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	<title>Literaturwelt. Das Blog.</title>
	
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		<title>Karl Ove Knausgard: Lieben</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2012 10:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schröter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ein Buch des norwegischen Schriftstellers Karl Ove Knausgard liest, braucht einen langen Atem. &#220;ber hunderte von Seiten wechseln Alltagsbegebenheiten mit Selbstreflexionen, Erinnerungen und philosophischen &#220;berlegungen ab. Handlung: weitgehend Fehlanzeige. So auch in seinem neuesten in Deutschland erschienenen Werk &#8220;Lieben&#8221;, das den zweiten Teil seines monumentalen auf sechs B&#228;nde angelegten Autobiographieprojektes &#8220;Min Kamp&#8221; bildet. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin-left: 1em;" title="Karl Ove Knausgard: »Lieben«" src="http://schreib-lust.de/images/3630873707.jpg" alt="Karl Ove Knausgard: »Lieben«" width="155" height="244" align="right" />Wer ein Buch des norwegischen Schriftstellers Karl Ove Knausgard liest, braucht einen langen Atem. &#220;ber hunderte von Seiten wechseln Alltagsbegebenheiten mit Selbstreflexionen, Erinnerungen und philosophischen &#220;berlegungen ab. Handlung: weitgehend Fehlanzeige.</p>
<p>So auch in seinem neuesten in Deutschland erschienenen Werk &#8220;Lieben&#8221;, das den zweiten Teil seines monumentalen auf sechs B&#228;nde angelegten Autobiographieprojektes &#8220;Min Kamp&#8221; bildet. Die deutsche &#220;bersetzung &#8220;Mein Kampf&#8217;&#8221; wird aus naheliegenden Gr&#252;nden meist verschwiegen.</p>
<p>Knausgard, geboren 1968, stellt den Alltag mit seiner Frau und seinen drei Kindern in den Mittelpunkt dieses Bandes. Oft wundert man sich, mit welcher unglaublichen Langatmigkeit der Autor einfachste Begebenheiten wie etwa die Begr&#252;&#223;ung von G&#228;sten beschreibt. Ihm scheint komplett die Kunst des Weglassens zu fehlen, was aber einen wichtigen Teil des Wesens von Literatur ausmacht. Insofern hat dieses Buch keinen hohen literarischen Wert, wirkt in der vorliegenden Form eher wie eine ohne Konzept mal eben hingeschriebene Textfassung, die danach nie wieder &#252;berarbeitet wurde.</p>
<p>Auch eine irgendwie geartete Struktur oder die Unterteilung des knapp 800 Seiten langen Werks in Kapitel fehlt v&#246;llig. Viele Seiten kommen g&#228;nzlich ohne Absatz aus.</p>
<p>Dabei gibt es auch gute Ans&#228;tze: In den vielen kleinen Nervereien die der Ich-Erz&#228;hler im Alltag als Familienvater erdulden muss, werden sich sicherlich viele m&#228;nnliche Leser wiederfinden. Und obwohl Knausgard jegliche Selbstironie fehlt, entwickelt er in diesen Passagen oft &#8211; vielleicht nicht einmal bewusst &#8211; Humor.</p>
<p>Leserinnen dagegen k&#246;nnten sich fragen, warum eigentlich nur M&#228;nner die &#8220;Babyrhythmik&#8221; mit dem gemeinsamen Absingen von Kinderliedern als unter ihrer W&#252;rde ansehen. Insgesamt ist &#8220;Lieben&#8221; eine einzige gigantische Selbstbespiegelung. Letztlich nicht empfehlenswert.<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Karl Ove Knausgard: Lieben.<br />
Luchterhand, M&#228;rz 2012.<br />
768 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,99 Euro .</p>
 <p><a href="http://blog.literaturwelt.de/?flattrss_redirect&amp;id=3123&amp;md5=abe154c4a866a686f9e7e708752118ea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Annika Reich: Durch den Wind</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 16:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ilka Sundermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In Annika Reichs Roman“Durch den Wind“ geht es um vier Freundinnen aus Berlin, die mit sich und ihrem Leben hadern. Alle vier sind Mitte drei&#223;ig und leiden unter der Last, die Verantwortung f&#252;r das eigene Gl&#252;ck selbst zu tragen. Yoko, eine erfolgreiche Architektin, ist ungl&#252;cklich, weil sie keinen Kontakt mehr zu ihrer japanischen Herkunftsfamilie hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Annika Reichs Roman“Durch den Wind“ geht es um vier Freundinnen aus Berlin, die mit sich und ihrem Leben hadern. Alle vier sind Mitte drei&#223;ig und leiden unter der Last, die Verantwortung f&#252;r das eigene Gl&#252;ck selbst zu tragen. Yoko, eine erfolgreiche Architektin, ist ungl&#252;cklich, weil sie keinen Kontakt mehr zu ihrer japanischen Herkunftsfamilie hat. Friederike, Ladenbesitzerin und B&#252;cherliebhaberin, kommt nicht damit zurecht, dass f&#252;r den Mann, den sie liebt, die pers&#246;nliche Freiheit an erster Stelle steht. Alison, die mit ihrer Arbeit als Illustratorin nicht zufrieden ist, verliert fast den Verstand, weil ihr Freund, mit dem sie eine lockere Beziehung f&#252;hrt, pl&#246;tzlich verschwindet. Und Siri, die unter Depressionen leidet, weil sie aus Pflichtgef&#252;hl ihrem kleinen Sohn gegen&#252;ber nicht in der Lage ist, sich von ihrem Mann, den sie sogar zeitweise verachtet, zu trennen. Die vier parallel erz&#228;hlten Geschichten &#252;ber die vier Frauen enden nicht wie im M&#228;rchen, sondern eher so wie im „wahren“ Leben. F&#252;r jede der Romanheldinnen &#228;ndert sich im Verlauf der Handlung etwas,  jede von ihnen zieht f&#252;r sich eine Art Bilanz bzw. gewinnt eine Erkenntnis, aber ob die vier am Ende doch noch ihr Gl&#252;ck finden, bleibt offen.</p>
<p>Im Vergleich zu Sarah Kuttners Roman „Wachstumsschmerz“, der auch die Krise einer Mittdrei&#223;igerin thematisiert und aufgrund seines spritzigen Humors und seiner originellen Sprache den Leser in den Bann zieht, wirkt das Werk von Annika Reich etwas blass. Beide Romane bringen die zentralen Fragen der &#220;-30 Generation auf den Punkt, aber bei Annika Reichs Roman fehlt das Individuelle, das Pers&#246;nliche, das gewisse Etwas. Vielleicht sp&#252;rt der Leser bei Kuttners Roman einfach, dass pers&#246;nliche Erfahrungen, Gedanken und Gef&#252;hle der Autorin in den Roman eingeflossen sein m&#252;ssen.-</p>
<p>———————————–<br />
Annika Reich: Durch den Wind.<br />
Fischer Taschenbuch Verlag, Januar 2012.<br />
330 Seiten, 9,99 Euro</p>
 <p><a href="http://blog.literaturwelt.de/?flattrss_redirect&amp;id=3110&amp;md5=58d915856faf702292edb0420cbcc0c9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Jennifer Egan: Der größere Teil der Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 15:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schröter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf einhellige Begeisterung in deutschen Feuilletons st&#246;&#223;t derzeit Jennifer Egans Musiker-Roman und Pulitzer-Preis-Tr&#228;ger von 2011 &#8220;Der gr&#246;&#223;ere Teil der Welt&#8221;. Und in der Tat finden sich vor allem im ersten Teil des 390-Seiten-Werks viele Stellen, die psychologisch &#252;beraus stimmig sind &#8211; zum Beispiel wenn es um die Beschreibung von Sashas Sucht &#8211; sie ist Kleptomanin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin-left: 1em;" title="Jennifer Egan: »Der gr&#246;&#223;ere Teil der Welt«" src="http://schreib-lust.de/images/3895612243.jpg" alt="Jennifer Egan: »Der gr&#246;&#223;ere Teil der Welt«" width="155" height="244" align="right" />Auf einhellige Begeisterung in deutschen Feuilletons st&#246;&#223;t derzeit Jennifer Egans Musiker-Roman und Pulitzer-Preis-Tr&#228;ger von 2011 &#8220;Der gr&#246;&#223;ere Teil der Welt&#8221;.</p>
<p>Und in der Tat finden sich vor allem im ersten Teil des 390-Seiten-Werks viele Stellen, die psychologisch &#252;beraus stimmig sind &#8211; zum Beispiel wenn es um die Beschreibung von Sashas Sucht &#8211; sie ist Kleptomanin -, oder die Impotenzsorgen des Musikproduzenten Bennie geht. Das ist am&#252;sante, kurzweilige und intelligente Unterhaltung. Auf den ersten 50 bis 100 Seiten glaubt man wirklich, einen grandiosen Roman in den H&#228;nden zu halten.</p>
<p>Doch der Eindruck verw&#228;ssert sich mit zunehmender Seitenzahl. Immer mehr Figuren tauchen auf, jedes Kapitel ist aus einer anderen Sicht geschrieben, der Roman springt wild durch die Jahrzehnte, so dass der Leser kaum eine Chance hat, den &#220;berblick zu behalten, geschweige denn auch nur zu wissen, in wessen Kopf er sich gerade befindet. Die einzelnen Kapitel, die mal in der dritten, mal in der ersten Person geschrieben sind, haben kaum Zusammenhalt. Fast k&#246;nnte man davon sprechen, dass &#8220;Der gr&#246;&#223;ere Teil der Welt&#8221; eher eine Sammlung von Erz&#228;hlungen als ein Roman ist. Und so ist es auch gar nicht so einfach zu sagen, worum es &#252;berhaupt geht. Neben der Kleptomanin und dem Produzenten treffen wir einen abgehalfterten Rockmusiker, der mit seiner letzten Tournee seinen Selbstmord plant, einen Journalisten, der versucht, seine Interviewpartnerin zu vergewaltigen, oder einen alternden Musiker, der sich von seiner um 20 Jahre j&#252;ngeren Freundin bei einem Konzert in aller &#214;ffentlichkeit oral befriedigen l&#228;sst.</p>
<p>Das alles k&#246;nnte man noch unter &#8220;ganz originell&#8221; verbuchen, doch dann geht die 1962 geborene amerikanische Autorin dazu &#252;ber, ein ganzes Kapitel in der 2. Person zu erz&#228;hlen (&#8220;Deine Freunde bilden sich ein &#8230;&#8221;) oder eine 70-seitige (!) Power-Point-Pr&#228;sentation &#252;ber die besten Pausen in Popsongs einzuschieben. Das kann man dann als moderne Form des epischen Erz&#228;hlens bewundern, wie es ein Rezensent der &#8220;Tageszeitung&#8221; tut, man kann es aber auch schlicht pr&#228;tenti&#246;s oder &#252;berambitioniert nennen. Insgesamt nur bedingt empfehlenswert.<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Jennifer Egan: Der gr&#246;&#223;ere Teil der Welt.<br />
Sch&#246;ffling, Februar 2012.<br />
392 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,95 Euro.</p>
 <p><a href="http://blog.literaturwelt.de/?flattrss_redirect&amp;id=3106&amp;md5=51bbad5564a0daa9b6eda0b6dfdc57d5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beryl Bainbridge: Die Frau im gepunkteten Kleid</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 11:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schröter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die amerikanische Schrifststellerin Beryl Bainbridge (1934-2010) hat es vor ihrem Tod nicht mehr ganz geschafft, ihren letzten Roman fertigzustellen. Und so bleibt &#8220;Die Frau im gepunkteten Kleid&#8221;, das jetzt auch auf Deutsch erschienen ist, fragmentarisch. Am Ende sind (zu) viele Fragen offen. Das Buch spielt in den Tagen vor dem Attentat auf den US-Pr&#228;sidentschaftsanw&#228;rter Robert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin-left: 1em;" title="Beryl Bainbridge: »Die Frau im gepunkteten Kleid«" src="http://schreib-lust.de/images/3421045372.jpg" alt="Beryl Bainbridge: »Die Frau im gepunkteten Kleid«" width="155" height="244" align="right" />Die amerikanische Schrifststellerin Beryl Bainbridge (1934-2010) hat es vor ihrem Tod nicht mehr ganz geschafft, ihren letzten Roman fertigzustellen. Und so bleibt &#8220;Die Frau im gepunkteten Kleid&#8221;, das jetzt auch auf Deutsch erschienen ist, fragmentarisch. Am Ende sind (zu) viele Fragen offen.</p>
<p>Das Buch spielt in den Tagen vor dem Attentat auf den US-Pr&#228;sidentschaftsanw&#228;rter Robert Kennedy im Juni 1968 im Hotel „Ambassador“ in Los Angeles. Die Engl&#228;nderin Rose macht sich mit Harold, den sie kaum kennt, auf die Suche nach einem omin&#246;sen Dr. Wheeler, mit dem beide offenbar in ihrem fr&#252;heren Leben zu tun hatten. Rose ist eigens zu diesem Zweck aus England in die USA geflogen. Im gesamten Buch wird jedoch nicht klar, welcher Art die Beziehung der beiden Suchenden zu diesem Dr. Wheeler ist, der offenbar zum Wahlkampfteam Robert Kennedys geh&#246;rt.</p>
<p>Im Stil eines Roadmovies fahren Rose und Harold in einem klapperigen Campingbus quer durch die Staaten. Doch wie in der Geschichte vom Hasen und dem Igel ist ihnen Wheeler immer einen Schritt voraus. Unterwegs treffen sie Freunde Harolds, machen Zufallsbekanntschaften, haben Sex ohne jedes Gef&#252;hle und fallen einander auf die Nerven. Immer geh&#246;ren die gro&#223;en amerikanischen Themen der 60er-Jahre zum Subtext: der Vietnamkrieg, der Rassenkonflikt, die Ermordung Martin Luther Kings, Nixon und die Kennedys.</p>
<p>Beryl Bainbridge, die in einem lakonischen Stil schreibt, der vieles in den vagen Raum zwischen den Zeilen packt, macht es ihren Lesern nicht ganz leicht, bei der Stange zu bleiben. Keine der Figuren, die in diesem Buch vorkommen, ist wirklich sympathisch. Rose ist eine vollkommen ungebildete Unterschichten-Frau, die auch bei 40 Grad wenig davon h&#228;lt sich zu waschen, Harold ist ein launischer, undurchsichtiger und schweigsamer Mann, der eine Pistole mit sich f&#252;hrt. In ihren Gespr&#228;chen reden die beiden st&#228;ndig aneinander vorbei. Das mag stilistisch ganz hohe Kunst sein, so richtig erbaulich ist das f&#252;r den Leser nicht.<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Beryl Bainbridge: Die Frau im gepunkteten Kleid.<br />
DVA, M&#228;rz 2012.<br />
237 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.</p>
 <p><a href="http://blog.literaturwelt.de/?flattrss_redirect&amp;id=3104&amp;md5=3eb4f59b2320383f05ffc7b54c3b9fb1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Helon Habila liest aus “Öl auf Wasser” (Wunderhorn Verlag)</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/literaturwelt/~3/6APyM3ldh-I/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 06:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gassner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; via Helon Habila liest aus &#8220;&#214;l auf Wasser&#8221; &#8211; YouTube.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>via <a href="http://www.youtube.com/watch?v=eyq-9r8IWug&amp;feature=daily_sun">Helon Habila liest aus &#8220;&#214;l auf Wasser&#8221; &#8211; YouTube</a>.</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/eyq-9r8IWug&amp;feature=daily_sun" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed src="http://www.youtube.com/v/eyq-9r8IWug&amp;feature=daily_sun" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350" /></object></p>
 <p><a href="http://blog.literaturwelt.de/?flattrss_redirect&amp;id=3092&amp;md5=ad412a593eb0ea9606d8d5758d96cfc3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>T. C. Boyle und Jan Josef Liefers lesen live aus “Wenn das Schlachten vorbei ist” (Video)</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 04:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gassner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[via T. C. Boyle und Jan Josef Liefers lesen live aus &#8220;Wenn das Schlachten vorbei ist&#8221; &#8211; YouTube.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>via <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ibdvrHH5Kro&amp;feature=uploademail">T. C. Boyle und Jan Josef Liefers lesen live aus &#8220;Wenn das Schlachten vorbei ist&#8221; &#8211; YouTube</a>.</p>
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		<title>Paula McLain: Madame Hemingway</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 13:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ilka Sundermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Paula McLain stellt in ihrem Roman „Madame Hemingway“ die Ehe von Ernest Hemingway und seiner ersten Frau Hadley dar. Hadley Richardson, eine Frau von 28 Jahren, lernt 1920 in Chicago den erst 21 Jahre alten Ernest Hemingway kennen. Die beiden verbringen zusammen mit ihren Freunden in Chicago eine sch&#246;ne Zeit und f&#252;hlen sich zueinander hingezogen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Paula McLain stellt in ihrem Roman „Madame Hemingway“ die Ehe von Ernest Hemingway und seiner ersten Frau Hadley dar.<br />
Hadley Richardson, eine Frau von 28 Jahren, lernt 1920 in Chicago den erst 21 Jahre alten Ernest Hemingway kennen. Die beiden verbringen zusammen mit ihren Freunden in Chicago eine sch&#246;ne Zeit und f&#252;hlen sich zueinander hingezogen. Nach Hadleys R&#252;ckkehr in St. Louis entspinnt sich zwischen Ernest und ihr eine tiefe Brieffreundschaft, die Hadley geradezu aufbl&#252;hen l&#228;sst. Der Leser erf&#228;hrt in der Zeit des Briefwechsels einiges &#252;ber Hadleys Kindheit, die gepr&#228;gt war von Ungl&#252;ck, Verlust und Tristesse. An einigen Stellen des Romans wird deutlich gemacht, dass auch Ernests famili&#228;ren Verh&#228;ltnisse schwierig sind.<br />
Ernest macht Hadley sogar schriftlich einen Heiratsantrag. Nach ihrer Heirat lassen sich die beiden in Paris nieder und lernen dort  Literaten wie Ezra Pound und Gertrude Stein kennen. Es dauert zun&#228;chst eine Zeit bis sich das junge Ehepaar im Paris der Bohemiens wohlf&#252;hlt, aber sp&#228;ter ist es gerade das intellektuelle und freigeistige Leben, das es am meisten zu sch&#228;tzen lernt. Hemingways Laufbahn als Schriftsteller wird geschildert und die vielen Reisen innerhalb Europas und zeitweise nach Amerika, die das Ehepaar unternimmt, werden thematisiert. Aus Hemingways erster Ehe geht ein Sohn namens John hervor, der von den beiden liebevoll „Bumby“ genannt wird.<br />
Eindrucksvoll zeichnet Paula McLain ein Portrait von „Madame Hemingway“, aus deren Perspektive die Geschichte erz&#228;hlt wird. Hadley, ein aufrichtiger und liebensw&#252;rdiger Mensch, wird von Paula McLain als komplex denkende und mitf&#252;hlende Figur dargestellt.<br />
Die Geschichte wird aber nicht ausschlie&#223;lich aus der Sicht von Hadley beschrieben, sondern &#252;berraschenderweise  gibt es auch ein paar kleine Passagen, in denen Ernest sein Gef&#252;hlsleben und seine Gedanken zum Ausdruck bringt.  Der Leser hat die M&#246;glichkeit, sich in beide Charaktere hineinzuversetzen und tendiert somit nicht allzu sehr dazu, Ernest f&#252;r seine Untreue komplett zu verurteilen. Der Roman ist vielleicht gerade deshalb lesenswert, weil er ohne moralischen Fingerzeig auskommt.<br />
Die Geschichte endet an der Stelle als die Ehe der beiden scheitert und deutet an, wie das Leben getrennt voneinander f&#252;r Ernest und Hadley weitergeht.</p>
<p>—————————–<br />
Paula McLain: Madame Hemingway<br />
Aufbau Verlag, 2011.<br />
456 Seiten, Gebundene Ausgabe</p>
<div></div>
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		<title>Niccolò Ammaniti: Du und Ich</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 06:58:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schröter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Niccolò Ammaniti schreiben kann, wissen Fans des 1966 geborenen R&#246;mers. Doch bei seinem neuesten Werk, &#8220;Du und Ich&#8221; w&#228;hrt das Lese-Vergn&#252;gen nur kurz. Lediglich knapp 150 sparsam bedruckte Seiten kurz ist diese Geschichte. Eigentlich mehr eine Erz&#228;hlung als ein Roman. Das kann man in zwei Stunden durchlesen. Der 14-j&#228;hrige Lorenzo scheut den Kontakt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin-left: 1em;" title="Niccolò Ammaniti: »Du und Ich«" src="http://schreib-lust.de/images/3492055044.jpg" alt="Niccolò Ammaniti:: »Du und Ich«" width="155" height="244" align="right" />Dass Niccolò Ammaniti schreiben kann, wissen Fans des 1966 geborenen R&#246;mers. Doch bei seinem neuesten Werk, &#8220;Du und Ich&#8221; w&#228;hrt das Lese-Vergn&#252;gen nur kurz. Lediglich knapp 150 sparsam bedruckte Seiten kurz ist diese Geschichte. Eigentlich mehr eine Erz&#228;hlung als ein Roman. Das kann man in zwei Stunden durchlesen.</p>
<p>Der 14-j&#228;hrige Lorenzo scheut den Kontakt zu seinen Mitmenschen, wor&#252;ber sich seine Mutter sorgt. Um ihr eine Freude zu machen, erz&#228;hlt er ihr, er sei von Mitsch&#252;lern zu einer Skifreizeit eingeladen worden. Doch statt diese &#8211; erfundene &#8211; Einladung wahrzunehmen, versteckt er sich f&#252;r eine Woche im Keller seines Elternhauses, wo er sich Videospielen, Horror-Romanen und dem s&#252;&#223;en Nichtstun hinzugeben gedenkt. Doch es kommt anders: Lorenzos drogenabh&#228;ngige Halbschwester Olivia taucht auf. Sie k&#228;mpft mit schweren Entzugserscheinungen, so dass sich Lorenzo entscheiden muss: Taucht er weiter in seine Videospiel-Welten ab, oder versucht er, ihr zu helfen.</p>
<p>Das stilistisch hervorragend geschriebene B&#252;chlein l&#228;sst den Leser inhaltlich etwas ratlos zur&#252;ck. Was soll diese kleine Geschichte bedeuten? Dass man auch dann Verantwortung f&#252;r seine in Not geratenen Mitmenschen &#252;bernehmen muss, wenn man versucht, sich von genau diesen abzuschotten? Irgendetwas in dieser Art vermutlich. Letztlich insgesamt nicht ganz so &#252;berzeugend wie Niccolò Ammanitis zuletzt auf Deutsch erschienener Roman &#8220;Wie es Gott gef&#228;llt&#8221; (2008).<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Niccolò Ammaniti: Du und Ich.<br />
Piper, M&#228;rz 2012.<br />
150 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,99 Euro.</p>
 <p><a href="http://blog.literaturwelt.de/?flattrss_redirect&amp;id=3073&amp;md5=c0d55f9fcbf2172d4cd257914419a011" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Armistead Maupin: Mary Ann im Herbst</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 17:35:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schröter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#8220;Stadtgeschichten&#8221; des homosexuellen amerikanischen Schriftstellers Armistead Maupin, geboren 1944, haben eine lange Tradition. Bereits zu Beginn der 80er-Jahre erschienen die ersten von ihnen als Fortsetzungen im San Francisco Chronicle, sp&#228;ter als Romanreihe. Band 8, &#8220;Mary Ann im Herbst&#8221;, ist jetzt &#8211; &#252;ber 30 Jahre nach dem Start dieses Zyklus&#8217; &#8211; in Deutschland erschienen. Kenner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin-left: 1em;" title="Armistead Maupin: »Mary Ann im Herbst«" src="http://schreib-lust.de/images/3498045210.jpg" alt="Armistead Maupin: »Mary Ann im Herbst«" width="155" height="244" align="right" />Die &#8220;Stadtgeschichten&#8221; des homosexuellen amerikanischen Schriftstellers Armistead Maupin, geboren 1944, haben eine lange Tradition. Bereits zu Beginn der 80er-Jahre erschienen die ersten von ihnen als Fortsetzungen im San Francisco Chronicle, sp&#228;ter als Romanreihe. Band 8, &#8220;Mary Ann im Herbst&#8221;, ist jetzt &#8211; &#252;ber 30 Jahre nach dem Start dieses Zyklus&#8217; &#8211; in Deutschland erschienen. Kenner der Reihe treffen viele bekannte Figuren wieder: die ehemalige Fernsehmoderatorin Mary-Ann, das homosexuelle Paar Michael und Ben, den Transsexuellen Jake oder Anna, bei der sie alle fr&#252;her gewohnt haben.</p>
<p>Doch auch wer die &#228;lteren B&#252;cher nicht kennt, kann sich getrost an die Lekt&#252;re machen. Maupin macht es seinen Lesern leicht, die Charaktere kennen zu lernen und in die Geschichte hineinzufinden. Zun&#228;chst laufen einige Handlungsstr&#228;nge parallel ab, die anscheinend nichts miteinander zu tun haben. Erst am Ende f&#252;hrt Maupin alles zusammen. Mary-Ann hat Krebs und muss ich die Geb&#228;rmutter entfernen lassen. Sie schl&#252;pft bei Michael und Ben unter. Jake trifft einen jungen Mormomen, der sich stark zu ihm hingezogen f&#252;hlt, und Shawna, ebenfalls eine Figur aus fr&#252;heren B&#228;nden, versucht einer Obdachlosen zu helfen.</p>
<p>Was sich durchweg fl&#252;ssig und kurzweilig herunterlesen l&#228;sst, ist vielleicht in einem Gro&#223;teil des Buches ein wenig h&#246;hepunktarm. Die Handlung im gehobenen Homosexuellen-Milieu San Franciscos pl&#228;tschert so vor sich, ohne dass man den Eindruck hat, gleich auf einen Knaller zu sto&#223;en. Man ist sehr freundlich und f&#252;rsorglich zueinander, macht Essen, f&#228;hrt in den Skiurlaub und hat ganz allgemein viel Verst&#228;ndnis f&#252;r alles und jeden. Der Knaller kommt erst ganz am Ende mit einem m&#228;chtigen Schlussakkord, der allerdings ein klein wenig aufgesetzt wirkt. Dennoch insgesamt lesenswert.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
Armistead Maupin: Mary Ann im Herbst.<br />
Rowohlt, M&#228;rz 2012.<br />
352 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.</p>
 <p><a href="http://blog.literaturwelt.de/?flattrss_redirect&amp;id=3070&amp;md5=aa11c5d176a07614b0d8518a81b67559" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hamlet–ein Gegenwartsstück</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 22:53:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Immo Sennewald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Shakespeare hat im “Hamlet” eine unsterbliche Strategiedebatte erdichtet: „Sein oder nicht Sein“. Sie befasst sich – als Monolog &#8211; mit dem bewussten Teil der Entscheidung f&#252;r oder gegen bestimmte Handlungen. Hamlet qu&#228;lt sich aber mit dem Unbewussten, mit widerstreitenden Gef&#252;hlen und der Suche nach einem Handlungsmuster, das diesen Konflikt l&#246;sen soll. Keine der in Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/uploads/2012/04/Hamlet_kl.jpg"><img style="background-image: none; border-right-width: 0px; margin: 0px 10px 0px 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; float: left; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px" title="Was ist das Sein wert?" border="0" alt="Eugene Delacroix malte diese Totengr&#228;berszene" align="left" src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/uploads/2012/04/Hamlet_kl_thumb.jpg" width="196" height="244" /></a>Shakespeare hat im “Hamlet” eine unsterbliche Strategiedebatte erdichtet: „Sein oder nicht Sein“. Sie befasst sich – als Monolog &#8211; mit dem bewussten Teil der Entscheidung f&#252;r oder gegen bestimmte Handlungen. Hamlet qu&#228;lt sich aber mit dem Unbewussten, mit widerstreitenden Gef&#252;hlen und der Suche nach einem Handlungsmuster, das diesen Konflikt l&#246;sen soll. Keine der in Frage kommenden bewussten Handlungen leistet das. Die emotionalen Konflikte, die ihm das Leben verleiden, entziehen sich jeglicher Planung; Ophelias Liebe vor allem passt nicht ins Kalk&#252;l.</p>
<p>Die einfache L&#246;sung – der Geist seines ermordeten Vaters fordert sie ihm ab – w&#228;re die gewaltsame &#220;bernahme der Macht und die Bestrafung der Schuldigen: Hamlet m&#252;sste seine Mutter und ihren Geliebten t&#246;ten. Aber sein kultivierter Verstand scheut die Bluttat, das atavistische Ritual, die Rache: „So macht Bewusstsein Feige aus uns allen“. </p>
<p>Die „Nicht- Entscheidung“ und das Narrenspiel, die Clownerie, die der D&#228;nenprinz auff&#252;hrt, um dem aufgezwungenen radikalen Machtkampf zu entgehen, die Weigerung, in das bereitliegende Kost&#252;m zu schl&#252;pfen und die Rolle des R&#228;chers zu spielen, versch&#228;rfen nur den Argwohn seiner Gegenspieler. </p>
<p>Da Hamlet sich nicht entscheidet, entscheiden die anderen, die „Verh&#228;ltnisse beginnen zu tanzen“, der Zauderer muss mit, unbewusst f&#228;llt er genau jene Entscheidungen, die zur Trag&#246;die f&#252;hren. Die Theaterspieler, Vorbilder heutiger Medien, sind nichts als blinde Werkzeuge der Rache, die jegliche Alternative zu den destruktiven Zyklen von Gewalt – Macht – Lust erstickt.</p>
<p>Theaterspieler von heute wollen – m&#252;ssen &#8211; Geld verdienen wie alle anderen “Medienschaffenden”. Darum h&#252;ten sie sich – wie alle AnGestellten &#8211; die eigene Rolle zu befragen. Es gibt Ausnahmen. Sie leiden Not.</p>
<p>Shakespare schrieb aus der Not, ohne Wissen um die eigene Unsterblichkeit. Heutige Dichter m&#246;chten gern unsterblich werden, ohne Not, auch ohne Wissen um die Abgr&#252;nde des eigenen Unbewussten. Sie bl&#246;ken mit dem Schmierentheater werbefinanzierter Medien um die Wette.</p>
<p>Die Frage nach “Sein oder nicht Sein” haben sie mit Geld gel&#246;st. Ihre Texte sind k&#228;uflich.</p>
 <p><a href="http://blog.literaturwelt.de/?flattrss_redirect&amp;id=3067&amp;md5=8b224b1a75f2cc27931bab4abd3bf239" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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