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	<title>Gunnar Geller</title>
	
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		<title>Buon compleanno, Adriano</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jan 2013 23:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[75 Jahre alt wird er heute. Ein Anlass, um meinen Adriano-Celentano-Ehrenrettungsversuch noch einmal vorzukramen. Der Mailänder Musiker hat mehr zu bieten als „Azzurro“ und mittelmäßige, miserabel synchronisierte Filmkomödien: Unmengen grandioser, hymnisch-stampfender Lieder, irgendwo zwischen italienischen Folk-Traditionen und Sixties-Beat. Celentano? Das ist so eine Art italienischer Didi Hallervorden, der irgendwann auch mal einen oder gar zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>75 Jahre alt wird er heute. Ein Anlass, um meinen Adriano-Celentano-Ehrenrettungsversuch noch einmal vorzukramen. Der Mailänder Musiker hat mehr zu bieten als „Azzurro“ und mittelmäßige, miserabel synchronisierte Filmkomödien: Unmengen grandioser, hymnisch-stampfender Lieder, irgendwo zwischen italienischen Folk-Traditionen und Sixties-Beat.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2124" title="Celentano1-0788" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2013/01/Celentano1-0788.jpg" alt="" width="520" height="493" /></p>
<p>Celentano? Das ist so eine Art italienischer Didi Hallervorden, der irgendwann auch mal einen oder gar zwei ganz hübsche Schlager gesungen hat. Darüber ist man sich hierzulande einig, quer durch alle Alters- und Bildungsschichten. Wer Celentano bei der Beschreibung eigener musikalischer Präferenzen angibt, stößt in der Regel auf ungläubiges Kopfschütteln, in deutschen Musikzeitschriften war nie auch nur eine Zeile über ihn zu lesen und als dann, vor fünf Jahren, aus gegebenenem Anlass, immerhin vier vermeintliche Qualitätsmedien aus dem deutschen Sprachraum Geburtstagsgrüße zum Siebzigsten veröffentlichten, dann las sich das so: Der „Schlagersänger“ ist „als eher flacher Unterhaltungshanswurst“ bekannt und er „wird wohl der liebenswerte Junge bleiben, der nichts kann, dies aber mit Charme und unvergleichlichem Erfolg richtig gut“. Meinte die Süddeutsche Zeitung. In der Neuen Zürcher wurde darüber gestaunt, dass Adriano Celentano der „populärste Italiener“ sei, „rätselhaft“ sei der Erfolg, denn: „Herausragend waren seine Platten nie, seinen kehligen Bariton kennt man zu Genüge, und sein letzter Hit liegt 24 Jahre zurück. (&#8230;) Keine Modewelle von Disco bis Electropop, auf welcher der Anpässler nicht gesurft wäre“.</p>
<p>Springers Welt gilt Celentano als „Vater der Klamotte“, dessen „Timbre wenig mehr bietet als die schmale Bandbreite zwischem rauem Schmelz und röhrendem Schmalz“. Nur die Frankfurter Allgemeine stieß nicht in das gleiche Horn, sondern attestierte Celentano „in gewisser Weise“ mehr Radikalität als Che Guevara. Auf den kam der Autor allerdings nur, wegen der Silbe „Che“ oder „Ce“, auf die nur in Italien ein „lentano“ folge und überall sonst eben ein „Guevara“. Zur Musik des Radikalen ist dem FAZ-Redakteur dann aber auch nicht viel eingefallen: Mit erschütternder Ahnungslosigkeit wird nur etwas über die „fesselnde Reibeisen- und Gummistimme“ dahingeschrieben, außerdem gebe es zwei „Knaller“ („Azzurro“ und „Una festa sui prati), auf die „noch heute kaum eine Disconacht“ verzichte.</p>
<p>Das schreit nach einem sachkundigeren und faireren Portrait des Sängers und so habe ich mich um ein Interview bemüht, direkt bei seiner eigenen Firma, Clan Celentano, die von seiner Frau Claudia Mori geleitet wird. Per Fax und per Mail und per Telefon habe ich angefragt, erst auf englisch und als es daraufhin keinerlei Antwort gab, noch einmal, in formvollendetem Italienisch (Danke, Daniela).</p>
<p>Von Sony Music, seinem deutschen Vertrieb hörte ich schließlich, dass es keinem deutschen Medium, weder dem ZDF noch dem Spiegel, in den letzten Jahrzehnten gelungen sei, zum Sänger vorzudringen: „Adriano und sein Management haben daran kein Interesse, tut uns leid. Wir bekommen selber weder Fotos noch Antworten und auch unsere Kollegen in Italien können uns leider seit Jahren nicht helfen“.</p>
<p>Schade. Aber vielleicht macht das auch nichts, in einem der raren Interviews, die er in den letzten Jahren in Italien gegeben hat, erzählt er etwa dem Autoren der Repubblica lang und breit von Adam und Eva – im Ernst, die biblische Geschichte vom Sündenfall – wettert gegen Umweltsünden und gibt Ratschläge zur Weltrettung; viel Zeit über seine Musik und sein Leben zu sprechen ist da offenbar nicht geblieben. Es könnte sein, dass ein Gespräch mit ihm zwar eine interessante Erfahrung wäre, man aber kaum hilfreiche Antworten bekäme.</p>
<p>Für diese Geschichte muss ich also leider auf Informationen aus erster Hand verzichten. Es gibt trotzdem viel zu erzählen.</p>
<p>Angefangen hat alles mit Rock &#8216;n&#8217; Roll. 1956 gründete der Achtzehnjährige mit Freunden eine Band, die „Rock Boys“. Celentano gab den Elvis und die Band konnte die US-Originale bald so überzeugend nachspielen, dass sie zum ersten italienischen Rock &#8216;n&#8217; Roll-Festival eingeladen wurden, das ausgerechnet in ihrer Heimatstadt Mailand stattfand, im Mai 1957. Den kurzen Auftritt der „Rock Boys“ sah auch Walter Gürtler, ein gebürtiger Schweizer, der in Mailand eine Plattenfirma betrieb. Und Schwupps gab es einen Vertrag und Aufnahmen und im Frühjahr 1958 kamen schon die ersten Singles des Solokünstlers Celentano auf dem Jolly-Label heraus: Kein sehr originelles Programm, Rip It Up, Jailhouse Rock, Tutti Frutti und so ging das bis 1959 weiter. Musikalisch sind das nicht mehr als passable Kopien, doch war die Stimme sofort ein Ereignis. Celentanos Organ ist rau, ja geradezu soulig, hat aber gleichzeitig etwas croonerhaftes und verfügt über eine erstaunliche Spannbreite. Von der ersten Aufnahme an ist er unverwechselbar.</p>
<p>1960 erschien das erste Album, wie damals üblich ist es vor allem eine Zusammenstellung bereits vorher auf Single veröffentlichter Aufnahmen.  Und er spielte statt Coverversionen eigens komponierte Lieder und sang sie auf italienisch. Schnell entfernte sich der Sound vom amerikanischen Vorbild, die Weichheit und Dehnbarkeit der Sprache, die stärkere Melodiösität und die üppigeren, mit Streichern und Backgroundchören versehenen Arrangements haben mit Rock &#8216;n&#8217; Roll-Konventionen nicht mehr viel, außer dem Rhythmus gemein. Und je eigenständiger die Musik wurde, desto größer wurde der Erfolg.</p>
<p>1961 tritt Celentano auf dem Festival von San Remo auf und singt das unwiderstehliche, kraftvoll dahinbrausende Lied über eine Menge Küsse, „24 000 baci“, mit dem Rücken zum Publikum. Vier Jahre, bevor The Velvet Underground auf eine solche Frechheit verfielen. Gewinnen tat er so nicht, aber in der Folge wurden eine halbe Million Platten verkauft, es war sein größter Erfolg in dieser Frühphase.</p>
<p>Wie Bill Haley in „Saat der Gewalt“ absolvierte Celentano in diesen Jahren auch schon diverse Filmauftritte. Als übergroßer nationaler Impersonator des Rock‘nRoll-Hypes wurde er überall singend und tanzend eingesetzt, wo man den Sound der Zeit gebrauchen konnte, unter anderem auch in Federico Fellinis „La dolce vita“.</p>
<p>Und dann erfolgte ein erstaunlicher Befreiungsschlag und Celentano war damit wieder allen um Jahre voraus. Er hatte keine Lust mehr, sich dem Diktat der Plattenfirma zu beugen, wollte selber über das Songmaterial und die Musiker entscheiden und sicher auch mehr vom immer größer werdenden Kuchen abbekommen. Also gründete er 1962 mit einigen alten Kumpanen ein eigenes Label: Clan. Den alten Weggefährten Celentanos stand damit der Weg zu Veröffentlichungen frei und einige neue Talente wie Don Backy wurden unter Vertrag genommen. Nur bei Jolly fand diese Entwicklung verständlicherweise keiner gut, Gürtler ging gerichtlich gegen Celentano vor. Und so konnten von ihm selber bis 1964 nur eine Handvoll Singles bei Clan erscheinen, während er seine vertraglichen Verpflichtungen mit zahlreichen weiteren Jolly-Veröffentlichungen erfüllte, die Aufnahmen anderer europäischer Rock &#8216;n&#8217; Roll-Epigonen zwar in jeder Hinsicht überlegen waren, aber doch nur einen kleinen Vorgeschmack boten auf das, was noch kommen sollte.</p>
<p>Der Clan wurde seinem Namen nur  bis Ende des Jahrzehnts gerecht, dann wandelt er sich zur Firma, die fast nur nur noch Celentanos Alben veröffentlicht. Und Claudia Moris, die Schauspielerin, die er 1963 heiratet, nimmt über die Jahre auch ab und zu noch etwas auf. Wirtschaftlich ist der Clan Celentano, wie er schon lange folgerichtig heißt, bis heute erfolgreich. Die Unabhängigkeit konnte all die Jahre lang, fast ein halbes Jahrhundert, bewahrt bleiben und die Geschäftsführung blieb immer in der Hand der Familie: Bevor seine Frau 1981 die Leitung übernahm, hatten sein Bruder und sein Schwiegervater die Position inne.</p>
<p>Celentanos erste unabhängige Aufnahmen folgten noch dem bei Jolly etablierten Muster, dem Rock &#8216;n&#8217; Roll verpasste er aber noch mächtigere Big-Band-Arrangements und Backgroundchöre (&#8220;Dou-ou-ou-ahhh&#8221;) und auf der B-Seite der ersten Clan-Single von 1962 sang er gar eine Ballade, „Sei Rimasta Sola“, im langsamen 6/8-Takt, mit satter Streicherbegleitung. Und dann ging der herrliche Irrsinn langsam richtig los.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/MWO8yI5zkHY" frameborder="0" width="520" height="315"></iframe></p>
<p>1963, bei „Le Notti Lunghe“, gibt es erste Verrücktheiten, der vermutlich erste Einsatz eines Cembalos in der Popmusik, Call-and Response-Gesänge mit einem Chor der sich am ehesten russisch anhört und mittendrin spielen die Streicher plötzlich mit der Rhythmuseinheit ein paar abgehackte Einzeltöne. Im gleichen Jahr wurde auch noch ein Tango („Grazie Prego Scusi“) aufgenommen: komplett mit Akkordeon, aber auch ein paar Harfentönen und völlig ausufernden Bläserarrangements.</p>
<p>Während überall in Europa das Beatfieber ausbrach und auch in Italien zahlreiche Bands auftauchten, die die Fab Four, die Stones und andere britische Vorbilder kopierten, ging Celentano einen ganz eigenen Weg.</p>
<p>1964, bei &#8220;L&#8217;Angelo Custode&#8221;, ist erstmals die akustische Gitarre das wichtigste Instrument, dazu kommt ein irrsinniges Tempo, mal eben eine Mundharmonika, Celentano fängt jenseits von der eigentlichen Songstruktur an zu schreien (&#8220;Jaeijaeijaijaei&#8221;) und alles wird ekstatisch in ungeahnte Höhen gepeitscht.</p>
<p>Rhythmisch und melodisch wurde für diese Musik auf italienische Traditionen zurückgegriffen, mit akustischen Gitarren ein klares Folksignal gesetzt, gleichzeitig aber in wilder Mischung alles verarbeitet, was den Machern gerade einfiel und passend erschien, ähnlich wie Ennio Morricone das zeitgleich betrieb, wenn er etwa für seine Soundtracks Stücke für Maultrommel und Orchester komponierte.</p>
<p>Bei Celentano kamen jetzt Glocken öfter zum Einsatz, auch Flöten, russisch klingende Chöre immer wieder, besonders ausgiebig im unvergleichlichen A-capella-Einstieg von &#8220;Ciao Ragazzi&#8221;. Und mit seiner Stimme experimentierte er, alles was man damit anstellen kann, von Sprech- bis hin zu eigenwilligem Scatgesang, hat er ausprobiert.</p>
<p>Die Kompositionen stammen von einem Pool von Musikern und Textern, ähnlich wie bei Stax- oder Motownstücken. Dazu gehörten Gino Santercole, Luciano Beretta, Mogol, vor allem aber Miki Del Prete, der von 1960 bis 1979 nicht nur mit Abstand die meisten Texte schrieb, sondern sämtliche Aufnahmen aus Celentanos großer Zeit von 1963 bis 1974 auch produzierte, weshalb vielleicht die Lobpreisungen eigentlich ihm gelten müssten.</p>
<p>Paolo Conte hat an auch mehreren Stücken mitgeschrieben, lange vor seinen ersten eigenen Aufnahmen, das jesusmäßige „Chi era lui“, der mit Claudia Mori im Duett vorgetragene Walzer „La coppia più bella del mondo“ und vor allem auch „Azzurro“ von 1968 stammen teils von ihm. Über diesen größten Erfolg Celentanos, fast schon so etwas wie Italiens inoffizielle Nationalhymne, schrieb Roberto Benigni: „Stücke wie „Azzurro“ sollten gesetzlich verboten werden. Wer ihnen ohne Strahlenanzug ausgeliefert ist, droht nachhaltig verstört zu werden.“ Und: „Man hört Trommeln und Trompeten, die eine Fröhlichkeit simulieren, die gar nicht vorhanden ist und dann bricht ein Gewitter aus Streichern herein und über all das legt sich eine dröhnend schöne Stimme. Wie ein Sonnenuntergang, dargeboten in einer Tasse.“ Vielleicht ist das mit der simulierten Fröhlichkeit wirklich das Geheimnis von „Azzurro“, der Widerspruch zwischen dem voran preschenden, mitreißendem Rhythmus und der darunter liegenden Melancholie entfaltet seine unwiderstehliche Anziehungskraft auch noch beim tausendsten Hören, wenn das Lied wieder in irgendeinem Oldieprogramm runtergedudelt wird.</p>
<p>Für die Einzigartigkeit und die Qualität des Sängers Celentano spricht die Tatsache, dass von den zahllosen „Azzurro“-Coverversionen keine einzige je künstlerisch oder kommerziell an das Original heranreichen konnte. Am wenigsten jene der Toten Hosen.</p>
<p>Paolo Conte, der den Meister wohl auch nie herausfordern wollte und „Azzurro“ selber nur verlangsamt und mit sparsamer, zurückhaltender Klavierbegleitung zum Besten gibt, lobt Celentano vor allem als begnadeten Tänzer, der „nach Worten und Rhythmen“ dürste. Seine Tänze mit den elastischen Beinen haben ihm schon ganz am Anfang seiner Karriere den Spitznamen „il Mollegiato“ eingebracht, der Federnde. Aufnahmen aus den letzten Jahren zeigen ihn nicht mehr ganz so federnd, aber bei youtube finden sich unzählige Schnipsel von Fernsehauftritten aus den Sechzigern und frühen Siebzigern, die belegen, dass er dieser Titulierung alle Ehre gemacht hat.</p>
<p>Zum Autorenpool gehörte Celentano immer auch selber: Er hat die Musik zahlreicher seiner Lieder aus den Sechzigern geschrieben und wohl auch auf die Texte häufig Einfluss genommen, offiziell als Texter wurde er allerdings erst 1972 auf dem Album „Il mali del secolo“ genannt. Das Album hat er fast komplett allein geschrieben und komponiert, es darf also als sein persönlichstes gelten und es machte Schluss mit der Überschwenglichkeit, die die Aufnahmen der Vorjahre bestimmte. Düster kommt schon das Cover daher und düster sind die Inhalte: Es geht um kaputte Liebe, zerstörte Umwelt, einen suizidalen Vogel, um Drogen und um eine göttliche Moralpredigt. Aber er erlaubte sich auch den Spaß, das Lied „Quel signore del piano di sopra“, bevor er die Strophen auf italienisch sang, in einem Fantasieenglisch vorzutragen, das er als Celentanesisch bezeichnet. Ein Vorläufer von „Prisencolinensinainciusol“, der bald darauf folgenden Single, das nur aus einem völlig durchgeknallten gerappten – ja wirklich! – celentanesischen Kauderwelsch besteht, begleitet von einem treibenden Beat, Gitarrengeschrammel und schließlich einer Mundharmonika. Eine Melodie ist nicht in Sicht. „Prisencolinensinainciusol“ wird alle paar Jahre wieder von ungläubig staunenden neuen Hörern entdeckt, zuletzt letztes Jahr in den USA, als das Blog Boingboing.net, eine Zentrale für Kurioses im großen weiten Web, eine Fernsehaufzeichnung postete und auf große Resonanz stieß.</p>
<p>In den folgenden knapp vier Jahrzehnten sind dann noch 27 weitere Alben erschienen, einige davon richtig gut, viele eher durchwachsen und einige wenige, aus den Achtzigern, kann man sich wirklich nicht anhören. Allesamt verblassen sie im Vergleich zu den hier beschriebenen Aufnahmen. Geschauspielert hat er auch und es stimmt, weder die Filme noch seine Schauspielkunst zeichnen sich durch sonderliche Qualität aus, auch wenn sie alle noch um Längen besser zu sein scheinen, als die grottigen deutschen Fassungen vermuten lassen. Die besten Filme seiner Karriere sind wohl die zwei, bei denen er selbst Regie geführt hat: „Der Superraub von Mailand“, von 1964, und der fellinieske „Yuppie Du“ von 1975. Seit den Achtzigern moderiert er außerdem alle paar Jahre höchst erfolgreiche Fernsehshows, die geradezu absurd hohe Einschaltquoten von bis zu 48% erreichen und mit denen er natürlich auch seine jeweils aktuellen Veröffentlichungen bewirbt.</p>
<p>180 Millionen Tonträger soll er insgesamt verkauft haben. Zwei Drittel davon in Italien. Kein Wunder, dass es ihm wurscht ist, ob und was die Medien über ihn berichten und dass Interviewanfragen gar nicht erst an ihn weitergeleitet werden. Der macht einfach, was er will. Eine Haltung die vor vierzig Jahren zu großartiger Musik geführt hat. Dafür verdient er, verdammt noch mal, Respekt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2127" title="Celentano1-0799" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2013/01/Celentano1-07991.jpg" alt="" width="520" height="780" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Unfähige Freibeuter</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 20:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Fünf Jahre lang haben die Animationsfilmer des britischen Aardmanstudio  an ihrem jüngsten Stop-Motion-Film gearbeitet und mindestens vier Jahre lang habe ich mich auf das Ergebnis gefreut. Regie bei „Die Piraten – ein Haufen merkwürdiger Typen“ führte Aardman-Gründungsvater Peter Lord („Chicken Run“) und Vorlage wie Drehbuch stammt von Gideon Defoe, dessen Piratenbücher mit pythonesken Blödeleien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2114" title="the-pirates-in-an-adventure-with-scientists" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/04/the-pirates-in-an-adventure-with-scientists-520x335.jpg" alt="" width="520" height="335" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fünf Jahre lang haben die Animationsfilmer des britischen Aardmanstudio  an ihrem jüngsten Stop-Motion-Film gearbeitet und mindestens vier Jahre lang habe ich mich auf das Ergebnis gefreut. Regie bei „Die Piraten – ein Haufen merkwürdiger Typen“ führte Aardman-Gründungsvater Peter Lord („Chicken Run“) und Vorlage wie Drehbuch stammt von Gideon Defoe, dessen Piratenbücher mit pythonesken Blödeleien erfreuen. Es konnte also eigentlich nichts schiefgehen. Der Film wartet denn auch mit einer Schar fein ersonnener und designter Figuren auf, von dem unfähigen aber geltungssüchtigen Piratenkapitän über einen hinterlistigen Charles Darwin und dessen mittels Texttafeln sprechenden Affen bis hin zu Queen Victoria als das personifizierte Böse, liefert eine Unmenge an kleinen visuellen Gags und Anspielungen und dazu die ausgefeilste Animation, die es aus dem Studio in Bristol bislang zu sehen gab, inklusive veritablen Action-Szenen. Nur die Handlung, an der hapert‘s leider, sie hält leider zu viele Konventionen ein und all die hübschen Pointen und Spielereien nur unzureichend zusammen und so habe ich leider streckenweise doch mehr gähnen als lachen müssen. Wie schade.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(Geschrieben als Hans-Mentz-Impersonator für die Titanic)</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=DWOFLtsDvbw">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/the-pirates!-band-of-misfits/critic-reviews">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2012/die_piraten_ein_haufen_merkwuerdiger_typen/links.htm">Links</a> |Kinos</p>
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		<title>Kurz, nah, Großbereich oder was?</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 09:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburch]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrscheine]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[HVV]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifsystem]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Was für eine Erleichterung. Ich dachte immer, es läge an mir, dass ich am HVV-Fahrkartenschalter immer auf Verdacht irgendeinen Einzelfahrschein kaufe und nie weiß, wie weit ich damit fahren darf. Alle anderen schienen nie Probleme zu haben. Sven Dietrich, der Pop64-Blogger, hat sich die Mühe gemacht, das Tarifsystem des Hamburger Verkehrsverbunds gründlich zu untersuchen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2084" title="HVV" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/03/HVV-520x313.jpg" alt="" width="520" height="313" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was für eine Erleichterung. Ich dachte immer, es läge an mir, dass ich am HVV-Fahrkartenschalter immer auf Verdacht irgendeinen Einzelfahrschein kaufe und nie weiß, wie weit ich damit fahren darf. Alle anderen schienen nie Probleme zu haben. Sven Dietrich, der Pop64-Blogger, hat sich die Mühe gemacht, das Tarifsystem des Hamburger Verkehrsverbunds <a href="http://www.pop64.de/unentschieden/hamburg-bekloppte-tarif-perle/">gründlich zu untersuchen</a>. Und siehe da: Es ist tatsächlich vollkommen bekloppt.</p>
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		<title>You Keep Me Hangin’ On (4-5)</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 08:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hanging On]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[London Symphony Orchestra]]></category>
		<category><![CDATA[Mad Men]]></category>
		<category><![CDATA[You keep me hanging on]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine sehr liebevoll aus &#8220;Mad Men&#8221;-Schnipseln zusammengebaute Version von &#8220;You Keep Me Hangin&#8217; On, gesprochen zum originalen Motown-Arrangement: Co-Urheberin Elisa Kreisinger wurde von ihren &#8220;gemischten Gefühlen&#8221; gegenüber den &#8220;retrosexuellen Frauenrollen&#8221; der TV-Serie motiviert, schreibt sie in ihrem Blog. So wird &#8220;You Keep Me Hangin&#8217; On&#8221; auf seine alten Tage auch noch zum feministischen Protestsong. Hoffentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine sehr liebevoll aus &#8220;Mad Men&#8221;-Schnipseln zusammengebaute Version von &#8220;You Keep Me Hangin&#8217; On, gesprochen zum originalen Motown-Arrangement:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/38741664?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="520" height="300"></iframe></p>
<p>Co-Urheberin Elisa Kreisinger wurde von ihren &#8220;gemischten Gefühlen&#8221; gegenüber den &#8220;retrosexuellen Frauenrollen&#8221; der TV-Serie motiviert, schreibt sie in ihrem <a href="http://elisakreisinger.wordpress.com/2012/03/20/mad-men-set-me-free/">Blog</a>. So wird &#8220;You Keep Me Hangin&#8217; On&#8221; auf seine alten Tage auch noch zum feministischen Protestsong. Hoffentlich dulden die Rechteinhaber diese charmante Piraterie.</p>
<p>Und hier noch eine pompöse Version vom London Symphony Orchestra, die für meinen Geschmack die Grenze zum Unerträglichen überschreitet, wenn die Gitarre einsetzt. Aber hört selbst:</p>
<p><script type="text/javascript">
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								<div class="ssg-gplayer" style="width:520px;">
								
								<span class="title">London Symphony Orchestra – You Keep Me Hanging On</span>
								
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										</a>
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									</object>
									<!--<![endif]-->
								</object>
								
							</div></p>
<p>Veröffentlicht wurde diese Aufnahme gegen Ende der Bombastrockära, 1979. Arrangiert und dirigiert hat Andrew Pryce Jackman. Zur Zeit nicht auf Tonträgern erhältlich.</p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=2034">You Keep Me Hangin&#8217; On (1-3)</a></p>
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		<item>
		<title>You Keep Me Hangin’ On (1-3)</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=2034</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=2034#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 11:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hanging On]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Funk Brothers]]></category>
		<category><![CDATA[Supremes]]></category>
		<category><![CDATA[You keep me hanging on]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Zum Glück hat mich das Sammelfieber nur ab und an erwischt. Aber wenn, dann richtig. Über Jahre habe ich Coverversionen von ein und dem selben Song zusammengetragen, immer hin- und hergerissen zwischen Entdeckerfreude und Verwunderung über die Maß- und Sinnlosigkeit des Unterfangens, je nachdem, ob ich zuletzt auf Schätze oder aber Schrott gestoßen bin. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-2072" title="the-supremes-you-keep-me-hangin-on-1966-3" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/03/the-supremes-you-keep-me-hangin-on-1966-3-520x515.jpg" alt="" width="520" height="515" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Glück hat mich das Sammelfieber nur ab und an erwischt. Aber wenn, dann richtig. Über Jahre habe ich Coverversionen von ein und dem selben Song zusammengetragen, immer hin- und hergerissen zwischen Entdeckerfreude und Verwunderung über die Maß- und Sinnlosigkeit des Unterfangens, je nachdem, ob ich zuletzt auf Schätze oder aber Schrott gestoßen bin. Es geht natürlich nicht um einen x-beliebigen Song, sondern um den besten Popsong der Welt. Das behaupte ich zumindest seit Jahren, ohne dass es mir bislang gelungen wäre, irgendjemanden  von dieser Wertung zu überzeugen. &#8220;You Keep Me Hangin&#8217; On&#8221; stammt vom Motown-Autorentrio Holland-Dozier-Holland und wurde zuerst von den Supremes 1966 aufgenommen. Ein klassischer Motown-Pop-Soul-Knaller, der noch eine Spur unwiderstehlicher ist als all die anderen großen Hits von den Supremes, den Temptations, den Four Tops, Gladys Knight und den Pips, den Marvelettes, Martha Reeves und den Vandellas, von Marvin Gaye, Stevie Wonder, den Isley Brothers, den Jackson Five und all den weiteren Musikern, die für die Hitfabrik in Detroit in den Sechziger Jahren gesungen haben. Seither wurde das Stück sehr oft und sehr unterschiedlich gecovert und hier gibt&#8217;s  jetzt in loser Folge und kleinen Portionen einen Überblick. Los geht&#8217;s natürlich mit dem Original:</p>
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								<span class="title">The Supremes – You Keep Me Hangin&#8217; On</span>
								
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							</div></p>
<p>Die nicht nur ruhm- sondern jahrzehntelang sogar namenlos gebliebene Hausband der klassischen Motown-Ära kam 2002 durch den Dokumentarfilm &#8220;Standing In The Shadows Of Motown&#8221; zu später Ehre. Auf dem Soundtrack-Album der &#8220;Funk Brothers&#8221; findet sich auch eine originalgetreue Neueinspielung von &#8220;You Keep Me Hangin&#8217; On&#8221;, allerdings bar jeden Gesangs. Sie überzeugt trotzdem. Als wenn die einzelnen Bestandteile durch eine Lupe betrachtet werden, sind auf einmal alle Details klarer zu erkennen:</p>
<p><script type="text/javascript">
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								<div class="ssg-gplayer" style="width:520px;">
								
								<span class="title">The Funk Brothers – You Keep Me Hangin&#8217; On</span>
								
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									<!--[if !IE]>-->
									<object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.google.com/reader/ui/3523697345-audio-player.swf?audioUrl=http://gunnargeller.de/downloads/107%20You%20Keep%20Me%20Hangin%27%20On.mp3" width="520" height="27" id="ssg_gplayer_object-2034-1">
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											<img src="http://www.adobe.com/images/shared/download_buttons/get_flash_player.gif" alt="Get Adobe Flash player" />
										</a>
									<!--[if !IE]>-->
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									<!--<![endif]-->
								</object>
								
							</div></p>
<p>Und als ersten Vorgeschmack auf Abwegigkeiten, die noch folgen werden, eine Stampfversion von 2006, die mehr aufgrund des Busenwackelvideos denn durch Musik Aufmerksamkeit erregt hat. Anca heißt die Sängerin.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/_L8WzgpDUsg" frameborder="0" width="520" height="315"></iframe></p>
<div style="text-align: center;">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Diesen Monat erscheint die erste komplette <a href="http://www.amazon.de/50th-Anniversary-Diana-Ross-Supremes/dp/B005JLN9XU/ref=sr_1_3?s=music&amp;ie=UTF8&amp;qid=1332678904&amp;sr=1-3">Singles-Sammlung</a> der Supremes bis zum Ausstieg von Diana Ross, inklusive aller B-Seiten. Und hier der <a href="http://www.amazon.de/Standing-Shadows-Motown-2-DVDs/dp/B0036SKMYC/ref=pd_sim_m_1">Funk-Brothers-Film</a> sowie der <a href="http://www.amazon.de/Standing-Shadows-Motown-Funk-Brothers/dp/B00006JCGI/ref=sr_1_1?s=music&amp;ie=UTF8&amp;qid=1332684445&amp;sr=1-1">Soundtrack</a>.</p>
</div>
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		<title>Deutschlands deprimierendster Stadtteil</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 00:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Braunschweig]]></category>
		<category><![CDATA[Dietrich Klagges]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende hat man mich nach Braunschweig geschickt. Und weil ich bislang immer nur an Braunschweig vorbeigefahren bin, auf dem Weg nach Wolfsburg oder in den Harz und weil ich neugierig bin auf Städte, empfand ich durchaus Vorfreude. Allerdings stellte sich dann vor Abfahrt heraus, dass die Zieladresse eine Lage am Stadtrand bezeichnet. Gartenstadt heißt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende hat man mich nach Braunschweig geschickt. Und weil ich bislang immer nur an Braunschweig vorbeigefahren bin, auf dem Weg nach Wolfsburg oder in den Harz und weil ich neugierig bin auf Städte, empfand ich durchaus Vorfreude. Allerdings stellte sich dann vor Abfahrt heraus, dass die Zieladresse eine Lage am Stadtrand bezeichnet. Gartenstadt heißt das Viertel mit Autobahnanschluss. Ein regelrechtes Autobahnknäuel ist es, das in schlagender Verbindung mit einer breiten Bahntrasse Gartenstadt vom Zentrum abtrennt, wie mir dann erst vor Ort klar wurde. Und diese spektakulär schlechte Lage steigert die übliche Vorortödnis dermaßen, dass ich überzeugt davon bin, gerade das deprimierendste Stadtviertel des Landes entdeckt zu haben. Ins Zentrum bin ich dann gar nicht mehr gekommen, ich konnte mich nicht losreißen von der beeindruckenden Hässlichkeit.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1988" title="Gartenstadt-0925" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0925.jpg" alt="Gartenstadt-0925" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1991" title="Gartenstadt-0929" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0929.jpg" alt="Gartenstadt-0929" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1993" title="Gartenstadt-0935" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0935.jpg" alt="Gartenstadt-0935" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1994" title="Gartenstadt-0939" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0939.jpg" alt="Gartenstadt-0939" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2022" title="Gartenstadt-1306" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1306.jpg" alt="Gartenstadt-1306" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1995" title="Gartenstadt-0940" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0940.jpg" alt="Gartenstadt-0940" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1996" title="Gartenstadt-0944" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0944.jpg" alt="Gartenstadt-0944" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2029" title="Gartenstadt-1319" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1319.jpg" alt="Gartenstadt-1319" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1998" title="Gartenstadt-1231" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1231.jpg" alt="Gartenstadt-1231" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2000" title="Gartenstadt-1234" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1234.jpg" alt="Gartenstadt-1234" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2002" title="Gartenstadt-1242" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1242.jpg" alt="Gartenstadt-1242" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2003" title="Gartenstadt-1243" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1243.jpg" alt="Gartenstadt-1243" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2004" title="Gartenstadt-1244" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1244.jpg" alt="Gartenstadt-1244" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2005" title="Gartenstadt-1251" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1251.jpg" alt="Gartenstadt-1251" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1990" title="Gartenstadt-0928" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0928.jpg" alt="Gartenstadt-0928" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2007" title="Gartenstadt-1255" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1255.jpg" alt="Gartenstadt-1255" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1989" title="Gartenstadt-0926" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0926.jpg" alt="Gartenstadt-0926" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2008" title="Gartenstadt-1264" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1264.jpg" alt="Gartenstadt-1264" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1992" title="Gartenstadt-0932" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0932.jpg" alt="Gartenstadt-0932" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2009" title="Gartenstadt-1267" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1267.jpg" alt="Gartenstadt-1267" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2010" title="Gartenstadt-1271" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1271.jpg" alt="Gartenstadt-1271" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1999" title="Gartenstadt-1232" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1232.jpg" alt="Gartenstadt-1232" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2011" title="Gartenstadt-1274" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1274.jpg" alt="Gartenstadt-1274" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2012" title="Gartenstadt-1277" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1277.jpg" alt="Gartenstadt-1277" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2013" title="Gartenstadt-1280" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1280.jpg" alt="Gartenstadt-1280" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2014" title="Gartenstadt-1283" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1283.jpg" alt="Gartenstadt-1283" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2016" title="Gartenstadt-1291" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1291.jpg" alt="Gartenstadt-1291" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2006" title="Gartenstadt-1252" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1252.jpg" alt="Gartenstadt-1252" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2017" title="Gartenstadt-1292" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1292.jpg" alt="Gartenstadt-1292" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2018" title="Gartenstadt-1293" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1293.jpg" alt="Gartenstadt-1293" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2019" title="Gartenstadt-1298" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1298.jpg" alt="Gartenstadt-1298" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1997" title="Gartenstadt-0945" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-0945.jpg" alt="Gartenstadt-0945" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2020" title="Gartenstadt-1303" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1303.jpg" alt="Gartenstadt-1303" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2021" title="Gartenstadt-1305" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1305.jpg" alt="Gartenstadt-1305" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2023" title="Gartenstadt-1307" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1307.jpg" alt="Gartenstadt-1307" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2024" title="Gartenstadt-1309" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1309.jpg" alt="Gartenstadt-1309" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2025" title="Gartenstadt-1310" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1310.jpg" alt="Gartenstadt-1310" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2026" title="Gartenstadt-1312" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1312.jpg" alt="Gartenstadt-1312" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2027" title="Gartenstadt-1314" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1314.jpg" alt="Gartenstadt-1314" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2028" title="Gartenstadt-1317" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1317.jpg" alt="Gartenstadt-1317" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2030" title="Gartenstadt-1330" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1330.jpg" alt="Gartenstadt-1330" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2015" title="Gartenstadt-1290" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1290.jpg" alt="Gartenstadt-1290" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2001" title="Gartenstadt-1238" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2012/02/Gartenstadt-1238.jpg" alt="Gartenstadt-1238" width="520" height="347" /></p>
<p>Die hingestreuten Häuschen und die Anlage des alten Kerns hat nicht viel mit den sozial wie architektonisch anspruchsvollen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenstadt">Gartenstädten</a> aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts zu tun. Es handelt sich hier auch eher um eine billige Nazivariante, wie eine kleine Recherche ergeben hat. Ihr ursprünglicher Name: &#8220;Dietrich-Klagges-Stadt&#8221;. Und eben dieser Dietrich Klagges, NSDAP-Mitglied seit 1925(!), hat die Planung des Viertels 1931 veranlasst und es ab 1933 bauen lassen. Die NSDAP war bereits 1931 an der Regierung des Freistaats Braunschweig beteiligt, Klagges bekleidete erst das Amt eines Regierungsrates, war dann Regierungsmitglied, bevor er ab 1933 als Ministerpräsident über den Freistaat waltete. Die &#8220;Dietrich-Klagges-Stadt&#8221; war offenbar einer von zahlreichen Bausteinen, die dazu dienten, Braunschweig in eine Nazivorzeigestadt zu verwandeln. Dass der Name Klagges nicht in einer Reihe mit Göring, Goebbels, Hess und Himmler steht, scheint mit seinem vermurksten Versuch zu tun zu haben, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einb%C3%BCrgerung_Adolf_Hitlers#Braunschweig:_Professur_f.C3.BCr_Organische_Gesellschaftslehre_und_Politik">Adolf Hitler einzubürgern</a>. Hitler war danach gar nicht gut auf Klagges zu sprechen und das dürfte dessen weitere Karriere stark behindert haben. Mehr als Nazifürst in der Provinz war nicht mehr drin.</p>
<p>Mit diesem Wissen sieht Gartenstadt gleich noch eine Spur fieser aus, oder?</p>
<p>Für Hinweise auf vergleichbar Grässliches wäre ich dankbar.</p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Nachtrag: Gartenstadt kommt im Titel eines Punkrockalbums vor. Das <a href="http://flatulenzblog.blogspot.com/2010/09/blog-post.html">Album</a> der Braunschweiger Band &#8220;Der Raketenhund&#8221; lautet &#8220;Raus aus Gartenstadt&#8221;. Wie könnte es anders sein.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.raketenhund.de/Bilder/kioskbilder/gartenstadt_vorne_gross.jpg" alt="" width="340" height="340" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Noch ein Nachtrag: Auf <a href="http://www.vernetztes-gedaechtnis.de/ideologieplaene.htm">dieser Seite</a> zu den Braunschweiger Nazisiedlungen habe ich ein Antragsformular für den Hauserwerb in der Gartenstadt gefunden. Über die Vergabe entschied eine Kommission. Die Antragssteller wurden nach der Zahl ihrer Kinder gefragt und ärztlich untersucht. Und natürlich auch gefragt: &#8220;Sind Sie Mitglied der NSADAP?&#8221; Die Erstbesitzer dürften also allesamt geprüfte fortpflanzungsfreudige Nazis gewesen sein.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.vernetztes-gedaechtnis.de/bilder/krifriav/formular_570px.jpg" alt="" width="570" height="617" /></p>
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		<title>Ich will nicht nach Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 13:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kraftklub]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Song zum Blog: * * * Trotz Teilnahme am &#8220;Bundesvision Song Contest&#8221; plus bescheidender Chartsnotierung hatte ich noch nix von der Band oder ihrem hübschen Berlinsong mitbekommen. Bis ich ihn gestern im Radio hörte. Ich mag ihre Rap&#8217;n'Rock-Synthese und ich mag ihre Einflüsse, etwa den trashigen Sixties-Rock&#8217;n'Roll der Sonics wie auch mancher Achtziger-Jahre-Wiedergänger , [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Song zum <a href="http://www.ichwerdeeinberliner.com/">Blog</a>:</p>
<p><iframe width="520" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/NuUqIIxZ1wc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p class="abstand"><em>* * *</em></p>
<p>Trotz Teilnahme am &#8220;Bundesvision Song Contest&#8221; plus bescheidender Chartsnotierung hatte ich noch nix von der Band oder ihrem hübschen Berlinsong mitbekommen. Bis ich ihn gestern im Radio hörte. Ich mag ihre Rap&#8217;n'Rock-Synthese und ich mag ihre Einflüsse, etwa den trashigen Sixties-Rock&#8217;n'Roll der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=20S_kwNb4rg">Sonics</a> wie auch mancher <a href="http://www.myvideo.de/watch/5252839/The_Godfathers_Birth_School_Work_Death">Achtziger-Jahre-Wiedergänger</a> , ja mir gefällt die Attitüde wie die Musik von Kraftklub so gut, dass ich mir eben Karten für das Konzert in Lübeck gesichert habe. <a href="http://www.universal-music.de/kraftklub/termine">Hier</a> sind sämtliche Termine.</p>
<p>Auch schön der <a href="http://www.universal-music.de/kraftklub/videos/detail/video:258126/zu-jung">Song</a> mit den Zeilen:</p>
<p>&#8220;Unsre Eltern sind schuld,<br />
sie haben uns in diese Welt entlassen.<br />
Voller Angst, Hass, Lady Gagas und Massenvernichtungswaffen.<br />
Doch vor allem ohne Rock&#8217;n'Roll – auf Green Day ist geschissen.&#8221;</p>
<p>Beim Konzert sorge ich dann dafür, dass der Altersdurchschnitt kräftig steigt.</p>
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		<title>Biene Maja bis zur Volljährigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 20:47:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[FAS]]></category>
		<category><![CDATA[FSK]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Franzen]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Zastrow]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ging um die FSK-Freigaben von Filmen. Ein Jahr ist das schon her. Ganz groß, auf dem Titel. Das FSK-12-Siegel selbst sei jugendgefährdend, verkündete die Überschrift. &#8220;Finger weg von diesen Filmen, wenn man seine Kinder liebt&#8221;, hieß es im Vorspann und dann war ausgiebig die Rede von &#8220;von all den miesen, fiesen, grauenhaften Filmszenen, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1970" title="FSK180" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/10/FSK180.jpg" alt="FSK180" width="520" height="425" /></p>
<p>Es ging um die <a href="http://www.fsk.de">FSK-Freigaben</a> von Filmen. Ein Jahr ist das schon her. Ganz groß, auf dem Titel. Das FSK-12-Siegel selbst sei jugendgefährdend, verkündete die Überschrift.  &#8220;Finger weg von diesen Filmen, wenn man seine Kinder liebt&#8221;, hieß es im Vorspann und dann war ausgiebig die Rede von &#8220;von all den miesen, fiesen, grauenhaften Filmszenen, der Fäkal- und Gossensprache, die unsere Freiwilligen Selbstkontrolleure Kindern und Jugendlichen zumuten&#8221;. Ein Zwischentitel: &#8220;Die Regisseure von heute können nur Rammelsex&#8221;. Nach dem Umblättern stieß man dann auf eine Liste mit 46 FSK-12-Filmen von &#8220;Schindlers Liste&#8221; bis hin zu &#8220;Keinohrhasen&#8221;, jeweils mit knappen Anmerkungen einzelner Autoren dazu, welche unfassbaren Schweinereien der jeweilige Film zu bieten hat.</p>
<p>Welches Blatt war&#8217;s? Die gute alte, stets kulturkritsche Tante, die Zeit? Nee, zu boulevardesk das Ganze. Aber kommt ein echtes Boulevardblatt seinen Lesern mit moralischer Entrüstung über &#8220;Gossensprache&#8221;? Ich wäre nie drauf gekommen: Die <a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/jung/fernsehen-das-fsk-12-siegel-ist-jugendgefaehrdend-11054399.html">Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung</a> hat sich solcherart lächerlich gemacht. Wobei angemerkt werden muss, dass das allein auf dem Mist von Volker Zastrows Politikressort gewachsen ist und kein einziger der Feuilletonautoren an dem Quatsch beteiligt war.</p>
<p>Diese Woche folgte die Fortsetzung, erneut prangt das FSK-12-Siegel auf der Titelseite. (<span style="text-decoration: line-through;">Im Netz findet sich bislang nur eine merkwürdige, unfertige <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fsk-12-wenn-filme-weh-tun-11500728.html">Bildergalerie</a>.</span> Jetzt auch <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/f-a-s-film-test-wenn-filme-weh-tun-11500538.html">online</a>, inklusive sämtlicher Filmbeschreibungen in einer Bildergalerie.) Diesmal wurden 60 Filme nach Sex und Gewalt und &#8220;Gossensprache&#8221; durchsucht, die seit letztem Herbst eine FSK-12-Freigabe erhalten haben. Die Überschrift: &#8220;Jeder dritte Film tut Kindern weh&#8221;. Aua. Lustigerweise heißt es dann im Artikel, das &#8220;Risiko ist kleiner geworden&#8221;. Offensichtlich ein Verdienst der FAS-Kämpfer für das Gute und gegen das Schlechte. Die Begründung: Von den 60 Filmen sei nur ein Drittel jugendgefährdend. Bei den im Vorjahr begutachteten 100 Filmen war es dagegen noch fast die Hälfte, eben die 46 Filme. Aber letztes Jahre wurden 100 FSK-12-Filme angeschaut, die unter vielen Tausend Filmen nur aus dem Grund ausgesucht wurden, weil sie sie vielleicht jugendgefährdend seien, ganz egal, wann die Freigabe erfolgt ist. Und verglichen wird jetzt die Zahl der inkriminierten Filme womit? Mit dem Anteil der angeblich bösen Filme unter 60 neuen FSK-12-Titeln, die die beteiligten FAS-Autoren im vergangenen knappen Jahr gesehen haben. Das ist so, als wenn ich die These aufstellte, alle Fünfzigjährigen seien Deppen, dann 100 möglichst debil aussehende Fünfzigjährige aussuche, von denen ich dann 46 zu Deppen erkläre. Im nächsten Jahr berücksichtige ich nur noch Fünfzigjährige, die an meinem Haus vorbeikommen, von denen suche ich mir 60 aus und stelle 20 davon das Prädikat &#8220;Depp&#8221; aus. Und daraus schließe ich dann, dass der Deppenanteil unter Fünfzigjährigen zwar immer noch hoch, aber immerhin gesunken sei. Es ist so bescheuert, man kann es kaum glauben.</p>
<p>Das Ganze mieft nach den frühen Sechzigern, nach kleinbürgerlicher Aufregung über Sittenverfall und Negermusik und gammelnde Langhaarige, wird uns aber in einer Zeit präsentiert, in der via Internet Kinder und Jugendliche, die es wollen, nur ein paar Klicks brauchen um Fickfilmchen aller Art oder wahlweise auch Videos von Hinrichtungen oder Folterungen anzuschauen. Wie konnte eine solche anachronistische Kampagne entstehen? War es einzig der Wunsch nach irgendetwas vermeintlich Skandalträchtigem, dessen &#8220;Aufdeckung&#8221; die erwünschte Relevanz der Wochenzeitung unterstreicht? Dann war es jedenfalls ein Reinfall, außer Familienministerin Kristina Schröder, die in der ersten Runde tatsächlich ein paar Worte zur Presse gesagt hat (und außer einem Besuch bei den Wiesbadener Prüfern nix hat folgen lassen) ist kein Politiker und auch sonst niemand auf den Zug der Zensoren aufgesprungen.</p>
<p>Die FSK hatte natürlich reagiert und ganz geduldig ihre aufwendige Arbeitsweise erklärt: Sieben Prüfer müssen eine Mehrheitsentscheidung finden, die Minderheit kann in nächster Instanz einen neunköpfigen Hauptausschuss anrufen und eine Appellationsmöglichkeit gibt es obendrein. Und dass es sich nicht um Altersempfehlungen handelt, sondern eben um Freigaben, wurde klargestellt: Es ist nicht davon auszugehen, dass Kinder ab dem angegeben Alter vom Gucken einen Schaden davontragen. Mehr sagt so eine FSK-Freigabe nicht. Und dass man Filme in ihrer Gesamtheit bewerten müsse, nicht auf einzelne drastischen Szenen oder Worte reduzieren dürfe, wie die FAS-Anprangerer es machten.</p>
<p>Und wieso fordert die lustige Politiktruppe der FAS nicht auch gleich scharfe Altersvorgaben für jeden Rechner? Und für Bücher? Angefangen mit jenen, die von verkommenen Buchhändlern im Kinderbuchregal als &#8220;zum Vorlesen&#8221; geeignet angeboten werden, etwa mit Grimms Märchen, die keinesfalls eine FSK12-Freigabe erhalten dürften, wie sich unschwer feststellen lässt, schaut man sich einige der populärsten Titel einmal genauer an. Da tun sich die wahren Abgründe auf:</p>
<ul>
<li>Hänsel und Gretel<br />
Neben erschreckenden, drastischen Szenen wie der Verbrennung einer alten Frau bei lebendigem Leib wartet die düstere, bedrohliche Geschichte mit Eltern auf, die, als die Haushaltkasse knapp wird, ihre Kinder im Wald aussetzen, damit sie von wilden Tieren gefressen werden. Traumatisierende Wirkung auf Kinder dürfte dies vor allem auch haben, weil die Vorgehensweise als ganz normal geschildert wird und die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen werden: Die Mutter stirbt zufällig und zum verbrecherischen Vater kehren die Kinder, beladen mit erbeuteten Schätzen, zum Happy End zurück. Dass die Mutter in später bearbeiteten Textfassungen zur Stiefmutter mutiert ist, dürfte die erschreckende Wirkung in der Ära der Patchwork-Familie nicht mindern.</li>
<li>Schneewittchen<br />
Eine nicht minder grauenhafte Geschichte, in der die jugendliche Hauptfigur von ihrer Stiefmutter ermordet wird. Vor dem geglückten Mordversuch mittels eines vergifteten Apfels werden zwei nicht minder schreckliche, aber missglückte Anschläge auf des jungen Mädchens Leben geschildert: Der erste Versuch ist besonders blutrünstig, ein Jäger wird damit beauftragt sie zu töten und zum Beweis der vollbrachten Tat ihre &#8220;Lunge und Leber&#8221; herausschneiden.Der Gipfel der Abartigkeit wird in der Szene erreicht, in der die königliche Auftraggeberin die dargebrachten Innereien aufisst, ohne zu wissen, das es sich in Wirklichkeit um Lunge und Leber eines Wildschweins handelt. Den Abschluss der Aneinanderreihung ekelhafter Gewaltszenen ist schließlich ein Akt grausamer Selbstjustiz. Die Königin muss sich auf dem Hochzeitsball in glühenden Schuhen unter Qualen &#8220;zu Tode tanzen&#8221;.</li>
<li>Froschkönig<br />
Was man für eine harmlose Fantasygeschichte mit sprechenden Tieren halten könnte, ist in Wirklichkeit eine verstörende Sex-and-Crime-Story: Ein Frosch holt einer verzweifelten Königstochter die in den Brunnen gefallene Goldkugel herauf. Der vereinbarte Lohn: Er wird ihr &#8220;Freund und Geselle&#8221;, der &#8220;mit ihr in ihrem Bettlein&#8221; schläft. Ihren Teil der Vereinbarung will die Königstochter aber nicht einhalten. Als ihr Vater sie dazu zwingen will, den &#8220;garstigen Frosch&#8221; in ihr &#8220;schönes reines Bettlein&#8221; zu lassen, denn was sie versprochen habe, solle sie auch halten, versucht sie die glitschige Kreatur stattdessen mit einem Wurf an die Wand zu töten. Belohnt wird die Gewalttat der verlogenen Prinzessin durch die dadurch ausgelöste Verwandlung des Amphibientieres in einen jungen Königssohn, der dann auf keinen Widerstand im Schlafgemach mehr stößt. Man mag gar nicht darüber nachdenken, was unsere Kinder für eine Lehre aus dieser Mär ziehen.</li>
</ul>
<p>So könnte ich noch ein Weilchen weitermachen, meine Beltz &amp; Gelberg-Ausgabe der Grimmschen Märchen hat ein paar Hundert Seiten. Oh, was lese ich da auf der Rückseite? &#8220;&#8216;Alles ist gelungen an diesem Buch.&#8217; <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung</em>&#8221;</p>
<p>In der Vorwoche wurde die Fortsetzung der FSK-12-Panikmache von der FAS mit einem ganzseitigen Artikel von Günter Franzen eingeleitet. &#8220;Die Nackten und die Zoten&#8221; lautete die kalauernde Überschrift. Franzen schildert darin die Nöte, die er damit hat, seine dreizehnjährige Tochter vor gefährdendem Unflat zu bewahren. Er will mit ihr ins Theater oder ins Kino gehen, aber überall lauern Sex- und Gewaltdarstellungen. Denn was sucht sich Franzen für die Vater-Tocher-Kulturabende aus? Erst schauen sie sich Shakespeares klassisches Bäumchen-wechsel-dich-Spiel, den &#8220;Sommernachtstraum&#8221; in einer Inszenierung am Schauspiel Frankfurt an und Papa Franzen ist  trotz des Themas und trotz 40 Jahren deutschen Regietheaters voller versuchter Tabubrüche von Nacktheit und Sex auf der Bühne schockiert; dann gehen sie ausgerechnet in eine Kinovorführung von &#8220;<a href="http://www.film-zeit.de/Film/21921/BRAUTALARM/Kritik/">Brautalarm</a>&#8220;, eine Romantic Comedy, die allein für ihre Zotigkeit und für eine Szene bekannt ist, in der eine Frau auf die Straße kotet und wundert sich darüber, dass sie nicht so etwas wie &#8220;&#8216;Die Nacht vor der Hochzeit&#8217; mit Katherine Hepburn und James Stewart&#8221; serviert bekommen. Schließlich schaut er sich sicherheitshalber Matthias Schweighöfers &#8220;What a Man&#8221; erst einmal alleine an, eine Komödie, die allein wegen ihrer Til-Schweigerhaftigkeit schon intelligenzgefährdend ist und die größte Harmlosigkeit mit verklemmten Dildowitzen kombiniert, wie sich <a href="http://www.film-zeit.de/Film/22023/WHAT-A-MAN/Kritik/">leicht</a> vorab hätte feststellen lassen. Franzen stellt sich aber blöd und regt sich über eine Szene auf, in der ein &#8220;Analspreizer&#8221; witzig sein soll. (Pubertierende fänden das Wort wahrscheinlich tatsächlich wahnsinnig komisch.) Schlimm findet er vor allem, dass mit dem Analspreizer, der nämlich zur Behandlung einer rektalen Verletzung eingesetzt werden soll, eine Vergewaltigung &#8220;zum Gag herabgestuft&#8221; werde. Bloß wurde die Verletzung gar nicht durch eine Vergewaltigung verursacht, was die Vermutung nahelegt, dass der Autor sich vielleicht doch nicht blöd <em>stellt</em>. Jedenfalls sind beide Filme ab 12 freigegeben und ins Theater haben sie seine Tochter auch reingelassen und daraus schließt Franzen, dass alles ganz schlimm geworden sei heutzutage, wir verlören nämlich die Fähigkeit zur Sublimierung.</p>
<p>Auf die Idee, für das gemeinsame Filmgucken einfach geeignetere Filme rauszusuchen (denn alles, alles, die ganze Filmgeschichte steht uns Glücklichen – und potentiell auch unseren Kindern – heute auf DVD oder im Netz zur Verfügung) kommt der Franzen nicht. Wenn er klassische Screwball-Komödien mag, warum zum Teufel besorgt er sie dann nicht? (Aber gaaanz vorsichtig sein, &#8220;<a href="http://www.imdb.de/title/tt0029929/">Blaubarts achte Frau</a>&#8221; von Ernst Lubitsch oder etwa der Preston-Sturges-Film &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0033804/">Die Falschspielerin</a>&#8221; haben nur eine FSK-16-Freigabe, das muss ganz harter Stoff sein.) Es ist natürlich auch möglich, dass seine Tochter die alten Filme ablehnt. Die sind ja schwarz/weiß und die Leute haben so komische Sachen an und das Bild ist so schmal. Dann hat Papa Franzen wohl schon früher ein paar Fehler bei der Filmauswahl gemacht. So einem helfen dann aber auch keine sonst wie gearteten FSK-Freigaben.</p>
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		<title>Neu im Kino: Affen, Liebe, Kinder, Hass</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 19:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Filmstarts vom 4. und vom 11.8.2011 * * * Ein Prequel von &#8220;Planet der Affen&#8221;, zehn Jahre nach dem schwachen Tim-Burton-Remake, da dürfte eigentlich niemand ungeduldig drauf gewartet haben. Einige Kritiken machen aber neugierig: Die Geschichte von den Laboraffen, die zu Intelligenzbestien werden und sich befreien scheint für solch einen Actionfranchisekracher ungewöhnlich klug erzählt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1956" title="KW32" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/08/KW32.jpg" alt="KW32" width="520" height="705" /></p>
<p><em>Die Filmstarts vom 4. und vom 11.8.2011<br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p class="abstand"><em>* * *</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Ein Prequel von &#8220;Planet der Affen&#8221;, zehn Jahre nach dem schwachen Tim-Burton-Remake, da dürfte eigentlich niemand ungeduldig drauf gewartet haben. Einige Kritiken machen aber neugierig: Die Geschichte von den Laboraffen, die zu Intelligenzbestien werden und sich befreien scheint für solch einen Actionfranchisekracher ungewöhnlich klug erzählt zu werden und die mittels Motion-Capture-Technologie zum Leben erweckten Affen sollen den Film zu einem &#8220;Triumph der Visual Effects&#8221; machen, so meint jedenfalls Richard Corliss (<a href="http://www.time.com/time/arts/article/0,8599,2086913,00.html">Time.com</a>). In der FAS beschreibt Cord Riechelmann die Qualitäten des Films auf eine Weise, dass man völlig vergisst, dass es um einen bombastischen Blockbuster geht. &#8220;Großartiger Realismus&#8221;, schreibt er und es gehöre &#8220;zu den herausragenden Leistungen des Films, dass er auch in der Empathie mit den Tieren die Distanz wart&#8221;. Und schließlich ist noch die Rede von einer &#8220;Form amerikanischer Selbstkritik, wie sie hierzulande noch kein populärer Film hinbekommen&#8221; habe. Ich bin sehr gespannt. Bei imdb hat der Film zur Zeit die Durchschnittsnote 8,0. Ob man sich den Trailer anschauen will, sollte man sich gut überlegen: Da wird das &#8220;Kampfaffenballett&#8221; (Riechelmann) des Finales ausgiebig gezeigt. Ich lass&#8217; mich von dem Anblick lieber an passender Stelle im Kino überraschen.</p>
<p>&#8220;Prevolution&#8221;: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=eUkpGTTDQKA">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/rise-of-the-planet-of-the-apes/critic-reviews">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/planet_der_affen_prevolution/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/planet-der-affen-prevolution/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Noch mehr Realismus: Im Debüt von Alix Delaporte aus Frankreich wird eine ganz einfache Geschichte erzählt, die einerseits alle Qualitäten eines Films der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dardenne_brothers">Dardennebrüder</a> hat und andererseits zutiefst romantisch ist. Sie ist schön und kommt aus dem Knast, er ist Fischer mit fortgeschrittener  Glatzenbildung und Augenlidern auf Halbmast. Alles überzeugt: Die Darsteller, das pointierte Buch, der nüchterne Inszenierungsstil, die glaubhaft eingefangene Provinzhafenstadttristesse. Was für ein Glück, das der Film es in unsere Kinos geschafft hat, bescheiden, wie er daherkommt. Einer der schönsten Filme des Jahres, bislang. Die Kritiker sind überwiegend freundlich, nur wenige meckern: Der Film sei &#8220;<a href="http://www.filmgazette.de/index.php?s=filmkritiken&#038;id=432">oberflächlich&#8221;, &#8220;klischeebeladen und zäh verstockt</a>&#8220;, heißt es dann, oder die Hauptfiguren seien einfach &#8220;<a href="http://www.filmink.com.au/review/angele-amp-tony-film/">uninteressant</a>&#8220;.</p>
<p>Der schönste Text zum Film, über den ich gestolpert bin, stammt von <a href="http://www.strandgut.de/2011/H1108/inhalt/fifk_002.htm">Georg Seeßlen</a>. (&#8220;Nichts ist schwieriger im Film, als Leichtigkeit und  Genauigkeit miteinander zu verbinden. Aber &#8216;Angèle und Tony&#8217; kommt, von  der Genauigkeit her, ein gutes Stück voran. Märchenhaft, ein wenig, muss  es natürlich auch sein. Sonst bräuchten wir ja nicht ins Kino gehen. Um  Leuten zuzusehen, die direkt vom Standesamt in den Schlick gehen.  Krabben sammeln, Wind spüren. Glücklich sein. All das Zeug.&#8221;)</p>
<p>&#8220;Angèle und Tony&#8221;: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=k1GvR8JgORQ">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/rise-of-the-planet-of-the-apes/critic-reviews">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/angele_und_tony/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/angele-und-tony/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Super 8&#8243; wirkt wie ein früher Steven-Spielbergfilm und das soll er auch, er wurde von Spielberg höchstselbst produziert und er spielt 1979 in einer amerikanischen Kleinstadt. Im Mittelpunkt stehen ein paar Kinder, die auf Super 8 heimlich einen Zombieschocker drehen und bei nächtlichen Aufnahmen Zeugen eines Zugunglücks werden. Um anschließend sehr seltsamen Dingen auf die Spur zu kommen, die von staatlicher Seite offenbar vertuscht werden sollen. Das Ganze ist also so etwas wie E.T. revisited, nur mit Special Effects von 2011. In der zweiten Hälfte kippt der Film dann wohl leider zu sehr in die üblichen Materialschlachten, doch bis dahin soll er vor allem mit feiner Charakterzeichnung und einer zarten Teenie-Liebesgeschichte überraschen. Andreas Borcholte weist bei <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,777993,00.html">Spon</a> daraufhin, dass sich das Abspannsitzenbleiben lohnt: Erst dann, im Abspann, gebe es nämlich das &#8220;eigentliche Mirakel, die wahre Essenz&#8221; von &#8220;Super 8&#8243; zu sehen.</p>
<p>&#8220;Super 8&#8243;: <a href="http://www.super8-movie.com/intl/de/index.php#/video">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/super-8/critic-reviews">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/super_8/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/super-8--2/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Noch ein Debüt: In &#8220;Blue Valentine&#8221; von Derek Cianfrance durchleiden Michelle Williams und Ryan Gosling so eindrücklich ein Beziehungsdrama, dass die große Mehrheit der Kritiker ins Jubeln gerät. Ungewöhnlich, berührend, spannend und wunderschön sei das alles. &#8220;Es gibt ein Lied über die dünne Linie zwischen Liebe und Hass, aber die meisten Filme entscheiden sich für eine Seite und bleiben da. &#8216;Blue Valentine&#8217; (&#8230;) untersucht ein junges Paar, das sich ver- und entliebt und macht aus der dünnen Linie ein wüstes und unscharfe Niemandsland. Wo wir bei Musik sind, es gibt einen Leonard-Cohen-Song über das Tanzen bis zum Ende der Liebe, aber Herrn Cianfrances Figuren Dean und Cindy stolpern und kriechen in die Richtung, ohne sich an die versierten, verspielten Schritte von einst zu erinnern.&#8221; So leitet A. O. Scott in der <a href="http://movies.nytimes.com/2010/12/29/movies/29blue.html?ref=movies">New York Times</a> seine Kritik ein und kommt schließlich zu einem moderateren Urteil als all die Kritikerkollegen. Interessanterweise arbeitet er die Defizite des Films heraus, in dem er ihn mit dem aus seiner Sicht deutlich überlegenen &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2009/alle_anderen/links.htm">Alle anderen</a>&#8221; von Maren Ade vergleicht. Den ich bei dieser Gelegenheit auch noch einmal nachdrücklich allen empfehlen möchte, die ihn verpasst haben.</p>
<p>&#8220;Blue Valentine&#8221;: <a href="http://www.bluevalentine.senator.de/">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/blue-valentine/critic-reviews">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/blue_valentine/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/blue-valentine/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Die anonymen Romantiker&#8221; ist der ins Unverständliche übersetzte Titel einer französischen Komödie, in der es um &#8220;anonyme Hochsensible&#8221; geht. Zwei solcher Figuren, die sich, jedenfalls in diesem Film, Hilfe suchend in Stuhlkreise begeben wie manche Alkoholiker, stehen im Mittelpunkt des Films: eine Konditorin, die die Urheberschaft ihrer meisterhaften Kreationen verschleiert, weil sie die damit verbundene Aufmerksamkeit nicht erträgt und der Inhaber einer altmodischen, in wirtschaftliche Schieflage geratenen Süßwarenmanufaktur, dem seine extreme Schüchternheit nicht minder große Probleme bereitet. Natürlich nähern sie sich an, wie es die Regeln der romantischen Komödie halt vorschreiben und auf dem Weg zum ins Erträgliche variierten Happy End müssen zahllose Konservations- und sonstige Katastrophen durchlitten werden. Die Ausstattung und Anmutung sind wieder einmal zu nostalgisch für meinen Geschmack, aber die Hauptdarsteller (Isabelle Carré und Benoît Poelvoorde, der als belgischer Grenzkontrollkotzbrocken in &#8220;Nichts zu verzollen&#8221;, auch zur Zeit im Kino, deutlich weniger komisch ist), das eben doch mit einigen Überraschungen aufwartende Drehbuch und die orginellen Macken des werdenden Paars gleichen das einigermaßen hinreichend aus.</p>
<p>&#8220;Die anonymen Romantiker&#8221;: <a href="http://www.die-anonymen-romantiker.de/main.html">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21670/CARS-2/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/die_anonymen_romantiker/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/die-anonymen-romantiker/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein Biopic über einen britischen Fernsehkoch. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/toast/links.htm">Toast</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Film über den mentalen und beruflichen und allgemeinen Abstieg von Joaquin Phoenix, der wohl seinen einzigen Reiz – mal abgesehen vom Voyeurismus – daraus zieht, dass lange unklar blieb, ob es sich um eine Doku oder um reinen Fake handelt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/i_m_still_here/links.htm">I&#8217;m Still Here</a>&#8220;)</li>
<li>Eine unterirdische deutsche &#8220;Sommerkomödie&#8221;. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/resturlaub/links.htm">Resturlaub</a>&#8220;)</li>
<li>Ein offenbar bemerkenswert schlechter kanadisch-italienischer Spukhausquatsch. (<a href="http://www.filmz.de/film_2011/hidden_3d/links.htm">Hidden 3D</a>)</li>
<li>Und eine schwerdramatische multieuropäische Literaturverfilmung um irgendwelche Kindheitstraumata. &#8220;Die sülzende Musik lässt auch den Zuschauer jenen Schmerz spüren, den die Schauspieler fortwährend in ihren Gesichtern tragen&#8221;, so Daniel Sander oder einer seiner anonymen Mitarbeiter im Kultur Spiegel. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/die_einsamkeit_der_primzahlen/links.htm">Die Einsamkeit der Primzahlen</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Schon im Kino seit dem 4.:</p>
<ul>
<li>Ein gut gemeinter Film über einen pendelnden Albaner, der in Deutschland kriminell wird. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/der_albaner/links.htm">Der Albaner</a><a href="http://www.filmz.de/film_2011/toast/links.htm"></a>&#8220;)</li>
<li>Die Wiederkehr der Schlümpfe: Mit <a href="http://lambiek.net/artists/p/peyo.htm">Peyos</a> Geschöpfen haben sie nicht mehr viel zu tun, widerlich CGI-animiert wurden sie und in ein Realfilm-New-York verpflanzt, die armen Wichte. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/die_schluempfe/links.htm">Die Schlümpfe</a>&#8220;)</li>
<li>Kalkulierter Stoff für doofe Teenies. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/ploetzlich_star/links.htm">Plötzlich Star</a>&#8220;)</li>
<li>Ein österreichischer Film über die Beschädigungen, die die erwachsenen Kinder eines Oberhippies davon getragen haben. Wird als vielversprechendes Debüt gelobt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/die_vaterlosen/links.htm">Die Vaterlosen</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Arte-Doku über Sex und Frauenfeindlichkeit im Iran. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/im_bazar_der_geschlechter/links.htm">Im Bazar der Geschlechter</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein &#8220;lauwarmes, irrelevantes Filmchen&#8221; (E. Knörer) aus der Türkei  über die Liebe zu Dritt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/our_grand_despair/links.htm">Our Grand Despair</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas: Das oben genannte, wunderschöne Lied über die dünne Linie zwischen Liebe und Hass, von den Persuaders, Atco 1971:</p>
<p><iframe width="520" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/4Jf_E7CGf08" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und dann noch der Leonard-Cohen-Song, von 1984:</p>
<p><iframe frameborder="0" width="520" height="360" src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xf0wx"></iframe><br /><a href="http://www.dailymotion.com/video/xf0wx_leonard-cohen-dance-me-to_news" target="_blank"></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p></a></p>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Perfide Grausamkeiten im pädagogischen Umfeld und eine fragwürdige Win-Win-Situation</title>
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		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1921#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 16:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Filmstarts vom 28. und vom 21.7.2011 * * * So richtig in den Tritt bin ich noch nicht wieder gekommen. Aber besten Willens bin ich. Wohlan denn! Eine fiese und offenbar höchst elegant inszenierte Rachegeschichte aus Japan ist &#8220;Geständnisse&#8221;. Der Racheengel ist Lehrerin, die zu rächende Tat besteht in der Ermordung ihrer kleinen Tochter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1933" title="KW30" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/07/KW30.jpg" alt="KW30" width="520" height="368" /></p>
<p><em>Die Filmstarts vom 28. und vom 21.7.2011<br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p class="abstand"><em>* * *</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>So richtig in den Tritt bin ich noch nicht wieder gekommen. Aber besten Willens bin ich. Wohlan denn!</p>
<p>Eine fiese und offenbar höchst elegant inszenierte Rachegeschichte aus Japan ist &#8220;Geständnisse&#8221;. Der Racheengel ist Lehrerin, die zu rächende Tat besteht in der Ermordung ihrer kleinen Tochter und die Täter sind Siebtklässler, Schüler von ihr. Das Ganze scheint sehr opulent und bildstark daherzukommen und kann in seiner gewollten Wucht vielleicht auch nerven, die Kritiker zeigen sich aber fast durchweg angetan. Marit Hofmann schreibt in &#8220;Konkret&#8221;: Dieser Film ist so herrlich unmoralisch, dass er unbedingt auch Zuschauern unter 18 zu empfehlen ist. Lektion 1: Traut keinem Lehrer. Lektion 2: Traut keinem Schüler. Lektion 3: Vertraut aufs japanische Kino&#8221;. Und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Buttgereit">Jörg Buttgereit</a> meint auf <a href="http://film.fluter.de/de/431/kino/9598/">fluter.de</a>, das sei &#8220;alles ganz schön dick aufgetragen. Aber schön. Schön traurig.&#8221;</p>
<p>&#8220;Geständnisse&#8221;: <a href="http://www.rapideyemovies.de/film/confessions/catalogue/news/genre/0">Trailer</a> | <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/confessions_2010/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/gestaendnisse_confessions/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/gestaendnisse/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Pixarfilm Nummer zwölf ist ein Sequel von &#8220;Cars&#8221; und heißt, wenig überraschend, &#8220;Cars 2&#8243;. Die sprechenden Autos werden diesmal rund um die Welt geschickt und in eine actionreiche Spionagehandlung verstrickt und obwohl Altmeister <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/John_Lasseter">John Lasseter</a> höchstpersönlich Regie geführt hat, scheint es dem Studio erstmals gelungen zu sein, ein höchstens mittelmäßiges Ergebnis abzuliefern. Die Einspielergebnisse (und nicht zu vergessen die ungeheuren Einkünfte durch das Merchandising) dürften den Disney/Pixar-Verantwortlichen zwar wie stets Freude bereiten, doch die professionellen Kritikern sind sich mit den imdb-Amateuren einig: &#8220;Cars 2&#8243; ist der vergleichsweise schlechteste Pixarfilm, er erreicht weit abgeschlagen einen <a href="http://www.metacritic.com/movie/cars-2">Metascore von 57</a> und erhält die <a href="http://www.imdb.com/title/tt1216475/">imdb-Durchschnittsnote 6,6</a>. Sämtliche früheren Filme des Studios bewegen sich im Bereich von 77 (&#8220;Das große Krabbeln&#8221;) bis 96 (&#8220;Ratatouille&#8221;) bei Metacritic bzw. von Note 7,3 (&#8220;Das große Krabbeln&#8221;) bis zu 8,6 (&#8220;Toy Story 3&#8243;) bei imdb.</p>
<p>Leonard Maltin, der große Animationsfilmspezi (Autor des Standardwerks &#8220;<a href="http://www.amazon.com/Mice-Magic-American-Animated-Cartoons/dp/0452259932">Of Mice And Magic</a>&#8220;) schreibt, dass die Handlung von &#8220;Cars 2&#8243; so chaotisch und konfus sei, dass man ihr bis zum Ende kaum folgen könne. &#8220;Andererseits, wenn Ihr Kind gern Autorennen guckt oder eine kurze Aufmerksamkeitsspanne hat, ist &#8216;Cars 2&#8242; vielleicht genau das Richtige. Er hört nie auf, sich zu bewegen, man weiß bloß nicht, wohin er sich bewegt. Und warum.&#8221;</p>
<p>Roger Ebert erinnert sich dagegen daran, wie er in seiner Kindheit mit Autos gespielt hat und kommt zu einem recht <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20110622/REVIEWS/110629995">freundlichen Urteil</a>.</p>
<p>&#8220;Cars 2&#8243;: <a href="http://www.disney.de/cars/index.jsp">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21670/CARS-2/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/cars_2/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/gestaendnisse/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein weiterer DC-Superheldenfilm, diesmal ist die <a href="http://farm4.static.flickr.com/3616/3665501075_636dc80695_z.jpg">Grüne Laterne</a> an der Reihe. Wohl komplett überflüssig. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/green_lantern/links.htm">Green Lantern</a>&#8220;)</li>
<li>Und der neue Film von und mit Dany Boon, in dem er als französischer Zöllner, zur Zeit der EU-Grenzöffnungen, Auseinandersetzungen mit einem chauvinistischen belgischen Kollegen hat (Benoît Poelvoorde). Wenig lustig und sogar ärgerlich in seiner finalen Versöhnlichkeit. (Ich habe ihn für die Humorkritik in der Titanic vorab gesehen und dann keine Zeit dafür gefunden, den unumgänglichen Verriss zu schreiben.) (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/nichts_zu_verzollen/links.htm">Nichts zu verzollen</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine Doku über einen deutschen Fußballer in Australien. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/tom_meets_zizou_kein_sommermaerchen/links.htm">Tom meets Zuzou – Kein Sommermärchen</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Schon im Kino seit dem 21.:</p>
<p>Ein sympathischer Film mit Paul Giamatti als kleinem Anwalt, der sich einen unmoralischen Trick mit der Betreuung eines pflegebedürftigen Klienten erlaubt, um seine monetäre Lage zu verbessern. Problematisch wird es, als unvermutet ein Enkel des vermeintlich familienlosen Alten auftaucht. Der stellt sich dann aber als brauchbar für die Wrestling-Schulmannschaft heraus, die der Giamattianwalt in seiner Freizeit trainiert. Autor und Regisseur ist Tom McCarthy, der von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0340377/">Station Agent</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0857191/">The Visitor</a>&#8220;. Zwar <a href="http://www.metacritic.com/movie/win-win">hochgelobt</a>, will den Film aber offenbar kaum jemand sehen, zumindest bei uns in der Kinoprovinz Hamburg läuft er in der zweiten Woche nur noch einmal am Sonntagnachmittag &#8230;</p>
<p>&#8220;Win Win“: <a href="http://www.winwin-derfilm.de/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21924/WIN-WIN/Kritik/">Presseschau</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/win_win/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/win-win/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem seit dem 21.:</p>
<ul>
<li>Eine Komödie um Tiefkühlkostlieferanten in der norddeutschen Tiefebene. Mit Herbert Knaup als Miesepeter, für den das Drehbuch die Läuterung bereithält.  Regie führte André Erkau. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/arschkalt/links.htm">Arschkalt</a>&#8220;)</li>
<li>Eine österreichische Komödie über einen Mann, aus dem Sand rieselt. So hübsch durchgeknallt das erstmal klingt, scheint es sich dabei letztlich doch wieder um eine recht brave Unternehmung zu handeln. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/ein_sommersandtraum/links.htm">Ein Sommersandtraum</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Art &#8220;Short Cuts&#8221; aus Serbien. &#8220;Belanglos und konstruiert&#8221;, urteilt Asokan Nirmalarajah im <a href="http://www.schnitt.de/202,6822,01">Schnitt</a> und klingt dabei recht überzeugend. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/belgrad_radio_taxi/links.htm">Belgrad Radio Taxi</a>&#8220;).</li>
<li>Eine von Judd Apatow produzierte Komödie, in der die üblichen Romcommotive rund ums Heiraten um Fick- und Fäkalienwitze erweitert werden.  Definitiv nix für mich, aber für das ödeste Genre überhaupt sicherlich ein Fortschritt. In der Hauptrolle ist &#8220;Saturday Night Live&#8221;-Star <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kristen_Wiig">Kristen Wiig</a> zu sehen, die auch am Drehbuch geschrieben hat. In den USA war der Film an den Kinokassen ein großer Erfolg und auch der Kritik und den imdb-Nutzern <a href="http://www.imdb.com/title/tt1478338/">hat&#8217;s</a> <a href="http://www.metacritic.com/movie/bridesmaids/">gefallen</a>. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/brautalarm/links.htmhttp://www.filmz.de/film_2011/brautalarm/links.htm">Brautalarm</a>&#8220;).</li>
<li>Eine offenbar belanglose Neuauflage des klassischen Gruselhausfilms. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/insidious/links.htm">Insidious</a>&#8220;).</li>
<li>Eine Doku über die Rockabillyszene im Ruhrpott, die folgerichtig heißt: &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/rockabilly_ruhrpott/links.htm">Rockabilly Ruhrpott</a>&#8220;.</li>
<li>Eine doofe Romcom von und mit Tom Hanks. Und Julia Roberts. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/larry_crowne/links.htm">Larry Crowne</a>&#8220;)</li>
<li> Außerdem Teil drei des Transfomerquatsches. Jetzt mit noch mehr Action! Und noch weniger Handlung! (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/transformers_3/links.htm">Transformers 3</a><a href="http://www.filmz.de/film_2011/the_bang_bang_club/links.htm"></a>&#8220;).</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Die Filmstarts der ersten beiden Juliwochen gehe ich nicht mehr im Einzelnen durch, einen Kinobesuch wert sind aber wohl in jedem Fall das viel gelobte iranische Scheidungs- und Gerichtsdrama &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/nader_und_simin_eine_trennung/links.htm">Nader und Simin</a>&#8221; sowie der Liebesfilm &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/herzensbrecher/links.htm">Herzensbrecher</a>&#8221; des französischen Jungspunds Xavier Dolan.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas: Der Trailer für die Mutter aller Racheengelfilme:<br />
<iframe width="520" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/mMlONL-BR2M" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p class="abstand">* * *</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Weirs Wüstenflüchtlinge und eine muslimisch-jüdische Identitätsverwirrungskomödie</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1905</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1905#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 15:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 29.6.2011 * * * Der Plot: Eine Gruppe von Männern entkommt gegen Ende des zweiten Weltkriegs aus dem Gulag und schlägt sich zu Fuß bis nach Indien durch. Regisseur Peter Weir (&#8220;Der einzige Zeuge&#8220;, &#8220;Picknick am Valentinstag&#8220;) hat das offenbar als bildgewaltiges Drama umgesetzt und jedem zweiten Rezensenten fällt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1912" title="KW26" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/07/KW26.jpg" alt="KW26" width="520" height="385" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 29.6.2011</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
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<p><em> </em></p>
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<p><em> </em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Der Plot: Eine Gruppe von Männern entkommt gegen Ende des zweiten Weltkriegs aus dem Gulag und schlägt sich zu Fuß bis nach Indien durch. Regisseur Peter Weir (&#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0090329/">Der einzige Zeuge</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0073540/">Picknick am Valentinstag</a>&#8220;) hat das offenbar als bildgewaltiges Drama umgesetzt und jedem zweiten Rezensenten fällt dazu der Name &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Lean">David Lean</a>&#8221; ein. (Oder einer schreibt es vom anderen ab.) Die Strapazen der Flucht werden wohl ausgiebigst beschrieben, die zu erwartenden zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen bleiben dagegen eher aus, obwohl sogar noch eine gut aussehende <a href="http://www.google.com/search?q=Saoirse+Ronan+the+way+back&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;tbm=isch&amp;source=og&amp;sa=N&amp;hl=de&amp;tab=wi&amp;biw=1256&amp;bih=728">Polin</a> zu der Gruppe stößt. Vermutlich ist das Ganze also weder sonderlich spannend noch originell, aber Anschauen schadet nicht.</p>
<p>&#8220;The Way Back“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=t_9y9n7TcH0">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/the-way-back">Presseschau</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/the_way_back_der_lange_weg/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/the-way-back/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Schon gesehen habe ich &#8220;Alles Koscher&#8221;:</p>
<blockquote><p>Vor genau einem Jahr habe ich an dieser Stelle (<a href="http://www.titanic-magazin.de/hk_1007.html?&amp;tx_kharticlepages_pi1[page]=6&amp;cHash=9ead5868719a7c1d5159ce7c663cfed6">Humorkritik</a> in der Titanic) kein gutes Haar an „Kleine Wunder in Athen“ gelassen, einem Film, in dem ein griechischer Albanerhasser mit der Tatsache konfrontiert wird, dass es selbst albanischstämmig ist. In „The Infidel“, aktuell im Kino, muss nun Mahmud, ein britischer Moslem, feststellen, dass er eigentlich Jude ist. Und ich muss feststellen, dass ich mit dem Athenfilm zu hart umgesprungen bin. Denn die muslimisch-jüdische Identitätsverwirrungskomödie ist in ihrer Klischeedichte, verbunden mit größtmöglicher Harmlosig- wie Vorhersehbarkeit, um vieles schlimmer. Mahmud belegt beim amerikanischen Juden um die Ecke einen Schnellkurs in jüdischen Sitten und Gebräuchen, motiviert von dem Wunsch, von einem verbohrten Rabbi zu seinem frisch entdeckten, aber leider im Sterben liegenden Vater vorgelassen zu werden. In Folge wird dann stur jeder zu erwartende Witz durchexerziert, der sich aus den unzureichenden Ergebnissen seiner Bemühungen und der Verheimlichung des Ganzen vor Familie, Freunden und Kollegen ergibt, bis am Ende die Fundamentalisten beider Seiten besiegt sind und alle anderen zusammen singen und tanzen. Im Ernst.</p></blockquote>
<p>Erschienen ist diese Kritik leider nicht im Heft, da ich übersehen hatte, dass mir Sitcomspezi Oliver Nagel mit einer <a href="milderen Einschätzung">milderen Einschätzung</a> zuvorgekommen ist.</p>
<p>&#8220;Alles koscher“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=fMAymX_iKVw">Trailer</a> | <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/the_infidel/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/alles_koscher/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/alles-koscher/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine Doku über Beatleskumpel Klaus Voormann. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/all_you_need_is_klaus_die_klaus_voormann_story/links.htm">All You Need is Klaus &#8211; Die Klaus Voormann Story</a>&#8220;)</li>
<li>Die unaufgeregte Verfilmung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naokos_L%C3%A4cheln_%28Roman%29">Murakamiromans</a> über einen in Liebesdingen wenig entscheidungsfreudigen Studenten in den späten Sechzigern. Regie führte der Vietnamese Trần Anh Hùng, dessen Filme &#8220;Der Duft der grünen Papaya&#8221; und &#8220;Cyclo&#8221; vor anderthalb Jahrzehnten gern auf Festivals gezeigt wurden und es anschließend weltweit in die Arthousekinos geschafft haben. Der japanische Originaltitel von Roman wie Adaption ist die wörtliche Übersetzung des Songtitels &#8220;Norwegian Wood&#8221;, der dann auch tatsächlich im Film zu hören ist. Neben <a href="http://www.imdb.com/title/tt1270842/soundtrack">mehreren Stücken</a> von Can(!). Letzteres ist eigentlich ein hinreichender Grund, sich das mal anzuschauen. Der Score stammt vom Radioheadgitarristen Jonny Greenwood und wird allseits gelobt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/naokos_laecheln/links.htm">Naokos Lächeln</a>&#8220;).</li>
<li>Ein schwerpoetischer Film über einen alten Ziegenhirten. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/vier_leben/links.htm">Vier Leben</a>&#8220;).</li>
<li>Ein deutsch-niederländisch-belgischer Film in dem Sandra Hüller, die aus &#8220;Requiem&#8221;, mit allen möglichen und unmöglichen Männern ins Bett geht. Das hat dann Folgen, privat wie beruflich. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/brownian_movement/links.htm">Brownian Movement</a>&#8220;)</li>
<li>Die Verfilmung eines norwegischen <a href="http://www.amazon.de/Lillebror-Knorzel-Anne-Catharina-Vestly/dp/B0000BTZ05">Kinderbuchs</a>,  in dem wieder einmal ein einsamer Junge ein fantastisches Geschöpf als  Begleiter findet. Diesmal ist es kein kleiner Mann mit Propeller auf dem  Rücken, sondern ein noch kleineres Stockmännchen. Aber Lillebror heißt  wieder Lillebror. Wohl einer der besseren Kinderfilme des Jahres. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/mein_freund_knerten/links.htm">Mein Freund Knerten</a>&#8220;).</li>
<li>Eine Doku über die Rockabillyszene im Ruhrpott, die folgerichtig heißt: &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/rockabilly_ruhrpott/links.htm">Rockabilly Ruhrpott</a>&#8220;.</li>
<li>Eine doofe Romcom von und mit Tom Hanks. Und Julia Roberts. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/larry_crowne/links.htm">Larry Crowne</a>&#8220;)</li>
<li> Außerdem Teil drei des Transfomerquatsches. Jetzt mit noch mehr Action! Und noch weniger Handlung! (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/transformers_3/links.htm">Transformers 3</a><a href="http://www.filmz.de/film_2011/the_bang_bang_club/links.htm"></a>&#8220;).</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas: Die Eingangssequenz von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0065620/">Deadlock</a>&#8220;, von Roland Klick, mit der Musik von Can:<br />
<iframe width="520" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/H9WsxUueBAM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p class="abstand">* * *</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Nahosttragik, ein Autoanwalt und diverse Anfänger</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 22:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 23.6.2011 (Und auch ein paar vom 16. und vom 9.6.) Schwester Susanne, so steht es jedenfalls auf ihrem Kittel, hat sich von mir heute morgen, nachdem sie mir Blut abgezapft hat, die Zeitung geborgt, um sich eine Kopie von der Filmseite zu machen. Ihr Interesse galt allein dem Film [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1893" title="KW25" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/06/KW25.jpg" alt="KW25" width="520" height="757" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 23.6.2011 (Und auch ein paar vom 16. und vom 9.6.)</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Schwester Susanne, so steht es jedenfalls auf ihrem Kittel, hat sich von mir heute morgen, nachdem sie mir Blut abgezapft hat, die Zeitung geborgt, um sich eine Kopie von der Filmseite zu machen. Ihr Interesse galt allein dem Film &#8220;Die Frau, die singt&#8221;. Und ich glaube, sie hat Recht: Es ist der interessanteste Film der Woche. Meist werden derzeit ja Filme fürs Theater adaptiert, &#8220;Die Frau, die singt&#8221; ist mal wieder ein gelungenes Beispiel für den althergebrachten gegenteiligen Weg. Es scheint so, als sei es dem kanadischen Regisseur Denis Villeneuve gelungen, die Geschichte des Stücks &#8220;Verbrennungen&#8221; des Libanesen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wajdi_Mouawad">Wajdi Mouawad</a> adäquat auf die Leinwand zu bringen, indem er sich auf Bilder verlässt, statt nur auf Worte. Es geht um eine tote Mutter und deren seltsame Hinterlassenschaft an ihre erwachsenen Zwillinge: Zwei Briefe, an einen tot geglaubten Vater und einen bis dato unbekannten Bruder. Die beiden begeben sich auf Spurensuche in ein nicht genau bezeichnetes Land des nahen Ostens und es entfaltet sich, mit Hilfe vieler Rückblenden erzählt, eine Familientragödie antiken Ausmaßes vor dem Hintergrund von Gewalt und religiösem Wahn.</p>
<p>Die Kritiken lesen sich fast durchweg positiv. Über &#8220;Mut zum Pathos&#8221;, &#8220;emotionale Wucht&#8221; und &#8220;humanistische Qualität&#8221; schreibt etwa Felicitas Kleiner im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=11425">Filmdienst</a>, &#8220;stupende dramaturgische Parallelführung&#8221; attestiert Susanne Ostwald in der <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/film/das_raetsel_ihres_lebens_1.10329858.html">Neuen Zürcher</a> dem Drama und schreibt, dass in &#8220;jeder Szene die Spannung&#8221; gehalten werde<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/film/das_raetsel_ihres_lebens_1.10329858.html"></a>. Daniel Sander vom <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,769865,00.html">Kulturspiegel</a> meint, dass der Film mit &#8220;seinen unglaublichen Wendungen und schockierenden Enthüllungen zwar immer wieder Anklänge an eine Seifenoper&#8221; habe, aber dennoch eine &#8220;überlebensgroße Tragödie, unglücklich und unwiderstehlich&#8221; sei. Hört sich alles sehr verlockend an. Ganz im Gegensatz zu dem abschreckenden deutschen Titel. &#8220;Die Frau, die rülpst&#8221; würde mich noch eher ansprechen. (Und um noch weiter abzuschweifen: Erinnert sich außer mir noch jemand an den Titel einer Reihe der Büchergilde Gutenberg aus den Achtzigern, &#8220;Frauen schreiben&#8221;? Was haben wir gelacht. Frauen schreiben. Sensationell! Was die alles können.)</p>
<p>&#8220;Die Frau, die singt“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YDf-XuYid1A">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/incendies">Presseschau</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/die_frau_die_singt/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/die-frau-die-singt-incendies/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Der neue Film von Ulrich Köhler, dem &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2006/montag_kommen_die_fenster/links.htm">Montag kommen die Fenster</a>&#8220;-Regisseur, spielt in Afrika und mit Motiven aus Joseph Conrads &#8220;Herz der Finsternis&#8221;, es geht um einen desorientierten niederländischen Entwicklungshelfer in Kamerun. Leider scheint er unerträglich dröge geraten zu sein, &#8220;Die &#8216;Schlafkrankheit&#8217; (so lautet der Filmtitel) befällt streckenweise auch die Zuschauer, urteilt Carolin Ströbele in der <a href="http://www.zeit.de/kultur/film/2011-02/berlinale-schlafkrankheit">Zeit</a>. Und Philipp Schmidt schreibt in Konkret: &#8220;Der Film, den man der sogenannten Berliner Schule zurechnen kann, ist stocknüchtern und staubtrocken erzählt. Streckenweise wirkt er wie eine schlechte Dokumentation, der das Thema abhanden gekommen ist. Die Kamera scheint sich verirrt zu haben. Wo andere Autorenfilme noch den alltäglichsten Handlungen neues Leben einhauchen, bleibt &#8216;Schlafkrankheit&#8217; steril und in einem naiven Realismus befangen, der dem Aberglauben anhängt, Film könne durchs reine Abbilden der Realität die Dinge darstellen, &#8216;wie sie wirklich sind&#8217;.&#8221; Den silbernen Bären für die Regie hat Ulrich Köhler im Februar aber trotzdem in Empfang nehmen können. Die Frau der Hauptfigur, die mit Kind zurück nach Deutschland geht, wird von der sympathischen Jenny Schily gespielt, für mich persönlich der einzige Grund ins Kino zu gehen. Im letzten Jahr habe ich sie durch den Sucher meiner Kamera gesehen, auf der Leinwand, dem Bildschirm oder der Bühne aber noch nie.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1875" title="Schily_bl05252" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/06/Schily_bl05252.jpg" alt="Schily_bl05252" width="520" height="347" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1876" title="Schily_bl05172" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/06/Schily_bl05172.jpg" alt="Schily_bl05172" width="520" height="347" /></p>
<p>&#8220;Schlafkrankheit“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ICo8gp9RerQ">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21895/SCHLAFKRANKHEIT/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/schlafkrankheit/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/schlafkrankheit/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Michael Connelly ist vor allem bekannt als Autor der Romanserie um Privatdetektiv <a href="http://www.thrillingdetective.com/eyes/bosch.html">Harry Bosch</a>. Wer für das Genre etwas übrig hat und sich nicht mit den alten Recken von <a href="http://www.thrillingdetective.com/marlowe.html">Philip Marlowe</a> über <a href="http://www.thrillingdetective.com/archer.html">Lew Archer</a> bis hin zu <a href="http://www.thrillingdetective.com/scudder_matt.html">Matt Scudder</a> begnügen mag, der kommt an Connellys Romanen nicht vorbei, die sogar zuverlässig auch <a href="http://www.amazon.de/s/ref=ntt_at_ep_srch?_encoding=UTF8&amp;sort=relevancerank&amp;search-alias=books&amp;field-author=Michael%20Connelly#/ref=sr_st?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;qid=1308856899&amp;rh=n%3A186606%2Cp_27%3AMichael+Connelly&amp;sort=-pubdate">auf deutsch</a> erscheinen. Einen Ausflug in das Genre Justizthriller hat er 2005 auch gemacht, &#8220;The Lincoln Lawyer&#8221; ist der Titel, auf deutsch wurde der Roman wie jetzt auch die Verfilmung &#8220;Der Mandant&#8221; betitelt, wohl in der Hoffnung, dass sämtliche Grisham-Fans das Portemonnaie zücken. &#8220;I like movies about smart guys who are wise asses, and think their way out of tangles with criminals. I like courtroom scenes. I like big old cars. I like &#8216;The Lincoln Lawyer&#8217; because it involves all three&#8221;, schreibt <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20110316/REVIEWS/110319985/1023">Roger Ebert</a>. Ich mag Szenen im Gerichtssaal eher nicht und meine Begeisterung für große, alte Autos hält sich auch in Grenzen und so bin ich mir nicht sicher, ob mir der sicherlich sehr solide zusammengeschraubte Justizthriller mit Matthew McConaughey ebenso gefallen wird, wie dem ollen Ebert. Wenn er im Fernsehen ausgestrahlt werden sollte und ich das Gerät auch mal einschaltete, dann sähe ich ihn mir aber sicher gerne an. Bei <a href="http://www.imdb.com/title/tt1189340/combined">imdb</a> wurde die Durchschnittsnote 7,4 vergeben und die Kritik ist auch freundlich gestimmt.</p>
<p>&#8220;Der Mandant“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0YRVy75v7fc">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/the-lincoln-lawyer">Presseschau</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/der_mandant/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/der-mandant/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine zahme Komödie mit Cameron Diaz als Schlampe im pädagogischen Einsatz. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/bad_teacher/links.htm">Bad Teacher</a>&#8220;)</li>
<li>Werner mal wieder, gezeichnete Flaschbierwitze zum Fünften. Ob&#8217;s da wohl wirklich noch ein Publikum für gibt? (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/werner_eiskalt/links.htm">Werner – Eiskalt!</a>&#8220;).</li>
<li>Die klamaukige Verfilmung eines amerikanischen Kinderbuchklassikers mit Jim Carrey. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/mr_poppers_pinguine/links.htm">Mr. Poppers Pinguine</a>&#8220;).</li>
<li>Ein britisches Biopic über einen Dealer (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/mr_nice/links.htm">Mr. Nice</a>&#8220;).</li>
<li>&#8220;Der neuste Kinotrip in die Streetdance-Szene. Die Story einer jungen Frau, die sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt &#8211; angeheizt durch feurige Dance-Einlagen, heißblütige Moves und brennende Sounds&#8221;. (Pressetext zu &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/honey_2/links.htm">Honey 2</a>&#8220;)</li>
<li> Außerdem eine wohl recht unausgegorene Heldengeschichte über Kriegsfotografen. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/the_bang_bang_club/links.htm">The Bang Bang Club</a>&#8220;.</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Die letzten beiden Wochen musste ich die Kinoprovinz leider wieder ausfallen lassen, ich hatte einfach zu viel um die Ohren. Auf einige Filme sei hier noch nachträglich hingewiesen.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Eine Kritik, die ich als Hans Mentz für die Juliausgabe der Titanic geschrieben habe:</p>
<blockquote><p>Auf den Filmplakaten steht der Name Kurt Krömer, aber die Kunstfigur Krömer, die gut funktioniert, wenn sie sich lispelnd in hässlichen Anzügen und mit Brille durch TV-Liveaufzeichungen improvisiert, die spielt gar nicht mit. Alexander Bojcan ist in „Eine Insel namens Udo“ nicht Kurt, sondern Udo. Udo leidet an einer seltenen Krankheit, der „Schwersichtbarkeit“, die zu Beginn des Films hübsch pseudodokumentarisch erklärt wird. Er ist für seine Mitmenschen unsichtbar, erst wenn er sie anspricht oder berührt, nehmen sie ihn wahr. Das ist ihm nützlich bei seiner Arbeit als Kaufhausdetektiv und erspart ihm den Unterhalt einer Wohnung, er bleibt einfach Tag und Nacht im Kaufhaus, schließlich sehen auch die Nachtwächter ihn nicht. Eine eigentlich ganz brauchbare Ausgangsidee, wenn denn nicht eine Frau, Fritzi Haberlandt als entscheidungsunfähige Managerin, ins Spiel käme, die ihn sehr wohl sehen kann: Und schon holpert der Plot in Richtung Romcom. Er verschweigt ihr anfänglich seine eingeschränkte Sichtbarkeit, wird beim Restaurantbesuch oder bei einer Familienfeier aber natürlich  von niemandem außer ihr wahrgenommen. Nachdem diese Witzquelle bis zum letzten Tropfen ausgesaugt ist, heilt sie ihn durch Liebe und zusammen schliddern sie nach einigem emotionalen Hin und Her ins Happy End.</p>
<p>Die Hauptfiguren sind unausgegoren, die Nebenfiguren peinlich (Transvestit mit großer Nase und kleiner Finne mit traurigem Gemüt) und die Running Gags hüftlahm. Es ist ja verständlich, dass Bocjan mal irgendwas anderes als die Neuköllner Schnodderschnauze geben will. Aber bei einem solchen Murks wäre der Verzicht auf jegliche Sichtbarkeit das Beste gewesen.</p></blockquote>
<p>&#8220;Eine Insel namens Udo“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=acdWrdz6XXQ">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/22156/EINE-INSEL-NAMENS-UDO/Kritik/">Presseschau</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/eine_insel_namens_udo/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/eine-insel-namens-udo/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Meine Aversion gegen Superhelden schwindet und das gerade angelaufene X-Men-Prequel wird überwiegend freundlich besprochen, drum ließe ich mich gern mit ins Multiplex nehmen. Aber mich fragt ja keiner.<br />
&#8220;X-Men – Erst Entscheidung“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0YRVy75v7fc">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/x-men-first-class">Presseschau</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/x_men_erste_entscheidung/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/x-men-erste-entscheidung/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Terence Malicks Cannes-Gewinner &#8220;Tree Of Life&#8221; mit Brad Pitt und Sean Penn hingegen mag ich mir nicht anschauen, ich wittere prätentiösen, bedeutungsschwangeren Bilderschwulst. Ob der legendäre Wenigfilmer generell überschätzt wird, kann ich nicht beurteilen, ich habe einfach zu wenig von ihm gesehen. Aber das lässt sich bei seinem quantitativ bescheidenem Gesamtwerk ja schnell nachholen. Den jüngsten Film betreffend bin ich geneigt, dem Konkret-Kritiker Thomas Blum zu vertrauen, der in seinem Verriss das tolle Wort &#8220;Landschaftspornografie&#8221; für genau solche Aufnahmen verwendet, die von manchen Arthousekinogängern gern als &#8220;schöne Bilder&#8221; bezeichnet werden. &#8220;Tree of Life&#8221; soll knallvoll davon sein. &#8220;Die Schöpfung ist eine Supersache – vor allem, wenn man alles Hässliche weglässt&#8221;, schreibt Thomas Blum über das &#8220;138minütige Gebet in Bildern&#8221;. Die meisten Schreiber, hüben wie drüben, jubeln jedoch.<br />
&#8220;Tree Of Life“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=WXRYA1dxP_0&amp;feature=related">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/the-tree-of-life">Presseschau</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/the_tree_of_life/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/the-tree-of-life/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Bereits gesehen und gemocht habe ich dagegen &#8220;Beginners&#8221; von Mike Mills, der von seiner geschätzten Gattin <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Miranda_July">Miranda July</a> infiziert worden zu sein scheint und ein komisches und berührendes und sanft verspieltes Stück Kino fertiggestellt hat, das im Tonfall ihrem tollen &#8220;<a href="http://www.imdb.de/title/tt0415978/">Ich und du und alle, die wir kennen</a>&#8221; nicht unähnlich ist.</p>
<p>Es geht um: die Krise eines bindungsgestörten Grafikers mit Ende Dreißig, der sich in eine frische Liebesbeziehung tastet, um das reichlich späte Coming Out seines Vaters und um dessen Krebstod. Und dann beruht der Film „Beginners“ auch noch auf persönlichen Erfahrungen des Autors und Regisseurs. Das hört sich nach bleischwerem Filmemachen zu Zwecken der Selbsttherapie an, das ist es aber nicht. Denn Mike Mills erzählt leichtfüßig und überrascht mit inhaltlichen Schlenkern und formalen Schmankerln. Die Mike-Mills-Figur wird von Ewan McGregor gespielt und sein schwuler Vater von Christian Plummer. Ersterer erzählt die Geschichte aus dem Off und hält so die komplexe Konstruktion zusammen: Es wird nicht nur zwischen der Zeit nach dem Coming Out und der filmischen Gegenwart nach des Vaters Tod hin- und hergesprungen, dazwischen gibt es auch immer wieder komische kleine Szenen aus der Kindheit des Millschen Alter Egos mit seiner wunderbar exzentrischen Mutter. McGregor spricht zu einem Hund als wäre es ein Mensch („Mach Deine eigenen Erfahrungen!“) und weil es Untertitel gibt erhält er auch Antwort und er spielt jede Menge Nonsensspiele mit seiner französischen Freundin (Mélanie Laurent, die Kinobetreiberin aus „Inglorious Basterds“), die irgendwann mal sagt „Du bringst mich zum Lachen, aber es ist gar nicht lustig“. Für den Film gilt das ganz genauso. Schaut Euch den Trailer an.<br />
&#8220;Beginners“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rXUFUp6vsxg">Trailer</a> | <a href="http://www.metacritic.com/movie/beginners">Presseschau</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/beginners/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/beginners/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas: Fritzi Haberlandt und Kurt Krömer, das Paar aus dem Udoinselfilm, hatte ich beide schon vor der Kamera, wie anderswo auf dieser Website schon lange zu sehen ist. Aus gegebenem Anlass jetzt noch einmal hier:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1884" title="Fritzi_FotoGGeller" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/06/Fritzi_FotoGGeller.jpg" alt="Fritzi_FotoGGeller" width="520" height="716" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1885" title="Krömer_FotoGGeller" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/06/Krömer_FotoGGeller.jpg" alt="Krömer_FotoGGeller" width="520" height="716" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Minimenschen und Zeitschleifen</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1861</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 11:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 2.6.2011 &#8220;Arrietty&#8221; ist ein neuer Zeichentrickfilm aus dem Ghiblistudio, der Heimstatt von &#8220;Totoro&#8221; und &#8220;Chihiro&#8221; und &#8220;Laputa&#8221; und dem &#8220;wandelnden Schloss&#8221; und all den anderen Meisterwerken von Hayao Miyazaki. Wem das alles nichts sagt, der sollte besser mit einem der genannten Filme einsteigen und die klaffende Bildungslücke füllen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1864" title="KW22" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/KW22.jpg" alt="KW22" width="520" height="341" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 2.6.2011</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>&#8220;Arrietty&#8221; ist ein neuer Zeichentrickfilm aus dem Ghiblistudio, der Heimstatt von &#8220;Totoro&#8221; und &#8220;Chihiro&#8221; und &#8220;Laputa&#8221; und dem &#8220;wandelnden Schloss&#8221; und all den anderen Meisterwerken von Hayao Miyazaki. Wem das alles nichts sagt, der sollte besser mit einem der genannten Filme einsteigen und die klaffende Bildungslücke füllen. Und alle anderen brauchen nicht mehr zu wissen, um schleunigst ins Kino zu gehen. Diesmal hat Miyazaki nicht Regie geführt, aber wenigstens das Drehbuch geschrieben. Es basiert auf der Kinderbuchserie &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Borrowers">Die Borger</a>&#8221; der britischen Autorin Mary Norton, und wer Kinder hat oder kennt, kann sie diesmal mitnehmen, auch wenn sie gerade erst in die Schule gekommen sind. Ein bisschen Angst habe ich nur vor der Musik von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%A9cile_Corbel">Cécile Corbel</a> &#8230;</p>
<p>&#8220;Arrietty“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5ayUc8GTm_0&amp;feature=related">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21774/ARRIETTY/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/arrietty_die_wundersame_welt_der_borger/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.kino.de/kinofilm/arrietty-die-wundersame-welt-der-borger/imkino/135836.html">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Den neuen Kottan-Film habe ich bereits gesehen und als Hans Mentz für die Titanic drüber geschrieben:</p>
<blockquote><p><strong>Kottan geht nicht mehr</strong></p>
<p>Zur Beschädigung des guten Rufs der ORF-Serie »Kottan ermittelt« habe auch ich beigetragen (<a href="https://www.titanic-magazin.de/hk_0803.html?&amp;tx_kharticlepages_pi1[page]=2&amp;cHash=52d95725c2fe529c7314cf80178f7c2a">TITANIC 3/2008</a>), aber die endgültige Demontage nimmt Kottan-Regisseur Peter Patzak nun höchstselbst vor: Sein Ende März anlaufender Kinofilm »Kottan ermittelt – rien ne va plus«, gedreht knappe zweieinhalb Jahrzehnte nach der letzten Fernsehfolge, ist ein peinlicher und in jeder Hinsicht mißglückter Wiederbelebungsversuch, der zwingend auch ein grelles Licht auf die Defizite des Originals wirft. Abgespult werden Scherze unterschiedlicher Güte, die aber allesamt, vom einfältigen Kack- und Furzwitz über teils nette visuelle Spielereien und sympathische Selbstreferentialität, nicht einmal ansatzweise durch Plot oder Charaktere zusammengehalten werden und so hüftlahm und desorientiert daherkommen, daß mir angesichts dieses handwerklichen Totalversagens nur ungläubiges Kopfschütteln blieb. »Ich bin Fiktion, ich lebe ewig«, sagt Kottan, gespielt vom reichlich aufgeschwemmten Lukas Resetarits. Wenn er sich da mal nicht täuscht.</p></blockquote>
<p>&#8220;Kottan ermittelt – rien ne va plus&#8221;: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gF6UvkEMFAg">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/22127/KOTTAN-ERMITTELT-RIEN-NE-VA-PLUS/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/kottan_ermittelt_rien_ne_va_plus/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.kino.de/kinofilm/kottan-ermittelt-rien-ne-va-plus/imkino/119514.html">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Duncan Jones hat den unglaublich cleveren und unterhaltsamen und überhaupt in jeder Hinsicht erfreulichen Sci-Fi-Film &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt1182345/">Moon</a>&#8221; geschrieben und gedreht und legt jetzt offenbar einen weiteren Film aus dem Genre vor, der bei höherem Budget das Niveau hält. Da scheint einer der raren Wunderknaben aus dem Nichts aufgetaucht zu sein, der es in Hollywood schafft, seine Ideen gegen alle Widerstände zu verteidigen und verboten gutes Genrekino produziert. &#8220;Source Code&#8221; erzählt von einem Mann, der mit Hilfe einer speziellen Technik im Körper eines Anderen, immer wieder die selben acht Minuten durchlebt, kurz vor einem verheerenden Anschlag auf einen Zug. Sein Auftrag besteht darin, das Verbrechen aufzuklären, um ein noch schlimmeres zu verhindern. Aber er entwickelt zunehmend Mitgefühl für die todgeweihten Mitreisenden. Die Hauptrolle spielt Jake Gyllenhaal, der genau wie der ganze Film allseits gelobt wird. Ich muss an das täglich grüßende &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0107048/">Murmeltier</a>&#8221; sowie an &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0114746/">12 Monkeys</a>&#8221; denken. Und freu mich.</p>
<p>&#8220;Source Code“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NkTrG-gpIzE">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21746/SOURCE-CODE/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/source_code/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.kino.de/kinofilm/source-code/imkino/125179.html">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein weiterer der scheußlichen Pseudo-Animationsfilme von Robert Zemeckis (wie &#8220;Polarexpress&#8221;), diesmal geht&#8217;s ins All. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/milo_und_mars/links.htm">Milo und Mars</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutscher Film der laut Pressemitteilung &#8220;auf bewegende Weise von der Macht der Liebe, der Unmöglichkeit des Vergessens und der Kraft des Verzeihens&#8221; erzählt. Mit Hannelore Elsner, Regie führte Hans Steinbichler. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/das_blaue_vom_himmel/links.htm">Das Blaue vom Himmel</a>&#8220;).</li>
<li>Ein deutsches Spielfilmdebüt über frustrierte Vierzigjährige (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/morgen_das_leben/links.htm">Morgen das Leben</a>&#8220;).</li>
<li><a href="http://www.filmz.de/film_2011/gregs_tagebuch_2_gibt_s_probleme/links.htm">Folge zwei</a> der Gregs-Tagebuch-Verfilmungen. Die Vorlagen, Zwitter aus Comic und Kinderbuch, sind unverschämt erfolgreich und die Filme wohl ganz akzeptabel.</li>
<li> Außerdem das erste <a href="http://www.filmz.de/film_2011/hangover_2/links.htm">Sequel</a> der uninspirierten Schmuddelkomödie &#8220;Hangover&#8221;.</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, eine Arte-Doku über das Ghiblistudio, in sechs Teilen:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Während der langen Kinoprovinzpause, in der ich mir selber keinen Überblick mehr verschafft habe, war die <a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/category/trailerschau/">Trailerschau</a> von Thomas, dem Abspannsitzenbleiber oft hilfreich. Allerdings hat auch er kleine Päuschen und zuletzt eine größere Pause eingelegt. Jetzt macht er weiter. Ich wünsch ihm einen langen Atem.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Ebo Taylor – Unwiderstehliche Schnurrgrooves</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 10:32:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieso kennt den keiner? Nicht mal einen Wiki-Eintrag gibt es, auch keine Diskografie bei Allmusic. Der ghanesische Gitarrist und Produzent Ebo Taylor hat in den Siebzigern ähnlich wie Fela Kuti traditionelle Elemente mit Funk gemischt. Letztes Jahr ist sein erstes Album seit Jahrzehnten, „Love and Death“, erschienen, das hat der mittlerweile 75-jährige mit der Afrobeat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1850" title="EboTaylorLifeStories" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/EboTaylorLifeStories.jpg" alt="EboTaylorLifeStories" width="520" height="520" /></p>
<p>Wieso kennt den keiner? Nicht mal einen Wiki-Eintrag gibt es, auch keine Diskografie bei Allmusic. Der ghanesische Gitarrist und Produzent Ebo Taylor hat in den Siebzigern ähnlich wie Fela Kuti traditionelle Elemente mit Funk gemischt. Letztes Jahr ist sein erstes Album seit Jahrzehnten, „Love and Death“, erschienen, das hat der mittlerweile 75-jährige mit der Afrobeat Academy aus Berlin eingespielt. Da war dann überall die Rede von dem „legendären“ Ebo Taylor. Dass er wirklich ein verblüffendes Werk geschaffen hat, lässt sich erst jetzt überprüfen: „Life Stories“ versammelt Aufnahmen von 1973 bis 1980, die teils von Soloalben und teils von unterschiedlichsten Nebenprojekten stammen.<br />
Alle Stücke werden von durchgehend – wie geloopt – wiederholten Riffs bestimmt, die entweder von Bläsern oder vokal vorgetragen werden. Mit dem darunter ausgebreiteten Highlife- und Afrobeatrhythmen und der obligatorisch dazu flirrenden Orgel ergibt das unwiderstehliche Grooves, die endlos weiter schnurren könnten.<br />
Taylors Gitarrenspiel bleibt meist dezent, setzt aber mit Wahwah-Sounds und Funkriffs deutliche Akzente. Und auch die Tracks, bei denen teils durchgängig nur zwischen gerade mal zwei Akkorden hin- und hergewechselt wird, sind viel zu schnell zu Ende. Die Entdeckung des Jahres. Jedenfalls für einen Funkfreund und Afrobeataficionado wie mich. Was soll da noch kommen?</p>
<p><iframe width="520" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/DMCCTNwovuE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="520" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/oWSfbunmWdM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>EBO TAYLOR<br />
Life Stories<br />
(Strut STRUT072, Doppel-CD oder -LP, 16 Tracks, 99:11)</p>
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		<title>Puzzleteile, Atomkraft, iPhone-Liebe und ein Killermädchen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 14:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 26.5.2011 Tolle Drehbücher hat er geschrieben: Guillermo Arriaga ist der Autor von &#8220;Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada&#8221; sowie der drei Iñárritufilme &#8220;Amores Perros&#8221;, &#8220;21 Gramm&#8221; und &#8220;Babel&#8221;. Mit Alejandro González Iñárritu hat er sich entzweit, also führt er jetzt selbst auch noch Regie. &#8220;Auf brennender Erde&#8221; (eigentlich &#8220;The [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1841" title="KW21" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/KW21.jpg" alt="KW21" width="520" height="735" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 26.5.2011</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Tolle Drehbücher hat er geschrieben: Guillermo Arriaga ist der Autor von &#8220;Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada&#8221; sowie der drei Iñárritufilme &#8220;Amores Perros&#8221;, &#8220;21 Gramm&#8221; und &#8220;Babel&#8221;. Mit Alejandro González Iñárritu hat er sich entzweit, also führt er jetzt selbst auch noch Regie. &#8220;Auf brennender Erde&#8221; (eigentlich &#8220;The Burning Plain&#8221;) lief schon vor drei Jahren im Wettbewerb von Venedig und kommt jetzt erst bei uns ins Kino. Die Verspätung dürfte damit zusammenhängen, dass nicht nur die Kritiken sondern auch die Einspielergebnisse im Rest der Welt eher mau waren.</p>
<p>Es geht um Liebe und Familie, Emotionen galore und es wird bewährt verschachtelt erzählt mit wilden Sprüngen zwischen Orten und Zeiten und Figuren, aber zum Schluss werden alle Puzzleteile fein säuberlich zusammengefügt und das ist es, was den Kritikern mehrheitlich überhaupt nicht gefallen hat. Gut möglich, dass die Kritik überzogen ist, wie jüngst bei Iñárritus &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt1164999/combined">Biutiful</a>&#8220;. Vielleicht sind viele Schreiber des Stils einfach überdrüssig geworden und reagieren allergisch auf die Kombination von Komplexität und Melodramatik, während ich den Tricksern gern auf den Leim gehe. Vielleicht taugt Arriagas Debüt aber auch wirklich nichts. Mal schauen.</p>
<p>&#8220;Auf brennender Erde“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Zl-r4D4953U">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20086/AUF-BRENNENDER-ERDE/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/auf_brennender_erde/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/auf-brennender-erde/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Ein Action-Thriller mit Märchenelementen über eine hübsche, sechzehnjährige, weibliche Tötungsmaschine? &#8220;Och nö&#8221; ist meine erste Reaktion. &#8220;Ach doch&#8221; meine zweite. Für den Film spricht, dass Joe Wright, der Regisseur, mit ihm demonstriert, dass Action-Filme nicht notwendigerweise hirnlos sein müssen, meint <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20110406/REVIEWS/110409995">Roger Ebert</a> jedenfalls. Und außerdem will ich &#8220;Wer ist Hanna&#8221; unbedingt sehen, weil sein Finale im Berliner Spreepark gedreht wurde, dem verlassenen Ex-Vergnügungspark, den sich seit Jahren die Natur zurückerobert, was überaus schön anzuschauen ist.</p>
<p>&#8220;Wer ist Hanna?“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NWcpLu0UwW0">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20086/AUF-BRENNENDER-ERDE/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/wer_ist_hanna/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/auf-brennender-erde/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Volker Sattel hat drei Jahre an seiner Doku über Atomkraft in Deutschland gearbeitet und kaum ist sie fertig, knallt&#8217;s in Fukushima und das Interesse am Film ist auf einmal groß. Sattel durfte überall rein, wo wir nie rein dürften und überrascht offenbar mit einem ungewöhnlichen Blick auf eine schon museal wirkende Technologie sowie mit großer Nüchternheit und dem völligen Verzicht auf Dramatisierung und Bewertung. <a href="http://jungle-world.com/artikel/2011/20/43236.html">Hier</a> ein lesenswerter Text zum Film aus der Jungle World, von Nina Scholz. Ich werde mir das allein schon aus ästhetischen Gründen anschauen, die Retro-Sci-Fi-Optik der angejahrten Kraftwerke hat es mir angetan. Und schlauer als zuvor werde ich nach dem Kinobesuch vermutlich auch sein. Wengistens ein bisschen: &#8220;In &#8216;Unter Kontrolle&#8217; hat man eine Datenmenge, die für vielleicht dreißig Minuten langt, auf über anderthalb Stunden zerdehnt&#8221;, schreibt Manfred Hermes in Konkret.</p>
<p>&#8220;Unter Kontrolle“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5EwK4znN6Og">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21884/UNTER-KONTROLLE/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/auf_brennender_erde/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/unter-kontrolle--2/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>In &#8220;I phone you&#8221; spielt ein iPhone als Mittel der amourösen Kommnikation eine der Hauptrollen. <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=11366">Kathrin Häger</a> vom Filmdienst findet das schlimm und schreibt vom &#8220;Schielen auf produktbedingte Hipness&#8221;, während der geschätzte <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,764886,00.html">Daniel Sander</a> vom Kulturspiegel darauf hinweist, dass die die ganze Zeit mit einem iPhone-Modell hantiert werde, das mittlerweile längst veraltet sei und allein schon darum der &#8220;womöglich angepeilte Kommentar zu hypermoderner Liebe im drahtlosen Hightech-Zeitalter&#8221; nicht funktioniere.</p>
<p>Es lieben sich (vielleicht) eine Chinesin aus Chongqing und ein chinesischer Geschäftsmann aus Berlin und der Film spielt erst hier und dann da und lässt vor allem da wohl wenige der zu erwartenden Klischees aus. Regie bei der deutsch-chinesischen Koproduktion führte die junge chinesische Regisseurin Dan Tang, die in Babelsberg studiert hat und für das Drehbuch ist kein geringerer als der alte Wolfgang Kohlhaase verantwortlich. Das Ergebnis reicht sicher nicht an &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_war_neunzehn">Ich war neunzehn</a>&#8221; oder &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2006/sommer_vorm_balkon/links.htm">Sommer vorm Balkon</a>&#8221; ran, aber eine annehmbare kleine Sommerkomödie dürfte es schon geworden sein.</p>
<p>&#8220;I Phone You“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5VWYLJUo8y8">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21563/DER-KLEINE-NICK/Kritik/"></a><a href="http://www.filmz.de/film_2011/i_phone_you/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/i-phone-you/kinoprogramm/">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine amerikanische Doku über ein Projekt des bildenden Künstlers Vic Munez, der sich der Riesenmüllkippe von Rio und der Ärmsten, die sich dort durchschlagen bedient um seine Kunst zu befördern. (&#8220;Waste Land&#8221;)</li>
<li> Und eine deutsche Komödie mit Olli Dittrich in fünf Rollen. Aber: Katja Riemann in eben so vielen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2011/die_relativitaetstheorie_der_liebe/links.htm">Die Relativitätstheorie der Liebe</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein paar Fotos aus dem Spreepark, die ich da vor ein paar Jahren gemacht habe. Mittlerweile dürfte es alles noch ein wenig höher gewuchert sein.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1831" title="Spreepark161" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/Spreepark161.jpg" alt="Spreepark161" width="520" height="411" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1830" title="Spreepark160" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/Spreepark160.jpg" alt="Spreepark160" width="520" height="411" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1832" title="Spreepark162" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/Spreepark162.jpg" alt="Spreepark162" width="520" height="406" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1833" title="Spreepark163" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/Spreepark163.jpg" alt="Spreepark163" width="520" height="404" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1834" title="Spreepark168" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/Spreepark168.jpg" alt="Spreepark168" width="520" height="410" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1835" title="Spreepark169" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/Spreepark169.jpg" alt="Spreepark169" width="520" height="408" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1836" title="Spreepark170" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/Spreepark170.jpg" alt="Spreepark170" width="520" height="410" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1837" title="Spreepark171" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/Spreepark171.jpg" alt="Spreepark171" width="520" height="410" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Über den ehemaligen Spreeparkbetreiber und seine höchst unterhaltsamen kriminellen Machenschaften wurde  übrigens ein Dokumentarfilm namens &#8220;<a href="http://www.cinefacts.de/dvd/55907/achterbahn-dvd.html">Achterbahn</a>&#8221; gedreht. Und der Spreepark ist auch die Location, an dem das herrlichste <a href="http://www.oliver-mark.com/powermoney/7-Karl-Theodor%20zu%20Guttenberg%20und%20Gattin%20Freifrau%20Stephanie.jpg">Guttenberg-Foto</a> entstanden ist: Der Großwildjäger auf erlegtem Dino nebst Gattin zu seinen Füßen.</p>
<p>Bis zum 29.5. lässt sich der Park übrigens besuchen, ohne dass man über den Zaun klettern muss: Das <a href="http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_20947.html?HAU=1">HAU</a> bespielt ihn ein paar Tage lang. Mitwirkende sind unter anderen die großartige Theatergruppe <a href="http://www.showcasebeatlemot.de/de/showcasebeatlemot.html">Showcase Beat le Mot</a>, die mit Hilfe der Besucher einen &#8220;Burn Out Man&#8221; bauen: &#8220;Er steigt mit seinen Betonfüßen auf den kalifornischen Burning Man, der auf dem verbrannten Fundament des keltischen Wickerman steht. Tief unten in der Hölle begleitet uns Bach auf Satans Champagnerorgel, und himmelhoch jauchzend singen die Engel des urbanen Hexensabbats. Homer hat uns verpfiffen, Shakespeare uns verkauft, Goethe uns versteigert, der Kommunismus uns übervorteilt, der Kapitalismus uns verarscht, nur die Götter sind uns treu geblieben. Darum huldigen wir ihnen und opfern alle Künste und Sprachen, die wir kennen, damit unser Alltag verbrennt und aus seinem Rauch etwas Neues entsteht. So feiern wir das Frühjahrsfest der Erschöpfung und bitten die Götter um eine breitere Zukunft.&#8221;</p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<item>
		<title>Kasperle ist wieder da</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1812</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1812#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 May 2011 12:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ups, die Funkstille hier währt ja noch länger, als ich dachte. Und dabei habe ich gar keine guten Ausreden mehr &#8230;. Also los. Zumindest wieder ein wenig über Film soll es hier zu lesen geben. Ohne den wöchentlichen Kinoprovinztext bekomme ich ja selber auch gar nix mehr mit. In den letzten Monaten dürfte mir einiges [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ups, die Funkstille hier währt ja noch länger, als ich dachte. Und dabei habe ich gar keine guten Ausreden mehr &#8230;.</p>
<p>Also los. Zumindest wieder ein wenig über Film soll es hier zu lesen geben. Ohne den wöchentlichen Kinoprovinztext bekomme ich ja selber auch gar nix mehr mit. In den letzten Monaten dürfte mir einiges durch die Lappen gegangen sein.</p>
<p>Und Euch vielleicht auch. Zum Beispiel diese beiden Filme, über die ich für die Hans-Mentz-Rubrik in der Titanic geschrieben habe:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1815" title="KW20" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2011/05/KW20.jpg" alt="KW20" width="520" height="367" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><strong>Trolle &amp; Splatter</strong></p>
<p>Trolle sind in der norwegischen Sagenwelt keine  kleinen Wichte, die in die Regale von Souvenirgeschäften passen, sondern  fiese Riesen. Regisseur und Autor André Øvredal hat sich den Spaß  erlaubt, in seinem Film »Trollhunter« ein studentisches  Dokumentarfilmteam herausfinden zu lassen, daß es die wilden Kerle  wirklich gibt. Aus dessen rohgeschnittenem Material besteht angeblich  der ganze Film, wie bei »Blair Witch Project« oder »Cloverfield«. Nur  geht es diesmal nicht nur um Horror und Spannung, es gibt auch viel zu  lachen: etwa über die Methoden eines im staatlichen Auftrag tätigen  Trolljägers, über liebevoll ersonnene »wissenschaftliche« Erklärungen,  über tote Importbären, die als Sündenböcke für Trollschäden herhalten  müssen, über den wahren Zweck vieler Hochspannungsleitungen, über die  mit der Trollbekämpfung einhergehende Bürokratie und über die  lebenswichtige Frage, ob Trolle nur besonders sensibel auf die  Ausdünstungen von Christen oder aber auch auf jene Andersgläubiger  reagieren.</p>
<p>Ich fürchte, daß sich mir eine ganze Reihe von  Scherzen aufgrund mangelhafter Kenntnisse norwegischer Mythologie gar  nicht erschlossen hat, und da die gewählte Form der Pseudodoku zudem  jede Menge dramaturgischer Einschränkungen mit sich bringt, kam  passagenweise leichte Langeweile auf. Aber spätestens, als die  erstaunlich glaubwürdig animierten knollennasigen Unholde ausgiebig im  Bild herumstapften und -wüteten, verflog sie im Nu.</p>
<p>»Trollhunter«, seit 7. April im Kino, war bereits  zuvor auf dem durch die Republik tourenden »Fantasy Film Fest« zu sehen,  wo immer wieder auch komische Ware zu entdecken ist, letztes Jahr zum  Beispiel »Tucker &amp; Dale vs Evil«, eine Splatterkomödie, bei der sich  allerdings das Blutgespritze trotz Einsatz von Häcksler, Kettensäge und  Bolzenschußgerät in Grenzen hält. Anfang dieses Jahres lief der mit  kleinem Budget gedrehte US-Film regulär, aber nur ganz kurz in ein paar  Multiplexen (die DVD erscheint in Deutschland am 22.7.). Das Debüt von  Regisseur Eli Craig vergreift sich am leidlich bekannten Motiv  »unbedarfte Collegekids treffen auf psychopathische Hinterwäldler«,  populär seit Tobe Hoopers texanischem Kettensägenmassaker. Die  Hinterwäldler sind diesmal allerdings echte Sympathen und weder  blutrünstig noch wahnsinnig, sie wollen nur ein wenig Angelurlaub am See  machen. Und kommen dabei der Gruppe Jugendlicher in die Quere, die  einen falschen Schluß nach dem anderen und noch falschere Konsequenzen  daraus zieht.</p>
<p>Die Idee ist simpel, aber was erst nach einer  einfachen Umkehrung mit bescheidenem Witzpotential aussieht, entpuppt  sich als eine sehr komische und kurzweilige Abfolge von tödlichen  Mißverständnissen. Dialoge, Timing, Spiel, alles stimmt, und die nicht  zu verleugnende Eingleisigkeit und Voraussehbarkeit des Plots gereicht  dem Ganzen auch nicht zum Nachteil, sondern unterstützt die Komik der  permanenten Eskalation.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Trollhunter“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TLEo7H9tqSM">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/22003/TROLLHUNTER/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/trollhunter/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.amazon.de/Trollhunter-Otto-Jespersen/dp/B004TECRDQ">DVD</a></p>
<p>&#8220;Tucker &amp; Dale vs. Evil“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=z4wFtTj0-k4&amp;feature=related">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21927/TUCKER--DALE-VS-EVIL/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2011/tucker_dale_vs_evil/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.amazon.de/Tucker-Dale-Evil-Tyler-Labine/dp/B004UC1LTS/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;qid=1305895249&amp;sr=1-2">DVD</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Nächste Woche dann wieder ein Überblick über die Neustarts.</p>
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		<title>Neu im Kino: Krimi, Meistertrick, Honig, Aquarium und Spinner</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 09:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 23.9.2010. Und vom 16.9. Und sogar noch vom 9.9. Da bin ich wieder, ich bitte meine Abwesenheit zu entschuldigen, ich hatte schlicht keine Zeit für den Rundblick oder sonstige Einträge, mich haben viel Arbeit, diverse Umbauarbeiten und ausufernde Kindergeburtstage am Schreiben gehindert. Mit den Kindergeburtstagen ist jetzt erst mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1797" title="KW38" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/09/KW382.jpg" alt="KW38" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 23.9.2010. Und vom 16.9. Und sogar noch vom 9.9.<br />
</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Da bin ich wieder, ich bitte meine Abwesenheit zu entschuldigen, ich hatte schlicht keine Zeit für den Rundblick oder sonstige Einträge, mich haben viel Arbeit, diverse Umbauarbeiten und ausufernde Kindergeburtstage am Schreiben gehindert. Mit den Kindergeburtstagen ist jetzt erst mal Schluss, die beiden anderen Hinderungsgründe dürften auch in den nächsten Wochen nur sporadisch Blogeinträge zulassen.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Erst einmal die Neustarts vom 23.9.:</p>
<blockquote><p>Die Handlung ist konsequent unoriginell und das nicht nur, weil es sich  bei »Dinner für Spinner« um das Remake einer französischen Komödie aus  den Neunzigern handelt, die auf einem Theaterstück basiert. Sämtliche  Bestandteile jüngerer Hollywoodkomödien sind enthalten, das leicht  Zotige kombiniert mit dem Sentimentalen, ein verrücktes Paar, diesmal  gegeben von Paul Rudd und Steve Carell, ein wenig Satire und ein bisschen  Romantik, viel Raum für einige durchgeknallte Nebenfiguren und nach  jeder Menge Spott dann doch die Moral. Auch die Pointen zeichnen sich  eher nicht durch sonderliche Originalität aus, folgen allerdings so  dicht aufeinander und reichen erfrischend abwechslungsreich von  Slapstick über Verwechslungsquatsch bis hin zu cleveren  Screwballdialogen, dass ich zu meiner eigenen Überraschung in fast jeder  Filmminute lachen musste.</p></blockquote>
<p>Ich hatte mir den Film vorab für die <a href="http://www.titanic-magazin.de/hk_1009.html?&amp;tx_kharticlepages_pi1[page]=3&amp;cHash=e3f00fb9f25721816321e808592e50a3">Titanic</a> angeschaut. Die Kritiken zum Spinnerdinner fallen insgesamt eher durchwachsen aus.</p>
<p>&#8220;Dinner für Spinner“: <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21488/DINNER-F%C3%BCR-SPINNER/Kritik/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20652/MARY--MAX/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/dinner_fuer_spinner/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/dinner-fuer-spinner--2/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Eindeutig vielversprechend scheint mir dagegen die – nach der Dennis-Lehane-Adaption &#8220;Gone, Baby, Gone&#8221; (<a href="http://kinoprovinz.blogspot.com/search/label/Gone%20Baby%20Gone">hier</a> ein paar Sätze dazu aus der alten Kinoprovinz) – dritte Regiearbeit von Ben Affleck zu sein. Wieder ein Krimi, wieder aus Boston, diesmal eine Bankraubgeschichte nach einem in den USA vielgelobten Roman von Chuck Hogan, der als &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Endspiel-Roman-Chuck-Hogan/dp/3453432894/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1285321614&amp;sr=1-1">Endspiel</a>&#8221; auch still und leise bei uns auf Deutsch erschienen ist. Wird als im besten Sinne altmodischer, düsterer Thriller gelobt, der sowohl mit seiner Action als auch mit einer überraschenden Liebesgeschichte überzeugt. Und Affleck selbst soll unter seiner eigenen Regie als Räuber, der nicht mehr rauben will, zu Hochform auflaufen. Sicher nicht gerade die Neuerfindung des Genres, aber wohl mindestens einer der besten Kriminalfilme des Jahres.</p>
<p>&#8220;The Town“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/wb/thetown/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21514/THE-TOWN/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_town_stadt_ohne_gnade/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/the-town/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Ebenfalls richtig gut scheint die Geschichte einer 15-jährigen aus einem Außenbezirk von Essex zu sein. Sie hat ein Scheißleben und keine Perspektive, sucht nach Liebe und findet die Nähe des Falschen. &#8220;Fish Tank&#8221; soll in bester <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Loach">Loach</a>-und-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mike_Leigh">Leigh</a>-Manier gedreht sein, mit realistischen Charakteren in realistischer Umgebung, aber mit Schwung und Sentiment erzählt. Das Leben der Hauptdarstellerin Katie Jarvis scheint dem Leben ihrer Figur recht ähnlich zu sein, sie stammt tatsächlich aus der Siedlung und hat inzwischen – achtzehnjährig – ein Kind bekommen. Regie führte Andrea Arnold, ausgezeichnet wurde das Sozialdrama in Cannes mit dem Preis der Jury. Schade, dass vermutlich wieder kaum ein Jugendlicher sich den Film anschauen wird. Aber Teenies wollen Stars und gehen ins Multiplex.</p>
<p>&#8220;Fish Tank&#8221;: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/independent/fishtank/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20730/FISH-TANK/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/fish_tank/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/fish-tank/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Der neue Film von Oskar Röhler, der nach dem – zumindest unter ökonomischen Aspekten betrachtet – Totalreinfall von &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2009/lulu_und_jimi/links.htm">Lulu &amp; Jimi</a>&#8221; auf das vermeintlich sichere Nazipferd gesetzt hat. Mit Moritz Bleibtreu als Joseph Goebbels. Die Farce über die Entstehung von &#8220;Jud Süss&#8221; gefällt aber niemandem und ein vermutlich erhoffter Skandal bleibt auch aus, obwohl es Szenen gibt, wie jene, die Kay Sokolowski in Konkret so beschreibt: &#8220;Der Schauspieler Marian, berühmt geworden, als er den Deutschen das Bild eines Juden gab, das zu hassen sie liebten, macht sich a tergo über die Frau eines SS-Offfiziers her. Sie lehnt sich aus dem Fenster, beaobachtet einen Luftangriff auf Berlin und vergeht in Wonne. Indes zitiert Marian die Zeilen, die er unter der Regie Veit Harlans aufgesagt hatte, bevor er die &#8216;Reichswasserleiche&#8217; Kristina Söderbaum schändete. Der Zuschauer lernt: Nazifrauen macht es geil, wenn vorn was explodiert und hinter ein süßer Jud sich abrackert.&#8221; (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/jud_suess_film_ohne_gewissen/links.htm">Jud Süss – Film ohne Gewissen</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Doku aus der Schweiz, die mit Interviews von ehemals engen Mitarbeitern und mit Archivmaterial ein kritisches Bild des Sektenführers Bhagwan und seiner Organisation zeichnet. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/guru_bhagwan_his_secretary_his_bodyguard/links.htm">Guru – Bhagwan, His Secretary &amp; His Bodyguard</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Jugenddrama um Kleinganoven aus Würzburg. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/bis_aufs_blut_brueder_auf_bewaehrung/links.htm">Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Selbstfindungsfilm aus Hollywood, in dem sich Julia Roberts einmal um die Welt lächelt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/eat_pray_love/links.htm">Eat Pray Love</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Schon letzte bzw. vorletzte Woche gestartet:</p>
<p>Der Gewinner des goldenen Bären, &#8220;Bal – Honig&#8221;, ein offenbar sehr schöner, stiller Film über einen Siebenjährigen auf der Suche nach seinem Vater in einer <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=Firtina+Vadisi&amp;s=4&amp;imgtype=any">berückend schönen Gegend</a> im Osten der Türkei. Finden <a href="http://www.imdb.com/title/tt1571724/">alle</a> toll.</p>
<p>&#8220;Bal &#8211; Honig&#8221;: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/independent/bal/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21131/BAL--HONIG/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/fish_tank/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/bal/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und der jüngste Film von Trickfilmmeister Hayao Miyazaki ist dann überraschenderweise doch noch in unsere Kinos gekommen. Er erzählt von einem Fünfjährigen und einem Goldfisch, der sich als weibliches Wesen mit erstaunlichen Transformationsfähigkeiten herausstellt. Ihr Wechsel an Land hat weltbewegende Folgen. Wunderbar wie stets, mit Musik von Joe Hisaishi, wie stets, aber diesmal auch schon für die ganz lütten Zuschauer gedacht. Ich fände es ja erfreulicher, wenn Miyazaki sich in die Gegenrichtung bewegte und wenigstens einmal auf die Kleinen pfiffe. Wer &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0096283/">Totoro</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0245429/">Chihiro</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0092067/">Laputa</a>&#8221; noch nicht kennt, sollte eher damit anfangen. Für alle anderen ein Muss.</p>
<p>&#8220;Ponyo&#8221;: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gh4rqs62pL8">Trailer</a> | <a href="Film">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/ponyo_das_grosse_abenteuer_am_meer/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/ponyo/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem in den letzten vierzehn Tagen angelaufen:</p>
<ul>
<li>Der neue Ozon. Ein Paar, sie nehmen Heroin, er stirbt, sie ist ist schwanger, fährt ans Meer. Sie trauert. Ekkehard Knörer schreibt im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6469.html">Perlentaucher</a>: &#8220;Wie so bei oft bei Ozon denkt man: Er enthält sich, seine Kompositionen,  seine Schnitte und noch die Musik, wo sie seltsam neutral einsetzt,  enthalten sich. Ozon beobachtet, man weiß nur nicht genau, warum. Er  demonstriert weder Interesse noch Desinteresse, kühl führt er seine  Figuren vor, die tun, was sie tun. Heraus kommt, wieder einmal, ein Rätselbild ohne Geheimnis&#8221;. Mir gefällt so was ja. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/rueckkehr_ans_meer/links.htm">Rückkehr ans Meer</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/jud_suess_film_ohne_gewissen/links.htm"></a>&#8220;)</li>
<li>Ein vermutlich recht hübsches Roadmovie mit Gérard Dépardieu als tauriger, zotteliger und pensionierter Dickhäuter auf dem Motorrad. Isabelle Adjani ist auch dabei. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mammuth/links.htm">Mammuth</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsch-österreichischer Zombiefilm, der erstaunlicherweise von den Öffentlich-Rechtlichen finanziert worden ist. Läuft noch dieses Jahr im Fernsehen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/rammbock/links.htm">Rammbock</a>&#8220;)</li>
<li>Noch ein Zombiefilm, der vierte Realfilm aus dem &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil">Resident Evil</a>&#8220;-Franchise, alles wie gehabt, aber diesmal in 3D. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/resident_evil_afterlife_3d/links.htm">Resident Evil – Afterlife</a>&#8220;)</li>
<li>Die Verfilmung einer ganz netten Comicserie für Heranwachsende. Die Bücher bestehen aus Tagebucheintragungen in Form von Krakelzeichnungen eines wenig beliebten Schülers, der an diesem Zustand dringend etwas ändern will. Die Adaption ist wohl nur bedingt gelungen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/gregs_tagebuch_von_idioten_umzingelt/links.htm">Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt</a>&#8220;)</li>
<li>Ein offenbar recht belangloser Thrillerversuch mit George Clooney vom schwer erfolgreichen Pop-Fotografen und Biopicfilmer Anton Corbijn. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_american/links.htm">The American</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Doku über einen Klavierstimmer. Wahrscheinlich sehr gelungen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/pianomania/links.htm">Pianomania</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutscher Teeniefilm über eine Siebzehnjährige, die sich in einen Popstar verliebt, ohne von seinem Ruhm zu wissen. Seine Band hat den unfassbar blöden Namen &#8220;Berlin Mitte&#8221; Das Ganze ist vermutlich nicht so schlimm, wie man erst einmal befürchten könnte. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/groupies_bleiben_nicht_zum_fruehstueck/links.htm">Groupies bleiben nicht zum Frühstück</a>&#8220;).</li>
<li>Eine Handkamera-Indiefilm über zwei bürgerliche, männliche Heteros, die, Skandal, Skandal, einen Kunstporno drehen, in dem sie selbst, Skandal, Skandal, vor der Kamera ganz in echt das Rein-Raus-Spiel betreiben. Oh Mann. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/humpday/links.htm">Humpday</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Mittelalterspektakel mit internationaler Besetzung. <a href="http://www.welt.de/kultur/history/article9679182/Die-Staufer-pokerten-hoch-und-verloren-am-Ende-alles.html">Mittelalter</a>, <a href="http://www.focus.de/kultur/diverses/geschichte-der-mythos-burg-fasziniert_aid_553627.html">Mittelalter</a>, überall <a href="http://www.mittelalter-server.de/Mittelalter-Termine/Das-Mittelalter-Veranstaltungskalender.html">Mittelalter</a>, was ist eigentlich los?) (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/black_death/links.htm">Black Death</a>&#8220;)</li>
<li>Eine, wie es scheint, lausige &#8220;Twilight&#8221;-Parodie. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/bis_aufs_blut_brueder_auf_bewaehrung/links.htm">Beilight – Bis zum Abendbrot</a>&#8220;)</li>
<li>Ein französischer Tierfilm, der davon erzählt, was auf einem idyllischen Bauernhof passiert, wenn der Landwirt ins Krankenhaus muss. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_wilde_farm/links.htm">Die wilde Farm</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, die vielleicht schönste Szene aus Hayao Miyazakis &#8220;Totoro&#8221;:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/bBvEHJOUbjk?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/bBvEHJOUbjk?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Neu im Kino: Apatow, Zauberer und Islamisten</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 20:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 3.9.2010 Passend zur wenig ergiebigen Kinowoche und auch passend zu meiner verfügbaren Zeit gibt es hier diesmal eine Sparausgabe. Wenig Worte, kein Bild und kein Video. * * * Die Neustarts: Eine von Judd Apatow produzierte Komödie um einen abgehalfterten Popmusiker, der seinen ersten Auftritt als Nebenfigur in dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 3.9.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Passend zur wenig ergiebigen Kinowoche und auch passend zu meiner verfügbaren Zeit gibt es hier diesmal eine Sparausgabe. Wenig Worte, kein Bild und kein Video.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Die Neustarts:</p>
<ul>
<li>Eine von Judd Apatow produzierte Komödie um einen abgehalfterten Popmusiker, der seinen ersten Auftritt als Nebenfigur in dem früheren Apatow-Film &#8220;Nie wieder Sex mit der Ex&#8221; (&#8220;Forgetting Sarah Marshall&#8221;) hatte. Bietet wohl wieder die typische Mischung aus Derb- und Sanftheit und gehört offenbar zu den besseren Filmen aus der Komödienwerkstatt. Mit Russel Brand und Jonah Hill in den Hauptrollen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/maennertrip/links.htm">Männertrip</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Film um einen lieben Zauberer und seinen Zauberlehrling im Kampf gegen die Kräfte des Bösen, bombastischer Quatsch für Zehnjährige. Mit Nicholas Cage. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/duell_der_magier/links.htm">Duell der Magier</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Doku über die Affenforscherin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Goodall">Jane Goodall</a>. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/jane_s_journey_die_lebensreise_der_jane_goodall/links.htm">Jane&#8217;s Journey &#8211; Die Lebensreise der Jane Goodall</a>&#8220;)</li>
<li> Ein bosnisches Drama um eine Stewardess, die versucht damit zurecht zu kommen, dass ihr Kerl zum Islamisten wird. Regie führte Jasmila Zbanic, die auch &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Esmas_Geheimnis_%E2%80%93_Grbavica">Esmas Geheimnis</a>&#8221; gedreht hat. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/zwischen_uns_das_paradies/links.htm">Zwischen uns das Paradies</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Dokumentation über den Schweizer Regisseur Daniel Schmid. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/daniel_schmid_le_chat_qui_pense/links.htm">Daniel Schmid &#8211; Le chat qui pense</a>&#8220;)</li>
<li>&#8220;Avatar&#8221; wird erneut in die Kinos geschickt, in einer &#8220;Special Edition&#8221; mit acht zusätzlichen Minuten. Eine Gelegenheit für alle, die den Film noch nicht kennen, ihn doch noch auf der großen Leinwand in 3D zu sehen. Der Unterschied zur ersten Fassung soll nicht der Rede wert sein.</li>
<li>Und eine Romcom mir Drew Barrymore. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/verrueckt_nach_dir/links.htm">Verrückt nach Dir</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Ist das Kino wichtiger als das Leben?&#8221; hat Francois Truffaut sich bekanntermaßen immer wieder gefragt. Meine Antwort lautet: &#8220;Nein&#8221;. Vielleicht lass ich das hier auch in Zukunft ganz sein.<em></em></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Tolles aus Knete</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1752</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1752#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 23:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 26.8.2010 Meine bereits neulich angekündigte Lobhudelei aus der Titanic: Es ist ja schon seltsam, dass die alte, unglaublich aufwendige Stop-Motion-Technik gerade eine Renaissance im abendfüllenden Film erlebt. Ließe sich Dreidimensionales mit digitaler Animation doch viel perfekter machen. Erfreulich ist das aber unbedingt. Neben den verlässlich guten Produktionen der britischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1778" title="KW34" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/KW34.jpg" alt="KW34" width="520" height="289" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 26.8.2010</em></p>
<p>Meine bereits neulich angekündigte Lobhudelei aus der Titanic:</p>
<blockquote>
<p style="margin: 0pt;">Es ist ja schon seltsam, dass die alte, unglaublich aufwendige Stop-Motion-Technik gerade eine Renaissance im abendfüllenden Film erlebt. Ließe sich Dreidimensionales mit digitaler Animation doch viel perfekter machen. Erfreulich ist das aber unbedingt. Neben den verlässlich guten Produktionen der britischen Aardman-Studios (»Wallace&amp;Gromit«, »Shaun the Sheep«) oder Tim Burtons und Henry Selicks Trickfilmen gelang es jüngst sogar, Geld für ein noch viel abwegigeres Projekt aufzutreiben, das inzwischen den Höhepunkt dieses Genres darstellt: »Mary&amp;Max«, ein australischer Knetfigurenfilm, der keinerlei Rücksicht auf irgendwelche Konventionen nimmt und auf Kinder als Zuschauer pfeift, wenn er komisch und bitter und wahrhaft anrührend von einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft erzählt.</p>
<p style="margin: 0pt;">Ein achtjähriges Mädchen, das seine trostlose Existenz mit einer alkoholabhängigen Mutter, einem desinteressierten Vater und ohne Freunde in einem Vorort von Melbourne verbringt, schreibt an eine zufällig ausgesuchte Adresse in New York und nimmt so Kontakt zu einem gereiften Amerikaner auf, der seine nicht minder trostlosen Tage mit Asperger-Syndrom, Übergewicht, einem unsichtbaren Freund und ohne Arbeit herunterlebt. Das ist nun aber nicht der Ausgangspunkt für eine sich verwickelnde Geschichte (auch wenn gegen Ende doch noch ein wenig Dramatik geboten wird), statt dessen werden aus dem Off viele, viele Briefe vorgelesen, die die beiden sich schreiben. Und wenn gerade kein Brief vorgelesen wird, ist fast unentwegt der Erzähler zu hören.</p>
<p style="margin: 0pt;">Der Film lebt von diesen irrwitzigen Texten und deren bewegter Bebilderung, die, mit Unmengen Details angereichert, eher wirkt wie ein optischer Kommentar. Adam Elliot, der Autor, Regisseur und Szenenbildner dieses sparsam kolorierten Brieffilms, hat in sehr ähnlicher Machart und Tonlage, allerdings mit sichtbar geringerem Aufwand, in früheren Jahren vier Kurzfilme gedreht. Hierzulande waren die nur in »Kurzschluss« auf Arte zu sehen, lassen sich aber auf Youtube leicht finden. Dass er die Chance bekam, auch bei einer vergleichsweise teuren Produktion kompromisslos bei seiner eigenwilligen, formal wie inhaltlich sehr persönlichen Handschrift zu bleiben, und dass das auch noch über volle Spielfilmlänge bestens funktioniert und der dünne Handlungsfaden nicht reißt – das kann man nur als Glücksfall bezeichnen. Für ihn, für mich und für alle, die nicht genug von Knete kriegen können.</p>
</blockquote>
<p>Auf der imdb-Liste der bestbewertesten Trickfilme hat sich der australische Knetfilm bis auf den sechsten Platz vorgeschoben. Hinter dreimal Pixar und zweimal Miyazaki. Vor sämtlichen Disneyfilmen, vor sämtlichen sonstigen Stop-Motionfilmen. Erstaunlich.</p>
<p>&#8220;Mary &amp; Max“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=BB2rml0h0VY">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20652/MARY--MAX/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/mary_max_oder_schrumpfen_schafe_wenn_es_regnet/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/mary-und-max-oder-schrumpfen-schafe-wenn-es-regnet/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und ein Verriss für die soeben erschienene Septemberausgabe der Titanic:</p>
<blockquote>
<p style="margin: 0pt;">Sie ist schon arg geschäftstüchtig, Anne Goscinny, die Erbin des Comicszenaristen und Asterix-Autors René Goscinny. Völlig überraschend entdeckte sie vor ein paar Jahren achtzig »unveröffentlichte« Geschichten vom »kleinen Nick« (inklusive Illustrationen von Sempé, der die Figur in den frühen Fünfzigern erfunden hat), veröffentlichte sie im eigenen, eigens dafür gegründeten Verlag, die Medien begleiteten den sensationellen Fund mit viel Getöse und Frau Goscinny verkaufte bergeweise Bücher und Lizenzen. Zwei Jahre später wiederholte sich das dann alles – huch, da sind ja noch mal 45 Geschichten, wie konnten wir die nur übersehen? – dann folgten allerlei Sonderveröffentlichungen vom Kalender bis zum Pop-Up-Buch, bis im vergangenen Jahr das Tamtam dann einen neuen Höhepunkt erreichte, als nämlich der angeblich »fünfzigste Geburtstag« des »petit Nicolas« begangen wurde, inklusive einer Ausstellung im Pariser Rathaus, Sonderbriefmarken und wiederum einem, diesmal noch schmaleren Bändchen mit »neu entdeckten« Geschichten.</p>
<p style="margin: 0pt;">Sympathisch ist das alles gar nicht, aber an den ganzen ausgegrabenen Texten gibt es nichts zu meckern, da erzählt der »kleine Nick« wie eh und je atemlos und kunstvoll stolperig von seinen ebenso kleinen Abenteuern mit seinen Kumpels, der besorgten Mutter, dem stets überforderten und gestressten Vater und Nebenfiguren wie dem hilflosen Hilfslehrer Hühnerbrüh oder dem gehässigen Nachbarn Bleder. Der Tonfall ist es, der das Ganze trägt und für den ist in der deutschen Fassung, damals wie heute, der prima Übersetzer Hans-Georg Lenzen verantwortlich.</p>
<p style="margin: 0pt;">Unerfreulich sind hingegen die Adaptionen, für die die rührige Goscinnytochter bereitwillig die Rechte verkauft hat. Zuerst kam eine lausige computeranimierte Fernsehserie (»eine großartige Arbeit«, so Anne Goscinny), von deren Debilität und liebloser Machart unsereins sich im Kika-Programm überzeugen konnte. Jetzt folgt ein Realfilm, und Anne Goscinny gibt sich erneut begeistert: »Der Film steht auf demselben Niveau wie die Buchvorlage«, behauptet sie im Pressetext, und auch Sempé gab seinen Segen und Illustrationen für den Vorspann.</p>
<p style="margin: 0pt;">Das Vorhaben ist nichtsdestoweniger auf allen Ebenen gescheitert: Aus den kurzen Episoden wurde keine tragfähige Handlung konstruiert, die kindliche Perspektive des Ich-Erzählers Nick und der Erzählton sind komplett flötengegangen, ja das Ganze wirkt überhaupt, als hätten die Macher eigentlich keine Ahnung gehabt, was sie mit dem Stoff anfangen sollten. Die Kinder, allesamt blaß und kein bißchen witzig, stehen herum und reden gestelzt daher, sind sich sogar immer wieder einig, statt sich wie in der Vorlage hemmungslos egoistisch in Chaos und Gekloppe zu stürzen. Darum bleibt ihr Äußeres auch stets adrett und ordentlich, was immerhin formidabel zu den sterilen bunten Fünfziger-Jahre-Kulissen und -Requisiten paßt. Nicht nur visuell, auch inhaltlich hat das keinerlei Bezug zu irgendeiner Realität, und zwecks beabsichtigter komischer Wirkung wird maßlos übertrieben: Da wohnt Georg, der bekanntlich einen reichen Vater hat, gleich im Schloß, oder ein eben entlassener Sträfling wird von Gangstern über den Haufen geschossen. Nicks Welt verliert dadurch jede Kontur, eine denkbar schlechte Voraussetzung für kleine Alltagsepisoden. Einzig Kad Merad, der Postfilialleiter aus »Willkommen bei den Sch’tis«, sorgt in der Rolle des Vaters für einige komische Momente, bezeichnenderweise vor allem dann, wenn weder Nick noch die Vorlage in Sicht sind.</p>
<p style="margin: 0pt;">Ich rate alten Zauseln und jungen Hüpfern gleichermaßen vom Kinobesuch ab. Wenn Sie Ihren Kindern komische Filmkost mit nostalgischer Anmutung kredenzen und selbst auch etwas zu lachen haben wollen, dann besorgen Sie sich lieber den Schweizer Film »<a href="http://www.filmz.de/film_2006/mein_name_ist_eugen/links.htm">Mein Name ist Eugen</a>« auf DVD.</p>
</blockquote>
<p>Meine Bände vom &#8220;kleinen Nick&#8221; sind die einzigen Kinderbücher, die jeden Umzug mitgemacht haben und die mir bei jedem Wiederlesen gefielen, ganz gleich in welcher Lebensphase ich mich gerade befand. Da hätte es bei mir auch eine gelungenere Adaption schwer gehabt.</p>
<p>Und um die Gelegenheit zu nutzen, ausnahmsweise etwas Positives über deutsches Fimschaffen zu schreiben: Verglichen mit diesem Murks sind die Kinderbuchverfilmungen aus dem Hause Collina (Sams-Filme, Herr Bello, Räuber Hotzenplotz, Lippels Traum) nicht nur akzeptabel, sondern – trotz oft großer Entfernung zu den Vorlagen – geradezu gut.</p>
<p>&#8220;Der kleine Nick“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ESVZMSBZZRI">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21563/DER-KLEINE-NICK/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_kleine_nick/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/der-kleine-nick/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein Actionreißer von und mit Sylvester Stallone, der sich zur Aufrischung Jet Li und Jason Statham mit ins Boot geholt hat. Die <a href="http://www.metacritic.com/movie/the-expendables">Kritiker</a> sind wenig begeistert, die <a href="http://www.imdb.com/title/tt1320253/">Imdb-Nutzer</a> schon mehr. Für alle, die das Genre mögen, trotz aller Mängel ein Muss, allein schon weil jede Menge Action-Stars der Vergangenheit zum Einsatz kommen. Selbst Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis sind dabei. (&#8220;The Expendables&#8221;)</li>
<li>Die neue Komödie von Dani Levy, in der er sich und sein Metier selbstironisch in Woody-Allen-Manier zum Thema macht. <a href="http://www.daslebenistzulang.x-verleih.de/">Sieht</a> leider eher nicht nach einem gelungenen Befreiungsschlag aus. Von Veronica Ferres bis Heino Ferch spielen sie alle mit. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_leben_ist_zu_lang/links.htm">Das Leben ist zu lang</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Liebesgeschichte, in der eine Bibliothekarin einem Baumfäller verfällt und sein Sohn ihrer Tochter. Ekkehard Knörer war sehr <a href="http://www.google.com/calendar/render?hl=de&amp;gsessionid=2w61OXvJIzs">angetan</a>. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_liebe_der_kinder/links.htm">Die Liebe der Kinder</a>&#8220;)</li>
<li>Eine offenbar angestrengt bildgewaltiges Drama von Gaspar Noé, eine Geschichte über ein Geschwisterpaar, das als Nutte und cracksüchtiger sowie bald toter Dealer in Tokyo gelandet ist. Sieht nach Holzhammerkino aus, das sich ungeheuer raffiniert und revolutionär vorkommt. Die ausgiebige Bebilderung von Drogenräuschen soll durchaus originell sein, aber bei einer Länge von 162 Minuten dürften die Nervanteile so richtig nerven. (&#8220;Enter The Void&#8221;)</li>
<li>Ein Biopic aus dem Theatermilieu über die Anfänge der Karriere von Orson Welles. Von – ausgerechnet – <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000500/">Richard Linklater</a>. Läuft in jeder Stadt, denn <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=zac+efron&amp;s=4&amp;imgtype=any">Zac Efron</a> spielt das &#8220;Ich&#8221; aus dem Titel. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/ich_orson_welles/links.htm">Ich &amp; Orson Welles</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Komödie über das verpfuschte Leben eines Kosmetikvertreters in der bayerischen Provinz, die auch nur ebenda in den Kinos läuft. Wahrscheinlich recht nett. Mit Inka Friedrich, die mal auch mal vor meiner Kamera stand. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_hummel/links.htm">Die Hummel</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Tanzfilm für Bravoleser. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/step_up_3d/links.htm">Step-Up 3D</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein im <a href="http://www.realfictionfilme.de/filme/rumpe-tuli/index.php?cat=5">Trailer</a> in jeder Hinsicht geradezu erstaunlich dilettantisch wirkender Puppenfilm aus Köln. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/rumpe_tuli/links.htm">Rumpe und Tuli</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, wenig überraschend, die Kurzfilme von Adam Elliott. Leider allesamt ohne Untertitel, in der englischen Originalfassung. Wer mit der Erzählweise und dem Humor hier nix anfangen kann, sollte auch um &#8220;Mary &amp; Max&#8221; einen Bogen machen. &#8220;Uncle&#8221;, von 1996:</p>
<p><object width="480" height="385" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/w_nEbpauGVw?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="385" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/w_nEbpauGVw?fs=1&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>&#8220;Cousin&#8221;, von 1998:</p>
<p><object width="480" height="385" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/M6njuCt5-U4?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="385" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/M6njuCt5-U4?fs=1&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>&#8220;Brother&#8221;, von 1999:</p>
<p><object width="480" height="385" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/0LdzgOrhfGA?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="385" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/0LdzgOrhfGA?fs=1&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Und &#8220;Harvie Krumpet&#8221;, von 2003:</p>
<p><object width="480" height="385" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ouyVS6HOFeo?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="385" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/ouyVS6HOFeo?fs=1&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<item>
		<title>Neu im Fernsehen: Die klasse “Klasse”</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1735</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1735#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 11:50:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 19.8.2010 In Ermangelung eines neu startenden Films, den ich selber sehen oder aber anderen empfehlen möchte, vorab ausnahmsweise ein Fernsehtipp:  &#8220;Die Klasse&#8221; läuft am Sonntagabend erstmals im Fernsehen (23:35 Uhr, im Ersten). Zum Kinostart schrieb und zitierte ich letztes Jahr im alten Kinoprovinzblog: Ein ungewöhnlicher Gewinner der goldenen Palme: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1745" title="KW33" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/KW33.jpg" alt="KW33" width="520" height="362" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 19.8.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>In Ermangelung eines neu startenden Films, den ich selber sehen oder aber anderen empfehlen möchte, vorab ausnahmsweise ein Fernsehtipp:  &#8220;Die Klasse&#8221; läuft am Sonntagabend erstmals im Fernsehen (23:35 Uhr, im <a href="http://www.daserste.de/kinohighlights/sendung_dyn~film,2274~cm.asp">Ersten</a>). Zum Kinostart schrieb und zitierte ich letztes Jahr im alten <a href="http://kinoprovinz.blogspot.com/search/label/Die%20Klasse">Kinoprovinzblog</a>:</p>
<blockquote><p>Ein ungewöhnlicher Gewinner der goldenen Palme: Kein Drama, keine Stars  oder auch nur namhafte Schauspieler, dafür aber eine Erzählform, die so  realistisch ist, dass ahnungslose Zuschauer &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2009/die_klasse/links.htm">Die Klasse</a>&#8221; fast für eine Dokumentation halten könnten.<br />
Erzählt  wird von den Nöten eines Lehrers an einer Schule in einem Pariser  Vorort, gespielt wird er von François Bégaudeau, auf dessen eigenen  Erfahrungen, die er zuvor als Buch verarbeitet hat, das Ganze auch  beruht.<br />
Man könnte befürchten, dass es sich hier um ein supersprödes  und knochentrockenes Traktat handelt, das das Modethema  &#8220;Bildungsprobleme von Kindern mit Migrationshintergrund&#8221; für Zeit-Leser  aufbereitet, doch scheint das keineswegs der Fall zu sein:<br />
&#8220;&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2009/die_klasse/links.htm">Die Klasse</a>&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2009/die_klasse/links.htm"></a> hinterfragt ziemlich viel von dem, was Kino ausmacht (Illusion,  Fiktion, das Diktat schöner Bilder, was weiß ich): Fast die ganze Zeit  spielt der Film im überfüllten Klassenzimmer, erzählt wird ein ganz  normales Schuljahr mit seinen Enttäuschungen, Auseinandersetzungen,  Problemfeldern und vor allem &#8211; Alltag. Der Film ist aber ein  berauschender rasender Fluss und dabei wundersam poetisch.  Ungerechtigkeiten, die nicht behoben, Unklarheiten, die nicht aufgeklärt  werden oder Traurigkeit, die nicht in einem Happy End aufgeweicht wird  (ein Happy End wovon auch &#8211; vom Leben?)&#8221;, schreibt Angelika Reitzer im <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1224169798923">Standard</a>.<br />
Sieht  nach einem sehr ungewöhnlichen und ungewöhnlich gelungenen Film aus,  der ein viel größeres Publikum verdient hätte, als er bei uns im Kino erreichen wird.</p></blockquote>
<p class="abstand">
<p>Meine positiven Vorurteile hatten sich dann auch bestätigt, bei der ARD-Austrahlung handelt es sich allerdings – wie auch gar nicht anders denkbar – um die synchronisierte Fassung, bei der der dokumentarische Charme vermutlich flöten geht.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Diese Woche neu:</p>
<ul>
<li>Ein Agententhriller nach Bourne-Manier mit Angelina Jolie. Wohl nicht sonderlich originell und mit wenig überzeugendem Plot, aber trotzdem recht unterhaltsam. <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20100721/REVIEWS/100729997">Roger Ebert</a> meint immerhin: &#8220;Jolie&#8217;s character, Evelyn Salt, makes it look as though &#8220;Lola rennt&#8221; was about walking&#8221;. Und: &#8220;A good chase scene is a good chase scene&#8221;. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/salt/links.htm">Salt</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/mademoiselle_chambon/links.htm"></a>&#8220;)</li>
<li> Eine schwedisch-deutsche Komödie über mittelalte schlaffe Männer, die sich als Synchronschwimmer versuchen. Abgekupfert oder meinetwegen &#8220;inspiriert&#8221; von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0119164/">Ganz oder gar nicht</a>&#8220;. Bei der Gestaltung des <a href="http://www.movieposterdb.com/poster/78f1fcb6">deutschen Plakat </a>wurde sich dagegen unverfroren beim <a href="http://www.movieposterdb.com/poster/7ba9a5ec">&#8220;Männer, die auf Ziegen starren&#8221;-Plakat</a> bedient. Peinlich, oder? (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/maenner_im_wasser/links.htm">Männer im Wasser</a>&#8220;)</li>
<li> Ein nüchtern im &#8220;Berliner Schule&#8221;-Stil erzählter deutscher Film über einen ebenso nüchtern Leute abknallenden Massenmörder, der vom Verleih irritierenderweise als &#8220;tragische Liebesgeschichte eines Außenseiters und seiner Freundin&#8221; verkauft wird. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/distanz/links.htm">Distanz</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Krimi-Debüt um Kindsmord und Aufklärung mit dem vielbeschäftigten Dänen <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=Ulrich+Thomsen&amp;s=4&amp;imgtype=any">Ulrich Thomsen</a> als Mörder. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_letzte_schweigen/links.htm">Das letzte Schweigen</a>&#8220;)</li>
<li>Der jüngste Quatsch des Kornkreis-Spinners M. Night Shyamalan, von dessen einstiger &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0167404/">Sixth Sense</a>&#8220;-Reputation nix mehr übrig ist. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_legende_von_aang/links.htm">Die Legende von Aang</a>&#8220;)</li>
<li>Wieder mal unsäglicher Italienkitsch aus Hollywood. Max Gold hat, noch zu Onkel-Max-Zeiten, die Verwendung des Wortes Kitsch getadelt, es handele sich um eine &#8220;Allerwelts-Totschlagvokabel&#8221;, das Wort bezeichne viele sehr unterschiedliche Erscheinungen, die man besser präzise benennen solle. Ist &#8220;Italienkitsch&#8221; nicht aber recht eindeutig? (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/briefe_an_julia/links.htm">Briefe an Julia</a>&#8220;)</li>
<li>Noch mehr Kitsch, vermute ich: Ein französischer Dokumentarfilm über das erste Lebensjahr von vier niedlichen Kinderchen, die in Namibia, den USA, der Mongolei und in Japan aufwachsen. Der Regisseur spannt &#8220;einen Bogen poetischer Beobachtungen&#8221;, droht der Pressetext. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/babys/links.htm">Babys</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der jüngste Film mit Simon&#8217;s Cat, der unwiderstehlich komisch und, ja, niedlich animierten Katze, dem ersten Zeichentricktier, das allein im Netz zu Ruhm gekommen ist:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EKvNqe8cKU4&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_GB&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/EKvNqe8cKU4&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_GB&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Hoppla, läuft offenbar zeitweise bei uns nicht, aufgrund von Urheberrechtsansprüchen der Produktionsfirma, die den Film selbst hochgeladen hat. Sehr seltsam. Dann eben hier einer der schönen Vorläufer:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/w0ffwDYo00Q&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/w0ffwDYo00Q&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Französisches und grandios Bescheuertes</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1739</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 18:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 12.8.2010 Spät dran bin ich diese Woche, aber viel Sehenswertes startet eh nicht. Aber noch läuft ja &#8220;Inception&#8220;, &#8220;Moon&#8220;, &#8220;Mother&#8220;, &#8220;Toy Story 3&#8220;, &#8220;Micmacs&#8221; und &#8220;Mr. Nobody&#8220;, die mir allesamt gefallen haben. Von &#8220;Inception&#8221; war ich allerdings ein wenig enttäuscht, da hatten sich meine Erwartungen wohl allmählich zu hoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1742" title="KW32" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/KW32.jpg" alt="KW32" width="520" height="347" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 12.8.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p><span id="hauptspalte">Spät dran bin ich diese Woche, aber viel Sehenswertes startet eh nicht. Aber noch läuft ja &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1668">Inception</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1634">Moon</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1710">Mother</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1668">Toy Story 3</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1654">Micmacs</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1634">Mr. Nobody</a>&#8220;, die mir allesamt gefallen haben. </span><span id="hauptspalte">Von &#8220;Inception&#8221; war ich allerdings ein wenig enttäuscht, da hatten sich meine Erwartungen wohl allmählich zu hoch aufgetürmt. Ich war überrascht davon, wie linear und chronologisch durch die streng hierarchisch organisierten Traumebenen navigiert wird und wie viel Raum die sentimentale Schuld-am-Tod-der-Frau-und-Kinder-wieder-sehen-wollen-Neben- wenn nicht gar Haupthandlung einnimmt. Und ja, für meinen Geschmack war es tatsächlich zu viel orchestrales Gebrause und zu viel James-Bond-Geballer.</span></p>
<p><span>Genau andersherum ging es mir bei &#8220;Mr. Nobody&#8221;: Da bin ich skeptisch reingegangen und war im Kino umso erfreuter über die überaus verspielten, sehr geschickt verknüpften Liebesepisoden. Mich hat das Erzählen im Konjunktiv überzeugt und über die erwarteten philosophischen Plattheiten habe ich mit Leichtigkeit hinweggehört und -gesehen.<br />
</span></p>
<p class="abstand">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Diese Woche neu:</p>
<ul>
<li>Eine Liebesgeschichte aus Frankreich: Zufriedener Maurer (Vincent Lindon) verliebt sich in violinspielende Lehrerin (Sandrine Kiberlain). Soll bei aller Unoriginalität mit Sorgfalt und Genauigkeit und natürlich mit seinen Hauptdarstellern überzeugen, die im richtigen Leben tatsächlich mal ein Paar waren. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mademoiselle_chambon/links.htm">Mademoiselle Chambon</a>&#8220;)</li>
<li> Eine Romanze, die unter wahnsinnig hippem Jungvolk im Londoner Eastend spielt, musikalisch unterlegt von den Tindersticks, Daniel Johnston, Kimya Dawson und anderen meist alles andere als jungen Musikern. Auch nix Neues, soll auch ganz nett sein. Die Dialogfetzen des deutschen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=H5hA2Nl1kJY">Trailers</a> finde ich allerdings ziemlich doof. “Wunderbar poetisch oder eher grandios bescheuert? Die Antwort liegt irgendwo dazwischen&#8221;, schreibt Michael Kohler in der FR, was ich nicht wüsste, wenn Thomas Kögel, der Abspannsitzenbleiber, das hübsche Zitat nicht in seiner dieswöchigen&#8221;<a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2010/08/13/trailerschau-fur-filmstarts-vom-128/">Trailerschau</a>&#8221; verwendet hätte. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/london_nights/links.htm">London Nights</a>&#8220;)</li>
<li> Mit leider nur drei Kopien startet das vielversprechende Anime &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/summer_wars/links.htm">Summer Wars</a>&#8220;, in dem intelligent von Verquickungen einer virtuellen mit der realen Welt erzählt wird. Fraglich, ob der Film je in der Kinoprovinz laufen wird.</li>
<li>Ein Action-Quatsch-Film der auf einer Action-Quatsch-Fernsehserie beruht. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_a_team_der_film/links.htm">Das A-Team</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein Sequel von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0239395/">Cats &amp; Dogs</a>&#8220;, mit sprechenden Hunden und Katzen, in einer Mischung aus Real und CGI-Film, diesmal in 3D. Scheint <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/cats_and_dogs_the_revenge_of_kitty_galore/">grottenschlecht</a> zu sein. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/cats_dogs_die_rache_der_kitty_kahlohr/links.htm">Cats &amp; Dogs &#8211; Die Rache der Kitty Kahlohr</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein Ausschnitt aus &#8220;Mr. Nobody&#8221;, mit verbotener Liebe, einem Joint und den Pixies:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/bPJIEyD0e20?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/bPJIEyD0e20?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Giering nochmal</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 14:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Giering]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach mehreren Anfragen auf diversen Kanälen jetzt noch ein paar mehr Motive vom letzten Fototermin Frank Gierings. Mehr dazu hier im früheren Eintrag. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach mehreren Anfragen auf diversen Kanälen jetzt noch ein paar mehr Motive vom letzten Fototermin Frank Gierings. Mehr dazu <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1706">hier</a> im früheren Eintrag.</p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1720" title="Frank_Giering_FotoGGeller_B" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_B.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_B" width="520" height="397" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1721" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05817" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05817.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05817" width="520" height="347" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1722" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05679" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05679.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05679" width="520" height="347" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1723" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05825" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05825.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05825" width="520" height="347" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1724" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05877" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05877.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05877" width="520" height="347" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1725" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05882" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05882.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05882" width="520" height="347" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1728" title="Frank_Giering_FotoGGeller_B" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_B1.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_B" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Mörderische Mutterliebe</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1710</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1710#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 16:42:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bong Joon-ho]]></category>
		<category><![CDATA[Mother]]></category>
		<category><![CDATA[The Host]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gunnargeller.de/site/?p=1710</guid>
		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 5.8.2010 Bong Joon-ho. Ein Name, den man kennen sollte, wenn man sich auch nur entfernt für Film interessiert. Ich konnte ihn mir bislang nicht merken, habe bei Bedarf von &#8220;dem Koreaner, der &#8216;The Host&#8221; gedreht hat&#8221;, gesprochen. Sein Monsterfilm ist in jeder Hinsicht herausragend,  seine beiden früheren Filme, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1712" title="KW31" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/KW31.jpg" alt="KW31" width="520" height="378" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 5.8.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p><span id="hauptspalte">Bong Joon-ho. Ein Name, den man kennen sollte, wenn man sich auch nur entfernt für Film interessiert. Ich konnte ihn mir bislang nicht merken, habe bei Bedarf von &#8220;dem Koreaner, der &#8216;The Host&#8221; gedreht hat&#8221;, gesprochen. Sein </span><span id="hauptspalte">Monsterfilm ist</span><span id="hauptspalte"> in jeder Hinsicht herausragend,  seine <a href="http://www.imdb.com/title/tt0269743/">beiden</a> <a href="http://www.imdb.com/title/tt0353969/">früheren</a> Filme, die ich gern jetzt sofort anschauen möchte, werden hoch gelobt. &#8220;Mother&#8221;, das jüngste Werk,  ist ein Mutter-Sohn-Drama und ein Kriminalfilm. Der Sohn ist geistig behindert und gerät unter Mordverdacht, die Mutter unternimmt wahnwitzige Anstrengungen um ihn zu schützen. Erzählt wird das &#8220;</span><span id="hauptspalte">in abrupten Wendungen und verblüffenden Wechseln der Tonlage&#8221;; wie Ekkehard Knörer in der <a href="http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/auf-dem-verschiebebahnhof/">Taz</a> schreibt, &#8220;</span><span id="hauptspalte">mal ist es splatterhaft-blutig, dann bizarr und schlicht komisch&#8221;. Die Kritiker sind fast durchweg <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/mother2009?q=mother">schwer</a> <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/madeo/">angetan</a>, nur einige wenige tun sich schwer mit der unkonventionellen Dramaturgie und dem frechen Genremix. Läuft sogar in der Kinoprovinz Hamburg vom ersten Tag an. Wer Interesse hat, sollte sich beeilen. Die einen werden vom Herkunftsland und von Untertiteln abgeschreckt, die anderen wollen keinen Film sehen, der &#8220;Mutter&#8221; heißt und mit </span><span id="hauptspalte">dem Namen Bong Joon-ho und jenen der Darsteller kann keiner etwas anfangen. Viele potentielle Zuschauer bleiben da nicht übrig.<br />
</span></p>
<p>&#8220;Mother“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/magnolia/mother/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21104/MOTHER/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/mother/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.kino.de/kinofilm/mother/imkino/129075.html">Kinos</a></p>
<p class="abstand">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine Adam-Sandler-Komödie, in der offenbar erstaunlich wenig passiert. Ist auf eine &#8220;extrem unanspruchsvolle Art immer wieder sogar so etwas Ähnliches wie lustig&#8221;, wie wiederum Ekkehard Knörer im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6373.html">Perlentaucher</a> schreibt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kindskoepfe/links.htm">Kindsköpfe</a>&#8220;)</li>
<li> Ein spanischer Film über Liebe und Behinderung und Ressentiments. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/me_too_wer_will_schon_normal_sein/links.htm">Me Too</a>&#8220;)</li>
<li> Ein anscheinend grottenschlechter &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0356910/">Mr. &amp; Mrs. Smith</a>&#8220;-Abklatsch. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_konzert/links.htm">Kiss &amp; Kill</a>&#8220;)</li>
<li>Die bedeutungstriefende Geschichte einer Profikillerin in Tokyo, gedreht von Isabel Coixet, die zuletzt <a href="http://www.imdb.com/title/tt0974554/">diese</a> geschmäcklerische Philip-Roth-Adaption verbrochen hat. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/eine_karte_der_klaenge_von_tokio/links.htm">Eine Karte der Klänge von Tokio</a>&#8220;)</li>
<li>Schnell noch ein &#8220;Freche-Mädchen&#8221;-Sequel, bevor die Luft raus ist. Meine Tochter, die altersmäßig gerade zur Zielgruppe aufgeschlossen hat, findet die bislang ungemein erfolgreiche Buchreihe, die den Filmen zu Grunde liegt, bereits &#8220;uncool&#8221;. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/freche_maedchen_2/links.htm">Freche Mädchen 2</a>&#8220;)</li>
<li>Und noch ein Kinderfilm, ein deutsch-südafrikanischer, in dem es um Fußball, aber auch schwer didaktisch um soziale Missstände und um sexuelle Gewalt und um Aids am Kap geht. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/themba_das_spiel_seines_lebens/links.htm">Themba</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, die unvergessliche Szene aus &#8220;The Host&#8221;, in der das Monster seinen ersten großen Auftritt hat:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/vaxwv1rndPI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/vaxwv1rndPI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Letztes Shooting</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1706</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1706#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 14:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Giering]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gunnargeller.de/site/?p=1706</guid>
		<description><![CDATA[* * * Ist mir zum ersten Mal überhaupt passiert. Ich habe mehrere Mails erhalten von wildfremden Menschen, die ein gedrucktes Foto von mir gesehen  und mich daraufhin ergoogelt haben. Sie wollten sich nur bedanken. Oder fragen, ob sie vielleicht noch mehr Bilder sehen könnten. Dass das Foto überhaupt so prominent im Stern abgedruckt wurde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1705" title="Stern_Giering" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Stern_Giering.jpg" alt="Stern_Giering" width="520" height="349" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Ist mir zum ersten Mal überhaupt passiert. Ich habe mehrere Mails erhalten von wildfremden Menschen, die ein gedrucktes Foto von mir gesehen  und mich daraufhin ergoogelt haben. Sie wollten sich nur bedanken. Oder fragen, ob sie vielleicht noch mehr Bilder sehen könnten. Dass das Foto überhaupt so prominent im Stern abgedruckt wurde, hat einen traurigen Grund. Frank Giering, der Schauspieler, den ich wenige Wochen vorher fotografiert habe, ist tot. Ich hatte immer noch drauf gewartet, dass er mir Bescheid gibt, für welche Motive er sich entscheidet. Gleich einen Tag nach dem Fototermin hat er mich angerufen und gefragt, wann es etwas zu sehen gebe, dann hat er nichts mehr von sich hören lassen. Beim Fotografieren war er freundlich und fast ein wenig schüchtern, überrascht hat mich, dass er, wenn ich ihm zwischendurch Bilder auf dem Display gezeigt habe, gerade die Motive gut fand, die jeder andere retuschiert haben will. &#8220;Tränensäcke, da  sind ja richtige Tränensäcke, das find&#8217; ich toll&#8221;, meinte er.</p>
<p>Wir haben im Berliner Stilwerk in der Kantstraße fotografiert, einem noblen Einkaufszentrum, unangekündigt und ohne Genehmigung. Eigentlich wollten wir die Bilder im Freien machen, aber mauscheliges Licht und niedrige Temperatur führten zum spontan erdachten Plan B. Wir hätten jederzeit rausgeschmissen werden können, aber Frank Giering schreckte das nicht, er kam bereitwillig mit in leerstehende Räume, die nur offen waren, weil gerade Arbeiter darin beschäftigt waren oder lümmelte sich, wie auf dem Bild oben, in Sichtweite der Überwachungskameras auf dem Boden neben den Fahrstühlen.</p>
<p>Ich wusste nicht viel über ihn, kannte die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Kriminalist">Krimiserie</a> nicht, in der er mitspielte und wusste auch nicht, dass er der eine der beiden Fieslinge in Michael Hanekes &#8220;Funny Games&#8221; war. Und erst recht wusste ich nichts über seine Einsamkeit und seine Alkoholprobleme. Und dass er stark abgenommen hatte in den letzten Monaten und ihm die alte Jacke aus seiner Kindheit wohl viele Jahre lang gar nicht gepasst hat.</p>
<p><a href="http://www.abovetheline.de/client_vita.php?id=772&amp;lang=de">Frauke Hunfeld</a> hat seine Geschichte für den Stern aufgeschrieben. Ich glaube, es lag vor allem an ihrem einfühlsamen Text, dass manche Leser so bewegt waren, dass Sie sich an mich, den Fotografen gewandt haben. Der hat aufs Foto zurückgestrahlt.</p>
<p>Leider ist er nicht online zu lesen. Dafür aber ein lesenswerter Nachruf von Tobias Kniebe aus der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/zum-tod-von-frank-giering-du-hoerst-immer-nur-diesen-einen-moment-1.965051">Süddeutschen</a>.</p>
<p>Wir haben auch jede Menge Bilder gemacht, auf denen Frank Giering alles andere als düster dreinschaut. Die entsprechen viel mehr seiner Stimmung während seines letzten Fototermins. Das hier zum Beispiel:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1707" title="Frank_Giering_FotoGGeller_B" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Frank_Giering_FotoGGeller_B.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_B" width="520" height="324" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Nachtrag: Auf Wunsch einiger Leser <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1719">hier</a> noch ein paar mehr Fotos.</p>
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		<title>In eigener Sache</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 10:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * In unserem Gemeinschaftsbüro in Eimsbüttel, einem ehemaligen Ladengeschäft im Altbau, werden Räume frei: Sie sind 11,5 bzw. 32 qm groß. Der größere Raum bietet problemlos Platz für mehrere Schreibtische, kommt aber auch als Atelierraum in Frage. Als Fotostudio ist er allerdings nur bedingt geeignet, er kann zwar mit ausreichender Deckenhöhe dienen, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Sartoriusstrasse_Buero-4186.jpg" alt="Sartoriusstrasse_Buero-4186" title="Sartoriusstrasse_Buero-4186" width="520" height="347" class="alignnone size-full wp-image-1700" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>In unserem Gemeinschaftsbüro in Eimsbüttel, einem ehemaligen Ladengeschäft im Altbau, werden Räume frei: Sie sind 11,5 bzw. 32 qm groß. Der größere Raum bietet problemlos Platz für mehrere Schreibtische, kommt aber auch als Atelierraum in Frage. Als Fotostudio ist er allerdings nur bedingt geeignet, er kann zwar mit ausreichender Deckenhöhe dienen, aber mittendrin steht ein hinderlicher Pfeiler. Der hat sich auch störend bemerkbar gemacht, als wir hier neulich eine Tischtennisplatte aufgestellt haben. Die Miete inklusive sämtlichen Nebenkosten wie Heizung, Strom, Wasser, VDSL und Telefon beträgt für den kleinen Raum etwa 160 EUR und für den großen 370 EUR. Interessenten bitte bei mir <a href="mailto:nurvoruebergehend@gunnargeller.de">melden</a>. Für Weiterverbreitung des Angebots über Twitter oder Facebook wäre ich alter Social-Network-Muffel dankbar.</p>
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		<title>Grässlich! Grässlich!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 09:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Philadelphia]]></category>
		<category><![CDATA[Shteyngart]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Der soeben gelesene, sehr unterhaltsame und völlig überdrehte Russenmafia-Wendejahre-Roman &#8220;Handbuch eines Russischen Debütanten&#8221; von Gary Shtyngart erfreut irgendwo mittendrin mit einer kleinen Filmkritik. Der russoamerikanische Protagonist war mit seiner Freundin im Kino: Vladimir platze schier. &#8220;Ich fand es grässlich!&#8221;, schrie er. &#8220;Grässlich! Grässlich&#8221; Er vollführte einen kleinen Tanz zwischen den flimmernden Straßenlaternen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1694" title="Shteyngart131" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Shteyngart131.jpg" alt="Shteyngart131" width="520" height="80" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Der soeben gelesene, sehr unterhaltsame und völlig überdrehte Russenmafia-Wendejahre-Roman &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/15360.html">Handbuch eines Russischen Debütanten</a>&#8221; von Gary Shtyngart erfreut irgendwo mittendrin mit einer kleinen Filmkritik. Der russoamerikanische Protagonist war mit seiner Freundin im Kino:</p>
<blockquote><p>Vladimir platze schier. &#8220;Ich fand es grässlich!&#8221;, schrie er. &#8220;Grässlich! Grässlich&#8221; Er vollführte einen kleinen Tanz zwischen den flimmernden Straßenlaternen, als wollte er die Urkraft seines Abscheus demonstrieren. Aber dann wurde es Zeit, eine Art intellektueller Aufschlüsselung nachzulieferen, also sagte er: &#8220;Wie platt. Wie abstoßend einfältig. Aus AIDS das hunderttausendste Gerichtsdrama zu machen. Als wäre die juristische Auseinandersetzung die einzige verbliebene Ausdrucksform der Amerikaner. Ich bin zutiefst unterwältigt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bei dem abstoßenden Gerichtsdrama handelt es sich offenbar um <a href="http://www.imdb.com/title/tt0107818/">diesen</a> zweifachen Oscargewinner.</p>
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		<title>Neu im Kino: Spielzeugmär und Traumgeballer</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 17:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Inception]]></category>
		<category><![CDATA[Lyle Lovett]]></category>
		<category><![CDATA[Randy Newman]]></category>
		<category><![CDATA[Toy Story]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 29.7.2010 Für die soeben erschienene August-Ausgabe der Titanic mit dem entzückenden Hitlertitel und der Schlagzeile &#8220;Da staunt die Welt: So locker ist Schland&#8221; habe ich eine Lobhudelei auf den in vier Wochen startenden Knettrickfilm &#8220;Mary &#38; Max&#8221; verfasst. Und diesen Text, direkt darunter: „Toy Story 3“ ist der genaue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1669" title="KW30" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/KW30.jpg" alt="KW30" width="520" height="380" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 29.7.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Für die soeben erschienene August-Ausgabe der Titanic mit dem entzückenden Hitlertitel und der Schlagzeile &#8220;Da staunt die Welt: So locker ist Schland&#8221; habe ich eine Lobhudelei auf den in vier Wochen startenden Knettrickfilm &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mary_max_oder_schrumpfen_schafe_wenn_es_regnet/links.htm">Mary &amp; Max</a>&#8221; verfasst. Und diesen Text, direkt darunter:</p>
<blockquote><p>„Toy Story 3“ ist der genaue Gegenentwurf zum oben besprochenen „Mary &amp; Max“: Das  zweite Sequel des Pixardebüts von 1995 wurde computergeneriert statt von Hand modelliert, gegen kein Familienfilmgesetz wird verstoßen, die Handlung entwickelt sich haargenau und hurtig so, wie sich das gehört, statt braun, grau und schwarz strahlt alles quietschig bunt, statt Stills gibt es veritable Actionsequenzen, statt durch eine individuelle Handschrift herrschen Markt- und Massenverträglichkeit nebst clever implantiertem Merchandising, statt um Depression und Alkoholismus geht es sauber und moralisch um Freundschaft und Loyalität und selbstverständlich findet sich in „Toy Story 3“ für jedes Problem eine rundum befriedigende Lösung. Der Pixarfilm verhält sich zum Adam-Elliot-Film wie „My Fair Lady“ zu „Warten auf Godot“. Innerhalb der Bedingungen des Mainstreams ist dem erfolgreichen Animationsstudio mit seiner dritten Mär von den lebendigen Spielzeugen gelungen, nicht nur die direkten Vorgänger, sondern gleich sämtliche Hollywood-Komödien der letzten Jahre deutlich in den Schatten zu stellen. Die Charaktere, der Plot, die Pointen, die zahlreichen Anspielungen, ja selbst die Sentimentalitäten haben mir Freude bereitet und das obligatorische Actionfinale hat mich mit einer regelrechten Höllenfahrt überrascht. Angst hatte ich nur vor den nöligen Gesängen des K. Lage, doch dankenswerterweise wurde, anders als bei Teil eins und zwei, auf den kläglichen Randy-Newman-Ersatz verzichtet. Auch in der deutschen Fassung singt nun der Meister selbst.</p>
</blockquote>
<p>Besonders originell ist das Lob freilich nicht, den Film mag jeder. <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/toystory3">Mehr</a> <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/toy_story/">Konsens</a> <a href="http://www.imdb.com/title/tt0435761/">geht</a> <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Toy_Story_3#Reception">nicht</a>. Eine schöne kleine Überraschung war für mich der Auftritt des <a href="http://www.comicsalliance.com/2010/02/19/totoros-toy-story-3-cameo/">Plüschtotoro</a>, eine Verbeugung des CGI-Platzhirschen Pixar vor dem Zeichentrickmeister Hayao Miyazaki.</p>
<p>Nachtrag: Einer spuckt doch in die Suppe. Lukas Foerster mag nicht mitjubeln und rechnet im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6362.html">Perlentaucher</a> gleich mit sämtlichen Pixarfilmen ab: &#8220;lauter Zuckerguss und Instant-Kinomagie mit fadem Nachgeschmack&#8221;.</p>
<p>&#8220;Toy Story 3D“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SLoV1X0ZZP4">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21177/TOY-STORY-3/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://filmz.de/film_2010/toy_story_3/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/toy-story-3/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und dann startet auch noch &#8220;Inception&#8221;, auf den ich so gespannt bin, wie schon lange auf keinen Film mehr. Offenbar ein höchst verblüffendes narratives Wunderwerk, ein Labyrinth aus verschiedenen Traum- und Realitätsebenen und gleichzeitig dann doch wieder ein Thriller, der einfach nur von einem raffinierten Coup erzählt. Leonardo DiCaprio spielt einen Dieb, der sich in andererer Leute Unterbewusstsein begibt um dort Inhalte zu entwenden, denn es bleibt hier nicht dabei, die Gedanken sind gar nicht frei. Zusammen mit einem Team krimineller Spezialisten besteht seine Aufgabe diesmal darin, statt zu stehlen, einem reichen Erben Gedanken zu implantieren, nach deren Umsetzung der Zusammenbruch eines Unternehmens erfolgen soll. Idee und Buch stammen vom Regisseur Christopher Nolan, der nach den Fledermausmann-Blockbuster-Filmen wieder ein ganz persönliches Projekt aufgegriffen hat, an dem er schon zu &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0209144/">Memento</a>&#8220;-Zeiten gearbeitet hat.</p>
<p>Claudius Seidl hat sich den Film angeschaut und war so überwältigt, dass er einen Leitartikel für das FAS-Feuilleton verfasst hat, indem er erst einmal ausführlich über die Schwierigkeiten schreibt, in die der Kritiker gerät, wenn er beim Zuschauen jede kritische Distanz aufgegeben hat:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230; Es wurde Nacht, bis die Normalität mich wiederhatte – und natürlich ist das, diese Wahrnehmungserschütterung und Gefühlsverwirrung, alles andere als repräsentativ: Die Reaktion ist subjektiv, kaum teilbat und nur sehr schwer mitteilbar – und sie ist doch das Einzige, was auch der klügste, der seriöseste Kritiker tatsächlich hat. Denn das ist das Paradoxon der Filmkritik: Wer im Kino sitzt und einen analytischen Gedanken nach dem anderen in seinen Notitzblock schreibt, war anscheinend nicht gemeint von dem Film, den er da sieht. Und schon gar nicht bewegt, berührt, gefesselt.</p>
<p>Und wer sich rühren und erschüttern lässt, hat mit schauen, staunen und sich fürchten viel zu viel zu tun, als dass er noch dazu käme, sich beim Involviertsein zu beobachten und das, was da geschieht, in seine Einzelteile zu zerlegen.&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Übrigens wählt Seidl, wenn er das &#8220;Nachglühen&#8221; des Films bei sich persönlich beschreibt, zu meiner Freude durchgehend die erste Person Singular. Keine Spur von &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1559">Ich-Schwäche</a>&#8220;.</p>
<p>Nach Anschauen des Trailers könnte ich mir vorstellen, dass nirgendwo vorher je so sinnvoll und befriedigend Special Effects eingesetzt wurden. Außer vielleicht in &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0338013/">Eternal Sunshine of  the Spotless Mind</a>&#8220;. Die Kritiken fallen weit überwiegend positiv aus, wer meckert, der stört sich meist am angeblich konfusen Plot, an zu viel Geballer und am orchestralen Bombast auf der Tonspur.</p>
<p>&#8220;Inception“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/wb/inception/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21141/INCEPTION/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/inception/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/inception/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein deutsche Dreiecksgeschichte, &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/renn_wenn_du_kannst/links.htm">Renn, wenn du kannst</a>&#8220;, mit einem Protagonisten im Rollstuhl, der also eher nicht kann und mit erfreulich knackigen Dialogen, wie es scheint. Wird allseits gelobt, auch, mit Einschränkungen, von Ekkehard Knörer im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6362.html">PT</a>, der bei der Gelegenheit ein paar grundsätzliche und schöne Worte über das deutsche Kino verliert: &#8220;Es ist ja nicht so, dass man jedem deutschen Film, der im Kino läuft, ansieht, was er da verloren hat. Es gibt da beinah unendlich viel hilflos Bemühtes oder uninteressant Abgebrühtes, fürs Fernsehen Gedrehtes, dramaturgisch zu Krummes, zu Gerades, zu Holpriges und zu Glattes, hier und da abgeschaut und halbverdaut, Talentproben, die zeigen, dass eine/r was kann, ohne dass man sähe, was es eigentlich soll. Die beinah unzähligen deutschen Filmförderanstalten fördern, von den wirklich spannenden Sachen am ehesten noch abgesehen, alles, was ihnen vor die Flinte gerät und wünschen bzw. verlangen, dass, was hinten dann rauskommt, ohne Ansehen der letztlichen Qualität auch in die Kinos gelangt. Und da stehen viele dieser Filme dann verloren herum und haben der Welt nichts zu sagen.&#8221;</li>
<li> Eine Doku des Schweizers Christian Frei, in der die Reisevorbereitungen einer Amerikanerin für einen 20-Millionen-Dollar-Urlaub im All dem Alltag der kasachischen Raketenschrottsammler gegenübergestellt wird. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/space_tourists/links.htm">Space Tourists</a>&#8220;)</li>
<li> Und ein weiterer Film eines Schweizer Dokumentarfilmers, &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/rocksteady_the_roots_of_reggae/links.htm">Rocksteady – The Roots Of Reggae</a>&#8220;, der ehrfurchtsvoll ein Portrait alter Rocksteady-Heroen zeichnet. Wer sich mit den Jamaicanischen Musikstilen nicht so auskennt, kann sich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nNuyeTd5EAQ">hier</a> von Bob Marley den Unterschied zwischen Ska, Rocksteady und Reggae erklären lassen.</li>
<li> Und ein klamaukig-sentimentaler Film aus Frankreich über alte, russische Verlierer, die noch mal groß in Paris rauskommen. &#8220;Ein fulminanter, rasanter Film über Menschlichkeit, Liebe, Verantwortung und die alles verbindende Macht der Musik&#8221;, verspricht bzw. droht der Pressetext. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_konzert/links.htm">Das Konzert</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Toy-Story-Titelsong, live dargeboten von Lyle Lovett und Randy Newman, die wahrscheinlich gar keine Freunde sind. Leider etwas gequetscht:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/D_284Y8Wu7c&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/D_284Y8Wu7c&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Quickie mit Steffi</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 23:48:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Steffi Graf war neulich in Hamburg, um für ein Unilever-Produkt Werbung zu machen. Sie hat ein bisschen Miniaturtennis gespielt, in der neuen Firmenzentrale in der Hafencity und dann gab es auch noch eine großzügige Spende für einen guten Zweck. Die anwesenden Fotografen durften darum unter anderem wieder einmal das Überreichen monströs vergrößerter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1664" title="Steffi_Graf_FotoGGeller_Jun" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Steffi_Graf_FotoGGeller_Jun.jpg" alt="Steffi_Graf_FotoGGeller_Jun" width="520" height="405" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Steffi Graf war <a href="http://www.focus.de/panorama/boulevard/leute-steffi-graf-spielt-tennis-fuer-guten-zweck_aid_525508.html" target="_blank">neulich</a> in Hamburg, um für ein Unilever-Produkt Werbung zu machen. Sie hat ein bisschen Miniaturtennis gespielt, in der neuen Firmenzentrale in der Hafencity und dann gab es auch noch eine großzügige Spende für einen guten Zweck. Die anwesenden Fotografen durften darum unter anderem wieder einmal das Überreichen monströs vergrößerter Schecks fotografieren, schön anachronistisch, wie es sich gehört.</p>
<p>Ich war auch dabei, ich sollte bei einem anschließend stattfindenden Interview fotografieren. Bloß war davon bei den zuständigen Pressebetreuerinnen nichts bekannt, weshalb ich Stunden mit Tennis und Häppchen und Geplauder mit dem netten Textredakteur verbracht habe, ohne zu wissen, ob ich überhaupt etwas zu tun bekommen würde. Schließlich durfte ich tatsächlich mit zum Interview kommen, wurde aber nach zwei Belichtungen zu Beginn des Gesprächs wieder rausgeschickt. Das müsse ja wohl reichen. Ich bin ohne Murren abgezogen, habe mir aber versichern lassen, dass ich im Anschluß noch eine Foto machen dürfe. So stand ich für die Dauer des Interviews im Gang rum, um dann zum allerersten Mal überhaupt die Erfahrung zu machen, dass &#8220;ein Foto&#8221; wörtlich &#8220;ein Foto&#8221; bedeuten kann. Das da oben ist die dritte Belichtung, nach der ich fast am Schlafittchen gepackt wurde. Einfach weiter fotografieren, neinneinnein, so geht das aber nicht.<br />
Aber immerhin war Steffi Graf meiner Bitte nachgekommen und aus der dunklen Interviewecke heraus- und zum vorgeschlagenen Fleck mitgekommen, hat auch noch gewartet, bis ich auf den nächsten Stuhl gestiegen bin und meiner Kamera freundlich entgegengeblickt und so ist bei dem völlig absurden Termin sogar ein passables Bild herausgekommen. Lustig, dass ich gerade jetzt, so kurz, nachdem ich über mein <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1613">schwarzrotgoldenes</a> Desaster geschrieben habe, einen neuen persönlichen Rekord aufstellen konnte. Haben Sie mal eben eine Minute Zeit? Na, dann machen wir ein Shooting. Ich bin der Ruckzuckfotoheini. Wenn&#8217;s mal richtig schnell gehen muss.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Eine prallvolle Jeunet-Wundertüte</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1654</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1654#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 18:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 22.7.2010 Der sinnfreie deutsche Titelzusatz »Uns gehört Paris!« führt Skeptiker auf die falsche Fährte: Da sollen wohl genau jene geködert werden, denen an »Amélie«, Jean-Pierre Jeunets größtem Erfolg, vor allem der Pariskitsch gefiel. »Micmacs«, Jeunets erster Film nach fünf Jahren, enthält jedoch keine Spur davon, sondern knüpft eher wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1658" title="KW29" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/KW29.jpg" alt="KW29" width="520" height="396" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 22.7.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<blockquote><p>Der sinnfreie deutsche Titelzusatz »Uns gehört Paris!« führt Skeptiker auf die falsche Fährte: Da sollen wohl genau jene geködert werden, denen an »<a href="http://www.imdb.com/title/tt0211915/">Amélie</a>«, Jean-Pierre Jeunets größtem Erfolg, vor allem der Pariskitsch gefiel. »Micmacs«, Jeunets erster Film nach fünf Jahren, enthält jedoch keine Spur davon, sondern knüpft eher wieder an »<a href="http://www.imdb.com/title/tt0101700/">Delicatessen</a>« an, das Debüt von 1991. Zwar geht es nicht ganz so morbide zu, doch strotzt das Werk auch wieder vor visuellen Einfällen und komischen Details und wartet mit einer ganzen Schar skurriler Figuren auf, die etwa so komplex angelegt sind wie Spirou und Fantasio. Das macht aber gar nichts, denn feinere Charakterzeichnungen hätten nur unnötig vom frisch vorangetriebenen Plot abgelenkt, der recht unterhaltsam »Rififi«-Methoden mit Handlungselementen verbindet, für die einst Dashiell Hammett mit »<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Red_Harvest">Rote Ernte</a>« die Vorlage geliefert hat und die wohlbekannt sind aus Sergio Leones »Für eine Handvoll Dollar« oder dem Bruce-Willis-Film »Last Man Standing«.</p>
<p>So werden auch hier zwei böse Banden kunstvoll gegeneinander ausgespielt, die diesmal allerdings Waffenhersteller sind und deren Hauptquartiere, wie üblich, an derselben Straße liegen. Nur sind es eben Firmenzentralen in Bürogebäuden, die aussehen, als hätte Albert Speer sie entworfen. Der Held, gespielt von Dany Boon, ist weder sonderlich heldenhaft noch ein Einzelkämpfer, er wird von einer Art WG unterstützt, die Müll bewohnt und verwertet und deren Mitglieder über allerlei ungewöhnliche Fähigkeiten verfügen, die beim Kampf gegen die Waffenfabrikanten – wenig überraschend – von großem Nutzen sind. Jaja, ein wenig kunstgewerblich ist das freilich; schrullige, liebenswerte, zirkuskompatible Typen, die auch noch gruppenweise auftreten, habe auch ich gründlich satt, und akkordeonfrei ist die Filmmusik auch nicht – doch wenn so schnell und zugleich elegant eine solche Fülle überraschender und absurder Erfindungen, Pointen und Wendungen aufeinanderfolgen, wird mein Gemecker im Keim erstickt. Schön, dass Jeunet wieder da ist. Ich hatte fast vergessen, dass es jemanden gibt, der Terry Gilliam das Wasser reichen kann.</p></blockquote>
<p>Meine ich als &#8220;Hans Mentz&#8221; in der <a href="http://www.titanic-magazin.de/hk_1007.html">Titanic</a>. <a href="http://www.getidan.de/film/georg_seesslen/11641/micmacs-a-tire-larigot#more-11641">Georg Seeßlen</a> sieht das sehr ähnlich und er hat auch das Hammett-Handlungsmuster erkannt, nennt aber eine andere &#8220;Rote Ernte&#8221;-Adaption: Akira Kurosawas &#8220;Yoyimbo&#8221;. Wie zu erwarten gibt es auch einige Schreiber, denen das alles zu verspielt und zu belanglos ist, Daniel Sander vom Kulturspiegel meint etwa &#8220;Micmacs&#8221; habe eine &#8220;simple und teilweise alberne&#8221; Geschichte und biete nur &#8220;niedlichen Spaß für regnerische Sommertage&#8221;.  Und Dany Boon, den er er offenbar sehr schätzt, passe nicht in die Jeunet-Welt. In Frankreich haben den Film 1,3 Millionen Zuschauer im Kino gesehen. Nicht zuletzt dank Boon, schätze ich.</p>
<p>&#8220;Micmacs“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/sony/micmacs/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21425/MICMACS/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/micmacs_uns_gehoert_paris/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/micmacs-uns-gehoert-paris/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Die zweite Filmkritik in der aktuellen <a href="http://www.titanic-magazin.de/">Titanic</a> ist ein Verriss:</p>
<blockquote><p>Dass die Hauptfiguren des Films »Kleine Wunder in Athen« – drei alternde Ladeninhaber, die nichts verkaufen und stattdessen tagein, tagaus vor ihren Läden abhängen und sich höchstens mal zu einem Ballspiel auf der Kreuzung aufraffen – gut zum Feindbild der aktuellen Anti-Griechenlandkampagnen passen, dafür kann der griechischstämmige »Tatort«-Regisseur Filippos Tsitos nichts. Dass sein »kleines Fernsehspiel«, das es jetzt vorab in einige Programmkinos geschafft hat, seine Geschichte von der Läuterung der drei dumpf-nationalistischen Albanerhasser mit einer Vorliebe für entsprechend dumpfen Bluesrock so vorhersehbar, witzlos und in so grauslich-grauen und kontrastarmen Digicambildern erzählt, dafür muss er allerdings geradestehen. Einer der Nichtsnutze indes ist selbst Albaner, wie sich herausstellt; und Tsitos schafft es nicht – und das ist nun tatsächlich schon ein kleines Wunder –, aus der Frucht dieser identitätsbedrohenden Erkenntnis auch nur einen einzigen Lacher zu pressen.</p></blockquote>
<p>Die meisten anderen Kritiken lesen sich freundlicher, Alexandra Wach lobt etwa im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10807" target="_blank">Filmdienst</a> die &#8220;zärtliche, wunderbar lakonische&#8221; Komödie und fühlt sich an der Frühwerk von Jim Jarmusch und Aki Kaurismäki erinnert. Der Film sie &#8220;hervorragend besetzt&#8221;, dazu komme die &#8220;sanft beobachtende, aber stets bei der Sache bleibende Kamera und der gut geölte Schnitt und nebenbei verhandele der Regisseur auch noch &#8220;messerscharf die griechische Mentalität&#8221;. Verleih und Kinobetreiber scheinen optimistisch zu sein: Allein bei uns in der Hamburger Kinoprovinz startet der Film schon mit drei Kopien, genau wie &#8220;Micmacs&#8221;.</p>
<p>&#8220;Kleine Wunder in Athen“: <a href="http://www.kleinewunderinathen.de/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21505/KLEINE-WUNDER-IN-ATHEN/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/kleine_wunder_in_athen/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/kleine-wunder-in-athen/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein Remake von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0087538/">Karate Kid</a>&#8221; mit Jackie Chan als weisem Kung-Fu und nicht etwas Karatelehrer, das genauso doof zu sein scheint, wie man erwarten würde. In der Hauptrolle: Will Smiths Steppke Jaden. Marc Fischers höchst unterhaltsame Kritik in der <a href="http://www.welt.de/kultur/article8519165/Jackie-Chan-macht-dem-Dalai-Lama-Konkurrenz.html">Welt</a> hat meinen Widerstand allerdings dahinschmelzen lassen. Jackie Chan beschreibt er so: &#8220;Akrobat, Stuntman, Komödiant und praktisch der einzige Mensch der Welt, der wirklich fliegen kann&#8221;. Und das hier ist Fischers Einstieg: &#8220;Als 1984 der Film &#8216;Karate Kid&#8217; ins Kino kam, gab’s in Deutschland im  Prinzip nur zwei Arten von Jungs: Die, die Fußball spielten, und die,  die keinen Fußball spielten. Die Fußballer trafen sich nach der Schule  auf dem Bolzplatz und übten die Bananenflanken von Manni Kaltz, danach  tranken sie kalte Fanta mit den Mädchen, die ihnen bei den  Bananenflanken zugeguckt hatten. Denen, die keinen Fußball spielten,  blieb eigentlich nur die kalte Fanta und vielleicht noch das Heft „Yps  mit Gimmick“, es kostete damals 2 Mark 50.&#8221; (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/karate_kid/links.htm">Karate Kid</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Doku über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilja_Kabakow" target="_blank">Ilja Kabakov</a>. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/fliegen_und_engel/links.htm" target="_blank">Fliegen und Engel</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Action-Romcom mit Cameron Diaz und Tom Cruise, die CGI-Effekte und spektakuläre Locations en Masse, aber keine erzählenswerte Geschichte bietet. Jörg Lau, der sich das für die <a href="http://www.zeit.de/2010/29/Knight-and-Day?page=all">Zeit</a> angeschaut hat, war mehr als gelangweilt: &#8220;Dieser Film lässt einen wütend zurück, weil er unser Bedürfnis nach  intelligentem Eskapismus nicht ernst nimmt, sondern in krawalliger  Behäbigkeit darauf herumtrampelt.&#8221; (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mein_vater_mein_onkel/links.htm" target="_blank">Knight and Day</a>&#8220;)</li>
<li>Ein türkischer Filmfestivalfilm, also einer mit Anspruch und ohne jede Aussicht auf kommerziellen Erfolg, in dem wie üblich auch Geld von anderswo steckt, in diesem Fall aus Deutschland und den Niederlanden. Es geht um drei von Laien gespielte junge Männer und deren aussichtsloses Leben, die sich alle häufig und höchst symbolisch auf der Bosporusbrücke in Istanbul, also zwischen den Kontinenten aufhalten: Ein Rosenverkäufer, ein Taxifahrer und ein Verkehrspolizist. Die Episoden sind locker miteinander verbunden, die ganze Anmutung scheint dokumentarisch zu sein, die Kritiken lesen sich durchweg wohlwollend und ich werde mir das nicht anschauen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/men_on_the_bridge/links.htm">Men on the Bridge</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein deutsches Jugenddrama, in dem es unter anderem um eine Geschlechtskrankheit geht. Sie bekommt sie und dann zeigt sich, was er für ein Arsch ist. Läuft erstmal nur in Berlin, Weimar und in Kiel, wo der Film auch gedreht wurde. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/unkraut_im_paradies/links.htm">Unkraut im Paradies</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/schock_labyrinth_3d/links.htm" target="_blank"></a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein Kurzfilm von Jean-Pierre Jeunet, &#8220;Foutaises&#8221;, zwei Jahre vor &#8220;Delicatessen&#8221; entstanden und auch schon mit Dominique Pinon, ohne den Jeunet seitdem keinen Film mehr gedreht hat. (Stimmt, in Jeunets einzigem Hollywoodfilm &#8220;Alien: Resurrection&#8221; spielt er nicht mit, aber dafür pfeift er &#8220;I&#8217;m Popeye the Sailor Man&#8221; im Soundtrack. Wirklich.) Pinot erzählt, was er mag und was er nicht mag und das wird schön komisch illustriert. Dürfte manchem bekannt vorkommen, der &#8220;Amélie&#8221; gesehen hat. Leider muss ich dabei auch an <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1fokh3dabz4">Volker Lechtenbrink</a> denken. (&#8220;Ich mag Whiskey – ohne Eis, Böll, der so viel weiß &#8230;&#8221;)</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/AspmmjBl1LU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/AspmmjBl1LU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Neu im Kino: Ein Lügner, ein Niemand und ein Mann auf dem Mond</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 10:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 8. und 15.7.2010 Letzte Woche habe ich es einfach nicht geschafft, die kurze Übersicht über die Neustarts zusammen zu schreiben und das zeitige Nachholen ist mir auch misslungen: Es war zu heiß, es war zu viel WM, es gab erfreulicherweise viel zu zu fotografieren und dann habe ich Idiot [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1642" title="KW28" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/KW28.jpg" alt="KW28" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 8. und 15.7.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Letzte Woche habe ich es einfach nicht geschafft, die kurze Übersicht über die Neustarts zusammen zu schreiben und das zeitige Nachholen ist mir auch misslungen: Es war zu heiß, es war zu viel WM, es gab erfreulicherweise viel zu zu fotografieren und dann habe ich Idiot unerfreulicherweise beim Hin- und Herkopieren von prallgefüllten Foto-Backup-Ordnern von einer Festplatte auf die andere versehentlich massenweise Bilder gelöscht, die ich anschließend mühselig und langwierig retten lassen musste. Das gelang zwar, dem fantastischen Service von <a href="http://www.goapple.de/?page=mm/kontakt" target="_blank">M&amp;M Trading</a> sei Dank, aber die Bildbezeichnungen waren komplett futsch: Ein weiteres Desaster, das mich viel Zeit gekostet hat.</p>
<p>Was lief also letzte Woche an? Die interessantesten und bedingt sehenswerten Filme sind &#8220;The Invention Of Lying&#8221; (der deutsche Titel, blöd und falsch: &#8220;Lügen macht erfinderisch&#8221;) und &#8220;Mr. Nobody&#8221;.</p>
<p>&#8220;The Invention Of Lying&#8221; ist der erste eigene Spielfilm des britischen Komiker Ricky Gervais, er spielt die Hauptrolle, ist (Co-)Autor und führt (Co-)Regie. Die Grundidee ist wunderbar. Das Ganze spielt in einem fiktiven Parallelamerika der Gegenwart, in dem das Lügen völlig unbekannt ist. Gervais spielt einen Loser, dem in dieser Welt der größtmögliche Gewinn zufällt: Er erfindet das Lügen und setzt es fortan schamlos zu seinem Vorteil ein. Das ermöglicht wohl jede Menge hübsche Pointen und Erkenntnisse obendrein, philosophische und schließlich gar religionskritische. Denn in einer Welt ohne Lüge kann es natürlich auch keinen Gott geben. Romcom-Liebeswirren und ein doofes Happy End sind aber weitere Bestandteile des Lügenfilms und so fallen die Kritiken recht unterschiedlich aus, es spricht einiges dafür, dass der Film letztlich, gemessen an den selbst geweckten Erwartungen, scheitert. Ist aber allein schon sehenswert, weil er, für so eine Mainstreamkomödie, höchst Ungewöhnliches wagt.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>&#8220;Lügen macht erfinderisch“: <a href="http://www.mrnobody-film.de/" target="_self">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21482/L%C3%BCGEN-MACHT-ERFINDERISCH/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/mr_nobody/links.htm" target="_self">Links</a> | <a href="http://www.kino.de/kinofilm/luegen-macht-erfinderisch/imkino/112502.html" target="_self">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Mr. Nobody&#8221; von Jaco von Dormael (&#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0103105/" target="_self">Toto, der Held</a>&#8220;) scheint ein völlig überladenenes Sammelsurium zu sein, das narrative Komplexität mit visuellem Geprotze und schlichten, aber bedeutungsheischenden Botschaften verbindet. Ekkehard Knörer schreibt im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6309.html">Perlentaucher</a>: &#8220;Wer bei Verstand ist, leidet nicht wenig&#8221;, lobt aber andererseits den zwischendurch aufblitzenden Humor. Die Verspieltheit sei, &#8220;in Maßen&#8221;, die Rettung des Films. Bei Imdb bekommt solch ambitionierte Filmware gemeinhin zu gut weg, auf die <a href="http://www.imdb.com/title/tt0485947/" target="_blank">7,6 Punkte</a> kann man nicht viel geben. Aber sehen will ich das irgendwann trotzdem. Eine kurze Inhaltsbeschreibung findet sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mr._Nobody">hier</a>.</p>
<p>&#8220;Mr. Nobody“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/wb/theinventionoflying/" target="_self">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20900/MR-NOBODY/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/luegen_macht_erfinderisch/links.htm" target="_self">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/mr-nobody-2/kinoprogramm" target="_self">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Diese Woche läuft &#8220;Moon&#8221; an, ein britischer Science-Fiction-Film, der mit den genreüblichen Materialschlachten nix am Hut hat, sondern mit Sam Rockwell in der Hauptrolle in einer Art One-Man-Show intelligent und spannend von Auseinandersetzungen des einsamen Hüters einer Mondstation mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HAL_9000">HAL</a>-ähnlichen Computer und mit sich selbst erzählt. Es empfiehlt sich, bloß nicht zu viel über den Inhalt zu lesen, da sind einige recht überraschende Wendungen zu erwarten. Das <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/10009075-moon/">Tomatometer</a> zeigt 89% an, der <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/moon">Metacriticschnitt</a> liegt bei 67, die <a href="http://www.imdb.com/title/tt1182345/">Imdb-Nutzer</a> haben die beachtliche Note 8,0 vergeben. Das genügt als Empfehlung, oder?</p>
<p>&#8220;Moon“: <a href="http://sonyclassics.com/moon/trailer.html" target="_self">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21116/MOON/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/moon/links.htm" target="_self">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/moon-2/kinoprogramm" target="_self">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem letzte Woche neu:</p>
<ul>
<li>Eine gepflegte Komödie aus New York von Nicole Holofcener über eine bürgerliche Familie mit moralischen und sonstigen Problemen. Die Kritiker müssen an Woody Allen oder gar an Eric Rohmer denken und richtig schlecht findet das eigentlich keiner. Allein die Hauptdarstellerin Catherine Keener als Alter Ego der Regisseurin dürfte das Eintrittsgeld wert sein. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/please_give/links.htm">Please Give</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutscher Dokumentarfilm über Voodoorituale in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benin">Benin</a>. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/voodoo_die_kraft_des_heilens/links.htm">Voodoo – Die Kraft des Heilens</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Familiendrama, das in einer einsamen, verschneiten Berghütte seinen Lauf nimmt und das gar nicht so übel sein soll. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/bergfest/links.htm">Bergfest</a>&#8220;)</li>
<li>Ein weiteres Sequel der &#8220;Predator&#8221;-Sci-Fi-Fight-Serie, offenbar mau wie üblich, da kann auch der ungarische &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kontroll">Kontroll</a>&#8220;-Regisseur Nimród Antal nix dran ändern. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/predators/links.htm">Predators</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Doku über hochbetagte, rüstige Sportfanatiker. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/herbstgold/links.htm">Herbstgold</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein amerikanischer Indie-Thriller, der trotz des Titels wohl hauptsächlich Lynch für Arme bzw. die schwule Zielgruppe bietet.  (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/pornography_ein_thriller/links.htm">Pornography: Ein Thriller</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und außerdem diese Woche neu:</p>
<ul>
<li>Zwei Filme der der philippinischen Regisseurin mit dem einprägsamen Namen Brilliante Mendoza, die allerdings nur mit lächerlichen zwei respektive vier Kopien starten. Da der Verleih aber Rapid Eye Movies ist, darf mit einer baldigen DVD-Veröffentlichung gerechnet werden. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kinatay/links.htm">Kinatay</a>&#8221; ist ein wahrscheinlich sehr schwer zu ertragender, höchst realistisch daherkommender Wackelkamerafilm, in dem der Zuschauer an der Ermordung und Zerstückelung einer Prostituierten aus der Täterperspektive teilnimmt. Josef Lederle schreibt im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10774">Filmdienst</a> von &#8220;radikaler Dramaturgie&#8221; und &#8220;Höllenqual&#8221; und scheut &#8220;unwillkürlich davor zurück, &#8216;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kinatay/links.htm">Kinatay</a>&#8216; ein Meisterwerk zu  nennen, weil er in seiner radikalen Destruktion auf einen Nihilismus  zusteuert, der alle Differenzierungen zu schlucken droht.&#8221; Klingt mindestens interessant und dürfte für alle, die sich das antun, unvergesslich sein. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/lola/links.htm">Lola</a>&#8221; dagegen ist ein formal wohl verwandtes, also ebenfalls sehr authentisch wirkendes Sozialdrama, das zwei Geschichten über zwei Großmütter parallel erzählt.</li>
<li>Teil drei der schwerromantischen Stephenie-Meyer-Blutsauger-Serie für Pubertierende, wie die Vorgänger wohl wenigstens besser als die berüchtigten Vorlagen. <a href="http://www.daserste.de/druckfrisch/thema_dyn~id,325~cm.asp">Denis Scheck</a> über den Roman: &#8220;Auf Seite 447 dieser quälend zerdehnten Nackenbeißer-Fortsetzung kommt  es zu einem unerwarteten Handlungshöhepunkt: &#8216;Sein Mund war nicht  zärtlich; in der Art, wie er die Lippen bewegte, lag eine ungekannte  Mischung aus Verzweiflung und Zerrissenheit. Ich schlang die Arme um  seinen Hals, und an meiner plötzlich überhitzten Haut fühlte sich sein  Körper kälter an denn je. Ich erschauerte, aber nicht vor Kälte.&#8217; Nach  diesem nervenzerfetzenden Knaller plätschert der Roman dann allerdings  in Meyers üblicher Zeilenschinder-Manier vollkommen ereignislos weiter  vor sich hin.&#8221; (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/eclipse_biss_zum_abendrot/links.htm">Eclipse – Biss zum Abendrot</a>&#8220;)</li>
<li>Eine italienische Komödie, in der ein homophober, herzkranker Patriarch wegen seiner Gesundheit nichts über die gleichgeschlechtlichen Aktivitäten seiner Söhne erfahren soll.  (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/maenner_al_dente/links.htm">Männer al dente</a>&#8220;)</li>
<li>Eine unterirdische, halb computeranimierte Comic-Verfilmung mit einem sprechenden Hund (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/marmaduke/links.htm">Marmaduke</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine persönliche New-York-Doku von Rosa von Praunheim. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/new_york_memories/links.htm">New York Memories</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein weiteres starkes Argument für &#8220;Moon&#8221;, der Soundtrack von <a href="http://www.myspace.com/clintmansell">Clint Mansell</a>:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/BtCpttsZiys&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/BtCpttsZiys&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und eine Frage an einen bestimmen regelmäßigen Leser oder eine Leserin mit einer IP-Adresse aus Adelaide in South Australia: Do we know us? Please send a <a href="mailto:nurvoruebergehend@gunnargeller.de">message</a>. Da ich einen persönlichen Bezug zur Stadt habe, würde ich mich über eine Mail freuen, auch wenn das nicht der Fall sein sollte.</p>
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		<title>Strandgesichter</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 20:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hamburch]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Vor ein paar Wochen haben wir das schon mal gemacht. Da kam mein Beitrag überhaupt nicht gut an. Entsprechend angestachelt habe ich eine Wiederholung des Wettbewerbs vorangetrieben. Die Teilnehmer waren sieben, elf, dreizehn und dreiundvierzig Jahre alt, der Austragungsort war der Hamburger Elbstrand. Die Jury bestand aus wehrlosen Strandpassanten, die wir aufgefordert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1626" title="Strandgesichter_komb1" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Strandgesichter_komb1.jpg" alt="Strandgesichter_komb1" width="520" height="390" /><img class="alignnone size-full wp-image-1627" title="Strandgesichter_komb2" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Strandgesichter_komb2.jpg" alt="Strandgesichter_komb2" width="520" height="390" /><img class="alignnone size-full wp-image-1628" title="Strandgesichter_komb3" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Strandgesichter_komb3.jpg" alt="Strandgesichter_komb3" width="520" height="390" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Vor ein paar Wochen haben wir das schon mal gemacht. Da kam mein Beitrag überhaupt nicht gut an. Entsprechend angestachelt habe ich eine Wiederholung des Wettbewerbs vorangetrieben. Die Teilnehmer waren sieben, elf, dreizehn und dreiundvierzig Jahre alt, der Austragungsort war der Hamburger Elbstrand. Die Jury bestand aus wehrlosen Strandpassanten, die wir aufgefordert haben, auf ihr Lieblingsgesicht zu zeigen. Unverfroren habe ich aus der Erfahrung des ersten Durchlaufs gelernt und auf Farbe gesetzt. Und mit deutlichem Abstand hat dann auch mein gelbhaariges, ziegeläugiges Wesen das Rennen gemacht. Den zweiten Platz teilten sich die ungleichen Gesellen in der obersten Reihe. Zum Glück erwiesen sich die minderjährigen Teilnehmer alle als gute Verlierer. Wie hättet Ihr entschieden?</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1629" title="Strandgesichter-3009" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Strandgesichter-3009.jpg" alt="Strandgesichter-3009" width="520" height="347" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>(Falls mir Fotos von weiteren Strandgesichtern zugemailt werden, veröffentliche ich die hier sehr gerne!)</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Verschachteltes mit Dicken</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 09:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 1.7.2010 Spielfilme, die ein talkshowtaugliches Thema regelrecht verhandeln, reizen mich gemeinhin wenig, aber wenn der neue Film vom spanischen &#8220;Dunkelblaufastschwarz&#8221;-Regisseur und -Autoren Daniel Sánchez Arévalo diverse Episoden erzählt, die sich alle um Essen, Sex und Gewichtsprobleme drehen, schiebe ich die Vorurteile schnell beiseite. Er scheint erneut sehr geschickt höchst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1619" title="KW26" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/KW26.jpg" alt="KW26" width="520" height="422" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 1.7.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Spielfilme, die ein talkshowtaugliches Thema regelrecht verhandeln, reizen mich gemeinhin wenig, aber wenn der neue Film vom spanischen &#8220;Dunkelblaufastschwarz&#8221;-Regisseur und -Autoren Daniel Sánchez Arévalo diverse Episoden erzählt, die sich alle um Essen, Sex und Gewichtsprobleme drehen, schiebe ich die Vorurteile schnell beiseite. Er scheint erneut sehr geschickt höchst unterschiedliche Charaktere durch dramatische wie komische Begebenheiten zu schubsen: Unter anderen ein strenggläubiges Paar, einen fettgewordenen TV-Verkäufer von Diätpillen und einen Therapeuten mit Dickenphobie. Die Kritiken sind durchwachsen, doch rechne ich fest mit cleverem Klamauk auf hohem Niveau. Läuft vom ersten Tag an auch in der Kinoprovinz Hamburg, <a href="http://www.3001-kino.de/wochenprogramm.html" target="_blank">sogar in OmU</a>.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">
<p>&#8220;Gordos – Die Gewichtigen“: <a href="http://www.arsenalfilm.de/gordos/trailerq.htm" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21479/GORDOS--DIE-GEWICHTIGEN/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://filmz.de/film_2010/gordos_die_gewichtigen/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/gordos-2/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein verhalten komischer Film über die zweite Pubertät einer Frau in den mittleren Jahren, von Rebecca Miller. Scheint so etwas wie die Light-Version einer Woody-Allen-Komödie zu sein. Weder klischeefrei noch sonderlich fesselnd. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/pippa_lee/links.htm" target="_blank">Pippa Lee</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Doku über die Doors, für die alles Filmmaterial durchforstet wurde, das irgendwie irgendwo aufzutreiben war. Die US-Kritiker waren nur mäßig begeistert, das könnte allerdings daran liegen, dass &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_doors_when_you_re_strange/links.htm" target="_blank">The Doors: When You&#8217;re Strange</a>&#8221; arg vollmundig vom Erzähler Johnny Depp beworben wurde: &#8220;Watching the hypnotic, hitherto unreleased footage of Jim, John, Ray and Robby, I felt like I experienced it all through their eyes. As a rock n’ roll documentary, or any kind of documentary for that matter, it simply doesn’t get any better than this.&#8221;)</li>
<li>Der erste Film der iranischstämmigen Videokünstlerin und Fotografin Shirin Neshat, die auf das &#8220;Pathos stiller Bilder von schablonenhaften Frauenfiguren an metaphorischen Orten wie Garten, Oase, Hamam und Bordell&#8221; setzt, wie Claudia Wahjud in der <a href="http://www.zitty.de/kultur-kino/60563/" target="_blank">Zitty</a> schreibt. &#8220;Über dem Bombast ihrer Szenen&#8221; vergesse sie &#8220;Dramaturgie und Inhalt.&#8221; Ekkehard Knörer meint im Perlentaucher, dass sie sich &#8220;nicht ganz so ungehemmt&#8221; wie in ihren Videos aus dem Kitsch-Repertoire bediene.</li>
<li>Ein Hollywoodmelodram nach einer von Bernhard Schlinks &#8220;Liebesfluchten&#8221;-Geschichten. Die US-Kritik wundert sich ziemlich einhellig über das lächerliche kleine Eifersuchtsdrama, für das immerhin Liam Neeson, Antonio Banderas und Laura Linney gewonnen wurden. &#8220;Langweilig und öde&#8221;, meint auch Esther Buss im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10768" target="_blank">Filmdienst</a>. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_andere/links.htm" target="_blank">Der Andere</a>&#8220;)</li>
<li>Shrek zum Vierten. Die &#8220;Handlung ist so schematisch wie ein Gesetzbuch&#8221;, schreibt Andreas Platthaus in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub070B8E40FAFE40D1A7212BACEE9D55FD/Doc~E39E0697F6C14456E8BD761AAC15968E4~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">FAZ</a> und der Film sei zwar nicht dumm, aber dreist. Hier ein Blick in die Vorlage von Willam Steig, von deren krakeligem Charme leider überhaupt nichts in die glatten CGI-Filme gerettet wurde. (&#8220;Für immer Shrek&#8221;)</li>
<li>Eine zotige französische Klamotte über Heranwachsende mit Samenstau, die sich von den amerikanischen Vorbildern wohl hauptsächlich durch ihre ruppigere Optik unterscheidet. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/jungs_bleiben_jungs/links.htm" target="_blank">Jungs bleiben Jungs</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Doku über musizierende Grundschüler im Ruhrgebiet. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/jedem_kind_ein_instrument_ein_jahr_mit_vier_toenen/links.htm" target="_blank">Jedem Kind ein Instrument</a>&#8220;)</li>
<li>Wieder mal eine unterirdische Romcom. Den Bräutigam gibt Forest Whittaker und das einzige überraschende Element des Films scheint ein geiler Ziegenbock nach Viagra-Konsum zu sein. Naja. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/our_family_wedding/links.htm" target="_blank">Our Family Wedding</a>&#8220;)</li>
<li>Und wieder mal werden College-Kids aufgeschlitzt, in alter Blut-und-Blödeleien-Manier. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/schoen_bis_in_den_tod/links.htm" target="_blank">Schön bis in den Tod</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Trailer von &#8220;Dunkelblaufastschwarz&#8221;, dem schönsten spanischen Film der letzten Jahre jenseits von Almodovar:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PJmCUvkMnNc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/PJmCUvkMnNc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Bei <a href="Arévalo" target="_blank">Youtube</a> sind auch auch sämtliche Kurzfilme Arévalos zusehen, allerdings, so weit ich mich durchgeklickt habe, durchweg in spanischer Originalfassung ohne irgendwelche Untertitel. Spanisch hätte man lernen müssen.</p>
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		<item>
		<title>Mein schwarzrotgoldenes Desaster</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 11:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fehlschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Peinlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Mittwoch fing mit einem Arztbesuch an. In der Praxis begrüßte mich eine stark übergewichtige Sprechstundenhilfe im größten Nationaltrikot, das ich je gesehen habe, es hatte zeltartige Ausmaße. Hinter ihr prangte die deutsche Fahne vor dem Schrank mit den Krankenakten und alle weiteren Mitarbeiterinnen, derer ich ansichtig wurde, waren gleichermaßen bewandet. Die Dame von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1615" title="Sports_WM_94120" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/Sports_WM_941201.jpg" alt="Sports_WM_94120" /></p>
<p>Mein Mittwoch fing mit einem Arztbesuch an. In der Praxis begrüßte mich eine stark übergewichtige Sprechstundenhilfe im größten Nationaltrikot, das ich je gesehen habe, es hatte zeltartige Ausmaße. Hinter ihr prangte die deutsche Fahne vor dem Schrank mit den Krankenakten und alle weiteren Mitarbeiterinnen, derer ich ansichtig wurde, waren gleichermaßen bewandet. Die Dame von der Blutabnahme hatte gar bereits am frühen Morgen ihr Gesicht großflächig mit den Nationalfarben übermalt. Auf der Straße schien sich danach die Menge der schwarzrotgolden geschmückten Autos vervielfacht zu haben, Fahnen, Wimpel, Aufkleber und diese seltsamen Überzieher überall. Beim Bäcker, wo ich mein zweites Frühstück kaufte, hatte die portugiesischstämmige Verkäuferin ihr bislang täglich vorgeführtes Portugal-Dress gegen ein schwarzes Trägertop, kombiniert mit einer gelben Hose und einer Art roten Schärpe getauscht und das Kunststück vollbracht sich Lidschatten in schwarzrotgold an die Augen zu malen. Und während ich da stand und wartete, bis ich an der Reihe war, fiel es mir wieder ein, mein schrecklichstes Fotoerlebnis, das ich fast erfolgreich verdrängt hätte.</p>
<p>Es war kurz vor der vorvorvorletzten WM und der leitende Bild- und heimliche Chefredakteur von Sports, einer Art glücklosem Geo für Leibesertüchtigung, Michael Rabanus, wollte die Stars der Nationalmannschaft auf dem Titel haben. Und weil er einen Narren an mir gefressen hatte, sollte ich das Foto machen, obwohl ich mit Sport wenig und mit Fußball gar nichts am Hut hatte. Für einen Termin im deutschen Trainingscamp an der Ostsee war es schon zu spät, darum saß ich kurz darauf mit einem sauteuren, in letzter Minute gekauften First-Class-Ticket im Flugzeug nach Toronto und studierte Hanutasammelbildchen, um nicht versehentlich Rudi Völler als Andi Möller zu begrüßen. Am folgenden Tag war ich dann draußen beim deutschen Trainingslager, mit Foto- und Lichtequipment und mit mehreren deutschen Fahnen im Gepäck. Denn die Fahne sollte ins Bild, so mein Auftrag, eine Idee, die zu damaliger Zeit noch recht bekloppt anmutete. Um trotz Fahne ein akzeptables Bild machen zu können, hatte ich auch Stricke eingepackt: Ich wollte die Spieler in der Fahne gut verpacken und sichtbar verschnüren.</p>
<p>Fünfzehn Minuten waren für den Fototermin vereinbart, das war sehr knapp bemessen, hätte aber ausgereicht, wenn alles gut gegangen wäre. Es ging aber überhaupt nicht gut.</p>
<p>Alles war bereit, das Licht stand fertig aufgebaut, die Spieler erschienen wie vereinbart und ich konnte Rudi und Andi gut auseinander halten. Nur einer fehlte: Lothar Matthäus. Und solange der nicht da war, wollten die anderen auch nichts mit der Fahne ausprobieren, sondern standen mürrisch herum und scharrten mit den Hufen. Als die Fotozeit dann eigentlich schon rum war, kam Matthäus dann doch noch heraus, demonstrativ gut gelaunt und gleich begeistert von der fragwürdigen Fahnenidee.</p>
<p>Erleichtert dachte ich, jetzt geht alles gut, aber die positive Haltung von Matthäus bewirkte wachsende Ablehnung bei allen Anderen, die wollten die Fahne erst nicht einmal anfassen, geschweige denn irgendeinen Quatsch damit machen. Mit Müh&#8217; und Not konnte ich sie ihnen irgendwie in die Hände drücken, auf die Leiter flitzen und gerade einmal fünfmal auf den Auslöser drücken, als Klinsmann und Völler sich schon umdrehten und einfach weggingen.</p>
<p>Da stand ich mit fünf Belichtungen, vermutlich keiner einzigen, auf der nicht mindestens einer die Augen gerade zu hat und auf allen halten sie unbeholfen die deutsche Fahne vor die Beine, in denen sie es bekanntlich haben. Konnte ich damit zurückfliegen? Oder musste ich meinen Flug stornieren und versuchen einen zweiten Termin zu bekommen? Ich habe mehr geschwitzt als die Fußballer beim Spiel und als ich spät abends die entwickelten Fotos zu Gesicht bekam und sich heraustellte, dass wirklich auf sämtlichen Bildern immer mindestens einer bekloppt guckt oder die Augen zu hat und das Ganze ohnehin bescheuert aussieht, wurde es alles andere als besser.</p>
<p>Die Aussichten auf einen zweiten Termin waren höchst unsicher und so bin ich mit meinem erbärmlichen Ergebnis am nächsten Tag zurückgeflogen. Und mit Photoshop wurde dann in Hamburg aus den fünf Bildern das oben abgebildete Titelmotiv zusammengebastelt. das mir bis heute peinlich ist.</p>
<p>Woran hat es gelegen? An der Scheißstimmung in der Mannschaft? An der Fahne? Sind Profifußballer alles arrogante Arschlöcher? Oder waren es zumindest diese? Oder nur Lothar Matthäus eines? Habe ich den hohen Herren nicht den gebührenden Respekt erwiesen? Den falschen Tonfall gewählt? Kann es sein, dass – Titel hin, Titel her – denen einfach alles wurscht war, außer den kommenden Spielen? Waren sie vielleicht nur so genervt, weil sie die hässlichsten Trikots aller Zeiten tragen mussten?</p>
<p>Ich weiß es nicht. Aber vom Grand-Prix- und WM-Fahnenschwenken werde ich mich niemals anstecken lassen, das weiß ich. Und dafür habe ich noch einige viel bessere Gründe, als nur die unschöne Erinnerung an mein persönliches schwarzrotgoldenes Desaster.</p>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Scharfzüngige Scharmützel und “fortgesetzte Schönheitsbehauptung”</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1606</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1606#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 12:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 24.6.2010 Das dürfte die kärgste Kinowoche des Jahres sein. Zwei Neustarts sind zu vermelden. Da ist zum einen ein offenbar ganz und gar grauslicher deutsch-niederländisch-belgischer Film mit Jasmin Tabatabai als engagierte Fotografin, die in den Anden gegen Umweltverschmutzung kämpft, gleichzeitig ein Trauma bewältigt und &#8220;ihr Gespür für die Fotografie&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1607" title="Jessica_Biel_in_Easy_Virtue" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/Jessica_Biel_in_Easy_Virtue.jpg" alt="Jessica_Biel_in_Easy_Virtue" width="520" height="325" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 24.6.2010<br />
</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">
<p>Das dürfte die kärgste Kinowoche des Jahres sein. Zwei Neustarts sind zu vermelden. Da ist zum einen ein offenbar ganz und gar grauslicher deutsch-niederländisch-belgischer Film mit Jasmin Tabatabai als engagierte Fotografin, die in den Anden gegen Umweltverschmutzung kämpft, gleichzeitig ein Trauma bewältigt und &#8220;ihr Gespür für die Fotografie&#8221; (Pressetext) wieder entdeckt. Ekkehard Knörer hat das immerhin zu einem sehr hübschen Verriss im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6286.html" target="_blank">Perlentaucher</a> inspiriert und das ist dann wohl auch das einzige Positive, dass sich über &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/altiplano/links.htm" target="_blank">Altiplano</a>&#8220;sagen lässt.</p>
<p>Knörer schreibt &#8220;Altiplano&#8221; habe zwei Seiten, &#8220;brutales Message-Kino&#8221; und &#8220;brutaler Spiritualismus&#8221; und beide Seiten beschreibt er mit all ihren Schrecken, um schließlich festzustellen, dass sie ganz und gar nicht zusammenpassen. Meine Lieblingssätze: &#8220;Harte Arbeit im Weinberg der Mystifizierung leistet die Kamera, in  sanfter Bewegung, auf abgezirkelten Wegen produziert sie Bilder, die  überwältigen sollen. Andenbilder, Eingeborenenbilder,  Verdunkeltemenscheninwilderlandschaftherumstehbilder. Rabiate Zerstörung  der Realität durch fortgesetzte Schönheitsbehauptung.&#8221;</p>
<p>Aber den zweiten Film der Woche, den könnte man sich durchaus anschauen, das ist die Verfilmung eines minder bekannten Noel-Coward-Stückes, eine Ausstattungsorgie, die in der britischen Upper Class spielt und mit <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=jessica+biel&amp;s=4&amp;imgtype=any" target="_blank">Jessica Biel</a> (!) in der Hauptrolle aufwartet. Sie gibt eine draufgängerische, amerikanische Rennfahrerin, die vermutlich recht amüsante scharfzüngige Scharmützel mit ihrer britischen Schwiegermutter – Kristin Scott Thomas – ausficht. Geistreich und bösartig und in den Zwanziger-Jahre-Dekors schwelgend, könnte das einer der wenigen Kostümfilme sein, die mir eine reine Freude sind. Mich überzeugt allein schon, dass für den Soundtrack Songs wie &#8220;Sexbomb&#8221; zeitgemäß und gekonnt gecovert wurden:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nORigkDSEjA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/nORigkDSEjA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Easy Virtue&#8221;: <a href="http://www.sonypictures.de/landing/easy-virtue/trailer.html" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20389/EASY-VIRTUE/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/easy_virtue_eine_unmoralische_ehefrau/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/easy-virtue/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Leere Türmchen</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1601</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 09:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich bin ich auf dem Weg zu einem Fototermin eine längere Strecke auf Landstraßen durchs Holsteinische gekurvt und habe all die Seen und Fielmannschlösser links und rechts liegen lassen, dafür aber immer Halt gemacht, wenn ich an stillgelegten Transformatortürmchen vorbeigekommen bin. Das ganze Land scheint damit übersät zu sein. Wäre eigentlich eine schöne Serie, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1600" title="Unterwegs_070610_kl" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/Unterwegs_070610_kl.jpg" alt="Unterwegs_070610_kl" width="520" height="370" /></p>
<p>Neulich bin ich auf dem Weg zu einem Fototermin eine längere Strecke auf Landstraßen durchs Holsteinische gekurvt und habe all die Seen und Fielmannschlösser links und rechts liegen lassen, dafür aber immer Halt gemacht, wenn ich an stillgelegten Transformatortürmchen vorbeigekommen bin. Das ganze Land scheint damit übersät zu sein. Wäre eigentlich eine schöne Serie, aber leider haben die eifrigen <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=bernd+hilla+becher&amp;s=4&amp;imgtype=any" target="_blank">Bechers</a> wohl das Interesse an solchen Projekten für alle Zeiten befriedigt. Schade.</p>
<p>Ob wohl irgendwo schon mal irgendjemandem eine sinnvolle Nachnutzung der putzigen Wahrzeichen eingefallen ist?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kabelküche</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1592</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1592#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 12:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburch]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche ist die Schauspielerin gestorben und jetzt habe ich das Foto, das ich vor fast zwanzig Jahren in ihrer roten Resopalküche gemacht habe, doch noch rausgesucht. Das Fotografieren hatte ich damals noch nicht so sehr lange betrieben und bei einem entscheidenden Termin in der Fotoredaktion des Stern, wo ich zwecks Eigenwerbung mit einem Stapel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1593" title="Heidi_Kabel_kl" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/Heidi_Kabel_kl.jpg" alt="Heidi_Kabel_kl" width="520" height="485" /></p>
<p>Letzte Woche ist die Schauspielerin gestorben und jetzt habe ich das Foto, das ich vor fast zwanzig Jahren in ihrer roten Resopalküche gemacht habe, doch noch rausgesucht. Das Fotografieren hatte ich damals noch nicht so sehr lange betrieben und bei einem entscheidenden Termin in der Fotoredaktion des Stern, wo ich zwecks Eigenwerbung mit einem Stapel Dias erschienen war, interessierte sich die damalige Fotochefin Elisabeth Biondi eigentlich nur für das Heidi-Kabel-Bild. Und das, ihren Fragen nach zu schließen, offenbar nur aufgrund der Kücheneinrichtung. In der folgenden Woche durfte ich dann aber trotzdem erstmals für den Stern fotografieren.</p>
<p>Vor dem Termin war mir Frau Kabel, ehrlich gesagt, völlig egal, aber die persönliche Begegnung machte sie mir ausgesprochen sympathisch. Und nach dem ich jetzt in der FAS einen im Wortlaut zitierten <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/ndr_talk_show/videos/ndrtalkshowclassics268.html" target="_blank">Ausschnitt</a> eines NDR-Talkshow-Gesprächs, das Wolf Schneider mit ihr geführt hat, gelesen habe, ist sie mir noch ein paar Grad sympathischer geworden. Es geht darum, dass Ohnsorg-Stücke, wenig zeitgemäß, in der Regel mit einer Trauung enden:</p>
<blockquote><p><em>Schneider: </em>Es wäre doch aber nun naheliegend, dass eine populäre Bühne auf die Entwicklung – es wird nicht mehr gleich geheiratet – irgendwie eingeht, dass man mal ein etwas anderes Stück schriebe, in dem das vorkommt.</p>
<p><em>Kabel: </em>Oh doch, das kommt bei uns vor. Nur das nimmt das Fernsehen nicht, das ist das. Wir haben mit dem Fernsehen einen Vertrag für fünf heitere Volksstücke – das ist gar nicht immer so einfach &#8230;</p>
<p><em>Schneider: </em>Und das Fernsehen verlangt, dass geheiratet wird?</p>
<p><em>Kabel: </em>Ja! Nein! Das Fernsehen verlangt heitere Volksstücke, und in diesen heiteren Volksstücken ist dies meist das Happy End. Wir haben auch sehr gute ernste Stücke.</p>
<p><em>Schneider: </em>Ab 13. Februar gibt es den &#8220;Urfaust&#8221; auf Plattdeutsch.</p>
<p><em>Kabel:</em> Der &#8220;Urfaust&#8221; ist ja eigentlich auch ein Volksstück. Aber die ernsten Stücke und auch den &#8220;Faust&#8221; nimmt das Fernsehen bestimmt nicht. Vielleicht das dritte Programm, aber die haben auch schon geschrien: Können wir nicht mal was Leichteres bekommen? Dann kommen natürlich die Journalisten, die ganz wunderbar über alles Bescheid wissen und sagen: Ist ja alles viel zu flach und banal. Platt ist eben platt. Die wissen nicht, dass Plattdeutsch Niederdeutsch ist. Weil sie zu dumm sind.</p></blockquote>
<p>Direkt über dem Kabelbruchstück ist übrigens die sonntägliche Stefan-Niggemeier-Kolumne abgedruckt, die sich diese Woche dem zukünftigen Programm von N24 in der Aust-Ära widmet. Ein Glanzstück, deutlich komischer und boshafter als üblich. Ist hoffentlich auch bald online in seinem <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/" target="_blank">Blog</a> zu lesen.</p>
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		<title>Neu im Kino: Eine Nana, eine Nanni und eine Hanni</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 17:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 17.6.2010 WM-Zeit ist keine Kinozeit. Aber eine etwaige Perle startet immerhin diese Woche, ein unaufgeregtes Drama aus Chile über eine Hausangestellte und die großbürgerliche Familie für die sie arbeitet und bei der sie lebt. Nach zwei Jahrzehnten soll zusätzlich eine jüngere Hilfe angestellt werden und das passt der erkrankten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1589" title="KW25" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/KW25.jpg" alt="KW25" width="520" height="466" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 17.6.2010<br />
</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">
<p>WM-Zeit ist keine Kinozeit. Aber eine etwaige Perle startet immerhin diese Woche, ein unaufgeregtes Drama aus Chile über eine Hausangestellte und die großbürgerliche Familie für die sie arbeitet und bei der sie lebt. Nach zwei Jahrzehnten soll zusätzlich eine jüngere Hilfe angestellt werden und das passt der erkrankten Raquel gar nicht. Daraus scheint weder ein großes Melo- noch ein simples  Sozialdrama geworden zu sein, sondern ein sauber und wahrhaftig inszenierter und in der Hauptrolle angeblich bravourös gespielter Film. Ab und zu – nicht oft, aber es passiert – taucht aus dem Nichts ein Film auf, der sich ganz und gar nicht unseren Erwartungen entsprechend entwickelt. &#8216;La Nana&#8217; hat dieses besondere Talent, einen im besten Sinne aus dem Gleichgewicht zu bringen &#8230;&#8221;, leitet Kenneth Turan seine schöne Kritik in der <a href="http://articles.latimes.com/2009/oct/23/entertainment/et-maid23" target="_blank">Los Angeles Times</a> ein.</p>
<p>&#8220;La Nana – Die Perle&#8221;: <a href="http://www.themaidmovie.com/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21462/LA-NANA--DIE-PERLE/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/la_nana_die_perle/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/la-nana/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein BBC-Fernsehfilm über Schuld und Rache in Nordirland. Ein jugendlicher Protestant erschießt einen jugendlichen Katholiken und die Begegnung des Täters mit dem Bruder des Opfers wird dreißig Jahre später vom bösen Fernsehen ausgeschlachtet. Den Mord gab&#8217;s wirklich, alles andere ist Erfindung. Regie führte Hitlerfilmregisseur Oliver Hirschbiegel. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/five_minutes_of_heaven/links.htm" target="_blank">Five Minutes To Heaven</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Verfilmung mit dreißig Jahren Verspätung: Der erste &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/hanni_nanni/links.htm" target="_blank">Hanni und Nanni</a>&#8220;-Film, eine deutsche Produktion, kommt seltsamerweise 2010 in die Kinos. Da wird wohl drauf spekuliert, dass die ehemaligen Leserinnen und heutigen Muttis mit ihrem weiblichen Nachwuchs reingehen.</li>
<li>Eine offenbar grottige US-Romcom, die mit ein paar pittoresken italienischen Ansichten gespickt ist. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/when_in_rome_fuenf_maenner_sind_vier_zuviel/links.htm" target="_blank">When in Rome</a>&#8220;</li>
<li>Die erste Künstler-Doku, die meint, sicherheitshalber im Titel sagen zu müssen, dass es sich beim Künstler um einen Künstler handelt. Spricht in meinen Augen für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Helnwein" target="_blank">Gottfried Helnwein</a>, um den es nämlich geht und gegen den Film. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_kuenstler_gottfried_helnwein/links.htm" target="_blank">Der Künstler Gottfried Helnwein</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Biopic mit Hilary Swank und Richard Gere über eine amerikanische Flugpionierin. Regie führte Mira Nair, die einst, 1988, mit &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Salaam_Bombay!" target="_blank">Salaam Bombay</a>&#8220;, einem &#8220;Slumdog Millionaire&#8221;-Vorläufer bekannt wurde.  (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/amelia/links.htm" target="_blank">Amelia</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Trailer von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt1265183/" target="_blank">La vida me mata</a>&#8221; von 2007, in dem die Hauptdarstellerin von &#8220;La Nana&#8221;, Catalina Saavedra, auch dabei ist. Sieht vielversprechend aus, auch wenn man kein Wort spanisch versteht. Oder gerade dann? Jedenfalls werden wir den Film wohl nie zu sehen bekommen.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/SPiNs3aMGVE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/SPiNs3aMGVE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Neu im Kino: Obama in Bollywood</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 19:33:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[(What's So Funny 'Bout) Peace Love and Understanding]]></category>
		<category><![CDATA[Elvis Costello]]></category>
		<category><![CDATA[My Name is Khan]]></category>
		<category><![CDATA[Shah Rukh Khan]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 10.6.2010 Shah Rukh Khan reist als muslimischer, autistischer Tor wie weiland Forrest Gump durch die USA um deren Bewohnern und vor allem Präsident Obama mitzuteilen, dass er Khan heiße und kein Terrorist sei. Damit hofft er die Liebe seiner hinduistischen Gattin wieder zu erlangen, deren Sohn wegen seines muslimischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1581" title="KW24" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/KW24.jpg" alt="KW24" width="520" height="390" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 10.6.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Shah Rukh Khan reist als muslimischer, autistischer Tor wie weiland Forrest Gump durch die USA um deren Bewohnern und vor allem Präsident Obama mitzuteilen, dass er Khan heiße und kein Terrorist sei. Damit hofft er die Liebe seiner hinduistischen Gattin wieder zu erlangen, deren Sohn wegen seines muslimischen Nachnamens totgeprügelt wurde. &#8220;My Name is Khan&#8221; bietet melodramatische Bollywoodkoventionen gepaart mit dem Appell für mehr Frieden, Liebe und Verständnis, woran ja eigentlich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1XYFJUP84lE" target="_blank">nix witzig</a> ist und ohne die im Hindi-Kino handelsüblichen Mengen an Gesang und Tanz, denn produziert wurde das Ganze in der Hoffnung, endlich auch den nordamerikanischen und europäischen Markt zu erobern. Ich weiß, mir wird das nicht sonderlich gefallen, aber neugierig bin ich auf das Spektakel schon. Schade nur, dass die deutsche Fassung, die jetzt in die Kinos kommt, um vierzig Minuten gekürzt wurde. Darin spricht Shah Rukh Khan akzentfreies Deutsch, genau wie alle Amerikaner. Und OmU-Kopien gibt es keine, englischsprachige Kopien drei und wie gewöhnlich ist keine davon in der Hamburger Kinoprovinz zu sehen. Da warte ich lieber auf die DVD.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">
<p>&#8220;My Name is Khan“: <a href="http://www.metacafe.com/watch/4125578/my_name_is_khan_movie_trailer/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21133/MY-NAME-IS-KHAN/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/my_name_is_khan/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/my-name-is-khan/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Der Moralfilm von Lukas Moodyson, &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mammut/links.htm" target="_blank">Mammut</a>&#8220;, der viele kleine miteinander verbundene Geschichten aus verschiedenen Teilen der Welt erzählt, die wohl im Wesentlichen darauf hinauslaufen, &#8220;dass Mütter sich um ihre Kinder kümmern sollen und Männer sich ab und zu  wie kleine Jungs aufführen müssen&#8221;, wie Andreas Kilb in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub070B8E40FAFE40D1A7212BACEE9D55FD/Doc~EF3E00F87143A487EB467E44CFE933BBB~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">FAZ</a> schreibt. Soll aber gut gespielt und inszeniert sein. Und kann wohl trotzdem wieder nicht im Entferntesten mit seinen tollen ersten beiden Filmen mithalten, &#8220;Raus aus Åmål und &#8220;Zusammen&#8221;. Von 1998 und 2000. Ach schade.</li>
<li>Eine nostalgische Romcom aus Italien. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/marcello_marcello/links.htm" target="_blank">Marcello, Marcello</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsch-polnisches Sozialdrama über Kinderprostitution. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/ich_tomek/links.htm" target="_blank">Ich, Tomek</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein deutsche Dreiecksgeschichte, in der viel Auto gefahren wird. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/cindy_liebt_mich_nicht/links.htm" target="_blank">Cindy liebt mich nicht</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, <em>die</em> berühmte, unfassbare Tanzszene, mit Shah Rukh Khan auf dem fahrenden Zug, aus &#8220;Dil Se&#8221; von 1997:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EwUox2UKZlQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/EwUox2UKZlQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Zwei traurige Todesboten</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1568</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1568#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 22:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 3.6. und 27.5.2010 Der Drehbuchautor Oren Moverman, beteiligt unter anderem am Buch von &#8220;Jesus&#8217; Son&#8220;, hat mit Todd Haynes zusammen &#8220;I&#8217;m not there&#8220;, das einzige akzeptable Popbiopic geschrieben. Für sein Regiedebüt hat er im letzten Jahr viel Beifall bekommen, jetzt kommt es endlich in unsere Kinos. &#8220;The Messenger&#8221; erzählt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1575" title="KW23" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/KW232.jpg" alt="KW23" width="520" height="482" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 3.6. und 27.5.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Der Drehbuchautor Oren Moverman, beteiligt unter anderem am Buch von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0186253/" target="_blank">Jesus&#8217; Son</a>&#8220;, hat mit Todd Haynes zusammen &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2008/i_m_not_there/links.htm" target="_self">I&#8217;m not there</a>&#8220;, das einzige akzeptable Popbiopic geschrieben. Für sein Regiedebüt hat er im letzten Jahr viel Beifall bekommen, jetzt kommt es endlich in unsere Kinos.</p>
<p style="margin: 0pt;">&#8220;The Messenger&#8221; erzählt von einem jungen Irakkriegsheimkehrer, gespielt von Ben Foster, der nach einer Verletzung für seine letzten Dienstmonate dazu verdonnert wird, mit einem abgestumpften Grobian, Woody Harrelson, Witwen und sonstige Hinterbliebene aufzusuchen, um ihnen die schlechtest mögliche Nachricht zu überbringen. Seine Freundin hat inzwischen einen anderen, sein Kollege schleppt auch einige Probleme mit sich herum und dann findet er auch noch Gefallen an einer frisch Verwitweten. Die Geschichte lässt sich Zeit und manche Entwicklung ist vorhersehbar, jedoch sind die Figuren so glaubhaft angelegt und werden so gut gespielt, dass mein Interesse in keiner Minute nachließ.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Nach all den Anti-Kriegs-Filmen, die es schon gibt, die mit unterschiedlichsten Mitteln immer wieder versucht haben, einen Eindruck vom Grauen zu vermitteln, ist es Moverman mit dieser Geschichte  und ihrem gänzlich neuen Ansatz tatsächlich gelungen, noch einmal effektiv in den Wunden zu stochern. Einfach, indem er ganz genau auf den angeschlagenen Rückkehrer, die Systematik der Benachrichtigungen und den Schmerz derjenigen schaut, die die Todesnachrichten empfangen.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Auf jegliche formalen Mätzchen wurde dabei verzichtet, das ist klassisches, ruhiges Erzählkino, wie es auch Clint Eastwood kultiviert. Meine ausdrückliche Empfehlung.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">
<p>&#8220;The Messenger“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zdBohkBbMXI" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20484/THE-MESSENGER/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_messenger_die_letzte_nachricht/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/the-messenger-die-letzte-nachricht/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein Sci-Fi-Film von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0123755/" target="_blank">Cube</a>&#8220;-Regisseur Vincenzo Natali über ein Wissenschaftlerpaar, das sich einen weiblichen Humanoiden züchtet, der beim Heranwachsen für Furcht und Schrecken und gehörige Verunsicherung sorgt. Scheint weder bei der Charakterzeichnung noch beim Plot frei von Klischees zu sein und sowohl mit frei- wie auch unfreiwilliger Komik aufzuwarten. In den Hauptrollen sind immerhin Adrien Brody und Sarah Polley zu sehen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/splice_das_genexperiment/links.htm" target="_blank">Splice – Das Genexperiment</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Kammerspiel über zwei Frauen und einen Mann, die in einer Berliner Altbauwohnung einen ambitionierten Sexfilm drehen. Wird von manchen sehr gelobt, das sei nicht nur ein mutiges Experiment, es ist auch von einem &#8220;sensationell mitreißenden Soundtrack&#8221; die Rede (<a href="http://www.schnitt.de/224,6072,01" target="_blank">Schnitt</a>). Im Trailer stoßen mich allerdings schon die Musik und die hölzern klingenden Dialogschnipsel so ab, dass ich gerne darauf verzichte, mir ein eigenes Urteil zu bilden. &#8220;Keine Sexperimente!&#8221;, schriebe ich, wäre das nicht ein wenig zu doof. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/bedways/links.htm" target="_blank">Bedways</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Sci-Fi-Katz-und-Maus-Thriller mit Jude Law, der auf einer hübschen Idee beruht, aber offenbar zu wenig daraus macht: Zukünftig können wir uns das Leben beträchtlich verlängern lassen, indem wir uns künstliche Organe einsetzen lassen. Die sind sauteuer und wer seine Raten nicht mehr zahlen kann, wird von erbarmungslosen Organeintreibern heimgesucht. Einer davon bekommt nach einem Unfall selber ein sauteures Herz verpasst, verliert seinen Job, kann nicht mehr zahlen und gerät – richtig geraten –  selbst ins Fadenkreuz der &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/repo_men/links.htm" target="_blank">Repo Men</a>&#8220;. Und dann geht halt die übliche Hatz los.</li>
<li>Teil drei der Stieg-Larsson-Trilogie. <a href="http://www.nytimes.com/2010/05/23/weekinreview/23ryan.html" target="_blank">Hier</a> ein Artikel aus der New York Times über die Verwandtschaft von Lisbeth Salander mit Pippi Langstrumpf. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/vergebung/links.htm" target="_blank">Vergebung</a>&#8220;)</li>
<li>Der dritte semidokumentarische Mongolenstreich von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Byambasuren_Davaa" target="_blank">Byambasuren Davaa</a>. Diesmal ohne weinende Kamele und gelbe Hunde, dafür mit einer pferdeköpfigen Geige und Pferdeliedern, so dass der Titel an die Vorgänger anknüpfen kann: &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_lied_von_den_zwei_pferden/links.htm" target="_blank">Das  Lied von den zwei Pferden</a>&#8220;</li>
<li>Eine autobiografische Doku, in der ein deutscher Filmemacher sich mit dem Gedächtnisverlust seines Vaters beschäftigt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/forgetting_dad/links.htm" target="_blank">Forgetting Dad</a>&#8220;)</li>
<li>Ein ebenfalls halbdokumentarisches britisches Klimakatastrophendrama. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_age_of_stupid_warum_tun_wir_nichts/links.htm" target="_blank">Age of Stupid – Warum tun wir nichts?</a>&#8220;)</li>
<li>Getanze und Romanze für Bravoleserinnen zum Brillentarif. Aus Großbritannien. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/streetdance_3d/links.htm" target="_blank">Streetdance 3D</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Komödie, die schwarz sein soll und darum eine Hochzeit mit Leichen im Kofferraum und schwulen Gangstern kombiniert. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/diamantenhochzeit/links.htm" target="_blank">Diamantenhochzeit</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Neu seit letzter Woche:</p>
<ul>
<li>Ein französisches Debüt, das arg spät noch bei uns in einige Kinos kommt, ein Drama, das wohl ein wenig an die Filme der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dardenne_brothers" target="_blank">Dardennes</a> erinnert. Eine Obdachlose, ein Junkie im Wald, ein kleines Kind, ein Barockgarten und eine gehörige Portion Melodramatik, zusammen ergibt das &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dardenne_brothers" target="_blank">Versailles</a>&#8220;. Mit dem einbeinigen Depardieu-Sohn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guillaume_Depardieu" target="_blank">Guillaume</a> in einer seiner letzten Rollen.</li>
<li>Eine autobiografische Doku über Kindesmissbrauch. Michael Stock holt Geschwister, Mutter und auch den Täter, seinen Vater, vor die Kamera. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/postcard_to_daddy/links.htm" target="_blank">Postcard To Daddy</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Remake von George A. Romeros &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0069895/" target="_blank">The Crazies</a>&#8221; von 1973, wohl deutlich weniger doof als üblich im Horrorwiederholungsgeschäft, aber nichtsdestotrotz gänzlich überflüssig. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_crazies_fuerchte_deinen_naechsten/links.htm" target="_blank">The Crazies – Fürchte Deinen Nächsten</a>&#8220;)</li>
<li>Eine schwerst bemühte Indie-Komödie über einen ebenso bemühten siebzehnjährigen Sci-Fi-Fan und jede Menge weiterer gaaanz skuriller Typen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/keep_surfing/links.htm" target="_blank">Gentlemen Broncos</a>&#8220;)</li>
<li>Eine mit sehr schlichten Mitteln gänzlich undramatisch und unsentimental erzählte Geschichte über eine Zirkusfamilie, die ein kleines Findelkind aufnimmt. Ein österreichischer Film, gedreht in der römischen Peripherie. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/la_pivellina/links.htm" target="_blank">La Pivellina</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsch-schweizer-österreichischer Bollywoodfilm. Wenn Szenen von Hindifilmen gern in den Alpen gedreht werden, können wir das doch auch mal selber versuchen, mit echten Indern und einer Film-im-Film-Handlung als Rechtfertigung, dachten sich die Produzenten von &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/tandoori_love/links.htm" target="_blank">Tandoori Love</a>&#8221; offenbar. Das Ergebnis kann natürlich nicht mit den Originalen mithalten, ist aber auch keine Parodie. Was soll das?</li>
<li>&#8220;Sex and the City&#8221;, erneut für das Kino aufgewärmt, noch schlimmer als das letzte Mal und das in jeder Hinsicht, wenn man den Kritikern glauben darf. Das <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/sex_and_the_city_2/" target="_blank">Tomatometer</a> zeigt lausige 16% an. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/sex_and_the_city_2/links.htm" target="_blank">Sex and the City  2</a>&#8220;)</li>
<li>Ein dänischer Kinderfilm, der seine Protagonisten wieder einmal abenteuerliche Zeitreisen unternehmen lässt, diesmal treten Wikinger auf, ein Kreuz muss gesucht werden und eine böse Hexe gibt es es obendrein. Wahrscheinlich weniger schlimm, als es sich anhört. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/timetrip_der_fluch_der_wikinger_hexe/links.htm" target="_blank">Timetrip – Der Fluch der Wikingerhexe</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/a_nightmare_on_elm_street/links.htm" target="_blank"></a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein Ausschnitt aus &#8220;I&#8217;m not there&#8221;, Heath Ledger und Charlotte Gainsbourg spielen Robbie Clarke und Claire Clarke bzw. Bob Dylan und Suze Rotolo und dazu läuft der schönste aller Dylansongs, wie ich finde:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Dc-42Y17ejQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/Dc-42Y17ejQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Die Ich-Schwäche des Feuilletons</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 08:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Wenn heutzutage für das FAS-Feuilleton vom Filmfestival in Cannes berichtet wird, dann kann die Autorin einfach mit ihrem langweiligen ersten Abend beginnen, den sie im Hotelzimmer mit diversen Branchenblättern verbringt. So weit, so gut. Insbesondere in den Kulturressorts hat sich die subjektive Schreiberei in der Tradition, die einst von Autoren wie Tom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1560" title="Wir099" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/05/Wir099.jpg" alt="Wir099" width="520" height="313" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Wenn heutzutage für das FAS-Feuilleton vom Filmfestival in Cannes berichtet wird, dann kann die Autorin einfach mit ihrem langweiligen ersten Abend beginnen, den sie im Hotelzimmer mit diversen Branchenblättern verbringt. So weit, so gut. Insbesondere in den Kulturressorts hat sich die subjektive Schreiberei in der Tradition, die einst von Autoren wie Tom Wolfe und Hunter S. Thompson begründet und im Deutschen von Magazinen wie Tempo und Spex etabliert wurde, endgültig durchgesetzt. Und wenn es um die mehr oder weniger schönen Künste geht und um ganz viel Meinung, dann ist offene eingestandene Subjektivität die ehrlichste und beste Wahl, die bei qualifizierten Schreibern mit Interesse an ihrem Sujet interessantere, lebendigere Texte ermöglicht.</p>
<p>Aber Verana Lueken schreibt leider nicht: &#8220;Statt von den Filmen dieses Jahres beginne ich von denen zu träumen, über deren verschiedene Stadien der Vorbereitung &#8216;Variety&#8217; oder &#8216;Screen&#8217; oder der &#8216;Hollywood Reporter&#8217; berichten.&#8221; Sie schreibt: &#8220;Statt von den Filmen dieses Jahres beginnen wir von denen zu träumen,  über deren verschiedene Stadien der Vorbereitung &#8216;Variety&#8217; oder &#8216;Screen&#8217;  oder der &#8216;Hollywood Reporter&#8217; berichten.&#8221;</p>
<p>In derselben Ausgabe der FAS schreibt Peter Richter über seinen Besuch der <a href="http://www.hausderkunst.de/hdk.de/index.php?StoryID=3449" target="_blank">Michael-Schmidt-Ausstellung</a> in München. Dabei ging ihm eine Melodie im Kopf rum. Er schreibt nicht: &#8220;Es hat schon seinen Grund, dass ich ständig die Schicksalsakkorde von Bowies &#8216;Sense of Doubt&#8217; (&#8230;) in den Ohren habe, wenn ich diese Bilder sehe.&#8221; Nein, da steht: &#8220;Es hat schon seinen Grund, dass man ständig die Schicksalsakkorde von  Bowies &#8216;Sense of Doubt&#8217; (&#8230;) in den Ohren hat, wenn man diese Bilder  sieht.&#8221;</p>
<p>Elmar Krekeler schreibt in der Welt Kompakt über einen Roman von Katharina Hacker, den er auch nach zweimaligem Lesen nicht kenne, weil er nämlich aus zwei unabhängigen Erzählsträngen bestehe, die im Buch nicht gleichberechtigt parallel abgedruckt würden. Über seine Leserfahrung schreibt er: &#8220;Selbst wenn wir diesen Roman zweimal gelesen haben, kennen wir ihn immer noch nicht. Und das liegt nicht an unserem beschränkten Verstand&#8221;. Unser Verstand. Im Ernst.</p>
<p>Christina Hoffman erzählt, wieder in der FAS, in einer alten Ausgabe, wo und wann sie das jüngste Album der Arctic Monkeys hören werde: &#8220;Zwar wird das neue Album der Arctic Monkeys laufen, wenn man ausgeht. Das macht aber gar nichts; dafür werden wir sie am Nachmittag, auf dem Weg zum Badesee, hören.&#8221;</p>
<p>Diese Beispiele habe ich auf die Schnelle zusammengesucht, in jeder Ausgabe einer beliebigen Zeitung finden sich im Kulturteil weitere.</p>
<p>Was sagt Ihr? Das seien doch keine wesentlichen Unterschiede? Es bleibe ja trotzdem deutlich, dass es um ganz persönliche Erlebnisse gehe? Das sei eben so üblich, nur ein Stilmittel?</p>
<p>Stimmt alles, ist so üblich und man übersetzt als Leser all die &#8220;mans&#8221; und &#8220;wirs&#8221; automatisch zurück in &#8220;ichs&#8221; und hat darum keinerlei Verständnisprobleme.</p>
<p>Saublöd und ärgerlich und peinlich ist die Konvention aber dennoch. Und je persönlicher die Erfahrung des Schreibers ist, von der er berichtet, desto mehr stört mich der verzickte Verzicht auf das &#8220;Ich&#8221;-Schreiben. Was soll der Quatsch?</p>
<p>Ich habe nachgeschlagen, diese Verwendung des &#8220;wir&#8221; nennt sich Pluralis Modestiae, der Plural der Bescheidenheit. Aber die Wirkung ist alles andere als bescheiden: Die sprachliche Verhüllung der Sprecherposition dient der leicht durchschaubaren Aufwertung der kleinen Erlebnisse und Meinungen. Pluralis Inflatis müsste das besser genannt werden. Dass das Feuilleton so etwas nötig hat, ist vielleicht ein weiteres Indiz für die Panik der Printjournaille vor Macht- und Bedeutungsverlust, wie sie fortwährend beim Abarbeiten an den bösen Bloggern und überhaupt dem ganzen Internetdings deutlich wird. Aus Angst, sich nicht ausreichend von all den unprofessionell meinenden und schreibenden Menschen im Netz und überhaupt in der Welt zu unterscheiden, setzt der Profi den Modestiae-Trick ein.</p>
<p>Wie armselig.</p>
<p>Mir scheint das übrigens ein rein deutsches Phänomen zu sein, englische und amerikanische Autoren schreiben jedenfalls entspannt, ganz gleich für welches Medium, &#8220;I&#8221; wenn sie sich meinen. Und &#8220;you&#8221; wie &#8220;man&#8221; im Deutschen nur, wenn das Subjekt eben wirklich niemand Spezielles ist. Wie ist das in anderen Sprachen, kommt es da zu verkorksten Pluralbildungen in journalistischen Texten? Für sachkundige Hinweise in den Kommentaren wäre ich dankbar.</p>
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		<title>Neu im Kino: Wahre Geschichten und doofe Geschichten</title>
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		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1551#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 16:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 20.5.2010 Als die Rezensions-DVD schließlich hakt, das Bild einfriert, während die Säufer auf der Tonspur noch ein wenig weiter quasseln, ist das kein großes Drama: Es interessiert mich nicht mehr sonderlich, wie der belgische Film „Die Beschissenheit der Dinge“ zu Ende geht. Der Titel war vielversprechend, das Herkunftsland sowieso, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1556" title="KW21" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/05/KW211.jpg" alt="KW21" width="520" height="289" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 20.5.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<blockquote><p>Als die Rezensions-DVD schließlich hakt, das Bild einfriert, während die Säufer auf der Tonspur noch ein wenig weiter quasseln, ist das kein großes Drama: Es interessiert mich nicht mehr sonderlich, wie der belgische Film „Die Beschissenheit der Dinge“ zu Ende geht. Der Titel war vielversprechend, das Herkunftsland sowieso, aber dann gibt es nur eine trost- aber zum Glück nicht endlose Aneinanderreihung von White-Trash-Episoden zu sehen, die weder von einem Handlungsgerüst, noch von Komik oder sonstigem Kitt zusammengehalten werden. Es geht um haarige Säufer in der flämischen Provinz, vier erwachsene Brüder, die gemeinsam bei ihrer alten Mama wohnen, die sie mit ihrer spärlichen Rente durchfüttert. Erzählt wird aus der Perspektive Gunthers, eines Dreizehnjährigen mit grotesker Vokuhila-Frisur, dem Sohn eines der Nichtsnutze. Er wischt seinem auf dem Fußboden schlafenden Vater mit dessen dreckiger Unterhose fürsorglich die Kotze aus dem Gesicht, schaut den Onkels bei Biertrinkwettbewerben und Nacktfahrradrennen zu oder lässt sich von deren Kneipenbekanntschaft den frisch erworbenen künstlichen Blasenausgang vorführen. Die Handkamera ruckelt wild herum und rückt den wackeren Darstellern unangenehm auf den Leib, ab und zu verschwindet völlig unmotiviert die Farbe aus dem Bild und manchmal springt die Erzählzeit zum erwachsenen Gunther, der das alles aufschreibt und seine Freundin schlecht behandelt, doch nützen all die Anstrengungen nichts, das Ergebnis bleibt eine recht öde und wenig witzige Angelegenheit. Und dass zwischen den drastischen Szenen dann immer mal wieder versucht wird, die hässlichen Verlierer als harte Kerls mit Herz darzustellen, ist nachgerade ärgerlich.<br />
Später stellt sich heraus, dass die anekdotische Erzählweise auf der Vorlage beruht: einem <a href="http://www.amazon.de/Die-Beschissenheit-Dinge-Dimitri-Verhulst/dp/3630621201" target="_blank">autobiografischen Buch</a> desselben Titels von Dimitri Verhulst. Da zeigt sich wieder mal, dass das Leben keineswegs die besten Geschichten schreibt. Sondern ziemlich schlechte.</p></blockquote>
<p>So oder ein wenig kürzer wird es nächste Woche in der Titanic zu lesen sein. Ganz so negativ wie &#8220;Hans Mentz&#8221; beurteilen den Film die wenigsten, in Cannes hat der Film letztes Jahr gar einen Preis gewonnen (<em>C.I.C.A.E.</em>-Preis – Besondere Erwähnung) und bei <a href="http://www.imdb.com/title/tt1075110/" target="_blank">imdb</a> wurde die beachtliche Durchschnittsnote 7,6 vergeben.</p>
<p>&#8220;Die Beschissenheit der Dinge“: <a href="http://www.dbdd-film.de/index.php?id=26" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21406/DIE-BESCHISSENHEIT-DER-DINGE/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_beschissenheit_der_dinge/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/die-beschissenheit-der-dinge/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Noch eine &#8220;wahre Geschichte&#8221;: Ein Filmproduzent hat geschäftliche Schwierigkeiten und bringt sich um. Der Film interessiert sich für die, die zurück bleiben, Frau und Kinder, zeigt ihr Leben offenbar ganz unsentimental vor und nach dem schrecklichen Ereignis. Bleibt die Frage, ob man da mitleiden will. Die <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21405/DER-VATER-MEINER-KINDER/Kritik/" target="_blank">Kritiken</a> sind durchweg gut bis sehr gut. Es ist der zweite Film der jungen, französischen Regisseurin Mia Hansen-Løve. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_vater_meiner_kinder/links.htm" target="_blank">Der Vater meiner Kinder</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Doku über die Reiter von Isarwellen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/keep_surfing/links.htm" target="_blank">Keep Surfing</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Drama, das sich ums Schwulsein im orthodoxen Judentum dreht. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/du_sollst_nicht_lieben/links.htm" target="_blank">Du sollst nicht lieben</a>&#8220;)</li>
<li>Die Verfilmung eines <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/27734.html" target="_blank">Manga</a> von Jiru Taniguchi, in dem ein Familienvater den falschen Zug nimmt und im Dorf sowie im vierzehnjährigen Körper seiner Kindheit ankommt. Die <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21410/VERTRAUTE-FREMDE/Kritik/" target="_blank">Kritiken</a> fallen überwiegend freundlich aus, doch ich vertraue eher jenen, die das alles arg glatt und gefällig finden. Mir hat schon der Vorgänger des Regisseurs Sam Gabarski, &#8220;Irina Palm&#8221;, wenig zugesagt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/vertraute_fremde/links.htm" target="_blank">Vertraute Fremde</a>&#8220;)</li>
<li>Ein, nach den <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/nightmare_on_elm_street_2010/" target="_blank">Kritiken</a> zu urteilen, grottenschlechter Neustart der Freddy-Krueger-Serie (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/a_nightmare_on_elm_street/links.htm" target="_blank">Nightmare  On Elmstreet</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein abgeschmacktes, bombastisches Abenteuer-Spektakel nach einem Videospiel, mit Jake Gyllenhaal. Ein nicht enden wollender Ausschnitt wurde in der Pressevorführung vor Tim Burtons &#8220;Alice&#8221; gezeigt und hat mir gleich gründlich die Laune verdorben.  (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/prince_of_persia_der_sand_der_zeit/links.htm" target="_blank">Prince Of Persia</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein Ausschnitt aus einem TV-Bericht über eine doch recht ungewöhnliche Promoaktion für &#8220;Die Beschissenheit der Dinge&#8221;, letztes Jahr auf der Croisette:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/s0Lz37lZkY4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/s0Lz37lZkY4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Neu im Kino: Wes Anderson spielt mit Puppen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 20:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 13.5.2010 &#8220;Wenn das passiert, von dem ich glaube, dass es passiert, hoffe ich, dass es nicht passiert&#8221;, sagt Mrs. Fox, als sie ihren Gatten, den &#8220;fantastischen Mr. Fox&#8221;, mitsamt seinem Neffen dabei erwischt, wie sie mit Masken vor den Gesichtern aus dem Haus schleichen, um auf Diebestour zu gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1542" title="KW20" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/05/KW20.jpg" alt="KW20" width="520" height="394" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 13.5.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<blockquote><p>&#8220;Wenn das passiert, von dem ich glaube, dass es passiert, hoffe ich, dass es nicht passiert&#8221;, sagt Mrs. Fox, als sie ihren Gatten, den &#8220;fantastischen Mr. Fox&#8221;, mitsamt seinem Neffen dabei erwischt, wie sie mit Masken vor den Gesichtern aus dem Haus schleichen, um auf Diebestour zu gehen. Im <a href="http://www.amazon.de/fantastische-Mr-Fox-rotfuchs/dp/3499214113" target="_blank">Kinderbuch</a> von Roald Dahl reden die Füchse, wie auch alle anderen Figuren, noch ganz anders: Da fleht Mrs. Fox ihren Mann an, doch bitte vorsichtig zu sein. Wes Anderson, der vielgeliebte und vielgehasste Regisseur der &#8220;Royal Tenenbaums&#8221; und der &#8220;Tiefseetaucher&#8221;, hat sich für seinen Stop-Motion-Trickfilm die kurze, vorbildlich unmoralische Fabel vom schlauen, diebischen Fuchs und den drei ihn jagenden, widerwärtigen und bösartigen Bauern gegriffen und daraus etwas ganz anderes gemacht: eines jener detailverliebten, recht pointenlosen, dafür aber anspielungsreichen, meist unernsten und latent melancholischen Familiendramen, wie sie Anderson nun mal gerne macht. Das Ergebnis hat mehr mit J. D. Salingers verschrobener <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Glass_family" target="_blank">Glass-Sippe</a> zu tun als mit den auf ganz andere Weise abseitigen Erzählwelten Roald Dahls. Da haben die Kinder im Publikum leider Pech, sie bekommen allenfalls die Hälfte aller Anspielungen mit. Dafür sieht der Puppentrick aus wie die osteuropäischen Animationsfilme in der Tradition von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rz0wAD1o0gs" target="_blank">Wladyslaw Starewicz</a> – und das passt zur visuell immer schon sehr artifiziell und verspielt wirkenden Erzählweise Andersons ausgesprochen gut. Wer, wie ich, seinen Realfilmen etwas abgewinnen konnte und mit Puppenfilmen kein Problem hat, der wird auch vom &#8220;Fantastischen Mr. Fox&#8221; manierlich unterhalten werden.</p></blockquote>
<p>Schreibt &#8220;Hans Mentz&#8221; in der <a href="http://www.titanic-magazin.de/hk_1005.html?&amp;tx_kharticlepages_pi1[page]=4&amp;cHash=a642d8af4437a911d7baefb5465830e6" target="_blank">Titanic</a> und der weiß, wovon er spricht. Der Trailer schafft es nicht, wirklich einen Eindruck vom Film zu vermitteln, lasst Euch davon nicht abschrecken. Und die deutsche Fassung ist gelungen, da besteht kein Grund zur Sorge. Man verpasst allerdings George Clooney, Bill Murray, Michael Gambon, Jason Schwartzman und Owen Wilson, die den Puppen im Original ihre Stimmen geliehen haben. Die <a href="http://blogs.laweekly.com/westcoastsound/off-the-record/wes-anderson-desplat-fantastic/" target="_blank">Songauswahl</a> des Soundtracks zeugt, wie stets bei Anderson, von erlesenem Geschmack.</p>
<p><a href="http://www.plymptoons.com/" target="_blank">Bill Plympton</a>, der manische Trickfilmer und Allesselbermacher ist übrigens ganz anderer Meinung: Er kann den Fuchsfilm <a href="http://www.plymptoons.com/scrapbook/scrap041010.html" target="_blank">nicht ausstehen</a>: &#8220;Die Geschichte ist nicht nur völlig fade, auch der Stil ist sehr dumpf und antivisuell. Ich habe die Figuren und die Gestaltung der Hintergründe gehasst.&#8221;</p>
<p>&#8220;Der fantastische Mr. Fox“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/fox_searchlight/fantasticmrfox/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21008/DER-FANTASTISCHE-MR-FOX/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_fantastische_mr_fox/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/der-fantastische-mr-fox/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein Filmfestival-Film aus der Türkei, in dem auch deutsches Geld steckt. Eine &#8220;bildstarke Reflexion der Sinnfrage&#8221;, wie Bernd Buder im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10691" target="_blank">Filmdienst</a> schreibt. Ein Mann, der aus politischen Gründen eingebuchtet worden war, kommt nach zehnjähriger Haftstrafe in seine ländliche Heimat zu seiner Mutter zurück und macht da nicht viel. Trifft sich mit einem ehemaligen Genossen und lernt eine Nutte kennen, die von Herzen gut ist und sich für russische Literatur interessiert. Dazu soll es wieder ganz viel elegische Naturbilder geben. Vielleicht lag ich mit meiner Einschätzung von &#8220;Liverpool&#8221; <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1436" target="_blank">neulich</a> falsch. Aber ich fresse einen Staubsauger, wenn das hier kein unorigineller, prätentiöser Pseudotiefsinn ist. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/herbst/links.htm" target="_blank">Herbst</a>&#8221; heißt der Film. Das auch noch.</li>
<li>Eine deutsche Doku über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilja_Kabakow" target="_blank">Ilja Kabakov</a>. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/fliegen_und_engel/links.htm" target="_blank">Fliegen und Engel</a>&#8220;)</li>
<li>Ein irakischstämmiger Schauspieler fährt erstmals seine leiblichen Eltern besuchen und lässt sich dabei von einem Dokumentarfilmteam begleiten. Ist, mit Glück, so eine Art RTL-Dokusopa, nur weniger debil. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mein_vater_mein_onkel/links.htm" target="_blank">Mein Vater. Mein Onkel</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Romcom mit Jennifer Lopez, so doof, wie romantische Komödien heutzutage halt meist sind. Ich würde gerne mal einen schlauen Text lesen, der sich damit beschäftigt, wie das großartige <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Screwball_comedy_film" target="_blank">Screwball-Genre</a> so auf den Hund kommen konnte. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/plan_b_fuer_die_liebe/links.htm" target="_blank">Plan B für die Liebe</a>&#8220;)</li>
<li>Eine japanische Geisterbahnfahrt in 3D, führt, wie Jörg Gerles im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10696" target="_blank">Filmdienst</a> schreibt, eher zu &#8220;Schwindel- als zu Spannungszuständen&#8221;. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/schock_labyrinth_3d/links.htm" target="_blank">Schock Labyrinth 3D</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine weitere <a href="http://www.filmz.de/film_2010/robin_hood/links.htm" target="_blank">Robin-Hood-Verfilmung</a>, diesmal von Ridley Scott, mit Russell Crowe. Wohl für Zwölfjährige, die noch keine der ca. vierzig früheren Adaptionen kennen. Mein Lieblingsrobin aller Zeiten ist der hier. Wie schade, dass es nur diese eine kleine, aber unvergessliche Szene gibt:</li>
</ul>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/avNSz8MxlGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/avNSz8MxlGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein hübsches Musikvideo von <a href="http://www.parsonbrown.nl" target="_blank">Parson Brown</a>, einer holländischen Band, animiert von Bill Plympton. Wer etwas damit anfangen kann, findet bei youtube noch <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=bill+pympton&amp;aq=f" target="_blank">jede Menge</a> mehr.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/mLTIIkj-_I8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/mLTIIkj-_I8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Schau! Mich! An!</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 07:51:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schöne Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Schöne Worte]]></category>

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		<description><![CDATA[So gefällt mir prinzipielle Kritik am Medium Fernsehen. Video von Beth Fulton. Ich bin bei Thomas Knüwer drüber gestolpert. * * * * * *]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So gefällt mir prinzipielle Kritik am Medium Fernsehen. Video von Beth Fulton. Ich bin bei <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/05/das-ende-des-anschreiens/" target="_blank">Thomas Knüwer</a> drüber gestolpert.</p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10857606&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10857606&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/10857606"><br />
</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Ein Eisenmann und lukrativer transzendentaler Spinnkram</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 00:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 7.5.2010 * * * &#8220;Iron Man&#8221; wollte ich erst nicht sehen, vor zwei Jahren, als er in die Kinos kam. Ein guter Ruf eilte ihm zwar voraus, aber auf Lobgesänge für Action-Comic-Verfilmungen gebe ich nichts mehr, nach den maßlos gefeierten Spidey- und Batmanfilmen, die dann doch ihre naiven Geschichtchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1519" title="KW19" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/05/KW19.jpg" alt="KW19" width="520" height="367" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 7.5.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Iron Man&#8221; wollte ich erst <a href="http://kinoprovinz.blogspot.com/2008/05/der-eisenmann-der-derwisch-und-die-tote.html" target="_blank">nicht sehen</a>, vor zwei Jahren, als er in die Kinos kam. Ein guter Ruf eilte ihm zwar voraus, aber auf Lobgesänge für Action-Comic-Verfilmungen gebe ich nichts mehr, nach den maßlos gefeierten Spidey- und Batmanfilmen, die dann doch ihre naiven Geschichtchen mit peinlicher Ernsthaftigkeit darboten. Aber diesmal lag ich völlig daneben, &#8220;Iron Man&#8221; hat sich mit Abstand als unterhaltsamster und überhaupt erfreulichster aller Superheldenfilme herausgestellt.</p>
<p>Teil zwei, der jetzt in die Kinos kommt, habe ich mir dann gerne vorab angeschaut, ich fand ihn nur leider vergleichsweise etwas enttäuschend, trotz eines wiederum wunderbaren Robert Downey Jr. als egozentrischer Waffenschmiedeboss und Selfmadesuperheld Tony Stark und trotz Scarlett Johannson. Wer für die etwas übrig hat, kommt um &#8220;Iron Man 2&#8243; allerdings nicht rum, denn hier ist sie kein bisschen blond und blöd, sondern schwarz und gefährlich und das steht ihr ausgesprochen gut.</p>
<p>Das Hauptproblem des Films: Es mangelt ihm an Leichtigkeit. Tony Stark kämpft über weite Teile des Films mit dem Leben und das ist dann wieder doofes großes Drama, das sich mit dem albernen Genre eben nicht gut verträgt. Und Mickey Rourke gibt einen arg eindimensionalen russischen Bösewicht, aber zum Ausgleich bereitet Sam Rockwell als Starks überdrehter, krankhafter Konkurrent viel Vergnügen. Die scheppernden Kämpfe nehmen erfreulich wenig Raum ein und die Handlung ist angenehm unübersichtlich und AC⚡DC im Soundtrack habe ich auch gut ertragen und darum ist der Film trotz aller Schwächen noch deutlich besser, als &#8220;Dark Knight&#8221; und Konsorten.</p>
<p>&#8220;Iron Man 2“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/paramount/ironman/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20979/IRON-MAN-2/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/iron_man_2/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/iron-man-2/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Ein sympathisches Projekt: David Sieveking, ein junger deutscher Regisseur, frisch von der Filmhochschule, nimmt Kontakt zu David Lynch auf, erhält von diesem aber weder Rat noch Auskunft zum Thema Film, wird stattdessen eingeführt in die Transzendentale Meditation, die Sekte des Maharishi Mahesh Yogi. Sieveking widmet sich nun wirklich der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transzendentale_Meditation" target="_blank">TM</a>&#8221; und macht daraus in Michael-Moore-Manier einen Dokumentarfilm: Er belegt Kurse, reist in die USA und nach Indien, bleibt dabei immer selbst im Blickfeld der Kamera und guckt sich das Unternehmen sehr genau an. Ich finde es toll, wenn jemand Gelegenheiten zu nutzen weiß. Und bin sehr gespannt.</p>
<p>&#8220;David Wants to Fly“: <a href="http://www.davidwantstofly.de/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21295/DAVID-WANTS-TO-FLY/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/david_wants_to_fly/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/david-wants-to-fly/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine verhärmte Pariser Concierge mit einer Leidenschaft für russische Literatur, ein lebensmüdes Kind und ein &#8220;geheimnisvoller&#8221; Japaner treffen aufeinander und &#8220;bald bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an&#8221;, so der Pressetext. Auweia. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_eleganz_der_madame_michel/links.htm" target="_blank">Die Eleganz der Madame Michel</a>&#8221; heißt der französisch-italienische Film und darum ist anzunehmen, dass aus dem hässlichen Concierge-Entlein unter kindlicher wie japanischer Mithilfe ein wunderschöner Schwan wird.</li>
<li>Ein zartes Indie-Filmchen über eine Zwanzigjährige, ihre Liebesprobleme und ihre Krankheit, Epilepsie. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_exploding_girl/links.htm" target="_blank">The Exploding Girl</a>&#8221; heißt er und ist wohl nicht sonderlich explosiv.</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/tiger_team/links.htm" target="_blank">Tiger Team</a>&#8221; ist ein aufwendiger deutschsprachiger Kinderfilm, der seine kindlichen Hauptdarsteller Indiana-Jones-artige Abenteuer in China erleben lässt. Beruht auf einer Schneiderbuchreihe von Serienschreiber Thomas Brezina, ist aber, wie die Bibi-Blocksberg-Adaptionen oder der Hexe-Lili-Film, vermutlich auch wieder besser als die lieblos zusammen geschraubte Vorlage. Meine elfjährige Tochter, die jetzt andauernd die Nase über &#8220;Kinderkram&#8221; rümpft, war schon drin – ohne mich – und ihr hat es gefallen: &#8220;Ganz o.k.&#8221;, meinte sie und das ist ein recht großes Lob.</li>
<li>George A. Romero demontiert weiter seinen eigenen Mythos mit der sechsten Neuauflage der alten Zombiegeschichte, die, wie es aussieht, wieder nur auf ein schwaches Selbstplagiat hinausläuft, dieses Mal mit Western-Touch. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/george_a_romero_s_survival_of_the_dead/links.htm" target="_blank">Survival Of The Dead</a>&#8220;</li>
<li>Aus Spanien kommt ein tragikomisches und leicht skurriles Drama um den Kampf gegen ein dreckschleuderndes Kohlekraftwerk. Macht einen recht biederen Eindruck und wird hier bei uns, im Land der Biosupermärkte, sicher trotzdem sein Publikum finden. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/federicos_kirschen_cenizas_del_cielo/links.htm" target="_blank">Federicos Kirschen</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Experiment von Peter Liechti: Er lässt einen Text vortragen, in dem jemand seinen Versuch, sich zu Tode zu hungern protokolliert und zeigt dazu allerlei assoziatives Bildwerk, wohl vorwiegend aus dem Bereich Flora und Fauna. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_summen_der_insekten/links.htm" target="_blank">Das Summen der Insekten</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Melodram um Deutschtürken, die natürlich fast zwischen den Kulturen zerrieben werden, inklusive Ehrenmord und allem drum und dran. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/ayla/links.htm" target="_blank">Ayla</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine wohl recht öde Schmonzette von Lasse Hallström, die Adaption eines Nicholas-Sparks-Romans. Mir wird schon beim Titel schlecht: &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_leuchten_der_stille/links.htm" target="_blank">Das Leuchten der Stille</a>&#8220;.</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, eine Menge Fotos von den Beatles mit dem Maharishi Mahesh Yogi, schön kompiliert und dazu läuft &#8220;Gopala Krishna&#8221;, ein Outtake von George Harrisons Album &#8220;All Things Must Pass&#8221; von 1970:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/pVRVEVtWCOk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/pVRVEVtWCOk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Fukunagas erstaunliches Debüt sowie Kitsch, Romcoms und diverse Dokus</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1499</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 10:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Auf der sicheren Seite]]></category>
		<category><![CDATA[Baarìa]]></category>
		<category><![CDATA[Cary Fukunga]]></category>
		<category><![CDATA[Das Orchester von Piazza Vittorio]]></category>
		<category><![CDATA[Die Konkurrenten – Russlands Wunderkinder 2]]></category>
		<category><![CDATA[ein Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[Filmstarts]]></category>
		<category><![CDATA[I Love You Phillip Morris]]></category>
		<category><![CDATA[LowLights – Eine Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Mit dir an meiner Seite]]></category>
		<category><![CDATA[Sin Nombre]]></category>
		<category><![CDATA[Verrückt nach Steve]]></category>
		<category><![CDATA[Young Victoria]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 29.4.2010 * * * Nicht nur der Film der Woche, sondern einer der Filme des Jahres ist &#8220;Sin Nombre&#8221;. Habe ich schon drüber geschrieben. Die deutsche Tonfassung ist gelungen, keine Sorge also, wenn keine OmU-Kopie in der Nähe läuft. Die Hauptdarsteller sind Edgar Flores und Paulina Gaitan, zwei Namen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1500" title="KW18: Sin Nombre" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/KW18.jpg" alt="KW18: Sin Nombre" width="520" height="294" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 29.4.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Nicht nur der Film der Woche, sondern einer der Filme des Jahres ist &#8220;Sin Nombre&#8221;. Habe ich schon <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1491" target="_blank">drüber geschrieben</a>. Die deutsche Tonfassung ist gelungen, keine Sorge also, wenn keine OmU-Kopie in der Nähe läuft. Die Hauptdarsteller sind <a href="http://www.imdb.com/name/nm1060363/" target="_blank">Edgar Flores</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm2103508/" target="_blank">Paulina Gaitan</a>, zwei Namen, denen man sicher noch öfter begegnen wird. Das aktuelle Projekt von Regisseur Cary Fukunaga, das derzeit in England gedreht wird, ist übrigens ausgerechnet eine neue <a href="http://www.firstshowing.net/2010/04/26/first-look-cary-fukunagas-jane-eyre-with-mia-wasikowska/" target="_blank">Filmversion</a> von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Eyre" target="_blank">Jane Eyre</a>&#8220;.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine Romcom mit Jim Carrey und Ewan McGregor als schwules Paar. Läuft in den USA erst im Juli an, nachdem das Publikum in 21 anderen Ländern den Film schon sehen konnte. Machen die Verleiher in der Regel so, wenn sie einen Riesenflop und miese Rezensionen erwarten. In <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/i_love_you_phillip_morris/" target="_blank">Großbritannien</a> waren die Kritiken jedoch gut und den <a href="http://www.imdb.com/title/tt1045772/" target="_blank">imdb-Nutzern</a> gefällt die Komödie auch. Mir aber wohl eher nicht.(&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/i_love_you_phillip_morris/links.htm" target="_blank">I Love You Phillip Morris</a>&#8220;)</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/verrueckt_nach_steve/links.htm" target="_blank">Verrückt nach Steve</a>&#8221; mit Sandra Bullock scheint dagegen eine miserable Komödie zu sein, nach recht einhelliger <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/allaboutsteve" target="_blank">Kritikermeinung</a>. &#8220;Eine gleichzeitig zahn- und geschmacklose Satire über Sensationsjournalismus im Fernsehen&#8221;, schreibt Claudia Puig in <a href="http://www.usatoday.com/life/movies/reviews/2009-09-03-all-about-steve_N.htm" target="_blank">USA Today</a>.</li>
<li>Wohl nicht ganz so grottig: <a href="http://www.filmz.de/film_2010/zu_scharf_um_wahr_zu_sein/links.htm" target="_blank">&#8220;Zu scharf um wahr zu sein&#8221;</a>, eine Romcom mit Derbheiten in Judd-Apatow-Manier über einen netten Deppen und eine busige Blonde.</li>
<li>Ein deutsche Doku über gated Communities in verschiedenen Teilen der Welt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/auf_der_sicheren_seite/links.htm" target="_blank">Auf  der sicheren Seite</a>&#8220;) Noch lieber würde ich eine Verfilmung des T.-C.-Boyle-Romans &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Tortilla_Curtain" target="_blank">The Tortilla Curtain</a>&#8221; (dt.: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Am%C3%A9rica" target="_blank">América</a>&#8220;) sehen. Vielleicht von Clint Eastwood? Ups, eben sehe ich, dass eine <a href="http://www.boxofficeprophets.com/tickermaster/listing.cfm?TMID=1573:The_Tortilla_Curtain" target="_blank">Adaption mit Kevin Costner</a> offenbar schon weit gediehen war  &#8230;</li>
<li>Ein großes sizilianisches Epos über drei Generationen hinweg, vom etablierten Spezialisten für Kitsch und Rührseliges, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Tornatore" target="_blank">Giuseppe Tornatore</a>. Werde ich einen großen Bogen drum machen, obwohl – oder weil – ich Sizilien so liebe. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/baaria_eine_italienische_familiengeschichte/links.htm" target="_blank">Baarìa</a>&#8220;)</li>
<li>Auch aus Italien: Eine Doku über ein römische Band, die sich &#8220;L&#8217;orchestra di Piazza Vittorio&#8221; nennt. Die Musiker sind durchweg Immigranten, das ganze Projekt ist offenbar als politisches Statement gedacht. Läuft vorerst nur in Berlin. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_orchester_von_piazza_vittorio/links.htm" target="_blank">Das Orchester von Piazza Vittorio</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsch-litauischer Film der zwei Männern und einer geheimnisvollen &#8220;Schönen der Nacht&#8221; dabei zusieht, wie sie durch die Peripherie von Vilnius fahren. &#8220;Atmosphärisches urbanes Roadmovie, Liebesgeschichte und Buddy Movie&#8221;, verspricht der Pressetext. Och nee. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/lowlights_eine_nacht_ein_ritual/links.htm" target="_blank">LowLights – Eine Nacht, ein Ritual</a>&#8220;)</li>
<li>Noch eine deutsche Doku, über klassische Musiker aus Russland. Knüpft an einen Film über musikalische &#8220;Wunderkinder&#8221; von 2000 an. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_konkurrenten_russlands_wunderkinder_ii/links.htm" target="_blank">Die Konkurrenten – Russlands Wunderkinder 2</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine wohl lausige Disney-Schnulze mit Teenie-Star Miley Cyrus. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mit_dir_an_meiner_seite/links.htm" target="_blank">Mit dir an meiner Seite</a>&#8220;)</li>
<li>Schon seit letzter Woche läuft außerdem ein romantischer Kostümfilm, in dem es um eine große Liebe der Königin Victoria geht. Hatte ich glatt übersehen und will ich ganz sicher niemals sehen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/young_victoria/links.htm" target="_blank">Young Victoria</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Trailer von &#8220;Sin Nombre&#8221;:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/xy28rYE8NIw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/xy28rYE8NIw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Die reinste Hölle</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 14:42:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Cary Fukunga]]></category>
		<category><![CDATA[Sin Nombre]]></category>
		<category><![CDATA[Three Burials]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz großes Kino. Der amerikanische Regisseur Cary Fukunaga hat einen mitreißenden Thriller geschrieben und gedreht, der einen schon packt, wenn man noch keine Ahnung hat, wie die beiden Handlungsstränge im weiteren Verlauf zusammengeführt werden. Und dabei läuft die Maschine bis dahin nur mit halber Kraft. Wir lernen einerseits die junge Sayra in Honduras kennen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1492" title="0000sin" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/0000sin.jpg" alt="0000sin" width="520" height="133" /></p>
<p>Ganz großes Kino. Der amerikanische Regisseur Cary Fukunaga hat einen mitreißenden Thriller geschrieben und gedreht, der einen schon packt, wenn man noch keine Ahnung hat, wie die beiden Handlungsstränge im weiteren Verlauf zusammengeführt werden. Und dabei läuft die Maschine bis dahin nur mit halber Kraft. Wir lernen einerseits die junge Sayra in Honduras kennen, die mit ihrem Onkel und ihrem Vater, der sie vor Jahren im Stich gelassen und in New Jersey eine zweite Familie gegründet hat, illegal in die USA einreisen will. Und andererseits Caspar in Mexico, ein Mitglied der ultrabrutalen Gang <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Salvatrucha" target="_blank">Mara Salvatrucha</a>, der vergeblich versucht, außerhalb der Gangwelt eine ganz normale Liebesbeziehung aufrecht zu erhalten und einen zwölfjährigen Knirps in die blutigen Geschäfte einführt. Die Reise von Sayra samt Familienangehörigen wird im Wesentlichen auf den Dach eines Zuges absolviert, zusammen mit Tausenden von anderen Reisenden, alle auf dem Weg nach Norden, in die verheißungsvollen Staaten von Amerika. Und sie wird zur Jagd. Ich mag nicht verraten, wer da genau wen jagt, seht zu, dass Ihr auch anderswo bloß nicht zuviel über den Plot lest. Die Konstellation von Jäger und Gejagtem ist von böser Ironie.</p>
<p>Mexico ist hier, ganz anders als in anderen Filmen jüngeren Datums wie „<a href="http://www.imdb.com/title/tt0419294/" target="_blank">Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada</a>“, die reinste Hölle, aus der die Zuschauer, genau wie die Protagonisten, nichts als entkommen wollen und das Packende ist nicht nur dem effektiv konstruierten Plot, der geschickten Regie, der glaubhaften Darstellung oder dem wunderbaren, ganz konventionell eingesetzten Score von Marcelo Zarvos geschuldet, sondern vor allem auch dem Realismus, mit dem das alles geerdet wird. Falls es denn welcher ist und nicht nur die außergewöhnlich glaubhafte Vorspiegelung eines solchen. Fukunga hat als Darsteller teils sogar echte Mara-Salvatrucha-Mitglieder eingesetzt und ist, als er das Drehbuch schrieb, selbst wochenlang auf Zügen in Mexico unterwegs gewesen. Aber vielleicht hat die geschilderte Ganghölle trotzdem nur soviel mit ihrem realen Vorbild zu tun wie die Familie der Corleones mit der Mafia. „Sin Nombre“ ist kein Sozialdrama, der Film ist perfekte Unterhaltung. Das Elend der Emigranten wie die Tätowierungen der Gangboys, sie liefern beeindruckende Bilder und erfüllen ihre Funktion für Atmosphäre und Handlung. Mehr nicht.</p>
<p>Eines sei noch verraten: Ganz zum Schluss, als tatsächlich wer in den USA angekommt, da sieht das gelobte Land in der winzigen Szene viel trostloser aus, als die Hölle zuvor: Es ist eine graue Wüste aus Shoppingmalls, Parkplätzen und Betonrampen. Ein kleiner, visueller Akzent, eines der vielen Details, die „Sin Nombre“ bei aller Konventionalität zu etwas ganz Besonderem machen. Kaum zu glauben, dass das der Debütfilm eines Zweiunddreißigjährigen ist.</p>
<p>&#8220;Sin Nombre“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/focus_features/sinnombre/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21102/SIN-NOMBRE/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/sin_nombre/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/sin-nombre/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
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		<title>Die Zukunft der Printmedien</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 08:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description />
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deutschespressemuseum.de/"><img src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/Pressemuseum.jpg" alt="Pressemuseum" title="Pressemuseum" width="520" height="231" class="alignnone size-full wp-image-1488" /></a></p>
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		<title>Neu im Kino: Verspieltes und Hochglänzendes</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 11:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Die Filmstarts vom 22.4.2010 * * * &#8220;Vorsicht Sehnsucht&#8221; ist der jüngste Film von Nouvelle-Vague-Altmeister Alain Resnais. Wird von den Meisten schwer gelobt und kaum eine Kritik kommt ohne das Wort &#8220;verspielt&#8221; aus, Resnais fange an, eine  einfache Geschichte zu erzählen, die er dann intelligent und von leichter Hand in reinen Möglichkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1478" title="KW17" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/KW17.jpg" alt="KW17" width="520" height="353" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 22.4.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Vorsicht Sehnsucht&#8221; ist der jüngste Film von Nouvelle-Vague-Altmeister Alain Resnais. Wird von den Meisten schwer gelobt und kaum eine Kritik kommt ohne das Wort &#8220;verspielt&#8221; aus, Resnais fange an, eine  einfache Geschichte zu erzählen, die er dann intelligent und von leichter Hand in reinen Möglichkeiten auflöse, so der Tenor. Ausgangspunkt der Geschichte ist der Verlust einer Handtasche, einer etwa fünfzigjährigen, alleinstehenden Zahnärztin wird sie geklaut und ein etwas verschrobener Rentner bringt ihr immerhin die Brieftasche zurück und rückt dem Diebesopfer auf die Pelle.</p>
<p>Gespielt werden die beiden von den bewährten Resnais-Mimen Sabine Azéma, seiner Ehefrau und André Dussollier. Der Film beruht auf einem Roman von Christian Gailly, der nicht ins Deutsche übersetzt wurde.</p>
<p>Ist sicher wirklich clever konstruiert, auf allen Ebenen, aber, wie üblich bei Resnais,  gleichzeitig so gediegen und artifiziell, dass das nicht jedermanns und auch nicht so ganz meine Sache ist.</p>
<p>&#8220;Vorsicht Sehnsucht“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=eTy35C1DfTk" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20743/VORSICHT-SEHNSUCHT/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/vorsicht_sehnsucht/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/vorsicht-sehnsucht/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Atom Egoyan hat in den Achtzigern und Neunzigern einige höchst eigenwillige, tolle Filme wie &#8220;Der Schätzer&#8221; und &#8220;Das süße Jenseits&#8221; gedreht, daran gemessen waren seine jüngeren Filme im vergangenen Jahrzehnt eher enttäuschend. Mit &#8220;Chloe&#8221; ist er nun in Hollywood angelangt, es handelt sich um einen Erotik-Thriller à la &#8220;Eine verhängnisvolle Affäre&#8221;, der die Geschichte von &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2004/nathalie_wen_liebst_du_heute_nacht/links.htm" target="_blank">Nathalie</a>&#8221; mit Gérard Dépardieu und Emannuele Béart noch einmal erzählt. Unter Egoyans Regie spielen Liaam Neeson und Julianne Moore als seine misstrauische Ehefrau, die ihn von Amanda Seyfried, einer Edelnutte, umgarnen lässt. Dann folgt, nicht schwer zu erraten, ein wenig Lesben-Hochglanz-Sex, aber da liegt natürlich kein Segen drauf. Ganz doof scheint das Ganze aber gar nicht zu sein, die Kritiken sind immerhin durchwachsen. Ich bleibe jedoch misstrauisch.</p>
<p>&#8220;Chloe“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/sony/chloe/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21330/CHLOE/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/chloe/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/chloe-2/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine Superhelden-Comic-Verfilmung, die wie das &#8220;<span>das Missing Link zwischen Pixars Animationsspaß &#8216;Die  Unglaublichen&#8217; und der bitterbösen Erwachsenen­comicadaption &#8216;Watchmen&#8217; wirke, so Jörg Buttgereit bei <a href="http://www.epd-film.de/33184_74183.php" target="_blank">epd Film</a></span>. Gleichzeitig &#8220;drollige Teeniekomödie&#8221; und &#8220;gewalttätiger Action-Spaß&#8221; wird geboten, auf offenbar passablem Niveau. Für Freunde von Heldensagas ist &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kick_ass/links.htm" target="_blank">Kick-Ass</a>&#8221; vermutlich eine erfrischende Genre-Variante, alle Anderen sollten sich besser fernhalten.</li>
<li>Ein deutsches Roadmovie. Die Passagiere: Zwei psychisch Kranke und eine magersüchtige Marie. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/vincent_will_meer/" target="_blank">vincent will meer</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Drama über traumatisierte kurdische Kinder, die die Ermordung ihrer Eltern rächen wollen. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/min_dit_die_kinder_von_diyarbakir/links.htm" target="_blank">Min Dît &#8211; Die Kinder von Diyarbakir</a>&#8220;)</li>
</ul>
<ul>
<li>Eine deutsche Doku über Vögel und Krieg. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_tag_des_spatzen/links.htm" target="_blank">Der Tag des Spatzen</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Romcom, die von der Liebe einer jungen Serbin und eines mittelalten New Yorkers erzählt und darum teils in New York und teils in Belgrad spielt. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/here_there/links.htm" target="_blank">Here &amp; There</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein türkisches Gangstermelodram, über das, wie immer, nix rauszufinden ist. (&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/eshref_pasha/links.htm" target="_blank">Eshref Pasha</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/veda_atatuerk/links.htm" target="_blank"></a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Trailer von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0054632/">Letztes Jahr in Marienbad</a>&#8220;, von Alain Resnais, aus dem Jahr 1961. Sollte man gesehen haben. Wenn der Zuschauer gefordert wird, sei das &#8220;besser als 3D-Kino&#8221; meint der Erzähler aus dem Off:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<div id="allocine_blog" style="width: 520px; height: 335px;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="100%" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.filmstarts.de/blogvision/18914891" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="100%" src="http://www.filmstarts.de/blogvision/18914891" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<p class="abstand">* * *</p>
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		<title>Märchen in Moskau</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 11:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Heute abend, am Freitag, dem 23.4., läuft im Fernsehen mal wieder ein Film, den man hierzulande ansonsten nirgendwo zu sehen bekommen konnte, außer im Panorama auf der Berlinale 2008: &#8220;Rusalka&#8221; von Anna Melikyan, einer Regisseurin, die in Russland arbeitet und bislang zwei visuell verspielte, romantische und von skurriler Komik durchtränkte Filme gemacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1444" title="Rusalka" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/Rusalka.jpg" alt="Rusalka" width="520" height="284" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Heute abend, am Freitag, dem 23.4., läuft im Fernsehen mal wieder ein Film, den man hierzulande ansonsten nirgendwo zu sehen bekommen konnte, außer im Panorama auf der Berlinale 2008: &#8220;Rusalka&#8221; von Anna Melikyan, einer Regisseurin, die in Russland arbeitet und bislang zwei visuell verspielte, romantische und von skurriler Komik durchtränkte Filme gemacht hat.</p>
<p>&#8220;Rusalka&#8221; scheint eine charmante Variante des Märchenstoffs von der kleinen Meerjungfrau zu sein, weitergesponnen und ins Moskau von heute versetzt. Alisa, die Hauptfigur, ist siebzehn und kann ihre Wünsche wahr werden lassen, jeweils zum Preis von mehr oder weniger großen Katastrophen. Wo immer man etwas über den Film liest, werden Ähnlichkeiten zu den Filmen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Pierre_Jeunet" target="_blank">Jeunet</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Caro" target="_blank">Caro</a> erwähnt, wer also &#8220;Amélie&#8221; nicht ausstehen konnte, für den ist das hier sicher nix. Ich dagegen bin schon von dem hübschen Trailer hier sehr angetan, in dem Alisa aus dem Off erklärt, um was es sich eigentlich handelt. &#8220;Alisa, das Meermädchen&#8221; ist übrigens auch der deutsche Fernsehtitel. Hoffentlich taugt die TV-Synchronisation etwas.</p>
<p>&#8220;Rusalka“: <a href="http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&amp;source=/film/143306/index.html" target="_blank">23.4., 22:25 Uhr, 3Sat</a> | <a href="http://www.imdb.com/title/tt0995747/" target="_blank">imdb</a> | <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/film/alles_wird_nicht_gut_1.773184.html" target="_blank">NZZ-Kritik</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8ToV9bNQV7s&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/8ToV9bNQV7s&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<item>
		<title>Gut zu wissen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 10:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schöne Worte]]></category>

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		<description><![CDATA[* * * Das beste der Welt. Lange nicht mehr so gelacht am Kiosk. Ankündigung der &#8220;Titelstory&#8221; auf dem Cover der aktuellen TV Spielfilm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1462" title="Deutsches_Fernsehen096" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/Deutsches_Fernsehen096.jpg" alt="Deutsches_Fernsehen096" width="520" height="136" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Das beste der Welt. Lange nicht mehr so gelacht am Kiosk. Ankündigung der &#8220;Titelstory&#8221; auf dem Cover der aktuellen TV Spielfilm.</p>
]]></content:encoded>
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