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<title>litblogs.net - aktuell</title>
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<description>literarische weblogs in deutscher sprache</description>
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<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 07:10:50 +0000</pubDate>
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<title>vmrf16</title>
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<description><![CDATA[<p><img src="https://abendschein.ch/wp-content/uploads/etkcontext74_viewmaster_dokdraft5_black_Seite_15-724x1024.jpg" title="Find the differences, C10, vergleiche zwei view-master bzw. meoskop-modelle und markiere die unterschiede auf der patentskizze." alt="Find the differences, C10, vergleiche zwei view-master bzw. meoskop-modelle und markiere die unterschiede auf der patentskizze." width="724" height="1024"></p>]]></description>
<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 05:54:17 +0000</pubDate>
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<dc:creator>hab</dc:creator>
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<title>Herhöre iijn!</title>
<link>https://glumm.wordpress.com/2026/04/28/herhore-iijn/</link>
<description><![CDATA[<p>Solingen gerät immer mehr unter die Räder, weil die Politiker, die eine Kommunalwahl gewonnen haben, ihren Sieg nicht wirklich ernst nehmen. Und die Verantwortung, die daraus resultiert, ist erst recht kein Grund zum Feiern. Wie soll aus einer Sache, die man nur halb ernst nimmst, eine Volle Lotte Wahlparty werden? Nein, daraus kann gar nichts werden. Den meisten Politikern geht es um Kohle und lokale Popularität einheimsen für die nächsten Wahl, na ja und so weiter usw. – wem erzähle ich das.</p> 
 
 
 
<p>An sich würde ich sagen: „Arsch lecken! Macht euren Kram alleine“. Aber dann bescheissen die Gewählten ihr Volk (uns) nur umso mehr. Mit einem Wahlsieg in der Tasche scheint es gleichsam in die DNA eines Politikers überzugehen, dass man sich hemmungslos die Taschen vollmachen darf.</p> 
 
 
 
<p>Dabei geht es doch nur um eine traditionsreiche Frittenbude… Und Politiker haben, soviel ich weiß, mit dem späteren Abriss der Fritten-Baracke am Werwolf nichts am Hut. Warum also die ganze Vorrede? Für was?</p> 
 
 
 
<p>Als ich 1985 das letzte Mal im „Hüört Ens“ war, einer legendär halben Frittenbude/halben Bierklitsche gegenüber der alten Badeanstalt, da hieß der Laden schon nicht mehr „Hüört Ens“, sondern, tja, keine Ahnung, weiß der Henker wie. Ich war an diesem Nachmittag mit Mickes unterwegs. Wir lungerten erst im Mumms rum, die totale Langeweile.</p> 
 
 
 
<p>„Komm, wir gucken mal ins Hüört ens rein“, sagte einer von uns, „die haben wieder aufgemacht. Aber ohne Pommes. Nur Bier und Schnaps.“</p> 
 
 
 
<p>„Wie ohne Pommes?“ rief ich empört. Die Hüört ens-Pommes waren die besten im ganzen Bergischen Land, bis der Laden aus welchen Gründen auch immer dichtmachte. Allein die gelben dreieckigen Pommestüten wie in Holland machten schon halbsatt. Und dann noch mal hungrig. </p> 
 
 
 
<p>Die Musik im neuen „Hüört Ens“ rummste knochenlaut aus der offenen Ladentür,  direkt an der Kreuzung Werwolf, gegenüber der alten Badeanstalt. „Eyes without a face“, eine Heavy Nummer aus dem Jahr 1985, war schon kein Hit mehr, aber knüppellaut gespielt immer noch ein Brenner wie ein dicker Mercedes, wenn der Auspuff halb auf den Asphalt runterhängt.</p> 
 
 
 
<p>„Scheisse“, motzte Mickes.</p> 
 
 
 
<p>Scheisse war überhaupt seine Haupt-Äusserung. Selbst die im Bergischen einmaligen Fritten in 3-eckigen, spitz zulaufenden gelben Tüten gab es jetzt nicht mehr, und auch der schräge Wirt des „Hüört Ens“ war entlassen worden. Ehrlich gesagt, ich hab nur noch eine halbherzige Erinnerung an das Gesicht des vollbärtigen Wirts, warum? Weil in der Erinnerungsarbeit ständig eins der anderen genialen Wirtshaus-Gesichter dazwischenfunkt. </p> 
 
 
 
<p>Da war etwa James, der Wirt des Stonns Fuot. Ein Besucher namens Twing hatte ihm in meiner Gegenwart nachts um eins einen vollen Glasaschenbecher in den Rücken geworfen, weil Twing einfach nicht nach Hause wollte, trotz letzter Glocke und dem jeden Abend gespielten Abschiedslied „DUST IN THE WIND“ von Kansas. Später stellte sich heraus, dass Twing für diese Nacht, die für James auch querschnittsgelähmt hätte enden können, kein Bett gefunden hatte – mehr war nicht gewesen. In den folgenden Tagen haben sich alle geschämt, daran erinnere ich mich, geschämt, weil aus einer an sich beschissen harmlosen Situation am Ende eine bitterböse Pointe hätte stehen können. Nur James kriegte wie immer den Mund nicht auf. Er schmiss den Job im Stonns. Ich sah ihn noch einige Male in der Stadt rumlaufen, ohne dass man sich groß gegrüßt hätte, dann war er fort. Ich hörte mal, er wäre zurück nach Hamburg gegangen. Oder Kiel.</p> 
 
 
 
<p></p>]]></description>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 20:32:11 +0000</pubDate>
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<dc:creator>GLUMM / 500BEINE</dc:creator>
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<title>Neu bei Faustkultur: Händels Cäsar von David McVicar an der Deutschen Oper Berlin. Eine Kritik zur „Premiere“ des 25. April 2026.</title>
<link>https://dschungel-anderswelt.de/20260428/neu-bei-faustkultur-haendels-caesar-von-david-mcvicar-an-der-deutschen-oper-berlin-eine-kritik-zur-premiere-des-25-april-2026/</link>
<description><![CDATA[        → D o r t :]]></description>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 20:11:39 +0000</pubDate>
<category>litblogs.net</category>
<category>litblogs</category>
<dc:creator>Alban Nikolai Herbst</dc:creator>
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<title>Kunstforum International</title>
<link>https://www.mdegens.de/kunstforum-international/</link>
<description><![CDATA[<figure><img width="960" height="960" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.kunstforum.001.jpeg" alt="marc.degens.kunstforum.001"></figure> 
 
 
 
<p>Die April-Ausgabe der Zeitschrift KUNSTFORUM INTERNATIONAL hat das Thema »Das inszenierte Selbst – Autofiktion in der Gegenwartskunst«.</p> 
 
 
 
<p>In der neuen Folge seiner RELEKTÜREN-Kolumne stellt Rainer Metzger Michael Rutschkys Tagebuch MITGESCHRIEBEN vor und behandelt in der zweiten Hälfte seiner Kolumne vor allem Rutschkys dritten und letzten Tagebuchband AM ENDE.</p> 
 
 
 
<p>Dabei kommt er auch auf Rainald Goetz‘ Arbeitsjournal MORAL MAZES (erstveröffentlicht im Merkur 900, Mai 2024; abgedruckt in WRONG) und mein Buch <a href="https://www.mdegens.de/buch/selfie-ohne-selbst/">SELFIE OHNE SELBST</a> (Berenberg, 2022) zu sprechen.</p> 
 
 
 
<p>Nicht nur aufgrund dieser Kolumne finde ich die Ausgabe anregend und lehrreich. </p> 
 
 
 
<p>Ein Highlight für mich war etwa Isabel Mehls Aufsatz über Lynne Tillmans Interview mit Meret Oppenheim »Don’t Cry … Work« von 1973, dessen Titel zehn Jahre später als Umschlagsmotto (ohne Nennung der Quelle) auf dem Buchrücken von Rainald Goetz‘ Debütroman IRRE abgedruckt wurde.</p> 
 
 
 
<figure> 
<figure><img width="960" height="960" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.kunstforum.002.jpeg" alt="marc.degens.kunstforum.002"></figure> 
 
 
 
<figure><img width="800" height="800" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.kunstforum.003-800x800.jpeg" alt="marc.degens.kunstforum.003"></figure> 
 
 
 
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.mdegens.de/kunstforum-international/">Kunstforum International</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.mdegens.de">Marc Degens</a>.</p>]]></description>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 16:47:57 +0000</pubDate>
<category>litblogs diverse</category>
<category>litblogs.net</category>
<category>litblogs</category>
<dc:creator>Marc Degens</dc:creator>
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<title>Herhöre iijn!</title>
<link>https://glumm.wordpress.com/2026/04/28/herhore-iijn/</link>
<description><![CDATA[<p>Solingen gerät immer mehr unter die Räder, weil die Politiker, die eine Kommunalwahl gewonnen haben, ihren Sieg nicht wirklich ernst nehmen. Und die Verantwortung, die daraus resultiert, ist erst recht kein Grund zum Feiern. Wie soll aus einer Sache, die man nur halb ernst nimmst, eine Volle Lotte Wahlparty werden? Nein, daraus kann gar nichts werden. Den meisten Politikern geht es um Kohle und lokale Popularität einheimsen für die nächsten Wahl, na ja und so weiter usw. – wem erzähle ich das.</p> 
 
 
 
<p>An sich würde ich sagen: “Arsch lecken! Macht euren Kram alleine”. Aber dann bescheissen die Gewählten ihr Volk (uns) nur umso mehr. Mit einem Wahlsieg in der Tasche scheint es gleichsam in die DNA eines Politikers überzugehen, dass man sich hemmungslos die Taschen vollmachen darf.</p> 
 
 
 
<p>Dabei geht es doch nur um eine traditionsreiche Frittenbude… Und Politiker haben, soviel ich weiß, mit dem späteren Abriss der Fritten-Baracke am Werwolf nichts am Hut. Warum also die ganze Vorrede? Für was?</p> 
 
 
 
<p>Als ich 1985 das letzte Mal im “Hüört Ens” war, einer legendär halben Frittenbude/halben Bierklitsche gegenüber der alten Badeanstalt, da hieß der Laden schon nicht mehr “Hüört Ens”, sondern, tja, keine Ahnung, weiß der Henker wie. Ich war an diesem Nachmittag mit Mickes unterwegs. Wir lungerten erst im Mumms rum, die totale Langeweile.</p> 
 
 
 
<p>“Komm, wir gucken mal ins Hüört ens rein”, sagte einer von uns, “die haben wieder aufgemacht. Aber ohne Pommes. Nur Bier und Schnaps.”</p> 
 
 
 
<p>“Wie ohne Pommes?” rief ich empört. Die Hüört ens-Pommes waren die besten im ganzen Bergischen Land, bis der Laden aus welchen Gründen auch immer dichtmachte. Allein die gelben dreieckigen Pommestüten wie in Holland machten schon halbsatt. Und dann noch mal hungrig. </p> 
 
 
 
<p>Die Musik im neuen “Hüört Ens” rummste knochenlaut aus der offenen Ladentür,  direkt an der Kreuzung Werwolf, gegenüber der alten Badeanstalt. “Eyes without a face”, eine Heavy Nummer aus dem Jahr 1985, war schon kein Hit mehr, aber knüppellaut gespielt immer noch ein Brenner wie ein dicker Mercedes, wenn der Auspuff halb auf den Asphalt runterhängt.</p> 
 
 
 
<p>“Scheisse”, motzte Mickes.</p> 
 
 
 
<p>Scheisse war überhaupt seine Haupt-Äusserung. Selbst die im Bergischen einmaligen Fritten in 3-eckigen, spitz zulaufenden gelben Tüten gab es jetzt nicht mehr, und auch der schräge Wirt des “Hüört Ens” war entlassen worden. Ehrlich gesagt, ich hab nur noch eine halbherzige Erinnerung an das Gesicht des vollbärtigen Wirts, warum? Weil in der Erinnerungsarbeit ständig eins der anderen genialen Wirtshaus-Gesichter dazwischenfunkt. </p> 
 
 
 
<p>Da war etwa James, der Wirt des Stonns Fuot. Ein Besucher namens Twing hatte ihm in meiner Gegenwart nachts um eins einen vollen Glasaschenbecher in den Rücken geworfen, weil Twing einfach nicht nach Hause wollte, trotz letzter Glocke und dem jeden Abend gespielten Abschiedslied “DUST IN THE WIND” von Kansas. Später stellte sich heraus, dass Twing für diese Nacht, die für James auch querschnittsgelähmt hätte enden können, kein Bett gefunden hatte – mehr war nicht gewesen. In den folgenden Tagen haben sich alle geschämt, daran erinnere ich mich, geschämt, weil aus einer an sich beschissen harmlosen Situation am Ende eine bitterböse Pointe hätte stehen können. Nur James kriegte wie immer den Mund nicht auf. Er schmiss den Job im Stonns. Ich sah ihn noch einige Male in der Stadt rumlaufen, ohne dass man sich groß gegrüßt hätte, dann war er fort. Ich hörte mal, er wäre zurück nach Hamburg gegangen. Oder Kiel.</p> 
 
 
 
<p></p>]]></description>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 15:39:35 +0000</pubDate>
<category>litblogs.net</category>
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<dc:creator>GLUMM / 500BEINE</dc:creator>
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<title>Tuesday poem #682 : Patrick O’Reilly : EL CAMINO</title>
<link>http://dusie.blogspot.com/2026/04/tuesday-poem-682-patrick-oreilly-el.html</link>
<description><![CDATA[<p>  
 
</p><p><span style="font-family:Garamond, serif;font-size:14pt;line-height:107%;"> </span></p> 
 
<p><span style="font-family:Garamond, serif;font-size:14pt;line-height:107%;">Boasting a box capacity of almost<br>33 cubic feet, and 17 miles to a gallon,<br>the Chevrolet El Camino combined<br>the rugged durability of a pickup<br>with a sedan’s sleek, suburban profile.<br>3-Speed automatic, CID V8 engine,<br>and with 400 horses under the hood<br>this baby could definitely fuck.<br>It was the perfect vehicle for anyone<br>who couldn’t make a decision<br>and wanted to do it fast. You<br>could drive an El Camino if<br>you didn’t know who you were,<br>or just where you were going,<br>or how you wanted to get there,<br>how much you wanted to bring with you,<br>or who you were willing to leave in the dust.<br>A vehicle of pure possibility,<br>no certain past and no real future.<br>You could run out for groceries<br>or run from the cops. Cruise the main drag,<br>back and forth, all night, for eternity,<br>past the unchanging Texaco sign,<br>the Jiffy Lube, the Burger King, the eyes<br>in the rearview mirror<br>becoming luggage. You could<br>take the rugrats up to the lake,<br>you could pack your bags and leave<br>in the El Camino. You could drive all night.<br>You could be a car. You could be a truck.</span></p> 
 
<p><span style="font-family:Garamond, serif;font-size:14pt;line-height:107%;"> </span></p> 
 
<p><span style="font-family:Garamond, serif;font-size:14pt;line-height:107%;"> </span></p> 
 
<p><span style="font-family:Garamond, serif;font-size:14pt;line-height:107%;"> </span></p><p><span style="font-family:Garamond, serif;font-size:14pt;line-height:107%;"> </span></p><div style="clear:both;text-align:center;"><a href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgE7m7mnyfqE14WNLA0exRyT2SXUh53fM6yA8b_WYh198TUflbwXJSkRn-fcyhTXVX9wh9InTs6RpnWjJPeCxBQXGDuRXYLLpzZFpjM5f0bq9e91V_j3l1TUsBsVKFS0pdJjxNznYoYVP0zDCYaZl_INmckDxmUf8zgniaxMrwZ0qrBWM1Y6NHK/s1280/WIN_20190906_12_35_48_Pro.jpg" style="clear:left;float:left;margin-bottom:1em;margin-right:1em;"><img height="227" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgE7m7mnyfqE14WNLA0exRyT2SXUh53fM6yA8b_WYh198TUflbwXJSkRn-fcyhTXVX9wh9InTs6RpnWjJPeCxBQXGDuRXYLLpzZFpjM5f0bq9e91V_j3l1TUsBsVKFS0pdJjxNznYoYVP0zDCYaZl_INmckDxmUf8zgniaxMrwZ0qrBWM1Y6NHK/w404-h227/WIN_20190906_12_35_48_Pro.jpg" width="404" alt="WIN_20190906_12_35_48_Pro.jpg"></a></div><p><b><span style="font-family:Garamond, serif;font-size:14pt;line-height:107%;"><a href="https://www.forgetthebox.ca/arts/feature-friday-patrick-oreilly">Patrick O’Reilly</a></span></b><span style="font-family:Garamond, serif;font-size:14pt;line-height:107%;"> is a 
poet from Renews, NL, and a research monitor for the Hearn Institute for 
Fractal Nissography. Patrick is responsible for two chapbooks: <i>A Collapsible 
Newfoundland </i>(Frog Hollow Press, 2020) and <i>Demographics Report, November 
2023 </i>(Cactus Press, 2024).</span></p><p><span style="font-family:Garamond, serif;font-size:14pt;line-height:107%;">the Tuesday poem is curated by <a href="https://robmclennan.substack.com/">rob mclennan</a></span></p>]]></description>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 11:46:10 +0000</pubDate>
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<dc:creator>rob mclennan</dc:creator>
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<title>Plan?</title>
<link>https://www.isla-volante.ch/plan/</link>
<description><![CDATA[<figure><img src="https://www.isla-volante.ch/bild/2026/04/wirrwarr.jpg" title="Elsa am Anfang einer Linie die durch das ganze Bild irrt und in der Mitte eine Sequenz in aquarel vom Leuchtturm" alt="Elsa am Anfang einer Linie die durch das ganze Bild irrt und in der Mitte eine Sequenz in aquarel vom Leuchtturm Graphic Novel Artwork" height="630" width="900"></figure> 
<p>Wenn Elsa so weiterreist, kommt sie nie nach Hause. Sie ist auf Schleuderkurs.<br> 
Dabei müsste sie nur den Fahrplan lesen und nicht einfach in irgendeinen Zug einsteigen.<br> 
Aber irgendwann wird sie es schon begreifen.</p> 
<p>Die Kaffeezeichnung auf ihrem Tischset ist jetzt fertig, denn der Kaffee ist alle.</p> 
<p>Am Nebentisch werden interessante Gespräche geführt. Einer redet sich regelrecht in Rage, weil sein Lieblingsfussballer sich anscheinend nicht so ins Zeug gelegt hat, wie er es erwartet hat. In seinem Beruf könnte er sich das nicht erlauben, aber die seien eben … er ist nicht zu beruhigen. Dabei hat seine Mannschaft ja gewonnen. Aber er hätte Torschützenkönig werden können. Nein, nächste Saison wird er hoffentlich …</p> 
<p></p><source src="https://www.isla-volante.ch/1mp3/beetbox.ogg" type="audio/ogg"></source><source src="https://www.isla-volante.ch/1mp3/beetbox.mp3" type="audio/mpeg"></source><br> 
<em>Der Ton des Beatbox</em> 
<p>Achtung!<br> 
Für allfällige Schäden irgendwelcher Art, die durch das Hören der Audiodatei entstehen können, wird jede Haftung abgelehnt.</p>]]></description>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 10:46:50 +0000</pubDate>
<category>litblogs.net</category>
<category>litblogs</category>
<dc:creator>Rittiner + Gomez</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Leo, el Schnupperino</title>
<link>https://glumm.wordpress.com/2026/04/28/leo-el-schnupperino/</link>
<description><![CDATA[<div style="width:90%;"> 
     
    <div style="background-color:#F6F7F7;padding:32px;"> 
         
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            </div> 
             
        </div> 
         
    </div> 
     
</div>]]></description>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 02:58:28 +0000</pubDate>
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<dc:creator>GLUMM / 500BEINE</dc:creator>
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<title>Leo, el Schnupperino</title>
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<description><![CDATA[<div style="border-width:1px;padding-top:32px;padding-right:32px;padding-bottom:32px;padding-left:32px;"><div> 
<div> 
<figure><img src="http://s1.wp.com/wp-content/mu-plugins/jetpack-plugin/sun/images/lock-paywall.svg" alt="" width="24" height="24"></figure> 
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</div></div>]]></description>
<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 23:58:32 +0000</pubDate>
<category>litblogs.net</category>
<category>litblogs</category>
<dc:creator>GLUMM / 500BEINE</dc:creator>
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<item>
<title>Vor Jahren</title>
<link>https://glumm.wordpress.com/2026/04/27/vor-jahren/</link>
<description><![CDATA[<p>Seltsam. Wenn ich genervt nach Leo rufe, weil er wieder vor irgendeinem dreckigen Loch hockt und nach Mäuschen und Kaninchen scharrt und buddelt und kein Ende findet, erinnert mich meine eigene Stimme an die 70er-Jahre-Stimme von Tante Mona selig, wenn sie nachmittags zum Kaffeetrinken kam und meinen kleinen Bruder augenzwinkernd zu sich rief, Nikotinsiff im Hals und ein Zweimarkstück vorbereitet in der Hand. „Hier, Jung kannste doch bestimmt gebrauchen. Junge Leute können immer Geld gebrauchen. Und ist ja nicht so, als wären wir bei armen Leuten.“</p> 
 
 
 
<p>Ach so.</p> 
 
 
 
<p>7.6. 2018</p> 
 
 
 
<p>Freundlichkeit ist so eine Sache. Früher war ich verschlossener im Umgang mit Menschen, hatte aber mehr Ruhe. Das war besser. Einerseits. Andererseits sage ich heute eher, was ich denke und ärgere mich am nächsten Tag, was ich wieder für einen ungeregelten Mumpitz verzapft habe.</p> 
 
 
 
<p>#</p> 
 
 
 
<p>„Wenn du immer nur die richtigen Sachen sagen würdest, wärst du ja Gott.“                                  </p> 
 
 
 
<p>„Ja gut, da will ich ja hin.“</p> 
 
 
 
<p></p> 
 
 
 
<p>9.6. 2018</p> 
 
 
 
<p>Nachdem ich es also mal wieder NICHT zum Friseur geschafft hatte, weil ich keinen Nerv auf diesen verfluchten Frisörkittel verspürte, der mir regelmäßig das Gefühl gab in einer Zwangsjacke zu stecken, obwohl es doch nur eine Viertelstunde Leben kostete. Also schnitt mir die Gräfin am Sonntagabend die Haare.</p> 
 
 
 
<blockquote> 
<p>„Du siehst aus wie ein Knastbruder“, kritisierte sie ihre eigenen Bemühungen. Die Schere, eine original Solinger Handwerkerschere, war ein Überbleibsel aus den 90erjahren, als der dicke Hansen bis rauf nach England seine Dienste als Scherenschleifer anbot, bis er die Solinger Spezialscheren leid war, weil sie keiner haben wollte. Die schwarzen Brüder in London suchten nur nach fetten Bimboscheren, die schwer zu kriegen waren. Auch im Bergischen Land.</p> 
</blockquote> 
 
 
 
<p>„Das war’s dann wohl mit dem Weltruf“, schimpfte Hansen beleidigt und kehrte nach Solingen zurück. Wo es auch nicht besser lief. Aber: der dicke Hansen gab nicht auf. Das war sein Lebenselixier.</p> 
 
 
 
<p>#</p> 
 
 
 
<p>„Deine Eltern haben den Ball schön flach gehalten, ich wurde ohne große Aufregung in eure Familie aufgenommen…“, sagt die Gräfin. „Die ganze Atmosphäre war… so wohltuend gelöst.“</p> 
 
 
 
<p>„Andererseits habt ihr euch gegenseitig nie groß die Meinung gesagt, das fehlte mir irgendwie. Besonders deine Mutter hat die Konfrontation gescheut, auch wenn es noch so sehr in ihr brodelte. In unserer Familie ging es da um einiges erregter zu. Meine Mutter ist heute noch der Meinung, dass ein Leben ohne loderndes Feuer kein Leben ist…“</p> 
 
 
 
<p>„Mit deiner Mutter und mir, das war Liebe auf den ersten Blick. Aber ich hab es deinen Eltern auch leicht gemacht, mit meiner lockeren Art, die ich damals drauf hatte. Bei deinem Vater hat es etwas länger gedauert, das brauchte seine Zeit, bis wir warm miteinander wurden. Aber sein Humor hat uns gerettet.“</p> 
 
 
 
<p>16. Juni 2018</p> 
 
 
 
<p>Tatsächlich war ich erstaunt, wie schnell sie das Vertrauen meiner Eltern gewann. Da die Eltern der Gräfin gerade in Scheidung lebten, hatte ich die schwerere Position. Den Vater bekam ich kaum mit, er litt unter der Scheidung, und die Mutter, die sich von ihrem Mann getrennt hatte, machte eine einjährige Umschulung zur Altenpflegerin. Eine clevere Entscheidung. Sie verdiente ganz gut, was ihr besonders in Richtung Rente gut tun sollte.</p> 
 
 
 
<p>Wenn die Gräfin früh am Morgen in Stress gerät, weil sie glaubt, den Anforderungen des Alltags nicht gerecht zu werden, bekommt sie die schweissnassen fliegenden Finger. Beinahe fällt ihr der pfeifende Wasserkessel aus der Hand, der Besteckkasten verfehlt nur ganz knapp ihre Füße.</p> 
 
 
 
<p>Sie stöhnt auf.</p> 
 
 
 
<p>„Sag mal zu mir, ich soll mir nicht immer so einen Stress machen. Das bringt mich noch um.“</p> 
 
 
 
<p>„Mach dir nicht immer son Stress, mein Schatz.“</p> 
 
 
 
<p>„Na, du hast gut reden.“</p> 
 
 
 
<p>Dabei rede ich gar nicht so viel. In der Regel nur auf Aufforderung.</p> 
 
 
 
<p>#</p> 
 
 
 
<p>Sie kann kackfrech sein. So reicht sie mir ein superscharfes Teppichritzmesser, mitten im Wald, als wir mit Molly Gassi Gassi machen.</p> 
 
 
 
<p>„Komm, nu mach schon – ich guck auch weg.“</p> 
 
 
 
 
<figure><img width="47" height="104" src="https://glumm.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/img_20260426_121429547_portrait2-1.jpg?w=47" alt=""></figure> 
 
 
 
<pre>Der Nachteil jedes Höhepunkts: <br>Er leitet unwiderruflich <br>das Ende ein.</pre> 
 
 
 
 
 
 
<p></p>]]></description>
<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 19:19:20 +0000</pubDate>
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<title>Vor Jahren</title>
<link>https://glumm.wordpress.com/2026/04/27/vor-jahren/</link>
<description><![CDATA[<p>Seltsam. Wenn ich genervt nach Leo rufe, weil er wieder vor irgendeinem dreckigen Loch hockt und nach Mäuschen und Kaninchen scharrt und buddelt und kein Ende findet, erinnert mich meine eigene Stimme an die 70er-Jahre-Stimme von Tante Mona selig, wenn sie nachmittags zum Kaffeetrinken kam und meinen kleinen Bruder augenzwinkernd zu sich rief, Nikotinsiff im Hals und ein Zweimarkstück vorbereitet in der Hand. “Hier, Jung kannste doch bestimmt gebrauchen. Junge Leute können immer Geld gebrauchen. Und ist ja nicht so, als wären wir bei armen Leuten.”</p> 
 
 
 
<p>Ach so.</p> 
 
 
 
<p>7.6. 2018</p> 
 
 
 
<p>Freundlichkeit ist so eine Sache. Früher war ich verschlossener im Umgang mit Menschen, hatte aber mehr Ruhe. Das war besser. Einerseits. Andererseits sage ich heute eher, was ich denke und ärgere mich am nächsten Tag, was ich wieder für einen ungeregelten Mumpitz verzapft habe.</p> 
 
 
 
<p>#</p> 
 
 
 
<p>“Wenn du immer nur die richtigen Sachen sagen würdest, wärst du ja Gott.”                                  </p> 
 
 
 
<p>“Ja gut, da will ich ja hin.”</p> 
 
 
 
<p></p> 
 
 
 
<p>9.6. 2018</p> 
 
 
 
<p>Nachdem ich es also mal wieder NICHT zum Friseur geschafft hatte, weil ich keinen Nerv auf diesen verfluchten Frisörkittel verspürte, der mir regelmäßig das Gefühl gab in einer Zwangsjacke zu stecken, obwohl es doch nur eine Viertelstunde Leben kostete. Also schnitt mir die Gräfin am Sonntagabend die Haare.</p> 
 
 
 
<blockquote> 
<p>“Du siehst aus wie ein Knastbruder”, kritisierte sie ihre eigenen Bemühungen. Die Schere, eine original Solinger Handwerkerschere, war ein Überbleibsel aus den 90erjahren, als der dicke Hansen bis rauf nach England seine Dienste als Scherenschleifer anbot, bis er die Solinger Spezialscheren leid war, weil sie keiner haben wollte. Die schwarzen Brüder in London suchten nur nach fetten Bimboscheren, die schwer zu kriegen waren. Auch im Bergischen Land.</p> 
</blockquote> 
 
 
 
<p>“Das war’s dann wohl mit dem Weltruf”, schimpfte Hansen beleidigt und kehrte nach Solingen zurück. Wo es auch nicht besser lief. Aber: der dicke Hansen gab nicht auf. Das war sein Lebenselixier.</p> 
 
 
 
<p>#</p> 
 
 
 
<p>“Deine Eltern haben den Ball schön flach gehalten, ich wurde ohne große Aufregung in eure Familie aufgenommen…”, sagt die Gräfin. “Die ganze Atmosphäre war… so wohltuend gelöst.”</p> 
 
 
 
<p>“Andererseits habt ihr euch gegenseitig nie groß die Meinung gesagt, das fehlte mir irgendwie. Besonders deine Mutter hat die Konfrontation gescheut, auch wenn es noch so sehr in ihr brodelte. In unserer Familie ging es da um einiges erregter zu. Meine Mutter ist heute noch der Meinung, dass ein Leben ohne loderndes Feuer kein Leben ist…”</p> 
 
 
 
<p>“Mit deiner Mutter und mir, das war Liebe auf den ersten Blick. Aber ich hab es deinen Eltern auch leicht gemacht, mit meiner lockeren Art, die ich damals drauf hatte. Bei deinem Vater hat es etwas länger gedauert, das brauchte seine Zeit, bis wir warm miteinander wurden. Aber sein Humor hat uns gerettet.”</p> 
 
 
 
<p>16. Juni 2018</p> 
 
 
 
<p>Tatsächlich war ich erstaunt, wie schnell sie das Vertrauen meiner Eltern gewann. Da die Eltern der Gräfin gerade in Scheidung lebten, hatte ich die schwerere Position. Den Vater bekam ich kaum mit, er litt unter der Scheidung, und die Mutter, die sich von ihrem Mann getrennt hatte, machte eine einjährige Umschulung zur Altenpflegerin. Eine clevere Entscheidung. Sie verdiente ganz gut, was ihr besonders in Richtung Rente gut tun sollte.</p> 
 
 
 
<p>Wenn die Gräfin früh am Morgen in Stress gerät, weil sie glaubt, den Anforderungen des Alltags nicht gerecht zu werden, bekommt sie die schweissnassen fliegenden Finger. Beinahe fällt ihr der pfeifende Wasserkessel aus der Hand, der Besteckkasten verfehlt nur ganz knapp ihre Füße.</p> 
 
 
 
<p>Sie stöhnt auf.</p> 
 
 
 
<p>“Sag mal zu mir, ich soll mir nicht immer so einen Stress machen. Das bringt mich noch um.”</p> 
 
 
 
<p>“Mach dir nicht immer son Stress, mein Schatz.”</p> 
 
 
 
<p>“Na, du hast gut reden.”</p> 
 
 
 
<p>Dabei rede ich gar nicht so viel. In der Regel nur auf Aufforderung.</p> 
 
 
 
<p>#</p> 
 
 
 
<p>Sie kann kackfrech sein. So reicht sie mir ein superscharfes Teppichritzmesser, mitten im Wald, als wir mit Molly Gassi Gassi machen.</p> 
 
 
 
<p>“Komm, nu mach schon – ich guck auch weg.”</p> 
 
 
 
 
<figure><img width="47" height="104" src="https://glumm.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/img_20260426_121429547_portrait2-1.jpg?w=47" alt=""></figure> 
 
 
 
<pre>Der Nachteil jedes Höhepunkts: <br>Er leitet unwiderruflich <br>das Ende ein.</pre> 
 
 
 
 
 
 
<p></p>]]></description>
<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 16:19:57 +0000</pubDate>
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<title>2/26 – Werke auf Reisen</title>
<link>https://www.mariannebuettiker.ch/tempo-fugato/2-26-werke-auf-reisen/</link>
<description><![CDATA[<p>25. April bis 27. April 2026</p> 
 
 
 
<p style="font-size:18px;"><a href="http://www.galeriehilt.ch">Galerie Hilt, Basel</a></p> 
 
 
 
<figure><img width="1024" height="768" src="https://www.mariannebuettiker.ch/wp-content/uploads/2026/04/IMG_8790-1024x768.jpeg" alt=""></figure> 
 
 
 
<p style="font-size:8px;">Galerieraum – <em>Poeticum Botanica, 26 Farbtextcollagen</em> „<em>Über das Blühen</em>„</p> 
 
 
 
<p style="font-size:16px;">Statements – Babo | Büttiker | Hossmann | Zürcher</p> 
 
 
 
<p>Aktueller denn je braucht es Kunst und Künstler:innen. Sie geben uns oft von einer überraschend ungewohnten Perspektive aus neue Denkansätze.</p> 
 
 
 
<figure><img width="1024" height="768" src="https://www.mariannebuettiker.ch/wp-content/uploads/2026/04/IMG_8736-1024x768.jpg" alt=""></figure> 
 
 
 
<p style="font-size:8px;">Ausstellungsraum Römersaal, <strong>Environment</strong> <em>Nichts ist immer viel</em> – Schichtungen und Navigationen – Eine Zeitreise in Bild und Wort, Zeichen und Formen</p> 
 
 
 
<p>Führung: Mittwoch, 20. Mai, 14 -16 Uhr / Samstag, 30. Mai, 14 bis 16 Uhr / Sonntag 21. Juni, 12 – 16 Uhr. </p> 
 
 
 
<p>Öffnungszeiten: Mi – Fr 10 – 12, 13 – 17 Uhr, Sa 12 – 16 Uhr, St. Alban-Vorstadt 52, 4052 Basel.</p>]]></description>
<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 13:36:00 +0000</pubDate>
<category>litblogs.net</category>
<category>litblogs</category>
<dc:creator>admin</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>montage nr. 682</title>
<link>https://werkmaschine.wordpress.com/2026/04/26/montage-nr-682/</link>
<description><![CDATA[<p>wenn d<br>och <a href="https://werkmaschine.wordpress.com/category/strophen/nu/?orderby=rand">nu</a><br>r ein wenn auch noch so kl<br>einer rest <a href="https://werkmaschine.wordpress.com/category/strophen/zeit/?orderby=rand">gest<br>er<br>n</a> blei<br>b<br>t</p> 
 
 
 
<p><small>weil joshua clover heute ein jahr tot ist eine stelle joshua clover (roadrunner, p119) irgendwie wie wörtern und wortfetzen aus michael donhausers gestrüpp übersetzen:</small></p> 
 
 
 
<p><small>„The song doesn’t know, is not obliged to know. No moment knows all the others, no four minutes know all of time. Even at its wild velocity it does not get ahead of itself. From the promontory of the present we know a bit more about the song’s future, its persistence and transformation, the way that just as 1955 is folded and cached inside 1972, 1972 will be in turn folded and cached inside 1997, 1997 folded and cached inside 2007, 2007 folded and cached inside<br>right now, the moonlight always modern, the moonlight never modern, each year containing within it those that came before, each song passing along the roadside the spirit of some previous<br>moment that feels originary, and only through the presence of the past is the future open.“</small></p>]]></description>
<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 18:20:26 +0000</pubDate>
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<item>
<title>montage nr. 682</title>
<link>https://werkmaschine.wordpress.com/2026/04/26/montage-nr-682/</link>
<description><![CDATA[<p>wenn d<br>och <a href="https://werkmaschine.wordpress.com/category/strophen/nu/?orderby=rand">nu</a><br>r ein wenn auch noch so kl<br>einer rest <a href="https://werkmaschine.wordpress.com/category/strophen/zeit/?orderby=rand">gest<br>er<br>n</a> blei<br>b<br>t</p> 
 
 
 
<p><small>weil joshua clover heute ein jahr tot ist eine stelle joshua clover (roadrunner, p119) irgendwie wie wörtern und wortfetzen aus michael donhausers gestrüpp übersetzen:</small></p> 
 
 
 
<p><small>“The song doesn’t know, is not obliged to know. No moment knows all the others, no four minutes know all of time. Even at its wild velocity it does not get ahead of itself. From the promontory of the present we know a bit more about the song’s future, its persistence and transformation, the way that just as 1955 is folded and cached inside 1972, 1972 will be in turn folded and cached inside 1997, 1997 folded and cached inside 2007, 2007 folded and cached inside<br>right now, the moonlight always modern, the moonlight never modern, each year containing within it those that came before, each song passing along the roadside the spirit of some previous<br>moment that feels originary, and only through the presence of the past is the future open.”</small></p>]]></description>
<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 15:20:24 +0000</pubDate>
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<title>1/26 – Werke auf Reisen</title>
<link>https://www.mariannebuettiker.ch/tempo-fugato/4-26-werke-auf-reisen/</link>
<description><![CDATA[<p>28. März bis 2. August 2026</p> 
 
 
 
<p><a href="https://kunstmuseumolten.ch">Kunstmuseum Olten</a></p> 
 
 
 
<figure><img width="1024" height="673" src="https://www.mariannebuettiker.ch/wp-content/uploads/2026/04/Archiv_Kunstmuseum-Olten-1024x673.jpg" alt=""></figure> 
 
 
 
<p style="font-size:9px;">Das Werkbücher- und HefteArchiv: Vor und hinter und nach dem Horizont wird weiter und weiter geforscht.</p> 
 
 
 
<p>Hinter dem Horizont gehts weiter – Ein Projekt mit Werken von 55 Kunstschaffenden und Kollektiven</p> 
 
 
 
<p>Wir baten Kunstschaffende, die das Museum in den letzten Jahren begleitet haben, um Mitwirkung mit einem persönlichen Statement. Sie präsentieren Werke, die sie mit ihrem ganz eigenen Bild dessen verbinden, was hinter dem Horizont ist oder sein könnte –</p> 
 
 
 
<figure><img width="1024" height="744" src="https://www.mariannebuettiker.ch/wp-content/uploads/2026/04/Staubtuecher_Kunstmuseum-Olten-1024x744.jpg" alt=""></figure> 
 
 
 
<p style="font-size:9px;">Über die Poesie des Staubes, Staubtücher mit vor zu „aufgewischten“ Worten: Hinter und vor dem Horizont liegt Staub und die Arbeit mit dem Staubwischen und mit den Worten geht weiter und weiter. Beides Sammelt sich und formt sich und löst ich wieder auf. </p> 
 
 
 
<p>Das reiche <a href="https://kunstmuseumolten.ch/programm/ausstellungen/hinterm-horizont#events">Veranstaltungsprogramm</a> –  Öffnungszeiten: Di–Fr 12–17 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr, Kirchgasse 8, 4600 Olten.</p>]]></description>
<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 22:43:12 +0000</pubDate>
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</item>
<item>
<title>Altes Fotos, neues Buch</title>
<link>https://www.mdegens.de/altes-fotos-neues-buch/</link>
<description><![CDATA[<figure><img width="960" height="1200" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.lesebuch1_2.jpeg" alt="marc.degens.lesebuch1 2"></figure> 
 
 
 
<p>Es ist mir eine Ehre, mein Lesebuch als 148. Band zur Nylands Kleinen Westfälische Bibliothek beisteuern und mich in die zugegebenermaßen recht männerlastige Runde zwischen Klassikern wie Annette von Droste-Hülshoff und Christian Dietrich Grabbe und geschätzten Autoren wie Norbert Johannimloh, Hans Wollschläger, Max von der Grün, Erik Reger oder Wiglaf Droste einreihen zu dürfen.</p> 
 
 
 
<p>Das Lesebuch ist mit 146 Seiten prall gefüllt mit zwischen 1993 und 2025 entstandenen, teilweise erstmals veröffentlichten Texten, dazu gibt es zahlreiche Fotos, eine Zeittafel und ein Nachwort von Stefan Höppner. Das alles zum Preis von zehn Euro.</p> 
 
 
 
<p>Mein Dank gilt dem Herausgeber Stefan Höppner, dem Initiator der Reihe Walter Gödden, Alexandra Janetzko  für das Coverfoto, allen Fotografen und Verlagen für die Abdruckrechte, dem Aisthesis Verlag und der Nyland-Stiftung.</p> 
 
 
 
<figure> 
<figure><img width="960" height="1200" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.lesebuch2_2.jpeg" alt="marc.degens.lesebuch2 2"></figure> 
 
 
 
<figure><img width="960" height="1200" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.lesebuch3_2.jpeg" alt="marc.degens.lesebuch3 2"></figure> 
 
 
 
<figure><img width="961" height="1201" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.lesebuch4_2.jpeg" alt="marc.degens.lesebuch4 2"></figure> 
 
 
 
<figure><img width="961" height="1201" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.lesebuch5_2.jpeg" alt="marc.degens.lesebuch5 2"></figure> 
 
 
 
<figure><img width="960" height="1200" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.lesebuch6_2.jpeg" alt="marc.degens.lesebuch6 2"></figure> 
 
 
 
<figure><img width="960" height="1200" src="https://www.mdegens.de/wp-content/uploads/marc.degens.lesebuch7_2.jpeg" alt="marc.degens.lesebuch7 2"></figure> 
</figure> 
<p>Der Beitrag <a href="https://www.mdegens.de/altes-fotos-neues-buch/">Altes Fotos, neues Buch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.mdegens.de">Marc Degens</a>.</p>]]></description>
<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 17:41:05 +0000</pubDate>
<category>litblogs diverse</category>
<category>litblogs.net</category>
<category>litblogs</category>
<dc:creator>Marc Degens</dc:creator>
<source url="http://marc-degens.de/">Marc Degens</source>
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</item>
<item>
<title>Orte, wo jemand zuschlägt</title>
<link>https://glumm.wordpress.com/2026/04/25/orte-wo-jemand-zuschlagt/</link>
<description><![CDATA[<p style="text-align:left;">Beim Frühstück fragt sie: “Hat dein Zimmer eine neue Duftquelle, sag mal. Oder was ist das?”</p> 
<p style="text-align:left;">Im ersten Moment höre ich ein Kompliment, doch dann rückt sie mit der Wahrheit heraus. Da die Tür zu meinem Zimmer länger offensteht als üblich und der Durchzug zum Tragen kommt, rieche ich es auch. Ist auch besser so. Die Wahrheit. Man sollte sich nicht zu sehr auf falsch verstandenen Komplimenten ausruhen, die einen umso mehr enttäuschen, wenn die Wahrheit schon tief in den Netzen lauert.</p> 
<p style="text-align:left;">“Es mieft bei dir wie auf einer Halde verwesender Flusspferde.”</p> 
<p>Da haben wir es. Flusspferde, die es im aufgewühlten Schlamm der Wupper erwischt hat. Weil ich 10 Tage danieder lag, mit einer schweren Magenschleimhautentzündung und nichts als Furze im Darm.</p> 
<p>Die Wupperstraße ist bei Mondlicht eine scharf ausgeleuchtete Edgar Wallace -Kulisse, die gegen das gelb dampfende Laternenlicht ankämpft. Von je her faszinieren mich Orte, an denen ein schwerer Unfallhergang seine Pranken zeigt: Der Tod, das alte Finstertier, in mittelbarer Nähe unseres Hauses, während ich nichtsahnend im Bett liege und eine weitere Runde Schlaf einkaufe. Ein Extraschläfchen.</p> 
<p>Unfallorte.</p> 
<p>Unfall, Schlaf, Tod.</p> 
<p>Im Tod und im Traum sind wir verbunden mit dem Großen und Ganzen, doch wir werden es nie erfahren.</p> 
<p>Erst, wenn der Schock verflogen und die Kripo schon den nächsten Tatort anvisiert, komme ich hinzu, irgendwann bin ich da und schau ihn mir an, den Tatort, wenn der Tod  längst weiter gereist ist. <span style="text-align:center;">Die Stelle liegt an der unteren Wupperstrasse, nahe Altenbau, wo Ende Oktober 2012 ein dicker fetter neuer BMW verunglückte. Mehr Panzer als Automobil, brauste er bergan in ein Waldstück hinein. Betrunken, und wild. Wie besessen. Es war nach Mitternacht, die Straßen vom Regen nass, der seit Tagen auf die Stadt fiel, ohne nennenswerte Unterbrechung. Der Wagen, der aus Richtung Papiermühle kam, einer kleinen Sippschaft an der Wupper, war zu schnell unterwegs, wie Anwohner später aussagten, “viel zu schnell”, “wie ein Flugzeug”, und der Fahrer verlor am Eingang einer ansteigenden S-Kurve die Gewalt über sein brandneues Fahrzeug und hob geradewegs von der Fahrbahn ab.</span></p> 
<p>(Die allgemeine Verbunkerung des Automobils. Wenn ich auf den Straßen neue Modelle von Mercedes, Nissan, Volkswagen etc. sehe, ziehen Menschen im Bunker vorüber:</p> 
<p>Wir wollen mehr Bunker wagen!</p> 
<p>Bunkerwagen. Kugelsichere Karosserie. Ein Auto wie das andere. Gefeit gegen die Wirklichkeit. Niemand möchte mehr behelligt werden von der Wirklichkeit. Wir igeln uns ein, schotten uns ab, mobile Bunkertiere, schämt euch. Nur die Fenster der Autos scheinen kleiner zu sein als früher, Sehschlitzen gleich. Incl. Riesenbildschirmen für die Kleinen auf dem Rücksitz.)</p> 
<p>Die Beifahrerin ist auf der Stelle tot, als der Wagen gegen die Baumstämme knallt, Äste krachen, hilflos hängt der Wagen im splitternden Holz. Beim Angstschrei bricht ihr Gesicht. Anwohner, die in diesem Moment aus dem Fenster blicken, können in der Dunkelheit nichts erkennen, das verunglückte Vehikel ist zu tief in das Waldstück eingedrungen – so plötzlich die Stille, nichts zu sehen. Niemand wählt den Notruf. Es ist, als wäre ein Wagen ins Schleudern geraten und einfach weitergerast  Erst am nächsten Morgen erkennt eine Spaziergängerin das Wrack, auf Baumkronen verteilt. Der Fahrer überlebt schwerverletzt.</p> 
<p>Die Wolken regnen sich in Rage, am nächsten Morgen, als die Kripo den Unfallhergang aufnimmt. Der Fahrer, der die Nacht über bewusstlos auf seinem Sitz verbrachte, eingequetscht in Ballon und Gurt, wird von der Feuerwehr aus dem Wagen geschnitten, während seine Mitfahrerin, Mitte Zwanzig, abtransportiert wird.</p> 
<p style="text-align:left;">Einen Tag später erinnert ein Holz-Kruzifix mit einem Porträtfoto der Toten an den Unfall. 50 rote Grablichter, in Form eines Herzen aufgestellt. Der Mann wird mit keinem Wort erwähnt. Er wollte seiner Geliebten vermutlich mal zeigen, wie so ein Hengst funktioniert, wenn er auf Benzin läuft, in dunkler Nacht, auf fremden Asphalt.</p> 
<p style="text-align:left;">Ihr Name war Nathalie.</p> 
<p style="text-align:left;">“Wir vermissen dich”. “Du lebst in unserem Herzen.”. Ein fotokopiertes, eingeschweißtes Beileidsschreiben von Freunden und Bekannten.  Die Spuren der nächtlichen Todesfahrt, von der Kripo mit roter Farbe markiert. “An eine wunderbare Freundin und Patentante. Ruhe in Frieden. Gruß, Eva”. Die Bäume abrasiert, den Abhang runtergedonnert, geflogen in Richtung Bachbett, um Baumstämme gewickelt, verfangen, zerdötscht.</p> 
<p>Als ich der Gräfin von der Unfallstelle erzähle, ist sie so mitgenommen, dass sie beim leisesten Geräusch zusammenzuckt – so, als würde hinter jeder Ecke, hinter jedem alten Haus der Geräuschefeind lauern. Wir staunen  über das Leben. Ich mache kein einziges Foto. Keinen Satz im Notizbuch, keine Illustration von ihr. Wenn das Leben auf die harte Seite prallt, kommt kein Wort.</p> 
 
 
<p></p>]]></description>
<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 16:01:54 +0000</pubDate>
<category>litblogs.net</category>
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<dc:creator>GLUMM / 500BEINE</dc:creator>
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<item>
<title>fdt (20260425)</title>
<link>https://abendschein.ch/fdt-20260425/</link>
<description><![CDATA[<p>IS HUNGER AN EMOTION?<br> 
#poll #I #97 #B<br> 
yes<br> 
no<br> 
other / result<br> 
1d<br> 
K7.187 ; SONY UX-S 90 IEC II / Type II CrO2 ; 2005 ; 20220321 ; 90 ; RR ; http://tinyurl.com/JK7187 ; #JK7pod<br> 
4d<br> 
@lab<br> 
vmrf15<br> 
3d<br> 
IO2OI18: Maps distort reality yet reveal eternal truth on politics<br> 
2d</p> 
<p><img src="https://abendschein.ch/wp-content/uploads/fdt_20260409_133358-768x1024.jpg" alt="'R'- wasserschrift-buchstabe auf dem buddha board für den diy-font-satz 'Habzen-Regular.ttf'." title="'R'- wasserschrift-buchstabe auf dem buddha board für den diy-font-satz 'Habzen-Regular.ttf'." width="768" height="1024"><br> 
(20260409_133358)</p>]]></description>
<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 06:29:34 +0000</pubDate>
<category>litblogs.net</category>
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<category>JK7pod</category>
<dc:creator>hab</dc:creator>
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<title>Umkehr</title>
<link>https://www.isla-volante.ch/umkehr/</link>
<description><![CDATA[<figure><img src="https://www.isla-volante.ch/bild/2026/04/umkehr.jpg" title="Aquarell Sequenzen" alt="Eine impressionistische Aquarellzeichnung, die eine Reise durch imaginäre Landschaften und abstrakte Formen darstellt und ein Gefühl von Bewegung und Entdeckung vermittelt - Graphic Novel Artwork" height="630" width="900"></figure> 
<p>Elsa entschliesst sich, die Reise abzubrechen.<br> 
Stellt jetzt aber fest, dass ihre Reiseroute nach Hause gar nicht so einfach wird, da sie sich hier im Niemandsland befindet.  </p> 
<p>Anscheinend wollen hier alle weg, der Bahnsteig ist total überfüllt.<br> 
Hoffentlich bekommt sie noch einen Platz im Zug.</p> 
<p>Der Zug, den sie nehmen will, hält dann gar nicht an, da er schon zu überfüllt sei.<br> 
Ein Ersatzzug wird angekündigt und der fährt auch durch.</p> 
<p>Zum Glück verlassen dann viele entmutigt den Bahnsteig und im dritten Zug findet sie dann einen Platz.</p> 
<p></p><source src="https://www.isla-volante.ch/1mp3/warten.ogg" type="audio/ogg"></source><source src="https://www.isla-volante.ch/1mp3/warten.mp3" type="audio/mpeg"></source><br> 
<em>Ton der kurzen Musik des langen Wartens.</em>]]></description>
<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 10:46:54 +0000</pubDate>
<category>litblogs.net</category>
<category>litblogs</category>
<dc:creator>Rittiner + Gomez</dc:creator>
<source url="https://www.isla-volante.ch/">isla volante</source>
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<item>
<title>Listen der Verwaltung; ein Programm</title>
<link>https://cenex.net/listen-der-verwaltung-ein-programm/</link>
<description><![CDATA[<p><em>27.–29. Mai 2026 — Rennweg 97–99, 1030 Wien — Verwaltungsakademie des Bundes (›T-Center‹), Raum </em>Lissabon<em> (7. OG) </em></p> 
 
 
 
<p>[<a href="https://cenex.net/listen-der-verwaltung/">Sachverhaltsdarstellung</a>]</p> 
 
 
 
<hr> 
 
 
 
<p><strong>Mittwoch 27.05.</strong></p> 
 
 
 
<p>14.00–15.30 Uhr </p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Ursula Rosenbichler: Begrüßung</li> 
 
 
 
<li>Peter Plener &amp; Niels Werber: Ein- und Überleitung</li> 
 
 
 
<li>Michael Multhammer: Der 10-Punkte-Plan. Versuch einer Annäherung in zehn Punkten</li> 
</ul> 
 
 
 
<p>16.00–17.30 Uhr</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Alexa Lucke: Alternative Listen. <em>Counter Data</em> für das (Aus-) Lesen von Popularitätsmetriken in digitalen Fanforen</li> 
 
 
 
<li>Friedrich Balke: Schlagseiten der Liste. Souveräne Macht und ihre Bestreitung</li> 
</ul> 
 
 
 
<hr> 
 
 
 
<p><strong>Donnerstag 28.05. </strong></p> 
 
 
 
<p> 09.30–11.00 Uhr</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Viktoria Ehrmann: »mit vier nütz-lichen Registern versehen«. Zur (Un-) Ordnung <em>curioser, denckwürdiger, vernünﬀtiger, merckwürdiger, sonder-barer</em> … Register der Frühen Neuzeit</li> 
 
 
 
<li>Anton Tantner: Ordnung der Bilder, Unordnung der Herzen: Nummern in kaiserlichen Listen</li> 
</ul> 
 
 
 
<p>11.30–13.00 Uhr</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Matthias Schaffrick: Die populäre Verwaltung affektiver Intensität. Die Vermisstenlisten in der <em>Gartenlaube</em> </li> 
 
 
 
<li>Kathrin Kininger: Von Konfidenten und Elenchen. Das Informations-bureau des Ministeriums des Äußern </li> 
</ul> 
 
 
 
<p>14.00–15.30 Uhr</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Therese Garstenauer: Über Listen/Überlisten der Disziplin: Wie Normübertretungen von öffentlich Bediensteten begangen, verborgen und entdeckt wurden </li> 
 
 
 
<li>Burkhardt Wolf: Liste und Conduite </li> 
</ul> 
 
 
 
<p>16.00–17.00 Uhr</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Thomas Eder: Von der Liste zur Tabelle</li> 
</ul> 
 
 
 
<hr> 
 
 
 
<p><strong>Freitag 29.05.</strong></p> 
 
 
 
<p>09.30–11.00 Uhr</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Veronika Tacke: Exklusionslisten. Beobachtungen zur Bürokratie der »Arisierung«</li> 
 
 
 
<li>Fabian Steinhauer: Fähnchen im Wind. Über Bilderlisten</li> 
</ul> 
 
 
 
<p>11.30–13.00 Uhr</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Heinz Drügh: Über Listen. Verwaltungstechnik literarisch</li> 
 
 
 
<li>Benno Wagner: Zählen und Erzählen: Kafkas Listen. Oder: wie funktioniert Kulturversicherung?</li> 
</ul> 
 
 
 
<p>14.00–15.30 Uhr</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Livia Kleinwächter: Obsoletes listen. Inventarisierung und antizipiertes Verschwinden des Büros in Walter E. Richartz’ <em>Büroroman</em> </li> 
 
 
 
<li>Tobias Orfgen: ›sich versichern‹. Listen in Kathrin Bachs Roman <em>Lebensversicherung</em> (2025)</li> 
</ul> 
 
 
 
<p>16.00–17.30 Uhr</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Niels Werber: Listen im <em>Büro</em> </li> 
</ul> 
 
 
 
<p>Diskussion</p> 
 
 
 
<ul> 
<li>Maren Lehmann &amp; Anna Tuschling – Schluss mit listig.</li> 
</ul> 
 
 
 
<hr> 
 
 
 
<blockquote> 
<p>LISTE, f. verzeichnis. das ahd. lîsta schmaler, bandförmiger streifen, mhd. lîste […] ist zu den Romanen gewandert, und ins ital. und portugies. als lista, listra, ins span. als lista, ins provenz. als lista und listre, ins franz. als liste […] aufgenommen. aus dem ital. kommt es als ein wort der buchhaltung in der verengten bedeutung des columnenförmigen verzeichnisses von personen oder sachen irgend einer art im 17. jahrh. wieder ins deutsche, zunächst in der fremden form lista: lista, ein verzeichnis gewisser personen, sachen und actionen[.]</p> 
<cite>Grimm, DWB Bd. 12</cite></blockquote> 
 
 
 
<hr> 
 
 
 
<figure><img width="300" height="65" src="https://cenex.net/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-14-um-15.06.14-1-300x65.png" alt=""></figure> 
 
 
 
<figure><img width="300" height="55" src="https://cenex.net/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-14-um-15.06.26-1-300x55.png" alt=""></figure>]]></description>
<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 15:58:01 +0000</pubDate>
<category>litblogs diverse</category>
<category>litblogs.net</category>
<category>litblogs</category>
<dc:creator>peterplener</dc:creator>
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