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	<title>Looka</title>
	
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	<description>Texte von Looka.</description>
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		<title>Manchmal machen wir dumme Dinge</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 23:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe darüber nachgedacht meinen Job hinzuwerfen. Es ist mir nicht leicht gefallen und es ist noch nicht dabei. Es gab Dinge, mit denen ich nicht mehr klar gekommen bin. Ich bin niemand, der wegen jeder Kleinigkeit herumheult, ich sauge Probleme auf, versuche sie zu verarbeiten, doch nicht immer ist es möglich. Wenn ich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe darüber nachgedacht meinen Job hinzuwerfen. Es ist mir nicht leicht gefallen und es ist noch nicht dabei. Es gab Dinge, mit denen ich nicht mehr klar gekommen bin. Ich bin niemand, der wegen jeder Kleinigkeit herumheult, ich sauge Probleme auf, versuche sie zu verarbeiten, doch nicht immer ist es möglich. Wenn ich nicht ausdrücken kann, was ich fühle, was in mir vorgeht, wenn ich es nicht in Worte packen kann. Ich brauche Freiheit. Viel Freiheit. Es wird eine große Rolle spielen, ob ich bleibe oder nicht. Neben all den anderen Dingen, die wir gerade ausarbeiten.</p>
<p>Man bemüht sich um mich. Meetings, Essen, lange Mails. Es fühlt sich gut an, aber es wird noch nicht ausreichen. Zu oft war ich in einem Loch, aus dem man mir herausgeholfen hat, nur damit ich wieder abrutsche. Meine Werte, meine Einstellungen und Vorstellungen. Es ist nicht wegen dem Geld. Es ist wichtiger geworde. Aber nicht wegen mir, sondern weil ich Menschen unterstützen möchte, die ich gut finde. Weil so viele Digne sehe, die nicht gemacht werden können, weil in dieser beschissenen Welt kein Platz für sie ist. Wenn man nicht das Glück hat an einen Spinner zu geraden, kann man versuchen durch den Sumpf der Bürokratie zu waten. Natürlich gibt es Dinge, die ich mir gerne leisten würde. Doch was mein Leben nicht erheblich vereinfacht muss ich nicht haben. Ich bin nicht der Mittelpunkt der Welt. Außer der meinen. Ich will die coolen Sachen machen. Mit den Leuten, die ich mag.</p>
<p>Der Juli wird ein wichtiger Monat. Eine Auszeit. Alltag eines anderen Leben. Ich freue mich auf sie. </p>
<p>Zeit zum Nachdenken.</p>
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		<title>In der Luft</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 15:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sollte nervös sein. Der Gedanke, dass es schief gehen könnte. Irgendwas. Vor vier Tagen habe ich angefangen zu lernen. In der Vorlesung war ich kein einziges Mal, sodass ich den Professor, das erste Mal bei der Prüfung selbst getroffen habe, was ich schade finde. Ein netter Mann mit einer ähnlichen Einstellungen zum Studium, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sollte nervös sein. Der Gedanke, dass es schief gehen könnte. Irgendwas.</p>
<p>Vor vier Tagen habe ich angefangen zu lernen. In der Vorlesung war ich kein einziges Mal, sodass ich den Professor, das erste Mal bei der Prüfung selbst getroffen habe, was ich schade finde. Ein netter Mann mit einer ähnlichen Einstellungen zum Studium, wie ich. Er spricht selten konkret, lässt vieles offen, ich unterstelle ihm, dass es Absicht ist. Er möchte, dass die Studierenden selbst denken. Dass sie nicht nur für die Prüfungen lernen, damit sie die Punkte bekommen, sondern dass sie verstehen, worum es geht. Sie sollen lernen eigene Gedanken zum Thema zu machen und dennoch wissenschaftlich zu bleiben. </p>
<p>In den letzten Monaten habe ich viel negative Stimmung rund um mein Studium gemacht. Das meiste zurecht. Aus meiner Sicht. Jedoch habe ich mich damit selbst hinuntergezogen. Ich habe nicht mehr gesehen, was es für gute Seiten gibt, was ich schon alles gelernt habe, warum ich das Ganze wirklich mache. Natürlich spielen meine Eltern eine Rolle, natürlich möchte ich gewissen Personen beweisen, dass ich das hinbekomme und natürlich kann es am Arbeitsmarkt wichtig werden. Außerdem sind viele Menschen in einem Denken verhaftet, das sie mich nur ernst nehmen lässt, wenn ich den Abschluss habe. Oder im Fernsehen auftrete. Doch irgendwo tiefer befindet sich das Verlangen Dinge besser zu verstehen. Dinge einordnen und analysieren zu können. Mein Wissen, das ich tagtäglich ansammle ausdrücken und überprüfen. Es weitergeben und mit anderen vergrößern. Für die Menschheit. Und für mich. Es gibt gute Professoren mit großartigen Denkansätzen. Sie stoßen mich immer wieder von der Klippe und helfen mir Dinge aus anderen Perspektiven zu sehen. Sie geben mir die Worte, um zu beschreiben, was seit langer Zeit undefinierbar durch meinen Kopf schwebt. Ich mag das Studium. </p>
<p>Vier Fragen, drei und nur drei davon müssen beantwortet werden. Ich schreibe über das Zusammenspiel von Medien und Gesellschaft, Internetkultur und Medienkompetenz. Zwischendurch denke ich an die Arbeit. Wann ich das letzte Mal etwas getan habe, das mich interessiert hat. Es sieht schlecht aus. Ich habe getan, was ich gut kann nicht, was ich gern mache. Manche Aufgaben haben mich herausgefordert, aber selten auf eine angenehme Weise. Meist unter Zeitdruck mit Menschen, die nicht verstehen, was ich mache und es dementsprechend nicht wertschätzen. Ist doch alles ganz einfach. Warum dauert das so lange. Das sieht scheiße aus. Manchmal waren es Dinge, die ich weder kann, noch können möchte, noch gerne mache. Aber das hängt auch alles irgendwie zusammen. Nicht, dass man sich nicht um mich bemüht, aber irgendwie funktioniert es nicht mehr. Ich fühle mich fremd, habe schon von vornherein meist eine ablehnende Haltung. Und dann bekomme ich von anderen Seiten Rückmeldungen, dass man gerne etwas mit mir machen würde, dass ich in letzter Zeit so ruhig bin oder dass ich doch zu mehr fähig wäre. Ich bin schlecht im Wünsche ausdrücken. Viel mehr arbeite ich mit Symbolik und Hinweisen, was aber nicht alle Menschen verstehen, verstehen können und somit haben sie gar nicht die Möglichkeit darauf einzugehen. Ich habe versucht mich zu ändern, es aber nicht geschafft. Sollte mich in dem Moment auch nicht beschäftigen. Noch 45 Minuten bis die Prüfung um ist. </p>
<p>Ich ärgere mich wieder, dass ich mich nicht mehr mit den Themen beschäftigt habe. Sie sind spannend und ich würde gerne mehr darüber schreiben. Nach einer Stunde bin ich fertig. </p>
<p>Danach sitze ich noch mit einem Freund am Donaukanal. Wir reden über die Uni und Technik. Zwei der vier Prüfungen werde ich ausfallen lassen. Jetzt geht es erstmal in die Kinopremiere eines Kurzfilm eines anderen Freundes.</p>
<p>Der Juli wird großartig.</p>
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		<title>Erfolgung</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 21:28:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sage Dinge zu, die mich zwar weiterbringen aber keinen Spaß machen. Vielmehr sträube ich mich dagegen, glaube nicht, dass es Sinn macht. Zugleich weiß ich, dass es mir hilft. Fuck. Schreiben um sich selbst zu ertragen. Schaut doch die ganzen Lichter da draußen, wie sie leuchten. Und im Lokal gegenüber sitzen die Menschen. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sage Dinge zu, die mich zwar weiterbringen aber keinen Spaß machen. Vielmehr sträube ich mich dagegen, glaube nicht, dass es Sinn macht. Zugleich weiß ich, dass es mir hilft. Fuck.</p>
<p>Schreiben um sich selbst zu ertragen. Schaut doch die ganzen Lichter da draußen, wie sie leuchten. Und im Lokal gegenüber sitzen die Menschen. Sie reden miteinander, plaudern, lachen. Manchmal sitze ich auf der Fensterbank, beobachte sie. Aus dem Fenster schauen sie selten. Wenn ich mit Menschen unterwegs bin fällt es mir meist schwer ihnen meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Sprechen ist eine so langsame Art der Kommunikation. Wenn ich weiß, was ich antworte bevor sie fertig gesprochen haben, bleiben vor jeder Wortübergabe ein paar Sekunden, in denen meine Augen Beschäftigung suchen. Manchmal nach innen gekehrt, meist auf dem Mobiltelefon. Schauen, was die restlichen Menschen in meinem Leben machen. Zu oft ist etwas anderes spannender und ich bin länger weg als gewünscht. Ich muss manchmal nachfragen, was gerade gesagt wurde, es ist mir unangenehm. Doch von den meisten inzwischen akzeptiert. Warum ich es mache, wissen nur wenige. Bis jetzt. Immer noch wenige.</p>
<p>Erinnerungen aus der Schulzeit kommen hoch. Ich grüße sie. Nicht. Damals bin ich oft in meinem Zimmer gesessen. Hätte lernen sollen. Vor mir all die Bücher und Hefte. Ich habe ein paar Aufgaben gemacht, dann die Wand angestarrt, die Decke, etwas gezeichnet. Rausgeschaut und geträumt. In meinen Träumen war ich erfolgreich, beliebt. Meine Noten haben mich nur gerade so vorm ertrinken gerettet. In einigen Fächern war ich Klassenschlechtester. Kleidung hat mich nicht interessiert, meine Eltern haben geschaut, dass ich vollständig gekleidet war, das hat aber nur dafür gesorgt, dass ich keine Löcher und Flecken hatte. Gegen Ende hin musste ich immer öfter Nachhilfe nehmen. Der kleine, wenn auch helle Raum im zweiten Stock über einem Kleidergeschäft. Die Nachhilfelehrerin hatte ganz knochig Finger. Französisch und Latein. Als es vorbei war, bin ich mit einem Freund nach Paris geflogen. Eine großartige Stadt. Wie wahrscheinlich jeder Jugendlicher habe ich mir Gedanken über den Tod gemacht. Während ich mit dem Discman auf dem Balkongeländer gelegen bin. Einfach fallen. Das schreiben hat mir immer wieder geholfen. Und klangen die Texte noch so traurig. Mir gaben sie Kraft. Mitleidsheuchelei. Aber gelesen hatte mich damals fast niemand.</p>
<p>Geld. Vermutlich nervt es mich so, weil es ständig darum geht. Scheiß Universalkommunikation. </p>
<p>Der Satz, der hier gestanden ist, hat keinen Sinn gemacht. Es geht darum, dass ich mich verändere und verändern lasse. Das Hauptthema, sich zu entscheiden wer man ist und dann dabei bleiben. Nur leicht anpassen, weil es sonst unglaubhaft wird. Könnte alles viel einfacher sein, ist es aber nicht. Ich könnte Ich sein. Also, das was ich für komplett richtig halte und wo ich ohne nachzudenken dafür stehen kann. Aber dann hätte ich wohl nicht den Erfolg, den ich habe. Es ist ein Abwägen. Wenn ich mich ein wenig verbiege, kann ich mehr erreichen, nicht nur für mich, sondern für was ich bin, als wenn ich alleine vor mich hinköchle und mir nur von der kleinen Gruppe Gleichdenkender Bestätigung hole. </p>
<p>Am meisten hat es mir bisher gebracht, wenn ich Dinge gemacht habe, vor denen ich Angst hatte. </p>
<p>Langsam komme ich von dem &#8220;ich möchte von allen gemocht werden&#8221; weg. In Minischritten. Das bedeutet auch Arroganz, das bedeutet, dass ich manche Menschen verletze. Das tut mir weh. Ich merke aber auch, wie es mich oft aufhält, wenn ich meiner Meinung runde Ecken verpasse oder sie für mich behalte. Ständiges Nicken ist nett, aber sorgt oft dafür, dass man erst gehen kann, wenn alle anderen schon weg sind. </p>
<p>Entscheidungen sind meine größten Feinde. Ich schaffe es nicht.</p>
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		<title>Drei Worte</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 02:10:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich wünschte du wärest hier. Wir könnten durch die Nacht spazieren. Ich dir Geschichten erzählen. Wir würden lachen oder schweigen. Unsere Hände sich vorsichtig umspielend. Ein kleiner Kuss auf deine Wange, deinen Hals, deinen Mund. Ich flüstere dir ins Ohr, wie froh ich bin. Die Nacht ist warm. Die Luft spielt mir unseren Körpern, während [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wünschte du wärest hier. Wir könnten durch die Nacht spazieren. Ich dir Geschichten erzählen. Wir würden lachen oder schweigen. Unsere Hände sich vorsichtig umspielend. Ein kleiner Kuss auf deine Wange, deinen Hals, deinen Mund. Ich flüstere dir ins Ohr, wie froh ich bin. Die Nacht ist warm. Die Luft spielt mir unseren Körpern, während ich dir durchs Haar streiche. Nur wir beide. Drei Worte.</p>
<p>Ich erinnere mich an die ersten Nächte. Und die erste Nacht. Wie ungeschickt ich war. Zwei Körper vollgepumpt mit Hormonen. Wir sind es noch immer. Wenn ich dich höre. Deine Stimme lässt mich springen. Ich bin hier. Für dich. Immer. </p>
<p>Zweifeln können die anderen. Ich bin von uns überzeugt. Meine Lippen berühren die deinen. Ich muss mich nicht hinunterbeugen. Meine Arme um deinen Körper. Der Moment. Die Sterne. Kerzen. Ich kann dich richen. Werde da sein. Weil du es bist. Weil ich ganz nah bin, wenn du die Augen schließt. Meine Finger über deine Wange, deinen Hals, deine Arme fahren.</p>
<p>Ich lächle. Bis bald.</p>
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		<title>Festgesteckt</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 01:54:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vielleicht sollte ich schlafen. Jedes Wort zieht sich eklig in die Länge und die Sätze lassen mich kochen. Es tut mir nicht gut. Ich muss es erst abschließen bevor ich darüber schreiben kann. All diese Gedanken, die sich vor meine Augen drängen, mir die Sicht erschweren. Seit Tagen lasse ich alles vorbeiziehen. Ich bin noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht sollte ich schlafen. Jedes Wort zieht sich eklig in die Länge und die Sätze lassen mich kochen. Es tut mir nicht gut. Ich muss es erst abschließen bevor ich darüber schreiben kann. All diese Gedanken, die sich vor meine Augen drängen, mir die Sicht erschweren. Seit Tagen lasse ich alles vorbeiziehen. Ich bin noch immer verdammt gut im verstecken.</p>
<p>Wie lange habe ich niemanden mehr angeschrien. Habe ich jemals jemanden hasserfüllt angeschrien? Ich glaube schon. Aber mein Kopf könnte sich täuschen. Wieder einmal. Ich verliere manchmal die Kontrolle. Aus meiner strikten Zero-Inbox Policy wurde ein Stapel an Mails, der jeden Tag anwachst. Ich muss damit aufhören. Wem ich noch nicht geantwortet habe, es tut mir Leid. Ich bin gerade nicht in der Lage. Darüber reden will ich nicht. Nicht jetzt. Irgendwann werde ich zurückblicken, mich wundern und offen darüber sprechen können, doch jetzt zerfrisst es mich einfach und ich lasse es zu.</p>
<p>Scheiß Text. Finde ich auch. Und ich befürchte, dass es nicht besser wird, bis ich etwas verändere. Meinen Entschluss durchziehe. Doch ich kann nichts sagen. Nichts tun. Paralysiere mich selbst. Tag für Tag. Wenn ich nicht aufpasse löst es sich von selbst und ich falle. Kann nicht mehr die Richtung bestimmen. Das wäre mein Untergang. Zumindest ein kleiner. Auf der anderen Seite würde es mich befreien. Ich weiß nicht mehr. Der Kopf. Die Gedanken. Alles Matsch. Alkohol wäre einfacher. Doch zu kurzfristig. Solange ich denke, entschließe ich mich nicht. Und solange ich mich nicht entschließe, denke ich. </p>
<p>Ich sehe den Ausgang und male mir die bunte Welt dahinter aus, aber schaffe es nicht zu gehen. Scheiße.</p>
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		<title>Höhenflug der Gefühle</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 21:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich erneut gestolpert bin. Der Blick in den Terminkalender hat mich zweifeln lassen. An mir selbst, der Fähigkeit mein Leben in den Griff zu bekommen. All die Dinge, die man machen möchte und all die Dinge, die an einem vorbeiziehen, weil man sich nicht aufrafft und anfängt. Stattdessen lasse ich mich treiben und schiebe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich erneut gestolpert bin. Der Blick in den Terminkalender hat mich zweifeln lassen. An mir selbst, der Fähigkeit mein Leben in den Griff zu bekommen. All die Dinge, die man machen möchte und all die Dinge, die an einem vorbeiziehen, weil man sich nicht aufrafft und anfängt. Stattdessen lasse ich mich treiben und schiebe die Entscheidungen was ich mache vor mir her. Da helfen auch keine Videos über Motivation und die Erkenntnis, das es nicht das <a href="http://looka.at/der-zweite-abgrund-das-geld/">Geld</a> ist, das mich antreibt. Vieles erreicht ohne zu wissen, dass ich es wollte. Manchmal komme ich mir wie ein kleiner Junge vor, der durch den Wald läuft und überall glitzernde Dinge findet. Doch anstatt einer Spur zu folgen freut er sich darüber immer wieder neue zu finden. Wo er ist, weiß er schon lange nicht mehr. Rundherum glitzert es, er muss nur endlich losgehen und sich nicht ständig im Kreis drehen und nur zögerlich in eine Richtung gehen. Schade und gut, dass das Leben nicht ganz so einfach ist und mehrere Ebenen besitzt, die sich überschneiden und ineinander verlaufen. </p>
<p>Es tut gut offen über die Dinge sprechen zu können. Der Anfang ist nicht immer leicht, aber man nimmt sich gegenseitig die Ungewissheit. Erwartungen, Wünsche, Vorstellungen. Es reicht ihre Stimme zu hören, um meine Augen leuchten zu lassen. Die Welt ist nicht mehr so schwer, wie sie noch vor ein paar Minuten schien. All die tollen Dinge schweben durch meinen Kopf. Die Freunde. Die neuen und die Alten. Wie ich mich selbst entwickelt habe. Die Perspektiven. Konkret geworden, was die Zukunft betrifft. Ich liege auf dem Sofa, noch ihre Stimme in den Ohren.</p>
<p>Auch wenn die Worte etwas wirr sind, sollen sie bloß meine Freude ausdrücken. Es fühlt sich richtig an. </p>
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		<title>Burn all, leave the city.</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 16:50:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es bleiben immer Spuren. Oft habe ich davon geträumt reich zu sein. Reich und kalt. Ich würde das Leben verabscheuen und mich über all die Gestalten, die versuchen etwas daraus zu machen, lustig machen. Von Stadt zu Stadt fliegen, in Lofts und Hotels wohnen. Keine Drogen, aber viele Parties. Mit Menschen, die ich nicht kenne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es bleiben immer Spuren.</p>
<p>Oft habe ich davon geträumt reich zu sein. Reich und kalt. Ich würde das Leben verabscheuen und mich über all die Gestalten, die versuchen etwas daraus zu machen, lustig machen. Von Stadt zu Stadt fliegen, in Lofts und Hotels wohnen. Keine Drogen, aber viele Parties. Mit Menschen, die ich nicht kenne und genau deshalb an meinen Gefühlen teilhaben lasse. Manchmal würde ich mich als der gute Retter aufspielen, meist nur als Arschloch, das sich nicht darum kümmert, was es zurücklässt. Weil ich selbst unantastbar bin. Sex würde mich nur interessieren, wenn sie schwer zu erreichen wäre. Nicht, weil sie sich ziert, sondern weil sie mir nicht vertraut. Andere Welten. Die reichen Töchter und Söhne regelmäßig im Regen stehen lassen. Brüche auf vielen Ebenen. Ich wäre einsam und würde es auskosten. Keine Angst. In der Economy Class um am Leben anderer teil zu haben. Manchmal Träume erfüllen. Unbekannt bleiben und so eine Legende kreieren. </p>
<p>Träume ändern sich. Ich kann dieses berechnende Arschloch sein, doch heute ist es vor allem eine Figur, die sich in meinen Texten austobt. Irgendwann bin ich zu dem Punkt gekommen, an dem ich mich entschlossen habe, dass ich nicht alles gemacht haben muss, um es zu erleben. Es reicht aus, wenn ich die Erinnerung daran habe und dich kann ich selbst erzeugen. Sei es durch träumen oder was mir mehr liegt durch schreiben. Nicht nur ich war dabei, sondern auch andere Menschen, die ich wahrscheinlich nie kennen lernen werde. Ein paar. Die ewige Frage nach dem Sinn des ganzen und die Antwort, die man selbst ist. Es gibt viel auf der Welt, das man erreichen kann, aber das meiste wird uns für immer verwehrt bleiben. Sich damit abfinden, dass man nicht in alle Kostüme passt, die einem angeboten werden, die man in den bunten Kisten und an den Wänden sieht. Der Unterschied ist Auswirkung und die Zeit. Kein resignieren, sondern ein entscheiden für einen anderen Weg. Einen gesünderen, der dennoch alle Möglichkeiten hat. </p>
<p>Ich werde nicht zurückblicken und sagen, ich habe nicht gelebt. Sondern ich lebe jetzt. Jedes Wort, das ich tippe erfüllt mich mit dem, was viele suchen indem sie ihm hinterherlaufen. Wenn ich am Abend ihre Stimme höre. Wenn ich aufstehe und meine Augen brennen. Der Streit mit meiner Mutter. Das Abwaschen. Der Straßenbahn nachlaufen. All das ist mein Leben. Ich erlebe Abenteuer. Jeden Tag. In der Welt da draußen und in der Welt hier drinnen. Manchmal vermischt es sich.</p>
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		</item>
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		<title>Veränderungen</title>
		<link>http://looka.at/veraenderungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 15:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vage Gedanken über einen neuen Lebensabschnitt. Die letzten Jahre waren gut, aber es ist an der Zeit etwas zu ändern. Den ersten Schritt dafür habe ich getan. Was jetzt passiert weiß ich noch nicht. Es war keine leichte Entscheidung und es ist noch keine endgültige gefallen. Ich habe viel gelernt. Vor allem was ich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vage Gedanken über einen neuen Lebensabschnitt. Die letzten Jahre waren gut, aber es ist an der Zeit etwas zu ändern. Den ersten Schritt dafür habe ich getan. Was jetzt passiert weiß ich noch nicht. Es war keine leichte Entscheidung und es ist noch keine endgültige gefallen.</p>
<p>Ich habe viel gelernt. Vor allem was ich in meinem Leben nicht machen will. Wie ich nicht werden möchte und was mich an anderen Menschen stört. Aber auch gute Sachen. Wie man mit bestimmten Problemen umgeht. Wie man sich selbst aus einem Graben holt und dass es am Ende gar nicht so schlimm ist. Jetzt sitze ich in einem Café. Hinter mir eine Gruppe nerviger Mädels, die ständig quasseln und sich über alles mögliche aufregen. Vor ein paar Minuten habe ich die Mail abgeschickt. Schon die zweite. Also die Antwort auf die Antwort meiner ersten Mail. Ich habe sehr nüchtern meine Situation erklärt. Wie ich das ganze empfinde und warum ich mir nicht sicher bin, dass es so weitergehen kann.</p>
<p>Es ist nicht so, dass es mir dort schlecht geht, sondern dass sowohl ich als auch die anderen sich weiterentwickelt haben. Nach meinem Gefühl in unterschiedliche Richtungen. Grundsätzlich nichts schlechtes, aber sollte es tatsächlich so sein, muss man sich das eingestehen und bereit sein den eigenen Weg nachzujustieren und dorthin weiterzugehen, wo man sich wohl fühlt. Ich weiß noch nicht, was das für mich genau bedeutet, aber das gilt es in den nächsten Wochen und Monaten herauszufinden.</p>
<p>Meine Freundin unterstützt mich bei der Entscheidung. Sie gibt mir Kraft, die mir in den letzten Tagen manchmal gefehlt habe. Sodass ich bald wieder in meine Richtung gehen kann ohne ständig zu stolpern, mich umzudrehen, unsicher und abhängig zu sein.</p>
<p>Auch wenn mich das ganze sehr mitnimmt, finde ich es wichtig, mich damit zu beschäftigen. Sonst gibt es Stillstand in einer Situation mit der ich nicht zufrieden bin.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kaputte Fetzen</title>
		<link>http://looka.at/kaputte-fetzen/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 22:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mit wirren Sätzen nichts anfangen kann, soll jetzt bitte wegschauen. Ich stecke fest. Habe mich selbst gefangen in einem zähflüssigen Sirup aus Gedanken, die so sehr ineinander verworren sind, dass ich es nicht schaffe auch nur einen davon zu Ende zu denken. Muss man nicht verstehen, weil es nur darum geht einen Teil davon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer mit wirren Sätzen nichts anfangen kann, soll jetzt bitte wegschauen.</p>
<p>Ich stecke fest. Habe mich selbst gefangen in einem zähflüssigen Sirup aus Gedanken, die so sehr ineinander verworren sind, dass ich es nicht schaffe auch nur einen davon zu Ende zu denken. </p>
<p>Muss man nicht verstehen, weil es nur darum geht einen Teil davon loszuwerden. Müsste man auch nicht veröffentlichen, aber das ist mir egal. Gehört alles dazu. Zum Leben. Und so.</p>
<p>Am Abend ein tolles Gespräch mit einem Freund. Dazu leckeres Essen. Perspektiven für die Zukunft. Nachdem ich heimgekommen bin eine wunderschöne Nachricht von <a href="http://mianiemand.blogspot.com/">Mia</a>. Am liebsten hätte ich mich zu ihr ins Bett gekuschelt und wäre einfach eingeschlafen. Geht im Moment nicht.</p>
<p>Nationales Fernsehen, Internationale Magazine. Im Moment kann ich mich nicht über fehlende Aufmerksamkeit beschweren. Dann noch das Angebot für eine große Zeitung zu schreiben. Einladung zu Kunstveranstaltungen und Interviewanfragen. Alles supi, alles neu. Fuck.</p>
<p>Ich kann es nicht einmal wirklich definieren, was mein Problem ist. Vielleicht geht es mir zu gut und deshalb reite ich auf Kleinigkeiten herum. Es hat sich mit der Zeit entwickelt. Glaube ich. Immer wieder Moment, wo sich mein Innerstes gesträubt hat, ich aber den Mund nicht aufbekam. Wie soll es so jemand mitbekommen? Reagieren? Scheiße. Ich rege mich über mich selbst auf und das nervt mich am meisten. </p>
<p>Im Moment bin ich wieder kurz davor alles hinzuwerfen. Weil ich mir nicht selbst die Schuld geben will. Weil ich das Gefühl habe nicht geschätzt zu werden. Und weil ich weiß, dass das falsch ist. Man versucht mich zu behalten. Ich muss nur sagen, was ich eigentlich will. Ich muss mich entscheiden. </p>
<p>Ich hasse Entscheidungen. Ich hasse es alleine zu sein. Ich hasse.</p>
<p>Wo ist meine verdammte Leichtigkeit hin mit der ich früher durch mein Leben spaziert bin? Nichts und niemand konnte mir etwas anhaben und selbst das Leiden war schön. Ja, das geht. Doch jetzt scheint alles anstrengend, alles nervt, reibt auf. Mein Kopf tut weh. Ich bin nah dran. Am Aufgeben. Kann nicht mehr. Bemitleide mich selbst und möchte nicht, dass es andere tun. Möchte es schon. Weiß es nicht. </p>
<p>Man muss mich hassen. Für alles, was ich habe und was ich daraus mache. Ich tue es auch.</p>
<p>Tränen.</p>
<p>Ich mache mich kaputt. Weil ich mich kaputt mache. Eine Spirale, die sich immer weiterdreht.</p>
<p>Schlafen. Morgen geht die Sonne wieder auf.<br />
Hoffe ich.</p>
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		<title>Abstürze</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 14:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es geht mir gut. Nur manchmal vergesse ich das. Liege tagelang herum und ärgere mich über all die Dinge, die ich in der Zeit mache. Vor einem Jahr habe ich mit meiner Bakkalaureatsarbeit begonnen. Ich stehe noch immer am Anfang. Ein grober Grundriss, ein paar Quellen. Ich schreibe Arbeiten übers Wochenende, weil ich es nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht mir gut.</p>
<p>Nur manchmal vergesse ich das. Liege tagelang herum und ärgere mich über all die Dinge, die ich in der Zeit mache. Vor einem Jahr habe ich mit meiner Bakkalaureatsarbeit begonnen. Ich stehe noch immer am Anfang. Ein grober Grundriss, ein paar Quellen. Ich schreibe Arbeiten übers Wochenende, weil ich es nicht schaffe über längere Zeit an einer Sache dran zu bleiben. Abgabetermine ermöglichen mein Weiterkommen. Ich will niemanden sehen und mit niemanden sprechen. Schwimme in einem See Selbstmitleid und Selbsthass. Auch wenn ich diese Worte schreibe, muss ich daran denken, was ihr von mir haltet. Da hat er alles, wovon er geträumt hat und noch mehr und ihm fällt nichts besseres ein, als darüber zu schreiben, was alles nicht funktioniert.</p>
<p>Früher habe ich offen darüber geschrieben, jedes Mal, wenn etwas nicht so geklappt hat, wie es sollte. Ich wollte niemanden damit belästigen, jeder konnte wählen ob er es liest oder nicht. Es ging mir gut damit. Ich konnte wieder frei atmen, sobald ich die Gedanken hinausgelassen hatte. Manchmal kam etwas nettes zurück, manchmal nicht. Dann wurde mir gesagt ich solle damit aufhören. Die Emotionen, zumindest die negativen, würden meinem Vorankommen schaden. Ich habe aufgehört. Nur noch kleine Botschaften, die ich hinausgeschickt habe. Es hat auch funktioniert. Aber nicht gut. Ich möchte das nicht mehr. Möchte nicht mehr Dinge zurückhalten bis sie sich tief in meine Gedanken geätzt haben. Manche werden es nicht verstehen. Damit muss ich zurechtkommen. Vielleicht schadet es dem Bild, das andere von mir haben. Auch damit werde ich zurechtkommen. Der Spinner, der seine Gefühle ins Internet schreibt. </p>
<p>Ich bin keine kaputte Persönlichkeit. Glaube ich zumindest. Nur manchmal habe ich Momente, in denen ich in ein tiefes Loch falle. Ich will niemanden damit belästigen. Schreiben hilft mir wieder heraus zu klettern. Ich spüre schon jetzt, während ich diese Worte schreibe, dass es mir besser geht. Ein bisschen wie ein Sonnenaufgang. Das schreiben hat mich einige Jahre begleitet und ich will, dass es das wieder tut. Es gibt mir halt indem es mir Last abnimmt. Es schafft Struktur, ordnet meine Gedanken. Vieles ist einfacher, als es im ersten Moment scheint. </p>
<p>Lasst die Worte sprießen.</p>
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		<title>Heimat ist da, wo man sich nicht erklären muss.</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 23:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Losgezogen um das Leben kennen zu lernen. Es ist knapp drei Jahre her, dass ich meine Heimat verlassen habe. Unterwegs war ich schon länger. Der kleine Junge, der genug hat vom Leben. Ich habe mich vermutlich nicht besonders von den anderen unterschieden. Die erste Liebe, unglücklich. Sieben Jahre habe ich mich daran festgeklammert. Das war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Losgezogen um das Leben kennen zu lernen. Es ist knapp drei Jahre her, dass ich meine Heimat verlassen habe. Unterwegs war ich schon länger. Der kleine Junge, der genug hat vom Leben. Ich habe mich vermutlich nicht besonders von den anderen unterschieden. Die erste Liebe, unglücklich. Sieben Jahre habe ich mich daran festgeklammert. Das war nicht ganz gewöhnlich und dann habe ich entdeckt, dass vieles anders scheint als es ist. Ich bin geflüchtet in eine Welt, wo ich mich selbst definieren konnte und nicht davon abhängig war, was andere über mich sagten. Ging es daneben, konnte ich von vorne beginnen. Die Kontakte nicht zu nahe kommen lassen, damit es nicht weh tut, wenn sie wieder verschwinden. Ich habe gedacht, ich würde mit den anderen experimentieren, doch am Ende war es ich selbst, über den ich mehr erfahren habe.</p>
<p>Das schreiben hat mir immer geholfen. Am Boden zu bleiben und abzuheben. Ich habe zurückgeschaut, was ich alles geschafft habe und was nicht. Was mir gefallen hat. Mit einem Gedanken in der Zukunft. Da könnte es hingehen. Kleine Filme, wie es aussieht. Es gab Texte, die mir gezeigt haben, wo ich hin möchte. Grenzen sollen fallen, über sich selbst hinauswachsen. Ich kann es nicht glauben, wie weit ich gekommen bin. Dinge von den ich geglaubt habe, dass sie wichtig sind, haben sich als nichtig herausgestellt. Andere dafür sind in den Mittelpunkt gerückt. Ich habe noch immer ein Problem damit, wenn mir etwas zu nahe kommt. Angst ich könnte daran zerbrechen. Oder jemand anders. Nähe bremst. Den Fall. Das musste ich lernen. Es geht manchmal sehr schnell hinauf und dann ist es gut, wenn man nicht alleine ist. Einsamkeit ermöglicht großartige Texte, aber machen auf Dauer nicht glücklich. Jedenfalls nicht mich. Ich habe gelernt wie es ist heim zu kommen.</p>
<p>&#8220;Heimat ist da, wo man sich nicht erklären muss.&#8221; stand auf einem Plakat im Arbeitszimmer meiner Mutter. Ein Zitat von Johann Gottfried von Herder. Ich habe es nie verstanden bis ich anfangen musste zu erklären. Wer ich bin, was ich mache, warum ich es mache, was ich damit erreichen will, warum ich was nicht mache, wie lange es noch dauert, wieso und überhaupt. Man wird müde. Passt sich an und schlüpft in Rollen, die einem angeboten werden. Gedanken werden nicht mehr ausgesprochen und vieles versteckt man, weil es einfacher ist. Eine Welt aus Masken, die wunderbar miteinander funktionieren aber nicht das sind, was hinter ihnen ist. Funktionierende Gesellschaft. Ich darf trotzdem lächeln hat man mir gesagt. Und das mache ich. </p>
<p>Mit Freunden zusammensitzen. Bei gutem Essen. Man lacht und genießt. Das Leben ist schön. Ich bin dankbar für all die Dinge, die sind. Den Menschen, denen ich mich nicht erklären muss. Die mich akzeptieren. Einfach so. Man kann Fragen stellen. In Frage stellen. Muss man auch hin und wieder. Aber nicht alles darauf aufbauen. Viel mehr dem Gefühl folgen und den Kopf unterstützen lassen. Ich kann mir alles zurechtdenken, doch will es nicht. Die Menschen um mich und die Frau an meiner Seite. Es fühlt sich gut an.</p>
<p>Wenn sich die Welt weiter dreht, will ich sie nicht aus den Augen verlieren. Ihnen in die Augen schauen, sich erinnern und neues erleben. Weil es richtig ist.</p>
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		<title>Bloggen</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 11:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das schöne am Blog. Niemand kann einem dreinreden. So zumindest die Grundannahme. Sobald man tiefer geht bemerkt man schnell, dass es darauf ankommt welche Priorität man ihm gibt. Würde ich für eine Zeitung oder einen Verlag schreiben, könnten meine Texte zurückgewiesen werden. Falls angestellt, fliege ich dann raus, wenn ich so weiter mache. Im Blog [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das schöne am Blog. Niemand kann einem dreinreden. So zumindest die Grundannahme. Sobald man tiefer geht bemerkt man schnell, dass es darauf ankommt welche Priorität man ihm gibt. Würde ich für eine Zeitung oder einen Verlag schreiben, könnten meine Texte zurückgewiesen werden. Falls angestellt, fliege ich dann raus, wenn ich so weiter mache. Im Blog habe ich die Verantwortung, was veröffentlich wird und was nicht. Und damit bin ich es, der einschränkt.</p>
<p>Projektpartner, die mit der Offenheit, die in mir verwurzelt ist, nicht zurechtkommen, haben mich damals bewegt hier anzufangen. Etwas abseits von der Aufmerksamkeit. Noch immer an einen Charakter gebunden, eine Maske, aber nicht mehr direkt an meine Person. Der Text soll im Mittelpunkt stehen. auch die Dinge zwischen den Zeilen und Texten. Kleine Puzzlestücke, nicht alle passen zusammen. Man muss beginnen weitere Dimensionen hinzuzufügen. Die Zeit etwa. Doch nie wird man es schaffen ein vollständiges Abbild von einem einzelnen Zeitpunkt zu sehen. Man muss die Schichten in einander verlaufen lassen, vielleicht die Augen etwas zukneifen und man wird, zumindest verschwommen, etwas erkennen.</p>
<p>Im Moment möchte ich beide Masken recht unabhängig voneinander heranzüchten. Irgendwann eine davon töten. Oder sie wieder zusammenführen. In meinen Fantasien ein ganz großartiges Ereignis. Der Höhepunkt eines Experiments. Leben. Oder es wird nie passieren. Kann ich jetzt ja noch nicht genau sagen. In mir ist es ja schon geschehen und tut es immer wieder, wird weitergesponnen und verbessert. An die Grenzen getrieben. Kopfkino.</p>
<p>Der Blog kann Zufluchtsort sein. Für die Worte, die sonst keinen Platz finden. Er kann Türen offnen und Speerspitze sein. Was man daraus macht, was man machen will. Oder man schreibt einfach. Lässt die Worte sprudeln, die Sätze über den Bildschirm laufen ohne sich zu lange damit aufzuhalten, warum man das macht. Tut auch gut. Selbsttherapie und fortgeschrittener Persönlichkeitsworkshop. Auseinandersetzung mit dem Selbst und dem Leben. </p>
<p>Geil wäre auch wieder einmal eine Geschichte.</p>
<p>Ich will wieder mehr schreiben, weiß aber noch nicht, wie ihr das seht. Lieber mehr txt und dafür nicht immer ganz hübsch oder weniger und dafür der Versuch von einer glitzernden Perle nach der anderen. Auch wenn das zu langen Pausen führen kann.</p>
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		<title>Now freak out</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 18:26:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Zeichen meiner Zeit. Die Vermischung der Sprachen. Und es hat schon immer statt gefunden. Immer war jemand dafür und andere dagegen. Hier kann mir niemand etwas sagen. Kontrolliere jegliche Kommunikation. Ich mag Kritik. Meistens macht sie mich stärker. Nur manchmal habe ich Angst, dass sie mich so in die Ecke drängt, dass ich meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Zeichen meiner Zeit. Die Vermischung der Sprachen. Und es hat schon immer statt gefunden. Immer war jemand dafür und andere dagegen. Hier kann mir niemand etwas sagen. Kontrolliere jegliche Kommunikation. Ich mag Kritik. Meistens macht sie mich stärker. Nur manchmal habe ich Angst, dass sie mich so in die Ecke drängt, dass ich meine Meinung nicht mehr ändern kann.</p>
<p>Gewalt erzeugt Gegengewalt. Druck Gegendruck. Das lehrt uns schon die Physik. Ich mag solche Vergleiche nicht unbedingt, stehe aber total auf Metaphern. Für alles. Daher schreibe ich auch so oft über Masken, weil es erleichtert Dinge, die ich noch nicht direkt bezeichnen, erfassen kann zu umschreiben. Damit umzugehen. Flucht oder Angriff. Und hundertausend Dinge dazwischen. Aufbrechen der Linearität und manchmal das damit verbundene zerstören der Kommunikationsmöglichkeit. Wenn man sich nicht mehr darauf verlassen kann, was in der Vergangenheit war. Ich werde konservativ. Und doch schreibe ich meine Vergangenheit selbst. Jeden Tag. Sie wird ständig angepasst. Manchmal verfälscht. Ich picke die Dinge heraus, die ich gut finde und ändere den Rest. Manches kann man als Negativbeispiel nehmen, doch nicht immer will man daraus lernen. Der Satzbau spielt nicht mit sich selbst sondern wiederholt sich einer langweiligen Zusammensetzung aus sich selbst. Wortwiederholungen, die den erfahrenen Leser stocken lassen. Kurzes aufwürgen. Es tut mir Leid. Heute nicht die Geduld mich damit zu beschäftigen. Auch keine Lust den Text zu lesen. First Take. So sagt der Winks. Ich nenn es Freiheit und stoße sie damit. </p>
<p>Ich mag Party. Noch mehr mag ich es allein zu sein. Gespräche mit einzelnen Freunden. Oder Fremden. Kerngruppen, die sich untereinander kennen. Und dann muss ich mir eingestehen, dass ich Menschen auf Distanz halte. Konzept Freundschaft sieht bei mir etwas anders aus. Niemand den ich mindestens einmal pro Woche treffe. Außerhalb der Arbeit. Und dort bin ich aktuell am überlegen das Private niederzubrennen. Würde einige Dinge einfach machen. Und andere komplizierter. Ich halte mir ein größeres Netzwerk mittelfester Kontakte. Sie kennen Dinge, die meine Familie nicht weiß. Aber das ist nicht besonders schwer. Sie bekommen mehr von meinem Leben mit als enge Freunde. Teilweise. Eine wunderbare Freundin, auf die ich immer zählen kann. Zwei Freunde, die nicht in meiner Nähe sind, aber immer für mich da. Fünf Freunde, die ich regelmässig sehe. Lebenstechnisch verheiratet, am Hausbauen, in der Planung. Ich mag sie sehr und die gemeinsamen Abende erfüllen mich mit Freude. Das Büro. Zwei Menschen nah und fern. Sie haben mich auch verändert. Ich bin mir nicht sicher, ob mir das alles gefällt. Meine Familie ist mir etwas fremd geworden, als ich gegangen bin. Doch die Entfernung lässt mich wieder näher rücken. Ich freue mich, wenn ich in der Heimat bin. Meine Großmutter mit der ich über Politik und die Welt diskutieren kann. Meine Mutter mit der ich herumschreie. Mein Vater, die Ruhe selbst. Von ihm habe ich viel gelernt. Und meine Schwester, die nicht immer einfacher, aber auch super ist. Die Räder drehen sich, ich springe auf ihnen herum. Entscheide mich für das glänzende. Das andere zerläuft und ich lege mich an den Strand. Die Sonne scheint. Zweihundert Menschen, mit denen ich reden kann, denen ich nahe bin. Vierhundert Menschen die viel über mich wissen. Manche mehr, andere weniger. Unbekannte Leser, die immer wieder kommen. Blogger, die ich nicht kenne. Menschen, die mir Mails schreiben. Ich fühle mich nicht einsam. Genieße es mich nicht verpflichtet zu fühlen. In meinem Kopf ein Netz, das mich fangen kann. Das nicht kaputt geht, wenn einzelne Knoten wegbrechen. Danke. Dass ihr da seid. </p>
<p>Wochenlang ohne direkten Kontakt. Muss nicht sein, aber einige Tage sind kein Problem. Ich liebäugle mit einer Wohnung für mich alleine. Mein Mitbewohner ist großartig, nervt nicht und ist doch da. Gemeinsames kochen, aufgeteiltes putzen und keine Verpflichtungen. Kein Streit. Ich bin ja sehr harmoniebedürftig und kann Konflikte nur schwer ertragen. Muss alles lösen und glaube an das Gute. Die Wohnung müsste nicht groß sein. Würde ich Freunde einladen, selten mehr als drei. Meist wäre ich alleine. Introvertiert. Ich habe gelernt mit Menschen auf Veranstaltungen umzugehen, aber es macht mir wenig Spaß. Synchrone Kommunikation mag ich nur mit Menschen, die ich kenne. Schweigen ebenso. Der Smalltalk mit anderen erscheint mir meist nutzlos, auch wenn er als Aufbau gesehen werden kann. Analysieren als Hobby. Ich das Subjekt und Objekt zugleich. Weitergehen. </p>
<p>Mein Leben bin ich. Sein. Gutes tun des guten wegen. Küssen wegen der Liebe. Reden weil es weiterbringt. Näher bringt. Sein ist Sinn. Mehr Heute als Morgen. Vergangenheit ist Erinnerung. Spaß, Glück, Zufriedenheit. Und wie gut ich leiden kann. </p>
<p>Nehmt mich mit auf eure Reise. Durch die Welt, wie ihr sie seht. Wie ihr Menschen wahrnehmt. Freunde. Beziehungen. </p>
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		<title>Gesellschaftsgeschichte</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 00:15:12 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen sind zerbrechlich. Zumindest bin ich es. Doch, weil es die einzige Möglichkeit ist zusammenzuleben geben wir uns feste Persönlichkeiten. Wir imitieren andere, versuchen zu optimieren und uns zu entwickeln. Auslandserfahrung soll ganz toll sein. Ausland bedeutet auch einen kurzen Zeitrahmen zu haben, um sich auf andere einzulassen und ebenso von diesen angenommen zu werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen sind zerbrechlich. Zumindest bin ich es. Doch, weil es die einzige Möglichkeit ist zusammenzuleben geben wir uns feste Persönlichkeiten. Wir imitieren andere, versuchen zu optimieren und uns zu entwickeln. Auslandserfahrung soll ganz toll sein. Ausland bedeutet auch einen kurzen Zeitrahmen zu haben, um sich auf andere einzulassen und ebenso von diesen angenommen zu werden. Wer nicht ein beständiges Bild bietet, wird kritisch beäugt. In der Schule, der Universität, bei der Arbeit hat man Zeit. Man befindet sich in einer Umgebung, wo das zusammen zweitrangig ist. Tätigkeit als fixe Gemeinsamkeit. Dennoch bilden sich Intrigen und schon wieder hat man ein Problem, wenn man nicht konstant ist. Jede Abweichung wird als Beweis genommen. Was bewiesen werden soll ist nicht immer klar. Selbstsüchtig sind fast alle. Mit kleinen Sticheleien kann man weiterkommen, nicht viele Gedanken was es bei den anderen bewirkt. Es wäre falsch immer den Vortritt zu gewähren, niemanden in den Weg zu kommen. Noch ist es nicht möglich, dass wir nebeneinander leben. Noch leben wir gegeneinander. Ich fantasiere. Von einer Welt mit einer anderen Denkweise. Nicht Geld sondern Gesellschaft und Technologie treibt mich an. Was möglich ist. Nur gemeinsam zu erreichen. Und es kommt allen zugute. Wir müssen uns keine Sorgen darüber machen, wo wir etwas zu essen bekommen, wo wir schlafen. Auch nicht ob der Sturm die Ernte zerstört. Ob die nächste Krise unseren Arbeitsplatz und somit unser Leben zerstört. Für mich geht es darum, wie man Dinge besser machen kann. Nicht um mehr daran zu verdienen, sondern dem besser machen selbst wegen. </p>
<p>Oft drehe ich mich im Kreis. Es hilft Gedanken zu vertiefen, weiterzuspinnen, zu verstehen. Einer stößt den nächsten an. Ich bin. Mehr kommt da nicht. Mehr muss nicht. Das sein alleine reicht. Und wenn ich nicht mehr bin, ist es auch in Ordnung. Erst dachte ich, dass ich immer klein bleibe, doch dann wurde ich älter. Dinge ändern sich. Menschen ändern sich. Ich habe begonnen Distanz zu schätzen. Es war schmerzhaft. Kommt mir bloß nicht zu nahe. Dachte ich. Keine Verantwortung übernehmen macht das Leben einfach. Einfacher. Ein bisschen. Überall gibt es Grenzen. Alleine ist man weniger zu zweit. Weniger gemeinsam. Und so habe ich gelernt Nähe wieder zu schätzen. Ich habe diese wunderbare Frau kennen gelernt. Wir mögen uns in vielen Bereichen unterscheiden, doch in einem gleichen wir uns. In der Liebe, die wir füreinander empfinden. </p>
<p>Ich kann Menschen nicht leiden sehen. Habe irgendwann begonnen mich wegzudrehen. Die Erkenntnis, dass man die Welt nicht retten kann. Doch man kann da sein. Für die Menschen, die einem wichtig sind. Es ist nicht viel. Es hilft. Da sein. Das will ich. Kein schlechtes Gewissen. Ich bin es gerne. Ich betrachte Dinge auf unterschiedlichen Ebenen, erscheine manchmal abwesend, teilnahmslos. Ich verstehe nicht alles, doch versuche es. Manchmal klappt es auch. </p>
<p>Normale Menschen gibt es nicht. Nur solche, die gut damit zurecht kommen, was sie aus sich gemacht haben. Sich nicht ändern wollen, nicht ändern brauchen. Menschen sind zerbrechlich. Mit genügend Kleber und einem dicken Tuch kann man das verdecken. Fragen können daran ziehen, bis man fällt. Um aufzustehen. Es geht rauf und runter. Die Gerade würden wir gar nicht spüren. Ein ständiges steigen ist möglich, doch ich sehen mich nach den Unterschieden. Beschleunigen und Bremsen. Fast aus der Kurve fliegen, auf und ab.</p>
<p>Ich bin.</p>
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		<title>Verweise</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 22:43:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht müssen es keine Worte sein. Doch wie sollte ich sonst meine Freude ausdrücken. Manchmal quietsche ich. Dann ernte ich in den meisten Fällen kritische Blicke. Sozial gelerntes Verhalten ist in den meisten Fällen sinnvoll, hat sich aber teilweise in Formen entwickelt, die ich nicht unterstützen will. Sei wie du sein willst. Aber das muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht müssen es keine Worte sein. Doch wie sollte ich sonst meine Freude ausdrücken. Manchmal quietsche ich. Dann ernte ich in den meisten Fällen kritische Blicke. Sozial gelerntes Verhalten ist in den meisten Fällen sinnvoll, hat sich aber teilweise in Formen entwickelt, die ich nicht unterstützen will. Sei wie du sein willst. Aber das muss ich <a href="http://nach21.wordpress.com/2010/03/28/gedicht/">euch</a> ja nicht sagen.</p>
<p><a href="http://meinwaerts.wordpress.com/2010/03/28/verschluckt/">Tolle</a> <a href="http://500beine.myblog.de/500beine/art/6892645">Texte</a> <a href="http://truth24timespersecond.blogspot.com/2010/03/denn-du-bist-nachtumweht.html">las</a> ich <a href="http://r-e-a-d-m-e.blogspot.com/2010/03/maybe-three-seconds-is-enough.html">in</a> <a href="http://glumm.wordpress.com/2010/03/22/eine-cohiba-herr-stan/">letzter</a> <a href="http://www.indigoidian.de/2010/03/22/gute-erziehung/">Zeit</a> und gedacht, dass ich die teilen will. Mit euch. Früher hat man Brot geteilt, heute geschriebene Gefühle. Wie das im Hintergrund funktioniert spielt hier keine Rolle. Auch habe ich ein paar statische Links hinzugefügt. Diesen Fluss aus großartigen Texten kann man unter <a href="http://looka.at/links">Links</a> anschauen oder als <a href="http://feeds.feedburner.com/lookamag">Feed abonnieren</a>. Alles geht direkt zu den Autoren. Ich habe die Genugtuung, dass ich, was mir gefällt, weitergegeben habe. Als würde ich meinen Freunden davon erzählen. Doch nicht alle Freunde mögen txt so gerne, wie ich. </p>
<p>In wenigen Tagen kommt sie nach Wien. Vielleicht. Wahrscheinlich. Wir werden durch die Stadt spazieren, ein paar Dinge ansehen. Dinge tun, die man nur tun kann, wenn man physisch nahe ist. Umarmen etwa. Auf Parkbänken sitzen und die Menschen beobachten. Eis essen. Menschen, die ich mag, wollen sie kennen lernen. Wir werden viel in Kaffeehäusern sitzen, plaudern, ein paar Fotos machen. Die Vorfreude ist groß. Danach fahren wir zu ihr. Noch ein paar gemeinsame Tage bevor ich nach Berlin muss. Noch mehr Menschen treffen, einen Vortrag halten, anderen lauschen. Ich bin gespannt wen ich treffen werde. Als wen ich wen treffen werde. Wer mich treffen will. Willst du? Wollt ihr? Schreibt mir doch. Dreizehnter bis Sechszehnter April werde ich dort sein. looka at looka.at oder <a href="http://twitter.com/looka">@looka</a>. Nach Berlin ein paar Tage nach Tirol. Vergangenheit besuchen. Reisende Fäden wieder ein bisschen zusammenknoten. Achtzehn Jahre war ich dort. Der Code meines Lebens. 6-4-8-?. Es ist spät.</p>
<p>Ich zweifle gerade vieles an. Gründe gibt es. Wie sinnvoll es ist, werde ich erst sehen. Falls ich. Falls ich etwas ändere. Wohin ich gehe. Immer wieder die gleiche Frage und ich kann sie nicht beantworten. Habe schon zu oft versucht etwas zu finden und bin an mir selbst gescheitert. Weil ich Angst vor Entscheidungen habe. Weil die Entscheidungen immer schwerwiegender werden und darüber bestimmen, ob ich große Dinge aufgebe, weil ich glaube, hoffe woanders noch größere zu finden. Mein Bauch hat schon lange nichts mehr zu sagen. Der würde auch jeden Tag etwas anderes essen. Schade, dass man nicht zwischenspeichern kann. Auch die Statistik ist sehr bedürftig. Alles verläuft irgendwie ineinander und die neuen Fähigkeiten muss man erst mühsam verbessern, um zu merken, ob sie wichtig sind. Was mir bleibt sind die Worte. So zumindest die Hoffnung. Und alt werden wollte ich noch nie. Meist limitiere ich bis zur nächsten Null um dann wieder zu erweitern. Wenn es dreistellig wird, habe ich es zu oft getan. Weit kommt man leider nur aus der Kombination aus Risiko und Planung. Womit man beides verliert. Oder gewinnt. Wer gut genug plant, kann öfter ein Risiko eingehen. Ich stehe daneben, schaue zu. Wie sie von der Klippe fallen und zum Mond fliegen. Feuer mag ich.</p>
<p>Verloren in den Gedanken. Irgendwo liegen noch Geschichten vergraben, doch im Moment spielt es keine Rolle. Drei Tage. Vorfreude. Lange Zugfahrten. Es schmeckt gut. Auch wenn ich mich noch nicht entscheide.</p>
<p>Vergesst Berlin nicht.</p>
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		<title>Verhängt</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 22:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neuen Nachbarn haben sich Vorhänge gekauft. Dichte, dunkelblaue Vorhänge, wie ich sie auch habe. Früher saß ich manchmal im dunklen Zimmer und schaute aus dem Fenster. Man lernt die Fenster kennen. Die in denen jeden Abend der Fernseher blau flackert und die, die niemals Licht anmachen. Als Ausgleich lasse ich meine Vorhänge auch meist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neuen Nachbarn haben sich Vorhänge gekauft. Dichte, dunkelblaue Vorhänge, wie ich sie auch habe. Früher saß ich manchmal im dunklen Zimmer und schaute aus dem Fenster. Man lernt die Fenster kennen. Die in denen jeden Abend der Fernseher blau flackert und die, die niemals Licht anmachen. Als Ausgleich lasse ich meine Vorhänge auch meist offen. Nur ein Mensch.</p>
<p>Würde ich die Menschen kennen, die hinter den Fenstern sich hin und her bewegen, hätte ich einen größeren Konflikt mit mir selbst. So sind es nur Stereobilder, die ich hin und wieder neu einfärbe. Da war der Metaller, der eine große schwarze Flagge in seinem Zimmer hängen hatte. Den hat man fast nie gesehen. Bis er eine Freundin gefunden hat. Oder sie hat ihn gefunden. Die ist dann todesmutig auf dem Fensterbrett gesessen und hat geraucht. Ich habe überlegt, was gefährlicher ist. Das Rauchen oder auf dem Fensterbrett sitzen. Und ob sie nur dort sitzt, weil sie rauchen will oder ob es ihr auch ohne Zigarette gefallen würde. Ich bin früher öfters auf dem Geländer meines Balkones gelegen und habe Musik gehört. Ohne zu rauchen. </p>
<p>Von den übrigen Fenstern weiß ich nur wenig. Die meisten sind in einem Winkel, dass ich nur die Decke sehe oder sie sind durchgehend mit Gardinen behängt. Nur direkt gegenüber gibt es noch ein Lokal, in das man gut schauen kann. Nur verhalten sich die Menschen dort so, wie man sich in der Öffentlichkeit verhält. </p>
<p>Kopfweh habe ich auch. Und schlecht ist mir. </p>
<p>Ich würde gerne laufen gehen.</p>
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		<title>Ausgefranst</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 01:39:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist spät. Ich schaue auf die Uhr. Mein Kopf ist leer. Gibt keine Story her. Ich freue mich. Über die Welt. Wie sie ist. Und immer war. Auf und ab. Eine wunderbare Frau. Selbst wenn sie manchmal weit weg ist, weiß ich, dass sie bei mir ist. Wenn man traurig ist, fällt das schreiben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist spät. Ich schaue auf die Uhr. </p>
<p>Mein Kopf ist leer. Gibt keine Story her. </p>
<p>Ich freue mich. Über die Welt. Wie sie ist. Und immer war. Auf und ab. </p>
<p>Eine wunderbare Frau. Selbst wenn sie manchmal weit weg ist, weiß ich, dass sie bei mir ist. Wenn man traurig ist, fällt das schreiben oft leichter. Doch wenn man glücklich ist, ist man glücklich. Das ist auch wichtig. </p>
<p>Lächeln. Der Text dem man nicht den Platz gibt, den er braucht und deshalb ist er nicht. Kann nie sein. Die Welt dreht sich weiter, auch wenn ich nicht jeden Moment bei ihr bin. Wie die Flüsse. In den Bergen.</p>
<p>Wir sind Worte.</p>
<p>Einfach zerrissen. Der Beitrag. Weil ich nur ein paar Gedanken los werden will. Ohne konkreten Ziel, ohne Faden, nur Ventil. Ich bin froh darüber, dass ich mich nicht als Sänger versuche. Oder gar dafür zu schreiben. Könnte mit den eigenen Liedern nicht leben. Müsste Jahre warten bis ich sie hören kann. Wie es mir auch manchmal mit den Texten passiert. Die einfach nicht passen wollen. Und wo ich es am wenigsten erwarte, bekomme ich die Rückmeldung, wie toll sie sind. Es wäre falsch sich in diesen Momenten unverstanden zu fühlen. Man sollte sich freuen. Ein wenig genießen. Motivation weiter zu machen. Ausgleich. Zum Alltag. Alltag zum Ausgleich. </p>
<p>Zeit besitzt man nicht und daher kann man sie auch nicht nicht haben. Zeit ist etwas, das immer da ist, aber nie fassbar. Zeit kann man nicht sparen und nicht verschwenden. Wenn wir von Zeit sprechen, meinen wir meist Prioritäten. Nicht alleine, was uns wichtig ist. Aber was uns wichtig und nur zu dieser Zeit möglich ist. Immer nur das wichtigste tun, kann funktionieren. Oder auch nicht. Freiheiten sind etwas wichtiges. Sie sich zu behalten ist die Kunst. Nicht in einen Strudel geraten, der die eigene Welt vergessen lässt, weil es einfacher ist. Welten reiben sich. Aneinander und manchmal auch in sich selbst. Funken fliegen, Späne fallen. Es kann etwas wunderbares entstehen oder auch nicht. Was es ist oder was wir daraus machen. Ich muss lernen öfter zu sagen, was ich denke. Es nicht so hübsch zu verpacken, dass es nicht mehr verstanden wird. Höflich, aber bestimmt. Ich kann nicht alle retten und oft ist es auch genau das falsche. Wenn ich die Sorgen abnehme, löse, wird es nicht selbst gemacht und man wächst nicht daran. Außer ich. Bis ich mich selbst nicht mehr ertragen kann. Das Ego ist jetzt schon unangenehm mächtig. In manchem Welten von großem Vorteil, in den Raum marschieren und ihn einnehmen. Machtspiele. Ich will mehr.</p>
<p>Das Spiel aus Licht und Schatten. Habe wieder begonnen mehr zu lesen. Habe vieles in den Griff bekommen, um mir noch mehr vorzunehmen. Unser Leben ist niemals fertig. Ständige Veränderung. Füllwörter füllen, aber nicht den Text. Grammatik orientiert sich an Regeln. Diese gilt es zu brechen. Es spielt keinen Unterschied, ob es auf festem Papier ist oder auf meinem Bildschirm. Manche bevorzugen es, Dinge auszudrucken. Andere glauben, dass sie dadurch Qualität bekommen. Wenn sie ein Buch kaufen. Oft stimmt es, oft nicht. Es geht um die Texte, die Geschichten, die Menschen. Nicht das wie sondern das was. Ich bin froh ein Teil davon zu sein.</p>
<p>Schnitt.</p>
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		<title>Einzeit</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 17:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Looka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Hintergrund rattert der Telegraf. Manchmal muss man sich erinnern. Wer man ist. Wer man sein will. Ich weiß es nicht schreie ich ihn an. Verwirrter Blick, dann ignoriert er mich wieder und räumt weiter das Regal ein. Außer einer jungen Frau hat niemand meinen kleinen Auszucker mitbekommen. Milch gibt es im Kühlregal. Ich nehme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Hintergrund rattert der Telegraf.</p>
<p>Manchmal muss man sich erinnern. Wer man ist. Wer man sein will. </p>
<p>Ich weiß es nicht schreie ich ihn an. Verwirrter Blick, dann ignoriert er mich wieder und räumt weiter das Regal ein. Außer einer jungen Frau hat niemand meinen kleinen Auszucker mitbekommen. Milch gibt es im Kühlregal. Ich nehme zwei Packungen von der weißen. Es wird behauptet, dass die Bauern mehr Geld bekommen. Dafür kostet sie zehn Cent mehr. Oder sind es zwanzig? Bei Nahrungsmittel schaue ich nur selten auf den Preis. Als einmal einige Wochen akribisch jede Ausgabe notiert habe, bin ich darauf gekommen, dass Essen mit Abstand der größte Posten ist. Allerdings habe ich dort auch auswärts Essen eingerechnet. Das wiederum oft günstiger ist, als wenn ich selbst koche. 250 Euro unter der Armutsgrenze. Würde ich nicht hin und wieder etwas dazuverdienen oder etwas zugesteckt bekommen. Ich sehe es nicht als Problem. Habe es immer noch leichter als viele anderen. Und bräuchte ich mehr, würde ich es bekommen. Dies zu wissen reicht mir. Zweimal pro Woche setze ich mich ins Büro und mache Dinge. In letzter Zeit frage ich mich manchmal, ob das ist was ich machen möchte. Ob das meine Zukunft ist. Wir sprechen darüber. Meist gehe ich dann überzeugt hinaus, dass es stimmt. Wenn ich alleine durch die Nacht spaziere, fühlt es sich teilweise so an, als wäre es das nicht. Im Potential leben. Was sein könnte. Doch wenn ich etwas anderes will, müsste ich die Hand danach ausstrecken und zugreifen. Das schaffe ich auch nicht. Noch nicht. </p>
<p>Zwei Stunden und fünfzehn Minuten. Selten habe ich so oft den Kopf geschüttelt, mir auf die Zunge zerbissen, in Gedanken geschrien. Diese Menschen studieren. Hören sich aber an und sprechen, als wären sie mit der Hauptschule noch nicht fertig. So wenig sagen diese Zettel aus. Und sie bekommen den Mund nicht auf. Schaffen es nicht Informationen zu verarbeiten. Alles Schwachsinn. Ich halte das nicht mehr lange aus. Dachte, ich könne mich dort weiter entwickeln, muss aber feststellen, dass ich lediglich anderen Menschen weiterhelfe und möglicherweise ihr Verhalten studiere. Meine kleine soziologische Studie. Wertvolles Feedback. Von jemanden, der sich auskennt. Doch soweit kommt es nicht. Weil ich in einer Gruppe arbeiten muss. Was ich acht Jahre lang gelernt habe, worin ich recht gut bin. Doch nicht, wenn das Gefälle innerhalb an einen Wasserfall erinnert. Das meiste ist verstaubt bevor es unten ankommt. Arrogantes Arschloch. Eine gewisse Ratlosigkeit macht sich breit. Wie die Welt dann funktionieren soll. Je mehr ich kennen lerne, desto schrecklicher finde ich es. Ich habe Angst davor, dass irgendwann mein Schluss ist, das System für meine eigenen Zwecke zu gebrauchen, weil es nicht möglich ist es zu ändern. Die Sache mit der Arbeit. Ich bin nicht dazu gekommen, sie rechtzeitig abzugeben. Nun schreibe ich sie in Eigenregie fertig. Wenn sie jemand akzeptiert kann ich ein weiteres Stück Papier einsammeln. Wenn nicht, dann steige ich wohl aus. Es macht keinen Sinn mir das gleiche mehrmals anzuhören, die gleichen dummen Fragen, die schlechten Präsentationen. Anwesenheitspflicht, um zu zeigen, dass man dabei ist. Ich bin nicht auf sie angewiesen um zu veröffentlichen. Heute ist es einfacher denn je Systeme zu umgehen. Und wenn sie es schaffen, meine Arbeiten wissenschaftliche zu widerlegen, werde ich mich fügen. Ein wenig zumindest. Aber so lange es nur darum geht zu produzieren, ein paar lächerliche Kriterien zu beachten und gar nicht so sehr auf den Inhalt schaut, sehe ich wenig Sinn darin. Ich habe schon mit mehreren darüber gesprochen. Sie haben nicht die Zeit alles zu lesen, so bleiben nur Formalitäten nach denen man bewerten kann. Und Stichproben. Früher hätte ich Angst gehabt, es verteidigen zu müssen, heute würde ich es gerne machen. Doch kann ich von keinem Lastwagenfahrer erwarten, dass ich mit ihm über Vogelschwärme sprechen kann. Was abseits der Straße passiert, wird ignoriert. Und es wird fleißig daran gearbeitet, dass niemand von der Straße abkommt. Die Straßen werden immer besser, stabiler und die Lastwägen größer, schneller und umweltfreundlicher. Man könnte ja die Straßen überdachen, dann könnte ich dort meine Vögel entlangtreiben. Ich lasse mich aus dem Fenster fallen und segle dem Sonnenuntergang entgegen.</p>
<p>Aussteigen statt aufsteigen. Gelernte Unzufriedenheit. Drüben regen sie sich auf, dass niemand mehr ihre Werbung sehen will, hier bekommt man den günstigeren Handyvertrag, wenn man Werbe-SMS akzeptiert. Gesponsert nennen sie es. Und es macht Sinn. Nicht die Großen sollte man unterstützen, sondern die kleinen. Der Mobilfunkbetreiber wird plötzlich zum Werbeträger, weil es die, die es bisher gemacht haben, nicht mehr schaffen. Es gibt so vieles, mit dem ich mich beschäftigen könnte. Aber will ich das auch? Ich bin gut geworden. So gut, dass ich herumfahren und Leuten erzählen kann, wie gut ich bin. Lache selbst darüber. Erinnere mich wie es angefangen hat. Wie ich groß geworden bin. Etwas wertvolles hergeben, um etwas unbezahlbares zu erhalten. Es hat Spaß gemacht und ich will wieder dorthin. Das Problem ist nur, dass mit dem Erfolg andere Menschen gekommen sind. Menschen, die ich auch mag, aber vor denen ich mich immer wieder erklären muss und das ist anstrengend. Würde ich einen Schnitt machen, alles stehen lassen, meine zwei Koffer nehmen und abhauen, wäre es kaputt. Wahrscheinlich für immer. Ich weiß es nicht. Keine Hassliebe, sondern ein naja. Die Achterbahn wurde gerade gebügelt und wurde zu einem einem ICE. Schnell voraus, aber mit wenige Höhenunterschied oder Beschleunigung. Man kommt zum Ziel. Aber es macht nicht wirklich Spaß. Auch wenn ich das Zugfahren genieße. Man kann gut schreiben. Könnte. Wenn man nichts mehr zum schreiben hat, nützt es nichts, dass es gut ginge. Ich drehe mich um und sehe die weiße Wand. Die Struktur der Holzbretter, die die Form gegeben haben. Der Boden aus schwarzen Noppeln. Die weißlich gelben Warnstreifen auf den Stufen sind teilweise abgegangen. Der gebürstete Müllkorb erst Jahre später hinzugekommen. Dafür war der Kleiderständer von Anfang an Teil davon. Plakate an den Wänden. Sauber hinter einer Schicht aus Plastik in einem Aluminiumrahmen. Bildung muss finanziert werden. Wann habe ich das letzte Mal etwas verrücktes gemacht? Bin mitten in der Nacht ins Auto gestiegen und in die Stadt gefahren. Neues erleben. Ich töte mich selbst. Langsam. Habe mich eingeigelt. Die Gedanken zerfressen mich. Ich hätte es niemals lassen dürfen. Jeder Tag an dem ich kein Wort geschrieben habe, ist ein verlorener. Es ist das was ich will. Das was ich kann. Ein wenig zumindest. Doch niemals alleine. Ich brauche mehr. Was zu erzählen und was erleben. Was tun. Sich sinnvoll finden. Spaß haben. Leben leben. Ich springe auf und tanze um den Tisch. Das Lokal steht still, die Musik geht aus und ich hinterher.</p>
<p>Man muss mich nicht verstehen, aber man darf nicht die eigenen Vorstellungen über mich stülpen. Menschen sind so unterschiedlich. Mag sein, dass die Sätze keinen Sinn machen. Für mich tun sie es. Mag sein, dass sie grammatikalisch falsch sind, dass ich Worte erfinde. Ich fühl mich gut damit. Es ist ein Teil meiner Welt, den ich mir nicht nehmen lassen werde. Es ist der Teil, der mich am Leben hält. In harten Zeiten begleitet. Plötzlich spüre ich wieder die Energie. Begeisterung für mich selbst. Tatendrang. Ich darf es nicht aufgeben. Selbstreflexion, Gedächtnistraining, Fantasie. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht.</p>
<p>Ich bestehe aus den Dingen, die ich für andere mache. Doch ich lebe für mich.</p>
<p>Eine halbe Stunde Sport, eine Stunde schreiben. Meist stehe ich mir selbst im Weg, weil ich an die Dinge denke, die zu machen sind. Oft habe ich es bevorzugt nichts zu tun und somit auch dem Vorwurf zu entgehen, dass ich etwas nicht ernst nehme. Wochen, wenn nicht Monate, die ich damit verloren habe. Am Rande der Existenz. Niemand kann mit mir etwas anfangen, wenn ich nicht mehr bin. Auch nicht, wenn ich unglücklich bin. Es ist keine aktive Entscheidung, ob man es ist. Die Entscheidung ist, was man tut. Und man muss die Dinge tun, die einen glücklich machen. In denen man aufgeht, die einem Kraft geben. Kommunikation. Wie ich es liebe. Die kleinen Dinge mitbekommen. Da sein. Mitfühlen. Halt geben. Soweit ich das kann. Die Flügel ausbreiten und mitfliegen. Draußen ist es schon dunkel. Die Kopfhörer pumpen weiter. Die Lichter gehen an. Ich will noch nicht nachhause gehen. Nachhause. Kaputtes Wort. Und dann waren da noch die getrockneten Himbeeren. Der feine Staub hat im Gaumen gekitzelt. Zum knabbern waren sie eine Spur zu intensiv und man kann nicht wirklich sagen, welche gute sind und welche nicht. In Kombination oder als Ersatz für Baiser wären sie ideal.</p>
<p>Es tut gut zurück zu sein. Aber ich sollte mir Gedanken machen, wie oft ich solch einen Urlaub noch vertrage. Ich dachte immer, das solle etwas erholsames sein. Und über die Anonymität muss ich mir auch noch ein paar Gedanken machen. Vielleicht nicht hier. Wir werden sehen. Im Moment geht es mir großartig und ich freue mich schon sehr, sie heute Abend wieder zu hören.</p>
<p>Auszeit aus.</p>
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		<title>Sonnenwärme</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 19:46:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Diese kleinen Momente. Unerwartet. Ich muss die Augen schließen. So nahe. Meine Wangen machen mit. Beim Lächeln. Ein angenehmes Gefühl durchströmt meinen Körper. Die ersten Sonnenstrahlen an einem lauen Frühlingstag. Die Wiese ist noch mit Tau besetzt, der Bodennebel verzieht sich. Die Wärme schmiegt sich an mich. An alles auf der Welt. Manchmal wache ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese kleinen Momente. <a href="http://mianiemand.blogspot.com/2010/03/retter.html">Unerwartet</a>.</p>
<p>Ich muss die Augen schließen. So nahe. Meine Wangen machen mit. Beim Lächeln. Ein angenehmes Gefühl durchströmt meinen Körper. Die ersten Sonnenstrahlen an einem lauen Frühlingstag. Die Wiese ist noch mit Tau besetzt, der Bodennebel verzieht sich. Die Wärme schmiegt sich an mich. An alles auf der Welt.</p>
<p>Manchmal wache ich vor dir auf. Dann beobachte ich dich. Wie sich deine Brust auf und ab bewegt. Ich stelle mir vor, was du gerade träumst. Etwas wunderbares. Ganz bestimmt. Und fangen deine Arme an zu zucken, halte ich dich fest. Doch das ist schon lange nicht mehr passiert. Du schläfst ruhiger. Oder ich so fest, dass ich es nicht mehr mitbekomme. Manchmal kuschelst du dich in der Nacht an mich. Ich schmiege mich dann näher zu dir. Oder drehe meinen Kopf und gebe dir einen kleinen Kuss.</p>
<p>Wir laufen über weite Felder. Die Gräser kitzeln unsere Hände und irgendwann lassen wir uns auf den Boden fallen. Den Himmel beobachtend. Wolken, die vorüber ziehen und unsere Träume ihnen hinterher. Unsere Arme berühren sich, die Finger in einander verschlungen.</p>
<p>Du findest das Bild kitschig. Und doch habe ich es immer wieder im Kopf. Ich fühle mich so frei mit dir. </p>
<p>Wenn es kühler wird, spazieren wir heim. Wir kochen zusammen. Oder für einander. Ich mache die Palatschinken und du mir großartige Röllchen, von denen ich nicht einmal den Namen kenne. </p>
<p>Dann liegen wir noch etwas auf der Couch. Vielleicht ein leckerer Nachtisch.</p>
<p>Nähe. </p>
<p>Ich bin immer bei dir.</p>
<p>Und glücklich.</p>
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		<title>Im Hof</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 17:12:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn man es gewohnt ist, dass jede Aktion seines selbst zu einer Reaktion führt, kann es sehr einsam sein, wenn plötzlich alles still ist. Dort draußen dröhnt es, doch ich habe die Leitungen gekappt. Die meisten. Einige. Es war eine Entscheidung, um zu erfahren, wie es anders ist. Ein bisschen wollte ich wissen, wie sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man es gewohnt ist, dass jede Aktion seines selbst zu einer Reaktion führt, kann es sehr einsam sein, wenn plötzlich alles still ist. Dort draußen dröhnt es, doch ich habe die Leitungen gekappt. Die meisten. Einige. Es war eine Entscheidung, um zu erfahren, wie es anders ist. Ein bisschen wollte ich wissen, wie sich die Leute fühlen, die nicht jeden Gedanken mit der Welt teilen. Einsam. Ein bisschen. Man muss das ganze auch relativieren. Es wird bei weitem <a href="http://truth24timespersecond.blogspot.com/2010/03/profilneurosen-uberall.html">nicht alles</a> geteilt. Je nach Kanal ist es eine Auswahl. Teils versucht man sich selbst zu inszenieren, teils ist es der schnellste und effektivste Weg Druck abzubauen. Weil ich nicht jedem ins Gesicht schreien kann, weil manche Dinge nicht greifbar sind. Ich habe mir mehrere Identitäten zugelegt. Manche wissen wer ich bin, andere nicht. Im Grunde ist es als würde man mich im persönlichen Gespräch und in Gesellschaft kennen. Vielleicht auch in einigen Situationen dazwischen. Man kennt mich nicht so, als wäre man <a href="http://martincreates.com/">vierzehn Jahre</a> mit mir befreundet. Trifft man mich persönlich, weiß man dennoch mehr, als das Telefonbuch hergibt. Man kennt sehr viel von dem Zeug, das nicht wirklich interessant ist, aber als Lückenfüller herhalten muss. Ein paar Ängste und ein paar Wünsche. Was ich gerne esse vielleicht. Alles nur Masken. Meine Masken. Mühevoll geformt und bemalt.</p>
<p>Viele Dinge sind aktive Entscheidungen. Was man tut. Wie man ist. Ich bin der Meinung, dass wir bestimmte Dinge fühlen, weil wir so handeln. Weil wir sie fühlen wollen. Es für richtig halten. So können wir uns ein bisschen selbst beeinflussen. Wie wir sind. </p>
<p>Meine Finger werden immer kälter. Ich sitze wieder einmal im Innenhof der Universität. Weil man jetzt, wo das Wetter sich um den Nullpunkt trollt, noch angenehm schreiben kann. Die Studierenden laufen an einem vorbei, beachten nicht. Ein leichtes Hintergrundrauschen. Quitschende Türen. An der Kette hing ein Durchgang verboten Schild. Doch so etwas hält mich schon länger nicht mehr ab. Es ist nur ein Zettel mit Buchstaben drauf. Würde man so etwas nicht beachten. bräche die Gesellschaft zusammen. Ähnlich wie mit dem Geld. Immer um Punkt und um Halb sind Lehrveranstaltungen zu Ende. Dann strömen sie aus den Türen, am Rand des Hofes vorbei und verschwinden wieder in der warmen Eingangshalle. Ich mag die Bauweise, die großen Säulen, das steinerne Geländer. </p>
<p>House s6e14. Weniger um das schreiben, als um das mitteilen. &#8220;Durch das Internet muss nie wieder jemand alleine sein.&#8221; Es kann nur eine Erweiterung sein. Eine wunderbare, aber dennoch nur eine Erweiterung. Ohne den Menschen dahinter funktioniert es nicht. Und es braucht manchmal eine gewisse Zeit, um die richtgen Menschen zu finden. Es ermöglicht Teilbekanntschaften. Ich muss einen Mensch nicht als ganzes mögen, sondern es reicht eine Maske, ein Nick aus, der mir sympathisch ist. In den meisten Fällen ist dann auch der Rest in Ordnung, aber es gibt auch anders. Vielleicht muss ich mich daran noch gewöhnen. Noch mehr Vorurteile ablegen. Auch wenn alles dadurch komplizierter wird.</p>
<p>Er hat geschrieben, dass er manchmal gerne alle Gefühle abschalten möchte. Mit dem reinen Input arbeiten. Sich nicht im Beziehungsgeflecht verlieren, sondern etwas verändern. Weil es im Grunde keine Rolle spielt. doch wir brauchen sie, um uns zurecht zu finden. Um zu leben. Ich mag die Achterbahn. Es muss hoch und runter gehen. Auch, wenn es unten eklig ist. Wichtig ist, dass es wieder rauf geht. Was nicht bei allen so ist. Das macht mir manchmal zu schaffen und dann muss ich wieder an meine Mutter denken, die mir manchmal gesagt hat, dass man nicht allen helfen kann. Nicht alle retten kann. Viele wollen auch keine Hilfe. Dabei bin ich nicht einmal der Typ dafür. Ich bin freundlich. Aber nicht der Freund von allen. Eher schüchtern und zurückgezogen. Zumindest früher. Heute habe ich eine Maske für die Gesellschaft. Ich finde sie steht mir gut und ich trage sie gerne, aber ich könnte sie nicht immer aufhaben. Da kommen wir dann wieder zu den Orten, an denen man anders sein kann ohne sofort abgelehnt zu werden.</p>
<p>Ich bin froh, dass es das alles gibt.</p>
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