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	<title>fallen/legen</title>
	
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		<title>Windhunde – Teil Drei</title>
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		<comments>http://fallen-legen.de/2010/03/windhunde-teil-drei/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 20:27:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario Wimmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[grüß gott und den elektro im ohr]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Grüß Gott, und den Elektro im Ohr.</strong> Erzählungen zwischen Nieder- und Oberbayern, mit Exzess und Extase gegen Tragik und Tristesse. Die zweite große Geschichte, das Finale: 

<a href="http://fallen-legen.de/2010/03/windhunde-teil-drei/">Windhunde - Teil Drei</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.fallen-legen.de/_fl2/wp-content/uploads/2009/10/G_gg_cover_1.jpg" alt="" /></p>
<p><em><a href="http://fallen-legen.de/2009/12/windhunde-teil-eins/">Teil 1</a> und <a href="http://fallen-legen.de/hinweisend/windhunde-teil-zwei">Teil 2</a></em></em></p>
<p>Im Abstand von vielleicht einem halben Meter jagt Strauss hinter Brandt her, geifernd, schnappend, schnaubend, immer wieder arbeitet er sich heran und reißt das Maul auf &#8211; krachend schlagen seine Zähne aufeinander wenn er Mal um Mal Brandts Läufe verfehlt weil der gerade noch einen Satz macht oder selber nach hinten schnappt, so dass Strauss seine Schnauze zurückreißen muss. Wenn er nur weiter wie ein dummes Schaf in Richtung der alten Güllegrube läuft soll Strauss das recht sein. Die alte Güllegrube, ein Monstrum, gut 15 Meter im Durchmesser, vier Meter tief und senkrechte Wände. Drüber liegen ein paar morsche Latten und drin steht weit über hundekörperhoch das Brackwasser. Mit einem Sprung setzt Brandt über den niedirgen Kanninchenzaun der den Gemüsegarten vom Hof trennt und  Strauss folgt ihm mit Leichtigkeit. Die lockere Erde stiebt unter den Hundeläufen in alle Richtungen davon, dünne Stützstangen splittern und zarte Halme knicken als die Hunde sich rücksichtslos ihren Weg durch das kleine Gärtchen bahnen. Panisch gackern die Hühner die über Nacht in dem kleinen Verschlag am Fuss des Gartens untergebracht sind. Die Hunde ignorieren sie und pflügen weiter durch die Bete, mit Leichtigkeit überspringen sie den Zaun der den Garten zur Wiese hin abschirmt und jagen in Richtung einer kleinen Lichtung im alten Obstbaumbestand: die Güllegrube.</p>
<p>Auf der Geraden müsste noch was gehen, neben den Tarek schafft er es auf jeden Fall, überholen kann wird er ihn zwar nicht, weil in der Endgeschwindigkeit geben sich die zwei nicht viel, aber der Tarek muss vor dem Kreisel früher bremsen. Jaulend jagen die beiden Fahrzeuge um die Kurve am Ortsausgang, dann liegt sie vor ihnen, die langezogene Linkskurve, den Hügel runter und unten die Gerade. Vielleicht einen knappen Kilometer vom Kurvenende bis zum Kreisel liegt sie da im stillen Schein einsamer Laternen, die ein erwartungsfreudiger Kommunalplaner zusammen mit einigen Alleebammerln an ihren Seiten gepflanzt hat. Gedämpft-gelb und heimelig, eine Strasse auf der im Sommer die Bua und Madl vom Badesee heimradeln werden, während Mücke um Mücke summend am Glas verdampft. Den Hügel runter Schwung holen, die Kurve am Maximum ausfahren, genervt umklammert die Marie die Schlaufe über der Beifahrertür. &#8220;Karlo! Ja, glei, ned jetzt&#8230;&#8221; Der Tarek ist über den Scheitelpunkt raus und drückt aufs Gas, der Karlo zieht hinterher. Nach der halben Strecke hat er ihn, der Tarek meint es nicht böse und bleibt rechts, der Karlo geht voll nach links. So jagen sie dahin, Windhunde mit grellfunkelnden Nebellichtzähnen, zwei, dreimal Blinzeln, ein Schnauben von der Marie, ein Hänger in der CD vom Tarek vielleicht, dann müssen sie bremsen, dann muss der Tarek bremsen.</p>
<p>Geräuschlos jagen sie dahin, das feuchte Gras raschelt nur ein wenig wenn die Hundepfoten sich kurz in ihm festkrallen um die Körper ihrer Besitzer weiter vorwärts zu treiben. Sie gelangen auf den Sandweg und auch hier bleibt ihr Sprint lautlos, einige Kiesel die unter den Pfoten wegkullern, ein wenig Sand der davonstäubt, und das Hecheln feuchter Hundekehlen, mehr dringt nicht in die graue Nacht. Im Hintergrund rascheln die schwarzen Obstbäume, knarzt das frische Holz des Stalles, brummen irgendwo zwei Automotoren und tragen die Aufmerksamkeit davon, bis die beiden Hunde die Grube erreichen und ihre Pfoten plötzlich auf die morschen Bretter trommeln. Zuerst Brandt und dann Strauss, sein dumpfes Echo, ihm bei jedem Sprung nachsetzend, schnappend, beißend, geifernd, bu-bumm, bu-bumm und dann endlich das Splittern morscher Bretter &#8211; Brandt reißt den Kopf herum, Strauss ist mit beiden Hinterläufen eingebrochen, krallt sich verzweifelt mit seinen Vorderläufen fest und wirft seinen schweren Körper in dem Versuch hin und her sich aus dem Loch zu hiefen. Der Geifer tropft ihm aus dem hechelnden Maul, die Anstrengung lässt sein Wutgeheul zum giftigen Gurgeln verkommen. Brandt dreht sich vollends um und macht einige vorsichtige Schritte in Richtung Strauss, der hebt den Kopf und Brandt beißt zu.</p>
<p>Ha, Jetzt bremst er! Brems! Bua, brems! Brems &#8211; jetzt! Mindestens zehn Meter zu spät, aber jetzt bremsen beide, dreschen das Pedal bis auf die Fussmatte und beten. Beten mit ihren Händen die verkrampft das Lenkrad umklammern, beten mit ihren Füßen die verzweifelt das Bremspedal von sich drücken, beten für das Glück der Dummen, Jungen, Übermütigen. Manchmal brauchst ein Glück, manchmal brauchst ein Glück! Jetzt greifen die Bremsen, das geht schon noch, jetzt blockieren die Räder, geht schon, geht schon, jetzt &#8211; jetzt ist die Fahrbahn nass. Vielleicht zwei Meter breit läuft seit heute Nachmittag ein Rinnsal über die Strasse. Der Graben hat keinen Namen, der Damm und die zwei Lausbuam die ihn gebaut haben auch nicht, aber auf vielleicht zwei Metern, da ist die Fahrbahn nass. Der Golf bricht zuerst aus, allerdings nicht all zu weit bevor er wuchtig in den Bordstein der Kreiselinsel kracht. Brutal entreißt der Granit dem Golf erst die schwarze Frontschürze, zerfetzt anschließend die Reifen und lässt schließlich ächzend die Achse brechen. Fast sanft setzt der Golf anschließend mit der Motorwanne auf dem gemulchten Hügel auf und schlittert einige Meter, bevor wieder abhebt. Und während der Tarek und sein Golf für einen Moment in der Luft verharren, donnert hinter ihnen der BMW mit dem Seppi und der Kathi in den harten Stein. Auch der verliert zuerst die Schürze, dann die Vorderreifen und die -achse, bevor er allerdings sanft in der Mulche aufsetzen kann fängt sich das linke Hinterrad an der Bordsteinkante und plötzlich schleuert der BMW das Heck nach oben und seinen Körper zur Seite. Statt sanft aufzusetzen wühlt sich seine Schnauze tief in die Erde, staucht und verdreht sich, bevor ihn der eigene Schwung weiter über den Hügel schleudert. Und wenn der letzte Moment in einem Leben tatsächlich wie in Zeitlupe ablaufen, wenn, Vorahnung auf die Ewigkeit, alles stillzustehen scheinen sollte, wenn man noch einmal über sein Leben nachsinnen oder sich umschauen könnte, dann wäre das dieser Moment. Dieser stille Moment in dem es scheint als würden der Golf und der BMW, die Mulchebrocken und Erdklumpen, Grasfetzen und Plastiksplitter, die Schwerkraft doch bezwingen und alles würde gut.</p>
<p>Beißt zu und packt Strauss am Nacken, rammt seine Zähne in das Fell und das Fleisch, Geifer und Schweiß mischt sich mit Blut, für einen Augenblick verstummt Strauss, dann reißt Brandt an. Zieht seinen Kopf nach oben und wirft seinen Körper mit aller Macht nach hinten, vor Schmerz und Wut jaulend setzt Strauss zur Gegenbewegung an, versteht erst im letzten Moment und zieht seinen Körper mit letzter Kraft in die gleiche Richtung. Die Latten beben und knirschen unter der Gewalt der beiden Hunde, als die beiden über sie kugeln, ein einziges Knäuel aus Fell, Geifer, Staub, Blut, Erde und Schweiß und erschöpft liegenbleiben. Im Bauernhof geht das Licht an, erst im Schlafzimmer, dann im Gang und schließlich auf der Tür raus zum Gemüsegarten: &#8220;Brandt? Brandt! Gehst du her! Her da! Brandt!!&#8221; Keiner der Hunde rührt sich bis das Geschrei verstummt, hier liegen keine Windhunde mehr, hier liegen zwei verdreckt Häufchen Elend die hechelnd nach Luft und Kühlung schnappen während ihnen der Schaum von den Leftzen tropft. Weiß dampfend steigt der Atem aus ihren Mäulern und der Schweiß von ihren Flanken, sie kauern, sie verharren, sie warten, auf den Moment in dem sie ihre Läufe wieder tragen, dann erheben sie sich still und unsicher wankend. Starren einander vor Anstrengung, Schmerz und Aufregung zitternd an. Strauss setzt zu einem grimmigen Knurren an &#8211; und bricht ab. Erschöpft schüttelt er sich Schweiß, Erde und Gras aus dem Fell und macht sich auf den Weg zurück zu seinem Hof. Müde und gespannt blickt Brandt ihm nach bis er über die Anhöhe verschwunden ist, bevor er sich zurück zu seinem Hof schleppt. Dunkel, leer und still liegt die B12 da, nur in der Ferne, da jaulen zwei Motoren.</p>
<p>Während der BMW sich wirbelnd überschlägt, mit jedem Teil seines Torso einmal aufsetzt, aus allen Richtungen bittere Schläge erhält, jaulend und kreischend nachgibt, segelt der Golf für lange Zeit still durch die Luft, bis er mittig ein Alleebamerl trifft. Ein Allebamerl vielleicht doppelt so dick wie die Stangen die es noch stützen, vielleicht auch dicker, wie ein Männerbein, das immer noch bremst vielleicht, ein dünnes Bammerl, das sich ein wenig biegt und dann die Motorhaube teilt, auch nicht bricht wenn es der Motorblock trifft, sich nur ein wenig neigt, bis der Schwung den Golf zur Seite dreht und drückt. Ihn in den Boden rammt und drückt, in quetscht und staucht. Beide Körper bohren sich in den Boden, knirschend splittert Glas, knallend birst Plastik und jaulend gibt Metall nach. Lichter die verlöschen, Karosserien die an vorgesehenen Punkten jede Form verlieren, Leitungen und Tanks die ächzend leckschlagen&#8230; ein letztes Zittern und Knirschen dann bleiben sie geschunden liegen, die beiden Windhunde. Unter ihnen mischt sich langsam die gelbliche Bremsflüssigkeit mit dem dicken Schwarz des Motoröls und dem flinken Rotton des Benzins. Funken, die schlagen und im leicht süßlichen Geruch des Benzindampfes versinken, um zu Feuerbällen zu wachsen. Die Druckwelle der Explosion lässt die jungen Alleebäume zittern, fetzt ihnen das dürre Laub von den Ästen und verbrennt es bevor es geschockt zu Boden taumeln kann. Glühende Glasscherben sausen sirrend durch die Luft während der Flammenball sich immer mehr Raum greift, greift, greift &#8211; und in sich zusammenfällt. Still glühen die versengten Grashalme, schmoren die Leitpfosten, lecken blau-orange Flammen über die Motorhaube &#8211; wobei, das ist kein Film, hier lecken keine Flammen,</p>
<p>- hier leckt nur Blut.</p>
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		<title>Neue Bekannte (spzl edtn): Das verbotene Tape</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 00:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>"Outtakes" und ein letztes Mal Göteborg: All das, was uns die Gema-Wirtschaft verwehrte - in 16 Einzeldownloads. So von</em> Jose Gonzalez<em> über </em>Audrey<em> bis </em>Afraid of Stairs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wenig seltsam ist es schon: Die Gesellschaft, die die Rechte der Musiker vertritt &#8211; und durch ihren Einsatz das bisschen positive Publicity verhindert&#8230; So einige Bands haben es nur aus Gema-Gründen (und trotz beiderseitiger Sympathie und prinzipieller Einigkeit also) nicht auf den <a href="http://fallen-legen.de/2010/03/klangraum-vol-3-goteborg">dritten, den Göteborger, Klangraum</a> geschafft. Und als &#8220;Kulturverstärkender&#8221; auf dieser Seite der Anlagen- und PA-Boxen, der Datenleitungen könnte man sich die Frage stellen, ob das völlige Ignorieren dieses (von Seiten der Musiker teilweise arglos) verkapitalisierten Industriezweiges nicht sinnvoll wäre. Wer seine Musik behalten möchte, der soll es tun&#8230;</p>
<p>So leicht zu ignorieren sind die EFs, die José Gonzalez&#8217; und September Malevolence aber nun gar nicht; wer könnte seltsame Landessitten auch so weit verargen. Und deswegen noch einmal der große Empfehlungswurf: (Fast) alles, was in unserm Tape nicht vertreten war, aber an westschwedischer Traummusik im Netz aufzutreiben ist. Für die Göteborgische Partyeuphorie, und das wunderbare endlose Himmelsstarren&#8230; Klick auf den Song genügt. Nur zu. Varsågoda. Und darüber die mindestens ebenso famosen Bands unseres Tapes nicht vergessen. Die gibt es schließlich auch im praktischen <a href="http://fallen-legen.de/2010/03/klangraum-goeteborg.zip">Bündel</a>.</p>
<p>01 <a href="http://www.msplinks.com/MDFodHRwOi8vd3d3LmFuZHRoZXNvdW5kLnNlL2VmL2VmLXNvbnNfb2ZfZ2hvc3RzXzE2MGticHNfZnJlZW1wMy5yYXI=">EF &#8211; Sons of Ghosts</a><br />
02 <a href="http://www.cloudberryrecords.com/mp3/bye_sirens.mp3">Bye Bye Bicycle &#8211; Sirens</a><br />
03 <a href="http://www.box.net/shared/smv4ujaose/1/32844224/367428588">The Eyeshades &#8211; The Riot</a><br />
04 <a href="http://www.luxxury.se/mp3/Boat%20club%20-%20Always%20away%20(192).mp3">Boat Club &#8211; Always Away</a><br />
05 <a href="http://www.box.net/shared/smv4ujaose/1/32844224/367432566">Euphoria and the Lazy Boy &#8211; Circles</a><br />
06 <a href="http://meadowmusic.se/blog/wp-content/uploads/delamancha-02-releasealllight.mp3">De La Mancha &#8211; Release All Light</a><br />
07 <a href="http://www.labrador.se/mp3/afraid_of_stairs-not_today.mp3">Afraid of Stairs &#8211; Not Today</a><br />
08 <a href="http://www.samurajcities.com/Mp3/Samuraj%20Cities%20-%20All%20along%20the%20shoreline.mp3">Samuraj Cities &#8211; All Along The Shoreline</a><br />
09 <a href="http://www.tenderversion.com/mp3/Audrey%20-%20Box%20And%20Fights.mp3">Audrey &#8211; Box and Fights</a><br />
10 <a href="http://www.tenderversion.com/mp3/September%20Malevolence%20-%20On%20Our%20Own.mp3">September Malevolence &#8211; On Our Own</a><br />
11 <a href="http://freedownloads.last.fm/download/19456961/By%2BMidnight%2BWe%2527ll%2BGive%2BIt%2BA%2BGo.mp3">Boy Omega &#8211; By Midnight We&#8217;ll Give It A Go</a><br />
12 <a href="http://www.itsatrap.com/iatmp3/009/05-winter_took_his_life-oh.mp3">Winter Took His Life &#8211; Oh (EP-Version)</a><br />
13 <a href="http://www.itsatrap.com/iatmp3/009/01-bjorn_kleinhenz-the_best_days_of_my_life.mp3">Björn Kleinhenz &#8211; The Best Days Of My Life</a><br />
14 <a href="http://www.archive.org/download/josegonzalez2007-11-26.at831.flac16/josegonzales2007-11-26t15_vbr.mp3">José Gonzalez &#8211; Cycling Trivialities (Live at Belly Up Tavern)</a><br />
15 <a href="http://kristoferastrom.com/wp-content/uploads/Heavy-On-The-Drinks.mp3">Kristofer Aström &#8211; Heavy On The Drinks</a><br />
16 <a href="http://www.jenslekman.com/03%20The%20Opposite%20of%20Hallelujah.mp3">Jens Lekman &#8211; The Opposite of Halleluja</a></p>
<p><em>Weitere famose Göteborgdownloads? Gleich ins Kommentarfeld damit.</em></p>
<p><em>Titelbild: <a href="http://www.flickr.com/photos/cyberdees/">cyberdees</a> (via flickr. &#8211; tapegerecht unter creative commons.)</em></p>
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		<title>Klangraum Vol. 3: Gothenburg</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 18:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[What&#8217;s the sound of a city? fallen/legen is looking out for acoustic answers. After Bavaria&#8217;s capital the follow up: Gothenburg. Sounds, spaces from Sweden&#8217;s westcoast.
Download Klangraum-Mixtape -&#62; here: Tape, Artwork, Wortraum (zip-Datei, 106 mb)
Wortraum Göteborg -&#62; hier (Texts from and about Gothenburg in Swedish, English and German)

Gothenburg &#8211; a strange choice? In summer, Gothenburg is [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>What&#8217;s the sound of a city? fallen/legen is looking out for acoustic answers. After Bavaria&#8217;s capital the follow up: Gothenburg. Sounds, spaces from Sweden&#8217;s westcoast.<br />
<strong>Download Klangraum-Mixtape -&gt; <a href="http://www.fallen-legen.de/_fl2/wp-content/uploads/2010/03/klangraum-goeteborg.zip">here: Tape, Artwork, Wortraum (zip-Datei, 106 mb)</a><br />
Wortraum Göteborg -&gt; <a href="http://fallen-legen.de/2010/03/wortraum-goteborg-texttape-goteborg" target="_self">hier (Texts from and about Gothenburg in Swedish, English and German)</a><br />
</strong></p>
<p>Gothenburg &#8211; a strange choice? In summer, Gothenburg is a fascinating city: The islands of the archipelago, looming like tortoiseshells out of the sea, the long alley of the dockside cranes, the red and yellow houses of Haga, dusk and dawn mixed up into one, and the constant euphoria above the hills&#8230; &#8211; the plan to chose Gothenburg for our third <em>Klangraum</em> arose out of different reasons, though: To find some great bands in Gothenburg &#8211; easy job, this. Musically, the city is blossoming all year, and grows the most beautiful plants. In post-rock <strong>(</strong>tenderversions beautiful back-catalogue: <a href="http://www.myspace.com/septembermalevolence" target="_blank">September Malevolence</a>, <a href="http://www.myspace.com/audreyswe" target="_blank">Audrey</a>, <a href="http://www.myspace.com/oncewewere" target="_blank">Once We Were</a>; <a href="http://www.myspace.com/ef">EF</a> and <a href="http://www.myspace.com/immanuelband">Immanu El),</a> with singer/songwriters (<a href="http://www.myspace.com/bjornkleinhenz" target="_blank">Björn Kleinhenz</a>, <a href="http://www.myspace.com/jenslekmanmusic">Jens Lekman</a>, <a href="http://www.myspace.com/kastrom">Kristofer Aström</a>, <a href="http://www.myspace.com/wintertookhislife">Winter Took His Life</a>), Shoegaze and Twee (<a href="http://www.myspace.com/afraidofstairs">Afraid of Stairs</a>, <a href="http://www.myspace.com/byebyebicycle">Bye Bye Bicycle</a>, <a href="http://www.myspace.com/boatclub">Boat Club</a>), in rather electronic sounds (<a href="http://www.myspace.com/thermostatic" target="_blank">Thermostatic</a>), and in that strange variaton called <em>Göteborgspop</em> (<a href="http://www.myspace.com/hakanhellstrom" target="_blank">Håkan Hellström</a>, <a href="http://www.myspace.com/vapnet" target="_blank">Vapnet</a>&#8230;). An impressive botanical garden for the small city that Gothenburg is.</p>
<p>Anyway, to get to pluck some of those musical flowers for our mixtape turned out to be hard: Cause for our little project, there&#8217;s only music without fees and royalties &#8211; the Swedish royalty company, anyway, is called &#8220;stim&#8221;, and seems to be found virtually everywhere. Musicians who do not promote a decidedly anti-commercial strategy or ideology and have ever set a foot on a stage, are generally registered with stim, it seems. Sense and nonsense of that tendency will be discussed some other time at this place&#8230;</p>
<p>So it rained regretful rejects on our requests. Enough for a compilation of its own. Of all the more or less well-known bands mentioned above only Once We Were made it to the tape &#8211; they ransacked their archives for us. That we finally got to another &#8220;klangraum&#8221; is a result of a lot of musical research &#8211; and even more the result of the help of some skilfull experts: <strong>Johan Björklund</strong> (of the Label <a href="http://www.haleri.se">Häleri</a>, and (ex-)member of September Malevolence, Holmes, Malysz&#8230;), has with strong patience created a list of promising bands for us; <strong>Daniel Öhman</strong> (EF, Halo of Pendor, Michailov) did something similar. Without them, this project would definitely have failed. And there was as well <strong>Malin Dahlberg</strong> (We Are Soldiers, We Have Guns), who wrote a song especially for us&#8230; <strong>Thanks a lot, tack så mycket to all of them</strong>! As well as to all the young bands that shared their music with us.</p>
<p><strong>The result is a mixture of the young, wondrous, lo-fi und almost-forgotten</strong>&#8230; A walk through Scandinavia&#8217;s biggest harbour-town, that starts post-rockily dreaming, that quickens the step every now and then, remembers days in the archipelago, stops in living- and teenager&#8217;s rooms, and wonders about the town&#8217;s and life&#8217;s oddities&#8230; to cut it short: <strong>enjoy!</strong> (Hunt&#8217;s <strong>What a Night</strong>, by the way, will only be available till march 5th. So be quick and tell your friends!)</p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/michailovmuzika" target="_blank">01 Michailov</a> – Day One (Pt. 2/1)</strong></p>
<p><em>Michailov</em>&#8217;s myspace-page depicts one of those brickstoned block of flats that are so typical for Gothenburg &#8211; above the roof blue sky, and above all <em>Michailov</em>&#8217;s stoically reckoning harmonies. It&#8217;s like leaving the house on a cold morning, and wandering through the empty streets&#8230; <em>Michailov</em> are currently working on the soundtrack for a German art movie. And sound a little like <em>The Notwist</em>&#8217;s light-glittering music for the movie &#8220;<em>Lichter</em>&#8220;.<br />
<em>So far only published on myspace.</em><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/dvalaswe" target="_blank">02 Dvalà</a> – Like Doves We Fly</strong><br />
Gothenburg with its big post-rock-tradition: <em>September Malevolence</em>, <em>Scraps of Tape</em>, <em>Once We Were</em> &#8211; <em>Dvalà</em>, the youngsters, are already part of those bands&#8217; inheriting generation. And they already prove their big talent: mouth organs, melodies, every now and then some creaking electronic sounds and the climax: Everything in its place, strong enough to carry the listener for some 20 minutes. Gliding like doves from overlook to overlook.<br />
<em>From: If These Waves Were To Stay-EP (self-production, 2009)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/dorenamusic">03 Dorena</a> – I Huset Jag Växte Upp</strong><br />
<em>Dorena</em> are also part of the tape&#8217;s post-rocking prelude. In their very own style: With the shuffling intro and the glistening guitars&#8230; some vague <em>Dire Straits</em>-reference, and in addition the voices and noises of the playground-days. And after the break in the middle of the song follows one of the year&#8217;s catchiest climaxes. When was the last time you could hum along a post-rock-verse?<br />
<em>From: Holofon (self-production, 2009)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/larsludviglofgren">04 Lars Ludvig Löfgren</a> – Give The Dog A Bone</strong><br />
&#8230;then the leap out into the life of the city&#8217;s streets: It jingles and seethes and swings &#8211; fast, fierce and a little sarcastic. Emotion and relativation: What better could be said about a pop-song?<br />
<em>From: Heterochromia (Häleri, 2009)<br />
</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/malyszzz" target="_blank">05 Malysz</a> – Knivdansen</strong><br />
<em>Knivdansen</em>, &#8220;the knife dance&#8221;, has already some miles on the clock &#8211; without any damage. The band is watching from the beautiful crossroad between rock and post-rock, and, maybe, wonders about the Swedish winter and its speed. Anyway: &#8220;As the train hits/Your brother&#8217;s chest/You get overwellmed/By his concience.&#8221;<br />
<em>From: Hooray For Prisons (On Fire!) (Häleri, 2004)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/claesstrangberg">06 Claes Strängberg</a> – Archipelago</strong><br />
Claes Strängberg has more than one time been part of the europe-touring band outfits of <em>EF</em> (as a guitarist) and <em>Immanu El</em> (as singer and guitarist) &#8211; Archipelago is his first solo effort. In its entirety acoustic; one day in Gothenburg&#8217;s archipelago, and the long aftermath&#8230; A sincere highlight for our sampler. And for every memoryful winter- or summernight.<br />
<em>So far only published on myspace and last.fm.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/huntgbg">07 Hunt</a> – What A Night Can Do (included only for a short time!)</strong><br />
Hunt is the new sideproject of <em>Winter Took His Life</em>&#8217;s Susanna Brandin. Otherwise playing totally acoustic, Hunt is the place for her, to try to patiently build up the atmosphere with synthies and electrical guitars. And that&#8217;s how it sounds: The long, early dusk following the Swedish summernight. Silent, resonating, light. You have to be there. Or listen closely.<br />
<em>So far only published on myspace.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/theberndt">08 The Berndt</a> – Autosave</strong><br />
There&#8217;s even some pop in town: Brightly colored videogame-levels, are being built up by <em>The Berndt</em>. Blithe, and off the cuff. Autosave me. Being autosaved &#8211; sounds convenient, for life&#8217;s brighter moments.<br />
<em>Aus: GBGBG (Pophat Music, 2010)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/timfaceberlin">09 Tim, Face Berlin</a> – Lake</strong><br />
&#8230;and so do <em>Tim, Face Berlin</em> belong to Gothenburg&#8217;s promising post-rock-offspring. Lake &#8220;fits the town best&#8221;, thought the band, and yes: It could depict a walk through the town, strolling and running, from the classy canals of the mid-town, to the place where the huge cranes stand, loading the ships all night. And everything that happens  in a human brain on a walk of this length.<br />
<em>So far only published on myspace.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/haloofpendor">10 Halo of Pendor</a> – Papercuts</strong><br />
<em>Halo of Pendor </em>is Daniel Öhmans solo-project. And <em>Papercuts</em> has got a history. Here&#8217;s what the author says: &#8220;<em>Papercuts is about trying to bear everyday life, consisting of a job you detest, and a relationship you hate. You live in that constant mental winterdarkness, without even really asking yourself  &#8220;why?&#8221;. There&#8217;s different ways to go. It&#8217;s just about taking responsibility for yourself, and daring to go one&#8217;s one way. I remember how I, about two years ago, sat in my flat, and sang the words &#8220;papercuts and a worn out heart&#8221; while I was jingling on the guitar, silent, as I didn&#8217;t want to disturb my former girlfriend. The dark nordic winter lived constantly inside of me, til the day I broke up with myself and nearly everything around me. Two years later I finished </em>Papercuts<em> and I realise that I go on completely different ways today. The nordic wintercold came back, but it doesn&#8217;t reach my soul any longer. </em><br />
<em>Bislang nur auf myspace veröffentlicht.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/the100soundtonebank">11 The 100 Sound Tone Bank</a> – Cattribute</strong><br />
For one time <em>Klangraum</em> in the sense of the word: In nearby Vänersborg has Sofie combined the noise of the 100 Sound Tone Bank (a keyboard-like instrument, hailing from childhood-days) with the purring of the cat: That&#8217;s the livingroom&#8217;s noise. <em>Cattribute</em>.<br />
<em>So far only published on myspace.<br />
</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/wearesoldiers">12 We Are Soldiers, We Have Guns </a>- Electricity</strong><br />
Malin Dahlberg alias <em>We Are Soldiers&#8230;</em> has done a special track for our <em>Klangraum</em>. It&#8217;s written in and about Gothenburg: &#8220;because I have strong feeling for the town right now&#8221;, she wrote. A disappointed love-song for the city maybe: &#8220;I&#8217;ll put a 40-minute bus ride between me and the lot of you&#8221; &#8211; the feeling of leaving years and memories behind, driving out of town in a car (or one of the blue Västtrafiken-busses). Maybe.<br />
<em>So far unpublished. We&#8217;re proud!<br />
</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/holmezzz">13 Holmes</a> – We Are Getting Older</strong><br />
Westcoast &#8211; but maybe rather the American? <em>Holmes</em>&#8216; albums contain bloody mature, coherent pop. And as with every good pop song, it&#8217;s the individualisable generalisation that gets you: We are getting older. What else should you say&#8230;<br />
<em>Aus: We’re Getting Older 7″ (Wild Honey Records, 2009)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/oncewewere">14 Once We Were</a> – Untitled (Live)</strong><br />
Out of royalty-reasons, <em>Once We Were</em> &#8211; masters of the simply techniqued construction of enigmatic, haunting structures  -  <em>Once We Were</em> couldn&#8217;t share any of their official releases with us. But there was this bootleg of an appearance in Malmö&#8217;s Johanneskyrka, that contained a new song&#8230; that&#8217;s the one we got. Another premiere. And the hall is a result of a Swedish Lord&#8217;s house &#8220;klangraum&#8221;.<br />
<em>So far unpublished.</em></p>
<p><strong>15 Michailov – Day One (Pt. 2/2)</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/gustafssonlinnea" target="_blank">16 Linnéa</a> – What I’d Really Want To Say To You</strong><br />
<em>Linnéa</em> is only 16 years old &#8211; but &#8220;one of the big talents&#8221;, as Johan Björklund said. That is: <em>Oasis&#8217; Married With Children</em> in even-more-authentic, captured straight out of the room, and sung in a crystal clear voice. We hope to see again soon&#8230; On some real record, then.<br />
<em>so far only published on myspace.</em></p>
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		<item>
		<title>Klangraum Vol. 3: Göteborg</title>
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		<comments>http://fallen-legen.de/2010/03/klangraum-vol-3-goteborg/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 17:16:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie klingt Schwedens zweitgrößte Stadt? - <a href="http://fallen-legen.de/2010/03/klangraum-vol-3-goeteborg">15+1 x Musik aus Göteborg zum Gratisdownload.</a> 

<em>Der Abschluss der Schwedenwochen. Mit Once We Were, Lars Ludvig Löfgren, Holmes, einem speziell geschriebenen Song von We Are Soldiers, We Have Guns und ein paar der besten Newcomern Westschwedens.</em>

Also available <a href="http://fallen-legen.de/2010/03/klangraum-vol-3-goeteborg-english">in English.</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>this article in English: <a href="http://fallen-legen.de/2010/03/klangraum-vol-3-goteborg-english" target="_self">click.</a></p>
<p>Wie klingt eine Stadt? fallen/legen sucht akustische Antworten. Nach <a href="http://fallen-legen.de/2009/10/klangraum-muenchen">Bayerns Landeshauptstadt</a> die Fortsetzung: Göteborg. Klänge, Räume von Schwedens Westküste:</p>
<p><strong>Download Klangraum-Mixtape -&gt; <a href="http://www.fallen-legen.de/_fl2/wp-content/uploads/2010/03/klangraum-goeteborg.zip">hier: Tape, Artwork, Wortraum (.zip, 106mb)</a><br />
Direkt zum Wortraum Göteborg -&gt; <a href="http://fallen-legen.de/2010/03/wortraum-goteborg-texttape-goteborg" target="_self">hier</a></strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Göteborg, eigentümliche Wahl? Im Sommer ist Göteborg eine faszinierende Stadt: Die Schäreninseln, die wie Schildkrötenpanzer aus dem Wasser ragen, die kilometerlange Allee der Hafenkräne, die roten und gelben Holzhäuschen Hagas, Abend- und Morgendämmerung die in einander übergehen, und die stete Euphorie über den Hügeln der Stadt&#8230; &#8211; Der Plan Göteborg für unseren dritten Klangraum auszuwählen rührte aber aus einer anderen Ecke. Feine Bands in Göteborg finden &#8211; eine g&#8217;mahte Wiesn, wie man in Bayern sagt. Musikalisch blüht die Stadt auch im Winter, und bringt feinste Gewächse hervor: Im Post-Rock (tenderversions schöner Katalog: <a href="http://www.myspace.com/septembermalevolence" target="_blank">September Malevolence</a>, <a href="http://www.myspace.com/audreyswe" target="_blank">Audrey</a>, <a href="http://www.myspace.com/oncewewere" target="_blank">Once We Were</a>; <a href="http://www.myspace.com/ef">EF</a> und <a href="http://www.myspace.com/immanuelband">Immanu El</a>), unter den Singer-Songwritern (<a href="http://www.myspace.com/bjornkleinhenz" target="_blank">Björn Kleinhenz</a>, <a href="http://www.myspace.com/jenslekmanmusic">Jens Lekman</a>, <a href="http://www.myspace.com/kastrom">Kristofer Aström</a>, <a href="http://www.myspace.com/wintertookhislife">Winter Took His Life</a>), Shoegaze und Twee (<a href="http://www.myspace.com/afraidofstairs">Afraid of Stairs</a>, <a href="http://www.myspace.com/byebyebicycle">Bye Bye Bicycle</a>, <a href="http://www.myspace.com/boatclub">Boat Club</a>), in elektronischen Gefilden (<a href="http://www.myspace.com/thermostatic" target="_blank">Thermostatic</a>) und in jener seltsamen überschwänglichen Spielart, die gleich den Namen &#8220;Göteborgspop&#8221; bekam (<a href="http://www.myspace.com/hakanhellstrom" target="_blank">Håkan Hellström</a>, <a href="http://www.myspace.com/vapnet" target="_blank">Vapnet</a>&#8230;). Ein beeindruckender botanischer Musikgarten für eine kleine Stadt.</p>
<p>Das Mähen und Pflücken der Wiesenkräuter erwies sich aber alles andere als leicht &#8211; denn für unser kleines Magazin gibt es nur kostenlose Musik ohne Gemaregistrierung. &#8211; Gema heißt in Schweden aber &#8220;stim&#8221; &#8211; und ist überall. Wer keine antikommerzielle Strategie oder Ideologie vertritt, und schon einmal eine Bühne betreten hat, der ist angemeldet, scheint es. Über Sinn und Unsinn dieser Sitte gibt es in Bälde noch mehr zu schreiben&#8230;</p>
<p>Also hagelte es erst einmal bedauernde Absagen. Genug für eine eigene Compilation. Von all den bekannten und bekannten Bands die oben genannten wurden, sind nur Once We Were vertreten, die für uns in ihren (unregistrierten) Archiven gekramt haben&#8230; Dass dennoch ein Tape zu Stande kam ist das Resultat von viel Recherchearbeit&#8230; und mehr noch der Hilfe einiger kundiger Helfer: <strong>Johan Björklund</strong> (vom Label Häleri, und früher oder jetzt vertreten bei September Malevolence, Holmes, Malysz&#8230;) hat mit großer Geduld eine lange Liste junger Bands zusammengestellt; <strong>Daniel Öhman</strong> (EF, Halo of Pendor, Michailov) tat ähnliches. Ohne sie wär&#8217;s nicht gegangen. Und da ist noch <strong>Malin Dahlberg</strong> (We Are Soldiers We Have Guns), <strong>die extra einen Song für uns schrieb</strong>&#8230; All diesen größten Dank. Tack så mycket!</p>
<p>Herausgekommen ist Junges, Wundersames, Lo-Fi und Vergessenes&#8230; Ein Spaziergang durch die größten Hafenstadt Skandinaviens, der post-rockig träumend beginnt, auch einmal den Laufschritt einlegt, sich an Schärentage erinnert, Halt in Wohn- und Jugendzimmern macht, und dabei über die Stadt und die Seltsamkeit des Lebens räsoniert&#8230; Langer Rede&#8230;: <strong>Viel Spaß! Nur bis 5.3. dabei ist übrigens Hunts <em>What A Night</em>. Also fix runterladen.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/michailovmuzika" target="_blank">01 Michailov</a> &#8211; Day One (Pt. 2/1)</strong><br />
Auf der myspace-Seite <em>Michailovs</em> grüßt eines jener Backsteinmehrfamilienhäuser, die für Göteborg so typisch sind &#8211; darüber blauer Dämmerungshimmel, davor die stoisch suchenden Klänge <em>Michailovs</em>. Wie an einem kalten Morgen das Haus verlassen, und durch die leeren Straßen gehen&#8230; <em>Michailov</em> arbeiten derzeit an der Musik für einen deutschen Film. Und klingen ein wenig wie Notwists licht-spielender Lichter-Soundtrack.<br />
<em>Bisher nur auf myspace veröffentlicht.</em><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/dvalaswe" target="_blank">02 Dvalà</a> &#8211; Like Doves We Fly</strong><br />
Göteborg mit der großen Post-Rock-Tradition: <em>September Malevolence</em>, <em>Scraps of Tape</em>, <em>Once We Were</em> &#8211; <em>Dvalà</em>, die Jungspunde gehören schon zur Erbengeneration. Und zeigen auf ihrer EP bereits das große Talent: Harmonikas, Melodien, ab und etwas Gefrickel und der Ausbruch: Alles an seinem Platz, tragend genug um 20 Minuten mitzufliegen. Wie Stadttauben mit Luft unter den Schwingen von Aussicht zu Aussicht.<br />
<em>Aus: If These Waves Were To Stay-EP (Eigenvertrieb, 2009)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/dorenamusic">03 Dorena</a> &#8211; I Huset Jag Växte Upp</strong><br />
Auch <em>Dorena</em> ergänzen den post-rockenden Tape-Auftakt. Auf eigenen Wegen: Mit dem shuffelnden Intro und flirrenden Gitarren des Intros&#8230; ein wenig <em>Dire Straits</em>-Referenz, und dazu die Stimmen und Assoziationen der Spielplatztage. Und nach der Zäsur in der Mitte des Songs mit dem catchiesten Klimaxaufbau des Jahres. Wann wurde zum letzten Mal eine Post-Rock-Strophe mitgesummt?<br />
<em>Aus: Holofon (Eigenvertrieb, 2009)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/larsludviglofgren">04 Lars Ludvig Löfgren</a> &#8211; Give The Dog A Bone</strong><br />
Dann der Sprung auf das Leben der Stadtstraßen: Es brodelt und klimpert und swingt &#8211; schnell, ernsthaft und ein wenig sarkastisch. Emotion und Relativierung: Sehr viel besseres gibt es über einen Popsong wahrscheinlich nicht zu sagen.<br />
<em>Aus: Heterochromia (Häleri, 2009)<br />
</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/malyszzz" target="_blank">05 Malysz</a> &#8211; Knivdansen</strong><br />
<em>Knivdansen</em>, &#8220;der Messertanz&#8221;, hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel &#8211; unbeschadet. An der schönen Kreuzung zwischen Rock und Post-Rock steht die ehemalige Band von Johan Björklund und wundert sich über den schwedischen Winter und sein Tempo &#8211; oder so: &#8220;As the train hits/your brother&#8217;s chest/You get overwellmed by his concience.&#8221;<br />
<em>Aus: Hooray For Prisons (On Fire!) (Häleri, 2004)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/claesstrangberg">06 Claes Strängberg</a> &#8211; Archipelago</strong><br />
Claes Strängberg ist mehr als einmal mit <em>EF</em> (als Gitarrist) und <em>Immanu El</em> (als Sänger und Gitarrist) durch Europa getourt &#8211; <em>Archipelago</em> ist der erste Solo-Wurf. Gänzlich akustisch, ein Tag in den Schären und die lange Nachwirkung&#8230; Ein Highlight für den Klangraum. Und für jeden erinnerungsschweren Winter- und Sommerabend.<br />
<em>Bislang nur auf Myspace und last.fm veröffentlicht.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/huntgbg">07 Hunt</a> &#8211; What A Night Can Do (Kurzzeitbonustrack!)</strong><br />
Hunt ist das neue Seitenprojekt von <em>Winter Took His Life</em>s Susanna Brandin. Sonst ganz akustisch nimmt sie sich mit ihren Mitstreitern bei <em>Hunt</em> die Atmosphäre mit Syntie-Teppichen und E-Gitarren zu erspielen. Und so klingt sie dann, die lange, frühe Morgendämmerung nach der schwedischen Juninacht. Still, schwingend, leicht. Man muss dagewesen sein. Oder hier zuhören.<br />
<em>Bislang nur auf myspace veröffentlicht.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/theberndt">08 The Berndt</a> &#8211; Autosave</strong><br />
Pop gibt es auch, in der Stadt: Knallbunte Konsolenwelten erspielen sich <em>The Berndt</em> vergnügt aus den Handgelenken. &#8220;Autosave me!&#8221; &#8211; praktisch wär&#8217;s.<br />
<em>Aus: GBGBG (Pophat Music, 2010)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/timfaceberlin">09 Tim, Face Berlin</a> &#8211; Lake</strong><br />
Auch <em>Tim, Face Berlin</em> gehören zum hoffnungsvollen Post-Rock-Nachwuchs Göteborgs. Lake passe &#8220;am besten zur Stadt&#8221; fand die Band, und ja: Ein Stadtspaziergang könnte es sein; schlendern und laufen, von den noblen Kanälen im Stadtinneren bis dorthin, wo die großen Kräne stehen und die Frachtschiffe beladen, und all das, was auf diesem Weg so in einem Kopf passiert.<br />
<em>Bislang nur auf myspace veröffentlicht.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/haloofpendor">10 Halo of Pendor</a> &#8211; Papercuts</strong><br />
<em>Halo of Pendor</em> ist Daniel Öhmans Soloprojekt. Und <em>Papercuts</em> hat eine Geschichte. Der Autor hat das Wort: &#8220;Papercuts <em>handelt davon, zu versuchen einen Alltag auszuhalten, der einen Job beinhaltet, den man verabscheut, und eine Beziehung, die man hasst. Man lebt in dieser mentalen Winterdunkelheit und fragt sich nicht wirklich warum.&lt;br&gt;Ich erinnere mich, wie ich vor zwei Jahren in meiner Wohnung saß und die Worte &#8220;Papercuts and a worn out heart&#8221; sang, während ich auf der Gitarre klimperte, leise, um meine damalige Freundin nicht zu stören. Der dunkle nordische Winter lebte ständig in mir, bis ich eines Tages mit mir, und dem meisten um mich herum brach. Zwei Jahre später vollendete ich Papercuts, und ich sehe, dass ich heute völlig andere Wege gehe. Die nordische Winterkälte ist wieder hier, aber sie schafft es nicht bis in meine Seele.&#8221;</em><br />
<em>Bislang nur auf myspace veröffentlicht.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/the100soundtonebank">11 The 100 Sound Tone Bank</a> &#8211; Cattribute</strong><br />
Klangraum einmal im Wortsinne: Im nahen Vänersborg hat Sofie die 100 Sound Tone Bank (ein keyboardartiges Instrument, wiedergefunden aus Kindheitstagen) mit dem Schnurren des Katers kombiniert: So klingt das Wohnzimmer. <em>Cattribute</em>.<br />
<em>Bislang nur auf Myspace veröffentlicht</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/wearesoldiers">12 We Are Soldiers, We Have Guns </a>- Electricity</strong><br />
Malin Dahlberg alias <em>We Are Soldiers&#8230;</em> hat speziell für den Klangraum einen Song aus und über Göteborg geschrieben &#8211; &#8220;because I have strong feelings for the town right now&#8221;, schrieb sie. Ein enttäuschtes Liebeslied für eine Stadt, vielleicht: &#8220;I&#8217;ll put a 40 minute bus ride between me and the lot of you&#8221; &#8211; das Gefühl Jahre und Erinnerung hinter sich zu lassen, in einem Auto auf der Straße fort von hier. Vielleicht.<br />
<em>Bislang unveröffentlicht.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/holmezzz">13 Holmes</a> &#8211; We Are Getting Older</strong><br />
Westküste &#8211; aber vielleicht eher die amerikanische? Verdammt reifen, schlüssigen Pop fabrizieren <em>Holmes</em> auf ihren Alben. Und wie bei jedem guten Pop-Song greift die allgemeine, vereinzelfallbare Wahrheit: We Are Getting Older. Was soll man tun, als das zu konstatieren&#8230;<br />
<em>Aus: We&#8217;re Getting Older 7&#8243; (Wild Honey Records, 2009)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/oncewewere">14 Once We Were</a> &#8211; Untitled (Live)</strong><br />
Ihre veröffentlichten Songs können die wunderbaren <em>Once We Were</em> &#8211; Meister im erstellen rätselhafter, packender Struktuten aus einfachen Mitteln &#8211; aus Gema-Gründen nicht verschenken. Aber da war noch jener Liveauftritt aus der Malmöer Johanneskyrka, in dem auch ein neuer Song auftauchte. Eine Premiere also. Und der Hall kommt von dem weiten Saal eines schwedischen Gotteshauses.<br />
<em>Bislang unveröffentlicht.</em></p>
<p><strong>15 Michailov &#8211; Day One (Pt. 2/2)</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/gustafssonlinnea" target="_blank">16 Linnéa</a> &#8211; What I&#8217;d Really Want To Say To You</strong><br />
<em>Linnéa</em> ist gerade mal 16 Jahre alt &#8211; aber &#8220;eines der großen Talente&#8221;, wie Johan Björklund empfahl. Das ist dann <em>Oasis&#8217; Married With Children</em> in noch-authentischer, verknarzt mit dem Kassettenrecorder aus dem Raum gegriffen, und glasklar gesungen. Wir hoffen auf ein Wiederhören.<br />
<em>Bislang ausschließlich auf myspace veröffentlicht.</em></p>
<p><strong>Download Klangraum Mixtape -&gt; <a href="../../2010/03/klangraum-goeteborg.zip">hier (zip-Datei, 100mb)</a><br />
Zum Wortraum Göteborg -&gt; <a href="../../2010/03/wortraum-goteborg" target="_self">hier</a></strong></p>
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		<title>Wortraum Göteborg / Texttape Göteborg</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 16:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>
		<category><![CDATA[tinteschmecken]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Aus kurz oder weit, Worte zum Klang: Göteborg aus den Perspektiven dreier verschiedener Schreiber - unter anderem aus der Oskar Hanskas, Schwedens Poetry-Slam-Meister des Jahres 2009.</em>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeit für neue Musik &#8211; Zeit für neue Zeilen: Unser Klangraum #3 beschäftigt sich mit der westschwedischen Hafenstadt Göteborg.</p>
<p>Die Worte zur Musik haben wir diesmal nach dem einfachen Prinzip Perspektivenwechsel eingesammelt: Städte zeigen ihre ersten Eindrücke, für Besucher; Städte erschließen sich langsamer tiefer, für Menschen die einige Zeit in ihnen verbringen &#8211; und verlieren oft ihre Form für jene, die ein halbes Leben dort verbringen&#8230;</p>
<p>Oskar Hanska ist schwedischer Poetry-Slam-Meister des Jahre 2009 und lebt in Göteborg, Elisabeth Kolb studiert Komparatistik und hat zwei Austauschsemester dort verbracht, Florian Naumann hat Göteborg mehrmals besucht &#8211; allerdings nie länger als vier Tage.</p>
<p>917.000 Einwohner in Großgöteborg, 15 Tracks auf unserem Tape, und drei Perspektiven auf die selbe Stadt. Voilà:</p>
<p><strong> inside/inifrån/innen: Oskar Hanska.</strong></p>
<p><strong> </strong><em><a href="http://www.oskarhanska.com">Oskar Hanska</a> is a spoken word-poet and writer within the range of film, TV and digital games. During 2009 he won the Swedish National Poetry Slam Championship, released a record and a booklet &#8211; as well as toured Sweden&#8217;s biggest summer festivals for the third year in a row.</em></p>
<p><strong>“she will kill you<br />
when you are young”</strong></p>
<p>everyone sings<br />
in false voices to mold away<br />
the echo of a bullet in flames</p>
<p>every city cemetery a cradle<br />
her blood vessels on time<br />
but only when waiting with one<br />
you don&#8217;t want to part</p>
<p>distance is internal here<br />
measured in fractured regrets<br />
never allowed the crown<br />
as her pet lion roams the<br />
backbone tattoos of friends<br />
meant as nothing<br />
but lovers indefinitely</p>
<p>they keep singing<br />
“she will kill you<br />
when you are young”</p>
<p>all forgetting how<br />
dying is nothing but fog<br />
and a final rehearsal<br />
of the rebirth trick</p>
<p>accept that kiss.</p>
<p><strong>change/växla/wechseln: Elisabeth Kolb</strong></p>
<p><strong> </strong><em>Elisabeth Kolb har bott, pluggat och levt som utbytesstudent i Göteborg i ett år.</em><strong><br />
</strong><br />
jag flög över sverige, jag kände igen allt och beundrade allt<br />
tills piloten sa att det var danmark i havet under oss.</p>
<p>i ett år har jag bott där. sedan när jag skulle åka hem igen (hem?)<br />
tog jag inte planet utan färjan av rädsla att missta något igen</p>
<p>i ett år har jag bott där. nu gör jag inte det längre. nu kollar jag på facebook och hittar ett fotoalbum som heter ”göteborg i mitt hjärta”. men det är inte mitt.</p>
<p><strong>outside/utanför/außen Florian Naumann</strong></p>
<p><em>Florian Naumann schreibt Worte für fallen/legen und andere &#8211; und besuchte im Juni 2006 zum ersten Mal Göteborg.</em></p>
<p>Tage legen sich zwischen Menschen und Plätze, und irgendwo dort hinter mir ist eine Nacht: Unten die Lichter der Stadt, und Straßen durch verklinkerte Wohngebiete, Hochhäuser in einem nächtlichen Morgen, unten.</p>
<p>Irgendwo auf dem Hinweg muss ein Lächeln liegen, die Hügel, das lange tiefblaue Herandämmern der Nacht – der Weg durch die Backsteinhäuser, und es war warm.<br />
Der Weg durch den Wald – und irgendwo träumt das Meer. Ein Tag wartet noch, wir haben gelacht.</p>
<p>Das Sprechen ist nicht so laut, und der Moment steht still zwischen der Möglichkeit, der Vergangenheit, und der gewissen Zukunft. Es wird hier nie wirklich Nacht, und sie nimmt dem Licht in den Zimmern nicht die Wärme; wir hörten Musik, hatten alle Zeit,<br />
hielten den Blick,<br />
ermaßen die ganze Distanz, das Sprechen war nicht so laut:</p>
<p>Irgendwo hier muss ein Lächeln liegen, es war still, ein Tag wartete noch.</p>
<p>Blaues Meer und Inselfelsen.<br />
Träumen mit verbrannten Gesichtern, noch eine blaue Nacht wölbt sich tief.</p>
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		<title>Dienstagsfilm – Jalla! Jalla!</title>
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		<comments>http://fallen-legen.de/2010/02/dienstagsfilm-jalla-jalla/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 23:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario Wimmer</dc:creator>
				<category><![CDATA[dienstagsfilm]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer, wirklich immer, wenn ein Film damit beginnt, dass für seinen Helden einmal alles glatt, rund und ruhig zu laufen scheint, kann sich der Zuschauer sicher sein, dass das nur die Rutschbahn ist von welcher der Held bald ins heillose Chaos stürzen wird. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dienstagsfilm – Wir stellen euch an dieser Stelle jeden Dienstag einen besonderen Film vor. Einen Film von dem wir denken, dass er euch während eines gemütlichen DVD-Abends begeistern könnte.</em></p>
<p>Immer, wirklich immer, wenn ein Film damit beginnt, dass für seinen Helden einmal alles glatt, rund und ruhig zu laufen scheint, kann sich der Zuschauer sicher sein, dass das nur die Rutschbahn ist von welcher der Held bald ins heillose Chaos stürzen wird. So auch in Jalla! Jalla! einer schon etwas älteren Komödie des schwedischen Regisseurs Josef Fares: Sein Held heißt Roro und für ihn läuft gerade alles super glatt: hübsche Freundin, lässiger Job, lustiger Kollege und liebevoller Vater, was will Held mehr? Nichts, es sind die Anderen die mehr wollen: Seine Freundin Lisa möchte endlich seine Eltern kennenleren, was ein Problem ist, weil die von der schwedischen Freundin ihres Sohnes nichts wissen dürfen. Sein Kumpel Måns hat ein Problem in Form einer eingerosteten Beziehung und daraus resultierender Erektionsprobleme. Und sein Vater präsentiert ihm unvermutet Yasmin, seine Ehefrau aus dem Libanon. Was wie eine klischeeschwangere Einwandererkomödie klingt und es tatsächlich auch ist, bleibt dank ihrer lockeren Erzählweise und runden Figuren super sehenswert und unterhaltsam.</p>
<p><a href="http://fallen-legen.de/2010/02/dienstagsfilm-jalla-jalla/"><em>Um das Video zu sehen bitte klicken.</em></a></p>
<p>PS: Die deutsche Synchro ist leider lächerlich, der auf der DVD enthaltene original Schwedensound ist um Längen besser und mit Untertiteln auch für Nicht-Skandinavisten genießbar.</p>
<p>Jalla!Jalla! | Josef Fares | Fares Fares, Torkel Petersson, Tuva Novotny, Laleh Pourkarim | 2000 | Memfis Film| <a href="http://www.imdb.com/title/tt0269389/">imdb</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jalla!_Jalla!_Wer_zu_sp%C3%A4t_kommt_%E2%80%A6">wikipedia </a>| Bilder &copy; Arthaus</p>
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		<item>
		<title>Neue Bekannte (19): Royal Train – Early Snow</title>
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		<comments>http://fallen-legen.de/2010/02/neue-bekannte-19-royal-train-early-snow/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 17:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Geräusch vergehender Zeit: Oscar Jacobsson aus Kristianstad schmilzt das Brummen der Minuten in kühl strömende Ambienttracks.

<em><a href="http://fallen-legen.de/2010/02/neue-bekannte-19-royal-train-early-snow">Das vorletzte Schwedenwochen-Sonntags-mp3.</a></em>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen rätsel- oder modern mythenhaften Reiz besitzt die Art von Ambient (oder schon Drone?), aus der Oscar Jacobsson seine dutzendminutenlangen Tracks webt: Es rauscht, griselt und brummt unter den einfachen raumklingenden Harmonien. Das braucht seine Zeit &#8211; aber Zeit vergeht auch langsam, und da wird die Welt eine große Kuppel. Es könnte ein Kirchenschiff sein. Oder die hohe, vogel- und wolkendurchflogene Schnee-, Regen und Sonnenkugel Südskandinaviens.</p>
<p><em>Balcony Compositions</em>. Das ist der Name Royal Trains neuesten Mini-Albums, und das ist vielleicht auch die treffendste Assoziation: Ein Vorsprung aus Beton und Metallgitter an einem südschwedischen Mehrfamilienhaus, und darüber der weite Frühjahrshimmel. Seltsamerweise haben wenige Gegenden einen solchen Ein-Klang mit dieser Art Musik: Da reicht Luft immer bis zur Oberkante des Himmels, hat im Sommerabend noch eine verräterische hintergründige Kühle und über dem flachen Land und den Vorstadtstraßen fügen sich die Gedanken in langsam fließende Ströme &#8211; so mitten in einem großen Strom aus Leben und Vergehen. Nichts für Hektiker oder Geselligkeitsveranstaltungen. Aber viel zu fühlen.</p>
<p><em>Ein schöner Zusatzgrund Royal Train zu empfehlen: Alle Alben gibt es auf last.fm zum kompletten Gratisdownload. Und auf Youtube gibt es zum Track </em>What The Future Holds<em> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=2Nu7i03PPfc">ein Video einer Siebzigerjahrefahrt</a> über Bad Aibling, Kiefersfelden, Innsbruck und den Brenner bis nach Italien. Mit wahrscheinlich längst verstorbenen Protagonisten und vergangener Automobilmode. Das neuste Album </em>klingt<em> allerdings besser &#8211; aber schließlich auch schön, wenn eine Entwicklung passiert.<br />
</em></p>
<ul>
<li>Download: <a href="http://freedownloads.last.fm/download/282229969/Early%2BSnow.mp3">Royal Train &#8211; Early Snow (via last.fm)</a></li>
<li>Albendownload: <a href="http://www.multiupload.com/WOGVOJKC86">Royal Train &#8211; The Balcony Compositions</a></li>
<li>Myspace: <a href="http://www.myspace.com/royaltrain">www.myspace.com/royaltrain</a></li>
</ul>
<p><em>Titelfoto: Oscar Jacobsson</em></p>
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		<item>
		<title>Medaillen: zum Ruhme des Systems.</title>
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		<comments>http://fallen-legen.de/2010/02/medaillen-zum-ruhme-des-systems/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 16:14:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[anderstagesschauen]]></category>
		<category><![CDATA[betrachtend]]></category>
		<category><![CDATA[anderstageschauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Jahrzehntelang haben die Blockgegner mit riesigem Aufwand olympische Sieger produziert: zum Ruhme des Systems. Das tut Deutschland immer noch. Mit dem Blick auf den Medaillenspiegel: <a href="http://fallen-legen.de/2010/02/medaillen-zum-ruhme-des-systems">A grand don't come for free</a>. Und das Geld dazu sicher nicht aus Idealismus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Parallele liegt auf der Hand, Deutschland und: China, Russland, die alte DDR, oder die USA auf dem Höhepunkt des Systemkampfes. Das klingt nach einem bösen Vorwurf, aber: Will unser Land nicht unbedingt den Medaillenspiegel der Olympischen Spiele anführen &#8211; und wieviel Geld zahlt es dafür?</p>
<p>Sportjournalist und Grimme-Preis-Träger Jens Weinreich hat die Zahlen <a href="http://jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/">in seinem Blog gepostet</a>: Allein das Bundesinnenministerium gibt im Jahr etwa 135 Millionen Euro für Sportförderung aus, davon mindestens 80 Millionen für Spitzensport. Und noch gar nicht eingerechnet ist da der Apparat, der die schnellsten Assoziationen z.B. zum Sowjetsport erbringt: Die Sportsoldaten, die in Dienst von Bundeswehr und Bundespolizei Dienst an der Waffe üben, aber in der Hauptsache trainieren und gefördert werden, zum Ruhme der Bundesrepublik Deutschland. Gerade Wintersportler sind hier stark vertreten. Auch das eine interessante Parallele: Während Deutschland Spitzensport militärisch organisiert, lehnen andere Länder, etwa Schweden, lehnen eine hierarchische Bevormundung von Sportlern ab. Dort erstellt man seine Trainingspläne selbst. &#8211; Es ist alles nicht so selbstverständlich wie man denkt.</p>
<p>Zurück zum Finanziellen: Auch Landesförderungen sind in der Finanzübersicht noch nicht eingerechnet. Große Beträge kommen da zusammen &#8211; gerade wenn man bedenkt, dass derzeit Städte in Finanznot reihenweise wegen kleinen Millionenbeträgen Theater, öffentliche Sportstätten und Kultur- und Sozialprogramme streichen müssen. Von Debatten um Medikamentenzuschüsse für Hartz IV-Empfänger ganz zu schweigen.</p>
<p><em>Früher</em> diente der Aufwand der &#8220;Promotion&#8221; eines politischen Systems. Das immerhin liegt im deutschen Falle nicht mehr so klar auf der Hand. So scheint es. Aber unter dem Strich und ohne zu große Verschwörungstheorien zu bemühen: Man darf davon ausgehen, dass Geld nicht aus Idealismus und gutem Willen ausgegeben wird. Ein politisches Ziel wird es schon brauchen. 20 Jahre nach dem Mauerfall ist es freilich nicht mehr gegen konkurrierende Blöcke gerichtet: Aber siegreiche Sportler sind mit Sicherheit ein Aushängeschild für den Wirtschaftsstandort. Das Volk ist permanent unterhalten. Und nichts ist ideologiefrei &#8211; permanent oben auf: Der Wettkampf- und Konkurrenzgedanke. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.</p>
<p>Keine Lanze gegen Ablenkung und einen spannenden Wettbewerb. Die Nation vereint vor dem Fernseher &#8211; das ist auf eine Weise auch etwas Schönes: Geteilte Momente. Ebenso wie die Geschichten von dem bunten, internationalen Fest der Olympischen Spiele. Auch wenn jede Geschichte von den tapfer kämpfenden Ausseitern von den Bahamas oder aus Afrika eine Selbstversicherung der eigenen Überlegenheit ist&#8230; Aber ohne Spielverderber sein zu müssen: Braucht Sport und Zusammenkunft die großen Beträge, den elitären Anspruch &#8211; warum muss Deutschland mit viel Geld Gewinner produzieren?</p>
<p>Und ist das bunte internationale Treffen Olympia nicht längst vor allem ein Event für Gutbetuchte, für Unternehmen und ihre Geschäftspartner? Sport ist &#8211; auch im Jahre 2010 &#8211; Mittel zum Zweck. Ein verdammt teures.</p>
<p><em>Einendes Spektakel und Inspiration für große Leistungen &#8211; oder Propaganda und Geldverschwendung. Wie ist eure Meinung?</em></p>
<p><em>Foto:</em> Deutsche Mannschaft bei der Eröffnungsfeier Vancouver 2010. Von <a href="http://www.flickr.com/photos/subactive/">subactive photo</a> (via flickr)</p>
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		<item>
		<title>Gute Dinge wachsen lassen.</title>
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		<comments>http://fallen-legen.de/2010/02/knoppar-gute-dinge-wachsen-lassen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 23:29:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Neue Bekannte, Dauergäste: Ein paar mal kamen in den letzten Wochen Bands des schwedischen Knoppar-Labels in unserer Sonntags-Rubrik vor.

<em>Keine Namen, keine Zwänge, viel Vertrauen; etwas wachsen lassen: Ein anonymes Interview: "Wer sich für gute Musik interessiert, wird früher oder später über Knoppar stolpern". Vielleicht <a href="http://fallen-legen.de/2010/02/knoppar-gute-dinge-wachsen-lassen">hier</a>.</em>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Leute, die an guter Musik interessiert sind, werden über Knoppar stolpern. Früher oder später&#8221;. Der mutige Satz dieses Interviews. Aber vielleicht ist ja etwas dran: Knoppar ist ein am Schleierhaften interessiertes Label aus Schweden &#8211; und nach dem Stolpern über Tvärvägen, der Vorstadtfantasie mit dem <a href="http://vimeo.com/1897577">bunten Vogel</a>, bleibt man leicht auch an <a href="http://thehomeofknoppar.com/">Knoppar</a> hängen.</p>
<p>&#8220;That&#8217;s where you can order my cd&#8221; schrieb Tvärvägens Henrik Öhberg mir auf eine Nachfrage im Sommer 2009, und fügte den Link bei &#8211; hinter dem sich nur vage Informationen, aber Entdeckungen wie <a href="http://fallen-legen.de/2010/01/neue-bekannte-14-a-perfect-friend-sail-the-soil/">A Perfect Friend</a> und <a href="http://fallen-legen.de/2010/02/neue-bekannte-18-the-eyeshades-the-riot/">The Eyeshades</a> verbargen. Oder auch <a href="http://www.myspace.com/eatlb">Euphoria &amp; The Lazy Boy</a> und <a href="http://www.myspace.com/violetstains">Violet Stains</a>. Die Verbindung zwischen den Bands &#8211; die fragile, kluge Komposition, vielleicht?</p>
<p>&#8220;KNOPPAR is a small label, based in a suburb of a suburb of a suburb of a big city. KNOPPAR is also a wandering label.&#8221; &#8211; Die kurze Selbstbeschreibung auf myspace &#8211; ein wenig rätselhaft klingt das. Nachfragen also. Aber das Konzept mit dem Schleierhaften bleibt, und so entsteht ein anonymes E-Mail-Interview nach einem recht genauen Antwort-Plan, so scheint es. Und dann bricht, bei der vorletzten Frage, doch ein wenig faszinierte Plauderei durch. Der Gedanke im Zentrum: Etwas wachsen lassen, kein Druck durch Marktmechanismen. Was das Schöne mit einem Baum gemeinsam hat: Es wächst langsam, es kommt und geht und es lässt sich nicht zwingen.</p>
<p>Viel Rätsel und einiges Bedenkenswertes: Ein Gespräch mit einem eigenartigen Projekt. Und der Gedanke, der bleibt &#8211; so für&#8217;s tägliche Leben.</p>
<p><em>fallen/legen: Aus wievielen Leuten besteht denn Knoppar &#8211; und wer von euch antwortet mir gerade?</em></p>
<p>Knoppar: Wieviele Leute wir sind ist gar nicht interessant. Auch Namen sind nicht interessant. Was interessant ist, das sind die Musiker und die Musik. Im Grunde genommen sind die Bands das Label. Knoppar ist mehr wie ein Angestellter, der versucht, die wunderbare Musik der Künstler so vielen Leuten wie möglich vorzustellen.</p>
<p><em>Wie hat das alles denn angefangen, was war die Motivation zur Gründung?</em></p>
<p>Mit einem Treffen mit Henrik Öhbergs Band Ironville im August 2008 &#8211; an dem Abend hat er uns sein Nebenprojekt Tvärvägen vorgestellt, und <em>September</em> war eins der schönsten Stücke Musik, die wir jemals gehört haben. Da kam die Idee Knoppar zu gründen. Die Motivation also? Liebe und Leidenschaft für die Musik.</p>
<p><em>Wie kommt denn eure Zusammenstellung an Bands zustande &#8211; kennt ihr euch alle gegenseitig, oder sind das eher professionelle Erwägungen?</em></p>
<p>Kurz gefasst arbeiten wir mit der Musik die wir mögen. Einige Leute kennen wir, mit anderen haben wir noch nie persönlich gesprochen. Wir <em>finden </em>uns manchmal einfach so, aber manchmal fragen wir auch Leute, ob sie mit in die Knoppar-Familie wollen&#8230; Bands kommen und gehen. Aber es gibt da keine professionelle &#8220;Policy&#8221;.</p>
<p><em>Prominente Wörter in eurem Webshop sind &#8220;paper-sleeve&#8221; und &#8220;cd-r&#8221; &#8211; fließt viel persönliche Arbeit und Handarbeit in die Sache?</em></p>
<p>Das ist persönliche Arbeit und Handarbeit wie Sau!</p>
<p><em>Generiert das Label denn Geld? Oder ist es dann auch eher eine Investition für die Künstler und die Musik?</em></p>
<p>Manchmal machen wir Geld, und manchmal nicht. Aber das ist auch gar nicht wichtig. Eine der Ideen hinter Knoppar ist, &#8220;guten Dingen Zeit zum Wachsen zu geben&#8221;. Knoppar ist schwedisch für Knospen. &#8211; Das ist auch der Grund für die Papersleeves. Wir sagen: Lasst uns erstmal versuchen 50 oder 100 CD-Rs zu verkaufen &#8211; wenn das klappt, können wir vielleicht von dem Geld richtige CDs pressen. Schritt für Schritt.</p>
<p>Das ist alles mehr wie ein natürlicher Wachstumsprozess. Wir arbeiten nicht mit großen Vorschusskosten. Und deswegen liegt viel weniger Gewicht auf unseren Schultern und weniger Druck Geld zu verdienen. Es gibt eh nicht viele Leute, die noch CDs kaufen. Und die, die es tun sind ständig im &#8220;Kauf-Konflikt&#8221;, weil es jeden Monate soviele Veröffentlichungen gibt.</p>
<p>Wir haben also jede Menge Zeit. Wir gehören nicht zum &#8220;Hype-Business&#8221;. Das große Geschäft überlassen wir gern den anderen. Wir interessieren für gute Musik und die Kunst dahinter. Leute, die sich für gute Musik interessieren, werden über Knoppar stolpern. &#8211; Früher, oder später.</p>
<p><em>Also auch keine großen Zukunftspläne?</em></p>
<p>Nein, es gefällt uns, wie es ist!</p>
<p><em>Eine schöne Compilation der knoppar-Künstler gibt es auf der Label-Homepage: <a href="http://www.box.net/shared/smv4ujaose">Klicken</a>, und einen Haken bei &#8220;auto-play next file&#8221; setzen.</em></p>
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		<item>
		<title>Neue Bekannte (18): The Eyeshades – The Riot</title>
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		<comments>http://fallen-legen.de/2010/02/neue-bekannte-18-the-eyeshades-the-riot/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 11:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwedenwochen: Die binnenschwedische Art ein Saxophon zu blasen - Poptradition statt Kalkülschmalz.

<em>Der </em>Riot<em> der Eyeshades zum Gratisdownload. <a href="http://fallen-legen.de/2010/02/neue-bekannte-18-the-eyeshades-the-riot">In Teil V der fallen/legen-Schwedenwochen.</a></em>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für <em>smarten</em> Pop sind sie weltweit bekannt &#8211; was schwedische Radioexporte seit unserer Kindheit aber in die Welt bringen läuft eher innerhalb des gewohnten Schemas ab: Gitarre, Schlagzeug, Synthie. Abba, Ace of Base, Roxette. Ein Phänomen der schwedischen Binnenszene sind dagegen die Indie-Tanzbands, die die dunklen Nächte mit der Instrumentierung eines Rundfunkorchesters fort spielen: Auf der Bühne und im Refrain einer schwedischsprachigen Popband darf die Bläsersektion selten fehlen, gleiches gilt für die Backgroundsängerin und ein wenig Zusatzpercussion. Fragen Sie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NOQVH4vwIUU">Håkan Hellström (z.B. Kom Igen Lena)</a>, <a href="http://http://www.youtube.com/watch?v=B5SISDB2yO4">Florence Valentin (Upp På Sociala)</a>, <a href="http://http://www.youtube.com/watch?v=-bIeYeiUqjk">Bob Hund (Tinnitus I Mitt Hjärtat)</a> &#8211; oder auch die Shout Out Louds mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CZPSyI4Zybo" target="_blank">ihrem neuen Video</a>.</p>
<p>Selten aber entsteht daraus der klebrige Poppathos, den nostalgisierende US-Rockstars mit solchen Mitteln produzieren &#8211; in Schweden ist das Saxophon noch ein ernsthaft vergnügter Partykracher, im Verbunde mit Konfetti, Röhrenjeans und großen Gläsern überteuerten Biers. Zum Beispiel im Song The Riot der Eyeshades &#8211; wenn zum brummenden E-Bass, dem shufflenden Schlagzeug und der schrammelnden Gitarre (den Tanzutensilien unserer Tage), das schwungvoll geblasene Saxophonthema kommt, zu dem vielleicht Eltern oder Großeltern schon das Bein schwangen. Und einen Bogen um 50 Jahre Tanzmusik in Westschweden schlägt, bis die bunten Lichter vor den Augen zu flirren beginnen.</p>
<p><p><a href="http://fallen-legen.de/2010/02/neue-bekannte-18-the-eyeshades-the-riot/"><em>Um das Video zu sehen bitte klicken.</em></a></p><em>Extase, Lärm und (so steht es simpsonesk auf der myspace-Seite) </em>Saxomaphon<em> mit den Eyeshades.</em></p>
<p><em>Unter Vertrag stehen The Eyeshades beim Stockholmer Knoppar-Label &#8211; wie auch Tvärvägen und A Perfect Friend, über die wir bereits in den letzten Wochen geschrieben haben. Am Mittwoch folgt ein (ungewöhnlich genug) anonymes Interview mit einem der Knoppar-Gründer: &#8220;</em>People who are interested in good music will stumble over Knoppar&#8230; sooner or later.&#8221;</p>
<p>The Eyeshades:</p>
<ul>
<li>myspace: <a href="http://www.myspace.com/theeyeshades">www.myspace.com/theeyeshades</a></li>
<li>Download: <a href="http://www.box.net/shared/smv4ujaose/1/32844224/367428588">(via box.net/Knoppar)</a></li>
</ul>
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