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	<title>jorni.de</title>
	
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	<description>Digitale Gedanken</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 09:22:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Unendliche Weiten, elektronische Klänge</title>
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		<comments>http://jorni.de/2012/02/02/liquid-skies-teaser/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 09:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie & Film]]></category>
		<category><![CDATA[Amon Tobin]]></category>
		<category><![CDATA[Animationsfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Annis Naeem]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kleiner Video-Teaser zu einem Sci-Fi-Projekt: Annis Naeems „Liquid Skies“, musikalisch unterlegt von Amon Tobin. Das sieht vielversprechend aus, ich bleibe dran. Lizenz: „Liquid Skies“ steht unter einer CC BY NC ND Lizenz. [via the Creators Project]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kleiner Video-Teaser zu einem Sci-Fi-Projekt: <a title="Informationen zum Regisseur auf seiner Seite" href="http://www.annisnaeem.com/">Annis Naeems</a> „Liquid Skies“, musikalisch unterlegt von <a title="Amon Tobin im Netz" href="http://www.amontobin.com/">Amon Tobin</a>. Das sieht vielversprechend aus, ich bleibe dran.</p>
<p><span id="more-2866"></span></p>
<p><a href="http://jorni.de/2012/02/02/liquid-skies-teaser/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><strong>Lizenz</strong>: „Liquid Skies“ steht unter einer <a title="Lizenz des Films" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/">CC BY NC ND</a> Lizenz.</p>
<p>[<a title="Quelle" href="http://thecreatorsproject.com/de/blog/liquid-skies-a-short-film-with-an-amon-tobin-soundtrack">via the Creators Project</a>]</p>
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		<title>Krieg der Welten?</title>
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		<comments>http://jorni.de/2012/01/30/ansgar-heveling-netzkultur/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 21:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ansgar Heveling]]></category>
		<category><![CDATA[CDU/CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Union]]></category>

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		<description><![CDATA[Ansgar Heveling ist trending topic. Der Abgeordnete der Union hat in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt seine Ansichten zur Netzgemeinde geäußert (Tim Pritlove hat den Beitrag vertont) und offenbart dabei derart viele argumentative Schwachstellen, dass man sich fragt, ob er das wirklich ernst meint. Es ist ein sehr verwirrender Text, der in mir viele Fragezeichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ansgar Heveling ist <em><a title="Handelsblatt über die Reaktionen auf Ansgar Heveling" href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ansgar-heveling-protestwelle-ueberrollt-netzkritischen-cdu-abgeordneten/6129254.html">trending topic</a></em>. Der Abgeordnete der Union hat in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt seine <a title="Kommentar von Ansgar Heveling: Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!" href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-netzgemeinde-ihr-werdet-den-kampf-verlieren/6127434.html">Ansichten zur Netzgemeinde</a> geäußert (<a title="Tim Pritlove spricht den Kommentar von Ansgar Heveling" href="http://meta.metaebene.me/media/misc/netzgemeinde-ihr-werdet-den-kampf-verlieren.m4a">Tim Pritlove hat den Beitrag vertont</a>) und offenbart dabei derart viele argumentative Schwachstellen, dass man sich fragt, ob er das wirklich ernst meint.<span id="more-2832"></span></p>
<p>Es ist ein sehr verwirrender Text, der in mir viele Fragezeichen hinterlassen hat. Ich formuliere meine Zwischenüberschriften daher als Fragen – für Antworten bin ich dankbar.</p>
<div id="attachment_2847" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/fragezeichen.jpg"><img class="size-large wp-image-2847" title="Fragezeichen" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/fragezeichen-550x275.jpg" alt="Viele gezeichnete Fragezeichen auf einer Straße" width="550" height="275" /></a><p class="wp-caption-text">Ansgar Hevelings Kommentar zur Netzkultur: offene Fragen garantiert</p></div>
<h2>Geschichtsbewusstsein ohne Geschichtlichkeit?</h2>
<blockquote><p>Und das Web 2.0 wird bald Geschichte sein. Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird. (<a title="Quelle des Zitats" href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-netzgemeinde-ihr-werdet-den-kampf-verlieren/6127434.html">Ansgar Heveling</a>)</p></blockquote>
<p>„Geschichte sein“ – ich habe lange darüber nachgedacht, in welchem Sinne Ansgar Heveling hier von Geschichte spricht. Die einzige Interpretation, die ich mir vorstellen kann, lautet: „Geschichte sein“ = vorbei sein. Eine denkbare, aber unsinnige Interpretation, denn vorbei ist Geschichte niemals, und jedes noch so kleine Ereignis hinterlässt Spuren. Das Leben, das wir heute führen, unsere Ansichten, unsere Kultur, sogar unser bloßes Vorhandensein basiert auf der Geschichte derer, die vor uns gelebt haben – und ist damit in einer Weise „real“, die man nicht mit „vorbei“ wegwischen kann. Wieso nun sollte gerade eine so tiefgreifende Entwicklung wie jenes Web 2.0 hier eine Ausnahme bilden? Dass ausgerechnet ein „geschichtsbewusste[r] Politiker“ diesen Faux-Pas begeht, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Es ist nicht sein einziger.</p>
<h2>Meinung ohne Argumente?</h2>
<p>Ein geflügeltes Wort dürfte seine Aussage werden, die Netzgemeinde werde den Kampf verlieren. Eine steile und gerade daher spannende These, und nun wäre ein guter Zeitpunkt für Argumente gekommen. Tatsächlich gäbe es gute Gründe, die Hoffnungen der digitalen Kultur zu hinterfragen – Becky Hogge tut es in ihrem <a title="Becky Hogges Werk zur Geschichte der Netzkultur" href="http://barefootintocyberspace.com/book/hypertext/">eBook „Barefoot into Cyberspace“</a>, das ich in naher Zukunft hier vorstellen möchte. Ansgar Heveling hingegen scheint wenig Interesse daran zu haben, Argumente auszutauschen.</p>
<p>Dass die Digitalisierung unsere Gesellschaft verändere, gibt Ansgar Heveling freilich zu – obwohl ihm außer dem Aspekt, dass Vieles einfacher werde, wenig einzufallen scheint. Und da „Narzissmus und Nerdzismus Zwillinge“ sind, erwähnt er mit keiner Silbe den kulturellen Austausch im Netz – Creative Commons, freie Software, kollaboratives Arbeiten, all dies spielt in einer Argumentation keine Rolle, die neben Schwarz-Weiß-Malerei wenig zu bieten hat.</p>
<div id="attachment_2849" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/bitmap-sw.jpg"><img class="size-large wp-image-2849 " title="Bitmap in Schwarz-Weiß" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/bitmap-sw-550x466.jpg" alt="Pixelansammlung" width="550" height="466" /></a><p class="wp-caption-text">Schwarz gegen Weiß: in Ansgar Hevelings Argumentation scheint für Zwischentöne wenig Platz</p></div>
<h2>Von Äpfeln zu Birnen?</h2>
<p>Es sei also eine „unheilige Allianz aus diesen „digitalen Maoisten“ und kapitalstarken Monopolisten“, und als Beispiele weiß Ansgar Heveling Google und Wikipedia aufzuzählen. Nun ist es nicht unbedingt so, dass man Google und Wikipedia miteinander vergleichen könnte – immerhin ist Google ein Unternehmen, die Wikipedia hingegen wird <a title="Impressum der deutschen Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Impressum">von der Wikimedia Foundation getragen</a>, also einer Stiftung. Dass grundverschiedene Finanzierungsmodelle hinter den beiden Akteuren stehen, erwähnt der Autor mit keiner Silbe.</p>
<p>Als Waffe gegen den Verlust des geistigen Eigentums beruft er sich auf „Goethe, die Bibel oder auch Marx“, die man zitieren solle. Warum aber ausgerechnet gemeinfreie Werke, die <a title="eBooks vom Projekt Gutenberg" href="http://www.gutenberg.org/">durch die Digitalisierung kostenfrei zugänglich</a> sind, verhindern sollen, dass nur noch „verbrannte Erde unserer Kultur“ zurückbleibe – das ist eine Frage, die wohl nur Ansgar Heveling beantworten kann.</p>
<h2>Die Demokratie, die ich meine?</h2>
<p>Worum geht es Ansgar Heveling letztlich in seinem Beitrag? Er ruft die Bürger zu Wachsamkeit auf, zur Verteidigung der bürgerlichen Gesellschaft im Netz. Ein Einsatz für die Demokratie also, für „Freiheit, Demokratie und Eigentum auch im Netz“. Ich habe eine Weile gebraucht, um mir darüber bewusst zu werden, warum ich Hevelings Kommentar eigentlich so eigenartig finde – es ist der Ton, der nicht zu diesem Fazit passt. Da ist die Rede von einem „Kampf zwischen der schönen neuen digitalen Welt und dem realen Leben“. Da ist die „mediale Schlachtordnung“, ein „Endkampf um Mittelerde“. Da ist die Gefahr, „dass sich nach dem Abzug der digitalen Horden und des Schlachtennebels nur noch die ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft in die Sonne recken“. Kriegsmetaphern. <em>Kriegsmetaphern</em>.</p>
<div id="attachment_2858" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/krieg.jpg"><img class="size-large wp-image-2858" title="Krieg" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/krieg-550x366.jpg" alt="Aufnahme des Mahnmals für die Oper des Irakkriegs: viele Plaketten von Soldaten" width="550" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Sind Kriegsmetaphern wirklich das richtige Mittel, um über gesellschaftliche Kontroversen zu sprechen?</p></div>
<p>Als <a title="Tweet über den Text von Ansgar Heveling" href="https://twitter.com/#!/JorniJorni/status/164024548285624322">unangemessen</a> habe ich das in einem Tweet bezeichnet, denn am Ende des Tages geht es um unterschiedliche Auffassungen von Kultur. Es geht um Menschen, die geistiges Eigentum betonen und wirtschaftliche Interessen schützen möchten auf der einen sowie um Menschen, denen der freie Austausch von Wissen und Kultur am Herzen liegt auf der anderen Seite. Vor allen Dingen aber geht es um die vielen Positionen dazwischen, und es geht darum, in diesem Spannungsfeld einen sinnvollen Kompromiss zu finden. Dabei jedoch, lieber Herr Heveling, sind Kriegsmetaphern wenig hilfreich. Und den Andersdenkenden mit den Worten Jaron Laviers „digitalen Totalitarismus“ vorzuwerfen, noch weniger.</p>
<p>Und wenn Sie dies als Satire meinten, so schreiben Sie bitte demnächst ein einfaches „LOL“ unter Ihren Kommentar.</p>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/debord/4932655275/">What?</a>“ von Véronique Debord-Lazaro, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC BY SA</a> (Ausschnitt verändert); „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/pagedooley/2699517438/">Chicago at night, from a distance (detail)</a>“ von Kevin Dooley, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC BY</a>; „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/dixielaw/3838872594/">War memorial</a>“ von Dixie Lawrence, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">CC BY NC ND</a></p>
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		<title>Semantisches Web mit schema.org und Storytelling in der Medienpädagogik</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 09:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interessantes aus meinen Streifzügen im Web – mit Web 3.0 und medienpädagogischem Storytelling, aber auch interessanten Ausstellungskatalogen und „Pay as you like“-Schriften. schema.org: Sieht so das Web 3.0 aus?: Über das „Semantic Web“ habe ich vor ein paar Jahren mal eine Artikelreihe für die Netzpiloten geschrieben, und seitdem verfolge ich das Thema immer wieder – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2807" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/semantic-web.jpg"><img class="size-large wp-image-2807" title="Semantic Web" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/semantic-web-550x403.jpg" alt="Spruch I know what you mean zwischen Nullen und Einsen" width="550" height="403" /></a><p class="wp-caption-text">„I know what you mean“ – wirklich? Bisher sind die Informationen im Netz noch wenig semantisch verknüpft.</p></div>
<p>Interessantes aus meinen Streifzügen im Web – mit Web 3.0 und medienpädagogischem Storytelling, aber auch interessanten Ausstellungskatalogen und „Pay as you like“-Schriften.<span id="more-2759"></span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.webkrauts.de/2011/12/11/schema-org-sieht-so-das-web-3-0-aus/">schema.org: Sieht so das Web 3.0 aus?</a>: Über das „Semantic Web“ habe ich vor ein paar Jahren mal eine Artikelreihe für die Netzpiloten geschrieben, und seitdem verfolge ich das Thema immer wieder – freilich ohne, dass es so richtig abgehoben hätte. Im Adventskalender der webkrauts nimmt sich Henry Zeitler schema.org vor, eine Technologie, die das Web semantisch anreichern möchte. Was das für andere Verfahren, für den Journalismus und für die Nutzer bedeuten könnte, kommt ebenfalls zur Sprache.</li>
<li><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2012/01/09/digitales-und-transmediales-erzahlen-das-storytelling/">Digital und Transmedia Storytelling als Methode der Medienpädagogik</a>: Marlene Nagel und Janet Torres Lupp stellen in einem Gastbeitrag verschiedene Formen des Storytelling aus medienpädagogischer Sicht vor. Dazu geben sie eine Reihe von Tools für den praktischen Einsatz.</li>
<li><a href="http://www.archive.org/details/guggenheimmuseum">Solomon R. Guggenheim Museum: Ausstellungskataloge im Internet Archive</a>: Vor ein paar Tagen schon getwittert: Das Guggenheim-Museum hat Kunstkataloge ins Netz gestellt – im Internet Archive gibt es sie in diversen Formaten, inklusive ePub und Kindle. Zu finden sind Klassiker der modernen Kunst mit spannenden Texten. Unbedingt reinschauen, wenn euch Kunst interessiert!</li>
<li><a href="http://gs.statcounter.com/">StatCounter Global Stats</a>: Gute Quelle für aktuelle Statistiken zur Browser-Verbreitung</li>
<li><a href="http://losttype.com/browse/">Lost Type Co-op</a>: Bei „Lost Type“ gibt es interessante Schriften zum „Pay as you like“-Prinzip. Die Fonts sind sauber gearbeitet und inspirierend.</li>
</ul>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/dullhunk/639163558/">I know what you mean</a>“ von dullhunk, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC BY NC SA</a></p>
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		<title>Entdecke die Möglichkeiten</title>
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		<comments>http://jorni.de/2012/01/09/einsatzfelder-qr-codes/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 11:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatzfelder]]></category>
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		<category><![CDATA[QR-Code]]></category>

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		<description><![CDATA[Die vergangenen Folgen beschäftigten sich mit Basics sowie Erfolgsfaktoren und Evaluierung von QR-Codes. Jetzt schaue ich mir einige Einsatzszenarien an, die man häufig findet. Get in contact: Vom analogen zum digitalen Kontakt – und wieder zurück Das Problem ist bekannt: Man lernt einen Geschäftspartner kennen und möchte sich gerne die Kontaktdaten geben, um in Zukunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="einsatzmglichkeiten">Die vergangenen Folgen beschäftigten sich mit Basics sowie Erfolgsfaktoren und Evaluierung von QR-Codes. Jetzt schaue ich mir einige Einsatzszenarien an, die man häufig findet.</p>
<p><span id="more-2669"></span></p>
<h2><em>Get in contact</em>: Vom analogen zum digitalen Kontakt – und wieder zurück</h2>
<p>Das Problem ist bekannt: Man lernt einen Geschäftspartner kennen und möchte sich gerne die Kontaktdaten geben, um in Zukunft schön netzwerken zu können – idealerweise in digitaler Form.</p>
<div id="attachment_2782" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/qr-code-kuchen.jpg"><img class="size-large wp-image-2782" title="QR-Code-Kuchen" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/qr-code-kuchen-550x366.jpg" alt="Kuchen mit Zuckerglasur, die einen QR-Code darstellt" width="550" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Verlinkter Kuchen – aber nur, bis er zu viel angeknabbert worden ist</p></div>
<p>Vor einiger Zeit waren dafür die <a title="Poken-Website" href="http://www.poken.com/">Poken</a> beliebt – kleine, oft tierchenförmige Geräte, die beim Gegeneinanderhalten ihre gespeicherten Informationen austauschen und anschließend dank USB-Anschluss auf den Rechner übertragen. Im Business-Kontext sind Visitenkarten eher verbreitet. Ein abgedruckter QR-Code erspart hier lästige Tipperei.</p>
<p>Aber auch für Anfahrtsskizzen lässt sich die Technik nutzen, wenn ein QR-Code neben einer Karte direkt zu einer Google-Map mit der richtigen Adresse verweist. Es gibt außerdem <a title="Wissenschaftlicher Artikel zur QR-GPS-Navigation" href="http://ieeexplore.ieee.org/xpl/freeabs_all.jsp?arnumber=5529943">Versuche, QR-Codes mit GPS-Navigation zu kombinieren</a> – wenn jemand von euch mehr darüber weiß, würde mich das in den Kommentaren sehr interessieren.</p>
<p>Zum Kontakt aufbauen ganz anderer Art schreibt Jeffrey Nigg einen spannenden Beitrag: er enkodiert die <a title="QR Code mit Login Daten zu Wifi Netzwerk erstellen" href="http://infoblog.li/qr-code-mit-login-daten-zu-wifi-netzwerk-erstellen/">Wifi-Login-Daten per QR-Code</a> und erleichtert Gästen damit das Surfen über sein Gäste-WLAN.</p>
<h2 id="enhanceduserexperience">Enhanced user experience</h2>
<p>Gedruckte Medien kann man zwar gut in der Hand halten, doch sie haben den handfesten Nachteil, nicht besonders linkfreudig zu sein. Der deutsche „Spiegel“ macht es vor, wie eine Lösung aussehen kann: Neben Artikeln prangen seit einiger Zeit kleine QR-Codes, die auf die entsprechende Onlineversion verweisen.</p>
<div id="attachment_2775" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/webcode-vs-qr-code.jpg"><img class="size-large wp-image-2775" title="Webcode vs. QR-Code" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/webcode-vs-qr-code-550x318.jpg" alt="Zwei Print-Magazine übereinander, jedoch mit verschiedenen Techniken, um Internet-Inhalte zu kommunizieren" width="550" height="318" /></a><p class="wp-caption-text">Uneinheitliche Systeme: Während die „mac &amp; i“ (1) auf einen getippten Webcode setzt, versucht der „Spiegel“ (2) über QR-Code ergänzende Inhalte im Netz zu kommunizieren.</p></div>
<p>Andere Publikationen, wie etwa die Mac-Zeitschrift „mac &amp; i“, setzen auf Webcodes, zufällige Zahlenfolgen, die man auf der Webseite in ein entsprechendes Eingabefeld tippen kann. Die Frage, welche Methode besser ist, lässt sich nur im Hinblick auf die Zielgruppe beantworten: Webcodes verlangen zusätzliche Tipparbeit, die man sich mit einem QR-Code erspart; dafür jedoch erfordern sie keine spezielle Software auf dem Handy. Die Frage ist also, ob das eigene Zielpublikum als technisch versiert genug gelten kann, eine derartige Software zu besitzen oder sich besorgen zu können – und natürlich, ob die eigenen Leser überhaupt Smartphones haben. Ich bin mir daher gar nicht so sicher, ob der „Spiegel“ wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat.</p>
<h2 id="qr-codesinderbildung">QR-Codes in der Bildung</h2>
<p>Tobias Albers-Heinemann nennt in seinem Artikel <a title="Ideen zum Einsatz von QR-Codes in der Medienpädagogik" href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/11/22/qr-codes-in-der-medienpadagogik/">„QR-Codes in der Medienpädagogik“</a> die Idee, QR-Codes bei Outdoor-Aktivitäten wie etwa einer Schnitzeljagd einzusetzen, um GPS-Koordinaten oder Adressen zu vermitteln. Dazu gibt es ein mit Scanvenger ein <a title="Schnitzeljagd mit QR-Codes" href="http://scanvenger.kaywa.com/">einfaches Tool zur Erzeugung QR-basierter Schnitzeljagden</a>, und Projekte wie das <a title="QR-Code-Schnitzeljagd in der Praxis" href="http://qrgame.medialepfade.de/">„QR Game“ von Mediale Pfade</a> setzen derartige Projekte in die Praxis um.</p>
<div id="attachment_2777" class="wp-caption alignleft" style="width: 285px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/Qrpedia.jpg"><img class="size-medium wp-image-2777" title="Screenshot der QRpedia" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/01/Qrpedia-275x154.jpg" alt="gemalte Kinder um einen QR-Code" width="275" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Bei der QRpedia verweisen die Codes auf Wikipedia-Einträge</p></div>
<p>Eine Alternative ist, QR-Codes als Möglichkeit zu verwenden, reale Objekte mit dem Netz zu verketten. Das ermöglicht es dem Betrachter, auf Wunsch weiterführende Informationen zu einem Ort zu erhalten – sinnvoll ist das natürlich nur dann, wenn entsprechende Hinweisschilder nicht angebracht werden können. So etwas macht beispielsweise die <a title="Wikipedia in QR-Code-Form" href="http://qrpedia.org/">QRpedia</a>. Museen platzieren dabei QR-Codes neben ihren Exponaten, die die scanfreudigen Besucher auf die entsprechende mobile Version der Wikipedia weiterleiten. Jedoch werden die Codes auch außerhalb von Museen eingesetzt.</p>
<p>Ein bisschen eigenartig finde ich QR-Codes in Museen schon – warum sollten Museen QR-Codes in ihre Ausstellungen kleben, wo sie doch erklärende Tafeln verwenden könnten, die wesentlich weniger Zugangsvoraussetzungen haben? Ein Grund könnte der Faktor Neugierde sein – QR-Codes gelten dieser Ansicht nach als neu und aufregend genug, um Menschen anzusprechen, die sich die Texte auf den Schildern nicht durchlesen würden. Die Meinungen darüber gehen auseinander: Während die anonymen Autoren des empfehlenswerten Artikels „<a title="Custom QR Codes über psychologische Faktoren beim Einsatz von QR-Codes" href="http://customqrcodes.com/story/9/The-Psychology-behind-QR-Codes">The Psychology of QR Codes</a>“ meinen, die Codes seien noch immer ein Aufmerksamkeitsmagnet, schreibt <a title="Fundstücke von Jürgen Siebert über die QR-Code-Welle" href="http://www.page-online.de/emag/szene/artikel/fundstuecke_von_juergen_siebert_01_2012">Jürgen Siebert</a>, dass sie den „Reiz des Neuen […] längst verloren“ haben. Letztlich kann man nur im Hinblick auf die eigene Zielgruppe entscheiden, ob QR-Codes noch ausreichend Neuigkeitswert besitzen – und sollte sich schon einmal eine Alternative ausdenken für die Zeit danach.</p>
<p>Doch gibt es natürlich auch noch andere Gründe, die schwarz-weißen Kästchen-Gebilde ins Museum zu hängen – dann nämlich, wenn sie integraler Bestandteil dessen sind, das ausgestellt wird.</p>
<h2><em>beyond art</em>: Kunst im Zwischenraum</h2>
<p>QR-Codes in Museen, die die plastische Realität mit der Realität im Netz verketten – kein Wunder, dass diese Idee Kunstschaffende aus der ganzen Welt beflügelt. Ich verdanke es <a title="Interaktives Leporello auf Basis von QR-Codes" href="http://www.crackajack.de/2011/11/18/experimental-interactive-leporello-retells-night-of-the-living-dead-thru-qr-codes/">René Walter von Nerdcore</a>, eines der spannendsten Projekte in dieser Richtung entdeckt zu haben: „<a title="Projektvorstellung bei Volumique" href="http://www.volumique.com/blog/?p=27">Night of the Living Dead Pixels</a>“. Étienne Mineur schuf damit eine Referenz an den <a title="englische Wikipedia über Night of the Living Dead" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Night_of_the_Living_Dead">berühmten Zombie-Klassiker</a>, die es in die <a title="Talk to Me über Night of the Living Dead Pixels" href="http://www.moma.org/interactives/exhibitions/2011/talktome/objects/146359/">Ausstellung „Talk to Me“ des MoMA</a> geschafft hat. Die Story lässt sich dabei durch die flexible Faltung und die QR-Codes variieren.</p>
<p>Es ist also die Kreativität, die entscheidend dazu beiträgt, ob QR-Codes sinnvoll und nutzbringend eingesetzt werden können. In der letzten Folge meiner QR-Code-Reihe schaue ich mir daher konkrete Projekte an, die kreative Lösungen mit den Pixelmustern gesucht haben – mal mehr und mal weniger erfolgreich.</p>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/urbanwide/2591538412/">My 2D Barcode GeekUp Cake</a>“ von urbanwide, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC BY NC SA</a>; eigenes Foto; „<a title="Bildquelle" href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Qrpedia.org_screenshot.png">Screenshot QRpedia</a>“ unter der <a title="Lizenz des Bilds" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Expat/MIT_License">Expat License</a>,</p>
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		<title>Licht in die schwarz-weiße Dunkelheit</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 11:20:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach den Basics im ersten Teil meiner QR-Code-Reihe geht es nun ans Eingemachte: Wie messe ich den Erfolg meiner Idee, und wovon hängt er ab? Erfolgsfaktoren von QR-Codes: Scanfreude erhöhen Für den Erfolg einer QR-Code-Kampagne gibt es ebenso wenig Patentrezepte wie für eine Kampagne, die auf andere Verfahren setzt. Liest man sich jedoch durch die im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="dasnetzinschwarz-wei">Nach den <a title="Das Netz in Schwarz-Weiß" href="http://jorni.de/2011/12/20/qr-codes-grundlagen-tools/">Basics im ersten Teil meiner QR-Code-Reihe</a> geht es nun ans Eingemachte: Wie messe ich den Erfolg meiner Idee, und wovon hängt er ab?</p>
<p><span id="more-2666"></span></p>
<h2 id="messen">Erfolgsfaktoren von QR-Codes: Scanfreude erhöhen</h2>
<p>Für den Erfolg einer QR-Code-Kampagne gibt es ebenso wenig Patentrezepte wie für eine Kampagne, die auf andere Verfahren setzt. Liest man sich jedoch durch die im Netz kursierenden Tipps, scheint es vor allem zwei Bereiche zu geben, die für den Erfolg wichtig sind: Konzept und Design.</p>
<h3>Konzeptionelle Faktoren</h3>
<p>„Begeistern und Mehrwert bieten“ – auf diese Formel bringt die Software-Schmiede barcoo ihren <a title="Barcoo-Blog: QR-Codes – wenn, dann richtig" href="http://www.barcoo.com/blog/2011/11/08/qr-codes-getting-it-right-or-not-at-all/">ersten Tipp für erfolgreiche QR-Codes</a>. Zuerst steht jedoch die Antwort auf eine einfache Frage: Was hat meine Nutzerin von einem QR-Code?  Die Formel „QR-Code = Call to Action Universalwaffe“ geht nicht auf – vielmehr müssen handfeste Gründe her, warum die Nutzerin entweder nach den vielen anderen Codes auch diesen scannen oder ausgerechnet bei diesem mit dem Scannen anfangen sollte. Vom Nutzen der Datenquadrate sind nämlich noch lange nicht alle überzeugt.</p>
<p>Derartige Fragen stehen oft am Anfang eines Projektes und werden doch selten thematisiert – und selbst wenn, muss man darauf achten, dass die Antwort nicht zu kompliziert ausfällt. Meiner Erfahrung nach ist die Fähigkeit, eine einfache Antwort in einem Satz auf solche Fragen geben zu können, aber <em>der</em> Faktor für den Erfolg. Eine einfache Antwort kann zum Beispiel sein: „Der QR-Code gibt einen Rabatt.“</p>
<p>Klare Antworten auf den Nutzen von QR-Codes erleichtern die Entscheidung, wie das Projekt umgesetzt werden soll – und ob sich überhaupt QR-Codes dafür anbieten. Meine persönliche Einschätzung einiger Projekte mit QR-Codes gibt es in einem späteren Teil dieser Reihe – wenn bis dahin Fragen aufkommen, gerne in die Kommentare damit.</p>
<div id="attachment_2739" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/12/qr-code-gescannt.jpg"><img class="size-large wp-image-2739" title="QR-Code wird gescannt" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/12/qr-code-gescannt-550x366.jpg" alt="Mann hat einen QR-Code auf dem Nacken, der gerade gescannt wird" width="550" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Ein auffälliger Ort kann dabei helfen, dass ein QR-Code gescannt wird – es gibt jedoch noch eine Reihe weiterer Faktoren</p></div>
<h3>Designerische Faktoren</h3>
<p>Ein zentraler Faktor für den Erfolg von QR-Codes ist – wie so oft – die Usability. QR-Codes zielen auf den <em>mobilen</em> Einsatz ab – sie werden gescannt, wenn man gerade nicht am Rechner sitzt. Daraus ergibt sich eine einfache, aber nicht selten vernachlässigte Anforderung: Das Ziel des QR-Codes sollte für ein mobiles Gerät konzipiert sein. Im einfachsten Fall bedeutet das die mobile Version einer Webseite. Ich erlaube mir, das noch einmal zu wiederholen: die <em>mobile Version</em> der Webseite. Darüber hinaus bietet es sich in vielen Projekten an, hinter QR-Codes die Informationen zu konzentrieren, die für einen mobilen Nutzer interessant sind. So dürfte sich eine Nutzerin nach dem Scannen des QR-Codes auf einem Fahrplan an einer Bushaltestelle wohl kaum über Unternehmensinformationen und Aktienkurse freuen, wohl aber über eine Aufstellung der nächsten Busse.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt der Usability ist die Frage, ob der Code sinnvoll gescannt werden kann. Das ist besonders bei Plakaten wichtig. Bei der Positionierung von QR-Codes ist also weniger an das Aussehen auf dem Rechner, sondern auf die Praktikabilität auf dem Endprodukt zu denken. Oben in der Ecke, so dass die Nutzer beim Riesenplakat eine Leiter brauchen? Unten, so dass sie über den Boden kriechend scannen? <em>You get it.</em></p>
<p>Hamilton Chan empfiehlt die <a title="Hamilton Chan über Erfolgsfaktoren im QR-Code-Marketing" href="http://mashable.com/2011/11/11/qr-code-marketing-tips/">Verwendung eines individuell auf das Unternehmen angepassten QR-Codes</a> – sie sollten gegenüber ihren schwarz-weißen Artgenossen den Vorzug erhalten. Die Möglichkeiten, den Code abzuwandeln, sind groß – so lange man nicht zu viel verändert und die <a title="Artikel von Custom QR Codes: Top Five Tips When Customizing Your QR Code Design" href="http://customqrcodes.com/story/11/Top-Five-Tips-When-Customizing-Your-QR-Code-Design-">Farben nicht invertiert</a>. Ungeachtet der Tatsache, dass Chan als CEO von <a title="Homepage von Paperlinks" href="http://www.paperlinks.com/">Paperlinks</a> an solchen gestalteten Codes ein wirtschaftliches Interesse hat, nennt er eine Reihe handfester Vorzüge: besseres Aussehen, höhere Scanrate und eine Sicherheit für den Nutzer, dass es sich wirklich um einen Code des Unternehmens handelt. Dieses Vertrauen ist im QR-Code-Marketing von großer Wichtigkeit – Grund genug, es in einem eigenen Abschnitt unter die Lupe zu nehmen.</p>
<h2 id="probleme">Vertrauen bei QR-Codes: wider die Angst vor dem bösen Code</h2>
<div id="attachment_2733" class="wp-caption alignleft" style="width: 285px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/12/qr-code-sprechblase.png"><img class="size-medium wp-image-2733 " title="QR-Code Sprechblase" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/12/qr-code-sprechblase-275x272.png" alt="QR-Code mit einem Ausrufezeichen in einer Comic-Sprechblase" width="275" height="272" /></a><p class="wp-caption-text">QR-Codes sind auf den ersten Blick nicht gerade aussagekräftig</p></div>
<p>Das zentrale Problem von QR-Codes dürfte sein, dass ein Nutzer mit ihnen einen dunklen Raum betritt: Er hat keine Möglichkeit zu erahnen, was sich dahinter verbirgt.</p>
<p>Kai Biermann hat auf <a title="Zeit-Artikel über böse Pixelmuster" href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/qr-code-hack">Gefahrenpotenziale von QR-Codes</a> hingewiesen – „Böse Pixelmuster“ ist der treffende Titel für einen Artikel, der von Codes berichtet, die auf <a title="Phishing in der englischen Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Phishing">Phishing</a>-Sites verweisen oder direkt <a title="Augusto Pereyra berichtet über Angriffe auf Telefone über QR-Codes" href="http://kaoticoneutral.blogspot.com/2011/09/using-qr-tags-to-attack-smartphones_10.html">schädlichen Code</a> ausführen möchten. Über QR-Codes lassen sich auch <a title="Blog von Kapersky über einen Android-Trojaner, der über QR-Codes verteilt wird" href="http://www.securelist.com/en/blog/208193145/Its_time_for_malicious_QR_codes">Trojaner verteilen</a>,</p>
<p>Solche Sicherheitslücken können die Akzeptanz von QR-Codes entscheidend schmälern, wenn die Software nicht angepasst wird. Sinnvoll könnte zum Beispiel eine öffentliche Blacklist für „böse“ QR-Codes sein, gegen die ein gescannter Code gecheckt wird – ähnliches gibt es schon seit langem für Phishing-Sites. Auch könnte die Software grundsätzlich hinweisen, dass sicher hinter dem QR-Code ein Programmcode verbirgt, der ausgeführt werden möchte – und sich dazu das Einverständnis des Nutzers einholen. Das lässt sich in einigen Programmen einstellen.</p>
<p>Vertrauen ist also wichtig – scannt nicht jeden QR-Code, den ihr seht, so wenig wie ihr eure Daten auf Seiten eingibt, die nicht vertrauenswürdig sind. Als Unternehmen, das QR-Codes einsetzt, ist es wichtig, auf dieses Vertrauen zu setzen – unter diesem Gesichtspunkt können grafisch angepasste QR-Codes interessant sein, da sie sich nicht so einfach überkleben lassen, ohne dass es auffällt.</p>
<p>Doch müssen es nicht die Sicherheitsrisiken sein, die die Nutzer bei QR-Codes verärgern können: Nicht selten verbirgt sich hinter dem Code einfach nicht das, was man erwartet hat – Enttäuschung ist die Folge. Möglich ist aber auch der umgekehrte Fall: Der Code wird gar nicht erst gescannt, weil die Nutzer nicht wissen, ob sich das lohnt. Abhilfe ist einfach: Erklärt den Nutzern, was sie hinter der Tür erwartet. „Scannen Sie den QR-Code für Hintergrundinformationen“ – mit einem solchen Text kann man Missverständnissen vorbeugen. Macht der Text sogar noch Lust auf das Scannen, indem er Neugierde weckt („Scannen Sie den Code für einen exklusiven Rabatt“), erhöht man die Scanrate zusätzlich. Handelt es sich um ein wenig technikaffines Publikum, kann auch eine Erklärung sinnvoll sein, wie man den QR-Code überhaupt scannt – denn selbsterklärend sind die schwarzen Quadrate nicht. Wichtig zudem: Alternativen bieten, wie man auch ohne QR-Code weiterkommt.</p>
<h2 id="messen">Messen der Scans: dem Erfolg auf der Spur</h2>
<p>Bevor der Erfolg von QR-Codes bestimmt werden kann, sollte man sich über das Ziel im Klaren sein, dass man damit verfolgt – davon hängt in starkem Maße ab, wie eine Analyse sinnvollerweise aussehen kann.</p>
<ul>
<li><strong>QR-Code als Ergänzung der Visitenkarte</strong>: Druckt man QR-Codes auf seine Visitenkarte, um den Kontaktpersonen Tipparbeit zu sparen, dürfte eine Messung kaum möglich sein. Als Indikator kann allerdings gelten, ob man von Leuten kontaktiert wird, denen man die Visitenkarte gegeben hat.</li>
<li><strong>QR-Codes als Links</strong>: Verweisen die QR-Codes auf eine URL, kann man auf die üblichen Analysetools zurückgreifen. Hat man eine spezielle Version der Seite kreiert, die nur über die Codes kommuniziert wird, kann man aus Statistiken den Erfolg ablesen – je nach Einsatzfall kann die reine Zahl der Aufrufe oder die auf der Seite verbrachte Zeit von Interesse sein. Verweisen die Links jedoch auf eine Seite, die auch anderweitig kommuniziert wird, hat Elke Fleing einen <a title="Elke Fleing auf deutsche-startups über QR-Codes" href="www.deutsche-startups.de/2011/11/22/qr-codes-verbinden-print-produkte-und-online-medien/">interessanten Ausweg</a> parat – der QR-Code kann auf einen URL-Shortener verweisen, der den Nutzer wiederum auf die eigentliche Zielseite weiterleitet. So erhält man eine separate URL nur für den QR-Code, die man tracken kann.</li>
<li><strong>QR-Codes als Text</strong>: Wird über den QR-Code ein Text kommuniziert, kann man den Erfolg indirekt über Wissenstests mit Probanden messen.</li>
</ul>
<p>Ungeachtet dieser Verfahren kann in einigen Fällen vor Ort beobachtet werden, in welchem Maße QR-Codes verwendet werden – sinnvoll ist das besonders, wenn sie an einem Ort benutzt werden, um Informationen zu diesem Ort zu vermitteln, etwa in einem Museum. Sehr empfehlenswert sind auch qualitative Studien in der Konzeptionsphase eines Projekts. Das ist insbesondere wichtig, da auf diese Weise Verbesserungsmöglichkeiten mit der konkreten Zielgruppe erarbeitet werden können.</p>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/citrixonline/5762434835/">Citrix Synergy: Scan my head</a>“ von citrixonline, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">CC BY NC ND</a>, „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/optiscanapp/5512325704/">QR code for www.comicsgrid.com</a>“ von Optiscanapp, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">CC BY NC SA</a></p>
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		<title>CSS3-Animationen, Lightroom-Videos, Bücher, Journalismus heute und User Experience</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 19:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fotografie & Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Spannende Fundstücke im Netz, aufgesammelt vom 5. November 2011 bis 27. Dezember 2011, powered by Delicious: CSS3-Keyframe-Animationen: Das Webstandard-Blog erklärt Keyframe-Animationen, die mit CSS3 möglich sind. Jonas Hellwig entwickelt eine Illustration und erklärt in einzelnen Schritten, wie die verschiedenen Elemente bewegt werden. Creating Easy Time-Lapse Movies In Lightroom 3.0: Nettes kurzes Tutorial, wie man mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spannende Fundstücke im Netz, aufgesammelt vom 5. November 2011 bis 27. Dezember 2011, powered by <a title="Profil von Björn Rohles bei Delicious" href="http://delicious.com/jornijorni">Delicious</a>:</p>
<ul>
<li><a href="http://webstandard.kulando.de/post/2011/12/06/css3-animations-tag-6-im-css3-advenstkalender-2011">CSS3-Keyframe-Animationen</a>: Das Webstandard-Blog erklärt Keyframe-Animationen, die mit CSS3 möglich sind. Jonas Hellwig entwickelt eine Illustration und erklärt in einzelnen Schritten, wie die verschiedenen Elemente bewegt werden.</li>
<li><a href="http://www.digital-photography-school.com/creating-easy-time-lapse-movies-in-lightroom-3-0">Creating Easy Time-Lapse Movies In Lightroom 3.0</a>: Nettes kurzes Tutorial, wie man mit Hilfe von Lightroom aus Einzelbildern Videosequenzen erstellen kann.</li>
<li><a href="http://www.authorama.com/">Authorama &#8211; Public Domain Books</a>: Schöne Sammlung von (englischsprachigen) Büchern unter einer Public Domain Lizenz – zur freien Nutzung, wenn einem der Lesestoff einmal ausgehen sollte (gibt&#8217;s das in Zeiten der Gutenberg-Galaxie?).</li>
<li><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=2455">Journalismus heute – die richtige Denke</a>: Steffen Leidel erklärt die Grundlagen, wie Journalismus im Zeitalter des Social Webs funktionieren kann. Seine sieben Grundsätze sollten moderne JournalistInnen beherzigen – keine grundlegend neuen Ideen, aber gut auf den Punkt gebracht und, wenn ich mir die journalistische Landschaft so anschaue, noch immer nicht oft genug gesagt.</li>
<li><a href="http://www.alistapart.com/articles/dark-patterns-deception-vs.-honesty-in-ui-design/">Dark Patterns: Deception vs. Honesty in UI Design</a>: Harry Brignull beschreibt für A List Apart, wie eine trügerische User Experience aussehen kann, und warum man auf keinen Fall auf rein quantitative Usability-Evaluationen setzen sollte. Sehr lesenswert und mit vielen Beispielen.</li>
</ul>
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		<title>Das Netz in Schwarz-Weiß</title>
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		<comments>http://jorni.de/2011/12/20/qr-codes-grundlagen-tools/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 14:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie springen einem in letzter Zeit immer und überall ins Auge: die kleinen quadratischen Objekte in schwarz und weiß, die einem zum Scannen überreden möchten. In vier Teilen nehme ich mir die trendigen Monochromaten vor: zunächst werden Grundlagen geklärt und Tools für eigene QR-Grafiken vorgestellt, danach geht es in den nächsten Folgen um Erfolgsfaktoren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2715" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/12/qr-code-visitenkarte.jpg"><img class="size-large wp-image-2715" title="QR-Code auf Visitenkarte" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/12/qr-code-visitenkarte-550x366.jpg" alt="Visitenkarte mit QR-Code auf der Rückseite, daneben ein Smartphone" width="550" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">QR-Codes versuchen, Print- und Online-Welt zu vereinen, wie hier auf einer Visitenkarte</p></div>
<p>Sie springen einem in letzter Zeit immer und überall ins Auge: die kleinen quadratischen Objekte in schwarz und weiß, die einem zum Scannen überreden möchten.</p>
<p><span id="more-2660"></span></p>
<p>In vier Teilen nehme ich mir die trendigen Monochromaten vor: zunächst werden Grundlagen geklärt und Tools für eigene QR-Grafiken vorgestellt, danach geht es in den nächsten Folgen um Erfolgsfaktoren und Ideen für Einsatzmöglichkeiten sowie um Analysen und Einschätzungen von Projekten.</p>
<h2 id="wassindqr-codes">Was sind QR-Codes?</h2>
<p>QR-Codes kommen aus Japan und bestehen aus einer Reihe verschieden großer Quadrate, die einen Text kodieren. Die Idee dahinter: unterwegs schnell mit dem Handy den Code scannen und an die dahinter versteckten Informationen gelangen – was zum Beispiel die Arbeit beim Tippen einer URL sparen kann. Das soll bereits der Name verdeutlichen: QR steht für „quick response“, schnelle Reaktion. Praktischerweise bewirken spezielle Markierungen, dass die Informationen richtig angezeigt werden, egal aus welcher Drehung man den Code scannt. Außerdem gibt es eine Reihe von Sicherheitsfeatures: So werden die Informationen mehrfach abgespeichert, so dass ein leicht beschädigter Code noch funktionieren kann – wie viel kaputt gehen darf, hängt von der verwendeten Fehlerkorrektur ab. Eine schöne <a title="Denis Potschien über QR-Codes" href="http://www.drweb.de/magazin/mit-qr-codes-das-mobile-web-entdecken/">Einführung in die QR-Technik</a> mit vielen Erklärungen gibt es von Denis Potschien auf dr.web.<br />
Um QR-Codes zu scannen, benötigen die Nutzer ein Handy mit einer Kamera sowie eine spezielle Scansoftware. Die gibt es in diversen Ausführungen für verschiedene Geräte, nicht nur für Smartphones – sogar für mein betagtes Mobiltelefon konnte ich mit dem <a title="Kaywa QR-Code Reader" href="http://reader.kaywa.com/">Kaywa Reader</a> eine Anwendung auf Java-Basis finden. Häufig sind auch Anwendungen, die neben QR-Codes auch andere Codes scannen können, etwa die <a title="Homepage von Red Laser" href="http://redlaser.com/">Red Laser App</a> oder <a title="Homepage von Barcoo" href="http://www.barcoo.com/de">Barcoo</a>.</p>
<h2 id="qr-codeserstellen">QR-Codes erstellen</h2>
<p>Informationen zu kodieren hört sich zunächst ungemein kompliziert an, ist es aber gar nicht. Es gibt eine Vielzahl von Generatoren im Netz, die man mit den gewünschten Informationen füttert und die daraufhin einen fertigen Code ausspucken. Ein gelungenes Beispiel ist der Generator <a title="QR-Code-Generator" href="http://goqr.me/">goQR.me</a>: schnörkellos, aber äußerst funktional.</p>
<div id="attachment_2710" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/12/qrme-screenshot-anmerkungen.png"><img class="size-large wp-image-2710" title="Screenshot von GoQR.me mit Anmerkungen" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/12/qrme-screenshot-anmerkungen-550x334.png" alt="Pfeile und Nummern erklären die einzelnen Schritte bei der Erstellung von QR-Codes" width="550" height="334" /></a><p class="wp-caption-text">GoQR.me ist ein einfaches Tool zur Erstellung von QR-Codes – Erklärungen zu den einzelnen Schritten gibt es weiter unten im Text</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<ol>
<li>Durch einen Klick auf den Reiter oben links wird eingestellt, welche Art von Daten in einen QR-Code umgewandelt werden sollen. Die lassen sich dann direkt darunter eintippen. Für die meisten Fälle sollten Text, URL und vCard (für Adressen) ausreichen.</li>
<li>Der Code erscheint daraufhin fix und fertig in der rechten Spalte. Dort lässt er sich über die Schaltfläche „Herunterladen“, nun ja, im png-Format herunterladen. Wenn er zu klein sein sollte, schafft der Schieberegler unter dem Code Abhilfe.</li>
<li>Interessant könnte noch die Option „Einbetten“ sein, bei der sich ein Fenster mit einem Code öffnet, den man in seine Webseite reinkopieren kann – wobei man dann ja eigentlich auch direkt den entsprechenden Text benutzen könnte.</li>
<li>Nicht unerwähnt sollten die „Optionen“ bleiben, die sich hinter der gleichnamigen Schaltfläche verstecken. Hier lassen sich einige visuelle Details wie Rahmendicke und Farben einstellen – dem minzgrünen QR-Code steht nichts mehr im Wege. Doch Vorsicht: QR-Codes leben von einem hohen Kontrast, damit sie gut gescannt werden können – im Zweifelsfall hilft nur ausgiebiges Testen, ob die gewünschte Farbkombination noch kontrastreich genug ist. Interessant könnte noch die Fehlerkorrektur sein. Normalerweise dürfte die kleinste Stufe L ausreichen – höhere Fehlerkorrekturen erlauben zwar, dass ein Code auch bei starker Zerstörung noch lesbar bleibt, treiben aber auch dessen Komplexität in die Höhe.</li>
</ol>
<p>Wer es etwas professioneller mag, findet eine Reihe von Dienstleistern, die QR-Codes erstellen. Vorteil daran: QR-Codes können innerhalb gewisser Grenzen verändert werden, ohne unlesbar zu werden. So lassen sich etwa das eigene Logo, Grafiken oder kleine Zeichnungen einbauen. Hierbei gilt natürlich: Testen, testen, testen, ob wirklich alles funktioniert. Wer lieber auf ein Tool setzen möchte, um seine QR-Codes zu personalisieren, sollte sich den <a title="QRHacker-Tool" href="http://www.qrhacker.com/">QRHacker</a> anschauen.</p>
<h2 id="pleasemindthegap:qr-codesalsmittlerzwischendenwelten"><em>Please mind the gap</em>: QR-Codes als Mittler zwischen den Welten</h2>
<p>QR-Codes gelten als <a title="Elke Fleing auf deutsche-startups über QR-Codes" href="http://www.deutsche-startups.de/2011/11/22/qr-codes-verbinden-print-produkte-und-online-medien/">Verbindungen zwischen Print- und Online-Welt</a>, und so trifft man sie häufig auf Anzeigen, um den zu einer entsprechenden Kampagnenseite im Netz zu leiten, oder auf Visitenkarten, um eine elektronische Version der Daten anzubieten. Dass bei diesen vermeintlich einfachen Anwendungen dennoch einiges schiefgehen kann, wird Thema des folgenden Artikels der Serie sein. Und dass es durchaus ambitioniertere Einsatzfälle der schwarz-weißen Kästchen geben kann als schnödes Verlinken von Print und Web, darüber werde ich im dritten Teil schreiben.</p>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/pixage/3809290147/">Wanda Digital – QR Business Cards</a>“ von pixage, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">CC BY NC ND</a>; eigener Screenshot und Bearbeitung</p>
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		<title>Crowdsourcing-Kino mit „Life in a Day“</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 10:17:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ridley Scott]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>

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		<description><![CDATA[„Life In a Day“ hat vergangenes Jahr für einiges Aufsehen gesorgt dank seines bemerkenswerten Konzepts. Aber ist das Werk auch sehenswert? Wir, Youtube und du „Life in a Day“ ist ein großes Crowdsourcing-Experiment – „Ein historisches Filmexperiment“, wie es auf dem Plakat heißt. Am 24. Juli 2010 riefen Regisseur Kevin Macdonald und Produzent Ridley Scott [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2614" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2614" title="Publikum im Kinosaal" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/11/crowd.jpg" alt="Zuschauer füllen nach und nach die Kinoreihen" width="550" height="367" /><p class="wp-caption-text">Vom Kinosessel auf den Produzentenstuhl: „Life in a Day“ brachte Crowdsourcing ins Kino</p></div>
<p>„Life In a Day“ hat vergangenes Jahr für einiges Aufsehen gesorgt dank seines bemerkenswerten Konzepts. Aber ist das Werk auch sehenswert?<span id="more-2599"></span></p>
<h2>Wir, Youtube und du</h2>
<p>„Life in a Day“ ist ein großes Crowdsourcing-Experiment – „Ein historisches Filmexperiment“, wie es auf dem Plakat heißt. Am 24. Juli 2010 riefen Regisseur Kevin Macdonald und Produzent Ridley Scott die Youtube-Nutzer aus aller Welt auf, ihnen Aufnahmen aus ihrem Leben an diesem Tag hochzuladen. 80.000 Einreichungen aus 192 Ländern, insgesamt 4.500 Stunden Material, das zu einem Film zusammengestampft werden wollte. 95 Minuten sind es schließlich geworden, die das menschliche Leben auf der Erde darstellen möchten, nach Screenings auf diversen Filmfestivals jetzt endlich frei auf Youtube zu sehen.</p>
<p><a href="http://jorni.de/2011/11/24/filme-im-fokus-crowdsourcing-kino-mit-life-in-a-day/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Auf den ersten Blick ist „Life in a Day“ eine Aneinanderreihung von Szenen, passend zum Konzept von Youtube, grob chronologisch von Morgen bis Nacht gegliedert. Stilistisch werden kurze und lange Einstellungen kombiniert, was einen interessanten Rhythmus ergibt. Hin und wieder gibt es thematisch zusammengehörige Sequenzen, etwa die Antworten auf die Frage „What do you love?“. Doch sind in meinen Augen die kleinen Querverweise interessanter:</p>
<ul>
<li>Ein junger Mann ruft seine Mutter an, um ihr von seiner Liebe zu seinem Freund zu erzählen, und wiederholt ihre Reaktion: „Ja, Homosexualität ist keine Krankheit.“ Nur wenige Minuten später dann das Gegenteil – ein Mann antwortet auf die Frage, wovor er sich fürchte: „Vor Homosexualität, es ist eine Krankheit.“</li>
<li>Während ein Mann, merklich angetrunken, direkt zu Beginn über die Sinnlosigkeit von Religion spricht, gedenkt eine Frau später einer verstorbenen Angehörigen mit einem Schrein, und viele Menschen erzählen, wie Religion ihnen Kraft gibt.</li>
<li>Während der 24. Juli 2010 für die Besucher der Love Parade in Duisburg zum Trauma wird, erzählt eine Frau gegen Ende des Films, sie habe den ganzen Tag auf etwas Besonderes gewartet, doch es sei nichts geschehen.</li>
</ul>
<p>Derartige Szenen gibt es viele. Alltägliches trifft auf Besonderes, Interviews mit anderen Menschen auf Selbstgespräche mit der Kamera, Ernstfall auf Spiel. Mit dabei sind wahre Fundstücke:</p>
<ul>
<li>die Frau eines Soldaten im Einsatz, die sich fein macht, um mit ihm per Skype kommunizieren zu können – eine Szene, die eindrucksvoller die Bedeutung des Internets visualisiert als die ewigen Bildschirm-Abfilmereien im Fernsehen;</li>
<li>das Ehepaar, das zum 50. Hochzeitstag sein Ehegelübde erneuert, in dem jeder das Gelübde des Partners schreibt – und das einen Humor beweist, ohne den eine Ehe kaum halten kann; oder</li>
<li>den Koreaner, der mit dem Fahrrad durch die Welt reist, und der sich mit den Worten vorstellt: „Ob Nord- oder Südkorea tut nichts zur Sache.“</li>
</ul>
<h2>Wider die Ungleichheit der Welt?</h2>
<div id="attachment_2612" class="wp-caption alignright" style="width: 284px"><img class="size-full wp-image-2612" title="Migrant Mother" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/11/migrant-mother.jpg" alt="Arme Frau mit einem weinenden Kind" width="274" height="342" /><p class="wp-caption-text">„Migrant Mother“ aus der Ausstellung „The Family of Man“</p></div>
<p>Es sind Aufnahmen aus der ganzen Welt, die jedoch nicht geografisch verordnet werden. So entsteht der Eindruck einer großen Menschheitsfamilie, bei der ich an Edward Steichens Ausstellung „<a title="Wikipedia über The Family of Man" href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Family_of_Man">The Family of Man</a>“ denken muss, die ein ähnlich ambitioniertes Projekt realisieren wollte: die gesamte Welt darstellen (<em>by the way</em>, sie ist noch immer in Clerveaux in Luxemburg zu sehen). Beim Betrachen von „Life in a Day“ entsteht der Eindruck, das Leben auf der gesamten Welt sei vergleichbar, so dass geografische Unterschiede keine große Rolle spielen.</p>
<p>Im Netz sieht die Sache ein wenig anders aus: Auf der <a title="Youtube-Seite Life In a Day" href="http://www.youtube.com/user/lifeinaday">Projektseite</a> kann man sich auf einer Karte anschauen, wo die einzelnen Episoden spielen – und erhält gleichzeitig ein eindrucksvolles Beispiel für den globalen <em><a title="Wikipedia über die Digitale Kluft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Kluft">digital divide</a></em>. Denn während sich in den Industrienationen die Aufnahmen geradezu ballen, sieht es in anderen Regionen der Welt mau aus. Wie Regisseur Macdonald dem <a title="Macdonald im Gespräch mit dem britischen Guardian" href="www.guardian.co.uk/film/2011/jun/07/life-in-a-day-macdonald/">Guardian</a> mitteilte, schickte sein Team 400 HD-Kameras in die Länder der Dritten Welt, bestückt mit zwei Speicherkarten, eine zum Verschicken, eine zum Behalten. So entsteht ein eindrucksvolles interkulturelles Zeitdokument mit einem Makel: Soziale, kulturelle und politische Unterschiede werden nicht thematisiert. So gibt der Regisseur im oben genannten Interview in Bezug auf die versandten Kameras zu Protokoll:</p>
<blockquote><p>My biggest regret is that we didn&#8217;t send out fewer cameras – maybe 50. With them, we could have sent along film-makers who could have taught people how to use the equipment and, more crucially, how to make what we wanted. Too many contributions from the developing world showed a stiff interviewee reciting what he thought we (or local figures of authority) wanted. Naively, I hadn&#8217;t realised how alien not only the concept of a documentary is to a lot of people, but also the idea that your own opinions are worth sharing (a lesson we sometimes prayed could be learned by narcissistic, bedroom-bound western teenagers). (Kevin Macdonald gegenüber dem <a title="Macdonald im Gespräch mit dem britischen Guardian" href="www.guardian.co.uk/film/2011/jun/07/life-in-a-day-macdonald/">Guardian</a>)</p></blockquote>
<p>Aus dem Film lese ich diese Unterschiede nicht heraus. Während der Film unterschiedliche Lebensauffassungen etwa zum Thema Religion gleichberechtigt gegenüber stellt, bekomme ich beim Betrachten den Eindruck, dass regionale Unterschiede eher negiert werden. Wie sind alle eine Menschheitsfamilie, wir sind alle lebendig, wir haben alle diesen Tag erlebt. Dass wir ihn unterschiedlich erlebt haben, bringt „Life in a Day“ schön zum Ausdruck, aber warum wie ihn unterschiedlich erlebt haben, wird nicht thematisiert. Bedeutet Interkulturalität jedoch nicht auch, sich diese Gründe zu vergegenwärtigen, um den Anderen verstehen zu können? Aber vielleicht ist genau diese Frage der Punkt, den „Life in a Day“ dem Betrachter überlassen möchte.</p>
<div id="attachment_2613" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2613" title="Matthew Herbert" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/11/matthew-herbert.jpg" alt="Musiker Matthew Herbert bei einem Konzert" width="550" height="367" /><p class="wp-caption-text">Matthew Herbert komponierte aus Sound-Einsendungen der User einen eindrucksvollen Soundtrack</p></div>
<h2>Musik, <em>the crowdsourcing way</em></h2>
<p>Abgesehen von diesem zugegeben eher intellektuellen Schwachpunkt ist „Life In a Day“ ein sehr bewegendes Zeitdokument – ein Kaleidoskop von Gefühlen tut sich dem Betrachter auf, von Trauer bis zur Freude. Musikalisch wird das Geschehen von wunderschönen <a title="Matthew Herbert: Soundtrack von Life In a Day veröffentlicht" href="http://www.matthewherbert.com/news/2011/10/24/life-in-a-day-soundtrack-released-today.html">Songs aus der Feder von Matthew Herbert</a> untermalt, die in ähnlicher Weise aus Sounds von Usern entstanden sind.</p>
<p>Fraglich bleibt mir schließlich, warum der Film nicht unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt wurde – denn wenn ein Film aus Aufnahmen der gesamten Welt zusammengestellt wird, sollte er auch der gesamten Welt wieder zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/the_festivalists/319268506/">Crowds taking their seats at the Chauvel</a>“ von Jo Shin, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">CC BY NC ND</a>, „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/library_of_congress/3551599565/">Migrant Mother</a>“ von Dorothea Lange, Public Domain; „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/encosion/5016511233/">Matthew Herbert</a>“ von Tim Ferguson, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC BY NC SA</a></p>
<p>[<a title="News-Artikel zum Film" href="http://t3n.de/news/youtube-experiment-life-day-online-339766/">wiedergefunden bei t3n</a>]</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Lesestoff von 30. September 2011 bis 3. November 2011</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 07:04:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design & Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie & Film]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Leseempfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>
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		<description><![CDATA[Leseempfehlungen vom 30. September 2011 bis 3. November 2011, powered by Delicious: Wie man eine Kritik schreibt!: Moritz Sauer erl&#228;utert, worauf bei einer guten Musikkritik geachtet werden sollte. Kern Type &#8211; A game that helps you learning how to kern type: Lustiges Spiel, mit dem man das Kerning von Buchstaben lernen kann &#8211; oder f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leseempfehlungen vom 30. September 2011 bis 3. November 2011, powered by <a href="http://delicious.com/jornijorni" title="Profil von Bj&ouml;rn Rohles bei Delicious">Delicious</a>:</p>
<ul>
<li><a href="http://suche-recherche.de/darstellungsform/kritik.php">Wie man eine Kritik schreibt!</a>: Moritz Sauer erl&auml;utert, worauf bei einer guten Musikkritik geachtet werden sollte.</li>
<li><a href="http://www.designmadeingermany.de/2011/20303/">Kern Type &ndash; A game that helps you learning how to kern type</a>: Lustiges Spiel, mit dem man das Kerning von Buchstaben lernen kann &ndash; oder f&uuml;r die Nicht-Typografen: Wie man Buchstaben so anordnen, dass die Abst&auml;nde zwischen ihnen trotz ganz verschiedener Formen sch&ouml;n ausgewogen aussehen.</li>
<li><a href="http://t3n.de/news/responsive-webdesign-html5-css3-grundlagen-335305/">Responsive Webdesign mit HTML5 und CSS3 &ndash; Grundlagen &raquo; t3n News</a>: Lesenswerte Einf&uuml;hrung in das Responsive Webdesign: Wie baut man Webseiten so, dass sie sich optimal dem Ger&auml;t des Nutzers anpassen k&ouml;nnen?</li>
<li><a href="http://t3n.de/news/facebook-open-graph-entwickler-funktioniert-333120/">Facebook Open Graph f&uuml;r Entwickler: So funktioniert er</a>: Kurze technische Einf&uuml;hrung in Facebooks Open Graph.</li>
<li><a href="http://medialdigital.de/2011/09/29/we-aint-seen-nothin-yet-jeff-jarvis-neues-buch-public-parts/">&ldquo;We ain&rsquo;t seen nothin&rsquo; yet&rdquo; &ndash; Jeff Jarvis&rsquo; neues Buch &ldquo;Public Parts&rdquo;</a>: Ulrike Langer hat sich das neue Buch &bdquo;Public Parts&ldquo; von Jeff Jarvis angeshen und ein paar spannende Gedanken daraus zusammengetragen.</li>
</ul>
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		<title>Social Media – Herausforderung und Chance für PR</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 11:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Amelie Duckwitz]]></category>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Samstag (29. Oktober 2011) luden unser Verein medianetz Trier e.V. und die Medienwissenschaft der Universität Trier zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit im Zeitalter des Social Web“. Was bedeutet das Social Web für die Öffentlichkeitsarbeit? Drei ehemalige Trierer Mewis waren zur von Daniel Reichard moderierten Runde angetreten: Dr. Amelie Duckwitz von der Werbewelt, David [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2586" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-2586" title="Podiumsdiskussion am Tag der Medienwissenschaft" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/11/20111029-_tag-der-medienwissenschaft-–-022.jpg" alt="Moderator präsentiert Film, Teilnehmer sehen zu" width="580" height="405" /><p class="wp-caption-text">Beeindruckende Zahlen: Amelie Duckwitz, Martin Eckhardt, David Schommer und Daniel Reichard bei der Podiumsdiskussion (Foto: Sabrina Schmitz)</p></div>
<p>Am vergangenen Samstag (29. Oktober 2011) luden unser Verein <a title="Informationen zum Verein" href="http://medianetz-trier.de">medianetz Trier</a> e.V. und die Medienwissenschaft der Universität Trier zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit im Zeitalter des Social Web“. Was bedeutet das Social Web für die Öffentlichkeitsarbeit?<span id="more-2561"></span></p>
<p>Drei ehemalige Trierer Mewis waren zur von Daniel Reichard moderierten Runde angetreten: Dr. Amelie Duckwitz von der <a title="Website der Werbewelt" href="http://www.werbewelt.de/">Werbewelt</a>, David Schommer von der <a title="Website von Audi" href="http://audi.de">Audi AG </a>sowie Martin Eckhardt von <a title="Website von KetchumPleon" href="http://www.ketchum.de/de">KetchumPleon</a>. Nach einer <a title="Film zur Einstimmung" href="http://vimeo.com/5846105">filmischen Einstimmung</a> und einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann auch sogleich ans Eingemachte.</p>
<p>Öffentlichkeitsarbeit in Zeiten von Social Media sei, so Martin Eckhardt, durch „diversifizierte Kanäle“ und einem „ungewohnten Rückkanal“ geprägt, der Angst vor einem <a title="mspr0 über den Kontrollverlust" href="http://www.ctrl-verlust.net/glossar/kontrollverlust/">Kontrollverlust</a> machen kann. Dabei übernehmen Nutzer die Rolle von Meinungsführern, die früher traditionellen Medien vorbehalten war. Ein Beispiel dafür sei der aufstrebende <a title="Eigenwerbung: mein Beitrag über Social Commerce bei den Netzpiloten" href="http://www.netzpiloten.de/2010/05/19/von-ebay-zu-dawanda-was-ist-social-commerce/">Social Commerce</a>.</p>
<h2>Öffentlichkeitsarbeit in Zeiten des Mitmachnetzes: Wege der Einflussnahme</h2>
<p>Amelie Duckwitz brachte eines der wichtigsten Argumente für eine Teilnahme an Social Media auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>„Über euch wird im Netz so oder so gesprochen. Über Social Media habt ihr die Möglichkeit, in die Diskussion einzugreifen.“</p></blockquote>
<p>Wenn aber Public Relations (PR) im Social Web stattfinden soll, seien einige Herausforderungen anzunehmen. So solle man nicht mehr zwischen den Kanälen trennen und Social Media in medienspezifischer Weise mitdenken. An konkreten Vorschlägen wurden im Laufe der Diskussion folgende Punkte entwickelt:</p>
<ul>
<li><strong>„One face to the customer“</strong>: Amelie Duckwitz wies darauf hin, dass für den Kunden, der ein Unternehmen von außen beobachtet, das Unternehmen als Einheit wahrgenommen wird und nicht als in unterschiedliche Abteilungen gegliedert. Das bedeutet, dass er eine einheitliche und vor allem widerspruchsfreie Kommunikation erwartet.</li>
<li><strong>„Content rules“:</strong> Martin Eckhardt hob hervor, dass „das Netz über Inhalte funktioniert“ – demnach müsse auch die PR-Kommunikation Inhalte haben. Amelie Duckwitz forderte hier insbesondere Kontinuität – gerade damit hätten jedoch zahlreiche Unternehmen Schwierigkeiten, weil sie sich nicht in die Rolle der NutzerInnen hineinversetzen können und ihre Inhalte für uninteressant hielten. Als rege nachgefragte Content-Arten regte sie Blicke hinter die Kulissen an sowie die Möglichkeit für die NutzerInnen, sich im Rahmen des <a title="Ein wenig Eigenwerbung: mein Beitrag zu Crowdsourcing für t3n" href="http://t3n.de/magazin/crowdsourcing-weisheit-vielen-besseren-losungen-macher-224667/">Crowdsourcing</a> selbst einzubringen.</li>
<li><strong>„News is a river“</strong>: David Schommer regte an, sich darüber Gedanken zu machen, wie man sich als Unternehmen „in den bestehenden Meinungsfluss einbringen“ könne.</li>
</ul>
<h2>Evaluation von Social Media: qualitative Verfahren sind unerlässlich</h2>
<div id="attachment_2587" class="wp-caption alignright" style="width: 285px"><img class="size-full wp-image-2587" title="Logo medianetz Trier e.V." src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/11/medianetz-logo.jpg" alt="" width="275" height="196" /><p class="wp-caption-text">medianetz Trier organisiert Veranstaltungen von und für die Trierer Mewis</p></div>
<p>Die Komplexität von Social Media und die Vielzahl der Kanäle bewirke – darin herrschte unter den Diskussionsteilnehmern weitgehend Einigkeit – spezielle Evaluationsverfahren. Eine Vollerhebung sei unmöglich, und generell sei bei quantitativen Tools Vorsicht geboten. Diese solle man „als einen Baustein sehen“ (Amelie Duckwitz), um etwa die Zahl der Fans und Retweets zu messen, jedoch seien qualitative Auswertungen unerlässlich. David Schommer erwähnte hier die Methode der Inhaltsanalyse, die zwar einen erheblichen Aufwand darstelle, aber gute Erkenntnisse über Konsens und Tonalität der Diskussion zulasse. Bei der Analyse sei es unerlässlich, sich auf die wichtigen Aspekte zu konzentrieren – oft genüge sie nicht wissenschaftlichen Kriterien, sondern basiert auf konkreten Einschätzungen der Experten. „Mit dem daraus resultierenden Halbwissen muss man leben“, betonte Martin Eckhardt und erteilte so endgültig der Social-Media-Vollerhebung eine Absage.</p>
<h2>Social Media PR als Berufsziel: Spaß am Netzwerken</h2>
<p>Wie es sich für eine berufsvorbereitende Veranstaltung gehört, hatten die Diskussionsteilnehmer eine Reihe von Ratschlägen für angehende PRlerInnen. Amelie Duckwitz regte ein breites Wissen über Netzwerkkommunikation, Journalismus und Medienstrukturen im Allgemeinen an. Wichtig sei zudem, Social Media aktiv zu nutzen und eine große Lust an Kommunikation. Martin Eckhardt beantwortete die Frage, was ihm sein Studium für die Arbeit gebracht habe, mit der Fähigkeit, sich schnell und gründlich in ein Thema einarbeiten zu können und Themen zu selektieren. Dieser „Blick fürs Wesentliche“ ist auch für David Schommer ein kritisches Instrument, um in der Vielzahl der Social Media Orientierung zu finden.</p>
<div id="attachment_2590" class="wp-caption aligncenter" style="width: 600px"><img class="size-full wp-image-2590" title="Chat Bubble" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2011/11/chat-bubble.jpg" alt="Sprechblase aus Symbolen verschiedener Web-2.0-Dienste" width="590" height="369" /><p class="wp-caption-text">Wer im Social Web mitreden möchte, sollte sich auch privat damit auseinander setzen (Bild: „Chat Bubble“ von Kathleen Donovan, CC BY SA)</p></div>
<p>Zu bedenken sei jedoch auch die große Flexibilität, die der Beruf verlange. So müsse man nach David Schommer 24/7 erreichbar sein, um im Krisenfall reagieren zu können – außerhalb dieser Krisenkommunikation gebe es jedoch auch übliche Arbeitszeiten, wie Martin Eckhardt am Beispiel des Twitterkanals <a title="Telekom_hilft auf Twitter" href="http://twitter.com/telekom_hilft">telekom_hilft</a> erläuterte, der täglich um 17 Uhr seine Arbeit beende.</p>
<h2>Datenschutz und Abhängigkeit von Facebook: ein Generationenproblem?</h2>
<p>Im Anschluss der Veranstaltung gab es wie gewohnt die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Dabei ging es um Datenschutz und die damit verbundenen Vorbehalte. Amelie Duckwitz erläuterte die Wichtigkeit von Daten für eine sinnvolle Analyse und betonte die Bedeutung von Beratung und der Beachtung der Richtlinien des Anbieters. David Schommer wies auf die Trennung von öffentlichen und privaten Daten hin – Monitoring höre immer dort auf, wo private Daten der NutzerInnen betroffen seien. Martin Eckhardt bezeichnete die Datenschutz-Problematik als Generationenproblem – eine These, die mich angesichts von Kruses Untersuchungen unter den Schlagworten der <em>digital residents</em> und der <em>digital immigrants </em>sowie der so unterschiedlichen Ansätze von Datenschutzfreunden wie <a title="Blog Netzpolitik" href="http://netzpolitik.org">netzpolitik</a> oder dem <a title="Chaos Computer Club im Netz" href="http://www.ccc.de/">Chaos Computer Club</a> und der <a title="Blog der Spackeria" href="http://blog.spackeria.org/">datenschutzkritischen Spackeria</a> nicht überzeugt.</p>
<p>Wer Peter Kruses Vortrag bei der re:publica 2010 noch nicht gesehen haben sollte, hier ist er:</p>
<p><a href="http://jorni.de/2011/11/02/medianetz-2011-social-media-%e2%80%93-herausforderung-und-chance-fur-pr/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: Sabrina Schmitz; „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/kdonovan_gaddy/4314364949/">Chat Bubble</a>“ von Kathleen Donovan, <a title="Lizenz" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC BY SA</a></p>
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