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<title>freies lieben</title>
<link>http://www.freieslieben.de</link>
<description>Lieben muss frei sein, sonst ist es kein Lieben, sondern Besitzen. Und obwohl das so einfach ist, ist es gleichzeitig auch sehr schwer. Ein Weblog.</description>
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	<title>17.5. Umzug</title>
	<pubDate>17 May 2009 18:57:25 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Diese Seite hat ihren Dienst getan. Es geht jetzt woanders weiter!<br /><a href='http://freieslieben.de'>Klick.</a>.
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1242579445</link>
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	<title>01.3. freieslieben.xml</title>
	<pubDate>01 Mar 2009 17:08:23 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Hallo, ich l�sche meinen Feedburner-Account (Google mischt sich zu sehr ein), bitte merkt euch den folgenden Feed:</p><p><a href='http://www.freieslieben.de/freieslieben.xml' title='RSS-Feed von freieslieben.de'>http://www.freieslieben.de/freieslieben.xml</a> bzw. (falls der Probleme macht)<br /><a href='http://blackr.vs120043.hl-users.com/fl/freieslieben.xml' title='RSS-Feed von freieslieben.de'>http://blackr.vs120043.hl-users.com/fl/freieslieben.xml</a> </p><p>Danke!
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1235923703</link>
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	<title>28.2. Massage zu lernen ist heiliger als gedacht.</title>
	<pubDate>28 Feb 2009 23:02:49 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Manchmal juckt es mich wieder, dieses Blog mit meinen Erfahrungen zum Lieben zu f�llen. Interessanterweise juckt es mich sowohl in Situationen, wo es besonders schlimm ist, aber auch in welchen, wo es besonders gut ist. </p><p>Dieses Wochenende ist ein besonderes Wochenende, weil es besonders gut ist. </p><p>Aber von vorn. </p><p>Prozesse sind gewaltig. Ich meine, ich kenne nat�rlich nur meine eigenen und ansatzweise die meiner Liebsten, aber ich bleibe dabei: Prozesse sind gewaltig. Die Schritte, die man auf dem Weg so geht, f�hren einen an erstaunliche Orte. <br />Seit einigen Wochen spreche ich dabei ungern �ber "Entwicklung", denn diese Benennung bedeutet immer, dass man momentan "unterentwickelt" ist, und darin ist wenig Liebe f�r die Person, die man jetzt gerade ist. Diese Liebe ist aber wichtig. </p><p>Die Schritte jedenfalls sind heilig und wunderbar, zu jedem Zeitpunkt des Wegs ist man v�llig in Ordnung, es gibt kein zu wenig oder zu langsam. Und gleichzeitig ist der Weg ebenso v�llig in Ordnung - es ist wunderbar, ihn zu gehen. </p><p>Dieses Wochenende lerne ich Massage. Und obwohl ich schon ahnte, dass das ein besonderes Wochenende werden w�rde, dachte ich doch eher, dass ich eben Techniken lerne und ein bisschen �ber Energie lerne. <br />Dass mein Herz dabei die weitaus gr��ere Rolle im Vergleich zum Kopf spielen w�rde, habe ich nicht erwartet. Mit der Massage kommt ein Zugang zu Menschen in mein Leben, der mir fundamental liegt.  Es ist nicht die Ber�hrung allein, die mir gef�llt (jeder der mich kennt wei�, dass Ber�hrung  wichtig f�r mich ist), es ist an diesem Wochenende eher die Bewusstheit dar�ber, was es <i>bedeutet</i> jemanden zu ber�hren. </p><p>Ein R�cken (ich lerne nur R�cken, der Rest k�me in der weitergehenden Ausbildung, wenn ich mich daf�r entscheide) tr�gt viel, und jeder von uns hat ein paar Ecken am R�cken, die besonders sind. Wo wir merken, dass wir viel zu tragen haben. Viel auszuhalten. Wo wir einstecken, gegenhalten, und auflehnen, unflexibel sind oder uns nach Ruhe sehnen. <br />Und so ein R�cken liegt dann vor mir, mit all diesen Sachen, und ich gebe etwas hinein. </p><p>Ich h�tte es nicht erwartet, aber die Dankbarkeit und R�hrung sind gro�, so etwas tun zu d�rfen. <br />Der Space, der an diesem Wochenende aufgeht, mit den besonderen Menschen, die sich eingefunden haben, ist ebenfalls gro�, und Dinge, die sonst wenig Platz in meinem Leben haben, n�mlich Spiritualit�t (allgemein) und k�rperliche N�he (in der Arbeit - privat hab ich sie und bin sehr froh dar�ber), geschehen darin. </p><p>Es ist heilig und wunderbar, es �ffnet mich und tr�gt mich. Liebes Universum: Vielen Dank.
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1235858569</link>
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	<title>20.11. Warum gibt es daf�r keine Lieder?</title>
	<pubDate>20 Nov 2008 16:49:47 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Gewisse Sachen gefallen mir nicht, und ich gerate dar�ber in unregelm��igen Abst�nden in die Krise. Neustes ungewolltes Kind der Beziehung: Das regelm��ige Sehen. </p><p>Noch nie hab ich so funktioniert. Eine nicht abrei�ende Kette von Verabredungen, und am Ende der einen wei� man schon, wann die n�chste sein wird, das geht mir gegen den Strich. Das ist schon organisatorisch f�r mich bl�d, weil ich wirklich viele wunderbare Menschen kenne, f�r dich ich Zeit haben will, und mit denen ich immer recht spontan schauen will. Daf�r brauche ich freie Zeit. </p><p>An sich alles kein Problem, k�nnte man meinen, muss ich ja nur so machen, und es Cullawine erkl�ren, ist ja logisch dass man hie und da �ber Sachen sprechen muss. <br />Aber was passiert, ist kompliziert. Ich wehre mich gegen das mir verkrampft anmutende st�ndige Verabreden und stelle fest, dass Cullawine das nicht so gut behagt. Und sofort gehen die Gedanken los. </p><p>Was hei�t das dann? Ist mein Wunsch falsch? Bin ich b�se deswegen? Liebe ich Cullawine nicht genug? Das will ich nicht glauben, erstmal sind ja Bed�rfnisse eben Bed�rfnisse, und die sind immer in Ordnung. Es muss in Ordnung sein, wenn man nicht so ist, wie der andere ist. <br />Oder bin ich vielleicht einfach nicht f�r eine Beziehung gemacht? Geh�rt das m�glicherweise zu einer Beziehung dazu, dass man seine Treffen plant, und wenn mir das nicht gef�llt, dann gef�llt mir eben Beziehung nicht?<br />Oder muss das nicht zu Beziehung geh�ren, und es ist eher eine Unstimmigkeit zwischen Cullawine und mir? Mit wem anders w�re das gar kein Thema. Und hei�t das dann, dass ich besser mit wem anders dran w�re, oder dass das dann eben ein Thema f�r uns ist? </p><p>Diese Gedanken sind f�rchterlich zerm�rbend. Sie sind ein direkter Weg zu Zweifeln an meiner Liebe, an unserer Beziehung, an meiner Bindungsf�higkeit. Ich denke oft an die <a href="http://lustlehre.twoday.net/stories/1175341/">Diskussion mit Schwinger</a> zur�ck, in der er mir vorwarf, ich wolle die "Auseinandersetzung mit dem Partner nur solange wie sie meine Kreise nicht st�rt". </p><p>Das war 2005. In gewisser Weise bin ich fast am gleichen Punkt... Nur dass ich mich jetzt auf die Auseinandersetzung eingelassen habe, meine Kreise gest�rt werde, und ich die Anstrengung merke und bezweifle, ob das alles so seine Richtigkeit hat. Vielleicht ist das ja ein gro�er Schritt.
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1227196187</link>
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<item>
	<title>02.10. Das Freiheitsmotiv</title>
	<pubDate>02 Oct 2008 14:55:39 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Wow. Ich ging ins Blog, um einen Artikel zu suchen, und las nochmal den <a href='http://freieslieben.de/?z=1218190502'>letzten</a>. Der kommt genau richtig. Die Zweifel, gegen die ich die innere Wahrheit verteidigen wollten, sind gerade heute wieder stark, und sind es immer wieder mal. </p><p>Dabei muss ich ziemlich genau hinschauen, um rauszufinden, was eigentlich das verdammte Problem ist. Im Grunde ist ja alles ganz einfach: Wenn ich mit Cullawine nicht mehr zusammen sein will, mache ich Schluss. Dummerweise erscheint mir das aber nicht als L�sung, denn ich habe dummerweise nicht das Gef�hl, dass Cullawine das Problem ist. Zwar zweifle ich an Tagen wie heute auch daran, ob wir �berhaupt zusammenpassen, aber die Gef�hle von �berforderung und "nicht-bei-mir-sein" hatte ich auch nach der Trennung. Die haben mit mir zu tun. </p><p>Was ich finde, ist etwas, das ein Freund von mir k�rzlich <b>das Freiheitsmotiv</b> nannte. Es ist stark in mir (und auch in ihm), und tats�chlich erkl�rt das ziemlich genau, was in mir passiert. Ich f�hle mich unfrei, und das st�rt mich. Das hat nur sehr sekund�r mit Cullawine zu tun, denn es h�ngt eher an meiner Sicht von mir, an meinem Verhalten ihr gegen�ber und meinen Gef�hlen gegen�ber. </p><p>Das Freiheitsmotiv ruft nach uneingeschr�nktem Erleben. Es will alles tun k�nnen - m�glicherweise will es nicht mal wirklich alles <b>tun</b>, es will es aber k�nnen. <br />Single sein hie� f�r mich, das erkenne ich gerade, immer, eine riesige Welt von M�glichkeiten um mich herum zu wissen. Jeder Moment konnte flie�en, wohin er wollte. Jeder sch�ne Abend durfte zu einer sch�nen Nacht werden. Jede Umarmung durfte etwas l�nger dauern, an jeder sch�nen Frau in der Stadt konnte ich mich erfreuen und mir erbauliche Zeitvertreibe mit ihr ausdenken.</p><p>Dazu muss man sagen: Getan habe ich all sowas eher selten. One Night Stands hatte ich nie, und dass ich mal spontan irgendwo �bernachtet h�tte, w�sste ich auch nicht. Und, mal ehrlich, irgendwelche sch�nen Frau in der Stadt hinterherzugucken ist nun wirklich kein Privileg von mir und meinem Singlesein. Das ist ja Volkssport (was das �ber das Frauenbild im Volk und in mir aussagt, ist �brigens noch eine ganz andere Frage, mit der ich mich beizeiten mal besch�ftigen muss). Es ging eben nicht ums tun, sondern um die Freiheit, es zu tun.</p><p>Nun gilt es herauszufinden und zu verhandeln, was dieses Freiheitsmotiv in einer Beziehung will und sein kann. Ich bin ja weiterhin ich, und f�r mich darf eine Beziehung das nicht einschr�nken. "Mein pers�nliches Gl�ck ist mir wichtiger als die Beziehung", hat der Freund auch noch gesagt. Und nat�rlich hat er Recht. <br />Es geschieht mir zu oft, dass ich mehr schaue, was "die Beziehung" braucht, was andere Paare so machen (n�mlich sich sehr oft sehen), was Cullawine gern h�tte (n�mlich Liebesbeweise hie und da und gemeinsame Lebensplanung) und all so was, und muss ehrlicherweise sagen: Das erschreckt mich alles ganz f�rchterlich. </p><p>Mir sind meine Gef�hle f�r Cullawine viel n�her als die Beziehung. Ich war nie scharf auf eine Beziehung, das ist strukturalistischer �berbau f�r etwas, was ganz im Herzen passiert. In den Momenten, wo es mir gelingt, einfach Cullawine als Cullawine zu sehen, geht's mir total gut. Sie sagt dann, das w�re nicht anders als eine Freundschaft, aber das stimmt nicht. Oder irgendwie schon, weil auch das nur strukturalistischer �berbau ist, und entfernt man den, sind viele Sachen gleich, aber der Punkt ist doch der:<br />Wenn ich Cullawine als Cullawine sehe, dann bin ich doch nicht aus der Beziehung ausgestiegen, sondern maximal drin, n�mlich maximal bei ihr. </p><p>Ich glaube, wie �berst�rzen da ein paar Sachen. Eigentlich sind wir ja unter der Pr�misse zusammenzukommen, einen gemeinsamen Kurs zu finden, ganz wir selber zu sein und zu schauen, was sich daraus so ergibt. Gerade mache aber zumindest ich den Fehler, dass ich schon viel zu sehr wieder irgendeine Struktur bediene, die noch gar nicht mit mir abgestimmt ist. Und um den gemeinsamen Kurs zu finden, muss ich - glaube ich - ganz, ganz viel maximal bei ihr sein. Anstatt zu �berlegen, wie oft man sich sehen sollte, wann man anrufen sollte. Was so die Rahmenbedingungen einer Beziehung sind. Das interessiert mich alles nicht. </p><p>Insofern: Vielleicht will das Freiheitsmotiv gerade wieder eine Welt voll M�glichkeiten haben, und das Problem ist nicht (oder zumindest nicht haupts�chlich), dass die Beziehung die Welt um mich rum ver�ndert, sondern dass ich bislang die Beziehung noch nicht als Teil dieser Welt sehe. Auch die Beziehung soll eine Welt voller M�glichkeiten sein, soll frei sein von Struktur und Regeln, sondern soll authentischen Austausch erm�glichen. </p><p>Mal sehen, was sie so dazu sagt.
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1222952139</link>
</item>

<item>
	<title>08.8. Cullawine</title>
	<pubDate>08 Aug 2008 12:15:02 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Ich habe Cullawine wiedergetroffen. Vor einigen Wochen hatte sie das urspr�nglich einmal geplante Treffen abgesagt, sie wolle mich jetzt doch nicht sehen. In der Zeit darauf kam ich unklar. Das Gef�hl von "Ich bin okay wie ich bin, ich darf ich sein" war mir nicht zug�nglich, ich habe mich viel abgelenkt, und hatte nat�rlich auch sehr sch�ne Tage, aber immer, wenn ich zur�ck zu mir kam, bemerkte ich die Baustelle. </p><p>Zwischendurch gab es immer wieder mal die bitteren, weinerlichen Tage, und es wurde immer klarer: So werde ich das nicht weitermachen. In mir geschah eine Ver�nderung, und irgendwann sprach ich einen Gedanken - der mich erschreckte - gegen�ber der Wahlschwester aus, weil er immer wieder kam: Am liebsten w�rde ich einfach an Cullawines T�r kratzen, sie m�ge mich zur�cknehmen. </p><p>Obwohl das sicherlich nicht die Wahrheit ist, und nicht der tats�chlich gute Kurs, so war darin doch ein Gef�hl, von dem ich merkte, es nicht mehr lange verleugnen zu k�nnen. Nachdem ich lange versucht habe, mit mir selber auszumachen, wie es nun gehen soll, welcher Kurs ins Gl�ck f�hrt, wie ich ich selber bleibe und Cullawine nah sein kann, weil sie mir fehlt, merkte ich: Das kann man nicht mit sich selber ausmachen. Ich brauche daf�r den Kontakt zu ihr. </p><p>Sonntag habe ich es endlich �ber mich gebracht, ihr zu schreiben, und wir hatten uns f�r letzten Mittwoch verabredet und uns getroffen, beide mit einer Riesenmuffe.</p><p>Als ich sie dann gesehen habe, bin ich fast wie ein junger Hund auf sie zu gesprungen, voller Adrenalin von der ganzen Angst, aber eben auch sehr gl�cklich, sie zu sehen, der Atem ging mir schwer und ich grinste, obwohl ich doch genau wusste, dass es ein ernstes, schwieriges Treffen ist. <br />Aber wir kamen doch ins Gespr�ch, und ich konnte die Dinge sagen, die ich erkannt habe: Dass ich verstanden habe, wie eine Beziehung auf einem B�ndnis sicher steht, und wie ich Cullawine immer weggesto�en habe, weil ich Angst hatte, mich selber zu verlieren, wie ich tats�chlich auch das Gef�hl hatte, sie akzeptziert bestimmte Seiten nicht an mir, wie ich aber auch wusste, dass sie mit offenen Armen da stand, und ich mich weggedreht habe. <br />Und, dass ich nach der letzten Zeit zwar immer noch keine Antworten auf die ganzen Fragen h�tte, dass ich aber ziemlich sicher w�re, sie zu lieben. Denn das bin ich. Ich h�tte gedacht, dass mehr Klarheit, wie ich sie schon erreicht habe nach der Trennung, dazu f�hren w�rde, sie weniger zu vermissen, aber das Gegenteil war der Fall. </p><p>Also wieder rein. Die �ngste kommen nat�rlich mit, und genau wie bisher ist es so, dass die �ngste eigentlich nur da sind, wenn ich mein Kopfkino fahre. Sobald wir uns sehen, sp�re ich genau, warum das alles ein guter Kurs ist. Ich kann ein bisschen besser mit den �ngsten umgehen. Ich wei� jetzt, dass ich die Beziehung nicht in Frage stellen muss, nur weil ich Angst habe. Oder weil ich mal keine Lust habe, sie zu sehen. Oder weil mir auch mal andere Menschen wichtiger sind. Die Beziehung muss nicht jede Minute meines Lebens erf�llen, und ich bef�rchte, das habe ich letztes Mal gedacht. Was nat�rlich einerseits dazu f�hrt, dass ich das ganz sch�n gro� und erschreckend fand, und andererseits - weil das nat�rlich nicht klappt - immer mit einem Gef�hl des Scheiterns einherging. </p><p>Wir haben uns jetzt auf die Fahnen geschrieben, dass jeder immer ganz bei sich ist, und wir wollen uns langsam ann�hern und mal sehen, was passiert. </p><p>Es ist der blanke Terror, und meinen Zweifeln und �ngsten wieder zu begegnen ist der letzte Schei�, und doch wei� ich (und versuche mir zu merken) wie es sich angef�hlt hat, sie wiederzusehen. N�mlich gut. Angekommen. Richtig und kongruent. Eine gro�e Ruhe in dem Wissen, das richtige zu tun.  Diese Wahrheit braucht ihren Raum, und ich werde ihn verteidigen m�ssen gegen die Zweifel. Ich hoffe, dass mir meine Erkenntnisse aus den letzten Monaten dabei helfen.
</p>
]]></description>
	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1218190502</link>
</item>

<item>
	<title>25.6. Bitter, schwach und weinerlich.</title>
	<pubDate>25 Jun 2008 15:17:05 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Uff. Die letzten beiden Tage waren schwer auf eine Art, wie ich sie lange nicht mehr erlebt habe. Nicht, dass sie besonders dolle schwer waren, nur schwer auf eine un�bliche Art. </p><p>Ich hatte mich ein bisschen verliebt in Kira, ohne genau zu wissen wo das hin sollte. Kira hat eine kleine Tochter, h�ngt emotional dem Kindsvater in �hnlicher Hinsicht hinterher wie ich Cullawine, und so richtig hatte ich nicht das Gef�hl, irgendwohin zu wollen, sondern eher, es da zu m�gen, wo ich bin. Wir verstehen uns gut, teilen eine gro�e Vertrautheit und denken in vieler Hinsicht �hnlich. Ich f�hlte mich wohl, verliebte mich, und das einzige, was mich st�rte, war meine etwas unbeholfene Art, die ich immer an den Tag lege, wenn ich verliebt bin und mich nicht traue, es zu sagen.</p><p>Vor kurzem sprachen wir mal wieder miteinander, und es ergab sich die Gelegenheit, mich endlich mal zu �ffnen. Sie sei nicht verliebt (womit ich durchaus gerechnet hatte), und doch war es nach kurzer Seltsamkeit eigentlich besser, weil ich endlich wieder kongruent war, im Drau�en das hatte, was ich im Drinnen habe, eben all die Sachen, die Ehrlichkeit und Authentizit�t m�glich machen. </p><p>Seit gestern aber h�nge ich in ganz doofen Gedanken von Einsamkeit und Sorge, ob das mit mir ein gutes Ende nimmt. Seit gestern f�llt mir auf, dass um mich rum alle wichtigen Menschen in Beziehungen stecken, und pl�tzlich st�rt es mich. <br />Das ist �berraschend f�r mich gewesen, also hab ich genauer hingeschaut. </p><p>Was passiert, ist in weiten Teilen Angst, wie mein Leben wird. Ich habe eine Vision vom guten Leben - eher diffus, aber sie ist da - und ich merke, sie ist schwierig zu erreichen. Sie ist insbesondere deshalb schwierig, weil andere Menschen dazugeh�ren, und ich wei� weder, ob ich Menschen finde, die da mitmachen w�rden, noch, ob ich es schaffen w�rde, mich auf sie einzulassen. Meine Grenzen diesbez�glich habe ich bei Cullawine deutlich gemerkt. <br />Die Paare in meinem Freundeskreis, die ich betrachte, zeigen mir eines ganz deutlich: Sie sind Verb�ndete. Sie unterst�tzen sich bei ihren Visionen. Das l�st zum Einen Neid aus in mir, aber zum Anderen ist gerade der Gedanke stark, dass all diese Menschen f�r Visionen mit mir nicht zur Verf�gung stehen. Niemand dort w�rde gemeinsam mit mir irgendwohin ziehen, denn der Partner ist mit im Boot, und der Kurs wird dort entschieden. Ganz konkret �berlegen Menschen, die mir unendlich wichtig sind, wo sie leben wollen, und ich komme in diesen Pl�nen nicht vor. Das finde ich schlimm, denn unter ihnen sind einige, mit denen ich gern planen w�rde.</p><p>Es ist ein Gef�hl, als ob die anderen schon aufbrechen in ihren Booten, einer am linken, einer am rechten Ruder, und ich wei� nicht genau, ob ich noch wegkomme. <br />Banal nennt man das wohl Torschlusspanik. Aber es ist nicht so sehr die Frage, ob ich das zeitlich <b>noch</b> schaffe, sondern ob es (a) m�glich ist, und (b) ist es gerade ein Gef�hl, als ob ich Menschen verliere, die mir wichtig sind, weil sie anderweitig planen. Weil sie weggehen.</p><p>Das ist nicht rational, nat�rlich, und es erstaunt mich, dass dieses Gef�hl gerade kommt. Es ist ein bitteres, schwaches und weinerliches Gef�hl, und ich gefalle mir so nicht. Es ist, als w�re die heteronormative Matrix mich von hinten angefallen, und viele alte �ngste und Sorgen sind wieder da.</p><p>Unguterweise kommt Cullawine nat�rlich in diesem Gedankenzug ebenfalls vor, denn Cullawine war - so meine augenblickliche Interpretation - meine Chance f�r das Boot, war eine wunderbare Frau, die nach wie vor in meinem Herzen ist, und deren Entscheidung, mich nicht sehen zu wollen, mir wehtut, und war eben das Angebot: Hier, J., so w�rde es gehen. Jemand will dich.</p><p>Und ich konnte nicht wollen, mir war nicht wohl dabei. Und obwohl ich durchaus auch Zugang habe zu der Wahrheit, dass wir keine erf�llende Beziehung hatten, dass wir uns gegenseitig nicht gutgetan haben, so ist da doch auch das Gef�hl von Scheitern sehr stark. Ich scheitere an dem, was all meinen Freunden gelingt, und das Vermissen von Cullawine kommt noch obendrauf.</p><p>Uff. Was f�r ein bitteres, schwaches und weinerliches Gef�hl. </p><p>Beim W�schezusammenlegen legte ich auch mein T-Shirt zusammen, auf dem steht "Monogamie ist keine L�sung". Ich merkte: Das glaube ich nach wie vor. Die Krise im Moment scheint mir nicht aufl�sbar durch ein Verleugnen meiner W�nsche. <br />Es ist mehr die Frage nach der Umsetzbarkeit dieser W�nsche als die Frage nach der Richtigkeit, mehr die Frage "Schaff ich das?" als "Darf ich das?". </p><p>Immerhin.</p><p>Die therapeutische Frage, die ich mir selbst dazu stellen w�rde, w�re: "Was w�rden Sie denn brauchen, um diese W�nsche umzusetzen". Die Antwort ist noch dabei, zu kommen, aber ich hoffe, sie braucht nicht mehr lang.<br /><div class='blockquote'>Sicherer sein, dass ich okay bin, dass mein Weg okay ist.</div><br />Das war die Wahrheit <a href='http://freieslieben.de/?z=1210421317' title='There is a path'>im letzten Monat</a>. Sie ist schwerer als gedacht.
</p>
]]></description>
	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1214399825</link>
</item>

<item>
	<title>22.5. Alles flie�t.</title>
	<pubDate>22 May 2008 23:28:15 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Herrgott, was war ich gestern auf einer wunderbaren Feier. Eine so gro�e Seligkeit, ein solcher Frieden, ich war noch heute die ganze Zeit wie besoffen von der Zufriedenheit. </p><p>Eine gute Freundin von Paikja macht immer mal wieder eine kleine Feier, diesmal anl�sslich ihres Geburtstags, und besagte Freundin kennt einfach nur wunderbare Menschen. Zarte, f�hlige, ehrliche Menschen, die sich nicht sch�men, und die sich von vielen Zw�ngen schon befreit haben. <br />Da kann geweint werden und gelacht, geschmust und getanzt, es wird gek�sst und geredet, und alles flie�t ineinander, wie es eben ineinander flie�en muss, wenn alles frei flie�t. </p><p>Ungef�hr diese Art des Miteinanders ist mein Traum, darin sind die Dinge, die ich mit "freies lieben" umschreibe, realisiert. Unabh�ngig von der Anzahl der Partner oder der Form der Beziehung: Diese Art zu leben ist ziemlich genau das, was ich erreichen will.</p><p>Ich glaube, eine der Frauen h�tte mich auch gern mit nach Hause genommen, und der Grund, dass ich dazu keine Lust hatte (ganz egal ob ich die Signale richtig gedeutet habe oder nicht), reiht sich in die sch�nen Seiten des Abends perfekt ein: Ich war bereits so voller Liebe und Gl�ck, dass die Aussicht auf eine z�rtliche Nacht zu zweit mir nicht als Steigerung erschien, sondern fast wie ein banales Ende einer unglaublich sch�nen Nacht, so als w�re all die Z�rtlichkeit und N�he nur ein Weg hin zu Sex. </p><p>Ist nat�rlich irgendwie Quatsch, die Nacht w�re sicher v�llig traumhaft geworden. Wunderbare Frau. Aber das Gef�hl war eben wie es war. </p><p>Au�erdem war ich m�de.
</p>
]]></description>
	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1211491695</link>
</item>

<item>
	<title>10.5. There is a path.</title>
	<pubDate>10 May 2008 14:08:37 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p><a href='http://freieslieben.de/?z=1207041690#kom' title='In den Kommentaren'>Mr Review sorgt sich</a>, das finde ich nett, und so komme ich seiner Bitte nach und melde mich nochmal. Tats�chlich f�llt die Bitte in eine Phase, in der ich von mir selber sage: Es hat sich was getan. </p><p>Cullawine und ich hatten in der Zwischenzeit noch mal ein Gespr�ch, in dem deutlich wurde: Hier ist etwas kaputtgegangen. Vorher, als wir innerhalb der WG t�glich miteinander umgehen mussten, war f�r diese Erkenntnis kein Raum, da war das "Es ist schwer" sehr im Vordergrund. Nach diesem Gespr�ch war, das traurig war, aber auch fair und ehrlich, wollten wir uns erstmal nicht sehen. Was folgte, war bei mir erstmal eine Weile Trauer und Hilflosigkeit. Es ist ja leider nicht so, als w�re die Entscheidung gegen die Beziehung so eindeutig in mir gewesen, wie ich sie habe durchziehen m�ssen. Denn die schlechten Sachen, die ich loszuwerden hoffte (Schuld, Enge, Kopfkino, Erwartungen), gingen nat�rlich einher mit vielen guten Dingen. N�he, gemeinsamer Alltag, und schlicht und einfach: Sie. Sie fehlt mir immer noch. Zwar glaube ich auch, dass ich mich richtig entschieden habe - zu einer Beziehung geh�rt einfach doch auch �bereinstimmung in den Vorstellungen, und nicht nur Liebe, aber nat�rlich blieb eine Trauer. </p><p>Danach kam eine gro�e Ablenkung, eine Art Urlaub von dieser Trauer. Ich hatte vermutlich schlicht keine Kraft mehr, mich weiter damit zu besch�ftigen, und - aus den Augen, aus dem Sinn - Cullawine war innerlich weiter weg. </p><p>Irgendwann kommt man sich bei sowas aber selbst auf die Schliche, und stellt fest: Man lenkt sich von sich selber ab. Seit einigen Tagen sind die Gedanken an Cullawine wieder �fter da, aber durchaus ein bisschen ver�ndert. Anstatt "Wie komm ich wieder klar?" ist da wieder mehr Platz f�r ein "Wie kommen wir wieder klar?". </p><p>Ich habe in der Zwischenzeit begonnen, morgens eine Meditation zu machen (ein Freund von mir konnte mich darin anleiten), weil ich das Gef�hl hatte, bestimmte Gedanken und Gef�hle viel zu schnell durch die Kopfmaschine zu schicken. Aus einem "Ich vermisse Cullawine" wurde unmittelbar ein undurchdringliches Gewirr von "Liebe ich sie noch?", "War es falsch die Beziehuung zu beenden, h�tten wir es schaffen k�nnen?", "Stopp, J., geh nicht dorthin zur�ck, du machst dich unfrei", "J., du kannst nicht immer so hin und her, du tust ihr damit weh" und was wei� ich nicht alles. <br />Die Meditation erschien mir als gute �bung, um Gef�hle und Gedanken erstmal zu <i>haben</i>, bevor man sie analysiert.</p><p>Das ist nat�rlich ein Weg, vermutlich eher ein langer als ein kurzer, und in den �berlegungen, wieder Kontakt aufzunehmen, gehen die Gedankenketten schon wieder eher los. Aber immerhin ist wieder Raum f�r diese �berlegungen, der Schutzwall wird langsam weggeschaufelt, und ich bin ja ausgebildet, kleine Ver�nderungen wahrzunehmen. </p><p>Ich glaube, ich wei� sogar, was ich br�uchte, damit es weitergeht (und wie ich soeben lese, wenn ich den Beitrag hier drunter anschaue, wusste ich es auch Anfang April schon): Mehr zu mir stehen. Sicherer sein, dass ich okay bin, dass mein Weg okay ist, dass meine Liebe zu Cullawine okay ist aber eben auch meine Entscheidung, keine Beziehung mit ihr f�hren zu wollen. <br />In meiner Vorstellung sehe ich uns irgendwann miteinander reden, und beide stabil sein. Wenn sie weint, will ich mit ihr f�hlen, aber keine Schuldgef�hle haben. Wenn ich weine, will ich das tun k�nnen, ohne Rationalit�t und Gedanken �ber Berechtigung, zu weinen.</p><p>Noch bin ich nicht da, das merke ich, aber immerhin - die Schuldgef�hle nehmen ab, ich traue mich wieder �fter, meine Gef�hle zu haben und manchmal sogar, stolz darauf zu sein. There is a path. </p><p>Ich hoffe und w�nsche sehr, dass bei Cullawine auch gute Dinge geschehen. Auch darum w�chst das Bed�rfnis, von ihr zu h�ren, denn ich f�nde es so sch�n, wenn es ihr besser ginge. Ich hab sie immer am meisten geliebt, wenn sie stark war.
</p>
]]></description>
	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1210421317</link>
</item>

<item>
	<title>01.4. Something's gotta give.</title>
	<pubDate>01 Apr 2008 11:21:30 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Jetzt, wo die Trennung und der Auszug geschehen sind, k�mmere ich mich mehr um mich. Nach wie vor bin ich zwar froh, dass Cullawine und ich in Kontakt bleiben, wir einen gemeinsamen Umgang suchen, aber ich stelle auch immer mehr fest, was bei mir so alles passiert ist, und dass ich mich darum k�mmern muss und m�chte.</p><p>Das vorrangigste und schlimmste: Dinge, die mich ausmachen, sind aufgeladen mit Schuld und dem Gef�hl, sie w�ren falsch. Solche Setups machen einen ganz schnell psychisch krank, also schnell da ran. </p><p>Vorweg: Ich werfe Cullawine nichts vor. Auch sie kann nicht aus ihrer Haut, und ich habe mich selber entschieden, ihre Erwartungen zu erf�llen zu versuchen. Aber jetzt stehe ich da und will da raus. <br />Immer noch meldet sich ein schlechtes Gewissen, wenn ich Menschen nah komme, sowohl k�rperlich wie seelisch. Die Hemmung sitzt tief. <br />Es kommt der Impuls, jemanden zu k�ssen, einfach fl�chtig auf die Wange, weil es ein sch�ner Moment ist und Liebe in mir ist, und das schlechte Gewissen kommt mit. Es sind Gedanken von Vergleich ("Darf ich hier lieben, wenn es mir bei Cullawine nicht gelungen ist?") und Schuld ("Wenn Cullawine das w�sste, w�re sie verletzt"), die sofort wachwerden, und ich will sie nicht haben.<br />Ich will sie nicht haben, weil ich die Liebe in mir f�r etwas Gutes halte, so pathetisch das klingt. Ich will sie �u�ern k�nnen, will sie leben k�nnen. Ich lese von Mehrfachbeziehungen von Liebe ohne Eifersucht, davon, dass Menschen ganz (wirklich ganz) sie selbst sein k�nnen, und mein Herz geht mir auf. Das ist mein Weg. </p><p>Ich muss ihn jetzt freischaufeln. Sein, wer man ist. Zu dem stehen, was man will. 2008 wird das Jahr sein (hoffe ich), in dem ich Entscheidungen treffe, die mich n�her zu mir f�hren. Immer wieder �berlege ich, treuer zu mir zu stehen. Das w�rde vor allem bedeuten, mich mehr mit Gleichgesinnten zu umgeben. Es strengt so an, immer wieder anders zu sein, die eigenen Gef�hle nie in einer Normalit�t aufgehoben zu f�hlen. Kein Wunder, dass sich bestimmte Dinge falsch anf�hlen...
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1207041690</link>
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	<title>22.3. Handfeste unterschiedliche Vorstellungen</title>
	<pubDate>22 Mar 2008 19:47:10 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Gestern <a href='http://www.freieslieben.de/?z=1206186477' title='Unabh�ngigkeit'>sprach ich</a> �ber die handfesten, unterschiedlichen Vorstellungen, die Cullawine und mir sehr erschweren, eine gemeinsame Beziehung zu f�hren. <br />In den letzten Tagen f�llt mir immer mehr auf: Ganz so klar ist mein Standpunkt leider nicht. "Leider", weil es nat�rlich sehr bequem ist, einen klaren, sicheren Standpunkt zu haben. </p><p>Ich hatte in der Beziehung immer das Gef�hl, viel aufgeben zu m�ssen. Flirts, Z�rtlichkeiten, wilde N�chte, Freiheit... Teile davon sind tats�chlich Punkte, von denen ich glaube, Cullawine hat da eine Schw�che und m�sste lernen, lockerer zu sein. <br />Bei anderen Punkten, und die wilden N�chte geh�ren dazu, stelle ich fest: Wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, w�rde mir das auch schwerfallen. Ich w�rde mich ebenso zur�ckgewiesen und ungeliebt f�hlen. Bei Marveille war es auch so, dass �ber die vielen anderen wichtigen Menschen in ihrem Leben, mit denen es um Liebe und Sex ging, f�r mich irgendwann nicht mehr sp�rbar war, ob sie mich eigentlich auch liebt und begehrt. Dieses fehlende Gef�hl hat dann f�r mich nach einiger Zeit den Ausschlag gegeben, den Kontakt abzubrechen...</p><p>Das ist nat�rlich seltsam: Ich selber habe ja sowohl Zugang zu meiner Liebe f�r Cullawine als auch zu meinem Wunsch nach sexueller Freiheit. F�r mich ist ganz klar, dass letzteres f�r mich ersteres nicht schm�lert. Aber doch wei� ich auch: Umgekehrt  w�rde mir das ebenfalls wehtun. <br />Und dann wird f�r mich sogar verst�ndlich, dass andere, kleinere Punkte ebenfalls schwierig f�r Cullawine werden, weil sie sich dann fragt: Ist das schon so viel wie das, was mir wehtut?<br />Wie soll sie denn locker sein, wenn sie wei�, ich m�chte eigentlich Dinge, die schwer f�r sie sind?</p><p>Dieser Konflikt - ich habe das Bed�rfnis nach sexueller Freiheit, und ich habe Verst�ndnis daf�r, dass Cullawine darunter leidet - ist nicht direkt aufl�sbar. Ich halte (rational) drei Wege f�r m�glich, damit umzugehen. <br />Der erste ist: Da diese beiden Seiten nicht �bereinzubringen sind, war die Trennung richtig, und eine Beziehung w�rde nicht gehen. Ging nicht, geht nicht. Punkt, aus, Ende der Fahnenstange.<br />Der zweite ist: Wenn ich doch verstehe, dass Cullawine unter bestimmten Punkten leidet, wenn ich selber auch drunter leiden w�rde - wie zur H�lle kann ich dann behaupten, man k�nne das verstehen? Dann m�sste ich einsehen: Da passt irgendwas nicht.<br />Der dritte Weg ist: Wenn es in mir Verst�ndnis f�r die Verletzlichkeit gibt, obwohl ich gleichzeitig doch auch wei� und sp�re, dass sie unn�tig w�re, muss es eigentlich einen Weg geben, das zu integrieren, sodass die Verletzlichkeit verschwindet. Dieser Weg hat vermutlich viel mit Kompromissen und mit Ehrlichkeit zu tun, und mit sehr viel Arbeit. Es ist wahrscheinlich der Weg, den wir die ganze Zeit versucht haben, und auf dem wir leider nicht weiterkamen. </p><p>Augenblicklich sind wir viel in Kontakt, sprechen viel, f�hlen viel nach, bleiben offen. All das scheint mir in jedem Fall richtig zu sein. <br />Die Frage ist nur: Welcher Weg ist das? <br />Ein Ziel haben wir nicht. Noch ist der Weg also nicht klar. Wir folgen unseren <a href='http://freieslieben.de/?z=1197378249' title='Wie macht man das?'>Bed�rfnissen</a>, und das ist richtig so, aber vermutlich steht irgendwann doch einmal die Entscheidung f�r einen dieser Wege an. <br />Oder vielleicht gerade nicht, und was ansteht, ist schlicht, weiter zu gehen, ganz ohne Ziel?</p><p>Ihr seht, ich bin konfus.
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1206211630</link>
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	<title>22.3. Frei von Aufladungen.</title>
	<pubDate>22 Mar 2008 13:16:02 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Nat�rlich ist gerade auch eine Phase, wo ich viel von Polyamory, freiem lieben und allem in Frage stelle, schlicht weil es so unglaublich schwer ist, und zumindest aktuell tue ich jemandem weh, den ich liebe. </p><p>Da tut es dann zwischendurch gut, sowas wie beim Streetgirl zu lesen, die als Prostituierte arbeitet:<br /><div class='blockquote'>Sylvia hatte mich telefonisch bestellt. Sie klang recht sympathisch und wir vereinbarten den Termin. Als ich hinkam, empfing sie mich auch sehr freundlich und entschuldigte sich, weil es noch ein paar Minuten dauern w�rde.  [...]<br />Etwa eine Viertelstunde sp�ter klingelte es und Rainer kam nach Hause. [...] Freundlich begr��te er mich und meinte anerkennend zu Sylvia, dass sie einen fantastischen Geschmack h�tte.<br />Und 5 Minuten sp�ter verschwanden Rainer und ich im Schlafzimmer und Sylvia vor dem Fernseher.<br /><b>via <a href='http://streetgirl.twoday.net/stories/4708990/' title='Mutterschaftsurlaub'>Streetgirl</a></b><br /></div><br />Gibt's also doch, Beziehungen frei von Eifersucht, und Sex frei von Aufladungen.
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1206188162</link>
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	<title>22.3. Unabh�ngigkeit</title>
	<pubDate>22 Mar 2008 12:47:57 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Cullawine und ich sprachen gestern morgen am Telefon �ber Unabh�ngigkeit, weil sie auf verschiedenen Wegen manchmal das Gef�hl bekommt, ich h�tte den ganzen Schmerz schon hinter mir gelassen, w�rde nicht mehr leiden und sie auch nicht vermissen. </p><p>Das stimmt so nicht. Aber in mir ist eben beides, die gro�e Trauer, dass es nicht ging, und die Klarheit, dass es nicht ging. Die Phasen, in denen ich mein Leben wieder weiterlebe, aufbaue, mich gut behandle und Spa� habe, sind halt nicht nur Ablenkung (auch, aber nicht nur), sie sind wichtig, um zu mir zu kommen, sie entsprechen auch der Klarheit. Wenn es so nicht ging, muss es weitergehen. Das �ndert nichts daran, dass ich auch traurig bin.</p><p>Im Gespr�ch wurde klar, dass Unabh�ngigkeit unterschiedliches f�r uns bedeutet: F�r mich ist Unabh�ngigkeit eine gro�e Sicherheit, und deswegen verteidige ich sie mit Hauen und Stechen. Dieses Hauen und Stechen aber tut Cullawine weh, denn sie h�rt dann: J. will mich nicht. <br />Dabei sind das f�r mich 2 Gedanken, und ich stelle fest, ich muss sie m�glicherweise ein wenig besser integrieren: Einerseits unabh�ngig sein, und andererseits jemandem nah sein wollen. Genau dieses "Beides" ist ja auch im Blogtitel: "freies" und "lieben". Beides eben. </p><p>Wir haben das mit dem Gedanken verglichen, dass man irgendwann stirbt: Dieser Gedanke kann erschreckend oder tr�stlich sein. F�r mich jedenfalls ist er eher tr�stlich, und schr�nkt nicht ein, dass man jetzt lebt. <br />Die Analoge zu "freies lieben" w�re "endliches Dasein". Ja, es ist endlich. Aber erstmal Da sein.</p><p>Allerdings, das sehe ich schon ein, entspricht mein augenblickliches Verhalten eher dem Austausch "Ach, ist das Leben nicht sch�n?" - "Ja, aber nicht vergessen, man stirbt auch! Nicht, dass wir uns hier Illusionen machen."</p><p>Da muss ich mal dranbleiben, glaube ich. Zwar gibt es auch sehr handfeste unterschiedliche Vorstellungen von Beziehung, die m�glicherweise nicht zu vereinbaren sind, aber bei den Phantomen anzusetzen, die einen qu�len, ist in jedem Fall eine gute Idee. Egal, ob es zielf�hrend ist, es ist richtig.
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1206186477</link>
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	<title>21.3. Der richtige Weg ist nicht immer der sch�nste.</title>
	<pubDate>21 Mar 2008 10:06:35 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>"Du bist cool" sagte meine Mitbewohnerin gestern zu mir, und �berraschte mich. Der Anlass war n�mlich gar nicht so cool, denn ich war dabei, f�r ein paar Tage die WG zu verlassen, in der Cullawine und ich uns kennenlernten, zusammenwaren, trennten und jetzt eben miteinander umgehen mussten. Nun zieht Cullawine aus, und der zeitweise Auszug meinerseits war die Reaktion darauf, dass wir uns nicht vorstellen konnten, w�hrend Packen und Auszug aufeinanderzuhocken. Also lieber kurz "aus dem Feld gehen".</p><p>"Wieso bin ich denn cool?", fragte ich, denn ich f�hlte mich eher sehr verloren in der Situation.<br />"Naja, euer Umgang ist cool, wie ihr allem Raum gebt, Liebe und Nicht-Liebe". <br />Das war sch�n zu h�ren, denn das stimmt und ich verliere es manchmal aus den Augen. Der Umgang ist gut. </p><p>Zumindest solange ich davon ausgehe, dass die Trennung das richtige war, beziehungsweise das einzig m�gliche, ist der jetzige Umgang gut. Eine Richtung ist nicht wirklich erkennbar - f�r Cullawine macht es das schwieriger, f�r mich aber erscheint es sehr authentisch. Ich will n�mlich zweierlei: Einerseits will ich zur�ck zu mir finden, will Verstrickung aufl�sen und unabh�ngig sein. Andererseits will ich aber auch Cullawine in meinem Leben haben, will gerne eine M�glichkeit finden, wie es weitergeht, und h�tte mir sogar gew�nscht, dass die Beziehung klappt. <br />Der Weg, den wir jetzt gehen, entspricht diesen beiden Seiten in mir. Ich wei� zwar nicht, ob er in eine klare Richtung weist (eher nicht...), aber er ist aufrichtig. Auf jeden Fall ist er aufrichtiger, als entweder jeden Kontakt zu kappen oder stattdessen weiter in einer Beziehung zu bleiben, die sich nicht gut anf�hlte. </p><p>Der richtige Weg ist nicht immer der sch�nste.
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1206090395</link>
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	<title>19.3. Intersexualit�t</title>
	<pubDate>19 Mar 2008 10:43:28 GMT</pubDate>
	<description><![CDATA[
<p>Mich haben Grenzgebiete von Sexualit�t und Geschlecht immer interessiert. Ob Asexualit�t (Menschen, die kein Interesse an Sex haben, aber durchaus an Z�rtlichkeit und Beziehung), Transgender (Menschen, die sich zu einem anderen Geschlecht umoperieren lassen, weil sie sich im "falschen" K�rper f�hlen) oder eben auch Polyamory (Menschen, die Interesse an mehreren parallel gef�hrten Liebesbeziehungen haben). </p><p>Das alles ist ja nicht "normal", und das gef�llt mir. Warum gef�llt mir das? Ich glaube, weil Abweichungen von der Norm immer wieder neu in Frage stellen, was wahr ist. Das gibt es auch im Kleinen: In Deutschland beispielsweise gibt es ein Nacktheitstabu. Man kann nicht einfach nackt einkaufen gehen, wo k�men wir denn da hin. Einfach so nackt sein geht nicht. In der Sauna geht es dann aber pl�tzlich doch.<br />Auch Swingerclubs stellen die Sex-Negativit�t, die hierzulande herrscht, sehr in Frage: Offensichtlich gibt es Menschen, die schlicht ein Interesse an bindungslosem Sex haben, und das auch sehr erfolgreich tun. </p><p>Intersexuelle Menschen, oder auf vulg�rsprachlich: Zwitter, er�ffnen ebenfalls eine neue Wahrheit hinsichtlich der Rolle von Geschlecht f�r unsere Identit�t. Was ich nicht wusste: Jeden Tag wird in Deutschland ein intersexuelles Baby geboren. Das sind immerhin ein halbes Promill aller j�hrlichen Geburten - immer noch eine winzige Minderheit, aber eben doch keine Einzelf�lle, sondern Fakt. Bei den meisten dieser Babys entscheiden dann die Eltern �ber das Geschlecht, und Eierst�cke oder Hoden oder was auch immer nicht ins Bild passt wird raus- oder abgeschnitten.</p><p>So m�chtig ist die Zweigeschlechtlichkeit, so sehr will man ignorieren und anpassen, was das in Frage stellt. Da fragt man sich schon: Wieso w�re es so schlimm, ein drittes, viertes und f�nftes Geschlecht zu haben? </p><p>Mehr Info gibt's bei <a title='PolyLux vom 13.03.08' href='http://www.rbb-online.de/_/polylux/aktuell/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_mini_7179468.html'>PolyLux</a> in einem Beitrag, mit netten intersexuellen Menschen, bei denen man nicht versteht, warum es die nicht geben sollte. Wirken alle sehr freundlich und bescheiden.</p><p>(via <a href='http://genderblog.de/index.php/2008/03/19/polylux-kampf-fur-rechte-von-intersexuellen/'>Genderblog</a>)
</p>
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	<link>http://www.freieslieben.de/?z=1205919808</link>
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