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	<title>gwup | die skeptiker</title>
	
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	<description>... denken kritisch seit 1987.</description>
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		<title>Buchtipp: Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 21:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description>(gwup) Uhren bleiben plötzlich stehen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Bilder fallen von der Wand. Nicht wenige Menschen erleben im Alltag die absonderlichsten Dinge, die sich nicht schlüssig erklären lassen. Oder vielleicht doch? Skeptiker-Chefreporter Bernd Harder versucht es in seinem neuen Buch.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb&#8221; war nicht nur das Motto des <a title="Wissenschaft unter Beschuss" href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/05/wissenschaft-unter-beschuss-gwup-konferenz-in-hamburg.php" target="_self">Publikumstages</a> bei der GWUP-Konferenz 2009 in Hamburg &#8211; sondern ist auch der Titel meines neuen Buches, das gerade erschienen ist. Untertitel: &#8220;Merkwürdige Zufälle und unerklärliche Phänomene&#8221;.</p>
<p>Warum geht&#8217;s? Natürlich ums Paranormale. Und um Skeptizismus. Also um beides.</p>
<p>Damit das funktioniert und wirklich jeder das Buch in die Hand nehmen kann, weist jedes Kapitel eine dreiteilige Struktur auf:</p>
<ul>
<li>Die &#8220;Nachtseite&#8221; beschreibt das jeweilige Thema/Phänomen aus Sicht der &#8220;Gläubigen&#8221; und der sogenannten &#8220;Grenzwissenschaften&#8221;</li>
<li>Im &#8220;Dämmerlicht&#8221; werden dann persönliche Erfahrungen und Erlebnisse erzählt, wie sie sich zum Beispiel in Online-Foren und Diskussionsboards finden. Als kurze Stories, in der Ich-Perspektive, aber in eine lesbare Form gebracht, also umgeschrieben und zugespitzt. So ähnlich wie die &#8220;urban legends&#8221; in den Büchern von Prof. Brednich. Nur aus dem Bereich des &#8220;Übersinnlichen&#8221;. Und hoffentlich etwas besser geschrieben &#8230;<br />
Die Geschichten handeln von Todesomen, Geistern, okkulten Praktiken, PSI bei Tieren, Vorahnungen, unsichtbaren Helfern und solchen Dingen.</li>
<li>Und dann gibt&#8217;s noch die &#8220;Tagseite&#8221;. Das ist der kritische/skeptische Standpunkt. Also Erklärungen, soweit möglich.</li>
</ul>
<p>Mal schauen, ob das so hinhaut.  </p>
<p>Etwa die Sache mit der Uhr. Warum bleibt manchmal die Uhr plötzlich stehen, wenn ein geliebter Mensch stirbt?<br />
Sogar der berühmte Physiker Richard Feynman erlebte dieses Phänomen beim Tod seiner ersten Frau. Er sah, dass ihr Wecker auf dem Tisch neben ihrem Krankenhausbett genau zu der Minute stehenblieb, in der seine Frau laut Sterbeurkunde gestorben war.<br />
Diese seltsame Übereinstimmung ließ dem genialen Naturwissenschaftler keine Ruhe. Er begann nachzuforschen. Und im Nachhinein stellte Feynman fest, dass der Arzt die Todeszeit, die in der Sterbeurkunde angegeben war, von eben jenem Wecker am Krankenbett abgelesen hatte. Zu diesem Zeitpunkt war die Uhr aber schon lange stehengeblieben, mindestens eine halbe Stunde zuvor.</p>
<p>Ist das die einzige Erklärung für dieses Phänomen? Natürlich nicht. Genauso wenig, wie es eine gemeinsame Ursache für sämtliche Autounfälle gibt.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>Harder, Bernd (2010): <a title="Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb" href="http://www.amazon.de/Warum-stehen-blieb-starb-unerkl%C3%A4rliche/dp/3426783053" target="_self">Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb</a>. Knaur-Verlag, München</li>
</ul>
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		<title>Mit den Clowns kam das Grauen</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 11:28:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description>(gwup) Erstaunlich viele Menschen haben Angst vor Clowns. Kein Wunder, dass so manche Scary Story sich um die schrecklichen Spaßmacher rankt.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser <a title="Blogging" href="http://blog.gwup.net/2009/10/21/wer-hat-angst-vor-den-bosen-clowns/" target="_self">Blogging</a> „Wer hat Angst vor den bösen Clowns?“ hat anscheinend <strong>einen Nerv getroffen.</strong></p>
<p>Neben der Anfrage eines TV-Senders, ob ich im Fernsehen etwas psychologisch Hintergründiges <strong>zum Thema Coulrophobie</strong> sagen könnte (kann ich natürlich nicht), gab es Literaturwünsche von Betroffenen, die ich aber ebenfalls nicht bedienen kann. Weil mir kein Fachbuch bekannt ist, das sich explizit mit <strong>der Angst vor Clowns </strong>beschäftigt.</p>
<p>Dafür ist im Ernst-Reinhardt-Verlag gerade die Handreichung <a title="Der Clown in der pädagogischen Arbeit" href="http://www.amazon.de/Clown-p%C3%A4dagogischen-Arbeit-Techniken-einsetzen/dp/3497021296" target="_self">„Der Clown in der pädagogischen Arbeit“</a> erschienen. Na, die haben vielleicht Nerven.</p>
<p>Darüber hinaus hat uns per E-Mail die folgende Geschichte erreicht, verbunden mit der Frage, was die freundlichen Skeptiker von der GWUP denn davon halten.</p>
<p>Also, hier zunächst <strong>die Story:</strong></p>
<blockquote><p>Im Theater fällt einem Ehepaar ein, dass es vergessen hat, <strong>der neuen Babysitterin</strong> eine Handynummer zu geben, mit der es <strong>im Notfall</strong> zu erreichen ist. Der Mann geht raus ins Foyer und ruft zuhause an. Die Studentin notiert sich die Nummer und fragt bei der Gelegenheit, ob sie <strong>im Elternschlafzimmer fernsehen darf.</strong></p>
<p>Denn das TV-Gerät dort ist an eine Satellitenschüssel angeschlossen, während <strong>im</strong> <strong>Wohnzimmer nur wenige Kanäle</strong> zu empfangen sind, damit die Kinder nicht so oft vor der Glotze hocken.</p>
<p>Klar, sagt der Mann, kann sie tun.</p>
<p>Gerade als er das Gespräch beenden will, möchte die Babysitterin noch etwas loswerden: Ob sie vielleicht <strong>die lebensgroße Clownsfigur</strong> neben dem Kleiderschrank außer Sichtweite schieben dürfe – irgendwie sei der Anblick <strong>etwas gruselig</strong> und mache sie nervös.</p>
<p>Der Mann wird bleich und schreit die Studentin an, sie solle auf der Stelle mit den Kindern <strong>die Wohnung verlassen</strong> und zu den Nachbarn laufen. Das Ehepaar rast nach Hause und alarmiert noch unterwegs <strong>die Polizei,</strong> die gleichzeitig mit den Eltern eintrifft. Mit der Babysitterin durchsuchen sie das Schlafzimmer.</p>
<p>Die Rollläden sind hochgezogen, das Fenster steht weit offen, <strong>die Clownsfigur ist verschwunden.</strong></p></blockquote>
<p><strong>Not so bad</strong>, würde mein alter Englischlehrer jetzt sagen. Und doch wenig mehr als eine <strong>klassische Scary Story.</strong></p>
<p>Scary Stories sind <strong>schaurig, schreckenerregend und furchteinflößend</strong>. Und implizieren zumeist eine Warnung vor den mannigfaltigen Gefahren, die um uns herum lauern. Etwa vor listigen und <strong>skrupellosen Gewaltverbrechern</strong>.</p>
<p>Dass die Wandersage von der vermeintlichen Clown-Statue keine reale Entsprechung findet, haben auch die Experten von <strong>About.com: <a title="Urban Legends" href="http://urbanlegends.about.com/od/horrors/a/clown_statue.htm" target="_self">Urban Legends</a></strong> recherchiert – allerdings nicht ohne auf den berüchtigten Serienmörder <a title="John Wayne Gacy" href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Wayne_Gacy" target="_self">John Wayne Gacy </a>hinzuweisen, den <strong>„Killerclown“</strong>.</p>
<p>Das war in den 1970ern. Und seither sind die <a title="schrecklichen Spaßmacher" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Evil_clown" target="_self">schrecklichen Spaßmacher</a> fester Bestandteil der Populärkultur. Auch in <a title="Zombieland" href="http://blog.gwup.net/2009/12/11/skeptiker-im-zombieland/" target="_self">„Zombieland“</a> leidet einer der Protagonisten an <strong>Clown-Phobie</strong>.</p>
<p>Sind Clowns nun <strong>scary oder nicht?</strong> <a title="Hier" href="http://www.scaryornot.com/" target="_self">Hier</a> können Sie abstimmen.</p>
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		<title>Gentechnik, Klimawandel und Politik</title>
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		<comments>http://blog.gwup.net/2010/03/08/gentechnik-klimawandel-und-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 18:50:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Amardeo Sarma</dc:creator>
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		<description>(gwup) Warum sich Skeptiker auch mit Themen wie Gentechnik und Klimawandel beschäftigen, erklärt GWUP-Geschäftsführer Amardeo Sarma.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum befasst sich die GWUP mit <a title="Die Skeptiker und die Genkartoffel" href="http://blog.gwup.net/2010/03/06/amflora-i-die-skeptiker-und-die-genkartoffel/" target="_self">Gentechnik</a>? Warum befassen sich Skeptiker (nicht zu verwechseln mit Klimaskeptikern) mit dem <a title="CSI | Climate change collection" href="http://www.csicop.org/specialcollections/show/climate_change/" target="_blank">Klimawandel</a>? Weil beides – wie die &#8220;klassischen&#8221; Parawissenschaften auch – emotional aufgeladene Themen sind, über die sich viele Menschen feste Grundüberzeugungen gebildet haben. Hinzu kommt, dass bei der <a title="Essen ohne Gentechnik: Alles Schein und Illusion" href="http://www.welt.de/wissenschaft/article6700960/Essen-ohne-Gentechnik-alles-Schein-und-Illusion.html" target="_self">Diskussion um Gentechnik </a>und Klimawandel handfeste Partikularinteressen im Spiel sind. Sachargumente gehen in solchen Diskussionen leicht unter.</p>
<p>Aus wissenschaftlicher Sicht ist die jetzige globale Erwärmung real und durch Menschen verursacht. Die Forschungsergebnisse sprechen eine deutliche Sprache, unter Wissenschaftlern herrscht Konsens. Daran ändern auch die Lobbyisten nichts, die Pannen des Weltklimarates IPCC in ihrem Interesse instrumentalisieren. Nicht umsonst beklagen auch Chris Mooney und Sheril Kirshenbaum in ihrem Buch „Unscientific America“, dass die USA aus politischen Gründen bei der Bekämpfung  dieses Problems <a title="How Scientific Illiteracy Cost Us 20 years on Global Warming" href="http://blog.buzzflash.com/contributors/2019" target="_blank">20 Jahre verloren</a> haben.</p>
<p>Im Fall der Grünen Gentechnik sind es nicht die US-Republikaner oder die Öl-Lobby, sondern Umweltschützer, die aus ideologischen Gründen die Augen vor den Tatsachen verschließen. In wissenschaftlichen Fragen sind alle Beteiligten gut beraten, sich bei ihren Aussagen an der  Realität zu orientieren und sich von politischem und weltanschaulichem Wunschdenken frei zu halten. Es kann keine Rücksichtnahme auf Rechte oder Linke, Öko-Bewegung oder Öl-Lobby, Christentum, Islam oder Atheismus geben. Wir können uns keine Wunschwelt herbeizaubern. Insofern begrüße ich den Artikel zur Grünen Gentechnik im <a title="Skeptiker 1/2010" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/960-skeptiker-2010-1" target="_blank">aktuellen SKEPTIKER</a> und hoffe auf weitere Themen, wie globale Erwärmung. Obwohl sie nicht zum klassischen Arbeitsgebiet der GWUP gehören, werden sie allzu oft von pseudowissenschaftlicher Argumentation beherrscht.</p>
<p>Natürlich haben alle genannten Themen neben der wissenschaftlichen auch politische und soziale Dimensionen, die ernst genommen werden müssen. Dürfen wir Lebewesen überhaupt patentieren? Werden durch Patente auf Gene und Lebewesen die Entwicklungsländer benachteiligt? Bekommen manche Konzerne zu viel Macht? All dies sind wichtige Fragen moralischer und sozialer Art. Sie betreffen die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen sollen. Sie sollten gestellt werden. Wie auch immer die Antworten lauten, sie ändern nichts an den wissenschaftlichen Erkenntnissen.</p>
<p>Zutiefst unwissenschaftlich und unmoralisch ist dagegen das Schüren von irrationalen Ängsten. Wissenschaft dient dem Erkenntnisgewinn und darf sich keinem politischem Wunschdenken beugen. Die Folgen wären verheerend, wie uns die historischen Beispiele Nationalsozialismus und Stalinismus lehren. Die Gefahr der politischen Förderung von Pseudowissenschaften besteht auch in unserer demokratischen Gesellschaft, wie wir im Übrigen auch bei Homöopathie und Kreationismus erleben. Hier entgegenzuwirken ist unsere Pflicht, gerade als GWUP.</p>
<p>Wissenschaftlichkeit ist nicht zum Nulltarif zu haben. Wir müssen bereit sein, den Sachstand der Wissenschaft über unser Wunschdenken zu stellen, gerade wenn er die eigenen politischen oder religiösen Weltanschauungen in Frage stellt. Nur so können wir als Wissenschaftler morgens wieder ohne schlechtes Gewissen in den Spiegel schauen.</p>
<p>Link zum Thema:</p>
<ul>
<li>SKEPTIKER 1/2010: <a title="GWUP-Shop" href="http://www.gwup.org/shop" target="_blank">Im GWUP-Shop bestellen</a></li>
</ul>
<p>Zum Weiterlesen:</p>
<ul>
<li>Chris Mooney, Sheril Kirshenbaum (2009): <a title="Unscientific America" href="http://astore.amazon.de/gwupdieskept-21/detail/0465013058 3932710797">Unscientific America.</a> How Scientific Illiteracy Threatens Our Future. Basic Books.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Tierhomöopathen aufgepasst: Nobelpreise zu gewinnen!</title>
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		<comments>http://blog.gwup.net/2010/03/07/tierhomoopathen-aufgepasst-nobelpreise-zu-gewinnen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 11:43:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://blog.gwup.net/?p=2072</guid>
		<description>(gwup) Homöopathie wirkt auch bei Tieren? Und zwar über einen Placebo-Effekt hinaus? Wer davon überzeugt ist, ist ein Kandidat für das Nobelpreis-Komitee. Der Versuchsaufbau ist ganz simpel und kann auf jedem Bauernhof mit 200 Kühen realisiert werden.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den Leserkommentaren zum <em><a title="Nach Ufos kommt nun die Homöopathie für Tiere" href="http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article6657702/Nach-Ufos-kommt-nun-die-Homoeopathie-fuer-Tiere.html" target="_self">Welt</a></em>-Artikel über die GWUP ist mal wieder alles dabei: von <a title="Wer heilt, hat Recht? Falsch!" href="http://blog.gwup.net/2010/02/25/wer-heilt-hat-recht-falsch/" target="_self">&#8220;Wer heilt, hat Recht&#8221;</a> über den Lobgesang auf eine nicht näher definierte &#8220;Offenheit&#8221; bis hin zu den vielen, vielen Dingen zwischen Himmel und unserer dreidimensionalen Erde, von denen &#8230;<br />
Und so weiter, und so fort.</p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<blockquote><p>Heute noch Phänomene, morgen Erkenntnisse. Man sollte Demut vor der eigenen Unkenntnis haben und offen auf das Nichterklärbare zugehen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kein Problem. Machen wir sowieso. Nehmen wir zum Beispiel die Sache mit der Homöopathie bei Tieren, von der ein User mit dem Pseudonym &#8220;SoWhat&#8221; Folgendes zu berichten weiß:</p>
<blockquote><p><span id="commentMessage6660302">Homöopathie wird seit Jahren erfolgreich in der Veterinärmedizin eingesetzt, das ist doch n alter Hut. Eine Bekannte von mir arbeitet in ner Tierarztpraxis und da ist das ganz selbstverständlich &#8230; Ich persönlich wende homöopathische Medizin seit etwas über einem Jahr erfolgreich an. Übrigens: Da diese auch bei Tieren und Säuglingen funktioniert, kann von einem Placebo-Effekt keine Rede sein.&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span>Prima &#8211; dann wandern ja endlich mal wieder diverse Nobelpreise in den Naturwissenschaften nach Deutschland. Vorher müsste nur ein kleiner Versuch erfolgreich durchgeführt werden, den der Physiker <a title="Martin Lambeck" href="http://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/wiw/689-wiw-martin-lambeck" target="_self">Prof. Martin Lambeck </a>vom GWUP-Wissenschaftsrat schon seit Jahren <a title="Homöopathie als Revolution der Wissenschaft?" href="http://www.laborjournal.com/rubric/archiv/editorials/115.lasso" target="_self">vorschlägt</a>:</span></p>
<blockquote><p><span>Homöopathen verteidigen ihre Lehre gerne mit dem Argument, sie wirke auch bei Tieren, die mangels Denkvermögens keine Placebowirkung zeigen könnten. Das Placeboargument stimmt meines Erachtens bei Haustieren nicht, wohl aber kann es durch sorgfältige Versuchsführung bei Nutztieren ausgeschlossen werden.</span></p>
<p>Grundlage der Homöopathie ist, dass das Medikament beim Gesunden ein klar definiertes Arzneimittelbild hervorruft. Bei meinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg sehe ich gerne Herden von Kühen, die auf großen Weiden gemütlich in ihrer Herde und mit ihren Kälbchen grasen. Sie sind also materiell, sozial und emotional gesund.<br />
Ich schlage daher vor, etwa 200 Kühe, die ohnehin numeriert sind, nach einem Zufallsverfahren in zwei Gruppen einzuteilen. 100 Kühe erhalten ein Hochpotenzmedikament, 100 ein Placebo. Hierbei ist auf die Vermeidung eines häufig begangenen Fehlers zu achten. Das Placebo zu Belladonna D30 ist nicht reines Lösungsmittel, sondern Lösungsmittel D30, da beim Potenzieren Inhaltsstoffe der Luft und herausgelöste Bestandteile des Schüttelgefäßes in das Medikament gelangen.<br />
Die Kosten des Experiments liegen im Prozentbereich anderer wissenschaftlicher Forschungen.</p>
<p>Ein homöopathischer Tierarzt, der die Gruppeneinteilung nicht kennt, hat dann nach einer selbstgewählten Frist festzustellen, welche Kühe ein Arzneimittelbild zeigen und welche nicht. Gelingt der Versuch, ist seine Bedeutung für die Medizin zu vergleichen mit der Entdeckung Robert Kochs, dass viele Krankheiten durch Bakterien verursacht werden und für die Physik mit der Entdeckung der Röntgenstrahlen. Bei positivem Ausgang könnte das Experiment Nobelpreise und Wirtschaftserfolge nach Deutschland bringen.&#8221;</p></blockquote>
<p><span>Also denn, liebe Homöopathen und Huschi-Fuschi-Fans: Stockholm wartet auf Euch! </span></p>
<p><span><strong>Zum Weiterlesen:</strong></span></p>
<ul>
<li><span>Auch hinter der sanften Medizin steht eine harte Industrie. Bei <a title="Auch hinter der sanften Medizin steht eine harte Industrie" href="http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2010/03/auch-hinter-der-sanften-medizin-steht-eine-harte-industrie.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:%20ScienceBlogs/Global%20(ScienceBlogs)" target="_self">Plazeboalarm</a>. </span></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Amflora II: Die Sache mit dem Resistenz-Gen</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 10:03:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inge Hüsgen</dc:creator>
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		<description>(gwup) Die Genkartoffel Amflora enthält ein Antibiotika-Resistenzgen. Der BUND befürchtet, dass dieses auf Bakterien übergeht. Warum wir uns trotzdem nicht vor resistenten Super-Bakterien fürchten müssen, erklärt SKEPTIKER-Autor Johannes Bergler.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zulassung der genetisch veränderten Kartoffelsorte Amflora hat <a title="Warum wir die Gen-Kartoffel hassen dürfen" href="http://www.stern.de/wissen/natur/nach-der-zulassung-fuer-amflora-warum-wir-die-genkartoffel-hassen-duerfen-1548279.html" target="_self">Kritiker</a> auf den Plan gerufen. Von Ulrike Höfkens fragwürdigem Argument mit der &#8220;gentechnik-kritischen Öffentlichkeit&#8221; war an dieser Stelle bereits die Rede.</p>
<p>Etwas anders geht der Bund für Umwelt und Naturschutz (<a title="Amflora -umstrittene Genkartoffel von BASF" href="http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/gentechnik/freisetzungen/deutschland/amflora" target="_blank">BUND</a>) die Sache an. Denn Amflora enthält ein Antibiotika-Resistenzgen. Genauer gesagt, das Gen für die Neomycin Phosphotransferase II (npt II), das eine Resistenz gegen die Antibiotika Kanamycin und Neomycin bewirkt. Deshalb befürchtet der BUND,</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230; dass beim Verzehr der Genkartoffel das Antibiotikaresistenz-Gen auf Bakterien übertragen wird, die im Magen-Darm-Trakt von Mensch und Tier leben. Bakterien mit Antibiotikaresistenz-Genen können dazu führen, dass Krankheitserreger gegen bestimmte Antibiotika unempfindlich werden und damit nicht mehr mit diesen Antibiotika bekämpft werden können.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein beängstigendes Szenario. Aber auch realistisch? Gelassener beurteilt der Biologe und SKEPTIKER-Autor Johannes Bergler die Situation:</p>
<blockquote><p>&#8220;Sowohl die stabile Aufnahme loser DNA-Fragmente aus der Nahrung als auch die Übertragung des Gens von der Pflanze auf Bakterien ist sehr unwahrscheinlich und wäre zudem bei Abwesenheit desAntibiotikums kein Selektionsvorteil, daher ginge das Fragment sehr schnell verloren.</p></blockquote>
<p>Im Übrigen braucht es keine &#8220;Genkartoffel&#8221;, um mit dem fraglichen Gen (nptII-Gen) in Kontakt zu kommen. Vor allem in Krankenhäusern, aber auch in der freien Natur ist es anzutreffen. Und zwar nicht nur als Fragment, sondern in Form von so genannten Plasmiden, kreisförmigen DNA-Molekülen mit einem oder wenigen Genen, die ständig zwischen Bakterien übertragen werden.</p>
<p>Noch einmal Bergler:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wer also nicht konsequent nur mit Schutzanzug das Haus verlässt und sein Vieh im Reinraum hält, der kommt ohnehin regelmäßig mit resistenten Bakterien in Kontakt, die  im Fall einer Antibiotika-Behandlung Probleme machen können &#8211; sofern es sich um Krankheitserreger handelt und ausschließlich mit Kanamycin behandelt wird.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mehr Informationen über Grüne Gentechnik gibt es im aktuellen <a title="Skeptiker 1/2010" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/960-skeptiker-2010-1" target="_blank">SKEPTIKER 1/2010.</a></p>
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		<item>
		<title>Amflora I:  Die Skeptiker und die Genkartoffel</title>
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		<comments>http://blog.gwup.net/2010/03/06/amflora-i-die-skeptiker-und-die-genkartoffel/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 10:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inge Hüsgen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Amflora]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Inge Hüsgen]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Bergler]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrike Höfken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gwup.net/?p=2024</guid>
		<description>(gwup) Die Grüne Gentechnik hat ein mieses Image. Kein Wunder, denn bei angeheizten Debatten gehen Sachargumente leicht unter. Solide Informationen zur Grünen Gentechnik gibt es im aktuellen SKEPTIKER 1/2010.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen Tagen hat die EU-Kommission den Anbau der genetisch veränderten Kartoffelsorte Amflora erlaubt. Amflora ist nach der Maissorte MON 810 die zweite gentechnisch veränderte Pflanze, die in der EU angebaut werden darf.</p>
<p>Für den Kochtopf ist die Knolle nicht bestimmt. Vielmehr liefert sie als Industriekartoffel Stärke, beispielsweise zur Papier-, Garn- und Klebstoffherstellung. Normalerweise enthalten Kartoffeln zwei Sorten Stärke, Amylopektin und Amylose. Weil für die industriellen Anwendungen nur Amylopektin gebraucht wird, muss die Amylose in einem aufwändigen Prozess abgetrennt werden. Bei Amflora ist dies nicht mehr nötig, da sie fast ausschließlich Amylopektin enthält.</p>
<p>Scharfe Kritik an der Zulassung von Amflora kam von der Grünen-Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken. Die Entscheidung &#8220;brüskiert die gentechnik-kritische Öffentlichkeit&#8221;, wird Höfken in der <a title="EU erlaubt Anbau der Genkartoffel Amflora" href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E8C8E6B0857754A6984C22B42419B29AD~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> zitiert.</p>
<p>&#8220;Gentechnik-kritische Öffentlichkeit&#8221;?! Moment mal:</p>
<p>Zwar schneidet die Grüne Gentechnik bei Befragungen tatsächlich schlecht ab. So lehnten bei einer <a title="78 Prozent der Deutschen wollen kein Genfood" href="http://www.keine-gentechnik.de/fileadmin/files/Infodienst/Dokumente/09_05_19_forsa_umfrage.pdf" target="_blank">Forsa-Umfrage</a> im Mai letzten Jahres 78 Prozent der Befragten gentechnisch veränderte Lebensmittel ab.</p>
<p>Aber genügen solche Meinungsbilder als Argument?</p>
<p>Sagen wir mal so: Um eine Technologie angemessen zu beurteilen, müssen Chancen und Risiken abgewogen werden, und dazu braucht es fundiertes Wissen.</p>
<p>Genau daran mangelt es in der aktuellen Gentechnik-Diskussion, bedauert der Biologe Johannes Bergler, der sich im <a title="Skeptiker 1/2010" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/960-skeptiker-2010-1" target="_blank">aktuellen SKEPTIKER </a>mit häufigen Argumenten gegen die Grüne Gentechnik beschäftigt. Kein Wunder angesichts der großteils verzerrten, gentechnik-feindlichen Berichterstattung im Fernsehen und im Web, findet Bergler:</p>
<blockquote><p>&#8220;In den Medien haben es die Gegner (&#8230;) wesentlich leichter, da ein plakatives irrationales Argument in wenigen Sekunden vorgebracht ist, während seine sachliche Widerlegung mindestens die zehnfache Zeit beansprucht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nun, so viel Zeit muss sein.</p>
<p>Zum Weiterlesen:</p>
<ul>
<li>Johannes Bergler: Grüne Gentechnik. Eingebildete Gefahren. <a title="Skeptiker 1/2010" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/960-skeptiker-2010-1" target="_blank">SKEPTIKER 1/2010</a>, S. 13-21.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Skeptiker oder Gläubiger – Wie hast du’s mit der Astrologie?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/gwup-die-skeptiker/~3/fQxYj9UROfg/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/03/05/skeptiker-oder-glaubiger-wie-hast-dus-mit-der-astrologie/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 20:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
		<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Astrologiestudie]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Harder]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gwup.net/?p=2039</guid>
		<description>(gwup) Wieso glauben manche Menschen an Astrologie - und andere nicht? Das möchte eine Studentin der Uni Münster erforschen. Und bittet darum, ihren Fragebogen online auszufüllen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal im Jahr finde ich morgens auf meinem Schreibtisch eine wirklich prima Eierlikör-Torte vor &#8211; dann weiß ich, dass ich mal wieder ein Jahr älter geworden bin. <br />
Zur Feier des Tages gleich mal mein <a title="Spaßhoroskope" href="http://www.lachnet.de/lustige/witze/Sternzeichen+einmal+anders.txt.html" target="_self">Horoskop</a> gegoogelt:</p>
<blockquote><p><strong>Fische 19.2-20.3.</strong></p>
<p>Fische haben eine sehr hochentwickelte Sensibilität und nehmen diese als Vorwand, um fehlende Intelligenz zu vertuschen.<br />
Dabei machen sie sich zum Hampelmann der Nation.<br />
Zu allem Unglück sind Fische auch noch so naiv, dass sie gar nicht merken, wer sich alles über sie lustig macht.<br />
Um eine gewisse Schadensbegrenzung bei den Fischen zu erreichen, müssen sie ständig beaufsichtigt werden.<br />
In der Öffentlichkeit sind Fische an der Leine zu führen. Idealberuf: Klofrau/mann&#8221;</p></blockquote>
<p>Soso. Oder <a title="Spaßhoroskope" href="http://www.kostenlos-horoskop.de/funtipp/" target="_self">hier</a>:</p>
<blockquote><p>Fische</p>
<h2><em>Illusionen:</em></h2>
<p>Die leicht verführbaren Fische lieben Magie und Märchen. Sie lassen sich so gerne belügen und betrügen, aber im wahren Leben wird ja eher davon abgeraten. Nur wenn ein Zauberkünstler auftritt oder ein Erzähler aus 1001 Nacht, dann geben sich Fische losgelöst vom harten Alltag schwerelos dem Vergnügen hin.&#8221;</p></blockquote>
<p>Na, ist das wirklich so? Warum &#8220;einige Menschen an Astrologie glauben und andere nicht&#8221;, möchte die Psychologiestudentin Nathalie Rohde von der WWU Münster herausfinden. Dazu schreibt sie uns:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es wäre super, wenn Sie mich bei meinem Vorhaben unterstützen könnten, indem Sie den Link zu dem Fragebogen in Ihren Blog stellen, sodass ich möglichst viele Teilnehmer für meine Studie gewinnen kann.&#8221;</p></blockquote>
<p>Machen wir gerne. Zumal die Arbeit von Prof. Wolfgang Hell, zweiter Vorsitzender des <a title="GWUP-Wissenschaftsrat" href="http://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/wrat" target="_self">GWUP-Wissenschaftsrats</a>, betreut wird. Und <a title="Online-Umfrage Astrologie" href="http://www.unipark.de/uc/ae_hell/bd9e/ospe.php3?SES=47a3e60d492c923319fbc30228b49539&amp;syid=230910&amp;sid=230911&amp;act=start&amp;js=13&amp;flash=1000" target="_self">hier</a> ist der Link.</p>
<p>Viel Erfolg!</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/gwup-die-skeptiker/~4/fQxYj9UROfg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Homöopathie bei Kindern und Tieren</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/gwup-die-skeptiker/~3/bPFNFUD02Io/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/03/05/homoopathie-bei-kindern-und-tieren/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 19:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Paramedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Harder]]></category>
		<category><![CDATA[Placebo-Effekt]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[Tierhomöopathie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gwup.net/?p=2020</guid>
		<description>(gwup) Homöopathie - nur ein Placebo? Unmöglich, sagen die Anhänger. Schließlich funktioniere das Verfahren ja auch bei Säuglingen und sogar bei Tieren, die keinesfalls in der Lage seien, an die Behandlung zu "glauben". Müssen sie auch nicht, wie Experimente zeigen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Schöner Artikel über die GWUP heute in der <em><a title="GWUP in der &quot;Welt&quot;" href="http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article6657702/Nach-Ufos-kommt-nun-die-Homoeopathie-fuer-Tiere.html" target="_self">Welt</a></em>: &#8220;Nach Ufos kommt nun die Homöopathie für Tiere&#8221;.</span></p>
<p><span>Leserkommentare ließen natürlich nicht lange auf sich warten. Darunter auch der folgende, von einem User, der anscheinend nur die Überschrift gelesen hat:</span></p>
<blockquote><p><span> </span><span>Was heißt hier &#8220;nun&#8221;? Homöopathie wird seit Jahren erfolgreich in der Veterinärmedizin eingesetzt, das ist doch n alter Hut. Eine Bekannte von mir arbeitet in &#8216;ner Tierarztpraxis und da ist das ganz selbstverständlich.<br />
Ich persönlich wende homöopathische Medizin seit etwas über einem Jahr erfolgreich an. Übrigens: Da diese auch bei Tieren und Säuglingen funktioniert, kann von einem Placebo-Effekt keine Rede sein.&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span>Mal wieder die uralte Leier. Aber schließlich wusste schon der französische Schriftsteller <a title="Andre Gide" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Gide" target="_self">André Gide</a>: &#8220;Alles ist schon einmal gesagt worden. Aber weil niemand zuhört, muss man es immer wieder aufs Neue sagen.&#8221;</span></p>
<p><span>Also denn, beginnen wir mit dem Grundlagenaufsatz <a title="Erfolge der Homöopathie - nur ein Placebo-Effekt?" href="http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/77-komplementaer-und-alternativmedizin-cam/333-homeopathie-erfolge-nur-placeboeffekt" target="_self">&#8220;Erfolge der Homöopathie</a> &#8211; Nur ein Placebo-Effekt?&#8221; von <a title="Dr. Rainer Wolf" href="http://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/wiw/752-wiw-rainer-wolf" target="_self">Dr. Rainer Wolf</a> und <a title="Prof. Jürgen Windeler" href="http://www.akdae.de/05/10Mitglieder/Windeler.html" target="_self">Prof. Jürgen Windeler</a> auf unseren GWUP-Seiten:</span></p>
<blockquote><p><span style="FONT-FAMILY: Verdana, Arial, Helvetica">&#8220;Bei Kleinkindern und Tieren gebe es keinen Placebo-Effekt, also sei in diesen Fällen der Behandlungserfolg direkt abzulesen? Weit gefehlt! Selbstverständlich gibt es Placebo-Effekte in Form von Suggestion auch bei Kindern. Jeder Kinderarzt weiß, dass man die Mutter in die Behandlung einbeziehen muss: Sie ist Hauptempfänger der psychosozialen Botschaft und gibt sie als ihre Erwartungshaltung unbewusst an das Kind weiter.</span></p>
<p><span style="FONT-FAMILY: Verdana, Arial, Helvetica"> </span><span style="FONT-FAMILY: Verdana, Arial, Helvetica">Placebo-Effekte wies man in Doppelblindversuchen auch bei Haustieren nach. Diese können die Körpersprache vertrauter Bezugspersonen lesen. Erleben sie deren Vertrauensverhältnis zu dem ihnen unbekannten Therapeuten, so reagieren sie konditioniert im Sinn einer Placebowirkung. Wird das Placebo-Präparat auch noch mit liebevoller Hinwendung verabreicht, hat die Heilung gute Chancen. Zusätzlich führt die Erwartungshaltung des behandelnden Arztes bei diesem selbst zu selektiver Wahrnehmung: Er neigt dazu, Heilerfolge zu diagnostizieren, die er unbewusst zu finden erwartet.&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span style="FONT-FAMILY: Verdana, Arial, Helvetica"><span> </span></span></p>
<p><span>Weiter geht&#8217;s mit einem Artikel aus der <a title="Therapeutische Bonbons" href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/919/305884/text/" target="_self"><em>Süddeutschen Zeitung</em> </a>von 2008:</span></p>
<blockquote><p>&#8220;Warme Luft ist bei Kindern oft genauso wirksam wie eine Schmerztablette. Auch wenn die Wunde noch so brennt: Sobald die Eltern pusten, ist der Schmerz meist schon wieder vergessen. Der Lufthauch ist eines der besten Placebos der Welt &#8211; ein Medikament ohne chemischen Wirkstoff also.<br />
Wie stark gerade Kinder auf solche Scheinmedikamente reagieren, haben französische Wissenschaftler nun erneut gezeigt. In der Fachzeitschrift <em>Public Library of Science Medicine</em> berichten sie, dass der Placeboeffekt bei Kindern mit Epilepsie doppelt so groß ist wie bei Erwachsenen (Bd.5, S.e166, 2008)&#8221;</p></blockquote>
<p><span>Alles Einbildung? Oder noch besser: eingeredet? Nein &#8211; lesen wir zum Beispiel bei der<a title="Placebo-Effekt" href="http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/alternative-heilmethoden/wirksamkeit/placebo/" target="_self"> Stiftung Warentest</a>:</span></p>
<blockquote><p>&#8220;Die Placebowirkung ist keine Einbildung. Placebos bewirken im Körper messbare Veränderungen. So aktiviert die Gabe eines Placebo-Schmerzmittels im Gehirn die gleichen Regionen wie das wirkstoffhaltige Medikament, und es werden körpereigene schmerzhemmende Substanzen ausgeschüttet. Wenn ein Parkinsonkranker ein Medikament erhält, das seine Beweglichkeit verbessern soll, steigt der Spiegel von Dopamin im Gehirn, einem Botenstoff im Nervensystem. Die Dopaminkonzentration erhöht sich aber auch, wenn er ein Placebo einnimmt.</p>
<p>Der Grund dafür ist die Erwartung, die der Patient mit der Einnahme des Mittels verknüpft. Und weil sich auch kranke Kinder und Tiere von einer Behandlung Linderung und Besserung erhoffen und positiv auf die intensive Zuwendung reagieren, weisen Therapien auch bei ihnen Placeboeffekte auf.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein erhellendes <a title="Der Placebo-Effekt" href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/02/video-der-placeboeffekt.php" target="_self">Video</a> (Englisch) hat Florian Freistetter bei Astrodicticum simplex hochgeladen. Dort erklärt der englische Arzt und Publizist <a title="Die Wissenschaftslüge" href="http://astore.amazon.de/gwupdieskept-21/detail/3596185106" target="_self">Ben Goldacre</a> nochmal explizit, dass Placebos auch bei kleinen Kindern und Tieren wirken.</p>
<p>Vielleicht hört ja mal jemand zu.</p>
<p>Ach ja, prüfbar ist die Frage, ob Homöopathie bei Tieren tatsächlich über konkrete Mechanismen (also über &#8220;die Kraft in der Pille&#8221;) oder bloß über die kulturelle Bedeutung der Therapie wirkt, übrigens auch. Mit vergleichsweise geringem Aufwand wären damit zudem mehrere Nobelpreise zu gewinnen.</p>
<p>Wie, verraten wir nächste Woche.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>L. Hektoen: Review of the current involvement of homeopathy in veterinary practice and research. In: <a title="Tierhomöopathie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16113167" target="_self">Vet Rec</a>. 2005 Aug 20;157(8):224-9.</li>
</ul>
<p> </p>
<p><cite></cite></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/gwup-die-skeptiker/~4/bPFNFUD02Io" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.gwup.net/2010/03/05/homoopathie-bei-kindern-und-tieren/feed/</wfw:commentRss>
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		<item>
		<title>PSIdiotie II: Studenten, die auf Trickser starren</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/gwup-die-skeptiker/~3/QwfqmvvSxcI/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/03/04/psidiotie-ii-studenten-die-auf-trickser-starren/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 20:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Parapsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Legenden]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Harder]]></category>
		<category><![CDATA[Männer die auf Ziegen starren]]></category>
		<category><![CDATA[Parapsychologische Kriegsführung]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gwup.net/?p=2010</guid>
		<description>Sind Militärs und Geheimdienste besonders anfällig für die Verheißungen des Paranormalen, so wie in "Männer die auf Ziegen starren" geschildert? Nicht unbedingt. Das zeigt ein Experiment aus den frühen 1980er-Jahren an einer Universität in Kalifornien.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von den &#8220;Hirnis&#8221; im <a title="Ein Fall zum Meckern" href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,681530,00.html" target="_self">Pentagon</a> und leichtgläubigen Geheimdienstlern war in unserem letzten <a title="Warum Uri Geller nicht auf Ziegen starrte" href="http://blog.gwup.net/2010/03/03/warum-uri-geller-nicht-auf-ziegen-starrte/" target="_self">Blogging</a> die Rede. Doch Militärs und Schlapphüte haben keineswegs ein Monopol auf den Irrationalismus.<br />
Heute deshalb ein weiterer Auszug aus &#8220;<a title="Parapsychologische Kriegsführung" href="http://www.amazon.de/Parapsychologische-Kriegsf%C3%BChrung-Esoterik-als-Waffe/dp/3453029631/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1267477243&amp;sr=1-1" target="_self">Parapsychologische Kriegsführung</a>&#8220;, dem Buch des Journalisten Ronald M. McRae, der sich schon zwanzig Jahre vor <a title="Männer die auf Ziegen starren" href="http://www.amazon.de/M%C3%A4nner-die-auf-Ziegen-starren/dp/3453434838/ref=pd_cp_b_1" target="_self">Jon Ronson </a>mit den &#8220;streng geheimen Psi-Forschungen der Großmächte&#8221; beschäftigte. Diesmal geht es um Studenten an einer amerikanischen Uni.</p>
<blockquote><p>Der Glaube an Psi-Phänomene, die aus reinem Bluff bestehen, ist leicht zu erzeugen und nur schwer zu erschüttern. Die vielleicht beste Demonstration der Bereitwilligkeit von sogar hochgebildeten, alles hinterfragenden Menschen, Psi-Mummenschanz zu schlucken, wurde 1980 von den Psychologen Barry Singer und Victor A. Benassi von der California University in Long Beach in dem Aufsatz <em>Wie man Leute ständig hereinlegt</em> gemeldet.</p>
<p>Singer und Benassi ließen vor vier Klassen den Bühnenzauberer Craig Reynolds auftreten. Zwei Klassen schwindelten sie vor, der in einem purpurnen Chorgewand, Sandalen und einem Sternschnuppen-Medaillon auftretende Reynolds sei ein &#8220;graduierter Student, der sich für die Psychologie des Paranormalen bzw. Psi-Fähigkeiten&#8221; interessiere.</p>
<p>Die Lehrer wiesen darauf hin, dass sie von den medialen Fähigkeiten Reynolds oder irgend eines anderen &#8220;persönlich nicht überzeugt&#8221; seien. In zwei anderen Klassen wurde Reynolds als Zauberkünstler vorgestellt, und man versah die Studenten mit dem Hinweis, sämtliche Kunststückchen, die er vorführe, seien &#8220;leichte Amateurtricks, die seit Jahrhunderten praktiziert und sogar in Zauberkästen für Kinder erklärt&#8221; werden.</p>
<p>Dann las Reynolds in jeder Klasse mit verbundenen Augen dreistellige Zahlen vor, verschmierte Zigarettenasche auf die Handrückseiten einer Studentin, transferierte sie anschließend auf ihre Handinnenflächen und verbog eine Eisenstange, indem er sie mit den Fingern streichelte. Die Studenten sangen derweil im Chor &#8220;Verbieg sie!&#8221;</p>
<p>Die Ergebnisse des Experiments waren für jeden beunruhigend, der die Absicht hatte, an der University of California zu studieren. Es war nicht nur so, dass drei Viertel der Studenten in den Klassen, wo man Reynolds als Medium vorgestellt hatte, seine Show schluckten &#8211; zwei Drittel der Studenten jener Klassen, in denen er als Zauberkünstler eingeführt worden war, waren ebenso fest davon überzeugt, er müsse ein Medium sein. Es gab Studenten, die ihre Papiere mit Talisman-Symbolen zum Schutz gegen den Teufel bedeckten und Exorzismen anstimmten. Achtzehn prozent meldeten &#8220;Furcht und gefühlsmäßige Erregung&#8221;,</p>
<p>Singer und Benassi waren bei beiden Reynoldsschen Vorstellungen zugegen. In der Mitte des Verbiegungsgesanges, berichteten sie, &#8220;war die Klasse in einem schrecklich erregten Zustand. Die Studenten saßen starr auf ihren Stühlen, hatten glasige Augen, den Mund weit aufgerissen und sangen im Chor.<br />
Als die Stange sich verbog, keuchten und murmelten sie. Nachdem die Unterrichtsstunde beendet war, saßen sie still auf ihren Stühlen, starrten leer vor sich hin, schüttelten den Kopf oder rannten aufgeregt auf Craig (Reynolds) zu, um ihn zu fragen, wie sie solche Kräfte entwickeln könnten.&#8221;</p>
<div>Singer und Benassi nennen die Ergebnisse ihres Experiments &#8220;bizarr&#8221; und weisen darauf hin, dass &#8220;Menschen stur den Glauben an jemandes geistige Kräfte aufrechterhalten, auch wenn sie es besser wissen. [...] Sind wir Menschen wirklich so närrisch? Ja.&#8221;</div>
</blockquote>
<div><strong>Zum Weiterlesen:</strong></div>
<ul>
<li>Andreas Hergovich: Die Wirkung von Zaubertricks auf Para-Gläubige und Skeptiker. In: <em><a title="Die Wirkung von Zaubertricks auf Para-Gläubige und Skeptiker" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/794-die-wirkung-von-zaubertricks-auf-para-glaeubige-und-skeptiker" target="_self">Skeptiker</a></em> 1/2003</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Warum Uri Geller nicht auf Ziegen starrte</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 20:14:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ray Hyman]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[Stargate]]></category>

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		<description>(gwup) Gehörte dereinst auch Uri Geller zu den "Männern die auf Ziegen starren"? Bis heute fördert der Löffelbieger absichtsvoll Gerüchte dieser Art. Tatsächlich wurde Geller in den 1970er-Jahren beim US-Geheimdienst vorstellig, um seine "Kräfte" zu demonstrieren. Mit mäßigem Erfolg.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum heutigen Filmstart von <em><a title="Männer die auf Ziegen starren" href="http://www.critic.de/filme/detail/film/m%E3%A4nner-die-auf-ziegen-starren-2011.html" target="_self">Männer die auf Ziegen starren</a></em> ein wenig PSIdiotie.</p>
<p>Bekanntermaßen basiert der Hollywood-Streifen auf dem Buch <a title="Durch die Wand" href="http://www.amazon.de/M%C3%A4nner-die-auf-Ziegen-starren/dp/3453434838/ref=pd_cp_b_1" target="_self">Durch die Wand</a> des englischen Enthüllungsjournalisten Jon Ronson. Darin schildert er, dass kein Geringerer als Uri Geller ihn auf die Fährte der &#8220;Psi-Spione des Pentagons&#8221; brachte. Und zwar &#8220;auf der Dachterrasse eines Restaurants in der Londoner Innenstadt, Anfang Oktober 2001&#8243;:</p>
<blockquote><p>Es hatte schon lange Gerüchte gegeben (die meisten davon waren zugegebenermaßen von Uri selbst in die Welt gesetzt worden), dass er in den frühen 1970er-Jahren als parapsychologischer Spion insgeheim für den amerikanischen Geheimdienst gearbeitet hätte. Viele Menschen zweifelten an seiner Geschichte &#8211; die <em>Sunday Times</em> nannte sie &#8220;eine bizarre Behauptung&#8221; und behauptete, Geller sei verrückt, das Geheimdienstestablishment hingegen nicht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nun ja, wie man&#8217;s nimmt.<br />
Mehr als 20 Jahre vor Ronson beschäftigte sich bereits sein US-Kollege Ronald M. McRae mit dem Thema &#8220;<a title="Parapsychologische Kriegsführung" href="http://www.amazon.de/Parapsychologische-Kriegsf%C3%BChrung-Esoterik-als-Waffe/dp/3453029631/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1267477243&amp;sr=1-1" target="_self">Parapsychologische Kriegsführung</a>&#8220;. Seinem gleichnamigen Buch von 1984 (dt. Ausgabe 1989) können wir entnehmen, dass Präsident Jimmy Carter in der Tat einen Narren an Geller gefressen hatte:</p>
<blockquote><p>Carter war davon überzeugt, dass Geller ein Mensch mit übernatürlichen Fähigkeiten sei, und nahm dessen Warnung vor einer sowjetischen Psi-Waffen-Ausrüstung sehr ernst.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aber auch schon vor Carters Amtszeit (1977 -1981) hatte</p>
<blockquote><p>&#8220;der CIA ein halbes Dutzend Agenten beauftragt, in den Psi-Labors des Landes nach neuen Erkenntnissen zu suchen, die von militärischer oder spionagetechnischer Bedeutung sein könnten. Der CIA war vor allem an Uri Geller interessiert. Diskret besuchten Agenten seine Aufführungen. Wenn Geller in der Lage war, Gegenstände zu verbiegen oder kaputte Uhren wieder zum Laufen zu bringen, so konnte er womöglich auch Computer beeinflussen. So spekulierten die Geheimdienstler.&#8221;</p></blockquote>
<p>Schließlich wurde der Gabel- und Balkenbieger bei einem dem Pentagon angeschlossenen Büro für Projekte der Spitzenforschung (ARPA) vorstellig, wo &#8220;man nach Aussagen der Beamten durchaus bereit war, Forschungen zu finanzieren&#8221;.</p>
<p>Was dann geschah, sei im Folgenden vollständig dokumentiert:</p>
<blockquote><p>Geller traf mit den Nachrichtendienstlern der Marine am Schwimmbecken eines dem Pentagon nahe gelegenen Hotels zusammen. Er forderte einen Commander auf, sich gedanklich auf ein Objekt in der Umgebung zu konzentrieren. Der Commander, skeptisch wie er war, dachte an eine mit Weintrauben gefüllte Schale, die hinter ihm stand, um sich nicht durch einen Blick auf einen vor ihm liegenden Gegenstand zu verraten.</p>
<p>Geller kritzelte etwas auf seinen Notizblock und fragte nach dem Namen des Gegenstandes. Dann reichte er dem Offizier den Block, auf dem <em>Schale mit Weintrauben</em> geschrieben stand. Die verblüfften Nachrichtendienstler sprachen sich in ihrer Empfehlung für einen Vertrag über mehrere Millionen Dollar aus.</p>
<p>Alarmierte Skeptiker des Büros ließen eine Gruppe von vier Zauberkünstlern einfliegen: den Magier und Entfesslungskünstler James Randi, den Kartenexperten Persi Diaconis, den Psychologen Ray Hyman und Marcello Truzzi, einen Soziologen. Diaconis erinnert sich, dass man sie alles andere als freundlich empfangen hat: &#8220;Man stellte uns die Frage, warum wir wichtige Untersuchungen boykottieren wollten.&#8221;</p>
<p>Der Commander wollten von den Vieren wissen, wie Gellers Fähigkeit, Gedanken zu lesen, nach ihrer Meinung zu erklären sei. Die Befragten sträubten sich aus zwei Gründen vor einer Antwort. Erstens ist die Technik ein Branchengeheimnis. Zweitens, sagte Truzzi, stoßen Erklärungen gewöhnlich auf Misstrauen. Man &#8220;besteht darauf, dass keine Drähte im Spiel sein können, selbst wenn jeder weiß, dass es so ist.&#8221;</p>
<p>Doch dieser Offizier des Nachrichtendienstes war eine Ausnahme. Er dachte nach und erinnerte sich, dass Geller ihn nach dem Namen des Gegenstandes gefragt hatte, bevor er den Schreibblock aushändigte &#8211; und nicht nachher, wie ursprünglich angenommen. Der Unterschied ist entscheidend. Geller schrieb zunächst nichts auf, er tat nur so. Erst nachdem der Commander den Gegenstand benannt hatte, schmierte Geller mit einem Daumenstift <em>Schale mit Weintrauben</em> aufs Papier.  Jeder Zauberkünstler und Gedankenleser kennt die Möglichkeit, einen Stift unter dem Daumennagel zu verstecken.</p>
<p>Gegen Abend hatte sich die Einstellung der Funktionäre um 180 Grad gedreht. Ein Vertrag wurde nicht unterzeichnet, statt dessen, so berichtet Diaconis, wollten alle wissen, &#8220;wem die dumme Idee eigentlich eingefallen war&#8221;.</p></blockquote>
<p>Es war nicht die einzige. McRae beschreibt im weiteren den &#8220;Psi-Waffenrüstungswettlauf&#8221; zwischen den USA und der Sowjetunion und zitiert dazu auch Skeptiker:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eines der Dinge, die man im Pentagon momentan untersucht&#8221;, sagt James Randi, &#8220;ist geheimkräftige Zauberei. Man macht den Versuch, hochaufgelöste Fotografien von russischen Anlagen zu entwickeln &#8211; mit der Vorstellung, dass die darauf sichtbaren Satelliten und Raketen vernichtet werden, wenn man die Aufnahmen verbrennt. Ich weiß, dass man sowas nur schwer schlucken kann, aber so sind die Hirnis im Pentagon nun mal.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Ein Fall zum Meckern" href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,681530,00.html" target="_self">Ein Fall zum Meckern</a>, <em>Spiegel-Online</em> am 4. März 2010</li>
<li><a title="Wer den größten Wahnsinn aushält" href="http://www.sueddeutsche.de/,tt7m1/kultur/847/505053/text/" target="_self">Wer den größten Wahnsinn aushält</a>, <em>Süddeutsche Zeitung</em> am 4. März 2010</li>
</ul>
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