre Mutter hat über ihren Account die Follower auf dem Laufenden gehalten. Es ähnelte eher einer Nachmittags-TV-Dramaserie als an echte Erlebnisse.</p>



<p>Bis heute ist es nicht klar, ob nur manche Erlebnisse erfunden oder ausgeschmückt wurden oder die Protagonistin komplett ausgedacht war. Dass das „Finale“ so nicht stattgefunden hat, wurde vor der Accountschließung zugegeben. Ich selbst habe nur die letzten Tage des Accounts mitbekommen und die vorherigen 10k Tweets überblicksmäßig angeschaut. Die Handlungen und Personen erschienen in sich konsistent. Immer wieder Referenzen auf unterschiedliche Dinge, die schon erzählt wurden; Keine Personen, die plötzlich weg waren oder andere Eigenschaften hatten. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Person hinter dem Account existiert und viele Tweets auf echten Erlebnissen basieren, aber meist stark ausgeschmückt wurden. Insgesamt wurde viel Aufwand betrieben und Zeit in den Account investiert.</p>



<p>Und damit sind wir bei einem zentralen Problem von Fakes: </p>



<h3 class="wp-block-heading">Was wenn es kein Fake ist? Was wenn der Mensch hinter dem Fake psychische Probleme hat?</h3>



<p>Die einzelnen Geschichten des Accounts waren glaubwürdig. Teilweise sind sie schon vielen Personen zugestoßen. Schwere Schickschalsschläge, für die die Person nichts kann. Wer möchte das in Frage stellen? Selbst wenn es unrealistisch ist, dass einer Person so viele Dinge zustoßen, gibt es wenig Gründe es öffentlich zu hinterfragen. Im besten Fall deckt man eine Lüge auf, die oberflächlich keinen Schaden angerichtet hat. Im schlechtesten Fall hat man die schreckliche Situation einer Person noch schlimmer gemacht.</p>



<p><strong>Es ist wichtig Betroffenen von Gewalt zu glauben.</strong></p>



<p>Ich habe die tiefe Überzeugung (vielleicht ist es meine Ersatz-Religion), dass alle Menschen Probleme haben. Diese Probleme sind sehr unterschiedlich (vom Kampf ums Überleben bis zu Orientierungslosigkeit weil man alles hat aber das alleine nicht glücklich macht) und jede_r geht anders damit um. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Emotionaler Schaden</h3>



<p>Das bedeutet nicht, dass man alle Taten verzeihen kann oder soll. Im konkreten Fall ist durchaus ein Schaden entstanden. Tausende Menschen sind belogen worden. Ihre Empathie wurde missbraucht. Die Person hat Zuspruch erhalten, den sonst vielleicht jemand anders bekommen hätte. Jemand, der ihn nötiger gehabt hätte? Eine Person, die nicht so laut war. Auch wenn kein finanzieller Schaden entstanden ist, ein emotionaler ist da.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mitverantwortung von  „Schmunzeltwitter“</h3>



<p>Ich glaube, dass die gesamte Schmunzeltwitterbubble mitverantwortlich ist. Vielleicht sogar Menschen im Allgemeinen. Storytelling my ass. Jedes kleine Erlebnis muss so ausgeschmückt werden, dass es einen Spannungsbogen hat. Dann hagelt es Favs und Zuspruch. Ähnliches passiert in Doku-Soaps und wahrscheinlich weiteren Medienformaten. Man nimmt Dinge, die tatsächlich passiert sind, inszeniert sie aber so, dass sie besonders emotional sind. Die Menschen mitreißen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Paulanergarten!“</h3>



<p>Die Folge ist eine Entfremdung. Statt Menschen grundsätzlich zu glauben, wird im ersten Moment alles in Frage gestellt. Auf Twitter sieht das so aus, dass mit „Paulanergarten!“ geantwortet wird, wenn jemand ein Erlebnis teilt. Es handelt sich dabei um nichts anderes als eine Umschreibung von „Das hat so nicht statt gefunden. Du lügst!“ in Form eines Popkultur-Verweises auf Paulaner-Werbespots. Es führt dazu, dass Menschen weniger teilen. Eltern schreiben nicht mehr über lustige Aussagen ihrer Kinder, Betroffene von Diskriminierung schreiben nicht mehr, was sie erlebt haben.</p>



<p>Eine gewisse Skepsis ist in den meisten Lebenslagen sinnvoll. Manchmal sollte man sich aber fragen, ob es einen Unterschied macht, ob etwas genau so passiert ist oder nicht. War ein Tweet als Witz gedacht, kann man ihn auch ignorieren. In anderen Fällen sollte man sich erst mit dem Kontext beschäftigen bevor man wildfremden Menschen vorwirft zu lügen. Bei Grenzfällen würde ich eher eine Lüge unwidersprochen lassen, als eine Person zu verletzen.</p>



<p></p>
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