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	<title>lesedetektiv.de</title>
	
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	<description>Buchkritiken, Rezensionen Literatur: Romane, Wissen, Hörbuch, Kinderbücher, Kurzgeschichten etc.</description>
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		<title>Der Fall Jane Eyre | Emily Brontës Protagonistin wurde entführt: skurrile Literaturfantasie, vergleichbar mit Per Anhalter durch die Galaxis</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 19:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humorvoll]]></category>
		<category><![CDATA[SF, Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lese am liebsten realistische, zeitgen&#246;ssische B&#252;cher. Ich  mag Fantasy, die zwar in Alternativwelten spielt, aber realistisch bleibt, wie soll ich sagen .. authentische Handlungsstr&#228;nge, von Figuren getragen, mit denen ich mich identifizieren kann, das geht in Ordnung. Wie Harry Potter, da gibt es zwar eine Zauber-Parallelwelt, aber ansonsten ist alles ganz nachvollziehbar. Dazu tr&#228;gt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423212934/selbstausbild-21"><img class="alignleft size-full wp-image-1232" title="Der Fall Jane Eyre" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2012/04/fall-jane-eyre.jpg" alt="Der Fall Jane Eyre" width="125" height="200" /></a>Ich lese am liebsten realistische, zeitgen&#246;ssische B&#252;cher. Ich  mag Fantasy, die zwar in Alternativwelten spielt, aber realistisch bleibt, wie soll ich sagen .. authentische Handlungsstr&#228;nge, von Figuren getragen, mit denen ich mich identifizieren kann, das geht in Ordnung. Wie Harry Potter, da gibt es zwar eine Zauber-Parallelwelt, aber ansonsten ist alles ganz nachvollziehbar. Dazu tr&#228;gt der Schreibstil viel bei &#8211; die Welt ist ganz anders, aber beschrieben wird sie von jemandem, der wie ich, neugierig und &#252;berrascht auf die fremden Details blickt und sie klar beschreibt.</p>
<p>Jasper Ffjorde macht das nicht. Er stellt mir seine Parallelwelt so dar, als w&#228;re sie die einzig reale Welt, und ich verstehe erstmal gar nichts. Wikipedia beschreibt diese Welt so:</p>
<p>In Ffordes Parallelwelt ist die Auseinandersetzung mit Literatur ein Massenph&#228;nomen; Schriftsteller und ihre Werke genie&#223;en gro&#223;e Popularit&#228;t. Literatur wird als nationaler Schatz begriffen und so ernst genommen, dass es zwischen den Anh&#228;ngern verschiedener literarischer Str&#246;mungen zu Stra&#223;enk&#228;mpfen kommt. Fantasie und Wirklichkeit vermischen sich, indem die Menschen in die Welt der Literatur eintreten und Figuren aus der Literatur in der realen Welt erscheinen k&#246;nnen. Auch Zeitreisen sind in dieser Welt m&#246;glich.<br />
[...] Au&#223;erdem f&#252;hren die englischen Truppen seit mehr als 100 Jahren den Krimkrieg gegen das noch immer zaristische Russland. [...] Vampire, Werw&#246;lfe und Geister existieren real und stellen ein st&#228;ndiges &#196;rgernis f&#252;r die zust&#228;ndigen Regierungsbeh&#246;rden dar.</p>
<p>Im ersten Band der Reihe ermittelt Thursday Next, LiteraturAgentin (LitAg) f&#252;r die Abteilung SO-27 des Special Operation Networks in London, den Fall des gestohlenen Manuskripts von Emily Bronës Jane Eyre &#8211; die Hauptfigur des Romans selbst wird von dem Kriminellen Acheron Hades als Geisel genommen.</p>
<blockquote><p>Ich war eine sogenannte &#8220;A1-Agentin&#8221; in den Diensten von SO-27, der Sektion LiteraturAgenten (LitAgs) des <em>Special Operations Network</em> mit Hauptsitz in London. Das ist nicht <em>halb</em> so aufregend, wie es sich anh&#246;rt. Seit 1980 dr&#228;ngten die gro&#223;en Verbrecherbanden auf den lukrativen Literaturmarkt, und wir waren notorisch &#252;berarbeitet und unterfinanziert.</p></blockquote>
<p>Wahrscheinlich bin ich irgendwie witz- und fantasielos, aber ich mag eigentlich die Vorstellung, dass Jane Eyre einfach nur ein Text in Buchform ist, aus dem man keine Protagonisten heraus entf&#252;hren kann, die sich dann bei Mitarbeitern eines &#8220;Special Operation Networks&#8221; &#252;ber die Einf&#228;lle ihrer Autorin beschweren.</p>
<p>Schr&#228;g, einfallsreich, skurril, witzig &#8211; das sind die Adjektive, die am liebsten zur Beschreibung dieses Romans in den Rezensionen verwendet werden. Ein Kultbuch ist es 2001 geworden, nachdem es erst von zahlreichen Verlagen abgelehnt wurde. Sechs B&#228;nde sind in der Reihe mittlerweile erschienen.</p>
<p>F&#252;r mich ist das Buch nichts &#8211; aber da sind Tausende begeisterte Fans. Sie schreiben zum Beispiel: &#8220;Keinesfalls darf man hier also sprachlich Literatur vom Feinsten erwarten. Ebenso ist es f&#252;r echte Puristen nat&#252;rlich undenkbar, dass Naturgesetze in einem Roman nicht gelten und dass die geschichtliche Entwicklung ab dem 19. Jahrhundert v&#246;llig anders verlief als wir sie kennen. Daf&#252;r gibt es um so mehr Komplikationen und witzige Ideen. &#214;fters muss man herzhaft lachen.&#8221; (R.S., Amazon-Kundenrezension)</p>
<p>Vielleicht kann man sagen: wer wie ich zu diesem Buch kam, weil er Jane Eyre sehr gerne gelesen hat, der fragt sich: was soll der Bl&#246;dsinn? Und wer das Buch &#8220;Per Anhalter durch die Galaxis&#8221; mag &#8211; mit dem ich absolut nichts anfangen kann &#8211; der liebt auch dieses Buch.</p>
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		<title>Dead Beautiful – Deine Seele in mir | von Untoten, Lateinunterricht und verbotenen Küssen</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 14:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Romantisch]]></category>
		<category><![CDATA[SF, Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist seine Liebe. Er ist ihr Tod. Hinter dieser Werbebotschaft ist wohl eine moderne Liebesgeschichte zu erwarten, in ihrer Art vom B&#252;cherauslagetisch gar nicht mehr wegzudenken, seit 2005 der erste Band von Stephenie Meyers Twilight-Quadrologie erschien. Mit vielen erfolgreichen Nachahmern. Ein Vampir, Werwolf, Untoter, D&#228;mon, &#8230; durch Tod oder sonstige eigentlich eher gruselige Andersartigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423760389/selbstausbild-21?PHPSESSID=cvlo11ka27vpqthmtfr9eo0ri1"><img class="alignleft size-full wp-image-1215" title="Dead Beautiful – Deine Seele in mir | dtv" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2012/01/dead-beautiful.jpg" alt="Dead Beautiful – Deine Seele in mir | dtv" width="131" height="200" /></a>Sie ist seine Liebe. Er ist ihr Tod.<br />
Hinter dieser Werbebotschaft ist wohl eine moderne Liebesgeschichte zu erwarten, in ihrer Art vom B&#252;cherauslagetisch gar nicht mehr wegzudenken, seit 2005 der erste Band von Stephenie Meyers Twilight-Quadrologie erschien. Mit vielen erfolgreichen Nachahmern.</p>
<p>Ein Vampir, Werwolf, Untoter, D&#228;mon, &#8230; durch Tod oder sonstige eigentlich eher gruselige Andersartigkeit mit ausgepr&#228;gtem Charme, hervorstechender Attraktivit&#228;t, physischer St&#228;rke und Unsterblichkeit ausgestattet, verliebt sich in eine Sterbliche im Teenie-Alter, normal-h&#252;bsch, unschuldig, tolpatschig, die wegen irgendwelcher famili&#228;rer Umst&#228;nde aus sonniger Gegend in eine kalte, regnerische, grunds&#228;tzlich unwirtliche Umgebung umziehen muss. Schauplatz: Schulhof.</p>
<p>Die Sorge, die geliebte Lebende in das eigene ungesunde Umfeld zu ziehen, sorgt f&#252;r viele dramatische Wendungen, samt lebender und untoter Antagonisten, die die Verbindung nicht in Ordnung finden und die Beziehung zu unterwandern versuchen. Am Ende steht das Happy End, was bedeutet, dass die Lebende untot (tot? Jedenfalls nicht mehr lebendig im klassischen Sinne) wird &#8211; denn sonst g&#228;be es ja keine gemeinsame Zukuft. Man hat sich irgendwie arrangiert und ist nun gemeinsam attraktiv, stark und f&#252;r immer ein Teenager.</p>
<p>Die amerikanische Autorin Yvonne Woon ist auf diesen Trend gesprungen und hat einen Roman nach genau diesem Schema geschrieben. Das l&#228;sst sich nicht verurteilen, denn folgt man diesem Schema, kann schreiben und h&#228;lt die Spannung aufrecht, dann ist der Erfolg bei der riesgien Fangemeinde sicher, welche die vier Twilight-B&#252;cher verschlungen hat &#8211; auf der Suche nach neuem Stoff. Ich habe auch ein Buch von Stepenie Meyer auch gelesen, die Mischung aus Grusel und Romantik h&#228;lt am Ball. Inzwischen bin ich vermutlich aus dem Alter raus, kein Teenager mehr und kein Bed&#252;rfnis, es bis in alle Ewigkeit zu sein. Keine Sehnsucht nach einem sch&#246;nen, gut erzogenen Untoten. Die Frage ist also, ob dieser neue Roman der Zielgruppe gefallen wird.</p>
<p>Die Parallelen zur Twilight-Reihe sind auffallend. F&#252;r Insider: Yvonne Woons &#8220;Dante Berlin&#8221; (was f&#252;r ein Name!) ist das Pendant zu Edward Cullen in der Twilight-Serie, Renée Winters nimmt Bella Swans Rolle ein. Auch Dead Beautiful wird von der Protagonistin in der Ich-Form erz&#228;hlt.</p>
<p><strong>Zum Inhalt:</strong> Am Gottfried Institut, gelegen im n&#246;rdlichen Teil des US-Bundestaats Massachussetts (rechts oben auf der Karte), ist Dante Berlin das Objekt der Begierde der weiblichen Sch&#252;lerschaft.</p>
<blockquote><p>Er war sch&#246;n. Nicht sch&#246;n wie ein Monet oder sch&#246;n wie ein wei&#223;er Sandstrand, auch nicht sch&#246;n wie der Grand Canyon. Er war &#252;berw&#228;ltigender und zugleich zarter. Wie in den Nachthimmel zu starren und sich im Vergleich unglaublich klein zu f&#252;hlen. Wie eine Muschel in der Hand zu halten und sich zu fragen, wie die Natur etwas so Komplexes und doch Vollkommenes hervorbingen kann: seine Augen, dunkel und tief; seine wirren braunen Haare, die er sich hinter das Ohr gesteckt hatte; seine muskul&#246;sen Arme.</p></blockquote>
<p>Kein M&#228;dchen hat je das Interesse des vollkommenen Wesens erregt &#8211; bis Renée an die Elite-Schule versetzt wird. Renée Winters w&#228;chst beh&#252;tet in Kalifornien auf. An ihrem sechzehntem Geburtstag werden ihre Eltern grausam ermordet. Der Gro&#223;vater entscheidet, die Renée auf das eigenwillige Elite-Internat zu schicken, in dem Latein und Gartenkunde Pflichtschulf&#228;cher sind. Renée und Dante f&#252;hlen sich sehr voneinander angezogen und sind bald ein Paar. Aber Dante ist nat&#252;rlich kein normaler Sch&#252;ler &#8211; wieso ist ein Kuss zwischen den beiden unm&#246;glich? Auf 480 Seiten geht es nun darum, auf diesen Kuss zu warten, die Geheimnisse Dantes&#8217; zu entdecken (der Buchtitel verr&#228;t hier eigentlich schon alles) und auch seltsame Todesf&#228;lle auf dem Internatsgel&#228;nde zu erforschen.</p>
<p>Das Buch ist nett geschrieben, aber es ist einfach eine Variante der Twilight-B&#252;cher, nur ohne Vampire und Werw&#246;lfe. Die Figuren haben keinen Eindruck auf mich gemacht, vielleicht weil ich sie schon kannte. Gelesen und vergessen. Was Neues nach Twilight gibt&#8217;s hier also nicht, aber das kann ja auch gut sein: wer nach den vier abgeschlossenen Twilight-B&#252;chern nochmal dasselbe lesen m&#246;chte, hat Freude an Dead Beautiful.</p>
<p><strong>Zum Abschluss: </strong>sehr lustig ist der Flyer der dem Buch beliegt. Neben der Werbung zu diesem Buch (&#8220;Denn ein Kuss zwischen den beiden w&#252;rde Renées Tod bedeuten &#8230;&#8221;) gibt es auch das Buch &#8220;Mein fahler Freund&#8221;. Sch&#246;n zusammengefasst: &#8220;Bei einem seiner Raubz&#252;ge&#8221; &#8211; er ist ein Zombie &#8211; &#8220;trifft R auf Julie. Er verspeist das Hirn ihres Freundes und verliebt sich in sie &#8230;&#8221;. Stephenie Meyer wird prominent auf dem Umschlag zitiert: &#8220;Ich h&#228;tte nie gedacht, dass ich mich so leidenschaftlich in einen Zombie verlieben k&#246;nnte!&#8221;</p>
<p>Na denn.</p>
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		<title>In Sachen Joseph | humorvoll, verwirrend und ergreifend, die Geschichte einer endenden Freundschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 12:47:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Humorvoll]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bibliothekarin Helen tr&#228;umt zwei Mal davon, dass sich ihr bester Freund Joseph in einem Sarg einschlie&#223;t und erstickt, um einem nahenden Herztod zuvorzukommen. Zutiefst besorgt beginnt Helen, den Traum ernst zu nehmen. Sie spricht mit Joseph, mit seiner Mutter, mit einem auf Traumdeutung spezialisierten Psychotherapeuten. Niemand will es ernst nehmen. Helen beschlie&#223;t, dass ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="In Sachen Joseph | Berlin University Press" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3862800016/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-1184" title="In Sachen Joseph | Berlin University Press" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2011/11/in-sachen-joseph.jpg" alt="In Sachen Joseph | Berlin University Press" width="131" height="200" /></a>Die Bibliothekarin Helen tr&#228;umt zwei Mal davon, dass sich ihr bester Freund Joseph in einem Sarg einschlie&#223;t und erstickt, um einem nahenden Herztod zuvorzukommen. Zutiefst besorgt beginnt Helen, den Traum ernst zu nehmen. Sie spricht mit Joseph, mit seiner Mutter, mit einem auf Traumdeutung spezialisierten Psychotherapeuten. Niemand will es ernst nehmen.</p>
<p>Helen beschlie&#223;t, dass ihr Traum eine sichere Weissagung der Zukunft ist. Sie erinnert sich und beginnt z&#246;gerlich Abschied zu nehmen, und Ordnung zu schaffen, in Josephs exzentrischem Dasein. Sie entdeckt nach und nach, dass er wohl einen Sohn hatte von dem er nichts wei&#223;, und versucht Joseph und dessen Mutter dazu zu bewegen, wieder miteinander zu reden. Die verbleibende Zeit ist gering, davon ist Helen &#252;berzeugt.</p>
<p>Immer mysteri&#246;ser und seltsamer wird es, je mehr Personen sich in die Geschichte einmischen. Alle Figuren rund um Helen verwirren mit ihren unausgesprochenen Geheimnissen, die &#8211; der ahnungslosen Helen und dem ahnunslosen Leser als offensichtlich dargestellt &#8211; bis zum Schluss nicht ausgesprochen werden. Sei es der jugendliche Fernehkoch Paco, der Joseph so &#228;hnlich sieht und Interesse an der &#228;lteren Helen zeigt, die Arbeitskollegin Melanie, der Vater, Josephs Mutter Martha und nat&#252;rlich Joseph selbst.</p>
<blockquote><p>Ich h&#228;tte nicht gedacht, dass Martha es dir sagt, aber &#8211; okay. Ich habe mich geirrt. Aber jetzt tu nicht so, als w&#252;sstest du es nicht, nur um sie zu sch&#252;tzen. Sie hat ohnehin genug vor ihrer Haust&#252;r zu kehren. Als w&#252;sste ich das nicht!</p></blockquote>
<p>Die ganze Zeit steht die Frage im Raum: wird er sterben? Aber auch: wer wird sterben? Was hier wirklich vorgeht, und wie die verschiedenen Geheimnisse zusammen laufen und zu einem einzigen werden, das verr&#228;t erst der Schluss.</p>
<p><object id="flashObj" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="320" height="179" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,47,0"><param name="movie" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashVars" value="videoId=1029960173001&amp;linkBaseURL=http%3A%2F%2Fvideo.zeit.de%2Fvideo%2F1029960173001&amp;playerID=71239018001&amp;playerKey=AQ~~,AAAABDk7jCk~,Hc7JUgOccNrJEfCrmXm47o33h5TBn3UD&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="179" src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" bgcolor="#FFFFFF" flashvars="videoId=1029960173001&amp;linkBaseURL=http%3A%2F%2Fvideo.zeit.de%2Fvideo%2F1029960173001&amp;playerID=71239018001&amp;playerKey=AQ~~,AAAABDk7jCk~,Hc7JUgOccNrJEfCrmXm47o33h5TBn3UD&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" base="http://admin.brightcove.com" name="flashObj" seamlesstabbing="false" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" pluginspage="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash" align="left"></embed></object>Das Buch fordert, es springt zwischen Traum und Wirklichkeit, Gegenwart und Vergangenheit so selbstverst&#228;ndlich hin und her, dass ich nie ganz genau wei&#223; wo ich mich gerade befinde und was ich glauben soll. Die Autorin Husch Josten spielt dabei gekonnt mit dem Einsatz der Erz&#228;hlzeiten, bleibt aber immer bei Helen, so dass ich ganz in ihren Geisteszustand und ihre Verwirrung eintauchen kann. Obwohl nat&#252;rlich alles auf die &#252;berraschende Schlusswendung hinausl&#228;uft &#8211; das Bezaubernde dieses Buchs ist der Weg dorthin. Husch Josten erfasst die Umwelt Helens&#8217; unheimlich pr&#228;zise und subjektiv, wie sie Personen und R&#228;ume beschreibt, klar und zynisch, so dass alles K&#246;rper und Seele bekommt.</p>
<blockquote><p>Dass sich ihr Vater zu festen Uhrzeiten am Esstisch einfindet und zu Bett geht, findet sie angesichts seiner Zufriedenheit in dem gestreiften Sessel erstaunlich. Er sa&#223; dort und dachte vor sich hin, nichts M&#252;rrisches im Ausdruck, wie manche Alte es sich ins Gsicht lebten. Vielleicht rechnete er im Geiste physikalische Formeln durch, rief sich abgelehnte oder stattgegebene Patentantr&#228;ge aus seiner Laufbahn vor Augen, vielleicht entwarf er auch ein eigenes Konzept des Raum-Zeit-Kontinuums.</p></blockquote>
<p>Eine wunderbare kleine Geschichte &#252;ber Liebe, Freundschaft und Selbstfindung, in einem stilvoll gestalteten Umschlag, der erste Roman der Autorin. Empfehle ich sehr.</p>
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		<item>
		<title>Zukunft Gehirn | Lernen, Sprache, Emotionen, Krankheiten, Träume, Ethik und der freie Wille</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 13:49:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>

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		<description><![CDATA[»Und, was liest du gerade?« &#8211; »Zukunft Gehirn.« Ist nicht Stieg Larsson, klingt auch ziemlich bl&#246;d. Sucht man sich nicht unbedingt aus, als Freizeitlekt&#252;re. Schon das Umschlagmotiv, die eingef&#228;rbten Hirnareale. So ein Gehirn ist auch nicht besonders sch&#246;n, und eigentlich m&#246;chte ich mir nicht permanent vergegenw&#228;rtigen, dass das Ding in meinem Kopf schwimmt. Es steht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Zukunft Gehirn: Neue Erkenntnisse, neue Herausforderungen | C.H. Beck" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406616429/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-1166" title="Zukunft" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2011/09/zukunft-gehirn-125x200.jpg" alt="Zukunft Gehirn: Neue Erkenntnisse, neue Herausforderungen von Peter Gruss und Tobias Bonhoeffer" width="125" height="200" /></a>»Und, was liest du gerade?« &#8211; »Zukunft Gehirn.« Ist nicht Stieg Larsson, klingt auch ziemlich bl&#246;d. Sucht man sich nicht unbedingt aus, als Freizeitlekt&#252;re. Schon das Umschlagmotiv, die eingef&#228;rbten Hirnareale. So ein Gehirn ist auch nicht besonders sch&#246;n, und eigentlich m&#246;chte ich mir nicht permanent vergegenw&#228;rtigen, dass das Ding in meinem Kopf schwimmt.</p>
<p>Es steht fest: das Gehirn steuert uns, seien es Entscheidungen, Emotionen, oder die Partnerwahl. Man h&#246;rt sogar, dass wir das gar nicht selbst beeinflussen k&#246;nnen, keinen freien Willen haben. Ich wollte wissen, wie das funktioniert.</p>
<blockquote><p>Das vorliegende Buch ist ein Lesebuch &#252;ber das Gehirn. [...] Die Kapitel greifen einzelne relevante oder auch besonders faszinierende Aspekte der Gehirnforschung auf und versuchen so dem Leser, gewisserma&#223;en H&#228;ppchenweise, moderne Hirnforschung nahezubringen.</p></blockquote>
<p>Mir ist neulich bewusst geworden, dass ich mir elementare Dinge unseres Daseins und Denkens nicht erkl&#228;ren kann, das Erinnern, das Entscheiden, oder einfach Dinge wie Spazierengehen, w&#228;hrend ich das Handy am Ohr hab und gleichzeitig zum Beispiel ein Feuerzeug in meiner Tasche suche. Tats&#228;chlich eine Hochleistung, die kein menschengebauter Computer zu leisten vermag, laut dem Lese-Fachbuch, geschrieben von »Spitzenwissenschaftlern der Max Planck Gesellschaft«.</p>
<blockquote><p>Der Robo-Rezeptor ist bereits auf den Axonen der Kommissurenzellen angereichert, wird aber zun&#228;chst durch einen Antagonisten daran gehindert, die wachstumshemmende Funktion von Slit zu vermindern. Erst nach &#220;berquerung der Mittellinie wird der Antagonist abgeschaltet, und der Robo-Rezeptor f&#246;rdert die Absto&#223;ung von der Mittellinie; gleichzeitig sorgt die Aktivit&#228;t von Robo daf&#252;r, dass der attraktive Netrinrezeptor, der ebenfalls auf den Axonen der Kommissurenzellen angereichert ist, blockiert wird.</p></blockquote>
<p>OK, das erste Kapitel muss man &#252;berstehen, es erkl&#228;rt die Funktion und Entwicklung des Gehirns. Ist auch nicht zu erwarten, dass das einfach ist. Zum Gl&#252;ck sind alle Kapitel unabh&#228;ngig voneinander lesbar (<a title="Inhaltsverzeichnis und Leseprobe" href="http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=5723057" target="_blank">Inhaltsverzeichnis und Leseprobe</a>).</p>
<p>Wer mehr &#252;ber sein Gehirn erfahren will, muss sich auch von einigen Vorstellungen verabschieden k&#246;nnen, so ist beispielsweise Farbe ein Konstrukt des Gehirns, und generell generiert das Gehirn eine interne Repr&#228;sentation der Welt, eine reine Einsch&#228;tzung der Wahrheit, derer &#8220;limitierten Natur&#8221; man sich stets bewusst sein sollte &#8211; wenn man glaubt, einen Sachverhalt ganz sicher so gesehen zu haben, beispielsweise.</p>
<p>Ein spannendes, faszinierendes Buch, nicht ganz einfach, aber bei konzentriertem Lesen immer nachvollziehbar. Ich habe es mit in den Urlaub genommen und kaum aus der Hand gelegt. Mit Sicherheit kann ich mir nur wenig davon merken &#8211; und noch weniger erkl&#228;ren &#8211; w&#228;hrend des Lesens machen aber selbst kryptische Aussagen wie diese Sinn: »Zeit ist manchmal Raum und manchmal nicht. Bewusst k&#246;nnen wir das nicht steuern.«</p>
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		<title>Was ist Kultur | wortgewandt, kontextreich, kurz und anspruchsvoll – eine philosophische Einführung</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 13:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Eagleton vereint zahlreiche Blickwinkel und breites Fachwissen und Fachvokabular, um schlie&#223;lich die Frage nach Begriff und Bedeutung von Kultur geradezu volkst&#252;mlich und sentimental zu beantworten: »Kultur ist nicht nur das, wovon wir leben. In erheblichem Ma&#223;e ist es auch das, wof&#252;r wir leben. Liebe, Beziehung, Erinnerung, Verwandtschaft, Heimat, Gemeinschaft, emotionale Erf&#252;llung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Was ist Kultur | C.H. Beck" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406592279/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1028" title="Was ist Kultur | C.H. Beck" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/11/was-ist-kultur.jpg" alt="Was ist Kultur | C.H. Beck" width="125" height="200" /></a>Was ist Kultur &#8211; dass diese Frage nicht so einfach beantwortet werden kann, ist zu bef&#252;rchten. So einen Begriff zu umrei&#223;en verlangt nach vielen Denkans&#228;tzen, Querverweisen und Buchseiten. Umso erfreulicher ist es, dass diese Einf&#252;hrung  mit weniger als 200 Seiten auskommt. Der Oxford-Professor Terry Eagleton beginnt &#228;hnlich wie <em>Wikipedia</em>. Dort steht einleitend: »Kultur (zu Lateinisch cultura, „Bearbeitung“, „Pflege“, „Ackerbau“, von colere, „wohnen“, „pflegen“, „den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht ver&#228;nderten Natur«.</p>
<p>Eagleton f&#252;hrt den Leser trotz weniger Seiten weit an den Begriff heran, zun&#228;chst etymologisch, betrachtet also Herkunft und Geschichte des Wortes, analysiert Kulturtheorien und dann soziale und politische Bez&#252;ge von heute (Kapitalismus und Globalisierung), wobei das Buch seit der Erstauflage 2001 vermutlich nicht mehr &#252;berarbeitet wurde.</p>
<p>Eagleton vereint zahlreiche Blickwinkel und breites Fachwissen und Fachvokabular, um schlie&#223;lich die Frage nach Begriff und Bedeutung von Kultur geradezu volkst&#252;mlich und sentimental zu beantworten: »Kultur ist nicht nur das, wovon wir leben. In erheblichem Ma&#223;e ist es auch das, wof&#252;r wir leben. Liebe, Beziehung, Erinnerung, Verwandtschaft, Heimat, Gemeinschaft, emotionale Erf&#252;llung, geistiges Vergn&#252;gen, das Gef&#252;hl einer letzten Sinnhaftigkeit &#8211; dies alles steht den meisten von uns im Grunde n&#228;her als die Charta der Menschenrechte oder Handelsvertr&#228;ge« (<a title="Inhaltsverzeichnis" href="http://www.chbeck.de/infopopup.aspx?product=28140&amp;tab=3" target="_blank">Inhaltsverzeichnis</a> und <a title="Leseprobe" href="http://www.chbeck.de/downloads/Leseprobe_Was%20ist%20Kultur_978-3-406-59227-0.pdf" target="_blank">Leseprobe</a>).</p>
<blockquote><p>Was Kultur also leistet, ist, dass sie aus vielen sektiererischen politischen Individualit&#228;ten eine gemeinsame Humanit&#228;t destilliert; dass sie den Geist aus der Haft der Sinne erl&#246;st, dem Zeitlichen das Zeitlose entwindet und der Vielfalt die Einheit entrei&#223;t.</p></blockquote>
<p>»Leicht und witzig geschrieben« sei das Buch, eine »intellektuelle Lockerungs&#252;bung«, so steht es im Beschreibunstext des Einbands. Fragt sich, welcher Bildungshintergrund n&#246;tig ist, um die Lekt&#252;re als eine Art am&#252;santen und geistig anregenden Zeitvertreib zu empfinden. Ausgestattet mit einem geisteswissenschaftlichen Grundvokabular kommt man zwar damit zurecht &#8211; aber »leicht und witzig«?</p>
<p>Vermutlich bezieht sich das auf Eagletons Bem&#252;hen, den einen oder anderen ungezwungenen Kommentar zu machen: so vergleicht er im Kapitel <em>Kulturkriege </em>den Westen mit einem »gekr&#228;nkten Goliath«, der es dem» frech auftrumpfenden David« (andere Nationen, die im Zuge der Globalisierung emporkommen) schon noch zeigen werde. Man kann ja mal an entsprechender Stelle (intellektuell) vor sich hin l&#228;cheln.</p>
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		<title>Sind denn alle netten Männer schwul?! | Berlin in den 80ern: David Bowie, schwule Freunde und die Liebe</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 11:41:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humorvoll]]></category>
		<category><![CDATA[Romantisch]]></category>
		<category><![CDATA[80er]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[David Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[witzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Zoe ist Studentin, h&#252;bsch, hip und mitten in der Berliner Szene der 80er Jahre samt Kneipen und David Bowie-Platten und sie hat eine Menge echt tolle, aber leider (weil f&#252;r die Liebe nicht verf&#252;gbare) schwule Freunde. Den richtigen Mann trifft sie nicht, stattdessen stellt sich einer nach dem anderen entweder als grunds&#228;tzlich unbrauchbar oder schwul heraus. Das alleine w&#252;rde ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Sind denn alle netten M&#228;nner schwul?! | Eichborn" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3821860677/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-1042" title="Sind denn alle netten M&#228;nner schwul?! | Eichborn" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/11/sind-denn-alle-netten-maenner-schwul.jpg" alt="Sind denn alle netten M&#228;nner schwul?! | Eichborn" width="130" height="200" /></a>Ich fange an, meine Weihnachtsgeschenke zu sammeln. Meine Zielgruppe f&#252;r dieses Geschenk-Buch ist weiblich, Fan von David Bowie und in den 80ern in Berlin in der Szene zu Hause gewesen.</p>
<p>Auf Amazon kann man ein <a title="Video zur Buchpremiere" href="http://www.amazon.de/gp/mpd/permalink/mP6WRF3AEOCJB " target="_blank">Video zur Buchpremiere</a> ansehen, bei Nacht. Hape Kerkeling und Piet Glocke sollen sich zum Buch &#228;u&#223;ern. Ich bin mir nicht ganz sicher ob sie es wirklich gelesen haben, Hape Kerkelings Kommentar (»sehr sch&#246;n, ein potenzieller Bestsseller«) dient zumindest als fetter Aufh&#228;nger der Buch-PR. Wenn der (schwule) Komiker, der au&#223;erdem in den 80&#8242;ern im Alter der Protagonistin Zoe  war, das sagt, dann sollten eigentlich schonmal drei Faktoren sicher sein: 1. das Buch ist lustig 2. scheint es die Problematik von Frauen rund um nette, attraktive M&#228;nner, die dann ung&#252;nstigerweise eben schwul sind treffend zu beschreiben, und 3. stimmt das zeitgen&#246;ssische Flair.</p>
<p>Zoe ist Studentin, h&#252;bsch, hip und mitten in der Berliner Szene der 80er Jahre samt Kneipen und David Bowie-Platten und sie hat eine gro&#223;e Menge echt tolle, aber leider (weil f&#252;r die Liebe nicht verf&#252;gbare) schwule Freunde. Den richtigen Mann trifft sie nicht, stattdessen stellt sich einer nach dem anderen entweder als grunds&#228;tzlich unbrauchbar oder grunds&#228;tzlich m&#228;nnerorientiert heraus.</p>
<blockquote><p>»Have you got an aspirin?«, fragte pl&#246;tzlich jemand neben ihr. Sie blickte auf und sah einen sehr langen, sehr d&#252;nnen Mann, der sie angrinste. Michael Page! Der Bassist von Iggy!<br />
Verwirrt blickte sie ihn an, fing sich aber schnell wieder und antwortete m&#246;glichst cool: »Not here. It&#8217;s at Bahnhof Zoo in my luggage.«</p></blockquote>
<p>Das alleine w&#252;rde noch keine reizvolle Geschichte machen. Im Gegenteil: wie viele Frauenb&#252;cher gibt es, in denen die attraktive weibliche Hauptfigur auf der Suche nach ihrem Mr. Right vom salonf&#228;higen schwulen Freund begleitet wird?  Der Reiz liegt woanders: Bibo Loebnaus f&#252;hrt ihre Leser in eine Zeit, die schon 25 Jahre zur&#252;ckliegt, und hier noch einmal Gegenwart wird. So »sehr sch&#246;n« wie Hape fand ich das Buch trotzdem nicht (ich glaube immer noch, er hat&#8217;s nicht gelesen), aber ich war ja auch nicht dabei, in den 80&#8242;ern.</p>
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		<title>Geschichte Deutschlands: Von 1648 bis heute | Konzentrierte 360 Jahre Politik, Kultur und Wirtschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 08:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit 1648 steigt der Historiker Michael Epkenhans in der fr&#252;hen Neuzeit ein, zum Ende der Zeitalter der Reformation und der Glaubensspaltung. 1648 wird der Westf&#228;lische Friede geschlossen, der Drei&#223;igj&#228;hrige Krieg ist beendet und es beginnt die Zeit des Absolutismus und der Aufkl&#228;rung - zugleich das erste eigentliche Kapitel des Buches.  Vorangestellt wird auf zehn Seiten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3806221596/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-783" title="Geschichte Deutschlands | Theiss" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/11/geschichte-deutschlands.jpg" alt="Geschichte Deutschlands | Theiss" width="146" height="200" /></a>Was es dieses Jahr wieder f&#252;r Geburts-, Todes- und Jahrestage gab. 1929 kam zum Beispiel die erste Geschirrsp&#252;lmaschine von Miele auf dem Markt, 80. Jahrestag.<br />
In der Kategorie Literatur <em>Die Blechtrommel</em> von G&#252;nter Grass, vor 50 Jahren ver&#246;ffentlicht. Schiller feierte vor f&#252;nf Tagen seinen 250. Geburtstag, Michael Ende w&#228;re vor drei Tagen 80 geworden, Wilhelm Grimm ist am 16.12.1859 gestorben, vor 150 Jahren also. Am 22.11. feiert der <a title="Cotta-Verlag" href="http://www.klett-cotta.de/" target="_blank">Cotta-Verlag</a> 350-j&#228;hriges Bestehen.<br />
Politisch w&#228;re da nat&#252;rlich der 20. Jahrestag der Grenz&#246;ffnung, im Dezember folgt Rudi Dutschkes 30. Todestag. Das 2000-j&#228;hrige Jubil&#228;um der Varusschlacht ist nat&#252;rlich auch ein gro&#223;es Thema, die Fachabteilung der durchschnittlichen Buchhandlung widmet ihr mehrere Tische.</p>
<p>Es gibt also gen&#252;gend Anl&#228;sse, daran erinnert zu werden, dass man sich doch auch mal der Geschichte unseres Landes und Kontinents widmen sollte. Neue B&#252;cher gibt es genug &#8211; ich suchte &#8216;was zum  Mittelalter und der Neuzeit.</p>
<p>Ein erstes Buch dazu soll mir einen ersten &#220;berblick geben, ich m&#246;chte Bilder und Infografiken, eine &#252;bersichtliche und sch&#246;ne Gestaltung. Dabei soll es einen gewissen Anspruch haben, geschrieben von einem Historiker. Und: ich m&#246;chte nach ungef&#228;hr 200 Seiten damit fertig sein.<br />
<em>Die Geschichte Deutschlands: Von 1648 bis heut</em><em>e</em> scheint dazu gut geeignet, es erf&#252;llt jedenfalls alle genannten Kriterien.</p>
<blockquote><p>Die Entwicklung nach 1948 hat gezeigt, dass die Deutschen es trotz aller Schwierigkeiten letztlich doch gelernt haben, aus ihrer Geschichte zu lernen.</p></blockquote>
<p>Mit 1648 steigt der Historiker Michael Epkenhans in der fr&#252;hen Neuzeit ein, zum Ende der Zeitalter der Reformation und der Glaubensspaltung. 1648 wird der Westf&#228;lische Friede geschlossen, der Drei&#223;igj&#228;hrige Krieg ist beendet und es beginnt die Zeit des Absolutismus und der Aufkl&#228;rung &#8211; zugleich das erste eigentliche Kapitel des Buches.</p>
<p>Vorangestellt wird auf zehn Seiten ein Blick auf die Zust&#228;nde des Landes nach dem Drei&#223;igj&#228;hrigen Krieg und den folgenden territorialen Streitigkeiten und M&#228;chtekonstellationen bis 1789. Zwei Drittel des Buches umfassen die politische Geschichte Deutschlands, auf Seite 160 setzt Epkenhans neu an und beschreibt die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der letzten 360 Jahre  (<a href="http://www.theiss.de/pdf/978-3-8062-2159-6.pdf" target="_blank">Leseprobe</a> und <a href="http://www.theiss.de/detail_search.php?n=1146&amp;was=inhaltsverz" target="_blank">Inhaltsverzeichnis</a>).</p>
<p>In den aufklappbaren Buchdeckeln ist vorne eine Karte Deutschlands mit den heutigen Bunds- und Landesgrenzen, hinten eine Zeittafel von 1648 bis 2008 untergebracht, abgebildet sind Daten und zeitliche Abschnitte innerhalb der Kategorien Historisch, Machtpersonen (Kaiser/ K&#246;nige/ Pr&#228;sidenten/ Kanzler), Wirtschaft und Technik sowie Kultur und Religion.</p>
<p>Nachteil der Dozenten-Schreibweise: der konsequent nominale, verschachtelte und trockene Stil erfordert konzentriertes Lesen: »<em>Durch Steigerung des Exports bei Vermeidung von Importen, Ausbau von Verkehrswegen, und &#8211; wo m&#246;glich &#8211; die Gr&#252;ndung von Kolonien sollten die zur Finanzierung von Heer, Verwaltung und kostspieliger Hofhaltung notwendigen staatlichen Einnahmen gesteigert werden«</em>.</p>
<p>Irgendwie lustig in der deutschen Zeittafel-Geschichte: nach den Goldenen Zwanzigern und der 68er-Bewegung steht 2001 &#8211; als scheinbar letztes relevantes geschichtliches Vorkommen vor Papst Benedikt XVI &#8211; der iPod.</p>
<p class="bestellen"><a rel="nofollow" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3806221596/selbstausbild-21" target="_blank"> Anspruchsvolles Geschichtslehrbuch und ein &#220;berblick </a></p>
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		<title>Das Dumme am Leben ist, dass man eines Tages tot ist | Intuitiv, ironisch, ehrlich – und ein bisschen seltsam</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 11:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autobiografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was hat man von diesem Buchtitel zu erwarten? Wie wurden die 250 Seiten zwischen den Buchdeckeln gef&#252;llt? »Eine Art Anleitung zum Gl&#252;cklichsein« lautet der Untertitel, geschrieben hat das Buch jemand, der sich durch seine T&#228;tigkeit als Dozent f&#252;r Kreatives Schreiben an der University of Washington qualifiziert. Da kann ich mir etwas vorstellen: ich erwarte eine wohlgeformte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406592856/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-775" title="Das Dumme am Leben ist, dass man eines Tages tot ist | C.H. Beck" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/11/david-shields-das-dumme-am-leben.jpg" alt="Das Dumme am Leben ist, dass man eines Tages tot ist | C.H. Beck" width="127" height="200" /></a> Was hat man von diesem Buchtitel zu erwarten? »Eine Art Anleitung zum Gl&#252;cklichsein« lautet der Untertitel, geschrieben hat das Buch jemand, der sich durch seine T&#228;tigkeit als Dozent f&#252;r Kreatives Schreiben an der University of Washington qualifiziert. Vielleicht ist das hier also eine  stilistisch wohlgeformte pers&#246;nliche Erz&#228;hlung, ein paar Anekdoten, ein bisschen was Philosophisches.</p>
<p>Das ist es in den Grundz&#252;gen auch, aber es kommt doch unerwartet: David Shields mixt strenge biologische Fakten mit Eindr&#252;cken des &#246;ffentlichen Lebens und pers&#246;nlichen Anekdoten aus dem Leben mit seiner Familie, seiner Frau, seinem Vater (&#252;ber 90) und der Tochter (in verschiedenen Stadien der Pubert&#228;t). Als Mann Anfang 50 beobachtet und kommentiert er die Generationen zwischen jung und alt. So unterteilt er auch sein Buch in vier Kapitel, als die vier Stationen des menschlichen Alters: 1. S&#228;uglingsalter und Kindheit,  2. Adoleszenz, 3. Erwachsenenalter und mittlere Jahre, 4. Hohes Alter und Tod.</p>
<p>Friedliche und einfache Kurzgeschichten sind es nicht. Ein repr&#228;sentatives Kapitel sieht so aus: erst werden biologische Verfallsfakten sachlich in Zahlen gereiht (<em>»Im Alter von drei&#223;ig bis vierzig sind Frauen noch f&#252;nfundachtzig Prozent so fruchtbar, wie sie es mit zwanzig bis vierundzwanzig waren; der Grad mindert sich auf f&#252;nfunddrei&#223;ig Prozent im Alter von vierzig bis f&#252;nfundvierzig und sinkt praktisch auf null Prozent nach dem 50. Lebensjahr«</em>), gefolgt von noch mehr Zahlen, scheinbar beliebig, so &#252;ber eine Hochzeitszeremonie von Donald Trump: ich erfahre unter anderem die G&#228;steanzahl, den Namen der Kirche, die Dauer der Zeremonie, dass die Schleppe der Braut vier Meter lang war und von 28 Schneiderinnen gen&#228;ht wurde, dass der Hochzeitskuchen 1,80 Meter hoch war. Dann endet das Kapitel, es ist wie fast alle Kapitel, nur zwei bis drei Seiten lang. Es tr&#228;gt den Namen <em>Jungen und M&#228;dchen im Vergleich II</em><em>I</em>. Es ist nicht ganz einfach, sich da einen Reim draus zu machen.</p>
<p>Shields schl&#228;gt innerhalb eines Themenkapitels der vier Altersstadien scheinbar planlos in alle Richtungen aus. Einmal geht es nur um Haare: er zitiert Woody Allen (<em>»Das Beste was man tun kann, ist, sich altersgem&#228;&#223; zu verhalten. Wer sechzehn Jahre alt oder j&#252;nger ist, sollte zusehen, dass er keine Glatze bekommt«</em>), dann seinen Vater, der gegen die Glatze Baseballm&#252;tze tr&#228;gt, und nat&#252;rlich erfahre ich zuerst in den biologischen Fakten dass ich &#252;ber haarbildende Zellen verf&#252;ge, dass mein Haar braun ist weil sich reines Melanin gebildet hat, und dass graues Haar durch die Vermengung der urspr&#252;nglichen Haarfarbe mit dem wei&#223; entsteht, das in dem Moment aus dem Kopf zu wachsen beginnt, wenn die Zellen ihre Funktion einstellen.</p>
<blockquote><p>Vor etlichen Jahren erfuhr ich zuf&#228;llig von der Mode, die Glatze mit einem Kinnbart zu kombinieren, und ich muss sagen: Das gef&#228;llt mir. Es dr&#252;ckt eher aus, dass man den Tod anerkennt als dass man ihn negiert.</p></blockquote>
<p>Shields Schreibstil, der in Feuilletons als »schnell und postmodern« bezeichnet wird, irritierte mich am Anfang, als ich nach Sinn und Muster in seinem Text suchte. Es ist Shields ganz eigener Blick auf das Leben, und das sei Fakt: man durchl&#228;uft gewisse stereotype Phasen, man wird alt, und dann stirbt man, zwangsl&#228;ufig. Nicht hadern und Zur&#252;ckliegendem nachtrauern, lautet vielleicht die Botschaft. Eben nicht negieren, dass man eines Tages stirbt, sondern mit diesem Bewusstsein einfach leben, gl&#252;cklich in allen Stadien des Lebens, so wie der vitale Vater von Shields, seit fast 100 Jahren.</p>
<p class="bestellen"><a rel="nofollow" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406592856/selbstausbild-21" target="_blank">The Thing About Life Is That One Day You&#8217;ll Be Dead </a></p>
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		<title>Mängelexemplar | Sarah Kuttner liest ihren einfühlsamen, glaubwürdigen Roman</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 15:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch, Hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Humorvoll]]></category>

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		<description><![CDATA[Karo macht eigentlich alles richtig als Romanheldin. Sie verliert ihren Job und beendet, wo sie schon dabei ist, auch gleich ihre heillos eingeschlafene Beziehung. Alles auf Neuanfang, es kann ja nur besser ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3866107625/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-757" title="M&#228;ngelexemplar | Argon" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/10/maengelexemplar.jpg" alt="M&#228;ngelexemplar | Argon" width="151" height="128" /></a>Karo macht eigentlich alles richtig als Romanheldin. Sie verliert ihren Job und beendet, wo sie schon dabei ist, auch gleich ihre eingeschlafene Beziehung. Alles auf Neuanfang, kann ja nur besser werden. Nach der &#220;berwindung einiger &#228;rgerlicher, aber harmloser Hindernisse w&#228;re es in einem Unterhaltungsroman f&#252;r Frauen dann an der Zeit, dass sich Traumjob und Traummann ank&#252;ndigen und  ein <em>Happy End</em> folgt. Stattdessen k&#252;ndigt sich ein Problem an, das sich schlecht als harmloses Hindernis einordnen l&#228;sst, zumal es, wie Karo feststellen muss, gar nicht leicht zu &#252;berwinden ist. Karo bekommt eine Depression.</p>
<p>Karos Depression ist ein Ph&#228;nomen, das in der &#8220;Popul&#228;rpsychologie&#8221; den Namen <em>Quarterlife Crisis </em>erhalten hat, als Pendant zur <em>Midlife Crisis</em>. Sie betrifft junge Menschen Mitte bis Ende 20, oft nach der Ausbildung und vor oder w&#228;hrend des Eintritts ins Berufsleben, die pl&#246;tzlich nicht mehr wissen, wo sie stehen. Als ich im Buchhandel den Buchr&#252;ckentext von Sarah Kuttners <em>M&#228;ngelexemplar</em> gelesen habe, wollte ich das Buch direkt lesen:</p>
<p><em>Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, liebenswert und aggressiv, &#252;berdreht und traurig. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den F&#252;&#223;en. Pl&#246;tzlich ist die Angst da. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erz&#228;hlt Sarah Kuttner von dem Riss, der sich pl&#246;tzlich durch das Leben ziehen kann.</em></p>
<p>Ich erwartete eine witzige und &#8211; dem Thema angemessen &#8211; ernsthafte Geschichte. Ich mag Sarah Kuttner, also habe ich beschlossen, dass sie mir ihr Buch vorlesen soll. Das macht sie gut: energisch, im st&#228;ndigen Wechsel einf&#252;hlsam und zynisch. Schlie&#223;lich wird sie in der Ich-Form, &#228;hnlich wie ihre Freundin Charlotte Roche mit <em>Feuchtgebiete</em>, irgendwie eins mit der Heldin ihres Romans.</p>
<p>Ich habe &#246;fter auch gelacht, das Buch ist humorvoll, und ich konnte alles gut nachvollziehen, denn Sarah Kuttner beschreibt die Depression aus der Perspektive ihrer Heldin, die ihre Umwelt und sich selbst intelligent und berlinerisch unverbl&#252;mt kommentiert, w&#228;hrend sie M&#228;nner kennen lernt und aussortiert, Panikattacken und R&#252;ckf&#228;lle hat, Tabletten verschrieben bekommt und absetzt. Um dann  St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck ins Leben zur&#252;ck zu finden, Dank einer eigenwilligen aber sympathischen Familie, einem wirklich perfekten besten Freund und schlie&#223;lich eben auch einer Art Traummann.</p>
<p>Manchmal ist mir der beste Freund zu perfekt, die Flirts sind zu aufgeregt, der gefundene Traummann zu gut und anst&#228;ndig. Vielleicht ist es mir auch irgendwie nicht schlimm genug, was Karo in ihrer Depression widerf&#228;hrt, als h&#228;tte ich von ihr erwartet, dass sie nicht ganz so weich f&#228;llt. Dann w&#228;re das Buch nat&#252;rlich nicht so lustig und unterhaltsam geworden. Vor allem ist es ein zeitgem&#228;&#223;es Buch, eine Frau Mitte zwanzig ganz von heute, die ihre ersten Therapiesitzungen mit dem Recall einer Castingshow vergleicht, und es ist ein glaubw&#252;rdiges Buch, so als habe Sarah Kuttner &#228;hnliches durchgemacht.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Glück des Schreibens | Über die Schreibleidenschaft von Virginia Woolf, Rosamunde Pilcher und J.K. Rowling</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 03:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache und Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Austen]]></category>

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		<description><![CDATA[Elsemarie Maletzke speziell f&#252;r Jane Austen, begibt sich dieses Buch auf die Spuren weiblicher Schriftsteller Englands, in chronologischer Geburtsfolge und sortiert nach Genre, von Jane Austen &#252;ber die Brontë-Schwestern, Virginia ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3894792922/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-744" title="Das Gl&#252;ck des Schreibens | Nicolai Verlag" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/10/glueck-des-schreibens.jpg" alt="Das Gl&#252;ck des Schreibens | Nicolai Verlag" width="83" height="128" /></a>Ganz &#228;hnlich wie <a href="http://www.lesedetektiv.de/?p=688">Elsemarie Maletzke speziell f&#252;r Jane Austen</a>, begibt sich dieses Buch auf die Spuren weiblicher Schriftsteller Englands, in chronologischer Geburtsfolge und sortiert nach Genre, von Jane Austen &#252;ber die Brontë-Schwestern, Virginia Woolf und Rosamunde Pilcher, schlie&#223;lich auch zeitgen&#246;ssische Schriftsellerinnen wie P.D. James und J.K. Rowling.</p>
<p><em>Das Gl&#252;ck des Schreibens</em> ist eine Mischung aus vielen kurzen Biografien und Portraits der Autorinnen und h&#252;bschen Aufnahmen von romantischen roten Backsteinh&#228;usern, alten englischen D&#246;rfern und Arbeitspl&#228;tzen, die nur dazu geschaffen zu sein scheinen, als Geburtsorte herausragender Romane der Literaturgeschichte zu dienen.</p>
<p>Mit dem Thema kann man nicht viel falsch machen, denkt auch der Verlag, und findet gro&#223;z&#252;gige Worte im Umschlagstext: Luise Berg-Ehlers erl&#228;utere anschaulich, in welchem Ambiente gro&#223;e Romane entstanden, erg&#228;nzt durch »pr&#228;gnante Biografien« und »atmosph&#228;risch dichte Fotografien«. Der Buchtitel passt: die Frage, welches elementares Gl&#252;ck die Autorinnen beim Schreiben empfanden und empfinden, wei&#223; Luise Berg-Ehlers f&#252;r jede der portraitierten Frauen zu beantworten.</p>
<p>Luise Berg-Ehlers greift gerne auf literaturwissenschaftliche Fachbegriffe zur&#252;ck und schiebt hier und da eigene Ansichten unter, einige S&#228;tze geraten dabei zu umst&#228;ndlich. Mitunter l&#228;sst sie die Autorinnen sich gegenseitig kommentieren, so hat Virginia Woolf einiges Passendes &#252;ber die Geschwister Brontë und Jane Austen anzumerken. Bevor es zu sehr ins Detail geht, folgt das n&#228;chste Kapitel und die n&#228;chste englische Autorin.</p>
<p>Sch&#246;n f&#252;r alle, die beim Gedanken an einen viktorianischen Sekret&#228;r mit Schreibfeder &#8211; oder direkt samt einer Agatha Christi &#252;ber ihrer Schreibmaschine hockend &#8211; selig l&#228;cheln.</p>
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		<title>Hexenschwester | Katerina Timm schreibt über Büdingen im Mittelalter: Krieg, Hexenverfolgung und Liebeswirren</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 15:44:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Lene und Clara sind Zwillingsschwestern. Lene verliebt sich in den attraktiven und klugen Buchbinder Velten - und er scheint ihre Liebe zu erwidern, schlie&#223;lich k&#252;sst er sie unverhofft in einer dunklen Gasse auf dem Dorffest und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3547711371/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-727" title="Hexenschwester | Marion von Schr&#246;der" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/10/hexenschwester.jpg" alt="Hexenschwester | Marion von Schr&#246;der" width="80" height="128" /></a>Lene und Clara sind Zwillingsschwestern. Lene verliebt sich in den attraktiven und klugen Buchbinder Velten &#8211; und er scheint ihre Liebe zu erwidern, immerhin k&#252;sst er sie in einer dunklen Gasse auf dem Dorffest und sichert ihr zu, den Vater bald um ihre Hand zu bitten. Nun also neigt sich die unschuldige Zeit einem Ende zu, in der sie in der gemeinsamen Schlafst&#228;tte &#8220;die Zehen mit ihrer Schwester verschr&#228;nkte&#8221;, und es tut ihr schon leid um Clara, die zur&#252;ckbleiben wird.</p>
<p>Die Freude auf den aufregenden neuen Abschnitt in ihrem Leben &#252;berwiegt nat&#252;rlich, und sie h&#228;lt erwartungsfroh die Hand der Schwester, als sich Velten niederkniet &#8211; und Clara um deren Hand bittet.</p>
<p>F&#252;r Lene bricht die Welt zusammen. Nicht sie hatte er auf dem Dorffest k&#252;ssen wollen, sondern ihre Schwester, die er unter Einfluss von Wein und Dunkelheit mit Lene verwechselte. Clara heiratet Velten. Und Lene, die nicht zur&#252;ckbleiben m&#246;chte, w&#228;hrend die Schwester mit dem Geliebten zur gl&#252;cklichen Frau wird, heiratet den n&#228;chstbesten Bewerber.</p>
<p>So beginnt Katerina Timms historischer Roman im <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/06/B%C3%BCdingen_Stich_Braun-Hogenberg.png" onclick="return enlarge('http://www.lesedetektiv.de/wp-content/plugins/zap_imgpop/','http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/06/B%C3%BCdingen_Stich_Braun-Hogenberg.png','',event,300,75)">hessischen B&#252;dingen</a> Mitte des 17. Jahrhunderts, in den wirren Konflikten des Drei&#223;igj&#228;hrigen Kriegs, wo Spanier, Kroaten und Schweden nacheinander einfallen und viele Frauen des Dorfes als Hexe denunziert werden, um unter Folter Verbrechen zu gestehen und schlie&#223;lich verbrannt zu werden. Etwas &#228;hnliches scheint auch einer der Schwestern zu bl&#252;hen, soviel verr&#228;t der Titel.</p>
<p>Die Ausgangslage kann ja ungewisser kaum sein: die gro&#223;e Liebe wird mit der Schwester verheiratet, der eigene Mann ist ein Langweiler, und die Gefahr lauert an allen Fronten. Die Identifikation mit der Protagonistin Lene f&#228;llt mir schon deshalb leicht, weil sie so hei&#223;t wie ich.</p>
<p>Lene ein M&#228;dchen bzw. junge Frau, die in historischen Romanen gern die Hauptrolle spielt: h&#252;bsch, als »Makel« lediglich ein wenig zu d&#252;nn und mit zu kleinen Br&#252;sten, aber ausreichend selbstbewusst und optimistisch.</p>
<p>Katerina Timm ist darum bem&#252;ht, tats&#228;chlich Geschehenes in die Geschichte einzuweben, als habe sie im Stadtarchiv B&#252;dingens die eine oder andere historische Begebenheit gelesen, um sie dann in ihren Roman einzuarbeiten. Das passt nicht immer rein,  zumindest nicht, um die Glaubw&#252;rdigkeit der Geschichte um die beiden Schwestern zu unterst&#252;tzen.</p>
<p>Nach einem sehr vielversprechenden Anfang wird mir die Figur Lene so allm&#228;hlich fremd. Eine lange Zeit lang l&#228;uft ihre Geschichte ziemlich ereignislos vor sich hin: Lene ist eher ungl&#252;cklich vor allem aber teilnahmslos verheiratet, sie wagt sich lediglich im Beruf ihres Mannes auf vorsichtige Innovationen (die nicht auf Gegenliebe sto&#223;en) und auch in der Geschichte unwichtig und unterentwickelt bleiben.</p>
<p>Lene ergibt sich ihrem Schicksal jahrelang, seitenlang. Langsam beginne ich mich &#8211; angesichts des nahenden hinteren Buchdeckels &#8211; zu fragen, wie das enden soll. Bis sich pl&#246;tzlich alles dreht und eine Zukunft mit dem geliebten Velten doch noch in greifbare N&#228;he r&#252;ckt.</p>
<p>Mit zunehmender Dramatik wird Katerina Timms Schreibstil zunehmend &#228;therisch. Das klingt dann so: <em>»Sie erahnte die Stelle, wo sie dem Vogel eine Freiheit gegeben hatte, wie sie ihr wiedergegeben worden war, eine Freiheit, die vielleicht direkt in den Tod f&#252;hrte und die doch besser war, als gefangen zu sein.« </em></p>
<p>Es ist trotzdem ein historischer Schm&#246;ker der guten Art, ein bisschen Liebesgeschichte, vor allem mit viel zeitgen&#246;ssischer Atmosph&#228;re.</p>
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		<title>Das Mädchen seiner Träume | Donna Leons Commissario Brunetti und sein siebzehnter Fall</title>
		<link>http://www.lesedetektiv.de/romane/krimi-thriller/das-maedchen-seiner-traeume-donna-leons-commissario-brunettis-und-sein-siebzehnter-fall/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=das-maedchen-seiner-traeume-donna-leons-commissario-brunettis-und-sein-siebzehnter-fall</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 13:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftskritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder ein Brunetti, 17 mittlerweile. Nimmt das kein Ende? Seit 1992 schreibt Donna Leon j&#228;hrlich einen Roman dessen Protagonist, der venezianische Polizist Commissario Guido Brunetti, l&#228;ngst zur Marke geworden ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3257066953/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-708" title="Das M&#228;dchen seiner Tr&#228;ume | Diogenes" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/09/brunettis-siebzehnter-fall.jpg" alt="Das M&#228;dchen seiner Tr&#228;ume | Diogenes" width="75" height="128" /></a>Wieder ein Brunetti, 17 B&#228;nde sind es schon. Seit 1992 schreibt Donna Leon j&#228;hrlich einen Roman, dessen Protagonist, der venezianische Polizist Commissario Guido Brunetti, l&#228;ngst zur Marke geworden ist. Und sie hat ein recht klares Schema: ein Kriminalfall, meist ein Mord, parallel dazu ein sozialkritischer Aspekt und als Gegenpol der Hoffnung jede Menge Brunetti-Familienleben.</p>
<p>Der Mordfall dieses Romans ist der eines jungen M&#228;dchens, das tot in Venedigs Kan&#228;len treibt. Sie geh&#246;rt zu den Roma, womitauch das gesellschaftskritische Anliegen des Romans abgesteckt ist. Der Kriminalfall tritt gute 150 Seiten lang zur&#252;ck und macht Platz f&#252;r eine detaillierte und anschauliche Beschreibung der Lebensverh&#228;ltnisse der Roma: Donna Leon berichtet sehr gr&#252;ndlich davon, wie die Bev&#246;lkerungsgruppe unter dem gesellschaftlichen Ausschluss leidet. Interessant und lehrreich &#8211; aber nicht spannend.</p>
<p>Der Spannung ebenfalls nicht zutr&#228;glich ist die extra gro&#223;e Portion Familienleben (Brunettis Mutter stirbt). Unterhaltsam f&#252;r alle, die Familie Brunetti seit 17 B&#228;nden verfolgen und lieb gewonnen haben und auch die geistreichen Wortwechsel im Kommissariat zu sch&#228;tzen wissen. Wenn auch die (in der Vergangenheit sehr fesselnde) Krimi-Spannung von Band zu Band abnimmt, gute Dialoge fallen Donna Leon immer ein.</p>
<p>Vielleicht ist es ein Fehler, immer noch einen spannenden Krimi hinter der Marke Brunetti zu erwarten. Dabei ist es Donna Leon doch offensichtlich viel wichtiger &#252;ber gesellschaftliche Missst&#228;nde zu berichten und liebevoll den venezianischen Alltag darzustellen. Der Kriminalfall ger&#228;t zur Nebenhandlung. Auch wenn ich mich (in Erwartung eines Krimis) streckenweise langweilte ist der 17. Fall wieder besser als <a title="Donna Leon" href="http://www.lesedetektiv.de/?s=donna+leon">die letzten beiden</a>.</p>
<p>Donna Leon kann wunderbar schreiben. Sie fordert etwas von ihrem Leser, und sei es nur das Bewusstsein, dass  eben nicht immer alles sauber aufgel&#246;st und abgeschlossen wird. Trotzdem: sch&#246;n w&#228;r&#8217;s schon, mal wieder was richtig Spannendes von ihr zu lesen. Hoffnung nicht aufgeben, warten wir eben auf&#8217;s n&#228;chste Jahr.</p>
<p class="gelesen">Auch gelesen hat&#8217;s <a title="Ines Dietzsch / krimi-couch.de" href="http://www.krimi-couch.de/krimis/donna-leon-das-maedchen-seiner-traeume.html" target="_blank">Ines Dietzsch / krimi-couch.de</a> und meint: »Ein gewisser Unterhaltungswert ist dem Roman nicht abzusprechen, jedoch Krimi-Spannung? – Fehlanzeige«</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit Jane Austen durch England | Elsemarie Maletzke auf den Spuren der Autorin und ihren Figuren</title>
		<link>http://www.lesedetektiv.de/biografisch/mit-jane-austen-durch-england-diesmal-schreitet-elsemarie-maletzke-die-spuren-der-autorin-ab/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=mit-jane-austen-durch-england-diesmal-schreitet-elsemarie-maletzke-die-spuren-der-autorin-ab</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 08:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Austen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon wieder Elsemarie Maletzke? Tats&#228;chlich scheinen ihre Fachgebiete vor allem die Themen Jane Austen, Bronté-Schwestern und Garten zu umfassen. Dabei hat sie sich so eingehend mit Jane Austen besch&#228;ftigt, dass sie ihr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3458351434/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-689" title="Mit Jane Austen durch England | Insel" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/09/mit-jane-austen-durch-england.jpg" alt="Mit Jane Austen durch England | Insel" width="78" height="128" /></a>Die Reiseroute orientiert sich an Austens Biographie, beginnt also in Steventon, wo Jane Austen 1775 als Pfarrerstochter geboren wurde und die Romane <em>Pride and Prejudice, Northanger Abbey</em> und <em>Sense and Sensibility</em> schrieb. Ihr Weg f&#252;hrte sie Mitte zwanzig f&#252;r einige ungl&#252;ckliche Jahre nach Bath, wo Maletzke versucht, ihre Unterk&#252;nfte auszumachen und die Schaupl&#228;tze besucht, die in den Romanen <em>Northanger Abbey</em> und <em>Persuasion</em> eine Rolle spielen.</p>
<p>Ihren Urlaub verbrachte Jane Austen gerne am Meer, z.B. in Lyme Regis in der Grafschaft Dorset, deren Hafenmauer »The Cobb« zum literarischen Schauplatz im Roman<em> Persuasion</em> wurde. Im Alter von 34 Jahren zog Jane Austen nach Chawton, &#252;berarbeitete ihre fr&#252;hen Romane und schrieb nacheinander <em>Mansfield Park, Emma</em> und <em>Persuasion</em>. Jetzt erst, im Jahr 1811, wurde als erster Roman <em>Sense and Sensibility</em> ver&#246;ffentlicht. In Chawton steht auch ein echter »Austen-Schrein«: ihr Wohnhaus, das <em>Chawton-Cottage</em>. Hier kann man originale Utensilien bestaunen, zum Beispiel Jane Austens Schreibtisch. Die letzte Station der Reise ist Winchester, wo sie 1817 starb.</p>
<p>Dieses Buch f&#252;hrt nicht an die Originalschaupl&#228;tze der Verfilmungen, auch wenn hier und da darauf eingegangen wird (z.B. bei einer Jane-Austen-Stadtf&#252;hrung in Bath, wo die Stra&#223;enecke vorgef&#252;hrt wird, an der sich in einer <em>Persuasion</em>-Verfilmung Amanda Root und Ciarán Hinds k&#252;ssten &#8211; was auf wenig Begeisterung der Kritik sto&#223;, da &#246;ffentliches K&#252;ssen unrealistisch war zu Austens Zeit).</p>
<p>Immer wieder betont Maletzke, wie wenig tats&#228;chlich bekannt ist dar&#252;ber, welche Herrenh&#228;user Vorbild f&#252;r die Anwesen der Romanfiguren waren. Orte, bei denen man einen Zusammenhang vermutet, stattet Maletzke einen Besuch ab und h&#228;lt ihre Eindr&#252;cke fest.</p>
<p><em>Mit Jane Austen durch England</em> ist ein wenig Reisef&#252;hrer, ein bisschen Biografie und ein heiterer Erfahrungsbericht. Mit spitzem Witz sch&#246;pft Maletzke aus ihrem gro&#223;en Jane-Austen-Wissen, hier und da gew&#252;rzt mit satirischen Zitaten aus Austens Romanen und Briefen. Dabei hat sie sich wohl so eingehend mit Jane Austen besch&#228;ftigt (die sie vertraulich »Jane« nennt), dass ihr die englische Autorin in Fleisch und Blut &#252;bergegangen ist und sie einen &#228;hnlich ironischen Tonfall pflegt.</p>
<p>Die Fotos ihrer Reise sind auch sehr gelungen &#8211; ein paar mehr davon, und ich h&#228;tte mir das Buch sehr gut als gro&#223;en Hardcover-Bildband vorstellen k&#246;nnen. So erh&#228;lt das schmale Taschenbuch seinen verdienten Platz gleich neben meinen Austen-Romanen.</p>
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		<item>
		<title>Schlaflos in Seoul | Vera Hohleiters Erfahrungen in Südkorea: unterhaltsame, pragmatische Kritik</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 18:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autobiografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten, Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>

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		<description><![CDATA[Korea scheint kein besonders freundliches Land f&#252;r pragmatische Ausl&#228;nder mit kurzen Haaren, Leberflecken und vegetarischen Essgewohnheiten zu sein. Was aber, bei all diesen unangenehmen Erfahrungen und Berichten, h&#228;lt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423211539/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-1318" title="Schlaflos in Seoul | dtv" src="http://www.selbstausbildung.de/wp-content/uploads/2009/09/schlaflos-in-seoul.jpg" alt="Schlaflos in Seoul | dtv" width="83" height="128" /></a> Vera Hohleiter lebt seit drei Jahren in Seoul, S&#252;dkorea. Dort hin gef&#252;hrt hat sie zun&#228;chst ihre Neugierde und Abenteuerlust und schlie&#223;lich die Beziehung zu einem Koreaner. Thematisch berichtete sie in<em> Schlaflos in Seoul</em> von ihren Erfahrungen in der Metrolople, in dem Land, das vibriert zwischen Tradition und Fortschritt, einer stark konservativen Elterngeneration und einer Jugend, die technikbegeistert ist und nach Freiheit strebt.</p>
<p>Jedes Kapitel ist eine erz&#228;hlte Episode, ein rascher Blick ins bunte Treiben. Eigentlich genau das, was der Umschlag verspricht, der Hohleiter leger schlendernd im Seouler Nachtleben zeigt. Sehr ehrlich, sehr kritisch und nat&#252;rlich aus ihren subjektiven Erfahrungen gespeist erz&#228;hlt sie anekdotenhaft von ihrem (Ein)Leben in Seoul. Sie hat dabei jene Aspekte herausgearbeitet, die deutschen Lesern am Kuriosesten erscheinen &#8211; das sind eben nicht unbedingt die Sch&#246;nheit der Landschaft, die Geschichte oder die Kultur.</p>
<p>Schnell wird dabei klar, was man in Korea lieber nicht tun sollte: &#252;ber Hundefleischverzehr diskutieren. Vegetarier sein. Bus fahren. Schwiegerm&#252;ttern begegnen &#8211; wobei der Grat zwischen potenzieller und tats&#228;chlicher Schwiegermutter gering sein kann, wie am Beispiel eines jungen Deutschen erz&#228;hlt wird, der die Familie seiner koreanischen Freundin besuchte und unversehens zwangsverheiratet wurde. Das unverheiratete Zusammenleben der Tochter mit dem Deutschen in Berlin galt im traditionalistischen Elternhaus als Entehrung, die nur durch die nachtr&#228;gliche Eheschlie&#223;ung wieder in Ordnung gebracht werden konnte.</p>
<p>Ein individueller Kleidungsstil scheint ebenfalls riskant, denn Individualit&#228;t und Europ&#228;ismus w&#252;rden gerne s&#252;ffisant als Schimpfwort verwendet. In Korea z&#228;hle Gruppenbewusstsein und Unterw&#252;rfigkeit, weshalb man als koreanischer Angestellter anstandslos Alkohol in rauen Mengen trinkt, oder, so hat sich Hohleiter erz&#228;hlen lassen, gar den in Chilipaste getr&#228;nkten Finger des Chefs abzulutschen hat, wenn dieser das als Bestrafung f&#252;r angemessen h&#228;lt.</p>
<p>Als Ausl&#228;nder sei man in Korea generell nicht gerne gesehen. Wer mit einem sensiblen Selbstbewusstsein ausgestattet ist, sollte besser kein Koreanisch verstehen, denn Hohleiter hat die unangenehme Erfahrung gemacht, dass herzlich und unverhohlen &#252;ber physische Unzul&#228;nglichkeiten gel&#228;stert wird. Von einer koreanischen Freundin erf&#228;hrt sie: <em>»Die koreanischen M&#228;nner sind widerlich, unkultiviert und stockkonservativ. Ich bin jetzt sechsunddrei&#223;ig, ich habe Sommersprossen und einen Doktortitel. Eine unattraktivere Kombination gibt es f&#252;r M&#228;nner gar nicht.«</em> Und:<em> »Ich merke, wie mich Leute in der U-Bahn ansehen mit einer Mischung aus Ekel und Mitleid, wie eine Behinderte.« </em></p>
<p>Korea scheint kein besonders freundliches Land f&#252;r pragmatische Ausl&#228;nder wie die Autorin zu sein, mit kurzen Haaren, Leberflecken und vegetarischen Essgewohnheiten. Was aber, bei all diesen unangenehmen Erfahrungen und Berichten, h&#228;lt Hohleiter in Korea? Dieselbe Frage hat sie sich selbst auch gestellt. Im vorletzten Kapitel <em>Warum denn Korea?</em> wertet sie die Ergebnisse einer Pro- und Contra-Liste aus. Da ist vor allem der koreanische Lebensgef&#228;hrte &#8211; und dann f&#228;llt ihr erstmal selbst nichts mehr ein. Abgesehen von banalen Kleinigkeiten wie kostenlosem Tafelwasser und Gratisbeilagen zu Modezeitschriften kommen ihr dann die Stichworte »Chancen« (Jobs, die sie durch ihr westliches Aussehen und Fremdsprachenkenntnisse ergreifen kann) und »interessant« in den Sinn.</p>
<p>Tats&#228;chlich wisse sie jedoch h&#228;ufiger Negatives als Positives &#252;ber Korea zu berichten. Man m&#252;sse, wenn man im Ausland lebt und arbeitet, Land und Leute nicht notwendigerweise lieben. Da ist es nicht allzu abwegig herauszulesen, dass sie Land und Leute S&#252;dkoreas nicht besonders sch&#228;tzt. Eine riskante &#196;u&#223;erung, wenn sie beruflich u.a. auf einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LPuR2pHCW6Y" target="_blank">Fernsehsofa des Senders KBS</a> sitzt, als eine Art h&#252;bsche Ausl&#228;nderinnenpersiflage, und auf der Stra&#223;e erkannt wird.</p>
<p>Dass sie mit ihrem Buch <a href="http://blog.brigitte.de/korea/2009/08/nachrichten-von-lesern-und-nichtlesern.html" target="_blank">nicht gerade auf Gegenliebe in S&#252;dkorea st&#246;&#223;t</a>, wundert Hohleiter eigentlich nicht.  In etwas verbittertem Tonfall schreibt sie selbst an einer Stelle: <em>»Die meisten Koreaner tragen einen selbstgef&#228;lligen Nationalstolz vor sich her und sind absolut davon &#252;berzeugt, dass ihr Land &#252;ber jede Kritik erhaben ist. Die einzigen Makel, die sie bereitwillig zugeben, sind die hohen Mietpreise und die Luftverschmutzung &#8211; vermutlich weil beides messbar und statistisch zu belegen ist.</em>« Und an anderer Stelle: <em>»Dass Korea international nicht bedeutender, erfolgreicher und beliebter ist [...] k&#246;nnte tats&#228;chlich an dem ewig gestrigen nationalistischen Denken liegen, das selbst in den K&#246;pfen der Jungen und der Fortschrittlichen fest verankert ist.«</em></p>
<p>Lohnt sich der Kauf f&#252;r Deutsche, f&#252;r die das Buch schlie&#223;lich geschrieben wurde? Definitiv ja. F&#252;r jeden mit Interesse am Land und gerade auch f&#252;r jene die dort hinreisen wollen, denn sie werden auf sehr ehrliche und unterhaltsame Weise vorbereitet. Und es wird sie am Ende nicht davon abbringen, dieses zweifellos spannende Land selbst kennen lernen zu wollen.</p>
<p class="gelesen">Auch gelesen hat&#8217;s <a href="http://www.buchinformationen.de/rezension.php?id=3848" target="_blank">Manfred Orlick / buchinformationen.de</a> und meint: »Alles in allem ein sehr unterhaltsames und sympathisches Buch von einer intelligenten und neugierigen Frau«</p>
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		</item>
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		<title>Jane Austen für Boshafte | ausgewählte Worte des elegantesten satirischen Talents des 18. Jahrhunderts</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 13:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comic, Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Hab ich gern gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Austen]]></category>

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		<description><![CDATA[Jane Austen schaffte mit Elizabeth Bennett und Mr. Darcy eines der sch&#246;nsten antagonistischen Paare und die wunderbarste Liebeserkl&#228;rung von Captain Wentworth an Anne Elliot in Verf&#252;hrung. Doch bei Jane Austen gibt es ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3458351450/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-657" title="Jane Austen f&#252;r Boshafte | Insel" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/09/jane-austen-boshafte.jpg" alt="Jane Austen f&#252;r Boshafte | Insel" width="78" height="128" /></a>Wenn eine neue Jane-Austen-Verfilmung ver&#246;ffentlicht wird, romantisch und witzig, dann legen die Buchh&#228;ndler wieder ihren Vorrat an Jane-Austen-Romanen ins Schaufenster und man trifft &#252;berall auf Frauen, die eines der Exemplare in den H&#228;nden halten &#8211; mit entt&#228;uschter Miene. Das ist ja gar nicht das Buch zum Film.</p>
<p>Jane Austen schaffte mit Elizabeth Bennett und Mr. Darcy eines der sch&#246;nsten antagonistischen Paare und <a href="http://www.goodreads.com/quotes/show/6766" target="_blank">die wunderbarste Liebeserkl&#228;rung</a>, von Captain Wentworth an Anne Elliot, in <em>Verf&#252;hrung</em>.</p>
<p>Doch in Jane Austens Romanen gibt es keine K&#252;sse, keine leidenschaftlichen Blicke, wie in den Verfilmungen. Viel lieber &#252;bt sie mit scharfer Zunge (bzw. Feder) Kritik an den gesellschaftlichen Zw&#228;ngen ihrer Zeit. Schon im allerersten Satz von <em>Stolz und Vorurteil</em> teilt sie aus: »Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle, der ein beachtliches Verm&#246;gen besitzt, zu seinem Gl&#252;ck nur noch eine Frau bedarf«.</p>
<p>In der Zitatsammlung <em>Jane Austen f&#252;r Boshafte</em> hat Elsemarie Maletzke aus Austens Briefen, Werken und Werkentw&#252;rfen die »herrlichsten Bosheiten« des »elegantesten satirischen Talents des 18. Jahrhunderts« herausgesucht und thematisch sortiert, darunter die Kategorien <em>Liebe und Ehe, Tod, M&#252;&#223;iggang </em>und <em>Kunstgenuss</em>.</p>
<p>Das sind viele kurze Anmerkungen (<em>»Alleinstehende Frauen haben eine fatale Neigung zur Armut. Das ist ein starkes Argument f&#252;r die Ehe«</em>), aber auch l&#228;ngere Dialoge, wie der Schlagabtausch zwischen Elizabeth Bennett und Lady Catherine.</p>
<p>Frau Maletzke kennt sich aus in Sachen Satire: ihre Laufbahn f&#252;hrte sie in die Redaktionen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pardon_(Zeitschrift)" target="_blank">Pardon</a>, <a href="http://www.titanic-magazin.de/" target="_blank">Titanic</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pflasterstrand">Pflasterstrand</a>, und sie kennst sich aus in Sachen Jane Austen: Anfang des Jahres wurde ihre <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/344273780X/selbstausbild-21 " target="_blank">Jane Austen Biographie</a> neu aufgelegt.</p>
<p><em>Jane Austen f&#252;r Boshafte</em> ist ein schmales, zartes Buch, das seinen Leser zielsicher zum L&#228;cheln bringt &#8211; und zum Lesen der Werke verf&#252;hrt.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3458351450/selbstausbild-21" target="_blank"> Happiness in marriage is entirely a matter of chance. </a></p>
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		</item>
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		<title>Das Flandrische Siegel | Marie Cristens süffig-seichte Mittlelalterunterhaltung in dritter Runde</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 08:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Romantisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mochte den Vorg&#228;nger Die Stunde des Venezianers nicht &#252;berm&#228;&#223;ig: flache Figuren, die rollentypisch handeln. Das einmal in Kauf genommen, war es eine recht s&#252;ffige mittelalterliche Unterhaltung, gerade so spannend ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426662205/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-642" title="Flandrische Siegel, Das | Knaur" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/09/das-flandrische-siegel.jpg" alt="Flandrische Siegel, Das | Knaur" width="84" height="128" /></a>Ich mochte den Vorg&#228;nger <em>Die Stunde des Venezianers</em> nicht &#252;berm&#228;&#223;ig: flache Figuren, die rollentypisch handeln. Das einmal in Kauf genommen, war es eine recht s&#252;ffige mittelalterliche Unterhaltung, gerade so spannend das die Zeit schnell vergeht und dabei leicht und seicht, um stets wachsam genug zu sein, die Haltestelle nicht zu verpassen.</p>
<p>In <em>Das flandrische Siegel</em>, dem dritten Buch ihrer vierteiligen »Flandern-Saga«, nimmt Marie Cristen die Familienf&#228;den wieder auf. Es gibt ein Wiedersehen mit Aimée, der klugen eigenwilligen Sch&#246;nen aus der<em> Stunde des Venezianers</em>, die mit besagtem Venezianer mittlerweile f&#252;r Nachwuchs gesorgt hat und nun als gutm&#252;tige Gro&#223;mutter wiederkehrt. Ihre angestammte Rolle als widerspenstige Heldin nimmt nun Enkelin Christina ein, die sich nicht in eine Ehe mit dem groben Hendrik van der Molen dr&#228;ngen lassen m&#246;chte und stattdessen Pl&#228;ne schmiedet, mit ihrem Geliebten Daniel und Freundin Hannah nach Venedig zu fliehen. Christinas Bruder Lucas, der als verkannter, talentierter Maler seinerseits gute  Gr&#252;nde hat in Venedig das Gl&#252;ck zu finden, schlie&#223;t sich ihnen an.</p>
<p>Die halbj&#228;hrige Reise der vier machen die rund 500 Seiten des Buchs aus. Dabei passiert nat&#252;rlich nichts so wie gedacht. Die kleine Reisegruppe erwartet unstandesgem&#228;&#223;e Behandlung: Pr&#252;gel, Vergewaltigung und Tod, aber auch eine neue, unerwartete Liebe f&#252;r beide Geschwister. Im Zentrum steht ein Religionskonflikt: zwei Christen und zwei Juden reisen gemeinsam und m&#252;ssen Wege finden, ihre Verliebtheit mit den Geboten ihrer Religion zu vereinbaren.</p>
<p><em>Das flandrische Siegel</em> ist wieder s&#252;ffig, leicht und erf&#252;llt alle Erwartungen an einen historischen Unterhaltungsroman. Die Vorg&#228;nger muss man nicht gelesen haben, die Geschichte ist komplett eigenst&#228;ndig.<br />
Mir gef&#228;llt, dass Cristen aus dem Familienstammbaum der Cornelis und Contarinis jeweils nur den kurzen Lebensausschnitt herausgreift, der die Entwicklung des unschuldigen M&#228;dchens zur selbstbewussten Frau mit dem richtigen Heiratsabtrag in der Tasche beschreibt.</p>
<p>Dabei sind mir allerdings weder die Figuren, noch die Liebesgeschichte(n) ans Herz gegangen. Auch die Beschreibung der mittelalterlichen Umwelt gelingt nicht sehr eindringlich. Am Ende webt Cristen noch ein wenig Krimi mit ein und es wendet sich schlie&#223;lich alles zum Guten &#8211; der herrische Vater gelobt Einsicht, der b&#246;se Hendrik van der Molen erh&#228;lt seine Strafe und jeder Topf findet einen Deckel. Das ist gef&#228;llig &#8211; und mit dem Verraten des guten Endes habe ich nicht einmal das Lesevergn&#252;gen anderer gest&#246;rt, denn genau diesen Ausgang hat man schon beim Umschlagen der ersten Seite erwartet. Wieder ein Buch, das sich wunderbar auf der Zugfahrt lesen l&#228;sst: und p&#252;nktlich zum Ausstieg an der richtigen Station schon wieder vergessen.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426662205/selbstausbild-21" target="_blank"> Wer heiratet wen im Sp&#228;tmittelalter </a></p>
<p class="gelesen">Auch gelesen hat&#8217;s <a href="http://www.literaturnetz.com/index.php?/Buch/Historischer-Roman/Das-flandrische-Siegel.html" target="_blank">Birgit Erwin / literaturnetz.com</a> und meint: »Historische Romanze ohne Tiefgang, aber mit Unterhaltungswert«</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutsche Literaturgeschichte | Schön, preiswert, beschwingt geschrieben – aber mit Nachgeschmack</title>
		<link>http://www.lesedetektiv.de/literatur-sprache/deutsche-literaturgeschichte-schoen-preiswert-beschwingt-geschrieben-aber-mit-nachgeschmack/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=deutsche-literaturgeschichte-schoen-preiswert-beschwingt-geschrieben-aber-mit-nachgeschmack</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 09:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprache und Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Besonders an dieser Literaturgeschichte ist, dass ganz stark der historische Kontext eingearbeitet wurde, der das Entstehen der literarischen Werke und Str&#246;mungen beeinflusste. Diese Literaturgeschichte liest sich nat&#252;rlich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3476022471/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-1274" title="Deutsche Literaturgeschichte | Metzler" src="http://www.selbstausbildung.de/wp-content/uploads/2009/08/metzler-literaturgeschichte.jpg" alt="Deutsche Literaturgeschichte | Metzler" width="91" height="128" /></a>Die Deutsche Literaturgeschichte, von den Anf&#228;ngen bis zur Gegenwart, das klingt komplett und vollst&#228;ndig, als wenn man danach alles w&#252;sste: vom Mittelalter bis zur Netzliteratur, literarische Erscheinungen bis ins Jahr 2008. Das versprechen auch die 750 Seiten Umfang.</p>
<p>Aber, vielen Dank, nicht nur enge, klein gedruckte Textbl&#246;cke, sondern auch ein paar Bilder und eine &#252;bersichtliche Seitenaufteilung, bei der oben auf der Doppelseite Kapitel und Unterkapitel stehen und neben dem Textabschnitt das Stichwort, das ihn am besten zusammenfasst. Sch&#246;ne Typographie, ein stabiler Einband der sich gut und wichtig im Regal macht und gerade so akademisch seri&#246;s ist, dass er nicht abschreckt, sondern das Gef&#252;hl vermittelt, m&#252;helos und mit Freude etwas Ordentliches lernen.</p>
<p>Besonders an dieser Literaturgeschichte ist, dass ganz stark der historische Kontext eingearbeitet wurde, der das Entstehen der literarischen Werke und Str&#246;mungen beeinflusste: f&#252;r ein Studium mit Schwerpunkt Literatur und Geschichte nat&#252;rlich ideal.<br />
Diese Literaturgeschichte liest sich nat&#252;rlich nicht leicht wie ein Roman, aber doch so fl&#252;ssig und interessant wie ein anspruchsvolleres Lesebuch.</p>
<p>Nach all den guten Eindr&#252;cken nun das &#196;rgerliche: diese siebte Auflage sei von den Autoren »durchgesehen und, wo n&#246;tig, stillschweigend verbessert worden«. Wieso ist dann immer noch dieser Fehler im Buch, dass Karl der Gro&#223;e im Jahr 800 in Aachen zum Kaiser gekr&#246;nt worden sei, anstatt in Rom?</p>
<p>Ich wei&#223; solche Details nat&#252;rlich nicht auswendig &#8211; dieser Fehler wurde bereits 2005 in der am meisten beachteten Kundenrezension auf<em> Amazon.de</em> angemerkt (zur sechsten Auflage 2001), als nur ein Beispiel »vieler«, »unverzeihbarer hammerharter Fehler«. Nur zwei von f&#252;nf Bewertungssternen l&#228;sst der Rezensent dem Buch, begr&#252;ndet lediglich auf Oberfl&#228;chlichkeiten wie »sch&#246;nem &#252;bersichtlichen Design« und den »sehr gut lesbaren« Texten &#8211; also genau den Dingen, die mir auch so gut gefallen.</p>
<p>Es ist nicht so, dass die eine falsche Angabe zum Kr&#246;nungsort Karl des Gro&#223;en Pr&#252;fungen ernsthaft gef&#228;hrden w&#252;rde. Und man kann sich auch nicht sicher sein, ob der Rezensent nicht am Ende nur diesen einen »hammerharten« Fehler aufgetan und sich angesichts dieser Entdeckung furchtbar aufgeplustert hat.</p>
<p>Wie aber kann ich mich auf die Autoren eines Studienbuchs verlassen, die seit der letzten Auflage 2001 ausreichend Zeit hatten, diesen Fehler »stillschweigend« zu verbessern, es aber nicht getan haben? Die »hilfreichste Kundenrezension« auf <em>Amazon.d</em><em>e</em> beeinflusst schlie&#223;lich Tausende K&#228;ufer. Das hinterl&#228;sst einen vermeidbaren unangenehmen Nachgeschmack zu diesem ansonsten sch&#246;nen, preiswerten, interessanten und hin und wieder gar humorvollen Werk.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3476022471/selbstausbild-21" target="_blank"> Macht sich nach wie vor gut im Buchregal &#8230; </a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Teuflisches Team | Fortsetzung eines spannenden High-Tech-Thrillers – und meiner Partikel-Allergie</title>
		<link>http://www.lesedetektiv.de/romane/krimi-thriller/teuflisches-team-fortsetzung-eines-spannenden-high-tech-thrillers-und-meiner-partikel-allergie/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=teuflisches-team-fortsetzung-eines-spannenden-high-tech-thrillers-und-meiner-partikel-allergie</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 08:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder, Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi, Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[SF, Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Buch mit den schwarzen Partikeln im Schnitt wird fortgesetzt - nat&#252;rlich mistamt den schwarzen Parikeln, die die Seiten so zusammenkleben, dass ich sie bei jedem Umbl&#228;ttern mit einem knarzenden Ger&#228;usch auseinander ziehen muss ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426501112/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-628" title="Teuflisches Team | Knaur" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/08/teuflisches-team.jpg" alt="Teuflisches Team | Knaur" width="83" height="128" /></a>Das Buch mit den schwarzen Partikeln im Schnitt wird fortgesetzt &#8211; nat&#252;rlich mistamt den schwarzen Parikeln, die die Seiten so zusammenkleben, dass ich sie bei jedem Umbl&#228;ttern mit einem knarzenden Ger&#228;usch auseinander ziehen muss. Solange man nicht umbl&#228;ttert und nur von au&#223;en anschaut, ist es wirklich toll gestaltet, keine Frage.<br />
Wen es kalt l&#228;sst, dass Farbe permanent abf&#228;llt, wie spr&#246;der Staub an den Fingerkuppen h&#228;ngenbleibt und eingeatmet wird (kein Witz &#8211; ich musste permanent niesen), den erwartet ein spannender, brandaktueller Science-Fiction-Thriller.</p>
<p>Mit Teuflisches Team geht die Trilogie in die zweite Runde: der mittlerweile 15-j&#228;hrige Hacker Cadel kann keinen Schritt mehr ohne polizeiliche &#220;berwachung tun &#8211; zu wichtig ist seine Funktion als Kronzeuge gegen seinen teuflischen Vater Prosper English. Der ist zwar hinter Gittern, aber Cadel wei&#223; sehr wohl, dass das f&#252;r ein Genie wie ihn selbst kein un&#252;berwindbaderes Hindernis ist. Untergebracht in einem Heim und ohne Erlaubnis Australien zu verlassen, besch&#228;ftigen ihn zwar Reibereien mit dem Heimkind Mace, ansonsten aber ist ihm t&#246;dlich langweilig.</p>
<p>Dann bekommen er und seine Freundin, Mathe-Genie Sonja, einen Platz in einem Wohnheim f&#252;r intelligente Jugendliche angeboten &#8211; und nehmen dankbar an, wobei sie sich sehr wohl bewusst sind, dass es sich dabei eigentlich um die Rekrutierung einer kleinen Cyberhacking-Armee handelt: das teuflische Team. Ihr Ziel ist es, das Unternehmen GenonM zu durchleuchten und zu zerst&#246;ren, das auch im Zusammenhang zu Prosper English steht.</p>
<p>Dieser zweite Band hat mir noch besser gefallen als <a href="http://www.lesedetektiv.de/?p=191">der erste</a>: er ist zwar weniger »teuflisch«, aber ich habe das sympathische Team hackender Jugendlicher schnell ins Herz geschlossen. Es ist ein komplexes Buch, rasant und ironisch, im Computer-Jargon geschrieben und voller intelligenter Tricks und Wendungen. Es spricht die Hightech-Generation unmittelbar an. Wer sein Kind »zum Lesen bringen« m&#246;chte, f&#252;r den lautet das Zauberwort nicht l&#228;nger »Harry Potter«, sondern »Cadel Piggot«.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426501112/selbstausbild-21" target="_blank"> Der Harry Potter der aktuellen Jugend-Generation </a></p>
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		<title>Die Leiden des jungen Werthers | Goethes Klassiker des Sturm und Drang als Arbeitsgrundlage und Sammelobjekt</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 12:25:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Innerhalb der Reihe Bibliothek der Erstausgaben des dtv-Verlags erscheint der Nachdruck der Erstausgabe von 1774, herausgegeben als Sonderausgabe in satiniertem Leinen, mit Leseb&#228;ndchen und  Silberpr&#228;gung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bibliothekdererstausgaben.de/sonderausgaben.cfm?dtvnr=2676" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-619" title="Die Leiden des jungen Werthers | dtv" src="http://www.lesedetektiv.de/wp-content/uploads/2009/08/goethe-leiden-des-jungen-werthers.jpg" alt="Die Leiden des jungen Werthers | dtv" width="84" height="128" /></a>Werther, ein junger, sensibler Mann, schreibt vom Mai 1771 bis Dezember 1772 Briefe an seinen Freund Wilhelm, in denen zun&#228;chst die enthusiastischen Beschreibungen der Natur und Einwohner des Ortes Walheim Eingang finden, dann die Begegnung mit Lotte und deren Verlobten, mit dem er sich anfreundet, aber zunehmend auf ihn eifers&#252;chtig wird. Der Enthusiasmus wandelt sich in Pessimismus und schlie&#223;lich Todessehnsucht. Als seine Liebe zu Lotte unausweichlich hoffnungslos wird, kleidet er sich in der Tracht, die er trug als er Lotte kennen lernte (blauer Frack und gelbe Weste) und erschie&#223;t sich.</p>
<p>1772, als Goethe Mitte 20 ist, verliebt er sich zweimal ungl&#252;cklich: erst in Charlotte Buff, Braut seines Freundes Christian Kestner, danach in Maximiliane La Roche, die dann den Frankfurter Kaufmann Peter Brentano heiratet. Ein ebenfalls ungl&#252;cklich verliebter Legationssekret&#228;t erschie&#223;t sich mit Kestners Waffe.<br />
Drei Ereignisse, die Goethe den n&#246;tigen Impuls geben, 1774 innerhalb von vier Wochen seinen Werthers runter zu schreiben und zun&#228;chst anonym zu ver&#246;ffentlichen. </p>
<p>Innerhalb der Reihe <a href="http://www.bibliothekdererstausgaben.de/" target="_blank">Bibliothek der Erstausgaben</a> des dtv-Verlags erscheint der Nachdruck der Erstausgabe von 1774, herausgegeben als Sonderausgabe in satiniertem Leinen, mit Leseb&#228;ndchen und  Silberpr&#228;gung. Der Text folgt der Originalpaginierung, enth&#228;lt Zeilenz&#228;hler, im Anhang eine Zeittafel zu Goethes Leben, ein Glossar und Infos zu Werk und Textgestalt.</p>
<p>Ich nutze die Ausgabe f&#252;rs Studium &#8211; sie ist wesentlich stimmungsvollere zu lesen als die Ausgabe der Reclam Universal-Bibliothek, ist mit 10 Euro immer noch g&#252;nstig und vereint Arbeitsgrundlage mit ansprechender, hochwertiger Gestaltung.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.bibliothekdererstausgaben.de/sonderausgaben.cfm?dtvnr=2676" target="_blank"> Stimmungsvolles Schm&#246;kern und Arbeiten &#8230; </a></p>
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		<title>Papst und Teufel | Kirchenhistoriker Hubert Wolf über die Archive des Vatikan und das Dritte Reich</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 09:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Madeleine Mercado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hubert Wolf, Professor f&#252;r Kirchengeschichte an der Universit&#228;t M&#252;nster, war in den Geheimarchiven des Vatikans. Kardinal Ratzinger gew&#228;hrte ihm 1992 als erstem Wissenschaftler Zugang zu den verschlossenen Archiven des Vatikans ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406577423/selbstausbild-21" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-1264" title="Papst und Teufel | C.H. Beck" src="http://www.selbstausbildung.de/wp-content/uploads/2009/08/papst-teufel.jpg" alt="Papst und Teufel | C.H. Beck" width="81" height="128" /></a>Hubert Wolf, Professor f&#252;r Kirchengeschichte an der Universit&#228;t M&#252;nster, war in den Geheimarchiven des Vatikans. Kardinal Ratzinger war es &#8211; von Wolfs Doktorarbeit &#252;berzeugt &#8211; der ihm 1992 als erstem Wissenschaftler Zugang zu den verschlossenen Archiven des Vatikans erm&#246;glichte.</p>
<p>Erst 1998 wurden sie dann allgemein zug&#228;nglich gemacht, die Archive der Heiligen R&#246;mischen und Universalen Inquisition und der R&#246;mischen Indexkongregation, in denen dunkle Kapitel der Kirchengeschichte lagern: seit 1571 auch der Index <em>librorum prohibitorum, </em>der die B&#252;cher und Autoren verzeichnet, die von Katholiken nicht gelesen, besessen oder verkauft werden durften. Hier stie&#223; Wolf auf die Akte Heinrich Heine, was zu der &#220;berlegung f&#252;hrte, wieso zwar der Sp&#246;tter auf dem Index stand, der Evolutionstheoretiker Charles Darwin aber nicht.</p>
<p>Auf diesem Weg gelangte Wolf schlie&#223;lich zur Beantwortung der Fragen, die grundlegend f&#252;r das Buch <em>Papst und Teufel</em> sind: wieso wurde Hitlers<em> Mein Kampf</em>, trotz bereits fertiggestellter Verurteilung, letztlich doch nicht verboten? In welchem Verh&#228;ltnis standen Vatikan und Nationalsozialismus demnach? Welche Rolle spielten Papst, Kardin&#228;le und Bisch&#246;fe, wie wurde hinter den Mauern diskutiert? Und wie kam es zu dem Konkordat, das 1933 feierlich vom Vizekanzler von Papen und dem Kardinalstaatssekret&#228;r Eugenio Pacelli unterzeichnet wurde?</p>
<p>Den Mythos der hochtechnisierten Archive, den Dan Brown in seinem Roman <em>Illuminati</em> erschaffen hat, korrigiert Wolf als erstes: kein »dunkler Flugzeughangar« oder luftdichte Kammern mit Unterdruck, die Browns Helden beinahe zur Todesfalle werden &#8211; stattdessen berichtet Wolf von »ganz normalen« Aktrenregalen, &#252;ber 85 Kilometer. Auch wird der Zugang nicht ausschlie&#223;lich papsttreuen Katholiken erlaubt, sondern es herrsche uneingeschr&#228;nkter Zutritt f&#252;r alle, die einen ausreichenden Nachweis wissenschaftlichen K&#246;nnens vorweisen. Das »geheim« sei so auch eher im Sinne von »privat« zu verstehen.</p>
<p>Wolfs Weg f&#252;hrt durch die Grenze zur Vatikanstadt, u.a. vorbei am Vatikanischen Supermarkt. »Freundliche Mitarbeiter« im Archiv machen ein Foto und fragen nach dem Forschungsgegenstand: »Das war es dann aber auch«. Mit dem Zutritt zum Geheimarchiv und wie es darin konkret aussieht, beginnt Wolfs Studie zu den Beziehungen zwischen Vatikan und Nationalsozialismus (weitere Kapitel: <a href="http://www.chbeck.de/infopopup.aspx?product=24296&amp;tab=3" target="_blank">Inhaltsverzeichnis</a>).</p>
<p>Dass Papst und Teufel einiges miteinander zu tun haben ist nichts Neues. Der Papst aus dem Buchtitel steht f&#252;r Pius XII., der Teufel ist personifiziert von Hitler. Dem plakativen Titel entsprechend ist <em>Papst und Teufel</em> ein wissenschaftliches Sachbuch, von einem kritischen katholischen Wissenschaftler geschrieben: spannend ohne oberfl&#228;chlich zu werden, aber noch so popul&#228;rwissenschaftlich, dass ich es nicht vom Anspruch ersch&#246;pft beiseite legen m&#246;chte.</p>
<p class="bestellen"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406577423/selbstausbild-21" target="_blank"> Zeugnisse von Zivilcourage und Versagen </a></p>
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