<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><!-- generator="wordpress/2.0.1" --><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0">

<channel>
	<title>filmtabs</title>
	<link>http://www.filmtabs.de/ft</link>
	<description>- Das erste Online Filmmagazin Deutschlands, seit 1996 - Über 3000 Artikel, Kritiken und Festivalberichte</description>
	<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 08:35:15 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.0.1</generator>
	<language>de</language>
			<atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/FILMtabs" /><feedburner:info uri="filmtabs" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><geo:lat>50.766667</geo:lat><geo:long>6.1</geo:long><item>
		<title>Zahnfee auf Bew�hrung</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/ickUFUc51lQ/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/17/zahnfee-auf-bewahrung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 08:35:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/17/zahnfee-auf-bewahrung/</guid>
		<description><![CDATA[      USA, Kanada 2010 (Tooth Fairy) Regie: Michael Lembeck mit Dwayne &#34;The Rock&#34; Johnson, Ashley Judd, Julie Andrews 102 Min. FSK: o.A.
 Auf dem Eis einer zweitklassigen Hockey-Mannschaft ist er ber&#252;hmt f&#252;r seine brutalen Body-Checks. In himmlischen Kreisen gilt er als Traum-Killer, weil er Kindern jede Hoffnung auf eine einzigartige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> USA, Kanada 2010 (Tooth Fairy) Regie: Michael Lembeck mit Dwayne &quot;The Rock&quot; Johnson, Ashley Judd, Julie Andrews 102 Min. FSK: o.A.</p>
<p> Auf dem Eis einer zweitklassigen Hockey-Mannschaft ist er ber&uuml;hmt f&uuml;r seine brutalen Body-Checks. In himmlischen Kreisen gilt er als Traum-Killer, weil er Kindern jede Hoffnung auf eine einzigartige Karriere nimmt und ihnen sogar erz&auml;hlt, es g&auml;be keine Zahnfeen. Zur Strafe muss der Muskelberg selbst, ausgestattet mit Fl&uuml;geln, Dienst als Zahnfee leisten..<br /> Dwayne &quot;The Rock&quot; Johnson, immer noch ehemaliger Wrestler, muss hier Dinge leisten, die richtig gute Schauspieler vielleicht gerade so mit Anstand erledigen. Beispielsweise ist der Auftritt von Julie Andrews als Chefin mit Fl&uuml;geln (&#8222;wieso sprechen hier alle mit englischem Akzent?&#8220;) einer der wenigen ertr&auml;glichen Momente dieser misslungenen Kinder-Kom&ouml;die. Zwar gibt es auch einige nette Ideen, doch sie sind an diesen Hauptdarsteller v&ouml;llig verschenkt.<br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/17/zahnfee-auf-bewahrung/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/17/zahnfee-auf-bewahrung/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Everybody’s Fine</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/0mjNlUHKWI0/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/16/everybodys-fine/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 11:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/16/everybodys-fine/</guid>
		<description><![CDATA[      USA, Italien 2009 (Everybody&#8217;s Fine) Regie: Kirk Jones mit Robert De Niro, Drew Barrymore, Kate Beckinsale, Sam Rockwell 99 Min. FSK: ab 6
 In &#8222;Allen geht es gut&#8220; (1990) von Giuseppe Tornatore besuchte Marcello Mastroianni als sizilianischer Witwer seine f&#252;nf Kinder auf dem Festland. Das Remake von Regisseur Kirk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> USA, Italien 2009 (Everybody&#8217;s Fine) Regie: Kirk Jones mit Robert De Niro, Drew Barrymore, Kate Beckinsale, Sam Rockwell 99 Min. FSK: ab 6</p>
<p> In &#8222;Allen geht es gut&#8220; (1990) von Giuseppe Tornatore besuchte Marcello Mastroianni als sizilianischer Witwer seine f&uuml;nf Kinder auf dem Festland. Das Remake von Regisseur Kirk Jones, der sich mit &#8222;Eine zauberhafte Nanny&#8220; (2005) und &#8222;Lang lebe Ned Devine!&#8220; (1998) nicht gerade als Meister des feinen Humors erwiesen hat, kann trotz guter Darsteller und sorgf&auml;ltig stilisierter Bilder nicht wirklich &uuml;berzeugen.</p>
<p> Eine nette Schauspiel&uuml;bung f&uuml;r Robert DeNiro sind die Vorbereitungen auf eine Familienfeier, der dann telefonische Absagen von allen vier Kindern folgen. Nach dem Tod seiner Frau droht die Familie auseinander zu fallen und so bricht Frank Goode (De Niro) entgegen der Warnungen seines Arztes auf, um seine Kinder selbst zu besuchen. Es soll eine &Uuml;berraschung sein, deshalb strandet er erst einmal in New York vor der verschlossenen T&uuml;r seines Sohnes David und sitzt mit deprimierenden alten M&auml;nnern im Diner. Bei Amy (Kate Beckinsale) sind alle online oder am Telefon, das Abendessen deutet eine &auml;u&szlig;erst gespannte Familiensituation an und Frank wird im Prinzip wieder vor die T&uuml;r gesetzt. Beim Musiker Robert (Sam Rockwell) entladen sich die Spannungen. Zu gro&szlig; ist die Differenz zwischen den Erwartungen des Vaters und dem Leben, das Robert gef&auml;llt. Auch der letzte Besuch bei Rosie (Drew Barrymore) zeigt: Der alte Mann wird nicht wirklich gebraucht und wei&szlig; auch nichts von seiner Familie.</p>
<p> Frank h&auml;lt sich trotz einer nie ausgesprochenen Krankheit gut aufrecht, ist aber schon etwas seltsam: Im Zug philosophiert er &uuml;ber die Telefonkabel, die er in seinem Berufsleben ummantelt hat. Und jedem muss er von seinen Kindern erz&auml;hlen. Zu nervig melancholischer Begleitmusik (Morricone-Imitiationen von Dario Marianelli) werden immer wieder Fotos der Kinder, aber auch kurze Visionen der Kinder als sie noch klein waren, eingeblendet. Parallel h&ouml;rt man &uuml;ber die Telefonleitungen von den Bem&uuml;hungen der Geschwister David aus einem mexikanischen Gef&auml;ngnis zu holen - ohne dass ihr Vater davon erf&auml;hrt.</p>
<p> Die Reise legt Lebensl&uuml;gen blo&szlig;. Nicht so sehr das, was er sich &uuml;ber das Leben seiner Kinder vorgemacht hat. Sie zeigt vor allem, dass er sie vernachl&auml;ssigt und zu sehr unter Druck gesetzt hat. Ein zu harter Vater, der in seiner Vorstellung immer noch Respekt einfordert, statt zu verstehen. Das r&uuml;hrselige Tornatore-Remake &#8222;Everybody&#8217;s Fine&#8220; will vielleicht auch etwas mit den sehr klar strukturierten Bildern der USA erz&auml;hlen, aber letztendlich ruht der unausgewogene Film ganz auf DeNiro.<br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/16/everybodys-fine/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/16/everybodys-fine/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Mensch Kotschie</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/d36392bz4tM/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/16/mensch-kotschie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 10:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/16/mensch-kotschie/</guid>
		<description><![CDATA[      BRD 2009 (Mensch Kotschie) Regie: Norbert Baumgarten mit Stefan Kurt, Claudia Michelsen, Ulrike Krumbiegel, Axel Werner 96 Min. FSK: ab 12
 Mit &#8222;Mensch Kotschie&#8220; startet diese Woche eine sensationell gute Tragikom&#246;die im Kino. Ohne gro&#223;e Rummel angek&#252;ndigt, schl&#228;gt der Film doch all die anderen &#8222;Werke&#8220;, deren Werbeetat &#8222;Kotschies&#8220; Produktionskosten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> BRD 2009 (Mensch Kotschie) Regie: Norbert Baumgarten mit Stefan Kurt, Claudia Michelsen, Ulrike Krumbiegel, Axel Werner 96 Min. FSK: ab 12</p>
<p> Mit &#8222;Mensch Kotschie&#8220; startet diese Woche eine sensationell gute Tragikom&ouml;die im Kino. Ohne gro&szlig;e Rummel angek&uuml;ndigt, schl&auml;gt der Film doch all die anderen &#8222;Werke&#8220;, deren Werbeetat &#8222;Kotschies&#8220; Produktionskosten locker &uuml;bersteigt.</p>
<p> J&uuml;rgen Kotschie (Stefan Kurt) steckt in den Vorbereitungen zu seinem 50. Geburtstag und mitten in einer Midlife-Crisis. Er und seine Frau Karin tragen die gleichen Pyjamas, beim planm&auml;&szlig;igen Sex liegen die Klamotten f&uuml;r den n&auml;chsten Tag schon gefaltet bereit. F&uuml;r das Wochenende wird der demenz-kranke Vater aus dem Heim geholt, der Sohn Mario wirkt allerdings auch nicht viel heller. Der gestresste Architekt und Baustellenleiter Kotschie verliert sich in Tagtr&auml;umen seiner einstigen gro&szlig;en Liebe Carmen Sch&ouml;ne und diese Tagtr&auml;ume erweisen sich wesentlich besser als das, was sp&auml;ter in der Realit&auml;t eintritt. Sein Zusammenbruch interessiert seine Frau weniger als die Planung f&uuml;r den 50. Er m&uuml;ht sich wie ein moderner Tati am Alltag ab, reihenweise surreale Szenen stehen ihm im Weg. Dauernd fragen ihn junge Tramper, in welche Richtung es geht. Erst als er sich die Fernbedienung schnappt, an der sich sein Vater immer festh&auml;lt, und nicht mehr den Anweisungen des Navi folgt, macht er sich auf zu seiner ehemaligen Geliebten. Unterwegs freundet er sich mit einem Hund und seinen eigentlichen W&uuml;nschen an. Mit dramatischen Folgen&#8230;</p>
<p> Diesen in jeder Hinsicht exzellenten Film kann man getrost mit &#8222;American Beauty&#8220; vergleichen. Eine treffende Psychostudie inmitten eines schillernden Films. Regisseur Norbert Baumgarten (&#8222;Befreite Zone&#8220;), der auch das Buch schrieb, bringt wie gute amerikanische Familien-Filme in wenigen Szenen das Gef&uuml;hl seines melancholischen Helden grandios auf den Punkt. Das ist oft komisch, etwa wenn in einer &ouml;ffentlichen Toilette immer der falsche Wasserhahn l&auml;uft. Und es macht immer Spa&szlig;. </p>
<p> Neben Stefan Kurts oscar-reifer Schauspielleistung von cooler Karaoke-Einlage (&#8222;Runaway&#8220;) bis zu stillen Regungen der Verlorenheit zeigt &#8222;Mensch Kotschi&#8220; eine sagenhafte Bild-Inszenierung (Kamera: Lars Lenski), die den inneren Aufruhr mit einer atemberaubenden Klarheit der Kompositionen verh&ouml;hnt. &#8222;Kotschie&#8220; geht generell in die Vollen, was die filmischen Mittel anlangt. Dazu geh&ouml;ren auch mit Bach-Variationen (Musik: Michael Eimann) melancholisch betrachtete alte Fotos aus einer Zeit, als das Leben noch Hoffnungen hatte. <br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/16/mensch-kotschie/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/16/mensch-kotschie/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Troubled Water</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/Z9vIHq-MMjs/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/troubled-water/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 20:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/troubled-water/</guid>
		<description><![CDATA[      Norwegen 2008 (De Usynlige) Regie: Erik Poppe mit P&#229;l Sverre Valheim Hagen, Trine Dyrholm, Ellen Dorrit Petersen, Fredrik Gr&#248;ndahl, Trond Espen Seim 121 Min. FSK: ab 12
 Liegt es am Protestantismus, dass sich die Skandinavier immer so gro&#223;artig und immer wieder packend mit Schuld beladen und auseinandersetzen? In der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> Norwegen 2008 (De Usynlige) Regie: Erik Poppe mit P&aring;l Sverre Valheim Hagen, Trine Dyrholm, Ellen Dorrit Petersen, Fredrik Gr&oslash;ndahl, Trond Espen Seim 121 Min. FSK: ab 12</p>
<p> Liegt es am Protestantismus, dass sich die Skandinavier immer so gro&szlig;artig und immer wieder packend mit Schuld beladen und auseinandersetzen? In der bitter-komischen Herausforderung Gottes in &#8222;Adams &Auml;pfel&#8220; von Anders Thomas Jensen oder im stark stilisierten Lebenswandel &#8222;Bedingungslos&#8220; von Ole Bornedal beispielsweise. Und dann &#8222;Das Fest&#8220; einer Vergangenheitsbew&auml;ltigung sowie ganz neu &#8222;Submarino&#8220; von Thomas Vinterberg, der &#8222;Troubled Water&#8220; nicht nur thematisch (totes Kind, verletzte Hand), sondern auch formal (lineare statt parallele Montage) erstaunlich verwandt ist. Und dann gibt es ja noch den ganzen komplexbeladenen Bergman-Eisberg&#8230;</p>
<p> Kann man einen Erwachsenen f&uuml;r das verurteilen, was er als Jugendlicher verbrochen hat? Ist ein vermeintlicher M&ouml;rder nach Absitzen seiner Strafe noch schuldig? Diese moralischen Untiefen lotet &#8222;Troubled Water&#8220; mit dem Organisten Jan Thomas (P&aring;l Sverre Valheim Hagen) feinf&uuml;hlig aus: Als Teenager klaute er in einem dummen Streich mit seinem Freund einen Kinderwagen samt Kind. Der panische Junge verungl&uuml;ckte und starb dabei. Die T&auml;ter wurden verurteilt. Nun kommt Jan Thomas aus dem Gef&auml;ngnis und bekommt eine Stelle bei einer Kirche. Das Orgelspiel ist seine gro&szlig;e Leidenschaft, selbst ein gebrochener Finger - ein Abschiedsgeschenk seiner Mith&auml;ftlinge - kann nicht verhindern, dass er mit seinen eindrucksvollen Variationen kirchlicher und weltlicher St&uuml;cke die Menschen bewegt. Auch die sehr naive Pfarrerin Anna (Ellen Dorrit Petersen) wird von Thomas, wie er sich jetzt nur noch nennt, ber&uuml;hrt. Anna hat einen kleinen Sohn, Jens, vor dem Thomas zuerst regelrecht Angst hat. Sp&auml;ter bangen andere um Jens&#8230;</p>
<p> Gerade als man anf&auml;ngt, Thomas ein gutes Leben frei von der tragischen Vergangenheit zu w&uuml;nschen und die drohenden Erinnerung nicht mehr sehen will, taucht Agnes (Trine Dyrholm), die Mutter des verstorbenen Kindes auf.. W&auml;hrend sich nun die Handlung aus ihrer Perspektive wiederholt, bekommt man mehr und mehr Verst&auml;ndnis f&uuml;r ihr immer w&auml;hrendes Leiden. Dies wird nicht das letzte Kippen in der mitrei&szlig;enden Gef&uuml;hlsdramaturgie dieses bewegenden Films sein. Agnes will keine Rache, sie will nur endlich wissen, was damals tats&auml;chlich geschah. War es ein Unfall oder tats&auml;chlich ein Mord? Und wer der beiden Jungen, die sich gegenseitig beschuldigten, hatte letztendlich Schuld?</p>
<p> Schuld und Vergebung werden diskutiert. Berufsm&auml;&szlig;ig beherrscht Pfarrerin Anna diese Kategorien, aber als Mensch f&auml;llt es ihr schwerer, an Thomas zu glauben. Glauben und Zweifel, f&uuml;r die wieder ein ungl&auml;ubiger Thomas steht, bestimmen ebenfalls diesen menschlich extrem spannenden Film.</p>
<p> Was der britische &#8222;Boy A&#8220; nicht vollbrachte, macht &#8222;Troubled Water&#8220; ganz einfach und geschickt: Er zeigt beide Seiten eines tragischen Ereignisses. Vielleicht sind die Doppelungen manchmal zu ausf&uuml;hrlich, aber dieser Film l&auml;sst viel zum Nachdenken &uuml;brig. Simon &amp; Garfunkels Hymne &#8222;Bridge over Troubled Water&#8220; stand Pate f&uuml;r den internationalen Titel des Films - Wasser in seinen vielf&auml;ltigsten Formen taucht auch ansonsten dauernd im Film auf, allerdings trotz der H&auml;ufigkeit dieser Metapher sehr unauff&auml;llig. Diese gleichzeitig dichte und unpr&auml;tenti&ouml;s wirkende Inszenierung macht zusammen mit den gro&szlig;artigen Darstellern P&aring;l Sverre Valheim Hagen (Jan Thomas) und Trine Dyrholm (Agnes) &#8222;Troubled Water&#8220; zu einem Film der unmerklich, aber nachhaltig packt.<br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/troubled-water/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/troubled-water/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Green Zone</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/SNceJdrZ6aI/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/green-zone/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 09:50:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/green-zone/</guid>
		<description><![CDATA[      USA, Gro&#223;britannien, Frankreich, Spanien 2010 (Green Zone) Regie: Paul Greengrass mit Matt Damon, Greg Kinnear, Jason Isaacs, Brendan Gleeson 115 Min. 
 Sensationelle Neuigkeit: Es gab gar keine Massenvernichtungswaffen im Irak! Da diese &#8222;Weapons of Mass Destruction&#8220;, die Bush und Blair erfunden haben, um &#214;lquellen im Irak einzukassieren, mittlerweile [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> USA, Gro&szlig;britannien, Frankreich, Spanien 2010 (Green Zone) Regie: Paul Greengrass mit Matt Damon, Greg Kinnear, Jason Isaacs, Brendan Gleeson 115 Min. </p>
<p> Sensationelle Neuigkeit: Es gab gar keine Massenvernichtungswaffen im Irak! Da diese &#8222;Weapons of Mass Destruction&#8220;, die Bush und Blair erfunden haben, um &Ouml;lquellen im Irak einzukassieren, mittlerweile in den Top 3 der zynischen Kriegsvorw&auml;nde stehen - mit Hitlers &#8222;Seit 5:45 Uhr wird jetzt zur&uuml;ckgeschossen!&#8220; und Merkels &#8222;asymmetrischer Bedrohung&#8220; durch Afghanistan - erweist sich die politische Agenda von Regisseur Paul Greengrass als Feigenbl&auml;ttchen.</p>
<p> &#8222;Green Zone&#8220;, benannt nach der angeblich befriedeten Zone in Bagdad, heizt zuerst mit Action ein. Sp&auml;ter gibt es etwas zum Nachdenken. Denn Offizier Roy Miller (Matt Damon) sucht mit seinen Soldaten ebenso ernsthaft wie erfolglos nach den ber&uuml;hmten Massenvernichtungswaffen Saddams.. Eher zuf&auml;llig geraten die braven Uniformierten an eine Versammlung ehemaliger Gr&ouml;&szlig;en der Baath-Partei, unter ihnen der iranische General Al Rawi. Ein wichtiger Zeuge wird den US-Soldaten sofort von einer sehr schnellen Eingreiftruppe weggeschnappt und mit Sack &uuml;ber dem Kopf zur Folter entf&uuml;hrt. Doch mithilfe des guten Iraki &#8222;Freddy&#8220; (Khalid Abdalla) und des CIA-Agenten Brown (Brendan Gleeson) verfolgt Miller die Spur und entdeckt, dass die Massenvernichtungswaffen eine Erfindung der US-Administration sind. Selbst die Saddam-kritische irakische Armee hatte die USA informiert, dass es diese Waffen nicht gibt.</p>
<p> W&auml;hrend die Videobotschaft Bushs gerade das Ende des Krieges behauptet, geht das Morden in Bagdad weiter. Weiterhin wird in &#8222;Green Zone&#8220; entarnt, wie sich die westliche Presse zur Propagandamaschine f&uuml;r Machthaber und Krieg missbrauchen l&auml;sst. Ansonsten stellt man wieder fest, dass Paul Greengrass trotz Filmen wie &#8222;Bloody Sunday&#8220; zum britischen Massaker an irischen Demonstranten oder &#8222;Flug 93&#8220; zu den Attentaten von 9/11 kein politischer Regisseur ist. Bei genauer Betrachtung sind selbst seine zwei &#8222;Bourne&#8220;-Filme subversiver. Stilistisch setzt er deren Hektik fort - erneut mit Matt Damon in der Hauptrolle: Unter martialischer Musik wird viel mit Kriegsjeeps durch eine orientalische Stadt ged&uuml;st (gedreht wurde selbstverst&auml;ndlich nicht in Bagdad). Viel Gerenne bis der gute dann den b&ouml;sen Milit&auml;r erschie&szlig;en kann. Doch die wertvolle Hilfe des auch guten irakischen Milit&auml;rs kann man sich doch nicht versichern, weil das irakische Volk seine Stimme, nein: seine Waffe ergreift und f&uuml;r t&ouml;dliche Fakten sorgt. Ein d&uuml;steres, aber auch ziemlich undifferenziertes Schlussbild und eine Ehrenrettung des Milit&auml;rs. Aber am Ende geht es nur noch darum, Matt Damon zu retten, damit er auch den n&auml;chsten Action-Schrott wieder dem Publikum verkaufen kann.. Sehr viel L&auml;rm um nichts Neues.</p>
<p> Hitchcock nannte dies MacGuffin - irgendwas, dem man hinterher rennt und es ist eigentlich egal, was es ist, Hauptsache spannend. Doch wo so viele Menschen grundlos im Krieg gemordet wurden und t&auml;glich immer noch sterben, ist es entweder zynisch oder dumm, mit MacGuffins zu spielen. Ein mit gro&szlig;em Aufwand an Film- und Milit&auml;rmaschinerie sehr lautes Geldverbrennen erweist sich besonders jetzt, da &#8222;Hurt Locker&#8220; als exzellenter Irak-Film als Oscar-Sieger wieder in Erinnerung gerufen wurde, als h&ouml;chst &uuml;berfl&uuml;ssig. <br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/green-zone/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/green-zone/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Legion</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/vByprQe3IJ8/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/legion/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 09:10:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/legion/</guid>
		<description><![CDATA[      USA 2010 (Legion) Regie: Scott Stewart mit Paul Bettany, Lucas Black, Tyrese Gibson, Dennis Quaid 100 Min. FSK: ab 16
 Diesmal hilft auch kein Sto&#223;gebet mehr: Gott hat die Menschheit aufgegeben - wahrscheinlich hat er eine Preview dieses Films gesehen. Nur Michael (Paul Bettany), ein gefallener Erzengel, verteidigt die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> USA 2010 (Legion) Regie: Scott Stewart mit Paul Bettany, Lucas Black, Tyrese Gibson, Dennis Quaid 100 Min. FSK: ab 16</p>
<p> Diesmal hilft auch kein Sto&szlig;gebet mehr: Gott hat die Menschheit aufgegeben - wahrscheinlich hat er eine Preview dieses Films gesehen. Nur Michael (Paul Bettany), ein gefallener Erzengel, verteidigt die letzte Hoffnung unserer Spezies: Ein ungeborenes Kind. Was ansonsten um diese simple Konstruktion gestrickt wurde, ist sowohl von allen guten Geistesblitzen als auch von jedem Action-Verstand verlassen. Ein religi&ouml;s durchsetzter M&ouml;chtegern-Horror, der einen sofort aus der Kirche der Action-Anh&auml;nger austreten l&auml;sst.</p>
<p> D&uuml;ster beginnt es mit einem blutig gefallenen Engel, der sich im Stile von Bruce Willis oder &#8222;Matrix&#8220; erst einmal richtig bewaffnet. Dann springt der Film zum gottverlassenen Imbiss &#8222;Paradise Falls&#8220; in die W&uuml;ste und wird zu einem lahmen Nachmittags-Talk. Das schematische Auffahren der Figuren dauert elend lange, die Entwicklung erfolgt so lahm, dass man sich furchtbare Gemetzel oder wenigstens eine kleine Apokalypse geradezu herbei sehnt. Nachdem eine ganze Stange &#8222;Salem lights&#8220; weggeraucht wurde, tauchen eine bissige alte Hexe und ein monstr&ouml;ser Eismann als Vorboten der H&ouml;lle auf, die alle der feschen Kellnerin Charlie (Adrianne Palicki) ans Ungeborene wollen. Besessen von Engeln, die Gottes Vernichtungsauftrag treu folgen, blecken sie ihre Haifischz&auml;hne und lassen sich abknallen. &nbsp;Klingt nach der &uuml;blichen Horror-Action, doch wer so was erwartet, wird von endlosem und extrem d&auml;mlichem Ges&uuml;lze &uuml;ber die verkommene Menschheit auf die Folter gespannt. Als h&auml;tten die Ausgeburten der H&ouml;lle allen schon das Hirn weggefressen. Die sparsamen Action-Einlagen entsch&auml;digen da keineswegs. Erst wer versucht mitzudenken, wird richtig geschockt: Da erweist sich das misslungene Filmchen nebenbei als Anti-Abtreibungs-Action. Tats&auml;chlich scheint die Menschheit von allen guten Geistern verlassen zu sein - zumindest in einigen Filmproduktionen. <br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/legion/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/15/legion/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Ajami</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/WxPk3gK8Bhk/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/10/ajami/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/10/ajami/</guid>
		<description><![CDATA[      Israel, Deutschland 2009 (Ajami) Regie: Scandar Copti, Yaron Shani mit Shahir Kabaha, Ibrahim Frege, Fouad Habash, Youssef Sahwani, Ranin Karim 120 Min..
 Ist Ihnen der ganze Nahe Osten mit den Pal&#228;stinensern, den Israelis, aber auch den christlichen Pal&#228;stinensern zu kompliziert? Das Puzzle von Interessen, Religionen und Nationen auf kleinster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> Israel, Deutschland 2009 (Ajami) Regie: Scandar Copti, Yaron Shani mit Shahir Kabaha, Ibrahim Frege, Fouad Habash, Youssef Sahwani, Ranin Karim 120 Min..</p>
<p> Ist Ihnen der ganze Nahe Osten mit den Pal&auml;stinensern, den Israelis, aber auch den christlichen Pal&auml;stinensern zu kompliziert? Das Puzzle von Interessen, Religionen und Nationen auf kleinster Fl&auml;che zu verwirrend? Dann sorgt &#8222;Ajami&#8220; auch nicht f&uuml;r Durchblick. Aber das Gemeinschaftsprodukt des arabischen Christen Scandar Copti und des israelischen Juden Yaron Shani erm&ouml;glicht einen packenden emotionalen Zugang zu ganz verschiedenen Menschen in der Region.</p>
<p> In der arabischen Stadt Jaffa, die unter israelischer Kontrolle 1950 Teil von Tel Aviv wurde, f&uuml;hren zu viele Waffen und noch mehr Dummheit zu einer Blutrachen-Fehde. Ohne Schuld h&auml;ngt Omar mittendrin, erlebt das Schachern um teure Entsch&auml;digungen. Um das Geld aufzutreiben, bricht Autos er auf und klaut, dann arbeitet er f&uuml;r Anan, den reichen Restaurantchef und einflussreichen Vermittler. In der K&uuml;che schuftet auch der junge Marek - illegal. Er braucht Geld f&uuml;r seine schwer kranke Mutter. Ein Drogendeal, in den Omar und Marek stolpern, hat tragische Folgen. Auch f&uuml;r die schwierige Liebesgeschichte zwischen Omar und Hadir, der Tochter von Anan. Nur der fr&ouml;hliche Binj scheint mit den Grenzen zwischen Religionen, Staaten und Einkommen zurecht zu kommen, feiert, kokst und lebt. Doch er wird von seinen Freunden verlassen. Die Stimmung im Viertel Ajami ist durch den Tod eines israelischen Soldaten angeheizt. Die allt&auml;gliche Diskriminierung kulminiert, auch weil die Polizei in die Drogengesch&auml;fte verwickelt ist.</p>
<p> In f&uuml;nf Kapiteln werden die Schicksale von mehreren Personen auch zeitlich raffiniert wie in &#8222;Pulp Fiction&#8220; verschachtelt. Das erscheint am Anfang des spannenden, sehr gut gespielten und authentisch wirkenden Films un&uuml;bersichtlich, ergibt aber reizvoll &uuml;ber die anderen Perspektiven mehr und mehr Sinn. Und zeigt zudem sehr sch&ouml;n, wie sehr die Leben hier miteinander verflochten sind.<br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/10/ajami/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/10/ajami/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Fall 39</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/qRn8rLZ86Fw/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/fall-39/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 22:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/fall-39/</guid>
		<description><![CDATA[      USA, Kanada 2009 (Case 39) Regie: Christian Alvart mit Ren&#233;e Zellweger, Jodelle Ferland, Ian McShane 113 Min.
 Sie sieht harmlos aus, aber hinter dem unbewegten Gesicht verbirgt sich ein Monster: Das ehemalige Bridget Jones-Sch&#228;tzchen Ren&#233;e Zellweger entwickelt sich mit mangelndem Ausdrucksverm&#246;gen und immer schlechteren Rollen zum Horror der Kinoleinwand. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> USA, Kanada 2009 (Case 39) Regie: Christian Alvart mit Ren&eacute;e Zellweger, Jodelle Ferland, Ian McShane 113 Min.</p>
<p> Sie sieht harmlos aus, aber hinter dem unbewegten Gesicht verbirgt sich ein Monster: Das ehemalige Bridget Jones-Sch&auml;tzchen Ren&eacute;e Zellweger entwickelt sich mit mangelndem Ausdrucksverm&ouml;gen und immer schlechteren Rollen zum Horror der Kinoleinwand. Wie passend, dass sie jetzt in einem Horrorfilm mitmacht: &#8222;Fall 39&#8220; will uns mit der einfachen Geschichte eines bedrohten Kindes reinlegen, das sich im Verlauf als kleiner, aber echter Teufelsbraten erweist, den seine Eltern nur zu Recht im Ofen r&ouml;sten wollten. Das gab es k&uuml;rzlich als &#8222;Orphan&#8220; und klassisch als &#8222;Der Exorzist&#8220; oder als &#8222;Omen&#8220;-Serie. Sobald diese lahme &Uuml;berraschung halbwegs anst&auml;ndig ausgespielt wurde, kommt es auf das Schauspiel des kleinen Monsters Lilith Sullivan (Jodelle Ferland) und des Leinwand-Schreckens Zellweger in der Rolle der &uuml;berarbeiteten Sozialarbeiterin Emily Jenkins an. Die verlor ihr Herz gegen jede (Drehbuch-) Vernunft an ihren 39. Fall, Lilith. Und fast ihr Leben an die Ausgeburt der H&ouml;lle. Dabei ist die Naivit&auml;t der angeblich erfahrenen Sozialarbeiterin erschreckender als die heimt&uuml;ckischen Anschl&auml;ge des teuflischen M&auml;dchens. Ein handwerklich akzeptabler Film, dessen &#8222;Produktionswerte&#8220; nicht die Schw&auml;chen im Grundger&uuml;st &uuml;berdecken k&ouml;nnen. So ist es vielleicht nicht allein die Schuld von Ren&eacute;e, dass der ganze Horror oft unfreiwillig komisch wirkt.<br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/fall-39/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/fall-39/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Ein Prophet</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/1TXz1Z9TZi8/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/ein-prophet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 20:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/ein-prophet/</guid>
		<description><![CDATA[      Frankreich, Italien 2009 (Un Proph&#232;te) Regie: Jacques Audiard mit Darsteller Tahar Rahim, Niels Arestrup, Adel Bencherif, Reda Kateb 150 Min.
 Ein Gangsterfilm, der das Festival von Cannes gewinnt, muss etwas besonderes sein. &#8222;Ein Prophet&#8220; erf&#252;llt selbst hohe Erwartungen, begeistert mit einer faszinierenden Hauptfigur sowie einer Geschichte zwischen Scorseses Mafia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> Frankreich, Italien 2009 (Un Proph&egrave;te) Regie: Jacques Audiard mit Darsteller Tahar Rahim, Niels Arestrup, Adel Bencherif, Reda Kateb 150 Min.</p>
<p> Ein Gangsterfilm, der das Festival von Cannes gewinnt, muss etwas besonderes sein. &#8222;Ein Prophet&#8220; erf&uuml;llt selbst hohe Erwartungen, begeistert mit einer faszinierenden Hauptfigur sowie einer Geschichte zwischen Scorseses Mafia und einer ganz eigenen Sprache des Regisseurs Jacques Audiard (&#8222;Der wilde Schlag meines Herzens&#8220;).</p>
<p> Als Malik (Tahar Rahim) nach Jahren der Jugendhaft in ein richtiges Gef&auml;ngnis verlegt wird, beginnt f&uuml;r ihn eine erstaunliche Entwicklungszeit. Trotz seiner arabischen Herkunft landet er bei der gef&auml;ngnis-internen korsischen Mafia, die vom m&auml;chtigen Paten Cesar Luciani (gro&szlig;artig: Niels Arestrup) gef&uuml;hrt wird. Den Korsen gehorcht selbst der Gef&auml;ngnisdirektor, sie kontrollieren den Handel, die Jobs, entscheiden &uuml;ber Leben und Tod. F&uuml;r einen sehr blutigen Mord an einem arabisch-st&auml;mmigen Zeugen erh&auml;lt Malik einige Stangen Zigaretten, aber vor allem den Zugang zu Luciani. Der Jungen wird als Araber verachtet, verrichtet niedere Dienste, erweist sich aber immer als cleverer, als man es von ihm erwartet. Bald versteht er nicht nur franz&ouml;sisch und arabisch sondern auch korsisch. Ein seltsamer Berater ist ihm der Ermordete, der immer wieder in makabren Visionen erscheint. Als die meisten Korsen aufgrund einer Amnestie in andere Gef&auml;ngnisse wechseln, wird Malik zur rechten Hand von Luciani, kontrolliert dessen Handy, ist ihm Augen und Ohren.</p>
<p> Wie bei Scorsese oder anderen Filmen dieses Genres schildert der franz&ouml;sische Regisseur Jacques Audiard den Aufstieg eines Gangsters dicht und packend. Malik beginnt als verschlossener Einzelg&auml;nger, wird zum coolen Typen mit starker Pr&auml;senz. Neben der schmutzigen Arbeit im Knast bildet er sich auch weiter, lernt lesen und schreiben. Doch der Aufsteiger zeigt sich auch ziemlich naiv, mit zig Kilo Hasch geht er staunend in den Supermarkt. Das macht das schillernde dieser Figur aus, die raffinierte Bauernschl&auml;ue und die un&uuml;bersehbare Unsicherheit. Doch wenn es drauf ankommt, &uuml;berlebt er sogar in unm&ouml;glichen Situationen.</p>
<p> Mit &uuml;berh&ouml;hten und durch ungew&ouml;hnliche Mittel wie Lochblenden entfremdeten Momenten gibt Audiard den raffinierten Machtspielen seinen eigenen Touch. Bis zur mysteri&ouml;sen, titelgebenden Prophezeiung im Moment h&ouml;chster Gefahr. Montagesequenzen der gro&szlig;en Machtverschiebungen vergehen hier unaufgeregt, selbstverst&auml;ndlich, fast nat&uuml;rlich. &#8222;Ein Prophet&#8220; ist ein erstaunlicher Film, man staunt &uuml;ber einen Verbrecher, einen M&ouml;rder, dem man Sympathien schenkt. </p>
<p> Am Ende dieser &#8222;nat&uuml;rlichen&#8220; Entwicklung hat ein Seitenwechsel stattgefunden. Man sieht wie Malik nun die Araber befiehlt. Der alte Mann Luciani kann nicht mal mehr alleine auf seiner Bank sitzen, denn es ist nicht mehr seine Bank. Bald wird Malik als neuer MacKeeth das Gef&auml;ngnis verlassen. Davor wartet nicht nur eine Armada von Autos und Kumpels, auch eine fertige Familie.<br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/ein-prophet/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/ein-prophet/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Agora - Die S�ulen des Himmels</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/FILMtabs/~3/-YQ1KuNP0vU/</link>
		<comments>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/agora-die-saulen-des-himmels/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/agora-die-saulen-des-himmels/</guid>
		<description><![CDATA[      Spanien 2009 (Agora) Regie Alejandro Amen&#225;bar mit Rachel Weisz, Max Minghella, Oscar Isaac 126 Min.
 In dem eindrucksvoll inszenierten Historiendrama &#8222;Agora&#8220; um die historisch verb&#252;rgte, fr&#252;he &#228;gyptische Wissenschaftlerin Hypatia stellt der Spanier Alejandro Amen&#225;bar Aufkl&#228;rung, freien Willen und gesunden Menschenverstand dem religi&#246;sen Wahn entgegen. Im Alexandria des 4. Jahrhunderts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>     <font FACE="Geneva, Verdana, Helvetica, Arial"><br /> Spanien 2009 (Agora) Regie Alejandro Amen&aacute;bar mit Rachel Weisz, Max Minghella, Oscar Isaac 126 Min.</p>
<p> In dem eindrucksvoll inszenierten Historiendrama &#8222;Agora&#8220; um die historisch verb&uuml;rgte, fr&uuml;he &auml;gyptische Wissenschaftlerin Hypatia stellt der Spanier Alejandro Amen&aacute;bar Aufkl&auml;rung, freien Willen und gesunden Menschenverstand dem religi&ouml;sen Wahn entgegen. Im Alexandria des 4. Jahrhunderts lehrt die Wissenschaftlerin Hypatia (Rachel Weisz) Astronomie und Toleranz. Doch Unruhen um eine aufkommende radikale Religionsgruppe namens Christen reichen bis in den Hort der Vernunft. Ein paar Pogrome, Gemetzel und Barbareien sp&auml;ter haben die b&auml;rtigen Christen in ihren dunklen Gew&auml;ndern die Macht &uuml;bernommen, ihre ungebildeten Sittenw&auml;chter terrorisieren die Stra&szlig;en, sogar der Rest der zerfallenden r&ouml;mischen Staatsmacht ergibt sich ihnen.</p>
<p> Die Sch&uuml;ler der alten Klasse Hypathias finden sich auf neuen Positionen einer religi&ouml;s verseuchten Gesellschaft: Der konvertierte Oreste (Oscar Isaac) ist r&ouml;mischer Statthalter und kann doch nicht die geliebte Hypatia sch&uuml;tzen. Der ehemalige Sklave Davus (Max Minghella), der Jahre beim christlichen Sto&szlig;trupp f&uuml;r Rechtlosigkeit sorgte, bleibt seiner einstigen Herrin bis zuletzt treu. Denn nachdem die Christen die alte Religion und die Juden ausgemerzt haben, m&uuml;ssen sie jetzt die Vernunft der genialen Astronomin ausl&ouml;schen und brandmarken sie als Hexe&#8230;</p>
<p> Das Liebesdrama ist gleichzeitig eine Metapher: Sowohl der Davus als auch Oreste umwerben die Vernunft in Form von Hypatia. Doch die l&auml;sst sich nicht vereinnahmen, liebt nur die Wissenschaft. &#8222;Agora&#8220; kann ein wunderbarer Aufreger sein. Denn nach diesem klugen Film denkt man gerne &uuml;ber ein allgemeines Religionsverbot nach. &#8222;Agora&#8220; vergleicht nicht, welche Religion schrecklicher metzelt, all diese Cl&uuml;bchen haben scheinbar nur das Ziel, die H&ouml;lle auf Erden m&ouml;glichst schnell herbeizuf&uuml;hren. Selbstverst&auml;ndlich in Gottes Auftrag und f&uuml;r das Seelenheil der gerade Niedergemetzelten. Besonders furchtbar ist der erbitterte Kampf mit Feuer und Schwert gegen die Vernunft und den Atheismus. Dass die Frau Hypatia wahrscheinlich 1200 Jahre vor Keppler herausfand, wie die Erde sich in elliptischer Bahn um die Sonne dreht, wird da zur Nebensache.<br /> &nbsp;<br /> Der Spanier Alejandro Amen&aacute;bar (&#8222;The Others&#8220;) hat keinen durchgehend gelungenen, aber einen f&uuml;r unsere Zeit enorm wichtigen Film gedreht. Wer jetzt bedauert, das die Poesie der &#8222;Liebenden vom Polarkreis&#8220;, die Romantik und die magische Sexualit&auml;t der fr&uuml;heren Filme Amen&aacute;bars durch das erdenschwere Thema Religion verschwunden sind, verh&auml;lt sich dabei ebenso wie Hypatia, die bei allen astronomischen Studien &uuml;bersieht, was in der Welt um sie passiert - ob sie sich dreht oder auch nicht.<br /> </font>  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/agora-die-saulen-des-himmels/feed/</wfw:commentRSS>
		<feedburner:origLink>http://www.filmtabs.de/ft/2010/03/09/agora-die-saulen-des-himmels/</feedburner:origLink></item>
	</channel>
</rss>
