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	<description>- Das erste Online Filmmagazin Deutschlands, seit 1996 - Über 3000 Artikel, Kritiken und Festivalberichte</description>
	<pubDate>Wed, 15 May 2013 12:00:43 +0000</pubDate>
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		<title>Cannes 2013 Eröffnung</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 12:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[   Cannes. Eine große Show war es immer und wird es wieder sein: Wenn mit Baz Luhrmans „Der große Gatsby“ am Mittwochabend die 66. Filmfestspielen von Cannes (15.-26. Mai) eröffnet werden, ist ein großes Spektakel garantiert: Der Regisseur von „Moulin Rouge“ und „Romeo und Julia“ legte sein Remake des Dramas mit Robert Redford [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>   Cannes. Eine große Show war es immer und wird es wieder sein: Wenn mit Baz Luhrmans „Der große Gatsby“ am Mittwochabend die 66. Filmfestspielen von Cannes (15.-26. Mai) eröffnet werden, ist ein großes Spektakel garantiert: Der Regisseur von „Moulin Rouge“ und „Romeo und Julia“ legte sein Remake des Dramas mit Robert Redford aus dem Jahre 1974 als optische und musikalische Orgie an. Neben der Frage, wie sich heute Leonard DiCaprio in der Moulin Rouge-Umgebung hält, irritiert das Timing dieser Eröffnung das Fachpublikum.   Kratzt sich Cannes am eigenen Lack, wenn die glamouröse Gala um „Der große Gatsby“ etwa parallel zu der nicht so ganz spektakulären „Ladys First“-Vorführung des Films im Aachener Cineplex stattfindet? Und außerdem in vielen Ländern schon regulär im Kino startet? Zwar verkaufte sich Cannes schon öfter als maximal exklusive Startplattform, aber diesmal geht doch etwas Glanz die Cotè d’Azur runter.   Was wenige Stunden später mit dem echten Start des Wettbewerbs um die Goldenen Palmen vergessen sein wird: Weil mit Steven Spielberg der erfolgreichste und von vielen auch als der beste angesehene Regisseur seiner Epoche als Präsident der Jury (unter anderem mit Christoph Waltz) zu Gast ist, wollte man ihm wohl nur das Beste vom Besten vorsetzen. Die zwanzig Filme des Wettbewerbs beeindrucken im Vorfeld mit einer selten dagewesenen Qualitätsdichte: Die Brüder Coen, James Gray, François Ozon, Steven Soderbergh, Roman Polanski, Jim Jarmusch und Paolo Sorentino führen den Reigen der Regie-Stars an. Dazu werden die Leinwand-Stars fast nebenbei mitgeliefert - auch wenn das einige Glamourmagazine anders herum sehen mögen: Für die laufen zwischen den Highlights des Schaulaufens auf den berühmten Treppen zum Festivalpalast „ein paar Filme“.   Man kann also bester Hoffnung sein, dass die Wettbewerbs-Auswahl das Beste ist, was gerade frisch vom Schneidetisch gefallen ist. Ausnahmen und Abwesende gibt es dabei immer wieder, eine ist in diesem Jahr besonders pikant: Lars von Trier kündigt ausgerechnet für den 16. Mai, den ersten richtigen Festivaltag von Cannes, Neues zu seinem sexuell provokanten Film „Nymphomaniac“ an. Selbstverständlich außerhalb von Cannes, das ihn nach seinem ungeschickten Hitler-Vergleich 2011 von seinen heiligen Gefilden gebannt hat   Etablierte Herren-Riege Die Abwesenheit von Frauen abseits des Blitzlichtgewitters auf dem Roten Teppich ist eine alte Leier, die man der Alt-Herrenriege von Cannes jedes Jahr vorwerfen muss. 2013, also ganz knapp nach den Suffragetten, der Frauenbewegung und Emanzipation, ist Valeria Bruni Tedeschi die einzige Regisseurin im Wettbewerb. Diese seltene Erscheinung - Cannes kann auch ganz ohne oder oben ohne - hat weniger damit zu tun, dass Bruni Tedeschi als Halb-Schwester von Carla Bruni die Schwägerin eines französischen Ex-Präsidenten ist, sondern vor allem damit, dass jeder ihrer bisherigen Filme ein übersehenes Meisterwerk war. Außerdem positionierte sich die Tochter eines Turiner Industriellen sowie ebenso exzellente Schauspielerin und Regisseurin in den sehr persönlichen „Actrices - Oder der Traum aus der Nacht davor“ (2007) sowie in „Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr“ (2003) als wahrhafte und kämpferische Linke.   Der andere große Steven bei Cannes 2013, Nachname: Soderbergh, zeigt mit „Behind the Candelabra“ seinen angeblich letzten Film. Darin geht Michael Douglas mit Matt Damon ins Bett, und zwischendurch laufen sie viel in Bademänteln rum. Denn Soderbergh, der meint, das Filmemachen biete ihm nichts Neues mehr, erzählt von einer großen Liebe des legendären Pianisten und Entertainers Liberace aus der Sicht des jüngeren Liebhabers.   Angesichts derartig viel Qualitäts-Glimmern muss man sich entscheiden, ob man sich genüsslich die Finger nach diesem Programm ableckt oder einen Finger in die Wunde namens „mangelnder Nachwuchs“ legen will: Man kann nicht gleichzeitig eine einzigartige Ansammlung bekannter wie ausgezeichneter Filmemacher zusammenkehren und auf Entdeckungsreise unter den noch namenlosen, um den nächsten große Steven zu finden. Dafür gibt es im übrigen auch die Nebensektionen, in denen etwa das Spielfilmdebut „Tore tanzt“ von Katrin Gebbe in der „Sektion Un Certain Regard“ für Neugierde sorgt: Der Film handelt, inspiriert von realen Ereignissen, von dem Jesus Freak Tore, der in Hamburg bei religiösen Punks ein neues Leben beginnen möchte.   NRW groß mit dabei NRW erweist sich erneut als starker Koproduktions-Partner. Zwei von drei deutschen Koproduktionen im Wettbewerb entstanden teilweise in NRW. „Only Lovers Left Alive“ von Jim Jarmusch hat die Kölner Pandora Film - wie drei weitere Cannes-Beiträge - produziert und zu weiten Teilen in Nordrhein-Westfalen realisiert. Auch die NRW-geförderte internationale Koproduktion „Heli“ des mexikanischen Regisseurs Amat Escalante startet im Wettbewerb. Dazu wird die in NRW gedrehte Pandora-Koproduktion „Der Kongress“ von Ari Folman („Waltz with Bashir“) die Reihe „Quinzaine des réalisateurs“ eröffnen. Eine filmpolitisch starke Antwort auf Kritiker dieser Wirtschafts-Förderung, die sich gerne über Unterstützung von Kassen-Hits wie „7 Zwerge“ aufregen.   Auch so zeigt sich das Festivalmotiv der 68. Ausgabe als schöne und hervorragende Wahl. Der klassische Kuss (aus dem Jahre 1963) zwischen Paul Newman und Joanne Woodward, die als Traum- und Ehe-Paar bis zum Tode Newmans 2008 fünfzig Jahre zusammen waren, symbolisiert in der Form des liegenden Paares und in seiner Mischung aus Showgeschäft und echten Gefühlen das Yin und Yang von Cannes: Glamour und Inhalt, Geschäft und Kultur, Oberflächlichkeit und tief gehender Inhalt balancieren sich immer wieder aus zu einem faszinierenden Tanz auf dem Vulkan der Bilder und Töne.  </p>
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		<title>Der große Gatsby (2013)</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 11:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
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			<content:encoded><![CDATA[<p>  USA, Australien 2013 (The great Gatsby) Regie: Baz Luhrmann, mit Leonardo DiCaprio, Tobey Maguire, Carey Mulligan, Joel Edgerton 143 Min.   Die große Premiere-Party fand in Cannes statt, deshalb übersetzen wir den Titel mal frei französisch in „Das große Deja vu“. Man fragt sich bei der Neuverfilmung des Romans von F. Scott Fitzgerald und des Films mit Robert Redford aus 1974 (siehe DVD-Spalte) nicht nur, was Leonardo DiCaprio in Luhrmanns Vorgänger „Moulin Rouge“ macht. Tobey Maguire erweist sich im Vergleich mit Ewan McGregor als der schwächere Erzähler und „Der große Gatsby“ als der kleinere Film. Ein großes Spektakel ist es trotzdem - um mit Fitzgerald zu schreiben: ein Kaleidoskopischer Karneval&#8230;   Im Frühjahr 1922 zieht New York zieht der Möchtegern-Autor Nick Carraway (Tobey Maguire) nach New York, um am Börsenboom der Wall Street mitzuverdienen. Seine entfernte Cousine Daisy Buchanan (Carey Mulligan) wohnt mit ihrem reichen Ehemann Tom (Joel Edgerton) am gegenüberliegenden Ufer der Bucht. Neben Nick thront das Anwesen von Jay Gatsby (Leonardo DiCaprio), der ausufernde Parties schmeißt, zu denen halb New York herausfährt. Dass der arme („pennyless“) Broker Nick als einziger wirklich eingeladen wird und der geheimnisvolle, unnahbare Gatsby seine Nähe geradezu aufdringlich sucht, hängt nur mit Carraways Verwandtschaft zu Daisy zusammen. Denn die eindrucksvolle Fassade von Reichtum, Prominenz und Lebensgenuss inszeniert Gatsby allein, um nach fünf Jahren der Trennung seine große Liebe Daisy wieder zu erobern.   Baz Luhrmanns neues Spektakel „Der große Gatsby“ ähnelt in frappierend vielen Facetten seinem großen Meisterwerk „Moulin Rouge“: Die Rahmenerzählung eines gebrochenen Autors an der Schreibmaschine, der wirbelnde Dirigent, der wahnsinnige Pianist, das Duell zwischen dem reichen und dem bettelarmen Verehrer. Dazu rasende Fahrten ins Zentrum der Party, diesmal über einen See, wobei eine Boje mit grünem Licht der Sehnsucht die rote Windmühle aus „Moulin Rouge“ ersetzt.   Es ist gut nachvollziehbar, wie sehr die Opulenz der Zwanziger Baz Luhrmann gereizt hat: Der Art Deca-Stil, die wirbelnden Kleider im irren Charleston-Takt, ein „chemical madness“ aus Pillen und Alkohol sowie selbstverständlich der Jazz in Zeiten von Prohibition. In einer kleineren Rausch-Szene eröffnen sich für den Beobachter Nick, der immer mittendrin, aber nie wirklich dazugehörig ist, in den Fenstern der gegenüberliegenden Fassade der unerschöpfliche Reichtum des Lebens. So ein magischer, fesselnder und berauschender Ausschnitt bietet auch „Der Große Gatsby“ in vielen Momenten.   Wie immer ist der Soundtrack bei Luhrmann ein besonderer Hit: Verführten einst Lady Marmalade mit „Voulez vous coucher avec moi“ ins wilde Paris, so ist es jetzt ein genialer Griff, das unter anderem Bryan Ferry mit dem stilgemäßen Bryan Ferry Orchestra &#8220;Love is the drug&#8221; und andere musikalische Anachronismen ins Mikro schmachtet.   Optisch kann man sich das 3D bis auf einige Effekten, die in New York den Sturz der Banken und der Banker vorwegnehmen sparen. Bemerkenswert nur noch ein paar feinere ästhetische Versuche, wie das Schneetreiben von Buchstaben im Winter der Erinnerung Carraways.   Leonardo DiCaprio steht der charismatische Millionär hervorragend, ein Flugboot-Verweis auf seine Rolle als Howard Hughes macht reiche Erfahrung auf diesem Gebiet noch klarer. Auch wenn Gatsby zusammenbricht und, im Innersten unsicher, um Anerkennung bettelt, vermögen das wohl wenige so glaubhaft darzustellen. Die Figur der Daisy kommt trotz Carey Mulligan („Shame“, „Drive“) Einiges zu kurz, denn wenn man den Vergleich zu Ende treibt, ist dies eigentlich die Liebesgeschichte von Carraway und Gatsby.   Das Original-Drehbuch stammte von Francis Ford Coppola, die Beziehung zur Bankenkrise von 2008 ist trotzdem offensichtlich, der Hype, der überbordende Lebensstil, die Blase von der Börse bis zu aufgeblasenen Persönlichkeiten mit ganz dünnen Innenleben. Aber letztlich, auch wenn in der Luhrmann-typischen Signatur dieses Films „Ein Leben in Angst ist nur ein halbes Leben“ steht, ist das wirklich Große an Gatsby seine unerschöpfliche Hoffnung, die für Liebe Berge versetzt.</p>
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		<title>Hoffnung</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 15:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[  Österreich, BRD, Frankreich, 2012 Regie: Ulrich Seidl, mit Melanie Lenz, Joseph Lorenz, Michael Thomas, 92 Min. FSK: ab 12   Der Abschluss einer Trilogie sollte „die Sache“ im besten Falle „rund“ machen. Wenn das Diät-Paradies in Folge der ersten beiden Teile „Liebe“ und „Glaube“ allerding zu billigem Spott verführt, muss es zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>  Österreich, BRD, Frankreich, 2012 Regie: Ulrich Seidl, mit Melanie Lenz, Joseph Lorenz, Michael Thomas, 92 Min. FSK: ab 12   Der Abschluss einer Trilogie sollte „die Sache“ im besten Falle „rund“ machen. Wenn das Diät-Paradies in Folge der ersten beiden Teile „Liebe“ und „Glaube“ allerding zu billigem Spott verführt, muss es zu mager ausgefallen sein. Und Ulrich Seidl sich die Frage gefallen lassen, ob das Material wirklich für drei Teile ausreichend war.   Was bisher geschah: Eine frustrierte, üppige Krankenschwester findet auch mit gekauften Loverboys im Afrika-Urlaub nicht das „Paradies: Liebe“ (Cannes 2012). Ihre Schwester findet zwar durch Einführung eines Kreuzes mit dem Lieben Herrn Jesu und Kasteiung davor oder danach Befriedigung, doch der Ex-Mann, der im Rollstuhl zum strammen Muslim wurde, nimmt dem „Paradies: Glaube“ zumindest das Alleinstellungsmerkmal und auch irgendwie die Reinheit der ausgestellten Barmherzigkeit (Venedig 2012).   Nun muss Melanie (Melanie Lenz), die übergewichtige Tochter der Liebes-Suchenden und Nichte der Gläubigen, rein in ein Diät-Camp und raus kommt ein dünner Film. Die Teenie-Gespräche der 13-Jährigen mit anderen Häftlingen der Österreicher Volks- und Sprachangehörigkeit könnten Doku-Soap sein. Oder Parodie. Zuerst wird altersentsprechend heimlich gefeiert, gesoffen, geraucht und gegessen. Die Verliebtheit Melanies in den schleimigen Diät-Arzt - ein naiver Kleine-Mädchen-Casanova - könnte zu einem spannenden Konflikt führen, doch alles läuft derart unterkomplex ab, dass erst die fast letzte Szene mit der coma-betrunkenen „Melli“ und dem auf einer Waldlichtung an ihr herumschnüffelnden Arzt die Abstrusität üblicher Seidl-Geschichten hat. Der militärische Drill des schmierigen Sportlehrers und die immer wieder in albernen Formationen ins Bild gebrachte Kindergruppe des Guantanamo-Light-Imitats irgendwo in den Voralpen ist höchstens dekorativ und nur beim ersten Mal unterhaltsam. Hier laufen selbst die genau Kadrierungen Seidls, die es jetzt auch in eine Foto-Ausstellungen schafften, ins Leere. Das Spiel der nicht professionellen Melanie überzeugt nur in diesem Rahmen und stellt mit etwas Distanz betrachtet, die Frage, die Seidls Filme zwischen echtem Leben und Inszenierung sonst stellen. Wird es diesem jungen Menschen gut tun, so präsentiert oder gar vorgeführt zu werden. Es wird hoffentlich keine Folge-Doku über das Schicksal der Melanie L. geben.   Bis auf ein paar Insider-Scherze bringt die Verbindung der drei „Paradies“-Filme auch keinen Mehrwert, die Bezeichnung Trilogie ist dafür stark übertrieben. Die Hoffnung auf ein gutes oder sogar der Glaube an ein gesteigertes Ende der Paradies-Trilogie von Ulrich Seidl verflogen nach wenigen Minuten.</p>
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		<title>Schimpansen</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 12:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars Tuncay</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[USA 2012 (Chimpanzee) Regie: Alastair Fothergill, Mark Linfield 78 Min., FSK: o.A.
Eine bewegende Geschichte in atemberaubenden Bildern dokumentieren die Filmemacher Alastair Fothergill und Mark Linfield in enger Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Ein Schimpansen-Baby wird von der Mutter getrennt und nach einem entbehrungsreichen Überlebenskampf vom Anführer des Clans adoptiert. Das hätte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>USA 2012 (Chimpanzee) Regie: Alastair Fothergill, Mark Linfield 78 Min., FSK: o.A.<br />
Eine bewegende Geschichte in atemberaubenden Bildern dokumentieren die Filmemacher Alastair Fothergill und Mark Linfield in enger Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Ein Schimpansen-Baby wird von der Mutter getrennt und nach einem entbehrungsreichen Überlebenskampf vom Anführer des Clans adoptiert. Das hätte sich Disney nicht besser ausdenken können. Haben sie aber. Zumindest zum Teil. Zwar kam es tatsächlich vor den Augen der verblüfften Wissenschaftler im Dschungel der Elfenbeinküste im Westen von Afrika zu diesem außergewöhnlichen Naturschauspiel. Allerdings wird verschwiegen, dass es sich bei dem putzigen Affen „Oscar“ um drei verschiedene Tiere handelt. Viktor, der wahre adoptierte Affe, starb etwa ein halbes Jahr nach den Rudelkämpfen, bei denen seine Mutter ums Leben kam. Nun ist das für sich gesehen nichts Ungewöhnliches und auch die Dreharbeiten mit unterschiedlichen Tieren zu gestalten ist übliche Praxis. Dort hört der Inszenierungswahn allerdings längst nicht auf. Richtig ärgerlich ist die penetrante Erzählerstimme, die wirklich alles kommentieren muss und dabei nur wenig Wissenswertes beizutragen hat. Es geht ihr vielmehr um die Vermenschlichung der Tiere, darum ihre Gefühle, Gedanken und Gemütslage auszudrücken. Das Argument, es handle sich bei „Schimpansen“ um einen Kinderfilm und die müsse man nun mal unterhalten, wird dadurch entkräftet, dass sich der Kommentar in der deutschen Fassung oftmals eines Vokabulars bedient, dass für Kinder kaum zu erfassen ist. Außerdem darf man den Kleinen bei einer schmalen Lauflänge von knapp 80 Minuten durchaus mal Momente der Ruhe gönnen oder einen völligen Verzicht auf Monologe zutrauen. Sie und ihre Erziehungsberechtigten werden es danken.</p>
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		<title>Stoker</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 12:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars Tuncay</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[USA, Großbritannien, 2013 (Stoker) Regie: Park Chan-Wook, mit Mia Wasikowska, Matthew Goode, Dermot Mulroney, Nicole Kidman, 99 Min., FSK: ab 16
Regisseur Park Chan-Wook erzählt in seinem ersten US-Film eine Moritat von Mordlust und sexuellem Erwachen. Schräge Kamerabilder zeigen eine junge Frau auf einer sonnendurchfluteten Landstraße. Ihre Stimme aus dem Off zieht uns in die Geschichte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>USA, Großbritannien, 2013 (Stoker) Regie: Park Chan-Wook, mit Mia Wasikowska, Matthew Goode, Dermot Mulroney, Nicole Kidman, 99 Min., FSK: ab 16<br />
Regisseur Park Chan-Wook erzählt in seinem ersten US-Film eine Moritat von Mordlust und sexuellem Erwachen. Schräge Kamerabilder zeigen eine junge Frau auf einer sonnendurchfluteten Landstraße. Ihre Stimme aus dem Off zieht uns in die Geschichte, deren Komplize wir werden sollen. Eine Prise Lynch zum Auftakt setzt die Stimmung für das außergewöhnliche US-Debüt des gefeierten Regisseurs Park Chan-Wook. Zuletzt hat der Koreaner mit dem preisgekrönten „Oldboy“, der in diesem Jahr ein Hollywood-Remake erfährt, die Gemüter erhitzt. Seine Filme sind oft Grenzgänger zwischen kunstvoll verwobenen Handlungssträngen und exzessiver Gewalt. Für das Publikum des Westens hat er sich dafür eine auf den ersten Blick unschuldig wirkende Protagonistin ausgesucht. Sie hört auf den Namen India (Mia Wasikowska) und das obwohl sie das familiäre Anwesen nie für längere Zeit verlassen hat. Ihr Vater Richard war stets Mittelpunkt ihres Lebens in dem gefühlskalten Puppenhaus, ihre Mutter Evie (Nicole Kidman) ständig überfordert mit ihrer Anwesenheit. Als der Vater auf tragische Weise ums Leben kommt, steht India alleine da. Doch beim Begräbnis taucht ihr Onkel Charlie (Matthew Goode) auf, von dem sie nie etwas wusste. Seine scheinbare Weltgewandtheit und sein unwiderstehlicher Charme faszinieren das introvertierte Mädchen. Doch Charlie birgt einige dunkle Geheimnisse. Das sexuelle Erwachen der 18jährigen Protagonistin verknüpft das Script von Schauspieler Wentworth Miller („Prison Break“) mit genretypischem Thrill. Regisseur Park macht daraus mit einem sehr assoziativen Schnitt und stimmungsvollen Bildern ein einzigartiges Puzzlespiel, dessen Suggestionskraft man sich nur schwer entziehen kann.</p>
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		<title>Starlet</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 14:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[  USA 2012 (Starlet) Regie: Sean Baker, mit Dree Hemingway, Besedka Johnson, Stella Maeve, James Ransone 103 Min., FSK: ab 16   Ungewöhnliche Freundschaften sind die Stars der Kino-Geschichten. Diese zwischen einer nicht besonders hellen Blondine und einer einsamen alten Frau überrascht und berührt in gelungener Folge. Die Ernest-Hemingway-Urenkelin, das Topmodel Dree Hemingway, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>  USA 2012 (Starlet) Regie: Sean Baker, mit Dree Hemingway, Besedka Johnson, Stella Maeve, James Ransone 103 Min., FSK: ab 16   Ungewöhnliche Freundschaften sind die Stars der Kino-Geschichten. Diese zwischen einer nicht besonders hellen Blondine und einer einsamen alten Frau überrascht und berührt in gelungener Folge. Die Ernest-Hemingway-Urenkelin, das Topmodel Dree Hemingway, und als Newcomer die 86-jährige Besedka Johnson beeindrucken in der exzellent fotografierten und bewegenden Geschichte aus dem „Porn Valley“ bei Los Angeles.   Zugegeben, nach Harmony Korines sensationellen „Spring Breakers“ haben anscheinend völlig hohle Girlys an Respekt gewonnen. Doch die WG von Jane (Dree Hemingway), ihrer Freundin Melissa und beider „Manager“ Mikey verspricht erst einmal keinen besonders bedeutenden Film: X-Box und Drogen bilden hier den Lebensmittelpunkt. Jane kümmert sich auch noch um den titelgebenden Handtaschen-Hund, der ebenso viel Strass trägt wie sein Blondchen. Dass und was die beiden jungen Frauen arbeiten, kommt eher beiläufig und spät heraus. Die Porno-Drehs alle paar Wochen laufen absurd nebenher, genau wie die Bemühungen von Vollpfosten Mikey, mit der Installation einer Strip-Stange im Wohnzimmer ein eigenes Geschäft aufzumachen.   Als Jane in einer Thermos-Kanne, die sie bei einem Garagen-Flohmarkt erstand, 10.000 Dollar findet, zeigt sich ein überraschend gutes Herz. Einen Teil des Geldes leiht sie Melissa, was nur die Gier dieser falschen Freundin anfacht. Dann versucht sie den Rest in eher komischen Aktionen detektivischer Schläue dem wahren Eigentümer zurückzugeben. Doch das liebe Kind wird von der alten Dame und Voreignerin in sehr komischen Dialogen um die Definitionshoheit des Gefäßes zurückgewiesen. Trotz einiger Missgeschicke gelingt schließlich die Annäherung und Sadie erweist sich als sehr einsame und verschlossene Frau, die nur mit viel Liebesmüh aus ihrem Schneckenhaus gelockt werden kann. Jane setzt sich bei diesen Versuchen sogar einem Bingo-Turnier aus, um die Freundschaft der alten Dame zu gewinnen. Doch von dem gefundenen Geld hat sie ihr noch nicht erzählt.. Das ist inzwischen auch von Melissa komplett verprasst worden, weil der blöde Hund das Versteck an die noch dummere Mitbewohnerin verriet. Trotzdem hat diese üble Gangster am Hals&#8230;   „Starlet“ zeigt unter dem kalten Sonnenschein Kaliforniens die schöne Freundschaft einer Porno-Darstellerin und einer zurückgezogen lebenden Seniorin ohne die üblichen Zutaten anderer Buddy-Movies. Beiläufig lebt Jane in den Tag und so erzählt auch Sean Baker. Neben den Bildern, die „Trash“ einer Randgesellschaft mit strahlender Ausleuchtung kontrastieren, vermittelt die Handlung mehr als der ersten Blick verrät. Geld spielt immer und überall eine Rolle. Männer kommandieren die jungen wie die alte Frau. Genau wie die Hauptfigur überrascht auch die Hauptdarstellerin, die als Model deklarierte Hemingway-Urenkelin Dree Hemingway. Gänzlich gelungen dann das Zusammenspiel mit der nicht nur ein paar Jahre älteren Debütantin Besedka Johnson. Bis zum offenen Schlussmoment, einem großen, schmerzlichen Verstehen Janes.</p>
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		<title>Schimpansen</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 11:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[  USA 2012 (Chimpanzee) Regie: Alastair Fothergill, Mark Linfield 78 Min., FSK: o.A.   Eine „Geschichte mit Drama, Trauer und Freude“ soll es werden, und dieses Affentheater hält, was Disney androht. Das Lebensdrama eines kleinen Schimpansen, der nach dem Tode seiner Eltern von einer anderen Sippe „adoptiert“ wurde, ist eine vom Erzähler lustig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>  USA 2012 (Chimpanzee) Regie: Alastair Fothergill, Mark Linfield 78 Min., FSK: o.A.   Eine „Geschichte mit Drama, Trauer und Freude“ soll es werden, und dieses Affentheater hält, was Disney androht. Das Lebensdrama eines kleinen Schimpansen, der nach dem Tode seiner Eltern von einer anderen Sippe „adoptiert“ wurde, ist eine vom Erzähler lustig interpretierte Inszenierung von Bildern, die schon ein wenig Sachverstand als manipulativ missbraucht erkennen lässt. Da heißen die Figuren Oscar und Scar, da wird Trauer oder Glück in die Gesichter behauptet. Anfangs beutet „Schimpansen“ auch noch geschickt die Niedlichkeit seiner „Hauptfigur“ aus - die Ähnlichkeiten zu „Bambi“ sind unüberhörbar.   Doch mit der größten Unverschämtheit trumpft der angebliche „Tierfilm“ gleich zu Beginn auf: Ein flotter Jazz Club-Song setzt eine ganz üble Tradition fort, schwarzen Jazz mit Affen in Verbindung zu bringen. Ja, auch das „Dschungelbuch“ ist da nicht ohne! Massiver wirkt jedoch die andere üble -Disney-Tradition, die Vermenschlichung von Tieren in vermeintlichen Dokumentationen. Denn die bedenkliche Verfälschung und Verwurstung von dokumentarischem Material erschreckt hier noch einmal besonders, auch wenn sich so mittlerweile wieder fast jeder Tierfilm verhält. Da braucht es nicht die „Enthüllung“ eines Forschers, dass sich beispielsweise die rivalisierenden Familien in Realität nie hätten begegnen können, weil ihre Territorien hunderte Kilometer auseinander liegen.   Trotzdem bieten diese „Schimpansen“ zwischen den furchtbaren Kommentaren immer noch eine tolle Biologie-Stunde und ein faszinierende Aufnahmen aus dem Urwald. Den enormen Aufwand der Produktion kann man nur an der Qualität der Bilder aus allen möglichen Winkeln und aus unglaublicher Nähe erahnen. Hinzu kommen reizvolle Szenen in Zeitraffer vom Wachstum des Dschungels oder Luftbilder der geschlossenen Pflanzendecke.   Den Hauptdarsteller soll übrigens mittlerweile das Schicksal von vielen Lassies und Free Willys ereilt haben: Reichtum und Ruhm konnten einen frühen Tod nicht verhindern. Am Ende bleibt die Frage, ob man noch etwas Gutes in einem Riesenhaufen Affen-Dung finden will.</p>
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		<title>Smashed</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 11:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
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		<description><![CDATA[  USA 2012 (Smashed) Regie: James Ponsoldt, Mary Elizabeth Winstead, Aaron Paul, Octavia Spencer, Nick Offerman, 81 Min., FSK: ab 12   Es vergehen gerade mal eine Viertelstunde Film oder 24 Stunden Leben und Kate (Mary Elizabeth Winstead) hat eine heftige Nacht durchgezecht, vor ihrer Grundschul-Schulklasse gekotzt, bei ihrer Chefin eine Schwangerschaft vorgetäuscht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>  USA 2012 (Smashed) Regie: James Ponsoldt, Mary Elizabeth Winstead, Aaron Paul, Octavia Spencer, Nick Offerman, 81 Min., FSK: ab 12   Es vergehen gerade mal eine Viertelstunde Film oder 24 Stunden Leben und Kate (Mary Elizabeth Winstead) hat eine heftige Nacht durchgezecht, vor ihrer Grundschul-Schulklasse gekotzt, bei ihrer Chefin eine Schwangerschaft vorgetäuscht, sich auf Crack ihr Auto stehlen lassen. Die Musik macht auf fröhlich, doch der Spaß ist trotz des sympathischen Gesichts der jungen Alkoholikerin bald vorbei. Sie pinkelt im Supermarkt zwischen den Regalen, wacht irgendwo an der Kanalisation aus dem Sauf-Koma auf. Ein erster Schluck Bier morgens unter der Dusche, einen aus dem Flachmann kurz vor der Arbeit. Kate ist tatsächlich sehr sympathisch - eigentlich und nur auf einem schmalen Grat. Vorher und nachher ist sie schwer erträglich.   Ihr spießiger Kollege Dave, der sich als seit neun Jahren nüchtern zu erkennen gibt, bringt sie endlich zu einem Treffen der Anonymen Alkoholiker, denn ihre Zustände haben sich von „peinlich zu beängstigend“ entwickelt. Das größte Problem für Kate, die schon immer viel getrunken hat, ist dass alle, die sie kennt, ebenfalls Säufer sind. Bei der Mutter, die Kate will endlich mal wieder besucht, kulminiert das gesellschaftliche Problem, einfach mal nur ein Glas Wasser zu trinken. Weil halt auch die Mutter Alkoholikerin ist. Der kurze, kluge und sehr lebensnahe Film konzentriert sich auf die Auswirkungen des Ernüchterns auf eine Beziehung. Unter Tränen muss Kate erkennen „Ich kann nicht nüchtern und mit dir zusammen sein.“   „Smashed“ macht nicht auf Drama im Hollywood-Sinn, ist kein „Leaving Las Vegas“. Dafür glaubt man, dass Kate und die anderen echte Menschen sind, man kommt ihnen nahe, fühlt mit. Nicht allein wegen der Handkamera sondern auch über das hervorragende Spiel von Mary Elizabeth Winstead („Abraham Lincoln Vampirjäger“, „Death Proof - Todsicher“). Dass dies kein „Problemfilm“ ist und einiges allgemeingültig ist, macht ein Satz von Kates Patin klar: Alle Menschen erführen das Leben mal als seltsam und frustrierend. Wobei die Anonymen Alkoholiker Mittel hätten, damit umzugehen. Wenn nach einem Jahr Nüchternheit das weitere Leben des Paares parallel gezeigt wird, macht der sensible Film das nicht besserwisserisch, sondern einfach nur traurig. Offen bleibt, ob Kate auch die Stärke gewinnt, sich aus der Abhängigkeit von einer ungesunden Beziehung zu lösen.</p>
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		<title>Stoker</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 14:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Günter H. Jekubzik</dc:creator>
		
	<category>Kritiken GHJ</category>
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		<description><![CDATA[  USA, Großbritannien, 2013 (Stoker) Regie: Park Chan-Wook, mit Mia Wasikowska, Matthew Goode, Dermot Mulroney, Nicole Kidman, 99 Min., FSK: ab 16   Am Tag ihrer Volljährigkeit verliert India Stoker (Mia Wasikowskav) ihren Vater Richard (Dermot Mulroney) bei einem Verkehrsunfall. Die Trauerfeier lässt die 18-Jährige seltsam unberührt. Nur der plötzlich aufgetauchte junge Onkel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>  USA, Großbritannien, 2013 (Stoker) Regie: Park Chan-Wook, mit Mia Wasikowska, Matthew Goode, Dermot Mulroney, Nicole Kidman, 99 Min., FSK: ab 16   Am Tag ihrer Volljährigkeit verliert India Stoker (Mia Wasikowskav) ihren Vater Richard (Dermot Mulroney) bei einem Verkehrsunfall. Die Trauerfeier lässt die 18-Jährige seltsam unberührt. Nur der plötzlich aufgetauchte junge Onkel Charlie (Matthew Goode), von dessen Existenz niemand wusste und der als einziger nicht schwarz trägt, interessiert und irritiert sie. In einer traumhaften Bewegung kreisen die beiden in der Trauergemeinschaft umeinander.   Das Mädchen India mit ihrem betrübten und immer ernsten Blick mag nicht angefasst werden und sieht Dinge, die andere nicht sehen. Genau wie dieser Film von Park Chan-Wook („Old Man“). In der Zeichenklasse bringt sie irre Muster aufs Papier, die sich nur auf der Innenseite der Vase befinden! Eine Spinne krabbelt ihr den Verlauf des Films über Stück für Stück das Bein hoch.   Die fassbarste Irritation bei „Stoker“ stellt Charlie dar, mit diabolischem Glanz in den Augen. Er flirtet mit Mutter Evelyn (Nicole Kidman) und Tochter, hat leichtes Spiel beim Verführen der Witwe und beim Zuschauen lassen des reifen Teenagers. Dann ist das vierhändig virtuoses Pianospiel von Onkel und Nichte fast bis zum Orgasmus erotisch.   Dieser immer lächelnde, immer sehr korrekt angezogene Mann wirkt wie Indias Seelenpartner, er kennt sie tatsächlich bis in ihre dunkelsten Ecken. Sie wird sein Geheimnis jedoch erst sehr spät erfahren. Da hat die Gewalt bereits von der Familie Stoker Besitz ergriffen. Das Blut am Bleistift, das von einem übergriffigen Mitschüler stammt, wird schon genüsslich durch den Spitzer gedreht. Die Rache an einem Vergewaltiger gibt es in zwei Varianten, wobei die spätere ein ganzes Stück schockender ausfällt. Aber Indias Weinen danach unter der Dusche wandelt sich zur Erregung.   Gewalt und Verstörung sollten nicht verwundern bei Park Chan-Wook, dem Regisseur von so überragenden Filmen wie dem Cannes-Sieger „Oldboy“ (2003), „Durst“ (2009), „I&#8217;m a Cyborg, But That&#8217;s OK“ (2006) oder „Sympathy For Mr. Vengeance“ (2002). Sein erster US-Film „Stoker“, der keinen direkten Bezug auf den „Dracula“-Autor Bram Stoker nimmt, ist ein schöner, ein unheimlicher, kein eindeutiger und so ein auf reizvolle Weise verstörender Film. So seltsam wie einem die Koreaner in vielen ihrer Filmen vorkommen, wirken nun die bekannten Gesichter westlicher Schauspieler (Mia Wasikowska, Matthew Goode oder Nicole Kidman) in anscheinend zeitloser Umgebung. Vor allem die Szenen am Abendtisch zeigen einen Teenager in erstickenden Setting, im dunklen, verstaubten Horror der 60er Jahre. Hier und im Verschwinden der alten Küchenhilfe bekommt „Stoker“ einen Touch von „Rosemaries Baby“. Bis auf ein einzelnes Handy wirkt der Psycho-Thriller zeitlos, obwohl man an Indias Geburtsdatum errechnen kann, dass er Heute spielt.   Mia Wasikowska, die von der lieblichen „Alice im Wunderland“ bis zur rauen Gangsterbraut in „Lawless“ stark beeindruckte, macht auch „Stoker“ zu ihrem Film. Nicole Kidman zeigt wieder einmal, dass sie keine gute Schauspielerin ist: Die Witze ihrer verkrampften Witwe sollen vielleicht unbeholfen wirken. Doch je öfter man sie und ihr Manierismen sieht, desto deutlicher wird die Beschränktheit ihrer schauspielerischen Mittel. Da die Geschichte in der Stimmung zeitweise recht nah an „The Others“ kommt, kann man ihre Anwesenheit hier trotzdem tolerieren.   „Erwachsen und frei werden heißt, wir sind nicht verantwortlich für das, was wir sind!“ Irritierend und reizvoll böse wie diese Entwicklungs-Geschichte einer jungen Frau sind auch die ästhetischen Mittel von Park Chan-Wook: Oft löst er seine Bilder geometrisch auf, so dass die Form noch mehr als der Inhalt fasziniert. Wie die Schuhschachteln, die bisher an jedem Geburtstag Indias die gleichen Schuhe brachten und nun einen geheimnisvollen Schlüssel, versteckt der Koreaner hinter bekannten Elemente und Symbole rätselhafte Stimmungen. Ihm gelingen zahlreiche geniale Szenen und ein Ende, das die Bilder des Anfangs auf schaurig schöne Weise umdeutet.  </p>
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		<title>Saiten des Lebens</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 18:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars Tuncay</dc:creator>
		
	<category>Kritiken LT</category>
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		<description><![CDATA[USA 2012 (A Late Quartet) Regie: Yaron Zilberman mit Philip Seymour Hoffman, Christopher Walken, Catherine Keener, Mark Ivanir, Imogen Poots 105 Min. FSK ab 6
Ein gutes Ensemble ist immer ein Genuss, egal ob in der Musik oder auf der Leinwand. Das zeigt sich auch in „Saiten des Lebens“ des New Yorker Filmemachers Yaron Zilberman. Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>USA 2012 (A Late Quartet) Regie: Yaron Zilberman mit Philip Seymour Hoffman, Christopher Walken, Catherine Keener, Mark Ivanir, Imogen Poots 105 Min. FSK ab 6<br />
Ein gutes Ensemble ist immer ein Genuss, egal ob in der Musik oder auf der Leinwand. Das zeigt sich auch in „Saiten des Lebens“ des New Yorker Filmemachers Yaron Zilberman. Vor zehn Jahren wurde er mit seinem Dokumentarfilm „Watermarks“ international mit Preisen bedacht. Jetzt wagt er sich an seinen ersten Spielfilm und kann gleich ein beachtliches Line-Up vorweisen.<br />
Philip Seymour Hoffman ist Robert, der Zeit seines Lebens die zweite Geige spielte. In dem renommierten Streicherquartett „The Fugue“ ebenso wie in seinem Leben. Ihm zur ‚Saite’ steht Catherine Keener an der Viola, in der Ehe und in der Erziehung ihrer erwachsenen Tochter Alexandra (Imogen Poots). Um die kümmert sich auch der egomanische Daniel (Mark Ivanir), ihr Musiklehrer und auch im übertragenen Sinne die erste Geige im Ensemble. Als der Cellist Peter (Christopher Walken), die gute Seele der Gemeinschaft, an Parkinson erkrankt und seinen Ausstieg ankündigt, droht das Gefüge auseinander zu fallen.<br />
Zilberman wollte eine Geschichte über Familie erzählen, die fragile Melange schicksalhafter Bekanntschaften. Das Streicherquartett, die Vollendung der musikalischen Interpretation, zu der jeder Einzelne seine Farbe beiträgt, ist eine hervorragende Analogie dazu. Die Wege der Protagonisten betreten zwar kein handlungstechnisches Neuland – Liebe, Misstrauen und verletzte Gefühle sind bekannte Töne in der Symphonie des Lebens. Aber die Vollblutschauspieler bringen sie überzeugend auf die Leinwand und Zilberman lässt sie und uns in malerischen Bildern unverbrauchter Drehorte der Stadt im Genuss der Künste baden. </p>
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