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		<title>Grande Finale</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jul 2018 05:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tja, ihr lieben Leute – da dieser Blog zum Ende des Monats in den Ruhestand geht, und da dies mein letzter Beitrag ist, möchte ich mich von euch natürlich mit der Vorstellung eines echten Knüllers verabschieden. Diesen Knüller liefert mir nun „Das Tigerei“ von Nele Brönner, bei NordSüd erschienen und ab 4 Jahren empfohlen: Ein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, ihr lieben Leute – da dieser Blog zum Ende des Monats in den Ruhestand geht, und da dies mein letzter Beitrag ist, möchte ich mich von euch natürlich mit der Vorstellung eines echten Knüllers verabschieden. Diesen Knüller liefert mir nun „<strong>Das Tigerei</strong>“ von <strong><a href="http://www.nelebroenner.com/home" target="_blank">Nele Brönner</a></strong>, bei <strong>NordSüd</strong> erschienen und <strong>ab 4 Jahren</strong> empfohlen:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/U1_978-3-314-10431-2_2D_sRGB-e1532440372109.jpg"><img class="size-full wp-image-10825 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/U1_978-3-314-10431-2_2D_sRGB-e1532440372109.jpg" alt="cov_978-3-314-10431-2_001_SL1.indd" width="462" height="600" /></a></p>
<p>Ein Tigerei? So etwas gäbe es? Nun, freilich gibt es das nicht, zumindest nicht direkt – aber wenn eine Jungfrau ein Kind bekommen kann, wieso sollte dann nicht auch ein alter, etwas grantiger Tiger namens Hermann, der in einem Zoo sein Dasein fristet, plötzlich mit der Aufgabe betraut werden, sich eines Vogeleis anzunehmen? Na eben. Wunder gibt es schließlich immer wieder, wie schon die oft und gern zitierte Katja Ebstein wusste. In diesem Fall findet das Wunder in der Form statt, dass besagtes Ei aus heiterem Himmel dem darob leicht konsternierten Hermann auf den Kopf plumpst und ihm dann zwischen die Pfoten kullert.</p>
<p>Und weil wir uns hier in der schönen Welt der (Kinder-)Bücher befinden, in der die Phantasie noch zu ihrem Recht kommen darf, verspachtelt Hermann jetzt nicht etwa des Eies Inhalt, sondern beschließt, es zu beschützen. Und dann dauert es nicht lang, und heraus kommt …:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Seite_5_-e1532440430151.jpg"><img class="size-full wp-image-10827 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Seite_5_-e1532440430151.jpg" alt="Seite_5_" width="600" height="394" /></a></p>
<p>Wer könnte angesichts dieses hilflosen Federbällchens keine Elterngefühle entwickeln? So kümmert sich Hermann also herzerweichend liebevoll und rührend um seinen Adoptivsprössling, umsorgt ihn, füttert ihn – und da das kleine Kerlchen sich alsbald für einen veritablen Tiger hält und dementsprechend demnächst mal auf die Jagd zu gehen gedenkt, bringt er ihm bei, wie „fürchterliches Tigergebrüll“ geht. Mit Erfolg, wie man hier sieht:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Seite_8_-e1532440497799.jpg"><img class="size-full wp-image-10828 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Seite_8_-e1532440497799.jpg" alt="Seite_8_" width="600" height="394" /></a></p>
<p>Doch dann wird es abenteuerlich, denn der Piepmatz kommt nun auf die deutlich überambitionierte Idee, seine neu erlangte Fähigkeit gleich mal an erheblich größeren Kreaturen auszuprobieren … Wie das ausgeht? Gut, natürlich – aber wie gut, das müsst ihr freilich selber lesen!</p>
<p>So. Bücher für Kinder dürfen vieles und können alles. Und es gibt nicht ihre eine, wichtigste Aufgabe, und auch nicht die eine, beste Art der Umsetzung. Die Bandbreite reicht von lustigstem, weitestgehend sinnbefreitem Unfug über die hohe Kunst einfach guter Unterhaltung bis hin zu dem Bestreben, dem Nachwuchs das gedankliche Rüstzeug auf den Weg zu geben, sich selbst zu einem anständigen Menschen und im Zuge dessen vielleicht sogar die Welt zu einer besseren zu machen.<br />
Und zum Glück gibt es keine absoluten Maßstäbe, mittels derer vollgültig eingestuft werden könnte, welches Buch nun welches Bestreben hat, und ob es das in Text und Bild gelungen umzusetzen wusste.<br />
Panta rhei – alles fließt: Schönheit liegt im Auge des Betrachters; der Lesegenuss und die Antwort auf die Frage, was ein Buch mit auf den Weg geben kann, liegen im wohlwollenden Rezipieren durch die kleine und große Leserschaft.</p>
<p>Für mich jedenfalls ist „Das Tigerei“ das Paradebeispiel einer umwerfend illustrierten, liebevollen, witzigen, phantasievoll über die Realität hinausgehenden und trotzdem kluge Gedanken zu eben jener Realität vermittelnden Geschichte – es geht um Schutz für Schutzbedürftige, es geht um das Überwinden von eingeprägten Schranken, es geht um Mut und um die Anforderungen des Heranwachsens; und all das auf 32 großformatigen (Doppel-)Seiten, von denen jede einzelne in Wort und Bild eine ganze kleine Welt erzählt, und diese Welten fügen sich dann zu einem großen Ganzen, das man kaum noch aus der Hand legen will.</p>
<p>Aber ob es nun dieses Buch ist (das ihr wie üblich bei eurem Buchladen ums Eck erhalten werdet; die <a href="https://nord-sued.com/" target="_blank">Verlagshomepage</a> wird momentan noch umgebaut) oder ein anderes, das euch und vor allem natürlich eure Kinder begeistert und fasziniert, das euch zu Tränen des Lachens, der Freude oder der Rührung treibt, das euch zum Nachdenken anregt, das euch Fragen stellt, die ihr mit in den Tag nehmen werdet, das euch Kraft und Hoffnung gibt oder euch auch einfach mal nur für eine kleine Weile in Sphären trägt, in denen plötzlich alles möglich ist – egal also, welches Buch es ist, welche Bücher es sind: bleibt ihnen gewogen, sie brauchen euch. Denn wenn sie gelesen werden, dann leben sie.</p>
<p>Und ich danke euch fürs Lesen meiner Beiträge in diesem Blog.</p>
<p>Frank E.</p>
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		<title>Andere Länder, andere Schriften</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2018 05:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im gestrigen Beitrag ging es ums Alphabet – und was für ein wirklich erstaunliches System ist das doch: aus 26 kleinen, harmlosen Buchstaben (wenn man die Umlaute und das Eszett mal beiseite lässt) kann eine de facto unendliche Zahl von Wörtern, Sätzen, Geschichten, Berichten und (Meta-)Erzählungen geformt werden, die Menschen zum Lachen und Weinen, zum [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im gestrigen Beitrag ging es ums Alphabet – und was für ein wirklich erstaunliches System ist das doch: aus 26 kleinen, harmlosen Buchstaben (wenn man die Umlaute und das Eszett mal beiseite lässt) kann eine de facto unendliche Zahl von Wörtern, Sätzen, Geschichten, Berichten und (Meta-)Erzählungen geformt werden, die Menschen zum Lachen und Weinen, zum Lieben und Zürnen, zum Träumen und zum Verändern des Laufes der Welt bringen können!</p>
<p>Nun gibt es ja aber nicht nur unsere Sprache, mit ihrer speziellen Form der Verschriftlichung, sondern deren letztendlich unbekannt viele auf der Erde, mit ihrerseits wiederum ganz eigenen Alphabeten, ganz speziellen und besonderen schriftlichen Ausprägungen.</p>
<p>Eine Sprache bedeutet und bedingt, siehe Wilhelm von Humboldt, nun immer auch eine jeweilige, besondere Sicht der Welt. Grund genug, hin und wieder über den eigenen kulturellen Sprachhorizont hinauszuschauen und zu staunen, was da noch alles zu entdecken ist – wie etwa die Welt, die Sprache und die dazugehörige Schrift der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cree" target="_blank">Cree</a>, die die größte Gruppe unter den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/First_Nations" target="_blank">First Nations</a> bilden. Eine wunderbare Gelegenheit, sich mit besagten Cree zu befassen, bieten jetzt die bei <strong>Rieder</strong> erschienenen und <strong>ab 2 Jahren</strong> empfohlenen Bücher „<strong>Warten</strong>“:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/nicholson-warten-e1532359792500.jpg"><img class="size-full wp-image-10815 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/nicholson-warten-e1532359792500.jpg" alt="nicholson-warten" width="446" height="600" /></a></p>
<p>und „<strong>Helfen</strong>“:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/nicholson-helfen-e1532359823516.jpg"><img class="size-full wp-image-10816 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/nicholson-helfen-e1532359823516.jpg" alt="nicholson-helfen" width="446" height="600" /></a></p>
<p>Sie erzählen vom alltäglichen Leben einer First-Nations-Familie. Dabei gibt es, und wie angenehm ist das zur Abwechslung einmal!, keine Abenteuer, keine Dramen, keinen Stress, keine nervenzerreißende Spannung – stattdessen fließt das Leben im Miteinander der Generationen ruhig und beruhigend und schön, im Einklang mit der Natur.</p>
<p>Dargestellt wird das im entsprechenden Großformat (22,5 x 32 cm) durch die Acryl-auf-Leinwand-Kunstwerke der zum Stamm der Tahltan gehörenden kanadischen Künstlerin <strong>Catitlin Dale Nicholson</strong>; die die Bilder begleitenden, kurzen Texte wurden von der an der Universität von British Columbia unterrichtenden Cree-Stammesmutter <strong>Leona Morin-Nelson</strong> verfasst, die zudem die Idee zu diesen beiden sehr beeindruckenden Büchern hatte.</p>
<p>Und um eben auch durch die Sprache und die entsprechende Schrift einen Einblick in die Welt der Cree zu bekommen, wurden die Originaltexte neben der deutschen Übersetzung (vorgenommen von <strong>Susanna</strong> und <strong>Johannes Rieder</strong>) noch in der Cree-Silbenschrift sowie in der Transkription in unsere lateinische Schrift festgehalten.</p>
<p>Doch selbst jenen, die nun kein größeres Interesse an sprachlichen Besonderheiten haben, seien diese Bücher ans Herz gelegt. Denn, und da verwenden wir jetzt mal ganz bewusst ein zwar schon leicht abgegriffenes, nichtsdestotrotz aber in unserer heutigen, hiesigen, hektischen Welt hoch relevantes Wort: so, wie in diesen beiden außergewöhnlichen Werken gezeigt, geht Entschleunigung!</p>
<p>Es lohnt sich also unbedingt, den Buchladen eures Vertrauens aufzusuchen oder gleich direkt auf die <a href="https://riederbuch.de/programm/rieder-bilderbuecher/" target="_blank">Verlagshomepage</a> zu gehen.</p>
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		<title>Absolut brilliante Chose</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jul 2018 05:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Bücher, die kann man einfach nur für sich selbst sprechen lassen. Denn so, wie sie es sagen, ist es perfekt gesagt, und jeder Versuch, zu beschreiben, was daran so großartig ist, muss scheitern. Ein solches Buch ist „Alphabetakrobaten“ von Patrick und Traci Concepción, mit Illustrationen versehen von Dawid Ryski, übersetzt (und das muss [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Bücher, die kann man einfach nur für sich selbst sprechen lassen. Denn so, wie sie es sagen, ist es perfekt gesagt, und jeder Versuch, zu beschreiben, was daran so großartig ist, muss scheitern.</p>
<p>Ein solches Buch ist „<strong>Alphabetakrobaten</strong>“ von <strong>Patrick</strong> und <strong>Traci <a href="https://www.concepcionstudios.com/" target="_blank">Concepción</a></strong>, mit Illustrationen versehen von <a href="https://de-de.facebook.com/talkseek/" target="_blank"><strong>Dawid Ryski</strong></a>, übersetzt (und das muss aus gutem Grund gleich hier, so weit vorn im Beitrag, erwähnt werden) von <strong>Cyra Pfennings</strong>, erschienen bei <strong>Kleine Gestalten</strong> und <strong>ab 4 Jahren</strong> empfohlen:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Alphabetakrobaten_Cover-e1531930303195.jpg"><img class="size-full wp-image-10774 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Alphabetakrobaten_Cover-e1531930303195.jpg" alt="Alphabetakrobaten_Cover" width="434" height="600" /></a></p>
<p>Beschrieben werden kann allerdings, was das Buch möchte: und zwar seinen Leserinnen und Lesern das Alphabet nahebringen. Die Methode aber, mit der es das bewerkstelligen will, muss man bereits mit den Worten des Untertitels erläutern: „Absolut anspruchsvolle &amp; außergewöhnlich alliterationsreiche Alphabetabenteuer“ nämlich erwarten die geneigte Leserschaft – wunderbar, kann man da nur sagen, ganz wunderbar!</p>
<p>Und wie das dann genau klingt, das soll jetzt am Beispiel des Buchstabens „O“ demonstriert werden (wobei schlichtweg alle genial umgesetzt sind, aber ihr sollt euch das Buch ja schließlich kaufen und nicht hier schon komplett vorgelegt bekommen). Also – zu folgender herrlicher Illustration:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/o-e1531930348928.jpg"><img class="size-full wp-image-10775 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/o-e1531930348928.jpg" alt="o" width="600" height="424" /></a></p>
<p>gehört dieser Text: „Oswald, der omnipotente Oktopus, opfert der Obrigkeit auf offenem Ozean offenbar einen Öltanker“. Na? Zu viel versprochen? Eben.</p>
<p>Und es ist garantiert: dieses Niveau halten alle Buchstaben – womit ein weiteres Mal auf die fantastische Übersetzungsleistung und enorm eloquente Eigenkreativität von Cyra Pfennings verwiesen werden darf.</p>
<p>Noch ein Beispiel gefällig? Gerne – das folgendermaßen illustrierte „E“:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/e-e1531930385217.jpg"><img class="size-full wp-image-10776 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/e-e1531930385217.jpg" alt="e" width="600" height="424" /></a></p>
<p>wird von diesem superben Text begleitet: „Ein engagierter Eskimo namens Eduard entflieht mit einem Elefanten auf Ebenholzski der erbarmungslosen Elfenbeinjagd und erlebt eine einmalige Expedition im ewigen Eis“. Unfassbar. Schlichtweg unfassbar toll ist das doch!</p>
<p>Freilich gebührt auch den Illustrationen größtes Lob – von „A“ (wie in Attila, dem altruistischen Astronauten):</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/a-e1531930431582.jpg"><img class="size-full wp-image-10778 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/a-e1531930431582.jpg" alt="a" width="600" height="424" /></a></p>
<p>bis „Z“ (wie in Zoe, der zauberhaften Zombiedame):</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/z-e1531930489190.jpg"><img class="size-full wp-image-10779 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/z-e1531930489190.jpg" alt="z" width="600" height="424" /></a></p>
<p>Es ist einfach der Hammer! Und weil das Buch seinen Auftrag auch wirklich ernst nimmt, ist am Ende noch ein Glossar angefügt, in dem viele der benutzten, teilweise wirklich schwierigen Wörter erklärt werden.</p>
<p>Perfekt!</p>
<p>Also auf zum Buchladen eures Vertrauens oder gleich hier zu <a href="https://gestalten.com/products/alphabetakrobaten" target="_blank">Kleine Gestalten</a>!</p>
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		<title>Schauermärchen, selbst gemacht</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2018 05:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass das Leben großartige Geschichten zu schreiben vermag, das stellten wir gestern fest. Heute allerdings gilt es zu ergänzen, dass das Leben nicht alle Geschichten zu schreiben vermag, denn das wäre nun wirklich ein bisschen zu viel verlangt. Und deshalb sollten und können wir uns ja ein paar davon auch selbst ausdenken. Doch kann es [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dass das Leben <em>großartige</em> Geschichten zu schreiben vermag, das stellten wir gestern fest. Heute allerdings gilt es zu ergänzen, dass das Leben nicht <em>alle</em> Geschichten zu schreiben vermag, denn das wäre nun wirklich ein bisschen zu viel verlangt. Und deshalb sollten und können wir uns ja ein paar davon auch selbst ausdenken.</p>
<p>Doch kann es zuweilen ganz hilfreich sein, der Phantasie dabei ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Und darum wollen wir euch jetzt ein ziemlich geniales Spiel für einen bis beliebig viele Spieler präsentieren – es heißt „<strong>Der Magische Wald</strong>“ und wird, wie die beiden Bücher, um die es gestern ging, vom <strong>Laurence-King-Verlag</strong> herausgebracht:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Magische-Wald-Front-e1532183229405.jpg"><img class="size-full wp-image-10803 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Magische-Wald-Front-e1532183229405.jpg" alt="Magische Wald Front" width="600" height="385" /></a></p>
<p>Öffnet man dann die Spielbox, so erwartet einen dieses:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Magische-Wald-2-e1532183284284.jpg"><img class="size-full wp-image-10804 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Magische-Wald-2-e1532183284284.jpg" alt="Magische Wald 2" width="600" height="385" /></a></p>
<p>Dort warten 20 Bildkarten darauf, entnommen und aneinander gelegt zu werden. Das Unglaubliche dabei ist: jede Karte ist mit jeder anderen kombinierbar – was insgesamt exakt 2.432.902.008.176.640.000 Möglichkeiten ergibt. Nicht gerade wenig, könnte man sagen …<br />
Natürlich muss man nicht alle Karten auslegen; auch schon mit beispielsweise drei Karten lässt sich ein Szenario entwerfen, bei dem sich vor dem inneren Auge sofort eine schaurige Story zu entwickeln beginnt – was könnte wohl in dem windschiefen „Gasthaus zum geschlachteten Lamm“ zur Rechten vor sich gegangen sein; was hat es mit der „geheimen Grabstätte“ in der Mitte auf sich; und was hat der „Waldgeist“ zur Linken damit zu tun?</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Magische-Wald-4-e1532183324671.jpg"><img class="size-full wp-image-10805 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Magische-Wald-4-e1532183324671.jpg" alt="Magische Wald 4" width="600" height="385" /></a></p>
<p>Natürlich muss man auch nicht unbedingt die vorgegebenen Bildtitel übernehmen; zweifelsohne wecken die 20 mit Märchen-, Gothic- und Horrormotiven versehenen Karten bei jedem sofort eine ganze Menge eigener Assoziationen. Schaurig jedoch werden diese wohl allesamt sein!</p>
<p>In einer beigefügten Spielanleitung finden sich zum Einstieg 4 Vorschläge, was und wie man mit dem Set spielen kann; weitere Spielvarianten entwickelt dann gewiss die eigene Spiellaune, die umgehend geweckt werden dürfte.<br />
Läge man übrigens alle 20 Karten aneinander, so bekäme man ein sogenanntes Myriorama (eine spezielle Variante des Panoramas) von fast 170 Zentimetern! Da muss man dann allerdings aufpassen, dass einem die Phantasie nicht davongaloppiert und man die Schauernacht zum Tag macht! Verlieren könnte man sich nämlich ziemlich leicht in dieser faszinierenden und von <strong>Rohan Daniel Eason</strong> mit Kugelschreiber und Tinte superb in Schwarz-Weiß visualisierten Schauderdimension!</p>
<p>Einen klitzekleinen Haken hat die Sache zwar: das Spiel wird nämlich erst am 13. August erscheinen und dann im Fachhandel oder <a href="https://www.laurencekingverlag.de/produkt/der-magische-wald/" target="_blank">direkt beim Verlag</a> (dort könnt ihr dann auch noch viele weitere coole Bildkarten-Spiele entdecken) erhältlich sein … Das Merken und Warten jedoch lohnt sich allemal, denn dieses Spiel dürfte für alle Freunde des gepflegten Grusels ein absolutes Muss werden!</p>
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		<title>Große Männer, große Frauen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2018 05:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die besten Geschichten schreibt das Leben, heißt es. Nun, die &#8222;besten&#8220; – darüber ließe sich vielleicht streiten. Aber angesichts gewisser Biographien wird man doch sagen können: ganz großartige Geschichten, die schreibt es auf jeden Fall! Man schaue sich etwa den Lebensweg Nelson Mandelas an, der ja bekanntlich kürzlich, am 18. Juli, seinen hundertsten Geburtstag gefeiert [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die besten Geschichten schreibt das Leben, heißt es. Nun, die &#8222;besten&#8220; – darüber ließe sich vielleicht streiten. Aber angesichts gewisser Biographien wird man doch sagen können: ganz großartige Geschichten, die schreibt es auf jeden Fall!</p>
<p>Man schaue sich etwa den Lebensweg Nelson Mandelas an, der ja bekanntlich kürzlich, am 18. Juli, seinen hundertsten Geburtstag gefeiert hätte; oder auch den von Marie Curie, die übrigens am 4. Juli ihren vierundachtzigsten Todestag hatte.</p>
<p>Eltern, die nun tatsächlich einmal genauer hinschauen möchten, und die vor allem Wert darauf legen, dass sich auch der Nachwuchs nicht nur mit den jeweils aktuell gehypten Celebritys beschäftigt, solchen Eltern also bietet der <strong>Laurence-King-Verlag</strong> jetzt mit seiner Reihe <strong>Kleine Bibliothek Großer Persönlichkeiten</strong> für Kinder <strong>ab 7 Jahren</strong> eine hervorragende Gelegenheit – mit zwei Büchern eben über <strong>Nelson Mandela</strong>, geschrieben von <strong>Isabel Thomas</strong> und illustriert von <strong>Hannah Warren</strong>:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Mandela-Cover-e1532012391244.jpg"><img class="size-full wp-image-10786 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Mandela-Cover-e1532012391244.jpg" alt="Mandela Cover" width="600" height="385" /></a></p>
<p>und über <strong>Marie Curie</strong>, ebenfalls von <strong>Isabel Thomas</strong> geschrieben und illustriert von <strong>Anke Weckmann</strong>:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Curie-Cover-e1532012424434.jpg"><img class="size-full wp-image-10787 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Curie-Cover-e1532012424434.jpg" alt="Curie Cover" width="600" height="385" /></a></p>
<p>Beiden Büchern, je 64 Seiten stark und mit genau so vielen Abbildungen versehen, gelingt es, die zwar auf jeden Fall spannenden, teilweise aber durchaus auch komplexen Lebensläufe so zu präsentieren, dass die anvisierte Zielgruppe garantiert Seite für Seite hoch aufmerksam und ebenso interessiert lesen wird.</p>
<p>Dazu trägt unter anderem die lockere, übersichtliche Gestaltung der Seiten bei, gut ausgewogen zwischen Text- und Bildanteilen, wie man hier für das Buch über Mandela sehen kann:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Mandela-Seite-14-15-e1532012473482.jpg"><img class="size-full wp-image-10789 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Mandela-Seite-14-15-e1532012473482.jpg" alt="Mandela Seite 14-15" width="600" height="385" /></a></p>
<p>oder hier für den Lebensweg von Marie Curie:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Curie-Seite-26-27-e1532012507742.jpg"><img class="size-full wp-image-10790 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Curie-Seite-26-27-e1532012507742.jpg" alt="Curie Seite 26-27" width="600" height="385" /></a></p>
<p>Aber über den visuellen Faktor hinaus liefern beide Bücher freilich auch eine große Fülle an Informationen, ebenfalls sehr gut an die Altersgruppe angepasst (Übersetzung in beiden Fällen: <strong>Bettina Eschenhagen</strong>). So können Kinder also tatsächlich lernen und verstehen, was es bedeutete, im System der Apartheid zu leben, darunter zu leiden und dagegen anzukämpfen; sie begleiten Mandela dabei von seiner Geburt an Schritt für Schritt durch alle wichtigen Stationen seines Lebens, selbstverständlich inklusive seiner langen Jahre im Gefängnis, und dann endlich zurück in die Freiheit und hin zu seinem größten Triumph, der Aufhebung der Apartheid!</p>
<p>Und ebenso bei Marie Curie: Ganz eng ist man lesend bei ihr und erlebt mit, wie sie als Jüngste unter fünf Geschwistern aufwächst, wie sie als hochintelligente junge Frau trotz aller Widrigkeiten zu studieren beginnt, und dann freilich, wie sie durch ihre Forschungen zur Radioaktivität Weltruhm erlangt!</p>
<p>Beide Bücher werden durch eine Zeitleiste sowie durch ein ausführliches Glossar ergänzt und abgeschlossen. Zusammenfassend darf man sagen: So gekonnt, wie diese Werke sich ihres jeweiligen Themas annehmen, dürften sie wohl durchaus auch für die Eltern der jungen Leserschaft ein lehrreiches und genüssliches Leseerlebnis bieten.</p>
<p>Der Weg zum Buchladen ums Eck lohnt sich also zweimal doppelt – für beide Bücher sowie für Klein und Groß.<br />
Und freilich könnt ihr die Bücher, wie üblich, auch <a href="https://www.laurencekingverlag.de/produkt-kategorie/deutschsprachige-titel/kinderbuecher/" target="_blank">über den Verlag</a> beziehen.</p>
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		<title>Mutter werden ist nicht schwer, Stiefmutter sein dagegen sehr*</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 05:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein solches Wort muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – und wenn man es hört, darf man genießen, wie es sich ins Ohr schmeichelt: la belle-mère. Wunderbar, nicht wahr? So, und nun auf Deutsch: die Stiefmutter. Puuuh … Es liegt aber keineswegs am holprigen Klang, dass die selbige Dame in Deutschland, ganz [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein solches Wort muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – und wenn man es hört, darf man genießen, wie es sich ins Ohr schmeichelt: <em>la belle-mère</em>. Wunderbar, nicht wahr?<br />
So, und nun auf Deutsch: <em>die Stiefmutter</em>. Puuuh …</p>
<p>Es liegt aber keineswegs am holprigen Klang, dass die selbige Dame in Deutschland, ganz im Gegensatz zu Frankreich, keinen sonderlich guten Ruf genießt, obwohl es sie, siehe das Stichwort „Patchworkfamilien“, in stetig steigender Zahl gibt. Höchste Zeit also, sich dieses Phänomen mal etwas genauer anzuschauen – und das tut nun <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_T%C3%B3th" target="_blank"><strong>Barbara Tóth</strong></a> in „<strong>Stiefmütter</strong>“, erschienen im <strong>Residenz-Verlag</strong>:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/9783701734399-e1531912669812.jpg"><img class="size-full wp-image-10766 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/9783701734399-e1531912669812.jpg" alt="9783701734399" width="382" height="600" /></a></p>
<p>Die Autorin, laut Klappentext „Mutter zweier Söhne im Volksschulalter und selber Wochenend-Stiefmutter“ und folglich mit der Thematik schon aufgrund eigener Erfahrungen wohlvertraut, widmet sich in ihrem 144 informative Seiten starken Buch also dem, so der Untertitel, „Leben mit Bonuskindern“; dies allerdings nicht nur mit dem Blick ins Hier und Jetzt, sondern inklusive eines höchst aufschlussreichen und genauen Abrisses zum Thema des Mutterbildes im deutschsprachigen Raum im Wandel der Zeit. Um unser heute noch vorherrschendes Verständnis der idealen Mutter zu erklären – und zu hinterfragen –, geht sie zurück bis zu Luther; dann begegnen wir Rousseau und Pestalozzi, und freilich fehlen auch die Gebrüder Grimm und Freud nicht. Hinzu treten darüber hinaus noch Darwin, der Soziologe William Hamilton und viele weitere.</p>
<p>Vergleiche mit der Tierwelt, etwa mit den Weißstirnspinten, einer Vogelart, werden herangezogen; zudem geht es ausführlich auch um Fragen der aktuellen Gesetzeslage und Rechtssprechung im Themenumfeld; schließlich wird sogar das topaktuelle Sujet Grundeinkommen mit eingebunden.</p>
<p>Und die Autorin scheut weder vor der Verwendung (freilich erklärter) Begriffe wie „Mütterismus“, „Fertility-Cluster“ oder „Aschenputtel-Effekt“ zurück noch vor Aussagen, die manchen als durchaus provokant erscheinen dürften. Ein Zitat mag das belegen – so schreibt sie, im Kontext von Evolutions- und soziologischen Theorien: „Aus soziobiologischer Sicht ist also auch die Mutterliebe nur ein von der Evolution geschaffenes und durchaus erfolgreiches Motivationssystem, das der Sicherung des eigenen Genpools dient und im Wandel der Zeit philosophisch, kulturell und ideologisch unterschiedlich aufgeladen wurde“.</p>
<p>Man sieht, das Buch versteht sich keineswegs als humorige Anekdotensammlung; vielmehr ist es eine zwar bestens lesbar geschriebene, nichtsdestotrotz aber sehr ernsthafte, gründlich recherchierte, wissens- und faktenorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema, die mit ihrem vorletzten Kapitel, dem „Patchwork-Abc“ zur „Stiefmutterschaft im Alltag“, auch ganz konkrete Tipps bereithält, wie man das verbesserungsbedürftige Image der Stiefmutter tatsächlich verbessern – und es sich selbst dabei wesentlich leichter machen kann.</p>
<p>Tóth zitert die Publizistin Felicitas von Lovenberg, welche die Patchworkfamilie als „Familienform für Fortgeschrittene“ bezeichnet hat. Müttern – und übrigens auch Vätern –, die sich dieser fortschrittlichen Aufgabe stellen wollen oder müssen, in jedem Fall aber werden, sei dieses Buch hiermit unbedingt zur Lektüre empfohlen.</p>
<p>Und ihr findet es wie üblich im Buchladen eures Vertrauens oder direkt beim <a href="https://www.residenzverlag.com/buch/stiefmutter" target="_blank">Residenz-Verlag</a>.</p>
<p style="text-align: right;">*frei nach Wilhelm Busch</p>
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		<title>Fest gemauert in den Köpfen &#8230;*</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jul 2018 05:30:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manche Bücher lassen sich am besten durch folgende zwei Aussagen kategorisieren: Wie gut, dass es solche Bücher gibt. Und: Wie bedauerlich, dass es solche Bücher (noch) geben muss. Die Rede ist von „Die kleine Maus und die große Mauer“ von Britta Teckentrup, bei arsEdition erschienen und ab 4 Jahren empfohlen: Im Grunde handelt es sich [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Bücher lassen sich am besten durch folgende zwei Aussagen kategorisieren: Wie gut, dass es solche Bücher gibt. Und: Wie bedauerlich, dass es solche Bücher (noch) geben muss.</p>
<p>Die Rede ist von „<strong>Die kleine Maus und die große Mauer</strong>“ von <a href="http://www.brittateckentrup.com/" target="_blank"><strong>Britta Teckentrup</strong></a>, bei <strong>arsEdition</strong> erschienen und <strong>ab 4 Jahren</strong> empfohlen:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Cover-1-e1531837323547.jpg"><img class="size-full wp-image-10759 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Cover-1-e1531837323547.jpg" alt="Cover" width="597" height="600" /></a></p>
<p>Im Grunde handelt es sich um eine einfache Geschichte in Form einer Fabel. Eine Gemeinschaft von Tieren lebt hinter bzw. innerhalb einer großen Mauer. Diese Mauer „hat es immer schon gegeben“, so heißt es zu Anfang der Geschichte. „Sie erstreckte sich, so weit das Auge reichte.“ Warum es sie gibt, wird nicht weiter hinterfragt – die kleine Maus allerdings möchte wissen: „Was wohl hinter der großen Mauer ist?“<br />
Die Antworten auf diese Frage sind wenig hilfreich. Dort sei „nur ein großes, schwarzes Nichts!“, meint der mutlose Löwe. „Auf der anderen Seite lauert große Gefahr!“, behauptet die ängstliche Katze. Der alte Bär weiß gar nichts zu diesem Thema, es ist ihm auch egal; und der lachende Fuchs ist der Ansicht, die kleine Maus solle nicht so viele Fragen stellen und die Dinge einfach nehmen, wie sie sind, dann wäre sie glücklich wie er.</p>
<p>Jetzt aber taucht ein blauer Vogel auf. Wo er her sei, fragt die Maus – „Aus der Welt hinter der Mauer!“, antwortet der Vogel. Das jedoch ist eine Gelegenheit, die sich die kleine Maus nicht entgehen lassen will: „Kannst du mich in deine Welt mitnehmen, Vogel?“, fragt sie – und ja, er kann!</p>
<p>Wir ahnen an dieser Stelle schon, dass die kleine Maus nun kein postapokalyptisches Szenario zu sehen bekommen wird. Jenseits der Mauern drohen keineswegs große Gefahren, und man fällt auch nicht ins Nichts. Stattdessen wartet dort eine bunte, vielfältige, wunderschöne Welt auf die, die den Mut haben, sie zu entdecken …</p>
<p>Wie gesagt: Zum Glück gibt es Bücher wie dieses, welches es sich zur – bravourös umgesetzten! – Aufgabe gemacht hat, bereits und gerade kleinen Menschen die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen. Und wie schade ist es doch, dass in so vielen (erwachsenen) Köpfen eben diese Angst vorherrscht und dafür sorgt, dass noch so viele Mauern stehen – so viele echte Mauern, vor allem aber so viele Mauern im Denken.</p>
<p>Die kleine Maus aus der Geschichte nun, sie wird zurückkehren, um zu versuchen, ihren Freunden die Angst zu nehmen. Weil dies ein Buch voller Hoffnung ist, wird ihr das auch gelingen – und wir außerhalb dieses großartigen Buches sollten ebenfalls alles daransetzen, dass eine Geschichte wie die vorliegende sich in unserer Welt tausendfach wiederholt!</p>
<p>Wie üblich erhaltet ihr dieses feine, wertvolle, mit ganz eigenen, besonderen Illustrationen versehene Buch bei eurem Buchladen ums Eck oder direkt bei <a href="https://www.arsedition.de/produkte/detail/produkt/die-kleine-maus-und-die-grosse-mauer-8309/" target="_blank">arsEdition</a>; dort könnt ihr dann auch einen Blick auf die ersten Seiten der Geschichte werfen.</p>
<p style="text-align: right;">*frei nach &#8222;Die Glocke&#8220; von Friedrich Schiller</p>
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		<title>Liebe geht durch den Hund</title>
		<link>https://blog.littlebigthings.de/schnurzpiepegal-plus-herr-kules-und-der-loewe/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 05:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Was Gott zusammengefügt hat das soll der Mensch nicht trennen]]></category>
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		<description><![CDATA[Man könnte es als visuelle Assimilation, morphologische Konvergenz oder optische Synchronisation im Laufe eines gemeinsamen Lebens interpretieren – oder man geht davon aus, dass schon von vornherein gilt: Gleich und Gleich gesellt sich gern. In jedem Fall aber staunt man immer wieder, wenn man feststellt, wie oft tatsächlich eine enorme Ähnlichkeit zwischen Hund und dazugehörendem [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Man könnte es als visuelle Assimilation, morphologische Konvergenz oder optische Synchronisation im Laufe eines gemeinsamen Lebens interpretieren – oder man geht davon aus, dass schon von vornherein gilt: Gleich und Gleich gesellt sich gern. In jedem Fall aber staunt man immer wieder, wenn man feststellt, wie oft tatsächlich eine enorme Ähnlichkeit zwischen Hund und dazugehörendem Menschen (oder andersherum) besteht.</p>
<p>In „<strong>Schnurzpiepegal</strong>“, bei <strong>Knesebeck</strong> erschienen und <strong>ab 4 Jahren</strong> empfohlen, berichtet uns <a href="http://www.barbara-steinitz.de/" target="_blank"><strong>Barbara Steinitz</strong></a> (Text und Illustration) nun aus einem Städtchen, in dem diese Häufigkeit fast schon prinzipiell geworden ist!</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/055-8_cover_schnurzpiepegal_3d.jpg"><img class="size-full wp-image-10747 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/055-8_cover_schnurzpiepegal_3d.jpg" alt="055-8_cover_schnurzpiepegal_3d" width="443" height="600" srcset="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/055-8_cover_schnurzpiepegal_3d.jpg 443w, https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/055-8_cover_schnurzpiepegal_3d-222x300.jpg 222w, https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/055-8_cover_schnurzpiepegal_3d-185x250.jpg 185w" sizes="(max-width: 443px) 100vw, 443px" /></a></p>
<p>Ob es sich um Arielas Pudel handelt oder um Oskars Windhund, ob es um Herrn Luzi und seinen Bullterrier geht oder um Anton nebst Dackel – man bewundert die nahezu völlige Kongruenz dieser perfekten Paarungen. Jedoch, jedoch … was ist denn bloß mit der Opernliebhaberin Leonora und ihrem Hund Fidelio los?</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/1-e1531322846283.jpg"><img class="size-full wp-image-10743 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/1-e1531322846283.jpg" alt="1" width="445" height="600" /></a></p>
<p>Und dann gibt es da noch so ein disparates Team – den Pralinenspezialisten Joschka und seine Hündin Pistazia!</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/2-e1531322889518.jpg"><img class="size-full wp-image-10744 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/2-e1531322889518.jpg" alt="2" width="465" height="600" /></a></p>
<p>Das sorgt natürlich für öffentliche Aufmerksamkeit – und leider auch Missbilligung. Derlei Kombinationen? Das geht ja mal gar nicht, dessen ist sich die allgemeine Meinung so was von sicher! Was Leonora und Joschka zwar eigentlich nicht weiter schert. Eigentlich …<br />
Denn uneigentlich bekümmert es sie nun eben doch.</p>
<p>Dann, eines Tages, kommt es zu einem zufälligen Treffen von Leonora und Fidelio mit Joschka und Pistazia …</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/3-e1531322940327.jpg"><img class="size-full wp-image-10745 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/3-e1531322940327.jpg" alt="3" width="600" height="417" /></a></p>
<p>Tja. Und so gehen sie auseinander als neu aufgestellte, jetzt wunderbar harmonische Paarungen. Zumindest äußerlich. Und beide lieben ihre neuen Hunde, und beiden Hunden geht es im jeweils neuen Heim ja eigentlich auch sehr gut. Eigentlich …<br />
Denn uneigentlich sollte der Mensch nicht trennen, was sich, zumindest innerlich, doch schon so harmonisch zusammengefügt hatte.</p>
<p>Aber wie heißt es so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben! So wird ein weiterer Zufall unsere Vier noch einmal einander begegnen lassen – und diesmal wird die Chance genutzt, alles, aber auch wirklich alles, richtig zu machen. Und dass danach die Leute noch über eine dritte vermeintlich unpassende Paarung irritiert sein werden, das ist den Vieren: siehe Buchtitel! Damit ist diese sehr süß erzählte und allerliebst illustrierte Geschichte obendrein die so lustig und unterhaltsam verpackte wie freundlich-bestimmte Aufforderung, sich doch bitte nicht immer auf Äußerlichkeiten zu beziehen, sondern lieber mal mit dem Herzen zu sehen!</p>
<p>Apropos allerliebst illustriert: Wem der klare, farbenfrohe Stil von <strong>Barbara Steinitz</strong> gefällt, der darf sich sehr gerne auch mal anschauen, was sie und die Autorin <a href="http://liliencron-textdesign.com/" target="_blank"><strong>Stefanie Klinge-Engelhardt</strong></a> in Wort und Bild über die Geschichte einer ausgesprochen unwahrscheinlichen und dennoch zustande kommenden Freundschaft mit dem Titel „<strong>Herr Kules und der Löwe</strong>“, ebenfalls bei <strong>Knesebeck</strong> erschienen und <strong>ab 4 Jahren</strong> empfohlen, zu erzählen wissen:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/014-5_cover_herr-kules-und-der-loewe_3d.jpg"><img class="size-full wp-image-10749 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/014-5_cover_herr-kules-und-der-loewe_3d.jpg" alt="014-5_cover_herr-kules-und-der-loewe_3d" width="590" height="600" srcset="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/014-5_cover_herr-kules-und-der-loewe_3d.jpg 590w, https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/014-5_cover_herr-kules-und-der-loewe_3d-295x300.jpg 295w, https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/014-5_cover_herr-kules-und-der-loewe_3d-246x250.jpg 246w, https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/014-5_cover_herr-kules-und-der-loewe_3d-510x519.jpg 510w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /></a></p>
<p>Vorderhand geht es dabei um einen Notfalleinsatz im Zoo, für den es eines Menschen mit herkulischen Fähigkeiten, eines Löwenbändigers nämlich bedarf – nun, nomen est omen: da muss Herr Kules dann wohl ran!<br />
<a href="https://www.knesebeck-verlag.de/herr_kules_und_der_loewe/t-1/654" target="_blank">Hier</a> könnt ihr euch auf der Verlagshomepage einige Illustrationen aus diesem Buch anschauen und es bei Bedarf auch gleich bestellen; und <a href="https://www.knesebeck-verlag.de/schnurzpiepegal/t-1/657" target="_blank">hier</a> findet ihr das wunderbare „Schnurzpiepegal“.<br />
Aber freilich dürftet ihr in beiden sehr lohnenden Fällen auch beim Buchladen eures Vertrauens fündig werden.</p>
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		<title>E pluribus unum – auf kolumbianische Art</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jul 2018 05:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Von wem handelt dieses Buch denn nun eigentlich hauptsächlich – von Pedro? Oder von Johnny Tay? Handelt es von Piraten, oder von der 300 Jahre alten Papageiendame Victoria? Und die Karibikinsel, auf der die Geschichte größtenteils spielt, oder das sie umgebende, siebenfarbige Meer, samt seiner Bewohner? Sind sie nicht vielleicht sogar die heimlichen Hauptfiguren? Oder sind es am Ende gar alle zusammen? Und was ist denn überhaupt mit dem riesigen Brotfruchtbaum, der wie eine Krone auf dem höchsten Berg der Insel sitzt?</p>
<p>Wie dieser kleine Fragenkatalog zeigen mag, schwirren die Themen in „<strong>Das Glück ist ein Fisch</strong>“ von <strong>Melba Escobar de Nogales</strong>, mit Illustrationen versehen von <strong>Elizabeth Builes</strong>, bei <strong>Baobab</strong> erschienen und <strong>ab 9 Jahren</strong> empfohlen, herum wie die Sandmücken am Strand.</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/csm_Escobar_DasGlueck_Cover_0e7c917df5-e1530793277449.jpg"><img class="size-full wp-image-10727 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/csm_Escobar_DasGlueck_Cover_0e7c917df5-e1530793277449.jpg" alt="csm_Escobar_DasGlueck_Cover_0e7c917df5" width="427" height="600" /></a></p>
<p>Aber der Reihe nach. Im spanischsprachigen Original trägt diese „<strong>Erzählung aus Kolumbien</strong>“ den Titel „<strong>Johnny y el mar</strong>“; sie beginnt allerdings mit bereits genanntem Pedro, dessen Mutter ihm zu seinem zehnten Geburtstag eine Reise schenkt. Pedro lernen wir als einen sensiblen Jungen kennen, der wächst, wenn er glücklich ist – und schrumpft, wenn er traurig ist!</p>
<p>Im Moment jedoch passt er kaum noch in seine Kleider, denn auf die Reise zu besagter Insel freut er sich enorm. Nur leider hält seine Freude nicht an – am Urlaubsziel im Hotel angekommen möchte er wissen, wieso sein Vater nicht dabei ist: weil seine Eltern sich getrennt haben, wie seine Mutter ihm beichtet. Wütend stürmt Pedro daraufhin aus dem Zimmer, rennt hinunter zum Strand, und rennt und rennt und rennt am Meer entlang, bis er irgendwann erschrocken feststellt, dass er nicht mehr weiß, wo er ist!</p>
<p>„Um sich selbst zu finden, muss man erst verloren gehen“, so lautet die Überschrift des nächsten Kapitels – und in diesem trifft Pedro auf Johnny Tay, just als er eine Mango von einem Baum pflücken will. Der allerdings gehört Johnny, weswegen jener den ertappten Pedro sogleich als „Dieb!“ beschimpft. An dieser Stelle möchte man es zwar kaum glauben – aber das ist nun tatsächlich der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!</p>
<p>Wie diese entsteht und sich entwickelt, davon berichtet uns die Autorin jetzt mit sichtlicher Freude am Erzählen (Übersetzung ins Deutsche: <strong>Jochen Weber</strong>); so lebendig weiß sie den Fortgang der Geschichte darzustellen, dass man fast schon mitschwitzt, wenn Pedro in schwüler Tropennacht unterm Moskitonetz legt, fast glaubt man, selber zu sehen, was er beim Schnorcheln erblickt:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Escobar_DasGlu_ck_S83-e1530793401383.jpeg"><img class="size-full wp-image-10728 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Escobar_DasGlu_ck_S83-e1530793401383.jpeg" alt="Escobar_DasGlu_ck_S83" width="435" height="600" /></a></p>
<p>und wenn die Meeresbewohner dann kein Glück hatten und von Johnny als Mahlzeit zubereitet werden, läuft selbst dem herbivoren Verfasser dieser Zeilen das Wasser im Munde zusammen, so lecker wird das geschildert!<br />
Obendrein gibt es dann ja auch noch Piraten, oder zumindest ausführliche Berichte über sie, vorgetragen von erwähnter Victoria – es ist also ein großes, buntes Vielerlei, welches uns hier präsentiert wird, unterhaltsam, spannend, besinnlich, zu Herzen gehend.<br />
Freilich endet alles gut; die letzte der zahlreichen, so zarten wie kraftvollen Illustrationen zeigt uns Mutter und Sohn wiedervereint auf der Fahrt mit dem Chauffeur Howard und dem Labrador Whisky (wo der auf einmal herkommt, das ist noch so eine tolle Story in der Story; man beachte dazu die vorherige Illustration genau!) zum größten Brotbaum der Insel:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Escobar_DasGlu_ck_S105-e1530793442826.jpeg"><img class="size-full wp-image-10729 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/07/Escobar_DasGlu_ck_S105-e1530793442826.jpeg" alt="Escobar_DasGlu_ck_S105" width="437" height="600" /></a></p>
<p>Und so, wie es über diesen Baum heißt, „dass seine Wurzeln die Insel umarmten wie eine Mutter ihr Kind“, so schafft es auch Melba Escobar de Nogales, ihre diversen Handlungsstränge, die erhebliche Themenvielfalt zu einem großen Ganzen zu bündeln, welches auf viele Arten funktioniert, etwa als erstaunliche, weil gelungene Kombination aus Entwicklungsroman und Reiseführer voller Lokalkolorit. In jedem Fall eine klare Leseempfehlung!</p>
<p>Und wie üblich erhaltet ihr das Buch beim Buchladen eures Vertrauens, oder direkt bei <a href="https://www.baobabbooks.ch/de/buecher/gesamtverzeichnis_a_z/escobar_de_nogales_melba_das_glueck_ist_ein_fisch/" target="_blank">Baobab</a>.</p>
<p style="text-align: right;">[© für alle Abbildungen: Elizabeth Builes und Baobab Books, 2018]</p>
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		<title>&#8230; und führe sie in Versuchung!</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jun 2018 05:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Frank]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun, da die deutsche Mannschaft verdientermaßen aus dem Turnier geflogen ist, hat man endlich wieder Muße, etwas ganz anderes zu betrachten – entlang urbaner Flaniermeilen, in Cafés und Kneipen, in Bars und Clubs, während lauer Sommernächte: nämlich Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit, um mal einen wirklich genialen Filmtitel zu zitieren. Und angesichts des [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, da die deutsche Mannschaft verdientermaßen aus dem Turnier geflogen ist, hat man endlich wieder Muße, etwas ganz anderes zu betrachten – entlang urbaner Flaniermeilen, in Cafés und Kneipen, in Bars und Clubs, während lauer Sommernächte: nämlich <em>Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit</em>, um mal einen wirklich genialen Filmtitel zu zitieren.<br />
Und angesichts des zuweilen ja tatsächlich recht seltsamen Gebarens fragt man sich dann, was eigentlich dazu führen mag? Wird es eventuell daran liegen, dass der Mensch wohl weitaus weniger die Krone als vielmehr ein voll integrierter Bestandteil der Schöpfung ist und gewisse Rituale daher quasi automatisiert vollzieht?</p>
<p>Werfen wir also einen Blick in die unverfälschte Natur und begutachten einige wahrlich fantastische „<strong>Verführungskünstler</strong>“, wie sie uns <a href="https://www.fredericlement.net/" target="_blank"><strong>Frédéric Clément</strong></a> (Text und Illustration) in seinem großartigen, bei <strong>Knesebeck</strong> erschienenen und <strong>ab 6 Jahren</strong> empfohlenen Buch präsentiert:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/06/Cover-e1530196663410.jpg"><img class="size-full wp-image-10716 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/06/Cover-e1530196663410.jpg" alt="Cover" width="600" height="559" /></a></p>
<p>„<strong>Wie Tiere zueinanderfinden</strong>“, lautet ganz lapidar der Untertitel dieses Buches – „<strong>Parades</strong>“ aber heißt es im französischen Original, was sich durchaus wörtlich mit Paraden übersetzen ließe; und ebensolche liefern uns die acht hier vorgestellten Kandidaten in Reinkultur.</p>
<p>Passend dazu stimmt einen das Vorwort im sprachlichen Duktus eines Conférenciers auf eine glanzvolle Show, auf beeindruckende Darbietungen, auf ein „Paradiestheater“ ein – und es verspricht nicht zu viel!</p>
<p>Da wäre etwa der Tanz des auch schon auf dem Cover zu bewundernden Paradiesvogels, der seine Schmuckfedern glanzvoll zu präsentieren weiß:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/06/vogel-e1530196723994.jpg"><img class="size-full wp-image-10717 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/06/vogel-e1530196723994.jpg" alt="vogel" width="600" height="466" /></a></p>
<p>Oder, sehr viel rustikaler, ruppiger, kämpferischer, das Duellverhalten des Hirsches, mit – natürlich nur im Siegesfall – der Aussicht auf die Führung des Rudels:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/06/hirsch-e1530196770797.jpg"><img class="size-full wp-image-10719 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/06/hirsch-e1530196770797.jpg" alt="hirsch" width="600" height="439" /></a></p>
<p>Oder, sozusagen der Klassiker unter den Showtypen, der Pfau samt seinem geradezu legendären Rad:</p>
<p><a href="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/06/pfau-e1530196825720.jpg"><img class="size-full wp-image-10720 aligncenter" src="https://blog.littlebigthings.de/wp-content/uploads/2018/06/pfau-e1530196825720.jpg" alt="pfau" width="600" height="434" /></a></p>
<p>– dessen Augenmusterung übrigens von Ovid in den Metamorphosen höchst einleuchtend erklärt wird; diese Geschichte begleitet dann auch die Bilder des Pfaus.</p>
<p>Doch auch ohne den Rückgriff auf Ovid weiß dieses besondere Buch nicht nur durch seine wunderschönen, im Großformat (28,5 x 25,5 cm) präsentierten Illustrationen zu faszinieren; denn gleichermaßen strahlen seine begleitenden, informativen Texte (Übersetzung ins Deutsche: <strong>Sarah Pasquay</strong>) echte und mitreißende Begeisterung für ihr Thema aus, widmen sich ihm, ganz zu Recht, auf durchaus poetische Weise.</p>
<p>Auch die fünf weiteren vorgestellten Meister ihres Fachs – das Seepferdchen etwa, der Leuchtkäfer oder die Pfauenspinne – demonstrieren dann sehr deutlich den Unterschied zwischen Wollen und Können. So manchen Balz-Eleven auf unseren Straßen würde man dieses Buch daher recht gern in die Hand drücken zum genauen Studium; ganz unabhängig davon und vor allem aber ist es ein tolles, gelungenes Panorama des Einfallsreichtums von Mutter Natur.</p>
<p>Und ihr erhaltet es, auch ohne großes Werben, im Buchladen eures Vertrauens oder direkt bei <a href="https://www.knesebeck-verlag.de/verfuehrungskuenstler/t-1/660" target="_blank">Knesebeck</a>.</p>
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