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	<title>...ein Halbtagsblog... </title>
	
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	<description>über den Halbtagsjob eines Lehrers, Erziehung und den Alltag.</description>
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		<title>Tanzstunden für Mathematiker.</title>
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		<pubDate>Thu, 23 May 2013 23:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anekdoten aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule im Schaubild]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Schule im Schaubild.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Tanzstunden-fr-Mathematiker.jpg" class="thickbox"><img style="background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px" title="Tanzstunden für Mathematiker" border="0" alt="Tanzstunden für Mathematiker" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Tanzstunden-fr-Mathematiker_thumb.jpg" width="644" height="484" /></a></p>
<p>Schule im Schaubild.</p>
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		<title>Röntgenbrille im Unterricht</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 23:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anekdoten aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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		<description><![CDATA[Weil meine alte Brille mir unangenehme Kopfschmerzen verursachte, habe ich eine neue Brille bekommen – eine mit gelben Gläsern. Und bis auf Bono von U2 und Michael Fisher von Pocketnow.com gibt es wohl niemanden, der gelbe Gläser cool findet. Vielleicht noch Christian Spannagel, der sich als arbeitsloser Rocker oder langhaariger … <a href="http://halbtagsblog.de/2013/05/20/rntgenbrille-im-unterricht/">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594; </span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><a class="thickbox" href="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/image239.png"><img style="background-image: none; float: right; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px 0px 0px 10px; display: inline; padding-right: 0px; border: 0px;" title="image" alt="image" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/image_thumb192.png" width="379" height="210" align="right" border="0" /></a>Weil meine alte Brille mir unangenehme Kopfschmerzen verursachte, habe ich eine neue Brille bekommen – eine mit gelben Gläsern. Und bis auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bono" target="_blank">Bono</a> von U2 und <a href="http://pocketnow.com/2012/12/18/samsung-ativ-s-vs-nokia-lumia-920-video" target="_blank">Michael Fisher</a> von Pocketnow.com gibt es wohl niemanden, der gelbe Gläser cool findet. Vielleicht noch Christian Spannagel, der sich als <del>arbeitsloser Rocker oder langhaariger Bombenleger</del> Professor für Mathematik <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2013/05/18/prof-dr-dunkelmunkel-ist-die-zeit-reif-fur-grufti-profs/" target="_blank">gerade erst mit</a> dem Thema &#8220;Erscheinungsbild eines Lehrers&#8221; auseinandergesetzt hat. Zum Leidwesen meiner Frau bereitet mir die Brille viel Freude und insbesondere meinem Kopf geht es deutlich besser.</p>
<p align="justify">Auch meine Schüler begegnen den gelben Gläsern mit Argwohn. <em>“Herr Klinge…?”</em>, fragt mich Lucia aus der <a href="http://halbtagsblog.de/2013/02/17/der-strengste-lehrer-der-schule/" target="_blank">Klasse 5</a>. <em>“Warum ist Ihre Brille so komisch?”</em> Verschwörerisch blicke ich mich nach rechts und links um, bevor ich ihr und ihren Freundinnen zuraune: <em>“Das ist eine Röntgenbrille! Damit kann ich direkt eure Knochen sehen!”<br />
<span id="more-4876"></span></p>
<p></em>Lucia ist erstaunt. <em>“Sie können sehen, dass ich mir meinen Arm hier gebrochen habe?” </em>Ihre Freundinnen sind skeptischer. <em>“Das geht gar nicht, Herr Klinge!”</em></p>
<p align="justify">Aufmerksam sehe ich mir Lucias Arm an. <em>“HmmHmmm. Soso. Ich sehe, dass du dir nur die Elle gebrochen hast, aber nicht die Speiche!”</em> Ich rate ins Blaue. Ich könnte Elle und Speiche nicht mal voneinander unterscheiden, wenn sie vor mir lägen. Doch Lucias Mimik verrät, dass ich richtig liege. <em>“Das ist ja… unglaublich!”<br />
</em>Aufgeregt erzählt sie links und rechts, was für eine unglaubliche Brille ich besitze. Das ich den Bruch ihres Armes gesehen hätte und (!) auch noch, welcher Knochen genau gebrochen sei. Einige wollen wissen, ob ich eigentlich nur eine Klasse voller Skelette vor mir sähe (<em>“Natürlich!”</em>) und wo ich so eine unglaubliche Brille herhabe (<em>“Gibt es die bei Fielmann?”</em>), andere wenden sich an den Klassenlehrer, in der Hoffnung, den Schwindel aufzudecken.<br />
Der schüttelt jedoch den Kopf. <em>“Der Herr Klinge kann sogar in eure Gehirne sehen und weiß, ob ihr auch mitdenkt!”</em></p>
<p>Darf man als Lehrer seine Schüler so auf den Arm nehmen?<br />
Ich denke schon. Oder, wie der Komiker <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=595071367180545&amp;set=a.456449604376056.98921.367116489976035&amp;type=1&amp;relevant_count=1" target="_blank">George Carlin</a> es ausdrückte: “Don’t just teach your children to read… teach them to question what they read. Teach them to question everything.” [Übers.: Lehrt eure Kinder nicht nur zu lesen… lehrt sie in Frage zu stellen, was sie da lesen. Lehrt sie, alles in Frage zu stellen.]</p>
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		<item>
		<title>Hatten sie nur zuviel Wein?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/halbtagsblog/oPZW/~3/3pR7G7-_CqY/</link>
		<comments>http://halbtagsblog.de/2013/05/19/hatten-sie-nur-zuviel-wein/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 May 2013 05:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geistliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lasse mich leicht begeistern. Von technischen Spielereien. Von wissenschaftlichen Fakten. Von Menschen. Von Berufen. Einer der grandiosen Zufälle meines Lebens ist, dass ich mit einer Pastorin verheiratet bin. Wo ich Kirchen oder biblische Texte wie ein Trottel betrachte, weiß meine Frau oft die irrsten Zusammenhänge. Darum beneide ich sie. … <a href="http://halbtagsblog.de/2013/05/19/hatten-sie-nur-zuviel-wein/">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594; </span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lasse mich leicht begeistern.</p>
<p>Von technischen Spielereien. Von wissenschaftlichen Fakten. Von Menschen. Von Berufen.<br />
Einer der grandiosen Zufälle meines Lebens ist, dass ich mit einer Pastorin verheiratet bin. Wo ich Kirchen oder biblische Texte wie ein Trottel betrachte, weiß meine Frau oft die irrsten Zusammenhänge.</p>
<p>Darum beneide ich sie.</p>
<p>Aber es läßt mich immer wieder sprachlos zurück, wenn sie mir hier und da ein wenig von ihrer Welt eröffnet.<br />
So wie heute.<br />
Heute feiern wir Pfingsten, ein Fest, das sich von Pentacosta ableitet, das ist griechisch und bedeutet “fünfzig”. Pfingsten gilt als die Geburtststunde der Kirche. Kirche. Was immer einem in den Sinn kommt, wenn man an den Begriff <em>Kirche </em>denkt &#8211; hier ging es los.</p>
<p><span id="more-2677"></span></p>
<blockquote>
<p align="justify"><a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002001">1</a> Zum Beginn des jüdischen Pfingstfestes waren alle Jünger wieder beieinander. <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002002">2</a> Plötzlich kam vom Himmel her ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich versammelt hatten. <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002003">3</a> Zugleich sahen sie etwas wie züngelndes Feuer, das sich auf jedem Einzelnen von ihnen niederließ. <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002004">4</a> So wurden sie alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten in fremden Sprachen, jeder so, wie der Geist es ihm eingab. <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002005">5</a> Zum Fest waren viele fromme Juden aus aller Welt nach Jerusalem gekommen. <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002006">6</a> Als sie das Brausen hörten, liefen sie von allen Seiten herbei. Fassungslos hörte jeder die Jünger in seiner eigenen Sprache reden. <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002007">7</a> &#8220;Wie ist das möglich?&#8221;, riefen sie außer sich. &#8220;Alle diese Leute sind doch aus Galiläa, <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002008">8</a> und nun hören wir sie in unserer Muttersprache reden; <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002009">9</a> ganz gleich, ob wir Parther, Meder oder Elamiter sind. Andere von uns kommen aus Mesopotamien, Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002010">10</a> aus Phrygien, Pamphylien und aus Ägypten, aus der Gegend von Kyrene in Libyen und selbst aus Rom. Wir sind Juden oder Anhänger des jüdischen Glaubens, <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002011">11</a> Kreter und Araber. Doch jeder von uns hört diese Männer in seiner eigenen Sprache von Gottes großen Taten reden!&#8221; <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002012">12</a> Bestürzt und ratlos fragte einer den anderen: &#8220;Was soll das bedeuten?&#8221; <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002013">13</a> Einige aber spotteten: &#8220;Die haben doch nur zu viel getrunken!&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Was eine Passage! Von vielen Theologen wird diese Passage als die Geburtsstunde der Kirche angesehen. Und eine großartige Frage, um sich mit dem Text zu befassen, wird auch direkt im Text gestellt:</p>
<p><em>&#8220;Was soll das bedeuten?&#8221;</em></p>
<p>Und auch ich frage mich das und denke insgeheim, dass sie vielleicht doch einfach zuviel getrunken haben. Aber meine Frau kann mich dann auf Dinge aufmerksam machen, von denen ich keine Ahnung habe.</p>
<p>Wir müssen daran denken, erklärt sie, dass diese Geschichte von Juden des ersten Jahrhunderts handelt. Gottesfürchtigen Juden. Und von Menschen, die keine Juden waren, aber dem jüdischen Gott dienten. Und im Bewusstsein eines Juden aus dem 1. Jahrhundert war alles, wirklich alles eine Folge von Exodus. Exodus bestimmte das Denken, die Gesellschaft, das Leben.</p>
<p>Ihre Vorfahren waren Sklaven in Ägypten und Gott hat sie errettet.<br />
In Exodus 12 beginnt die Befreiung der Sklaven damit, dass Gott ihnen sagt:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=2012002">2</a> &#8220;Dieser Monat soll für euch von nun an der erste Monat des Jahres sein. <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=2012003">3</a> Richtet den Israeliten aus: Am 10. Tag dieses Monats soll jeder für seine Familie ein Lamm auswählen.</p></blockquote>
<p>Und im weiteren Verlauf von Kapitel 12 bekamen die Sklaven ganz spezifische Anweisungen für ein Mahl, dass sie halten sollten, in dessen Zentrum ein Lamm stand, denn in dieser Nacht sollten sie aus der Gefangenschaft freikommen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Dieser Monat soll für euch nun an der erste Monat des Jahres sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist der Punkt hier, nicht wahr? Wir wachsen auf, wir machen Fehler. Beziehungen zerbrechen. Wir geraten in Dinge, die zerstörerische Konsequenzen nach sich ziehen und wenn wir ganz ehrlich sind, dann bemerken wir, dass wir nichts unter Kontrolle haben und sich die Verletzungen und Fehler zu einer Katastrophe ausgeweitet haben. (An dieser Stelle schaut mich meine Frau lange an.)</p>
<p>Und die Frage ist: Kann ich einen neuen Anfang bekommen? Kann ich nochmal neu anfangen? Ist dass jetzt immer so oder kann ich ein neues, weißes Blatt Papier bekommen? Kann ich ein Morgen bekommen, dass anders ist, als das heute?</p>
<p>Das ist eine der fundamentalen Fragen in der menschlichen Geschichte: <em>Ist Morgen genauso wie das Heute? Oder kann &#8220;Morgen&#8221; anders sein?</em></p>
<p>Die Geschichte in Exodus erzählt im Kern von einem Gott, der sagt: &#8220;Okay, dieser Monat soll für euch nun wie der erste Monat eines neuen Jahres sein!&#8221;</p>
<p>Morgen wird <em>nicht</em> wie heute sein.</p>
<p>Darum fand diese Geschichte so wahnsinnig große Resonanz in allen Kulturen. Dieser Gott ist kein distanzierter Gott, sondern ein Gott der Hoffnung.</p>
<p>Diesen Sklaven wurde gesagt: Habt noch einmal Abendbrot und dann ist es Zeit zu gehen. Und sie verließen Ägypten.</p>
<p>Und als sie loszogen, da finden wir im Text ein kleines Detail über diese Gruppe von Menschen. Sie werden als <em>Haufen</em> bezeichnet, als &#8220;rav&#8221; (רַ֖ב) im Original. Viele Nicht-Israeliten sind bei ihnen. Das waren nicht nur gute jüdische Menschen &#8211; das war ein buntgemixter Haufen. Ein wilder Haufen von Flüchtlingen. Ausländern. Migranten. Dunkle Haut. Helle Haut. Reiche. Arme. Wilde Leute unter ihnen. Das ist ganz zentral für diese Geschichte. Zentral für das jüdische Verständnis dieser Zeit, dass Gott jüdische Sklaven aus der Sklaverei befreit hat &#8211; UND tausende anderer Menschen dazu.</p>
<p><em>“Merk dir das”</em>, sagt meine Frau dann und ich fühle mich, wie sich wohl meine Schüler fühlen müssen. “<em>Wir kommen später nochmal darauf zurück.“</em></p>
<p>Als Sklaven waren diese Menschen der Besitz des Pharaos. Und so sind sie im Grunde noch nicht wirklich frei, solange der Pharao noch hinter ihnen her ist. Solange sie noch nicht durch das Meer durch sind und Charlton Heston sie verfolgt, sind sie noch nicht wirklich frei.</p>
<p>In 14,30 lesen wir erst: Nun, hat der Herr Israel gerettet.</p>
<p>Fassen wir also zusammen: Wir haben ein Passahfest, ein letztes Mal. Und wir haben kurze Zeit später ein einschneidendes Erlebnis von Befreiung und Freiheit und göttlicher Inspiration und sind dann 50 Tage durch die Wüste unterwegs, bis sie am Berg Sinai die 10 Gebote bekommen.</p>
<blockquote><p>19,<a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=2019001">1</a> Genau am 1. Tag des 3. Monats nachdem die Israeliten Ägypten verlassen hatten, erreichten sie die Wüste Sinai.</p></blockquote>
<p>50 Tage? Pfingsten? Pentacosta? Da war doch was?</p>
<p>Sinai nun ist ganz wichtig. Diese Leute sind aus ihrer Existenz geflohen. Sie sind frei. Aber was sind sie nun? Wer sind sie?</p>
<p>In Sinai gibt Gott ihnen eine neue Existenz. Eine Identität. Ihr seid &#8220;mein Volk&#8221;. Dieses Volk ist dazu ersehen, der Welt zu zeigen, wie sehr Gott sie liebt. Wie diese Liebe aussieht.</p>
<p>Es gibt nun eine Reihe von Details, die uns verraten, wie es in Sinai ausgesehen hat.</p>
<p>Dort lesen wir zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>19,<a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=2019016">16</a> Früh am Morgen des dritten Tages begann es zu donnern und zu blitzen.</p></blockquote>
<p>Nun, das Wort &#8220;Donner&#8221; ist das hebräische Wort קֹלֹ֨ת (kolot). &#8216;Kol&#8217; bedeutet &#8220;Stimme&#8221; und &#8220;ot&#8221; ist ein Plural-Ende, würde als bei uns einem Plural-s entsprechen. &#8220;Kolot&#8221; bedeutet: &#8216;Stimmen&#8217;.</p>
<p>Wir lesen: Es blitzte und donnerte. Im hebräischen steht dort aber &#8211; literarisch -: Da waren &#8220;Stimmen&#8221;. Und zweitens:</p>
<blockquote><p>19, <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=2019018">18</a> Der Berg Sinai war in dichten Rauch gehüllt, denn der Herr war im Feuer herabgekommen.</p></blockquote>
<p>Feuer und Stimmen. Feuer und Stimmen waren zwei Charakteristika dieses Ereignisses. Feuer und Stimmen.</p>
<p>Sinai ist die Wildnis. Sinai ist kein Land. Es gab keinen politischen Herrscher über Sinai. Es gab keinen König von Sinai. Keinen Präsidenten. Nein, Sinai ist frei von allen politischen oder nationalen Ansprüchen.</p>
<p>Gott trifft diese Menschen in einem Gebiet, das niemandem gehört. Weil niemand diesen Gott besitzt. Er entzieht sich jedem politischen oder nationalen System. Das ist ziemlich deutlich, oder?<br />
Dieser Gott steht über jeder Nation, jeder Politik, jeder Ethnie oder Bevölkerungsgruppe. Durch Stimmen, durch &#8220;Donner&#8221; sagt er: Ich bin euer Gott.</p>
<p>Jeder gute Jude feiert also zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr die Flucht aus Ägypten. Und dann drei Tage später feiert er, dass die erste Frucht aus der Erde entsprungen ist (*zwinker* *zwinker*) und dann 50 Tage später Pentacosta &#8211; das Erhalten der 10 Gebote.</p>
<p>Wenn wir nun ins Neue Testament springen: In Matthäus 26 feiert Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl. Er wird dann eingesperrt, verurteilt und umgebracht. Drei Tage später steht Jesus wieder auf. Er kommt aus der Erde zurück. Und dann, 50 Tage nach dieser Befreiung vom Tode, treffen sich Jesu Jünger zusammen</p>
<p>Apostelgeschichte 2,<a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002001">1</a> Zum Beginn des jüdischen Pfingstfestes waren alle Jünger wieder beieinander.</p>
<p>Nun.. ein guter Jude des ersten Jahrhunderts liest hier… Exodus 19 und 20!<br />
Man erzählt die Geschichte eines Gottes, den keine Nation besitzt. Man erzählt die Geschichte von Stimmen und Feuer neu. Von Gottes universeller Liebe zu allen Menschen.</p>
<p>Die Jünger, als gute Juden des 1. Jahrhunderts, feiern also das traditionelle Pfingstfest, als</p>
<blockquote><p><a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002002">2</a> Plötzlich kam vom Himmel her ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich versammelt hatten. <a href="http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=44002003">3</a> Zugleich sahen sie etwas wie züngelndes Feuer, das sich auf jedem Einzelnen von ihnen niederließ.</p></blockquote>
<p>Und danach sprechen sie in vielen Sprachen, was bedeutet, sie können die Botschaft von Gott zu allen Menschen (bunter Haufen <img class="wlEmoticon wlEmoticon-winkingsmile" style="border-style: none;" alt="Zwinkerndes Smiley" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/wlemoticon-winkingsmile17.png" />) in der Welt weitergeben. Nicht wahr?</p>
<p>Was bedeutet das alles?</p>
<p>Ein Jude des ersten Jahrhunderts denkt bei dieser Geschichte: Hey… Sinai lebt. Gott spricht schon wieder. Er kümmert sich immer noch um seine Menschen. Um die ganze Welt!</p>
<p>Und wenn meine Frau mir sowas erklärt. Solche Zusammenhänge und Einblicke, dann sitze ich da und denke: <em>Hatte sie vielleicht zuviel Wein?</em></p>
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		<title>Ein physikalischer Orgasmus.</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 18:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nerd-Humor]]></category>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal ist Physik einfach schön. Im neuen Star Trek Film zum Beispiel ist die Einhaltung wahnsinnig vieler physikalischer Gesetze zu beobachten. Großartig! Eigentlich sollte ich mit meinem Physikkurs da rein. Aufgabenstellung: “Notiere, an welchen Stellen werden die Gesetze der Physik gebrochen?” Schöner aber die Sequenzen, in denen alles in Ordnung … <a href="http://halbtagsblog.de/2013/05/17/ein-physikalischer-orgasmus/">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594; </span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal ist Physik einfach schön. Im neuen Star Trek Film zum Beispiel ist die Einhaltung wahnsinnig vieler physikalischer Gesetze zu beobachten. Großartig! Eigentlich sollte ich mit meinem Physikkurs da rein. Aufgabenstellung: <em>“Notiere, an welchen Stellen werden die Gesetze der Physik gebrochen?” </em>Schöner aber die Sequenzen, in denen alles in Ordnung ist. Eine absolute Augenweide und die zahlreichen Insider sind sowieso großartig (allein die Erwähnung von “Sektion 31”… hach!)</p>
<p>Falls noch jemand reingeht: Kann es sein, dass im ersten Drittel des Films (im Appartement von Kirk?) eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinsche_Flasche" target="_blank">Kleinsche Flasche</a> auf einem Tisch im Vordergrund zu sehen ist? Wäre ein Oberbrüller für Physiker. Sicher bin ich mir aber nicht.</p>
<p>Nachdem ich heute dann über zwei weitere lustige Scherze im Fernsehen gestolpert bin, möchte ich euch unbedingt teilhaben lassen. </p>
<p>Zunächst eine Szene aus Big Bang Theory: Ungefähr so geht es uns Physikern manchmal:</p>
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<div style="width:448px;clear:both;font-size:.8em">Sheldon erklärt Schrödingers Katze.</div>
</div>
<p>&#160;</p>
<p>Außerdem überaus lustig: Nachdem die Kleinsche Flasche schon in <a href="http://halbtagsblog.de/2009/11/05/nerd-humor/" target="_blank">Futurama auftrat</a>, hat nun der im Video gerade erwähnte Erwin Schrödingers höchstselbst seinen Auftritt bekommen:</p>
<p>&#160;</p>
<p> <iframe height="281" src="http://player.vimeo.com/video/66418984" frameborder="0" width="500" allowfullscreen="allowfullscreen" mozallowfullscreen="mozallowfullscreen" webkitallowfullscreen="webkitallowfullscreen"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/66418984">Futurama und Schrödinger</a> from <a href="http://vimeo.com/user2918408">hugo balder</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Physik. Das muss man einfach lustig finden <img src='http://halbtagsblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/halbtagsblog/oPZW/~4/sScsZfQWhCY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Apps für den Unterricht (Folge 11)</title>
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		<comments>http://halbtagsblog.de/2013/05/17/apps-fr-den-unterricht-folge-11/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 01:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Android]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[HTC]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[Physik in der Schule (die eierlegende Wollmilchsau – Android) Eine großartige App, deren volles Potential ich noch gar nicht begriffen habe. Während man vor ein paar Jahren noch in den PC-Raum ging, um die Flash-Animation eines hüpfenden Balles zu zeigen (und bezeichnenderweise die Verlage in den Büchern heute CDs mit … <a href="http://halbtagsblog.de/2013/05/17/apps-fr-den-unterricht-folge-11/">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594; </span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Physik in der Schule (<em>die</em> eierlegende Wollmilchsau – <font color="#008000">Android</font>)      <br />Eine großartige App, deren volles Potential ich noch gar nicht begriffen habe. Während man vor ein paar Jahren noch in den PC-Raum ging, um die Flash-Animation eines hüpfenden Balles zu zeigen (und bezeichnenderweise die Verlage in den Büchern heute CDs mit diesen Animationen zum installieren mitliefern…) hat diese Apps alle diese Animationen vereint. Und zwar.. wirklich alle. Einige kann man nur anschauen, bei anderen lässt sich etwas berechnen, wieder andere sind eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Berechnen der Normalkraft etc.etc.</li>
</ul>
<p><span id="more-4852"></span>
<ul>
<li>
<p>Evtl. sind Screenshots aussagekräftiger:      <br /><a href="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Screenshot_2013-05-08-19-26-42.png" class="thickbox"><img title="Screenshot_2013-05-08-19-26-42" style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" alt="Screenshot_2013-05-08-19-26-42" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Screenshot_2013-05-08-19-26-42_thumb.png" width="607" height="381" /></a>      <br />(der Scrollbalken rechts im Bild deutet an, wie viele Themen vorhanden sind)      </p>
<p><a href="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Screenshot_2013-05-08-19-27-21.png" class="thickbox"><img title="Screenshot_2013-05-08-19-27-21" style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" alt="Screenshot_2013-05-08-19-27-21" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Screenshot_2013-05-08-19-27-21_thumb.png" width="300" height="480" /></a>      </p>
<p><a href="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Screenshot_2013-05-08-19-27-58.png" class="thickbox"><img title="Screenshot_2013-05-08-19-27-58" style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" alt="Screenshot_2013-05-08-19-27-58" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Screenshot_2013-05-08-19-27-58_thumb.png" width="573" height="360" /></a>      </p>
<p>Läuft auf meinem Tablet ganz hervorragend. Und das beste: Diese App ist deutsch und kostenlos und <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=air.cz.moravia.vascak.physicsatschool" target="_blank">hier</a> zu finden.</li>
</ul>
<hr />Immer wieder werden hier Android- und iPhone-Apps vorgestellt, die sich im Unterricht sinnvoll einsetzen lassen. Einen Überblick aller bereits besprochenen Programme findest du <a href="http://halbtagsblog.de/category/apps/" target="_blank">hier</a>.
<p>Fehlt noch etwas? Weitere Vorschläge <a href="mailto: Halbtagsblog@googlemail.com" target="_blank">einsenden</a>.</p>
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		<item>
		<title>“Wer bin ich?”</title>
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		<comments>http://halbtagsblog.de/2013/05/15/wer-bin-ich/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 23:22:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nerd-Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Physik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule im Schaubild]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Nerds]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Nerds im Schaubild. [Hintergrundbild: © by Tiertafel]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img style="background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px" title="image" border="0" alt="image" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/image222.png" width="512" height="646"></p>
<p>Nerds im Schaubild.</p>
<p>[Hintergrundbild: © by <a href="http://www.flickr.com/photos/tiertafel/">Tiertafel</a>]</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/halbtagsblog/oPZW/~4/AxQo0Zjlyt8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fett wie ein Turnschuh</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/halbtagsblog/oPZW/~3/9fkbTw0qcqo/</link>
		<comments>http://halbtagsblog.de/2013/05/10/fett-wie-ein-turnschuh/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 May 2013 01:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[xBox 360]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss mehr Sport machen. Diese Erkenntnis ist nicht neu – aber wie alle guten Ideen brauchte auch diese einige Zeit Jahre, um zu reifen und schlußendlich ausgesprochen zu werden. Gerne würde ich wieder Fußball im Verein spielen – meine vielen Jahre beim SV Hörn als Libero sind mir in … <a href="http://halbtagsblog.de/2013/05/10/fett-wie-ein-turnschuh/">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594; </span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Ich muss mehr Sport machen.   <br /><a class="thickbox" href="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Dezember_93-027.jpg"><img title="Dezember_93 027" style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; float: right; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px 0px 10px 10px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" alt="Dezember_93 027" align="right" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/Dezember_93-027_thumb.jpg" width="347" height="236" /></a>Diese Erkenntnis ist nicht neu – aber wie alle guten Ideen brauchte auch diese einige <strike>Zeit</strike> Jahre, um zu reifen und schlußendlich ausgesprochen zu werden. Gerne würde ich wieder Fußball im Verein spielen – meine vielen Jahre beim <a href="http://www.sv-hoern.de/" target="_blank">SV Hörn</a> als Libero sind mir in guter Erinnerung geblieben; zumindest besser, als mein eines Jahr beim belgischen <a href="http://www.ruaplombieres.net/index_036.htm" target="_blank">RUA Plombière</a>, wo ich auf Grund der Sprachprobleme nur mühsam verstand, welche Position ich überhaupt spielen soll…    <br />Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Trotz brasilianischen Bluts in der Familie bin ich einfach zu schlecht.</p>
<p align="justify">Für ein Fitnessstudio reicht meine Motivation nicht. Ganz abgesehen davon, dass mir die Zeit für Besuche dort fehlen, sehe ich gar nicht ein, mit Hin- und Rückfahrt und pipapo jedesmal zwei Stunden opfern zu müssen. Vom vielen Geld ganz zu schweigen. Bleiben noch Fitness-Apps oder <em>Sein-lassen</em>. </p>
<div align="justify"><span id="more-4819"></span></div>
<p align="justify">Das mit dem Sein-lassen habe ich einige Jahre konsequent durchgezogen – bis neulich. In einem Anfall von Tu-Dir-Was-Gutes habe ich mir für meine xBox das <a href="http://www.amazon.de/Microsoft-Nike-Kinect-Training/dp/B00890HYP2/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1366826879&amp;sr=8-1&amp;keywords=nike%2B+training" target="_blank">Nike+ Training</a> gekauft.</p>
<p align="justify">Eine Rezension schrieb treffend, dass es zwei Arten von Fitness-Programmen gibt: Solche, die Spaß machen und nebenher ein paar Übungen beinhalten und solche, die nur trocken auf Sport aus sind: Hier handelt es sich um letzteres. Und ich bin wirklich sehr positiv von dem Programm überrascht.</p>
<p align="justify">Das Spiel funktioniert mit dem Kinect Sensor der xBox – das ist eine Kamera, die den Spieler als solchen wahrnimmt und ins Spiel einbindet. Ich muss also keinen Joystick halten oder Knöpfe drücken, sondern kann mich frei vor dem Fernseher austoben. Dabei werden ich und meine Bewegungen in das Spiel eingebunden. (Nein, ich bin nicht der sexy Frauenkörper, sondern der blaue Pixelhaufen.) </p>
<p align="justify">
<p align="justify"><img style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; padding-right: 0px" border="0" src="http://www.trueachievements.com/customimages/011875.jpg" /></p>
<p align="justify">Nun, soweit nichts besonderes.   <br />Worin unterscheidet sich das Programm von irgendwelchen Fitness-Apps auf dem Handy oder einer <strike>ungelesenen</strike> Men’s Health auf dem Klo?</p>
<p align="justify">Den Unterschied macht der Trainer bzw. die Trainerin (ich wähle schamlos Marie Purvis und arbeite ich jetzt mit ihr an Bauch, Beine, Po <img src='http://halbtagsblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ).   <br /><img style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; float: left; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px 10px 0px 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" align="left" src="http://www.irishtimes.com/blogs/fash-mob/files/2013/01/rotating_side_plank_04.jpg" width="366" height="209" />Die xBox erkennt nämlich, wenn ich eine Übung nicht richtig durchführe. Typische Kommentare meiner Trainerin lauten: <em>“Die Beine durchdrücken”</em> oder <em>“Die Knie höher&quot;</em> oder <em>“Jetzt nicht nachlassen.” </em>Denn natürlich versuche ich mich <strike>unbewusst</strike> durch die Übungen zu mogeln – man lässt die Präzision irgendwann schleifen. Doch Marie kennt keine Gnade. Mal freundlich, mal im Befehlston gibt sie mir ihre Enttäuschung zu verstehen. <em>“Na, das war heute nichts. Beim nächsten Mal klappt das aber besser, ja?”</em> Tatsächlich sind es genau diese Korrekturen, die das Programm wirklich gut machen. Denn..Ja! Man macht die Übungen sauber und präzise. Bis zu Schluss.</p>
<p align="justify">Eine besondere Freude für meine zuschauende Tochter sind die eingebauten Spiele. Da wird mit Bällen nach einem geworfen oder gläserne Wände fahren auf einen zu. Für <em>normal große</em> Menschen sicher ein Spaß – für <img style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; float: right; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 4px 0px 0px 5px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" align="right" src="http://saypeople.com/wp-content/uploads/2012/06/Nike+-Kinect-training.png" width="280" height="129" />sehr große Menschen wie mich wirklich, wirklich anstrengend.     <br />Bis ich mich auf den Boden geworfen habe, um durch das heranrasende, katzengroße Loch zu passen, ist die Scheibe längst zersplittert. <em>“Lass dich nicht entmutigen”</em> tröstet mich Marie Purvis, aber ihr Blick ist entmutigend mitleidig. Diese Spiele kommen etwa einmal pro Woche vor – das reicht mir auch an Spaß.</p>
<p align="justify">Bei den vielen, von mir geforderten Liegestützen stellt sich mir wieder und wieder die Frage, ob sie für große Menschen mit langen Armen nicht vielleicht schwerer durchzuführen sind, als für kleine. Vielleicht werde ich da mal eine Versuchsreihe im Unterricht durchführen. Ein erstes googlen brachte mir nämlich keine Antwort.</p>
<p align="justify">Was bleibt?   <br />Wer eigentlich Sport machen will, aber keine Lust auf Fitnessstudio hat, für den bietet das Nike Training ein gutes, weil kontrollierendes Programm. Ich habe zumindest am Anfang richtig, richtig Muskelkater gehabt.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/halbtagsblog/oPZW/~4/9fkbTw0qcqo" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Anekdoten aus dem Unterricht #15</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/halbtagsblog/oPZW/~3/EC0Pkf-MFy8/</link>
		<comments>http://halbtagsblog.de/2013/05/07/anekdoten-aus-dem-unterricht-15/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 May 2013 19:02:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anekdoten aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Nerd-Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenclown]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[Während einer ruhigen Arbeitsphase in der 8. Stunde entsteht in einer Ecke meiner 5 plötzlich Getuschel. Carstens Radiergummi ist verschwunden und es entsteht Unruhe. “Wo ist mein Radiergummi?”&#160;“Keine Ahnung!” “Einer von euch hat ihn doch!” “Schau mal im Mülleimer, ganz unten!” … “Da ist er nicht.” “Dann ist er da … <a href="http://halbtagsblog.de/2013/05/07/anekdoten-aus-dem-unterricht-15/">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594; </span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><img title="2013-04-29 11.31.44" style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; float: right; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px 0px 0px 10px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" alt="2013-04-29 11.31.44" align="right" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2013-04-29-11.31.44.jpg" width="285" height="168" />Während einer ruhigen Arbeitsphase in der 8. Stunde entsteht in einer Ecke meiner 5 plötzlich Getuschel. Carstens Radiergummi ist verschwunden und es entsteht Unruhe. <em>“Wo ist mein Radiergummi?”</em>&#160;<em>“Keine Ahnung!” “Einer von euch hat ihn doch!” “Schau mal im Mülleimer, ganz unten!” … “Da ist er nicht.” “Dann ist er da hinten beim Sofa!”</em></p>
<p align="justify">Das geht minutenlang so. Irgendwann habe ich die Faxen dicke. Die ganzen Tipps zum Suchen kommen natürlich von Stefan, dem Klassenclown, der – wie sollte es anders sein – völlig unschuldig ist. Zornig breite ich vor meiner Klasse aus, wie sehr mich dieses Kindergarten-Theater nervt – wer auch immer diesen <strike>verdammten</strike> Radiergummi wo-auch-immer hingeworfen hat, er soll ihn augenblicklich zurückgeben.</p>
<p align="justify">Doch niemand regt sich.</p>
<p><span id="more-4837"></span>
<p align="justify">Zornig blicke ich den Klassenclown an. <em>“Beweg deinen Hintern!”</em>, zische ich ihn an. Doch er tut unschuldig. <em>“Ich weiß doch nicht, wo er ist!” </em>Klar! Und woher kommen die ganzen Tipps?</p>
<p align="justify">Ich hole tief Luft. Da meldet sich Carsten wieder.</p>
<p align="justify"><em>“Upppssi.”</em></p>
<p align="justify">Alles erstarrt. <em>“Hab ihn gefunden. War in meiner Tasche”</em></p>
<p align="justify">Hinten brechen die Integrationshelfer in schallendes Gelächter aus. Die ganze Klasse stöhnt genervt. Nur Stefan ist angefressen. Mal wieder er. Na klar! Auch ich habe ein schlechtes Gewissen.   <br />Um die Gemüter zu beruhigen, lese ich am Schluss extralang <a href="http://halbtagsblog.de/2013/04/27/vorlesebcher-2-2/" target="_blank">Zottelkralle</a> vor. Als die Schüler endlich einpacken, meldet sich Sonja, Carstens Banknachbarin. <em>“Herr Klinge, meine Brotdose ist weg!” </em>Sie durchwühlt theatralisch ihre Tasche und schaut auch unter ihrem Tisch nochmal nach.</p>
<p align="justify"><em>“Stopp!”</em>, rufe ich in die Klasse und tatsächlich hören alle mit dem Kramen auf. <em>“Bevor jetzt irgendwer irgendwas tut, guckst du, Carsten, in deine <strike>verdammte</strike> Tasche. Vorher suchen wir nirgendwo!”</em></p>
<p align="justify">Carsten sucht. <em>“Upppssi! Hab aus Versehen zwei Brotdosen eingepackt!”</em></p>
<p align="justify">Und das war der Moment, in dem ich wirklich (und ich meine wirklich) sprachlos war. Irgendwann verliere ich noch meinen Verstand. Tatsächlich kann man Carsten gar nicht böse sein. Er ist ein herzensguter Schüler, wie ich ihn selten erlebt habe – aber zwischendurch gerät er mit sich und dem Leben durcheinander.</p>
<p align="justify">Nachmittags fand schließlich ein ganz interessantes Treffen zwischen den alten Grundschullehrern der jetzigen Fünfer und uns neuen Klassenlehrern statt.   <br />Besonders spannend war dies für die alten Lehrerinnen meiner Glasknochen-Kinder, die sich sehr darüber freuten, wie gut es den Zwillingen an unserer Schule geht. Leichte Differenzen hatten wir beim Thema ‘<em>födern’</em> oder ‘<em>fordern’</em>, das ich <a href="http://halbtagsblog.de/2012/10/26/frdern-bis-zum-umfallen/" target="_blank">hier bereits ausführlich</a> dargelegt habe. Klar, dass eine Grundschule mit Förderschwerpunkten da eine andere Meinung vertritt. Nach wie vor bin ich jedoch der Meinung, dass man Kinder auch überfördern kann. Bei Gelegenheit werde ich mich demnächst mal ausführlicher mit dem Thema “Mathematik &amp; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sensorische_Integration" target="_blank">SI-Störungen</a>” hier auseinandersetzen. Da lese ich mich gerade ein. Google gibt leider nicht viel her.     <br />Insgesamt ein äußerst positiver Nachmittag, der meine hohe Meinung von den Grundschulkollegen nur bestärkt hat. Gerne hätte ich mehr Zeit zum quatschen und Lernen gehabt. Welche Methoden benutzen sie? Wie lehren sie was? Nicht die pädagogischen Grundsätze – sondern die Taschenspielertricks erfahrener Kollegen. </p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/halbtagsblog/oPZW/~4/EC0Pkf-MFy8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kindheitstrauma</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/halbtagsblog/oPZW/~3/gTXygopVfPs/</link>
		<comments>http://halbtagsblog.de/2013/05/07/kindheitstrauma/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 May 2013 00:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anekdoten aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Physik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule im Schaubild]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://halbtagsblog.de/?p=4636</guid>
		<description><![CDATA[Klasse 11, Physik. Ein Schüler kommt niedergeschlagen auf mich zu. “Herr Klinge, Sie haben meine Kindheit zerstört!” Irritiert hebe ich eine Augenbraue. “Ich war in Stirb Langsam 5 im Kino… Aber das war nicht mehr dasselbe.” Er seufzt schwer. Ich grinse innerlich. Großartig. Einfach großartig! Schule im Schaubild.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Klasse 11, Physik.   <br />Ein Schüler kommt niedergeschlagen auf mich zu. <em>“Herr Klinge, Sie haben meine Kindheit zerstört!”</em></p>
<p>Irritiert hebe ich eine Augenbraue.</p>
<p><em>“Ich war in Stirb Langsam 5 im Kino… Aber das war nicht mehr dasselbe.”</em> Er seufzt schwer. </p>
<p>Ich grinse innerlich. Großartig. Einfach großartig!</p>
<p><a href="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/image227.png" class="thickbox"><img style="background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px" title="image" border="0" alt="image" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/image_thumb182.png" width="644" height="412" /></a></p>
<p>Schule im Schaubild.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/halbtagsblog/oPZW/~4/gTXygopVfPs" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Elternsprechtag (&amp; Mathematik mit Glasknochen)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 07:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Martin Klinge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anekdoten aus der Schule]]></category>
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		<description><![CDATA[Donnerstag war Elternsprechtag. Bis Mittags haben wir regulär Unterricht und nachmittags bis abends dann im 10-Minuten-Takt Gespräche mit den Eltern. Für einige Kollegen bedeutet das, von morgens 8 bis abends 20 Uhr ununterbrochen zu reden, zuzuhören und im Gespräch zu sein. Je nach Disziplin und Redebedarf werden die Takte mehr … <a href="http://halbtagsblog.de/2013/05/04/elternsprechtag-mathematik-mit-glasknochen/">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594; </span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><img style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; float: right; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px 0px 0px 10px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" align="right" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/imag0010_thumb.jpg" width="372" height="289" />Donnerstag war Elternsprechtag. Bis Mittags haben wir regulär Unterricht und nachmittags bis abends dann im 10-Minuten-Takt Gespräche mit den Eltern. Für einige Kollegen bedeutet das, von morgens 8 bis abends 20 Uhr ununterbrochen zu reden, zuzuhören und im Gespräch zu sein.    <br />Je nach Disziplin und Redebedarf werden die Takte mehr schlecht als recht eingehalten, es entstehen Schlangen und die Stimmung sinkt.</p>
<p align="justify">Aber genug des Lamentierens! Ich liebe Elternsprechtage! Wirklich wahr! Meine Klasse hat sich arg viel Mühe gemacht, unser Klassenzimmer aufzuräumen (und im Übereifer sogar den OHP völlig zerlegt und geputzt..), meine neue Co war gut gelaunt und so stand </p>
<p><span id="more-4827"></span>
<p align="justify">einem entspannten Nachmittag nicht mehr viel im Wege.   <br /><img title="2013-04-15 10.03.16" style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; float: left; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px 10px 0px 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" alt="2013-04-15 10.03.16" align="left" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2013-04-15-10.03.16.jpg" width="277" height="159" />Ich habe ein Auge darauf, dass alle Kollegen, die in meiner Klasse unterrichten, großen Wert auf Disziplin legen und an diesem Nachmittag durfte ich die Früchte dieser Arbeit ernten: Die Eltern waren fast ausnahmslos dankbar und zufrieden mit der Schule und dem Kollegium. Gefreut haben sie sich über unsere <a href="http://halbtagsblog.de/2013/04/18/aktionstag-saubere-schule/" target="_blank">Filme</a> zur Müllsituation an unserer Schule.</p>
<p align="justify">Obwohl wir ununterbrochen im Gespräch sind, haben wir uns etwas mehr Zeit für die Situation meiner Glasknochen-Zwillinge genommen. Nach einem dreiviertel-Jahr sind alle Beteiligten rundherum zufrieden. Die Mädchen entwickeln sich toll und das Zusammenspiel zwischen Eltern, Lehrern, Intergrationshelferinnen und Förderlehrern klappt erstaunlich reibungslos.   <br />Im vergangenen Jahr habe ich gelernt, dass Rollstuhlkinder auffällig oft eine Mathematik-Schwäche aufweisen. Das mag daran liegen, dass eine Behinderung, die im Kleinkindalter beim Krabbeln einschränkt (also z.B. Lähmung, Glasknochen oder auch zeitlich begrenzte Krankheiten), verhindert, dass man ein räumliches Vorstellungsvermögen entwickelt. Also: In einem Alter, da gesunde Kinder rumkrabbeln, gegen Wände laufen und Legosteine in den Mund nehmen, müssen Glasknochenkinder an all dem gehindert werden, um sich nicht zu verletzen. Entsprechend ist Mathematik ein selten angekreuztes Lieblingsfach unter Betroffenen. Meine Arbeit mit den <a href="http://halbtagsblog.de/schule/lerntheken/" target="_blank">Lerntheken</a> in diesem Fach ist für alle Beteiligten ein großer Gewinn. Mir ist eine enorme Differenzierung möglich, um auch den Granaten der Klasse gerecht zu werden und hier können Eltern und Förderlehrer nahtlos mit meinem Material weiterarbeiten.    <br /><img title="2013-04-30 08.30.53" style="border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; float: right; padding-top: 0px; padding-left: 0px; margin: 0px 0px 0px 10px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px" border="0" alt="2013-04-30 08.30.53" align="right" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2013-04-30-08.30.53.jpg" width="418" height="242" />Für die Eltern äußerst belastend ist der Ausblick auf die Zukunft: Die Stadt hat den Zwillingen erst mal nur für zwei Jahre die Schulerlaubnis erteilt. Ohne Aufzug ist es unmöglich, in die oberen Fachräume zu gelangen und die Stadt ist wenig motiviert, einen bauen zu lassen.    <br />Bisher werden Rollstühle und Tische von den Mitschülern in die entsprechenden Räume getragen. Erstaunlicherweise haben auch die größten Rabauken der Klasse in diesem Punkt vom ersten Tag an ein enormes Sozialverhalten an den Tag gelegt. Und wenn sie noch so viel Unsinn im Kopf haben – wenn es darum geht, die angepassten Tische in die Chemieräume zu tragen, sind sie augenblicklich dabei. </p>
<p align="justify">Zwischendurch gab es auch amüsante Gespräche. Es passiert immer wieder, dass Eltern Informationen über andere Lehrer haben wollen. <em>“Was is’n das für einer?”</em>, wird dann manchmal gefragt. Und während ich noch verblüfft nach einer Antwort suchte, antwortete meine neue Co spitz: <em>“Ach.. der riecht morgens schon etwas nach Alkohol.. wir sind uns da auch unsicher!”     <br /></em>Hat sie natürlich nicht dort gesagt, sondern mir danach. Aber sie hat sich innerlich gefragt, ob unser Gegenüber nicht so eine Antwort erwartete. Denn während ich immer noch schwieg, wurde weiter nachgebohrt: <em>“Ist der gut? Taugt der was?”</em>    <br />Ich musste zu diesem Zeitpunkt wirklich an mich halten, die Contenance zu bewahren und empfahl, betreffenden Kollegen doch direkt aufzusuchen. Das war schon arg an der Grenze aber eine Ausnahme.</p>
<p align="justify">Positiv war jedoch, dass ausnahmslos alle Eltern ihre volle Unterstützung signalisierten. Sie brachten uns volles Vertrauen entgegen und ich kann nicht oft genug wiederholen, wie wichtig das ist. Wenn die Kinder es schaffen, Eltern und Lehrer gegeneinander auszuspielen (<em>“Ne, dass ist ja wirklich unmöglich vom Herrn Klinge. Diese Hausaufgabe musst du nicht machen!”</em>), dann haben wir verloren. Dann beginnt eine “wenn Papa es verbietet, frage ich halt Mama”-Situation, in der letzten Endes das Kind verliert.    <br />Also… bitte! Liebe Eltern, vertraut den Lehrern eurer Kinder. Wir haben oft genug einen Grund für das, was wir tun. Auch wenn die Kinder es anders sehen. Fragt nach, erkundigt euch – aber bitte fallt uns nicht in den Rücken. So doof sind wir nicht. Versprochen! <img class="wlEmoticon wlEmoticon-smile" style="border-top-style: none; border-left-style: none; border-bottom-style: none; border-right-style: none" alt="Smiley" src="http://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/wlEmoticon-smile31.png" /></p>
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