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	<title>Janwillhaus.de</title>
	
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	<description>Die kleine große W-Haus Welt</description>
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		<title>Eigene Besuche für Google Analytics wirkungsvoll filtern</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 01:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Analytics]]></category>
		<category><![CDATA[PHP]]></category>

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		<description><![CDATA[Google Analytics ist eigentlich jedem Webmaster ein Begriff. Analytics bietet Zugriffstatistiken für Websites und ist in seinem Funktionsumfang geradezu unerreicht. Was mich bisher jedoch immer störte, war die fehlende Filterung der eigenen Aufrufe der Seite. Arbeite ich z.B. am Design der Seite, gehe ich immer Schritt für Schritt vor und betrachte alle paar Minuten meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2012/01/google-analytics-icon.png" alt="" title="google-analytics-icon" width="128" height="128" class="post-icon size-full wp-image-1098" /></p>
<p class="first-stanza">Google Analytics ist eigentlich jedem Webmaster ein Begriff. Analytics bietet Zugriffstatistiken für Websites und ist in seinem Funktionsumfang geradezu unerreicht. Was mich bisher jedoch immer störte, war die fehlende Filterung der eigenen Aufrufe der Seite. Arbeite ich z.B. am Design der Seite, gehe ich immer Schritt für Schritt vor und betrachte alle paar Minuten meine Werk. Das treibt an solchen Tagen natürlich die Page-Views nach oben und zerstört die Statistik. Die Filtermöglichkeiten die Google Analytics von sich aus bietet, reichen nicht über einen IP-Adressfilter hinaus und da sich diese dynamisch vom Internet-Provider zugeordnet wird, wirkt der Filter nur für die aktuelle Verbindung. Abhilfe schaffen hier jedoch 35 Zeichen PHP-Code.</p>
<p><span id="more-1066"></span>Die Seitenaufrufe werden durch Google Analytics mittels eines Tracking-Codes aufgezeichnet. Ein kleines Javascript lädt mit dem entsprechenden Account-Parameter alles nötige von den Google-Severn, um den Seitenbesucher „zu verfolgen“. Der hier beschriebene Workaround macht sich diesen Umstand zu Nutze: Wird der Tracking-Code gar nicht erst ausgeführt, werden auch keine Daten aufgezeichnet.</p>
<p>Die eigenen Aufrufe, die man ausschließen möchte finden immer im eingeloggten Zustand statt. Der Admin hat sich im Backend der Seite angemeldet und wird so auch von der WordPress-Engine behandelt. Der Login-Zustand ist also per PHP einfach abzufragen. Der übliche Tracking-Code von Google Analytics sieht wie folgt aus und wird nur noch um die korrekte Property-ID der Webseite erweitert.</p>
<pre class="crayon-plain-tag"><code>&lt;script type=&quot;text/javascript&quot;&gt;
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-1234567-8']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);
  (function() {
    var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
    ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
    var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
  })();
&lt;/script&gt;</code></pre>
<p>Vor und hinter dem Script gilt es nun die PHP-Abfrage zu öffnen und wieder zu schließen. Dies ist natürlich nur möglich, wenn der Tracking-Code manuell eingesetzt wird oder innerhalb eines Webmaster-Plugins modifizierbar ist. <strong>Für Plugins, die lediglich die Property-ID aufnehmen und das Skript automatisch beim Seitenaufruf erzeugen ist dieser Ansatz nicht geeignet.</strong> Ist der Code aber doch manuell vor dem Ende des head-Tag platziert wird ganz simpel davor und dahinter eingefügt:</p>
<pre class="crayon-plain-tag"><code>&lt;?php if (!$user_ID) { ?&gt;

&lt;script type=&quot;text/javascript&quot;&gt;
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-1234567-8']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);
  (function() {
    var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
    ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
    var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
  })();
&lt;/script&gt;

&lt;?php } ?&gt;</code></pre><p>
<p><strong>Et voilà. Der Tracking-Code wird nur noch ausgeführt, wenn keine User-ID gegeben ist, also kein Login stattgefunden hat. Alle angemeldeten Nutzer werden ab sofort von den Berichten in Analytics völlig ausgeschlossen, ganz gleich von welcher IP-Adresse sie verbunden sind.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die letzte Daseinsberechtigung der CD?</title>
		<link>http://janwillhaus.de/die-letzte-daseinsberechtigung-der-cd</link>
		<comments>http://janwillhaus.de/die-letzte-daseinsberechtigung-der-cd#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 23:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[AAC]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[iTunes Store]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst vor kurzem schrieb ich schon über das Sterben der optischen Datenträger. Die CD – und in Zeit den von High-Definition Video auch die DVD – erreichen langsam das Ende ihres Zyklus und das ist auch gut so. In einer vernetzten Welt ist kein Platz für Medien, die nicht on-demand verfügbar sind. Fordere ich etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="post-icon size-full" title="disc-icon" src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2012/01/disc-icon.png" alt="" width="128" height="128" />
<p class="first-stanza">Erst vor kurzem <a href="http://janwillhaus.de/das-ende-des-optischen-laufwerks">schrieb ich schon über das Sterben der optischen Datenträger</a>. Die CD – und in Zeit den von High-Definition Video auch die DVD – erreichen langsam das Ende ihres Zyklus und das ist auch gut so. In einer vernetzten Welt ist kein Platz für Medien, die nicht on-demand verfügbar sind. Fordere ich etwas an, soll es sofort verfügbar sein – das geht mit den harten Medien nicht. Doch noch ist für mich nicht Schluss mit den Silberlingen.</p>
<p><span id="more-1042"></span>Betrachtet man dabei lediglich sichtbare Qualität, so machen Musik-Downloads und Film-Streaming-Angebote schon heute Sinn. Sie erfüllen bestens ihren Zweck. Der iTunes stellt Songs in 256kBit/s-AAC zu Verfügung und ohne mehrere hundert Euro teures HiFi-Equipment wird man auch kaum einen Unterschied zu einer verlustfreien Aufnahme feststellen. Der Rationalist, der sich eher auf Zahlenwerte als auf die eigene Empfindung verlässt, hat einen anderen Standpunkt. Denn ohne zu behaupten, dass man sie hören kann: Es gibt rational unbestreitbare Qualitätseinbußen. Hält man unkomprimierte WAVE-Daten mit 44,1kHz (etwa 1100 bis 1400kBit/s) neben die 256kBit/s wirkt schon die Dateigröße geradezu mickrig. Und auch wenn nach unzähligen analytischen Hörmomenten noch immer kein Unterschied festzustellen ist – es bleibt für mich immer ein fader Beigeschmack, wenn ich Songs bei iTunes gekauft habe und sie mit voller Hingabe und Konzentration höre. In meinem Kopf steht dann immer eine Frage und diese lässt mich nicht mehr los:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ist da vielleicht jetzt grade irgendwas im Hintergrund, dass du nicht hören kannst, weil du so&#8217;n AAC geladen hast?&#8221;
</p></blockquote>
<p>Die Frage lässt mich dann tatsächlich auch nach unzähligen Malen des Hörens nicht mehr los. Immer wieder frage ich mich, ob ich nicht gerade etwas verpasse. Etwas, das den Song / das Album noch mehr für mich öffnen könnte, aber stattdessen unwiederbringlich der verlustbehafteten Komprimierung zum Opfer fiel. Das ist dann schon wieder gar nicht so rational, sondern eher sehr emotional und zugegebenermaßen auch etwas paranoid. Denn Fakt ist, dass trotz der Komprimierung nur minimale Informationen verloren gehen, die bewusst durch den Kodierer so gewählt werden, dass sie für das menschliche Ohr _eigentlich_ nicht wahrnehmbar – also quasi redundant sind. Eigentlich … Hmm, vielleicht aber doch und nun fehlen sie? </p>
<p>Und so wird aus bloßen Zahlen eine Unsicherheit, die mich letztlich ins Geschäft treibt, um die CD zu kaufen. Und da steh ich dann. Habe das Album zwei Mal gekauft und ärgere mich schwarz. So ging es mir schon öfter, und schon aus finanziellem Selbstschutz ist mittlerweile die CD wieder mein Medium der Wahl für Musik. Und dabei ist die schönere Aufmachung und eine schöne Sammlung keineswegs zweitranging. Denn das tolle Gefühl einer &#8220;Hard-Copy&#8221; fehlt bei Downloads völlig und kommt auch nicht wieder.</p>
<p>Erst heute hat Neil Young, der „Godfather of Grunge“ wirklich treffende Worte für die momentane Situation der Download-Medien gefunden: </p>
<blockquote><p>“It’s not that digital is bad or inferior, it’s that the way it’s being used isn’t doing justice to the art,” Young said. “The MP3 only has 5 percent of the data present in the original recording. … The convenience of the digital age has forced people to choose between quality and convenience, but they shouldn’t have to make that choice.”</p></blockquote>
<p>Und ich frage mich nun: Bin ich mittlerweile einer von wenigen, die sich Lossless-Downloads wünschen – sich für Qualität entscheiden – und ist es der Masse eigentlich egal? An dieser Stelle interessiert mich eure Meinung sehr. Wie handhabt ihr eure Musik-Einkäufe? Kauft ihr, wie ich, lieber ganz &#8220;Old-School&#8221; CDs, weil euch die Qualität nicht ausreicht? Oder reicht euch der iTunes Store vollkommen aus?</p>
<p>Loben möchte ich hier übrigens Bands wie Porcupine Tree. Über ihr Label und den eigenen <a href="http://www.burningshed.com/store/porcupinetree/">Online-Shop</a> stellen die Prog-Rocker zu vielen Alben auch Lossless-Downloads zur Verfügung. Die sind Qualitativ der CD dann ebenbürtig oder (mit teilweise 96kHz/24bit) sogar überlegen und kosten gleichzeitig oft weniger als die CD.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>John Mayer – Heavier Things</title>
		<link>http://janwillhaus.de/john-mayer-heavier-things</link>
		<comments>http://janwillhaus.de/john-mayer-heavier-things#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 00:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Albumvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[John Mayer]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem der großartigen Alben meiner Sammlung und diesem Eintrag beginne ich eine neue Reihe in meinem Blog: Meinen Album-Tipp! Dabei geht es mir nicht darum, einfach ein paar CDs runter zu rattern, sondern mit Herz und Verstand auch etwas Hintergrund zu vermitteln. Ich habe erst vor vielleicht einem Jahr wirklich begonnen aktiv CDs zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="post-icon size-full wp-image-924" title="heavier-things-icon" src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/12/heavier-things-icon.png" alt="" width="128" height="128" /></p>
<p class="first-stanza">Mit einem der großartigen Alben meiner Sammlung und diesem Eintrag beginne ich eine neue Reihe in meinem Blog: Meinen Album-Tipp! Dabei geht es mir nicht darum, einfach ein paar CDs runter zu rattern, sondern mit Herz und Verstand auch etwas Hintergrund zu vermitteln. Ich habe erst vor vielleicht einem Jahr wirklich begonnen aktiv CDs zu sammeln. Und mit fast jedem Album im Regal (und in der kurzen Zeit haben sich bereits etwas mehr als 100 Exemplare angesammelt) verbinde ich etwas oder kann zumindest grob sagen, wie und warum es mir gefallen hat — etwas das ich mit meinen Songs aus dem iTunes Store nie konnte. Und weil durch die Sammlerei eine neue Leidenschaft ihren Weg gefunden hat, will ich diese nun weitergeben und ein bisschen Mut machen, mal wieder eine CD zu kaufen. Und ein guter Anfang war für mich John Mayers „Heavier Things“.</p>
<p><span id="more-975"></span>Seit April 2011 besitze ich diese CD und sie ist mir eine der allerliebsten. Kaum ein anderer Künstler hat es bisher geschafft mich so zu berühren und zu faszinieren wie John Mayer. Seine Musik ist für mich einzigartig; von Leichtigkeit und doch unglaublicher Komplexität. Das zeigt sich sowohl musikalisch als auch lyrisch. Die Texte von Mayer sind von großer emotionaler Tiefe und das hört man auch.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-980" title="john-mayer-guitar" src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/12/john-mayer-guitar.jpg" alt="" width="500" height="511" /></p>
<h3>An artistic overview</h3>
<p>John Mayer schreibt selbst. Er ist ein Singer/Songwriter wie er im Buche steht und man hört, wie viele eigene Geschichten in seinen Songs stecken. Grundsätzlich wird er dem Pop/Rock zugeschrieben. Doch vermehrt findet man auch große Blues-Rock-Einflüsse in seiner Musik.</p>
<p>2001 erschien Mayers erstes Studioalbum, zunächst lediglich als Online-Veröffentlichung. „Room for Squares“ wurde kurz nach der Übernahme von Mayers Plattenlabel durch Columbia Records neu aufgelegt und erschien dann auch auf klassischen Medien. Ende 2002 hatte John Mayer so zahlreiche Radio-Singles in den Charts, darunter „No Such Thing“, „Your Body Is a Wonderland“ und „Why Georgia“. Besonders „Your Body Is a Wonderland“ erlangte auch in Deutschland großen Erfolg und schaffte es in den deutschen Charts auf Platz 51. Es hielt sich dort für 9 Wochen und ist damit so erfolgreich wie kein anderer Mayer Song.</p>
<p>Obwohl Mayers erstes Album noch sehr deutlich im Pop-Rock/Acoustic-Pop angelegt war, zeigte er auch an anderen Genre immer reges Interesse. 2007 gab es sogar mal eine Kooperation mit dem Rapper Kanye West. Doch Mayers Ziel war eher der Blues. Ab 2005 arbeitete er zunehmend mit Blue-Koriphäen wie B.B. King und Eric Clapton zusammen und musizierte auch mit Jazzern wie John Scofield und Herbie Hancock. Auch eine eigene Blues-Combo entstand und als „John Mayer Trio“ treten Schlagzeuger Steve Jordan und Basser Pino Palladino mit Mayer auf. In diesem Zusammenhang ist besonders die „Where The Light Is“ Konzert-DVD zu erwähnen, die sicher in einem zukünftigen Artikel Beachtung finden wir. Hier spielt die drei „Inkarnationen“ seiner Musik auf einem einzigen Konzert. Auf einige seiner besten Songs in rein akustischer Fassung folgen so 8 Titel des „John Mayer Trio“ und zeigen das Potential von Mayer außerhalb von starren Pop-Rock-Songstrukturen — er präsentiert sich als Meister der Improvisation:</p>
<div style='text-align:center;'>
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</div>
<p><a title="Heavier Things: John Mayer: Amazon.de: Musik" href="http://www.amazon.de/Heavier-Things-John-Mayer/dp/B0000CDUHZ/" target="_blank">„Heavier Things“</a> ist John Mayers zweites Album und wurde im September 2003 veröffentlicht. Es gehört wohl noch ins Pop-Rock Genre, doch das macht das Album nicht weniger interessant oder gut. Von vielen Kritikern wird es auch nach zwei weiteren Studioalben nach wie vor als Mayers bestes Werk angeführt. Dies lässt natürlich die Unvergleichbarkeit der Alben durch den großen musikalischen Wandel untereinander völlig außer Acht, hat aber trotzdem einen Funken Wahrheit an sich.</p>
<p>Das Album ist mit etwa 46 Minuten und 10 Songs angenehm lang. Genau richtig für die musikalische Aufmerksamkeitsspanne. Es startet spannend und endet ruhig, geht dazwischen aber deutlich nach vorne. Und all das will ich im Folgenden genauer betrachten.</p>
<h3>Track by track</h3>
<ol id="trackbytrack">
<li>Clarity
<p class="rating">★★★★★</p>
</li>
<p>Ein wundervoller Opener für ein wundervolles Album. Nur ausgehend von Klavier, Bassdrum-Track und Klatschen auf 2 und 4 lässt es sich wunderbar leicht einsteigen und Clarity überzeugt durch eben solche Klarheit und ein Gefühl der Leichtigkeit. Schließt man die Augen findet man sich schwerelos zwischen dem Bassdrum-Track, dem Klavier und Mayers sanfter Stimme. Der Song scheint sehr Tief mit viel Raum, in dem sich der Klang langsam ausbreitet, immer steigernd und um Instrumente wachsend. Leichtfüßig gesellt sich Mayers Akustikgitarre dazu und wird zum ersten Interlude begleitet von elektrischen Gitarrenklängen.</p>
<p>Der Refrain lässt bereits vermuten wohin das Album gehen soll: mit mehr Drive nach vorne. Und zur zweiten Strophe gesellen sich sogar noch Bläser dazu. Trotz breiter Instrumentierung verliert Clarity aber nicht an Klarheit sondern bleibt schön durchsichtig und leichtgängig. Für einen kleinen Break wird dann noch mal nur auf Bläsersatz reduziert, um dann zum Ende zu kommen. Über einem Doppelrefrain mit ganzer Instrumentierung kommt dann der Fade-Out und lässt den Song so leicht in Erinnerung bleiben, wie er begann. So als würde er in die Ferne davonschweben.</p>
<p>Clarity ist einer der stärksten Songs gleich zu Beginn und macht große Freude und Lust auf mehr. Song 2 kann man dann kaum noch erwarten …</p>
<li>Bigger than my body
<p class="rating">★★★★☆</p>
</li>
<p>Es geht los mit Druck! Die Leichtigkeit von Clarity weicht dem bodenständigen Groove von Bigger than my body, begleitet von leichten Synths. Das Intro ist langgezogen und bleibt bis in die erste Strophe, die erst ab der Hälfte „ausgewachsen“ ist. Im Refrain wirkt der Song dann geschlossen, mit viel Kraft nach vorne und fällt in der nächsten Strophe wieder fast auf Intro-Klangbild zurück. So bildet sich ein schönes Wechselspiel zwischen dem stampfenden Schlagzeug-Beat und der im Refrain überfliegenden Gitarren. Kräftig ist auch die Bassspur. Sie wirkt rau, fast ein bisschen dreckig, aber nicht verzerrt. Sie wechselt in Strophen zwischen tiefen Bassphrasen und oktavierten Stellen und schafft so weitere Abwechslung, während es im Refrain straight nach vorne geht.</p>
<p>In der Bridge wandelt sich der Song nochmals völlig. Auf Bass und Schlagzeug laufen nur noch Synthie-Sounds und Mayers Gesang. Nach einem letzten „Aufbäumen“ zum Refrain bricht der Song wieder runter auf Intro-Stimmung und endet langsam auslaufend in dieser. Bigger than my body ist eingängig und gut gelaunt. Trotz Eingägigkeit ist er technisch nicht einschläfernd und erfreut auch mit Abwechslung.</p>
<li>Something&#8217;s missing
<p class="rating">★★★☆☆</p>
</li>
<p>Mit diesem Song präsentiert sich Mayer erstmals in nachdenklicherer Stimmung. Es geht nicht mehr nur um Druck und Drive nach vorn. Stattdessen ist der Gesang nun zentral und die Instrumentierung entsprechend reduziert und zurückhaltend. Die Funk-Gitarre begleitet Mayers Text ebenso wie wabernde Gitarren-Pads; im Refrain stößt auch eine Orgel dazu und gibt etwas mehr Hintergrund.</p>
<p>Die Strophen sind allesamt wie beschrieben reduziert, erleben aber trotzdem chronologischen Aufbau. Die Pattern der Gitarre werden zwar nur minimal komplexer, tragen aber zum Anstieg des Songs bei. In einem weiteren Durchlauf des Refrains präsentiert sich auch dieser auf Strophen-Niveau reduziert und stellt die Textzeilen auch hier nun vollkommen in den Vordergrund.</p>
<p>Das Outro ist besonders in die Länge gezogen und gibt sich mit einer gesanglichen Aufzählung und schließlichem Fade-Out. Die Aufzählung „beendet“ die Geschichte des Songs. Mayer zählt auf, was er denn alles hat, was ihm also nicht fehlt, ohne dabei ein Ende zu finden – der Fade-Out lässt die nicht enden wollende Aufzählung erkennen. „Friends, check. Money, check. A well slept, check. Opposite sex, check. Guitar, check. Microphone, check. Messages waiting for me, when i come home, check.“ Was ihm fehlt, weiß er nicht und doch fehlt es.</p>
<li>New deep
<p class="rating">★★★★☆</p>
</li>
<p>Mit gezupfter E-Gitarre eröffnet Mayer einen fröhlichen Song. Er ist tatsächlich etwas seicht und ohne viel Tiefe, doch vielleicht macht gerade das ihn so schön. Er geht leicht in die Ohren und spielt munter vor sich hin, ohne zu viel vom Hörer zu fordern. Er wartet mit ähnlicher Leichtigkeit auf wie schon zuvor Clarity und auch im Text spiegelt sich dies wieder: </p>
<blockquote><p>Cause ever since I tried,<br />
trying not to find<br />
every little meaning in my life,<br />
it&#8217;s been fine.<br />
I&#8217;ve been cool<br />
with my new golden rule</p>
<p>Numb is the new deep.<br />
Done with the old me.<br />
And talk is the same cheap it&#8217;s been.</p></blockquote>
<p>Mit diesem Song fällt es leicht, nicht alles ernst zu nehmen. Abprallen zu lassen. Taub zu sein für das Gerede. Nicht mal die Analyse will man da besonders aufwändig gestalten, sondern genießt einfach die kleine Instrumentierung, ohne viel Hokus Pokus, während der Song langsam dahinplätschert.</p>
<li>Come back to bed
<p class="rating">★★★★★</p>
</li>
<p>In aller Leichtigkeit geht es auch weiter, aber weniger nur fröhlich als zufrieden. Die Strukturen sind wieder klar und offen, der Song ist langsam und entspannend. In den Strophen wird Mayers Gesang minimal von Gitarrenklängen umspielt, das Schlagzeug spielt dezent nebenher.</p>
<p>Zum ersten Mal gibt es auch richtiges Gitarrensolo, doch auch dieses ist sehr reduziert und eher entspannt – jedenfalls für die erste Hälfte. Danach geht der Song auf, eine Hammond tritt deutlich ins Bild und das Gitarrensolo gewinnt an Herzblut. Es folgt noch ein Refrain und dann ein Outro, das von Mayers E-Gitarre solistisch bedeckt wird und zum Schluss in sich zusammenfällt und nur noch Rhythmus-Gitarre und Mayer übrig lässt.</p>
<li>Home life
<p class="rating">★★★★☆</p>
</li>
<p>Home life sticht auf diesem Album vor allem musikalisch heraus. Die Stimmung ist unklar und im Grunde leicht disharmonisch. Erst im Interlude löst sich dies auf und die Bridge gibt dann endlich greifbares Strukturen preis. Insgesamt ein schöner Song, der aber mysteriös wirkt.</p>
<li>Split screen sadness
<p class="rating">★★★★☆</p>
</li>
<p>Split screen sadness beschreibt für mich immer die Geschichte einer Fernbeziehung und damit springe ich gleich zur Interpretation. Sie leiden unter der Entfernung und Mayer scheint es zu beenden. Doch er bereut es und ruft seine Liebe an, die dann aber auflegt.</p>
<blockquote><p>I called because I just<br />
need to feel you on the line.<br />
Don&#8217;t hang up this time.<br />
And I know it was me who called it over but,<br />
I still wish you&#8217;d fought me &#8217;til your dying day.<br />
Don&#8217;t let me get away.</p></blockquote>
<p>Entsprechend ruhig ist der Song, er kommt von Herzen und das spürt man. Eine Orgel steht in der Instrumentierung ganz im Vordergrund und begleitet Mayer die ersten Takte allein. Der Song ist träumerisch und trotz eher positiver Grundstimmung doch sehr nachdenklich.</p>
<li>Daughters
<p class="rating">★★★★★</p>
</li>
<p>Zu der akustischen Ballade Daughters erzählte John Mayer selbst auf dem VH1 Storytellers 2011 Konzert die Geschichte des Songs die ihn am besten charakterisiert und die Emotionen beschreibt die darin stecken:</p>
<blockquote><p>I think I had an experience that a lot of guys had: I loved I girl a lot and she couldn&#8217;t trust men. And if you trace it back is to why it&#8217;s the first man in her life she couldn&#8217;t trust. And I know this song called daughters sounds a lot like I&#8217;m just sitting around the house, spit balling, coming up with some nice lofty things to sing about, but it really is the result of having traced it backwards, trying to figure out how i could probably love this person. And the answer is you can&#8217;t, because someone else didn&#8217;t before you.</p>
<p>I know, … „What does he know? What does this 24 year old kid know about having kids?“ … I don&#8217;t, but … I would liked to have in that situation and could really get it through like „I&#8217;m not gonna hurt you. I&#8217;m gonna do the opposite“. […]</p>
<p>And I&#8217;m really singing to a girl. I&#8217;m like „fathers be good to your daughters, because I can&#8217;t love this girl.“ When I meet one more beautiful woman with daddy issues, I swear to God I&#8217;m just gonna go insane …</p></blockquote>
<li>Only heart
<p class="rating">★★★★★</p>
</li>
<p>Nach einigen ruhigeren Tönen legt Mayer nun wieder mehr Drive an den Tag. Ein treibender, dreckiger Schlagzeug-Groove eröffnet Only heart und der Song bleibt bis zum Refrain eher in reduziert rockiger Grundstimmung. Im Refrain geht das Ganze dann auf und das Klangbild füllt sich mit mehr Gitarrenklängen und einer zweiten Stimme für Mayers Texte. Only Heart wartet auch mit einem ausgedehnten Solo auf, das perfekt in die Szenerie passt. Leicht verzerrter Sound und tolle Phrasen machen es zum Highlight des Songs und den Song selbst zu einem Highlight der ganzen Platte.</p>
<li>Wheel
<p class="rating">★★★★★</p>
</li>
<p>Wheel is sehr ruhig und melancholisch und hinterlässt das Album formvollendet. Ähnlich wabernde Gitarren wie schon in Clarity schließen den Kreis und nach einem tollen Hörerlebnis bleibt nun die herzliche Entlassung. Der Song hat keine großen Überraschungen zu bieten und ist trotzdem wunderbar sanft und man kann sich an vielen sanften Phrasen der Gitarre erfreuen. Sie wirken ein wenig wie improvisiert. Man stellt sich vielleicht Mayer auf der heimischen Couch vor, wie er vor sich hin klimpert (was im Übrigen gar nicht so sehr aus der Luft gegriffen ist – weite Teile des ganzen Albums wurde in seinem New Yorker Apartment aufgenommen).</p>
</ol>
<p>Insgesamt ist Heavier Things also ein Album voller Emotionen und brillant geschriebener Musik und Texte. Auch die Produktion ist hervorragend und die Songs sind allesamt ausgewogen und schön arrangiert. Wem Singer/Songwriter-Musik gefällt und wer mit teils tiefsinnigen Texten etwas anfangen kann findet hier sicher was. </p>
<p><strong>Und nun bitte ich ums Aufzeigen: Mich interessiert nicht nur wie Kennern das Album gefällt sondern auch wie mein Review bei den Leuten ankommt. Das Rezensieren ist etwas ganz neues für mich und ich hoffe der Stil sagt euch zu.</strong></p>
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		<title>iTunes Match – Ein erster Bericht</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 13:24:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen hat Apple sein de facto Konkurrenzprodukt zu Google Music vorgestellt und nachdem ich mir auch schon Google Music vor ein paar Wochen ansah muss nun auch Apples Version der „Music in der Cloud“ her. Das Konzept ist dabei ein völlig anderes, denn statt die komplette Musiksammlung hochzuladen (soweit möglich), verwendet iTunes Match [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/12/itunes-match-icon1.png" alt="" title="itunes-match-logo" width="128" height="76" class="post-icon size-full wp-image-924" />
<p class="first-stanza">Vor einigen Tagen hat Apple sein de facto Konkurrenzprodukt zu Google Music vorgestellt und nachdem ich mir auch schon <a href="http://janwillhaus.de/denkansatz-zu-google-music-mit-flac-aber-ohne-alac" title="Denkansatz zu Google Music mit FLAC aber ohne ALAC">Google Music vor ein paar Wochen ansah</a> muss nun auch Apples Version der „Music in der Cloud“ her. Das Konzept ist dabei ein völlig anderes, denn statt die komplette Musiksammlung hochzuladen (soweit möglich), verwendet iTunes Match überall wo es geht, die Songs aus dem iTunes Store und lädt nur die nicht dort gefundenen Musiktitel des Nutzers hoch. Dafür kostet das Abonnement für iTunes Match auch 25€ im Jahr.</p>
<p><span id="more-943"></span>Nachdem das jährliche Abo fürs erste bezahlt ist, beginnt iTunes Match sogleich mit der Arbeit. Die gesamte Mediathek wird gescannt und dann mit dem iTunes Store abgeglichen; was dort vorhanden ist, muss nicht hochgeladen werden und kann in der „iTunes Plus“-Qualität (256kBit/s AAC) verwendet werden. Alles was der Store nicht im Repertoire hat wird im Anschluss dann auf die Server von Apple geladen und steht dann zum Abruf bereit – und das im Grunde von überall.</p>
<p>Man darf dabei jedoch nicht vergessen, dass es sich um das, mich komfortable und für andere verstörend geschlossene, Apple Universum handelt: iTunes Match funktioniert außerhalb von iTunes nur über die iDevices, ist dafür auf iPhone, iPod touch und iPad jedoch tief integriert. Sobald ich am iPhone den Haken für iTunes Match in den Einstellung setzte begann der Abgleich auch hier. Dies bedeutet in erster Linie vor allem „Austausch“ der aus iTunes synchronierten Musik mit der „aus der Cloud“. Einen Synchronisationsvorgang der Musik gibt es in Zukunft für das Gerät also nur noch mit den Apple Servern, was den wirklich alleinigen Betrieb das iPhones ermöglicht. Es ist nicht mehr erforderlich einen Computer mit iTunes zu betreiben. Alle Daten, Musiktitel und Backups werden mit den iCloud-Servern abgeglichen. Hier zeigt sich wieder einmal wie einmalig tief die Integration von Funktionen im Apple Universum ist. Die von Steve Jobs so gepriesene „End-to-End User Experience“ wird voll ausgespielt. Der Nutzen den die 25€ p.A. wirklich bieten wird jedoch erst auf den zweiten Blick deutlich.</p>
<p><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/12/itunes-clouds.png" alt="" title="itunes-clouds" width="320" height="480" class="aligncenter size-full wp-image-959" /></p>
<p>Was nämlich aussieht wie ein überflüssiges Abgleichen von Musik mit einem Server völlig ohne Sinn, entpuppt sich sowohl als Backup-Lösung für die Mediathek, als auch zu einer bequemen Möglichkeit immer alle Musik unterwegs abrufbar zu haben. Da alle Songs der Mediathek immer auch auf den Servern von Apple liegen, existiert immer ein vollständiges Backup der Sammlung. Geht die Mediathek des Rechners verloren lassen sich alle Songs aus der Cloud wieder nachladen. Will ich außerdem noch unterwegs einen Song / ein Album / eine Wiedergabeliste hören, die ich gar nicht aufs iDevice synchronisiert habe, kann ich ohne Weiteres die Songs herunterladen. </p>
<p><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/12/cloud-downloads1.png" alt="" title="cloud-downloads" width="320" height="480" class="aligncenter size-full wp-image-957" /></p>
<p>Music on Demand also! Und was die Geschwindigkeit anbelangt kann man hier zumindest bei 3G-Netz nicht klagen. Ist dieses verfügbar klappt das Abspielen etwa eine Sekunde nach dem Antippen des Songs. Es fühlt sich so an, als wäre der Song lokal abgespielt worden. Und tatsächlich ist dies im Grunde der Fall: Der Titel wird komplett heruntergeladen, sofort mit den ersten empfangen Bytes abgespielt und verbleibt auch bis zur forciert manuellen Löschung auf dem Gerät. Es handelt sich also nicht um ein reines Streaming, sondern um einen Download mit gleichzeitigem Abspielen. Ist man mit dem iPhone/iPad nur mit EDGE unterwegs ist iTunes in der Cloud nicht so recht zu gebrauchen. Das Abspielen startet erst einige Minuten nach dem Start der „Wiedergabe“. Das ist unterwegs nur zu gebrauchen, wenn man plant ein Album komplett durchzuhören ohne zu springen o.ä.</p>
<p>Wofür iTunes Match nun auch schon über einschlägige Kreise hinaus bekannt ist, ist wohl das „Legalmachen“ der geklauten Musik. Das ist zwar rechtlich nicht der Fall, denn das Abgleichen in die Cloud führt noch nicht zum Erwerb der Rechte an der Musik. Dennoch erhält man so einen Freibrief zum erneuten Laden der zuvor noch illegal akquirierten Titel – und das für 25€. Theoretisch ist dieser Umstand sogar rechtlich abgedeckt, <a href="http://www.computerbild.de/artikel/avf-Tipps-Audio-iTunes-Match-Freispruch-fuer-Filesharer-6304786.html" title="iTunes Match jetzt auch in Deutschland: Freispruch für Filesharer?">70% der 25€</a> führt Apple nicht nur als Tantiemen, sondern auch zur Deckung von Urheberrechtsverletzungen an die Rechteinhaber/Label ab.</p>
<p><strong>Die Frage bleibt, ob man für sich selbst einen Komfortdienst in iTunes Match sieht oder es für überflüssig hält. Ich jedenfalls hatte ein großartiges Gefühl, als ich mich unterwegs kurz ärgerte, dass ich ein tolles Album nicht auf dem iPhone hatte und wenige Sekunden danach die iPod-App aus der Cloud abzuspielen begann!</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Denkansatz zu Google Music mit FLAC aber ohne ALAC</title>
		<link>http://janwillhaus.de/denkansatz-zu-google-music-mit-flac-aber-ohne-alac</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:58:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[ALAC]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[FLAC]]></category>
		<category><![CDATA[Google+]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hat Google seinen Musikdienst Google Music aus der closed-beta-Phase entlassen. Google Music ist eine feine Sache und ermöglicht den Upload der eigenen Musiksammlung »in die Cloud«. Von dort kann man sie dann überall anhören, herunterladen und auch auf mobile Geräte streamen. Dabei unterstützt Google Music eine Hand voll Audiocodecs für den Upload der Musik. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/11/google-music-icon.png" alt="" title="google-music-icon" width="128" height="128" class="post-icon size-full wp-image-924" />
<p class="first-stanza">Heute hat Google seinen Musikdienst Google Music aus der closed-beta-Phase entlassen. Google Music ist eine feine Sache und ermöglicht den Upload der eigenen Musiksammlung »in die Cloud«. Von dort kann man sie dann überall anhören, herunterladen und auch auf mobile Geräte streamen. Dabei unterstützt Google Music eine Hand voll Audiocodecs für den Upload der Musik. Mit dabei sind AAC, OGG, WMA und der Lossless-Codec FLAC, die allesamt zu MP3 transcodiert werden, bevor sie zu Goole Music hochgeladen werden. Die Datenbank bei Google soll also grundsätzlich auf dem MP3-Codec aufsetzen. Das automatische Transcodieren ist dabei sehr hilfreich. Lediglich der Erhalt der Qualität ist dabei bedenklich, da es sich bei den meisten Formaten um ohnehin schon verlustbehaftete Kompressoren handelt und ein erneutes Recodieren den Qualitätsverlust noch verstärkt. Ideal sind also MP3s (die ja nicht recodiert werden) oder verlustfrei komprimierte FLACs. Was hingegen nicht an Bord ist: Apples Lossless-Codec ALAC und da frage ich mich doch warum …</p>
<p><span id="more-919"></span>Traurig ist: Google Music ist zwar fähig FLAC-Files vor dem Upload zu konvertieren und sie so kompatibel zu machen, schafft das Gleiche jedoch nicht mit ALAC-Dateien. Und das obwohl Apples Lossless Audio Codec seit kurzem auch als Open Source Software verfügbar ist.</p>
<p>Das ist besonders schade, da ALAC grundsätzlich ein größeren Marktanteil hat, als FLAC: Apple hält in der Sparte MP3-Player mit <a href="http://tnw.co/nubMbJ">300 Millionen verkauften iPods einen Marktanteil von 78%</a>. Jedes dieser Geräte unterstützt ALAC. Selbst wenn man davon ausgeht, dass _alle_ anderen MP3-Player am Markt FLAC abspielen können (was reell nicht der Fall ist), ergäbe das bei 22% restlichem Marktanteil also etwa 85 Millionen Geräte.</p>
<p>Seit Version 3.1 unterstützt <a href="http://www.ubergizmo.com/2011/05/android-3-1-now-plays-flac-audio-natively/">Googles Android auch nativ FLAC-Files</a>. Man kann also grob noch <a href="http://bit.ly/rJmcfL">200 Millionen Android-Devices</a> aufaddieren. Jedoch unterstützen Apples iPhone und iPad jeweils auch ALAC. Da momentan etwa <a href="http://bit.ly/eFcvRU">100 Millionen iPhones</a> und allein <a href="http://bit.ly/hCLTyh">im ersten Jahr 15 Millionen iPads</a> verkauft wurden, stehen im mobilen Bereich den 285 Millionen FLAC-Abspielern mehr als 415 Millionen ALAC-unterstützende Geräte gegenüber.</p>
<p><strong>Geht man also rein hypothetisch davon aus, durch dieses Verhältnis die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass die Menschen ALAC- statt FLAC-Files besitzen, lässt Google Music sich durch die fehlende Unterstützung so manchen Kunden entgehen. Kann man ja mal drüber nachdenken.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mac-Pflichtprogramm: Time Machine Backup [Update #1]</title>
		<link>http://janwillhaus.de/pflichtprogramm-das-time-machine-backup</link>
		<comments>http://janwillhaus.de/pflichtprogramm-das-time-machine-backup#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 11:55:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Backup]]></category>
		<category><![CDATA[Mac]]></category>
		<category><![CDATA[Time Machine]]></category>

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		<description><![CDATA[Fragt mich jemand nach den Vorteilen eines Mac gibt es da einige Punkte, die ich immer wieder und auch nach Jahren noch nenne, weil die Plattform für mich einfach eine Zahl von Funktionen mitbringt, die es auf anderen Plattformen – vor allem in einer ähnlich einfachen Umsetzung – so nicht gibt. Und nicht zuletzt fallen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/11/time-machine-icon.png" alt="" title="time-machine-icon" width="128" height="128" class="post-icon size-full wp-image-889" /></p>
<p class="first-stanza">Fragt mich jemand nach den Vorteilen eines Mac gibt es da einige Punkte, die ich immer wieder und auch nach Jahren noch nenne, weil die Plattform für mich einfach eine Zahl von Funktionen mitbringt, die es auf anderen Plattformen – vor allem in einer ähnlich einfachen Umsetzung – so nicht gibt. Und nicht zuletzt fallen dabei die Wörter »Time Machine«, die systemeigene Wiederherstellungssoftware von OS X. Etwas beunruhigend ist jedoch, dass für viele der Backup-Plan nicht ganz so obligatorisch zu den unverzichtbaren »Pros« der Mac-Umgebung zu gehören scheint – jedenfalls so lange, bis sie es mal brauchen könnten.</p>
<p><span id="more-884"></span>Für mich ist das Time Machine Backup Pflicht. Die persönlichen Inhalte auf dem Computer sind nämlich ständig bedroht und das gilt sowohl für stationäre Macs als auch für mobile. Aus meiner »Geek-Zeit« weiß ich noch genau, wie schnell das Leben einer Festplatte unerwartet zu Ende gehen kann und wie zerstört man selbst dann vor dem Rechner sitzt und trotz tausend geekigen Ideen am Ende nur eins hilft: Alles neu aufsetzen und von Null beginnen. Was zurückbleibt ist dann das einschneidende Gefühl, grade Inhalte von hohem ideellen Wert verloren zu haben. Ob das nun unzählige Fotos oder Videos der letzten Jahre sind oder die mittlerweile mehrere Gigabyte umfassende Musiksammlung, die wohlmöglich nicht auf CD-Rips sondern auf z.B. iTunes Downloads basiert – Es tut weh. Wer einmal so etwas mitmacht ist danach geimpft und so bin ich es auch.</p>
<p>Als ich noch Windows-Nutzer war, gab es nur ein sehr manuelles Backup-System. Die Ordner der Bildersammlung und der iTunes-Mediathek waren manuell auf einer zweiten Festplatte gesichert. Das bedeutete einen immensen Aufwand, wenn sich der Inhalt der Ordner veränderte und somit blieb es oft bei höchstens monatlichen Sicherungskopien, was mich im Falle eines Festplatten-Crashs immerhin noch um einige Tage zurückwerfen würde. </p>
<p>Was mich seither in puncto Einfachheit tief beeindruckt hat, ist Apples Time Machine und mit meinem ersten aktuellen Mac im Februar 2010 war es für mich sonnenklar, auch ein Time Machine Backup einrichten zu wollen. Und somit war ich bereits ab dem ersten Tag per externer USB-Festplatte abgesichert. Einen tollen <a href="http://www.macuser.de/forum/f74/windowser-macos-wechseln-495878/index5.html#post5708734">Vergleich zur Handhabung von Backups</a> fand ich damals im Macuser.de-Forum, eigentlich in einem anderen Zusammenhang, aber »das Szenario« setzte sich in meinem Kopf fest: </p>
<blockquote>
<h2>Das Szenario:</h2>
<p>Mein Vater bekommt von mir gesagt: &#8220;Hey Papa, mach mal ein Backup deiner Fotos, weil der Computer kann plötzlich kaputt sein und dann ist alles weg&#8221;. Resultat: Papa hat Panik und sucht sich eine Backup-Lösung. Das Beispiel geht also von einem eher unbedarften User aus, dem aber <i>etwas</i> Computerkompetenz zuzutrauen ist.<br />
Das verläuft fiktiv in etwa so: </p>
<h2>Windows:</h2>
<p>Papa geht in Fachgeschäft, lässt sich irgendeine Backup-Software aufschwatzen, installiert diese und ist mit der Konfiguration überfordert. Er lässt also alles in den Standardeinstellungen und begeht dabei den Fehler, dass er das Backup auf die Systempartition sichert.</p>
<h2>Linux:</h2>
<p>Papa hat nicht die geringste Ahnung, wo und in welcher Richtung er suchen muss. Mittels Google kommt er bestenfalls auf Schlagworte wie &#8220;Bash-Script&#8221;, &#8220;cp &#8211; R&#8221; und &#8220;rsync&#8221;, weiß aber nicht viel damit anzufangen. Das Ergebnis: Entweder er gibt frustriert auf oder findet jemanden, der sich damit auskennt, mit anderen Worten: die Sache bleibt leider an mir hängen!</p>
<h2>Mac OSX:</h2>
<p>Papa geht in einen Apple Store, Gravis etc. und lässt sich dort eine externe Festplatte aufschwatzen. Er geht heim, stöpselt die Festplatte dran und schaltet auf Anraten des Store-Mitarbeiters die Time Machine ein.<br />
Da ist OS X definitiv die beste Lösung. Und wenn man &#8220;Experte&#8221; ist und sich das Konzept hinter Time Machine mal genauer anschaut, muss man sogar eingestehen, dass die ganze Sache technisch wirklich durchdacht und sauber gelöst ist &#8211; für den Privatanwender, der sich nicht wirklich damit beschäftigen will, würde ich sogar das Schlagwort &#8220;optimal&#8221; verwenden. Sogar wenn Papa gar keine Ahnung hat, wovon ich spreche, ist Time Machine die beste Lösung, denn sie bedeutet für mich, der als &#8220;Fachmann&#8221; herhalten kann, dass ich 3 Minuten an seinem Mac verbringe und dann in Ruhe mit Papa einen Kaffee trinken kann!</p></blockquote>
<p>Dies zeigt für mich nicht nur ein weiteres Mal die Überlegenheit des Macs in Sachen Usability, sondern auch wie einfach man es mit einem Backup-Plan haben kann! Wer sich wirklich nicht mit der Sicherung des Macs beschäftigen will, geht einfach ins Fachgeschäft, kauft sich eine Festplatte, schließt diese an und OS X fragt direkt, ob diese als Time Machine Ziel verwendet werden soll. Die Sicherung findet dann immer völlig ohne Beaufsichtigung statt und man kann sich wieder den wirklich wichtigen Dingen widmen. Dabei ist es sogar egal, ob die Festplatte dauerhaft angeschlossen ist, was besonders für Nutzer eines MacBooks interessant ist. Es reicht einfach hin und wieder zu Hause mal die Platte anzuschließen und man kann ruhigen Gewissens das Laptop auch in »den rauen Alltag vor der Haustür« mitnehmen.</p>
<p>Bei solch überwältigender Einfachheit kann ich kaum nachvollziehen warum nicht einfach jeder Mac-User ein Time Machine Backup anlegt. Der einmalige finanzielle Aufwand von ~50€ für eine externe Festplatte bringt den totalen Seelenfrieden – egal wie man den Mac behandelt. Es erspart viel Stress und großen Kummer, wenn mal die Festplatt streikt und das System partout nicht mehr starten will. Dann gilt es nur noch eine neue interne Platte zu besorgen, einfach von der Recoverypartition (ab OS X Lion) oder von CD (OS X Snow Leopard und früher) zu starten und das System aus dem Backup wiederherzustellen. </p>
<p>Fertig. Kein Stress. Kein Kummer. Und vor allem kann das auch der Otto Normalbenutzer durchführen. Gut, die neue Festplatte lässt man sich dann lieber beim Apple Store oder dem Reseller des Vertrauens einbauen. Aber das Wiederherstellen kann dann getrost selbst bewältigt werden. Und danach ist alles wieder beim Alten.</p>
<h2><a name="update1">Update #1</a></h2>
<p><a href="http://twitter.com/stefan2494">Stefan</a> machte mich in den Kommentaren darauf aufmerksam, dass es durchaus vorkommt, dass der Nutzer seine externe Festplatte wohlmöglich auch zum Datenaustausch mit anderen Computern verwenden will. In diesem Fall ist es dann notwendig die Platte zu partitionieren und nur einen Teil des Speicherplatzes für das Backup zu verwenden. Grundsätzlich empfiehlt sich, den Speicherplatz für das Backup mindestens so zu wählen, wie auch die interne Festplatte des Macs groß ist. Dies ermöglicht auch bei großer Datenfülle noch ein vollständiges Backup. </p>
<p>Ist die externe Festplatte noch größer als die interne des Macs kann man selbstverständlich den übrigens Platz noch anderweitig nutzen. Eine Partitionierung der Backup-Platte nach den eigenen Vorstellungen sollte vor der ersten Time Machine Sicherung mit dem »Festplattendienstprogramm« durchgeführt werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Apple FileVault 2 für mehr Datensicherheit am Mac</title>
		<link>http://janwillhaus.de/apple-filevault-2-fuer-mehr-datensicherheit-am-mac</link>
		<comments>http://janwillhaus.de/apple-filevault-2-fuer-mehr-datensicherheit-am-mac#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 18:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[FileVault]]></category>
		<category><![CDATA[Mac]]></category>

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		<description><![CDATA[Datenschutz ist mittlerweile ja ein fast inflationär behandeltes Thema und dabei wird immer nur von den Daten gesprochen, mit denen wir im Internet und auf anderem Wege um uns werfen. Was den kleinen Mann aber mindestens genau so interessieren sollte, ist der Schutz der Daten, die auf dem eigenen Rechner liegen und noch etwas brisanter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/11/filevault-icon-sml.png" alt="filevault-icon" title="filevault-icon" width="128" height="128" class="post-icon size-full wp-image-860" />
<p class="first-stanza">Datenschutz ist mittlerweile ja ein fast inflationär behandeltes Thema und dabei wird immer nur von den Daten gesprochen, mit denen wir im Internet und auf anderem Wege um uns werfen. Was den kleinen Mann aber mindestens genau so interessieren sollte, ist der Schutz der Daten, die auf dem eigenen Rechner liegen und noch etwas brisanter sind als ein Bewegungsprofil des iPhones oder die Fotos der letzten Party auf Facebook. Die Datensicherheit direkt auf dem eigenen System ist besonders für mobile Computer wichtig; geht das Laptop des öfteren mit auf Reisen sollte man sich schon Gedanken machen, ob der Sicherheit der sensiblen Informationen genüge getan ist.</p>
<p><span id="more-848"></span>Kommt die Maschine in falsche Hände sind darauf vielleicht Kreditkartendaten zu finden; Rechnungen, Kontoauszüge, Internet-Accounts und -Passwörter und die vielleicht die private Adresse. Nicht zuletzt sind auch viele persönliche Eindrücke wie Fotos, Videos und eMails auf der Festplatte. Selbst mit einem herkömmlichen Passwortschutz des Betriebssystems sind diese Daten nicht sicher, denn sie liegen frei zugänglich im Dateisystem der Festplatte. Wird diese an einem zweiten Rechner ausgelesen schützt auch das beste Benutzerpasswort nicht.</p>
<p>Besonders bedenklich ist ein Luxus, den sich bei der Vielfalt an Internetdiensten und Accounts bei selbigen bestimmt fast jeder genehmigt: Das Passwortspeichern im Browser. Nur wenige denken auch daran, die Anmeldedaten auch mit einem Master-Passwort zu sichern, sodass nach dem Neustart des Browsers die unzähligen Accounts wieder geschützt sind.</p>
<p>Damit man sich aber über solche anwendungsbeschränkten Mechanismen gar nicht erst Gedanken machen muss, gibt es am Mac Apples FileVault 2 seit OS X 10.7 Lion die ideale vollständig systemintegrierte Lösung. Es verschlüsselt den gesamten Inhalt der Festplatte und gewährt so größtmöglichen Schutz der sensiblen Daten. </p>
<p>FileVault gibt es schon OS X 10.3 Panther, sicherte in Version 1 jedoch nur das Home-Verzeichnis des Nutzers und schuf so einen schlecht umgesetzten Übergang zwischen verschlüsseltem und unverschlüsseltem Bereich. Das Konzept war sehr fehlerbehaftet und bei weitem nicht so tief integriert in das Betriebssystem, sodass auch mit Leistungseinbußen zu rechnen war.</p>
<p>Mit FileVault 2 hat Apple nun alles richtig gemacht und bietet ein einfaches aber totsicheres Verschlüsselungssystem für den Mac. <b>Obligatorisch ist jedoch ein aktuelles Time Machine Backup. Ohne dieses sollte man FileVault gar nicht erst aktivieren.</b> Die Verschlüsselung wird in den Systemeinstellungen unter »Sicherheit« auf dem Reiter »FileVault« aktiviert und sichert den Rechner mit dem Administratorpasswort. Falls man dieses mal vergisst gibt es noch einen Wiederherstellungsschlüssel an die Hand (der natürlich sicher, unzugänglich und getrennt vom Mac zu verwahren ist!) und fertig ist der sichere Mac. Jedenfalls hat der Nutzer nichts mehr dafür zu tun – nur noch einen Neustart zu veranlassen. </p>
<p>Schon während des erst Starts mit aktiviertem FileVault bemerkt man die zusätzliche »Ebene« die nun zwischen Hardware und Software eingezogen wurde: Ein paar Sekunden nach dem Start-Gong folgt sofort der Anmeldebildschirm und nicht wie üblich erst nach dem kompletten Start des Betriebssystems. Der Administrator (und jeder <i>berechtigte</i> Nutzer-Account) kann sich hier bestätigen und erst »nach dem Öffnen des Schlosses« wird der eigentliche Software-Start des Macs ausgeführt. Dies zeigt, dass in Zukunft die gesamte Systempartition von Lion gesichert ist und ohne Passworteingabe kein Zugriff mehr auf nur eine einzige Datei möglich ist.</p>
<p>Selbstverständlich ist der Datenbestand nicht innerhalb eines einzigen Startvorgangs verschlüsselt. Nach dem ersten Hochfahren beginnt OS X deshalb damit, den Inhalt der Festplatte zu verschlüsseln. Dies kann je nach Datenmenge einige Stunden dauern, läuft jedoch vollkommen im Hintergrund ab und der Mac kann wie gewohnt genutzt werden. Außerdem ist der Verschlüsselungsvorgang sehr zurückhaltend in der Auslastung, selbst wenn der Nutzer gerade nicht sehr aktiv ist. </p>
<p>Nach der Verschlüsselung wird nun also vor jedem Zugriff die Datei erst vom System entschlüsselt, um sie benutzbar zu machen. <b>Alles schön und gut, aber ist das jetzt nicht total langsam?</b> — Erstaunlicherweise: Nein! Trotz der Verschlüsselung aller Daten, die also vor dem Zugriff erst entschlüsselt werden müssen, büßt der Mac keine Geschwindigkeit ein. Dies liegt wohl daran, dass im normalen Betrieb ohnehin große Prozessorkapazitäten nicht genutzt werden. Wirklich volle Auslastung wird de facto nie erreicht, sodass immer etwas Rechenleistung für die Echtzeitentschlüsselung übrig ist und kein Leistungsabfall entsteht. </p>
<p>Man merkt also gar nicht, dass der Mac verschlüsselt ist, kann sich aber trotzdem seiner Daten nun vollkommen sicher sein. Was den Nutzer gelegentlich an die hohe Sicherheit des Systems erinnert ist die sofortige Passwortabfrage beim Verlassen des Ruhezustands und Bildschirmschoners. Nur so ist auch das hochgefahrene (und damit teilentschlüsselte) System sicher gegen Fremdzugriff.</p>
<p><b>Klar ist: Vor einem Diebstahl schützt auch FileVault nicht! Aber im Fall des Falles besteht Grund zur Besorgnis nur noch wegen des Laptops, nicht aber der Daten. Und da auch kein Leistungsabfall spürbar ist, sollte jeder Nutzer eines mobilen Macs die Verschlüsselung einschalten. Sie bringt nur Gutes!</b></p>
<p>Für weitere Fragen stehe ich in den Kommentaren selbstverständlich zur Verfügung.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Here’s to the Crazy One</title>
		<link>http://janwillhaus.de/heres-to-the-crazy-one</link>
		<comments>http://janwillhaus.de/heres-to-the-crazy-one#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 09:28:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Jobs]]></category>

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		<description><![CDATA[Er war eine große Inspiration für eine ganze Industrie und darüber hinaus. Er war ein Visionär, ein Querdenker und Mitbegründer eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Und er war für alle – ob man es wahrhaben will oder nicht – eine wichtige Persönlichkeit, die die Welt, und wie wir darin leben, verändert hat. Der jungen Generation, zu der ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://janwillhaus.de/heres-to-the-crazy-one"><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/10/stevejobs-title.jpg" alt="" title="Steve Jobs 1955-2011" height="426" class="aligncenter size-full wp-image-784" /></a><br />
Er war eine große Inspiration für eine ganze Industrie und darüber hinaus. Er war ein Visionär, ein Querdenker und Mitbegründer eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Und er war für alle – ob man es wahrhaben will oder nicht – eine wichtige Persönlichkeit, die die Welt, und wie wir darin leben, verändert hat.</p>
<p><span id="more-745"></span>Der jungen Generation, zu der ich wohl auch noch gehöre, sind nur die letzten Jahre, die wahrscheinlich besten Jahre von Apple bekannt. Begonnen hat die Akzeptanz der breiten Masse mit dem iPod und nahm mit dem iPhone die Maße eines Hypes an. Jeder spricht von Apple, ob sympathisierend oder in polemischen Hasstiraden – Apple ist in aller Munde. Das ist im Wesentlichen Steve Jobs zu verdanken. Er war bis zuletzt der große Strippenzieher in Cupertino und hat Apple zu dem gemacht, was es heute ist.</p>
<p>Der älteren Generation (und darum beneide ich sie) sind auch die Anfänge bekannt, die für mich nur durch unzählige Stunden der hingebungsvollen und aufregenden Recherche nachvollziehbar wurden und die mich mehr als die Jahre, die ich selbst miterleben durfte, mit Apple und vor allem der Person Steve Jobs verbinden.<br />
Sein Gespür für Design, Usability und vor allem das, was wegzulassen ist, waren und sind bis heute das Fundament der Unternehmensstrategie von Apple und werden es auch sicher weiterhin bleiben.</p>
<blockquote><p>People think focus means saying yes to the thing you’ve got to focus on. But that’s not what it means at all. It means saying no to the hundred other good ideas that there are. You have to pick carefully. I’m actually as proud of the things we haven’t done as the things I have done. Innovation is saying ‘no’ to 1,000 things.</p>
<p>— Steve Jobs</p></blockquote>
<p>Einer der ergreifendsten Auftritte Jobs&#8217; ist für mich sein Commencement Speech vor den Graduierenden der Stanford Univerity 2005. Sie gibt einen tiefen Blick in sein persönliches Leben und auf seine Sicht der Dinge und ist es wert, von jedem einmal gesehen zu werden.</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://janwillhaus.de/heres-to-the-crazy-one"><img src="http://img.youtube.com/vi/UF8uR6Z6KLc/2.jpg" alt="" /></a></span><br />
<br />
Am 5. Oktober 2011 ist mit Steve Jobs einer der größten Männer dieses und des letzten Jahrhunderts von uns gegangen und es erfüllt mich mit tiefer Trauer, die für viele wohlmöglich nicht nachvollziehbar, für mich aber die logische Konsequenz vieler Jahre als zufriedener Kunde und Bewunderer eines Visionärs ist.</p>
<p>Meine Gedanken sind bei seinen Angehörigen, seiner Familie und denen, die das Privileg hatten, mit ihm arbeiten zu dürfen.</p>
<p>Möge er in Frieden ruhen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Jahr Online Banking bei der OLB – der Ausstieg</title>
		<link>http://janwillhaus.de/ein-jahr-online-banking-bei-der-olb</link>
		<comments>http://janwillhaus.de/ein-jahr-online-banking-bei-der-olb#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 22:06:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[OLB]]></category>
		<category><![CDATA[Postbank]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/09/olb-logo.png" alt="" title="olb-logo" width="128" height="128" class="post-icon size-full" />
<p class=first-stanza">Vor ziemlich genau einem Jahr schrieb ich über das Debakel mit dem <a href="http://janwillhaus.de/olb-enttauscht-beim-online-banking-fur-mac-user">Online Banking der Oldenburgischen Landesbank aus der Sicht eines Mac-Users</a>. In diesem FollowUp gehe ich auf neue Sicherheitsmechanismen beim Online Banking ein und schließe das Kapitel unzähliger wohlwollender Versuche bei der OLB.</p>
<p><span id="more-597"></span>Vor einem Jahr: Selbst auf meine Nachfrage, ob eine kostenlose Möglichkeit der Nutzung des Online-Bankings auf der Mac-Plattform besteht, wurde mir lediglich teure Software empfohlen. In den Kommentaren wies ein Leser mich dann noch auf die kostenlose Open-Source Alternative Hibiscus hin, die ich aber auf meinem Rechner nie zum Laufen brachte.</p>
<p>Ich gab mich dann nach viel Frust und unzähligen Initialisierungsvorgängen dazu, es mit einer Behelfslösung zu probieren: Die Testversion von <a href="http://www.application-systems.de/bankx/">BankX</a>, einer sonst 60€ teuren Banking-Software, können auch im Testzustand Kontostände abgerufen werden. Von diesen werden zwar im Verwendungszweck nur die ersten drei Zeichen angezeigt, jedoch ging es mir erstmal nur darum, überhaupt die Ein- und Auszahlungen sehen zu können. Eine weitere Beschränkung der Testversion ist der &#8220;Read-Only&#8221;-Zustand. Es können wirklich nur Kontostände abgerufen werden – Transaktionen sind nicht möglich und so war es weiterhin notwendig, für Überweisungen einen Überweisungsträger auszufüllen und einzuwerfen.</p>
<p>Dieser sehr ungünstigen Situation habe ich mich nun beinahe ein Jahr lang ergeben, bis ich durch die Computerbild online auf einen <a href="http://www.computerbild.de/artikel/cb-Ratgeber-Kurse-Internet-Bankgeschaefte-im-Internet-1800784.html">Vergleichstest</a> aufmerksam wurde, der die verschiedenen Sicherheitsverfahren beim Online Banking unter die Lupe nimmt. Zwar geht der Testbericht nicht auf das Sicherheitsverfahren der OLB (HBCI mit Schlüsseldatei) ein – was ich offen dem Umstand zuschiebe, dass das Verfahren in die Jahre gekommen und völlig veraltet ist –, doch mit etwas Menschenverstand und technischem Verständnis lässt sich das Verfahren mit den Testergebnissen in Einklang bringen.</p>
<p>Die Computerbild vergibt die Bestnote 1,3 lediglich an die neuesten Sicherheitsverfahren mTAN und eTAN signed. Bei erstem handelt es sich um eine Methode, bei der vor einer Transaktion die TAN per SMS an ein vorher festgelegtes Handy gesendet wird. Diese TAN ist nur für diese eine spezielle Transaktion gültig und die SMS enthält zusätzlich die Überweisungsdaten, sodass selbst bei einer Man-In-The-Middle-Attacke der Nutzer rechtzeitig die Transaktion abbrechen kann. bei eTAN signed wird die TAN für die Transaktion mit einem auf das Konto festgelegten Generator erstellt. Dabei wird ein Code ins Gerät eingegeben, der dann eine TAN für die Transaktion ausgibt. Diese Methode kann zusätzlich um eine EC-Karten-Verifizierung erweitert werden.</p>
<p>Note 1,7 erteilt Computerbild dem HBCI mit Chipkarte, dem <strong>Nachfolger des HBCI mit Schlüsseldatei</strong>. Dabei wird eine Chipkarte des Nutzers verwendet um die Transaktion zu authentifizieren. Da hier eine Software verwendet wird, um das Kartenlesegerät zu betreiben und da auf der Karte notwendige Daten sind, die der Nutzer nicht eingibt, ist das Verfahren gegen Phishing und Keylogging gut gerüstet. Ein Trojaner könnte jedoch sowohl die PIN des Kontos als auch die Chipkartendaten auslesen und einem Hacker so uneingeschränkt Zugriff zum Konto verschaffen.</p>
<p>Bedauerlicherweise lässt sich das HBCI mit Schlüsseldatei nur darunter einordnen, da ein Hack der Schlüsseldatei noch einfacher fällt als es bei einer Chipkarte der Fall wäre. Die Schlüsseldatei wird bei der ersten Initiierung des Kontos erzeugt und mit einem Passwort verschlüsselt. Die Schlüsseldatei befindet sich im Idealfall auf einem USB-Stick, der nur für das Online Banking verwendet wird. Die Schlüsseldatei wird für jeden Zugriff auf das Konto benötigt und durch das Passwort geöffnet. Wie auch das HBCI mit Chipkarte, ist auch das mit einer Schlüsseldatei gegen Phishing gut gefeit und auch gegen das Keylogging allein. Wird jedoch ein Keylogger eingesetzt, um das Passwort der Schlüsseldatei zu erhalten und die Schlüsseldatei vom Stick des Nutzers kopiert, so erhält man ebenfalls Zugriff auf das Konto.</p>
<p>Die umständliche Handhabung des USB-Sticks könnte den Nutzer zudem dazu verleiten, die Schlüsseldatei auf dem Rechner abzulegen und sie so bei einem Diebstahl des Rechners jedem zugänglich zu machen. Bedauerlicherweise ist der OLB das Risiko beim Einsatz des alten HBCI-Verfahrens offenbar nicht groß genug, um eine Aktualisierung des Systems durchzuführen. Für mich ist es das allerdings schon.</p>
<p>Hinzu kommt nämlich das P</p>
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		<title>Das Ende des optischen Laufwerks?</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 12:59:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Willhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen hat Apple den Mac mini ein wenig aufgefrischt. Er bekam neue Prozessoren und einen Thunderbolt-Port. Doch wurde bei der Aktualisierung auch das optische Laufwerk entfernt. Ein gewagter Schritt, könnte man meinen. Doch brauchen wir überhaupt noch ein DVD-Laufwerk?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://janwillhaus.de/wp-content/uploads/2011/07/optidrive-icon.png" alt="" title="optidrive-icon" width="128" height="128" class="post-icon size-full" />
<p class="first-stanza">Vor einigen Tagen hat Apple den Mac mini ein wenig aufgefrischt. Er bekam neue Prozessoren und einen Thunderbolt-Port. Doch wurde bei der Aktualisierung auch das optische Laufwerk entfernt. Ein gewagter Schritt, könnte man meinen. Doch brauchen wir überhaupt noch ein DVD-Laufwerk?</p>
<p><span id="more-570"></span>Für viele Jahre war es selbstverständlich, dass jeder Rechner am Markt ein optisches Laufwerk hat. Es war so problemlos möglich alle Daten des täglichen und auch nichttäglichen Gebrauchs auf CDs oder DVDs auszuliefern – Bilder, Filme, Software, Musik; alles bekommt man auf kleinen Silberscheiben. Seit einiger Zeit kämpft Apple allerdings gegen diesen Status Quo. Das fällt zunächst nicht besonders auf, weil ein so radikaler Schritt, wie das Weglassen der bloßen Möglichkeit zum Abspielen von CDs, bis jetzt noch nicht vollzogen wurde. Doch die Vorbereitungen dafür trifft Apple im Grunde schon seit 2003, seit der Eröffnung des iTunes Store.</p>
<p>2010, also sieben Jahre nach der Eröffnung, gab Apple bekannt, dass 10 Milliarden Musikstücke heruntergeladen wurden. Der iTunes Store ist der größte Musikhandel der Welt, es wird also weit mehr Musik online gekauft und heruntergeladen als auf CDs verkauft und das merke auch ich als Musikliebhaber an meinem eigenen Kaufverhalten. Zwar neige ich mittlerweile wieder dazu CDs zu kaufen und in iTunes zu rippen, um mir der besseren und nicht komprimierten Klangqualität sicher sein zu können. Doch in den letzten Jahren habe ich selbst mehrere hundert Euro im iTunes Store ausgegeben und wenn ich gerne schnell ein Album haben möchte, kaufe ich es nicht im MediaMarkt oder bei Amazon, sondern bei Apple. Gerade heute liegt so zum Beispiel mein letzter CD-Kauf bereits einige Wochen zurück – der letzte Download aus dem iTunes Store nur zwei Tage. Es ist einfach angenehm einen einzigen Button zu drücken und dann die Musik genießen zu können.</p>
<p>Seit 2005 bietet Apple auch Fernsehserien, und seit 2006 auch Spielfilme im iTunes Store an. Das zunächst kleine Angebot wurde stetig größer und bald auch auf den deutschen Markt erweitert. Ab 2009 lassen sich Filme dann auch für kleines Geld ausleihen und sind in 720p High-Definition verfügbar. Man muss nun also auch keine DVDs mehr erwerben, sondern kauft stattdessen die digitale Kopie des gewünschten Streifens im iTunes Store. Für Enthusiasten ist dies sicher – wie bei den Musik-CDs – auch nichts, weil die Qualität deutlich unter der einer Blu-Ray liegt. Doch mit der Blu-Ray ist man bei Apple sowieso falsch – der konsequente Verzicht auf Blu-Ray Datenträger basiert auf dem gleichen Kalkül wie es nun beim Verzicht auf das optische Laufwerk an sich der Fall ist.</p>
<p>Was deutlich wird: Bei Apple versucht man alle Anwendungsgebiete von optischen Datenträgern über andere Medien abzuwickeln. Jüngst hat Apple einen weiteren Nutzbereich von CDs „in die Cloud“ verlegt. Zwar ist es schon seit Ewigkeiten möglich Software im Internet zu erwerben. Doch mit dem Mac App Store baut Apple ein einheitliches Geschäft, in dem der Nutzer bequem kleine wie auch große Programme kaufen kann. Und am eigenen Angebot macht Apple deutlich wie das aussehen kann: Programme wie zum Beispiel Aperture oder Final Cut Pro werden mit einem deutlichen Rabatt gegenüber der CD im Karton angeboten und die Wahl des digitalen Verkaufs liegt dadurch näher denn je. Den größten Coup machte Apple vor einigen Tagen mit OS X Lion, das nur noch über den Mac App Store vertrieben werden soll. Es ist also selbst für Betriebssystem-Upgrades nicht mehr nötig eine DVD ins Laufwerk zu schieben.</p>
<p>Nimmt man Musik, Film und Software zusammen sind bereits die größten Einsatzgebiete von CDs und DVDs abgedeckt und erfolgreich ausgelagert. Die Anschaffungen lassen sich äußerst bequem über eine Internetverbindung abwickeln und es ist nicht mehr nötig optische Medien zum Transport der Daten zu verwenden. Bei entsprechend guter Leitung ist dies auch vollkommen schmerzfrei und selbst bei großen Programmen wie z.B. Lion sind stundenlange Downloads wohl ertragbar – das macht man schließlich nur ein Mal.</p>
<p>Was bleibt ist der persönliche Gebrauch von optischen Medien zum Datentransport, der aber ebenfalls immer weiter an Relevanz verliert. Früher war es für mich üblich Daten auf CDs zu brennen, um sie an Freunde zu geben. Auch Backups z.B. meiner iTunes Musiksammlung habe ich auf DVDs gebrannt (die bauartbedingt aber wohl anfälliger für den Datenverlust waren als die eigentliche Sammlung auf der Festplatte). Den häufigsten Einsatz hatten selbstgebrannte CDs wohl im Autoradio, das damals immerhin einen CD-Spieler hatte für den so manche Mix-CD erstellt wurde.</p>
<p>Heute transportiere ich die meisten Daten per USB-Stick. Das geht schnell und unkompliziert und bietet zudem deutlich mehr Platz. Mein USB-Stick besitzt 8GB Speicher und somit fast doppelt so viel wie eine Singlelayer-DVD. Auch das Autoradio hat mittlerweile einen USB-Anschluss, der sich oft sogar auch mit einem iPod versteht, was das zusätzliche Kopieren von Musik auf einen Stick auch noch überflüssig macht. Es müssen sich also keine CDs mehr im Handschuhfach stapeln, wohlmöglich auch noch ohne Hülle oder gar Beschriftung. Die CDs können zudem in der Regel nicht wieder verwendet werden, es sei denn sie sind wiederbeschreibbar. Doch selbst dann hat sie eine sehr beschränkte Lebensdauer und ist höchstens 1000 Mal löschbar – wenn sie die Zeit überhaupt ohne große Kratzer übersteht.</p>
<p>Die hohe Anfälligkeit für physische Schäden sind ein weiteres Manko von optischen Medien. Sie müssen ständig mit besonderer Vorsicht behandelt und in einer Hülle transportiert werden, um die Daten zu schützen. Schon ein etwas tieferer Kratzer kann diese unwiederbringlich ins Nirvana schicken. Ein USB-Medium ist da wesentlich robuster, lässt sich leicht am Schlüsselbund in der Hosentasche tragen und behält die Daten dank Flash-Speicher für alle Ewigkeiten.</p>
<p>Ganz rational betrachtet sind optische Medien somit am Ende ihres Nutzens. Sie sind unpraktisch, unhandlich und längst durch andere Technologien obsolet geworden. Das letzte Mal, dass ich eine CD verwende</p>
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