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	<title>Kampagne 2.0 - Campaigning von NGO- und Nonprofit-Organisationen</title>
	
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	<description>Modernes NGO-Campaigning</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 May 2012 17:51:50 +0000</lastBuildDate>
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		<title>11 Tipps zur Verbreitung von NGO-Videos im Netz</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 17:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Klar ist: Ein mit viel Herzblut und Aufwand produziertes Video einer möglichst großen Zahl von Zuschauern zu zeigen, ist mühsam. Dennoch kann ein viral verbreiteter Film den Kampagnenerfolg maßgeblich beeinflussen. Nicht zuletzt sind die &#8220;View-Zahlen&#8221; eine wichtige Rechtfertigung für das Produktionsbudget. Deshalb ist ein Videoprojekt mit dem Hochladen auf eine Videoplattform erst zur Hälfte <p><a href="http://www.kampagne20.de/2012/05/14/11-tipps-zur-verbreitung-von-ngo-videos-im-netz/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft  wp-image-736" title="Kampagnenvideos im Netz verbreiten sich nicht von alleine" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Foto-2-1024x764.jpg" alt="" width="307" height="229" />Klar ist: Ein mit viel Herzblut und Aufwand produziertes Video einer möglichst großen Zahl von Zuschauern zu zeigen, ist mühsam. Dennoch kann ein viral verbreiteter Film den Kampagnenerfolg maßgeblich beeinflussen. Nicht zuletzt sind die &#8220;View-Zahlen&#8221; eine wichtige Rechtfertigung für das Produktionsbudget. Deshalb ist ein Videoprojekt mit dem Hochladen auf eine Videoplattform erst zur Hälfte geschafft und nicht zu Ende.</p>
<p>Bei der <a href="http://recampaign.de/blog" target="_blank">re:campaign</a> bin ich gemeinsam mit <a href="http://twitter.com/#!/film_4change" target="_blank">Cornelia Reetz</a> von <a href="http://www.film4change.de/" target="_blank">Film4Change</a> der Frage nachgegangen, wie Non-Profit-Organisationen ihre Videos im Netz verbreiten können. Welche Erfolgsfaktoren und Verbreitungsstrategien gibt es, damit möglichst viele Zuschauer den Kampagnenclip ansehen und &#8211; das ist in der Regel das Ziel &#8211; dem darin enthaltenen Aktionsaufruf (Call-to-Action) folgen? Das Ergebnis der Diskussion in der Barcamp-Session sind diese 11 Tipps für die Verbreitung von NGO-Videos:</p>
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<li><strong>Richtig hochladen.</strong> Das Video muss bei Youtube suchoptimiert eingestellt werden (SEO). Tipps dazu hat Cornelia <a href="http://www.film4change.de/seo-video-youtube/" target="_blank">hier</a> zusammengestellt. <a href="http://www.youtube.com/" target="_blank">Youtube</a> ist zwar die wichtigste Video-Plattform in Deutschland, andere Portale wie <a href="http://www.myvideo.de/" target="_blank">MyVideo</a> oder <a href="http://www.vimeo.com" target="_blank">Vimeo</a> werden von anderen Zielgruppen genutzt, ein Upload lohnt also auch dort.</li>
<li><strong>Eigene Community informieren.</strong> Eure eigene Community ist die erste Adresse, wenn ihr Eure Videos verbreiten wollt. Den Link auf den eigenen Social-Media-Kanälen posten ist Pflicht, bei Twitter gerne auch mehrfach. Eventuell macht eine klassische Pressemitteilung Sinn. Das bestehende Netzwerk der Organisation Invisible Children hat der Verbreitung von &#8220;Kony 2012&#8243; <a href="http://blog.karlshochschule.de/2012/03/21/kony-2012-zwischen-pop-und-propaganda-eine-analyse/" target="_blank">den nötigen Anschub gegeben</a>. Der Aufbau von Sozialkapital hat hier einen konkreten und nachweisbaren <a href="http://thomaspleil.wordpress.com/2012/03/16/themendiffusion-im-social-web-kony2012-und-iranelection/" target="_blank">Nutzen gebracht</a>. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Y4MnpzG5Sqc" target="_blank">&#8220;Kony 2012&#8243;</a> wurde bis heute mehr als 90 Millionen Mal angeklickt.</li>
<li><strong>Blogger ansprechen.</strong> Nach einer Analyse der Bloglandschaft (Wer bloggt zu den eigenen Themen? Wer hat in der Vergangenheit über meine Organisation geschrieben?), kann es sinnvoll sein, relevante Blogger in einer &#8211; möglichst persönlichen &#8211; E-Mail über den neuen Clip zu informieren. Greift er/sie das Thema auf, &#8220;bedankt&#8221; Euch mit einem Tweet oder Facebook-Post. Seid Euch bewusst, dass nicht alle Blogger auf solche Bitten positiv reagieren, auch beim Posten des Links in Kommentarfeldern in fremden Blogs etc. solltet ihr vorher überlegen, ob das nicht nach hinten losgehen kann.</li>
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<div id="attachment_741" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/recampaign/"><img class=" wp-image-741 " title="Video war ein wichtiges Thema bei der re:campaign 2012" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/7187379092_d28b297c43_b-300x200.jpg" alt="" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Jörg Farys/ Die Projektoren</p></div>
<p><strong>Kollegen einspannen.</strong> Bittet die Kolleg/innen in Eurer Organisation und auch Freunde, das Video in relevanten Foren und Netzwerken als Privatpersonen zu posten, vor allem da, wo Eure Organisation nicht vertreten ist oder sein kann (Xing etc.).</li>
<li><strong>Mitbewerber des Kampagnengegners informieren.</strong> Fahrt ihr eine Kampagne bspw. gegen ein Unternehmen, könnten deren Konkurrenten interessiert sein, Euer Video zu verbreiten.</li>
<li><strong>Beim Gegner posten.</strong> In den Kommentarfeldern der Social-Media-Kanäle des Kampagnengegners wird ein Video sicher wahrgenommen. Gleichzeitig könnt ihr in die Debatte mit dem Gegenüber einsteigen.</li>
<li><strong>Influencer ansprechen.</strong> Wenn ein Prominenter mit vielen Followern oder Fans den Link zu Eurem Video twittert oder postet ist das Gold wert. Bei &#8220;Kony 2012&#8243; wurde daraus eine Kampagne in der Kampagne gemacht. Unterstützer wurden aufgefordert, Promis auf das Video hinzuweisen. &#8220;Ellen Degeneres (<a href="https://twitter.com/#!/theellenshow">@TheEllenShow</a>), for example, saw over 36,000 mentions from different users pleading her to respond to the cause&#8221;, schreibt Gilad Lotan auf <a href="http://blog.socialflow.com/post/7120244932/data-viz-kony2012-see-how-invisible-networks-helped-a-campaign-capture-the-worlds-attention" target="_blank">Socialflow</a>. Denkt aber vorher über mögliche Effekte auf Euer Image bei den Promis nach.</li>
<li><strong>Crossmedial denken.</strong> Bei &#8220;Kony 2012&#8243; wurde ein Kampagnenvideo mit Merchandising und Offline-Events verbunden, auch so wird Aufmerksamkeit geschaffen. Denkt auch an das klassische Fernsehen: Läuft Euer Clip (gegen Bezahlung oder pro bono) im Mainstream-TV steigen Zugriffe auf Webseite und Youtube-Film nachweislich an.</li>
<li><strong>Facebook-Werbung schalten.</strong> Bindet das <a href="https://www.facebook.com/deinestimmegegenarmut/app_128953167177144" target="_blank">Video auf einem Facebook-Tab</a> ein und schaltet für kleines Budget Werbeanzeigen, die direkt auf den Tab führen. Auf dem Tab habt ihr natürlich neben dem Video einen Like-/Share-Button eingefügt&#8230;</li>
<li><strong>YouTube-Werbung schalten</strong>. In den Suchresultaten von YouTube werden, genau wie bei Google, auch gesponserte Resultate angezeigt. Wenn ihr zum Beispiel ein Video über ein Kinderkrankenhaus produziert habt, könnt ihr <a href="http://support.google.com/adwords/bin/topic.py?hl=de&amp;topic=25075&amp;path=25074-1713942-1713940-1710534&amp;ctx=leftnav" target="_blank">YouTube dafür bezahlen</a>, einen Link zu diesem Video anzuzeigen, wenn jemand nach „Kinderkrankenhaus“ sucht.</li>
<li><strong>Seeding-Agentur beauftragen</strong>. Geht es Euch ausschließlich um hohe Klickzahlen (weil ihr unterstellt, dass das Video dann automatisch als relevant gilt und von noch mehr User angeklickt wird), könnt ihr spezialisierte Agenturen beauftragen, Euren Film zu &#8220;seeden&#8221; (auszusäen). Für eine bestimmte Summe wird eine bestimmte Zahl von Klicks garantiert. Abgesehen davon, dass es NGOs meist nicht um die nackte Zahl geht, dürfte es i.d.R. das <a href="www.sueddeutsche.de/kultur/virales-marketing-auf-youtube-die-gekaufte-weisheit-der-vielen-1.587853" target="_blank">Budget sprengen</a>. Dennoch soll es der Vollständigkeit halber erwähnt werden.</li>
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<p>Welche weiteren Tipps und Tricks kennt ihr, um Videos online zu verbreiten? Wir freuen uns über Kommentare. Herzlichen Dank an die Teilnehmer der Session bei der re:campaign, u.a. von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nXndQuvOacU" target="_blank">Greenpeace</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FDZcYgZL9KQ" target="_blank">Caritas</a>, <a href="http://www.globalzero.org/de" target="_blank">Global Zero</a>, die mit ihren Erfahrungen wichtige Hinweise gegeben haben (wer vergessen wurde, bitte melden).</p>
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		<title>Rezension: Einführung in das Campaigning</title>
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		<comments>http://www.kampagne20.de/2012/04/12/rezension-einfuhrung-in-das-campaigning/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 09:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kampagnentheorie]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#8220;Campaigning als Methode ist erlernbar und professionalisierbar,&#8221; schreibt Andreas Graf von Bernstorff im Vorwort seines eben erschienen Taschenbuches &#8220;Einführung in das Campaigning&#8221;. Es gebe &#8220;zu viele Leute, die Kampagnen machen, die nicht zu gewinnen sind und sich darüber wundern, enttäuscht und traurig sind. Deshalb die folgende Anleitung.&#8221; Dass das zweite Zitat erst auf Seite <p><a href="http://www.kampagne20.de/2012/04/12/rezension-einfuhrung-in-das-campaigning/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-730" title="Andreas Graf von Bernstorff - Einführung in das Campaigning" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/bernstorff-campaigning-cover.jpg" alt="Buchcover &quot;Einführung in das Campaigning&quot;" width="99" height="150" />&#8220;Campaigning als Methode ist erlernbar und professionalisierbar,&#8221; schreibt <a href="http://bernstorff-camp.de/" target="_blank">Andreas Graf von Bernstorff</a> im Vorwort seines eben erschienen Taschenbuches &#8220;Einführung in das Campaigning&#8221;. Es gebe &#8220;zu viele Leute, die Kampagnen machen, die nicht zu gewinnen sind und sich darüber wundern, enttäuscht und traurig sind. Deshalb die folgende Anleitung.&#8221; Dass das zweite Zitat erst auf Seite 64 (von nur 120 Seiten) steht, verweist auf ein Grundproblem des kurzen und leicht zu lesenden Buches: Es steht viel Richtiges, Wichtiges und Einleuchtendes darin, aber sehr verstreut und scheinbar ungeordnet.</p>
<p>Fünf sehr unterschiedliche Kapitel reißen zentrale Fragen des Kampagnenmachens an: Auf den ersten 40 Seiten plaudert Bernstorff aus dem Nähkästchen und erzählt von Greenpeace-Kampagnen der 90er Jahre, an denen er mitgewirkt hat. Er erläutert zentrale Kampagnenelemente wie öffentliche Konfliktinszenierung, die Bedeutung der Adressatenwahl oder die Schwierigkeit der richtigen Begriffswahl.</p>
<p>Im zweiten, meines Erachtens stärksten Kapitel dekliniert Bernstorff das Handwerk der Planung durch: Kampagnentypen, Zeitplanung, Dramaturgie, Zieldefinition und das, was heute gerne &#8220;power analysis&#8221; genannt wird. Nachdenkenswert fand ich die Diskussion von Relevanz, Interesse und Vermittelbarkeit von Themen.</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/eXCXcRSull8?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Co-Autor Fritz Simon wiederholt dann im dritten Abschnitt das Gesagte noch einmal, verpackt es aber in einen wissenschaftlichen Text und betrachtet &#8220;Kampagne&#8221; durch eine systemtheoretische Brille. Das kann einem Einführungsbuch nicht schaden, ist aber auch nicht zwingend. Vermutlich ist es eher eine Bedingung des Verlags, der sich selbst als &#8220;Verlag für Systemisches&#8221; bezeichnet. Bei der abschließenden Darstellung des westlichen (Ziel, Zweck) vs. chinesischem Strategiedenkens (hangabwärts kämpfen und die Schwerkraft nutzen) war ich zum ersten Mal froh, dass die Kapitel kurz waren.</p>
<p>Unterm Strich hatte ich für 14 Euro mehr erwartet: entweder im Umfang (120 Seiten), in der Aktualität der Beispiele (aus den 90er Jahren) oder in der Fokussierung (wer soll die &#8221;Einführung&#8221; lesen? Angehende Praktiker? Theoretiker?). E-Campaigning und Social Media kommen übrigens nur auf der halben Seite vor, auf der Bernstorff begründet, warum beides nicht Teil des Buches sind: Die Grundgesetze des klassischen Campaignings änderten sich durch Internet &amp; Co. nicht, sie müssen &#8220;allenfalls angepasst werden&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.carl-auer.de/programm/978-3-89670-831-1" target="_blank">Andreas Graf von Bernstorff: Einführung in das Campaigning</a>; Carl-Auer Verlag, ISBN 978-3-89670-831-1, 120 Seiten, 13,95 Euro</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/kampagne20/~4/v8xfKJAXaTw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>ONE Call: Bei Anruf, Promi</title>
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		<comments>http://www.kampagne20.de/2012/03/20/one-call-bei-anruf-promi/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 08:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Während weltweit die NGO-Szene darüber diskutiert, was sie von &#8220;Kony 2012&#8243; lernen können, ist die entwicklungspolitische Lobbyorganisation ONE Deutschland mit einer neuartigen Kampagnenidee an den Start gegangen. Bei &#8220;ONE Call&#8221; können Unterstützer die Telefonnummern ihrer Freunde eingeben und so dafür sorgen, dass Prominente bei ihnen anrufen.</p> <p>Wer mitmachen will trägt sich mit seiner E-Mail-Adresse <p><a href="http://www.kampagne20.de/2012/03/20/one-call-bei-anruf-promi/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/caro-one-call-250.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-714" title="ONE Call: Lass Promis bei Deinen Freunden anrufen" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/caro-one-call-250.jpg" alt="" width="250" height="199" /></a>Während weltweit die NGO-Szene darüber diskutiert, was sie von &#8220;Kony 2012&#8243; lernen können, ist die entwicklungspolitische Lobbyorganisation <a href="http://one.org/de/" target="_blank">ONE Deutschland</a> mit einer neuartigen Kampagnenidee an den Start gegangen. Bei <a href="https://call.one.org/" target="_blank">&#8220;ONE Call&#8221;</a> können Unterstützer die Telefonnummern ihrer Freunde eingeben und so dafür sorgen, dass Prominente bei ihnen anrufen.</p>
<p>Wer mitmachen will trägt sich mit seiner E-Mail-Adresse ein (warum eigentlich?), kann im zweiten Schritt die E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Freunden eingeben und auswählen, ob Culcha Candela, Benno Fürmann, Bob Geldof, Cherno Jobatey oder Katja Riemann anrufen. Die Freunde erhalten eine Mail, klicken auf einen Link und bekommen ein Video der Promis zu sehen. Am Ende des Clips klingelt das eigene Telefon und Benno, Katja oder Bob sind dran.</p>
<p><iframe width="430" height="248" src="http://www.youtube.com/embed/5IaNnIF3GKc?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Aktion findet vor dem Hintergrund der anstehenden Aufstellung des Bundeshaushalts 2013 statt, bei dem laut ONE die &#8220;letzte Chance&#8221; <em>dieser</em> Regierung besteht, die Entwicklungshilfeversprechen bis 2015 zu erfüllen. Unabhängig davon, wie plausibel das politisch ist, scheint das Ziel von &#8220;ONE Call&#8221; auch weniger die politische Aktion zu sein als eher die Bewusstseinsbildung, denn man hört hin, und vor allem der Aufbau des ONE-Verteilers. Das ist grundsätzlich legitim.</p>
<p>Interessanter ist aber die Frage, ob es rechtlich statthaft und für die eigene Glaubwürdigkeit klug ist, um die Telefonnummern von Dritten zu bitten. ONE versichert an mehreren Stellen, dass die Daten nach der Aktion wieder gelöscht werden. Das klingt erst einmal glaubhaft. Bei der Anforderung der Nutzungsbedingungen wird das Eis aber dünn: &#8220;Du darfst die Benachrichtigungsemail nur an Personen schicken, die damit einverstanden sind und bei ONE Call mitmachen und entsprechend einen kurzen Anruf erhalten wollen.&#8221; Wer aber wird vor dem Absenden beim Empfänger anfragen, ob er/sie mitmachen will?</p>
<p>Jüngst standen <a href="http://www.heise.de/ct/artikel/Selbstbedienungsladen-Smartphone-1464717.html" target="_blank">Smartphone-Apps in der Kritik</a>, die ohne zu fragen, lokal gespeicherte Kontaktdaten von Dritten abriefen. Auch Facebook hatte wegen des E-Mail-Adressabgleichs beim Freundefinder Ärger. <a href="https://call.one.org/" target="_blank">&#8220;ONE Call&#8221;</a> dürfte auf für Datenschutz sensibilisierte Nutzer treffen, die der Hinweis im Impressum von&#8221;ONE Call&#8221; nicht unbedingt beruhigt: ONEs Rechtsform, heißt es da, ist eine &#8220;Non-profit Corporation nach dem Recht von Washington DC, USA&#8221;, registriert beim Department of Consumer and Regulatory Affairs, Business Licence Center.</p>
<p>Was haltet ihr von der &#8220;ONE Call&#8221;-Kampagne? Sollen NGOs ihre Unterstützer um Telefonnummern von Freunden bitten?</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/kampagne20/~4/Lo1yly9Vav0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kurz notiert: Youtube für NGOs, Online-Pressekonferenz und Promis auf Facebook</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/kampagne20/~3/3Ve4S2jhub0/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2012/01/02/kurz-notiert-02-01-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 13:57:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Lieber Campaigner/innen, liebe Leser/innen, wir wünschen Euch und Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012, vor allem auch bei allen Kampagnenaktionen, die ihr und Sie anpacken. Im folgenden ein paar Anregungen, über die wir in den letzten Tagen gestolpert sind:</p> Youtube für NGOs: Das Project for Awesome (P4A) schafft auf Youtube Aufmerksamkeit für NGO-Anliegen. <p><a href="http://www.kampagne20.de/2012/01/02/kurz-notiert-02-01-2012/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Campaigner/innen, liebe Leser/innen, wir wünschen Euch und Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012, vor allem auch bei allen Kampagnenaktionen, die ihr und Sie anpacken. Im folgenden ein paar Anregungen, über die wir in den letzten Tagen gestolpert sind:</p>
<ul>
<li><strong>Youtube für NGOs:</strong> Das <a href="http://www.projectforawesome.com/" target="_blank">Project for Awesome (P4A)</a> schafft auf Youtube Aufmerksamkeit für NGO-Anliegen. 2010 sorgte es für 10 Millionen Video-Views, generierte zehntausende Dollar Spenden und war auf Twitter für 36 Stunden Trending Topic. Hunter Walk, Direktor des Youtube-Produktmanagements <a href="http://http://www.socialbrite.org/2011/12/16/youtubes-viral-stars-the-new-nonprofit-ambassadors/" target="_blank">beschreibt P4A und wie Nonprofits Youtube nutzen können</a>.</li>
<li><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/gp-unfriend-coal.jpg"><img src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/gp-unfriend-coal-150x150.jpg" alt="" title="Die Greenpeace-Kampagne &quot;Unfriend Coal&quot; war nach 20 Monaten erfolgreich (Foto: Greenpeace)" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-704" /></a><strong>Kampagnen-Timeline</strong>: Knapp zwei Jahre hat Greenpeace Druck auf Facebook gemacht, den eigenen Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken (&#8220;Unfriend Coal&#8221;). Nachzulesen sind die Kampagnenschritte in einer <a href="http://www.greenpeace.org/international/en/campaigns/climate-change/cool-it/ITs-carbon-footprint/Facebook/" target="_blank">Zeitleiste</a>, die <a href="http://www.clicktivist.org/2011/12/clicktivist-victory-facebook-unfriends-coal/trackback/" target="_blank">Clicktivist.org zur Nachahmung empfiehlt</a>.</li>
<li><strong>Online-Pressekonferenz</strong>: Während hierzulande bei vielen NGO noch Ratlosigkeit besteht, was denn nun von Google+ zu halten ist und ob und wie man mitmachen soll, <a href="http://fairsay.com/blog/using-a-google-hangout-for-an-online-press-conference-1" target="_blank">schildert Alison Raynolds</a> vom International Tibet Network, wie man mit &#8220;Hang out&#8221; auf Google+ eine (dezentrale) <a href="http://www.tibetnetwork.org/press-conference" target="_blank">Online-Pressekonferenz</a> abhält.</li>
<li><strong>Prominente auf Facebook</strong>: Fünf finnische Prominente haben für einige Tage ihr Facebook-Profil zur Verfügung gestellt und so den Dalit (&#8220;Unberührbare&#8221;) in Nepal eine Stimme gegeben. Die Reaktionen auf ungewohnte Profilfotos und Statusupdates waren überwältigend, <a href="http://www.frogloop.com/care2blog/2011/12/19/a-voice-for-the-voiceless-an-innovative-facebook-advocacy-ca.html" target="_blank">berichten die Macher</a>:<br />
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</li>
</ul>
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		<title>Spielend die Spielregeln ändern: Facebook-Spiele als Kampagneninstrument</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 10:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deine Stimme gegen Armut]]></category>
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		<category><![CDATA[SuperActivist]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In unserer kleinen Serie &#8220;Was NGOs mit Facebook noch machen können&#8221; werfe ich heute einen Blick auf Facebook-Spiele. Immerhin spielen jeden Monat 200 Millionen Menschen Farmville, Cityville, MafiaWars und Co. Gefühlt mindestens genauso viele FB-User sind aber auch genervt von penetranten Spiele-Updates ihrer Freunde. Trotz aller Kritik an &#8220;Social Games&#8221;, also Spielen in Sozialen <p><a href="http://www.kampagne20.de/2011/11/07/spielend-die-spielregeln-andern-facebook-spiele-als-kampagneninstrument/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer kleinen Serie &#8220;Was NGOs mit Facebook noch machen können&#8221; werfe ich heute einen Blick auf Facebook-Spiele. Immerhin spielen jeden Monat <a href="http://www.stern.de/digital/online/facebook-schlaegt-microsoft-nintendo-und-sony-1743485.html" target="_blank">200 Millionen</a> Menschen Farmville, Cityville, MafiaWars und Co. Gefühlt mindestens genauso viele FB-User sind aber auch genervt von penetranten Spiele-Updates ihrer Freunde. Trotz aller <a href="http://www.zeit.de/digital/games/2011-07/bogost-cowclicker-game/komplettansicht" target="_blank">Kritik</a> an &#8220;Social Games&#8221;, also Spielen in Sozialen Netzwerken (Abzocke, Spam, Datensammlei) ist nicht von der Hand zu weisen, was <a href="http://www.huffingtonpost.com/charles-tsai/al-gore-games-social-good_b_881017.html" target="_blank">Al Gore</a> in seiner Keynote bei der diesjährigen <a href="gamesforchange.org/" target="_blank">Games for Change-Festival</a> formulierte: &#8220;Games are the new normal.&#8221; Experten <a href="http://www.hreonline.com/HRE/story.jsp?storyId=533342586" target="_blank">sagen eine &#8220;Gamification&#8221;</a> von Bereichen voraus, die eigentlich gar nichts mit Spielen zu tun haben, zum Beispiel soziale oder politische Prozesse.</p>
<p><object width="526" height="374"><param name="movie" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2010/Blank/JaneMcGonigal_2010-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/JaneMcGonigal-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=512&amp;vh=288&amp;ap=0&amp;ti=799&amp;lang=ger&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world;year=2010;theme=a_taste_of_ted2010;theme=art_unusual;theme=what_s_next_in_tech;theme=the_rise_of_collaboration;theme=design_like_you_give_a_damn;theme=media_that_matters;event=TED2010;tag=Design;tag=Entertainment;tag=Global+Issues;tag=computers;tag=gaming;tag=play;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="526" height="374" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" pluginspace="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" wmode="transparent" bgcolor="#ffffff" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" flashvars="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2010/Blank/JaneMcGonigal_2010-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/JaneMcGonigal-2010.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=512&amp;vh=288&amp;ap=0&amp;ti=799&amp;lang=ger&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world;year=2010;theme=a_taste_of_ted2010;theme=art_unusual;theme=what_s_next_in_tech;theme=the_rise_of_collaboration;theme=design_like_you_give_a_damn;theme=media_that_matters;event=TED2010;tag=Design;tag=Entertainment;tag=Global+Issues;tag=computers;tag=gaming;tag=play;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;"></embed></object></p>
<p>Das Zauberwort für NGOs lautet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Serious_Game" target="_blank">&#8220;Serious Games&#8221;</a>. Damit sind digitale Spiele gemeint, bei denen es nicht nur um Unterhaltung geht, sondern auch Lernprozesse und/oder Informationsvermittlung eine wichtige Rolle spielen (vgl. das Video vom TED-Talk von Jane McGonigal über &#8220;Gaming can make a better world&#8221;). Seit kurzem haben auch  Nonprofit-Organisationen das Thema Online-Spiele <a href="http://www.adavies.org/blog/2011/03/28/games-and-activism-discussion-ecf-2011/" target="_blank">entdeckt</a>.</p>
<p><strong>Werde zum &#8220;SuperActivist&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bild-5.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-691" title="Stadtübersicht im &quot;SuperActivist&quot;" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bild-5-300x222.png" alt="" width="240" height="178" /></a>Komplexe Themen können in Spielen auf unterhaltsame Weise vermittelt werden und junge Menschen spielerisch für eine &#8220;gute Sache&#8221; sensibilisiert werden. Konzipiert als &#8220;Social Game&#8221; mit Facebook-Anbindung, steigt die Chance, dass sich die Botschaften des Spiels viral verbreiten. Exemplarisch möchte ich das Spiel <a href="http://apps.facebook.com/superactivist/" target="_blank">SuperActivist</a> von <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/2011/08/15/facebook-spiel-fuer-die-gute-sache/" target="_blank">Deine Stimme gegen Armut</a> vorstellen, an dessen Entwicklung ich beteiligt war und das m.E. eines der wenigen FB-Spiele deutscher NGOs ist (mit &#8220;Spiel&#8221; meine ich nicht Apps mit denen man rumspielen kann, wie bspw. den großartigen <a href="http://www.facebook.com/fairtrade.deutschland?sk=app_195880147143601" target="_blank">Fairtrade-Soundtrack</a>. Auch <a href="http://www.questcity.eu/" target="_blank">QuestCity</a> der Johanniter Unfallhilfe lasse ich außen vor, weil es nicht primär auf Facebook aufsetzt).</p>
<p>Beim SuperActivist wird der Kampagneninhalt von &#8220;Deine Stimme gegen Armut&#8221; in die virtuelle Welt übersetzt: Überzeuge andere Menschen von der Forderung nach mehr und besserer Entwicklungszusammenarbeit und sammle Unterstützung (Stimmen) dafür. Als Casual Game ist es für das kurze Spielen zwischendurch konzipiert. In sechs Mini-Games kann der Spieler sein Wissen testen, knobeln und Geschicklichkeitsaufgaben lösen. Die Mini-Games nutzen bekannte Spielkonzepte (Pong, Snake, PacMan) und stellen sie in einen anderen, den Kampagnenkontext.</p>
<p><strong>Facebook-Mechanismen werden genutzt</strong></p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bild-6.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-690" title="Highscores aus Mini-Games können geteilt werden." src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bild-6-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Neben der Sensibilisierung für entwicklungspolitische Inhalte (z.B. beim Quiz) und dem spielerischen Kennenlernen von Kampagnenmechanismen setzt der &#8220;SuperActivist&#8221; auch auf die virale Verbreitung auf Facebook. Dazu werden einige FB-typische Mechanismen genutzt:</p>
<ul>
<li>Der eigene Punktestand wird beim Highscore in Relation zu den Freunden angezeigt. Das soll motivieren.</li>
<li>Der Highscore eines jeden einzelnen Mini-Games kann auf der eigenen Pinnwand gepostet werden.</li>
<li>Freunde können per Invite zum Spiel eingeladen werden. Jeder Invite gibt zusätzliche Punkte.</li>
</ul>
<p>Bewußt wurde darauf verzichtet, zu viele Berechtigungen von den Spielern zu fordern. So darf der &#8220;SuperActivist&#8221; den Spielern keine E-Mails schicken, jeder Post auf der Pinnwand muss explizit vom Spieler angeklickt werden.</p>
<p>Was meint ihr? Was haltet ihr vom &#8220;SuperActivist? Funktioniert ein Kampagnenspiel langfristig?</p>
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		<item>
		<title>Mehr als nur eine Fanseite: was NGOs noch mit Facebook machen können</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 12:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Lampe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Facebook ist inzwischen auch in Deutschland das soziale Netzwerk Nummer Eins. Und kaum eine kampagnenorientierte NGO kann es sich noch erlauben keinen Facebook-Auftritt zu haben &#8211; schliesslich hat das Netzwerk inzwischen mehr als 20 Millionen aktive Nutzer in der Bundesrepublik. Die meisten Organisationen haben sich auf Facebook eine Fanpage eingerichtet, posten dort (mehr oder <p><a href="http://www.kampagne20.de/2011/08/12/mehr-als-nur-eine-fanseite-was-ngos-noch-mit-facebook-machen-konnen/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/facebook-logo2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-196" title="facebook-logo2" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/facebook-logo2-300x112.jpg" alt="" width="300" height="112" /></a>Facebook ist inzwischen auch in Deutschland das soziale Netzwerk Nummer Eins. Und kaum eine kampagnenorientierte NGO kann es sich noch erlauben keinen Facebook-Auftritt zu haben &#8211; schliesslich hat das Netzwerk inzwischen mehr als 20 Millionen aktive Nutzer in der Bundesrepublik. Die meisten Organisationen haben sich auf <a href="http://www.kampagne20.de/2011/02/15/die-neue-facebook-seiten-fur-ngos-und-kampagnen/">Facebook eine Fanpage eingerichtet</a>, posten dort (mehr oder minder) regelmässig Updates und kommen mit Unterstützern und Interessenten ins Gespräch. Vielfach sind auf den Organisations-Webseiten inzwischen auch &#8216;gefällt mir&#8217;-Buttons integriert, doch viel mehr passiert nicht. Dass man Facebook auch viel intensiver nutzen kann, haben wir bereits in unserem <a href="http://www.kampagne20.de/2010/10/29/voll-auf-facebook-die-tiger-kampagne-des-wwf/">Beitrag zur WWF-Tiger-Kampagne</a> vorgestellt. Doch seither hat sich viel getan -  Facebook hat viele neue Features eingeführt und insbesondere mit dem <a href="https://developers.facebook.com/docs/opengraph/" target="_blank">Open Graph</a> eine Möglichkeit geschaffen, wie auch externe Webseiten das Wissen um soziale Beziehungen innerhalb Facebooks nutzbar machen können.</p>
<p>In einer kleinen Serie werden wie deshalb in den kommenden Wochen Organisationen vorstellen, die Facebook für mehr nutzen als &#8220;nur&#8221; für eine Fanpage. Den Anfang macht die gemeinnützige Spendenplattform <a href="http://www.betterplace.org">betterplace.org</a>, für die ich tätig bin. betterplace.org ist eine offene Plattform, auf der Organisationen und Privatpersonen aus dem In- und Ausland soziale Projekte vorstellen und für diese Spenden sammeln können. Bei der Projektvorstellung stehen Transparenz, Offenheit und Kommunikation im Mittelpunkt. Als entscheidenen Faktor sieht betterplace.org das Thema Vertrauen. Nur wer einer Organisation oder einer Einzelperson vertraut, wird dieser sein Geld in Form einer Spende &#8220;anvertrauen&#8221;. Durch die weite Verbreitung von Facebook hat sich betterplace.org nun entschieden die bestehenden Vertrauensmechanismen mit Hilfe der Facebook-API (Schnittstelle) zu ergänzen.</p>
<p>Der Grundgedanke ist dabei folgender: umso näher ein Interessent sich einem auf betterplace.org vorgestellten Projekt fühlt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er es unterstützen wird. Deshalb können Interessenten, die sich bei betterplace.org mit ihrem Facebook-Account eingeloggt haben, sehen, ob Freunde oder Bekannte von ihnen in einer Beziehung zu dem Projekt stehen: hat meine Schulfreundin vielleicht dieses Projekt bereits bespendet? Oder hat mein Studienkollege es besucht? Oder kennt meine Cousine sogar den Projekt-Verantwortlichen? All diese Informationen bildet betterplace.org auf einer Karte ab. Natürlich sind diese Informationen nicht für alle sichtbar, sondern immer nur für den jeweiligen Nutzer, dem auch immer nur die möglichen Beziehungen seiner Facebook-Freunde (welche auch bei betterplace.org registriert sind) angezeigt werden. Die Informationen bleiben also quasi &#8220;in der eigenen Famile&#8221;. Wie das genau aussieht, zeigen diese beiden Karten-Ausschnitte, die der <a href="http://www.betterplace.org/de/projects_map" target="_blank">betterplace.org Karte</a> entnommen sind:</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-10-um-10.03.13.png"><br />
</a><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-10-um-10.03.131.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-675" title="Bildschirmfoto 2011-08-10 um 10.03.13" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-10-um-10.03.131-1024x524.png" alt="" width="640" height="327" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-10-um-10.08.411.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-676" title="Bildschirmfoto 2011-08-10 um 10.08.41" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-10-um-10.08.411-1024x514.png" alt="" width="640" height="321" /></a></p>
<p>Der obere Ausschnitt zeigt die Standard-Karte, auf welcher mit grünen Symbolen alle Projekte angezeigt sind, die auf betterplace.org aktiv sind. Per Mouse-Over wird der Name des Projekts angezeigt, per Klick öffnet sich ein Kasten mit einer Kurzinformation zum Projekt. Loggt man sich nun per Facebook ein, erhält man den unteren Ausschnitt zu sehen. Neben den grünen Symbolen gibt es nun auch blaue Symbole auf der Karte zu sehen. Die blauen Symbole markieren Projekte zu denen meine Facebook-Freunde eine Beziehung haben. In der Kurzinformation wird dem Nutzer dann genauer angezeigt welche Art von Beziehung welcher meiner Freunde zu diesem Projekt hat. Diese Art der Vertrauens-Empfehlungen nutzen in Deutschland bisher insbesondere Online-Medien, wie z.B. <a href="http://www.spiegel.de" target="_blank">SpiegelOnline</a>, die dem Leser anzeigen, welche Artikel seine Facebook-Freunde empfehlen oder verbreiten. Viele weitere Anwendungsmöglichkeiten sind im Rahmen des OpenGraphs denkbar und können auch für NGOs zahlreiche Chancen bieten &#8211; insbesondere dort wo es um vertrauensvolle Empfehlungen geht.</p>
<p>In der nächsten Folge unserer kleinen Facebook-Serie werden wir uns mit dem Thema Facebook-Apps und -Spiele befassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Karten für Kampagnen</title>
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		<comments>http://www.kampagne20.de/2011/08/09/karten-fur-kampagnen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 13:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Lampe</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Beispiele aus der Praxis]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Landkarten geben den Menschen seit jeher Orientierung. Thematische Karten erweitern das Wisseun um einen Ort oder eine Region. So ist es kaum verwunderlich, dass auch das Internet diesen Ansatz aufgenommen und inzwischen massiv erweitert. Seit dem Start von GoogleMaps im Jahre 2005 ist nahezu jeder Ort auf dieser Welt über das Internet zu erforschen <p><a href="http://www.kampagne20.de/2011/08/09/karten-fur-kampagnen/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Landkarten geben den Menschen seit jeher Orientierung. Thematische Karten erweitern das Wisseun um einen Ort oder eine Region. So ist es kaum verwunderlich, dass auch das Internet diesen Ansatz aufgenommen und inzwischen massiv erweitert. Seit dem Start von <a href="http://maps.google.com/" target="_blank">GoogleMaps</a> im Jahre 2005 ist nahezu jeder Ort auf dieser Welt über das Internet zu erforschen &#8211; inzwischen auch mit Hilfe von Satellitenfotos oder gar 3D-Straßenansichten. Und sowohl GoogleMaps als auch OpenSource-Anbieter wie <a href="http://www.openstreetmap.org/" target="_blank">OpenStreetMap</a> bieten inzwischen jedem Internetnutzer die Möglichkeit eigene, individuell angepasste, Karten zu erstellen.</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-09-um-12.30.281.png"><img class="size-medium wp-image-651 alignleft" title="Bildschirmfoto 2011-08-09 um 12.30.28" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-09-um-12.30.281-300x194.png" alt="" width="300" height="194" /></a>Somit ist es auch kaum verwunderlich, dass sich inzwischen immer mehr NGOs dem Thema angenommen haben und individuelle Karten erstellen und nutzen. Im einfachsten Sinne können Karten dabei genutzt werden, um bestehende Informationen zu visualisieren. So nutzt zB die Deutsche Aidshilfe eine <a href="http://www.welt-aids-tag.de/aktionen/index.php?sType=landkarte" target="_blank">Karte, um ihre Aktivitäten abzubilden</a>. Spannend wird es, wenn die Nutzer der Internetseite eigene Inhalte oder Aktivitäten auf der Webseite abbilden können. So visualisiert zB die Aktion Deine Stimme gegen Armut ihre <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/" target="_blank">Unterstützer auf einer Deutschlandkarte</a>. Gerade für dezentral agierende Organisationen ergeben sich daraus zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.</p>
<p>Richtig spannend werden Karten aber dann, wenn sie sich mit ortsbezogenen Echtdaten verknüpfen lassen: sprich Nutzer vor Ort aktuelle Informationen in die Karten einfliessen lassen. Als Paradebeispiel hierfür gilt das sogenannte <em>Crisis-Mapping</em> von <a href="http://www.ushahidi.com/" target="_blank">Ushahidi</a>. Deren Open Source Plattform ermöglicht die Darstellung von Echtzeit-Informationen auf Karten. Dies kam z.B. beim Erdbeben in Haiti zum Einsatz, wo Betroffene per SMS Hilferufe bzw Hilfsangebote in die Karten einfliessen lassen konnten. Ein Heer von Freiwilligen half dabei die eingehenden Informationen zu sortieren und zu validieren. Dies funktionierte so gut, dass sowohl Hilfsorganisationen als auch staatliche Einrichtungen so wie die US Armee diese Karten nutzen. Die Karte ist noch heute in Gebrauch und kann <a href="http://www.noula.ht/" target="_blank">hier angesehen</a> werden. Seit kurzem bietet Ushaidi auch eine eigene <a href="http://download.ushahidi.com/" target="_blank">mobile App</a> an, so dass auch über ein Smartphone Informationen ohne Zeitverlust weitergeleitet bzw. direkt auf der Karte eingetragen werden können.</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-09-um-15.11.06.png"><img class="alignright size-medium wp-image-657" title="Bildschirmfoto 2011-08-09 um 15.11.06" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-09-um-15.11.06-300x249.png" alt="" width="300" height="249" /></a>Dass das Crisis-Mapping auch in Industrieländern bestens funktioniert, zeigten jüngste Einsatzgebiete wie <a href="http://www.sinsai.info/ushahidi/" target="_blank">Japan</a> oder <a href="http://brixton811.crowdmap.com/" target="_blank">London</a>. Bei den Ausschreitungen in London zeigte sich, dass auch GoogleMaps inzwischen sehr gut für das Crisis-Mapping nutzbar ist. So wurde <a href="http://maps.google.co.uk/maps/ms?msid=207192798388318292131.0004aa01af6748773e8f7&amp;msa=0&amp;ll=51.558503,-0.055275&amp;spn=0.114195,0.298691" target="_blank">diese Karte</a> mit den kostenlosen <a href="http://www.google.com/nonprofits/checklist.html" target="_blank">Google Non-Profit-Tools</a> erstellt. Die Hauptaufgabe für jede NGO bei der Verarbeitung solcher Echtzeit-Informationen bleibt aber die Überprüfung der eingehenden Hinweise. Gerade bei Katastrophen kann dies schnell zu einer Mammut-Aufgabe werden.</p>
<p>Die immer weiter verbreitete Nutzung von internetfähigen Smartphones (in Deutschland haben derzeit ca. 23% der Konsumenten ein solches Telefon), ermöglicht NGOs aber auch neue Kampagnenmöglichkeiten in Verbindung mit Karten. So ist zB <a href="http://www.frankfurt-gestalten.de/" target="_blank">Frankfurt Gestalten</a> entstanden, die Bürgern die Möglichkeit der Kartierung von Problemen in der Mainmetropole gibt. Bürger können auf Probleme aufmerksam machen, Verbesserungen vorschlagen oder sich zu Initiativen zusammentun, um die jeweiligen Themen auch mit ihren Lokalpolitikern zu besprechen. Die Partei Die Grünen/Bündnis90 hat diese Idee in ihrem <a href="http://gruene-berlin.de/da-m%C3%BCssen-wir-ran" target="_blank">Berliner Wahlkampf</a> aufgegriffen. Sie fordert die Wähler auf ihnen Aufgaben zu stellen, denen sich die Partei dann widmen soll. Konkret bedeutet dies, dass der Nutzer aufgefordert wird Probleme auf einer Karte zu markieren und eine Frage zu stellen, welche dann von Mitgliedern der Partei beantwortet werden. Dies funktioniert auch mit einer <a href="http://itunes.apple.com/de/app/die-grunen-da-mussen-wir-ran!/id451760890?ls=1&amp;mt=8" target="_blank">mobilen App</a>. Ähnlich funktioniert auch <a href="http://www.wheelmap.org" target="_blank">wheelmap.org</a>: dort können Nutzer auf einer Karte ablesen, ob ein Ort (z.B. Restaurant, Behörde oder Laden) rollstuhlgerecht ist. Mit einer mobilen App können zudem beständig neue Orte und ihre Zugänglichkeit für Rollstullfahrer in die Karte eingetragen werden.</p>
<p>Auf der Basis dieser Beispiele lassen sich viele Nutzungsmöglichkeiten für NGOs konstruieren. Gerade durch die zunehmende Mobilität und die immer weiter verbreitete mobile Internetnutzung, lassen sich Karten dabei auch immer besser für Kampagnen nutzen. Sei es durch das einfache Sammeln von Informationen und deren Kartierung (s.o.), sei es durch die Nutzung von sogenannten Check-Ins an relevanten Orten (vgl. die Kampagne von <a href="http://foursquare.shelter.org.uk/" target="_blank">Shelter Scotland</a>) oder sei es durch die einfache Aufbereitung von Informationen in Karten (wie es zB mit Stepmap einfach machbar ist: <a href="http://www.stepmap.de/karte/hungersnot-horn-von-afrika-158798" target="_blank">Beispiel Hungersnot in Ostafrika</a>). Welche Beispiele von Kartennutzungen durch NGOs kennt Ihr?</p>
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		<title>Deine Stimme ist unser Joker: Storytelling in der Praxis</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 21:45:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Wie motivieren NGOs ihre Unterstützer, aktiv zu werden und sich an einer Kampagne zu beteiligen? Dramatische Statistiken zeigen (attraktiv aufgemacht in einer schicken Infografik)? Prominente Unterstützer zeigen, denen es &#8220;normale&#8221; Menschen nachtun, wie es aktuell bspw. der WWF in seinem Wald.Meister-Kampagnenclip macht? Letzteres ist nach meinem Eindruck in den vergangenen zwei bis drei Jahren <p><a href="http://www.kampagne20.de/2011/05/31/deine-stimme-ist-unser-joker-storytelling-in-der-praxis/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/A6Quer_Max_03_1200.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-620" title="Max (15): Engagiert sich mit einem &quot;persönlichen Rockgipfel&quot; gegen Armut" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/A6Quer_Max_03_1200-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a>Wie motivieren NGOs ihre Unterstützer, aktiv zu werden und sich an einer Kampagne zu beteiligen? Dramatische Statistiken zeigen (attraktiv aufgemacht in einer <a href="http://www.one.org/data/de/daten/sub-sahara-afrika/">schicken Infografik</a>)? Prominente Unterstützer zeigen, denen es &#8220;normale&#8221; Menschen nachtun, wie es aktuell bspw. der WWF in seinem <a href="http://youtu.be/dnnYskEy8_A">Wald.Meister-Kampagnenclip</a> macht? Letzteres ist nach meinem Eindruck in den vergangenen zwei bis drei Jahren seltener geworden, stattdessen ist Storytelling angesagt.</p>
<p>Maike Gosch und Julius van der Laar haben <a href="http://vimeo.com/22549574">bei der diesjährigen re:campaign eindrucksvoll gezeigt</a>, worum es geht: Schaffe Platz in der Kampagne für die einfachen Unterstützer, lass sie ihre Geschichte erzählen, zeige, wie sie einen Beitrag zu Veränderung leisten können. Das zeigt den Aktiven Wertschätzung und den potenziell Aktiven, dass man kein Promi sein muss, um etwas zu erreichen. Dieser Artikel beschreibt, wie die <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de">Aktion &#8220;Deine Stimme gegen Armut&#8221;</a>, für die ich arbeite, genau das gerade versucht.</p>
<p>Das Ziel der Aktion ist es insgesamt, politischen Druck zu machen, damit mehr und bessere weltweite Armutsbekämpfung geleistet wird. Insbesondere steht in diesem Jahr die Steigerung der Entwicklungszusammenarbeit im Mittelpunkt. Die Entscheider sollen den &#8220;Einsatz erhöhen&#8221;. Im Rahmen der <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/jokerfotoreihe.html">Fotoreihe &#8220;Deine Stimme ist unser Joker&#8221;</a> zeigen wir neun junge Menschen, die bereits aktiv sind &#8211; prominente Vorbilder sozusagen. Ihr Engagement steht im Mittelpunkt, verbunden mit der Frage: &#8220;Was ist Dein Einsatz?&#8221;</p>
<p><strong>Sport in Schwerin, Umweltschutz in Peru</strong></p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/A6Quer_Pugalvani_03_1200.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-621" title="Die indische Studenin Pugalvani gibt nachmittags Förderkurse für Kinder aus ihrem Dorf" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/A6Quer_Pugalvani_03_1200-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a>Jede Woche erscheint ein Fotomotiv (auf Facebook) und die dazugehörige Geschichte (im Blog). Es werden nicht nur Jugendliche aus Deutschland gezeigt, sondern auch junge Menschen aus Entwicklungsländern. Die Botschaft: Weltweit engagieren sich Menschen gegen Armut.</p>
<p>Die deutschen Geschichten drehen sich um Aktivisten von &#8220;Deine Stimme gegen Armut&#8221;. Da ist <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/2011/05/24/max-persoenlicher-rockgipfel-gegen-armut/" target="_blank">Max</a>, Schüler aus Berlin, der selbst aktiv geworden ist, weil ihm globale Themen in der Schule zu kurz kommen. <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/2011/05/10/toni-und-mareike-da-stimmt-der-einsatz/" target="_blank">Toni und Mareike</a> aus Thüringen rütteln mit Songs mit kritischen Texten auf und Handballtrainer Steffen ließ den Schriftzug der Aktion auf Trikots drucken. Die Geschichten erzählen von der Motivation der Aktiven und ihren Erfahrungen. Die Motive sind so ausgewählt, dass sie verschiedene Lebenswelten von Jugendlichen tangieren (Schule, Musik, Sport, Hobby/Fotografie) und regional verteilt sind (Schwerin bis Friedrichshafen). Sie sollen zeigen: Jede/r kann mit einfachen Mitteln in seinem Umfeld aktiv werden für ein politisches Anliegen.</p>
<p>Die Geschichten aus Bangladesch, Indien, Peru und Uganda haben Hilfsorganisationen beigesteuert, die &#8220;Deine Stimme gegen Armut&#8221; unterstützen. Die 15jährige <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/2011/05/31/raka-15-starker-auftritt-fuer-frauenrechte/">Raka</a> thematisiert mit ihrer Theatergruppe in Bangladesch die Diskriminierung von Frauen, worüber das Publikum außerhalb des Theaters nicht sprechen würde. Die indische Studentin <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/2011/04/19/vom-steinbruch-zur-bildungsministerin/" target="_blank">Pugalvani</a> gibt nach der Uni Förderkurse für Kinder ihres Dorfes und der 14-jährige <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/2011/05/17/jhoenmert-ein-praesident-nimmt-wasserproben/" target="_blank">Jhoenmert</a> kämpft in Peru gegen Umweltverschmutzung durch den Bergbau.</p>
<p>Alle Bilder haben gemeinsam, dass die Models das weiße Armband tragen, das Zeichen der Kampagne und irgendwo auf dem Bild eine &#8220;Joker-Karte&#8221; zu sehen ist, das diesjährige Kampagnensymbol. Durch die wochenweise Veröffentlichung können wir neun Wochen frischen Content liefern. Werbeanzeigen bei Facebook machen User auf die Geschichten aufmerksam. Weil die beteiligten Organisationen die Bilder ebenfalls in ihrer Arbeit nutzen, entsteht zusätzliche Aufmerksamkeit.</p>
<p><strong>Zwischenfazit: Die Aufmerksamkeit ist gestiegen</strong></p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/zugriffe-fotoreihe-edit.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-631" title="Blogstatistiken zur Fotoreihe &quot;Deine Stimme ist unser Joker&quot;" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/zugriffe-fotoreihe-edit.jpg" alt="" width="500" /></a></p>
<p>Die Fotoreihe hat bis jetzt Aufmerksamkeit für die Aktion gebracht, zu sehr positivem Feedback von und Interaktion mit den Unterstützern geführt. Der Traffic im Blog, wo die Geschichten stehen, ist deutlich angestiegen (siehe Grafik, der grüne Bereich zeigt die bisherige Laufzeit der Fotoreihe). 19 Prozent der Blogbesucher seit Start der Veröffentlichungen kamen direkt von einem Facebook-Tab, den wir für die Fotoreihe eingerichtet haben (seit Bild 2).</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/tonimareike-feedback.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-622" title="Tolles Feedback auf die Geschichten von Aktiven bei Facebook" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/tonimareike-feedback-300x225.jpg" alt="" width="200" /></a>Interessant ist, dass das Interesse unserer Newsletter-Abonenten an den Geschichten groß war: Wenn sie sich in den Blog geklickt haben, haben sie dort nicht nur deutlich mehr Seiten aufgerufen als andere User, sie haben sich auch dreimal so lange aufgehalten, wie der Durchschnitt &#8211; mutmaßlich um die Geschichten zu lesen. Aus Sicht von entwicklungspolitischer Kommunikationsarbeit ist die Beobachtung relevant, dass Geschichten aus Entwicklungsländern (Bilder 1, 3, 5) weniger Interesse bzw. Klicks erzeugen als Geschichten aus Deutschland (Bilder 2, 4, 6).</p>
<p>Das gute Feedback auf die Bilder und Geschichten ist vor allem auf Facebook zu sehen: Kaum eine Geschichte hat weniger als 100 &#8220;Likes&#8221;, die Kommentare sind rundweg positiv (siehe Screenshot). Durch Facebook-Werbeanzeigen stieg zusätzlich die Fanzahl insgesamt deutlich an.</p>
<p><strong>Voting und Postkarten: Der Schritt in die Offline-Welt</strong></p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/dsga-evalyne.qrcode.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-626" title="QR-Codes auf Postkarten führen direkt zur Aktivisten-Geschichte im Blog" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/dsga-evalyne.qrcode-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn alle Geschichten veröffentlicht sind, wird es im Sommer ein Voting über die eindrücklichsten und motivierendsten Geschichten aus Deutschland und armen Ländern geben. Wir versprechen uns von der Mitmachaktion nicht nur eine Aktivierung unserer Unterstützerschaft, sondern auch verstärkte Aufmerksamkeit für die Geschichten &#8211; nicht zuletzt durch die Werbung der beteiligten NGOs für &#8220;ihre&#8221; Süd-Motive.</p>
<p>Die zwei &#8220;Gewinnermotive&#8221; werden auf Postkarten gedruckt und an Schulen verteilt &#8211; unmittelbar vor der Aktionswoche vom 10. bis 18. September, die den Höhepunkt von &#8220;Deine Stimme gegen Armut&#8221; in 2011 darstellen wird. QR-Codes, die direkt zu den Geschichten führen, werden auf den Postkarten nicht fehlen. Das war gleichzeitig der Anlass, ein Mobile-Theme im WordPress-Blog zu installieren.</p>
<p>Wir freuen uns auf Feedback zu dem Konzept der Fotoreihe.</p>
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		<title>PoliCAT: DIY Online-Petition aus dem Baukasten</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 17:52:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Was wäre, wenn Du für Deine Organisation mit wenigen Klicks eine Onlinepetition einrichten könntest und alle Unterstützer und befreundete Organisationen ein Widget mit der Petition &#8211; in Wording und Design angepasst &#8211; auf ihrer eigenen Webseite einbinden könnten? Und das obwohl es kein Budget für eine Agentur oder Mitarbeiter mit technischem Know-how gibt. Geht <p><a href="http://www.kampagne20.de/2011/05/24/policat-diy-onlinepetitionen/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was wäre, wenn Du für Deine Organisation mit wenigen Klicks eine Onlinepetition einrichten könntest und alle Unterstützer und befreundete Organisationen ein Widget mit der Petition &#8211; in Wording und Design angepasst &#8211; auf ihrer eigenen Webseite einbinden könnten? Und das obwohl es kein Budget für eine Agentur oder Mitarbeiter mit technischem Know-how gibt. Geht nicht? Geht doch! <a href="http://www.foeeurope.org/" target="_blank">Friends of the Earth Europe</a> hat das Petitionstool <a href="http://www.policat.org" target="_blank">PoliCAT</a> entwickelt und stellt es als Open-Source-Software kostenlos zur Verfügung. In unserem Testwidget kannst Du es ausprobieren, die Daten werden nicht verwendet:</p>
<p><script type="text/javascript" src="https://www.policat.org/teaser_js2/111"></script></p>
<p>Daniel Pentzlin hatte die Idee zu PoliCAT: &#8220;Wir machen europaweite Kampagnen, also in einem mehrsprachigen und multikulturellen Kontext, projektbasiert und in Koalitionen. Ein proprietäres Tool ist nicht geeignet, wenn Du mindestens 30 Organisationen EU-weit brauchst, die deine Petition aktiv unterstützen. Die Service-Anbieter für E-Actions, meistens aus dem angelsächsischen Sprachraum, haben europaweite und internationale Kampagnen-Macher nicht auf dem Schirm. Schließlich, PoliCAT muss Open Source sein, schlicht weil wir alleine so eine Entwicklung nicht stemmen können &#8211; und weil in ein open source Projekt die Bedürfnisse und Ideen Vieler einfließen und damit das Tool lebendig und stark machen.&#8221;</p>
<p><strong>Aus diesen Gründen ist PoliCAT für die Advocacyarbeit von NGOs zu empfehlen:</strong></p>
<p><strong>Kostenlos</strong>: Die Open-Source-Software ist grundsätzlich kostenlos. Die Macher freuen sich aber über Beiträge, um das Projekt weiterzuentwickeln.</p>
<p><strong><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/policat.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-601" title="Mit wenigen Klicks zur eigenen Online-Petition" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/policat-300x171.png" alt="" width="240" height="137" /></a>Simpel</strong>: Mit einem Account ist eine Onlinepetition in einer Viertel Stunde eingerichtet. Zwar ist der Adminbereich nicht besonders hübsch, eine Hilfe fehlt vollkommen. Das meiste erklärt sich intuitiv.Die</p>
<p><strong>Weiterverbreiten</strong>: Jeder, der ein Widget auf der eigenen Seite einbinden will, kann das mit wenigen Klicks tun (einfach mal auf &#8220;einbetten&#8221; im Widget klicken). Eine hervorragende Funktion für Bündnisse von Organisationen! Zwar werden alle Daten in einer zentralen Datenbank gesammelt. Weil aber zu sehen ist, von welchem Widget die Stimmen kommen, können die Daten nach der Aktion &#8220;aufgeteilt&#8221; werden, es gibt eine komfortable Export-Funktion (CSV-Format). Der Admin kann die &#8220;Abkömmlinge&#8221; des Mutter-Widgets aber auch blocken.</p>
<p><strong>Vollständig anpassbar:</strong> Außer dem zentralen Forderungstext, kann jedes Widget von der gleichen Petition vollständig in Wording, Größe und Farbgebung an die jeweilige Webseite der Partner angepasst werden. Das Unterschriftenziel kann angepasst werden. Per default erhöht es sich kurz vor der Erreichung.</p>
<p><strong>Mehrsprachig</strong>: Es können einfach Übersetzungen angelegt werden. Die Sprache kann beim &#8220;einbetten&#8221; ausgewählt werden (im Testwidget ausprobieren!). Ideal für internationale Petitionen, sei es EU-Anliegen, G8-/G20-Petitionen oder Unterschriftensammlungen die Entwicklungs-NGOs mit ihren Partnern machen wollen.</p>
<p><strong>Weitersagen-Funktion</strong>: Share-Buttons für Facebook und Twitter sind nicht zu übersehen, auch eine E-Mail-Funktion zum Weitersagen ist integriert.</p>
<p><strong>Bonusmaterial</strong>: Mit PoliCAT können nicht nur einfach Petitionskampagnen gefahren werden, es gibt auch Funktionen für &#8220;Petition mit User-Kommentaren (Freitext)&#8221; oder die &#8220;Citizen Initiative&#8221;, die den Anforderungen der 2012 startenden, <a href="http://ec.europa.eu/dgs/secretariat_general/citizens_initiative/index_en.htm" target="_blank">offiziellen EU-Petition</a> entspricht. Bei <a href="http://www.oureurope.org/9479.html?&amp;L=2" target="_blank">&#8220;Geo-Activism&#8221;</a> können Unterstützer individuelle E-Mails an unterschiedliche Adressaten schicken, in Deutschland ideal um Abgeordneten aus bestimmten Wahlkreisen angepasste Nachrichten zu schicken.</p>
<p>Dein Interesse ist geweckt? Weitere Informationen gibt es bei <a href="mailto:daniel.pentzlin@foeeurope.org" target="_blank">Daniel Pentzlin</a>, der das Tool übrigens bei der diesjährigen <a href="http://recampaign.de/daniel-pentzlin-grenzenloses-campaigning-wie-konnen-eu-weite-kampagnen-erfolgreich-sein" target="_blank">re:campaign</a> vorgestellt hat. Hier ist PoliCAT in einer <a href="http://www.makefinancework.org/home/financial-transaction-tax/" target="_blank">&#8220;echten&#8221; (übrigens sehr empfehlenswerten) Aktion im Einsatz</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>re:campaign Rückblick: So schaffen NGOs die besten Kampagnen im Netz</title>
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		<comments>http://www.kampagne20.de/2011/04/21/recampaign-ruckblick-so-schaffen-ngos-die-besten-kampagnen-im-netz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 11:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Wer im deutschsprachigen Raum im Bereich &#8220;Onlineaktivismus und NGOs&#8221; arbeitet, kommt an der re:campaign nicht vorbei. Zum zweiten Mal trafen sich NGOler, Aktivisten und Social-Media-Profis in Berlin zur Diskussion über &#8220;Die besten Kampagnen im Netz&#8221;. Der Mix aus Politik, Debatte über Strategien, Techniktipps und Erfahrungsaustausch war sehr gut, auch dank hervorragender Organisation. Ein Rückblick.</p> <p><a href="http://www.kampagne20.de/2011/04/21/recampaign-ruckblick-so-schaffen-ngos-die-besten-kampagnen-im-netz/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/rc11-plenum.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-582" title="Das Plenum bei der Eröffnung der re:campaign (Foto: recampaign/ Flickr)" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/rc11-plenum-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Wer im deutschsprachigen Raum im Bereich &#8220;Onlineaktivismus und NGOs&#8221; arbeitet, kommt an der <a href="http://recampaign.de/" target="_blank">re:campaign</a> nicht vorbei. Zum zweiten Mal trafen sich NGOler, Aktivisten und Social-Media-Profis in Berlin zur Diskussion über &#8220;Die besten Kampagnen im Netz&#8221;. Der Mix aus Politik, Debatte über Strategien, Techniktipps und Erfahrungsaustausch war sehr gut, auch dank hervorragender Organisation. Ein Rückblick.</p>
<p><strong>One foot on the ground</strong></p>
<p><a href="http://jilliancyork.com/2011/04/18/recampaign-xi-tools-of-change-how-social-media-helped-spark-the-arab-spring/" target="_blank"></a><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/rc11-jilliancyork.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-581" title="Jillian C. York (Foto: recampaign/ Flickr)" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/rc11-jilliancyork.jpg" alt="" width="168" height="112" /></a>Jillian C. York holte die Teilnehmer in ihrer <a href="http://www.slideshare.net/jilliancyork/recampaign-xi-jillian-c-york" target="_blank">Keynote</a> gleich zu Beginn im wahrsten Sinne des Wortes auf den Boden der Tatsachen zurück, als sie die von den klassischen Medien als &#8220;Facebook-/ Twitter-Revolutionen&#8221; bezeichneten Umbrüche in Nordafrika neu einordnete: Bewegungen beziehen ihre Stärke immer, weil sie einen Fuß im Cyberspace haben, aber &#8211; noch wichtiger &#8211; einen Fuß auf der Erde. Diese Notwendigkeit der <strong>Verbindung von Online- und Offline-Aktivitäten</strong> zog sich durch nahezu alle Sessions &#8211; und zeigte eine erfreuliche Weiterentwicklung gegenüber der Debatte von vor ein, zwei Jahren, als viele die NGO der Zukunft schon als virtuelle, Online-NGO sahen.</p>
<p>Auch <a href="http://www.barracuda.de/" target="_blank">Oliver Zeisenberger</a> stieß mit seiner &#8211; hoch gelobten, von mir leider verpassten Session &#8211; in diese Kerbe, als <a href="http://issuu.com/oliverzeisberger/docs/rc11-wiepolitikerticken" target="_blank">er erläuterte</a> &#8220;Wie Politiker ticken&#8221;: Likes und Tweets machten auf reale politische Prozesse wenig Eindruck, ein Tweet werde erst relevant, wenn er in der Bild-Zeitung stehe.</p>
<p><strong>Trending Topics: Mobile und Monitoring</strong></p>
<p>Zwei Themen der re:campaign werden in Zukunft zunehmende Bedeutung für die Kampagnenarbeit von NGOs haben. Zum einen der <strong>Bereich Mobile/SMS</strong> und zum anderen die Frage des Monitorings und der Evaluation von Social-Media-Aktivitäten.</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/rc11-crowdmap.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-579" title="Check-in with a purpose: Die Crowdmap-App von Ushahidi" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/rc11-crowdmap-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a>Patrick Meier erwähnte en passent in seiner <a href="http://www.slideshare.net/iRevolution/meier-re-campaign-2011-v2" target="_blank">Keynote</a> über den Crowdsourcing-/Mapping-Dienst <a href="http://blog.ushahidi.com/" target="_blank">Ushahidi</a> die <a href="http://crowdmap.com/" target="_blank">Crowdmap</a> vor, eine Mobile-App mit der Smartphone-Nutzer einchecken können, ähnlich wie bei <a href="https://foursquare.com/" target="_blank">Foursquare</a> oder Facebook Places. Bei der Verknüpfung von geografischen Orten und eingegebenen Informationen, kann man sich einfach Anwendungsmöglichkeiten auch in Deutschland vorstellen, bspw. bei Demonstrationen oder bundesweiten Aktionen. Das Open-Source-Tool bietet enormes Potenzial. <a href="http://www.laurawhudson.com/" target="_blank">Laura Walker Hudson</a> stellte die Software <a href="http://www.frontlinesms.com" target="_blank">FrontlineSMS</a> vor, mit der Unterstützer per SMS angesprochen werden können, nicht zum Fundraising &#8211; eine Methode, die mir im deutschsprachigen Raum bisher nur vom <a href="https://www.teamoesterreich.at/cv/regstart.jsf" target="_blank">Team Österreich</a> bekannt ist, wo Helfer im Katastrophenfall per SMS rekrutiert werden. Das Rote Kreuz Österreich kommuniziert auch mit Blutspendern via SMS.</p>
<p>Beim Thema <strong>Monitoring und Evaluierung von Social Media-Aktivitäten im NGO-Bereich</strong> ist die <a title="“Tracking ist voll 1995″: Wirkungsanalyse bei NGO-Kampagnen" href="http://www.kampagne20.de/2010/04/17/tracking-ist-voll-1995-wirkungsanalyse-bei-ngo-kampagnen/">Debatte seit der letzten re:campaign</a> vor einem Jahr nicht wirklich weitergekommen. In der Barcamp-Session von <a href="http://twitter.com/#!/olekeding" target="_blank">Ole Keding</a> zu Qualitätskriterien von polititischen Online-Kampagnen herrschte am Ende Ratlosigkeit. <a href="http://www.intelligence-group.com" target="_blank">Anna-Maria Zahn</a> stieß mit ihrem Vortrag über &#8220;Social Media Monitoring&#8221;, der an eine Verkaufspräsentation erinnerte, beim NON-Profit-Publikum auf Unverständnis.</p>
<p><strong>Spielerisch die Welt verbessern</strong></p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/rc11-c3k.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-585" title="Günther von Campact erläutert das neue Kampagnen-CMS C3k (Foto: recampaign/ Flickr)" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/rc11-c3k-300x199.jpg" alt="" width="240" height="159" /></a>Während auf der re:publica einen Tag vor der re:campaign der <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/serious-games-%E2%80%93-seriously/" target="_blank">Bereich Gaming</a> (<strong>Serious Games, Games for Activism</strong>,&#8230;) einen eigenen Strang im Programm hatte, ist das Thema noch nicht wirklich zu den NGOlern durchgedrungen. Auch das dürfte sich bis zum nächsten Jahr ändern. Beim britischen Pendant zur re:campaign, dem <a href="http://ecflive.fairsay.com/" target="_blank">eCampaigning Forum</a> (ECF) <a href="http://www.adavies.org/blog/2011/03/28/games-and-activism-discussion-ecf-2011/" target="_blank">wurde es bereits diskutiert</a>, auch in Deutschland weiß ich von mindestens zwei Organisationen, die dieses Jahr noch eigene Spiele veröffentlichen wollen.</p>
<p><strong>Praktisches für Praktiker</strong></p>
<p>Schließlich möchte ich auch die sehr konkreten Sessions noch erwähnen, die einen direkten Nutzen für die Praktiker der Organisationen bieten. <a href="http://www.fairsay.com/blog" target="_blank">Duane Raymond</a>, Organisator des ECF und der eCampaigning-Papst schlechthin hat in seinem Plädoyer für <strong>E-Mail-Aktionen</strong> wichtige Tipps zur richtigen Gestaltung gegeben (<a href="http://nonprofitmarketing.ch/mit-email-mobilisieren-best-practices-von-der-recampaign/" target="_blank">gute Zusammenfassung hier</a>).</p>
<p>Das erstmals vorgestellte <strong>Kampagnen-CMS</strong> <a href="http://www.campact.de/campact/c3k">C3k</a>, das Campact derzeit entwickelt könnte zu einem richtig guten Tool für NGOs werden &#8211; wenn Campact es versteht, die Vorzüge richtig verkauft, dazu zählt auch ein griffiger Name.</p>
<p>Und schließlich bietet das Tool <a href="http://www.policat.org/" target="_blank">policat</a>, das Daniel Pentzlin von FOE Europe im Open Space vorstellte, eine hervorragende Open-Source-Lösung für <strong>mehrsprachige Online-Petition mit Widgetfunktion</strong>, das heißt sie kann auf beliebig vielen (Unterstützer-)Webseiten eingebunden werden (wir testen das Tool und stellen es demnächst hier vor).</p>
<p>Die wichtigsten Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://recampaign.de/programm" target="_blank">Programmübersicht</a> und die <a href="https://spreadsheets.google.com/ccc?key=0AszxR5v7ON07dGFvOHp0YzYxT1pTbENrV2JkblFnenc&amp;hl=en#gid=0" target="_blank">Themen des Barcamps</a> auf der re:campaign 2011.</li>
<li><a href="http://vimeo.com/recampaign" target="_blank">Videomitschnitte</a> von Vorträgen und Sessions.</li>
<li>Fotos von der re:campaign 2011 <a href="http://www.flickr.com/photos/recampaign/">bei Flickr.</a></li>
<li>Auf dem Laufenden bleiben: <a href="https://ml01.ispgateway.de/mailman/listinfo/share_recampaign.de" target="_blank">Mailingliste</a> der re:campaign.</li>
<li>Einige Vorträge finden sich <a href="http://www.scribd.com/recampaign" target="_blank">hier</a>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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