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      <title>Jörissens Blog &amp; News-Streams</title>
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      <pubDate>Thu, 01 Oct 2015 23:19:24 +0000</pubDate>
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         <title>Der Erlanger Masterstudiengang Pädagogik mit Schwerpunkt Kulturpädagogik</title>
         <link>https://joerissen.name/allgemein/der-erlanger-masterstudiengang-paedagogik-mit-schwerpunkt-kulturpaedagogik/</link>
         <description>… hat nun endlich eine Seite, auf der die Grundideen, Ziele auf der Verlauf des Studiums für InteressentInnen erläutert werden: https://www.paedagogik.phil.fau.de/studium/ma-paedagogik/der-masterstudiengang-paedagogik-mit-schwerpunkt-kulturpaedagogik-im-ueberblick/. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. August; weitere Informationen sind hier zu finden: https://www.fau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung/anmeldung-zum-masterstudium/.</description>
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         <pubDate>Tue, 28 Jul 2015 15:14:22 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>… hat nun endlich eine Seite, auf der die Grundideen, Ziele auf der Verlauf des Studiums für InteressentInnen erläutert werden: <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://www.paedagogik.phil.fau.de/studium/ma-paedagogik/der-masterstudiengang-paedagogik-mit-schwerpunkt-kulturpaedagogik-im-ueberblick/">https://www.paedagogik.phil.fau.de/studium/ma-paedagogik/der-masterstudiengang-paedagogik-mit-schwerpunkt-kulturpaedagogik-im-ueberblick/</a>.<br />
Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. August; weitere Informationen sind hier zu finden: <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://www.fau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung/anmeldung-zum-masterstudium/">https://www.fau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung/anmeldung-zum-masterstudium/</a>.</p>
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         <category>Sonstiges</category>
      </item>
      <item>
         <title>(Medialität und …) Ästhetik, Design und Netzwerk</title>
         <link>https://joerissen.name/medienbildung/medialitaet-und-aesthetik-design-und-netzwerk/</link>
         <description>Seit einigen Monaten komme ich endlich dazu, seit langem überfällige Themenbereiche zumindest in ersten Ansätzen zu bearbeiten. Sie sind aus medientheoretischer Perspektive Zwischenergebnis eines Klärungsprozesses, der den Fokus von Medien bzw. Medialität auf Bereiche verschiebt, ohne die (v.a. digitale) mediale Phänomene nicht verstanden werden können. Aus allgemeinpädagogischer Perspektive handelt es sich um Phänomenbereiche, die m.E. [&amp;#8230;]</description>
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         <pubDate>Sat, 25 Oct 2014 18:24:22 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Monaten komme ich endlich dazu, seit langem überfällige Themenbereiche zumindest in ersten Ansätzen zu bearbeiten. Sie sind aus <em>medientheoretischer</em> Perspektive Zwischenergebnis eines Klärungsprozesses, der den Fokus von Medien bzw. Medialität auf Bereiche verschiebt, ohne die (v.a. digitale) mediale Phänomene nicht verstanden werden können. Aus <em>allgemeinpädagogischer</em> Perspektive handelt es sich um Phänomenbereiche, die m.E. für ein Verständnis von gegenwärtigen Bildungsprozessen und ihren Bedingungen von ähnlicher Bedeutung sind wie Medialität. <span id="more-1292"></span></p>
<p>Auf die Gefahr hin, Komplexitäten zu erzeugen, die sich nicht leicht handhaben lassen (auf dieses Problem nehme ich persönlich wenig Rücksicht), sind dies: Ästhetik, Design und Netzwerk.</p>
<ul>
<li><em>Ästhetik und Medialität:</em> Wie zu Recht von wohlwollenden Kritikern angemerkt wird (etwa: <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2121-1/aesthetische-film-bildung">hier </a> von Manuel Zahn, <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.dichtung-digital.de/journal/aktuelle-nummer/?postID=2185v">hier</a> von Roberto Simanowski und <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.dichtung-digital.de/journal/aktuelle-nummer/?postID=2226">hier</a> von Andeas Weich und Julus Othmer), präsentiert sich der Ansatz der Strukturalen Medienbildung als medientheoretisch entwicklungsfähig (aber, immerhin, auch -würdig). Das Schnittfeld von Bildungs- und Medientheorie ist hochkomplex und bietet zukünftig noch reichliche Möglichkeiten der Klärung. Das Spannungsfeld von Medialität und <em>Ästhetik</em> ist dabei aus bildungstheoretischer Perspektive ein sehr interessanter Ansatzpunkt, denn die Brüche und Reibungspunkte zwischen der medialen Ebene und der durch Mediatisierungsprozesse (i.s.v. <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://sicetnon.org/index.php/sic/article/viewFile/115/130">Mersch</a>, nicht von <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-531-94332-9_2">Krotz</a>) prästrukturierten Ästhetiken ermöglichen Öffnungen. Wenn z.B. auf der ästhetischen Ebene die Medialität thematisiert wird wie in Magrittes <em><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://collections.lacma.org/sites/default/files/remote_images/piction/ma-31824080-WEB.jpg">La trahison des images</a></em>, ist dies der Fall. Wenn man &#8222;Inhalte&#8220; nicht mehr medientheoretisch naiv von ihren medialen Prozessen losgelöst betrachten kann, dann auch Ästhetiken nicht (vgl. <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://books.google.de/books/about/Kulturphilosophie.html?id=O_B2Yxg6g0cC">Schwemmer 2005</a>). Daraus folgt, dass sowohl  epistemische (propositional-wissensförmige) also auch  ästhetische (nichtpropositionale, sinnlich-formsprachliche) Artikulationen auf ihr <em>Verhältnis </em>zur Medialität hin befragt werden können und müssen. Hierzu zwei Aufsätze als Preprint: erstens eine medienbildungstheoretische Perspektive (<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://vg03.met.vgwort.de/na/122b59420f0444388746feb92285f903?l=http://joerissen.name/wp-content/uploads/2014/07/Jo%CC%88rissen-Benjamin-2014-preprint.-Transgressive-Artikulationen.pdf">pdf</a>), zweitens eine empirische Perspektive am Beispiel der Divergenzen von Ästhetik und Medialität in filmischen Inszenierungen biographischer Diskontinuität (<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://vg03.met.vgwort.de/na/7b83f1785d264d3388285376e501ed32?l=http://joerissen.name/wp-content/uploads/2014/07/Jo%CC%88rissen-Benjamin-2014-preprint.-Bildsame-Selbstvergessenheit.pdf">pdf</a>). Der letztere Aufsatz verfolgt eigentlich ein zweifaches Interesse, nämlich a) ein methodologisches und b) ein thematisches (biographische Diskontinuität ist natürlich identitätstheoretisch sehr interessant; besonders hat mich Aki Kaurismäkis Film &#8222;Der Mann ohne Vergangenheit&#8220; dazu angeregt). Er ist denn auch doppelt so lang (und leider wohl auch doppelt so komplex) geraten.</li>
<li><em>Design und Subjektivation:</em> Ursprünglich wollte ich etwas zu digitalen Artefakten schreiben, sozusagen als Nachtrag zur <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Nohl+Zeitschrift-f%FCr-Erziehungswissenschaft-ZfE-Mensch-und-Ding-Die-Materialit%E4t-p%E4dagogischer/id/A01v8lgA01ZZe">aktuellen Diskussion über eine Pädagogik der Dinge</a>. Es wurde mir jedoch schnell klar, dass ich dabei ohne den Designbegriff nicht auskommen würde, denn schließlich existiert nichts, nicht mal <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Null">NULL</a>, in der digitalen Sphäre, wenn es nicht von irgendeinem Softwaredesign definiert wird (und sei es als <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.upress.umn.edu/book-division/books/the-exploit">Ausnahmezustand</a>). Insbesondere hat mich hier nicht so sehr Stil oder Ästhetik, sondern das implizite <em>Wissen</em> von Design interessiert (wie es neuerdings auch in teilweise machtkritischen Perspektiven entdeckt wird, vgl. <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-1588-3/design-als-wissenskultur">Mareis 2011</a>). Erstaunlicherweise spielt im pädagogischen Ding-Diskurs das Design eine weitestgehend marginale Rolle. Das wäre schon im Hinblick auf &#8222;didaktisches Design&#8220; und Spieldinge sehr merkwürdig, ist aber im Hinblick etwa auf unsere durchweg designdurchsetzten Lebenswelten (die voller &#8222;Wissen&#8220; über &#8222;Nutzer&#8220; sind, also voller anthropologischer, subjekttheretischer, ergonomischer, ästhetischer, ökonomischer etc. Hypothesen sind, die uns wie selbstverständlich Handlungs- und &#8222;Seinsmöglichkeiten&#8220; anbieten) bildungstheoretisch sehr wenig verständlich. Insofern war es eine spannende Auseinandersetzung, die jedoch im Hinblick auf digitales Design (Software-Design, Datendesign, User experience-Design usw.) nur eine Vorarbeit darstellen kann. Hier der Preprint (<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://vg03.met.vgwort.de/na/e5e80984012748269e9eb217e0f46520?l=http://joerissen.name/wp-content/uploads/2014/07/Jo%CC%88rissen-Benjamin-2014-Preprint.-Bildung-der-Dinge.-Design-und-Subjektivation.pdf">pdf</a>).</li>
<li><em>Netzwerk: </em>Gemeint sind hier nicht etwa soziale Netzwerk-Plattformen und auch nicht primär digitale Netzwerke, sondern soziale Netzwerke. Die Netzwerksoziologie entwickelt sich seit ca. der Mitte des 20. Jahrhunderts. Noch vor wenigen Jahren ein relativ exotisches Feld (soweit ich sehe, stammt die erste in Deutschland erschienene Einführung von Boris Holzer aus dem Jahr 2006), ist daraus in der Soziologie mittlerweile auch hierzulande ein breit aufgefächertes Forschungsparadigma geworden (das sehr stark von Christian Stegbauer vorangetrieben wurde, vgl. etwa <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-531-91107-6">Stegbauer 2008</a>; <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-531-92575-2">Stegbauer/Häußling 2010</a>). Netzwerke sind nicht nur von medienpädagogischer Relevanz, sondern unmittelbar auch von bildungstheoretischer. Denn Bildungsprozesse sind immer auf Sozialität und Welt bezogen. <em>Wie </em>wir aber dieses Verhältnis bildungstheoretisch begreifen, hängt einerseits von den subjekttheoretischen, zugleich aber auch von den sozialtheoretischen (und materialen, dingseitigen) Ansätzen ab. Die Netzwerk-Thematik habe ich im Rahmen meines Habilitationsverfahrens als Vortrag bearbeitet; die Überarbeitung des Manuskript wartet leider seit Juli darauf, dass ihr Urheber mal ein, zwei Tage Zeit dafür findet …</li>
</ul>
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      </item>
      <item>
         <title>„Beobachtungen der Realität“ als Online-Volltext erhältlich</title>
         <link>https://joerissen.name/allgemein/beobachtungen-der-realitat-als-online-volltext-erhaltlich/</link>
         <description>Mein vergriffenes Buch &amp;#8222;Beobachtungen der Realität. Die Wirklichkeit im Zeitalter der Neuen Medien&amp;#8220; (2007) ist jetzt als creative commons-Version frei erhältlich. Ein ganz spezieller Service für alle, die meine neueren Arbeiten als theorielastig empfinden &amp;#8230; die Arbeit argumentiert hauptsächlich erkenntnistheoretisch. ;-) Hier auf Slideshare und hier als Direktlink (pdf).</description>
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         <pubDate>Fri, 16 Aug 2013 18:25:52 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Mein vergriffenes Buch &#8222;Beobachtungen der Realität. Die Wirklichkeit im Zeitalter der Neuen Medien&#8220; (2007) ist jetzt als creative commons-Version frei erhältlich. Ein ganz spezieller Service für alle, die meine neueren Arbeiten als theorielastig empfinden &#8230; die Arbeit argumentiert hauptsächlich erkenntnistheoretisch. ;-)<br />
Hier <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://de.slideshare.net/joerissen/jorissen-benjamin-2007-beobachtungen-der-realitat-die-frage-nach-der-wirklichkeit-im-zeitalter-der-neuen-medien">auf Slideshare</a> und <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://joerissen.name/wp-content/uploads/2008/06/Jo%CC%88rissen-Benjamin-2007.-Beobachtungen-der-Realita%CC%88t.pdf">hier als Direktlink</a> (pdf).</p>
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         <category>Sonstiges</category>
      </item>
      <item>
         <title>„Medienbildung“ in 5 Sätzen</title>
         <link>https://joerissen.name/medienbildung/medienbildung-in-5-satzen/</link>
         <description>Es ist nun bereits vier Jahre her, dass unser UTB-Band &amp;#8222;Medienbildung – eine Einführung&amp;#8220; (Marotzki/Jörissen 2009) veröffentlicht wurde. Ich habe in den letzten vier Jahren über 30 Vorträge zum Thema Medienbildung – in unterschiedlichsten Kontexten – gehalten. Dabei erfahre ich anhand der Rückmeldungen und Diskussionen immer wieder, dass ein großes und steigendes Interesse an unserem [&amp;#8230;]</description>
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         <pubDate>Thu, 20 Jun 2013 10:23:33 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nun bereits vier Jahre her, dass unser UTB-Band &#8222;<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://strukturale-medienbildung.de/">Medienbildung – eine Einführung</a>&#8220; (Marotzki/Jörissen 2009) veröffentlicht wurde. Ich habe in den letzten vier Jahren über 30 Vorträge zum Thema Medienbildung – in unterschiedlichsten Kontexten – gehalten. Dabei erfahre ich anhand der Rückmeldungen und Diskussionen immer wieder, dass ein großes und steigendes Interesse an unserem Verständnis von Medienbildung besteht. Dieses ist in seiner akademischen Ausformulierung, im Schnittfeld von Bildungstheorie und Medientheorie, eine theoretisch nicht ganz unkomplizierte Sache. Ich möchte unser Konzept daher an dieser Stelle in aller Kürze anhand einiger Thesen möglichst allgemeinverständlich vorstellen und damit zum Weiterlesen einladen.</p>
<p><span id="more-1091"></span></p>
<h2>In fünf Sätzen</h2>
<ol>
<li>Medienbildung ist Bildung in einer von Medien durchzogenen – &#8222;mediatisierten&#8220; – Welt.</li>
<li>Medienbildung ist daher nicht nur Bildung <em>über </em>Medien (Medienkompetenz) und nicht nur Bildung <em>mit</em> Medien (e-learning).</li>
<li>&#8222;Bildung&#8220; meint nicht nur Lernen, auch nicht Ausbildung, pädagogische Vermittlung oder altbürgerliche &#8222;Gebildetheit&#8220;, sondern: Bildung bezeichnet Veränderungen in der Weise, wie Individuen die Welt (und sich selbst) sehen und wahrnehmen – und zwar so, dass sie in einer immer komplexeren Welt mit immer weniger vorhersehbaren Biographien und Karrieren zurechtkommen, Orientierung gewinnen und sich zu dieser Welt kritisch-partizipativ verhalten.</li>
<li>Medien bestimmen wesentlich die <em>Strukturen</em> von Weltsichten, sowohl auf kultureller Ebene wie auch auf invididueller Ebene: Orale Kulturen, Schrift- und Buchkulturen, visuelle Kulturen und digital vernetzte Kulturen bringen jeweils unterschiedliche Möglichkeiten der Artikulation (des Denkens, des Ausdrucks, der Kommunikation, der Wissenschaften, der Künste) hervor.</li>
<li>Medienbildung ist also der Name für dafür, dass die Welt- und Selbstverhältnisse von Menschen mit medial geprägten (oder konstituierten) kulturellen Welten entstehen, dass sie sich mit ihnen verändern – und vor allem auch dafür, dass Bildungsprozesse Neues hervorbringen können: neue Artikulationsformen, neue kulturelle/individuelle Sichtweisen und nicht zuletzt neue mediale Strukturen.</li>
</ol>
<h2>… und noch ein paar Sätze mehr …</h2>
<p>Wie man sieht, bezieht sich Medienbildung also nicht primär auf Medien als <em>Gegenstand</em> &#8211; vielmehr stellt Medialität eine <em>Grundlage</em> jeder Bildung dar. Diese Grundlage entzieht sich unserem Blick, denn wir sehen &#8222;die Medien&#8220; nicht: wir sehen nicht &#8222;das Fernsehen&#8220;, hören nicht &#8222;das Radio&#8220;, wir benutzen nicht &#8222;das Internet&#8220;. Aufgabe der Medienbildung als erziehungswissenschaftliches Paradigma ist es also, sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die forschungsmethodischen Grundlagen dafür zu schaffen, die komplexen Strukturen sichtbar zu machen und ihre Bildungspotenziale aufzuzeigen.</p>
<p>Richtig komplex wird es übrigens dort, wo eine gewisse Zweischneidigkeit sowohl medialer Welten als auch von Bildung selbst in den Blick gerät: Medialer Ausdruck und mediale Orientierung, mediales &#8222;Mitmachen&#8220; ist nicht nur im alten Sinn bildsam, sondern es gehört auch auf mehreren Ebenen ökonomischen Logiken an (Aufmerksamkeitsökonomie, öffentliches Identitätsmanagement, Allmende- und Selbstausbeutungsökonomien, Kommerzialisierung der sozialen Begegnungsorte im Internet) – so wie auch die Forderung nach Bildung und sogar nach Reflexivität nicht nur Freiheiten, sondern auch Unterwerfungseffekte bewirkt (Stichwort &#8222;<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.thomaslemkeweb.de/publikationen/Gouvernementalit%E4t%20_Kleiner-Sammelband_.pdf">Gouvernementalität</a>&#8222;; s. in bildungstheoretischer Hinsicht <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://books.google.de/books?id=B-MTmIllxqAC&amp;lr=&amp;hl=de">Norbert Ricken: Die Ordnung der Bildung</a>).</p>
<p>Wie man sieht, sind Kompetenzherstellung in Bezug auf Medien (inklusive Bildungsstandards) einerseits und instrumentelle Nutzung von Medien Aspekte, die innerhalb einer anspruchsvollen Medienbildungskonzeption verortet (auch kritisch verortet) werden können – Anspruch unseres Medienbildungskonzepts ist es – und es sollte Anspruch aller unter diesem Titel firmierenden Projekte sein –, Medialität in ihrem gesellschaftlichen, zeitdiagnostischen und auch in ihrem anthropologischen Zusammenhang zu sehen.</p>
<h2>Schließlich, die Praxisfrage …</h2>
<p>Häufig taucht die Frage auf, wie solche Medienbildungskonzepte in die pädagogische/medienpädagogische Praxis &#8222;umgesetzt&#8220; werden können. Dahinter steckt ein alter pädagogischer Klassiker, nämlich die Theorie-Praxis-Problematik. Die Medienbildungstheorie ist keine &#8222;Didaktik der Medienpädagogik&#8220; – die es übrigens bisher nicht gibt (<a rel="nofollow" target="_blank" href="https://www.google.de/search?q=Didaktik+der+Medienp%C3%A4dagogik&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a#safe=active&amp;client=firefox-a&amp;hs=n1x&amp;rls=org.mozilla:de%3Aofficial&amp;sclient=psy-ab&amp;q=%22Didaktik+der+Medienp%C3%A4dagogik%22&amp;oq=%22Didaktik+der+Medienp%C3%A4dagogik%22&amp;gs_l=serp.3...2874.4209.0.4658.2.2.0.0.0.0.142.267.0j2.2.0...0.0...1c.1.17.psy-ab.i7UN7Sb0kzc&amp;pbx=1&amp;bav=on.2,or.r_cp.r_qf.&amp;bvm=bv.48175248,d.bGE&amp;fp=57fd7fdc105162e&amp;biw=1440&amp;bih=766">Google-Test!</a>), die aber aus einer Medienbildungstheorie heraus entwickelt werden könnte und sollte. Sie ist noch viel weniger eine Methodik der Medienpädagogik. Vielmehr bietet sie konzeptionelle, methodologische und empirische Orientierung. Damit gibt sie MedienpädagogInnen – und nicht nur diesen – vielfältige Reflexionsanreize: sowohl die Frage betreffend, was man eigentlich &#8222;vermittelt&#8220;, wenn man &#8222;Medien&#8220; vermittelt, wie auch die Frage, mit welchen Lern- und Bildungkonzepten man dies macht, und wie diese in die heutige, medialisierte und globalisierte Welt (auch kritisch) einzuordnen wären. – Dies ist es zumindest, was ich – neben Nachfragen aufgrund berechtiger Irritation (Irritation ist ein guter Bildungsanstoß!) – immer wieder als Rückmeldung erhalte.</p>
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         <category>Medienbildung</category>
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         <title>Innovative Wissensvermittlung - Schule der offenen Türen</title>
         <link>http://www.sueddeutsche.de/bildung/innovative-wissensvermittlung-schule-der-offenen-tueren-1.1297552</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/learning2.0&quot;&gt;learning2.0&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Schulentwicklung&quot;&gt;Schulentwicklung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Sun, 01 Apr 2012 09:19:25 +0000</pubDate>
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         <title>Esther Dyson - Wie Facebook die Menschen erzieht | FTD.de</title>
         <link>http://www.ftd.de/politik/international/:top-oekonomen-esther-dyson-wie-facebook-die-menschen-erzieht/60162566.html</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Facebook&quot;&gt;Facebook&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
         <guid isPermaLink="false"></guid>
         <pubDate>Fri, 30 Mar 2012 07:51:29 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Tagung „Subjekt – Medium – Bildung“: Programm &amp; Anmeldung online</title>
         <link>https://joerissen.name/kongresse-tagungen/tagung-subjekt-%e2%80%93-medium-%e2%80%93-bildung-programm-anmeldung-online/</link>
         <description>Das Programm (+ Anmeldeformular) unserer Tagung &amp;#8222;Subjekt &amp;#8211; Medium &amp;#8211; Bildung&amp;#8220; ist nun online (22.-24. März; Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und des Theorieforums Medienpädagogik der DGfE/der Univ. Magdeburg) ! Die Tagung wird, ihrem Thema und Anliegen entsprechend, nicht nur verbal-argumentative, sondern auch performativ-kunstförmige Beiträge bieten: die theoretische Hinterfragung des Subjekts bedarf solcher [&amp;#8230;]</description>
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         <pubDate>Fri, 17 Feb 2012 15:31:31 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Das <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://kunst-medien-bildung.de/2012/02/02/tagung-smb/">Programm (+ Anmeldeformular) unserer Tagung &#8222;Subjekt &#8211; Medium &#8211; Bildung&#8220;</a> ist nun online (22.-24. März; Kooperation der wissenschaftlichen <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://kunst-medien-bildung.de/">Sozietät Kunst, Medien, Bildung</a> und des <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.uni-magdeburg.de/iniew/forschung/theorieforum">Theorieforums Medienpädagogik der DGfE</a>/der Univ. Magdeburg) !</p>
<p>Die Tagung wird, ihrem Thema und Anliegen entsprechend, nicht nur verbal-argumentative, sondern auch performativ-kunstförmige Beiträge bieten: die theoretische Hinterfragung des Subjekts bedarf solcher Interventionen, die <em>andere</em> Anschlüsse vornehmen und aufzeigen, und die somit verhindern, dass eine das Subjekt hinterfragende Veranstaltung paradoxerweise zu einer permanenten Anrufung des Subjekts, zumal in seiner auf Kognition und Argumentförmigkeit reduzierten Fassung, gerät.</p>
<p>Die Tagung beginnt am 22.3. mit einem Abendvortrag von Manfred Faßler und dem anschließenden Film &#8222;Fiction Artists&#8220; von Christoph Girardet und Volker Schreiner. Am Freitag, den 23.3. werden in einem ersten Teil subjekt- und bildungstheoretische Grundpositionen – psychoanalytische, praxeologische, neukantianische – diskutiert, die jeweils aus ihrer Perspektive eine Vorgängigkeit von Subjektivität zugunsten seiner Bezogenheiten hinterfragen (Karl-Josef Pazzini, Norbert Meder, Eckart Liebau). In einem zweiten thematischen Cluster stehen insbesondere Schnittstellen von subjekttheoretischen, medientheoretischen und technikanthropologischen Perspektiven im Zentrum (Benjamin Jörissen, Manuel Zahn, Olaf Sanders), die, wie die Beitragstitel erahnen lassen, Einheit und Grenzen von Subjektivität kritisch fokussieren werden. Eingeflochten sind diverse &#8222;Interventionen Kunst&#8220;: Gesa Krebber und Konstanze Schütze werden die Beiträge und Themen auf performativer Ebene reflektieren.</p>
<p>Der dritte Tag (Sa., 24.3.) schließt unmittelbar an den vorangehenden Tag an: verhandelt werden Fragen der medialen Subjektkonstruktion vor dem Hintergrund der Transformation klassischer (Lecture) und der Etablierung neuer (Netzwerk) medialer Architekturen. Es schließen drei Beiträge (von Torsten Meyer, Simon Grand/Johannes M. Hedinger und Peter Foos) an, die Subjektivität aus kunstpädagogischer, praxistheoretischer und kunsttheoretischer Perspektive verhandeln – orientiert an Themen des sujets, des Genies und des begriffspolitischen Kräfteverhältnisses von &#8222;Subjekt&#8220;, &#8222;Medium&#8220; und &#8222;Bildung&#8220;.</p>
<p>Ich bin sehr auf die sich ergebenden Diskussionen und Performanzen gespannt. Allen, die nicht teilnehmen können zum Trost: die Beiträge sollen in schriftlich gebundener Form erscheinen – das jedoch wird mit den zahlreichen medialen und künstlerischen Interventionen nicht möglich sein.</p>
<p>Hier nochmal der Link zu Programm und Anmeldeformular: <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://kunst-medien-bildung.de/2012/02/02/tagung-smb/">http://kunst-medien-bildung.de/2012/02/02/tagung-smb/</a></p>
<div class="feedflare">
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</div>]]></content:encoded>
         <category>Kongresse/Tagungen</category>
      </item>
      <item>
         <title>Aufruf für bildungsfreundlicheres Urheberrecht: Filmbildung nur in Farbe!</title>
         <link>http://www.filmbildung-nur-in-farbe.de</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Filmbildung&quot;&gt;Filmbildung&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/GMK&quot;&gt;GMK&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:38:46 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Tagung „Subjekt – Medium – Bildung“ (cfp)</title>
         <link>https://joerissen.name/medienbildung/tagung-subjekt-medium-bildung-cfp/</link>
         <description>Ich hatte kürzlich die Ehre, im Rahmen der neu gegründeten Wissenschaftlichen Sozietät &amp;#8222;Kunst, Medien, Bildung&amp;#8220; das Konzept der Strukturalen Medienbildung zu erläutern. Die Affinitäten dieser Sozietät zum Magdeburger Theorieforum sind durchaus hoch &amp;#8211; beiden geht es aus (einmal eher aus kunstpädagogischer, einmal aus eher allgemeinpädagogisch-medienpädagogischer Perspektive) um eine fundierende theoretische Diskussion der Bedeutung von Medialität [&amp;#8230;]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://joerissen.name/?p=856</guid>
         <pubDate>Tue, 24 May 2011 10:42:48 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte kürzlich die Ehre, im Rahmen der neu gegründeten <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://kunst-medien-bildung.de/">Wissenschaftlichen Sozietät &#8222;Kunst, Medien, Bildung&#8220;</a> das Konzept der <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://strukturale-medienbildung.de/">Strukturalen Medienbildung</a> zu erläutern. Die Affinitäten dieser Sozietät zum <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.uni-magdeburg.de/iniew/forschung/theorieforum">Magdeburger Theorieforum</a> sind durchaus hoch &#8211; beiden geht es aus (einmal eher aus kunstpädagogischer, einmal aus eher allgemeinpädagogisch-medienpädagogischer Perspektive) um eine fundierende theoretische Diskussion der Bedeutung von Medialität im Kontext von Bildung.</p>
<p>Zusammen mit <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://medialogy.de/">Torsten Meyer</a> (ehemals Uni Hamburg, jetzt Uni Köln) ist in diesem Kontext die Idee entstanden, eine gemeinsame Tagung von Sozietät und Theorieforum zu veranstalten (geplantes Datum: 23./24. März 2012, Uni Köln). Wir beide haben, insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Forschungslandschaft, den Eindruck, dass zunehmend die Transformationen von Subjektivität in sich transformierenden medialen Kontexten und Lebenswelten neue Fragen hinsichtlich des &#8222;Subjekts&#8220; von Bildung aufwerfen, und zwar aus unterschiedlichsten Perspektiven. Sinn der Tagung ist es mithin, diesen Fächer an Perspektiven sichtbar zu machen; insofern ist unser &#8222;Call for Paper&#8220; nicht zuletzt auch ein &#8222;Call for Ideas&#8220;.</p>
<p>Hier <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://kunst-medien-bildung.de/wp-content/uploads/2011/05/cfp_SubjektMediumBildung.pdf">der CfP als PDF</a>, nachfolgend im Klartext:</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="noticias">
<p><strong>Tagung in Kooperation der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und dem Theorieforum Medienpädagogik</strong></p>
<p>Torsten Meyer / Benjamin Jörissen</p>
<p><strong>23./24. März 2012, Universität zu Köln</strong></p>
<p><strong>Das Tagungsvorhaben</strong> befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen Konzeptionen von Bildung, die diese als ein auf das Subjekt als Individuum (und das Individuum als Subjekt) bezogenes Phänomen denken, und den wesentlich auf kollaborativen und netzwerkförmigen sozio-technischen Prozessen beruhenden Bildungs-Praktiken in globalen, digitalen Kommunikationsnetzen.</p>
<p><strong>Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität:</strong> diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) soll im Zentrum der Tagung stehen. Nichts ist so gravierend für das Selbst-Verständnis einer Gesellschaft wie die geschäftsführenden Verbreitungsmedien (Luhmann). So war das Buch nicht nur in metaphorischem Sinn das bevorzugte Behältnis der großen Erzählungen. Mit der massenhaften Reproduktion des druckbaren Wissens nahm auch die Erzählung von der „Bildung des Menschen“ (Humboldt) als Bücher lesendes Individuum ihren Lauf. Und auch der Individualisierungsschub, den die Erfindung der Zentralperspektive als Abbildungstechnologie, Symbolische Form (Panofsky) und als imaginäre Struktur ausgelöst hat, war der Entstehung des wohl definierten und autonomen, bürgerlichen Subjekts mehr als zuträglich. Sind es aber die Strukturaspekte gesellschaftlicher Leitmedien, in denen Subjektivität entsteht und geformt wird, muss diese im Kontext radikaler Leitmedienwechsel immer wieder hinterfragt werden.</p>
<p>In der „informatisierten Gesellschaft“ – nun in der Version 2.0 – verliert das alte Prinzip, wonach der Wissenserwerb unauflösbar mit der Bildung des Geistes und der Person verbunden ist, an Bedeutung. Wissen wird zu etwas Äußerlichem, das nicht mehr in, sondern zwischen Köpfen gedacht wird. Es beginnt sich eine neue Form des Verhältnisses zum Wissen zu etablieren, die mit Subjekt-Wissen, Mensch-Wissen, Buch-Wissen, Bibliotheks-Wissen und Schul-Wissen nur noch marginal zu tun hat: <strong>Das Subjekt von Bildungsprozessen unter den Bedingungen globaler Vernetzung</strong> muss – anders als wir es bislang den bildungstheoretischen Traditionen entsprechend zu denken gewohnt sind – möglicherweise auf das „lernende Netz“ und die sich darin bildenden Communities bezogen werden gedacht werden. In der Folge von „Communities of Practice“ (Wenger) und „Communities of Project“ (Faßler), von „lernenden Gemeinschaften“ und deren „kollektiver Intelligenz“ (Levy) verliert das Individuum als erkenntnistheoretisches Paradigma an Exklusivität zugunsten des Wissen schaffenden Projekts und der sich darum bildenden Community: Mit den Erzählungen von der Aufklärung und der Emanzipation, der Idee vom Fortschritt, dem Diskurs der Wahrheit und der Vorstellung vom Wissen schaffenden Subjekt als kartesischem cogito hat das immer weniger zu tun.</p>
<p><strong>Perspektiven</strong><br />
Ausgehend von diesen Überlegungen soll die Tagung eine Vielfalt von Perspektiven versammeln. Wir sehen dabei etwa folgende thematische Schwerpunkte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit; Ergänzungen im Rahmen des CfP sind sehr willkommen).</p>
<p><strong>Übertragung</strong><br />
Während das bürgerliche Individuum als „starkes Ich“ zum Erziehungs- und Therapieziel der Moderne wurde, kümmert sich Psychoanalyse – ähnlich wie die Kunst – um die mit dieser Form von Subjektivität zusammenhängenden, unaufgelösten und eventuell grundsätzlich unauflösbaren Probleme im Selbst- und Weltverhältnis des imaginären Subjekts der Moderne. Wesentlich dabei ist das Konzept der Übertragung als etwas, das zwischen den individuellen Subjekten entsteht und einen interindividuellen Raum (Pazzini) erzeugt, in dem sich ein sujet supposé savoir (Lacan) bildet, ein unbewusstes Subjekt, das man sowohl als „subject supposed to know“, wie auch als „supposed subject of knowledge“ verstehen kann. Dieses für Bildungsprozesse konstitutive Sujet (als Subjekt und als Inhalt) ist möglicherweise anschlussfähig für die Suche nach einer veränderten Form von Subjektivität.</p>
<p><strong>Bildung der Community, Kollektive Intelligenz, Netzwerke</strong><br />
Kann das „Subjekt des Wissens“ in Zusammenhang gebracht werden mit der „kollektiven Intelligenz“, die sich in den netzbasierten Wissensmanagementsystemen von der Wikipedia bis Twitter praktizierend zeigt? Welche Rolle spielen dabei die (modernen) Subjekte als Lehrende und Lernende? Welchem Subjekt kann das „kollaborative Wissen“ unterstellt werden, das die aktuelle informations- und kommunikationstechnologische Infrastruktur produziert? Kann sinnvoll und Grund legend von „Bildung der Community“ gesprochen werden – so wie (anthropologischen) Grund legend von „Bildung des Menschen“ die Rede war? Wie ist es zu bewerten, wenn Individuen Wissen, Orientierung und Weltbezüge immer mehr im Rahmen digital forcierter sozialer Netzwerke aktualisieren?</p>
<p><strong>Akteure und Aktanten</strong><br />
Wo in guten alten Zeiten von „Vernunft“ und „Verstand“ die Rede war, spricht Pierre Lévy nun von „symbolischen Kollektivintelligenz“, um die Rolle der Technologien und der Institutionen in das menschliche Denken mit einzuschließen. Dabei geht es – mit Latour gesprochen – aber nicht darum, „Subjektivität auf Dinge zu übertragen oder Menschen als Objekte zu behandeln oder Maschinen als soziale Akteure zu betrachten“, sondern die Subjekt-Objekt-Dichotomie zu umgehen und als eine vorübergegangene „Verfassung der Moderne“ (Latour) zu begreifen. Nun haben wir es zu tun mit einem offenen, losen, fraktalen, temporär und projektgebunden konzentriertem Netz von Menschen und technologischen Akteuren. Mit diesem „und“ zwischen Menschen und technologischen Akteuren muss sich Bildungstheorie ebenso wie Bildungspraxis zukünftig sehr intensiv auseinandersetzen.</p>
<p><strong>Sinne</strong><br />
Der mobile, „körpersensible“ Online-Touchscreen ist die vorläufige Quintessenz medientechnologischer Entwicklung. Netzfähige Gadgets machen globale Netzwerke anfassbar; die Dichotomie von nah vs. fern, online vs. offline, symbolisch vs. körperlich ergibt immer weniger Sinn. Was bedeutet es für traditionale Subjektvorstellungen, wenn Fern-Sinne nicht nur immer mehr an Bedeutung gewinnen, sondern mit Distanz- und Nah-Sinnen amalgamieren? McLuhans These der Medien als „Extensionen der Sinne“ unterlief die Vorstellung eines in sich sensologisch geschlossenen Subjektes; Haraways These, wir seien alle Cyborgs, war selten anschaulicher nachvollziehbar als im heutigen Alltagsbild voller „Mensch-Gadget-Web“-Einheiten. Wie kann man Sinnlichkeit und das sinnliche Bildungssubjekt unter diesen Bedingungen denken?</p>
<p><strong>Call for Ideas</strong><br />
Wir möchten diese Fragen im Rahmen einer zweitägigen Tagung mit Ihnen diskutieren. Beiträge aus Wissenschaft und Kunst sind uns hoch willkommen. Bitte senden Sie Ihre Skizzen, Abstracts und Ideen (max. 2 Seiten) bis spätestens bis 31.08.2011 per E-Mail an:</p>
<p>benjamin[at]joerissen.name</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://medialogy.de/">Torsten Meyer</a><br />
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://joerissen.name/">Benjamin Jörissen</a></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<div class="feedflare">
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?a=GTT5XkoQ-aY:-lc_MiF8mxM:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></a> <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?a=GTT5XkoQ-aY:-lc_MiF8mxM:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?d=qj6IDK7rITs" border="0"></a> <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?a=GTT5XkoQ-aY:-lc_MiF8mxM:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?i=GTT5XkoQ-aY:-lc_MiF8mxM:F7zBnMyn0Lo" border="0"></a>
</div>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Die Zentralisierung der Identität | Digital | ZEIT ONLINE</title>
         <link>http://www.zeit.de/digital/internet/2011-04/identitaet-internet?page=all</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Identit%C3%A4t&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/SocialWeb&quot;&gt;SocialWeb&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Facebook&quot;&gt;Facebook&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Google&quot;&gt;Google&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
         <guid isPermaLink="false"></guid>
         <pubDate>Thu, 05 May 2011 22:53:15 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Identitäten im Netz: Wie Facebook und Google Identität zentralisieren</title>
         <link>http://www.tagesspiegel.de/kultur/wie-facebook-und-google-die-zentrale-ich-identitaet-befoerdern/4079332.html</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/identity2.0&quot;&gt;identity2.0&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/identit%C3%A4t&quot;&gt;identität&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/SocialWeb&quot;&gt;SocialWeb&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
         <guid isPermaLink="false"></guid>
         <pubDate>Fri, 29 Apr 2011 10:34:46 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>„Keine Bildung ohne Medien!“, ein Zwischenbericht vom Kongress</title>
         <link>https://joerissen.name/medienbildung/%e2%80%9ekeine-bildung-ohne-medien%e2%80%9c-ein-zwischenbericht-vom-kongress/</link>
         <description>Seit gestern (24.3.) findet in Berlin der medienpädagogische Kongress „Keine Bildung ohne Medien!“ statt. Mit ca. 400 Teilnehmern aus Praxis, Institutionen und Wissenschaft ist eine eindrucksvolle Zahl zusammengekommen (immerhin ein Fünftel der Teilnehmer des letzten DgfE-Kongresses). Das ist insbesondere deswegen bemerkenswert, weil es nicht primär um fachliche Information und fachlichen Austausch, sondern vielmehr um einen [&amp;#8230;]</description>
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         <pubDate>Fri, 25 Mar 2011 08:28:05 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Seit gestern (24.3.) findet in Berlin der medienpädagogische Kongress „Keine Bildung ohne Medien!“ statt. Mit ca. 400 Teilnehmern aus Praxis, Institutionen und Wissenschaft ist eine eindrucksvolle Zahl zusammengekommen (immerhin ein Fünftel der Teilnehmer des<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.dgfe2010.de/"> letzten DgfE-Kongresses</a>). Das ist insbesondere deswegen bemerkenswert, weil es nicht primär um fachliche Information und fachlichen Austausch, sondern vielmehr um einen<strong> bildungs- und medienpolitischen Impuls geht: Ziel des Kongresses ist der Dialog mit der Politik.</strong></p>
<p>Im Geiste des <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.keine-bildung-ohne-medien.de/?page_id=63">medienpädagogischen Manifestes</a> wurden für unterschiedliche pädagogische Bereiche Ist-Analysen und an diesen orientierte Umsetzungsszenarien erarbeitet, die gestern auf dem Kongress in dreizehn Arbeitsgruppen diskutiert und zu konkreten (medien-) bildungspolitischen Forderungen verdichtet wurden. Die Positionspapiere der AGs sind <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.keine-bildung-ohne-medien.de/?page_id=1136">hier online zu finden</a>, die <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.keine-bildung-ohne-medien.de/ergebnisse-der-arbeitsgruppen">Handouts der Arbeitsgruppen hier</a> <strong>(Update)</strong>.</p>
<p>Sehr <strong>webzweinullig ging es gestern in der AG Digitale Jugendbildung zu</strong>, die ich zusammen mit Daniel Poli (<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.ijab.de/">IJAB</a>, <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://twitter.com/danielpoli">@danielpoli</a>) moderiert habe. Nach einem kurzen Input der Moderatoren und sehr informativen Einführungen von <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.franz-josef-roell.de/">Franz-Josef Röll</a> und Jürgen Ertelt (<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.ijab.de/">IJAB</a>, <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://twitter.com/ertelt">@ertelt</a>) wurden zunächst weitere Perpektiven eingeholt, die simultan auf einem offenen Etherpad notiert wurden. An der Etherpad-Session haben auch externe TeilnehmerInnen mitgewirkt, so etwa Lisa Rosa (<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://twitter.com/#!/lisarosa">@lisarosa</a>) und Karsten Wolf (<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://twitter.com/#!/kadewe">@kadewe</a>).</p>
<p>Anhand der Themen der Diskussionsrunde konnten thematische Schwerpunkte gebildet werden, zu denen Arbeitsgruppen dann kurze Textbeiträge verfasst haben. Alles wurde wieder auf dem Etherpad gesammelt und schließlich abends von einer kleineren Gruppe redaktionell (logisch: wieder in simultaner Kooperation am Etherpad) zu einem Text verarbeitet. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie schnell und effizient so eine kollaborative Simultan-Arbeit vonstatten geht.</p>
<p>Die drei Forderungen unserer AG in Kurzform:</p>
<ul>
<li>Anerkennung und Wertschätzung des Leitmedienwandels und der neuen &#8222;digitalen Jugendkulturen&#8220;; Schluss mit der politischen Verengung von Medienkompetenz und Medienbildung auf Defizit- und Risikoperspektiven.</li>
<li>Medienbildung für Lehrer und Pädagogen: Mediengrundbildung als obligatorischer Bestandteil pädagogischer Ausbildungsgänge.</li>
<li>Etablierung und Förderung nachhaltiger Strukturen in der Jugendmedienbildung (versus Projekt-Kurzläufer).</li>
</ul>
<p>Das Etherpad kann und soll noch weiter bearbeitet werden; alle Interessierten sind eingeladen, daran mitzuarbeiten: erreichbar ist es unter <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://bildungdigital.de/">http://bildungdigital.de/</a>.</p>
<p>Twitter-Hashtag des Kongresses: <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.google.de/m/search?oe=UTF-8&amp;client=safari&amp;q=%23kbom11&amp;hl=de&amp;tbs=mbl:1&amp;tbm=mbl&amp;ei=bWeMTcCoMdaSjAeq48bbAg&amp;ved=0CCEQ5QUwAw">#kbom11</a>.</p>
<div class="feedflare">
<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?a=JPt5lisXT-g:L-odtnhiVXs:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></a> <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?a=JPt5lisXT-g:L-odtnhiVXs:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?d=qj6IDK7rITs" border="0"></a> <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?a=JPt5lisXT-g:L-odtnhiVXs:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/joerissen?i=JPt5lisXT-g:L-odtnhiVXs:F7zBnMyn0Lo" border="0"></a>
</div>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Wie Facebook &amp; Google Informationsvielfalt reduzieren (SPON)</title>
         <link>http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,750111,00.html</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Comments:&lt;/strong&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Im Hintergrund arbeitende Algorithmen bewirken ein selbstbestätigendes Informationsuniversum mit verringerter Vielfalt und Dissonanz. - &lt;small&gt;&lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Highlights and Sticky Notes:&lt;/strong&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Facebook zeigt standardmäßig jedem Nutzer eine andere, von Algorithmen berechnete Auswahl der Ereignisse in ihrem sozialen Umfeld an. Meldungen von jenen Menschen und Quellen nämlich, mit denen die Nutzer &quot;am häufigsten interagieren&quot; - so die vage Facebook-Formulierung. Das ist schon seit 2009 so.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Die Menschen merken monatelang nicht, dass Software für sie entscheidet, was relevant ist. Erst in dem Augenblick, in dem ihnen dieser Filter bewusst wird, fühlen sich einige bevormundet, getäuscht, entmündigt.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Es ist erstaunlich, wie wenigen Internetnutzern bewusst ist, dass Software auf Basis ihres Surfverhaltens, ihres Orts, ihrer Kontakte die Onlinewirklichkeit für sie vorsortiert.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Eine ganz ähnliche Verengung der Weltsicht lässt sie bei Twitter beobachten, wo die Nutzer selbst entscheiden, welchen Menschen sie folgen, wessen Leseempfehlungen und Kommentare sie sehen wollen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Eli Pariser schreibt gerade ein Buch über die &quot;Filter Bubble&quot;, wie er die Auswirkungen der Filter-Algorithmen nennt. Bei seinem Vortrag sprach er von einer &quot;unsichtbaren algorithmischen Redaktion&quot; des Webs. Seine Befürchtung: &quot;Wir bewegen uns in eine Welt, in der das Internet uns nur Dinge zeigt, von denen es denkt, dass wir sie sehen müssen, nicht aber, was wir sehen sollten.&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Schweigespirale&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/twitter&quot;&gt;twitter&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Facebook&quot;&gt;Facebook&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/web&quot;&gt;web&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/filter&quot;&gt;filter&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/echokammer&quot;&gt;echokammer&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Fri, 11 Mar 2011 17:58:13 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Facebooks neues Kommentarsystem: Das Schweigen der Nutzer » netzwertig.com</title>
         <link>http://netzwertig.com/2011/03/08/facebook-neues-kommentarsystem-das-schweigen-der-nutzer</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Identit%C3%A4t&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Social&quot;&gt;Social&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Web&quot;&gt;Web&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Wed, 09 Mar 2011 10:20:25 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>&quot;Man wird nicht Amokläufer, weil man ein brutales Computerspiel gespielt hat&quot;. Interview mit Christian Pfeiffer und Stefan Aufenanger</title>
         <link>http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,739509,00.html</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/mediennutzung&quot;&gt;mediennutzung&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/killerspieldebatte&quot;&gt;killerspieldebatte&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Medienkompetenz&quot;&gt;Medienkompetenz&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Mon, 17 Jan 2011 11:58:46 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Intensität und Authentizität als neoliberale Figuren: D. Diederichsen über das Reflexionsdefizit des &quot;holistischen Selbst&quot;</title>
         <link>http://jungle-world.com/artikel/2010/49/42260.html</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/identity&quot;&gt;identity&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Identit%C3%A4t&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/popculture&quot;&gt;popculture&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Intensit%C3%A4t&quot;&gt;Intensität&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Authentizit%C3%A4t&quot;&gt;Authentizität&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Neoliberalismus&quot;&gt;Neoliberalismus&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Fri, 10 Dec 2010 13:31:34 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Taking [machinima] movies beyond &quot;Avatar&quot; - for under £100</title>
         <link>http://www.abertay.ac.uk/about/news/newsarchive/2010/name,6983,en.html</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Comments:&lt;/strong&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;A new development in virtual cameras at the University of Abertay Dundee is developing the pioneering work of James Cameron’s blockbuster Avatar using a Nintendo Wii-like motion controller – all for less than £100. - &lt;small&gt;&lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/digitalgames&quot;&gt;digitalgames&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/machinima&quot;&gt;machinima&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Thu, 25 Nov 2010 11:32:49 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Forschungsgruppe CESifo: Internetzugang verhindert soziale Vereinsamung</title>
         <link>http://www.ifo.de/portal/page/portal/ifoHome/e-pr/e1pz/_generic_press_item_detail?p_itemid=14397663</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/socialnetworks&quot;&gt;socialnetworks&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/SocialWeb&quot;&gt;SocialWeb&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Mon, 22 Nov 2010 11:27:36 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Präsident der Uni Hamburg fordert: Weg vom Projekt, mehr Zeit für Reflexion, mehr Kontinuität in der Forschung</title>
         <link>http://www.zeit.de/2010/45/C-Wissenschaftler</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Highlights and Sticky Notes:&lt;/strong&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;In der projektorientierten Polis der Universität fehlt, was für die       &lt;em&gt;academia&lt;/em&gt;       konstitutiv war: ausreichend Zeit.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;dies kulminiert in der Idee des »Clusters«&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Mehr Menschen im Universitätsbetrieb haben eine Chance – aber eine befristete. Die Folgen sind besorgniserregend: Das Personal, die gesamte Institution weist Spuren eines »organizational burnouts« auf, höchste Leistungsmotivation und Leistungsfähigkeit kippen und führen in einen totalen Selbstverlust.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;»Einsamkeit und Freiheit« passen nicht zu einer projektorientierten Universität, die auf Kooperation und Zweckbindung fußt&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Wie wollen wir mit dieser Entwicklung zu einer projektorientierten Universität künftig umgehen? Ich schlage vor, den französischen Begriff der       &lt;em&gt;souplesse,&lt;/em&gt;       zu Deutsch: Biegsamkeit, zur Leitlinie des Handelns der Universität zu machen – nicht im Sinn der Anpassung, sondern in dem Sinne, dass Wissenschaft sich an die Logik der projektorientierten Universität »anschmiegt«, um diese in ihrer Logik zu unterlaufen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Verlangsamung des Tempos&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Gründlichkeit in der Analyse und Veröffentlichung von Forschungsergebnissen,&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Verfahren, mit denen mehr Stabilität in den wissenschaftlichen Lebensverhältnissen erzeugt wird&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Kritik als Methode&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Universit%C3%A4t&quot;&gt;Universität&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Forschung&quot;&gt;Forschung&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Hochschulpolitik&quot;&gt;Hochschulpolitik&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Tue, 09 Nov 2010 10:19:39 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Medien… -bildung? -kompetenz? -literacy? -didaktik? -erziehung?</title>
         <link>https://joerissen.name/medienbildung/bildungskompetenzliteracyerziehung/</link>
         <description>Im Zentrum der diesjährigen Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) standen unter dem Titel &amp;#8222;Medienbildung im Spannungsfeld medienpädagogischer Leitbegriffe&amp;#8220; Kernkategorien der Medienpädagogik zur Diskussion. Die enormen Mediendynamiken der letzten Jahre haben in der Medienpädagogik naturgemäß vielfache Entwicklungen und Differenzierungen ausgelöst; so beispielsweise die folgenden, um die es (nach meiner Wahrnehmung) auf [&amp;#8230;]</description>
         <guid isPermaLink="false">http://joerissen.name/?p=479</guid>
         <pubDate>Sat, 06 Nov 2010 16:45:02 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Im Zentrum der diesjährigen Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.dgfe.de/">Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft</a> (DGfE) standen unter dem Titel <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.phzh.ch/content-n1359-sD.html">&#8222;Medienbildung im Spannungsfeld medienpädagogischer Leitbegriffe&#8220;</a> Kernkategorien der Medienpädagogik zur Diskussion. Die enormen Mediendynamiken der letzten Jahre haben in der Medienpädagogik naturgemäß vielfache Entwicklungen und Differenzierungen ausgelöst; so beispielsweise die folgenden, um die es (nach meiner Wahrnehmung) auf der Tagung insbesondere ging:</p>
<ul>
<li>Der Titel &#8222;<strong>Medienbildung</strong>&#8220; hat im letzten Jahrzehnt eine erhebliche Verbreitung gefunden. Sowohl auf akademischer Seite als auch für die Praxis ist dabei das (mögliche) Verhältnis dieses Begriffs zu angestammten Konzepten wie dem der <strong>Medienkompetenz </strong>eher unklar. Ist er bloß ein modisches Label? Umfasst er alle anderen Kategorien? Kann/soll er &#8222;Medienkompetenz&#8220; ersetzen oder ihr eine normative Richtung vorgeben? Ist Medienbildung ein (Teil-) Aspekt von <strong>Medienerziehung</strong>? (Meine persönliche Antwort auf diese Fragen: &#8222;Nein&#8220;; ausführlichere Begründung in <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.scribd.com/doc/41275432/%E2%80%9EMedienbildung%E2%80%9C-%E2%80%93-Begriffsverstandnisse-und-reichweiten-Vortragsskript">meinem Beitrag zur Tagung ..</a>.)</li>
<li>Medien, zumal neue Medien, sind hochgradig globale Phänomene, die in verschiedenen Ländern zumindest teilweise ähnliche Probleme und Potenziale mit sich bringen. Die sehr umfangreiche und dynamische internationale (v.a. englischsprachige) Diskussion kreist um andere Kernbegriffe (wie <strong>&#8222;literacy&#8220; und &#8222;education&#8220;</strong> in unterschiedlichsten medienbezogenen Versionen). Diese lassen sich nicht einfach mit unseren Konzepten vergleichen &#8211; mit Konzepten sind aber größere kulturelle und soziale Rahmungen versehen, Fragen der Einstellung gegenüber einem Feld, auch der Werte. Insofern die deutschsprachige Medienpädagogik sich nicht isolieren kann, stellt sich also die Frage nach den Gemeinsamkeiten und Differenzen dieser Konzepte und nach &#8222;unserem&#8220; Umgang damit. &#8222;Beziehungsstatus: It&#8217;s complicated&#8220;.</li>
<li>Der Bereich des Lehrens und Lernens mit Medien, traditionell als &#8222;<strong>Mediendidaktik</strong>&#8220; bezeichnet, hat ebenfalls (Stichwort eLearning und Nachfolgekonzepte) einen großen Bedeutungszuwachs erfahren. Hier stellt sich die Frage, ob sich die Mediendidaktik eigentlich zur Medienpädagogik zählt, bzw. ob die Medienpädagogik die Mediendidaktik <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://scholar.google.de/scholar?q=inklusion+versus+integration&amp;hl=de&amp;as_sdt=0&amp;as_vis=1&amp;oi=scholart">inkludiert oder (doch nur) integriert</a>. Umfasst also die Medienpädagogik die zwei großen Perspektiven des Lernens über Medien (Medienerziehung) und des Lernens mit Medien (über bliebige, auch nichtmediale Lerngegenstände und -felder? (Aus der von mir vertretenen Medienbildungsperspektive ist die Trennung ohnehin nur begrenzt plausibel).</li>
</ul>
<blockquote><p>Allen Interessierten, die nicht bei der Tagung dabei sein konnten, seien die <strong>Positionspapiere </strong>unbedingt empfohlen, die <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.phzh.ch/content-n1359-r2897-sD.html">auf der Tagungs-Website heruntergeladen werden können</a> (sehr löblich, hoffentlich bleibt das eine Weile online!).</p>
<p><strong>Nachtrag (7.9.2011):</strong> Wie <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://wiki.doebe.li/Beat/MedienbildungUndMedienkompetenzInDerBuchdruckgesellschaft">Beat Döbli treffenderweise formuliert</a>: Man hat inzwischen die online verfügbaren Texte depubliziert und sie auf totes Holz gedruckt, das man für 18 € im kopaed-Verlag erwerben kann. Da Verlage keinen Zugriff auf Preprints haben, bleibt mein Text als Preprint weiterhin online verfügbar (s. <a rel="nofollow" title="Publikationen/Downloads">Publikationen 2011</a>).</p>
<p>Weitere Blogbeiträge zur Tagung:</p>
<ul>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://blog.kerres.name/2010/11/medienpadagogik-arbeitsteilig-unterwegs.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+kerresblog+(blog.kerres.name)">Michael Kerres</a></li>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://kerstin.mayrberger.de/blog/?p=281">Kerstin Mayrberger</a></li>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://2headz.ch/blog/2010/11/tagung-medienbildung-im-spannungsfeld-medienpaedagogischer-leitbegriffe-teil-i/">Mandy Schiefner</a></li>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://juerg.fraefel.ch/theorie-fur-die-praxis-oder-praxis-fur-die-theorie/">Jürg Fraefel</a></li>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://wiki.doebe.li/bin/view/Beat/UnterMedienpaedagogen">Beat Döbli</a></li>
</ul>
</blockquote>
<p>Nachfolgend einige Betrachtungen zu (für mich besonders wichtigen) Einsichten der Tagung. Es gab über das nachfolgend Erwähnte hinaus noch einige weitere Aspekte &#8211; sehr spannende Diskussionen zum Literacy-Begriff, zur Verortung der Mediendidaktik, zum Verständnis von Medienerziehung &#8211; auf die ich hier nur sehr verkürzt eingehen kann, die aber sicher in anderen Blogs aufgegriffen werden.</p>
<h3>Medienbildung (&#8222;vs.&#8220; Medienkompetenz)</h3>
<p>Es gab eine (mich überraschende) ziemlich verbreitete Einigkeit darüber, dass<strong> &#8222;Bildung&#8220; als Prozess</strong> verstanden werden solle &#8211; also nicht als statisches Lernziel oder Lernergebnis (im Sinne von &#8222;Gebildetheit&#8220;, Qualifikation, Kompetenz). Über das Verhältnis von (Medien-) Bildung, Erziehung, Kompetenz gehen die Ansichten im Detail naturgemäß auseinander: Wissenschaft ist nun mal eine Diskurs- und keine Konsensveranstaltung (was medienpädagogische PraktikerInnen immer wieder irritiert, da ihnen klare Definitionen und Abgrenzungen verständlicher Weise lieber wären; s.u.). Damit dürfte meines Erachtens relativ klar sein, dass die aktuelle <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.merz-zeitschrift.de/?RECORD_ID=6089"><strong>Debatte um &#8222;Medienbildung vs. Medienkompetenz&#8220;</strong></a> aufgrund der unterschiedlichen Strukturiertheit diese beiden Perspektiven:</p>
<ul>
<li>einmal an Prozessen orientiert &#8211; also an zeitlichen Verlaufsformen &#8211; und stärker auf Medienstrukturen fokussiert,</li>
<li>das andere Mal an Niveaus orientiert &#8211; also am bestehenden Status (von Fähigkeiten, Fertigkeiten, Dispositionen) zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. Medienkompetenz als Lernergebnis) &#8211; und stärker auf das handelnde Subjekt fokussiert,</li>
</ul>
<p>zumindest ein Stück weit Klärung gefunden hat. Dass es in der Perspektive der Medienbildung stärker um Konstitutionsprozesse von Subjektivität (Subjektivation) geht, und dass es dabei stärker um &#8222;Medialität&#8220; (Strukturaspekte) als um &#8222;Medien&#8220; (lebensweltlich gegenständlich) geht, schien auch (nach meiner Wahrnehmung) eine akzeptable Position zu sein (s. etwa auch die Paper von <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.phzh.ch/webautor-data/1359/2010-11-04_manuela_pietrass.pdf">Manuela Pietraß</a> und <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.phzh.ch/webautor-data/1359/2010-11-04_isabel_zorn.pdf">Isabel Zorn</a>). Damit werden auch Abgrenzungen klarer: wenn in Kompetenzmodellen (Bsp. Schorb) davon ausgegangen wird, dass Subjekte Medien &#8222;aktiv handelnd und aneignend&#8220; nutzen, so lässt sich das in (Konstitutions-) Begriffen wie &#8222;Subjektivation&#8220; und &#8222;Medialität&#8220; gar nicht abbilden &#8211; beispielsweise kann man &#8222;Medialität&#8220; nicht &#8222;nutzen&#8220;; sie ist nicht &#8222;zuhanden&#8220; wie ein Ding.</p>
<h4>Praxisrelevanz dieser Theoriediskussion [ja, die gibt es!]</h4>
<p>MedienpädagogInnen außerhalb der akademischen Welt haben es &#8211; zugegebenermaßen &#8211; nicht leicht, die Relevanz der Auseinandersetzungen um solche Kernbegriffe einzuschätzen. Nicht nur herrscht grundsätzlich eine &#8222;produktive Differenz&#8220; um Leitbegriffe &#8211; und diese ist auch nötig. Neue &#8222;Label&#8220; wie das der &#8222;Medienbildung&#8220; sind zudem, bis eine fundierte Klärung erfolgt, relativ lange Zeit relativ unbestimmt. Was etwa unter dem Titel &#8222;Medienbildung&#8220; zu finden ist, hat in seinen Extremen wenig miteinander gemeinsam. Dasselbe gilt aber auch für die sehr unterschiedlichen Auslegungen von &#8222;Medienkompetenz&#8220;. Auch daher also die &#8222;Praxisrelevanz&#8220; socher Diskussionen für PraktikerInnen oft nicht erkennbar (s. z.B. die <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.merz-zeitschrift.de/?NAV_ID=16&amp;RWPMODUL=KommentarListe&amp;FTH_ID=5">Beiträge im merz-Diskussionsforum</a>).</p>
<p>Der Praxisbezug der Theoriedebatten wurde auf der Tagung von vielen Diskutanten hervorgehoben. Differenz besteht (traditionell) in der Frage, ob Praxisbezüge von medienpädagogischer Theoriearbeit immer unmittelbar erkennbar sein müssten. Im Kontext der Medienbildung/Medienkompetenz-Diskussion wurde jedoch durchaus deutlich, dass aus den unterschiedlichen theoretischen Perspektiven durchaus unterschiedliche pädagogische Herangehensweisen resultieren, wie etwa Dieter Spanhel hervorhob: einerseits die &#8222;aktive Medienarbeit&#8220; (mit Fokus auf das &#8222;aktiv handelnde Subjekt&#8220;); andererseits Analysen und daraus resultierende Gestaltung medialer Bildungsarchitekturen (Fokus auf Medienstrukturen). Es ist aus meiner Sicht evident, dass das eine das andere nicht ersetzen, also nicht ablösen kann, sondern dass hier neue &#8211; neuartig strukturierte &#8211; medienpädagogische Aufgabenfelder entstanden sind (und entsprechend neue Felder medienpädagogischer Forschung).</p>
<h3>Medienpädagogische Kernbegriffe &#8211; ein (produktives) Spannungsfeld</h3>
<p>Es wurde auf der Tagung mehrfach die Ansicht geäußert, dass die beiden Konzepte &#8222;Medienbildung&#8220; und &#8222;Medienkompetenz&#8220; im Sinne eines Spannungsverhältnisses stärker aufeinander (auch kritisch) Bezug nehmen sollten. Insbesondere, so betonten Vertreter des Medienkompetenz-Konzepts noch einmal, sei ihr Verständnis von Medienkompetenz als grundlegende, entfaltbare Fähigkeit des Menschen (im Anschluss an Chomsky, Habermas und Baacke) dem Bildungsgedanken vom Gestus her erheblich näher als solche Kompetenzbegriffe, die primär auf eine instrumentalistische Mediennutzung abzielten, was eine solche Bezugnahme nahelege.</p>
<p>Aus Perspektive der Medienbildung kann diese &#8211; sicher wichtige und sinnvolle &#8211; Forderung m.E. allerdings nicht für diese beiden Konzepte im Besonderen gelten, sondern muss für<em> das ganze Ensemble der medienpädagogischen Kernkategorien</em> gefordert werden, da Medienbildung und Medienkompetenz strukturell und funktional nicht &#8222;enger verwandt&#8220; sind als Medienbildung und Medienerziehung oder Mediensozialisation (von der im übrigen auf der Tagung nach meiner Erinnerung kaum etwas zu vernehmen war).</p>
<p>Damit noch &#8211; in aller Kürze, ohne auf alle Beiträge eingehen zu können &#8211; zur Diskussion anderer zentraler Begriffe:</p>
<h3>Media Literacy</h3>
<p>Wie angedeutet, ein ausgesprochen kompliziertes Feld, insofern, wie die sehr informativen Beiträge detailliert aufzeigten, ja auch die englischen Begriffe divergente Felder darstellen. Eine Diskussion über die (mangelnde) Anerkennung unserer Begriffe seitens der US-Kollegen, über die Frage der Besinnung auf die reichhaltig vorhandenen eigenen Theorietraditionen ist da selbstredend unausweichlich. Wer aber international gehört werden will &#8211; was aufgrund der extrem harten Aufmerksamkeitsökonmie im angelsächsischen Wissenschaftsdiskurs ohnehin ausgesprochen schwierig ist &#8211; muss international publizieren &#8211; und gerät unmittelbar in das Problem, die eigenen Begriffe (Bildung, Erziehung, auch Kompetenz) nicht adäquat übersetzen zu können. Also eine paradoxe Lage. Sehr produktiv in diesem Zusammenhang ist die Idee (ich glaube, sie kam von Isabel Zorn), dass die deutschsprachige Medienpädagogik eine zentrale Auflistung ihrer englischsprachigen Publikationen erstellt, so etwa in Form eines Wikis. Damit also könnte wir alle uns viel leichter &#8211; oder zumindest: etwas leichter &#8211; auf unsere eigenen Konzepte beziehen und v.a. auch nach außen hin besser wahrgenommen werden &#8211; Open Access sollte dabei selbstverständlich sein, soweit rechtemäßig realisierbar.</p>
<h3>Mediendidaktik</h3>
<p>Eine in dieser Deutlichkeit doch überraschende Affinität der<strong> Mediendidaktik </strong>zur<strong> </strong>Medienbildung bzw. -erziehung<strong> </strong>zeichnete sich auf der Tagung ab, als Dieter Spanhel als Praxis der Medienbildung die <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.phzh.ch/webautor-data/1359/2010-11-04_dieter-_sanhel.pdf">Gestaltung von Bildungsräumen</a> hervorhob (in Abgrenzung zur medienvermittelnden pädagogischen Praxis des Kompetenz-Modells), und <strong>Michael Kerres</strong> in seinem Vortrag auf ganz ähnliche Weise die <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.phzh.ch/webautor-data/1359/2010-11-04_kerres-dewitt.pdf">Gestaltung als eine Zielbestimmung seiner Vorstellung von Mediendidaktik</a> nannte (hier aber nicht beschränkt auf mediale Lerngegenstände). In diesem Sinne plädiert Kerres m.E. sehr überzeugend für einen engen Zusammenhang von Medienbildung bzw. -erziehung und Mediendidaktik unter dem &#8222;Dach&#8220; der Medienpädagogik.<sup><a rel="nofollow" target="_blank" href="https://joerissen.name/medienbildung/bildungskompetenzliteracyerziehung/#footnote_0_479" id="identifier_0_479" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zum Hintergrund dieser Diskussion: es geht um zwei Perspektiven: einmal Medien als Lernbereich oder -gegenstand wie in der Medienerziehung; das andere Mal um Medien als Mittel zur didaktischen Gestaltung von Lernprozessen, die sich auf beliebige andere Lernfelder richten k&ouml;nnen. Wenn mit Medien &uuml;ber (dieselben) Medien gelernt wird (also z.B. Social Web-Lernen durch didaktisierte Social Web-Nutzung), &uuml;berschneiden sich die beiden Bereiche. Dies kommt durchaus vor, ist aber eben nicht notwendig der Fall.">1</a></sup></p>
<p>Aus Perspektive der Medienbildung ist das sehr plausibel: es geht ihr &#8211; in der Orientierung nicht auf Lehren und Lernen, sondern auf Bildungsprozesse &#8211; ja weniger um so etwas wie &#8222;Medien als Gegenstand von Bildung&#8220; (denn Bildung in meinem Verständnis hat keinen Gegenstand in diesem Sinne), sondern Bildung in medialen Kontexten und Welten. Ich verstehe Medienbildung also in der Überschneidung dieser beiden Perspektiven (zugleich von Medienerziehung und Mediendidaktik dadurch abgegrenzt, dass es eben nicht um die pädagogisch-didaktisierte Organisation von definierten Lernenfeldern und -gegenständen geht &#8211; wobei Berührungspunkte durchaus nicht ausgeschlossen sind).</p>
<p><strong>Dominik Petko</strong> hingegen<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.phzh.ch/webautor-data/1359/2010-11-04_dominik_petko.pdf"> geht sehr deutlich von einer bestehenden Trennung von Medienpädagogik und Mediendidaktik aus</a>. Die Mediendidaktik sei ein großes, internationales, autarkes Feld, das, so der Unterton, keineswegs darauf angewiesen sei, zur Medienpädagogik zu gehören; schon gar nicht als untergeordneter Teil derselben. Petko stellte aber mögliche Konvergenzen von Medienpädagogik und Mediendidaktik in Aussicht. Voraussetzung dazu sei, dass die Medienpädagogik mehr medienpädagogische Praxisforschung durchzuführe, und dies gelinge in brauchbarer Weise mit experimentellen, hypothesentestenden Verfahren aus der Psychologie.</p>
<p>Petko macht damit in durchaus verdienstvoller Weise eine Abgrenzungslinie sehr deutlich, indem er offenbar qualitativ-rekonstruktiver Empirie, wie sie in der Erziehungswissenschaft anerkannt und gut etabliert ist, (zumindest für dieses Feld) die Brauchbarkeit abschreibt (s. sein Paper, S. 6). Während Petkos Forderung nach fundierter medienpädagogischer Praxisforschung eine ausgesprochen richtige und wertvolle ist, lässt doch sein &#8211; von mir jedenfalls so wahrgenommener &#8211; Abgrenzungsgestus die Frage stellen, ob eine &#8222;Konvergenz&#8220; an dieses sicherlich wichtige, autarke, globalisierte Feld der technologiegestützten Organisation von Lernsettings überhaupt ein lohnenswertes Unterfangen wäre. Wie eine solche &#8222;Konvergenz&#8220; aus dieser Perspektive theoretisch begründbar wäre, blieb ebenfalls offen, soweit ich es verstanden habe.</p>
<h3>Medienerziehung</h3>
<p>Recht kontrovers wurde der Begriff der Medienerziehung diskutiert. Matthias Rath <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.phzh.ch/webautor-data/1359/2010-11-04_matthias_rath.pdf">plädierte dafür, der Medienerziehung eine prominente Bedeutung zuzuweisen</a>; auch Dieter Spanhel sieht Medienerziehung als einen Begriff, der die anderen zusammenhalten kann. Andere sind da aus unterschiedlichen Gründen eher skeptisch; so gibt es etwa Vorbehalte gegen normative Erziehungskonzepte in der Tradition der Medienkompetenz-Linie; ich persönlich sehe aus begriffslogischen Gründen nicht, dass sich Bildung unter Erziehung subsumieren ließe (oder umgekehrt) &#8211; oder anders gesagt, ein solcher Begriffszuschnitt scheint mir nicht der ertragreichste zu sein, da er aus meiner Sicht vieles ausblendet.</p>
<h2>Fazit: eine offene, faire und ertragreiche Diskussion</h2>
<p>In jedem Fall aber ist &#8211; und dies hat sich auf dieser Tagung fortwährend erwiesen &#8211; die Ausdifferenzierung der Begrifflichkeiten, darüber hinaus aber auch die <em>Anerkennung</em> der innerkategorialen Differenzen &#8211; Voraussetzung ihrer gegenseitigen Bezugnahme und Kritik. Je klarer die unterschiedliche strukturelle Lagerung verschiedener Theorieperspektiven innerhalb eines Feldes ist, desto weniger ist die begriffliche Abgrenzung auf (der Diskussionskultur abträgliche) Komplexitätsreduktionen angewiesen.</p>
<p>Wesentlich hierbei ist &#8211; was meine positive Wahrnehmung der deutschsprachigen Medienpädagogik wieder einmal bestätigt &#8211; das sehr offene und faire, kollegiale Diskussionsklima, das auch diese (übrigens von den Zürichern hervorragend organisierte) Tagung, in der es ja sozusagen &#8222;ans Eingemachte&#8220; ging, wieder sehr deutlich geprägt hat. Es gibt offenkundig doch bei sehr vielen Vertretern über theoretische Perspektivendifferenzen &#8211; und auch über involvierte Disziplingrenzen &#8211; hinweg einen nicht geringen Anteil gemeinsamen Grundverständnisses über Problemlagen und Potenziale im medialen Feld, und entsprechend fruchtbar und sinnvoll gestaltet sich der Austausch auf verschiedenen Ebenen.</p>
Fußnoten:<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_479" class="footnote"><span style="color:#000000;">Zum Hintergrund dieser Diskussion: es geht um zwei Perspektiven: einmal <em>Medien als Lernbereich oder -gegenstand</em> wie in der Medienerziehung; das andere Mal um <em>Medien als Mittel zur didaktischen Gestaltung von Lernprozessen</em>, die sich auf beliebige andere Lernfelder richten können. Wenn mit Medien über (dieselben) Medien gelernt wird (also z.B. Social Web-Lernen durch didaktisierte Social Web-Nutzung), überschneiden sich die beiden Bereiche. Dies kommt durchaus vor, ist aber eben nicht notwendig der Fall.</li></ol><div class="feedflare">
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</div></span>]]></content:encoded>
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         <title>JFF-Studie zu Datenschutz und Persönlichkeitsrechten in sozialen Netzwerken aus der Sicht von Jugendlichen</title>
         <link>http://www.jff.de/?BEITRAG_ID=6154</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/socialnetworks&quot;&gt;socialnetworks&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/SocialWeb&quot;&gt;SocialWeb&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Jugendmedienschutz&quot;&gt;Jugendmedienschutz&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Datenschutz&quot;&gt;Datenschutz&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/privacy&quot;&gt;privacy&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Wed, 20 Oct 2010 12:54:37 +0000</pubDate>
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         <title>Social Media Planner - interaktive Web 2-Übersicht</title>
         <link>http://www.socialmediaplanner.de</link>
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         <pubDate>Tue, 19 Oct 2010 10:58:42 +0000</pubDate>
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         <title>Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk überprüft &quot;Tatort Internet&quot;</title>
         <link>http://meedia.de/nc/details-topstory/article/medienwchter-berprfen-tatort-internet_100030914.html?tx_ttnews[backPid]=77&amp;cHash=52d61aabbb</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Highlights and Sticky Notes:&lt;/strong&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;wollen die Medienwächter die umstrittene RTL-II-Sendung “Tatort Internet“ unter die Lupe nehmen&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Überprüft wird&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;der Jugendschutz und die Frage, ob die Persönlichkeitsrechte von Opfern und mutmaßlichen Tätern von der Produktion genügend gewahrt werden&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Jugendschutz&quot;&gt;Jugendschutz&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Thu, 14 Oct 2010 17:50:02 +0000</pubDate>
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         <title>„Zeit, Medialität und Bildung“ – Bericht vom 3. Magdeburger Theorieforum</title>
         <link>https://joerissen.name/medienbildung/zeit-medialitat-und-bildung-bericht-vom-3-magdeburger-theorieforum/</link>
         <description>Das Magdeburger Theorieforum ist eine medienpädagogische und medienwissenschaftliche Fachtagung, die einmal pro Jahr an der Uni Magdeburg in Zusammenarbeit mit der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft stattfindet. Es ist ein Ort, an dem aktuelle medienbezogene Fragestellungen unter wechselnden Schwerpunkt-Themen im Schnittfeld von medientheoretischen und bildungstheoretischen Perspektiven diskutiert werden (und zwar im Gegensatz zur [&amp;#8230;]</description>
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         <pubDate>Thu, 14 Oct 2010 12:45:11 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Das Magdeburger Theorieforum ist eine medienpädagogische und medienwissenschaftliche Fachtagung, die einmal pro Jahr an der Uni Magdeburg in Zusammenarbeit mit der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft stattfindet. Es ist ein Ort, an dem aktuelle medienbezogene Fragestellungen unter wechselnden Schwerpunkt-Themen im Schnittfeld von medientheoretischen und bildungstheoretischen Perspektiven diskutiert werden (und zwar im Gegensatz zur üblichen Tagungs-Hektik: in aller Ruhe). Alle Interessierten &#8211; auch Studierende &#8211; sind zur Teilnahme eingeladen. </p>
<p>Am 2./3. Juli 2010 fand an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg das 3. Magdeburger Theorieforum als gemeinsame Veranstaltung des Lehrstuhls Allgemeine Pädagogik, des Lehrstuhls für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung und Medienbildung unter Berücksichtigung der Erwachsenen- und Weiterbildung und der DGfE-Sektion Medienpädagogik, organisiert von Benjamin Jörissen, Winfried Marotzki und Johannes Fromme, statt. Insgesamt war es damit die vierte Veranstaltung dieser &#8211; im Jahr 2005 von der &#8222;Theorie-AG&#8220; der damaligen Kommission Medienpädagogik initiierten &#8211; Form. Ziel des Theorieforums, das sich als regelmäßiges Ergänzungsangebot zu den beiden jährlich angebotenen Tagungen der Sektion Medienpädagogik versteht, ist es, zentrale Theoriediskurse aufzugreifen, zu bündeln und ohne den Druck der Transformation in handlungsrelevante Konzepte &#8211; sowie in großzügig bemessenem Zeitrahmen &#8211; zu diskutieren.Das diesjährige Thema &#8222;Zeit, Medialität und Bildung&#8220; bot einen Einblick in die Komplexität des virulenten und auch theoretisch sehr anspruchsvollen Problems medialer dynamisierter, transformierter und diversifizierter Zeitverhältnisse. Die vier Vorträge gaben dabei einen Einblick in unterschiedliche medialisierte Zeitphänomene &#8211; wie Beschleunigung, Zirkularität, Gegenwärtigkeit und Rhythmisierung:</p>
<p>1) <strong>Horst Niesyto (PH Ludwigsburg)</strong> warf unter Rekurs auf Hartmut Rosas Analysen zur potenzierten Dynamisierung von Zeitverhältnissen einen kritischen Blick auf &#8222;Bildungsprozesse unter Bedingungen medialer Beschleunigung&#8220;. Bildungsprozesse benötigen als Erfahrungs- und Lernprozesse Zeit. Diese Zeit entzieht sich insbesondere in (medien-) ästhetischen Reflexionsformen dem chronologischen Zeitbegriff; sie ist Zeit für streunende Suchbewegungen, gleichsam also tentative Bildungszeit. An zwei medialen Phänomenfeldern &#8211; Kino/TV sowie digitale Medien &#8211; wurden vor diesem Hintergrund Bildungs- und Reflexionspotenziale erörtert. In beiden Feldern zeigte Horst Niesyto unter Zurückweisung medienzentristischer Wirkungsmodelle auf, dass mediale Beschleunigungsphänomene mit kritischer Aufmerksamkeit, aber differenziert zu betrachten sind. So stellt er fest, dass zwar generell eine Transformation zur &#8222;episodischen Aufmerksamkeitserregungskultur&#8220; nicht förderlich für einen distanziert-reflexiven Blick, etwa für bewusste Perspektivwechsel, sein kann. Jedoch sei der einseitige Blick auf explizit-verbale Formen von Reflexivität zugunsten eines diversitätsorientierten Verständnisses unterschiedlichen Formen und Kulturen von Reflexivität zu erweitern. So wird sichtbar, dass in medial veränderten Zeitverhältnissen auch neue Formen von Reflexivität entstehen können, die etwa mit kulturell wandelnden ästhetischen Aneignungsmustern oder mit neuen, kollaborativen Formen von Reflexivität in digitalen Räumen einhergehen. Diese aber seien jedoch oft voraussetzungsreich, insofern sie auf bereits vorhandenen Literacies aufbauen. Medien, und insbesondere digitale Medien, schaffen daher ein Feld der Wahlfreiheit, das digitale Ungleichheit zu verstärken droht. Aufgabe der Medienpädagogik sei es angesichts dessen, diese gegebenen Voraussetzungen stärker zu berücksichtigen, dabei die Diversität von Reflexionsformen anzuerkennen und zu beobachten, um schließlich auch Anschlüsse zu ermöglichen und zwischen unterschiedlichen Medienkulturen vermitteln zu können.</p>
<p>2) Der Vortrag von <strong>Manuel Zahn (Univ. Hamburg/Univ. Oldenburg)</strong> mit dem Titel &#8222;&#8218;Memento&#8216; &#8211; zur Zeitlichkeit des Films und seiner Erfahrung&#8220; thematisierte aus differenztheoretischer Perspektive die Frage, wie Zeit im Film als Medium gegenständlich werden kann. Unter Rekurs auf  Heidegger, Derrida und Deleuze zeigte er auf, dass subjektive Selbstverhältnisse aus dieser Perspektive als nie gegenwärtig, sondern immer schon in mediale Zeitverhältnisse eingelagert betrachtet werden. Die Dichotomie von medialer Objektzeit und subjektiver Eigenzeit oder Bewusstseinszeit vs. Technozeit wird somit dekonstruiert, so dass der Blick auf eine konstitutive Verschränkung von Medialität und Zeit frei wird: der Sinn der ästhetischen Form, so argumentierte Zahn mit Martin Seel, sei die Zeit. Jede Gestaltung disponiere die Zeit der Betrachtung. In diesem Sinne geben Filme den Zuschauern Zeit; sie &#8222;laden zu einem besonderen Vollzug von Zeit ein&#8220;. Allerdings differenzierte der Vortrag an dieser Stelle kritisch: das Kino als Mannigfaltigkeit von Bewegtbildern ahme &#8211; insbesondere im Blockbuster-Kino &#8211; lediglich subjektzentrierte Wahrnehmungsformen nach, die es somit reproduziert und zur Norm erhebt. Dagegen setzt Zahn den Deleuze&#8217;schen Begriff der filmischen Zeitbilder. Zeitbildfilme zeigten eine Bewegung der Zeit, welche nicht der Wahrnehmungsordnung entsprechen, und verweisen somit auf ein komplexeres Zeitmodell, bei dem Zeiten ineinander und nebeneinander existieren. Dies temporale Pluralität einer sich prozessural differenzierenden Zeit explizierte Manuel Zahn schließlich anhand des Films &#8222;Memento&#8220; und zeigte damit dessen immanente zeittheoretische Komplexität auf.</p>
<p>3) <strong>Karin Wurm (KPH Wien/Krems)</strong> thematisierte unter dem Titel &#8222;Phänomen Zeit &#8211; Medien als Zeittreiber?&#8220; Medien als einen der wesentlichen Faktoren &#8222;gesellschaftlicher Vertaktung&#8220;. Anhand einer Vielzahl von Beispielen (wie etwa Lebenstempo, Transformation der Raumerfahrung und Beschleunigung der Güterproduktion) führte Karin Wurm einen Wandel von Zeitparadigmen (Fernsehzeit, Internetzeit, Social Media-Zeit etc.) vor und zeigte deren Bedeutung im Hinblick auf Synchronisations- und Desynchronisationseffekte auf. Dem Vortrag folgte eine angeregte Diskussion, die noch einmal wesentliche Eckpunkte der Transformation von Zeit unter Bedingungen der Modernisierung aufzeigte, so etwa die Diskontinuierung von Zeit zur &#8222;Event-Zeit&#8220; (Baumann) und das an diese Dynamik gekoppelte Schrumpfen der Erwartungshorizonte (Wandel der Grundlagen von Vertrauens und Gemeinschaft); die Veralltäglichung pluralisierter Kontinuitätsformen &#8211; wobei (digitale Kommunikations-) Medien zugleich Diskontinuitäten handhabbar machen, aber dadurch auch die Ausweitung diskontinuierter Lebensräume zu einer Option machen, etc.</p>
<p>4) Der vierte &#8211; und letzte Vortrag der Tagung &#8211; von <strong>Thorsten Lorenz (PH Heidelberg)</strong> widmete sich unter dem Titel &#8222;Pausen, Wiederholungen, Loops &#8211; Medien und ihre Zeitschleifen&#8220; dem Verhältnis von zirkulären medialen Zeitstrukturen und Information bzw. Informationsleere. Lorenz entfaltete zunächst am Thema der Pause im Radio und ihres radiohistorischen Wandels gleichsam eine Phänomenologie des von Medien immer mitproduzierten &#8222;Nichts&#8220;. Auf der Folie der traditionellen Sichtweise, so zeigte Lorenz auf, wurden Pausen als Interpunktionen, die der Reflexion Raum geben, dem Flow des pausenlosen Soundscape-Radios der Nachkriegszeit als einer Regressions des Hörens durch Pausenlosigkeit, des Zerstreuens des Hörens in die Nichtwahrnehmung, entgegengestellt. Eine ähnliche Argumentation bestünde im Bezug auf das Digitale Kino, dessen Narrativ &#8222;Probleme mit Lücken&#8220; konstatiert würden (fehlendes Schwarzbild zwischen den Einzelbildern). Massenmedien sendeten jedoch auch, wenn sie &#8222;nichts&#8220; zu sagen haben oder wollen. Am Beispiel von Sendepausen und Schweigeminuten demonstriert Lorenz, wie die Logik der Massenmedien ein solches Schweigen gar nicht zulässt und statt dessen die Leere mit Loops, also Wiederholungsschleifen, füllt, die allein unter medialen Bedingungen eine Inhaltslosigkeit erst herstellen, indem sie Nullinformation als Redundanz inszenieren. Angesichts dieser medientechnischen Sachlage sei der &#8222;Pausenkult der Medienpädagogik&#8220; de facto als überholt zu betrachten. Die &#8222;Halbsekunde&#8220; sei heute zur Dauerschleife von Loops und Schleifen geworden. Dieses steht zugleich für neue Formen von Subjektivität. Lorenz plädiert dafür, diesen Wandel nicht rückwärtsgewandt zu betrauern. Anhand einer eindrucksvollen Reihe von Beispielen &#8211; von den Gedankenstrichen in Laurence Sternes &#8222;Tristram Shandy&#8220; über Eric Saties &#8222;Vexations&#8220; und die schwarzen Quadrate von Malewitsch bis hin zu den Zeitinszenierungen in Andy Wahrhols Filmen zeigt Lorenz auf, dass die ostentative Inhaltsleere von Pausen, Loops und Schleifen ihre eigenen Reflexionspotenziale bereithalten.</p>
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         <title>Tools zur wissenschaftlichen Arbeit mit dem/im Social Web</title>
         <link>https://joerissen.name/allgemein/tools-zur-wissenschaftlichen-arbeit-mit-demim-social-web/</link>
         <description>Natürlich gibt es eine riesige Auswahl an Tools, die sich im Kontext wissenschaftlicher Arbeit (auch anderen Formen der Projektarbeit) nutzen lassen. Ich habe mal meine bevorzugten und bewährten Tools in eine Mindmeister-Map eingetragen, diese als Wiki-Map geöffnet und den Link auf Twitter gepostet. Und siehe da: schon sind interessante neue Einträge dort zu finden!</description>
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         <pubDate>Thu, 14 Oct 2010 10:47:51 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich gibt es eine riesige Auswahl an Tools, die sich im Kontext wissenschaftlicher Arbeit (auch anderen Formen der Projektarbeit) nutzen lassen. Ich habe mal meine bevorzugten und bewährten Tools in eine Mindmeister-Map eingetragen, diese als Wiki-Map geöffnet und den Link auf Twitter gepostet. Und siehe da: schon sind interessante neue Einträge dort zu finden!</p>
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         <title>EtherPad der TU Graz</title>
         <link>http://etherpad.tugraz.at</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Comments:&lt;/strong&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Kollaboratives Authoring-Tool ohne Anmeldung: Alternative zu Google Docs. - &lt;small&gt;&lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/etherpad&quot;&gt;etherpad&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/collaboration&quot;&gt;collaboration&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Tue, 05 Oct 2010 17:07:17 +0000</pubDate>
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         <title>The 2010 Social Networking Map / Flowtown (@flowtown)</title>
         <link>http://www.flowtown.com/blog/the-2010-social-networking-map</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/visualization&quot;&gt;visualization&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/SocialWeb&quot;&gt;SocialWeb&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Twitter&quot;&gt;Twitter&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Facebook&quot;&gt;Facebook&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Mon, 04 Oct 2010 11:27:45 +0000</pubDate>
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      <item>
         <title>The Future of the Book</title>
         <link>http://vimeo.com/15142335</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/ebooks&quot;&gt;ebooks&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/book&quot;&gt;book&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/e-reader&quot;&gt;e-reader&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Sun, 26 Sep 2010 11:12:49 +0000</pubDate>
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         <title>Vier Monate Gefängnis für Facebook-Freundschaft</title>
         <link>http://annalist.noblogs.org/post/2010/09/26/vier-monate-fur-facebook-freundschaft</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Highlights and Sticky Notes:&lt;/strong&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Mit dem Akzeptieren einer Facebook-Freundschaftsanfrage habe er gegen seine Bewährungsauflagen vertoßen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Facebook oder allgemein Soziale Netzwerke wurde explizit in den Bewährungsauflagen gar nicht erwähnt. &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://earthfirstnews.wordpress.com/2010/08/21/update-on-rod-coronado/&quot;&gt;Vorgeworfen&lt;/a&gt; wurden ihm nicht erlaubte Kontakte und die Benutzung eines öffentlichen Computers&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/facebook&quot;&gt;facebook&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Sun, 26 Sep 2010 11:06:58 +0000</pubDate>
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         <title>Berners-Lee über die zukünftige Rolle des Internet: Globales Wissen, universale Transparenz</title>
         <link>http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E5CA296D350AD4CFAB6110031F8289721~ATpl~Ecommon~Scontent.html</link>
         <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Highlights and Sticky Notes:&lt;/strong&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Ausgereift ist das Web für Berners-Lee natürlich bis heute nicht. Magisch sei es. „Keiner versteht, wie es funktioniert, immer noch nicht.“ Und das vielleicht für alle Zeiten. Denn bevor es je im heutigen Zustand verstanden sein wird, hat es sich längst überlebt. Die Entwicklung galoppiert weiter, und beide haben sich darüber so ihre Gedanken gemacht - darüber, was sie sich vorstellen können, was sie sich erhoffen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;immer noch sind zwanzig Prozent der Menschheit nicht im Netz unterwegs&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Berners-Lee, der sich von den Netzteilnehmern und -betreibern die Ausbildung eines „sozialen Sinns und damit einer neuen evolutionären Stufe im Internet wünscht, hat klare Vorstellungen davon, welche gesellschaftliche Rolle das World Wide Web in Zukunft spielen soll: Erstens Wissen für die gesamte Menschheit zugänglich machen, zweitens vollkommene Transparenz, das heißt: offene Datenkanäle und Pools für alle, sowie der globale Ausbau und die Verlinkung der sozialen Netzwerke, um Ideen und Kontakten die maximalen Expansionsmöglichkeiten zu ermöglichen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Was Kurzweil in der digitalen Welt dagegen elektrisiert: Die Möglichkeit einer millionenfachen virtuellen zweiten Existenz.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Kurzweil ist ein Gläubiger von Second life geblieben, sollen die anderen doch das virtuelle Leben begraben. Er bleibt seinem Avatar treu wie seinen Kindern: Als sein Avatar „Ramona Ray“ hofft Kurzweil, mittels weltweiter Vernetzung, seine digitalen Spuren überall zu hinterlassen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;div class=&quot;annInner&quot;&gt;Sein Körper wird zur Projektion im Raum, millionenfach verbreitet über die Daten-Cloud im Netz und durch projiziertes Licht sichtbar gemacht - wo auch immer er geradezu zu leben und lieben bereit sein wird. Digitale Romantik im körperlosen Kosmos.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tags:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/Internet&quot;&gt;Internet&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/knowledgesharing&quot;&gt;knowledgesharing&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/participation&quot;&gt;participation&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/socialnetworking&quot;&gt;socialnetworking&lt;/a&gt;, &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/tag/news&quot;&gt;news&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;by:&lt;/strong&gt; &lt;a rel=&quot;nofollow&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://groups.diigo.com/group/webnews/content/user/benjamin&quot; title=&quot;View Benjamin J&amp;#xf6;rissen's content in group&quot;&gt;Benjamin Jörissen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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         <pubDate>Sun, 13 Jun 2010 09:52:29 +0000</pubDate>
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