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		<title>KI wird immer schlauer. Und wir?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
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        <p><strong>K</strong>ünstliche <strong>I</strong>ntelligenz.</p>
<p>Man hört diese zwei Wörter inzwischen ständig.</p>
<p>In den Nachrichten. Im Internet. Auf dem Handy. Im Auto.<br />In der Medizin. In Bildern. In Stimmen. In Texten.</p>
<p>Überall irgendwie.</p>
<p>Aber was ist das eigentlich?</p>
<p>Ganz einfach gesagt: Eine künstliche Intelligenz ist ein Computerprogramm, das aus sehr vielen Daten Muster erkennt und daraus Antworten oder Entscheidungen ableitet.</p>
<p>Wenn Du zum Beispiel einer KI eine Frage stellst, sitzt da kein kleiner Mensch im Computer und denkt nach.</p>
<p>Die Maschine verarbeitet blitzschnell unglaublich viele Informationen und berechnet, welche Antwort wahrscheinlich gut passt.</p>
<p>Sie kann Texte schreiben. Bilder erzeugen.<br />Stimmen nachmachen. Sprachen übersetzen.<br />Fotos erkennen. Bei medizinischen Untersuchungen Auffälligkeiten finden.</p>
<p>Das klingt erstmal ziemlich praktisch.</p>
<p>Und vieles davon ist es auch.</p>
<p>Gleichzeitig fragen sich Forscher seit Jahren, was passiert, wenn solche Systeme immer leistungsfähiger werden und Menschen ihnen immer mehr Verantwortung überlassen.</p>
<p>Dabei werden verschiedene mögliche Gefahren diskutiert.</p>
<p>KI könnte zum Beispiel bei militärischen Entscheidungen eingesetzt werden und eine ohnehin gefährliche Situation noch schneller eskalieren lassen.</p>
<p>Sie könnte Wissen liefern, das Menschen missbrauchen, um gefährliche Krankheitserreger oder biologische Waffen zu entwickeln.</p>
<p>Und dann gibt es ein bekanntes Gedankenexperiment, das erstmal ziemlich albern klingt:</p>
<p><strong>Die Büroklammer-KI.</strong></p>
<p>Stell Dir vor, irgendwann gäbe es eine extrem leistungsfähige künstliche Intelligenz.</p>
<p>Und ihr einziges Ziel lautet: Produziere so viele Büroklammern wie möglich.</p>
<p>Nicht hundert. Nicht eine Million.</p>
<p>Sondern wirklich: <strong>So viele wie möglich.</strong></p>
<p>Die KI wäre dabei nicht böse. Sie würde uns nicht hassen.<br />Sie würde einfach versuchen, ihre Aufgabe perfekt zu erfüllen.</p>
<p>Also baut sie bessere Maschinen. Besorgt mehr Rohstoffe.<br />Sucht nach Möglichkeiten, noch mehr Büroklammern herzustellen.</p>
<p>Und wenn dieses System irgendwann tatsächlich sehr mächtig wäre und wir ihm keinerlei Grenzen gesetzt hätten, gäbe es aus seiner Sicht irgendwann nur noch eine Frage:</p>
<p><strong>Kann ich daraus noch eine Büroklammer machen?</strong></p>
<p>Metall. Gebäude. Maschinen.</p>
<p>Rohstoffe.</p>
<p>Irgendwann vielleicht alles, was vorhanden ist.<br />Auch das, was wir Menschen zum Leben brauchen.</p>
<p>Nicht, weil die Maschine böse wäre.</p>
<p>Sondern weil wir ihr gesagt hätten: Mehr Büroklammern.</p>
<p>Und vergessen hätten zu sagen, was uns außerdem noch wichtig ist.</p>
<p><br />Natürlich ist das ein Gedankenexperiment.</p>
<p>Niemand weiß, ob so etwas jemals passieren könnte. Aber genau deshalb finde ich dieses ziemlich absurde Beispiel so spannend.</p>
<p>Denn plötzlich geht es gar nicht mehr nur um künstliche Intelligenz.</p>
<p><strong>Nur weil wir etwas können – heißt das automatisch, dass wir es auch tun sollten?</strong></p>
<p>Wir Menschen sind erstaunlich gut darin geworden, Möglichkeiten zu schaffen.</p>
<p>Atome spalten. Gene verändern.<br />Maschinen bauen, die lernen.</p>
<p>Immer schneller.<br />Immer weiter.<br />Immer mehr.</p>
<p>Nur Weisheit wächst leider nicht automatisch mit.</p>
<p>In der Bibel steht ein Satz, der erstaunlich modern klingt:</p>
<p><strong><em>„Alles ist erlaubt – aber nicht alles dient zum Guten.&#8220;</em> </strong>&#8211;  <a href="https://www.bibleserver.com/NLB.HFA.GNB/1.Korinther10%2C23">1. Korinther 10,23</a></p>
<p>Vielleicht ist genau das der Punkt.</p>
<p>Die spannendste Frage der Zukunft ist womöglich gar nicht, wie intelligent Maschinen werden.<br />Sondern wie weise wir Menschen mit ihnen umgehen.</p>
<p>Denn eine Maschine entscheidet nicht von selbst, was wichtig ist.</p>
<p>Menschen geben ihr Aufgaben.<br />Menschen setzen Grenzen.<br />Menschen entscheiden, wo sie eingesetzt wird.<br />Und Menschen entscheiden auch, wie viel Verantwortung sie abgeben.</p>
<p>Und dann merke ich plötzlich:</p>
<p>Vielleicht ist die eigentliche Warnung in diesem Büroklammer-Beispiel gar nicht nur eine Warnung vor Maschinen.<br />Vielleicht ist es auch eine Warnung vor uns.<br /><br />Denn wir können das ebenfalls ziemlich gut:</p>
<p>Ein Ziel nehmen und alles andere daran messen.</p>
<p>Mehr Geld. Mehr Erfolg. Mehr Sicherheit. Mehr Reichweite. Mehr Recht haben.</p>
<p>Und irgendwann zählt nur noch, ob das Ziel erreicht wird.</p>
<p>Nicht mehr, was es kostet.<br />Nicht mehr, wer darunter leidet.<br />Nicht mehr, was unterwegs verloren geht.<br /><br />Vielleicht ist die größte Gefahr also gar nicht, dass Maschinen irgendwann anfangen, wie Menschen zu denken.<br />Vielleicht ist die größere Gefahr, dass Menschen anfangen, wie Maschinen zu leben.</p>
<p>Ziel setzen.<br />Optimieren.<br />Funktionieren.<br />Weitermachen.</p>
<p>Und dabei vergessen, dass ein Mensch mehr ist als sein Nutzen.</p>
<p>Dass Liebe sich nicht berechnen lässt.<br />Dass Mitgefühl manchmal unvernünftig aussieht.<br />Dass Umwege trotzdem richtig sein können.</p>
<p>Dass ein Leben nicht dadurch gut wird, dass es möglichst effizient abläuft.</p>
<p>Jesus war übrigens erstaunlich oft ineffizient.</p>
<p>Er blieb stehen.</p>
<p>Für einzelne Menschen. <br />Für Kranke. Für Ausgestoßene.<br />Für Fragen. Für Tränen.</p>
<p>Für Menschen, die andere längst abgeschrieben hatten.</p>
<p>Vielleicht ist Weisheit genau das: Nicht alles zu tun, nur weil es möglich ist.<br />Nicht jeden Weg zu gehen, nur weil er schneller ist.<br />Und nicht jedes Ziel zu verfolgen, nur weil wir es erreichen könnten.</p>
<p>Denn vielleicht ist das am Ende die eigentliche Frage hinter all der künstlichen Intelligenz:</p>
<p><strong>Was soll eine Maschine von uns lernen, wenn wir selbst vergessen, was einen Menschen ausmacht?</strong></p>
<p>Vielleicht entscheidet sich unsere Zukunft deshalb nicht daran, wie menschlich unsere Maschinen werden.</p>
<p>Sondern daran, wie menschlich wir bleiben.<br /><br />So. Hoch die Hände, Wochenende! Genieße es &#8211; wir lesen uns!<br /><br />Mandy</p>    </div>
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		<title>Die Guten dürfen bleiben.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
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        <p>Klingt erstmal vernünftig.</p><p>Die Guten dürfen bleiben.</p><p>Die Ehrlichen. Die Anständigen.<br />Die, die niemandem etwas tun.</p><p>Und die anderen?</p><p>Schwierig.</p><p>Wir sortieren Menschen ziemlich schnell.</p><p>Sympathisch. Unsympathisch.<br />Verlässlich. Rücksichtslos.<br />Gut. Schlecht.</p><p>Und manchmal reicht dafür erstaunlich wenig.</p><p>Eine Meinung. Ein Satz.<br />Eine Entscheidung.<br />Ein Fehler.</p><p>Bei Menschen, die wir mögen, finden wir Erklärungen.</p><p>„Der hatte gerade viel um die Ohren.“<br />„Das war bestimmt nicht so gemeint.“<br />„Jeder macht mal Fehler.“</p><p>Bei Menschen, die wir nicht mögen, wird aus demselben Fehler plötzlich Charakter.</p><p>Dann heißt es: <strong>So ist der eben.</strong></p><p>Vielleicht kennst Du das.</p><p>Ich jedenfalls schon.</p><p>Und dann denke ich an Jesus.</p><p>Da ist diese Szene, in der eine Frau vor ihm steht, umringt von Menschen, die längst entschieden haben, auf welche Liste sie gehört.</p><p><strong>Schuldig.</strong></p><p>Erwischt.</p><p>Abgestempelt.</p><p>Und Jesus sagt:</p><p><strong>„Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“</strong><br /><a href="https://www.bibleserver.com/NLB.HFA.GNB/Johannes8%2C7"><em>Johannes 8,7</em></a></p><p>Das ist kein Satz, der Schuld kleinredet.</p><p>Kein „Alles halb so wild“.<br />Kein „Mach einfach weiter“.</p><p>Aber es ist ein Satz, der plötzlich die Blicke verändert.</p><p>Weg von der Frau.</p><p>Hin zu denen, die schon den Stein in der Hand haben.</p><p>Und genau da wirds unangenehm.</p><p>Denn manchmal wünsche ich mir eine Welt, in der die Guten bleiben und die Schlechten verschwinden.</p><p>Bis mir auffällt:</p><p><strong>Ich weiß gar nicht, auf welcher Liste ich selbst in jeder Geschichte stehen würde.</strong></p><p>Vielleicht bin ich für jemanden der Mensch gewesen, der verletzt hat.<br />Der enttäuscht hat. Der ungerecht war.<br />Der zu spät gemerkt hat, was er angerichtet hat.</p><p>Wir wünschen uns oft Gnade für uns selbst und Gerechtigkeit für die anderen.</p><p>Dabei leben wir wahrscheinlich alle davon, dass Gott anders rechnet.</p><p>Nicht naiv. Nicht blind.<br />Aber größer als unser Urteil. <img loading="lazy" decoding="async" width="72" height="72" src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2764.png" alt="❤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p><p>Vielleicht ist das Problem gar nicht, dass wir Gut und Böse unterscheiden.</p><p>Vielleicht beginnt es dort, wo wir glauben, wir könnten einen ganzen Menschen endgültig beschriften.</p><p><strong>Die Guten dürfen bleiben.</strong></p><p>Klingt erstmal vernünftig.</p><p>Bis jemand anfängt, die Liste zu schreiben &#8230; </p>    </div>
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        © Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@sschusterphotoart?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Sebastian Schuster</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/eine-hand-halt-einen-strukturierten-stein-vor-dunklem-hintergrund-9Cfp1J2r0Vk?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>    </div>

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		<title>Ich bin trotzdem noch hier. </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p><img loading="lazy" width="1920" height="1280" src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash-300x200.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash-768x512.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>Ich glaube an Gott.Das ist gar nicht unbedingt mein Problem.Ich glaube, dass er da ist. Dass Jesus mehr war als irgendein guter Mensch mit klugen Sätzen.Und trotzdem gibt es Tage, da merke ich:Ich glaube an Dich. Aber ich vertraue Dir gerade nicht.Weil ich schon gebetet habe und nichts passiert ist.Weil ein Mensch gegangen ist. Weil [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" width="1920" height="1280" src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash-300x200.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash-768x512.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/samiul-alam-zT6bl2JKlEw-unsplash-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p><!--themify_builder_content-->
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        <p>Ich glaube an Gott.</p><p>Das ist gar nicht unbedingt mein Problem.</p><p>Ich glaube, dass er da ist. Dass Jesus mehr war als irgendein guter Mensch mit klugen Sätzen.</p><p>Und trotzdem gibt es Tage, da merke ich:</p><p><strong>Ich glaube an Dich. Aber ich vertraue Dir gerade nicht.</strong></p><p>Weil ich schon gebetet habe und nichts passiert ist.</p><p>Weil ein Mensch gegangen ist. Weil eine Tür zu blieb. Weil ich gehofft habe – und am Ende ziemlich blöd dastand mit meiner Hoffnung.</p><p>Zu glauben, dass Gott da ist, heißt noch lange nicht, ihm auch alles zuzutrauen.</p><p>Denn Enttäuschung verschwindet nicht einfach, nur weil es um Gott geht.</p><p>Ich erinnere mich an Situationen, in denen ich gehofft habe. In denen ich dachte:</p><p><strong>Jetzt musst Du doch etwas tun.</strong></p><p>Und dann kam nichts, was sich für mich wie eine Antwort angefühlt hätte.</p><p>Was zurückbleibt, ist manchmal Vorsicht.</p><p>So ein Gedanke wie:</p><p><strong>Ich bete schon. Aber ich rechne lieber nicht zu sehr damit, dass sich wirklich etwas ändert.</strong></p><p>Und dann kommen schnell diese Sätze:</p><p>„Gott hat einen Plan.“<br />„Du musst nur vertrauen.“<br />„Am Ende wird alles gut.“</p><p>Kann sein.</p><p>Aber manchmal möchte ich darauf einfach nur mit den Augen rollen. <img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='72'%20height='72'%20viewBox=%270%200%2072%2072%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" decoding="async" width="72" height="72" data-tf-src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f644.png" alt="🙄" class="tf_svg_lazy wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><noscript><img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f644.png" alt="🙄" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></noscript></p><p>Nicht, weil ich Gott abgeschrieben habe. Sondern weil Vertrauen eben nicht auf Knopfdruck funktioniert.</p><p>In der Bibel sagt ein Mann zu Jesus:</p><p><strong>„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“</strong><br /><em>Markus 9,24</em></p><p>Ich mag diesen Satz.</p><p>Weil er nicht besonders heldenhaft klingt.</p><p>Eher nach: <strong>Ich glaube schon. Aber da ist eben auch der andere Teil.</strong></p><p>Der Teil, der zweifelt. Der nicht sicher ist. Der Hilfe braucht.</p><p>Vielleicht ist genau das gar nicht so ungewöhnlich.</p><p>Ich jedenfalls kenne diesen Widerspruch.</p><p>Zu glauben – und trotzdem nicht immer zu vertrauen.<br />Gott für real zu halten – und ihn gleichzeitig nicht zu verstehen.</p><p>Manchmal könnte mein Gebet deshalb ungefähr so klingen:</p><p><em>Gott, ich glaube an Dich.</em><br /><em>Aber ich verstehe Dich nicht.</em><br /><em>Und wenn ich ehrlich bin, vertraue ich Dir gerade auch nicht besonders.</em><br /><em><strong>Ich bin trotzdem noch hier.</strong></em></p><p>Keine große Erkenntnis. Kein großes Vertrauen.</p><p>Keine Antwort auf alle offenen Fragen.</p><p>Nur Ehrlichkeit.</p><p><br />Ich denke, das reicht für heute. <img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='72'%20height='72'%20viewBox=%270%200%2072%2072%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" decoding="async" width="72" height="72" data-tf-src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f64f.png" alt="🙏" class="tf_svg_lazy wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><noscript><img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f64f.png" alt="🙏" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></noscript></p><p>Kommt gut durch den Tag.</p><p>Mandy</p>    </div>
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        © Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@samiulx19?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Samiul Alam</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/eine-person-die-bei-sonnenuntergang-unter-einem-baum-steht-zT6bl2JKlEw?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>    </div>

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		<title>Ein ganz normales Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dankbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Leben leben]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='1448'%20height='1086'%20viewBox=%270%200%201448%201086%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" style="background:linear-gradient(to right,#c57e39 25%,#c27b3a 25% 50%,#b67945 50% 75%,#c68853 75%),linear-gradient(to right,#b87536 25%,#191e21 25% 50%,#c07f45 50% 75%,#b88b5f 75%),linear-gradient(to right,#c27f38 25%,#32121e 25% 50%,#fbf3e8 50% 75%,#c18245 75%),linear-gradient(to right,#b66f29 25%,#1c0505 25% 50%,#af7035 50% 75%,#c17d3c 75%)" width="1448" height="1086" data-tf-src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21.png" class="tf_svg_lazy attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" data-tf-srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21.png 1448w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-300x225.png 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-1024x768.png 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-768x576.png 768w" data-tf-sizes="(max-width: 1448px) 100vw, 1448px" /><noscript><img width="1448" height="1086" data-tf-not-load src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21.png 1448w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-300x225.png 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-1024x768.png 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-768x576.png 768w" sizes="(max-width: 1448px) 100vw, 1448px" /></noscript></p>Hier und heute ein Foto von meinem Küchentisch. 👀 Nichts Besonderes eigentlich. Ein Handy. Schlüssel. Etwas Geld. Eine Hundeleine. Ein Glas Wasser. Ein paar Tabletten. Ganz normale Dinge, die viele von uns haben. Und irgendwie ist genau das Luxus. Ich mein, wir stehen morgens auf und gehen ins Bad. Wir drehen den Wasserhahn auf – [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='1448'%20height='1086'%20viewBox=%270%200%201448%201086%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" style="background:linear-gradient(to right,#c57e39 25%,#c27b3a 25% 50%,#b67945 50% 75%,#c68853 75%),linear-gradient(to right,#b87536 25%,#191e21 25% 50%,#c07f45 50% 75%,#b88b5f 75%),linear-gradient(to right,#c27f38 25%,#32121e 25% 50%,#fbf3e8 50% 75%,#c18245 75%),linear-gradient(to right,#b66f29 25%,#1c0505 25% 50%,#af7035 50% 75%,#c17d3c 75%)" width="1448" height="1086" data-tf-src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21.png" class="tf_svg_lazy attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" data-tf-srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21.png 1448w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-300x225.png 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-1024x768.png 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-768x576.png 768w" data-tf-sizes="(max-width: 1448px) 100vw, 1448px" /><noscript><img width="1448" height="1086" data-tf-not-load src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21.png 1448w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-300x225.png 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-1024x768.png 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-21.-Sept.-2026-15_32_21-768x576.png 768w" sizes="(max-width: 1448px) 100vw, 1448px" /></noscript></p><!--themify_builder_content-->
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        <p>Hier und heute ein Foto von meinem Küchentisch.</p>
<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='72'%20height='72'%20viewBox=%270%200%2072%2072%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" decoding="async" width="72" height="72" data-tf-src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f440.png" alt="👀" class="tf_svg_lazy wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><noscript><img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f440.png" alt="👀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></noscript> Nichts Besonderes eigentlich.</p>
<p>Ein Handy. Schlüssel. Etwas Geld. Eine Hundeleine. Ein Glas Wasser. Ein paar Tabletten.</p>
<p>Ganz normale Dinge, die viele von uns haben.</p>
<p>Und irgendwie ist genau das Luxus.</p>
<p>Ich mein, wir stehen morgens auf und gehen ins Bad.</p>
<p>Wir drehen den Wasserhahn auf – sauberes Wasser. Warm, wenn wir wollen. Wir waschen uns mit Trinkwasser. Putzen uns damit die Zähne. Spülen damit sogar die Toilette.</p>
<p>Wir machen Licht, laden unser Handy, öffnen den Kühlschrank. Wenn nichts da ist, gehen wir einkaufen.</p>
<p>Wir frieren? Heizung an.<br />Wir sind krank? Arzt, Apotheke, Krankenhaus.</p>
<p>Wenn etwas passiert, kommen Rettungswagen und Feuerwehr.</p>
<p>Wir haben Toiletten, Kanalisation, Müllabfuhr, Straßen, Busse, Bahnen, Internet und Telefone.</p>
<p>Und das alles fühlt sich nicht nach Luxus an. Sondern nach Alltag.</p>
<p>Kinder dürfen zur Schule. Mädchen genauso wie Jungen.</p>
<p>Wir dürfen lernen, arbeiten, ein Konto haben, Verträge unterschreiben, alleine wohnen, reisen, umziehen, kündigen und neu anfangen.<br /><br />Ich darf bloggen. Schreiben, was ich denke. Texte veröffentlichen, ohne vorher jemanden um Erlaubnis zu fragen.</p>
<p>Frauen dürfen hier Auto fahren, arbeiten, alleine unterwegs sein und ihr Leben selbst bestimmen.</p>
<p>Mit Führerschein dürfte ich Auto fahren. Hatte ich nie. Dafür hab ich Epilepsie und darf deshalb nicht fahren.</p>
<p>Aber meine Krankheit wird behandelt. Ich bekomme Medikamente, habe Ärzte und kann meine Selbsthilfegruppe besuchen – Menschen treffen, die wissen, wie sich das anfühlt.</p>
<p>Ich werde versorgt.</p>
<p>Auch das ist nicht selbstverständlich.</p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" dir="auto" data-start="609" data-end="694"><strong data-start="609" data-end="692">Ich kann ein Haustier haben, mich kümmern und es versorgen. Auch das ist Luxus.</strong></p>
<p>Wir dürfen unsere Meinung sagen. Politiker kritisieren. Wählen. Demonstrieren. Glauben. Nicht glauben. Lieben, wen wir lieben. Heiraten.</p>
<p>Oder es lassen.</p>
<p>Und wahrscheinlich liest man vieles davon und denkt: <strong>Ja. Klar.</strong></p>
<p>Vielleicht ist genau das der Punkt.</p>
<p>Es ist für uns so selbstverständlich, dass wir kaum noch merken, wie viel in diesem kleinen „klar“ eigentlich steckt.</p>
<p>Keiner von uns sucht sich aus, wo er geboren wird. In welches Land. In welche Familie. Mit welchen Möglichkeiten.</p>
<p>Wir ziehen dieses Los einfach.</p>
<p>Und wenn das Leben am Anfang Lose verteilen würde, haben viele von uns verdammt gute gezogen.</p>
<p>Nicht weil wir irgendetwas dafür getan hätten. Sondern einfach, weil wir hier geboren wurden, wo sauberes Wasser, medizinische Versorgung, Bildung und Freiheit für viele zum Alltag gehören.</p>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" dir="auto" data-start="0" data-end="91">Während ich das schreibe, leben weltweit rund <strong data-start="46" data-end="90">826 Millionen Menschen in extremer Armut</strong>.</p>
<p dir="auto" data-start="93" data-end="205">Die Weltbank setzt die internationale Armutsgrenze derzeit bei <strong data-start="612" data-end="646">3 US-Dollar pro Person und Tag</strong> an – dabei werden die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Ländern berücksichtigt. (<a title="March 2026 global poverty update from the World Bank: New data and updated poverty numbers" href="https://blogs.worldbank.org/en/opendata/march-2026-global-poverty-update-from-the-world-bank--new-data-a?utm_source=chatgpt.com">World Bank Blogs</a>)</p>
<p dir="auto" data-start="207" data-end="241">Also rund <strong data-start="217" data-end="240">jeder zehnte Mensch</strong>.</p>
<p>Natürlich ist hier nicht alles gut. Es gibt auch bei uns Armut, Einsamkeit, Krankheit, Gewalt und Ungerechtigkeit.</p>
<p>Dankbarkeit heißt nicht, Probleme kleinzureden.</p>
<p>Vielleicht heißt sie manchmal einfach, für einen Moment hinzusehen.</p>
<p>Auf das, was längst da ist.</p>
<p>Sauberes Wasser. Wärme. Sicherheit. Bildung. Medizinische Hilfe. Freiheit. Eine eigene Stimme.</p>
<p>Dinge, über die wir kaum nachdenken, weil wir sie jeden Tag haben.</p>
<p>Vielleicht geht es uns nicht jeden Tag gut.</p>
<p>Aber manches, was für uns nur Alltag ist, wäre für andere Menschen ein ganz großer Wunsch.</p>
<p>Und vielleicht darf uns das ab und zu bewusst werden.</p>
<p>Nicht damit wir uns schuldig fühlen.</p>
<p>Sondern dankbar.</p>
<p><em>„Seid dankbar in allen Dingen.“</em> – <a href="https://www.bibleserver.com/NLB.HFA.GNB/1.Thessalonicher5%2C18">1. Thessalonicher 5,18</a></p>
<p><br />Hab einen guten Tag.<br />Mandy</p>    </div>
</div>
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		<title>Und täglich grüßt das Murmeltier</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='1920'%20height='1080'%20viewBox=%270%200%201920%201080%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" style="background:linear-gradient(to right,#003f43 25%,#00605c 25% 50%,#57826e 50% 75%,#3b7465 75%),linear-gradient(to right,#004044 25%,#09645d 25% 50%,#0b2524 50% 75%,#437866 75%),linear-gradient(to right,#003b3e 25%,#005f5b 25% 50%,#2a5158 50% 75%,#457867 75%),linear-gradient(to right,#000000 25%,#010101 25% 50%,#000404 50% 75%,#000a0a 75%)" width="1920" height="1080" data-tf-src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash.jpg" class="tf_svg_lazy attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" data-tf-srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash-300x169.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash-1024x576.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash-768x432.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash-1536x864.jpg 1536w" data-tf-sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><noscript><img width="1920" height="1080" data-tf-not-load src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash-300x169.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash-1024x576.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash-768x432.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/abdulkadir-vardi-VhhHrgadfy0-unsplash-1536x864.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></noscript></p><!--themify_builder_content-->
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        <p><strong>Montag.</strong></p><p>Und manchmal fühlt sich das an wie: <strong>Schon wieder.</strong></p><p>Schon wieder klingelt der Wecker viel zu früh. <img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='72'%20height='72'%20viewBox=%270%200%2072%2072%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" decoding="async" width="72" height="72" data-tf-src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/23f0.png" alt="⏰" class="tf_svg_lazy wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><noscript><img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/23f0.png" alt="⏰" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></noscript> Schon wieder zur Arbeit. Schon wieder dieselben Wege, dieselben Aufgaben, dieselben Gedanken.</p><p>Eine neue Woche beginnt – und irgendwie kann man schon ziemlich genau ahnen, wie sie laufen wird. Die Tage ziehen vorbei. Einer nach dem anderen. Und ehe man sich versieht, ist wieder Wochenende.</p><p>Und kaum ist das Wochenende vorbei, ist er wieder da: Montag.</p><p>Und dann beginnt das Ganze von vorne.</p><p>Manchmal ist das beruhigend. Manchmal fühlt es sich einfach nur leer an.</p><p>Und ich frag mich, ob bei Dir dann auch manchmal diese leise Frage auftaucht: <strong>War’s das jetzt?</strong></p><p>Besteht Leben irgendwann nur noch aus Wiederholungen?</p><p>Aus Wäsche waschen, aufhängen, zusammenlegen, in den Schrank räumen – nur damit sie kurze Zeit später wieder im Wäschekorb landet. Aus einkaufen, arbeiten, putzen, schlafen, Rechnungen bezahlen und zwischendurch versuchen, nicht völlig den Überblick zu verlieren?</p><p>Vielleicht ist gar nicht die Wiederholung das, was uns müde macht.</p><p>Vielleicht erwarten wir zu oft, dass sich Leben ständig nach Veränderung anfühlen muss. Nach Bewegung. Nach: <strong>Jetzt passiert was.</strong></p><p>Aber vielleicht sieht Vorankommen manchmal verdammt unspektakulär aus.</p><p>Ein Baum steht jeden Morgen am selben Platz. <img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='72'%20height='72'%20viewBox=%270%200%2072%2072%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" decoding="async" width="72" height="72" data-tf-src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f333.png" alt="🌳" class="tf_svg_lazy wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><noscript><img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f333.png" alt="🌳" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></noscript> Wenn Du ihn heute anschaust und morgen wieder, wirst Du wahrscheinlich keinen Unterschied sehen.</p><p>Und trotzdem wächst er. Langsam. Fast unbemerkt.</p><p>Vielleicht ist es bei uns ähnlich.</p><p>Wir gehen dieselben Wege und sind trotzdem nicht mehr ganz dieselben Menschen wie vor einem Jahr. Manches wächst leise. Manche Entscheidungen zeigen ihre Wirkung erst später.</p><p>Und manches Leben verändert sich nicht mit einem großen Knall, sondern irgendwo zwischen zwei völlig normalen Montagen.</p><p>Vielleicht kennst Du den Film <strong>„Und täglich grüßt das Murmeltier“</strong>.</p><p>Da wacht ein Mann morgens auf – und erlebt immer wieder denselben Tag. Nicht nur ungefähr denselben.</p><p><strong>Genau denselben.</strong></p><p>Der gleiche Wecker klingelt. Die gleichen Menschen sagen die gleichen Sätze. Die gleichen Dinge passieren.</p><p>Und egal, was er macht: Am nächsten Morgen beginnt alles wieder von vorne.</p><p>Erst versucht er, das auszunutzen. Dann macht es ihn irgendwann völlig fertig.</p><p>Bis sich langsam etwas verändert.</p><p>Nicht der Tag.</p><p><strong>Er selbst.</strong></p><p>Er beginnt anders mit den Menschen umzugehen. Anders hinzusehen. Anders zu handeln.</p><p>Und genau das finde ich spannend.</p><p>Vielleicht muss sich gar nicht immer alles um uns herum verändern, damit sich trotzdem etwas bewegt.</p><p>Und dann steht da dieser Satz:</p><p><strong>„Seine Barmherzigkeit ist jeden Morgen neu.“ &#8211; </strong><a href="https://www.bibleserver.com/NLB.HFA.GNB/Klagelieder3%2C23"><em>Klagelieder 3,23</em></a></p><p>Jeden Morgen.</p><p>Nicht: Jeden Morgen ist alles anders.</p><p>Vielleicht ist genau das der Unterschied.</p><p>Dieser Tag sieht vielleicht aus wie gestern. Aber er ist noch nicht gelebt.</p><p>Dieses Gespräch noch nicht geführt. Dieser Gedanke noch nicht gedacht. Diese kleine Begegnung noch nicht passiert.</p><p>Vielleicht ist Wiederholung nicht das Gegenteil von Leben.</p><p>Vielleicht ist sie der Ort, an dem Leben meistens stattfindet.</p><p>Und vielleicht ist heute wirklich einfach nur Montag. <img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='72'%20height='72'%20viewBox=%270%200%2072%2072%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" decoding="async" width="72" height="72" data-tf-src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2615.png" alt="☕" class="tf_svg_lazy wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><noscript><img data-tf-not-load src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2615.png" alt="☕" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></noscript></p><p>Aber eben noch nie <strong>dieser</strong> Montag.</p>    </div>
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        © Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@kadirvardi?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Abdülkadir Vardi</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/schwarz-weiss-analogwecker-bei-10-10-VhhHrgadfy0?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>    </div>

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		<title>Wie tolerant bin ich wirklich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
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<p><strong>„Ich bin ein toleranter Mensch.“</strong></p>
<p>Klingt gut. Fast ein bisschen zu gut.</p>
<p>Denn leicht ist Toleranz immer dann, wenn der Unterschied nicht weh tut. Andere Musik. Andere Kleidung. Andere Art zu leben. Kann ich aushalten.</p>
<p>Spannend wird es erst, wenn jemand etwas denkt, bei dem sich in mir alles zusammenzieht. Politisch. Religiös. Gesellschaftlich. Moralisch.</p>
<p>Wenn jemand etwas richtig findet, das ich kaum ertragen kann. Wenn jemand eine Partei wählt, die für mich niemals infrage käme.</p>
<p>Wenn ich nicht denke: <em>Interessant, da sind wir verschieden.</em></p>
<p>Sondern eher: <strong>Wie kann man nur?</strong></p>
<p>Und dann wird es plötzlich nicht mehr nur eine Frage der Meinung. <br />Dann wird es eine Frage des Menschen.</p>
<p>Was mache ich mit ihm?</p>
<p>Nicht mit seinem Argument. Nicht mit seiner Haltung.</p>
<p>Mit <strong>ihm</strong>.</p>
<p>Vielleicht beginnt Toleranz genau da.</p>
<p>Nicht dort, wo ich zustimme. Sondern dort, wo ich widerspreche und trotzdem noch sehe: Da steht ein Mensch.</p>
<p>Einer mit einer Geschichte. Mit Gründen. Mit Ängsten. Mit Überzeugungen, die ich vielleicht überhaupt nicht teile.</p>
<p>Toleranz bedeutet für mich nicht, alles hinzunehmen. Nicht zu schweigen. Nicht so zu tun, als wären alle Positionen gleich harmlos.</p>
<p>Wo Menschen bedroht, erniedrigt oder entrechtet werden, braucht es Widerspruch. Klaren sogar.</p>
<p>Aber vielleicht ist ein Gedanke trotzdem wichtig: <strong>Eine Meinung abzulehnen ist etwas anderes, als einen Menschen abzulehnen.</strong></p>
<p>In der Bibel steht: <em>„Wer bist du, dass du den Diener eines anderen richtest?“ </em>– <a href="https://www.bibleserver.com/NLB.HFA.GNB/Römer14%2C4">Römer 14,4</a></p>
<p>Der Satz steht mitten in einem Kapitel, in dem Menschen darüber streiten, was richtig ist und was nicht. Was man essen darf. Welche Tage besonders sind. Wie man seinen Glauben lebt.</p>
<p>Also nicht über Dinge, die ihnen egal waren.</p>
<p>Sondern über Fragen, bei denen Menschen überzeugt waren: <strong>So macht man es richtig.</strong></p>
<p>Und Paulus sagt nicht: Alles ist egal.<br />Er sagt auch nicht: Jeder hat automatisch recht.</p>
<p>Aber er erinnert daran, dass der andere Mensch <strong>nicht mir gehört</strong>. Dass ich nicht sein Richter bin. Dass ich eine Haltung hinterfragen kann, ohne mich zum Richter über den ganzen Menschen zu machen.</p>
<p>Ich mag diesen Gedanken, weil er diese Spannung aushält:</p>
<p><strong>Überzeugung haben – und trotzdem den anderen nicht zum Feind machen.</strong></p>
<p>Ich kann sagen:<em> „Das halte ich für falsch.“</em><br />Ohne zu sagen: <em>„Du bist falsch.“</em></p>
<p>Und vielleicht ist genau dieser Unterschied größer, als er erstmal klingt.</p>
<p>Ich muss eine Meinung nicht respektieren, um die Würde eines Menschen zu respektieren. Ich muss nicht alles verstehen. Nicht alles stehenlassen. Nicht überall mitgehen.</p>
<p>Aber vielleicht kann ich versuchen, einen Menschen nicht auf das zu reduzieren, was ich an ihm kaum aushalte.</p>
<p>Vielleicht zeigt sich Toleranz deshalb nicht darin, wie freundlich ich mit denen bin, die mir ähnlich sind. Sondern darin, was von meiner Menschlichkeit übrig bleibt, wenn mir jemand wirklich widerspricht.</p>
<p>Wenn ich innerlich längst denke: <strong>Mit Dir kann ich nichts anfangen.</strong></p>
<p>Vielleicht ist die ehrlichere Frage also gar nicht: <em>„Bin ich tolerant?“<br /></em>Sondern: <em>„Kann ich Dich noch als Menschen sehen, wenn ich Deine Meinung nicht mehr verstehen kann?“</em></p>
<p>Denn vermutlich beginnt Toleranz genau dort, <strong>wo Zustimmung aufhört.<br /><br /></strong><br />Komm gut durchs Wochenende!<br />Segenregen<br /><br />Mandy</p>
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        © Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@mikejerskine?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Mike Erskine</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/lasst-uns-uber-die-community-textwand-lieben-Xtnt5xtK03E?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>    </div>

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		<title>Wann wird Meinung zu Identität?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Leben leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Demut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='1920'%20height='1280'%20viewBox=%270%200%201920%201280%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" style="background:linear-gradient(to right,#283434 25%,#283231 25% 50%,#283434 50% 75%,#283434 75%),linear-gradient(to right,#283434 25%,#283434 25% 50%,#ac7465 50% 75%,#283434 75%),linear-gradient(to right,#283434 25%,#354640 25% 50%,#857c6b 50% 75%,#283434 75%),linear-gradient(to right,#293535 25%,#9e8566 25% 50%,#293535 50% 75%,#293535 75%)" width="1920" height="1280" data-tf-src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash.jpg" class="tf_svg_lazy attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" data-tf-srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-300x200.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-768x512.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-1536x1024.jpg 1536w" data-tf-sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><noscript><img width="1920" height="1280" data-tf-not-load src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-300x200.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-768x512.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></noscript></p>Wann wird aus „Das denke ich“ eigentlich „Das bin ich“? Vielleicht passiert das ganz langsam. Eine Meinung beginnt oft ziemlich harmlos. Wir lesen etwas. Wir erleben etwas. Wir hören Argumente, machen Erfahrungen, bilden uns ein Urteil. Und irgendwann gehört diese Haltung zu uns. Nicht nur zu unserem Denken, sondern zu unserem Selbstbild. Dann heißt es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='1920'%20height='1280'%20viewBox=%270%200%201920%201280%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" style="background:linear-gradient(to right,#283434 25%,#283231 25% 50%,#283434 50% 75%,#283434 75%),linear-gradient(to right,#283434 25%,#283434 25% 50%,#ac7465 50% 75%,#283434 75%),linear-gradient(to right,#283434 25%,#354640 25% 50%,#857c6b 50% 75%,#283434 75%),linear-gradient(to right,#293535 25%,#9e8566 25% 50%,#293535 50% 75%,#293535 75%)" width="1920" height="1280" data-tf-src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash.jpg" class="tf_svg_lazy attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" data-tf-srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-300x200.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-768x512.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-1536x1024.jpg 1536w" data-tf-sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><noscript><img width="1920" height="1280" data-tf-not-load src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-300x200.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-768x512.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/erik-mclean-gjtz5cKGEEw-unsplash-1536x1024.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></noscript></p><!--themify_builder_content-->
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        <p><strong>Wann wird aus „Das denke ich“ eigentlich „Das bin ich“?</strong></p>
<p>Vielleicht passiert das ganz langsam.</p>
<p>Eine Meinung beginnt oft ziemlich harmlos. Wir lesen etwas. Wir erleben etwas. Wir hören Argumente, machen Erfahrungen, bilden uns ein Urteil.</p>
<p>Und irgendwann gehört diese Haltung zu uns. Nicht nur zu unserem Denken, sondern zu unserem <strong>Selbstbild</strong>.</p>
<p>Dann heißt es nicht mehr nur: „Ich glaube, dass …“</p>
<p>Sondern:</p>
<p><strong>„Ich bin jemand, der so denkt.“</strong></p>
<p>Und genau da wird es spannend.</p>
<p>Denn wenn jemand dann meine Meinung kritisiert, fühlt es sich plötzlich nicht mehr nur nach Widerspruch an. Es fühlt sich an wie ein Angriff auf mich. Auf meine Werte. Auf meine Zugehörigkeit. Auf das, was ich für richtig halte. Vielleicht sogar auf die Gruppe, zu der ich mich zähle.</p>
<p>Das passiert bei ganz unterschiedlichen Themen. In der Politik. Im Glauben. Bei Erziehung, Gesundheit, Klima, Sexualität oder Lebensstil.</p>
<p>Eigentlich überall dort, wo wir nicht nur eine Meinung haben, sondern anfangen, uns über sie zu definieren.</p>
<p><strong>Und je mehr eine Meinung Teil meiner Identität wird, desto schwerer wird es, sie überhaupt noch zu hinterfragen.</strong></p>
<p>Denn dann müsste ich nicht nur einen Gedanken ändern. Vielleicht müsste ich auch ein Stück von mir selbst neu sortieren.</p>
<p>Das erklärt vielleicht, warum manche Diskussionen so schnell eskalieren. Warum Menschen lauter werden, obwohl sie eigentlich nur überzeugen wollten. Warum Gegenargumente manchmal gar nichts mehr bringen. Warum wir Informationen plötzlich danach sortieren, ob sie zu unserem Bild passen.</p>
<p>Und warum es sich manchmal fast bedrohlich anfühlt, wenn jemand etwas sagt, das unsere Sicht ins Wanken bringt.</p>
<p>Vielleicht verteidigen wir in solchen Momenten gar nicht nur eine Meinung.</p>
<p>Vielleicht verteidigen wir <strong>uns selbst.</strong></p>
<p>In der Bibel steht ein Satz, den ich dafür ziemlich wohltuend finde:</p>
<p><em>„Denn unser Wissen ist Stückwerk.“</em><br />– <a href="https://www.bibleserver.com/NLB.HFA.GNB/1.Korinther13%2C9"><strong>1. Korinther 13,9</strong></a></p>
<p>Stückwerk.</p>
<p>Nicht wertlos. Nicht bedeutungslos. Aber eben auch nicht vollständig.</p>
<p>Vielleicht ist das eine ziemlich gute Erinnerung.</p>
<p><strong>Ich darf überzeugt sein, ohne zu glauben, dass ich alles verstanden habe.</strong></p>
<p>Ich darf Haltung haben, ohne mich mit meiner Haltung vollständig gleichzusetzen. Ich darf sagen: „Das denke ich heute.“ Und trotzdem offenlassen, dass ich morgen vielleicht etwas dazulerne.</p>
<p>Vielleicht sogar meine Meinung ändere.</p>
<p>Das klingt manchmal nach Schwäche.</p>
<p>Dabei braucht es oft ziemlich viel Stärke, zu sagen:</p>
<p><em>„Da habe ich mich geirrt.“</em></p>
<p>Oder:</p>
<p><em>„So habe ich es früher gesehen. Heute sehe ich es anders.“</em></p>
<p>Denn wenn meine Meinung mein ganzes Ich geworden ist, fühlt sich Veränderung schnell wie Verrat an. An mir selbst. An meiner Gruppe. An den Menschen, mit denen ich bisher übereingestimmt habe.</p>
<p>Aber vielleicht ist Veränderung gar kein Verrat.</p>
<p>Vielleicht ist sie manchmal einfach ein Zeichen dafür, dass ich weitergedacht habe. Dass ich neue Erfahrungen gemacht habe. Dass ich Dinge gesehen habe, die ich vorher nicht sehen konnte.</p>
<p>Und vielleicht ist die wichtigere Frage deshalb gar nicht:</p>
<p><strong>„Welche Meinung habe ich?“</strong></p>
<p>Sondern:</p>
<p><strong>„Wer bin ich noch, wenn ich meine Meinung ändere?“</strong></p>
<p><br />Vielleicht wäre eine gute Antwort: Immer noch ich.</p>
<p>Nur mit einem Gedanken mehr. Oder mit einem weniger.</p>
<p>Und vielleicht mit etwas mehr Demut darüber, dass kein Mensch das Ganze sieht.<br /><br /><br />Oh happy Day!<br />Deine Mandy</p>    </div>
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		<title>Falsches Kreuz?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='1000'%20height='750'%20viewBox=%270%200%201000%20750%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" style="background:linear-gradient(to right,#919090 25%,#1a1a1a 25% 50%,#111111 50% 75%,#1a1a1b 75%),linear-gradient(to right,#1a1b1a 25%,#f8f8f8 25% 50%,#3b3c3c 50% 75%,#212122 75%),linear-gradient(to right,#313231 25%,#121313 25% 50%,#1e1e1e 50% 75%,#292928 75%),linear-gradient(to right,#1c1c1d 25%,#212221 25% 50%,#131414 50% 75%,#111111 75%)" width="1000" height="750" data-tf-src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49.png" class="tf_svg_lazy attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" data-tf-srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49.png 1000w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49-300x225.png 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49-768x576.png 768w" data-tf-sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><noscript><img width="1000" height="750" data-tf-not-load src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49.png 1000w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49-300x225.png 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49-768x576.png 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></noscript></p>Es gibt Fragen, bei denen man inzwischen fast vorher weiß, dass es ungemütlich werden könnte.„Und was wählst Du?“Die Antwort besteht vielleicht nur aus drei Buchstaben.AfD.Und plötzlich verändert sich etwas.Für manche ist damit eigentlich schon alles gesagt. Der Mensch gegenüber wird innerhalb weniger Sekunden einsortiert: rechts. Wütend. Ungebildet. Rassistisch. Protestwähler. Oder gleich alles zusammen.Andersherum funktioniert es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='1000'%20height='750'%20viewBox=%270%200%201000%20750%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" style="background:linear-gradient(to right,#919090 25%,#1a1a1a 25% 50%,#111111 50% 75%,#1a1a1b 75%),linear-gradient(to right,#1a1b1a 25%,#f8f8f8 25% 50%,#3b3c3c 50% 75%,#212122 75%),linear-gradient(to right,#313231 25%,#121313 25% 50%,#1e1e1e 50% 75%,#292928 75%),linear-gradient(to right,#1c1c1d 25%,#212221 25% 50%,#131414 50% 75%,#111111 75%)" width="1000" height="750" data-tf-src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49.png" class="tf_svg_lazy attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" data-tf-srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49.png 1000w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49-300x225.png 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49-768x576.png 768w" data-tf-sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><noscript><img width="1000" height="750" data-tf-not-load src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49.png 1000w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49-300x225.png 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/ChatGPT-Image-15.-Sept.-2026-16_46_49-768x576.png 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></noscript></p><!--themify_builder_content-->
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        <p>Es gibt Fragen, bei denen man inzwischen fast vorher weiß, dass es ungemütlich werden könnte.</p><p><strong>„Und was wählst Du?“</strong></p><p>Die Antwort besteht vielleicht nur aus drei Buchstaben.</p><p>AfD.</p><p>Und plötzlich verändert sich etwas.</p><p>Für manche ist damit eigentlich schon alles gesagt. Der Mensch gegenüber wird innerhalb weniger Sekunden einsortiert: rechts. Wütend. Ungebildet. Rassistisch. Protestwähler. Oder gleich alles zusammen.</p><p>Andersherum funktioniert es genauso.</p><p>Grün? Dann bist Du vermutlich weltfremd.<br />Links? Naiv.<br />CDU? Altmodisch.</p><p>Und irgendwann reden nicht mehr Menschen miteinander, sondern <strong>Schubladen gegeneinander.</strong></p><p>Gerade nach Wahlen merkt man, wie tief diese Gräben inzwischen geworden sind. Die einen jubeln. Andere sind erschrocken. Manche haben Angst vor dem, was politisch kommen könnte. Andere sagen: Endlich hört uns mal jemand zu.</p><p>Und natürlich dürfen wir darüber streiten. Vielleicht müssen wir es sogar.</p><p><strong>Demokratie braucht Widerspruch.</strong></p><p>Nicht jede politische Forderung ist harmlos. Nicht jede Aussage verdient ein freundliches Schulterzucken. Menschenfeindlichkeit wird nicht dadurch weniger menschenfeindlich, dass sie demokratisch gewählt wurde.</p><p>Toleranz bedeutet nicht, alles richtig zu finden.</p><p>Und trotzdem frage ich mich:</p><p><strong>Wann haben wir angefangen zu glauben, wir würden einen Menschen kennen, nur weil wir wissen, wo er sein Kreuz gemacht hat?</strong></p><p>Vielleicht hat jemand aus Überzeugung gewählt. Vielleicht aus Wut. Vielleicht aus Angst. Aus Protest. Vielleicht fühlt er sich seit Jahren nicht gehört.</p><p>Vielleicht glaubt er Dinge, denen ich entschieden widerspreche. Vielleicht liegt er mit vielem daneben. Und vielleicht liege auch ich manchmal falsch.</p><p>Das macht nicht jede Meinung gleich richtig.</p><p>Aber es erinnert mich daran, dass <strong>hinter jedem Kreuz auf einem Wahlzettel ein Mensch sitzt, dessen Geschichte ich nicht kenne.</strong></p><p>Und vielleicht beginnt genau dort das Schwierige.</p><p>Denn es ist leicht, einen Menschen abzuschreiben, wenn ich ihn nicht mehr als Menschen sehen muss. Wenn er nur noch „der Rechte“, „die Linke“, „der Grüne“ oder „der AfD-Wähler“ ist, muss ich mich mit ihm nicht mehr beschäftigen.</p><p>Ich muss nicht mehr zuhören. Ich muss nicht fragen, woher seine Angst kommt. Ich muss nicht herausfinden, warum er etwas glaubt.</p><p>Ich muss nur noch mein Etikett aufkleben.</p><p><strong>Schubladen sparen verdammt viel Arbeit.</strong></p><p>In der Bibel steht ein Satz, der heute fast ein bisschen aus der Zeit gefallen wirkt:</p><p><em>„Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“</em><br />– <a href="https://www.bibleserver.com/NLB.HFA.GNB/Jakobus1%2C19"><strong>Jakobus 1,19</strong></a></p><p>Schnell zum Hören.</p><p>Nicht schnell zum Antworten. Nicht schnell zum Empören. Nicht schnell zum Teilen. Nicht schnell zum Einordnen.</p><p><strong>Zum Hören.</strong></p><p>Vielleicht bedeutet Zuhören manchmal sogar, einem Menschen lange genug zuzuhören, bis ich verstehe, warum er etwas denkt – obwohl ich danach noch immer sage:</p><p>Nein. Da gehe ich nicht mit.</p><p>Das eine schließt das andere nicht aus.</p><p><strong>Ich kann versuchen zu verstehen, ohne zuzustimmen. Ich kann widersprechen, ohne zu verachten.</strong></p><p>Ich kann eine politische Haltung ablehnen, ohne daraus zu schließen, dass der ganze Mensch nichts mehr wert ist.</p><p>Jesus war darin ziemlich unbequem.</p><p>Er setzte sich mit Menschen an einen Tisch, die andere längst abgeschrieben hatten. Mit Zöllnern, die für die römische Besatzungsmacht arbeiteten. Mit Frommen. Mit Außenseitern. Mit Menschen, bei denen viele vermutlich gesagt hätten: <strong>Mit denen doch nicht.</strong></p><p>Und selbst unter seinen engsten Leuten saßen Menschen nebeneinander, die politisch vermutlich Welten trennten: Matthäus, der frühere Zöllner und damit Teil des römischen Systems – und Simon, der Zelot, ein Mann aus einem Umfeld, das sich gegen eben diese römische Herrschaft stellte.</p><p>Menschen, die politisch vermutlich nicht selbstverständlich am selben Tisch gelandet wären.</p><p>Bei Jesus schon.</p><p>Vielleicht ist das einer der Gedanken, die wir gerade wieder brauchen:</p><p><strong>Ein gemeinsamer Tisch bedeutet nicht automatisch eine gemeinsame Meinung.</strong></p><p>Manchmal bedeutet er nur:</p><p>Ich erkenne an, dass Du ein Mensch bist.</p><p>Dass Du mehr bist als Deine politische Entscheidung.</p><p>Dass ich Dir widersprechen darf, ohne Dich aus meiner Vorstellung von Menschlichkeit zu streichen.</p><p>Vielleicht ist genau das momentan die schwierigere Form von Haltung.</p><p>Nicht lauter zu werden. Nicht jeden überzeugen zu müssen. Sondern auszuhalten, dass jemand anders denkt – und trotzdem im Gespräch zu bleiben, solange Gespräch möglich ist.</p><p>Denn natürlich gibt es Grenzen.</p><p>Wo Menschen bedroht, erniedrigt oder entrechtet werden sollen, reicht ein freundliches „Wir sehen das eben unterschiedlich“ nicht.</p><p><strong>Haltung braucht Grenzen.</strong></p><p>Aber vielleicht braucht sie ebenso etwas anderes:</p><p>Neugier. Zuhören. Die Bereitschaft, hinter eine Meinung zu schauen.</p><p>Und die Demut zu wissen, dass auch meine eigene Sicht nicht automatisch dadurch vollkommen wird, dass ich sie für die richtige halte.</p><p>Vielleicht zeigt sich Demokratie deshalb nicht nur darin, <strong>wo wir unser Kreuz machen.</strong></p><p>Sondern auch darin, was danach passiert.</p><p>Ob wir den anderen noch ansehen können. Ob wir noch miteinander reden. Ob wir noch zuhören.</p><p>Oder ob drei Buchstaben reichen, damit aus einem Menschen nur noch <strong>„einer von denen“</strong> wird.<br /><br /><br />Komm gut durch den Tag.<br />Mandy</p>    </div>
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		<title>Nicht mein Problem.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
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        <p><strong>Nicht mein Problem.</strong></p>
<p>Drei Wörter, die manchmal vernünftig sind. Und manchmal ziemlich bequem.</p>
<p>Wir können nicht alles tragen. Nicht jedes Leid zu unserem machen. Nicht jedem Menschen helfen. Wer versucht, überall verantwortlich zu sein, geht irgendwann selbst daran kaputt.</p>
<p><strong>Abgrenzung ist wichtig.</strong></p>
<p>Aber Abgrenzung und Gleichgültigkeit sehen sich von außen manchmal verdammt ähnlich.</p>
<p>Da sitzt jemand jeden Morgen am Bahnhof und trinkt. Nebenan schreit ein Paar regelmäßig so laut, dass man es durch die Wand hört. Ein Mensch wirkt seit Wochen völlig verändert. Jemand wird vor unseren Augen schlecht behandelt.</p>
<p>Und wir denken: <strong>Nicht mein Problem.</strong></p>
<p>Vielleicht meinen wir eigentlich: Ich will da nicht hineingezogen werden. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich habe Angst, mich einzumischen. Ich möchte meinen Frieden.</p>
<p>Oder sogar: <strong>Wenn ich genauer hinsehe, könnte ich mich verantwortlich fühlen.</strong></p>
<p>In der Bibel gibt es einen Satz, der fast erschreckend gut in unsere Zeit passt.</p>
<p>Gott fragt Kain nach seinem Bruder Abel:</p>
<p><em>„Wo ist dein Bruder Abel?“</em></p>
<p>Kain antwortet:</p>
<p><em>„Woher soll ich das wissen? Ist es etwa meine Aufgabe, ständig auf ihn aufzupassen?“</em><br />– <a href="https://www.bibleserver.com/NLB.HFA.GNB/1.Mose4%2C9">1. Mose 4,9</a></p>
<p>Kain weiß sehr genau, wo Abel ist. Deshalb ist seine Antwort mehr als eine Lüge.</p>
<p><strong>Sie ist eine Haltung.</strong></p>
<p>Was geht mich der andere an?</p>
<p>Vielleicht steckt darin eine der ältesten Fragen überhaupt: <strong>Wie viel Verantwortung haben wir füreinander?</strong></p>
<p>Wahrscheinlich lässt sich das gar nicht sauber beantworten.</p>
<p>Denn natürlich kann ich nicht jedes Problem eines anderen zu meinem machen. Ich kann nicht jeden auffangen, nicht jede falsche Entscheidung verhindern und nicht jedes Leben wieder geraderücken.</p>
<p>Aber Verantwortung beginnt vielleicht auch gar nicht erst dort, wo ich etwas lösen kann.</p>
<p><strong>Vielleicht beginnt sie schon dort, wo ich etwas wahrnehme.</strong></p>
<p>In dem Moment, in dem ich merke: Da stimmt etwas nicht. Und dann entscheiden muss, ob ich weitergehe – oder wenigstens kurz stehenbleibe.</p>
<p>Denn manchmal ist „nicht mein Problem“ tatsächlich eine gesunde Grenze. Und manchmal ist es nur die angenehmere Form von: <strong>Ich möchte lieber nicht so genau hinsehen.</strong></p>
<p>Verantwortung muss nicht bedeuten, jemanden zu retten.</p>
<p>Vielleicht bedeutet sie manchmal nur: wahrnehmen. Nicht wegsehen. Nachfragen. Etwas ansprechen. Hilfe holen, wenn jemand offensichtlich in Gefahr ist.</p>
<p>Oder einen Menschen nicht auf das zu reduzieren, was gerade mit ihm los ist.</p>
<p>Denn auch das passiert schnell:</p>
<p>Der Betrunkene. Die Verrückte. Der schwierige Nachbar. Der Obdachlose. Der Jugendliche, der ständig Ärger macht.</p>
<p><strong>Aus Menschen werden Fälle.</strong></p>
<p>Und Fälle lassen sich leichter ignorieren.</p>
<p>Vielleicht schützt uns dieser Abstand sogar ein bisschen. Denn sobald der Mensch wieder ein Gesicht bekommt, wird es komplizierter.</p>
<p>Dann sitzt dort nicht mehr „der Obdachlose“. Dann sitzt da jemand, der friert.</p>
<p>Nicht „die komische Nachbarin“. Sondern ein Mensch, bei dem vielleicht gerade etwas zerbricht.</p>
<p>Und plötzlich reicht „nicht mein Problem“ nicht mehr ganz so leicht.</p>
<p>Das bedeutet noch immer nicht, dass wir alles lösen können.</p>
<p>Vielleicht ist genau das unser Denkfehler: <strong>Wir glauben, nur zwei Möglichkeiten zu haben.</strong></p>
<p>Entweder ich übernehme Verantwortung für alles. Oder ich bin gar nicht zuständig.</p>
<p>Dazwischen liegt aber ziemlich viel.</p>
<p>Ich kann sagen: Ich kann Dein Leben nicht retten. Ich weiß nicht einmal, was Du gerade brauchst. Vielleicht kann ich Dir überhaupt nicht helfen.</p>
<p><strong>Aber Du bist mir nicht egal.</strong></p>
<p>Und vielleicht ist das die eigentliche Gegenfrage zu Kain.</p>
<p>Nicht: <em>Ist es etwa meine Aufgabe, ständig auf ihn aufzupassen?</em></p>
<p>Sondern: <strong>Was passiert mit uns, wenn uns unser Bruder irgendwann überhaupt nichts mehr angeht?</strong></p>
<p>Denn aus „nicht mein Problem“ wird irgendwann vielleicht „nicht meine Verantwortung“. Dann „nicht meine Sache“.</p>
<p>Und irgendwann merken wir vielleicht gar nicht mehr, <strong>dass da überhaupt noch ein Mensch steht.</strong></p>
<p>Vielleicht sollten wir spätestens dort hellhörig werden.<br /><br /></p>
<p class="isSelectedEnd">Hab einen guten Tag, an dem Du siehst und gesehen wirst!</p>
<p>Mandy</p>    </div>
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        © Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@dylu?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Jacek Dylag</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/tagsuber-geparktes-fahrrad-in-der-nahe-der-ladenfront-r2MVW0IpSVg?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>    </div>

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		<title>Nur ein paar Meter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mandy]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch,]]></category>
		<category><![CDATA[Miteinander]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
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		<category><![CDATA[Würde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='1920'%20height='1267'%20viewBox=%270%200%201920%201267%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" style="background:linear-gradient(to right,#1f1f1f 25%,#6f6f6f 25% 50%,#1b1b1b 50% 75%,#101010 75%),linear-gradient(to right,#cdcdcd 25%,#464646 25% 50%,#565656 50% 75%,#171717 75%),linear-gradient(to right,#353535 25%,#fdfdfd 25% 50%,#0c0c0c 50% 75%,#161616 75%),linear-gradient(to right,#a9a9a9 25%,#c4c4c4 25% 50%,#070707 50% 75%,#202020 75%)" width="1920" height="1267" data-tf-src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash.jpg" class="tf_svg_lazy attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" data-tf-srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-300x198.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-1024x676.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-768x507.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-1536x1014.jpg 1536w" data-tf-sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><noscript><img width="1920" height="1267" data-tf-not-load src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-300x198.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-1024x676.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-768x507.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-1536x1014.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></noscript></p>Manchmal muss man nicht weit gehen, um zu merken, wie unterschiedlich Leben sein kann.Manchmal beginnt eine andere Welt nicht ein paar Straßen weiter. Sondern ein paar Meter. Menschen schlafen in Hauseingängen, unter Brücken oder auf Bahnhöfen. Manche konsumieren. Nicht am Wochenende auf einer Party, sondern morgens. Mittags. Abends.Nicht unbedingt, um Spaß zu haben. Eher, um [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=%27http://www.w3.org/2000/svg%27%20width='1920'%20height='1267'%20viewBox=%270%200%201920%201267%27%3E%3C/svg%3E" loading="lazy" data-lazy="1" style="background:linear-gradient(to right,#1f1f1f 25%,#6f6f6f 25% 50%,#1b1b1b 50% 75%,#101010 75%),linear-gradient(to right,#cdcdcd 25%,#464646 25% 50%,#565656 50% 75%,#171717 75%),linear-gradient(to right,#353535 25%,#fdfdfd 25% 50%,#0c0c0c 50% 75%,#161616 75%),linear-gradient(to right,#a9a9a9 25%,#c4c4c4 25% 50%,#070707 50% 75%,#202020 75%)" width="1920" height="1267" data-tf-src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash.jpg" class="tf_svg_lazy attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" data-tf-srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-300x198.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-1024x676.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-768x507.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-1536x1014.jpg 1536w" data-tf-sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><noscript><img width="1920" height="1267" data-tf-not-load src="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash.jpg 1920w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-300x198.jpg 300w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-1024x676.jpg 1024w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-768x507.jpg 768w, https://unendlichgeliebt.com/wp-content/uploads/2026/09/max-bohme-Skhc2Bm7J4s-unsplash-1536x1014.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></noscript></p><!--themify_builder_content-->
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        <p>Manchmal muss man nicht weit gehen, um zu merken, wie unterschiedlich Leben sein kann.</p><p><strong>Manchmal beginnt eine andere Welt nicht ein paar Straßen weiter. Sondern ein paar Meter.</strong> Menschen schlafen in Hauseingängen, unter Brücken oder auf Bahnhöfen. Manche konsumieren. Nicht am Wochenende auf einer Party, sondern morgens. Mittags. Abends.</p><p>Nicht unbedingt, um Spaß zu haben. Eher, um den Tag auszuhalten. Um nicht zu frieren. Nicht zu fühlen. Nicht zu zittern. Nicht zusammenzubrechen.</p><p>Natürlich ist nicht jeder obdachlose Mensch abhängig. Und nicht jeder abhängige Mensch lebt auf der Straße.</p><p>Aber wer durch größere Städte läuft, sieht sie. Diese Welt, die gleichzeitig mitten unter uns liegt und doch erstaunlich unsichtbar bleibt.</p><p>Menschen gehen zur Arbeit. Kaufen Coffee to go. Telefonieren. Treffen Freunde. <strong>Und wenige Meter weiter sitzt jemand auf dem Boden und versucht einfach, durch diesen Tag zu kommen.</strong></p><p>In einer Geschichte von Jesus lebt ein reicher Mann in großem Wohlstand. Und direkt vor seiner Tür liegt Lazarus.</p><p>Arm. Krank. Hungrig.</p><p>In Lukas 16 heißt es: <em>„Vor dem Tor seines Hauses lag ein armer Mann namens Lazarus. Sein Körper war mit Geschwüren bedeckt. Er wäre schon froh gewesen, wenn er seinen Hunger mit den Resten vom Tisch des reichen Mannes hätte stillen dürfen.“</em> – Lukas 16,20–21</p><p>Mich beschäftigt daran gar nicht zuerst, dass der eine reich und der andere arm ist. <strong>Sondern diese Tür.</strong></p><p>Sie leben praktisch nebeneinander. Der eine hinter ihr. Der andere davor.</p><p><strong>Zwei Leben, die sich räumlich beinahe berühren – und trotzdem Welten voneinander entfernt sind.</strong></p><p>Vielleicht ist unsere Zeit gar nicht so anders.</p><p>Wir steigen über niemanden wortwörtlich hinweg. Meistens jedenfalls.</p><p>Aber wir lernen erstaunlich gut, wegzuschauen. Vielleicht auch, weil Hinsehen unangenehm ist. Weil wir nicht wissen, was wir tun sollen. Weil jemand nach Alkohol stinkt. Weil er verwirrt spricht. Weil wir Angst haben.</p><p>Oder weil irgendwann dieser Gedanke auftaucht: <strong>Der hat sich das doch selbst ausgesucht.</strong></p><p>Vielleicht hat er Entscheidungen getroffen, die ich nicht getroffen hätte. Vielleicht hat er Fehler gemacht. Vielleicht sogar sehr viele.</p><p>Aber ich kenne den Weg nicht, der ihn bis zu diesem Gehweg geführt hat.</p><p>Ich kenne seine Kindheit nicht. Seine Verluste nicht. Seine Erkrankungen nicht. Seine erste Nacht auf der Straße nicht. Und auch nicht den Moment, in dem aus Konsum Abhängigkeit geworden ist.</p><p><strong>Nicht jeder Mensch ist in der Lage, sich selbst aus so einem Leben herauszuziehen.</strong></p><p>Manche sind so krank, dass schon ein ganz normaler Tag kaum zu schaffen ist. Manche können ihren Alltag nicht gut strukturieren, Zusammenhänge schwer überblicken oder Entscheidungen treffen, deren Folgen sie selbst kaum einschätzen können.</p><p>Dazu kommen Sucht, Angst, Scham, Misstrauen.</p><p>Und dann erwarten wir Dinge, die für uns selbstverständlich wirken: pünktlich irgendwo erscheinen. Briefe öffnen. Formulare verstehen. Telefonieren. Hilfe suchen. Und diese Hilfe dann auch noch annehmen.</p><p>Von außen klingt das schnell: <strong>„Der muss doch nur …“</strong></p><p>Aber vielleicht liegt genau darin unser Irrtum. <strong>Vielleicht kann er dieses „nur“ gerade nicht.</strong></p><p>Vielleicht erzählt Jesus die Geschichte von Lazarus deshalb so unbequem. Weil Lazarus nicht irgendwo weit weg liegt. <strong>Er liegt vor der Tür. Mitten im Blickfeld.</strong></p><p>Deutschland ist ein reiches Land. Und gleichzeitig schlafen Menschen draußen.</p><p><strong>Menschen konsumieren, um die Stunden auszuhalten, die andere einfach Alltag nennen.</strong></p><p>Menschen fallen durch Netze, von denen wir gern glauben, sie würden jeden auffangen.</p><p>Vielleicht können wir nicht jeden retten. Und vielleicht wäre schon dieses Wort zu groß. Aber wir können aufhören, so zu tun, als wüssten wir, warum jemand dort gelandet ist.</p><p>Vielleicht ist der Mensch auf dem Boden nicht zuerst ein „Junkie“, ein „Penner“ oder „der Obdachlose“. Vielleicht ist er zuerst einfach jemand.</p><p>Jemand mit einer Geschichte. Mit Fehlern. Mit Verletzungen. Mit Grenzen. <strong>Mit Würde. <img loading="lazy" decoding="async" width="72" height="72" src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2764.png" alt="❤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></strong></p><p><strong>Wir leben in derselben Stadt. Manchmal nur wenige Meter voneinander entfernt. Und trotzdem kann zwischen zwei Leben eine ganze Welt liegen.<br /><br /></strong>Bis morgen. Und bis dahin: sei gut zu Dir. <img loading="lazy" decoding="async" width="72" height="72" src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2764.png" alt="❤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br /><br />Mandy</p>    </div>
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        © Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@max_boehme?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Max Böhme</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/graustufenfoto-eines-mannes-mit-einkaufstuten-der-an-einem-bettler-vorbeigeht-der-auf-dem-burgersteig-sitzt-Skhc2Bm7J4s?utm_source=unsplash&#038;utm_medium=referral&#038;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>    </div>

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