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		<title>John Maynard Keynes und seine antizyklische Fiskalpolitik</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 05:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[John Maynard Keynes war britischer Ökonom und Politiker, gehört zu den bedeutendsten Wirtschaftswissenschafter des 20. Jahrhunderts und beeinflusst mit seinen ökonomischen Theorien bisher heute sowohl Wirtschaft wie auch Politik. Keynesianisch orientierte, antizyklische Fiskalpolitik Für Keynes ergeben sich wirtschaftliche Krisen aus &#8230; <a href="http://exbook.de/20120201-john-maynard-keynes-und-seine-antizyklische-fiskalpolitik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>John Maynard Keynes war britischer Ökonom und Politiker, gehört zu den bedeutendsten Wirtschaftswissenschafter des 20. Jahrhunderts und beeinflusst mit seinen ökonomischen Theorien bisher heute sowohl Wirtschaft wie auch Politik.<br />
<strong><br />
Keynesianisch orientierte, antizyklische Fiskalpolitik</strong></p>
<p>Für Keynes ergeben sich <strong>wirtschaftliche Krisen aus unzureichenden Marktfunktionen und einer zu geringen Güternachfrage</strong>. Um diese wirtschaftlichen Krisen zu bekämpfen empfiehlt er eine <strong>antizyklische Fiskalpolitik</strong>, also eine Ausgabenpolitik gegen die Ausschläge des Zyklus. So behauptet er, dass eine expansive Konjunkturpolitik die Lösung für die Bekämpfung von konjunktureller Arbeitslosigkeit ist, Weiterhin müsste eine Zinssenkung durch die Zentralbank, eine Belebung des Exports und eine Drosselung der Importe stattfinden (die letzten beiden Punkte sind je nach Tiefe der Depression auch zu streichen).</p>
<p><strong>Steigerung und Senkung der öffentlichen Ausgaben</strong></p>
<p>Keynes sieht die Lösung vor allem in der Steigerung der öffentlichen Ausgaben und behauptet, dass durch den staatlichen Kauf von Gütern und das gezielte Subventionieren die Tiefe der Depression gemindert werden kann. Er spricht also die Idee einer <strong>expansiven Fiskalpolitik in Zeiten von Wirtschaftskrisen</strong> aus.</p>
<p>Zu Senkungen der öffentlichen Ausgaben sollte es laut Keynes in Boomphasen kommen, da hier ein Haushaltsüberschuss vorhanden ist und Rücklagen für die Depression geschaffen werden sollten. Damit spricht er sich für eine <strong>restriktive Fiskalpolitik in Zeiten von Boomphasen</strong> aus.</p>
<p><strong>Senkung und Steigerung der Steuerbelastungen</strong></p>
<p>Weiterhin spricht sich Keynes für eine <strong>Senkung der Steuerbelastungen in Wirtschaftskrisen</strong> aus und begründet den positiven Erfolg solcher Senkungen damit, dass durch die sinkenden Steuersätze Einkommen und Gewinne der Privatpersonen gesteigert werden und dies einen positiven Effekt auf die private Konsum- und Investitionstätigkeit hat.</p>
<p>Daraus folgt dann, dass es zur <strong>Steigerung der Steuerbelastungen in Boomphasen</strong> kommen sollte, da hier durch die erhöhten Einnahmen des Staates mehr Rücklagen für die expansive Fiskalpolitik geschaffen werden.</p>
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		<title>Der Konjunkturzyklus</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 05:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Konjunkturzyklus – in dieser Abbildung wird ein idealtypischer Verlauf gezeigt – besteht aus vier Phasen, die sich immer wieder wiederholen und die Wirtschaft charakterisieren. Die Expansion, auch Aufschwung genannt, zeichnet sich durch eine Gesamtnachfrage der gesamtwirtschaftlichen Produktion aus und &#8230; <a href="http://exbook.de/20120118-der-konjunkturzyklus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://exbook.de/wp-content/uploads/2011/10/413px-Konjunkturverlauf.svg_.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-878" src="http://exbook.de/wp-content/uploads/2011/10/413px-Konjunkturverlauf.svg_-300x145.png" alt="" width="300" height="145" /></a>Der <strong>Konjunkturzyklus</strong> – in dieser Abbildung wird ein idealtypischer Verlauf gezeigt – besteht aus vier Phasen, die sich immer wieder wiederholen und die Wirtschaft charakterisieren.</p>
<p>Die <strong>Expansion</strong>, auch Aufschwung genannt, zeichnet sich durch eine Gesamtnachfrage der gesamtwirtschaftlichen Produktion aus und hat als Folge höhere Umsätze, Gewinne und Einkommen. Während dieser Phase werden besonders oft Investitionen vorgenommen, da das Geld vorhanden ist, und außerdem steigt – wenn auch mit zeitlicher Verzögerung – die Beschäftigungsrate.</p>
<p>Nach der Expansion folgt der <strong>Boom</strong> bzw. die Hochkonjunktur. In dieser Phase ist die Gesamtnachfrage weit höher als das Produktionspotenzial (maximale Produktionsmöglichkeit) und es kommt damit zu Engpässen von bestimmten Produkten und/oder Ressourcen. Unternehmen und Privatpersonen nehmen immer mehr Investitionen vor, die Zinssätze schnellen in die Höhe und die Löhne steigen.</p>
<p>Doch dann kommt es zur <strong>Abschwung </strong>(in der Abbildung als Rezession bezeichnet) genannt. In dieser Phase des Konjunkturzykluses nimmt die Gesamtnachfrage stark ab und auch das Bruttoinlandsprodukt sinkt. Dabei fallen Preise und Gewinne aus, wodurch die im Boom begonnenen Investitionen nicht mehr beendet werden können. Auch die Beschäftigung nimmt ab.</p>
<p>Dann erreicht der Konjunkturzyklus seinen Tiefpunkt, die <strong>Depression </strong>bzw.<strong> Rezession</strong>. In dieser Phase explodiert die Arbeitslosigkeit praktisch, womit die Einkommen sinken und die Konsumnachfrage stetig abnimmt. Die Preise für Güter steigen weniger stark an oder sinken. Dabei kann es zur Deflation kommen.</p>
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		<title>Adam Smith und seine unsichtbare Hand</title>
		<link>http://exbook.de/20120104-adam-smith-unsichtbare-hand/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 05:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Adam Smith]]></category>
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		<description><![CDATA[Adam Smith, mittlerweile sehr bekannt für seine Theorie der unsichtbaren Hand, war eigentlich Moralphilosoph und Aufklärer, gilt jedoch auch, dank seiner Theorie der unsichtbaren Hand, als Begründer der klassischen Nationalökonomie, die den Anfang der modernen Volkswirtschaftslehre bildet. Der Klassiker, wie &#8230; <a href="http://exbook.de/20120104-adam-smith-unsichtbare-hand/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Adam Smith</strong>, mittlerweile sehr bekannt für seine Theorie der unsichtbaren Hand, war eigentlich Moralphilosoph und Aufklärer, gilt jedoch auch, dank seiner Theorie der unsichtbaren Hand, als Begründer der klassischen Nationalökonomie, die den Anfang der modernen Volkswirtschaftslehre bildet.</p>
<p>Der Klassiker, wie er häufig genannt wird, vertritt mit seiner unsichtbaren Hand den Standpunkt des <strong>klassischen Liberalismus</strong>, laut dem der Staat die Finger aus der Wirtschaft lassen muss, da diese sich von alleine lenke. Damit erwähnte er mit als erster den Gedanken, dass es eine Trennung zwischen Staat(swesen) und Wirtschaft(sgeschehen) geben muss.</p>
<p><strong>Die Theorie – oder: wer die Einzelnen lenkt</strong></p>
<p>Smith geht davon aus, dass der Einzelne <em>„stets darauf bedacht [ist] herauszufinden, wo er sein Kapital […] so vorteilhaft wie nur irgend möglich einsetzen kann“</em><a title="" href="#_ftn1">[1]</a> und äußert damit einen gewissen Egoismus des Menschen. Er glaubt, dass jeder Einzelne nach dem <strong>eigenen Vorteil </strong>strebt und dieses, so gut wie möglich, vergrößern will.</p>
<p>Von dieser These geht Smith aus und baut darauf seine Theorie der unsichtbaren Hand auf, denn er behauptet, dass der Einzelne dort das Kapital einsetzt, wo es ebenfalls <strong>dem ganzen Land nutzt</strong>, doch geschieht dieses nicht bewusst, sondern <strong>durch die unsichtbare Hand</strong>. Und darauf aufbauend, sagt er, dass durch diese unsichtbare Hand immer der bestmöglichste Weg eingeschlagen wird und der Staat sich deshalb nicht um die Wirtschaft kümmern muss.</p>
<p><strong>Der Staat bei Smith</strong></p>
<p>Wie oben schon erwähnt, soll sich der Staat laut Smith aus dem Wirtschaftsgeschehen raushalten und sich drei anderen Aufgaben widmen: Schutz der Bevölkerung vor Gewalt, das Justizwesen auszubauen und zu unterstützen und schließlich noch, <em>„bestimmte öffentliche Anstalten und Einrichtungen“</em><a title="" href="#_ftn2">[2]</a><em> </em>zu gründen und zu fördern, womit beispielsweise Schulen gemeint sind. Dabei sagt er jedoch auch, dass die Unterstützungen so gewählt und gesetzt werden sollten, dass der größte Teil der Bevölkerung davon profitiert.</p>
<p><strong>„Wenn sie unsichtbare Hand nicht funktioniert: Marktmacht und Marktversagen“</strong><a title="" href="#_ftn3"><strong></strong><strong>[3]</strong></a><strong></strong></p>
<p>In der Volkswirtschaftslehre gibt es zwei klassische Fälle für das Versagen von Smiths unsichtbarer Hand, nämlich auf der einen Seite das Marktversagen und auf der anderen Seite die Marktmacht. Beides hängt fest mit den <strong>zwei Gründen für eine Regierung, in die Marktwirtschaft einzugreifen</strong>, zusammen: die <strong>Effizienssteigerung</strong> und <strong>Förderung der Gerechtigkeit</strong>.</p>
<p>Wenn die unsichtbare Hand nach dem von Smith skizzierten Rahmen funktioniert, verteilt sich Ressourcen effizient und so, dass sowohl der Einzelne, wie auch die breite Masse einen Vorteil daraus ziehen kann. Als <strong>Marktversagen</strong> wird das <strong>Versagen der effizienten Ressourcenverteilung</strong> verstanden und ist ein Kriterium für den Eingriff des Staates ins Wirtschaftsgeschehen. (Hier ist noch einmal wichtig festzuhalten, dass das die moderne Interpretation der Volkswirtschaftslehre von Smiths Theorie ist!)</p>
<p>Bei der <strong>Markmacht</strong> handelt es sich um ein immer häufiger auftretendes Phänomen, laut dem die <strong>Fähigkeit, die Marktpreise übermäßig zu beeinflussen bei Einzelnen oder aber einer kleinen Gruppe liegt</strong>. Auch hier hat die unsichtbare Hand so versagt, dass der Staat eingreifen und gegenlenken muss, um eine schlimmere Katastrophe zu verhindern. Bestes Beispiel ist die Monopolbildung in einem bestimmten Bereich!</p>
<p><strong>Denkfehler</strong></p>
<p>Die Theorie der unsichtbaren Hand weist einen Denkfehler auf: von der Wirtschaft werden immer nur die belohnt und bezahlt, die der Wirtschaft den größten Nutzen bringen und am meisten produzieren bzw. verkaufen. Das bedeutet ganz einfach, dass es eine ungerechte Verteilung des ökonomischen Wohlstands gibt – die gab es auch zu Zeiten von Smith schon, man denke nur an den reichen Adel und die bettelarme Unterschicht – und die unsichtbare Hand damit nicht einwandfrei funktioniert.</p>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Smith, Adam [1993]: Der Wohlstand der Nationen. Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen, hrsg. U. übers. Von Horst Claus Recktenwald, dtv, München, S. 363 – 371 und S.582f</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Smith, Adam [1993]: Der Wohlstand der Nationen. Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen, hrsg. U. übers. Von Horst Claus Recktenwald, dtv, München, S. 363 – 371 und S.582f</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> Dialog  SoWi 2, hrsg. v. Edwin Stiller, Schöningh Verlag und C.C.Buchner, 2007, S. 27</p>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Die „Neue Frau“</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 05:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[„Wo wir aber auftauchen, kurzröckig, kurzhaarig und schlankbeinig, fuhren die Männer der älteren Generation zusammen und fragten: ‚Was sind das für Geschöpfe?‘ Wir antworteten: ‚Die neue Frau.‘“ (Aus: Gabriele Tergit: Die Frauen Tribüne, 1933) In der Zeit der Neuen Sachlichkeit &#8230; <a href="http://exbook.de/20111228-die-neue-frau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Wo wir aber auftauchen, kurzröckig, kurzhaarig und schlankbeinig, fuhren die Männer der älteren Generation zusammen und fragten: ‚Was sind das für Geschöpfe?‘ Wir antworteten: ‚Die neue Frau.‘“ (Aus: Gabriele Tergit: Die Frauen Tribüne, 1933)</em></p>
<p>In der Zeit der Neuen Sachlichkeit veränderte sich nicht nur die Literatur, die Kunst, die Musik und das Theater, sondern auf die Frau und mit ihr das Frauenbild. Besonders in den letzten Jahren der Neuen Sachlichkeit lässt sich eine Wandlung der Frau feststellen – es entstand die „Neue Frau“.</p>
<p><strong>Die „Neue Frau“ – Revolution des Äußerlichen</strong></p>
<p><a href="http://exbook.de/wp-content/uploads/2011/10/Bundesarchiv_Bild_102-14627_Marlene_Dietrich1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-865" src="http://exbook.de/wp-content/uploads/2011/10/Bundesarchiv_Bild_102-14627_Marlene_Dietrich1.jpg" alt="" width="292" height="406" /></a></p>
<p><a href="http://exbook.de/wp-content/uploads/2011/10/vanyapic-15.jpg"><img class="size-full wp-image-866 alignnone" src="http://exbook.de/wp-content/uploads/2011/10/vanyapic-15.jpg" alt="" width="308" height="350" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heinrich Mann, Bruder von Literaturnobelpreisträger Thomas Mann, schrieb in <em>Sieben Jahre. Chronik der Gedanken und Vorgänge</em> von der Veränderung der Frau und spricht von den „kurzen Röcken“, die hübsch und praktisch seien, und von den „kurzen Haaren“, die sich besser zum Tanzen und Sport treiben passten, wie auch zum Arbeiten in der Fabrik. Generell sprach er davon, dass die Figur der Dame knabenhaft geworden sei, wie das linke Bild oben zeigt. Sowohl der Anzug, wie auch die Haare zeigen eine Veränderung des Äußeren der Frau und auch die Zigarette zeigt, dass sich Frauen immer mehr in Richtung Mann entwickelten.</p>
<p><strong>„I want to be happy“<a title="" href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a></strong></p>
<p>Ja, das wollten die Frauen, sie wollten happy sein und nicht mehr von den Männern abhängig. Und genau darin lag die hauptsächliche Veränderung der Frau und des Frauenbilds: sie wurden selbstbewusster. Frauen waren stolz darauf, so zu sein, wie sie waren und machten da keinen Hehl raus: <em>„Hat man’s nicht zu was gebracht? Man wird es noch weiter bringen.“<a title="" href="#_ftn2"><strong>[2]</strong></a></em> Sie waren stolz, sich so entwickelt zu haben und wollten sich noch weiter entwickeln.</p>
<p>Frauen bekam immer mehr Rechte zuerkannt, wie beispielsweise das Recht auf Scheidung, durften auch Hochschulen besuchen und nutzen dieses Recht auf Bildung auch aus und schließlich gingen sie auch arbeiten, um ihre Träume zu verwirklichen und nicht mehr von den Männern abhängig zu sein. Sie gaben meist und immer öfter ihre Rolle als Mutter und Hausfrau auf. Sie nahmen ihr Schicksal selbst in die Hand.</p>
<p><strong>Die Reaktionen auf die Wandlung der Frau</strong></p>
<p>Natürlich reagierte man auf die Veränderungen der Frauen. Wie das Zitat ganz oben schon zeigt, waren einige Männer, besonders die der älteren Generationen, überfordert, denn für sie war so etwas völlig fremd: Frauen, die männliche Züge hatten. Und auch die Großmütter reagierten warnend und hoben den Finger.<a title="" href="#_ftn3">[3]</a></p>
<p>Sport, Theater und Literatur unterstützten hingegen die Frauen in ihren Forderungen, standen dem Wechsel des Frauenbildes sehr positiv gegenüber und schlugen daraus natürlich Profit; gerade Theater und Literatur nahmen die „Neuen Frauen“ in ihr Programm auf und setzten es um, was sich besonders in Irmgard Keuns Werken <em>Gilgi – eine von uns</em> und <em>Das kunstseidene Mädchen</em> erkennen lässt.</p>
<p><a href="http://exbook.de/wp-content/uploads/2011/10/vanyapic-9.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-867" src="http://exbook.de/wp-content/uploads/2011/10/vanyapic-9-300x247.jpg" alt="" width="346" height="284" /></a></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Aus: Irmgard Keun: Gilgi – eine von uns. Roman. München: dtv 1989 (Neuveröffentlichung; Erstveröffentlichung 1931)</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Aus: Irmgard Keun: Gilgi – eine von uns. Roman. München: dtv 1989 (Neuveröffentlichung; Erstveröffentlichung 1931)</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> Aus: Irmgard Keun: Gilgi – eine von uns. Roman. München: dtv 1989 (Neuveröffentlichung; Erstveröffentlichung 1931)</p>
</div>
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		<item>
		<title>Die Neue Sachlichkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 05:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Antihistorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antipsychologismus]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftliche Missstände]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftsanalyse]]></category>
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		<category><![CDATA[soziale Typen]]></category>
		<category><![CDATA[Weimarer Republik]]></category>

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		<description><![CDATA[„Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist fantasievoller als die Sachlichkeit. Und nichts Sensationelleres in der Welt gibt es, als die Zeit in der man lebt.“ (Vorwort aus: Der rasende Reporter von &#8230; <a href="http://exbook.de/20111221-die-neue-sachlichkeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist fantasievoller als die Sachlichkeit. Und nichts Sensationelleres in der Welt gibt es, als die Zeit in der man lebt.“ (Vorwort aus: Der rasende Reporter von Egon Erwin Kisch)</em></p>
<p>Wohl kaum ein Zitat eignet sich besser als Leitspruch der Neuen Sachlichkeit, als dieses von Egon Erwin Kisch, der mit diesen Sätzen im Vorwort seines rasenden Reporters erklärte, warum er ganz im Stile der Neuen Sachlichkeit (circa von 1920 bis 1930) schrieb, die als eine der Strömungen der Weimarer Republik galt und das Gegenstück zum Expressionismus war.</p>
<p><strong>Literarische Merkmale</strong></p>
<p>Prosatexte der Neuen Sachlichkeit lassen sich anhand einiger Merkmale von denen anderer Strömungen abgrenzen, wobei es drei Hauptmerkmale gab, die in jedem Prosatext wiederzufinden waren: Antihistorismus, Antipsychologismus und soziale Typen. Die Autoren der Neuen Sachlichkeit benutzten eben diese Merkmale, um ihre Wirkungsabsicht, nämlich eine <strong>Gesellschaftsanalyse</strong> vorzulegen und die Realität abzubilden, zu erzielen.</p>
<p>Unter dem <strong>Antihistorismus </strong>verstanden die damaligen Autoren, einen aktualitätsbezogenen Text zu verfassen, der frei von historischen Erzählungen, Vertiefungen und Exkursionen war. Gerade dieser Punkt brachte die Autoren ein Stück näher an ihre Wirkungsabsicht heran, eine Gesellschaftsanalyse vorzulegen, denn wie wäre es möglich gewesen, die aktuell bestehende Gesellschaft zu analysieren, wenn der Erzähler von irgendwelchen vergangenen Kriegen berichtet?</p>
<p>Mit dem <strong>Antipsychologismus</strong> wollten sich die Autoren der Neuen Sachlichkeit von denen des Expressionismus abgrenzen, die besonderen Wert darauf legten, „Innerlichkeiten“  wie Gefühle und Gedanken darzustellen. Die Autoren der Neuen Sachlichkeit hingegen hielten dies für ein weniger effektive Methode, weil sie einfach der bestehenden Realität widersprach: kein Mensch konnte damals die Gefühle und Gedanken des ihm gegenüber lesen. Und aufgrund dieser Tatsache, entscheiden sich die Autoren der Neuen Sachlichkeit für den Antipsychologismus und stellten weder Gefühle noch Gedanken der Figuren in den Texten dar – Schlüsse auf Gefühle und Gedanken mussten aus den Handlungen erschlossen werden.</p>
<p>Weiterhin wollten die Autoren der Neuen Sachlichkeit keine Individuen in den Mittelpunkt ihrer Texte setzen, sondern <strong>soziale Typen</strong> darstellen. Es ging ihnen, und das muss man im Zusammenhang mit ihrer Wirkungsabsicht betrachten, darum, die sozialen Missstände und Realitäten aufzuzeigen. Als Mittel zum Zweck wählten sich natürlich einzelne Individuen aus, jedoch solche, die eindeutig einer Schicht, meistens der unteren, zuzuordnen war.</p>
<p>Darüber hinaus gab es natürlich noch zahlreiche andere Merkmale: dem Leser ist keine Vorgeschichte bekannt und weiß nichts über den Werdegang, nach dem Ende des Textes; meistens waren es Angestelltenromane, die das miese Leben der Armen darstellen wollten; die Erzählweise war überwiegend journalistisch gestaltet (in Verbindung mit dem Antipsychologismus erklärbar).</p>
<p><strong>„Kleiner Mann – was nun?“ – Hans Fallada und die Neue Sachlichkeit</strong></p>
<p>Hans Fallada, der zu den Vertretern der Neuen Sachlichkeit zählte, erzählt in „Kleiner Mann – was nun?“ die Geschichte des Angestellten Buchhalters Johannes Pinneberg, der sich in die Verkäuferin Emma „Lämmchen“ Mörschel verliebte und diese heiratet, weil sie gemeinsam ein Kind erwarten. Die Weltwirtschaftskrise wütet und das auch in Deutschland, sodass Pinneberg entlassen wird und sich einen neuen Job suchen muss. Und als ob das noch nicht genügt, kriselt es in der Liebe und sie drohen, ohne Dach über dem Kopf dazustehen. Schließlich finden sie jedoch einen Weg zurück ins Leben und ihre alte Liebe.</p>
<p>Betrachtet man „Kleiner Mann – was nun?“ genauer, lassen sich viele Merkmale mit den oben beschriebenen Merkmalen der Neuen Sachlichkeit finden. Beginnend mit dem Antihistorismus und der Darstellung von sozialen Typen über den Antipsychologismus und die fehlende Vorgeschichte bis zum journalistischen Schreibstil. Darüber hinaus gelingt es Fallada, eine Gesellschaftsanalyse vorzulegen und über die Missstände in den einzelnen sozialen Schichten aufmerksam zu machen.</p>
<p>Ausnahme bildet jedoch das Ende des Romans. Beim Lesen der letzten vier bis fünf Seiten fällt auf, dass sich Fallada plötzlich und ohne jede Vorwarnung von dem Antipsychologismus abwendet und beginnt, von Gefühlen und Gedanken, Ängsten und Hoffnungen zu erzählen. Einige Literaturwissenschaftler werfen Fallada sogar vor, sich nicht nur dem Antipsychologismus abgewendet zu haben, sondern ebenfalls literarischen Kitsch produziert zu haben.</p>
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		<title>Domitian</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 05:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Latein]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Cäsar]]></category>
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		<category><![CDATA[Rom]]></category>

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		<description><![CDATA[Domitian heißt mit vollem Namen Titus Flavius Domitianus und wurde am 24. Oktober 51 n. Chr. in Rom geboren. Er gehörte dem Herrschergeschlecht der Flavier an. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt; Sueton schreibt, dass er sie unter &#8230; <a href="http://exbook.de/20111214-domitian/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Domitian heißt mit vollem Namen Titus Flavius Domitianus und wurde am 24. Oktober 51 n. Chr. in Rom geboren. Er gehörte dem Herrschergeschlecht der Flavier an. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt; Sueton schreibt, dass er sie unter erbärmlichsten Umstanden verbracht haben soll. Als sein Vater Vespasian im Vierkaiserjahr 69 n. Chr. zum Kaiser ausgerufen wurde, konnte Domitian , im Gegensatz zu seinem Onkel Titus Flavius Sabinus der Verfolgung durch die Anhänger des Vitellius entkommen und hatte nach dem Sieg der Flavier eine gesicherte politische Rolle in Rom.</p>
<p>Als sein Vater Titus Flavius Vespasianus eines natürlichen Todes starb, wurde dessen erster Sohn Titus römischer Kaiser.</p>
<p>Laut einigen antiken Quellen wird es für möglich gehalten, dass Domitian den Tod seines Bruders Titus am 13. September 81 n. Chr. herbeigeführt hatte, doch erlauben die recht widersprüchlichen Überlieferungen  keine eindeutige Beurteilung. Domitian trat die Nachfolge als Kaiser an und erwies sich zumindest am Anfang seiner Regierungszeit als fähiger Regierungschef. Er bekämpfte energisch die Korruption und brachte die Staatsfinanzen wieder in Ordnung.</p>
<p>Unter den zahlreichen von Domitian verwirklichten Bauvorhaben sind besonders das monumentale Stadion auf dem Marsfeld, der Titusbogen, das Forum Transitorium und sein überlebensgroßes Reiterstandbild (Equus Domitiani) auf dem Forum Romanum anzuführen.</p>
<p>Den Senat brachte er offenbar recht schnell gegen sich auf, weil er ihn kaum noch zu Rate zog und sich als dominus et deus (auf Deutsch „Herr und Gott“) anreden ließ. Auch Domitian richtete ein concilium principis ein, eine Art Kronrat. Ähnlich wie vor ihm Caligula und nach ihm Commodus brach Domitian die Spielregeln des Prinzipats, denen zufolge der Kaiser zwar faktisch alle Macht in Händen hielt, nach außen aber die Rolle von Volk und Senat in Ehren zu halten hatte. 85 n. Chr. übernahm er schließlich noch das Amt des Zensors auf Lebenszeit und damit das Recht, Senatoren zu ernennen und zu entlassen. Als letzter Kaiser führte Domitian den Titel eines censor perpetuus.</p>
<p>Allerdings nahm Domitian für sich nicht in Anspruch, selbst ein Gott zu sein, und er forderte für sich selbst auch keine göttliche Verehrung, vielmehr sah er sich unter göttlichem Schutz stehend.</p>
<h2><strong>Aktivitäten in Germanien</strong></h2>
<p>Unter Domitian begann die Phase einer erneuten (begrenzten) römischen Expansion rechts des Rheins im Bereich der obergermanischen Stämme. Unter dem Vorwand, einen Zensus in Gallien abhalten zu wollen, zog Domitian, dem es an militärischem Ruhm noch  mangelte, im Jahre 83 n. Chr. an den Rhein und begann gleich im Frühjahr einen Krieg gegen die Chatten. Es ging vermutlich um eine Schwächung der Chatten als letzten größeren Unruhestifter in Rheinnähe. Möglicherweise stieß Domitian bis ins Kernland dieses Stammes vor, also weit ins heutige Hessen hinein. Im Herbst wurde der Kriegszug in Germanien gegen die Chatten zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Dabei gelang die Unterwerfung des Gebiets zwischen Taunus, Lahn und Main.</p>
<p>Domitian begann schließlich mit der Errichtung des Limes, des römischen Grenzwalles zwischen Rhein und Donau. Außerdem nahm Domitian den Siegerbeinamen Germanicus an. Dies war das erste Mal, dass ein Prinzeps diesen nicht vererbt bekommen hatte, sondern durch eigene militärische Leistungen für sich beanspruchten konnte. Am Ende des Jahrs 83 n. Chr. feierte er den Triumph in Rom und bekam weitere Ehrungen durch den Senat verliehen. Hierzu zählen vor allem, vor dem Senat im Triumphgewand erscheinen zu dürfen und von 24 Liktoren begleitet zu werden.</p>
<p>Nach einem erneuten Chattenkrieg im Jahre 85 n. Chr. gelang es Domitian durch die Taunuskastelle die Bereiche des ober- und niedergermanischen Stammes mit großem Aufwand in zwei regelrechte Provinzen umzuwandeln und damit den endgültigen Verzicht auf eine wirkliche Eroberung ganz Germaniens zu verschleiern. Dieser Chattenkrieg stellt für längere Zeit die letzte große militärische Machtdemonstration im rechtsrheinischen Germanien dar. Die Grenze zum freien Germanien blieb fast hundert Jahre lang weitgehend friedlich. Wenig spricht dafür, dass Domitian seine Ziele in diesem Raum nicht erreicht hat.</p>
<p>Domitian erklärte das Germanenproblem durch die offizielle Gründung der beiden Provinzen Germania Superior („Obergermanien“) und Germania Inferior („Niedergermanien“) für beendet.</p>
<p>Seine Taktik war, nur dann Kriege zu führen, wenn sie unabwendbar waren, ansonsten aber die Grenzsicherung zu verstärken. Domitian wollte damit offenbar auch mit den militärischen Erfolgen seines Vaters und seines Bruders gleichziehen.</p>
<h2><strong>Sonstige militärische Leistungen</strong></h2>
<p>In Britannien gelang es Domitian mit Hilfe des Statthalters Gnaeus Iulius Agricola, den römischen Machtbereich bis nach Schottland auszudehnen und somit erheblich auszuweiten. Bevor Agricola die Insel jedoch ganz erobern konnte, wurde er von Domitian nach Rom zurückberufen.</p>
<h2><strong>Tod</strong></h2>
<p>In den letzten drei Jahren seiner Regierungszeit wurde Domitian zunehmend misstrauisch und fürchtete ständig Verschwörungen gegen sich. Auslöser dafür dürften tatsächliche Umsturzpläne gewesen sein; der erste wurde bereits 87 n. Chr. aufgedeckt.</p>
<p>In jedem Fall scheint die Furcht des Kaisers vor Verschwörungen die Zahl seiner Feinde nur noch weiter erhöht zu haben. Auch vor seiner eigenen Familie hatte Domitian – vielleicht mit gutem Grund – Angst.</p>
<p>Den Mann seiner Nichte Julia ließ er ebenso hinrichten wie seinen Vetter Clemens. Er soll sogar die Ermordung seiner Frau Domitia Longina geplant haben; sie verbündete sich aber mit mehreren Vertrauten Domitians, die ebenfalls um ihr eigenes Leben fürchteten.</p>
<p>Domitian fiel schließlich am 18. September 96 n. Chr. in Rom einem Anschlag, ausgeführt von Höflingen und Gladiatoren, zum Opfer. Sein Nachfolger wurde der Senator Nerva, dessen Position aber gefährdet war, da Armee und Volk Domitian sehr mochte und ein Nachfolger erst einmal dieses Vertrauen gewinnen musste. Seine vollständige Anrede zum Zeitpunkt seines Todes lautete:</p>
<p><strong>Imperator</strong> <strong>Caesar Domitianus Augustus Germanicus, Pontifex maximus, Tribuniciae potestatis XVI, Imperator XXIII, Consul XVII, Pater patriae</strong>.</p>
<p>Die Dynastie der Flavier endete mit ihm.</p>
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		<title>Ursachen der Evolution bei Darwin</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 05:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Beagle]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Darwin]]></category>
		<category><![CDATA[Evolutionstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[individuelle Verschiedenheiten]]></category>
		<category><![CDATA[natürliche Zuchtwahl]]></category>
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		<category><![CDATA[survival of the fittest]]></category>
		<category><![CDATA[Weltreise]]></category>

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		<description><![CDATA[Charles Darwin hatte, laut dem US-amerikanischen Philosophen Daniel Dennett, mit der Evolutionstheorie die beste Einzelidee der Geschichte. Der 1809 geborene britische Naturforscher, Kind einer Ärztefamilie, begann ein Medizinstudium, erkannte sein Interesse an den Naturwissenschaften, wechselte zum Theologiestudium, reiste mit einem &#8230; <a href="http://exbook.de/20111207-ursachen-evolution-darwin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Darwin hatte, laut dem US-amerikanischen Philosophen Daniel Dennett, mit der Evolutionstheorie die beste Einzelidee der Geschichte. Der 1809 geborene britische Naturforscher, Kind einer Ärztefamilie, begann ein Medizinstudium, erkannte sein Interesse an den Naturwissenschaften, wechselte zum Theologiestudium, reiste mit einem Forschungsschiff um die ganze Welt und hatte eine Idee, die die Welt verändern sollte.</p>
<p><strong>Darwins Evolutionstheorie</strong></p>
<p>Darwin, der zeit seines Lebens einen unheimlichen Sammelzwang hatte, kam, angetrieben durch die Funde während seiner Weltreise, auf die Idee, dass sich Lebewesen durch <strong>Variation</strong> und <strong>natürliche Zuchtwahl</strong> an ihre Umwelt anpassen. Im Volksmund wird hier von <em>„survival of the fittest“</em> gesprochen, was nichts anderes als <em>„Überleben des am besten Angepassten“</em> bedeutet.</p>
<p>In seiner Theorie beginnt Darwin mit den individuellen Verschiedenheiten, in der Biologie mittlerweile als Variation beschrieben, die innerhalb einer Generation auftreten und vererbt werden. Damit schließt er diesen Gedanken direkt an den nächsten an, nämlich an den, dass nur die am besten Angepassten weiterleben, die ihre Anpassungen und individuellen Verschiedenheiten an ihre Nachkommen weitervererbt haben.</p>
<p>Doch Darwin verwendet neben der natürlichen Zuchtwahl noch die <strong>sexuelle Zuchtwahl</strong>, mit der er nichts anderes als die Auswahl des Geschlechtspartners meint und sagt: <em>„Diese Form der Zuchtwahl hängt nicht von einem Kampfe ums Dasein […] ab, sondern von einem Kampfe zwischen den Individuen des einen Geschlechts […] um den Besitz des andern Geschlechts.“<a title="" href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a></em> Das Resultat sei <em>„eine spärlichere oder ganz ausfallende Nachkommenschaft des erfolglosen Konkurrenten.“</em><a title="" href="#_ftn2">[2]</a><em></em></p>
<p><strong>Synthetische Evolutionstheorie: Beweise oder sterbe</strong></p>
<p>Durch den Fortschritt der Wissenschaften konnte Darwins Evolutionstheorie mittlerweile verifiziert und sogar erweitert werden. In der modernen Biologie wird die <strong>Synthetische Evolutionstheorie </strong>als Standardmodell der Evolution gesehen und ständig erweitert.</p>
<p>Diese Evolutionstheorie beruht auf Darwins Theorie und Werk <em>Die Entstehung der Arten</em> und enthält alle der drei oben aufgeführten Aspekte: die <strong>Variation</strong>, die natürliche Zuchtwahl und die sexuelle Zuchtwahl, wobei letztere beiden auch als <strong>Selektion</strong> bezeichnet werden. Natürliche und sexuelle Zuchtwahl wurden durch die künstliche Zuchtwahl/Selektion erweitert, die eine vom Mensch gesteuerte Zuchtwahl ist und die Fortpflanzungserfolge der Individuen steigert.</p>
<p>Bekannte Anhänger und Wegbereiter der Synthetischen Evolutionstheorie waren der Zoologe und Genetiker Theodosius Dobzhansky, der Mathematiker Ronald Fisher, die Biochemiker und Genetiker J.B.S. Haldane, der Genetiker Julian Huxley, der Zoologe und Biogeograf Ernst Mayr, der Paläontologe George Simpson und der theoretische Biologe Sewall Wright.</p>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Darwin, Die Entstehung der Arten (Zitat der neuen Rechtschreibung angepasst!)</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Darwin, Die Entstehung der Arten (Zitat der neuen Rechtschreibung angepasst!)</p>
</div>
</div>
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		<title>Mithras-Kult</title>
		<link>http://exbook.de/20111130-mithras-kult/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 05:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Latein]]></category>
		<category><![CDATA[Kult]]></category>
		<category><![CDATA[Mithras]]></category>
		<category><![CDATA[Mithras-Kult]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ursprünge des Kultes für den Gott Mitra liegen im iranisch-persischen Kulturraum. Die Verehrung des Gottes Mitra gibt es wahrscheinlich schon seit Urzeiten, Nachweise existieren erst um ca. 1380 v.Chr. Das Wort „mitra“ (altiranisch/altindisch) bedeutet Vertrag, Bund, Treue. Daraus schließt &#8230; <a href="http://exbook.de/20111130-mithras-kult/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ursprünge des Kultes für den Gott Mitra liegen im iranisch-persischen Kulturraum. Die Verehrung des Gottes Mitra gibt es wahrscheinlich schon seit Urzeiten, Nachweise existieren erst um ca. 1380 v.Chr.<strong> </strong></p>
<p>Das Wort „mitra“ (altiranisch/altindisch) bedeutet Vertrag, Bund, Treue. Daraus schließt man, dass Mitra ein Gott des Vertrags, der Ehre und der Tugend war. Diese Bedeutung stammt aus der frühesten Zeit der Verehrung des Mitra.</p>
<p>Im Laufe der Zeit wurde Mitra zu einer allwissenden, alles sehenden Gottheit ausgestaltet und als solcher mit dem himmlischen Licht gleichgesetzt; Mitra wird daraufhin zu einer Lichtgottheit.</p>
<p>Mitra hatte in der Frühzeit noch eine relativ untergeordnete Stellung innerhalb des Pantheons. Als sich aber um 1000 v.Chr. die Trennung von indischem und iranischem Kulturraum vollzog, gewann Mithra an Bedeutung.</p>
<p>Nun begann ein weiterer Merkmal des Mithra sich auszuprägen: Man legte mehr Wert auf das Element des Kämpfens gegen das Böse und so nahmen ihn die Soldaten für sich in Anspruch, ebenso taten es auch die Herrscher. Mithra, der vor Schlachten angerufen wurde, wurde zu deren Beschützer im Kampf.</p>
<div>
<h2><strong>Verbreitung des Mithras-Kultes</strong></h2>
</div>
<p>Kleinasien wird zum Ausgangspunkt der weiteren Verbreitung der Mithra-Religion und zum neuen Zentrum der Verehrung für Mithra. Ab dem 4. Jh. v.Chr. lassen sich erste Ansätze einer Hellenisierung der Mithras-Religion in Kleinasien feststellen.</p>
<p>In dieser Zeit müssen sich in Kleinasien die Mysterien herausgebildet haben, in deren Mittelpunkt Mithras als kosmische Schöpfer- und Heilsgottheit steht. Neben diesen Eigenschaften bleibt er jedoch weiterhin der Wahrer der Verträge und der Schutzgott der Soldaten. Eine solche Anpassung an westliche Vorstellungen war die Grundsteinlegung für die Übernahme der mithrischen Religion durch die griechisch-römische Welt.</p>
<p>Nach Plutarch sind die Mithras-Mysterien im 1. Jh. v.Chr. durch Seeräuber nach Rom gebracht worden. In neuerer Zeit nimmt man an, dass sie erst im 1. Jh. n.Chr. durch Sklaven, Händler und v.a. Soldaten Eingang in das Römische Reich, d.h. zunächst in das italische Kerngebiet, gefunden haben.</p>
<p>Die Soldaten spielen bei der Verbreitung der Mithras-Mysterien eine wichtige Rolle. Sie verehren, wie schon in der Frühzeit des Kultus, Mithras als unbesiegbare Gottheit, die Tapferkeit und Edelmut verkörpert.</p>
<p>Die Tatsache, dass Soldaten in allen Teilen des Römischen Reiches stationiert waren und die einzelnen Legionen oder Teile der Legionen häufig den Standort wechselten, machte eine schnelle Ausbreitung in allen Teilen des Römischen Reiches möglich. Mithräen, die unterirdischen Heiligtümer des Mithras-Kultes, hat man besonders in Germanien, entlang der Donau und Gallien gefunden, also vorwiegend in den Grenzregionen des Imperium Romanum.</p>
<p>Ebenso wie die Soldaten, so waren auch Sklaven und Händler in allen Teilen des Reiches zu finden, wobei gerade in der Zeit vom 1. Jh. v.Chr. bis zum 1. Jh. n.Chr. zahlreiche Sklaven aus den gerade unterworfenen vorderasiatischen Gebieten, also aus denjenigen, die das Kerngebiet der Mithras-Verehrung darstellen, nach Westen transportiert wurden.</p>
<p>Bis zum Ende des 2. Jh.s n.Chr. gab es keine offizielle Bekanntmachung des Staates zum Mithras-Kult. Erst Kaiser Commodus unterstützte den Mithras-Kult. Er war der erste römische Kaiser, der sich in die Mysterien des Mithras einweihen ließ. Offenbar verstand er sich als Inkarnation des Mithras.</p>
<p>Die Tatsache, dass Mithras nun Zugang zu den höchsten Kreisen des Staates gewonnen hatte, verhalf dem Mithras-Kult zu noch mehr Einfluss. Die folgenden Kaiser arrangierten sich mehr und mehr mit dem Mithras-Kult und nutzten ihn für ihre Zwecke. Die Blütezeit des Mithras-Kultes liegt im 2. und 3. Jh. n.Chr.</p>
<div>
<h2><strong>Niedergang des Mithras-Kultes</strong></h2>
</div>
<p>In der Folgezeit wurde mit dem Verlust einiger Provinzen auch der Glaube an die Unbesiegbarkeit des Mithras gemindert. Ein besonders gravierender Rückschlag aber war der Sieg Constantins über das Heer des Licinius, das unter dem mithrischen Sonnenkreuz kämpfte. Währenddessen konnte sich das Christentum fast ungehindert weiter ausbreiten.</p>
<p>Mit der Herrschaft des Kaisers Theodosius war der Mithras-Kult endgültig dem Untergang geweiht. Das Christentum wurde zur Staatsreligion erhoben und alle anderen Kulte verboten. Durch dieses Verbot und die Tatsache, dass sich die Mithras-Gemeinden nun gewaltsamen, zum Teil grausamen Verfolgungen durch die Christen ausgesetzt sahen, konnten die Zeremonien des Mithras-Kultes von nun an nur noch versteckt und im Geheimen praktiziert werden. Auf diese Weise hielten sich vereinzelt noch Kultgemeinden in allen Teilen des Reiches bis ins 6. Jh. n.Chr. hinein.</p>
<p>Ein wesentlicher Grund dafür, dass sich der Mithras-Kult nicht durchgesetzt hat, ist die Tatsache, dass er nicht überregional organisiert war; es gab unter den einzelnen Kultgemeinden kaum Austausch und keine übergeordnete Instanz, so dass die Mithras-Gemeinden doch isolierte Phänomene darstellten.</p>
<p>Ein erheblicher Nachteil im Vergleich zum Christentum war ebenfalls, dass der Mithras-Kult nur Männern zugänglich war, Frauen jedoch versperrt blieb.</p>
<div>
<h2><strong>Mithras-Mysterien – Inhalt des Kultes</strong></h2>
</div>
<p>Über die genauen Zeremonien der Kultfeiern und die eigentlichen Inhalte des Mithras-Kultes ist nur wenig bekannt, da die Glaubensinhalte geheim waren und aus diesem Grunde vielleicht niemals schriftlich festgehalten worden sind.</p>
<p>Die einzigen gesicherten Zeugnisse für den Mithras-Kult sind wüste Beschimpfungen, aus denen man nur ein sehr bruchstückhaftes und negativ gefärbtes Bild erhalten kann. Aber besonders die sogenannten Mithräen, unterirdische höhlenartige Tempel, in denen die Anhänger des Mithras-Kultes sich trafen und ihre Kultzeremonien feierten. Viele dieser Mithräen sind gerade deswegen, weil sie unterirdisch angelegt worden sind, gut erhalten.</p>
<p>Ein Mithräum ist ein länglicher Raum mit gewölbter Decke. Vermutlich handelt es sich bei dieser Wölbung um ein Symbol des Himmels. An zentraler Stelle im Mithräum war ein Kultbild aufgestellt, das hauptsächlich zeigt, wie Mithras einen Stier tötet.</p>
<div>
<h2><strong>Ausgestaltung der Mithras-Mysterien</strong></h2>
</div>
<p>Welchen Inhalt auch immer der Mithras-Kultes gehabt haben mag, wissen wir doch um die Ausgestaltung des Kultgeschehens umso mehr.</p>
<p>Um an dem Wohl teilhaben zu können, muss man in den engeren Kreis des Mithras-Kultes aufgenommen werden. Die Aufnahmezeremonie wird Initiation genannt. Bevor sie jedoch stattfindet, muss der Initiand einen längeren Unterricht in der mithrischen Lehre absolvieren.</p>
<p>Erst danach kann die Initiation vollzogen werden. Dies geschah einerseits durch eine Taufe, die nach einiger Zeit durch eine Art „Konfirmation“ bekräftigt werden muss und andererseits durch körperliche Proben, die sehr hart gewesen sind, über die aber nichts Genaues bekannt ist.</p>
<p>Nach dieser Initiation konnte man sieben Weihestufen durchlaufen, wobei jeder Stufe eine Figur auf dem Kultbild entspricht:</p>
<ol>
<li>Die unterste Stufe hieß Corax (auf dt. Rabe) und symbolisierte den Raben auf dem Umhang des Mithras.</li>
<li>Die nächste Stufe hieß Nymphus (auf dt. Verlobter) und wurde mit der Schlange assoziiert.</li>
<li>Danach kam der Miles (auf dt. Soldat), der den Skorpion verkörperte.</li>
<li>Die nächsthöhere Weihestufe war Leo (auf dt. Löwe), der sich auf dem Kultbild als Hund wiederfand.</li>
<li>Die fünfte Weihestufe war Perses (auf dt. Perser), der dem Cautopates auf dem Kultbild entspricht.</li>
<li>Die zweithöchste Stufe war der Heliodromus (auf dt. Sonnenläufer), dargestellt durch Cautes.</li>
<li>Und die höchste Weihestufe schließlich war der Pater (auf dt. Vater), der den Mithras verkörperte.</li>
</ol>
<p>Der Großteil der Gläubigen jedoch nahm die unteren Stufen ein. Der Pater als oberster Priester einer jeweiligen Gemeinschaft und gleichzeitig Stellvertreter des Mithras hatte die Leitung einer jeweiligen Mithras-Gemeinde inne. Die verschiedenen Weihestufen entsprechen dem Aufstieg der Seele zum Göttlichen.</p>
<p>Innerhalb des Kultes wurde von den Anhängern eine streng ethische Lebensführung erwartet, die den Einzelnen dazu bewegen sollten, in der Nachfolge des Mithras das Gute zu tun. Durch die gemeinsame Aufgabe des guten Handelns und der Hingabe innerhalb des Kultes entstand unter den Anhängern des Mithras-Kultes ein enges Gemeinschaftsgefühl, das durch die Enge des Kultraumes noch unterstützt wurde.</p>
<p>Dadurch konnte sich der Gläubige sich Hoffnungen auf ein Weiterleben nach dem Tod im Himmel machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ursachen der Evolution bei Lamarck</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 05:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Botanik]]></category>
		<category><![CDATA[Evolutionstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Fluida]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptgedanke]]></category>
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		<description><![CDATA[Jean-Baptiste Lamarck war französischer Botaniker, Zoologe, Begründer der modernen Wirbellosenzoologie und legte als erster Biologe eine ausformulierte Evolutionstheorie vor, die jedoch, wie wir heute wissen, nur teils zutrifft. Lamarcks Evolutionstheorie lässt sich in einen Haupt- und einen Nebengedanken gliedern; der &#8230; <a href="http://exbook.de/20111123-ursachen-evolution-lamarck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jean-Baptiste Lamarck war französischer Botaniker, Zoologe, Begründer der modernen Wirbellosenzoologie und legte als erster Biologe eine ausformulierte Evolutionstheorie vor, die jedoch, wie wir heute wissen, nur teils zutrifft. Lamarcks Evolutionstheorie lässt sich in einen Haupt- und einen Nebengedanken gliedern; der Hauptgedanke ist nicht zutreffend, wohingegen der Nebengedanke seit dem späten 19. Jahrhundert als Lamarckismus in der Biologie anerkannt wird.</p>
<p><strong>Der Hauptgedanke: Wachsen oder nicht wachsen, das ist hier die Frage</strong></p>
<p>Lamarcks Hauptgedanke ist ziemlich einfach zu verstehen, hat jedoch etwas sehr Metaphysisches an sich. Der Franzose behauptete, dass ein <strong>inneres Gefühl die Fluida bei der Nutzung eines beliebigen Körperteiles in das jeweilige Körperteil lenken würde</strong> und es damit zur Weiterentwicklung dieses Körperteils kommen würde. Als Beispiel nimmt er kämpfende Wiederkäuer: <em>„Bei ihren Wutausbrüchen […] lenkt ihr inneres Gefühl durch seine Anstrengungen die Fluida stärker auf diesen Teil des Kopfes hin [Anm. d. Autors: die Tiere stoßen bei den Wutausbrüchen mit den Köpfen gegeneinander], und es erfolgt hier bei den einen eine Absonderung von Hornsubstanz, bei den anderen eine Abscheidung von Knochensubstanz vermischt mit Hornsubstanz, wodurch feste Fortsätze [= Hörner] gebildet werden […].“<a title="" href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a></em></p>
<p>Vereinfacht ausgedrückt heißt es also, dass durch das Zusammenstoßen der Köpfe der Geist eines Tieres Hörer ausbilden will und dadurch Hörner gebildet werden. Nicht nur, dass die Idee eines inneren Gefühls und einer Fluida wissenschaftlich betrachtet humbug ist, nein, auch hat die Theorie einen Fehler.</p>
<p>Geht man davon aus, dass Lamarck richtig lag, wäre der Gegenschluss, dass <strong>wenig gebrauchte Körperteile sich zurückbilden</strong>. Das würde bedeuten, dass Giraffen im Zoo, deren Nahrung meistens auf dem Boden liegt, mit der Zeit ihren langen Hals zurückbilden würden, weil sie diesen einfach nicht mehr gebrauchen. Lamarcks Hauptgedanke ist also falsch und diese Tatsache lässt sich durch einen Zoobesuch beweisen.</p>
<p><strong>Der Nebengedanke: Vielleicht brauchen die nach mir es auch einmal</strong></p>
<p>In seiner <em>Zoologischen Philosophie</em> stellt Lamarck jedoch einen Nebengedanken vor, der heute, wie bereits oben erwähnt, zentraler Bestandteil der Biologie ist, und in jedem Lehrbuch wiederzufinden sein wird. Die Sprache ist vom <strong>Lamarckismus</strong>.</p>
<p><em>„Jede Veränderung eines Organs vererbt sich auf die Jungen, wenn sie beiden Individuen gemein war, die durch die Befruchtung zur Fortpflanzung ihrer Art beigetragen haben.“<a title="" href="#_ftn2"><strong>[2]</strong></a><br />
</em>Lamarck, der damals rein gar nichts über die Mendel’schen Regeln wusste, weil diese in der Fachwelt einfach ignoriert und für falsch gehalten wurden, und auch keine Ahnung von den vier Basen oder dem Genom hatte, greift den Punkt der <strong>Vererbung</strong> auf, der absolut richtig ist.</p>
<p>Wie man heute gentechnisch beweisen kann, haben die meisten Veränderungen des Erscheinungsbildes (Phänotyps) auch Auswirkungen auf das Genom (Genotyp) oder andersherum. Solche Veränderungen werden in der Regel auch vererbt.</p>
<p><strong>Lamarcks Evolutionstheorie in seiner Zeit</strong></p>
<p>Lamarck fand anfangs großen Anklang und viel Zustimmung, auch wenn es sicherlich einige Gegenstimmen gab. Gerade die Tatsache, dass seine <em>Zoologische Philosophie</em> die erste ausformulierte Evolutionstheorie in der Biologie war, machte sie weltberühmt und damit auch noch zum Gegenstand im heutigen Biologieunterricht, obwohl der Hauptgedanke falsch ist und lediglich ein kleiner Nebenaspekt richtig ist.</p>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Lamarck, Zoologische Philosophie</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Lamarck, Zoologische Philosophie</p>
</div>
</div>
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		<title>Orff</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 05:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Orff]]></category>

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		<description><![CDATA[Carl Orff war Komponist, Theatermann, Humanist und Pädagoge. Er wurde am 10. Juli 1895 als Sohn einer alten bayerischen Offiziers- und Gelehrtenfamilie in München geboren. In Orffs Elternhaus wurde regelmäßig musiziert. Vater Heinrich, Offizier, spielte Klavier und diverse Streich­instrumente, seine &#8230; <a href="http://exbook.de/20111116-orff/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Carl Orff war Komponist, Theatermann, Humanist und Pädagoge. Er wurde am 10. Juli 1895 als Sohn einer alten bayerischen Offiziers- und Gelehrtenfamilie in München geboren. In Orffs Elternhaus wurde regelmäßig musiziert. Vater Heinrich, Offizier, spielte Klavier und diverse Streich­instrumente, seine Mutter war ausgebildete Pianistin, sie erkannte und förderte die musikalische Begabung von Carl Orff. Im Alter von fünf Jahren erhielt Orff die ersten Klavierstunden, zwei Jahre später folgte der Unterricht auf dem Violoncello. Konzert- und Theater­besuche fanden bereits 1903 statt.</p>
<p>Von 1905 bis 1907 besuchte er das Ludwigsgymnasium, dann wechselte er auf  das Wittelsbacher-Gymnasium ebenfalls in München. 1912 verließ er vorzeitig die Schule, um an der Akademie der Tonkunst in München Musik zu studieren.</p>
<p>1916 war Orff Kapellmeister an den Münchner Kammerspielen. 1917 leistete er Kriegsdienst an der Ostfront und kam als Verwundeter kurz darauf nach Deutschland zurück. Ein Jahr später übte er das Amt des Kapellmeisters in Mannheim und Darmstadt aus.</p>
<p>Carl Orff war viermal verheiratet, darunter von 1954 bis 1959 in dritter Ehe mit der Schriftstellerin und Pädagogin Luise Rinser. Er hatte eine Tochter aus erster Ehe, die Schauspielerin Godela Orff.</p>
<p>Die These „Musik beginne im Menschen“ bildet die Grundlange zu Carl Orffs musikpädagogischem Konzept, das zu ›Elementarem Musizieren‹ ermuntern möchte. Darin sind Sprache, Tanz und Musik gleichwertige Ausdrucksformen.</p>
<p>Auch andere Kunstformen, etwa das darstellende Spiel und die bildnerische Gestaltung können miteinbezogen werden.</p>
<p>Das Märchen »Die verspielte Tochter des Mythos« bot Orff eine nie versiegende Inspirationsquelle für seine Werke. Er verwendete das Märchen ›Der Mond‹ der Brüder Grimm als Vorlage für sein ›Kleines Welttheater‹. Auch der Oper ›Die Kluge‹ liegen Märchen zugrunde. Mehr noch als im ›Mond‹ ist in der ›Klugen‹ die Sprache von zentraler Bedeutung.<br />
Der musikalische Stil ist von den drastisch-derben Sprüchen aus einer Sprichwort-Sammlung von 1850 inspiriert.</p>
<p>Heute ist immer noch umstritten, ob Carl Orff Verbindungen zum NS-Staat hatte. Nach dem heutigen Stand der Erkenntnisse wollte Orff eine Karriere in Deutschland machen und er hat sie gemacht. Er hat im nationalsozialistischen Deutschland gelebt und gearbeitet, er hat dieses System nicht befürwortetet, aber er hat auch nichts dagegen unternommen. Er war ein Mensch im NS-Staat wie viele andere auch, obwohl er für das Dritte Reich ein Werk für  die Olympischen Spiele von Berlin im Jahre 1936 komponiert hat.</p>
<p>1949 wurde Carl Orffs ›Antigone‹ zum ersten Mal bei den Salzburger Festspielen aufgeführt. Die Sprachgewalt von Friedrich Hölderlins Nachdichtung des Trauerspiels von Sophokles begeisterte den Musikdramatiker. Mit ›Antigone‹ schuf er ein völlig neuartiges Musiktheater. Diesen Stil setzte er auch stets in ›Ödipus‹ fort.</p>
<p>Mit seinem persönlichsten Werk, ›De Temporum Fine Comoedia‹, dem ›Spiel vom Ende der Zeiten‹, beendete Carl Orff sein Lebenswerk.</p>
<p>In den Jahren 1975-81 dokumentiert Carl Orff sein künstlerisches Werk in der achtbändigen Veröffentlichung ›Carl Orff und sein Werk‹.</p>
<p>Carl Orff erhielt zahlreiche Auszeichnungen: Ehrendoktor wurde er in München und Tübingen, das Große Verdienstkreuz der Bundes­republik Deutschland erhielt er 1972. 1974 wurde Orff mit dem Romano-Guardini-Preis ausgezeichnet.</p>
<p>Gestorben ist Carl Orff am 29. März 1982 in München. Er wurde in der Schmerzhaften Kapelle der Klosterkirche zu Andechs beigesetzt, was für einen Nichtadligen und Nichtgeistlichen eine außer­gewöhnliche Ehre ist. In Andechs finden jeden Sommer Aufführungen zu Ehren von Orff statt.</p>
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		<title>Iphigenie und Woyzecks Marie – zwei Frauenbilder prallen aufeinander</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 05:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Unterschiedlicher könnten Frauenbilder gar nicht sein! Auf der einen Seite steht Iphigenie, die pflichtbewusste und nach den Idealen der Klassik und des Humanismus handelnde Priesterin, und auf der anderen Seite steht Marie, die Geliebte von Woyzeck, die nur ein Ziel &#8230; <a href="http://exbook.de/20111102-iphigenie-marie-frauenbilder/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Unterschiedlicher könnten Frauenbilder gar nicht sein! Auf der einen Seite steht Iphigenie, die pflichtbewusste und nach den Idealen der Klassik und des Humanismus handelnde Priesterin, und auf der anderen Seite steht Marie, die Geliebte von Woyzeck, die nur ein Ziel hat, nämlich materiellen Reichtum und um dieses Ziel zu erreichen, ist ihr jedes Mittel recht.</p>
<p><a href="../20111019-goethes-menschenideal/">Wie bereits erläutert</a>, stellt Goethe mit seiner Figur Iphigenie das ideale Frauenbild der Klassik vor, die pflichtbewusst handelt, nach den Idealen der Klassik und des Humanismus entscheidet und immer eine Harmonie zwischen Pflicht und Neigung aufweist. Bei Woyzecks Marie ist das jedoch ganz anders.</p>
<p><strong>Marie – oder wie Büchner die Frau darstellte</strong></p>
<p>Büchner entschied sich in seinem <em>Woyzeck</em> für ein eher negativ belastetes Frauenbild als Vorlage für Marie, der Freundin des Protagonisten Woyzeck. Das beginnt bereits in der zweiten Szene, ganz deutlich zu werden:</p>
<blockquote><p>„MARIE […]: He Bub! Sa ra ra ra! Hörst? Da komme sie.<br />
MARGRETH: Was ein Mann, wie ein Baum.<br />
MARIE: Er steht auf seinen Füßen wie ein Löw. (Tambourmajor grüßt.)<br />
[…]<br />
MARIE: Soldaten, das sind schöne Bursch…“<a title="" href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a></p></blockquote>
<p>Denn hier bewundert Marie, obwohl mit Woyzeck in einer festen Beziehung, die Soldaten und tanzt sogar später mit dem von ihr ungebetenen Tambourmajor. Vor allem aber bewundert sie die Besitztümer dieses Mannes, da sie selbst aus bettelarmen Verhältnissen stammt und Woyzeck ihr nicht das bieten kann, was sie will.</p>
<p>Büchner beschränkt seine Marie auf das reine Äußerliche und lässt sie auch nach diesen Äußerlichkeiten, wie Reichtum, handeln. Man könnte sogar soweit gehen und sagen, dass Marie neben dem Pauperismus auch den Materialismus – ebenso wie Woyzeck selbst, wenn auch nicht so stark – verkörpert.</p>
<p><strong>Marie und Iphigenie in direktem Vergleich</strong></p>
<p>Der Unterschied zwischen diesen beiden Damen wurde bereits in den ersten Passagen deutlich, dennoch sollen beide einmal direkt gegenüber gestellt werden:</p>
</div>
<div>
<p><strong>Iphigenie</strong>:                                                                             <strong>Marie</strong>:<br />
- nicht auf Besitztümer angewiesen                                    &#8211; gierig nach Reichtum und               &#8211; pflichtbewusst                                                                         Besitztümern<br />
- Humanismus                                                                        &#8211; handelt nach Neigungen<br />
- aufrichtig und ehrlich                                                          &#8211; Egoismus<br />
- verlogen und betrügerisch</p>
<p>Mit Marie und Iphigenie prallen also zwei Frauenbilder aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. So lässt sich definitiv ein Wandel der Frauenbilder im Laufe der verschiedenen Epochen feststellen.</p>
</div>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Woyzeck, Georg Büchner, Neuveröffentlichung 2010, Schöningh Verlag</p>
</div>
</div>
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		<title>Goethes Menschenideal – Iphigenie auf Tauris</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 05:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Appel]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Humanität]]></category>
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		<category><![CDATA[Kant]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
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		<category><![CDATA[Priesterin]]></category>
		<category><![CDATA[Sehnsucht]]></category>
		<category><![CDATA[Tempel]]></category>

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		<description><![CDATA[„Iphigenie auf Tauris“ gehört wahrscheinlich zu Goethes bekanntesten Werken – und das mit Recht! Mit seiner Iphigenie zeigt Goethe nicht nur den Konflikt zwischen Zwang und Wille auf, sondern zeigt dem Leser auch das Menschenideal. Bevor ich das Menschenideal erläutern &#8230; <a href="http://exbook.de/20111026-goethes-menschenideal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Iphigenie auf Tauris“</em> gehört wahrscheinlich zu Goethes bekanntesten Werken – und das mit Recht! Mit seiner Iphigenie zeigt Goethe nicht nur den Konflikt zwischen Zwang und Wille auf, sondern zeigt dem Leser auch das Menschenideal.</p>
<p>Bevor ich das Menschenideal erläutern will, möchte ich kurz Inhalt des klassischen Dramas wiedergeben. Die Göttin Diana rettet Agamemnons Tochter Iphigenie vor ihrer Opferung durch ihren Vater und bringt sie auf die Insel Tauris, wo sie dem König Thoas fortan als Priesterin dienen muss. Völlig isoliert auf der Insel sehnt sie sich nach ihrer fernen Heimat und ihrer Familie, bis plötzlich ihr Bruder Orest vor ihr steht. Sie weiß nicht, was sie tun soll: ihrem Bruder folgen oder ihre Pflicht als Priesterin nachgehen? Hin- und hergerissen schafft sie es schließlich, Thoas zu überreden, sie ziehen zu lassen und sie ist wieder mit ihrer Familie vereint.</p>
<p>Iphigenie muss sich zwischen Pflicht und Neigung entscheiden. Auf der einen Seite will und muss sie vor allem ihre Pflicht als Priesterin im Tempel der Diana erfüllen, aber auf der anderen Seiten will sie mit ihrem Bruder zusammensein und mit ihm zurück in die Heimat fahren. Doch sie zeigt Harmonie in ihrem Handeln und diese Harmonie führt schließlich sogar zur Humanisierung der Menschheit.</p>
<p>Denn Thoas möchte Iphigenie nicht ziehen lassen, er liebt sie und will, dass sie heiraten. Er würde sie lieber sterben sehen, als ihr die Möglichkeit zu geben, mit ihrem Bruder zurück in die Heimat zu fahren. Aber Iphigenie schafft es, Thoas zu humanisieren, indem sie an ihn appelliert und sagt, dass wenn er sie wirklich liebt, sie gehen lassen sollte.</p>
<p>Damit greift Goethe nicht nur das Menschenideal der Klassik auf, sondern auf in Grundzügen die Kant’sche Ethik, die besagt, dass der gute Wille den moralischen Handlungen und Entscheidungen zugrunde liegen sollte.</p>
<p>Goethes Menschenideal und das Menschenideal der Klassik beruht also auf der Idee, dass der gute Wille die Grundlage von moralischen Handlungen und Entscheidungen ist und dass der Mensch humanisieren und verbessern sollte, in einer Harmonie von Pflicht und Neigung.</p>
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		<title>West Side Story</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 05:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Side Story]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[West Side]]></category>
		<category><![CDATA[West Side Story]]></category>

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		<description><![CDATA[Die West Side Story ist ein Musical. Es ist eine moderne Version von Shakespeares Tragödie “Romeo und Julia”, übertragen in das New York der 50er Jahre. Die Musik stammt von Leonard Bernstein, die Gesangstexte von Stephen Sondheim und das Buch &#8230; <a href="http://exbook.de/20111019-west-side-story/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die West Side Story ist ein Musical. Es ist eine moderne Version von Shakespeares Tragödie “Romeo und Julia”, übertragen in das New York der 50er Jahre. Die Musik stammt von Leonard Bernstein, die Gesangstexte von Stephen Sondheim und das Buch von Arthur Laurents, die Idee aber stammte von dem Choreographen Jerome Robbins. Die Urfassung trug den Namen East Side Story.</p>
<h2><strong>Handlung</strong></h2>
<p>In der West Side Story geht es um zwei sich rivalisierende Straßenbanden in Amerika: Die Jets (Amerikaner) und die Sharks (eine eingewanderte Gruppe von Puertoricanern). Die Jets wollen die Sharks aus &#8220;ihren&#8221; Straßen vertreiben. Der Anführer der Jets, Riff, möchte den Anführer der Sharks, Bernardo, am Abend des Tanzfestes zum Kampf herausfordern. Riff bittet Tony, den früheren Anführer der Jets an diesem Abend mitzukommen und ihm zu helfen. Bernardo ,dessen Schwester, Maria, gerade in die USA eingereist ist, hat den Puertoricaner Chino gebeten ihren Bruder zu unterstützen. Auf dem Tanzfest trifft Maria Tony und verliebt sich sofort in ihn.  Doch Bernardo gibt den beiden zu verstehen, dass sie verfeindeten Gruppen angehören.</p>
<p>Dann fordert Riff Bernardo auf, sich im Drugstore zu treffen um Waffen und Kampfplatz für die Auseinandersetzung zu bestimmen. Tony sucht nach dem Tanzfest Marias Wohnung und als er sie findet klettert er die Feuerleiter hoch und beide schwören sich  ewige Liebe. Während die Sharks ihre Mädchen nach Hause begleiten führt Bernando mit  Anita, seiner Freundin, ein Gespräch über die Vor- und Nachteile in Amerika zu leben. Inzwischen treffen die Jets im Drugstore ein und denken nur noch an den bevorstehenden Kampf. Riff mahnt sie cool zu bleiben. Kurze Zeit später taucht Bernardo und seine Gang auf. Nach einer heftigen Diskussion beschimpft Tony die Sharks als Feiglinge, da sie nicht den Mut aufbrächten sich in einem Zweikampf mit bloßen Händen zu messen. Einer von jeder Bande solle die Ehre aller verteidigen und zu einem Treffpunkt unter den Highway kommen.</p>
<p>Am Nachmittag des darauf folgenden Tages besucht Tony Maria nach Ladenschluss in der Schneiderei für Brautkleider, in der sie arbeitet. Maria bittet Tony inständig den Kampf zu verhindern. Tony gibt ihr das Versprechen. In der Dämmerung treffen sich die Banden unter dem Highway, doch bevor es zum Kampf kommt, geht Tony dazwischen. Bernardo, schon darüber zornig, dass dieser Jet sich für seine Schwester interessiert, stößt ihn zurück. Riff und Bernardo bedrohen sich mit Messern und im Verlauf eines wilden Duells wird Riff von Bernardo erstochen. Aus Rache sticht Tony auch Bernardo nieder. Die Sirenen der anrückenden Polizei beenden die Schlacht. Tony, allein bei Riffs und Bernardos Leichen, wird sich seiner gefährlichen Situation bewusst und kann der Polizei knapp entkommen.</p>
<p>In der Zwischenzeit macht sich Maria für das treffen mit Tony zurecht, denn dieser möchte sie seiner Mutter vorstellen. Da stürzt Chino herein und berichtet Maria über den Kampf. Maria will wissen, was mit Tony passiert ist und erfährt von Chino, dass Tony Bernando umgebracht hat. In den Straßen und Hinterhöfen macht die Polizei Jagd auf die Mitglieder der beiden Banden. Kurz nachdem Chino wieder weg ist, klettert Tony über die Feuerleiter zu Maria ins Zimmer. Verzweifelt halten sich die beiden in den Armen und sehnen sich danach an einem Ort ohne Hass und Vorurteile, glücklich und frei leben zu können. Dann werden die beiden plötzlich von Anita überrascht, doch Tony gelingt es, aus dem Fenster zu fliehen, nachdem er sich mit Maria im Drugstore verabredet hat.</p>
<p>Anita beschimpft Maria, weil sie noch immer mit dem Mörder ihres Bruders verkehrt. Anita erzählt Maria, dass Chino einen Revolver hat, mit dem er sich an Tony rächen will, als ein Polizeileutnant an die Tür klopft, um Maria zu befragen. Auf Marias Bitte hin, für ihre angeblichen Kopfschmerzen Tabletten zu holen, geht Anita in den Drugstore, um Tony vor Chino zu warnen. Dort wird sie von den Jets beschimpft und schlecht behandelt und Anita teilt ihnen deswegen eine falsche Nachricht mit. Sie sagt, dass Maria tot ist.</p>
<p>Tony irrt rasend vor Liebeskummer durch die Straßen, ruft laut nach Chino und fordert diesen auf ihn zu erschießen, weil sein Leben nach dem Tod von Maria keinen Sinn mehr hat. In diesem Moment sieht er Maria, die auf dem Weg zu ihrem vereinbarten Treffpunkt ist. Die Liebenden stürzen aufeinander zu. Da taucht Chino auf und erschießt ihn, in Marias Armen stirbt Tony. Maria , voll Schmerz, Zorn und wilder Verzweiflung  kann die beiden Banden überzeugen, dass kämpfen und morden vollkommen sinnlos ist. Gemeinsam tragen die Sharks und die Jets Tonys leblosen Körper weg und schließen Frieden miteinander.</p>
<h2><strong>Weitere Fakten</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach den Probeaufführungen in Washington und Philadelphia wurde West Side Story am 26. September 1957 im Winter Garden Theatre in New York uraufgeführt. Das Stück wurde mit zwei Awaards ausgezeichnet. Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 25. Februar 1968 in der Wiener Volksoper statt.</p>
<h2><strong>Verfilmung</strong></h2>
<p>Das Stück wurde 1961 verfilmt und dafür in vielen Szenen und auch musikalisch umgestellt. Der Film erhielt den Akademie-Preis und zehn Oscars.</p>
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		<title>Globaler Terrorismus als Symptom der Globalisierung – Ein Kampf gegen die „westliche Dominanz“</title>
		<link>http://exbook.de/20111012-globaler-terrorismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 05:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Al-Qaida]]></category>
		<category><![CDATA[dezentrale Strukturen]]></category>
		<category><![CDATA[global terrorism]]></category>
		<category><![CDATA[internationale Ausweitung]]></category>
		<category><![CDATA[politische Ideologien]]></category>
		<category><![CDATA[psychische Mittel]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Globalisierung bietet nicht nur große Chancen, sondern ebenso unheimliche Gefahren. Eine dieser Gefahren zeichnet sich seit Beginn dieses Jahrtausends immer deutlicher ab: der global terrorism (im Deutschen wird einfach globaler Terrorismus gesagt, der Begriff stammt allerdings aus den USA). &#8230; <a href="http://exbook.de/20111012-globaler-terrorismus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Globalisierung bietet nicht nur große Chancen, sondern ebenso unheimliche Gefahren. Eine dieser Gefahren zeichnet sich seit Beginn dieses Jahrtausends immer deutlicher ab: der global terrorism (im Deutschen wird einfach globaler Terrorismus gesagt, der Begriff stammt allerdings aus den USA).</p>
<p><strong>Al-Qaida als Prototyp</strong></p>
<p>Unter globalem Terrorismus wird im Allgemeinen Terrorismus verstanden, der vor keinen Landesgrenzen zurückschreckt und international agiert. Als Prototyp eines solchen Terrorismus wird die islamische Al-Qaida verstanden, die für Attentate wie 9/11 verantwortlich ist. Auch die Entwicklung von Al-Qaida ist typisch für eine global operierende Terrororganisation: Gründung, um Guerilla- und Separationskämpfe zu unterstützen, doch dann musste die Führung erkennen, dass für die Umsetzung der Gruppenziele (Freiheit einer speziellen soziologischen Gruppe, z.B. Muslime im Fall von Al-Qaida) eine internationale Ausweitung nötig ist. Al-Qaida versteht unter Globalisierung das Übermächtig-Werden der westlichen Kultur (=westliche Dominanz) und will dagegen vorgehen, da die westliche Kultur andere Kulturen unterdrücke, insbesondere die islamische.</p>
<p><strong>Terrorismus ≠  Terror</strong></p>
<p>In der Öffentlichkeit werden Terrorismus und Terror als Synonym füreinander verwendet, doch politikwissenschaftlich und historisch ist dies nicht richtig. Unter Terrorismus werden Gewaltstrategien nicht-staatlicher Akteure zur Durchsetzung von politischen Zielen und Ideologien verstanden. Terror dagegen ist das Mittel von staatlichen Akteuren zu der Aufrechterhaltung eines Status quo, so wie es Gaddafi getan hat.<br />
Auch bei der Verwendung von Mitteln unterscheiden sich Terrorismus und Terror, so setzten nicht-staatliche Akteure vor allem auf psychische Gewalt, die durch physische hervorgerufen wird, staatliche Akteure dagegen benutzen nur physische Gewalt.</p>
<p><strong>Internationale Ausweitung und Bekämpfung</strong></p>
<p>Großer Vorteil von global operierenden Terrororganisationen sind die dezentralen Strukturen, das heißt, dass die Führung nicht zentral an einem Ort sitzt, sondern über die ganze Welt verteilt sein kann und eine Aufspürung so umso schwerer wird. Dezentrale Strukturen haben auch den Vorteil, dass Terrorzellen in das Zielland gebracht werden können und mehrere Anschläge zeitgleich geplant werden können. Die Finanzierung erfolgt ebenfalls durch nicht-staatliche Akteure und oft durch Firmen, die durch Anschläge einen Vorteil gewinnen.<br />
Klassische Bekämpfungsstrategien sind oft erfolgslos und da es sich um ein recht neues Symptom der Globalisierung handelt sind die Regierungen da noch recht hilf- und planlos.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tobin-Steuer – Mehr Geld und weniger Devisengeschäfte?</title>
		<link>http://exbook.de/20110928-tobin-steuer/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 05:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Devisentransaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunkturzyklus]]></category>
		<category><![CDATA[Schwankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tobin-Steuer]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler James Tobin schlug 1972 vor, eine Steuer auf alle Devisentransaktionen von einem Prozent zu erheben. Er argumentierte dabei, dass „der deregulierte Kapitalfluss mit seinen abrupten Richtungsänderungen und chaotischen Kursausschlägen […] der materiellen Wirtschaft [schadet]“ (Dialog SoWi 2, &#8230; <a href="http://exbook.de/20110928-tobin-steuer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler James Tobin schlug 1972 vor, eine Steuer auf alle Devisentransaktionen von einem Prozent zu erheben. Er argumentierte dabei, dass <em>„der deregulierte Kapitalfluss mit seinen abrupten Richtungsänderungen und chaotischen Kursausschlägen […] der materiellen Wirtschaft [schadet]“ </em>(Dialog SoWi 2, Seite 209ff) und dass eine solche Steuer die Zahl der Devisentransaktionen senken würde und damit das Risiko einer möglichen Wirtschaftskrise. An dem Vorschlag einer solchen Steuer lässt sich leicht erkennen, dass Tobin kein Befürworter der Globalisierung war und den Devisentransaktionen kritisch gegenüber stand.</p>
<p><strong>Gute Idee! Die Tobin-Steuer würde Geld in die Kassen der internationalen Staatengemeinschaft und der Staatshaushalte spülen</strong></p>
<p>Die Befürworter<strong> </strong>der Tobin-Steuer sahen zwei große Vorteile in der Einführung einer solchen Steuer. Durch die Steuer eingenommene Gelder könnten beispielsweise für die Entwicklungshilfe verwendet werden und so Millionen von Menschen helfen. Außerdem würde die Zahl der Devisenmarkttransaktionen somit sinken und damit wäre das Risiko von Schwankungen in Konjunkturzyklen gering und damit würde es zu weniger Wirtschaftskrisen kommen.</p>
<p><strong>Aber… Was ist mit den freien Kapitalmärkten?</strong></p>
<p>Globalisierungsbefürworter und damit Tobin-Steuer-Gegner argumentieren, dass freie Kapitalmärkte Angebot und Nachfrage nach Kapital weltweit zu einem effizienten Ergebnis bringen und bei Einführung einer solchen Steuer könnte es zu Effizienzeinbußen kommen. Darüber hinaus wäre die Verwaltung und zielgerichtete Verwendung der Einnahmen einer solchen Steuer politisch gar nicht möglich und sie würde ebenfalls die Liquidität von Märkten stören und damit das Risiko einer Wirtschaftskrise erhöhen.</p>
<p><strong>Forderungen im 21. Jahrhundert, einem Zeitalter der Wirtschaftskrisen</strong></p>
<p><a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-07/Rating-Agenturen-Interview-Gaertner/seite-2">Der Ökonom Manfred Gärtner äußert in einem Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT seine Gedanken zu der Einführung der Tobin-Steuer</a>:</p>
<p><strong><em>Gärtner:</em></strong><em> Die viel diskutierte Tobin-Steuer wäre sicherlich sinnvoll, also eine Steuer auf Finanztransaktionen, die Sand ins Getriebe der internationalen Finanzmarktindustrie streuen würde. Sie könnte kurzfristige Vermögensverschiebungen bremsen, die der Weltwirtschaft real nichts bringen, aber Hektik in die Märkte tragen und für die Realwirtschaft gefährliche Spekulationsblasen auslösen können.<br />
<strong>ZEIT ONLINE: </strong>Gibt es eine solche Blase auch wieder im Fall Griechenlands?<br />
<strong>Gärtner: </strong>Die Gesamtschulden Griechenlands könnte die EU theoretisch aus der Portokasse begleichen. Das Problem hat aber eine viel größere Dimension: Neben dem Kernmarkt der Staatsanleihen spekulieren Anleger heftig auf eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands. Und diese Kreditausfall-Produkte haben wieder ein Volumen angenommen, das ein Vielfaches der Schuldensumme ist. Das ist so, als hätte halb Deutschland, Millionen Leute, die Sie gar nicht kennen, eine Lebensversicherung auf Sie abgeschlossen. Man weiß gar nicht mehr, wer alles in welchem Ausmaß in die Griechenland-Krise involviert ist und wer von einem Bankrott betroffen wäre.</em></p>
<p>Damit greift er ein beliebtes Thema der Franzosen auf. <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-09/devisensteuer-kouchner">Wie DIE ZEIT berichtete</a>, sind 60 Staaten für die Einführung einer Steuer auf Devisentransaktionen. Die Franzosen behaupteten, dass die Einnahmen von 35 Milliarden direkt in die Entwicklungshilfe fließen könnten.</p>
<p><strong>Also nur noch eine Frage der Zeit, bis es die Tobin-Steuer gibt?</strong></p>
<p>Schwer zu sagen, denn offensichtlich verweigern sich zu viele Staaten, ansonsten wäre die Steuer sicherlich schon längst eingeführt worden. Vielleicht ist der politische Aufwand und später der Aufwand in der Verwaltung der Steuer und der mit ihr eingenommenen Gelder auch einfach zu hoch!</p>
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		<title>Cäsar</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 05:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Latein]]></category>
		<category><![CDATA[Cäsar]]></category>
		<category><![CDATA[Gallien]]></category>
		<category><![CDATA[Imperium Romanum]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>

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		<description><![CDATA[Leben Gaius Iulius Caesar, geboren am 13. Juli 100 v. Chr. in Rom, entstammte dem angesehenen altrömischen Patriziergeschlecht der Julier (lateinisch gens Iulia). Caesars Familie war nicht reich, gemessen am Standard des römischen Adels, und nur wenige Mitglieder der Familie &#8230; <a href="http://exbook.de/20110921-casar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Leben</strong></h2>
<p>Gaius Iulius Caesar, geboren am 13. Juli 100 v. Chr. in Rom, entstammte dem angesehenen altrömischen Patriziergeschlecht der Julier (lateinisch <em>gens Iulia</em>). Caesars Familie war nicht reich, gemessen am Standard des römischen Adels, und nur wenige Mitglieder der Familie hatten sich politisch hervorgetan.</p>
<p>Caesar heiratete 84 v. Chr. Cornelia, die Tochter des Konsuls Lucius Cornelius Cinna, der ebenfalls zu der politischen Gruppe der <em>populares</em> gehörte. Die Familienverbindung zu Cinna und seine Verwandtschaft mit Marius brachten Caesar in Opposition zur Diktatur Sullas, der die konservative Gruppe der <em>optimates</em> vertrat. Sulla befahl Caesar die Scheidung von Cornelia, doch dieser widersetzte sich und verließ Rom. Auf die Bitte einflussreicher Freunde hin wurde er zwar bald begnadigt, kehrte aber nicht nach Rom zurück.</p>
<p>Im Jahr 78 v. Chr. ging Caesar als Offizier in den Stab von Publius Servilius Vatia Isauricus, der als Prokonsul in Kilikien die Piraten bekämpfte. Sullas Tod ermöglichte ihm die Rückkehr nach Rom, wo er seine politische Karriere weiterverfolgte. Er begann, wie damals üblich, als öffentlicher Ankläger. Als Ankläger erregte Caesar durch einen Prozess wegen Erpressung gegen Gnaeus Cornelius Dolabella, einen Anhänger Sullas, große Aufmerksamkeit und bewies damit erneut seine Opposition zum Lager der Sullaner. Trotz seiner Niederlage in diesem Fall war Caesars Ruf nicht geschädigt.</p>
<p>Im Jahre 69 oder 68 v. Chr. bekleidete er die Quästur, die unterste Stufe der politisch bedeutenden Ämter der Römischen Republik. Nach Bekleidung dieses Amtes wurde er in den Senat aufgenommen. Doch bevor er nach Spanien abreisen konnte, gab es zwei Todesfälle in seiner Familie. Seine Tante Iulia und seine Frau Cornelia verstarben in einem kurzen Zeitraum nacheinander.</p>
<p>Nach seiner Rückkehr aus Spanien heiratete Caesar Pompeia, eine sehr wohlhabende Enkelin Sullas, deren Reichtum er umgehend für seinen politischen Aufstieg nutzte: 65 v. Chr. war er kurulischer Ädil und errang durch prachtvolle Spiele, durch die er sich hoch verschuldete, große Beliebtheit. 63 v. Chr. wurde Caesar in das bedeutende Amt des <em>Pontifex Maximus</em>, des Oberpriesters, gewählt. Er wurde dabei wie schon bei seinen Spielen als Ädil von Marcus Licinius Crassus, der zu der Zeit als reichster Mann Roms galt, finanziell unterstützt, obwohl nicht klar ist, wie gut das Verhältnis Caesars zu Crassus zu diesem Zeitpunkt war.</p>
<p>Immer wieder gab es Gerüchte, Caesar wäre in die Catilinarische Verschwörung des Jahres 63 v. Chr. verwickelt gewesen. Obwohl er früher Kontakt zu Catilina gehabt hatte, konnte ihm keine Beteiligung an dessen Verschwörung nachgewiesen werden. Im Jahr 62 v. Chr. wurde Caesar zum Prätor gewählt.</p>
<p>Das erste wichtige Amt Caesars außerhalb Roms war die Statthalterschaft (Proprätur) in Spanien. Seine aggressive Kriegsführung gegen die Iberer im Norden des heutigen Portugals festigte seinen Ruf als fähiger Stratege und diente ihm zur Sanierung seiner hoch verschuldeten Finanzen. Damit besaß er die notwendige Voraussetzung für die Bewerbung um das höchste Staatsamt, das Konsulat.</p>
<h1>Triumvir und Konsul</h1>
<p>Viele Senatoren widersetzten sich jedoch Caesars Ambitionen, Konsul zu werden. Das Triumvirat konnte die Wahl Caesars zum Konsul des Jahres 59 v. Chr. durchsetzen. Seine Amtsführung war im Senat umstritten. Caesar brachte in seinem Jahr als Konsul einige Gesetze mit entscheidenden Neuregelungen durch.</p>
<h1>Prokonsul in Gallien</h1>
<p>Das Prokonsulat in Gallien bedeutete einen wichtigen Machtgewinn für Caesar. Als Prokonsul konnte er Heere aufstellen. Um seine Macht und seinen Reichtum weiter auszubauen, brauchte er einen Krieg außerhalb der Grenzen des Imperiums, den er bei den zerstrittenen Stämmen Galliens fand, unter denen es seit einigen Jahren größere Unruhen gab. Als die Helvetier, ein Stamm aus der heutigen Schweiz, die Nordgrenze des Römischen Reichs gefährdeten, sah Caesar einen Anlass, militärisch einzuschreiten und schlug die Helvetier bei Bibracte zurück.</p>
<p>Danach zog er gegen die Germanen, die schon seit einiger Zeit unter Ariovist in Gallien eingefallen waren, und schlug sie über den Rhein zurück. Im zweiten Jahr konnte Caesar die Belger, die als das tapferste Volk unter den Stämmen Galliens galten, im Norden Galliens erst nach heftigen Kämpfen unterwerfen.</p>
<p>Im Jahr 56 v. Chr. besiegte sein Offizier Decimus Iunius Brutus Albinus die aufständischen Veneter in der Bretagne, womit Caesar den größten Teil Galliens unter seine Kontrolle bringen konnte.</p>
<p>Noch im Jahr 53 v. Chr. wurde es in Gallien unruhig. Stämme wie die Treverer und Nervier erhoben sich gegen Caesar. Im Jahr 52 v. Chr. erhob sich Vercingetorix, der Fürst der Arverner, gegen die römische Fremdherrschaft. In ihm erwuchs Caesar ein gefährlicher und ihm militärisch ebenbürtiger Gegner. Vercingetorix schnitt die Nachschubwege Caesars ab und konnte ihn erstmals bei Gergovia schlagen. Nach seinem Sieg gab Vercingetorix seine erfolgreiche Defensivtaktik auf und griff die Truppen Caesars an, doch musste er eine Niederlage gegen Caesars hinnehmen, worauf er sich nach Alesia zurückzog.</p>
<p>Caesar begann sofort, die Stadt mit einem etwa 35 km langen Wall zu belagern, doch war ein gallisches Entsatzheer auf dem Weg, um Vercingetorix zu befreien. In der darauffolgenden Schlacht, in der Caesar den Ausbruchsversuch des Vercingetorix abzuwehren und gleichzeitige Entlastungsangriffe zurückzuschlagen hatte, blieb Caesar gegen die weit überlegenen gallischen Heerscharen siegreich. Der gallische Widerstand war endgültig gebrochen, und Caesar konnte mit diesem Sieg über die gallische Koalition die Herrschaft Roms über Gallien für Jahrhunderte sichern. Vercingetorix, der sich nach der verlorenen Schlacht Caesar vor den Mauern von Alesia ergeben hatte, wurde die erbetene Gnade nicht gewährt: Er wurde sechs Jahre später, nach Caesars Triumphzug 46 v. Chr., in Rom hingerichtet.</p>
<p>Plutarch gibt an, dass im Gallischen Krieg Caesars eine Million Gallier ihr Leben verloren und eine weitere Million Menschen versklavt wurden. Caesar berichtete in den Commentarii de bello Gallico selbst über seine Zeit in Gallien. Die Schrift schildert viele interessante Details aus dem besetzten Land, diente aber vor allem der Rechtfertigung seiner Feldzüge.</p>
<h1>Bürgerkrieg</h1>
<p>Im Jahr 53 v. Chr. war Crassus auf einem Feldzug gegen die Parther ums Leben gekommen; mit ihm war auch der Großteil seines Heeres von über 40.000 Mann untergegangen. Der Senat wollte von Anfang an ein zweites Konsulat Caesars verhindern. Auch forderte der Senat anfangs von Caesar, dass dieser seine insgesamt zehn Legionen auflösen solle. Caesar weigerte sich, dies zu tun. Am Ende der Verhandlungen und seines Prokonsulats hatte Caesar keine politische Basis in Rom mehr.</p>
<p>Trotz des Verbots, gegen den Willen des Senats Militär nach Italien zu bringen, überquerte er am 10. Januar 49 v. Chr. den Grenzfluss Rubikon. Bei dieser Gelegenheit soll Caesar den berühmten Ausspruch alea iacta est („der Würfel ist gefallen“) von sich gegeben haben.</p>
<p>Im Jahre 48 v. Chr. wurde Caesar erneut zum Konsul gewählt. Er überquerte mit etwa 15.000 Mann die Adria und zog gegen Pompeius, musste aber eine Niederlage bei Dyrrhachium hinnehmen, woraufhin er sich nach Thessalien zurückzog. Auf dem Weg dorthin plünderte er einige Städte und verband sich mit dem Rest seines Heers, das mit Marcus Antonius über die Adria gekommen war. Pompeius wurde anschließend, trotz seiner doppelt so starken Armee, am 9. August desselben Jahres in der Schlacht bei Pharsalos entscheidend geschlagen. Pompeius selbst entkam nur mit knapper Not. Nach diesem entscheidenden Sieg kontrollierte Caesar den größten Teil des östlichen Mittelmeers und war Alleinherrscher im Römischen Reich. Pompeius floh nach seiner Niederlage nach Ägypten, wo er auf Befehl des Königs Ptolemaios XIII. ermordet wurde.</p>
<p>Caesar folgte Pompeius nach Alexandria, wo man ihm den Kopf seines Rivalen und ehemaligen Verbündeten überreichte. In Alexandria wurde er in die dortigen politischen Streitigkeiten hineingezogen. So machte er die Bekanntschaft der jungen Königin Kleopatra.</p>
<p>Dies war der Beginn einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung, die in der Folgezeit noch für viel Unruhe sorgte. Mit Kleopatra hatte Caesar ein Kind mit dem Namen Ptolemaios Kaisarion. Caesar setzte sich für Kleopatra ein. Anschließend wandte sich Caesar gegen Pharnakes II. von Pontus, der die römischen Provinzen in Kleinasien plünderte. Nach einem nur fünftägigen Feldzug wurde Pharnakes geschlagen und aus Kleinasien vertrieben. Caesars berühmter Ausspruch: <em>„Ich kam, ich sah, ich siegte“</em> (<em>„veni vidi vici“</em>) war auf den kurzen Feldzug gegen Pharnakes gemünzt.</p>
<p>Nach dem Sieg über Pharnakes II. zog Caesar in zwei Feldzügen gegen die restlichen Pompeianer: Im Afrikanischen Krieg schlug Caesar am 6. April 46 v. Chr. in der Schlacht bei Thapsus in der Provinz Africa unter Metellus Scipio und Cato dem Jüngeren. Cato beging nach der militärischen Katastrophe in seiner Festung Utica Selbstmord, und Caesar löste das Königreich Numidien auf. Nach einem kurzen Aufenthalt in Rom zog er nach Hispanien und schlug dort 45 v. Chr. die Söhne des Pompeius in der Schlacht bei Munda. Somit waren die letzten Pompeianer bzw. Republikaner ausgeschaltet und die Republik faktisch am Ende.</p>
<h1>Diktatur</h1>
<p>Bereits vor dem endgültigen Erlangen der Alleinherrschaft in Rom entfaltete Caesar eine umfangreiche Gesetzestätigkeit (Leges Iuliae), um das römische Staatswesen grundlegend zu reformieren.</p>
<p>Schon nach seiner Rückkehr aus Ägypten im Jahre 46 v. Chr. hatte Caesar sich zum Diktator auf zehn Jahre ernennen lassen. Nach seinem letzten militärischen Erfolg in Spanien wurde er vom Senat zum <em>dictator perpetuus</em> (Diktator auf Lebenszeit) ernannt. Die Frage, ob Caesar wirklich den Titel eines Königs anstrebte oder sich mit der Diktatur begnügen wollte, beschäftigt die Historiker bis heute.</p>
<h1>Tod</h1>
<p>Caesar wurde an den Iden des März (15. März) 44 v. Chr. von einer Gruppe Senatoren um Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus während einer Senatssitzung im Theater des Pompeius mit 23 Messerstichen ermordet. Zur Verschwörung gehörten insgesamt etwa 50 bis 60 Personen.</p>
<p>Dabei ging es Caesar am Morgen des Tages schlecht, und er wollte nicht an der Senatssitzung teilnehmen. Zudem hatte seine Frau Calpurnia Vorahnungen einer Katastrophe. Decimus Brutus wurde deshalb entsandt, um Caesar zu überreden, doch noch an der Senatssitzung teilzunehmen, und konnte den Diktator umstimmen. Bei seiner Ermordung soll Caesar auf Griechisch seine berühmten letzten Worte an Marcus Brutus gerichtet haben: „Auch Du, mein Sohn“, lat.: Et tu, Brute?). Der Mord an Caesar bezeichnet man auch als Tyrannenmord.</p>
<h1>Bestattung</h1>
<p>Caesars Bestattung verlief am 20. März 44 v. Chr. unter tumultartigen Umständen. Marcus Antonius, der Konsul des Jahres 44 v. Chr., leitete die Bestattungszeremonie. Auf dem Forum Romanum wurde die blutgetränkte Kleidung des Diktators gezeigt; die Errichtung des Scheiterhaufens auf dem Marsfeld habe mehrere Tage in Anspruch genommen. Antonius ließ Caesars Testament, wonach jeder Bürger 300 Sesterzen erhalten sollte, und zusätzlich einen Senatsbeschluss verlesen, der Caesar, wie Sueton schreibt, <em>„alle göttlichen und menschlichen Ehren“</em> zuerkannte.</p>
<p>Dem Tod Caesars folgten weitere  Bürgerkriege, die bis zum Jahr 31 v. Chr. dauern sollten.</p>
<h1>Cäsar als Schriftsteller</h1>
<p>Caesar verfasste über seinen Feldzug in Gallien in sieben Büchern die Commentarii De bello Gallico („Kommentare über den Gallischen Krieg“), denen die jährlich abgefassten Dienstberichte an den Senat zugrunde lagen. Die Commentarii sind bis heute wegen ihrer einfachen und klaren Sprache (der Wortschatz beschränkt sich auf etwa 1300 Wörter) ein Standardwerk für die Anfangslektüre im schulischen Lateinunterricht. Caesar beschreibt in dem Werk anschaulich die Schlachten und Intrigen während der neun Jahre, in denen er die Heere der gallischen Stämme vernichtete, die Widerstand leisteten. Von Interesse sind zudem die zahlreichen Bemerkungen zu den Lebensverhältnissen der Gallier, Germanen und Britannier.</p>
<p>In dem Werk Commentarii De bello Gallico beschreibt Caesar das Gallien seiner Zeit. Der berühmte erste Satz lautet:</p>
<p><em>Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam qui ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur.</em></p>
<p>„Gallien ist im ganzen unterteilt in drei Teile, von denen der eine von den Belgern bewohnt wird, der zweite von den Aquitanern, und der dritte von denen, die in ihrer eigenen Sprache ‚Kelten‘, in unserer ‚Gallier‘ genannt werden.“</p>
<p>Außerdem verfasste Caesar noch ein Werk über die erste Phase des Bürgerkrieges, die <em>Commentarii De Bello Civili.</em></p>
<h1>Porträt</h1>
<p>Das einzige inschriftlich gesicherte Porträt Caesars, das zu Lebzeiten entstand, ist auf Münzen überliefert, die in seinem letzten Lebensjahr geprägt wurden. Sie zeigen eine magere Person mit hoher Stirn und langem, faltigen Hals.</p>
<p>Sueton beschrieb Caesar als hochgewachsen, seine Hautfarbe war weiß, er hatte kräftige Glieder, ein etwas zu volles Gesicht und schwarze, lebhafte Augen. Er bekam früh eine Glatze, Körperhaare ließ er ausrupfen. Außerdem litt Caesar an Epilepsie.</p>
<h2><strong>Kalenderform</strong></h2>
<p>Im Jahre 46 v. Chr. führte Caesar anstelle des alten römischen Mondkalenders den aus Ägypten stammenden Sonnenkalender ein. Nach Caesars Tod wurde sein Geburtsmonat, der <em>mensis Quintilis,</em> ursprünglich fünfter Monat des römischen Jahres, in <em>mensis Iulius,</em> dt. „Juli“, umbenannt. Der nach ihm benannte Julianische Kalender galt in den katholischen Ländern bis ins 16. Jahrhundert, als er durch den genaueren Gregorianischen Kalender abgelöst wurde.</p>
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		<title>Die Buddenbrooks – Mann’sche Ironie</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 05:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Buddenbrooks]]></category>
		<category><![CDATA[Ironie]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Mann]]></category>

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		<description><![CDATA[Mann war großer Fan von Ironie – aktiver (Kapitel 18) und passiver (Kapitel 81 – 83). Die aktive Ironie, also jene, die man beim Lesen direkt heraushört bzw. herausliest, lässt sich vor allem in dem Kapitel finden, in dem Grünlich &#8230; <a href="http://exbook.de/20110914-buddenbrooks-mann%e2%80%99sche-ironie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mann war großer Fan von Ironie – aktiver (Kapitel 18) und passiver (Kapitel 81 – 83).</p>
<p>Die aktive Ironie, also jene, die man beim Lesen direkt heraushört bzw. herausliest, lässt sich vor allem in dem Kapitel finden, in dem Grünlich das erste Mal auftritt (Kapitel 18). Besonders auf Seite 95 ganz unten findet sich ein Abschnitt, in dem es nur so vor Ironie trieft: <em>„Herr Gründlich lobte die vornehme Anlage des Hauses, er lobte die ganze Stadt überhaupt, er lobte auch die Cigarre des Konsuls und hatte für Jeden ein liebenswürdiges Wort.“ </em>Allerdings lässt sich diese Form der Ironie nicht überall finden, viel eher lässt sich eine passive, typische Mann-Ironie finden, die exemplarisch an der Sterbeszene der Konsulin in den Kapitel 81 bis 83 untersucht werden soll.</p>
<p>In diesen Kapiteln stirbt die Konsulin und es lässt sich an vielen Stellen Ironie finden. Es beginnt damit, dass das grausame Leide der Sterbende von den Ärzten bagatellisiert wird, ja sogar verniedlicht. Und auch der Erzähler lenkt den Fokus auf völlig andere Dinge, wie zum Beispiel die Möbel oder das Wetter.</p>
<p>Ihr Sohn Christian lenkt die Aufmerksamkeit der Personen  auf sich selbst und leidet für sich. Er lässt das Leiden seiner Mutter praktisch außen vor und interessiert sich auch nicht für die Gefühle der anderen Personen. Und auch Tony handelt nicht normal, so bringt sie ihr „Hintergrundwissen“ sachlich ein und will sich damit beweisen und Distanz zum Geschehen schaffen.</p>
<p>Die Mann’sche Ironie beschränkt sich also auf die Unangemessenheit der Darstellung (Form und Inhalt passen nicht zusammen), wie die komischen Elemente innerhalb grausamer Szenen. Thomas Mann verwendet die Ironie um die Selbsterhaltung der Personen durch die Distanzierung des Geistes von der Daseinstragik darzustellen. Er versteht die Ironie also als Kritik des Lebens, der Wirklichkeit und auch der menschlichen Gesellschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hirnhautentzündung</title>
		<link>http://exbook.de/20110907-hirnhautentzundung/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 05:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Entzündung]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Hiern]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnhautentzündung]]></category>
		<category><![CDATA[Meningitis]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Hirnhautentzündung, mit Fachbegriff Meningitis genannt, bezeichnet eine Entzündung der schützenden äußeren Hüllen von Gehirn und Rückenmark. Die Erkrankung wird durch Viren, Bakterien oder andere Kleinstlebewesen verursacht. Eine Hirnhautentzündung kann aufgrund der unmittelbaren Nähe der Entzündung zu Gehirn und Rückenmark &#8230; <a href="http://exbook.de/20110907-hirnhautentzundung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hirnhautentzündung, mit Fachbegriff <strong>Meningitis</strong> genannt, bezeichnet eine Entzündung der schützenden äußeren Hüllen von Gehirn und Rückenmark.</p>
<p>Die Erkrankung wird durch Viren, Bakterien oder andere Kleinstlebewesen verursacht.</p>
<p>Eine Hirnhautentzündung kann aufgrund der unmittelbaren Nähe der Entzündung zu Gehirn und Rückenmark lebensbedrohlich sein, sie wird deshalb immer als <strong>medizinischer Notfall</strong> angesehen.</p>
<p>In der Regel wird das Vorliegen einer Hirnhautentzündung durch eine <strong>Lumbalpunktion</strong>, dazu später mehr, bestätigt oder ausgeschlossen. Eine Hirnhautentzündung kann, vor allem, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, zu schwerwiegenden Folgeschäden führen.</p>
<div>
<h2><strong>Symptome</strong></h2>
</div>
<p>Eine Hirnhautentzündung löst bei <strong>Erwachsenen</strong> schwere Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit aus; außerdem können hohes Fieber und Bewusstseinsminderung der Fall sein.</p>
<p>Bei <strong>Kindern</strong> gibt es diese charakteristischen Symptome nicht, bei diesen äußert sich eine Hirnhautentzündung oft durch Reizbarkeit und kränkliches Verhalten.</p>
<p>Weitere Hinweise für eine Hirnhautentzündung sind das <strong>Kernig-Zeichen, </strong>wobei der Patient meist mit angezogenen Beinen im Bett liegt und die Knie nicht strecken kann, und das <strong>Brudzinski-Zeichen</strong>, bei dem die Beide automatisch beim Vorbeugen des Kopfes angezogen werden.</p>
<div>
<h2><strong>Ursachen</strong></h2>
</div>
<p>Eine Hirnhautentzündung wird gewöhnlich durch Infektionen verursacht. Also durch Viren, Bakterien und Parasiten.</p>
<p>Im Falle einer Infektion durch Bakterien, hängt es vom Alter des Patienten ab, welche bakteriellen Erreger eine Meningitis verursachen. Bei Säuglingen werden häufig Streptokokken gefunden. Außerdem manchmal durch Kolibakterien. Ältere Kinder erkranken im Gegensatz dazu eher an Meningokokken. Bei Erwachsenen verursacht manchmal Schädel-Hirn-Trauma eine Hirnhautentzündung, indem Bakterien durch die Nase in die Schädelhöhle gelangen.</p>
<p>Im Gegensatz zu Bakterien, verursachen nur wenige Viren eine Hirnhautentzündung, wie der – durch Nagetiere übertragene – Virus der Lymphozytären Choriomeningitis (LCMV).</p>
<p>Die viral ausgelöste Art der Hirnhautentzündung wird bei immunschwachen Menschen sehr begünstigt. Zudem besteht die Gefahr einer chronisch verlaufenden Erkrankung, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit eines derartigen Falles nicht besonders hoch, da dies einzig durch die Herpes-simplex-Viren ausgelöst werden kann.</p>
<p>Außerdem können Parasiten, wie zum Beispiel Fadenwürmer, und vor allem Zecken eine Hirnhautentzündung übertragen bzw. auslösen.</p>
<p>Neben diesen 3 genannten Möglichkeiten gibt es auch nichtinfektiöse „Verursacher“. Sie sind das Ergebnis von verschiedenen Prozessen:</p>
<ul>
<li>Ausbreitung von Krebszellen auf die Hirnhäute</li>
<li>Nebenwirkungen bestimmter Medikamente</li>
<li>Entzündliche Erkrankungen</li>
</ul>
<p>In seltenen Fällen kann eine Migräne eine Hirnhautentzündung verursachen.</p>
<div>
<h2><strong>Krankheitsentstehung</strong></h2>
</div>
<p>Bei der bakteriellen Hirnhautentzündung können die Erreger über das Blut zu den Hirnhäuten gelangen oder direkt von dem Schleimhäuten der Nase dorthin wandern. Meist geht dem ein viraler Infekt voraus.</p>
<p>Sind die Bakterien erst einmal im Blut, gelangen sie über Bereiche, in denen die <strong>Blut-Hirn-Schranke</strong> schwächer ausgeprägt ist in die Spinnwebshaut.</p>
<p>Die Entzündung ist nicht die Folge der Keimvermehrung sondern die Reaktion des Immunsystems auf die Keimbesiedelung. Daraus folgt eine Aktivierung weiterer Bestandteile des Immunsystems.</p>
<p>In der Folge tritt eine sog. „Schrankenstörung“ auf. Dies verursacht nicht nur einen Flüssigkeitsübertritt ins Hirngewebe sondern auch ein Eindringen von weißen Blutkörperchen in die Spinngewebshaut. Diese tragen wesentlich zum Entzündungsgeschehen bei. So kommt es auch zu einer Entzündung der Hirngefäßwände, die zu einer Störung der Hirndurchblutung führt.</p>
<p>Dies bewirken einen erhöhten Hirndruck und eine Minderdurchblutung des Gehirns mit der Folge des Zelltodes von Nervenzellen.</p>
<div>
<h2><strong>Diagnostik</strong></h2>
</div>
<p>Bei Verdacht auf eine Hirnhautentzündung, kann das <strong>Blut</strong> auf Veränderungen  untersucht werden.</p>
<p>Mittels <strong>Lumbalpunktion</strong> wird Hirn-Rückenmarksflüssigkeit, das sogenannte Liquor, gewonnen. Anschließend kann der Druck in der Spinngewebshaut gemessen werden. Bei einer bakteriellen Meningitis ist der Liquor-Druck meist erhöht.</p>
<p>Die Hirn-Rückenmarksflüssigkeit wird außerdem auf rote und weiße Blutkörperchen sowie auf Protein- und Glukosegehalt untersucht.</p>
<p>Eine Gram-Färbung, hierbei wird der Liquor speziell eingefärbt, kann zum Nachweis von Bakterien dienen. Mit einer Genauigkeit von 40% ist diese Methode sehr ungenau.</p>
<p>Zahlreiche Testmethoden werden verwendet, um die unterschiedlichen Arten von Hirnhautentzündungen zu identifizieren. Ein Einsatz wird jedoch nicht empfohlen, da das Ergebnis nur selten zur Anpassungen der Therapie führt. Aber es kann hilfreich sein, wenn andere Testmethoden versagen.</p>
<p>Auch noch nach dem Tod kann eine Hirnhautentzündung festgestellt werden. Dabei finden sich insbesondere an der innersten Schicht und der Spinngewebshaut entzündliche Veränderungen.</p>
<div>
<h2><strong>Vorbeugende Maßnahmen</strong></h2>
</div>
<p>In der heutigen Zeit gibt es Testmethoden, um einer Hirnhautentzündung  vorzubeugen, oder dagegen immun zu werden.</p>
<p>Es wird bei allen Schwangeren empfohlen eine mikrobiologische Untersuchung zu machen; dabei kann festgestellt werden, ob der Embryo an einer Hirnhautentzündung  erkrankt ist. Wenn das Ergebnis positiv ist, wird kurz vor der Geburt Antibiotika verabreicht.</p>
<p>In den 1980ern wurde in vielen Ländern eine Impfung gegen Hirnhautentzündung  für Kinder aufgenommen, wodurch in diesen Ländern die Zahl der Erkrankten deutlich zurück gegangen ist.</p>
<div>
<h2><strong>Prognose</strong></h2>
</div>
<p>Unbehandelt ist die bakterielle Hirnhautentzündung  fast immer tödlich. Eine, durch Viren verursachte Erkrankung, neigt dagegen dazu, spontan zu verschwinden und ist nur selten tödlich.</p>
<p>Die Gefahr des Todes ist stark vom Alter abhängig. Säuglinge können in 20-30% der Fälle sterben. Dieses Risiko ist viel geringer bei älteren Kindern; hier beträgt die Sterblichkeit nur etwa 2%, steigt aber bei Erwachsenen wieder auf ca. 20-40% an. Insgesamt kommen in den westlichen Ländern auf 100.000 Einwohner 3 Todesfälle pro Jahr. Obwohl die Hirnhautentzündung  eine Meldepflichtige Krankheit ist, sind genaue Zahlen nicht bekannt.</p>
<p>Bei Kindern kann eine Hirnhautentzündung  eine Reihe von Folgeschäden verursachen. Zum Beispiel Lernbehinderung oder Verhaltensauffälligkeiten ebenso wie eine Intelligenzminderung können bei bis zu 15% auftreten.</p>
<p>Bei Erwachsenen verlaufen etwa zwei Drittel der Fälle ohne Folgeschäden.</p>
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		<title>Die Buddenbrooks – Sterbefälle</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 05:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Quantität der Darstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbefälle]]></category>
		<category><![CDATA[Wichtigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ sterben in jedem Teil Personen, allerdings gibt es (meiner Meinung) nach einige wichtige Sterbefälle, zumindest Sterbefälle, die den Lauf der Handlung bestimmen. Es beginnt mit dem Tod der alten Buddenbrooks (Antoinette und Johann der Ältere) &#8230; <a href="http://exbook.de/20110831-buddenbrooks-sterbefaelle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ sterben in jedem Teil Personen, allerdings gibt es (meiner Meinung) nach einige wichtige Sterbefälle, zumindest Sterbefälle, die den Lauf der Handlung bestimmen.</p>
<p>Es beginnt mit dem Tod der alten Buddenbrooks (Antoinette und Johann der Ältere) im vierzehnten Kapitel. Mit deren Tod wird praktisch eine neue Ära in der Familie und der Firma eingeleitet. Und spätestens mit dem Tod von Jean (Johann) Buddenbrook in Kapitel 43 ist der alte Glanz der Familie und Firm vollkommen erlischt, denn ab dann geht es bergab, sozusagen kommt der Verfall, der mit dem Tod der beiden alten Buddenbrooks eingeläutet wurde, richtig ins Rollen.</p>
<p>Auch der Tod des ehemaligen Senators Möllendorpf in dem Kapitel 66 ist für den weiteren Verlauf der Handlung entscheidend, denn so bewirbt sich Thomas für den Posten als Senator (Kapitel 66) und gewinnt schließlich gegen seine Konkurrenz (Kapitel 67).</p>
<p>Mit dem Tod von Thomas Buddenbrook in Kapitel 91 steht die Familie dann vor dem Ende, denn so gibt es neben seinem Bruder Christian, der in einer Nervenklinik ist, nur noch einen männlichen Überlebenden der Familie, nämlich seinen Sohn Hanno, doch als dieser dann auch stirbt (Kapitel 97) ist das Ende der Familie besiegelt.</p>
<p>Auffallend ist, mit Ausnahme des Todes von Möllendorpf, der ja nun auch nicht zur Familie gehörte, dass die Quantität der Darstellungen steigt. Bei den beiden alten Buddenbrooks sind es gerade mal 3,5 Seiten, bei Jean (Johann) Buddenbrook hat dagegen schon 6-7 Kapitel und als Thomas Buddenbrook dann schließlich stirbt sind es knapp 18 Seiten.</p>
<p>Dagegen nimmt die „Qualität/Würde“ des Sterbens ab, so werden die Personen immer jünger und kränklicher; die beiden alten Buddenbrooks sterben in hohem Alter an Altersschwäche, doch Thomas Buddenbrook ist gerade mal 49 Jahre alt und stirbt an einem Zahn. Darüber hinaus werden die Personen immer einsamer und sterben nicht mehr, wie die beiden alten Buddenbrooks, im Kreise der Familie, sondern alleine, ohne von der Familie umgeben zu sein (vgl. Thomas Buddenbrook). Hanno schließlich ist erst 16 Jahre alt und stirbt an Typhus, aufgrund eines Sturzes in einen See.</p>
<p>Die Sterbefälle in „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ sind zentraler Teil der Handlung und nehmen sowohl Einfluss auf die einzelnen Figuren, wie auch auf den Verlauf der Handlung.</p>
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		<title>Mozart</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 05:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Komponist]]></category>
		<category><![CDATA[Mozart]]></category>
		<category><![CDATA[Wunderkind]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Sein Vater Leopld war Lehrer und Komponist und spielte Violine. Schon als Kind interessierte sich W. A.  Mozart für die Musik. Mit 4 Jahren beschäftigte er sich damit, Noten &#8230; <a href="http://exbook.de/20110824-mozart/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Sein Vater Leopld war Lehrer und Komponist und spielte Violine. Schon als Kind interessierte sich W. A.  Mozart für die Musik. Mit 4 Jahren beschäftigte er sich damit, Noten mit Tinte aufs Papier zu schreiben. Er wollte ein Konzert fürs Klavier schreiben. der kleinen Mozart konnte schon als Kind Klavier und Geige spielen und mit 6 Jahren entstand seine erste Komposition.</p>
<p>1762 spielte er am Kaiserhof in Wien. 1763 unternahm er mit seinem Vater und seiner älteren Schwester, die auch Klavier spielte, eine große Konzertreise, die drei Jahre dauerte. Er kam in viele Städte z. B München und Frankfurt und weiter nach Paris und London. Überall hatte er viel  Erfolg und wurde als Wunderkind gefeiert. Nach seiner Rückkehr von der Reise blieb er einige Zeit in Wien und mit 13 Jahren wurde er in Salzburg zum fürstbischöflichen Konzertmeister ernannt. 1769 -1771 reiste er nach Italien Hauptstationen waren Mailand, Rom  Neapel,Venedig, Bolongna. Die Menschen waren von seiner Musik begeistert.</p>
<p>Die weiten Reisen waren oft beschwerlich und sehr anstrengend. Obwohl er in Salzburg als Konzertmeister angestellt war, nahm er gleich wieder  Urlaub für seine 2. erfolgreiche Italienreise. Bei der 3. Italienreise von Okt 1772- März 1773 hatte er nicht mehr so viel Erfolg. 1772 starb Mozarts Arbeitgeber in Salzburg und vom neuen Fürstbischof bekam  er nicht mehr so viel Urlaub.  1777-1779 hielt er sich in München, Mannheim und Paris auf. Aber der Erfolg blieb auch hier aus.</p>
<p>Sein Vater wollte, dass er zurückkommt und schrieb ihm viele Briefe. Er bekam finanzielle Schwierigkeiten und hatte Schulden. Sein Vater riet ihm, mit Musikunterricht Geld zu verdienen. Als seine Mutter, die ihn begleitete, 1778 in Paris starb, entschloss sich Mozart nach Salzburg in seine alte Stellung zurückzugehen. Dort arbeitete er dann einige Zeit als Hoforganist und durfte mit einigen Hofmusikern nach Wien gehen. Er wollte für das Wiener Theater eine Oper komponieren, doch der Fürstbischof rief ihn nach Salzburg zurück. Das gefiel Mozart gar nicht und er ließ sich aus seinem Amt entlassen.</p>
<p>Viele seiner Werke schrieb er in der Zeit als er sich in Salzburg aufhielt.  1781 ließ er sich dann endgültig in Wien nieder und heiratete dort 1782 Konstanze Weber. Er war nun ein freier Künstler ohne feste Anstellung. Das  war zu dieser Zeit nicht üblich und sein Vater verstand ihn nicht. Die Begeisterung für Mozarts Musik hielt in Wien nicht lange an. Die Jahre in Wien waren für ihn enttäuschend und er lebte in Not. Erst 1787 verdiente er als kaiserlicher Kammerkomponist wieder etwas Geld.1789 unternahm Mozart eine Reise nach Dresden, Leipzig und Berlin. Dort bot ihm der preußische König Friedrich Wilhelm II. eine gut bezahlte Kapellmeisterstelle an, aber Mozart lehnte sie ab. Mozart starb am 5.September 1791 in Wien.</p>
<p>Er wurde in einem Armengrab beigesetzt. Niemand weiß genau wo. Mozart schrieb während seines Lebens viele Werke z.B. Klavierkonzerte, Violinkonzerte, Kammermusik, Kirchenmusik und Opern.  Bekannte Stücke sind z.B. die kleine Nachtmusik und die Oper &#8220;die Zauberflöte&#8221;. Sein letztes Werk, das er schrieb, war das &#8220;Requiem&#8221;, das er nicht mehr  vollenden konnte.  Ein Freund von ihm schrieb es noch zu Ende.  Mozart war ein bedeutender Komponist und seine Musik wird bis heute gespielt und gerne gehört.</p>
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		<title>Die Buddenbrooks – Motive eines Jahrhundertromans</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 05:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Buddenbrooks]]></category>
		<category><![CDATA[Familienpapiere]]></category>
		<category><![CDATA[Farben]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Motive]]></category>
		<category><![CDATA[Zähne]]></category>

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		<description><![CDATA[„Mein in Deutschland populärstes Buch sind ja ohne Zweifel die ›Buddenbrooks‹, und es kann sein, daß in meinem eigenen Lande mein Name immer vorzugsweise mit diesem Werk verbunden bleiben wird.“ Thomas Mann, 15. April 1932 1901 veröffentlichte Thomas Mann mit &#8230; <a href="http://exbook.de/20110817-buddenbrooks-motive/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Mein in Deutschland populärstes Buch sind ja ohne Zweifel die ›Buddenbrooks‹, und es kann sein, daß in meinem eigenen Lande mein Name immer vorzugsweise mit diesem Werk verbunden bleiben wird.“ </em>Thomas Mann, 15. April 1932</p>
<p>1901 veröffentlichte Thomas Mann mit gerade einmal 26 Jahren sein fast 800 Seiten umfassendes <em>Opus magnum</em> „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“, das innerhalb von vier Jahren entstand. Mann hatte zuvor ein Band mit Novellen im S. Fischer Verlag veröffentlicht und der damalige Verleger Samuel Fischer schrieb, nachdem er das Talent Manns entdeckt hatte, in einem Brief, dass er gerne einen Roman von Mann veröffentlichen würde: <em>„Ich würde mich aber freuen, wenn Sie mir Gelegenheit geben würden, ein größeres Prosawerk von Ihnen zu veröffentlichen, vielleicht einen Roman, wenn er auch nicht so lang ist.“ </em>Wie sich später herausstellte, hatte Mann nur auf ein solches Angebot gewartet, denn so schlummerte die Idee zu <em>Buddenbrooks</em> schon einige Jahre in seiner Schublade. Er nahm das Angebot natürlich an und so veröffentlichte der Verlag sein wohl bekanntestes Werk und 18 Jahre später erhielt Mann den Nobelpreis für sein Werk.</p>
<p>Für das Abitur im nächsten Jahr steht „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ wieder in den Richtlinien, weshalb auch ich mich diesem Werk widmen musste. Und gerade weil das Buch in den Abiturrichtlinien steht möchte ich einzelne Aspekte des Werkes vorstellen und vielleicht auch analysieren. Beginnen möchte ich die Reihe mit den von Mann verwendeten Motiven.</p>
<p>Thomas Mann verwendet in „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ vor allem vier Motiven (wiederkehrende Elemente): das Zahn-Motiv, das Farb-Motiv, das Haus-Motiv und das Familienpapier-Motiv.</p>
<p><strong>Das Zahn-Motiv</strong></p>
<p>Diesem Motiv kommt eine besondere Bedeutung in dem Roman zu, da es deutlich den Verfall der Familie darstellt. Die beiden letzten männlichen Vertreter der Familie leiden unter schlechten Zähnen, was wiederholt beschrieben wird. Direkt zu Beginn wird auf die Zähne des neunjährigen Thomas verwiesen, die <em>„nicht besonders schön, sondern klein und gelblich [waren]“</em> (Seite 16) und dieses Element taucht beim Tod des Thomas erneut auf: <em>„Senator Buddenbrook war an einem Zahne gestorben, hieß es in der Stadt […]“ </em>(Seite 689).<br />
Und auch bei Thomas‘ Sohn Hanno sind die Zähne schlecht, von außen zwar <em>„schon und weiß wie die seiner Mutter“</em>, aber trotzdem sind sie sehr <em>„weich und verletzlich“</em> und machen Hanno <em>„mancherlei Störungen und Beschwerden“</em> (Seite 512).</p>
<p><strong>Das Farb-Motiv</strong></p>
<p>Verschiedene Farben tauchen in dem Roman immer wieder auf, jedoch spielt die Farbe „Gelb“ eine besondere Rolle, so wird der Tod (und damit der Verfall) immer mit der Farbe verbunden. So wird beispielsweise auf das <em>„Gelb der Möbel“</em> verwiesen, als Konsul Buddenbrook stirbt (Seite 246) und als sich Christian über den Todesnachmittag informiert, frage er <em>„Also gelb sah er aus? […] Er sah also ganz gelb aus?“ </em>(Seite 260). Auch Thomas‘ Zähne werden als gelb beschrieben (Seite 16) und bekanntlich stirbt er auch an einem Zahn (Seite 689).</p>
<p><strong>Das Haus-Motiv</strong></p>
<p>Die Buddenbrooks leben in zwei Häusern, einmal das Haus in der Mengstraße und das repräsentative Anwesen in der Fischergrube. Das Haus in der Mengstraße verdeutlicht auf soziale und ökonomische Funktionen zeigt den „äußerlichen Glanz“ der Familie und den Aufstieg. Das Haus in der Fischergrube dagegen leitet den familiären Abstieg ein, was besonders an der Hundertjahrfeier der Firma 1868 deutlich wird, denn so liegen dunkle Wolken und Hagel über dem Haus und als dann noch ein Lehrling ein Telegramm überbringt, das von der Vernichtung der Pöpenrader Ernte durch ein Gewitter berichtet (Seite 491 – 494). Nach dem Einzug in das Haus in der Fischergrube geht es mit der Firma und der Familie nur noch bergab.</p>
<p><strong>Das Familienpapiere-Motiv</strong></p>
<p>Last but not least wären da die Familienpapiere, die eine wichtige Funktion der in Familie übernehmen, da sie die Genealogie der Familie festhalten und mitteilen. In dem Familienpapieren ist sowohl der Aufstieg, wie auch der Verfall festgehalten, so macht Hanno einen Strich unter seinem Namen und wie man am Ende erfährt ist er der letzte männliche Überlebende der Familie <em>Buddenbrook</em>.</p>
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		<title>Pessach</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 05:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch]]></category>
		<category><![CDATA[Jude]]></category>
		<category><![CDATA[judisches Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Pessach]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste, das Pessachfest, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot, der ungesäuerten Brote, bezeichnet wird. Der Name Pessach (auf deutsch „Überschreitung“) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines &#8230; <a href="http://exbook.de/20110812-pessach/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste, das <strong>Pessachfest</strong>, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot, der ungesäuerten Brote, bezeichnet wird. Der Name Pessach (auf deutsch „Überschreitung“) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext heißt es, Gott habe, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug, die Israeliten verschont, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet.</p>
<p>Wie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden&#8230;</p>
<p>Pessach wird acht Tage lang, vom 15. bis zum 22. Nissan, begangen (in unserem Kalender ist das dieses Jahr vom 30. März – 6. April).</p>
<p>Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot, Gesäuertes (auf hebräisch Chamez) zu genießen, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden, die in irgendeinem Stadium, selbst vor dem Mahlen, durch die Einwirkung von Fermenten, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben.</p>
<p>Um die Wohnung von Gesäuertem zu befreien, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet, am Vorabend des 14. Nissan das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen bzw. Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden.</p>
<p>Für Pessach wird Geschirr verwendet, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist, während das sonst gebrauchte weggschlossen wird.</p>
<p>Dieses Fest zeichnet sich dadurch aus, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt, eine festliche Mahlzeit, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen.</p>
<p>Auf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei <strong>Mazzot</strong>, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „<strong>Erdfrüchte</strong>“, wofür man Radieschen, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit <strong>Salzwasser</strong>; <strong>Bitterkraut</strong>, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln, Mandeln, Zimt und Wein bereitetes <strong>bräunliches Mus</strong>; ein <strong>Knochen mit etwas gebratenem Fleisch </strong>daran und ein <strong>gekochtes Ei</strong>. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer, das Opferlamm, wenngleich es nicht üblich ist, einen Hammelknochen („Schafsknochen“) dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein, wird jedoch nicht gegessen, während die übrigen Speisen, die auf dem Sederteller liegen, im Verlauf der Zeremonie verzehrt werden.</p>
<p>Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser, in das die Erdfrüchte getaucht werden, erinnert an die vergossenen Tränen, das Bitterkraut an die bitteren Leiden, das braune Fruchtmus an den Lehm, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet.</p>
<p>Die Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt.</p>
<p>Getrunken wird am Sederabend Wein, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt, der für den Propheten Elia bestimmt ist, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias.</p>
<p>Der wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige, der den Seder „gibt“, d.h. ihn leitet, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen, sondern sie auch erklären.</p>
<p>Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtagskiddusch, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären, bilden vier Fragen, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten.</p>
<p>Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. Das Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht, wobei zu beachten ist, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch, das bei sefardischen Juden üblich ist, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen.</p>
<p>Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch, der Afikoman, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden.</p>
<p>Dann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil, der mit dem Tischgebet beginnt, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer, besonders der Kinder, insofern Rechnung, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist.</p>
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		<title>Moderne Wege der Schädlingsbekämpfung</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 05:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[biotechnische Verfahren]]></category>
		<category><![CDATA[chemische Mittel]]></category>
		<category><![CDATA[natürliche Mittel]]></category>
		<category><![CDATA[physikalische Größen]]></category>
		<category><![CDATA[Schädlingsbekämpfung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zeitalter des Klimawandels und der Globalisierung finden immer mehr Lebewesen aus anderen Ländern den Weg zu uns (solche Lebewesen werden als Neobiota bezeichnet) und schädigen die Wirtschaft (Nicht alle Neobiota sind Schädlinge!). Doch was kann man dagegen tun? Die &#8230; <a href="http://exbook.de/20110809-schaedlingsbekaempfung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zeitalter des Klimawandels und der Globalisierung finden immer mehr Lebewesen aus anderen Ländern den Weg zu uns (solche Lebewesen werden als Neobiota bezeichnet) und schädigen die Wirtschaft (Nicht alle Neobiota sind Schädlinge!). Doch was kann man dagegen tun? Die meisten sind für die chemische Keule, also die Verwendung von Pestiziden, allerdings gibt es auch andere Methoden zur Schädlingsbekämpfung. Hier sollen die vier häufigsten Methoden kurz charakterisiert werden, doch vorher ein kurzer Ausflug in die Definition von Schädling.</p>
<p><strong>Was sind Schädlinge?</strong></p>
<p>Schädlinge sind solche Lebewesen, die den wirtschaftlichen Erfolg des Menschen verringern, indem sie Agar-, Forst- und Holzprodukte befallen und zerstören, oder auf vom Menschen angelegte Vorräte zurückgreift. Deswegen ist Schädling ein rein wirtschaftlicher Begriff. Schädlinge werden nach ihren Fundorten in vier Gruppen eingeteilt: Agrarschädlinge, Forstschädlinge, Holzschädlinge und Vorratsschädlinge.</p>
<p><strong>Biologische Schädlingsbekämpfung</strong></p>
<p>Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung werden natürliche Mittel zur Schädlingsbekämpfung verwendet, wie beispielsweise das Aussetzen von Fressfeinden oder die Verwendung von Krankheitserregern. Oft sind solche Methoden nicht langfristig wirksam, da es zu unberechenbaren Folgen kommen kann (exponentielle Vermehrung der Fressfeinde, Organismen bauen Resistenzen gegen Krankheitserreger auf oder Krankheitserreger mutieren und greifen auch andere Lebewesen an).</p>
<p><strong>Chemische Schädlingsbekämpfung</strong></p>
<p>Wie der Name schon sagt werden bei der Methode chemisch erzeugte Produkte, das heißt Gifte, verwendet, die zum schnellen Aussterben der Schädlinge führen, allerdings kann es bei der chemischen Schädlingsbekämpfung zur Bioakkumulation (Anreicherung von Giften in Nahrungsketten) kommen. Durch die Bioakkumulation können auch Gifte zum Menschen gelangen und haben oft schwerwiegende gesundheitliche Folgen (Krebs, Zerstören des Immunsystems, …).</p>
<p><strong>Physikalische-biotechnische Schädlingsbekämpfung</strong></p>
<p>Bei dieser Form der Schädlingsbekämpfung werden entweder physikalische Größen wie Hitze, Licht oder Schall zum Töten/Vertreiben der Schädlinge verwendet, oder es kommt zur Anwendung von biotechnischen Verfahren. Ein sehr erfolgreiches Beispiel der biotechnischen Schädlingsbekämpfung ist die Mittelmeerfruchtfliege, der ein letales (tödliches) Gen eingepflanzt wurde, das in der nachfolgenden Generation während der Embryonalentwicklung aktiv wurde und zum Absterben der Generation geführt hat. Die reine Anwendung von physikalischen Größen ist oft weniger effektiv und in der Regel nur kurzfristig wirksam.</p>
<p><strong>Integrierte Schädlingsbekämpfung</strong></p>
<p>Bei der integrierten Schädlingsbekämpfung kommt es zur Kombination der drei „klassischen“ Methoden mit dem Ziel, ein optimales Ergebnis zu erzielen und so wenig chemische Bekämpfungsmittel anzuwenden wie möglich. Die integrierte Schädlingsbekämpfung beginnt mit einer Prophylaxe, sollte es dennoch zum Schädlingsbefall kommen wird der Organismus genau bestimmt und dann werden die Methoden gewählt, die den Schädling am besten bekämpfen, die Umwelt aber nicht schädigen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Cannabis</title>
		<link>http://exbook.de/20110805-cannabis/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 05:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Abhänig]]></category>
		<category><![CDATA[Bio]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Droge]]></category>
		<category><![CDATA[Rausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschichte und Herkunft Cannabis hat eine jahrtausende alte Tradition als Nutz- und Heilpflanze. Aus China ist bekannt, dass dort bereits im frühen 3. Jahrtausend v. Chr. Cannabis angebaut wurde. Über Indien gelangte die Pflanze in den Nahen Osten und dann &#8230; <a href="http://exbook.de/20110805-cannabis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<h2><strong>Geschichte und Herkunft</strong></h2>
</div>
<p>Cannabis hat eine <strong>jahrtausende alte Tradition</strong> als Nutz- und Heilpflanze. Aus China ist bekannt, dass dort bereits im frühen 3. Jahrtausend v. Chr. Cannabis angebaut wurde.<br />
Über Indien gelangte die Pflanze in den Nahen Osten und dann über Europa bis nach Nord- und Südamerika.</p>
<p>Die <strong>Anbaugebiete </strong>heute liegen im Naher und Mittlerer Osten (Türkei) sowie in Thailand und Nepal.  Später wurde Cannabis als Heilmittel gegen Durchfall und Fieber sowie als Betäubungsmittel eingesetzt. In<strong> </strong>Deutschland wurde die Rauschwirkung vor allem in den 70er<strong> </strong>Jahren entdeckt.</p>
<h2><strong>Substanz</strong></h2>
<p>Hauptwirkstoff der Cannabispflanze ist <strong>Tetrahydrocannabinol</strong>, kurz THC. Bei in Deutschland gezogenen Cannabispflanzen beträgt  der THC-Gehalt nur etwa 1,5%; orientalische Sorten enthalten durchschnittlich etwa 5% THC.</p>
<p>In europäischen Ländern wird Cannabis vorwiegend in Form von Haschisch oder Marihuana konsumiert.  <strong>Haschisch </strong>besteht aus dem Harz der Blütenstände der weiblichen Hanfpflanze. Die dunkle, meist braunschwarze Substanz ist von harziger Konsistenz und enthält 5-12% THC. <strong>Marihuana </strong>besteht aus getrocknete und zerkleinerte Pflanzenteile der weiblichen Cannabispflanze. Meist von grünlicher, teeähnlicher Beschaffenheit mit 1-7% THC.</p>
<h2><strong>Konsumformen</strong></h2>
<p>Hierzulande wird Cannabis meist mit Tabak in einem <strong>Joint </strong>geraucht. Beim Rauchen setzt Wirkung unmittelbar ein und dauert ein bis vier Stunden an. Nach etwa 30 bis 60 Minuten erreicht man das &#8220;High&#8221;-Gefühl, welches erst allmählich ausklingt.</p>
<h2><strong>Effekt</strong></h2>
<p>Der Cannabisrausch tritt meist relativ schnell ein. Grundsätzlich werden die bereits vorhandenen Gefühle und Stimmungen &#8211; ob positiv oder negativ &#8211; durch den Wirkstoff verstärkt.</p>
<p>Akuten <strong>psychischen Wirkung</strong> sind eine deutliche Anhebung der Stimmungslage, Gefühl der Entspannung, der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit und gesteigerten Kommunikation. Als <strong>unerwünschte Nebeneffekte</strong> treten häufig Denkstörungen auf, dabei konzentrieren sie die Konsumenten auf Nebenreize. Als <strong>untypische Wirkungen</strong> gelten niedergedrückte Stimmung, Unruhe, Angst und Panik.</p>
<h2><strong>Wirkungsweise</strong></h2>
<p>Im Gehirn befindet sich ein <strong>Cannabisrezeptor</strong>, der durch das THC aktiviert wird.<br />
THC verschwindet aus dem Blut relativ schnell; doch in den Fettgeweben kann der Abbau bis zu 30 Tagen dauern. Die Ausscheidung erfolgt über den Stuhl und Urin.</p>
<h2><strong>Risiken</strong></h2>
<p>Akute Risiken sind möglichen Folgen der Wirkung, z.B. Einschränkung des Konzentrations- und Reaktionsvermögen.</p>
<p>Die Risiken unterscheiden sich erheblich zwischen Probier- und Gelegenheitskonsum oder dauerhaften und gewohnheitsmäßigen Kosum. Außerdem spielen noch persönlichen und sozialen Risikofaktoren eine Rolle. Langfristigen Risiken sind psychischen Abhängigkeit und das amotivationale Syndrom (Antriebs- und Leistungsverlust).</p>
<h2><strong>Folgeschäden</strong></h2>
<p><strong>Körperliche Folgen:</strong> Rauch von Cannabis enthält zahlreiche Schadstoffe und es kann zu Herz-Kreislauf- und Hormonstörungen kommen.</p>
<p><strong>Psychische und soziale Folgen: </strong>Für den Konsumenten sind seelischen und sozialen Auswirkungen von Cannabiskonsum wesentlich schlimmer. Im Bereich des Denkens und Urteilens sind erhebliche Einschränkungen möglich. Der Konsument zieht sich immer mehr in sich zurück und wird sich selbst und den Aufgaben des Alltags gegenüber immer gleichgültiger: Er fühlt sich den Anforderungen der Leistungsgesellschaft allmählich immer weniger verpflichtet, aber auch immer weniger gewachsen.</p>
<h2><strong>Abhängigkeit</strong></h2>
<p>Regelmäßiger Konsum kann <strong>psychische Abhängigkeit</strong> erzeugen. Innerer Leere, Freudlosigkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen und Unruhe sind möglich.<br />
Vegetative Symptome wie Schlafstörungen und Appetitmangel sind können auch vorkommen.</p>
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		<title>Platons Sonnengleichnis</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 05:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Griechisch]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Neben dem Höhlengleichnis führte Platon in seiner Politeia noch zwei weitere Gleichnisse an, die im Text zwar für sich alleine stehen, allerdings aufeinander bezogen sind. Das Sonnengleichnis ist eines der zwei anderen Gleichnisse: In seiner Politeia erklärte Platon, dass das &#8230; <a href="http://exbook.de/20110802-platons-sonnengleichnis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben dem Höhlengleichnis führte Platon in seiner <em>Politeia </em>noch zwei weitere Gleichnisse an, die im Text zwar für sich alleine stehen, allerdings aufeinander bezogen sind. Das Sonnengleichnis ist eines der zwei anderen Gleichnisse:</p>
<p>In seiner <em>Politeia </em>erklärte Platon, dass das Sehen eine Sonderstellung in der Liste der Wahrnehmungen einnimmt, weil das Auge, im Gegensatz zu den anderen Sinnesorganen, ein Medium bedarf, nämlich das (Sonnen-)Licht, um zu schauen/wahrzunehmen. Aus der Sicht der modernen Naturwissenschaften ist das natürlich nicht mehr haltbar, denn wenn zwei Astronauten beispielsweise im Vakuum wären und einer der beiden trommeln würde, könnte dies der andere nicht wahrnehmen. Wir lassen jetzt die moderne Naturwissenschaft allerdings moderne Naturwissenschaft sein und versetzen uns in die Lage eines Menschen, der in der Antike lebte und nichts von Astrophysik, Kosmologie und Akustik wusste.</p>
<p>In seinem Dialog über das Sonnengleichnis beginnt Platon damit, dass er seinem Gesprächspartner sagt, dass wir nur die Dinge mit dem Auge wahrnehmen können, die von der Sonne bestrahlt werden. Und dann behauptet er, dass es mit der Seele (als Synonym für Geist/Verstand benutzt) ebenso sei.</p>
<p>Für Platon ist die Sonne der Spross des Guten, den das Gute als Abbild gewählt hat, und gerade deswegen führe alles, worauf die Sonne leuchtet (und wir damit wahrnehmen) zu Erkenntnis, Einsicht und Wahrheit. Daraus folgt für Platon, dass das Licht und die Sehkraft sonnenähnlich, damit auch „gutähnlich“ seien, allerdings nicht gut. Weiter noch behauptete Platon, dass die Sonne dem Sichtbaren auch die Fähigkeit zum Werden und Wachstum gibt und dem Objekt der Erkenntnis damit auch Existenz.</p>
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