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		<title>Gebt Dichand was Dichand gebührt!</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 08:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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Hans Dichand ist einer der erfolgreichsten &#214;sterreichen. Im Alter von 14 Jahren begann der Grazer, aus &#228;rmlichen Verh&#228;ltnissen kommend, seine einzigartige Karriere in einer Eggenberger (Graz) Druckerei. Im 2. Weltkrieg diente er seinem Land bei der Kriegsmarine, bis zu deren Untertang 1941 auf dem Transportschiff &#8220;Leverkusen&#8221;. Den Untergang &#252;berlebte Dichand knapp und schwer verletzt. Nach [...]]]></description>
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<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Dichand"  target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Hans Dichand</a> ist einer der erfolgreichsten &#214;sterreichen. Im Alter von 14 Jahren begann der Grazer, aus &#228;rmlichen Verh&#228;ltnissen kommend, seine einzigartige Karriere in einer Eggenberger (Graz) Druckerei. Im 2. Weltkrieg diente er seinem Land bei der Kriegsmarine, bis zu deren Untertang 1941 auf dem Transportschiff &#8220;Leverkusen&#8221;. Den Untergang &#252;berlebte Dichand knapp und schwer verletzt. Nach Kriegsende wurde Dichand Redakteur beim Britischen Nachrichtendienst (die Steiermark war britisch besetzt<sup class='footnote'><a href="#fn-2190-1" id="fnref-2190-1" class="liinternal">1</a></sup>). Er stenographierte Teste von Radio BBC und bereitete sie f&#252;r den Druck in der &#8220;Neuen Steirischen Zeitung&#8221; auf. Schon damals ver&#246;ffentlichte er unter dem Pseudonym Cato zeitkritische Kommentare.</p>
<p>1949 kam <a href="http://feuerhaken.org/tag/hans-dichand/"  class="st_tag internal_tag" rel="tag nofollow" title="Posts tagged with Hans Dichand">Hans Dichand</a> zur &#8220;Kleinen Zeitung&#8221; und wurde ob seines au&#223;erordentlichen Talents bald deren Chefredakteur. 1954 verlie&#223; er schlie&#223;lich die Provinz und wurde Chefredakteur des &#8220;Neuen Kuriers&#8221; (der heutige &#8220;Kurier&#8221;). Doch schon bald fand er seine wahre Berufung. Unterst&#252;tzt von Franz Olah gr&#252;ndete er 1959 die &#8220;Kronen Zeitung&#8221;. Mit seinen &#252;berragenden journalistischen F&#228;higkeiten und seinem unglaublichen Gesp&#252;r f&#252;r die Menschen machte Dichand die aus dem Nichts gegr&#252;ndete Zeitung zur gr&#246;&#223;ten in &#214;sterreich und zu einer der erfolgreichsten Zeitungen weltweit.</p>
<p>Heute ist <a href="http://feuerhaken.org/tag/hans-dichand/"  class="st_tag internal_tag" rel="tag nofollow" title="Posts tagged with Hans Dichand">Hans Dichand</a> 88 Jahre alt und k&#246;nnte sich l&#228;ngst zur Ruhe setzten. Doch nach einem arbeitsreichen Leben im Dienste &#214;sterreichs (um nur ein Beispiel zu nennen &#8211; er rettete die Hainburger Au) ist er noch immer bereit, das Seine zum Wohlergehen des Landes beizutragen. In einem Alter in dem andere seit 30 Jahren auf der faulen Haut liegen und sich ein sch&#246;nes Leben vom Staat finanzieren lassen, ist er nach wie vor aktiv. </p>
<p>Doch trotz seiner beeindruckenden Karriere und seiner gewaltigen Leistungen f&#252;r &#214;sterreich, von denen er keine einzige an die gro&#223;e Glocke h&#228;ngt, lebt der bescheide Mann fast vollst&#228;ndig ohne Dank und Anerkennung durch das offizielle &#214;sterreich. </p>
<p>Stattdessen muss er sich, vor allem von Linksradikalen, Beschimpfungen und Beleidigungen gefallen lassen, ohne das jemand etwas dagegen unternimmt. In seiner Demut bestreitet Dichand aber auch nicht den zivilrechtlichen Weg, der sicherlich zu vielen Verurteilungen der linksradikalen Hetzer f&#252;hren w&#252;rde. Still tr&#228;gt er sein Kreuz vor sich, wenn vom &#8220;Greis&#8221; gesprochen wird, oder behauptet wird das er, der scharfe Analytiker der klarer Denken kann als alle Gr&#252;nen zusammen, &#8220;senil&#8221; sei. </p>
<p>Fr&#252;her, vor dem kulturellen Verfall, da respektierte man &#228;ltere Menschen ob ihrer Lebenserfahrungen und Leistungen. Man war dankbar, wenn sie etwas von ihrer Weisheit teilten. Und wieviel Weisheit muss <a href="http://feuerhaken.org/tag/hans-dichand/"  class="st_tag internal_tag" rel="tag nofollow" title="Posts tagged with Hans Dichand">Hans Dichand</a> zu teilen haben, bei seinen vielen vielen, oft auch schmerzhaften Erfahrungen, bei seinen zahlreichen gro&#223;en Leistungen? Er, der dem&#252;tige Beobachter im Vorhof der Macht, der die Politik besser versteht als jeder lebende Politiker, ist sicherlich der weiseste Mensch &#214;sterreichs. Und alle k&#246;nnten an seiner Weisheit teilhaben. Uneitel teilt er sie mit den Lesern seiner &#8220;Krone&#8221;. </p>
<p>Doch das ist nicht genug! Was ich hier fordere, und ich bin mir sicher, ich bin damit nicht allein, geht weit &#252;ber ein paar Orden, Ehrenringe, Urkunden u&#228; hinaus:</p>
<p>In einer Zeit des allgemeinen und andauernden Verfalls der Moral, in der Linksextreme aus ihren L&#246;chern kriechen und Asylmissbrauch die Sicherheit eines ganzen Landes zerst&#246;rt, in der eine Diktatur von Beamten und Bonzen im fernen Br&#252;ssel absurde Regeln aufstellt und &#214;sterreich zu zerst&#246;ren droht, in dieser schweren schweren Zeit br&#228;uchte es einen Mann wie Dichand an der Spitze des Staates. Nicht als machtloser Bundespr&#228;sident oder als durch l&#228;stige Beschr&#228;nkungen und ein von Linken dominiertes Parlament eingeschr&#228;nkter Bundeskanzler. Doch sicherlich auch nicht als Diktator, den Dichand ist einer der weniger Widerstandsk&#228;mpfer gegen die gr&#246;&#223;te Dikatur unserer Zeit &#8211; die EU. </p>
<p>Nein, <a href="http://feuerhaken.org/tag/hans-dichand/"  class="st_tag internal_tag" rel="tag nofollow" title="Posts tagged with Hans Dichand">Hans Dichand</a> sollte vielmehr ein geistiger, spiritueller F&#252;hrer des Landes sein. Uneingeschr&#228;nkt und gegebenenfalls in der Lage, die Politiker die seinem weisen Rat nicht folgen, zu bestrafen. So wie es in Ans&#228;tzen bereits jetzt der Fall ist, da er als angesehenster und erfolgreichster Journalist &#214;sterreichs von vielen geh&#246;rt wird. Doch dies muss verst&#228;rkt und institutionalisiert werden, damit nicht gierige Kapitalisten wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WAZ-Mediengruppe"  target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">WAZ</a> dem Wohl des Landes schaden k&#246;nnen. </p>
<p>Eine Position also, wie sie etwa der verstorbene Ruhollah Chomeini im Iran inne hatte. Die h&#246;chste Autori&#228;t dem, der sie verdient. <a href="http://feuerhaken.org/tag/hans-dichand/"  class="st_tag internal_tag" rel="tag nofollow" title="Posts tagged with Hans Dichand">Hans Dichand</a> soll Gro&#223;ayatollah von &#214;sterreich werden! (Die entsprechende<a rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/home.php#/group.php?gid=125402979761&#038;ref=ts"  target="_blank" class="liexternal"> Facebook-Gruppe gibt es hier</a>).<br />
<center><!&#8211; WSA: rules for context 'u' said: don't show ad &#8211;></center>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2190-1'>Bis auf jenes Gebiet in dem Arnold Schwarzenegger sowjetische Panzer sah <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2190-1" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
</ol>
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		<title>Wer bedroht Österreich?</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 13:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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Heute wurde der &#246;sterreichische Verfassungsschutzbericht 2009 vorgestellt (Berichtszeitraum ist das Jahr 2008). Er wurde vor allem im Zusammenhang mit der &#8220;Spitzelaff&#228;re&#8221; um Harald Vilimsky und den Geheimdienst von Kasachstan mit Spannung erwartet. Der sind aber nur zwei unspektakul&#228;re Abs&#228;tze gewidmet. Es geht ja auch um viel mehr. S&#228;mtliche Bedrohungen der &#246;sterreichischen Verfassung und Strafttaten von [...]]]></description>
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Heute wurde der <a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/495835/index.do?_vl_backlink=/home/index.do"  target="_blank" rel="nofollow" class="liexternal">&#246;sterreichische Verfassungsschutzbericht 2009 vorgestellt</a> (Berichtszeitraum ist das Jahr 2008). Er wurde vor allem im Zusammenhang mit der &#8220;Spitzelaff&#228;re&#8221; um Harald Vilimsky und den Geheimdienst von Kasachstan mit Spannung erwartet. Der sind aber nur zwei unspektakul&#228;re Abs&#228;tze gewidmet. Es geht ja auch um viel mehr. S&#228;mtliche Bedrohungen der &#246;sterreichischen Verfassung und Strafttaten von potentiell verfassungsfeindlichen Gruppen (vulgo Extremisten) werden erfasst und bewertet. Und wie sieht es da aus? </p>
<blockquote><p>Der islamisch motivierte Extremismus und Terrorismus gilt weiter hin als die &#8220;prim&#228;re Gef&#228;hrdungsquelle&#8221; f&#252;r die innereurop&#228;ische und inner&#246;sterreichische Sicherheit.<br />
[...]<br />
Gridling relativierte gleichzeitig das terroristische Gef&#228;hrdungspotenzial: F&#252;r &#214;sterreich selbst gibt es keine konkreten Hinweise auf eine Gefahr von Anschl&#228;gen. Allerdings k&#246;nnen &#214;sterreichs Interessen auch im Ausland betroffen sein. Als Beispiel nannte der BVT-Chef die Entf&#252;hrung zweier &#246;sterreichischer Touristen in Tunesien im Vorjahr.</p></blockquote>
<p>Jetzt ist zwar auch Tunesion nicht unbedingt &#8220;innereurop&#228;isch&#8221;, aber sp&#228;testens seit Deutschland am Hindukusch verteidigt wird, wei&#223; man, dass westliche Sicherheitskonzepte sehr global orientiert sind. </p>
<p>W&#228;hrend also islamistische Terroristen au&#223;erhalb Europas die gr&#246;&#223;te Bedrohung f&#252;r &#214;sterreich darstellen, haben die vernachl&#228;ssigbaren Rechtsextremen, die furchtbar b&#246;sen und deshalb mit der vollen H&#228;rte des § 278 StGB zu verfolgenden militanten Tiersch&#252;tzer und die, nach FP&#214;-Aussagen gef&#252;hlten 4 Millionen Linksextremen auch tats&#228;chlich etwas getan. Im Folgenden ein kleiner &#220;berblick &#252;ber die Entwicklung der letzten Jahre:</p>
<p><img src="http://spreadsheets.google.com/pub?key=tdER2OeAhFwfuAZhhyd6FYA&#038;oid=3&#038;output=image" /></p>
<p><strong>Anmerkungen: </strong><br />
<font size="1">1) Die Statistik zeigt sogenannte Tathandlungen (ist ungleich Anzeigen, ist ungleich Verurteilungen)<br />
2) Bei den militanten Tiersch&#252;tzern wurden in den Verfassungsschutzberichten bis 2002 nie konkrete Zahlen genannt, deshalb liegt die Kurve bis dahin am Boden.<br />
3) Bez&#252;glich der Islamisten werden im Bericht f&#252;r den Zeitraum 2007 drei Drohvideos gegen &#214;sterreich erw&#228;hnt, darunter jenes das zum sogenannten &#8220;TerrorProzess&#8221; gegen Mohamed M. und Mona S. gef&#252;hrt hat.<br />
4) Der Ausrei&#223;er bei den Linksestremen im Jahr 2000 kommt daher, dass alle Tathandlungen (Sachbesch&#228;digung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, etc.) die bei einer Demonstration gegen Schwarz-Blau get&#228;tigt wurden, hier eingerechnet wurden. Bis dahin wurden Demonstrationen &#252;berhaupt nicht eingerechnet.</font></p>

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		<title>Der Niedergang der SPÖ</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 19:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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Die These ist: Wir sehen den Niedergang einer gro&#223;en Partei &#8211; nicht einer gro&#223;en Bewegung bzw. Ideologie. Den erstere hat sich von letzterer  verabschiedet. Nicht erst unter dem eigenschaftslosen und ideologiefreien Vorsitzenden Faymann, der Genosse Bundeskanzler ist ein Symptom. Die sozialdemokratischen Grundwerte &#8211; Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarit&#228;t &#8211; sind alles andere als &#252;berholt. [...]]]></description>
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Die These ist: Wir sehen den Niedergang einer gro&#223;en Partei &#8211; nicht einer gro&#223;en Bewegung bzw. Ideologie. Den erstere hat sich von letzterer  verabschiedet. Nicht erst unter dem eigenschaftslosen und ideologiefreien Vorsitzenden Faymann, der Genosse Bundeskanzler ist ein Symptom. Die sozialdemokratischen Grundwerte &#8211; Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarit&#228;t &#8211; sind alles andere als &#252;berholt. Die Sozialdemokratische Partei &#214;sterreichs dagegen ist es. Und nicht nur sie, sondern weite Teile der europ&#228;ischen Linken. Im Folgenden beschr&#228;nke ich mich aus naheliegenden Gr&#252;nden<sup class='footnote'><a href="#fn-2175-1" id="fnref-2175-1" class="liinternal">1</a></sup> auf die SP&#214;. Ich werde mir allerdings nicht die M&#252;he machen, Dinge die von kl&#252;geren Menschen gesagt wurden, nachzuerz&#228;hlen oder zu umschreiben. Insofern ist dieser Eintrag zu einem bestimmten Teil auch eine Zusammenfassung in meinen Augen treffender Kommentare.</p>
<p>Vor einigen Tagen schrieb <a href="http://derstandard.at/fs/1246541960792/Kommentar-der-anderen-Schlechtwetter-fuer-linke-Politik"  target="_blank" rel="nofollow" class="liexternal">Wolfgang M&#252;ller-Funk im &#8220;Standard&#8221;</a> einen hinsichtlich der Problemdiagnostik ausgezeichneten Kommentar zu diesem Themengebiet, der zumindest die nicht &#246;sterreichspezifischen Ursachen des Niedergangs beschreibt. Vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung die direkt in die Richtung l&#228;uft, aus der die Sozialdemokratie geboren wurde, werden diese umso deutlicher.</p>
<blockquote><p>Umverteilen lie&#223; sich mit dem kommunistischen Drohgespenst im R&#252;cken, wobei niemandem etwas weggenommen wurde und die Schw&#228;cheren von dem gr&#246;&#223;eren Kuchen etwas abbekamen.</p></blockquote>
<p>Eines der Probleme ist sicher dass die meisten sozialdemokratischen Parteien nur unter den Bedingungen des Wirtschaftswachstums funktionieren (so sie an der Macht sind), da sie nur Zuw&#228;chse, aber kein bestehendes Verm&#246;gen verteilungspolitischen &#8220;angreifen wollen&#8221;. Gerade in &#214;sterreich wird dies, angesichts der grenzdebil (auch aus wirtschaftspolitischer Sicht) verteilten Steuerlast auf Arbeit einerseits, und Verm&#246;gen andererseits. Von einem gerechten Steuersystem<sup class='footnote'><a href="#fn-2175-2" id="fnref-2175-2" class="liinternal">2</a></sup> h&#246;rt man trotzdem nichts. Schon gar nicht aus der SP&#214;. </p>
<blockquote><p>Die Hilflosigkeit hinter den Protesten gegen die kapitalistische Globalisierung ist mit H&#228;nden zu greifen, die R&#252;ckkehr zu &#252;berholten Konzepten, die sich, wenigstens im Rahmen der bestehenden wirtschaftlichen Ordnung, als untauglich erwiesen haben (Reichen- und andere Steuern, Neo-Etatismus, Schuldenpolitik, das Schielen auf nationale L&#246;sungen) und an die nicht einmal mehr jene glauben, die sie eilfertig verk&#252;nden. Diese Art von Anti-Kapitalismus gerinnt zur reinen und unglaubw&#252;rdigen Rhetorik, die die rasante Talfahrt beschleunigt. Die radikale Rechte hat zwar keine politisch vern&#252;nftigen Alternativen, aber immerhin wirksame Feindbilder: die Fremden.</p></blockquote>
<p>Hier sind wir bei einem zentralen und f&#252;r mich besonders schmerzhaften Problem angelangt. Die Schwachen, die Verlierer, die Menschen denen es am schlechtesten geht &#8211; sie wenden sich nicht mehr der Sozialdemokratie zu und die Sozialdemokratie wendet sich ihnen nicht mehr zu. Die SP&#214; hat nicht nur in ihrer Politik weitgehend vergessen dass es diese Menschen gibt, dass es sie sind, die die SP&#214; gro&#223; gemacht haben, dass es sie sind, denen die erste Loyalit&#228;t der SP&#214; zu gelten hat. Die SP&#214; hat auch vollkommen verlernt mit ihnen zu sprechen. Die SP&#214; versteht sie nicht, und sie nehmen die SP&#214; l&#228;ngst nicht mehr ernst. Was angesichts der Tatsache dass sie HC Strache ernst nehmen umso mehr ein Armutszeichen der SP&#214; ist. </p>
<p>Einmal abgesehen von der Gruppe an &#252;berzeugten Nationalisten und Rassisten, befindet sich, ohne jetzt W&#228;hlerstromanalysen, Nachwahlbefragungen, Glaskugeln und Kaffeesud zu bem&#252;hen, ein immer Gr&#246;&#223;erer Teil der urspr&#252;nglichen Kernw&#228;hlerschaft bei den Rechten. Wie schon &#246;fters geschrieben &#8211; die Leute f&#252;r die die SP&#214; etwas getan hat, halten ihr die Treue &#8211; ihre zuverl&#228;ssigste W&#228;hlergruppe, die Pensionisten. Die Leute f&#252;r die die SP&#214; etwas tun m&#252;sste, w&#228;hlen Strache. </p>
<blockquote><p>Die St&#228;rke der Linken bestand in der Energie, Gegenentw&#252;rfe in die Welt zu setzen. Eben diese aber sind Mangelware geworden. Und auch das erzeugt Angst.</p></blockquote>
<p>Die Linken haben nichts progressives anzubieten. Die KP&#214; pendelt zwischen reaktion&#228;rem fr&#252;her war alles besser, EU-Austritt und Stalin-B&#252;sten-putzen. Die SP&#214; ist inhaltlich tot und dementsprechend sieht ihre Politik aus. Und das Wort ist Fleisch geworden: Werner Faymann ist die vollkommene Verk&#246;rperung des letzten Zitates. </p>
<blockquote><p>Linke Politik k&#246;nnte sich fragen, wie man solidarisches Verhalten in einer Gesellschaft st&#228;rken und belohnen kann, anstatt &#228;ngstlich zwischen dem altem Etatismus der 1970er-Jahre und der neoliberalen Politik der 1990er-Jahre hin und her zu schwanken, die die Sozialdemokratie entgegen aller antikapitalistischen Rhetorik bis heute betreibt.</p></blockquote>
<p>Politiker wie Gerhard Schr&#246;der, Viktor Klima, Werner Faymann und unangefochten an der Spitze Tony Blair haben der Linken und insbesondere der Sozialdemokratie massiven Schaden zugef&#252;gt. Auch deshalb ist die Krise des Neoliberalismus eine Krise der Sozialdemokratie. Nicht weil ihr das Feindbild abhanden kommt, sondern die Handlungsanleitung! </p>
<blockquote><p>Dabei m&#252;sste man in der Parteizentrale L&#246;welstra&#223;e nur einen Blick in die Vergangenheit werfen, um einen Weg aus der Misere zu finden. Damals wie heute ist es Aufgabe der Sozialdemokratie, Widerspr&#252;che in der Gesellschaft zu identifizieren und daraus Konsequenzen zu ziehen. Fr&#252;her verliefen die Bruchlinien entlang traditioneller Klasseninteressen. Heute klaffen zwischen den Gewinnern und Verlierern des globalen Tranformationsprozesses tiefe Gr&#228;ben.</p></blockquote>
<p>schreibt der Politologe Anton Pelinka, vermutlich zumindest in &#214;sterreich der Beste seines Faches, <a href="http://www.zeit.de/2009/28/A-Krise-SPOe"  target="_blank" class="liexternal">in der &#8220;ZEIT&#8221;</a>. Und legt den Finger gleich in die n&#228;chste Wunde &#8211; dem Vergessen und Verdr&#228;ngen der internationalen Tradition:</p>
<blockquote><p>Die SP&#214; ist Teil einer europ&#228;ischen Partei, der Fraktion der europ&#228;ischen Sozialisten. Doch daf&#252;r scheint sich die SP&#214; bestenfalls zu sch&#228;men. So hebt jede Stellungnahme zur EU mit einer Art Pflichtkritik am mangelnden sozialen Charakter der Union an, so als w&#228;re dieses Defizit nicht von Sozialdemokraten selbst verursacht worden, die der Union erst gar nicht jene Kompetenzen zugestehen wollen, die es ihr erlaubten, sich zu einer sozialen Union weiterzuentwickeln.</p></blockquote>
<p>Der EU-Wahlkampf war nicht nur in seiner Durchf&#252;hrung eine Katastrophe<sup class='footnote'><a href="#fn-2175-3" id="fnref-2175-3" class="liinternal">3</a></sup> deshalb nur ja nicht ausspielen l&#228;sst, hat noch nie funktioniert. Parteien probieren es trotzdem immer wieder] sondern hat auch inhaltliche Leere und geistige Abschottung offenbart. Werner Faymanns Provinzialismus macht in eigentlich nicht nur als Vorsitzenden einer progressiven, internationalen Partei untragbar, sondern auch als Bundeskanzler einer Demokratie im 21. Jahrhundert. Dabei gibt es zumindest zarte Anzeichen einer m&#246;glichen Besserung. Zwar erscheint es tats&#228;chlich wie eine Art &#8220;Pflichtkritik&#8221; wenn die SP&#214; die mangelnden sozialen Dimensionen der EU thematisiert. Aber auch das ist neu. Und zumindest ansatzweise h&#246;rt man auch Stimmen die merken, dass sich das nur &#228;ndern wird, wenn man der EU hier mehr Kompetenzen gibt. Das war es aber auch schon mit dem Optimismus.</p>
<p>Auch Robert Misik setzte sich vor Kurzem mit der SP&#214; auseinander.<br />
<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/S2ANRafn1k0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/S2ANRafn1k0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object><br />
In Weiten Teilen finde ich seine Kritik berechtigt, seine Anregungen sind, wie er selbst sagt, mehr als schwer umzusetzen. Und dennoch notwendig wenn die SP&#214; gern eine Zukunft h&#228;tte. Aber leider, wie Anton Pelinka schreibt:</p>
<blockquote><p>In der L&#246;welstra&#223;e hat man indes Probleme, das 20.Jahrhundert zu verstehen.</p></blockquote>
<p><center><!&#8211; WSA: ad in context u not shown: too many ads &#8211;></center>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2175-1'>W&#252;rde nicht nur einen Blogpost sondern einen ganzen Blog sprengen und w&#228;r mir viel zu viel Aufwand <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2175-1" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2175-2'>Das hei&#223;t nicht, einfach &#8220;die Reichen besteuern&#8221; <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2175-2" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2175-3'>Einen Spitzenkandidaten auf etwas zu trimmen, das er nicht ist (popul&#228;r), w&#228;hrend man ihn seine St&#228;rken (Kompetenz, Sachlichkeit <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2175-3" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>

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		</item>
		<item>
		<title>Niko Alm kommt in die Hölle</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 17:09:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politikfrei]]></category>
		<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Laizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Umfragen]]></category>

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		<description><![CDATA[

Ein klares demokratisches Votum hat ergeben, dass der Laizist und Atheist  ketzerische satansanbeterische S&#252;nder Niko Alm in die H&#246;lle kommen wird. 
Von 138 abgegebenen Stimmen entfielen 43 (~ 31 %) auf &#8220;Ja, so wie ich, und wir werden dort eine Menge Spa&#223; haben&#8221;, 33 (~ 24 %) auf &#8220;Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit&#8221;, 6 [...]]]></description>
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<p>Ein klares demokratisches Votum hat ergeben, dass der <del datetime="2009-07-12T17:00:07+00:00"><a href="http://www.laizismus.at"  target="_blank" class="liexternal">Laizist</a> und <a href="http://www.buskampagne.at"  target="_blank" class="liexternal">Atheist</a> </del> ketzerische satansanbeterische S&#252;nder <a href="http://www.alm.at"  target="_blank" class="liexternal">Niko Alm</a> in die H&#246;lle kommen wird. </p>
<p>Von <strong>138</strong> abgegebenen Stimmen entfielen <strong>43 (~ 31 %)</strong> auf &#8220;Ja, so wie ich, und wir werden dort eine Menge Spa&#223; haben&#8221;, <strong>33 (~ 24 %)</strong> auf &#8220;Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit&#8221;, <strong>6 (~ 4 %)</strong> auf &#8220;Ja, und ich wink ihm dann von oben zu&#8221; und <strong>5 (~ 4 %)</strong> auf das schlichte &#8220;Ja&#8221;. Insgesamt fielen damit 87 Stimmen (~ 63 %) der Stimmen auf eine h&#246;llische Antwort. </p>
<p>Die Gruppe der solidarischen Gottesl&#228;sterer gab <strong>36 Stimmen (~ 26 %)</strong> f&#252;r &#8220;Es gibt keinen Gott und daher auch keine H&#246;lle&#8221; ab. Von den Gl&#228;ubigen wurden <strong>9 Stimmen (~ 7 %)</strong> an &#8220;Vielleicht ist Gott barmherzig, und er bruzelt nur lange im Fegefeuer&#8221; vergeben sowie <strong>6 (~ 4 %)</strong> an &#8220;Das wei&#223; nur Gott der Herr, ich aber werde f&#252;r ihn beten&#8221;. </p>

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		<title>Linker Gesinnungsterror: JVP 1:0</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 19:52:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[JVP]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[SPÖ]]></category>

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Die Junge &#214;VP Wien unter Obmann Sebastian Kurz, zugleich auch Bundesobmann der JVP, m&#246;chte das Sommerloch mit einer Sommerkampagne f&#252;llen. Gemeinsam mit Bundesminister und &#214;VP-Wien-Vorsitzendem Johannes &#8220;Gio&#8221; Hahn pr&#228;sentierte Kurz den Vorschlag, die U-Bahnen sollen in Wien 24/7 fahren. Die entsprechende Kampagne hei&#223;t &#8220;24 Stunden Verkehr!&#8221; und ist in guter JVP-Tradition klarerweise eine Anspielung auf [...]]]></description>
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<p><center><!&#8211; WSA: ad in context o not shown: too many ads &#8211;></center><br />
Die Junge &#214;VP Wien unter Obmann Sebastian Kurz, zugleich auch Bundesobmann der JVP, m&#246;chte das Sommerloch mit einer Sommerkampagne f&#252;llen. Gemeinsam mit Bundesminister und &#214;VP-Wien-Vorsitzendem Johannes &#8220;Gio&#8221; Hahn pr&#228;sentierte Kurz den Vorschlag, die U-Bahnen sollen in Wien 24/7 fahren. Die entsprechende Kampagne hei&#223;t &#8220;24 Stunden Verkehr!&#8221; und ist in guter JVP-Tradition klarerweise eine Anspielung auf Sex.<sup class='footnote'><a href="#fn-2157-1" id="fnref-2157-1" class="liinternal">1</a></sup> Soweit, so billig, platt und einfallslos.<sup class='footnote'><a href="#fn-2157-2" id="fnref-2157-2" class="liinternal">2</a></sup> Aber &#8211; es erregt Aufmerksamkeit. Vor allem bei den, zu meinem Bedauern, inhaltsarm in automatisierten Abl&#228;ufen festh&#228;ngenden Linken (siehe zB die Links in Fu&#223;note 1).<sup class='footnote'><a href="#fn-2157-3" id="fnref-2157-3" class="liinternal">3</a></sup> </p>
<p>Den, die Kampagne hatte urspr&#252;nglich 3 Sujets. Neben diesem Plakat<br />
<img src="http://feuerhaken.org/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/jvp_verkehr.jpg" alt="jvp_verkehr" title="jvp_verkehr" width="566" height="400" class="aligncenter size-full wp-image-2158" /><br />
gab es auch noch den Mann und die Frau allein:<br />
<img src="http://feuerhaken.org/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/jvp_Halbnackt.jpg" alt="jvp_Halbnackt" title="jvp_Halbnackt" width="443" height="546" class="aligncenter size-full wp-image-2159" /><br />
Die rotgr&#252;ne W&#228;chterInnenr&#228;tin war sofort zur Stelle um die sexistische Kampagne zu &#228;chten. Leider fehlt ihr noch die Kompetenz Sebastian Kurz f&#252;r die Kampagne hinrichten zu lassen, aber das kommt sicher auch bald.</p>
<p>Aber ernsthaft. Es geht klarerweise um das Sujet mit der halbnackten Frau. Eine vorgebrachte Kritik ist, dass es sich dabei um Sexismus handle, weil der Mann viel mehr anhabe als die Frau (A). Eine weitere ist die, dass das egal ist, da es jedenfalls die Menschen auf ihre K&#246;rper reduziere (B). Eine andere Erkl&#228;rung f&#252;r die Kritik sei, so zumindest Poster in diversen Foren, dass es bei den Linken nur h&#228;ssliche Frauen gebe und wenn es nach denen gehe, d&#252;rfen nur noch Schwule und h&#228;ssliche Frauen plakatiert werden (C). </p>
<p>A und B sind miteinander insofern verbunden, als B A in einer gewissen Weise beinhaltet, nur ohne die Differenzierung. Jedenfalls ist B aber die &#8220;st&#228;rkere&#8221; Aussage insofern als es nicht um Geschlechterparit&#228;t sondern um eine absolute Definition geht. C ist meine pers&#246;nliche Lieblingserkl&#228;rung, trifft aber wohl nur auf einige wenige zu. A und B aber ben&#246;tigen einen konturlosen &#8220;erweiterten&#8221; Sexismus-Begriff um zuzutreffen.</p>
<p>Allgemein k&#246;nnte man unter Sexismus Diskriminierung oder Unterdr&#252;ckung von Menschen allein wegen ihres Geschlechts verstehen. Aber, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sexismus"  target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wikipedia</a> kl&#228;rt auf, &#8220;Heute stehen verschiedene Definitionen von Sexismus nebeneinander.&#8221; Angef&#252;hrt werden daf&#252;r<br />
a) dass &#8220;in der Psychologie Sexismus &#252;ber „stereotype Merkmalszuschreibungen“ definiert&#8221; wird<br />
b) dass in der Soziologie &#8220;mehr der strukturelle Aspekt des Sexismus betont&#8221; wird. &#8220;Hier hei&#223;t es, dass Sexismus kulturell bedingt, institutionell verankert und individuell verinnerlicht sei.&#8221;<br />
c) dass im &#8220;Postfeministischen Diskurs&#8221; Sexismus viel weiter definiert werde. &#8220;Hier wird es bereits als Sexismus betrachtet von anderen zu erwarten oder zu verlangen, dass sie Geschlechternormen verk&#246;rpern.&#8221;<br />
Das ist nicht besonders hilfreich, da a) und c) sich nicht wirklich unterscheiden und b) keine Definition ist sondern eine Theorie der Genese des Sexismus andeutet. Die Definitionen kommen ohne weiteren Schaden der jemand zugef&#252;gt wird aus. Der Schaden ist der Sexismus an sich. Vor allem aber, so man Wikipedia Qualit&#228;t beimisst (was ich, insbesondere bei der deutschen, so nicht unterschreiben w&#252;rde), ist dies ein starkes Indiz daf&#252;r dass &#8220;Sexismus&#8221; tats&#228;chlich ein konturloser Begriff ist der in seiner Beliebigkeit n&#228;her an der Sinnlosigkeit als an sonst was ist. Aber ok &#8211; ich kann niemand au&#223;er den Autoren die Wikipediadefinition vorwerfen.</p>
<p>Wenn wir unter Sexismus Diskriminierung oder Unterdr&#252;ckung von Menschen allein wegen ihres Geschlechts verstehen, dann ist das Sujet der JVP nicht sexistisch. Dazu braucht es eine Definition in Richtung der Wikipediadefinitionen. Gehen wir nun ins Detail:</p>
<p>Sujet 1 zeigt einen allen g&#228;ngigen Sch&#246;nheitsidealen entsprechenden Mann in sommerlicher Kleidung, l&#228;chelnd. Nicht besonders sexualisiert dargestellt, aber sicherlich (f&#252;r die Zielgruppe? f&#252;r die durchschnittlich dumme junge Frau? in die Richtung etwas) attraktiv. Sujet 2 zeigt eine allen g&#228;ngigen Sch&#246;nheitsidealen entsprechende Frau. Deutlich sp&#228;rlicher bekleidet. F&#252;r Fu&#223;fetischisten (?) klar. Das Schild vor ihren Br&#252;sten <sup class='footnote'><a href="#fn-2157-4" id="fnref-2157-4" class="liinternal">4</a></sup>kann aber auch ein Spiel mit Tabus (die ua von der Richtung aus der die Kampagne kommt hochgehalten werden) sein. Au&#223;erdem ist nichts an dem Sujet 2 so eindeutig sexualisiert (nackt, gespreizte Beine, Sprechblase &#8220;fick mich&#8221;) dass es sich nicht schlicht um eine Interpretation handeln k&#246;nnte. Der Art &#8220;Ich sehe ein halbnackte Frau, dass muss ein reines Sexobjekt sein&#8221; &#8211; das spielt sich im Kopf der Betrachtenden ab, und ist nicht im Sujet enthalten. Wir haben also zwei Sujets von jungen, nach g&#228;ngigen Sch&#246;nheitsidealen attraktiven Menschen. Wenn man jetzt, was man kann, argumentiert die Sexualisierung komme durch das &#8220;24 Stunden Verkehr&#8221; scheidet Argumentation A (s.o.) aus, nebenbei bemerkt. Dann w&#228;r jede als irgendwie sexuell interpretierbare Darstellung attraktiver Menschen (also jede, das ist der Attraktivit&#228;t immanent) sexistisch. </p>
<p>Ein Beispiel &#8211; Frau X, nach g&#228;ngigen Sch&#246;nheitsidealen attraktiv, zieht sich sehr knapp an, weil sie Lust auf einen OneNightStand hat. Es geht rein um ein kurzes, k&#246;rperliches Vergn&#252;gen. Daf&#252;r &#8220;reduziert&#8221; sie sich selbst und den gesuchten Partner, der dies ebenso macht, auf ihre K&#246;rper, wesentlich auf Geschlechtsmerkmale. Frau X ist also sexistisch, sowohl gegen M&#228;nner, als auch gegen Frauen. Die Freiwilligkeit und Selbstbestimmung k&#246;nnen hier nicht als Argument herhalten, die Plakatmodels werden ja nicht dazu gezwungen, sondern f&#252;r ihre Arbeit bezahlt. </p>
<p>Kritik A <sup class='footnote'><a href="#fn-2157-5" id="fnref-2157-5" class="liinternal">5</a></sup> w&#252;rde hingegen eine solche Darstellung theoretisch akzeptieren, sofern beide Geschlechter gleich betroffen sind. Allerdings w&#252;rde dies ziemlich sicher in einer heterosexuellen Interpretation enden, womit man die Darstellung um Lesben und Schwule erweitern m&#252;sste. Genau genommen auch um Transgender und Bisexuelle. Und folgt man der Wikidefinition, ist das immer noch sexistisch, weil man Menschen &#252;ber ihre Geschlechtsmerkmale definiert die man ihnen vorher zuschreibt (wie &#8220;Br&#252;ste haben&#8221;). Worauf ich hinaus will &#8211; das ist nicht nur wildgewordene Sprachwissenschaft (Es gibt einfach biologische Fakten. Wer das negiert lehnt jede sinnvolle Diskussion ab), das ist auch unpraktikabel (was au&#223;erhalb des Elfenbeinturms und der geschlossenen Kammer der politisch Korrekten ein Argument gegen etwas ist), und letztlich l&#228;cherlich weil es in einem unbedeutenden Teilbereich nach unerreichbarer absoluter Gerechtigkeit strebt. A kann also theoretisch aufrecht erhalten werden, allerdings nimmt man damit alles oben genannte in Kauf. </p>
<p>Man kann jetzt Ausnahmen/Sonderregeln einf&#252;hren die alle oben genannten Probleme behebe. Ohne Zweifel. Allerdings w&#252;rde dann einer ohnehin schon an der Sinnlosigkeit schrammenden Definition Willk&#252;r hinzugef&#252;gt, womit sie endg&#252;ltig beliebig und damit sinnlos w&#228;re, weil dann jeder seinen ganz privaten Sexismusbegriff haben k&#246;nnte (und wenn jeder private Begriffe h&#228;tte, w&#228;re keine sinnvolle Kommunikation m&#246;glich, sofern es soetwas wie private Begriffe &#252;berhaupt geben kann). </p>
<p>Worauf ich hinaus will &#8211; Frauen nur bestimmte Berufe zu erlauben, f&#252;r gleiche Arbeit weniger zu bezahlen als M&#228;nnern, sie als Besitz von M&#228;nnern betrachten, all diese Dinge die fr&#252;her &#252;blich waren &#8211; das ist Sexismus. Die JVP-Kampagne ist eine einfallslose Kampagne mit h&#252;bschen Menschen die bei einigen Jugendlichen Hormonwallungen ausl&#246;sen. </p>
<p>Zum Titel &#8211; die JVP Wien hat die beiden Sujets 1 und 2 inzwischen von ihrer Website entfernt.<br />
<center><!&#8211; WSA: ad in context u not shown: too many ads &#8211;></center>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2157-1'>Die JVP findet anscheinend keine anderen Mittel ihre &#8220;Inhalte&#8221; zu pr&#228;sentieren als mittels Sex nach Aufmerksamkeit zu haschen. Die Wiener etwa in ihren Kampagnen <a rel="nofollow" href="http://aaronbruckmiller.wordpress.com/2008/05/13/fuck-your-gender-i/"  target="_blank" class="liexternal">&#8220;Politik begreifbar machen&#8221; und pro E-Voting</a>, die <a rel="nofollow" href="http://rialean.wordpress.com/2009/02/13/uber-grose-und-kleine-frauen/"  target="_blank" class="liexternal">Salzburger</a> ebenfalls schon zu einem Verkehrsthema. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2157-1" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2157-2'>Was nicht hei&#223; dass es nicht genug Dumme gibt die das toll und witzig und ansprechend finden. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2157-2" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2157-3'>Das kann ich hier jetzt nicht n&#228;her Ausf&#252;hrung, aber die These will ich sp&#228;ter mal genauer erl&#228;utern. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2157-3" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2157-4'>Die keineswegs nackt sein m&#252;ssen. Ihr Oberteil vom Plakat das beide zeigt kann auch einfach sehr bauchfrei sein <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2157-4" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2157-5'>In einer schw&#228;cheren Form, wo es egal was, nur darum geht dass beide Geschlechter davon gleich betroffen sind und es sonst nicht um politische Korrektheit geht, er&#252;brigt sich das folgende, klar. Allerdings sehe ich nichts was f&#252;r so eine Definition sprechen w&#252;rde, solange sich irgendwelche Unterschiede zwischen M&#228;nnern und Frauen beweisen lassen und in der Gesellschaft nicht alles exakt im Verh&#228;ltnis der Geschlechter aufgeteilt ist. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2157-5" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
</ol>
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		<item>
		<title>Einführung in die politische Kommunikation: Grüne Vorwahlen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 12:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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Themenstelltung:
Kommunikation nach Au&#223;en, im politischen Bereich, am Beispiel der Gr&#252;nen Vorwahlen.
Anforderungen:
Wissen um die Initiative setzte ich f&#252;r diesen Artikel voraus, wie man sie bewertet, ist hierf&#252;r aber irrelevant.
Beschreibung:
Robert Korbei ist Landesgesch&#228;ftsf&#252;hrer der Gr&#252;nen. Damit ist er nicht nur f&#252;r Organisation nach innen, sondern, neben anderen, auch f&#252;r Kommunikation nach au&#223;en, &#252;ber die Medien, verantwortlich. In [...]]]></description>
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<strong>Themenstelltung:</strong><br />
Kommunikation nach Au&#223;en, im politischen Bereich, am Beispiel der <a href="http://www.gruenevorwahlen.at"  target="_blank" class="liexternal">Gr&#252;nen Vorwahlen</a>.</p>
<p><strong>Anforderungen:</strong><br />
Wissen um die Initiative setzte ich f&#252;r diesen Artikel voraus, wie man sie bewertet, ist hierf&#252;r aber irrelevant.</p>
<p><strong>Beschreibung:</strong><br />
<a rel="nofollow" href="http://korbei.wordpress.com"  target="_blank" class="liexternal">Robert Korbei </a>ist Landesgesch&#228;ftsf&#252;hrer der Gr&#252;nen. Damit ist er nicht nur f&#252;r Organisation nach innen, sondern, neben anderen, auch f&#252;r Kommunikation nach au&#223;en, &#252;ber die Medien, verantwortlich. In dieser Funktion gab der dem &#8220;Standard&#8221; nun bekannt, dass von den 798 Unterst&#252;tzer-Antr&#228;gen<a href="http://derstandard.at/fs/1246541657617/Wiener-Gruene-nehmen-nur-knapp-400-von-798-Unterstuetzern-auf"  target="_blank" rel="nofollow" class="liexternal"> ca 400 angenommen</a> werden. </p>
<p>Das Wesen der &#246;ffentlichen Kommunikation scheint dabei bei den Wiener Gr&#252;nen niemand so recht verstanden zu haben. Die wichtigste Devise hierbei, gerade f&#252;r Politiker, sollte wohl &#8220;Vertrau nicht darauf dass dich die Medien gut aussehen lassen&#8221; lauten, zumindest sofern man nicht wirklich ein sehr enges Verh&#228;ltnis zum betreffenden Journalisten hat<sup class='footnote'><a href="#fn-2151-1" id="fnref-2151-1" class="liinternal">1</a></sup> Eigentlich sollte man bei allen &#246;ffentlichen &#196;u&#223;erungen, speziell wenn sie sich direkt an die Presse richten, bedenken, dass die Journalisten diese filtern, und zwar in der Regel weniger nach Relevanz als nach Griffigkeit und Sch&#228;rfe, nach inhaltlichen Kriterien der Art &#8220;L&#246;st vielleicht Kontroverse aus&#8221; oder &#8220;Beleidigt jemand&#8221; etc. Das ist ganz selbstverst&#228;ndlich, hat auch mit der Funktion der Medien als kritisches Korrektiv zu tun (nicht dass sie es in der Regel deshalb machen, aber sie erf&#252;llen diese Funktion teilweise dennoch). </p>
<p>Die Wiener Gr&#252;nen aber agieren im besten Fall tollpatschig. Von Anfang an gab es mit den Gr&#252;nen Vorwahlen Probleme. Das fing damit an, dass es kein einheitliches Auftreten nach au&#223;en gaben, und Gemeinder&#228;te wie Christoph Chorherr, Marie Ringler und Maria Vassilakou ihrem Parteivorstand &#246;ffentlich ausrichteten, dass dieser etwas falsch/ungl&#252;cklich macht. Interessanterweise sprang da aber keine Zeitung auf um einen innerparteilichen Streit zu inszenieren. H&#228;tten sie vielleicht gemacht, wenn es sonst nichts zu berichten g&#228;be. Aber der Bericht &#252;ber Parteimitglieder gegeneinander ist weniger interessant als der &#252;ber einen Parteivorstand gegen seine W&#228;hler/Unterst&#252;tzer.<sup class='footnote'><a href="#fn-2151-2" id="fnref-2151-2" class="liinternal">2</a></sup></p>
<p>Und der Parteivorstand spielte mit. Von Anfang an, sp&#228;testens ab den ersten, medial &#252;berhaupt nicht vorbereiteten Ablehnungen, erhielten alle Interessierten das Bild der &#228;ngstlichen um m&#246;glichst geringe Durchl&#228;ssigkeit bem&#252;hten, misstrauischen und gerne unter sich bleiben wollenden Partei pr&#228;sentiert. Verbunden mit einer Geringsch&#228;tzung f&#252;r jene die sich als Unterst&#252;tzer beworben haben.</p>
<p>Das fing damit an, dass man nicht in der Lage war zu kommunizieren was man wie und warum tut (ich wei&#223; das bis heute nicht), womit man auch Spekulationen T&#252;r und Tor &#246;ffnete. Das ging damit weiter, dass man allen ernstes schwachsinnige Kriterien wie &#8220;Wurde das richtige Formular verwendet&#8221; bekannt gab, aber keine sinnvollen. Das geht damit weiter, dass man alle Abgelehnten pauschal beleidigt indem man nicht kommuniziert dass es viele Gr&#252;nde gab und man sich alles individuell angeschaut hat, sonder verlauten l&#228;sst:</p>
<blockquote><p>Die hohe Zahl an abgelehnten Bewerbern gehe darauf zur&#252;ck, dass diese Antr&#228;ge offensichtlich als Freundschaftsdienst f&#252;r einzelne Kandidaten gewertet werden m&#252;ssten</p></blockquote>
<p><strong>Verbesserungsvorschl&#228;ge</strong> (ohne Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit):<br />
1) Von Anfang an Freude &#252;ber die gro&#223;e Unterst&#252;tzerzahl zum Ausdruck bringen (auch wenn man sie nicht empfindet und Panik hat).<br />
2) Viel schneller arbeiten. Dann muss sich der Vorstand eben eine Alternative zu seinen seltenen Treffen einfallen lassen, aber allein die Dauer des Entscheidungsprozesses hat das Thema medial mehrfach hochkochen lassen.<br />
3) Vorsichtiger und Vern&#252;nftiger kommentieren. &#214;ffentliches Nacherz&#228;hlen von Verschw&#246;rungstheorien, parteiinternen Fl&#252;gelk&#228;mpfen und angeblichen Freundschaftsdiensten, w&#228;hrend man aber von einer anderen Gruppe die gezielt Unterst&#252;tzer sammelt ohne an den Gr&#252;nen, sondern nur an einem guten Listenplatz interessiert zu sein, wei&#223;, diese aber nicht erw&#228;hnt, erscheint mir vollkommen unbegr&#252;ndbar.<br />
4) Absprechen. Absprechen. Absprechen. Die Interessierten haben so viele verschiedene Standpunkte zu h&#246;ren bekommen, dass im Endeffekt niemand wirklich gut dasteht. Maria Vassilakou etwa hat gemeint, dass fast alle (oder zumindest 3/4 der) Antr&#228;ge angenommen werden, jetzt ist es knapp die H&#228;lfte. Sieht super gut aus. Entweder hat sie ihren Einfluss &#252;bersch&#228;tzt, oder sie hat keine Ahnung von ihrer Partei, oder sie hat gelogen um zu beruhigen (ich denke es war eine gut gemeinte, naive &#196;u&#223;erung).<br />
<center><!&#8211; WSA: ad in context u not shown: too many ads &#8211;></center>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2151-1'>Werner Faymann kann Wolfgang Fellner alles erz&#228;hlen. Die gr&#252;n-affinste Zeitung ist aber der ungleich kritischere &#8220;Standard&#8221;. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2151-1" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2151-2'>Hier wird der Begriff nicht prim&#228;r in dem Sinn verwendet, indem er im Statut der Wiener Gr&#252;nen vorkommt. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2151-2" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>

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		</item>
		<item>
		<title>Liberale in Österreich: Es geht noch tiefer</title>
		<link>http://feuerhaken.org/2009-07-06/liberale-in-oesterreich-es-geht-noch-tiefer/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 18:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Julis]]></category>
		<category><![CDATA[Ldp]]></category>
		<category><![CDATA[Liberalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[ÖVP]]></category>

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Die Liberalen (ganz parteiunabh&#228;ngig, einfach die Einstellung) haben in &#214;sterreich keine besonders ruhmreiche Geschichte1. Keine Tradition, in den 90er Jahren eine Kleinpartei mal kurz ins Parlament gebracht und letztlich Asyl bei den Gr&#252;nen, einer in vielen Bereichen so gar nicht liberalen Partei, gefunden. Aush&#228;ngeschilder? Heide Schmidt. Und&#8230; Hans Peter Haselsteiner? Danach kommen schon Kaliber wie [...]]]></description>
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<p><center><!&#8211; WSA: ad in context o not shown: too many ads &#8211;></center><br />
Die Liberalen (ganz parteiunabh&#228;ngig, einfach die Einstellung) haben in &#214;sterreich keine besonders ruhmreiche Geschichte<sup class='footnote'><a href="#fn-2145-1" id="fnref-2145-1" class="liinternal">1</a></sup>. Keine Tradition, in den 90er Jahren eine Kleinpartei mal kurz ins Parlament gebracht und letztlich Asyl bei den Gr&#252;nen, einer in vielen Bereichen so gar nicht liberalen Partei, gefunden. Aush&#228;ngeschilder? Heide Schmidt. Und&#8230; Hans Peter Haselsteiner? Danach kommen schon Kaliber wie Alexander Zach. Alle drei gemeinsam haben bei den Nationalratswahlen 08 das LiF souver&#228;n auf 2 % gef&#252;hrt.<sup class='footnote'><a href="#fn-2145-2" id="fnref-2145-2" class="liinternal">2</a></sup> Selbst wenn man Alexander Zach und Peter Haselsteiner daf&#252;r verantwortlich macht (Lobbyisen und Konzernchefs die in Osteuropa mit fragw&#252;rdigen Oligarchen Gesch&#228;fte machen sind tendenziell weniger als Politiker geeignet, auch was die &#246;ffentliche Meinung angeht), eine ausreichende Erkl&#228;rung ist das nicht. Da muss die traditionelle Schw&#228;che/Inexistenz der Liberale in &#214;sterreich bedacht werden, denn politische Ideen/Str&#246;mungen/Ideologien die hier fest verankert sind und Tradition haben, &#252;berstanden schon weit gr&#246;&#223;ere Skandale &#8211; etwa der Rassimus Knittelfeld, die Sozialisten Olah, Androsch, etc., die reaktion&#228;ren Klerikalfaschisten die Aufkl&#228;rung, usw&#8230;</p>
<p>Was wurde in dieser konfusen Eingangsrede gesagt? Es gibt in &#214;sterreich wenig Liberale, die meisten davon sind bei den Gr&#252;nen (was dagegen spricht das es Liberale im engeren Sinn sind, zumindest wenn sie eine Alternative haben) und selbst unter Aufbietung aller Kr&#228;fte (ihr reichster Sponsor und ihr bekanntestes Gesicht) haben sie keine Chance ins Parlament einzuziehen. Das kann sich &#228;ndern. Politische Aktion anderer kann eine liberale Reaktion in der Bev&#246;lkerung bewirken. Eva Glawischnig ist viel, aber nicht Alexander Van der Bellen. Linksliberale die die Gr&#252;nen nicht m&#246;gen und die von der SP&#214; angewidert sind (o&#228;) k&#246;nnten genauso gewonnen werden wie Liberalkonservative <sup class='footnote'><a href="#fn-2145-3" id="fnref-2145-3" class="liinternal">3</a></sup> die von der &#214;VP angewidert sind (o&#228;). </p>
<p>Nach der Nationalratswahl 08 sind Heide Schmidt und Hans Peter Haselsteiner so schnell verschwunden, wie sie vor der Wahl aufgetaucht waren. Das LiF war eine Ruine. Ein Tiefpunkt, m&#246;chte man meinen. Die &#252;brig geblieben haben nicht aufgegeben, sondern versuchen das LiF neu aufzustellen. Erst vor kurzem wurde ein neues Grundsatzprogramm beschlossen und mit Angelika Mlinar eine neue Bundessprecherin gew&#228;hlt. Das geschah kurz nach den &#214;H-Wahlen und den ungleich bedeutenderen Wahlen zum EU-Parlament. Dort kandidierten jeweils die Jungen Liberalen (JuLis).</p>
<p>Die JuLis sind aus dem Liberalen Studentenforum (LSF) hervorgegangen, welches die Studentenorganisation des LiF war. Das sich mehr als nur der Name ge&#228;ndert hatte, war klar als sich sowohl LiF als auch JuLis um die Unterst&#252;tzung von Karin Resetarits bewarben, um f&#252;rs EU-Parlament kandidieren zu k&#246;nnen. Die JuLis machten schlie&#223;lich das Rennen und hatten so zwei Wahlk&#228;mpfe zugleich zu schlagen (&#214;H-Wahlen vom 26. Mai bis 28. Mai, EU-Parlamentswahlen am 7. Juni). Bei den &#214;H-Wahlen verloren sie das eine Mandat das sie aus LSF-Zeiten in der Bundesvertretung hatten (was ua daran lag, dass sie nicht in der Lage waren, die Kandidatur an der Uni Wien ordnungsgem&#228;&#223; einzureichen). Bei den EU-Parlamentswahlen erreichten sie 0,7 %, wobei sie zumindest die KP&#214; um 2000 Stimmen hinter sich lie&#223;en. </p>
<p>Versucht man sich nach diesen Niederlagen wieder zusammen zu raufen? Nein. Es d&#252;rfte auch keine der beiden Parteien Lust darauf haben. Der Spitzenkandidat f&#252;r das EU-Parlament, Hannes M&#252;llner, <a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/493018/index.do?from=suche.intern.portal"  target="_blank" rel="nofollow" class="liexternal">gr&#252;ndete unl&#228;ngst die Liberaldemokratische Partei (LDP)</a> als deren Jugendorganisation sich die JuLis, bei denen die Spitzenkandidatin der &#214;H-Wahl, Alegra Raising, Bundesvorsitzende bleibt, deklarierten. Damit ist das kleine Liberale Lager, das nur unter optimalen Bedingungen politische Relevanz gewinnt, anscheinend gespalten. </p>
<p>&#8220;Anscheinend&#8221; deshalb, weil ich bezweifle dass die LDP eine relevante Wirkung entwickeln wird. Im &#214;H-Wahlkampf haben es die JuLis etwa geschafft, von allen Fraktionen am l&#228;cherlichsten dazustehen (Cowboyhut, Wahlkampf im Brunnen), was angesichts der Konkurrenz als Leistung gelten darf. Nur nimmt &#8220;Politiker&#8221; die sich selbst nicht ernst nehmen, erst recht sonst niemand ernst. Bei im EU-Parlamentswahlkampf waren die JuLis &#228;hnlich wie die KP&#214; auf den h&#228;rtesten Kern der ideologischen Stammw&#228;hler reduziert. Allerdings h&#228;tten die im Falle das beide liberalen Parteien bei einer Wahl antreten, eine Alternative, eine Alternative die einen klingenden Namen hat, eine Alternative die seri&#246;se und kompetente Politiker vorweisen kann, eine Alternative die zumindest irgendetwas mehr zu bieten hat, als das Wort &#8220;Liberal&#8221; im Namen. </p>
<p>Aber auch das Auftreten von Hannes M&#252;ller, der sich mit Aussagen wie &#8220;Das LiF gibt es nicht mehr&#8221; oder in letzter Zeit &#8220;Das LiF ist erledigt&#8221; bei den meisten Leute die einmal aus &#220;berzeugung LiF gew&#228;hlt haben, viel, aber nicht beliebt machen d&#252;rfte, wird dazu beitragen dass das LiF keine nennenswerten Probleme von der LDP erwarten braucht, so es sich erf&#228;ngt (ein Grundsatzprogramm, eine Bundessprecherin und Vertreter in den Bundesl&#228;ndern zu haben ist zwar sch&#246;n, aber das haben einige vollkommen bedeutungslose Parteien). </p>
<p>Und dann sind da noch Fragen nach m&#246;glichen Charakterschw&#228;chen der Akteure bei den JuLis. Immerhin hat man sich ohne vern&#252;nftigen Grund (oder &#252;berhaupt einen Grund, mir w&#228;re bis jetzt keiner bekannt geworden) von der Partei die einen aufgebaut (und im Fall von Raising auch als Pressesprecherin besch&#228;ftigt) hat losgesagt. Auch wer die JuLis finanziert ist ein Mysterium (im Gegensatz zum LiF haben sie wohl kaum Mitglieder in einkommensst&#228;rkeren Berufen so dass da ein nennenswertes Spendenvolumen unwahrscheinlich scheint). </p>
<p>Aber vielleicht bin ich arrogant, vielleicht bin ich zu traditionsbewusst, vielleicht traue ich den Liberalen W&#228;hlern auch einfach zuviel Anspruch zu, und die LDP wird das LiF vernichten. Und in einer Regierung mit der &#214;VP unter Gio Hahn von Bundespr&#228;sident Van der Bellen angelobt werden&#8230;<br />
<center><!&#8211; WSA: ad in context u not shown: too many ads &#8211;></center>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2145-1'>Ich unterscheide, was leider viel zu selten gemacht wird, Liberale und Libert&#228;re. Deshalb ist hier zB nicht von Hayek die Rede. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2145-1" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2145-2'>Schon klar, dass das einer genaueren Analyse bed&#252;rfte, etwa der Umstand dass wenn Heide Schmidt 99 gegen VdB verliert, sie 2008 erst recht keine Chance gegen ihn haben kann, da er nur noch beliebter wurde, w&#228;hrend man sie vergas, etc. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2145-2" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2145-3'>M&#246;lzer und Co haben das Wort &#8220;rechtsliberal&#8221; so derma&#223;en in den Dreck gezogen, dass es als Entsprechung von linksliberal nicht mehr funktioniert <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2145-3" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>

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		</item>
		<item>
		<title>Sich über die Verletzung sozialer Menschenrechte beschweren…</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 10:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[SPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilungsgerechtigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[


Ich bin diese Woche wieder Teilnehmer der Internationalen Sommerakademie des ASPR Schlaining.1 Anders als im letzten Jahr will ich aber gar nicht versuchen, &#252;ber alle Vortr&#228;ge und Diskussionen zu bloggen, das w&#228;re zu aufw&#228;ndig und die Chance dass ich es durchhalte zu gering. Stattdessen berichte ich &#252;ber Dinge die mir auffallen, die ich interessant finde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><center><!&#8211; WSA: ad in context o not shown: too many ads &#8211;></center><br />
Ich bin diese Woche wieder Teilnehmer der <a href="http://www.aspr.ac.at/sak.htm"  target="_blank" class="liexternal">Internationalen Sommerakademie des ASPR Schlaining.</a><sup class='footnote'><a href="#fn-2143-1" id="fnref-2143-1" class="liinternal">1</a></sup> Anders als im letzten Jahr will ich aber gar nicht versuchen, &#252;ber alle Vortr&#228;ge und Diskussionen zu bloggen, das w&#228;re zu aufw&#228;ndig und die Chance dass ich es durchhalte zu gering. Stattdessen berichte ich &#252;ber Dinge die mir auffallen, die ich interessant finde, die ich so noch nicht gesehen habe, etc.</p>
<p>Was hat es nun mit dem, nicht sonderlich spektakul&#228;r klingenden Titel auf sich? Letztes Jahr feierte die Allgemeine Erkl&#228;rung der Menschenrechte ihren 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass  verabschiedete die Generalversammlung der UNO ein Zusatzprotokoll zum Pakt f&#252;r wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte (WSK-Pakt), durch das ein Beschwerdeverfahren bei Verletzungen der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte eingerichtet wird. Was unter diesen spezifischen Menschenrechten zu verstehen ist, steht in dem WSK-Pakt, unter anderem sind dass das Recht auf Selbstbestimmung, das Recht auf Arbeit und angemessene Entlohnung, das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, einschlie&#223;lich angemessener Nahrung oder das Recht auf den besten erreichbaren Gesundheitszustand.</p>
<p>F&#252;r dieses Beschwerdeverfahren haben zahlreiche NGOs lange gek&#228;mpft. Darunter auch das <a href="http://www.fian.at"  target="_blank" class="liexternal">FoodFirst Informations- &#038; Aktions-Netzwerk (FIAN)</a>. Deren &#246;sterreichische Sektion fordert nun seit der Verabschiedung von der &#246;sterreichischen Regierung eine rasche Ratifizierung. Dazu hat FIAN eine Postkartenkampagne an Kanzler Faymann gestartet. </p>
<p>Zur Klarstellung &#8211; bisher kann man der &#246;sterreichischen Regierung hinsichtlich der Ratifizierung nichts vorwerfen, denn diese ist erst ab September 2009 m&#246;glich, wenn in einer feierlichen Zeremonie die ersten Staaten diesen Schritt tun. Das Ziel der NGOs ist es nun, m&#246;glichst viele Staaten dazu zu bringen, an dieser Zeremonie teilzunehmen. </p>
<p>Die Postkartenaktion l&#228;uft bis 30. August 2009. Da ich nicht sehe ob man online unterschrieben oder Postkarten bestellen kann, gebe ich abschlie&#223;end noch den Text der Postkarte wieder. Vorher sei aber f&#252;r alle Interessierten noch auf die Website der <a href="http://www.opicescr-coalition.org/"  target="_blank" class="liexternal">Internationalen Koalition von NGOs f&#252;r das Zusatzprotokoll</a> verwiesen.</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Faymann,</p>
<p>zum 60. Geburtstag der Allgemeinen Erkl&#228;rung der Menschenrechte hat die UNO die wirtschaftlichen sozialen und kulturellen Rechte erheblich gest&#228;rkt.</p>
<p>Durch ein neues Beschwerdeverfahren zum UN-Sozialpakt k&#246;nnen sich Menschen jetzt gegen Verletzungen dieser Rechte wehren. Der Sozialpakt garantiert u.a. den diskriminierungsfreien Zugang zum  Gesundheits- und zum Bildungswesen und das Menschenrecht auf Nahrung. Menschen, die in solchen Rechten verletzt worden sind, k&#246;nnen sich k&#252;nftig an die UNO wenden: Dort k&#246;nnen sie ihr Recht einfordern wenn es ihnen auf nationaler Ebene verweigert worden ist.</p>
<p>Ich freue mich, dass die &#214;sterreichische Bundesregierung sich am Zustandekommen des Beschwerdeverfahrens beteiligt hat. Doch um wirksam zu werden, muss es jetzt auch ratifiziert werden. Ich bitte Sie daher, die Ratifizierung umgehend in die Wege zu leiten.</p>
<p>Name, Adresse, Unterschrift, Datum</p></blockquote>
<p>Als Empf&#228;nger ist FIAN &#214;sterreich, Johann Strauss Gasse 33/2-3, 1040 Wien angegeben, mit dem Vermerk &#8220;zur Weiterleitung an den &#246;sterreichischen Bundeskanzler Werner Faymann&#8221;.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2143-1'>Hier findet, f&#252;r die Gr&#252;nen unter meinen Lesern, &#252;brigens Ende August 2009 auch die Sommerakademie der <a href="http://www.gbw.at/"  target="_blank" class="liexternal">Gr&#252;nen Bildungswerkstatt</a> statt, die heuer das Thema &#8220;Platz f&#252;r alle?! Gerechtigkeit, Demokratie und Globalisierung&#8221; hat. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2143-1" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>

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		</item>
		<item>
		<title>Wird die Fusion von profil und NEWS vorbereitet?</title>
		<link>http://feuerhaken.org/2009-07-05/wird-die-fusion-von-profil-und-news-vorbereitet/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 07:29:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Datum]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[profil]]></category>

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		<description><![CDATA[


Als die NEWS-Verlagsgruppe das profil &#252;bernahm, fragten sich viele, wie das Qualit&#228;tsmagazin unter den Illustrierten &#252;berleben soll. Nun scheint sein Ende eingeleitet zu werden, allerdings wird profil nicht eingestellt. Vielmehr mehren sich die Indizien f&#252;r ein mittelfristig betriebenes Projekt der Zusammenlegung von profil mit NEWS. 
Was sind diese Indizien? Um die Leserschaft nicht zu verlieren [...]]]></description>
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Als die NEWS-Verlagsgruppe das profil &#252;bernahm, fragten sich viele, wie das Qualit&#228;tsmagazin unter den Illustrierten &#252;berleben soll. Nun scheint sein Ende eingeleitet zu werden, allerdings wird profil nicht eingestellt. Vielmehr mehren sich die Indizien f&#252;r ein mittelfristig betriebenes Projekt der Zusammenlegung von profil mit NEWS. </p>
<p>Was sind diese Indizien? Um die Leserschaft nicht zu verlieren bzw. zu schockieren darf eine solche Zusammenlegung nicht von heute auf morgen erfolgen. Zu krass w&#228;ren die Gegens&#228;tze. Deshalb wird anscheinend eine schleichende Angleichung der Magazine betrieben, damit diese, wenn austauschbar, ohne gr&#246;bere &#196;nderungen zusammengefasst werden k&#246;nnen.</p>
<p>NEWS schwenkte, nachdem es stark an der Karriere von J&#246;rg Haider mitgewirkt hat, in letzter Zeit auf den von profil verfolgten Kurs besonders strenge Kritik an Rechtsparteien zu &#252;ben um. profil &#252;bernimmt daf&#252;r immer &#246;fter die Covergestaltung von NEWS, etwa <a href="http://www.helge.at/2008/10/sieg-heil-am-cover-vorlaeufiger-tiefpunkt-des-nachrichtenmagazins-profil/"  target="_blank" class="liexternal">nach den Nationalratswahlen 08</a>. Auch thematisch stellt sich profil <a href="http://www.profil.at/articles/0925/560/244716/hohe-kunst-smalltalks-die-tricks-suenden-zungenspiel"  target="_blank" class="liexternal">breiter auf</a>, weg vom politischen Nachrichtenmagazin, hin zur beliebigen Themensetzung bei NEWS. </p>
<p>profil muss, als deutlich auflagenschw&#228;cher, klarerweise mehr Opfer bringen. Ein Indiz daf&#252;r dass profil in Erwartung der Zusammenlegung seine Ressourcen bereits soweit zusammengek&#252;rzt hat, dass es den Betrieb nur mehr schlecht aufrecht erhalten kann, sind <a rel="nofollow" href="http://rotersalon.wordpress.com/2009/06/17/frage-an-christian-rainer-wie-viel-profil-hat-ihre-redaktion/"  target="_blank" class="liexternal">verbl&#252;ffende &#196;hnlichkeiten</a> mit seinem Nachfolger als einzige &#246;sterreichische Qualit&#228;tszeitschrift (DATUM).  </p>
<p>Das NewFil (new feeling als Start-Kampagne?) befindet sich noch nicht im fortgeschrittenen Stadium, zu oft treten noch markante Unterschiede zu Tage. Allerdings ist bereits der Umstand, dass diese Unterschiede besonders auffallen und nicht beide Magazine an sich unterschieden werden k&#246;nnen, bereits ein erster Erfolg f&#252;r das Projekt.<br />
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		<title>Die Grazer Bettlermafia</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 13:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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Graz (und Wien) werden von Horden organisierter Bettler &#252;berrannt. An jeder Ecke sitzen sie und stinken nicht nur, sondern sind auch noch h&#228;sslich, krank oder sogar verkr&#252;ppelt. Wahrlich kein sch&#246;ner Anblick. Da muss etwas dagegen getan werden (auch wenn es sich um eine Wahnvorstellung handelt). Denk sich zumindest der K&#228;mpfer f&#252;r ein ruhiges, sauberes und [...]]]></description>
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<p><center><!&#8211; WSA: ad in context o not shown: too many ads &#8211;></center><br />
Graz (und Wien) werden von Horden organisierter Bettler &#252;berrannt. An jeder Ecke sitzen sie und stinken nicht nur, sondern sind auch noch h&#228;sslich, krank oder sogar verkr&#252;ppelt. Wahrlich kein sch&#246;ner Anblick. Da muss etwas dagegen getan werden (auch wenn es sich um eine Wahnvorstellung handelt). Denk sich zumindest der K&#228;mpfer f&#252;r ein ruhiges, sauberes und heterosexuelles Bollwerk gegen den Osten (=Graz), B&#252;rgermeister Siegfried Nagl. Deshalb fordert er ein &#8220;Bettelverbot&#8221;. Zumindest f&#252;r Behinderte. Und &#8220;organisierte Bettler&#8221;.  </p>
<p>Das ist klarerweise <a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2035020/index.do"  target="_blank" rel="nofollow" class="liexternal">menschenrechtlich nicht in Ordnung</a>. Selbst die ausgesprochen braven Koalitionspartner<sup class='footnote'><a rel="nofollow" href="#fn-2131-1" id="fnref-2131-1" class="liinternal">1</a></sup> Nagls, die Grazer Gr&#252;nen, k&#246;nnen da einfach nicht mehr mit und <a href="http://grazergruene.wordpress.com/2009/06/22/ich-geb-trotzdem/"  target="_blank" class="liexternal">distanzieren sich scharf</a>. </p>
<p>Was mir aber besonders auff&#228;llt ist dass die Grazer SP&#214; offenbar wieder funktioniert.  Unter dem letzten Parteichef Walter Ferk (von der Gewerkschaft durchgesetzter, farb- und talentloser Kompromisskandidat) ging es mit der Partei rasend schnell bergab. Mit Parteichef Wolfgang Riedler und Sozialstadtr&#228;tin Elke Edlinger hat sich das nun ge&#228;ndert. Obwohl Riedler auch schon wieder deutlich mehr als ein Jahr im Amt ist, ist der Schwung nicht verloren gegangen. Die SP&#214; bezieht erfreulicherweise klar Position gegen Nagl. </p>
<p>Ein &#228;hnliches Bild ergibt sich auch auf Landesebene. Denn dort m&#252;sste das steirische Sicherheitsgesetz angepasst werden, um gegen &#8220;organisierte Bettelei&#8221; vorgehen zu k&#246;nnen. Nur w&#228;hrend die SP&#214; einen Antrag einbringt, der vorsieht nur gegen die Hinterm&#228;nner vorzugehen (falls es solche gibt), m&#246;chte die &#214;VP gerne auch die Bettler selbst bestrafen/angreifen. Also schwache, hilf- und mittellose Menschen die laut &#214;VP auch noch in den F&#228;ngen des organisierten Verbrechens bzw. von Menschenh&#228;ndlern sind. </p>
<p>Grunds&#228;tzlich halte ich ein Verbot organisierter Bettelei zwar f&#252;r nicht unbedingt notwendig, aber sicher nicht schlecht, solange man, wie es Edlinger formulierte, nicht eine gemeinsame Anreise zwecks Kostenteilung und gemeinsame &#220;bernachtung im Vinzi-Dorf schon als solche sieht. </p>
<p>Es ist klar, dass sich die &#214;VP mit ihrem menschenverachtenden Kurs in Gesellschaft von FP&#214; und BZ&#214; (Gerald &#8220;wir s&#228;ubern Graz&#8221; Grosz ist Grazer Gemeinderat) wiederfindet. Diesen ist die &#214;VP aber noch zu wenig streng, sie fordern ein komplettes Bettelverbot (die Bettler sind gro&#223;teils slawische Untermenschen). Auch die altbekannte Bruchlinie der rechten Konservativen um Nagl zu christlich-sozialen Inhalten taucht einmal mehr auf. Mit dem Vinzidorf und dessen Symbolfigur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Pucher"  target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wolfgang Pucher</a>, Tr&#228;ger des von der &#214;VP vergebenen Leopold-Kunschak-Anerkennungs-Preis 2008, vertr&#228;gt man sich ja ohnehin schon l&#228;nger nicht sehr gut. </p>
<p>Aber zu den Fakten, denn solche gibt es. Es gibt keinen Beweis, noch nicht einmal stichhaltige Indizien f&#252;r eine Organisationsgrad der Bettler der &#252;ber oben erw&#228;hnte Lebenserleichterung hinausgeht. Allerdings haben Wahnvorstellungen wie die aktuelle mit Fakten ohnehin nie etwas zu tun. Die ergeben sich anders, wie auch immer. Und das Ergebnis ist dann, dass zB der Pr&#228;sident der steirischen Wirtschaftskammer, Ulf Hainzl, der in seinem Leben wahrscheinlich mit keinem Bettler gesprochen hat, steif und fest <a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2035020/index.do?seite=2"  target="_blank" rel="nofollow" class="liexternal">behauptet</a> dass die Bettler &#8220;von Banden hier ausgesetzt&#8221; werden und keinesfalls freiwillig k&#228;men, als h&#228;tte er priviligierte Einsicht in h&#246;here Wahrheiten.<sup class='footnote'><a href="#fn-2131-2" id="fnref-2131-2" class="liinternal">2</a></sup>Wolfgang Pucher, der Mann der jeden Tag mit den Bettlern zu tun hat, viele von ihnen schon lange kennt und wohl kaum der diabolische Drahtzieher der Bettlermafia ist, erkl&#228;rt klar und deutlich dass solche Vorstellungen kompletter Bl&#246;dsinn sind. </p>
<p>Sofern sich SP&#214; und &#214;VP nicht einigen, und danach sieht es sowohl wegen des politischen Klimas im Land, als auch wegen doch grober inhaltlicher Differenzen (und kann mir au&#223;erdem gut vorstellen dass Nagls Position auch in der &#214;VP nicht unumstritten ist) nicht aus, gibt es im Landtag keine Mehrheit f&#252;r die Pl&#228;ne der &#214;VP, Gr&#252;ne und KP&#214; gehen sicher nicht mit. M&#246;glicherweise gehen letztere bei den Pl&#228;nen der SP&#214; mit, vielleicht gibt es auch gar keine Versch&#228;rfung des Sicherheitsgesetzes. Das bedeutet dass die Schwarz-Blau-Orange Mehrheit im Grazer Gemeinderat zumindest bis zur n&#228;chsten Landtagswahl weiter Briefe an das Christkind schreiben darf, es m&#246;ge sie doch von der &#220;berschwemmung mit Bettlern erl&#246;sen.<br />
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<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2131-1'>Daf&#252;r das Nagl wirklich nicht aus dem (ohnehin komat&#246;sen) liberalen Fl&#252;gel der &#214;VP kommt, sondern von weit rechts au&#223;en, und immer wieder mit Verbotsideen, homophoben und xenophoben Aussagen f&#252;r Verwunderung sorgt, waren die Gr&#252;nen bisher erstaunlich ruhig. Dass sie den Wechsel von &#8220;Wir wollen Transparenz&#8221;-Opposition zu noch nie dagewesener Postenschacher-Regierung (bis zu schwarz-gr&#252;n war es &#252;blich, dass die Opposition zumindest als Minderheit in Stadtnahen Betrieben vertreten ist, jetzt ist sie g&#228;nzlich davon ausgeschlossen und hat somit keine Informations- und Kontrollm&#246;glichkeit mehr) erstaunt dagegen schon fast weniger, h&#246;chstens die Leute die die Gr&#252;nen f&#252;r &#8220;anders als die anderen Parteien&#8221; gehalten haben. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2131-1" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-2131-2'>Man beachte auch die ausgesprochen menschenverachtenden Diktion in dem Interview <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2131-2" class="liinternal">&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>

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