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	<description>Buchstaben zu Worten zu Sätzen zu txt.</description>
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		<title>Arztbesuch</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2022 19:27:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit ich die Ausschlussdiagnose bekommen habe, geht es mir nicht besonders gut. So sehr habe ich mich daran geklammert. Das erklärt mich. Ich bin kein Versager, ich funktioniere nur anders. Pustekuchen. Zwei Monate ist es her. Von diesen habe ich mich nur an acht Tagen gut gefühlt. Der Rest war okay, schlecht oder beschissen. Sagt &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/arztbesuch/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Arztbesuch“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
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<p>Seit ich die Ausschlussdiagnose bekommen habe, geht es mir nicht besonders gut. So sehr habe ich mich daran geklammert. Das erklärt mich. Ich bin kein Versager, ich funktioniere nur anders. Pustekuchen. Zwei Monate ist es her. Von diesen habe ich mich nur an acht Tagen gut gefühlt. Der Rest war okay, schlecht oder beschissen. Sagt zumindest die App, mit der ich das tracke.</p>



<p>Verzweifelt wie weitermachen, hat mir eine Bekannte empfohlen es mit Soziotherapie zu probieren. Die könnte mir helfen. Bei der Alltagsbewältigung als auch bei der Suche von Psychotherapie oder anderen Maßnahmen. Sie hat mir sowohl eine Einrichtung genannt, die Soziotherapie anbietet, als auch dass ich sie per Mail kontaktieren kann. Das war konkret genug, dass ich es auch gemacht habe. Ein paar Mails und ein überflüssiges Telefonat später, wusste ich, dass mein Hausarzt ein bestimmtes Formular ausfüllen muss, mit welchem ich die ersten fünf Stunden Soziotherapie bekomme, welche hoffentlich reichen, um gemeinsam eine*n Psychotherapeut*in zu finden, welche bis zu 120 weitere verordnen kann.</p>



<p>Mit viel Überwindung beim Hausarzt angerufen, um einen Termin auszumachen. Worum es ginge. Depression. Dann würde der Termin am Ende der Sprechzeiten stattfinden, weil er sich dafür ausreichend Zeit nehmen möchte. Fand ich gut.</p>



<p>Heute war es soweit. Ich hatte einen Stapel mit Diagnosen und Untersuchungsergebnissen von früher ausgedruckt. Das erste mal war ich vor 11 Jahren wegen Erschöpfung bei einer Ärztin. Damals Verdacht Schilddrüsenunterfunktion, aber keine Medikamente. Wieder vor sieben Jahren. Seitdem Schilddrüsenhormon. Dazwischen Diagnose Hochbegabung und schließlich Ausschlussdiagnose Autismus, dafür Verdacht Sozialphobie und Zwangsstörung. Zusätzlich habe ich meine Notizen beigelegt, die ich über ein Jahr lang als Vorbereitung auf die Autismus-Diagnostik angelegt hatte, die aber wahrscheinlich nie angeschaut wurde. Oben drauf Screenshots aus der App, die zeigt wie sich meine Stimmung im Laufe des aktuellen Jahres verschlechtert hat und eine Seite Zusammenfassung der aktuellen psychischen, der allgemeinen psychischen und der physischen Symptome sowie die medizinische Vorgeschichte und was ich mir vom Termin erhoffe. Nicht ausgedruckt habe ich den Gesprächsverlauf, den ich für mich vorbereitet hatte. Trotzdem durch das Gespräch gestolpert.</p>



<p>Der Arzt hat mir zugehört, musste kurz Lachen und sich entschuldigen, als ich von meiner Enttäuschung erzählte, dass ich keinen Autismus hätte. Die Atmosphäre war angenehm. Wie geplant war ich der letzte Patient. Wir waren alleine in der Praxis und wenn ich es gebraucht hätte, hätte er sich auch länger als die halbe Stunde genommen, die wir miteinander gesprochen haben. Das Formular für die Soziotherapie hat er im Computer nicht gefunden, aber mir ein Attest ausgestellt, auf dem steht, dass es wie das Formular gilt. Und wenn das nicht passt, soll sich die Krankenkasse bei ihm melden. Oder so. Meinen Wunsch nach einem Bluttest, um auszuschließen, dass irgendwelche Mängel verantwortlich sind oder verstärken ist er auch nachgekommen. Drei Ampullen hat er am Ende des Gesprächs abgenommen. Ergebnis dann am Montag. Wenn etwas relevantes dabei ist, meldet er sich. Wenn ich das Ergebnis auch möchte, wenn nichts dabei ist, soll ich mich dann melden. Auf meine Frage, ob er die Unterlagen möchte, meinte er, dass er gerne mal reinschaut.</p>



<p>Beim Gehen meinte er noch, dass ich mich melden solle, wie es mit der Soziotherapie läuft, weil es für ihn das erste Mal ist.</p>



<p>Als ich die Praxis verlassen habe, war ich erleichtert und zufrieden. Ich hatte alles, was ich wollte. Dann bin ich im Kopf nochmals alles durchgegangen und habe mich über mich selbst geärgert, dass ich nicht offener mit meinen eigenen Vermutungen war. Eigentlich hätte ich noch gerne angesprochen, dass ich vermute Ehlers-Danlos-Syndrom zu haben, mindestens aber Hypermobilität. Vielleicht irgendwann.</p>



<p></p>
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		<title>Problemverhandlung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 11:33:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit Monaten warte ich auf meine Diagnose. Jetzt ist sie da und ich bin unglücklich. Warum eigentlich? Autismus wurde ausgeschlossen. Stattdessen Soziale Phobien und möglicherweise Zwangsstörungen. Inzwischen habe ich mich oberflächlich eingelesen. Ja, soziale Phobien könnte passen. Ich habe zwar keine Probleme damit in kleinen oder großen Gruppen zu sprechen, aber die Interaktion mit einzelnen &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/problemverhandlung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Problemverhandlung“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Seit Monaten warte ich auf meine Diagnose. Jetzt ist sie da und ich bin unglücklich. Warum eigentlich? Autismus wurde ausgeschlossen. Stattdessen Soziale Phobien und möglicherweise Zwangsstörungen. Inzwischen habe ich mich oberflächlich eingelesen. Ja, soziale Phobien könnte passen. Ich habe zwar keine Probleme damit in kleinen oder großen Gruppen zu sprechen, aber die Interaktion mit einzelnen Personen empfinde ich als anstrengend, weil ich entschlüsseln muss, was mein Gegenüber meint, und ich darauf achte, mich so auszudrücken, dass mein Gegenüber mich versteht. Deshalb vermeide ich solche Situationen. Asynchrone Textkommunikation ist mir lieber. Ich habe so viel Zeit, zum Verstehen und Formulieren, wie ich brauche.</p>



<p>Unglücklich bin ich, weil soziale Phobien nur einen kleinen Teil meiner Probleme erklärt. Es fällt mir schwer Entscheidungen zu treffen, was dazu führt dass ich sie häufig so lange hinauszögere, bis sie jemand anders trifft oder die Zeit abläuft. Oft fehlt mir die Energie Aufgaben zu erledigen. Vor allem, wenn ich sie nicht interessant finde. Stattdessen starre ich dann stundenlang den Bildschirm bis der Stress so groß ist, dass ich sie erledige. Das sorgt dafür, dass ich oft unzufrieden genervt bin. Damit verbunden ist auch meine häufige Antriebslosigkeit, wo mir jede kleinste Handlung schwer fällt. Etwa aufstehen. Also bleibe ich sitzen und ärgere mich über mich selbst. Als ich damit vor Jahren bei meiner damaligen Ärztin war, meinte sie, meine Schilddrüse sei Schuld und ich bekam Tabletten, die ich seitdem täglich nehme. Für eine gewisse Zeit hatte ich das Gefühl, dass sie geholfen haben und wenn ich sie länger vergesse, merke ich, dass die Tage noch anstrengender sind. Dann sind da meine abendlichen Stimmungsschwankungen. Meist eine innerliche Wut und Gereiztheit, sodass ich bei der kleinsten Irritation explodiere. Meine ganzen sensorischen Schwierigkeiten. Leise Geräusche, wie das Ticken einer Uhr oder ferne Gespräche lenken mich ab. Ich liebe meine Noise Cancelling Kopfhörer. Laute Geräusche tun mir weh. Helles Licht tut mir in den Augen weh, ich kneife sie dann schnell zusammen und bekomme dann Knopfschmerzen. Sonnenbrillen helfen etwas. Bildschirmhelligkeit runterdrehen auch. Und natürlich abgedunkelte Räume. Das Gefühl von sandiger Haut auf Stein bereitet mir schon beim Gedanken daran Unbehagen. Während dem Essen stehe ich öfters auf, um meine Hände zu waschen. Wenn sie etwas klebriges oder schmieriges berührt haben. Aber auch Dinge, die klebrig werden könnten, wie etwa Mehl. Ich ertrage es nur schwer, wenn andere in meinen Augen schmutzige Finger haben. Vor allem, wenn sie damit Gegenstände anfassen. Bevor ich am Computer arbeite, wasche ich mir die Hände, um ihn nicht schmutzig zu machen. Und ja, mein Unwohlsein im Umgang mit Menschen ist auch ein Problem. Aber nur in bestimmten Situationen. Ich halte Vorträge vor tausenden von Menschen, trete im Fernsehen auf, halte Workshops und beteilige mich in Meetings. Aber ich meide Telefonate und Kontakt zu Menschen aufzunehmen und Gespräche ohne Ziel (sogenannter Smalltalk) fallen mir schwer. Ich interessiere mich nur für wenige Dinge. Wenn ich Menschen, die mir wichtig sind, denke ich nicht an sie und ohne Kalender würde ich jegliches wichtiges Ereignis vergessen. Konflikte belasten mich, weshalb ich ihnen so gut wie möglich aus dem Weg gehe und sei er noch so klein.</p>



<p>Von dem, was ich gelesen und gesehen habe, würde Autismus den Großteil der Symptome erklären. Gerade <a href="https://www.autism.org.uk/advice-and-guidance/topics/diagnosis/pda/autistic-adults">Pathological Demand Avoidance</a>. Nun war ich aber bei einer der angesehensten Einrichtung zu Autismus bei Erwachsenen und mir wurde nach zwei Terminen gesagt, dass es eben kein Autismus ist. Für mich ist das derzeit belastend, weil Autismus im Laufe des letzten Jahres zu einem Teil meines Selbstverständnis wurde. Das hat mir geholfen. Ebenfalls wie bestimmte Strategien und Werkzeuge, wie man damit umgehen kann. Noch rede ich mir ein, dass die Diagnose falsch sein könnte, weil ich versucht habe sie nicht zu beeinflussen und deshalb viele Aspekte unklar ausgedrückt habe. Es ist auch schwierig im ersten Gespräch sich direkt zu demaskieren (die Termine fanden mit unterschiedlichen Personen statt). Andererseits muss ich akzeptieren, dass es sich um Experten handelt, die es trotzdem korrekt beurteilen können sollten.</p>



<p>Das Diagnoseschreiben endet damit, dass die Anzeichen für soziale Phobie und Zwangsstörung in einer solchen Spezialsprechstunde nicht weiter klassifiziert und eingeordnet werden können, weshalb eine weitere Diagnostik empfohlen wird. Es hat mich eineinhalb Jahre und viel Energie gekostet, um hierher zu kommen und es fühlt sich an als würde ich wieder am Anfang stehen. Ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll. Wahrscheinlich ein Termin beim Hausarzt, um über die Diagnose und weitere Schritte zu sprechen.</p>
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		<title>Ausredung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2022 18:17:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Oh, hi, da bist du ja wieder. Das ist diesmal schnell gegangen. Gibt es einen besonderen Grund? Es ist sechs Uhr. Ich habe in der Früh Mails beantwortet, hatte am Vormittag ein Meeting und dann gearbeitet. Am Nachmittag zwei Stunden Beiratssitzung. Aber sonst habe ich nichts geschafft. Jetzt ist es sechs Uhr. Das klingt als &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/ausredung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ausredung“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, hi, da bist du ja wieder. Das ist diesmal schnell gegangen. Gibt es einen besonderen Grund?</p>
<p>Es ist sechs Uhr. Ich habe in der Früh Mails beantwortet, hatte am Vormittag ein Meeting und dann gearbeitet. Am Nachmittag zwei Stunden Beiratssitzung. Aber sonst habe ich nichts geschafft. Jetzt ist es sechs Uhr.</p>
<p>Das klingt als wärst du produktiv gewesen. Nur weil du nicht alles schaffst, was du dir vornimmst, bedeutet nicht, dass du nichts geschafft hast. Kannst du dich noch erinnern, dass du dir einmal vorgenommen hast, pro Tag eine Sache zu schaffen? Davon abgesehen ist deine Wert nicht deine Produktivität. Auch wenn du das schon längst übernommen hast.</p>
<p>Aber vier Stunden habe ich prokrastiniert. Twitter, Tiktok, Reddit. Dabei muss ich bis übermorgen einen Aufsatz schreiben und einen Workshop vorbereiten. Ich bin anderen seit zwei Monaten Sachen schuldig. Fünf weitere Aufgaben ohne explizitem Zeitpunkt, die aber auch schon zu lange unbearbeitet rumliegen. Und jetzt, nach der Arbeitszeit, sollte ich mich um die Steuererklärung kümmern und um die davor und um die Umsätze, die noch nicht korrekt verbucht sind. Ich habe nicht einmal einen Vortrag bei der re:publica eingereicht. Zum ersten Mal. Weil ich keine Kraft mehr habe.</p>
<p>Vier von zehn Stunden. Nachdem du letzte Woche noch krank im Bett lagst. Und die Woche davor. Und mehrere Wochen im November. Niedergestreckt von einem Virus. Da bleiben auch einmal Sachen liegen. Das ist in Ordnung. Du arbeitest am effizientesten kurz bevor es zu spät ist und wenn es schon lange zu spät ist, ist es egal, ob es noch einen Tag länger dauert. Du weißt wie du deine Aufgaben priorisieren musst. Dir wurde gesagt, dass du dich diese Woche schonen sollst, damit du beim Termin am Freitag fit bist. Du wirst geschätzt. Die Menschen sind froh, dass du da bist. Das mit der re:publica ist schade. Ich weiß wie wichtig sie dir ist. Aber vielleicht ist es auch einmal schön einfach dort zu sein. Ohne Verpflichtung.</p>
<p>Ich musste kurz weg. Andere Feuer. Löschen konnte ich sie nicht. Nur etwas eindämmen. Und der Dozent hat mir geschrieben. Er freue sich auf meinen Aufsatz. Das wird meine morgige Aufgabe sein. Und wenn sonst noch etwas schaffe, ist das gut und wenn nicht, dann ist es auch okay.</p>
<p>Genau. Und jetzt machst du Feierabend. Die Aufgaben verschwinden nicht, aber du darfst sie bis morgen ziehen lassen. Mindestens. Du bist wertvoll.</p>
<p>Ich weiß nicht einmal, was das bedeutet.</p>
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		<title>Wirrgang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2022 16:53:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Sonne scheint. Als ich den neuen Job begonnen hatte, hatte ich mir vorgenommen, nach einem Jahr zu schauen, ob er mich zufriedener gemacht hat. Oder nicht. In eineinhalb Monaten wird es soweit sein. Aber eigentlich kann ich mir auch jetzt schon Gedanken machen. Ich laufe weg. Vor der Stille. Die Ströme füllen mich mit &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/wirrgang/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wirrgang“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sonne scheint.</p>
<p>Als ich den neuen Job begonnen hatte, hatte ich mir vorgenommen, nach einem Jahr zu schauen, ob er mich zufriedener gemacht hat. Oder nicht. In eineinhalb Monaten wird es soweit sein. Aber eigentlich kann ich mir auch jetzt schon Gedanken machen.</p>
<p>Ich laufe weg. Vor der Stille. Die Ströme füllen mich mit Informationen und winzigen Höhepunkten. Genug, um nicht zugrunde zu gehen.</p>
<p>Schreiben zwingt mich zu sortieren. Die Buchstaben müssen in die richtige Reihenfolge. Aber auch die Worte fordern eine bestimmte Logik ein. Ich könnte sie zusammenwürfeln, aber ich kann es nicht.</p>
<p>Pause. Wir waren spazieren. Ohne Kind. Früher habe ich jeden Tag mehrere Texte geschrieben. Ich konnte gar nicht anders. Heute quäle ich mich durch einen in einem langen Zeitraum. Was hat sich geändert? Warum habe ich mich verändert? Ich erinnere mich, dass ich früher Ideen mit mir herumgetragen habe. Es hat gedauert bis ich sie abgetippt habe. Manchmal habe ich sie zuerst auf Papier geschrieben. Hatte ich mehr Platz in meinem Kopf? Heute vermiete ich einen großen Teil davon. Eigentlich nur stundenweise, aber mir erscheint es wie Volumen. Einerseits gibt es die tatsächlichen Aufgaben. Mit denen kann ich umgehen. Dann kommen aber noch weitere Dinge hinzu. Planung, Organisation und Unterbrechungen. Diese führen zu Stress. Der führt zu Lähmung. Dann sitze ich da voller Schuldgefühl und warte darauf, dass ich enttarnt werde, alles zusammenbricht und ich wieder bei null anfangen kann.</p>
<p>Ich verdiene doppelt so viel wie früher. Ich arbeite fünfmal so viel. Ich kann Projekte nicht mehr einfach ablehnen. Ich twittere viel weniger.</p>
<p>In den letzten Monaten war ich zweimal längere Zeit krank. COVID-19. Einmal wahrscheinlich die Delta-Variante und einmal Omicron. Physische und psychische Belastung. Sich krankschreiben lassen zu können ist toll, dass sich die Aufgaben in dieser Zeit weiter aufstapeln nicht. Am Weg der Besserung durch das Tal des Stresses. Wieder gelähmt.</p>
<p>Es geht uns gut. Es geht mir gut. Privilegierte Position. Letzte Woche hätte ich meine Diagnose bekommen sollen. Dann wurde ich krank. Nächster Termin in zwei Monaten. Und dann? Die Diagnose ändert nichts. Sie bestätigt nur. Oder widerspricht. Ich muss selbst herausfinden, was mich glücklich macht und was nicht. Ich muss aus dem Loch rauskommen. Ich bin von mir selbst genervt.</p>
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		<title>Vorvorsätze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Dec 2021 20:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich heute mit einerm Freund gesprochen habe, hat er mich gefragt, ob ich Vorsätze hätte. Es dauerte einen Moment bis ich verstand, worum es ging. Vorsätze für das neue Jahr. Habe ich schon lange keine mehr gehabt, aber mit etwas sortieren sind ein paar Punkte zusammengekommen, die ich mir vornehme. Evaluation. Machen mir die &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/vorvorsaetze/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Vorvorsätze“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich heute mit einerm Freund gesprochen habe, hat er mich gefragt, ob ich Vorsätze hätte. Es dauerte einen Moment bis ich verstand, worum es ging. Vorsätze für das neue Jahr. Habe ich schon lange keine mehr gehabt, aber mit etwas sortieren sind ein paar Punkte zusammengekommen, die ich mir vornehme.</p>
<p>Evaluation. Machen mir die Dinge, die ich mache, Freude? Ich bin in der glücklichen Situationen, dass ich mehrere Möglichkeiten habe, Geld zu verdienen. Im Mai habe ich mich verpflichtet einen großen Teil meiner Zeit in einem Weisungsverhältnis zu verbringen. Ich kann Projekte nicht nach Belieben ablehnen, dafür bekomme ich Geld, unabhängig davon, wie viel gerade zu tun ist. Für meine eigenen Projekte hatte ich seitdem fast keine Zeit mehr. Ich möchte darüber nachdenken, wie ich das finde. Immer wieder, aber ganz besonders nach einem Jahr. Möchte ich das auch weiterhin machen oder nicht. Das gleiche gilt für die anderen Sachen, die ich mache, weil sie sich so ergeben haben.</p>
<p>Unterstützung. Das Kind hat ähnliche Schwierigkeiten wie ich sie in der Schule hatte. Eine Lösung habe ich nie gefunden. Dennoch möchte ich so viel Druck rausnehmen wie möglich und es begleiten seine eigenen Interessen zu entdecken und verfolgen.</p>
<p>Selbsterkenntnis. Am sechsten Jänner habe ich meinen Diagnostiktermin. Der perfekte Start in das Jahr. Ist es überhaupt noch Selbsterkenntnis, wenn jemand anders einem sagt, wer man ist? Es ist nur eine Diagnose und Startpunkt mich in einem anderen Kontext zu sehen und mein Verhalten zu beurteilen. Möglicherweise kommt auch etwas ganz anderes heraus. Oder mehr als ich erwarte.</p>
<p>Schreiben. Schreiben tut mir gut. Schreiben hilft mir, meine rasenden Gedanken einzufangen, sie zu sortieren und für die Ewigkeit zu bannen.</p>
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		<title>Durcheinander</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2021 18:04:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich ignoriere Mails. „Aber alles wird gut“, flüstert Fred Rabe in meine Ohren. Der Anfang ist das schwierigste. Wieder schreiben. Eine Person, die ich seit vielen Jahren bewundere. Und in ein paar Tagen die Diagnostik. Ich bin aufgeregt. Was wird sich ändern. Nichts. Ich. Vielleicht. Keine Antwort. Wieder keine Antwort. Ich kann das nicht. Ein &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/durcheinander/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Durcheinander“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich ignoriere Mails. „Aber alles wird gut“, flüstert Fred Rabe in meine Ohren. Der Anfang ist das schwierigste. Wieder schreiben. Eine Person, die ich seit vielen Jahren bewundere. Und in ein paar Tagen die Diagnostik. Ich bin aufgeregt. Was wird sich ändern. Nichts. Ich. Vielleicht.</p>
<p>Keine Antwort. Wieder keine Antwort. Ich kann das nicht. Ein Tippfehler. Das muss man Großschreiben. Aber Grammatik ignoriere ich. Warum eigentlich? In der Schule habe ich es nie so richtig verstanden oder mich dafür interessiert. Unterbrechungen machen mich wütend. Je nachdem wie viel Energie ich noch habe.</p>
<p>Auf der Suche nach den Dingen, die mich antreiben. Anerkennung. Aufmerksamkeit. Ich würde gerne Dinge machen, die das Leben anderer besser macht. Aber es treibt mich nicht an. Mehr ein Wunsch. Neugierde. Ich weiß nicht wann und warum. Manches setzt sich in meinem Kopf fest und lässt mich nicht mehr los. Korrektheit. Ich habe oft eine Vorstellung, wie etwas gemacht werden sollte und ich bleibe dran bis es so erledigt ist. Wird oft fälschlicherweise für Perfektionismus gehalten.</p>
<p>Ich ignoriere und es wird schlimmer.</p>
<p>(Es ist Abend. Abends habe ich oft keine Energie mehr und bin schwer erträglich. Ich bitte um Entschuldigung.)</p>
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		<title>Mein erster Urlaub</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2021 06:23:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bisher war ich entweder selbständig oder nur wenige Monate angestellt, sodass ich keine Urlaubsansprüche hatte. Das bedeutet nicht, dass ich nie nicht gearbeitet habe, aber ich wurde nie dafür bezahlt nicht zu arbeiten. Heuer ist das anders. Ich habe in der Personalabteilung gefragt, wie viele Urlaubstage mir dieses Jahr zustehen und dann bei meinem Vorgesetzten &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/mein-erster-urlaub/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Mein erster Urlaub“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher war ich entweder selbständig oder nur wenige Monate angestellt, sodass ich keine Urlaubsansprüche hatte. Das bedeutet nicht, dass ich nie nicht gearbeitet habe, aber ich wurde nie dafür bezahlt nicht zu arbeiten. Heuer ist das anders. Ich habe in der Personalabteilung gefragt, wie viele Urlaubstage mir dieses Jahr zustehen und dann bei meinem Vorgesetzten einen Urlaubsantrag eingereicht. Der wurde bestätigt und ging wieder an die Personalabteilung. Heute ist es soweit. Mein erster bezahlter Urlaubstag. Ich habe ihn genutzt, um die Abwesenheitsnotiz im Mailprogramm einzutragen und zu testen, ob vom Laptop der Serverzugriff funktioniert. Ich lerne noch. Es ist nicht geplant, dass ich irgendwas mache und ich habe auch keinen Kontaktmöglichkeit für den Notfall angegeben. Ich brauche es aber für meine innere Ruhe, dass ich weiß, dass ich könnte, wenn es wäre.</p>
<p>Das Kind hat Wandertag. Ich werde mit Frau Wunderbar die letzten Dinge erledigen und Sachen verstauen. Das Rollo bekommt einen Urlaubsmodus. Ich brauche noch ein paar Ladegeräte. Vielleicht richte ich mir noch einen Fernzugriff auf den Heimserver ein.</p>
<p>Und dann geht es los. Ich freue mich auf das Meer und bin gespannt wie ich ohne Arbeit funktioniere.</p>
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		<title>Sonntag ohne Handy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Oct 2021 20:21:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute morgen wollte das Kind wetten, dass ich keinen Tag ohne Handy aushalte. Habe ich abgelehnt und ihr erklärt, dass das ein Gebrauchsgegenstand ist und entsprechend der Verzicht nicht erstrebenswert. So wie man auch nicht einen Tag auf Stühle verzichtet. Oder auf Strom. Habe das Handy dann trotzdem auf dem Nachttisch liegen gelassen. Bis jetzt. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/sonntag-ohne-handy/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Sonntag ohne Handy“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen wollte das Kind wetten, dass ich keinen Tag ohne Handy aushalte. Habe ich abgelehnt und ihr erklärt, dass das ein Gebrauchsgegenstand ist und entsprechend der Verzicht nicht erstrebenswert. So wie man auch nicht einen Tag auf Stühle verzichtet. Oder auf Strom. Habe das Handy dann trotzdem auf dem Nachttisch liegen gelassen. Bis jetzt. Am meisten ist es mir beim Spaziergang mit dem Drachen abgegangen. Ich wollte ein Foto machen. Und Pokémon Go konnte ich auch auch nichts spielen.</p>
<p>Am Auftrag weitergearbeitet. Fehlt noch der letzte Teil und das Fazit. Sollte ich morgen nach der Arbeit schaffen.</p>
<p>Am Abend Lahmacun und Döner geholt. Dann Tatort.</p>
<p>Ist das jetzt ein Tagebuch? Ein bisschen. Alles was Stabilität bringt.</p>
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		<title>Arbeit und Arbeit und Arbeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Oct 2021 20:08:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Arbeit neue Verantwortung übernommen. Etwas außerhalb meines Könnens, aber machbar. Meine Pläne dafür ausgeschrieben. Müssen noch etwas verfeinert werden, aber dann kann ich sie präsentieren und umsetzen. Ich glaube, das wird gut. Dann kam noch eine Anfrage rein. Kurzfristig ein Analyse. Ich habe es überlegt, was zu machen ist und dass mir die &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/arbeit-und-arbeit-und-arbeit/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Arbeit und Arbeit und Arbeit“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Arbeit neue Verantwortung übernommen. Etwas außerhalb meines Könnens, aber machbar. Meine Pläne dafür ausgeschrieben. Müssen noch etwas verfeinert werden, aber dann kann ich sie präsentieren und umsetzen. Ich glaube, das wird gut.</p>
<p>Dann kam noch eine Anfrage rein. Kurzfristig ein Analyse. Ich habe es überlegt, was zu machen ist und dass mir die Zeit fehlt, weil ich noch die Arbeit für die Uni schreiben muss. Daher ein Monatsgehalt für drei Tage Arbeit verlangt. Und dann haben sie es angenommen. Und ich frage mich, ob ich dann nicht nur sowas machen sollte. Erinnere mich aber an die Zeit als ich es gemacht habe. Wenige Aufträge sind so gut bezahlt und gestresst hat es mich trotzdem. Lieber die Stabilität des regelmäßigen Einkommens, selten nebenbei etwas und das Wissen, dass ich weder auf das eine, noch das andere angewiesen bin.</p>
<p>Den Samstag mit dem Auftrag verbracht. Den gemeinsamen Spaziergang verpasst. Aber dann noch ein schönes Telefonat und Abends mit Frau Wunderbar und dem Kind Ratchet und Clank All 4 One gespielt.</p>
<p>Dozent hat mir geschrieben, dass es in Ordnung ist, wenn ich für meine Arbeit noch ein paar Tage länger brauchen. Das ist gefährlich, weil ich die Priorität direkt runterstufe. Vor allem mit dem Auftrag daneben. Aber ich habe die grobe Struktur und eine Vorstellung, wie ich sie ausfülle. Sie soll interessant sein und zumindest positiv. Das sollte ich schaffen.</p>
<p>Kurz nach zehn. Gleich schlafen. Meist wache ich um halb sieben auf. Das ist in Ordnung. Außer wenn ich zu lange wach geblieben bin, dann bin ich müde, kann aber nicht mehr schlafen.</p>
<p>Gute Nacht.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Kiefer und Tatort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2021 20:47:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Überraschenderweise müssen Blogbeiträge gar nicht länger als Tweets sein. Heute bei vier Meetings und mit dem Kind beim Kieferorthopäden gewesen. Dem Dozenten geschrieben, dass die Arbeit erst am Montag fertig wird. Am Abend Tatort geschaut. Den zweiten Teil vom Stillen Gast Tatort geschaut. Am Dienstag sahen wir den ersten. Am Sonntag kommt der Dritte. Früher &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/kiefer-und-tatort/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kiefer und Tatort“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Überraschenderweise müssen Blogbeiträge gar nicht länger als Tweets sein.</p>
<p>Heute bei vier Meetings und mit dem Kind beim Kieferorthopäden gewesen. Dem Dozenten geschrieben, dass die Arbeit erst am Montag fertig wird.</p>
<p>Am Abend Tatort geschaut. Den zweiten Teil vom Stillen Gast Tatort geschaut. Am Dienstag sahen wir den ersten. Am Sonntag kommt der Dritte.</p>
<p>Früher habe ich meine Beiträge korrekturgelesen.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Elektroscooter und Laufschuhe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2021 19:53:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bin immer noch hier. Kurz überlegt über die Arbeit zu schreiben. Dankbarkeit für den Modus. Aber nach dem ersten Satz hängen geblieben. Deshalb gibt es das ein anderes Mal. Oder nie. Weil ich Dinge vergesse. Nach der Arbeit Frau Wunderbar zu einem Termin gebracht und währenddessen mit dem Kind spazieren gegangen. Wir haben viele Elektroscooter &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/elektroscooter-und-laufschuhe/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Elektroscooter und Laufschuhe“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bin immer noch hier.</p>
<p>Kurz überlegt über die Arbeit zu schreiben. Dankbarkeit für den Modus. Aber nach dem ersten Satz hängen geblieben. Deshalb gibt es das ein anderes Mal. Oder nie. Weil ich Dinge vergesse.</p>
<p>Nach der Arbeit Frau Wunderbar zu einem Termin gebracht und währenddessen mit dem Kind spazieren gegangen. Wir haben viele Elektroscooter gesehen. In unserem Ort stehen die nicht, deshalb fiel es auf. Spontan die App heruntergeladen und einen aktiviert. Mir war klar, dass nicht zwei Personen damit fahren durften. Etwas überrascht war ich allerdings, als ich die erste Regel las: Helmpflicht. Nachvollziehbar, aber noch nie jemanden mit Helm auf einem solchen Fahrzeug gesehen. Wird schließlich vor allem in Situationen genutzt, wo man nicht vorbereitet ist. Jedenfalls hat sich das Kind vor mir auf den Roller gestellt und wir sind ohne Helme über den leeren Radweg gebraust. Da wir kein Ziel hatten, sind wir dann auf einen Parkplatz gewechselt, um dort unsere Runden zu drehen. Hat Spaß gemacht. Und ein Euro und vierzig Cent gekostet.</p>
<p>Später waren wir im Einkaufszentrum. Das erste Mal seit mehreren Monaten. Das Sportgeschäft baut gerade um und verkaufte alles zum halben Preis. Ich möchte mir seit einiger Zeit Laufschuhe kaufen. Bisher besaß ich nur Turnschuhe, die etwa fünf Jahre alt sind und langsam zerfällt die Sohle. Ich habe schon recherchiert und eigentlich sollte ich in einem Fachgeschäft eine Analyse machen lassen, aber dafür fehlt mir die Motivation. Mein Wunschschuh war ein Brooks Ghost. Den gab es aber nur in der GTX-Variante und schwarz. Nachdem ich die meisten anderen Schuhe in meiner Größe durchprobiert hatte und sie alle nicht so bequem waren, habe ich ein letztes Paar Brooks Glycerin gefunden. Und das hatte auch noch meine Größe. Also eigentlich etwas größer, aber Laufschuhe fallen wohl oft kleiner aus. Sie passten und waren in einem wunderschönen Blau. Also habe ich sie gekauft. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sie ansehe.</p>
<p>Bei dem Text, den ich schreiben muss, habe ich nicht mehr als Eckdaten und Formatierungseinstellungen geschafft. Das ist mehr als gestern. Morgen habe ich vier oder fünf Termine. Ich werde um eine Verlängerung bitten müssen, werde aber trotzdem versuchen ihn fertig zu bekommen. Weil ich im Oktober auch keine Zeit dafür habe.</p>
<p>Tag verarbeitet. Jetzt noch etwas an die Schuhe denken und dann schlafen.</p>
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		<title>Das ist jetzt diffus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Sep 2021 19:42:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Nachmittag ging es mir gut. Dann nicht mehr. Das Kind sagt, ich solle Tagebuch schreiben. Hallo Tagebuch. Ich liege im Bett. Schreibe auf dem Handy. In den Ohren Danger Dan. Nächste Woche ein Workshop und eine Podiumsdiskussion mit irgendeinem Chefredakteur. Alles online. Anders würde ich es nicht schaffen. Bis übermorgen eine theoretische Arbeit über &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/das-ist-jetzt-diffus/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Das ist jetzt diffus“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Nachmittag ging es mir gut. Dann nicht mehr. Das Kind sagt, ich solle Tagebuch schreiben. Hallo Tagebuch.</p>
<p>Ich liege im Bett. Schreibe auf dem Handy. In den Ohren Danger Dan.</p>
<p>Nächste Woche ein Workshop und eine Podiumsdiskussion mit irgendeinem Chefredakteur. Alles online. Anders würde ich es nicht schaffen. Bis übermorgen eine theoretische Arbeit über zwölf Seiten. Ich glaube, ich habe noch nie eine theoretische Arbeit geschrieben. Mal nachlesen, wie das funktioniert. Der Lehrende meinte, er vertraue mir genug, dass ich kein Exposé schreiben muss, sondern direkt die Arbeit abgeben kann. Für das fünfseitige Essay, das ich an meinem Geburtstag geschrieben habe, gab es eine Zwei. Ganz sicher, warum ich das alles mache, bin ich mir nicht. Sicher bin ich mir nicht.</p>
<p>“Ziellose Neugierde”, habe ich auf die Frage geantwortet, mit welchen beiden Begriffen man sich identifiziert. Im Ferngespräch fiel mir ein, dass die zwanghafte Hilfsbereitschaft fehlt. Wenn es mir irgendwie möglich ist, helfe ich. Manchmal auch wenn es nicht möglich ist. Es ist ein selbstzerstörendes Verhalten.</p>
<p>Freitag nachts repariere ich den Datensatz per Hand, weil ich nicht möchte, dass der Redakteur Stress bekommt. Lieber habe ich ihn. Der Stress macht mich fertig. Ich freue mich, dass ich es irgendwie hinbekomme. Das kurze Danke bedeutet mir mehr als die Überweisung. Mein Leben ist auf Stressvermeidung ausgelegt. Immer wieder entschiede ich mich für Projekte, bei denen ich davon ausgehe, dass ich sie gerade so hinbekommen werde. Wenn ich es gerade so schaffe, ist die Gefahr geringer, dass ich darauf bestehen, dass es perfekt wird. Perfekt wird es nie. Es ist ein theoretischer Idealzustand. Unereichbar.</p>
<p>In zehn Tagen fahren wir auf Urlaub. In einen der verschlafensten Orte an der Nordsee. Das stimmt so nicht, aber es klingt besser. Ich freue mich sehr. Es ist mein erster Urlaub. Weil ich noch nie angestellt war. Eine kleine Wohnung. Viel Spazierengehen. Essengehen.</p>
<p>Warum meine Stimmung so instabil ist, weiß ich nicht. Ganz allgemein fällt es mir schwer, mich selbst zu fühlen. Aber ich habe eine Vermutung woran das liegt. Alexithymia ist der Fachbegriff.</p>
<p>Das Schreiben hilft mir. Hat es auch früher. Es stabilisiert meine Gedanken, wenn sie rasen und zwischen meinen Fingern zerinnen. Vielleicht hilft es mir auch dabei herauszufinden, was mir wichtig ist.</p>
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		<title>Dreiunddreißig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Sep 2021 20:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Von außen könnte man meinen, ich sei angekommen. Ein Kind, verheiratet, Job in Technik und Verwaltung der Uni. Stabilität. In mir rast es. Die Gedanken. Unaufhörlich. Zweifel. Ist es das was ich will? Was will ich eigentlich? Wer bin ich? Ich bin vor zehn Jahren umhergeirrt und tue es heute noch. Finde meinen Platz nicht. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/dreiunddreissig/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Dreiunddreißig“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von außen könnte man meinen, ich sei angekommen. Ein Kind, verheiratet, Job in Technik und Verwaltung der Uni. Stabilität.</p>
<p>In mir rast es. Die Gedanken. Unaufhörlich. Zweifel. Ist es das was ich will? Was will ich eigentlich? Wer bin ich? Ich bin vor zehn Jahren umhergeirrt und tue es heute noch. Finde meinen Platz nicht. Es geht mir gut. An manchen Tagen bin ich zufrieden.</p>
<p>W. sagt, ich soll mir ein Hobby zulegen. Vielleicht etwas mit Elektronik, das ich mit dem Kind machen kann. Derzeit interessiert es sich für ferngesteuerte Autos. Ich stelle es mir schön vor. Das werde ich probieren.<br />
Ich arbeite Vollzeit. Daneben studiere ich. Daneben unterrichte ich. Daneben bin ich selbständig. Daneben entwickle und vermarkte ich mein Produkt. Daneben halte ich Vorträge. Daneben unterstütze ich den Ortsverband einer Partei. Heute habe ich mit einem Freund gesprochen, was ich machen würde, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Meiner Neugierde folgen. Über die letzten Jahre hat sich herausgestellt, dass es weder ein bestimmtes Thema, noch eine bestimmte Art des Arbeitens ist, die ich bevorzuge. Es sind Dinge, die meine Neugier wecken und ich kann nicht mehr loslassen bis ich ihnen auf den Grund gegangen bin. Dieser Neugier folgen können ohne ständig eine Liste von Aufgaben im Hinterkopf zu haben; Das ist mein Traum. Manche Erkenntnisse kann man zu Geld machen. Aber ich möchte mich gar nicht damit beschäftigen. Ich möchte Spuren folgen und teilen, was ich herausfinde. Weder verkaufen, noch um Spenden bitten. Aber das funktioniert in unserer derzeitigen Welt nicht. Meine unterschiedlichen Tätigkeiten geben mir zumindest ein großes Feld, auf dem ich meiner Neugierde folgen kann. Und es gibt mir die Sicherheit. Selbst wenn einzelne Dinge wegfallen, muss ich mir keine Sorgen machen. Zugleich belastet es mich, dass ich alles miteinander ausbalancieren muss und ich mich nicht auf eine Sache fokussieren kann. Ich laufe in drei Richtungen und trage das Fahrrad auf dem Rücken. Nur für den Fall.</p>
<p>Zeit mit W. macht mich glücklich. Essen auch. Wenn ich eine komplizierte Aufgabe gelöst habe. Wertschätzung anderer Menschen. Jemanden helfen können.</p>
<p>In den letzten Monaten habe ich mich damit auseinandergesetzt, dass ich wahrscheinlich Autist bin. Viele meiner Eigenschaften, von denen ich bisher ausging, dass sie alle Menschen haben oder sie halt eine Eigenheit von mir sind, lassen sich damit erklären. Meine Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen. Die Schmerzen, die bestimmte Geräusche und Berührungen auslösen. Vergesslichkeit. Nicht zu wissen, wie ich mich fühle. Gereiztheit, wenn ich gestört werde, während ich mich intensiv mit etwas beschäftige. Alles zu planen. Soziale Situationen vorbereiten indem ich mir vorab überlege, wie ich auf unterschiedliche Dinge reagiere. Faszination für Details und das Erkennen von Mustern. Mein Selbstdiagnose-Dokument ist inzwischen dreißig Seiten lang. Und irgendwann finde ich die Energie, mich um eine offizielle Diagnose zu kümmern.</p>
<p>Mit jedem Wort werde ich ruhiger. Die Gedanken hören auf zu springen. Es tut gut, sie zu ordnen, aus dem Kopf zu lassen. Eingegossen in Pixel können sie nicht mehr rasen und mich damit stressen.</p>
<p>Es geht mir gut. Ich werde weiter umherirren. Manche Dinge werden sich ändern, manche werde ich ändern. Zeit mit W. und dem Kind. Gutes Essen. Etwas Bewegung und Texte schreiben.</p>
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		<title>Ein Text</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2021 19:39:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Den ersten Satz muss ich schreiben ohne über Nachzudenken. Nur dann trauen sich langsam meine restlichen Gedanken heraus. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal für mich geschrieben habe. Die letzten Jahre haben vor allem anderen gehört. Die letzten Jahre habe ich vor allem für andere geschrieben? Produziert? Die Pandemie. TikTok. Die Pandemie und &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/ein-text/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ein Text“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den ersten Satz muss ich schreiben ohne über Nachzudenken. Nur dann trauen sich langsam meine restlichen Gedanken heraus.</p>
<p>Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal für mich geschrieben habe. Die letzten Jahre haben vor allem anderen gehört. Die letzten Jahre habe ich vor allem für andere geschrieben? Produziert?</p>
<p>Die Pandemie. TikTok. Die Pandemie und TikTok haben mir geholfen Dinge über mich selbst zu erfahren. Und dann stocke ich. Die Wörter fließen nicht. Stattdessen die Schere im Kopf. Präsenter als früher. Imaginierte Verlustängste. Muss man nicht diagnostizierte Krankheiten offenlegen? Kann ein pseudonym geführter Blog, in dem man über eben jene Dinge geschrieben hat, gegen einen verwendet werden? Von wem eigentlich? Und warum? Je mehr Reichweite man hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass darunter Personen sind, die einem schaden wollen.</p>
<p>Ich studiere wieder. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Vollzeitstelle. Ich habe Angst.</p>
<p>Was für ein zusammenhangsloser Mist. Vielleicht konnte ich nie schreiben. Schreiben kann man nicht. Schreiben ist ein Prozess. Zumindest hier. Es geht darum die Gedanken zu sortieren. Und für das Tagebuch mache ich es nicht. Deshalb muss es hier sein. Vielleicht nochmal von vorne anfangen. Ein neues Pseudonym. Oder auch nicht. Mehr Mut. Veröffentlichen ohne viel Nachzudenken.</p>
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		<title>Zwanzigsiebzehn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2017 14:32:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Hallo Worte. Hallo Tastatur. Hallo Klackern. Hallo neues Jahr. Ohne Konzept schreiben und sich in den eigenen Gedanken verirren. Sich selbst erlauben. Wichtig. Aufschreiben. Für später. Mich verbindet viel mit dieser Tätigkeit. Dem Dinge ausschreiben. Und hier ist mein geheimer Ort, wo ich es machen kann ohne mir zu viele Gedanken zu machen. Stimmt schon &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/zwanzigsiebzehn/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Zwanzigsiebzehn“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Worte. Hallo Tastatur. Hallo Klackern. Hallo neues Jahr.</p>
<p>Ohne Konzept schreiben und sich in den eigenen Gedanken verirren. Sich selbst erlauben. Wichtig. Aufschreiben. Für später. Mich verbindet viel mit dieser Tätigkeit. Dem Dinge ausschreiben. Und hier ist mein geheimer Ort, wo ich es machen kann ohne mir zu viele Gedanken zu machen. Stimmt schon lange nicht her. Als ich das erste Mal darauf verwiesen habe, habe ich ihn zerstört. Aber nur für mich ist auch nicht, was ich will. Ich will wahrgenommen werden und nur für mich schreiben. Leises Lächtern aus den hinteren Reihen. Das letzte Jahr war viel. Aufregend eher nicht. Zerfressend. Aufschabend. Schutzlos umherirren mit wenig Hoffnung und kurz vor dem Aufgeben. Alles, das zählen darf, ist die Familie. Und ich. Der Gedanke an mich war verboten. Als würde man das eine ohne dem anderen abschließen können. Zeit für sich. Energie für sich. Blick für sich. Introperspektive. So viel Zeit totgescrollt, weil ich mich nicht mit dem Leben beschäftigen wollte. Aber ich kenne jetzt wirklich gute Angebote, die schon längst nicht mehr relevant sind.</p>
<p>Unterscheiden was wichtig ist und was nicht. Dinge nicht teilen. Das habe ich nie trainiert. Ich habe weg geschoben. Der Rest stand zu meiner unbeschränkten Verfügung. Im Nachhinein kann man sich alles schön reden. Im Nachhinein. Aber Wiederholung ist super. Ich mag Wiederholungen. Außer bei Filmen. Oder Serien. Einmal schauen reicht. Meist. Und kippe ich wieder rein, kann ich nicht mehr aufhören. Nicht ideal. Aber man arbeitet mit den Dingen, die man bekommt.</p>
<p>Von Weihnachten bis Silvester mit Verkühlung im Bett und das schmerzende Gefühl, die Schuld dafür zu bekommen. Warum eigentlich. Woher kommt das. Und warum überhaupt Schuld. Sind wir nicht frei. Frei wie die Vögel, die erfroren vom Himmel fallen. War dann doch zu weit. Mein Büro ist links hinten offen und ich verstehe jetzt Fengshui. Wenn man ständig angespannt ist, weil es nicht meins ist, sondern ich nur geduldet werde. Das Leben als gegenseitige Duldung. Vielleicht kann ich irgendwann eine Türe einbauen. Oder in ein anderes Zimmer. Oder wir ziehen um. Ans Meer. Das mit der Stadt habe ich schon größtenteils aufgegeben. Immer die kleinen Worte. Größtenteils. Wie ich mich selbst anlüge. Aber nicht die anderen. Zuerst mich. Durch mich die anderen. </p>
<p>Kannst du dich noch erinnern. Kryptomanisch. Ja, das sind die Zeilen, das sind die Worte, das sind die Buchstaben und die Sätze. Nur ein bisschen zu wenig. Für mich und alle anderen. Ich habe mich jahrelang versteckt. Weil ich das Gefühl hatte, Dinge falsch zu machen. Und vielleicht habe ich es auch. Und wenn schon. Jetzt treffen die Konsequenzen nicht mehr nur mich, sondern ich reiße gleich noch meine Familie mit in den Abgrund. Großartig. Und dann sagen sie, man könne mit Worten keine Ironie, keinen Sarkasmus übertragen. Ich muss noch immer nachschlagen, welches Wort, was bedeutet und dann schreibe ich doch beide, weil ich zu faul war nachzuschauen und der Bedarf nur in meinem Kopf als relevant beanstandet wurde. Nur, weil der Kopf alles ist. Mein Kopf alles ist. Es findet nur dort statt. Wenn meine Augen den Fingern folgen, wissen sie nicht, wie sie beschaffen sind. Lediglich die Repräsentation von Lichtimpulsen. Vorgefiltert und in zuckende Gehirnmasse umgewandelt.</p>
<p>Ich möchte wieder offen sein.</p>
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		<title>Wiederfindung</title>
		<link>https://looka.at/wiederfindung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2016 19:07:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Hast du mich vergessen?&#8220; &#8222;Ja. Manchmal. Kann man jemanden manchmal vergessen? Ich weiß es nicht. Du fehlst mir. Nachts. Manchmal tagsüber. Wenn ich nicht mehr weiter weiß, möchte ich mich zu dir setzen. Eine Zeit lang schweigend da sitzen, dann dir zuhören, manchmal nicken und sonst nichts.&#8220; Mein Leben macht keine Pausen mehr. Ich lasse &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/wiederfindung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wiederfindung“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Hast du mich vergessen?&#8220;<br />
&#8222;Ja. Manchmal. Kann man jemanden manchmal vergessen? Ich weiß es nicht. Du fehlst mir. Nachts. Manchmal tagsüber. Wenn ich nicht mehr weiter weiß, möchte ich mich zu dir setzen. Eine Zeit lang schweigend da sitzen, dann dir zuhören, manchmal nicken und sonst nichts.&#8220;</p>
<p>Mein Leben macht keine Pausen mehr. Ich lasse keine Pausen zu. Ständig tickt etwas, entweder ich muss etwas machen oder jemand möchte etwas von mir. Es ist meine eigene Verantwortung. Natürlich. Aber ich schaffe es nicht. Ich habe Angst. Angst, Dinge kaputt zu machen, wenn ich das auch noch bemängle. Und dann platze ich. Weil ich zu lange gewartet habe. Die meiste Zeit bin ich ein Pulverfass, das bei der kleinsten Erschütterung explodiert. Ich lösche mich selbst, bin für den Rest des Tages aber nicht mehr zu gebrauchen. Muss meine Einzelteile zusammensammeln, während ich schon wieder übergebe, weil ich die Dinge nicht fangen kann, die mir zugeworfen werden. Es überrascht mich, wie gut ich trotz allem funktioniere. Ich bin unsortiert und ziellos. Meist ist das auch in Ordnung. Entscheidungen spontan treffen, sich von den Möglichkeiten, die sich bieten treiben lassen. Manchmal wünsche ich mir mehr Stabilität. Bald wieder Tabletten. Nichts starkes, nur ein Ersatz, der bestimmte Hormonproduktionen auf Normalniveau bringt, weil mein Körper sich nicht selbst darum kümmert. Die ersten Tage nachdem sie fertig waren, habe ich keinen Unterschied bemerkt, inzwischen ertappe ich mich wieder öfter, dass ich mich verstecke und Dinge aufschiebe, die mir normalerweise Spaß machen. Anfangen war schon immer schwierig, aber nicht so schwierig.</p>
<p>Sowohl im Wohnort als auch an der Universität habe ich Dinge aufgebaut, die mich in eine interessante Position bringen. Erst unbewusst, inzwischen wird es mir klarer. Ich finde es spannend und fordere heraus. Macht durch Reichweite. Meine Energie wäre woanders wahrscheinlich sinnvoller investiert. </p>
<p>&#8222;Was bedeutet sinnvoll?&#8220;<br />
&#8222;Darf ich mich an dich kuscheln?&#8220;</p>
<p>Es bleibt nicht viel Platz neben dem Kind. Nicht im Kopf, nicht im Bett, nicht in der Zeit. Das gehört dazu. Ich habe mich damit abgefunden, denke aber manchmal daran, wie man es etwas lockern könnt. Also, ich fantasiere, dass es sich von alleine verändert. Es ändert sich auch vieles ständig.</p>
<p>Der Abschluss steht seit einem Jahr vor der Türe, aber ich mache nicht auf. Weil ich faul bin. Weil mich das Thema dann doch nicht so sehr fesselt wie alle anderen Dinge, die herumschwirren und ich gut im Verdrängen bin. Irgendwas historisches. Mit Medien und Angst und Krankheit. Eine Seite voller Notizen, aber keine Recherche. Die würde mich vielleicht fesseln und dann würde ich nicht mehr loslassen und das fertig machen. So der Plan. In den nächsten Tagen mache ich das. Ich reserviere mir zwanzig Minuten und dann suche ich einmal quer durch. Dann schreibe ich dem Betreuer und dann mache ich das fertig. Einfach so. Und wenn ich dann aufwache, werden es andere Dinge sein, die meinen Schweiß ausbrechen lassen.</p>
<p>&#8222;Bis bald.&#8220;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>abgrundtief.txt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2015 10:25:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt *.txt]]></category>
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					<description><![CDATA[[lightgrey_box]Projekt *.txt &#124; Das dritte Wort &#124; Beiträge aller Autor_innen[/lightgrey_box] &#8222;Ist doch nicht schlimm&#8220;, sagt er. Ich unterdrücke alles was ich nicht schaffe zu sagen. Die Tabletten liegen auf dem Boden der Toilette verteilt. Sie aufzuheben ist keine Option. Ich drehe mich um und gehe langsam zurück. Jetzt nichts anmerken lassen. In mir kocht alles &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/abgrundtief-txt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„abgrundtief.txt“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>[lightgrey_box]<a href="http://neonwilderness.net/txt/">Projekt *.txt</a> | <a href="http://neonwilderness.net/2015/02/18/das-dritte-wort-txt/">Das dritte Wort</a> | <a href="http://neonwilderness.net/txt/txt-die-beitraege/">Beiträge aller Autor_innen</a>[/lightgrey_box]</p>
<p>&#8222;Ist doch nicht schlimm&#8220;, sagt er. Ich unterdrücke alles was ich nicht schaffe zu sagen. Die Tabletten liegen auf dem Boden der Toilette verteilt. Sie aufzuheben ist keine Option. Ich drehe mich um und gehe langsam zurück. Jetzt nichts anmerken lassen. In mir kocht alles und ich friere. Angespannt, Tränen unterdrückend. An der Klassentüre fragt mich Gringone, ob alles in Ordnung ist. Kurz den Kopf nach unten ziehen und weitergehen. Er weiß, dass nichts in Ordnung ist, aber auch, dass er im Moment nichts daran ändern kann. </p>
<p>Am Nachmittag liege ich auf dem Geländer des Balkons und höre Musik über Kopfhörer. Tränen laufen über meine Wangen und ich würde mich gerne fallen lassen. Ein Stockwerk auf die Wiese würde mich wahrscheinlich nicht einmal ins Krankenhaus bringen. Vielleicht wenn ich es auf die Steinplatten schaffe, mit dem Kopf voraus. Aber das ist alles zu unsicher und für mehr habe ich keine Kraft. Also bleibe ich liegen. Wie so oft. Einfach liegen und die Welt ausblenden.</p>
<p>Jahre später bekomme ich eine Freundschaftsanfrage auf Facebook. Er ist noch im gleichen Schuljahr sitzen geblieben, hat die Schule gewechselt und die dann auch abgebrochen. Zuerst sprudeln all die Erinnerungen wieder hoch. Ich rede mir ein, dass ich darüber stehe. Vergangenes ist vergangen, Menschen ändern sich. Ich nehme an. Die nächsten Wochen werde ich mehrmals gefragt, warum ich ihn noch nicht geblockt habe. Dämliche Kommentare zu meinen Beiträgen und Nachrichten, die versuchen mich runterzumachen. Menschen ändern sich. Ich kenne tolle Menschen, die mich unterstützen. Ich habe plötzlich so etwas wie eine Machtposition. Mit jeder seiner Meldungen, stellt er sich bloß. Öffentlich. Es hilft mir zu verarbeiten, auch wenn es zuerst irritierend wirkt. Irgendwann schreibe ich einen Beitrag, um zu erklären, warum er bisher nicht geblockt wurde. Dann blocke ich ihn.</p>
<p>Alles hätte eleganter gelöst werden können. Aber tief eingebrannte Emotionen.</p>
<p>Heute geht es mir besser. Die Erinnerung bleibt.</p>
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		<title>Verplanung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2015 21:33:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe soeben die Kaninchen in den Stall gebracht. Die Rollo sind schon seit Mittag herunten, damit ich weder gebraten noch geblendet werde. Der Computer hat sich vor kurzem auch beschwert. Stumm. Indem er einfach ausblieb. Ob es von der Hitze kam oder von den gehäuften Stromausfällen der letzten Tage, vermag ich nicht zu beurteilen. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/verplanung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Verplanung“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe soeben die Kaninchen in den Stall gebracht. Die Rollo sind schon seit Mittag herunten, damit ich weder gebraten noch geblendet werde. Der Computer hat sich vor kurzem auch beschwert. Stumm. Indem er einfach ausblieb. Ob es von der Hitze kam oder von den gehäuften Stromausfällen der letzten Tage, vermag ich nicht zu beurteilen. Dafür habe ich mir neue Kopfhörer bestellt. Importiert aus China, weil ich denen mehr traue, als den Untermietern beim lächelnden Händler. Bis zu drei Wochen dauert es. Ich hoffe, dass es kürzer ist. Es ist eines der wenigen Dinge in meinem Leben, bei dem ich derzeit hoffe, dass die Zeit schneller statt langsamer vergeht. </p>
<p>Dienstags und Donnerstags bin habe ich je ein Seminar in der Uni. Ich brauche sie nicht für meinen Abschluss, aber sie geben mir Struktur und sind inhaltlich interessant. Mit Fahrzeit ist ein halber Tag verbraucht. Man kann Tage nicht verbrauchen. Nur für unterschiedliche Dinge nutzen. Morgens ist es meist neun bis wir mit dem Frühstück fertig sind. Um zwölf gibt es Mittagessen, um drei Kaffee und um sechs Abendbrot. Ich genieße die gemeinsame Zeit. Aber sie zerstückelt meine Tage. Zwei Stunden am Vormittag, vier am Nachmittag. Vierunddreißig Stunden, wenn jeder Tag genutzt wird. Am Montag brachte ich das Kaninchen zum Tierarzt und durfte mich mit dem Telefonanschluss beschäftigen. Nachmittags einkaufen. Ich sollte mir nicht so viele Gedanken über Zeit machen.</p>
<p>Die Stelle an der Uni ist bisher entspannt. Vor allem, weil ich die Aufgaben vor mir herschiebe. Dem Druck im Kopf tut es nicht gut. Ich überarbeite unterschiedliche Dokumente und versuche Struktur hineinzubringen. Dann habe ich noch ein Werkzeug getestet. Morgen wieder Teamsitzung. Ich bin schlecht vorbereitet. Nicht sehr schlecht. Dennoch sträubt es sich in mir. Das ist ein Problem. Ich mag das akademische Arbeiten, aber ich komme nur selten zu einem Gefühl, dass es fließt. Wahrscheinlich werde ich ein weiteres Semester als Bachelor studieren. Quasi Stillstand. Eine winzige Schraube ist ins Getriebe gefallen und nun knirscht alles. Kurz vor dem zerbersten.</p>
<p>Der große Konzern findet gut, was ich schreibe und ich darf ein weiteres Semester mit großer Freiheit Dingen nachgehen, die mich interessieren. Ich bin froh darüber und habe viele Pläne. Doch dann passiert wochenlang nichts. Ich sitze da und warte. Das ist nicht besonders klug von mir. Nein, das ist es nicht. Wer wird denn gleich wahnsinnig werden. Dafür gibt es keinen Grund. Alles ist wunderbar. Ich habe diese Freiheit und ich sollte sie nicht vergeuden. Freiheit. Freiheit. Das ist mir doch wichtig. Ich will diese Freiheit behalten. Ich möchte sie vergrößern. Sie ausleben. Sie verschlingen. Manchmal spiele ich am Computer. Es erfüllt mich nicht.</p>
<p>Nebenbei kleinere Projekte. Technische Umsetzung. Ich bin gut darin. Mich selbst überraschend. Und niemand meckert darüber, dass ich das doppelte Verlange. Meine Zeit ist wertvoller geworden. Es wird gewürdigt. Solange ich mich nicht darum kümmern muss, dass sie zu mir kommen, ist das auch toll. Zurückdenkend habe ich mich dabei erstaunlich selten aufgeregt. Anders als früher. Als ich viel fluchte. Heute fluche ich in anderen Situationen. In Situationen, in denen es wichtig wäre nicht zu fluchen. In denen ich ruhig sein sollte. Beruhigend. Aber ich bin beunruhigend. Ich bin der Wahnsinn, der alles kaputt macht. Macht mich kaputt. Mehr Punkte. Abfall.</p>
<p>Das große Projekt mit den tausenden Menschen, das ich noch voller Energie an mich gerissen habe, als sich die Möglichkeit ergab. Nicht mehr auf andere angewiesen sein. Das wollte ich. Machen können was und wie ich es für richtig halte. Und nun liegt es da und blickt mich Nacht für Nacht erwartungsvoll an. Das arme Dinge. Ich habe die Entwürfe an der Wand hängen. Es sollte großartig werden. Aber ich sehe momentan keinen Platz dafür. Bald ist es zu spät.</p>
<p>Schließlich habe ich wieder begonnen zu programmieren. Es macht mir Spaß und ich bin soweit, dass ich einschätzen kann, dass ich noch sehr lange brauchen werde, um die Werkzeuge zu bauen, die mir durch den Kopf schwirren. Aber ich habe sie in ihrem Kern schon im Einsatz. Nun muss ich sie nur noch für andere nutzbar machen. Und mich dafür reich beschenken lassen. Damit der Druck verschwindet. Der Druck, der trotzdem da ist. Der mich nicht ruhen lässt. Der mich immer wieder einholt, meine Temperatur nach oben treibt und den Atem verkürzt.</p>
<p>Ich möchte mehr schreiben. Zeit mit Freunden verbringen. Respektiert werden. </p>
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		<title>Wartungshaltung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2015 14:08:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Mein Körper und mein Kopf brauchen etwas. Ich bin mir noch nicht ganz sicher was sie brauchen, aber die Frage ist ein Anfang. Sie brauchen etwas und ich werde herausfinden was es ist. Schreiben hat mir immer geholfen meine Wünsche, Ängste, Ideen und was sonst noch da war, aus den Synapsen rauszubekommen. Die letzten zwei &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/wartungshaltung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wartungshaltung“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Körper und mein Kopf brauchen etwas. Ich bin mir noch nicht ganz sicher was sie brauchen, aber die Frage ist ein Anfang. Sie brauchen etwas und ich werde herausfinden was es ist.</p>
<p>Schreiben hat mir immer geholfen meine Wünsche, Ängste, Ideen und was sonst noch da war, aus den Synapsen rauszubekommen. Die letzten zwei Jahre habe ich fast nichts geschrieben. Das ist ein Problem. Für mich. Tausend kleine Sätze. Einer nach dem anderen. Und immer mehr. Und mehr. Wo war ich? Ja, genau. Da hinten war noch etwas. Das muss jetzt auch weg. Ich muss die Gedanken wieder strecken. Sie nicht abnicken und durchwinken. Sie sollen stehen bleiben, sich neben mich setzen und mich an ihnen teil haben lassen. Gemeinsame Wege finden für die Dinge, die nicht sind. Die man will. Vielleicht. Es muss nicht immer alles. </p>
<p>Dinge ausprobieren. Nicht nur die neuen und glitzernden, sondern auch einmal etwas verstaubtes. Altehrwürdige Gebäude. Und wieder holt mich die Vergangenheit ein. Die Dinge, die ich kann, die möchte man von mir haben. Dabei kann ich sie gar nicht. Dabei will ich etwas neues machen. Und dann flüchte ich mich wieder ins Bekannte. Dort macht man weniger Fehler. Das kann es auch nicht sein. </p>
<p>Ich lenke vom Problem ab. Die Überforderung, die kurzen Nerven, die häufigen Ausbrüche. Mir ist nach heulen. Aufstehen mit einer langen Liste im Kopf. Mit jedem Schritt, jedern Handlung, fallen die Dinge runter. Ich kann nicht mehr behalten, was ich will. Stolpere herum. Schlage mich an. Habe in allen Bereichen das Gefühl nicht zu reichen, mehr machen zu müssen, zu versagen. Ein Elend, das sich selbst auch noch Leid tut, wofür es sich hasst. Da bleibt nicht mehr viel. Aber immer funktionieren. Gerade so. Gerade so, dass die Welt nicht auseinanderfällt. Angst vor Auseinandersetzung, Angst vor Veränderung. Der einzige Weg macht mehr Angst als abzustürzen. Sitzen bleiben, liegen bleiben, wegschauen. Nicken. Immer nicken. Ich kann nicht mehr. Ich weiß nicht weiter.</p>
<p>Liebe Menschen, die mir zulächeln, Kraft geben. Ihr tut gut. Danke.</p>
<p>Die Menschen, die ich treffe, sind nicht die, die mir wichtig sind. Manche wären nur ein paar Stunden entfernt, andere eine Tagesreise. Fuck. Ihr fehlt. Weder Zeit noch Geld nach England oder in die Schweiz zu fliegen. Dabei seid ihr schon in den Staaten und in Hong Kong. Ihr macht das toll. Ich weiß nicht, was ich will. Drei gute Tage in Berlin. Wann werde ich euch wiedersehen? Warum schreibe ich nicht einfach eine Mail? Ich telefoniere nicht gerne. Ich möchte nicht aufdringlich sein. Vielleicht nehmt ihr mich auch ganz anders wahr, als ich euch.</p>
<p>Keine Ziele, nichts zum Klammern. Ich laufe auf der Stelle. Hüpfe und falle. Ich muss wohin, weiß nicht wohin. Weiß nicht. Das soll mich nicht zerbrechen.</p>
<p>Ich möchte dich nicht enttäuschen. Ich möchte mich nicht enttäuschen.</p>
<p>Auf der Suche nach Fragen.</p>
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		<title>wünschen.txt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Looka]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2015 20:37:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt *.txt]]></category>
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					<description><![CDATA[[lightgrey_box]Projekt *.txt &#124; Das zweite Wort &#124; Beiträge aller Autor_innen[/lightgrey_box] Ich hole mir Unterstützung meiner vergangenen Selbst. Dankenswerterweise habe ich mir Anregungen in Form von Textfragmenten überlassen, auf die ich nun zurückgreifen kann. Ich wünsch mir einen Schaukelstuhl. &#8212; Looka (@Looka) February 26, 2013 Wie materialistisch. Dabei geht es nicht um den Schaukelstuhl. Viel mehr &#8230; <p class="link-more"><a href="https://looka.at/wuenschen-txt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„wünschen.txt“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>[lightgrey_box]<a href="http://neonwilderness.net/txt/">Projekt *.txt</a> | <a href="http://neonwilderness.net/2015/01/28/das-zweite-wort-txt/">Das zweite Wort</a> | <a href="http://neonwilderness.net/txt/txt-die-beitraege/">Beiträge aller Autor_innen</a>[/lightgrey_box]</p>
<p>Ich hole mir Unterstützung meiner vergangenen Selbst. Dankenswerterweise habe ich mir Anregungen in Form von Textfragmenten überlassen, auf die ich nun zurückgreifen kann.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Ich wünsch mir einen Schaukelstuhl.</p>
<p>&mdash; Looka (@Looka) <a href="https://twitter.com/Looka/status/306494856207929345">February 26, 2013</a></p></blockquote>
<p>Wie materialistisch. Dabei geht es nicht um den Schaukelstuhl. Viel mehr geht es um die Idee. Ich verbinde es mit Ruhe und Entspannung. Eine gewisse Wärme. Herbstabend oder Kaminfeuer. Gelassenheit wie man sie von Menschen kennt, die schon vieles erlebt haben. Ich verliere mich oft in meinem eigenen Sog, ziehe mich runter und falle schreiend. Der Schaukelstuhl ist das Gegenteil. Gleichmäßige Bewegung. Gleichmäßiges Atmen. Lächeln.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Ich wünsche mir einen neuen Computer.</p>
<p>&mdash; Looka (@Looka) <a href="https://twitter.com/Looka/status/362858500763824129">August 1, 2013</a></p></blockquote>
<p>Tatsächlich materialistisch. Der Computer ist meine Verbindung zu den meisten Menschen, die mir wichtig sind. Zugleich Arbeitsgerät. Freizeitbeschäftigung. Und alles dazwischen. Ich verbringe so viel Zeit mit dem Computer, sodass ich ein zuverlässiges und schnelles Gerät möchte. </p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Wünsche mir einen Baseballschläger.</p>
<p>&mdash; Looka (@Looka) <a href="https://twitter.com/Looka/status/378220541406351360">September 12, 2013</a></p></blockquote>
<p>In mir lodert immer wieder etwas auf. Ich gebe mir Mühe es klein zu halten. Manchmal schiebe ich es weg, manchmal beschäftige ich mich damit. Die Auslöser sind unterschiedlich. </p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Ich wünsche mir einen <a href="https://twitter.com/michaelthurm">@michaelthurm</a> aufs Fensterbrett.</p>
<p>&mdash; Looka (@Looka) <a href="https://twitter.com/Looka/status/386900552787173376">October 6, 2013</a></p></blockquote>
<p>Menschen und die physische Distanz zu ihnen verfolgt mich seit Jahren. Von Tirol nach Wien. Von Wien nach Paderborn. Und schon zuvor Menschen auf der ganzen Welt. Danke Internet. Ich bin dankbar diese Menschen zu kennen, aber es gibt auch genügend Momente, wo ich mir wünschte sie wären näher. In meinem Kopf sieht das wie ein Dorf aus, wo alle tollen Menschen leben. Komplett unrealistisch.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Ich wünsche mir irgendwann wieder ein paar Stunden zum spielen zu haben.</p>
<p>&mdash; Looka (@Looka) <a href="https://twitter.com/Looka/status/415203615415218176">December 23, 2013</a></p></blockquote>
<p>Ein neuer Wunsch. Ich hatte meist viel Zeit. Dann kam das Kind. Es ist verglichen mit anderen immer noch viel Zeit unverplant. Dennoch fehlt die Lockerheit, die mir eine Woche ohne jeglichen Terminen und Verantwortungen gab.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Und ich wünsche mir, dass mein Kopf öfter so entspannt ist wie im Moment. Mehr Schönes sehen.</p>
<p>&mdash; Looka (@Looka) <a href="https://twitter.com/Looka/status/553657767245139968">January 9, 2015</a></p></blockquote>
<p>Quasi ein Schaukelstuhl. Im Alltag Dinge sehen, die ich sonst überlaufe. Kurz innehalten und sich erfreuen. Gelassenheit, Freude, Liebe.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Mein ganzes Appartement ist leer, ich wünsche mir die <a href="https://twitter.com/MiaNiemand">@mianiemand</a> her.</p>
<p>&mdash; Looka (@Looka) <a href="https://twitter.com/Looka/status/3755166981">September 4, 2009</a></p></blockquote>
<p>Ein Wunsch, der in Erfüllung gibt und mich jeden Tag glücklich macht.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Träume? Keine Ahnung. Ich bin zufrieden. Manchmal wünsche ich mir ein Ziel.</p>
<p>&mdash; Looka (@Looka) <a href="https://twitter.com/Looka/status/477173028921802753">June 12, 2014</a></p></blockquote>
<p>Manchmal möchte ich nur leben. Ohne Ziel. Aber nicht immer.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="en">
<p>Ich wünsche mir.</p>
<p>&mdash; Looka (@Looka) <a href="https://twitter.com/Looka/status/318448732649697280">March 31, 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
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