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	<title>LiteraturReich</title>
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		<title>Johann Reißer &#8211; Pulver</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 06:32:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsprachige Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer kennt schon (außerhalb seiner Geburtsstadt Rottweil) Max Duttenhofer? Eine Internetrecherche ergibt außer dem obligatorischen Wikipedia-Eintrag einen Treffer zu einer Ausstellung in Stuttgart im Jahr 2021 und einen zu der fragwürdigen Seite all4shooters. Letztere präsentiert&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/08/19/johann-reisser-pulver/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/08/19/johann-reisser-pulver/">Johann Reißer &#8211; Pulver</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt schon (außerhalb seiner Geburtsstadt Rottweil) Max Duttenhofer? Eine Internetrecherche ergibt außer dem obligatorischen Wikipedia-Eintrag einen Treffer zu einer Ausstellung in Stuttgart im Jahr 2021 und einen zu der fragwürdigen Seite all4shooters. Letztere präsentiert Testberichte zu Schusswaffen aller Art, erstere trug den Titel „Gier – was uns bewegt“. Damit ist scheinbar schon einiges gesagt, zum „Pulver-König“ aus dem Neckartal, dem Begründer eines Fabrikimperiums für Schießpulver, Kunstfasern und Zelluloseprodukte, dem der Autor Johann Reißer einen äußerst gelungenen historischen Roman widmet, der uns bis ins Jahr 2020 führt.<span id="more-22296"></span></p>
<p>Der erst 20 Jahre alte Duttenhofer übernahm 1863 die Leitung einer Pulvermühle, in die seine Eltern investiert hatten und die nach dem Tod seines Vaters Wilhelm und dem Verkauf dessen Apotheke zunächst von der Mutter geführt wurde. Durch seinen Ehrgeiz, seine gute Ausbildung, sein Auftreten und eine vorteilhafte Heirat baute er diese in den kommenden Jahrzehnten zu einem der führenden Rüstungsunternehmen des Kaiserreichs aus. Durch die Entwicklung eines raucharmen Pulvers brachte er es in kurzer Zeit zu einem Millionenvermögen.</p>
<figure id="attachment_22297" aria-describedby="caption-attachment-22297" style="width: 500px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Max-Wilhelm-von-Duttenhofer.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="22297" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/08/19/johann-reisser-pulver/500px-max-wilhelm-von-duttenhofer/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Max-Wilhelm-von-Duttenhofer.jpg" data-orig-size="500,719" data-comments-opened="1" data-image-title="500px-Max-Wilhelm-von-Duttenhofer" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Max-Wilhelm-von-Duttenhofer.jpg" class="wp-image-22297 size-full" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Max-Wilhelm-von-Duttenhofer.jpg" alt="Max Duttenhofer " width="500" height="719" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Max-Wilhelm-von-Duttenhofer.jpg 500w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Max-Wilhelm-von-Duttenhofer-209x300.jpg 209w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Max-Wilhelm-von-Duttenhofer-278x400.jpg 278w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22297" class="wp-caption-text">Max Duttenhofer um 1890 via Wikimedia Commons</figcaption></figure>
<p>Die Beteiligung Preußens an den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/71 gegen Dänemark, Österreich und Frankreich sowie der Berg- und Eisenbahnbau förderten den Absatz. Verbindungen in die höchsten Kreise, z.B. zu Otto von Bismarck mehrten seine Macht und seinen Einfluss. Duttenhofer expandierte nicht nur deutschlandweit, fusionierte mit anderen Unternehmen, u.a. dem der Gebrüder Mauser. Meist wird er als skrupelloser Kapitalist, dem seine unter gefährlichsten und gesundheitsschädlichsten Bedingungen arbeitenden Arbeiter völlig egal waren, als glühender Nationalist und Egomane dargestellt.</p>
<h3>Das Erbe des Pulverkönigs</h3>
<p>Johann Reißer zeichnet ein durchaus ambivalenteres, wenn auch kritisches Bild und konzentriert sich auch nur anfangs auf den „Pulverkönig“, der eben auch charismatisch, fortschrittlich, engagiert &#8211; und ein treuloser Ehemann war.</p>
<p>Nach seinem (auch im Roman) etwas mysteriösen Tod übernahm sein Bruder Karl Duttenhofer (1849-1921) die durch wechselnde Bedrohungslagen und Kriegstreiberei prosperierenden Geschäfte. Während des Ersten Weltkriegs beschäftigte Duttenhofers Pulverfabrik über 2.000 Arbeiter. Die Szenen aus dem Krieg gehören zu den überzeugendsten des rundum gelungenen Romans. Hier übernimmt u.a. Rosa, eine Arbeiterin der Pulverfabrik – und illegitime Enkelin Max Duttenhofers; der Autor nimmt sich die einem Roman zustehende literarischen Freiheiten – die Hauptrolle und lenkt den Fokus vom Unternehmer zur Arbeiterschaft. Ihr Verlobter Hans nimmt am Krieg teil und entkommt dem Wahnsinn nur knapp. Psychisch allerdings zerbricht er an den Erlebnissen und wird Opfer der Nachkriegsmedizin. Das schildert Johann Reißer sehr eindringlich und berührend.</p>
<p>Der Autor führt die Geschichte der Pulverfabrik bis ins Jahr 1933, der Schwerpunkt liegt allerdings auf der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg. Er wechselt dabei die Perspektiven und bietet einen mitreißenden Einblick in die Geschichte – nicht nur der Pulver- und Rüstungsfabrikation. Für 1933ff. genügt ihm dann gerade einmal eine gute Seite.</p>
<figure id="attachment_22298" aria-describedby="caption-attachment-22298" style="width: 500px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Werkstaettengebaeude_Neckartal_142_Pulverfabrik_Rottweil_2014.jpg"><img decoding="async" data-attachment-id="22298" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/08/19/johann-reisser-pulver/500px-werkstaettengebaeude_neckartal_142_pulverfabrik_rottweil_2014/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Werkstaettengebaeude_Neckartal_142_Pulverfabrik_Rottweil_2014.jpg" data-orig-size="500,331" data-comments-opened="1" data-image-title="500px-Werkstättengebäude_Neckartal_142_Pulverfabrik_Rottweil_2014" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Von Andreas König, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35054627&lt;/p&gt;
" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Werkstaettengebaeude_Neckartal_142_Pulverfabrik_Rottweil_2014.jpg" class="size-full wp-image-22298" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Werkstaettengebaeude_Neckartal_142_Pulverfabrik_Rottweil_2014.jpg" alt="Pulver-Fabrik Rottweil" width="500" height="331" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Werkstaettengebaeude_Neckartal_142_Pulverfabrik_Rottweil_2014.jpg 500w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/500px-Werkstaettengebaeude_Neckartal_142_Pulverfabrik_Rottweil_2014-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22298" class="wp-caption-text">Werkstättengebäude der Pulverfabrik by Andreas König, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35054627">CC BY-SA 3.0</a> via Wikimedia Commons</figcaption></figure>
<h3>Der Sprung in die Gegenwart</h3>
<p>Am Ende macht er einen Sprung ins Jahr 2020. Eine späte Nachfahrin kommt zur Fastnachtszeit ins Neckartal. Das Volksfest und seine Masken durchziehen als Motiv den ganzen Roman. Hier rückt es ins Zentrum und lässt mit dem Narrensprung und der traditionell eher etwas bedrohlich-düsteren <strong>schwäbisch-alemannischen Fastnacht</strong> ein leicht unheimliches Szenario entstehen. Das „Pulvertal“ ist längst zu einer coolen Location geworden. Hier steigen Techno-Partys, Besenwirtschaften lassen Wein in Strömen fließen, man feiert ausgelassen. In der Nachbarschaft fertigen Heckler&amp;Koch Maschinengewehre. Diese Gleichzeitigkeit, die Sorglosigkeit und die neue Lust an Waffen, an „Kriegstüchtigkeit“ und an steigenden Aktien der Rüstungsbetriebe rücken den Roman ganz nah an unsere Gegenwart heran. Das lässt die Leserin am Ende dieses wirklich sehr empfehlenswerten Romans noch einmal erschaudern. Das Erbe Duttenhofers setzt sich fort.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beitragsbild: ehemaliges Kraftwerk der Pulverfabrik (1915 erbaut) by Waithamai, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>, via Wikimedia Commons</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.fva.de/Buecher/Alle-Buecher/Pulver.html"><img decoding="async" data-attachment-id="21214" data-permalink="https://literaturreich.de/2025/11/29/verlagsvorschauen-fruehjahr-2026-neuerscheinungen/johann-reisser-pulver/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/johann-reisser-pulver.jpg" data-orig-size="500,807" data-comments-opened="1" data-image-title="johann-reisser-pulver" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/johann-reisser-pulver.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21214" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/johann-reisser-pulver-186x300.jpg" alt="Johann Reißer - Pulver" width="186" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/johann-reisser-pulver-186x300.jpg 186w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/johann-reisser-pulver-248x400.jpg 248w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/johann-reisser-pulver.jpg 500w" sizes="(max-width: 186px) 100vw, 186px" /></a><span style="color: #ffffff;">x</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;"><strong>.</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Johann Reißer &#8211; Pulver</strong><br />
<strong>Frankfurter Verlagsanstalt März 2026, Hardcover, 480 Seiten, € 26,00</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">
<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/08/19/johann-reisser-pulver/">Johann Reißer &#8211; Pulver</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
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		<title>Natasha Korsakova &#8211; Quartett</title>
		<link>https://literaturreich.de/2026/08/16/natasha-korsakova-quartett/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 08:53:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Spätestens seitdem Donna Leon ihren Brunetti in den (zumindest vorübergehenden) Ruhestand geschickt hat, ist Commissario Dionisio Di Bernardo für mich der unangefochtene König der literarischen Ermittler. In bereits vier Fällen lässt die international renommierte Violinistin&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/08/16/natasha-korsakova-quartett/">Mehr</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Spätestens seitdem Donna Leon ihren Brunetti in den (zumindest vorübergehenden) Ruhestand geschickt hat, ist Commissario Dionisio Di Bernardo für mich der unangefochtene König der literarischen Ermittler. In bereits vier Fällen lässt die international renommierte Violinistin Natasha Korsakova Di Bernardo in Rom ermitteln, jedes Mal handelt es sich um Verbrechen in der Musikszene, so auch im jüngsten <em>Quartett.</em><span id="more-22290"></span></p>
<p>Es ist Spätherbst in Rom und wenig übrig von den sonnendurchflirrten Bildern, die so mancher Leserin beim Gedanken an die italienische Metropole in den Sinn kommen. Und doch schafft Natasha Korsakova ein atmospärisches, anschauliches Rom zu erschaffen, dass jede(r), der oder die bereits einmal die Stadt besucht hat, sich gleich wieder dorthin versetzt fühlt.</p>
<p>Das angesehene Arcimboldo Quartett hat im Teatro Argentina mit dem Klarinettisten Luca Rinaldi ein gefeiertes Konzert gegeben und die Mitglieder sind danach in ein kleines Wohnzimmerrestaurant weitergezogen, um dort den Abend ausklingen zu lassen. Der erste Geiger Lorenzo Verro verschwindet kurz nach draußen und kehrt nicht wieder. Wenige Meter vom Restaurant entfernt wird er kurz danach in einem dunklen Durchgang erstochen aufgefunden. Commissario di Bernardo, der bereits einige Morde im Musikermilieu aufgeklärt hat, bekommt auch diesen zugeteilt und erbittet die bewährte Unterstützung seines Kollegen Del Pino.</p>
<h3> Das Team von Commissario Di Bernardo</h3>
<p>Dem Team um Commissario Di Bernardo kommt ein großer Anteil an der Attraktivität der Kriminalromane von Natasha Korsakova zu. Wie sie es schafft, dass die Ermittler:innen schon nach den bisher drei Fällen wie eine Familie erscheinen, zu der man auch nach einiger Zeit Pause gern und vertraut zurückkehrt, ist schon erstaunlich. Federica Giglioli von der Spurensicherung, Riccardo Magno, der IT-Spezialist und Sergio Granata werden so sympathisch und individuell gezeichnet, dass man sie gleich ins Herz schließt. Zwar fehlt immer noch der Rechtsmediziner Fabio Ricci, der sich für einen humanitären Dienst im Kriegsgebiet der Ukraine hat beurlauben lassen, aber die exzentrische Isabella Nardi schließt die Lücke zumindest für die Leser.innen sehr unterhaltsam. (Auch wenn sie für Di Bernardo und seine Kolleg:innen oft unerträglich ist). Das sympathische Team bekommt in <em>Quartett </em>von Natasha Korsakova nun eine neue Kollegin an die Seite gestellt. Giulia Casavola aus Apulien.</p>
<p>Die Lesenden erfahren recht früh, das Team um Di Bernardo erst später, dass Giulia nicht ihr richtiger Name ist und dass die Ispettrice früher bei der organisierten Kriminalität ermittelte. Nach einem traumatischen Erlebnis wurde sie mit einer neuen Identität nach Rom versetzt. Sie fügt sich aufs Beste ins Team ein.</p>
<h3>Die Ermittlungen</h3>
<p>Die Ermittlungen erweisen sich als zunächst schwierig. War einer der Musiker der Täter oder die Täterin? War Lorenzo Verro in dunkle Geschäfte verstrickt? Oder spielte die von Missbrauchserfahrungen gezeichnete Internatszeit der Musiker eine Rolle?</p>
<p>Eine Nebenhandlung dreht sich um den bevorstehenden Ruhestand des nicht gerade beliebten Vorgesetzten Borghese, der es geschafft hat, nachdem Di Bernardo die Beförderung ausgeschlagen hat, einen absoluten Ekel zu seinem potentiellen Nachfolger zu bestimmen. Wird das das Team zerreißen? Zumindest Federica erwägt nach einigen sexistischen Sprüchen, ihre Versetzung zu beantragen.</p>
<p>Wie gesagt leben die Kriminalfälle von Natasha Korsakova und auch <em>Quartett </em>vor allem durch ihre Charaktere. Aber auch Spannungsbogen kann die Autorin aufbauen. Es wird nicht nervenzerfetzend und es wird auch nicht brutal, aber das ist etwas, das ich in einem Krimi auch nicht suche. Wem es genauso geht, wer sich auch an der Atmosphäre vom Schauplatz Rom erfreut und wer vielleicht zudem noch ein Faible für klassische Musik hat, dem lege ich das Buch und seine Vorgänger sehr ans Herz. Dem Buch sind QR-Codes zu Stücken von Brahms, Schubert, De Falla, Albeniz u.a. hinzugefügt, die im Roman eine Rolle spielen. Wunderbar, dass man sie so direkt hören kann, oft in Aufnahmen mit der Autorin selbst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://www.septime-verlag.at/Buecher/buch_QUARTETT.html"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21913" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/05/01/verlagsvorschauen-herbst-2026-ein-blick-auf-die-neuerscheinungen/natasha-korsakova-quartett/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett.jpg" data-orig-size="500,792" data-comments-opened="1" data-image-title="natasha-korsakova-quartett" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21913" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett-189x300.jpg" alt="Natasha Korsakova - Quartett" width="189" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett-189x300.jpg 189w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett-253x400.jpg 253w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px" /></a><span style="color: #ffffff;">.</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;"><strong>x</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Natasha Korsakova &#8211; Quartett</strong><br />
<strong>Septime Verlag Mai 2026, 288 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag, 25,00 € </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Lektüre Juli 2026</title>
		<link>https://literaturreich.de/2026/08/12/lektuere-juli-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 09:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Lektüre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Juli &#8211; und damit fast der Sommer &#8211; ist vorüber. Viele von euch haben unter der Hitze gestöhnt und tun es immer noch und die Natur leidet unter dieser Dürre. Ich als Gartenbesitzerin leide&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/08/12/lektuere-juli-2026/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/08/12/lektuere-juli-2026/">Lektüre Juli 2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Juli &#8211; und damit fast der Sommer &#8211; ist vorüber. Viele von euch haben unter der Hitze gestöhnt und tun es immer noch und die Natur leidet unter dieser Dürre. Ich als Gartenbesitzerin leide auch. Ich als Sommerkind liebe die Hitze, das beständig gute Wetter. Und verzweifle dennoch an der Untätigkeit gegenüber dem Klimawandel. Lesen lässt es sich ganz vortrefflich auch bei diesem Wetter, sofern man dafür ein kühles, schönes Plätzchen findet. Auch da bin ich als Gartenbesitzerin klar im Vorteil.</p>
<p>Schöne Bücher gab es im Juli, die meine Lektüre in 2026 klar bereichert haben. Allen voran Michael Riepl mit Ferne Heimat Altmontal, seinem Buch über die Großmutter, das mich sehr berührt, aber auch literarisch angesprochen hat. Ähnliches gilt für Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe. Elizabeth Strout liebe ich sowieso (wenn auch Erzähl mir alles ein klein wenig weniger als die Vorgänger) und über ein Wiedersehen mit Commissario Di Bernardo von Natasha Korsakova habe ich mich sehr gefreut. Bald werden schon die Longlist-Titel des Deutschen Buchpreises bekanntgegeben. Ich habe mich da beim beliebten Tippen ganz rausgehalten, denn gerade die Longlist lässt sich sehr schwer vorhersagen. Und außerdem wartet ein größeres Projekt. Davon bald mehr. Ich wünsche euch einen tollen Lese-August!<span id="more-22234"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21196" data-permalink="https://literaturreich.de/2025/11/29/verlagsvorschauen-fruehjahr-2026-neuerscheinungen/felicitas-prokopetz-und-schon-schwankte-die-welt/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/felicitas-prokopetz-und-schon-schwankte-die-welt.jpg" data-orig-size="500,790" data-comments-opened="1" data-image-title="felicitas-prokopetz-und-schon-schwankte-die-welt" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/felicitas-prokopetz-und-schon-schwankte-die-welt.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21196" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/felicitas-prokopetz-und-schon-schwankte-die-welt-190x300.jpg" alt="Felicitas Prokopetz und schon schwankte die Welt" width="190" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/felicitas-prokopetz-und-schon-schwankte-die-welt-190x300.jpg 190w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/felicitas-prokopetz-und-schon-schwankte-die-welt-253x400.jpg 253w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/felicitas-prokopetz-und-schon-schwankte-die-welt.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" />Felicitas Prokopetz &#8211; Schon schwankte die Welt</strong></h4>
<p>Etwas durchwachsen fällt mein Urteil über den zweite Roman der Österreicherin Felicitas Prokopetz aus. Zunächst war mir die Freundschaftsgeschichte von Victoria und Helene, beide Mitte Vierzig und seit Schultagen trotz ihrer Unterschiedlichkeit unzertrennlich, die in flottem Ton erzählt wird, und die durch eine Liebschaft von Victoria mit dem 20 Jahre jüngeren Wortkunststudenten Polly vor eine Zerreißprobe gestellt wird, ein wenig zu seicht. Helene, die sehr emanzipierte, ledige und kinderlose Linguistin, die über die etruskische Sprache forscht, und die getrennt und alleinerziehende Victoria, die jetzt, wo ihre Tochter Lara erwachsen ist, ihren Traum einer romantischen Liebesbeziehung leben will &#8211; das klingt schon sehr nach Klischee. Victoria ist selbstverständlich extrem attraktiv und sexy.  Und natürlich rebelliert auch Lara, die lediglich vier Jahre jünger als Vicorias neue Flamme ist.</p>
<p>Interessant wurde es durch Toni, den Raben, den Victoria als Kognitionsbiologin einst großgezogen hat und der plötzlich zurückgekehrt ist und mit seiner Ziehmutter in Kontakt treten will. Das fand ich phasenweise sehr spannend. Leider kippt das dann ins stark Phantastische (ein kurzes Nachwort, wie die Autorin auf diese Idee kam, wäre vllt. hilfreich gewesen). Da hat mich das Buch leider wieder verloren. Eine nette Sommerlektüre kann es für weniger kritische Leser:innen aber dennoch sein.</p>
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<h4><strong><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21287" data-permalink="https://literaturreich.de/2025/11/29/verlagsvorschauen-fruehjahr-2026-neuerscheinungen/strout-erzaehl-mir-alles/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles.webp" data-orig-size="350,555" data-comments-opened="1" data-image-title="strout-erzaehl-mir-alles" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles.webp" class="alignleft size-medium wp-image-21287" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles-189x300.webp" alt="Elizabeth Strout - Erzähl mir alles" width="189" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles-189x300.webp 189w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles-252x400.webp 252w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles.webp 350w" sizes="auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px" /><a href="https://literaturreich.de/2026/07/18/elizabeth-strout-erzaehl-mir-alles/">Elizabeth Strout &#8211; Erzähl mir alles</a></strong></h4>
<p>Ich bin ein großer Elizabeth Strout Fan.<br />
Ich liebe ihre ruhige, menschenfreundliche, klare Art über alltägliche Leben (die, betrachtet man sie genauer gar nicht so alltäglich, sondern voller kleiner und größerer Tragödien und Abgründe sind) zu schreiben.<br />
Zudem liebe ich es, dass sie in ihren Romanen immer wieder bekanntes Personal auftreten lässt, in unterschiedlichen Konstellationen, Schwerpunkten, Perspektiven.<br />
Ein neuer Roman von Elizabeth Strout ist immer wie nach längerer Zeit nach Hause zu kommen. Von überall grüßen vertraute, wenn auch unter Umständen lange nicht erinnerte Gestalten.<br />
Im neuesten Buch erzähl mir alles gibt es ein Bonbon für alle Strout-Fans: zum ersten Mal begegnen uns alle ihre Protagonist:innen auf ein Mal. Schauplatz ist wieder das Küstenstädtchen Crosby in Maine. Und dieses Mal kommt ein kleiner Krimiplot rund um eine verschwundene und später tot aufgefundene ältere Dame hinzu.<br />
Das alles ist so wunderbar, dass man (oder zumindest ich als erklärter Fan) verzeiht, dass sich Elizabeth Strout in den vielen Geschichten, die sich ihre Figuren erzählen, mitunter ein wenig verplaudert. Und die Liebessehnsüchte der älteren Herrschaften mitunter etwas pubertär anmuten.<br />
Nicht ihr bestes Buch, aber für alle Fans ganz zauberhaft.</p>
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<h4><strong><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="22262" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/08/05/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht.jpg" data-orig-size="300,492" data-comments-opened="1" data-image-title="lukas -baerfuss-koenigin-der-nacht" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-22262" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht-183x300.jpg" alt="Lukas Bärfuss - Königin der Nacht" width="183" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht-183x300.jpg 183w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht-244x400.jpg 244w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 183px) 100vw, 183px" /><a href="https://literaturreich.de/2026/08/05/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht/">LUKAS BÄRFUSS &#8211; KÖNIGIN DER NACHT</a></strong></h4>
<p>Der Schweizer Autor und Georg Büchner Preisträger von 2019 Lukas Bärfuss hat seiner vor einigen Jahren verstorbenen Mutter mit <em>Königin der Nacht </em>ein kurzes, aber eindrückliches Buch gewidmet. Es vermeidet jede Genrebezeichnung, ist aber am ehesten als persönlicher Essay zu charakterisieren. Lukas Bärfuss ist bekannt als (auch) politischer Autor, der seinem Heimatland Schweiz kritisch gegenübersteht. Und so beinhaltet auch sein neuestes Werk eine gehörige Portion Gesellschaftskritik.</p>
<p style="text-align: right;">Formal besteht es aus drei Teilen. Im ersten begleiten wir den Erzähler nach Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Hierher hat sich die Mutter irgendwann, vermutlich als sie sich die teuren Lebenshaltungskosten in der Schweiz schlichtweg nicht mehr leisten konnte, mit ihrem Lebensgefährten René abgesetzt. Nun ist sie gestorben. Der Sohn hatte ein äußerst problematisches Verhältnis zu ihr. „Ihre Liebe, ihre Zärtlichkeit, ihr Interesse hatte ich nie gespürt.&#8220; Der zweite Teil führt in diese lieblose Kindheit. Und der dritte Teil befasst sich eher essayistisch mit Dingen wie Mutterschaft, fehlende Unterstützung und soziale Kälte in der Schweiz. Ein lesenswertes, intensives, kurzes Buch</p>
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<h4><strong><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21898" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/05/01/verlagsvorschauen-herbst-2026-ein-blick-auf-die-neuerscheinungen/miriam-carbe-unerwuenschte-toechter/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/miriam-carbe-unerwuenschte-toechter.jpg" data-orig-size="500,817" data-comments-opened="1" data-image-title="miriam-carbe-unerwuenschte-toechter" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/miriam-carbe-unerwuenschte-toechter.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21898" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/miriam-carbe-unerwuenschte-toechter-184x300.jpg" alt="Miriam Carbe - Unerwünschte Töchter" width="184" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/miriam-carbe-unerwuenschte-toechter-184x300.jpg 184w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/miriam-carbe-unerwuenschte-toechter-245x400.jpg 245w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/miriam-carbe-unerwuenschte-toechter.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px" />Miriam Carbe &#8211; Unerwünschte Töchter</strong></h4>
<p>Miriam Carbe wurde 1967 als Tochter einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Studenten geboren. Gewiss keine leichte Situation für ihre 22-jährige Mutter Monika, zumal sowohl der Vater des Kindes als auch ihre Mutter sie zu einer Abtreibung drängen. Unverheiratet und dem Rassismus einer deutschen Gesellschaft ausgesetzt, die die während des Nationalsozialismus „erlernten“ Einstellungen nur sehr zögerlich ablegte (wenn überhaupt) muss eine Zukunft mit diesem Kind für sie unvorstellbar gewesen sein. Doch obwohl sie einer Abtreibung zunächst zustimmt, entscheidet sich Marion schließlich dennoch für das Kind. Miriam Carbe wird damit eine weitere der „unerwünschte Töchter“ ihrer Familie.</p>
<p>In ihrem autofiktionalen Debütroman erzählt die arte-Redakteurin von gleich drei ihr vorangegangenen Frauengenerationen, die immer wieder an den gesellschaftlichen Erwartungen und Hindernissen zu scheitern drohen, sich aber dagegen stemmen. Grundlage für ihren Roman <em>Unerwünschte Töchter</em> waren für Miriam Carbe Hunderte von Tagebüchern, die vor allem ihre Mutter, aber auch ihre Groß- und Urgroßmutter in einem alten Kirschholzschrank hinterließen, der die Familie und die Geschichte über die Hundert Jahre begleitet. Das ist klar und zurückgenommen erzählt und eine unbedingte Leseempfehlung.</p>
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<h4><strong><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21263" data-permalink="https://literaturreich.de/2025/11/29/verlagsvorschauen-fruehjahr-2026-neuerscheinungen/siri-hustvedt-ghost-stories/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/siri-hustvedt-ghost-stories.jpg" data-orig-size="500,820" data-comments-opened="1" data-image-title="siri-hustvedt-ghost-stories" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/siri-hustvedt-ghost-stories.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21263" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/siri-hustvedt-ghost-stories-183x300.jpg" alt="Siri Hustvedt - Ghost stories" width="183" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/siri-hustvedt-ghost-stories-183x300.jpg 183w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/siri-hustvedt-ghost-stories-244x400.jpg 244w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/siri-hustvedt-ghost-stories.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 183px) 100vw, 183px" />Siri hustvedt &#8211; Ghost Stories</strong></h4>
<p>Ich liebe Siri Hustvedt. Alle lieben Siri Hustvedt. Sie ist intelligent, brillant, sympathisch. Einige ihrer Bücher zählen zu meinen Lieblingswerken. 43 Jahre war sie mit dem Star-Autor Paul Auster verheiratet, der 2024 an einen Krebsleiden verstarb. Es war nicht nur eine lange Ehe, sondern die Beiden waren ein intellektuelles Glamour-Paar, stets im engen Austausch, eine Beziehung auf Augenhöhe. Dafür haben sie die Menschen bewundert. Siri Hustvedt musste dieses &#8222;Buch der Erinnerungen&#8220; schreiben, um den dialog mit Paul weiterzuführen, eine &#8222;fortdauernde Bindung&#8220; aufrechtzuerhalten. Sie erzählt Geschichten, von der Zeit der Diagnose, der Therapie, des Sterbens, aber natürlich auch aus der Zeit des Kennenlernens, der gemeinsamen Zeit. <em>Ghost Stories </em>ist ein Buch der Liebe wie des Abschieds und der Trauer. Erinnerungen, Briefe, Tagebuchaufzeichnungen, aber auch essayistische Passagen. Intim, offen, berührend. Aber auch sehr privat und ein wenig ausufernd. Licht &#8211; beispielsweise die Geburt des Enkels Miles kurz vor seinem Tod; Auster schreibt ihm bewegende Briefe &#8211; und Schatten &#8211; der Selbstmord des Sohns aus Austers erster Ehe, nachdem dessen kleie Tochter durch von ihm nachlässig verwahrte Drogen starb.</p>
<p>Auster bemerkte einmall, er wolle als Geist zurückkommen zu seinen Lieben. Hustvedt bannt diesen Geist auf ihre stilistisch brillante Weise auf Papier. Ob man als Leser:in dabei auf eine so lange Strecke so nah dabeisein mag, muss jeder selbst entscheiden. Ein solches Trauerbuch kann man unmöglich &#8222;rezensieren&#8220;.</p>
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<h4><strong><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21817" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/05/01/verlagsvorschauen-herbst-2026-ein-blick-auf-die-neuerscheinungen/corinna-krenzer-eine-einfache-wahrheit/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/corinna-krenzer-eine-einfache-wahrheit.jpeg" data-orig-size="500,774" data-comments-opened="1" data-image-title="corinna-krenzer-eine-einfache-wahrheit" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/corinna-krenzer-eine-einfache-wahrheit.jpeg" class="alignleft size-medium wp-image-21817" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/corinna-krenzer-eine-einfache-wahrheit-194x300.jpeg" alt="Corinna Krenzer - Eine einfache Wahrheit" width="194" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/corinna-krenzer-eine-einfache-wahrheit-194x300.jpeg 194w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/corinna-krenzer-eine-einfache-wahrheit-258x400.jpeg 258w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/corinna-krenzer-eine-einfache-wahrheit.jpeg 500w" sizes="auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px" />Corinna Krenzer &#8211; Eine einfache Wahrheit</strong></h4>
<p>Eine komplexe DDR-Geschichte, eine Familiengeschichte, die sich um Schuld und Schweigen dreht und um die Rückkehr an den Ort der Kindheit: Corinna Krenzer hat <em>mit Eine einfache Wahrheit</em> einen stilistisch und formal überzeugenden Debütroman geschrieben. Inhaltlich hat mich die Geschichte der 44-jährigen Janna, die nach einer Ehekrise und einem Streit mit ihrer Geliebten Marie in den fiktiven Ort Kohltal in Mecklenburg-Vorpommern ihrer Kindheit zurückkehrt, aus dem sie mit ihren Eltern 1989 kurz vor der Wende geflohen sind, weniger überzeugt. Nach der Flucht hat sich das Verhältnis zu ihrem Vater, den sie für den Verlust ihrer Heimat verantwortlich macht, abgekühlt. Kurz danach bringt er sich um und Janna gibt sich die Schuld. Die Reise zurück soll ihr erklären, was damals geschah. Ihr begegnet aber großteils Abwehr und Schweigen.</p>
<p>Ich habe das Buch gern gelesen, mochte einige Figuren sehr (Frau Pappel), habe mich inhaltlich aber immer wieder an Kleinigkeiten, an Plausibilität oder Zusammenhängen gestoßen.</p>
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<h4><strong><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21913" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/05/01/verlagsvorschauen-herbst-2026-ein-blick-auf-die-neuerscheinungen/natasha-korsakova-quartett/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett.jpg" data-orig-size="500,792" data-comments-opened="1" data-image-title="natasha-korsakova-quartett" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21913" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett-189x300.jpg" alt="Natasha Korsakova - Quartett" width="189" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett-189x300.jpg 189w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett-253x400.jpg 253w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/natasha-korsakova-quartett.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px" />Natasha Korsakova &#8211; Quartett</strong></h4>
<p>Schon zum vierten Mal begleitete ich den römischen Commissario Di Bernardo bei einer Mordermittlung im Musikermilieu. (<br />
Der erste Geiger des Arcimboldo-Quartetts wurde in einem düsteren Durchgang nahe des Teatro Argentina erstochen. Di Bernardo, mittlerweile fast ein &#8222;Experte&#8220; in solchen Ermittlungen und sein Team tauchen wieder tief in die Musikwelt ein, müssen dieses Mal weit in die Kindheit der Beteiligten zurück.<br />
Wieder ein spannender Fall, der durch die Atmosphäre Roms lebt und durch die als QR-Code beigefügten Musikstücke, die im Roman eine Rolle spielen und von der Autorin und Weltklasse-Violinistin Natasha Korsakova eingespielt wurden.<br />
Welch ein großes Vergnügen und welche Ehre, dass ich immer wieder bei ihren privaten Konzerten in Marburg dabeisein darf. Die Musik live zu hören und ihre charmanten Lesungen zu erleben, ist immer wieder eine große Freude.<br />
Wer Commissario Brunetti mag (und ihn jetzt ein wenig vermisst) oder wer einfach einen stimmungsvollen, gar nicht blutig-grausligen Krimi mit tollen Protagonisten sucht, ist hier an der richtigen Stelle.</p>
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<h4><strong><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21893" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/05/01/verlagsvorschauen-herbst-2026-ein-blick-auf-die-neuerscheinungen/michael-riepl-ferne-heimat-altmontal/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/michael-riepl-ferne-heimat-altmontal.jpg" data-orig-size="500,777" data-comments-opened="1" data-image-title="michael-riepl-ferne-heimat-altmontal" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/michael-riepl-ferne-heimat-altmontal.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21893" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/michael-riepl-ferne-heimat-altmontal-193x300.jpg" alt="Michael Riepl - Ferne Heimat Altmontal. Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus" width="193" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/michael-riepl-ferne-heimat-altmontal-193x300.jpg 193w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/michael-riepl-ferne-heimat-altmontal-257x400.jpg 257w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/04/michael-riepl-ferne-heimat-altmontal.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px" />Michael Riepl &#8211; Ferne Heimat Altmontal</strong></h4>
<p>Altmontal – was so pittoresk und heimelig klingt und man vielleicht irgendwo in Bayern oder Baden-Württemberg verorten würde befindet sich in Wahrheit mehr als 2000 Kilometer entfernt und existiert schon lange nicht mehr. Samoschne heißt der Ort heute, gelegen zwischen Dnipro und Asowschem Meer, Südukraine und seit dem Angriffskrieg Putins besetzt und in unmittelbarer Frontnähe. Von den deutschen Einwanderern, die zu Beginn des 19. Jahrhundert vom russischen Zar eingeladen wurden, sich hier – ca. 100 Kilometer südlich von Saporischschja – niederzulassen und das Land zu bestellen, sind nahezu alle Spuren verschwunden. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war der von den meist protestantischen Siedlern bewirtschaftete Fleck Erde wohlhabend und blühend. 1919 wurde dort Hedwig Krämer, die Großmutter von Michael Riepl geboren. Russische Revolution, Kulakenverfolgung, Holodomor, Vertreibung, stalinistische Säuberungen, Besatzung durch die deutsche Wehrmacht &#8211; all das prägte Hedwigs Kindheit und Jugend.</p>
<p>Der Enkel gelangt als Mitarbeiter humanitärer Einsätze während des Krieges in der Ukraine an die Orte ihrer Jugend. Ihre Geschichte mit seiner Spurensuche und den eigenen Erfahrungen zu verweben ist dem Autor fantastisch gelungen &#8211; berührend und begeisternd. Monatshighlight!</p>
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<p><strong>Sanditz von Lukas Rietzschel</strong> habe ich mit in den Juli genommen und werde ich dann besprechen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/08/12/lektuere-juli-2026/">Lektüre Juli 2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
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		<title>Shelly Kupferberg &#8211; Stunden wie Tage &#8211; Kurz vorgestellt</title>
		<link>https://literaturreich.de/2026/08/09/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage-kurz-vorgestellt/</link>
					<comments>https://literaturreich.de/2026/08/09/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage-kurz-vorgestellt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 07:07:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin Schöneberg, Ende der 1990er Jahre. Ein alte Frau, leicht abgerissen, mit schlohweißem, verfilztem Haar und abgetretenen Pantoffeln läuft durch den Kiez und scheint überall bekannt und beliebt zu sein. Shelly Kupferberg, die dort selbst&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/08/09/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage-kurz-vorgestellt/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/08/09/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage-kurz-vorgestellt/">Shelly Kupferberg &#8211; Stunden wie Tage &#8211; Kurz vorgestellt</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin Schöneberg, Ende der 1990er Jahre. Ein alte Frau, leicht abgerissen, mit schlohweißem, verfilztem Haar und abgetretenen Pantoffeln läuft durch den Kiez und scheint überall bekannt und beliebt zu sein. Shelly Kupferberg, die dort selbst nach einer Wohnung sucht, fällt diese Frau auf. Obdachlos? In dem Alter? Sehr bald erfährt sie, dass die Frau Martha heißt und millionenschwere Hausbesitzerin sein soll. Gerüchte sagen ihr nach, das Vermögen im Krieg durch eine Affäre mit einem ranghohen Nazi erschlichen zu haben. Die Neugier der Journalistin Shelly Kupferberg, die Jahre später an einem Buch schreibt über ihren reichen Urgroßonkel Isidor, Kommerzialrat, Berater des österreichischen Staates, Multimillionär und Kunstsammler, der 1938 von den Nationalsozialisten enteignet, verfolgt und in den Tod getrieben wurde, ist geweckt. Mit <em>Stunden wie Tage </em>schreibt Shelly Kupferberg nun die berührende Geschichte von Martha auf. Es ist auch eine großartige Berlingeschichte.<span id="more-22184"></span></p>
<h3>Von der Hausbesorgerin zur Hausbesitzerin</h3>
<p>Ursprünglich war die junge Martha Eckert seit Mitte der 1920e Jahre Hausbesorgerin im Mietshaus der Brüder Berkowitz. Henry und Ber Berkowitz stammten ursprünglich aus Russland und besaßen in Berlin einige Immobilien. Besonders mit Henry stand Martha in engerem Kontakt, hütete immer wieder einmal die Adoptivtochter Liane. Diese erlangte später traurige Berühmtheit. Henry ließ sich zu deren Schutz von seiner nichtjüdischen Frau scheiden und ihm gelang rechtzeitig die Flucht nach England. Als Mitglied des losen Widerstandsnetzwerks, das von den Nationalsozialisten „Rote Kapelle“ genannt wurde, wurde Liane im September 1942 schwanger verhaftet, zum Tode verurteilt und nach der Geburt ihrer Tochter hingerichtet. Eine Tafel erinnert am Viktoria-Luise-Platz an Liane. Auch dies fachte Shelly Kupferbergs Neugier an. Wie war der Weg Marthas von der Hausbesorgerin zur Hausbesitzerin?</p>
<p>Shelly Kupferberg recherchierte umfassend und fand eine Geschichte, die ganz anders war als vermutet. Literarisch frei, aber faktisch genau schrieb sie sie in einer leicht zugänglichen Geschichte auf. Ein wunderbares, ein wichtiges Buch.</p>
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<p style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.diogenes.ch/leser/titel/shelly-kupferberg/stunden-wie-tage-9783257073485.html?srsltid=AfmBOoqNPZ2cLcG5ZsSaPGC1tk4mGuqGfFaNj7H5WvwyUuFW7-B-vymR"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21262" data-permalink="https://literaturreich.de/2025/11/29/verlagsvorschauen-fruehjahr-2026-neuerscheinungen/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage.jpg" data-orig-size="500,791" data-comments-opened="1" data-image-title="shelly-kupferberg-stunden-wie-tage" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21262" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage-190x300.jpg" alt="Shelly Kupferberg - Stunden wie Tage" width="190" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage-190x300.jpg 190w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage-253x400.jpg 253w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /></a><span style="color: #ffffff;">x</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;"><strong>.</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Shelly Kupferberg &#8211; Stunden wie Tage</strong><br />
<strong>Diogenes März 2025, Hardcover Leinen, 272 Seiten, € 25.00</strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/08/09/shelly-kupferberg-stunden-wie-tage-kurz-vorgestellt/">Shelly Kupferberg &#8211; Stunden wie Tage &#8211; Kurz vorgestellt</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
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		<title>Lukas Bärfuss &#8211; Königin der Nacht</title>
		<link>https://literaturreich.de/2026/08/05/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 08:49:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsprachige Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Dominikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Spurensuche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Schweizer Autor und Georg Büchner Preisträger von 2019 Lukas Bärfuss hat seiner vor einigen Jahren verstorbenen Mutter mit Königin der Nacht ein kurzes, aber eindrückliches Buch gewidmet. Es vermeidet jede Genrebezeichnung, ist aber am&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/08/05/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht/">Mehr</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schweizer Autor und Georg Büchner Preisträger von 2019 Lukas Bärfuss hat seiner vor einigen Jahren verstorbenen Mutter mit <em>Königin der Nacht </em>ein kurzes, aber eindrückliches Buch gewidmet. Es vermeidet jede Genrebezeichnung, ist aber am ehesten als persönlicher Essay zu charakterisieren. Lukas Bärfuss ist bekannt als (auch) politischer Autor, der seinem Heimatland Schweiz kritisch gegenübersteht. Und so beinhaltet auch sein neuestes Werk eine gehörige Portion Gesellschaftskritik.<span id="more-22237"></span></p>
<p>Formal besteht es aus drei Teilen. Im ersten begleiten wir den Erzähler nach Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Hierher hat sich die Mutter irgendwann, vermutlich als sie sich die teuren Lebenshaltungskosten in der Schweiz schlichtweg nicht mehr leisten konnte, mit ihrem Lebensgefährten René abgesetzt. Ihr Leben lang hat sie mit der Armut zu kämpfen gehabt, nun vermacht sie ihre Sohn ein Bankguthaben von lediglich 60 Schweizer Franken. Der Sohn ist bestürzt, macht sich leise Vorwürfe, seine Mutter nicht finanziell unterstützt zu haben. Aber schließlich: Was wusste er überhaupt von seiner Mutter, mit der er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte? Und die auch in seiner Kindheit nie für ihn da war, ihn abgeschoben und sich nie gekümmert hat.</p>
<blockquote><p>„Eine Mutter ist, was man nicht loswird. Auch nicht mit dem Tod. Eine Geschichte, die nie zu Ende ist, und mit dem Sterben erst beginnt“</p></blockquote>
<p>heißt es bitter. Und Lukas Bärfuss erinnert sich an einen Besuch bei seiner Mutter auf Hispaniola, der in der Katastrophe endete. Statt Wiedersehensfreude bei der Mutter nur Desinteresse und Ablehnung, beim Sohn peinliche Berührung und Wut angesichts der Vulgarität der Mutter und ihrer rassistischen Sprüche. Bis zu ihrem Herzinfarkt sahen sich die Beiden nicht wieder. Nun wird Bärfuss bewusst, wie wenig er seine Mutter kannte und von ihr wusste. Er weiß nur, dass sie ihn immer belogen und getäuscht hat, einfach „keine Kinder mochte.“</p>
<blockquote><p>„Ihre Liebe, ihre Zärtlichkeit, ihr Interesse hatte ich nie gespürt.</p></blockquote>
<h3>Der Junge</h3>
<p>Den zweiten Teil von <em>Königin der Nacht </em>widmet Lukas Bärfuss dann seinen Kindheitserinnerungen. Er bleibt dabei distanziert, spricht von sich als „der Junge“. Anders wären die Ungeheuerlichkeiten, von denen er erzählt, wohl noch schwerer zu ertragen gewesen. Es beginnt zunächst mit bloßen Wahrnehmungen, die das Kind noch nicht einzuordnen imstande ist. Die Pornoheftchen unter dem Elternbett, die Nachbarin, die ihren Hasen das Fell abzieht, um daraus Stofftiere zu basteln, der brutale Metzger aus der Nachbarschaft. Und immer wieder die Lieblosigkeit der Mutter, die sich früh vom „Gauner“-Vater getrennt hat (der nun im Gefängnis sitzt) und sich und das Kind nun als Bardame, „Königin der Nacht“, mit zunehmendem Alter und nachlassender Attraktivität mi Arbeit in einer Munitionsfabrik, einer Wäscherei oder einer Autowerkstattmit durchbringt und häufig wechselnde Herrenbekanntschaften pflegt. Für ihren Sohn hat sie wenig Verwendung. Er ist ihr „ausgeliefert.“</p>
<p>Eine Flucht aus diesem lieblosen Leben wird für den Jungen bald das Lesen. Eine Haushaltsauflösung beim Nachbarn beschert ihm ein 30-bändiges Lexikon, das „das gesamte Wissen unserer Zeit“ umfasst und von ihm intensiv studiert wird. Auch in der Bibliothek ist er häufig zu finden. Seine Leistungen befähigen ihn für eine weiterführende Schule, selbst ein Stipendium bekommt er bewilligt. Aber was tut die Mutter? Mit Hilfe des Jugendamts schickt sie den Sohn zu einem „Welschlandjahr“ in die französische Schweiz. Das Praktikum gegen Kost und Logis war damals besonders für junge Frauen durchaus verbreitet und diente vorgeblich dem Erwerb der französischen Sprache. Viele von ihnen und auch der Junge werden hingegen gnadenlos ausgebeutet. Auf einem Bauernhof muss er ohne Bezahlung und Anerkennung harte Arbeit verrichten.</p>
<p>Nach Hause zurückgekehrt, hat die Mutter nicht nur die Wohnung auf Dauer verlassen, sondern auch das Stipendium ihres Sohns eingestrichen. Nun obdachlos muss sich der Junge mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten, obwohl er wider Erwarten die Aufnahmeprüfung für das Lehrerseminar schafft. Aber so ganz ohne Unterstützung ist das nahezu unmöglich? Unfassbar, dass so ein Verhalten der Mutter in den 1980er Jahren in der Schweiz möglich war.</p>
<h3>Mutterschaft, Klasse und die Schweiz</h3>
<p>In einem dritten Teil beschäftigt sich Lukas Bärfuss dann mit den strukturellen Bedingungen, denen seine Mutter und damit auch er in der Schweiz ausgesetzt waren.</p>
<blockquote><p>„Wie wird man zum reichten Land der Welt? Durch Fleiß, schmutzige Geschäfte und dem Krieg gegen die Armen innerhalb der eigenen Grenzen“</p></blockquote>
<p>urteilt der Autor. Der Vater seiner Mutter war ein Rom, ein Sattler, ein Vagant. Wie es diesen Menschen in der Schweiz ging, verfolgt der Autor in einem Buch, das Porträts von Vaganten im 19. Jahrhundert zeigt. Der Verfasser Carl Durheim war damit vermutlich der erste Polizeifotograf der Schweiz. Zwangsarbeit, Eugenik, Rassismus waren in der Schweiz weit verbreitet– die Bedingungen für die Mutter waren denkbar schlecht. Trotz dieser strukturellen Benachteiligungen spricht Bärfuss ihr aber nicht die eigene Entscheidungsfähigkeit ab. Das unterscheidet ihn wohltuend von einschlägigen französischen Kolleg:innen. Die Mutter war so wie sie war wegen gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, aber auch, weil sie sich dazu entschieden hat. Philosophische Überlegungen zu Mutterliebe schließen sich an, Bärfuss wendet sich aber gegen deren Idealisierung.</p>
<p>Lukas Bärfuss schreibt keine Verteidigung der Mutter, dafür sind die Wunden zu groß. Das Buch ist aber auch keine Anklage oder gar Verurteilung bzw. Abrechnung. Die Mutter war die „schwarze Sonne“, um die das Leben des Jungen, der hier im dritten Teil wieder „Ich“ zu sagen wagt, kreiste. Sie war die <em>Königin der Nacht</em> und hat diese Nachtseite des Lebens mehr oder weniger bewusst gewählt, so Lukas Bärfuss. Sie hat ihn damit auch gelehrt, zu überleben, hart sein zu können, denkt er heute mit einer gewissen Zuneigung. Sein Buch ist der Versuch einer Annäherung an eine fast unbekannte, zumindest aber unbegreifliche Frau, die im Alter Aquarelle malte und ganz am Ende auch einen Namen bekommt: Ursula.</p>
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<p style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.rowohlt.de/buch/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht-9783498003210?srsltid=AfmBOoqFWFIKbhum0pX3JcnTfJHo0zCkifO7LXccTdtArgvspAgq7ooA"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="22262" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/08/05/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht.jpg" data-orig-size="300,492" data-comments-opened="1" data-image-title="lukas -baerfuss-koenigin-der-nacht" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-22262" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht-183x300.jpg" alt="Lukas Bärfuss - Königin der Nacht" width="183" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht-183x300.jpg 183w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht-244x400.jpg 244w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/08/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 183px) 100vw, 183px" /></a><span style="color: #ffffff;">.</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;"><strong>x</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Lukas Bärfuss &#8211; Königin der Nacht</strong><br />
<strong>Rowohlt Mai 2026, Hardcover, 128 Seiten, € 22,00</strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/08/05/lukas-baerfuss-koenigin-der-nacht/">Lukas Bärfuss &#8211; Königin der Nacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
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		<title>Dror Mishani &#8211; Nicht &#8211; Kurz vorgestellt</title>
		<link>https://literaturreich.de/2026/08/01/dror-mishani-nicht-kurz-vorgestellt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 08:08:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Israelische Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz vorgestellt]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oschra und Eli, beide beginnen im hebräischen Alphabet mit dem Buchstaben Aleph, was Eli als Zeichen für ihre große Harmonie als Ehepaar ansieht. Doch Oschra ist früh gestorben. Eli, nun Anfang Fünfzig, trauert, ist ein&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/08/01/dror-mishani-nicht-kurz-vorgestellt/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/08/01/dror-mishani-nicht-kurz-vorgestellt/">Dror Mishani &#8211; Nicht &#8211; Kurz vorgestellt</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oschra und Eli, beide beginnen im hebräischen Alphabet mit dem Buchstaben Aleph, was Eli als Zeichen für ihre große Harmonie als Ehepaar ansieht. Doch Oschra ist früh gestorben. Eli, nun Anfang Fünfzig, trauert, ist ein wenig depressiv. Als Übersetzer sieht er sich zudem von der neuen KI-Technologie bedroht. Die Zukunft ist für ihn düster und einsam. Da lernt er bei einem Essen bei Freunden die deutlich jüngere Cellistin Lia kennen. Und wie ein Wunder kehrt bei ihm wieder die Liebe ein und wird erwidert. Der eigentlich als Krimiautor bekannte Dror Mishani hat mit <em>Nicht </em>einen kleinen Liebesroman geschrieben, der vor allem durch seine feine psychologische Zeichnung lebt und auch Krimi- und Thrillerelemente aufweist.<span id="more-22181"></span></p>
<p>Eli und Lia – die Initialen ergeben im hebräischen Alphabet allerdings lo, was „nein“ oder eben „nicht“ bedeutet. Ein negatives Vorzeichen für die Beziehung der Beiden? Zunächst verläuft alles aber fast ein wenig magisch. Selbst mit dem recht eigenwilligen Kanaan-Hund, den Lia heiß und innig liebt, freundet sich Eli nach einer gewissen Zeit an. So sehr, dass Lia ihn mit dem Hundesitting beauftragt, als sie zu einer kurzen Konzertreise mit ihrem Kammerquartett nach Wien aufbrechen muss. Auf den Musiker Peter ist Eli gleich eifersüchtig. Und überhaupt hat Eli stets Angst, Lia könnte es sich anders überlegen und mit ihm schlussmachen.</p>
<h3>Fatale Lügen</h3>
<p>Tatsächlich wird Lias Reise für Eli zur Katastrophe und nach ihrer Rückkehr verstrickt er sich immer mehr in Lügen. Mit Erpressung, einem vermeintlichen Beschatter und einer Polizeiuntersuchung kommt hier auch ein wenig Krimi ins Spiel. Lo würde man Eli gerne immer wieder zurufen. Nein, mach das nicht!</p>
<p>Geschrieben ist das kleine Buch auf ganz besondere Weise. Die Du-Perspektive, kursiv gesetzte Dialoge und Aufzeichnungen und immer wieder Vorausgriffe auf die Handlung ergeben einen ganz besonderen Ton.</p>
<blockquote><p>„Wir kommen mit der Geschichte nicht recht voran, weil es Dinge gibt, die du aus Angst nicht erzählen willst, aber komm, lass uns das nicht länger aufschieben, das macht keinen Sinn.“</p></blockquote>
<p>Ein kleines Wunder von einem Buch – klug, unterhaltsam, originell.</p>
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<p style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.diogenes.ch/leser/titel/dror-mishani/nicht-9783257073881.html?srsltid=AfmBOopOfaWKVdtykIz13izLhkMHVo2VoNWP0mfoZxAMquZAjMkB1n6c"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21191" data-permalink="https://literaturreich.de/2025/11/29/verlagsvorschauen-fruehjahr-2026-neuerscheinungen/dror-mishani-nicht/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/dror-mishani-nicht.jpg" data-orig-size="500,791" data-comments-opened="1" data-image-title="dror-mishani-nicht" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/dror-mishani-nicht.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21191" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/dror-mishani-nicht-190x300.jpg" alt="Dror Mishani - Nicht" width="190" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/dror-mishani-nicht-190x300.jpg 190w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/dror-mishani-nicht-253x400.jpg 253w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/dror-mishani-nicht.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /></a><span style="color: #ffffff;">.</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Dror Mishani &#8211; Nicht</strong><br />
<strong>Aus dem Hebräischen von Markus Lemke</strong><br />
<strong>Diogenes Aprik 2026, Hardcover Leinen, 192 Seiten, € 25.00</strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/08/01/dror-mishani-nicht-kurz-vorgestellt/">Dror Mishani &#8211; Nicht &#8211; Kurz vorgestellt</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
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		<title>Nefeli Kavouras &#8211; Gelb auch ein schöner Gedanke</title>
		<link>https://literaturreich.de/2026/07/29/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schoener-gedanke/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 06:27:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsprachige Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Debütroman der jungen Schriftstellerin Nefeli Kavouras Gelb, auch ein schöner Gedanke trägt nicht nur einen der zauberhaftesten (und rätselhaftesten) Titel, sondern ist auch ein absolut skurriles, im besten Sinne seltsames Stück Literatur. Es beginnt&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/07/29/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schoener-gedanke/">Mehr</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Debütroman der jungen Schriftstellerin Nefeli Kavouras <em>Gelb, auch ein schöner Gedanke </em>trägt nicht nur einen der zauberhaftesten (und rätselhaftesten) Titel, sondern ist auch ein absolut skurriles, im besten Sinne seltsames Stück Literatur. Es beginnt mit der Beerdigung von Georg, der so beschrieben wird:</p>
<blockquote><p>„Wir denken darüber nach, was Georg alles war. Ein Vater, ein Ehemann, ein Architekt, Pflegestufe vier, ein anderes Wesen, ein sterbender Ewignichtsterbender, ein Tier, ein Unmensch, ein tröstliches Gemüt.“</p></blockquote>
<p><span id="more-22241"></span></p>
<p>Georg stirbt. Er stirbt lange. Vor acht Jahren erlitt der Familienvater seinen ersten Schlaganfall, dem weitere und weitere Komplikationen folgten. Jetzt macht man ihm, seiner Frau Ruth und seiner Teenagertochter Lea keine Hoffnung mehr und möchte ihn in ein Hospiz überweisen. Doch Ruth entscheidet sich für die Pflege zuhause. Eine fordernde Entscheidung. Fortan bestimmt die Care-Arbeit das Leben der Familie und führt zu einer immensen Überforderung. Ruth, die sich fast obsessiv in die Pflege ihres Mannes stürzt, kommt an ihre Grenzen. Aber auch Lea, einst ein absolutes Papa-Kind, steht in ihrer sensiblen Lebensphase durch das sich dahinziehende Sterben ihres Vaters völlig am Limit. Sie entfremdet sich ihrem Vater zusehends, will einfach nur leben, wünscht sich seinen baldigen Tod sogar.</p>
<h3>Zweifel, Trauer, Wut</h3>
<p>Sowohl Ruth als auch Lea erzählen abwechselnd über ihren Alltag, ihre ambivalenten Gefühle, auch dem jeweils anderen gegenüber, ihre Zweifel, ihre Trauer und Wut. Der sterbende Georg ist mehr oder weniger eine Leerstelle, körperlich anwesend, aber doch irgendwie schon nicht mehr da. Ihm gehört nur ein kurzer Abschnitt. Diesem entstammt der wunderbare Buchtitel. Das ist todtraurig, oft auch witzig, schnodderig und manchmal auch ärgerlich. Ruth und Lea sind keine perfekten Menschen, natürlich nicht. Und schon gar nicht in ihrer schwierigen Situation.</p>
<p>In der Mitte des Buchs kommt es dann ziemlich unvermittelt zum Bruch, auch wenn bereits im ersten Absatz von Georgs „Verwandlung“ die Rede ist. Es kommt zu einer magischen Wendung, die völlig beiläufig und selbstverständlich daherkommt. Mit seiner Verwandlung in ein Pferd einher geht ein Rollenwechsel. Lea, die bisher – auch aus körperlichem Ekel – Distanz zu ihrem einst geliebten Vater hielt, nähert sich ihm jetzt liebevoll an. Er ist bald ihr „Papapferd“. Ruth wiederum will mit diesem verwandelten Mann nichts zu tun haben. Tiere mochte sie noch nie. Dann kommt Edna ins Spiel, eine Pferdepflegerin, die sich um Georg kümmert, ihn am Ende mit auf ihren Gnadenhof nimmt. Sowohl Lea als auch Ruth entwickeln bald zu ihr eine besondere Beziehung.</p>
<p>Poetisch, zärtlich, verspielt und ziemlich verrückt erzählt Nefeli Kavouras in <em>Gelb, auch ein schöner Gedanke </em>vom Tod und vom Sterben, von Trauer und vom Abschiednehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beitragsbild: Die kleinen gelben Pferde, Franz Marc, Public domain, via Wikimedia Commons</p>
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<p style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.kiwi-verlag.de/buch/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schoener-gedanke-9783462008708"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21242" data-permalink="https://literaturreich.de/2025/11/29/verlagsvorschauen-fruehjahr-2026-neuerscheinungen/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schiener-gedanke/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schiener-gedanke.jpg" data-orig-size="500,812" data-comments-opened="1" data-image-title="nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schiener-gedanke" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schiener-gedanke.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21242" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schiener-gedanke-185x300.jpg" alt="Nefeli Kavouras - Gelb, auch ein schöner Gedanke" width="185" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schiener-gedanke-185x300.jpg 185w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schiener-gedanke-246x400.jpg 246w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schiener-gedanke.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 185px) 100vw, 185px" /></a><span style="color: #ffffff;">.</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;"><strong>x</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Nefeli Kavouras &#8211; Gelb auch ein schöner Gedanke</strong><br />
<strong>Kiepenheuer&amp;Witsch Februar 2026, gebunden, 240 Seiten, € 23,00</strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://literaturreich.de/2026/07/29/nefeli-kavouras-gelb-auch-ein-schoener-gedanke/">Nefeli Kavouras &#8211; Gelb auch ein schöner Gedanke</a> erschien zuerst auf <a href="https://literaturreich.de">LiteraturReich</a>.</p>
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		<title>Karin Zipse &#8211; Moosland &#8211; Kurz vorgestellt</title>
		<link>https://literaturreich.de/2026/07/25/karin-zipse-moosland-kurz-vorgestellt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 10:22:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Autorinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsprachige Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Nachkriegszeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1949 warb der isländische Bauernverband junge, unverheiratete Frauen aus Deutschland an, um für mindestens ein Jahr auf einem der dortigen Höfe zu arbeiten. Es gab auf Island einen Frauen- und Arbeitskräftemangel auf dem Land, da&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/07/25/karin-zipse-moosland-kurz-vorgestellt/">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>1949 warb der isländische Bauernverband junge, unverheiratete Frauen aus Deutschland an, um für mindestens ein Jahr auf einem der dortigen Höfe zu arbeiten. Es gab auf Island einen Frauen- und Arbeitskräftemangel auf dem Land, da viele junge Frauen nach dem Krieg in die Stadt zogen oder mit einem der stationierten GIs in die USA gingen. Fast 200 Deutsche folgten dem Aufruf. Das vom Krieg zerstörte Land, fehlende Männer oder, wie bei der Protagonistin im Roman Moosland von Karin Zipse, ausgelöschte Familien boten wohl wenige Zukunftsperspektiven. Armut und Hunger taten das Übrige.<span id="more-22239"></span></p>
<p>Elsa hat neben ihrer Familie auch ihre geliebte Freundin Sola auf der Flucht verloren. Eine eigentlich harmlose Verletzung durch ein Huhn führte bei ihr zu einer Blutvergiftung, an der sie schließlich starb. Elsa ist in Trauer erstarrt. Ihre Bekannte Gerda initiiert die Fahrt nach Island. Aber auch dorthin begleiten sie natürlich Verlust und Traurigkeit. Hinzu kommt die völlige Unkenntnis der Sprache, das raue Leben auf den eher kargen Höfen. Elsa schweigt.</p>
<h4>Schweres Eingewöhnen</h4>
<p>„Der Bauer“, „die Frau“, die beiden erwachsenen Söhne „Skuhli“ und „Olawür“ – lediglich zum Knecht „Haltdor“ fasst sie langsam ein wenig Zutrauen. Er ist der Einzige, mit dem Elsa hin und wieder spricht. Immer wieder läuft sie fort, wird wiedergefunden. Auch wenn die Familie eher rau und lieblos erscheint, hat man Geduld mit der neuen Arbeitskraft. Der ruhige und pragmatische ältere Olawür und der jüngere Skuhli, der von einem Leben in Amerika träumt, beide bemühen sich um die Aufmerksamkeit Elsas, wenn auch oft ein wenig ungeschickt. Elsa bleibt aber verschlossen und abweisend.</p>
<p>Ganz anders ist Gerda, die offen und fröhlich Kontakte schließt und bald als Verlobte des Bauernsohns auftritt. Spätere Eheschließungen waren ausdrücklich gewünschte Ziele des Anwerbeabkommens. Elsa hingegen erscheint in (Tag)Träumen immer wieder ihre verstorbene Freundin Sola. Und auch auf dem Hof scheint die Tochter Steinunn seit längerer Zeit verschollen. Das ist ein Stachel vor allem in der Seele der Bäuerin Ingibjörk. Als eines Tages auch noch Skuhli verschwindet, wird sie sehr krank. Ganz langsam nähert sich Elsa der Bauernfamilie an. Aus „Olawür“ wird Ólafur, aus „Skuhli“ Skúli und aus „Haltdor“ Halldór. Eine schön Idee von Karin Zipse, so die langsam zunehmende Vertrautheit mit Sprache und Land darzustellen.</p>
<p>Es ist ein stiller Roman über ein wenig bekanntes Thema, den Karin Zipse mit Moosland vorlegt. Ihr gelingt es gut, die Rauheit der Landschaft, die Sprödigkeit der Menschen und die Trauer Elsas zu vermitteln. Sie wahrt Distanz und wählt ihrerseits eine eher spröde Sprache. Besonders zu Beginn wartet der Text mit sehr einfachen, kurzen Sätzen auf. Das ist manchmal nicht wirklich schön zu lesen. Aber es passt und verliert sich danach zunehmend. Ein durchaus empfehlenswertes Buch.</p>
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<p>Beitragsbild via Pickpic</p>
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<p><strong>Informationen zum Buch:</strong></p>
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<p style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.dumont-buchverlag.de/buch/katrin-zipse-moosland-9783755800712-t-7747"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="22201" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/07/10/lektuere-juni-2026/karin-zipse-moosland/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/karin-zipse-moosland.jpg" data-orig-size="568,945" data-comments-opened="1" data-image-title="karin-zipse-moosland" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/karin-zipse-moosland.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-22201" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/karin-zipse-moosland-180x300.jpg" alt="Karin Zipse - Moosland" width="180" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/karin-zipse-moosland-180x300.jpg 180w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/karin-zipse-moosland-240x400.jpg 240w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/karin-zipse-moosland.jpg 568w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px" /></a><span style="color: #ffffff;">.</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;"><strong>x</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Karin Zipse &#8211; Moosland</strong><br />
<strong>Dumont März 2026, gebunden, 224 Seiten, € 24,00</strong><br />
<strong>ISBN: 978-3-7558-0071-2</strong></p>
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		<title>Vladimir Vertlib &#8211; Der Jude der Kaiserin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 07:40:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsprachige Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Judenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wien im November 1668. Die 17-jährige Kaiserin Margarita Teresa hat ihr erstes Kind Ferdinand Wenzel mit nur einem Jahr verloren. Nun lastet der Druck auf der jungen Frau, möglichst schnell einen neuen Thronfolger auf die&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/07/22/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin/">Mehr</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wien im November 1668. Die 17-jährige Kaiserin Margarita Teresa hat ihr erstes Kind Ferdinand Wenzel mit nur einem Jahr verloren. Nun lastet der Druck auf der jungen Frau, möglichst schnell einen neuen Thronfolger auf die Welt zu bringen. Leopold I., ihr Gatte, ist gleichzeitig ihr Onkel (Margaritas Mutter ist dessen ältere Schwester) und Cousin (Margaritas Vater, König Philipp IV. von Spanien und Leopolds Vater, Kaiser Ferdinand III., sind Brüder). Um den Besitz im eigenen Haus zu halten, heiratet der spanische Zweig der Habsburger jahrhundertelang innerhalb der Familie, was zu schweren genetischen Defekten und schließlich zum Aussterben der Linie führt. Direkt danach bricht der spanische Erbfolgekrieg aus. Zunächst einmal ruht aber die Hoffnung auf der jungen Kaiserin, noch einen gesunden Thronfolger zur Welt zu bringen. Vladimir Vertlib stürzt sich mit seinem spannenden, vielschichtigen Historienroman <em>Der Jude der Kaiserin </em>in diese Zeit.<span id="more-22179"></span></p>
<p>Margarita Teresa stammt aus dem spanischen Zweig der Familie der Habsburger. 15-jährig wird sie mit ihrem Onkel verheiratet. Man kennt sie von den steifen, höfischen Porträts von Diego Velasquez, insbesondere dem weltberühmten „Las Meninas“. An das rigide spanische Hofzeremoniell gewöhnt, streng katholisch und von einem fanatischen Judenhass beherrscht, findet sie sich relativ schwer in Wien zurecht. Nachdem 1492 die Katholischen Könige Isabella und Ferdinand alle Juden in ihrem Reich entweder vertrieben (Sephardische Juden, die im gesamten Mittelmeerraum Fuß fassten) oder zur Konversion gezwungen haben(Converso), gibt es einige wenige, die offiziell zum Katholizismus übergetreten sind, heimlich aber den jüdischen Glauben bewahren. Marrane nennt man sie.</p>
<figure id="attachment_22210" aria-describedby="caption-attachment-22210" style="width: 517px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/stammbaum-spanische-habsburger.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="22210" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/07/22/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin/stammbaum-spanische-habsburger/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/stammbaum-spanische-habsburger.jpg" data-orig-size="517,404" data-comments-opened="1" data-image-title="stammbaum-spanische-habsburger" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Der Stammbaum der letzten Habsburger aus spanischer Linie, Margarita Teresa unten dritte von links; by Ecummenic, CC BY-SA 4.0 &lt;https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0&gt;, via Wikimedia Commons&lt;/p&gt;
" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/stammbaum-spanische-habsburger.jpg" class="size-full wp-image-22210" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/stammbaum-spanische-habsburger.jpg" alt="Stammbaum letzte Habsburger" width="517" height="404" /></a><figcaption id="caption-attachment-22210" class="wp-caption-text">Der Stammbaum der letzten Habsburger aus spanischer Linie, Margarita Teresa unten dritte von links; by Ecummenic, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons</figcaption></figure>
<p>Zwei Vertraute hat sich die junge Kaiserin aus Spanien an den Wiener Hof mitgenommen, ihren Beichtvater, den rigiden Padre Sebastián, und ihren Leibarzt, Pedro de Rojas. Mittlerweile 55 Jahre alt, begleitet de Rojas Margarita Teresa seit ihrer frühen Kindheit. Sie ist kränklich, besonders ihr ausgeprägter Kropf bereitet ihr Beschwerden beim Atmen. Nur Pedro kann ihr wirklich helfen, ist zudem ihr engster Vertrauter. Aber Pedro ist ein Marrane, der auch in Wien vermeintlich geheim dem jüdischen Glauben anhängt. Vermeintlich, denn am Hof weiß man längst davon. Der Kaiser schützt ihn, die Kaiserin hängt trotz ihres Hasses auf die Juden und der von ihr geplanten Vertreibung derselben aus Wien sehr an ihrem Leibarzt.</p>
<p>Dieser empfiehlt, zur nächsten Entbindung Margarita Teresas die beste Hebamme der Stadt, die Jüdin Esther zur Hilfe zu rufen. Esther lebt wie die meisten jüdischen Bewohner Wiens im unteren Werd, einem Gebiet jenseits des Donauarms. (Nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung 1670 erhielt das Gebiet den Namen Leopoldstadt). Sie selbst ist Witwe und hat drei Kinder zu versorgen. Sie nimmt die heikle Aufgabe an. Aber was, wenn das Kind bei der Geburt stirbt? Pedro redet ihr zu, auch weil er Gefühle für sie entwickelt und hofft, wenn sie der Kaiserin bei der Geburt hilft, könne sie in Wien bleiben.</p>
<p>Das Neugeborene überlebt tatsächlich – aber es ist ein Mädchen. Maria Antonia soll das einzige Kind aus der Verbindung bleiben, das Geburt und Säuglingszeit überlebt. Für die Kaiserin folgen Fehlgeburten, ein totgeborener Junge und eine nur wenige Tage lebende Tochter. Mit 21 stirbt Margarita Teresa 1673. Aus Angst vor Verfolgung flieht Esther mit Hilfe von Pedro nach Saloniki, wohin ihr dieser nach dem Tod der Kaiserin folgt.</p>
<figure id="attachment_22212" aria-describedby="caption-attachment-22212" style="width: 560px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/marguerite-therese-dautriche-diego-velasquez.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="22212" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/07/22/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin/marguerite-therese-dautriche-diego-velasquez/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/marguerite-therese-dautriche-diego-velasquez.jpg" data-orig-size="560,662" data-comments-opened="1" data-image-title="marguerite-therese-dautriche-diego-velasquez" data-image-description="&lt;p&gt;Margarita Teresa 1659 &lt;/p&gt;
" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/marguerite-therese-dautriche-diego-velasquez.jpg" class="wp-image-22212 size-full" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/marguerite-therese-dautriche-diego-velasquez.jpg" alt="Margarita Teresa 1659" width="560" height="662" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/marguerite-therese-dautriche-diego-velasquez.jpg 560w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/marguerite-therese-dautriche-diego-velasquez-254x300.jpg 254w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/marguerite-therese-dautriche-diego-velasquez-338x400.jpg 338w" sizes="auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22212" class="wp-caption-text">Margarita Teresa 1659 by Diego Velázquez, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>, via Wikimedia Commons</figcaption></figure>
<p>Vladimir Vertlib schafft aus diesem Stoff einen klassischen, souveränen Historienroman. Höfische Intrigen, Staatsgeschäfte, brutaler Kindesmissbrauch durch katholische Kleriker, Antisemitismus und der Alltag am Hof und in den schmutzigen, elenden Gassen der Stadt – Vertlib erzählt spannend, plastisch, detailreich und atmosphärisch. Von modischen Stilmitteln nimmt er Abstand und charakterisiert seine Figuren als Kinder ihrer Zeit, mit ihren Vorurteilen, ihrem Aberglauben, ihren Werten, die mit den unseren nicht unbedingt übereinstimmen. Die ambivalente Charakterschilderung ist einer der vielen positiven Seiten des an Nebenhandlungen und –figuren reichen Romans. Dem Autor geht es aber auch, und das ist sehr aktuell, um Toleranz und Humanismus, um Religion und Fanatismus. Sehr lesenswert.</p>
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<p>Beitragsbild: Kaisergruft, Ruhestätte von Margarita Teresa, by Kaho Mitsuki, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons</p>
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<p style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.residenzverlag.com/buch/der-jude-der-kaiserin"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21274" data-permalink="https://literaturreich.de/2025/11/29/verlagsvorschauen-fruehjahr-2026-neuerscheinungen/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin.jpg" data-orig-size="500,820" data-comments-opened="1" data-image-title="vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin.jpg" class="alignleft size-medium wp-image-21274" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin-183x300.jpg" alt="Vladimir Vertlib - Der Jude der Kaiserin" width="183" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin-183x300.jpg 183w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin-244x400.jpg 244w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/vladimir-vertlib-der-jude-der-kaiserin.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 183px) 100vw, 183px" /></a><span style="color: #ffffff;">.</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;"><strong>x</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Vladimir Vertlib &#8211; Der Jude der Kaiserin</strong><br />
<strong>Residenzverlag Februar 2026, Hardover, 416 Seiten, € 28,00</strong></p>
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		<title>Elizabeth Strout &#8211; Erzähl mir alles</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Reich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 06:35:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanische Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Roman über das Geschichtenerzählen. Der Titel des neuen Romans von Elizabeth Strout ist Programm – Erzähl mir alles. Es werden von den Protagonist:innen zahllose kleine und größere Geschichten erzählt, die nicht immer wirklich interessant&#8230; <a href="https://literaturreich.de/2026/07/18/elizabeth-strout-erzaehl-mir-alles/">Mehr</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Roman über das Geschichtenerzählen. Der Titel des neuen Romans von Elizabeth Strout ist Programm – <em>Erzähl mir alles</em>. Es werden von den Protagonist:innen zahllose kleine und größere Geschichten erzählt, die nicht immer wirklich interessant sind. Aber auch das ist Programm. Es geht, wie es immer wieder heißt, darum, „unbeachtete Leben“ in Erinnerung zu rufen. Vergessenen Menschen und ihren Schicksalen durch das Erzählen die Beachtung zu schenken, die ihnen im Alltag oft nicht gewährt wird. Es ist der menschenfreundliche, liebevolle, aber auch klare, schonungslose Blick der Autorin, den wir bereits aus acht vorangegangenen Romanen kennen.<span id="more-22226"></span></p>
<p>In diesen Romanen, wie etwa <a href="https://literaturreich.de/2024/05/01/elizabeth-strout-am-meer/">Am Meer</a>, <a href="https://literaturreich.de/2020/05/25/elizabeth-strout-die-langen-abende/">Die langen Abende</a>, <a href="https://literaturreich.de/2018/12/23/elizabeth-strout-alles-ist-moeglich/">Alles ist möglich</a> oder <a href="https://literaturreich.de/2016/11/03/elizabeth-strout-die-unvollkommenheit-der-liebe/">Die Unvollkommenheit der Liebe</a> hat sich Elizabeth Strout einen kleinen Protagonist:innen-Stamm geschaffen, der den Leser:innen sehr an Herz gewachsen sind und die in unterschiedlicher Besetzung und mit wechselnden Überschneidungen in ihren Büchern auftauchen. In <em>Erzähl mir alles </em>treffen nun erstmals alle aufeinander. Was für ein Geschenk für Strout-Fans!</p>
<h3>Die Held:innen</h3>
<p>Da ist beispielsweise die mittlerweile über 90-jährige pensionierte Mathematiklehrerin Olive Kitteridge, bekannt als ewig grantelnde, oftmals harsche Person, die ihren ersten Auftritt in Strouts 2009 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Roman <em>Mit Blick aufs Meer </em>hatte. Nun lebt sie im Seniorenheim, ihre beste Freundin dort ist Isabelle Goodrow, die man aus Strouts erstem Roman Amy &amp; Isabelle kennt. Oft besucht sie aber auch Lucy Barton, eine zentrale Figur im Strout-Universum. Diese ist mit ihrem Ex-Mann William während der Corona-Pandemie aus New York nach Crosby geflüchtet und dort hängengeblieben. Die Schriftstellerin Lucy und Olive erzählen sich besonders gern Geschichten. Und auch Bob Burgess, ein Anwalt den man aus <em>Das Leben natürlich </em>kennen könnte (für mich fast das schönste Strout-Buch) ist dabei – ihm kommt sogar die Hauptrolle zu. Daneben treten noch Bobs Bruder Jim und seine Frau Helen, die Schwester Susan und Bobs Frau, die Pastorin Margaret auf.</p>
<figure id="attachment_22229" aria-describedby="caption-attachment-22229" style="width: 760px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/indian-summer.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="22229" data-permalink="https://literaturreich.de/2026/07/18/elizabeth-strout-erzaehl-mir-alles/indian-summer/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/indian-summer.jpg" data-orig-size="1024,700" data-comments-opened="1" data-image-title="indian-summer" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/indian-summer.jpg" class="wp-image-22229 size-medium_large" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/indian-summer-768x525.jpg" alt="Indian Summer" width="760" height="520" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/indian-summer-768x525.jpg 768w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/indian-summer-300x205.jpg 300w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/indian-summer-940x643.jpg 940w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/indian-summer-585x400.jpg 585w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2026/07/indian-summer.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px" /></a><figcaption id="caption-attachment-22229" class="wp-caption-text">CC0 via publicdomainpictures</figcaption></figure>
<p>Ihnen allen begegnen wir wieder im kleinen Küstenstädtchen Crosby in Maine und dem Nachbarort Shirley Falls. Auch diese sind den Strout-Leser:innen vertraut. Es ist Indian Summer, die Blätter verfärben sich, der Winter naht. Und das Personal ist allgemein im Alter deutlich fortgeschritten. Ähnlich wie unlängst <a href="https://literaturreich.de/2026/06/15/stewart-onan-abendlied/">Stewart O`Nan in </a><em>Abendlied, </em>wirft Elizabeth Strout ihren Blick auf das Älterwerden. Es ist der Alltag, der auch bei ihr im Mittelpunkt steht, etwa die Spaziergänge der Freunde Lucy und Bob oder die Besuche Lucys im Seniorenheim. Aber auch wenn wie immer die Gedanken, Gefühle und Geschichten der Menschen zentral sind, passiert ungewöhnlich viel in <em>Erzähl mir alles. </em>Erzählt wird davon allerdings in gewohnt ruhigem Ton und mit viel Zeit.</p>
<h3>Der Kriminalfall</h3>
<p>Gloria Beach, eine ältere, nicht gerade beliebte Dame – Generationen an Schülern hat ihr rigides Regiment in der Schulkantine nachhaltig verschreckt – ist verschwunden und wird schließlich in einem PKW am Grunde eines Sees gefunden. Ihr menschenscheuer Sohn Matt wird verdächtigt, sie getötet zu haben. Bob übernimmt sein Mandat, da er mit Matts Schwester Diana zur Schule gegangen ist. Das bringt ein wenig Krimi in die Handlung.</p>
<p>In erster Linie geht es aber wie in allen Romanen der Autorin um menschliche Beziehungen – glückende und sehr oft auch scheiternde. Alle suchen Nähe, Verbundenheit, Loyalität. Die meisten von ihnen sind aber trotzdem zutiefst einsam und führen ein eher trauriges Leben, schleppen zumindest aber das eine oder andere Kindheitstrauma mit sich herum. Das alles erzählt Elizabeth Strout in ihrem eher leichten Plauderton, der über die Tragik dahinter aber kaum hinwegtäuschen kann. In <em>Erzähl mir alles</em> verplaudert sich die Autorin vielleicht ein wenig. Zu viele Geschichten vielleicht, auf jeden Fall aber Menschen, die ihr Glück allzu verbissen und fast ausschließlich in Paarbeziehungen suchen. Die Liebessehnsüchte und -wirren hatten zuweilen etwas leicht pubertäres, was mich tatsächlich ein wenig störte.</p>
<p>Aber Elizabeth Strout schafft es dennoch immer wieder, mich mit ihren Texten einzufangen und auch die gesellschaftliche Realität in den USA durch Erwähnung der zunehmenden Spaltung, der Nachwehen der Pandemie oder etwa den Ukrainekrieg ganz beiläufig einzubringen. Für mich ist sie eine absolute Lieblingsautorin, die mit <em>Erzähl mir alles </em>vielleicht nicht ihr bestes Buch, aber durch die Zusammenführung all ihrer Held:innen gewiss ein zauberhaftes geschrieben hat.</p>
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<p>Beitragsbild via pixabay CC0</p>
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<p style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.penguin.de/buecher/elizabeth-strout-erzaehl-mir-alles/buch/9783630877495"><img loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="21287" data-permalink="https://literaturreich.de/2025/11/29/verlagsvorschauen-fruehjahr-2026-neuerscheinungen/strout-erzaehl-mir-alles/" data-orig-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles.webp" data-orig-size="350,555" data-comments-opened="1" data-image-title="strout-erzaehl-mir-alles" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles.webp" class="alignleft wp-image-21287 size-medium" src="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles-189x300.webp" alt="Elizabeth Strout - Erzähl mir alles" width="189" height="300" srcset="https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles-189x300.webp 189w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles-252x400.webp 252w, https://literaturreich.de/wp-content/uploads/2025/11/strout-erzaehl-mir-alles.webp 350w" sizes="auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px" /></a><span style="color: #ffffff;">.</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;"><strong>x</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Elizabeth Strout &#8211; Erzähl mir alles </strong><br />
<strong>Aus dem Amerikanischen von Sabine Rot</strong><br />
<strong>Luchterhand März 2026, Hardcover, 400 Seiten, € 25,00</strong></p>
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