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	<title>Gunnar Geller</title>
	
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		<title>Neu im Kino: Apatow, Zauberer und Islamisten</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 20:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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Die Filmstarts vom 3.9.2010

Passend zur wenig ergiebigen Kinowoche und auch passend zu meiner verfügbaren Zeit gibt es hier diesmal eine Sparausgabe. Wenig Worte, kein Bild und kein Video.
* * *
Die Neustarts:

Eine von Judd Apatow produzierte Komödie um einen abgehalfterten Popmusiker, der seinen ersten Auftritt als Nebenfigur in dem früheren Apatow-Film &#8220;Nie wieder Sex [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 3.9.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Passend zur wenig ergiebigen Kinowoche und auch passend zu meiner verfügbaren Zeit gibt es hier diesmal eine Sparausgabe. Wenig Worte, kein Bild und kein Video.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Die Neustarts:</p>
<ul>
<li>Eine von Judd Apatow produzierte Komödie um einen abgehalfterten Popmusiker, der seinen ersten Auftritt als Nebenfigur in dem früheren Apatow-Film &#8220;Nie wieder Sex mit der Ex&#8221; (&#8221;Forgetting Sarah Marshall&#8221;) hatte. Bietet wohl wieder die typische Mischung aus Derb- und Sanftheit und gehört offenbar zu den besseren Filmen aus der Komödienwerkstatt. Mit Russel Brand und Jonah Hill in den Hauptrollen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/maennertrip/links.htm">Männertrip</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Film um einen lieben Zauberer und seinen Zauberlehrling im Kampf gegen die Kräfte des Bösen, bombastischer Quatsch für Zehnjährige. Mit Nicholas Cage. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/duell_der_magier/links.htm">Duell der Magier</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Doku über die Affenforscherin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Goodall">Jane Goodall</a>. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/jane_s_journey_die_lebensreise_der_jane_goodall/links.htm">Jane&#8217;s Journey &#8211; Die Lebensreise der Jane Goodall</a>&#8220;)</li>
<li> Ein bosnisches Drama um eine Stewardess, die versucht damit zurecht zu kommen, dass ihr Kerl zum Islamisten wird. Regie führte Jasmila Zbanic, die auch &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Esmas_Geheimnis_%E2%80%93_Grbavica">Esmas Geheimnis</a>&#8221; gedreht hat. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/zwischen_uns_das_paradies/links.htm">Zwischen uns das Paradies</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Dokumentation über den Schweizer Regisseur Daniel Schmid. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/daniel_schmid_le_chat_qui_pense/links.htm">Daniel Schmid &#8211; Le chat qui pense</a>&#8220;)</li>
<li>&#8220;Avatar&#8221; wird erneut in die Kinos geschickt, in einer &#8220;Special Edition&#8221; mit acht zusätzlichen Minuten. Eine Gelegenheit für alle, die den Film noch nicht kennen, ihn doch noch auf der großen Leinwand in 3D zu sehen. Der Unterschied zur ersten Fassung soll nicht der Rede wert sein.</li>
<li>Und eine Romcom mir Drew Barrymore. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/verrueckt_nach_dir/links.htm">Verrückt nach Dir</a>&#8220;)</li>
</ul>
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<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Ist das Kino wichtiger als das Leben?&#8221; hat Francois Truffaut sich bekanntermaßen immer wieder gefragt. Meine Antwort lautet: &#8220;Nein&#8221;. Vielleicht lass ich das hier auch in Zukunft ganz sein.<em></em></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Apatow%2C+Zauberer+und+Islamisten+www.bit.ly/9S1hYr" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neu im Kino: Tolles aus Knete</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 23:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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* * *
Die Filmstarts vom 26.8.2010

Meine bereits neulich angekündigte Lobhudelei aus der Titanic:

Es ist ja schon seltsam, dass die alte,  unglaublich aufwendige Stop-Motion-Technik gerade eine Renaissance im  abendfüllenden Film erlebt. Ließe sich Dreidimensionales mit digitaler Animation doch  viel perfekter machen. Erfreulich ist das  aber unbedingt. Neben den verlässlich guten Produktionen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1778" title="KW34" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/KW34.jpg" alt="KW34" width="520" height="289" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 26.8.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Meine bereits neulich angekündigte Lobhudelei aus der Titanic:</p>
<blockquote>
<p style="margin: 0pt;">Es ist ja schon seltsam, dass die alte,  unglaublich aufwendige Stop-Motion-Technik gerade eine Renaissance im  abendfüllenden Film erlebt. Ließe sich Dreidimensionales mit digitaler Animation doch  viel perfekter machen. Erfreulich ist das  aber unbedingt. Neben den verlässlich guten Produktionen der britischen  Aardman-Studios (»Wallace&amp;Gromit«, »Shaun the Sheep«) oder Tim  Burtons und Henry Selicks Trickfilmen gelang es jüngst sogar, Geld für  ein noch viel abwegigeres Projekt aufzutreiben, das inzwischen den  Höhepunkt dieses Genres darstellt: »Mary&amp;Max«, ein australischer  Knetfigurenfilm, der keinerlei Rücksicht auf irgendwelche Konventionen  nimmt und auf Kinder als Zuschauer pfeift, wenn er komisch und bitter  und wahrhaft anrührend von einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft  erzählt.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Ein achtjähriges Mädchen, das seine trostlose  Existenz mit einer alkoholabhängigen Mutter, einem desinteressierten  Vater und ohne Freunde in einem Vorort von Melbourne verbringt, schreibt  an eine zufällig ausgesuchte Adresse in New York und nimmt so Kontakt  zu einem gereiften Amerikaner auf, der seine nicht minder trostlosen  Tage mit Asperger-Syndrom, Übergewicht, einem unsichtbaren Freund und  ohne Arbeit herunterlebt. Das ist nun aber nicht der Ausgangspunkt für  eine sich verwickelnde Geschichte (auch wenn gegen Ende doch noch ein  wenig Dramatik geboten wird), statt dessen werden aus dem Off viele,  viele Briefe vorgelesen, die die beiden sich schreiben. Und wenn gerade  kein Brief vorgelesen wird, ist fast unentwegt der Erzähler zu hören.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Der Film lebt von diesen irrwitzigen Texten und  deren bewegter Bebilderung, die, mit Unmengen Details angereichert, eher  wirkt wie ein optischer Kommentar. Adam Elliot, der Autor, Regisseur  und Szenenbildner dieses sparsam kolorierten Brieffilms, hat in sehr  ähnlicher Machart und Tonlage, allerdings mit sichtbar geringerem  Aufwand, in früheren Jahren vier Kurzfilme gedreht. Hierzulande waren  die nur in »Kurzschluss« auf Arte zu sehen, lassen sich aber auf Youtube  leicht finden. Dass er die Chance bekam, auch bei einer vergleichsweise  teuren Produktion kompromisslos bei seiner eigenwilligen, formal wie  inhaltlich sehr persönlichen Handschrift zu bleiben, und dass das auch  noch über volle Spielfilmlänge bestens funktioniert und der dünne  Handlungsfaden nicht reißt – das kann man nur als Glücksfall bezeichnen.  Für ihn, für mich und für alle, die nicht genug von Knete kriegen  können.</p>
</blockquote>
<p>Auf der imdb-Liste der bestbewertesten Trickfilme hat sich der australische Knetfilm bis auf den sechsten Platz vorgeschoben. Hinter dreimal Pixar und zweimal Miyazaki. Vor sämtlichen Disneyfilmen, vor sämtlichen sonstigen Stop-Motionfilmen. Erstaunlich.</p>
<p>&#8220;Mary &amp; Max“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=BB2rml0h0VY">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20652/MARY--MAX/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/mary_max_oder_schrumpfen_schafe_wenn_es_regnet/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/mary-und-max-oder-schrumpfen-schafe-wenn-es-regnet/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und ein Verriss für die soeben erschienene Septemberausgabe der Titanic:</p>
<blockquote>
<p style="margin: 0pt;">Sie ist schon arg geschäftstüchtig, Anne  Goscinny, die Erbin des Comicszenaristen und Asterix-Autors René  Goscinny. Völlig überraschend entdeckte sie vor ein paar Jahren achtzig  »unveröffentlichte« Geschichten vom »kleinen Nick« (inklusive  Illustrationen von Sempé, der die Figur in den frühen Fünfzigern  erfunden hat), veröffentlichte sie im eigenen, eigens dafür gegründeten  Verlag, die Medien begleiteten den sensationellen Fund mit viel Getöse  und Frau Goscinny verkaufte bergeweise Bücher und Lizenzen. Zwei Jahre  später wiederholte sich das dann alles – huch, da sind ja noch mal 45  Geschichten, wie konnten wir die nur übersehen? – dann folgten allerlei  Sonderveröffentlichungen vom Kalender bis zum Pop-Up-Buch, bis im  vergangenen Jahr das Tamtam dann einen neuen Höhepunkt erreichte, als  nämlich der angeblich »fünfzigste Geburtstag« des »petit Nicolas«  begangen wurde, inklusive einer Ausstellung im Pariser Rathaus,  Sonderbriefmarken und wiederum einem, diesmal noch schmaleren Bändchen  mit »neu entdeckten« Geschichten.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Sympathisch ist das alles gar nicht, aber an den  ganzen ausgegrabenen Texten gibt es nichts zu meckern, da erzählt der  »kleine Nick« wie eh und je atemlos und kunstvoll stolperig von seinen  ebenso kleinen Abenteuern mit seinen Kumpels, der besorgten Mutter, dem  stets überforderten und gestressten Vater und Nebenfiguren wie dem  hilflosen Hilfslehrer Hühnerbrüh oder dem gehässigen Nachbarn Bleder.  Der Tonfall ist es, der das Ganze trägt und für den ist in der deutschen  Fassung, damals wie heute, der prima Übersetzer Hans-Georg Lenzen  verantwortlich.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Unerfreulich sind hingegen die Adaptionen, für  die die rührige Goscinnytochter bereitwillig die Rechte verkauft hat.  Zuerst kam eine lausige computeranimierte Fernsehserie (»eine großartige  Arbeit«, so Anne Goscinny), von deren Debilität und liebloser Machart  unsereins sich im Kika-Programm überzeugen konnte. Jetzt folgt ein  Realfilm, und Anne Goscinny gibt sich erneut begeistert: »Der Film steht  auf demselben Niveau wie die Buchvorlage«, behauptet sie im Pressetext,  und auch Sempé gab seinen Segen und Illustrationen für den Vorspann.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Das Vorhaben ist nichtsdestoweniger auf allen  Ebenen gescheitert: Aus den kurzen Episoden wurde keine tragfähige  Handlung konstruiert, die kindliche Perspektive des Ich-Erzählers Nick  und der Erzählton sind komplett flötengegangen, ja das Ganze wirkt  überhaupt, als hätten die Macher eigentlich keine Ahnung gehabt, was sie  mit dem Stoff anfangen sollten. Die Kinder, allesamt blaß und kein  bißchen witzig, stehen herum und reden gestelzt daher, sind sich sogar  immer wieder einig, statt sich wie in der Vorlage hemmungslos egoistisch  in Chaos und Gekloppe zu stürzen. Darum bleibt ihr Äußeres auch stets  adrett und ordentlich, was immerhin formidabel zu den sterilen bunten  Fünfziger-Jahre-Kulissen und -Requisiten paßt. Nicht nur visuell, auch  inhaltlich hat das keinerlei Bezug zu irgendeiner Realität, und zwecks  beabsichtigter komischer Wirkung wird maßlos übertrieben: Da wohnt  Georg, der bekanntlich einen reichen Vater hat, gleich im Schloß, oder  ein eben entlassener Sträfling wird von Gangstern über den Haufen  geschossen. Nicks Welt verliert dadurch jede Kontur, eine denkbar  schlechte Voraussetzung für kleine Alltagsepisoden. Einzig Kad Merad,  der Postfilialleiter aus »Willkommen bei den Sch’tis«, sorgt in der  Rolle des Vaters für einige komische Momente, bezeichnenderweise vor  allem dann, wenn weder Nick noch die Vorlage in Sicht sind.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Ich rate alten Zauseln und jungen Hüpfern  gleichermaßen vom Kinobesuch ab. Wenn Sie Ihren Kindern komische  Filmkost mit nostalgischer Anmutung kredenzen und selbst auch etwas zu  lachen haben wollen, dann besorgen Sie sich lieber den Schweizer Film  »<a href="http://www.filmz.de/film_2006/mein_name_ist_eugen/links.htm">Mein Name ist Eugen</a>« auf DVD.</p>
</blockquote>
<p>Meine Bände vom &#8220;kleinen Nick&#8221; sind die einzigen Kinderbücher, die jeden Umzug mitgemacht haben und die mir bei jedem Wiederlesen gefielen, ganz gleich in welcher Lebensphase ich mich gerade befand. Da hätte es bei mir auch eine gelungenere Adaption schwer gehabt.</p>
<p>Und um die Gelegenheit zu nutzen, ausnahmsweise etwas Positives über deutsches Fimschaffen zu schreiben: Verglichen mit diesem Murks sind die Kinderbuchverfilmungen aus dem Hause Collina (Sams-Filme, Herr Bello, Räuber Hotzenplotz, Lippels Traum) nicht nur akzeptabel, sondern – trotz oft großer Entfernung zu den Vorlagen – geradezu gut.</p>
<p>&#8220;Der kleine Nick“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ESVZMSBZZRI">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21563/DER-KLEINE-NICK/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_kleine_nick/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/der-kleine-nick/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein Actionreißer von und mit Sylvester Stallone, der sich zur Aufrischung Jet Li und Jason Statham mit ins Boot geholt hat. Die <a href="http://www.metacritic.com/movie/the-expendables">Kritiker</a> sind wenig begeistert, die <a href="http://www.imdb.com/title/tt1320253/">Imdb-Nutzer</a> schon mehr. Für alle, die das Genre mögen, trotz aller Mängel ein Muss, allein schon weil jede Menge Action-Stars der Vergangenheit zum Einsatz kommen. Selbst Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis sind dabei. (&#8221;The Expendables&#8221;)</li>
<li>Die neue Komödie von Dani Levy, in der er sich und sein Metier selbstironisch in Woody-Allen-Manier zum Thema macht. <a href="http://www.daslebenistzulang.x-verleih.de/">Sieht</a> leider eher nicht nach einem gelungenen Befreiungsschlag aus. Von Veronica Ferres bis Heino Ferch spielen sie alle mit. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_leben_ist_zu_lang/links.htm">Das Leben ist zu lang</a>&#8220;)</li>
<li> Eine deutsche Liebesgeschichte, in der eine Bibliothekarin einem Baumfäller verfällt und sein Sohn ihrer Tochter. Ekkehard Knörer war sehr <a href="http://www.google.com/calendar/render?hl=de&amp;gsessionid=2w61OXvJIzs">angetan</a>. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_liebe_der_kinder/links.htm">Die Liebe der Kinder</a>&#8220;)</li>
<li>Eine offenbar angestrengt bildgewaltiges Drama von Gaspar Noé, eine Geschichte über ein Geschwisterpaar, das als Nutte und cracksüchtiger sowie bald toter Dealer in Tokyo gelandet ist. Sieht nach Holzhammerkino aus, das sich ungeheuer raffiniert und revolutionär vorkommt. Die ausgiebige Bebilderung von Drogenräuschen soll durchaus originell sein, aber bei einer Länge von 162 Minuten dürften die Nervanteile so richtig nerven. (&#8221;Enter The Void&#8221;)</li>
<li>Ein Biopic aus dem Theatermilieu über die Anfänge der Karriere von Orson Welles. Von – ausgerechnet – <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000500/">Richard Linklater</a>. Läuft in jeder Stadt, denn <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=zac+efron&amp;s=4&amp;imgtype=any">Zac Efron</a> spielt das &#8220;Ich&#8221; aus dem Titel. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/ich_orson_welles/links.htm">Ich &amp; Orson Welles</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Komödie über das verpfuschte Leben eines Kosmetikvertreters in der bayerischen Provinz, die auch nur ebenda in den Kinos läuft. Wahrscheinlich recht nett. Mit Inka Friedrich, die mal auch mal <a href="http://www.gunnargeller.de/galerie/67.jpg">vor meiner Kamera</a> stand. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_hummel/links.htm">Die Hummel</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Tanzfilm für Bravoleser. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/step_up_3d/links.htm">Step-Up 3D</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein im <a href="http://www.realfictionfilme.de/filme/rumpe-tuli/index.php?cat=5">Trailer</a> in jeder Hinsicht geradezu erstaunlich dilettantisch wirkender Puppenfilm aus Köln. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/rumpe_tuli/links.htm">Rumpe und Tuli</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, wenig überraschend, die Kurzfilme von Adam Elliott. Leider allesamt ohne Untertitel, in der englischen Originalfassung. Wer mit der Erzählweise und dem Humor hier nix anfangen kann, sollte auch um &#8220;Mary &amp; Max&#8221; einen Bogen machen. &#8220;Uncle&#8221;, von 1996:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/w_nEbpauGVw?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/w_nEbpauGVw?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>&#8220;Cousin&#8221;, von 1998:</p>
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<p>&#8220;Brother&#8221;, von 1999:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/0LdzgOrhfGA?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/0LdzgOrhfGA?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Und &#8220;Harvie Krumpet&#8221;, von 2003:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ouyVS6HOFeo?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/ouyVS6HOFeo?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Tolles+aus+Knete+www.bit.ly/dsNXan" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neu im Fernsehen: Die klasse “Klasse”</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 11:50:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
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* * *
Die Filmstarts vom 19.8.2010

In Ermangelung eines neu startenden Films, den ich selber sehen oder aber anderen empfehlen möchte, vorab ausnahmsweise ein Fernsehtipp:  &#8220;Die Klasse&#8221; läuft am Sonntagabend erstmals im Fernsehen (23:35 Uhr, im Ersten). Zum Kinostart schrieb und zitierte ich letztes Jahr im alten Kinoprovinzblog:
Ein ungewöhnlicher Gewinner der goldenen Palme: Kein Drama, keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1745" title="KW33" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/KW33.jpg" alt="KW33" width="520" height="362" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 19.8.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>In Ermangelung eines neu startenden Films, den ich selber sehen oder aber anderen empfehlen möchte, vorab ausnahmsweise ein Fernsehtipp:  &#8220;Die Klasse&#8221; läuft am Sonntagabend erstmals im Fernsehen (23:35 Uhr, im <a href="http://www.daserste.de/kinohighlights/sendung_dyn~film,2274~cm.asp">Ersten</a>). Zum Kinostart schrieb und zitierte ich letztes Jahr im alten <a href="http://kinoprovinz.blogspot.com/search/label/Die%20Klasse">Kinoprovinzblog</a>:</p>
<blockquote><p>Ein ungewöhnlicher Gewinner der goldenen Palme: Kein Drama, keine Stars  oder auch nur namhafte Schauspieler, dafür aber eine Erzählform, die so  realistisch ist, dass ahnungslose Zuschauer &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2009/die_klasse/links.htm">Die Klasse</a>&#8221; fast für eine Dokumentation halten könnten.<br />
Erzählt  wird von den Nöten eines Lehrers an einer Schule in einem Pariser  Vorort, gespielt wird er von François Bégaudeau, auf dessen eigenen  Erfahrungen, die er zuvor als Buch verarbeitet hat, das Ganze auch  beruht.<br />
Man könnte befürchten, dass es sich hier um ein supersprödes  und knochentrockenes Traktat handelt, das das Modethema  &#8220;Bildungsprobleme von Kindern mit Migrationshintergrund&#8221; für Zeit-Leser  aufbereitet, doch scheint das keineswegs der Fall zu sein:<br />
&#8220;&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2009/die_klasse/links.htm">Die Klasse</a>&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2009/die_klasse/links.htm"></a> hinterfragt ziemlich viel von dem, was Kino ausmacht (Illusion,  Fiktion, das Diktat schöner Bilder, was weiß ich): Fast die ganze Zeit  spielt der Film im überfüllten Klassenzimmer, erzählt wird ein ganz  normales Schuljahr mit seinen Enttäuschungen, Auseinandersetzungen,  Problemfeldern und vor allem &#8211; Alltag. Der Film ist aber ein  berauschender rasender Fluss und dabei wundersam poetisch.  Ungerechtigkeiten, die nicht behoben, Unklarheiten, die nicht aufgeklärt  werden oder Traurigkeit, die nicht in einem Happy End aufgeweicht wird  (ein Happy End wovon auch &#8211; vom Leben?)&#8221;, schreibt Angelika Reitzer im <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1224169798923">Standard</a>.<br />
Sieht  nach einem sehr ungewöhnlichen und ungewöhnlich gelungenen Film aus,  der ein viel größeres Publikum verdient hätte, als er bei uns im Kino erreichen wird.</p></blockquote>
<p class="abstand">
<p>Meine positiven Vorurteile hatten sich dann auch bestätigt, bei der ARD-Austrahlung handelt es sich allerdings – wie auch gar nicht anders denkbar – um die synchronisierte Fassung, bei der der dokumentarische Charme vermutlich flöten geht.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Diese Woche neu:</p>
<ul>
<li>Ein Agententhriller nach Bourne-Manier mit Angelina Jolie. Wohl nicht sonderlich originell und mit wenig überzeugendem Plot, aber trotzdem recht unterhaltsam. <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20100721/REVIEWS/100729997">Roger Ebert</a> meint immerhin: &#8220;Jolie&#8217;s character, Evelyn Salt, makes it look as though &#8220;Lola rennt&#8221; was about walking&#8221;. Und: &#8220;A good chase scene is a good chase scene&#8221;. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/salt/links.htm">Salt</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/mademoiselle_chambon/links.htm"></a>&#8220;)</li>
<li> Eine schwedisch-deutsche Komödie über mittelalte schlaffe Männer, die sich als Synchronschwimmer versuchen. Abgekupfert oder meinetwegen &#8220;inspiriert&#8221; von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0119164/">Ganz oder gar nicht</a>&#8220;. Bei der Gestaltung des <a href="http://www.movieposterdb.com/poster/78f1fcb6">deutschen Plakat </a>wurde sich dagegen unverfroren beim <a href="http://www.movieposterdb.com/poster/7ba9a5ec">&#8220;Männer, die auf Ziegen starren&#8221;-Plakat</a> bedient. Peinlich, oder? (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/maenner_im_wasser/links.htm">Männer im Wasser</a>&#8220;)</li>
<li> Ein nüchtern im &#8220;Berliner Schule&#8221;-Stil erzählter deutscher Film über einen ebenso nüchtern Leute abknallenden Massenmörder, der vom Verleih irritierenderweise als &#8220;tragische Liebesgeschichte eines Außenseiters und seiner Freundin&#8221; verkauft wird. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/distanz/links.htm">Distanz</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Krimi-Debüt um Kindsmord und Aufklärung mit dem vielbeschäftigten Dänen <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=Ulrich+Thomsen&amp;s=4&amp;imgtype=any">Ulrich Thomsen</a> als Mörder. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_letzte_schweigen/links.htm">Das letzte Schweigen</a>&#8220;)</li>
<li>Der jüngste Quatsch des Kornkreis-Spinners M. Night Shyamalan, von dessen einstiger &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0167404/">Sixth Sense</a>&#8220;-Reputation nix mehr übrig ist. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_legende_von_aang/links.htm">Die Legende von Aang</a>&#8220;)</li>
<li>Wieder mal unsäglicher Italienkitsch aus Hollywood. Max Gold hat, noch zu Onkel-Max-Zeiten, die Verwendung des Wortes Kitsch getadelt, es handele sich um eine &#8220;Allerwelts-Totschlagvokabel&#8221;, das Wort bezeichne viele sehr unterschiedliche Erscheinungen, die man besser präzise benennen solle. Ist &#8220;Italienkitsch&#8221; nicht aber recht eindeutig? (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/briefe_an_julia/links.htm">Briefe an Julia</a>&#8220;)</li>
<li>Noch mehr Kitsch, vermute ich: Ein französischer Dokumentarfilm über das erste Lebensjahr von vier niedlichen Kinderchen, die in Namibia, den USA, der Mongolei und in Japan aufwachsen. Der Regisseur spannt &#8220;einen Bogen poetischer Beobachtungen&#8221;, droht der Pressetext. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/babys/links.htm">Babys</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der jüngste Film mit Simon&#8217;s Cat, der unwiderstehlich komisch und, ja, niedlich animierten Katze, dem ersten Zeichentricktier, das allein im Netz zu Ruhm gekommen ist:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EKvNqe8cKU4&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_GB&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/EKvNqe8cKU4&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_GB&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Hoppla, läuft offenbar zeitweise bei uns nicht, aufgrund von Urheberrechtsansprüchen der Produktionsfirma, die den Film selbst hochgeladen hat. Sehr seltsam. Dann eben hier einer der schönen Vorläufer:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/w0ffwDYo00Q&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/w0ffwDYo00Q&amp;rel=0&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xd0d0d0&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Fernsehen%3A+Die+klasse+%26%238220%3BKlasse%26%238221%3B+www.bit.ly/ah7wfx" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Französisches und grandios Bescheuertes</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1739</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1739#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 18:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 12.8.2010

Spät dran bin ich diese Woche, aber viel Sehenswertes startet eh nicht. Aber noch läuft ja &#8220;Inception&#8220;, &#8220;Moon&#8220;, &#8220;Mother&#8220;, &#8220;Toy Story 3&#8220;, &#8220;Micmacs&#8221; und &#8220;Mr. Nobody&#8220;, die mir allesamt gefallen haben. Von &#8220;Inception&#8221; war ich allerdings ein wenig enttäuscht, da hatten sich meine Erwartungen wohl allmählich zu hoch aufgetürmt. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1742" title="KW32" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/KW32.jpg" alt="KW32" width="520" height="347" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 12.8.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p><span id="hauptspalte">Spät dran bin ich diese Woche, aber viel Sehenswertes startet eh nicht. Aber noch läuft ja &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1668">Inception</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1634">Moon</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1710">Mother</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1668">Toy Story 3</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1654">Micmacs</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1634">Mr. Nobody</a>&#8220;, die mir allesamt gefallen haben. </span><span id="hauptspalte">Von &#8220;Inception&#8221; war ich allerdings ein wenig enttäuscht, da hatten sich meine Erwartungen wohl allmählich zu hoch aufgetürmt. Ich war überrascht davon, wie linear und chronologisch durch die streng hierarchisch organisierten Traumebenen navigiert wird und wie viel Raum die sentimentale Schuld-am-Tod-der-Frau-und-Kinder-wieder-sehen-wollen-Neben- wenn nicht gar Haupthandlung einnimmt. Und ja, für meinen Geschmack war es tatsächlich zu viel orchestrales Gebrause und zu viel James-Bond-Geballer.</span></p>
<p><span>Genau andersherum ging es mir bei &#8220;Mr. Nobody&#8221;: Da bin ich skeptisch reingegangen und war im Kino umso erfreuter über die überaus verspielten, sehr geschickt verknüpften Liebesepisoden. Mich hat das Erzählen im Konjunktiv überzeugt und über die erwarteten philosophischen Plattheiten habe ich mit Leichtigkeit hinweggehört und -gesehen.<br />
</span></p>
<p class="abstand">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Diese Woche neu:</p>
<ul>
<li>Eine Liebesgeschichte aus Frankreich: Zufriedener Maurer (Vincent Lindon) verliebt sich in violinspielende Lehrerin (Sandrine Kiberlain). Soll bei aller Unoriginalität mit Sorgfalt und Genauigkeit und natürlich mit seinen Hauptdarstellern überzeugen, die im richtigen Leben tatsächlich mal ein Paar waren. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mademoiselle_chambon/links.htm">Mademoiselle Chambon</a>&#8220;)</li>
<li> Eine Romanze, die unter wahnsinnig hippem Jungvolk im Londoner Eastend spielt, musikalisch unterlegt von den Tindersticks, Daniel Johnston, Kimya Dawson und anderen meist alles andere als jungen Musikern. Auch nix Neues, soll auch ganz nett sein. Die Dialogfetzen des deutschen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=H5hA2Nl1kJY">Trailers</a> finde ich allerdings ziemlich doof. “Wunderbar poetisch oder eher grandios bescheuert? Die Antwort liegt irgendwo dazwischen&#8221;, schreibt Michael Kohler in der FR, was ich nicht wüsste, wenn Thomas Kögel, der Abspannsitzenbleiber, das hübsche Zitat nicht in seiner dieswöchigen&#8221;<a href="http://www.abspannsitzenbleiber.de/2010/08/13/trailerschau-fur-filmstarts-vom-128/">Trailerschau</a>&#8221; verwendet hätte. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/london_nights/links.htm">London Nights</a>&#8220;)</li>
<li> Mit leider nur drei Kopien startet das vielversprechende Anime &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/summer_wars/links.htm">Summer Wars</a>&#8220;, in dem intelligent von Verquickungen einer virtuellen mit der realen Welt erzählt wird. Fraglich, ob der Film je in der Kinoprovinz laufen wird.</li>
<li>Ein Action-Quatsch-Film der auf einer Action-Quatsch-Fernsehserie beruht. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_a_team_der_film/links.htm">Das A-Team</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein Sequel von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0239395/">Cats &amp; Dogs</a>&#8220;, mit sprechenden Hunden und Katzen, in einer Mischung aus Real und CGI-Film, diesmal in 3D. Scheint <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/cats_and_dogs_the_revenge_of_kitty_galore/">grottenschlecht</a> zu sein. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/cats_dogs_die_rache_der_kitty_kahlohr/links.htm">Cats &amp; Dogs &#8211; Die Rache der Kitty Kahlohr</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein Ausschnitt aus &#8220;Mr. Nobody&#8221;, mit verbotener Liebe, einem Joint und den Pixies:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/bPJIEyD0e20?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/bPJIEyD0e20?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Franz%C3%B6sisches+und+grandios+Bescheuertes+www.bit.ly/cTN9iZ" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Giering nochmal</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 14:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Giering]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach mehreren Anfragen auf diversen Kanälen jetzt noch ein paar mehr Motive vom letzten Fototermin Frank Gierings. Mehr dazu hier im früheren Eintrag.

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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach mehreren Anfragen auf diversen Kanälen jetzt noch ein paar mehr Motive vom letzten Fototermin Frank Gierings. Mehr dazu <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1706">hier</a> im früheren Eintrag.</p>
<div style="text-align:center">
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<p><img class="alignnone size-full wp-image-1720" title="Frank_Giering_FotoGGeller_B" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_B.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_B" width="520" height="397" /></p>
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</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1721" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05817" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05817.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05817" width="520" height="347" /></p>
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</div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1722" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05679" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05679.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05679" width="520" height="347" /></p>
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<p><img class="alignnone size-full wp-image-1723" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05825" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05825.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05825" width="520" height="347" /></p>
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<p><img class="alignnone size-full wp-image-1724" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05877" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05877.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05877" width="520" height="347" /></p>
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<p><img class="alignnone size-full wp-image-1725" title="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05882" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05882.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_Blog-05882" width="520" height="347" /></p>
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<p><img class="alignnone size-full wp-image-1728" title="Frank_Giering_FotoGGeller_B" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/Frank_Giering_FotoGGeller_B1.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_B" /></p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Giering+nochmal+www.bit.ly/aUOEJ6" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Mörderische Mutterliebe</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1710</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1710#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 16:42:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bong Joon-ho]]></category>
		<category><![CDATA[Mother]]></category>
		<category><![CDATA[The Host]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gunnargeller.de/site/?p=1710</guid>
		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 5.8.2010

Bong Joon-ho. Ein Name, den man kennen sollte, wenn man sich auch nur entfernt für Film interessiert. Ich konnte ihn mir bislang nicht merken, habe bei Bedarf von &#8220;dem Koreaner, der &#8216;The Host&#8221; gedreht hat&#8221;, gesprochen. Sein Monsterfilm ist in jeder Hinsicht herausragend,  seine beiden früheren Filme, die ich gern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1712" title="KW31" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/08/KW31.jpg" alt="KW31" width="520" height="378" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 5.8.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p><span id="hauptspalte">Bong Joon-ho. Ein Name, den man kennen sollte, wenn man sich auch nur entfernt für Film interessiert. Ich konnte ihn mir bislang nicht merken, habe bei Bedarf von &#8220;dem Koreaner, der &#8216;The Host&#8221; gedreht hat&#8221;, gesprochen. Sein </span><span id="hauptspalte">Monsterfilm ist</span><span id="hauptspalte"> in jeder Hinsicht herausragend,  seine <a href="http://www.imdb.com/title/tt0269743/">beiden</a> <a href="http://www.imdb.com/title/tt0353969/">früheren</a> Filme, die ich gern jetzt sofort anschauen möchte, werden hoch gelobt. &#8220;Mother&#8221;, das jüngste Werk,  ist ein Mutter-Sohn-Drama und ein Kriminalfilm. Der Sohn ist geistig behindert und gerät unter Mordverdacht, die Mutter unternimmt wahnwitzige Anstrengungen um ihn zu schützen. Erzählt wird das &#8220;</span><span id="hauptspalte">in abrupten Wendungen und verblüffenden Wechseln der Tonlage&#8221;; wie Ekkehard Knörer in der <a href="http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/auf-dem-verschiebebahnhof/">Taz</a> schreibt, &#8220;</span><span id="hauptspalte">mal ist es splatterhaft-blutig, dann bizarr und schlicht komisch&#8221;. Die Kritiker sind fast durchweg <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/mother2009?q=mother">schwer</a> <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/madeo/">angetan</a>, nur einige wenige tun sich schwer mit der unkonventionellen Dramaturgie und dem frechen Genremix. Läuft sogar in der Kinoprovinz Hamburg vom ersten Tag an. Wer Interesse hat, sollte sich beeilen. Die einen werden vom Herkunftsland und von Untertiteln abgeschreckt, die anderen wollen keinen Film sehen, der &#8220;Mutter&#8221; heißt und mit </span><span id="hauptspalte">dem Namen Bong Joon-ho und jenen der Darsteller kann keiner etwas anfangen. Viele potentielle Zuschauer bleiben da nicht übrig.<br />
</span></p>
<p>&#8220;Mother“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/magnolia/mother/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21104/MOTHER/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/mother/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.kino.de/kinofilm/mother/imkino/129075.html">Kinos</a></p>
<p class="abstand">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine Adam-Sandler-Komödie, in der offenbar erstaunlich wenig passiert. Ist auf eine &#8220;extrem unanspruchsvolle Art immer wieder sogar so etwas Ähnliches wie lustig&#8221;, wie wiederum Ekkehard Knörer im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6373.html">Perlentaucher</a> schreibt. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kindskoepfe/links.htm">Kindsköpfe</a>&#8220;)</li>
<li> Ein spanischer Film über Liebe und Behinderung und Ressentiments. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/me_too_wer_will_schon_normal_sein/links.htm">Me Too</a>&#8220;)</li>
<li> Ein anscheinend grottenschlechter &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0356910/">Mr. &amp; Mrs. Smith</a>&#8220;-Abklatsch. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_konzert/links.htm">Kiss &amp; Kill</a>&#8220;)</li>
<li>Die bedeutungstriefende Geschichte einer Profikillerin in Tokyo, gedreht von Isabel Coixet, die zuletzt <a href="http://www.imdb.com/title/tt0974554/">diese</a> geschmäcklerische Philip-Roth-Adaption verbrochen hat. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/eine_karte_der_klaenge_von_tokio/links.htm">Eine Karte der Klänge von Tokio</a>&#8220;)</li>
<li>Schnell noch ein &#8220;Freche-Mädchen&#8221;-Sequel, bevor die Luft raus ist. Meine Tochter, die altersmäßig gerade zur Zielgruppe aufgeschlossen hat, findet die bislang ungemein erfolgreiche Buchreihe, die den Filmen zu Grunde liegt, bereits &#8220;uncool&#8221;. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/freche_maedchen_2/links.htm">Freche Mädchen 2</a>&#8220;)</li>
<li>Und noch ein Kinderfilm, ein deutsch-südafrikanischer, in dem es um Fußball, aber auch schwer didaktisch um soziale Missstände und um sexuelle Gewalt und um Aids am Kap geht. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/themba_das_spiel_seines_lebens/links.htm">Themba</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, die unvergessliche Szene aus &#8220;The Host&#8221;, in der das Monster seinen ersten großen Auftritt hat:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/vaxwv1rndPI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/vaxwv1rndPI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+M%C3%B6rderische+Mutterliebe+www.bit.ly/9hctY5" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Letztes Shooting</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 14:54:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Giering]]></category>

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		<description><![CDATA[

* * *

Ist mir zum ersten Mal überhaupt passiert. Ich habe mehrere Mails erhalten von wildfremden Menschen, die ein gedrucktes Foto von mir gesehen  und mich daraufhin ergoogelt haben. Sie wollten sich nur bedanken. Oder fragen, ob sie vielleicht noch mehr Bilder sehen könnten. Dass das Foto überhaupt so prominent im Stern abgedruckt wurde, hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1705" title="Stern_Giering" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Stern_Giering.jpg" alt="Stern_Giering" width="520" height="349" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Ist mir zum ersten Mal überhaupt passiert. Ich habe mehrere Mails erhalten von wildfremden Menschen, die ein gedrucktes Foto von mir gesehen  und mich daraufhin ergoogelt haben. Sie wollten sich nur bedanken. Oder fragen, ob sie vielleicht noch mehr Bilder sehen könnten. Dass das Foto überhaupt so prominent im Stern abgedruckt wurde, hat einen traurigen Grund. Frank Giering, der Schauspieler, den ich wenige Wochen vorher fotografiert habe, ist tot. Ich hatte immer noch drauf gewartet, dass er mir Bescheid gibt, für welche Motive er sich entscheidet. Gleich einen Tag nach dem Fototermin hat er mich angerufen und gefragt, wann es etwas zu sehen gebe, dann hat er nichts mehr von sich hören lassen. Beim Fotografieren war er freundlich und fast ein wenig schüchtern, überrascht hat mich, dass er, wenn ich ihm zwischendurch Bilder auf dem Display gezeigt habe, gerade die Motive gut fand, die jeder andere retuschiert haben will. &#8220;Tränensäcke, da  sind ja richtige Tränensäcke, das find&#8217; ich toll&#8221;, meinte er.</p>
<p>Wir haben im Berliner Stilwerk in der Kantstraße fotografiert, einem noblen Einkaufszentrum, unangekündigt und ohne Genehmigung. Eigentlich wollten wir die Bilder im Freien machen, aber mauscheliges Licht und niedrige Temperatur führten zum spontan erdachten Plan B. Wir hätten jederzeit rausgeschmissen werden können, aber Frank Giering schreckte das nicht, er kam bereitwillig mit in leerstehende Räume, die nur offen waren, weil gerade Arbeiter darin beschäftigt waren oder lümmelte sich, wie auf dem Bild oben, in Sichtweite der Überwachungskameras auf dem Boden neben den Fahrstühlen.</p>
<p>Ich wusste nicht viel über ihn, kannte die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Kriminalist">Krimiserie</a> nicht, in der er mitspielte und wusste auch nicht, dass er der eine der beiden Fieslinge in Michael Hanekes &#8220;Funny Games&#8221; war. Und erst recht wusste ich nichts über seine Einsamkeit und seine Alkoholprobleme. Und dass er stark abgenommen hatte in den letzten Monaten und ihm die alte Jacke aus seiner Kindheit wohl viele Jahre lang gar nicht gepasst hat.</p>
<p><a href="http://www.abovetheline.de/client_vita.php?id=772&amp;lang=de">Frauke Hunfeld</a> hat seine Geschichte für den Stern aufgeschrieben. Ich glaube, es lag vor allem an ihrem einfühlsamen Text, dass manche Leser so bewegt waren, dass Sie sich an mich, den Fotografen gewandt haben. Der hat aufs Foto zurückgestrahlt.</p>
<p>Leider ist er nicht online zu lesen. Dafür aber ein lesenswerter Nachruf von Tobias Kniebe aus der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/zum-tod-von-frank-giering-du-hoerst-immer-nur-diesen-einen-moment-1.965051">Süddeutschen</a>.</p>
<p>Wir haben auch jede Menge Bilder gemacht, auf denen Frank Giering alles andere als düster dreinschaut. Die entsprechen viel mehr seiner Stimmung während seines letzten Fototermins. Das hier zum Beispiel:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1707" title="Frank_Giering_FotoGGeller_B" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Frank_Giering_FotoGGeller_B.jpg" alt="Frank_Giering_FotoGGeller_B" width="520" height="324" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Nachtrag: Auf Wunsch einiger Leser <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1719">hier</a> noch ein paar mehr Fotos.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Letztes+Shooting+www.bit.ly/dwKkkH" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>In eigener Sache</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1697</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 10:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[

* * *

In unserem Gemeinschaftsbüro in Eimsbüttel, einem ehemaligen Ladengeschäft im Altbau, werden Räume frei: Sie sind 11,5 bzw. 32 qm groß. Der größere Raum bietet problemlos Platz für mehrere Schreibtische, kommt aber auch als Atelierraum in Frage. Als Fotostudio ist er allerdings nur bedingt geeignet, er kann zwar mit ausreichender Deckenhöhe dienen, aber mittendrin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Sartoriusstrasse_Buero-4186.jpg" alt="Sartoriusstrasse_Buero-4186" title="Sartoriusstrasse_Buero-4186" width="520" height="347" class="alignnone size-full wp-image-1700" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>In unserem Gemeinschaftsbüro in Eimsbüttel, einem ehemaligen Ladengeschäft im Altbau, werden Räume frei: Sie sind 11,5 bzw. 32 qm groß. Der größere Raum bietet problemlos Platz für mehrere Schreibtische, kommt aber auch als Atelierraum in Frage. Als Fotostudio ist er allerdings nur bedingt geeignet, er kann zwar mit ausreichender Deckenhöhe dienen, aber mittendrin steht ein hinderlicher Pfeiler. Der hat sich auch störend bemerkbar gemacht, als wir hier neulich eine Tischtennisplatte aufgestellt haben. Die Miete inklusive sämtlichen Nebenkosten wie Heizung, Strom, Wasser, VDSL und Telefon beträgt für den kleinen Raum etwa 160 EUR und für den großen 370 EUR. Interessenten bitte bei mir <a href="mailto:nurvoruebergehend@gunnargeller.de">melden</a>. Für Weiterverbreitung des Angebots über Twitter oder Facebook wäre ich alter Social-Network-Muffel dankbar.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=In+eigener+Sache+www.bit.ly/bnb1X7" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Grässlich! Grässlich!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 09:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Philadelphia]]></category>
		<category><![CDATA[Shteyngart]]></category>

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		<description><![CDATA[

* * *

Der soeben gelesene, sehr unterhaltsame und völlig überdrehte Russenmafia-Wendejahre-Roman &#8220;Handbuch eines Russischen Debütanten&#8221; von Gary Shtyngart erfreut irgendwo mittendrin mit einer kleinen Filmkritik. Der russoamerikanische Protagonist war mit seiner Freundin im Kino:
Vladimir platze schier. &#8220;Ich fand es grässlich!&#8221;, schrie er. &#8220;Grässlich! Grässlich&#8221; Er vollführte einen kleinen Tanz zwischen den flimmernden Straßenlaternen, als wollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1694" title="Shteyngart131" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Shteyngart131.jpg" alt="Shteyngart131" width="520" height="80" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Der soeben gelesene, sehr unterhaltsame und völlig überdrehte Russenmafia-Wendejahre-Roman &#8220;<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/15360.html">Handbuch eines Russischen Debütanten</a>&#8221; von Gary Shtyngart erfreut irgendwo mittendrin mit einer kleinen Filmkritik. Der russoamerikanische Protagonist war mit seiner Freundin im Kino:</p>
<blockquote><p>Vladimir platze schier. &#8220;Ich fand es grässlich!&#8221;, schrie er. &#8220;Grässlich! Grässlich&#8221; Er vollführte einen kleinen Tanz zwischen den flimmernden Straßenlaternen, als wollte er die Urkraft seines Abscheus demonstrieren. Aber dann wurde es Zeit, eine Art intellektueller Aufschlüsselung nachzulieferen, also sagte er: &#8220;Wie platt. Wie abstoßend einfältig. Aus AIDS das hunderttausendste Gerichtsdrama zu machen. Als wäre die juristische Auseinandersetzung die einzige verbliebene Ausdrucksform der Amerikaner. Ich bin zutiefst unterwältigt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bei dem abstoßenden Gerichtsdrama handelt es sich offenbar um <a href="http://www.imdb.com/title/tt0107818/">diesen</a> zweifachen Oscargewinner.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Gr%C3%A4sslich%21+Gr%C3%A4sslich%21+www.bit.ly/bVT2sU" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Spielzeugmär und Traumgeballer</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1668</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1668#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 17:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Inception]]></category>
		<category><![CDATA[Lyle Lovett]]></category>
		<category><![CDATA[Randy Newman]]></category>
		<category><![CDATA[Toy Story]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 29.7.2010

Für die soeben erschienene August-Ausgabe der Titanic mit dem entzückenden Hitlertitel und der Schlagzeile &#8220;Da staunt die Welt: So locker ist Schland&#8221; habe ich eine Lobhudelei auf den in vier Wochen startenden Knettrickfilm &#8220;Mary &#38; Max&#8221; verfasst. Und diesen Text, direkt darunter:
„Toy Story 3“ ist der genaue Gegenentwurf zum oben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1669" title="KW30" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/KW30.jpg" alt="KW30" width="520" height="380" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 29.7.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Für die soeben erschienene August-Ausgabe der Titanic mit dem entzückenden Hitlertitel und der Schlagzeile &#8220;Da staunt die Welt: So locker ist Schland&#8221; habe ich eine Lobhudelei auf den in vier Wochen startenden Knettrickfilm &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mary_max_oder_schrumpfen_schafe_wenn_es_regnet/links.htm">Mary &amp; Max</a>&#8221; verfasst. Und diesen Text, direkt darunter:</p>
<blockquote><p>„Toy Story 3“ ist der genaue Gegenentwurf zum oben besprochenen „Mary &amp; Max“: Das  zweite Sequel des Pixardebüts von 1995 wurde computergeneriert statt von Hand modelliert, gegen kein Familienfilmgesetz wird verstoßen, die Handlung entwickelt sich haargenau und hurtig so, wie sich das gehört, statt braun, grau und schwarz strahlt alles quietschig bunt, statt Stills gibt es veritable Actionsequenzen, statt durch eine individuelle Handschrift herrschen Markt- und Massenverträglichkeit nebst clever implantiertem Merchandising, statt um Depression und Alkoholismus geht es sauber und moralisch um Freundschaft und Loyalität und selbstverständlich findet sich in „Toy Story 3“ für jedes Problem eine rundum befriedigende Lösung. Der Pixarfilm verhält sich zum Adam-Elliot-Film wie „My Fair Lady“ zu „Warten auf Godot“. Innerhalb der Bedingungen des Mainstreams ist dem erfolgreichen Animationsstudio mit seiner dritten Mär von den lebendigen Spielzeugen gelungen, nicht nur die direkten Vorgänger, sondern gleich sämtliche Hollywood-Komödien der letzten Jahre deutlich in den Schatten zu stellen. Die Charaktere, der Plot, die Pointen, die zahlreichen Anspielungen, ja selbst die Sentimentalitäten haben mir Freude bereitet und das obligatorische Actionfinale hat mich mit einer regelrechten Höllenfahrt überrascht. Angst hatte ich nur vor den nöligen Gesängen des K. Lage, doch dankenswerterweise wurde, anders als bei Teil eins und zwei, auf den kläglichen Randy-Newman-Ersatz verzichtet. Auch in der deutschen Fassung singt nun der Meister selbst.</p>
</blockquote>
<p>Besonders originell ist das Lob freilich nicht, den Film mag jeder. <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/toystory3">Mehr</a> <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/toy_story/">Konsens</a> <a href="http://www.imdb.com/title/tt0435761/">geht</a> <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Toy_Story_3#Reception">nicht</a>. Eine schöne kleine Überraschung war für mich der Auftritt des <a href="http://www.comicsalliance.com/2010/02/19/totoros-toy-story-3-cameo/">Plüschtotoro</a>, eine Verbeugung des CGI-Platzhirschen Pixar vor dem Zeichentrickmeister Hayao Miyazaki.</p>
<p>Nachtrag: Einer spuckt doch in die Suppe. Lukas Foerster mag nicht mitjubeln und rechnet im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6362.html">Perlentaucher</a> gleich mit sämtlichen Pixarfilmen ab: &#8220;lauter Zuckerguss und Instant-Kinomagie mit fadem Nachgeschmack&#8221;.</p>
<p>&#8220;Toy Story 3D“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SLoV1X0ZZP4">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21177/TOY-STORY-3/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://filmz.de/film_2010/toy_story_3/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/toy-story-3/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und dann startet auch noch &#8220;Inception&#8221;, auf den ich so gespannt bin, wie schon lange auf keinen Film mehr. Offenbar ein höchst verblüffendes narratives Wunderwerk, ein Labyrinth aus verschiedenen Traum- und Realitätsebenen und gleichzeitig dann doch wieder ein Thriller, der einfach nur von einem raffinierten Coup erzählt. Leonardo DiCaprio spielt einen Dieb, der sich in andererer Leute Unterbewusstsein begibt um dort Inhalte zu entwenden, denn es bleibt hier nicht dabei, die Gedanken sind gar nicht frei. Zusammen mit einem Team krimineller Spezialisten besteht seine Aufgabe diesmal darin, statt zu stehlen, einem reichen Erben Gedanken zu implantieren, nach deren Umsetzung der Zusammenbruch eines Unternehmens erfolgen soll. Idee und Buch stammen vom Regisseur Christopher Nolan, der nach den Fledermausmann-Blockbuster-Filmen wieder ein ganz persönliches Projekt aufgegriffen hat, an dem er schon zu &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0209144/">Memento</a>&#8220;-Zeiten gearbeitet hat.</p>
<p>Claudius Seidl hat sich den Film angeschaut und war so überwältigt, dass er einen Leitartikel für das FAS-Feuilleton verfasst hat, indem er erst einmal ausführlich über die Schwierigkeiten schreibt, in die der Kritiker gerät, wenn er beim Zuschauen jede kritische Distanz aufgegeben hat:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230; Es wurde Nacht, bis die Normalität mich wiederhatte – und natürlich ist das, diese Wahrnehmungserschütterung und Gefühlsverwirrung, alles andere als repräsentativ: Die Reaktion ist subjektiv, kaum teilbat und nur sehr schwer mitteilbar – und sie ist doch das Einzige, was auch der klügste, der seriöseste Kritiker tatsächlich hat. Denn das ist das Paradoxon der Filmkritik: Wer im Kino sitzt und einen analytischen Gedanken nach dem anderen in seinen Notitzblock schreibt, war anscheinend nicht gemeint von dem Film, den er da sieht. Und schon gar nicht bewegt, berührt, gefesselt.</p>
<p>Und wer sich rühren und erschüttern lässt, hat mit schauen, staunen und sich fürchten viel zu viel zu tun, als dass er noch dazu käme, sich beim Involviertsein zu beobachten und das, was da geschieht, in seine Einzelteile zu zerlegen.&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Übrigens wählt Seidl, wenn er das &#8220;Nachglühen&#8221; des Films bei sich persönlich beschreibt, zu meiner Freude durchgehend die erste Person Singular. Keine Spur von &#8220;<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1559">Ich-Schwäche</a>&#8220;.</p>
<p>Nach Anschauen des Trailers könnte ich mir vorstellen, dass nirgendwo vorher je so sinnvoll und befriedigend Special Effects eingesetzt wurden. Außer vielleicht in &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0338013/">Eternal Sunshine of  the Spotless Mind</a>&#8220;. Die Kritiken fallen weit überwiegend positiv aus, wer meckert, der stört sich meist am angeblich konfusen Plot, an zu viel Geballer und am orchestralen Bombast auf der Tonspur.</p>
<p>&#8220;Inception“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/wb/inception/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21141/INCEPTION/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/inception/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/inception/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein deutsche Dreiecksgeschichte, &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/renn_wenn_du_kannst/links.htm">Renn, wenn du kannst</a>&#8220;, mit einem Protagonisten im Rollstuhl, der also eher nicht kann und mit erfreulich knackigen Dialogen, wie es scheint. Wird allseits gelobt, auch, mit Einschränkungen, von Ekkehard Knörer im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6362.html">PT</a>, der bei der Gelegenheit ein paar grundsätzliche und schöne Worte über das deutsche Kino verliert: &#8220;Es ist ja nicht so, dass man jedem deutschen Film, der im Kino läuft, ansieht, was er da verloren hat. Es gibt da beinah unendlich viel hilflos Bemühtes oder uninteressant Abgebrühtes, fürs Fernsehen Gedrehtes, dramaturgisch zu Krummes, zu Gerades, zu Holpriges und zu Glattes, hier und da abgeschaut und halbverdaut, Talentproben, die zeigen, dass eine/r was kann, ohne dass man sähe, was es eigentlich soll. Die beinah unzähligen deutschen Filmförderanstalten fördern, von den wirklich spannenden Sachen am ehesten noch abgesehen, alles, was ihnen vor die Flinte gerät und wünschen bzw. verlangen, dass, was hinten dann rauskommt, ohne Ansehen der letztlichen Qualität auch in die Kinos gelangt. Und da stehen viele dieser Filme dann verloren herum und haben der Welt nichts zu sagen.&#8221;</li>
<li> Eine Doku des Schweizers Christian Frei, in der die Reisevorbereitungen einer Amerikanerin für einen 20-Millionen-Dollar-Urlaub im All dem Alltag der kasachischen Raketenschrottsammler gegenübergestellt wird. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/space_tourists/links.htm">Space Tourists</a>&#8220;)</li>
<li> Und ein weiterer Film eines Schweizer Dokumentarfilmers, &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/rocksteady_the_roots_of_reggae/links.htm">Rocksteady – The Roots Of Reggae</a>&#8220;, der ehrfurchtsvoll ein Portrait alter Rocksteady-Heroen zeichnet. Wer sich mit den Jamaicanischen Musikstilen nicht so auskennt, kann sich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nNuyeTd5EAQ">hier</a> von Bob Marley den Unterschied zwischen Ska, Rocksteady und Reggae erklären lassen.</li>
<li> Und ein klamaukig-sentimentaler Film aus Frankreich über alte, russische Verlierer, die noch mal groß in Paris rauskommen. &#8220;Ein fulminanter, rasanter Film über Menschlichkeit, Liebe, Verantwortung und die alles verbindende Macht der Musik&#8221;, verspricht bzw. droht der Pressetext. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_konzert/links.htm">Das Konzert</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Toy-Story-Titelsong, live dargeboten von Lyle Lovett und Randy Newman, die wahrscheinlich gar keine Freunde sind. Leider etwas gequetscht:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/D_284Y8Wu7c&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/D_284Y8Wu7c&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Spielzeugm%C3%A4r+und+Traumgeballer+www.bit.ly/dDu5NX" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Quickie mit Steffi</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 23:48:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[

* * *

Steffi Graf war neulich in Hamburg, um für ein Unilever-Produkt Werbung zu machen. Sie hat ein bisschen Miniaturtennis gespielt, in der neuen Firmenzentrale in der Hafencity und dann gab es auch noch eine großzügige Spende für einen guten Zweck. Die anwesenden Fotografen durften darum unter anderem wieder einmal das Überreichen monströs vergrößerter Schecks [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1664" title="Steffi_Graf_FotoGGeller_Jun" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Steffi_Graf_FotoGGeller_Jun.jpg" alt="Steffi_Graf_FotoGGeller_Jun" width="520" height="405" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Steffi Graf war <a href="http://www.focus.de/panorama/boulevard/leute-steffi-graf-spielt-tennis-fuer-guten-zweck_aid_525508.html" target="_blank">neulich</a> in Hamburg, um für ein Unilever-Produkt Werbung zu machen. Sie hat ein bisschen Miniaturtennis gespielt, in der neuen Firmenzentrale in der Hafencity und dann gab es auch noch eine großzügige Spende für einen guten Zweck. Die anwesenden Fotografen durften darum unter anderem wieder einmal das Überreichen monströs vergrößerter Schecks fotografieren, schön anachronistisch, wie es sich gehört.</p>
<p>Ich war auch dabei, ich sollte bei einem anschließend stattfindenden Interview fotografieren. Bloß war davon bei den zuständigen Pressebetreuerinnen nichts bekannt, weshalb ich Stunden mit Tennis und Häppchen und Geplauder mit dem netten Textredakteur verbracht habe, ohne zu wissen, ob ich überhaupt etwas zu tun bekommen würde. Schließlich durfte ich tatsächlich mit zum Interview kommen, wurde aber nach zwei Belichtungen zu Beginn des Gesprächs wieder rausgeschickt. Das müsse ja wohl reichen. Ich bin ohne Murren abgezogen, habe mir aber versichern lassen, dass ich im Anschluß noch eine Foto machen dürfe. So stand ich für die Dauer des Interviews im Gang rum, um dann zum allerersten Mal überhaupt die Erfahrung zu machen, dass &#8220;ein Foto&#8221; wörtlich &#8220;ein Foto&#8221; bedeuten kann. Das da oben ist die dritte Belichtung, nach der ich fast am Schlafittchen gepackt wurde. Einfach weiter fotografieren, neinneinnein, so geht das aber nicht.<br />
Aber immerhin war Steffi Graf meiner Bitte nachgekommen und aus der dunklen Interviewecke heraus- und zum vorgeschlagenen Fleck mitgekommen, hat auch noch gewartet, bis ich auf den nächsten Stuhl gestiegen bin und meiner Kamera freundlich entgegengeblickt und so ist bei dem völlig absurden Termin sogar ein passables Bild herausgekommen. Lustig, dass ich gerade jetzt, so kurz, nachdem ich über mein <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1613">schwarzrotgoldenes</a> Desaster geschrieben habe, einen neuen persönlichen Rekord aufstellen konnte. Haben Sie mal eben eine Minute Zeit? Na, dann machen wir ein Shooting. Ich bin der Ruckzuckfotoheini. Wenn&#8217;s mal richtig schnell gehen muss.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Quickie+mit+Steffi+www.bit.ly/9L9IBH" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Eine prallvolle Jeunet-Wundertüte</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 18:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 22.7.2010

Der sinnfreie deutsche Titelzusatz »Uns gehört Paris!« führt Skeptiker auf die falsche Fährte: Da sollen wohl genau jene geködert werden, denen an »Amélie«, Jean-Pierre Jeunets größtem Erfolg, vor allem der Pariskitsch gefiel. »Micmacs«, Jeunets erster Film nach fünf Jahren, enthält jedoch keine Spur davon, sondern knüpft eher wieder an »Delicatessen« [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1658" title="KW29" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/KW29.jpg" alt="KW29" width="520" height="396" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 22.7.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<blockquote><p>Der sinnfreie deutsche Titelzusatz »Uns gehört Paris!« führt Skeptiker auf die falsche Fährte: Da sollen wohl genau jene geködert werden, denen an »<a href="http://www.imdb.com/title/tt0211915/">Amélie</a>«, Jean-Pierre Jeunets größtem Erfolg, vor allem der Pariskitsch gefiel. »Micmacs«, Jeunets erster Film nach fünf Jahren, enthält jedoch keine Spur davon, sondern knüpft eher wieder an »<a href="http://www.imdb.com/title/tt0101700/">Delicatessen</a>« an, das Debüt von 1991. Zwar geht es nicht ganz so morbide zu, doch strotzt das Werk auch wieder vor visuellen Einfällen und komischen Details und wartet mit einer ganzen Schar skurriler Figuren auf, die etwa so komplex angelegt sind wie Spirou und Fantasio. Das macht aber gar nichts, denn feinere Charakterzeichnungen hätten nur unnötig vom frisch vorangetriebenen Plot abgelenkt, der recht unterhaltsam »Rififi«-Methoden mit Handlungselementen verbindet, für die einst Dashiell Hammett mit »<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Red_Harvest">Rote Ernte</a>« die Vorlage geliefert hat und die wohlbekannt sind aus Sergio Leones »Für eine Handvoll Dollar« oder dem Bruce-Willis-Film »Last Man Standing«.</p>
<p>So werden auch hier zwei böse Banden kunstvoll gegeneinander ausgespielt, die diesmal allerdings Waffenhersteller sind und deren Hauptquartiere, wie üblich, an derselben Straße liegen. Nur sind es eben Firmenzentralen in Bürogebäuden, die aussehen, als hätte Albert Speer sie entworfen. Der Held, gespielt von Dany Boon, ist weder sonderlich heldenhaft noch ein Einzelkämpfer, er wird von einer Art WG unterstützt, die Müll bewohnt und verwertet und deren Mitglieder über allerlei ungewöhnliche Fähigkeiten verfügen, die beim Kampf gegen die Waffenfabrikanten – wenig überraschend – von großem Nutzen sind. Jaja, ein wenig kunstgewerblich ist das freilich; schrullige, liebenswerte, zirkuskompatible Typen, die auch noch gruppenweise auftreten, habe auch ich gründlich satt, und akkordeonfrei ist die Filmmusik auch nicht – doch wenn so schnell und zugleich elegant eine solche Fülle überraschender und absurder Erfindungen, Pointen und Wendungen aufeinanderfolgen, wird mein Gemecker im Keim erstickt. Schön, dass Jeunet wieder da ist. Ich hatte fast vergessen, dass es jemanden gibt, der Terry Gilliam das Wasser reichen kann.</p></blockquote>
<p>Meine ich als &#8220;Hans Mentz&#8221; in der <a href="http://www.titanic-magazin.de/hk_1007.html">Titanic</a>. <a href="http://www.getidan.de/film/georg_seesslen/11641/micmacs-a-tire-larigot#more-11641">Georg Seeßlen</a> sieht das sehr ähnlich und er hat auch das Hammett-Handlungsmuster erkannt, nennt aber eine andere &#8220;Rote Ernte&#8221;-Adaption: Akira Kurosawas &#8220;Yoyimbo&#8221;. Wie zu erwarten gibt es auch einige Schreiber, denen das alles zu verspielt und zu belanglos ist, Daniel Sander vom Kulturspiegel meint etwa &#8220;Micmacs&#8221; habe eine &#8220;simple und teilweise alberne&#8221; Geschichte und biete nur &#8220;niedlichen Spaß für regnerische Sommertage&#8221;.  Und Dany Boon, den er er offenbar sehr schätzt, passe nicht in die Jeunet-Welt. In Frankreich haben den Film 1,3 Millionen Zuschauer im Kino gesehen. Nicht zuletzt dank Boon, schätze ich.</p>
<p>&#8220;Micmacs“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/sony/micmacs/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21425/MICMACS/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/micmacs_uns_gehoert_paris/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/micmacs-uns-gehoert-paris/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Die zweite Filmkritik in der aktuellen <a href="http://www.titanic-magazin.de/">Titanic</a> ist ein Verriss:</p>
<blockquote><p>Dass die Hauptfiguren des Films »Kleine Wunder in Athen« – drei alternde Ladeninhaber, die nichts verkaufen und stattdessen tagein, tagaus vor ihren Läden abhängen und sich höchstens mal zu einem Ballspiel auf der Kreuzung aufraffen – gut zum Feindbild der aktuellen Anti-Griechenlandkampagnen passen, dafür kann der griechischstämmige »Tatort«-Regisseur Filippos Tsitos nichts. Dass sein »kleines Fernsehspiel«, das es jetzt vorab in einige Programmkinos geschafft hat, seine Geschichte von der Läuterung der drei dumpf-nationalistischen Albanerhasser mit einer Vorliebe für entsprechend dumpfen Bluesrock so vorhersehbar, witzlos und in so grauslich-grauen und kontrastarmen Digicambildern erzählt, dafür muss er allerdings geradestehen. Einer der Nichtsnutze indes ist selbst Albaner, wie sich herausstellt; und Tsitos schafft es nicht – und das ist nun tatsächlich schon ein kleines Wunder –, aus der Frucht dieser identitätsbedrohenden Erkenntnis auch nur einen einzigen Lacher zu pressen.</p></blockquote>
<p>Die meisten anderen Kritiken lesen sich freundlicher, Alexandra Wach lobt etwa im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10807" target="_blank">Filmdienst</a> die &#8220;zärtliche, wunderbar lakonische&#8221; Komödie und fühlt sich an der Frühwerk von Jim Jarmusch und Aki Kaurismäki erinnert. Der Film sie &#8220;hervorragend besetzt&#8221;, dazu komme die &#8220;sanft beobachtende, aber stets bei der Sache bleibende Kamera und der gut geölte Schnitt und nebenbei verhandele der Regisseur auch noch &#8220;messerscharf die griechische Mentalität&#8221;. Verleih und Kinobetreiber scheinen optimistisch zu sein: Allein bei uns in der Hamburger Kinoprovinz startet der Film schon mit drei Kopien, genau wie &#8220;Micmacs&#8221;.</p>
<p>&#8220;Kleine Wunder in Athen“: <a href="http://www.kleinewunderinathen.de/">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21505/KLEINE-WUNDER-IN-ATHEN/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/kleine_wunder_in_athen/links.htm">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/kleine-wunder-in-athen/kinoprogramm">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein Remake von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0087538/">Karate Kid</a>&#8221; mit Jackie Chan als weisem Kung-Fu und nicht etwas Karatelehrer, das genauso doof zu sein scheint, wie man erwarten würde. In der Hauptrolle: Will Smiths Steppke Jaden. Marc Fischers höchst unterhaltsame Kritik in der <a href="http://www.welt.de/kultur/article8519165/Jackie-Chan-macht-dem-Dalai-Lama-Konkurrenz.html">Welt</a> hat meinen Widerstand allerdings dahinschmelzen lassen. Jackie Chan beschreibt er so: &#8220;Akrobat, Stuntman, Komödiant und praktisch der einzige Mensch der Welt, der wirklich fliegen kann&#8221;. Und das hier ist Fischers Einstieg: &#8220;Als 1984 der Film &#8216;Karate Kid&#8217; ins Kino kam, gab’s in Deutschland im  Prinzip nur zwei Arten von Jungs: Die, die Fußball spielten, und die,  die keinen Fußball spielten. Die Fußballer trafen sich nach der Schule  auf dem Bolzplatz und übten die Bananenflanken von Manni Kaltz, danach  tranken sie kalte Fanta mit den Mädchen, die ihnen bei den  Bananenflanken zugeguckt hatten. Denen, die keinen Fußball spielten,  blieb eigentlich nur die kalte Fanta und vielleicht noch das Heft „Yps  mit Gimmick“, es kostete damals 2 Mark 50.&#8221; (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/karate_kid/links.htm">Karate Kid</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Doku über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilja_Kabakow" target="_blank">Ilja Kabakov</a>. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/fliegen_und_engel/links.htm" target="_blank">Fliegen und Engel</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Action-Romcom mit Cameron Diaz und Tom Cruise, die CGI-Effekte und spektakuläre Locations en Masse, aber keine erzählenswerte Geschichte bietet. Jörg Lau, der sich das für die <a href="http://www.zeit.de/2010/29/Knight-and-Day?page=all">Zeit</a> angeschaut hat, war mehr als gelangweilt: &#8220;Dieser Film lässt einen wütend zurück, weil er unser Bedürfnis nach  intelligentem Eskapismus nicht ernst nimmt, sondern in krawalliger  Behäbigkeit darauf herumtrampelt.&#8221; (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mein_vater_mein_onkel/links.htm" target="_blank">Knight and Day</a>&#8220;)</li>
<li>Ein türkischer Filmfestivalfilm, also einer mit Anspruch und ohne jede Aussicht auf kommerziellen Erfolg, in dem wie üblich auch Geld von anderswo steckt, in diesem Fall aus Deutschland und den Niederlanden. Es geht um drei von Laien gespielte junge Männer und deren aussichtsloses Leben, die sich alle häufig und höchst symbolisch auf der Bosporusbrücke in Istanbul, also zwischen den Kontinenten aufhalten: Ein Rosenverkäufer, ein Taxifahrer und ein Verkehrspolizist. Die Episoden sind locker miteinander verbunden, die ganze Anmutung scheint dokumentarisch zu sein, die Kritiken lesen sich durchweg wohlwollend und ich werde mir das nicht anschauen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/men_on_the_bridge/links.htm">Men on the Bridge</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein deutsches Jugenddrama, in dem es unter anderem um eine Geschlechtskrankheit geht. Sie bekommt sie und dann zeigt sich, was er für ein Arsch ist. Läuft erstmal nur in Berlin, Weimar und in Kiel, wo der Film auch gedreht wurde. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/unkraut_im_paradies/links.htm">Unkraut im Paradies</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/schock_labyrinth_3d/links.htm" target="_blank"></a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
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<p>Und noch etwas, ein Kurzfilm von Jean-Pierre Jeunet, &#8220;Foutaises&#8221;, zwei Jahre vor &#8220;Delicatessen&#8221; entstanden und auch schon mit Dominique Pinon, ohne den Jeunet seitdem keinen Film mehr gedreht hat. (Stimmt, in Jeunets einzigem Hollywoodfilm &#8220;Alien: Resurrection&#8221; spielt er nicht mit, aber dafür pfeift er &#8220;I&#8217;m Popeye the Sailor Man&#8221; im Soundtrack. Wirklich.) Pinot erzählt, was er mag und was er nicht mag und das wird schön komisch illustriert. Dürfte manchem bekannt vorkommen, der &#8220;Amélie&#8221; gesehen hat. Leider muss ich dabei auch an <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1fokh3dabz4">Volker Lechtenbrink</a> denken. (&#8221;Ich mag Whiskey – ohne Eis, Böll, der so viel weiß &#8230;&#8221;)</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/AspmmjBl1LU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/AspmmjBl1LU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Eine+prallvolle+Jeunet-Wundert%C3%BCte+www.bit.ly/bEKMAD" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Ein Lügner, ein Niemand und ein Mann auf dem Mond</title>
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		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1634#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 10:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 8. und 15.7.2010

Letzte Woche habe ich es einfach nicht geschafft, die kurze Übersicht über die Neustarts zusammen zu schreiben und das zeitige Nachholen ist mir auch misslungen: Es war zu heiß, es war zu viel WM, es gab erfreulicherweise viel zu zu fotografieren und dann habe ich Idiot unerfreulicherweise beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1642" title="KW28" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/KW28.jpg" alt="KW28" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 8. und 15.7.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Letzte Woche habe ich es einfach nicht geschafft, die kurze Übersicht über die Neustarts zusammen zu schreiben und das zeitige Nachholen ist mir auch misslungen: Es war zu heiß, es war zu viel WM, es gab erfreulicherweise viel zu zu fotografieren und dann habe ich Idiot unerfreulicherweise beim Hin- und Herkopieren von prallgefüllten Foto-Backup-Ordnern von einer Festplatte auf die andere versehentlich massenweise Bilder gelöscht, die ich anschließend mühselig und langwierig retten lassen musste. Das gelang zwar, dem fantastischen Service von <a href="http://www.goapple.de/?page=mm/kontakt" target="_blank">M&amp;M Trading</a> sei Dank, aber die Bildbezeichnungen waren komplett futsch: Ein weiteres Desaster, das mich viel Zeit gekostet hat.</p>
<p>Was lief also letzte Woche an? Die interessantesten und bedingt sehenswerten Filme sind &#8220;The Invention Of Lying&#8221; (der deutsche Titel, blöd und falsch: &#8220;Lügen macht erfinderisch&#8221;) und &#8220;Mr. Nobody&#8221;.</p>
<p>&#8220;The Invention Of Lying&#8221; ist der erste eigene Spielfilm des britischen Komiker Ricky Gervais, er spielt die Hauptrolle, ist (Co-)Autor und führt (Co-)Regie. Die Grundidee ist wunderbar. Das Ganze spielt in einem fiktiven Parallelamerika der Gegenwart, in dem das Lügen völlig unbekannt ist. Gervais spielt einen Loser, dem in dieser Welt der größtmögliche Gewinn zufällt: Er erfindet das Lügen und setzt es fortan schamlos zu seinem Vorteil ein. Das ermöglicht wohl jede Menge hübsche Pointen und Erkenntnisse obendrein, philosophische und schließlich gar religionskritische. Denn in einer Welt ohne Lüge kann es natürlich auch keinen Gott geben. Romcom-Liebeswirren und ein doofes Happy End sind aber weitere Bestandteile des Lügenfilms und so fallen die Kritiken recht unterschiedlich aus, es spricht einiges dafür, dass der Film letztlich, gemessen an den selbst geweckten Erwartungen, scheitert. Ist aber allein schon sehenswert, weil er, für so eine Mainstreamkomödie, höchst Ungewöhnliches wagt.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>&#8220;Lügen macht erfinderisch“: <a href="http://www.mrnobody-film.de/" target="_self">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21482/L%C3%BCGEN-MACHT-ERFINDERISCH/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/mr_nobody/links.htm" target="_self">Links</a> | <a href="http://www.kino.de/kinofilm/luegen-macht-erfinderisch/imkino/112502.html" target="_self">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Mr. Nobody&#8221; von Jaco von Dormael (&#8221;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0103105/" target="_self">Toto, der Held</a>&#8220;) scheint ein völlig überladenenes Sammelsurium zu sein, das narrative Komplexität mit visuellem Geprotze und schlichten, aber bedeutungsheischenden Botschaften verbindet. Ekkehard Knörer schreibt im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6309.html">Perlentaucher</a>: &#8220;Wer bei Verstand ist, leidet nicht wenig&#8221;, lobt aber andererseits den zwischendurch aufblitzenden Humor. Die Verspieltheit sei, &#8220;in Maßen&#8221;, die Rettung des Films. Bei Imdb bekommt solch ambitionierte Filmware gemeinhin zu gut weg, auf die <a href="http://www.imdb.com/title/tt0485947/" target="_blank">7,6 Punkte</a> kann man nicht viel geben. Aber sehen will ich das irgendwann trotzdem. Eine kurze Inhaltsbeschreibung findet sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mr._Nobody">hier</a>.</p>
<p>&#8220;Mr. Nobody“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/wb/theinventionoflying/" target="_self">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20900/MR-NOBODY/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/luegen_macht_erfinderisch/links.htm" target="_self">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/mr-nobody-2/kinoprogramm" target="_self">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Diese Woche läuft &#8220;Moon&#8221; an, ein britischer Science-Fiction-Film, der mit den genreüblichen Materialschlachten nix am Hut hat, sondern mit Sam Rockwell in der Hauptrolle in einer Art One-Man-Show intelligent und spannend von Auseinandersetzungen des einsamen Hüters einer Mondstation mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HAL_9000">HAL</a>-ähnlichen Computer und mit sich selbst erzählt. Es empfiehlt sich, bloß nicht zu viel über den Inhalt zu lesen, da sind einige recht überraschende Wendungen zu erwarten. Das <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/10009075-moon/">Tomatometer</a> zeigt 89% an, der <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/moon">Metacriticschnitt</a> liegt bei 67, die <a href="http://www.imdb.com/title/tt1182345/">Imdb-Nutzer</a> haben die beachtliche Note 8,0 vergeben. Das genügt als Empfehlung, oder?</p>
<p>&#8220;Moon“: <a href="http://sonyclassics.com/moon/trailer.html" target="_self">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21116/MOON/Kritik/">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/moon/links.htm" target="_self">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/moon-2/kinoprogramm" target="_self">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem letzte Woche neu:</p>
<ul>
<li>Eine gepflegte Komödie aus New York von Nicole Holofcener über eine bürgerliche Familie mit moralischen und sonstigen Problemen. Die Kritiker müssen an Woody Allen oder gar an Eric Rohmer denken und richtig schlecht findet das eigentlich keiner. Allein die Hauptdarstellerin Catherine Keener als Alter Ego der Regisseurin dürfte das Eintrittsgeld wert sein. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/please_give/links.htm">Please Give</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutscher Dokumentarfilm über Voodoorituale in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benin">Benin</a>. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/voodoo_die_kraft_des_heilens/links.htm">Voodoo – Die Kraft des Heilens</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Familiendrama, das in einer einsamen, verschneiten Berghütte seinen Lauf nimmt und das gar nicht so übel sein soll. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/bergfest/links.htm">Bergfest</a>&#8220;)</li>
<li>Ein weiteres Sequel der &#8220;Predator&#8221;-Sci-Fi-Fight-Serie, offenbar mau wie üblich, da kann auch der ungarische &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kontroll">Kontroll</a>&#8220;-Regisseur Nimród Antal nix dran ändern. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/predators/links.htm">Predators</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Doku über hochbetagte, rüstige Sportfanatiker. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/herbstgold/links.htm">Herbstgold</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein amerikanischer Indie-Thriller, der trotz des Titels wohl hauptsächlich Lynch für Arme bzw. die schwule Zielgruppe bietet.  (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/pornography_ein_thriller/links.htm">Pornography: Ein Thriller</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und außerdem diese Woche neu:</p>
<ul>
<li>Zwei Filme der der philippinischen Regisseurin mit dem einprägsamen Namen Brilliante Mendoza, die allerdings nur mit lächerlichen zwei respektive vier Kopien starten. Da der Verleih aber Rapid Eye Movies ist, darf mit einer baldigen DVD-Veröffentlichung gerechnet werden. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kinatay/links.htm">Kinatay</a>&#8221; ist ein wahrscheinlich sehr schwer zu ertragender, höchst realistisch daherkommender Wackelkamerafilm, in dem der Zuschauer an der Ermordung und Zerstückelung einer Prostituierten aus der Täterperspektive teilnimmt. Josef Lederle schreibt im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10774">Filmdienst</a> von &#8220;radikaler Dramaturgie&#8221; und &#8220;Höllenqual&#8221; und scheut &#8220;unwillkürlich davor zurück, &#8216;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kinatay/links.htm">Kinatay</a>&#8216; ein Meisterwerk zu  nennen, weil er in seiner radikalen Destruktion auf einen Nihilismus  zusteuert, der alle Differenzierungen zu schlucken droht.&#8221; Klingt mindestens interessant und dürfte für alle, die sich das antun, unvergesslich sein. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/lola/links.htm">Lola</a>&#8221; dagegen ist ein formal wohl verwandtes, also ebenfalls sehr authentisch wirkendes Sozialdrama, das zwei Geschichten über zwei Großmütter parallel erzählt.</li>
<li>Teil drei der schwerromantischen Stephenie-Meyer-Blutsauger-Serie für Pubertierende, wie die Vorgänger wohl wenigstens besser als die berüchtigten Vorlagen. <a href="http://www.daserste.de/druckfrisch/thema_dyn~id,325~cm.asp">Denis Scheck</a> über den Roman: &#8220;Auf Seite 447 dieser quälend zerdehnten Nackenbeißer-Fortsetzung kommt  es zu einem unerwarteten Handlungshöhepunkt: &#8216;Sein Mund war nicht  zärtlich; in der Art, wie er die Lippen bewegte, lag eine ungekannte  Mischung aus Verzweiflung und Zerrissenheit. Ich schlang die Arme um  seinen Hals, und an meiner plötzlich überhitzten Haut fühlte sich sein  Körper kälter an denn je. Ich erschauerte, aber nicht vor Kälte.&#8217; Nach  diesem nervenzerfetzenden Knaller plätschert der Roman dann allerdings  in Meyers üblicher Zeilenschinder-Manier vollkommen ereignislos weiter  vor sich hin.&#8221; (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/eclipse_biss_zum_abendrot/links.htm">Eclipse – Biss zum Abendrot</a>&#8220;)</li>
<li>Eine italienische Komödie, in der ein homophober, herzkranker Patriarch wegen seiner Gesundheit nichts über die gleichgeschlechtlichen Aktivitäten seiner Söhne erfahren soll.  (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/maenner_al_dente/links.htm">Männer al dente</a>&#8220;)</li>
<li>Eine unterirdische, halb computeranimierte Comic-Verfilmung mit einem sprechenden Hund (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/marmaduke/links.htm">Marmaduke</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine persönliche New-York-Doku von Rosa von Praunheim. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/new_york_memories/links.htm">New York Memories</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein weiteres starkes Argument für &#8220;Moon&#8221;, der Soundtrack von <a href="http://www.myspace.com/clintmansell">Clint Mansell</a>:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/BtCpttsZiys&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/BtCpttsZiys&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und eine Frage an einen bestimmen regelmäßigen Leser oder eine Leserin mit einer IP-Adresse aus Adelaide in South Australia: Do we know us? Please send a <a href="mailto:nurvoruebergehend@gunnargeller.de">message</a>. Da ich einen persönlichen Bezug zur Stadt habe, würde ich mich über eine Mail freuen, auch wenn das nicht der Fall sein sollte.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Ein+L%C3%BCgner%2C+ein+Niemand+und+ein+Mann+auf+dem+Mond+www.bit.ly/aW0Tgo" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Strandgesichter</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 20:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburch]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Vor ein paar Wochen haben wir das schon mal gemacht. Da kam mein Beitrag überhaupt nicht gut an. Entsprechend angestachelt habe ich eine Wiederholung des Wettbewerbs vorangetrieben. Die Teilnehmer waren sieben, elf, dreizehn und dreiundvierzig Jahre alt, der Austragungsort war der Hamburger Elbstrand. Die Jury bestand aus wehrlosen Strandpassanten, die wir aufgefordert haben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1626" title="Strandgesichter_komb1" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Strandgesichter_komb1.jpg" alt="Strandgesichter_komb1" width="520" height="390" /><img class="alignnone size-full wp-image-1627" title="Strandgesichter_komb2" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Strandgesichter_komb2.jpg" alt="Strandgesichter_komb2" width="520" height="390" /><img class="alignnone size-full wp-image-1628" title="Strandgesichter_komb3" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Strandgesichter_komb3.jpg" alt="Strandgesichter_komb3" width="520" height="390" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Vor ein paar Wochen haben wir das schon mal gemacht. Da kam mein Beitrag überhaupt nicht gut an. Entsprechend angestachelt habe ich eine Wiederholung des Wettbewerbs vorangetrieben. Die Teilnehmer waren sieben, elf, dreizehn und dreiundvierzig Jahre alt, der Austragungsort war der Hamburger Elbstrand. Die Jury bestand aus wehrlosen Strandpassanten, die wir aufgefordert haben, auf ihr Lieblingsgesicht zu zeigen. Unverfroren habe ich aus der Erfahrung des ersten Durchlaufs gelernt und auf Farbe gesetzt. Und mit deutlichem Abstand hat dann auch mein gelbhaariges, ziegeläugiges Wesen das Rennen gemacht. Den zweiten Platz teilten sich die ungleichen Gesellen in der obersten Reihe. Zum Glück erwiesen sich die minderjährigen Teilnehmer alle als gute Verlierer. Wie hättet Ihr entschieden?</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1629" title="Strandgesichter-3009" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/Strandgesichter-3009.jpg" alt="Strandgesichter-3009" width="520" height="347" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>(Falls mir Fotos von weiteren Strandgesichtern zugemailt werden, veröffentliche ich die hier sehr gerne!)</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Strandgesichter+www.bit.ly/cQTh9m" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Verschachteltes mit Dicken</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 09:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 1.7.2010

Spielfilme, die ein talkshowtaugliches Thema regelrecht verhandeln, reizen mich gemeinhin wenig, aber wenn der neue Film vom spanischen &#8220;Dunkelblaufastschwarz&#8221;-Regisseur und -Autoren Daniel Sánchez Arévalo diverse Episoden erzählt, die sich alle um Essen, Sex und Gewichtsprobleme drehen, schiebe ich die Vorurteile schnell beiseite. Er scheint erneut sehr geschickt höchst unterschiedliche Charaktere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1619" title="KW26" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/07/KW26.jpg" alt="KW26" width="520" height="422" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 1.7.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Spielfilme, die ein talkshowtaugliches Thema regelrecht verhandeln, reizen mich gemeinhin wenig, aber wenn der neue Film vom spanischen &#8220;Dunkelblaufastschwarz&#8221;-Regisseur und -Autoren Daniel Sánchez Arévalo diverse Episoden erzählt, die sich alle um Essen, Sex und Gewichtsprobleme drehen, schiebe ich die Vorurteile schnell beiseite. Er scheint erneut sehr geschickt höchst unterschiedliche Charaktere durch dramatische wie komische Begebenheiten zu schubsen: Unter anderen ein strenggläubiges Paar, einen fettgewordenen TV-Verkäufer von Diätpillen und einen Therapeuten mit Dickenphobie. Die Kritiken sind durchwachsen, doch rechne ich fest mit cleverem Klamauk auf hohem Niveau. Läuft vom ersten Tag an auch in der Kinoprovinz Hamburg, <a href="http://www.3001-kino.de/wochenprogramm.html" target="_blank">sogar in OmU</a>.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">
<p>&#8220;Gordos – Die Gewichtigen“: <a href="http://www.arsenalfilm.de/gordos/trailerq.htm" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21479/GORDOS--DIE-GEWICHTIGEN/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://filmz.de/film_2010/gordos_die_gewichtigen/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/gordos-2/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein verhalten komischer Film über die zweite Pubertät einer Frau in den mittleren Jahren, von Rebecca Miller. Scheint so etwas wie die Light-Version einer Woody-Allen-Komödie zu sein. Weder klischeefrei noch sonderlich fesselnd. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/pippa_lee/links.htm" target="_blank">Pippa Lee</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Doku über die Doors, für die alles Filmmaterial durchforstet wurde, das irgendwie irgendwo aufzutreiben war. Die US-Kritiker waren nur mäßig begeistert, das könnte allerdings daran liegen, dass &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_doors_when_you_re_strange/links.htm" target="_blank">The Doors: When You&#8217;re Strange</a>&#8221; arg vollmundig vom Erzähler Johnny Depp beworben wurde: &#8220;Watching the hypnotic, hitherto unreleased footage of Jim, John, Ray and Robby, I felt like I experienced it all through their eyes. As a rock n’ roll documentary, or any kind of documentary for that matter, it simply doesn’t get any better than this.&#8221;)</li>
<li>Der erste Film der iranischstämmigen Videokünstlerin und Fotografin Shirin Neshat, die auf das &#8220;Pathos stiller Bilder von schablonenhaften Frauenfiguren an metaphorischen Orten wie Garten, Oase, Hamam und Bordell&#8221; setzt, wie Claudia Wahjud in der <a href="http://www.zitty.de/kultur-kino/60563/" target="_blank">Zitty</a> schreibt. &#8220;Über dem Bombast ihrer Szenen&#8221; vergesse sie &#8220;Dramaturgie und Inhalt.&#8221; Ekkehard Knörer meint im Perlentaucher, dass sie sich &#8220;nicht ganz so ungehemmt&#8221; wie in ihren Videos aus dem Kitsch-Repertoire bediene.</li>
<li>Ein Hollywoodmelodram nach einer von Bernhard Schlinks &#8220;Liebesfluchten&#8221;-Geschichten. Die US-Kritik wundert sich ziemlich einhellig über das lächerliche kleine Eifersuchtsdrama, für das immerhin Liam Neeson, Antonio Banderas und Laura Linney gewonnen wurden. &#8220;Langweilig und öde&#8221;, meint auch Esther Buss im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10768" target="_blank">Filmdienst</a>. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_andere/links.htm" target="_blank">Der Andere</a>&#8220;)</li>
<li>Shrek zum Vierten. Die &#8220;Handlung ist so schematisch wie ein Gesetzbuch&#8221;, schreibt Andreas Platthaus in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub070B8E40FAFE40D1A7212BACEE9D55FD/Doc~E39E0697F6C14456E8BD761AAC15968E4~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">FAZ</a> und der Film sei zwar nicht dumm, aber dreist. Hier ein Blick in die Vorlage von Willam Steig, von deren krakeligem Charme leider überhaupt nichts in die glatten CGI-Filme gerettet wurde. (&#8221;Für immer Shrek&#8221;)</li>
<li>Eine zotige französische Klamotte über Heranwachsende mit Samenstau, die sich von den amerikanischen Vorbildern wohl hauptsächlich durch ihre ruppigere Optik unterscheidet. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/jungs_bleiben_jungs/links.htm" target="_blank">Jungs bleiben Jungs</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Doku über musizierende Grundschüler im Ruhrgebiet. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/jedem_kind_ein_instrument_ein_jahr_mit_vier_toenen/links.htm" target="_blank">Jedem Kind ein Instrument</a>&#8220;)</li>
<li>Wieder mal eine unterirdische Romcom. Den Bräutigam gibt Forest Whittaker und das einzige überraschende Element des Films scheint ein geiler Ziegenbock nach Viagra-Konsum zu sein. Naja. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/our_family_wedding/links.htm" target="_blank">Our Family Wedding</a>&#8220;)</li>
<li>Und wieder mal werden College-Kids aufgeschlitzt, in alter Blut-und-Blödeleien-Manier. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/schoen_bis_in_den_tod/links.htm" target="_blank">Schön bis in den Tod</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Trailer von &#8220;Dunkelblaufastschwarz&#8221;, dem schönsten spanischen Film der letzten Jahre jenseits von Almodovar:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PJmCUvkMnNc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/PJmCUvkMnNc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Bei <a href="Arévalo" target="_blank">Youtube</a> sind auch auch sämtliche Kurzfilme Arévalos zusehen, allerdings, so weit ich mich durchgeklickt habe, durchweg in spanischer Originalfassung ohne irgendwelche Untertitel. Spanisch hätte man lernen müssen.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Verschachteltes+mit+Dicken+www.bit.ly/9tr1HP" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mein schwarzrotgoldenes Desaster</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1613</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1613#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 11:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fehlschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Peinlich]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mein Mittwoch fing mit einem Arztbesuch an. In der Praxis begrüßte mich eine stark übergewichtige Sprechstundenhilfe im größten Nationaltrikot, das ich je gesehen habe, es hatte zeltartige Ausmaße. Hinter ihr prangte die deutsche Fahne vor dem Schrank mit den Krankenakten und alle weiteren Mitarbeiterinnen, derer ich ansichtig wurde, waren gleichermaßen bewandet. Die Dame von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1615" title="Sports_WM_94120" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/Sports_WM_941201.jpg" alt="Sports_WM_94120" /></p>
<p>Mein Mittwoch fing mit einem Arztbesuch an. In der Praxis begrüßte mich eine stark übergewichtige Sprechstundenhilfe im größten Nationaltrikot, das ich je gesehen habe, es hatte zeltartige Ausmaße. Hinter ihr prangte die deutsche Fahne vor dem Schrank mit den Krankenakten und alle weiteren Mitarbeiterinnen, derer ich ansichtig wurde, waren gleichermaßen bewandet. Die Dame von der Blutabnahme hatte gar bereits am frühen Morgen ihr Gesicht großflächig mit den Nationalfarben übermalt. Auf der Straße schien sich danach die Menge der schwarzrotgolden geschmückten Autos vervielfacht zu haben, Fahnen, Wimpel, Aufkleber und diese seltsamen Überzieher überall. Beim Bäcker, wo ich mein zweites Frühstück kaufte, hatte die portugiesischstämmige Verkäuferin ihr bislang täglich vorgeführtes Portugal-Dress gegen ein schwarzes Trägertop, kombiniert mit einer gelben Hose und einer Art roten Schärpe getauscht und das Kunststück vollbracht sich Lidschatten in schwarzrotgold an die Augen zu malen. Und während ich da stand und wartete, bis ich an der Reihe war, fiel es mir wieder ein, mein schrecklichstes Fotoerlebnis, das ich fast erfolgreich verdrängt hätte.</p>
<p>Es war kurz vor der vorvorvorletzten WM und der leitende Bild- und heimliche Chefredakteur von Sports, einer Art glücklosem Geo für Leibesertüchtigung, Michael Rabanus, wollte die Stars der Nationalmannschaft auf dem Titel haben. Und weil er einen Narren an mir gefressen hatte, sollte ich das Foto machen, obwohl ich mit Sport wenig und mit Fußball gar nichts am Hut hatte. Für einen Termin im deutschen Trainingscamp an der Ostsee war es schon zu spät, darum saß ich kurz darauf mit einem sauteuren, in letzter Minute gekauften First-Class-Ticket im Flugzeug nach Toronto und studierte Hanutasammelbildchen, um nicht versehentlich Rudi Völler als Andi Möller zu begrüßen. Am folgenden Tag war ich dann draußen beim deutschen Trainingslager, mit Foto- und Lichtequipment und mit mehreren deutschen Fahnen im Gepäck. Denn die Fahne sollte ins Bild, so mein Auftrag, eine Idee, die zu damaliger Zeit noch recht bekloppt anmutete. Um trotz Fahne ein akzeptables Bild machen zu können, hatte ich auch Stricke eingepackt: Ich wollte die Spieler in der Fahne gut verpacken und sichtbar verschnüren.</p>
<p>Fünfzehn Minuten waren für den Fototermin vereinbart, das war sehr knapp bemessen, hätte aber ausgereicht, wenn alles gut gegangen wäre. Es ging aber überhaupt nicht gut.</p>
<p>Alles war bereit, das Licht stand fertig aufgebaut, die Spieler erschienen wie vereinbart und ich konnte Rudi und Andi gut auseinander halten. Nur einer fehlte: Lothar Matthäus. Und solange der nicht da war, wollten die anderen auch nichts mit der Fahne ausprobieren, sondern standen mürrisch herum und scharrten mit den Hufen. Als die Fotozeit dann eigentlich schon rum war, kam Matthäus dann doch noch heraus, demonstrativ gut gelaunt und gleich begeistert von der fragwürdigen Fahnenidee.</p>
<p>Erleichtert dachte ich, jetzt geht alles gut, aber die positive Haltung von Matthäus bewirkte wachsende Ablehnung bei allen Anderen, die wollten die Fahne erst nicht einmal anfassen, geschweige denn irgendeinen Quatsch damit machen. Mit Müh&#8217; und Not konnte ich sie ihnen irgendwie in die Hände drücken, auf die Leiter flitzen und gerade einmal fünfmal auf den Auslöser drücken, als Klinsmann und Völler sich schon umdrehten und einfach weggingen.</p>
<p>Da stand ich mit fünf Belichtungen, vermutlich keiner einzigen, auf der nicht mindestens einer die Augen gerade zu hat und auf allen halten sie unbeholfen die deutsche Fahne vor die Beine, in denen sie es bekanntlich haben. Konnte ich damit zurückfliegen? Oder musste ich meinen Flug stornieren und versuchen einen zweiten Termin zu bekommen? Ich habe mehr geschwitzt als die Fußballer beim Spiel und als ich spät abends die entwickelten Fotos zu Gesicht bekam und sich heraustellte, dass wirklich auf sämtlichen Bildern immer mindestens einer bekloppt guckt oder die Augen zu hat und das Ganze ohnehin bescheuert aussieht, wurde es alles andere als besser.</p>
<p>Die Aussichten auf einen zweiten Termin waren höchst unsicher und so bin ich mit meinem erbärmlichen Ergebnis am nächsten Tag zurückgeflogen. Und mit Photoshop wurde dann in Hamburg aus den fünf Bildern das oben abgebildete Titelmotiv zusammengebastelt. das mir bis heute peinlich ist.</p>
<p>Woran hat es gelegen? An der Scheißstimmung in der Mannschaft? An der Fahne? Sind Profifußballer alles arrogante Arschlöcher? Oder waren es zumindest diese? Oder nur Lothar Matthäus eines? Habe ich den hohen Herren nicht den gebührenden Respekt erwiesen? Den falschen Tonfall gewählt? Kann es sein, dass – Titel hin, Titel her – denen einfach alles wurscht war, außer den kommenden Spielen? Waren sie vielleicht nur so genervt, weil sie die hässlichsten Trikots aller Zeiten tragen mussten?</p>
<p>Ich weiß es nicht. Aber vom Grand-Prix- und WM-Fahnenschwenken werde ich mich niemals anstecken lassen, das weiß ich. Und dafür habe ich noch einige viel bessere Gründe, als nur die unschöne Erinnerung an mein persönliches schwarzrotgoldenes Desaster.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Mein+schwarzrotgoldenes+Desaster+www.bit.ly/bVRRdk" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neu im Kino: Scharfzüngige Scharmützel und “fortgesetzte Schönheitsbehauptung”</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 12:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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* * *
Die Filmstarts vom 24.6.2010




Das dürfte die kärgste Kinowoche des Jahres sein. Zwei Neustarts sind zu vermelden. Da ist zum einen ein offenbar ganz und gar grauslicher deutsch-niederländisch-belgischer Film mit Jasmin Tabatabai als engagierte Fotografin, die in den Anden gegen Umweltverschmutzung kämpft, gleichzeitig ein Trauma bewältigt und &#8220;ihr Gespür für die Fotografie&#8221; (Pressetext) wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1607" title="Jessica_Biel_in_Easy_Virtue" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/Jessica_Biel_in_Easy_Virtue.jpg" alt="Jessica_Biel_in_Easy_Virtue" width="520" height="325" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 24.6.2010<br />
</em></p>
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<p>Das dürfte die kärgste Kinowoche des Jahres sein. Zwei Neustarts sind zu vermelden. Da ist zum einen ein offenbar ganz und gar grauslicher deutsch-niederländisch-belgischer Film mit Jasmin Tabatabai als engagierte Fotografin, die in den Anden gegen Umweltverschmutzung kämpft, gleichzeitig ein Trauma bewältigt und &#8220;ihr Gespür für die Fotografie&#8221; (Pressetext) wieder entdeckt. Ekkehard Knörer hat das immerhin zu einem sehr hübschen Verriss im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6286.html" target="_blank">Perlentaucher</a> inspiriert und das ist dann wohl auch das einzige Positive, dass sich über &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/altiplano/links.htm" target="_blank">Altiplano</a>&#8220;sagen lässt.</p>
<p>Knörer schreibt &#8220;Altiplano&#8221; habe zwei Seiten, &#8220;brutales Message-Kino&#8221; und &#8220;brutaler Spiritualismus&#8221; und beide Seiten beschreibt er mit all ihren Schrecken, um schließlich festzustellen, dass sie ganz und gar nicht zusammenpassen. Meine Lieblingssätze: &#8220;Harte Arbeit im Weinberg der Mystifizierung leistet die Kamera, in  sanfter Bewegung, auf abgezirkelten Wegen produziert sie Bilder, die  überwältigen sollen. Andenbilder, Eingeborenenbilder,  Verdunkeltemenscheninwilderlandschaftherumstehbilder. Rabiate Zerstörung  der Realität durch fortgesetzte Schönheitsbehauptung.&#8221;</p>
<p>Aber den zweiten Film der Woche, den könnte man sich durchaus anschauen, das ist die Verfilmung eines minder bekannten Noel-Coward-Stückes, eine Ausstattungsorgie, die in der britischen Upper Class spielt und mit <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=jessica+biel&amp;s=4&amp;imgtype=any" target="_blank">Jessica Biel</a> (!) in der Hauptrolle aufwartet. Sie gibt eine draufgängerische, amerikanische Rennfahrerin, die vermutlich recht amüsante scharfzüngige Scharmützel mit ihrer britischen Schwiegermutter – Kristin Scott Thomas – ausficht. Geistreich und bösartig und in den Zwanziger-Jahre-Dekors schwelgend, könnte das einer der wenigen Kostümfilme sein, die mir eine reine Freude sind. Mich überzeugt allein schon, dass für den Soundtrack Songs wie &#8220;Sexbomb&#8221; zeitgemäß und gekonnt gecovert wurden:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nORigkDSEjA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/nORigkDSEjA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Easy Virtue&#8221;: <a href="http://www.sonypictures.de/landing/easy-virtue/trailer.html" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20389/EASY-VIRTUE/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/easy_virtue_eine_unmoralische_ehefrau/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/easy-virtue/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Scharfz%C3%BCngige+Scharm%C3%BCtzel+und+%26%238220%3Bfortgesetzte+Sch%C3%B6nheitsbehauptung%26%238221%3B+www.bit.ly/cLwyfr" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Leere Türmchen</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 09:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[
Neulich bin ich auf dem Weg zu einem Fototermin eine längere Strecke auf Landstraßen durchs Holsteinische gekurvt und habe all die Seen und Fielmannschlösser links und rechts liegen lassen, dafür aber immer Halt gemacht, wenn ich an stillgelegten Transformatortürmchen vorbeigekommen bin. Das ganze Land scheint damit übersät zu sein. Wäre eigentlich eine schöne Serie, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1600" title="Unterwegs_070610_kl" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/Unterwegs_070610_kl.jpg" alt="Unterwegs_070610_kl" width="520" height="370" /></p>
<p>Neulich bin ich auf dem Weg zu einem Fototermin eine längere Strecke auf Landstraßen durchs Holsteinische gekurvt und habe all die Seen und Fielmannschlösser links und rechts liegen lassen, dafür aber immer Halt gemacht, wenn ich an stillgelegten Transformatortürmchen vorbeigekommen bin. Das ganze Land scheint damit übersät zu sein. Wäre eigentlich eine schöne Serie, aber leider haben die eifrigen <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=bernd+hilla+becher&amp;s=4&amp;imgtype=any" target="_blank">Bechers</a> wohl das Interesse an solchen Projekten für alle Zeiten befriedigt. Schade.</p>
<p>Ob wohl irgendwo schon mal irgendjemandem eine sinnvolle Nachnutzung der putzigen Wahrzeichen eingefallen ist?</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Leere+T%C3%BCrmchen+www.bit.ly/ciW909" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kabelküche</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 12:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Letzte Woche ist die Schauspielerin gestorben und jetzt habe ich das Foto, das ich vor fast zwanzig Jahren in ihrer roten Resopalküche gemacht habe, doch noch rausgesucht. Das Fotografieren hatte ich damals noch nicht so sehr lange betrieben und bei einem entscheidenden Termin in der Fotoredaktion des Stern, wo ich zwecks Eigenwerbung mit einem Stapel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1593" title="Heidi_Kabel_kl" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/Heidi_Kabel_kl.jpg" alt="Heidi_Kabel_kl" width="520" height="485" /></p>
<p>Letzte Woche ist die Schauspielerin gestorben und jetzt habe ich das Foto, das ich vor fast zwanzig Jahren in ihrer roten Resopalküche gemacht habe, doch noch rausgesucht. Das Fotografieren hatte ich damals noch nicht so sehr lange betrieben und bei einem entscheidenden Termin in der Fotoredaktion des Stern, wo ich zwecks Eigenwerbung mit einem Stapel Dias erschienen war, interessierte sich die damalige Fotochefin Elisabeth Biondi eigentlich nur für das Heidi-Kabel-Bild. Und das, ihren Fragen nach zu schließen, offenbar nur aufgrund der Kücheneinrichtung. In der folgenden Woche durfte ich dann aber trotzdem erstmals für den Stern fotografieren.</p>
<p>Vor dem Termin war mir Frau Kabel, ehrlich gesagt, völlig egal, aber die persönliche Begegnung machte sie mir ausgesprochen sympathisch. Und nach dem ich jetzt in der FAS einen im Wortlaut zitierten <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/ndr_talk_show/videos/ndrtalkshowclassics268.html" target="_blank">Ausschnitt</a> eines NDR-Talkshow-Gesprächs, das Wolf Schneider mit ihr geführt hat, gelesen habe, ist sie mir noch ein paar Grad sympathischer geworden. Es geht darum, dass Ohnsorg-Stücke, wenig zeitgemäß, in der Regel mit einer Trauung enden:</p>
<blockquote><p><em>Schneider: </em>Es wäre doch aber nun naheliegend, dass eine populäre Bühne auf die Entwicklung – es wird nicht mehr gleich geheiratet – irgendwie eingeht, dass man mal ein etwas anderes Stück schriebe, in dem das vorkommt.</p>
<p><em>Kabel: </em>Oh doch, das kommt bei uns vor. Nur das nimmt das Fernsehen nicht, das ist das. Wir haben mit dem Fernsehen einen Vertrag für fünf heitere Volksstücke – das ist gar nicht immer so einfach &#8230;</p>
<p><em>Schneider: </em>Und das Fernsehen verlangt, dass geheiratet wird?</p>
<p><em>Kabel: </em>Ja! Nein! Das Fernsehen verlangt heitere Volksstücke, und in diesen heiteren Volksstücken ist dies meist das Happy End. Wir haben auch sehr gute ernste Stücke.</p>
<p><em>Schneider: </em>Ab 13. Februar gibt es den &#8220;Urfaust&#8221; auf Plattdeutsch.</p>
<p><em>Kabel:</em> Der &#8220;Urfaust&#8221; ist ja eigentlich auch ein Volksstück. Aber die ernsten Stücke und auch den &#8220;Faust&#8221; nimmt das Fernsehen bestimmt nicht. Vielleicht das dritte Programm, aber die haben auch schon geschrien: Können wir nicht mal was Leichteres bekommen? Dann kommen natürlich die Journalisten, die ganz wunderbar über alles Bescheid wissen und sagen: Ist ja alles viel zu flach und banal. Platt ist eben platt. Die wissen nicht, dass Plattdeutsch Niederdeutsch ist. Weil sie zu dumm sind.</p></blockquote>
<p>Direkt über dem Kabelbruchstück ist übrigens die sonntägliche Stefan-Niggemeier-Kolumne abgedruckt, die sich diese Woche dem zukünftigen Programm von N24 in der Aust-Ära widmet. Ein Glanzstück, deutlich komischer und boshafter als üblich. Ist hoffentlich auch bald online in seinem <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/" target="_blank">Blog</a> zu lesen.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Kabelk%C3%BCche+www.bit.ly/aXBlA9" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Eine Nana, eine Nanni und eine Hanni</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 17:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 17.6.2010




WM-Zeit ist keine Kinozeit. Aber eine etwaige Perle startet immerhin diese Woche, ein unaufgeregtes Drama aus Chile über eine Hausangestellte und die großbürgerliche Familie für die sie arbeitet und bei der sie lebt. Nach zwei Jahrzehnten soll zusätzlich eine jüngere Hilfe angestellt werden und das passt der erkrankten Raquel gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1589" title="KW25" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/KW25.jpg" alt="KW25" width="520" height="466" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 17.6.2010<br />
</em></p>
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<p>WM-Zeit ist keine Kinozeit. Aber eine etwaige Perle startet immerhin diese Woche, ein unaufgeregtes Drama aus Chile über eine Hausangestellte und die großbürgerliche Familie für die sie arbeitet und bei der sie lebt. Nach zwei Jahrzehnten soll zusätzlich eine jüngere Hilfe angestellt werden und das passt der erkrankten Raquel gar nicht. Daraus scheint weder ein großes Melo- noch ein simples  Sozialdrama geworden zu sein, sondern ein sauber und wahrhaftig inszenierter und in der Hauptrolle angeblich bravourös gespielter Film. Ab und zu – nicht oft, aber es passiert – taucht aus dem Nichts ein Film auf, der sich ganz und gar nicht unseren Erwartungen entsprechend entwickelt. &#8216;La Nana&#8217; hat dieses besondere Talent, einen im besten Sinne aus dem Gleichgewicht zu bringen &#8230;&#8221;, leitet Kenneth Turan seine schöne Kritik in der <a href="http://articles.latimes.com/2009/oct/23/entertainment/et-maid23" target="_blank">Los Angeles Times</a> ein.</p>
<p>&#8220;La Nana – Die Perle&#8221;: <a href="http://www.themaidmovie.com/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21462/LA-NANA--DIE-PERLE/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/la_nana_die_perle/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/la-nana/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein BBC-Fernsehfilm über Schuld und Rache in Nordirland. Ein jugendlicher Protestant erschießt einen jugendlichen Katholiken und die Begegnung des Täters mit dem Bruder des Opfers wird dreißig Jahre später vom bösen Fernsehen ausgeschlachtet. Den Mord gab&#8217;s wirklich, alles andere ist Erfindung. Regie führte Hitlerfilmregisseur Oliver Hirschbiegel. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/five_minutes_of_heaven/links.htm" target="_blank">Five Minutes To Heaven</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Verfilmung mit dreißig Jahren Verspätung: Der erste &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/hanni_nanni/links.htm" target="_blank">Hanni und Nanni</a>&#8220;-Film, eine deutsche Produktion, kommt seltsamerweise 2010 in die Kinos. Da wird wohl drauf spekuliert, dass die ehemaligen Leserinnen und heutigen Muttis mit ihrem weiblichen Nachwuchs reingehen.</li>
<li>Eine offenbar grottige US-Romcom, die mit ein paar pittoresken italienischen Ansichten gespickt ist. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/when_in_rome_fuenf_maenner_sind_vier_zuviel/links.htm" target="_blank">When in Rome</a>&#8220;</li>
<li>Die erste Künstler-Doku, die meint, sicherheitshalber im Titel sagen zu müssen, dass es sich beim Künstler um einen Künstler handelt. Spricht in meinen Augen für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Helnwein" target="_blank">Gottfried Helnwein</a>, um den es nämlich geht und gegen den Film. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_kuenstler_gottfried_helnwein/links.htm" target="_blank">Der Künstler Gottfried Helnwein</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Biopic mit Hilary Swank und Richard Gere über eine amerikanische Flugpionierin. Regie führte Mira Nair, die einst, 1988, mit &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Salaam_Bombay!" target="_blank">Salaam Bombay</a>&#8220;, einem &#8220;Slumdog Millionaire&#8221;-Vorläufer bekannt wurde.  (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/amelia/links.htm" target="_blank">Amelia</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Trailer von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt1265183/" target="_blank">La vida me mata</a>&#8221; von 2007, in dem die Hauptdarstellerin von &#8220;La Nana&#8221;, Catalina Saavedra, auch dabei ist. Sieht vielversprechend aus, auch wenn man kein Wort spanisch versteht. Oder gerade dann? Jedenfalls werden wir den Film wohl nie zu sehen bekommen.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/SPiNs3aMGVE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/SPiNs3aMGVE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Eine+Nana%2C+eine+Nanni+und+eine+Hanni+www.bit.ly/bxxpRL" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Obama in Bollywood</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 19:33:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[(What's So Funny 'Bout) Peace Love and Understanding]]></category>
		<category><![CDATA[Elvis Costello]]></category>
		<category><![CDATA[My Name is Khan]]></category>
		<category><![CDATA[Shah Rukh Khan]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 10.6.2010

Shah Rukh Khan reist als muslimischer, autistischer Tor wie weiland Forrest Gump durch die USA um deren Bewohnern und vor allem Präsident Obama mitzuteilen, dass er Khan heiße und kein Terrorist sei. Damit hofft er die Liebe seiner hinduistischen Gattin wieder zu erlangen, deren Sohn wegen seines muslimischen Nachnamens totgeprügelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1581" title="KW24" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/KW24.jpg" alt="KW24" width="520" height="390" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 10.6.2010</em></p>
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<p>Shah Rukh Khan reist als muslimischer, autistischer Tor wie weiland Forrest Gump durch die USA um deren Bewohnern und vor allem Präsident Obama mitzuteilen, dass er Khan heiße und kein Terrorist sei. Damit hofft er die Liebe seiner hinduistischen Gattin wieder zu erlangen, deren Sohn wegen seines muslimischen Nachnamens totgeprügelt wurde. &#8220;My Name is Khan&#8221; bietet melodramatische Bollywoodkoventionen gepaart mit dem Appell für mehr Frieden, Liebe und Verständnis, woran ja eigentlich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1XYFJUP84lE" target="_blank">nix witzig</a> ist und ohne die im Hindi-Kino handelsüblichen Mengen an Gesang und Tanz, denn produziert wurde das Ganze in der Hoffnung, endlich auch den nordamerikanischen und europäischen Markt zu erobern. Ich weiß, mir wird das nicht sonderlich gefallen, aber neugierig bin ich auf das Spektakel schon. Schade nur, dass die deutsche Fassung, die jetzt in die Kinos kommt, um vierzig Minuten gekürzt wurde. Darin spricht Shah Rukh Khan akzentfreies Deutsch, genau wie alle Amerikaner. Und OmU-Kopien gibt es keine, englischsprachige Kopien drei und wie gewöhnlich ist keine davon in der Hamburger Kinoprovinz zu sehen. Da warte ich lieber auf die DVD.</p>
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<p>&#8220;My Name is Khan“: <a href="http://www.metacafe.com/watch/4125578/my_name_is_khan_movie_trailer/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21133/MY-NAME-IS-KHAN/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/my_name_is_khan/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/my-name-is-khan/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Der Moralfilm von Lukas Moodyson, &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mammut/links.htm" target="_blank">Mammut</a>&#8220;, der viele kleine miteinander verbundene Geschichten aus verschiedenen Teilen der Welt erzählt, die wohl im Wesentlichen darauf hinauslaufen, &#8220;dass Mütter sich um ihre Kinder kümmern sollen und Männer sich ab und zu  wie kleine Jungs aufführen müssen&#8221;, wie Andreas Kilb in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub070B8E40FAFE40D1A7212BACEE9D55FD/Doc~EF3E00F87143A487EB467E44CFE933BBB~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">FAZ</a> schreibt. Soll aber gut gespielt und inszeniert sein. Und kann wohl trotzdem wieder nicht im Entferntesten mit seinen tollen ersten beiden Filmen mithalten, &#8220;Raus aus Åmål und &#8220;Zusammen&#8221;. Von 1998 und 2000. Ach schade.</li>
<li>Eine nostalgische Romcom aus Italien. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/marcello_marcello/links.htm" target="_blank">Marcello, Marcello</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsch-polnisches Sozialdrama über Kinderprostitution. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/ich_tomek/links.htm" target="_blank">Ich, Tomek</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein deutsche Dreiecksgeschichte, in der viel Auto gefahren wird. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/cindy_liebt_mich_nicht/links.htm" target="_blank">Cindy liebt mich nicht</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, <em>die</em> berühmte, unfassbare Tanzszene, mit Shah Rukh Khan auf dem fahrenden Zug, aus &#8220;Dil Se&#8221; von 1997:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EwUox2UKZlQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/EwUox2UKZlQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Obama+in+Bollywood+www.bit.ly/d90OMk" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Zwei traurige Todesboten</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1568</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1568#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 22:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 3.6. und 27.5.2010

Der Drehbuchautor Oren Moverman, beteiligt unter anderem am Buch von &#8220;Jesus&#8217; Son&#8220;, hat mit Todd Haynes zusammen &#8220;I&#8217;m not there&#8220;, das einzige akzeptable Popbiopic geschrieben. Für sein Regiedebüt hat er im letzten Jahr viel Beifall bekommen, jetzt kommt es endlich in unsere Kinos.
&#8220;The Messenger&#8221; erzählt von einem jungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1575" title="KW23" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/06/KW232.jpg" alt="KW23" width="520" height="482" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 3.6. und 27.5.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Der Drehbuchautor Oren Moverman, beteiligt unter anderem am Buch von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0186253/" target="_blank">Jesus&#8217; Son</a>&#8220;, hat mit Todd Haynes zusammen &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2008/i_m_not_there/links.htm" target="_self">I&#8217;m not there</a>&#8220;, das einzige akzeptable Popbiopic geschrieben. Für sein Regiedebüt hat er im letzten Jahr viel Beifall bekommen, jetzt kommt es endlich in unsere Kinos.</p>
<p style="margin: 0pt;">&#8220;The Messenger&#8221; erzählt von einem jungen Irakkriegsheimkehrer, gespielt von Ben Foster, der nach einer Verletzung für seine letzten Dienstmonate dazu verdonnert wird, mit einem abgestumpften Grobian, Woody Harrelson, Witwen und sonstige Hinterbliebene aufzusuchen, um ihnen die schlechtest mögliche Nachricht zu überbringen. Seine Freundin hat inzwischen einen anderen, sein Kollege schleppt auch einige Probleme mit sich herum und dann findet er auch noch Gefallen an einer frisch Verwitweten. Die Geschichte lässt sich Zeit und manche Entwicklung ist vorhersehbar, jedoch sind die Figuren so glaubhaft angelegt und werden so gut gespielt, dass mein Interesse in keiner Minute nachließ.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Nach all den Anti-Kriegs-Filmen, die es schon gibt, die mit unterschiedlichsten Mitteln immer wieder versucht haben, einen Eindruck vom Grauen zu vermitteln, ist es Moverman mit dieser Geschichte  und ihrem gänzlich neuen Ansatz tatsächlich gelungen, noch einmal effektiv in den Wunden zu stochern. Einfach, indem er ganz genau auf den angeschlagenen Rückkehrer, die Systematik der Benachrichtigungen und den Schmerz derjenigen schaut, die die Todesnachrichten empfangen.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Auf jegliche formalen Mätzchen wurde dabei verzichtet, das ist klassisches, ruhiges Erzählkino, wie es auch Clint Eastwood kultiviert. Meine ausdrückliche Empfehlung.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">
<p>&#8220;The Messenger“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zdBohkBbMXI" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20484/THE-MESSENGER/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_messenger_die_letzte_nachricht/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/the-messenger-die-letzte-nachricht/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein Sci-Fi-Film von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0123755/" target="_blank">Cube</a>&#8220;-Regisseur Vincenzo Natali über ein Wissenschaftlerpaar, das sich einen weiblichen Humanoiden züchtet, der beim Heranwachsen für Furcht und Schrecken und gehörige Verunsicherung sorgt. Scheint weder bei der Charakterzeichnung noch beim Plot frei von Klischees zu sein und sowohl mit frei- wie auch unfreiwilliger Komik aufzuwarten. In den Hauptrollen sind immerhin Adrien Brody und Sarah Polley zu sehen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/splice_das_genexperiment/links.htm" target="_blank">Splice – Das Genexperiment</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Kammerspiel über zwei Frauen und einen Mann, die in einer Berliner Altbauwohnung einen ambitionierten Sexfilm drehen. Wird von manchen sehr gelobt, das sei nicht nur ein mutiges Experiment, es ist auch von einem &#8220;sensationell mitreißenden Soundtrack&#8221; die Rede (<a href="http://www.schnitt.de/224,6072,01" target="_blank">Schnitt</a>). Im Trailer stoßen mich allerdings schon die Musik und die hölzern klingenden Dialogschnipsel so ab, dass ich gerne darauf verzichte, mir ein eigenes Urteil zu bilden. &#8220;Keine Sexperimente!&#8221;, schriebe ich, wäre das nicht ein wenig zu doof. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/bedways/links.htm" target="_blank">Bedways</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Sci-Fi-Katz-und-Maus-Thriller mit Jude Law, der auf einer hübschen Idee beruht, aber offenbar zu wenig daraus macht: Zukünftig können wir uns das Leben beträchtlich verlängern lassen, indem wir uns künstliche Organe einsetzen lassen. Die sind sauteuer und wer seine Raten nicht mehr zahlen kann, wird von erbarmungslosen Organeintreibern heimgesucht. Einer davon bekommt nach einem Unfall selber ein sauteures Herz verpasst, verliert seinen Job, kann nicht mehr zahlen und gerät – richtig geraten –  selbst ins Fadenkreuz der &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/repo_men/links.htm" target="_blank">Repo Men</a>&#8220;. Und dann geht halt die übliche Hatz los.</li>
<li>Teil drei der Stieg-Larsson-Trilogie. <a href="http://www.nytimes.com/2010/05/23/weekinreview/23ryan.html" target="_blank">Hier</a> ein Artikel aus der New York Times über die Verwandtschaft von Lisbeth Salander mit Pippi Langstrumpf. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/vergebung/links.htm" target="_blank">Vergebung</a>&#8220;)</li>
<li>Der dritte semidokumentarische Mongolenstreich von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Byambasuren_Davaa" target="_blank">Byambasuren Davaa</a>. Diesmal ohne weinende Kamele und gelbe Hunde, dafür mit einer pferdeköpfigen Geige und Pferdeliedern, so dass der Titel an die Vorgänger anknüpfen kann: &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_lied_von_den_zwei_pferden/links.htm" target="_blank">Das  Lied von den zwei Pferden</a>&#8220;</li>
<li>Eine autobiografische Doku, in der ein deutscher Filmemacher sich mit dem Gedächtnisverlust seines Vaters beschäftigt. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/forgetting_dad/links.htm" target="_blank">Forgetting Dad</a>&#8220;)</li>
<li>Ein ebenfalls halbdokumentarisches britisches Klimakatastrophendrama. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_age_of_stupid_warum_tun_wir_nichts/links.htm" target="_blank">Age of Stupid – Warum tun wir nichts?</a>&#8220;)</li>
<li>Getanze und Romanze für Bravoleserinnen zum Brillentarif. Aus Großbritannien. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/streetdance_3d/links.htm" target="_blank">Streetdance 3D</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Komödie, die schwarz sein soll und darum eine Hochzeit mit Leichen im Kofferraum und schwulen Gangstern kombiniert. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/diamantenhochzeit/links.htm" target="_blank">Diamantenhochzeit</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Neu seit letzter Woche:</p>
<ul>
<li>Ein französisches Debüt, das arg spät noch bei uns in einige Kinos kommt, ein Drama, das wohl ein wenig an die Filme der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dardenne_brothers" target="_blank">Dardennes</a> erinnert. Eine Obdachlose, ein Junkie im Wald, ein kleines Kind, ein Barockgarten und eine gehörige Portion Melodramatik, zusammen ergibt das &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dardenne_brothers" target="_blank">Versailles</a>&#8220;. Mit dem einbeinigen Depardieu-Sohn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guillaume_Depardieu" target="_blank">Guillaume</a> in einer seiner letzten Rollen.</li>
<li>Eine autobiografische Doku über Kindesmissbrauch. Michael Stock holt Geschwister, Mutter und auch den Täter, seinen Vater, vor die Kamera. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/postcard_to_daddy/links.htm" target="_blank">Postcard To Daddy</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Remake von George A. Romeros &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0069895/" target="_blank">The Crazies</a>&#8221; von 1973, wohl deutlich weniger doof als üblich im Horrorwiederholungsgeschäft, aber nichtsdestotrotz gänzlich überflüssig. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_crazies_fuerchte_deinen_naechsten/links.htm" target="_blank">The Crazies – Fürchte Deinen Nächsten</a>&#8220;)</li>
<li>Eine schwerst bemühte Indie-Komödie über einen ebenso bemühten siebzehnjährigen Sci-Fi-Fan und jede Menge weiterer gaaanz skuriller Typen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/keep_surfing/links.htm" target="_blank">Gentlemen Broncos</a>&#8220;)</li>
<li>Eine mit sehr schlichten Mitteln gänzlich undramatisch und unsentimental erzählte Geschichte über eine Zirkusfamilie, die ein kleines Findelkind aufnimmt. Ein österreichischer Film, gedreht in der römischen Peripherie. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/la_pivellina/links.htm" target="_blank">La Pivellina</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsch-schweizer-österreichischer Bollywoodfilm. Wenn Szenen von Hindifilmen gern in den Alpen gedreht werden, können wir das doch auch mal selber versuchen, mit echten Indern und einer Film-im-Film-Handlung als Rechtfertigung, dachten sich die Produzenten von &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/tandoori_love/links.htm" target="_blank">Tandoori Love</a>&#8221; offenbar. Das Ergebnis kann natürlich nicht mit den Originalen mithalten, ist aber auch keine Parodie. Was soll das?</li>
<li>&#8220;Sex and the City&#8221;, erneut für das Kino aufgewärmt, noch schlimmer als das letzte Mal und das in jeder Hinsicht, wenn man den Kritikern glauben darf. Das <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/sex_and_the_city_2/" target="_blank">Tomatometer</a> zeigt lausige 16% an. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/sex_and_the_city_2/links.htm" target="_blank">Sex and the City  2</a>&#8220;)</li>
<li>Ein dänischer Kinderfilm, der seine Protagonisten wieder einmal abenteuerliche Zeitreisen unternehmen lässt, diesmal treten Wikinger auf, ein Kreuz muss gesucht werden und eine böse Hexe gibt es es obendrein. Wahrscheinlich weniger schlimm, als es sich anhört. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/timetrip_der_fluch_der_wikinger_hexe/links.htm" target="_blank">Timetrip – Der Fluch der Wikingerhexe</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/a_nightmare_on_elm_street/links.htm" target="_blank"></a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein Ausschnitt aus &#8220;I&#8217;m not there&#8221;, Heath Ledger und Charlotte Gainsbourg spielen Robbie Clarke und Claire Clarke bzw. Bob Dylan und Suze Rotolo und dazu läuft der schönste aller Dylansongs, wie ich finde:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Dc-42Y17ejQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/Dc-42Y17ejQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Zwei+traurige+Todesboten+www.bit.ly/b8UqHa" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Ich-Schwäche des Feuilletons</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1559</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1559#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 May 2010 08:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>

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		<description><![CDATA[

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Wenn heutzutage für das FAS-Feuilleton vom Filmfestival in Cannes berichtet wird, dann kann die Autorin einfach mit ihrem langweiligen ersten Abend beginnen, den sie im Hotelzimmer mit diversen Branchenblättern verbringt. So weit, so gut. Insbesondere in den Kulturressorts hat sich die subjektive Schreiberei in der Tradition, die einst von Autoren wie Tom Wolfe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1560" title="Wir099" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/05/Wir099.jpg" alt="Wir099" width="520" height="313" /></p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p>Wenn heutzutage für das FAS-Feuilleton vom Filmfestival in Cannes berichtet wird, dann kann die Autorin einfach mit ihrem langweiligen ersten Abend beginnen, den sie im Hotelzimmer mit diversen Branchenblättern verbringt. So weit, so gut. Insbesondere in den Kulturressorts hat sich die subjektive Schreiberei in der Tradition, die einst von Autoren wie Tom Wolfe und Hunter S. Thompson begründet und im Deutschen von Magazinen wie Tempo und Spex etabliert wurde, endgültig durchgesetzt. Und wenn es um die mehr oder weniger schönen Künste geht und um ganz viel Meinung, dann ist offene eingestandene Subjektivität die ehrlichste und beste Wahl, die bei qualifizierten Schreibern mit Interesse an ihrem Sujet interessantere, lebendigere Texte ermöglicht.</p>
<p>Aber Verana Lueken schreibt leider nicht: &#8220;Statt von den Filmen dieses Jahres beginne ich von denen zu träumen, über deren verschiedene Stadien der Vorbereitung &#8216;Variety&#8217; oder &#8216;Screen&#8217; oder der &#8216;Hollywood Reporter&#8217; berichten.&#8221; Sie schreibt: &#8220;Statt von den Filmen dieses Jahres beginnen wir von denen zu träumen,  über deren verschiedene Stadien der Vorbereitung &#8216;Variety&#8217; oder &#8216;Screen&#8217;  oder der &#8216;Hollywood Reporter&#8217; berichten.&#8221;</p>
<p>In derselben Ausgabe der FAS schreibt Peter Richter über seinen Besuch der <a href="http://www.hausderkunst.de/hdk.de/index.php?StoryID=3449" target="_blank">Michael-Schmidt-Ausstellung</a> in München. Dabei ging ihm eine Melodie im Kopf rum. Er schreibt nicht: &#8220;Es hat schon seinen Grund, dass ich ständig die Schicksalsakkorde von Bowies &#8216;Sense of Doubt&#8217; (&#8230;) in den Ohren habe, wenn ich diese Bilder sehe.&#8221; Nein, da steht: &#8220;Es hat schon seinen Grund, dass man ständig die Schicksalsakkorde von  Bowies &#8216;Sense of Doubt&#8217; (&#8230;) in den Ohren hat, wenn man diese Bilder  sieht.&#8221;</p>
<p>Elmar Krekeler schreibt in der Welt Kompakt über einen Roman von Katharina Hacker, den er auch nach zweimaligem Lesen nicht kenne, weil er nämlich aus zwei unabhängigen Erzählsträngen bestehe, die im Buch nicht gleichberechtigt parallel abgedruckt würden. Über seine Leserfahrung schreibt er: &#8220;Selbst wenn wir diesen Roman zweimal gelesen haben, kennen wir ihn immer noch nicht. Und das liegt nicht an unserem beschränkten Verstand&#8221;. Unser Verstand. Im Ernst.</p>
<p>Christina Hoffman erzählt, wieder in der FAS, in einer alten Ausgabe, wo und wann sie das jüngste Album der Arctic Monkeys hören werde: &#8220;Zwar wird das neue Album der Arctic Monkeys laufen, wenn man ausgeht. Das macht aber gar nichts; dafür werden wir sie am Nachmittag, auf dem Weg zum Badesee, hören.&#8221;</p>
<p>Diese Beispiele habe ich auf die Schnelle zusammengesucht, in jeder Ausgabe einer beliebigen Zeitung finden sich im Kulturteil weitere.</p>
<p>Was sagt Ihr? Das seien doch keine wesentlichen Unterschiede? Es bleibe ja trotzdem deutlich, dass es um ganz persönliche Erlebnisse gehe? Das sei eben so üblich, nur ein Stilmittel?</p>
<p>Stimmt alles, ist so üblich und man übersetzt als Leser all die &#8220;mans&#8221; und &#8220;wirs&#8221; automatisch zurück in &#8220;ichs&#8221; und hat darum keinerlei Verständnisprobleme.</p>
<p>Saublöd und ärgerlich und peinlich ist die Konvention aber dennoch. Und je persönlicher die Erfahrung des Schreibers ist, von der er berichtet, desto mehr stört mich der verzickte Verzicht auf das &#8220;Ich&#8221;-Schreiben. Was soll der Quatsch?</p>
<p>Ich habe nachgeschlagen, diese Verwendung des &#8220;wir&#8221; nennt sich Pluralis Modestiae, der Plural der Bescheidenheit. Aber die Wirkung ist alles andere als bescheiden: Die sprachliche Verhüllung der Sprecherposition dient der leicht durchschaubaren Aufwertung der kleinen Erlebnisse und Meinungen. Pluralis Inflatis müsste das besser genannt werden. Dass das Feuilleton so etwas nötig hat, ist vielleicht ein weiteres Indiz für die Panik der Printjournaille vor Macht- und Bedeutungsverlust, wie sie fortwährend beim Abarbeiten an den bösen Bloggern und überhaupt dem ganzen Internetdings deutlich wird. Aus Angst, sich nicht ausreichend von all den unprofessionell meinenden und schreibenden Menschen im Netz und überhaupt in der Welt zu unterscheiden, setzt der Profi den Modestiae-Trick ein.</p>
<p>Wie armselig.</p>
<p>Mir scheint das übrigens ein rein deutsches Phänomen zu sein, englische und amerikanische Autoren schreiben jedenfalls entspannt, ganz gleich für welches Medium, &#8220;I&#8221; wenn sie sich meinen. Und &#8220;you&#8221; wie &#8220;man&#8221; im Deutschen nur, wenn das Subjekt eben wirklich niemand Spezielles ist. Wie ist das in anderen Sprachen, kommt es da zu verkorksten Pluralbildungen in journalistischen Texten? Für sachkundige Hinweise in den Kommentaren wäre ich dankbar.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+Ich-Schw%C3%A4che+des+Feuilletons+www.bit.ly/agvVAp" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neu im Kino: Wahre Geschichten und doofe Geschichten</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 16:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 20.5.2010

Als die Rezensions-DVD schließlich hakt, das Bild einfriert, während die Säufer auf der Tonspur noch ein wenig weiter quasseln, ist das kein großes Drama: Es interessiert mich nicht mehr sonderlich, wie der belgische Film „Die Beschissenheit der Dinge“ zu Ende geht. Der Titel war vielversprechend, das Herkunftsland sowieso, aber dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1556" title="KW21" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/05/KW211.jpg" alt="KW21" width="520" height="289" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 20.5.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<blockquote><p>Als die Rezensions-DVD schließlich hakt, das Bild einfriert, während die Säufer auf der Tonspur noch ein wenig weiter quasseln, ist das kein großes Drama: Es interessiert mich nicht mehr sonderlich, wie der belgische Film „Die Beschissenheit der Dinge“ zu Ende geht. Der Titel war vielversprechend, das Herkunftsland sowieso, aber dann gibt es nur eine trost- aber zum Glück nicht endlose Aneinanderreihung von White-Trash-Episoden zu sehen, die weder von einem Handlungsgerüst, noch von Komik oder sonstigem Kitt zusammengehalten werden. Es geht um haarige Säufer in der flämischen Provinz, vier erwachsene Brüder, die gemeinsam bei ihrer alten Mama wohnen, die sie mit ihrer spärlichen Rente durchfüttert. Erzählt wird aus der Perspektive Gunthers, eines Dreizehnjährigen mit grotesker Vokuhila-Frisur, dem Sohn eines der Nichtsnutze. Er wischt seinem auf dem Fußboden schlafenden Vater mit dessen dreckiger Unterhose fürsorglich die Kotze aus dem Gesicht, schaut den Onkels bei Biertrinkwettbewerben und Nacktfahrradrennen zu oder lässt sich von deren Kneipenbekanntschaft den frisch erworbenen künstlichen Blasenausgang vorführen. Die Handkamera ruckelt wild herum und rückt den wackeren Darstellern unangenehm auf den Leib, ab und zu verschwindet völlig unmotiviert die Farbe aus dem Bild und manchmal springt die Erzählzeit zum erwachsenen Gunther, der das alles aufschreibt und seine Freundin schlecht behandelt, doch nützen all die Anstrengungen nichts, das Ergebnis bleibt eine recht öde und wenig witzige Angelegenheit. Und dass zwischen den drastischen Szenen dann immer mal wieder versucht wird, die hässlichen Verlierer als harte Kerls mit Herz darzustellen, ist nachgerade ärgerlich.<br />
Später stellt sich heraus, dass die anekdotische Erzählweise auf der Vorlage beruht: einem <a href="http://www.amazon.de/Die-Beschissenheit-Dinge-Dimitri-Verhulst/dp/3630621201" target="_blank">autobiografischen Buch</a> desselben Titels von Dimitri Verhulst. Da zeigt sich wieder mal, dass das Leben keineswegs die besten Geschichten schreibt. Sondern ziemlich schlechte.</p></blockquote>
<p>So oder ein wenig kürzer wird es nächste Woche in der Titanic zu lesen sein. Ganz so negativ wie &#8220;Hans Mentz&#8221; beurteilen den Film die wenigsten, in Cannes hat der Film letztes Jahr gar einen Preis gewonnen (<em>C.I.C.A.E.</em>-Preis – Besondere Erwähnung) und bei <a href="http://www.imdb.com/title/tt1075110/" target="_blank">imdb</a> wurde die beachtliche Durchschnittsnote 7,6 vergeben.</p>
<p>&#8220;Die Beschissenheit der Dinge“: <a href="http://www.dbdd-film.de/index.php?id=26" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21406/DIE-BESCHISSENHEIT-DER-DINGE/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_beschissenheit_der_dinge/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/die-beschissenheit-der-dinge/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Noch eine &#8220;wahre Geschichte&#8221;: Ein Filmproduzent hat geschäftliche Schwierigkeiten und bringt sich um. Der Film interessiert sich für die, die zurück bleiben, Frau und Kinder, zeigt ihr Leben offenbar ganz unsentimental vor und nach dem schrecklichen Ereignis. Bleibt die Frage, ob man da mitleiden will. Die <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21405/DER-VATER-MEINER-KINDER/Kritik/" target="_blank">Kritiken</a> sind durchweg gut bis sehr gut. Es ist der zweite Film der jungen, französischen Regisseurin Mia Hansen-Løve. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_vater_meiner_kinder/links.htm" target="_blank">Der Vater meiner Kinder</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Doku über die Reiter von Isarwellen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/keep_surfing/links.htm" target="_blank">Keep Surfing</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Drama, das sich ums Schwulsein im orthodoxen Judentum dreht. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/du_sollst_nicht_lieben/links.htm" target="_blank">Du sollst nicht lieben</a>&#8220;)</li>
<li>Die Verfilmung eines <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/27734.html" target="_blank">Manga</a> von Jiru Taniguchi, in dem ein Familienvater den falschen Zug nimmt und im Dorf sowie im vierzehnjährigen Körper seiner Kindheit ankommt. Die <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21410/VERTRAUTE-FREMDE/Kritik/" target="_blank">Kritiken</a> fallen überwiegend freundlich aus, doch ich vertraue eher jenen, die das alles arg glatt und gefällig finden. Mir hat schon der Vorgänger des Regisseurs Sam Gabarski, &#8220;Irina Palm&#8221;, wenig zugesagt. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/vertraute_fremde/links.htm" target="_blank">Vertraute Fremde</a>&#8220;)</li>
<li>Ein, nach den <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/nightmare_on_elm_street_2010/" target="_blank">Kritiken</a> zu urteilen, grottenschlechter Neustart der Freddy-Krueger-Serie (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/a_nightmare_on_elm_street/links.htm" target="_blank">Nightmare  On Elmstreet</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein abgeschmacktes, bombastisches Abenteuer-Spektakel nach einem Videospiel, mit Jake Gyllenhaal. Ein nicht enden wollender Ausschnitt wurde in der Pressevorführung vor Tim Burtons &#8220;Alice&#8221; gezeigt und hat mir gleich gründlich die Laune verdorben.  (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/prince_of_persia_der_sand_der_zeit/links.htm" target="_blank">Prince Of Persia</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein Ausschnitt aus einem TV-Bericht über eine doch recht ungewöhnliche Promoaktion für &#8220;Die Beschissenheit der Dinge&#8221;, letztes Jahr auf der Croisette:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/s0Lz37lZkY4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/s0Lz37lZkY4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Wahre+Geschichten+und+doofe+Geschichten+www.bit.ly/9lkwLu" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neu im Kino: Wes Anderson spielt mit Puppen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 20:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 13.5.2010

&#8220;Wenn das passiert, von dem ich glaube, dass es passiert, hoffe ich, dass es nicht passiert&#8221;, sagt Mrs. Fox, als sie ihren Gatten, den &#8220;fantastischen Mr. Fox&#8221;, mitsamt seinem Neffen dabei erwischt, wie sie mit Masken vor den Gesichtern aus dem Haus schleichen, um auf Diebestour zu gehen. Im Kinderbuch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1542" title="KW20" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/05/KW20.jpg" alt="KW20" width="520" height="394" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 13.5.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<blockquote><p>&#8220;Wenn das passiert, von dem ich glaube, dass es passiert, hoffe ich, dass es nicht passiert&#8221;, sagt Mrs. Fox, als sie ihren Gatten, den &#8220;fantastischen Mr. Fox&#8221;, mitsamt seinem Neffen dabei erwischt, wie sie mit Masken vor den Gesichtern aus dem Haus schleichen, um auf Diebestour zu gehen. Im <a href="http://www.amazon.de/fantastische-Mr-Fox-rotfuchs/dp/3499214113" target="_blank">Kinderbuch</a> von Roald Dahl reden die Füchse, wie auch alle anderen Figuren, noch ganz anders: Da fleht Mrs. Fox ihren Mann an, doch bitte vorsichtig zu sein. Wes Anderson, der vielgeliebte und vielgehasste Regisseur der &#8220;Royal Tenenbaums&#8221; und der &#8220;Tiefseetaucher&#8221;, hat sich für seinen Stop-Motion-Trickfilm die kurze, vorbildlich unmoralische Fabel vom schlauen, diebischen Fuchs und den drei ihn jagenden, widerwärtigen und bösartigen Bauern gegriffen und daraus etwas ganz anderes gemacht: eines jener detailverliebten, recht pointenlosen, dafür aber anspielungsreichen, meist unernsten und latent melancholischen Familiendramen, wie sie Anderson nun mal gerne macht. Das Ergebnis hat mehr mit J. D. Salingers verschrobener <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Glass_family" target="_blank">Glass-Sippe</a> zu tun als mit den auf ganz andere Weise abseitigen Erzählwelten Roald Dahls. Da haben die Kinder im Publikum leider Pech, sie bekommen allenfalls die Hälfte aller Anspielungen mit. Dafür sieht der Puppentrick aus wie die osteuropäischen Animationsfilme in der Tradition von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rz0wAD1o0gs" target="_blank">Wladyslaw Starewicz</a> – und das passt zur visuell immer schon sehr artifiziell und verspielt wirkenden Erzählweise Andersons ausgesprochen gut. Wer, wie ich, seinen Realfilmen etwas abgewinnen konnte und mit Puppenfilmen kein Problem hat, der wird auch vom &#8220;Fantastischen Mr. Fox&#8221; manierlich unterhalten werden.</p></blockquote>
<p>Schreibt &#8220;Hans Mentz&#8221; in der <a href="http://www.titanic-magazin.de/hk_1005.html?&amp;tx_kharticlepages_pi1[page]=4&amp;cHash=a642d8af4437a911d7baefb5465830e6" target="_blank">Titanic</a> und der weiß, wovon er spricht. Der Trailer schafft es nicht, wirklich einen Eindruck vom Film zu vermitteln, lasst Euch davon nicht abschrecken. Und die deutsche Fassung ist gelungen, da besteht kein Grund zur Sorge. Man verpasst allerdings George Clooney, Bill Murray, Michael Gambon, Jason Schwartzman und Owen Wilson, die den Puppen im Original ihre Stimmen geliehen haben. Die <a href="http://blogs.laweekly.com/westcoastsound/off-the-record/wes-anderson-desplat-fantastic/" target="_blank">Songauswahl</a> des Soundtracks zeugt, wie stets bei Anderson, von erlesenem Geschmack.</p>
<p><a href="http://www.plymptoons.com/" target="_blank">Bill Plympton</a>, der manische Trickfilmer und Allesselbermacher ist übrigens ganz anderer Meinung: Er kann den Fuchsfilm <a href="http://www.plymptoons.com/scrapbook/scrap041010.html" target="_blank">nicht ausstehen</a>: &#8220;Die Geschichte ist nicht nur völlig fade, auch der Stil ist sehr dumpf und antivisuell. Ich habe die Figuren und die Gestaltung der Hintergründe gehasst.&#8221;</p>
<p>&#8220;Der fantastische Mr. Fox“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/fox_searchlight/fantasticmrfox/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21008/DER-FANTASTISCHE-MR-FOX/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_fantastische_mr_fox/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/der-fantastische-mr-fox/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein Filmfestival-Film aus der Türkei, in dem auch deutsches Geld steckt. Eine &#8220;bildstarke Reflexion der Sinnfrage&#8221;, wie Bernd Buder im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10691" target="_blank">Filmdienst</a> schreibt. Ein Mann, der aus politischen Gründen eingebuchtet worden war, kommt nach zehnjähriger Haftstrafe in seine ländliche Heimat zu seiner Mutter zurück und macht da nicht viel. Trifft sich mit einem ehemaligen Genossen und lernt eine Nutte kennen, die von Herzen gut ist und sich für russische Literatur interessiert. Dazu soll es wieder ganz viel elegische Naturbilder geben. Vielleicht lag ich mit meiner Einschätzung von &#8220;Liverpool&#8221; <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1436" target="_blank">neulich</a> falsch. Aber ich fresse einen Staubsauger, wenn das hier kein unorigineller, prätentiöser Pseudotiefsinn ist. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/herbst/links.htm" target="_blank">Herbst</a>&#8221; heißt der Film. Das auch noch.</li>
<li>Eine deutsche Doku über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilja_Kabakow" target="_blank">Ilja Kabakov</a>. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/fliegen_und_engel/links.htm" target="_blank">Fliegen und Engel</a>&#8220;)</li>
<li>Ein irakischstämmiger Schauspieler fährt erstmals seine leiblichen Eltern besuchen und lässt sich dabei von einem Dokumentarfilmteam begleiten. Ist, mit Glück, so eine Art RTL-Dokusopa, nur weniger debil. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mein_vater_mein_onkel/links.htm" target="_blank">Mein Vater. Mein Onkel</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Romcom mit Jennifer Lopez, so doof, wie romantische Komödien heutzutage halt meist sind. Ich würde gerne mal einen schlauen Text lesen, der sich damit beschäftigt, wie das großartige <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Screwball_comedy_film" target="_blank">Screwball-Genre</a> so auf den Hund kommen konnte. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/plan_b_fuer_die_liebe/links.htm" target="_blank">Plan B für die Liebe</a>&#8220;)</li>
<li>Eine japanische Geisterbahnfahrt in 3D, führt, wie Jörg Gerles im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10696" target="_blank">Filmdienst</a> schreibt, eher zu &#8220;Schwindel- als zu Spannungszuständen&#8221;. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/schock_labyrinth_3d/links.htm" target="_blank">Schock Labyrinth 3D</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine weitere <a href="http://www.filmz.de/film_2010/robin_hood/links.htm" target="_blank">Robin-Hood-Verfilmung</a>, diesmal von Ridley Scott, mit Russell Crowe. Wohl für Zwölfjährige, die noch keine der ca. vierzig früheren Adaptionen kennen. Mein Lieblingsrobin aller Zeiten ist der hier. Wie schade, dass es nur diese eine kleine, aber unvergessliche Szene gibt:</li>
</ul>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/avNSz8MxlGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/avNSz8MxlGo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein hübsches Musikvideo von <a href="http://www.parsonbrown.nl" target="_blank">Parson Brown</a>, einer holländischen Band, animiert von Bill Plympton. Wer etwas damit anfangen kann, findet bei youtube noch <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=bill+pympton&amp;aq=f" target="_blank">jede Menge</a> mehr.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/mLTIIkj-_I8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/mLTIIkj-_I8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Wes+Anderson+spielt+mit+Puppen+www.bit.ly/cXPkiY" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Schau! Mich! An!</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 07:51:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schöne Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Schöne Worte]]></category>

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		<description><![CDATA[So gefällt mir prinzipielle Kritik am Medium Fernsehen. Video von Beth Fulton. Ich bin bei Thomas Knüwer drüber gestolpert.

* * *




* * *
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So gefällt mir prinzipielle Kritik am Medium Fernsehen. Video von Beth Fulton. Ich bin bei <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/05/das-ende-des-anschreiens/" target="_blank">Thomas Knüwer</a> drüber gestolpert.</p>
<div style="text-align:center">
<p class="abstand">* * *</p>
</div>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10857606&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10857606&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/10857606"><br />
</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Schau%21+Mich%21+An%21+http://www.gunnargeller.de/site/?p=1531" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Ein Eisenmann und lukrativer transzendentaler Spinnkram</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1518</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1518#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 May 2010 00:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gunnargeller.de/site/?p=1518</guid>
		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 7.5.2010

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&#8220;Iron Man&#8221; wollte ich erst nicht sehen, vor zwei Jahren, als er in die Kinos kam. Ein guter Ruf eilte ihm zwar voraus, aber auf Lobgesänge für Action-Comic-Verfilmungen gebe ich nichts mehr, nach den maßlos gefeierten Spidey- und Batmanfilmen, die dann doch ihre naiven Geschichtchen mit peinlicher Ernsthaftigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1519" title="KW19" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/05/KW19.jpg" alt="KW19" width="520" height="367" /></p>
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<p><em>Die Filmstarts vom 7.5.2010</em></p>
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<p>&#8220;Iron Man&#8221; wollte ich erst <a href="http://kinoprovinz.blogspot.com/2008/05/der-eisenmann-der-derwisch-und-die-tote.html" target="_blank">nicht sehen</a>, vor zwei Jahren, als er in die Kinos kam. Ein guter Ruf eilte ihm zwar voraus, aber auf Lobgesänge für Action-Comic-Verfilmungen gebe ich nichts mehr, nach den maßlos gefeierten Spidey- und Batmanfilmen, die dann doch ihre naiven Geschichtchen mit peinlicher Ernsthaftigkeit darboten. Aber diesmal lag ich völlig daneben, &#8220;Iron Man&#8221; hat sich mit Abstand als unterhaltsamster und überhaupt erfreulichster aller Superheldenfilme herausgestellt.</p>
<p>Teil zwei, der jetzt in die Kinos kommt, habe ich mir dann gerne vorab angeschaut, ich fand ihn nur leider vergleichsweise etwas enttäuschend, trotz eines wiederum wunderbaren Robert Downey Jr. als egozentrischer Waffenschmiedeboss und Selfmadesuperheld Tony Stark und trotz Scarlett Johannson. Wer für die etwas übrig hat, kommt um &#8220;Iron Man 2&#8243; allerdings nicht rum, denn hier ist sie kein bisschen blond und blöd, sondern schwarz und gefährlich und das steht ihr ausgesprochen gut.</p>
<p>Das Hauptproblem des Films: Es mangelt ihm an Leichtigkeit. Tony Stark kämpft über weite Teile des Films mit dem Leben und das ist dann wieder doofes großes Drama, das sich mit dem albernen Genre eben nicht gut verträgt. Und Mickey Rourke gibt einen arg eindimensionalen russischen Bösewicht, aber zum Ausgleich bereitet Sam Rockwell als Starks überdrehter, krankhafter Konkurrent viel Vergnügen. Die scheppernden Kämpfe nehmen erfreulich wenig Raum ein und die Handlung ist angenehm unübersichtlich und AC⚡DC im Soundtrack habe ich auch gut ertragen und darum ist der Film trotz aller Schwächen noch deutlich besser, als &#8220;Dark Knight&#8221; und Konsorten.</p>
<p>&#8220;Iron Man 2“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/paramount/ironman/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20979/IRON-MAN-2/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/iron_man_2/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/iron-man-2/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
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<p>Ein sympathisches Projekt: David Sieveking, ein junger deutscher Regisseur, frisch von der Filmhochschule, nimmt Kontakt zu David Lynch auf, erhält von diesem aber weder Rat noch Auskunft zum Thema Film, wird stattdessen eingeführt in die Transzendentale Meditation, die Sekte des Maharishi Mahesh Yogi. Sieveking widmet sich nun wirklich der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transzendentale_Meditation" target="_blank">TM</a>&#8221; und macht daraus in Michael-Moore-Manier einen Dokumentarfilm: Er belegt Kurse, reist in die USA und nach Indien, bleibt dabei immer selbst im Blickfeld der Kamera und guckt sich das Unternehmen sehr genau an. Ich finde es toll, wenn jemand Gelegenheiten zu nutzen weiß. Und bin sehr gespannt.</p>
<p>&#8220;David Wants to Fly“: <a href="http://www.davidwantstofly.de/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21295/DAVID-WANTS-TO-FLY/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/david_wants_to_fly/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/david-wants-to-fly/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
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<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine verhärmte Pariser Concierge mit einer Leidenschaft für russische Literatur, ein lebensmüdes Kind und ein &#8220;geheimnisvoller&#8221; Japaner treffen aufeinander und &#8220;bald bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an&#8221;, so der Pressetext. Auweia. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_eleganz_der_madame_michel/links.htm" target="_blank">Die Eleganz der Madame Michel</a>&#8221; heißt der französisch-italienische Film und darum ist anzunehmen, dass aus dem hässlichen Concierge-Entlein unter kindlicher wie japanischer Mithilfe ein wunderschöner Schwan wird.</li>
<li>Ein zartes Indie-Filmchen über eine Zwanzigjährige, ihre Liebesprobleme und ihre Krankheit, Epilepsie. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_exploding_girl/links.htm" target="_blank">The Exploding Girl</a>&#8221; heißt er und ist wohl nicht sonderlich explosiv.</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/tiger_team/links.htm" target="_blank">Tiger Team</a>&#8221; ist ein aufwendiger deutschsprachiger Kinderfilm, der seine kindlichen Hauptdarsteller Indiana-Jones-artige Abenteuer in China erleben lässt. Beruht auf einer Schneiderbuchreihe von Serienschreiber Thomas Brezina, ist aber, wie die Bibi-Blocksberg-Adaptionen oder der Hexe-Lili-Film, vermutlich auch wieder besser als die lieblos zusammen geschraubte Vorlage. Meine elfjährige Tochter, die jetzt andauernd die Nase über &#8220;Kinderkram&#8221; rümpft, war schon drin – ohne mich – und ihr hat es gefallen: &#8220;Ganz o.k.&#8221;, meinte sie und das ist ein recht großes Lob.</li>
<li>George A. Romero demontiert weiter seinen eigenen Mythos mit der sechsten Neuauflage der alten Zombiegeschichte, die, wie es aussieht, wieder nur auf ein schwaches Selbstplagiat hinausläuft, dieses Mal mit Western-Touch. &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/george_a_romero_s_survival_of_the_dead/links.htm" target="_blank">Survival Of The Dead</a>&#8220;</li>
<li>Aus Spanien kommt ein tragikomisches und leicht skurriles Drama um den Kampf gegen ein dreckschleuderndes Kohlekraftwerk. Macht einen recht biederen Eindruck und wird hier bei uns, im Land der Biosupermärkte, sicher trotzdem sein Publikum finden. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/federicos_kirschen_cenizas_del_cielo/links.htm" target="_blank">Federicos Kirschen</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Experiment von Peter Liechti: Er lässt einen Text vortragen, in dem jemand seinen Versuch, sich zu Tode zu hungern protokolliert und zeigt dazu allerlei assoziatives Bildwerk, wohl vorwiegend aus dem Bereich Flora und Fauna. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_summen_der_insekten/links.htm" target="_blank">Das Summen der Insekten</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsches Melodram um Deutschtürken, die natürlich fast zwischen den Kulturen zerrieben werden, inklusive Ehrenmord und allem drum und dran. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/ayla/links.htm" target="_blank">Ayla</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine wohl recht öde Schmonzette von Lasse Hallström, die Adaption eines Nicholas-Sparks-Romans. Mir wird schon beim Titel schlecht: &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_leuchten_der_stille/links.htm" target="_blank">Das Leuchten der Stille</a>&#8220;.</li>
</ul>
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<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
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<p>Und noch etwas, eine Menge Fotos von den Beatles mit dem Maharishi Mahesh Yogi, schön kompiliert und dazu läuft &#8220;Gopala Krishna&#8221;, ein Outtake von George Harrisons Album &#8220;All Things Must Pass&#8221; von 1970:</p>
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<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/pVRVEVtWCOk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/pVRVEVtWCOk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Ein+Eisenmann+und+lukrativer+transzendentaler+Spinnkram+http://www.gunnargeller.de/site/?p=1518" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Fukunagas erstaunliches Debüt sowie Kitsch, Romcoms und diverse Dokus</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 10:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Auf der sicheren Seite]]></category>
		<category><![CDATA[Baarìa]]></category>
		<category><![CDATA[Cary Fukunga]]></category>
		<category><![CDATA[Das Orchester von Piazza Vittorio]]></category>
		<category><![CDATA[Die Konkurrenten – Russlands Wunderkinder 2]]></category>
		<category><![CDATA[ein Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[Filmstarts]]></category>
		<category><![CDATA[I Love You Phillip Morris]]></category>
		<category><![CDATA[LowLights – Eine Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Mit dir an meiner Seite]]></category>
		<category><![CDATA[Sin Nombre]]></category>
		<category><![CDATA[Verrückt nach Steve]]></category>
		<category><![CDATA[Young Victoria]]></category>

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		<description><![CDATA[
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Die Filmstarts vom 29.4.2010

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Nicht nur der Film der Woche, sondern einer der Filme des Jahres ist &#8220;Sin Nombre&#8221;. Habe ich schon drüber geschrieben. Die deutsche Tonfassung ist gelungen, keine Sorge also, wenn keine OmU-Kopie in der Nähe läuft. Die Hauptdarsteller sind Edgar Flores und Paulina Gaitan, zwei Namen, denen man sicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1500" title="KW18: Sin Nombre" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/KW18.jpg" alt="KW18: Sin Nombre" width="520" height="294" /></p>
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<p><em>Die Filmstarts vom 29.4.2010</em></p>
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<p>Nicht nur der Film der Woche, sondern einer der Filme des Jahres ist &#8220;Sin Nombre&#8221;. Habe ich schon <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1491" target="_blank">drüber geschrieben</a>. Die deutsche Tonfassung ist gelungen, keine Sorge also, wenn keine OmU-Kopie in der Nähe läuft. Die Hauptdarsteller sind <a href="http://www.imdb.com/name/nm1060363/" target="_blank">Edgar Flores</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm2103508/" target="_blank">Paulina Gaitan</a>, zwei Namen, denen man sicher noch öfter begegnen wird. Das aktuelle Projekt von Regisseur Cary Fukunaga, das derzeit in England gedreht wird, ist übrigens ausgerechnet eine neue <a href="http://www.firstshowing.net/2010/04/26/first-look-cary-fukunagas-jane-eyre-with-mia-wasikowska/" target="_blank">Filmversion</a> von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Eyre" target="_blank">Jane Eyre</a>&#8220;.</p>
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<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine Romcom mit Jim Carrey und Ewan McGregor als schwules Paar. Läuft in den USA erst im Juli an, nachdem das Publikum in 21 anderen Ländern den Film schon sehen konnte. Machen die Verleiher in der Regel so, wenn sie einen Riesenflop und miese Rezensionen erwarten. In <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/i_love_you_phillip_morris/" target="_blank">Großbritannien</a> waren die Kritiken jedoch gut und den <a href="http://www.imdb.com/title/tt1045772/" target="_blank">imdb-Nutzern</a> gefällt die Komödie auch. Mir aber wohl eher nicht.(&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/i_love_you_phillip_morris/links.htm" target="_blank">I Love You Phillip Morris</a>&#8220;)</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/verrueckt_nach_steve/links.htm" target="_blank">Verrückt nach Steve</a>&#8221; mit Sandra Bullock scheint dagegen eine miserable Komödie zu sein, nach recht einhelliger <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/allaboutsteve" target="_blank">Kritikermeinung</a>. &#8220;Eine gleichzeitig zahn- und geschmacklose Satire über Sensationsjournalismus im Fernsehen&#8221;, schreibt Claudia Puig in <a href="http://www.usatoday.com/life/movies/reviews/2009-09-03-all-about-steve_N.htm" target="_blank">USA Today</a>.</li>
<li>Wohl nicht ganz so grottig: <a href="http://www.filmz.de/film_2010/zu_scharf_um_wahr_zu_sein/links.htm" target="_blank">&#8220;Zu scharf um wahr zu sein&#8221;</a>, eine Romcom mit Derbheiten in Judd-Apatow-Manier über einen netten Deppen und eine busige Blonde.</li>
<li>Ein deutsche Doku über gated Communities in verschiedenen Teilen der Welt. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/auf_der_sicheren_seite/links.htm" target="_blank">Auf  der sicheren Seite</a>&#8220;) Noch lieber würde ich eine Verfilmung des T.-C.-Boyle-Romans &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Tortilla_Curtain" target="_blank">The Tortilla Curtain</a>&#8221; (dt.: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Am%C3%A9rica" target="_blank">América</a>&#8220;) sehen. Vielleicht von Clint Eastwood? Ups, eben sehe ich, dass eine <a href="http://www.boxofficeprophets.com/tickermaster/listing.cfm?TMID=1573:The_Tortilla_Curtain" target="_blank">Adaption mit Kevin Costner</a> offenbar schon weit gediehen war  &#8230;</li>
<li>Ein großes sizilianisches Epos über drei Generationen hinweg, vom etablierten Spezialisten für Kitsch und Rührseliges, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Tornatore" target="_blank">Giuseppe Tornatore</a>. Werde ich einen großen Bogen drum machen, obwohl – oder weil – ich Sizilien so liebe. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/baaria_eine_italienische_familiengeschichte/links.htm" target="_blank">Baarìa</a>&#8220;)</li>
<li>Auch aus Italien: Eine Doku über ein römische Band, die sich &#8220;L&#8217;orchestra di Piazza Vittorio&#8221; nennt. Die Musiker sind durchweg Immigranten, das ganze Projekt ist offenbar als politisches Statement gedacht. Läuft vorerst nur in Berlin. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_orchester_von_piazza_vittorio/links.htm" target="_blank">Das Orchester von Piazza Vittorio</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutsch-litauischer Film der zwei Männern und einer geheimnisvollen &#8220;Schönen der Nacht&#8221; dabei zusieht, wie sie durch die Peripherie von Vilnius fahren. &#8220;Atmosphärisches urbanes Roadmovie, Liebesgeschichte und Buddy Movie&#8221;, verspricht der Pressetext. Och nee. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/lowlights_eine_nacht_ein_ritual/links.htm" target="_blank">LowLights – Eine Nacht, ein Ritual</a>&#8220;)</li>
<li>Noch eine deutsche Doku, über klassische Musiker aus Russland. Knüpft an einen Film über musikalische &#8220;Wunderkinder&#8221; von 2000 an. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_konkurrenten_russlands_wunderkinder_ii/links.htm" target="_blank">Die Konkurrenten – Russlands Wunderkinder 2</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine wohl lausige Disney-Schnulze mit Teenie-Star Miley Cyrus. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mit_dir_an_meiner_seite/links.htm" target="_blank">Mit dir an meiner Seite</a>&#8220;)</li>
<li>Schon seit letzter Woche läuft außerdem ein romantischer Kostümfilm, in dem es um eine große Liebe der Königin Victoria geht. Hatte ich glatt übersehen und will ich ganz sicher niemals sehen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/young_victoria/links.htm" target="_blank">Young Victoria</a>&#8220;)</li>
</ul>
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<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
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<p>Und noch etwas, der Trailer von &#8220;Sin Nombre&#8221;:</p>
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<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/xy28rYE8NIw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/xy28rYE8NIw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Fukunagas+erstaunliches+Deb%C3%BCt+sowie+Kitsch%2C+Romcoms+und+diverse+Dokus+www.bit.ly/b0oxLc" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die reinste Hölle</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 14:42:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Cary Fukunga]]></category>
		<category><![CDATA[Sin Nombre]]></category>
		<category><![CDATA[Three Burials]]></category>

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Ganz großes Kino. Der amerikanische Regisseur Cary Fukunaga hat einen mitreißenden Thriller geschrieben und gedreht, der einen schon packt, wenn man noch keine Ahnung hat, wie die beiden Handlungsstränge im weiteren Verlauf zusammengeführt werden. Und dabei läuft die Maschine bis dahin nur mit halber Kraft. Wir lernen einerseits die junge Sayra in Honduras kennen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1492" title="0000sin" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/0000sin.jpg" alt="0000sin" width="520" height="133" /></p>
<p>Ganz großes Kino. Der amerikanische Regisseur Cary Fukunaga hat einen mitreißenden Thriller geschrieben und gedreht, der einen schon packt, wenn man noch keine Ahnung hat, wie die beiden Handlungsstränge im weiteren Verlauf zusammengeführt werden. Und dabei läuft die Maschine bis dahin nur mit halber Kraft. Wir lernen einerseits die junge Sayra in Honduras kennen, die mit ihrem Onkel und ihrem Vater, der sie vor Jahren im Stich gelassen und in New Jersey eine zweite Familie gegründet hat, illegal in die USA einreisen will. Und andererseits Caspar in Mexico, ein Mitglied der ultrabrutalen Gang <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Salvatrucha" target="_blank">Mara Salvatrucha</a>, der vergeblich versucht, außerhalb der Gangwelt eine ganz normale Liebesbeziehung aufrecht zu erhalten und einen zwölfjährigen Knirps in die blutigen Geschäfte einführt. Die Reise von Sayra samt Familienangehörigen wird im Wesentlichen auf den Dach eines Zuges absolviert, zusammen mit Tausenden von anderen Reisenden, alle auf dem Weg nach Norden, in die verheißungsvollen Staaten von Amerika. Und sie wird zur Jagd. Ich mag nicht verraten, wer da genau wen jagt, seht zu, dass Ihr auch anderswo bloß nicht zuviel über den Plot lest. Die Konstellation von Jäger und Gejagtem ist von böser Ironie.</p>
<p>Mexico ist hier, ganz anders als in anderen Filmen jüngeren Datums wie „<a href="http://www.imdb.com/title/tt0419294/" target="_blank">Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada</a>“, die reinste Hölle, aus der die Zuschauer, genau wie die Protagonisten, nichts als entkommen wollen und das Packende ist nicht nur dem effektiv konstruierten Plot, der geschickten Regie, der glaubhaften Darstellung oder dem wunderbaren, ganz konventionell eingesetzten Score von Marcelo Zarvos geschuldet, sondern vor allem auch dem Realismus, mit dem das alles geerdet wird. Falls es denn welcher ist und nicht nur die außergewöhnlich glaubhafte Vorspiegelung eines solchen. Fukunga hat als Darsteller teils sogar echte Mara-Salvatrucha-Mitglieder eingesetzt und ist, als er das Drehbuch schrieb, selbst wochenlang auf Zügen in Mexico unterwegs gewesen. Aber vielleicht hat die geschilderte Ganghölle trotzdem nur soviel mit ihrem realen Vorbild zu tun wie die Familie der Corleones mit der Mafia. „Sin Nombre“ ist kein Sozialdrama, der Film ist perfekte Unterhaltung. Das Elend der Emigranten wie die Tätowierungen der Gangboys, sie liefern beeindruckende Bilder und erfüllen ihre Funktion für Atmosphäre und Handlung. Mehr nicht.</p>
<p>Eines sei noch verraten: Ganz zum Schluss, als tatsächlich wer in den USA angekommt, da sieht das gelobte Land in der winzigen Szene viel trostloser aus, als die Hölle zuvor: Es ist eine graue Wüste aus Shoppingmalls, Parkplätzen und Betonrampen. Ein kleiner, visueller Akzent, eines der vielen Details, die „Sin Nombre“ bei aller Konventionalität zu etwas ganz Besonderem machen. Kaum zu glauben, dass das der Debütfilm eines Zweiunddreißigjährigen ist.</p>
<p>&#8220;Sin Nombre“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/focus_features/sinnombre/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21102/SIN-NOMBRE/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/sin_nombre/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/sin-nombre/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+reinste+H%C3%B6lle+www.bit.ly/btgULN" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Zukunft der Printmedien</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1487</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 08:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deutschespressemuseum.de/"><img src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/Pressemuseum.jpg" alt="Pressemuseum" title="Pressemuseum" width="520" height="231" class="alignnone size-full wp-image-1488" /></a></p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Die+Zukunft+der+Printmedien+www.bit.ly/awevKP" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Verspieltes und Hochglänzendes</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 11:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 22.4.2010

* * *
&#8220;Vorsicht Sehnsucht&#8221; ist der jüngste Film von Nouvelle-Vague-Altmeister Alain Resnais. Wird von den Meisten schwer gelobt und kaum eine Kritik kommt ohne das Wort &#8220;verspielt&#8221; aus, Resnais fange an, eine  einfache Geschichte zu erzählen, die er dann intelligent und von leichter Hand in reinen Möglichkeiten auflöse, so der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1478" title="KW17" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/KW17.jpg" alt="KW17" width="520" height="353" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 22.4.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Vorsicht Sehnsucht&#8221; ist der jüngste Film von Nouvelle-Vague-Altmeister Alain Resnais. Wird von den Meisten schwer gelobt und kaum eine Kritik kommt ohne das Wort &#8220;verspielt&#8221; aus, Resnais fange an, eine  einfache Geschichte zu erzählen, die er dann intelligent und von leichter Hand in reinen Möglichkeiten auflöse, so der Tenor. Ausgangspunkt der Geschichte ist der Verlust einer Handtasche, einer etwa fünfzigjährigen, alleinstehenden Zahnärztin wird sie geklaut und ein etwas verschrobener Rentner bringt ihr immerhin die Brieftasche zurück und rückt dem Diebesopfer auf die Pelle.</p>
<p>Gespielt werden die beiden von den bewährten Resnais-Mimen Sabine Azéma, seiner Ehefrau und André Dussollier. Der Film beruht auf einem Roman von Christian Gailly, der nicht ins Deutsche übersetzt wurde.</p>
<p>Ist sicher wirklich clever konstruiert, auf allen Ebenen, aber, wie üblich bei Resnais,  gleichzeitig so gediegen und artifiziell, dass das nicht jedermanns und auch nicht so ganz meine Sache ist.</p>
<p>&#8220;Vorsicht Sehnsucht“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=eTy35C1DfTk" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20743/VORSICHT-SEHNSUCHT/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/vorsicht_sehnsucht/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/vorsicht-sehnsucht/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Atom Egoyan hat in den Achtzigern und Neunzigern einige höchst eigenwillige, tolle Filme wie &#8220;Der Schätzer&#8221; und &#8220;Das süße Jenseits&#8221; gedreht, daran gemessen waren seine jüngeren Filme im vergangenen Jahrzehnt eher enttäuschend. Mit &#8220;Chloe&#8221; ist er nun in Hollywood angelangt, es handelt sich um einen Erotik-Thriller à la &#8220;Eine verhängnisvolle Affäre&#8221;, der die Geschichte von &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2004/nathalie_wen_liebst_du_heute_nacht/links.htm" target="_blank">Nathalie</a>&#8221; mit Gérard Dépardieu und Emannuele Béart noch einmal erzählt. Unter Egoyans Regie spielen Liaam Neeson und Julianne Moore als seine misstrauische Ehefrau, die ihn von Amanda Seyfried, einer Edelnutte, umgarnen lässt. Dann folgt, nicht schwer zu erraten, ein wenig Lesben-Hochglanz-Sex, aber da liegt natürlich kein Segen drauf. Ganz doof scheint das Ganze aber gar nicht zu sein, die Kritiken sind immerhin durchwachsen. Ich bleibe jedoch misstrauisch.</p>
<p>&#8220;Chloe“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/sony/chloe/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21330/CHLOE/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/chloe/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/chloe-2/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine Superhelden-Comic-Verfilmung, die wie das &#8220;<span>das Missing Link zwischen Pixars Animationsspaß &#8216;Die  Unglaublichen&#8217; und der bitterbösen Erwachsenen­comicadaption &#8216;Watchmen&#8217; wirke, so Jörg Buttgereit bei <a href="http://www.epd-film.de/33184_74183.php" target="_blank">epd Film</a></span>. Gleichzeitig &#8220;drollige Teeniekomödie&#8221; und &#8220;gewalttätiger Action-Spaß&#8221; wird geboten, auf offenbar passablem Niveau. Für Freunde von Heldensagas ist &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kick_ass/links.htm" target="_blank">Kick-Ass</a>&#8221; vermutlich eine erfrischende Genre-Variante, alle Anderen sollten sich besser fernhalten.</li>
<li>Ein deutsches Roadmovie. Die Passagiere: Zwei psychisch Kranke und eine magersüchtige Marie. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/vincent_will_meer/" target="_blank">vincent will meer</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Drama über traumatisierte kurdische Kinder, die die Ermordung ihrer Eltern rächen wollen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/min_dit_die_kinder_von_diyarbakir/links.htm" target="_blank">Min Dît &#8211; Die Kinder von Diyarbakir</a>&#8220;)</li>
</ul>
<ul>
<li>Eine deutsche Doku über Vögel und Krieg. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_tag_des_spatzen/links.htm" target="_blank">Der Tag des Spatzen</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Romcom, die von der Liebe einer jungen Serbin und eines mittelalten New Yorkers erzählt und darum teils in New York und teils in Belgrad spielt. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/here_there/links.htm" target="_blank">Here &amp; There</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein türkisches Gangstermelodram, über das, wie immer, nix rauszufinden ist. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/eshref_pasha/links.htm" target="_blank">Eshref Pasha</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/veda_atatuerk/links.htm" target="_blank"></a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Trailer von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0054632/">Letztes Jahr in Marienbad</a>&#8220;, von Alain Resnais, aus dem Jahr 1961. Sollte man gesehen haben. Wenn der Zuschauer gefordert wird, sei das &#8220;besser als 3D-Kino&#8221; meint der Erzähler aus dem Off:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<div id="allocine_blog" style="width: 520px; height: 335px;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="100%" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.filmstarts.de/blogvision/18914891" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="100%" src="http://www.filmstarts.de/blogvision/18914891" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Verspieltes+und+Hochgl%C3%A4nzendes+www.bit.ly/cusqOQ" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Märchen in Moskau</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 11:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Heute abend, am Freitag, dem 23.4., läuft im Fernsehen mal wieder ein Film, den man hierzulande ansonsten nirgendwo zu sehen bekommen konnte, außer im Panorama auf der Berlinale 2008: &#8220;Rusalka&#8221; von Anna Melikyan, einer Regisseurin, die in Russland arbeitet und bislang zwei visuell verspielte, romantische und von skurriler Komik durchtränkte Filme gemacht hat.
&#8220;Rusalka&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1444" title="Rusalka" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/Rusalka.jpg" alt="Rusalka" width="520" height="284" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Heute abend, am Freitag, dem 23.4., läuft im Fernsehen mal wieder ein Film, den man hierzulande ansonsten nirgendwo zu sehen bekommen konnte, außer im Panorama auf der Berlinale 2008: &#8220;Rusalka&#8221; von Anna Melikyan, einer Regisseurin, die in Russland arbeitet und bislang zwei visuell verspielte, romantische und von skurriler Komik durchtränkte Filme gemacht hat.</p>
<p>&#8220;Rusalka&#8221; scheint eine charmante Variante des Märchenstoffs von der kleinen Meerjungfrau zu sein, weitergesponnen und ins Moskau von heute versetzt. Alisa, die Hauptfigur, ist siebzehn und kann ihre Wünsche wahr werden lassen, jeweils zum Preis von mehr oder weniger großen Katastrophen. Wo immer man etwas über den Film liest, werden Ähnlichkeiten zu den Filmen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Pierre_Jeunet" target="_blank">Jeunet</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Caro" target="_blank">Caro</a> erwähnt, wer also &#8220;Amélie&#8221; nicht ausstehen konnte, für den ist das hier sicher nix. Ich dagegen bin schon von dem hübschen Trailer hier sehr angetan, in dem Alisa aus dem Off erklärt, um was es sich eigentlich handelt. &#8220;Alisa, das Meermädchen&#8221; ist übrigens auch der deutsche Fernsehtitel. Hoffentlich taugt die TV-Synchronisation etwas.</p>
<p>&#8220;Rusalka“: <a href="http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&amp;source=/film/143306/index.html" target="_blank">23.4., 22:25 Uhr, 3Sat</a> | <a href="http://www.imdb.com/title/tt0995747/" target="_blank">imdb</a> | <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/film/alles_wird_nicht_gut_1.773184.html" target="_blank">NZZ-Kritik</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8ToV9bNQV7s&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/8ToV9bNQV7s&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=M%C3%A4rchen+in+Moskau+www.bit.ly/byAQ31" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Gut zu wissen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 10:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schöne Worte]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Das beste der Welt. Lange nicht mehr so gelacht am Kiosk. Ankündigung der &#8220;Titelstory&#8221; auf dem Cover der aktuellen TV Spielfilm.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1462" title="Deutsches_Fernsehen096" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/Deutsches_Fernsehen096.jpg" alt="Deutsches_Fernsehen096" width="520" height="136" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Das beste der Welt. Lange nicht mehr so gelacht am Kiosk. Ankündigung der &#8220;Titelstory&#8221; auf dem Cover der aktuellen TV Spielfilm.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Gut+zu+wissen+www.bit.ly/dC1vTC" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alte, jämmerliche, erfolglose Säcke</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 14:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Schöne Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Roth]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[carta]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Pilar]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Blogger]]></category>
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		<category><![CDATA[Felix Schwenzel]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Westphal]]></category>
		<category><![CDATA[Johnny Haeusler]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Wittkewitz]]></category>
		<category><![CDATA[Marcus Jauer]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Beckkedahl]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Meyer-Lucht]]></category>
		<category><![CDATA[wirres.net]]></category>

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* * *
Im bislang eher wenig unterhaltsamen Kreuzzug des FAZ-Feuilletons gegen das Internet hat die FAZ jetzt eine Breitseite gegen &#8220;die deutschen Blogger&#8221; abgefeuert, die von hohem Unterhaltungswert ist. Tendenziös, unfair, aber in seiner Gemeinheit faszinierend. In der gedruckten Ausgabe vom 14.4. geht die Geschichte über drei Seiten, im Netz erfordert das Lesen des auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E6B640F8029DB425AB1608506DCF9F180~ATpl~Ecommon~SMed.html" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1450" title="Deutsche_Blogger" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/Deutsche_Blogger.jpg" alt="Deutsche_Blogger" width="520" height="246" /></a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Im bislang eher wenig unterhaltsamen Kreuzzug des FAZ-Feuilletons gegen das Internet hat die FAZ jetzt eine Breitseite gegen &#8220;die deutschen Blogger&#8221; abgefeuert, die von hohem Unterhaltungswert ist. Tendenziös, unfair, aber in seiner Gemeinheit faszinierend. In der gedruckten Ausgabe vom 14.4. geht die Geschichte über drei Seiten, im <a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E6B640F8029DB425AB1608506DCF9F180~ATpl~Ecommon~SMed.html" target="_blank">Netz</a> erfordert das Lesen des auf den ersten Blick ansprechend aufbereiteten Texts, sage und schreibe 40 Klicks, eine Strafe für all die &#8220;Bewohner des Internets&#8221; (FAZ-Redakteur Volker Weidermann), die das Kaufen der Papierausgabe verweigern.</p>
<p>Der Autor, FAZ-Redakteur Marcus Jauer, hat sich mit einigen bekannten Bloggern und mit Rivva-Erfinder Frank Westphal unterhalten und daraus kleine Portraits gemacht, die vor lauter kleinen Fiesheiten funkeln.</p>
<p>Alle Gesprächspartner scheinen sehr offen gewesen zu sein und Jauer hat das ausgenutzt und sich nur das rausgepickt, was ins beabsichtigte Bild der &#8220;Deutschen Blogger&#8221; als alte, jämmerliche, erfolglose Säcke passt. Johnny Haeusler von Spreeblick etwa wird auf die alte <a href="http://www.spreeblick.com/2004/12/12/jamba-kurs/" target="_blank">Jamba-Geschichte</a> reduziert und darf ansonsten nur klagen: darüber, dass die Spreeblickbesucher die Anzeigen im Browser unterdrücken, dass Inhalte vertwittert werden und dass immer er abspülen müsse.</p>
<p>An Felix Schwenzel von <a href="http://wirres.net/" target="_blank">wirres.net</a> interessiert Jauer nur, dass er 2006 einmal im Aufrag von Opel gebloggt hat und dafür kritisiert wurde. Die Quintessenz, die sich herauslesen lässt: Der Typ ist käuflich und feige.</p>
<p>Jörg Wittkewitz von <a href="http://www.digitalpublic.de/" target="_blank">digitalpublic</a> erscheint bei Jauer dagegen als eitler Wichtigtuer, der ununterbrochen damit beschäftigt ist, mit anderswo abgegebenen Kommentaren auf seinen Blog hinzuweisen und dessen größter Erfolg es war, dass er mal fast Peter Handke getroffen hätte.</p>
<p>Anerkennung wird dagegen Markus Beckedahl von <a href="http://www.netzpolitik.org/" target="_blank">netzpolitik.org</a> entgegengebracht, der habe sogar &#8220;ein Thema&#8221; und sei einer der wenigen, die auch außerhalb des Netzes &#8220;gehört&#8221; würden. Aber natürlich klingt auch Beckedahl zum Schluss &#8220;eher enttäuscht&#8221;. Muss schließlich in die Geschichte passen.</p>
<p>Das größte Arschloch ist aus Jauers Sicht freilich Robin Meyer-Lucht von <a href="http://carta.info/" target="_blank">Carta</a> und weil manche Zitate aus dem Interview, die diesen Eindruck untermauern sollten, von Meyer-Lucht nicht freigegeben wurden, schreibt er deren Inhalt eben in indirekter Rede hin und erklärt: &#8220;Aber weil er von allen Bloggern, die man getroffen hat, der einzige ist, der kontrollieren will, womit er zitert wird, sagt er das jetzt nicht&#8221;. Das Konzept von Carta wird nicht verständlich, aber Meyer-Lucht ist superstolz auf sein Büro mit Blick auf das Kanzleramt und zahlt seinen Autoren fast nichts, das wird sehr deutlich.</p>
<p>Glimpflich davon kommt <a href="http://annalist.noblogs.org/" target="_blank">Anne Roth</a>, als mildernder Umstand wird offenbar gewertet, dass sie anderweitig Geld verdient und sich nicht mehr groß drum kümmert, ob sie mit ihrem Blog viel Aufmerksamkeit generiert. Roth wird dargestellt, als habe sie vernünftigerweise keine Zeit mehr für solchen Blog-Quatsch und habe resigniert wegen all der &#8220;Männer, die sich gegenseitig bestätigten, dass sie sich lasen&#8221;.</p>
<p>Zum Schluss kommt noch Frank Westphal an die Reihe und natürlich ist sein Aggregator <a href="http://rivva.de/" target="_blank">Rivva</a> in keiner Hinsicht ein Erfolg, nein, Rivva ist so, als habe Westphal &#8220;einen Inzest organisiert&#8221;. Sagt Westphal selber. Über das Zitat wird sich Jauer aber gefreut haben. Noch ein Westphal-Zitat: &#8220;Wenn Rivva die Blogosphäre killen würde, das hätt&#8217; ich nicht gewollt&#8221;. Für die FAZ könnte es nichts Schöneres geben.</p>
<p>Und was sagen die &#8220;deutschen Blogger&#8221; dazu?</p>
<p>Felix Schwenzel <a href="http://wirres.net/article/articleview/5544/1/6/" target="_blank">reagiert</a> souverän und sympathisch: &#8220;An deutschen Kiosken kann man derzeit hervorragende Fotos vom Hannoveraner Fotografen <a href="http://danielpilar.de/" target="_blank">Daniel Pilar</a> kaufen die er von deutschen Bloggern gemacht hat. Ne ganze Frankfurter Zeitung und einen Artikel über deutsche Blogger gibts dazu.&#8221; Mehr sagt er dazu nicht. Die Pilar-Bilder sind übrigens wirklich toll, man sieht&#8217;s sogar noch in den Miniformaten der Onlinefassung.</p>
<p>Anne Roth <a href="http://annalist.noblogs.org/post/2010/04/15/deutsche-blogger-in-der-faz" target="_blank">wundert sich</a> über die Schlampigkeit in Details, ansonsten sei der Artikel &#8220;nicht nett, aber auch nicht völlig falsch&#8221;.</p>
<p>Selbst Robin Meyer-Lucht bleibt erstaunlich <a href="http://carta.info/25598/rp10-inzest-im-digitalen-st-nirgendwo/" target="_blank">gelassen</a> und verliert kein Wort über den persönlichen Angriff, versucht nur klarzustellen, was Carta eigentlich will und schreibt: &#8220;Jauer bewegt sich gezielt freimütig auf den sich selbst verstärkenden  Bahnen seiner Vorurteile.&#8221; Angemessen schärfer antwortet Carta-Autor <a href="http://carta.info/25643/deutsche-blogger-besetzen-die-faz/" target="_blank">Wolfgang Michal</a>.</p>
<p>Johnny Haeusler, Jörg Wittkewitz, Markus Beckedahl und Frank Westphal ignorieren die Geschichte einfach. Eigentlich schade, die Schlammschlacht könnte aufs Schönste ausarten. Aber die Aufmerksamkeit gönnt man der FAZ wohl einfach nicht &#8230;</p>
<p>(Nachtrag: Inzwischen gibt es Reaktionen von <a href="http://www.spreeblick.com/2010/04/21/fazsinierend/" target="_blank">Johnny Haeusler</a> und <a href="http://www.netzpiloten.de/2010/04/19/republica10-die-welt-zu-gast-bei-freunden/" target="_blank">Jörg Wittkewitz</a>.)</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Alte%2C+j%C3%A4mmerliche%2C+erfolglose+S%C3%A4cke+www.bit.ly/9h57RG" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Nichts außer einem “Dreieck aus Figur-Objekt-Raum” und das auch nur in Berlin</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1436</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 10:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Diana Ross]]></category>
		<category><![CDATA[Lisandro Alonso]]></category>
		<category><![CDATA[Liverpool]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel TV]]></category>
		<category><![CDATA[Trevor]]></category>

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		<description><![CDATA[
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Die Filmstarts vom 15.4.2010

* * *
Der argentinische Regisseur Lisandro Alonso macht Filme im internationalen Filmfestival-Stil, erzählt also gaaanz langsam und minimalistisch und ernst, verlässt sich aufs Visuelle, spart am Dialog und zeigt Bilder von exotischen Orten. Mit seinen vier Filmen hat er elf Preise gewonnen, allerdings kein reguläres Publikum: In Deutschland lief bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1439" title="KW16" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/KW16.jpg" alt="KW16" width="520" height="293" /></p>
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<p><em>Die Filmstarts vom 15.4.2010</em></p>
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<p>Der argentinische Regisseur Lisandro Alonso macht Filme im internationalen Filmfestival-Stil, erzählt also gaaanz langsam und minimalistisch und ernst, verlässt sich aufs Visuelle, spart am Dialog und zeigt Bilder von exotischen Orten. Mit seinen vier Filmen hat er elf Preise gewonnen, allerdings kein reguläres Publikum: In Deutschland lief bis heute keiner seiner Filme im Kino und anderswo hat es auch nicht viel besser geklappt, sein vorletzter Film, &#8220;Fantasma&#8221;, fand nirgenwo auf der Welt einen Verleih, nicht einmal in Alonsos Heimat. Alonso bewegt sich in einem seltsamen Paralleluniversum, in dem man kein Publikum braucht und trotzdem die Geldquellen zur Finanzierung seiner Arbeit nicht versiegen. Wie bei bildenden Künstlern, die nie etwas verkaufen, sich aber ein Leben lang mit Stipendien, Preisgeldern, Professuren und sonstigen öffentlichen Förderbeträgen über Wasser halten. Über die Qualität seiner Filme sagt das natürlich gar nix aus, dass die Kritiker mehrheitlich begeistert jubeln, heißt nicht, dass der Kaiser keine Kleider anhat, aber Lust mich dazuzustellen und auch der Parade zuzugucken, habe ich nicht.</p>
<p>In &#8220;Liverpool“ – keine Ahnung, warum der Film so heißt – macht sich ein Arbeiter, der auf einem Containerschiff beschäftigt ist, ganz im Süden Argentiniens zu einen Landgang auf. Er will zu seinem Heimatort, wo vielleicht noch seine Mutter lebt. Das ist alles. Und ist vielleicht zuwenig. Ekkehard Knörer, der in seiner <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6154.html" target="_blank">Perlentaucher-Kritik</a> versucht, mit kurzen, zerhackten Sätzen Alonsos Filmsprache nahezukommen und dabei einen Text produziert, der sich passagenweise eher so liest wie eine Anmoderation von Stefan Aust in der Anfangszeit von Spiegel TV, vergleicht &#8220;Liverpool&#8221; mit Michelangelo Antonionis &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0058003/" target="_blank">Roter Wüste</a>&#8220;, aber nicht einmal damit bekommt er mich an den Haken, obwohl ich großer bekennender Antonionibewunderer bin. Knörer schreibt von einem &#8220;Dreieck aus Figur-Objekt-Raum&#8221;, das  kein &#8220;Weltverhältnis&#8221; wieder herstelle. Und: &#8220;Für Lisandro wie Antonioni gilt auch: Schwer ist das Gewicht der Welt,  aber &#8216;Gewicht der Welt&#8217; ist eine Metapher &#8211; man muss in Alonsos Filmen  sehr genau darauf achten, wie diese Metapher Moment für Moment  buchstäblich Bild wird.&#8221; Wenn man das muss, dann bleibe ich lieber gleich zuhause. Und überprüfe mein Antonionibild. Vielleicht wiegen in des Meisters Werken doch eitle Anmaßung und gespreizter Kunstwille stärker als die fantastischen Einstellungen und der  freche Verzicht auf konventionelle Narration.</p>
<p>Ob sich mir überhaupt die Gelegenheit böte, mir &#8220;Liverpool&#8221; anzuschauen, ist sowieso fraglich: Der offizielle deutsche Kinostart bedeutet nichts anderes, als dass eine Kopie im, vom Bund finanzierten, Berliner Kino Arsenal läuft, das auch als Verleih fungiert, wenn es die beiden Filmrollen dann später vielleicht noch anderswo hin, vielleicht gar in die Kinoprovinz, schickt.</p>
<p>&#8220;Liverpool“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gq-av09_rOw&amp;feature=related" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21368/LIVERPOOL/Kritik/" target="_blank">Pressespiegel</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/liverpool/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.kino.de/kinofilm/liverpool/imkino/123678.html" target="_blank">Kino</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein offenbar recht mauer Screwball-Versuch trotz Tina Fey und Steve Carell in den Hauptrollen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/date_night_gangster_fuer_eine_nacht/links.htm" target="_blank">Date Night – Gangster für eine Nacht</a>&#8220;)</li>
<li>Eine deutsche Doku über tschetschenische Asylbewerber. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kein_ort/links.htm" target="_blank">Kein Ort</a>&#8220;)</li>
</ul>
<ul>
<li>Noch eine deutsche Doku über eine ungewöhnliche Resozialisierungsmaßnahme für straffällig gewordene Jugendliche. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/friedensschlag/links.htm" target="_blank">Friedensschlag</a>&#8220;)</li>
<li>Ein spanischer Coming-Out-Film nach dem Motto &#8220;Bauer findet Mann, obwohl er nicht gesucht hat&#8221;. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/ander/links.htm" target="_blank">Ander</a>&#8220;)</li>
<li>Eine nicht nur überflüssige, sondern offenbar regelrecht misslungene britische Neuverfilmung von Oscar Wildes &#8220;Dorian Gray&#8221;. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_bildnis_des_dorian_gray/links.htm" target="_blank">Das Bildnis des Dorian Gray</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Film der &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/coco_chanel_igor_stravinsky/links.htm" target="_blank">Coco Chanel &amp; Igor Strawinsky</a>&#8221; heißt, was mir schon reicht, um zu wissen, dass das nix für mich ist, auch wenn Mads Mikkelsen den Igor gibt und <a href="http://www.imdb.com/name/nm0468007/" target="_blank">Jan Kounen</a> Regie geführt hat.</li>
<li>Eine wohl ziemlich doofe Action-Komödie in der Tradition von &#8220;Beverly Hills Cop&#8221;, mit Bruce Willis. Regie hat Kevin Smith geführt, ja, der Macher von Indie-Komödien wie &#8220;Clerks&#8221; und &#8220;Dogma&#8221;. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/cop_out_geladen_und_entsichert/links.htm" target="_blank">Cop Out – Geladen und gesichert</a>&#8220;)</li>
<li>Ein dilettantisch wirkender deutscher Horrorfilm. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/black_forest/links.htm" target="_blank">Black Forest</a>&#8220;)</li>
<li>Und eine Woche nach dem Start von &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/dersimiz_atatuerk_lektion_atatuerk/links.htm" target="_blank">Dersimiz Atatürk</a>&#8221; kommt schon die nächste Atatürk-Verherrlichung in Form eines großen Biopics in die Kinos. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/veda_atatuerk/links.htm" target="_blank">Veda Atatürk</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, mein Lieblings-Coming-Out-Film, ein herrlich komisches und berührendes kleines Juwel von Kurzfilm über einen Jungen, der 1981 zum Schrecken seiner Eltern nicht nur Diana Ross verehrt, sondern auch große Zuneigung zum hübschen Pinky fasst. &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0111486/" target="_blank">Trevor</a>&#8220;, siebzehn Minuten lang. Teil Eins:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object id="VideoPlayback" style="width: 520px; height: 326px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=3455400653358048656&amp;hl=de&amp;fs=true" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="VideoPlayback" style="width: 520px; height: 326px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=3455400653358048656&amp;hl=de&amp;fs=true" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und Teil zwei:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object id="VideoPlayback" style="width: 520px; height: 326px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=809626938486956462&amp;hl=de&amp;fs=true" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="VideoPlayback" style="width: 520px; height: 326px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=809626938486956462&amp;hl=de&amp;fs=true" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und weil es so schön war, kommt Diana Ross noch einmal raus, live:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/H3ZLbtWEQ54&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/H3ZLbtWEQ54&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Nichts+au%C3%9Fer+einem+%26%238220%3BDreieck+aus+Figur-Objekt-Raum%26%238221%3B+und+das+auch+nur+in+Berlin+www.bit.ly/dz1C9L" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Irische Einsamkeit und glücksbringende Fotografie</title>
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		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1417#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 16:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
* * *
Die Filmstarts vom 8.4.2010

* * *
&#8220;Nothing Personal&#8221; ist ein spröder kleiner Film über die Annäherung zweier Eigenbrötler: Sie,  eine Holländerin, hat alles hinter sich gelassen, versucht jeden  menschlichen Kontakt zu vermeiden und streunt durch Irland, wo sie ihn  trifft, der ihr Unterschlupf und Essen bietet, gegen Gartenarbeit. Sieht  nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1421" title="KW15" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/KW151.jpg" alt="KW15" width="520" height="367" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 8.4.2010</em></p>
<p style="margin: 0pt;">
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Nothing Personal&#8221; ist ein spröder kleiner Film über die Annäherung zweier Eigenbrötler: Sie,  eine Holländerin, hat alles hinter sich gelassen, versucht jeden  menschlichen Kontakt zu vermeiden und streunt durch Irland, wo sie ihn  trifft, der ihr Unterschlupf und Essen bietet, gegen Gartenarbeit. Sieht  nach einem ungewöhnlichen, unsentimentalen und unprätentiösen  Liebesfilm aus, der auch schauspielerisch überzeugt. Sie wird gespielt von Lotte Verbeek in ihrer ersten größeren Rolle, er von Stephen Rea. Spielfilmdebüt der  Niederländerin Urszula Antoniak. Die Kritiker sind durchweg sehr angetan, der geschätzte <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,687706,00.html" target="_blank">Daniel Sander</a> vom Kultur Spiegel schreibt etwa: &#8220;Es ist ein merkwürdiger Bann, den dieser Film wirft, der alles ganz  leicht und natürlich wirken lässt, was eigentlich anstrengend und  nervtötend wirken müsste.&#8221;<br />
“Nothing Personal“: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PuNxINUR-R0" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21363/NOTHING-PERSONAL/Kritik/" target="_blank">Kritiken</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/nothing_personal/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/nothing-personal/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Die Verfilmung eines Christopher-Isherwood-Romans von 1964 um einen einsamen, schwulen, auf die Sechzig zugehenden britischen Literaturprofessor wurde viel gelobt, das Regiedebüt des Klamottendesigners Tom Ford gilt als gelungen (<a href="http://www.metacritic.com/film/titles/singleman" target="_blank">Metacritic</a>: 77, <a href="http://www.rottentomatoes.com/m/1218217-single_man/" target="_blank">Tomatometer</a>: 85%, <a href="http://www.imdb.com/title/tt1315981/" target="_blank">imdb</a>: 8,0!) und die darstellerische Leistung von Colin Firth in der Hauptrolle als oscarreif. Aber der vernichtende Verriss von Ekkehard Knörer im <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6137.html" target="_blank">Perlentaucher</a> klingt plausibel: &#8220;Zu behaupten, dass &#8220;A Single Man&#8221; ein Ausstattungsfilm sei, wäre  eine kolossale Untertreibung. Man würde sich, sieht man dieses Machwerk,  nicht wundern, hätte Tom Ford höchstpersönlich jeden einzelnen Grashalm  in einem nach langem Hin und Her endlich gewählten Grünton von Hand  angemalt.&#8221; Der &#8220;durch und durch falsche Film&#8221; sei aber nicht nur &#8220;zu Tode designt&#8221;, sondern außerdem von &#8220;Trauerkloßhaftigkeit&#8221;, &#8220;pathetisierender Musik&#8221; und von &#8220;fortgesetzt platter Redundanzproduktion&#8221; bestimmt. Ich glaube ihm. Und werde dem vermeintlichen Meisterwerk wohl keine Chance geben.</p>
<p>“A Single Man“: <a href="http://www.filmverleih.senator.de/filme_a_z/uebersicht/a_single_man/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20901/A-SINGLE-MAN/Kritik/" target="_blank">Kritiken</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/a_single_man/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/a-single-man/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">VV* * *</p>
<p>Lobende Worte findet Knörer dagegen auf <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6137.html" target="_blank">derselben Seite</a> für einen schwedisch-dänisch-finnisch-norwegisch-deutschen Kostümfilm von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Troell" target="_blank">Jan Troell</a>: &#8220;Man muss vielleicht keine Historienfilme drehen. Aber wenn, dann bitte  so.&#8221; Erzählt wird aus dem einfachen Leben einer Frau Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, die mit einem saufenden und fremdgehenden Gatten geschlagen ist und ein wenig Trost, Selbstbewusstsein und Liebe vermittels Fotografie findet. Gelobt wird der Film auch von allen anderen, mehr oder wenig kritisch wird nur die Machart gesehen, die wahlweise als &#8220;nostalgisch&#8221;, &#8220;antiquiert&#8221; oder &#8220;altmodisch&#8221; bezeichnet wird. Vielleicht nichts für mich und nichts für dich, aber bestimmt kein schlechter Film.<br />
&#8220;Die ewigen Momente der Maria Larsson&#8221;: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/focus_features/greenberg/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21249/GREENBERG/Kritik/" target="_blank">Kritiken</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_ewigen_momente_der_maria_larsson/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/greenberg/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li> Ein wohl recht verkorkster Thriller aus dem Iran, in dem ein Mann Rachespielchen mit der Ordnungsmacht spielt, nachdem Frau und Kind bei einer Demonstration(!) ums Leben gekommen sind. Wurde hierzulande freundlich aufgenommen, die Mischung aus kunstgewerblichen Nebelbildern mit vermeintlicher Kritik am bösen Regime scheint zumindest bei den Schreibern mehrheitlich gut anzukommen. (&#8221;<a href="http://www.film-zeit.de/Film/21135/ZEIT-DES-ZORNS/Kritik/" target="_blank">Zeit des Zorns</a>&#8220;)</li>
</ul>
<ul>
<li>Eine Doku über arabische Breakdancer in Neukölln, die sich bemühen, eine Aufenthaltsgenehmigung zu ertanzen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/waffenstillstand/links.htm" target="_blank">Neukölln Unlimited</a>&#8220;)</li>
<li>Ein offenbar grottenschlechter Sandalenfilm in 3D, eine Schlachtplatte mit Monstern. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/kampf_der_titanen/links.htm" target="_blank">Kampf der Titanen</a>&#8220;)</li>
<li>Und diese Woche keine türkische Komödie, sondern eine filmische Lobpreisung Mustafa Kemal Atatürks. Sieht nach hemmungsloser Propaganda aus. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/dersimiz_atatuerk_lektion_atatuerk/links.htm" target="_blank">Dersimiz Atatürk</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, ein Ausschnitt aus Agnes Vardas &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0089960/">Vogelfrei</a>&#8220;, von 1985. Hier ist die Sandrine Bonnaire die Streunerin. Und eine Liebesgeschichte ist ihr nicht vergönnt:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PjPmHslgazw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/PjPmHslgazw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Irische+Einsamkeit+und+gl%C3%BCcksbringende+Fotografie+www.bit.ly/97DjWr" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>GDS – Gute deutsche Serie</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 09:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Serie mit dem ungeliebten &#8220;Tatort&#8221; vergleichend, habe ich mich neulich schon lobend über KDD geäußert. Es ist schlicht die beste deutsche Krimiserie, die ich je gesehen habe und überhaupt das einzige deutsche Fernsehprodukt der letzten zehn Jahre, bei dem ich mich bemüht habe, nach Möglichkeit alle Folgen zu sehen. Dass eine so gut und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1404" title="KDD1" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/KDD1.jpg" alt="KDD1" width="520" height="220" /></p>
<p>Die Serie mit dem ungeliebten &#8220;Tatort&#8221; vergleichend, habe ich mich <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1203" target="_blank">neulich</a> schon lobend über KDD geäußert. Es ist schlicht die beste deutsche Krimiserie, die ich je gesehen habe und überhaupt das einzige deutsche Fernsehprodukt der letzten zehn Jahre, bei dem ich mich bemüht habe, nach Möglichkeit alle Folgen zu sehen. Dass eine so gut und unkonventionell geschriebene und vor allem auch gespielte Serie in Quotenterrorzeiten produziert werden konnte und immerhin drei Staffeln durchgehalten hat, grenzt an ein Wunder. Alle notorischen Tatortgucker, an denen das komplett vorbeigegangen ist – und die eine Mitschuld daran tragen, dass es schon wieder vorbei ist – bietet sich jetzt noch einmal eine gute Gelegenheit, in das realistische Geschichtenknäuel um die heterogen zusammengesetzte Ermittlertruppe einzusteigen: Heute, am Freitag,  dem 9.4., um 21.15 Uhr startet der zweite Durchlauf der letzten Staffel, diesmal im <a href="http://kdd.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,4296400,00.html?dr=1" target="_blank">ZDF</a>, einen Tag später beginnt die parallele Wiederholung der ersten beiden Staffeln auf <a href="http://neo.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,8061784,00.html?dr=1" target="_blank">ZDF neo</a>. Ein hinreichender Grund dafür, den Fernseher doch noch nicht abzuschaffen.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=GDS+%E2%80%93+Gute+deutsche+Serie+www.bit.ly/a4xfGw" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Willie und das Geheimnis der zwei Schlagzeuger</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 15:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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Lange ist es her, dass ich die klassischen Al-Green-Alben entdeckt habe und nichts hat mich seither auch nur annähernd so begeistert. Keiner singt wie Green, er ist der schlicht der beste Soulsänger überhaupt und zum Glück ist er damals beim Hi-Label gelandet, wo Willie Mitchell unter seiner Stimme einen unverwechselbar trocken produzierten Rhythmusteppich ausbreitete, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="Lets Stay Together" src="http://gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/Let%27s-Stay-Together.jpg" alt="" width="520" height="520" /></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Lange ist es her, dass ich die klassischen Al-Green-Alben entdeckt habe und nichts hat mich seither auch nur annähernd so begeistert. Keiner singt wie Green, er ist der schlicht der beste Soulsänger überhaupt und zum Glück ist er damals beim Hi-Label gelandet, wo Willie Mitchell unter seiner Stimme einen unverwechselbar trocken produzierten Rhythmusteppich ausbreitete, um dann die schönsten Streicher- und Bläserarrangements darüber wehen zu lassen. Ich schwärme seit vielen Jahren, missioniere eifrig und freue mich, wenn andere sich auch begeistern können. Wie jetzt gerade der sehr geschätzte Eric Pfeil in seinem <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/pop/archive/2010/04/01/maenner-die-auf-kisten-klopfen-ein-trockener-schlagzeuger-packt-aus.aspx" target="_blank">Poptagebuch</a>. Er plaudert über Schlagzeugsoli und eigenes Schlagzeugspielen und kommt schließlich auf das Schlagzeug bei Al Green:</p>
<blockquote><p>Es ist schwer zu sagen, worin genau das Genialische des Al Green-Schlagzeugs besteht: Es ist fast schon schleppend und äußerst breakarm gespielt und tönt oft, als seien hier tatsächlich die früher häufig zitierten Pappkartons und Waschmittelbehälter statt echter Trommeln zum Einsatz gekommen. Die Ruhe des amerikanischen Südens scheint dem Mann im Nacken zu sitzen &#8211; alles Zickige und Hektische anderer Funk- und Soul-Produktionen fehlt hier völlig. Ein Verdienst, das sowohl Hi-Records-Producer Willie Mitchell in die Schuhe zu schieben ist, der dieses Schlagzeug so herrlich trocken aufnahm und prominent nach vorne mischte, als auch dem Schlagzeuger selbst. Verwirrenderweise gibt es zwei Trommler, die für Green spielten: Al Jackson und Howard Grimes. Wem auch immer hier das meiste Lob gebührt: Ich verkünde an dieser Stelle die Gründung der „Church of Al Green&#8217;s Schlagzeug&#8221;, woselbst man mich ab sofort beim täglichen Kniefall antreffen kann.</p></blockquote>
<p>Gäbe es bei Pfeils Blog eine Kommentarfunktion, hätte ich nicht diesen kleinen Text, sondern einfach einen Kommentar geschrieben. Wenn der Glaubensbruder gleich eine Kirche gründet, sollte er unbedingt erfahren, was es mit den beiden Schlagzeugern auf sich hat. Es betrifft den Kern des Mitchellschen Sounds. Willie Mitchell selber:</p>
<blockquote><p>&#8220;I always loved Al Jackson’s hard, consistent back beat and solid kick drum … but it was always missing a … that … that slinky, greasy thing. You know? I mean Al Jackson was solid, you know,  but maybe too solid when he needed to let it slip and slide a little. You know? (I know.) So I used Al Jackson on the kick and snare, AND HOWARD GRIMES ON HAT AND TOM, right there facing each other,” … he pointed to a place on the studio floor.</p></blockquote>
<p>So berichtet es <a href="http://www.jhamptone.com/tag/howard-grimes/" target="_blank">John Hampton</a>. Wie simpel. Wie schön. Er ließ einfach zwei Schlagzeuger gleichzeitig spielen und alle Welt fragte sich, wie er bloß diesen Sound hinbekam.</p>
<p>Man sollte also eher eine &#8220;Church of Willie Mitchell&#8221; gründen, der am am fünften Januar diesen Jahres gestorben ist. Sein Royal Recording Studio in Memphis hatte er bis zum Schluss. Und zwei wunderbare Al-Green-Comeback-Alben hat er noch in den letzten Jahren produziert, die nahtlos an die klassischen Aufnahmen anknüpften, als hätte man nur eine kurze Pause gemacht. Drei Jahrzehnte lang hat sie gedauert.</p>
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								<span class="title">Al Green – Strong As Death</span>
								
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							</div></p>
<p class="abstand">_</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Willie+und+das+Geheimnis+der+zwei+Schlagzeuger+www.bit.ly/am50Sv" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neu im Kino: Ein echtes Wunder und es macht badda-boom</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 15:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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* * *
Die Filmstarts vom 1.4.2010

Wenn ein Film »Lourdes« heißt und auch mit  kirchlicher Erlaubnis ebendort gedreht wurde, wenn es um Sieche und  Kranke geht, die auf Wunderheilung hoffen und das Ergebnis selbst der  katholischen Kirche gefällt, dann sollte man eigentlich davon ausgehen,  daß das kein Film für mich ist und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1375" title="KW14" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/04/KW14.jpg" alt="KW14" width="520" height="367" /></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><em>Die Filmstarts vom 1.4.2010</em></p>
<blockquote>
<p style="margin: 0pt;">Wenn ein Film »Lourdes« heißt und auch mit  kirchlicher Erlaubnis ebendort gedreht wurde, wenn es um Sieche und  Kranke geht, die auf Wunderheilung hoffen und das Ergebnis selbst der  katholischen Kirche gefällt, dann sollte man eigentlich davon ausgehen,  daß das kein Film für mich ist und erst recht nichts in der Humorkritik  zu suchen hat. Doch was die Wienerin Jessica Hausner, die vor einigen  Jahren mit dem eher spröden Film »Hotel« reüssierte, da fertiggestellt  hat, ist ein erfreulich schwer klassifizierbares Stückchen Film. Mit  dokumentarfilmhafter Genauigkeit erzählt sie vom abergläubischen  Kommerztreiben im französischen Wallfahrtsort und erlaubt sich dabei den  charmanten Spaß, tatsächlich ein veritables Wunder geschehen zu lassen.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Ihre distanzierte Erzählweise läßt Platz für  komische Kleinigkeiten, die so beiläufig daherkommen wie einst die  visuellen Gags des Jacques Tati. Wenn die Heilsuchenden etwa aufgereiht  an der Wand sitzen und immer wieder aufrücken müssen, bis sie endlich  mit den rituellen Waschungen an der Reihe sind, wird mehrfach  ausgerechnet eine Madonnenfigur zur gesprächsbehindernden Blockade. Wir  lernen sehr verschiedene Figuren gut kennen, vor allem die junge  gelähmte Christine, die eigentlich lieber »kulturelle Reisen« unternimmt  (höchst überzeugend gespielt von Sylvie Testud), aber auch diverse  Begleiter vom Malteser-Hilfsdienst und einen aufs schönste  dahersalbadernden Pfaffen, der zufrieden vor sich hin grinst, wenn es  ihm wieder einmal gelungen ist, eine konkrete Frage schwammig zu  beantworten. Christines Betreuerin ist gleichfalls jung und hat vor  allem Interesse an den mitreisenden männlichen Maltesern in ihren  feschen Uniformen. Sie sagt, sie wäre auch gern in den Skiurlaub  gefahren, aber das habe vergleichsweise so »wenig Sinn«.</p>
<p style="margin: 0pt;">
<p style="margin: 0pt;">Das Schönste und wirklich Besondere an »Lourdes«  ist jedoch die merkwürdige Unsicherheit, die er beim Zuschauer auslöst:  Jessica Hausner bietet ihm keine der üblichen Orientierungsmarken. Wie  ist das alles zu deuten? Spätestens wenn die Wunderheilung eintritt,  versagt jedes Erklärungsmuster, und die Grenzen der hyperrealistischen  Erzählung sind gesprengt: Jetzt könnte buchstäblich alles passieren. War  das etwa nur ein Traum der Geheilten? Oder ist die Wunderwirkung gleich  wieder futsch? Hübsch anzuschauen ist die Verwirrung, die die Heilung  vor allem beim religiösen Personal auslöst. Und daß Hausners  atmosphärisches Werk auch den Segen der katholischen Kirche hat – das  ist das Bonus-Wunder dieses Films.</p>
</blockquote>
<p style="margin: 0pt;">
<p>Schreibt der Papst der Humorkritik, der unfehlbare Hans Mentz, in der aktuellen <a href="http://www.titanic-magazin.de/" target="_blank">Titanic</a>, in der er auch <a href="http://www.titanic-magazin.de/hk_1004.html?&amp;tx_kharticlepages_pi1[page]=2&amp;cHash=52d95725c2fe529c7314cf80178f7c2a" target="_blank">freundliche Worte</a> für Dörries Friseuse gefunden hat, ein Film, der hier noch einmal ausdrücklich empfohlen sei.</p>
<p>“Lourdes“: <a href="http://www.lourdes-derfilm.de/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20917/LOURDES/Kritik/" target="_blank">Kritiken</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/lourdes/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/lourdes/kinoprogramm/" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Noah_Baumbach" target="_blank">Noah Baumbach</a> hat zusammen mit Wes Anderson die Drehbücher für dessen &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2005/die_tiefseetaucher/links.htm" target="_blank">Tiefseetaucher</a>&#8221; und den &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_fantastische_mr_fox/links.htm" target="_blank">fantastischen Mr. Fox</a>&#8221; verfasst und seit 1995 bereits sieben eigene Filme geschrieben und gedreht. Ich habe keinen dieser Filme gesehen und bis eben nichts über ihn gewusst, es sieht aber ganz danach aus, als seien das clevere, dialoglastige Feel-Bad-Komödien, die vor allem von genauer Charakterzeichnung lebten. Greenberg heißt die Hauptfigur in seinem jetzt bei uns startenden Film &#8220;Greenberg&#8221; und gespielt wird sie von Ben Stiller. Er ist vierzig, leidet an Erfolglosigkeit, Antriebsschwäche und an der ganzen Welt und soll das Haus seines Bruders in seiner alten Heimat Los Angeles hüten. Dort tut er nicht viel, trifft aber alte Freunde und fängt etwas mit der jungen Haushaltshilfe an. Aber toll ist auch diese Romanze nicht und die große Läuterungskeule scheint erfreulicherweise nicht geschwungen zu werden. &#8220;The style is observational, the drama is understated, and, when the  time comes, it knocks you out with the subtlest of badda-booms&#8221;, verspricht J. Hobermann in der <a href="http://www.villagevoice.com/2010-03-16/film/noah-baumbach-heads-to-l-a-for-greenberg/" target="_blank">Village Voice</a>. Die <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/greenberg" target="_blank">Kritiken in den USA</a> fielen überhaupt ausgesprochen gut aus, die deutschen Schreiber waren weniger begeistert. Der Film läuft in Hamburg erfreulicherweise mit Untertiteln.</p>
<p>&#8220;Greenberg&#8221;: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/focus_features/greenberg/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21249/GREENBERG/Kritik/" target="_blank">Kritiken</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/greenberg/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/greenberg/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein konventionelles Cop-Movie, das drei Geschichten um drei Polizisten – gespielt von Richard Gere, Ethan Hawke und Don Cheadle – erzählt, die wohl eher ungeschickt miteinander verknüpft werden. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/gesetz_der_strasse_brooklyn_s_finest/links.htm" target="_blank">Gesetz der Straße – Brooklyn&#8217;s Finest</a>&#8220;)</li>
<li>Eine &#8220;romantische Actionkomödie&#8221; (Pressetext) mit Gerard Butler und Jennifer Aniston. Deren Beinen widmet Sabine Danek in ihrer <a href="http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1442872/Jennifer-Aniston-im-Kofferraum.html" target="_blank">Hamburger-Abendblatt-Kritik</a> sechs von sechzehn Sätzen. (&#8221;Aber    egal, wie die Dinge sich entwickeln, die Hauptrolle spielen ihre  Beine.    Dezent gebräunt, schnurgerade, stecken sie in einem knappen Rock und  in    mördermäßigen High Heels. (&#8230;) Hat    man die Geschichte am nächsten Tag bereits vergessen, sind sie das  Einzige,    was nachhallt.&#8221;) Apropos High Heels: Habt Ihr mitbekommen, dass dieses neue <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Geht-da-was%3F-Oxo-Media-Verlag-startet-Magazin-Inshoes_90862.html" target="_blank">Magazin für Fußfetischisten</a> am Kiosk liegt? Das nenne ich Mut, solch eine Neugründung <a href="http://www.blog-cj.de/blog/?p=3097" target="_blank">gerade jetzt</a>. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_kautions_cop/links.htm" target="_blank">Der Kautions-Cop</a>&#8220;)</li>
<li>Was nach schäbigem Mary-Poppins-Abklatsch klang, war in Wirklichkeit ein höchst unterhaltsamer, leicht durchgeknallter Kinderfilm und da die warzennasig auftretende Hauptdarstellerin Emma Thompson auch das Drehbuch der Fortsetzung  geschrieben hat, besteht Grund zur Hoffnung, dass Teil zwei mindestens so gut ist, wie sein <a href="http://www.filmz.de/film_2006/eine_zauberhafte_nanny/links.htm" target="_blank">Vorgänger</a>. Dass manche Kritiker daran zweifeln, dass das alles &#8220;kindgerecht&#8221; sei, spricht auch eindeutig dafür, dass sowohl Kleine als auch Große ihren Spaß haben werden, kommt das Ganze doch frei von Betulichkeit und allzu großer Sentimentalität daher. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/eine_zauberhafte_nanny_knall_auf_fall_in_ein_neues_abenteuer/links.htm" target="_blank">Eine zauberhafte Nanny – Knall auf Fall in ein neues Abenteuer</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Regiedebütant mit dem unfassbaren Namen Lancelot von Naso hat für das &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_kleine_Fernsehspiel" target="_blank">kleine Fernsehspiel</a>&#8221; einen deutschen Kriegsfilm im Irak gedreht. Zwei Helfer und zwei Fernsehjournalisten fahren 2004 während eines Waffenstillstandes nach Falludscha, der Hochburg der irakischen Aufständischen. Die Kritiker freuen sich mehrheitlich darüber, dass ein deutscher Film sich an das Genre wagt, doch die, die meckern, klingen viel überzeugender: &#8220;Der bereits sedierte Zuschauer wird kurzerhand mit in den Transporter gezwängt und muss während der endlosen Tortour den Stammtischidealismus der moralisch schwerbewaffneten Friedenspfeifen ertragen&#8221;, schreibt Philipp Schmidt in Konkret. &#8220;Nach verschiedenen kreuzgefährlichen Zwischenfällen – brutale Amis blockieren die Straße, eine Ziege wird angefahren, Ralf muss mal pillern – kommt man endlich im Hospital von Falludscha an.&#8221; (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/waffenstillstand/links.htm" target="_blank">Waffenstillstand</a>&#8220;)</li>
<li>Ein russischer Horrorfilm über eine Gruppe Zwanzigjähriger, deren Partylocation, ein Bunker, sich als als fiese Falle herausstellt. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/phobos/links.htm" target="_blank">Phobos</a>&#8220;)</li>
<li>Wieder so eine türkische Komödie, über die keiner Genaueres weiß und die, wie immer, einen wenigversprechenden Eindruck macht. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/romantik_komedi/links.htm" target="_blank">Romantik Komedi</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">Moviepilot</a> heraus. Ines Walk erstellt bei <a href="http://www.film-zeit.de/Kino/aktuelle-Filmstarts" target="_blank">Filmzeit</a> die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei <a href="http://www.filmz.de/im_kino.htm" target="_blank">Filmz.de</a>.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, der Trailer von Jessica Hausners &#8220;Hotel&#8221; von 2004:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object width="520" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ddy2-NpYxIU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ddy2-NpYxIU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="520" height="385"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Ein+echtes+Wunder+und+es+macht+badda-boom+www.bit.ly/cJqiYa" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neu im Kino: Hölle in Harlem und Drachen im Dorf</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 16:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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* * *
Ich hoffe die Aufzählung ist vollständig, man kann leicht die Übersicht verlieren: Die Hauptfigur des Films &#8220;Precious&#8221;, die – Ironie, Ironie – auch so heißt, ist HIV-infiziert, Missbrauchsopfer, mit sechzehn das zweite Mal schwanger, ihr erstes Kind leidet am Down-Syndrom, ihr Mutter terrorisiert sie und arm und fettleibig und schwarz ist sie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/KW13.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1360" title="KW13" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/KW13.jpg" alt="KW13" width="520" height="367" /></a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Ich hoffe die Aufzählung ist vollständig, man kann leicht die Übersicht verlieren: Die Hauptfigur des Films &#8220;Precious&#8221;, die – Ironie, Ironie – auch so heißt, ist HIV-infiziert, Missbrauchsopfer, mit sechzehn das zweite Mal schwanger, ihr erstes Kind leidet am Down-Syndrom, ihr Mutter terrorisiert sie und arm und fettleibig und schwarz ist sie auch noch. Nachdem die Hölle, in diesem Fall im Harlem der Achtziger Jahre verortet, offenbar höchst glaubwürdig und ergreifend durchschritten wird, erscheint der zu erwartende Silberstreif am Dings in Person einer schönen, engagierten, klugen und lesbischen Lehrerin.</p>
<p>So wie sich das anhört, habe ich volles Verständnis für die zögerlichen deutschen Verleiher, die den Film erst alle nicht haben wollten, wie Patrick Heidmann im Dezember 2009 in der <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/1230/feuilleton/0007/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> berichtete. Das kann noch so authentisch und aufwühlend inszeniert und gespielt sein, Gabourey Sidibe in der Hauptrolle, in den USA als Entdeckung gefeiert und Mo&#8217;Nique als monströse Mutter können noch so beeindruckende schauspielerische Leistungen hinlegen, die ganz große Mehrheit der Kritiker kann jubeln wie sie will (<a href="http://uk.rottentomatoes.com/m/precious/" target="_blank">Tomatometer</a>: 91%, <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/precious" target="_blank">Metascore</a>: 79, <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21101/PRECIOUS/Kritik/" target="_blank">Filmzeit</a>), ich bleibe skeptisch und vertraue eher den wenigen kritischeren Stimmen, etwa meiner Lieblingsrezensentin Ina Bösecke, die in Konkret schreibt: &#8220;So oder so leidet der Zuschauer: mal mit dem dicken Mädchen, mal an der Gefühlsduselei à la Hollywood&#8221;. Und: &#8220;Elend berührt. Am angenehmsten, wenn man es auf der Leinwand betrachten kann. (&#8230;) Es findet nicht in der dritten, sondern in der ersten Welt statt, aber Gott sei Dank noch weit genug weg vom gemütlichen Kinosessel, so dass man nach dem Film keine Angst haben muss, dass es einen auf dem Heimweg hinterrücks anspringen könnte, das verdammte Elend&#8221;.</p>
<p>Böseckes Text steht, wie immer, nicht online und das wird sich wohl auch in Zukunft nicht ändern, nachdem Konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza sich überraschenderweise in der Märzausgabe in die sich gerade formierende Abwehrkette des Printjournalismus eingereiht hat, mitten zwischen <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/wie-frank-schirrmacher-sich-seine-experten-aufblast/" target="_blank">Frank Schirrmacher</a>, <a href="http://wirres.net/article/articleview/5524/1/6/" target="_blank">Wolf Schneider</a> und <a href="http://www.blog-cj.de/blog/?p=3062" target="_blank">Markus Reiter</a>. &#8220;Das Internet scheint die große Kloake der öffentlichen Meinung durch unzählige kleine Jauchegruben verdrängen zu wollen. Erst die Massaker der totalen Meinungsfreiheit in Blogs und Postings lassen dankbar erkennen, welchen Beitrag zur Zivilisation die Presse trotz alledem geleistet hat.&#8221; Und &#8220;Lügen, Verleumdungen und Denunziationen&#8221; seien &#8220;Markenzeichen der digitalen Szene &#8220;, es reüssierten im &#8220;modernsten Medium unserer Zeit Hektakomben dümmster hinterwäldlerischer Schriftstücke&#8221;, die meisten &#8220;Internetforen&#8221; seien &#8220;Tummelplätze geistiger Inferiorität&#8221;. Gremliza weiter: &#8220;Wenn sie auch sonst nichts können, darin sind Poster und Blogger unschlagbar: durch datentechnische Tricks Masse zu simulieren&#8221;. Und: &#8220;En passant stehlen einem die vielen anonymen Blogs Zeit und Geld&#8221;. Wenn das böse Internet angreift, dann stehen sie zusammen, wie ein Mann, dann schließen sich die Gräben zwischen links und rechts, zwischen Intelligenz und Dummheit, zwischen sprachlicher Akkuratesse und hohlem Geschwafel. Gremliza nimmt &#8220;das Internet&#8221; aufs Korn und schießt ins Leere wie noch nie. Hoffentlich geht es ihm danach wenigstens etwas besser. Zurück zum Film:</p>
<p>“Precious“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/lions_gate/precious/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/precious_das_leben_ist_kostbar/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/precious-das-leben-ist-kostbar/kinoprogramm/" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>&#8220;Drachenzähmen leicht gemacht&#8221; ist die neueste computeranimierte Dreamworks-Produktion. Es geht um Wikinger, um, ja, klar, Drachen und vor allem um wohl tatsächlich recht spektakuläre Luftkämpfe in 3D.  Die Hauptfigur ist ein etwa Zehnjähriger, der die Entdeckung macht, dass nicht alle das Dorf bedrohende Drachen böse sind, die Kämpfe in Folge, aus denen er als Held hervorgeht, werden also zwischen Wikingern und guten Drachen gegen die bösen Drachen geführt. Ist vermutlich viel weniger bekloppt, als man nach dieser Inhaltszusammenfassung meinen könnte, die 3D-Animation soll ausgesprochen gelungen sein und in nicht wenigen der vielen positiven Kritiken wird ein Vergleich zu Tim Burtons &#8220;Alice im Wunderland&#8221; oder &#8220;Avatar&#8221; gezogen, der in der Regel zugunsten des Drachenfilms ausfällt. Mithalten kann der reine Trickfilm wohl in jeder Hinsicht und durch die offene Hinwendung auch zu einem sehr jungen Publikum wird die naive und vorhersehbare Geschichte gleich viel sympatischer als die genannten 3D-Konkurrenten. Und mehr Witz und Charme hat der Wikingerquatsch sicher auch.</p>
<p>&#8220;Drachenzähmen leicht gemacht&#8221;: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/dreamworks/howtotrainyourdragon/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/drachenzaehmen_leicht_gemacht/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/drachenzaehmen-leicht-gemacht/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein sympatisch wirkender kleiner Indie-Film, der unaufgeregt über Leute wir dich und mich erzählt, gedreht in Austin, Texas. Startet mit einer einzigen Kopie im <a href="http://home.snafu.de/fsk-kino/fsk/fsk.htm" target="_blank">Fsk</a> in Berlin. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/beeswax/links.htm" target="_blank">Beeswax</a>&#8220;)</li>
<li>Ein &#8220;Du-kannst-es-schaffen-Film&#8221; mit Supermutti Sandra Bullock, die aus einem armen Schwein einen Football-Star macht. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/fall_39/links.htm" target="_blank">Blind Side – Die große Chance</a>&#8220;)</li>
<li>Ein weiterer Action-Film aus der Luc-Besson-Fabrik, wohl doof wie üblich und diesmal mit John Travolta, Jonathan Rhys Meyers und einem englischen Titel, das verkauft sich besser. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/from_paris_with_love/links.htm" target="_blank">From Paris with Love</a>&#8220;)</li>
<li>Ein offenbar schlimm schmieriges und sentimentales Drama um Liebe und Verbrechen mit Kleinmädchenschwarm <a href="http://dearcomputer.nl/gir/?q=robert+pattinson&amp;s=4&amp;imgtype=any" target="_blank">Robert Pattinson</a>. New-York-Times-Kritiker A. O. Scott meint: &#8220;Wenn der Film in einem Kino in Ihrer Nähe läuft, sollten sie erwägen woanders hinzuziehen.&#8221; (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/remember_me/links.htm" target="_blank">Remember Me</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Dokumentation über deutsche, jüdische Himalayakraxler in den Dreißigern. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/zum_dritten_pol/links.htm" target="_blank">Zum dritten Pol</a>&#8220;)</li>
<li>Ein deutscher Debütfilm um einen Bankangestellten, der in die aufregende kriminelle Welt von Gangster Jürgen Vogel abtaucht. Wird <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21291/SCHWERKRAFT/Kritik/" target="_blank">hochgelobt</a>. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/schwerkraft/links.htm" target="_blank">Schwerkraft</a>&#8220;)</li>
<li>Und noch eine deutsche Doku über die diversen christlichen Konfessionsgemeinschaften, die sich um die und in der Jerusalemer Grabeskirche drängeln. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/im_haus_meines_vaters_sind_viele_wohnungen/links.htm" target="_blank">Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen</a>&#8220;).</li>
<li>Wieder so eine türkische Komödie, über die keiner Genaueres weiß und die, wie immer, einen wenigversprechenden Eindruck macht. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/cok_filim_hareketler_bunlar/links.htm" target="_blank">Çok Güzel Hareketler Bunlar</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">moviepilot</a> raus.</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p>Und noch etwas, Precious-Darstellerin Gabourey Sidibe bei Craig Ferguson in der Late Show. Sie kichert herum und flucht, obwohl sie &#8220;a good girl&#8221; sei und er gratuliert ihr &#8220;vorab&#8221; zum Oscar: &#8220;Well done!&#8221;:</p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Nq5K2WSHBUk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/Nq5K2WSHBUk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">* * *</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+H%C3%B6lle+in+Harlem+und+Drachen+im+Dorf+www.bit.ly/bDDlSp" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Jaqee nochmal</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 14:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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Droht leider auch völlig unterzugehen: Über Jaqee hatte ich zum Erscheinen des Albums hier etwas geschrieben, leider hat sich ansonsten keine Sau dafür interessiert – keine einzige Rezension habe ich entdeckt – obwohl es ein ganz wunderbares Retro-Reggae-und-Ska-Album ist, dass, ähnlich wie die Produktionen von Mark Ronson, trotzdem erstaunlich modern klingt. Und was für eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6rNE-5WUtSE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="385" src="http://www.youtube.com/v/6rNE-5WUtSE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Droht leider auch völlig unterzugehen: Über Jaqee hatte ich zum Erscheinen des Albums <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=274" target="_blank">hier</a> etwas geschrieben, leider hat sich ansonsten keine Sau dafür interessiert – keine einzige Rezension habe ich entdeckt – obwohl es ein ganz wunderbares Retro-Reggae-und-Ska-Album ist, dass, ähnlich wie die Produktionen von Mark Ronson, trotzdem erstaunlich modern klingt. Und was für eine Stimme sie hat! Es ihr dritter Versuch, in Schweden hatte sie bereits 2005 ein R&amp;B-Album aufgenommen und 2007 folgte &#8220;Nouvelle d&#8217;Amour&#8221;, das schön spröde instrumentiert ist und bei iTunes unter der Kategorie &#8220;Rock&#8221; gelistet wird. Hier eine Hörprobe:</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZwImDv_czq0?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ZwImDv_czq0?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="520" height="25"></embed></object><br />
In Frankreich sind sie jetzt drauf gekommen, dass das alberne Cover und der Titel des aktuellen Albums, der ausgerechnet vom einzig wirklich blöden Song übernommen wurde, vielleicht Schuld am ansonsten völlig unverständlichen Misserfolg tragen. &#8220;Kookoo Girl&#8221; heißt da jetzt &#8220;Land Of The Free&#8221; und sieht in der neuen Verpackung so aus:</p>
<p class="abstand">_</p>
<p><a href="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/jaqee.jpg"></a><a href="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/jaqee.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1341" title="jaqee" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/jaqee.jpg" alt="jaqee" width="400" height="397" /></a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Vielleicht nützt es ja etwas.<br />
Ein paar Auftritte in Deutschland sind <a href="http://www.jaqee.com/?p=3" target="_blank">angekündigt</a>, bislang hat sie nur ein klitzekleines Konzert in Berlin gegeben, wo sie übrigens zur Zeit auch wohnen soll.</p>
<p class="abstand">_</p>
<p>JAQEE<br />
Kokoo Girl</p>
<p>Rootdown 13065, 12 Tracks, <a href="http://www.jaqee.com/" target="_blank">Website</a></p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Jaqee+nochmal+www.bit.ly/bILiqy" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Oholah Oholibah</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 13:44:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[
_
Im Herbst hatte ich das Album einmal durchgehört, ein paar Zeilen drüber geschrieben und es dann vergessen. Vor ein paar Tagen fiel mir die CD wieder in die Hände und seither befindet sie sich in Heavy Rotation. Wie schade, dass Ganos spätes Wunderwerk so wenig Beachtung gefunden hat.
Hört selbst: 
_
Meine Kritik:
Da ist sie wieder, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1301" title="gano" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/gano.jpg" alt="gano" width="520" height="520" /></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Im Herbst hatte ich das Album einmal durchgehört, ein paar Zeilen drüber geschrieben und es dann vergessen. Vor ein paar Tagen fiel mir die CD wieder in die Hände und seither befindet sie sich in Heavy Rotation. Wie schade, dass Ganos spätes Wunderwerk so wenig Beachtung gefunden hat.</p>
<p>Hört selbst: <object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/VqSq65yh54g?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/VqSq65yh54g?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="520" height="25"></embed></object></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Meine Kritik:</p>
<blockquote><p>Da ist sie wieder, die Stimme der nervösen Folkpunkband Violent Femmes, die einem bei schwächeren Songs gehörig auf die Nerven gehen kann, aber immer das Potenzial zu bohrender emotionaler Eindringlichkeit hat. Beim ersten Track klingt es noch wie ödes Standard-Indie-Song-Geschrubbe eines alten Recken, dem nicht mehr viel einfällt, aber was dann folgt ist ein erstaunlich frisches Album voller abwechslungsreich komponierter und instrumentierter Songs, die sich gerne gegen Ende geradezu ekstatisch steigern. Durchweg elektrisch, überraschen quietschige Orgeln, straffe Bläsersätze oder ein Kinderchor und dazu singt Gano irrsinniges Zeugs wie das traurige Trinklied „Oholah Oholibah“. Oder „My mother and your mother were hanging out clothes / My mother gave your mother a punch in the nose“ (in „Red“, einem klassischen Rocksong, schnell, eingängig und kurz). Doch am stärksten sind die Balladen. Wie viel mögen die begleitenden Ryan-Brüder Billy und Brendan zu all dem beigetragen haben? Gordon Gano läuft in dieser Kolloboration jedenfalls zu solcher Hochform auf, dass das der Beginn einer zweiten, wirklich überzeugenden Schaffensperiode sein könnte. Sehr erfreulich.</p></blockquote>
<p>GORDON GANO &amp; THE RYANS<br />
Under The Sun</p>
<p>Yep Roc CD-YEP-2210/Cargo, 12 Tracks, 46:48, <a href="http://www.myspace.com/gordonganoandtheryanbroth" target="_blank">myspace</a></p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Oholah+Oholibah+www.bit.ly/aWWkx0" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Kindsmord in Norwegen und eine Verheißung in Osnabrück</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 21:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
_
Letzten Donnerstag habe ich es nicht geschafft, mich rechtzeitig über die neu anlaufenden Filme schlau zu machen, hier nachträglich eine kurze Übersicht. Die Neustarts:

Ein verschachtelt erzählter Psychothriller aus Norwegen um ein totes Kind, seinen mutmaßlichen Mörder und die Mutter. Scheint dramaturgisch sehr geschickt und wirkungsvoll zahlreiche Rückblenden aus zwei verschiedenen Perspektiven zusammenzubauen, dabei wird aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1271" title="KW12" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/KW121.jpg" alt="KW12" width="520" height="368" /></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Letzten Donnerstag habe ich es nicht geschafft, mich rechtzeitig über die neu anlaufenden Filme schlau zu machen, hier nachträglich eine kurze Übersicht. Die Neustarts:</p>
<ul>
<li>Ein verschachtelt erzählter Psychothriller aus Norwegen um ein totes Kind, seinen mutmaßlichen Mörder und die Mutter. Scheint dramaturgisch sehr geschickt und wirkungsvoll zahlreiche Rückblenden aus zwei verschiedenen Perspektiven zusammenzubauen, dabei wird aber arg bedeutungsschwanger mit großen moralischen Fragen hantiert. Der Kritikern <a href="http://www.film-zeit.de/Film/21313/TROUBLED-WATER/Kritik/" target="_blank">gefällt das</a> sehr. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/troubled_water/links.htm" target="_blank">Troubled Water</a>&#8220;)</li>
<li>Eine melancholische deutsche Komödie mit Stefan Kurt als fünfzigjährigem Schnauzbartträger in der Krise. Sein Ausbruch führt ausgerechnet nach Osnabrück. Scheint angenehm ungeschwätzig zu sein und Lars Lenski hinter der Kamera hat offenbar für hiesige Verhältnisse recht beeindruckende Bilder gefunden. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/mensch_kotschie/links.htm" target="_blank">Mensch Kotschie</a>&#8220;)</li>
<li>Meines Wissens die erste Verfilmung eines Blogs: &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/das_ganze_leben_liegt_vor_dir/links.htm" target="_blank">Das ganze Leben liegt vor Dir</a>&#8221; beruht auf den Posts von Michela Murgia über ihre Tätigkeit in einem Callcenter. Der Film ist wohl allerdings eher eine burlesk-überdrehte Komödie, deren Kritik an prekären Arbeitsverhältnissen in unmotivierten Optimismus mündet. Vielleicht trotzdem sehenswert. Komödien, die dezidiert Gesellschaftskritik üben, bekommt man nicht alle Tage zu sehen.</li>
<li>Der Irakkriegs-Ballerfilm von Paul Greengrass, dem Regisseur der &#8220;Bourne&#8221;-Trilogie, auch wieder mit Matt Damon, hier als amerikanischer Offizier, in der Hauptrolle. Die hektische Wackelästhetik der &#8220;Bourne&#8221;-Reihe scheint nur bedingt im Kriegsfilm hinzuhauen, befremdlich wirkt außerdem die aufklärerische Attitüde des Actionreißers, die letztlich wohl doch nur auf die alles andere als neue Erkenntnis hinausläuft, dass es die irakischen Massenvernichtungswaffen nie gegeben hat. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/green_zone/links.htm" target="_blank">Green Zone</a>&#8220;)</li>
<li>Ein religiös verbrämter Quatschthriller aus Hollywood mit Engeln auf Erden. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/legion/links.htm" target="_blank">Legion</a>&#8220;).</li>
<li>Ein müdes US-Remake eines sentimentalen <a href="http://www.imdb.com/title/tt0100681/" target="_blank">Marcello-Mastroianni-Vehikels </a>von Guiseppe Tornatore von 1990. Robert De Niro macht den Mastroianni, als verwitweter Rentner besucht er nacheinander seine ihm fremdgewordenen Kinder. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/everybody_s_fine/links.htm" target="_blank">Everybody&#8217;s Fine</a>&#8220;)</li>
<li>Ein &#8220;von hehren Idealen getragener PR-Film&#8221; (Reinhard Lüke im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10589" target="_blank">Filmdienst</a>) über die Chancen der Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen. Finanziert vor allem mit Sponsorengeldern aus der Umweltbranche, wie Lüke schreibt. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_4_revolution_energy_autonomy/links.htm" target="_blank">Die 4. Revolution – Energy Autonomy</a><a href="http://www.filmz.de/film_2010/parkour/links.htm" target="_blank"></a>&#8220;)</li>
<li>Ein Dokumentarfilm über ein Tanztheaterprojekt mit Wuppertaler Schülern. Das Stück stammt von Pina Bausch, die, kurz vor ihrem Tod, auch selbst bei den Proben und vor der Filmkamera aufgetaucht ist. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/tanztraeume_jugendliche_tanzen_kontakthof_von_pina_bausch/links.htm" target="_blank">Tanzträume</a>&#8220;)</li>
<li>Und ein offenbar grottenschlechter amerikanischer Kinderfilm über einen brutalen Profi-Eishockeyspieler, der durch Zwangsdienst als Zahnfee geläutert wird. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/hochburg_der_suenden/links.htm" target="_blank">Zahnfee auf Bewährung</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">_</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">moviepilot</a> raus.</p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Und noch etwas, ein Remake von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0083907/" target="_blank">The Evil Dead</a>&#8220;, mit Knetfiguren. Das verdichtete Gemetzel dauert nur eine Minute:</p>
<p class="abstand">_</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="368" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9226776&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="368" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9226776&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Von Lee Hardcastle. (<a href="http://drawn.ca/2010/03/17/stop-motion-evil-dead-in-60-seconds/" target="_blank">via</a>)</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Kindsmord+in+Norwegen+und+eine+Verhei%C3%9Fung+in+Osnabr%C3%BCck+www.bit.ly/bDFMBY" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neu im Kino: Zweimal Mord und Totschlag</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1245</link>
		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1245#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 10:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Preise und Kritikerlob en masse gab&#8217;s bislang für das Gangsterdrama &#8220;Ein Prophet&#8221; aus Frankreich. Der Film scheint ein rares Beispiel für eine höchst wirkungsvolle Neuerfindung eines wohlbekannten Genres zu sein. Es geht um rivalisierende Banden, um Leben im Knast, um Drogen und um Gewalt, die Geschichte soll gut geschrieben sein, ein hohes Erzähltempo haben, manch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1248" title="KW11" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/KW11.jpg" alt="KW11" width="520" height="364" /></p>
<p>Preise und Kritikerlob en masse gab&#8217;s bislang für das Gangsterdrama &#8220;Ein Prophet&#8221; aus Frankreich. Der Film scheint ein rares Beispiel für eine höchst wirkungsvolle Neuerfindung eines wohlbekannten Genres zu sein. Es geht um rivalisierende Banden, um Leben im Knast, um Drogen und um Gewalt, die Geschichte soll gut geschrieben sein, ein hohes Erzähltempo haben, manch überraschende Wendung nehmen und wirklich spannend sein. Sehr überzeugend ist wohl die realistische Schilderung des Knastalltags, der in Frankreich zu einer Debatte über den Strafvollzug geführt hat. Eigentlich wird alles nur gelobt, die ausgefeilten Figuren und ihre Darsteller, der Musikeinsatz, die explosionsartig hereinbrechenden drastischen Gewaltszenen, die gesamte Inszenierung. Wer für Thriller, für Krimikost überhaupt, etwas übrig hat, für den könnte das der Film des Jahres sein. Aber es sieht leider nicht so aus, als fände er bei uns ein größeres Publikum; trotz solch beeindruckender Gegenbeispiele wie &#8220;Willkommen bei den Sch&#8217;tis&#8221; (über zwei Millionen Kinobesucher in Deutschland) scheint das Herkunftsland Frankreich immer noch als Garant für Kassengift zu gelten. Weder der Verleih noch die Kinobetreiber setzen viele Hoffnungen in &#8220;Ein Prophet&#8221; und so ist der Misserfolg vorprogrammiert: In der Kinoprovinz Hamburg etwa läuft er nur in einem Kino am Nachmittag, also eigentlich gar nicht.</p>
<p>“Ein Prophet“: <a href="http://www.sonypictures.de/landing/ein-prophet/trailer.html" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/ein_prophet/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/ein-prophet/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Noch eine interessante und offenbar sehr gelungene Variante des Genres: Zwei junge Regisseure aus Israel, der eine Araber, Scandar Copti, der andere Jude, Yaron Shani, haben zusammen einen höchst komplexen Thriller gedreht, aufgeteilt in streng getrennte Kapitel, die aus unterschiedlichen Perspektiven und dazu auch noch unchronologisch erzählt werden. Wieder geht es um Drogen, um Schuld, um Liebe, Hass und Gewalt und wieder soll sowohl die Geschichte, als auch der Stil sehr gelungen sein. Der Handlungsort ist auch der Titel des Films, &#8220;Ajami&#8221; gehört zu Tel Aviv, ein arabisches Viertel, in dem unterschiedliche Bevölkerungsgruppen unversöhnlich nebeneinander leben, arm, aber reich an Kriminalität. Die Hauptfiguren, fein charakterisiert und sehr genau in ihre soziale Umgebung eingepasst, rutschen in kriminelle Geschäfte aus unterschiedlichster Not und sie rutschen natürlich immer weiter, unausweichlich auf den Abgrund zu.</p>
<p>Sämtliche Darsteller sind Laien und bei ihrer Führung wendeten die Regisseure eine ungewöhnliche Technik an: Sie hielten das Drehbuch geheim, offenbarten immer nur Teilinformationen, um jede Künstlichkeit, jedes herkömmliche Spielen zu verhindern und echt empfundene Emotionen zu ermöglichen. Ich bin sehr gespannt. Dass &#8220;Ein Prophet&#8221; und &#8220;Ajami&#8221; gleichzeitig anlaufen, ist übrigens kein Zufall: Beide waren für den Auslandsoscar nominiert und beide sind sie letztlich leer ausgegangen.</p>
<p>“Ajami“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/independent/ajami/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/ajami/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/ajami/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Ein deutsches Drama um eine junge Deutschtürkin, die aus Istanbul vor ihrem Mann mit ihrem Kind zurück nach Berlin flieht, wo die Familie, wie zu erwarten, wenig Verständnis für sie aufbringt. Das Thema Ehrenmord zum Mitfühlen aufbereitet, mit Sibill Kekili als Opfer. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/die_fremde/links.htm" target="_blank">Die Fremde</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Mischung aus Siebziger-Jahre-Paranoia-Thriller und Standard-Rachegeschichte, mit Mel Gibson, der Faust auf Faust einer Verschwörung auf den Grund geht. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/auftrag_rache/links.htm" target="_blank">Auftrag Rache</a>&#8220;)</li>
<li>Ein spanischer Kostümfilm über eine weise, schöne und natürlich starke Frau im vierten Jahrhundert, die Philosophin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypatia" target="_blank">Hypatia</a>. Regisseur Alejandro Amenábar fabuliert offenbar frei drauflos und schert sich nicht groß um Wahrhaftigkeit. Immer rauf aufs feministische Podest, mit Pauken, Trompeten und ganz vielen Streichern, das freut das Publikum. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/agora_die_saeulen_des_himmels/links.htm" target="_blank">Agora – Die Säulen des Himmels</a>&#8220;)</li>
<li>Ein rührseliges Drama um an einer seltenen Krankheit leidende Kinder, die dank Papas Engagement und Harrison Fords medizinischen Forschungen schließlich geheilt werden. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/ausnahmesituation/links.htm" target="_blank">Ausnahmesituation</a>&#8220;).</li>
<li>Ein deutsches Jugenddrama um Eifersucht und Parkour und darum heißt der Film auch so wie das lustige und hübsch anzuschauende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parkour" target="_blank">Durch-die-Stadt-Hüpfen</a>, das leider als Sport ernstgenommen werden will. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/parkour/links.htm" target="_blank">Parkour</a>&#8220;)</li>
<li>Ein Horrorfilm, wieder einmal mit einem dämonischen Kind, der erst wie ein realistisches Sozialdrama anhebt. Mit Renée Zellweger. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/fall_39/links.htm" target="_blank">Fall 39</a>&#8220;)</li>
<li>Eine Doku über eine Theaterinszenierung mit Deutschtürkinnen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/hochburg_der_suenden/links.htm" target="_blank">Hochburg der Sünden</a>&#8220;)</li>
<li>Eine weitere Parodie eines deutschen Trivialmythos, diesmal hat es Jerry Cotton erwischt. Mit den üblichen Comedy-Typen plus Christian Ulmen und Christiane Paul. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/jerry_cotton/links.htm" target="_blank">Jerry Cotton</a>&#8220;) <a href="http://www.getidan.de/film/georg_seesslen/214/jerry-cotton-der-amerikanische-traum-des-deutschen-kinos" target="_blank">Hier</a> ein Text von Georg Seeßlen über die ursprünglichen Cotton-Filme.</li>
<li>Und eine Doku über eine erfolglose Metalband. &#8220;Der große Trick des Films besteht darin, dass er zwei Menschen, deren Kultur den meisten Off-Kino-Gängern ferner sein dürfte als die niederrheinische Swingerclub-Szene, zunächst als tragische Clowns einzuführen scheint, sie aber nach und nach wie die letzten Verfechter weithin begrabener Tugenden wie Unbeugsamkeit, Aufrichtigkeit und Gutgläubigkeit erscheinen lässt&#8221;, lobt Eric Pfeil in der <a href="http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc~EFD52A85E2BB3491B908963FB93309743~ATpl~Epalmversion~Scontent.html" target="_blank">FAZ</a>. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/anvil_die_geschichte_einer_freundschaft/links.htm" target="_blank">Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft</a>&#8220;)</li>
<li>Der Wilde-Fußballkerle-Abklatsch &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/teufelskicker/links.htm" target="_blank">Teufelskicker</a>&#8221; nach Buch- und Hörspielserie jetzt auch im Kino.</li>
<li>Wieder mal so eine türkische Komödie, über die keiner Genaueres weiß und die, wie immer, keinen vielversprechenden Eindruck macht. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/ay_lav_yu/links.htm" target="_blank">Ay lav Yu</a>&#8220;)</li>
</ul>
<p class="abstand">_</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">moviepilot</a> raus.</p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Und noch etwas:</p>
<p class="abstand">_</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1249" title="faz_anz_haneke" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/faz_anz_haneke.jpg" alt="faz_anz_haneke" width="520" height="347" /></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Auch Michael Haneke durfte bekanntlich für &#8220;Das weiße Band&#8221; keinen Oscar entgegennehmen, weshalb diese doppelseitige FAZ-Anzeige im aktuellen Spiegel und anderswo ein wenig deplatziert wirkt. Anlass für einen leicht hämischen Kommentar von Simon Rothöler bei <a href="http://www.cargo-film.de/blog/2010/mar/08/die-kritiker-der-elche/" target="_blank">Cargo</a>.</p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Nominiert für den besten fremdsprachigen Film war außerdem das peruanische Drama mit der Kartoffel in der Vagina, “<a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=582" target="_blank">Eine Perle Ewigkeit</a>” und hier ist der Trailer des letztlich ausgezeichneten Films aus Argentinien, &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt1305806/" target="_blank">El Secreto De Sus Ojos</a>&#8220;:</p>
<p class="abstand">_</p>
<p><object width="520" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KygEsNle1pA&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/KygEsNle1pA&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="520" height="385"></embed></object></p>
<p class="abstand">_</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+Zweimal+Mord+und+Totschlag+www.bit.ly/dgIj9F" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Tötende Blicke, unerwartete Tritte, ein raubender Läufer und ein singender Trinker</title>
		<link>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1227</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 11:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
_
&#8220;Einer der besten Filme, die dieses Jahr im Wettbewerb gezeigt wurden&#8221;, schrieb David Hudson bei The Auteurs über &#8220;Der Räuber&#8221;, den neuen Film von Benjamin Heisenberg. Fünf Jahre sind vergangen, seit seinem Erstling, dem &#8220;Schläfer&#8220;. Damals galt er als ein Vertreter der spröden &#8220;Berliner Schule&#8221;. Mit dem &#8220;Räuber&#8221; entzieht er sich dieser Etikettierung, die in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1233" title="KW10" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/KW10.jpg" alt="KW10" width="520" height="364" /></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>&#8220;Einer der besten Filme, die dieses Jahr im Wettbewerb gezeigt wurden&#8221;, schrieb David Hudson bei <a href="http://www.theauteurs.com/notebook/posts/1537" target="_blank">The Auteurs</a> über &#8220;Der Räuber&#8221;, den neuen Film von Benjamin Heisenberg. Fünf Jahre sind vergangen, seit seinem Erstling, dem &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2006/schlaefer/links.htm" target="_blank">Schläfer</a>&#8220;. Damals galt er als ein Vertreter der spröden &#8220;Berliner Schule&#8221;. Mit dem &#8220;Räuber&#8221; entzieht er sich dieser Etikettierung, die in Wien gedrehte Geschichte um einen wieselflink zum Fluchtwagen rennenden Bankräuber, soll dynamisch, ja sogar actionreich statt statisch inszeniert sein. Den Räuber gab es wirklich, er war in den Achtzigern parallel zu seinen illegalen Aktivitäten als Marathonläufer aktiv und Heisenberg interessiert sich offenbar für beide Beschäftigungen gleichermaßen, ohne sich groß um den &#8220;sozialen Hintergrund oder aber Politik, Psychologie und den ganzen Rest&#8221; zu scheren, so David Hudson. Das könnte im Ergebnis natürlich doch wieder nüchtern wie im Wartezimmer geraten sein. Mal gucken.</p>
<p>“Der Räuber“: <a href="http://derraeuber.de/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/der_raeuber/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/der-raeuber/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>&#8220;Männer, die auf Ziegen starren&#8221; ist zweifellos ein herrlicher Titel, die Darstellerriege – George Clooney,  				   					 					Jeff Bridges,  				   					 					Ewan McGregor und  				   					 					Kevin Spacey sind dabei – kann sich auch sehen lassen, doch scheint die Militärsatire über eine Spezialeinheit, in der Gedankenlesen, durch Wände laufen und mit Blicken töten trainiert wird, die sich augenblicklich einstellenden hohen Erwartungen nur bedingt zu erfüllen. Denn so richtig spritzig ist das wohl alles nicht geworden, wenn man den nicht wenigen negativen Kritiken glauben darf. Eher monoton und langatmig. <a href="http://www.variety.com/review/VE1117940980.html?categoryid=31&amp;cs=1" target="_blank">Derek Elley</a> ist in Variety aber voll des Lobes (&#8221;unglaublich dichtes Drehbuch&#8221;, &#8220;wunderschön komponierte Breitwandaufnahmen&#8221;, &#8220;hochklassiges (&#8230;) Filmemachen&#8221;, &#8220;im Gebrüder-Coen-Stil&#8221;). Das Ganze soll übrigens, kaum glaublich, auf Tatsachen beruhen.<strong> </strong></p>
<p>“Männer, die auf Ziegen starren“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/independent/themenwhostareatgoats/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/maenner_die_auf_ziegen_starren/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/maenner-die-auf-ziegen-starren/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>&#8220;Alice im Wunderland&#8221; von Tim Burton habe ich schon gesehen und war reichlich enttäuscht. <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1212" target="_blank">Hier</a> meine Kritik. Allerdings stehe ich mit meiner drastischen Ablehnung ziemlich alleine da, die meisten Schreiber, <a href="http://www.film-zeit.de/Film/20971/ALICE-IM-WUNDERLAND/Kritik/" target="_blank">hüben</a> wie <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/aliceinwonderland2009" target="_blank">drüben</a>, äußern sich milder und es gibt auch begeisterte Stimmen. Wer auch Kritik an der Verflachung und Konfektionierung des Stoffes übt, schiebt häufig Disney die Schuld in die Schuhe, als hätte der große, jüngst mit einer Einzelausstellung im <a href="http://www.moma.org/visit/calendar/exhibitions/313" target="_blank">MoMA</a> geehrte Künstler, sich einfach nicht gegen den bösen Unterhaltungskonzern durchsetzen können. Als wenn all die anderen Studios mit ihren Riesenbudgets, für die Tim Burton gearbeitet hat, nicht genau die gleichen Interessen und Strukturen hätten. Burton hat bei Disney angefangen, festangestellt und ist rausgeflogen, nachdem er 1984 seinen Kurzfilm &#8220;Frankenweenie&#8221; (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=r34yz-xC4xQ" target="_blank">youtube</a>) fertiggestellt hatte. Der Film sei zu angsteinflößend für ein junges Publikum und er habe Studiogeld dafür verschwendet, hieß es. Aber schon Burtons &#8220;Nightmare Before Christmas&#8221; war 1993 wieder eine Disney-Produktion. Und als er 2007 mit dem Micky-Maus-Konzern einen Vertrag über zwei 3D-Produktionen geschlossen hat, werden die Konditionen schon gestimmt haben: Der zweite Film, das war von Anfang an bekannt, wird sogar eine abendfüllende Neuverfilmung des einst abgelehnten &#8220;Frankenweenie&#8221; sein. Hoffentlich wird das kein Murks &#8230;</p>
<p>Was ich in meinem Alice-Text nicht erwähnt habe: Die Rahmenhandlung endet dann auch noch auf die ödeste Weise, die man sich vorstellen kann, als letzter Tritt in das Gesicht der enttäuschten Zuschauer. Ich habe keine Ahnung, wieso die Mehrheit der Kritiker dafür offenbar unempfindlich ist.</p>
<p>“Alice im Wunderland“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/disney/aliceinwonderland/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/alice_im_wunderland/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/alice-im-wunderland-4/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Auch &#8220;Crazy Heart&#8221;, das Regie-Debüt von Scott Cooper, habe ich vorab gesehen und darüber <a href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1221" target="_blank">geschrieben</a>.  Da wurde das Kunststück vollbracht, aus einer mutmaßlich schon in der <a href="http://www.amazon.com/Crazy-Heart-Thomas-Cobb/dp/0060158034" target="_blank">Vorlage</a> völlig banalen Geschichte einen sehenswerten Film zu machen, ohne dass die Geschichte dabei besser geworden wäre. Mir fällt kein vergleichbares Beispiel ein.</p>
<p>Gefällt <a href="http://au.rottentomatoes.com/m/crazy_heart/" target="_blank">allen</a>.</p>
<p>“Crazy Heart“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/fox_searchlight/crazyheart/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/crazy_heart/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/crazy-heart/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Außerdem neu:</p>
<ul>
<li>Eine historisches Kammerspiel aus dem Friedrichshain der sechziger Jahre. Angeblich nicht ostalgisch wird eine Liebesgeschichte von &#8220;Oma Otti&#8221; erzählt, die bereits fünffache Witwe ist, während ihr Enkel Detektiv spielen darf. Scheint darstellerisch ganz gelungen zu sein (u. a. mit Milan Peschel, Horst Krause, Meret Becker, Jürgen Vogel), die Kulissen hingegen sollen grausig aussehen. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/boxhagener_platz/links.htm" target="_blank">Boxhagener Platz</a>&#8220;)</li>
<li>Ein in Hamburg gedrehter Heile-Welt-Film nach der biederen und wahnsinnig erfolgreichen Kinderbuchreihe von Isabel Abedi: &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/hier_kommt_lola/links.htm" target="_blank">Hier kommt Lola</a>&#8220;.</li>
<li>Seltsames aus Deutschland (1): Sex, Motorräder und pseudophilosophische Gerede scheinen die wichtigsten Ingredienzien des Trashfilms &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/engel_mit_schmutzigen_fluegeln/links.htm" target="_blank">Engel mit schmutzigen Flügeln</a>&#8221; zu sein.</li>
<li>Seltsames aus Deutschland (2): Ein Kostümschinken über Heinrich IV., nach Heinrich Mann. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/henri_4/links.htm" target="_blank">Henri 4</a>&#8220;)</li>
<li>Seltsames aus Deutschland (3): Eine Doku über Moskauer Taxifahrerinnen (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/pink_taxi/links.htm" target="_blank">Pink Taxi</a>&#8220;).</li>
</ul>
<p class="abstand">_</p>
<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">moviepilot</a> raus.</p>
<p class="abstand">_</p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Und noch etwas, ein Ausschnitt aus Jan Svankmajers &#8220;Alice&#8221;:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Gd03-wm6DDM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="344" src="http://www.youtube.com/v/Gd03-wm6DDM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Und noch etwas, ein Wunderland-Videoclip mit Tom Petty als verrücktem Hutmacher, aus dem Jahr 1985:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.videoplayer.hu/videos/embed/408398" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="350" src="http://www.videoplayer.hu/videos/embed/408398"></embed></object></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Und noch etwas darf nicht fehlen, der berühmteste von &#8220;Alice im Wunderland&#8221; beeinflusste Popsong. Ein Fernsehauftritt von Jefferson Airplane:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.tagtele.com/v/26697" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="350" src="http://www.tagtele.com/v/26697" wmode="transparent"></embed></object></p>
<p class="abstand">_</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Neu+im+Kino%3A+T%C3%B6tende+Blicke%2C+unerwartete+Tritte%2C+ein+raubender+L%C3%A4ufer+und+ein+singender+Trinker+www.bit.ly/bZJDAL" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Jeff Bridges und ein Nichts</title>
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		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1221#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 14:19:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
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Die Rolle des abgehalfterten, versoffenen Countrysängers in „Crazy Heart“ dürfte den Höhepunkt der schauspielerischen Karriere von Jeff Bridges darstellen, spätestens wenn er am Sonntag tatsächlich einen Oscar als „Best Actor“ erhält. Er spielt so glaubwürdig, dass es geradezu seltsam erscheint, dass diese Figur nur fiktiv ist, dass Bad Blake nicht tatsächlich irgendwo zwischen Willie Nelson, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1222" title="crazyheart" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/crazyheart.jpg" alt="crazyheart" width="520" height="389" /></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Die Rolle des abgehalfterten, versoffenen Countrysängers in „Crazy Heart“ dürfte den Höhepunkt der schauspielerischen Karriere von Jeff Bridges darstellen, spätestens wenn er am Sonntag tatsächlich einen Oscar als „Best Actor“ erhält. Er spielt so glaubwürdig, dass es geradezu seltsam erscheint, dass diese Figur nur fiktiv ist, dass Bad Blake nicht tatsächlich irgendwo zwischen Willie Nelson, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=MwR1n0p1V7U" target="_blank">Townes Van Zandt</a> und Kris Kristofferson seinen Platz in der Musikgeschichte hat. Vielleicht kommt einem Blake aber auch so bekannt vor, weil Bridges einst mit Bravour eine verwandte Rolle gespielt hat: den Dude aus „The Big Lebowski“.<br />
Das Drumherum stimmt ebenso, die Motelzimmer, die miesen Spelunken oder gar Bowlingbahnen, in denen Blake auftritt, überzeugen mitsamt den sie bevölkernden Nebenfiguren. Und dann kann Bridges natürlich auch erstaunlich gut singen und hat sich als falscher Country-Heroe von T Bone Burnett verdammt gutes Songmaterial liefern lassen, von dem manch echte Countrylegende nur träumen kann.</p>
<p>Das Problem ist nur: Es gibt auch eine Geschichte. Als ich eine Freundin, die gar nichts über „Crazy Heart“ wusste, aufforderte zu raten, was das für eine sei, musste sie nicht lange überlegen: „Er wird von einer Frau gerettet“. Richtig. Und die ist jung und schön und wird gespielt von Maggie Gyllenhaal. „Und wird er einfach so gerettet?“, fragte ich weiter. „Nein, das geht nicht so geradlinig, er muss bestimmt noch irgendwelche Hürden nehmen, erst noch so richtig auf die Schnauze fallen.“ Auch das stimmt. Das Wort „vorhersehbar“ ist viel zu schwach zur Beschreibung des Nichts an Handlung. Aber ein Nichts muss einen andererseits auch nicht weiter stören. Konzerte haben auch keine Handlung.</p>
<p>Schade, dass Bad Blake aufgrund von Nichtexistenz nie auf Tour gehen wird.</p>
<p>Hier der ebenfalls oscarnominierte Song „The Weary Kind“, solo dargeboten von Jeff Bridges:</p>
<p class="abstand">_</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/z8monRJzzvU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="344" src="http://www.youtube.com/v/z8monRJzzvU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>“Crazy Heart“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/fox_searchlight/crazyheart/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/crazy_heart/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/crazy-heart/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Jeff+Bridges+und+ein+Nichts+www.bit.ly/98oOqZ" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Alice im Fantasy-Korsett</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 11:58:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
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Eigentlich konnte da nichts schiefgehen. Tim Burton, der dickköpfige Frickler mit einer Vorliebe für Düsteres und Grotesk-Komisches, der sogar Superhelden-Franchise-Ware wie „Batman“ seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken vermochte, hat Lewis Carrolls viktorianischen Nonsense-Klassiker „Alice im Wunderland“ verfilmt. Mit bewährten Burton-Darstellern wie Johnny Depp und Helena Bonham Carter, mit einem Score vom ebenso bewährten Danny Elfman [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1213" title="Alicekomp" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/Alicekomp.jpg" alt="Alicekomp" width="520" height="364" /></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Eigentlich konnte da nichts schiefgehen. Tim Burton, der dickköpfige Frickler mit einer Vorliebe für Düsteres und Grotesk-Komisches, der sogar Superhelden-Franchise-Ware wie „Batman“ seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken vermochte, hat Lewis Carrolls viktorianischen Nonsense-Klassiker „Alice im Wunderland“ verfilmt. Mit bewährten Burton-Darstellern wie Johnny Depp und Helena Bonham Carter, mit einem Score vom ebenso bewährten Danny Elfman und mit einem Riesenbudget, das jede computeranimierte Spielerei erlaubt, die heute technisch möglich ist.<br />
Die Welt von „Alice“, in der sich alles jederzeit verändern kann, mit lebendigen Spielkarten, einem See aus Tränen, dem hektischen weißen Kaninchen, der Wasserpfeife rauchenden Raupe, der Grinsekatze und all den anderen skurrilen Fantasiegeschöpfen scheint kongenial zum Burtonschen Schauergeschichten-Kosmos zu passen.</p>
<p>Aber es ist schiefgegangen. Und wie.</p>
<p>Zwar sind da eine Menge hübscher visueller Einfälle zu besichtigen, wie man sie erwarten konnte und die Verbindung von Live-Action und Animation funktioniert besser, denn irgendwo je zuvor, nur sind leider Witz und Verspieltheit der Vorlage vollständig auf der Strecke geblieben. Die episodische Struktur musste einer Standardfantasyhandlung weichen, die so unfassbar öde ist, dass ich eine Zeit lang hoffte, dass sei nur eine Finte, eine ironische Geste, die sagen will: Seht her, so blöde sind vergleichsweise die Narnia-Eragon-Kompass-Filmplots. Aber das Ruder wird keineswegs wieder herumgerissen, stumpf wird bis zum Ende jede zur Zeit gültige Konvention des Genres eingehalten.</p>
<p>Burtons Alice ist kein kleines Mädchen mehr, sondern neunzehn Jahre alt und soll in der Rahmenhandlung gerade verlobt werden. Sie folgt, wie üblich, dem weißen Kaninchen ins Loch und muss, so weit, so vertraut, erstmal einige Probleme lösen, bei denen verschlossene Türen und falsche Größenverhältnisse eine Rolle spielen, bevor sie das Wunderland, das diesmal „Underland“, also Unterland heißt, betreten kann.</p>
<p>Und schon kündigt sich das erzählerische Desaster an: Ist Alice die „richtige“ Alice, so lautet die Frage, denn der „richtigen“ ist es vorherbestimmt, den Jabberwocky, einen Drachen, im Kampf zu besiegen und so „Underland“ zu retten. Und dann lässt Burton ununterbrochen Orchester und Chor dröhnen und dazu die Guten gegen die Bösen in aufdringlichem 3-D vor ständig wechselnden dramatischen Avatar-Landschaften antreten, lässt Armeen der „roten“ und der „weißen“ Königin aufmarschieren und schließlich Alice den bösen Drachen töten, wie es sich gehört.</p>
<p>Lewis Carrolls Alice war selbstredend überhaupt nichts vorherbestimmt, in den Büchern war gerade Desorientierung ein Leitmotiv, die Heldin stolpert von einem seltsamen Erlebnis zum nächsten und die blaue Raupe ist nicht weise wie Yoda, sondern trägt mit ihrem „Rat“ nachhaltig zu Alice‘ weiterer Verwirrung bei. Der Drache, Jabberwocky, taucht nur im gleichnamigen Gedicht auf, das Alice zu Beginn von „Alice hinter den Spiegeln“ liest und ob da überhaupt ein Drache beschrieben wird, ist nicht einmal ganz sicher:</p>
<blockquote><p>„Hab acht vorm Zipferlak; mein Kind!<br />
Sein Maul ist beiß, sein Griff ist bohr!<br />
Vorm Fliegelflagel sieh dich vor,<br />
Dem mampfen Schnatterrind!“</p>
<p><em><small>(Aus „Der Zipferlake“, „Jabberwocky“-Nachdichtung von Christian Enzensberger)</small></em></p></blockquote>
<p>Natürlich haben die meisten bekannten Figuren aus den beiden Alice-Büchern bei Burton ihre Auftritte und liebevoll entworfen und animiert, wie viele von ihnen sind, kann man immer wieder erahnen, wie großartig das alles hätte werden können. Schade.</p>
<p>Von den dreiundzwanzig „Alice“-Verfilmungen, die es bislang gab, sind mir ein knappes Viertel vertraut.  Ich glaube nicht, dass eine einzige von ihnen so bleischwer und uninspiriert daherkommt, wie Nummer Vierundzwanzig. Und von höchst eigenwilligen Adaptionen, wie <a href="http://www.imdb.com/title/tt0095715/" target="_blank">jener</a> Jan Švankmajers, der Alice in seine morbide Stop-Motion-Welt aus toten Tieren und animierten Puppen integriert hat, ohne dabei den Geist der Vorlage zu verraten, ist Tim Burtons Version Lichtjahre entfernt.</p>
<p>Etwa neunzehn war Alice übrigens schon einmal, 1976, in „Alice in Wonderland: A Musical Porno“ von Bill Ozco:</p>
<p class="abstand">_</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="520" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/faAA7mf91cw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="520" height="344" src="http://www.youtube.com/v/faAA7mf91cw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>“Alice im Wunderland“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/disney/aliceinwonderland/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/alice_im_wunderland/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/alice-im-wunderland-4/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Alice+im+Fantasy-Korsett+www.bit.ly/cAwH1W" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich will Spaß</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 19:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[
In den letzten Tagen war ich recht viel mit dem Auto in der Stadt unterwegs und das Fahren war wider Erwarten nicht sterbenslangweilig, sondern ein abwechslungsreiches Vergnügen. Denn auch wenn die lustigen Huppeleispisten jetzt weggetaut sind und man überhaupt nicht mehr schliddern kann,  gibt es erfreulich viele neue Hindernisse, die die Fahrer selbst auf öden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1209" title="Schlagloch-8593" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/Schlagloch-8593.jpg" alt="Schlagloch-8593" width="520" height="347" /></p>
<p>In den letzten Tagen war ich recht viel mit dem Auto in der Stadt unterwegs und das Fahren war wider Erwarten nicht sterbenslangweilig, sondern ein abwechslungsreiches Vergnügen. Denn auch wenn die lustigen Huppeleispisten jetzt weggetaut sind und man überhaupt nicht mehr schliddern kann,  gibt es erfreulich viele neue Hindernisse, die die Fahrer selbst auf öden vierspurigen Einfallsstraßen vor interessante Herausforderungen stellen. Schlaglöcher, überall sind Schlaglöcher! Schade nur, das man allenthalben Trupps von Spaßverderbern mit leuchtorangenen Westen sieht, die eifrig damit beschäftigt sind, die Löcher zu stopfen. Doch haben sie keine Chance, den &#8220;Kampf zu gewinnen&#8221;, wie die Hamburger <a href="http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100227/hamburg/panorama/dieser_kampf_ist_nicht_zu_gewinnen.html" target="_blank">Morgenpost</a> auf ihrer Seite eins verkündete: &#8220;Die Arbeiter schuften ­- aber die Füllungen für die Schlaglöcher halten nur drei Tage&#8221;. Wie schön, dann fahren wir das ganze Jahr weiter wie sonst nur im Urlaub und die Lokalpresse hat ein ergiebiges Dauerthema, mit dem sich immerhin alle auftretenden Nachrichtenlöcher füllen lassen.</p>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Ich+will+Spa%C3%9F+www.bit.ly/cyINFW" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>“Entertainment value: close to zero”</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 11:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schöne Worte]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wahrscheinlich nervt es mich vor allem so sehr, weil ich es einfach nicht verstehe. Lauter mir bekannte, eigentlich völlig zurechnungsfähige Menschen, deren Ansichten und Geschmack ich respektiere, verbringen den Sonntagabend auf die gleiche Weise, auch wenn sie sonst absolut nichts eint. Nämlich vor dem Fernseher, wenn &#8220;Tatort&#8221; läuft.
Ich selber kann über die Endlosserie nichts schreiben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1204" title="tatort" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/03/tatort.jpg" alt="tatort" width="393" height="292" /></p>
<p>Wahrscheinlich nervt es mich vor allem so sehr, weil ich es einfach nicht verstehe. Lauter mir bekannte, eigentlich völlig zurechnungsfähige Menschen, deren Ansichten und Geschmack ich respektiere, verbringen den Sonntagabend auf die gleiche Weise, auch wenn sie sonst absolut nichts eint. Nämlich vor dem Fernseher, wenn &#8220;Tatort&#8221; läuft.</p>
<p>Ich selber kann über die Endlosserie nichts schreiben, da ich nie mehr als zehn Minuten zugucken ertrage. Es fehlen mir die Kenntnisse für einen fundierten Verriss und daran möchte ich auch gar nichts ändern.</p>
<p>Aber Freude bereitet es mir, wenn jemand anderes weniger Hemmungen hat. Wash Echte, der seit über einem Jahr unter dem Titel &#8220;Ich werde ein Berliner – How to blend in wiz ze Germans&#8221; sich schön polemisch über uns lustig macht, war bei einer &#8220;Tatort Party&#8221; und <a href="http://www.ichwerdeeinberliner.com/27-tatort" target="_blank">schreibt</a> über die &#8220;teutonic version of “Law &amp; Order”:</p>
<blockquote><p>In fact, <em>Tatort</em> is so slow, tedious, and deliberately low-key that one 1.5 hour episode feels like a whole day going by. Halfway into it, you’ll want to inject caffeine into your eyeballs just to make it through the next minute. In good German film-making tradition, everything about it feels painfully over-endeavored and every single character is stock beyond the worst stereotype. But that’s, like, sooo not the point, Auslander. German people love <em>Tatort</em> for its realism and dedication to pick up controversial topics and social developments to base its stilted plots on in a really contrived way. (&#8230;)</p>
<p>Discussing a substantially boring, run-of-the-mill crime drama gives your German acquaintances the warm, fuzzy feeling of being critical, self-determined people who are aware of the dangers of blind media consumption, because they are way too intellectual to just watch TV for its entertainment value, which, in the case of <em>Tatort</em>, is close to zero. (<a href="http://blogs.taz.de/popblog/2010/02/27/schmaehkritik_302_tatort/" target="_blank">via</a>)</p></blockquote>
<p>Und letzte Woche hat Andrea Diener in einem <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/ding/archive/2010/01/25/jingleterror-und-das-arte-alibi-der-fernseher.aspx" target="_blank">Pamphlet</a> gegen das Fernsehen an sich auch ein paar Sätze zu Euer aller Lieblingssendung verfasst:</p>
<blockquote><p>Ich kann diese deutsche Fernsehspielsprache nicht hören, es tut mir leid, es gibt nämlich diese spezifische hölzerne Fernsehspielsprache, die so seltsam verknappt ist, was vermutlich lebensnah wirken soll, aber dabei irgendwie überartikuliert, so spricht doch keiner. Ich habe Angst, mir mit diesen schlechten Fernsehdialogen mein Sprachgehör zu verderben. Ich höre gern echte, gesprochene Sprache mit Dialekten und Sprachwendungen und Verzögerungslauten, dieses ganze elliptische Gestammel, wie es einem ungefiltert auskommt, und wie man es Schauspielern nie in den Mund legen würde. Aber es ist ja auch nicht so, daß diese Fernsehspielsprache besonders ausgefeilt wäre, schlagfertig oder irgendwie poetisch. Sie ist einfach gar nichts außer liebloses Handlungsvehikel. Und ich kann das nicht mitanhören oder -sehen.</p></blockquote>
<p>Beide sprechen sie mir aus der Seele, oder aus irgendetwas anderem, das meinen &#8220;Tatort&#8221;-Ärger birgt. Wer beim waschechten Polemiker weiterlesen mag, beachte unbedingt auch die &#8220;City-Specials&#8221;. Über <a href="http://www.ichwerdeeinberliner.com/9-city-special-hamburg" target="_blank">Hamburg</a> schreibt er etwa:</p>
<blockquote><p>Because most Hamburg people, deep in their hearts, are actually small-minded villagers, they feel so intimated by their mid-size city that they had to split it up in even smaller, more manageable parts, much like, well, villages.</p></blockquote>
<p>Und:</p>
<blockquote><p>If let loose, Hamburg people will go on and on about how Hamburg is the “most beautiful city in the world”. If asked why, they pause, shrug and come back with a lame answer referring to water, like “it has water canals”, or “it’s so close to the sea” (it’s not), or “I love walking around the harbor”. Don’t ever mention to them that all this isn’t much fun if must be done in the pissing rain at 5 degrees Celsius, Hamburg’s year-round average temperature.</p></blockquote>
<p align="left"><a target="_blank" class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=%26%238220%3BEntertainment+value%3A+close+to+zero%26%238221%3B+www.bit.ly/8XjHYV" title="Zwitschern"><img class="nothumb" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter4.png" alt="Post to Twitter" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neu im Kino: ein Neonoir mit Nazis, ein böser Bulle und kämpferische Kartoffelsackmännchen</title>
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		<comments>http://www.gunnargeller.de/site/?p=1182#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 08:12:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik]]></category>

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Für mich ein Pflichttermin: Den Autoren Dennis Lehane schätze ich, neben George P. Pelecanos, als einen der besten jüngeren amerikanischen Krimiautoren, die sich auf die gute alte Hardboiled-Tradition berufen. Zwei Verfilmungen gab es bislang, beide gelungen, zum einen die Clint-Eastwood-Adaption &#8220;Mystic River&#8220;, zum anderen &#8220;Gone Baby Gone&#8221; von Ben Affleck, nach einer Vorlage um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1196" title="KW09" src="http://www.gunnargeller.de/site/wp-content/uploads/2010/02/KW09.jpg" alt="KW09" width="520" height="368" /></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Für mich ein Pflichttermin: Den Autoren Dennis Lehane schätze ich, neben George P. Pelecanos, als einen der besten jüngeren amerikanischen Krimiautoren, die sich auf die gute alte Hardboiled-Tradition berufen. Zwei Verfilmungen gab es bislang, beide gelungen, zum einen die Clint-Eastwood-Adaption &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2003/mystic_river/links.htm" target="_blank">Mystic River</a>&#8220;, zum anderen &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2007/gone_baby_gone_kein_kinderspiel/links.htm" target="_blank">Gone Baby Gone</a>&#8221; von Ben Affleck, nach einer Vorlage um die Serienhelden Patrick Kenzie und Angela Gennaro. Und beim jetzt anlaufenden &#8220;Shutter Island&#8221; hat niemand anderer als Martin Scorcese Regie geführt. Vermutlich kann Lehane mittlerweile die Filmrechte für ein neues Buch schon verkaufen, bevor er eine Zeile geschrieben hat. Beneidenswert.</p>
<p>&#8220;Shutter Island&#8221; spielt in den Fünfzigern, Handlungsort ist vor allem eine zweifelhafte Anstalt, in der psychologische Experimente durchgeführt werden, schön isoliert auf einer Insel vor Boston gelegen. Ein traumatisierter Ex-Soldat forscht da als U. S .Marshal einer verschwundenen Insassin nach und verliert zusehends jegliche Orientierung. Die Noir-Hommage hat Scorsese wohl sehr atmosphärisch visualisiert und Leonardo DiCaprio soll in der Hauptrolle besser sein denn je. &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0039689/" target="_blank">Out Of The Past</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0057495/" target="_blank">Shock Corridor</a>&#8221; sind offenbar deutlich als Einflüsse erkennbar, an letzteren Film denkt mancher Rezensent vermutlich nicht nur wegen des Settings, sondern auch wegen vergleichbarer schamloser Effekthascherei. Den meisten Schreibern gefällt das Ganze (<a href="http://uk.rottentomatoes.com/m/1198124-shutter_island/" target="_blank">Tomatometer</a>: 66%, Durchschnitt bei <a href="http://www.metacritic.com/film/titles/shutterisland" target="_blank">Metacritic</a>: 62), wo gemeckert wird, ist meist die Rede von Leblosigkeit, von mangelnden Unterhaltungswerten, der Film berühre emotional nicht und verstricke sich in zahllosen Rätseln und Andeutungen. Wer Krimis mag, in denen kerngesunde, sympathische und kompetente Kommissare vor pittoresker Kulisse herausfinden, dass es nicht der Gärtner war, ist hier sicher im falschen Film.</p>
<p>Mein werter Freund Ram, ein Mann von Geschmack und durchschlagender Urteilskraft, war vorab drin und schreibt mir: &#8220;Ungefähr 90 Prozent, vielleicht auch 95 Prozent lang dachte ich, um Gottes Willen, geht&#8217;s vielleicht noch wirrer, überladener, bekloppter und klischeehafter – und dann löst das Ende alles so auf, dass man plötzlich das Gefühl hat, es ist ein guter Film! (Ärgert mich sogar fast ein bisschen.) Und zwar mit original komplett offenem Ende mit unentscheidbaren Möglichkeiten in beide Richtungen, schon alleine, weil es am Ende keinen Anhaltspunkt mehr gibt, was Realität und was Psychose war&#8221;. Hoffentlich habe ich damit nicht zuviel &#8220;gespoilt&#8221;, wie Diedrich Diederichsen zu schreiben pflegt. (Habe eben mal nach &#8220;spoilen&#8221; gegoogelt und bin auf eine faszinierende <a href="http://forum1.onlinewelten.com/showthread.php?t=157559" target="_blank">Frage</a> in einem Forum gestoßen: &#8220;Ich wollte mal fragen wie man richtig spoilen tut, ich meine wann legt man den spoil am besten auf das mob und wie mus ich das dann ernten?&#8221;)</p>
<p>Bereits im Buch ist eine Passage enthalten, in der sich die Hauptfigur an die Befreiung Dachaus erinnert und zwar an die angebliche Ermordung von &#8220;500 Krauts&#8221;, SS-Leuten und Wachpersonal, durch US-Soldaten. Das geht offenbar auf die Darstellung der Geschehnisse in einem Buch von Howard K. Buechner zurück, die nachweislich stark übertrieben ist, wie Sven Felix Kellerhoff in der <a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article6532615/GIs-als-Richter-und-Raecher.html" target="_blank">Welt</a> schreibt. Im Film sind die Dachau-Szenen als Rückblende inszeniert, mit einer wohl eher der Wahrheit entsprechenden Zahl von Opfern auf Seiten der SS. Schade, dass nicht die ganze traumatische Erinnerung rausgeflogen ist, Dachau als Gruselfaktor in einem düsteren Noir-Thriller, das hätten sie sich ruhig sparen können.</p>
<p>“Shutter Island“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/paramount/shutterisland/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/shutter_island/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/shutter-island-2/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>Werner Herzog, der in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten, weltweit geachtet, in seiner Heimat weitestgehend ignoriert, <a href="http://www.imdb.com/title/tt0427312/" target="_blank">mehr</a> oder <a href="http://www.imdb.com/title/tt0331080/" target="_blank">weniger</a> interessante Dokus gedreht hat, ist auf einmal wieder als Spielfilmregisseur da und dann auch noch mit Darstellern wie Nicholas Cage, Eva Mendes und Val Kilmer. Und was hat er da gefilmt? Ein Remake von &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0103759/" target="_blank">Bad Lieutenant</a>&#8220;, dem katholischen Abel-Ferrara-Thriller mit Harvey Keitel. Seltsam, seltsam.</p>
<p>Und die düstere Höllenfahrt eines korrupten Cops endet dieses Mal nicht ganz unten, sondern glücklich auf Erden. Noch seltsamer. Gedreht wurde im zerdepperten New Orleans, was wohl für einige eindrucksvolle Bilder sorgt und die Darsteller sollen ihre Sache gut machen. Ausreichende Gründe, sich das anzuschauen, sind das allerdings nicht. Aber die Tatsache, dass ausgerechnet Herzog hier Regie geführt hat, macht mich neugierig.</p>
<p>Abel Ferrara über ihn und alle anderen, die am Remake beteiligt waren: &#8220;Ich wünsche diesen Typen den Tod in der Hölle. Ich hoffe, sie sind alle im selben Auto und das fliegt in die Luft.&#8221; (<a href="http://blog.spout.com/2008/05/23/bad-lieutenant-remake-abel-ferrara-says-dont-count-on-it/" target="_blank">via</a>)</p>
<p>“Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/independent/badlieutenantportofcallneworleans/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/bad_lieutenant_cop_ohne_gewissen/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.moviepilot.de/movies/bad-lieutenant-cop-ohne-gewissen/kinoprogramm" target="_blank">Kinos</a></p>
<p class="abstand">_</p>
<p>2005 hat Shane Acker im Rahmen seines Studiums einen atmosphärisch sehr düsteren Film mit Puppen aus Kartoffelsäcken animiert. &#8220;9&#8243; hieß er und bekam viel Aufmerksamkeit, nachdem er für zwei Oscars nominiert worden war. Mit Hilfe von Tim Burton als Produzenten konnte Acker daran anknüpfend einen computeranimierten abendfüllenden Science-Fiction-Film fertigstellen, der ausnahmsweise mal nicht auch schon die ganz Kleinen ins Kino locken will. Sein Erfolg hätte endlich den Weg für mehr Animationsfilme bereiten können, die sich an ein erwachsenes Publikum richten. Nur blieb der leider aus. Viel mehr als die Produktionskosten wird er nicht einspielen, so wie es <a href="http://us.imdb.com/title/tt0472033/business" target="_blank">aussieht</a>. Und die waren gerade mal ein Fünftel so hoch wie bei einem Pixarfilm.</p>
<p>Die Kritiken sind durchmischt, die visuellen Qualitäten werden allseits gelobt, Plot und Dialoge dagegen viel getadelt. Die Kartoffelsackmännchen müssen in einer menschenfreien, postapokalyptischen Welt gegen Maschinen kämpfen und natürlich hängt wieder mal die Zukunft der Zivilisation von ihnen ab. Da gibt es dann eben doch wieder die üblichen Actionsequenzen in einer Geschichte, die wohl deutlich weniger originell ist, als die Optik. Ein Problem könnten auch die Sack-Figuren sein, die sich sehr gleichen, was die Charakterisierung erschweren dürfte und die außerdem schlichte Kulleraugen haben: Die Ausdrucksfähigkeit ist im Vergleich etwa zur Mimik von Wall-E beschränkt.</p>
<p>Der <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10529" target="_blank">Filmdienst</a> hat &#8220;9&#8243; auf den Titel genommen und im Heft schwärmt Jörg Gerle über das &#8220;kleine Meisterwerk&#8221;: &#8220;Shane Acker wählte für sein retro-futuristisches Universum die magischen Puppenwelten eines Jan Švankmajer und der Brothers Quay, erweckt es mit der Emotionalität eines &#8216;Edward mit den Scherenhänden&#8217; zum Leben, animiert es mit der Hightech-Software aus Hollywood und tönt das Ganze mit der Grimmigkeit der Märchenwelt von Terry Gilliam. Das ist unglaublich schön, traurig und erschreckend in einem, entlässt mit dem seltsamen Gefühl wohliger Betroffenheit und der vagen Hoffnung, dass die, die nach uns kommen, es einmal besser machen als wir.&#8221; Ganz und gar daneben wird er nicht liegen.</p>
<p>“9“: <a href="http://trailers.apple.com/trailers/focus_features/9/hd/" target="_blank">Trailer</a> | <a href="http://www.filmz.de/film_2010/_9/links.htm" target="_blank">Links</a> | <a href="http://www.kino.de/kinoprogramm/berlin/9-f223290/" target="_blank">Kino</a> (Ja, der Film &#8220;startet&#8221; mit genau einer Kopie in Berlin.)</p>
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<p>Außerdem neu:</p>
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<li>Ein brasilianischer Du-kannst-es-schaffen!-Film. Und zwar raus aus den Favelas und rein in den Popstarruhm. (&#8221;<a href="aus den Favelas" target="_blank">Antonia</a>&#8220;)</li>
<li>Ein österreichischer Dokumentarfilm, &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/plastic_planet/links.htm" target="_blank">Plastic Planet</a>&#8220;, der sich mit der Allgegenwart von Kunststoffen und den damit verbundenen Gefahren beschäftigt, wohl eher in der Tradition von Michael Moore stehend, als in jener der grimmigen österreichischen Dokus vom Schlage &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2007/unser_taeglich_brot/links.htm" target="_blank">Unser täglich Brot</a>&#8220;.</li>
<li>Und ein deutscher Dokumentarfilm, für den unterschiedlichste Menschen in Berlin gefragt wurden, ob sie sich noch an Lieder erinnern können, die ihnen als Kleinkinder von ihrer Mutter vorgesungen wurden. Grit Lemke in der <a href="http://www.jungewelt.de/2010/02-11/028.php" target="_blank">Jungen Welt</a>: &#8220;Wer sich nach diesem Film nicht für eine Stunde zum Heulen abmeldet, hat entweder eine extrem glückliche Kindheit verlebt oder ist aus anderen Gründen als Freund nicht zu empfehlen.&#8221;</li>
<li>Erneut ein visuelles Großspektakel über Tiere, atemberaubend gefilmt aber wie üblich zugekleistert mit Musik. Der &#8220;Rolls-Royce der Meeresdokumentationen&#8221;, schreibt Reinhard Lüke im <a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=10522" target="_blank">Filmdienst</a> über den neuesten Streich der &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0117040/" target="_blank">Mikrokosmos</a>&#8220;-Macher.</li>
<li>Europäischer Arthousekitsch, finanziert mit Geld aus vier Ländern, gedreht in einem fünften und betitelt in der Sprache eines sechsten, &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/the_rainbowmaker/links.htm" target="_blank">The Rainbowmaker</a>&#8220;. Ein unschuldiger Papa kommt aus dem Gefängnis nach Hause, um festzustellen, dass seine Kinder, denen erzählt wurde, er sei ein Geheimagent, nichts von ihm wissen wollen. Die Mama hat sich zwischenzeitlich einem Artisten zugewandt, aber dann landet auf einmal eine Pilotin und bringt die Familie wieder zusammen.</li>
<li>Eine Musicalverfilmung, die nicht nur &#8220;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/nine/links.htm" target="_blank">Nine</a>&#8221; heißt, sondern bei uns auch noch am gleichen Tag startet wie &#8220;9&#8243;. Da dürfte manch einer im falschen Film landen &#8230;</li>
<li>Und eine weitere Trash-Komödie aus der Türkei. (&#8221;<a href="http://www.filmz.de/film_2010/eyyvah_eyvah/links.htm" target="_blank">Eyyvah Eyvah!</a>&#8220;)</li>
</ul>
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<p>Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei <a href="http://www.moviepilot.de/kino/kinostart" target="_blank">moviepilot</a> raus.</p>
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<p>Und noch etwas, der originale, elfminütige Kurzfilm &#8220;9&#8243; von Shane Acker, von 2005. Puppentrick statt Computeranimation.</p>
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