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	<title>Islam in Deutschland</title>
	
	<link>http://islam-europe.org</link>
	<description>Islam in Deutschland</description>
	<pubDate>Tue, 19 May 2009 09:57:37 +0000</pubDate>
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		<title>„Wir leben auf fremdem Land” - Opfertierkampagne in Sri Lanka IV</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 07:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Islam im Alltag]]></category>

		<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>

		<category><![CDATA[LTTE]]></category>

		<category><![CDATA[Sri Lanka]]></category>

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		<description><![CDATA[Am nächsten Tag geht es weiter nach Hambantota, einer Stadt die ihren Namen von den Sambans der malaiischen Einwohner hat, die hier mehrheitlich seit der holländischen Kolonialzeit haben. Das Stadtzentrum liegt hier auf einem Streifen zwischen einer Lagune und dem Indischen Ozean. Die Tsunamiwelle war zehn Meter hoch, als sie über diesem Streifen einfiel. Alles auf dem Streifen spülte sie in die Lagune. Die meisten Leichen mussten aus der Lagune gefischt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am nächsten Tag geht es weiter nach Hambantota, einer Stadt die ihren Namen von den Sambans der malaiischen Einwohner hat, die hier mehrheitlich seit der holländischen Kolonialzeit haben. Das Stadtzentrum liegt hier auf einem Streifen zwischen einer Lagune und dem Indischen Ozean. Die Tsunamiwelle war zehn Meter hoch, als sie über diesem Streifen einfiel. Alles auf dem Streifen spülte sie in die Lagune. Die meisten Leichen mussten aus der Lagune gefischt werden.<span id="more-60"></span></p>
<p>Der Streifen ist anders als in den anderen Gebieten, so gut wie leer. Am Hafen herrscht Geschäftigkeit, er soll erweitert werden. Hier wohnten hauptsächlich Muslime, die aber nicht mehr zurück dürfen. Buddhistische NGOs aus Thailand und Indien haben neue Siedlungen gebaut, ohne eine einzige Moschee eingeplant zu haben. Ihre traditionelle Lebensweise um die Moschee herum können die Muslime hier nicht mehr weiterführen. Sie werden zumeist isoliert in die mehrheitlich buddhistischen Siedlungen einquartiert. Für eigene Quartiere fehlt ihnen das Geld.<img class="aligncenter size-full wp-image-352" title="sri-lanka-spende-300x200" src="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2007/01/sri-lanka-spende-300x200.jpg" alt="sri-lanka-spende-300x200" width="300" height="200" /></p>
<p>Auch hier gibt es sehr viele Witwen und Waisen. Hadidscha ist eine von ihnen. Ihr Mann wollte nur einiges Einkaufen, er kam nicht mehr zurück. Sie blieb mit ihren drei Kindern als Witwe zurück. Heute sind die Kinder zwölf, acht und drei Jahre alt. &#8220;Die Kinder fragen immer wieder nach ihrem Vater. Sie fragen immer wieder danach, wann er wiederkommt, obwohl sie wissen, dass er tot ist. &#8221; Ihre Stimme zittert, als sie von ihm spricht. &#8220;Die Kleine kann sich gar nicht an ihn erinnern, sie war noch ein Jahr alt, als sie starb. Für sie ist es am schwierigsten.&#8221; Ihr Mann war wie sie Lehrer an einer örtlichen Schule. Nun hat Hadidscha die Familie allein zu ernähren, die Kinder allein zu erziehen. &#8220;Mir geht es noch ganz gut, ich verdiene ja zumindest Geld&#8221;, sagt Hadidscha. 10000 Rupien bekommt sie, umgerechnet 70 Euro. &#8220;Viele Frauen haben überhaupt kein Einkommen, sie können nur auf Spenden hoffen&#8221;.</p>
<p>Nachdem wir auch in Hambantota als letzte Station unsere Opfertiere verteilt haben, fahren wir wieder an die Westküste zurück. Wir übernachten in Chilaw und fahren auf die Nehrung an der Puttalam Lagune. Auf diesem schmalen Streifen Leben fast 80000 Bürgerkriegsflüchtlinge und dies seit 16 Jahren. Arbeit gibt es hier kaum, auf Hoffnung trifft man noch seltener. &#8220;45 Kilometer mussten wir um unser Leben fürchtend, zu Fuß flüchten&#8221;, klagt eine alte Frau. &#8220;Erst dann haben wir ein Fahrzeug gefunden, dass uns hierher gebracht hat. Wir leben hier auf Land das uns nicht gehört, unser Zuhause haben wir seit 16 Jahren nicht gesehen. Es fehlt uns an Allem, Essen, Wasser, Feuerzeug. Wir wissen nicht wie es weitergeht.&#8221; Unterschwellig gibt es auch Konflikte mit den Einwohnern der umliegenden Dörfer. Dorfbewohner und Flüchtlinge konkurrieren um die selben wenigen Arbeitsplätze.</p>
<p>In der Flüchtlingssiedlung die wir am Arafa-Tag, am Tag vor dem Kurban-Fest, besuchen, leben 250 Flüchtlingsfamilien. Viele Kinder sind in dem Dorf. Wir haben Nahrungspakete für die Familien mitgebracht. Genug Essen für zwei Wochen, nicht mehr für die Zeit danach. Die Bewohner bekommen Essensrationen vom Staat, manchmal reicht es nicht einmal für das Essen. Doch selbst damit sind sie zufrieden. Uns treibt die Situation Tränen in die Augen. 80000 Flüchtlinge und wir konnten nur 250 Familien etwas helfen. Wir wissen nicht, ob wir uns über diesen Tropfen auf dem heißen Stein freuen sollen oder weinen. Für die Kinder haben wir noch Süßigkeiten und Schokolade mitgebracht. Trotz aller Not haben ihre Augen auch davor gestrahlt, doch das Strahlen über das bisschen Schokolade überdeckt sogar unsere Sorgen. Was mir aber die ganze Zeit nicht aus dem Kopf geht, ist die Sura Al-Ma&#8217;un: &#8220;<em>Hast du den gesehen, der das (Letzte) Gericht leugnet? Er ist es, der die Waise wegstößt und nicht zur Speisung des Armen anspornt</em>.&#8221;</p>
<p>Mittlerweile haben wir auch alle Opfertiere verteilt. Geplant waren 1200, doch wir konnten 1750 verteilen. Zumeist werden es wieder Flüchtlinge sein, an die das Fleisch verteilt werden. Morgen werden wir in der Großen Moschee Puttalams das Festtagsgebet beten um dann an der Schlachtung in Puttalam teilzunehmen. Am zweiten Festtag fahren wir inschallah weiter an die Ostküste, um die dort geopferten Spenden zu verteilen. Für den dritten Festtag wollen wir in einem der Flüchtlingssiedlungen eine Feier und ein Essen organisieren. Davon später inschallah mehr.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Sri-Lanka-ZDF-Reiselust/dp/3831255598%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dislamindeuts-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3831255598" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.amazon.de');"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51HK6MCT41L._SL160_.jpg" alt="" /></a><a href="http://www.amazon.de/Sri-Lanka-ZDF-Reiselust/dp/3831255598%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dislamindeuts-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3831255598"name="evtst|a|3831255598"  onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.amazon.de');">Sri Lanka - ZDF Reiselust</a></p>
<p>(Originaldatum: 20.01.2007)</p>
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</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/islam-europe/fTed/~4/-0kY1FZCbLw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Diskriminierung von Muslimen? Geht doch gar nicht.</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/islam-europe/fTed/~3/ypAJN5XNQCo/</link>
		<comments>http://islam-europe.org/2009/04/15/diskriminierung-von-muslimen-geht-doch-gar-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 22:52:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>

		<category><![CDATA[ADS]]></category>

		<category><![CDATA[AGG]]></category>

		<category><![CDATA[Islam und Theologie]]></category>

		<category><![CDATA[muslime]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen schwierigen Stand haben dabei Gruppen, die sich nicht gerade einer allgemeinen gesellschaftlichen Sympathie sicher sein können. So beschränkt sich in der breiten Bevölkerung bei dem Thema der Benachteiligung aufgrund der Religion oder Weltanschauung das Blickfeld auf den Bereich Religion, und dort auf den Islam.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haben Sie schon von dem Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gehört? Überhaupt schon einmal etwas von dieser Behörde gehört? Nein, dann dürfte es Ihnen wie der Mehrheit der deutschen Bevölkerung gehen.</strong><span id="more-342"></span></p>
<p>Sowohl Antidiskriminierungsarbeit, als auch die <a href="http://www.antidiskriminierungsstelle.de/"title="Studie"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.antidiskriminierungsstelle.de');">Antidiskriminierungsstelle des Bundes</a> (ADS) sind für die meisten Deutschen nichtssagende Begriffe. Diese Feststellung gehört mit zu den Ergebnissen eines Forschungsprojekts „<a href="http://www.antidiskriminierungsstelle.de/bmfsfj/generator/ADS/root,did=121488.html"title="ADS"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.antidiskriminierungsstelle.de');">Diskriminierung im Alltag</a>“, das die ADS in Auftrag gegeben hat. Danach haben nur 23 % der Befragten schon einmal etwas von der ADS gehört, nur 34 % können sich unter dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) etwas vorstellen. Dabei ist das AGG mittlerweile der zentralen Pfeiler in der Antidiskriminierungsarbeit.</p>
<p>Dieses Desinteresse in der Bevölkerung gilt jedoch nicht nur der ADS. Die Themen Diskriminierung und Gleichbehandlung interessieren die Mehrheit der Bevölkerung nicht wirklich. Nur 15 Prozent der Befragten können die Aussage „Antidiskriminierungspolitik halte ich für überflüssig“ entschieden ablehnen ((Diskriminierung im Alltag – Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft; Sinus Sociovision für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes; Heidelberg, Juli 2008; Seite 9.)) . Für die meisten fehlt es einfach an der persönlichen Betroffenheit. Die Folge: Wenn überhaupt, dann nur klischeehafte Bekenntnisse zum Diskriminierungsschutz.</p>
<div id="attachment_347" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2009/04/diskriminierte-peperoni-leadimage300_200.jpg" ><img class="size-full wp-image-347" title="diskriminierte-peperoni-leadimage300_200" src="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2009/04/diskriminierte-peperoni-leadimage300_200.jpg" alt="drsurpana (http://www.flickr.com/photos/74896762@N00/3233504651/)" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">drsurpana (http://www.flickr.com/photos/74896762@N00/3233504651/)</p></div>
<p>Besonders in den traditionellen Milieus und in der modernen Unterschicht stößt das Thema Diskriminierungsschutz eher auf Ablehnung. Vielmehr erscheinen diesen die „klassischen ‚Randgruppen“ ((aaO., S. 10.)) als unliebsame Konkurrenz im gesellschaftlichen Verteilungskampf. Für Vertreter dieser Gruppen sind es vielmehr sie selbst, die aufgrund ihrer sozialen Benachteiligung diskriminiert werden. Den klassischen „Randgruppen“ wird eher eine Bevorteilung durch den Staat vorgeworfen.</p>
<p><strong>Fehlende Diskriminierungswahrnehmung</strong><br />
Die Gründe für diese fehlende Diskriminierungswahrnehmung sind vielschichtig. Einige arbeitet die Sinus-Studie in ihren Ergebnissen heraus. So scheint die Aufmerksamkeit für benachteiligte Gruppen in hohem Maße von der medialen Präsenz abzuhängen ((aaO., S. 11.)) . Dabei reicht es nicht aus, dass die benachteiligten Gruppen auf irgendeine Art und Weise in den Medien Erwähnung finden – nein sie müssen auch als benachteiligt dargestellt werden.<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/b904826e211e49439f0e761b559c23fa" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Einen schwierigen Stand haben dabei Gruppen, die sich nicht gerade einer allgemeinen gesellschaftlichen Sympathie sicher sein können. So beschränkt sich in der breiten Bevölkerung bei dem Thema der Benachteiligung aufgrund der Religion oder Weltanschauung das Blickfeld auf den Bereich Religion, und dort auf den Islam. „<em>Das heißt, beim Stichwort „Religion“ denkt man sofort an den „Islam“. Dieser wird spontan mit religiösem  „Fundamentalismus“ in Verbindung gebracht. Und von diesem  erwartet man in erster Linie Gewalt und „Terror“ – wie man es aus  einschlägigen Medienberichten gelernt hat.</em>“ ((aaO., S. 14.))</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 121px"><a href="http://www.amazon.de/Stereotype-Vorurteile-soziale-Diskriminierung-Interventionen/dp/3621276459%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dislamindeuts-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3621276459" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.amazon.de');"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41qBsyNnuhL._SL160_.jpg" alt="" width="111" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Stereotype Vorurteile Diskriminierung</p></div>
<p>Hinzu kommen grundsätzliche Vorbehalte gegenüber der öffentlich sichtbaren Religion. Öffentlich sichtbares religiöses Engagement  wird abgelehnt und in die Nähe von „Fundamentalismus“ und „Fanatismus“ gerückt. Letztendlich werden die Religionen an sich als Diskriminierer aufgefasst. „<em>Weil jede Religion oder Weltanschauung sich selbst für die allein  selig machende hält, tendiert sie zwangsläufig, so die verbreitete  Meinung, zur Diskriminierung Andersgläubiger.</em>“ ((aaO., S. 14.)) Besonders im Fall des Islams kommt dazu noch das medial aufgeladene Bild von einer vermeintlich frauenverachtenden, machtgeprägten und menschenfeindlichen Religion hinzu.</p>
<p>Von einer deutlichen Mehrheit der Befragten wird insoweit kein Bedarf dafür gesehen, „<em>aktiven Vertretern einer Religion Diskriminierungsschutz angedeihen zu lassen</em>“. Dabei reicht schon das öffentlich sichtbare Ausleben von religiösen Geboten, um zum „Vertreter“ einer Religion zu werden. Der Befund der Studie stimmt in dieser Hinsicht nachdenklich: „<em>Eine für eine aufgeklärte Gesellschaft angemessene  Auseinandersetzung mit dem Religionsthema, d. h. anzuerkennen,  dass es in Deutschland Benachteiligungen von Menschen wegen  ihrer Religion gibt, und wahrzunehmen, dass den Anhängern  bestimmter Religionen (Moslems, Juden, Zeugen Jehovas usw.) in  unserem Land mit Misstrauen und unterschwelliger bis offener  Ablehnung begegnet wird, scheint derzeit durch die (stark  angewachsenen) islamfeindlichen Tendenzen sowie durch die von  vielen Befragten vorgenommene Vermischung von Religion und  Migration blockiert zu werden.</em>&#8221; ((aaO., S. 14/15.))</p>
<p><strong>Der Antidiskriminierungsarbeit fehlt der gesellschaftliche Rückhalt</strong><br />
<a href="http://www.migazin.de/2009/04/08/europaisches-parlament-verscharft-antidiskriminierungsrichtlinie/"title="MiGAZIN"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.migazin.de');">Das Europäische Parlament hat die Antidiskriminierungsrichtlinie verschärft</a>. Es war die erste Version dieser Richtlinie, die in Deutschland zur Einführung des „Allgemeinen Gleichbehandlungssgesetzes“ (AGG) und der Einsetzung einer „Antidiskriminierungsstelle des Bundes“ (ADS) geführt hat. Auf politischer Ebene ist somit einiges an Bewegung in die Arbeit gegen die Diskriminierung gekommen. Nur, findet diese Arbeit kaum einen Niederschlag in der Bevölkerung.</p>
<p>Nicht nur der Umstand, dass nur 15 Prozent der Bevölkerung „als harter Kern der Gleichbehandlungsbefürworter“ ((aaO., Seite 9.)) ausgemacht werden können – 40 Prozent der Bevölkerung halten Antidiskriminierungspolitik gar für völlig überflüssig.</p>
<p>Zweifellos macht solch eine gesellschaftliche Grundhaltung Antidiskriminierungsarbeit zu einer unangenehmen Sache für Akteure in diesem Bereich. Insbesondere zivilgesellschaftliche Organisationen haben Schwierigkeiten, sich Gehör für ihre Arbeit zu verschaffen und auch die notwendige öffentliche Aufmerksamkeit gegen Diskriminierung zu mobilisieren. <a href="http://www.amnesty.de/kampagnen-und-aktionen"title="Amnesty International"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.amnesty.de');">Amnesty international</a> führt es immer wieder vor. Eine wirksame Menschenrechts- und Antidiskriminierungsarbeit lebt von dem öffentlichen Interesse, von dem öffentlichen Druck auf die Diskriminierer. Das Interesse für Diskriminierungsopfer scheint aber in der Regel auf Missstände im Ausland beschränkt zu sein. Gerade die Probleme vor der eigenen Haustür stoßen auf ein weit verbreitetes Desinteresse.</p>
<p>Es sind hauptsächlich die jungen gebildeten, die noch ein Auge für das Problem von Benachteiligung und Diskriminierung haben und auch offen damit umgehen.</p>
<p>Das traditionelle Segment, bestehend aus „Konservativen“ und „Traditionsverwurzelten“, zeigt dagegen die geringste Aufgeschlossenheit für Diskriminierungsthemen. „<em>Nicht wenige dieser Befragten sehen in unserem Land die „eigenen Bürger“ benachteiligt, d. h. all diejenigen, die nicht homosexuell sind, die keinen Migrationshintergrund haben und die nicht von Sozialtransfers leben.</em>&#8221; ((aaO., S. 11/12.))</p>
<p>Es sind zumeist emotional getragene Vorbehalte gegenüber Ausländern und Migranten, die diese Bevölkerungsgruppe fast schon blind werden lässt für Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen. Dies geht sogar so weit, dass „<em>insbesondere in den traditionellen und in den unterschichtigen Milieus blanker Hass gegenüber den Menschen anderer ethnischer Herkunft oder Hautfarbe zu spüren</em>“ ist.</p>
<p><strong>Gleichbehandlung ja, aber bitte nur für mich</strong><br />
Dabei wird Diskriminierung an sich als ungerecht und verwerflich empfunden, „<em>weil sie unserem kulturellen Wertesystem, dass auf Chancengleichheit, sozialer Fairness und Solidarität gründet, widerspricht</em>“ ((aaO., S. 18.)) . Die Sensibilisierung beschränkt sich aber nur auf Menschen und Gruppen, die bereits dem eigenen Sozialverband, der eigenen Kultur- und Lebenswelt als zugehörig angesehen werden.</p>
<p>Für Migranten, besonders für muslimische, hat dies im Rahmen von Antidiskriminierungsarbeit eine fatale Folge. Einerseits bestehen ihnen gegenüber aufgrund ihrer ausländischen Herkunft emotional aufgeladene Vorbehalte und Ressentiments, die sie in den Augen einer beachtlichen Zahl von Mitgliedern der Mehrheitsgesellschaft zu Gegner in einem Wettstreit um begrenzte gesellschaftliche Ressourcen werden lässt. Andererseits werden sie aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Bezug auf Freiheitsrechte als „Täter“ angesehen und unter einen Generalverdacht gestellt. Die verallgemeinernde Darstellung von Muslimen in den Medien als Ehrenmörder, Frauenmisshandler, notorische Gewalttäter und die Kanalisation dieser Stereotype in der Politik in Richtung Wählerstimmen wirkt dabei verstärkend und schließt diese Gruppe aus dem Kreis der möglichen Opfer von Diskriminierungen aus.</p>
<p>Letztendlich muss die Frage gestellt werden, ob auf dieser Basis tatsächlich Raum für eine effektive Antidiskriminierungsarbeit gegen Diskriminierungen aufgrund der Religion bleibt? Denn die Lösung dieser Frage liegt in erster Linie nicht im Handlungsbereich der Migranten, denen offensichtlich die Kanäle fehlen, um einen Großteil der Mehrheitsgesellschaft wirklich zu erreichen. Die Lösung dieser Fragen hängt davon ab, inwieweit Akteure in der gesellschaftlichen Mitte bereit sind, auf Stereotypisierungen zu verzichten, eigene Denk- und Wahrnehmungsblockaden zu überwinden und einen anderen, offeneren Umgang mit „dem Fremden“ zu wagen. Sonst wird die Antidiskriminierungspolitik nie das Stadium der Lippenbekenntnisse überschreiten.</p>
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		<title>Kalisch und Lüdemann - Wer lehren will muss glauben</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 08:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<category><![CDATA[Sven Kalisch]]></category>

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		<description><![CDATA["Mohammed-Leugner fürchtet um sein Leben", "Kalisch passt dem Rat der Muslime nicht", "Muslime beenden Zusammenarbeit mit Kalisch" und "Wer droht bekommt recht"; das waren nur einige der Titel, die im letzten Jahr Ende September im Fall Kalisch die Beiträge schmückten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;<a href="http://www.welt.de/politik/article2473870/Mohammed-Leugner-fuerchtet-um-sein-Leben.html"title="Mohammed-Leugner fürchtet um sein Leben"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.welt.de');">Mohammed-Leugner fürchtet um sein Leben</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/1592873_Kalisch-passt-dem-Rat-der-Muslime-nicht.html"title="Kalisch passt dem Rat der Muslime nicht"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.fr-online.de');">Kalisch passt dem Rat der Muslime nicht</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Muslime-beenden-Zusammenarbeit-mit-Islamprofessor-Kalisch/13075"title="Muslime beenden Zusammenarbeit mit Islamprofessor Kalisch"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/nachrichten.rp-online.de');">Muslime beenden Zusammenarbeit mit Kalisch</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EE48A93DEE1104B999178ED969DAA9959~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed"title="Wer droht bekommt recht"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.faz.net');">Wer droht bekommt recht</a>&#8220;; das waren nur einige der Titel, die im letzten Jahr Ende September im Fall Kalisch die Beiträge schmückten. Wer nun nach dem BVerfG-Urteil zu Lüdemann gehofft hat, in den Genuss eines Deja-vus zu kommen, wurde wohl enttäuscht. Die Medien glänzten diesmal in der Regel mit an Sachlichkeit kaum zu überbietenden Titeln:</strong><span id="more-313"></span></p>
<ul>
<li><a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&amp;ct=de/4-0&amp;fp=49a498030f9c5614&amp;ei=RX6kSY2YMIfQwgGz282VBw&amp;url=http%3A//www.evlka.de/content.php%3FcontentTypeID%3D4%26id%3D9965&amp;cid=1288283228&amp;usg=AFQjCNEN9rStALJxbWwqY3PhSe1EieWaYw"id="u-AFQjCNEN9rStALJxbWwqY3PhSe1EieWaYw:r-4_1288283228"  onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/news.google.de');">Langjähriger Rechtsstreit um Theologieprofessor <strong>Lüdemann</strong> beendet</a></li>
<li><span><a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/der-richtige-glaube-muss-sein/"id="u-AFQjCNHnbvnASgWyqSk90bNVYxxCVO94bw"  onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.taz.de');">Urteil im Streit über Theologen Der richtige Glaube muss sein</a></span></li>
<li><a href="http://www.welt.de/welt_print/article3232382/Der-Theologe-Luedemann-scheitert-in-Karlsruhe.html"id="u-AFQjCNFWxTQXQUiizpiWv_dlfEkJBxFHNQ:r-1_1288751545"  onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.welt.de');">Der Theologe <strong>Lüdemann</strong> scheitert in Karlsruhe</a></li>
<li><a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iT9D_FKe8oixlz-AIfnaVvmt5Gdw"id="u-AFQjCNHoV6FmoVGfGBkn8H1ZivN1wr-3vg:r-2_1288283228"  onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.google.com');">BVG-Urteil: Ungläubige dürfen keine Pfarrer ausbilden</a></li>
</ul>
<p>Nun, wo liegt in beiden Fällen der Unterschied, der solch ein unübersehbar divergierende Berichterstattung rechtfertigen würde? In beiden Fällen handelt es sich um &#8220;Theologie&#8221;-Professoren, wobei Muhammed Kalischs Berufungsverfahren wohl kaum dem Verfahren bei einem christlichen Theologieprofessor gerecht werden dürfte. In beiden Fällen gingen die entsprechenden Religionsgemeinschaften davon aus, dass der Professor nicht mehr unbedingt die Glaubensinhalte der eigenen Religionsgemeinschaft vertreten und verbreiten könnte.</p>
<div id="attachment_1097" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-medium wp-image-1097" title="hoersaal_leer_655x300" src="http://www.migazin.de/wp-content/uploads/2009/03/hoersaal_leer_655x300-500x229.jpg" alt="http://www.flickr.com/photos/cogdog/6288971/" width="500" height="229" /><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/photos/cogdog</p></div>
<p>Dennoch ist der Unterschied in der Wahrnehmung kaum zu übersehen. Während es sich bei dem Lüdemann-Fall um eine, wenn auch nicht einfache Anwendung der geltenden Staatskirchenrechts handelt, ist es in der Causa Kalisch ein Kulturkampf. Während man sich im einen Fall darüber streiten kann, wie das Vorgehen gegen Lüdemann zu werten ist, steht es im anderen fest: Schuld kann nur die &#8220;Borniertheit&#8221; der muslimischen Religionsgemeinschaft sein.</p>
<p>Dabei hätte es auch so genug bei diesen zu kritisieren gegeben. Zum Beispiel hätte die Frage gestellt werden müssen, warum die muslimischen Religionsgemeinschaftn sich überhaupt auf ein Abenteuer eingelassen haben, bei dem von Anfang an klar war, dass sie nur alibihalber in einem Beirat zusammengesetzt wurden? Insoweit erscheint die jetzige Reaktion des Wissenschaftsministers Pinkwart  von mehr Weitsicht geprägt, als ihn die muslimischen Religionsgemeinschaften bei der Berufung Kalischs und auf dem Weg dorthin an den Tag legen konnten.</p>
<p>Berechtigt wäre auch die Frage, nach der Arbeit im Beirat, danach, inwieweit man denn diese Möglichkeit der Mitwirkung überhaupt ordentlich wahrgenommen hat. Bei aller Kritik an der Zusammensetzung und der Entstehung des Beirates, an den zweifellos eingeschränkten Mitwirkungsrechten , hätte man nicht schon durch eine aktivere Teilnahme vielleicht manch einen Konflikt im Vorfeld entschärfen, gemeinsame Spielregeln einführen können?</p>
<p>Und schlussendlich, hätte man nicht viel offensiver und öffentlicher die Debatte mit Muhammed Kalisch führen müssen, statt nur intern und mit ihm hinter verschlossenen Türen? An der Reaktion der Presse hätte sich wohl nicht viel geändert, aber zumindest hätte man damit angefangen, eigene Kommunikationspfade zu legen. Diese Chance wurde in diesem Fall verpasst. Stellt sich die Frage, ob man bei manch anderen Lehrstühlen, die sich als muslimisch-theologisch definieren, klüger verfahren wird.</p>
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<p><a href="http://www.amazon.de/Religions-Weltanschauungsrecht-Eine-Einf%C3%BChrung-Springer-Lehrbuch/dp/3540720480%3FSubscriptionId%3D02E5W5871AJF7PMMMS82%26tag%3Dislamindeuts-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3540720480"name="evtst|a|3540720480"  onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.amazon.de');">Religions- und Weltanschauungsrecht: Eine Einführung (Springer-Lehrbuch)</a></p>
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		<title>Integrationsarbeit in Moscheegemeinden</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 17:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[„Integration“ ist mittlerweile ein inflationär genutzter Begriff. Als ein im höchsten Maße unbestimmter Begriff wird er von Vertretern aller Couloir genutzt, ob sie nun eine multi-kulturelle oder leit-kulturelle Gesellschaftsvision haben. Inflationär ist auch die Zahl der organisatorischen Akteure in diesem Feld. In vielen Aufgabenbeschreibungen kommt der Begriff Integration vor, ohne jedoch wirklich mit Leben ausgefüllt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_297" class="wp-caption left" style="width: 160px"><a href="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2009/01/berlin-markt-leadima-300_200.jpg" ><img class="size-thumbnail wp-image-297" title="berlin-markt-leadima-300_200" src="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2009/01/berlin-markt-leadima-300_200-150x150.jpg" alt="berlin-markt-leadima-300_200" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: http://flickr.com/photos/13818157@N05/2885372347/</p></div>
<p>„Integration“ ist mittlerweile ein inflationär genutzter Begriff. Als ein im höchsten Maße unbestimmter Begriff wird er von Vertretern aller Couloir genutzt, ob sie nun eine multi-kulturelle oder leit-kulturelle Gesellschaftsvision haben. Inflationär ist auch die Zahl der organisatorischen Akteure in diesem Feld. In vielen Aufgabenbeschreibungen kommt der Begriff Integration vor, ohne jedoch wirklich mit Leben ausgefüllt zu werden. Es gibt jedoch auch gesellschaftliche Akteure, die seit Jahrzehnten Integrationsarbeit leisten, ohne dass sie von der breiten Öffentlichkeit beachtet werden. Es sind die Moscheegemeinden und anderen muslimischen Institutionen die zur Partizipation ihrer Mitglieder und Besucher schon zu Zeiten einen großen Beitrag geleistet haben, zu denen Deutschland noch weit von einem Integrationsdiskurs entfernt war.<span id="more-292"></span></p>
<p>Bei ihrer Integrationsarbeit lassen sich die islamischen Gemeinden von dem Grundgedanken leiten, dass die Stärkung von islamischer Identität und der Aufbau eines islamischen Selbstbewusstseins sich positiv auf die Partizipation in die Gesellschaft auswirken. Dabei muss zuallererst der Umstand angeführt werden, dass es gerade diese Religionsgemeinschaften und ihre Institutionen sind, die die Einbindung von Muslimen in zivilgesellschaftliche Gruppierungen gewährleisten und so lange Zeit überhaupt die Erreichbarkeit dieser Menschen ermöglicht haben.</p>
<p>Das Vorhandensein der religiösen Infrastruktur hat eine große integrative Wirkung. Die Möglichkeit, seinen religiösen Bedürfnissen auch hier in Deutschland nachgehen zu können, trug besonders in der Vergangenheit dazu bei, Fremdheitsgefühlen entgegenzuwirken. Deutschland und Europa wurden damit immer mehr zu Orten, an denen nicht nur gearbeitet, sondern auch gelebt wurde. Es bedurfte immer weniger des Rückgriffs auf die alte „Heimat“, um die Bedürfnisse hier, insbesondere die religiösen Bedürfnisse, zu befriedigen. Nur so konnte Deutschland mit der Zeit von den muslimischen Migranten auch als Heimat begriffen werden. Deshalb sollte zunächst festgestellt werden, dass islamische Religionsgemeinschaften einen immer wieder stark unterschätzten Einfluss darauf haben, dass Muslime Deutschland als Heimat begreifen. Sie bieten gerade traditionell orientierten Menschen die Vertrautheit und Geborgenheit, die zur Bildung eines Heimatgefühls notwendig sind.</p>
<h4>Integration durch Bildung</h4>
<p><img style="float: right;" src="http://igmg.de/uploads/RTEmagicC_31_Kurs_Resmi_01.jpg.jpg" alt="" width="150" height="89" />Darüber hinaus bieten gerade die Mitgliedsgemeinden der IGMG seit Jahrzehnten vor Ort zahlreiche Integrationsangebote an. Seit über 10 Jahren werden in ihnen Hausaufgaben- und Nachhilfekurse durchgeführt. Diese Angebote richten sich speziell an Kinder mit Migrationshintergrund, da diese oftmals wegen der fehlenden oder nicht ausreichenden Schulbildung der Eltern schon mit einigem Rückstand in ihr Schulleben eintreten. Für die Kinder werden Sprachförderungen angeboten und ihnen wird bei ihren schulischen Aufgaben geholfen. Zweck dieser Kurse ist es, den Kindern eine Möglichkeit für einen guten Abschluss, den Besuch einer weiterführenden Schule und schließlich den Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums zu ermöglichen. Denn erst ein erfolgreicher Bildungsweg und gute Schul-, Ausbildungs- und Studienabschlüsse werden diesen Kindern eine Partizipation am gesellschaftlichen Leben in vollem Umfang ermöglichen. Leider kann man gerade in den letzten Jahren beobachten, dass sich trotz zahlreicher staatlicher Integrationsinitiativen die Situation an den Schulen in dieser Hinsicht kaum gebessert hat und außerschulische Nachhilfeeinrichtungen unter Migrantenkindern immer stärker an Bedeutung gewinnen.<br />
<img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/7c9c58cae01a450981dd6e61718a2146" alt="" width="1" height="1" /></p>
<h4>Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch ehrenamtliches Engagement</h4>
<p>Als besonders herausragend sind die integrativen Wirkungen der Jugendarbeit in den Gemeinden anzuführen. Seit ihrer Gründung unterhält jede IGMG Gemeinde eine Jugendabteilung, die sich um die besonderen Belange und Bedürfnisse der Jugendlichen kümmert. Diese Angebote werden von zahlreichen Jugendlichen unterschiedlicher Altersgruppen wahrgenommen.</p>
<p><img style="float: left;" src="http://igmg.de/uploads/RTEmagicC_gocmen_almanya_02.jpg.jpg" alt="" width="150" height="120" />In erster Linie geht es bei dieser Arbeit natürlich um die Vermittlung von religiösen Werten, wie Achtung der Schöpfung, Aufrichtigkeit, Nächstenliebe, Fürsorge für den Anderen, Respekt im Umgang mit den Mitmenschen, nachbarschaftliche Harmonie, Aufrichtigkeit und allgemein um die Umsetzung dieser Werte im eigenen Leben. Auf dieser Basis wird den Jugendlichen die Notwendigkeit eines gottgefälligen Lebens und damit einhergehend der Einsatz für die Gesellschaft und die Partizipation daran nahegelegt.</p>
<p>In vielen Gemeinden wird gerade dieser Aspekt auch durch Kooperation mit verschiedenen anderen NGOs, die sich auf Drogen- und Kriminalitätsprävention spezialisiert haben, aber auch über die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Polizeiabteilungen verwirklicht. Dabei treten Sozialarbeiter und Polizeibeamte aus der Kriminalitäts- und Drogenpräventionsarbeit in den Gemeinden auf und klären die Jugendlichen über diese Themen auf. Darüberhinaus sind es gerade die jungen Mitglieder, die sich bei gesamtgesellschaftlichen Initiativen wie zum Beispiel dem Interreligiösen Dialog engagieren.</p>
<p>Die Jugendarbeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Aufklärung der Jugendlichen. Vielmehr schafft sie mit ihren Angeboten einen Rahmen, in dem sie ihre Freizeit neben anderen Aktivitäten wie zum Beispiel in Sportvereinen sinnvoll gestalten können. Dabei liegt das Hauptaugenmerk darauf, den Jugendlichen die Möglichkeit des ehrenamtlichen Einsatzes und der Fürsorge für Andere aufzuzeigen und ihnen dafür Betätigungsfelder zu schaffen. Viele Aktivitäten der Jugendabteilungen werden von Jugendlichen für Jugendliche organisiert, wobei sich die Jugendlichen je nach Interesse und Neigung unterschiedlich einbringen können.</p>
<p>Neben der Erfüllung der religiösen Bedürfnisse der Mitglieder steht auch ihre Partizipation an der Gesellschaft im Vordergrund der Gemeindearbeit. So suchen IGMG-Gemeinden seit Jahrzehnten den interreligiösen Dialog und nehmen auch an zivilgesellschaftlichen Aktivitäten in ihrem Stadtteil oder ihrer Kommune teil. Insbesondere Informationsveranstaltungen in Schullaufbahnfragen werden nun seit über einem Jahrzehnt rege angefragt und von den Gemeinden abgehalten. Damit haben die Gemeinden in der Vergangenheit selbst Vertretern der ersten Generation, zu einer Zeit, in der Begriffe wie „Integration“ oder „Zuwanderung“ nur im engsten Wissenschaftlerkreis relevant waren, einen stärkeren Zugang zur Mehrheitsgesellschaft ermöglicht.</p>
<p>Mit der Zeit haben die Gemeinden diese Angebote in Form von Sprachkursen insbesondere für türkischstämmige Frauen und mittlerweile sogar Integrationskursen, oft in Kooperation mit anderen freien Trägern oder der Volkshochschule, erweitert. Im Zentrum dieser Arbeit stand lange Zeit und steht auch heute die Sensibilisierung von Eltern für die schulischen Bedürfnisse ihrer Kinder und die Anregung zur Mitarbeit an schulischen Gremien und der Teilnahme an Elternabenden und schulischen Veranstaltungen. Dabei ist der prophetische Ausspruch „das Erlangen von Wissen ist eine Pflicht für jeden Muslim“ eines der Hauptleitmotive.</p>
<h4>„Der beste der Menschen ist der, der den Menschen am nützlichsten ist“</h4>
<p>Weiterhin gibt es in IGMG-Gemeinden sehr aktive Frauengruppen. Ziel dieser Frauengruppen ist es, neben der Vermittlung von religiösen Werten auch das Engagement der Frauen in der Gemeinde zu stärken. Dabei wird besonders auf das Ermutigen junger Mädchen zur Wahrnehmung von Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten Wert gelegt, um ihnen durch das Aufzeigen von vielseitigen Möglichkeiten ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Leider machen jedoch in den letzten Jahren die Gemeinden die Erfahrung, dass diese gut ausgebildeten, teilweise studierten jungen Frauen aufgrund des Praktizierens ihres Glaubens kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben – besonders nicht im behördlichen Bereich.</p>
<p><img style="float: right;" src="http://igmg.de/uploads/RTEmagicC_TOM.jpg.jpg" alt="" width="150" height="113" />Getragen wurde und wird die Arbeit der Religionsgemeinschaft dabei besonders von den prophetischen Vorgaben „tretet in einen Wettbewerb im Guten und in der Gottesfurcht“ und „der beste der Menschen ist der, der den Menschen am nützlichsten ist“. Dabei legen die Gemeinden Wert darauf, ihre Mitglieder zur Teilnahme am gesamtgesellschaftlichen Leben anzuregen und wo es Defizite und Hürden gibt, diese mit ihnen abzubauen. Wünschenswert wäre hierbei eine größere Vernetzung der Gemeinden mit anderen gesellschaftlichen Akteuren. Viele Gemeinden mussten jedoch in den vergangenen Jahren die Erfahrung machen, dass sie als muslimischer Akteur nicht unbedingt erwünscht sind in diesem Diskurs. Entweder mussten sie sich grundsätzlich alles zurechnen lassen, was weltweit negativ mit dem Islam assoziiert worden ist, oder sie wurden per se als Integrationshindernis angesehen , weswegen sie zum Beispiel gerade für staatliche Stellen nicht als Kooperationspartner in Frage gekommen sind.</p>
<p>Auf muslimischer Seite ist jedoch die Bereitschaft zu einer größeren Vernetzung und dem Eingehen einer kooperativen Integrationsarbeit, bei der die muslimischen Gemeinden sowohl als wichtige Multiplikatoren als auch zuverlässige Akteure ihren Beitrag leisten können, groß. Diese Offenheit wird aber auch von der Mehrheitsgesellschaft erwartet. Um die Menschen in den muslimischen Gemeinden besser und viel nachhaltiger erreichen zu können, müssen die Brücken, die durch die Gemeinden gebaut werden, viel besser genutzt werden. Nur so kann es auch wirklich ernsthafte Bemühungen mit der Hoffnung auf substantielle Ergebnisse geben.</p>
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		<title>11.000 kamen zur Gaza-Demonstration in Duisburg</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 22:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mindestens 11.000 Demonstranten haben an dem Protestmarsch gegen den Krieg im Gaza-Streifen in Duisburg teilgenommen. Organisiert wurde die Demonstration von den vier nordrhein-westfälischen Regionalverbänden Köln, Düsseldorf, Nord-Ruhr und Ruhr-A der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs(IGMG).
Der Protestmarsch unter dem Motto „Stoppt den Krieg in Gaza“ setzte sich vom Duisburger Bahnhof in Bewegung. Er  verlief über die Friedrich-Wilhelm-Straße [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mindestens 11.000 Demonstranten haben an dem Protestmarsch gegen den Krieg im Gaza-Streifen in Duisburg teilgenommen. Organisiert wurde die Demonstration von den vier nordrhein-westfälischen Regionalverbänden Köln, Düsseldorf, Nord-Ruhr und Ruhr-A der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs(IGMG).</strong></p>
<p>Der Protestmarsch unter dem Motto „Stoppt den Krieg in Gaza“ setzte sich vom Duisburger Bahnhof in Bewegung. Er  verlief über die Friedrich-Wilhelm-Straße und der Steinschen Gasse zum Burgplatz (Am Rathaus). Dort fand die Abschlusskundgebung der Demonstration statt.<span id="more-289"></span></p>
<p>Den friedlichen Verlauf des Demonstrationszuges störte ein unglücklicher Vorfall. Einige Demonstranten bewarfen zwei israelische Fahnen in einem Obergeschoss eines Wohnhauses mit Schneebällen. Die Ordner der IGMG sperrten den Bereich vor dem Wohnhaus ab und sorgten dafür, dass der Protestmarsch fortgesetzt wurde. Einige der jungen Provokanten konnten davon abgehalten werden, Schneebälle nach den Fahnen zu werfen, bei einigen gelang dies jedoch nicht.</p>
<p>„Von solchen Provokateuren distanzieren wir uns in aller Klarheit“, sagte Oguz Ücüncü, Generalsekretär der IGMG. „Den Zugang zu einer Demonstration kann man nicht kontrollieren und leider kann es vorkommen, dass sich unter die friedlichen Demonstranten immer wieder auch solche Provokateure und Krawallmacher mischen. Wir haben als Veranstalter unser bestes gegeben, um solche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Dass dies uns außer diesem Einzelfall weitestgehend gelungen ist, wird die Polizei auch sicherlich bestätigen. Leider kann man jedoch nicht alles und jeden bei einer Demonstration von solch einer Größe kontrollieren. Wir bedauern den Vorfall und distanzieren uns davon.“<img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/209cadef34da4efb9fe61a1fd17cc55e" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Ohne weitere Vorfälle zog der Protestmarsch zum Duisburger Rathaus. Auf der Abschlusskundgebung auf dem Burgplatz richteten die Regionalverbandsvorsitzenden ein Grußwort an die Teilnehmer und dankten für das zahlreiche Erscheinen.</p>
<p>Als Redner trat der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Ali Kizilkaya auf. In seiner Rede kritisierte Kizilkaya die israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen und verurteilte die Tötung von Zivilisten. Kizilkaya wies auf die miserable Situation der Palästinenser im Gaza-Streifen hin und forderte die Beendigung jeglicher Kampfhandlungen und ein Ende der Blockadepolitik Israels.</p>
<p>Auch Yavuz Celik Karahan kritisierte die anhaltende Besatzung der Palästinensergebiete und das völkerrechtswidrige Verhalten Israels. Er wies auf das Leid der Palästinenser hin, die seit Monaten nun von der Zufuhr von Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff abgeschnitten sind. In dieser Situation sehen sich die Palästinenser auch noch erbarmungsloser Angriffe der israelischen Armee gegenüber gestellt. Karahan kritisierte insbesondere die Ohnmacht der Weltöffentlichkeit und das Wegschauen vieler Staaten. Karahan schloss seine Rede mit dem Wunsch nach sofortiger Einstellung aller Gewalthandlungen und einem Frieden im Nahen Osten ab.</p>
<p>Die Demonstranten zogen anschließend wieder zum Duisburger Hauptbahnhof, wo sich die Demonstration schließlich auflöste.</p>
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		<title>Stoppt den Krieg in Gaza - Demonstration in Duisburg am 10. Januar</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 12:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die nordrhein-westfälischen Regionalverbände der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, Düsseldorf, Köln, Nordruhr und Ruhr A, haben für Samstag zur Friedenskundgebung in Duisburg aufgerufen. Die Demonstranten treffen sich um 11.00 Uhr am Duisburg Hauptbahnhof (Portsmouthplatz).
Die Organisatoren sprechen in einem Aufruf von einem Massaker an der palästinensischen Bevölkerung. Sie fordern ein sofortiges Ende des Krieges und die Aufhebung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2009/01/flyer-gaza-demo-duisburg-090110.jpg" ><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-285" title="flyer-gaza-demo-duisburg-090110" src="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2009/01/flyer-gaza-demo-duisburg-090110-150x150.jpg" alt="flyer-gaza-demo-duisburg-090110" width="150" height="150" /></a>Die nordrhein-westfälischen Regionalverbände der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, Düsseldorf, Köln, Nordruhr und Ruhr A, haben für Samstag zur Friedenskundgebung in Duisburg aufgerufen. Die Demonstranten treffen sich um 11.00 Uhr am Duisburg Hauptbahnhof (Portsmouthplatz).</p>
<p>Die Organisatoren sprechen in einem Aufruf von einem Massaker an der palästinensischen Bevölkerung. Sie fordern ein sofortiges Ende des Krieges und die Aufhebung der Blockade gegen Gaza sowie einen unbehinderten Zugang für humanitäre Hilfen. Die IGMG verurteilt die Militäroffensive im Gazastreifen zudem als völkerrechtswidrig. Von der Bundesregierung verlangen die Organisatoren, die Rechtfertigung der israelischen Aggression zu beenden.</p>
<p>Treffpunkt der Demonstration ist am Samstag, 10. Januar 2009 um 11.00 Uhr der Hauptbahnhof in Duisburg (Portsmouthplatz). Die Eröffnung und Anfangskundgebung findet am Portsmouthplatz (Hauptbahnhof Nordeingang) statt. Die Route des Protestmarsches geht vom Portsmouthplatz über die Friedrich-Wilhelm-Straße und der Steinschen Gasse zum Burgplatz (Am Rathaus). Hier findet die Abschlusskundgebung statt. Für die Anreise empfiehlt das Organisationskomitee die Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmittel. Darüberhinaus stellen die IGMG-Ortsvereine Busse zur Verfügung.</p>
<p><a href="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2009/01/flyer-gaza-demo-duisburg-090110.pdf" >flyer-gaza-demo-duisburg-090110</a></p>
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		<title>Nicht nur trauern, für Gaza auch beten</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 13:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<category><![CDATA[angriff gaza]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir hätten uns in diesen Tagen freuen müssen. Wir haben vor gerade einmal ein paar Tagen den Jahrestag der Hidschra, des Auszugs des Propheten, empfangen. Wir hätten uns freuen müssen, über die Auswanderung und die Bedeutung der Auswanderung für die Muslime. Wir hätten uns freuen müssen über das Gedeihen des Islams nach der Hidschra. Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hätten uns in diesen Tagen freuen müssen. Wir haben vor gerade einmal ein paar Tagen den Jahrestag der Hidschra, des Auszugs des Propheten, empfangen. Wir hätten uns freuen müssen, über die Auswanderung und die Bedeutung der Auswanderung für die Muslime. Wir hätten uns freuen müssen über das Gedeihen des Islams nach der Hidschra. Wir hätten „Talael Badru“ singen müssen, mit den Ansar in Medina.</p>
<p>Aber diese Freude ist uns in diesem Jahr verwehrt. Wir können uns nicht freuen, wenn in nur wenigen Tagen 400 unschuldige Menschen gestorben  sind. Wir können nicht wegsehen, wenn über 2000 Menschen verletzt worden sind. Verletzt und getötet von dem erbarmungslosen Bombardement der israelischen Armee in Gaza, welche nach wie vor andauert…<span id="more-268"></span></p>
<p>Diese 400 Menschen wurden das Opfer des israelischen Terrors gegenüber der Zivilbevölkerung. Ohne jede Rücksicht auf zivile Opfer bombardiert Israel seit Tagen den Gaza-Streifen. Viele Frauen und Kinder sind unter den Opfern, die Verletzten können nicht einmal auf ordentliches Verbandsmaterial hoffen, um ihre Wunden zu verbinden. Ausreichend Medikamente gibt es in Gaza schon lange nicht mehr.</p>
<p>Ausgehungert werden die Menschen schon seit Monaten. Das Wasser ist knapp in Gaza, kaum einer wird mehr satt, der Treibstoff reicht nicht einmal für die Krankenwagen. In den überfüllten Krankenhäusern stapeln sich die Toten, nicht viel trennt die Verletzten von diesen.  Unter unwürdigen Verhältnissen versuchen die Ärzte zu operieren, ohne Strom, unter widrigsten Umständen.</p>
<p>Am meisten Schmerz haben uns jedoch die kleinen Körper bereitet. Kinder, deren tote Körper wir an den Bildschirmen gesehen haben; deren verwundete Schreie uns bis ins Mark erschüttert haben.<br />
Es gab auch vorher nichts genug in Gaza, nicht genug Wasser, nicht genug zu Essen, es mangelte an allem. Und nun fehlt es sogar an der grundlegendsten Infrastruktur. Auch die Zukunft Gazas wurde zerbombt, die Möglichkeiten zertrümmert. Für die Zurückgebliebenen gibt es kein Leben, wie wir es kennen: Für sie gibt es nur Ohnmacht, nur Verzweiflung…</p>
<p>Es ist Staatsterror, der Gaza in diesen Zustand geführt hat. Grausam schlug dieser in der Zivilbevölkerung ein. Dabei leben diese Menschen schon seit Jahrzehnten unter der israelischen Besatzung. Es gibt palästinensische Generationen, die keinen Frieden, keine Freiheit kennen gelernt haben. Die unter dem Schatten der Waffen aufgewachsen sind. Für diese Kinder war der Staat nicht Freund und Helfer. Er nahm ihnen ihre Eltern, ihre Brüder und Schwestern. Er war es, der auf sie schoss, wenn sie zum Protest mit Steinen warfen. Er war es, der mit seinen mächtigen Waffen kam, geführt von erbarmungslosen Händen.</p>
<p>Israel war es, das ihr Land vor über 40 Jahren besetzt hat.  Es hat sie aus ihren Häusern geworfen, von ihrem Land vertrieben. Seit über 40 Jahren können palästinensische Flüchtlinge nicht in ihrer Heimat leben. Im eigenen Land fristen sie ein Leben als Flüchtlinge.  Seit 40 Jahren sind die Palästinenser dieser Unterdrückung ausgesetzt. Sie verlieren ihre Liebsten, ihre engsten Verwandten sterben.  Tränen vergießen die Palästinenser seit Jahren.<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/3d2cbff543da4d089a3fd7b0e1efc051" width="1" height="1" alt=""/></p>
<p>Die Menschen in Gaza leben in einem großen Freiluftgefängnis, umzäunt von einem  Schandfleck von Mauer. Kilometerlang schließt er die Palästinenser ein, wo sie nun noch mehr als sonst um ihr Leben bangen müssen.</p>
<p>Lasst uns nachdenken über diese Menschen. Auch wir haben Kinder wie sie. Unsere wichtigste Aufgabe ist es, diese zu beschützen, für diese da zu sein. Was, wenn wir sie nicht mehr beschützen können, wenn wir sie wegen der Bombenexplosionen nicht mehr beruhigen können, ihnen vor den Kugeln keinen Schutz mehr geben können. Stellen wir uns vor, wir könnten unseren Kindern keine Hoffnung mehr geben.  Keine positiven Aussichten.<br />
Genau so dürfte die Situation der palästinensischen Eltern aussehen. Weder können sie ihren Kindern  das Überleben garantieren, noch ihnen Hoffnung auf die Zukunft machen.</p>
<p>Und lasst uns an diese Kinder denken. Es sind Kinder ohne eine Kindheit. Sie wurden unschuldig geboren, wie alle anderen Menschen auch. Doch schon mit der Geburt bekamen sie den Stempel der Besatzung aufgedrückt. Ihr gesamtes Leben haben sie unter der Besatzung verbracht, unter nicht enden wollenden Angriffen. Selbst Erwachsene verlieren unter solchen Umständen fast ihren Verstand, wie muss es wohl im Geist der Kinder aussehen. Wie müssen sie sich fühlen, wenn sie merken, dass ihre Eltern nicht in der Lage sind, sie zu beschützen.</p>
<p>Was machen aber wir angesichts solch eines Grauens. Ja, wir schauen uns die bewegenden Bilder im Fernsehen an, lesen Beiträge in den Zeitungen. Doch nur kurz, nur ganz kurz schmerzt uns unser Herz, denn wir vergessen schnell.</p>
<p>Aber kann dieser kurze Schmerz im Herzen denn genug sein?   Müssen wir nicht auch ihren Durst spüren, ihren Hunger? Sollte uns ihr Verbleib als Weise oder als greise, vereinsamte Menschen auf den Straßen egal sein?</p>
<p>Das kann es nicht. Wir müssen zumindest das tun, was uns möglich ist. Vor allem müssen wir den Menschen in Palästina sofort humanitäre Mittel zukommen lassen. Nahrung brauchen sie, Medikamente brauchen sie. Und dabei können wir helfen, müssen wir ihnen helfen.</p>
<p>Und wie heute müssen wir unsere Stimme erheben; der Welt mitteilen, dass uns Gaza nicht gleichgültig ist, die Toten dort  nicht verschmerzbar sind, jeder Tote - einfach egal welcher ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit - einer zu viel ist.</p>
<p>Beten müssen wir für sie. Unser Gebet ist unser stärkstes Bindeglied untereinander. Aber nicht einfach so beten. Nein, aus unseren weichen warmen Betten müssen wir aufstehen, aus unserem Schlaf und unserer Bequemlichkeit erwachen. Unsere Hände vor Gott öffnen und ihn um Hilfe bitten.</p>
<p>Unsere Tränen müssen fließen, für Brüder und Schwestern. Nicht für uns selbst, nicht für unsere Bedürfnisse. Wir müssen dem Hilfeschrei aus Gaza eine Stimme geben. Wir müssen beten für die Kinder, die besonders unter dieser Gewalt leiden.</p>
<p>Lasst uns in unseren Gebeten einzig  zum Herren der Welten beten, für die Befriedung des Nahen Ostens beten. Beten, als würde uns in dem Moment das Herz zerspringen, beten, wie wir es noch nie für uns getan haben.</p>
<p>Für die Unterdrückten werden wir beten, für die Freiheit von der Besatzung, für ihren Frieden, für ein Leben mit Perspektive. Und wir werden sie nicht vergessen, die weinenden Kinder, das unterdrückte palästinensische Volk, die besetzten heiligen Güter.</p>
<p>O Herr, hilf Ihnen. Befreie sie von dieser Unterdrückung. Gib Ihnen Frieden, Deinen Frieden und deine Barmherzigkeit. Gib ihnen Zufriedenheit in diesem und im nächsten Leben. Lass das Töten in Palästina ein Ende finden, setze dem Krieg ein Ende. Lasse Frieden einkehren in Palästina und hilf den Schwachen und Bedürftigen.</p>
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		<title>IGMG-Vorstand verurteilt israelische Luftangriffe auf den Gaza-Streifen</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 03:13:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu den israelischen Angriffen auf den Gaza-Streifen sagte der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, Yavuz Celik Karahan Folgendes: „Am Samstag hat das israelische Militär Luftangriffe auf den Gaza-Streifen gestartet. Mit Kampfflugzeugen wurden dutzende Raketen auf den Gaza-Streifen abgefeuert. Dabei würden über 200 Palästinenser, darunter sehr viele Frauen und Kinder, ermordet. Mehr als 700 Zivilisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-266" title="gazze-saldiri" src="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2008/12/soykirim_173fdb68333fd7bf7d_b.jpg" alt="gazze-saldiri" width="150" height="101" />Zu den israelischen Angriffen auf den Gaza-Streifen sagte der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, Yavuz Celik Karahan Folgendes: „Am Samstag hat das israelische Militär Luftangriffe auf den Gaza-Streifen gestartet. Mit Kampfflugzeugen wurden dutzende Raketen auf den Gaza-Streifen abgefeuert. Dabei würden über 200 Palästinenser, darunter sehr viele Frauen und Kinder, ermordet. Mehr als 700 Zivilisten wurden zum Teil sehr schwer verletzt.<span id="more-265"></span>Das israelische Vorgehen im Gaza-Streifen ist nicht hinnehmbar. Ohne jede Rücksicht auf Opfer geht Israel gegen die Zivilbevölkerung vor. Wir verurteilen die Angriffe Israels auf das Schärfste und fordern die UNO auf, nicht tatenlos zuzusehen und Israel aufzufordern, ihre unverhältnismäßigen Gewalthandlungen unverzüglich zu beenden.</p>
<p>Seit Jahrzehnten fristet das palästinensische Volk ein Leben unter der israelischen Besatzung. Dabei erfüllt Israel nicht einmal die lebensnotwendigen Aufgaben einer Besatzungsmacht. Systematisch wird das palästinensische Volk in die Verzweiflung getrieben. Noch immer wird Millionen von Flüchtlingen die Rückkehr in ihre palästinensische Heimat verwehrt. Millionen Palästinenser leben wiederum im eigenen Land als Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Verhältnissen. Palästinenser werden enteignet und vertrieben. Jeder berechtigte Protest gegen diese Zustände wird erbarmungslos unterdrückt.</p>
<p>In diese Linie sind die neuesten Angriffe einzuordnen. Die jetzigen israelischen Gewalthandlungen sind nicht die ersten und werden leider nicht die letzten erbarmungslosen Angriffe auf das Lebensrecht der Palästinenser in Palästina sein. Dieses Morden muss endlich ein Ende haben. Israel muss sich bewusst werden, dass solche Taten das größte Hindernis auf dem Weg zu einem Frieden sind.</p>
<p>Wir fordern das sofortige Ende der israelischen Aggression und warnen vor einem anstehenden Einsatz von Bodentruppen. Dies wird zweifellos zu einem unberechenbaren Anstieg der zivilen Opfer in Gaza führen. Wir beten für die Opfer und bitten für sie um die Barmherzigkeit des Herrn. Möge er den Verletzten zu einer schnellen Genesung verhelfen. Unser Mitgefühl gilt besonders den Hinterbliebenen der Toten, für die dieser plötzliche Verlust sicherlich nur schwer zu ertragen ist.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.igmg.de/verband/presseerklaerungen/artikel/igmg-vorstand-verurteilt-israelische-luftangriffe-auf-den-gaza-streifen.html" target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.igmg.de');">igmg.de</a></p>
<p>________________________________________________</p>
<p>Ähnliche Meldungen:</p>
<p>- <a href="http://blog.dunia.de/2008/12/28/dunia-blog-verurteilt-die-luftangriffe-auf-den-gaza-streifen/" target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/blog.dunia.de');">Dunia-Blog verurteilt die Luftangriffe auf den Gaza-Streifen!</a></p>
<p>- <a href="http://en.timeturk.com/Israels-attack-a-blow-to-peace-13391-haberi.html" target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/en.timeturk.com');">Tayyib Erdogan: &#8220;Israel&#8217;s attack: a blow to peace&#8221;</a></p>
<p>-<a href="http://www.oic-oci.org/oicnew/topic_detail.asp?t_id=1712" target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.oic-oci.org');"> <span class="topic_title">The OIC Secretary General condemns the massacre perpetrated by Israel in Gaza and calls for a ministerial meeting</span></a></p>
<p><span class="topic_title">- </span><a href="http://www.hurriyet.com.tr/english/domestic/10654787.asp?scr=1" target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.hurriyet.com.tr');">Turkey condemns attacks on Gaza, urges Israel to halt operations</a></p>
<p>Zum Abschluss noch das hier, wobei ich nicht weiß, ob ich darüber lachen, oder weinen soll:<br />
<a href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Infoservice/Presse/Meldungen/2008/081227-BM-Lage-Gaza.html" target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.auswaertiges-amt.de');">Bundesminister Steinmeier besorgt über Lage im Gaza-Streifen</a></p>
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		<title>Vor dem Aufbruch kommt der Entschluss – Auf dem Weg nach Mekka und Medina</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 15:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hadsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile muss der Entschluss zur Teilnahme an der Pilgerfahrt sehr früh gefasst werden. Die Zahl der verfügbaren Plätze ist beschränkt, wer sich zu spät anmeldet, muss sich bis ins nächste Jahr gedulden. Ich habe mich bereits Ende Januar zur Hadsch eingeschrieben, einige Wochen später schon bekam man nur noch nur noch einen Platz auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile muss der Entschluss zur Teilnahme an der Pilgerfahrt sehr früh gefasst werden. Die Zahl der verfügbaren Plätze ist beschränkt, wer sich zu spät anmeldet, muss sich bis ins nächste Jahr gedulden. Ich habe mich bereits Ende Januar zur Hadsch eingeschrieben, einige Wochen später schon bekam man nur noch nur noch einen Platz auf der Warteliste.<span id="more-256"></span></p>
<p>Der Entschluss zur Teilnahme kam aber nicht erst im Januar. Im Januar bekam ich viel eher die Möglichkeit einen seit Jahren bestehenden Entschluss in die Tat umzusetzen. Die Pilgerfahrt nach Mekka, die Hadsch und der Besuch des Propheten in Medina sind Ereignisse, auf die sehr viele Muslime mit Sehnsucht warten.</p>
<p>Schon als Kind lernt man, dass die Pilgerfahrt eines der fünf Säulen des Islams ist. Fünfmal am Tag wenden sich Muslime Richtung Mekka, in Richtung der Kaba. Und jedes Jahr gibt es immer jemanden aus dem Bekanntenkreis, den man zur Hadsch verabschiedet und danach wieder empfängt.  Sehnsüchtig wird ihren Erzählungen gelauscht, ihrem Weg von der Haustür zum Flughafen, zu den heiligen Stätten gefolgt. Mit ihnen zusammen umschreiten wir  mental in der Tawaf die Kaba, folgen  den Spuren Hadschars zwischen den Hügeln Safa und Marwa , legen den Ihram an, verbringen die Nacht in Mina, stehen im Arafat-Tal zum Gebet.</p>
<p>Kaum einer bleibt zurück, dessen Herz bei diesen Schilderungen der Heimgekehrten nicht erzittert, der sich von der Atmosphäre, die die Hadschis mitgebracht haben, nicht anstecken lässt. Spätestes in diesem Augenblick fassen auch die letzten ihren Entschluss, so bald wie möglich auf die Hadsch zu fahren.</p>
<p>Jetzt geht es nur noch darum, auf die Gelegenheit an der Hadsch teilzunehmen hinzuarbeiten. Mir hat das Zuhören am Ende der letzten Hadschsaison gereicht, ich wollte die Fahrt endlich antreten. Vor elf Jahren war ich schon einmal in Mekka und Medina, aber nicht zur Hadsch. Es war nur eine kleine Umra, bei der gerade der Höhepunkt der Hadsch, der Aufenthalt in Arafat und die anschließenden Hadschrituale nicht durchgeführt werden. Und schließlich ist man auch nicht mit Millionen anderer Gläubiger bei der Umra zusammen.</p>
<p><a href="http://igmg.de/fileadmin/bilder/islam/mekke/kabe44.jpg"class="download"  onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/igmg.de');"><img class="float_right alignleft" src="http://igmg.de/uploads/RTEmagicC_kabe44.jpg.jpg" alt="" width="151" height="99" /></a>Elf Jahre sind eine lange Zeit. Die Erinnerung an diese erste Fahrt ist so gut wie verblasst. Nur noch die Sehnsucht ist geblieben. Ich weiß nicht was schwieriger ist, schon einmal dort gewesen zu sein und immer wieder dorthin zurückzuwollen, oder der ersten Fahrt entgegenzufiebern.</p>
<p>Nun mittlerweile habe ich mich angemeldet und die Teilnahmebestätigung ist auch angekommen. Ich werde mit der Pilgergruppe aus Hessen mitfahren, am 14. November 2008, einem Freitag werden wir inschallah von Frankfurt Richtung Dschidda losfliegen und dann weiter nach Medina, zu unserem 8-tägigen Aufenthalt in der Prophetenstadt fahren. <img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/c9da19da4b1a446e83b817bc6b8bfb45" width="1" height="1" alt=""/></p>
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		<item>
		<title>Neuer Hadsch-Blog auf igmg.de – Eindrücke aus Mekka und Medina</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 23:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abdulgani Engin Karahan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Hadsch]]></category>

		<category><![CDATA[hadsch-blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahrzehnten organisiert die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş für Mitglieder und andere Muslime die Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten des Islams. Tausende reisen aus Deutschland nach Mekka und Medina und treffen dort auf Millionen anderer Muslime. Und dieses Jahr bin ich einer dieser Hadsch-Reisenden.
Vier Wochen werde ich in Mekka und Medina sein, acht Tage in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-242" title="hadsch_blog-kabe-leadimage_300_200" src="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2008/11/hadsch_blog-kabe-leadimage_300_200.jpg" alt="" align="left" />Seit Jahrzehnten organisiert die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş für Mitglieder und andere Muslime die Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten des Islams. Tausende reisen aus Deutschland nach Mekka und Medina und treffen dort auf Millionen anderer Muslime. Und dieses Jahr bin ich einer dieser Hadsch-Reisenden.</p>
<p>Vier Wochen werde ich in Mekka und Medina sein, acht Tage in der Prophetenstadt, den größten Teil der Reise in Mekka. Den Propheten werde ich inschâallah in der Masdschid an-Nabawî und die Kâba in der Masdschid al-Harâm besuchen, auf den Pfaden der Offenbarung schreiten, dem Ruf Abrahams folgen.</p>
<p>Und ich werde über diese Erfahrung <span style="color: #000000;">werde ich auf dem <a href="http://www.igmg.de/hadsch-blog"title="Hadsch-Blog - IGMG"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.igmg.de');">Hadsch-Blog</a> der <a href="http://www.igmg.de"title="IGMG - Islamische Gemeinschaft Milli Görüs"  target="_blank" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.igmg.de');">IGMG </a>schreiben</span><a href="http://www.igmg.de/" onclick="javascript:urchinTracker ('/outbound/article/www.igmg.de');"></a>. Als igmg.de-Redaktion werden wir dieses Jahr unseren Lesern erstmals einen Hadsch-Blog anbieten. In diesem Blog wollen wir Ihnen die Pilgerfahrt, die Hadsch, von der Abreise bis zur Rückkehr darstellen, mit Bildern und kurzen Video-Clips die Stimmung in Mekka und Medina einfangen, in Beiträgen auch die spirituelle Erfahrung einer Hadsch vermitteln.<span id="more-239"></span></p>
<p>Der Hadsch-Blog dürfte sowohl für Muslime als auch Nichtmuslime interessant werden. Muslime werden hoffentlich ein Stück weit die Eindrücke, die Emotionen, die Hingebung der Pilger vor Ort teilen, ihre Sehnsucht zum Geburtsort des Islams zumindest etwas mit Bildern und Erzählungen von Mekka und Medina stillen – oder vielleicht erst wecken.</p>
<p>Für Nichtmuslime könnte der Blog die Möglichkeit bieten, einen besseren Einblick in eines der bedeutendsten Rituale der Muslime zu gewinnen. Einen Einblick, den die alljährlichen Fernsehbilder in den Nachrichten nicht gewähren können.</p>
<p>Im Hadsch-Blog wollen wir nicht nur die letzen Tage vor und nach Arafat, sondern den Weg dorthin, zum endgültigen Höhepunkt der Hadsch aufzeigen. Zweifellos wird es ein subjektiver Weg sein, der Weg des Autors, mein Weg. Meine Hadsch-Erfahrung wird sicherlich anderen Hadsch-Erfahrungen ähneln, aber sich dennoch von diesen Unterscheiden. Genauso wie andere Erfahrungen sich von meinen Erfahrungen unterscheiden werden. Auch die Wirkung auf die Leser wird nicht gleich sein, jeden soll der Blog von seiner jeweils eigenen emotionalen Warte abholen. Dies will ich jedoch nicht mit enzyklopädischen Detailinformationen, sondern viel eher mit einer Darstellung aller Aspekte meiner Hadsch-Reise erreichen.</p>
<p>Dem Geist eines Blogs entsprechend werden Sie als Leser natürlich auch die Möglichkeit bekommen, Kommentare zu hinterlassen. Eine Diskussion mit mir als Autor wird jedoch in der Regel leider nicht möglich sein. Man möge es mir nachsehen, dass ich in Medina möglichst viel Zeit in der Prophetenmoschee und in Mekka im Bajtullah verbringen möchte und nicht unbedingt vor dem Internet – dazu wird nach meiner Rückkehr sicherlich noch genug Zeit sein. Um das Einpflegen der Beiträge und die Moderation der Kommentare werden sich in der Regel die in Deutschland zurückgebliebenen Redaktionsmitglieder kümmern. Ihnen allen möchte ich jetzt schon recht herzlich danken. Ich bete zu Allah teala, dass er mir und allen anderen Pilgern die Hadsch-Fahrt erleichtert und mir oft genug die Möglichkeit gibt, Sie verehrte igmg.de-Leser, mit aktuellen Beiträgen auf diesem Hadsch-Blog zu versorgen.</p>
<p>Nun denn, Bismillah und</p>
<p><a href="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2008/11/telbiye_arapca_metin.jpg" ><img class="aligncenter size-full wp-image-240" title="telbiye_arapca_metin" src="http://islam-europe.org/wp-content/uploads/2008/11/telbiye_arapca_metin.jpg" alt="" /></a></p>
<p><strong><em>„Labbajk allâhumma labbajk - labbajka lâ scharîka laka labbajk – innal hamda wan nimata laka wal mulk – lâ scharîka lak.&#8221;</em></strong><strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em>„Hier bin ich, O Allah, hier bin ich - hier bin ich, es gibt keine Gottheit außer Dir, hier bin ich – alles Lob und alle Huld sind Dein, und alle Herrschaft – es gibt keine Gottheit außer Dir.&#8221;</em></strong></p>
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