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	<description>Tipps und Rat zu den Themen Lernen, Schule und Erziehung</description>
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		<title>Unsere Tochter will nicht zurückgestuft werden!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2023 17:47:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Kummerkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Tochter Lena, 7, wurde in meinen Augen zu früh eingeschult. Nun ist sie bereits in der 2. Klasse und ist oft das Schlusslicht und frustriert. Eigentlich wollte ich für Lena noch ein Kindergartenjahr, aber ich habe mich überreden lassen, sie in die Schule zu schicken. Das habe ich schnell bereut. Lena hat im ersten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Tochter Lena, 7, wurde in meinen Augen zu früh eingeschult. Nun ist sie bereits in der 2. Klasse und ist oft das Schlusslicht und frustriert.</p>
<p>Eigentlich wollte ich für Lena noch ein Kindergartenjahr, aber ich habe mich überreden lassen, sie in die Schule zu schicken. Das habe ich schnell bereut. Lena hat im ersten Schuljahr oft von Stress gesprochen.</p>
<p>Sie ist noch sehr verspielt und auch rein physiologisch viel mehr Erst- als Zweitklässlerin.</p>
<p>Ich möchte sie sehr gerne ab Februar zurück in die erste Klasse schicken. Damit sie ein gutes Fundament hat und Zeit gewinnt zum Reifen.</p>
<p>Leider reagiert Lena darauf mit Ablehnung &#8211; und ihr Vater möchte eher, dass Lena kämpft und dass wir sie dabei bestärken…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So wie Sie Ihre Tochter beschreiben, wäre es auf jeden Fall sinnvoll, Lena zum Halbjahr in die 1. Klasse zurückzustufen.</p>
<p>Dass Lena jetzt mit Ablehnung reagiert, ist vollkommen normal. So eine Zurückstufung ist bei den Kindern meistens mit Angst besetzt und wird zum Teil sogar heftig abgelehnt. Diese Angst verfliegt in der Regel schon am ersten Tag in der neuen Klasse. Es geht also eher um die Angst, sich in eine neue Klassengemeinschaft einfügen zu müssen als darum, unbedingt in der alten Klasse mit den belastenden Anforderungen zu bleiben.</p>
<p>Falls Lena in der Klasse, in die sie zurückgestuft werden soll, schon Kinder kennt, zum Beispiel aus dem Kindergarten, wäre es sehr sinnvoll, diese Bekanntschaften/Freundschaften aktiv zu stärken. Kinder, die wissen bzw. denen bewusst ist, dass sie in der neuen Klasse schon ein paar Kinder kennen, haben deutlich weniger Angst.</p>
<p>In den ersten beiden Klassen werden die fundamentalen Grundlagen gelegt, auf denen dann aufgebaut wird. Wenn ein Kind in der 2 Klasse schwer zu kämpfen hat und nicht zurückgeht bzw. die 2 Klasse wiederholt, wird dieser Kampf das Kind wahrscheinlich die ganze Schulzeit hindurch begleiten &#8211; und auch das Familienleben immer wieder bestimmen.</p>
<p>Wenn Lena jetzt in die 1. Klasse zurückgeht, sollte das nicht bedeuten, dass sie sich dann wie in einer Hängematte ausruht und nicht mehr kämpft, im Gegenteil.</p>
<p>Gerade nach einer Zurückstufung ist es wichtig, dass das Kind zu kämpfen lernt und durch das Zurückgehen eine Chance hat, seinen Kampf auch als erfolgreich zu erleben.</p>
<p>Erfolgreich zu sein löst bei jedem Menschen Glücksgefühle aus. Eines der größten Probleme permanent überforderter Kinder ist, dass sie sich nicht als<strong> selbstwirksam</strong> erleben. Das bedeutet, dass sie sich zwar immer wieder anstrengen, aber trotzdem höchstens minimale Erfolge erzielen können. Wenn ein Kind das zu lange und zu oft erlebt, besteht die Gefahr, dass es aufgibt.</p>
<p>Wenn ein Kind hingegen erlebt, dass seine Anstrengungen auch tatsächlich sichtbare Erfolge zeigen, wird es dadurch angespornt, sich auch weiterhin anzustrengen, denn es sieht einen Sinn in seinen Anstrengungen und erlebt sich als <strong>selbstwirksam</strong>.</p>
<p>Diesen Mechanismus liebevoll in Gang zu bringen, ist Ihre Aufgabe als Eltern. Eventuell kann Ihr Mann sich für diesen Aspekt begeistern.</p>
<p>Wer einen Marathonlauf erfolgreich zu Ende bringen will, darf sich nicht schon auf den ersten paar Metern völlig verausgaben. Dann reicht die Kraft nicht bis zum Ende. Wer hingegen gut trainiert startet und mit seinen Kräften haushaltet, kommt mit einer viel besseren Zeit ins Ziel. Dies gilt auch für die Schullaufbahn.</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich Lena viel Erfolg und hoffe, dass Sie mit diesen Argumenten Ihre Familie überzeugen können!</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wie Kinder Konzentration lernen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Nov 2023 17:55:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AD(H)S]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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		<category><![CDATA[Musik Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[wie geht Konzentration]]></category>
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					<description><![CDATA[Mangelnde Konzentration ist eine der Hauptursachen für Lernprobleme. Immer wieder erlebe ich, dass verzweifelte Eltern auf allen möglichen Wegen nach Hilfe suchen, die leider viel zu selten wirklich nützen. Konzentration ist viel einfacher, als man oft denkt &#8211; und gleichzeitig vielleicht gerade deshalb so schwierig: Sprich mit bei dem, was du tust. Diese innere Sprache ist&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mangelnde Konzentration ist eine der Hauptursachen für Lernprobleme. Immer wieder erlebe ich, dass verzweifelte Eltern auf allen möglichen Wegen nach Hilfe suchen, die leider viel zu selten wirklich nützen.</p>
<p>Konzentration ist viel einfacher, als man oft denkt &#8211; und gleichzeitig vielleicht gerade deshalb so schwierig:</p>
<p><strong>Sprich mit bei dem, was du tust.</strong></p>
<p>Diese <strong>innere Sprache </strong>ist der Schlüssel zur Konzentration. Wenn Sie reflektieren, wie Sie denken und agieren, wenn Sie konzentriert arbeiten, werden Sie das merken: Sobald Sie richtig bei der Sache sind, sprechen Sie alles, was Sie tun, innerlich mit.</p>
<p>Gerade jüngeren Kindern kann man mit folgendem Bild gut verständlich machen, was mit Konzentration eigentlich gemeint ist:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den folgenden Beitrag über Konzentration können Sie sich auch auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7SOLFHHE2P0">YouTube</a> ansehen.</p>
<p><strong>Konzentrieren wie eine Katze vor einem Mauseloch</strong></p>
<p>Immer wieder werde ich gefragt, wie Konzentration eigentlich geht.</p>
<p>Die einfachste Antwort ist die mit einem Bild:</p>
<p>Eine Katze, die vor einem Mauseloch hockt, die ist konzentriert.</p>
<p>Das Mauseloch ist das Zentrum ihrer Aufmerksamkeit,</p>
<p>sie ist komplett fokussiert.</p>
<p>Ein Kind, dem man sagt, setz dich hin wie eine Katze vor einem Mauseloch,</p>
<p>das sitzt ganz aufmerksam da.</p>
<p>Die Muskeln gespannt, der Blick auf das Loch,</p>
<p>auch bei dem Kind hätte die Maus keine Chance,</p>
<p>so wach ist es und so konzentriert.</p>
<p>Sobald es um das Lernen geht, fläzen sich jedoch viele Kinder</p>
<p>einfach quer über den Tisch</p>
<p>und benehmen sich wie eine Katze mit der Maus frisch im Bauch.</p>
<p>Die Augen ein träges Blinzeln,</p>
<p>der Mund zum Gähnen aufgesperrt,</p>
<p>und gähnen wieder und wieder und wieder,</p>
<p>fast sieht man die Maus tief unten im Bauch.</p>
<p>Und ein jeder weiß: Das Lernen wird jetzt zur Qual</p>
<p>und wird sich wie Kaugummi ziehen und bis in den Abend</p>
<p>Dabei geht Konzentration eigentlich ganz einfach:</p>
<p>Sprich mit bei dem, was du tust</p>
<p>und halte dabei wenigstens ein ganz klein bisschen Körperspannung.</p>
<p>Dann weiß auch dein Gehirn, dass jetzt Denken und Lernen dran ist,</p>
<p>und nicht Schlafen und Verdauen.</p>
<p>Der gerade Rücken von anno-dunnemals ist gar kein so schlechtes Konzept,</p>
<p>denn so kommt das Gehirn gar nicht erst auf die Idee,</p>
<p>dass es jetzt Schlafengehen könnt.</p>
<p>Sprich mit bei dem, was du tust,</p>
<p>das klingt ganz mega-einfach,</p>
<p>doch das Gehirn mogelt sich gern daran vorbei und denkt nur eine winzig kleine Runde</p>
<p>an etwas ganz Anderes.</p>
<p>Am besten macht man das Mitsprechen deshalb erst einmal laut,</p>
<p>dann hat man zum Behalten,</p>
<p>gleichzeitig auch das Hören und das Sprechen eingeschaltet.</p>
<p>Spreche ich mit, bin ich immer ganz genau auf dem Punkt,</p>
<p>also im Zentrum und kon-zen-triert.</p>
<p>Mitsprechend behalte ich Vokabeln wie Formeln, und Gedichte sowieso.</p>
<p>Alles, was mich von meinem Zentrum ablenkt, zerstört meine Konzentration.</p>
<p>Dies gilt insbesondere für Musik, egal von welcher Sorte.</p>
<p>Und sei sie auch noch so angepriesen, beruhigend oder sogar</p>
<p>für die speziellen Wellen des Menschen ganz persönlich gemacht,</p>
<p>sie lenkt nun einmal ab.</p>
<p>Mit Musik sind wir vom Zentrum immer ein Stückchen wieder weg,</p>
<p>Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen: Am besten lernt man bei Stille</p>
<p>und überall, wo keine Ablenkung ist.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p>Ich habe bei mir in der Lerntherapie einen kleinen Warteraum,</p>
<p>in dem ist sonst rein gar nichts.</p>
<p>Darin machen die Geschwisterkinder ihre Hausaufgaben immer ganz fix.</p>
<p>Am heimischen Esstisch im Zentrum des Hauses ist‘s mit der Konzentration dagegen oft schwierig,</p>
<p>wo die Nachbarin auf einen Kaffee vorbeikommt</p>
<p>wo‘s Geschwisterkind spielt oder gar zankt, weil es etwas gerade nicht will</p>
<p>wo‘s auf der Blockflöte „Bruder Jakob“ übt ganz schrill</p>
<p>oder wo vielleicht sogar die anze Zeig der Fernseher läuft-</p>
<p>Am besten für die Konzentration ist so was Ähnliches wie eine Mönchszelle,</p>
<p>mit kaum etwas an der Wand und ganz bestimmt nicht dem Computer, der Play-Station oder dem Handy nur einen winzigen Handgriff weit entfernt – das weiß jeder auch von sich selbst.</p>
<p>Also macht es wie die Katze vor dem Mauseloch.</p>
<p>Fokussiert euch auf das, was ihr tut</p>
<p>Und bitte sprecht mit, so einfach das auch klingt,</p>
<p>die innere Sprache ist nun einmal der Schlüssel zur Konzentration.</p>
<p>Mitsprechend und damit konzentriert funktioniert</p>
<p>Läuft auch die Rechtschreibung wie geschmiert</p>
<p>mit „LRS geht weg“ von mir auf Amazon.</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="https://www.gentside.de/wissen/entdeckung/wissenschaftlich-erwiesen-so-lernt-ihr-optimal-ohne-ablenkung_art19108.html">Wissenschaftlich erwiesen: So lernt ihr optimal ohne Ablenkung (gentside.de)</a></p>
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		<title>Über Zucker, Konzentration und das Gehirn</title>
		<link>https://lerntherapie.blog/ueber-zucker-konzentration-und-das-gehirn/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2023 15:04:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Nutella-Brot zum Frühstück, in der Schule Müsliriegel und Traubenzucker &#8211; so sieht die Ernährung unserer Kinder leider häufig aus. Die Konzentration befördert das nicht. In meiner Praxis als Lerntherapeutin erlebe ich immer wieder, wie sehr sich die Konzentration verbessert, wenn die Schüler für die Zeit des Lernens &#8211; also morgens, während der Schulzeit und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Nutella-Brot zum Frühstück, in der Schule Müsliriegel und Traubenzucker &#8211; so sieht die Ernährung unserer Kinder leider häufig aus.</p>
<p>Die Konzentration befördert das nicht. In meiner Praxis als Lerntherapeutin erlebe ich immer wieder, wie sehr sich die Konzentration verbessert, wenn die Schüler für die Zeit des Lernens &#8211; also morgens, während der Schulzeit und während der Hausaufgaben &#8211; auf Süßes verzichten und im besten Fall auf Vollkornprodukte umsteigen.</p>
<p>Nach den Hausaufgaben kann es gerne ein kleines Schokolädchen oder eine andere Kleinigkeit geben &#8211; eine radikale und totale Zuckerabstinenz ist schwer durchzusetzen und meines Erachtens auch nicht nötig. Aber eben erst nach dem Lernen. Und dann in Maßen, und lieber ein Stück (selbstgebackenes) Gebäck als pures Zuckerzeugs.</p>
<p>Sogar Geschwisterkinder, die gar nicht in Therapie waren, haben sich wiederholt in Klassenarbeiten um eine Note und mehr verbessert, nur, indem sie statt des üblichen Nutella-Brotes Vollkornbrot mit Ei, Frischkäse oder Aufschnitt gegessen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der folgende Text beschreibt eine wahre Begebenheit mit Konzentration und Zucker aus meiner Lerntherapiepraxis, gerne können Sie ihn sich auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=okxmEC3rE8Y&amp;t=23s" target="_blank" rel="noopener">YouTube</a> anhören und ansehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute erzähl ich in einer wahren Geschichte aus meiner Lerntherapie, </strong></p>
<p><strong>was Zucker mit Konzentration machen kann bei Ali wie bei Amelie</strong></p>
<p>Ich hatte also in der Lerntherapie n kleinen Jungen mit ADHS,</p>
<p>der hüpfte wie ein Gummiflummi und konnte einfach nicht denken.</p>
<p>Die Eltern verzweifelt, der Junge noch viel mehr, denn sein Kopf tat nicht, wie er es wollte,</p>
<p>Und hatte sogar schon Medikamente versucht, doch leider ohne erkennbare Folge,</p>
<p>Um dennoch irgendetwas zu machen, schlug ich vor, einmal Zucker wegzulassen,</p>
<p>und weißes Mehl und weiße Nudeln und es mit Vollkorn zu versuchen</p>
<p>und’s Schokolädchen erst nach den Hausaufgaben.</p>
<p>Zum Frühstück futterte der kleine Kerl nun Vollkornknäckebrot, und hatte in seiner Vesperdose Nüsse und Möhrenbuchstaben.</p>
<p>Und konnte auf einmal wieder denken.</p>
<p>Dennoch gab es immer wieder Tage, an denen er wie irre war,</p>
<p>und sagte: Ich weiß nicht, was mit mir ist, ich war doch nur in der Schulmensa,</p>
<p>da gab es Pfannkuchen und süßen Pudding und Kartoffelpüree</p>
<p>und lernten, sogar nach Kartoffeln war sein Gehirn wie ein matschiger See.</p>
<p>Denn er reagierte extrem empfindlich auf deren hohen glykämischen Index,</p>
<p>das bedeutet, dass die Kartoffelstärke als Zucker im Blut ist ziemlich fix.</p>
<p>Bei Süß-Zeug haben wir generell das Problem, dass der Zucker</p>
<p>den Weg direkt ins Blut findet ganz schnell und bequem.</p>
<p>Unser Körper schüttet dann massenhaft Insulin aus,</p>
<p>das schafft diese hohen Blutzuckerspitzen ganz superschnell wieder weg,</p>
<p>und weil das megaviele Insulin nun schon einmal da ist,</p>
<p>schafft es einfach weiter und weiter, bis im Blut kaum noch Zucker ist.</p>
<p>Wenn das Gehirn dann zum Denken gern etwas Zucker hätte</p>
<p>Findet es selbst in den hintersten Ecken nur noch winzige Restbestände</p>
<p>und schaltet augenblicklich um auf absoluten Notbetrieb.</p>
<p>Die verbliebene Energie spart es logischerweise für das absolut Überlebensnotwendige,</p>
<p>und das sind leider nur in den seltensten Fällen das Einmaleins und die Englischvokabeln</p>
<p>Es ist bei uns Menschen n‘ bisschen unterschiedlich, wie heftig wir auf Zucker reagieren.</p>
<p>Zuerst haben wir meistens so etwas wie einen kurzen Rausch und das Denken scheint sich zu optimieren</p>
<p>Doch dann ist bei manchen schon ganz bald das Gehirn schier ausgeknockt,</p>
<p>und fühlen sich schlapp und müde und hungrig und absolut abgezockt.</p>
<p>Auch die, die denken, sie sein mit dem Zucker wieder richtig mega-fit,</p>
<p>sind nach dem zuckersüßen Rausch oft mehr als unkonzentriert,</p>
<p>aber bekommen das selbst &#8211; gar nicht immer mit.</p>
<p>Oft will der Körper dann ganz schnell neuen Zucker haben</p>
<p>Das lässt uns erneut Süßes essen und süße Limonade trinken.</p>
<p>Denn das Gehirn braucht Zucker, um denken zu können.</p>
<p>Dagegen ist mit den langen Vollkornstärkeketten immer Zucker im Blut,</p>
<p>aber nie so viel auf einmal, dass das Insulin gleich allen gleich wieder wegschaffen tut.</p>
<p>Das hatte der kleine Kerl auch richtig gut verstanden</p>
<p>und wollte auch selber so ein Süßzeug nicht mehr essen,</p>
<p>denn endlich war auch sein Kopf ganz mega-mega fit.</p>
<p>Doch eines Tages, da hüpft der kleine Knirps wieder wie n‘ Gummiflummi.</p>
<p>als der Vater ihn in der Schule abholt und sagt: Ich bin schon wieder wie ein Dummie.</p>
<p>Dabei hab ich ganz bestimmt nichts Verkehrtes gegessen. Nur eine Portion Gemüselasagne, meinen Pudding hatte die Amelie.</p>
<p>Da ratlose  Vater lässt daraufhin seinen Blick durch den Klassenraum schweifen,</p>
<p>und entdeckt ganz hinten an der Wand einen großen Kasten mit frisch gepresstem Apfelsaft.</p>
<p>Den hat der Bauer gerade gespendet, davon darf sich jedes Kind nehmen,</p>
<p>der ist ganz super-ökologisch und ohne auch nur ein Gramm Extra Zucker, sehr gesund sollte man also denken.</p>
<p>Doch leider verlieren sich vom Apfel zum Saft sehr viele der langen Stärkeketten</p>
<p>und man trinkt deshalb mit dem Saft eine wahnsinnige Menge<br />
absolut puren Zucker</p>
<p>Der Apfelsaft ist es, sagt der Vater erleichtert, dass er es herausgefunden hat.</p>
<p>Von dem darf der Kleine höchstens n Zentimeter, und den Rest mit Wasser aufgefüllt.</p>
<p>Jetzt wo Sie es sagen, meint da die Lehrkraft, die waren heut alle ganz jeck. Und konnte mit denen schier gar nichts machen und dachte die sind eben irre.</p>
<p>Der Apfelsaft aber muss dort bleiben, der ist nun mal ein Geschenk. Die Kinder erwarten, den auszutrinken, der ist ja auch megalecker, und geht und vergisst ihre Blätter.</p>
<p>Der Vater trägt ihr die Blätter hinterher.</p>
<p>Ich hatte natürlich auch einen vollen Becher, sagt die Lehrkraft</p>
<p>und zieht als Gegengift einen Traubenzucker aus dem Revers.</p>
<p>Der Vater schweigt, was soll er auch tun, doch der Knirps stellt sich vor die Lehrkraft hin,</p>
<p>und erklärt das mit dem Zucker und der Konzentration und dem Gehirn.</p>
<p>Denn er will lernen und keine Lehrkraft, die selber nicht denken kann.</p>
<p>Dieses ist selbstverständlich kein Medizinreport, bin keine Ärztin, sondern Lerntherapeutin</p>
<p>Aber ich weiß, wie ungemein wichtig die Konzentration fürs Lernen ist.</p>
<p>© Veronika Totzeck 2023</p>
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		<title>Freiheit ist die Freiheit der Kinder &#8211; Ein Beitrag gegen den Krieg in der Ukraine</title>
		<link>https://lerntherapie.blog/freiheit-ist-die-freiheit-der-kinder-ein-beitrag-gegen-den-krieg-in-der-ukraine/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 15:22:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung im Krieg]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinder in der Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg gegen Kinder]]></category>
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		<category><![CDATA[Putin ist nackt]]></category>
		<category><![CDATA[Schule in der Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden für die Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[Der russische Diktator Putin hat ohne jeden Grund und gegen das Völkerrecht die Ukraine angegriffen, er bringt damit unendliches Leid in die Welt. Menschen werden verletzt und sterben. Menschen werden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, Menschen leben in Todesangst. Putin nimmt Kindern ihre Kindheit. Nimmt ihnen ihr Recht auf Geborgenheit und Unversehrtheit, auf Bildung und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der russische Diktator Putin hat ohne jeden Grund und gegen das Völkerrecht die Ukraine angegriffen, er bringt damit unendliches Leid in die Welt. Menschen werden verletzt und sterben. Menschen werden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, Menschen leben in Todesangst. </em></strong></p>
<p><strong><em>Putin nimmt Kindern ihre Kindheit. Nimmt ihnen ihr Recht auf Geborgenheit und Unversehrtheit, auf Bildung und Entfaltung. Er reißt Familien auseinander, er verwundet nicht nur ihre Körper, er verwundet auch ihre Seelen. Die Last, die Kinder ihr ganzes Leben zu tragen haben, ist ihm egal.</em></strong></p>
<p><strong><em>Bis zu uns nach Deutschland dringt dieses unermessliche Leid. Dieses Leid drückt zuallererst die Geflohenen. Der Anblick dieses Leides aber drückt auch uns. Und unsere Kinder.</em></strong></p>
<p><strong><em>Verzweifelt hoffen wir, dass in Russland noch mehr Menschen verbreiten, was in der Ukraine geschieht. Die von Krieg sprechen, und von Unrecht. Hoffen, dass im Kreml endlich Mutige aufstehen und  Putin stoppen. Denn ein jeder aus Putins Umgebung, der ihn gewähren lässt, macht sich mitschuldig an diesem Krieg.</em></strong></p>
<p><strong><em>Viele von uns sind ratlos. Wir sind nicht vorbereitet auf den Krieg. Wir sind nicht vorbereitet auf die Fragen unserer Kinder. Ihre Angst. Ihre Betroffenheit. Den Blick, mit dem sie uns ansehen, und möchten Ihnen die Welt gern ein wenig heiler machen, nur wissen wir nicht wie. </em></strong></p>
<p><strong><em>Dankbar registrieren wir, wie die Welt zusammensteht. Wie Menschen, die sich von Putin bezahlen lassen, ihm eine Bühne geben, ihn verharmlosen, ihn gar als Freund bezeichnen, von allem ausgeschlossen werden. </em></strong></p>
<p><strong><em>Das nimmt uns etwas von unserer Hilflosigkeit. </em></strong></p>
<p><strong><em>In der Ukraine kämpfen Menschen für die Freiheit. Auch für unsere Freiheit und die Freiheit unserer Kinder. Dafür, dass ein jeder Mensch sagen darf, was er denkt. Dass das Kind, das wie im Märchen die Wahrheit kundtut, nämlich: „Der Putin ist nackt“, dafür nicht eingesperrt und gefoltert wird. </em></strong></p>
<p><strong><em>Auch unsere Kinder brauchen das Gefühl, dass den Menschen in der Ukraine geholfen wird. Dass Putins Panzer nicht auch die Menschlichkeit überrollen. </em></strong></p>
<p><strong><em>Zeigen Sie Ihrem Kind, wo und wie Menschlichkeit überlebt. Gleich hinter den ukrainischen Grenzen mit Essen, warmer Kleidung, menschlicher Wärme. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie sogar Haustiere auf die Flucht mitgenommen und gerettet werden.</em></strong></p>
<p><strong><em>Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es auch selber helfen kann, indem es etwas von seinem Taschengeld spendet. Die Summe muss nicht groß sein, selbst der kleinste Beitrag hilft. Zum Beispiel der <a href="https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/hilfseinsaetze/nothilfe-ukraine/nothilfe-ukraine-haeufig-gestellte-fragen-antworten/" target="_blank" rel="noopener">Aktion Deutschland Hilft</a>, einem Zusammenschluss zahlreicher Wohltätigkeitsverbände. Oder ganz speziell den Kindern in der Ukraine über <a href="https://www.unicef.de/informieren/projekte/europa-1442/ukraine-19470/ukraine-konflikt/262866" target="_blank" rel="noopener">UNICEF</a>. </em></strong></p>
<p><strong><em>Ihr Kind erfährt dadurch Selbstwirksamkeit. Es lernt, sich nicht einfach abzufinden. Nicht einfach aufzugeben, sich zurückzuziehen, zu resignieren. </em></strong></p>
<p><strong><em>Denn Freiheit ist nicht verhandelbar.</em></strong></p>
<p><strong><em> Die Freiheit, in der unsere Kinder aufwachsen dürfen, wünschen ich allen Kindern auf dieser Welt!</em></strong></p>
<p><strong><em>Veronika Totzeck</em></strong></p>
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		<title>Soll ich mein Kind die 2. Klasse wiederholen lassen?</title>
		<link>https://lerntherapie.blog/soll-ich-mein-kind-die-2-klasse-wiederholen-lassen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jul 2021 10:40:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kummerkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[sitzen bleiben]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederholen]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine Tochter ist 7 Jahre alt und besucht die 2. Klasse. Sie wurde früher eingeschult, hinkt nun ziemlich hinterher und hat kürzlich eine LRS diagnostiziert bekommen. Laut der Schulpsychologin liegt auch eine Rechenschwäche vor, jedoch keine Dyskalkulie. Ich hätte sehr gerne, dass sie die 2. Klasse nochmals macht. Der Vater will dies überhaupt nicht, er&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Meine Tochter ist 7 Jahre alt und besucht die 2. Klasse. Sie wurde früher eingeschult, hinkt nun ziemlich hinterher und hat kürzlich eine LRS diagnostiziert bekommen. Laut der Schulpsychologin liegt auch eine Rechenschwäche vor, jedoch keine Dyskalkulie. Ich hätte sehr gerne, dass sie die 2. Klasse nochmals macht. Der Vater will dies überhaupt nicht, er ist der Meinung, dass dies mehr Schaden anrichtet als behebt. Ich habe große Angst, dass meine Tochter in der dritten Klasse untergeht und sie dann während des Schuljahres in die zweite Klasse zurück muss. Das stelle ich mir bei weitem schlimmer vor, als von Anfang an die zweite Klasse zu wiederholen. Haben sie einen Rat für mich? Wie kann ich ihn überzeugen? </em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #00ccff;"><strong>Die Meinungen über das Wiederholen gehen weit auseinander </strong></span></p>
<p>Während die einen dafür plädieren, einem Kind durch das Wiederholen einer Klasse die Möglichkeit zu geben, Lernlücken zu schließen, sagen andere, dass das Wiederholen nicht den erwünschten Erfolg bringen würde und plädieren dafür, ein Kind innerhalb seiner Klasse individuell zu fördern. Auch würden Kinder aus ihrem Freundeskries herausgerissen. Zum Teil ist das Thema auch bei den Kindern selbst angstbesetzt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="color: #00ccff;"><strong>Wiederholen ist nicht gleich Wiederholen </strong></span></p>
<p>In der zum Teil hitzigen Situation wird meistens wenig differenziert:<strong> Es ist ein großer Unterschied, ob ein lernfauler Jugendlicher eine Klasse wiederholt oder ein Grundschulkind, dem aus dem Anfangsunterricht fundamentale Grundlagen fehlen.</strong> Der lernfaule Jugendliche wird voraussichtlich noch weniger für die Schule arbeiten als zuvor, da er ja von allem schon einmal etwas gehört hat und sich dadurch im schlechtesten Fall sogar noch weiter verschlechtern. Für das Grundschulkind dagegen kann das Wiederholen die Chance auf eine problemlose Schullaufbahn bedeuten.</p>
<p><span style="color: #00ccff;"><strong>In den ersten zwei Schuljahren werden fundamentale Grundlagen gelegt</strong></span></p>
<p>Lesen, Schreiben und sämtlich Grundrechenarten sind Stoff der ersten beiden Klassen. Zur dritten Klasse hin gibt es dann einen Sprung: Das bisher Gelernte muss angewendet werden können. Schülerinnen und Schüler, die mit diesen Grundlagen noch fundamentale Probleme haben, kommen dadurch schnell ins Schlingern. Überforderung, Versagenserfahrungen und Ängste stellen sich gerade bei sensiblen Schülerinnen und Schülern schnell ein. Aber auch Trotz und Lernunlust können die Folge sein. Oft wird dann die dritten Klasse wiederholt. Die Grundlagen, die fehlen, werden dadurch nie wirklich gelegt und sind für das Kind dauerhaft schwierig abzurufen.<br />
<strong>Die zweite Klasse zu wiederholen und dem Kind die Möglichkeit zu geben, ein solides Fundament zu entwickeln, ist meiner Erfahrung nach sehr viel effektiver und nachhaltiger als die Wiederholung der dritten Klasse.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #00ccff;"><strong>Nicht alle Kinder sind bei Schulbeginn auch von ihrer geistigen Entwicklung her schon schulreif</strong></span></p>
<p><strong>Das hat nichts mit der Intelligenz der Kinder zu tun und auch nichts mit ihrer Körperbeherrschung und ihrer körperlichen Entwicklung.</strong> Aber einige Kinder entwickeln beispielsweise die Fähigkeit, ein <em>b </em>ganz selbstverständlich von einem <em>d </em>unterscheiden zu können, erst mit knapp sieben Jahren, während andere schon mit fünf Jahren verstehen, dass sie sich merken müssen, auf welcher Seite des Striches das Bäuchlein ist und dass dieser Unterschied fundamental ist. Ein Kind, das eigeschult wird, ohne diesen Entwicklungsschritt vollzogen zu haben, wird von Anfang an große Probleme haben und grundsätzlich sehr davon profitieren, die erste oder zumindest die zweite Klasse zu wiederholen.</p>
<p>Sie schreiben, dass Ihre Tochter frühzeitig eingeschult wurde. Von daher ist auch dieser Aspekt zu bedenken, zumal Ihre Tochter sowohl mit einer LRS als auch mit Problemen beim Rechnen zu kämpfen hat. Früher eingeschulte Kinder sind auch in ihrer allgemeinen Entwicklung meistens nicht ganz so weit wie die anderen Kinder ihrer Klasse und schließen in der Regel schnell neue Freundschaften innerhalb der neuen Klasse. Sogar Kinder, die mit großen Ängsten zu kämpfen hatten  und auf keinen Fall zurückgestuft werden wollten, haben mir durchweg sehr schnell von neuen Freundschaften berichtet. Bei diesen Kinder war auch die Begeisterung besonders groß, auf einmal kaum Fehler mehr zu haben. Das Lernen hat ihnen daraufhin viel mehr Spaß gemacht, was den Lernerfolg grundsätzlich steigert.</p>
<p><span style="color: #00ccff;"><strong>Dem Schulstoff gewachsen zu sein und sich als kompetent zu erleben, stärkt das Selbstbewusstsein und produziert Freude am Lernen</strong></span></p>
<p>Immer hinterherzuhinken und kämpfen zu müssen kratzt am Selbstbewusstsein. Ständige Versagenserfahrungen führen häufig über kurz oder lang zu Verweigerungshaltungen. Lernen wird immer anstrengender und immer schwieriger. Nicht gelegte Grundlagen sind allein mit Fleiß und Anstrengung schwer nachzuholen.</p>
<p><span style="color: #00ccff;"><strong>Homeschooling hat die Lernunterschiede zwischen den Kindern verstärkt</strong></span></p>
<p>Bei den einen mehr, bei den anderen weniger, je nachdem, wie gut die Betreuung und die Homeschooling-Angebote während der Pandemie waren. Tatsache ist, dass viele Schülerinnen und Schüler zusätzliche Lücken haben. Der Lehrplan jedoch hat sich nicht geändert. Ich erlebe in meiner Praxis, dass zum Teil mit aller Kraft versucht wird, den fehlenden Stoff innerhalb kürzester Zeit doch noch durchzudrücken.<br />
Kinder aber haben während der Pandemie noch viel mehr gelitten als die Erwachsenen. Sie haben unendlich viel nachzuholen: das Spielen mit Gleichaltrigen, das Schließen von Freundschaften, das Entdecken der Welt. Gerade jüngere Kinder haben in der augenblicklichen Situation weder die Kraft noch die Kapazitäten, größere Lernlücken aufzuholen.</p>
<ul>
<li><strong>Stopfen Sie die Sommerferien ihrer Tochter nicht mit Lernen voll. Lassen Sie sie spielen. Lassen Sie ihre Tochter das Menschliche nachholen. Auch das braucht sie für ihre Entwicklung.</strong></li>
<li><strong>Gönnen Sie Ihrer Tochter die Möglichkeit, mit einem soliden Fundament durch ihre Schullaufbahn zu gehen. Ich hoffe, dass auch der Vater seiner Tochter hierbei nicht im Weg stehen wird.</strong></li>
<li><strong>Beobachten Sie genau, ob auch tatsächlich alle Lücken geschlossen werden. Eventuell kann eine lerntherapeutische Förderung helfen, um lang und kurz sicher zu hören und die daraus resultierenden Rechtschreibregeln anzuwenden. In meiner Reihe „<a href="https://www.amazon.de/s?k=veronika+totzeck%2C+lrs+geht+weg&amp;__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;ref=nb_sb_noss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LRS geht weg</a>“ gebe ich darüber hinaus ausführliche Anweisungen, wie Eltern Ihre Kinder hierbei mit ganz kurzen Übungen unterstützen können. Für den Mathematikbereich finden Sie Tipps in diesem Blog.</strong></li>
</ul>
<p>Lesen Sie zu dem Thema auch:</p>
<p class="entry-title"><a href="https://lerntherapie.blog/was-sollte-man-tun-wenn-ein-spaet-eingeschultes-kind-in-der-ersten-klasse-probleme-hat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>WAS SOLLTE MAN TUN, WENN EIN SPÄT EINGESCHULTES KIND IN DER ERSTEN KLASSE PROBLEME HAT?</strong></a></p>
<p><a href="https://lerntherapie.blog/unser-sohn-verwechselt-staendig-b-und-p/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>UNSER SOHN VERWECHSELT STÄNDIG B UND P</strong></a></p>
<div class="page-title-head hgroup">
<p class="entry-title"><a href="https://lerntherapie.blog/sollen-wir-unseren-sohn-zum-halbjahr-von-der-3-in-die-2-klasse-zurueckstufen-lassen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>SOLLEN WIR UNSEREN SOHN ZUM HALBJAHR VON DER 3. IN DIE 2. KLASSE ZURÜCKSTUFEN LASSEN?</strong></a></p>
</div>
<div class="page-title-breadcrumbs">
<div class="assistive-text"></div>
</div>
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			</item>
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		<title>Leseschwäche und Corona-Hausaufgaben</title>
		<link>https://lerntherapie.blog/leseschwaeche-und-corona-hausaufgaben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 14:16:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Kummerkasten]]></category>
		<category><![CDATA[LRS]]></category>
		<category><![CDATA[fängt mitten im Wort an zu lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Hausaufgaben während Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Hausaufgaben während der Schulschließung]]></category>
		<category><![CDATA[Leseschwäche]]></category>
		<category><![CDATA[mit Lesen überfordert]]></category>
		<category><![CDATA[verdreht beim Lesen Buchstaben]]></category>
		<category><![CDATA[verliert beim Lesen die Zeile]]></category>
		<category><![CDATA[welche Hilfsmittel bei Leseschwäche? Hilft ein Lesestab?]]></category>
		<category><![CDATA[Welche Hilfsmittel bei Zeilenrutschen?]]></category>
		<category><![CDATA[zu viel zum Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[zu viele Hausaufgaben]]></category>
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					<description><![CDATA[Mein Sohn ist jetzt am Ende der zweiten Klasse. Lesen fällt ihm schon immer schwer. Er kann zwar Worte langsam erlesen, verwechselt aber sehr oft p, b, d und q oder t und f. An schlechten Tagen fängt er in der Mitte oder sogar am Ende des Wortes an. Manchmal macht er auch aus den&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><strong><em>Mein Sohn ist jetzt am Ende der zweiten Klasse. Lesen fällt ihm schon immer schwer. Er kann zwar Worte langsam erlesen, verwechselt aber sehr oft p, b, d und q oder t und f. An schlechten Tagen fängt er in der Mitte oder sogar am Ende des Wortes an. Manchmal macht er auch aus den Buchstaben eines Wortes in neuer Reihenfolge ein neues Wort, welches nichts mit dem eigentlichen Wort zutun hat. Sieht er eine Seite Text, kriegt er schon rote Wangen und ist verzweifelt. <br /></em></strong><strong><em>Die Schule schickt in allen Fächern Arbeitsblätter mit Fragen, die gelesen und beantwortet werden sollen. Oft muss dafür noch ein Extratext gelesen werden.<br /></em></strong><strong style="word-spacing: normal;"><em>Die Schule rät uns, einfach immer weiter täglich zu üben.  Das scheint mir mittlerweile ziellos und verschlimmert die Situation für die ganze Familie. Was können wir bloß tun?</em></strong></h4>
<p>Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie belastend die vielen zu lesenden Arbeitsblätter für Ihren Sohn sind. Ihr ungutes Gefühl, was das &#8222;Immer-weiter-Üben&#8220; angeht, ist absolut berechtigt.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;">Die Verwechslung ähnlicher Buchstaben  und die Verdrehung von Buchstaben spricht für ein Konzentrationsproblem, gepaart mit einer Leseschwäche.</span></h4>
<p>Sich Stunden um Stunden durch Texte und Arbeitsblätter zu quälen, hilft Ihrem Sohn gar nicht. S<span style="word-spacing: normal;">innvoller ist es, ihm die Texte und Arbeitsblätter vorzulesen, so dass er nur die Aufgaben lösen muss. Das Lesenlernen sollte dann anhand gänzlich anderer Materialien erfolgen. Außerdem sollte Ihr Sohn noch nicht durch stundenlanges Arbeiten erschöpft und damit unkonzentriert sein, wenn Sie mit ihm Lesen üben.</span></p>
<h4><span style="color: #00ccff;">Um ihm die Leserichtung zu verdeutlichen, können Sie oben auf jedes Blatt einen ganz dicken, roten Pfeil malen, der in die Leserichtung zeigt. </span></h4>
<p>Außerdem kann man einen weißen Streifen Pappe unter die Zeile legen. Von Blättern mit Lesefenstern halte ich nicht sehr viel, meiner Erfahrung nach schaffen sie neue Probleme, indem das Kind kein Gefühl mehr dafür hat, wo es im Text ist und das auch nicht lernt, .<br />Stattdessen leite ich immer dazu an, den Finger ganz genau unter die Silbe zu halten, die gerade gelesen wird. Diese Technik kann ein Kind lange Zeit beibehalten, auch wenn die Wörter schwerer und die Texte länger werden. Ein Vorteil ist auch, dass man seinen Finger eigentlich immer dabei hat und es keine Katastrophen wegen vergessener oder verloren gegangener Hilfsmittel gibt.</p>
<h4><strong><span style="color: #00ccff;">Leseschwache Schüler benötigen Lesestoff, der ihnen Erfolgserlebnisse verschafft!</span></strong></h4>
<p>Bei dem Material, mit dem ich arbeite und das ich in meiner Reihe <a href="https://www.amazon.de/s?k=Veronika+Totzeck%3A+LRS+geht+weg%21&amp;__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;ref=nb_sb_noss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;<strong>LRS geht weg!</strong>&#8222;</a> veröffentlicht habe, sind sowohl die Buchstaben als auch die Zeilenabstände so groß, dass die Schüler nicht mehr so leicht durcheinander kommen können. Dadurch, dass alles in Silben gegliedert ist und jede Silbe einzeln und konzentriert gelesen werden soll, wird die Konzentration beim Lesen gefördert. Für diese Konzentration ist auch wichtig, dass beim Üben nicht von vornherein festgelegt wird, wie viele Seiten gelesen werden müssen, sondern dass das Kind aufgefordert wird, bei jedem Buchstaben genau hinzugucken und jede Silbe ganz sorgfältig und langsam zu erlesen.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>Nur wenige, weitgehend korrekt gelesene  Sätze sind nicht nur sehr viel motivierender, sondern auch sehr viel effektiver als das flüchtige und fehlerhafte Lesen von ganz viel Text. </strong></span></h4>
<p>Sie sollten Ihren Sohn für alles loben, was er fehlerfrei liest. Durch diese Rückmeldung begreift er, dass aufmerksam zu lesen wichtiger ist als die Menge. Nach jedem Satz sollte er außerdem erzählen, was in dem Satz stand, damit er nicht anfängt, vollkommen sinnfrei zu lesen und die Hauptaufgabe darin zu sehen, sich irgendwie durch die Buchstaben  zu schaffen.</p>
<h4><strong><span style="color: #00ccff;">Zu viele und zu schwere Aufgaben befördern nicht das Lernen, sondern verursachen Frustration, Stress und auf Dauer Lernverweigerung.</span></strong></h4>
<p>Eventuell können Sie mit der Lehrkraft Ihres Sohnes vereinbaren, dass er etwas weniger Arbeitsblätter bekommt, damit mehr Kraft für das gezielte Lesentraining übrig bleibt.<br />Aus der Ferne lässt sich nicht sicher beurteilen, wie genau das Niveau Ihres Sohnes ist. Ich habe aber den Eindruck, dass er zunächst nur satzweise lesen sollte.</p>
<p>Das bedeutet, dass Sie mit meinem <a href="https://www.amazon.de/dp/1980833818" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Leselernbuch &#8222;Verschleifend Lesen lernen&#8220;</strong> </a>anfangen sollten. Quatschsätze und Sätze, deren Inhalt durchaus möglich ist, stehen dort nebeneinander. Nach jedem Satz kann gut und sinnvoll kurz über den Inhalt gesprochen werden. Die Sätze werden ganz langsam länger, dann gibt es erste, kleine Geschichten, dann etwas längere, so dass eine kontinuierliche Steigerung stattfindet. Auch das Q wird dort durchgearbeitet.</p>
<p>Im Anschluss daran können Sie mit Ihrem Sohn meine beiden Kinderromane lesen, die ebenfalls durchgehend silbiert sind, in großer Schrift, mit großen Zeilenabständen und mit  ganz kurzen Kapiteln, so dass kein Kind verleitet wird, aus Überforderung wieder in das flüchtige Lesen zu verfallen: <a href="https://www.amazon.de/s?k=Veronika+Totzeck%3A+W%C3%BCrma%2C+w%C3%BCrmi+und+ich&amp;__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;ref=nb_sb_noss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wür-mi, Wür-ma und ich: Bd.1: Der ge-fähr-li-che Weg zum Ho-nig. Bd.2: Mei-ne A-ben-teu-er in den Co-ro-na-fe-ri-en.</a></p>
<p>Zusätzlich empfehle ich Ihnen, ganz genau die Konzentrationsfähigkeit Ihres Sohnes zu beobachten. Ist er manchmal unkonzentrierter und hippeliger als sonst? Wie ist es, wenn er weiße Nudeln, Süßigkeiten, Nutellabrot , Pudding, Fruchtjoghurt oder Ähnliches gegessen oder Fruchtsaft oder Limonade getrunken hat?</p>
<p>Lesen Sie dazu auch meinen Blogartikel <a href="https://lerntherapie.blog/wenn-ritalin-nicht-anschlaegt-bessere-konzentration-auch-ohne-medikamente/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Wenn Ritalin nicht anschlägt. Bessere Konzentration auch ohne Medikamente.&#8220;</a></p>
<p>Alles, was ich darin beschreibe, beruht auf persönlichen Beobachtungen. Oft hilft es, das Schokolädchen oder den Saft erst nach dem Lernen zu geben.</p>
<p>Ich drücke Ihrem Sohn die Daumen, dass die Schule seinen Bedürfnissen entgegenkommt ! Bleiben Sie und Ihre Familie gesund!</p>

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			</item>
		<item>
		<title>Coronaferien &#8211; aber die Welt der Fantasie hat noch auf!</title>
		<link>https://lerntherapie.blog/wie-ueberstehen-wir-die-coronaferien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2020 09:21:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Kummerkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Menschliches]]></category>
		<category><![CDATA[Corona überleben]]></category>
		<category><![CDATA[Corona und Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Coronaferien]]></category>
		<category><![CDATA[coronafrei]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasie]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasiereisen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder beschäftigen in den Coronaferinen]]></category>
		<category><![CDATA[Phantasie]]></category>
		<category><![CDATA[Phantasieresein]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen durch die Fantasie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die aktuelle Situation ist für alle Familien eine extreme Herausforderung. Abgesehen von der jetzt oft fehlenden Betreuung vermissen die Kinder den sozialen Kontakt zu Gleichaltrigen und das gemeinsame Spielen auf dem Spielplatz, im Garten oder auf der Straße. Einzelhaltung mit Fernseher, Smartphone und Play-Station ist für Kinder alles andere als artgerecht! Was aber können wir&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die aktuelle Situation ist für alle Familien eine extreme Herausforderung. Abgesehen von der jetzt oft fehlenden Betreuung vermissen die Kinder den sozialen Kontakt zu Gleichaltrigen und das gemeinsame Spielen auf dem Spielplatz, im Garten oder auf der Straße.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>Einzelhaltung mit Fernseher, Smartphone und Play-Station ist für Kinder alles andere als artgerecht!</strong></span></h4>
<h4><strong>Was aber können wir in der jetzigen Situation für unsere Kinder tun?</strong></h4>
<ol>
<li>Halten Sie feste Strukturen aufrecht! Dazu gehören über die Woche feste Aufsteh- und Zubettgehzeiten. Kinder sehen das eventuell nicht ein, insgesamt haben Sie aber weniger Stress, wenn Sie bei festen Zeiten bleiben. Morgendliche und abendliche Rituale helfen, den Tag auch für das Kind zu strukturieren.</li>
<li>Am Wochenende sollte es weiterhin etwas Besonderes geben: Schlafen Sie etwas länger, wenn das funktioniert. Gönnen Sie sich etwas Besonderes zum Frühstück.</li>
<li>Versuchen Sie, die Zeit am Fernseher oder Smartphone trotz allem nicht endlos werden zu lassen. Nutzen Sie die Zusatzangebote der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten und vermeiden Sie möglichst hektische Zeichentrickfilme. Die Hektik der Filme überträgt sich auf die Kinder. Und ein hektisches Kind, das wie ein Flummi durch die Gegend hüpft, ist das letzte, was Ihre Nerven augenblicklich brauchen.<br />
Und denken Sie daran: Mit Ihrem Medienkonsum sind Sie Vorbild für die Kinder!</li>
</ol>
<h4><strong>Das Wertvollste, was Sie Ihrem Kind jetzt geben können, ist die Welt der Fantasie. </strong></h4>
<h4><strong><span style="color: #00ccff;">Die Welt der Fantasie ist auch jetzt noch unendlich. Sie kennt keine Ausgehverbote, keine Abstandsregelungen und keine Ansteckungsgefahr.</span></strong></h4>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>Die Welt der Fantasie kennt keine Grenzen. In ihr ist alles denkbar und alles möglich. </strong></span></h4>
<p>Immer mehr Kindern heutzutage fällt es jedoch schwer, sich in ihrer Fantasie auf Reisen zu begeben. Beim kleinsten Anflug von Langeweile gibt es schnell das nächste Hörspiel, den nächsten Film, das nächste Event. So haben viele verlernt, ihre Fantasie zu nutzen.</p>
<h4><strong>Fantasie kann man aber wieder erlernen.</strong> <strong>Nutzen Sie die Zeit und öffnen Sie Ihrem Kind diese magische Welt!</strong></h4>
<p>Überlegen Sie: Was kann ich in meinem Kinderzimmer/auf meinem Balkon/ auf meiner Terrasse/in meinem Garten erleben, wenn ich nicht größer als ein Finger bin? Wie sieht die Welt dann aus? Was ist auf einmal schwierig? Wen treffe ich?</p>
<p><strong>Folgende meiner Bücher entführen Ihr Kind in dieses Reich der Fantasie und bieten Anregungen, die Geschichten persönlich weiterzuspinnen (als Taschenbuch oder eBook erhältlich):</strong></p>
<ul>
<li><strong><a href="https://www.amazon.de/dp/B086H6HZ3H" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #00ccff;">Mei-ne A-ben-teu-er in den Co-ro-na-fe-ri-en</span></a> – in Silben gegliedertes Erstlesebuch, auch zum Vorlesen und für Grundschulkinder </strong></li>
<li><a href="https://www.amazon.de/dp/B074677SL2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #00ccff;"><strong>Im Staubsaugerdrachen. </strong></span></a>Eine abenteuerliche Aufräumgeschichte in einem unordentlichen Kinderzimmer. Die klein geschrumpften Kinder müssen sogar im Staubsaugerbeutel nach einem aufgesaugten Barbieschuh suchen. Und die große Frage ist: Wie werden sie wieder groß?</li>
<li><a href="https://www.amazon.de/dp/B07DQNF8T3" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #00ccff;">Der ge-fähr-li-che Weg zum Ho-nig</span> &#8211; </strong></a><strong>in Silben gegliedertes Erstlesebuch, auch zum Vorlesen und für Grundschulkinder. </strong></li>
</ul>
<p><strong>Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern aufregende Reisen durch das Reich der Fantasie!</strong></p>
<p><strong>Halten Sie durch, halten Sie sich an die Kontaktverbote und die Abstandsregeln. Vor allem: Bleiben Sie gesund!</strong></p>
<p><strong>Mit allen guten Wünschen</strong></p>
<p><strong>Veronika Totzeck</strong></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ist LRS eine Krankheit? Und wie kriegt ein Kind LRS?</title>
		<link>https://lerntherapie.blog/ist-lrs-eine-krankheit-und-wie-kriegt-ein-kind-lrs/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jan 2020 17:28:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Kummerkasten]]></category>
		<category><![CDATA[LRS]]></category>
		<category><![CDATA[Ist LRS eine Krankheit?]]></category>
		<category><![CDATA[Ist LRS heilbar?]]></category>
		<category><![CDATA[LRS behandeln]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Kind hat LRS]]></category>
		<category><![CDATA[Ursachen für Legasthenie]]></category>
		<category><![CDATA[Ursachen für LRS]]></category>
		<category><![CDATA[Was misst ein LRS-Test?]]></category>
		<category><![CDATA[Was tun bei LRS?]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lerntherapie.blog/?p=1354</guid>

					<description><![CDATA[Die Beratungslehrerin hat bei unserer Tochter LRS festgestellt und uns eine Einrichtung empfohlen, in der die Kinder vor den Computer gesetzt werden und Übungen bekommen. Aber kann eine LRS überhaupt wieder weggehen? Und wie kriegt ein Kind LRS? Eine LRS ist auf jeden Fall therapierbar, die Fähigkeiten im Lesen und Schreiben lassen sich massiv verbessern.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><em><strong>Die Beratungslehrerin hat bei unserer Tochter LRS festgestellt und uns eine Einrichtung empfohlen, in der die Kinder vor den Computer gesetzt werden und Übungen bekommen. Aber kann eine LRS überhaupt wieder weggehen? Und wie kriegt ein Kind LRS?</strong></em></h4>
<p>Eine LRS ist auf jeden Fall therapierbar, die Fähigkeiten im Lesen und Schreiben lassen sich massiv verbessern. Ein Kind hauptsächlich vor einen Computer zu setzen, ist jedoch meist wenig effektiv. Denn zuallererst muss geklärt werden, welche Ursache die LRS hat. Davon hängt dann die Therapie ab.</p>
<h4><strong>Ursachen für LRS</strong></h4>
<h4><strong>1. Das Kind kann den Unterschied zwischen langen und kurzen Selbstlaute nicht hören.</strong></h4>
<p>Nach einem langen Selbstlaut schreiben wir 1 Mitlaut, nach einem kurzen Selbstlaut schreiben wir 2 Mitlaute. Ein Kind, das den Unterschied nicht hören kann, versteht grundlegende Rechtschreibregeln nicht. Einige Kinder versuchen dann, die Rechtschreibung jedes einzelnen Wortes auswendig zu lernen. Das gelingt aber höchstens in den ersten beiden Klassen.<br />
Vor einem Strategie- und Regeltraining müssen diese Kinder lernen, lange und kurze Laute voneinander zu unterscheiden. Das kann über zwei Monate dauern. Diese Geduld muss man aufbringen. Ich habe aber noch kein Kind erlebt, dass das nicht gelernt hat. Mein Buch <a href="https://www.amazon.de/hören-Schreibübungen-Tipps-Lernen-Leseverständnis/dp/1795250593/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=LRS+geht+weg%2C+totzeck&amp;qid=1578762758&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><em>Das kann ich hören</em></strong></a> habe ich besonders für diese Kinder geschrieben.<br />
Häufig haben auch Eltern oder/und andere Verwandte LRS.</p>
<h4>2. Die Lese- und Schreiblernmethode war für das Kind ungeeignet.</h4>
<p>Durch Lesen- und Schreibenlernen anhand der Druckschrift wird das mitsprechende Schreiben und das verschleifende Lesen erschwert. Dadurch machen die Kinder Fehler, obwohl sie eigentlich alles Nötige hören und verstehen können. Das mitsprechende Schreiben in Schreibschrift verbessert bei diesen Kindern sofort auch die Leseleistung. Auch die eigentlich verbotene, aber teilweise immer noch praktizierte Methode des Schreibens nach Gehör produziert LRS.<br />
Lesen Sie dazu: <a href="https://lerntherapie.blog/mein-leserbrief-in-der-faz-die-druckschrift-und-das-lesen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Druckschrift und das Lesen.</a></p>
<h4><strong>3. Das Kind hat eine Konzentrationsschwäche.</strong></h4>
<p>Es schreibt überhastet, macht Flüchtigkeitsfehler und lässt gut hörbare Laute aus. Das Schreibenlernen anhand der Druckschrift sowie laute Klassen verschärfen das Problem.<br />
Mitsprechendes Schreiben, ein Strategie- und Regeltraining mit Einübung eines Selbstgesprächs und eine sorgfältige Kontrolle des Geschriebenen lässt diese Kinder viele Fehler vermeiden. Zusätzliche Zeit zum Kontrollieren hilft diese Kindern sehr viel mehr als eine schwächere Gewichtung der Rechtschreibung, die diese Kinder in ihrem flüchtigen Arbeitsstil nur bestärkt.<br />
Außerdem sollte nach der Ursache der Konzentrationsschwäche gesucht und die Konzentrationsschwäche behandelt werden. Oft hilft schon eine<a href="https://lerntherapie.blog/blog/adhs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Ernährungsumstellung.</a></p>
<h4>4. Das Kind sieht schlecht.</h4>
<p>Gerade erst habe ich ein Kind, dem eine Beratungslehrerin eine schwere LRS bescheinigt hat, zum Sehtest geschickt. Das Kind sieht so schlecht, dass es ein Wunder ist, dass es überhaupt lesen gelernt hat – mit einer Lupe in der Hand liest es augenblicklich besser. Man sollte denken, dass eine Beratungslehrerin, die nur dieses eine Kind vor sich hat, eine Sehschwäche erkennen kann. Leider kann man sich darauf nicht verlassen.</p>
<h4>5. Das Kind spricht schlecht Deutsch</h4>
<p>Einige Kinder mit Migrationshintergrund sprechen so undeutlich und vernuscheln so viele Endungen, dass sie schreiben wie ein Kind mit schwerer LRS. Hier muss man sehr genau unterscheiden, ob das Kind aufgrund seiner schlechten Deutschkenntnisse so fehlerhaft schreibt oder ob es zusätzlich lange und kurze Laute nicht auseinanderhalten kann. Nur einfach die Rechtschreibleistungen nicht zu bewerten, hilft den Kindern nicht, sondern zementiert das schlechte Deutsch und die fehlerhafte Rechtschreibung.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;">Ein LRS-Test misst die Anzahl der Fehler, die ein Kind macht. Gute LRS-Tests unterscheiden zusätzlich noch verschiedene Fehlersorten.</span></h4>
<p>Eine LRS wird diagnostiziert, wenn ein Kind mehr Fehler macht als 90 % einer Vergleichsgruppe, wenn es also zu den schlechtesten 10 % gehört. Ob ein Kind schlampig ist und keine Lust hatte, ob es Konzentrationsprobleme hat oder ob es sich sehr anstrengt und beim besten Willen nicht besser kann, misst der Test nicht. Dazu müssen zusätzliche Tests gemacht und vor allem das Kind genau beobachtet werden.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;">LRS ist kein unausweichliches Schicksal wie eine Querschnittslähmung oder Blindheit. LRS steckt nicht an. LRS kann man – weitgehend – in den Griff kriegen.</span></h4>
<p>Das ist jedoch anstrengend und braucht einen langen Atem. Die täglich nötige Übungszeit ist nur kurz, muss jedoch in einem oft eng getakteten Familienalltag untergebracht werden.<br />
Arbeitsblätter, die ein Kind ganz allein bearbeiten kann, helfen kaum. Ein Diktatsatz muss jedoch von einer anderen Person diktiert werden, dafür müssen sich Eltern, Großeltern oder andere die Zeit nehmen – bei schwerer LRS täglich für mindestens ein Jahr.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;">Von einer echten LRS spreche ich persönlich nur, wenn ein Kind lange und kurze Selbstlaute nicht unterscheiden kann. Das heißt, wenn die LRS in seiner Disposition begründet ist und nicht in äußeren Umständen.</span></h4>
<p>LRS ist am ehesten vergleichbar mit Diabetes. Wer medikamentös gut eingestellt ist, sich bewusst ernährt und regelmäßig bewegt, dem merkt man seine Krankheit nicht oder kaum an.</p>
<h4><strong>Eine Krankheit, die das Schicksal bestimmt und der man hilflos ausgeliefert ist, muss LRS nicht sein.</strong></h4>
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		<title>Warum lesen so viele Kinder so schlecht?</title>
		<link>https://lerntherapie.blog/warum-lesen-so-viele-kinder-so-schlecht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 08:43:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[LRS]]></category>
		<category><![CDATA[besser zu lesen?]]></category>
		<category><![CDATA[Gründe für schlechtes Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Leseschwäche]]></category>
		<category><![CDATA[Pisa]]></category>
		<category><![CDATA[Pisa lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Wie lernen kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Die schlechte Leseleistung vieler Schüler, die anlässlich des Pisa-Testes wieder einmal zu öffentlichem Aufschrei führt, hat viele Gründe. Natürlich muss ein Kind Deutsch können, um das Gelesene auch zu verstehen. Auch das Lesen- und Schreibenlernen anhand der Druckschrift erschwert das flüssige Lesenlernen. Lesen Sie dazu &#8222;Die Druckschrift und das Lesen&#8220;. Es gibt aber noch einen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die schlechte Leseleistung vieler Schüler, die anlässlich des Pisa-Testes wieder einmal zu öffentlichem Aufschrei führt, hat viele Gründe.<br />
Natürlich muss ein Kind Deutsch können, um das Gelesene auch zu verstehen.<br />
Auch das Lesen- und Schreibenlernen anhand der Druckschrift erschwert das flüssige Lesenlernen. Lesen Sie dazu <a href="https://lerntherapie.blog/mein-leserbrief-in-der-faz-die-druckschrift-und-das-lesen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;<strong>Die Druckschrift und das Lesen&#8220;.</strong></a></p>
<p>Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, der in der so gut wie nie beachtet wird:</p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>Wir leben nicht in einer Welt der Buchstaben, sondern in einer Welt der Bilder.</strong></span></h4>
<p>Diese Welt der Bilder begleitet die Kinder auch beim Lesenlernen: Alles, was sie lesen, ist bebildert. Das soll die Kinder motivieren. Die Schrift wird dadurch zu so etwas wie die Häkelbordüre der Bilder: hübsch, aber nicht unbedingt nötig.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>Lesen bedeutet jedoch nicht nur, ein Wort oder einen Satz korrekt zu entziffern, sondern sich dazu auch etwas im Kopf vorzustellen, sich also selbst ein Bild zu machen. </strong></span></h4>
<p>Gerade leseschwache Schüler lesen meistens buchstabierend und ohne jedes Leseverständnis. Selbst Schüler weiterführender Schulen lesen mitunter erbarmungslos über Wort- und Satzgrenzen hinweg, Hauptsache, der Text wird weggeschafft.</p>
<p>Wenn wir erwarten, dass 15-jährige Schüler fähig sind, sich lesend ein Bild von der Welt zu machen, müssen wir jedoch schon den Erstklässlern beibringen, dass Lesen bedeutet, sich ein Bild zu machen.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>Viele Erstklässler haben aber nie gelernt, allein mit der Kraft ihrer Vorstellungsgabe einen Satz zu einem Bild werden zu lassen.</strong></span></h4>
<p>Wenn man sie auffordert, sich einen Walfisch vorzustellen, der auf dem Meeresboden Purzelbäume macht, blickt man teilweise in vollkommen leere Gesichter. Doch nur Kinder, die sich so etwas vorstellen können, können lernen, sinnentnehmend zu lesen.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>Solche Fantasieübungen sind eine unerlässliche Vorbereitung auf das Lesenlernen. </strong></span></h4>
<p>Auf diese Weise lernen Schüler, über absurde und quatschige Sätze zu lachen, auch ohne dass ein Bild ihnen Hilfestellung gibt. So lernen sie, dass Lesen mehr ist als das Produzieren von Buchstabenbrei. Denn Lesen bedeutet ein Bild, Lesen bedeutet, einen Inhalt zu verstehen.<br />
Schülern das zuzumuten, braucht sehr viel Mut.</p>
<p><strong>Was können Sie als Eltern tun?</strong></p>
<ul>
<li>Denken Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind Quatschtiere aus und überlegen Sie genau, wie diese aussehen! Vielleicht hat ihr Kind auch Lust, sich ein Quatschtier auszudenken und es zu malen. Dann lassen Sie sich das Tier erklären. Nehmen Sie sich Zeit dafür!</li>
<li>Fördern Sie Ihr Kind mit Leseübungen ohne Bilder. Denken Sie nicht, dass Bücher ohne Bilder nicht kindgerecht sind.<br />
<strong>Bücher ohne Bilder geben Ihrem Kind Raum für Fantasie.<br />
Bücher ohne Bilder ermöglichen erst, dass Ihr Kind seine Fantasie ganz ausschöpfen kann!</strong></li>
</ul>
<p>Sämtliches Lese- und Diktatmaterial meiner Reihe <a href="https://www.amazon.de/s?k=LRS+geht+weg%2C+Totzeck&amp;__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;ref=nb_sb_noss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„<strong>LRS geht weg!</strong>“</a> verzichtet deshalb auf Bilder. Das Leselernbuch <a href="https://www.amazon.de/Verschleifend-lernen-lustiges-Lesebuch-Anleitungen-ebook/dp/B07CYVX7VC/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=LRS+geht+weg%2C+Totzeck&amp;qid=1576053211&amp;sr=8-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„<strong>Verschleifend lesen lernen</strong>“</a> arbeitet von Anfang an mit kurzen, einfachen Quatschsätzen, die Ihr Kind dazu anregen, sich ein Bild zu machen.</p>
<p>Auch mein Leselernroman<a href="https://www.amazon.de/ge-f%C3%A4hr-li-che-Weg-zum-Ho-nig-Leseanf%C3%A4nger-ebook/dp/B07DQNF8T3/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=Der+gef%C3%A4hrliche+Weg+zum+Honig%2C+Totzeck&amp;qid=1576053411&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „<strong>Der ge-fähr-li-che Weg zum Ho-nig</strong>“</a> fördert die Vorstellungskraft der Kinder. In sehr kurzen Kapiteln und durchgehend in Silben gegliedert, erzählt der Leselernroman eine fortlaufende Geschichte. So lernt Ihr Kind zusätzlich, einen langen Atem zu entwickeln und nicht gleich nach kürzestem Leseeinsatz schon fertig zu sein. Und es macht die Erfahrung, wie viel spannender eine längere Geschichte ist.</p>
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		<title>Wie kann man LRS und Leseverständnisprobleme bei Jugendlichen therapieren?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2019 08:59:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Kummerkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[ältere Schüler mit LRS]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche lesen un genau]]></category>
		<category><![CDATA[Legasthenie bei älteren Schülern]]></category>
		<category><![CDATA[Legasthenie bei Jugendlichen]]></category>
		<category><![CDATA[LRS bei älteren Schülern]]></category>
		<category><![CDATA[LRS bei Jugendlichen]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibprobleme bei älteren Schülern]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei unserer bald 13jährigen Tochter wurde ein LRS-Test durchgeführt. Dabei kam eine überdurchschnittliche Intelligenz heraus, aber auch eine ausgeprägte LRS. Wir als Eltern hatten bisher gedacht, dass die geratenen Wörter beim Lesen und die fehlerhafte Bearbeitung von Aufgabenstellungen durch mangelnde Konzentration bedingt seien. Auch kann unsere Tochter Rechtschreibfehler nach Aufforderung großenteils selbst korrigieren. Wie können&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Bei unserer bald 13jährigen Tochter wurde ein LRS-Test durchgeführt.<br />
</em></strong><strong><em>Dabei kam eine überdurchschnittliche Intelligenz heraus, aber auch eine ausgeprägte LRS. Wir als Eltern hatten bisher gedacht, dass die geratenen Wörter beim Lesen und die fehlerhafte Bearbeitung von Aufgabenstellungen durch mangelnde Konzentration bedingt seien. Auch kann unsere Tochter Rechtschreibfehler nach Aufforderung großenteils selbst korrigieren.<br />
</em></strong><strong><em>Wie können wir unsere Tochter fördern? Wegen Ihres Alters fällt sie aus der LRS-Förderung heraus und keiner fühlt sich befähigt, für diese Altersgruppe eine Fördertherapie anzubieten.<br />
</em></strong><strong><em>Haben Sie einen Rat für uns, was wir mit ihr üben könnten, um vor allen Dingen ihre Lesefähigkeit und ihr Leseverständnis zu verbessern?  </em></strong></p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>Ein LRS-Test misst nur die Zahl der Fehler, er analysiert nicht die Ursache der Fehler.  </strong></span></h4>
<p>Sie schreiben nicht, ob auch ein spezieller Konzentrationstest durchgeführt wurde.</p>
<h4><span style="color: #808080;"><strong>Häufig liegt die Ursache einer LRS, wie Sie sie bei Ihrer Tochter beschreiben, in einer Mischung aus fehlenden bzw. mangelhaften fundamentalen Techniken beim Lesen und Schreiben <u>und </u>mangelnder Konzentration. </strong></span></h4>
<p>Möglicherweise hat Ihre Tochter mithilfe ihrer überdurchschnittlichen Intelligenz die fundamentalen Defizite so lange kaschieren können.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>LRS bei Jugendlichen ist gut therapierbar! </strong></span></h4>
<p>Auch bei älteren Schüler mit LRS muss als Erstes geklärt werden, ob sie mitsprechend schreiben und silbenweise lesen oder ob sie ohne mitzusprechen einfach drauflosschreiben und ratend lesen &#8211; oft wird nach den ersten Buchstaben geraten, ohne genau hinzugucken.</p>
<p>Solange Ihre Tochter Wörter nicht sicher korrekt in Silben gliedern kann, bringen ihr i- oder s-Regeln wenig.</p>
<p><strong>Bei einer Therapie muss deshalb auch bei älteren Schülern mit den fundamentalen Techniken begonnen werden. Sie müssen lernen, mitsprechend zu schreiben (möglichst in Schreibschrift!) und silbenweise zu lesen, und zwar ganz bewusst bis zum Ende des Wortes!</strong></p>
<p>Oft sind die Schüler selber erstaunt, wie viel sie richtig lesen und verstehen, wenn sie sich an das genaue, silbenweise Lesen halten. Auch viele Auslassungsfehler beim Schreiben verschwinden augenblicklich, sobald die Schüler sich tatsächlich dazu herablassen, wieder Schreibschrift zu schreiben und dabei bewusst im Kopf mitzusprechen.</p>
<p><strong>Ältere Schüler lernen &#8211; sofern sie motiviert und bereit sind, Verhalten zu ändern &#8211; sehr viel schneller, so dass oft eine LRS-Therapie im Zeitraffer möglich ist.</strong><br />
Da Ihre Tochter die Fehler beim nochmaligen Hingucken finden kann, spricht vieles für diese Möglichkeit.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>Genau zu lesen ist jedes Mal erneut eine bewusste Konzentrationsaufgabe.</strong></span></h4>
<h4><span style="color: #808080;"><strong>Genau, silbenweise und bis zum Ende des Wortes <u>und</u> des Satzes zu lesen ist gerade bei älteren Schülern eine Entscheidung, die ihnen niemand abnehmen kann und die sie bei jeder Leseaufgabe von Neuem fällen müssen!<br />
Das muss man den Schülern genau so vermitteln!</strong></span></h4>
<p>Sie können mit dem ersten Band meiner Reihe <a href="https://www.amazon.de/s?k=Veronika+Totzeck%2C+LRS+geht+Weg%21&amp;__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;ref=nb_sb_noss" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;LRS geht weg!&#8220;</strong> </a> zu arbeiten beginnen (bitte nehmen Sie die erweiterte 2. Auflage!) und werden wahrscheinlich viel auslassen können, d.h. Sie werden nur wenige Übungen pro Kapitel brauchen. Sie sollten aber keines auslassen und grundsätzlich klären, ob Ihre Tochter das dort Angesprochene umsetzen kann.  <strong>Die Übungen üben das bewusste, silbenweise Lesen, das Leseverständnis und das mitsprechende Schreiben.</strong></p>
<p>Ähnlich können Sie mit den weiteren Bänden verfahren.</p>
<p>Zum Üben des genauen Lesens eignen sich, wenn die Technik des silbenweisen, genauen Lesens sitzt,<strong> Logikrätsel</strong>, die es in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gibt. Wichtig ist dabei, dass bewusst silbenweise gelesen wird und dass der</p>
<p>Satz, der bereits fertiggearbeitet ist, gekennzeichnet wird.</p>
<p>Eventuell hilft Ihrer Tochter eine Einzel-Lerntherapie. Erkundigen Sie sich bitte genau, wie gearbeitet wird. Der Begriff &#8222;Lerntherapeut&#8220; ist nicht geschützt, viele Ausbildungen sind nur oberflächlich, zuweilen wird auch mit viel Hokuspokus gearbeitet &#8211;  das hilft Ihrer Tochter nicht.</p>
<h4><span style="color: #00ccff;"><strong>In der Regel haben Schüler, die ungenau lesen, große Probleme mit der englischen Orthographie.</strong></span></h4>
<p><strong>Wie Schüler mit LRS erfolgreich Vokabeln lernen, lesen sie bitte in folgenden Blogartikeln:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://lerntherapie.blog/gut-in-englisch-trotz-lrs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Gut in Englisch trotz LRS!</strong></a></li>
<li><a href="https://lerntherapie.blog/vokabelkaertchen-zum-lernen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Vokabelkärtchen zum Lernen?</strong></a></li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
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