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   <title>Lebenshaus Schwäbische Alb</title>
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   <title>Greenpeace zum 40. Jahrestag des Super-GAUs in Tschornobyl</title>
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   <published>2026-04-24T05:17:25Z</published>
   <updated>2026-04-27T05:30:09Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Am kommenden Sonntag j&auml;hrt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Die radioaktive Wolke, die sich vor vierzig Jahren...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Am kommenden Sonntag j&auml;hrt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl  zum 40. Mal. Die radioaktive Wolke, die sich vor vierzig Jahren &uuml;ber  Europa verbreitete, st&auml;rkte die deutsche Anti-Atom-Bewegung. Heute sind  die Reaktoren in Deutschland abgeschaltet. Weltweit geht die nutzung der  Atomkraft zur&uuml;ck - nur China baut diese weiter aus. Gleichzeitig  steigen die Risiken durch Kriege und geopolitschen Spannungen, die auch  vor bestehenden Atomanlagen keinen Halt machen. Die gro&szlig; angelegte  russische Invasion in die Ukraine hat diese Risiken besonders deutlich  gemacht. Die Schutzh&uuml;lle &uuml;ber der Reaktorruine wurde von einer  russischen Drohne zerst&ouml;rt. Das Atomkraftwerk bei Saporischschja war  umk&auml;mpft und ist von Russland &uuml;bernommen worden. Heinz Smital,  Atomphysiker und Greenpeace-Energieexperte, sieht die Zukunft der  Energieversorgung dezentral und erneuerbar.</p>]]>
      <![CDATA[<p>Am kommenden Sonntag j&auml;hrt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Die radioaktive Wolke, die sich vor vierzig Jahren &uuml;ber Europa verbreitete, st&auml;rkte die deutsche Anti-Atom-Bewegung. Heute sind die Reaktoren in Deutschland abgeschaltet. Weltweit geht die nutzung der Atomkraft zur&uuml;ck - nur China baut diese weiter aus. Gleichzeitig steigen die Risiken durch Kriege und geopolitschen Spannungen, die auch vor bestehenden Atomanlagen keinen Halt machen. Die gro&szlig; angelegte russische Invasion in die Ukraine hat diese Risiken besonders deutlich gemacht. Die Schutzh&uuml;lle &uuml;ber der Reaktorruine wurde von einer russischen Drohne zerst&ouml;rt. Das Atomkraftwerk bei Saporischschja war umk&auml;mpft und ist von Russland &uuml;bernommen worden. Heinz Smital, Atomphysiker und Greenpeace-Energieexperte, sieht die Zukunft der Energieversorgung dezentral und erneuerbar:</p>
<p>&quot;Vierzig Jahre nach Beginn der Katastrophe von Tschernobyl m&uuml;ssen wir immer noch die Folgen bew&auml;ltigen. Die hoch verstrahlten Gebiete rund um das Kraftwerk sind nach wie vor unbewohnbar. Zudem zeigt sich in der Ukraine, wie verwundbar Atomkraftwerke in Kriegszeiten sind und dadurch das Risiko f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung erh&ouml;hen.&nbsp; Dezentrale und erneuerbare Energiesysteme beweisen in der Ukraine gleichzeitig, wie zuverl&auml;ssig und widerstandsf&auml;hig diese Form der Energieversorgung inzwischen ist.&quot;</p>
<p>Der Greenpeace-Energieexperte weiter: &quot;Seit Beginn der gro&szlig; angelegten russischen Invasion in die Ukraine haben Pilotprojekte f&uuml;r Solarenergie in Kombination mit Batteriespeichern dazu beigetragen, ausgesuchte Krankenh&auml;user, Schulen und Kommunen funktionsf&auml;hig zu halten. Diese Systeme sind anders als zentrale Gro&szlig;kraftwerke schwerer au&szlig;er Betrieb zu setzen, schneller zu reparieren und erzeugen weiterhin Strom, selbst wenn Teile des Netzes besch&auml;digt sind.</p>
<p>Ein solches positives Beispiel ist die Ambulanz-Klinik in Horenka, einer kleinen Stadt nahe Kyiv. Nach einem russischen Angriff wurde die zerst&ouml;rte Klinik wieder aufgebaut und mit einem Solarsystem ausgestattet. Seitdem ist die Klinik weitestgehend unabh&auml;ngig von externer Energieversorgung und den damit verbundenen Stromausf&auml;llen aufgrund russischer Angriffe auf Gro&szlig;kraftwerke.&quot;</p>
<ul>
    <li><a href="https://www.greenpeace.de/klimaschutz/energiewende/atomausstieg/tschernobyl">Mehr zu Tschernobyl</a></li>
</ul>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.greenpeace.de/">Greenpeace</a> - Pressemitteilung vom 23.04.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>Erinnerung wachhalten – für eine atomfreie Zukunft!</title>
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   <published>2026-04-23T04:50:46Z</published>
   <updated>2026-04-27T04:56:49Z</updated>
   
   <summary>Vor 40 Jahren, am 26. April 1986, explodierte Reaktor 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine nahe der Grenze zu...</summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Vor 40 Jahren, am 26. April 1986, explodierte Reaktor 4 des  Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine nahe der Grenze zu Belarus.  Die sich &uuml;ber weite Teile Europas verbreitende radioaktive Wolke machte  der Welt die unkalkulierbaren Risiken der Atomenergie schmerzhaft  bewusst. Bis heute leiden unz&auml;hlige Menschen unter den Langzeitfolgen  der Verstrahlung: Krebserkrankungen, Hirninfarkte und Herzinfarkte sowie  Herzkreislauferkrankungen und chromosomale Sch&auml;den. Hinzu kommen  psychische Folgen wegen der Entwurzelung aufgrund derEvakuierung. Die  gesundheitlichen Folgen der damaligen radioaktiven Verseuchung, die sich  oft in Form eines &uuml;ber Jahrzehnte andauernden, allm&auml;hlichen  Krankheitsprozesses durch radioaktive Niedrigstrahlung manifestieren,  werden nur selten ihrer Ursache zugeordnet.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe</h3>
<p>Vor 40 Jahren, am 26. April 1986, explodierte Reaktor 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine nahe der Grenze zu Belarus. Die sich &uuml;ber weite Teile Europas verbreitende radioaktive Wolke machte der Welt die unkalkulierbaren Risiken der Atomenergie schmerzhaft bewusst. Bis heute leiden unz&auml;hlige Menschen unter den Langzeitfolgen der Verstrahlung: Krebserkrankungen, Hirninfarkte und Herzinfarkte sowie Herzkreislauferkrankungen und chromosomale Sch&auml;den. Hinzu kommen psychische Folgen wegen der Entwurzelung aufgrund derEvakuierung. Die gesundheitlichen Folgen der damaligen radioaktiven Verseuchung, die sich oft in Form eines &uuml;ber Jahrzehnte andauernden, allm&auml;hlichen Krankheitsprozesses durch radioaktive Niedrigstrahlung manifestieren, werden nur selten ihrer Ursache zugeordnet.</p>
<p>&quot;Der 40. Jahrestag des Super-GAUs ist ein Anlass, der Opfer zu gedenken und die Erinnerung an die Katastrophe wachzuhalten. Die Folgen von Tschernobyl, aber auch der Katastrophen von Fukushima, Harrisburg oder Majak dauern bis heute an. Tschernobyl steht symbolisch f&uuml;r die Unbeherrschbarkeit der Atomenergie &ndash; eine Hochrisikotechnologie, deren Auswirkungen keine L&auml;ndergrenzen respektieren&quot;, erkl&auml;rt die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Clausen.</p>
<p>Vor drei Jahren wurde in Deutschland der letzte Atomreaktor abgeschaltet &ndash; ein Erfolg jahrzehntelangen Protests und zivilgesellschaftlichen Engagements. &quot;Auf diesen Meilenstein k&ouml;nnen wir stolz sein. Doch weltweit leben Millionen Menschen weiterhin im Schatten der atomaren Bedrohung, sei es durch AKWs oder Atomwaffen. Unsere Forderung bleibt klar: ein globaler Ausstieg aus der Atomenergie und eine Welt ohne Atomwaffen. Den Versuchen, der Atomenergie nach dem Ende der hiesigen Atomstromproduktion eine R&uuml;ckkehr zu erm&ouml;glichen, erteilen wir eine klare Absage. Die erneuerbaren Energien zeigen, dass ein Leben ohne atomare Bedrohungen und ohne fossile Energien, die in Form der Klimakrise menschliches Leben auf der Erde bedrohen, m&ouml;glich ist. Unser heutiges Erinnern an Tschernobyl ist ein Appell: Wir d&uuml;rfen nicht vergessen. Wir gedenken der Verstorbenen, der Entwurzelten und aller Betroffenen in den verstrahlten Gebieten weltweit. Und wir engagieren uns weiter &ndash; f&uuml;r eine Welt ohne atomare Bedrohungen!&quot; betont Dr. med. Angelika Clausen.</p>
<p>Die IPPNW hat anl&auml;sslich des Jahrestags eine Fachtagung &quot;Atomgefahren und Gesundheitsrisiken: damals &ndash; heute &ndash; morgen&quot; durchgef&uuml;hrt, die hier dokumentiert ist: <a href="https://www.ippnw.de/atomenergie/tagung.html">www.ippnw.de/atomenergie/tagung.html</a></p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.ippnw.de/">IPPNW</a> - Pressemitteilung vom&nbsp;20.04.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>Zweistaatenlösung ermöglichen</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15574</id>
   
   <published>2026-04-22T20:29:35Z</published>
   <updated>2026-04-25T20:54:49Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Angesichts des 9. Au&szlig;enministertreffens der &quot;Globalen Allianz f&uuml;r die Umsetzung der Zwei-Staaten-L&ouml;sung&quot;, das am 20.4.2026 in Br&uuml;ssel begann, fordert pax...]]></summary>
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      <![CDATA[<p>Angesichts des 9. Au&szlig;enministertreffens der &quot;Globalen Allianz f&uuml;r die  Umsetzung der Zwei-Staaten-L&ouml;sung&quot;, das am 20.4.2026 in Br&uuml;ssel begann,  fordert pax christi von der Bundesregierung, endlich den Staat Pal&auml;stina  anzuerkennen. Die Chancen f&uuml;r einen Staat Pal&auml;stina verschlechtern sich  rapide. Das israelische Sicherheitskabinett hat vor Kurzem 34 neue  v&ouml;lkerrechtswidrige Siedlungen im besetzten Westjordanland genehmigt.  Auf Wunsch der US-Regierung sei dies w&auml;hrend des Iran-Kriegs geheim  gehalten worden, schrieb die israelische Tageszeitung Yedioth Achronoth.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Bundesregierung und EU m&uuml;ssen israelische v&ouml;lkerrechtswidrige Siedlungspolitik sanktionieren</h3>
<p>Angesichts des 9. Au&szlig;enministertreffens der &quot;Globalen Allianz f&uuml;r die Umsetzung der Zwei-Staaten-L&ouml;sung&quot;, das am 20.4.2026 in Br&uuml;ssel begann, fordert pax christi von der Bundesregierung, endlich den Staat Pal&auml;stina anzuerkennen. Die Chancen f&uuml;r einen Staat Pal&auml;stina verschlechtern sich rapide. Das israelische Sicherheitskabinett hat vor Kurzem 34 neue v&ouml;lkerrechtswidrige Siedlungen im besetzten Westjordanland genehmigt. Auf Wunsch der US-Regierung sei dies w&auml;hrend des Iran-Kriegs geheim gehalten worden, schrieb die israelische Tageszeitung Yedioth Achronoth.</p>
<p>Eine solche Handlung zerst&ouml;rt pal&auml;stinensische Gemeinden und unterdr&uuml;ckt das Selbstbestimmungsrecht der Pal&auml;stinenser. Die Bundesregierung und die EU verurteilen den Siedlungsbau. Dies reicht nicht mehr aus. Wirtschaftliche Sanktionen, von Einfrieren von Verm&ouml;genswerten bis zum Verbot von Finanztransaktionen sind n&ouml;tig, um Israels Annexionspl&auml;ne zu stoppen. pax christi unterst&uuml;tzt mit Organisationen aus der EU einen Brief der Global Sanctions Coalition an die EU-Au&szlig;enbeauftragte Kaja Kallas und bittet die Abgeordneten im EU-Parlament und im Bundestag zu handeln.</p>
<p>Die israelische Regierung treibt momentan das v&ouml;lkerrechtswidrige Siedlungsprojekt E1 voran. 3.401 Wohneinheiten sollen im strategisch wichtigen Korridor zwischen der v&ouml;lkerrechtswidrigen Siedlung Ma'ale Adumim und Jerusalem gebaut werden. Dadurch zerst&ouml;rt die israelische Regierung einen zusammenh&auml;ngenden pal&auml;stinensischen Wirtschaftsraum zwischen Ramallah (Norden), Jerusalem (Zentrum) und Bethlehem (S&uuml;den). Das Projekt wird das Westjordanland in zwei Teile teilen, und eine geografische Realit&auml;t zementieren, die mit einer pal&auml;stinensischen Staatlichkeit unvereinbar ist.</p>
<p>Bundesregierung und EU sollten deutlich machen, dass alle, die sich am v&ouml;lkerrechtswidrigen Siedlungsbau beteiligen, mit wirtschaftlichen Sanktionen rechnen m&uuml;ssen. Menschen in Pal&auml;stina und Israel brauchen Hoffnung. Gewalt, Vertreibung und Tod f&uuml;hren zu immer neuer Gewalt. Friedensorganisationen in Israel und Pal&auml;stina fordern seit Langem, dass Israel die v&ouml;lkerrechtswidrige Besetzung des Westjordanlands, Gazas und die Annexion Ostjerusalems beendet.</p>
<p>Deutschland spricht sich seit Jahrzehnten f&uuml;r eine Zweistaatenl&ouml;sung aus, hat aber bis heute nur den Staat Israel anerkannt. Auf Bitten von Partnerorganisationen und Kirchen in Pal&auml;stina und Israel hat pax christi die Kampagne &quot;V&ouml;lkerrecht umsetzen &ndash; den Staat Pal&auml;stina anerkennen&quot; gestartet und fordert die Bundesregierung auf, dem Beispiel Frankreichs, Gro&szlig;britanniens und 155 weiterer Staaten zu folgen, und den Staat Pal&auml;stina anzuerkennen! Damit w&uuml;rde Deutschland die europ&auml;ische Stimme sowie die Friedensbem&uuml;hungen in der israelischen und pal&auml;stinensischen Zivilgesellschaft st&auml;rken.</p>
<p>Der Vatikan hat bereits im Jahr 2015 den Staat Pal&auml;stina anerkannt.</p>
<div class="info3">
<p><strong>Auf </strong><a href="https://www.palaestina-anerkennen.de/"><strong>www.palaestina-anerkennen.de</strong></a><strong> kann der Forderung Nachdruck verliehen werden.&nbsp;</strong></p>
</div>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="http://www.paxchristi.de/">pax christi Deutschland</a> - Pressemitteilung vom 22.04.2026.&nbsp;</p>]]>
   </content>
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   <title>Yurii Sheliazhenko: &quot;Die Welt wird ohne Armeen und Kriege besser sein&quot;</title>
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   <published>2026-04-16T18:42:44Z</published>
   <updated>2026-04-21T06:00:52Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[In Kiew traf ich mich mit Yurii Sheliazhenko, der k&uuml;rzlich nach willk&uuml;rlicher Inhaftierung freigelassen worden war; wir trafen uns mit...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>In Kiew traf ich mich mit Yurii Sheliazhenko, der k&uuml;rzlich nach  willk&uuml;rlicher Inhaftierung freigelassen worden war; wir trafen uns mit  einem weiteren Wehrdienstverweigerer, Oleksandr Ivanov, einem Pazifisten  und Qu&auml;ker. Oleksandr wurde in Donezk geboren und lebt seit 2015, als  der Krieg im Donbass begann, in Kiew. Vor seiner Einberufung arbeitete  er in einer Bank.&nbsp;Von Mauro Carlo Zanella.</p>]]>
      <![CDATA[<div class="frame1">
<p><strong>In Kiew traf ich mich mit Yurii Sheliazhenko, der k&uuml;rzlich nach  willk&uuml;rlicher Inhaftierung freigelassen worden war; wir trafen uns mit  einem weiteren Wehrdienstverweigerer, Oleksandr Ivanov, einem Pazifisten  und Qu&auml;ker. Oleksandr wurde in Donezk geboren und lebt seit 2015, als  der Krieg im Donbass begann, in Kiew. Vor seiner Einberufung arbeitete  er in einer Bank.&nbsp;Von Mauro Carlo Zanella.</strong></p>
</div>
<p><em><strong>Erz&auml;hlt mir, was euch widerfahren ist. Wie hat sich die Polizei verhalten? Habt ihr einen Richter gesehen? Konntet ihr mit eurem Anwalt sprechen?</strong></em></p>
<p>Wie viele andere Menschen floh auch Oleksandr nach Kiew, um der russischen Besatzung zu entkommen. Er arbeitete in einer Bank als Sachbearbeiter und gelegentlich als Kurier. Heute darf er offiziell nicht arbeiten. Er wurde zwangsweise eingezogen, anderthalb Monate in einer Milit&auml;reinheit festgehalten, misshandelt und gezwungen, seine antimilitaristischen &Uuml;berzeugungen aufzugeben. Er verlie&szlig; die Milit&auml;reinheit ohne Genehmigung. Insgesamt droht ihm eine Haftstrafe von f&uuml;nf bis zehn Jahren. Allerdings befinden sich mehr als 200.000 Menschen in seiner Lage, weshalb die Polizei keine Eile hat, nach ihm zu suchen, auch wenn er bei Razzien oder an Kontrollpunkten festgenommen werden sollte. Er ist Student an der Free Civilians School of Pacifism. Als er die Einheit verlie&szlig;, riet ihm ein wohlgesonnener Offizier, sich unauff&auml;llig zu verhalten &ndash; er vermutet, dass jemand schlicht seinen Sold einstreicht.</p>
<p><em><strong>Gilt Oleksandr laut Gesetz als Deserteur? Und dir haben sie befohlen, dich zur Armee zu melden? Bist du ein Wehrdienstverweigerer, Yurii?</strong></em></p>
<p>Als Oleksandr verlangte, dass seine Rechte als Kriegsdienstverweigerer in einer demokratischen Gesellschaft respektiert werden, antwortete ein Kommandeur: Vergessen Sie die Demokratie, in der Ukraine gibt es keine Demokratie und wird es auch nie eine geben. Rekrut:innen wurden wie Gefangene behandelt, unter Bewachung vom Zelt zur Kantine eskortiert. Sie wurden leicht krank und husteten st&auml;ndig, besonders nach Regen, in der K&auml;lte, wenn die Zelte mit Schlamm &uuml;berflutet waren und ihnen niemand angemessene medizinische Versorgung gew&auml;hrte.</p>
<p>Auf dem Schie&szlig;stand wurde Oleksandr mit scharfer Munition beschossen, wodurch sein Leben gef&auml;hrdet wurde, weil er sich weigerte, Waffen zu tragen. Sp&auml;ter wurde ihm gesagt, dass dies eine &uuml;bliche Methode sei, Kriegsdienstverweigernde zu dem&uuml;tigen &ndash; eine Praxis im Milit&auml;r, die bis in sowjetische Zeiten zur&uuml;ckreicht.</p>
<p>Ich erwirkte eine gerichtliche Anordnung zur Untersuchung von Oleksandrs Zwangsrekrutierung und Misshandlung, doch das Staatliche Ermittlungsb&uuml;ro ignorierte die Entscheidung des Gerichts. Der Ombudsmann Lubinets von der parlamentarischen Menschenrechtskommission erkl&auml;rte, aufgrund meiner Beschwerde bez&uuml;glich der Verletzung von Oleksandrs Rechten nicht t&auml;tig zu werden.</p>
<p>Gegen mich selbst laufen derzeit weder administrative noch strafrechtliche Verfahren wegen Nichteinhaltung der Vorschriften zur milit&auml;rischen Registrierung oder zum Dienst, obwohl ich wiederholt meine Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgr&uuml;nden erkl&auml;rt habe. Vielleicht werden sie mich nach meiner Inhaftierung und Folter wegen irgendetwas anklagen, nur um so zu tun, als seien ihre Handlungen rechtm&auml;&szlig;ig gewesen &ndash; ich wei&szlig; es nicht.</p>
<p>Au&szlig;erdem <strong>bin ich kein Wehrdienstverweigerer; ich bin ein Kriegsdienstverweigerer</strong>. Diese Unterscheidung wird in der Ukraine oft nicht verstanden, leider auch nicht von Richtern und Anw&auml;lten. Eine Wehrdienstverweiger:in sucht lediglich Wege, sich den Verpflichtungen des Milit&auml;rdienstes zu entziehen, meist aus Angst vor dem Tod, mangelndem staatsb&uuml;rgerlichem Verantwortungsbewusstsein oder aus anderen vorwiegend egoistischen Gr&uuml;nden. Wehrdienstentzieher:innen k&uuml;mmern sich nicht um das Gemeinwohl. Kriegsdienstverweigernde hingegen legen Wert auf das Gemeinwohl, insbesondere auf die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens und die W&uuml;rde: <strong>Wir verstehen Krieg als Massenmord im industriellen Ma&szlig;stab, und Armeen, die dieses Blutbad aufrechterhalten, sind zutiefst unmenschliche Institutionen.</strong></p>
<p>Das Gewissen, gepr&auml;gt durch Religion oder pers&ouml;nliche &Uuml;berzeugung, sagt uns, dass es absolut unmoralisch und unm&ouml;glich ist, an solchen barbarischen Institutionen des Todes teilzunehmen oder sie zu unterst&uuml;tzen.</p>
<p><strong>Kriegsdienstverweigernde lehnen das T&ouml;ten ab, um eine bessere Welt zu schaffen</strong>, in der sich alle weigern zu t&ouml;ten und es keine Kriege mehr gibt &ndash; oder sie unternehmen zumindest Schritte in diese Richtung, indem sie ein pers&ouml;nliches Beispiel von <strong>mutigem gewaltfreiem Widerstand gegen Krieg und Militarismus</strong> geben. Idealerweise sollte jedes Land &uuml;ber einen nichtmilit&auml;rischen Dienst verf&uuml;gen, um den Frieden durch gewaltfreies Handeln vor Aggression und Tyrannei zu sch&uuml;tzen; solche Einrichtungen k&ouml;nnten von Kriegsdienstverweigerer:innen verwaltet und getragen werden, die sich freiwillig melden oder einberufen werden (anstelle jeglicher Form von Zwangsrekrutierung) und sie k&ouml;nnten im Laufe der Zeit die Armeen ersetzen. Die Welt wird ohne Armeen und ohne Kriege besser sein.</p>
<p><em><strong>Ist es m&ouml;glich abzusch&auml;tzen, wie viele Menschen wegen der Verweigerung des Kampfes inhaftiert sind?</strong></em></p>
<p>Derzeit gibt es <strong>110 Gewissensgefangene</strong>, die laut Gerichtsurteilen eindeutig wegen ihrer religi&ouml;s motivierten Kriegsdienstverweigerung inhaftiert sind. Zudem gibt es <strong>Tausende von Kriegsdienstverweigerer:innen, die zwangsweise in Milit&auml;reinheiten festgehalten werden</strong>. Es existieren unz&auml;hlige F&auml;lle von Folter und grausamer Behandlung, von denen jedoch nur Dutzende dokumentiert sind &ndash; es ist sehr schwierig, sie zu dokumentieren &ndash; und sie werden in der Ukraine nach wie vor nicht untersucht, obwohl sie international vom B&uuml;ro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen f&uuml;r Menschenrechte (OHCHR) und mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen gemeldet wurden.</p>
<p><strong>Die Zahl der Verurteilungen wegen verwandter Delikte ist h&ouml;her</strong>. Laut Statistik f&uuml;r 2025 gibt es 377 Verurteilungen wegen Wehrdienstentziehung, 583 wegen unerlaubter Abwesenheit (AWOL), 78 wegen Desertion, 408 wegen Befehlsverweigerung und 46 wegen Umgehung des Milit&auml;rdienstes durch Selbstverletzung oder andere Mittel. Die Zahl, der nicht abgeschlossenen Ermittlungen, ist weit gr&ouml;&szlig;er und wurde geheim gehalten, um die Hunderttausenden zu verbergen, die nicht Sklaven von Krieg und Armee sein wollen &ndash; eine d&uuml;stere Realit&auml;t f&uuml;r Militarist:innen.</p>
<p><em><strong>Wirst du seit deiner Freilassung in Ruhe gelassen?</strong></em></p>
<p>Ja und nein. Die in der Pressemitteilung zu meiner Situation erw&auml;hnten Drohungen bestehen fort: Ich k&ouml;nnte zwangsrekrutiert werden, und ich stehe weiterhin vor Gericht, was zu einer Haftstrafe von bis zu f&uuml;nf Jahren f&uuml;hren k&ouml;nnte &ndash; und das wegen des absurden Vorwurfs, die russische Aggression in der pazifistischen Erkl&auml;rung &quot;Agenda f&uuml;r den Frieden f&uuml;r die Ukraine und die Welt&quot; zu rechtfertigen, die in Wirklichkeit die Aggression verurteilt und zu gewaltfreiem Widerstand aufgerufen hat.</p>
<p>Das Problem ist, dass niemand meine willk&uuml;rliche Inhaftierung und Folter untersuchen will. Ich erhielt ein Schreiben des Staatlichen Ermittlungsb&uuml;ros, in dem es hei&szlig;t, man betrachte das Geschehene nicht als Straftat und habe meine Beschwerde an das Rekrutierungszentrum weitergeleitet &ndash; als wolle man dieses dazu ermutigen, Menschen weiterhin grausam zu behandeln und ihnen gleichzeitig Straffreiheit zu gew&auml;hrleisten. Zudem hat der Parlamentarische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets pers&ouml;nlich ein Schreiben unterzeichnet, in dem er sich weigert, die Versuche zu beenden, Kriegsdienstverweigernde zum Milit&auml;rdienst zu zwingen und sie entgegen ihrer Religion oder &Uuml;berzeugung zu registrieren. Indem man mich und andere so behandelt, verletzt die Ukraine ihre internationalen menschenrechtlichen Verpflichtungen gem&auml;&szlig; den Artikeln 3, 5 und 9 der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention.</p>
<p>Als ich gewaltsam in das Rekrutierungszentrum gebracht, geschlagen und gefoltert wurde, gab es weder Anklagen noch formelle Verfahren, keine offizielle administrative oder strafrechtliche Festnahme. <strong>Es handelte sich um eine willk&uuml;rliche Inhaftierung</strong>. Ich wurde zwei Tage lang festgehalten und erniedrigt, doch einige Kriegsdienstverweigernde wurden monatelang unter weitaus schlimmeren Bedingungen inhaftiert. Laut der Unabh&auml;ngigen Internationalen Untersuchungskommission zur Ukraine waren einige Kriegsdienstverweiger:innen in Milit&auml;rlagern Bestrafungen und psychischem Druck ausgesetzt, darunter Scheinhinrichtungen, langfristige Einsperrung in einer in den Boden gegrabenen Grube, selbst im Winter, Androhung sexueller Gewalt und Nahrungsentzug.</p>
<p>Wie Du wei&szlig;t, bin ich Qu&auml;ker und Pazifist, ein Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgr&uuml;nden. Als ich also eines Abends von zwei Polizeibeamten und einem uniformierten Mann, der sich weigerte, sich auszuweisen, angehalten wurde, erkl&auml;rte ich, nicht wehrpflichtig zu sein, und brachte meine Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgr&uuml;nden zum Ausdruck. Sie zwangen mich gewaltsam in ein Auto und <strong>brachten mich in das Rekrutierungszentrum, wo ich geschlagen, mit Pfefferspray ins Gesicht bespr&uuml;ht, an den F&uuml;&szlig;en und sogar an den Haaren &uuml;ber den Boden geschleift wurde &ndash; das war sehr schmerzhaft &ndash; und zahlreichen verbalen Beschimpfungen, Drohungen, Beleidigungen und Hassreden ausgesetzt war</strong>. All dies wegen meiner Kriegsdienstverweigerung und meiner Forderungen, meine Menschenrechte zu respektieren, die Misshandlungen zu beenden und mich aus der rechtswidrigen Haft zu entlassen.</p>
<p>Sie nahmen mir gewaltsam mein Smartphone ab und weigerten sich, es zur&uuml;ckzugeben, wodurch mir jegliche Kommunikation mit meiner Familie, meinen Freund:innen oder einer Anw&auml;lt:in verwehrt blieb. Sie weigerten sich, mich freizulassen, selbst als ich erkl&auml;rte, dass ich das Europ&auml;ische B&uuml;ro f&uuml;r Kriegsdienstverweigerung (EBCO) in einem Webinar beim Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte vertreten sollte. Jeder Versuch meinerseits, meine Position zu erkl&auml;ren und meine Freilassung zu erwirken, wurde gewaltsam unterbrochen. Die anderen mit mir Inhaftierten waren verzweifelt und sagten, wir w&uuml;rden wie Tiere behandelt, nicht wie Menschen; ich versuchte, meine Mitgefangenen mit Gebeten und Geschichten &uuml;ber gewaltfreien Widerstand gegen den Krieg zu beruhigen.</p>
<p><strong>Dann, pl&ouml;tzlich, am zweiten Tag der Haft, wurde ich freigelassen</strong>. Es erschien wie ein Wunder, und auf dem Heimweg weinte ich in der U-Bahn. Nat&uuml;rlich geschehen solche Wunder nicht ohne viel harte Arbeit und Solidarit&auml;t, daher bin ich all jenen dankbar, die Besorgnis ge&auml;u&szlig;ert und Protestschreiben an die verschiedenen Beh&ouml;rden gesandt haben. Ich bin der gro&szlig;en weltweiten Qu&auml;ker-Gemeinschaft dankbar, die mich im Licht unterst&uuml;tzt, in ihren Gebeten getragen und im Einklang mit unserem Zeugnis der Wahrheit gehandelt hat. Wenn Unrecht geschieht, muss den Machthaber:innen die Wahrheit gesagt werden, damit das Gewissen geweckt und erlittenes Unrecht wiedergutgemacht werden kann.</p>
<hr />
<p>Am Ende des Interviews schl&auml;gt Yurii vor, ein Selfie mit der Friedensflagge zu machen; ein Mann bietet an, die Fotos zu machen, und bekundet seine uneingeschr&auml;nkte Solidarit&auml;t. Er ist Lehrer und gibt Yuri, nachdem er ihm ein Kompliment gemacht hat, seine Kontaktdaten, damit sie in Verbindung bleiben k&ouml;nnen.</p>
<p>Schlie&szlig;lich hilft Yurii mir, ein Taxi zu rufen, da mein Hotel auf der anderen Seite der Stadt liegt und eine Ausgangssperre gilt. Ich verabschiede mich von ihm und umarme ihn im Namen der gesamten Pressenza-Gemeinschaft.</p>
<div class="info4">
<p><strong>Mauro Carlo Zanella</strong>&nbsp;lebt seit &uuml;ber 30 Jahren in Rom und ist Grundschullehrer in Trullo, einem historischen Vorort Roms, der heute zu den multiethnischsten Vierteln der Hauptstadt geh&ouml;rt. Er ist Mitglied der ANPI-Sektion &quot;Franco Bartolini&quot; und der dazugeh&ouml;rigen Chor- und Theatergruppe. Seit jeher ist Mauro Carlo Zanella Mitglied der Partei der Kommunistischen Wiedergr&uuml;ndung und zuvor der Democrazia Proletaria. Als Kriegsdienstverweigerer bei Pax Christi in den fr&uuml;hen 1980er Jahren nahm er an den Protesten gegen die Installation von Marschflugk&ouml;rpern (Cruise Missiles) in Comiso und an den Protesten gegen die Gipfeltreffen der kapitalistischen Globalisierung teil, von Genua 2001 bis Fasano 2024. Er engagiert sich f&uuml;r die F&ouml;rderung einer Kultur des Friedens und die vollst&auml;ndige Integration von Sch&uuml;ler mit Eltern aus anderen L&auml;ndern und/oder Rom. Seit sechs Jahren ist er Mitglied der Gruppe Mani Rosse Antirazziste, die von Enrico Calamai, dem ehemaligen Vizekonsul in Santiago de Chile und Buenos Aires, gegr&uuml;ndet wurde. Die Gruppe prangert seit Juli 2018 jeden Donnerstagnachmittag vor dem Viminal die Mitschuld Italiens und der westlichen L&auml;nder am Mord der Migrant:innen, den Neuen &quot;Desaparecidos&quot; (&quot;Verschwundenen&quot;) an.</p>
</div>
<p class="quelle">Quelle: <a href="https://www.pressenza.com/de">Pressenza</a>              - 15.04.2026.&nbsp;Die &Uuml;bersetzung aus dem Italienischen wurde vom ehrenamtlichen Pressenza-&Uuml;bersetzungsteam erstellt.&nbsp;Eine            Vervielf&auml;ltigung oder  Verwendung des Textes in    anderen          elektronischen      oder  gedruckten Publikationen ist  unter                            Ber&uuml;cksichtigung    der Regeln von <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</a> m&ouml;glich.</p>]]>
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   <title>&quot;Krieg ist kein Naturgesetz&quot; – Friedensforscher Wintersteiner über Aufrüstung, Ungleichheit und Optimismus</title>
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   <published>2026-04-15T16:01:54Z</published>
   <updated>2026-04-15T19:16:22Z</updated>
   
   <summary>Die Welt scheint heute so instabil wie schon lange nicht mehr: Kriege im Iran, in der Ukraine, dem Gazastreifen oder...</summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Die Welt scheint heute so instabil wie schon lange nicht mehr: Kriege im  Iran, in der Ukraine, dem Gazastreifen oder im Sudan, dazu noch  unz&auml;hlige kleine milit&auml;rische Konflikte, die es in Europa kaum in die  Nachrichten schaffen. Ist Krieg also ein unvermeidlicher Teil der  menschlichen Natur? Dem widerspricht der Friedensforscher Werner  Wintersteiner: Kriege sind kein Naturgesetz, sondern ein historisches  Produkt gesellschaftlicher, &ouml;konomischer und politischer Verh&auml;ltnisse.  Sie sind erst mit immer komplexeren Organisationsformen von  Gesellschaften entstanden und k&ouml;nnen daher auch wieder abgeschafft  werden.</p>]]>
      <![CDATA[<div class="frame1">
<p><strong>Die Welt scheint heute so instabil wie schon lange nicht mehr: Kriege im Iran, in der Ukraine, dem Gazastreifen oder im Sudan, dazu noch unz&auml;hlige kleine milit&auml;rische Konflikte, die es in Europa kaum in die Nachrichten schaffen. Ist Krieg also ein unvermeidlicher Teil der menschlichen Natur? Dem widerspricht der Friedensforscher Werner Wintersteiner: Kriege sind kein Naturgesetz, sondern ein historisches Produkt gesellschaftlicher, &ouml;konomischer und politischer Verh&auml;ltnisse. Sie sind erst mit immer komplexeren Organisationsformen von Gesellschaften entstanden und k&ouml;nnen daher auch wieder abgeschafft werden.</strong></p>
</div>
<p><strong>Von Lena Krainz &ndash; Interview mit Werner Wintersteiner</strong></p>
<h3>Krieg ist kein Naturgesetz, sondern kann abgeschafft werden</h3>
<p><strong>Kriege im Iran, in der Ukraine, im Gazastreifen, im Sudan &ndash; die Weltlage schaut nicht sehr gut aus. Nach einer l&auml;ngeren Zeit relativen Friedens droht uns eine neue Welle von Krieg und Gewalt. Ist die Friedensp&auml;dagogik, die Friedensforschung gescheitert? Oder ist Kriegf&uuml;hren einfach etwas Menschliches?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner</strong>: Weder noch. Man k&ouml;nnte es vielleicht so ausdr&uuml;cken: Es ist wieder mal eine Niederlage der Friedensforschung und ein Beweis f&uuml;r ihre Notwendigkeit. Es ist ja nicht so, dass die Friedensforschung keine Ideen gehabt h&auml;tte, sondern dass sie realpolitisch keine Rolle gespielt hat. Viele Erkenntnisse dar&uuml;ber, wie man besser zusammenleben kann &ndash; trotz unterschiedlicher Interessen und Machtverh&auml;ltnisse &ndash; wurden einfach ignoriert.</p>
<p>Daraus kann man aber nicht schlie&szlig;en, wie die menschliche Natur ist. Kriege sind nicht ein Werk der menschlichen Psychologie, sondern der menschlichen Gesellschaft. Da kommen sehr viele &ouml;konomische, politische und kulturelle Faktoren dazu. Offensichtlich ist der Mensch durchaus f&auml;hig, Kriege zu f&uuml;hren. Allerdings gab es Kriege nicht von Anbeginn, sondern erst seit einer bestimmten Entwicklungsphase der Menschheit.</p>
<p>Denn Krieg ben&ouml;tigt komplexe Organisation und Logistik. Ich sage manchmal etwas zynisch, es braucht sehr viel &quot;Liebe&quot; dazu, um Krieg zu f&uuml;hren. Insofern sind Kriege ein historisches Produkt und eine Institution, die man auch abschaffen kann.</p>
<p>Eine oft genannte Analogie ist die Sklaverei. Sie wurde als Institution abgeschafft, auch wenn es sie faktisch noch gibt. Aber sie ist heute illegal und niemand bekennt sich offen dazu. Einen &auml;hnlichen Prozess versucht man beim Thema Krieg. In gewisser Weise ist das sogar gelungen. Schon der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/V&ouml;lkerbund">V&ouml;lkerbund</a> hat versucht, eine &Auml;chtung des Krieges zu erreichen. Mit der Gr&uuml;ndung der Vereinten Nationen ist das Verbot von Kriegen dann im Grunde umgesetzt worden. Die Weltgemeinschaft, also alle Staaten der Welt, haben sich verpflichtet, auf den Krieg als Mittel der Politik zu verzichten. Allerdings mit der Ausnahme der Selbstverteidigung und sp&auml;ter kam noch das Konzept der humanit&auml;ren Intervention dazu. Der Gedanke dahinter war, Menschen zu sch&uuml;tzen, die unter einem Terrorregime leben.</p>
<p>Das hei&szlig;t, es ist gelungen, Kriege bis zu einem gewissen Grad zu illegalisieren, auf der rechtlichen Ebene, aber auch lange Zeit auf einer politischen Ebene. Das ist durchaus ein Erfolg, den man nicht vergessen sollte. Dass dieser Erfolg noch nicht dazu f&uuml;hrt, dass Krieg tats&auml;chlich &quot;abgeschafft&quot; wird, steht auf einem anderen Blatt.</p>
<p>Mit der Gr&uuml;ndung der UNO einigte sich die Weltgemeinschaft darauf, auf Kriege als politisches Mittel zu verzichten.</p>
<h3>Wenn L&auml;nder autorit&auml;rer werden, hat das au&szlig;enpolitische Auswirkungen</h3>
<p><strong>Es scheint heute allerdings so, als w&uuml;rde diese &Auml;chtung des Krieges immer mehr aufgeweicht. Warum?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Das h&auml;ngt sicher damit zusammen, wie die Staaten konstituiert sind. Wenn sich immer mehr Gesellschaften in Richtung Diktatur entwickeln, hat das auch au&szlig;enpolitische Auswirkungen. Vor allem, wenn es gro&szlig;e Staaten sind, wie bei den USA und nat&uuml;rlich Russland, um nur diese zwei Beispiele zu nennen. Man darf nicht vergessen, dass auch die Staaten, die sich als H&uuml;ter der Menschenrechte und des Friedens sehen, n&auml;mlich die europ&auml;ischen Staaten, immer h&auml;ufiger ihre Eigeninteressen als Interessen der Menschheit ausgeben.</p>
<p>Das hat man zum Beispiel am Angriff auf den Iran gesehen, der ja in jeder Beziehung eine v&ouml;llige Missachtung des V&ouml;lkerrechts war. Die wenigsten europ&auml;ischen L&auml;nder haben das auch tats&auml;chlich mit diesen Worten kritisiert.</p>
<h3>Das V&ouml;lkerrecht erlaubt legale Interventionen unter bestimmten Bedingungen</h3>
<p><strong>Gibt es denn Ihrer Meinung nach eine Situation, in der ein milit&auml;rischer Angriff von au&szlig;en legitim ist?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Es gibt eine Form von Intervention, die mit dem V&ouml;lkerrecht vereinbar ist. Dabei fasst der UNO-Sicherheitsrat einen Beschluss und r&uuml;stet eine Truppe aus. Daf&uuml;r gibt es aber mehrere Voraussetzungen: Es muss sich um eine gerechte Sache handeln. Es d&uuml;rfen jene, die intervenieren, keine Eigeninteressen haben. Es muss eine realistische Aussicht auf Erfolg haben und die Mittel m&uuml;ssen angemessen sein. Hier stellt sich etwa die Frage, ob die Bombardierung eines Staates &uuml;berhaupt das angemessene Mittel sein kann, ein unterdr&uuml;cktes Volk zu unterst&uuml;tzen. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen alle anderen Mittel der Intervention vorher versagt haben. Das ist etwas v&ouml;llig anderes als das, was im Iran gerade geschieht. Allerdings diskutiert so niemand mehr, weil niemand mehr die Regeln f&uuml;r wichtig h&auml;lt.</p>
<p>Aber nur weil Regeln gebrochen werden, schafft man sie ja nicht ab. Man w&uuml;rde ja auch nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Stra&szlig;en aufheben, nur weil sich nicht alle daran halten.</p>
<p><strong>Ein weiterer Krieg findet seit &uuml;ber vier Jahren in der Ukraine statt. Hier wird immer wieder dar&uuml;ber diskutiert, ob und wie Europa helfen soll. Was ist Ihre Meinung?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Helfen muss man der Ukraine sowieso. Das ist ein angegriffenes Land, das ist f&uuml;r mich v&ouml;llig klar. Aber man h&auml;tte viel mehr tun k&ouml;nnen, um den Krieg zu verhindern. Das ist &uuml;berhaupt nicht passiert.</p>
<p>Wir sehen jetzt, dass das Land zerst&ouml;rt wird, ein Teil erobert, besetzt und unterdr&uuml;ckt wird. Gleichzeitig hei&szlig;t es in Europa, dass wir nicht einmal &uuml;ber Verhandlungen reden d&uuml;rfen, weil das die Ukraine schw&auml;chen w&uuml;rde. F&uuml;r mich ist das entsetzlich. F&uuml;r mich geht es nicht in erster Linie darum, ob man die eine Waffe oder eine andere Waffe liefern soll, sondern um die grunds&auml;tzliche Haltung: Will man Frieden oder sagt man, man will mit Putin nicht verhandeln, weil er ein Aggressor ist? Mit wem soll man sonst verhandeln? Man hat ja sogar mit Stalin verhandelt, der wohl zweifellos schlimmer war als Putin.</p>
<p>Und dieser Verzicht auf jede Suche nach einer Verhandlungsl&ouml;sung hat wohl dazu beigetragen, dass&nbsp;der Krieg noch immer andauert, und dass Europa im Spiel der M&auml;chte heute &uuml;berhaupt keine Rolle spielt.</p>
<h3>Europa und &Ouml;sterreich k&ouml;nnten sich viel st&auml;rker diplomatisch einsetzen</h3>
<p><strong>Was m&uuml;sste man Ihrer Meinung nach machen, um mehr Frieden in der Welt zu schaffen?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Aus europ&auml;ischer oder &ouml;sterreichischer Sicht f&auml;llt auf, dass sich Europa offenbar ganz abgemeldet hat und es keine wirkliche Friedensinitiative gibt. Weder in der Ukraine noch in Gaza oder im Iran. Das einzige, was man Europa vielleicht zugutehalten kann, dass die Staaten sich jetzt nicht auch noch am Irankrieg beteiligen wollen, wie Donald Trump oder die israelische Regierung gefordert haben. Aber das w&auml;re wohl auch eine Form von Selbstmord, wenn man so weit geht.</p>
<p>Dabei h&auml;tte Europa aufgrund seiner &ouml;konomischen Macht sehr viel mehr Spielraum, wenn es mit einer Stimme sprechen w&uuml;rde. Das einzige, worauf sich die EU einigt, ist ein gigantisches Aufr&uuml;stungsprogramm, und auch das wurde auf den Druck der USA hin beschlossen. Dabei ist das Argument, dass Europa zu wenig Waffen h&auml;tte, keineswegs zutreffend, weil <a href="https://kontrast.at/militaerausgaben-weltweit/">das europ&auml;ische Waffenarsenal wesentlich gr&ouml;&szlig;er ist als etwa das russische</a>. Dieser Wahnsinn der Aufr&uuml;stung entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Was hingegen fehlt, ist eine diplomatische politische Initiative und eine kluge B&uuml;ndnispolitik.</p>
<p>Ich meine, dass sich ein geeintes Europa mit Staaten des globalen S&uuml;dens zusammenschlie&szlig;en sollte, um gemeinsame Initiativen zu starten, weil es eine Interessengemeinschaft gibt. Es leiden auch sehr viele Staaten des S&uuml;dens unter den Kriegen in der Ukraine und dem Iran. Nat&uuml;rlich gibt es niemanden, der nicht leidet. Trump hat ja auch sein eigenes Volk in das Schlamassel hineingef&uuml;hrt.</p>
<p>Auch &Ouml;sterreich k&ouml;nnte hier eine Rolle spielen. Die &ouml;sterreichische Diplomatie war in der Vergangenheit durchaus erfolgreich, zum Beispiel beim Verbot von Landminen oder beim Atomwaffenverbotsvertrag. Auch wenn das nun einige L&auml;nder wieder r&uuml;ckg&auml;ngig machen, hat die Diplomatie durchaus gute Dinge erreicht. Auch das Atomabkommen mit dem Iran war ein Erfolg Europas, bis es Trump aufgek&uuml;ndigt und damit seine eigenen Verb&uuml;ndeten desavouiert hat. Das erst hat uns damit in die jetzige tragische Situation gebracht.</p>
<p>Die Lage ist nicht aussichtslos, aber sie liegt nat&uuml;rlich sehr im Argen, weil es eine v&ouml;llige Unt&auml;tigkeit und Unf&auml;higkeit gibt, was echte Friedensinitiativen betrifft. Es g&auml;be schon M&ouml;glichkeiten, wenn der politische Wille und die politische Weitsicht da w&auml;ren.</p>
<h3>Mehr als neutral: &Ouml;sterreich sollte sich als Friedensrepublik aufstellen</h3>
<p><strong>Vor dem Hintergrund dieser geopolitischen Entwicklungen sagen manche, die &ouml;sterreichische Neutralit&auml;t ist ein veraltetes Konzept &ndash; ist sie &uuml;berholt?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Selbstverst&auml;ndlich bin ich der Meinung, dass sie nicht &uuml;berholt ist, sondern im Gegenteil unsere gro&szlig;e Chance. Das sieht man nur deswegen nicht so, weil sie die jetzige Regierung nicht f&uuml;r Friedenspolitik nutzt. Ich glaube, dass man mit der Neutralit&auml;t einen Spielraum hat, den andere L&auml;nder nicht haben.</p>
<p>Was w&uuml;rde geschehen, wenn wir bei der NATO w&auml;ren? Dann g&auml;be es wohl auch bei uns NATO-St&uuml;tzpunkte, wie z.B. in Italien, wo wenige Kilometer hinter der &ouml;sterreichischen Grenze auf der italienischen Seite der riesige <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aviano_Air_Base">Luftwaffenst&uuml;tzpunkt &quot;Aviano&quot;</a> der USA liegt. Dieser St&uuml;tzpunkt ist f&uuml;r den Angriff auf den Iran ziemlich wichtig, weil die Tankflugzeuge, die die Bombenflieger in der Luft auftanken, dort starten. Auch bestimmte &Uuml;berwachungs- und Radarfunktionen werden von dort aus get&auml;tigt. Die Italiener k&ouml;nnen da gar nichts machen, weil das mit einem NATO-Vertrag so ausgemacht ist. Wollen wir das auch?</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass uns die Neutralit&auml;t sogar bis zu einem gewissen Grad davor sch&uuml;tzt, dass man uns milit&auml;risch angreift. Vor allem, wenn man die Neutralit&auml;t n&uuml;tzt, sich als diplomatischer Ort anbietet und diplomatische Initiativen startet. Wenn es wirklich zu einem Krieg kommt &ndash; was ich nicht hoffe &ndash; hat man eine gewisse Chance, dass das alle Kriegsm&auml;chte erhalten wollen. Dass sie sagen, solche neutrale Inseln braucht man, um weiterzukommen.</p>
<p>Anstatt weniger Neutralit&auml;t braucht es eher das Gegenteil. &Ouml;sterreich sollte sich als Friedensrepublik konstituieren. Mit gutem Willen w&auml;re das machbar und es w&auml;re ein Dienst an der Welt und f&uuml;r &Ouml;sterreich. Es gibt dazu auch historische Beispiele in diese Richtung. Hans Thirring, Physiker, Friedensforscher und SP&Ouml;-Bundesrat, hat in den 1960-er Jahren vorgeschlagen, dass &Ouml;sterreich mit allen Nachbarl&auml;ndern Vertr&auml;ge abschlie&szlig;en und so das Bundesheer wieder abschaffen k&ouml;nnte &ndash; als eine einseitige vertrauensbildende Ma&szlig;nahme. Er wollte damit zur Entspannung im Kalten Krieg beitragen. Ich denke, diese Idee, sich der Milit&auml;rlogik zu widersetzen, ist <a href="https://mediashop.at/buecher/mehr-sicherheit-ohne-waffen/">heute wieder h&ouml;chst aktuell</a>.</p>
<h3>Mit der Militarisierung des Denkens beginnt die Kriegsvorbereitung</h3>
<p><strong>Gleichzeitig ist das Bundesheer in der Bev&ouml;lkerung <a href="https://www.bmlv.gv.at/download_archiv/pdfs/2025-Einstellung-OeBV-zu-SihPol.pdf">heute recht beliebt</a>. Erf&uuml;llen sie nicht eine wichtige Funktion in der Gesellschaft?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Ja, freilich eine sehr wichtige. Das Bundesheer hat 20, 30 Jahre lang haupts&auml;chlich damit geworben, dass es bei Katastrophen wie Zugungl&uuml;cken und &Uuml;berschwemmungen zur Stelle ist. Ich glaube, ein guter Teil seiner Beliebtheit erkl&auml;rt sich genau aufgrund seiner zivilen Missionen. Jetzt hingegen wird wieder offen gesagt, dass das Bundesheer eigentlich zur Kriegsf&uuml;hrung da ist.</p>
<p>Wir erleben hier eine Militarisierung des Denkens, die von den Medien bedenkenlos betrieben wird, aber auch ganz stark vom Verteidigungsministerium. Ein Beispiel: Als das <a href="https://burgenland.orf.at/stories/3347229/">Handyexperiment des ORF</a> zu Ende ging, bei dem Sch&uuml;ler:innen freiwillig f&uuml;r drei Wochen auf ihr Handy verzichtet haben, hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner die Disziplin und Verantwortung der Sch&uuml;ler:innen in einen Zusammenhang mit dem &ouml;sterreichischen Bundesheer gebracht, als w&auml;re das eine Ein&uuml;bung in milit&auml;rische Tugenden gewesen. &Uuml;berhaupt interveniert das Milit&auml;r sehr stark im Bildungsbereich und kapert Begriffe wie zum Beispiel &quot;geistige Landesverteidigung&quot;. Dieser Begriff in unserer Verfassung ist eigentlich als <a href="https://www.bmb.gv.at/Themen/schule/schulpraxis/ba/glv.html">&quot;nichtmilit&auml;rischer Beitrag zur Friedenssicherung&quot;</a> gedacht, aber jetzt bildet ausgerechnet das Milit&auml;r unter diesem Titel Lehrkr&auml;fte zu <a href="https://kphvie.ac.at/data-collection/news/news-detail.html">&quot;wehrpolitischen Themen&quot;</a> aus.</p>
<p>Auch der Sicherheitsbegriff wird gekapert. Ja, wir brauchen Sicherheit. Jeder Mensch braucht Sicherheit &ndash; im Alltag, dass man auf der Stra&szlig;e nicht &uuml;berfallen wird, dass man im Krankenhaus gesund wird, ohne aufgrund der Kosten bankrott zu gehen. Man braucht die Sicherheit einen Arbeitsplatz mit entsprechendem Einkommen zu haben und die Sicherheit, dass man gesunde Luft einatmen und sich das Wohnen leisten kann. Obwohl jeder Mensch so viele und diverse Sicherheitsbed&uuml;rfnisse hat, konzentriert man sich jetzt darauf, dass man &quot;aus Sicherheitsgr&uuml;nden&quot; das Milit&auml;r st&auml;rken muss und ignoriert dabei den Rest.</p>
<p>Diese geistige Militarisierung ist in meinen Augen eigentlich eine Kriegsvorbereitung. Und im Allgemeinen besteht die Gefahr, dass aus Kriegsvorbereitung Krieg wird.</p>
<h3>Friedenserziehung steht in den Lehrpl&auml;nen</h3>
<p><strong>Gleichzeitig steht <a href="https://www.versoehnungsbund.at/wordpress/wp-content/uploads/2023/10/Spinnrad3_2023_Friedensbildung_Wintersteiner.pdf">&quot;Friedenserziehung&quot;</a> sogar im Lehrplan und Schulklassen lesen h&auml;ufig pazifistische Literatur wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mutter_Courage_und_ihre_Kinder"><em>Mutter Courage und ihre Kinder</em></a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues"><em>Im Westen nichts Neues</em></a>. Macht &Ouml;sterreich da nicht auch viel richtig?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Es stimmt, dass das Wort Friedenserziehung in den Lehrpl&auml;nen vorkommt. Aber ist das mehr als ein Lippenbekenntnis? Schlie&szlig;lich taucht es im Kontext der SDGs (<a href="https://www.sdgwatch.at/de/ueber-sdgs/">Sustainable Development Goals</a>) auf, die eben auch Frieden, Demokratie und Global Citizenship beinhalten. &Uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum betrachtet, f&auml;llt auf, dass der Frieden kein permanenter Bestandteil der Lehrpl&auml;ne ist. Er hat immer mal wieder Konjunktur und dann verschwindet er wieder aus den Lehrpl&auml;nen. In den 1980-er Jahren hat man Frieden zum Beispiel vor allem als Antifaschismus vor dem Hintergrund der Waldheim-Aff&auml;re verstanden. Und das politische Klima mit den gro&szlig;en Friedensdemonstrationen, weltweit wie in &Ouml;sterreich, mag mit ein Grund gewesen sein, dass Frieden damals in Schulb&uuml;cher und Lehrpl&auml;ne aufgenommen wurde. Jetzt ist das nicht mehr so. Dennoch ist das politische Klima in einem neutralen Land weniger militaristisch als in einem NATO-Staat, ein weiteres Argument f&uuml;r die Neutralit&auml;t.</p>
<p>In Deutschland gibt es bereits P&auml;dagog:innen und Wissenschaftler:innen, die sagen, es war schon richtig, dass man nach dem Krieg solche pazifistische Literatur gelesen hat, weil der Krieg der Nazis ein ungerechter Krieg war. Aber jetzt m&uuml;sste man andere Werke lesen, weil es die M&ouml;glichkeit eines gerechten Krieges gibt. Zum Beispiel B&uuml;cher, in denen Soldaten als Held dargestellt werden. Das beunruhigt mich, denn auch in &Ouml;sterreich gibt es diese Tendenzen.</p>
<h3>&quot;Strategischer Optimismus&quot;: weder verzweifeln noch sch&ouml;nreden</h3>
<p><strong>Trotz all dieser Entwicklungen bezeichnen Sie sich als &quot;strategischen Optimisten&quot;. Warum?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Den Begriff habe ich von einem meiner Vorbilder &uuml;bernommen, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_C._Kelman">Herbert Kelman</a>.</p>
<p>Er meinte damit, dass es eine angemessene Strategie ist, weder zu verzweifeln noch sich die Situation sch&ouml;nzureden, sondern beharrlich nach M&ouml;glichkeiten zu suchen oder sie aktiv herbeizuf&uuml;hren, um etwas zu verbessern. Und er hat immerhin mit einem gewissen Erfolg im Israel-Pal&auml;stina-Konflikt vermittelt.</p>
<p>Und ich sehe auch, dass das Interesse an Friedensbildung wieder stark zunimmt. Eben als Gegenreaktion zu der gesamten Militarisierung.</p>
<h3>Krieg oder Frieden: 3 Szenarien f&uuml;r die Zukunft</h3>
<p><strong>Wie sehen Sie dann als strategischer Optimist die Zukunft in 30 Jahren? Gibt es eine positive Vision f&uuml;r eine friedlichere Welt?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Ich glaube, dass niemand die Zukunft voraussagen kann, aber man kann Szenarien entwickeln. Das erste Szenario ist eine Entwicklung hin zu einer Katastrophe. Schlie&szlig;lich wartet das Klima nicht darauf, bis sich die Herren Kriegstreiber ausgestritten haben. Kriege sind ein wesentlicher Faktor, der die Klimakrise anheizt. Damit nimmt auch das Artensterben zu, Konflikte um knapper werdende Ressourcen brechen auf, Teile der Welt werden unbewohnbar, was zu neuen Migrationsstr&ouml;men f&uuml;hrt, ganze V&ouml;lker verarmen oder werden vielleicht sogar ausgerottet. Das alles k&ouml;nnte zu erbitterten K&auml;mpfen und Kriegen f&uuml;hren. Diese dystopische Entwicklung ist in 30 Jahren durchaus m&ouml;glich.</p>
<p>Die zweite M&ouml;glichkeit ist, dass es vern&uuml;nftigen Kr&auml;ften gelingt, Koalitionen zu schmieden, die diese Entwicklung aufhalten und einen Gegentrend ausl&ouml;sen. Das hat es in der Geschichte immer wieder gegeben. Sonst h&auml;tten wir nie die UNO gegr&uuml;ndet und nach 1945 keinen Neubeginn probiert. Heute gibt es viele Initiativen vor allem im Globalen S&uuml;den, die ihren Widerstand gegen Neokolonialismus nutzen, um ein &quot;buen vivir&quot;, ein gutes Leben f&uuml;r alle zu propagieren. Bei uns gibt es zum Beispiel die <a href="https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2898-2/das-konvivialistische-manifest/?number=978-3-8394-2898-6">Konvivialisten</a>, eine Bewegung, die f&uuml;r eine radikale gesellschaftliche Ver&auml;nderung und eine &quot;neue Kunst des Zusammenlebens&quot; eintritt.</p>
<p>Im dritten Szenario bleibt alles wie es jetzt ist, nur noch etwas schlechter. Wir haben noch keinen Kipppunkt erreicht, sondern man hat gerade noch einen Krieg gestoppt oder eine Ma&szlig;nahme gesetzt, die das Ganze ein bisschen hinausz&ouml;gert. Und man hat sich leider an viele Verschlechterungen und R&uuml;cknahmen zivilisatorischer Errungenschaften gew&ouml;hnt. Manchmal f&uuml;rchte ich, vielleicht ist unser Beitrag blo&szlig; der, dass wir wenigstens dieses Szenario erreichen.</p>
<h3>Je ungleicher eine Gesellschaft, desto undemokratischer wird sie</h3>
<p><strong>Was w&uuml;rden Sie Menschen sagen, die sich von diesen Entwicklungen, den Kriegen in der Welt und dem Leid abwenden, weil es einfach unertr&auml;glich und &uuml;berw&auml;ltigend ist?</strong></p>
<p><strong>Werner Wintersteiner:</strong> Wenn diese Leute &uuml;berhaupt einen Rat von mir wollen, w&uuml;rde ich ihnen zeigen, was sie in ihrer direkten Umgebung verbessern k&ouml;nnen. Wenn man Ungerechtigkeiten in der eigenen Umgebung verhindert und Menschen hilft, denen es schlechter geht, kann das wieder zu mehr Lebensmut f&uuml;hren. Das kommt dann letztlich der gesamten Gesellschaft zugute. Denn je weiter die soziale Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht und je gr&ouml;&szlig;er Spannungen und soziale Widerspr&uuml;che werden, desto mehr nehmen auch alle Formen von Gewalt zu. Und es gibt auch diesen direkten Zusammenhang:</p>
<p>Je ungleicher eine Gesellschaft ist, desto eher neigt sie zu antidemokratischen Haltungen. Die Reichen, weil sie glauben, sich alles erlauben zu k&ouml;nnen &ndash; und die Armen, weil sie den Eindruck haben, dass ihnen dieses System und diese Demokratie ohnehin keinen Schutz bieten.</p>
<p>Au&szlig;erdem w&uuml;rde ich zeigen, dass die internationalen Entwicklungen gar nicht so weit weg sind, sondern starke Auswirkungen auf uns haben. Das sieht man ja jetzt alleine <a href="https://kontrast.at/iran-krieg-oel-preis-erneuerbare/">beim Benzin-Preis</a>.</p>
<p>Und nicht zuletzt gibt es auch viele Beispiele von Widerstand und positivem Engagement, das man sichtbar machen kann. Ob das eine <a href="https://wernerwintersteiner.at/wp-content/uploads/2026/03/Eine-iranische-Stimme-fuer-echten-Frieden.pdf">mutige Iranerin in Teheran</a> ist, pazifistische Wehrdienstverweigerer in der Ukraine oder in Russland, wie auch die vielen Beispiele von <a href="https://wissenschaft-und-frieden.de/blog/meinungen-und-positionen/der-unterschaetzte-widerstand-ein-ueberblick/">gewaltfreiem Widerstand in kriegerischen Auseinandersetzungen</a>. Das sind Aktivit&auml;ten, die Anlass zur Hoffnung geben.</p>
<div class="info4">
<p><a href="https://wernerwintersteiner.at/bio/"><strong>Werner Wintersteiner</strong> (*1951)</a> war jahrelang als Deutschdidaktiker, Friedensp&auml;dagoge und Universit&auml;tsprofessor am Institut f&uuml;r Germanistik der Universit&auml;t Klagenfurt t&auml;tig. 2005 gr&uuml;ndete er das &quot;Zentrum f&uuml;r Friedensforschung und Friedensp&auml;dagogik&quot;, das er mit Unterbrechungen bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2016 leitete. Von 2011 bis 2016 war er auch Leiter des <a href="https://www.aau.at/erziehungswissenschaft-und-bildungsforschung/arbeitsbereiche/friedensforschung-und-friedensbildung/forschung/abgeschlossene-forschungsschwerpunkte/conflict-peace-democracy-cluster-cpdc/">Clusters &quot;Konflikt-Frieden-Demokratie&quot;</a>. Er lehrte an der European Peace University (Stadtschlaining), am Teachers College der Columbia University (New York), an der East China Normal University, (Shanghai) und an der Philipps-Universit&auml;t (Marburg). Zu seinen letzten Publikationen z&auml;hlen <em>&quot;Mehr Sicherheit ohne Waffen&quot;. Zur Aktualit&auml;t von Hans Thirrings Friedensplan</em>, Frieden. <em>&quot;informationen zur deutschdidaktik&quot;</em> und <em>Edgar Morin: Von Krieg zu Krieg</em>.</p>
<p>F&uuml;r seine Friedensarbeit erhielt er mehrere Auszeichnungen, u.a. das <a href="https://www.ktn.gv.at/Service/News?nid=36272">Gro&szlig;e Ehrenzeichen des Landes K&auml;rnten 2023</a>.</p>
</div>
<p class="quelle">Quelle: <a href="https://kontrast.at/">KONTRAST.at</a>, 02.04.2026. Die Inhalte von KONTRAST.at k&ouml;nnen Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0 &uuml;bernommen werden. Bitte eine Mail mit dem Link der Ver&ouml;ffentlichung an redaktion@kontrast.at.</p>]]>
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   <title>Scharfe Kritik an geplanter Ausreisebeschränkung für junge Männer</title>
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   <published>2026-04-14T19:12:10Z</published>
   <updated>2026-04-14T19:26:42Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisiert den mit dem Wehrdienstmodernisierungsgesetz aktivierten Paragraphen im Wehrpflichtgesetz, wonach junge M&auml;nner im...]]></summary>
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      <![CDATA[<p>Die Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen  (DFG-VK) kritisiert den mit dem Wehrdienstmodernisierungsgesetz  aktivierten Paragraphen im Wehrpflichtgesetz, wonach junge M&auml;nner im  wehrpflichtigen Alter Deutschland nur noch mit Genehmigung f&uuml;r mehr als  drei Monate verlassen d&uuml;rfen, auf das Sch&auml;rfste.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Die Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisiert den mit dem Wehrdienstmodernisierungsgesetz aktivierten Paragraphen im Wehrpflichtgesetz, wonach junge M&auml;nner im wehrpflichtigen Alter Deutschland nur noch mit Genehmigung f&uuml;r mehr als drei Monate verlassen d&uuml;rfen, auf das Sch&auml;rfste.</strong></p>
<p>Breiter bekannt wurde die seit dem 1. Januar 2026 g&uuml;ltige Regelung durch die Berichterstattung der Frankfurter Rundschau. Unter anderem die <a href="https://dfg-vk.de/wp-content/uploads/2025/08/Wehrdienst-Stellungnahme_DFG-VK.pdf">DFG-VK</a> kritisierte die Aktivierung von &sect; 3 Abs. 2 zu Friedenszeiten und bei weiterhin ausgesetzter Wehrpflicht bereits in den fr&uuml;hen Versionen des Entwurfs als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig.</p>
<p>Trotz dieser fr&uuml;hzeitigen Kritik reagierte das Bundesverteidigungsministerium nicht und behielt die Regelung bei. Auch der Bundestag &auml;nderte hieran nichts w&auml;hrend der parlamentarischen Beratung des Gesetzes.</p>
<p>Auch wenn offiziell noch keine Wehrpflicht besteht, zeigt diese Regelung nach Ansicht der DFG-VK deutlich, wohin die politische Entwicklung geht: hin zu mehr Zwang, Kontrolle und Militarisierung der Gesellschaft.</p>
<p>Das Bundesverteidigungsministerium will nach massiver Kritik eine grunds&auml;tzliche Ausnahme von der Genehmgungspflicht durch eine Verwaltungsvorschrift erlassen, zumindest, solange die Wehrpflicht ausgesetzt bleibt.</p>
<p>&quot;Eine so elementare Frage von Grundrechten &uuml;ber Verwaltungsvorschriften zu regeln ist zutiefst problematisch. Die n&auml;chste Regierung kann das schnell anders handhaben. So verkommt das Grundrecht auf Reisefreiheit zum Gnadenrecht! Es wird dann den Gerichten &uuml;berlassen ein schlecht geschriebenes Gesetz zu korrigieren&quot;, erkl&auml;rt Yannick Kiesel vom Bundesverband der DFG-VK.<br />
<br />
Thomas Carl Schwoerer, Mitglied des BundessprecherInnenkreises der DFG-VK, erg&auml;nzt: &quot;Hier wird eine Infrastruktur geschaffen, die die Grundlage f&uuml;r die erwartbare Bedarfswehrpflicht darstellt.&quot;</p>
<p>Die DFG-VK bewertet die Regelung als Teil einer schrittweisen Vorbereitung staatlicher Eingriffsm&ouml;glichkeiten im Kontext einer Reaktivierung der Wehrpflicht.</p>
<p>Die DFG-VK geht fest davon aus, dass in den kommenden Jahren eine sogenannte Bedarfswehrpflicht eingef&uuml;hrt wird. In diesem Zusammenhang d&uuml;rfte der nun diskutierte Paragraph nicht nur bestehen bleiben, sondern dann auch verst&auml;rkt zur Anwendung kommen. Die DFG-VK fordert daher:</p>
<ul>
    <li>die Streichung des &sect; 3 Absatz 2 WPflG (Wehrpflichtgesetz)&nbsp;</li>
    <li>den Verzicht auf jede Form der Reaktivierung der Wehrpflicht und andere Zwangsdienste</li>
</ul>
<p>Die DFG-VK bietet bundesweit Beratung zur Kriegsdienstverweigerung an und stellt mit dem Informationsportal <a href="http://www.verweigern.info/">www.verweigern.info</a> umfassende und niedrigschwellige Informationen f&uuml;r Betroffene und Interessierte bereit.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://dfg-vk.de/">Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)</a> -&nbsp;Pressemitteilung vom 11.04.2026.</p>]]>
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   <title> Über 4.000 Menschen sagen Nein zu Mittelstreckenwaffen!</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15567</id>
   
   <published>2026-04-09T20:16:51Z</published>
   <updated>2026-04-10T20:53:34Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; hat bei der Initiative &quot;Abstimmung 21&quot; eine Frage zur Stationierung...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="4809" label="Mittelstreckenwaffen 2026" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne  Mittelstreckenwaffen!&quot; hat bei der Initiative &quot;Abstimmung 21&quot; eine Frage  zur Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen eingereicht. Die  Initiative Abstimmung21 setzt sich f&uuml;r mehr direkt-demokratische  Elemente auf Bundeebene ein. Das Thema hat es mit 19 weiteren in die  n&auml;chste Abstimmungsphase geschafft, die bis zum 15. April l&auml;uft.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Volksabstimmung &uuml;ber Mittelstreckenwaffen bei Abstimmung21</h3>
<p>Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; hat bei der Initiative &quot;Abstimmung 21&quot; eine Frage zur Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen eingereicht. Die Initiative Abstimmung21 setzt sich f&uuml;r mehr direkt-demokratische Elemente auf Bundeebene ein. Das Thema hat es mit 19 weiteren in die n&auml;chste Abstimmungsphase geschafft, die bis zum 15. April l&auml;uft.</p>
<p>&quot;Ohne &ouml;ffentliche Debatte, auch ohne Debatte des Bundestages vorab, wurde am Rande des NATO-Gipfels 2024 schlicht mitgeteilt, dass die USA ab 2026 wieder landgest&uuml;tzte Raketen in Deutschland stationieren werden. Damit solle eine &sbquo;F&auml;higkeitsl&uuml;cke&lsquo; geschlossen werden. Eine F&auml;higkeitsl&uuml;cken haben wir eher im Bereich von Abr&uuml;stung, Diplomatie und Frieden&quot;, sagt Margot K&auml;&szlig;mann, ehemalige Ratsvorsitzende der EKD, die die Kampagne unterst&uuml;tzt.</p>
<p>Nach &uuml;ber 35 Jahren, in denen diese gef&auml;hrlichen Waffen aus Europa verbannt waren, soll in diesem Jahr die Stationierung beginnen. Diese Entscheidung beendet die &Auml;ra der gegenseitigen R&uuml;stungskontrolle zwischen den USA und Russland.</p>
<p>Die geplanten Systeme (Tomahawk, Dark Eagle, SM-6) fliegen sehr schnell und sind von Fr&uuml;hwarnsystemen kaum aufzusp&uuml;ren. Im Ernstfall bleibt so keine Zeit mehr f&uuml;r Gegenma&szlig;nahmen. Das erh&ouml;ht die Risikowahrnehmung auf der gegnerischen Seite und kann schneller zu fatalen Fehleinsch&auml;tzungen aufgrund des permanenten Alarmzustands f&uuml;hren.</p>
<p>Susanne B&uuml;ttner, evangelische Dekanin im Justizvollzug Schw&auml;bisch Gm&uuml;nd, kritisiert die Stationierungsank&uuml;ndigung: &quot;Gegen jede milit&auml;rische Vernunft betreibt unsere Regierung die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen, die Russland aktiv bedrohen. Die Bundesregierung bedroht unsere Demokratie, indem sie einen nie da gewesenen und folgenschweren Militarismus befeuert.&quot;</p>
<p>&quot;Wir kehren zur&uuml;ck in eine Logik, in der Sicherheit nur durch immer mehr Raketen definiert wird. Jede neue Waffe auf der einen Seite provoziert weitere Aufr&uuml;stung auf der Gegenseite. Dieses Wettr&uuml;sten verschlingt Milliarden und verringert unsere tats&auml;chliche Sicherheit. Zudem wird dadurch eine Nachfolge des k&uuml;rzlich ausgelaufenen New-START-Vertrages zur Begrenzung von Atomwaffen und ihren Tr&auml;gersystemen sehr unwahrscheinlich. Wir fordern ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag und damit auch einen Abzug der russischen &sbquo;Oreshnik&lsquo;-Mittelstreckenwaffen&quot;, erkl&auml;rt Kampagnensprecherin Angelika Wilmen (IPPNW).</p>
<p>Die Kampagne fordert die Aufhebung der Stationierungsvereinbarung von US Mittelstreckenwaffen auf deutschem Staatsgebiet.</p>
<div class="info4">
<p><strong>Bis zum 15. April kann hier abgestimmt werden:</strong> <a href="https://abstimmung21-mitmachen.de/proposals/332-keine-stationierung-von-us-mittelstreckenwaffen-in-deutschland">abstimmung21-mitmachen.de/proposals/332-keine-stationierung-von-us-mittelstreckenwaffen-in-deutschland</a></p>
</div>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://friedensfaehig.de/">Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig: F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen&quot;</a> - Pressemitteilung vom 09.04.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>Frieden wagen!</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15566</id>
   
   <published>2026-04-08T17:52:57Z</published>
   <updated>2026-04-09T20:17:03Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Frieden wagen &ndash; bei einer &Ouml;kumenischen Jugendkonferenz auf der d&auml;nischen Insel Fan&ouml; sagte Dietrich Bonhoeffers in einer Rede am 28....]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="2200" label="Michael Schmid" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Frieden wagen &ndash; bei einer &Ouml;kumenischen Jugendkonferenz auf der d&auml;nischen  Insel Fan&ouml; sagte Dietrich Bonhoeffers in einer Rede am 28. August 1934:  &quot;Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit &hellip; Frieden  muss gewagt werden.&quot; Diese grandiose These Bonhoeffers, dass Frieden  nicht durch Sicherheit, sondern durch Vertrauen erreicht wird, hat seine  Bedeutung f&uuml;r mich bis heute. Frieden muss gewagt werden! Und Frieden  ist etwas ganz anderes als Sicherheit!&nbsp;T&auml;glich bekommen wir zu  h&ouml;ren: &quot;Wir m&uuml;ssen st&auml;rker werden! Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden!  Bereit, zu k&auml;mpfen! Wir m&uuml;ssen abschrecken, aufr&uuml;sten! Die Bundeswehr  soll st&auml;rkste Armee Europas werden! Wir m&uuml;ssen die Grenzen dicht machen!  Uns abschotten!Konsequent abschieben! Dann sind wir sicher!&quot; All das soll also angeblich unserer Sicherheit dienen. Gleichzeitig wird  suggeriert, dass diese &quot;Sicherheit&quot; das wichtigste, alles  &uuml;berstrahlende Ziel w&auml;re, an dem sich alles andere ausrichten muss. Von Michael Schmid.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von Michael Schmid</strong> (aus: &quot;Frieden wagen&quot;, Rundbrief Nr. 128, April 2026&nbsp;<span class="footnote">Der gesamte Rundbrief Nr. 128 kann hier heruntergeladen werden: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/rundbrief128.pdf">PDF-Datei</a>, 969 KB. Der bisherige Lebenshaus-Rundbrief wird entsprechend dem ge&auml;nderten Vereinsname nun mit dem Namen &quot;Frieden wagen&quot; fortgesetzt. Den gedruckten Rundbrief schicken wir Ihnen/Dir gerne kostenlos zu. Bitte einfach <a href="mailto:info@lfrieden-wagen.org">per Mail abonnieren</a></span>)</p>
<p>Frieden wagen &ndash; bei einer &Ouml;kumenischen Jugendkonferenz auf der d&auml;nischen Insel Fan&ouml; sagte Dietrich Bonhoeffers in einer Rede am 28. August 1934: &quot;Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit &hellip; Frieden muss gewagt werden.&quot; Diese grandiose These Bonhoeffers, dass Frieden nicht durch Sicherheit, sondern durch Vertrauen erreicht wird, hat seine Bedeutung f&uuml;r mich bis heute. Frieden muss gewagt werden! Und Frieden ist etwas ganz anderes als Sicherheit!</p>
<p>T&auml;glich bekommen wir zu h&ouml;ren: &quot;Wir m&uuml;ssen st&auml;rker werden! Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden! Bereit, zu k&auml;mpfen! Wir m&uuml;ssen abschrecken, aufr&uuml;sten! Die Bundeswehr soll st&auml;rkste Armee Europas werden! Wir m&uuml;ssen die Grenzen dicht machen! Uns abschotten!Konsequent abschieben! Dann sind wir sicher!&quot;</p>
<p>All das soll also angeblich unserer Sicherheit dienen. Gleichzeitig wird suggeriert, dass diese &quot;Sicherheit&quot; das wichtigste, alles &uuml;berstrahlende Ziel w&auml;re, an dem sich alles andere ausrichten muss.</p>
<p>Doch der Einsicht Bonhoeffers folgend ist auf diesem Weg kein Frieden zu erreichen.</p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Sicherheit arbeitet mit Misstrauen, Frieden mit Zuversicht.<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Sicherheit arbeitet mit Feindbildern, Frieden mit M&ouml;glichkeiten.<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Sicherheit arbeitet mit Gewalt- und Drohmitteln, Frieden mit Vertrauen.<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Sicherheit arbeitet mit Waffen, Frieden mit gewaltfreien Mitteln.<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Sicherheit arbeitet mit Mauern,&nbsp; Frieden arbeitet mit offenen Armen.<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Sicherheit kann die T&uuml;r verrammeln und verriegeln, Frieden &ouml;ffnet das Herz. </em><span class="footnote">Teilweise &uuml;bernommen von Lea Strohfeldt, Eckernf&ouml;rde.</span></p>
<p>Wenn Frieden unser Ziel ist, dann muss die Entwicklung von Frieden oberste Priorit&auml;t haben. Die Fixierung auf &quot;Sicherheit&quot; blockiert die Entwicklung von Frieden. Nat&uuml;rlich ist das Bed&uuml;rfnis der Menschen nach Sicherheit berechtigt. Aber erst in dem Ma&szlig;e, wie es gelingt, Frieden zu entwickeln, w&auml;chst eine neue Qualit&auml;t von Sicherheit. Eine Sicherheit, die nicht aus Gewehrl&auml;ufen, von Raketen oder Drohnen kommt, sondern aus einer inneren Gewissheit, den richtigen Weg zu gehen &ndash; Menschenrechte zu verwirklichen, soziale Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe zu entwickeln, sowie im Gleichgewicht mit unserer Mitwelt zu leben. Frieden ist kein fester Zustand, sondern ein Prozess. Frieden muss gewagt werden!</p>
<h3>Vom Pazifist zum Verschw&ouml;rer</h3>
<p>In seiner Morgenandacht auf Fan&ouml;, die Bonhoeffer aus seiner damals pazifistischen Haltung heraus hielt, hat er auch folgende wichtige Frage aufgeworfen: &quot;Wer von uns darf denn sagen, dass er w&uuml;sste, was es f&uuml;r die Welt bedeuten k&ouml;nnte, wenn ein Volk - statt mit der Waffe in der Hand - betend und wehrlos und darum gerade bewaffnet mit der allein guten Wehr und Waffe den Angreifer empfinge?&quot;</p>
<p>Auf diese Frage konnte Bonhoeffer in Fan&ouml; keine Antwort geben. Er war jedoch daran interessiert, eine Antwort zu suchen. Daf&uuml;r plante er eine Reise zu Gandhi nach Indien, um vor Ort die Wirksamkeit gewaltfreier Kampftechniken zu studieren. Allerdings hat er diesen Plan zugunsten der Ausbildung von Vikaren der Bekennenden Kirche im Predigerseminar in Finkenwalde wieder aufgegeben. Letztlich kam Bonhoeffer nicht mehr dazu, seine Frage nach gewaltfreier Aktion zu beantworten.</p>
<p>&Uuml;brigens h&auml;tte Bonhoeffer nicht unbedingt nach Indien reisen m&uuml;ssen, um sich entsprechende Anregungen zu holen. Es gab seinerzeit eine Reihe B&uuml;cher &uuml;ber Gandhi, und es gab in Europa Zeitgenossen, die auf der Suche nach unbewaffneter Verteidigung waren. So legten zum Beispiel holl&auml;ndische sozialistische Antimilitaristen um Bart de Ligt 1938 unter dem Titel &quot;Pazifistische Volksverteidigung&quot; ein gut durchdachtes Konzept einer zivilen gewaltlosen Verteidigung vor.</p>
<p>Dietrich Bonhoeffer ist den pazifistischen Weg nicht zu Ende gegangen. Er hat sich der milit&auml;rischen Verschw&ouml;rung angeschlossen, die am 20. Juli 1944 zum Versuch eines Staatsstreichs f&uuml;hrte. Theodor Ebert, fr&uuml;herer Politikwissenschaftler an der TU Berlin, wirft deshalb in Bezug auf Bonhoeffers Entscheidung, sich den Verschw&ouml;rern anzuschlie&szlig;en, die Frage auf: &quot;Ist er darum ein Zeuge f&uuml;r die Unm&ouml;glichkeit, den Nationalsozialismus mit gewaltfreien Mitteln zu &uuml;berwinden? Offensichtlich sind ihm keine erfolgversprechenden gewaltfreien Mittel eingefallen. Doch dies ist kein ausreichender Beweis daf&uuml;r, dass es diese nicht eventuell doch gegeben h&auml;tte. Vielleicht hat er sich nur nicht ausreichend um diese gewaltfreien Mittel gek&uuml;mmert. Die Entscheidung, die Suche nach gewaltfreien Wegen aufzugeben, ist in jedem Falle willk&uuml;rlich, nicht zwangsl&auml;ufig.&quot; (Theodor Ebert: <em>Bonhoeffer und Gandhi - Oder: H&auml;tte sich der Hitlerismus gewaltfrei &uuml;berwinden lassen?</em>, <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/002383.html">Lebenshaus-Website vom 8.7.2004</a>)</p>
<p>Immerhin bekamen Bonhoeffers pazifistische Gedanken zumindest sp&auml;ter ihre Bedeutung. Ebert stellt dazu fest: &quot;Doch f&uuml;r die kirchlichen Kreise in der deutschen Friedensbewegung war es nach dem Zweiten Weltkrieg wichtig, dass Bonhoeffer in Fan&ouml; immerhin mal gefragt hatte, welche Wirkung es haben k&ouml;nnte, wenn ein Land oder mehrere L&auml;nder einseitig abr&uuml;sten und sich darauf vorbereiten w&uuml;rden, potentiellen Aggressoren wohlwollend und nicht hasserf&uuml;llt zu begegnen.&quot; (Theodor Ebert: <em>Erinnerungen eines Friedensforschers an f&uuml;nfzig Jahre kirchlicher Friedensarbeit.</em> <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/007945.html">Lebenshaus-Website vom 26.5.2013</a>)</p>
<h3>Gewaltfreie Alternativen zu milit&auml;rischen Gewalt</h3>
<p>Ohne sich auf Bonhoeffer zu beziehen, forschten u.a. auch Friedensforscherinnen und -forscher ab den 1960er Jahren danach, wie ziviler Widerstand als Mittel der Verteidigungspolitik nutzbar gemacht werden k&ouml;nnte. Das Konzept, das entwickelt wurde, bekam den Namen &quot;Civilian Defence&quot;, der mit &quot;Soziale Verteidigung&quot; ins Deutsche &uuml;bertragen wurde. &quot;Sozial&quot;, weil es nicht in erster Linie um die Verteidigung von Territorien, sondern von sozialen Errungenschaften gehen sollte. (siehe z.B. Michael Schmid: <em>&quot;Soziale Verteidigung: Ohne Waffen - aber nicht wehrlos&quot;.</em>&nbsp;<a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014668.html">Lebenshaus-Website vom 25.03.2023</a>)</p>
<p>Pazifistische Kreise haben zwischenzeitlich verschiedene Konzepte konstruktiver Alternativen zu milit&auml;rischer Gewalt entwickelt. Die Pazifistin und Friedensforscherin Christine Schweitzer sieht unter der &Uuml;berschrift der &quot;gewaltfreien Alternative&quot; drei Komplexe solcher konstruktiven Vorschl&auml;ge, die sie in einem Arbeitspapier ausf&uuml;hrlich behandelt: &quot;Zivile Konfliktbearbeitung, Ziviles Peacekeeping und Gewaltfreien Widerstand einschlie&szlig;lich Sozialer Verteidigung. Diese Konzepte stehen nicht alternativ zu einander, sondern befassen sich mit unterschiedlichen Problemen und Bedrohungen. Zivile Konfliktbearbeitung ist das umfassendste unter ihnen. Sie umfasst alle Ans&auml;tze und Verfahren, Konflikte gewaltlos zu bearbeiten bzw. zu transformieren. Ziviles Peacekeeping ist eine Methode, konkreten Bedrohungen durch Gewaltt&auml;ter entgegenzutreten. Bei gewaltfreiem Widerstand geht es darum, gesellschaftlichen Wandel durch gewaltfreie Mittel zu bewirken bzw. einen Zustand, der als Unrecht wahrgenommen wird, zu ver&auml;ndern. Soziale Verteidigung ist ein Konzept des Widerstands gegen einen milit&auml;rischen Angriff oder gegen einen Putsch.&quot; (Christine Schweitzer: <em>F&uuml;r eine Welt ohne R&uuml;stung und Milit&auml;r.</em>&nbsp;<a href="https://www.ifgk.de/wp-content/uploads/2024/05/IFGK-AP-24-Schweitzer-welt-ohne-ruestung.pdf">IFGK-Arbeitspapier Nr. 24,&nbsp;September 2010</a>)</p>
<p>Gerade in einer Zeit, in der Gewalt, Milit&auml;r und Krieg fast ohne Ausnahme als alternativlos dargestellt werden, muss es ein wichtiges Anliegen in der Friedensarbeit sein, solche konstruktiven Alternativen bekannt zu machen und uns f&uuml;r deren Umsetzung einzusetzen. Statt &quot;kriegst&uuml;chtig&quot; zu werden, m&uuml;ssen Friedensorganisationen dazu beizutragen, als Gesellschaft friedensf&auml;hig zu werden. Es geht darum, &quot;&hellip; den Krieg gr&uuml;ndlich verlernen&quot;, wie es der Titel von Bruno Kerns neuem Buch wunderbar auf den Punkt bringt.</p>
<h3>Frieden wagen e.V.</h3>
<p>F&uuml;r die Wahl unseres neuen Vereinsnamens &quot;Frieden wagen e.V.&quot; hatten die bei der Namensfindung Beteiligten sicherlich ganz verschiedene Assoziationen. Und Bonhoeffer wurde dabei nicht zitiert. Aber ich erinnerte mich im Nachhinein wieder sehr deutlich, dass die Einsicht Bonhoeffers - &quot;Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit &hellip; Frieden muss gewagt werden.&quot; - in meiner Friedensarbeit in den 1980er Jahren schon eine gro&szlig;e Bedeutung gehabt hat. Daran kn&uuml;pfe ich heute gerne wieder an und versuche, diese Einsicht zu st&auml;rken.</p>
<p>&quot;Frieden wagen e.V. &ndash; Arbeitsstelle f&uuml;r Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie&quot;, mit diesem Namen setzen wir seit diesem Jahr das fort, was wir 1993 als &quot;Lebenshaus Schw&auml;bische Alb - Gemeinschaft f&uuml;r soziale Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie e.V.&quot; begonnen haben.</p>
<p>Wichtig ist uns dabei auch zuk&uuml;nftig die beharrliche Aufkl&auml;rungsarbeit &uuml;ber Gewalt in ihren unterschiedlichen Formen und zu gewaltfreien Alternativen. Mit unseren gedruckten Rundbriefen wollen wir auch k&uuml;nftig informieren, die bisherige Lebenshaus-Website soll mit ihren &uuml;ber 13.000 Artikeln als Archiv erhalten werden, ein neues Internetmagazin f&uuml;r Frieden und Gewaltfreiheit wird gerade zusammen mit unserm Webmaster Achim Rosenhagen konzipiert, die Website &quot;Kriegsdienstverweigerer. Unsere Geschichten&quot;, die angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen eine zus&auml;tzliche Aktualit&auml;t bekommt, soll weitergef&uuml;hrt werden wie bisher. Zudem geht in Kooperation mit Peter B&uuml;rger unsere Mitarbeit in der &quot;Tolstoi&quot;-Friedensbibliothek, der Schalom-Bibliothek und der &quot;edition pace&quot; weiter. Auch mit Veranstaltungen, wie z.B. der diesj&auml;hrigen 14. &quot;We shall overcome!&quot;-Tagung, die wir gerade vorbereiten, der Mitarbeit in Kampagnen wie z.B. &quot;Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel&quot;, im Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt!&quot; oder in der &quot;Kooperation f&uuml;r den Frieden&quot; wollen wir fortfahren. Unsere Arbeitsgruppe Gewaltfreiheit dient dem Austausch &uuml;ber wichtige Fragestellungen. Schlie&szlig;lich f&uuml;hren wir auch unsere praktische Solidarit&auml;tsarbeit fort, insbesondere mit gefl&uuml;chteten Menschen.</p>
<p>Wir sehen in jeglicher Unterst&uuml;tzung eine Ermutigung zum Weitermachen. Und wir hoffen, dass wir gegen alle Resignation gemeinsam Visionen des Friedens entwickeln und mutig Frieden wagen!</p>
<div class="frame1">
<h3>Bitte um finanzielle Unterst&uuml;tzung</h3>
<p>1993 haben wir unseren Verein gegr&uuml;ndet, um damit f&uuml;r eine weltweite friedliche, soziale gerechte und umweltvertr&auml;gliche Entwicklung einzutreten. Wir sind heute wie zu Beginn unserer Vereinsgeschichte der &Uuml;berzeugung, dass diese Ziele gef&ouml;rdert werden m&uuml;ssen. Seit 33 Jahren tragen wir unseren Teil dazu bei. Gerne m&ouml;chten wir unsere Arbeit f&uuml;r Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie so engagiert wie bisher fortsetzen k&ouml;nnen &ndash; wenngleich in teilweise abgewandelter Form. Damit uns das gelingt, bitten wir um Unterst&uuml;tzung unseres Engagements - gerne mit einer Einzelspende oder gar einer regelm&auml;&szlig;igen Spende oder einer F&ouml;rdermitgliedschaft. Leider mussten wir f&uuml;r 2025 einen erheblichen R&uuml;ckgang an Spendengeldern und einige Austritte von Mitgliedern verzeichnen, ein Trend, der sich dieses Jahr bisher fortzusetzen scheint.</p>
<p><strong>Herzlich bedanken wollen wir uns bei allen, die unsere Arbeit unterst&uuml;tzen!</strong></p>
<p><strong>Spendenkonto:</strong></p>
<p>Lebenshaus Schw&auml;bische Alb e.V.&nbsp; (beim Kontoinhaber im Moment bitte   noch den bisherigen Name verwenden; der Name wird sich in n&auml;herer   Zukunft &auml;ndern in: Frieden wagen e.V.)</p>
<p>Bank:&nbsp; &nbsp; GLS Bank eG<br />
IBAN:&nbsp; &nbsp; DE36 4306 0967 8023 3348 00<br />
BIC:&nbsp; &nbsp; &nbsp; GENODEM1GLS</p>
<h3>Wir sind umgezogen</h3>
<p>Wir haben unseren Sitz und unsere Gesch&auml;ftsstelle nach Plochingen am Neckar verlegt. In diesem Zusammenhang haben wir ebenfalls einen neuen Namen gew&auml;hlt: Frieden wagen e.V. &ndash; Arbeitsstelle f&uuml;r Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie. Allerdings ist der neue Namen zum Zeitpunkt der Drucklegung noch nicht rechtswirksam, weil wir auch 4 Monate nach Anmeldung noch immer darauf warten, dass das Vereinsregistergericht endlich unsere entsprechenden Satzungs&auml;nderungen ins Vereinsregister eintr&auml;gt. Der langen Warterei leid, verwenden wir den Namen nun trotzdem.</p>
<p><strong>Unsere neuen Kontaktdaten lauten:</strong>&nbsp;Frieden wagen e.V., Teckstr. 59, 73207 Plochingen. Tel. 07153-4066413, E-Mail info@frieden-wagen.org.</p>
</div>]]>
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   <title>Ostermärsche 2026 setzen starkes Zeichen für Abrüstung, Diplomatie und gegen die Wehrpflicht</title>
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   <published>2026-04-06T15:58:35Z</published>
   <updated>2026-04-06T16:23:59Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Am heutigen Ostermontag finden die Osterm&auml;rsche der Friedensbewegung ihren kraftvollen Abschluss mit Aktionen in u. a. Frankfurt am Main, Hamburg,...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Am heutigen Ostermontag finden die Osterm&auml;rsche der Friedensbewegung  ihren kraftvollen Abschluss mit Aktionen in u. a. Frankfurt am Main,  Hamburg, Dortmund, N&uuml;rnberg und am Fliegerhorst in B&uuml;chel, wo die  Friedensbewegung traditionell f&uuml;r den Abzug der US-Atombomben  demonstriert.&nbsp;An deutlich &uuml;ber 100 Orten im gesamten Bundesgebiet haben &uuml;ber das  Osterwochenende zehntausende Menschen f&uuml;r Frieden, Abr&uuml;stung und zivile  Konfliktl&ouml;sungen demonstriert. Im Fokus der diesj&auml;hrigen Proteste  standen der entschiedene Widerstand gegen die Reaktivierung der  Wehrpflicht, die drohende Stationierung von Mittelstreckenwaffen in  Europa sowie die dr&auml;ngende Forderung nach sofortigen Waffenstillst&auml;nden  in der Ukraine und im Nahen Osten.&nbsp;Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine positive Bilanz der diesj&auml;hrigen Aktionstage.&nbsp;Die rege Beteiligung zeigt, dass der Wunsch nach einer nachhaltigen  Friedenspolitik fest in der Mitte der Gesellschaft verankert ist.  Positiv wertet das Netzwerk Friedenskooperative die Einbindung von  jungen Menschen, die sich in Streikkomitees organisieren und gegen die  Reaktivierung der Wehrpflicht engagieren. Bei zahlreichen  Ostermarsch-Aktivit&auml;ten, traten diese als Redner*innen auf. Insgesamt  lag die Beteiligung mit mehreren zehntausend Menschen auf dem Niveau des  Vorjahres mit einer leichten Tendenz der Steigerung.</p>]]>
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/ostermaersche-2026.png" width="551" height="283" alt="" /></p>
<p>Am heutigen Ostermontag finden die Osterm&auml;rsche der Friedensbewegung ihren kraftvollen Abschluss mit Aktionen in u. a. Frankfurt am Main, Hamburg, Dortmund, N&uuml;rnberg und am Fliegerhorst in B&uuml;chel, wo die Friedensbewegung traditionell f&uuml;r den Abzug der US-Atombomben demonstriert.</p>
<p>An deutlich &uuml;ber 100 Orten im gesamten Bundesgebiet haben &uuml;ber das Osterwochenende zehntausende Menschen f&uuml;r Frieden, Abr&uuml;stung und zivile Konfliktl&ouml;sungen demonstriert. Im Fokus der diesj&auml;hrigen Proteste standen der entschiedene Widerstand gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht, die drohende Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Europa sowie die dr&auml;ngende Forderung nach sofortigen Waffenstillst&auml;nden in der Ukraine und im Nahen Osten.</p>
<p>Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine positive Bilanz der diesj&auml;hrigen Aktionstage. Die rege Beteiligung zeigt, dass der Wunsch nach einer nachhaltigen Friedenspolitik fest in der Mitte der Gesellschaft verankert ist. Positiv wertet das Netzwerk Friedenskooperative die Einbindung von jungen Menschen, die sich in Streikkomitees organisieren und gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht engagieren. Bei zahlreichen Ostermarsch-Aktivit&auml;ten, traten diese als Redner*innen auf. Insgesamt lag die Beteiligung mit mehreren zehntausend Menschen auf dem Niveau des Vorjahres mit einer leichten Tendenz der Steigerung.</p>
<p>&quot;Die Menschen auf den Stra&szlig;en haben am Osterwochenende unmissverst&auml;ndlich klargemacht: Wir brauchen eine zivile und soziale Zeitenwende, keine milit&auml;rische! Die st&auml;ndige Beschw&ouml;rung der &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit&quot; und die immer weiter steigenden R&uuml;stungsausgaben nehmen wir nicht hin. Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich konsequent auf Diplomatie statt auf Aufr&uuml;stung zu setzen. Ma&szlig;stab der deutschen Au&szlig;enpolitik muss das V&ouml;lkerrecht sein und Verst&ouml;&szlig;e gegen das V&ouml;lkerrecht sollten immer klar benannt werden &ndash; ganz gleich wer sie ver&uuml;bt&quot;, erkl&auml;rt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative im Hinblick auf die bisherige Positionierung der Bundesregierung zum v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff der USA und Israels auf den Iran.</p>
<h3>Themen und Forderungen bei den Osterm&auml;rschen 2026</h3>
<p>Die diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rsche standen ganz im Zeichen der sich zuspitzenden globalen Konfliktlage, wobei neben den verheerenden Kriegen in der Ukraine, im S&uuml;dlibanon und Gaza, im Sudan und in der DR Kongo besonders die j&uuml;ngsten milit&auml;rischen Auseinandersetzungen im Iran das Geschehen bestimmten. Die Friedensbewegung richtete dabei eine deutliche Forderung an die Bundesregierung, diplomatische Initiativen f&uuml;r Frieden zu forcieren statt immer weiter aufzur&uuml;sten.</p>
<p>Ein weiterer zentraler Schwerpunkt war die strikte Ablehnung der Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen in Europa. Die Friedensbewegung fordert eine Wiederaufnahme von Verhandlungen &uuml;ber R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stung, z.B. f&uuml;r ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag, und lehnt die f&uuml;r 2026 geplante Stationierung von landgest&uuml;tzten US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland ab. Ebenso waren der Abzug der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen, ein Ende der nuklearen Teilhabe und der Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag zentrale Forderungen bei den Osterm&auml;rschen.</p>
<p>Zudem stellte die Ablehnung der Wehrpflicht ein wichtiges Thema bei den Osterm&auml;rschen dar. Befeuert wurde diese Debatte durch die Meldung, dass M&auml;nner zwischen 17 und 45 Jahren einen Auslandsaufenthalt von mehr als drei Monaten genehmigen lassen m&uuml;ssen. Solange der Wehrdienst noch freiwillig ist, soll diese Regelung eine reine Informationspflicht sein. &quot;Die Osterm&auml;rsche solidarisieren sich mit den jungen Menschen, die nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen werden m&ouml;chten und nicht gewillt sind, ihre pers&ouml;nlichen Freiheiten der Kriegst&uuml;chtigkeit zu opfern&quot;, erkl&auml;rt Kristian Golla.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.friedenskooperative.de/">Netzwerk Friedenskooperative</a> - Pressemitteilung vom 06.04.2026.</p>
<p><strong>N&uuml;tzliche Hinweise:</strong></p>
<ul>
    <li>Alle Infos und Termine zum Ostermarsch 2026 unter: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026</a></li>
    <li>Ostermarsch-Termine f&uuml;r die einzelnen Tage gibt es hier: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine</a></li>
    <li>Zahlreiche dokumentierte Redebeitr&auml;ge sind zu finden unter: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/reden">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/reden</a></li>
    <li>Der Aufruf des Netzwerk Friedenskooperative kann hier nachgelesen werden: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026-anzeige-erschienen#eins">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026-anzeige-erschienen#eins</a></li>
</ul>]]>
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   <title>Jürgen Wagner: Turbo-Zeitenwende: Kanonen statt Butter</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15564</id>
   
   <published>2026-04-05T15:33:11Z</published>
   <updated>2026-04-05T19:20:11Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Rede von J&uuml;rgen Wagner beim Ostermarsch in Stuttgart am 4. April 2026....]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="2383" label="Jürgen Wagner" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Rede von J&uuml;rgen Wagner beim Ostermarsch in Stuttgart am 4. April 2026.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von J&uuml;rgen Wagner - Redebeitrag beim Ostermarsch in Stuttgart am 4. April 2026</strong></p>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>gleich nach der letzten Bundestagwahl gab Friedrich Merz den Startschuss f&uuml;r eine &quot;Turbo-Zeitenwende&quot; oder &quot;Zeitenwende 2.0&quot; gegeben. Deutschland soll die &quot;Sprache der Macht&quot; lernen und zur &quot;st&auml;rksten konventionellen Armee in Europa&quot; werden, erz&auml;hlt der Kanzler seither jedem, der nicht bei drei auf dem Baum ist. Und das, obwohl die europ&auml;ischen Staaten bereits heute ein Vielfaches mehr als Russland f&uuml;r das Milit&auml;r ausgeben und beim milit&auml;rischen Gro&szlig;ger&auml;t eine &Uuml;berlegenheit gegen&uuml;ber Russland von etwa 3:1 haben.</p>
<h3>Milit&auml;rausgaben: Historische H&ouml;chstst&auml;nde</h3>
<p>Schritt eins war vor rund einem Jahr, als sich eine ganz gro&szlig;e Koalition aus Union, SPD und Gr&uuml;nen zusammentat, um in der letzten Sitzung des alten Bundestags eine Grundgesetz&auml;nderung durchzudr&uuml;cken. V&ouml;llig undemokratischen wurde an k&uuml;nftigen Sperrminorit&auml;ten vorbei eine zeitlich und in der H&ouml;he unbefristete Ausnahme von der Schuldenbremse und damit ein Blankoscheck f&uuml;r R&uuml;stungskredite beschlossen. Damit war der Weg frei, dass auch Deutschland sich im Juni 2025 dem neuen NATO-Ausgabenziel von 5% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) anschlie&szlig;en konnte.</p>
<p>5%/BIP des h&ouml;rt sich etwas abstrakt und auch nach nicht so viel an: Im September legte die Regierung mit dem &quot;Finanzplan des Bundes bis 2029&quot; die Zahlen aber auf den Tisch: Allein der Verteidigungshaushalt steigt von 50,4 Mrd. Euro (2022) &uuml;ber aktuell 82 Mrd. Euro und soll dann 152 Mrd. Euro (2029) erreichen. Plus einiger weiterer milit&auml;rrelevanter Ausgaben sollen so Ausgaben von 3,5%/BIP oder ~30% des gesamten Haushaltes erreicht werden. Dazu m&uuml;ssten dann noch Ausgaben von 1,5%/BIP f&uuml;r milit&auml;rische Infrastruktur kommen, damit das Ziel von 5%/BIP Milit&auml;rausgaben erreicht w&auml;re. Das w&auml;ren dann rund 240 Mrd. Euro oder bei einem geplanter Haushalt von 573 Mrd. Euro rund 41% des Haushalts. Damit h&auml;tten die Verantwortlichen wahrhaft historisches geleistet: Der bisherige H&ouml;chststand der deutschen Milit&auml;rausgaben war 4,88% (1963)!</p>
<h3>Beschaffung: Ungehemmte Aufr&uuml;stung</h3>
<p>Dieses Geld wird vor allem f&uuml;r neue Waffen ausgegeben. Und es wird in einen Beschaffungsapparat versenkt, der bereits jetzt heillos &uuml;berfordert ist. Die R&uuml;stungsberichte der Bundeswehr, in denen detailliert &uuml;ber Versp&auml;tungen und Preissteigerungen der Gro&szlig;projekte informiert wurde, lesen sich wie eine einzige Chronik des Scheiterns.</p>
<p>An diesen Pleiten, Pech und Pannen wird sich aber auch k&uuml;nftig nichts &auml;ndern &ndash; im Gegenteil. Nur erfahren werden wir es k&uuml;nftig kaum mehr: Letztes Jahr wurde beschlossen, ihr Erscheinen einzustellen. Die lachhafte Begr&uuml;ndung: B&uuml;rokratieabbau.</p>
<p>Dieser Wahnsinn hat Methode: Immer mehr Kontrollen der R&uuml;stungsindustrie werden abger&auml;umt. Zuletzt im Februar mit dem neuen Beschaffungsbeschleunigungsgesetz, das u.a. mehr Direktvergaben ganz ohne Ausschreibung erlaubt.</p>
<h3>Autos zu R&uuml;stung</h3>
<p>Unter diesen Bedingungen und angesichts der Krisen in vielen Branchen suchen immer mehr Unternehmen ihr Heil in der R&uuml;stung &ndash; auch hier in Baden-W&uuml;rttemberg: Porsche, Daimler oder Trumpf in Ditzingen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.</p>
<p>Volle Unterst&uuml;tzung erhalten sie dabei von der alten und bestimmt auch der neuen Landesregierung. Mir blieb fast die Spucke weg, als ich letztes Jahr in einer Regierungserkl&auml;rung von Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann las: &quot;Wir wollen, dass sich unsere Wirtschaft auf diesem Feld engagiert. Und deshalb m&ouml;chte ich mich an dieser Stelle einmal konkret an die Unternehmerschaft unseres Landes wenden und Ihnen zusichern: Sie haben hier die volle R&uuml;ckendeckung der Landesregierung. Sie haben sie dann, wenn Sie bereits im Bereich von Sicherheit und Verteidigung t&auml;tig sind. Und Sie haben sie dann, wenn Sie bislang rein zivil t&auml;tig sind und nun dar&uuml;ber nachdenken, auch einen Beitrag im Bereich Sicherheit und Verteidigung zu leisten. Auch das ist erw&uuml;nscht, auch das ist gewollt.&quot;</p>
<p>Auch deshalb sind hier heute hier, um dagegen zu protestieren, dass sich dieses Land mehr und mehr als &quot;olivgr&uuml;nes Musterl&auml;ndle&quot; pr&auml;sentiert!</p>
<h3>OPLAN Deutscland</h3>
<p>Man sieht daran auch, wie die Zeitenwende eine Militarisierung bis in die Kapillare der L&auml;nder und Kommunen vorantreibt. Dazu geh&ouml;rt zum Beispiel auch, dass im &quot;Operationsplan Deutschland&quot; der Transport von bis zu 800.000 Soldat*innen nach Osteuropa und die R&uuml;ckverfrachtung von Verletzten und Gefangenen geplant wird. Daf&uuml;r wird auf eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren in zivilen Organisationen gesetzt: Krankenh&auml;usern, Feuerwehr, THW&hellip;</p>
<h3>Wohnviertel zu Kasernen</h3>
<p>Auch die Liegenschaften betreffen die Kommunen sehr direkt. Schlie&szlig;lich soll die Bundeswehr von aktuell rund 185.000 auf 260.000 Soldat*innen wachsen &ndash; und daf&uuml;r ben&ouml;tigt sie Platz.</p>
<p>Im Oktober wurden deshalb die Planungen f&uuml;r ca. 200 ehemalige Bundeswehr-Gel&auml;nde gestoppt. Wo zivile Wohnviertel h&auml;tten entstehen sollen, sollen jetzt wieder Soldat*innen untergebracht werden. Betroffen sind in Baden-W&uuml;rttemberg zum Beispiel Heidelberg (Patrick-Henry-Village): 10.000 Menschen; Schwetzingen (Tompkins Barracks): 1.800 Menschen; Ellwangen (Reinhardt-Kaserne) 1.800 Menschen.</p>
<p>Und f&uuml;r die Bebauung ihrer Liegenschaften wird der Bundeswehr hierzulande der ganz gro&szlig;e rote Teppich ausgerollt: Der Landtag hat am 5. Februar 2026 das &quot;Gesetz zur F&ouml;rderung von Bauvorhaben der Bundeswehr&quot; beschlossen. In einer Pressemitteilung zum Gesetz &auml;u&szlig;erte sich Nicole Razavi, Ministerin f&uuml;r Landesentwicklung und Wohnen: &quot;Wir befreien die Bundeswehr beim Bau von Anlagen, die der Verteidigungsf&auml;higkeit Deutschlands dienen, von allen materiell-rechtlichen Vorschriften des Landes. Das betrifft unter anderem das Bauordnungsrecht, das Denkmalrecht, das Stra&szlig;enrecht, das Wasserrecht und das Naturschutzrecht.&quot;</p>
<h3>Kein Olivgr&uuml;nes Wirtschaftswunder</h3>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>wir werden uns nicht zum Frieden r&uuml;sten k&ouml;nnen!</p>
<p>Und wir werden uns auch nicht aus der Krise herausr&uuml;sten k&ouml;nnen. Es wird kein &quot;Olivgr&uuml;nes Wirtschaftswunder&quot; geben, wie interessierte Kreise immer wieder behaupten. R&uuml;stungsausgaben sind wirtschaftlich mit das d&uuml;mmste, was man machen kann. Und auch auf ein &quot;Olivgr&uuml;nes Jobwunder&quot; werden wir lange warten, pro eingesetztem Euro erzeugt keine andere Branche weniger Arbeitspl&auml;tze. Und es ist wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen in den Gewerkschaften gest&auml;rkt werden, die darauf zu Recht unerm&uuml;dlich hinweisen!</p>
<h3>Kanonen statt Butter</h3>
<p>In den n&auml;chsten Jahren sollen die Milit&auml;rausgaben v.a. &uuml;ber Schulden finanziert werden. Das wird nicht ewig funktionieren!</p>
<p>Und deshalb fordern Protagonisten der neuen Aufr&uuml;stung wie Moritz Schularick vom &quot;Institut f&uuml;r Weltwirtschaft&quot; in Kiel, dass die Milit&auml;rausgaben sp&auml;testens ab 2030 komplett aus dem Bundeshaushalt finanziert werden sollen.</p>
<p>Bei einem Anteil von 40% wird das die Steilvorlage f&uuml;r einen Sozialabbau abgeben, der selbst das, was wir bislang erleben, weit in den Schatten stellen wird. &quot;Wir m&uuml;ssten aufr&uuml;sten f&uuml;r den Wohlstand&quot;, titelte Schularick in einem Artikel. Deshalb sei es notwendig &quot;harte Budgetentscheidungen zwischen &raquo;Kanonen und Butter&laquo; zu treffen.&quot;</p>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>&quot;wir&quot; sollen also aufr&uuml;sten, um &quot;unsere&quot; Werte und &quot;unsere&quot; Lebensweise, besonders aber &quot;unseren&quot; Wohlstand zu verteidigen. Es ist schon einigerma&szlig;en kaltschn&auml;uzig, wenn Menschen, die sich um die Butter auf ihrem Brot keine Sorgen zu machen brauchen, die &auml;rmsten in der Bev&ouml;lkerung dazu auffordern, f&uuml;r &quot;unseren Wohlstand&quot; die G&uuml;rtel noch enger zu schnallen.</p>
<p>Dieser Sprache der sozialen K&auml;lte, der Aufr&uuml;stung und der Macht m&uuml;ssen wir eine Sprache der Solidarit&auml;t, des Friedens, aber auch des Widerstands entgegensetzen &ndash; und ich freue mich, dass wir dies heute hier beim Ostermarsch in Stuttgart und an vielen anderen Orten in Deutschland tun!</p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.imi-online.de">Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.</a> - IMI-Standpunkt 2026/024.</p>]]>
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   <title>Abrüstungsverträge: Das weltweite Gefüge erodiert gefährlich</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15569</id>
   
   <published>2026-04-04T21:05:30Z</published>
   <updated>2026-04-14T21:17:42Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Seit Ende der 1950er Jahre wurden weltweit 31 Abkommen zur R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stung abgeschlossen. In diesen Abkommen verpflichteten sich die...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="3602" label="Andreas Zumach" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Seit Ende der 1950er Jahre wurden weltweit 31 Abkommen zur  R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stung abgeschlossen. In diesen Abkommen  verpflichteten sich die Vertragsstaaten auf Obergrenzen f&uuml;r bestimmte  Waffen- und Munitionskategorien oder dar&uuml;ber hinaus auf den Abbau dieser  milit&auml;rischen Arsenale bis hin zu ihrer vollst&auml;ndigen Verschrottung. In  einigen F&auml;llen wurde auch das umfassende Verbot vereinbart, bestimmte  Waffen und Munitionen k&uuml;nftig einzusetzen, zu entwickeln, zu besitzen,  auf dem eigenen Territorium zu stationieren oder sie an andere Staaten  weiterzugeben.&nbsp;Doch die internationale R&uuml;stungskontroll- und Abr&uuml;stungsarchitektur ist am  Zerfallen. Immer mehr wichtige Vertr&auml;ge werden aufgek&uuml;ndigt. Von Andreas Zumach.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von Andreas Zumach</strong></p>
<p><strong>Die internationale R&uuml;stungskontroll- und Abr&uuml;stungsarchitektur ist am Zerfallen. Immer mehr wichtige Vertr&auml;ge werden aufgek&uuml;ndigt.</strong></p>
<p>Seit Ende der 1950er Jahre wurden weltweit 31 Abkommen zur R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stung abgeschlossen. In diesen Abkommen verpflichteten sich die Vertragsstaaten auf Obergrenzen f&uuml;r bestimmte Waffen- und Munitionskategorien oder dar&uuml;ber hinaus auf den Abbau dieser milit&auml;rischen Arsenale bis hin zu ihrer vollst&auml;ndigen Verschrottung. In einigen F&auml;llen wurde auch das umfassende Verbot vereinbart, bestimmte Waffen und Munitionen k&uuml;nftig einzusetzen, zu entwickeln, zu besitzen, auf dem eigenen Territorium zu stationieren oder sie an andere Staaten weiterzugeben.</p>
<h3>Stabilit&auml;t zwischen Staaten in Gefahr</h3>
<p>Ohne ein Mindestma&szlig; an Vertrauen und Kooperationsbereitschaft selbst zwischen verfeindeten Staaten w&auml;re die Vereinbarung all dieser Abkommen nicht m&ouml;glich gewesen. Die mit diesen Abkommen in den letzten fast 70 Jahren geschaffene internationale R&uuml;stungskontroll- und Abr&uuml;stungsarchitektur war und ist auch weiterhin ein wesentlicher Beitrag zur Stabilit&auml;t zwischen Staaten und Staatengruppen oder Milit&auml;rbl&ouml;cken in einer immer konfliktreicheren Welt.</p>
<p>Doch seit Anfang des Jahrtausends findet eine besorgniserregende Erosion dieser Architektur statt. Ausgel&ouml;st wurde diese Erosion zun&auml;chst vor allem durch die Aufk&uuml;ndigung von Vertr&auml;gen durch die USA, der st&auml;rksten Milit&auml;rmacht der Welt. Russland hat diese K&uuml;ndigungen zum Teil nachvollzogen. Hinzu kommt die seit Jahrzehnten anhaltende Weigerung der f&uuml;nf offiziellen Atomwaffenm&auml;chte (USA, Russland, China, Frankreich und Gro&szlig;britannien), ihre v&ouml;lkerrechtlich verbindlichen Abr&uuml;stungsverpflichtungen zu erf&uuml;llen.</p>
<ul>
    <li><a href="https://www.infosperber.ch/politik/abruestungsvertraege-das-weltweite-gefuege-erodiert-gefaehrlich/">HIER WEITERLESEN</a></li>
</ul>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.infosperber.ch/">Infosperber.ch</a> - 03.04.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>Audio-Podcast mit Andreas Zumach:  &quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot;</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15563</id>
   
   <published>2026-04-02T11:55:03Z</published>
   <updated>2026-04-02T12:16:25Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[&quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot; Zu einem politischen Online-Fr&uuml;hschoppen lud die Friedensinitiative Nottuln (FI) ein. Zugeschaltet hatte sich aus Berlin der...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="3602" label="Andreas Zumach" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2358" label="Iran" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2772" label="Israel / Palästina" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>&quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot; Zu einem politischen  Online-Fr&uuml;hschoppen lud die Friedensinitiative Nottuln (FI) ein.  Zugeschaltet hatte sich aus Berlin der Journalist Andreas Zumach. Er  analysierte die aktuelle Lage im Nahen Osten. Der Angriff auf den Iran  hat sich zu einem Fl&auml;chenbrand entwickelt, schrieb die FI in ihrer  Einladung. Wie soll das weitergehen? Wie ist ein Ende des Krieges  denkbar? Welche Auswirkungen wird dieser Krieg weltweit haben? Auch auf  Deutschland? Welche Rollen kann und soll Europa spielen? Was kann  Deutschland tun? Diesen Fragen ging Andreas Zumach nach. Der Referent  ist freier Journalist, Autor zahlreicher B&uuml;cher zur internationalen  Politik. Lange Zeit war Zumach bei der UNO in Genf akkreditiert. Er gilt  als Experte internationaler Politik. Der Vortrag kann nachgeh&ouml;rt werden.</p>]]>
      <![CDATA[<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/uITG1nQLgh8?si=3W2lZDLexMgvTAat" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Von Friedensinitiative Nottuln</strong></p>
<p><strong>&quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot; - Online-Fr&uuml;hschoppen der Friedensinitiative Nottuln mit Andreas Zumach</strong></p>
<p>&quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot; Zu einem politischen Online-Fr&uuml;hschoppen lud die Friedensinitiative Nottuln (FI) ein. Zugeschaltet hatte sich aus Berlin der Journalist Andreas Zumach. Er analysierte die aktuelle Lage im Nahen Osten. Der Angriff auf den Iran hat sich zu einem Fl&auml;chenbrand entwickelt, schrieb die FI in ihrer Einladung. Wie soll das weitergehen? Wie ist ein Ende des Krieges denkbar? Welche Auswirkungen wird dieser Krieg weltweit haben? Auch auf Deutschland? Welche Rollen kann und soll Europa spielen? Was kann Deutschland tun? Diesen Fragen ging Andreas Zumach nach. Der Referent ist freier Journalist, Autor zahlreicher B&uuml;cher zur internationalen Politik. Lange Zeit war Zumach bei der UNO in Genf akkreditiert. Er gilt als Experte internationaler Politik. Die Essenz des Vortrags waren</p>
<p><strong>Forderungen an die deutsche Bundesregierung:&nbsp;<br />
</strong></p>
<ul>
    <li><strong>Wie Spanien solle Deutschland den Krieg Israels und der USA als das bezeichnen, was er ist: v&ouml;lkerrechtswidrig!&nbsp;</strong></li>
    <li><strong>Deutschland sollte die Kriegsparteien auffordern, diesen Krieg zu beenden!&nbsp;</strong></li>
    <li><strong>Und Deutschland sollte sofort den USA die &Uuml;berflugrechte und die Kriegsf&uuml;hrung &uuml;ber den US-Standort Ramstein verbieten. </strong></li>
</ul>
<p>&Uuml;ber die Internetseite der Friedensinitiative Nottuln kann man eine schriftliche Zusammenfassung des Vortrags bekommen und den Vortrag auch nachh&ouml;ren. </p>
<p>www.fi-nottuln.de</p>]]>
   </content>
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   <title>Neu erschienen: Rundbrief &quot;Frieden wagen&quot; 128</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15562</id>
   
   <published>2026-03-31T17:13:20Z</published>
   <updated>2026-03-31T18:01:02Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Der bisherige Lebenshaus-Rundbrief wird entsprechend dem&nbsp; ge&auml;nderten Vereinsname nun mit dem Namen &quot;Frieden wagen&quot; fortgesetzt. Michael Schmid stellt an den...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
         <category term="/news" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="3338" label="Über uns: Lebenshaus Schwäbische Alb" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/rundbrief128.png" width="225" height="314" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Der bisherige Lebenshaus-Rundbrief wird entsprechend dem&nbsp; ge&auml;nderten  Vereinsname nun mit dem Namen &quot;Frieden wagen&quot; fortgesetzt. Michael  Schmid stellt an den Beginn des Einleitungsartikels, in dem er sich mit  &quot;Frieden wagen&quot; und der heutigen Bedeutung dieser Aussage befasst,  zun&auml;chst die grandiose These von Dietrich Bonhoeffer. Dieser hatte in  einer Rede am 28. August 1934 gesagt: &quot;Es gibt keinen Weg zum Frieden  auf dem Weg der Sicherheit &hellip; Frieden muss gewagt werden.&quot; In den  &quot;Nachrichten&quot; wird u.a. zur Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen  aufgerufen, und es wird zur 14. &quot;We shall overcome!&quot;-Tagung am 17.  Oktober mit Jacqueline Andres und Bruno Kern eingeladen. Katrin  Warnatzsch schreibt &uuml;ber &quot;Unser Wagnis&quot;. Axel Pfaff-Schneider berichtet  ausf&uuml;hrlich &uuml;ber den Vortrag von Regina Hagen, den diese bei der Tagung  &quot;We shall overcome!&quot; im November 2025 hielt. Paul Schobel nimmt in  seiner Rede bei einer Friedenskundgebung mit dem Titel &quot;KANONEN STATT  BUTTER? - Die Militarisierung bedroht den Sozialstaat&quot; einmal mehr kein  Blatt vor den Mund. Ullrich Hahn geht in 14 Thesen auf die Frage  &quot;Pazifismus &mdash; wenn nicht jetzt, wann dann?&quot; ein. Hingewiesen wird auf 2  B&auml;nde mit den &quot;Erinnerungen der Pazifistin und Widerstandsk&auml;mpferin  Magda Trocm&eacute;&quot;, die gerade von unserem F&ouml;rdermitglied Gottfried Orth aus  dem Franz&ouml;sischen &uuml;bersetzt &amp; neu herausgegeben wurden.</p>]]>
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/rundbrief128.png" width="280" height="391" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Der bisherige Lebenshaus-Rundbrief wird entsprechend dem&nbsp; ge&auml;nderten Vereinsname nun mit dem Namen &quot;Frieden wagen&quot; fortgesetzt. Michael Schmid stellt an den Beginn des Einleitungsartikels, in dem er sich mit &quot;Frieden wagen&quot; und der heutigen Bedeutung dieser Aussage befasst, zun&auml;chst die grandiose These von Dietrich Bonhoeffer. Dieser hatte in einer Rede am 28. August 1934 gesagt: &quot;Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit &hellip; Frieden muss gewagt werden.&quot; In den &quot;Nachrichten&quot; wird u.a. zur Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen aufgerufen, und es wird zur 14. &quot;We shall overcome!&quot;-Tagung am 17. Oktober mit Jacqueline Andres und Bruno Kern eingeladen. Katrin Warnatzsch schreibt &uuml;ber &quot;Unser Wagnis&quot;. Axel Pfaff-Schneider berichtet ausf&uuml;hrlich &uuml;ber den Vortrag von Regina Hagen, den diese bei der Tagung &quot;We shall overcome!&quot; im November 2025 hielt. Paul Schobel nimmt in seiner Rede bei einer Friedenskundgebung mit dem Titel &quot;KANONEN STATT BUTTER? - Die Militarisierung bedroht den Sozialstaat&quot; einmal mehr kein Blatt vor den Mund. Ullrich Hahn geht in 14 Thesen auf die Frage &quot;Pazifismus &mdash; wenn nicht jetzt, wann dann?&quot; ein. Hingewiesen wird auf 2 B&auml;nde mit den &quot;Erinnerungen der Pazifistin und Widerstandsk&auml;mpferin Magda Trocm&eacute;&quot;, die gerade von unserem F&ouml;rdermitglied Gottfried Orth aus dem Franz&ouml;sischen &uuml;bersetzt &amp; neu herausgegeben wurden.</p>
<p>Wir hoffen, der neue Rundbrief st&ouml;&szlig;t auf Ihr/Dein Interesse. Bitte hier herunterladen:</p>
<ul>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/rundbrief128.pdf">Rundbrief 128</a> (April 2026, - 969 KB)</li>
</ul>
<hr />
<p><strong>Spendenkonto:</strong></p>
<p>Lebenshaus Schw&auml;bische Alb e.V.&nbsp; (beim Kontoinhaber im Moment bitte  noch den bisherigen Name verwenden; der Name wird sich in n&auml;herer  Zukunft &auml;ndern in: Frieden wagen e.V.)</p>
<p>Bank:&nbsp; &nbsp; GLS Bank eG<br />
IBAN:&nbsp; &nbsp; DE36 4306 0967 8023 3348 00<br />
BIC:&nbsp; &nbsp; &nbsp; GENODEM1GLS</p>]]>
   </content>
</entry>
<entry>
   <title>Aufruf zur Teilnahme an den Ostermärschen 2026 !</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015561.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15561</id>
   
   <published>2026-03-27T18:48:31Z</published>
   <updated>2026-03-27T19:10:45Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[&quot;Frieden wagen e.V.&quot; (bisher: &quot;Lebenshaus Schw&auml;bische Alb&quot;) ruft zur Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen der Friedensbewegung auf, die vom 2....]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
         <category term="/news" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="3424" label="Ostermarsch" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/ostermaersche-2026.png" width="300" height="154" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />&quot;Frieden wagen e.V.&quot; (bisher: &quot;Lebenshaus Schw&auml;bische Alb&quot;) ruft zur  Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen der Friedensbewegung auf,  die vom 2. - 6. April 2026 bundesweit stattfinden. F&uuml;r Frieden muss es  zu Ostern auf die Stra&szlig;e gehen! Denn mit dem  Iran-Krieg ist ein neuer, trauriger H&ouml;hepunkt der weltweiten  kriegerischen Auseinandersetzungen erreicht. Die Welt ist ein Pulverfass  und es wird immer weiter aufger&uuml;stet. Die Menschen sterben weiterhin in  der Ukraine, im Sudan, in Israel, in Pal&auml;stina, im Iran, im Libanon und  in vielen weiteren L&auml;ndern und Regionen der Welt. Wo soll das noch  hinf&uuml;hren? Es reicht!</p>
<p>Umso dringlicher ist es, dass die  Friedensbewegung zu Ostern ein un&uuml;bersehbares Zeichen setzt. Frieden  schaffen wir nicht mit noch mehr Waffen oder nuklearer Abschreckung. Wir  brauchen stattdessen dringend Initiativen f&uuml;r Waffenstillst&auml;nde, zivile  Konfliktl&ouml;sungen, Diplomatie und konsequente Abr&uuml;stung.&nbsp;Werde aktiv und beteilige Dich an einem der &uuml;ber 100 Osterm&auml;rsche bundesweit. Denn gerade jetzt z&auml;hlt Dein Engagement!</p>]]>
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/ostermaersche-2026.png" width="551" height="283" alt="" /></p>
<p>&quot;Frieden wagen e.V.&quot; (bisher: &quot;Lebenshaus Schw&auml;bische Alb&quot;) ruft zur Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen der Friedensbewegung auf, die vom 2. - 6. April 2026 bundesweit stattfinden. F&uuml;r Frieden muss es zu Ostern auf die Stra&szlig;e gehen!</p>
<p>Denn mit dem Iran-Krieg ist ein neuer, trauriger H&ouml;hepunkt der weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen erreicht. Die Welt ist ein Pulverfass und es wird immer weiter aufger&uuml;stet. Die Menschen sterben weiterhin in der Ukraine, im Sudan, in Israel, in Pal&auml;stina, im Iran, im Libanon und in vielen weiteren L&auml;ndern und Regionen der Welt. Wo soll das noch hinf&uuml;hren? Es reicht!</p>
<p>Umso dringlicher ist es, dass die Friedensbewegung zu Ostern ein un&uuml;bersehbares Zeichen setzt. Frieden schaffen wir nicht mit noch mehr Waffen oder nuklearer Abschreckung. Wir brauchen stattdessen dringend Initiativen f&uuml;r Waffenstillst&auml;nde, zivile Konfliktl&ouml;sungen, Diplomatie und konsequente Abr&uuml;stung.</p>
<p><strong>Werde aktiv und beteilige Dich an einem der &uuml;ber 100 Osterm&auml;rsche bundesweit. Denn gerade jetzt z&auml;hlt Dein Engagement!</strong></p>
<p><strong>Auf der Website von Netzwerk Friedenskooperative finden sich:</strong></p>
<ul>
    <li><strong>Termin&uuml;bersicht mit allen Osterm&auml;rschen</strong>: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine</a></li>
    <li><strong>Alle Infos zu den Osterm&auml;rschen 2026:</strong> <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026</a>&nbsp;</li>
    <li><strong>Aufruf zum Ostermarsch 2026 als Zeitungsanzeige erschienen</strong>: &quot;Wir fordern: Kriege verweigern - Frieden schaffen!&quot;: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026-anzeige-erschienen">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026-anzeige-erschienen</a>&nbsp; Die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Anzeige war in diesem Jahr so gro&szlig; wie noch nie zuvor: 2.235 Einzelpersonen sowie 71 Organisationen und Gruppen erm&ouml;glichten Anzeigen in 5 Zeitungen mit ihren Spenden.</li>
</ul>
<p>Als Frieden wagen e.V. laden wir insbesondere zu folgenden Osterm&auml;rschen in unserer Region ein:</p>
<ul>
    <li>Karsamstag, 4. April, <strong>Ostermarsch in Stuttgart:</strong> &quot;Friedensf&auml;hig statt kriegst&uuml;chtig!&quot;: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015545.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015545.html</a>&nbsp;</li>
    <li>Ostermontag, 6. April, <strong>Internationaler Bodensee-Friedensweg in Konstanz/Kreuzlingen</strong>: &quot;Wir ent-r&uuml;sten uns! Friedenskultur gemeinsam leben&quot;: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015546.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015546.html</a></li>
</ul>
<hr />
<p><strong>Spendenkonto:</strong></p>
<p>Lebenshaus Schw&auml;bische Alb e.V.&nbsp; (beim Kontoinhaber im Moment bitte noch den bisherigen Name verwenden; der Name wird sich in n&auml;herer Zukunft &auml;ndern in: Frieden wagen e.V.)</p>
<p>Bank:&nbsp; &nbsp; GLS Bank eG<br />
IBAN:&nbsp; &nbsp; DE36 4306 0967 8023 3348 00<br />
BIC:&nbsp; &nbsp; &nbsp; GENODEM1GLS</p>]]>
   </content>
</entry>
<entry>
   <title>Aufruf Ostermarsch der Kooperation für den Frieden und des Bundesausschuss Friedensratschlag</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015560.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15560</id>
   
   <published>2026-03-24T20:18:58Z</published>
   <updated>2026-03-26T21:30:01Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Kooperation f&uuml;r den Frieden w&uuml;nschen sich viele Menschen, die zu Ostern bei Demonstrationen und anderen...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/friedensbewegung" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="4574" label="Netzwerk Friedenskooperative" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="3424" label="Ostermarsch" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Kooperation f&uuml;r den  Frieden w&uuml;nschen sich viele Menschen, die zu Ostern bei Demonstrationen  und anderen Aktionen f&uuml;r eine friedliche Welt werben.&nbsp;Die beiden deutschen Netzwerke unterschiedlicher  Friedensorganisationen, teilen die Ablehnung von Krieg und Militarismus.  Ihre Empathie gilt insbesondere den vielen zivilen Opfern kriegerischer  Auseinandersetzungen.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Kooperation f&uuml;r den Frieden w&uuml;nschen sich viele Menschen, die zu Ostern bei Demonstrationen und anderen Aktionen f&uuml;r eine friedliche Welt werben.</h3>
<p>Die beiden deutschen Netzwerke unterschiedlicher Friedensorganisationen, teilen die Ablehnung von Krieg und Militarismus. Ihre Empathie gilt insbesondere den vielen zivilen Opfern kriegerischer Auseinandersetzungen.</p>
<p>Unsere Entr&uuml;stung m&uuml;ssen wir auf die Stra&szlig;e tragen!</p>
<p>Unsere Ostermarsch-Aktionen sollen eine Bev&ouml;lkerung zum Mitmachen motivieren, die die Folgen der ma&szlig;losen Hochr&uuml;stung in Form von K&uuml;rzungen in allen sozialen Bereichen erlebt.</p>
<p>Wir wenden uns an die jungen Menschen, die durch unbegrenzte Neuverschuldung f&uuml;r Milit&auml;r und Kriegs-Infrastruktur, durch eine Wehrpflicht und die Vernachl&auml;ssigung der Klimakatastrophe belastet werden.</p>
<p>Die Militarisierung der Gesellschaft ergreift Bereiche wie das Gesundheitswesen, Bildung, Forschung, Infrastruktur und andere.</p>
<p>Das Mitl&auml;ufertum der Bundesregierung bei den Angriffen auf Iran und andere L&auml;nder in Westasien durch Israel und die USA lehnen wir entschieden ab.</p>
<p>Keine der kriegsf&uuml;hrenden Staaten hat das Recht, zivile Ziele anzugreifen.</p>
<p>Gehen wir f&uuml;r ein anderes Deutschland auf die Stra&szlig;e!</p>
<p>Wir wollen in einem Land leben, das sich mit zivilen Mitteln f&uuml;r eine friedliche Welt stark macht. Diplomatie, Interessensausgleich und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung m&uuml;ssen die Grundpfeiler f&uuml;r Frieden in Europa und in der Welt sein.</p>
<p>Wir wollen in einem Land leben, in dem alle Menschen willkommen sind, insbesondere wenn sie vor Krieg oder Kriegsdienst fliehen.</p>
<p>Wir fordern die Aufrechterhaltung der Errungenschaften des V&ouml;lkerrechts einschlie&szlig;lich der universellen Menschenrechte.</p>
<p>Diese Errungenschaften m&uuml;ssen ausgebaut und d&uuml;rfen nicht missachtet werden.</p>
<p>Wir fordern einen entschlossenen diplomatischen Einsatz der Bundesregierung f&uuml;r ein Ende des Krieges gegen Iran und die anderen Kriegsschaupl&auml;tze in Westasien, die Ukraine, im Sudan und alle weiteren Kriege.</p>
<p>Wir sehen die Gefahr des Atomkriegs, die wahrscheinlich nie so hoch war wie heute und doch von vielen heruntergespielt wird.</p>
<p>Tragen wir gemeinsam unsere Entr&uuml;stung &uuml;ber die Eskalation der &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit&quot; und unsere gemeinsamen Ziele auf die Stra&szlig;e!</p>
<p>Kommt zum Ostermarsch!</p>
<p>Bundesausschuss Friedensratschlag und Kooperation f&uuml;r den Frieden</p>
<p>+++</p>
<p>Materialvorschlag f&uuml;r die Osterm&auml;rsche:&nbsp;<a href="https://www.friedenskooperative.de/shop/unterschriftenliste-nicht-mit-mir">https://www.friedenskooperative.de/shop/unterschriftenliste-nicht-mit-mir</a></p>
<p>Infos und Termin der Osterm&auml;rsche:&nbsp;<a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026</a></p>
<hr />
<p><strong>Siehe ebenfalls:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015545.html">Ostermarsch in Stuttgart: &quot;Friedensf&auml;hig statt kriegst&uuml;chtig!&quot;</a> (04.04.2026)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015546.html">Internationaler Bodensee-Friedensweg in Konstanz (D) / Kreuzlingen (CH)</a> (06.04.2026)</li>
</ul>
<p><strong>Auf der Lebenshaus-Website finden sich:</strong><br />
<ul>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006244.html">Vor 50 Jahren: Der erste Ostermarsch in Deutschland</a> (Michael Schmid, 2010)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012856.html">Vor 60 Jahren erster Ostermarsch in Deutschland</a> (Michael Schmid, 2020)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004912.html">Artikel zur Geschichte der Ostermarsch-Bewegung</a> (Uli J&auml;ger/Michael Schmid)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Ostermarsch&amp;blog_id=1">Artikel zum Stichwort &quot;Ostermarsch&quot;</a></li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Geschichte%20der%20Friedensbewegung&amp;blog_id=1">Artikel zum Stichwort &quot;Geschichte der Friedensbewegung&quot;</a>&nbsp;</li>
</ul>
</p>]]>
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