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	<title>kleinefragen</title>
	
	<link>http://www.kleinefragen.de</link>
	<description>meine Fragen an die Welt.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Mar 2009 21:02:39 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Tom Westerholt zum Abschied von GIGA: “eine undurchschaubare, planlose und unorganisierte Sendung”</title>
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		<comments>http://www.kleinefragen.de/2009/03/31/tom-westerholt-zum-abschied-von-giga-eine-undurchschaubare-planlose-und-unorganisierte-sendung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 21:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[GIGA]]></category>
		<category><![CDATA[GIGA Games]]></category>
		<category><![CDATA[Premiere]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Westerholt]]></category>

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		<description><![CDATA[Tom Westerholt war ein GIGA-Mann der ersten Stunde. 199 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.einslive.de/team/reporter/westerholt_tom.jsp" target="_blank">Tom Westerholt</a> war ein GIGA-Mann der ersten Stunde. 1998 war er Teil des Gründungsteams, Ende 2002 verließ er den Sender und arbeitet jetzt von Berlin aus unter anderem für <a href="http://www.1live.de" target="_self">1LIVE</a>.</p>
<p>Für morgen ist das Ende von <a href="http://www.giga.de">GIGA</a> angekündigt. <a href="http://www.giga.de/blog/90/" target="_blank">Premiere zieht den Stecker</a> und Tom erinnert sich mit ein paar kleinenfragen&#8230;</p>
<p><strong>1. Wie hast du vom Ende von Giga erfahren?</strong></p>
<blockquote><p>Durch Zufall aus dem Internet, dann direkt über die GIGA.de Startseite</p></blockquote>
<p><strong>2. Kam das Ende für dich überraschend?</strong></p>
<blockquote><p>Leider nein, der Sender hatte ja spätestens schon seit der Übernahme durch &#8220;DasVierte&#8221; arge Probleme mit Selbstdarstellung und Finanzierung und war nicht mehr das GIGA, mit dem ich 1998 angefangen hatte. Es sind zu wenig gute Ideen investiert worden, das hat sich am Ende gerächt.</p></blockquote>
<p><strong>3. Das Konzept von GIGA wurde ständig verändert. Welche Phase hat dir besonders gefallen?</strong></p>
<blockquote><p>Mir hat am besten die Phase von 1999 bis 2002 gefallen. Da hatten wir nach ein paar Monaten Rumprobieren seit Beginn der Sendung viel dazu gelernt, es kam das phantastische GIGA GAMES hinzu, das war eine sehr innovative Phase. Ich bin fest davon überzeugt, dass GIGA auch heute noch funktionieren würde, wenn man eben gerade das Konzept nicht dauernd über den Haufen geworfen hätte. Eine stete Weiterentwicklung hätte vollkommen ausgereicht.</p></blockquote>
<p><strong>4. Was hat GIGA deiner Meinung nach im Internet und im Fernsehen bewegt?</strong></p>
<blockquote><p>Es war die erste, richtig große Community im Deutschen Fernsehen und im deutschen Internet. Das war schon massiv, was wir damals mit einer Handvoll Leute auf die Beine gestellt haben. Über 1 Million Community-Mitglieder über die Zeit ist schon eine Hausnummer. Ich denke wir waren die ersten, die das Internet in der Form ins Fernsehen gebracht und wirklich publik gemacht haben. Lange bevor es Sendungen wie &#8220;WWW&#8221;, &#8220;Darüber lacht die Welt&#8221;, &#8220;Das Fundstück der Woche&#8221; und andere Programmelemente gab.</p></blockquote>
<p><strong>5. Wie ist der Konakt zu den ehemaligen Kollegen?</strong></p>
<blockquote><p>Unregelmäßig, das ist aber nicht schlimm. Ich bin mit keinem meiner ehemaligen Kollegen im Streit auseinander gegangen, war aber auch nur wenigen Kollegen wirklich befreundet. Wenn man sich fünf Tage die Woche acht Stunden pro Tag in einem Studio auf der Pelle sitzt, muss man nicht auch noch die Freizeit miteinander verbringen. Mit Gregor (Teicher) hab ich noch regelmäßigen Kontakt, mit Miriam (Pielhau) hin und wieder.</p></blockquote>
<p><strong>6. Was geht mit GIGA verloren?</strong></p>
<blockquote><p>Heute eine zuletzt für mich völlig undurchschaubare, planlose und unorganisierte Sendung, die kein erkennbares Konzept mehr hatte. Grundsätzlich: eine ehemals sehr gute Idee.</p></blockquote>
<p><strong>7. GIGA war in letzter Zeit komplett zum E-Sports/Spiele-Sender mutiert. Wie könnte Gaming-TV zukünftig im deutschen Fernsehen aussehen?</strong></p>
<blockquote><p>Wenn sich ein Sender findet, der sich daran traut, sehr vielseitig. E-Sports gewinnt mehr und mehr Fans. Man könnte also tagsüber in erster Linie das machen, was wir damals auch schon gemacht haben, nämlich neue Spiele und neue Games-Hardware rezensieren und für die Leute einordnen. Exklusive Spielausschnitte zeigen die noch keiner kennt, neue Spiele vorstellen. So, wie es die Musiksender mit der Musik machen. Abends, speziell am Wochenende, könnte man dann die großen Turniere live übertragen, das macht sonst keiner (im Web ja, aber nicht im Fernsehen). So moderiert, wie wir es vom Fußball kennen, mit Moderator, Reportern, Kommentatoren.</p></blockquote>
<p>Es dankt, wie immer, tausendfach: ich.</p>
<p>Es gibt noch <a href="http://giga-ard.blogspot.com/" target="_blank">eine kleine Aktion</a>, die versucht GIGA in den KiKa zu holen.</p>
<p>Und dann gibt es noch die<a href="http://www.giga4.net/" target="_blank"> GIGA-History-Seite mit Wiki</a>. Und die <a href="http://www.giga.de" target="_blank">GIGA</a>-Community bleibt online. Ich hatte damit nie etwas am Hut, fand es immer nett zu sehen &#8211; als es grün im Fernsehen war und junge Menschen Spaß hatten anderen jungen Menschen Sachen aus dem Internet vorzulesen und gegeneinander zu spielen.</p>
<div class="feedflare">
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		<item>
		<title>TV-Held Pierre M. Krause: “Die ARD fördert keine Talente.”</title>
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		<comments>http://www.kleinefragen.de/2009/01/29/tv-held-pierre-m-krause-die-ard-fordert-keine-talente/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 22:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[pierre m. krause]]></category>
		<category><![CDATA[RTL]]></category>
		<category><![CDATA[SWR]]></category>
		<category><![CDATA[TV Helden]]></category>

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		<description><![CDATA[RTL hat tatsächlich eine wahnsinnig gute Comedy-Sendun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>RTL hat tatsächlich eine wahnsinnig gute Comedy-Sendung im Programm: &#8220;TV Helden&#8221; läuft noch einmal diesen Samstag irgendwann sehr spät und es muss geschaut werden. Selten war ich so von einer ersten Sendung überzeugt. Hier ein Ausschnitt:</p>
<p><object width="464" height="380" data="http://www.clipfish.de/videoplayer.swf?as=0&amp;videoid=MTcxMjgzNXwyOTA5OTg1&amp;r=1&amp;c=CCCCCC" type="application/x-shockwave-flash"><param name="id" value="player" /><param name="align" value="middle" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#CCCCCC" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.clipfish.de/videoplayer.swf?as=0&amp;videoid=MTcxMjgzNXwyOTA5OTg1&amp;r=1&amp;c=CCCCCC" /><param name="name" value="player" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Irre! Der links heißt Jan Böhmermann und macht Dinge beim WDR und der rechts heißt Pierre M. Krause ist ein alter Weggefährte aus SWR-Zeiten und unglaublich lustig, talentiert und unterrepräsentiert im deutschen Fernsehen.</p>
<p>Zeit für kleinefragen an ihn und zur Sendung, die sehr ehrlich beantwortet werden.</p>
<p>Es danke, wie immer, tausendfach: ich. <strong>Bitte Samstag RTL einschalten.</strong></p>
<p><strong>1. Der Weg bis zur Show war lang und hart. Warum hat es so lange<br />
gedauert, bis die erste Folge auf Sendung ging?</strong></p>
<blockquote><p>Der Sender hat sich Zeit gelassen und den richtigen Augenblick abgewartet. So will ich es mir zumindest vorstellen. Den Piloten zu den Helden haben wir jedenfalls schon vor weit über einem Jahr abgedreht. Dann war es lange still. Und dann mussten plötzlich zwei neue Folgen her und wir drehten im Akkord. Die Sendung wird übrigens von Friedrich Küppersbuschs Produktionsfirma &#8220;Probono&#8221; produziert. Thomas Pommer (ehmemals NDR &#8220;extra3&#8243;) leitete das Projekt. Für mich einer der ausschlaggebenden Gründe, das zu machen. Gute Leute!</p></blockquote>
<p><strong>2. Was für eine Quote will denn Anke S. sehen, damit die Show weitergeht?</strong></p>
<blockquote><p>Das weiß ich nicht und es interessiert mich auch nicht. Die Quote der ersten Sendung (1,92 Mio. Zuschauer) war gut. Allerdings dann noch nicht so gut. Also eher schlecht, wenn man bedenkt, dass das Finale des Dschungelcamps davor 4,6 Mio. Zuschauer an die Empfangsgeräte bannte.<strong> Ich denke, es wird bei diesen beiden Folgen bleiben, wenn die zweite Ausgabe nicht einen Quotenhype erlebt. Wir sind hier eben bei RTL.</strong> Und ich verstehe das sogar. Umso mehr weiß ich, was ich am Öffentlich-Rechtlichen habe, wo ich ja noch wöchentlich <a href="http://www.swr3.de/fun/tv/" target="_blank">meine Lateshow beim SWR</a> mache. Mit wesentlich weniger Zuschauern, aber dafür wesentlich mehr Entwicklungsfähigkeit.</p></blockquote>
<div class="Ih2E3d"><strong>3. Die erste Folge &#8220;TV Helden&#8221; war unglaublich gut. Was hatte am<br />
meisten Überwindung gekostet?</strong></div>
<blockquote>
<div class="Ih2E3d">Die Zuschauer nicht mit &#8220;Liebe Gebührenzahler&#8221; zu begrüßen. Und die Lügen. Man schlüpft als Held ja in verschiedene Rollen, um etwa einem Bahnsprecher glauben zu machen, der richtige Interviewer kommt gleich. Den dann so lange hinzuhalten &#8211; ohne sich zu verraten &#8211; das ist nicht so einfach. <strong>Aber es lohnt sich &#8211; die &#8220;Opfer&#8221; haben es ja meist verdient.</strong></div>
</blockquote>
<p>verschluckt.</p>
<div class="Ih2E3d"><strong>5. Viel wichtiger: was würdest du gerne in der dritten Folge machen?</strong></div>
<blockquote>
<div class="Ih2E3d">Einen Verkehrspolizisten im Diminutiv redend davon überzeugen&#8230; Ich mache mir darüber erst Gedanken, wenn es eine dritte Folge geben sollte.</div>
</blockquote>
<div class="Ih2E3d"><strong>6. Angenommen ihr werdet erfolgreich und berühmt. Also so richtig. Dann funktionieren so Sachen, wie der 1. türkische Karnevals-Verein doch gar nicht mehr. Das wäre doch blöd, oder?</strong></div>
<blockquote>
<div class="Ih2E3d">Das Problem hatte ich schon bei den Drehs zu den beiden Folgen jetzt. Ich bin zwar alles andere als berühmt, aber 6 Jahre regelmäßige Fernsehpräsenz (selbst beim SWR) hinterlässt eben doch Spuren. Das gehört zu diesem Helden-Format auch dazu: Das Scheitern. <strong>Ein paar Drehs klappten tatsächlich nicht, weil man mich erkannte.</strong> Sollten wir dann richtig berühmt sein (Hahahahahahaaaa!) &#8211; also sollten wir dann richtig berühmt (Muhhahahahahaahahahahaaa!!!) &#8211; Verzeihung. Also&#8230; ach, was weiß denn ich?! Ja, ganz klar: Diese Sendung mit uns als Protagonisten ist zeitlich beschränkt &#8211; irgendwann geht es eben nicht mehr. Oder wir drehen im Ausland.</div>
</blockquote>
<div class="Ih2E3d"><strong>7. Wer hat es zur Zeit verdient verarscht zu werden?</strong></div>
<blockquote><p>Dr. Oetker.</p></blockquote>
<div class="Ih2E3d"><strong>8. Was soll denn mal Herr Schmidt machen, wenn Pocher endlich wieder weg ist?</strong></div>
<blockquote><p>Zunächst überlegen, ob er denn überhaupt noch Lust hat, etwas zu machen. Derzeit macht er den gegenteiligen Eindruck.<strong> Schmidt ist ohne Pocher besser &#8211; keine Frage. </strong>Und das geht überhaupt nicht gegen Pocher. Der hat ja auch seine Qualitäten. Aber gegenüber Harald Schmidt wirkt er nun mal klein und dümmlich. Wie so viele gegenüber Schmidt klein und dümmlich wirken würden. Schmidt soll Latenight machen. So lange er nicht gegen mich sendet.</p></blockquote>
<p style="text-align: left;"><strong>9. Ernste Frage: könntest du dir TV Helden auch in der ARD vorstellen?</strong></p>
<blockquote><p>Ernste Antwort: <strong>Ich bin der festen Überzeugung, dieses Format ist eigentlich ein öffentlich-rechtliches Format.</strong> Es ist Satire. Satire sollte alles dürfen und frei von wirtschaftlichen Interessen eventueller Werbepartner sein. So etwas kann nur beim öffentlich-Rechtlichen gewährleistet werden. <strong>Leider kann es so etwas aber bei der ARD nicht geben, weil die zu sehr mit Selbstverwaltung beschäftigt ist.</strong> Die ARD fördert leider keine Talente und schon gar keine aus dem eigenen Hause. Und es wird nicht gehen, weil Florian Silbereisen kein Held ist. Da ist RTL eben näher am Zeitgeist, schneller und wesentlich moderner. Von der prinzipiellen Überzeugung bin ich allerdings ein Fan des Öffentlich-Rechtlichen und würde mir wünschen, dass sich in der ARD irgendwann irgendetwas bewegt. Das ist naiv, ich weiß&#8230;</p></blockquote>
<p>Schlussendlich ein sensationelles Video aus PMKs Latenight-Show im SWR Fernsehen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Jc98UMLDrB4"><img src="http://img.youtube.com/vi/Jc98UMLDrB4/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<div class="feedflare">
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</div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/kleinefragen/~4/lbb0mlmfER8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Stefan Michalk von der IFPI: “Wir halten an unserer Strategie fest”.</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/kleinefragen/~3/akxN3f_23k4/</link>
		<comments>http://www.kleinefragen.de/2009/01/26/stefan-michalk-von-der-ifpi-wir-halten-an-unserer-strategie-fest/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 18:33:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Michalk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kleinefragen.de/?p=443</guid>
		<description><![CDATA[Das Interview habe ich am 19. Januar für NDR/N-JOY tel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Interview habe ich am 19. Januar für NDR/N-JOY telefonisch geführt. Herr Michalk war zu diesem Zeitpunkt auf der Midem in Cannes.</em></p>
<p style="text-align: center;"><em></p>
<div id="attachment_449" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><em><img class="size-full wp-image-449" title="pr_download_michalk_01" src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2009/01/pr_download_michalk_01.jpg" alt="Stefan Michalk - quelle: musikindustrie.de" width="300" height="429" /></em><p class="wp-caption-text">Stefan Michalk - quelle: musikindustrie.de</p></div>
<p></em></p>
<p><strong>1. <a href="http://www.heise.de/newsticker/US-Musikindustrie-gibt-Massenklagen-auf-Update--/meldung/120728" target="_blank">In den USA hat die Musikindustrie angekündigt die Massenklagen einzustellen.</a> Wird das auch in Deutschland so kommen?</strong></p>
<blockquote><p>Leider nein. Das würden wir auch sehr gerne tun. Die Voraussetzungen in den USA sind aber anders. Und zwar haben sich dort die Internet-Service-Provider bereit erklärt, bei Urheberrechtsverletzungen im Internet Warnhinweise zu verschicken, bevor man den juristischen Weg geht. Dieser Weg ist uns in Deutschland leider noch verwehrt. <strong>Deswegen müssen wir leider an unserer Strategie festhalten Internetpiraterie juristisch zu verfolgen.</strong></p></blockquote>
<p><strong>2. An wem scheitert es denn?</strong></p>
<blockquote><p>Es scheitert ein bisschen an der Politik und es scheitert ein bisschen an der Bereitschaft der Internet-Service-Provider diesen Weg der Warnhinweise zumindest mal zu versuchen und zu testen, ob nicht die Mehrzahl der User, es bleiben lassen würde, wenn man einen Warnhinweis verschickt. Umfragen in England und Frankreich haben gezeigt, dass 70 &#8211; 90 Prozent ihr illegales Tun dort einstellen würden. Wir würden diesen Weg in Deutschland gerne testen. Aber bisher konnten wir weder mit den Providern, noch mit der Politik einen Schritt weiterkommen.</p>
<p><em>Anmerkung meinerseits: <a href="http://diepresse.com/home/techscience/internet/445626/index.do" target="_blank">es gibt andere Umfragen, die anderes behaupten.</a></em></p></blockquote>
<p><strong>3. Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: Massenklagen oder Warnhinweise. Gibt es denn keinen dritten möglichen Weg?</strong></p>
<blockquote><p>Wir haben ja schon sehr viele &#8220;dritte Wege&#8221; versucht: Bevor wir beschlossen haben, juristisch gegen Internetpiraterie vorzugehen, haben wir es mit Aufklärungskampagnen versucht. Die haben leider wenig gefruchtet. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der juristische Weg erfolgreich ist: die illegalen Downloads sind von 2004 bis zum letzten Jahr um ca. 50 Prozent zurückgegangen. 2004 waren es noch 600 Millionen, im letzten Jahr waren es noch um die 300 Millionen. Das heißt: die Strategie ist erfolgreich; solange es keine Alternative gibt, werden wir diesen Weg weitergehen müssen.</p></blockquote>
<p><strong>4. Was erhofft sich denn die Musikindustrie in Deutschland von diesem Jahr?</strong></p>
<blockquote><p>Ich glaube wir blicken, wie immer, optimistisch in das Jahr. Musik ist nach wie vor stark gefragt. Ich sage immer: wir haben kein Produktproblem sondern wir haben ein Abrechnungsproblem. Ich denke das Jahr ist gut gestartet mit der Verkündung, dass jetzt bei iTunes die Songs ohne Kopierschutz gekauft werden können. Ich glaube, es gibt eine Vielzahl von Musikangeboten, die die Konsumenten heute nutzen können. Die Preise sind recht günstig. Und wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass der Digitalmarkt extrem stark wächst und wir hoffen, dass das auch in diesem Jahr wieder der Fall ist.</p></blockquote>
<p><strong>5. Ist die Kultur-Flatrate für Sie noch ein Thema?</strong></p>
<blockquote><p>Die &#8220;Kultur-Flatrate&#8221;, so wie sie oft gemeint ist, ist kein Thema. Die &#8220;Kultur-Flatrate&#8221; ist ja eine Art GEZ. Das heißt, alle müssten dafür bezahlen, aber nicht jeder würde es unbedingt nutzen wollen. Es gibt ja auch durchaus privatwirtschaftlich organisierte Modelle, die quasi einem Flatrate-Modell entsprechen: zum Beispiel &#8220;Nokia Comes With Music&#8221; das im letzten Jahr in England gestartet ist. Das heißt, man kauft ein Mobiltelefon und erwirbt damit gleichzeitig das Recht ein Jahr lang aus einem riesigen Reportoire von Musik unbegrenzt Musik herunterladen zu können. Ich glaube, dass das ein Weg sein kann, wie Musik in Zukunft verkauft und vertrieben wird. Wir glauben aber, dass das wenig hilfreich ist, wenn das quasi staatlich verordnet wird. Sondern wir setzen eher darauf, dass solche Angebote von der Industrie selber geschaffen werden und sich der Konsument entscheiden kann, ob er solche Flatrate-Angebote nutzen möchte oder ob er doch lieber einzelne Stücke kauft.</p></blockquote>
<p>Es dankt, wie immer, tausendfach: ich</p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<p>Es gab &#8211; Aufgrund der <a href="http://www.midem.com/" target="_blank">Midem</a> &#8211; eine breitere Berichterstattung zum Thema MUSIK 2.0, Internet und so.</p>
<p>Die eindeutig <strong>bekloppteste Idee</strong> kommt wohl aus Österreich:</p>
<blockquote><p><a href="http://futurezone.orf.at/stories/1501891/" target="_blank">Offensive für die Musik-CD</a></p>
<p>&#8220;Mehr drin, mehr dran, mehr drauf&#8221; sei bei der CD als etwa bei Musikkäufen im Internet, suggeriert die am Donnerstag offiziell gestartete Kampagne. Auf vorerst 1.500 Plakaten in ganz Österreich und ab März auf 200 &#8220;City-Lights&#8221; sollen die Vorzüge der Silberscheibe herausgestrichen werden: Diese reichen von der unkomprimierten Musik über &#8220;Zusatzfeatures&#8221; wie Booklets und Fotos bis hin zum &#8220;haptischen Element&#8221; eines Produkts zum Sammeln, so Medwenitsch.</p>
<p>via ORF.at</p></blockquote>
<p>Geld gut investiert!</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,602254,00.html" target="_blank">Spiegel-Online ruft gleich das Jahr der Flatrate aus</a></strong> &#8211; und vergisst, dass die erfolgreichsten Angebote keine Flatrates anbieten und die Angebote mit Flatrate, keinen Erfolg haben:</p>
<blockquote><p>&#8220;Comes with Music&#8221; nennt Nokia einen Dienst, der die Kosten für die Downloads im Geräte- und Mobildienst-Preis versteckt. Erste Konkurrenten werden im Laufe des Jahres nachziehen. Die Kunden aber, behauptet die oben erwähnte Studie des Marktfoschungsunternehmens The Leading Question, wünschen sich etwas ganz anderes: 46 Prozent der 1300 Befragten in mehreren europäischen Kernmärkten wünschen sich, ihren Musik-Obolus pauschal einfach mit der Provider-Rechnung zu entrichten. Das wäre offenbar bequem.</p></blockquote>
<p><strong>Marcel Weiss bei netzwertig.com</strong> erklärt nochmal, <a href="http://netzwertig.com/2009/01/21/wie-musiker-in-zeiten-des-internets-geld-verdienen-koennen/" target="_blank">&#8220;wie Musiker in Zeiten des Internets Geld verdienen (können)&#8221;</a> und stellt dabei faszinierendes fest:</p>
<blockquote><p>Wie jeder Student der Wirtschaftswissenschaften im ersten Semester lernt: Der Marktpreis ist ein Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Mit steigendem Angebot sinkt der Preis Richtung Null. Digitale Kopien der Dateien werden nie aufgebraucht sein. Das Angebot von Musikaufnahmen ist also unendlich, Angebots- und Nachfragekurve treffen sich in einem solchen Fall bei einem Preis von Null. Der Preis wird sich deswegen über die Zeit auf Null zubewegen.</p></blockquote>
<p>Marcel bekommt dafür ordentlich eins auf dem Deckel und sieht sich in einem <a href="http://netzwertig.com/2009/01/26/wie-musiker-mit-dem-web-geld-verdienen-antworten-auf-kritikpunkte/" target="_blank">zweiten Artikel</a> gleich noch einmal genötigt Stellung zu beziehen.</p>
<p><strong><a href="http://www.heise.de/newsticker/Musikmesse-Midem-Web-2-0-statt-Plattenvertrag--/meldung/122055" target="_blank">Heise-Online gräbt noch ein paar Beispiele aus</a></strong>, wie Bands schon mit dem Internet Geld verdient haben.</p>
<blockquote><p>So machte es Anfang 2008 auch die US-Songwriterin <a rel="external" href="http://www.jillsobule.com/" target="_blank">Jill Sobule</a>, die nach mehreren Vertägen mit einem Major und mehreren Bankrott gegangenen Indie-Labels die Nase voll hatte. Sobule überlegte sich gestaffelte Beiträge: für 500 Dollar wird der Name in einem Song erwähnt, für 5000 gibt&#8217;s ein Konzert daheim und der ultimative Fan kann für 10.000 Dollar gleich mitsingen. Mit Autotune-Nachbearbeitung klang das dann auch gut, sagte Sobule.</p></blockquote>
<p>Und ich habe ja nun auch schon <a href="http://www.kleinefragen.de/2009/01/03/328/" target="_blank">das</a> <a href="http://www.kleinefragen.de/2008/10/11/ware-ich-mtv/" target="_blank">ein</a> <a href="http://www.kleinefragen.de/2008/05/24/nun-machen-die-wieder-alles-kaputt-schon-wieder-plattenfirmen/" target="_blank">oder</a> <a href="http://www.kleinefragen.de/2008/03/25/offener-brief-an-alle-labels-plattenfirmen-musik-musik-musik/" target="_blank">andere</a> geschrieben.</p>
<div class="feedflare">
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		<title>Pegah Ferydoni: “Seit ich denken kann, muss ich gegen Vorurteile ankämpfen.”</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/kleinefragen/~3/So5EBPhfRGk/</link>
		<comments>http://www.kleinefragen.de/2009/01/07/pegah-ferydoni-seit-ich-denken-kann-muss-ich-gegen-vorurteile-ankampfen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 22:41:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Pegah Ferydoni]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Türkisch für Anfänger]]></category>

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		<description><![CDATA[In "Türkisch für Anfänger" spielt sie eine Türkin a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In &#8220;<a href="http://www.daserste.de/tuerkischfueranfaenger/" target="_blank">Türkisch für Anfänger</a>&#8221; spielt sie eine Türkin aus Überzeugung. Im <a href="http://www.daserste.de/tatort/sendung.asp?datum=04.01.2009" target="_blank">Tatort am Sonntag</a> spielte sie eine Türkin, die sich in einen Österreicher verliebt hat, obwohl ihr Vater sie in der Türkei zwangsverheiraten will.</p>
<p>Eigentlich ist <strong>Pegah Ferydoni</strong> Iranerin, <a href="http://www.myspace.com/shanghaielectric" target="_blank">singt</a> und wird in diesem Jahr noch in zwei Filmen zu sehen sein.</p>
<div id="attachment_401" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2009/01/pegah.jpg"><img class="size-medium wp-image-401" title="Türkisch für Anfänger III - Pegah Ferydoni als Yagmur" src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2009/01/pegah-300x203.jpg" alt="Pegah Ferydoni als Yagmur © ARD/Richard Hübner" width="300" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Pegah Ferydoni als Yagmur © ARD/Richard Hübner</p></div>
<p><strong>Genug Stoff für ein paar kleinefragen.</strong></p>
<p>Es dankt, wie immer tausendfach: ich.</p>
<p><em>(Frage 4 fand ich später  so doof, dass ich Frage 4.1 noch nachschob, aber da Frau F. mich so schön abwatschte für die doofe vierte Frage, lass ich das mal so stehen <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> )</em></p>
<p><strong>1. Du wurdest in Teheran geboren, bist dann mit zwei Jahren nach Deutschland gekommen. In deinem Song &#8220;Berlin&#8221; <em><a href="http://www.myspace.com/shanghaielectric" target="_blank">(zu hören auf MySpace)</a></em> singst du &#8220;Berlin ick liebe dir&#8221; &#8211; welche Beziehung hast du noch zum Iran?</strong></p>
<blockquote><p>Der Iran ist das Sehnsuchtsland meiner Eltern, es wäre ein Schock für sie zu sehen, wie sich das Land in den letzten 25 Jahren verändert hat. Der größte Teil meiner Familie lebt dort. Doch ich habe keinen Kontakt zu ihnen. Ich kenne das Land nur aus Erzählungen und aktueller Tagespresse. Daher ist Berlin so wichtig für mich. Hier bin ich aufgewachsen. Hier ist meine Heimat.</p></blockquote>
<p><strong>2. Du spielst in &#8220;Türkisch für Anfänger&#8221; eine Türkin. Wie unterscheidet sich eine türkische Familie von einer iranischen?</strong></p>
<blockquote><p>Gegenfrage: Was unterscheidet eine türkische Familie von einer deutschen? Lieben die ihre Kinder weniger? Da muss man aufpassen. Genauso wenig wie es die &#8220;die Deutschen&#8221; gibt, gibt es &#8220;die Türken&#8221;, &#8220;die Iraner&#8221; usw.</p></blockquote>
<p><strong>3. Wie sehr beeinflusst dein Glaube heute noch dein tägliches Leben?</strong></p>
<blockquote><p>Ich bin nicht &#8220;gläubig&#8221; erzogen worden, was immer das heisst. Meine Eltern stammen aus einem islamischen Kulturkreis, waren in ihrer Jugend Kommunisten, zeit ihres Lebens Atheisten und sind stolz auf die Errungenschaften der &#8220;Persischen Kultur&#8221; und die alt-iranische Religion der Zoroastren.</p>
<p><strong>Die schönste Zeit meiner Kindheit habe ich im Evangelischen Kirchenchor verbracht. </strong>Ich bin Berlinerin.</p></blockquote>
<p><strong>4. Im aktuellen Tatort spielst du eine Tochter, die mit einem Deutschen zusammen ist aber in die Türkei Zwangsverheiratet werden soll. Was hast du für ein subjektives Gefühl, wie die Integration in Deutschland funktioniert?</strong></p>
<blockquote><p>Ich weiss nicht, was der Begriff &#8220;Intergration&#8221; vermitteln soll. Ich kenne nur &#8220;Dialog&#8221;.</p></blockquote>
<p><strong>4.1 Wie sehr nervt es dich, dass die Leute sofort den Glauben sehen, wenn jemand aus dem islamischen Kulturkreis nach Deutschland kommt und einen förmlich vorverurteilen &#8211; auch wenn man diesem Glauben genauso fern ist? Oder hast du das Gefühl, das ist gar nicht so?</strong></p>
<blockquote><p>Seit ich denken kann, muss ich gegen Vorurteile ankämpfen. Ich begegne ihnen seit 9/11 24/7 (;-). <strong>Manchmal treibt es mich zur Verzweiflung, manchmal möchte ich auswandern.</strong> Gerade als Schauspieler ist man Projektionsfläche. Auch wenn es etwas zynisch ist, aber ich versuche es als Kompliment zu nehmen, dass die Leute mich mit meinen Figuren verwechseln und Angst vor deren Gedanken haben.</p></blockquote>
<p><strong>5. Kann ein Charakter, wie Lady Bitch Ray irgendwie dabei helfen, dass sich die islamische und die christliche Kultur in Deutschland besser verstehen? Oder schämst du dich eher für diese Figur?</strong></p>
<blockquote><p>Um sich für jemanden zu schämen, müsste man sich mit ihm indentifizieren können. Das tu ich nicht. Jemand wie Lady Bitch Ray ist ein Medienphänomen und steht nicht für die islamische Kultur. Ich fände sie auch provokant, wenn sie &#8220;Deutsche&#8221; wär.</p></blockquote>
<p><strong>6. Wo können wir dich in diesem Jahr noch sehen?</strong></p>
<blockquote><p>Zwei Kinofilme: &#8220;<a href="http://www.peterhermann.net/summer.htm" target="_blank">Summer 1953</a>&#8221; von Shirin Neshat und &#8220;<a href="http://www.swr.de/debuet/index.html" target="_blank">Ayla</a>&#8221; von Su Turhan.</p></blockquote>
<p><strong>Zum Schluss die Top 5 Songs auf dem iPod:<br />
</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://de.youtube.com/watch?v=wJVErpWLDQo" target="_blank">&#8220;Visions&#8221;</a> &#8211; Stevie Wonder</li>
<li><a href="http://de.youtube.com/watch?v=7BlDz3SadSo" target="_blank">&#8220;Fold&#8221;</a> &#8211; José González</li>
<li><a href="http://de.youtube.com/watch?v=80BluviMZBs" target="_blank">&#8220;Soy Gitano&#8221;</a> &#8211; Camarón de la Isla</li>
<li><a href="http://de.youtube.com/watch?v=VKsUhPtGf70" target="_blank">&#8220;Elisir&#8221;</a> &#8211; Paolo Conte</li>
<li><a href="http://www.lastfm.de/music/Shantel/_/Marko+i+Shantel" target="_blank">&#8220;Marko&#8221;</a> &#8211; Shantel</li>
</ol>
<p>PS: Alle drei Staffeln von Türkisch für Anfänger gibt es auf DVD.</p>
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		<item>
		<title>Interview mit Greenpeace: Wie alte Firmen eine neue Zielgruppe bedienen: Die Klimaschützer</title>
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		<comments>http://www.kleinefragen.de/2008/06/09/interview-mit-greenpeace-wie-alte-firmen-eine-neue-zielgruppe-bedienen-die-klimaschutzer/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 22:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Utopia]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Al Gore ist alles ein wenig eigenartig auf dieser  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit Al Gore ist alles ein wenig eigenartig auf dieser Welt.</strong> Seit seinem Film &#8220;Eine unbequeme Wahrheit&#8221; muss, soll, kann, schützt jeder das Klima. Es geht um nichts weniger als uns!</p>
<p>Und am liebsten kümmern sich junge, agile, mutige, gutaussehende, intelligente Leute um das Klima. Achja,  kaufkräftige und &#8211; die scheinen dem Utopia-Vermarkter &#8220;Orangemedia&#8221; sehr wichtig &#8211; die Meinungsbildenden. Die, auf die wir Normales hören.</p>
<p>Daran ist nichts überraschend oder gar schlimm. Irritierend ist nur, dass sich plötzlich genau aus diesem Grund jeder den grünen Daumen anklebt. Bestes Beispiel: <strong>Der Energieriese BP &#8220;powered&#8221; das SpiegelOnline-Special &#8220;Erneuerbare Energien&#8221;.</strong></p>
<p><strong>Das ist doch nur Masche, Marketing und medienwirksam, oder?</strong></p>
<p>Ich weiß es nicht &#8211; fragen wir doch mal Greenpeace.</p>
<p>Herr Jürgen Knirsch, Handels- und Globalisierungsexperte bei Greenpeace , hat sich die Zeit genommen mir ein paar Fragen zu beantworten. <strong>Er bringt bezeichnende Beispiele, klärt über die Lage der Naturschutzorganisationen auf und zeigt wie schwierig es ist auch nur annährend klimabewusst zu konsumieren.</strong></p>
<p>Vielen Dank!</p>
<p><strong>1. Über Jahre war es für Naturschutzorganisationen und -bewegungen schwierig, finanzielle Unterstützung von großen Konzernen zu bekommen. Hat sich das in den letzten zwei bis drei Jahren deutlich geändert &#8211; und falls ja, wie wird das deutlich?</strong></p>
<blockquote><p><strong></strong>Zunächst ist festzuhalten, dass nicht alle Natur- und Umweltschutzorganisationen eine finanzielle Unterstützung von Unternehmen wollen. So schließt zum Beispiel die Fundraising-Ethik von Greenpeace International diese Geldquelle eindeutig aus:</p>
<p><em>&#8220;Greenpeace bemüht sich weder um finanzielle Unterstützung, noch akzeptiert die Organisation Spenden von Regierungen, Unternehmen, politischen Parteien oder multinationalen Regierungsorganisationen wie z. B. den Vereinten Nationen oder der Europäischen Union.<br />
Greenpeace nimmt keine Spenden an, die die Ziele, die Unabhängigkeit, die Werte oder Integrität der Organisation beeinträchtigen könnten, noch bemüht sich Greenpeace um solche Gelder&#8221;.</em></p>
<p>Nicht alle anderen Umweltorganisationen wollen und können einen Weg wie den von Greenpeace gehen. Wer sich die Internetauftritte vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) oder des Deutschen Naturschutzrings (DNR) anschaut, wird dort keine bis nur wenig Hinweise auf Kooperationen mit Unternehmen finden. Dagegen listet der Naturschutzbund Deutschland (NABU) einige Partner aus der Wirtschaft auf und verfügt der WWF über eine beeindruckende Liste von mehr als vierzig Kooperationen mit Unternehmen:<em></em></p>
<p><em>&#8220;Der WWF arbeitet mit namhaften Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen erfolgreich zusammen. Mit jedem Unternehmen geht die Umweltstiftung eine individuelle Kooperation ein. Manchmal bietet sich nur die Gelegenheit für eine kurzfristige Promotionsaktion. Häufiger engagieren sich die Unternehmen jedoch langfristig&#8221;.</em></p>
<p><em></em>Aus Sicht der ersten vier genannten Organisationen lässt sich die Frage also anders beantworten als aus dem Blickwinkel der beiden zuletzt zitierten.</p></blockquote>
<p><strong>2. Der Imagegewinn für die Firmen durch solche Partnerschaften ist immens. Verbirgt sich dahinter aber nicht oftmals nur eine Beschönigung der Bilanzen &#8211; frei nach dem Motto: &#8220;Seht her, wir haben für Betrag X folgende Projekte unterstützt. Das ist unser Beitrag zum Klimaschutz&#8221;. Oder tun die großen Konzerne in den letzten Jahren tatsächlich deutlich mehr für den Klimaschutz?</strong></p>
<blockquote><p><strong></strong>Wenn ein Autokonzern wie VW gleichzeitig mit einem Umweltverband Spritspartage durchführt, Werbung für sogenannte Biokraftstoffe schaltet, die weder &#8220;bio&#8221; noch klimaschützend sind, und Berühmtheiten wie Topmodel Heidi Klum und ihren Gatten, den Popsänger Seal, mit nicht gerade spritsparsamen VW-Tiguan-Modellen (&#8220;Der Tiguan überschreitet Grenzen. Kraft und Wirtschaftlichkeit. Kompaktheit und Raum. Zivilisation und Wildnis&#8230; In ihm verschmelzen die Eigenschaften eines kompakten SUV (Sports Utility Vehicle) mit dem Design eines echten Sportwagens.&#8221;) -lustvoll durch Los Angeles rasen lässt &#8211; welche Botschaft hinsichtlich Klimaschutz sendet dann der Konzern aus? Zumindest die, dass jede Zielgruppe bedient wird.</p>
<p>Im Jahre 1988 hat die REWE-Group als erster Supermarkt ein eigenes Bio-Sortiment in die Regal gebracht. Zwanzig Jahre später verkündete das Unternehmen, dass es zukünftig den Strom für seine bundesweit mehr als 6000 Märkte und Reisebüros komplett aus erneuerbaren Energien beziehen wird. Damit würde REWE nach eigenen Angaben zum größten Nutzer von Ökostrom in Deutschland werden. &#8220;Wir haben aus der Klimaschutzdebatte Konsequenzen gezogen und die Initiative ergriffen&#8221;, erläuterte Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group, am 21. Januar auf der Grünen Woche in Berlin diesen Schritt des Unternehmens. Womit Herr Caparros nicht zitiert wurde, ist die Tatsache, dass REWE an der EHA Energie-Handels-Gesellschaft, die den Grünstrom für REWE liefert, auch beteiligt ist. So profitiert der Konzern auch direkt wirtschaftlich von seiner Klimaschutzentscheidung. Ist diese deshalb weniger wertvoll?</p>
<p>Welche Schlüsse lassen sich aus beiden Beispielen ziehen? Ja, es tut sich was! Ja, man kann auch mit Klimaschutz auch Geld machen! Ja, die Geschichte wiederholt sich, und das, was nach der Rio-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung im Jahre 1992 &#8220;die Nachhaltigkeit&#8221; war, ist nach den  alarmierenden Berichten des Weltklimarats &#8220;der Klimaschutz&#8221;. Werden deshalb die großen Herausforderungen (wie umgehen mit den Problemen Arbeitsplätze, wirtschaftliches Wachstum, nachhaltiger Konsum, Umweltschutz und globale Gerechtigkeit in Zeiten des Klimawandels) in Ansätzen angegangen? Leider nein oder nur in zu kleinen Schritten.</p></blockquote>
<p><strong>3. Wie kann ich als Verbraucher denn erkennen, ob mich meine subjektive Empfindung nicht täuscht und eine Firma wirklich umweltbewusst wirtschaftet?</strong></p>
<blockquote><p>Der erste Schritt ist, bei sich selbst anzufangen und sich die Frage zu stellen: brauche ich das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens tatsächlich?</p>
<p>Der zweite Schritt ist schwieriger: Denn was heißt es genau &#8211; auf das fragliche Produkt oder die Dienstleistung bezogen &#8211; &#8220;umweltbewusst&#8221; zu wirtschaften? Ein Mobilfunkunternehmen kann seine Mobiltelefone in Recycling-Kartons verpacken, die Gebrauchsanweisung auf Umweltschutzpapier drucken, ein Solar-Ladegerät mitliefern und einen sogenannten klimaneutralen Handy-Tarif anbieten &#8211; und dennoch &#8220;die andere Seite der digitalen Revolution&#8221; unberücksichtigt lassen &#8211; die  Arbeitschutz- und Menschenrechtsverletzungen wie auch Umweltbeeinträchtigungen, die mit dem Abbau von Coltan verbunden sind. Das Erz Coltan dient als Ausgangsprodukt zur Herstellung von Tantalpulver, Tantalpulver wird wieder zur Produktion von Elektrolyt-Kondensatoren, die z. B. in Handys und Computern eingesetzt werden, benötigt.<br />
Sicherlich ist es im Internet-Zeitalter einfach, sich über Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen und deren Folgeerscheinungen ausführlich zu informieren. Zur Verfügung stehen auch weiterhin die klassischen Wege und Beratungsangebote (der Verbraucherzentralen und Umwelt- und Verbraucherorganisationen und neuerdings auch der LOHAS-Strukturen) wie auch die Printprodukte der Stiftung Warentest oder von Ökotest. Diese Informationsangebote sind jedoch nicht für alle Produkte und Dienstleistungen vorhanden oder &#8211; wenn doch verfügbar &#8211; auch nicht immer umfassend oder widerspruchsfrei.</p>
<p>Wer keine Zeit für Recherchen hat, dem bleibt zur Zeit das &#8220;Bauchgefühl&#8221;. Oder jemand bemüht sich, eine Finanzierung für die Wiederbelebung und Aktualisierung der &#8220;Unternehmenstester&#8221; sicherzustellen. In den neunziger Jahren verschafften diese in Anlehnungen an das amerikanische Vorbild als Taschenbücher erschienenen Ratgeber für den verantwortlichen Einkauf einen guten Überblick über die Produkte ausgewählte Branchen (Lebensmittel, Kosmetik, Körperpflege und Waschmittel).</p></blockquote>
<p><strong>4. Der Spiegel lässt sein Spezial &#8220;Erneuerbare Energien&#8221; von BP &#8220;powern&#8221; (<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,k-7326,00.html" target="_blank">zum Special hier entlang</a>) und Utopia.de wird vom Otto-Konzern finanziert. Ist das für Sie eine scheinheilige Umverteilung des Werbeetats oder sind Sie froh, dass Projekte wie Utopia dadurch erst entstehen können?</strong></p>
<blockquote><p><strong></strong>Sicherlich wissen Unternehmen über den Stellenwert von Homepages im Web 2.0 &#8211; Zeitalter wie auch über die Möglichkeit, über digitale Medien auch unterschwellige Botschaften zu vermitteln. Wichtig ist, dass Transparenz vorherrscht, d.h. dass die Geldquellen deutlich ausgewiesen sind, und dass die Unternehmen keinen direkten Einfluss auf die Inhalte der Homepages und Internetportale nehmen können. Sofern dies gegeben ist, spricht nichts dagegen, dass Informationen zu erneuerbaren Energie oder zum kritischen Konsum auch dank derartiger Geldquellen verfügbar sind. Fraglich ist jedoch, ob sich &#8220;die Schere im Kopf&#8221; bei den Redakteurinnen und Redakteuren auch dann vermeiden lässt, wenn kritische Informationen über die Aktivitäten der Geldgeber vorliegen.</p></blockquote>
<p>Es danke, wie immer, tausendfach: ich.</p>
<p>Herr Knirsch hat mir noch die <strong>Quellenangaben</strong> überlassen. Bitteschön:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/wir_ueber_uns/spenden/FR-ethik_1998.pdf" target="_blank">http://www.greenpeace.de/(&#8230;)</a><br />
<a href="http://www.bund.net/" target="_blank">http://www.bund.net/</a><br />
<a href="http://www.dnr.de/" target="_blank">http://www.dnr.de/</a><br />
<a href="http://www.nabu.de/m09/m09_04/06058.html" target="_blank"></a><a href="http://www.bbu-online.de/" target="_blank">http://www.bbu-online.de/</a><br />
<a href="http://www.nabu.de/m09/m09_04/06058.html" target="_blank"> http://www.nabu.de/m09/m09_04/06058.html</a><br />
<a href="http://www.wwf.de/kooperationen/" target="_blank">http://www.wwf.de/kooperationen/</a><br />
<a href="http://www.volkswagen.de/vwcms_publish/vwcms/master_public/virtualmaster/de3/unternehmen/mobilitaet_und_nachhaltigkeit/0/tests___kauf/verbrauch/Verbraucher.html" target="_blank">http://www.volkswagen.de/vwc(&#8230;)</a><br />
<a href="http://www.presseportal.de/pm/52007/1121171/rewe_group/" target="_blank"> REWE-Presseerklärung: REWE Group schaltet komplett auf Grünstrom um. Caparros: &#8220;Nicht nur wirtschaftlich im Grünen Bereich, sondern auch in punkto Strom&#8221;. Köln/Berlin, 21.01.2008</a><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12868/1.html" target="_blank">John Horvath: Aus Blut gemacht. Tantal oder die andere Seite der digitalen Revolution. In: Telepolis, 09.07.2002</a></p></blockquote>
<div class="feedflare">
<a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?a=RO-f9SOVvxQ:8-0uPMGVCKE:yIl2AUoC8zA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?d=yIl2AUoC8zA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?a=RO-f9SOVvxQ:8-0uPMGVCKE:F7zBnMyn0Lo"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?i=RO-f9SOVvxQ:8-0uPMGVCKE:F7zBnMyn0Lo" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?a=RO-f9SOVvxQ:8-0uPMGVCKE:7Q72WNTAKBA"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?d=7Q72WNTAKBA" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?a=RO-f9SOVvxQ:8-0uPMGVCKE:V_sGLiPBpWU"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?i=RO-f9SOVvxQ:8-0uPMGVCKE:V_sGLiPBpWU" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?a=RO-f9SOVvxQ:8-0uPMGVCKE:qj6IDK7rITs"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?d=qj6IDK7rITs" border="0"></img></a> <a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?a=RO-f9SOVvxQ:8-0uPMGVCKE:gIN9vFwOqvQ"><img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/kleinefragen?i=RO-f9SOVvxQ:8-0uPMGVCKE:gIN9vFwOqvQ" border="0"></img></a>
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		<title>Gewalt im Auswanderparadies: “In einigen Vierteln baten die Bewohner um Vergebung”</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 11:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kapstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[In Südafrika kam es in den letzten Wochen immer wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Südafrika kam es in den letzten Wochen immer wieder zu gewaltsammen Übergriffen auf Ausländer.</strong> Zehntausende mussten flüchten, <a href="http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=topNews&amp;storyID=2008-05-22T132942Z_01_HUM248573_RTRDEOC_0_SDAFRIKA-GEWALT-ZF.xml&amp;archived=False" target="_blank">wie sich hier bei Reuters nachlesen lässt</a>. Jetzt wird kaum noch darüber berichtet.</p>
<p>Zeit zum Nachfragen &#8211; <strong>Stefan Eggers</strong> lebt und arbeitet in Südafrika.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-122" title="Stefan Eggers" src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/06/stefaneggers_cpt_kl-300x199.jpg" alt="Stefan Eggers" width="300" height="199" /></p>
<p><strong>1. Fühlen Sie sich zur Zeit in Kapstadt sicher?</strong></p>
<blockquote><p><strong>Eigentlich fühle ich mich in Kapstadt sicher</strong> bzw. habe ich nicht das Gefühl, das sich die Sicherheitslage für mich in den letzten Wochen verschlechtert hat. Ich wohne und arbeite in relativ sicheren Vierteln, so dass sich bis auf die immer bestehende Möglichkeiten von Einbrüchen und Überfällen an sich nichts verändert hat. <strong>Es herrschte während der Unruhen gelegentlich gespannte Atmosphäre, doch ich selbst war nie Ziel von Aggressionen.</strong>- Andererseits wurde eine mir bekannte Südafrikanerin völlig unvorhergesehen bedroht, als sie im Gespräch bekannte, dass ihre Eltern aus Swasiland stammen &#8211; dabei hat sie eine südafrikanischen Pass und hat ihr bisherigen Leben hier verbracht. <strong>Zielscheibe der Unruhen waren eindeutig Ausländer aus anderen afrikanischen Ländern.</strong></p></blockquote>
<p><strong>2. Was für Leute &#8211; aus welchen Schichten &#8211; sind dass denn, die zur Zeit gewalt bereit sind und gegen die illegalen Ausländer vorgehen?</strong></p>
<blockquote><p>Die Gewalt ist in den Townships ausgebrochen, zuerst bei Johannesburg, und hat dann über weitere Teile des Landes übergegriffen. Hier sind es<strong> vor allem arme Menschen</strong>, die meist über eine geringe Bildung verfügen und sich vom Zustrom der Einwanderer aus den Nachbarländern bedroht bzw. noch mehr benachteiligt fühlen. <strong>Sie haben das Gefühl, dass Ihnen Arbeitsplätze und Aufstiegschancen von den Einwandern weggenommen werden. </strong>Oft ist es auch so, dass die Zuwanderer für geringe Löhne arbeiten gehen und z.T. über eine hohen Bildungsstand verfügen. <strong>Dabei ist zu sagen, dass beispielsweise der große Flüchtlingszustrom aus Simbabwe lange bekannt war und die Regierung es versäumt hat, hier aktiv zu werden</strong> um die Situation vorausschauend zu regeln und Spannungen abzubauen. Oft sind es auch politische Flüchtlinge, so dass es mir problematisch erscheint allgemein von illegalen Ausländern zu sprechen. <strong>Die Unruhen zeigen auch große soziale Spannungen im Land, wo viele Einflüsse eine Rolle spielen.</strong></p></blockquote>
<p><strong>3. Wie sicher sind denn Ausländer in Südafrika im Allgemeinen? Im TV sieht man ja gerne Bilder vom Auswander-Paradies mit riesigen Siedlungen in den Hügeln von Kapstadt.</strong></p>
<blockquote><p>Ein umfassendes Urteil kann ich mir nicht erlauben, da ich eigentlich nur die Lage in und um Kapstadt kenne. Hier muss man unterscheiden, da sich die jüngste Gewalt vor allem gegen &#8220;schwarze&#8221; Zuwanderer richtet und z.B. &#8220;weiße&#8221; europäische Zuwanderer davon meines Wissens nicht betroffen waren. <strong>Bedroht, angegriffen, getötet und vertrieben wurden Zuwanderer aus anderen afrikanischen Ländern wie Somalia, Simbabwe, Mozambique.</strong> Mitunter auch solche, die schon lange im Land leben und sich durch Läden und Geschäfte etc. eine Existenz aufgebaut haben. Doch es geschehen viele Gewaltverbrechen in Südafrika; (anscheinend) glaubwürdige Zahlen besagen, dass 90% der Verbrechen in den townships passieren, von denen man meist nichts mitbekommt.</p></blockquote>
<p><strong>4. Zur Zeit ist es ein wenig ruhiger in Kapstadt &#8211; was glauben Sie wie wird der Konflikt in den kommenden Wochen weiterverlaufen?</strong></p>
<blockquote><p>Die nun wieder vertriebenen Flüchtlinge müssen in den Camps mit Lebensmitteln und Kleidung versorgt werden, die meisten haben alles verloren. Außerdem ist es Winter und nachts kalt. <strong>Viele wollen nicht mehr zurück, weil sie sich einfach nicht mehr sicher fühlen</strong> und um ihr Leben fürchten. In Ihren Heimatländern ist die Situation meist auch nicht besser, sie haben ihre Heimat ja nicht grundlos verlassen. <strong>Die Sicherheitslage hat sich wieder beruhigt, die Übergriffe vorbei.</strong> Schließlich wurde auch die Armee eingesetzt. <strong>In einigen Viertel baten die Bewohner die &#8220;Ausländer&#8221; um Vergebung und darum, dass sie in zurückkehren.</strong> Auf jeden Fall ist Südafrika geschockt. Die Regierung muss sich von allen Seiten Vorwürfe gefallen lassen, zu spät und halbherzig reagiert zu haben, in der Zuwanderungsfrage sowie bei den Ausschreitungen. Insbesondere Thabo Mbeki steht massiv in der Kritik, auch weil er nicht direkt vor Ort war und sich erst spät und über das TV an das Land gewandt hat. <strong>Die Ausschreitungen haben ein großes soziales Problem sichtbar gemacht; eine aktuell veröffentlichte Studie brandmarkt Südafrika als das ausländerfeindlichste Land weltweit, i.S.v. das Land, dass Zuwanderern gegenüber am negativsten eingestellt ist.</strong> Die Gesellschaft wieder zusammenzuführen wird sicher nicht einfach. Südafrika sieht sich gern als &#8220;rainbow nation&#8221; aller Bevölkerungsgruppen &#8211; diese Vision hat auf jeden Fall einen schlimmen Dämpfer erhalten, die schwere nationale Krise muss erst einmal bewältigt werden.</p></blockquote>
<p><strong>Mehr Infos zum Thema (auf englisch) finden sich bei der Times aus Südafrika. <a href="http://www.thetimes.co.za/specialreports/Xenophobia/Default.aspx?id=380077" target="_blank">Hier klicken.</a></strong></p>
<p>Es dankt, wie immer, tausendfach: Ich.</p>
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		<title>Co-Pilot Cyrus Sadri: “Der Co-Pilot fliegt jedes zweite Mal den Anflug.”</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 17:57:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[anflug]]></category>
		<category><![CDATA[böe]]></category>
		<category><![CDATA[co-pilot]]></category>
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		<category><![CDATA[pilotin]]></category>
		<category><![CDATA[wind]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburg letztes Wochenende. Ein Flugzeug landet. Davor  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hamburg letztes Wochenende.</strong> Ein Flugzeug landet. Davor hat das Flugzeug schon einmal versucht die Landebahn zu treffen, ist aber knapp gescheitert. Dann tauchte ein Video vom ersten Landeanflug auf und die &#8220;Beinahekatastrophe&#8221; diente N24 und N-TV am Montag als Programmfüller. <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video284096.html" target="_blank">(hier klicken um das Video zu sehen)</a></p>
<p><strong>Jetzt wird diskutiert, ob die schöne Pilotin wirklich hätte landen dürfen. </strong>Und noch vieles mehr.</p>
<p><strong>Cyrus Sadri ist selbst Co-Pilot und am gleichen Tag auch in Hamburg gelandet.</strong></p>
<p>Er klärt auf, wie oft so ein Co-Pilot (schön oder nicht schön) landen darf oder soll, ab wann wir Passagiere uns Sorgen machen müssen und wie hart so eine Pilotenausbildung eigentlich ist.</p>
<p align="center"><strong>deshalb heute: kleinefragen an Cyrus Sadri</strong></p>
<p align="center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/03/33d1ad49c63674.jpg" alt="33d1ad49c63674.jpg" /></p>
<p><strong>Sehr sehr sehr sehr spannend!</strong></p>
<p><strong>1. Wie oft bist du denn schon mit einem Flieger wieder durchgestartet kurz vor dem Aufsetzen? Und: Kommst du dabei aus der Ruhe oder gehört das zum Standardreportoire?</strong></p>
<blockquote><p>Bisher bin ich erst dreimal in meiner Verkehrsfliegerlaufbahn durchgestartet. Also etwa einmal pro Jahr. Im Simulator oder in der Ausbildung macht man es aber andauernd. <strong>Deshalb ist es eigentlich nicht schlimm und ein routinierter Vorgang, bei dem man allerdings feuchte Hände bekommt. </strong>Die Gründe waren bei mir aber bisher immer nur &#8220;runway blocked&#8221;. Es befand sich also noch ein anderes Flugzeug auf der Bahn.<br />
<strong>Etwas ganz anderes ist es, wenn man in Bodennähe oder sogar nach dem Aufsetzen durchstarten muss. Bei der Geschwindigkeit (je nach Gewicht 200-250 km/h) kann dann ziemlich viel Beton und Stahl im Weg stehen. Das ist dann nicht mehr lustig.</strong></p></blockquote>
<p><strong>2. Wie oft fliegt eigentlich der Co-Pilot den Landeanflug?</strong></p>
<blockquote><p><strong>Jedes zweite Mal. Das ist eine Standardregel.</strong> Manchmal sogar öfter. Wenn in einem Dienst eine ungerade Fluganzahl ist, dann läßt der Kapitän dem Co-Piloten in der Regel den Vortritt. Das wird immer vor dem Dienst im Briefing besprochen. Einzige Einschränkung: Bei starkem Nebel findet beim Airbus und anderen großen Verkehrsflugzeugen eine automatische Landung statt, die wird immer vom Kapitän durchgeführt.</p></blockquote>
<p><strong>3. Ab wann sollte ich mir denn als Passagier mir Sorgen machen?</strong></p>
<blockquote><p><strong>Eigentlich sollte man sich als Passagier nie Sorgen machen.</strong> Mitteleuropäische Cockpitbesatzungen sind allerbestens ausgebildet und regelmäßig trainiert. <strong>Als Passagier kann man sowieso überhaupt nichts machen, außer seinen Gurt fest anzuziehen und den Anweisungen der Besatzung zu folgen.</strong> Wir müssen alle sechs Monate für zwei Tage in den Simulator und jeweils vier Stunden lang ausschließlich Fehler und Ausfälle trainieren. Das ist anstrengend, gibt aber auch ein sicheres Gefühl. Als Passagier kann man in der Kabine die Lage nicht einschätzen. <strong>So können Turbulenzen zum Beispiel für den Passagier sehr unangenehm sein und Ängste erzeugen, ohne eine Gefahr für den Flug darzustellen.</strong> Hingegen einen Triebwerksausfall, der auf jeden Fall eine gefährliche Notsituation ist, bekommt der Passagier normalerweise garnicht mit.</p></blockquote>
<p><strong>4. Der Fall in Hamburg: War das jetzt was außergewöhnliches oder erscheint uns das nur als Video so wahnsinnig gefährlich? Schließlich hat sich bis das Video auftauchte kein Mensch dafür interessiert?</strong></p>
<blockquote><p><strong>Das schlimmste an dem Fall ist, dass es jetzt unheimlich viele selbsternannte Experten gibt, die alle eine Meinung haben. Besonders Augenzeugen und Passagiere wollen da ganz genau wissen, was passiert ist. Und das ist Schwachsinn!</strong> Die Ausbildung zum Piloten dauert zwei bis drei Jahre und erfordert ein sehr umfangreiches Theoriewissen und 200stündiges Flugtraining. Ich rede einem Chirurgen ja auch nicht rein, dass er den Schnitt besser so oder so machen soll.<br />
<strong>Da die Untersuchungen zu dem Fall noch lange nicht abgeschlossen sind, wäre es unseriös da jetzt zu spekulieren.</strong> Ich bin an dem Samstag selbst in Hamburg geflogen und muss sagen, dass es keine normale Wetterlage war. Der Anflug auf dem Video sah mir schon sehr problematisch aus. Ich glaube ich hätte früher den Anflug abgebrochen und die Landebahn 33 beantragt. Ich bin an dem Tag selbst ohne Probleme auf der 33 gelandet. Wir hatten aber in diesen Tagen immer soviel Sprit dabei, dass wir uns mehrere Anflüge hätten leisten können.</p></blockquote>
<p><strong>5. Welches Wetter muss denn überhaupt herrschen, damit Landen und Starten &#8211; oder gar Fliegen &#8211; nicht mehr möglich ist?</strong></p>
<blockquote><p>Heutige Verkehrsflugzeuge sind inzwischen so gut ausgestattet, dass Landungen selbst im dichten Nebel möglich sind. Der Seitenwind darf beim Airbus bis maximal 38 Knoten (ca. 70 km/h) kommen. <strong>Das sind alles schon extreme Wettersituationen in denen eine sichere Landung möglich ist.</strong><br />
Überhaupt nicht sicher ist eine Landung, wenn eine Gewitterzelle genau über dem Flugplatz steht. Dann würde man in eine Warteschleife einfliegen und das Gewitter abwarten. Die Gewitterzellen sind auf unserem Bordradar aber sehr gut auszumachen und ziehen innerhalb weniger Minuten ab. Man sitzt die Angelegenheit dann also aus und versucht es wenige Minuten später.</p></blockquote>
<p>es dankt wie immer tausendfach: ich.</p>
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		<item>
		<title>Nadine Lantzsch von Zoomer.de: “Wenn die Leser kleben bleiben, dann wollen sie die Meinung des Bloggers.”</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/kleinefragen/~3/yQ9PJxC2pIs/</link>
		<comments>http://www.kleinefragen.de/2008/02/29/nadine-lantzsch-von-zoomerde-wenn-die-leser-kleben-bleiben-dann-wollen-sie-die-meinung-des-bloggers/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 18:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Post unter diesem (siehe unten, bei Bedarf) schwelg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Post unter diesem (siehe unten, bei Bedarf) schwelge ich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen nach einem Sinn des Livebloggens von TV-Sendungen.</strong> Persönlich verstehe ich dieses Konzept überhaupt nicht und war umso überraschter, dass ein junges, modernes, sehr neues Newsportal, wie Zoomer.de gleich mal das Uri Geller Finale mitbloggte.</p>
<p><strong>Nadine Lantzsch</strong>, Volontärin bei Zoomer.de und Tagesspiegel.de (die gehören zusammen, dahinter steckt Holtzbrinck &#8211; wer mehr dazu lesen will, googlet), hat die Sendung auf zoomer.de wirklich unterhaltsam &#8211; und zeitgleich wenig begeistert &#8211; mitgeschrieben (<a href="http://www.zoomer.de/news/topthema/vincent-gewinnt/vincent-raven-gewinnt-finale/artikel/zoomer-de-bloggt-das-finale" target="_blank">das findet sich hier</a>).</p>
<p align="center">deshalb heute: kleinefragen an Nadine Lantzsch</p>
<p align="center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/02/nlantzsch.jpg" alt="nlantzsch.jpg" height="192" width="289" /></p>
<p><strong>1. Warum bloggt man eine TV Sendung mit, die jeder im Fernsehen anschauen kann? Ich verstehe es bei Sport-Events, Bundestagsdebatten. Aber TV Sendungen? Wieso trifft man sich nicht einfach in einem Chat?</strong></p>
<blockquote><p>Da ich auch privat blogge, ist für mich das Konzept des Livebloggens sehr schlüssig &#8211; Spaß. An allererster Stelle. Für den Blogger und den Leser. Dabei geht es nicht unbedingt darum, die Sendung nachzuerzählen, denn die kann ja jeder einschalten, wenn er mag, da geb ich dir Recht. Wenn die Leser kleben bleiben, dann wollen sie die Meinung des Bloggers. <strong>Sie wollen unterhalten werden, sie wollen lachen, sie wollen</strong><span id="more-73"></span> <strong>lesen &#8220;Ha, da findet jemand die Sendung im Fernsehen genauso dämlich/gut/whatever wie ich.</strong> Und das bringt er auch noch so rüber, dass ich mich teilweise besser unterhalten fühle, als nur die Sendung zu schauen.&#8221; <strong>Ein Fußballspiel ohne Kommentator wäre doch auch halb so spannend, oder?</strong> Zweiter Vorteil: Man steht mit dem Leser auf einer Stufe. <strong>Hierarchieverhalten haben wir im Journalismus schließlich oft genug.</strong> An geeigneten Stellen kann man das ruhig mal aufbrechen. Und da ist es meines Erachtens egal, was es für eine TV-Sendung ist. Stefan Niggemeier macht das u.a. beim Eurovision Song Contest. Die Sendung selbst würde ich mir niemals ansehen. Sein Blog dagegen schon. Und sogar überlegen, ob ich den Fernseher gar nicht erst einschalte <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p><strong>2. Wurdest du gezwungen Uri Geller zu bloggen? Du scheinst nichts von Sendung, Konzept und Inhalt zu halten?</strong></p>
<blockquote><p>Da muss ich echt lachen. <strong>Gezwungen wird bei uns niemand zu irgendetwas.</strong> Im Gegenteil, die Idee kam von uns Redakteuren selbst. Wir entschieden am Nachmittag das Thema zu bearbeiten. Klar war dann natürlich, dass ich die Sendung schaue und darüber schreibe. Nur &#8220;darüber schreiben&#8221; machen eben auch alle anderen. Warum nicht einfach mal die Sendung für die Leser greifbar und erfahrbar machen? Warum so tun, als würde man Uri Geller differenzierter betrachten als der User? Dass man vom Konzept dieser Sendung und den Akteuren nichts zu halten hat, darin sind sich Medienlandschaft und Zuschauer doch schon seit mehreren Wochen einig <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  <strong>Insofern machte es mir noch mehr Spaß, die Sendung fast drei Stunden lang durch den Kakao zu ziehen.</strong></p></blockquote>
<p><strong>3. Würdest du wieder ein TV-Event live bloggen? Wenn ja, welches hättest du denn gerne mal?</strong></p>
<blockquote><p>Neben dem ganzen Trash, über den man wunderbar bloggen kann, wäre ein Polit-Talk wie der von Anne Will oder &#8220;Hart aber fair&#8221; super. <strong>Nachrichtensendungen zu kommentieren stelle ich mir auch lustig vor.</strong> Oder Serien aller Genres.</p></blockquote>
<p><strong>4. Werdet Ihr das nächste Mal einfach einen Chat öffnen oder Euch in einer Kneipe gemeinsam zum Glotzen treffen oder hat sich die Notwendigkeit des Livebloggens gezeigt?</strong></p>
<blockquote><p>Eine Chatfunktion haben wir bei zoomer.de gar nicht. Die User sollen kommentieren. Das tun sie sogar meistens auf sehr hohem Niveau und das können wir wiederum honorieren, indem wir ihre Beiträge in unsere Texte integrieren. Das würde mit einem Chat leider nicht funktioneren. Außerdem würde uns Content abhanden gehen, der möglichweise für die User interessant ist, die die Sendung nicht sehen konnten. <strong>Fakt ist aber, dass wir mit dem Liveblog das Thema &#8220;TV-Kritik&#8221; einfach anders aufbereitet haben als der Medien-Mainstream.</strong></p>
<p>Livebloggen würde ich jetzt nicht als Notwendigkeit für zoomer.de erachten. Da, wo es sich anbietet und der Redakteur Spaß an der Sache hat, werden wir es aber gern wieder zum Bestandteil machen. Die User haben durchweg positiv und mit vielen Kommentaren auf das Bloggen reagiert.</p>
<p>Treffen mit den Usern und zusammen fernsehen ist natürlich eine witzige Idee. Dann direkt per Video-Livestream auf zoomer.de <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p><strong>Es dankt, wie immer, tausendfach: ich.</strong></p>
<p>Mir ist das Thema auch nach diesen Ansichten weiterhin suspekt. Aber das hat niemanden davon abzuhalten weiterzumachen. Danke.</p>
<p>.: <a href="http://zoomer.de" target="_blank">Zoomer.de</a><br />
.: <a href="http://medienelite.de/" target="_blank">Medienelite.de &#8211; Nadine&#8217;s Blog</a></p>
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		<item>
		<title>Steffen Wurzel (ARD, Washington): “Den Amerikanern ist es nicht Schnuppe, wer ins Weiße Haus einzieht!”</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 19:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Washington]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt definitiv Jobs auf der Welt, die man - ganz sub [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt definitiv Jobs auf der Welt, die man &#8211; ganz subjekt &#8211; zu den coolsten der Welt zählt. </strong>Präsident der USA, Chef von Apple, Head of irgendwas bei Google, Schokoladentester, Testfahrer bei Mercedes. Man findet auf den ersten Blick keine Nachteile.</p>
<p><strong>Für viele Journalisten ist einer dieser Traumjobs sicherlich Korrespondent in Washington zu sein.</strong> Direkt am Puls des mächtigsten Landes der Welt. In die Heimat erzählen, was in Amerika gerade wichtig ist. Denn irgendwie betrifft uns das alle mehr oder weniger.</p>
<p>SWR-Volo (<em>Volontariat = journalistische Ausbildung</em>) Steffen Wurzel war die letzten Wochen in Washington und hat für die <a href="http://www.ard.de/radio/alle-wellen/-/id=135130/14o6sfo/index.html" target="_blank">ARD Wellen</a> unter anderem von den Vorwahlen berichtet.</p>
<p align="center"><strong>deshalb heute heute: kleinefragen an Steffen Wurzel</strong></p>
<p align="center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/02/foto-86.jpg" alt="Steffen Wurzel mit Obama-Wahlplakat" height="212" width="284" /><br />
<em>Steffen Wurzel mit einem Wahlplakat &#8211; repräsentativ für alle Kandidaten.</em></p>
<p align="right">Einige Antworten kann ich leider nicht drucken &#8211; &#8220;Betriebsgeheimnis&#8221; der ARD</p>
<p align="left"><strong>1. Du hast die letzten Wochen als Hörfunkkorrespondent für die ARD in Washington gearbeitet. Was waren denn deine Aufgabenbereiche? Und welche Themengebiete hast du abgegebildet?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Zunächst muss ich erklären, dass die vergangenen Wochen im Rahmen meines SWR-Volontariats in den USA verbracht habe. Bedeutet: Ich war kein &#8216;richtiger&#8217; Korrespondent &#8211; sondern nur auf Zeit in Washington DC. Vom Zeitpunkt meines Aufenthaltes hatte ich großes Glück: Die Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl im November dominieren das mediale Tagesgeschehen und so war es für keine Sekunden langweilig. <strong>Die meisten meiner Hörfunkbeiträge drehten sich dementsprechend auch um die Vorwahlen bzw. <a href="http://www.einslive.de/magazin/service/2008/kandidatencheck.jsp" target="_blank">die Kandidaten</a>. Das reichte von einer Reportage über den Barack Obama-Personenkult unter Jungwählern bis zu einem Porträt über einen 17-jährigen Anhänger des konservativen Republikaner-Kandidaten Mike Huckabee.</strong> Da es aber auch ein Leben abseits von Politik und Wahlen gibt, habe ich mich unter anderem auch mit <strong>Rappern auf Dopingmitteln</strong>, <strong>dem zehnjährigen Jahrestag des Lewinskyskandals und dem beliebtesten Touristenziel Philadelphias beschäftigt</strong>. Das sind übrigens die &#8216;Rocky Steps&#8217; &#8211; die Treppen aus der berühmten Szene im Film &#8216;Rocky&#8217;. Wer hätte das gedacht.</p>
</blockquote>
<p align="left"><strong>2. In den USA sind zur Zeit Vorwahlen. Wie sehr spürt man eine Art von Spannung bei den Menschen? Reden sie in den Café und Bars darüber? Oder ist es den Amerikanern vielleicht Schnuppe wer da ins Weiße Haus einwandert</strong>?</p>
<blockquote>
<p align="left">Eine Einschränkungen vor der Beantwortung der Frage: Meine Beobachtungen beschränken sich so gut wie nur auf die Hauptstadt Washington DC, eine sehr politische Stadt, somit nicht prototypisch für die gesamten Vereinigten Staaten. In der Tat habe ich eine Spannung bei den Menschen gefühlt, eine sehr positive Spannung.</p>
<p align="left"><strong>Die Vorwahlen werden nicht nur als politische Entscheidung hin zu zwei Präsidentschaftskandidaten wahrgenommen, sondern erscheinen fast ein bisschen wie ein großer sportlicher Wettkampf.</strong> Mit allen kleinen und großen Details. Jede Unterstützungsbekundung eines Prominenten für einen der Kandidaten, ein so genanntes &#8216;Endorsement&#8217;, wird medial mit großem Trara verkündet und im entsprechenden Lager gefeiert.</p>
<p align="left">Das war eine ganz neue Erfahrung für mich. Robert De Niro, der unter tosendem Applaus tausender Zuhörer verkündet, dass er Barack Obama anfeuert, oder <strong>Action-Legende Chuck Norris, der unter dem Motto &#8216;Chuck for Huck&#8217; den republikanischen Kandidaten Mike Huckabee unterstützt</strong> &#8211; das hat schon was.</p>
<p align="left">Aber was mich jenseits aller medialer und PR-Kniffe noch mehr beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass  alle Amerikaner, die ich kennen gelernt habe, unglaublich viel über &#8216;ihren&#8217; Kandidaten wissen. Also über die jeweilige Biografie, den politischen Werdegang und natürlich vor allem: Über die Wahlprogramme.<strong> In Deutschland habe ich das jedenfalls noch nie erlebt, dass Menschen &#8211; die nicht gerade politisch aktiv sind &#8211; so detailreich über so gut wie jedes Detail des politischen Programms ihres Lieblingspolitikers (soweit es das bei uns überhaupt gibt) bescheid wissen.</strong> Auch hier muss ich aber noch einmal betonen: Die Menschen, denen ich in DC begegnet sind, waren natürlich zum großen Teil politisch besonders interessiert. Aber eben nicht nur &#8230;</p>
<p align="left">Um noch rasch die zweite und dritte Frage zu beantworten: <strong>Ja, man redet darüber. Überall. Beim Frühstück, bei der Arbeit, beim familiären Abendessen und auch sonst.</strong> Und zwar auffällig differenziert. Und: Nein! Natürlich ist es den Amerikanern nicht Schnuppe, wer ins Weiße Haus einzieht!</p>
</blockquote>
<p align="left"><strong>3. Wie sehen die Leute die demokratischen Kandidaten? Gibt es viel Skepsis, dass zum einen &#8220;die erste Frau&#8221; und zum anderen &#8220;der erste Schwarze&#8221; zur Wahl stehen?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left"><strong>Meiner Beobachtung nach steht die Frage nach Frau oder Afroamerikaner nicht im Vordergrund.</strong> Natürlich wird darauf geachtet: Wie viele Frauen unterstützen Hillary Clinton und wie viele Afroamerikaner wählen Obama. Aber die Tatsache, dass weder Barack Obama noch Hillary Clinton ihre &#8216;Besonderheit&#8217; in ihren Wahlkämpfen außen vor lassen,  zeigt, dass man damit keine Wahl gewinnt. Und vermutlich auch nicht entscheidet.</p>
</blockquote>
<p align="left"><strong>4. Deutsche Bundeskanzlerkandidaten/innen hadern um ein TV Duell und geben Kommentare zu allen möglichen Themen in Tagesschau und heute Journal. Amerikanische Präsidentschafstkandidaten spielen in Gags bei Comedy-Shows mit und wandern durch alle Talk-Shows. Gelingt es den Kandidaten darüber ihre lustige, sympathische Seite zu zeigen oder wird das eher kritisch gesehen &#8211; frei nach dem Motto: Dessen Job wird so ernst, der sollte eigentlich keine Zeit für solche Späße haben?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Tatsächlich sind die Kandidaten bemüht, möglichst nah an den Normalo-US-Bürger heran zu kommen. Und das geht am Besten: übers Fernsehen. <strong>Hillary Clinton setzt sich zum Beispiel in die beliebte Talkshow von Ex-Topmodel Tyra Banks und lässt sich geduldig auf quotenbringende Fragen wie etwa &#8220;Wie war denn das damals während des Lewinsky-Skandals?&#8221; ein.</strong></p>
<p align="left">Mein Favorit aber: Der demokratische Kandidat John Edwards, berühmt für seine stets akkurat geformte Frisur, ist bei Talkshow Legende <strong>David Letterman</strong> zu Gast. Eben dieser <strong>überrascht Edwards mit dem Geständnis: &#8216;John, wissen Sie was? Ich würde Ihnen gerne mal durchs Haar struwweln!&#8217; Gesagt, getan.</strong> Lacher bei Edwards und Letterman, Lacher im Publikum und Lacher bei den Fernsehzuschauern garantiert. <strong>Das macht Laune.</strong> Aber trotzdem schaffen es die Kandidaten natürlich immer wieder, ihre Wahlprogramme in jeder noch so heiteren Fernsehshow unter zu bringen.</p>
</blockquote>
<p align="left">Es dankt wie immer ausführlichst: ich.</p>
<p align="left">Und wir freuen uns auf eine spannende Vorwahl und, im November natürlich, Wahl in den USA.</p>
<p align="left"><strong>Links:</strong></p>
<p align="left">.: <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/us-wahl/index.html" target="_blank">Tagesschau-Special zu den US-Wahlen</a><br />
.: <a href="http://www.einslive.de/magazin/service/2008/kandidatencheck.jsp" target="_blank">Kandidaten-Portraits bei 1Live von Steffen Wurzel</a></p>
<blockquote></blockquote>
<div class="feedflare">
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		<item>
		<title>Michael Osl von Zweinull.cc: “Diese große Anzahl an hinterlegten Profilen ist letztendlich auch das einzig wirkliche ‘Killer-Feature’ von studiVZ.”</title>
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		<comments>http://www.kleinefragen.de/2008/02/14/michael-osl-von-zweinullcc-diese-grose-anzahl-an-hinterlegten-profilen-ist-letztendlich-auch-das-einzig-wirkliche-killer-feature-von-studivz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 17:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[MySpace]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Angeblich laufen StudiVZ die Leute weg, MySpace hat sic [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Angeblich laufen StudiVZ die Leute weg</strong>, MySpace hat sich in Deutschland nie so durchsetzen können und mit Facebook steht das nächste große Social Network in den Startlöchern um Deutschland zu erobern. Und, Hilfe, ich bin auch noch überall angemeldet.</p>
<p><strong>Frag&#8217; ich mich: Wer wird sich durchsetzen? </strong>Zwei sehr pfiffige (ja, dieses Wort in diesem Zusammenhang bringt ein bisschen Nostalgie in dieses neumodische Zeugs) junge Leute beobachten in ihrem Blog &#8220;<a href="http://www.zweinull.cc/" target="_blank">Zweinull.cc</a>&#8221; sehr ausführlich die sozialen Netzwerke.</p>
<p>Einen davon habe ich ein paar Fragen zum StudiVZ, Facebook und soziale Netzwerke geschickt.</p>
<p align="center"><strong>heute: kleinefragen an Michael Osl</strong></p>
<p><span class="q"><strong>1. Wie schätzt du es ein: Wird sich StudiVZ auf Dauer gegen Facebook halten können?</strong><br />
</span></p>
<blockquote><p>Das ist schwer zu sagen.<strong> StudiVZ wird meiner Meinung nach auch in nächster Zeit ihren Kernmarkt der Schüler und Studenten im deutschsprachigem Raum dominieren.</strong> Langfristig gesehen stellt aber die fehlende Internationalität in meinen Augen das größte Problem dar: Will man sich zum Beispiel nach einem Auslandsaufenthalt mit Freunden und Bekannten aus anderen Ländern vernetzen, so führt heute fast kein Weg mehr an Facebook vorbei. <strong>So halte ich es für möglich, dass auch hierzulande immer mehr User erst einen Zweitaccount bei Facebook anlegen</strong> und früher oder später dann ganz wechseln, wenn sie sich erst an die technisch wesentlich vielfältigeren Möglichkeiten dort gewöhnt haben und diese nicht mehr missen möchten. Ich denke auch in der Facebook-Zentrale wird man erst mal abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. <strong>Sollte sich der Erfolg nicht von selber einstellen, dann halte ich auch eine Übernahme von studiVZ nicht für völlig ausgeschlossen.</strong><span class="q"></span><br />
<span class="q"></span></p></blockquote>
<p><span class="q">  <strong>2. Was hat StudiVZ richtig gemacht &#8211; warum funktioniert es so gut?</strong><br />
</span></p>
<blockquote><p><strong>StudiVZ hat es verstanden, zur richtigen Zeit mit der richtigen Strategie für (mediales) Interesse zu sorgen, wenn auch manchmal mit zumindest fragwürdigen Mitteln.</strong> So wurde innerhalb kurzer Zeit die notwendige kritische Masse an Usern erreicht, die einen sich selbst verstärkenden Sog verursachte, der von ganz alleine für Wachstum sorgte. <strong>Diese große Anzahl an hinterlegten Profilen ist letztendlich auch das einzig wirkliche &#8220;Killer-Feature&#8221; von studiVZ.</strong><span class="q"></span><br />
<span class="q"></span></p></blockquote>
<p><span class="q"> <strong>3. Wieso verliert MySpace so arg an Bedeutung?</strong><br />
</span></p>
<blockquote><p>Ich denke nicht, dass MySpace an Bedeutung verliert. Auch wenn das mediale Interesse etwas nachgelassen hat, so kann man zum Beispiel am Alexa-Graph erkennen, dass die Seite ein bis heute anhaltendes, konstantes Wachstum hinlegt. <strong>Als Plattform für Musiker und Kreative wird sich MySpace meines Erachtens nach auch weiterhin neben Facebook behaupten können. </strong></p></blockquote>
<p><span class="q"> <strong>4. Haben neue Communitys überhaupt noch eine Chance sich gegen diese Bollwerke durchzusetzen?</strong><br />
</span></p>
<blockquote><p><strong>Für Communitys, die sich in Nischen platzieren oder nur in einer bestimmten Region tätig sind, wird es immer die Möglichkeit geben, in ihrem Segment erfolgreich zu sein</strong>. Für ein allgemeines Standard-Social-Network hingegen, welches ohne innovative Funktionen daherkommt, dürfte es allerdings extrem schwer sein, sich auf dem mehr als gesättigten Markt der Social Networks heute noch zu behaupten.</p></blockquote>
<p><span class="q"><strong>5. Wie siehst du die Rolle der heutigen Web 2.0 Angebote in fünf Jahren?</strong><br />
</span></p>
<blockquote><p>Von der heutigen Fülle an Web 2.0-Angeboten werden nur noch die größten und erfolgreichsten ihrer Art übrig sein.<strong> Alle anderen werden bis dahin entweder aufgegeben haben oder von Konkurrenten übernommen worden sein.</strong> Allerdings sind für ein sich so rasant veränderndes Medium wie dem Internet fünf Jahre in meinen Augen ein zu langer Zeitraum, um vernünftige Prognosen abgeben zu können. <strong>Zum Glück bleibt deshalb alles so wie es war: Irrsinnig spannend <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </strong></p></blockquote>
<p>Für die Antworten dankt wie immer ausführlichst: ich.</p>
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		<item>
		<title>Fotograf Marco Maas: “Ich glaube, dass die Künstler in der Regel überhaupt nichts von den Regelungen wissen.”</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/kleinefragen/~3/nMPdgNKGit0/</link>
		<comments>http://www.kleinefragen.de/2008/02/12/fotograf-marco-maas-ich-glaube-dass-die-kunstler-in-der-regel-uberhaupt-nichts-von-den-regelungen-wissen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 21:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>

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		<description><![CDATA[Fotografieren ist eine wunderbare Sache. Ich kann das n [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fotografieren ist eine wunderbare Sache.</strong> Ich kann das nicht, was mich nicht davon abhält einige Bilder im Großformat zu entwickeln und mir in die Bude zu hängen.</p>
<p><strong>Profi-Fotografen gelingen da schon beeindruckendere Aufnahmen.</strong> Viele davon zu bestaunen bei Flickr. Arbeitsbedingt darf ich ab und an einen Fotografen auf diverse Konzerte im Norden schicken, damit Top-Bilder eingefangen werden.</p>
<p><strong>Einer davon ist Marco Maas, dessen Konzertfotos vor einigen Wochen sogar im NDR ausgestellt wurden. </strong>Und weil (mal wieder) über <strong>die anstrengenden Verträge der Musikindustrie für Konzertfotografen</strong> diskutiert wurde (zuletzt im NDR Magazin &#8220;ZAPP&#8221;, <a href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4555230,00.html" target="_blank">hier nachzulesen</a>), bestellte ich ein paar Antworten bei Marco.</p>
<p align="center"><strong>deshalb heute: kleinefragen an Marco Maas</strong></p>
<p align="center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/02/mm1.jpg" alt="Marco Maas © Marco Maas" height="187" width="281" /></p>
<p align="left">Dabei gibt er zu, dass er &#8220;ziemlich nerdig&#8221; ist und ein Berichtsboykott nur in den seltensten Fällen lohnt. Außerdem erfahren wir worauf wir an Bushaltestellen mal achten können.</p>
<p align="left">Zwischen den Antworten findet Ihr sechs Aufnahmen von Marco, die er selber auswählen sollte &#8211; Bilder, die er &#8220;für unterschätzt hält&#8221;. <strong>Bitte klickt drauf &#8211; in groß wirken sie super schön!</strong></p>
<p align="left"><strong>1. Das Medienmagazin ZAPP (NDR) hat vor kurzem über die schweren Arbeitsbedingungen für Fotografen bei Konzerten berichtet </strong><a href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4555230,00.html" target="_blank">(Infos noch einmal hier nachzulesen)</a><strong>. Welche Knebelverträge musstest du schon unterzeichnen?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Der Beitrag handelt von den Hamburger Foto-Kollegen, alle dort angesprochenen Konzerte habe ich auch mitgemacht &#8211; <strong>wenn sich die Bedingungen im akzeptablen Rahmen bewegen, habe ich kein Problem mit dem Unterzeichnen</strong>, üblich und akzeptabel ist beispielsweise, dass die Bilder nur für die redaktionelle Berichterstattung und für ein Medium gemacht werden, <strong>grenzwertig waren beispielsweise die Stones, die sich vertraglich zusichern ließen, dass alle Negative (stand da wirklich so) nach drei Monaten vernichtet werden müssen.</strong></p>
<p align="left">Unter rechtlichen Aspekten ist der Vertragsschluss meiner Meinung nach übrigens recht fragwürdig,<strong> in der Regel sieht man den (englischen) Vertrag erst direkt vor dem Konzert</strong> und bekommt kein Exemplar &#8211; <strong>eine vielleicht lesenswerte Ausnahme, über die ich mal gebloggt habe, war Robbie Williams</strong><em> (<a href="http://www.themaastrix.net/?p=522" target="_blank">Infos dazu hier in Marco&#8217;s Blog</a>, <a href="http://www.themaastrix.net/?p=531" target="_blank">und dazu die Einschätzung eines Medienrechtlers</a>; evtl. auch noch interessant: Die <a href="http://www.themaastrix.net/?p=530" target="_blank">&#8220;erkennungsdienstliche&#8221; Erfassung der Fotografen</a>)</em></p>
<p align="left"><strong>Schlimmer noch</strong> als die Vertragsgeschichte <strong>finde ich mitunter die</strong> (auch im Beitrag angesprochenen) <strong>Rahmenbedingungen, unter denen die Bilder teilweise entstehen müssen</strong>. Die massivste Behinderung ist dabei die Entfernung zu den Künstlern: Für Foto-Laien sind hier einmal die Bilder des angesprochenen Take That Konzerts in der Hamburger Colina mit Größenverhältnis zu sehen <em>(<a href="http://www.themaastrix.net/?p=800" target="_blank">Vergleichsbilder in Marco&#8217;s Blog</a>).</em></p>
<p align="left"><strong>Um Emotionen zu vermitteln &#8211; und darum geht es bei der Konzertfotografie &#8211; ist das Arbeiten im Foto- bzw. Sicherheitsgraben notwendig.</strong> Ich kann verstehen, wenn aus Sicherheitsaspekten der Graben nach drei Songs geräumt werden soll, aber das o. g. Fernrohr-Knipsen ist meiner Ansicht nach ausschließlich Gängelei bzw. der Versuch, eine absolute Kontrolle über die Bilder zu erlangen.</p>
<p align="left">Die absurdeste Fotozeit-Begrenzung habe ich übrigens <strong>bei P. Diddy und Snoop Dogg</strong><br />
<em>(<a href="http://www.themaastrix.net/?p=680" target="_blank">der Bericht ist hier nachzulesen</a>)</em> erleben dürfen, dort <strong>durfte bei den ersten drei Stücken fotografiert werden, allerdings jeweils nur für 30 Sekunden</strong>. Um das durchzusetzen, stand hinter jedem Fotografen ein Security-Mensch und klopfte den Fotografen in dem ohnehin schon engen Graben auf die Schulter, wenn die Betreuerin vom Veranstalter mit ihrer Stop-Uhr 30 Sekunden anzeigte (sie kam sich dabei auch recht doof vor, wie sie mir im Anschluss sagte). Da jeder Song in den nächsten überging, waren Anfang und Ende sowieso nicht eindeutig zu bestimmen &#8211; eine Farce.</p>
<p>Eine letzte interessante Randbemerkung zu diesem Themenkomplex: <strong>Bei großen Shows ist übrigens fast immer zu beobachten, dass die Qualität der Beleuchtung nach den ersten drei Songs rapide ansteigt</strong>, auch hier versuchen die Vermarkter, die &#8220;guten&#8221; Lichtsituationen für die eigene PR-Maschinerie aufzubewahren &#8211; beim nächsten Konzertbesuch mal drauf achten.</p></blockquote>
<p align="center"> <a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/326593286/" target="_blank" title="Morrisey von qnibert00 bei Flickr"><img src="http://farm1.static.flickr.com/139/326593286_88ce239979.jpg" alt="Morrisey" height="414" width="277" /></a></p>
<blockquote></blockquote>
<p align="left"><strong>2. Macht da nicht ein simpler Berichtsboykott Sinn?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Das ist leider nicht immer möglich &#8211; wann immer ich im Vorfeld von Knebelverträgen oder entfernten Foto-Positionen höre, sage ich das meinen Ansprechpartnern bei den Kunden, für die ich tätig bin (hauptsächlich NDR 2 und N-JOY) und setze mich für ein Boykott ein. <strong>Das geht leider nicht immer, beim oben genannten Robbie-Williams-Konzert machen zwei Radiosender mehrere Tage Programm rund um das Konzert, und verständlicherweise wollen die nach dem Konzert auch Bilder präsentieren.</strong> Ich versuche dann unter den erschwerten Bedingungen mein Bestes, nutze aber beispielsweise dann meine Seite, um auf die Entstehungs-Umstände und Missstände hinzuweisen &#8211; viel mehr Möglichkeiten sehe ich nicht.</p>
<p><strong>Problematisch ist außerdem, dass zwischen Presse und Künstler etliche Instanzen zwischengeschaltet sind</strong> (typische Kette bei großen Konzerten: Ausführender lokaler Veranstalter, nationale Agentur, Pressefirma des Managements, Management, Künstler) und ich als &#8220;normaler&#8221; Fotograf mit meinem Protest nur bis zum lokalen Veranstalter vordringe. In Ausnahmefällen kenne ich über NDR- oder sonstige Kontakte noch Vertreter der nationalen Agentur. <strong>An das Künstler-Management ist in der kurzen Zeit vor dem Auftritt nicht heranzukommen.</strong></p>
<p><strong>Falls lange vor einem Konzert die schlechten Bedingungen bekannt sind, organisiert sich die Konzertfotografen-Gilde mitunter auch zum Protest</strong>, und manchmal bringt es was, in den seltensten Fällen machen aber alle mit. Positiv-Beispiel wäre hier das letzte Coldplay-Konzert, alle Agenturen und die meisten freien Fotografen haben im Vorfeld ein Boykott angekündigt, daraufhin wurden die nicht akzeptablen Foto-Bedingungen aufgeweicht &#8211; das ist aber leider die Ausnahme <em>(<a href="http://www.themaastrix.net/?p=248" target="_blank">die Geschichte findet sich hier in Marcos Blog</a>).</em></p>
<p>Bei Nicht-Superstar-Konzerten mit unakzeptablen Bedinungen klappt ein Boykott nach Absprache mit den Kunden mitunter doch -<strong> Tori Amos wäre so ein Beispiel, die wollte sich ausschließlich während des Soundchecks ablichten lassen</strong>, diese Pressefreiheitsbeschränkung konnte ich glücklicherweise verzichten <a href="http://www.themaastrix.net/?p=253" target="_blank"><em>(Geschichte zum Nachlesen hier)</em></a>.</p>
<p><strong>Ein anderer Fall war Amy Winehouse, die hat nur einen einzigen Fotografen zugelassen</strong>, der seine Bilder dann allen Medien zur Verfügung gestellt hat, nachdem das Management einzelne Motive freigegeben hat. N-JOY hat in dem Fall dann auf die komplette Nachberichterstattung verzichtet.</p>
<p>Meine Praxis in solchen Fällen ist, dass ich einen Boykott mit dem Kunden abstimme, dann an den Veranstalter in Kopie an Medienpartner schreibe und den Boykott entsprechend begründe. Mit der stillen Hoffnung, dass der das dann weiterleitet&#8230; die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.</p></blockquote>
<p title="waltraut.jpg von qnibert00 bei Flickr" align="center&gt;&lt;a mce_thref=">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/318577569/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/125/318577569_14c9a277ab.jpg" alt="waltraut.jpg" height="223" width="297" /></a></p>
<p align="left"><strong>3. Nach deiner Meinung: Warum machen das die Künstler? Haben sie so schlechte Erfahrungen mit Fotos bei Konzerten gemacht?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left">Die Frage habe ich oben schon zum Teil beantwortet.<strong> Ich glaube, dass die Künstler in der Regel überhaupt nichts von den Regelungen wissen.</strong> Wann immer ich in der Vergangenheit direkt mit den Stars zu tun hatte, haben die sich meist als deutlich umgänglicher erwiesen, als im Vorwege angekündigt.<strong> Ich denke eher, dass hier die Marketing-Abteilung beabsichtigt, ihr &#8220;Produkt&#8221; in den großen Medien einheitlich und kontrollierbar zu präsentieren</strong>, gleichzeitig die besseren Bilder für die Eigenverwertung in Form von Kalendern etc. behalten möchte.</p>
<p align="left"><strong>Als Superstar sind schließlich auch mittelprächtige Aufnahmen gut genug, um mediale Aufmerksamkeit zu erlangen.</strong> Das häufig gebrachte Argument, dass Künstler nicht verschwitzt abgelichtet werden wollen, halte ich für fadenscheinig. Erstens wirken solche Bilder emotionaler und authentischer, und bei einer guten Performance ist beispielsweise ein einem guten Rockkonzert das Shirt bereits nach dem zweiten Song durchgeschwitzt.</p>
</blockquote>
<p align="center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/279752494/" target="_blank" title="Richard Ashcroft von qnibert00 bei Flickr"><img src="http://farm1.static.flickr.com/85/279752494_a94c638120.jpg" alt="Richard Ashcroft" height="197" width="294" /></a></p>
<p align="left"><strong>4. Was mich interessiert: Jeder Berufstätige sieht das Produkt der anderen ja unter ganz eigenwilligen Kritikpunkten. Beispiel: Ich saß mit einem Grafiker vor dem Fernseher als die Tagesschau mit dem neuen Design online ging. Er fing sofort an, wie blöd das doch aussieht mit dem eingerückten Text, den drei unterschiedlichen Schriftarten etc. Dinge, die der normale Betrachter gar nicht sieht, die ihm gar nicht auffallen. Kannst du Fotos noch als Foto wahrnehmen oder sezierst du die Bilder auch nach Belichtung, Farbenspiel und Komposition?</strong></p>
<blockquote>
<p align="left"><strong>Das ist bei mir leider wirklich so, geht sogar noch eine Stufe weiter</strong>: Wenn ich auf einem Konzert nur als Zuschauer bin, beurteile ich die Performance auch zu einem Großteil nach der Lichtshow (sind alle Künstler gut ausgeleuchtet, gibt es zu starke Nasen- oder Kinnschatten, wo sind Lichtlöcher, stimmt der Lichtrythmus mit der Musik, passen die Farben), Fehler dabei ärgern mich kollosal&#8230;</p>
<p align="left">Zweite Sache, die ich grundsätzlich mache: <strong>Ich sehe mir an Bushaltestellen, in der Bahn oder am Kiosk immer sehr gern die großen Werbemotive an</strong>, speziell die Augen der abgelichteten Damen, denn <strong>bei denen kann man meist eine Spiegelung der Blitzanlage sehen</strong>, mitunter den Fotografen (das ist mir erstmalig vor elf Jahren bei <a href="http://www.amazon.de/Torn-Intl-4-Track-Natalie-Imbruglia/dp/B000009GNH/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1202825297&amp;sr=8-1" target="_blank">dieser Single</a> aufgefallen, und seitdem analysiere ich den Lichtaufbau auch speziell bei Promo-Fotos von Bands. <strong>Schon recht nerdig, oder?</strong></p>
<p align="left">Außerdem &#8211; aber das macht glaube ich jeder ambitionierte Hobby-Fotograf &#8211; schule ich mein Auge, indem ich bei Bildern Blende und Belichtungszeit abschätze, das ggf. nachstelle und meine Ergebnisse überprüfe, auch bei der täglichen nicht-fotobezogenen Arbeit überlege, welchen Effekt ich mit welcher Blenden-/Zeit-Kombination ich erreichen kann.</p>
</blockquote>
<p title="Herbertstraße St. Pauli von qnibert00 bei Flickr" align="center&gt;&lt;a mce_thref=">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/291044431/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/103/291044431_2841ca2833.jpg" alt="Herbertstraße St. Pauli" height="207" width="307" /></a></p>
<p align="left"><strong>5. Nach stundenlangem Schuften, schauen sich viele deine Bilder im Netz an, klicken sich innerhalb weniger Sekunden durch eine großen Menge Arbeit. Was wird denn deiner Meinung nach am meisten am Job eines Fotografen unterschätzt?</strong></p>
<blockquote><p>Allgemein und platt formuliert ist es natürlich die Knipserei &#8211; <strong>jeder hat heutzutage eine Kamera mit Automatik-Funktion, die für die meisten Lichtsituationen akzeptable Ergebnisse erzielt.</strong> Mit dem entsprechenden technischen und theoretischem Hintergrundwissen kann ein Fotograf aus akzeptablen Aufnahmen herausragende machen &#8211; und das &#8220;manuelle&#8221; Fotografieren ist denke ich mal gemeinhin unterschätzt.</p>
<p>Für die Konzertfotografie im Speziellen ist sicherlich eine unterschätzte Fähigkeit die Flexibilität, auf das Vorhandene zu reagieren und<strong> innerhalb von wenigen Minuten innerhalb weniger Bilder die Emotionalität von 2 Stunden in vielleicht 20 Bildern zu fangen</strong>, die am Anfang des Konzerts entstehen und mit dem Rest in der Regel nichts mehr zu tun haben.<strong> Der Konzertfotograf muss wissen, mit welcher Erwartungshaltung die Zuschauer oder Konsumenten später die Bilder sehen wollen </strong>- intim, heroisch, unschuldig, abschreckend &#8211; und seine Bildgestaltung entsprechend einsetzen.</p>
<p>Weitere unterschätzte oder nicht bedachte Fähigkeiten bei anderen Sparten der Fotografie:</p>
<p>Für Reportagen: Unauffällig sein, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, Situationen vor dem Geschehen erspüren</p>
<p>Für Promo- und Modeshootings: Regisseur zu sein, Sympathie auf Knopfdruck erzeugen können</p></blockquote>
<p title="sammia_.jpg von qnibert00 bei Flickr" align="center&gt;&lt;a mce_thref=">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/465932040/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/187/465932040_13dbdc3209.jpg" alt="sammia_.jpg" height="195" width="327" /></a></p>
<p><strong>Es dankt, für die sehr ausführlichen Antworten, für die sehr ausführlichen Bilder und die vielen schönen Fotos überhaupt: ich.</strong></p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<p>.: <a href="http://themaastrix.net" target="_blank">Marco Maas&#8217; Blog &#8220;The Maastrix&#8221;</a></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/qnibert/87139802/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/43/87139802_fbe4587d31.jpg" height="203" width="302" /></a></p>
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		<item>
		<title>Michael Reufsteck: “Die Kurzatmigkeit der Senderchefs ist der Teil des Problems, der sich am längsten hält”</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/kleinefragen/~3/XXxKD3fvbNw/</link>
		<comments>http://www.kleinefragen.de/2008/02/08/michael-reufsteck-die-kurzatmigkeit-der-senderchefs-ist-der-teil-des-problems-der-sich-am-langsten-halt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 12:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehlexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Niggemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Reufsteck]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Reufsteck hat zusammen mit Stefan Niggemeier da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Michael Reufsteck hat zusammen mit Stefan Niggemeier das Fernsehlexikon erfunden. </strong>Auf der dazugehörigen Internetseite weist er auf sehenswertes im Fernsehen hin.</p>
<p><strong>Und weil zur Zeit viele darüber reden, wie tief doch das deutsche Fernsehen in der Krise steckt, fragte ich ihn einfach mal warum das eigentlich so ist.</strong></p>
<p align="center">deshalb heute: kleinefragen an Michael Reufsteck.</p>
<p align="center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/02/reufsteck.jpg" alt="reufsteck.jpg" width="277" height="416" /></p>
<p>Außerdem erzählt Michael warum er lieber im Radio bei SWR3 moderiert als im Fernsehen vor der Kamera zu stehen und <strong>warum Pay-TV in Deutschland keine Erfolge feiert.</strong></p>
<p align="right"><em>Und: Er lässt mich mit Recht auflaufen, weil ich eine Frage wirklich blöd formuliert habe! Danke, Michael <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </em></p>
<p><strong>1. Was ist das Problem der deutschen Serie? Sind es wirklich nur die bösen Senderchefs, die nicht den langen Atmen haben oder stimmt die Qualität einfach nicht?</strong></p>
<blockquote><p>Die Kurzatmigkeit der Senderchefs ist der Teil des Problems, der sich am hartnäckigsten hält. Die Produktions- und inhaltliche Qualität, die sich nie mit den amerikanischen Standards messen konnte, ist zwar längst noch nicht auf US-Niveau angekommen, hat sich aber deutlich verbessert. Bis sich das allerdings herumspricht, könnte es einige Zeit dauern, und diese Zeit geben die Privatsender den meisten Serien nicht mehr, sondern setzen sie nach wenigen erfolglosen Episoden ab. Das ist deshalb so interessant, weil es viele Beispiele von Sendungen gibt, die auch in Deutschland mit mäßigem Erfolg starteten, sich aber nach und nach zum Erfolg entwickelten: „Ally McBeal“, „CSI“, „King Of Queens“, „Grey’s<br />
Anatomy“, „Das perfekte Dinner“, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, „Alles<br />
was zählt“&#8230;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Andererseits möchten die Zuschauer vielleicht gar keine Angleichung an US-Standards.</strong> Es kann sein, dass Menschen, die gern US-Serien mögen, eben gleich US-Serien schauen, und keine deutschen; dass gleichzeitig die Fans der urdeutschen Serie vernachlässigt wurden, indem man ihnen amerikanisch anmutende Kost vorsetzte, und sie sich deshalb ebenfalls von der deutschen Serie verabschiedet haben. Der enorme Erfolg des vom ZDF wiederbelebten <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,7150356,00.html" target="_blank">„Bergdoktors“</a>, der in Österreich spielt, aber deutscher kaum sein könnte, deutet darauf hin.</p></blockquote>
<p><strong>2. Welche lohnenswerten Produktionen aus Deutschland gibt es denn zur<br />
Zeit in Serie?</strong></p>
<blockquote><p>Da muss man eine Weile überlegen, was noch übrig ist. <strong>„Die Anwälte“ und „Herzog“, beides tolle Anwaltsserien</strong>, hat RTL nach einer bzw. drei Folgen abgesetzt, „Allein unter Bauern“ in Sat.1 wird auch nicht fortgesetzt.</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>&#8220;<a href="http://www.sat1.de/comedy_show/pastewka/" target="_blank">Pastewka“</a> ist großartig und zum Glück noch nicht abgesetzt</strong>, hat aber im Moment Pause. „Post Mortem“ mit Hannes Jaenicke ist überdurchschnittlich, und <strong>die positivste Überraschung der vergangenen Wochen ist die ARD-Serie „<a href="http://www.daserste.de/mordmitaussicht/" target="_blank">Mord mit Aussicht</a>“</strong>, eine wirklich kurzweilige Krimi-Comedy-Kombination mit besonderem Dorfflair, ohne spießig zu sein.</p></blockquote>
<p><strong>3. Unterdrücken die mächtigen öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland einen Ausbau des Pay-TVs, wie einige Privatler den Anstalten vorwerfen? Oder gibt es tatsächlich keinen Markt für Pay-TV in Deutschland?</strong></p>
<blockquote><p><strong>Der Vorwurf ist Quatsch. </strong>Es gibt deshalb keinen Markt für Pay-TV, weil dem Pay-TV attraktive Programme fehlen. <strong>Was hat das Pay-TV denn noch, wenn man den Fußball mal ausblendet</strong>, der dort nicht einmal wie in anderen Ländern exklusiv läuft? In erster Linie doch Wiederholungen uralter Serien, von denen man viele zwar gern noch einmal sehen, aber doch dafür nicht ernsthaft Geld ausgeben würde.<br />
TV-Premieren von Filmen sind auch eine schöne Sache, aber so viele tolle Filme gibt es dann auch nicht, dass man sich die wenigen, die einen interessieren, nicht umgerechnet billiger auf DVD leihen könnte.</p>
<p>Und eigene Qualitätsserien wie „Die Sopranos“, „Six Feet Under“ oder „Sex And The City“, die in Amerika allesamt werbefreie und vor allem mutige Produkte des Pay-TV-Senders <a href="http://www.hbo.com/" target="_blank">HBO</a> waren, sind ebenfalls schwer vorstellbar.</p></blockquote>
<p><strong>4. Zu deiner Webseite: Worin unterscheidet sich eigentlich das Fernsehlexikon von Wikipedia?</strong></p>
<blockquote><p>Bei Wikipedia kann man wissenswerte Informationen über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milch" target="_blank">Milch</a> auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ripuarisch" target="_blank">Ripoarisch</a> nachlesen, sich über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_%C5%A0umburk" target="_blank">Burg Šumburk im Egergraben</a> informieren und erfährt den Geburtstag des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theuderich_IV." target="_blank">merowingischen Schattenkönigs der Franken, Theuderich IV</a>. Beim Fernsehlexikon nicht. Dafür geben wir unseren Senf zum aktuellen Fernsehprogramm und haben viele Texte aus dem gleichnamigen Buch online, das Stefan Niggemeier und ich zusammen geschrieben haben.</p></blockquote>
<p><strong>5. Zu dir: Du moderierst bei SWR3 im Radio, schreibst im Internet aber vor allem übers Fernsehen. Hat es fürs TV nicht gereicht oder haben wir dich bisher nur noch nicht in den Nachtschienen der dritten Programme gefunden?</strong></p>
<blockquote><p>Oh, ich bin ja ganz froh, wenn mich in den Nachtschienen der dritten Programme niemand findet. <strong>Deshalb trete ich dort ja unter falschem Namen und in Verkleidung auf.</strong></p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Ich möchte schlicht lieber Radio als Fernsehen machen.</strong> Das war schon immer mein Traum, und ich werfe ja meinen Traum nicht weg, nur weil alle Fernsehen für etwas Besseres halten und automatisch der Annahme sind, Radiomoderatoren seien nur deshalb beim Radio, weil sie sich davon eine Karriere beim Fernsehen versprechen. <strong>Im Radio kann man spontaner und vielseitiger agieren,</strong> während beim Fernsehen große Teile des Arbeitstages mit langweiligem Warten darauf vergeudet wird, dass es endlich weitergeht. Bisher habe ich mich noch um keine Tätigkeit beim Fernsehen beworben und werde das auch nicht tun. Das heißt nicht, dass ich es für immer ausschließe. Es ist aber auch nicht so, dass der Berg der Angebote unüberschaubar wäre.</p>
<p>Und warum ich beim Radio arbeite, aber übers Fernsehen schreibe, ist schnell erklärt: <strong>Es ist immer leichter, über etwas zu schreiben, an dem man nicht selbst beteiligt ist.</strong> Als Radiomacher über Radio zu schreiben böte eine enorme Angriffsfläche, denn auch ich würde mich vermutlich nicht immer an meine eigenen Predigten halten. So schreibe ich lieber als Unbeteiligter über das Fernsehen, denn ich bin nicht der Meinung, dass man, wenn man etwas kritisiert, es erst einmal besser machen müsse. Eine nur in den Medien gängige Forderung. Kein Statiker, dessen Haus einstürzt, käme auf die Idee, eine Klage eines Kunden abzuwehren mit:<br />
„Na und? Sie können es ja auch nicht besser!“</p></blockquote>
<p><strong>6. Was sollten wir dieses Jahr im Fernsehen auf keinen Fall verpassen?</strong></p>
<blockquote><p><a href="http://www.prosieben.de/show_comedy/switch/" target="_blank"><strong>„Switch Reloaded“</strong></a>. Da sind alle anderen Fernsehsendungen nämlich gleich mit drin.</p></blockquote>
<p>Es dankt tausendfach: ich.</p>
<p><strong>Die Links:</strong></p>
<p>.: <a href="http://www.fernsehlexikon.de/" target="_blank">Das Fernsehlexikon im Internet.</a><br />
.: <a href="http://www.amazon.de/Fernsehlexikon-Alles-Sendungen-McBeal-Hitparade/dp/3442301246/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&amp;s=gateway&amp;qid=1202472528&amp;sr=8-1" target="_blank">Das Fernsehlexikon als Buch.</a><br />
.: <a href="http://stefan-niggemeier.de" target="_blank">Stefan Niggemeier im Netz.</a></p>
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		<title>Arbeiten bei CNN: “You Have To Be Aggressive”</title>
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		<comments>http://www.kleinefragen.de/2008/01/08/arbeiten-bei-cnn-you-have-to-be-aggressive/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 18:37:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[CNN]]></category>
		<category><![CDATA[Hospitanz]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
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		<category><![CDATA[Stringer]]></category>

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		<description><![CDATA[Philipp Abresch arbeitet beim NDR Fernsehen. Während s [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Philipp Abresch arbeitet beim NDR Fernsehen.</strong> Während seiner Hospitanz in den CNN Headquarters in Atlanta hat er gelernt, was es heißt für DEN Nachrichtensender überhaupt zu arbeiten. Wie dort recherchiert wird und dass man immer ins Fernsehen kommt, wenn man auf Toilette muss. Denn der Weg dorthin führt direkt am Moderations-Desk vorbei.</p>
<p>Sowas finde ich super spannend. Deshalb heute: kleinefragen an Philipp Abresch.</p>
<p><strong>Welche Aufgaben hattest du während deiner CNN Hospitanz? </strong></p>
<blockquote><p><strong>Ich habe als Austausch-Journalist beim International Desk im CNN Newsroom gearbeitet.</strong> Wann immer etwas in der Welt passiert und die jeweiligen CNN-Sendungen<span id="more-42"></span> darüber berichten wollen, dann melden sie sich beim Desk. Meine Aufgabe – wie die der Kollegen &#8211; war’s dann mit den Reportern am Ort zu telefonieren, Fragen abzusprechen, bei der Recherche zu helfen, Sendezeiten und Verfügbarkeit zu klären und schließlich auch die technische Abwicklung zu gewährleisten. Wenn ein Reporter, ganz gleich ob in Usbekistan oder in Mexiko, auf den Sender geht, dann muss eine Leitung zum Satelliten bestellt werden, das Bild hübsch eingerichtet werden, und schließlich muss der Ton stimmen. <strong>Ich habe dann für solche Fälle zwei Telefonhörer am Ohr, um mit allen, die an der Live-Schalte beteiligt sind, kommunizieren zu können:</strong> Dem Field-Producer, der gleich neben dem Reporter steht, der Kollege im Schaltraum in Atlanta und schließlich der Moderator im Fernsehstudio. Tausend Leute machen mit und alle wollen unterhalten werden&#8230;</p></blockquote>
<p align="center"><a title="CNN Newsroom - zur Vergrößerung auf das Bild klicken" href="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/01/cnn_newsroom_bigger.jpg" target="_blank"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2008/01/cnn_newsroom_small.jpg" alt="CNN Newsroom - klein" width="313" height="235" /></a></p>
<p><strong>Hier in Deutschland wird vor allem das Abtippen von Nachrichtenagenturen betrieben. Das ist bei CNN komplett anders. Wie funktioniert die Nachrichtenrecherche dort und welche Aufgabe haben damit die Stringer? </strong></p>
<blockquote><p><strong>„You have to be aggressive“</strong> ist so ein Satz, der mir schon am zweiten Tag eingebläut wurde und sich auf die Recherche bezog. <strong>CNN verlässt sich wenig auf Nachrichtenagenturen </strong>(die sind allenfalls ein Weckruf) sondern versucht selbst mit bewundernswerter Konsequenz und Hartnäckigkeit die Primär-Quellen zu erschließen. Die Reporter in den jeweiligen Ländern spielen dabei eine große Rolle und das Heer der Stringer. Gleichzeitig läuft viel über den Newsroom in Atlanta. Bei eingehenden Nachrichtenmeldungen werden nicht nur die Reporter aktiviert sondern selbst gleich zum Telefon gegriffen. <strong>Es gab Tage, da habe ich täglich mit dem sudanesischen Regierungssprecher gesprochen</strong>, mit einem Minenbesitzer, der den weltgrößten Diamanten gefunden haben will. Man plauscht mit dem Vorsitzenden des nigerianischen Dampfschiffahrts-Kapitänsverband, dem Umweltministerium von Kuba oder dem BKA in Wiesbaden.</p></blockquote>
<p><strong>Woher nimmt CNN eigentlich die ganze Kohle für das riesige Korrespondenten-Netz? </strong></p>
<blockquote><p>CNN finanziert sich über viele Wege. Werbung ist der eine. Der Rechtehandel ein anderer. <strong>Viele Sender auf der Welt sind Teil des Affiliats-System von CNN, um an aktuelles Bildmaterial zu kommen.</strong> Wer solche Bilder quasi im Abonnement hat, zahlt auch dafür. Schließlich dürfte CNN davon profitieren, dass CNN Teil eines der größten Medienimperien weltweit ist: AOL Time Warner.</p></blockquote>
<p><strong>CNN hat schon seinen Videotext abgeschafft und verweist auf sein Onlineangebot &#8211; wie spürt man in der Redaktion den Stellenwert des Internets? </strong></p>
<blockquote><p>Das Internet als weiterer Ausspielweg von CNN-Inhalten hat eine enorme Bedeutung gewonnen. Mit CNN Pipeline betreibt CNN neben den vielen anderen Sendern, ein eigenes Internet-Programm. <strong>Die CNN-Präsenz im Netz wird auch in Zukunft massiv ausgebaut werden.</strong> Ein Beispiel dafür ist der I-Report. Hier dürfen Zuschauer übers Web ihre eigenen Inhalte hinterlegen, die von einer eigenen Redaktion systematisch aufbereitet werden. Mehrere tausend Einträge gibt es hier pro Monat aus allen Ländern der Erde, die ebenso systematisch Eingang ins Programm finden: Das selbstgedrehte Video aus dem Irak-Krieg, vom Erdbeben in Japan oder vom Wolkenbruch um die Ecke.</p></blockquote>
<p>Für die Antworten dankt sehr: ich.</p>
<p>.: <a href="http://www.cnn.com" target="_blank">Homepage von CNN</a><br />
.: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/CNN" target="_blank">Infos bei Wikipedia zu CNN</a><br />
.: <a href="http://www.ndr.de" target="_blank">der NDR im Netz</a></p>
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		<title>Musikpiraterie: “Wir wollen niemanden an den Rand des Ruins führen”</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Dec 2007 11:36:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[illegale Musikdownloads]]></category>
		<category><![CDATA[Musikpiraterie]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenfirmen]]></category>
		<category><![CDATA[proMedia]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Musikindustrie steckt immer noch in einem Trauma. S [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Musikindustrie steckt immer noch in einem Trauma. </strong>Seit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Napster" target="_blank">Napster</a> ist nichts mehr, wie es war und als Napster weg war, wurde es nur noch schlimmer.</p>
<p><strong>Kaum ein Tag an dem die Plattenfirmen nicht mit <a href="http://www.golem.de/0712/56362.html" target="_blank">einer neuen Idee</a> kommen um ihr Geschäft zu retten.</strong> Nebenbei bekämpfen sie massivst die Menschen, die früher ihre Kunden waren und ihnen in der Zeit voraus weggerannt sind. Und noch heute ist es nicht annähernd so einfach Musik zu kaufen, wie es damals möglich war mit Napster an Musik zu kommen.</p>
<p><strong>Für die deutschen Plattenfirmen zieht die Firma <a href="http://www.antipiracy.de/" target="_blank">proMedia aus Hamburg</a> in den Kampf. </strong>In den letzten Wochen wurde viel über diese Firma berichtet. Mal <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/meldung2436.html" target="_blank">sachlich</a>, mal <a href="http://www.stern.de/tv/sterntv/599777.html?id=599777" target="_blank">plakativ</a>, mal <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/98933" target="_blank">kritisch</a>, mal <a href="http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E1E226642BDB943B081CD8BB4ADE18A48~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_computer___technik" target="_blank">über problematische Einzelfälle</a>: Die Polizei nimmt<span id="more-34"></span> einem Grafiker seinen Arbeits-Laptop weg, weil der 13jährige Sohn Musik im Netz getauscht hat. Der Grafiker bekommt seinen Laptop nicht zurück, seine Existenz steht auf dem Spiel.</p>
<p>Auch ich hatte für N-JOY, SWR3 und SWR2 die Büros besucht, habe mich dabei bewusst nur auf den Punkt &#8220;Wie arbeiten die?&#8221; beschränkt.</p>
<p>Nach der Kritik gegen proMedia habe ich mir überlegt noch einmal einige Fragen nachzuschieben.</p>
<p><strong>Deshalb heute: kleinefragen an Frank Lüngen &#8211; Chefermittler von proMedia.</strong></p>
<p><strong>1. Zu Beginn ein paar Zahlen &#8211; speziell auf Ihre Arbeit im Internet gerichtet: Wie viele Personen arbeiten für proMedia? Wie viele Verfahren leiten sie circa pro Tag ein? Wie viele Verfahren kamen bisher durch die Arbeit von proMedia zum Abschluss? Falls solche Zahlen zu veröffentlichen sind: Wie viel Geld haben die Plattenfirmen bisher durch Abmahnungen eingenommen? </strong></p>
<blockquote><p>Bei der ProMedia arbeiten rund 100 Personen. <strong>Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres wurden 25.000 Strafanzeigen gestellt</strong>, die wir kontinuierlich abarbeiten. Wir haben in diesem Jahr rund 13.000 Abmahnungen wegen illegalen Filesharings verschickt. Rund 3.000 Verfahren wurden meist per Vergleich bereits abgeschlossen. <strong>Die Vergleichszahlungen liegen in der Mehrzahl der Fälle zwischen  500 und 2.000 Euro.</strong> Die Gelder fließen ausschließlich in die Pirateriebekämpfung, Prävention und Aufklärung.</p></blockquote>
<p><strong>2. In Ihren Büros sitzt auch Herr Rasch, ein Anwalt der Plattenfirmen. Genau deshalb sind Sie jetzt großer Kritik ausgesetzt Ankläger und Ermittler in einer Person zu sein. Was ist Ihr Gegenargument?</strong></p>
<blockquote><p>Wir haben daraus nie ein Geheimnis gemacht, weil darin auch nichts unrechtmäßiges zu sehen ist. <strong>Ankläger im klassischen Sinne ist nicht der Anwalt der betroffenen Firmen sondern der Staatsanwalt.</strong> Er entscheidet auf Basis der vorliegenden Beweise über das weitere Vorgehen. Wir wären dankbar, wenn Polizei und Staatsanwaltschaften angesichts der massenhaften Urheberrechtsverletzungen im Internet selbst ermitteln würden. Leider ist das nicht der Fall.</p></blockquote>
<p><strong>3. Stern TV hat Sie indirekt an den Pranger gestellt, weil Sie geltendes Recht wahrnehmen und vor allem gezeigt, wie scheinbar unschuldige junge Menschen und Familien wegen Ihrer hohen Forderungen an den Rand der Pleite getrieben werden. Wie haben Sie die Berichterstattung wahr genommen?</strong></p>
<blockquote><p>Leider kommen in der Berichterstattung fast nie die Betroffenen auf der anderen Seite zu Wort. <strong>In den letzten zehn Jahren haben bei den Labels und im Handel rund 10.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Über diese Familien berichtet leider niemand.</strong> Viele Künstler können von ihrer Arbeit nicht mehr leben, weil es in der Gesellschaft bei geistigem Eigentum eine Selbstbedienungsmentalität gibt nach dem Motto: &#8220;Alles haben wollen, umsonst und sofort&#8221;. <strong>Es ist auch gar nicht unser Interesse, jemanden an den Rand des Ruins zu drängen.</strong> Dass ist auch eine explizite Anweisung der Firmen, die uns beauftragen. Im Gegenteil. Wir orientieren uns bei unseren Verhandlungen mit den Betroffenen an deren wirtschaftlichen Verhältnissen.</p></blockquote>
<p><strong><br />
4. Was hat die Musikindustrie konkret falsch gemacht? Irgend etwas muss doch daneben gelaufen sein. Schließlich lebt die Post auch noch, obwohl jeder kostenlos über das Internet kommunizieren kann?</strong></p>
<blockquote><p>Der Vergleich hinkt. <strong>Ein Weihnachtspaket lässt sich eben nicht über das Internet verschicken &#8211; Musik schon.</strong> Heute wird mehr Musik gehört denn je und obwohl Musik im Vergleich zu früheren Jahren immer preiswerter geworden ist, wollen die Leute nicht dafür bezahlen. Wenn diese Entwicklung weiter fortschreitet, dann wird die Vielfalt im Musikangebot zwangsläufig abnehmen und das betrifft vor allem die kleineren, unbekannten Künstler und Bands. Vom Kopieren können Künstler nicht leben.</p></blockquote>
<p><strong>5. ProMedia sucht nicht nur nach illegalen Dateien im Internet sondern auch nach gebrannten CDs auf polnischen Flohmärkten. Wie ist die Entwicklung da?  </strong></p>
<blockquote><p>Allein an der tschechischen Grenze gibt es rund zwei Dutzend Flohmärkte auf denen geschälschte Medikamente, Zigaretten, Markenprodukte und auch CD´s und DVDs verkauft werden. Auch hier verschaffen sich wenige auf Kosten aller einen Vorteil. <strong>Dem Staat entgehen Mehrwertsteuereinnahmen in Millionenhöhen und Produktpiraterie kostet immer mehr Arbeitsplätze.</strong></p></blockquote>
<p><strong>6. Verschiedene Studien behaupten indirekt, dass Ihr Arbeit keinen Sinn macht. <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/98469" target="_blank">Eine Studie besagt, dass Musiksharer im Schnitt mehr CDs kaufen als &#8220;Nicht-Sharer&#8221;</a>. Und nun? </strong></p>
<blockquote><p>Die Studie folgt der Logik: Menschen die ins Krankenhaus gehen, sind häufiger krank als Menschen, die nicht ins Krankenhaus gehen. <strong>Wenn die Schlussfolgerung der Studie richtig wäre, dann müssten sich die CD-Verkäufe in den letzten Jahren nach oben geschnellt sein. Genau das Gegenteil ist der Fall,</strong> was auch zahlreiche andere Studien belegen.</p></blockquote>
<p><strong>7. Sie haben selbst jahrelang in der Musikindustrie gearbeitet. Wie  sieht diese Industrie in fünf bis zehn Jahren aus? </strong></p>
<blockquote><p><strong>Die gute Nachricht ist: Die Menschen hören mehr Musik denn je.</strong> Die Plattenfirmen erschließen mit Hochdruck neue Erlösquellen, um die  Abhängigkeit vom klassischen Tonträgergeschäft zu verringern. Wir werden in den kommenden Jahren ein Vielzahl von neuen Geschäftsmodellen rund um Musik sehen.</p></blockquote>
<p><strong>Tatsächlich haben beide Seiten (ihr) Recht. </strong>In Gesprächen mit verschiedenen Musikern und Bands wurde mir auch klar, dass viele die Arbeit gegen Musikpiraterie unterstützen, weil sie mit der Musik eben ihr Geld verdienen.</p>
<p>Solche harten Fälle, wie oben beschrieben, dürfen dabei nicht vorkommen. Aber man sollte nicht nur den Plattenfirmen die Schuld zuschieben. Ich glaube, dass das Problem auch bei den zuständigen, ermittelnden Behörden liegt. Denen fehlt oft die Erfahrung. <strong>Hoffen wir jedoch, dass wir nicht solche Zustände bekommen, wie in den USA. </strong>Da sorgt derzeit ein Fall für Aufregung <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/100075" target="_blank">bei der eine Frau für 24 Musikstücke 220.000 Euro Schadensersatz zahlen soll</a>. Die RIAA (der amerikanische Musikverband) geht in einem weit massiveren Maße gegen Urheberrechtsverletzungen im Musikbereich vor (siehe &#8220;<a href="http://www.golem.de/0712/56515.html" target="_blank">RIAA bezeichnet MP3s von gekauften CDs als &#8216;unautorisiert&#8217;</a>&#8221; bei golem.de) &#8211; und vergrault damit vielleicht auch noch die letzten CD-/Musik-Käufer.</p>
<p><strong>Fakt ist: Das Thema wird uns noch lange beschäftigen.</strong> Auch mit der Frage, ob Plattenfirmen in Zukunft überhaupt noch notwendig sind, oder ob sie von Anbietern, wie MySpace abgelöst werden.</p>
<p><strong>Wer vorsorgen will und auf die Vergleichszahlungen verzichten möchte und nicht mehr illegale Downloaden/Sharen möchte, kann eine sogenannte &#8220;Vorbeugende Unterlassungserklärung&#8221; unterschreiben. <a href="http://www.stern.de/tv/sterntv/599846.html?nv=ct_mt" target="_blank">Mehr Infos dazu bei SternTV.</a></strong></p>
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		<title>Germany’s Next Topmodel: “Die Gewinner müssen erfolgreich sein – sonst wird die Show unglaubwürdig”</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 10:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Boris Entrup]]></category>
		<category><![CDATA[Bruce Darnell]]></category>
		<category><![CDATA[Casting]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Reven]]></category>
		<category><![CDATA[Germanys Next Topmodel]]></category>
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		<category><![CDATA[ProSieben]]></category>
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		<description><![CDATA[Zur Zeit wird für die neuste Staffel von Germany's Nex [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zur Zeit wird für die neuste Staffel von Germany&#8217;s Next Topmodel gecastet.</strong> Am 4. Dezember war Pressekonferenz in Hamburg. Nicht dabei:<a href="http://www.bruce-darnell.de/" target="_blank"> Bruce Darnell</a>. Neu dabei: <a href="http://www.dwdl.de/article/news_13692,00.html" target="_blank">Rolf Schneider</a>. Wieder dabei: Klum und Boris Entrup. Letzteres war bis vor kurzem noch gar nicht so sicher.</p>
<p>WTF? Vor ein paar Wochen erreichte mich ein kleiner MySpace-Bulletin mit der Nachricht, <strong>dass <a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&amp;friendid=175495269" target="_blank">Dennis Reven</a> (Stylist aus Hamburg und nebenbei mein bester Frisör!) unter die Top 3 der Boris-Entrup-Nachfolger gekommen</strong><span id="more-30"></span> <strong>ist &#8211; von circa 4500 gecasteten Stylisten.</strong></p>
<p><strong>Ich hab ihn dazu ausgequetscht</strong> (meine Pflicht!) &#8211; deshalb heute: kleinefragen an Dennis Reven.</p>
<p><strong>1. Warum wurde überhaupt ein neuer &#8220;Boris&#8221; gesucht?</strong></p>
<blockquote><p><strong>Soweit ich weiß, ging der Rummel los als Boris sich weigerte sein Profil bei GayRomeo zu löschen.</strong> Vielleicht wollte ProSieben nicht, dass überall bekannt wird, dass er schwul ist. ProSieben wollte über ihn vor allem die jungen Mädels erreichen. Da hatte man wohl Angst, die würden jetzt nicht mehr einschalten. Und das wollte wiederum Boris nicht mit sich machen lassen. Find ich cool, dass er sich nicht als Hete verkaufen lassen wollte.</p></blockquote>
<p><strong>2. Wie sind sie auf dich gekommen und warum hat es dann nicht geklappt?</strong></p>
<blockquote><p>Die Ansage war wohl, dass man einen rockigeren Typen suchte. Mich kannten sie schon aus der letzten Staffel, da habe ich zweimal Boris vertreten. Es ist nicht so, dass Boris da die ganze Zeit die Mädels stylt. Faktisch ist er nur am Ende für die letzten drei zuständig. Er selbst hat ja zwei Stylisten, die ihn für die Show fit machen. Die wirkliche Arbeit machen seine Helfer.</p></blockquote>
<blockquote><p>Am Ende hat wohl viel Vitamin B geholfen. Boris ist Heidis Liebling, die gehen zusammen bei Heidi zu Hause schwimmen. Und da war irgendwann klar, dass er bleibt. Boris wird aber in der kommenden Staffel nicht mehr in der Jury sitzen.</p></blockquote>
<p><strong>3. Was würdest du anders machen?</strong></p>
<blockquote><p>Ich würde den Mädels versuchen deutlicher klar zu machen, dass sie ihre Persönlichkeit und ihre Eigenheiten ablegen sollen und sich voll auf den Job konzentrieren. Das ist für mich ein Topmodel.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein Beispiel aus der zweiten Staffel: Als Opel für den neuen Tigra-Spot ein Model brauchte, hatte die Agentur schon ungefähr skizziert, wie die Figur für den Spot aussehen sollte: Lange braune Haare, eher bubenhafte Erscheinung. Die Mädchen sollten dann selbst entscheiden, wer zum Shooting geht. Die haben dann plötzlich alle Blondinen dahin geschickt. Da war die Agentur zu recht sauer.</p></blockquote>
<p><strong>4. Bruce Darnell hat die Show verlassen &#8211; wie wichtig ist er für die Quote?</strong></p>
<blockquote><p>Ich glaube ProSieben ist wichtiger, dass die Mädels aus der Show wirklich Erfolg haben. Sonst wird die Show unglaubwürdig. Und Bruce hat zu sehr vom eigentlichen Ziel der Sendung &#8211; aus Frischlingen Topmodels zu machen &#8211; abgelenkt. Außerdem &#8211; so wird erzählt &#8211; mochte Heidi ihn überhaupt nicht.</p></blockquote>
<p><strong>Dennis steht mittlerweile in Verhandlungen mit einem anderen Fernsehsender für eine eigene Styling-Show.</strong></p>
<p>Es danke für die ehrlichen Antworten sehr: ich.</p>
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		<title>Dr. House: “Nicht mehr medizinische Fehler, als in anderen Arzt-Serien”</title>
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		<comments>http://www.kleinefragen.de/2007/12/04/dr-house-nicht-mehr-medizinische-fehler-als-in-anderen-arzt-serien/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 21:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. House]]></category>
		<category><![CDATA[House]]></category>
		<category><![CDATA[House m.d.]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[RTL]]></category>

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		<description><![CDATA[Millionen Menschen schauen jede Woche Dr. House bei RTL [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Millionen Menschen schauen jede Woche Dr. House bei RTL.</strong> Ich bin auch der Meinung, dass das eine der besten Serien ist, die zur Zeit im Fernsehen laufen.</p>
<p>Was ich mich jedes Mal frage: <strong>Stimmt alles, was die sagen oder ist das medizinischer Müll?! </strong>Zwischenzeitlich habe ich überlegt meinem Hausarzt die ersten beiden Staffeln auf DVD zu leihen, aber das hätte zu lang gedauert.</p>
<p>Also habe ich einen Arzt gesucht, der schon alle Folgen gesehen hat. Und ich habe Scott gefunden.<span id="more-28"></span> Scott betreibt die Webseite &#8220;<a href="http://www.politedissent.com" target="_blank">Polite Dissent</a>&#8221; und analysiert jede House-Folge auf medizinische Ungereimtheiten. Er ist selber Hausarzt in einer Praxis in Illinois.</p>
<p>Die ganze Seite wollte ich nicht durcharbeiten (ich bin faul, außer im Job, hallo Chef!) &#8211; deshalb heute: kleinefragen an Scott von politedissent.com</p>
<p><strong>1. Gibt es in &#8220;Dr. House&#8221; viele Fehler?</strong></p>
<blockquote><p>Da sind schon manche Fehler drin. Aber nicht mehr als in irgendeiner anderen Arzt-Serie im Fernsehen. Und außerdem ist sie besser als die meisten  anderen.</p></blockquote>
<p><strong>2. Was war denn der größte medizinische Fehler in &#8220;Dr. House&#8221;? </strong></p>
<blockquote><p>Der neuste Fehler bei der Blutgruppenbestimmung in der achten Folge der vierten Staffel war ziemlich groß. Aber der Größte war vermutlich in der Folge <a href="http://politedissent.com/archives/1124" target="_blank">&#8220;Kratzer im Lack&#8221;</a> (Staffel zwei, Folge 13): <strong>Obwohl sie einen Ultraschall des Beckens gemacht haben, hat das Team nicht gemerkt, dass der Patient keine der zu erwartenden weiblichen Geschlechtsorgane hatte.</strong></p>
<p><em>(Anmerk. des Fragenstellrs: <a href="http://www.myfanbase.de/index.php?mid=1381&amp;eid=2539" target="_blank">In der Folge hat ein Model Hodenkrebs. Oberflächlich gesehen ist der Patient eine Frau, genetisch jedoch ein Mann.</a>) </em></p></blockquote>
<p><strong>3. Was ist in &#8220;Dr. House&#8221; wirklich unrealistisch?</strong></p>
<blockquote><p>Der Fakt, dass die Ärzte alle ihre Tests selber durchführen, obwohl sie dafür eigentlich gar nicht ausgebildet sind. Die Geschwindigkeit in der die Testergebnisse kommen und das sie entweder ein &#8220;ja&#8221; oder ein &#8220;nein&#8221; ergeben und nur selten ein &#8220;vielleicht&#8221;, was in der Medizin viel öfter vorkommt.</p></blockquote>
<p><strong>4. Warum ist &#8220;Dr. House&#8221; so ein großer Erfolg?</strong></p>
<blockquote><p>Hugh Laurie ist ein guter Arzt &#8211; und das hilft. Aber ich glaube der Charakter an sich ist die Hauptattraktion der Show. Er sagt Dinge zu Patienten und anderen, die wir gerne sagen würden.</p></blockquote>
<p><strong>5. Was könnten sich echte Ärzte von der Figur House abschneiden?</strong></p>
<blockquote><p><strong>Sie können vor allem lernen, dass seltene Krankheiten tatsächlich auftreten können. </strong>Und das selbst alltägliche Krankheiten ungewöhnliche Erscheinungen und Komplikationen mit sich bringen können. Wir lernen aber auch viel, was wir NICHT tun sollten: Zum Beispiel die explizite Anweisung eines Patienten ignorieren, der nicht auf einen Ventilator gesetzt werden will <em>(Anmerkung des Fragenstellers: Die Folge lief wohl noch nicht in Deutschland, freu mich jetzt schon)</em> und andere ethnische Fehler, die House macht.</p></blockquote>
<p>Es dankt wie immer sehr: ich.</p>
<p><strong>Wer mehr Fehler herausfinden möchte, kann das <a href="http://www.politedissent.com/house_pd.html" target="_blank">auf der Seite von Scott</a> nachlesen oder Medizin studieren.</strong></p>
<p><em>PS: Lieber BILD-Redakteur, ja Sie dürfen die Drehe &#8220;Die Top-Fehler aus der Erfolgsserie Dr. House&#8221; machen. </em></p>
<blockquote></blockquote>
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		<title>Stars &amp; Drogen: “Ich gehe mal davon aus, dass sich Paul Mc Cartney immer noch gerne einen Joint ansteckt.”</title>
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		<comments>http://www.kleinefragen.de/2007/11/26/stars-drogen-ich-gehe-mal-davon-aus-das-sich-paul-mc-cartney-immer-noch-gerne-einen-joint-ansteckt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 19:39:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Amy Winehouse]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Heroen]]></category>
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		<category><![CDATA[Paul McCartney]]></category>
		<category><![CDATA[Pete Doherty]]></category>
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		<category><![CDATA[Robbie Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Stars]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon seit einigen Tagen wollte ich einen simplen "Very [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit einigen Tagen wollte ich einen simplen &#8220;Very gute Musik&#8221;-Post zur neuen <strong><a href="http://www.amy-winehouse.de" target="_blank">Amy Winehouse</a> Single &#8220;Tears Dry On Their Own&#8221;</strong> setzen. Aber seit <a href="http://www.dailymail.co.uk/pages/live/articles/showbiz/showbiznews.html?in_article_id=495366&amp;in_page_id=1773" target="_blank">diesem bizarren, verstörendem Foto</a> (über das man tatsächlich in den ersten Sekunden nur lachen kann) fällt einem das schwer.</p>
<p>Es kommen so Gedanken von &#8220;gesellschaftlicher Verantwortung&#8221;. Frei nach dem Motto: <strong>Unterstützt nicht die Junkies, sonst fühlen sie sich nur bestätigt.</strong> Aber es ändert nichts daran, dass diese Nummer großartig ist. Im Clip beachte man die kleinen Pupillen.</p>
<p align="center"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=I6LVGcIC1Tc"><img src="http://img.youtube.com/vi/I6LVGcIC1Tc/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Frau Winehouse ist nun ein sehr spezieller Fall, vor allem durch ihre Medienpräsenz noch unendlich multipliziert und in den Vordergrund gehoben. Immer weniger geht es um ihre Musik, viel mehr um <a href="http://afp.google.com/article/ALeqM5gJ7jiuVsSD2i-l7xila6JIij9aKw" target="_blank">ihre Eskapaden</a>, <a href="http://perezhilton.com/?p=9397" target="_blank">ihre (oftmals nicht statt findenden) Auftritte</a> und <a href="http://afp.google.com/article/ALeqM5hWBdhP7UyeTTL5Wp9mRSgxQD7mBg" target="_blank">ihren Mann</a>.</p>
<p><strong>Aber Amy Winehouse ist lange, lange nicht das einzige Beispiel für drogensüchtige Musiker. Die scheinen ja besonders anfällig zu sein. Warum eigentlich?</strong></p>
<p>Der Frage geht es auf den Grund mit kleinen Fragen an <a href="http://wga.dmz.uni-wh.de/medizin/html/default/lstqf_joergfachner_de;jsessionid=04192FBF8CB1B4C691DC107DFF05B6D4" target="_blank">Dr. Jörg Fachner</a> von der <a href="http://wga.dmz.uni-wh.de/" target="_blank">Universität Witten/Herdecke</a>. Er schrieb eine Abhandlung zum Thema &#8220;<a href="http://www.cannamuse.de/PDF/Gelsenkirchen.pdf" target="_blank">Musik &amp; Drogen</a>&#8220;, wirkt an den Internetseiten &#8220;<a href="http://www.musictherapyworld.net" target="_blank">Musictherapyworld</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.musictherapytoday.com" target="_blank">MusicTherapyToday</a>&#8221; mit und in seiner EMail-Signatur steht die Zeile &#8220;Chair for Qualitative Research in Medicine (Prof. Dr. Aldridge)&#8221;. Das klingt für mich überzeugend.<span id="more-22"></span></p>
<p>Die Antworten sind grandios: <strong>Musik wirkt tatsächlich wie eine Droge (das ist sogar bewiesen!).</strong> An diesem Punkt war mir klar, warum ich wirklich ab und an wie auf Drogen bin ohne diese zu konsumieren.</p>
<p><strong>1. Warum scheinen vor allem Promis &amp; Stars den Drogen zu verfallen? Oder wirkt das vielleicht nur durch die überstarke Medienpräsenz so?</strong></p>
<blockquote><p>Jede gute Bühnenperformance verlangt eine gekonnte Domestizierung der eigenen Emotion. Je offener und freifließender die Gefühle zum Ausdruck gebracht werden können, desto mehr Resonanz ensteht im Publikum. <strong>Der/Die MusikerIn muss &#8220;das Haus rocken&#8221; und &#8220;sich den Arsch abspielen&#8221;. </strong>&#8220;Geb den Leuten, was sie wollen&#8221;  heißt also neben der selbstverständlichen Beherrschung der genretypischen Performancemittel (Stimme, Tanz, Spielfertigkeit am Instrument, etc.)  emotionales Verausgaben.</p>
<p>Da die meisten Drogen auf die Emotion und positive Bewertung der eigenen Tätigkeit wirken (oft genug sind es narzistische Tendenzen, die vorhanden sein müssen um von so vielen Menschen für die eigene Tätigkeit geliebt werden zu wollen&#8230;), kann ein Künstler den tückischen Weg wählen die Bandbreite  des emotionalen Ausdrucks durch Drogen zu beeinflussen. <strong>Alkohol &#8220;löst die Zunge&#8221;, euphorisiert und stärkt das Selbstvertrauen ebenso wie Kokain, Aufputschmittel, oder auch Cannabis in seiner ersten Wirkphase.</strong> <strong>Drogen erscheinen in diesem Zusammenhang sozusagen als Arbeitsmittel, als Hilfestellung.</strong> Eric Clapton beschrieb das so: &#8220;Eine Menge meiner künstlerischen Ideen kamen durch Marihuana erst richtig raus, Alkohol half mir die traurige Seite meiner Musik (Blues) zum Ausdruck zu bringen. Das Problem ist nur das diese &#8216;Schlüssel&#8217; zur Kreativität irgendwann wichtiger werden als die Türen, die sie öffnen und das ist dann die Drogenfalle&#8221; <em>(Sinngemäß zitiert, Quelle kann ich liefern)</em>.</p>
<p>Was die Medienpräsenz angeht so weiß jeder Marketingmensch im Musikgeschäft, dass Drogen Rebellionsattitüde, Individualität, Stardom, Vitalität, etc.  symbolisieren und Tabuthemen -hier also Drogenexzesse- vor allem mediale Aufmerksamkeit schüren. Das sehen wir gerade wieder bei Amy Winehouse (heißt die wirklich so?! [<em>Ja, Anmerkung von mir]</em>), hatten das bei Pete Doherthy, bei Britney Spears etc. &#8220;<strong>Any Promotion is good Promotion&#8221; heißt es in der Branche</strong> und jeder gute Popkünstler (was die Genannten ganz offensichtlich sind) weiß auch darum. Robbie Williams bekam seine &#8220;Street credibility&#8221; nach seinem Take-That Ausstieg erst als er durch seine &#8220;Drogenprobleme&#8221; des öfteren in den Schlagzeilen war. Will also sagen, <strong>offen zur Schau gestellter Drogenkonsum von Stars ist ein Marketingtool</strong>, auf Kosten der eigenen Gesundheit;<strong> aber schlecht geht es den meisten damit nicht wirklich</strong>, es sei denn sie werden wirklich abhängig (geht nur bei Heroin, Alkohol, Kokain je nach Häufigkeit des Konsums, etc.) doch ich gehe mal davon aus, dass insbesondere die Genannten [zwar] ihre Drogenprobleme, aber hauptsächlich Fototermine an der Pforte von irgendwelchen Reha-Einrichtungen haben&#8230;. Wär doch mal interessant zu erfahren was so eine Einrichtung daran verdient. Nun will ich das nicht verharmlosen, gerade Eric Clapton unterstützt eine Reha-Einrichtung und schon einige berühmte Jazzmusiker wie Charlie Parker waren in den 40er und 50er Jahren Patienten der <a href="http://www.neworleansmusiciansclinic.org" target="_blank">Musicians Clinic in New Orleans</a>.</p></blockquote>
<p><strong>2. Warum hängen scheinbar vor allem Musik und Drogen seit eh und jeh zusammen?</strong></p>
<blockquote><p>Neben einigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anthropologie" target="_blank">anthropologischen</a> Erkenntnissen zu Übergangsritualen, Rauschbedürfniss, sozialem Zusammenhalt von Gruppen und Tradierung komplexer kultureller Inhalte gibt es eine einfache medizinische Erklärung:  Musik durchläuft wie jeder Schall auf seinem Weg zum entspechenden Sinneszentrum im Gehirn (Auditorischer Cortex) das Limbische System, in welchem die Emotionen entstehen und welches die Belohnungssysteme im Gehirn anspricht. Drogen wirken primär auf das Belohnungsystem des Gehirns, ebenso lässt uns ein Klang, der uns gefällt uns besser fühlen. <strong>In einer wissenschaftlichen Arbeit wurde gezeigt, dass geliebte Musik die gleichen Gehirnzentren aktiviert wie euphorisierende Drogen.</strong></p>
<p>Zudem wirken Drogen auf die Zeitwahrnehmung und Musik ist nicht denk und machbar ohne den Zeitverlauf. Ausdehnung oder Raffung der subjektiv wahrgenommenen Zeit  durch Drogenwirkungen kann also für Musiker und Musikhörer eine reizvolle Variationsmöglichkeit bieten.</p></blockquote>
<p><strong>3. Welche Drogen werden vor allem konsumiert &#8211; und warum gerade diese?</strong></p>
<blockquote><p>Wenn man Musik sozialpharmakologisch betrachtet, kann man sehen, dass bestimmte Typen und Musikszenen auch auf bestimmte Drogen &#8216;stehen&#8217;. Während des Rock&#8217;n'Roll waren es zumeist die Aufputschmittel und Alkohol die von den Rock&#8217;n'Rollern genutzt wurden. Sehr schön illustriert im <a href="http://www.imdb.com/title/tt0358273/" target="_blank">Film über Johnny Cash</a>.</p></blockquote>
<blockquote><p>Mit der Hippiezeit kamen die bewusstseinserweiternden Drogen, wie LSD, Psilocybin, etc. Nach den grauen 50ern (Bonjour Tristess!) sollte alles ein wenig bunter und freier werden, ob das nun die Kleidung oder die Musik war, entscheidend war die Grenzüberschreitung. Hierzu gibt es ein schönes Buch von Harry Shapiro, der den Zusammenhang von Drogenwirkung und Musikgeschäft in sozialphamarkologischer Hinsicht aufdröselt.</p>
<p><strong>Es gibt sicherlich auch einen Zusammenhang zwischen den Wirkungen der Drogen und der Vorliebe für eine bestimmte Musik.</strong> Das ist aber äußerst komplex, hat was mit Identitätsbildung, den Einstellungen und bevorzugten Symbolsystemen etc. zu tun und nicht zwangsläufig mit der Droge und ihren Wirkungen. Wie erklärt sich beispielsweise der Cannabis-Konsum von dem Countrystar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willie_Nelson" target="_blank">Willie Nelson</a>? Wenn man seine langen Harre sieht, könnte man behaupten er wär ein alter hippie. Aber erklärt das seinen Konsum im Zusammenhang mit Country Musik?  Irgendwie hat sich aber wohl eine sozialpharmakologische Beschreibung von Musik durchgesetzt.</p></blockquote>
<blockquote><p>So wird manche Musik als &#8216;typische Kiffemusik&#8217; bezeichnet, in einer Plattenkritik wurde vom &#8216;Haschhasen Nick Drake&#8217; geschrieben, oder &#8216;man kann sich diese Musik auch nüchtern anhören&#8217;. Habe dazu schon einige Beispiele gesammelt. <strong>Es gibt anscheinend ein Erfahrungswissen im popkulturellen Diskurs, der über Gemeinplätze von Drogenwirkungen (verstärkt möglicherweise durch die eigenen Erfahrungen) auf das Sounddesign der jeweiligen Bands schließt.</strong> Dies scheint für Musikjournalisten auch verallgemeinerbar zu sein. Ich wüsste gern welche Kriterien das sind. Wenn ich nachgefragt habe, ging zumeist das Gestammel los und über den Umweg der Assoziation mit anderen Künstlern, dem symbolischen Charakter ihres Musikgenres und deren Konsumvorlieben kam es dann zur Begründung. Wär mal ein nettes Forschungsprojekt.</p>
<p>Aus meinen eigenen Untersuchungen zeigte sich das Cannabis Regionen im Gehirn aktiviert in denen Zeitgefühl, Aufmerksamkeitsprozesse und Klangraum verarbeitet werden. Das lässt sich als eine fokussiertere psychoakustische Verarbeitung von Klängen verstehen. Das heißt aber nicht, dass das irgendetwas mit der Musik zu tun hat, sondern eher damit wie man diese Musik im musikalischen Zeitraum wahrnimmt.</p></blockquote>
<p><strong>4. Welche Auswirkungen hat der öffentliche Drogenkonsum auf uns &#8220;Medienkonsumenten&#8221;/auf die Gesellschaft?</strong></p>
<blockquote><p>Dass die entsprechenden Zeitungen gekauft werden; die Menschen interessieren sich seit jeher mehr für Katastrophen und böse Buben als für Mutter Theresa. <strong>&#8220;Höchst fatal bemerkte Schlich aber zum Glück ja nicht für mich&#8221; hat schon Wilhelm Busch die Neigung zum Gossip kommentiert.</strong></p></blockquote>
<p><strong>5. Was zeigt die Vergangenheit: Handelt es sich beim Drogenkonsum der Promis um Phasen oder zieht sich der Drogenkonsum durch das gesamte Leben?</strong></p>
<blockquote><p><strong>Ich gehe mal davon aus, dass sich Paul Mc Cartney immer noch gerne einen Joint ansteckt. </strong>Der überlegt sich aber bestimmt dreimal wann er das tut. Ich würde sagen die Exzesse sind Phasen aber der Genuss und die Entwicklung von Genussfähigkeit und eine damit verbundene Enthaltsamkeit steigt bei einem vernünftigen Menschen mit dem Alter. Man muss lernen sein Gehirn zu benutzen. Dazu gehört auch das Wissen um die eigenen Grenzen. <strong>Aus der Anthropologie weis man, dass Jugendliche in der Adoleszenz Grenzen überschreiten müssen um sich abzunabeln.</strong> In vielen Übergangsritualen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indigene_Völker" target="_blank">indigener Völker</a> werden gezielt die Drogen der eigenen Regionen eingesetzt um hier mythologisches und stammesgeschichtliches Wissen als Grenzerfahrung und Bindung an Tradition zu verankern. Solche Traditionen kennen wir hier nur vom Oktoberfest, der Rest hat sich in die Partykultur der Popwelt verlegt. Da sich die Adoleszenz in unserer westlichen Industriegesellschaft immer mehr ausweitet, weitet sich auch die Zeit solcher selbst organisierten Übergansrituale aus und die Freizeit- und Kulturindustrie verdient nicht schlecht daran.</p>
<p>Grundsätzlich verliert sich die Zeit der Exzesse aber nach dem 30ten Lebensjahr. <strong>Bis 23 oder 24 Jahren kann ein normal gesunder Mensch schon eine Menge extremer Parties und Exzesse vertragen, der Körper kann sich schneller regenerieren, mit 40 jedoch nicht mehr so einfach.</strong> Das ist sicherlich bei den Stars nicht anders.</p></blockquote>
<p>Es dankt unendlich sehr für die Antworten: ich.</p>
<p>Vor allem vor dem Hintergrund, dass Herr Dr. Fachner, laut eigener Aussage, zwar gerade Lust, aber &#8220;eigentlich keine Zeit&#8221; zum Beantworten hatte. Zum Schluss noch sein ganz persönlicher Zusatz: &#8220;Nix ist in Stein gemeißelt, einiges ließe sich auch noch anders erklären/beantworten/ausführen, aber das kennen Sie ja sicherlich.&#8221; Ja, aber so war das wirklich toll.</p>
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		<title>Johannes Schlüter: “Der durchgeknallte Regisseur von SPDirb langsam”</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 14:45:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Extra 3]]></category>
		<category><![CDATA[Extra Drei]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Schlüter]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wochenende verlief unauffällig, bis auf eine klein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wochenende verlief unauffällig, bis auf eine kleine Performance-Party.</strong> Die erste meines Lebens, hoffentlich nicht die letzte. Grundregel: Jeder muss etwas performen! Mit zwei Kolleginnen performte ich einen Witz, die Leute haben etwas gelacht, applaudiert, nach acht Sekunden war alles vorbei. Andere tanzten, sangen, erzählten Gedichte, ließen sich umarmen, standen einfach nur da und <strong>einer lieferte den Brüller des Abends: Jesko Friedrich.</strong> Dem ein oder anderen eventuell schon mal als <strong><a href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,SPM2370,00.html" target="_blank">Johannes Schlüter</a></strong> über den Bildschirm gelaufen (<a href="http://www.ndr.de/extradrei" target="_blank">NDR Fernsehen, Extra 3, Donnerstags 23Uhr</a>).</p>
<p><strong>Sehen Sie es hier in Farbe:</strong><span id="more-15"></span></p>
<p align="center"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=a_OW8OlzUts"><img src="http://img.youtube.com/vi/a_OW8OlzUts/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Jesko eröffnete seinen Vortrag mit &#8220;Ich habe zehn Jahre Germanistik studiert. Bis mir das Arbeitsamt sagte, dass es keine Jobs für Germanistikstudenten gebe.&#8221; <strong>Grandios, ich lag am Boden.</strong> Was folgte waren Zitate und Auszüge diverser gedruckter Wörter, die einem Germanistikstudenten während des Studiums so begegnen. Herrlich. Dr. Med. Eckart von Hirschhausen auf Germanistik.</p>
<p><strong>Weil dieser Mensch mehr als ein Lob wert ist, heute kleine Fragen an Jesko Friedrich, die er nach eigener Aussage &#8220;gerne beantwortet&#8221; hat:</strong></p>
<p><strong>1. Was wolltest du denn mal werden, dass du Germanistik studieren musstest?</strong></p>
<blockquote><p>J: Unter uns: Germanistik ist ein klasse Studium für Leute, die noch nicht so genau wissen, was sie mal machen wollen.</p></blockquote>
<p><strong>2. Du bist dann per Praktikum zu Extra Drei gekommen, arbeitest dort als Autor und Schauspieler. Mittlerweile hat deine Figur Johann Schlüter eigene Fanclubs bei StudiVZ. Problematisch, dass die Figur stärker wahrgenommen wird als der Meister, der sie spielt?</strong></p>
<blockquote><p>J: Nein, gar nicht! Der Schlüter ist ja der interessantere Typ von uns beiden. Check ihn aus bei Youtube! Was der schon alles gemacht hat! <a href="http://youtube.com/watch?v=dBo9K05qCLg" target="_blank">Bushpilot</a>, Verbrennflaggenhändler, rechte Hand des Teufels, innerer Schweinehund&#8230; und ich hab halt nur Germanistik studiert.</p></blockquote>
<p><strong>3. Welcher Schlüter ist dein liebster?</strong></p>
<blockquote><p>J: Der durchgeknallte Regisseur von SPDirb langsam. Oder der Neandertaler, der vor 25000 Jahren (Jubiläum!) das Frauenbild der CSU erfunden hat.</p></blockquote>
<p><strong>4. Ernsthaft gemeinte Frage, die nicht zwangsläufig ernsthaft beantwortet werden muss: Wie geht&#8217;s mit der Großen Koalition weiter?</strong></p>
<blockquote><p>J: Die werden sich irgendwie bis zur nächsten Wahl durchwursten. Stichwort: Diäten, Ministerposten und unverschämt hohe Pensionsansprüche. Aber eine Fortsetzung der Großen Koalition will keiner der Beteiligten. Dann lieber der Seniorpartner mit FDP oder Grünen sein. Wahlausgang bestimmt wieder knappe Kiste! Bin schon gespannt!</p></blockquote>
<p>Es dankt für die Antworten: ich.</p>
<p><strong>Zum Schluss Jesko&#8217;s Lieblings-YouTube-Clip:</strong></p>
<p align="center"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=8dZRFXeGONQ"><img src="http://img.youtube.com/vi/8dZRFXeGONQ/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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		<title>Grandioser Nachwuchs: Enno Bunger – “ein wahnsinniges Erlebnis”</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2007 20:17:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kindermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragen & Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[Enno Bunger]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr müsst Euch diesen Song anhören während Ihr die A [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ihr müsst Euch diesen Song anhören</strong> während Ihr die Antworten durchlest:</p>
<p>[audio:http://www.ennobunger.de/player/Enno%20Bunger%20-%20Hier%20Und%20Jetzt.mp3]</p>
<p>Das erste Mal sind mir die Drei (Enno, Bernd und Nils) beim <a href="http://www.n-joy.de/njoy_pages_std/0,3044,OID4010278_REF2140,00.html" target="_blank">N-JOY Band Battle 2007</a> für die <a href="http://www.n-joy.de/njoy_pages_std/0,3044,OID4032532_REF2140,00.html" target="_blank">N-JOY Starshow in Hannover</a> aufgefallen. <strong>Zu Recht haben sich die Jungs ihren Platz bei der Show erspielt.</strong> Danach quoll ihr MySpace-Profil mit positiven Kommentaren über, was mich wirklich gefreut hat.</p>
<p><strong>Deshalb heute: Kleine Fragen an die Band Enno Bunger</strong><span id="more-11"></span></p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.kleinefragen.de/wp-content/uploads/2007/11/m_ef7e2632a14f04f26e890f46bcabcdee.jpg" alt="Enno Bunger" border="1" /></p>
<p><strong>1. Wollt Ihr die deutschen Coldplay werden?</strong></p>
<blockquote><p><em>Enno:</em> Nunja. Es gibt nicht viele Interpreten, die auf Klavier und die deutsche Sprache setzen, insofern erfüllen wir da schon mal die Voraussetzungen. Musikalisch gesehen liegt der Vergleich natürlich auf der Hand, jedenfalls, wenn man sich die bisher von uns veröffentlichten Titel anhört. <strong>Allerdings gibt es auch Songs, die ganz anders klingen und nicht in die Coldplay-Schublade abgestempelt werden können. Wer uns schon mal live gesehen hat, wird das bestätigen können.</strong></p>
<p><em>Bernd:</em> Sind wir das nicht schon?? <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Nein, e<strong>igentlich wollen wir die deutschen Enno Bunger bleiben.</strong> Trotz der verschiedensten Paralellen bin ich doch davon überzeugt, dass wir uns unsere Eigenständigkeit bewahren können.</p>
<p><em>Nils:</em> <strong>Mit Sicherheit nicht.</strong> Klar können gerade bei unserer Musik hier und da Vergleiche gezogen werden, allerdings ist das auch kein Wunder bei Klavier-Popmusik.</p></blockquote>
<p><strong>2. Was funktioniert bei Frauen besser: Gitarre oder Klavier?</strong></p>
<blockquote><p><em>Enno:</em> Das kommt natürlich ganz auf den Typ Frau an, wobei <strong>das Klavier schon das romantischere der beiden Instrumente sein dürfte.</strong> Glücklicherweise kann ich auch Gitarre spielen <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Bernd:</em> Ich kann nix von beidem, aber das war ja nicht die Frage <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<strong>Ich denke, es ist das Klavier,</strong> wobei Frauen da schon unterschiedlich sind, wie Enno schon sagt.</p>
<p><em>Nils:</em> <strong>Ich denke mal Gitarre,</strong> alleine aus dem Grund, dass man die Gitarre überall mit hinnehmen kann, z.B. mit ans Lagerfeuer!</p></blockquote>
<p><strong>3. Wann kommt endlich ein Album und ein Video?</strong></p>
<blockquote><p><em>Enno:</em> Wir waren viel unterwegs und haben viel gefilmt. Aus diesen Schnipseln ist dann ein Musikvideo gemacht worden, was man sich hier ansehen kann:</p></blockquote>
<p align="center"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=03itrWRYBFM"><img src="http://img.youtube.com/vi/03itrWRYBFM/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<blockquote><p><strong>Das Album kommt hoffentlich im nächsten Jahr!</strong></p>
<p><em>Bernd:</em> Zu dem Album, bzw. der Single würde es dann natürlich noch mal ein Video geben. <strong>Mal sehen, was da noch so auf uns zukommt.</strong></p></blockquote>
<p><strong>4. Was war Euer bisher größtes Erlebnis &#8211; was war daran so genial?</strong></p>
<blockquote><p><em>Enno:</em> Es fällt immer schwer, sich da auf eine Sache zu reduzieren. <strong>Wir hatten zwei wahnsinnig tolle Konzerte vor tausenden Zuschauern in Hannover und Sankt Peter Ording</strong>, das war ein großartiges Gefühl, wenn Du nach dem Konzert nur schnell Dein Klavier abbauen willst und die Leute dann kreischen. Aber genauso schön sind Abende, an denen man vor 100 Menschen spielst, die aufmerksam zuhören und dich dann nach einem Konzert auf die Texte ansprechen und Sätze fallen wie: <strong>„das hat mich total berührt“</strong>.</p>
<p><em>Bernd:</em> Der NJOY-Gewinn und die Konzerte, die damit verbunden waren&#8230; Das Tolle daran waren die Meinungen der Jury. <strong>Lob fühlt sich immer gut an.</strong> Wenn doch nur noch mehr Leute so von uns überzeugt wären <img src='http://www.kleinefragen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Nils:</em> <strong>Ich denke, dass die ganze Enno Bunger-Sache ein wahnsinniges Erlebnis ist. </strong>Die Möglichkeit, Konzerte in fast ganz Deutschland zu spielen, zu touren und vor meist immer großartigem Publikum zu stehen, ist einfach genial.</p></blockquote>
<p><strong>5. Welchen Song hättet Ihr gern geschrieben?</strong></p>
<blockquote><p><em>Enno:</em> Imagine (John Lennon) – und dann ganz sicher nicht von der RWE missbrauchen lassen.</p>
<p><em>Bernd:</em> Happy Birthday</p>
<p><em>Nils:</em> Finn &#8211; Electrify – um ihn dann meiner Freundin zu schenken</p></blockquote>
<p><strong>Zum Schluss der MP3Player-Test mit Enno Bunger</strong> &#8211; die aktuellen Top 3 auf meinem Player&#8230;</p>
<p align="center">Enno:<br />
Tele – Fieber<br />
Lichter – Leerer Raum<br />
Air – Once Upon A Time</p>
<p align="center">Bernd:<br />
Who Made Who – Space for rent<br />
Tele – Ein Leben ohne dich<br />
Death Cab For Cutie &#8211; Transatlanticism</p>
<p align="center">Nils:<br />
Digitalism &#8211; Pogo<br />
Bloc Party &#8211; Modern Love<br />
Finn &#8211; Electrify</p>
<p align="left">Ich sagte doch, die Jungs sind großartig. <strong>Bei <a href="http://www.myspace.com/ennobunger" target="_blank">MySpace</a> findet Ihr die Tourdaten und mehr Songs. </strong></p>
<p align="right">15. November 2007</p>
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