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	<title>Markus Köhler</title>
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	<description>&#34;Überlebens-Tipps für Informatiker&#34;</description>
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	<title>Markus Köhler</title>
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		<title>Wie Software die Welt &#8222;frisst&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2016 20:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstöße]]></category>
		<category><![CDATA[IT]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor etwas mehr als 5 Jahren erblickte ein Zitat das Licht der Welt. Ein Zitat von Marc Andreessen. Er schrieb: software is eating the world (Quelle), zu deutsch: Software isst die Welt auf. Was zunächst einmal überzogen und unwirklich erscheint, wird bei näherer Betrachtung immer zutreffender. Das erste Computerprogramm entstand im Jahr 1949, damals noch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor etwas mehr als 5 Jahren erblickte ein Zitat das Licht der Welt. Ein Zitat von Marc Andreessen. Er schrieb:</p>
<blockquote><p>software is eating the world</p></blockquote>
<p>(<a href="http://www.wsj.com/articles/SB10001424053111903480904576512250915629460" target="_blank">Quelle</a>), zu deutsch: Software isst die Welt auf. Was zunächst einmal überzogen und unwirklich erscheint, wird bei näherer Betrachtung immer zutreffender.</p>
<p>Das erste Computerprogramm entstand im <a href="http://www.heise.de/ct/artikel/Vor-60-Jahren-Das-erste-Computerprogramm-startet-301554.html" target="_blank">Jahr 1949</a>, damals noch mit Lochkarten in einem Röhrenrechner, die Ausgabe erfolgte auf Fernschreiber. Technologien, die heute so fern sind, dass man sie in unserer Generation höchstens von Erzählungen kennt. Aber dennoch waren sie die Grundsteine für moderne Computer.</p>
<p>Weit vor der Zeit von Computern, um die Geburtsstunde Jesu Christi im Jahr 0 herum, schufen sich manche Herrscher eine &#8222;Blase&#8220; um sich herum, abgeschirmt von schlechten Nachrichten oder Unbeliebtheit beim Volk; namentlich Kaiser Nero. Das führte letztendlich damals zu seinem Suizid, als die Realität ihn einholte.</p>
<p>Heute, über 2000 Jahre später, gibt es dasselbe Phänomen &#8211; bloß nicht bei Kaisern, sondern bei jedermann. Wir kapseln uns von der Außenwelt ab, durch Technologie. Heutzutage nennt man das &#8222;Filter Bubble&#8220;, Filterblase. Jeder kann sich im Internet eine virtuelle Welt schaffen und vollkommen darin abtauchen, gar die Persönlichkeit bzw. Psyche kann sich maßgeblich verändern durch Internetkonsum.</p>
<p>Mobbing ist allgegenwärtig. Man muss sich nicht mehr physisch treffen um jemanden zu mobben, das erledigt man heutzutage bequem vom heimischen Sessel aus, im Internet. Ein sehr negatives Beispiel, wie wir die Technologie heutzutage nutzen. Aber es geht noch negativer. Kriege. Vom Ersten und Zweiten Weltkrieg kennen wir Kriege als bewaffnete Konflikte, in denen sich die Konfliktparteien gegenüber stehen und mit scharfen Waffen gegenseitig ihre Vormachtstellung zu demonstrieren suchen. Bewaffnete Kriege? Obsolet. Heutzutage passiert Krieg im Internet. Cyber-War, Cyber-Krieg. Statt einem großen Militär benötigen moderne Staaten zunehmend eine große Cyber-Armee, professionelle Hacker, die in der Lage sind, andere Staaten wirtschaftlich und intellektuell zu schädigen. Es wird gemunkelt, der Iran hätte heutzutage die weltgrößte Cyber-Armee.</p>
<p>Die Ursache dafür ist nicht schwer zu finden. Vor etwa 5 Jahren kam ein wirklich ausgeklügelter Computer-Virus an die Öffentlichkeit: Stuxnet. Offensichtlich entwickelt von den USA und ihren Verbündeten, programmiert um das iranische Atomprogramm zu (zer)stören. 1000 Zentrifugen wurden regelrecht zerfetzt durch Stuxnet. Wirtschaftlicher Schaden, verursacht durch Software. Die NSA bezeichnet Stuxnet rückblickend als amateurhaft, nachdem die New York Times es zuvor &#8222;höchstentwickelte Cyber-Angriffswaffe, die es je gab&#8220; nannte &#8211; nur ein leichtes Anzeichen dafür, was mit Software alles möglich wird. Man hört, bis heute wäre der gesamte Staatsapparat im Iran unter verdeckter amerikanischer Kontrolle. Dieser Konflikt wird im Film &#8222;Zero Days&#8220; dokumentarisch näher beleuchtet.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Rechtssicherheit. Faktisch gibt es heutzutage noch keine wirkliche Rechtssicherheit im Internet, die Regelungen, Vereinbarungen, Abkommen werden erst gemächlich erdacht, verfasst und ratifiziert. Für bewaffnete Konflikte gibt es nicht umsonst die Genfer Konventionen zur Festlegung des internationalen humanitären Völkerrechts. Für Zivilpersonen interessant ist vor allem das Genfer Abkommen IV, &#8222;über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten&#8220;. Darin heißt es beispielsweise:</p>
<blockquote><p>geschützte[&#8230;] Personen haben unter allen Umständen Anspruch auf Respekt ihrer Person, Ehre, familiären Bindungen, ihrer religiösen Überzeugungen und Gebräuche und ihrer sonstigen Gewohnheiten (Artikel 27). Sie sind ohne jeden Unterschied unter allen Umständen menschlich zu behandeln und vor Gewalt, Bedrohung, Beleidigung, Erniedrigung und öffentlicher Neugier zu schützen. Frauen ist besonderer Schutz vor Vergewaltigung, erzwungener Prostitution und sonstigen unzüchtigen Angriffen gegen ihre Person zu gewähren.</p></blockquote>
<p>(Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Genfer_Konventionen#Genfer_Abkommen_IV" target="_blank">Wikipedia</a>)</p>
<p>Solch ein Reglement gibt es &#8211; man ahnt es fast &#8211; für Krieg im Internet nicht. Alles ist erlaubt. Und wenn schon Zerstörung von Zentrifugen eines Atomkraftwerks als &#8222;amateurhaft&#8220; bezeichnet werden, möchte man sich nicht ausmalen, was an kriegerischen Handlungen im Internet sonst noch so vorbereitet, veranlasst oder ausgeführt wird. Jede Minute, jede Sekunde, tausendfach. Von verteilten Botnetzen, unkontrollierbar, unbeherrschbar, nicht nachverfolgbar.</p>
<p>Am liebsten möchte man sich gar keine Gedanken darüber machen. Aber es gehört nunmal zum Arbeitsalltag eines Softwareentwicklers, aber  auch eines Netzwerk-Administrators, solche Gefahren zu kennen und alle Vorkehrungen treffen zu können, um die üblichsten Attacken abwehren zu können.</p>
<p>Software steckt in Autos, Radios, Handys, Routern, Set-Top-Boxen, Tablets, Kühlschränken, Heizungen, Solaranlagen, Windkraftanlagen, und vielen weiteren technischen Errungenschaften der heutigen Zeit. Fast möchte man sagen, es gibt nichts, was nicht zumindest entfernt von Software gesteuert wird. Ob es die Buchhaltung in Unternehmen oder der Fahrplan der Bahn ist, alles läuft über Software und/oder das Internet. Und somit ist alles von mittelmäßigen Softwareentwicklern angreifbar. Selbstverständlich gibt es White Hat vs Black Hat Hacker, die einen versuchen Lücken zu schließen bevor die anderen sie ausnutzen können. Aber das ist eben auch ein Wettlauf gegen die Zeit.</p>
<p>In diesem Zusammenhang ist es sehr bemerkenswert, dass Computer schon so kognitive Fähigkeiten erlernen können, selbst Software zu entwickeln um Lücken in Software auszunutzen bzw. zu schließen. Ganz ohne menschliches Zutun, und in immer rasanterem Tempo. Somit wird sich der technische Fortschritt immer weiter beschleunigen. Der ultimative Schritt sind Quantencomputer, die 100 Millionen mal schneller rechnen sollen als ein heutiger Hochleistungs-Rechner.</p>
<p>Und mitten in all diesem Chaos zwischen Fortschritt und Gefahr sitzt der Ottonormal-Verbraucher vor seinem PC zuhause und surft im Internet, ja ließt gerade diesen Blog-Artikel.</p>
<p>q.e.d.</p>
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		<title>Schöne neue Welt &#8211; wie Technik die Menschen überholt</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2016 18:03:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstöße]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik/Empfehlung]]></category>

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		<description><![CDATA[In seinem neuen Dokumentarfilm &#8222;Schöne neue Welt&#8220; schaut Claus Kleber eindrucksvoll hinter die Kulissen des Silicon Valley und erkundet dabei, wie Technologie unser Leben in Zukunft grundlegend umkrempeln wird. Nicht zu Unrecht gilt das Silicon Valley bei San Francisco an der Westküste der USA in Kalifornien als das &#8222;Tal der Technologie&#8220; und wegweisend für alle [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem neuen Dokumentarfilm &#8222;<a class="external-link" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2762480/Schöne-neue-Welt" target="_blank" rel="nofollow">Schöne neue Welt</a>&#8220; schaut Claus Kleber eindrucksvoll hinter die Kulissen des Silicon Valley und erkundet dabei, wie Technologie unser Leben in Zukunft grundlegend umkrempeln wird.</p>
<p>Nicht zu Unrecht gilt das <a class="external-link" href="https://www.google.de/maps/place/Silicon+Valley,+Kalifornien,+USA/@37.3844487,-121.9067465,9z/data=!4m5!3m4!1s0x808fb68ad0cfc739:0x7eb356b66bd4b50e!8m2!3d37.387474!4d-122.0575434" target="_blank" rel="nofollow">Silicon Valley</a> bei San Francisco an der Westküste der USA in Kalifornien als das &#8222;Tal der Technologie&#8220; und wegweisend für alle großen, teuren und visionären Projekte und Technologien. Es ist das Zuhause von Weltkonzernen wie Google, Facebook, Twitter, Apple, Yahoo und vielen, vielen weiteren, die in unserem heutigen Leben allgegenwärtig sind und die Zukunft aktiv mitgestalten. Dort wurden Konzepte wie &#8222;<a class="external-link" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Share_Economy" target="_blank" rel="nofollow">Share Economy</a>&#8220; entwickelt, das bahnbrechend die gemeinsame Nutzung von Ressourcen oder Wissen vorantreiben soll.</p>
<p><a class="external-link" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_Thrun" target="_blank" rel="nofollow">Sebastian Thrun</a> ist eines der &#8222;Superhirne&#8220; im Silicon Valley. Er hat bei Google das selbstfahrende Auto mitentwickelt und war Forschungs-Chef und Vizepräsident von Google, ist Professor an der renommierten Stanford University und hat die Online-Akademie Udacity ins Leben gerufen. Ebenso baute er Googles geheime Forschungsabteilung &#8222;X&#8220; mit auf, deren Chef aktuell <a class="external-link" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Astro_Teller" target="_blank" rel="nofollow">Astro Teller</a> ist. Google X entwickelte Projekte wie Google Glass, selbstfahrende Autos, vernetzte Kontaktlinsen, Satelliten-Internet für abgelegene Gegenden, sowie eine Online-Plattform für Architekten.</p>
<p>Nicht so breit gefächert wie Google, aber nicht minder innovativ, sind andere im Silicon Valley beheimatete Firmen wie Airbnb, die über ihre Plattform Privatwohnungen als Übernachtungsmöglichkeiten vermitteln, oder Uber, die Taxi-Dienste revolutionieren und digitalisieren wollen. Interessant ist dabei, wie all diese Unternehmen um die besten Mitarbeiter buhlen &#8211; dadurch entsteht eine komplett neue Arbeitsphilosophie und -atmosphäre. Die Büros von Airbnb beispielsweise sind den vermieteten Privatwohnungen nachempfunden, es gibt keine festen Arbeitsplätze, jeder lässt sich jeden Tag an einem neuen Platz nieder. Facebook hingegen hat das wohl größte Großraumbüro der Welt, das eher an einen <a class="external-link" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Coworking#Coworking_Spaces" target="_blank" rel="nofollow">Coworking-Space</a> erinnert &#8211; mit einer Architektur, die besagt: &#8222;Wir sind nie am Ziel, müssen stets an unseren Ideen arbeiten&#8220;.</p>
<p>Viele dieser Unternehmen arbeiten im Bereich der Robotik bzw. künstlichen Intelligenz (KI oder AI) oder angrenzenden Bereichen. Ein omnipräsentes Thema ist dabei die schöpferische Zerstörung: die Annahme, dass durch jede technologische Neuentwicklung eine ältere, bereits eingelebte Technologie weichen muss. In wie weit das auf Roboter zutrifft, unterliegt heftigen Diskussionen. Dass Roboter menschliche Arbeitnehmer in vielen Berufen überflüssig machen werden, dürfte mittlerweile bekannt sein. Doch sie werden auch neue Arbeitsplätze schaffen, allerdings nur in der technischen Wartung und Programmierung sowie Infrastruktur für die Roboter. Wie geht man also mit einer Verdrängung von unzähligen menschlichen Arbeitsplätzen durch die Roboter um? Und wie viel Macht oder Selbständigkeit darf ein Roboter überhaupt erlangen, ohne dass der Mensch die Kontrolle über die Maschinen verliert? Diese und viel mehr ethische Fragen sind noch ungeklärt, werden aber dem Vernehmen nach in den USA viel lockerer angegangen und den Neuentwicklungen viel mehr Raum gegeben, da die Politik mit ihren Entscheidungen und Gesetzen dort drüben viel langsamer, aber auch offener ist als beispielsweise in Europa. Und die Visionäre zieht es deshalb ins Silicon Valley, da es beispielsweise in Deutschland, der technischen und wirtschaftlichen Vorreiter-Nation Europas, an Entscheidungsfreudigkeit und Risikobereitschaft in Wirtschaft und auch Politik mangelt.</p>
<p>Auch die Arbeitsmentalität ist in den USA eine andere als in Deutschland: hierzulande behält man seinen Job am liebsten über Jahre oder gar ein ganzes Leben, was aber immer mehr der amerikanischen Hire&amp;Fire-Mentalität weicht, also schnellen, kurzfristigen und risikoreichen Jobwechseln. Auch das ist ein Grund, weshalb die Unternehmen im Silicon Valley sich so einen verbitterten Krieg um ihre besten Mitarbeiter liefern müssen &#8211; aber es kurbelt selbstverständlich auch den Fortschritt und Wettbewerb an. Eine vernehmlich deutsche Idee trifft man neuerdings auch in den USA, nämlich die des bedingungslosen Grundeinkommens: die Idee dahinter ist, dass jeder Mensch frei sein sollte, zu tun und zu lassen was er gerne möchte, ohne Zwang einem Beruf nachzugehen und Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Zusätzlich interessant wird dieses Konzept auch im Hinblick auf die zunehmende Automatisierung und Roboter statt Menschen in allen möglichen Berufen: durch ein bedingungsloses Grundeinkommen müsste man sich keine Gedanken mehr darüber machen, ob man Arbeit findet oder nicht und wird durch die Roboter nicht in die Arbeitslosigkeit bzw. Armut abgedrängt.</p>
<p>Ein weiteres, höchst interessantes und die Entwicklung vorantreibendes Unternehmen im Silicon Valley ist Autodesk: mit ihren Robotern und ihrer Software können beispielsweise vollautomatisiert neue Architekturen entworfen werden, die effizienter sind als es ein menschlicher Architekt je planen könnte. Leichtbau-Stühle, material- und kosten-effiziente Gebäude wie Wolkenkratzer, oder gar passgenaue, modische Kleider als 3D-Druck aus Nylon. Laut der Vision von Autodesk soll man bald beispielsweise ein Foto von sich hochladen können und der Computer erzeugt basierend auf dieser Körperform und -maße ein modisches Kleid, fertigt es direkt per 3D-Druck an und versendet es, etwa per Drohne, direkt an den Besteller. So kann aus einem Traum innerhalb von Stunden Realität werden. Und in diesem wahnwitzigen Tempo bewegt sich die gesamte Innovation im Silicon Valley.</p>
<p>Einer der Top-Visionäre dieser Tage ist Elon Musk. Der Gründer und Begründer von Tesla Motors, die hochwertige Elektroautos herstellen, SpaceX, einem privaten Raumfahrtunternehmen, und HyperLoop, dem Konzept eines Hochgeschwindigkeits-Zuges, hat auf der diesjährigen Code-Konferenz einige krasse Theorien aufgestellt. Beispielsweise ist er der Ansicht, dass wir möglicherweise in einer Computer-Simulation leben, ohne es zu wissen. Musk erklärte, dass es im Hinblick auf die unglaublichen Fortschritte im Bereich der Videospiele und der künstlichen Intelligenz für ihn sogar sehr wahrscheinlich sei, dass es irgendwann so ausgeklügelte Simulationen geben werde, dass die simulierten Subjekte sich für real halten werden. Wenn das stimme, dann ließe sich auch nicht ausschließen, dass wir bereits Teil einer solchen Simulation seien.</p>
<p>Ein anderes großes Thema dieser Tage ist die Virtuelle Realität. Samsung arbeitet zusammen mit Facebook, die vor Kurzem den VR-Spazialisten Oculus aufgekauft haben, an bahnbrechendem Fortschritt im diesem Bereich. Virtuelle Realität kann beispielsweise in der Bildung, Forschung und auch in der Medizin angewendet werden, um in eine komplett andere Umgebung einzutauchen, und damit fokussierter lernen zu können, ein kreatives Selbstbewusstsein aufzubauen, oder im Bereich der Medizin etwa Operationen gezielter vorbereiten zu können. Auch der 3D-Druck kommt immer mehr in der Medizin zum Einsatz: mittlerweile lässt sich sogar schon lebendes Gewebe 3D-drucken, wie etwa ein Herz, eine Niere, ein Bein, also ist es auch nicht mehr weit bis zum vollständig künstlich erzeugten Lebewesen &#8211; und in diesem Fall nicht geklont, sondern gedruckt. Ein &#8222;moralisches Minenfeld&#8220; in der technologischen und biogenetischen Entwicklung, wenn plötzlich Menschen von einem Computer erzeugt würden. Dadurch ließen sich allerdings auch größere Schäden anrichten, etwa wenn man für unsere Umwelt schädliche Organismen künstlich erzeugen würde, die unser gesamtes Ökosystem durcheinander bringen könnten &#8211; eine bisher nicht einzuschätzende Gefahr durch Technologie und Maschinen.</p>
<p>Ein <a class="external-link" href="https://twitter.com/HolySinny/status/744251756989685761" target="_blank" rel="nofollow">Twitter-Nutzer fragt sich</a> zu recht selbst:</p>
<blockquote><p>&#8222;Schafft der Mensch sich selber ab? Oder wird er Teil der Virtualität?&#8220;</p></blockquote>
<p>Vor 10 Jahren noch wäre all das undenkbar gewesen: Sebastian Thrun wurde damals nahegelegt, er riskiere seine Karriere, wenn er sich mit selbstfahrenden Autos beschäftigte &#8211; heute sind seine Visionen nahezu Realität. Ideen sind wichtiger geworden als Materielles &#8211; im Silicon Valley zählen teure Autos, Jachten, Villen heute nicht mehr so viel wie teure Visionen. Manche wurden durch die New Economy zu hart schuftenden Arbeitsnomaden, weil sie auf das große Business gehofft hatten &#8211; andere verdienen Millionen damit, Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. Die USA sind ein wichtiger Motor dieser Entwicklung &#8211; die EU hinkt noch hinterher und hat unter Umständen das Potential gefährliche Fortschritte zu bremsen. Gegensätze in allen Bereichen also, die dafür sorgen, das unser heutiges Leben in Zukunft genauso unvorstellbar sein wird wie wir über die heutige Zukunft noch im 20. Jahrhundert dachten.</p>
<hr />
<ul>
<li>&#8222;Schöne neue Welt&#8220; in der ZDF Mediathek: <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2762480/Schöne-neue-Welt" target="_blank">externer Link</a></li>
<li>Claus Kleber über seinen Film &#8222;Schöne neue Welt&#8220;:</li>
</ul>
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<p><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/qcGmNel-a-w?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;autohide=2&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' allowfullscreen='true' style='border:0;'></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>How-To: Facebook Messenger als &#8222;Notizblock&#8220; nutzen</title>
		<link>http://blog.koehler.pro/how-to-facebook-messenger-als-notizblock-nutzen.html</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2016 15:15:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein ganz nützliches Feature, das auf den ersten Blick gar nicht so offensichtlich ist: Man kann sich im Facebook Messenger selbst Nachrichten schicken. Dies lässt sich beispielsweise dazu nutzen, Erinnerungen und Textschnipsel abzulegen. Dazu kann man wie folgt vorgehen: 1. Facebook Benutzernamen herausfinden: Dazu am einfachsten von einer beliebigen Facebook-Seite aus auf den eigenen Namen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ganz nützliches Feature, das auf den ersten Blick gar nicht so offensichtlich ist: Man kann sich im Facebook Messenger selbst Nachrichten schicken. Dies lässt sich beispielsweise dazu nutzen, Erinnerungen und Textschnipsel abzulegen.</p>
<p>Dazu kann man wie folgt vorgehen:</p>
<p><strong>1. Facebook Benutzernamen herausfinden:</strong></p>
<p>Dazu am einfachsten von einer beliebigen Facebook-Seite aus auf den eigenen Namen in der blauen Kopfleiste klicken (hier zu sehen zwischen Suchfeld und &#8222;Startseite&#8220;)</p>
<p><img data-attachment-id="1582" data-permalink="http://blog.koehler.pro/how-to-facebook-messenger-als-notizblock-nutzen.html/img_074-fw/" data-orig-file="https://i2.wp.com/blog.koehler.pro/wp-content/uploads/2016/06/img_074.fw_.png?fit=920%2C244" data-orig-size="920,244" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="img_074.fw" data-image-description="" data-medium-file="https://i2.wp.com/blog.koehler.pro/wp-content/uploads/2016/06/img_074.fw_.png?fit=300%2C80" data-large-file="https://i2.wp.com/blog.koehler.pro/wp-content/uploads/2016/06/img_074.fw_.png?fit=920%2C244" class="aligncenter size-full wp-image-1582" src="https://i2.wp.com/blog.koehler.pro/wp-content/uploads/2016/06/img_074.fw_.png?resize=920%2C244&#038;ssl=1" alt="img_074.fw" srcset="https://i2.wp.com/blog.koehler.pro/wp-content/uploads/2016/06/img_074.fw_.png?w=920 920w, https://i2.wp.com/blog.koehler.pro/wp-content/uploads/2016/06/img_074.fw_.png?resize=300%2C80 300w, https://i2.wp.com/blog.koehler.pro/wp-content/uploads/2016/06/img_074.fw_.png?resize=768%2C204 768w, https://i2.wp.com/blog.koehler.pro/wp-content/uploads/2016/06/img_074.fw_.png?resize=500%2C133 500w" sizes="(max-width: 920px) 100vw, 920px" data-recalc-dims="1" /></p>
<p>Daraufhin steht in der Adressleiste eine URL im Format <em>https://www.facebook.com/&lt;benutzername&gt;</em>, z.B. <em>https://www.facebook.com/markuskoehler93</em>. Also den letzten Teil dieser URL kopieren bzw. merken, das ist entweder eure individuelle Facebook User ID (numerisch) oder aber euer individueller FB Benutzername.</p>
<p><strong>2. Messenger an sich selbst öffnen:</strong></p>
<p>Mithilfe dieses Benutzernamens können wir nun einen Messenger-Dialog an uns selbst öffnen: Einfach die URL <em>http://m.me/&lt;benutzername&gt;</em> aufrufen, also z.B. <em>http://m.me/markuskoehler93</em> &#8211; Das war&#8217;s schon! Nun schreibt ihr mit euch selbst.</p>
<p>Hinweis: Bitte nicht irritieren lassen von der veränderten URL nach dem Aufruf von <em>m.me/&lt;benutzername&gt;</em>, diese URL leitet weiter auf z.B. <em>https://www.messenger.com/t/1234497893/</em>.</p>
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		<title>Monolithische vs. Microservice Architektur</title>
		<link>http://blog.koehler.pro/monolithische-vs-microservice-architektur.html</link>
		<comments>http://blog.koehler.pro/monolithische-vs-microservice-architektur.html#respond</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2016 17:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hatte ich Gelegenheit, mit einem Trainer für Laravel zu sprechen. Zur Diskussion stand die optimale Projektstruktur für moderne Software- bzw. Web-Projekte. Da ich sowohl geschäftlich als auch privat zur Zeit an dem einen oder anderen Projekt mit Laravel arbeite, war es natürlich umso interessanter, wie ein Trainer die Situation sieht. Und er sieht sie [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatte ich Gelegenheit, mit einem Trainer für Laravel zu sprechen. Zur Diskussion stand die optimale Projektstruktur für moderne Software- bzw. Web-Projekte.</p>
<p>Da ich sowohl geschäftlich als auch privat zur Zeit an dem einen oder anderen Projekt mit Laravel arbeite, war es natürlich umso interessanter, wie ein Trainer die Situation sieht. Und er sieht sie differenziert:</p>
<p>In den meisten Fällen, also für von der Codebasis her kleine bis mittelgroße Projekte, empfiehlt der Trainer, monolithisch vorzugehen, d.h. Models, Views und Controller (MVC) in derselben Laravel-Instanz zu belassen. Diese kann man durch Unterordner strukturieren, bspw. app/Http/Controllers/Feature1/FirstController.php, resources/views/Feature1/FirstView.blade.php.</p>
<p>Dies sollte bei dieser Projektgröße auch der Performance nicht schaden, da Laravel per se durch diverse Caching-Mechanismen schon auf Speed ausgelegt ist. Es gibt allerdings durchaus ein paar gute Gründe, von der monolithischen Architektur abzuweichen:</p>
<ol>
<li>wenn abzusehen ist, dass das Projekt so exponentiell wächst, dass man das Frontend und das Backend (Daten, Service) auf verschiedenen Webservern betreiben will &#8211; entweder aus Performanz-Gründen oder zur Skalierung</li>
<li>wenn die Daten, also der Service, beispielsweise auch von mobilen Apps, egal ob nativ oder hybrid, direkt angesprochen/abgefragt werden können soll</li>
<li>wenn dieselbe Datenbasis von mehreren (Laravel) Apps gleichzeitig genutzt werden soll</li>
</ol>
<p>Im dritten Fall muss man sich aber nicht gezwungenermaßen für eine Microservice-Architektur entscheiden. Eine weitere, bevorzugte Möglichkeit ist der Einsatz von Packages, also etwa über composer oder bower, die man sich je nach Bedarf in die Laravel-Installation inkludieren kann. Das setzt natürlich gewisse Kenntnis voraus, wie Packages für Laravel erstellt werden und auch Grundkenntnisse im Umgang mit Git, da solche Packages bspw. für composer meist über GitHub bereitgestellt werden.</p>
<p>Daher ist es meist anzuraten, erst einmal monolithisch zu starten, und zwar mit Features in Form von Packages. Sollte das Projekt soweit über sich hinaus wachsen, dass man die Datenschicht von der Frontend-Schicht trennen möchte, kann man sich aus den bereits erstellten Packages immer noch ganz schnell eine separate RESTful API zusammen-&#8222;composern&#8220;, beispielsweise per Lumen, Laravels Microservice-Framework.</p>
<p>Eine weitere empfehlenswerte Vorgehensweise ist TDD, Test-Driven Development. Das bedeutet, dass die Tests für die einzelnen Komponenten bzw. Packages bereits vor dem eigentlichen Quellcode geschrieben werden. Unter der Voraussetzung, dass die gewünschten Rückgabewerte eines Features bereits vor dessen Entwicklung feststehen, lässt sich so die Entwicklung entlang der Testergebnisse skalieren, zusätzlich wird eine bestmögliche Testabdeckung der Entwicklung erreicht.</p>
<p>TDD führt auch schon nahtlos zum nächsten Thema über, und zwar CI, Continuous Integration. Der bekannteste CI-Server ist &#8222;Jenkins CI&#8220;, der es ermöglicht, eine Codebasis automatisch bei jedem Commit bzw. Push an den Git-Server (Bitbucket/GitHub/&#8230;) auszuchecken, neue/geänderte Abhängigkeiten zu installieren, Umgebungsvariablen zu setzen, Unit-Tests auszuführen und vieles, vieles mehr. Somit kann man das Testing bzw. für Softwareprodukte auch das Erstellen der Bibliotheken und ausführbaren Dateien, (fast) komplett automatisieren. Wir leben nun einmal zweifellos im <a href="http://www.infoworld.com/article/3027160/application-development/were-living-in-the-golden-age-of-software-development.html" target="_blank">goldenen Zeitalter der Softwareentwicklung</a> (englisch).</p>
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		<title>How To: RESTful API &#8211; Best Practices</title>
		<link>http://blog.koehler.pro/howto-restful-api-best-practices.html</link>
		<comments>http://blog.koehler.pro/howto-restful-api-best-practices.html#respond</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2016 18:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>

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		<description><![CDATA[In moderner Web-Entwicklung dreht sich viel um APIs, meistens RESTful APIs. Wenn man Applikationen auf mehrere Server aufteilen will oder Microservices implementieren will, müssen diese miteinander kommunizieren &#8211; meistens über eine RESTful API. Darum habe ich aus verschiedenen Quellen im Web hier die &#8222;Best Practices&#8220; für das Architektur-Design einer RESTful API zusammengetragen. Benutze Nomen, aber [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In moderner Web-Entwicklung dreht sich viel um APIs, meistens RESTful APIs. Wenn man Applikationen auf mehrere Server aufteilen will oder Microservices implementieren will, müssen diese miteinander kommunizieren &#8211; meistens über eine RESTful API. Darum habe ich aus verschiedenen Quellen im Web hier die &#8222;Best Practices&#8220; für das Architektur-Design einer RESTful API zusammengetragen.</p>
<hr />
<ol>
<li>Benutze Nomen, aber keine Verben</li>
<li>GET sollte den State nicht verändern</li>
<li>Benutze immer Plural-Nomen</li>
<li>Benutze Sub-Ressourcen für Beziehungen</li>
<li>Benutze Headers für Authorization und Format-Deklarationen</li>
<li>Benutze HATEOAS</li>
<li>Stelle Filtermöglichkeiten, Sortierung, Seitenaufteilung bereit</li>
<li>Versioniere die API: Major Version in der URL, (Datums-basierte) Minor Version in Header</li>
<li>Behandle Fehler mit den korrekten HTTP Status Codes</li>
<li>Erlaube Überschreiben der HTTP Methode</li>
</ol>
<p>(Quelle: <a href="http://blog.mwaysolutions.com/2014/06/05/10-best-practices-for-better-restful-api/" target="_blank">http://blog.mwaysolutions.com/2014/06/05/10-best-practices-for-better-restful-api/</a>)</p>
<ol>
<li>Nimm dir Freiraum für Aktionen, die nicht ins CRUD Schema passen</li>
<li>Benutze immer SSL &#8211; ohne Ausnahme!</li>
<li>Ausführliche Dokumentation ist extrem wichtig!</li>
<li>Erlaube Suche nach Ressourcen</li>
<li>Stelle Aliase für gebräuchliche Abfragen bereit</li>
<li>Erlaube Limitierung der zurückgegebenen Felder</li>
<li>Benutze snake_case anstelle von camelCase</li>
<li>Stelle sicher, dass GZip-Kompression unterstützt wird (und Caching auf der Produktionsumgebung angeschaltet ist)</li>
<li>Benutze keine Umhüllung für Antworten, aber mache es möglich wo nötig (bspw. für Fehler, siehe obigen Link)</li>
<li>Erlaube autom. Laden von verwandten Ressourcen über &#8222;embed&#8220; Parameter (erlaube Erweiterung von Beziehungen)</li>
<li>Benutze Rate Limiting (z.B. Anzahl Anfragen pro Stunde)</li>
<li>Authentifizierung sollte statuslos sein. ?access_token= URL-Parameter sollte nur in Verbindung mit JSONP erlaubt werden</li>
</ol>
<p>(Quelle: <a href="http://www.vinaysahni.com/best-practices-for-a-pragmatic-restful-api#restful" target="_blank">http://www.vinaysahni.com/best-practices-for-a-pragmatic-restful-api#restful</a>)</p>
<ol>
<li>Halte URLs so kurz wie möglich, aber auch so klar wie möglich (nicht mehr als 3 Nodes per URL)</li>
<li>Benutze Links und Referenz-Objekte anstelle von blanken IDs (=&gt; HATEOAS)</li>
<li>Designe Ressourcen-Repräsentationen anstelle von einfacher Ausgabe von Datenbanktabellen</li>
<li>Führe Repräsentationen zusammen und zeige nicht ihre blanken IDs an</li>
<li>Benutze ISO 8601 Datums- und Zeit-Formatierungen</li>
<li>Benutze Content-Type Header um Inhalte von eingehenden Anfragen zu beschreiben (z.B. Content-Type: application/vnd.koehler.webdesign.invoice)</li>
<li>Benutze folgende Cache Header:
<ol>
<li>ETag</li>
<li>Date</li>
<li>Cache-Control</li>
<li>Expires</li>
<li>Pragma</li>
<li>Last-Modified</li>
</ol>
</li>
<li>Stelle <a href="http://www.restapitutorial.com/lessons/idempotency.html" target="_blank">idempotente</a> (englisch) Operationen sicher.</li>
</ol>
<p>(Quelle: <a href="https://github.com/RestCheatSheet/api-cheat-sheet#api-design-cheat-sheet" target="_blank">https://github.com/RestCheatSheet/api-cheat-sheet#api-design-cheat-sheet</a>)</p>
<p>Siehe auch: <a class="external-link" href="https://github.com/WhiteHouse/api-standards" rel="nofollow">Web API Standards by The White House; Washington, D.C.</a> (englisch)</p>
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		<title>Causa Böhmermann</title>
		<link>http://blog.koehler.pro/causa-boehmermann.html</link>
		<comments>http://blog.koehler.pro/causa-boehmermann.html#respond</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 20:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft/Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Fall Böhmermann ist aktuell in allen (deutschen) Medien Thema &#8211; und überschattet damit viel weitreichendere Themen wie die Flüchtlingskrise, die Volkswagen-Affäre oder die Euro-Zins-Politik. Und das alles nur, weil Böhmermann die deutsche Meinungsfreiheit zu frei ausgelegt hat und die Türkei die Meinungsfreiheit hingegen enger sieht? Mit seinem Gedicht &#8222;Schmähkritik&#8220; auf den türkischen Präsidenten Erdogan sorgt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fall Böhmermann ist aktuell in allen (deutschen) Medien Thema &#8211; und überschattet damit viel weitreichendere Themen wie die Flüchtlingskrise, die Volkswagen-Affäre oder die Euro-Zins-Politik. Und das alles nur, weil Böhmermann die deutsche Meinungsfreiheit zu frei ausgelegt hat und die Türkei die Meinungsfreiheit hingegen enger sieht?</p>
<p>Mit seinem Gedicht &#8222;Schmähkritik&#8220; auf den türkischen Präsidenten Erdogan sorgt der Satiriker Jan Böhermann derzeit für viel Furore und läuft gar Gefahr, zur Staatsaffäre zu werden &#8211; wenn er es nicht schon ist. Seit heute stehen er und seine Familie auch rund um die Uhr unter Polizeischutz, da die Kölner Polizei nach einer Gefährdungsanalyse mit Experten für Staatsschutz befürchtet, dass Böhmermann radikale Erdogan-Anhänger auf sich aufmerksam gemacht haben könnte. Das Lachen dürfte Jan Böhmermann inzwischen sprichwörtlich vergangen sein, denn auch die Ausstrahlung seiner Satire-Sendung &#8222;Neo Magazin Royale&#8220; wurde für diesen Donnerstag abgesagt.</p>
<p>Die Bundesregierung um Angela Merkel will den Vorfall nicht allzu breit kommentieren, auch Regierungssprecher Steffen Seibert äußert sich auf der Bundespressekonferenz äußerst zurückhaltend zu dem Thema und wiederholt immer dieselben Parolen. Mittlerweile ist ein Ermittlungsverfahren gegen Böhmermann sogar nicht mehr von der Ermächtigung der Bundesregierung gemäß § 103 StGB (Strafgesetzbuch &#8211; &#8222;Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten&#8220;) abhängig, denn Präsident Erdogan hat auch privat Strafantrag gegen Böhmermann gestellt, so dass die Staatsanwaltschaft Mainz, die mit dem Fall befasst ist, in jedem Fall zum Handeln gezwungen ist &#8211; nach dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Legalit%C3%A4tsprinzip" target="_blank">Legalitätsprinzip</a> in Deutschland muss eine Strafverfolgungsbehörde Ermittlungen veranlassen, sobald sie Kenntnis von einer möglichen Straftat erlangt.</p>
<p>Jan Böhmermann hat hingegen sowohl Gegner als auch Befürworter seiner Schmähkritik um sich versammelt. Es wird ihm zugute gehalten, dass er im Vorfeld des Gedichtes dazu sagte, dass so etwas in Deutschland nicht legal wäre. Rechtsexperten sehen eine Verurteilung als sehr schwierig, da sich dies unter Umständen indirekt auf die generelle Meinungsfreiheit auswirken könnte. Auch hört man oft, dass die Bundesregierung, sollte sie die Staatsanwaltschaft gemäß § 103 StGB zu Ermittlungen ermächtigen, sich damit noch nicht direkt gegen die Meinungsfreiheit und Freiheit von Satire wendet, sondern nur die Strafverfolgungsbehörden mit der Entscheidung betraut, ob speziell der Fall Böhmermann legal oder illegal wäre. Solch ein Verfahren könnte sich als Präzedenzfall gar bis zum Bundesverfassungsgericht aufspielen, denn ein solches Ermittlungsverfahren nach § 103 StGB gab es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr &#8211; und schon gar nicht wegen eines satirischen Beitrags, der in Deutschland für sich genommen legal ist. Nur da eben ein ausländisches Staatsoberhaupt hier involviert bzw. betroffen ist, ist der Fall an sich so brisant. Auch das ZDF, welches die Sendung ausstrahlte, äußert sich differenziert, aber mit der Schlussfolgerung, dass das Schmähgedicht doch etwas zu extrem für die Massenmedien in Deutschland war und darum nach kontroverser Diskussion am Folgetag aus der ZDF Mediathek im Internet und sämtlichen Online-Verbreitungsformaten und Sendungswiederholungen herausgeschnitten wurde.</p>
<p>Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat sich auch schon zum Fall Böhmermann zu Wort gemeldet und vermeldete auf Twitter:</p>
<blockquote><p>Europa hat zuerst seine Seele verloren [&#8230;], jetzt verliert es seinen Humor. Lasst Böhmermann in Ruhe!</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="https://twitter.com/yanisvaroufakis/status/719438182878691328" target="_blank">Yanis Varoufakis</a></p>
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		<title>Antworten auf alle Fragen</title>
		<link>http://blog.koehler.pro/antworten-auf-alle-fragen-quora.html</link>
		<comments>http://blog.koehler.pro/antworten-auf-alle-fragen-quora.html#respond</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 18:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft/Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; hat früher oder später &#8222;Quora&#8220;. Die Plattform, die im Jahr 2009 vom ehemaligen CTO von Facebook &#8211; Adam D&#8217;Angelo &#8211; gegründet wurde, versteht sich als Vermittler von Antworten durch elitäre Persönlichkeiten auf jede mögliche Frage. Beispielsweise erklärt der ehem. griechische Finanzminister Yanis Varoufakis seine Meinung zum Ökonomie-Unterricht an Hochschulen, oder der AOL-Gründer Steve Case [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; hat früher oder später &#8222;Quora&#8220;. Die Plattform, die im Jahr 2009 vom ehemaligen CTO von Facebook &#8211; Adam D&#8217;Angelo &#8211; gegründet wurde, versteht sich als Vermittler von Antworten durch elitäre Persönlichkeiten auf jede mögliche Frage.</p>
<p>Beispielsweise erklärt der ehem. griechische Finanzminister Yanis Varoufakis seine Meinung zum Ökonomie-Unterricht an Hochschulen, oder der AOL-Gründer Steve Case erläutert das Platzen der dotcom-Blase. Google-Produktmanager Nate Smith führt technische Details hinter der Google Bildersuche aus, oder Dustin Muskovitz &#8211; seinerseits Facebook-Mitbegründer &#8211; erklärt Hintergründe zum Facebook-Film &#8222;The Social Network&#8220;. (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quora#Geschichte_und_Funktionsweise" target="_blank">Quelle</a>)</p>
<p>Die Artikel auf Quora lesen sich oft wie Aufzeichnungen, neudeutsch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Listicle" target="_blank">Listicle</a>, in denen verschiedene Perspektiven oder verschiedene mögliche Antworten auf eine spezifische Fragestellung erläutert werden. Das selbsterklärte Ziel der Plattform ist es, langfristig durch die Sammlung von Antworten auf alle möglichen Fragen,  spezifische Suchen bei Wikipedia oder Google überflüssig werden zu lassen.</p>
<p>Die Macher von Quora sagen über ihre Plattform, dass sie Inhalte bietet, die sich gut anfühlen gelesen zu haben; dass man dadurch besser versteht, warum die Welt funktioniert wie sie funktioniert; und was wir alle tun können, um die Welt besser zu machen &#8211; dass sie Antworten von Personen bietet, die sich wirklich mit der Thematik auskennen und Wissen aus erster Hand haben. Beispielsweise erklärt US-Präsident Barack Obama den Iran-Deal, Straftäter sprechen über ihre Zeit im Gefängnis, Polizisten erklären wie man sich gegen Einbrecher schützt, Wissenschaftler versuchen die globale Erwärmung zu erklären. Und man erhält wichtige Einsichten in Themen, die nirgendwo anders erklärt sind und auf die man auch auf keinem anderen Weg so detailreiche Auskünfte erhalten könnte.</p>
<p>Alles in allem ist Quora einfach einen Blick wert. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass so manche Antwort ganz schnell unter die Haut geht, die besten Antworten können Emotionen auslösen, aufwühlen, zu Tränen rühren, schockieren, aber es stets die unbeschönte Wahrheit in allen ihren Facetten und in unglaublicher Reichhaltigkeit: <a href="https://www.quora.com/" target="_blank">Quora</a>.</p>
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		<item>
		<title>How-To: Veröffentl. WordPress-Artikel programmatisch verarbeiten</title>
		<link>http://blog.koehler.pro/howto-wordpress-artikel-programmatisch-verarbeiten.html</link>
		<comments>http://blog.koehler.pro/howto-wordpress-artikel-programmatisch-verarbeiten.html#respond</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2016 18:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Programmierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich meine Datenbank an alten Blog-Artikeln ausgemistet. Dabei wollte ich unter anderem eine Auflistung sämtlicher veröffentlichter Artikel, also keine Entwürfe &#8211; und zwar menschenlesbar. Gar nicht so einfach, wie sich herausstellen sollte. Im Endeffekt habe ich eine frische WordPress-Installation an die alte Datenbank angebunden, die veröffentlichten Artikel als XML exportiert, diese XML dann [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich meine Datenbank an alten Blog-Artikeln ausgemistet. Dabei wollte ich unter anderem eine Auflistung sämtlicher veröffentlichter Artikel, also keine Entwürfe &#8211; und zwar menschenlesbar. Gar nicht so einfach, wie sich herausstellen sollte. Im Endeffekt habe ich eine frische WordPress-Installation an die alte Datenbank angebunden, die veröffentlichten Artikel als XML exportiert, diese XML dann mit PHP aufbereitet und als HTML ausgegeben. Das selbe lässt sich dank der filterbaren Export-Funktion von WordPress auch nach Entwürfen oder einem speziellen Autor, Kategorie oder Datum filtern und dann weiter verarbeiten.</p>
<p>Ich setze in dieser Anleitung voraus, dass eine Datenbank mit den alten Artikeln bereits bereitsteht, sowie ein lokaler Webserver installiert ist.</p>
<ol>
<li>WordPress (in der aktuellsten Version) <a href="https://wordpress.org/" target="_blank">herunterladen</a> und lokal in das Webserver-Verzeichnis (htdocs) entpacken.</li>
<li>wp-config-sample.php kopieren und umbenennen in wp-config.php, dann die Datenbankverbindung in die Config eintragen</li>
<li>Nun sollte beim Aufruf im Browser evtl. die Startseite des Blogs nicht erreichbar sein, aber eine Anmeldung an wp-admin mit den Benutzerdaten des alten Blogs möglich sein.</li>
<li>Unter <em>Werkzeuge -&gt; Daten exportieren</em> im Admin-Bereich kann man nun auswählen, was man gerne als XML exportiert hätte.</li>
<li>Danach die XML-Datei in einen neuen Ordner im Webserver-Verzeichnis (htdocs) verschieben. In demselben Ordner eine PHP-Datei erstellen mit folgendem Inhalt:</li>
</ol>
<blockquote><p>&lt;?php<br />
$xml = file_get_contents(&#8218;&lt;dateiname&gt;&#8216;);<br />
$xml = simplexml_unCDATAise($xml);<br />
$result = simplexml_load_string($xml,&#8217;SimpleXMLElement&#8216;,LIBXML_NOCDATA);<br />
$ns = $result-&gt;getNamespaces(true);<br />
foreach ($result-&gt;channel-&gt;item as $itm) {<br />
echo &#8218;&lt;h1&gt;&#8216; . $itm-&gt;title . &#8218;&lt;/h1&gt; (&#8218; . $itm-&gt;pubDate . &#8218;)&lt;br /&gt;&lt;br/&gt;&#8216;;<br />
echo $itm-&gt;children($ns[&#8218;content&#8216;]);<br />
echo &#8218;&lt;hr/&gt;&#8216;;<br />
}</p>
<p>function simplexml_unCDATAise($xml) {<br />
$new_xml = NULL;<br />
preg_match_all(&#8222;/\&lt;\!\[CDATA \[(.*)\]\]\&gt;/U&#8220;, $xml, $args);</p>
<p>if (is_array($args)) {<br />
if (isset($args[0]) &amp;&amp; isset($args[1])) {<br />
$new_xml = $xml;<br />
for ($i=0; $i&lt;count($args[0]); $i++) {<br />
$old_text = $args[0][$i];<br />
$new_text = htmlspecialchars($args[1][$i]);<br />
$new_xml = str_replace($old_text, $new_text, $new_xml);<br />
}<br />
}<br />
}</p>
<p>return $new_xml;<br />
}<br />
?&gt;</p></blockquote>
<p>&lt;dateiname&gt; selbstverständlich durch den Namen der XML-Datei ersetzen. Das Script ist nicht perfekt, nur auf die Schnelle zusammenkopiert aus PHP-Doku und StackOverflow. Wenn man die PHP-Datei nun im Browser aufruft, sollte man eine einigermaßen lesbare Ansicht der ehemaligen Blog-Artikel vorfinden, so dass sich der Text einfach weiterverarbeiten lässt.</p>
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		<item>
		<title>Zurück ins Leben &#8211; eine moderne Ostergeschichte</title>
		<link>http://blog.koehler.pro/zurueck-ins-leben-eine-moderne-ostergeschichte.html</link>
		<comments>http://blog.koehler.pro/zurueck-ins-leben-eine-moderne-ostergeschichte.html#respond</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2016 15:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Denkanstöße]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie sitzt an ihrer Supermarktkasse, als die Zahlen auf der Anzeige verschwimmen. Plötzlich kann die damals 37-jährige Sylke W. die Waren nicht mehr über den Scanner ziehen, sie fühlt sich schwindlig. Auf dem Weg ins Lager fällt sie gegen Regale. &#8222;Ich dachte, es ist der Kreislauf&#8220;, erzählt die dunkelhaarige Frau, &#8222;zu viel Stress, zu wenig [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sitzt an ihrer Supermarktkasse, als die Zahlen auf der Anzeige verschwimmen. Plötzlich kann die damals 37-jährige Sylke W. die Waren nicht mehr über den Scanner ziehen, sie fühlt sich schwindlig. Auf dem Weg ins Lager fällt sie gegen Regale. &#8222;Ich dachte, es ist der Kreislauf&#8220;, erzählt die dunkelhaarige Frau, &#8222;zu viel Stress, zu wenig getrunken&#8220;.</p>
<p>Der Arzt tippt auf Kreislaufprobleme, bis sie einen Mundwinkel unnatürlich verzieht. Er ruft einen Rettungshubschrauber. Sie wird notoperiert, die Ärzte entfernen eine Hälfte ihrer Schädeldecke, um den Druck im Gehirn zu verringern und ihr Leben zu retten. Ein winziger Blutpfropfen war ins Hirn geschossen, hatte die Gefäße verstopft und zum Schlaganfall geführt. Das war im September 2009.</p>
<h3>&#8222;Was wichtig ist und was nicht, sehe ich jetzt anders&#8220;</h3>
<p>Ihr Anblick hat sich in die Erinnerung ihres Lebensgefährten Thomas M. eingebrannt: &#8222;Kahlgeschoren, die Schädeldecke fehlte, überall Schläuche und Maschinen&#8220;, erzählt er. Die Ärzte prognostizieren: massive Schäden im Gehirn, drastische Lähmungen, lebenslang Rollstuhl. Wie sollte die Familie das durchstehen &#8211; organisatorisch, psychisch, finanziell? W. hat zwei Kinder, M. ist aber nicht der leibliche Vater, beide nicht verheiratet. Um für alle da zu sein, gab er seinen Beruf auf und versuchte sich als Hausmann, kontrollierte Schulaufgaben, spielte Taxi.</p>
<p>Wenn das Paar, das im Landkreis Erding rund 50 Kilometer östlich von München lebt, nebeneinander auf der Couch sitzt, liefern sie ein gegensätzliches Bild. Während W. lächelt, wirkt M. erschöpft und nachdenklich. Seine Haut ist blass. Mehr als zehn Kilo hat er abgenommen. &#8222;Was wichtig ist und was nicht, sehe ich jetzt anders&#8220;, sagt er und versucht zu lächeln.</p>
<h3>Sie wird nie vergessen, wie ihr eine Fliege den Arm hinaufkrabbelte</h3>
<p>Lebenslange Behinderung stand für W. nie zur Debatte. Binnen vier Wochen schaffte sie es, aus dem Rollstuhl aufzustehen, erst mit und schließlich ohne Stock zu gehen. Schritt für Schritt entwickelte sie sich zum zweiten Mal in ihrem Leben vom hilflosen Kleinkind zu einem Menschen, der seine Gabel selbst halten und in einen Bus einsteigen kann. Den Sommernachmittag, an dem sie zum ersten Mal wieder spürt, dass eine Fliege ihren Arm hinaufkrabbelt, wird sie nie vergessen.</p>
<p>&#8222;Im Krankenhaus hatte ich immer wieder den Traum, dass ich im Supermarkt den Getränkepfandautomaten putze&#8220;, erzählt W. &#8222;Sie wollte das so sehr, da haben wir sie als Aushilfe wieder eingestellt&#8220;, bestätigt ihr Chef Rene Beimers. Für W. sind die fünf Stunden Arbeit in der Woche motivierender als Therapie. &#8222;Besonders glücklich war ich, dass ich noch alle Nummern für Obst und Gemüse wusste&#8220;, sagt sie.</p>
<h3>Engelfiguren geben ihr neuen Mut</h3>
<p>Um den Hals trägt die heute 38-Jährige einen Engel und ein Kreuz. Sie erzählt von einem Traum, in dem ihr ihre tote Mutter erschienen ist. W., die bis zu diesem Tag nicht mit Religion in Berührung gekommen war, bezeichnet das als Schlüsselerlebnis. Seitdem geht sie ab und zu in die Kirche, hat Glaubenskurse besucht. Während sie das erzählt, ist M. still &#8211; er hält nichts von der Spiritualität seiner Freundin. Doch solange sie ihr guttut, lässt er sie machen. Und erträgt die Engelfiguren, die W. in der Wohnung verteilt hat.</p>
<p>Das Laminat im Wohnzimmer ist blitzeblank. Wem das zu verdanken ist? &#8222;Ich habe gestern gestaubsaugt&#8220;, sagt sie. &#8222;Ich habe heute feucht gewischt&#8220;, sagt er. Dass sie noch nicht alles wieder selbst erledigen kann, wurmt die 38-Jährige. Doch obwohl es auf den ersten Blick kaum auffällt &#8211; alles ist eben nicht wie früher. Leicht zieht sie das Bein nach, der Arm ist träge.</p>
<h3>&#8222;Man weiß nicht, wie stark man sein kann&#8220;</h3>
<p>Als ihr Lebensgefährte sagt, sie sei ein anderer Mensch geworden, will sie das nicht hören. &#8222;Abwarten!&#8220;, unterbricht sie ihn. Und als er davon spricht, dass er erfolglos versucht, wieder in seinen Beruf einzusteigen, sprudelt sie dazwischen: &#8222;Deshalb werde ich schnell fit &#8211; dann bringe ich uns durch!&#8220;</p>
<p>Manchmal möchte man die quirlige Frau bremsen, so unglaublich erscheinen die Fortschritte, die sie schon gemacht hat. Andererseits ist es diesem unersättlichen Willen zu verdanken, dass sie es &#8211; entgegen der Prognosen und anders als der Großteil der Schlaganfall-Patienten &#8211; zurück in ein beinahe normales Leben geschafft hat. &#8222;Man weiß nicht, wie stark man sein kann, bis man keine andere Wahl mehr hat&#8220;, resümiert Thomas M. Wie viel Wahrheit in dieser Weisheit steckt, hat die Familie in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen.</p>
<p><em>(nach: http://www.bayern-evangelisch.de/www/glauben/zurueck-ins-leben-eine-moderne-ostergeschichte.php, abgerufen am 7.4.12)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eigenes Social Network?</title>
		<link>http://blog.koehler.pro/eigenes-social-network.html</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2016 15:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Markus Köhler]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 4 Jahren planten so viele Leute, ein eigenes Social Network zu eröffnen. Warum nur? Möglicherweise wurden sie durch den Börsengang von Facebook darauf aufmerksam, wie viel Geld so ein Projekt abwerfen kann. Aber das ist auch der springende Punkt: es <em>kann</em> so viel Geld abwerfen, wenn man das richtige Händchen dafür hat, das nötige Know-How, die finanziellen Mittel und dazu noch ein Quäntchen Glück. Das ist wohl eine Art Rezept für den Erfolg. Aber wenn jemand schon auf einer Jobbörse für Webdesigner ein Projekt einstellt mit dem Titel &#8222;Nuovo Social Network&#8220; (Neues Social Network), dann frage ich mich, wo das richtige Händchen und das Know-How bleiben. Finanzielle Mittel muss derjenige wohl haben, wenn er eine Website, welche mehrere 1000 Dateien umfasst von einem fremden programmieren lassen will. Das Projektvolumen dürfte realistisch die zehntausende Euro gehen. Und ob das Quäntchen Glück noch dazukommt, ist wohl fraglich, bei den ganzen Möchtegern-Networks, die das Internet überschwemmen. Es gibt Leute, die der Ansicht sind, wenn man ein Forum hat kann man es Social Network nennen. Aber nein, denen kann ich getrost versichern: Ein Forum ist und bleibt ein Forum. Selbst ein Blog, welchen man mit einem Forum und vielleicht noch einem Wiki kombiniert, macht noch kein &#8222;Social Network&#8220;. Zu einem eigenen sozialen Netzwerk gehört zumindest ein selbst geschriebenes Framework, wie es die VZ Netzwerke Ltd aus Berlin hatte und einsetzte für ihre Netzwerke &#8222;meinVZ&#8220;, &#8222;studiVZ&#8220; und &#8222;schuelerVZ&#8220; (man beachte: gleiche Strukturen, gleiche Funktionen, gleiches Corporate Design, nur andere Farbgebung). Oder aber man hat Ideen und ein Erfolgskonzept wie Mark Zuckerberg und stellt etwas wie Facebook auf die Beine. Aber Facebook den Rang abzulaufen ist utopisch. Da ist es noch wahrscheinlicher, ewig zu leben. Fazit: Man hat nicht plötzlich ein eigenes Social Network. Das erfordert jahrelange Planung, Vorbereitung und Programmierarbeit von weit mehr als einem Programmierer.</p>
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