<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2germanfull.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0">

<channel>
	<title>geloggd</title>
	
	<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de</link>
	<description>Weblog von Alexander Filipović</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 09:24:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/geloggd" /><feedburner:info uri="geloggd" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><feedburner:feedFlare href="http://www.newsgator.com/ngs/subscriber/subext.aspx?url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2Fgeloggd" src="http://www.newsgator.com/images/ngsub1.gif">Subscribe with NewsGator</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://www.bloglines.com/sub/http://feeds.feedburner.com/geloggd" src="http://www.bloglines.com/images/sub_modern11.gif">Subscribe with Bloglines</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://www.netvibes.com/subscribe.php?url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2Fgeloggd" src="http://www.netvibes.com/img/add2netvibes.gif">Subscribe with Netvibes</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://fusion.google.com/add?feedurl=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2Fgeloggd" src="http://buttons.googlesyndication.com/fusion/add.gif">Subscribe with Google</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://www.pageflakes.com/subscribe.aspx?url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2Fgeloggd" src="http://www.pageflakes.com/ImageFile.ashx?instanceId=Static_4&amp;fileName=ATP_blu_91x17.gif">Subscribe with Pageflakes</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://add.my.yahoo.com/content?lg=de&amp;url=http%3A%2F%2Ffeeds.feedburner.com%2Fgeloggd" src="http://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/de/my/addtomyyahoo4.gif">Subscribe with Mein Yahoo!</feedburner:feedFlare><item>
		<title>Medienethische Tagung zu “Echtheit, Wahrheit und Ehrlichkeit” im Internet</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/Mu7a92uod6U/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2012/02/03/medienethische-tagung-zu-echtheit-wahrheit-und-ehrlichkeit-im-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 09:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Sozial)Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Tagungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Echtheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[internetethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=442</guid>
		<description><![CDATA[[Anmerkung: Diesen Text habe ich als Pressemeldung für die angesprochene Tagung verfasst, die ich als Sprecher der FG KME in der DGPuK zusammen mit den Kollegen von der FG CVK vorbereitet habe . Zum Teil habe ich zitiert von www.netzwerk-medienethik.de und www.dgpuk.de] Medienethische Tagung zu &#8220;Echtheit, Wahrheit und Ehrlichkeit&#8221; im Internet An der Frage nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small>[<em>Anmerkung</em>: Diesen Text habe ich als Pressemeldung für die angesprochene Tagung verfasst, die ich als Sprecher der <a href="http://www.dgpuk.de/medienethik/">FG KME</a> in der DGPuK zusammen mit den Kollegen von der <a href="http://www2.dgpuk.de/fg_cvk/">FG CVK</a> vorbereitet habe . Zum Teil habe ich zitiert von www.netzwerk-medienethik.de und www.dgpuk.de]</small></p>
<p><strong>Medienethische Tagung zu &#8220;Echtheit, Wahrheit und Ehrlichkeit&#8221; im Internet</strong></p>
<p><a title="Authenticity by patricklanigan, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/patricklanigan/4182902199/"><img class="alignleft" src="http://farm5.staticflickr.com/4046/4182902199_642536cd1b_m.jpg" alt="Authenticity" width="300" /></a>An der Frage nach der &#8220;Echtheit, Wahrheit und Ehrlichkeit&#8221; kommen wir im Zeitalter des Internets nicht mehr vorbei. Sie kennzeichnet die gesellschaftlichen Debatten um die Sozialen Netzwerke, das Leaking und die virtuellen Spielewelten. Es besteht großer Bedarf an politischer Gestaltung und ethischer Vergewisserung. Anonymität ist einerseits wünschenswert, andererseits in manchen Fälle rechtlich problematisch. Wie &#8220;echt&#8221; sind Profile in Sozialen Netzwerken, wie kann die Wahrheit von Nachrichten überprüft werden und wie begegnen wir uns im Chat und in der Online Spielewelt? Ist da Platz für die Ethik, und wenn ja: Wie müssen die Normen und Werte dafür begründet und konkretisiert werden?</p>
<p>Die Tagung des Netzwerkes Medienethik fragt unter dem Titel &#8220;Echtheit, Wahrheit und Ehrlichkeit&#8221; nach der ‘Authentizität’ in der computervermittelten Kommunikation (16-17. Februar 2012, Hochschule für Philosophie, München). Im Hinblick auf drängende Probleme, etwa Netzpolitik, Internet-Kompetenz und Datenschutz erörtern die Vorträge Bewertungsmaßstäbe der Authentizität und die Möglichkeit der Präsentation multipler Facetten des Selbst. &#8220;Trolling&#8221; wird als Teil der sozialen Praxis in Online-Diskussionsräumen untersucht und die Hackerethik(en) mit der Frage nach dem Subjekt im Zeitalter digitaler Identität verbunden.</p>
<p>Theoretische und philosophische Ansätze, die etwa Authentizität und Wahrhaftigkeit in der computervermittelten Kommunikation grundlegend klären, werden mit praktischen Fragen, etwa der konkreten bildlichen Selbstoffenbarung im Netz verbunden. Spannende Konstellationen können erwartet werden, wenn die Philosophen Jean-Paul Sartre und Charles Taylor zu einer zeitgemäßen Internetethik &#8220;befragt&#8221; und empirische Untersuchungen zu den Social Media als Kontrolleure und Manipulateure digitaler Wirklichkeiten präsentiert werden.</p>
<p>Die Jahrestagung des Netzwerkes Medienethik wird veranstaltet zusammen mit den DGPuK-Fachgruppen “Kommunikations- und Medienethik” und “Computervermittelte Kommunikation”. Alle weiteren Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier: <a href="http://www.netzwerk-medienethik.de/jahrestagung/Tagung2012" target="_blank">http://www.netzwerk-<wbr>medienethik.de/jahrestagung/<wbr>Tagung2012</wbr></wbr></a>.</p>
<p>Das 1997 gegründete „Netzwerk Medienethik“ hat sich zum Ziel gesetzt, die ethische Orientierung im Medienbereich zu fördern. Es verbindet in einer freien Arbeitsgemeinschaft Theoretiker (aus den Kommunikationswissenschaften, der Journalistik und der Praktischen Philosophie/Ethik) mit Praktikern (aus Berufsverbänden, Selbstkontrollgremien, Verlagen, öffentlich-rechtlichen und pivat-kommerziellen Rundfunkunternehmen). Die jeweils im Februar in München stattfindenden Jahrestagungen mit regelmäßig ca. 100 Teilnehmern stellen ein inzwischen bekanntes Gesprächsforum zu Fragen der Medienethik dar.</p>
<p>Inhaltlich wurde die Tagung vorbereitet von den Fachgruppen “Kommunikations- und Medienethik” und “Computervermittelte Kommunikation” der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Die DGPuK ist die Fachgesellschaft der Kommunikations- und Medienwissenschaft in Deutschland. Die Kommunikations- und Medienwissenschaft beschäftigt sich mit den sozialen Bedingungen, Folgen und Bedeutungen von medialer, öffentlicher und interpersonaler Kommunikation.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/Mu7a92uod6U" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2012/02/03/medienethische-tagung-zu-echtheit-wahrheit-und-ehrlichkeit-im-internet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2012/02/03/medienethische-tagung-zu-echtheit-wahrheit-und-ehrlichkeit-im-internet/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Absturz und Reboot-Probleme meines HTC Desire</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/lAsUw8gs1bA/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2012/02/01/absturz-und-reboot-probleme-meines-htc-desire/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 12:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=437</guid>
		<description><![CDATA[Seit gut eineinhalb Jahren besitze ich das Smartphone HTC Desire. Ich mag das kleine Format, den Bildschirm und die Ausstattung. Alles in allem damals eine gute Investition. Aber: Seit gut einem halben Jahr macht es Probleme: Es fährt plötzlich runter (stürzt ab) und hat Schwierigkeiten beim erneuten Starten (Reboot-Schleife). Bislang trat das nur selten auf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gut eineinhalb Jahren besitze ich das Smartphone HTC Desire. Ich mag das kleine Format, den Bildschirm und die Ausstattung. Alles in allem damals eine gute Investition. Aber: Seit gut einem halben Jahr macht es Probleme: Es fährt plötzlich runter (stürzt ab) und hat Schwierigkeiten beim erneuten Starten (Reboot-Schleife). Bislang trat das nur selten auf, mittlerweile ist das Ding nicht mehr zu gebrauchen. Was tun? Bei O2 (oder wie Oma sagt: &#8220;Nullzwei&#8221;) vorbeigehen und reklamieren, oder sich an HTC wenden? Ich habe erstmal eine E-Mail an den <a href="http://www.htc.com/de/help/#">HTC-Support</a> geschrieben. Mal sehen, was passiert. Und ich hoffe, es passiert was &#8211; darum auch dieses Posting&#8230; Immerhin war das Phone damals so teuer, dass ich 5 Jahre problemlosen Betrieb (hardwareseitig) erwarten kann.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>mein Smartphone, bei O2 gekauft am [vor ca. 1,5 Jahren], macht seit ungefähr 6 Monaten Probleme. Diese häufen sich in letzter Zeit, so dass ich das Handy nicht mehr gebrauchen kann.</p>
<p>Problembeschreibung: Das Handy schaltet sich beim Starten einer Anwendung oder bei Gebrauch von Anwendungen, die mobiles Internet benötigen (z.B. Google Maps), automatisch aus, vibriert einmal und dann viermal kurz hintereinander und bleibt dann beim Startbildschirm stehen (Absturz). Es lässt sich nur wieder reaktivieren, wenn ich den Akku herausnehme und wieder einsetze. Oft passiert dies in einer Art Schleife öfter hintereinander. Das Phänomen trat früher nur bei Apps mit einigermaßen datenintensiv genutzter Internetverbindungen (mobil, nicht im WLAN) auf; seit ungefähr 1,5 Monaten bei allgemein rechenintensiven Aktionen (Start einer App). Als Problemlösung habe ich versucht: Reinigung der Akku-Kontakte, Einlegen einer neuen SIM-Karte, Rücksetzen des Smartphones auf Werkseinstellungen. Keine dieser Aktionen hat eine Verbesserung bewirkt.</p>
<p>Ich wäre Ihnen dankbar für Ihre Hilfe</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der weitere Verlauf:</p>
<p>1.2.12: Empfangsbestätigung der Email durch HTC</p>
<p>1.2.12: Antwort per EMail von HTC: &#8220;Aus Ihrer Email geht hervor, das Sie gegenwaertig das Problem haben, das Ihr HTC Desire automatisch ausschaltet und dann im Boot-Vorgang haengenbleibt. Da Sie Ihr Geraet bereits auf die Werkseinstellung zurueckgesetzt haben, ohne dass das Problem geloest wurde, moechten wir Sie bitten, Ihr Geraet zur Reparatur einzureichen. Sie haben die Moeglichkeit, Ihr Geraet in jedem O2 Shop zur Reparatur einzureichen.&#8221;</p>
<p>1.2.12: Antwort von @o2de: <a href="https://twitter.com/#!/o2de/status/164713983348187136">Klick</a>. Frage, ob ich das schon ohne SIM probiert habe und welche Firmware installiert ist.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/lAsUw8gs1bA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2012/02/01/absturz-und-reboot-probleme-meines-htc-desire/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2012/02/01/absturz-und-reboot-probleme-meines-htc-desire/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Die medienethische Dimension der Wulff-Affäre</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/7E1Yo-t_9EI/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2012/01/12/die-medienethische-dimension-der-wulff-affare/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 13:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Filipovic]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Filipovic zu Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Filipovic]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff affäre]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=429</guid>
		<description><![CDATA[Mit den Anrufen von Bundespräsident Wulff bei Kai Dieckmann, Mathias Döpfner oder (laut Cicero-Online) auch bei Friede Springer hat sich die &#8220;Kredit-Affäre&#8221; um eine &#8220;Medien-Affäre&#8221; erweitert. Dieser Vorgang, dass ein Bundespräsident in dieser Weise Einfluss auf die Berichterstattung in den Medien nehmen möchte, ist in der Tat medienethisch hoch prekär. Vor allem das Vokabular mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/die-affaere-christian-wulff/ethiker-ueber-wulff-als-staatsmann-versagt-nicht-als-mensch/r-die-affaere-christian-wulff-a-120506.html"><img class="alignleft size-medium wp-image-430" title="Filipovic über Wulff" src="http://geloggd.alexander-filipovic.de/wp-content/uploads/2012/01/bb-300x283.jpg" alt="" width="240" height="226" /></a>Mit den Anrufen von Bundespräsident Wulff bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kai_Diekmann">Kai Dieckmann</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_D%C3%B6pfner">Mathias Döpfner</a> oder (laut Cicero-Online) auch bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friede_Springer">Friede Springer</a> hat sich die &#8220;Kredit-Affäre&#8221; um eine &#8220;Medien-Affäre&#8221; erweitert. Dieser Vorgang, dass ein Bundespräsident in dieser Weise Einfluss auf die Berichterstattung in den Medien nehmen möchte, ist in der Tat medienethisch hoch prekär. Vor allem das Vokabular mit dem Christian Wulff in dieser Sache über die Medien spricht (nach allem was man weiß: &#8220;Rubikon&#8221;, &#8220;Krieg&#8221;, &#8220;Stahlgewitter&#8221;) zeigt für mich ganz deutlich, dass Wulff die Medien nicht als eine durch unbedingte Pressefreiheit und Zensurverbot zu schützende kritische Öffentlichkeit begreift, sondern als Bühne, auf der er als Person gut oder schlecht dasteht. Und das ist, bei allem Verständnis für das Bestreben, gut und &#8220;richtig&#8221; dargestellt zu werden, für einen Bundespräsidenten kein korrektes, und ich meine: kein <em>moralisch</em> korrektes, Verhalten.</p>
<p>Für mich ist klar, dass Wulff durch seinen ursprünglichen Deal mit der Bild-Zeitung (vgl. <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1536330">Berlin direkt vom 8. Januar 2012</a>), durch den er sich die Rückendeckung der Bild-Zeitung u.a. für seine Scheidung und neue Beziehung sicherte (vgl. ebd.), und seinen Anruf bei Diekmann, selber Schuld an dem Medienzirkus ist, der sich in den letzten Wochen ereignet hat. Das aber darf nicht den Blick darauf verstellen, dass auch der Unterhaltungsjournalismus eine politische Verantwortung hat, Wulff also nicht nur als &#8220;Celebrity&#8221; sehen darf, sondern auch als Person, die das Amt des Bundespräsidenten inne hat. Die Bewertungen sollten auseinandergehalten werden: Beziehen Sie sich auf die Kreditaffäre des damaligen Ministerpräsidenten (v. a. rechtliches Problem), beziehen sie sich auf den Umgang mit dieser Affäre (Ebene politischer Klugheit), beziehen Sie sich auf Kontakte zu Unternehmern in seiner Zeit als Bundespräsident (rechtliche und moralische Ebene) oder beziehen sie sich auf Wulffs Medienverständnis und seine Versuche, die Berichterstattung zu beeinflussen (medienethische Ebene).</p>
<p>Für die medienethischen Aspekte sind die <a href="http://www.dgpuk.de/medienethik/">Kolleginnen und Kollegen in der wissenschaftlichen Kommunikations- und Medienethik</a> gefragt. So hat <a href="http://www.polsoz.fu-berlin.de/kommwiss/institut/kommunikationspolitik/mitarbeiterinnen/kbeck/index.html">Klaus Beck</a> einige Interviews gegeben und <a href="http://www.das-rote-sofa.de/">Marlis Prinzing</a> verfasste einige Zeitungs-Beiträge.  Auf mich kam vergangenen Freitag die dpa zu und führte ein Gespräch mit mir (ebenfalls für die Hörfunk-Schiene). Der medienethische Dreh der Affäre hatte über das Wochenende seinen Höhepunkt und daher erschien das Interview <a href="http://bit.ly/zUGjQY ">in jeder erdenklichen Zeitung</a>. Dass man dabei betitelt wird als &#8220;Ethikexperte der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft&#8221; (DGPuK) ist typisch, aber falsch. Mir ist nicht bekannt, dass die DGPuK einen Ethikexperten oder eine Ethikexpertin hat und wüsste auch nicht, was das sein soll. Aber mein Amt bei der DGPuK, &#8220;Sprecher der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik der DGPuK&#8221; ist für das Nachrichtengeschäft viel zu abstrakt. &#8220;Experten&#8221; müssen her &#8211; und eine medienethische Expertise stelle ich gerne zur Verfügung.</p>
<p>(Bildquelle: Screenshot von <a href="http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/die-affaere-christian-wulff/ethiker-ueber-wulff-als-staatsmann-versagt-nicht-als-mensch/r-die-affaere-christian-wulff-a-120506.html">http://www.lvz-online.de</a>)</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/7E1Yo-t_9EI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2012/01/12/die-medienethische-dimension-der-wulff-affare/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2012/01/12/die-medienethische-dimension-der-wulff-affare/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Markt und Moral – Zu Gast bei der Konrad Adenauer Stiftung</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/wbI-1YSNCdA/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/07/11/markt-und-moral-zu-gast-bei-der-konrad-adenauer-stiftung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 08:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Sozial)Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Christliche Sozialethik]]></category>
		<category><![CDATA[christliches Menschenbild]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Ruprecht Polenz]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsethik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=390</guid>
		<description><![CDATA[Im Rahmen eines Initiativseminars für Stipendiaten der Konrad Adenauer Stiftung zum Thema &#8220;Markt und Moral&#8221; war ich eingeladen, eine christlich-sozialethische Sichtweise auf das Thema vorzustellen. Auch dabei: Ruprecht Polenz, Bundestagsabgeordneter der Stadt Münster (hier ein Bericht von seiner Website), Prof. Dr. Peter Kajüter vom Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität Münster sowie Dr. Siegfried Riediger von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ruprecht-polenz.de/lokal_1_1_986_Markt-und-Moral-%E2%80%93-Ruprecht-Polenz-zu-Gast-bei-der-Konrad-Adenauer-Stiftung.html"><img class="alignleft" src="http://www.ruprecht-polenz.de/image/news/986.jpg" alt="" width="307" height="230" /></a>Im Rahmen eines Initiativseminars für Stipendiaten der Konrad Adenauer Stiftung zum Thema &#8220;Markt und Moral&#8221; war ich eingeladen, eine christlich-sozialethische Sichtweise auf das Thema vorzustellen. Auch dabei: Ruprecht Polenz, Bundestagsabgeordneter der Stadt Münster (<a href="http://www.ruprecht-polenz.de/lokal_1_1_986_Markt-und-Moral-%E2%80%93-Ruprecht-Polenz-zu-Gast-bei-der-Konrad-Adenauer-Stiftung.html">hier ein Bericht von seiner Website</a>),  Prof. Dr. Peter Kajüter vom Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität Münster sowie Dr. Siegfried Riediger von BASF-Coatings.</p>
<p>Bei solchen Podiumsdiskussionen empfiehlt sich eine prägnante Position und ich hatte mich entschieden, das christlich-sozialethische Potential einer ganz anderen Sichtweise ins Spiel zu bringen. Wirtschaftsethik aus christlicher Perspektive würde sich in dieser Sichtweise nicht an die Wirtschaft und ihre Sprache ausliefern, denn sonst wäre nur eine immanente Kritik möglich, die latent affirmativ bleibt. Statt dessen würde sie auf ihrer eigenen Sprache und ihrer eigenen Hoffnung bestehen und diese gegen  die &#8220;Erzählung des Marktes&#8221; ins Spiel bringen.</p>
<p>Mein Forderung nach einer christlich motivierten &#8220;zünftigen Kapitalismuskritik&#8221; konnte die Stipendiaten der Konrad Adenauer Stiftung aber nicht so richtig von ihren Sitzen reißen <img src='http://geloggd.alexander-filipovic.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  &#8211; womit ich natürlich gerechnet hatte.</p>
<p>Natürlich bleiben wichtige methodische Überlegungen in diesem Statement unberücksichtigt, wie zum Beispiel die Notwendigkeit einer sachgerechten Wirtschaftsethik, die eine ökonomische Expertise braucht und insofern auch die ökonomische Sprache beherrschen muss. Aber wie gesagt: Das stand im Dienst einer prägnanten Position.</p>
<p>Bei der gelungenen Podiumsdiskussion hat Ruprecht Polenz das &#8220;christliche Menschenbild&#8221; als Grundlage einer Wirtschaftsethik ins Spiel gebracht. Diese Formel, von christdemokratischen Politkerinnen und Politikern ja gerne verwendet, sollte dann begründen, warum man zwar von der Freiheit und Sozialität des Individuums ausgehen, aber auch deren Anfälligkeit für egoistisches Verhalten ins Kalkül ziehen muss. Herr Polenz hat das sehr behutsam ins Spiel gebracht, aber wie man mit dem christlichen Menschenbild argumentieren kann und wie nicht und was das überhaupt sein kann, ein &#8220;christliches Menschenbild&#8221; &#8211; das wird als Frage übergangen. Aber die Beschäftigung genau mit diesen Fragen wäre für mich der Schlüssel, mit dem man &#8220;christliches Menschenbild&#8221; und &#8220;Politik&#8221; verknüpfen kann.</p>
<p>Mein Kurzstatement gibt es <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/wp-content/uploads/2011/07/A.-Filipovic-Statement-bei-der-KAS-zur-Publ.pdf">hier</a>.</p>
<p>(<a href="http://www.ruprecht-polenz.de/lokal_1_1_986_Markt-und-Moral-%E2%80%93-Ruprecht-Polenz-zu-Gast-bei-der-Konrad-Adenauer-Stiftung.htmlhttp://www.ruprecht-polenz.de/lokal_1_1_986_Markt-und-Moral-%E2%80%93-Ruprecht-Polenz-zu-Gast-bei-der-Konrad-Adenauer-Stiftung.html">Bildquelle</a>)</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/wbI-1YSNCdA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/07/11/markt-und-moral-zu-gast-bei-der-konrad-adenauer-stiftung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/07/11/markt-und-moral-zu-gast-bei-der-konrad-adenauer-stiftung/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Googles „Ich im Internet“ und die Verwendung einer medienethischen Expertise</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/dSBd8vBMAE8/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/07/06/googles-%e2%80%9eich-im-internet%e2%80%9c-und-die-verwendung-einer-medienethischen-expertise/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 08:51:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Sozial)Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[SocSoftEthics]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Expertise]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Identity]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=387</guid>
		<description><![CDATA[Meine diversen Engagements in der wissenschaftlichen Medienethik (z.B. in der FG Ethik der DGPuK) führen dazu, dass ich ab und zu Interviewanfragen von Zeitungen und Hörfunksendern bekomme. Wenn ich keine Kollegin oder keinen Kollegen finde, der sich zu einer konkreten Frage besser auskennt und sich zu einem Interview bereit erklärt, mache ich das auch gerne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine diversen Engagements in der wissenschaftlichen Medienethik (z.B. in der <a href="http://www.dgpuk.de/medienethik/">FG Ethik der DGPuK</a>) führen dazu, dass ich ab und zu Interviewanfragen von Zeitungen und Hörfunksendern bekomme. Wenn ich keine Kollegin oder keinen Kollegen finde, der sich zu einer konkreten Frage besser auskennt und sich zu einem Interview bereit erklärt, mache ich das auch gerne selbst. Jedenfalls verstehe ich meine wissenschaftliche Rolle als Medienethiker so, dass ich nicht nur im wissenschaftlichen Bereich aktiv bin, sondern auch an dem medienethischen Diskurs außerhalb der engen Grenzen von &#8220;Wissenschaft&#8221; teilnehmen möchte.</p>
<p>Vor ein paar Wochen bin ich von &#8220;Der Westen&#8221; (Portal der WAZ Mediengruppe) angefragt worden, mich zu Googles Dienst &#8220;Me on the Web&#8221; zu äußern (vgl. <a href="http://stadt-bremerhaven.de/me-myself-i-google-verraet-dirwas-im-internet-ueber-dich-zu-finden-ist">dies</a> für eine kurze Erklärung). Die Anfrage skizzierte das Themenspektrum so: &#8220;bewegt sich zwischen dem narzisstischen Aspekt der Selbst-Googelei und den datenschutztechnischen Hintergründen&#8221;. Narzissmus, Datenschutz, Google &#8211; das sind also die medienethischen Themen, die für mediale Alltagskommunikation relevant sind.</p>
<p>Als Wissenschaftler muss man realistisch sein und nicht denken, dass man theoretische Differenzierungsbemühungen eins zu eins in die Mediensprache hinübertransportieren könnte. In <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/technik/Neues-Tool-soll-System-ins-Ego-Googeln-bringen-id4791649.html">diesem besagten Interview</a> sind meine Aussagen sicher nicht falsch wiedergegeben worden. Aber natürlich werden sie in die Stoßrichtung eines Artikels eingepasst: Hier ging es der Autorin (bzw. der Redaktion) um Information, Orientierung, Werbung und um das Spiel mit den Ängsten und Befürchtungen der Nutzer (Google als Datenkrake&#8230;). Jedenfalls kann man mit Aufmerksamkeit rechnen, wenn man Googles privacy-Bemühungen zum Thema macht. Anstoß war vermutlich eine Presseerklärung bzw. Ankündigung von Google (vermutlich <a href="http://googlepublicpolicy.blogspot.com/2011/06/me-myself-and-i-helping-to-manage-your.html">die hier</a>).</p>
<p>Meine wissenschaftliche Expertise ist jedenfalls (wenn überhaupt) eine <em>wissenschaftliche</em> Expertise. Die Verwendung dieser Expertise in anderen Kommunikationszusammenhängen ist notwendig und sinnvoll, aber der andere Kontext verändert dann auch immer die Aussagen. Google zu &#8220;loben&#8221;, wie in dem Artikel geschrieben, würde mir wissenschaftlich jedenfalls nicht einfallen, auch wenn ich dort positive Aspekte entdecke (und die Thematisierung von Online-Identity und das Anbieten von Tools dafür sehe ich bei aller Ambivalenz durchaus positiv).</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/dSBd8vBMAE8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/07/06/googles-%e2%80%9eich-im-internet%e2%80%9c-und-die-verwendung-einer-medienethischen-expertise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/07/06/googles-%e2%80%9eich-im-internet%e2%80%9c-und-die-verwendung-einer-medienethischen-expertise/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Das Zeitunglesen-Ritual am Ende</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/J3h7oUN8s28/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/04/20/das-zeitunglesen-ritual-am-ende/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 11:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Sozial)Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[internetethik]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=370</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt gewisse Medien-Nutzungs-Rituale, die die aktuelle Generation junger Menschen gar nicht mehr ausbildet. Die Ritualität der Medien-Nutzung ist beim Zeitunglesen und Fernsehen ganz deutlich, etwa das morgendliche Zeitunglesen oder die Tagesthemen vor dem Zubettgehen. Aber: Der Wandel öffentlicher Kommunikationsformen und Ihrer Medien hin zum Internet führt natürlich auch zu einer Veränderung der Rituale. Meine Studentinnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt gewisse Medien-Nutzungs-Rituale, die die aktuelle Generation junger Menschen gar nicht mehr ausbildet. Die Ritualität der Medien-Nutzung ist beim Zeitunglesen und Fernsehen ganz deutlich, etwa das morgendliche Zeitunglesen oder die Tagesthemen vor dem Zubettgehen. Aber: Der Wandel öffentlicher Kommunikationsformen und Ihrer Medien hin zum Internet führt natürlich auch zu einer Veränderung der Rituale. Meine Studentinnen und Studenten jedenfalls lesen zum Großteil keine Zeitung mehr.</p>
<p>Folgender medienethischer Gedanke zum Ende des Zeitunglesen-Rituals hat seinen Kern in der Frage, wie es dann noch möglich ist, irritiert zu werden. Irritation, durch Sinn, durch Fremdes, durch alternative Vorstellungen des guten Lebens begreife ich überhaupt als Bedingung dafür, dass Gesellschaftskritik möglich ist.</p>
<p>Das Ende des Zeitunglesen-Rituals führt dazu, dass man nicht mehr von Themen und Sinn angerührt und gefunden wird, sondern nur noch selbst auf die Suche nach Themen geht und sich den Medienmix nach dem eigenen Geschmack zusammensetzt. An sich nicht schlecht, aber wie ist es da noch möglich, irritiert zu werden, von der anderen Seite zu erfahren, mit dem Fremden konfrontiert zu werden? Das Leid in der Welt, oder sanfter: politische und soziale Probleme, kommen vielleicht gar nicht mehr medial an, weil die selbst abonnierten RSS- und Twitter-Feeds und News-Seiten nur noch Statusupdates von Freunden, Gossip der Lieblingsschauspieler übermitteln. Und diejenigen, die gar nicht wissen, was ein RSS-Feed ist, klicken sich durch die Youtube-Vorschlagsliste, die immer nur ähnliche (aber nie ganz andere) Titel nennen, wenn sie sich nicht gleich nur noch amerikanische Serien von irgendwoher besorgen und sich darüber in einem Forum austauschen.</p>
<p>Mit anderen Worten: Was ist mit dem Wichtigen, das nicht meinen Freunden als Wichtig gilt oder nicht thematisch mit dem verbunden ist, was mir bisher wichtig war? Kommt es bei mir an? Wer sicherstellen will, dass es ankommen kann, sollte ein Zeitunglese-Ritual ausbilden (analog: ein Tagesthemen-Ritual), z.B. jeden Morgen mindestens 15 Minuten eine (Qualitäts-) Tageszeitung durchblättern.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Update 2.5.2011</p>
<p>Gerade habe ich dieses passende Zitat gefunden: <span style="font-size: x-small;">&#8220;Im Internet finde ich ja meist nur, was ich suche. In der Zeitung finde ich Dinge, von denen ich gar nicht wusste, dass sie mich interessieren.&#8221; (</span><span style="font-size: 10pt;">Michael Ringier, Verleger, im Interview mit der taz, 15.09.2007, <a href="http://netzwertig.com/2007/09/27/die-50-besten-zitate-uebers-internet/">Fundstelle</a>)</span></p>
<p>&#8211;</p>
<p><small>Für vertiefende Gedanken im Umfeld dieses Themas vgl. meinen Beitrag <em>Filipović, Alexander </em>(2011): Ethik der Medienritualität jugendlicher Identitätsentwicklung. In: Petra Grimm und Oliver Zöllner (Hg.): Medien &#8211; Rituale &#8211; Jugend. Perspektiven auf Medienkommunikation im Alltag junger Menschen: Franz Steiner (Medienethik, 9), S. 29–41.</small></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/J3h7oUN8s28" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/04/20/das-zeitunglesen-ritual-am-ende/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/04/20/das-zeitunglesen-ritual-am-ende/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Arbeit und Gerechtigkeit</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/trMBONG7jlU/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/01/13/arbeit-und-gerechtigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 17:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Sozial)Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[armut]]></category>
		<category><![CDATA[christliche]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[prekarität]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=363</guid>
		<description><![CDATA[Soeben ist der Call for Papers für die Tagung des Forums Sozialethik im September 2011 veröffentlicht worden. Das Thema: &#8220;Arbeit – ein Schlüssel für soziale Gerechtigkeit?&#8221; Ich zitiere: Heute erleben wir einen fortschreitenden Strukturwandel der Arbeitswelt von einer eher homogenen, tendenziell volkswirtschaftlich orientierten Industriegesellschaft, hin zu einer mehr heterogenen Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, unter den Bedingungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben ist der Call for Papers für die Tagung des Forums Sozialethik im September 2011 veröffentlicht worden. Das Thema: &#8220;Arbeit – ein Schlüssel für soziale Gerechtigkeit?&#8221; Ich zitiere:</p>
<blockquote><p>Heute erleben wir einen fortschreitenden Strukturwandel der  Arbeitswelt von einer eher homogenen, tendenziell volkswirtschaftlich  orientierten Industriegesellschaft, hin zu einer mehr heterogenen  Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, unter den Bedingungen  globaler Mobilität und internationaler Konkurrenz. Stichworte wie  prekäre Arbeit, Mindestlohn oder gerechte Löhne tauchen in aktuellen  Debatten erneut unter veränderten Vorzeichen auf.</p>
<p>Das Forum Sozialethik 2011 will den vielfältigen Fragen und  Herausforderungen nachspüren, die sich in Bezug auf die moderne  Arbeitswelt für eine christliche Sozialethik ergeben.</p></blockquote>
<p>Alles Weitere <a href="http://www.forumsozialethik.de/2011/01/13/forum-sozialethik-2011-arbeit-ein-schlussel-fur-soziale-gerechtigkeit-call-for-papers/">hier</a>.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/trMBONG7jlU" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/01/13/arbeit-und-gerechtigkeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2011/01/13/arbeit-und-gerechtigkeit/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Wikileaks medienethisch – Teil 2</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/E6l-lYgO3xk/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/12/22/wikileaks-medienethisch-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 13:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Sozial)Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[SocSoftEthics]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[internetethik]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=359</guid>
		<description><![CDATA[Neben den hier schon erwähnten Interviews bzw. Kommentaren zu Wikileaks sind noch zwei dazu gekommen: Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur (z.B. hier verarbeitet) Interview mit &#8220;Publik Forum&#8221; (erscheint noch) Die Überschrift über den Interviews (&#8220;Moralisch Zweifelhaft&#8221;) könnte nahe legen, dass ich Wikileaks in Bausch und Bogen verdamme. Das stimmt nicht. &#8220;Moralisch zweifelhaft&#8221; bedeutet, dass man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben den <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/12/06/wikileaks-medienethisch/">hier</a> schon erwähnten Interviews bzw. Kommentaren zu Wikileaks sind noch zwei dazu gekommen:</p>
<ul>
<li>Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur (z.B. <a href="http://www.liborius.de/nachrichten/ansicht/artikel/medienethike.html">hier</a> verarbeitet)</li>
<li>Interview mit &#8220;Publik Forum&#8221; (erscheint noch)</li>
</ul>
<p>Die Überschrift über den Interviews (&#8220;Moralisch Zweifelhaft&#8221;) könnte nahe legen, dass ich Wikileaks in Bausch und Bogen verdamme. Das stimmt nicht. &#8220;Moralisch zweifelhaft&#8221; bedeutet, dass man hinsichtlich einiger Probleme in und um Wikileaks (z. B. Informantenschutz, Geheimnisverrat um des Verrats willen, keine Abwägung, welche Folgen eine Veröffentlichung hat&#8230;) sinnvoll Fragen kann, ob das etablierten und für gut befundenen sittlichen Standards entspricht oder man das Ethos hinter Wikileaks auf seine Moralität hin prüfen kann und sollte. Mein Statement dazu lautet kurz: Die Idee, das politisches und staatliches Handeln im Prinzip transparent sein muss, ist OK und politisch-ethisch etabliert; das ist und muss auch ein Kampfplatz sein, auf dem gegen Bemühungen, Politik hermetisch zu veranstalten, vorgegangen wird . Wikileaks überreizt aber das Prinzip und es besteht die Gefahr, dass sich hier Aufklärung in sein Gegenteil verkehrt.</p>
<p>Zur ethischen Problematik von Wikileaks sind in der Zeitungs- und Hörfunklandschaft inzwischen unzählige Beiträge entstanden, die sich kaum mehr systematisieren lassen. Interessant fand ich z. B.</p>
<ul>
<li><a href="http://philipbanse.de/wp/pb016-ich-vs-leyendecker-zu-wikileaks/">das (Streit-)Gespräch über WikiLeaks mit Philip Banse und Hans Leyendecker (Süddeutschen Zeitung)</a>,</li>
<li><a href="http://www.neunetz.com/2010/12/08/5-aspekte-der-aktuellen-wikileaks-revolution/">5 Aspekte der aktuellen WikiLeaks-Revolution</a></li>
<li><a href="http://www.wdr5.de/sendungen/scala/s/d/21.12.2010-21.05/b/die-oeffentliche-entdeckung-des-oekosystems-internet.html">Die öffentliche Entdeckung des Ökosystems Internet. Der Fall WikiLeaks und die Folgen &#8211; Ein Kommentar von Caja Thimm, Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität an der Universität Bonn</a></li>
</ul>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/E6l-lYgO3xk" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/12/22/wikileaks-medienethisch-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/12/22/wikileaks-medienethisch-teil-2/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Wikileaks medienethisch</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/jOA5I_F2xds/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/12/06/wikileaks-medienethisch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 15:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[internetethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=351</guid>
		<description><![CDATA[Zwei kleinere medienethische Beiträge zu Wikileaks sind in den letzten Tagen entstanden: Ein Interview bei Radio Vatikan (Sendedatum 4.12.2010, hier geht es zum Beitrag) und ein Gastkommentar in der Zeitung &#8220;Die Tagespost&#8221; (soll morgen erscheinen, Link falls online folgt noch). Update 1 (7.12.2010, 9:00 Uhr): Laut Radio Vatikan sitze ich &#8220;im Akademischen Rat am Institut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei kleinere medienethische Beiträge zu Wikileaks sind in den letzten Tagen entstanden: Ein Interview bei Radio Vatikan (Sendedatum 4.12.2010, <a href="http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=444143">hier geht es zum Beitrag</a>) und ein Gastkommentar in der Zeitung &#8220;Die Tagespost&#8221; (soll morgen erscheinen, Link falls online folgt noch).</p>
<p><strong>Update 1</strong> (7.12.2010, 9:00 Uhr): Laut Radio Vatikan sitze ich &#8220;im Akademischen Rat am Institut für  Christliche Sozialwissenschaften an der Westfälischen  Wilhelms-Universität in Münster&#8221; &#8211; ist schon schwierig mit dem Amtsdeutsch&#8230; Ich bin &#8220;Akademischer Rat&#8221; (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akademischer_Rat">Wikipadia-Artikel</a>). Aber vielleicht kann man hier an der Fakultät ja mal so einen Rat einrichten&#8230;</p>
<p><strong>Update 2</strong> (7.12.2010, 9:00 Uhr): Die katholische Presseagentur Österreich hat aus dem Radio-Vatikan-Interview <a href="http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/36246.html">einen lesbaren Text gemacht</a>.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/jOA5I_F2xds" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/12/06/wikileaks-medienethisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/12/06/wikileaks-medienethisch/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>“Ein Medienethiker über die Problematik von Google Street View und Co.”</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/geloggd/~3/koIfV36rNQg/</link>
		<comments>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/11/15/ein-medienethiker-uber-die-problematik-von-google-street-view-und-co/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 08:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[SocSoftEthics]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Geodaten]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[internetethik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://geloggd.alexander-filipovic.de/?p=343</guid>
		<description><![CDATA[Heute ist in der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung (und in der Netzwelt von HNA-Online) ein kleiner Beitrag von mir zu Medienethik, Netzpolitik und Geodaten erschienen. Hier geht es direkt zum Text.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist in der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung (und in der <a href="http://www.hna.de/nachrichten/netzwelt/">Netzwelt von HNA-Online)</a> ein kleiner Beitrag von mir zu Medienethik, Netzpolitik und Geodaten erschienen. <a href="http://www.hna.de/netzwelt/netzwelt-lokal/medienethikerueber-problematik-google-street-view-1003563.html">Hier geht es direkt zum Text</a>.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/geloggd/~4/koIfV36rNQg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/11/15/ein-medienethiker-uber-die-problematik-von-google-street-view-und-co/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2010/11/15/ein-medienethiker-uber-die-problematik-von-google-street-view-und-co/</feedburner:origLink></item>
	</channel>
</rss>

