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	<title>Hurra!</title>
	
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	<description>Das Weblog von Eva Schulz</description>
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		<title>The Great Gatsby</title>
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		<comments>http://www.hurra-blog.de/2013/05/20/the-great-gatsby/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 May 2013 08:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;He gives large parties, and I like large parties. They&#8217;re so intimate. At small parties there isn&#8217;t any privacy.&#8221; Im Grunde verh&#228;lt es sich mit Baz Luhrmanns Filmen wie mit ...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2013/05/gatsby2.jpg" alt="The Great Gatsby" width="420" height="237" class="aligncenter size-full wp-image-7905" /></p>
<p>&#8220;He gives large parties, and I like large parties. They&#8217;re so intimate.<br />
At small parties there isn&#8217;t any privacy.&#8221;</p></blockquote>
<p>Im Grunde verh&#228;lt es sich mit Baz Luhrmanns Filmen wie mit der Musik von The XX. Oder dem Essen von Vapiano. Oder diesen franz&#246;sischen Krimiautoren, die gerade so erfolgreich sind: Man kann sich darauf verlassen, dass das n&#228;chste Werk den gleichen Geschmack treffen wird wie seine Vorg&#228;nger. Dass man also mehr kriegen kann, wenn man mehr davon will. Deswegen hatte ich mich nach dem grandiosen „Romeo + Juliet“ und dem pomp&#246;sen „Moulin Rouge“ auch so gefreut auf Luhrmanns Neuverfilmung von „The Great Gatsby“.</p>
<p>Der Roman von F. Scott Fitzgerald ist Kult, und das nicht erst seit seiner ber&#252;hmten Verfilmung von 1974. Er wird erz&#228;hlt aus der Sicht von Nick Carraway (Tobey Maguire), einem jungen Aktienh&#228;ndler, der sich &#252;ber den Sommer 1922 in ein altes H&#228;uschen auf Long Island, der Insel der Reichen und Sch&#246;nen, einmietet. Fasziniert beobachtet er diese Welt, zu der er bis auf seine Cousine Daisy (Carey Mulligan) und deren Mann keinen Bezug hat. Insbesondere die rauschenden Feste im Garten seines Nachbarn, des mysteri&#246;sen Mr. Gatsby (Leonardo DiCaprio), ziehen ihn in ihren Bann. </p>
<p>Und diese Feste schreien geradezu nach der extravaganten Multiplikationsmaschine von Baz Luhrmanns Ehefrau, der oscarpr&#228;mierten Kost&#252;mdesignerin und Ausstatterin <a href="http://www.zeit.de/lebensart/mode/2013-05/gatsby-catherine-martin-kostuemdesignerin-cannes">Catherine Martin</a>. Einmal dort durchgedreht, potenziert sich der von Fitzgerald beschriebene Pomp ins Unermessliche. Geht es noch lauter, bunter, aufregender? Wohl kaum. Der Regisseur schafft wild reflektierende Wimmelbilder, die man am liebsten anhalten w&#252;rde, um kein Detail zu verpassen. Und nicht nur visuell sind die z&#252;gellosen Parties der absolute H&#246;hepunkt dieses Films. Auch emotional nehmen sich mich am meisten mit: Ich w&#252;rde sofort aus dem Kino st&#252;rmen, mir ein r&#252;ckenfreies Kleid kaufen und mit Glitzerkonfetti um mich werfen. </p>
<p>Gut, dass es Nick Carraway genauso geht – bis er eines Tages eine Einladung zu einer von Gatsbys Feten erh&#228;lt. Schnell stellt sich heraus, dass letzterer genau wei&#223;, wer sein Nachbar ist, w&#228;hrend Nick etwas l&#228;nger braucht, um Gatsby zu entschl&#252;sseln. Der hatte sich vor Jahren unsterblich in Daisy verliebt und will sie jetzt mit seiner Hilfe zur&#252;ckgewinnen.</p>
<p>Dadurch wird Nick vom Beobachter zum <a href="http://www.hurra-blog.de/2012/04/18/johannas-geburtstag/">beobachtenden Teilnehmer</a> und der Film vom rauschenden Fest zur dahin d&#252;mpelnden Liebesgeschichte. Nat&#252;rlich ist es immer noch ein Luhrmann-D&#252;mpeln: &#252;ber-&#252;ppig ausgestattet, mit einem tollen Soundtrack &#252;brigens (die Coverversionen sind so gut, dass ich minutenlang angestrengt hinh&#246;ren muss, um sagen zu k&#246;nnen, ob „Back to Black“ nun von 2007 oder 1927 ist (2007, Amy Winehouse!)) und Hauptdarstellern, die eine Augenweide sind. Nichtsdestotrotz schie&#223;t mir irgendwann die Frage in den Kopf, ob dieser Plot eigentlich schon immer so langweilig war? Ein Blick in die alte Verfilmung sagt: ja. Ein Blick ins Buch sagt: Muss er aber nicht sein! </p>
<p>Mit „William Shakespeare’s Romeo + Juliet“ hatte Luhrmann schon vor &#252;ber 15 Jahren bewiesen, dass er mehr kann, als eine Literaturvorlage nur bunt auszumalen. Er besitzt die F&#228;higkeit, ihr v&#246;llig neue Formen und Farben zu geben und sie damit auf eine h&#246;here Ebene zu heben – ungef&#228;hr so, wie es in der Musik James Blake mit Feists „Limit to Your Love“ gemacht hat. Doch dieses Mal bleibt der Regisseur viel zu nah am Original. Er &#252;bertr&#228;gt es weder in eine andere Zeit noch in ein anderes Milieu. Er bleibt bei den Zitaten, die schon Robert Redford und Mia Farrow hervorgehoben hatten, &#252;bernimmt sogar viele B&#252;hnenbilder und Motive aus der alten Verfilmung. So ziehen sich die 142 Minuten am Schluss unn&#246;tig in die L&#228;nge. </p>
<p>Trotzdem empfehle ich diesen Film. Lesefaule kriegen eine schillernde Zusammenfassung eines der bedeutendsten amerikanischen Romane, inklusive der wichtigsten gesellschaftskritischen Anspielungen (Geldgier, Frauenrollen, American Dream). Kinofans kommen auf ihre Kosten, wenn sie Baz Luhrmann m&#246;gen bzw. Filme wie „Sabrina“, „Der talentierte Mr. Ripley“ oder auch <a href="http://www.hurra-blog.de/2006/12/20/marie-antoinette/">„Marie Antoinette“</a>. Frauen k&#246;nnen sich endlich an Leonardo DiCaprio satt sehen, M&#228;nner an tollen alten Autos. Ich w&#252;rde mir „The Great Gatsby“ sofort noch einmal anschauen. Allerdings wei&#223; ich nicht, ob ich es dieses Mal bis zum Schluss aushielte – oder ob ich nicht vorher schon den Saal verlassen w&#252;rde, um nach Glitzerkonfetti zu suchen.</p>
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		<title>„Ein Mann will täglich aufs Neue gewonnen sein“ – kleiner Ausflug in die Soziologie</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 09:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Eigentlich hat sie es ja viel besser als er: Sie darf backen“, hei&#223;t es in einem alten Werbespot von Dr. Oetker, &#252;ber den ich vor einiger Zeit gestolpert bin. Das war nur der Anfang einer sehr ausgiebigen Youtube-Safari in die Werbewelt der 50er Jahre. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Eigentlich hat sie es ja viel besser als er: Sie darf backen“, hei&#223;t es in einem alten Werbespot von Dr. Oetker, &#252;ber den ich vor einiger Zeit gestolpert bin. Das war nur der Anfang einer sehr ausgiebigen Youtube-Safari in die Werbewelt der 50er Jahre. In dieser Zeit etablierte sich die b&#252;rgerliche Kleinfamilie (Mutter, Vater, Kind) als Standardlebensform in Deutschland. F&#252;r die Werbewirtschaft bot das die Chance, ganz neue Produkte im Alltag der Kunden zu etablieren &#8211; sofern diese das neue Modell auch lebten. Besagter Backpulverspot dreht sich deshalb vor allem darum, wie sich eine gute Hausfrau zu verhalten hat:</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/072LrlGvSq8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Als ich diesen Spot zum ersten Mal sah, musste ich schmunzeln, fragte mich aber zugleich: War das damals wirklich so?! Der Soziologe Erving Goffman hat sich schon 1981 mit dem Thema „Geschlecht und Werbung“ auseinandergesetzt. Er kommt zu dem Schluss, dass Werbung Rollenbilder zwar zuspitzt und stereotypisiert, aber niemals erfindet. Stattdessen konventionalisieren „die Reklameleute unsere Konventionen, sie stilisieren, was bereits eine Stilisierung ist, und machen leichtfertigen Gebrauch von etwas, was bereits weitgehend von den Kontrollen durch seinen Kontext abgeschnitten ist“. Will hei&#223;en: Werbung zeigt der Gesellschaft, wie sie sich selbst gern sehen w&#252;rde.</p>
<p>In der idealen Welt haben Hausfrauen wie Renate es also leicht: Sie m&#252;ssen nur immer sch&#246;n Kuchen und Pudding bereithalten, um den Haussegen nicht zu gef&#228;hrden. Andere Frauen sind da deutlich gestresster &#8211; aber auch daf&#252;r gibt es eine L&#246;sung:</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/V0IgdSxtZU0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bevor in den 50er Jahren die b&#252;rgerliche Kleinfamilie aufkam, hatten die Deutschen vor allem in sich selbst versorgenden Hausgemeinschaften mit bis zu vier Generationen unter einem Dach gelebt. Damals waren noch beide Geschlechter sowohl Haus- als auch Feld- bzw. handwerklicher Arbeit nachgegangen. Dann f&#252;hrte der wirtschaftliche Aufschwung dazu, dass sich die Hausfrau-Versorger-Ehe und damit die komplement&#228;re Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau etablierte.</p>
<p>Die ist also keineswegs biologisch bedingt (vonwegen „schwaches Geschlecht“ und so), wie auch Erving Goffman feststellt: „Worin die menschliche Natur von M&#228;nnern und Frauen in Wirklichkeit besteht, ist also ihre F&#228;higkeit, Abbilder von M&#228;nnlichkeit und Weiblichkeit entwerfen und verstehen zu lernen, sowie die Bereitschaft, bei der Darstellung solcher Bilder nach einem Plan zu verfahren; und diese F&#228;higkeit haben sie kraft ihrer Eigenschaft als Personen, nicht als Frauen oder M&#228;nner“. Wir spielen also alle nur die Rollen, die uns von der Gesellschaft vorgegeben werden.</p>
<p>&#220;brigens war die stimmungshebende, beruhigende Wirkung von „Frauengold“ wohl in erster Linie auf dessen Alkoholgehalt zur&#252;ckzuf&#252;hren. 16,5 Prozent hatte das Gl&#228;schen, das Renate und co. den Alltag ertr&#228;glicher machen sollte. Und das war nicht die einzige fl&#252;ssige Innovation der 50er Jahre:</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/mRZWIKgjGMQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>„Wo Sie sind, wo die Jugend ist, da ist auch 4711 immer dabei!“ In den 50ern hatte Werbung oft noch den Zweck, erst einmal Nutzen und Verwendung vieler Produkte zu erkl&#228;ren. Das war allerdings nicht immer so leicht wie bei K&#246;nisch Wasser:</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/m_f2uyx8P3A" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>W&#228;hrend es so manches Produkt, das in den 50er Jahren extensiv beworben wurde, heute gar nicht mehr gibt, hat sich das Rollenbild der Hausfrau &#252;berraschend gut gehalten. Noch immer sorgt die Dr. Oetker-Mutti daf&#252;r, dass stets genug <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aSLyUVo7kN8">Kuchen</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uI9H57KnFz4">Pudding</a> f&#252;r die ganze Familie da sind, und Vati geht arbeiten. Der Unterschied ist: W&#228;hrend diese Rollenverteilung in der Werbung der 50er Jahre noch thematisiert wurde, nehmen wir sie heute einfach so hin. In der &#214;ffentlichkeit diskutieren wir &#252;ber <a href="http://www.hurra-blog.de/2012/04/22/wie-ich-neulich-beinahe-feministin-geworden-ware/">Frauenquoten</a> und Herdpr&#228;mien, aber hinter den meisten deutschen K&#252;chent&#252;ren leben noch immer Mutter, Vater, Kind im klassischen Modell (zu dem auch Teilzeit arbeitende Frauen z&#228;hlen). Sich &#252;ber diese Werbespots blo&#223; lustig zu machen, w&#228;re deshalb falsch. Lieber sollten wir selbst alle mal zum Backpulver greifen &#8211; schlie&#223;lich ist heute Muttertag.</p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7824&amp;md5=66f5d38c91c6a02a07a55be6e8e4c7c7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Rudern</title>
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		<pubDate>Sun, 05 May 2013 08:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[„If the wind will not serve, take to the oars.“ Um ehrlich zu sein: Am Tag meiner Bachelorabgabe ging es mir ziemlich mies. Ich hatte damit gerechnet, dass das laute ...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2013/05/Ohne-Titel-496x278.jpg" alt="Am Strand der guten Hoffnung" width="496" height="278" class="aligncenter size-medium wp-image-7780" /></p>
<p>„If the wind will not serve, take to the oars.“</p></blockquote>
<p>Um ehrlich zu sein: Am Tag meiner Bachelorabgabe ging es mir ziemlich mies. Ich hatte damit gerechnet, dass das laute Knallen des Eingangsstempels im Pr&#252;fungsb&#252;ro dieselbe Euphorie ausl&#246;sen w&#252;rde, die wir damals nach der letzten Abiklausur empfunden haben. Pustekuchen. Ich stand am Strand, der voller Luftballons, k&#252;hler Bierflaschen und fr&#246;hlicher Kommilitonen war, mit Grillgeruch in der Nase und Sand zwischen den Zehen. Es war das perfekte Uni-Idyll. Aber es f&#252;hlte sich nicht so an.</p>
<p>Es ist verr&#252;ckt, was die Bachelorphase mit Freundschaften macht. In den ersten Wochen intensivieren sie sich rasend schnell. Man f&#228;hrt morgens zusammen in die Uni, sitzt nebeneinander in der Bibliothek, isst gemeinsam zu Mittag und trifft sich abends noch auf einen schlechten Film, weil das Hirn nach so einem Tag nicht zu mehr, aber auch nicht zu weniger f&#228;hig ist. Man lernt sich sehr schnell sehr gut kennen – und rennt dann irgendwann mit Karacho gegen eine gl&#228;serne Wand. Uns passierte das Anfang April. Wir sa&#223;en mittags in der Mensa und hatten uns nichts, aber auch gar nichts mehr zu erz&#228;hlen. Niemand wollte mehr &#252;ber seine Bachelorthesis reden, abseits dessen passierte aber nicht wirklich was, und die Pl&#228;ne f&#252;r die Zeit danach waren l&#228;ngst in aller Ausf&#252;hrlichkeit besprochen. „Lagerkoller“ trifft es wohl am besten.</p>
<p>Als wir einen Monat und viele Mensa-Essen sp&#228;ter die Hosenbeine hochkrempelten und vom Strand ins angenehm k&#252;hle Seewasser staksten, war einfach die Luft raus. Das eine Ding, das uns Wochen lang zusammen gehalten hatte, lag jetzt abgestempelt im Pr&#252;fungsb&#252;ro. Richtig zelebrieren konnten wir es nicht. &#220;ber den K&#246;pfen schwebte schon die Frage: Was nun? Ich bin an diesem Abend fr&#252;h ins Bett gegangen. </p>
<h4>Keinen Plan zu haben w&#228;re doch auch mal ein Plan &#8211; oder?</h4>
<p>Weil sich der Bachelorbiorhythmus nicht von heute auf morgen umstellen l&#228;sst, wachte ich am n&#228;chsten Tag um sieben Uhr auf. Eine halbe Stunde lang starrte ich an die Decke und dachte an unseren „Plan“, der eigentlich ein Nicht-Plan war. Wir hatten am Morgen nach der Abgabeparty endlich mal wieder ausschlafen und dann zu meinem <a href="http://www.hurra-blog.de/2011/02/10/7-waidmanns-heil/">Opa</a> fl&#252;chten wollen, wo es kein Internet, nicht mal Handynetz gibt. Wir wollten ein paar Tage lang einfach blo&#223; rumh&#228;ngen, kochen, durch den Wald streifen. Runterkommen eben. Aber dann hatte Max ein Vorstellungsgespr&#228;ch, Sarahs Praktikum ging doch schon fr&#252;her los und Thorge musste noch ein Referat halten. Mir ging das alles zu schnell. Ich h&#228;tte so gern keinen Plan gehabt. Aber alleine ist das unheimlich schwer. Also stand ich um halb acht auf. Schrieb eine Post-Bachelor-To-Do-Liste und &#228;rgerte mich &#252;ber mich selbst.</p>
<p>Mit dem Wunsch, ausnahmsweise einmal ohne Plan zu sein, bin ich nicht allein. Das j&#252;ngste Beispiel ist der Technik-Journalist Paul Miller, der bis vor wenigen Tagen ein Jahr lang auf das Internet verzichtet hat. Er hatte das Gef&#252;hl, es mache ihn unproduktiv und lenke ihn vom „echten“ Leben ab. Was er jetzt &#252;ber seine Offline-Zeit berichtet, ist hoch spannend, denn: <a href="http://www.theverge.com/2013/5/1/4279674/im-still-here-back-online-after-a-year-without-the-internet">„It didn’t really work.“</a> Es war gar nicht das Internet, das Paul Miller so unruhig und unzufrieden machte.</p>
<p>Zwar hat er offline wieder gelernt, <a href="http://www.hurra-blog.de/2013/03/24/von-krumeln-und-tunneln-wie-ich-meine-disziplin-wiederfand/">sich zu fokussieren</a>. Er hat einen <a href="http://www.hurra-blog.de/2012/12/23/press-pause-rewind/">neuen Takt</a> gefunden und sein Leben „uncluttered“. Aber sehr bald fiel er zur&#252;ck in alte Verhaltensmuster, die sich &#252;berraschend leicht auf die Offline-Welt &#252;bertragen lie&#223;en. Dabei erkannte er, dass die Wurzeln seiner Unzufriedenheit nicht im Internet lagen, sondern vielmehr in ihm selbst und seinem hehren Anspruch, einen Masterplan f&#252;r sein Leben zu haben. Er war &#252;berfordert mit den (viel zu) vielen M&#246;glichkeiten, die sich ihm boten und blitzschnell wieder verschwanden. „I’m deeply distressed that&#8230; life goes on“, fasst er es in dem sehenswerten Film &#252;ber diese Zeit zusammen. </p>
<p><script height="281px" width="500px" src="http://player.ooyala.com/iframe.js#pbid=dcc84e41db014454b08662a766057e2b&#038;ec=I4cGJiYjr7TOW4MAG6jWIHwDp6pWhBo9"></script></p>
<p>Das Bed&#252;rfnis, immer schon zu wissen, was als n&#228;chstes kommt, seinen Kalender zu f&#252;llen und dabei blo&#223; keine der vielen T&#252;ren zuzuschlagen, die sich einem &#246;ffnen, ist gerade ziemlich weit verbreitet. Und das Zentrum dieser Bewegung ist, glaube ich, ein gewisser Strand am Bodensee. Das Problem ist nur, dass dieser Anspruch unglaublich zerm&#252;rbend sein kann. Wir sind alle so selbstreflektiert, dass es wehtut. Und das erstbeste Schmerzmittel, das uns einf&#228;llt, wenn es mal wieder so richtig sticht, ist: alles anzuhalten. Auszusteigen. Aus dem Internet, wie Paul Miller, aus dem aktuellen Job, wie meine <a href="http://www.hurra-blog.de/2013/01/25/klub-konkret-im-chateau-dorion/">Château-Kollegen Sarah und Stephan</a>, aus dem Land, in dem wir leben, oder der Beziehung, in der wir lieben.</p>
<p>Paul Miller hat festgestellt, dass das zwar ein erster Schritt sein kann, aber auf Dauer nicht hilft. Die gute Nachricht ist: Selbstfindung muss nicht bedeuten, auf irgendetwas zu verzichten. Sich zu qu&#228;len, einsam zu sein, in einem Winter zu sein. Im Gegenteil. Nach einem Jahr der &#252;berm&#228;&#223;igen Selbstreflektion (und -kasteiung) hat Miller genug: „There&#8217;s only so much navel-gazing that one guy can do. I want this next year to be about other people than just Paul Miller.“ Ich glaube, ich mache das auch so. </p>
<p>Nachdem ich an besagtem Morgen Punkt 1 bis 6 meiner To-Do-Liste abgearbeitet hatte, klingelte pl&#246;tzlich das Telefon. Mein ehemaliger Kommilitone Felix hatte Sehnsucht nach dem See und wollte f&#252;r ein paar Tage zu Besuch kommen. In diesen Tagen habe ich gelernt, dass keinen Plan zu haben gute Freunde erfordert, die einen haben. Freunde, an die man sich einfach dranh&#228;ngen kann.</p>
<p>Abseits von To-Do-Listen, zwischen G&#228;rtnern und Grillen, Reden und Rumliegen habe ich gemerkt, wie gut es tut, wenn mal jemand anderes das Ruder &#252;bernimmt und man sich in dessen Boot treiben l&#228;sst. Hier mal kreisen, da mal stranden, ohne die Route im Vorfeld zu kennen. Wenn diejenigen, die rudern, halbwegs zu einem passen, stellt sich die Selbstreflektion bald von ganz allein ein – ohne, dass man daf&#252;r zum Aussteiger werden und sich vollkommen abschotten m&#252;sste. Es ist kaum zu glauben, aber: Diese Unsicherheit &#252;ber das, was da kommt, kann man auch sehr genie&#223;en.</p>
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		<title>E-Mail von Eva: Verschollen im Bachelortunnel</title>
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		<comments>http://www.hurra-blog.de/2013/04/26/e-mail-von-eva-verschollen-im-bachelortunnel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 12:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckfrisch]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Tante Ute, ich habe ein richtig schlechtes Gewissen. Kurz nach dem Aufstehen habe ich gestern noch daran gedacht, dass du Geburtstag hast. Dann las ich zum Fr&#252;hst&#252;ck ein Paper &#252;ber die Auswertung wissenschaftlicher Interviews - und war pl&#246;tzlich so tief im Bachelortunnel, dass ich alles andere vergessen habe.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Tante Ute,</p>
<p>ich habe ein richtig schlechtes Gewissen. Kurz nach dem Aufstehen habe ich gestern noch daran gedacht, dass du Geburtstag hast. Dann las ich zum Fr&#252;hst&#252;ck ein Paper &#252;ber die Auswertung wissenschaftlicher Interviews &#8211; und war pl&#246;tzlich so tief im Bachelortunnel, dass ich alles andere vergessen habe. Auch deinen Geburtstag.</p>
<p>Ich bereite gerade meine Bachelorarbeit vor, f&#252;r die ich Senderchefs und TV-Produzenten dazu befragen will, warum das deutsche Fernsehen oft so langweilig ist. Ich finde es doll, dass ich mich <a href="http://www.hurra-blog.de/2013/03/24/von-krumeln-und-tunneln-wie-ich-meine-disziplin-wiederfand/">ganz auf dieses eine Thema konzentrieren kann</a>. Dummerweise f&#252;hrt das aber zu einem Tunnelblick: Wenn ich mich mit Freunden unterhalte, denke ich gleich an meinen Interviewleitfaden. In der Mensa probiere ich verschiedene Frageformen an ihnen aus und hoffe, dass es keiner merkt. Und als ich mich neulich nach einem Tag in der Bibliothek beim Onlinebanking einloggen wollte, bekam ich eine Fehlermeldung. Ich hatte nicht meine Kontonummer eingetippt, sondern meine Matrikelnummer.</p>
<p>Eigentlich soll mich die Bachelorarbeit kl&#252;ger machen. Im Moment f&#252;hrt sie eher dazu, dass ich verbl&#246;de. Sobald ich aus dem Bachelortunnel raus bin, melde ich mich. Dann feiern wir deinen Geburtstag nach!</p>
<p class="code">ZEIT Campus, Mai / Juni 2013</p>
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		<title>Die Mainstreammaschine – meine Nacht in der Großraumdisko</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 16:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hurra! Video]]></category>
		<category><![CDATA[Klub Konkret]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie steuert man die Masse? Um das herauszufinden eignet sich kein Ort besser als eine Gro&#223;raumdisko, in der Abend f&#252;r Abend 2500 Leute auf die gleichen Songs abgehen. F&#252;r unsere ...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/pbGL1J48dO4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wie steuert man die Masse? Um das herauszufinden eignet sich kein Ort besser als eine Gro&#223;raumdisko, in der Abend f&#252;r Abend 2500 Leute auf die gleichen Songs abgehen. F&#252;r unsere Mainstream-Sendung habe ich eine Nacht im &#8220;Imperio&#8221; gearbeitet &#8211; und wei&#223; jetzt, welche Kn&#246;pfe man dr&#252;cken muss&#8230;</p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7707&amp;md5=d2243681fd7e3d73659ba9060adb9770" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Wie Mainstream bist du?</title>
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		<comments>http://www.hurra-blog.de/2013/04/17/wie-mainstream-bist-du/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 14:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hurra! Video]]></category>
		<category><![CDATA[Klub Konkret]]></category>
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		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der Suche nach dem Mainstream bin ich zwischen Zara, H&#038;M und Starbucks in einer typisch deutschen Fu&#223;g&#228;ngerzone gelandet &#8211; und im durchschnittsdeutschen Jugendzimmer, das die Werbeagentur Jung von Matt ...]]></description>
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<p>Auf der Suche nach dem Mainstream bin ich zwischen Zara, H&#038;M und Starbucks in einer typisch deutschen Fu&#223;g&#228;ngerzone gelandet &#8211; und im durchschnittsdeutschen Jugendzimmer, das die Werbeagentur Jung von Matt nachgebaut hat. Wenn einer wissen muss, wie der Mainstream gemacht wird, dann doch wohl die!</p>
<p>Der Klub Konkret &#8211; inklusive meines ziemlich <a href="https://twitter.com/evaschulz/status/295303314881531904">aufregenden</a> <a href="https://twitter.com/evaschulz/status/295312339547332608">n&#228;chtlichen</a> <a href="https://twitter.com/evaschulz/status/295303050124480512">Ausflugs</a> in die Gro&#223;raumdisko &#8220;Imperio&#8221; &#8211; l&#228;uft heute Abend um 20.15 und 22.15 Uhr auf EinsPlus.</p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7703&amp;md5=e4168b8a2ddc86d966fc9b9abb038df7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Nobody Walks</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 09:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sometimes there&#8217;s a person who you know looks right.“ Fr&#252;&#252;&#252;&#252;hling! Endlich brechen die ersten Sonnenstrahlen aus dem Himmel und Krokusse aus dem Boden, alle Welt beginnt wieder, zu flirten und ...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2013/04/nobodywalks.jpg" alt="Nobody Walks" width="420" height="237" class="aligncenter size-full wp-image-7667" /></p>
<p>„Sometimes there&#8217;s a person who you know looks right.“</p></blockquote>
<p>Fr&#252;&#252;&#252;&#252;hling! Endlich brechen die ersten Sonnenstrahlen aus dem Himmel und Krokusse aus dem Boden, alle Welt beginnt wieder, zu flirten und zu turteln – da kommt eine so unaufgeregt aufregende Geschichte wie „Nobody Walks“ gerade recht. </p>
<p>Der Film beschreibt das komplexe Beziehungsgeflecht rund um eine junge Familie in Los Angeles, das binnen eines Sommers komplett auf den Kopf gestellt wird. Schuld daran ist Martine. Die Kunststudentin ist f&#252;r ein paar Wochen zu Besuch, um gemeinsam mit Peter, dem Familienvater und Sound Designer, an der Vertonung ihres Experimentalfilms zu arbeiten. Peter tut damit seiner Frau einen Gefallen – und am Ende genau das Gegenteil.</p>
<p>Ich habe mal versucht, mir das aufzuzeichnen, und am besten f&#228;ngt man beim Italienischlehrer von Peters pubertierender Tochter Kolt an. Der steht n&#228;mlich auf seine Sch&#252;lerin, die wiederum auf den Assistenten ihres Vaters steht, der aber doch in Martine verliebt ist, die sich an Peter ranmacht, der sie dann auch toll findet, aber ja auch noch seine Frau hat, die den Hausgast ebenfalls attraktiv findet, aber nebenbei noch in eine merkw&#252;rdige Geschichte mit einem ihrer Patienten verwickelt ist. Alles klar?!</p>
<p>Das Tolle ist: Im Film wird das gar nicht zu viel. Da wirkt das nicht mal plump, im Gegenteil. Es ist eine latente Sinnlichkeit, die &#252;ber dem Film liegt, ein bisschen wie in „Last Night“ vielleicht oder <a href="http://www.hurra-blog.de/2010/04/10/a-single-man/">„A Single Man“</a>, dessen Bilder ebenso gepr&#228;gt sind von gro&#223;en Fensterfronten und der faszinierenden Westk&#252;stenvegetation. Der starke Fokus auf den Ton, die Ger&#228;usche, an denen Martine und Peter arbeiten, unterstreicht die subtile Erotik zus&#228;tzlich. Und das, obwohl es eigentlich eine ziemlich leise Geschichte ist.</p>
<p>Denn die Protagonisten reden kein Wort zu viel miteinander und doch genug, um &#252;berraschend komplexe Charaktere abzubilden. Es sind so gute Dialoge, so eine sch&#246;ne Dramaturgie, dass man am Ende kein bisschen &#252;berrascht ist, als <a href="http://vmagazine.com/site/content/441/girl-power">Lena Dunhams</a> Name im Abspann auftaucht. Die junge New Yorker Autorin, die inzwischen mit „Girls“ ihren Durchbruch feiert, hat das Drehbuch zusammen mit Regisseurin Ry Russo-Young verfasst.</p>
<p>Bestimmt war sie auch nicht unbeteiligt an der Auswahl der Schauspieler, die ein toller Querschnitt des amerikanischen Arthouse-Kinos sind. Olivia Thirlby ist wirklich ziemlich hei&#223; und Rosemarie Dewitt kann ich gar nicht genug sehen (zum Weitergucken empfehle ich deshalb dringend das Drama „Your Sister’s Sister“). John Krasinski war schon in <a href="http://www.hurra-blog.de/2009/10/18/away-we-go/">„Away We Go“</a> ein guter, nicht zu leichtf&#252;&#223;iger Vater. Und was aus seiner poetischen Tochter India Ennenga wird, wenn sie erst gro&#223; ist&#8230; ach, genug davon. Schaut euch diesen Film an! Er lief schon 2012 in den USA und wird wohl nicht so schnell auf deutsche Leinw&#228;nde kommen, aber es gibt ja Mittel und Wege. Ich verspreche: Sie lohnen sich. </p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/1zu8lX8BA2w" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7666&amp;md5=efb174300fe18d0dda8097c014045d1a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Warum machen Chips süchtig? Ich spiele Mäuschen im Lebensmittellabor</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 09:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hurra! Video]]></category>
		<category><![CDATA[Klub Konkret]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/hXbHObDz6g4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Es ist von allem zu viel drin: Salz, Zucker, Fett und noch dazu lauter Zeugs, von dem man gar nicht so genau wei&#223;, was es &#252;berhaupt ist. Trotzdem kann man Junkfood manchmal einfach nicht widerstehen. Warum machen <a href="http://www.hurra-blog.de/2013/04/04/kuchenstolz-selbstgemachte-kartoffelchips/">Chips</a> s&#252;chtig? Das habe ich mir von Prof. Grune erkl&#228;ren lassen &#8211; beim &#8220;Western Diet&#8221;-Picknick im Labor der Uni Jena.</p>
<p>Die komplette Sendung gibt es <a href="https://www.youtube.com/watch?v=o6uEd37k_kE">hier</a>.</p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7594&amp;md5=e13a77322ec00dbc16b46cb893ad9cfe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Küchenstolz: Selbstgemachte Kartoffelchips</title>
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		<comments>http://www.hurra-blog.de/2013/04/04/kuchenstolz-selbstgemachte-kartoffelchips/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 15:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Küchenstolz]]></category>
		<category><![CDATA[Klub Konkret]]></category>
		<category><![CDATA[Potato Project]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich gab es mal Catering im Klub Konkret! Bei der Ern&#228;hrungssendung hat unser Gast Hendrik Haase in der engen Klubk&#252;che selbst Chips gemacht &#8211; und damit alle vom Hocker gehauen. ...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich gab es mal Catering im Klub Konkret! Bei der <a href="http://www.hurra-blog.de/2013/04/03/zeig-mir-deinen-kuhlschrank-und-ich-sage-dir-wer-du-bist/">Ern&#228;hrungssendung</a> hat unser Gast <a href="http://www.wurstsack.com">Hendrik Haase</a> in der engen Klubk&#252;che selbst Chips gemacht &#8211; und damit alle vom Hocker gehauen. Deswegen kommt jetzt hier seine ausf&#252;hrliche Anleitung. Aber Vorsicht: Diese Chips machen mindestens genauso s&#252;chtig wie die der Industrie!</p>
<p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2013/04/chips1.jpg" alt="K&#252;chenstolz: Selbstgemachte Kartoffelchips" width="245" height="245" class="alignnone size-full wp-image-7616" />&nbsp;&nbsp;<img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2013/04/chips2.jpg" alt="K&#252;chenstolz: Selbstgemachte Kartoffelchips" width="245" height="245" class="alignnone size-full wp-image-7617" /></p>
<h3>Selbstgemachte Kartoffelchips</h3>
<p><b>Zutaten:</b><br />
Festkochende Kartoffeln<br />
Pflanzenfett zum Frittieren<br />
Grobes Salz und weitere Gew&#252;rze</p>
<p>Ich mag es, wenn meine hausgemachten Chips sch&#246;n bunt sind, das hei&#223;t, wenn es unterschiedliche Kartoffelsorten und –farben sind, die sich in der Sch&#252;ssel mischen. Von gelb &#252;ber rosa bis violett; ob nun Linda, Ditta, Bamberger H&#246;rnla, blaue Schweden (alles Kartoffelsorten!) bleibt jedem selbst &#252;berlassen. Die beste Sorten und Farbenvielfalt findet sich auf dem Wochenmarkt. Ins hei&#223;e Fett darf alles, was festkochend ist.</p>
<p>Die Kartoffeln brauchen, wenn sie aus biologischem Anbau kommen, nicht gesch&#228;lt zu werden, sondern k&#246;nnen einfach, gut gewaschen, mit Schale verwendet werden. Bei Kartoffeln aus konventionellem Anbau empfehle ich das Sch&#228;len.</p>
<p>Nun kommt ein einfacher Gem&#252;sehobel – diese viereckigen Dinger, mit denen man auch M&#246;hrensalat raspeln kann – zum Einsatz. Alternativ kann man auch mit dem Sparsch&#228;ler die Kartoffeln in kleine Scheibchen verwandeln. Im Handel gibt es auch sogenannte Gurkenhobel oder Tr&#252;ffelhobel, mit denen sich besonders gut d&#252;nne Scheibchen aus den Erd&#228;pfeln machen lassen.</p>
<p>Jetzt hei&#223;t es St&#228;rke abwaschen. Das ist wichtig, da die Chips sonst nicht knusprig, sondern labbrig werden. Die rohen Kartoffelscheiben kommen daf&#252;r in eine Sch&#252;ssel mit Leitungswasser oder direkt in die wassergef&#252;llte Sp&#252;le. Ein, zwei Mal umger&#252;hrt  w&#228;scht sich die St&#228;rke von der Oberfl&#228;che der Kartoffeln ab. Wenn das Wasser sehr tr&#252;b ist, sollte diese „W&#228;sche“ wiederholt werden, bis das Wasser klar ist.<br />
<span id="more-7592"></span><br />
<img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2013/04/chips3.jpg" alt="K&#252;chenstolz: Selbstgemachte Kartoffelchips" width="245" height="245" class="alignnone size-full wp-image-7618" />&nbsp;&nbsp;&nbsp;<img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2013/04/chips4.jpg" alt="K&#252;chenstolz: Selbstgemachte Kartoffelchips" width="245" height="245" class="alignnone size-full wp-image-7619" /></p>
<p>Danach m&#252;ssen die Kartoffelscheiben abgetrocknet werden. Dazu eigenen sich zwei Geschirrhandt&#252;cher. Dabei darf man die Kartoffeln ruhig dr&#252;cken und rubbeln. Sie sollten nach dem Trocknen nicht mehr nassfeucht sein, sondern sch&#246;n trocken.</p>
<p>Jetzt kann die Fritteuse auf 180 Grad erhitzt werden. Alternativ kann man auch in einem Topf frittieren – hierbei nur aufpassen, dass das Fett nicht zu hoch eingef&#252;llt wird (ein Drittel des Topfes, sonst kocht es &#252;ber) und es beim Erhitzen nicht zu hei&#223; wird. Wer im Topf frittiert, sollte sich vorher ein Back- und Bratthermometer besorgen.</p>
<p>Sobald das Fett hei&#223; ist, k&#246;nnen die Kartoffelscheiben ins Fett getan werden. Am besten nicht alle auf einmal, sondern schnell hintereinander reingeschnippst, damit sie sp&#228;ter nicht aneinanderkleben.</p>
<p>Fertig sind die Kartoffelchips, wenn sie aufgeplustert und leicht gebr&#228;unt sind. Dann hei&#223;t es raus aus dem Fett (mit einem Sieb oder der Schaumkelle herausgefischt) und leicht abgetropft. &#220;bersch&#252;ssiges Fett nimmt am besten ein K&#252;chentuch auf, dass man in die Sch&#252;ssel unter die Chips legt.</p>
<p>W&#252;rzen kann man jetzt nach Belieben. Salz sollte direkt auf die noch gl&#228;nzenden Chips gestreut werden, so haftet es besonders gut. Ich nehme daf&#252;r gerne Saline- oder Meersalz, das etwas gr&#246;ber ist. Danach steht jedem die Gew&#252;rzpalette offen: Etwas frisch gemahlener Pfeffer (schwarzer Pfeffer) reicht manchen schon. Toll machen sich auch Curry oder Paprikapulver. Und Englisch wird es, wenn man die Chips zus&#228;tzlich mit etwas Essig aus einer Spr&#252;hflasche best&#228;ubt.</p>
<p>Jetzt nur noch die Sch&#252;ssel etwas durchsch&#252;tteln, kurz abschmecken, ob genug Salz drauf ist, und frisch serviert &#8211; denn selbst gemachte Chips schmecken am besten frisch gemacht und noch warm geknuspert.</p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7592&amp;md5=c78c0886f5d3bd87459d78d93cb974db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Zeig mir deinen Kühlschrank und ich sage dir, wer du bist</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 10:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hurra! Video]]></category>
		<category><![CDATA[Klub Konkret]]></category>
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		<description><![CDATA[Meinen K&#252;hlschrank darf man eigentlich niemandem zeigen: Bachelorbedingt ist da gerade nichts drin au&#223;er einem Becher Joghurt, dem obligatorischen Backup-Pesto und einer Wildsalami von Opa. Umso mehr habe ich mich ...]]></description>
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<p>Meinen K&#252;hlschrank darf man eigentlich niemandem zeigen: Bachelorbedingt ist da gerade nichts drin au&#223;er einem Becher <a href="http://www.hurra-blog.de/2011/08/31/mein-groser-sommerlicher-fruchtemuslitest/">Joghurt</a>, dem obligatorischen Backup-Pesto und einer Wildsalami von <a href="http://www.hurra-blog.de/2011/02/10/7-waidmanns-heil/">Opa</a>. Umso mehr habe ich mich gefreut, als gleich mehrere M&#252;nchner WGs bereit waren, mich einen Blick in ihre K&#252;chen werfen zu lassen. Von abgelaufenen Tiefk&#252;hlburgern bis zur Biokiste war so ziemlich alles dabei. Und einen neuen Redaktionscrush haben wir jetzt auch&#8230; </p>
<p>Die komplette Sendung gibt es bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=o6uEd37k_kE">YouTube</a> zu sehen.</p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7598&amp;md5=e52782dda9b98703e9053550fba334e9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<item>
		<title>E-Mail von Eva: Ich friere, und ihr freut euch</title>
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		<comments>http://www.hurra-blog.de/2013/03/27/e-mail-von-eva-ich-friere-und-ihr-freut-euch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 11:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Druckfrisch]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Hey Frischluftfetischisten, ihr nervt! Ich dachte erst, ich sei euch entkommen, seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne. Die rei&#223;en immer genau dann die Fenster auf, wenn ich mit nassen Haaren un in Unterw&#228;sche aus dem Bad komme. "Frische Luft ist gesund", sagen sie - und ich hole mit eine Erk&#228;ltung.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hey Frischluftfetischisten, </p>
<p>ihr nervt! Ich dachte erst, ich sei euch entkommen, seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne. Die rei&#223;en immer genau dann die Fenster auf, wenn ich mit nassen Haaren und in Unterw&#228;sche aus dem Bad komme. „Frische Luft ist gesund“, sagen sie &#8211; und ich hole mir eine Erk&#228;ltung.</p>
<p>In der Uni ist es nicht besser. Oft sind es ausgerechnet die Zusp&#228;tkommer, die angeekelt das Gesicht verziehen, wenn sie den Seminarraum betreten. Selbst im tiefsten Winter hasten sie als Erstes zum Fenster. Auf ihre kr&#228;nkelnden Kommilitonen nehmen sie dabei genauso wenig R&#252;cksicht wie auf die Loseblattsammlung der Professorin.</p>
<p>Ich bin bestimmt keine von diesen Zitterzicken, die demonstrativ mit den Z&#228;hnen klappern und sich in Daunenm&#228;ntel und Riesenschals einwickeln, sobald irgendwo ein Fenster gekippt wird. Frische Luft ist gesund, das sehe ich auch so. Aber hei&#223;t das, dass ihr beim L&#252;ften keine R&#252;cksicht zu nehmen braucht?</p>
<p>Freundlich seid ihr nur, wenn ihr auf euresgleichen trefft. Als meine Schwester bei der Wohnungsbesichtigung vom Vermieter gefragt wurde, ob sie auch regelm&#228;&#223;ig l&#252;fte, sagte sie „Oh, ja!“ &#8211; und bekam sofort den Zuschlag. Ich finde, ihr k&#246;nntet auch mal zu mir nett sein.</p>
<p class="code">ZEIT Campus, M&#228;rz / April 2013</p>
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		<title>Von Krümeln und Tunneln: wie ich meine Disziplin wiederfand</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 15:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt ist es sogar schon meinem Opa aufgefallen. „Eva, in deinem Blog passiert ja gar nichts mehr!“, emp&#246;rt er sich am Telefon. Stimmt, Opa. Denn ich bin im Tunnel. Der ...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es sogar schon meinem Opa aufgefallen. „Eva, in deinem Blog passiert ja gar nichts mehr!“, emp&#246;rt er sich am Telefon. Stimmt, Opa. Denn ich bin im Tunnel. </p>
<p>Der Bachelortunnel ist lang, voller &#252;berraschender Kurven und fieser L&#246;cher. Als ich meinem Professor vor einigen Wochen schrieb, ich l&#228;se gerade unheimlich viel, wusste ich noch gar nicht, was unheimlich viel bedeutet. Das war die Phase, in der ich mir ein Browser-Plugin installierte, das misst, wie viel Zeit ich am Tag auf Facebook verbringe. (Ein Resultat der <a href="http://www.hurra-blog.de/2013/01/06/to-do-or-not-to-do/">Prokrastinationsproduktivit&#228;tslekt&#252;re</a>.) Das Problem war meine viel zu kurze Aufmerksamkeitsspanne: Alle halbe Stunde schweifte ich ab und klickte ins Netzwerk, einfach, um kurz eine Abwechslung von den Textw&#252;sten zu bekommen. Die vielen kurzen Aufenthalte l&#228;pperten sich zu unglaublichen zwei Stunden pro Tag.</p>
<p>Dann fand ich allm&#228;hlich den Fokus meiner Arbeit. Ich las jetzt nicht mehr alles, sondern nur noch das, was dazu passte. Die Beschr&#228;nkung tat gut. Es war zwar immer noch „unheimlich viel“, aber ich wusste jetzt, wonach ich suchte. Ich las und las. Irgendwann schaute ich auf die Uhr und es war kurz vor neun. Eine Erkenntnis sp&#228;ter zeigte sie zehn. Ich war im Flow.</p>
<p>Diesen Zustand habe ich in den vergangenen Jahren vermisst. Nicht selten fragte ich mich, ob ich &#252;berhaupt noch zu Disziplin f&#228;hig bin. Ich war nicht mehr in der Lage, mich lange auf eine Sache zu konzentrieren – dachte ich. Jetzt wei&#223; ich, dass das Problem eher darin lag, dass ich mich gar nicht erst f&#252;r eine Sache entscheiden konnte. </p>
<p>Mein ganzes Studium &#252;ber besuchte ich immer mehrere Kurse gleichzeitig, dann gab es hier noch ein Projekt, da noch einen Job. Dadurch zerkr&#252;melte ein ganz normaler Tag in lauter kleine, klebrige Br&#246;sel. Stunden gingen drauf f&#252;r Koordination und Kommunikation, f&#252;r Mails, Besprechungen, Planung, f&#252;r st&#228;ndiges hin und her Switchen. Wie oft hatte ich nach solchen Kr&#252;meltagen das Gef&#252;hl, rein gar nichts geschafft zu haben!</p>
<p>Der Bachelor nimmt einem dieses Problem ab: Der Abgabetermin schlie&#223;t alle anderen m&#246;glichen Projekte aus. Als ich das erkannt hatte, habe ich selbst die ganz kleinen Sachen abgesagt und mich so tief in den Tunnel gewagt, dass ich das Licht, das durch den Eingang herein schien, nicht mehr sehen konnte.</p>
<p>Ich h&#228;tte nie gedacht, dass es so ein Genuss sein w&#252;rde, sich blo&#223; auf eine einzige Aufgabe zu konzentrieren. (Das setzt freilich voraus, dass man diese Aufgabe mag.) Nichts ist mehr dringend, nichts lenkt mehr ab, ich bewege mich einfach Schritt f&#252;r Schritt vorw&#228;rts durch die Dunkelheit. Manchmal wird man von Hindernissen &#252;berrascht (Wie gliedere ich blo&#223; Kapitel 4?), und immer wieder tun sich riesige Schlagl&#246;cher auf, voll mit Literatur zu diesem einen Unterthema, von dem man eigentlich dachte, man h&#228;tte es schon komplett erfasst. Am Ende des Tages stehen ein paar neue Exzerpte, ein weiteres Interview oder zwei Seiten frischer Text &#8211; und das Licht am Ende des Tunnels ist wieder ein St&#252;ck n&#228;her.</p>
<p>Nat&#252;rlich, es macht einem manchmal auch ein hohles Gef&#252;hl. Wenn man am Abend aus der Bibliothek kommt und nichts anderes mehr will und kann, als auf dem Sofa herumzul&#252;mmeln, bis man einschl&#228;ft, ist das nicht sehr erf&#252;llend. Trotzdem schlafe ich gut ein in letzter Zeit, weil ich das Gef&#252;hl habe, etwas zu schaffen. </p>
<p>Bevor ich das Licht ausschalte, frage ich mich allerdings manchmal, wie ich mir dieses Gef&#252;hl und die F&#228;higkeit zum Flow in die Zeit nach dem Bachelor retten kann. Denn hinter dem Tunnel blinken l&#228;ngst wieder jede Menge Aufgaben auf: Ein Geburtstagsfest und ein Umzug m&#252;ssen organisiert werden. Wir wollen dann doch noch schnell einen Segelschein machen, bevor wir den See verlassen. Und bei Facebook warten jede Menge unbeantworteter Nachrichten. Da bin ich jetzt n&#228;mlich nur noch sieben Minuten am Tag.</p>
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		<title>Der Schatz liegt im Kinderzimmer</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2013 17:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Altersvorsorge ist wichtig, schon klar. Aber was kann man tun, wenn einem das Rentensystem zu kompliziert und Immobilieninvestitionen zu teuer sind? F&#252;r den Klub Konkret habe ich mir M&#246;glichkeiten der ...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/qLYbkMy5AZc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Altersvorsorge ist wichtig, schon klar. Aber was kann man tun, wenn einem das Rentensystem zu kompliziert und Immobilieninvestitionen zu teuer sind? F&#252;r den Klub Konkret habe ich mir M&#246;glichkeiten der &#8220;popkulturellen Altersvorsorge&#8221; angeschaut (und dabei ein paar sehr leidenschaftliche Nerds kennengelernt&#8230;).</p>
<p>Die ganze Folge inklusive aller wertvollen Tipps zum Reich Werden im Alter gibt es <a href="http://youtu.be/ogrnIOW3A90">hier</a>.</p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7532&amp;md5=3d9ad68ccab1bd83073e92ab6e53f87c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Rente? WTF!</title>
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		<comments>http://www.hurra-blog.de/2013/02/20/rente-wtf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Feb 2013 11:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; das war in etwa, was ich dachte, als ich von unserem neuesten Thema erfuhr. Irgendwie ist die Rente so ein gro&#223;er, unansehnlicher Klotz, den man lieber vor sich herschiebt, ...]]></description>
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<p>&#8230; das war in etwa, was ich dachte, als ich von unserem neuesten Thema erfuhr. Irgendwie ist die Rente so ein gro&#223;er, unansehnlicher Klotz, den man lieber vor sich herschiebt, als sich einmal genauer damit zu befassen. Aber gerade f&#252;r solche Themen ist der Klub Konkret ja da! </p>
<p>Ein erster Schritt ist sicher, sich zu &#252;berlegen: Wie will ich denn &#252;berhaupt leben, wenn ich alt bin? Alle weiteren Schritte gehen wir gemeinsam mit unserem Gast <a href="http://www.wolfgang-gruendinger.de">Wolfgang Gr&#252;ndinger</a>, dem „j&#252;ngsten Rentenpolitiker Deutschlands“, in der neuesten <a href="http://youtu.be/ogrnIOW3A90">Folge</a>.</p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7523&amp;md5=1d60b1a214b0b1ef24e12319945aa574" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Celeste &amp; Jesse Forever</title>
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		<comments>http://www.hurra-blog.de/2013/02/17/celeste-jesse-forever/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Feb 2013 10:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[„Nailed that divorce.“ Am Anfang war ich mir noch nicht sicher. Da scheinen Celeste (Rashida Jones) und Jesse (Andy Samberg) das perfekte Paar zu sein: Sie verbringen viel Zeit miteinander, ...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/uploads/2013/02/celestejesse.jpeg" alt="Celeste &amp; Jesse Forever" width="420" height="236" class="aligncenter size-full wp-image-7483" /></p>
<p>„Nailed that divorce.“</p></blockquote>
<p>Am Anfang war ich mir noch nicht sicher. Da scheinen Celeste (Rashida Jones) und Jesse (Andy Samberg) das perfekte Paar zu sein: Sie verbringen viel Zeit miteinander, haben ihre eigenen, nicht zu kitschigen Rituale und sagen sich zur Verabschiedung, dass sie sich lieben. Doch dann flippt ihre gemeinsame beste Freundin pl&#246;tzlich aus: „WHAT THE FUCK are you two doing?“ Denn Celeste und Jesse sind eigentlich seit einem halben Jahr getrennt.</p>
<p>Ha! dachte ich. Doch wieder ein Film von <a href="http://www.hurra-blog.de/2012/12/16/lola-versus/">dieser Sorte</a>: Das moderne chick flick, das erst anf&#228;ngt, wenn die Beziehung der Hauptdarsteller l&#228;ngst beendet ist. Dieses Mal spielt es an der Westk&#252;ste, und wieder hat man bei den Schauspielern diese dringende „Woher kenne ich die blo&#223;?“-Frage im Kopf, ohne sie innerhalb der n&#228;chsten 90 Minuten beantworten zu k&#246;nnen.</p>
<p>Das f&#252;hrt dazu, dass man Andy Samberg (den ich in dem echten chick flick „Friends with Benefits“ gesehen hatte) und Rashida Jones (die in <a href="http://www.hurra-blog.de/2010/10/07/the-social-network/">„The Social Network“</a> die junge Anw&#228;ltin spielte) ganz neu entdeckt und sich unb&#228;ndig dar&#252;ber freut, dass es in den Staaten doch noch so gute und gar nicht oberfl&#228;chliche Darsteller gibt. Insbesondere Rashida Jones, die das Drehbuch mitverfasst und sich ihre Rolle auf den Leib geschrieben hat, spielt so ehrlich und mit einem wunderbaren Sinn f&#252;r Humor, dass man sich umso dringender w&#252;nscht, sie m&#246;ge wieder mit Jesse zusammenkommen.</p>
<p>Aber das w&#228;re ja zu leicht. Stattdessen st&#252;rzt sich Celeste in eine Reihe fragw&#252;rdiger Dates und in ihre Arbeit als Trendforscherin (wie gesagt, Westk&#252;ste – da machen alle so coole Sachen!). Unterdessen besucht Jesse pl&#246;tzlich vegane Cafés, muss weinen, wenn er die Aufnahmen des triumphierenden deutschen Gewichthebers Matthias Steiner im Fernsehen sieht und hat sowieso noch ganz andere Probleme.</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/BjxbVmxgY-Q" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das mag ich an diesem Film: Dass er keine zu schwere Kost ist und einen trotzdem sowohl mitf&#252;hlen als auch -lachen l&#228;sst. Dass er niemals stumpf oder bl&#246;delig ist, sondern mit mancher Wendung &#252;berrascht. Und dass er bis in die letzte Nebenrolle gro&#223;artig besetzt ist. Elijah Wood begeistert als Celestes schwuler Arbeitskollege, Chris Messina h&#228;tte sowieso endlich mal eine Hauptrolle verdient und die vermeintlich brave Emma Roberts kann neuerdings auch rotznasig.</p>
<p>Allm&#228;hlich verdichtet sich also mein Bild dieses neuen Genres. Moderne chick flicks stellen neue Fragen an die Liebe. „Celeste &#038; Jesse Forever“ fragt: Wie soll ich damit umgehen, wenn mein Ex und ich uns noch viel zu gut verstehen? Denn das f&#252;hrt nicht zwingend zum Happy End &#8211; noch so eine Eigenschaft dieser neuen Filme. Und die sind so &#8220;nett&#8221;, dass sich am Ende niemand mehr daf&#252;r sch&#228;men muss, eine amerikanische Liebeskom&#246;die angeschaut zu haben.</p>
 <p><a href="http://www.hurra-blog.de/?flattrss_redirect&amp;id=7482&amp;md5=a8f179c9832d77a5e77733618e2aab05" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hurra-blog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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